Hummer 21). PrttdM, Um I. «Oktober IHJM). I. Jahrgang. Mauer Zmiiilg. Erscheint jeden I . II und 21 M Monates — Preis für Petto» mit Zustellung in# HauS: Vierteljährig fl. — 72, balbjähng fl I M. |*Rjfihri{| fl 2.80; mit Postversendung: viertelj.ihng fl — 82, halb,ährig fl 1.64, ganzjährig fl 8.80. Einzelne Rummern 8 fr, Schriftleitung und Verwaltung: viirgergoffe «e. >4. Pettau Handschriften werden nicht zurückgestellt; nicht unterftrlißtr Zuschriften »erde« nur bann bcr»«tßchtig«, wenn selbe nicht gegen Nii in der erst.» Äummer dieses Blattes entwickelte Programm verstoste» Der"Verwalter August Heller übernimmt Anfündigungen im Manuskript oder zur Abfassung, sowie Auskunlt und Vermittlung unier strengster Beri-l-wiegenbeit A»fündignnge» werden billigst ^rechnet, gleichlautende Anfiindigungen oder mit Neiner Abänderung halb- oder ganzjährig bedeutend billiger Manuskripte jeder «tt bittet man bis längstens 27. 7 und >7. jede» Monates einzusenden, damit der Truck für die nächste Rummer auch rechtzeitig erfolgen sann. An die P. T. Abnehmer der „Pettaner Zeitung!" (ks beginnt mit ber hentigen 91r. Ä» bas brittc iiub letzte Quartal. Die Schriftleittiug findet sich veranlasst, an ihre verehrliche Abonnenten nnb ?lichtabonnente« ein offenes Wort zu richten. Bei Grünbnng bes Blatt.s. am >. Männer 1H*M►, wurde demselben auch schon von mancher Seite ein balbige» Ableben vorausgesagt. Unter Schwierigkeiten nnb großen Opfern hat es baö Blatt ans eine auswärtige Abnehmer Anzahl von 111» gebrach». (5s ist bies freilich nicht viel, allein für diese kurze Zeit, ohne Reklame nnb mit Rücksicht darauf, dass das Blatt bisher allmouatlich 3 Mal erschien, ist die Anzahl genügend. Die Abnahme i» Pettan selbst, lässt viel zu wünschen Übrig. Wie ost nnb vielfaltig hörte man die .Klage, dass Pettan kein einziges Verkehrsmittel besilU, welches Wohnnngs vermielher unb Wohnnngssnchrnbr, .Käufer und Verkäufer, Pachtlustige uud Pächter, Dienstgeber nnb Tienstnehmer n. s. w. bekannt gibt, bass eS keinen Bergnügnngs nnb Vereinsanzeiger, kein öffentliches Organ überhaupt bcsiut. welches Geschehenes bespricht. auf ben Besuch manches Vergnügens aufmerksam macht, Kritik übt, bas die Marktpreise, insdesoubere ben Fremden bekannt gibt nnd überhaupt alles allgemein nnb insbesondre für unserr Stabt Jnteresiante znr Kenntnis bringt Nnd nnn man mit Mühe ei« solches Vlatt ge-gründet, fehlt demselben nicht nur bie nöthige stütze, sonder» bie Abonnenteuzahl gerade i« Pettan weist eine Abnahme aus. Wohl sieht man eS ganz gnl ein, dass dieses Vlatt nicht nur für (Einheimische sich schon sehr »üblich erwiesen hat, da vielfältige Verkäufe, Wohnnngsvermittluuz.cn :e. durch dasselbe sich realisirten, allein bass man selbes auch möglichst unterstüven muss, um es lebensfähig zu erhalten, scheint man nicht zu berücksichtige«. (tienügt ber redaS neunzehn Jahre», hoch, schlank, doch voll, wo e« das ^benmafi erforderte, ragte sie über ihre Mitschwester» hervor. Dunkles, gewelltes $mc bedeckte ein edel geformte« Hanpt. lange mib dunkle Wimper» waren nicht im stände das Feuer ihrer Angen zn verdecken. Der geöffnete Mund liess zwei Reihe» prachtvoller Zähne durch-blicken und schien nnr Lebenslust »nd Genus» zu athmen. leitnug war bis nnn bemüht, nnter gütiger answirliger nnb hiesiger Mithilfe gewiss nur ÄünlicheS. sür