Grgan der Verfassungspartei in Kram. Nr. 7. Abonnements-Bedingnisse: Ganzjährig: Für Laibach fl. 4.— Mit Post fl. S.— halbjährig: . „ . 2.— „ . . 2.50 Vierteljährig: . . , 1 — , . » 1-2L Für Zustellung in's Haus: Vierteljährig Iv kr. Samstag, den 2. Octover JnsertionS-Preise: Einspaltige Petit-Zeile -» 4 Ir., bei Wiederholungen L 3 kr. — Anzeigen bis b Zeilen 20 Ir. Administration und Expedition: Herrengasse Nr. 1. Red »ction: Herrengasse Ar. 6. 188«. ParteigeLriebe im Amtsblatt. ES war zu erwarten, daß die neue Aera in Kram welche ihr Lob auch in deutscher Sprache klären' will, die Traditionen der altehnvürdigen Laibacher Zeitung" über den Haufen werfen werde, bs ist in der That gelungen, dieses Blatt, welche? als Amtszeitung" vor Allem eine gewisse Neu-tral'ität beobachten sollte, in ein nationales Organ ZU umstalten, mit dem ausgesprochenen Gerufe der dentschkrainischen Bevölkerung die ZLohlthaten des neuen Regime? einleuchtend zu wachen Die mit diesem Zwecke publicirtm officiösen Kundaebungen sind immer sprechende Beweise der einseitigen und parteiischen Anschauung ihres Ur-kebcrS- mit Vorliebe werden da Artikel der nationalen Hetzblätter eitirt und dadurch die verstand-mbinniae Eingebung deS Autors an seine Freunde, recte Mentors vom „Slovenski Narod" und Novice" mehr als nothwendig in'S klare Licht ^^Jünast hat das Amtsblatt wieder die „heimatliche" Novice" mit der Reproduction eineS Artikels, betreffend die Kaiserreise in Galizien, ausgezeichnet, welcher Aufsatz dem OffieiosuS durch seinen Reich-ihum an sublimen Gedanken so sehr imponirt zu Kaden schien daß er eS bei dem lebhaften Bedauern, -iefen Artikel „von Wiener Blättern nur in sehr reducirten Telegramm-Excerpten signalisirt zu sehen", sich nicht versagen konnte, denselben zum Nutzen und Feuilleton. Die Saae vom Slatorog. (Schlich.) So weit die Sage. Aus der oberwähnten Abhandlung Deschmann's über einstige Gletscher in Oberkrain" entnehmen »dir noch folgende Schilderung des Terrains, auf kas sich die Sage vom „Slatorog" bezieht, sowie kes Hirtenvolkes des Trentathales: Ein langer Glctscherstrom zog sich einst vom des Werschaz oder gar vom Hochplateau Hri-L«e am Konjauz durch die nach West streifende ^kalfurche zwischen der Kopiza und dem Titscherza-tanime und dem nördlich davon sich mauerähnlich erhebenden Zuge des Grad, bis er, durch den Gletscher-övsluß aus der Komna verstärkt, gegen Süden um-Kya und im hintersten Thalgrunde der Wochein an ^er Lukanza, in der Nähe des jetzigen Wasserfalles kn Saoiza, zur Tiefe abging. hem Hochalpenthale der Jeferza, von den ^lvenseen der Saviza also benannt, findet man aus-tzrdehnte Kahrenbildungen, worunter ein außerordentlich .erklüftetes, sozusagen zerhacktes, von Rinnen Und Hohlkehlen durchzogenes Felsterrain verstanden hikd Solche Bildungen sind wahre Wüsten der Alpen denen an Wildheit die ödeste Karstlandschaft Frommen aller Coalitionspolitiker unverkürzt zu veröffentlichen. Auf diesem Wege ist der fragliche Artikel der „Novice" auch uns zu Augen gekommen, wir begreifen jedoch nicht, wie man von diesem Gewäsche über „den Triumph der Versöhnungspolitik" ein solches Aufheben machen kann. „Novice" hat über die politische Bedeutung der Kaiserreisc weder etwas Neues noch das Alte, da wir cs schon in hervorragenderen Regierungsorganen zu lesen bekamen, besser oder interessanter zu sagen gewußt, und nur das neue Kautschuckbild von dem „mit der Größe seiner Ausgabe wachsenden Athleten Grafen Taaffe" reizt zur ungetrübten Heiterkeit. Die Zurückdrängung der nationalen Zerwürfnisse in Galizien anläßlich der Kaiserreise erklärt „Novice" als einen Erfolg der Taaffe'fchen Versöhnungspolitik. („Novice". sonst in der russischen Geschichte so wohl erfahren, scheint da auf die Potemkin'schen Dörfer ganz zu vergessen.) Eine kühnere Entstellung der Thatsachen ist wohl kaum noch dagewesen und dieselbe ist auch wieder ein Ausfluß der jetzt bei Nationalen und Offieiösen beliebten nnqualificirbarcu Methode, die geheiligte Person des Kaisers ins Parteigetrie'oe hineinzuziehen, um womöglich daraus für die herrschende Regierung Capital zu schlagen. Ist es doch notorisch, daß nächst den Dmtsch-Oesterreichern die Ruthenen die entschiedensten Gegner des Grafen Taaffe sind. In den Loyalitätsbeweisen haben allerdings die Ruthenen mit den Polen gewetteisert, allein so manche voran- nicht gleichkommt. In der besagten Gegend dehnen sie sich mit theilweisen Unterbrechungen von Gebirgs-schutt in einer Länge von fünf Stunden aus. Zwar hängt die Entstehung der Kahrenfelder nicht nothwendig mit einstigen Gletschern zusammen, sie kann auch durch einen langandauernden Auf-löfungsproeeß, den das Regen- und Schneewasser auf das Kalkgestein ausübte, bewirkt worden sein; doch enthalten die Hochthäler von Jeserza und Komna in ihren durchfurchten Gesteinslagen eine Hieroglyphik, die kaum anders als durch Gletschereinwirkung hervorgebracht, sich richtig deuten ließe. Die bloßgelegten Schichtenköpfe zeigen an ihrer Oberfläche zahllose Rinnen, welche durch die Wasseradern des Gletschers ausgehöhlt wurden, auch größere Erdtrichter, die man als Abflüsse der Gletscherbäche kennt und in den Schweizer Alpen als Mühlen (Klou1in8) bezeichnet, sind daselbst nicht selten. Eine der imposantesten derartigen Bildungen ist in der Nähe des obersten Alpensees am Fuße des Werschaz gegen das enge Joch zu, über das man in die steile Tiefe zu den Schäferhütten an der Terbi^enza gelangt. In jenem verlassenen Gletscherbetto kommen auch Felsplatten von kolossalen Dimensionen hie und da abgelagerter, deren Gestein, von dem Schichtensysteme der nächsten Umgebung abweichend, an entfernteren Punkten ansteht; die fast horizontale Lage einer gegangenen Episoden zeigen deutlich, daß die Huldigung der Ruthenen nur dem Monarchen, welcher die alleinige Hoffnung der bedrückten Nationalitäten ist, nicht aber dem sie bedrückenden Regime galt. Wollten doch ursprünglich die Ruthenen dem Monarchen einen abgesonderten Empfang bereiten, haben doch ihre Organe vor und nach der Kaiserreise ihre Wünsche und Beschwerden deutlich genug zum Ausdrucke gebracht. Das ruthenische Blatt „Slowo" warf in einem Leitartikel einen Rückblick auf die Kaiserreise. In diesem Artikel heißt es: „Gleichwie die Ruthenen während der Anwesenheit des Kaisers Abstand genommen haben von der Anbringung ihrer gerechten Beschwerden, hat auch der Monarch nicht den mindesten Anlaß zu der Ver- muthung gegeben, als läge ihm die ruthenische Nation minder am Herzen, als die anderen Nationen Oesterreichs. Die Ruthenen wissen es wohl zu würdigen, daß, wenn irgend welche Mißbräuche in Galizien Vorkommen, die zu ihren Ungunsten aus-schlagen, es nicht Schuld des Monarchen ist. Alle den Ruthenen zugemutheten Absichten, während der Anwesenheit des Kaisers demonstrativ aufzutreten, seien tendenziös gewesen. Die Gefühle der Liebe und Anhänglichkeit an den Monarchen seien gleich stark bei Ruthenen wie bei Polen. Der Unterschied bestand nur darin, daß bei dem Empfange des Kaisers hier auf ruthenischem Boden zu diesen Gefühlen sich noch die Hoffnung gesellte, daß mit dem Momente der Ankunft des Monarchen eine Aera größerer Berück- solchen Platte, einem Niesentische ähnlich, die nur in der Mitte unterstützt ist, erinnert sehr lebhaft an die Beschreibungen der sogenannten Gletschertische und findet die natürliche Erklärung durch den Transport auf dem Rücken eines einstigen Gletschers. Auch einige der Alpenseen der Saviza scheinen nunmehr die Wasserausfüllungen vom Becken zu sein, die der Gletscher im Schuttterrain gebildet hatte. Die Aelpler bezeichnen diese Bodengestaltungen mit dem Namen oder strei-Iantsst svvt. Sie werden als das steilste, wegen seiner großen Zerklüftung nur mit Vorsicht zu betretende Terrain von den Hirten in der Regel gemieden. Nur die Flitscher Schafhirten (LovL»i>>), denen kein Grasfleck zu ärmlich ist, auf den sie nicht ihre genügsamen Schafe von kleinem Schlage zur Weide treiben, wagen sich mit ihren Herden in diese Felslabyrinthe, um die spärlichen Grashalme, die im Geklüfte hie und da hervorsprossen, abzuweiden, was jedoch selten ohne Beinbrüche abgeht. Nunmehr ergießt sich einer neuen Gletscherfluth gleich der Kalkschutt des Hochgebirges über die steilen Gehänge in den Tiefthäler der Alpen, die ohnehin spärlichen Weidetriften in wüste Steinfelder verwandelnd. Das gilt insbesondere von den tief eingeschnittenen Thälern des Flußgebietes des Jsonzo, deren Bewohner, bei dem Mangel an Gleba für - sichtigung der ruthenischcn Wünsche Heranbreche, während den Polen nicht mehr viel zu wünschen übrig bleibe." — Der Einklang im enthusiastischen Empfange des Kaisers beweist also noch lange nicht, daß die Bevölkerung mit den Intentionen des Ministeriums Taaffe einverstanden ist. Auch in Böhmen war dieser Einklang wahrnehmbar; doch wer, außer der „Novice" und ihrem Nachbeter in der „Laibacher Zeitung" wagt es wohl, zu behaupten, daß die Kaiserreisen alle Mißstimmungen der Völker verscheucht haben? Welche Hoffnungen man übrigens auf die durch „die geschickte Politik geschaffene starke Regierung des Grafen Taaffe" zu