MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES zp„„3; ?.,Ä srs? r::'Ä.*r. r«ää G^ch/fÄti™ 't. cmi MlrktnlM^N^^ il«.«?» N, b.lialj^M Poitich^irkkonto W« Ni 54.#« KM J,-. AlUrtrt durch Po>t noB-tUch IlM 3,10 (alntchl. tB.I Rpf Po*tsi1tuiigtg«bnhr) ani M *pf Zurt.ll Geicbirttitallen n Olli Msrktplati Nr 12. Ftraruf Ni 7. und In Pettaj Ungartnrgaist Nr I. Pemnit Nr U. gsbOhi EtnxalnamnarD w«rd«i aur gogra VorelBundung dM BlnnilpradaB nuin niemals die Abelcht gehabt hnhe, mit der Atlantik-Charta Entscheidungen fflr eine Politik festzulegen.« Die britische Zeitung läßt dann erkennen, daß die Atlantik-Charta auch niemals ein Dokument der Bedin-ffongn für einen konuneneii>ordwerfung der In 4ar Atlantik-Charta niedergelegtso Prln-dpien fQr das Selbetbeattmmimgsrerht der VAlker wfirde allerdlnge «üi« MaA-aafame Min, deren strafbare Polgen un-▼ermeddUch wtren.« Heuchlerisch meint da« Blatt, »daß das Festhalten an diesen PHnxlpien de« Selbstbeetlmznungsrechtee Wf Koetem der Erfordernisse einer gelenkten miHtftriechen Slch«rhe4tspol1tik «nd einer Wlrtedhaftsorganisation aber noch verhingnlevoller »ein wflrde.i So ▼ermicht man, die betrogenen kleinen Völker über diesen großen Verrat Roosevelta und Chur-dhill« hinwegzu-ItuschML.« Druck gegeB die Finnen Zu soichsn Hingeetlnflnläsen, daß die ▼lelg^erühmte ■FroLhelteerklärungf nor •ui eine T&usohung den Öffentlichkeit beiechnet war, sieht man sich in England gezwungen, weil die Tatsachen eelber keine andere Möglichkeit mehr lassen Das Vorgehen gegen die Exilregierungen in London uiid Kairo, der Dnick, der gegen Irland versucht wird und nicht zuletzt das Verhalten gegen Finnland beweist, was von Versprechungen und Vertröstungen der Anglo-Ame-ilkan*r zu halten ist. Bekanntlich haben London und Washington nichts unver-•ucht gelassen, um durch einen sich von Tag zu Tag verstärkenden Druck dl« Flunen zur Annahme der Sowjet-russischen Waffenstillatandsbcdingusigen KU zwingen imd da« tapfer« finnische Volk dem Boischewismafi in rüs Arme lu treiben. Das amtliche Londoner Reuter-Büro hatte, unterstützt von der «ng Hachen Press«, «Ln Kesseltreiben gegen Finnland begonnen, an dem sich dnnn auch noch die schwedische Presse boieiligte. Die«e vereinigte Pressemeute, hinter oer wie gewöhnlich die jüdischen Kriegshetzer standen, hatte den Eindruck zu erwecken versucht, als habe die schwedische Regierung kurz vor der BoschiuBfassung de» finnischen Reichstages übei . die sowjetischen Bedingungen Schritte unternommen, von denen dorn finnischen Reichstag durch die verantwortlichen Stellen In Helsinki kein« Kenntiüfl gegeben worden sei. Atifgedeckter Schwindel Eine finnische Erklärung straft die anqio-ameriknnische uivd dl« schwedische Presse Lügen und deckt einen großangelegten Agit'itionsechwindel auf, der nach altem Muster in dem Augenblick in Szene gesetzt wurde, als das finnische Volk vor foIqen«chweren Entscheidungen stand. Nach den alten Methoden des anglo-amerikanischen Ner-venkrierfe« versuchte man von London, Wjisliington und Stockholm au« auf das finnische Volk Lm Sinne Moskau# ein-tuwirken Aher Finnland hat ungeachtet dieser Erproesiinqsversuche sich seine •dgonen Entecheidungen vorbehalten in der Erkenntnis, daß niemand anders al« das finnische Volk selbst die letzte Entscheidung über das Schicksal des Landes fällen könne. Man weiß in Finnland, au« welchen Gründen die Engländer und Amerikaner und die von ihnen vorgeschickten anderen Fürsprecher für eine Unterwerfung unter die »milden« Bedingungen der Sowjets ihre Ratschläge erteilen. Man hat es überdies In den letzten 24 Shmdan noch einmal besonders deutlich gesagt bekomman. In der Montagsausgabe nahm der »Manchester Guardian« In einem Leitartikel unter der Überschrift »Hitl«r und Finnland« Stellung lu dam Führ«rint«r-view. Zu der Frage einer engliach-amerlkanisehen Garanti« für Finnland, die der Führer schon damit beantwortet hatte, daß jede Garantie der Engländer und der Amerikaner eine Utopue sed, macht da« Blatt nämlich dl« interessant« Mlttellimg, daß britisch« und amerikanisch« Garantlao nutzlos s«lii würden, aber sie seien Pinnland gax nicht angeboten worden Im übrigen sieiht eich »Manchester Guardian« zu der Bestätigung des. Führer-Argumenft* gezwungen, daß dl« Sowjetunion die gegenwärtigen Bedingungen dazu benutzen werde, Finnland auf lange Sicht zu unterjochen. , Auch da« Beispiel Pinnland wird da« seine dazu beitragen, in Europa die endgültig« Klarheit über dl« Kriegszi«!« des Feindes zu schaffen. Grosse Brände im Hafen von Hull Der Angriff auf den Geleitzug vor Nordafrika dnb Berlin, 20, März über den Angriff schwerer deutscher Kampffllegerverbände gegen den Hafen Hull an der Humber-Mündung In der Nacht zum Montag melden die zurückgekehrten Besatzungen, daß der Abwurf der Spreng- und Brandbomben auf die befohlenen Ziele bei guter Sicht erfolgte. In den Hafenanlagen und Versorgungseinrichtungen dieser wichtigen ostengll-schen Stadt wurden zahlreiche Bombenvolltreffer erzielt und ausgedehnte Brände beobachtet. Von den Führern der^ deutschen Kampfverbände wird die Wirkung dieses zusammengefaßten Angriffs als gut bezeichnet. Von ebenso guter Wirkung war das Unternehmen deutscher Torpedoflugzeuge gegen einen feindlichen Geleitzug Im Seegebiet von Bougle vor der nordafrikanischen Küste, Der eine halbe Stunde dauernde Angriff unserer Torpedoflieger wurde von Beleuchtungs-flugzeugen unterstützt, sodaß die abgeworfenen Torpedos gut Im Ziel lagen. Trotz heftiger Abwehr der feindlichen Sicherungsstreitkräfte erlitten, wie bereits gemeldet, fünf vollbeladene Handelsschiffe der Anglo-Amorlkaner so schwere Beschädigungen, daß der Totalverlust dieser Frachter als sicher anzunehmen Ist. An den Brückenlcöpfen des Bug Hartt Kämpfe an den Fronten zwischen Nikolajew und Kowcl dnb Bariin, 20. Min Im Mdan d«r' Ostfront «choben alch di« BolsclMiwi«t«n am 19, März dichter an dl« deutschen BrQckenkÖpfe am un-t«r«n ukrainischen Buq heran. Sie griffen unser« Stellungen öatlich Nikolajew vom Südosten und Osten, di« vorgeschobenen Sperilinien östlich und nordöstlich Wosnessenak und unsere Sicherungen Im nordöstlichen Vorfeld von Per-womaiek in wechselnder Stärke an. Außerdem taaten sie die Abechnitte zwischen diesen Punkten nach schwachen Stellen ab. Alle Versuche, die Brückenköpfe aufzusprengen, schlugen fehl, Un-««r« wiederholt zu energischen Ciegen-«avgrilleo antretenden Truppen, darunter di« von Hauptmann Kalberlak geführte Kampfgruppe, wiesen die Angreifer blutig ab und vernichteten einen etwa 300 Mann starken eingebrochenen sowjetischen Schützenverband. Artillerie, Luftwaffe und Panzerzüge unterstützten die Abwehrkämpfe. Westlich de«, mittleren Buq sammelten die Bolschewisten stärkere Kräfte und verstärkten mit ihnen den Druck gegen den Dnjestr. Die an zwei etwa 50 Kilometer auseinanderliegenden Stellen nach Westen vordringenden Stoßkeile und die ihnen folqenden Reeerven wurden von der Luftwaffe heftig angegriffen. Mehr al« 400 Kampf- und Schlachtflieger nahmen In fortgesetzten Tief- und Sturzflügen feindliche Panzeransammlungen, Be-reitsteihmgen und Marschkolonnen mit Bomben und Bordwaffen unter Feuer Sie vernichteten 13 Panzer und 16 Geschütze, setzten zahlreiche weitere Kampfwagen Sowjets westlich des mittler«n Bug war in den letzten Tagen an dar nach Norden au«biegenden Schleife des ob«ren Bug bei Wmnlza «tlne Frontnas« «nt-«landen, die der Feind wiederholt ver-gebHch einzudrücken versucht hatt«. Nach Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen räumten unsere Truppen Jetzt den Prontvorsprung und die Stadt Win-niza. Diese Verkürzung der eigenen Linien bewirkte, daß die folgenden Angriffe des Feindes gegen einen stidwest-l!bh der Stadt liegenden Eisenbahnknotenpunkt zusammenbrachen. Weiter nördlich setzten unsere Panzer ihre Gegenangriffe un Bereich der Straße Winniza—Proekurow fort. Schon am Vortage hatt«o sie hier T«iJ« drei«r sowjetischer Schützendivisionen geworfen. In Fortsetzung des Angriffs wxirden nunmehr am Sonntag stärkere feindliche Kräftegruppen zerschlagen. Zwischen Proskurow und Tarnopol griffen unsere Truppen ebenfalls wieder dii. Panzerkräfte drangen tief in da« vom Feind besetzte Gebiet ein und nahmen einige Höhen, von denen aus wichtige Nachsrhubverbindungen der Sowjets bedroht werden. An anderer Stell« stürmten Grenadier« mehrere Ortschaften und hielten ue unter Abschuß einer Reihe von Panzern gegen aJle feindlichen Gegenstöße, über 100 Gefangen« h«len dabei in un««r« Hand. Im Raum zwischen Kr«m«nea und Kowel versuchte der Fednd am Süd-flüg«l dl« zäh verteidigten Kremenez-Berge von Süden her zu umgehen und die Straße Dubno—Brody zu erreichen, und Batterien außer Gefecht und zer- i während der Feind am Nordflügal seine störten, wie durch Aufklärermeldunqen bestätigt wurde, bei Angriffen gegen Sammelplätze und Aufmarschräume nicht weniger als 400 feindliche Fahrzeuge aller Art. Durch da« weitere Vordringen der Vorstöße aui Kowel konzentrierte. E« entwickelten sich harte, den ganzen Tag ülter andauernde Kämpfe mit eingebrochenen feindlichen Kräften, in denen unsere Truppen nach bisherigen Meldungen 28 Sowjetpanzer abschössen. PK*Krie(t«berifyit«r Witlmaack iRch) Turkmenen Im Ftn'^atz gegen Randen Bei der Bekämpfung kommunifitisrher B mden in Mnzodnnieri haben sich schon mehrfach aus Turkmenen bestehende Freiwilhqenverbände aiiÄqezeicluiet. — Unser ßild zeigt; Der deutsche Zuqlüh or erUuten den turkmeuistheii Trup peniuhiern