»rim**trcttott5 - Preise »ttt Laibach: ««ytShrig . . 8 fl 40 kr. SMLHrig. . . i,», «iatrljährig . 2 „ 10 „ Ms-atU-b . . . - „ 70 „ Mit der Post: ««»jichrig..........12 fl. »ÄSjShrig.......... 6 „ •'•••• 3 n MK BaStUnng in» Hau» , Wtttti}. 35 kr , monatl. 9 tr. •iwjt&nt fJnmrarm 6 kr. Laidacher Pedaetion B ^hnhofgaffe Nr. 132. .pedition- & Inseraten-Burean: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jgn. s. Klein-motjt & Fed. Samberg.) JnsertionSpreise: Für die einspaltige Petüzeile L 4 kr., bei zweimaliger iptfi» , schaltung h 7 tr., dreimaliges^^, ;\ 10 tr. ' * E>» Kleine Anzeigen bis 20 tr. «nonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Marmscripte nicht zorü-Lgesmdet. Bei größeren Inseraten ir öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Rr. 161. € amstag, 18. Juli 1874. — £r»; SSV 7. Jahrgang. Landstreicher in der Kutte. ES ist bekannt, wie sehr unser ohnehin armes Landvolk von arbeitsscheuem Ge finde!, Landstreichern und Bettlern von Prosession ;Zahr aus Jahr ein geplagt wird, wie der Bauer vonseile dieser Blutsauger weit wehr in Contribution gesetzt wird und ihnen weit höhere Steuern entrichten muß als dem Staat und der Gemeinde. In Orten, die an halbwegs gangbaren Straßen gelegen, kommt es mitunter vor, daß an einem Tage dreißig und mehr verschiedene Strolche die Schnalle drücken und sich keineswegs mit einem magern „Gott helfe dir" ab-speisen lassen; im Gegentheil, die Heirsn Landstreicher und Vagabunden schreiben vor, was ihnen gereicht werden muß. Insbesondere wenn die lauen Sommernächte das Lager hinter Zaun und Busch behaglich machen, nimmt der zigeunerhafte Wandertrieb gar erschreckende Dimensionen an, und ist die Ernte unter Dach und Fach, so zittert der Landmann noch weit mehr vor der strolchenden Zunft und zahlt ihr, wenn auch schweren Herzens, das bittere Lösegeld, wenn er nicht will, daß ihm der rolhe Hahn, aufs Dach gesetzt werde. Wir haben zwar das Vagabundengesetz vom 10. Mai 1873, wonach Arbeitsscheue, Landstreicher und Bettler strenger Ahndung unterliegen. Um eines Landstreichers los zu werden, bedarf es von-seite der Gemeindevorstehung nur der Anzeige an das kompetente Bezirksgericht, d. i. jenes Bezirks- gericht, in dessen Sprengel die Landstreichern begangen oder der Stromer betreten wird. Dieses Gericht wird sodann den Landstreicher mit angemessenem Arreste bestrafen und denselben nach ausgestandener Strafe der Gemeindevorstehung am Sitze des Bezirksgerichtes zur Verfügung stellen. Der Gemeinde steht zu, im Falle der Landstreicher kein einheimischer ist, im Sinne des § 8 des Schubgesetzes dessen Abschaffung oder Verschiebung bei der k. k. Bezirkshauptmannschaft einzuleiten, welche den Landstreicher nach Feststellung seines Heimatsrechtes abschaffen oder in seine Heimat verschieben wird, womit endlich der lästige Gast beseitigt wäre. Nebst der Unzulänglichkeit oder dem gänzlichen Mangel der Ortspolizei ist es zunächst wohl diese umständliche, mit Kosten verbundene Procedur, welche die Gemeinden zurückschreckt, von ihrem Rechte Gebrauch zu machen und das Vagabundenwesen mit Stumpf und Stiel auszurottcn. Auch von der Zusammenlegung der Gemeinden darf man keine Besserung dieses Uebelstandcs erwarten. Unsere Gemeinden sind einmal zu arm und zu wenig reif für die Autonomie, so daß auch die Bildung einer Groß-commune aus mehreren mittellosen Gemeinden der Ortspolizei keine andere Gestalt geben wird. Es ist darum der Ruf nach Vermehrung der Landes-gensdarmcrie ein berechtigter. Der Steuerträger und kleine Gewerbsmann am flachen Lande hat wohl auch ein Recht für die schweren Lasten, die er zu tragen hat, das Gefühl der vollen Sicherheit zu fordern, denn nur dann, wenn der Bürger und Landmann sein Eigenthum ungefährdet weiß, geht er frohen Muthes seinem Berufe nach, und fühlt er recht deutlich den ihm vom Staate gewährten Schutz, so kommt er auch willig seinen Verpflichtungen nach. Bis jetzt ist es, seitdem die Ortspolizei in den Bereich der Gemeindeverwaltung übergegangen, am flachen Lande einzig das Institut der Gensdarmerie, welches der Landplage' des Vagabundenthums und des handwerksmäßig betriebenen Bettels einigermaßen steuert, da die Gemeinden durchaus nicht zu einer organisierten Selbsthilfe zu vermögen sind. Was soll man aber sagen, wenn selbst der Gensdarmerie von dem Unverstände und der Böswilligkeit Hindernisse in den Weg gelegt und ihr die Erfüllung ihres _ schweren Berufes verleidet wird! Wie uns nemlich aus Laos bei Lltenmarkt geschrieben wird, verhaftete der dortige Postenführer, Jgn. Fabianic, ein ebenso gesetzeskundiger als berufstreuer Wächter der öffentlichen Ordnung, einen Bettelmönch, den Kapuzinerbruder Daniel Delac aus Fiume, der in Gesellschaft eines Laien als Buttenträgers von HauS zu Haus betteln ging. Die dortige Bevölkerung ist derart arm, daß mancher Häusler seine einfache Speise oft ohne Salz, und Schmalz verzehren und froh sein muß, nur das Nöthigste zum Leben zu erwerben. Der genannte Mönch entlockte nun theils durch klägliche Schilderungen des Klosterelends, theils durch Heiligenbilder und Ver- Ieuisseton. Die siamesischen Zwillinge. lAui Grund einer wohlverbürgten Anekdote aus dem Jahre 1830.) (Fortsetzung.) So ging eö ein volles Jahr fort. Immer tiefer stand Lady Georgina in Arthur's Schuld. Und — seltsam, aber weiblich — immer leichter wurde ihr diese Schuldenlast zu tragen. Auch Omphale hatte nicht ungestraft mit Herkules ihr Spiel getrieben; indem er in ihren Banden lag, fiel sie in die seinigen. Eine gewisse Wärme kam in den Verkehr beider. Zwei Monate lang gab sie ihm keinerlei HerkuleSarbeit mehr auf. Aber der Ruf des Herkules von Alton ging weit. Die Herzogin von Montreux, eine reizende Pariserin, welche den Frühling in London verlebte, hatte auch davon munkeln gehört und ihn einmal um die Kleinigkeit gebeten, ihr den Mond vom Himmel zu holen-Aber er that es nicht und Lady Georgina athmele darüber wahrhaftig froh auf, denn alle feine Her-kulesarbeiten waren ja nicht gethan, wenn er sie auch für eine andere that. Und daß er für sie den Mvnd vom Himmel geholt haben würde, davon war sie fest überzeugt. Sie hatte es längst auf-gegeben, ihm überlegen sein zu wollen. Um dieselbe Zeit drangen jedoch ihre Eltern heftiger als je in sie, dem Lord die Hand zu reichen. Das war ein Misgriff, denn ein Herz wie das ihrige will seinen Weg selbst finden, wenn auch nach einiger Irrfahrt. Die Aufdringlichkeit eines unnötigen Wegweisers bewegt es nur zu weiteren Abschweifungen. Es kam darob zu Szenen in der Familie und Lady Georgina'S Trotz schwankte jetzt nur noch darin, ob sie gar nicht, oder den ersten besten heiraten solle. Sie wählte das letztere, weil sie nur dies dem ihr aufgedrungenen Freier entziehen konnte. Sie erklärte ihren Eltern rund heraus, die originellste Maske auf dem nächsten Maskenbälle in Holland -House heirathen zu wollen. Einem der zahlreichen vornehmen und witzigen Herren, die um ihre Hand warben, müßte