^ SS Mittwoch dm S6. Juti 1876. XV. Jahrgaig. Di. ..schew, ,.d«» e°.n,°,. M>»w°ch und «.-»»g- P«Is- - str Marburg: g-nzj-hri, « p.. h-lbjShrig » si.. r fl. S0 k: flir Sufteau». IN» Hau» monatlich 10 tr. - mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr g kr. pr. geile. Zur Verttklung der laiidVirthschastlichta ZRtertjstn. I. Vor einenl halben Jahre hat der land-wirthschaftttche Bezirküverein zu Lcitmeritz die Errichtung voll Uerlmu-MnMril auf sein Programm gesetzt und' alle übrigen Vereine, Gemeindevertretungen . .. aufgefordert, sich der bezüglichen Petition an den Reichsrath anzuschließen oder selbständig solche Petitionen zu veranlassen. Ein „Landwirth" bekänipft nun in der „Wiener Landwirthschastlichen Zeitung" diesen Vorschlag und schreibt unter Anderem zur Frage der Vertretuug landwirthschaftlicher Interessen: Die Petentell sind der Ansicht, daß die Landwirthschast keineswegs in gleicher Weise sich der Vertretung ihrer Jntereffen erfreue, als wie Handel und Industrie, ivelche in den Handels- und Gewerbekanunern eine spezielle, in den politischen Körperschaften eine viel allSrei-chendere Vertretung hätten. Wer sich der matten Debatten, der geringen Erfolge erinnert, welche bis jetzt verzeichnet werden konnten, wenn es sich in Landtagen und im Reichsrathe um landw. Angelegenheiten handelte, wird sich der Meinung, daß der Ackerbau bisher etwas sliesmtttterlich bel)andelt wllrde, nicht ganz entziehen können; Industrie und Handel, Fabriken, Eisenbahnen und Börse siihr-teu bisher das große Wort; für sie waren alle Kassen offen; um ihrer willen wurde ganze Sessionen lang getagt, ilnd wenn nöthig, auch geuachtet. Die Petenten ll!n die Ackerbankainmern glauben nun, das; die Leidel», von welcheil die Landwirthschast bedrllckt ist, durch den Bestand und das Wirken solcher Kammerrn nm Vieles gemildert wilrden; ja man gibt sich der Hoffnung hin, daß mit Errichtnllg derselben die gesammte La»ldwirthschaft einen neuen Aufschwung nehmen möchte. In der betreffenden Petition wird einiger Hauptaufgaben Erwäh» nttng gethan, welche seit langer Zeit der Lösung harren und die man mit Hilfe der benannten Kammern lösen tvill und wird auch der Neberzeugung Ausdruck gegeben, daß man den Nebeln, an welchen die Landwirthschast krankt, hiedurch sistematisch begegnen wird. In der Gesuchsbegründung heißt es, daß die Nothwen-digkeit vorliegt, solche Kulturen einzuführen, deren Früchte leichter der allgemeinen Konkurrenz begegnen können; um dies zu erreichen, isi eine gründliche Veränderung der landw. Kre-ditverhÄtlüsse äußerst dringlich. Die Zusammeu-leguilg der Grundstücke mujj durchgeführt, Be, wässerungsanlagen sollen geschaffen werden; die Aufforstungsfrage, der landw. Unterricht, die Hebung der Rindviehzncht silld Thätigkeitskreise, welche die Ackerbaukammern lebhast beschästigen und diese Fragen einer gedeihlichen Lösung zufilh'ren werde»!. Also wirklich sollten das Alles die Kammern im Stande sein? Oder sind dieselben h^ezu überhaupt nothwendig? Haben wir keine Jnter-eilsnvertretunaskörper. in denen wir unsere Angelegen^lttn zllr Sprache bringen könnten, ohne nns in unfruchtbare Bemühuugeil nach Ackerbaukamnievu zli verlieren, hierum unsere Kräfte zu vergelten? Wie sich die Aiiluinger dieser Kamnlern die Schaffung billiger Kreditverhältnisse denken; welches die besonderen Kultnranlagen sind, die wirklich keiner K^^nklirrenz begegnen solltei»; ob vielleicht eine neue Auflage der chinesischen Mauer geplant ist; in welcher Weise die Acker-baukanlmern einen erfolgreicheren Einfluß auf die Schaffung der erwähnten Gesetze haben sollten, als wie von anderen Seiten mögliche Petitionen haben könnten, ist nicht näher angegeben lind daher schwer glaublich. Oder sollte der Sinn für landw. Jntereffenfchutz seitens der Kammermitalieder größer und höher ausgebildet ^ein, als jener, dessen sich unsere landw. Vertreter im Reichsrathe, in den Landtagen inÄ^r oder weinger e?steuen? Wie die landw. Unterrichtsfrage früher und besser durch die Ackerbaukammern gelöst werden könnte, wo sie doch die landw. Vereine, Bezirks- und Getneindeschulräthe, die betreffenden Vertretungen fchon längst hätten theilweise lösen können; wie überhaupt dem Leitmeritzer Bezirksverein die Zusammensetzung dieser noch etwas lnftigen Institution vurschwebt; welche Rechte diese Kammern nach oben, welche nach unten halben sollen; wie ihre Vertretung nach Alchen sein wird, ihre Betheiligung bei der Zusammensetzung der gesetzgebenden Körper zc., diese Aufklärungen mögen wohl alle im Präsidententische des landw. Vereines zu Leitmeritz schlummern, erwartend den Tag, wo ein allgemeiner Aiuf. nach einem neuen bureaukrati-schen Körper das Land durchbraust, und die Landwirthe in dem so rnbrikreichen Steuerbüchlein auch einen „AM'aukamlner-Zuschlag" finden werden. - — . Vor Allem möchten wir die Ansicht, daß die Landwirthschast keine Interessenvertretung liabe. dahin niodificiren, daß sie gegenwärtig wohl keine genügende Vertretnug habe, in Zukunft aber dieselbe