die Lage Der tödliche irrium Der Fall Fucheu als WamimjJ nicht nur für Frankreich Von .Josef Berdolt — Vichy Der frühere /n/ienrrij/iysfcr Vi-chya zur Zelt Dariaria, Pierre Puchen, wurde am Montagmorgen In VoHatreckung des VrteilB erschossen, meldet Reuter aus AJffter. Di«. Ausli«f«rung Nordafrikas hatt« d«n General Giraud bei den Anglo-Ame-rlkanern zunächst zu einem großen Mann gemacht, derui «r hatte sich Verdienst« um die Sache der „Verbündeten" erworben. Das ließ den früheren Innenminister Vlchys, Pierre Pucheu, der als Vertreter der zweigleisigen abwartenden Politik bei d«r Rückkehr Lavais im April 1942 abtreten mußte, nicht ruhen. Er hatte bisher auf Pätain gesetzt und wollte nun auf Giraud setzen. Ein anglo-amerikanischer Sieg war ihm überdies sympathischer. Heimlich floh er daher nach Portugal und bot Giraud brieflich seine Dienste an. Giraud kannte den jungen, «hrg«izlgen Vertreter führender französischer Flnanzkreis«, die groß« Interessen in England und den USA hatten, aus der Vorkrlegs7elt und hatte sich noch kurz vor dem nordafrikanischen Streich mit Ihm verständigt. Er antwortete daher durch einen sehr herzlich gehaltenen Freundschaftsbrief, der Pucheu zum Kommen einlud Als Pucheu In Nordafrika eintraf, wurde er verhaftet, und Giraud und sogar die anglo-amerlkanischen Besatzungsbehörden waren außerstande, seine Freilassung zu erwirken. Etwas Grundsätzliches war inzwischen eingetreten und wirksam geworden. Etwas das von Europa aus vorausgesehen werden konnte, das jedoch das reaktionäre Bürgertum In Frankreich sich nicht vorzustellen v«rmochte und dessen Bedeutung In arglo-amerikanischen Ländern auch heute noch nicht klar erkannt wird Da« Unvorhergesehene Es wäre ungenau, anzunehmen, diese« Grundsätzliche liege allem in der Ankunft der Person de Gaullea. Dieser General war lange Zeit ein von London benutztes Werkzeug und darum harmlos. Erst dadurch, daß Maisky 'm Auftrag de« Kreml der Londoner Regierung dieses /)er deutsche Wehrmachtbericht Zwischen Bug und Dnjestr Verstäikter feindlicher Druck — 24 Bomber über Südostdeutschland abgeschossen dnb Führ«rhauptquarUer, 20. März Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Am Brückenkopf in Nikolajew, im Raum Wosncssensk und nordöstlich Perwomaisk blleb«'n erneute feindliche Angriffe erfolglos. Eine Kampfgruppe unter Führung des Hauptmannes Kalberlak hat sich bei diesen Kämpfeik besonders ausgezeichnet. Zwischen dem mittleren ukrainischen Bug und dem Dnjestr verstärkte sich der feindliche Druck. Die Stadt Winniza wurde nach Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen befehlsgemäß geräumt, östlich Proskurow wurden Teile mehrerer sowjetischer Schützendivisionen durch entschlossene Vorstöße unserer Panzerverbände zerschlagen. Hierbei hat sich die Panzeraufklärungsabteilung 16 unter Führung des Hauptmannes Schiller besonders bewährt. Auch zwischen Proskurow und Tarnopol wurden den Bolschewlsten durch erfolgreiche Ge- genangriff« höh« Vsrlust« zug«tügt. Im Raum Krzemluniez und b«l Kowel stehen unsere Truppen welter in schwerem Abwehrkdmpf, Im Gebiet der Pripjetsümpf« und am Südufer des Prlpjet scheiterten zahlreiche Vorstöße der Sowjets. Südöstlich Wltebsk kam es zu schweren örtlichen Kämpfen um eine Höhenstellung, di« mehrfach den Besitzer wechselte. Im Nordabschnitt der Ostfront griff der Feind nur an der Narwa-Front an. Er wurde nach Abschuß von zehn Panzern abgewiesen. Im Landekopf von Nettuno führte der Gegner südwestlich Aprllla mehrere von starker Artillerie unterstützte, aber erfolglose Angriffe Die Verteidiget von Cassino schlugen gestern erneut alle feindlichen Angriffe, die während des ganzen Tages mit starker Artlllerleun-terslützung geführt wurden, ab. In den Abendstunden des 19. März beschädigte ein Vorband deutscher Torpedoflugzeuge beim Angriff auf «in feindliches Gelelt vor der nordafrlkanischec Küste fünf beladene Prachter mit Über 30 00() brt Schwächere nordamerikanische Bomberverbände flogen am gestrigen Tage bei unsichtigem Wetter von Süden nach Sodostdeutschland ein und waiten an mehreren Stellen Spreng- und Brandbomben. Die Schäden und Verluste sind gering. 25 feindliche Flugzeuge, darunter 24 viermotorige Bomber, w\irden vernichtet. In der letzten Nacht warfen einige britische Störflugzeuge Bomben in Westdeutschland und Im Raum von Berlin. Deutsche Kampfgeschwader griffen den britischen Hafen Hull mit zahlreichen Spreng- und Brandbomben an. In den Zielräumen entstanden ausgedehnte Brände und schwere Zerstörungen. Durch Seestreitkräfte, Rordfiak von Handelsschiffen und Marineflak wurden In der Zelt vom 11. bis 20. März 41 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Werkzeug entwand, durch Verträge t^and und seinen Einsatz m Algier durchsetzte, war für Nordafrika jene Entscheidung gefallen, die Stalin auch In Europa erstrebt. Von diesem Augenblick an zeigte sich in Algier so deutlich wie «onst noch nirgend«, daß die Anglo Amenkanet gegenüber dem sowjetischen Terror-Imperialisiftu« machtlos sind, «elbst. wetin es um ihre beeten Positionen geht. Der Fall Pucheu, so unbedeutend er im einzelnen sein mag, ist dafür ein recht eindrucksvolles Symptom, Zltttrnde Richter Kaum war Pucheu auf Drängen der Kommunisten und trotz des anglo-ame-rikaniachen Einspruchs verhaftet, da trat der »Widerstandsrat«, den Kommunieten und Volksfrontleute gebildet hatten, zusammen und bes( ij .i i-zu »verurteilen«. Washington, London und das Alaier-Kom'.tee versuchten zu bremsen. Aber es half nichts, Mockau war in Algler bereit« stärker Das Gut!-lotine-Gerlcht trat zusammen und bestätigte das Urteil des »Widerstandsra es«, wobei ausdrücklich zugegeben wurde, daß kein Beweismaterial im S nne aer Anklage vorlag Dem Gerich^'S.Dräs den-tcn Vernn und dem jüdischen Staatsanwalt General Weiß, die bdde wie Puchnu den Eid auf Marschall P^'ta'n abgelegt und gebrochen haben, kam es darauf in dem Kreml zu beweisen, daß sie se'ne ergebenen Diener sind und den Charakter des Terrornerichts zu wahren verstehen. Auch ihre Köpfe sitzen |a schon nicht mehr ganz fest. Die Belastungszeu gen waren die gleichen Kommunisten, die «ich im »Widerstandsrat« zusammen-getan haben, der heute das Algier Komitee beherr«cht und ein« untergeord net« Instanz des GPU-Henkers Wyschin ski und des GPU-Mördei« Bogomolow ist. Entlastungszeuge war Giraud, der nun den Freund verleugnete und stam melt, er kenne ihn kaum, Girflud, der Nordafrika den Anglo-Amerikanern ausgeliefert hat und sein Amt als »Ober-btifehlshaber« schon längst nur noch nominell ausüben darf, zittert nun um sein Leben. Was wurde Pucheu vorgeworfen* E» konnte nachweisen, daß es sein Ziel war, den Anglo-Amerikanem zum Sieg zu verhelfen, Abei ei h 'e c!. komm ;ni «tischen Terror alKielehnt, genau «n wie einst Churchill, und er war sogar gegen kommunistische Meuchelmörder unchen Bauern bleibt bestensfalls ein elendes Sklavendasein. Weit der niederländische Bauer da« i.\i ahnen beginnt, schweint er und sieht es klaglos mit an, weil das Wenige überflutet wird, um das Ganze zu retten. Der USA-Brlgadegeneral Wilson, Stabschef einer nordamerikanischen Bomber-Division, wird seit dem Tagesangriff auf ßerlin am 6. März vermißt) so wurde Montag früh in London bekanntgegeben. Sein Flugzeug ist abgestürzt. Mountbattens Rückzug Vernichtungskampf in Burma -— Vordringen der Japaner dnb Tokio, 20. Min Im Abschnitt Tlddin in den burmesischen Tschinbergen begannen die britischen Truppen am 16. März unter heftigem japanischen Druck an det ganzen Frontlinie einen vollen Rückzug anzutreten. Unter dar unaufhörlichen schießung durch die Japanischen Streit* kräfte geriet die Hauptmacht des P«in> des ins Wanken. Unterdessen grupplerton sich dl« Japanischen Verbände auf dem Bergkamm von Taungzan tu einem kraftvollen Angriff gegen die feindlichen Truppen, dl« seit dem Morgen des 16. Min am Rand des Zusammenbruchs stehen und nicht mehr imstande sind, die Japanischen Angriffe aufzuhalten. Toltom fiel unter der Wucht des Japanischen Vormarsches, nachdem eine Japanische Marschkolonne nach einem weiten Umweg über den Manipur-FIuß auf ihrem schnellen Vormarsch in den verschiedenen Abschnitten der Front Uberreste des Feindes ■weiter dezimiert hatte. Die Operationen der Japanischen Truppen auf dem Manl-pur-Flufl nehmen jeizt den Charakter eines ernsten Vernichtungskampfes gegen die eingeschlossenen englischen Truppen an. In einer Erklärung betont Subhas Chandra Bose, daß die Niederlage Mountbattens die Einleitung lu sainem Rückzug aus Neu-Delhi und zum Zusammenbruch der britischen Herrschaft in Indien sei. Die Maßnahmen der indischen Nationalarmee tusammen mit den Japanischen Streitliriften seien Jetit in vollem Schwung. Dl« britischen Truppen könnten la ihren nutxlosan Kimpfen dem Unhell nicht mehr entgehen. e Ab der Seit« der Japaner kimpfen Im Gebiet von Fort Wlthe, wo die Briten den Rückzug angetreten hoben, Einheiten der Indischen Nationalarmee, die damit dem Augenblick entgegensahen, da ila Ihren Heimatboden betreten kön nen. Diese Tatsache darf nicht unter-schitit werden. Der hieraus drohenden Gefahr hat der Gegner insofern Rech nung getragen, als er die Inder aus den ersten Frontlinlen zurückzog und durch Englinder ersetzte. Frontberichten su folge haben sich nämlich die Fille gemehrt. daß indische Soldaten und Offiziere bei der Kampfberührung mit Ein helten der indischen nationalen Frei heitsarmee überliefen. Es handelt sich dabei In erster Linie um Gurkhas