es doch jedenfalls gelingen, die originellste Maske zu fein, und wer darunter stecke, das fei ihr nun ganz gleichviel. Dabei blieb es und die Eltern konnten um so weniger etwas dagegen einzuwenden haben, da auf den Maskeraden in Holland-House nur die höchste Aristokratie Englands erschien und daher auch die originellste MaSke kein gemeiner Mann fein konnte. Dieser Zustand ewiger Schwebe wenigstens mußte dann fein Ende nehmen. Doch der Affekt hatte Lady Georgine zu weit fortgerissen. In dem Moment, wo sie ihren AuS-fpruch gethan, reute er sie schon. Sollte sie ihn znrückziehcn? Als Scherz behandeln? Sie zog nie etwas zurück und behandelte nichts als Scherz, nur zuweilen ... den Ernst. Sie war sehr nervös während der Zeit bis zum Balle. Sie hätte Arthur feierlichst befehlen können, die originellste Maske zu fein, das wäre für ihn nicht einmal eine Her- » knlesarbeit gewesen. Wohl aber ... für sie. Sie konnte ihm das nicht sagen. Eie konnte ihn nicht einmal fragen, ob er auf den Ball gehen werde? Denn wenn sie ihn das srug, konnte er nur Ja sagen, wie in allen bisherigen Fällen, und wenn er Ja sagte, so war er gewiß auch die originellste Maske, wie er ja in allen bisherigen Fällen gesiegt hatte. Zum erstenmale fühlte sie nun, was Her-zen?qual heißt. Er wich ihr aus und sie ahnte, daß sie ihn vor dem Balle nicht mehr sehen würde. O, Herkules von Akkon war klug! Sie mußte sich in Angst und Hoffnung verzehren, ob er auch in Holland-House erscheinen würde, und wenn er erschiene, ob sie ihn auch würde erkennen können. Ihn erkennen? Wollte sie denn das? Sie ertappte sich darauf, daß sie eö wünschte------------------ Die acht Tage bis zum Balle waren die unglücklichsten in Lady Georgina's Leben. Sie fühlte sprechen von Gebeten den armen Weibern ihr bischen Vorrath an Sckmalz und Eiern, bis endlich der genannte Postenführer auf dieses Treiben aufmerksam wurde. Um die Reiselegitimation befragt, vermochte keiner der beiden Strolche sich auszuweisen, sie wurden daher arretiert und dem Bezirksgerichte zur weitern Behandlung übergeben. Nachdem der Kapuziner die ihm zuerkannte zwölfstündige Arreststrafe verbüßt, wurde derselbe vom Gemeinde-amtc in Laas mit gebundener Marschroute nach Fiume abgeschoben. Das Gesetz vom 10. Mai 1873 macht durchaus keinen Unterschied, ob der beim Vagabundieren und Gewohnheitsbettel betroffene eine Tonsur und eine Kutte trägt oder in einem ändern Aufzuge erscheint. Unter einem Landstreicher im Sinne des Vagabundengesetzes wird derjenige verstanden, welcher ohne bestimmten Wohnort oder mit Verfassung seines Wohnortes geschäfts- und arbeitslos umherzieht und sich nicht auszuweisen vermag, daß er die Mittel zu feinem Unterhalte besitze oder redlich zu erwerben suche. Betteln gehört bekanntlich nicht zu den redlichen Erwerbsmitteln. Es wurde also bei dem erwähnten Vorgehen des Postenführers Fabjanic den Anforderungen des Gesetzes vollkommen genügt. Umsomehr muß man über die Einfalt nicht nur der Landbevölkerung, sondern vieler Bewohner der „landesfürstlichen Stadt" Laas staunen, welche, wie man uns meldet', an dem Verfahren des braven Postenführers großes Aerger-nis nehmen. Weil derselbe einen bekutteten und ton» surierten Landstreicher abgefaßt, wird augenverdrehend darüber gefchrien, die heilige Religion sei ver. letzt, die k. k. Gendarmerie glaube an „keinen Herrgott" mehr, weil sie einen gottgeweihten Mönch in seinem Bettelhandwerk gestört. Daß es sich dabei vonseite der Sicherheitsorgane nur um Erfüllung ihrer Pflicht, um Hintanhaltung des Landstreicherthums, um Förderung der Sicherheit des Eigenthums handelte, das wird unserer noch tief in geistiger Finst-rnis steckenden, unter klericalem Drucke seufzenden Bevölkerung noch lange nicht einleuchten. Daß Gott jeden Menschen zur Arbeit geschaffen, niemanden zum Faullenzen, zum Bettel und Vagabundenthum ein Privilegium mit aus die Welt gegeben, daß insbesondere jeder körperlich und geistig gesunde und rüstige Mann sich einen Berus wählen soll, der ihn und die ©einigen nährt, daß das beschauliche, faullenzende und bettelnde Mönchthum eine wahre Landplage für unsere arme Dorffchaf-ten ist, daß der entsittlichende Gewohnheitsbettel je eher desto besser ganz abgestellt werden muß, das sollte für einen vernünftigen Menschen doch keines sich krank und elend, aber nicht umsonst hatte sie Gemsen gejagt und Schiffbrüche gelitten, sie brachte es nicht bis zur Unmöglichkeit, den Ball zu besuchen. In der Maske einer Omphale mit goldenen Spinnrocken und silbernem Flachs betrat sie die alten Säle voll königlicher Pracht in dem reizendsten Wohnhause London«. Sie war im Nu von einem glänzenden Kreise der bestersonnenen, mitunter geist« reichen Masken umgeben, welche ihr ein unvergleichliches Eortege bildeten. Komischerweise waren auch drei oder vier Herkulesse mit Löwensellen und Keulen darunter — eine Anspielung aus die kursierenden Gerüchte — aber verachtungsvoll sah sie an diesen Unglücklichen vorüber. In dem ganzen glänzenden Gewühl hatte sie nach ihrem Urtheile noch keine originelle MaSke gesehen. Sollte Arlhur doch nicht erschienen sein? Sollte ihr frivoler Entschluß nach allem, was bereits zwischen ihnen geschehen, ihn dermalen gekränkt haben? Der Rocken zitterte in Omphalens Hand, ihre Pulse flogen und in ihren Schläfen hämmerte das aufgeregte Blut, während sie spähend die Menge durchschritt. Da schlug ein eigenthümlicheS Gesumm an ihr Ohr, mit Ausbrüchen von Heiterkeit und Rufen deS Erstaunens und der Bewunderung gemischt. In einer Ecke deS Saales hatte sich eine Menge dichter als anderwärts zusammengeballt, und aus ihrem Ge. Beweises mehr bedürfen. Namentlich sollte die Landbevölkerung, will sic anders der allgemeinen Unsicherheit gesteuert sehen, der Gendarmerie hilfreich an die Hand gehen und nicht derselben die Ausübung ihres Berufes durch Lieblosigkeit und hämische Be-merkungen noch erschweren.___________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 18. Juli. Inland. Für die Jung czechen ist das Maß des Unglücks, welches sie die ganze Wahlcampagne hindurch begleitete, nunmehr voll geworden. Nachdem sie in den Landgemeinden nur sechs, in den Stadtbezirken gar kein Mandat erlangen konnten, unterlag einer ihrer talentvollsten Führer, Dr. Sladkowsky, bei der am 15. d. statt« gehabten Nachwahl im koliner Landbezirke dem alt« czechischen Gegenkandidaten Pfarrer Rumel mit der verhältnismäßig erheblichen Minorität von ‘21 Stimmen. Vermutlich ist es dem altqechischen Agenten gelungen, einige der protestantischen Wähler Stab» kowskys zn bewegen, daß sie dem gleichfalls protestantischen Rumel die Stimme gegeben. Die Alt» czechen werden jetzt doppelte Anstrengungen machen, um auch bei der Nachwahl in Hohenelbe ihrem Ean-didaten zum Siege zu verhelfen. Fällt dann auch Eziczek durch, so ist die jungczechische Fraction derjenigen Männer beraubt, die allein noch einen gewissen Grad von Autorität im czechischen Volke befassen, und überhaupt kaum