j den stand )u tereffautes zu bringen, sie ha» ihrer Devise getreu, alles zn Beleibigungen Anlass gebende strengstens vermieden, ohne vielleicht Kritik am rechten Platze und ohue Leidenschaft n» ausgeübt z« lasse«. Die Zchriftleitnug sieht es ganz gnt ein, dass, nachdem dieses Blatt d:n Titel „Pettaner Leitung" angenommen, auch mit dem nenen Satire ein allwöchentliches Erscheine» nnbe dingt nothwenbig ist. sie hat auch keine Kosten gescheut, ein gewiss interessantes Beiblatt geschaffen, um ben ver ehrten Lesern in llnterhaltungslektüre das Möglichste z« biete« nnd wird auch gewiss noch ferner bestrebt sein, den Wünschen »nd Ansprütien der P. I. Abonnenten »ach Möglichkeit nachzukommen, wenn ebeu bie »erehrlichen Abonnenten anch dem Blatte tte« bleiben wolle» und In jedes einzelnen Kreisen dahin gewirkt wird, dass jeder Be wohner PeHaiK. das Blatt bezieht, um selbes zn erhalten nnb dadurch anch das allwöchentliche (Erscheinen, welch.--' (Yrnnbbrbingung ist, zn ermöglichen. (fs liegt gewiss im 2iu«e jedes Pettauers, unsere stabt zu heben, nnd den Frentde«znz«g, welcher die Banlnst förbett u»d allen (Geschäftskreisen zugute kommt »nd welcher neuester Zeit auch lebhaft zugenommen hat. möglichst zn fördern »nd das allseitig best anerkannte Bestreben des Ber schöner,>«gS' und Fremdenverkehrs Bereines au giedigst zu »uterstützen. Allein ohne ei« heimisches Bermittlnnzsorgan kann bieS kaum erreicht werden, es ist sozusagen Grnndde-bingnng, bis heimische Presse zu schaffen, zn halten nnb möglichst zu fördern. (bestatte« sie mir nnn bie Bitte, diesem Blatte, welches sich nnter den schwierigsten Beehältniffen Bahn gebrochen, ^hre fernere lluterstütmug nicht zn versagen, sondern demselben eine« noch gröberen Abonuentenkreis zuzuführen. Achtungsvoll Die «christleitunq. Auch unter den Übrigen Damen wäre» Erscheinung», die selbst das Auge eines kritische» Beobachters befriedige» koiiiite». doch schiene» alle darin einverstanden. Emilieu die Palme zuznerkennen. Auch wir schienen uns des BeisaUeS der jugendlichen schonen zn erfreue», ich wenigstens erhielt manch»» Druck von warmer, weicher Hand. Es wurden Pfänderspiele gespielt und spater nuter Begleitung de» ClavierS nnd einer »Guitarre getanzt. Es schien mir, als ob Emilie. obgleich sie gegen alle gleich liebenswürdig nwr. Saibaute doch einen gewissen Boi zng gebe, sie holte ihn wiederholt beim Wahlwalzer und oit traf ich ihr Ange, sinnend ihm zugewandt Kolloser Zustände. Vas Äusbrrchr» drr Gri)t» odrr 3rrrnbriit. Darüber schreibt die Weinlanbe in Nr. 84 t>. I : Wenn man dieselben frei wachsen lässt, so wird das neb»» der Jtxe stehende Auge sich nnr sdjnwd) ernähren; nxnn man diese aber entsernt. so bilden sich die Augen uugemein kräftig aus, was wohl darin seinen Grund finden mag, dass durch die Verwundung die Pflanze veranlasst wird, mehr Saft an die Stelle zn leiten, »m diese wieder zn schließen »nd dabei dem Auge ebenfalls eine größere Saftmenge geboten ist. Dirnr kräftige Entwicklung aber ist für die Tragfähigkeit von grosser Bedeutung; deu» wir müssen nns ja stets vor Augen halte», dass das Auge seine Eigenschaft zum Tragen sletS im Vorjahre empfängt und wenn wir nicht dafür sorgen, dass ein Auge fruchtbar wird, so wird auch, im nächsten Jahre angeschnitten, keine Fruchtbarkeit erfolgen u. s. w. Ob aber die Auge», welche