setzen berechtigt ist, zeigt der weitere Inhalt der „Noviee", welche hofft, daß diese Regierung nun daran gehen werde, den „nationalen Bedürfnissen der einzelnen Völkerschaften Rechnung zu tragen, und die ihnen vorbehaltenen Rechte zu gewähren". Was die Nationalen unter diesen Rechten verstehen, ist bekannt; die Ausmerzung des Deutschthums, die Verslovenisirnng der Schulen, die Vertreibung deutscher Beamten und ähnliche Postulate sind cs, welche nach Ansicht der „Noviee" nunmehr anstandslos erfüllt werden können. Wäre der Offi-ciofus der „Laibacher Zeitung" in Vater Bleiweiß und die übrigen Pervaken nicht so verliebt, als es wirklich der Fall ist, so müßte er eingesehen haben daß «Noviee" mit dem fraglichen hochgepriesenen Artikel nichts Anderes, als einen neuerlichen Appell an die Regierung wegen endlicher Befriedigung des nationalen Appetites beabsichtigte, und es ist ganz bezeichnend, daß die Regierung in ihrer Vorliebe für die nationale Partei in der Amtszeitung derlei Kundgebungen und Wünsche derselben zu loben und zu vertreten übernimmt. Diese Auffassung der Versöhnungspolitik seitens der krainischen Offi-ciösen ist so eigenthümlich, daß sie selbst zu Zweifeln darüber berechtigt, ob diese neueste Wirtschaft hier im Lande den Intentionen des „mit der Größe seiner Aufgabe wachsenden" Grafen Taaffe entspreche. Die Pervaken, welchen die Heuchelei nie-mals ein zu schlechtes Mittel war, erklären freilich nach dcm mehrerwähnten Artikel der „Noviee", daß sie. sobald man alle ihre Wünsche befriedigt, gegen die Einheit der Verkehrssprache keine Einwendung erheben werden. Wenn jedoch die „Laibacher Ztg." in dieser großmüthigen Erklärung einen Erfolg der den Ackerbau in ihrer Existenz beinahe ausschließlich an die Schafzucht gewiesen, einen Kampf um ihr Dasein führen, von dessen Gefahren und Mühseligkeiten der Bewohner der Ehene keine Ahnung hat. Beinahe die ganze Bevölkerung des Trentathales führt im Hochsommer zur Zeit des Heumachens in dem ringsum sich erhebenden Hochgebirge ein wahres Gemsenleben, kein Grasband längs der Felswände des Pichauz, und sei es noch so schmal, bleibt unbesucht, kein grüner Fleck, und sei es noch so gefährlich dahin zu gelangen, unerstiegen; das dort wuchernde wilde Heu wird mit der Sichel geschnitten. Die Trentaer nennen diese Hochgebirgs-Campagne voi-lisriti, und manches Leben fällt hiebei den Steinschlägen zum Opfer. Die vielen Kreuze und Erinnerungszeichen an geschehene Verunglückungen längs des oberen Laufes des Jfonzo sind eine wahre Leidensgeschichte seines Hirtenvölkchens. Bei solchen Drangsalen des Lebens ist es wohl ein verzeihlicher Wahn, wenn sich die Phantasie des Volkes in dem Berge Bogatin den Bewahrer fabelhafter Schätze schuf. Noch heutzutage beschäftigt jener Berg, der sich oberhalb der Kahrenfelder der Komna erhebt, manchen excentrischen Kopf in der Wochein und im Görzer Gebiete. Auch die Gemsenjagd, der der Flitscher mit Leidenschaft obliegt, hat manchem tüchtigen Jäger das Versöhnungsära erblickt, so können wir ihre Kurzsichtigkeit nur bewundern. Krain möge einmal ver-slovenisirt werden, meint „Noviee", dann wolle man auch der deutschen Sprache gnädigst die Existenz im Lande gestatten! Bis donhin aber wehrt man sich gegen die Einführung dieser Sprache in die Volksschule, predigt man die Vertreibung der deutschen Sprache aus der Lehrerbildungsanstalt, verlangt man die Gründung slovenischer Gewerbeschulen u. s. w. Wie verträgt sich wohl die Beseitigung der deutschen Sprache aus Schule und Amt mit deren Duldung als Verkehrssprache? Die „Laibacher Zeitung" hat diesen Widerspruch wohl absichtlich ignorirt, um nach dem persönlichen Ideale ihres — Osficiosus ein nationales Blatt wieder einmal loben zu können. Wir meinen, es sei nicht die Aufgabe eines Amtsblattes, Reproduetiouen der Artikel der nationalen Hetzblätter seine Spalten zu öffnen; es wird außerdem den Anschein gewinnen, daß die Ver-föhnungsära in Krain von Amtswegen aä ealonäLs ArsecLs vertagt werden will. Wir bedauern, dem AmtSblatte, das seine Inspirationen aus „Noviee" und „Narod" bezieht, zurufeu zu müffen: „Es thut mir in der Seele weh', daß ich dich in der Gesellschaft fehl" Unliebsame Wahrheiten. Als der Abgeordnete Aufpitz im vorigen Jahre einmal im Abgeordnetenhause Dr. Herbst angegriffen hatte, waren unsere National Clcrikalen geneigt, ihn für einen besonders gescheidten und rechtlichen Mann zu erklären; die Rede hingegen, welche derselbe Abgeordnete unlängst vor seinen Wählern gehalten, erregte ihr höchstes Mißfallen und sie greifen ihn nun in gewohnter feiner Manier darob an. Sie thun cs ja im Allgemeinen so gerne: Jemanden in den Himmel erheben, wenn er momentan in ihr Horn zu blasen scheint, und gleich darauf den Nämlichen wieder in Gift und Galle ertränken, obgleich er in seiner Haltung und seinen Grundsätzen ganz unverändert geblieben ist, wenn er ihnen mit unangenehmen Wahrheiten an den Leib rückt. Die erwähnte Rede des Abgeordneten Auspitz enthält nun in der That eine Reihe trefflicher Wahrheiten, die unseren National-Clerikalen vielleicht etwas ungelegen kommen, einmal deshalb, weil sie die Hohlheit und Grundlosigkeit ihrer Ansprüche wie nicht minder das widerspruchsvolle und dabei gefährliche Leben gekostet. Die Sage vom Trentajäger ist aus dem Leben des Volkes gegriffen. Wenn man von den Hochalpenseen der Saviza in den tiefen Graben der So^a hinabsteigt, so gelangt man zu einer sehenswerthen Stelle, wo der Jsonzo in einem gleichsam polirten marmornen Troge, Kreita genannt, eine Art Stromschnelle bildet, dort stand vor einigen Jahren ein schon dem Verfalle nahes Gedenkkreuz eines verunglückten Gemfenjägers, dessen lakonische Inschrift also lautete: Lim Kal Osuiiso swortit, LvA Hai, l'oj.'t smsrt inoro Kit. rtost ^.närö KomÄv, I'rosito LoK» 2» mHo Vorno äu80 ^nion. In deutscher Übersetzung: Ich ging Gemsen zu tödten, Doch Gott sprach Dein Tod soll es sein. Ich Andre KomaL, Bittet Gott für meine Gläubige Seele. Amen. Vorgehen der gegenwärtigen, von ihnen gepriesenen Regierung aufdecken, und zum ändern deshalb, weil sie durchaus richtig die Haltung kennzeichnen, welche die Versassungspartei einzunehmen hat, um der herrschenden Aera zu baldigem Ende zu verhelfen und die ihr gebührende Stellung dauernd zu festigen. Nur nebenher wollen wir bemerken, daß unsere National-Clerikalen NikolSburg, wo eben der Abgeordnete Auspitz seine Rede gehalten hat, nach Böhmen verlegen; ob ihnen hiebei ein gewaltiger geographischer Lapsus Passirt, oder ob sic in der Auslegung des böhmischen Staatsrechtes schon so vorgeschritten sind, daß sic Mähren gar nicht mehr anerkennen, lassen wir dahingestellt. Im klebrigen versetzten sie insbesondere zwei Stellen dieser Rede in gelinde Raserei. Es heißt darin einmal: „Mit der Gleichberechtigung der Sprachen bleibe man un§ vom Leibe; die Gleichberechtigung der Staatsbürger aller Zungen, die wollen wir ganz und voll und wo da noch eine Klage bestehen sollte, wollen wir ehrlich abhelsen." Und weiter wird gesagt: „Das achtjährige feste und konsequente Regiment des Ministeriums Auersperg hatte in allen Schichten der Bevölkerung, in allen Theilen des Reiches den Glauben an die Unerschütterliche der verfassungsmäßigen Zustände feste Wurzeln schlagen lassen. Aus dieser Wurzel begann die Blume der Verständigung zwischen allen Völkern zu sprießen." Das seien doch lauter schamlose Entstellungen und grobe Lügen, denn die Versassungspartei sei ja immer gegen die Einführung der slovenischen Sprache im öffentlichen Leben, gegen die Anstellung slovenischer Beamten und Professoren gewesen; das brutale Ministerium Auersperg habe bei allen Slaven das schlechteste Andenken hinterlassen und namentlich die Slovenen können nur beten, daß cs nie wieder-kehre, oder noch besser, sie haben nur Flüche für dasselbe. Was soll man zu dieser Art von Polemik sagen? Besteht etwa die Gleichberechtigung der Staatsbürger slovenischer Zunge — gegen nebulöse Gleichberechtigung aller Sprachen wird ja ausdrücklich Verwahrung cingclcgt — darin, dich das Deutsche aus Amt und Schnle überall entfernt und dafür zum Schaden der Verwaltung und des Unterrichtes nur das unzureichende Slovenische oetroyirt werde? Gcgcn eine solche Gleichbereeh-tigung hat freilich die Versassungspartei mit Recht und im Interesse des Reiches und unseres Landes sich verwahrt; wo cs aber galt, innerhalb der zulässigen Grenzen den Anforderungen jeder Natio-naliiät gerecht zu werden, bei der Volksschule, beim Verkehre der nicht deutsch redenden Bevölkerung mit > deu Behörden n. s. w., hat da die Vcrsassnngspartei > nicht stcts allc Mittel bcwilligt, ja nm dcö lieben Friedens willen vielleicht weiter gehende Zugeständnisse gemacht, als das Volk selbst verlangte und als ihm frommte? Und andererseits: Ist nicht eine historische Thatsache, daß der Eintritt der Tschechen in den ReichSrath dem Grafen Taasfk als eine reife Frucht der Wirksamkeit des früheren Ministeriums in den Schoß fiel, nur mit dein Unterschiede, daß er ganz nnnöthig dafür noch frei' willige Concessionen machte und alle mögliche» Präteusionen wachrief und