mehr lebensfähig. Die Niederlage Sladkowskys ist der verdiente Lohn für den demonstrativen Eifer, mit welchem die Jung« czechen bei den Wahlen in Prag für die Rieger'fchen Kandidaten votierten. Die Verhaftung der Arbeiterführer in Graz, an sich lediglich geeignet, jenes allgemein .menschliche Interesse zu erwecken, welches sich daran knüpft, daß Menschen wegen ihrer Ansichten mit dem Verluste ihrer persönlichen Freiheit bestraft werden, wird officiöserseits zu einer großen That ausgcbauscht. Vom literarischen Bureau mit allerhand Correspondenzen aus Oesterreich bedachte Journale bringen ausführliche Mitteilungen über die Motive der in Graz wider die Arbeitervereine ergriffenen Maßnahmen. welche die Sache so bar-steilen, als ob biese strengen Acte der Justiz die Rettung der europäischen Gesellschaft bedeuten würden. Mit großem Aplvinb wird z. B in einer aus Wien datierten Correfpondenz des „Fr. I." kund und zu wissen gethan, daß Dr. Hippolyt Tausch i n s t i, ein „an sich unklarer, schwärmerischer und phantastischer Kopf", verhaftet wurde, weil es heute keinem Zweifel mehr unterliege, „daß sich in wühl drangen diese nicht kontrollierten Laute hervor. Vor Omphalens Schritten löste sich rasch der Knäuel und sie erblickte in dessen Mitte, in glänzenden orientalischen Gewändern, bis zur Unkenntlichkeit maskiert, zwei Gestalten, die nur eint bildeten. Es waren die leibhaftigen siamesischen Zwillinge, welche damals zum erstenmale Europa besuchten und im Publicum, wie in der wissenschaftlichen Welt Londons ein beispielloses Interesse erregten. „Ein teuflischer Einfall, _ sich als siamesische Zwillinge zu verkleiden!" rief Lord Thundcrbolt mit offenem Munde. Und das Publicum zerbrach sich die Hunderte von Köpfen darüber, wie bet unbekannte Tausendsassa bas Kunststück wohl zu ftanbe gebracht habe. Lord Thunderbolt wettete Hundert gegen Eins, daß zwei Menfchen dazu nöthig seien und die MaSke eigentlich eine Doppelmaske sei. Der Viscount Nevermore hingegen wettete fein Schloß bei Kew gegen eine stählerne Haarnadel, daß die eine der Figuren ein Automat sei. Manche schworen, sie hätten beide zu gleicher Zeit sprechen hören, andere wieder beschworen das Gegentheil. Lord Dundreary behauptete, es sei im Grunde nichts leichter, als sich so zu maskieren; ein fester Leber« titmtn um den Leib zweier Personen: das sei das ganz Eisleithmtien die vorgeschrittene Arbeiterpartei, ohne Unterschied der Nätionaliläten in einer weit-organisierten Verbindung nach Art der „Marianne" conftituiert hat." Auf einem vor beiläufig acht Wochen in Neudörfl abgehaltenen Arbeitercongreß, an dem theilzunehmen die gemäßigte und verfassungstreue wiener Arbeiterpartei sich weigerte, sei der schwarze Plan gefaßt worden, dessen Bekriegnng der Regierung so glücklich gelungen ist. In Neudörfl hat man nemlich eine Koalition der slavischen Ar« beitcrbataillonc mit den vorgeschrittenem Vereinen der deulsch-östcrreichischcn Kronländer zuwege gebracht, eine Verständigung mit den deutschen (Eisenacher) Socialisten von der Farbe Bebel-Liebknecht ungebahnt und ist in ein bestimmtes Verhältnis zu den anderweitig bestehenden Sectioncn der londoner „Internationale" getreten. Anfangs — so wird weiter versichert — hatte die Regierung keine Lust, sich mit den Geheimbünden der Arbeiterpartei näher zu befassen ; aber die Agitation wurde unvorsichtig betrieben, und schließlich fand sich die Regierung doch bewogen, gegen verschiedene Sectionen polizeilich ein-zugreifen. So kam es, daß die neue „Marianne" entdeckt und Europa gerettet wurde. Dem Pfarrer der ttlt ka thol if ch en Gemeinde in Warnsdorf wurde auf die wiederholten und immer dringender werdenden Klagen des römischen Pfarramtes durch die BezirkShauptmann-fchaft von Rumburg die weitere Vornahme von Taufen und Einsegnungen untersagt und er später wegen „Nichtachtung des behördlichen Verbotes" mit mehrfachen Geldstrafen belegt. Der Pfarrer recur« rierte dagegen an bie Statthaltern, welche jedoch mittelst Entscheidung vom 9. September 1873, Zahl 47,980, das Strafertenntnis der ersten Instanz bestätigte. Hierauf wurde der Berufungsweg an daS Ministerium des Innern eingeschlagen. Dasselbe hat nunmehr mittelst Erlasses vom 28. Mai 1874, Z. 2027, im Einvernehmen mit dem Ministerium für Cultus und Unterricht die Entscheidung der Statthaltern aufgehoben, „weil in dem gegebenen Falle für die politische Behörde kein Anlaß zu einem Einschreiten vorlag, daher auch das geschöpfte Erkenntnis der nöthigen Grundlage entbehrt." Ausland. Von allen Seiten strömen die Glückwunschtelegramme dem Fürsten Bismarck zu. Eine wiener Depesche der „Schlesischen Zeitung" berichtet, daß auch der Kaiser von Oester- . reich dem deutschen Kanzler zu seiner Rettung gratuliert habe. Inzwischen nehmen die Erhebungen über die Motive und die Urheberschaft des Attm- W Fortsetzung in der Beilage. "WV ganze Geheimnis. Einstimmig war man nur darin, daß der Einfall zum Teufelholen und ganz verdammt spaßig sei. Als die Menge vor Lady Georgina zur Seite wich und sie plötzlich vor der seltsamen Zwillings« maöke stand, da schoß ihr das Blut zum Herzen und die goldene Spindel mit dem «silbernen Faden-geroll entfiel ihrer Hand. Klar und deutlich, mit der Bestimmtheit des Einmaleins stand es sofort vor ihrer Seele, daß diesen Einfall nur Lord Arthur gehabt haben konnte. Alle Angst und Beklemmung wich mit einem Schlage aus ihrer Brust und die Halblarve konnte nicht ganz den Anflug freudigen Siegeslächelns verbergen, der den Purpur ihrer Lippen überschimmerte. Rascher als die drei oder vier löwenhäutigen Herkulesse sich bücken konnten, hatten die vier Hände der siamesischen Zwillinge die goldene Spindel aufgehoben und der Vorderste reichte dieselbe der Dame mit den Worten: „Gestatte, schöne Omphale, Dir die Spindel zu reichen, welche würdig wäre, die Achse des Welt« alls zu sein." „Reichen Sie mir, mein Herr, oder meine Herren, einen ihrer zahlreichen Arme", ciitgegnete sie, „und ziehen wir uns aus dieser OeffentlichkeiL in ein schöneres Privatleben zurück." (Schluß folgt.) Beklag- zum „SalSaHer Lagblatt" Nr. 161 vom 18 Jul,' 1W4. täte« ihren Fortgang. Kulimann war, wie sich heraus« stellt, schon gegen Pfingsten längere Zeit in Berlin, um daselbst einen günstigen Moment für seine That zu benützen. Sei» Bater wußte über feinen Verbleib nichts und wähnte ihn in Hamburg, seinem Handwerke obliegend. Seine Multer ist unheilbar wahn-stnmg Daß die Spuren der Frevelthat jedenfalls aus klericale Anstiftung zurückführen, das geht aus der Nachricht hervor, laut welcher auch in Berlin vei katholischen Geistlichen Haussuchungen stattge-sunden haben. Das Befinden des Kanzlers hat sich mzwlichen rascher, als man anfänglich erwartete, geeifert, und es dürften keinerlei Nachtheile für beit* leiben aus dem Vorfälle sich ergeben. »•{f. n französischen Stimmen über das ‘‘Hinget Attentat, die für uns ein ganz be-Mberes psychologisches Interesse haben, liegen vor Machst die