durch das AnSbrechen der Jrxen kräftig amvachsen. über Winter nicht ebenso leicht erfrieren. alS eS nach Ansicht der Weinlaube, mit den Angen der Fall ist, meldn" durch zn frühes Herbstgipfeln anschwellen, davon wird im genannte» Blatte nichts erwähn«? Hören wir darüber nnn Schwarzl: Weinstöcke, welche zu starkem Holztriebe »eigen, treibe» bei einer dem WachSIImm günstigen Witternng zwisckjen dem Auge »nd den« Blatte noch audere Nebenschoße l>ervor. welche Geizen obtT Jrxen brnt geuainit werde». Aus diese Gtizen gelxn die Winzer, wie Fr. Rath iu seinem steiermä^ischen Wtinbane ganz richtig bemerket. sehr begierig los. weil, .oie sie sagen, diese Triebe den Rebenstock entkräste», in der That aber, »in solche als zartes Futter für ihre Schweine zu benützen Sie reiße« diese Nebenschoße ohne alle Borsicht ab und verursachen unter den Augen große Risse, so dass diese Augen, die Hoffnungen des künftigen Jahres, in kurzer Zeit austrocknen, wovon ich die Winzer selbst oft augenscheinlich überzeugt habe, so das» sie gar nichts darauf erwidern konnten. Daher kommt es denn auch. das«, iveu» künstiges Jahr solche Reben zu Wogen geschnitten oder zum Vergruben verwendet werden, oft mehrere Angen nicht treiben. Alle Schriftsteller, welche über Weinbau geschrieben, sind in Betreff dieser Geizen sehr verschiedener Ansicht »nd Meinung. Einige behaupten, dass man diese Nebenschoße bei Zeiten weg brechen soll, indem sie den übrigen Schoße» zu viel Säfte rauben; andere wollen diese beibehalten wissen: beide habe» I» der Raststunde wurde in einem Nebenzimmer sou-piert, ivenn man rs so nennen will: es würde nur kalte Milche verabreicht, für die Damen Mandelmilch und Limonade, für das starke Geschlecht ein guter Nostrano und schließlich einige Flaschen d'Asli spumantc. Nach dem Esse« wurde das Tanz-vergnügen noch bis etwa zwei Uhr fortgesetzt nnd dann schieden wir mit bestem Dank von unseren liebenswürdigen Festgebern. Zwei Uhr war jedenfalls eine viel zu frühe Stunde für uns. um schon das Tagewerk zu beschließen. .Gehen wir ins PostcasthauS," schlug ich vor, „daS wird noch offen sei» und trinken wir einen Schwarzen. „Weis» Gott, hast recht Alter, famose Idee," riefen meine Kameraden unisono; so stolperte» wir den» zum nicht weit entfernte» Eak, Hanse, welches wir mit möglichstem Lärm und Geschrei betraten. »Vier Schwarze mit Rum" commandierte ich. was einige noch amvesende, verspätete Gäste veranlasste, sich schleunigst zn entfernen; nur ein Herr im Hintergründe de« LoealeS. tief in seinen Mantel gehüllt, den Hut in die Stirn gedrückt und ser» von dem Scheine der einzigen im Zimmer brennenden Lampe rührte sich nicht und schien keine Notiz von nns zu nehme». Aus den Schwarze» setzte» wir noch einige Gläser Mistra nnd schieden dann, da e» beiläufig vier Uhr morgens ivar, um un» in unsere verschiedenen Kasernen zu begeben uud zu neuen Thaten zu stärken. ihre nicht unbedeutenden Gründe, aber beide» ist mis»lich. Ich habe darüber zu verschiedenen Malen und an verschiedenen Weinstöcken Versuche gemacht, die Erfolge meiner Beobachtungen sind folgende: Ich habe in meinem Prv.eweingärt hen, ivelche» nun 13 Jahre steht, au verschiedenen selbst gesetzten und gezogenen Rebenstöcken diese Geizen im Frühjahre, al» sie beiläufig 10 bi» 20 Zoll lang waren, angebrochen und