LMcher TliMtt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. ^ BrLnumeration»prkisk: IV)— V'7 Für LaibaS: Gailzj. fl. »'40; »/K. ^ . OI « Aufteilung in« Hau» »rllj. SS kr. Mit der Bost - Ganzjähr. fl. ir. rns-rtiouSpreisel Ein- Dienstag, 16. April 1878. — Morgen: Rudolf. HKMA-K 11. Jahr Das Ergebnis der Gemeinderathswahlen. Die verfassungstreue und liberale Wählerschaft Laibachs hat alle Ursache, mit dem Ergebnis der diesjährigen Gemeinderaths-Ergänzuugswahlen zufrieden zu sein. Sie hat ihr Feld behauptet trotz der ungeheuersten Anstrengungen der Gegenpartei, auch im ersten Wahlkörper durchzudringen, und trotz gehässigster Verdächtigung und Denuncie-rung unserer Parteigenossen als Vaterlandsseiude und Verschwender mit dem Kommunalvermögen. Allerdings hat der dritte Wahlkörper, in welchem aber auch wir ansehnliche Minoritäten erlangten, national-klerikal gewählt, nachdem „Slov. Narod" den Wählern mit Entziehung der Kundschaft durch die slovenisch gesinnten Geschäftsfreunde gedroht hatte! Ein hübscher Beweis für die Achtung der „Unabhängigkeit" dieser Wählerklasse, mit welcher „Narod" doch immer so stark renommiert. Unsere Gegner sind es also nicht, welchen die Zukunft gehört, wie sie in bombastischer Kopierung größerer Nationalitäten sich trösten, die Zukunft gehört nur der besseren Einsicht, der fortschreitenden Bildung, welche, wie wir zuversichtlich hoffen, endlich auch in jenen Wählerkreisen zur Herrschaft gelangen wird, die bisher durch eine bedauerliche Verirrung des nationalen Gefühls, durch Unkenntnis der wahren Ziele ihrer Parteiführer sich verleiten ließen, ihren Zwecken zu dienen. Wir können in diesem, in Wiener Blättern telegrafisch ausposaunten „Siege der Slovenen" nur den letzten Trumpf einer Partei sehen, welche in der jahrelang unumschränkt geübten Landesverwaltung sich vollständig regierungsunfähig gezeigt, trotz des ganzen Apparats ihres geistigen und materiellen Druckes eine vollständige Niederlage erlitten hat und nun ihre Ehre noch durch Fest- halten einiger Sitze in dem Gemeinderathe der Landeshauptstadt retten will. Allerdings ist ein Zust-and höchst bedauerlich, der es einer kleinen Clique möglich macht, die gesunde Einsicht eines aufgeweckten und strebsamen Volkes zum Hebel für Parteizwecke zu benützen und die Gemeinderathsstube, wo Männer aller Gesellschaftskreise einträchtig und in Ruhe das Wohl der Stadt berathen sollen, zum Schauplatz sactiöser Opposition, leeren Wortstreites uud kleinlicher Rassenpolitik zu machen. Wir boffen und wünschen nur, die neuen Mandatare des dritten Wahlkörpers möchten sich als wahrhaft unabhängige Männer ohne alle Rücksicht auf Partei-Jnter-essen und separatistische Tendenzen mit den wohlgemeinten Bestrebungen der Majorität vereinigen, um die Interessen unserer Landeshauptstadt nach allen Richtungen im Geiste des Fortschrittes und der Aufklärung und somit auch zum Vortheile der ganzen Bürgerschaft zu wahren und zu fördern. Zur Lage. Die telegrafisch bereits gebrachte Nachricht des „Corriere d'Jtalia" von einer Vermittlung Fürst Bismarcks in der Orientfrage bildet augenblicklich das einzige Objekt der in diesem Ueber-gangszustande vom Frieden zum Kriege so üppig wuchernden Conjecturalpolitik. Der Kern dieser Vermittlung wäre die Opferung Rumäniens und der Donau, an welcher selbst der „ehrliche Makler" doch unlängst ein deutsches Interesse wahrzunehmen geglaubt hatte. Die ganze Nachricht scheint uns daher auch eben nicht sehr wahrscheinlich. Auch die Antwort Rußlands auf die dem Grafen Jgnatieff in Wien gemachten Eröffnungen, welche nach Wiener Blättern bereits eingetroffen und sehr entgegenkommend lauten soll, scheint uns vor- z eigen bi» 5 Zeilen läufig von keinem befondern Werth, denn wir suchen vergebens nach einem thatsächlichen Anhaltspunkte sür einen Ausgleich. Alles beschränkt sich bisher auf den Austausch diplomatischer Höflichkeiten. Wie freundlich man in Rußland Oesterreich gegenüber gesinnt ist, was russische censurierte Blätter über Oesterreich drucken dürfen ohne Gefahr einer Beschlagnahme, dies zeigt ein Pröbchen russischer Journalistik, das wir an anderer Stelle bringen. Parlamentarisches. Die ungarische Regnicolardeputation hat in ihrer Sitzung vom 13. d., welcher auch der ungarische Finanzminister Szell beiwohnte, den vom Referenten Dr. Max. Falk (Redacteur des „Pester Lloyd") verfaßten Entwurf der Antwort aus das Nuutium der österreichischen Deputation unverändert angenommen. Dieses Elaborat führt eingehend aus, daß Ungarn bezüglich der Achtzig-millionen-Schuld keinerlei Verpflichtungen habe. Schließlich betont das Actenstück, daß dieser Beschluß auf dem Rechtsstandpunkte Ungarns beruhe, daß aber eine mündliche Besprechung beider Deputationen sehr wünschenswerth erscheine. Die Fassung des Nuntiums läßt eine Verständigung mit Ungarn hoffen. Eine Musterleistung des Panslavismns und seiner wahren Gesinnungen gegen Oesterreich bringt die (inzwischen wegen ihrer KriegSlust verwarnte) russische „St. Petersburger Ztg." vom 6. d. M. Wir lesen da unter anderem sol-gendes: „Wir sagten vor einigen Tagen: ein Kongreß ist nicht nöthig. Heute fügen wir hinzu: Feuilleton. Die deutsche Stadt im Mittelalter.