Bemerkungen des „Franxais": „Wir onnen nicht umhin, dem Abscheu Ausdruck zu geben, welchen ein solcher Act jedem civilisierten U t r ~en binflößen muß; aber wir bedauern die ueverstürzung, mit der die telegraphischen Agenturen Ich zum Echo gewiß ganz voreiliger Anklagen gegen >e katholischen Priester machen, welche beschuldigt w .! m't Kullmann im Verkehr gestanden zu D demselben Sinne sagt das Parisjournal: Ereignis kommt dem Herrn v. Bismarck in km schwierigsten Augenblicke des von ihm gegen n deutsche» KatholicismuS unternommenen Kampfes 1 Liegen und trifft so merkwürdig mit der Ver-'Mmlung der preußischen Bischöfe in Fulda (!) i lammen, daß wir die von dem officiellen berliner Graphen gegebene Version über das Attentat nur t dem äußersten Vorbehalt aufnehmen können." klingt schon spaßhaft genug. Noch lustiger ist L?bc£ wenn der „Bien Public" strafend ruft: »nt* ut^en' welche sich für das philosophische Vam^cellence ausgeben, sollten doch begreifen, JL r ffMtt gar keiner Partei angehören." Diese Wuojophie dürfte allerdings über den Horizont der to« 9ehen und sie werden sich nie überreden Jacques Clement und Ravaillac aus Wahlgefallen am Morden zwei französische ^nige umgebracht haben. bn„. r'1 der Sitzung der Versailler Kammer fitne w ^ ' der Berichterstatter der Drei- » Ession, Ventavon, endlich den Bericht des Ws , "der die Organisierung der Gewalten tourf ^ac Mahon vorgelegt. Der Ent« di?kL^r>t vollkommen jenen Anträgen, welche ein»?Immission anSgcarbeit hat und welche nur foffit»«* ^teite Auflage der Broglie'fchen Ver-8Mr>«dsLhe bilden. Die monarchische Ma-1 ^lchusses hat dem Verlangen des Mar-tcri ' Provisorium zu erhalten und ein Jn- bcfifnJ ^Cn ^bpublik und Monarchie zu schaffen, bon entsprochen und sich somit gegen den Kg* . Kammer für dringlich erklärten Antrag ?,r Wriers, der in erster Reihe die definitive Die ^""rung der Republik bezweckte, ausgesprochen. aemriA ,c, ü6cr dm Entwurf VentavonS, gele-m/ri ^ welcher wohl auch der Antrag Casimir o..f tolcber ausgenommen werden dürfte, wurde M Montag festgesetzt. im stÄ, -,reinftcn" Vertreter des BonapartismuS die w5 ,Um' dem Finanzminister Magne, hat b,'".""^Versammlung soeben eine Niederlage Warf t!*!* * die vorgeschlagene Salzsteuer ver-lD?ar'sm l n möglicherweise trotz des Willens führ™ 1° ™ iu einer theilwelsen Ministerkrisis leunlustia\h!{*8nc ^on r"mlich lange portefeml-Dinn» v-'oü und durch die letzte Wendung der e-k„ta,bV"[|„X'n(£ “ * föebuBit 1C n 6eftrc6en sich die Generale der wenig als 2n?' ble Tagesgeschichte so zu incomtnv 9 * ~!lt «rgendwelchem Sicgeslärm Meldnna fn*#*"' Pic iicl,cn "ach der neuesten die cartts/is»- geräuschlos zurück und behindern fSSm&5“?",1° möglich in dem ,0 tvertreib, ihre Gefangenen zu ermorden I Aus Turin ist zu melden, daß der dortige Caffationshof den Recurs des B i f ch o f s von M a n t na gegen das Urtheil des Geschwornengerichtes, das ihn wegen einer am Drei-Königs-Fest': gehaltenen aufreizenden Predigt zu Kerker und zu einer Geldstrafe verurtheilt Hatte, verworfen und, das Ur-theil vollinhaltlich bestätigt hat. Die „Ga^etta Cala brefe" berichtet, daß der Bischof von Reggio in Calabrien das Jn t erd ict über die Gemeinde von Melicucco ausgesprochen hat, weil sie sich erlaubt Hatte, sich gegen seinen Willen einen Pfarrer aus zuwählen. Den Pfarrer eines benachbarten Dorfes entsetzte er seines Amtes, sobald er erfahren hatte, daß dieser einem sterbenden Einwohner von Melicucco auf die inständigen Bitten seiner Frau und Kinder die letzte Oelnng gereicht hatte. „Leben wir," so fragt die „Gazzetta Calabrefe" schließlich, „im Jahre 1874 oder 874?" Zur Tagesgejchichle. — Zum Attentate auf BiSmarck meldet man der „N. fr. Pr. folgende Details: Für das kis-singer Publicum ist das Fait accompli genugsam in der Unterhaltung ventiliert — jetzt treten allmälig die kleinern Züge, welche anfangs vor dem ersten Eindruck verschwanden, zu Tage, und Jeder beeilt sich, Details, welche noch unbekannt waren, zu Markt zu bringen. Der Esprit des großen Fürsten machte sich auch bei diesem Ereignis wieder geltend. So soll sein erster AuSruf nach dem Attentat, auf den Menschen weisend-der gewesen fein: „Welch' dummer Mensch!" Als sich die Lynchjustiz ihres Opfers bemächtigen wollte, eilte der Fürst hinzu und rief mit gebieterischer Stimme: „Nicht schlagen — ihm werde sein Recht." Bei dem Fackelzuge, wo die Herren beS Festcomit6s vom Babe-Commiffär, dem Grafen Pappenheim, vorgestellt wurden, äußerte der Fürst: „Nicht wahr, Herr Gras, die Geschichte ist nicht eurgeuiäß." Die Volksstimme, die sich im ersten Moment nach der That Lust machte, daß der Mörber gedungen sei, mußte so lauten bei denen, welche Gelegenheit hatten, Kullmann absühren zu sehen. Ein so stupider GesichtSauSdruck ist mir selten vorgekommen, und nur in den kleinen geschlitzten Augen spricht sich eine tückische Hinterlist aus. Dazu eine kleine, etwas gedrungene Gestalt, Gemeinheit der ganzen Erscheinung sprechen dafür, daß man eS hier nicht mit einem selbständigen Geiste, sondern mit einem gedungenen Miffelhäler, mit einem Werkzeug in den Händen planvoller Menschen zu thun habe. Eigentümlich war bei dem Verlauf beS Attentates die Stellung gewisser Badegäste geworden, welche bei allen ihren Leiben noch die Rolle von Gendarmen spielen mußten. Die berliner geheime Polizei muß offenbar auch an Magenkatarrhen leiden und sich den Rakoczy gut schmecken lassen, sonst ist ihr Glänzen durch Abwesenheit an Dem Orte, wo ihre besonbere Thätigkeit erforderlich war, gar nicht zu erklären. ES ist Thalsache, daß hier viel preußische geheime Policisten existieren, aber merkwürdigerweise war eS im entfcheibenben Attentatsmomente nicht bie Vorsehung der Polizei, sonder» das Publicum selbst, welches energisch eingriff. Ein Opernsänger, Herr Lederer, war der Erste, welcher den Attentäter fest machte, als er schon das Weite suchen wollte; dabei wurde der Künstler von dem Miffethäter scharf in die Hand gebissen, so daß auch er den schon geschwollenen Arm in der Binde tragen muß. Fürst BiSmarck bemerkte dem Künstler, als er ihm vorgestellt wurde: „Der Mensch ist gegen mich anständiger verfahren, als gegen Sie; nur Bestien beißen." Wie gesagt war bei dem Ergreifen Kullman's Polizei nicht vorhanden (eS war ja bie Mittagsstunde), und viel später fanden sich zwei Vertreter derselben, weiche daS Entree in das Gefängnis vermittelten. Von einem Nachbarhaufe war bemerkt worben, wie ein Geistlicher unverwandt auf das HauS BiSmarck'S blickte; er mußte allen außer der geheimen Polizei, welche den Fürsten hier Tag und Nacht bewachen soll, auffallen. Diese Person wurde später in Schweinfurt verhaftet und von den Curgästen recognoSciert. Dazu trug das Geständnis Kullmann's bei, welcher erklärte, mit dieser Person an demselben Tage im Walde gesprochen zu haben, während der Geistliche selbst jedes derartige Zwiegespräch leugnete und bei der Arretierung in Schweinfurt noch das Vor. zeigen feiner