in höhercnl Maße auch ol^e Ackerbaukanunern wird haben können, wenn A e u i i r e t o n. Aus dt« trhtk« Ilandtn rintr Monarchir. Äon Johannes Scherr. (Aortsepung.) „ES gab in den Tuilerien keine Presse und es ist ein Zehntel Wahrheit in der von Emilie Girardin bei dieser Gelegenheit auSge-stoßenen Phrase gewesen: „Aus Mangel einer Druckerpresse geht die Monarchie zu Grnnde!" Ulld sie gillg zu Grunde. Schon bröckelte unanshaltsam Stein nach Stein aus dem mit dem schmutzigen Mörtel der Korrnplion gemail^ erten Gewölde des Lonis-Philippismus. Die eifrigen Ailstrengllnge»; Barrot's luid Lmnoriciöre's. durch die Geltung il)rer Persön» Uchkeiten und die )kachdrucksamkeit ihrer Ver-sicherllngen inl Siinie einer Nesormpolitik die Revolution zun» Haltmachen alls ihrer Fort-schrittsbahn zu bewegen, erwiesen sich bald als fruchtlos ganz und gar. Zwar legte nian den beiden Vermittlern, deren Ministerschaft nicht kürzer und nicht länger als eine Stuude währte, anfänglich kein Hinderlliß in deil Weg. Die Zllgänge der Barrikaden öffneten sich vor ilmen nnd ließen sie hindurch; allein von einer dieser Verschanzutrgen znr andern steigerte sich die revolutionäre Stimnutng. Die Blouseu, welche, gar nicht spärlich nnt Bären-Mützen untennischt, die erste Barrikade besetzt hielten, riefen: „Nieder mit Bugeand!" Die Vertheidiger einer zweiten: „Nieder nut Guizot!" Von der Brustwehr einer dritten scholl es schon: „Nieder mit Thiers!" und von der einer vierten gar: „Nieder mit Louis Philipp!" 9toch zwar wurde kein „Vivv Iii rvpndliiiue!^ laut, aber wenn a»lf dem Boulevard des Jta-taliens die konstitutionelle Phraseologie Bar-rot's noch ihre Wirkung that, so versagte dieft weiterhin bei der Porte Saint Denis gänzlich. Hier erhob sich eine nugelieilre Barrikade, ailf deren Brustweln' eine rothe Fahne flatterte. Die Vertheidiger dieser Barrikade gaben, als der lieberale Schönredner vortrat nnd zn gestiku-liren anl)ob, il)re Stimmnng llnd l'ijesinnnng sehr deutlich zn erkennen: — sie schlllgcil die Gewehre aus il)n an. Dann erliob s^ich wie MeereSgebranse der wild^ Nus: l^lnlippo! 1'uilerie.',! imx '^l'uilvrios und die Friedensstifter fahen sich von einer drohenden Volksmasse umfluthet. Jl)r Ultter-nehmen war fehlgeschlagen. Sie mußten um« kehren, und in der Rue de la Paix augelangt, trat Odilon Barrot niedergedrückt und erschöpft . in sein Haus, wo er eine Men^ze seiner Bekannten versammelt fand. Darunter auch Herrn Garnier-Pagvs, welcher zu dem gänzlich Ent-muthigten sagte: „Man muß rasch vorgehen, Barrot, wenn uilS die Ereignisse llicht überholen sollen. Heute sind Sie an der Reihe — (d. h. gewesen) — morgen werden meine Freunde und ich es sein. Übermorgen ist es Ledru-Rollln." Geimu zu derselben Stunde that der Letztgenannte im Konferenzsaal des Palais '^'onrbon zu einer Anzahl orleanistischer Depntirten die Aeußerung: „Äe haben keine Zeit zu verlieren. MessienrS. Falls binnen einer Stuude die Abdankuilg des Königs und die Regentschast (für den minderjährigen Grasen v^in Paris) nicht proklanlirt ist, wird das Volk liierher konlmen, die Kannner sprengen und die Revolution zu einer vollständigen machen." Also ailch einer der vorragendsten Führer der repudlikanischeil Partei ging dermalen noch nicht weiter als bis zur Abdtinkung des Königs. Der um Barrot versamnielte Kreis wollte aber in seiner Mehrzahl von diesem „Aeußerstelr" Nichts wissell, und nachdem sich der Hausherr wieder etwas erholt hatte, machte er sich, dem Drängen seiner Frau nachgebend, aus, um sich wir Landwltthe es nur wollen. Bieten »Ich den anderen Zweigen der Urproduktion, dem Wald-und Bergbau, mehr Gelegenheiten einer gröberen und besseren Interessenvertretung als dem Ackerbau? Oder haben Gewerbe, Industrie und Handel ihre Erfolge nur mit und durch Vermittlung der beschränkten Handelskammern erreicht, oder nicht in Folge der eigenen Rührig-keit, der besseren Vertretung im Reichsrathe? Ist das vielleicht eine Interessenvertretung oder ein Mittel für genügenden Jnteressen-schutz, wenn Bergbau, Gewerbe, Industrie und Handel im Bereiche von 200 Quadratmeilen, 20 bis 30 Mitglieder in die Handelskammer wählen dürfen, wovon einige in den Landtag, einer in den Reichsrath gewählt wird. Kann man sich denn diese, unter sich so verschiedenen Gewerbe- und Industriezweige, welche oft einander gegenübersteherlde Interessen verfolgen, ohne einen solchen Vertretungskörper, wie es die Handels, und Gewerbekammern sind, denken, der berufen ist, die Wünsche so verschiedener Interessentenkreise zu vertreten? Ist die Möglichkeit vorhanden, daß die einzelnen Branchen der Gewerbe, der Industrie, des Handels auch so leicht zusammentreten können, wie es die Landwirthe in jedem Dorfe, Bezirke und Kreise thun können? Oder hätten die Spinner, die Lohgerber, die Bräuer und Kohlenwerkbesttzer Aussicht, einen oder mehrere ihrer Fachgenossen für den Landtag und Reichsrath durchzudringen, weiln sie nlcht die Handelskammern hätten? Oder haben diese Stände noch andere Organe, wo sie ihre