und Pundjabls. Wenn Molotow empfängt Sowjeteleganz unter angeiäutelteo Diplomaten — Ein USA'Bericht Lissabon, Mitte Min Mr. Richard Lauterbach, der Vertreter der USA-Zeitschrift »Time« in Moskau, hat am letzten Jahrestag der Sowjetarmee an dem diplomatischen Empfang des Außenkommissars Molotow teilnehmen dürfen. Er kabelt seiner Zalt-Schrift darüber einen ausführlichen Bericht, der nicht nur interessant Ist, weil die Zensur Stalins Ihn so, wie er abgefaßt war, aus der Sowjetunion hersus-liel, sondern wedl er ein gespenstisches Bild der alliierten Weltverbesserer liefert. Lesen wir den Hofhericht, den der Amerikaner seinem Blatte kabelt: »Um 8.30 Uhr begannen die Molotows, unter einem glitzernden Kristallkandelaber in einem der großen Säle des Splri-donowka-Palastes zu empfangen. Well« um Welle von Diplomaten, Paradegeneralen und Badewannenadmlralen aus allen zivilisierten Lindem — natürlich bezieht sich der USA-Journalist lediglich auf die Militärattaches der sogenannten Vereinigten Nationenl — strömte herein. Niemand wirkte dabei komischer als der (exll) norwegische Botschafter, der Jede nur mögliche und vorstellbare Form, Größe und Farbe von Medaillen, Dekorationen und Ordenabändern auf der Brust trug. Der neue abessinische Gesandte, der klein und schwarz daneben auftauchte, prangte in goldverbrämtcm Gewand. Der britische Botschafter, Sir Archibald Kerr, wanderte mit wehenden Frackschössen ruhelos wie ein Geheimrat der britischen Krone^ umher. Harriman, der USA-Botschafter, machte den Eindruck eines nervösen Kuraten und war in seinem viel zu lang geratenen zweireihigen Bör-searock, den er mit einem steifen Kr# (jen zu formalisieren suchte, sehr fehl am Platze. Die Damen Litwinow und Maisky zeigten elegante Abendkleider neuester Mode. Während des einleitenden Konzerts wanderte ich durch verschiedene Säle lind Zimmer und traf eine Reihe alter Be-kftnnter, auch unter den Kellnern, die au« dem »Metropol« rekrutiert waren und hier Dienst taten. AI« da« Konzert vorüber war, führte Molotow seine Gäste zum Essen Es gab zehn Spei«eAäle. — Alle Tische waren schwer mit ausgesuchten Leckerhifisen und Getränken beladen: Ssakuska, russische Vorgerichte, wurden in einer solchen überfüJl« «erviert, daß niemand außer den Kellnern hungrlq war, als einige Stunden «päter die warmen Gerichte aufgetragen wurden. Man konnte dann beobachten, wie sie mit ge-(ülllen Tellern hinter den Portleren verschwanden. Das Mahl war ausgezeichnet und leuchtete in einem Meer von Crepe Suaett« und rotem Champagner. Die meisten Gist« «aflen am Büffet. Nur in einem abgelegenen Zimmer traf ich MoJo-tow mit Mr. Harriman und seiner Tochter Käthe am Tkch. Auch der britisch« Botachafter Ken und Alexander Korneit-schuk sowie «eine Frau Wanda Waailew-ska waren bei ihnen. In einem anderen Raum bat ein amerikanischer Offlsiar Marsf^iall Budjenny um ein Autogramm. Budlenny lehnte es ab, seinen Namen auf eine sowjetische Banknot« mit dam Bilde Lenin« zu setzen und «chrieb ihn «chl läßlich nach lingerem Dringan und Bitten auf ein Stück weißes Papier. Darauf hoben ba nach der Aaländer Konvention von dei Wehrpflicht befreit und konnten nur für den Kriegsfall zu Verteldlgungszwecken herangezogen werden, aber sie hätten sich auch ohnedies zu den Waffen gemeldet, denn daß das Leben auf Aaland nicht mehr so geruhsam verlaufen wird wenn sich die Sowjets mit spanischen Reitern und schweren Batterien dort einnisten würden, darüber gibt man sich. Im Folketing und überall auf den Inseln keiner Alllusion hin. E. W. Dnicfc a Verlag Mirborm Verlag» o Drucker«! Ges. m. b K — Varlagilettung Egoa Bsamgarinei. Haupttchrirtter Raum l«t hell und sonnig und kaum ist der Löffel weggelegt, fängt das oder jene Kind zu gähnen an. Die frische Luft und dae gute Esaen bat sie müde gemacht. Auch da weiß Tante Maria Rat, auf kleinen Ruhebettchen dürfen «le ihren verdientem Mlttagaachlaf halten und dab-J von den «chönen Sachen träumen, die ihnen noch bevorstehen. Vom Ringel-/elhen auf der grünen Wiese oder vom Kaeperl, der wieder einmal zu ihnen kommen wird, oder Im Winter, wenn die schönen Lueter brennen, von Rittern, Prinzen und Helden, von Elfen und Feen, deren Geschichten Tante Maria so schön ^rzählen kann. Während ihre Schützlinge schlafen, erledigt die Leiterin «chriftliche Arbeiten, die genau so sotgsam, wie alles andere getan werden müssen. Die Teller und da« ganze Geschirr ist zu waschen und «o verfllef\ttupnmanner, die vorwioqend aus siidrir ut«« t.cn Gauen stninmen, ur.tei F'ühnino von Hitler ■Juntamm des (l' i-' t ,Ar,fp!,t-j haltes. .Am P et re sen d e ■-Ir'. pp-1 mcinner weiter um einer Ciiil i iir.ii i < Giue^ K.iir' n Folqe ' ^'rn Liederabend in iMarbv*>< Donnersiao, den 2!^ März, kommt im Marburger Heimatbundsaal ein lieder-flbend zur Hurclifühiunci, ien Gerhard-Hüsch aus Berlin bestreitet. Gerhard Hüsch, der beliebte Bariton des Deutschen Opernhauses Beilin. dem Publikum auch durch seine l iedsendunrien im Rundfunk bekannt, Ist e'.n ''le -^ter subtl-1er Voitrngsk'.inst, bei dem sieb Wort und Ton auf las inni'""te verschmelzen. Hohe Sprachkultur iuk' deklemat Tisrhe Meisterschaft vrTbinden sich mit starker Vlusikalität und Iptelünen? deren ITaltung jedoch immer bestimmt wird durrh die Gesetze des Hef/ens Sei Ist Gerhard ltü«rh ein Herold np\"'iidpn fiir die Kunst und Kul'ur des neuon Deutschland und seine Kon7ertnl-u>nde Im In-und Ausland finden stets stärksten Widerhall bei einem beoeisterten Publikum, das sich voller Frrnitf.-'nhf'it in die Schönheit deutscher liedknnsl einfuhren läßt » Ins Marljurqer Ciauki.inKenbdus eingeliefert. Die Irt Jrthre die Ib- mteustoch-ter Anqela Auciustinowi's'h au^ .All-Neudorf 83, Gemeinde Wt-riif eo «türztM und brach sich dv?n linken Untors' henkel. — Beim Srhifahren kam ner luniujabrine Grundbi^i'zersohn Pprinz nr.Tsch tni h aus Rantschüch, Cieme'nde Kuin c h^f-^'d "u Sturz lind brach s-'h d-t- linke Pein Petreuuug der Krinuleulichen. Seit End« voriqen Jahies belanden si-h im CViu Steiermaik mehrere Lnrier m • Deutsrhen, die au« der Kiim zurückgeführt wipden. Die Betreuunq der Frauen übi'rnahm die Abteilung Volkstum Audand im Deutschen Ffciuenwerk — Bei d'e^er Arbeit werden Nähfitunrien und Sinqqcmein-schalten durchqefiihrt. Ebenso hat auch die Kintiernruppe innerh^db der Laoor bereit« ihre Arbeit aufneuommen Dit Mütterdienst hielt Kurse für Scuuilings-■md Krankenpfleqe ab. MARBUKGER ZEITUNO Fa'I FcÜot auf marx'stis heir H ntcrgrund D. r f'dl! Peiiot ichemt e n Sk-Lmdai ni,l pi.t]'.-V ii» in 'I iTiOKiaiiul zu weiiiea, w e iler^ t'iiesicii rlpj trrmycviisc' /i K I njltio.i.'i'i zu enlnt'hmen isi In cl.t-scni AUs.Mnrrcnhrtiiq '»rwdrtel m^n jpl/l in I'.rs rl e finfiiti Pniliinq eirn"^ b'i-h.M II ■ !ii ton /fhn .Jühre /iiri!''<• Ijeqi ii(l> 11 Vl'ir. CS dn p'.nu' Milchhänd.L-rui i;i W'Ilc'neuve-Sur-Yonn«. D Pi>t;ot w ir 7ii lent^r Zeit maixisli-* hf' B'iiqottneKtpi diPst*. Ortes, und e n !'► ;I (1.-r B' viilkortinq halle ihn drs Slon'fs v«»rri-icht Qt. Die Anqelf'ifinhr ! k ('11 w ■■'■'tenrl der damdliqen W.=»h!kfirnp-fp 7iir "^t)rcHh^• und dPi »riutc, immer frpu;id!r h Ijf httlnc'e Doktor - wurde drtm sp'ter uL)erti.iupt nui weqon die««'« Vor-d. ' htfs Svmphit'f zum f'cnpifi'- i-'l des OfTitMtr-mrnls gewählt. Hei d"' l "lf «ii'"hupq des Mordrs an de^r Milrh-hmdief.n wurd-fn Finnorabdriirke des Mörders an der Gotdlc istie abqenoninmn, ans der de* T'itor 10 000 Tranken r h«ffe Der ftlfpnfi'rh vc dcirhtiqtt't^r I'ffi )l HP'q daß «chon sei-iicr-.'p t p'iüi'sch" Emfliisso vt^rmiitet »V/U'(i ■'II '):p fnn7ösi" tn'Sj iin fils Geneialrvtt qe-1 - n. 3. Prr'tiot \er,i)r wpqen Brnzindieb-:his df'H Bürqrrpifif-tei pusten und siedelte ndch PiXn-s über. 4 Wfqen Au'iste!-luno von (U'ienten -in unberechtirrte Pa-t enten vurde Peflot vom Pariser Slraf-qerirht /weirr: il venirfcilt, danint<»r ein-7i: 'w<^i Jdh c-n Gefiinqn'^ mit .Stiftf-■ uf- hi:h 5. PoMot verbrachte acht Mo-r if ' iofainin'-s weil er im Verdacht sMn 1 P" so'» n üleqal über die CTiira II iM zu hiiben, die von (ier Polizei qpM' hl H*-'!!! en. * r^l" qfln/o Kompanie als Ehrenpnte. p. r I o». finos Gefreiten In Sf hlofl- WIRTSCHAFT UND SOZIALPOHTIK. Slowakischer Bergbau im Aufstieg Die Rohstoffreichtümer des Landes werden gründlich erschlossen Der «elbstand ge Staat der Slowakei kuiiii aui eine bedeutende bergbauliche Iradifion und Entwicklung hiickeii. Mchiere hundert Jalire «chon besteht dei Bergbau im Cieb.et der heutigen Slf Wrikei Schon im Mittelalter war der PergbiH] stark gefördert worden, na mentlirh durch den Zuzug volkb deutscher Siedler aus Mittel- und SiiddeiUschland, die aus ihrer Heimai Kennlnisse des Bergbaus und dei Verhüttung mitbrachten Sie siedelten in der Mittelslowakei, besonders in df^r Unterzipi, einem Gebiet, In dem noch heute der Bergbau in Blüte steht. Während nach dem Ersten Walt-krieq der Bergbau der Slowakei durch die zentraliitisch geführte Wirtschaftspolitik der Prager Regierung vernachlässigt wurde, änderte sich dfis Bild mit der SelbstÄndigkeitser-klarutiq des slowakischen Staate«; im Jahre 19,19. Die verhältnismäßig günstige Wirtschaftslage der Slowakei fand (iurh ihren Ausdruck in der Inbetrieb- nahme zahlreicher Pördeningsanlagen dt^» Bergbaus und der Einfuhr maichl-neller Einrichtungen. Bereits Ende 1943 dienten dem Bergbau fast 20 000 ha Boden, davon gehör-ten .5200 ha dem Staat, Auf 4600 ha ge- oatAscff. a/t,g»,] „,»!