diese» zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Stöcken bi» 1. September gethan. An mehreren Weiustöcken habe ich diese» zwei bi» dreimal wiederholt In 8 bi» 10 Tagen nach dem Au»brecheu fing das unten am Winkel stehende Äuge, die Hoffnung des künftgen Jahre» schon zu treiben an und machte eine ordentliche Rebe. Neben diesen Austrieben bildete sich wieder ein andere» Auge, welches aber nicht mehr ganz auSwachsen konnte, und also unvollkommen und unreif blieb. Man sieht hieran«, das« da« unvorsichtige AnSbrechen dieser Geizen unuützlich nnd schädlich ist; unnütz, weil je mehr Geizen man auSbricht, desto mehr andere wieder hervorwachsen, welche de» Stock nur noch mehr schwächen ; schädlich, weil wie man eine» Geizen anSbricht, sogleich daS »ntenslehende Auge auStreibt und so dir Hoffnung des künftigen Jahre« verloren geht u. s. w. Schwarzl sagt ferner; Die Geizen sind in der That nützliche Ableitet des zu regen Saftttieb^s und Beschützer der unten am Winkel stehenden junge» Angen. dass sie nicht auStreilvii, sondern sich immer vollkommener ausbilden. Wenn Weinstöcke große Neigung zeigen. Geizen zn treiben, so schneide man solche erst, wen» sie Schnh lang sind, gegen Ende Juni oder Anfang Juli ab. und zwar so, dass noch immer ein Stumpen mit einem Auge stehe» bleibt, welcher den überflüssige» Safttrieb aufnimmt und so verhindert, dass das untenstehende Auge auStteibe: dieses kann man öfter wiederholen bis zum halbe« August. Weun einmal die Reben von unten heraus sich bräunen, kann man alles wegschneide» oder »och einen kurze« Stumpen zur Sicherheit de» Auges stehen lassen, damit es nicht verletzet werde. — Soweit unser Gewährsmann. Für unser Winzervolk bildet da« Geizausbrechen ein Compagnie Geschäft mit dem Abjäten Die Hauptsaison dafür ist von ber Blüte seiner Zeit, wo man den Weingatten gar nicht betreten soll) bi« Schluss de» Bandes, wird aber noch später hinaus mit dem LanbauSbreche» im Bnnde zu dem bekannten Zlvecke betriebe». Wir habe» schon z»m österenmale solche Stöcke beobachtet, denen Geizen aus die unvorsichtigste Art auSgebrochen wurde» »»d gefunden, dass halbe Angen mitgerissen waren, welche In der PietroKasenie angelangt, suchte ich meine Zelle auf und verfiel bald in tiefen Schlaf. Anderen Morgens, es mochte acht Uhr vorüber sein uud ich war »och ganz verschlafen, trat der taghabende Korporal Schiroky in mein Zimmer „Stehen's auf. Kabel" rief er mit zu .ist höchste Zeit, sein's zum Regiment» Rapport befohlen, der Herr Hauptmaun wird gleich hier sein und sie vorsühren, was haben's denn angestellt, wird wieder >vas Sauberes sein, komm' ich anch noch IN Sauce, weil nicht gemeldet habe, dass nicht zu.Hanse waten bei Zapfenstreich." Ich hielt Umschau übet meine jüngsten Sünden, konnte aber nichts finden, ivas Veranlassung hätte gebe» können mit dem Obersten in unliebsame Berührung zu kommen, den» dass derselbe schon von den Thaten der letztverflossenen Nacht Kenntnis erhallen habe, schien mir ganz unglaublich. Oberst Gras Stachen,berg war gar ein gestrenger Herr; hatten schon die Offiziere des Regiment» einen gehörigen Respect vor demselben so war dieses Gefühl bei uns Kadett» in noch höherem Grade vorhanden; wenn immer möglich, wichen wir ihm au«. Wer ihn von iveitem kommen sah, bog in eine Nebengasse ein oder trat in einen Laden, um nur dem All^valtigen nicht zu begegne». denn et fand regelmäßig eine Dienstwidrigkeit an im«, sei eS im Benehmen oder in der Adjustierung; man wird e« deshalb begreiflich finden, das« ich dem Kommende» mit einigem Bangen entgegensah. ,«ch«»|« |»l«t Bekämpsuug die Blätter die Lunge uud den Magen der Rebe. ES heißt dort, die Pflanze athmet mit den Blättern, verdaut hier ihre Nährstoffe nnd sind die Blätter überhaupt jene geheimnisvolle Werkstatt?, wo aus Wasser, Lustaiten (Aasen) und erdigen Stoffen verbrennliche (orgaii'^che) Stoffe gebildet iverden; eS werden in den Blättern überhaupt alle verbrenn!ichen Theile der Pflanze gebildet, woran« sie sich selbst ausbaut und lebende Wesen ernährt. W,r sehen nun an der Hand von Erfahrungen geiviegter älterer Praktiker nnd neuester Forschung, welch' wichtige Rolle den Blättern zugetheilt ist, dass also die höchst möglichste Er-Haltung derselben eine Hauptaufgabe der Produzenten bilden muss, soserne man Qualität uud Quantität, da» Wachsthum der Pflanze überl»anpt. in günstigster Weise beeinflussen will. Wen» wir diesen Zweck erreichen wollen. so gilt e» alle bekämpfbaren Feinde der Blätter, so weit eS im Bereiche v-c Möglichkeit liegt, »nschädlich zu machen Dem Hagel, der die Blätter yrfe&t, der Laubsenge, durch Ungunst der Witterung herbeigeführt, dem Haarpilze, welcher sei» Entstellen der Weinblattmilbe zn verdankt» hat. können wir nicht» anhaben. Dem Relirnstecher. der in die Stiele der jungen Blätter sticht, daiS sie abdorren, eher. Mehr schon der PervnoSpora. wie die Erfolge beweise». Es bleibt uns noch ein ebenbürtiger Feind, uänilich das Winzervolk, mit dem Unfug LaubausbrechtM, zu bekämpfen übrig. In dieser Sache ist von drr Leitung des Zweigvereine« Pettan .des Bereines zu« Schutze des österr. Weinbaues" bereit« ein Schritt gethan worden, und an die P T Mitglieder ein Circnlare ergangen, es sei den Winter» da» übermäßige AnSbrocken de« WeinlaubeS bei eventueller Dicusteseutlaffung zu verbieten. Durch diese Maßregel tvird aber daS ererbte Übel zu eine»! Privilegium Was früher nur geduldet war. wird jetzt erlaubt, mit der Klausel, nicht übermäßig. W>r aber fragen, wer ivird entscheiden, wo daS mäßig aufhört und das übermäßig beginnt? Welcher Qenologe kann bestimmen, nur so und soviel Blätter benöthigt ein Weiustock von dieser Sorte, von dieser Triebkraft, von diesem Alter, in dieser oder jener Lage zu seiner gedeihliche» Entwicklung, alles mehr oder weniger ist von keinem Nutzen. Vielleicht da» rohe Element eines WiuzervolleS, welches nur sein eigenes Ich kennt, dein es ganz Wurst ist, ob die Sache seine« Herrn darunter leidet oder nicht; vielleicht dieses? Wir glauben keine» Fehlschui« zu begehen, wenn wir sagen, kein einzige« Blatt kann der Weinstock unbeschadet sür seinen organischen Hanslialt entbehren. Auch nur mit einem Blatte ist ihm ein Theil der Lunge, ein Tl>eil des Magen» benommen, seiner Zuckerwerkstätte ein Arbeiter entriffen, dem Auge der Ernährer und Beschützer geraubt! — Daher kein Zugeständnis, eine ganze MasSregel, d. h. ein ganze« Verbot de« Lanbausbrechen«. Wir sind keineswegs gegen die von den Winzern betriebene Schweinezucht, im Gegentheile, es soll ein jeder einige Schiveine züchten können, aber nicht aus Kosten de« Weinstockes! Soviel Ackerfläche ist überall vvrhanden. dass Klee und andere, als Ichweiiiesutter bekannte Gemüse gebaut iverden können, wom das Winzervolk verhalten werden soll. Übrigen« liefern die Weingärten verschiedenes, als Futter verwendbare« Unkraut, welches zu sammeln gestattet werden kann. (MM* Vermischte Nachrichten. (prtlunrr Grwrrbeverri».» Anlässlichder Berichterstattung deS Delegierten über den an, <»., 7. »nd 8. September l. I. stattgehabten österreichischen Gctverbetag zu Wie«, brachte ÖJe-nanntrr auch die vo» dort mitgebrachte» Erfahrungen, welche die gewerblichen Kreise betreffen, zur Sprache Das Ergebnis dieser Ersahrungen ist, das» tYenossenschaftSverbände. Gewerbeverbände, wie wich: in Deutschland, Deutfchböhmen und Schlesien be-stehen, zur .Hebung de» Gewerbeftandes und Bekämpfung aller bisher auf felben höchst schädliche» Einflüsse am beste» ge-eignet find. E» ist auch sehr einlenchtend, das» Eingaben. Petitionen von so großen Körperschaften weit größeren Einfluss an maßgebender Stelle ausüben, als von einzelnen Qknoffas« schaffe». Getverbevereiuen. welch' vereinzelte Eingabe», oft sehr unvollkommen ausgearbeitet, die verschiedenartigsten Meinungen über einen und denselben Punkt vertreten, welche praktisch oft undurchsührbar sind. (Aanz etwas anferse« ist eS daher, wenn eine vom BeztrkSverbande ausgearbeitete Petit,»» im Sinne der Gesammtlxit spruchreif abgeht; eS werde» hierin einheitliche Ursachen angeführt, welche anch solche Wirkungtu hervorbringe» dürften. Auch wurde tu dieser Versammlung einem längst fühlbaren Mangel Rechnung getragen, wenigsten« behus» mög-lichster Abhilfe Mittel und Wege gezeigt, nämlich: .die Meister Kranken- uud Versoranugskassen." Eine Tabelle zeigte, wohl und richtig ans verficherungstechnischem Wege «»«gerechnet, wie der Handwerker mit einer nur kleinen Einzahlung von 50 kr. pr. Monat, schon einen kleinen, für den Unglücksfall oder da« Ater so dringend nothivendigrn Sparpsennig zusammenlegt, welcher schon sogar im 4. Jahre der Einzahlung flüssig wird. Tie Versammlung, welche sehr zahlreich au» Handwerkstreibenden Bestand, wurde zum große» Iheile von der Nützlichkeit der Sache überzeugt und wurde zum Veschlufse erhöbe», eine» kleinen Auszug dieser BezirkSverbändestatuteu »nd jene» der Meister-verficl>erung«kafseu an die sämmtlichen Äenoffenschafte» der südlichen Steirnuark zu versende« uitb selbe alsdann zu einer allgemeinen Versammlung zum Zwecke der Eonstitnierung eine» südsteirischen «bewerbe Genosse,ischastSverbaudeS einzuladen. Hoffentlich werden die auswärtigen Aeiivssensch.nl«». eingedenk de» Wahlipruch^« nnsere» erhabtiie« Monarchen: „ViriKus unitm44 diese evustituierrnde Versammlung durch Bevollmächtigte auch recht zahlreich beschicken. Leider, man findet keinen andere» Ausdruck des Bedauern», findet sich noch immer jemand in unserer Mitte, welchem bei solchen Gelegenheiten eine gewisse Oppositionswuth befällt, ohne stichhältige Gründe entgegenstellen zu könne», ohne zu wissen, welche Arbeite» »nd Mühen solche Bestrebungen, dir doch nur der AUgemeiuljeit zugute kommen in Forin von Vorarbeiten machen. Älle, auch die bestgemeinten Anstrengungen werde» vo» dieser Leite ei»er Kritik unterzogen und ei» gewisser Evnimaiidvtvn angeschlagen, als ob es ganz selbstverständlich wäre, dass der Ausschuss de» AnverbevereineS sich tagelang abmüht, nur um dann öffentlich bekrittelt und angegriffen zn iverden — oder streben diese Elemente absichtlich dahin. Verwirrung in die Sache zn bringen? dann wäre eS besser, sie hielte» sich ferne. Kritik ans vernünftiger Grundlage muss und wird sich gewiss selbst der opferwilligste, eifrigste Ausschus» von den Vereinsmitglieder» gefallen lassen, »venn aus selber Verbessern »gen hervorzugehen versprechen, wenn die Kritik überhaapt a», Platze ist; wen» selbe aber beleidigend wird, so kann es wohl vorkommen, das» die Arbeitslust durch solche Daukbarkeitsbezeiiqnngn» allmählich schwindet und man seine freie Zeit in Hinkunft zu eigenen Zwecken benützt Zu» Mücke liegt diese (Mefaljr ziemlich ferne, denn diese bekannte Kritik steht tast immer nur allein und der größte Theil der Gewerbetreibenden hat bis nun seinen Führern das offenste Entgegenkommen und Vertraue» bezeugt nnd wird sich hoffentlich auch ferner nicht irreführen lassen. (kdro Chralrr.j Tasielbe absolviert Mittwoch den l.Ok-tober ein nur einmaliges Aistl'piel im hiesigen Stadttlwater. Es ist nicht zn zweifln, das» sich dasselbe eine« regen Besuche» nicht nur an» unserer Stadt, sondern auch an» der Umgebung ersreuen wird. Es steht ein an Überraschungen reicher Alvud zu erwarten, umfomehr, als der monatelange, »»getheilte Bei« fall, dessen sich dieses Unternehmen in Wien, Budapest und Ära; zu erfreuen hatte und dir Tireetion ein sensationelle» Programm zusammenzustellen wobt genügende ^nni»asial>ieba»de finden wir an einer Hofthüre die Anzeige ans einer kleinen Tafel, da»? im fyft, den da» Thor verschließt, römische Denkmale zu sel»en sind. Tie Anlage, obwohl primitiver Art. ist immerhin sehen«werth. Es ist gleichsam hiemit der schüchterne Verlud) zur «Gründung eine» Museums gemacht. Lobenswerth. sehr lvb>'H«>veNh! Allein, ist den Niemand da. der sich der Muhe uul'rzieljeu wollte, ein wirkliches Museum, wenn auch anfanglich auf ganz kleiner Basi« zustande zu bringe»? Tie ftemeinde wurde fidjer ei» hiezi« geeignete« Lokale beistellen; e» wäre nur nöthig, diese Frage einmal in Fluf« zu bringen! (bedenket bei Wetten, Lpielen nnd Testamenten des VerschönernngS- nnd Fremdenverkehrs Vereines. s: .1111 m l; ; 1 i i (1i r: VUfttat tztsW. Wochenmarktpreise in Peiiau im «epiembet 1890. Weizen.............pr. 100 Ko. fl. 8.— «orn................. 7.— Mai».................«... Hafer •................8.— ©erste.............pr. 100 Ko. fl. 8— H'rie .............. . . . Buchweizen fHaiden)........ „ „ K 8.— Eier .............. l 00 Stück . 2 — Spi-ck...........- . „ l00 Ko. „ 54 — Schweineschmalz.......... „ „ „64.— Rindschmal',........... . „ „ 90.— Laib Topsenkäse.......... t Stück „ —.10 Süße Milch..........per 1 Liter , —.08 Süßer Kahm..............—.in Saurer Rahm........... „ „ „ —.20 Fisolen, bunte..........pr. 100 Mo. fl. 5.— . weiße.............. 6 — . runde...........7.— « Wachtel.......... „ . ,7.60 Knoblauch............. , „ „20.— Junge Hühner.........pr. 1 Paar fl. —.50 Rindfleisch............ 1 Ko. , — .50 Kalbfleisch..............„—.50 Geselchte« Schweinefleisch........ „ —.80 Tampsniehl Nr. 0....... „ 100 „ , 10.— • » 1 » i, i „ 15.— » » 2........B m „ „ 14.50 » ■»•»«........ » » >, i» » 4......... „ „ „ 13.— B R 5........„ „ ff 12.50 ir „ 6......... » » „ 12.— » , i» '»»»»»»»«» » » > ö.— Weizenkltie . .........I . 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