Interessen zur Sprache bringen können? Steht ihnen eine so hoch entwickelte Fachpresse zur Seite, wie sie die Land-wirthschaft besitzt? Oder öffnet die gesamnite Tagespresse der Landwirthschast nicht am be» reitwilligsten ihre Spalten? Zur Geschichte des Tages. Die vorbereitenden Maßregeln zur Einberufung der Urlauber und Reservemänner werden bereits getroffen. Bürgermeister und Gemeindevorsteher empfangen die Weisung, wie sie sich in solchem Falle zu benehmen haben. Jeder erhält eine bestintmte Anzahl von gedruckten Aufrufen, die öffentlich angeschlagen werden, sobald die bezügliche Nachricht amtlich eingelaufen. Bei einer allgemeinen Mobilmachung muß jeder einberufene 6oldat binnen vierundzwanzig Stunden, bei einer im Ministeriun» des Innern zu installiren. Dem Reiz einer Ministerschaft vermögen Leute wie Herr Barrot unter keinen llmständen zu widerstehen, und nachdem es ihm nicht gelungen, der Minister Louis Philipp's zu sein, hat er sich, wie bekannt, möglichst beeilt der Minister Louis Bonaparte'S zu werden. . . . In Wahrheit, als es gegen Mittag zuging, mußte es von allen im Sinne des Verbleibens von Louis Philipp auf dem Throne gemachten Zugeständnissen heißen: Zu spät! Aber war es denn nicht möglich, zu dieser Zeit noch mit Gewalt, mit rücksichtsloser Anwendung aller militärischen Kräfte und Mittel die Revolution niederzuschmettern? Diese Frage ist häufig gestellt und selbst von nicht unkundigen Leuten bejahend beantwortet worden. Der Ausstand, wurde gesagt, verdankte seinen Sieg nur der Milde oder wenn man will, der Schwäche des greisen Königs; denn Bugeaud hatte Alles in Bereitschaft, die Insurrektion bis zum letzten Funken im Blute der Jns»lrgenten zu ersticken. Dem aus unbefangener Anschauung der Sachlage entspringenden kühlen Urtheil vermag je-doch diese Behauptung nicht standzuhalten. Es istt^wahr, die Hartnäckigkeit, womit öouis Phi. lipp an der Behauptung seiner Gewalt hing, war weiter Nichts, als eine impotente Altersgrille; es fehlte ihr jedes thatkrästige Wollen, theilweifen binnen vier Tagen an Ort und Stelle befördert werden. Die Völkerbewegung der Türken von Nisch und Pirot aus ist wieder ins Stocken gerathen und bestätigt sich der Erfolg Serbiens bei Belina. Die Stimmnilg in Belgrad und in der ganzen Bevölkerung ist so kriegerisch, wie im Hauptquartier zu Paratschin, wo man sich zu einer Entscheidungsschlacht vorbereitet. JnKonstantinopel wird die Ein» leituttg zur Verfassungskomödie fortgesetzt. Nachdem vor sechs Wochen der Entwurf vollendet worden, hat dieser Tage eine Versammlung der Minister und aller Groß-Würdenträger stattgefunden. Der Entwurf soll nun gedruckt und jedem Mitglied ein Exemplar zugestellt werden. Um aber die Gemüther der Aufständischen empfänglicher zu stimmen, werden indessen immer größere Banden von Räubern »lnd Mordbrennern ausgesandt l ZNarbur^er Berichte. Sitzvng dt« GtmeinderatheS vom 2«. Juli. «Schluß.) Herr Max Baron Rast berichtet über die Aeußerung de» Stadt-Schulraihe» und der Direktion der Ober-Realschiile, betreffend die Ueber-lassung de? Realschul-Gebäudet, beziehungsweise de« Knabenschul Gebäude« und de« Platze» im Kanduth'schen Hause f«r die Ausstellung, die gelegentlich de« Weinbau-Kongresse» hier stattfindet. Die Mehrheit der Sektion beantragt: Da« Gebäude der Ober-Realschule sammt dem anstoßenden Theile de« s. g. Kanduthsche» Garten« wird dem Au«steUung«romite anläßlich de» Weinbau-Konareffe« unter folgenden, vom Stadt-Schulrath festgesetzten Bedingungen ,ur Verfügung gestellt: 1. Sind die Bänke und sonstigen Zimmer-elnrichtung«.Stü(Ie, Requisiten von einem Tischler uuter Haftung für jede Beschädigung au«-und einzuräumen. 2. Dürfen in kein Gestnise und i» keine Säule Haken oder Nägel eingeschlagen werden. Sind Thüren und Fenster in«besonder« vor Beschädigungen, dann die Steinstusen vor dem Ausschlagen zu hüten. 4. Sind die Wände wo möglich vor jedem Einschlagen von Haken und Nägeln zu verschonen. 5. Ist da« Pflaster vor Beschädigung oder leder mannhaste Entschluß, und der alte Mann war in ein klägliche« Schwanken, in ein mit-leid«werthe« Tappen und Taften versallen, in emen Nachlaß der Natur, welchen, so ein Aeußerste«, wie z. B. da« Bombardement der Hauptstadt von den Fort» au« gewesen wäre, abzuringen nicht nur eine moralische, sondern auch eine physische Unmöglichkeit war. Aber gesetzt auch, der König wäre grausam genug gewesen —er war bekanntlich überhaupt nicht grausanl — den .Schlächter von der Straße Tran«nonaitt" sein alte« Handwerk wieder treiben und zwar im weitesten Umfange treiben zu lassen, die Situation war schon so, daß der Ntarschall Wenig oder Nicht« au«rich-ten konnte. Die Rationalgarde wollte sich für die Reform »ind die Linie wollte stch nicht gegen die Bürgerwehr schlagen. Da« war der Entscheidnngsknoten. Der Rückzugtbefehl hatte vollends die abgemüdeten, huugernden und ververdrossenen Soldaten, wie man zu sagen pflegt, „demoralisirt", d. h. ihren Widerwillen, sich als willen- und herzlos gegen da« Volk gebrauchen