neuerdings den Nation«' litätenstreit entfesselte, während uuter eiuer klugen Regierung die Tschechen ohne Weiteres sich hätte» in den Rahmen vcrfassnng-mäßigcr Thätigkeit einstigen müssen ? Doch die beste Widerlegung der i» höchst überflüssiger Entrüstung hervorgesnchten Ein-wände und Vorwürfe liegt in der Aufpitz'fchcn Rede selbst, die wir bei der Knappheit deS uns zur Verfügung stehenden Raumes leider mir in den markantesten Stellen iviedergcben können. Nachdem Redner die jetzige Majorität des Abgeordnetenhäuser charakterisirt, deren Theile in Allem uneins nnd nur in der Bekämpfung des bestehenden Rechtszuständig einig sind, fährt er fort: Mit dieser Parlamentsmehrhcit, welche ccntri-fugale" Tendenzen verfolgt, welche nicht bloß die Verfassung, sondcm auch die Staatseinheit, ja die Machtstellung der Monarchie bedroht — mit dieser Mehrheit geht eine Negierung Hand in Hand, welche die Stirnc hat, eine konservative sich m nennen- Die wahre konservative Partei in Oesterreich ist heute die Vcrsassungspartci. Wir stehen ein für die Erhaltung des Bestehenden; nicht etwa nur für das scit zwanzig Jahren bestehende Grundgesetz, die Verfassung; nein, auch für die scit mehr denn hundert Iahrcn, seit Maria Theresia und Joseph bestehende Staatseinheit. Die wahren Um-sturzmänner dagegen, das sind heute in Oesterreich die so sich unbefugter Weise konservative nennen, die' Hohenwart, Elam. Rieger n. s. w, denn sie haben die Verfassung nur anerkannt, um sie besser angreifen zu können; sic bekämpfen auch die alte centralistische Staatsidce und sie bekämpfen das Deutschthum, weil sie in dcmfclbcn mit Recht das Bollwerk dieser Idee erkennen. Mit der Phrase der Gleichberechtigung nach dem tz 19 der Verfassung aehen sie uns zu Leibe. Gleichberechtigung aber kann es nur zwischen Menschen, nicht zwischen Dingen und todten Begriffen geben. Der Slovene, der Tscheche und Pole, sie alle können dem Deutschen aleichberechtigt. sie sollen cS sein, und man kann sagen sie sind es in Oesterreich. Aber unmöglich ist eine Gleichberechtigung zwischen der slovenischen, der tschechischen oder polnischen und der deutschen Sprache, so wenig als Kupfer, Silber nnd Gold gleichwerthig sein können. Kein Staatsgcfctz kann daran etwas ändern - die Natur der Dinge ist mächtiger als der Wille der Gesetzgeber. Wer den Staat in solch aussichtslosen Kampf gegen die Natur drängt, der stür-t denselben in endlose Wirren, der erschüttert das^undament des Staates, der mag ein edler, nationaler Schwärmer sein — ein guter, verständiger, österreichischer Patriot ist er nicht. Nach Ausführung dcr bereits obcn eitirtcn Stellen wird dann wcitcr bemerkt: „Die Negierung Sr Majestät im unnatürlichen Bunde mit den Gegnern nnd im Kampfe mit den Freunden dcr Staatseinheit, daS ist die heutige Siiuation. Sie ist schmerzlich für jeden Patrioten, sic ist zu wider-sinnig als daß sie lcmge dauern könnte, aber jeder Lag ihres Bestandcs ist cme Gefahr für Reich und Solk. Brauche ich. meine Herren, nnn eist zN fagen, wie ich mich dieser Negierung gegenüber verhalte? Ich erachte cs für meine und jedes verfassungstreuen Mannes gebotene Pflicht, alle legalen Mittel cinzuwenden. um jc chcr desto lieber den ^tiirz dieser Negierung hcrbcizusuhrcn. Ich stehe also heute in den Reihen dcr priucipicllen Opposition. ganz ebenso uud genau aus dcmsclbcn Grnndc, warum ick früher im Allgemeinen ministcricll war. Gestatten Me mir, mcinc Herren, bei dicscm Anlässe einige Bemerkungen über dieses Wort; heute, wo ich es Nicht bin, kann ich dies; ohne Furcht vor Miß-Deutungen thun. Das Wort „ministeriell" hat in Desterreich einen schlechten Klang, selbst unter einer liberalen Ncgicrnng habcn mir wenige Abgeordnete den Muth. sich so ZU nennen; keines dcr großen Wener Blätter war offen regierungsfreundlich. An dcr Neaierung. welche immer cs auch sci, AllcS schleckt zu finden, ist altöstcrreichischc Gewohnheit, rin Erbstück aus dem absolutistischen Polizeistaate. politisch reiferen Ländern versteht man das gar dicht Keinem englischen Liberalcn wird cs heute dilter dem Ministerium Gladstonc cinfallcn, sich 8mn die Bezeichnung „ministcricll" verwahren zu d-ollen Dicfc kindischc Schcu vor dcm Rufe dcr Ukgierungsfrenndlichkeit ist für die Entwicklung und ErslarkniM unseres BcrfassungSlcbens eine großc Gefal 'Es gibt naive Menschen, die da glauben, der Uebergang vom Absolutismus zum Nechtsstaatc sei an dem Tage auch schon vollzogen, wo eine Bersassungsurknnde im Reichsgesetzblatt erscheint; als könnte dcr Staat seinen eomplicirten Organis-mus eben so rasch ändern, als man ein Kleid wechselt oder eine neue Wohnung bezieht. Wenn dann täglich und stündlich die Wahrnehmung sich aufdrängt, in unserem blutjungen Berfassungsleben sei noch Vieles, ja das Meiste nicht so. wie es sein sollte — dann hört man heftige Reklamationen gegen Scheinconstitutionalismus und verkappten Absolutismus, und durch radieale Reformvorschläge soll dem Nebel abgeholfen werden. Würden die Herren die Geschichte anderer Staaten studiren, so würden sie lernen, daß die Einwurzelnng einer Verfassung nicht bloß Jahre, sondern viele Decennien — zum mindesten ein Menschenaltcr — erfordert Sie würden dann zu der Einsicht kommen, daß in dcr Uebcrgangszcit vom Absolutismus zum Rcchts-staate, in der wir uns befinden, der freiheitliche Ausbau unserer Verfassung, die Ausfüllung dcr vielen Lücken unsercs Vcrfassnngswcrkcs. in zweiter Linie steht. Weitaus wichtiger, weil die Zukunft verbürgend, ist der Bestand einer Regierung, welche nicht bloß in Worten, wie die jetzige, sondern im Geiste und in Thaten wahrhaft verfafsuugstrcu wäre, welche mit Festigkeit und Conscgnenz die Verwaltung in diesem Geiste führte: unparteiisch gegen die Staatsbürger aller Zungen, aber nicht parteilos gegenüber den Feinden der Staatseinheit. Eine solche Regierung je eher desto lieber herbcizu-führen, ist unsere nächste und wichtigste — ihren Bestand zu sichern, unsere weitere und schwierigere Aufgabe; schwieriger deshalb, weil wir dazu die Kunst erlernen müssen, ministcricll zu sein. Es muß allgemein die Erkenntniß platzgrciscn, daß das Mandat dcs Volksvcrtrctcrs nicht bloß das Recht verleiht, in männlich kühnen Worten die eigene Ueberzeugiing aiiszusprechcn, sondcrn auch dic Pflicht auserlegt, dieses Recht uur zum wahren Vorthcil des Volkes zu gebrauchen. Unabhängigkeit dcr Gesinnung und Ucbcrzcugungstrcnc sind selbstverständliche Erfordernisse eines tüchtigen Volksvertreters, aber das Parlament ist nicht cine Schaubühne für dic prunkende Entfaltung dieser Tugenden, sondcrn cin crnster Kampfplatz, wo cs gilt, für dic als richtig erkannte Idee den Sieg zu erringen und auch festzuhalten. Unsere Gegner verstehen das vortrefflich. Wiewohl dic jctzigc Negierung noch langc nicht so föderalistisch, noch langc nicht so anti deutsch, noch lange nicht so reaktionär und clcrikal ist, als sic cs wünschen, leihen sie ihr doch ihre Unterstützung und stimmen sogar für solche Ncgierlingsvvriagcn, die ihnen nicht ganz genchm sind. Sie wissen dann sehr gut, daß nur einige Jahre cincr Verwaltung in dem Sinne, wie dic jctzigc Negicrung sie leitet, ihre ganze und volle Herrschaft hcrbeifnhren können. Auf unserer Seite dagegen schreien die steirischen Radikalen noch hente in dic Welt hinaus, daß sie cincr ncuen liberalen Negierung ebenso Opposition machen wcrdcn. wie dcr früheren; ja sie ergchcn sich sogar in persönlichen Angriffen gegen die Männer nnsercr Partci, dcncn sic dic Ministcrsähigkcit zumnthen. Dicscn Männern wollen wir, rnsc» sic aus, keine LandSknechtsdienstc leisten, aber den Grasen Hohenwart und Elam leisten sic solche thatsächlich. Ueber-zcugungStrcuc und Cvnscgueiiz nennen das dic Herrc», und mit dcm Amvnrsc schwächlichcr Opportnnitätspolitik verdächtigen sie alle Jene, welche mich aus dic Folgen ihrer Worte und Thaten Rücksicht nehmen. Ich für meinen bescheidenen Thcil könnte dcm Frcihcrrn v. Waltcrskirchcn nnd seinen wenigen Gesinnnngsgciiosscn die Versicherung geben, daß auch eine aus ihnen gcbildcte Negierung ans meine loyale Unterstützung rechucn kö»ntc. Durch solch vcrnntivorlungsvollc Stcllung gczwnngcn, ihrc Worte und Handlungen auf die Wagschalc zu legen, würden sic ohncdicß von einem gemäßigt liberalen Ministerium sich gar nicht so sehr unter- scheiden. Aber nicht um meine geringe Person, sondern darum handelt cs sich, daß die Ueber-zeugung eine allgemeine werde, in den Abgeordneten, in der Wählerschaft, in dcr Prcffc, daß nicht nur die Erlangung, sondcrn auch die Festigung und Unterstützung einer echt verfassungstreuen Regierung unsere Hauptaufgabe sei. Viel ist, das soll nicht verhehlt werden, in den letzten Jahren in dieser Hinsicht gefehlt worden. An jenem Tage dcs Jahres 1873, an dem nach Zusammentritt des ersten direct gewählten Abgeordnetenhauses der große Club dcr Linken sich als cine speeifisch unabhängige Partci constitnirte und die Minister von seinen Sitzungen ausschloß — an dcm Tage ist der Keim zu den heutigen bcklagcnswerthm Zuständen gelegt worden. Wären dic damaligen liberalen Minister scharfblickende und energische Staatsmänner gewesen, sie