• ESaaSBBSB^ DlMÜtN OliNiT j • GtNt/iAL' COUVtHNtMlNT M,Q5tm ARN, winnt der Staat Gold-, Silber- und Bleierze, Braunkohle auf 72 ha, Erdöl auf 523 ha, Bisenichlacke auf 74 ha. Die bergbauliche Privatwirtachaft besitzt 14 800 ha. Sia fördert hauptiichlich Eisenerze, Mangan, Eisenkies, Asbest und Asphalt. Wenn auch ztffemniAfilga Angaben von der Förderung des Bergbaus im Jahre 1943 noch nicht Teröffent-licht wurden, so ist doch seit dem Jahr« 1939 eine kr&ftige AufwArtsentwicklung festzustellen. Im Jahr« 1942 vnirden In der Slowakei gefördert: Eisenerz« 950 000 t, Eisenschlacke 67 000 t, Man* ganene 106 700 t, Kupferena 104 000 t, Erdöl 30 000 t, Kohle 813 000 t. Dieee Entvricklung l«t nicht nur «In« Folge das gesteigerten Metellbedarfa dar eoropllschen Wlrtachafteo Im Kriege, sondern auch ein sehr wichtig««- Till der Wirtachafttpolltik des »lowaklachen Staates, der bestrebt ist, «11« Rohstoff-relchtümer des kleln«n Land«« w«lt«Bt* gehend xu «rschließen. Dl« GoMnit-' Produktion lit Im Jahre 1943 noch welter angestiegen. Eine dndere Einheit hatte für die beiden Kinder eines gefallonen Kameraden be-reit.s ira Jahre 1942 einen Betrag von 1150 RM yestifftet. Nunmehr ging bed der Witwe in Alach wiederum ein Schreiben dpr Kompanie ein, das ednen weiteren Betrag von 700 RM ankündigte. Das dicke Ende. Ein unerhörtes Stück IfiisiptB »ich euie SOjähriga Frau au« VVorni« (Rheinland). Sie hatte Im Scip-tcmber lf)39 beim Ernährungsarat dia Stärke ihrer Familie \un eine Person höher anqeqeben, als aie in Wirklichkeit war. Auf diese Weise bezog sie von dieser Zeit an hie z-um August 1943, also vier Jahrp lang, sÄmtliche Lebensm'ttel-iind Kleidi'rkarten, Sonderzuteilungen Ufiw. für eine gar nicht existierende Person Die Quittung für da« volksschädi-qende Verhallen der Frau lautete jetzt auf zwei Jahre Zuchthaus und 500 Mark Geldsti nfe. Ausbruch de» Vesuvs. Nach einer H), Reutpr-Nfeldung aus Neapel erfolgte In V T' !>' '-f rrfuTi '.viiMip eine sc höne j der Narhl zum Sonntnq ein Aiisbiuch de« ' ' . -n I nie'' Viilciillirli der Ge- | Vesuvs, der gefährliche Foimen angenommen habe und qewaltlqer 6pi als alle Eiuptionen «eit dem Jahre IWUi. Bis jetzt «eien noch keine Evakuierungen vorgenommen worden, doch werde die Lage ernster. Kin'lfs (irci)iilierli (i e 1 /. .A.nnpliöriqpr der H*ie- i-l. tiei/lich nnd übernahm die FV r.-n'-i'ir -ff "^le übprsanrPe fjls p'stf ir'tinimf für das Kind 200 RM. nri Asj^yptischer Gebri H'ifper Liedes, cUis die-' ruiULHi t'.psl eist rt( htiq p'ipulär qe-i;i' h* iuit. W t. rm fc.p h.':ute auts \tuc in allci .M'nde ■■st, so dankt sie das dies-m.il n } I rir.em M^nnerherzen, das an r ■ ' m.t ».^iiciprln so blau ale wie d e . f M vprlnipp qrqnrigen ht, son-d.'iw r •" T ^.'•It's.inuM l'und der dort, wie Neueste Nachrichten« zu he'-ii htpii w;'Ptn;i, vo' kurzem gemacht v. urde. t'-i hcir.delt *.i h um nicht mehr i: d ri I ' \v"n:qpr als einen altäqvpti-Iii :i f'..ih-ts&tein, dei b:er von eiMom Huri.ail) wtvlenden Soldoten in -• P' :n fnirteT heim Graben eines Brun-I s ■ < /wt .Mieter Tiefe zuMge ncl>ir-■ I.- W'o i'beMaschf nif r| (Um qii-• v. -,'>n tiC'i.'i als er f-nhlecktp 'VoikiM. der titi pl(;tzlirh seinen , eine Sdndsle:nplatte im " Oll iif" P' ünqlich 40x50 cm, in m Mdlf;- eine bildliche D^irstel-t" ;i f ■ .i|\ Rplie'te' hn'k :,f" dii:iin!''r q-ii srch*; Zoilf n 1'ih-'-n ,'"'hr;H Dpt D K'ktoi der "••.'p* scb ' 'iciMlisrhnn Sammlung «m W e".,T Kunslh storifchen Museum, Hof-ri! Dr. pr rP' ' den man zu Rate zog, ver-m- 'hte i -• Ir.'-' hrift bald al« einu Bitte in ■'!. n K ir-iq um en Tolennpter zu ent- •v 1(11 ■ • ni I "iq if (If 1 ■ ■ ■ iir! 'V.'tqe' r"ii 'ibpf^et/en und i seumfe erklärte den Fund für den Grabstein eines Priesters aus der Zeit des Königs Meiitii«, der um 700 v. d. Zw. reniert hnt So weit ist also alles klar und ungelöst bleibt nur die Frage, wie dieser Zeuge dltägyptiacher Kultur au« dam Lande der Pyramiden auagerechnet In d a Lo-tinu gekommen sein mag. Darüber hat nun nicht nur in der Fachwelt ein Rätselraten begonnen. Soll man )pnen glauben, die da vermuten, der Stein sei von einem römischen Legionär axis Ägypten nach Vindobona vcrschleppl worden, oder den anderen, die Glauben machen wol-j ien, ein Ägypter, den es irgendwie an j die Donan verschlagen hatte, habe die i Gebpfstafel an einen hiesigen Steinmetz j in Auftrag geqeben? Beide« hat wenig j VV.ihrsrheinlichkeit für «ich und so hat j vielleicht wirklich eine dritte Gruppe ret hl, die annunt, daß ein höherer napo-I Iponißf her Offizef den Grabstein als Andenken au5 dem Ägyptenfeldzuq des .Iihres 1798 mit sich geführt und ihn IRO'^ nach der Schlacht bei Aspern hier aiit der Flucht verloren ^der sich seiner fibbichtllch entledigt hat. Wie dem immer «ei, ladenfall« ist das geheimitie-volle Stück viele Jahre vom Donauiwind befleckt gewesen und bildet, nun wieder ans Licht gekommen, eine kostbare Bereicherung des Wiener Historischen Mu. Hauptversammlung der „Südobst" in Marburg Untersteiriichcr Betrieb im Dienite der ErnAhrun^swirtichalt Im Februar 1942 gab der Ch«f d*r Zivilverwaltung in der Untersteiermafk« Gauleiter Dr. UlberraiLher. dem Raiff-eisenverband den Auftrag, die Verarbeitung dei> Obst- und Gemüseanfalles in der Untersteiermark auf genossenschaftlicher Grundlage auszubauen. Von der Erwägung ausgehend, daß der Ur-produzent, also der Bauer eelbst nicht nur dort zu beteiligen sed, wo a« schwer« Arbeit zu leisten gibt, sondern auch dort, wo zu verdienen ist. Zu diesem Zwecke wurde anfangs 1942 dia tüd* steirische Obst- und Geonüeeverwer-tungsgenoseenschaft »Sa alkoholfreien Obstsaft«« für dl« Bmihriuifls-wlrtschaft bereitstellea. DtB di« Quäli-tSt der Erxeugniese aJ« hervorT«fi«nd be-seichnet werden kann, beweiat die Tatsache, daß der Betrieb in Cilli von der Reichsgecundheitsführung mit dem Pri-dikat »Reichsgüteklasee« auegezeichnet wurde. Der Ausbau der inzwischen klufllrh er-worbenen Anlagen in Marburg wird mit Hochdruck betrieben. In CUM «Ind bereits zwei Großprossen aufgestellt, die im Stande sein werden, auch den größten Anfall zu vorarbeiten. Dem Berichte des Aufarichtsrate«, von Verbandsleiter Thoma, vorgetragen, folgt« die Genehmigung des Jahresabschlusses und der Gewinn- und Verlustrechnung und die Entlastung des Vorstandes und Auf-«jchterats. Zum Schluß sprach Geschäftsführer Flucher noch Ober den beabsichtigten Ausbau der Betriebe und die Erw«Ät«rung de« Pebrikatlonspro-grammes, worauf Dir. Schraffl die V«r* Sammlung mit Dankesworten für die Förderer der »Südobst« ichlofi. Der dentsdi-uimerische Werenaas-tausch erweitert Der deutsche und der ungarische Regierunqsaueschufi für d'e Regelung der Wirtschaftsbezi ehungen zwischen den beiden LAndem h>aben In Wien eine Tagung abgehalten. WAhrend der Tagung wurde eine Reihe von laufenden wirtschaftlichen Fragen geregelt und das Programm für den Warenaustausch zwischen Deutschland und Ungarn bis zum Abiftui de« Vertrags|ahres am 31. Juli 1944 in verschiedenen Punkten erweitert Femer wurden Abmachungen zur Sicherung einer glelrhmSßigen Abwicklung der Zahlungen im Rahmen der bestehenden Zahlungsverkehrsabkom-men getroffen. Die Vereinbarungen wurden am 18. März für Deutschland vom Gesandten Clodius und für Ungarn vom Gesandten von Nicki unterzeichnet. Die Brauwirtschaft Im Kriege. Auf ei- | ner in Wien durchgeführten rweitägigen | Arbeitstagung, die die Vorsitzenden und I Geschäftsführer der Brauwirtschaftsver- | bände zusammenführte, wurde mitgeteilt, daß der Bierausstoß in den Alpen- und Donaugauen im Jahre 1943 trotz nicht unerheblicher IXrossekmg deh «uf fast fünf Millionen hl stellte, während er Im letzten Jahr vor der Heimkehr der Ost* mark in« Reich nur 2,2 hl betrug. Brotmangel tm PertugaL' In Portugal macht sich ein emtUvafler Mangel «n Brotgetreide bemerkbar, sehen, verschieden« portugiesische Frarhtchlffe, die für andere Dienste vorgesehen waren, vorlSuflg für den Getrei-detraneport einziasetzan. Wir verdunkeln vom 19. bis 25. Mflrz von 19.15 bis 5 Uhr! Äpoft und lumen Vier Pflichtsriete in Marburg Der letzte Mlrzsonntag im Zalcheti der FnBballmeisterschaft In der Untersteibimark nahmen dia Meiaterschiiftskampfe unserer Fußballer am letzten Sonntag ihren offiziellen Anfang. Bereit« am nächsten, also letsten Märzsonntag werden allatn auf Marbur-ger Boden vier Pflichtsplela, und swar iwei zur steirischen und xwei cur uniar» eteirischen Fußballnmistertchaft abga-wickalt, zu denen sich noch ein fünltaa Spiel In Edlingen gesellt. Da« Splelpro-gratnm gectaltet sich für Marburg wie folgt: Im Reichsbahnstadion findet um 10.30 Uhr das Punktespiel zwischen Reichsbahn-Marburg II gegen Elchtal etatt. Dia übrigen drei Spiele rollen im Rapidetadion ab, und zwar -um 13 Uhr stehen «Ich Rapid Marburg II und BSQ Trifail II geganüber. Um 14.45 Uhr kommt es zum ersten Schlager der Saison Rapid-Marburg 1 g«a«n BSG Trifail I, dem «ich um 16.30 Uhr das gleichfalls mit lebhaftem Interesse erwartet« Treffen zwischen ReicfMbahn-Marburg I gegen TuS Leibnitz I anschließt. In Edlingen tritt am Sonntag Herbetmeister BSG Westen aus Cilll gegen die dortig« Sportg«-meinachaft an. Vienna'vor dem Endsieg In dar PuBban-Oberklasee der Donau-und Alpengau« wurde am Sonntag von den fünf angesetzten Punktespielen nur drei zur Entscheidung gebracht. Vieima «rtlalta hierbei mit 4:1 «inen klaren Sieg übn Auatrla. Rapid achlug den WAC mit 4:2 und der PC Wien blieb Ober die Amateure au« Stayr mit 3:0 siegreich. Vien-na rückt nun dem Enderfolg immer nA-. her, Die Reihung In der