Nr. 213. Dienstag, 18. September 1906. 125. Jahrgang. Zeitung Vlänumliationöpreltz: Mit P °stv erse» du»g: gaiizjilhrlg »» li, halbjährig l5 ll. Im »mttoi: ganzjählig . «i X, halbjährig il X. ssür die Zustellung ins Huns ganzjährig 2 K, — InsertionsgebUhr: ssür llcinc Inserate bis zu 4 Zeilen 5V b. größere per Zelle 12 d; bei öfleren Niederholunge» per Zeile 8 d. ' Hie «Laibachcr Zeilung» erlcheint täglich, >i>!l Uutznahmc der NoiiN' und Feiertage, Die Administration befindet sich Koligreßplah Nr. 2. die Medaltlou Dalmatinaassc Nr, IN, Sprechstunde» der »,'edaltion von 8 bi« 10 Uhr vor» witt«g«. Unsranlierle Briefe werdeu nicht angenommen. Manuskripte »icht zurückgestellt Amtlicher Teil. Dor Minister für Kultus und Unterricht hat deu Professor am zweiten Staatsgynulasiuili in ^aibach '.Niartin S i ll k o v i <' zlinl Hauptlehrer an der Lehrer-Vildungsanstalt daselbst ernannt. Den 15. September 1906 wurde in der l. l. Hof- und Staats» drucleiei das I.XXXIV. Stück des NeichsgeselMattes in deut» scher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 15. September 1906 wurde in der k. l. Hof» und Staats» druckerei das I.X, I.XX.. I.XXl., I.XXVII., I.XXVIII. und I.XXIX. Stück der rutheuischen Ausgabe des Reichsgesetzblllttes ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 15. und 16. September 1906 (Nr. 211 und 212) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 36 «I! l^uliis!-« äsl I^ouu». Nr. 37 «Aäi-» vom 13. September 1906. Nr. 12 .!.!1ikoös«lc6 0Il!»»>» vom 5. September 1906. Nr. 16 «Looilln» vom 15. September 1906. Nr. 34 «Uuwuvllill» vom 26. August 1906. Nr. 52 «8Iodoä»» vom 7. September 1906. Nr. 82 «II üt«»»233vlu, I. Jahrgang, vom 10. Sept. 1906. Nr. 47 «Üs»kä v«m«ll!»(:!s> vom 12. September 1906. Nr. 37 «Oi-evoöölulk» vom 12. September 1906. Nr. 69 «^i-erÄN. vom 12, September 1906. Nichtamtlicher Teil. Die Wahlreform. Fast sämtliche Blätter klliiftfen an die Annahme des Antrages Starzynski im Wahlreform-ausfchusse Betrachtungen über die politisch« Lage. Das „Fremdenblatt" sagt, es liege keine Ursache vor, in dem Antrage Starzynski mehr zu suchen, als er enthält, den Antragstellern nnd jenen, die init ihileil gestimmt haben, weitreichende Pläne einer Verfassungsänderung in antonomistischem Siillte zu unterschieben nnd zu fürchten, das; das Subkomitee eines Ausschusses im Handumdrehen lind unvermerkt dem Reichsrat nehmen könnte, was sein ist, um es den Landtagen zu geben. (3s sei das Verdienst des Ministerpräsidenten, daß er als erster Redner zu dem Antrage der Polen die Streitfrage „Zentralismus oder Autonomie" so- Feuilleton. Moderne Niesenküchcn. Wenn Antonin Carbine, der berühmte Meister der (Gastronomie, den die erzentrifche Prinzessin Vagration einst „w i>ci-1^ 6«« c?,ii8iuwr»" tanfte, noch am Leben wäre uud eine der modernen Riesen« kiiäien in Augenschein nehmen könnte, würde er wohl vor Erstaunen sprachlos bleiben. Denn der Umschwung, der sich in den letzten Jahrzehnten anf dem (Gebiet des Küchenwesens vollzogen hat, ist ein so gewaltiger uud Verbcsseruder gewordeu, wie man ihn zu Ear^mes Zeiten schwerlich vorausgesehen hat. Schon beim Betreten einer modernen Küche fällt einem sofort auf, daß die Holzbekleidnngen gänzlich in Acht und Bann getan wnrden. Die Ur-, sache ist leicht erklärlich: Holz zieht Fett an, nnd so mußte Abhilfe geschafft werdeu, um deu lästigen Fettgeruch aus der Küche zu verbannen. Man schuf daher die Ziegel-, bezw. Steinfnßböden lind die Metallbekleiduugen, die einer Küche ein weit gefälligeres Aussehen verleihen. Ja, aus verschiedenen großen Hotelküchen in den Vereinigten Staaten bat man dnrch elektrische Heizvorrichtuugeu sogar deu Rauch, die Asche uud die so oft lästige Hitze oertriebeu. Wahrend man früher ängstlich bemüht war, jedem Fremden den Einblick in die Mche zu verwehren, erfüllt es heute die größleu Etablissements gleich alif das praktische Gebiet der Landesknltur-bedüifnisse hinübergeleitet hat. Was der Wahl-reformausfchuß beschlossen hat. kann keine Gefährdung der Wahireform sein uud darf keine sein. Die „Neue Freie Presse" sieht in der Annahme des Antrages eine Veorohuug der Verfassung, die den äußersteu uud rücksichtsloseste!! Widerstand der Teutschen herausfordern müßte. Habe Freiherr v. Beck mit Wissen und Billigung der deutschen Mitglieder des .ttabiueUs gesprochen, dann besteht zwischen ihnen uud den Parteieil, von denen sie ins Kabinett entsendet wurdeu, ein tiefer Gegensatz. Ist, was geschah, ohne ihr Wissen geschehen, dann ist es eine Enttäuschung für die deutschen Parteien, welche glaubten, an den, deutschen Ministern eine wachsame Vertretung der deutschen Interessen in der Regieruug zu besitzen. Die „Zeit" erklärt, die Kampagne, in der sich gcftern die Feinde der Wahlreform wieder einmal zu einem gemeinsamen Vorstoße zusammenfanden, sei im Sande verlaufen. Der Antrag, der die Ver-fassungsrevision wie eiuen Keil in das Werk der Wahlreform schieben sollte, verpuffte ohne Wirkung. Der Ministerpräsident fchob die Frage, die zu einer Verfassungsfrage zu werden drohte, geschickt auf das Nebengeleise, wohin sie gehört; nicht um eiue Verfassuugsrevisiou handelt es sich jetzt mehr, sondern nnr um eine Verfassnngsinterpre-tation. Das „Neue Wiener Tagblatt" schreibt: Die Verwahrung der Deutschen gegen eine Verguickung der Wahlreform mit einer Revision der Verfassung ist vollständig berechtigt nnd der Ministerpräsident Baron Beck hat betont, daß der Antrag Starzynski nnr insoferne von ihm sachliche Beurteilung erfahren hat, als er technische Kompetenzschwierigkeilen rein praktischer Art uud auf ganz speziellem, gewiß nicht auf Politischem Gebiete beseitigen könnte. Für das Unterfangen, Verfassungsrevision zu spielcu, ist keiue Stimnuing und keine Zeit vorhanden. Die Wahlreform wird und kann durch die neueste Episode nicht beirrt werdeu. Das „Vaterland" meint, für das Schicksal der Wahlreform sei die Behandlungsart, die der Antrag Starzyuski gefunden, die günstigste. Hätte der Ausschuß deu Autrag sofort abgelehnt, so würden die Poleil ihre weitere Haltung der Wahlreform gegenüber zweifellos stark geändert haben. So aber kann die Beratuug ruhig fortgeführt werdeu uud, je weiter dieselbe fortschreitet, desto schwieriger und aussichtsloser wird der Kampf gegen dieselbe. Die „Österreichische Volkszeitung" teilt eine Äußerung des Ministers Prade mit, der in der Annahme des Antrages Starzynski keine Gefahr erblickt und die Ansicht aufspricht, daß die Arbeiten des Ausschusses durch das Tubkomitee nicht behindert werden, wenn man nicht absichtlich einen Zankapfel hineintragen will. Was die Stellung der Regierung anbelangt, so habe der Ministerpräsident in seiner Erklärung dargetan, auf welchem Gebiete die Arbeiten des Subkomitees begrenzt sein sollen, und wenn der Unterausschuß die vom Freiherrn v. Beck gegebene Richtschnur einhält, werde vielleicht in mancher Hinsicht ein günstiges Resultat zu erzielen sein. Für Verfassungorevision und Autouomiebestrebungeu sei jetzt keiue Zeit und der Wahlreformansschuß auch nicht der Ort, wo diese Fragen entschieden werden können. Das „Nene Wiener Journal" findet es zweifellos, daß der Wahlreformansschnß mit der Annahme des Antrages Starzynski seinen Wirkungskreis überschritten habe, da er bloß über die Zusammen-setzuug des künftigen Abgeordnetenhauses zu beschließen, keineswegs aber der Reichsvcrtretnng eiue Direktive über deren verfassungsmäßige Tätigkeit zn geben hat. Die Wahlreform werde aber trotzdem ihren Weg machen. Die „Deutsche Zeitung" meint, man müsse sich hüten, dem Zwischenfall übertriebene Bedeutung beizumessen. Die Wahlreformaktion werde dadurch keinen Schaden leiden. Man dürfe von dein po-litifchen Takte der Mitglieder des einzusehenden ^ubkomitees erwarten, daß sie nicht in ein größeres kodifikatorifches Unteruehmen eintreten und die mit unendlichen Schwierigkeiten verknüpfte Frage einer Verfafsungsreform großen Stils nicht aufrolleu werden. Die „Arbeiterzeitung" findet, daß in der Debatte viel Lärm um eine geringe Sache gemacht wnroe. Man müsse Gednld haben mit allen Vel-leitäteu der Parteien, die ja oft wirklich genötigt mit ^tolz, das Tanktum des ,,<'Iu^t' 6<» cuißiuo" den Blicken der Öffentlichkeit preiszugeben. In den modernen großen Hotels und Restaurants liegen die Küchen daher im Souterraiu, und durch die stets geöffneten Fenster kann man sich überzengen, daß sich dort unten alles in einem Tip-toppZustaude befiudet. In einem bekannten Berliner Bierpalais ist es den Gästen fogar gestattet, die >tüche zu durchschreiteu, nm von einer Räumlichkeit in die andere gelangen zu köunen. Steigen wir nun einmal ill eine der größten Ki'ichen der Welt, in die des „Hotel Astor" in New-York, hinab. Dieses Longacrc Square ist erst kürzlich mit einem Kostenanfwande voll ^0,000.000 Mark errichtet worden. Schon der erste Blick genügt, um erleunen zu lasseu, daß man sich in einem .