zu lassen, gesteigert. folgt.) Zertrümmerung durch Aufwerfen oder Aufstoßen zu bewahren. i 6. Sind die Lokalitäten eingerichtet und in demselben Zustande, in dem sie übernommen wurden, bi« 2S. September l. I. wieder zu übergeben. Außerdem beantragt die Mehrheit der Sektion noch, daß da« Au«stellung»komite sür jede Beschädigung zu haften uud solche unweigerlich auf seine Kosten sofort herzustellen habe. Di« Minderheit der Sektion stellt aber den Antrag: „Der löbliche Gemeinderath wolle beschließen : Dem Ausstellungskomite werden anläßlich de« Weinbau-Kongreffe« die Villa Lan» ger, die Lokalitäten der Mädchenschule am Domplatze und jene der Mädchenschule in der Pfarr-Hof-Gafse zu Au«stellung«zwecken überlassen. Herr Karl Flu'^^ "krtritt die Mehrheit der Sektion. Die Weinbau-Au»steIIung zur Zeit de» Weinbau-Kongresse» lieg«! im Interesse der Gemeinde: sür den Erfolg der Ausstellung feien aber die Lokalitäten mitentscheidend. Bei diefer Gelegenheit habe Marburg zu zeigen, daß «» keine Weinfabrlk»ftadt sei und werden wir auch Gelegenheit haben, Verbesserungen kennen »u lernen. Eine Beschädigung de» Gebäude« dürfe man nicht befürchten. Da« Komite verfüge aber einen solchen Fond, daß eine allfällige Beschädigung wieder hergestellt werden könne. — Verweigere der Gemeinderath die Benützung der iVber-Realschule, dann sei zu besorgen, daß die ganze Ausstellung unterbleibe. Der Berichterstatter für den Minderheitsantrag, Herr Max Baron Rast äußert jene Bedenken, welche die Minderheit zu ihrem Antrag bewogen. Die Einrichtungen der Schule werden bei der Wegräumuug befchädigt: beim Aufstellen der Au»stelluug«.G«genst«nde und bei Svegschaffung derselben könne da« Gebäude leicht Schaden leiden und fei auch die Feuer»« gefahr nicht ausgeschlossen. E« sei «ünschen»-werth, daß eine Weinbau-Ausstellung hier stattfinde; allein die Frage fei nicht: .Ist die Ausstellung nur möglich, wenn da« Gebäude der Ober-Realschule zu diesem Zwecke überlassen werde?" Geben wir diese« Gebäude nicht her, weisen wir aber dem Komite andere Lokalitäten an, so sc! dies kein Uebelwollen gegenüber dem Komite. Die beiden Mädchenschulen seien nicht so kostbar, wie die ivber-Realschule und seien vollkoinmen geeignet; wenn aber diese nicht l>e-lieben, so sei auch der Langersche Garten gan, geeignet. Werde in diesem Garten au«geiiellt, so sei Herr Badl bereit, demselben gegenüber einen großen Platz einzuräumen. Die Ober-Realschule sei ein Objekt, welche« lSi,u»o st. gekostet; wenn schon der Stadtschulrath Sngst-lich sei, so müssen wir vom technischen Stand, punkte um so ängstlicher sein und könne Niemand bestreiten, daß die Minderheit Recht habe. Herr David Hartmann widerlegt diese Bedenken nnd weist namentlich daraus hin, daß bei der ersten Einränmung der Ober-Realschule keine Beschädigung vorgekommen. Der Vice-Bürgermeister Herr Dr. Ferd. Duchatsch macht aufmerksam, daß die Villa Langer wohl Eigenthum der Gemeinde, aber an Herrn Peter Huber verpachtet fei; dieser habe auch mitzureden, wenn es sich um die Uebir-lassuug de« Bolk«garten« zu Ansstellungszwecken handle. Der Redner empfiehlt den Antrag der Minderheit. Beide Herren Berichterstatter ergreifen noch einnml da« Wort, um ihre Anträge zu verfechten. Herr Max Baron Rast dringt auf nament-llche Abstiminung nnd wird in Folge dieser der Mehrheitsantrag mit «llen Stimmen gegen die einzige des Herrn Max Bar. Rast zum Beschluß erhoben. Das Komite der internationalen ampelo-graphischen Komniission, welche zur Zeit de« Weiubau-Kongresse« gleichfalls hier tagen wird, ersucht um Ueberlassung de» Rathhans-Saales zur Verhandlung am >8. und lS. September. Der Berichterstatter Herr Max Bar. Rast erläutert die Sache dahin, daß diese Kommission die verschiedenen Weintrauben-Sorten zu beschreiben habe, und beantragt, dem Gesuche zu entsprechen. Diesem Antrage wird einhellig beigestimmt. Herrn Direktor Gutscher wird auf mündliches Ansuchen sttr die ganze Dauer der Ferien Urlaub ertheilt. (Vom Blitze getroffen.) Der Grundbesitzer Aitton Katzianer in Mahrenberg hatte sich am 16. Juli Nachmittag ö Uhr mit seinem Sohne während eines Gewitters kaum unter eine Harpse geflüchtet, als der Blitz einschlug. Vater, Sohn und fünf Kühe wurden todt allfgefunden; zwei Kinder, welche ebenfalls Zuflucht bei diesem Speicher gesucht, hatte der Blitz nur leicht gestreift. (Tanzschule.) Der diplomirte Lehrer der Tanzkunst. Herr Eduard Eichler aus Graz, hat am S2 d. M: in Eilli (Kasinosaal) einen Tanz»Lehrkurs auf die Dauer voll vier Wochen eröffnet. ^öffentliche Verfamlnlling deS Weinbauverein «.) Die öffentliche Versammlung des hiesige»! Weinbau^Vereins, welche am Sonntag 10 Uhr Vormittag in der Götz'schen Bierhalle stattfand, wurde vom Obmann Herrn Dr. I. Mulls mit einer kurzen Ansprache über den Zweck derselben eröffnet. Da der Obmann und sein Stellvertreter, Herr Direktor Göthe, sich on der Debatte betheiligen wollten, so wurde ersucht einen Vorsitzenden zu wählen, lttld nach dem Vorschlage des ersteren Herr Barthol. Ritter