I^ktetabella geetaltet sich somit; Vienns 14 12 1 1 fll 23 35 WAC 14 9 2 3 40 29 20 FAC 13 7 4 2 36 25 18 Rapid 13 6 1 e 29 38 IS Markersdorf 19 6 1 6 33 37 IS Austri« 13 6 0 1 33 SS 11 FC Wien 13 5 2 6 '34 27 11 Wacker 12 3 1 6 24 40 7 Sportklub 12 3 1 S 17 33 7 Amateure-Stevr 13 l 1 11 16 S6 3 Die Wlnle^nHaterscbaft über 90 km la der Dortmunder Wastfalenhalle sah lU* llan Biegreich Sein früherer Sechstag»-Partner Vopel belegte den rweiten Plati. im 50-km-Mann«ch8ft«rennen beherrschten Schwarzer-Saager das Feld und siegten mit 1:05.46. Drei Runden zurück folgten Kittsteiner-Heuser. Die Zahl 4«r Korbballturalara ist la letzter Zait erneut angestiegen. In Plana-bürg wurde ein Turnier mit 24 Man» schaftan durchgeftUirt, zum Turnier la Stuttgart meldetin alch 18 Manoae^ten. Wien hat 17 Mannachaft«t bai «liMn Tar-nier mir Stella. HaiMiovar hat ««in« Hai-len-Korbballapiela wieder aufftanomman. Da« Korbballspiel hat sich gaauiid ant-wickelt. Für die spielfreudiga walbllcha Jugend lit diesea Frauanspl«^ ein herver> rageeides Mittel, um den Sportb«trl«b unter kriegsbadingten Varhiltni««an wii^ kungevoll wa gestaJtaa. Wir hören im Rundhink MMMS«. M« Mim R«tok«^*fraaau •—Itli Bin« bUlHlM^ i*- (rtchtunl imd HSrta «aA BalMlttai St«ma«ag** •chickU. il,]aT-1t.4lt Dar hw Lag«, i4ili —tSi AiUrl«! TMi iwci bis 4r«l. ISi «LaUk-tn Spiel« voa UaUrhallaalihapalUs «ai latlns-■•aldittlltlaa. t4—I9i AaMekaltt« Op«ni tm MomH «n4 V«r4l alt KaMlUra 4fr Huik«rgl-■cku 17.1S—ll.Mi MuikallMh« Knt- «•U NsflkiaitUI. laia—tti D«r Z«itop(*|iL Wir ratm alt Mulk. FiMiktHaht«, M.Ii—tli Ak«ii4kMi«H War-kta VOM Waabat and Maaari. Lailaai Jcaafk KtllkaHk mm4 Aialt KKaM. II—»i Maaik aM Opar aa4 Oi^araHa. « I>aalaeMaa4aaa4ari IT.li—ll.Mi' Warka «aa Paal OrSaar, aalar Ltliaaf 4aa KaatpaaMa^ tO.ll—all Rnnt« Polfa ballabtar Malo4laa. 11^ *Blaa Stand« Iir dick« alt UatarkaHaagaaiaalk nnaartr Zalt DAS GLUCK VON L.\UTENTHAL dcis alles richtete sie nun für die Tischler iior, und die langten zu und aßen. Sie sprachen dabei mit unterdrückter SlMnme von dei Wurst und erzählten ______I..————«I firtvon, 'lüö der Fleifi(h zwei Paar /In iierne (.euchter geborgi, denn es war nur ein Paar im Haus>e, und hntte duf )• (!f n I.ee'hte' et I ir hl gesteckt Pie \ (! r Inle ini Sfiri('> i >• f' e Scbir'iihen in iht-e Locher, ' ' |i ' ■ ') I ' Sf.hi uilienziehcr und zo-< . '1 (|;f St Ir mhen ,:n. D.mn statid rler \ . .schh'f-lOiie S.nq (Jli (l,is (jcsiclil vun dvr 1' iiHt Ku ls I! I 1 itiqte mit ijefaniem . iid rnhi". ■,! P.'i. k Mu:i h.iM 'ibt '•ure l"lirri' q 'Mr als r.';rhlei, nun miißl ih--• 'St otw t- '.i'SS'Mi S'e gino vir.in in it e Stuhv dci ■ l'rtt des 1<'t{>n s'-md; «; Zllpl' ^ P Sfll M'll 7Ur^'t bt llPfl dr-r".- 1 <= iie I >f !«e ü'x I indessen s 'Ii d.e -(•hier .10 den T ^ h sntztei Sie /'>i| t " Selm' '.-(Ir df*i liichei tiu! en.l en? f h"! hl ein s.niiip.es Tjs'-b'iifh d- -hiiipin'jelegt; d-^s dei-lc'c ■ < i-t n- l n es i.ii) dt>ii Iiirhen I Inden Uann ginn sie in die Ku^he ii'd kdin /uriifk mit emem invinne- > SniH' ien Rrol aut oineni f-iolytirpii rn I ('neni Telle r, aui ri^-m vprscliierien i> 1ii>e \* ii e l'KK'r: Fl'iitwursf I >'hf^ wut«' r^-;l S^hn"ewufst S'e ging '^iim W.uid-'« hi.j-nk lind entn ihm dem eine ri.i-9( 1k; Urjuntwem und zwei Gltiseri und sect:s (..id'tPi standen nun I, fllirvif..! (iplio'i '' m .Sarg huI |edf drei Die I\er7en waren noch I ii f'hl 'in-TP/ündef - iis Spfirs-imkp'fi s'e ' fioMien eist an'ie/nndet we flen, wenn ' ('le '^lur^de Vi»ni, da der .Sarg geholt , worc'e Aber neschnillene Tannhecke \*vir VD-hereite« rlle wit de nun auf de-i ri.'rlen n^'s'reii' und dultefp harzig n ;rh W ijd iiiuI sr hon waren von den N-irbb.irn K-ftnze gekommen, die* n\if den '.ni qe'enf wirden Das waren Ki.in/e aus Nachbarn, Kurt und Marie nahmen die Kränze an und dankten mit Handdruck den Bringern. Bald war der ganze Sarg bedeckt mit Kränzen, und noch immer öffnete sich die Tür, und Leute kamen mit neuen Kränzen Die mußten nun in der Ecke der Diele sorgfältig iibereinandergelegt werden. »So 1>eljebt ist der Vater gewesen«, sagte Marie. Die Kölschen hatte das Mittagessen vorbereitet. »Wenn man traurig ist, dann hat man kennen Hunger«, sagte «ie, »ich habe bloß eine Brotsuppe gemacht, ich selber kann gar nichts es-sea,« Sie trug die Schüssel mit der Suppe auf den Tiech und ordnete die irdenen Teller. Kurt und Marie setzten »Ich schweigend und aßen. »Da sieht nun das leere Bett des Vaters«, sagte Marie schluchzend und legte den Löffel fort; sie hatte ihren TeJler nur halb ausgegessen. »Du mußt efisen«, sagte 'Kurt begütigenid, »es steht dir heute noch viel bevor, das kannst du mit aul drill I nüchternem Magen nicht aushalten.« iMarie seufzte imd nahm ihren Löffel Wieder zur Hand. Als die beiden gegessen, räumte Mari? nb und brachte das Geschirr in die Küche zu ü'-k. Da saß die Kölschen auf ihrem Stuhl an der Anrichte und wein-te. Sie sagte unter Träneti; »Wie oft bahn Ich dem Geschworenen die Brotsuppe gekocht! »Kölschen«, sagte er mir. »du kannst eine gute Brotsuppo Da muQte auch Marie wieder weinani sie setzte sich auf den andern Stuhl der Kölschen gegenüber und barg ihr weinendes Gesicht in ihre HAnde. Die Beerdigung war a\jl ein Uhr an-gesetzt. Die Kölschen zündete die Kerzen an. Der Pfarrer kam Im Talar, mit dem Buch unterm Arm, sprach in der St'ibe mit Kurt und Marie. Draußen auf der Straße versammelten sich din Bergmusizl. Nun kamen die Träger. Das waren sechs Mann, die drei Steiger und daz'* drei Untersteiger Die Kölschen nahm die Lichter und stellte sie in die beiden Dielenfanster, dann zogen die Männer weiße Leinentücher durch dip Griffe des Sarges hohen Ihn und setzten ihn sich auf die Schultern, und •o gingen sie durch die Tür auf die Straßp. Draußen standen schon die Männer, welche der Leiche lolqen wollten. Es waren fast alle Männer des Ortsi fasi alle waren Bergleute und trugen ihre Bergmannstracht Hinter dem Sarg ging der Pfarrer, nach ihm gingen Kurt und Marie, welche d'e Kränze tnigen, die nicht auf dem Sarg Platz gehabt, dann schlössen slqh die Bergmusizi an, die einen Trauermarsch b"psen, und dann kamen die anderen Männer. Die Kölschen stand In der Tür und sah wie der Zug «ich ordnetet in den Türen der andern Häuser standen Frauen und Kinder tmd sahen zu. Lang-sfim trtigen d.(» serh« Männer den kränz-ne»'"hmückfen Sarg und ging der Zug der Folgendem die ^anze Straße hiinnn' machen, darin ist dir keine über.« T'tnnenherken mit wenioen j Nämlich ich nehme nicht bloß Rinder-iViimr-i u'jp f|,.r r-üh nn s'" im • >i } tolg, ich tue auch immer ein Stück Btil- i ter war er zu sehen' nnd als die ersten tiot; N i-ri-isen, Primeln ».ind TausenrI- ' tet hinein. Das habe ich Ihm aber nicht ■ um die Ecke verschwanden, da hatten lion'-bfn Hie Haustür rr ng oft. die [ fipsagt. Und Rrot«unpe, {lile wf)' sein ' die letzten vor dem Trauerhaus sich noch li)le Cilocke Minnielte nicht, und wei- 1 t lebstes die ging ihm Über alles, so i nicht geordnet. Nun schlössen sich auch Orbrdcht von den yetn Iwit er die ycyestien.« ! dleee letzten zusammen, unordeollicli tuie Kiäiize winden und zufalhg, wi« at gerade kam, und es wurde leer vor dem Tra\ierhau«, und endlich waren auch die latcten um dte Ecke gebogen. Die Frauen in den Türen gingen la ihre Häuser zurück und machten sich wieder an Ihre Arbeit, und die Kölachan schob den Riegel vor den «inen Flügel der Haustür vor und klinkte den andern Flügel eint sie nahm einen Stuhl, trat auf den und löste das Band, mit welcham dia Klinge] gehalten wart «ia *nig dia Stühle, auf de^en der Sarg gestanden, in 41a Stube, holte den Besen und kehrte die geschnittene Tannenheck« zus«mro«n, mit welcher* der Boden der Diele bastreut wari $le schob sie auf die Kehrschaufel und trug lie in die Ecke de« Hofs auf den Unrathaufen,Dann löschte sie die Lichter und nahm sie au« dem Penster. Der Sarg aber und der Zug folgten der Straße, die bergauf führte «um Gottesacker. Dn war das Grab gegraben und der lehmige und steinige Boden auf der Seite aufgehäuftI der Totengräber stand da mit de Hacke und Schaufel Im lehm-beschmierten Anrug, der gegen dia Feiertagsklelder des Gefolges abstacht ahei das war nun eben «eine Arbelts-trarht. Das Grab war dicht neben dem Grabe der längst verstorbenen Frau des Toten gegraben. Da waren unten halb-verfaulte Bretter de« benachbarten Sar ges zu sehen, »Dort liegt mein Mutter«, sagte Marie leise zu Kurt Nun sind sie wieder zusammen Vater hat sich Immer nach ihr gesehnt er hat es nicht verwinden können, daH lie so früh gestor- bao iaU« MARBURGER ZEITUNG ^•Vnstaö, 21, Mirz 1^44 * Nr. 81 * Seite 5 STADTTHEATER MARBURG-Drau DleniUg, 21. März; Ge«chto«sene Vontell. für die Wehrmacht. CUVIA. Operette. Beqinn: 19.30 Uhr. Mittwoch, 22. März; FIGAROS HOCHZEIT, Oper. Beqinn: 19.30 Uhr. Preise: I. Kartcnvorverkaui täglich dußei Montag von 9 bis 13 und von 15 bis 17 30 Uhr an der Theaterkasse, Domplatz 17. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAHBURG- DRAU I BURG-LICHTSPIELE Haut» IS. tT », 10 43 Uhr Pernrur niM Gnsti Hab«r, tlegtrl«d Braacr, Iwald IsUm, Bngeii KlAylw, Abb! 