^ücheureiche Ml' <>x<^Nenf <^> ciiiuwt' — ciu uuumschränkter Feldherr in seinem Reich. Auf sciuen Schlittern rnht die Verantwortung für das gesamte Küchenwesen. Monsieur Ren<5 Anjard, der Küchenchef des „Waldorf Astoria", verriet einst, daß er ein Iahres-gehalt von — «0.00(1 Mark bezöge. Ein Gehalt, um welches ihn ein Minister beneiden dürfte. Unter Anjards Szepter stehen nicht weniger als 85 Köche, ll) Knchenmädchen uud ^5 5l,üchenjnngen. Auch diese sind pekuniär gut gestellt, denn ein guter Sauccnkoch bezieht monatlich ein Gehalt von 600 bis 600 Mark, ein Küchenjunge ein Gehalt von 40 bis W Mark. Die amerikanische Kochkarriere ist nicht zu leicht znrückznlegen. Der Aspirant tritt gewöhnlich als sogenannter „Gemüsejnnge" ein, d. h. er hat die verschiedenen Gemüsearten für die Suppe und die Fleischgarnierungen nsw. herzurichten. Dann darf er die zweite Sprosse auf der Rnhmesleiter, erklimmen: er wird Handlanger, mit anderen Wor^ teil, er mnß jetzt den Kellnern die Portionen reiche.!. Numnu.'r 8: er wird Hilf^Saucenkoch. I" d'^r Stelluug hat der mand die einzelneu ^^d''.,Z^ bereiten und die kulmar.,chen Ge ^ teren zn erlernen. Hai er ,ich b,.' jetzt znr ^uftie^li Laibacher Zeitung Nr. 2,3._____________________________________1996__________________________ 18 September 1906. sind, ihren Schlagworten, von denen sic innerlich wissen, wie hohl sie geworden sind, dienstbar zu sein. Das „Wiener Deutsche Tagblatt" bemerkt, die Wahlreformfrage sei dnrch die Annahme des Antrages durchaus nicht gefördert worden. Vor allem werde eine bedeutende Verschärfung der Stimmung eintreten, wenn sich das eingesetzte Neunerkomitee nicht der möglichsten Bescheidenheit befleißigt. Politische Uebersicht. Laibach, 17. September. Ans Petersburg wird gemeldet: Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten hat aus Konstantinopcl sehr beruhigende Nachrichten erhalten, so daß die Regierung und die diplomatischen Kreise vollste Zuversicht auf eine befriedigende Lösnng des türki sch - b u lg ari s ch e n Konfliktes hegen. — Aus Sofia wird berichtet: Die Nachricht über eine neuerliche Beunruhigung der Pforte und das Zirkular der Pforte an die Großmächte wegen angeblicher Kriegsvorbercitungcn Bulgariens riefen in hiesigen Kreisen Erregung hervor. In einer Unterredung mit dem Korrespondenten der St. Petersburger Telegraphen-agentur erklärte der Führer des O kto b er - V er-b an des Guökov, die Verschmelzung mit der Partei der friedlichen Erneuerung sei noch nicht entschieden, da Äußerungen der Mehrzahl der Provinzsektionen noch fehlen. Ein Zusammengehen mit den weiter links und rechts stehenden Gruppen, zum Beispiel mit den „Kadetten", sei unmöglich. Der Oktober-Verband nnd die Partei der friedlichen Erneuerung gingen den konstitutionellen Weg, die „Kadetten" hätten dnrch den Wiborger Aufruf den Weg des Kampfes betreten. Aus London wird gemeldet: Kriegsminister Haldane kam bei der in Newcastle von ihm gehaltenen Neoe über die Heeresangelegenheiten auch auf die a n sw ä r tigen B e z i e h u n g e n zn sprechen und sagte: Unsere Beziehungen zu Frankreich sind enger, intimer wie je zuvor, sie haben nns in freundliche Beziehungen zu der russischen Negier ruug gebracht, ungeachtet der gegenwärtigen Schwierigkeiten. Unsere Beziehungen zu Deutschland sind besser, als sie vor kurzem waren. Eines der Vorkommnisse, die auf die Neigung Englands und Deutschlands hindeuteten, sich zwar als Rivalen, aber doch als freundliche Rivalen zu betrachten, sei die Zurückziehung nahezu der Hälfte der deutschen Streitkräfte aus Südafrika seitens Deutschlands. In Zwecken des letzten Krieges hätten die Deutschen 16.l)0U Mann in Südwestafrika gehabt, was eine gewisse Mißstimmung bei nervösen Leuten in England habe entstehen lassen. Er (Haldane) habe keinen Augenblick daran gedacht, daß dabei irgendctwas Unnatürliches war, aber nun stelle es sich herans, daß mit Beginn des nächsten Monates 7000 Mann deutscher Truppen zurückgezogen werden sollen. Das müsse Englands Werk in Südafrika erleichtern. — In derselben Rede machte Haldane die bereits gemeldeten Bemerkungen über die Abrüstungsfrage. Der „Daily Telegraph" meldet ans Tokio: Japan beabsichtigt, in Petersburg unb in Deutschland Handelsmuseen einzurichten, um gelverbliche Ausstellungen zu veranstalten. Vladivostok wird voraussichtlich zum Freihafen ernannt werden. Die in Ostasien stationierte britische Flotte soll Port Artur besuchen. Japan beabsichtigt ein Geschwader unter dein Befehle des Prinzen Fu-schimi nach China zu entsenden. Der Prinz soll dem t'ais. Hofe in Peking einen Besuch abstatten. — In Tokio hat sich eine Arbeiterpartei gebildet, die bereits ihr Programm veröffentlicht hat. Dessen Hauptpuukte, sind: Bekämpfung der Monopole, allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen, allgemeine Lohnerhöhung und kürzere Arbeitsstunden, Abschaffung der Todesstrafe, Abschaffung von Titeln, Reform der Steuer und Schiedsgerichte in allen internationalen Fragen. Die Gründer der Partei haben, wie Tokioter Berichte englischer Blätter betonen, zwar keinen bedeutenden Einfluß, aber die Bewegung ist bemerkenswert angesichts der in letzter Zeit sich mehrenden Arbcitsstreitigkeiten und angesichts der regen Tätigkeit der Sozialistcn in der iapanischen Hauptstadt. Tie italienische Regierung, welche die direkte Verwaltung der Kolonie S ü d - S o m a li l and (oder Benadir) übernommen hat, arbeitete seit zwei Jahren auf die Errichtung einer Handelsgesellschaft für die wirtschaftliche Verwertung dieser Kolonie hin. Die bezüglichen Verhandlnngen sind, wie man ans Rom schreibt, dem Abschlnsse nahe und im Monate November dürfte dem Parlamente die betreffende Regierungsvorlage unterbreitet werden. Die einzige noch strittige Frage ist die der Zinsengarantie; die Regierung will der betreffenden Gesellschaft nur eine oreiprozentige Kapitalsverzinsung gewährleisten, während die Gesellschaft auf eine dreiuiideinhalbprozentige Garantie besteht. Die Gesellschaft wird den Namen führen: „Nationale Gefcllschaft für die Entwicklung der Kolonien" und über ein Aktienkapital von 20 Millionen Lire verfügen. Ihr eigentlicher Zweck soll die wirtschaftliche Kolonisation von ^üd-Somaliland sein; sie wird aber ihre kommerzielle, landwirtschaftliche und industrielle Tätigkeit überall ausüben können, wo italienische Kolonialinteressen bestehen und wohin sich die italienische Auswandernng richtet. Die Gesellschaft soll eine Postschiffahrtslinie zwischen Aden, Süd-Somali land und Zanzibar errichten, die nötigen öffentlichen Arbeiten ausführen, Eisenbahnen, Straßen, Häfen, Vewässerungs-An-lagen >'c. schaffen, Bmiwoll-, Tabak-, Kautschuklind andere Pflanzungen unierhalten und den Handelsverkehr mit dem südlichen Äthiopien pflegen. Tagesneuigleiteu. — (Der Klassenaufsatz eines Schü° lers über das Automobil) wird dem „Berliner Vors. Kour." zur Verfügung gestellt. Er lautet: Das Automobil ist das neueste Fahrzeug oer heutigen Gegenwart, Nieshalb es auf dm Straßen auch die Kinder immer spielen. Es wird mit Nenzin oder Elek» trizität gespeist, wodurch der Geruch und die Fort» bewegung entstehen. Man hat zwei» bis 80pfer)ige kräftige Automobile, was gleich ist mit der Schnelligkeit je nachdem. Es hat ein ooer mehr Iilinoer, aber nicht so Nx'lche wie Hüte und Lampen. Das Automobil ist heute noch ein Sport für reiche Leute, deshalb wollten wir uns auch eins anschaffen!, wohingegen es aber bei uns noch zwei schatten Seiten hat, dön Vater wegen des teuere Geld, die Mutlor wegen der Gefahr damit. Wenn ein Automobil kommt, ertönt das Signal der Hupe, doch kann nmn oann wehr-stcüns auch schon tot gefahren sein, wenn'Z einen trifft. Die Schnelligkeit öeZ Automobils hängt ab von den Dunlopo, Continentals oder Erelsiors, die mu seino Räder sitzen und auf den Landstraßen den Staub weg radieren. Wenn sie aber «ein Wettrennen machen, dann nennön sie das Herkoimuer-Cohukurrenz, weil sie so schnell herkommen, oder lvenn sie Noifenkonfekt hab?n. wl.'il sie dann überhaupt nicht herkommen. Es gibt auch Automobildroschken in deut Straßen unserer Etadt; wenn sie am Tage losgelassen werben, gehen sk' ganz ant, des Nachts hat sich schon einer heimlich damit totgefahren. Hinten haben die Automobile ein Lchild mit Nummern nnd Buchstabm, was aber kei» neu Zweck hat, indem man nicht weiß worum, weil da immer Schmutz anspritzt. Wenn ein Automobil störrisch wird, bleibt es stehen, dann müssen Ferde es wegziehn. woraus man sieht, daß die Fcrde doch nicht ganz abgeschafft werden können. Wenn man losfahren will, so dreht man vorn wie bei einer Orgel, statt der Töne fängt es dann an zu stinken unö läuft davon. Die Polizei kennt alle Besitzer von Auto« mobilen und hat sie nummcriert. Wenn sie durch die Straßen fahren, passen die Schutzleute schön alls, damit den Automobilen nichts passiert. Die Führer der Automobile heißen Schofföhr, ein« ist kürzlich ausdrückt, weil er einen totgefahreil hatte, das brauchte er garnicht. — (Der Hund als Lebensretter.) Im Saßnitzer Hafen lag vor kürzern ein großer Frachtdampfer, dessen Kapitän ein künstliches Bein hatte. Über die Ursache dieser Verstümmelung erzählt er, laut „Ostseeztg.", folgende merkwürdige Geschichte, die ein Beispiel für die Treue und Intelligenz eines Hundes gibt: Vor einem Jahre lag ich mit meinem Schiff sturmeshalber in einer stillen, Vucht unter Finn» land vor Anker. Um mir die Zeit zu vertreiben, nahm ich mein Gewehr und ruderte mit einer Jolle in der Ancht umher, um womöglich irgend etwas Genießbares zu schießen: mein Hund, ein Foxterrier, war mit in das Boot gekommen. Die Vucht war voll Klippen und großer Felsstückc, so daß ich das Schiff bald außer Sicht bekam. Plötzlich entlud sich dnrch irgend einen unglücklichen Zufall das Gewehr und die ganze Ladung groben Schrotes ging mir ins Bein. Ich schrie einige Male aus Leibeskräften um Hilfe, dann schwand mir infolge des großen Blutverlustes die Ve° sinnung. Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich mit regelrecht verbundenem Vein in einem finnischen Fischerboot auf dem Wege zu meinem Schiff. Die Fischer hatten uahe dem Lande bei ihren Netzen ge< arbeitet, als Plötzlich ein Hund sich ihnen schwimmend näherte und aufgenommen wurde. Da sie weit und breit weder ein Schiff, noch ein Voot oder irgend eine menschliche Seele wahrnahmen, konnten, sie sich die Anwesenheit des Tieres nicht erklären und wollten zu> heit des Departementschefs geführt, so wird er in die Suppenabteilnng verseht und wird zum erstenmal offiziell alterkannt, denn er darf von nun an das „Symbol" der Gastronomie, die weiße Mütze, tragen. Jetzt aber wird der Aufstieg schon schwerer, und das weitere Avancement richtet sich ganz nach der Befähigung des Betreffenden. Wenn er es versteht, seine „Saucen mit Verstand zu mischen", wie ein altes italienisches Sprichwort besagt, so wird er bald „oben" sein, nnd an dein Tage, an dem es von seiner Kunst heißt: „Li^u, c'«»t im vrai ropas äo <'oi- wie zum Beispiel Pierre Gorot in Paris, eine Ertralchrzcit durchzumachen. Von der Allmacht Gorots wird übrigens ein niedliches Geschichtchen kolportiert. Es ist eine alte Kochregel, ein opulentes Mahl so zusammenzustellen, daß die Speisenfolge harmoniert. Ein bekannter amerikanischer Millionär hatte im „Grand" ein größeres Diner bestimmt nnd das Menu dem Geschmack und der Kunst Meister Gorots überlassen. Als dieser dein Amerikaner das sorgfältig ausgearbeitete Menu vorlegte, fand es wohl feinen Beifall, er verlangte aber auch Wachteln anf geröstetem Brot zu scheu. Monsieur Gorot erklärte den Wunsch für unausführbar, da die Wachteln die Zusammensetzung des Menus umwerfen würden. Der Amerikaner blieb hartnäckig — Monsieur Gorot auch. Schließlich stellte der Yankee den Besitzer des Hotels vor die Alternative: die Wachteln oder kein Diner und ewige Feindschaft. Der Besitzer lvollte den guten Gast nicht verlieren und „befahl" dem Küchenchef, die Wachteln ein-zuschiebeu. Da reichte Gorot kurzerhand seine Entlassung ein. Das paßte aber dem Hotelbesitzer nicht, und so blieb Gorot Sieger und der Amerikaner lind seine Freuude mußten ihre „Wachteln auf geröstetem Brot" wo anders essen. Die Newyorter haben alljährlich zweimal Gelegenheit, sich öffentlich von den Herrlichkeiten zu überzeugen, die tagtäglich in den modernen Niesen-fiichen hergestellt werden; denn es existieren in der Hudson-Metropole zwei Köchevereinigungen: die „Soci^ Enlinaire Philanthropique" nnd die „Soci<^ Fran«.aise l' Amiti6". Trotz der französischen Namen wiegt jedoch die Internationalität in diesen Vereinen vor, so daß ihnen Köche aus aller Herren Länder angehören. Beide „sot:i'6r68" veranstalten in jedem Jahre eine große Kochknnstaus-stellung, auf denen die wunderbarsten kulinarischen Erzeugnisse zu sehen sind. Dienst zweier Herren. Romml von U. L. Lindner. (12. Fortsetzung.) (Nachdruck verhüten.) „Gott sei Dank, daß wir wieder allein sind", nieinte er. „Dieser Professor tat ja wahrhaftig, als ob er dein nächster Angehöriger wäre und über dein Leben zu bestimmen habe. Es machte mich ganz ner» vös, wie er dich mit Ratschlägen bombardierte." „Mir war's eine große Freude, ihn wiedcrzu« sehen. Er war wir ein sehr lieber Lehrer und ich ver« danke ihm viel. Die Jahre in seiner Klasse gehören zu meinen liebsten Erinnerungen und, wäre jetzt nicht eben alles so anders gekommen, so —" „Nun?" „So würde ich mich auch heute noch ganz nach seinen Ratschlägen richten. Wenn ich mir oenke, daß ,'r mich bei Nikisch hätte empfehlen können. Du glaubst gor nicht, was das zu bedeuten Hot", rief sie mit begehrlich glänzenden Annen. Er antwortete nicht gleich. Ilse in dieser Weise reden zu hören, verursachte ihm ein Gemisch aus Miß« behagen und Ungeduld; aber er nahm sich zusammen. „Mich schien der Professor nicht sehr zu lieben", sagte er ablenkend. Ilse lachte. „In deiner Eigenschaft als mein Verlobter miß« billigte er dich entschieden, das merkte ich ihm an. Er sah es nie gern, wenn eine seiner Schülerinnen sich Laibacher Zeitung Nr. 213. 1997 ,8. September 1906. Land rudern. Da aber wurde der Hund unruhig, be-ganil laut zu bellen und zu winseln, sprang au5 deiii Boot ms Wasser, schwamm eine Weile in entgegen-gesetzter Richtung und kehrte dann wieder winselnd zuiu Voot zurück. Dies wiederholte sich einige Male, bis die Leute stutzig wurden und mit dem Voot dem nun laut heulenden schwimmenden Hunde folgton. Hinter einer Klippe fanden sie dann dein blutüberströmten, bewußtlosen Kapitän in, seinem Boot, der dnrch die Intelligenz und Trene seines Hundes somit vor einem langsamen, qualvollen Tode gerettet war. — (Nur weil sie koch e n k onnt e.) Die Heirat einer regierenden Königin hat bei ihren Untertanen nicht mehr Interesse und Enthusiasmus hervorgerufen als die Heirat Fräulein Emma Thephard^ in der Stadt Florenz in Süd-Dakota. Sie war dao einzige in Florenz lebende weibliche Wesen. Florenz ist eine ncugegründct? Stadt, die ihre Entstehung der Ausdehnung eines Zweiges der Minneapolis- und St. Louis-Eisenbahn verdankt. In sehr günstiger Lage, in der Mitte ?me5 reichen, unausgenützten Bc-zirkes gelegen, zog sie rasch eine Menge Leute an. Aber es waren ausschließlich Männer, bis auf Fräulein Shephard. Sie folgte dein Znge nach der neuen Stadt in der Hoffnung, hier eine Schnle zu gründen, aber der komplette Mangel an Schülern zwang sie bald, sich dem Gemeinwesen auf andere Weife nützlich zu machen. Glücklicherweise hatte sie einen Koch- und Hanöhaltungskurs mitgemacht uud eröffnete eine Nestanration. Von dein Moment an war die ganze Bevölkerung, die bis dahin nur von am Lagerfeuer zubereiteten Speisen gelebt hatte, ihr untergebener Sklave. In einem Monat war sie Diktator und Gesetzgeber der Gemeinde geworden. Sie benutzte ihre Macht maßvoll und weise und schlichtete alle Streitigkeiten. Sie hob die Steuern ein, leitete die öffentlichen Arbeiten nnd wurde bloß ihrer Kochkunst halber — tatsächlich — Magistrat, Bürgermeister und Königin der Stadt. Natürlich fehlte es nicht an Bewerbern um ihre Ha,nd, und ein junger Ingenieur namens Austin war schließlich der Glückliche, der sie heimführte. — (De r V ettlc r m i t o cn vorstellb are n Beinen.) In Paris ist diesertage ein Bettler all» gemein dem Publiknni aufgefallen, der bald in imposanter und großer Figur trotz seiner Holzbeine erschien, bald als kleiner und erbärmlich ausschauender Greis milde Gaben heischte. Ans eine Anzeige ans dein Publikum interessierte fich nun auch die Polizei für den eigenartigen Bettler und stellte folgendes fest: Es handelt sich um einen ehemaligen Soldaten der französisÄien Garde, der auch im deutsch-französischen Feldzuge wacker mitfocht und auf dem Felde der Ehre beide Beine einbüßte. Aus den, Lazarett entlassen, ließ sich der Invalide zwei Holzbeine anfertigen, die ebenso lang find, wie es seine natürlichen waren, die ihm eine Granate weggerissen hatte. Da er außerdem über ein? imposante Figur und eine militärische Taille verfügt, so erntete er, wenn er mit Orden nnd Ehrenzeichen auf der Brust im Vois de Boulogne oder in der Nue 3totre-Dame°des-Victoires bettelnd Posto faßte, reichliche Almosen. Allein der Invalide verstand sein Handwerk noch besser. Findet ein großes Begräbnis in Paris statt, ist er ebenfalls zur Stelle, aber in voll- ständig veränderter Figur. Durch einen in den Holzbeinen angebrachten Mechanismus kann er sie so niedrig stellen, daß es den Anschein cNveckt, als ob der Eigentümer nur mühsam auf dem Erdboden rutschen könne. Dazu hüllte er fich in ein zerrissenes Gewand, ließ die Orden fort, bedeckte das Hanpt mit einer weißen Perücke und machte auch in dieser Maskerade glänzende Geschäfte. — (Ein merkwürdiges Tier idyll.) Anfang Mai nahmen einige junge Leute, wie die Iagdzeilung „St. Huberts" mitteilt, ein Eichhörnchennest ails. Die vier noch völlig blinden Jungen wurden zu einem Wurf junger Katzen in einen Korb gelegt und der Fürsorge der Katzenmutter anvertraut. Sie musterte sorgfältig die fremden Gäste und schieln! bald Gefallen an ihnen gefunden zn haben, da sie sie den eigenen Jungen gleich behandelte nnd ihnen auch gleiche Rechte einräumte. Als die Eichhörnchen das Augenlicht bekamen, fingen si? an, am Korbe zu klet-tern- wagte sich eines der Tierchen bis an den Rand oder darüber hinaus, dann war anch schon die Pflegemutter dahinter und holte es zurück. — (Der Zwerg im Käfig.) In dem New Borker Zoologischen Garton erchO die öffentliche Ausstellung eines afrikanischen Zwerges im Affenkäfig znsaminen mit einer Anzahl friedlicher Affen große Sensation. Das Publikum strömt in Scharen herbei, um den Zwerg in seiner Nationaltracht zu be-wnndern. Diese Ausstellung hat nun einen Stnrm der Entrüstung bei den Negern hervorgernsen, die sogar mit gewalttätigein Vorgehen drohen, fallo dieses Schauspiel nicht aufhört. Man erwartet, daß die Behörden die Ausstellung des Zwerges in dem Käfig verbieten werden. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — (Vom politischen Dienste.) Seine Majestät der Baiser hat dem Leiter der Bezirto-hauptmannschuft Gottschce, Herrn Lande^r.'gierungs-rate Dr. MiclMl G stetten h o f e r, anläßlich der erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand den Orden der Eisernen Krone Hl. Klasse verliehen. ^ Weilers hat Seine Majestät der Kaiser den Vorstand des Präsidialbureaus bei der hiesigen Landesregierung, Herrn Vezirkshauptmann Wilhelm H a a s , zum Landesrcgierungsrabe im Stande der Landesregierung in Laibach ernannt. — (Rückzahlung der Einlagen der Finanzwachmannschaft.) Mit einer zu Beginn des laufenden Jahres publizierten Verordnung des Finanzministeriums sind bekanntlich die Personal- nnd Besoldungsvorschriften für die Finanzwache mehrfach abgeändert worden: insbesondere wurde auch die Befreiung der Finanzwachmannschaft von der Leistung der bisher vorgeschriebenen Einlagen (Kautionen) statuiert und hiebei für die Frei» gebung der bestehenden Einlagen eine Frist von zwei Jahren in Aussicht genommen. Wie wir nun ersah-reu, hat da?' Finanzministerium schon jetzt die sofortige Rückzahlung sämtlicher Einlagen angeordnet, wodm-ch einem lebhaften Wunsch.» der Finanzwach-mannschast Rechnung getragen wird. - (Umtausch klangloser und mit s o n sti g e n Erzeugungsf e hlern b e haf. teter Münzen der Kr o n en w ä hru n g.) Mit Beziehung auf die seitens eines Journales un° längst gebrachte Nachricht, daß das Hauptmünzamt Zwanzigkronen-Goldstücke, welche einen Erzeugungs fehler aufweisen, auftatt sie kulant au5 öem Verkehre zu ziehen, nur gegen einen Abzug von 31 d per Stück einlöse, sind wir in der Lage mitzuteilen, daß Mün-zen der Kronenwährung, welche mit einem Erzeu-gungsfehler — als dumpfer Klang infolge Gußblafe, seichte Randschrift oder sonstiger Prägefehler — behaftet sind, jederzeit kostenfrei gegen zirkulations-fähigc gleichwertige Münzstncke umgetauscht werden. ^ (Lokalbahn Krainbnrg-Neu-m a r k t l.) Wie verlantet, soll der Bau der projektierten Lokalbahn ^rainburg-3ieuinarktl noch heuer in Aligriff genommen werden. Oberbaukommissär Robert Schindler, welcher mit der Bauleitung betraut wurde, ist bereits in Xlrainburg eingetroffen. Die Er-öffnung der nenen Bahn ist für den 1. Juni 1908 in Aussicht genommen. — (Die Vega-Feier in M o rä u t sch» vollzog sich am verflossenen Sonntag trotz oes sehr ungünstigen Wetters nnter sehr Zahlreicher Beteili guiig und in erhebender Weise. Unter anderen hatte sich eine größere Abordnnng des Offizierskorps des Tivisionsartillerieregiinents Nr. 7 aus Laibach mil Herrn Oberstleutnant R u p r e ch t an der Spitze sowie die Musikkapelle des Infanterieregiments Nr. 27 eingefunden; der Zentralausschuß für die Errichtung eines Vega-Denkmales in Laibach war durch Herrn Obersten Lukanr von Saveubnrg vertreten. Die Feier wnrde durch einen vom H^rrn Dechanten Bizjan Zelebrierten Festgottesdienst eingeleitet, woranf sich die Festgäste sowie die verschiedenen Vereine anf den Festplatz begaben. Hier brachte zunächst die Musikkapelle deo Infanterieregiments Nr. ^7 zlvci Musikstücke znin Vortrage dann hielt Herr Prof. Mar Pirn at ans .^rainburg die Festrede, an dir sich^ nachdem die Hütte vom Denkmale gesunken, seitens der Militärkapelle der Vortrag des Vega-Marsches alischloß. Nnn hielt Herr Oberstleutnant R u p r e ch t eine schwungvolle Rede in deutscher Sprache, die Her» Oberleutnant Rausch in slovenischer Sprache wiederholte. Sodann sprachen noch Herr Oberst Lu-kanc von Tavenburg, dessen Worte in den. Wunsch ausklangen, daß auch in Laibach in absehbarer Mt ein Vega Denkmal erstehen inöge, und Herr Dechant Bizjan als Obmann des Lokalkomiteeö, worauf die Übergabe des Denkmales an die Gemeinde erfolgte und die Feier mit einer Defilierung! der Vereine dor dem Denkmale ihren Abschluß fand. Bemerkt sei noch, daß das Offizierskorps des Div.. Art.-Reg. sowie der Laibacher Veteranenvcrein dein Denkmale je einem Lorbeerkranz niederlegten. Nach der Feier fand beim Herrn Dechanten Vizjan ein gemeinsames Mittagessen statt, wobei mehrere zündende Toaste ausgebracht wurden. — Das Postament des Denkmales besteht aus Nabrcsinaer Marmor; die bronzene Büste, ein Werk des Bildhauers Ivan Zajec, wurde in der Wiener Hofgicßerei fertiggestellt. Das Denkmal mißt etwa 4i/.< Meter. verheiratete. Er meinte, es könnte sich immer nnr ein Dilemma daraus ergeben,." — „Verrücktheit", rief Vretenfeld aus. „Was doch lZin Künstlerhirn alles für Ideen ausheckt. Unglaublich." „Es ist barock ausgedrückt, aber wer weiß, ob nicht doch etwas Wahrheit dann steckt", sagte sie naä> deuklich. Er sah sie scharf an. „Findest du?" Und doch hast du mir das Jawort gegeben?" Sie errötete. „Ich tat's —, weil ich nicht anders konnte", sagte sie mit abgewandtem Gesicht. „Ich habe vorher genug um meine Freiheit gerungen, aber eK war stärker als ich." Ihm wnrde seltsam ums Herz. Ihre Worte er. öffneten ihm Möglichkeiten nnd Tatsachen, die ihn erschreckten und ihn zugleich mit wahrem Freudenrausch erfüllten. Es gab also Dinge, die ihm beinahe die Wage gehalten hatten, aber schließlich war sie doch sein geworden aus dem Zwange einer Neigung heraus, die alles aus dem Felde geschlagen hatte, was sonst in ihrem Leben eine Macht gewesen war. Wenn es so stand, konnte man da nicht gerne Nachsicht haben mit den kleinen Exzentrizitäten, die ihr noch von früher her anhafteten? Mit Geduld nnd nnter der-ständiger Leitung würden sie sich mit der Zeit schon von selbst verlieren. Sein Siegerstolz stieg ihm zu Kopf wie starker Wein. Er riß sie an seine Brust und küßte sie leidenschaftlich. Sanft und ergeben hielt sie ihm still. Sie furch« tete diese AuZbrüche seines Gefühls nicht mehr, im Gegenteil, es lag eine Art von Beruhigung darin. Es war, als ob dadurch etwas in ihr beschwichtigt oder übertäubt würde, das, wie die Stimme eines unlieb-famen Mahners, ihr immer wieder die Freude an der Gegeilwart zu verderbeil suchte. Endlich ließ er sie. Hand in Hand saßen sie dann, lauschten auf das leise Allschlagen der Wellen und das Pochen des eigenen Herzens, bis die erregten Nerven sich allmählich beruhigten. „Fühlst dll's, wie lieb ich dich habe?" murmelt er. „Siehst dn, dao sind die wahren Freuden, unsere Freuden." Sie nickte und duldete es, daß er noch einmal seine Lippen auf ihren Mund preßte. „Dein musiknärrischer Freund würde vermutlich über dein Glück beruhigt sein, wenn er dich so sehen tonnte", lachte er übermütig. Die Eindrücke des Mittags wirkten doch tiefer in ihm nach, als ihm selbst bewußt war. „Es will mir gar nicht aus dem Sinn, was der Professor da über diese arme Person — wie hieß sie doch gleich — erzählte", fing er nach längerem Schweigeil wieder an. „Wenn ich mir das vorstelle — so wit ihrem bißchen Können von einem Dirigenten zum an» deren gewissermaßen hausieren gehen, jeder Impel> tinenz eines übelwollenden Rezensenten ansgeliefert, oder genötigt, ihre Zuflucht zu ,Uniffen und Praktiken zu nehmen, die jedes Feingefühl verletzen müssen. Gräßlich." Er würde es nie geglaubt haben, daß aus ihm das Verlangen redete, Ilse noch eine kleine, nachträgliche Lektion zn erteilen, aber es lvar tatsächlich so. „Wie du übertreibst", sagte sie mit ungeduldigem Kopfschütteln. „In solcher Verallgemeinerung gilt das überhaupt uicht. Mein Weg, zum Beispiet, ist viel glatter gewesen; ich bin nie verrissen worden. Etwas Unangenehmes kommt gelegentlich in jedem Beruf vor.Geht doch sogar die Sage, oaß eure Schulräte euch auch nicht immer mit lauter Komplimenten trak» tiereu. Und was deineu Zorn gegen das Probesingen anlangt — nimm's nicht übel, darin bist dn unver« nünftig. Das geht doch gar nicht anders. Sag' mir nur, wie sollen Anfängerinnen denn sonst ein En-gagement zustande bringen?" Er wurde ganz hitzig. „Das weiß ich nicht. Ich weih nur, daß das alles Situationen find, die ich für ein junges Mädchen eut-» schieden mißbillige. So was muß ja unweiblich ma? chen; die Dreistigkeit großziehen. Ich möchte keine, die mir nahe steht, in solcher Lage sehen. Ich finde es durchaus nnwürdig und eine Kunst, die derartiges von ihren Jünger!,men verlangt, kann mir ganz und gar gestohlen werden." „Nun, Helma Frcdenwald hat aber trotz allem den Gipfel erreicht", sagte sie, durch feine Heftigkeit verletzt. „So gönne es ihr", versetzte er kurz. „Du hast ja besseres". ^ ^ .. .^.. Er meinte es nicht böse, aber os berührte fte nicht """",Dn"sielist coen '"".," nur die ,^hrseite" sagte sie. „Das tut mir förmlich weh. Du darfst nicht so Qaibacher Zeitung Nr. 213. 1998 ,8. September 1906. — (Vom deutschen Ritter-Orden.) Am 15. d. M. haben in Innsbruck folgende Mitglieder der D. N.-O.°Kommcuöe Laibach die feierlichen Ordensgelübde abgelegt: Pater Kasuuir Kosobud, Pater Valerian U<:ak, Pater Gregor Cerar und Pater Guido Krisch. (5. — (Verunglückte Gendarmen.) Als gestern nachts der Hofzug in die Station St. Peter einfuhr, traf dort eine Depesche deZ Inhaltes ein, daß auf der Strecke bei Divai^a ein patrouillierender Gendarn, vom Hofzuge überfahren worden und sofort tot liegen geblieben sei. — Ferner wurde in. der gleichen Nacht auf der Strecke zwischen Vrcsowitz und dem Wächterhause 649 der Gcndarmerie-Titular-Postenführer Franz Kodriö des Postens Waitsch von der Lokomotive des von Laibach um 1 Uhr 39 Min. abgehenden Postzugcs ersaht und so schwer verletzt, daß er, ins hiesige Garnisonsspital überführt, gestern nachmittags um 1 Uhr starb. — In der Nähe uon Steindruck soll noch ein dritter Gendarm von, Zuge erfaßt und getötet worden, sein. — (Das Eisenbahnunglück bei K r u m p e n ü o r f.) Wie bereito gemeldet, ereignete sich vorgestern nachmittags in der Strecke zwischen Krumpendorf und Pörtschach eiu schwerer Unglücks-fall. Der um 3 Uhr 42 Minuten von Klagenfurt al> gehende Zug Nr. 1« und der von Villach um 3 Uhr 25 Minuteu abgehende Zug Nr. 1? sollten um 4 Uhr 14 Minuten in Pörtschach am See kreuzen. Von, Ver-kehrsbeamten der letztgenannten Station würbe der von Villach kommende Zug aus bisher unaufgeklärter Ursache zu früh abgelassen und die beiden Züge fuhren beiläufig auf halbem Wege mit Volldampf zusammen. Die Lokomotiven, die nnt großer Wucht aufeinanderprallten, haben große Defekte erlitten: einige Waggons, besonders der ersten und zweiten Klasse, wur« den fast vollständig zertrümmert. Aus deu Trümmern wurden drei Tote, darunter der Religions-professor K o ch aus Villach, und sechs Schluerverletzte hervorgezogen. Eine große Zahl von Leichtverletzten wurden nach Pörtschach und Klagenfurt gebracht. Eiu Maschinenführer erlitt zahlreiche Brandwunden, einen Armbruch und eine klaffende Kopfwunde. Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. — (The Company Theater Orient.) Ein bedeutsames kinematographischcs Unternehmen, The Company Theater Orient, eröffnete vorgestern im großen Saale des „Mestni Dom" einen Zyklus von Vorstellungen, welche geeignet sind, da? Interesse des Publikums zu fesseln, da sie die neuesten Erzeugnisse auf diesem Gebiete vorführen und sowohl ernste Darbietungen als auch heitere Szenen bringen, welche insbesondere auf die Lachlust der Jugend wirken. Die Musik besorgt das bekannte Laibacher Streichsextett. Beginn dor Vorstellung um 8 Uhr abends. — (Wichtig für Weingartcnbesitzer.) Neiugezüchtete Weinhefetulturen (Neinhefe) für die Vergärung des Traubenmostes ist cm der laudwirt-säMftlich chemischen Versnchstation für Kram in Laibach erhältlich. Ein Röhräien nnt Reinhefe kostet 20 k, mit Porto nnd Verpackung samt Gebrauchsanweisung geringschätzig von meiner Kunst denken. Wenn du wüßtest, wie glücklich sie mich gemacht hat." „Nun ja, der sinnliche Klangreiz eines schönen Organs", unterbrach er sie, aber nun lieh sie ihn ihrerseits nicht ausreden. „Da irrst du sehr, das ist es nicht allein. Das wäre ein armseliger Künstler, der nichts weiter auf« zuweisen hätte. Der Einfluß vou Seele zu Seele ist es, den wir erstreben, der ist der wahre Prüfstein für das Können. Bedenke, wie die Menschen in die Kon« zertsnle kommen. Abgehetzt die einen, gleichgültig die anderen, jeder unter ihnen unter dem Drucke seiner speziellen Sorgenbündelchens. Vor diese alle treten wir hin mit dem Besten, was wir zu geben haben, ob sie es mitempfinden möchten und über die Alltäglich» keit hinausgehoben werden, sei es auch nur auf kurze Iöit. Natürlich gelingt es nicht immer, aber wenn es gelingt, wenn man spürt, daß der geheimnisvolle Rapport da ist, daß die Menschen das fühlen, was wir in ihnen wecken möchten —" Sie breitete unbewußt die Anne aus. ,.O, das ist eine köstliche Macht." Ihre Ekstase berührte ihn peinlich. Er liebte die gehobene Redeweise im Alltagsverkehr nicht. Ilse kam ihm eben beinahe fremd vor. „Und dann", fuhr sie eifrig, fort, „wenn die Spannung fich löst und der Beifall ausbricht, solch recht herzlicher Beifall, aus dem vollen Herzen heraus, wenn man fühlt, die Menschen haben dich verstanden uud sie dauken dir"-------die Farbe stieg ihr vor Auf« reguug ins Gesicht, ihre Angeu blitzten, ihre Gestalt schien zu wachsen — „o nur war's jedesmal, als fühlte ich eine unsichtbare Krone auf meinem Kopfe." Er zuckte die Achseln. (Forlietzung folgt.) 3<» Ii. Die Reinzuchthefe bewirkt, richtig angewandt, eine, rafche, reine Gärung, wodurch fchnell klärende, und in bczug auf Reinheit deo Geschmackes bessere Produkte erzielt werden. * (T i e bstähl e.) Dem Marktfieranten Wilhelm Weintraut wurde Samstag nachmittags auf dem Vodnikplatz eine fchwarze Decke entwendet. — In ein Haus an der Petersstraße schlich sich am Freitag abends eine unbekannte Frauensperson ein und entwendete au5 einem Zimmer einen silberneu Eßlöffel. — Gestern früh wurde in der Schießstättgasse ein Bauarbeiter in berauschtem Zustande liegend aufge-funden. Seiner Angabe zufolge follen ihm, mehrere Burscheu, die sich ihm auf dem Heimwege aus einem Kaffeehause anschlofsen, den Betrag von 23 X ge° stöhlen haben. * (R a uch f a u g feu e r.) Zufolge mangelhafter Reinigung eutstaud gestern vormittag im Rauchfange des Hauseo Nr. 4 am Kmkauerdamm ein Feuer, das aber durch eiue avisierte Abteilung des freiwilligen Feuerwehr- uud Nettungsvercines fofort gelöscht wurde. — (Realsch ule i n Id ria.) Der Geineinöe-ausschuß der Stadt Idria hat in seiner jüngsten Sitzuug ernannt, und zwar: den suppliereudeu Lehrer an der dortigen 5tonununal-Oberrealschule Herrn Balthasar Väbler zum wirklichen Nealschullehrer für Chemie; dcu akademischen Maler und Zeichenlehrer an der Strakaschen Akademie in Prag Herrn Iohaun Vavpotiö zum supplierenden Lehrer für Freihandzeichnen und den Lehramtskandidaten Herrn Johann Tejkal zum suppliercnden Lehrer für deskriptive Geometrie an der Kommnnal Realschule iu Idria. An der genannten Lehranstalt ist soeben die sechste Klasse eröffnet worden. — (Landwirtschaftliche Fachlehrer-Versammlung in A gram.) Gelegentlich der Neueröffnung der Landes-Trauben- und Obstausstellung iu Agram, d. i. am 20. d. M., findet dort eine Versammlung sämtlicher landwirtschaftlicher Wander- uud anderer Fachlehrer aus Steicrmark, Krain, Küstenland, Istrien, Dalmatian nnd Kroatien statt, um über die wichtigsten Wirtschaftsfragen gemeinschaftlich zu beraten. Es wäre sebr envünscht, wenn sich alle Eingeladenen an dieser Versammlung beteiligten. Da die Viehansstellung morgen geschlossen wird, so könnte auch diese von vielen morgen dort eintreffenden Teilnehmern besichtigt werden. —in— — (B ran d.) Am 13. d. M. brach iu>Stalle des Alois Pintari6, Besitzers in Arch, ein Feuer aus, das die Stallungen samt den darin befindlichen Heu- und Werkzeugsvorräten einäscherte. Das Feuer war von, fünfjährigen Sohne des genannten Besitzers, während die Eltern vom Hause abwesend waren, gelegt woi> den. Pintariö erleidet, einen Schaden von 30lX) 15; die Versicherungssumme beträgt nur 8(X) K. —8— — (Veruugl ü ck t.) Am 15. d. M. um 6 Uhr früh wurde der 21 Jahre alte Vesitzerssohn Josef Hrvatin in Obcr-Zemon, Gerichtsbezirk Illyrisch« Feistritz, im Stalle erschossen aufgefuudeu. Er hatte am Vorabende feiner Mutter gegenüber den Wunsch geäußert, am Morgen des 15. September mit dein Jagdgewehre, das sich auf dem Dachboden befand, Füchse jageu zu gehen, da dieses Wild an Feldfrüchten Schaden angerichtet hätte. Der Verunglückte mnß das Gewehr unvorsichtig geladeu haben, wobei die Waffe losging und das Projektil iu die Herzgegend eindrang. _^, — (Todesfall.) In Töplitz-Sagor starb vor-gestern der dortige Oberlehrer, Herr Kourad MalIy, nach langem Leiden. Das Begräbnis findet heute nachmittags um halb 5 Uhr statt. ^ (Zu Fuß n achRo m.) Die Hochschüler Fr. Valcnöi i: uud Ferdinand K r anjc aus Illyrisch-Feistritz haben diesertage eine Fußtour nach Rom unternommen. Letzterer hatte bereits vor drei Jahren zu Fuß eineu Ausflug von Laibach nach Prag gemacht. — (Der Verschönerungsverein in R o s e n t a l) veranstaltet im Vereine mit dem Tam-bnraschenklub „Zarja" Sonntag, den 3N. September, ein großes Volksfest verbunden nnt einer Weinlese. Das Programm ist reichhaltig nnd interessant. * (Erzesse.). Heute nachts wurden in der Dalmatingasse drei Exzedeuten angehalteil und durch zwei Sicherheitswachmnnner verhastet. — Auf der Triester Straße fanden auch Erzesse statt. Ein Sichcrheitswachmanu, der an Ort und Stelle erschien, wurde vou deu Erzedcutcn beschimpft. Diese zogen es übrigens vor, die Flucht zu ergreife»; sie wurdeu jedoch ausgeforscht und angezeigt. — Unter der Trantsche wurde ein Kellner wegen Ruhestörung angehalten. — In einem Gasthanse in der Schneider« gasse entstand zwischen mehrerei, vazicrendeu Bäcker-gehilfen eiue Keilerei, wobei einer an, Gesicht leicht verletzt wurde. Eiu herbeigerufener Sicherheitswach-mann stellte die Ruhe wieder her. ' (Iwanz ig hel le r - Fal si f i kate) be» finden sich in der Stadt im Umlauf. — (S ch ü ler a uf na h m e.) In den ersten Jahrgang der nenerrichteteu dreiklassigen Knaben-bürgerschnle iu Adelsberg haben sich 35 Schüler zur. Aufnahme gemeldet. —e— — (Vor a.) Ans Adelsberg wird uns unter dem 17. d. M. geschrieben: Seit gestern herrscht hier ein heftiger Borasturm mit Negeuwctter. Die Tempe° ratur ist bedeutend gesuukeu. —u— * (Gefu u d e u) wurde: ein goldenes Armband, ein Geldbetrag und ein Goldstück. — In der Siid-bahnstation wurden ein Stock, eine Damenjacke und eine Pelerine als gefunden abgegeben. * (Verloren) wurde: eine Zehnkronen-Note, ein Vrillantring, ein goldener Ohrring sowie ein goldenes Anhängsel in Form eines Buches. — (Trau.ung.) Wie man uns aus Cleveland < Amerika) mitteilt, fand dort am 1. d. M. die Trauung des Herrn Ludwig Skerl« Ecker aus Laibach mit Fräulein Bogomila Kitner aus Vriimi statt. — (Ertrunken.) In Collinwood (Ohio) ertrank am 1. d. M. beim Baden der Arbeiter Blasius Hubad. Er war vor zwei Iahreu aus seiuer unter dem Großtahlenberg gelegenen Heimatsgemeinde nach Amerika ausgewandert. Theater, Kunst und Meratur. — (('(>!' li, V? n i 'ungsvorla>ge jene soziale Gerechtigkeit, welche unter Wahrung des Prinzipes des allgemeinen Wahlrechtes eine gerechte Vertretung der hauptsächlichsten Gesellschaftsschichten und der produzierenden Volksklassen sichert, insbesondere aber dem Mittelstande jene Geltung lvahrt, welche ihm in nationaler, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht gebührt. Das größte Unrecht begeht aber die vorge» schlagene Wahlrefonn an unserem Volke damit, daß in den Ländern der böhmischen Krone auf ciueu Abgeordneten der andereu Nationalität durchschuittlich um lO.OUtt weniger Wähler entfallen als auf einen boh-mischen Abgeordneten nnd dah in der ganzen Reihe der Völker des Reiches nach den Verhältnissen der zuerkannten Zahl der Abgeordneten das böhmische Volk trotz seiner Vedeutuug, trotz seiner kulturellen und wirtschaftlichen Tüchtigkeit an die vorletzte Stelle gesehi wurde. Weiters wurde die Debatte über deu neuesten Versuch einer czechisch-magyarischen Verstän-dignng eröffnet. Es gelangte mehrseits die Meinung zum Ausdrucke, daß diese Angelegenheit ohne gehörige Vorbereitung von einzelnen Persönlichkeiten in die Öffentlichkeit gelangte, daß dieselbe keinen ernsten Hintergrund besitze und daher sich als nicht aktuell einer ernsten Beurteilung entziehe." Der Fricdcllskougrcsz. Mailand, 17. September. In der heutigen Sitzuug des internatioualeu Friedenskongresses ge» langten Zustimmungstclegramme zahlreicher Persöu- Laibacher Zeitung Nr. 213. 2099 ' 18. September 1905. lichkeitt'n solme italieinschcr und ansläntuschcr Ver» eine, dcirunt^r emcs Vcrlincr Arboiterfachvereines zur Verlesung. Über Antrag des französischen Dole» gierten wurtle beschlossen, letzteres Telegramm durch eine besondere Kundgebung zu beantworten. Nach längerer Debatte wurde eine Sympathiekundgebung für die Opfer in Transkaukasien und in Polen be» schlössen. Unwetter. Klag e nfurt, 17. September. In den Kara-wanken ist Neuschnee bis ti,ef ins Tal herab gefallen. Die TcmM-atur ist empfindlich gesunken. Klagenfurt, 17. September. Während cineZ Gewitters, das gestern hier niederging, schlug ein Vlih in oie Vatteriekmnnier der Hauptpost in Villach ein und zerstörte die Leitung. Die Verbindung ist unterbrochen. Unruhen in Katalonien. Paris, 17. September. Dom „Eclair" wird aus San Sebastian gerüchtwcise gemeldet, dah in Katalonien eine Erhebung stattgefunden habe. In verschiedenen Dörfern sei es zu blutigen Zusammenstößen gekommen. Die KÄr'listenchefs, darunter General Moore, hätten sich aus Furcht vor der Verhaftung aus Barcelona geflüchtet. Blitzschlag in ein Fort. Vesan 5 on, 17. September. Bei dem Unglücksfalle, der sich im Fort Mont Faudan infolge eines Blitzschlages ereignete, wurden neun Personen, darunter zwei Adjutanten, getötet und 15 verwundet. Paris, 17. September. Über die Explosion im Fort Mont Faudon werden noch folgende Einzelheiten aMneldet: Unter den Getöteten befindet sich ein Landwirt namens Farny, der in einer Entfernung von 250 Metern vom Fort jagte und dem durch einen Felsblock der Kopf zerschmettert wurde. Es heißt, daß 80.000 Kilogramm Pulver in die Luft geflogen seien. Von den Kasematten, deren Mauern einen Vl^ter stark waren und die von einer zehn Meter dicken Erdschichte umgeben waren, ist keine Spur mehr vorhanden. Der angerichtete Schaden beträgt annähernd zweieinhalb Millionen Franken. Erdbeben. Paler m o, 17. September. Heute früh wurde in mehreren Gemeinden der Provinz Palermo ein Erdstoß verspürt, welcher die Bevölkerung in Unruhe versetzte. Einige Häuser wurden beschädigt. Ein sehr leichter Stoß wurde auch hier wahrgenommen. Kuba. Havanna, 16. September. Nach den Be> ratungen mit den gefangenen Verschworenen und den Abgesandten der Aufständischen kündigte die Ne-aierung die Einstellung der Feindseligkeiten auf unbestimmte Zeit an in der Abficht, vor dem Eintreffen des Kriegssekretärs Taft oder der Intervention der Vereinigten Staaten Frieden zu schließen. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Ieit vom 8. bis Ib. September 1906. Es herrscht: die Notzlranlheit im Vezirle Nadmaunsdorf in der Gemeinde Veldes (1 Geh.); 5>ie Tchweinepeft im Vezirle Gottschee in den Gemeinden Göltenitz (10 Geh). Graflinden (3 Geh.), St. Gregor l9 Geh,), Himerbern (1 Geh.). Kölschen (1 Geh.), Luzarje (1 Geh.), Mosel (14 Geh), Schwarzenbach (b Geh.), Suchen (1 Geh.). Tiefenbach s4 Geh.', Uulerlaa (2 Geh); im Bezirke Guilfeld in den Gemeinden öateX (11 Geh.,, Heil, Kreuz (6 Geh.), «and-strah (1? Geh.), Zirkle (1 Geh.): im Bezirke Laibach Um-nebung in der Gemeinde öelimlje li Geh.>; im Bezirke Ru dolfswert in den Gemeinden Döberuik (2 Geh.), St. Michael Stopiä s« Gel,.), Sagrah (2 Geh.). Treffen (1 Geh); im Bezirke Tscherncmbl in der Gemeinde Weinitz (1 Geh.); der Notlauf der Schweine im Bezirke Laibach Umgebunn, in den Gemeinden Horjul (5 Geh,), Oberlaibach (2 Geh); im Vezirte Littai in den Gemeinden Moräutsch (1 Geh.^, Sank Veit (1 Geh.); im Bezirke Nudolfswert in den Gemeinden Hiinigstein >1 Geh.), St. Michael'Stopii (1 Geh), Wrußxih (2 Geh.); im Bezirke Siein in der Gemeinde Gloaowiy (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Krainbura in der Gemeinde Trata (3 Geh); im Bezirke RadmannSdorf in der Gemeinde Veldes (1 Geh.); Die Vchweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden ttotschen <2 Geh), «»jarje 2 Geh.). Mosel (2 Geh.), Nessel tal (,3 Geh.); im Bezirke Guitfeld in der Gemeinde Heil, Kreuz (l Geh,); im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Suhor i3 Geh. ; der Notlauf der Schweine im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Höninstein (1 Geh.); im Bezirke Tscheruembl in der Gemeinde Schweinberg (1 Geh.). K. l. Landesregierung für Krain. Laibach am Ib. September 1906. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Foerster, Prof. Vr. Wilh,, Zuverlässige Zeitangaben und ihr sozialer Wert, « — 96. — Bellermann, D. Dr. Ludwig, Inwiefern fördert der altsprachliche Unterricht ein tieferes Verständnis der modernen Literatur? X — 48. — Michaelis, Dr. Karl, Welche Grenzen muffen bei einer freieren Gestaltung des Lehrplanes für die oberen Klassen des Gymnasiums innegehalten weiden? X— 60. — Riggenbach E., Vererbung nnd Verantwortung, li —-72. — Daiber, Dr. A., Des Lebens Werdegang und Ende, X 1-68. — Ruslin John, I7ntu tllin last »nä iluuor» kulvsli«, K 1 92. — Willing, Dr. C., Die Mannestollheit, ihr Wesen und ihre Behandlung, l( 2 40. — Schmigalla P,, Tendenz» statistil auf dem Gebiete der Lebensversicherung. X 2 40. — Bijhmer. Dr. P. E., Der Äisilogewinn in der Lebens» und in der Invaliditätsveisicherung, K 2 40. — Kink H. E,, Aus» Wanderer, X 6 —. — Täuber. Dr. C-, Die Berner Hoch» alpen, X 2 16. — Wille, Dr. Bruno, Darwins Welt» anschauung von ihm selbst dargestellt, X 2 40. — Männer des Erfolges: Thomas N. Edison, der amerikanische Erfinder, von Eugen Isolani, X 1 20. — Forrer, Von alter und ältester Nauerntunst, Kl-20. — Ompted», G. Frei h. von, Die Radlerin, X 4 20. — Omvteda. G. Freiherr von, Philister über dir! X 4 20. — Prim er Fred. W., Die Erde bebt, Roman aus den letzten Tagen von San Francisco, X 3 60. — Bern Maximilian, Die zehnte Muse, X 3 60. — Zabel Rudolf, Tagebuch einer Reise durch Marokko, gbd., X 14 40. — Zabel Rudolf, Meine Hochzeitsreise durch Korea, gbd., X 14 40. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr KFed. Vllmbergin Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Hotel «lefant. Vom 13. bis 15. September. Se. Exzellenz Prinz Lazarow, St. Petersburg. — Prinz C. de Polignac, Podwein, — Fassoni, Privat, Florenz. — Axilette. Privat, Durtol (Frank, reich). — Dr. Iantowski, Arzt, Warschau. — v, Schollmeyer, Gutsbesitzer, Schneeberg. — Baron Albori, s. Schwiegertochter; Dr. Thomann, l. l. Regieruugsrat; Iereb, Beamtensgattin, famt Sohn; Stölker f. Familie, Lubitfch, Lutsch, NeKrami, Ebel. Mandolfo s. Familie, Gans. Me.; Erres. Privat, s. Schwester; Dr. Rizzoli. Privat. Turst. — Germ, Gutsbesitzer, s, Sohn, Weinhof, — Vieomte und Vicomtesse de Pierredon. Paris. — Klofäi, Neichsratsabgeoldncter, s. Frau, Prag. — Dr. Kopiiva, k. u, l. Generalstabsarzt und Sanitätschef, Sarajevo, — Doktor Piesinger, k. l. Adjunkt, s. Frau; Gilbert, Privat, s. Frau; Blühweiß, Kfm.. Graz. - Gustin. Kfm,. Mottling. — Deutsch, ltfm., Groß Kanizsa. — Hynjck, l. u. l. Oberleutnant, s. Frau, Königgrätz. — Grette, Kfm,, Pachau. — Tercel. Kfm.. Linz. — Oliwa, Private, s. Familie; Preradovic, Fregattenkapitän, s. Familie, Pola. — Ialltt. Fabrikant. Rubbia. — Hillard. Kfm., Karlsbad. — Hotschewer, t. u. l. Leutnant, Peterwardein, — Malciö s. Tochter. Vaic. Me., Karlstadt. — Scarpo. Kfm.. Venedig. — Hentrich, Kfm., Berlin. — Lex, Kfm.. München. — Smetal, Brauereiinspeltor, Graz. — Frühwirt, Kfm., Brunn, — Reitmayer, Kfm., Schälding. — Wackenreiter. Kurarzt, Stein. — Agnie, Private, Amerika. — Vobiö, Student, Marburg. — Zally. Emendi. Private. Trieft. — Valeucii, Private, s. Töchtern; Moravetz, Kfm. Fiume. — Grohmann, Fabrikant; Grabner, Privat, s. Töchtern; Müller, Kallmann, Hellmann, Braun, Friedman». Meyer, Hoslowsty, Spiegler. Pora.es, Stark, Goldstein. Fischgrund, Heumann, lkellermann, Pwssinagg jun., Künigsgarten. Herz, Graf, Gottlieb, Trautmann, Ellmann, Löwy, Köllner, Busek. Schwarz M,. Schwarz L., Kflte.; Berger, Private, s. Schwester; Löhrl. Professor; Sander, Privat; Doktor Frieb, s. Frau, Wien. — Teriek, Kfm,, Linz. Verstorbene. Im Iivilspitale: Am 14. September. Andreas Igaga, Inwohner, 30 I.. Marasmus. __________ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. <7 ^UTN^^gS 3 10^ windstill Regen ^^ 9 . Ab. 7374 100 N. fchwach bewölkt 16.1 7Ü. F. j?37 6l 7 4j windstill , Nebel < 2 7 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 9 7', Nor» male 14 6". Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Mss^ X»vtS, ^«i»»O ^»ut "MH schönen ll«e» Teint erhält man, Hantnnreinigleiten. Pusteln :c verschwinden, wascht man sich mit der, jetzt durch Zusah der Patentamt!, gesch. Vlumenmilch Vellatin abermals verbesferten Docrings Seife mit der Eule, die trotz ihrer bedeutenden Ver» besserung für 6l) Heller überall zu haben ist. (127?) 5—4 ^^ M H .^^^ ^^^ »sl,r^ut,i5,t um10tl. «Kinweis. Der Gesamtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt des Praktischen Wochenblattes für Österreich.Ungarns Hausfrauen „Fürs Haus" bei, welchen wir der Beachtung aller Hausfrauen nachdrücklich empfehlen. Gin Jubiläums Preisausschreiben mit 30 Preisen im Werte von 1000 X veranstaltet das praktische Frauenblatl «Fürs haus» anläßlich des diesen Herbst beginnenden 25. (Jubiläums») Jahrganges. Den Gegenstand der Preisaufgabe bildet eine Tchönheltskonlurrenz. In origineller Weise ist die Entscheidung in die Hand des Publikums gelegt. Näheres ist ersichtlich aus dem Prospekt, der unserer heutigen Nummer beiliegt und auch vom Verlage (Wien I., Wollzeile 31) auf Verlangen an alle Interessenten kostenlos versandt wird. — «Fürs Haus» bietet der Frauenwelt wöchentlich eine auf der Höhe der Zeit stehende, reich illustrierte Modebeilage (Mode für Erwachsene. Kiudermode, Handarbeiten, Wasche) mit monatlich 2 Schnitlmusterbogen, ferner eine «Romaubeilage», Beilagen «Fürs kleine Volt». «Arzt fürs Haus». «Musikbeilage» und «Am Webstuhl der Zeit« (reichillustriert). Dabei tostet «Fürs Haus» vierteljährlich nur 1 X 60 l> und ist durch alle Buchhandlungen und Postaustalten zu beziehen. (3975) Allen IlM'N Verwandten. Freunden und Bekannten geben wir die traurige Nachricht, dasz unsere liebe Mutter. Frau Elisabeth Peterka Hausbesitzerin und Handelsfrau heute um halb 3 Uhr nachmittags, nach kurzem Leiden, «ersehen mit den heiligen Sterbesakramenten, selig im Herrn verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Mtlmoch am 19. September um 4 Uhr nach-mittags vom Strrbehause St. Petersstrasze Nr. 21 aus auf den Fricdhof zu Sankt Christoph statt. Das feierliche Zeelenamt wird Donnerstag am 20. September um 10 Uhr vormittags in der Franziskanerkirche gelesen werden. Laibach, am 17. September 1900. Major Kastl v. TraunMtt ^,,,^A v- Mautz ^ ^ ^ ^..^ al« Schwiegersohn. ^ny Kastl v. Trauttstatt ^ Enkelinnen. al« Töchter. Ne«rdlau»a«ailst betto (Iün.'Iull) per Nasse 98 85 99 l>5 4 ««/« «. W. stvten (F«br,.«u«.) P«r Kasse......loo — iou go 4-2°/, 0. W. Silber («pril.ON.) per Kasse ...... i«a - 100^0 l86ver Staatslose 5U0 fl, 4 «/„ 15? 40 159-4C i«»0er „ iuo fl. 4 «/<, üil> - 22"-18S4« ,. 1U0 fl. . . 875- 877-- «8«4n „ »l,n.z. ^lisabethbahn in G., stennslt!, zu 10.000 sl, . , . 4 °/<> 117-20 118'bi, Franz Josef-Nah» ln Silber (biv. St.) . . . b'/<°/« 12885 12485 Hal. Karl Lubwig-Vahn (biv. StÄcke) Krone» . . 4«/« 88-30 100-30 Kubolsvahn in Kronenwähruug, steueifr. (div. St.) . 4°/„ 99-25 100-25 Lorarlberger Vahn, steuerfrei, 40» Kronen . , . 4"/° 83 50 100 50 Z» «tllakschnltvnschltlbnngtn »b>esttmptlte FisentllhN'Zktien. Hlisabelh.Ä. 200 fl. KM. 5'/<"/<> von 400 Kronen .... 481 — 462 — delto Linz.Budweis 200 fl. «. W. E. b'/<°/n ... 43b — 43? -detto Salzburg-Tirol 80» l. ö. W S. 5°/« ... .42650 428- Geld Ware Do« Zlllllle zur Zahlung 2b«> nomment sistnbxhn.Plloritäl«' ßbligationtn. Äühm. Wcstbahn, /,«/« detto per Kasse . 84 20 «4'4<> Ul>g. Prämien.slnl. k inu fl, . 8U7-50 LUU ü(» dcUo k 50 fl, . L0e-t>(> 208-5» Theiß-Reg,-Lose 4"/u .... ib.i-75 15b'7b »"/<> uiMr. Grunbentl.-Obllg 8445 95-45 4"/« lroat. u. slav. Gruntxntl. vblia. ....... 9S-- 97 20 Andere öffentliche Anlehen. V°ön. Landcs.Anl. (biv.) 4"/<> . 942N 95L0 Äoön. Herren, Eisenb.'Landes» Anlcheil (div.) 4>/,°/n - - 100-10 101 10 5°/l, Dunau'Neg.-Mnlelhe 1878 105'üO i««-«<> Wiener Verlchr«°«!lleilie 4°/^ 98 70 »9 70 detto I8«0 4°/« 89-05 100 «15 «nlehen ber Stadt Wien . . 102-15 103 15 betto (S. ob. G.) . . . 12140 l^2 40 detto (1894) . . . . 87-10 98-l» betto (1898) .... 88l»n 99-85 detto (1900) .... 99-20 100 20 dcttll Inv.-N.) 19«2 . 98-10 IO0-N, ^«lsebau-Anleben verlosb. 5"/« 83-50 100-5" Vulg. Ntlllltseiscnb.-Hyp..«lnl. 1888 Gold .... 6°/u 117-90 118L» Nulg. Staats. Hypothekar Vlnl. 1892......S°/, 118 95 1188?, Gelb Ware Pfandbriefe «. Vodenlr.,llll8,est.in50I^l,4°/„ 8U— 994b BVHm. Hhpothelenbanlverl. 4°/« 994t> 99 85 Nen«ral.«od.°Kred..Vi., 0sterr., 4b I. uerl. 4 >/,°/° . - - 101^5 102 25 Zentral-Bob.°Kred..Bl., bsterr., 65 I. Verl. 4"/« .... 9980 1«080 Kred.-Inft.vsterr., f. iljerl..Unt. u.üffentl.Nrb.Kat.^vl,4°/« 98 55 99 55 Uandezv. d. Kln. Galizien und «odoin. 57'/, I. ruckz. 4°/» 93'— 99'- Mähr. Hyputhelenb. verl, 4°/« 99— 9980 N.«österr.^llnbe«'Hyp.'Anst.4''/, 8»-?0 ion-?i! brtto iütl. 2°/«Pr. Verl. L>/i"/° 8250 »35« detto K..Schulbsch. veil, 3>/»°/c> 82-— 88- betto Verl. 4°/o 99S0 1V0S0 Osterr.'Uügar. Banl 50 jühr. veil. 4°/<) ö. W..... 98-35 100-25 betto 4"/<> Kr..... 9990 100-80 Tpart. I. «st., 6N I. veil. 4°/«, lou Sb —-— Eisenbahn.Prioritäts-Obligationen. ^erdlnand«.Nurdbahn ltin. 1888 i«0 15 IUI15 detto ltm. 1904 100— 101- Österr. Nordwcstb. «0U sl, S. , 10585 1U6'8l> Ttaatijliahn 50» Fr..... 424-— 486 — slidbahn k 3°/o Jänner.Juli 5oo Fr. (per St.) , . . 318 — 31» - Vüdbahn il 5°/u..... 124 35 125-35 Diverse Lose (per Stück). Derzinlliche fose. 3°/» Nobenlrebit.iiose Em. 1880 282 5L »91 2« detto Äegulierungs»Lose 100 fl. ö. W..... 228— 26S-— Srrb.Präm,.«,,!. v.100Fr.2°/„ 8erzln,llche fose. Äudap.Vasilila (Dombau) 5 sl. 22— 24 — Kreditlose 100 fl...... 454- 464-.- Vlary'Lose 40 fl, K. M. , . 138— 146 — Ofeuer «ose 40 fl..... 160— 178 — Pnlsft,.L°se 40 fl. K. M. . . 109- 179- Noten Kreuz, öft. Ges. v., 1» fl. 48 75 50-?b !>>oten Kreuz, una. Ges, v., 5 fl. 29 d0 »1'5o Nudllls.Lose iu sl...... 5L— U1-— öalm.Lose 4« sl. K. M. . . 188 — 2U4-- Geld Ware Türl. E..N..Anl. Präm.'Oblig. 400 Fr. per Kasse . . . i«i ?-> ,^2 ?,^ betto perM. ... ißi-2b 16225 Wiener Komm.'Lose v. 1.1874 50H-— 514 b0 Oew.'Lch.d. 3»/«Pl«m..Schuldv. d. Nodcnlr..«!!st. Vm. 1888 81- 98- Alticn. ItllNlporl'Vnlemthmnngtn. «usstg.Iepl. Elsenb. 500 fl. . 2476— 2?s6 - Ä«l,M. Norbvllhn 150 sl. . . 3ö8— »70- Äuschllehrader Eisb.KNN fl. KM. ö^88 — 3oc>8-- delto (lit. U,) 2<»u fl, per Ult. 1134'— 1140'-Dona» . Da»!pfschisslll,rt«. Ges., 1., l, l. priv., 5 ltisenbahn» Gesellschaft, 200 fl. S, , 581- 584 — L!ov,d,esterr.,Trieft.,50Nsl.KM. 757'— 765-- Osterr. Nordtrestliahn 200 ft. T. 452— 454- detto (lit. L.) 200 fl.S.P. Ult. 450— 451?» Piag.D»lerEise.!b,inofl.abgst. 225— 226- Staatseisb. 200 sl,T. per Ultimo 672 50 673-en Südb. 200 fl. Silber per Ullimo 167-75 168-75 Lüdnorddeiitsche Nerbindungsb. 2o« fl. KM...... 410- 410-25 Tramway «Ges,, neue Wiener, Prioritäts.Altien 100 fl. . —-— —-— Unnar. Westbahn (Maab'Vraz) 20" sl, S....... 40?-- 409 — Wr. Uolalb..Nltien>V«s. 200 fl. 190-------- Vanlen. «nglo.Öslerr. Vanl, 120 fl. . . 817— 31750 Vantverein, Wiener, per Kasse —— — — detto per Ultimo . . . 550— 551'— Vodcnlr,.Nn!t. 0slerr, 200fl.S, 1041 — 1044- gentr,.Vod,.K«db. öst., 200 fl. 558'— 560-Kreditanstalt sNr Handel und Gewerbe, 16« fl., per Kalse —-— —-— detto per Ultimo 668 :0 668 50 Krebitbllül alll,. ,»'g., 200 fl, . 8085U 808 50 Depositenbank, all«., 200 fl. . 454— 456 — Eslompte > Gesellschaft, nieder» österr., 4»n Kronen . . . 571-— 575-Giro» und Kassenverein, Wiener, 20U fl........ 458'— 462 — Hyputheleilbanl, österreichische, 20« sl. 30°/u (t..... 296— L98 — Ländcrbanl, »sterr., 200 fl. per Kasse....... --- —- drtto per Ultimo .... 438 75 439 75 „Merkur", Wechselst,'Altien. Gesellschaft, li«n fl. . . . «32— 637 — Veld Ware Österr.'ung. Van! 1400 Kronen 17«? - i??6 — Unionbanl 200 fl...... 55^-— 5d4 — Verlehrsbanl, allg., 140 fl. . »87 — 338 — Indnstril'Bnllrnthmungen. Bange!., alln, ssterr,, lou fl. . 150— iüc-50 BrüxerKohlcnberssb, Ges,1o«fl, ?27— 73150 liisenbahüw'Leihg,erste,loofl. 206-— 210 — ,.,V,-G, 178— ,8l — ltleltr.Ges,, alla. üsterr,, 2o« fl, 457- 459 — detto internal.,200fl. 5!»«50 588'-^ Hirtenberger Patr.», Ziinbh. u, Met,.Fabril 400 Kr. . . 1152 — 1162 - Lirsinger Äranerei 100 fl. . . »02- 303 50 Mon!an.GcseNsch,,österr.»alplne 655-— 606 — ,,Poldl.Hülte", Tiegrlguszstahl' F..«,.O, 2!,« sl. ... 544- 547 -Präger Eisen. Ind.» Gel. Vm. 1905, 200 sl...... 2821 — 2831- - Nima.Murany.Salgo»Tarjaner «iiscnw. 100 sl..... 582— 583 — Salao.Tarj Steinkohlen i«u fl, 62?— 6L8- — ..Schlöglmichl", Papiers.,LOvfl. 33U-— »35— ..Schudnica", U,.G. f. Petrol.. Ind., 59« Kr..... 640 — 644 — „Steyrermühl", Papierfabrik und V'G...... 47«— 48? — Trisailer Kuhlenw.'G. 7« fl. . 232— 300 — Tüll. Tabalregie.Oes. 2i>0 Fr. per Kasse . —— — — detto per Ultimo 407 zu 409 50 Waffens.Ocl., österr.. in Wien, 1«« fl........ 580— 584 — Waaa.on>Lelhanstlllt, allaem., in Pest, 400 Kr..... —— --— Wr. Äaunesellschast 100 sl. . . 1U4-- 165 — Wienerbcrger ZiegeIf..Nll..Ges. 84l>-— 849 — Devisen. Kurze Sichten und Zcheck». Amsierbam....... 18835 1<15 60 Deutsche P'ähe...... 11? 4b 11765 London........ 338-92 240 25 Italienische Aanlplühe . . . 9225 85 40 Paris......... 9527' 85'42' Zürich und Valel..... 9522» ö5 42' Valuten. Dulaten ....... ii-»5 11»» 2«-ssranlen-Stücle..... l9 1« 19 ,3 ^«.Marl-Stücle...... 23 4ü -rl«r«n, I'rlorltAleu Aktien, (iOieu elc, Uevls«» und Valuten. 66 Los-Versicherung. DBa.3a.lc- -va-nd. TWeclxslererescii.&ft L.albn«b, Spitalgasse. Privat-Depots (Safe - Deposits) I -CL33.t«x »lg^üaia. "V«rBc3a.l-a.«Bi d.»r X»»rt»l. I VerziDiusg v«i Barelnlagto lm~KÜüto-Kerrent- und auf Sln-Koati, |