hätten sofort die Partci vor die Alternative der Revoeirung dieses übereilten Beschlusses oder der Demission des Cabinets stellen müssen. Der kleine Riß zwischen Regierung und Partei ist durch diese Nichtbeachtung im Lause der Jahre zur Kluft geworden. in welche nicht nur das Ministerium Auersperg gestürzt ist, in welche unsere allzeit wachsamen Gegner auch die Verfassung und die leitende Stellung der Deutschen zu stürzen eifrig bestrebt sind. Dieses Bestrcbcn, cs wird mißlingen, wenn die ganze verfassungstreue Bevölkerung einmüthig znr Abwehr zusammensteht; und das jetzige dritte föderalistische Experiment, es wird das letzte sein, wenn dic verfassungstreuen Abgeordneten es über sich bringen, eine Regierung unserer Partei auch wirklich zu unterstützen." Politische Nevue. Oesterreich-Ungarn. Der deutsch - mährische Parteitag, welcher in Brünn abgehalten wurde, bildet einen der wenigen Lichtblicke in der düstern Periode, welche gegenwärtig die Verfassungspartei zurücklegt. Dcr Parteitag war von fast taufend durch Bildung, Einfluß oder gesellschaftliche Stcllung hervorragenden Männern aus allen Clafscn der Bevölkerung Mährens besnchl, und sowohl der Großgrundbesitz als dic verfassuugstrcuc ländliche Bevölkerung war auf demselben vertreten. Und diese ansehnliche Versammlung sprach cs einmüthig als die Pflicht dcr verfassungstreuen Abgeordneten und Parteimänner ans, die gegenwärtige Negicrung zu be-kämpfcn, „wcil sie unerfüllbare föderalistische, slavisch-nationale und reaktionäre Ansprüche hcrvorrics, auf staatswirthschastlichcm Gcbictc ihren eigenen Versprechungen zuwidcrhandeltc, dic Autorität der staatlichen Verwaltung erschütterte und die verfassungsmäßigen Grundlagen dcs Einheitsstaates in Frage stellte." Das „Volk", auf welches man im Namen dcs Ministeriums sich so gern bcrust, muß also doch nicht gar so gleichgiltig und indifferent den politischen Ercignisscn gegcnnbcrstchcn, wie man ihm gewöhnlich andichtct. Im Ucbrigen stimmen dic Beschlüsse dcs Brünncr Partcitagcs mit jcncn dcr Mödlingcr Versammlung wesentlich überein, nur beschloß dcr mährische Parteitag auch cine Resolution, in welcher cr sich zur Beschickung eines allgemeinen dcntsch'vstcrrcichischcn Parteitages bereit erklärt. Dic gcmcinsamcn Ministcrconsercnzcn in Budapest scheinen ohne Resultate geblieben zu sein. Man wartet darauf, um unter dem Vorsitze dcs Kaisers dic Couscrcnzcn dann sortznsetzcn. Jedenfalls konnten sich die beiden Finanzminister mit den zu hohen Forderung«! dcs Kriegsministers nicht einverstanden erklären. Wie gewöhnlich schildern auch dicßmal die offiziösen Journale dic europäische Lage als eine sehr crustc um natürlich dic Dclcgntionsmitglicder leichter zur Botirung dcs Hccrcsbudgcts nach dein Wunsche des KricgsministcrS zu bewege». Zum Statthalter von Mähren wurde Baron Korb-Weidenhcim ernannt. Diese Ernennung wurde im Lager der Tschechen mit nicht besonderer Befriedigung ausgenommen, da Baron Korb, wenn auch derselbe einen Ministersitz im Eoalitions-ministerium eingenommen, in demselben, wie sich die Offieiösen ausdrückten, das verfassungstreue Element zu repräsentiren hatte. Befremdend wirkte die Entfernung des Seetionschefs Chertek aus dem Finanzministerium. Jedenfalls zeigte er sich nicht geneigt den Plänen und Operationen des Herrn Dunajewsky. Frankreich. Die Ministerknse ist gründlich beendet. Der greise Senator Jules BarllMmy Saint-Hilaire übernahm daS Portefeuille des Aeußeren. Sein Name bürgt dafür, daß alle Befürchtungen, welche an das Ausscheiden Freycinet's aus der Regierung geknüpft wurden, der Begründung entbehrten. Die Republik Hai bei dem Wechsel, dem durch fünf Tage die ganze Welt mit athemloser Spannung entgegensah, keinen Schaden genommen, und Europa kann vollauf mit der Lösung der Krise zufrieden sein, denn sie scheint nach Außen hin die unveränderte Fortsetzung der Friedenspolitik, welche Freycinet beobachtet hatte, zu bedeuten. Der Mann, welcher den bisherigen Minister des Aeußeren ersetzt, ist ein Greis von sünsundsiebzig Jahren, einer von jenen geistreichen und besonnenen Politikern, welche mit und neben Thiers an der Festigung der Republik arbeiteten und an die Befreiung derselben von der deutschen Invasion ihre beste Kraft setzten. Er kann als der Erbe der Gesinnungen und Ansichten Thiers' gelten, mit dem er einig war in dem Grundsätze, daß die Republik konservativ sein müsse, und einig in dem Wunsche, daß sie in ihrer Entwicklung durch kein kriegerisches Abenteuer und keine widrige Constellation in Europa gestört werde. Als hätte in einer schweren Stunde der Genius Thiers' schützend über Frankreich geschwebt, so trifft es sich, daß an demselben Tage, an welchem das Denkmal des „Befreiers" in Saint-Germain enthüllt ward, die Ministerknse unabwendbar wurde, welche nun mit der Berufung seines Freundes zur Leitung der äußeren Politik Frankreichs geendet hat. Locale Nachrichten. — (Reisebetrachtungen.) Wir haben den unter ganz eigenthümlichen Umständen stattfindenden Reisen des derzeitigen Landespräsidenten bisher nicht allzuviel Aufmerksamkeit geschenkt und selbe recht glimpflich behandelt. Eine längere Enun-ciation der „Laib. Ztg." über diesen Gegenstand, noch dazu an hervorragender Stelle und in jenem aufdringlich belehrenden Tone, der solchen im höhern Aufträge unternommenen Reinwaschungen nun einmal eigen zu fein scheint, fordert aber doch zu einigen unumwundenen Bemerkungen heraus. Ueber die Bedeutung eines dabei mitlaufenden Dementi's betreffs der Benützung slovenischer Blätter zu offieiösen Inspirationen verlieren wir weiter kein Wort. Die „Laib. Ztg." muthet der Naivetät ihrer Leser doch etwas viel zu, wenn sie glaubt, daß irgend Jemand über dessen wahren Werth im Unklaren sein könnte. Also zur Reisefrage! Diese Reisen unternehme der Landeschef einfach zur pflichtgemäßen Oruntirung, belehrt der Officiosus der „Laib. Ztg." die Welt. Ganz richtig: es gibt pflichtgemäße Amtsreisen zur Orientirung, nur müssen selbe, um diesem Zwecke zu genügen, in ganz anderer Weise gemacht werden, als Herr Winkler die feinigen unternimmt. Alle seine Vorgänger haben oft und lange Bereifungen gemacht, aber alle in völlig anderer Weise. Da gab es kein Spectakel, keine unnützen Festlichkeiten, keine Placke-reien der Bevölkerung mit Decorirungen, Triumphpforten u. dgl., sondern der Landeschef wurde ehrfurchtsvoll, aber einfach empfangen, er sah sich dann die Dinge mit eigenen Augen an und nicht durch die Brillen einiger ihn immer und überall umgebender nationaler Großsprecher und die Zeit war der unbefangenen Beobachtung und Prüfung der Verhält- nisse, vor Allem einer eingehenden Jnspicirung der Aemter gewidmet. Alles das scheint aber nicht Sache des gegenwärtigen Landeschess zu sein. Bei ihm bildet die Feierlichkeit der Begrüßung die Hauptsache und der Besuch nationaler Größen und der Verkehr mit denselben. In erster Linie stehen da immer nationale Landtagsabgeordnete, allenfalls die Geistlichkeit und — wenn sie gute Slovenen sind — die Bürgermeister und nur so nebenbei, wenn es die Zeit erübrigt, wird der k. k. Bezirkshauptmannschaft ein flüchtiger Besuch abgestattet. Wenn man bedenkt, daß wir unter den Vorgängern des Herrn Winkler schon manchen hochverehrten Sohn des Landes an der Spitze der politischen Verwaltung hatten, der mit der Bevölkerung mindestens so gut in der Muttersprache zu verkehren vermochte, als der gegenwärtige Landeschef, so muß man über die Leichtfertigkeit des Amtsblattes staunen, welches die dem jetzigen Landespräsidenten angeblich allseitig (auch von Seite der Verfassungspartei?) zutheil werdenden Sympathien durch dessen Kenntniß der flovenischen Sprache erklären zu können vermeint. Und was soll man zu der Taktlosigkeit sagen, daß dabei vom Amtsblatte allen früheren Landespräsidenten zwischen den Zeilen gleichsam der Vorwurf gemacht wird, daß sie der Bevölkerung fremd gegenüber standen und diese ihnen kein Vertrauen entgegenbrachte. Wenn man weiter weiß, wie da vor jeder Reise hin- und hercorrespondirt wird, wie alle näheren Modalitäten festgesetzt, wie schon wochenlang vorher die Bewohner der betreffenden Orte wegen der Fahnen und sonstiger Ausschmückung torquirt werden und man liest dann in der „Laib. Ztg.": von einer Jnscenesetzung bei diesen Reisen sei keine Rede, so kann man solche inspirirte Unverfrorenheit wohl ruhig dem Urtheile der Leser preisgeben. Gegenüber der weiteren Behauptung, daß der Landespräsident die Entfaltung „festlichen Gepränges" nur als eine Huldigung betrachte, die ihm als Repräsentant Seiner Majestät dargebracht werde, möge die „Laib. Ztg." versichert sein, daß die loyale und wahrhaft kaisertreue Bevölkerung Krains viel bessere und passendere Gelegenheiten weiß, um den Gefühlen ihrer Anhänglichkeit an Se. Majestät Ausdruck zu geben, als die Empfänge des Herrn Winkler. Wenn die Auffassung der „Laib. Ztg." richtig wäre, warum hat die Bevölkerung denn bei Reisen früherer Landespräfidenten nicht solch „festliches Gepränge" entfaltet, die Gott sei Dank doch auch Repräsentanten des Kaisers waren? Die Wahrheit ist und bleibt vielmehr die, daß es sich