von Carneri mit der Leitung der Verhandlungen betraut. Herr Dr. Mulls hielt einen Vortrag über die Bedeutung und die Einrichtung der Weinmärkte, faßte in demselben kurz und deutlich zusammen, was er bereits als Präsident der Ausstellungskommission i»l Verbindung mit dem Schriftführer derselben, Herrn Direktor Göthe i»n Aufruf zur Betheiligung am Weinmarkte und in dem betreffenden Spezialprogramme veröffentlicht. Bon jenen Momenten, welche der Redner neu angeführt, heben wir folgende besonders hervor: Die Weingartenbesitzer mögen nicht glauben, dab sie den ganzen Borrath, welchen sie verkaufen wollen, zu Markte führen; sie haben nur Kostprobe»! mitzubringe»» an eii»e»n bestimmten Tage »ind ai» einen bestimlnten Ort. Diesmal werde in Marb»lrg ein allge»neiiler österreichischer Weinmarkt abgehalten u»»d »verde die Einleitung getroffe»» zu eine»n steirischen Wein-»narkt, auf welche»« nur Erzeug»»isse des stciri-rischen Weinlandes zulässig seien. Bei der he»»tigen Besprech»l»»g handle sich's hauptsächlich daru»n, ob ül>erhaupt das Institut der Weimnärkte als de»n Weinverkehr förderlich angesehen werden könne u»>d ob das Wei»»-gebiet von Marburg, durch de»» Weinbau-Ver-ein vertrete»», sich an diese»n Weinn»arkt als Körperschaft betheiligen soll? Die übrige»» Weinbauvereine des Landes haben sämmtlich de»» Beschluß gesaßt, diesen Weinmarkt zu l^eschicken. Vo»» Marburg sei die Idee ausgegangen, es dürfe daher der hiesige Verein nicht ziirlickstehen hinter de>» a»»deren. Es sei auch daral»f hinzuwirken, daß künftig jedes Jahr zu einer bestimmte», Zeit und an einem bestim»nte»» Ort ein allge»neiner stei-rischer Weinmarkt abgehalten werde; die Frage sei »mr: wo? In dieser Beziehung seie»» nur zwei Orte »nöglich, Marburg u»»d Graz. Radkersburg habe für Graz entfchiede»», Luttenberg sa»nmt den »übrigen Vereii»en für Marbtlrg, das wegen seii'.er Lage überhaupt u»ld an den Eifen-bah»»en insbefonders zum Vorort der künftigen steirischen Wei»»»nürkte bestiml»»t »verde»» soll. Marburg sei gewiß dcr geeigneteste Platz sür den Wei»»»narkt und sei der Erfolg »vesentlich dadurch bedl»»gt, ob sich die Bevölkerung in-teressire. Von Graz sei dies ga»»z gewiß »»icht zu erwarte»», weil dort der größte Theil der Bewohner dem Weinbau fern stehe; es bleibe also nur noch Marburg. Diese Frage werde im Kongreß zur Verhandlung kommen u»,d hänge die Entscheidung davon ab, daß die Vereine sich srüher noch darüber ausspreche»», wo die künftigen Märkte stattfinden sollen. Mit dem Weimnarkt seien auch noch weitere Anstalten zu verbinde»», welche geeignet si»ld, den Weinverkehr zu fördern, wie z. B. perma-ne»»te Kosthallen, wo fortwährend Kostproben ausgestellt werde»» und beantrage Herr Direktor Göthe, beeidete Weinageiüen anzustellen. Wir dürfen uns aber trotzdem keiner Jlli»sion hingeben; mit diefem Wein»narkte sei noch nicht Alles errungen und sei noch nicht gesichert, daß der Weinhandel florire. Die allgemeine Nothlage sei hemmend auch für den Weinverkehr; aber angefa»lgen »Nüsse einmal werden ui»d wenn sich dann die Zeit überhaupt bessere, dan»» werde man auch stlr den Weinhandel ganz gewiß ein günstige« Refultat erleben. Der Redner stellte.m»n folgende Anträge? I. „Die Versammlung'anerkemlt die Zweckmäßigkeit eines jährlich zu der' nänitichen Zeit abzuhaltenden 'allge»neinen Üeirifchen Wein« Marktes und zwar in Marburg als iin Centrum des steilischen Weinbaues u»ld an dem Ki»ote»lpunkte der Hauptbahnen gelegen." Herr Direktor Göthe beftlrwortet diesen Antrag. Wir müssen die Gelegenheit des nächste»» Weinbau-Kongresses benützen, die vielleicht nie mehr wiederkehrt. Der Antrag »vird einsti»nmig zuin Beschluß erhoben. II. „Der geeignetste Zeitpu»ikt zur Abhält tung des allge»neine»» steirische»» Wein»narttes ist das Frühjahr." Herr Direktor Göthe bringt zur Ke»»ntniß, daß a,n Rhein die Weitt»närkte i,n Frühjahr stattfinden, weil da der Wein abgezogen sei und sogleich verka»»st werden könne. Herr Karl Pfrimer wünscht abzuwarten, welches Resultat der he»ilige Wein»narkt im Herbste liefern werde» entspreche der «Srsolg nicht, so möge man sich für das Frühjahr erklären und stelle er deshalb den Antrag, dieft Frage einstweiletr noch offen zu lassen, bis das Ergebniß des Herbstmarktes bekannt geworden. Herr Dr. Mnlle »»nterscheidet zwischen de»tt Verkauf ju»»ger u»»d fertiger Wei»le. Für erstere müsse der Weininarkt i»n Frühjahr abgehalten »verde»» und sollen für den Verkehr »»»it denselben an den Ha»ipt Ccze»lgu»»gsorten Lokalniärkte stattfil»den, z. B. i»» Nadkersburg, L»,ttei,berg, Pettau . . . für diese Lokal-mälkte genüge ein einziger Tag. Die Frage, »vclcher Zeitp»»nkt der günstigste sei für die Abhalttt»»g der Wel»»»närkte lasse sich schon e»»tscheidei»; »volle mai» sich aber sür die Vertagu»»g aussprechen, so könne der Beschluß a»»ch zur Zeit des Kongresses gefaßt werden. Detn Vertag»»»»gsantrage des Herrn Karl Psrimer »vird zugestin»»nt. (Schluß folgt.) (F e»»e r.) In Rothschütze»» entstand a»y 24. Juli »»ach Mitternacht bei»»» Gru»»dbesitzet N. Perko Feuer u»»d wlirde das Wohtihaus, sowie das WirthschastSgebäude größte»lthe»ls eingeäschert. Die Feuerwehren vo»» St. Leonhard und Hl. Dreifaltigkeit betheiligten sich am Löschen. (Feuerschade»».) Der Schaden, welcher d»lrch den Brand in St. Nikolai a»n 19. d. M. verursacht wordei», beläuft sich aus 2100 fl. Die Gebäude waren bis zur Höhe von 1100 fl. versichert. Dieses Feuer ist durch die Unvorsichtigkeit einiger Ki»lder ei»tsta»»dett. (Blitz u »»d Brand.) Zu Pokosche, Gerichtsbezirk Wiildisch-Feistritz, hat d^'r Blitz in das Woh»»gebäl»de des Freiherr»» von Post eingeschlagen und gezündet. Die Löschltngsversuche waren fruchtlos. Letztt Pvst. Dt- «taatSdah« hat vom ster den Auftrag erhalt,», bis längstens zs. August vierhundert GanitAtswageu. bereit zu stellen. Aehnltche AuftrSge sollen auch un? garischen, mit dem Kriegsschauplatz in Verbindung stehenden Bahnen ertheilt worden sein. Zwei österreichisch-ungarische Monitors haben vor der Belgrader Festung Anker geworfen. In Bulgarien find innerhalb^es Auf-standsgebietes von t4,eo« Wohnhiltten 7S0s eingeäschert worden. j Die ForvHr«ug,n Rumänien» find von der Pforte abgelehnt worden. Eingesandt. Am 24. Juli war zum zweiten Male seit dem Kanalbau in der Tegetthoffstraße die Blumengasse überschwemmt, obwohl der Regen nur 10 Minuten gedauert Hot. Der Garten des Dr. Radey stand vollständig »»nter Wasser. In seiner Wagenremise konnte man den Wagen des Fiakers Mo»»dl schwimmen sehen. Bei Reschman»!, Seher, Dirjetz drang das Wasser schuhhoch in die Kellerräume. Die Besitzung des Wols sta»»d in eine»n förmlichen See. In der Blumengasse war jeder Verkehr gehemmt. Man hätte »,»rr mit Gondeln die Verbindung zwifchen den einzelnen Häuser»» Herstellei» können. J»n letzten Dorfe des Landes kann einer Gemeinde-Vertretung nicht einfallen, durch die Ausführung voll solchen Kanalbauteu die Bewohner einer ganzen Gasse so zu schädigen, wie dieses durch die Gemeind<»'Vertretung von Marburg in der Blumengasse geschehen ist. Der Ge»nu»»derath Girstmayr »nag ein sehr praktischer und eiirsichtsvoller Ba»cherr sei»;, die Stärke der Wassergewalt hat er in der Blu-»nengasse »»icht zu berechnen verstanden: Der Herr VicelZürgermeister Dr. Duchatsch überzeugte sich an Ort und Stelle von den durch diesen Ka»»al verursachten Schaden. An ihn ergeht die Aufforderuilg, de»n Ge»neinderathe die Wahrheit n»,d nichts als die volle Wahrheit über die geselienen Folgen des Kanolbaues z»» berichten. U»»d die Ge»neii»devertretu»»g. »velche verpflichtet ist. das Eigenthum der Blirger zu schütze»», »vird sie wohl den, den Be»v0h»»ern der Blu« »nengasse Perderben bringende»» Kanalbau ab-ä»»derl» ? Noch sitzen Mä»»ner von edle»n Ge» »neinsi»»»» in» Ge»neinderathe. Von diesen Män-i»er»l ist z»» erwarten, daß sie in stolzer Selbst, verlällgnllng das mlgethauene U»rrecht einsehe»», »»nd sosort Hilfe schaffen werden. Gittqefandt. An Se. Hochwohlgeboren den Herrn Maz Varon Rast. Oesfentlicher !l>ank. Durch Ihr werth^S Eingesandt dkr Mar-burger Zkitung vom 25. Jul.i d. Z. Nr. 87 sehn» sich Brwoh»ler der nach neuester Bauord-nul'g kannlisirtt'n Blumengasse verantaßt. Ihnen sür Ihr ersprießliche« Bemühen den aufrichtiBe»» Da»ir auszusprechen. (883 Marburg am 25. Juli 1876. Sämm^ltche Hausbesitzer der Blumen- rette Vachgaffe. Kindergarten. Heute um 3 Uhr Nochmiltag findet in der Billa Langer daS Annafest der Kindergarte»lzöj^lil,ge statt, zu lvtlche»n Jedermann sreundlich kini»tladen wird. Bei ungün-stigcr Witterung wird daS Fest verlegt. Marburg am 26. Juli 1876. 882 Mi«a Dkrdajs. 5tadtschulrath ZNarkurg. Nr. 291 885 An den Volksschulen und der Mädchen-Bürgerschule im Schulbezirke Marburg findet der Schluß dieses Schuljahres in nachstehendrr Weise statt: Am 29. 3uli Beendigung deS Unterrichtes. Am 31. Juli um 8 Uhr^rüh Dankamt in der DoM' beziehungsweise Magdalenavorstadt-kirchc; hierauf Deklamationen, GesangSproben, Bekanntgabe deS Fortganges u. s. w. in den einzeliien Lehrzimmern im Beisein des OrtSschul-ausseherS nnd deS Leiters der Schule. Die Ausstellung der Schülerärbeiten findet am 30. und 31. Juli von 9 biS 12 Uhr in den von den Schulleitern bestimmten Lokalitäten statt. Hievou lverden die?. ?. Augehörit^en der Schüler und Schulfreunde mit der Einladung zur Betheiligung in Kenntniß gesetzt. Marburg am 15. 3ult 1S76. _Der Vorfibende: Dr. M..R eiser. schSn! Lb Regen! VdomAii KSt«' kierdallo. Heute Mittwoch den 26. Juli 1876 zu Ehren aller Annen großes Allua-Fest mit bvngalisoksi' kvlvuvktung uni! fouvi'Rkvi'Il Ulli) ^889 Kdsollt««!» - voaosrt iir Ml« UMckl KÄWll! unter persönlicher Leitung deS Mufikmeister» Neues Programm. Anfang 8 Uhr._ Entree 25 kr. Nr.60l4. AUUhmachNttg. (SSI Vom Stadtrathe Marburg werden im Sinne deS Gesetzes vom Jahre 1863, wornach für daS Halten der Hunde in Murburg eine jährliche Auflage von je 2 fl. oft. W zu entrichten ist, die Besitzer von Hunden aufgefordert, den Besitz derselben vom 1. bis 20. Juli 1876 bei der hiesigen Stadtkoffa anzumelden und die Auslage pr. 2 st. gegen Empfangnahme der Quittung und Marke um so gewisser zu berichtigen, als im widrigen Falle jeder Hund, welcher vom 21. Juli 1876 au mit einer für daS nächste vom 1. Juli 1876 bis Ende Juni 1877 lausende Steuerjahr giltigen Marke neuer Form nicht versehen is!,. vom Abdecker eingefangen und nach Umständen sogleich vertilgt werden wird. Für Hunde fremder oder durchreisender Personen können Fremdenmarken bei der Stadtkassa behoben »Verden. Jede Umgehung der Steuerentrichtung, insbesondere die Vsrheimlichung eineS steuerbaren Hundes oder die Benützung einer falschen oder er^ loschenen Marke wird, außer der zu entrichtenden JahreStaxe pr. 2 fl. mit dem doppelten Erläge derselben pr. vier Gulden bestraft, wovon die Halste dlM Anzeiger zufällt. Marbuw am 26. Juni 1876. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. »runnröhee« von 2 und 3 Klafter Länge, EichenpfeUer in jeder Dimension und GichtnTHSrstötk- sind zu verkaufen bei i. ?i. 8piti> jun. in St. Leonhard. 886 Zu verkaufen: Eln nett gebautes stockhoheS HauS in der Grazervorstadt und etn Weingarten in Ko schak. Auskunft im Eomptoir d. Bl. (862 Mit einer Beilage. i«gefa«dt. Än das geehrte Publikum und an meine Keider. Samstag de» 1. Juli d. I. habe ich mich für die FleischauSschrotung in Marburg (Postgasse Rr. 23) mit den Repräsentanten der BerzehrunaSsteuer-Pachtung um den Betrag von 100 fl. monatlich abgefunden und diese« Geld sogleich erlegt, wofür ich eine Quittung besitze. Am «. oder 7. Juli ist eS in der PachtungSkanzlei zu einem fürchterlichen Sturm gekommen und haben zwölf oder gar dreizehn Fleischhauer geschrien: „Diese Abfindung muß uugiltig sein. Nur dann wird der Baumann wieder schleudern, wenn er abgefunden ist; — wenn Der wieder abgefunden ist, so bringt er un« Alle um!" Einige Tage nach diesem Krawall — wenn ich mich gut erinnere, war'S am 11. Juli — sind zwei Bestellte in daS AuSschrotungSlokal gekommen, um zu „beschreiben" ; mein Geschäftsführer Herr Joses Wurzer hat diese Herren jedoch wegen meiner Abfindung hinauSgewiefen. Dann ist der Repräsentant Herr Wohlschlager allein gekommen und hat gefragt, wie wir sagen können, daß wir abgefunden find? Stach der Behauptung dieses Herrn wär's gar nicht wahr, daß eine Abfindung stattgesunden habe; er wisse nichts davon. Vorledten Montag (!7. Juli) sind sie aber gar sechs Mann hoch in meinem Geschäftslokal erschienen, nämlich: ein Kommissär, drei Bestellte und zwei Finanzer; mein Geschäftsführer hat aber daS Protokoll, welche» von diesen Herren aufgefetzt worden, nicht unterzeichnet. ES war ein ordentliches Spektakel, welches mir am unangenehmsten ist, weil die Leute nicht wissen, waS der Lärm zu bedeuten hat und mir nicht gleichgiltig ist, wie das Publikum über mich urcheilt. Für eine solche GeschästSstörung, Vormittag, zur besten Einkaufszeit, bedauke ich mich schönsten», besonders aber bei jenen zwölf oder dreizehn Revolutionären vom 6. Juli. Euch, meine lieben Freunde und Gönner will ich beweiftn, daß eS nicht herauskommt, wie Ihr beabsichtigt habt. Wenn ich auch vom 1. August an nicht mehr abgefunden bin, weil ich nach einer solchen Behandlung mich nicht mehr abfinden will, so erkläre ich dem ganzen Dutzend und noch Einem darüber, daß der „Beschriebene" mit d,m Preise um 2 kr. pr. Kilo herunter geht, und zeige ich dem geehrten Pnblikum hiemit ergebenst an, daß vom 1. August an daS '/. AUo Rindfleisch t» kr., Kalbfleisch RS kr., Schweinfleisch kr. kostet. Solltet Ihr Zwölf oder Dreizehn aber auch dann noch nicht genug haben und noch nicht zufrieden sein mit dem „Beschriebenen", so kostet vom l. Sevtemder an 7, Kilo Rindfleisch nnd '/, Kilo Kalbfleisch je IS kr., Schweinfleisch »»kr. Das geehrte Publikum wird mich gewiß so wie ftüher, mit recht zahlreichem Zuspruch beehren, um welchen ich hiemit höflichst ersuche. 887 Marburg, LS. Juli 1876. Sehr wichtig silr sparsame »ausfrjluvn unö Msolivnnnon ist das k. k, ausschl. priv. nebst Methode von h'ranr »»«Im,' in Trautenau. 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Di« OvHrivav earantirt ä^sr Stakt. litciisl« 2!vliuitss: 2. u. 3 ^ugutzt. an äio ^ «VHVlNN-CZI.»NV«N nst' vom Ztkttie kjttniliniK Zarantirtsu ^033sn zn vslelißr ülzvl'! 7 «riUlvitviz 7?«««« zrsrk sr^llouvi uvx für lla3 ^au^e OriZiuaUoos nur 10 <1a3 I»albo Orißinalloos nur 5 (gülden. tias violdvl OriKlvalloos nur 2 (FuI6. 