Papiere verweigerte. Kullmann selbst hatte es vorgezogeu, die Nacht vor dem Attentat statt uuter Dach und Fach in einem Walde nahe bei Kis-ftngen zu verbringen und einen Morgentrunk aus der Maxquelle zu thun — so bereitete er sich mit dem Absolutionszettel in der Tasche zu seinem Werk vor. Man theilt mir nachträglich mit, daß der verhaftete Geistliche, Hanthaler, kurz vor dem Momente deS Attentats auf den Wagen Bismarcks zugeschritten war, so daß der Kutscher des Fürsten bie Pferde im Augenblicke nicht vorwärts gehen lassen konnte. Als der Schuß gefallen war und der Säuger Lederer sich auf den Attentäter stürzte, soll der Geistliche dem Künstler begütigend gesagt hoben: „Was wollen Sie denn von diesem, lassen Sie ihn doch laufen!" Die Verhaftung des Geistlichen, welcher sein Gepäck in Schweinfurt hatte, geschah auf dem dortigen Bahnsose unter Benützung der von Kiffingen auS ergangenen Signalements, die ihn genau schilderten. Um halb 2 Uhr war das Attentat geschehen, um 2 Uhr hatte der Geistliche Kiffingen bereits verlassen. Als der NachmittagSzug in Schweinsurt anlangte, ließ man alle Passagiere Revue passieren und nahm Hanthaler fest. Er war erst mor» gettS von Schweinfurt nach Kiffingen gekommen. — Der Brand in Chicago. Bor kaum drei Jahren (7. und 8. Oktober 1871) wurde daS gewaltige Handelsemporium von Illinois, welche» die Welt durch sein rasches Wachsthum und seinen riesigen Aufschwung staunen gemacht, von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht, die nahezu die Hälfte bet Stadt in Asche legte. Auf Hunderte Millionen Dollars wurde damals der durch das Feuer angerichtete Schaden geschätzt. Und wieder forderte Chicago die Bewunderung der Welt heraus, indem es mit un» glaublicher Schnelligkeit und mit den riesigsten Kosten auS feiner Asche erstand, weit großartiger und prächtiger, als es vordem gewesen. ‘ Nun hat daS Schick, sal diese einmal bereits so schwer geprüfte Stadt zum zweitenmale, glücklicherweise in einem minder schweren Grade, heimgesucht. Wie der Telegraph gemeldet hat, ist am 14. d. nachmittags um 5 Uhr eine riesige Feuersbrunst in Chicago auSgebrochen, die erst um Mitternacht bewältigt werden konnte. Zwanzig Häuser» viertel wurden zerstört und auch Menschenleben find verloren gegangen. Der Stadttheil, in dem der Brand zum AuSbruche kam, ist derselbe, welcher durch daS erste Feuer zerstört und seither mit großer Pracht wieder aufgebaut worden ist. Das Postgebäude, welches den Flammen ebenfalls zum Opfer gefallen ist, hat allein eine Summe von zwei Millionen Dollargekostet. Nicht minder kostspielig und großartig waren die niedergebrannten vier Hotels gebaut. Local- und Provinzial-Angelegeuhelte«. Ortginal-Corref-oudeuz. Stein, 17. Juli. (Fremdenverkehr. — Badeanstalt.) In unserem Städtchen herrscht gegenwärtig ein regeres Leben als gewöhnlich, beson. derS in den Morgen- und Abendstunden; denn schon seit mehreren Jahren sahen wir nicht so viel Fremde in unfern Mauern. Es sind mehrere Familien aus Triest, Fiume, Görz, Wien u. f. w., zusammen bei» läufig 60 Personen; auch sind noch immer Fremde snzuhossen, denn es laufen fortwährend Briefe ein, in welchen nach dem hierortigen Gesundheitszustände und sonstigen Localverhältniffen Erkundigungen eingezogen werden Die Fremden sind hier sehr gut unter* gebracht, man sieht heitere Gesichter, besonders wird von ihnen das wirklich ausgezeichnete Trinkwaffer ge* lobt, dann die schöne und reizende Umgebung und nur mit Recht nannte dieselbe eine hochgestellte Persönlich» leit die „krainische Schweiz". In den frühen Mor. genstunden sieht man in einem Phaeton eine sehr hübsche Dame, an ihrer Seite ein junges Mädchen, und im Rücksitz einen livrierten Bedienten, die durch unsere Gaffen und Straßen bald einen englischen Falben, bald zwei schwarze PonnieS ganz meisterhaft lenkt. Man fragt, wer diese schöne junge Dame fei und man erhält zur Antwort: eine Baronin aus Triest. Dann sieht man ganze Gruppen von Fremden, die sich beraiheo, wohin heule oder morgen der Ausflug oder Spaziergang gemacht wird. Was die Fremden am meisten vermifien, ist eine Badeanstalt. Diese dürfte, wie wir hören, auch demnächst zu stande kommen, und in einem Jahre, hoffen wir, werden die Fremden vollkommen zufrieden gestellt sein. In betreff der neu zu errichtenden Kaltwasserheilanstalt werden wir seinerzeit das nähere berichten. — (Ernennungen.) Se. Excellenz der Herr Handel-minister hat den k. k. Regierung-- und Prti-sidial-Secretür Herrn Dr. Julius Ritter Fr ae oz l von Vesteneck zum Ministerialcommiffär für die hämische Handels- und Gewerbekammer ernannt. — Der Minister für Kultus und Unterricht hat den Oberlehrer in Senosetsch Karl Demscher zum Be-zirk-schulinspector für den Schulbezirk Adelsberg er nannt. — (Die Blatternepidemie erloschen.) Nachdem schon während de- Monat- Juni d. I. die Blatternepidemir io entschiedener Abnahme begriffen war, vom 1 bis incl. 4. Juli d. I. ab» sich kein BlatternerkrankungSfall ereignete, der zur amtlichen Kenntnis gelangt wäre, so hat der Stadtmagistrat in seiner Sitzung vom 4. Juli d. I. beschlossen, die Blatternepidemie als erloschen zu erklären, jedoch weiterhin folgende prophylaktische und sanitätSpolizeiliche Maßregeln gegen einzelne sich ereignende Blatteinsälle beizubehalten: 1. Jeder BlatternerkrankungSfall ist auch fernerhin von den Aerzten beim Stadlmagistrale an-zumelden; 2. jeder Blatterntode-fall ist durch den Todtenbeschauer sofort beim Sladlmagistrate anzumel-dcn, damit die Leiche drei Stunden nach erfolgtem Tode in der Leichenkammer beigesetzl wird; 3. wird die De-infectioa der Wäsche des Bette- rc. nach jedem Blatternlode-sall durch städtische Diener vorgenommen werden; 4. bei jedem ErkrankungSsall an Blattern wird die Partei aufgesordert werden, die Wäjche dem De-insection-wäscher zu geben; 5. wird der Wagen, welcher einen Blalternkranken ins Spital führt, des-inficiert werden; 6. werden in den Schulen ärztliche Zeugniffe von den erkrankten Schülern nach ihrer Genesung beim Wiederbesuch der Schulen abgefordert werden; 7. wird die De-insection aller Aborte während der heißen Monate Juli und August durch Organe de- Stadtmagistral- vorgenommen werden. — (Der Missionär Pirc im Elend.) Der greise Miffionär Franz Pirc ist unlängst aus Nordamerika, wo er bi- in sein HoHeS Alter (derselbe zählt bereit- 85 Jahre!) den Seelsorgedienst versah, in seine Heimat zurückzekehrt, um seine bewegten Tage aus vaterländischer Erde zu beschließen. Die klerikalen Blätter, insbesondere „Danica", wurden seinerzeit nicht müde, die Verdienste des ehrwürdigen Priesters anzupreisen. Seit längerm ist jedoch ein bedenkliches Stillschweigen über den verdienten Landsmann eingetreten, ja derselbe schien wie verschollen. Nun bringt der „Slov. Nat.