hier um keine spontanen Kundgebungen der Bevölkerung, sondern um wohl vorbereitete und nicht unbedenkliche Demonstrationen handelt, zu denen die Reisen des Landes-präsidenten von den Nationalen ausgenützt werden. Was schließlich den Vergleich mit den Vereisungen des Triester Statthalters Baron de Pretis anbetrifft, wolle uns die „Laib. Ztg." doch gestatten, auf den kleinen Unterschied aufmerksam zu machen, der zwischen einem Staatsmanns von der Vergangenheit und der Bedeutung des Freiherrn de Pretis und dem derzeitigen Landespräsidenten von Krain besteht. Dieser Vergleich hinkt etwas stark und ein festlicher Empfang, der beim Statthalter de Pretis in seiner Person, überdieß in dem Umstande, daß er schon früher längere Zeit an der Spitze derselben Provinz stand und sich um diese große Verdienste zu erwerben wußte, seine natürliche Erklärung findet, gestattet durchaus keine gemeinsame Erklärung mit den Empfängen, wie solche derzeit bei uns für Herrn Winkler inseenirt werden. Welchen Eindruck die hier in Rede stehenden Vereisungen im Publikum und in Beamtenkreisen Hervorbringen müssen, welchen Effect sie für die Verwaltung haben, in welche Stellung der Landespräsident dadurch geräth — von diesem und Aehnlichem vielleicht ein andermal! — (Aus d ein Ge m einder a the.) In der außerordentlichen Gemeinderathssitzung am 29. v. Ai. wurde über Antrag des Referenten, Gemeinderathes Dr. Suppan, nachstehender Beschluß gefaßt: Die Stadtgemeinde Laibach erklärt sich bereit, für den Fall, als die Adaptirung des Colifeumsgebäudes zu einer Normalkaserne für ein vollständiges Linien-Jnsanterieregiment mit drei Feldbataillonen und dem Regimentsstabe, oder mindestens für zwei Feldbataillone und den Regimentsstab durchführbar ist, und die k. k. Militärverwaltung sich bereit erklärt, nach der in Gemäßheit der von ihr zu genehmigenden Baupläne vollzogenen Adaptirung das Gebäude als ordentliche Kaserne unter den durch das bestehende Bequartirungsgesetz gewährten Begünstigungen zu übernehmen, — mit dem Besitzer des Eoliseums wegen Vornahme dieser Adaptirung ein Übereinkommen abzuschließen und ihm die hiezu erforderlichen Geldmittel unter den zu vereinbarenden Bedingungen zur Disposition zu stellen. Dagegen sprachen die Gemeinderäthe Regali und Dr. Bleiweiß. Bei namentlicher Abstimmung wurde der Antrag mit 15 gegen 10 Stimmen angenommen. Ein Herr Gemeinderath enthielt sich der Abstimmung. — (Die Entsetzung des Sections-chefs Chertek) von seinem Posten wird von den hiesigen nationalen Blättern mit Befriedigung ausgenommen. „Narod" und „Novice" reiben sich vergnügt die Hände, daß dieser „Fiscalist", dieser ,,Erfinder der Steuerexecutoren", dieser „Gegner del jetzigen Versöhnungsära" beseitigt sei. Angesichts der den Grundsteuerträgern Krains in Aussicht gestandenen Erleichterungen, welche durch die von Eherte! in der letzten Reichsrathssession eingebrachte Gesetzesnovelle wegen sofortiger Durchführung der Grundsteuerregulirung cingeleitet wurden, ist das Benehmen der National-Clerikalen gegenüber einer gegen Krain stets wohlwollend gesinnt gewesenen Eapacität ersten Ranges in Steuerangelegenheiten ein grober Undank. Wir wollen sehen, was die krainischen Steuerträger vom polnischen Finanzminister Dunajewsky zu ^ wärtigen haben. — (In der letzten Landesausschußsitzung) wurden in Ausführung des Landtagsbeschlusses wegen Ermöglichung der Errichtung eiB Knabenwaisenhauses und Vermehrung der StiftpW in der Lichtenthurn'schen Anstalt für Waisenn,ädchk> 29 Plätze an Waisenknaben, welche im Dobrauk schen Hause nächst dem Siechenhause unterzubringen sind, und 23 Plätze an Waisenmädchen, außerdem mehrere Handstipendien zu je 50 fl. an Waisenkinder verliehen. — (Hetze g eg en e in e F e u e r w e h r.) Ehren' Narod, der in seiner letzten Nummer erklärt, e> strebe die nationale Bildung auf christlich moralische Grundlage an, öffnet seine Spalten einem infame« Angriffe gegen die in der Bildung begriffene AdeA berger Feuerwehr, auf die sich die Ungnade de> Nationalen deshalb ergoß, weil sich um deren standekommen der wackere Landtagsabgeordnete vc« Adelsberg Dr. Den das größte Verdienst erworbek hat. Sicherlich werden die Verunglimpfungen de> nationalen Hetzer den Gemeinsinn der braven Männet die an dem gemeinnützigen Institute Theil nehme« nicht erkalten machen; es möge ihnen die Laibachs Feuerwehr als Beispiel dienen, auch diese hatte ihrem Entstehen die wüthendsten nationalen AngE und Verdächtigungen zu erdulden. — (Zur Frage der flovenischen werbes chule.) Die „Novice" brachte die Nachricht daß die Regierung in Oberkrain eine Gewerbesch^ mit slovenischer Unterrichtssprache zu errichten gedenk Dem gegenüber äußert sich die officiöse „Wienr< Abendpost" in folgender Weise: „In den Blätttl« wurde aus Laibach gemeldet, daß die Absicht Excellenz des Herrn Unterrichtsministers bestehe, > Krain, und zwar in dem mit verschiedenen bede» tenden Hausindustriezweigen (Korbflechterei, Hov schnitzerei) ausgestatteten Oberkrain, eine auf Hebung dieser Industriezweige berechnete Gewerbeschule zu errichten. Die Nachricht bestätigt sich. Der Bevölkerung einiger Bezirke, welche für diese Handarbeiten sehr begabte und strebsame Elemente enthält, soll die technische und künstlerische Ausbildung ermöglicht werden, welche unerläßlich ist, um aus derselben einen ergiebigen Nahrungszweig zu schaffen. Bezüglich des Ortes, wo die Schule errichtet, und bezüglich der Sprache, in welcher der Unterricht ertheilt werden soll, ist, so viel wir erfahren, noch keinerlei Beschluß gefaßt worden, indem hiebei einerseits das Gutachten der Localbehörden maßgebend ist, andererseits die Errichtung einer solchen Schule zunächst an die Verfügbarkeit der betreffenden, durch die Musealstudien herangebildeten Lehrkräfte ebunden ist und daher es darauf anzukommen hätte, in welcher Weise überhaupt der Unterricht sprachlich am zweckmäßigsten vermittelt werden kann, und ob auch eine mit der slovenischen Land ess prache vertraute Lehrkraft vorhanden ist." (Frecher Einbruchs diebstahl.) Am Zerflossenen Sonntag in den Nachmittagsstunden zwischen 4 und halb 7 Uhr wurde in der am Congreßplatz im ersten Stock des Oviaö'schen Hauses sich besind-l'cken Wohnung des Negierungsrathes und Landessanitätsreferenten Dr. Ritter von Stöckl ein frecher Einbruchsdiebstahl verübt. Dr. Stöckl sowie seine ^-rau Gemahlin befinden sich zur Zeit in Wien und es konnte der Einbruch nur von einem mit den dortigen häuslichen Verhältnissen gründlich vertrauten Gauner ausgeführt worden sein. Die Magd des ->auses eine sehr verläßliche Person, auf die nicht der geringste Verdacht fällt, befand sich zu dieser «eit in der Kirche und merkte sogleich bei ihrem Nachhausekommen durch die in der Küche entstandene Unordnung, daß ein Einbruch verübt wurde. Aus dem Kredenzkasten wurde ein Silberservice für vier Vis sechs Personen nebst einem großen silbernen Suppenschöpfer entwendet. Aus einer großen, der Frau des Hauses gehörigen Cassette wurden gestohlen: ein Brillantkreuz, eine Broche mit dazu gehörigen Ohrringen ein antikes Bracelet von Silber mit Perlen, Ringe mit Smaragden und Türkisen, zwei antike Brillantagraffen, zwei goldene Eßbestecke in Rococco, eine antike Uhr aus vergoldetem Silber mit Wappen, ein Schlangenbracelet mit Brillanten, eine Kammschachtel mit Silberdeckel, außerdem mehrere silberne Dosen und andere kleine, zumeist antike Schmuck-aeaenstände. Der Gesammtwerth der entwendeten Gegenstände ist »och nicht festgestellt. Der Vorfall wurde sogleich zur Anzeige gebracht und ist es zu erwarten, daß die Polizei den Thäter sammt den gestohlenen werthvollen Effecten eruiren wird. ^ (Versammlung der slovenischen Lehrer.) Am 23. d- M. fand hier die Generalversammlung des slovenischen Lehrervereines statt. Obwohl „Slovenski Narod" sehr rührig die Werbetrommel für eine zahlreiche Betheiligung schlug und es auch bei dieser Gelegenheit nicht unterlassen konnte, sein Denuncirungs-Handwerk gegen die „nvmvui,ji" vuszuüben, indem er mit gewohnter Frechheit die Träger der deutschen Cultur in Krain fälschlich beschuldigte, dieselben Hütten zur Zeit der früheren Aeqierungsära die slovenischen Lehrer stets höheren Vrts denuncirt, heute aber dieselben als ohnmächtig bezeichnet, so erschienen doch nur gegen 30 Lehrer, he im Bewußtsein ihres nationalen Gefühles und ikrer pädagogischen Verschrobenheit eine Resolution beschlossen, der zufolge die Laibacher Lehrerbildungsanstalt flovenisirt werden soll. Um der Versammlung einen möglichst pompösen Anstrich zu verleihen, er-Ickien bei derselben auch Dr. VoZnjak als Gast und konnte nicht umhin, eine große politische Rede zu reden und die Lehrer für die nationalen Ideen zu begeistern. Alle Lehrer, welche dieser Versammlung beiwohnten, haben ihr geringes Wissen, welches sie besitzen, nur einzig und allein dem Unterrichte, den sie in der deutschen Präparandie in Laibach genossen, zu verdanken. Die nationalen Lehrer werden wohl eingesehen haben, daß die gegenwärtige Regierung, die sich den nationalen Bestrebungen gewiß nicht abhold zeigt, die Resolution des Herrn Vosnjak wegen Slovenisirung