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Min Liebespremiere ■It Uralaa Halkarg und Hans SAkakai. PBt lagaedUcka aickl laialaasaal Metropol-Lichtspiele Cilli Splahalti W tT.JO and 30 Ukn S 15. I7.3C und 30 Uhr Ha aladckllaBlIck Poaaaratat II. Mira Liebt, Leidenschaft und Leid Bla aatarllakaadar, voa macktvollar Musik ttaglal-talav, eraaatlachar Pray-Plla all Carla Hardt, Hllte iaaaak. liatflt iTaa, klarfarala Haagaa, Halaaa Kam, WaMaaaf lallfak aad Mckard Mailar. -lylaUaltaBgi l, A. Holmana. PBr JataadHcka aickl laflaiaaaaat Lichtapieltheater Gqrkfeld DlaMla«, tt. oad kllMwack, U. kUn Etappenhase EIA karaerfrlschcnder Pilui ' von * Humor und erhlet Kaaeradsrhaft alt GBalker Lflders. Ltay Maranbark, OMflaM Daadart, Atlkarl Mog, Brich Plädier u. a. — SplaUaltimgi Joa SlAckel. PBr Jagaadllcka antar U J^krea alrkt sagalaasra Toiilichtspiele Deutsches Haus Pettau maaalafl, II. ua 17.30 und lfl.4S Uhr, Mlllwock. 11. Mir« um 19, 17.30 und 19.4S Übt Tonelli Ist aln Bsvariafilm aus der bunten Welt der ArlittAn. PBr Jagaadllcka aickl lagelasseal Ton-Lichtspiele Stadttheater P ettao Splaltalti W IV, 19.43, Ubr, S. 14.90, 17, 19.4S tHii Dlaaalag, 11., Mlltwock, 12., Donnerslag, 13. MIrz AaaaUaaa Ukllg, Hilde Sessak, Ellle Marerkoler, Gnala* Knulk. BudoU Fernau, Boll Moeblus, Carl Kaklaaaa, Badolt Plalta und Haas Brausawetter im Ula-Plla Der Vorhang fällt nacb dam Krimlnalstftck ..ScbuB Im Kampeallrbl". Pir Jagaadlicka aickl lagelassaal Licbtapieltheater Trüail_ Dlaailag, 11., Mlltwork, 12., Doanerslag, 23. MIrz Geliebter Schate Gin Terra-PUm mit Johannes Rlemann, Dorll Kreysler, Ida WttsI, Harald Paulsea und Leo SIesak. Spielleitung: Paul Martin. — Musik: Michael Jary. PBr JageadlIcka tagelasaeal nohe BclohnoaK «em nnder' Verloren wurde ein Keltenring, ein Ring mit einer Perle und ein Ring mit einem Stein sowie ein Halsketterl, alles in ein Taschenbuch gebunden. Abzugeben bei Leopold Lorbek, Marburg/Dr., Neudorf, Feuerbachgasse 16. 2279 STADT PETTAU Donnerstag, den 23. Marz 1044, findet um 19.30 Uhr, im Saale des Deutschen Vereinehauses das II. SymphoniB-Ronzert statt. —- Ausführende: Das Marburger Opemorchester unter Leitung des Opem-chefs DieÜ. Zur Aufführung gelangt; Richard Wagner; Trauermarsch aus Gdt- terdlmmerung. Pranz Schubert; C-dur-Symphonie. Robert Jäckel: Variationen und Fuge über ein Them« von Schumann. Richard Wagner: Siegfrieds Rheinlahrt au« Götterdämmerung. Karteavorverkanl ab sofort bei Georg Pichler, Ungartorgasse. 793 VOLKSBILDUNGSSTÄTTE PETTAU DAS ANDERE CHINA Lichtbild-Vortrag von Frlti W. Kuck. Dienstag, den 28. März 1944, um 20 Uhr, Im Saal der> Musikschule. 866 Amtliche Bekarmtmachunaen Wohnort- u. Anschriftändemn)!' müsaen unsere Poslbezleher i^olor* dem /astfir rftgen Postam< (nicht dem Ve tag) meider .Marburper Zellunq* Veririebüahieltunr) Wir haben un« verlobt: MATHILDE SCHÖNHERR MARTIN ULLRICH 1. Z. Obj. Marburq-Drau ■KtOnchan—Ostdeutschland 2268 18. März 1044 Hilienbipufllctie HllltBPiirjtBPinnen (Sachbearbeiter) für Graz und alle Orte der steirisrh'cn Provinz, einschließlich der Unterstciermark qeeucht Zuschrift, unter »GroAuuternehmen 55.960« an AI A, Graz, Herrenqasfte 7. 84 t Kleiner Anzeiger %ii kaufen tfesnchl Dringend zu kaufen gesucht: Registrierkasse, Neigungswaage, Bilanzwaage Dezimalwaage, elektrischer Kühlschrank, Speisezimmer oder Wohnzimmer, Teppich, 3x4 m oder größer, Bettvorleger, Sportkinderwagen, Fotoapparat. Petroleum-Ständer Anträge erbeten unter „Gemischtwarenhandlung 20A4" an die M. Z. ' 20R4-4 Leere Kisten kauft Firma Kar-beutz, Telefon 2618, Marburg-Dran. 2144-4 STAEDTLER'MARS'KOPIERSTIFTE l^mmüeniyip.big Spitiu/imiMe ttfuck» STA E DlM-ERTr aöiti on* m kofunitiflßi tiiitUcm ^oAtout tjue > STAf.Dl LEk STIKTE SCn M 2 Bürokraft für leichte Arbeiten (auch Anfänq. od Pensionicten) qeeucht Vorzustell.; Önio-Gn-«eil.. Landwehraasae 23 683-6 . Vprinsfc Kaufe Überstellharen Vollqat ter mit Dieselmotor, Anträqe ' .an Roehue Bokalitech, Reber-berq 40, Post Drachenburq, Un-teriteiermark, 856-4 Anfüngerln für Fabriksbüro qe-sucht Vorzust.: Unio-Gesell • Landwehyqaese 23. _ 682-6 ehestens perfekte Eintritt sofort. unter »Perfekte 1 Slock qeqon Belohnung abzu-2281-6 j neben. Falls Rürkerstattunq Badeofen, gebraucht, zu kaufen gesucht. Adresse In der »M. 2.« 2277-4 SpalBcBervlce für 6 Personen dringend zu kaufen gesucht. Unter »Mahrenberg« an die »M. Z.t 2284-4 Suchen Buchhalterin: Zuschriften Kraft« an die »M. Z.« Ältiere Geldtasche mit größerem Geldbetrag und Dokumenten arn Montag, den 19. März 1944 in der Fernspreciizelle am Haupt-bdhniiof vergessen. Der Finder wurde erkannt und wird ersucht, dieselbe hei Ludwig Widowitsch, Naqystaße 37, 1. DER OBFRBÜRGEHVIEISIER DER SlAÜI MARBURG/URAI Betrifft; Verstärkter Gemtiscanlidu. KunjT»7acl'iin'5 Auf Grund der Veior'iriUiicj des Clii'is i Zvilvfw.il tung in der Untersteiermdk vom 14 Apr 1 l'i41 ijuIup ic.h tiii; 1 Alle im Stadlgel)iet Marburg l)rdchli(Kjeiiden Bndenf -i chen (auch Bauparzellen unel).ri werden. 2. Besitzer und Verwalter solcher Bodenflachen mussfi wenn sie diese nicht selbst bebauen oder selbst zum O müseinbau verpachten können, Sie bis spätestens 1 ■; April 1944 an das Gartenhauamt der Stadt M.irburq, Kern stockgasse Nr. 6, mit Angcibe der Größe und Laqe rtt' Grundstückes, mündlich oder schrittlich nieldtn. Die Vergebung dieser Grundstücke wird dann einve nehmüch mit dem Besitzer durch da#; G'irtenhrmamt vei anlaßt. ^ .3. Gärten und alle Anbauflächen von vnrsorqürh ümqu.ii Herten fallen ebenfalls unter dinse Bostininiunrien, 1 sie nicht oder nicht ordcnliich liclxiul odi,'! qf|i(ltnv werden, 4. Nach dem 1.5. Ajuil wcrdf ich .illc :|pr.so Nr. (i) innld; i. Ods Garlenl)dunmt niminl Anrntiidunfjcü v:»r Inic ('.'iii-n len für etwa verfurjhar wc-ulende Anbuutlachcn Liitcn entgegen. 5. Grundstückbesitzet oder -Verwalter, die die rechtzeitiej Meldung unterlassen, werden nach der gennnnten Vc Ordnung bestraf» Ich setze bei der Marburger Bevoikeruiu) das Verstand ms für die Notwendiqkeit eines verstärkten Gemüsebaues und ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit voraus und hoffe, daf^ ich von Streiten und B<^srhlr>nr;i Moq'(!ikn i-n t rl:- ,i;; •.!: -"en Scluiler qehpn Mit- Eltern h.ihfn | , . p Zu« ;t; Die Vorsninmluiiqen finden statt-I Mittwoch. 22 Vi;irz n44. um 14 Uhr, im Sial ('»r Volks-bildunqs-itätte, Marburq-Drau Theaterqrissp - für rl'p Eltern am linken Drauufer; > Mittwoch, den 22 Marz 19.14, um 17 Uhr, im Appf^lls.ial der Ortsgruppe Marburq V' Maqrlalenenqasse — tiii die Eltern am rechten Drauufer Marburq, den 19 Mär? 1944 «70 Der Leitet des Sladtsr tiulamteii. Off'Zierloufb? hncn des Heere s der Kriegsmarine der Liif'waKe und dtv Waffen-SS Steilentfesuchc Köchln sucht Stelle. Viktrinq-hofgasse 5. Marburg-Drau. 2262-5 Suche Stelle als Wirtschafterin, mit Kind, auch aufs Land. Zuschriften unter »Wirtschafterin 2275« an die »M, Z.« 2275-5 Madchen, das gut kochen kann, sucht tagsüber guten Posten, auschriften unt, »Gut kochen« Offene Stellen I Vor Einstellung von Arbeit skrlften I muO diaZuslIniinung des luslandignn I Arbeltsamtes elngaboll «arden Lehrjunge für Gemischtwarenhandlung am Lande wird für sofort geeucht Zuichriften un _P , ...............drsitoil'qer: - - . I Schr-ank, gegen tiid"elloö. Rund-Möbliertes Zimmer füi »oliden, funkempfänger (5 + 1 Röhrenl, ältB cn Herrn »nlorl gesucht I Abwast htisch und kleinen wei- Adr Verw __________-8lßor Schreibtisch, Vorhangspiin-> 2 technische Angestellte (Hol-1 n^r zu tauschen. Anträge Unländer! <>uchen drinffnd möbl, | ter »Umzug« an die ' M. Z.« \ oder leeres Zimmer in Umge- i __ _____ 22ii3-l4 bung Marburgs fRrunndorf. | Gehe Acker für Arbeitshilfe Pickern oder Drauweiler usw.)'heim Weingarten und Winzer Zuschriften unter -»Zweite Hei-' dort gesucht Schillerstraße 8, mal« an die »M. Z.«_____22li9-R|l. St.jr,, M«rbu^g-Dfau. 2278-14 ReichsangeslelÜe sucht ab so- Gebe lederne Dimeiihand-fort nettes, möbliertes Zimmer, i tasche für schmiiles Bett mit Bettwäsche wird beigestellt. Matratzen #der Diw^in. Preis-Zuschriften unt. »Sofort 227fvi I Ausgleich Adresse in der -»M. an die »M Z.« 2270-8^2.^ 2274-14 2 tadellose Kummete, 22 Zoll, tausche (ür 23 und 24 Zoll, Dresch- r, , inii ^ 'I, n'ii-q- \' i;ir Heirat Welciie Witwe oder geschie-l^® kaufe auch gute dene Frau von 40~4ß .Jahren ^"schine, 4--^ PS. _Lewdk_ Anmöchte mit einem gutherzigen Manne in Briefwechsel zwecks Ehe treten. Zuschriften unter dreas, Rann'Sawe 7 2273-14 Angehörige der C^ebiirlsj.ihir| i ■ i' I i.'" l.ir d;e aktive orliM R; ser\e-iKn / i',t, i • Wfhtm.ichl oder der Wcilfcn-f^ hr'- m' n wrr rit>wcrl)\mqs[|rsuch jet») ein;ei< Ikmi t"!',ii ;> i .i' nicht zu vorzeitKier Rinhi-ntiunri cci volle Reqehmq des Sdiul- nnti l.t'hr;!.i;. h':;m -. . v . ; ■l■ futK| zum R.AD. Beworbunqi'ii siiui /u n« tili i Ii lür das Heer: an dnn ".'v ohfori i\ <• 1' cteleqeiT^ .A.nnaiimei^lt'lU! iiü Olt"(! ■ v.» : , j s i:. i> rts oder an den öiUich /.ust-md q- n i< ."iv.. i'.vr..,-:,-! di-^ Heeres oder an d is ^u^'.infl.qr h 'w . i;k-K .inni ii:.!»); M iür die Kriegsmarine; .u r), c füi ■ - i' ■.vn beiP zustand (|e VVelirh. /.rkNliniinndiHj.,, '1 für die Iiiftwaffe; fin i' r ('• i^i W^hi .. ' <>. s ständige -Xnniihmesfelle liii 0|! /rr' v\ i rlL.r' watfe ; ■') für die Waffen-^f. rin r! •• !•' di ;■ icv."' 'i ■Irk,'' " zus'ändige -Eiciiin/unn-stt •• ..n ,*,i!r p ; der allqeine:ueii unrl I""!!!)/!-» Eltern und Bewerbei etli..lli^;i !>• d l!,-..;« ,, n .weiteren .-\uskimtte Dringend wird gesucht ein gut erhaltener 842 Dampfkessel (stehender SIvderohr^Ktssel) mit etwa 10 m* Heizfläche für 6—8 Atm und etwa 1000 Liter Wasserlnh Schrifll. Eilanbote erbeten nach Cilli, Postfach 50 oder femmündl. auf Rufnummer Cilli 10. ter Drautal« an die Marburgor »Tlschleimeliter 40« an die »M Zeitung. 2124-6 Z ä, Marburg-Drau. 7770-12 Ü Für immer hat uns verlassen, Frau Antonie Golubowitsch geb. Friedrich Nolarswitwe am Samstag, den 18, März 1944, im 76. LebensJ&hre. Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. März, um 15,30 Uhr. am Stadtfriehof stall. Marburq (Drau), den 20. Marz 1944. Für di« abwesenden Verwandten; 669 Ihre Freunde. 4" Schmezerfüllt geben wir allen Verwandlen Freunden und Bekannten die tiauriqe Nuch-.rieht, daß unser geliebter Bruder Alois Lipilschnik Grenadier am 25. Februar 1944, im blühenden Alter von 2(j Jahren, bei den schweren Kämplen an der Ostfront den Heldentod fand. Hochenegq, den 14. Marz 1944. 8ü5 Maria Premschak für die Brüder; Johann und Franz lipltschnik. derzeit Iwide an der Ostfront. In unfaßbarem Schmerz geben wir die traurige Nachricht, daß unser innigstqeliebter. herzensguter, braver Sohn und Bruder Franzi Hedsched am 6. März 1944 in seinem 19..Lebensjahre an der Ostfront den Heldentod fand. Franzi. In unseren Herzen lebst Du wei-terl Lieber Sohn, ruhe sanft in fremdei Erdel Hardegg, Wernsee, Kranichsberg, Lnl-bach, am 20. März 1944. 2261 In tlefeter Trauer: Franz und Johanna Hedsched, Eltern; Stanislaus, Karl, Viktor (z. Z. im Felde), Emll und Albin, Brüder» Hilda, Schwester, sowie alle übrigen Verwandten. , Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht, daß Herr Nafthias Wldmar Kaufmann und Realltltenbesltzer in Loschberg Nr. 6, Gemeinde Hohlanstein, Montag, den 20. März 1944, tun II Uhr vormittag, nach kurzer Krankheit gestorben Ist. Das Begräbnis findet am Mittwoch, den 22. Mirz, um 9 Uhr vormittag, vom Trauerhau«« aua auf den Friedhof in Hohlenstein statt. Höh len stein, den 20. März 1944. Die tieftrauernäen hinterbliebenen Familien: Wldmar, Flansch, Rawnitschar und Zadek. 871 ummcL mfwmm ()''t'rk<)mpMt\('(i d« I W i lli IM,i< 1i< *t'' I Der liriCDSNüM'^i IR H R i;; STT'VC: '. KR!V(^.sl'ROf){ K ru^v, Che; f»..., ! „M:-;, sfus, Dpi Iin S' W 4ii A i sen-.ti 4 Tflit:)!! II ,m siirhr Kidflialirer Anlrrniinqe, t\l/ Meister- u. Ilandu ettht''id'i' na', h 'VVuiisih 'SA' S nd».! den Ijf SoMiten d e '>Mafi3urj^er Zci'fvnp« d'o Fron^ iH Iii Herr Unser lieber, guter Gatte, Papa und Großvdter, Dr. Veit Tscherwinka Dlstriktsarzl 1. R. ist nach kurzem Leiden im 73. Lebensjahre von uns für immer geschieden. Sei« hillebereites, sonniges Wesen ist uns heiliges Vermächtnis. Wir tragen ihn am Mittwoch, den 22. Mtirz 1944 um 10 Uhr vormittags, am Frledhulc in Heilenstein zur ewigen Ruhe. Cilli. Rudolfswert, Belgrad, den 20. NUrz 1944. In tiefer Trauer; Emilie und Rosalle Tscherwinka Gattin und Tochteri Dr. Milan und Zora Tscherwinka, Rudollswert; Anny und Adolf CIsel, Belgrad; Bautechniker Beno und Ella Tscherwinka, Enkel und Enkelinnen 872 f'll F »5 ---> '' Schaffncrin Vau Sch isi Eis> nbahi nbei ihr lliuislinli fn>li; weit' Am WasihitU] tns !,«■ \'4i'Uii sir VOM diih 'ini loit iv» laßt sie ftic VWis« be l.in<|!'i. dii' h'.'ißl (|iiiiiilhiln'i III Henko W'-Mcheu Ddn.uli uird rlir ein qeweiclitt" \V;i3fh ' qut du;? Ii qcstdniplt iii\(i lidiii; Ivur/ ziiD' Kitrlicn qeliMch!. Das Uiikumo EinwciiluMi mit liciiko lusi vi'-'lnii'ht dt'ii Scliimit/ sriii>ii vdt dnn K"i »iiMi wiiiL )tu> Weist he n- '-l iiniit, weniqpr WaschpiilvtM und Kohle qe-hraurhl Vielr h'iulsliiliqe Tuuien wissen sich lv;nil; niit diuäu LiulüUm V\'ei:>e zu iielfen. 81 Ol nct.T*. ?1 Mr^BURCn? ZErRTNG Herz im I-Marnisch Zum Geburtstag von Börries Freiherr von Münchhausen C;.- /r';, irm -'0. Mhr-', bal drr (jfu!.':. hv iiail' 'Irn-d'>:htfr ßdrr/fS Freiherr von Mun< hiii'Uitri, bekannt durch die zfi ilr-. n Aiilh.i, n i^jncr Li --fl V. P ■.■/,./. n iinil 'li dh filc unJ r n t ■ -n {in;ci<.'> fHa^trs iwi-/- "IS -.iin/ hvsnnü- rs virlrcut '! ich - ;,. ri Aiilsat?. ,,Musen tn iimt durch dif Ai;<-spr~ '-i-, iii sich daran knüptlo, H- n 70. I i^hcnsjnhi voH- ndet. Wds t (iuS hojiindfcie Charakleristi-k\;n ilt OirhU fs Bttrries voji M.iiuli-h.ir>:'n, iifi titui v/i.r mit Ot^tfii'ntn diu 7li iih,iijt Vrn>'!i rKi'tir seines C^liurlstd-ges feslattiiloii rmi>seu? Lr ist nie ein WHK: if - ■— ••• 1 ' r M inner und Ftdiien unserer moder-; ut';i Liiuiaiur uui keinen F'reis jTUbfcen I möt hte. Wie üblich, hat melbiiäch« den iins^Tblichpn Sanq der beiden, die nicht /upinnndpi koiumen konnten, anhebt. Wie kann er ein Kinderherz fieudiq errec; piilrl eine mit D')nner und Blit? qclcidene Spi.iche, man spiut ddi Blut äl-s wciimtMi Sali ins I in die feinsten Verzweiqunqen pochen, e» iit «chlH« Leben, da« sach offenbart, nJchls i«t nachgeahmt, auch die Derbheit und der Humor kommen 2U ihrejn Recht — und gleiten doch nie ins Naturall-stisch-Vulqäre! In seinen Idyllen und Liedern verwirklicht dann Münchhausen die drei Eiqen-schdfteu, die er «elbst vom Dichter ver-lanqt: tieies Gefühl, echte Weisheit, rechte sittliche Haltiinq! Nur deshalb epricht er so stark zum Herzen des Lesers und — Hörers! Denn Münchhausen liest seine Bnliaden und Lieder oft Reibst auf V<)'-tr;iqsreisen, er er/ählt sie mei-storhüff wie einst die Sänqer, die von Burq 7u Bnrq 7üqen. und er hat eine qro-i^e Gefokjsrhfjft, die ihm bei dieser Ge-ipqnnhoit andächtiq lauscht und huldiqt! So wunde*voll unpathetische Strophen wie d ifl »Deutsche Abendlledchcn«, die »Waiidlunq«, »Der qoldene Bdll«, Dunk-li'i Fiiltc""-,. •»F'-floe des Toten« praqen tii( h, hört oder liest miin sie, ein wie die Lieder und Märchen, die das Volk selbst diihtfL — man weirt nicht, von wannen s'iv kommen und qehen. Ist das nicht aber das ffrABt« Loh, da» man einer Dichtung zollen kann? Der Dichter fühlt da« auch, wenn er einmal «aqt, daß Gedichte wachsen müseen wie Gän«eblamchen oder ein Krictdll! Der ehemalige sächsische Gardereiter zahlt nun 70 Jahre! Seine rauschenden Baliaden, sem« klmqenden Lieder sind in MhIio«en Auflegen gedruckt word<>n und stehen nJchl verstaubt hinter den Scheiben feierlicher Schränke, sondern sie leben im Herzen seine« Volke«. Frieses Volk aber lieht ihn. Wunun? Er niimat eine rechte Haltunq zum Leben t'in, er ist tapfer, treu, stolz und demüliq zugleich, er f^nqt alle Seligkeit und alles Leid der Welt in «ich auf und «chickt lie wieder hinaus aus seiner großen Seele zu den draußen wartenden Herzen. — Das Volk hat einen mi^pn Jn^itinkt für den eciiten Adel de« Herzens! Der Dichter selbst hat einmal »eine Meinung über den Künstler in ein<»m schlichten Achtzeiler niedergelegt. Er IMISt ihn darin «ein rote« Blut in« grüne Gras verströmen und schließt: Als die Engel ihn so Hegen sahn, hat sein Weh auch ihnen weh getan, und sie sagten doch auf «ein Gestöhn: »Du mvfll bluten — denn r)<»in Rlut ist schftn!"! Einst WjJhcIni Rnlk Nico Dostals „Clivia" Erfolf^reiclie Operettenerstaufführung irn xHarburger Stadttheater Ii' n P.u dl; k •t II U'.i [■ i k -1 i i 'M? : '.'■■.•i S'ütie g'^wosr'n, er I I ;ri -A ii>^ 1' ^rli'rrhll'iti, doi 1 \i'' !■ 1 ( .(jii!)a, der Guts-I . 1. •• Ii!, rn, .u r vlui' h s' ino I ■ iin' 1 iiiqo prüft, d'?n i'.i und neu Wfild rhlnq .'eru heufeiit uiuJ sich mit «eintn 1.1.lU." ..Ut. \V.uiirn soll er mcht ■ • ' (, iiuu vMi; 'i- ' L-cindsr-lidlt biuf'i- ' N 'I -.1 i.ili iO ' '11 ■ .i'i. II Si 1.1-1-; : i: Ihs, \ .1 - 11' n ki ti-: ■ > '- 1 1.;. , 1> ...n i : ' . ■ f.i jttrnki . Pc'il- • j l ni"fiiigeu .Sfit)iikaten I,'. V.'arUiH sol' er nicht, selbst •II ' "s !i!"ch <'rn «nlsprr -gattuTiij einrn strengen kiinstlcristlien Mnflsfnb anlegen wollen, hieüe, einem Straßenmädchen Ehren erv^eisen, die man Lilllgcrweise nur der Dame des Herzens zollt. Dös wird keinem Menschen von Geschmack, vor allem kei-nc-m, der um die praktischen Dinge des Lebens und Tiiealers nur halbwegs Bc-i scheid weiR, einfallen. (Ganz abgesehen nbrigens davon, dnß es ja heuto ke'no I S[f .if.U'iimadchen mehr qibt, wtiluend .^icli die so olt totgesagte Operc'te allenthalben noch einer (|erade/ai etsiaunli-' chen V'ifalitiit erlreut.) I Es ist eben schon *o: wenn eine Ope-j rette nur elnigerniüßen amüsant und j kurzweilig ist, wenn ihre Melodien sich ! inji Ohr schmeicheln, die Beine elektri-j sieren oder, manche vcin ihnen, (jar von I jenem vemirh'si'fien ficlieiinnis iitnwit-; '= rl sind, cias ilii>en eine flüchtige E:• s eir.i in auf jahrelan-P"' F> . . i., ] M'irhHii Wissen (i.'!. I". . • • ■ ii'u .. . . in (essela- I . ''It'-u' I.iv iilen T'berhli' k uljer i.e' - ii unrl Wirken des ^'r- '! s'.-' ■ ■ .e's': i'.eit von seiner k'i'is ■ Im'iliKi-i .:.'i uller nieiisch-liri-er (. ■ •<' i" n i. i ."izu oft in K"'!-■f^''. Ii i. Uli'- ■ i.i -f-i iMHj ja rnit >i!'i-n> i ■ ' ■ , hic; init 1' : 'l. ii 1 . .! w',ri!t' dann d:t.' Trii ,.!. ! •< i , ' ■••/i s von di r H< '■> k;:.is'lei i-' ; en Sch.i!!''ns in ;;ei-» ige rrn:)ri. tu-it, '.*v. -,r! r. 'n \v,.'-V./! ii .A .'iiikt /ii d:e?i'n r. '>01 ,i s v /ii t .Mi'in Wis-r.' n u'1 c * ; .'.'-c.nsKe.t uiul kiih. los;it-k t ."1!« ; Wi'.hih il* n duri tt -r'f» L.i'i' Zu- Rah \ D." Vor'■j-tok]'! Ii' ichte 'l.inn f.i"h.s liediT iiarh Mnt ki-Tf»'''en, V jn denen das er'ite. V"ibor-«Milieit- diH tTcinze S'^hwermut diese; un-abl.issig mit sich und der Welt ringenden Mannos aufblühen ließ, während die fol-q'^ndi'n, i/ath i " I' 'ivortranten Klage d.'S •Vor!'!-,'.:.': ■ ; VV'g'>i( luis- Hugo Woif V j.i «".e.i"'' st;'' 'fier gt'liftrlen, he tmen Seite zeigten f!'>h" Naturempfind'^n de »Fußreihi*' und der feine ?fumor d'« •Timhoiir'' lo.stt'ii befiondüie Iji gciste-riirfi d( • 'Zuhörer ans, die bei tlein iiii-.