“ in seiner vorgestrigen Nummer eine Zuschrift aus Laibach, die bezüglich de» greisen Priesters Unglaubliches berichtet. Der Einsender jener Zuschrist erzählt, er habe von den traurigen Verhältnissen gehört, unter denen Miflionät Pirc seine Tage verbringe, er habe deshalb dem Manne dieser Tage einen Besuch abgestattet und sich mit eigenen Augen überzeug», daß sein Zustand ein wirklich erbarmungswürdiger sei. Derselbe wohne in der hiesigen SpttalSgosse Nr. 266 unterm Dache in einem kleinen dumpfigen Kämmerchen unter armen Studenten I Der betagte Priester habe geklagt, daß ihm von nirgend woher Unterstützung komme. Derselbe habe ihm einige Exemplare seiner eben im Druck erschienenen „Gedichte" als Andenken gegeben und die kleine Gabe hiesür mit bewegtem Herzen und mit den Worten empfangen : „Jetzt ist e- nicht dringend, aber wenn wich die Noth drängt, nehme ich dankbar Ihre Gabe und werde für Sie beten." Monsignor Inan und Kaplan Älun, die Vertreter der tleitcalen Presse in Laibach, werden mit Recht daran erinnert, wi» unermüdlich sic Propaganda machen für den armen •Gefangenen" im Vatican, der auf Stroh liege, nicht-1“ «ffen und nicht» anzuziehrn habe. Einsender fragt die Herren, ob sie nicht wissen, in welchen Verhältnissen sich ihr geistlicher Bruder und StandeSgenoffe, der ehrwürdige Missionär Pirc befinde. „Danica" schicke Jahr für Jahr Tausende von Franc- nach Rom, damit den Herren Jeran und Costa eine Auszeichnung zu theil werde, von der sie dann mit Ostentation ihren Lesern verkünde. Ist das. aber schön, ist das vernünftig oder auch nur human, den armen Bruder verkümmern lassen? Jeden Augenblick werde bald für die Kirche am Golouc, bald für die Florianikirche und hundert andere unnothwendigc Sache» um Geld gebettelt; der greife Veteran und Mitarbeiter im Weinberge des Herrn, der Land-mann leide, hier in der Nachbarschaft lebend, in seinen letzten Lebensstunden Mangel in jeder Beziehung. Wo ist da die christliche Nächstenliebe? ES sei undenkbar, daß die Geistlichkeit der LandeShaupt, stadt die BedrängntS ihres greisen Standesgenossen nicht kenne. Die Zuschrift schließt mit der Aufforderung, die Sammlungen für den ohnehin reichen Papst ein-zustellen und dem armen Bruder zu helfen. — (Ein bevorstehender Krach.) Der juridische Beirath der Versicherungsbank „Slovenija" hat nach einer Meldung des „Slov. Nar.“ beschlossen, es sei eine außerordentliche Generalversammlung der Actionäre einznberusen, die darüber schlüssig zu werden habe, ob man auf jeden Theilschuldschein 10 Percent darauf zahlen solle oder ob das gedachte Actienunternehmen nach kaum zweijährigem Bestände die Liquidation an-zumelden habe. Da cS sehr unwahrscheinlich ist, daß die Aktieninhaber der „Slovenija" ihre Opserwilligkeit so weit treiben und noch weitere 10 Perceni in den gefräßigen Rachen dieses sonderbaren Unternehmen-werfen werden, so steht wohl in Bälde ein kleiner „Krach" in Aussicht. — (Verbrüht.) In der Kctzenfabrik zu Ud mal war gestern ein Arbeiter, der erst 17jährige Jos. Molk, neben einem Kessel mit heißem Wasser cingo schlafen und während de- Schlafe- in den Kessel ge, stürzt. Da Unglückliche wurde derartig verbrüht, daß er kurze Zeit noch feiner Uebertragung in das Krankenhaus feinen Geist aufgab. — (Bau der Bahn in Istrien.) Bei dem Bau der istriauischen Eisenbahn sind jetzt 2050 Arbeiter beschäftigt, und gehen daher die Arbeiten an derselben, welche an mehreren Punkten zugleich in Angriff genommen wurden, sehr rasch vmwärlS. «ingeseodet. Wichtig für Wiele! In allen Branchen, insbesondere aber bei Bezug der allgemein beliebten Original-Lose rechtfertigt sich das Vertrauen einerseits durch anerkannte Solidität der Firma, andererseits durch den sich hieraus ergebenden enormen Absatz. Von ganz besonderem Glücke begünstigt und durch Pünktlichkeit und Reellität bekannt, wird die Firma Adolf Maas in Mamburg jedermann besonders und angelegentlichst empfohlen Wichtig für Landtvirthe. In ganz Deutschland und seit einiger Zeit auch in vielen österreichischen Kronländern werden Dreschmaschinen benutzt, welche von zwei Personen betrir ben ein erstaunliches Resultat liefern. — Es sollen dieselben alle Getreidegattungen so rein ausdreschen, daß kein Körnchen in den Aehren zurückbleibt, und in der Stunde so viel dreschen als drei Drescher per Tag. — Der Anschaffungspreis ist rin sehr geringer nnd beträgt je nach der Ausrüstung der Maschine 130 bis 150 fl. Zu beziehen sind dieselben aus dem Etablissement von Mori; Weil jun. in Frankfurt a. M. und werden auf Berlangen franco geliefert. — Bestellungen können brieflich gemacht werden auch in Wien bei Moriz Weil jun., Franzen-brückenstraße 13. (146—2) Witterung. Laibach, 18. Juli. In der Nacht Regen, morgens und ooimittagd bewölkt, Wolkenzug aus Wertesten. Wärme: morgens 6 w,r + 173 , nachmittag« 2 Ut)t + 241» C. (1873 + 19 6 , 1872 + 18'3* C.) Barometer 737 71 Millimeier. Das gestrige tagcSmittel der Wärme + 22 0, um 2 9° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 31 35 Millimeter, Regen. Telegraphischer Curtbericht am 18. Juli. Papier-Rente 70-30 — Silber-Rente 75 40 — 1860er StaatS-Anlehen 109 50 — Bankaktien 677 - «rebit 23375 — London 110 85 — Silber 104 15 — 20« Franc»' Stücke 8 86 •Mericfjttpiit]. Im „Laibacher Tagblatt" Nr. 150 vom 6. Juli erfrechtt sich jemand in meinem Namen die Veröffentlichung, laut welcher ich für meinen Mann weder Hafterin noch Zahlerin wäre rc. — Ich erkläre dieses öffentlich als eine freche 2«9e und bemerke, daß der Einsender sich ob dieser Verleumdung zu verantworten haben wird. (429) Sgosch, im Juli 1874. Josefa Pogaöar. Einladung zur Betheiligung an den neu beginnenden Ziehungen der großen, von der herzoglich brannschweig-lüneburgischen Landesregierung genehmigten und garantierten Geldverlosung. Der größte Gewinn beträgt im glücklichsten Fall Thlr. 150,000. Die Hauptpreise betragen: Thaler 100,000, 50,000, 25,000, 20.000, 2 it 15,000, 12,000, 6 ^ 10.000, 8000, 2 ä, 6000, 5000, 22 4000, 3000, 2500, 34 it 2000, 42 ^ 1500, 256 k 1000 :c. rc. lieber die Hälfte der Lose werden durch sechs Ber> lo|uiigen mit Gewinnen gezogen; in allem 43.50* Gewinne und eine Prämie, welche planmäßig inner-halb einiger Monate zur Entscheidung kommen. Gegen Einsendung deS Betrages versende ich „Cri= ginal-Lose" für die erste Klasse, welche amtlich plaumiinig festgestellt schon den 23. und 24. Juli 1874 stattfindet, zu folgenden festen Preisen: Ein ganzes Original-Los kostet Thlr.