der Präparandie ganz unberücksichtigt ließ und können doch unmöglich glauben, daß ihr Votum beim Ministerium mehr in die Wagschale fallen wird, als jenes des bekannten Jmportslovenen. — (Aenderungen imLaibacher Postamte.) Die Briefpost (Auf- und Ausgabe), dann die Zeitungsexpedition des k. k. Hauptpostamtes in Laibach bleibt vom 1. October l. I. an dem Publikum nur von 8 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends geöffnet. Außerdem wurde das Ein- und Auszahlungsamt für Postanweisungen unter 200 fl., sowie das Auszahlungsamt für Postnachnahmen der vorzunehmenden Baulichkeit wegen in die im ersten Stockwerke des Postgebäudes befindliche k. k. Postcasse verlegt. — (Militärisches.) Die bisher in Laibach stationirten Ergänzungs-Depot-Eompagnien des 7. und 19. Jägerbataillons werden ausgelassen, da dieselben zur Formirung des neuen 35. Jägerbataillons nach Eilli abzurücken haben. Auch die Augmentations-Magazine derselben werden von hier nach Eilli verlegt. Laibach wird somit kein Jäger-Detachement mehr haben. Am 1. October beginnen in der gedeckten Reitschule die Uebungen der Equitation des 12. Feld-Artillerie-Regimentes. Da die hiesigen Stallungen zur Unterbringung des durch die Equitation erhöhten Pferdestandes nicht ausreichen, wird die Batterie 6 von Laibach nach Krainburg in der Zeit vom 1. October bis 31. März verlegt. Eommandant dieser Batterie ist der erst kürzlich vom 6. zum 12. Artillerie-Regiment transserirte Hauptmann Hermann Heißig. Der Eommandant der Batterie 10, Hauptmann Lonneck, ist zu einer Batterie nach Agram versetzt, das Commando der Batterie 10 übernahm der Hauptmann Einil Noll. Die Equitation des 6. Artillerie-Regimentes, die seit mehreren Jahren in Laibach abgehalten wurde, wird Heuer nach Windisch-Feistritz verlegt. — (Von der Grazer Ausstellung.) Mit Ehrendiplomen wurden prämiirt: das heimatliche Fabriks-Etablissement des Herrn Albert Samassa für ausgestellte Maschinen und mechanische Apparate und die Trifailer Kohlenwerks-Gesellschast; Preis-Medaillen erhielten: die Gewerkschaft in Littai für Erzeugnissedes Bergbaues und Hüttenwesens und für solche der Oistroer Kohlenbergbau nächst Hrastnigg; Anerkennungsdiplome empfingen: das Hüttenwerk A. Klinzer in Weißenfels und Herr Josef Vodnik in Schischka für ausgestellte Liqueure und Spirituosen. Die bronzene Staatsmedaille empfing Herr Alois Praschnikar in Stein für Erzeugnisse aus nicht metallischen Mineralien; für solche Herr Wilhelm Schiffrer in Laibach das Anerkennungsdiplom, und sür solche die Eementsabrik der Trifailer Kohlengewerkschaft die Ausstellungsmedaille. — (Die beim krai nischen Landes-ausschusse) in Folge eines Landtagsbeschlusses zur Ausschreibung gelangte provisorische Aushilss-concipistenstelle ist dem pens. Bezicksrichter Ludwig Semen verliehen worden. — (Todesfall.) Am 14. v. M. ist in Komorn der gewesene Artilleriedirector beim Generalkommando in Graz und zuletzt Festungscommandant in Komorn, Herr Generalmajor Edler von Vetter, nach längerem Leiden verschieden. Der Verblichene war mit der Tochter des ehemaligen Präsidenten der krainischen Advocatenkammer, Dr. Anton Rak, vermählt. — (Krebsenpest.) Die vor einigen Jahren im Norden Europas ausgebrochene Krebsenkrankheit hat nun auch in den steierischen Gewässern Eingang gefunden. Die Krankheit äußert sich bekanntlich dadurch, daß die Thiere an den Scheeren und Füßen von einer Art Schwund befallen werden; die Extremitäten fallen schließlich ab, während die Thiere, auf dem Rücken liegend, umkommen. Man findet oft ganze Haufen solcher beine- und scheerenloser Pestkranker bei einander liegen. — Nach Versicherung des Obmannes der Fischerei-Section, Herrn Major Tragge, ist die Krebsenpest auch schon nach Kärnten vorgerückt. In Krain wurde bisher eine solche glücklicherweise noch nicht constatirt. — (Untersuchungen über dieAugen-und Haarfarben der Schulkinder in St e i e r m a r k) wurden nach dem von der deutschen anthropologischen Gesellschaft angefertigten Schema vom anthropologischen Vereine zu Graz im Jahre 1878 eingeleitet. Die hiebei gewonnenen Resultate, denen 106.757 Beobachtungen zu Grunde liegen, werden von Dr. Vinc. Göhlert, den der Verein mit der statistischen Zusammenstellung betraute, insoweit sie sich auf die deutsche und slovenische Bevölkerung beziehen, in folgende allgemeine Sätze zusammengefaßt: 1. Die Haarfarbe bietet weniger ein charakteristisches Merkmal der typischen Form eines Volksstammes als die Augenfarbe. 2. Die Bevölkerung der Steiermark zeigt sich nach den großen Verschiedenheiten in den Augen- und Haarfarben nach einzelnen Bezirken als eine sehr gemischte. 3. Die deutsche Bevölkerung der Steiermark ist im Allgemeinen mehr lichthaarig als die slovenische, diese dagegen mehr lichtäugig, besonders blauäugig. 4. Die deutsche Bevölkerung der Steiermark erscheint in manchen Gegenden als eine germanisirte slavische Bevölkerung. 5. Der Proceß der Veränderung der Augen- und Haarfarbe tritt mit zunehmendem Alter sowohl bei den Deutschen als Slovenen, besonders bezüglich der Haarfarbe hervor und äußert sich in dem Uebergange der lichten zur dunklen Farbe. 6. Die rothe Haarfarbe tritt bei den Deutschen mehr als bei den Slovenen auf und ist in den meisten Fällen als vererbt anzusehen. Bekanntlich kommen rothhaarige Aienschen unter allen Völkern der Erde, zuweilen sogar unter den Negern und Indianern vor, am meisten sind sie bei den Finnen vertreten. Unter den Semiten zeichnen sich die Juden, sowohl in den europäischen Staaten als in Syrien durch eine ver-hältnißmäßig große Anzahl von Rothhaarigen aus, welche gewöhnlich zwei Percent übersteigen. In der Steiermark kommen die Rothhaarigen am häufigsten in den deutschen Bezirken des Oberlandes vor, wo sie in Mariazell, Mautern und Schladming sogar zwei Percent der untersuchten Kinder erreichen. — (Programm zur fünften ordent-lichenJahresversammlung des krainisch-küstenländischen Forstvereines.) Dieselbe findet am 23. und 24. October d. I. in Ratschach und Laibach statt. Am 23. October 9 Uhr Morgens: Versammlung in Ratschach nächst Steinbrück; Exkursion in die Herrschaft Scharfenberger Forste, unter Leitung des Herrn Forstmeisters Moriz Scheyer. — Abends 6 i/2 Uhr Abfahrt nach Laibach. Am 24. October 9 Uhr Morgens: Vereinssitzung in Laibach mit folgender Tagesordnung: 1. Exkursions-Wahrnehmungen; Referent Herr Forstmeister Josef Obereigner und Herr Forstmeister M. Scheyer. 2. Ursachen und Wirkungen der rapiden Waldverminderung, insbesondere aber der Verschlechterung der Waldzustände im Vereinsgebiete und Mittel zur Behebung dieser Uebelstände. — Referent Herr k. k. Forstrath und Landesforstinspector Hermann Ritter v. Gutten-berg in Triest. 3. Mittheilungen über den gegenwärtigen Staad der künstlichen Karstaufforstungen in Krain. — Referent Herr k. k. Landesforstinspector Wenzel Goll. — 4. Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit des Forstvereines und über die Geld-gebahrung. — Referent Herr k. k. Forstinspcctions-adjunct Johann Mach. 5. Berathung über eine pro-jectirte Aenderung des Vereinsblattes. 6. Anderweitige Anträge der Herren Vereinsmitglieder. (Diese Anträge müssen spätestens bis letzten September bei dem Vereinscassier Herrn k. k. Forstinspections-adjuncten Joh. Mach in Laibach angemeldet werden.) 7. Wahl des Vereins-Ausschusses, zweier Verificatoren zur Prüfung der Geldgebahrung und der Delegirten für den 1881er Forsteongreß. — Am 24. Oetober Nachmittags 4 Uhr: Besichtigung der k. k. Central-forst-Saatschule nächst Laibach. — Die zeitliche Geschäftsleitung wurde von dem Herrn k. k. Landessorst-inspector Wenzel Goll übernommen. — Jene Herren Vereinsmitglieder, welche auf eine Ermäßigung des Eisenbahn-Fahrpreises auf der Strecke der Südbahn reflectiren, wollen ihre Wünsche bis spätestens Ende September l. I. dem obgenannten Herrn Vereinscassier bekanntgeben. — (L an d s ch a f tl i ch es T h e a ter.) Es muß als bedeutendes Wagestück bezeichnet werden, die Saison der Laibacher Bühne mit den „Hugenotten" eröffnet zu haben. Wir können auch unmöglich glauben, daß es in der Absicht der Direktion lag, durch die Aufführung dieses größten Meyerbeer'schen Tonwerkes den Beweis zu erbringen, daß das engagirte Opernpersonale sich für die schwierigsten Opern als gewachsen documentiren wird. Es wäre uns demnach lieber gewesen, wenn man eine hier bekanntere und leichter ausführhare Oper für die erste Vorstellung gewählt Hütte, da wir, in Berücksichtigung dessen, daß Laibach die Aufführung von größeren Opern zu prätendiren nicht berechtigt ist, einen anderen Maßstab bei der Beurtheilung in Anwendung bringen müssen. Der allgemeine Eindruck, den die erste Vorstellung der heurigen Saison hervorgerufen, ist ein befriedigender zu nennen. Vor Allem wirkte es wohl-thuend, seit Langem wieder ein verstärktes Orchester zu hören, das sich unter seinem Dirigenten, Director Urban, recht wacker hielt. Weiters berührten die tüchtig geschulten Chöre sehr angenehm und schließlich verdient die correcte Durchführung der schwierigen Ensemblesätze das vollste Lob. Ein endgiltiges Urtheil über