>teih; V Kpi: Ih mnus auf den Fiühling : Fr ist's- sifh zu nicht endenA'nlieiuleiu i Befall F'eiqeite. j NiK'h hei >ntei kam die heilere Note nn zwe'teii 'l'"il des Abends bei flcn ver L tdern nnrh Heyse ^us dem »ItaMcni-[ el v(m Frau Kloß kam be^onder^. in »Er ist's« und »Ich hab in Penna« zu schönster Wi:kutu) E n, sinni(ier Finfall der Veranr.tcil;er ersetzte die fehlenden q 'diut.vten Lie-dtoxte diiith di-ien Ver-le.Tor. Da sich hiezu die sthun oft wdh.te Spushi-rin, Fi iul"Mi ihdla Mar-tegani, bereitfand, hallen dii- Zuhörer mr.h df'ti Genuß, d.a LicJe' aut h in vollendeter Ftjrn: sprerh }n 7U hö en Der damü erdeile glückliche Zus^imm^pklaiig von Musik und qesprotheiieni Wort wiir-di d.inkh'irtt dufgenommen D.e tatkräftige Förderung allen künfit-lerifuhen und kulturellen Wirkens duti h die pnlülsche Führung fand durch d"» Anwesenheit des Krei.sfilhrers und Land-'ates Pg Fritz Bauer Anidruck, der den Abend mit Worten des Dankes an Hans W,irnl"k fi'ir fi:>ine Veidienste nm das kiiiifiUe'^ische Lehen d^i Stadl und der TiVerstnlermark und mit der Begrüßung ■:wcanwesender Nichten Hugo Wolfs er'iff;\f>»e. J Wralschku l'nd da nun deutsche Grofl.sti^dte das musisch helanrjlose Persönchen so begeistert em])lingon, so schiene es uni irgendwie ungerGimt, wollten wir Mar-burger gescheiter, d. h. anders, tun. Die Hauptsache: das Publikum lachtl Und der Intendant lächelt. Denn er und alle Zünftigen wissen, daß es schließlich doch immer die umworbenen Dämchen vom Schlage einer ,,Clivia" einer ..Eva", einer ,,I.usliarn Witwe" oder wie sie sfiioi <1. ■ i.r:.\i mogfi^n s. m ' die «k.:R semnä'Mq" d'^n wirkllciien Herz"usda-rnen, den großen einsamen M uierhlnmen l'nd Seeleneioherinnen, den ,,Iphigenien", ilf'n ,,!vledc"n", «chehnih^e standen die sichtlich emsig r.n sich -i'l-eitende Christa Nls-sen als Filmirv 1 <"v,a und der üh^r'^nnt h'^nd WTiH lUKisi'Fige Piidolf l iviprth als .in.in n.'rr c- IG. nr-he P''i/p'oenerni M'kI «sc*^! e'M.fh n"gieiunij.p: iident von Roli.'fu.» Ml «in- lind de seh.-^n Pe'«;on| Si" hr 'f'-i ' i oh.ie ger.idr ai I s'';n:n-!'m 'U ! lohr'. U'ikicn /vi blHPfli' i. ein snu-hei lind ' ,<-iondpif; jp mil'U 'en I ari-^n kit!ti\' s'iignr i'-s, sehi fiut au.-' e hriide', ti' eh gantei 7i' ücMialtiirin sprlendei l.'che-n.Mr. ■MierJirli':; vie i.'Timf. /.n.n Anl»eißen ^(htruip n;vl nn"'i'Mch 'n "hvr An*'nia rJiiid in inuiiter nnonen unte; •■iideTem sichtlich auch durch ein"n ''•inVer.*-wert ffT^riren Punk-'rvev'- 'au h ":s. w.'s ah^r «■eipf. i Wi'*-kung kt ^nc'\vr f|s Abbruch tat ihr etwnbürtiger Partnei keck, srhiK»dderlq und zunqenlerliq, qleichlalls ein exzellenter Tänzor, erGchien Konrad Oehrleln als Reporler, dessen routinierte Gelciet-heit und temperamentvolle Unqehemint-iieit aiuh der von ihm neführten flotten Regie und eLnlalltsreichen Choreogruphie den Stempel aufdrückten. Leuten, die so viel Mu*.ik in den Beinen haben wie diese beiden, darf man qerechterweiso aus dei Tatsache, daß ihre Kehlen in diesem Punkte etwdS «tiefmüttorVif h dotiert erscheinen. keinen allzu ernsten Voiwurf machcii ... Sehr «i)aßig der beliebte alte, noch immer recht rjelenkige Üttn Welte al« ßürliiiei Gustav Kasulke mit scfinem Pa tent »Schnarche wohl«! Brav, nur um einen Schuß zu wenig »vornehm« hielt 6ich der Multimillionär Potterton des Jo-6 [ Hellnnr — desgleichen Max Thio! als C'd'idilio. Auch alle liagrr der übrigen kitiuen und kleinsten Rolien schienen mit c»ffenkundiger Willigkeit bei dei Sache zu se n und verilarhen nichis, Die Bührieiilnldcr Miix Ussars waren, wie zu-maiit, recht hübsch und ötinimuugsvoll. Ballett und Chor hielten «ich auf das WarVevs'p. Kapellmeiiter Mar Kappe« war der schmis?igen uüt gestopften Trompeten, H iflenqlisfirtndis und allerhand Schlag-! zcu.'redekten glänzend instrumentierten Opciotte ein überlegener Anwalt, der die n"'..sikalischen Gewichllosigkelton mit fvisprecbf^nrl spflrfiherr^»rhnn-bieten Hochschulwochen du'-chqefüh-1, um den im Wehrdienst stehenden Studenten die Verliindunq mit ihrer Wissenschaft zu ermöglichen. Die Reichsun veri^itäl Graz als diö südöstlichste Universität Großdeutech-lands hat es ühemommen, «naere cm Balkan stehenden Soldaten auf dle^e Weise zu fördern. So veranAus der kroatischen Batschka«, für MnndoMnen fT^Tnburit7.«in)-Orchester komponiert, die durch den Sender Agram uraufgeführt wurdfe. Die Taml)u;aschenmusik Ist in Kroatien sehr volkstümlich und ein charakteristischer Zug de*! volksmusikalischen Schnffnl«t und Musiker dem Regifv-^eur E. W. Emo eine willkommene Hilli-, da er dem Srhau-spleler lialf, seine Rollo eiucs Kl.iv'er-virtuosen bis ins Kleinste ubcizou(|i.'nd 2U gestalten. Eine ähnliche Aufqabe eifüHte Willy Schill.'P-CJentner bei dein Wion-FMm "I'er gebieterische Ruf«, als die Wienei Ph Ih'i'-monikor unter der Leitung von Generalmusikdirektor Leopold R°ichwe'n in dem eiqens in Sieverinq aufgebauten (jroßen ^Viener Konzertsaal zu spielen hatten. Dei auf eine große Filmpraxi« znrückbl ckende Komponist, der die Be-(lleitmnsik für dieses FUmwerk schrieb, machte sich zum musikalischen Mittels-niimn zwinr hen dem berühmt' ti Orchester und dem Aulnahmestab. Regie des Filnio hell Gustav Ucicky. ' Ms Großver instaltung der Wehrmacht I (im Auttrag des steilvertrelenden Gene- ■ ■ ralUünimandos XVllf. A. K.), deren .Aus- | .•jlellupg ,.R »rqvolk—Soldatenvolk" sich -fiiuit offi/i i' von Gfriz viifMb Iii -.iHto., nm zunächst in Klaqenfurt die Besucher ftn'ruzit ht n, sal man Im Scliioßnark von Eggenberq eine Freilicbiauffülirung von .WaileiKsieins l.riqer" Kein änderet Plfttz in CJra? konnte I bcssri hiefiir (feelgnet sein, als dieser I Tunii-uplatz vi.'i' der -Spatreriaissanceltis-' sade des ScVilnsses dei Lggeiiberge Von j eiiiem T'"< cK»'nc|Wil)rii umgeben, über den sich eine sleiuerne Brücke sp.innt mit ül)erlebensgrußf'n Si>ndsteinfiguren davor, die yleichsam als Heiolde jener kampterprobteii Zeit hiei mit ins Spi<^l einbezogen wurden, erstand im sammeln-' den Scheinwerterlicht das fdrbr-nlrohe und bunte Spiel des ,,Lagers" Wie da» KiiefjsvtJk ein7og, mit Roß und Wagen, mit Standarten und Marketenderinnen, 1 mit Feldmusik und Trouunelsciiall. das ' war so ganz der Zeil ein Spiegel, die hier I im steinernen Zeugen des Schlosses im Hintergrunde wieder erstanden schien. (Denn wir erinnern uns, daß In Graz un-I fer dem Vorsilz des Kaisers Ferdinand ; und im Beisein Hans Ulrichs von Eggenberg, des kaiserlichen Freundes und Pl-nanzmlnister», die entscheidenden Beschlüsse gefaßt wurden, die xum Sturz Wdllensteins fühlten.) AuJ zwei »inander gegenliegenden Treppen anlagen 2u beiden Seiten der SchloPbrücke spielten sich die j Hauptszenen ab, während seitlich, im i Vorfeld def Handlung gewissermaßen, | das Lagerleben seine Gestalt und seinen | Platz hatte. Mehrere hundert Wehr- ■ machlangehörige waren dafür aufgeboten, um im Kostüm der Wallensteiner Zelte zu bauen, Wagen zum Biwak zusammenzuschieben, eine Pferdekoppel 7U pflocken, und Wachtfeuer zu unterhalfen, während Mitglieder der Städtischen Bühnen Im Verein mit Im Wehrdienst stehenden Schauspielern sich unter der Lwxtu;\ü von Intendant Dr. Rudolf Mayer zusamm»»ngefundeii hatten, um die e.n-zelntn Figuren des Schillerschen Vor- j h)) ;'k zur VVallen>teintragödie zu verle- ' bend'gen. So entsland ein wahtes j »Schiui-vpieU, fils Augenhi«t vor einem ; tiefgestaffelten Kranz von Zuschauern, | die man ndch Tausenden schStzte. Der t Pfi'htMche Stei nenh mmel über den noch vorfrühlingskahlen Bäumen, glitzerte freurdllrh heTnleder und die dunkle waldige Silhouette des Plabutsch war dem Ganzen ein ideal-»r dTintergrund So beginnt das Spiel, das Gewese de« l'.age''lebeiis, d'e Parteiungen der verschiedenen Truppengattungen erst und ihr schließlichi^fi, immer erneutes Zusammenstehen, sobald der Name de« Feldherrn fällt, dem sie in unverbrüchlicher Treue und .Arhilngllchkelt ergeben sind, und von dem sie auch keine eifernde Kapuziuetpredigt zu trennen vermag, bis endlich, das Gelöbnis «Her Im n'.Ächtlq aufbrausenden Schloßchor als heilige Versicherung «im Nnchthimmel empor-s'n'gt; wFrifch auf Kameraden, aufs Pferd, auf« Pferd . .<< dessen Endzeile I lautet: »Und letzet Ihr nicht das Leben ' »In — nie wird euch das Leben gewonnen sein«. Von den Darstellern, die trotz de« weitgespannten Rahmen« ohne jede technische Hilfe wie Mikrophone und Lautsprecher sich verständlich machen mußten, wollen wir nur einige als Beispiele der geschlo«enen Gesamtleistung hier | nennen: so den biederen, wohlbeleibten Wachtmeister Franz Mosthavs. Hugo Meyer-GärsHachers marklgerl Trompeter, Raul Fischer« helltimbrlerteu, klar vei-ständli^hen ersten Jäger und den, wie einem Bild von Velasguez entstiegenen , Kürassier Eduard Cossovels, dessen so- ' nore» Organ sich hier besonders schön j entfalten konnte. Marie Schürmanns Mar- I ketenderin fand gleichfalls den sie aus- 'j zelrhnenden Platz im bewegten Lngerle- | ben. — Die Einrichtung der »Feldmnsik besorgte der Salzburger Tordichte'- Ins^f Meßner. Die Bühnenmusik führte ein Mu-eikkorps elnee Geblrgsjäyer-ErBätarctji- meJites unter der Leitung von Erwin Leii mann nti«. Auch Heinz Liebminger war als musikalischer Lei'er auf dem Spielplatz tätig. Für die choreogra.ph'eicho Leltunq der Mäßsentänze zeichnete Frledl Stein-tellner Die originalgetreuen Kostüme be sorgte die Firma Dirlnger, München. Wer b'shcr Wallenstelns Lager Immci nur auf der Bühne erlebt hfltt«, em-pfand erst hier so recht die großartige Konzeption dii-ses »Vorspiels«, dessen flutendes Leben sich immer wieder in eini-