« oder ft. 0. — 8in halbes Original-Los kostet Thlr. 2 oder ft. 3. - (vln viertel Original-L-s kostet Thlr. 1 oder ft. 1.50 ö. W., unter Zusicherung promptester Bedienung. Jeder THeilneHmer bekommt von mir die mit Df?1 amtlichen Wappen versehene» Original selbst in Händen und garantiert der Staat vra»«' schweig die (Gewinne. Der amtliche Origiualplan wird jeder Bestellt gratis beigefügt und den Interessenten nach gefdjf&T «er Ziehung die Gcwinngelder nebst amtlicher tV Prompt zugesandt. . Durch das Vertrauen, welches sich diese Loft ' rasch erworben habe«, erwarte ich bedeutende Auftrag solche werden bis zu den kleinsten Bestellungen st1:!, nach den entferntesten Gegenden prompt uud versch"" gen ausgeführt. Man beliebe sich baldigst und direct zu v>**' de» an Adolf* Haas, Slaatseffecteu-Haudlung itt Hamburg' SE" Für das mir bisher t» so Mas;e bewiesene Vertrauen sage ich wt*,1! Interessenten den besten Tank. (386— V) e 03 MEYERS I* *• tinein Bande ÄV,ha>{Uck‘' Jldtn Otgtnttand der w.., Zahl odtr iJ mm mw i großer Auswahl, schwarz Unb coloriert, enthaltend: Landschaften, Genrebilder, Da-Menschönheilen, Grazien rc., Zu baben bei (427) Joh. Giontini, Hauptplav 237. überlaßt mehrere Zeitungen >n zweite Hand. (426) (Eilt Clavier •fl wegen Abreise sogleich zu verlaufen. Näheres Scbiejj-st^ttegasse Haus-Nr. 80, eben» °rdig links. (424) z Roseneck! v. Irisches Lroslerbier. guter Mee. feine Lbokolade, falte Äü*e. (38*—3) Schreib llsgesünrt Buchdruckerei Filiale dcr Ittierm. EscomptebauK in Laibach. Die gefertigte Anstalt übernimmt «gcföcv zur verzinsuilg unter folgenden Bedingungen: a) Im Giro-Conto gegen Einlags- und Cheques-Büchel, wo jeder beliebige Betrag von 5 fl. aufwärts eingelegt und bis zum Betrage von 3000 fl. behoben werden kann, und zwar 5 % ohne Kündigung, mit 5'/z°/o gegen 1'»tägige Kündigung in beliebigen Beträgen; mit G °;0 gegen ttvtägige Kündigung in beliebigen Beträgen. b) Gegen Hassen Scheine, auf Namen oder Ueberbringer lautend, mit 4V8°/e ohne Kündigung, mit 5V20/o gegeu 80tägige Kündigung. Die Einlagen im Giro-Conto gegen Bückkl und die im Umlauf befindlichen Kassenscheine genießen diese Verzinsung vom 1. Juli 1873 an. Die Filiale der Steiermärkischen Escompte-Bank eScomptiert ferners Platzweciiwel und Domizile bis 150 Tage Laufzeit auf <8raz, Wien, Triest, ttlagensurt und sonstige inländische Plätze, wofern sich daselbst eine Bank oder Bankfiliale befindet, — sie besorgt den commissionsweisen Ein- und Verkauf aller Gattungen Werthpapiere und Effecten zum jeweiligen Courfe gegen billigste Provision, — übernimmt zum Jncasso Wechsel und Anweisungen auf in- und ausländische Plätze. (248—14) Der selbständige Cre-it-Verein der Anstalt gewährt Crkdite nach den statutenmäßigen Bestimmungen. * Filiale der Steierm. Escompte-Bank in Laibach. * Auszüge aus den Statuten sowie Gesuchsblanquette werden auf mündliches oder schriftliche« Begehre» im Bureau der Anstalt gratis verabfolgt. O CQ !5 'B' 5 . S* <* m JZ, £^ J3' C_ ~ *2.^d ä c o Z CO 3 < E 3 IM iHfltlf M g c vo g1 s S = £ c § 21 ® " 5 c ~ fc = ® ä s- S & ä «-* 'S* ° » E a 0 ^ .5 o rv —1 = e äEW'6'£JS v. ^ I • CL A3 O • - - « rr> bi A t > •» $ A * ver — Qj M . 2 “ ~ hl Z $ 5= A* ~ -ili t!»ä .§S — z 'S — U o 2 Z ^ ^ |^sf| Äd o "i SgjoB, e» . .■Ee-S« ^ - i vo c 80 te 5 £ g .E£S 5! n«;e S x o Ol” C t. u fc.’S!-5 a> — S ■=> z* u x: «> ,QJ 5 S — ■=»: -» “r'-a = «-20 ^ ® -s „=5 it'-rnSNim G.- M 5 yrv L. ' M ^ $ O 75 s ^ .ä 3 DC E «-Q -O x» t. 2 ® E <3 O g«5Ü h) ..< ? 3ü“- - 5 a- o .’S— . C ÜB-e^So t— O * M C = - S SMa >q i- 5 ^ 9 to c; ^ Br, — ■ 5ui alSlicWB“ 888g?W>S In den k. k. österreichischen Staaten vom hohen Mini-sterium des Innern concessionierte "Udler-Linie. Tirecte Postdampsschisfahrt von Hamburg nach New-Uork . ohne Zwischenhäfen anzulaufen, vermittelst der deutschen Post Dampfschiffe I. Klasse, jedes von 3600 Tons und 3000 effectioer Pferdekraft. Lessiiis: am 23. Juli, Hei-dcr am 6. August, Wielaud am 20. August, Schiller am September. Passagepreise: I. Cajute 165 Thlr., II. Sajiite 100 Thlr., Zwischendeck 45 Thlr. Nähere Auskunft ertheilen die Agenten der Gesellschaft, sowie Die Direction in Hamburg, (385—2) St. Annen 4. Briefe adressiere man: „Adler-t.inie in Hamburg." Telegramme: „Trausatlantic — Hamburg." Haupt-Gewinn ev. 450,000 Mark Neue Deutsche Reichs-Wall ruiiR. >leue 1ZI Die Gewinne garantiert der Staat. Einladunir zur Bethciligung an den Crewinn-Chancen der von der LBndeNreelepiing xarantier-ten groNMen Geld - Lotterie, I11 welcher Aber 2 Millionen 80(1.000 Thlr. wleher gewonnei* werden iiiünkpii. Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plangemass nur 84,000 Lose enthält , sind folgende: nemlich 1 Gewinn event. 450,000 Mark Neue Deutsche Reichswühr. oder 150,000 Thlr. Pr. Crt., speciell Thnler 100,000, 50.000, 25,000, 20,000, 2 mal 15,000, 12,000, « mal 10,000, 8000, 2 mal 6000, 5000, 22 mal 4000, 2 mal 3000, 2500, 76 mal 2000 und 1500, 256 mal 1000, 421 mal 500 und 400, 571 mal 300 und 200, 950 mal 100. 235 mal 80, 70. 60 und 50, 27,800 mal 47, 13,150 mal 40, 31, 25, 22 und 12 Tlinler, und kommen solche in wenigen Monaten in 6 Abtheilungen zur wiehern Entscheidung. Die erste Gewinn-Ziehung ist amtlich auf den 23. und 24. Juli «I. J. festgestellt und kostet hierzu das ganze Original-Los nur fi fl. — kr. das halbe dto. nur 3 fl. — kr. das viertel dto. nur 1 fl. 50 kr. und werden diese vom Staate garantierten Orlgl nal-Ie genden von mir versandt. Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Originalplan grati* und nach stattgehabter Zie liung Mofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter wtrengeter Verschwiegenheit. Klan wende »Ich daher mit den Aufträgen vertrauensvoll an (396—4) Samuel Heckscher sen., Bankier und Wechsel-Comptoir in Hamburg. Gedenktafel Eber die am 22. Juli 1874 stattfindenden Lici-tationen. l.Feilb., Pausii'scke Real., Jama, BG. Rudvlsswerth. — 1. Feilb., Bercan'sche Real., Brezje, BG. Laibach. — 3. Feilb., Sever'sche Real., Vizmarje, BG. Laibach. Klosterneuburg. Weilai- & KeUerprätle: pen :c. :c. aus der permanenten Ausstellung zu Fabrikspreisen. Illustrierte Kataloge gratis. Woinlanho“ illustrierte Zeitschrift für Weinbau-„ n ulllldlluu , und Kellerwirthschaft, VI. Jahrg., halbjähriges Abonnement fl. 3. — Bestellungen, Anfragen rc. beliebe man an die Administration der „Wcinlaube" in Klosterneuburg bei Wien zu richten. (420) Dir DuMruckem v. isfeinmayr k IN empfiehlt sich zur sorgfältige» und gcschniack-rollcn Ausführung alter itrien rinfdjlngigcr Arbeiten unter Znsichrrmrg bWger Ipmsr. les Die Hauptniederlage für Kram der Cmtntfobrik», Markt Tüffer befindet sich zu Laibach am alten Markt Nr. 15 (k. f. Tabak-Hauptverlag). Preis: Pr. Zoll-Ztr. ab obiger Niederlage 1 fl. — tr. öst. Währ.. „ Bahn Laibach — „ 95 „ Alle Bestellungen für directen Bezug von Tüffer werden daselbst entgegengenommen, Muster auf Berlangen zugestellt und Auskunft bereitwilligst ertheilt. (356—7) ♦ e? L-i-ur sS I »SN = QiC o JSeo « e* Iw W 2 . u *- fc» «h e e3 s s . e w i» ai tez 3 u:o jo i^dt sM 5C s es Ä im « •mm © S = -- 2 6 1 R -= c*-i eS N- <8 6 •äd w e6 5- eS -Ä 5 s ■ r- 0 rS O itt Ö tt: •5 * S e-1 s£§* B-i§ n «1 . s . . S $5 HU* «s o» !2 _ 1-4 © Jan Z » -2 ■ ä ^ 8 | ” 5 «»SB Em * €m i * JO P-> fc 'S w e ’S- ^ B 1 § l«®« 5 «I“ I «fl ~ JH. mm *> a 6 -^ M S a ff t .t K 3 3 S-.S? ei g: c» c» * *» 2 5 « iv il« S 5” a *r- « i« II Si *-» s « 5 U 0 c 3 sr ^11 I e _________ Druck von Jgn. v. «lein Apotheke Piccoll „zum Engel/* Laibach, Wlenerstrasse Xi‘ 99, Homöopat. Mittel, med. Specialitäten, vulc. Gummiwaren, Bruchbänder, Parfümerien etc. Bestellungen ausser Laibach werden