die Leistungen der Solisten schon nach der ersten Vorstellung zu fällen, ist nicht am Platze. Unvermeidliche Befangenheit und gegenseitiges Fremd-sein sind bei einer ersten Vorstellung unausbleiblich, uniso ehrenvoller also, wenn bei einzelnen Kräften schon nach dem ersten Auftreten befriedigende Leistungen constatirt werden können. Eine solche war unbedingt jene des Frl. Stella (Margarethe), die für das Fach der ersten Coloraturpartien engagirt, jedenfalls nach dem bisher Vorgeführten die erste weibliche Stütze der Oper sein wird. Nicht minder zufriedenstellend war Frl. v. Endler (Valentine), das mit der vorhergenannten Dame in der Oper stets ein prächtiges Duett bilden wird. Unpassend war es, einer Sängerin gleich beim ersten, voraus gar nicht zu bestimiiienden Debüt einen Kranz zu spenden. Frl. W idemann (Page), auS der letzten Saison bestens bekannt, entledigte sich ihres Partes in correcter Weise. Ein weniger agiles, nicht zu sehr an Boccaccio erinnerndes Spiel wäre dem Fräulein anzueinpfehlen. Herr Schultze (Marcel) deelarirte sich als ein Bassist mit schönen Stimmmitteln, dem eine imponirende Tiefe zu Gebote steht. Wir freuen uns auf die kommenden Leistungen dieses geschulten Sängers. Herrn Aueg g's Naoul entzieht sich einer definitiven Kritik umsomehr, da derselbe an merklicher Indisposition litt und der Erfolg, den er im vierten Acte erzielte, nur dein unglückseligen Forcircn zu verdanken hatte. Herr Baum (Nevers) war sehr befangen. Die Jnscenirung der Oper war bis auf das unpassende Auftreten der Mönche eine lobens-werthe und die Aufnahme derselben seitens des Publikums eine sehr beifällige. Mit stürmischer Acela-mation wurde am Schlüsse der Vorstellung Director Urban gerufen Als zweite Vorstellung folgte eine sehr gelungene Aufführung der Taube'scheu Posse „Die Gypsfigur". Dieselbe kann in die Kategorie der besseren Producte in diesem Genre gestellt werden und erzielte auch, obwohl für Wien geschrieben, in der Provinz allerorts eine freundliche Aufnahme. Die Hauptrolle wurde von Herrn F r a n k, der schon beim ersten Austreten die vollsten Sympathien des sehr lachlustigen Publikums sich erwarb, recht drollig gegeben. Frl. Mikola hatte eine zu kleine Partie, als daß wir ihr schon heute ein günstiges Pro-gnostikon als Localsängerin stellen würden. Im bekannten L'Arronge'schen Lustspiele „Dr. Klaus" lieferte Herr Frank (Griesinger) den Beweis, daß er auch im Lustspiele das Fach der humoristischen Väter bestens ausfüllm wird. Herr Bocka (Dr. Klaus) spielte sehr verständnißvoll, nur hätte die schöne Erzählung im dritten Acte effectvoller gewirkt, wenn er derselben nicht eine so große Dosis von Pathos zugegeben hätte. Herr Brackl (Lubovsky) verspricht nach seiner gestrigen Leistung entschieden Vortheilhaftes. Die beiden Liebhaber Schmelzing und Zerr wünschen wir bald in größeren Partien zu sehen. Unter den mitwirkenden Damen gefiel am besten Frl. Kühn au, eine vielversprechende Naive. Das Fach der Mütter wird von Frau Klerr gut reprä-sentirt, während Frl. Patzal durchaus nicht rollenfest war, obwohl es ihr doch nicht zu große Schwierigkeit bereitet hätte, ihre kleinen Rollen zu memoriren. Das Publikum zeichnete die Herren Bocka, Brackl und Zerr und die Damen Kühn au und Klerr mit Beifall aus. — Dumas' „Die Fremde" wurde vor leeren Bänken abgespielt und ließ das Auditorium sehr kalt. Es konnte aber auch diese Aufführung den Zuhörer keineswegs erwärmen, denn mit Ausnahme des Frl. Patzal (Herzogin von Septmont), der Herren Bocka (Mstr. Clarkson) und Schwarz (Doctor) recitirten die Darsteller ihre Rollen, ohne die geringste Auffassung zu bekunden. Insbesondere vermißten wir bei Herrn Schmelzing Alles, was wir von einem ersten jugendlichen Liebhaber voraus-setzen dürfen, ebenso war die Wiedergabe der Mstrs. Clarkson durch Frl. Schlegel eine keineswegs befriedigende; der ganzen Aufführung fehlte das unbedingt nothwendige erwärmende Temperament. Herr Zerr (Gerard) scheint mit den Bretter» noch nicht lange vertraut zu sein, verspricht aber bei ernstem Streben immerhin Gutes. Weitaus frischer und lebhafter ging „Die Fledermaus" in Scene. Herr König ist entschieden der beste „Eisenstein", der unsere Bühne betreten. Sein lebhaftes, ungezwungenes und doch elegantes Spiel und seine äußerst sympathisch klingende Tenorstimme fanden sehr viel Beifall. Frl. Widemann (Frau Eisenstein) hätte sich im Spiele bedeutend moderiren können. Die „Fledermaus" ist keine Offenbachiade und verlangt von allen Darstellern eine durchaus elegante Ausführung der Nolle. Auch bei ihrem Gesänge ist das häufige Dis-toniren auszustellen. Gut war Herr Frank (Gefäng-nißdirector). Frl. Stella (Adele) eignet sich für die Operette nicht. Im Uebrigen sei bemerkt, daß der Part der Adele der Localsängerin gebührt. Wir wünschten ohnedies; Frl. Mikola in einer größeren Partie zu sehen und zu hören. Eine solche wäre gewiß die Adele gewesen. Den transponirten Part des Alfred san^ Hcrr Brackl anständig. Frl. Na bi t sch (Orlossky) genügte. Die Operette war vom Kapellmeister Krön es gut einstudirt. Qrigirlal-Correspondeilzcn. Gottschcc, am 29. September. Zu jenen Unzufriedenen, die die goldenen Zeiten, wo der Lehrer in erster Linie des Pfarrers Meßner, Organist, lustige Person, Sündenbock, kurz alles Andere eher als Erzieher der Jugend war, nicht vergessen können, scheint auch unser Hcrr Dechant zu gehören; bietet sich ihm daher eine Gelegenheit, der Gemeinde seine Unnahbarkeit deutlich zu machen, so ergreift er sie mit Freuden und hat sich eben jetzt wieder aus bloßer Lust am Unruhestiften das Verfügungsrecht über die Wohnung im hiesigen Volks- schulgebäude angemaßt, die bisher stets vom Hauptlehrer bezogen wurde. Da aber derselbe nach den früheren Bestimmungen des Orgelspieles kundig sein mußte und es auch, um ein besseres Auskommen zu finden, gewöhnlich ausübte, so folgert der Herr Dechant, die Wohnung gebühre dem jeweiligen Organisten, vergibt sie an einen solchen und droht der gegenwärtigen Leitung, die zwei Piecen davon als Kanzlei und Holzlage benützt, mit einer Besitzstörungsklage! Früher, als sein in nationalem Sinne wirkender Günstling Papa ganz dasselbe that, fand er dessen Vorgehen tadellos und unterstützte ihn sowohl bei seinem Bestreben, die Schüler durch schlaue Manöver unverhältnißmäßig lange in der Volksschule zurückzuhalten, um sie dem hiesigen Gymnasium zu entfremden, als auch sonst in jeder Weise auf's Thatkräftigste. Herr Papa, der, wie alle verhätschelten Günstlinge, mitunter recht bockbeinig war, erwies sich dießmal bei seinem unfreiwilligen Abzüge aus Gottschee dadurch erkenntlich, daß er die Schlüssel seiner Wohnung im Schulgebäude, entgegen der Weisung des Ortsschulrathes, die zuvor einzuholen er die Unverfrorenheit hatte, dem Herrn Dechanten übergab. Dieser macht nun auf amtliche Anfragen und Beschwerden allerlei launige Seitensprünge, wirst in seinen Entgegnungen mit lateinischen Eitaten um sich, lächelt milde über die Beschlüsse des Ortsschulrathes und hat für die annectirte Wohnung bereits seinen Mann gefunden. Was schert es ihn, daß das Gebäude, vom Fürsten Auersperg aufgeführt, im Jahre 1865 ohne jedes Servitut in die Hände der Gemeinde übergeben wurde, sobald er den öffnenden Talisman besitzt, der ihm das Recht gibt, über Besitzstörunz zu klagen? Aber es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen, das mögen sich die Herren trotz Taaffe und des Coalitionsministeriums gesagt sein lassen! Die Gemeinde, die ohnehin schon lange genug dem geistlichen Treiben unwillig zugesehen, wird dießmal ihr Recht auf's Aeußerste verthcidigsr- KrlNllülll'g, am 29. September. Was mag sich wohl Landespräsident Winkler gedacht haben, als er das Telegramm, das seine Ankunft in Krainburg im ,,Slovenski Narod" signa-lisirte, las. In demselben stand wörtlich, daß di! ganze Stadt im Flaggenschinucke und Festgewande prange und daß er beim Eingänge der Stadt von der gesammten Gemeindevertretung erwartet wurde-Zur Steuer der Wahrheit sei es gesagt, daß in der ganzen Stadt Krainburg nur achtzehn Hauser beflaggt waren und daß kaum die halbe Gemeindevertretung den slovenischen Landespräsidenten erwartete. Sehr eigenthümlich berührte hier der Artikel der gestrigen amtlichen „Laibacher Zeitung", in welchem man darzulegen versucht, daß mit den Reisen des Landespräsidenten am Lande kein Sport getrieben wird. Ist das etiva kein Sport, wenn man durch seine Vertrauensmänner schon drei Wochen vorher sich ansagen läßt und unsere Gemeindevertretung nicht umhin konnte, sofort Triumphpforten zu bestellen und mittelst Circulars alle Hausbesitzer zur Beslaggung aufzufordern? Kann man das eine einfache Inspektionsreise des politischen Bezirkssprengels nennen, wenn man alle Schulkinder, die einen Ferialtag haben, zusammentrommelt, damit der Landespräsident durch volle drei Stunden sich mit denselben beschäftigt? Sehr erheiternd nahm man es hier zur Kenntniß, daß Herr Winkler, der die Schulkinder selbst prüfte, sich gegen den Obmann des Krainburger Ortsschulrathes äußerte, daß er mit den Resultaten der Volksschule nicht zufrieden sei. Der Hcrr