50 ter. un<1 ^vsräoa äisss vom Staat« xarantirtvn 0rixina1'I^0oss (ksins vsrdottmen l^i omosgsn) xo^eli t'ranicirto LiusvnäunjL äsL Iis-traxti s oävr ?os tvarsoku »s »s11)st uaok ävn sutforutssten (?sgsriäon voi» wir vvrsanät. ^Slior tisr üotkvilixton orliält von mir nolion svinsm Orixinal-I^ooss auot» llo» mit «Ion» Ltaats-vappsu vorsetiollsn Oriß^inal-t'Ian ß^iatis unü naek stattxvlialitvr ÄsIZunx gokort cliv amt-I!v1»6 2iskunxslists unanf^ssordort /.uASsanät. ^u»2k^1uux u. Vor»oväuux äer Ooviullxvlüvr erfolxt von mir äirskt an Ui« Inwrvsssntvn prompt unü untsr stronxstsr Ver8<;kvis-xsnlioit. ^808 lksstsUunx kann mau «iQtaok auf VH^eino l'ostein^aklunxslcartö oävr j»«r rseom» HM^manäirtsn Rri?k maoksn. vsnäv sioli daksr n»it llyn'^uf-träKyv vvrtrkttsn8voll an Uanquior ck >VvollsvIOomptoir in Uaiudur^. Än diep. T. Kewohner von Marburg! Seme k. k. apoftol. Majestät der Kaiser Franz Zosef I. haben dem Marburger Militär-Veteraueu-Vereine „Erzhenoa Friedri^" eine Vereinsfahne allergnädigst zu widmen aeruht. Um die Weihe dieser Fahne würdig zu begehen, wurde beschlossen, ein Fest zu veranstalten. Dieses Fahnenweihe-Fest, bei welchem die Pathenstelle Ihre kaiserliche Hoheit die durch-lauchtiafte Frau Erzherzoßiu Elisabeth übernommen hat, findet am S. August 1876 statt. Das gefertigte ComitS erlaubt sich die ?. 1'. Bewohner zur zahlreichen Theilnahme an diesem Feste einzuladen und die Bitte zu stellen, für die anlangenden Gäste Wohnungen über die Dauer des Festes zu überlasten. Diejenigen ?. I. Einwohner, welche über solche Wohnilngen verfügen, wollen so freundlich sein, bei einem der nachbenannten Herren: Faleskini, Keim, Terbisch, Neuwirth, Krappek und am Bahnhof bei der Eilgutgepäck-Aufgabe, Herrn Stibenegg, die Meldung zu machen. Feft-Aarten k 1 ft. für die ganze Dauer des Festes sind bei den obengenannten Herren und bei Herrn Eduard Janschitz (Postgasse) zu haben. Marburg den 10. Juli 1876. Das Fest-Comit^. Am 5. )^nynst 1876 Empfang der mit den Abe»»dzügen ankommenden Gäste. Abends 9 Übr Zapfenstreich. Geselliger Aliend in den Lokalitäten des Herrn Thomas Götz. (834 Am K. August 1876. 6 Uhr Früh Tagwache. Empfang der ankommenden Gäste. Um 9V, Uhr Raillirung der Vereine an der Straße nächst dem Südbahnhofe (Grazer Vorstadt). Um 10 Uhr Festzug sämmtlicher Vereine durch die Tegetthoffstraße, Blirggasse (Tegetthoffs Gebllrtshaus), Herrengasse, über den Hauptplatz, durch die Kärntnergaffe und Urbanigasse auf den Festplatz. Empfang der Fahnenmutter, Mrer kais. Hoheit der durchlauchtigsten Erzherzogin Elisabeth. Um 11 Uhr heil. Feldmeffe, Weihe der Fahne durch Se. fürstbis<^öfliche Gnaden Herrn vr. M. Stepischnegg und Einschlagen der Nägel in üblicher Ordnung, sodann Uebergabe der Fahne an den Fahnenführer inid Ansprache durch dell Vereins-Obmann. Defilirung und Abmarsch auf den Hauptplatz. Abgabe der Fahnen am städtischen Nathhause. Um 2 Uhr Nachnlittags Festeste», itl den Lokalitäten des Herrn Th. Götz. Um 4 Uhr Aufstellung sämmtttcher Vereine am Sophienplatz und Abmarsch in den Park der Franz Josefs-Kaserne; Concei t daselbst. Abends geselliger Abend in den Lokalitäten des Herr»! Thomas Götz. vi« tliZileiiiie l»i' »siulel iii'. A!«on«, Direktor. «s Vexe« voi'Kvritelitvi' !8oin»»vi'-8j»iijo« »IßllllKV Nerren- ^ Z Herren-^nsüßv.....von ö.>V. tl> 14. » » ^asvdstoS . „ „II. ^ kei-tie »m I.»eer — x«U2er Vetersaeu-^iisux ö.^. g. 14 — ^ empfiehlt s t. 8el>eil!l'8 Iileiilerli»i«lliiiix iii (857 cs GasthM-Eröffnullg. Ich habe am 22. Juli d. I. mein Gasthaus in der Draugafse eröffnet und bitte da»^ ?. I'. Publikum um zahlreichen Zuspruch. Für liuSgezeichnkte Getränke, billige und gute Küche ist besten» gesorgt. Achtungsvoll (879 /trdiaand Weihl. Im Hotel Lrikorios Foll»iw wird «ursezrEV? SekUol»«? der Liter zu »H kr. sowohl in der Restauration als über die Gasse ausgeschenkt (876 von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Zin", Eisen, Blei, Kalb- und SchasfeUen, Roß-, Ochsen» u. Schwtinhaaren, Schafwolle, allen Gattungen Rauhlvaaren, Knochen, Klauen nebst allen anderen Landeöprodukten. voo ungarischen Vettfeder«, Flaume« und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Preisen. ^elilesiiiMi', 758) Marburg, Burgplatz. 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Publikum geeigueten Kalles mir das gefälschte Erzelig niß per Post ans meine Kosten zn ilbersenden, mit An gäbe des Verkäufers, um gegen den Fälscher gerichtlich einschreiten zu können. -HM Meine sämmtlichen^Anath er i n -Präparate find in der gegebenen Form und Ausstattttng wie die Flasche, Kapsel als Verschluß, deS äußeren Umschlages der beigegebenen Vroschsire, der Schachtel» zur Zahn-Plombe und Zahnpulver, der GlaSdose zur Zahnpasta, sowie Mit einer protokollirten Schnpmarke versehen, sowie auch sämmtliche Präparate in dieser Art nndWeise gegen Falschnng durch Muster- uud Markeusch uP in Oesterretch-Ungarn, Deutschland, Italien, Stußland, RlMlänien, Holland gestcheri sind. Sammtliche Anatherin-Präparate werden ans benaunten (Äriinden auch vou mir per Poslnach-»^uahme versandt. A betreffenden Fiilscher werden von Zeit ''zu Zeit in allen Zeitungen dem ?. Pnbliknm be-sikantttgegeben. l>. k. k. Hof-Zahnarzt, Wien. Bognergasse 2. Dalll^ «lld Alltmpsthlukg. Für das Vertrauen, daS mir bisher von meinen ?. 1'. Kunden Im WeiHgeschäfte geschenkt lvurde, dankend, bitte ich mir auch jetzt, wo ich mich von meiner Schtvester aetrennt habe, Ihr Wohllvollen zu betvahren. In Wascheartiteln und Steppereien werde ich wie immer nur vorzügliches zu leisten mich Meine Wohnung befindet sich je^t: Schillerstraße Nr. 191, 2. Stock, gegenüber der ev. Kirche.