!959 Amtsblatt Mr Laibacher Ieitnng Nr. 27s. Samstaq den 30. November 1872. (482—1) Nr. 1263. Kundmachung. Wegen Beistellung der nachfolgend bezeichne ten Materialien für die Montur der Wachmanns schast dieser Strafanstalt wird die Offertverhandlung am 10. Dezember 1872 um 12 Uhr mittags bei der gefertigten Strafhausverwaltung abgehalten. Der Bedarf besteht in 31'/, Ellen dunkelgrünem melierten Tuch für Blousen, 48'/, Ellen armeegrauem Tuch für Tuchhofen und Tuchleibeln, 69 Ellen V. breitem Gradlzwillich für Zwillichhosen, 390 Ellen Leinwand für Hemden und Gattien. Die Offerte, welche die bezüglichen Muster "lit genauer Angabe der Preise und 10"^ Va-bium zu enthalten haben, sind wohlversiegelt bis zum obigen Termine an diese Strafhausverwaltung "«zusenden. Laibach, am 28. Novemberr 1872. S. k. S'trasliausvcrwaltung. (460—3) Nr. 10932. Kundmachung. Bei dem Magistrate Laibach kommen für das Jahr 1872 folgende Stiftungen zur Verleihung: 1. Die Ioh. Bapt. Bernardin'sche Stiftung mit 59 ft. 27 kr. 2. Die Georg Thalmeiner'fche Stiftung mit 60 ft. 98'/, kr. 3. Die Josef Jakob Schilling'fche Stiftung mit 63 fl. 4. Die Hans Iobst Weber'sche Stiftung mit 78 ft. 30 kr. Auf diese vier Stiftungen haben Ansprnch Bürgerstöchter aus Laibach, welche ihren sittlichen Lebenswandel und ihre Dürftigkeit mittelst legaler Zeugnisse, dann ihre im Jahre 1872 erfolgte. Ver-ehelichung mittelst Trauungsscheines und die bürgerliche Abkunft durch die Bürgerrechtsurkunden ihrer Väter nachzuweisen vermögen. 5. Die Ioh. Niklas Krafchkoviz'sche Stiftung mit 63 ft., auf welche ein armer Bauer aus der Pfarre St. Peter in Laibach Anfpruch hat. 6. Die Jakob Anton Fanzoi'fche Stiftung mit 33 ft. 41 kr., welche un eine arme, ehrbare, zur Ehe schreitende Tochter aus dem Bürger- oder niederen Stande verliehen wird. 7. Die Josef Felix Syn'sche Stiftung mit 48 ft. 8 kr., zu welcher zwei der ärmsten hier-ortigen Mädchen berufen sind. 8. Die Johann Bapt. Koval'sche Stiftung mit 153 ft. 20 kr., welche stiftungsgemäß unter vier zu Laibach in unverschuldeter Armuth lebende Familienväter oder Witwen von unbescholtenem Rufe und mit mehreren unversorgten Kindern zur Vertheilung kommt. 9. Die von einem unbekannt sein wollenden' Wohlthäter errichtete Dienstbotenstiftung im Betrage vom 50 ft. 40 kr., welche unter vier arme, dienstesunfähige Dienstboten, welche treu gedient und einen unbescholtenen Ruf sich bewahrt haben, zu vertheilen ist. Bewerber um die vorerwähnten Stifttmaen haben ihre gehörig instruierten Gesuche biS 15. Dezember 1872 bei diesem Magistrate zu überreichen, wobei diejenigen, welche sich um mehrere Stiftungen alternativ in Competenz setzen wollen, abgesonderte Gesuche einzubringen haben. Stadtmagistrat Laibach, am 11. November 1872. Der Bürgermeister: O. Deschmann