Obmann konnte dem Landespräsidenten keine andere Antwort ertheilen, als die, daß ja die Kinder erst vor einigen Tagen das Sitzen erlernt hätten, nachdem doch die Schule kaum seit zehn Tagen eröffnet sei. Schließlich sei noch bemerkt, daß die Krainburger Nationalen keines-wegs den Empfang dem Stellvertreter des Kaisers, sondern vielmehr dem nationalen Patrioten bereiteten, denn sonst hätte unmöglich vor dem Hause des „Quasi-Bürgermeisters" eine riesige nationale Trieolore hängen können und neben derselben, gleichsam als Persiflage, ein kleines schwarz-gelbes Fähnchen. Auch im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung wäre es zu wünschen, daß Herr Landespräsident Winkler bei seinen künftigen Besuchen in Krainburg sich solch' lärmenden Empfang, wie dießmal, verbiete, da das unausgesetzte Pöllerschießen die Bewohner der Stadt wirklich den ganzen Tag hindurch der Ruhe beraubte. ___________ Landstraß, am 28. September. Wenn „Slovenski Narod" in einer seiner letzten Nummern nicht selbst das Jubiläum, welches der Pfarrer von Landstraß am 5. d. M. feierte, als eine nationale Demonstration bezeichnet hätte, es wäre mir gewiß nicht beigefallen, Ihnen hierüber etwas Zu berichten. So aber ist nach dem Commentar des Narod" ersichtlich, daß die anläßlich des 25jährigen Jubiläums unseres Pfarrers veranstalteten Festlichkeiten und Ovationen weniger dein Seelsorger, als vielmehr dem nationalen Agitator galten. Sehr befremdend wurde es ausgenommen, daß der Haupt-Arrangeur des Ganzen die oberste GerichtSperson Unseres Städtchens gewesen. Auf die Landstraßer, ob sie es wollten oder nicht, wurde eine förmliche Pression geübt, sich an der Feier zu beteiligen, die, nebenbei gesagt, auch den Geldsack unserer ohnedies; stark verarmten Bevölkerung sehr in Anspruch nahm. Landstraß hat doch erst am 18. August das 50. Geburtssest des Kaisers gefeiert, es war daher ganz Unzweckmäßig und unpassend, einige Tage später eine Heier, die jedenfalls großartiger begangen wurde, Zu Aren eines Mannes zu veranstalten, dessen ganzes Verdienst darin besteht, daß er der rührigste nationale Agitator ist. Ein großer Theil unserer Bewohner Ivar schon von allein Anfang an mit dieser Feier Hcht einverstanden, doch betheiligten sie sich daran des lieben Friedens wegen, der auch uns noth thut. Wittcruttgsbnlletin ans Laibach. Luftdrul! inMilli-, m«t,rn : ! auf <> ^ rrducir t Tbermovieter nach Ektsius ! Nieder-schtnq in Milli-mktrrii WitterungS-Eharakter ^ ! Tag,?, l mittel Taqe« n.illkl Mari- ^ MUNI Mini- IIIU »I H 735^4 -i-13 5 -<-18 8 -^10'8 0» Morgkiiiiebcl, angrnehmcr Tag, wechselnde Bewölkung. ' 73!'0 ->-12 3 -I-1K-0 -1- 8'8 o-o Morgennebel, meist bewölkt. 7S8-Z -i-13'3 -^17-3 4-11-4 0-4 Morgens schwacher Regen, tagsüber ziemlich heiter. 7ZS'6 ^-12-7 -i-17» 8 N «i-o Morgennebel, wechselnde Bewölkung. ^-12 « -<-17'2 -1- S« »'>> Wechselnde Bewölkung, Abends trübe. r-is o -i-12'3 -1-18'» -i-1«« »«> Wechselnde Pewölknng, wlndiu ans NO., Abcnd-roih. 7-t2» -<-11-1 -i-lli'3 -1- 63 o-i» Morgennebel, angenehmer Tag. « « r i ch t i ü » n q. WitterungSbulletin vom 18. u. 25. Sep-steht in der Monatrubrik 4l„;,ust anstatt September. Verstorbene in Laibach. 66 I., 2?,. September. Andrea» Medie, Meß Nigriu, Eiseubahu-Ober De» 27. September, ^»ducteur, 58 3 -epteuiver. »>uil»,i 'Aignu, EiieiwalM' PetelSstraße Nr. 4», Luiigeiüähmung, ' I in L i v i l s p i t a l e: De» 22. September. Gertraud Zadnikar, Inwohnerin, ^ 2 Oä-i-emom!» utori. , Q^„t>->nl»'i'. Aloisia Hnsteräi«', Taglöhncrslochtci-, i,rvn. Peter Klaiwnik, Sa„lvh»er, rüfle. — Maria Rechnr, Inwohnerin. , Den 23. September 'hnen eine Freu kennen lernte, die mit maßlosem Eigen-dunkel eine BenehmnugSweisc verbindet, die den Eindruck hervor, bringt, als seien Sie noch nicht über das A-B°C der gesellschast-licheii Convcmcuz hinaus, obwobl Sie doch bereits den größeren Theil Ihrer irdischen Lausboh» I»I»1«?r 8»« >» ! IS8 K. k. iss Bangewerbltche Abtheilnng, bestehend ans 5 Fachschule» : a) für Maurer, Bauzeichuer, Banpoliere, Maurermeister ic. 5, Wintercursen b> für Zimmerleute, mit 4 Wintcrenrsen; e) sür Steinmetze, mit 4 Wintercursen ; cl) für Bautischler, mit 3 Wintercursen: e) für Banschlosser. mit 3 Wintercursen. I?. Kunstgewerbliche Abtheilung, bestehend aus 6 Fachschulen mit je 5 einander unmittelbar genden Halbjnhrescurseii mit fol- a) für Modelleure iuThon- u»d^orzellanfabrikc»,Bnnoruament-Bildhaner rc. l b) siir Decorationsnialer, Dcssiiiatcnre, Zimmcrmaler, Glas-, Porzellan' und Majolikamaler, Schilder- uud Schriftenmaler, Lithographen. Kalligraphen >c. c> für Holzarbeiter: Holzschnitzer, Knnst- und Möbeltischler, ^ Drechsler, Vergolder rc. ^ ü) für Metallarbeiter: Cileleure, Graveure, Gold-, Silber- und Bronzearbeiter, Gürtler, Kunstschlosser und Schmiede re e) kür Hafuer; t) für Tertil- und Lederarbeiter, Weber, Sticker, Spitzenklöppler, Tapezierer, Posamentierer, Buchbinder, Ledergalantcric-arbeiter -e. S'. Der offene Zeichen- nnd Modellirsaal, bestehend aus: al dem offenen Zeichensaale für Männer; Ii) dem offenen Zeichensaale für Damen', c) dem offenen Modellirsaale nnd der damit verbundenen Werk-stätte für Holzschnitze» und Kunsttischlcrei. Beginn des Unterrichtes am 1t». Oktober. krinschreibungen vom I». bis 24. Oktober iu der Direc-lious.Kanzlei, Pfeifengasse 1, von 10—12 llhr PormittagS. AluicreLi sinf denPlamteu lind in den nu^fj'll)ll:chen Pl^orailinien, welche lederen sowie jede gewünschte Auskunft jederzeit kostenfrei vermittelt die Direktion der k. k. 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Reich ausgestaltete, vou der k. k. Lolto-GesällS-Direetion garantirle XX. Staats Wohtthätigkcits Lotterie für Civitzwecke der diesseitigen Neichshälfte, deren Reinertrag zunächst dem Lande Bukowina behufs Errichtung einer Irren- und Kranken-Anstalt »nd dem ruthenischen National-Institnie in Lemberg, dann nach Maß des Erträgnisses der LandeS-Jrren-Anstalt zu Balduna in Borarlberg, dem Badener WohlibätigkeitSkeitShause, einer behufs Ausbildung der weibliche» Jugend der Arbeiter-Bevölkerung in Ebensee zu eri ichtenden oder zu unterstützenden Anstalt, de», mährisch-schlesischen Blinden-Jnstitnte. dem katholischen Vereine der Lehrerinen nnd Erzieherinen in Wien, dem Zehnkrenzer-Pereiue z»r Errichtung höherer Schulen für Beamtentöchter in Wien, der Gesell,chaft adeliger Frauen i„ Wien zur Beförderung des Guten »nd Nützlichen, dem Hilss- und Svar-Lereine in Wien, endlich dem «rankenhause der Misabethinerinen in Klagenfurt zugewendet werde. 74^21 Gewinnste im Gcslimiiltbctrag von Gulden. 1 Haupttreffer mit <»(>.«<»0 fl. Gold-Nentc 1 Haupttreffer mit Ltt.Ott" fl. W.-N. ! t Haupttreffer mit 10.00» fl. G.-N. Ferner 18 Vor- und Nachtreffer zu 1000 sl.. 400 fl. und 200 fl., 10 Treffer K 1000 fl.. ITreffer 400 fl., 27. Treffer L 200 fl. Gold Rente, endlich Baargewinnste zu 80 fl., 60 fl.. 40 fl., 20 fl. und 10 fl. im Gesammibelrage von 100.000 fl. Die Ziehung erfolgt unwiderruflich am I I. November 1880. >N«k- i I »»»« S II. K. HR A»vi «ie näheren Bestimmungen enthält der Svielxlan, welcher mit den Losen bei der Abtheilung für Staat«-«itterien. Stadt, Rtemergasse Str. 7, 2. Stock, im Jacoberhofe, sowie bel den zahlreichen Absatzorganen unentgeltlich zu bekommen lst. Lart I.Ltour von VkurmdarL, k. k. Hofrath und Lotto-Director. ct!i7) z-t Bon dcr k. k. Lotto-Gcfiills-Tircction. Wien, am 1. September 1880.____________ (146) H'ttsr 12—3 versvdvnltt! Das von der Massaverwal tung der falliten „großen Britanniasilbc-- -Fabrik' überuommeneNiesenlager wird wegen eingkgangencr großer Zahlungsverpflichtungen und gänzlicher Räumung der Lo-ealitttten 0b um 75 Procent unter dcr Lchätzuys verkauft, daher also tnut v«i Für nur fl. 6.70, als kaum der Hälfte des WertheS dkt bloßen Arbeitslohnes, erhält man nachstehendes äußerst ge» diegeuesBritanniasilb.-Sveise- servlee. welches früher 30?. kostete u. wird für das Weißbleiben der Bestecke 25 ^adrv ßLrLlitirt. K Tafelmeffer m. vorzüglicher Stahlklinge, 8 echt englische Britannia Silber-Gabeln, «> massive Britannia-Silber Sveiselöffel. 8 feinste Britannia-Silber Kaffeelöffel, 1 schweren Britannia-Silbee Suvvenfchöpfer, 1 niafsiveuBritaunia-Silber Milchschöpfer, K feinst ciselirte Präsent!» Tablett«. . « vorzügl. Messerleger, Bn> tanuia-Silber. z schöue massive Eierbecher, z prachtv. feinsteZuckertasse", 1 vorzüglichen Pfeffer- oder Zuckerbehälter, 1 Theeseilier, feinste Sorte, 2 esfectvolle Salon - Tafk>-leuchter, 2 feinste Alabaster-Leuchter- aufsätze, S» Stück. - Alle hier angeführten 5l> St. Prachtgegenstände kosten zu-sainineu Wb fl. 0.70. Bestellungen gegen Na» uahlue oder vorherige Geld eiiisendungwerden, so lange der Vor,alh reicht, effectuirt durch die Herreu Blau Lf Kann, <»>-»> > ,>>-»»>-,>>>« <>«,-NrIt»n-»ii» »OI>>e»-» »>>> ! ,, I., KIiü»I»i'>I>»'ir. 6. 2«^-. Hunderte von Danksa-gungs- «nd Anerkeuouugö' briefe» liegen zur öffentlich'» Einsicht i» unserem Bureau auf. .. Bet Bestellungen genügt »» Adresse: VI»u L It»»n, Vlen- Druck von Leykam-Josessthal in Graz. Verleger Franz Müller in Laibach. Verantwortlicher Nedacteur Karl Konschegg-