*) Von Johannes Scherr. (Schluß.) Das streng geregelte städtische Zünfte- oder Gildenwesen mag uns heutzutage wol engherzig Vorkommen, aber im Mittelalter war es zeitgemäß, und auf diesen festen Zunftgesetzen und Jnnuugs-bräuchen beruhte vorzugsweise die Tüchtigkeit der gewerblichen und künstlerischen Leistungen. Am großartigsten und erfolgreichsten kam dieser kor- porative Geist des deutschen Mittelalters zur Erscheinung ur Gestalt der „Bauhütten", der städtischen Baubruderschaften von Künstlern und Handwerkern, von Meistern, Gesellen und Lehrlingen, von Baugewerksleuten ,eder Art und jeden Grades, welche durch fes^ Satzung und Ueberlieferung, durch Losung und Gelübde zu einem vielaealie- derten Ganzen verbunden waren, das den Winken und Worten des Meisters gehorchte. Nur die Bauhütten ermöglichten der Kirche die Herstellung ihrer mittelalterlichen Riesenbauten, von welchen * Indem wir hier den Schluß des Scherr'schen Artikels bringen, empfehlen wir nochmals die „Germania" (mit den schönsten Bildern unserer ersten Künstler geschmückt» " ^°raus aufmerksam, daß sie in Lieferungen » Mr. i 50 erscheint. weiterhin noch die Rede sein wird. Ueberhaupt aber war die deutsche Gewerbigkeit im Mittelalter eine sehr beträchtliche und auch in der Fremde hoch angesehene, ;a eine dorten sogar höher angesehene, als die heutzutägige. Unsere Altvorderen waren berühmt als Bergbauer, Erzgießer, Waffenschmiede, Tischler, Tuch- und Leineweber, Scharlachfärber und Drahtzieher. Als Goldschmiede hatten namentlich die von Köln einen großen Ruf im Auslande. Nicht weniger anerkannt war die Erfindungsgabe der Deutschen im ganzen Umfange der Mechanik. Man ließ ihnen willig den Ruhm, die Taschenuhren, die Feuergewehre, die Mühlwerke, die Glasmalerei, die Kupferstecherei, die Holzschneidekunst, den Diamantenschliff, die Orgel und viele andere Instrumente erfunden oder wenigstens wesentlich verbessert zu haben. Die ruhmreichste Findung aber, welche jemals ein Deutscher auf mechanischem Gebiete gemacht, war die von dem Bürger von Mainz, Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, um 1436 bis 1440 gefundene Kunst des Bücherdruckes, erflosseu aus des Mannes genialem Gedankenblitz, die Holzschneiderei zur Vervielfältigung von Handschriften zu benützen. Mit aus Holz geschnitzten Lettern druckte Gutenberg im ^ahre 1456 die Kirchenbibel (^Vulgata"). Dann hat er mit Beihilfe des Metallgießers Peter Schösser und des Goldschmiedes Johann Faust die hölzernen Lettern in metallene umgewandelt. Damit war ein Kulturmittel von unermeßlicher Wirksamkeit geschaffen, und hatte sich der schlichte Bürger von Mainz in die Reihe der ehrwürdigsten Kulturhelden gestellt. Vom Jahre 1462 an ging von Deutschland die Buchdruckerkuust aus in die Welt. Als im Jahre 1464 der deutsche Buchdrucker Ulrich Hahn aus Ingolstadt in Rom ein-wanderte und seine „Schwarzkunst" auszuüben begann, schwante es dem Papste Paul II. nicht, daß die menschliche Vernunft in ihrem Kampfe gegen das Papstthum die furchtbarste aller Bundesgenossinnen gefunden und der Mann von jenseits der Berge in seinem Letternkasten Blitze und Donner mitgebracht hätte, mit denen verglichen alle Bannblitze und Jnterdictsdonner des VaticanS bloßes Kinderspielzeug wären.............. Im 15. Jahrhundert durste eine nicht geringe Zahl von deutschen Städten für reich gelten. Nur darf man an den städtischen Reichthum des Mittelalters nicht den modernen Millionenmaßstab legen. Bevor infolge der Auffindung Amerika's die Gold-und Silberschätze der neuen Welt flüssig zu werden begannen, ist der Geldwerth in der alten ein so hoher gewesen, daß in dem reichen Augsburg als ein reicher Mann angesehen war, wer ein Jahreseinkommen von 2° bis 300 fl. hatte. Wer weder ein Kongreß noch der Drei-Kaiser-Bnnd, an welchem wir so fest halten, ist nöthig. Für Deutschland ist er nützlich, wozu aber brauchen wir Oesterreich — Oesterreich, dessen Existenz nur den Sinn hat, unserem natürlichen Wacksen als Gegengewicht und Damm zu dienen, das die Entwicklung der slavischen Völker unterdrückt? Oesterreich möge einigen in Europa nützlich sein, ja vielleicht dem ganzen übrigen Europa, wozu soll aber Rußland mit eigenen Händen seinen, so zu sagen, angebornen Antagonisten unterstützen? Auf diese Frage hat noch niemand eine offene Antwort gegeben, wir gestatten nur eine verneinende. In historischen Verhältnissen gibt es ebenso wie im Privatleben Vorurtheile, die aber nicht ewig fort-dauern können. Lange Zeit war man der Ansicht: die Existenz der Türkei sei für Europa nothwen-dig. Jetzt ist dieser widersinnige Bau fast zusammengestürzt, und wer trifft für ihn Fürsorge? Und wenn dann das ebenso widersinnige Gebäude zusammenstürzt, welches Eis- und Transleithanien genannt wird, was wird die Menschheit dabei verlieren? Auf den Trümmern der Türkei sehen wir kein Chaos, im Gegentheil, das frühere Chaos schwindet, und neues Leben erblüht. Dasselbe wird anch mit Oesterreich, diesem geographischen Terminus, der Fall sein, dessen Verschwinden sogar den Kartographen bedeutende Erleichterung gewährt. Jedenfalls verliert Rußland nichts dadurch, und vielleicht ist es Zeit, dieses Glied in unser politisches Glaubensbekenntnis aufzunehmen, jetzt, wo dieser langjährige „Verbündete"(!) uns die unverschämte und beleidigende Prätension ins Gesicht schleudert, sich die größere Hälfte unserer Siege anzueignen. Sind wir bereit? Vielleicht sind wir es nicht; doch wir sind mehr bereit als im vorigen Jahr, als wir uns entschlossen, über die Donau zu gehen, und als viele, die von der Sache nichts verstanden, diesen Zug für sinnlos hielten. Vielleicht ist dem russischen Kaiserreich beim Entstehen bestimmt, mit einem Narwa zu beginnen. Mit einem Poltawa endigte es nur 1855 nicht. Doch das verdanken wir Oesterreich! Durch räthselhasten historischen Zufall haben wir mit ihm niemals Krieg geführt, unsere Lorbeeren hat es uns aber beständig entrissen." Zu bestreiten, daß der Panslavismus das mit der Theilung der Türkei begonnene Werk einerzeit mit der Beseitigung des Donaureiches ortzusetzen gedenkt, werden sich allmälig auch die gutgläubigsten Verehrer der russischen Mission abgewöhnen müssen. aber eine Rente von 2000 fl. oder drüber besaß, galt geradezu für einen Krösus. Die durchschnittlich beträchtliche Wohlhabenheit, zu welcher die Städte mittels ihrer Industrie und ihres Handels gelangt waren, machte im späteren Mittelalter die deutschen Städte zu Sitzen einer sehr belebten Geselligkeit, aber auch zu Stätten der Völlerei und Ausschweifung, wozu besonders das sehr zwanglose Zusammensein der beiden Geschlechter in den stark besuchten Badstuben, sowie die selbst in den kleinen Städten offenstehenden „Frauenhäuser" nur allzu viel Gelegenheit gaben. Wie übermäßig der städtische Luxus sich aufthat, beweisen die häufigen, inimer wieder erneuerten städtischen Luxusgesetze, die „Kleiderordnungen", und wie schäm- und scheulos die wilde Begierde nach brutaler Befriedigung trachtete, zeigen die nicht weniger häufig gegen das Verbrechen der „Nothnumpft" erlassenen Strafgesetze. Konrad von Wirzburg und svätere Novellisten wissen uns eiue Unzahl von bedenklichen Stadtgeschichten zu erzählen, von leichtfertigen Ehestauen, verliebten Pfaffen und schlauen „Fügerinnen" (Kupplerinnen). Die Geschichten der Reichstage und der Kirchenversammlungen, namentlich die des Concils von Konstanz, berichten uns drastisch, wie zuchtlos die kraftstrotzende Lebenslust unserer Altvorderen sich Tagesneuigkeiten. — Ihre Majestät die Kaiserin besichtigte am verflossenen Sonntag die Landes-Jrren-anstalt in Wien, wobei der Primarius Dr. Ganster, aus seiner früheren Wirksamkeit in Kram hier noch im besten Andenken, die Ehre hatte, die hohe Besuchen» durch alle Räume zn geleiten. — Sechzehn Ritter des golden enVließes sind von Sr. Majestät dem Kaiser ernannt worden. Darunter befindet sich der Ministerpräsident Adolf Fürst Anersperg und der Statthalter in Tirol, Eduard Graf Taaffe. — In Triest hat im Armoniatheater ein Konzert zum Besten der griechischen Flüchtlinge in Thessalien, Epirus und Mazedonien stattgefunden, welches eine Einnahine von 15,000 fl. erzielte. — Coinmerzienrath Borfig, dessen Ableben wir neulich erwähnten, hat, wie ein Berliner Blatt berechnet, 4000 Locomotiven gebant nnd an jeder 5000, später 3000 Thaler verdient. Wenn man den Durchschnittsverdienst mit 2500 Thaler annimmt, so gibt dies ein Vermögen von lO Mill. Thalcrn oder 30 Millionen Mark. Das Vermögen, das in Werken, Effecten und Landgütern steckt, wird ans 50 bis 60 Millionen Mark veranschlagt. — Bubenstreiche. Aus R a n n wird der „Presse" geschrieben: „Unser Bezirksgericht fahn- det eifrig nach den Thätern wiederholter boshafter Verletzungen an der Eisenbahn, welche glücklicherweise stets noch rechtzeitig entdeckt wurden, so daß Unglücksfälle verhindert wurden. Am 28. v. M. wurde kurz vor Ankunft eines Znges das Distanzsignal der Station Rann gegen Videm durch Verrückung des bei dem Scheibenständer befindlichen Hebels auf Halt gestellt; am 30. v. M wurde von einer Brücke ein Balken weggerissen und kurz vorder Einfahrt eines Zuges quer über das Geleise gelegt. Glücklicherweise bemerkte der Bahiiwächter noch rechtzeitig den Balken. Einige Tage später fand man zwischen dem Distanzsignale Rann und dem nächsten Wächterhanfe anf den Schienen Ruthen und Gestränch. Bis heute gelang es noch nicht, die Urheber dieser Bubenstreiche zu eruieren." — Gichtheilung. Die Heilung der Gicht durch Bienenstiche betreffend, theilt man dem „Prager Landwirthschaftlichen Wochenblatt" folgenden Fall mit: „Die Frau des Einsenders litt so schwer an der Gicht, daß sie während eines sechsmonatlichen Zeitraumes weder Schlaf noch Ruhe fand, während ihr rechter Arm derart gelähmt war, daß sie nicht nur an jeder Arbeit verhindert, sondern auch uu- Luft zu machen suchte und wußte. Ebenso die Schilderungen, welche zeitgenössische Beobachter von dem Treiben und Tollen, dem Pokulieren und Jubilieren, dem leidenschaftlichen Spielen und unzüchtigen Tanzen entworfen haben, was alles an den mittelalterlichen Bade-Orten daheim war, — z. B. in dem vielbesuchten und modischen Baden in Aargau. Doch auch nach der harmloseren Seite hin kam die städtische Geselligkeit zu farbenreicher und bunt wechselnder Erscheinung. Es fehlte jahrein jahraus nie an „Anlässen" und „Fröhlichkeiten". Kirchliche Feierlichkeiten wechselten mit Jahrmärkten und Gemeindefesten. Täglich gab es etwas zu schauen, zu hören, zu lachen; denn das ganze luftige Volk der „Fahrenden," Spielleute, Gaukler, Thierbändiger, Wunderärzte und Wahrsager, sie alle suchten mit Vorliebe die Städte ans. Heute veranstalteten die Stadtjunker ein Turnier und beschlossen dasselbe mit einem Geschlechtertanz, morgen gaben Rath und Bürgerschaft ein stattliches Schießen, wobei die Zünftler ihre wehrhafte Geschicklichkeit in der Handhabung der Armbrust (wunderlich verdorben aus dem lateinischen üroubsIistL) und später auch des Feuergewehrs sehen ließen. Hochzeiten in reichen Familien wurden zu Festlichkeiten für die ganze Stadt. Zur fähig war, sich allein an- und auszukleiden. Da hörte Einsender von einem Landmanne, der gleich arbeitsunfähig war infolge von Rheumatismus und einem zufälligen Bienenstiche seine gänzliche Wiederherstellung verdankte. Er überredete seine Frau, dies Mittel zu versuchen, da der durch Bienenstiche verursachte Schmerz kaum demjenigen gleich sein konnte, den sie bereits ertrug. Es wurden ihr infolge dessen drei Bienen auf den rechten Arm gesetzt nnd während einer geraumen Zeit darauf fest gedrückt, damit sich die Giftblase der Insekten vollkommen leeren konnte. Der Erfolg war ein überraschender, indem die Patientin schon in der nächsten Nacht eines langen und festen Schlafes genoß, dessen sie sechs Monate lang entbehrt hatte, während der quälende Schmerz fast vollständig verschwunden war. Der Arm war natürlich infolge der Stiche stark geschwollen, aber die Geschwulst wich allmälig einem kühlenden Umschläge. Aller Schmerz war gewichen, der lahme Arm erlangte seine frühere Kraft wieder, nnd seitdem hat sich keine Spur von Rheumatismus wieder gezeigt." Die authentische Bestätigung dieser mindestens seltsame» Kur bleibt abzuwarten. Immerhin wäre es interessant, ein eompetentes ärztliches Urtheil über diesen Fall, respeetive über dessen Wahrscheinlichkeit zu erhalte». — Das Verpacke» vou Früchten, Gemüsen und Fleisch in luftdichten Blechbüchsen zmn Zweck des Präserviereus hat sich — so schreibt die „N.-A. Handclszeitmig" — in den Vereinigten Staaten zu einem ausgedehnten Industriezweig entwickelt, man versteht cs nachgerade, alles mögliche, was überhaupt genießbar ist, zu präservieren: in Oregon Lachs, in Texas Schildkrötenfleisch, in New-Orleans Garnelen (Shrimps), in Virginien und Maryland Austern, Ananas und Pfirsiche, in Philadelphia gehacktes Fleisch, in Nen-E»gla»d Milch, Gemüse aller Art, Fische und Seekrebs, in New-Aork fast sämmtliche der genannten Artikel, in Cincinnati Wildpret, Geflügel, Früchte, Beeren, Gemüse, Kuttelfleck, Zungen, Wurst n. s. w., in Chicago ge-pöckeltes Rindfleisch (eoriiöä böök). Sogar der ehrwürdige englische Plnm-Pndding und ein Hanpt-gericht der „Dankees", gebackene Bohnen nnd Speck, wird präserviert. Bald wird in den dickleibigsten Kochbüchern kein Gericht mehr zn finden sei», welches nicht „präserviert" zu haben ist. Lokal- und Provin)ial-Ä.nge1egenheiten. — (Gemeinderaths - Ergänzungs-Wahlen) Nachdem der Act, betreffend die Ergänzungswahlen in den Gemeinderath der Landeshaupt- Winterszeit ergötzte sich die städtische Jugend an Schlittenfahrten, am „Schembartlaus" und an anderem Fastnachts-Mummenschanz, aus welchem sich das „Fastnachtsspiel" herausbildete, der nnge-schlacht-possenhafte Anfang des weltlichen Schauspiels in Deutschland. Zur Osterzeit gewährte die in den Kirchen oder längs ihrer Außenwände aufgeschlagene Mysterienbühne der frommen Schaulust reiche Augenweide. War dann der Frühling ins Land gekommen, so wurde das aus dem germanischen Heidenthum stammende Maifest, welches den Sieg des Sommers über den Winter darstellte, in den Städten sinnig und frohmüthigbe-angen: Da mittels Aufpflanzung des „Mai-aums", welchen die Jugend unter Führung des erwählten Maikönigs (Maigrowe) und der von ihm erkorenen Maikönigin („Maiin") nmtanzte; anderswo mit einem vielgestaltigeren Apparat. In der auf der Grenzscheide von deutschem und welschem Lande gelegenen Stadt Freiburg im Uechtland z. B. ist das Maifest so begangen worden. Auf dem Marktplatze war eine hölzerne Burg aufgebaut, um und über mit Blumen und Laub geschmückt und mit Fahnen, Schleifen und Sinnsprüchen geziert. Die Verteidigung dieser Burg war den schönsten, mit ihren besten Feierkleidern angethauen Mädchen der Stadt anver- stadt Laibach gestern seinen Abschluß gefnnden, bringen wir heute das Gesammtresultat der vollzogenen Gemeinderaths-Ergänznngswahlen, wie folgt: Gewählt wurden in den dritten Wahlkörper die Herren: Dr. Bleiweis Karl, Goröic Franz, Peterca Franz, Petricic Vaso und Potocnik Franz; in den zweiten Wahlkörper die Herren: Gariboldi Anton Ritter v., Pirker Raimund und Ziegler Franz; in den ersten Wahlkörper die Herren: Doberlet Franz. Dr. Pfef-ferer Anton und Dr. Suppau Josef. — (Stadtverschöneruug.) Der Gemeinderath der Stadt Laibach wendet auch dem Hauptworte „Stadtverschöueruug" eine lobenswerthe Aufmerksamkeit zu. Die Wegherstellungsarbeiten in der Stern- und Lattermannsallee sind nahezu beendet, und die Anpflanzung der Allee und die Userver-ficherungsarbeiten am Rain und am Krakauerdamm tragen zur Verschönerung dieses Stadttheiles wesentlich bei. Wer sich erinnert, wie der Platz vor den Häusern am Rain noch vor zwei Jahren ausgesehen hat, wer der dortigen Trödlerhütten und Buden gedeukt und heute einen Ruudgang über den Rain bis zur Gradaschzabrücke und ini Zoisgraben unternimmt, der wird sich des lauten Ausdrucks voller Befriedigung nicht enthalten können, sondern eingestehen müssen, daß im Verlaufe der letztabgelause-nen Jahre auf dem Gebiete der Stadtverschöneruug sehr viel geschehen ist. Wir geben schließlich noch einem Wunsche Ausdruck, dahin lautend: ES möge das hölzerne Ufergeländer nächst dem Krakauerdamm, behufs Erzielung einer größeren Sicherheit für die dort im Freien sich bewegenden Kinder und mit Rücksicht auf die dort herrschende lebhafte Fuhrwerksfrequenz (Stein-, Holz- und Artilleriegeschütz-Fuhreu), um sechs bis acht Currentklafter verlängert werden. — (Sparkasse.) Gestern wurde bei der hiesigen Sparkasse das einhunderttausendste Einlagebüchel ausgefertigt. Dieses Ereignis gibt uns Anlaß, die rasche Zunahme der Interessenten dieser Anstalt zu beleuchten, und zwar wurden vom Jahre 1820 bis 1830 4419, von 1830 bis 1840 7577, von l840 bis l850 8012, von 1850 bis 1860 14,548, von 1860 bis 1868 15,444, zusammen 50,000 Büchel ausgefertigt, während für die letzten 50,OM nur zehn Jahre genügten. Gewiß ein erfreuliches Zeichen deS Vonseite der hierländigen Bevölkerung dem Sparkasse-Institute entgegengebrachten Vertrauens! — (Die historisch -d ramatischen Vorlesungen) des Prof. Heinrich finden am 25sten, 28. April, 2. und 5. Mai l. I. abends im hier-landschastlichen Redoutensaale statt. Diesen vier Vorträgen liegt folgende Idee zugrunde: „Das Drama traut. Die Jünglinge dagegen, ebenfalls aufs stattlichste herausgeputzt, bekannten und belagerten die Festung. Zu Angriffs- und Vertheidiguugs-Waffen dienten Laubkränze und Blumensträuße. Wenn die Vertheidigermnen und das Schloß selber ganz mit Laub und Blumen überschüttet waren, zog es die weiße Fahne auf, worauf die Capitulation mit allerhand artigen und schalkhaften Wendungen vereinbart wurde. Eine Bestimmung derselben war, daß jede der Besiegten einem der Sieger Lösegeld zahlte. Das Lösegeld aber war die Rose, die das Mädchen im Haare getragen. Diese bot die Jungfrau dem Jünglinge dar und rußte ihn dazu auf den Mund. Die Sieger steckten das Lösepfand vor die Brust, bestiegen ihre Rosie und zogen unter Trompetenschall durch die Stadt, wahrend geputzte Frauen aus den Fenstern Rosenblätter aus sie herabstreuten. Ein Tanz beschloß das schöne, sinnige und sittsame Fest. Wenn so die edleren Volksfreuden überall auf den reichen Hort von Poesie hinwiesen, der im Volksgemüthe verborgen lag, so trat dieser Hort schon zutage in der Volksliederdichtung, wie sie vom 14. Jahrhundert an unter Städtern und Dörflern immer vieltöniger heimisch wurde. Das deutsche Volkslied, welches die ganze Tonleiter einer jeden Nation ist der poetische Abglanz ihrer politischen Geschichte." Das Programm lautet für den erste n Tag: Die politische Geschichte der alten Römer in ihrer Einwirkung auf die Gestaltung des römischen Dramas. Terenz; Szenen aus seinem „Mädchen von Andros." Uebergang auf die Spanier. Zur Vorlesung gelangt das Schauspiel „Donna Juana" von Lope de Vega, eine „bezaubernde Vereinigung von Sachlichkeit und Idealität"; für den zweiten Tag: Römer, Westgothen und Araber in Spanien. Ausbildung des Absolutismus, Einwirkung desselben auf das Drama. Szenen aus der „Cölestine", dem merkwürdigsten Theaterstücke in der Weltliteratur; eine „Tragikomödie" in 20 Acten, erschien >492, dann binnen einem Jahrhunderte dreißigmal, wurde elfmal ins Italienische, achtmal ins Französische, dreimal ins Deutsche, einmal sogar ins Lateinische übersetzt. Zur vollen Lesung gelangt: „Don Juan, oder: Der steinerne Gast", von Tirso de Molina, unzählige male ins Italienische und Französische übersetzt, nachgeahmt von dem Spanier Zamoras, den Franzosen Moliöre und Corneille, dem Engländer Byron und dem Italiener da Ponte, welcher nach Zamoras den Text zu Mozarts Oper dichtete; für den dritten Tag : Die Jnqnisition. Die merkwürdige Biographie des Schauspielers, Priesters, Inquisitors nnd Dichters Lope de Vega. Uebergang auf die ideale Richtung Calderons. Szenen aus dessen vorzüglichstem Lustspiele. Zur Lesung gelangt: „Das Leben ein Traum", von Calderon (vergleiche Grillparzers „Ein Tranm ein Leben"), und für den vierten Tag: Spaniens Sünden gegen den Geist. Das schauerliche Schicksal des edlen Mönches und Univcrsitätsprosessors Louis de Leon. Verarmung und Untergang des größten und reichsten Staates. Zur Lesung gelangt: Der gestrenge Ge-richtsherr. Volksschauspiel von Moreto (dem Verfasser der bekannten „Donna Diana"), das uns zeigen wird, daß der Geuius eines edlen Volkes auch im Sterben noch erhaben redet. Aus Interesse an der Poesie und aus Freundschaft für Herrn Prof. Heinrich betheiligen sich mehrere Herren an der Vorlesung der Dramen. — (Ein Schadenfeuer) wurde gestern abends signalisiert, zum Glück entpuppte sich der hell auflodernde Brand als unschädlich, es wurde nächst Udmat Gestrüppe und Kehricht angezündet, und gab dieser polizeilich nicht gemeldete Act Anlaß zum Feuersignal. — (Eiu heimatliches Talent.) Fräulein Emilie Zetinovich, Schülerin des bewährten Klavierunterrichts-Institutes Buwa in Graz, ist vor einigen Tagen in Laibach als Klavierspielerin vor die Oeffentlichkeit getreten und hat großen Beifall des innern wie des äußern Lebens durchläuft und das Fühlen und Denken aller Volksschichten und Stände naturwahr und naturwüchsig offenbart, ist eine der gesundesten und duftreichsten Blüten der Civilisation unseres Landes. In diesen Liedern, deren nrkräftiger Born noch heute quillt, sind die Laute der Lust ebenso echt und innig wie die des Leides, die Töne des Spottes ebenso wahr wie die des Zornes und der Klage. Hier pulsiert wirklich und voll das Herz des deutschen Volkes und stellt dieses sich dar in seiner Kraft und in seiner Schwäche, in seinen Tugenden und in seinen Fehlern. Man kann unsere Volksliederdichtung als die geheime Geschichte unseres Landes bezeichnen. Sie ist aber zugleich auch die öffentliche Geschichte desselben, und zwar ist sie das vermöge jener reichen Kette von historischen Liedern, deren älteste Ringe aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammen. Am kräftigsten hat das geschichtliche Volkslied, welches die vertrocknete Ritterdichtung ablöste, in der zweiten Hälfte des 15ten und in der ersten des 16. Jahrhunderts geklungen. Es sang das Mittelalter zu Grabe und bot einem anbrechenden neuen Weltalter den Willkomm. errungen. Wir empfehlen die junge heimatliche Klaviervirtuosin der Aufmerksamkeit Vonseite der Direction der philharmonischen Gesellschaft. — (Von Valvasors Chronik Krains) wird soeben die 30. und 31. Lieferung auSgegeben. Das dritte Heft des fünften Buches enthält: Schilderung der ältesten und alten Bewohner und Ansiedler des Landes Kram, beschreibt den Zug der Karawanken, den Ursprung der Save, die Ableitung des Namens Istrien, erzählt von den Thaten der Römer in Krain und von der Unterwerfung Jlly-riens, von der Ansiedelung der Vandalen und Gothen in Krain; im zweiten Hefte des achten Buches werden die in Krain bestandenen Orden und Pfarren besprochen, und es wird von den „Heiligen, Patriarchen und Bischöfen" erzählt. — (Die Diphtheritis - Epidemie), welche seit 29. Dezember 1277 in den Ortschaften Wittnach, Nennung, Pozableno, Feistriz, Kamne, Lepence, Mitterdorf, Kerschdorf, Althammer, Feld, Stndor, Ravne und Podjele der Ortsgemeinden Feistriz und Mitterdorf, des SanitätsbezirkeS Radmannsdorf, herrschte, ist nach Bericht der „Laibacher Zeitung" am 6. d. M. als erloschen erklärt worden. Es erkrankten während der Dauer der Epidemie in 13 Ortschaften bei einer Gesammtbevölkerung von 3175 Seelen: 201 Individuen (3 Männer, 8 Weiber, 190 Kinder), davon sind genesen: 3 Männer, 6 Weiber, 131 Kinder, und gestorben: 1 Weib, 58 Kinder. Die Morbilitätsziffer der Bevölkerung betrug somit 5 9°/„, die Mortalitätsziffer der Erkrankten ungefähr 30°/„. — (Eine 309 Jahre alte Karte von Krain) dürfte immerhin zu den Seltenheiten gehören. Das uns vorliegende, im Privatbesitz befindliche Exemplar trägt den Titel: „vueatuL 6»r-uiolas unLeuM Ns,rekis Winäorum", unten in der Ecke links die Worte: „1-sctori. Huia lll^ri-eum in äiuvrsLS re^ious» Partitur in Osrintbikm seiliest, OLruiolaw, LlLrebam ^Viuäorum, 1,ibur-uig>m, 6roLt.is>m st OsImatiLm, Quorum eum vsriorss 6as3 i^uorsntur, omus3 3ut),8olLiioiiiL« uomius Lveipiuutur; in iiae tabula oi eurg, äili-Asntsr aäbibita OariuolLö «t usrioris Leliinoui»« tsrininos tibi ässeridenäos eurs,ui, vi" angedeutet. Die Windische Mark erstreckt sich über Krain Hinnus auf kroatisches Gebiet. Von der eigenthümlichen Art der Projektion kann man sich einen Begriff machen, wenn man hört, daß Aqnileja fast in einer horizontalen Linie mit Zengg liegt. — (Personal-Einkommensteuer.) Es dürfte unseren geehrten Lesern besonderes Interesse gewähren, schon heute Kenntnis zu nehmen von nachfolgender, vom Abgeordnetenhause des Reichs-rathes genehmigten Scala: Es entfallen in der 1. Klasse aus ein Einkommen von über 600 bis einschließlich 700 fl. 4 2 Steuereinheiten, in der 2. Von 700 bis 800 fl. 5 9, in der 3. von 800 bis 900 fl. 76, in der 4. von 900 bis 1000 fl. 9 3, in der 5. von 1000 bis 1100 fl. 11, in der 6. von 1100 bis 1200 fl. 12-7, in der 7. von 1200 bis 1300 fl. 14 4, in der 8. von 1300 bis 1400 fl. 161, in der 9. von 1400 bis löOO fl. 17 8, in der 10. von 1500 bis 1700 fl. 20 4, in der 1l. von 1700 bis 1900 fl 23 9, in der 12. von 1900 bis 2100 fl. 27 5, in der 13. von 2100 bis 2300 fl. 31 2, in der 14. von 2300 bis 2500 fl. 35 1, in der 15. von 2500 bis 2700 fl. 39 2, in der 1«>. von 2700 bis 2900 fl. 43 4, in der 17. von 2900 bis 3200 fl. 48 9, in der 18. von 8200 bis 3500 fl 55 8, in der 19. von 3500 bis 3800 fl. 63, in der 20. von 3800 bis 4100 fl. 70 6, in der 21. von 4100 bis 4400 fl. 78 6, in der 22. von 4400 bis 4700 fl. 87. in der 23. von 4700 bis 5000 fl. 95 6, in der 24. von 50 0 bis 5400 fl. 106, in der 25. von 5400 bis 5800 fl. 118, in der 26. von 5800 bis 6200 fl. 130, in der 27. von 620» bis 6600 fl 142, in der 28. von 6600 bis 7600 fl. 154, in der 29. von 7000 bis 7600 fl. 169, in der 30. von 7600 bis 8200 fl. 187, in der 31. von 8200 bis 8800 fl. 205, in der 32. von 8800 bis 9400 fl. 223, in der 33. von 9400 bis 10,000 fl. 241, in der 34. von 10,000 bis 11,000 fl. 265, in der 35. von 11,000 bis 12,000 fl. 295, in der 36. von 12,000 bis 13,000 fl. 325, in der 37. von 13,000 bis 14,000 fl. 355, in der 38. von 14.000 bis 15,000 fl. 385, in der 39. von 15,000 bis 16,000 fl. 415, in der 40. von 16,000 bis 17.000 fl. 445, in der 41. von 17,OM bis 18.0U0fl. 475, in der 42. von 18,000 bis 19,000 ft. 505. in der 43. von 19,000 bis 20,000 Gulden, 535, in der 44. von 20,000 bis 22,000 fl. 580, in der 45. von 22,000 bis 24,000 fl. 640, in der 46sten von 24,000 bis 26,000 fl. 700, in der 47. von 26.000 bis 28,000 fl. 760, in der 48. von 28.000 bis 30,000 fl. 820, in der 49. von 30,000 bis 32.000 fl. 880, in der 50. von 32,000 bis 34,000 Gulden 940, in der 51. von 34,000 bis 36,000 fl. 1000, in der 52. von 36,000 bis 38,000 fl. 1060, in der 53. von 38,000 bis 40.000 fl. 1120. in der 54. von 40,000 bis 44,000 fl. 1210, in der 55. von 44,000 bis 48,000 fl. 1330, in der 56stcn von 48,000 bis 52,000 fl. 1450, in der 57. von 52.000 bis 56,000 fl. 1570, in der 58. von 56,000 bis 60,000 fl. 1690, in der 59. von 60,000 bis 64.000 fl. 1810, in der 60. von 64,OM bis 68,000 Gulden 1930, in der 61. von 68,000 bis 72,000 fl. 2050, in der 62. von 72,MO bis 76,000 fl. 2170, in der 63. von 76,000 bis 80.M0 fl. 2290, in der 64. von 80.000 bis 86.000 fl. 2440, in der 65. von 86,MO bis 92,MO fl. 2620, in der 66sten von 92,OM bis 98,MO fl. 28M. in der 67. von 98.000 bis 104,000 fl. 2980, in der 68. von 104,000 bis 110,OM fl. 3160, in der 69. von 110,000 bis 116,000 fl. 3340, in der 70. von 116,MO bis 122,OM fl. 3520, in der 71. von 122,000 bis 128,OM fl. 37M, in der 72. von 128.000 bis 134,MO fl. 3880, in der 73. von 134,000 bis 140,000 fl. 4060, und in der 74. Klasse auf ein Einkommen von über 140,MO bis einschließlich 150,MO fl. 43M Steuereinheiten. Weiter steigen die Klassen um je 10,OM fl. und die Zahl der Steuereinheiten um je 3M. Der Geldbetrag einer Steuereinheit wird einerseits von der Höhe des Steuercontingents und andererseits von der Größe des Gesammteinkommens aller Steuerpflichtigen bestimmt; das anszubringende Stenercontingent durch die Summe der Steuereinheiten dividiert, ergibt den Betrag einer Steuereinheit. — (Landschaftliches Theater.) Unser distinguiertes, theaterfreundliches Publikum weiß das Auftreten eines auf allen größeren Bühnen Oesterreichs und Deutschlands wohlbekannten und hochgeschätzten Künstlers bestens zu würdigen; auch gestern fand es sich zahlreich ein, um der ersten Gastspielvorstellung des Wiener k. k. Hofschauspielers Herrn Karl Me ixner anzuwohnen. Der bestrenommierte Wiener Gast wurde in der Antrittsszene beifällig begrüßt, nnd das Publikum folgte mit ungetheilter Aufmerksamkeit der vorzüglichen Darstellung der zwei Rollen, und zwar jener des „Ruifflig" in Adolphi's „Winkelschreiber" uud jener des „Salzmann" in Scribe's „Sekretär und Koch". Die wahre, echte Komik stand gestern im anpassendsten Kleide, in entsprechendster Form verkörpert vor uns. Schon die Maske deutete uns die gedie-gendste Leistung an; jede Bewegung, jeder Blick, jedes Wort eonstatierte die Künstlerschaft des in Wien, Berlin, Dresden, München und anderen Orten gefeierten illnstren Mitgliedes des k. k. Hofburgtheaters in Wien. In der zuerst abgespielten Piece trat die mit Schlauheit und Jntriguen gewürzte Komik in den Vordergrund und erzeugte durchschlagende Wirkung. In der zweiten Piece brillierten Gemüthlichkeit, Biedersinn und eminente Zungenfertigkeit, verbunden mit Eleganz; auch dieses vom werthen Gaste bearbeitete Lustspiel fand sympathische Aufnahme. Das Publikuni verließ vollkommen befriedigt die Theaterräume, und auch Herr Meixner dürfte mit dem glänzenden Erfolge seines ersten Gastspielabends zufrieden sein, er wurde nicht weniger als zehnmal mit stürmischen Hervorrusen ausgezeichnet. Der gestrige gute Theaterbesuch läßt mit Sicherheit erwarten, daß auch die nächsten zwei Gastspielabende recht gut besucht sein werden; Gastspiele Wiener k. k. Hofschauspieler zählen bei uns zu den selten vorkommenden Ereignissen! Eingesendet. Dkffknllicher Dank. Das gefertigte Comite entspricht hiemit einer überaus angenehmen Pflicht, indem es den geehrten Herren Wählern, welche bei den eben vollzogenen Ergänzungswahlen für den Gemeinderath der Landeshauptstadt so zahlreich und einmüthig für die von ihm vorgeschlagenen Kandidaten eingestanden sind, sowie auch jenen Mitbürgern, welche durch ihre Theil-nahme an der Wahlbewegung zu dem trotz der außerordentlichsten Anstrengungen der Gegner sehr befriedigenden Resultate der Wahlen beigetragen haben, den verbindlichsten Dank sagt. Laibach, 16. April 1878. Wom Kentralwahlcomilo des konstitutionellen Vereins. Witterung. Laibach. 1ü. April. Anhaltend heiter, mäßiger SSW. Wärme: moraenS 7 Uhr -I- 7-2°, nachmittags 2 Uhr -s- 204° 6. (1877 1 0 7°; 1876 -i- 6 4» 0.) Barometer im Fallen, 735 00 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -f- 12 5°, um 3-4° über dem Normale. Verstorbene. Den 15. April. Jakob Klopöar, Sträfling, Kastell-berg Nr. 12, 33 I., Lungentuberkulose. — Moriz Hermann, Schlossermeisters Kind, 16 Mon., Deutsche Gasse Nr. 7, Auszehrung. — Maria Dnhovnik, Taglöhnerswitwe, 75 I., Florianigasse Nr. 32, Wassersucht. Theater. Heute (ungerader Tag): Gastspiel des k. k. Hofschauspielers Herrn Karl Meixner vom k. k. Hosburgtheater in Wien: Ein höflicher Mann. Original-Lustspiel in 3 Aufzügen von L. Feldmann. Hierauf: Taub muß er sein. Schwank in 1 Act von Jules Moinaux. Telegramm. Wien, 15. April. Die „Pol. Korr." meldet aus St. Petersburg, 15. d. M.: Entgegen allen anderweitig lautenden Versionen wurden die von Jgnatieff überbrachten Bemerkungen des Wiener Kabinetts betreffs des Vertrages von San Stefano seitens des Petersburger Kabinetts bis jetzt noch nicht beantwortet. 8c!wne Wohnungen sind zu vermiethen in dem Hanse Nr. 16 in Sava bei Aßling in Oberkrain. Auch wird das ganze Hans verpachtet oder verkauft, und ist dasselbe besonders für Gastwirthe, Kaufleute oder Fleischhauer am besten geeignet. Anfragen wolle man gefälligst richten an den Eigenthümer Larl >Vollkd«rxer, Rudolfsbahnhof in Laibach. (185) 3—1 Karl Z. Ti», u. D»xier!>llnäk«n^ Hal!i>ni»i>klij 21 u. Unier >!cr Tranige 2. Reich sortiertes Lager aller Bureau- und Comptoir-Reqm-fiten, Schreib- und Zeichnenmaterialien. Afficheu- und Packpapiere, Farben, Bleistifte, Stahlfedern, Siegellack, Copier-, Notiz- und Geschäftsbücher, Briefpapierkaffetten sammt Monogrammen. (158) 9 Ist angekommen. (171k, Wiener Börse vom 15. April. Akk»«meia« 8taot»- Geld Ware Papierrente ei 50 6160 bilberrente «5 40 65 50 73 15 73 25 EtaatSlose. I8SS. . . 1854. . . „ I8V0. . . I8«ocstel) „ 188«. . . 316— 107 — 111— 119 50 135— 318'— 107 50 111 Lü 120 — 135 25 Graailentki-ft«»»»- -Lki,»iiaa«». Galizien Siebenbürgen . . . -Temeser Banat . . . Ungarn 85— 76 75 77 50 78 50 85-30 77-25 78— 78 75 Äiläer« Aak»k««. Donau-Regul.-Lose. Ung. Pramienanlehen Wiener Anlehen . . . 103 75 74 50 89 50 104— 75— 90 - Aktien o. Lank«». Kreditanstalt s.H.uB. Eicompte-Ges., n.ö. . 218 50 796— 213 75 798— Aeti«,» ».Tra»»,»rt Ualeraekm«»»,«. Nlsöld-Bahn Donau - Dampfschiff -Elisabeth-Westbahn . FerdinandS-Nordb. . Franz-Ioseph-Bahn. Galiz. Karl-Ludwigb. Lemberg - Ezernowitz - Lloyd-Gesellschaft - - 111 75 368— 165 50 1985 120 50 243— 119-75 392— 112 — 370 — 166 — 1987 127--243 50 120-25 396— Nordwestbahn Kfaaäbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold.......... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ariorität«»Obkig. klisabethbahn, l.Em. serd.-Nordb. ».Silber kranz-Joseph-Bahn. Saliz.K-Ludwigb,l.E. Dest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Em. . Südbahn L 3 Perz. » 5 „ . . Privatkose. Kreditlose............ RudolfSftiftung. . . . Devisen. London ............ Oekäsorlea. Dukaten............ 20 Franc- .... 100 d. Reichsmark Silber............. Geld 106-25 112-50 247 — 69 — 10875 107 50 90 — 98 15 94 25 106 25 88 90 102 75 88 75 64-75 15750 111 70 94— 15S75 14 121 70 5 73 9 74 59 95 10« SO Ware 106 50 IIS— 247L0 «8 25 109— 108 — 90 2 5 98 30 94 50 83 25 10V 50 kS 10 103— 89 — 65 — 158'— 112 — 94-25 160 25 14 25 5 75 9 75 «005 106.45 Telegrafischer Kursbericht am 16. April. Papier-Rente 61-40. — Silber-Rente 65 35. — Gold-Rente 73-10. — 1860er Staats-Anlehen 111.—. — Bankaktien 795. — Kreditactien 213 —. — London 12180. — Silber 106.65. — K. k. Münzdukaten 5 75. — 20-FrancS-Stücke S 74. —100 Reichsmark 60—. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.