gegen Postnaehnahmc schnellstens effectuiert. — Die Emballage- und Expe-ditionskosten tragen die Herren Committenten. — Wiederverkäufer erhalten die übliche Provision. Einzige Niederlage für Krain von naclisteliessden Artikeln: Elixir aus China und Coca. Der beste bis heute bekannte Magenliqueur. Dieses Elixir, zubereitet auf Grundlage von Chinarinde und Cocablättern, die mir stets in bester Qualität von der Quelle zukommen, setzt mich in den Stand, ein Heilmittel zu bieten, welches (jir eines der besten gehalten werden kann, denn es beseitigt die Lebensschwäche, welche aus der Reizbarkeit der Nerven entspringt, ferner die Mattigkeit, welche die Reproductionsfälilgkeit hemmt; begünstigt die Circulation, befördert die Xerdauung und gibt den verschiedenen Organen und Gliedern neue Kraft und neues Leben. Preis einer Flasche 80 kr. Echtes norweger Dorsch-Leberthranöl, directe aus Bergen in Norwegen bezogen. Die specielle Anwendung dieses Berger Dorseli-Leberthrnnes ist gegen rheumatische Leiden, Gicht, besonders aber gegen Skropheln, Luiigensucht, Lungenschwindsucht, chronische Ilautausschläge und nervöse Leiden. Preis einer Originalflasche 80 kr. ö. W. Laucaster’s Ul J ™A\ ater« Das Llll^nwasser ist ein Toilette-Artikel, der in der eleganten Welt so viel angewendet wird, dass jedes Lob überflüssig wäre. Es ist dabei nur unumgänglich nothwendig, dass wir die zarten Consumentinnen auf die Auswahl einer guten Qualität aufmerksam machen. Der Gebrauch und die Erfahrung haben klar bewiesen, dass eine der besten Qualitäten des Lilienwassers ohne Zweifel jene ist, die unter dem Namen Lancaster’s Lily-Water bekannt ist. Dieses Wasser gewählt der Haut eine blendend weisse Farbe, macht sie fein, verhindert zu frühe Falten und mafcht Runzeln augenblicklich Verschwinden. Es dient ferner dazu, um unnatürliche Röthe und hepatische Makeln zu entfernen und heilt vorzüglich Sprünge der Haut, welche in der Trockenheit oder Spröde derselben ihren Grund haben. Mit einem Worte, es ist ein wahrer Schatz für die Toilette, weshalb es von Damen, denen cs an ihrer Schönheit liegt, mit Recht vorgezogen und angewendet wird. Preis einer Flasche 1 fl. Tamai inde-Il/Xtract, in Vacuum concentrirt. Dieser Extract wirkt ausserordentlich erfrischend und auflösend, ist ein vortreflliches Mittel gegen Galle-Anhäufung und Fäulnis, wenn es in geringer Dosis gebraucht wird, während dasselbe, in grösserer Menge angewendet, gelinde abführt, ohne Leibschmerzen, noch andere Beschwerden oder Unannehmlichkeiten>zu verursachen, weshalb es von den Aerzten bei Magen- und Darmentzündungen angewendet wird, wo selbst durch die gelindesten Abführmittel Irritationen zu befürchten wären. Bei Entzündungen in den Eingeweiden, bei Gallen-, Schleimund Faulfiebern und bei Blütflüssen gibt es wohl kein angenehmeres Getränk für die Kranken, als diesen Extract, und kein wirksameres, um den Durst zu stillen, von dem sie so oft geplagt werden. Preis einer Flasche 40 kr. ö. W. Unfehlbares Fiebermittel, sicheres Remedium gegen alle Arten von Wechselfieber. Die Wirksamkeit dieses Heilmittels ist eine erprobte Thatsache, und jeder Kranke, der an sich selbst diese Arznei wird experimentiert haben, wird sich freudigst überzeugen, dass sie das kräftigste und sicherste unter allen bis jetzt bekannten Mitteln gegen das Wechselfieber ist. Das durch dieses Mittel geheilte Fieber erneuert sich nicht und die Gesundheit blüht von neuem auf, ohne die üblen Folgen zu spüren, welche bei Anordnung ähnlicher Arzneimittel gewöhnlich sind. Preis einer Flasche 80 kr. ö. W. Zähne und Zahn fleische Die Reinheit des Mundes und der Zähne ist mit der Schönheit und der Gesundheit des Menschen auf das engste verbunden. Zähne, die nicht täglich gereiniget werden, verbreiten einen unangenehmen, ja oft sehr üblen Geruch, nehmen einen unschönen, oft schmutzigen Ueberschlag an und werden mit der Zeit vom Knochen-frasse»so angegriffen, dass sie die heftigsten Schmerzen verursachen und zur Kauung ganz untauglich werden. Als nächste Folgen treten dann schlechte Verdauung und Abmagerung ein. Vor allen diesen Uebeln wird man durch den täglichen Gebrauch meines Mundwassers und Zahnpulvers bewahrt, denn diese beiden Producte dienen in hervorragender Weise zur Stärkung des Zahnfleisches, zur Hebung des schwammigen Zahnfleisches, zur Erhaltung des Wolilgeruchcs des Athems und der natürlichen Farbe der Zähne, zur Hintanhaltung des Knochenfrasses und des für den Zahnschmelz so gefährlichen Weinsteines. Preis einer Flasche Mundwasser 60 kr., einer Schachtel Zahnpulver 40 kr. ö. W. (312—5) Brausepulver, 1 Schachtel............. Bruchbänder mit echter englischer Stahlfeder, für kleine Kinder ] St. — für Knaben 1 Stück................... — für Männer 1 Stück................... — für Männer, mit verzierter l'alotte, besonders fein und elegant . . . . Brusthiitchen von Gumml-elastic, 1 Stück............................ Clystierspritzen für kleine Kinder, 1 Stück .-.....................', . Irrigateur aus Metall. Selbst-Cly-stirapparat, besonders fein und elegant, 1 Stück ........................ Franzbranntwein, 1 Flasche . . , . Klettenwurzelöl zur Erhaltung der Haare, 1 Flasche.................... Klysopumpen, Selbst-Clystirapparat, mit Blechkasten, 1 Stück . . fl. kr. 30 20 40 HO 2 40 - 40 1 60 — 50 — 50 3 — fl. Lebensessenz, 1 Flasche............... Lebensbalsam nach Seehofer, 1 Fl. Mandelmehl (anstatt der Seife zu brauchen), zur Verschönerung und Erhaltung der Haut, 1 Hacket .... Weltberühmteste Menotti-Pastillen, unfehlbares Mittel gegen das Husten, 1 Schachtel ........................ Milchpumpen, 1 Stück.................. Mutterspritzen, mit geradem Aufsatz 1 Stück............................. — mit gebogenem Gummi-Aufsatz 1 Stück ............................ Oxford-Essenz, k. k. ausschliesslich privilegiert. Mit dieser berühmten Essenz heilt man augenblicklich jeden hartnäckigen Zahnschmerz, eine , Flasche kr. 10 10 1(J — 75 - 80 2 — 2 40 50 80 Pagliano-Syrup aus Florenz,Heilkunde für Hausväter oder der Hausarzt, 1 Flasche .................., . . . . Reispulver, extra fein, den zarten Consumentinnen für die beste Qualität, angenehmen Geruch und billigen Preis zu empfehlen, 1 Schachtel . — 1 Packet ........................... Saugröhren, 1 Stück................... fein, 1 Stück......... Saugeflaschen, complet garniert, mit Saugrühren, 1 Stück................. Suspensorien, aus feinster Leinwand, 1 Stück .............. ■ elastische aus Seide, besonders fein und elegant, 1 Stück Tropfenzähler, mit Flacon m Etuis, 1 Stück ........................... Uretral-Spritzen, 1 Stück. II. kr. Echte Seidlltz-Pulver, 1 Schachtel , w Um jede Fälschung zu vermeiden, werden die Herren Committenten gebeten, sich beim Ankauf direct an die Apotheke Pleeoll „zum Engel,“ Wlenerwtrawse Air. 90, wenden zu wollen. 40 10 10 20 40 80 60 40 mayr & Fed. Bamdrrg in Laibach Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamderg.