Eaihathrr Vrgan d er verfafsungspartei in kram. Kr. 618 abonnement«-8ebingnifft: S-nzjLhrig: Fur iaiba* st. 4.— Mit Post fl. 5,— Halbjahrig: ... S.— » » » 2.SV LierteljLhrig: » . » »•— » » » I-*5 Fur Zustellung in'« Hau«: PiertellLhrig 10 tr. Lamstag den 11. Juiii 3 it f irtionl-Prcise. 8in|>altige Petit-Zrilk Si 4 tr., be, Wikdrrhoiungen * 3 tr. — Anzeigen ti« 5 geilin 20 tr. Redaction, 51 bministration u. #rpetition: Echustergaffe Nr. 3,1. Stock. 1892. Wiener firitf- (K e i n b e bet D e u 1 s ch e n.) 8. Juni. j „Wir fmb der Pfahl im deutschen tSleifd&e", fagte e'inmal Dr. Nieger, nicht wenig be-fticbigt von der Sendung, welche er damit bem czechischen Volke zumuthet. Ein Pfahl im Fleische ist jedenfalls keine Annehmlichkeit — unb bie Czechen SemuBen sich fortgesetzt recht eifrig, biefe Annehm-lichkcit den Deutschen fiihlbar zu machcn. Zu Pfingsten hat sich dieser Pfahl roieber ganz besonbers bemerkbar gemacht. Die Czechen wollen «n Feiertagen besonbers gerne zu ihren „Freunben". als welche fte alle anerkennen, welche „Feinbe bet Deutschen" smb. Tie feiern mil ihnen Verbruberungs-feste welche zum Hauptvergnugen bas Schimpfen «uf die Deutschen machen. Poblipny spricht in Nancy tom Hasie unserer Erbseinbe" unb ein anberer czechischer Rebner erklart bie Zuneigung bet Czechen iu ben Franzosen bmnit, bah biefe „Feinbe ber Dmtschen" fmb. Die Deutschen haben in W.en ber cuchischen Theatergesellschaft, welche in bet Theater-Unb Musikausstellung gastirte, gewch Gerechtigkeit -Piderfahren lassen unb gezeigt, bah sie ke.ncswegs von einem blinben Hasse gegen alles Czech,sche erflillt ftnb Was thaten bagegen gleichzeitig bie Czechen in itoa« Sie verhinberten ein Gastspiel franzosischer Tchau'spieler. weil biese auf ber Prager beutschen xeuillrlon. Die Billichgrazer Berge. Mr ben Stabter llberhaupt unb ben Stuben-hocker inSbesonbere ist bie Bewegung in ber freien Stttut von grohter Bebeutung. Denn ber Korper »erlangt zuweilen nach etwaS anberem, als ber ^ertihrung ber Fuhsohlen nut bent Z.mrnerboben Vhb bem ©tabtpflflfler, unb bem Ge.ste werben bie Men, Paragraph- «. bgl., rDom.t ■er mi Berufe, VwKtiWe unb nicht pol.t.sche Unterhattung, roc \hit er oufeer bernselben genahrt rottb, zuweilen foroiber. Wohl gibt eS Menschen, bcnen b.e breite ^andstratze genilgenb Erholimg b.etet unb eS ge-Safari ibnen Abwechslung genug, wenn bicselbe ein->nal tro jen, cinmal nah unb roieber ein anbcnnal Vber trodm noch nah ist. Die Serge schaunt fte 00n unten unb von seme an, unb roenn fte stch Vblich einmal nach Dbertofenboch mint t>cr= Wfien fte dieselben sammt unb fonbetS ob three ^eschwerlichkeit, obet werben nun taglich Rosen-Rochet Sergfrtihfttidbefteiger. Aber ouch jenen ©tabtberoohnern, welche grohcre ^ebiirfniffe unb mehr V-tstanbnih fur Wbmecplung 'n Naturdilbern haben, stanb in ber Nahe La.bachS >>iz vor Kurzern ein gewifser Mangel an ©elegenheit Šb Anregung entgegen, ben zu beheben bit Section vRrain" bes beutschen unb bfterreichifchen Alpen-^eretneS durch ihte Thatigkeit in den Billichgrazer Btihne auftreten sollten. Im Zusammenhalte bicfer ; Eteignisse ist recht flat zu sehen, wo bie Vetttag- ! lichfeit oorhanben ist unb auf welcher Seite cine | Boswilligkeit herrscht, bie es niemals zu einem Vetttagen fommeit ldht. Unb wo fte (ft benn bie Ursache bah auf czechi-scher Seite so viel Uebermuth sich hervorthut? Man hat bie czechische Bewegung so sehr geftarft, bah fte nun Alles iiberwinben zu fonneit glaubt, bah sie bie innere Politik in Defterreich zu behetrfchen unter-nimmt, foioie sie bie auhere Politik bes Reiches nach ihmit Geschmacke geanbert wissen will. Die Politik, welche bie Dinge auf biefen Stand gefiihrt hat, kaim loahrlich nicht entfchulbigt werben! Heute fommen innere unb auhere SSetlegenheiten flit Defterreich von Prag, in welchem vie Deutschen zur Dhnmacht verurtfjeilt wurbett. Sie wiiren unter allen Uinstctnben ein werthvolles ©egengeioicht gegen tiber-greifenbe czechische Ausschteitungen gewesen, so wie sie es benn auch heute noch ftnb, wenn auch in herabgeminbertem Mahe. Wie einft ganz Oestet-teichs Augen nach ber Sontbarbei unb Mailanb gerichtet roaren, roeil bort tmmer etroas sich ereignete, bas auf ganz Defterreich zuriickwirkte, fo ist heute bie offentliche Aufinetksamkeit stets auf Prag unb bie Czechen gerichtet, roeil von borther alle Unan-nehmlichleiten tontmen, roelche einem StaatSivesen roiberfahren konnen. Balb veranstaltet ber Pobel Bergen einen roichtigen Schritt gethan hat. Denn gerabe bie genannte Berggruppe erfcheint stir ben Saibacher mit Niicksicht auf ihre leichte Zuganglichkeit, Schonheit unb Mannigfaltigkeit zu Tages- unb Halb> tagflausflugen ganz besonbers geeignet. Wer baher eine gemiithliche unb bequeme Lanbpartie in groherer Gesellschaft machen will, unb iver ben einfonten Gang auf wenig betretenem Pfabe votzieht, wer roallfahrten will, unb wer nut irbische Zwecke vet-folgt, bet Kitnstlet unb ber Mann ber Wissenschast, sie alle fiitben in bicsen Bergen Anregung, Erhebung unb Erholung im reichsten Mahe. Ja auch bet Hochtourist, soivie derjenige, der es werden roill, mag hier niitzliche unb angenehnie Zwecke oerfolgen unb sich ftir bie Anstrengungen bes Hochgebirges vorbereiten unb ftarfen. Denn wie bet Sommer bie geeignetste Zeit ftir Hochtouren, ftnb es Fttihling unb Herbst fur das Walb- unb Bergland. Im Hoch-gebirge genieht man ja gcroiffermahen bie Reize zroeier Jahteszeiten zugleich. Wie tibertafdhenb schnell ist ba zuweilen, sowohl zeitlich als rautnlich ber Uebcrgang auiS ber sommetlichen Thallanbschast unb ben gleichntdhig grtiiten Botbergen in bie winter* liche Starte bet Fels- unb Eisivelt, roie reizenb roirft ba ber Gegensatz zroifchen bent rointetlichen Bilbe bet Hohen unb bem fatten Grtin bet Wcilbet unb Wiesen in ber Tiefe. Abet bie Borbetge felbft bieten in biefet Zeit ini Betgleichc zu Fttihling unb Herbst ein etroas cintonigcs Bild, bie Fatbung ist bovt eine Deulfchenhetze, balb hat bie Stabtver-tretung etroas zu „proteftiren", roas bn nn tin ganjen Sanbe roieberhallt. Balb tagt bort ber Sctnbtag, auf roelchent eine czechische Mehrheit Beschltisse faht gegen bie Deutschen, obet roenigftens Reben halt, roelche im Sterne sich von ben Anfprachen in Nancy unb in Lemberg gar nicht unterfcheiben unb basfelbe fagen, roenn auch in anberen Worten. Soll bas etroaeine Nechtfertigung ber Politik fein, roelche ben t Stein ber Weifen gefunbett zu haben glatibte, als sie ben Czechen bie Mehrheit im Sanbtage aus-iieferte unb bie Stabt Prag bazu als Hauptseste aller czechischen Besttebungen? Wahtlich, bie Deutsche« in Prag uttb bie Deutschen in Bohnten, fte ftnb eine osterreichische Besatzwtg in ber bohmischen Hauptstabt unb i,n Konigreiche unb ihnen allein ist es zu verbanken, roenn ber czechische Austurm nicht fchon an Stelle bes taiferlichen Ablets liberal! ben zroeifchrodiijigen Soroen gesetzt hat. Unb was soll benn jetzt geschehen? Will Defterreich witklich ruhig zufehen, bis bas Wort ©tegr's erftillt ist, welches bie Czechen aufforbert, sich ftir ben nachsten euro-paifchen Sturm vorzubereiten? Was Gregr bnmit gemeint hat, bas ist ganz flar. Er forbert bie Czechen auf, bie Waffen zu fchleifen, mit bcnen fte bei Ausbnich eines europdifcheit Krieges eine Schilderhebung zu Gunsten „ihrer greunbe", welche nach bet heutigen europdifchen Sage niemonb gleichmahig geworben, bas Grtin ber Walder ist bunfel unb fatt, bie Zeit bes Bluthenschmuckes ist voniber, jene ber Fruchtreise noch nicht gefommen, Sonncnschein unb Geroitterfturm setzen bent Wanderer mit unerbittlicher Siebensrourbigfeit zu. — Wie ganz anberS ist bieh im Fttihling unb Herbst. — Wenn bie fieghafte Sonne ben Winterfchlaf ber Natur vetschcucht hat, bann erwachen ihre Seberoefen, bie einen frtiher, bie anberen fpater, roie unter uns Menfchentinbern. Die fjvtihaitffteher Erie unb Buche prmtgen im lichten Grtin, bie Dbftbaume in bet Nahe bet Gehoftc tragen roeihes obet rothes Bltithen-gewanb, unb bie Nabelbaume, welche Winterwache gehalten haben, ftnb abgehdrtet genug, Winter unb Sommer bas gleiche bunfelgrtine Geroanb zu ver-trngen unb begniigen sich, es mit lichten Spitzcn zu fchmtiden. Sic alle bitben ben tmmbertmrften Fatbenwechfel, ber sich mit jebem Schritte dnbett. Unb bann bas ftische Gtiin bet Wiesen, bie Pracht ber Blumen, ber Gesang verschiebener besiebertet Angehoriger ber Zoologie, ber so viel schoner flingt, als ihre lateinischen Namen; wer sich von all bem pcrsonlich uberzeugen will, ber greise zum Wanbct-stabe unb wenn er ein Saibacher ist, gehe er in bie Billichgrazer Berge. Wit wollen ihnt nicht allzuviel unb vorschnell uerrathen von ben Uebertnfchungen, bie er ba auf Schritt unb Tritt etleben roirb unb beschranfen uv.S barauf, ihm nebft bent Wunfche eiiter recht frohlichen Fahrt einige proftifche anber§ waren, als die „Feinde ber Deutsche«", vollfiihren konnten. Was ba Gregr gesagt hat, bas ist meber buinm noch lacherlich. Grohe Veranbe-rungen in ba inneren Politik waren stets bie Se-gleitung auswartiger Verwicklungen. 1859 unb 1866 haben bas gelehrt. So nteint Gregr, roenn enblich Frankreich unb Nuhlanb baran gehen, ihre europaische Politik mit ben Waffen in ber Hanb auszufiihren, bann rnusse bas Czechenthurn fur eine Marschbereitschaft geriistet sein. Die Czechenziige in bie Frernbe, narnentlich zu ben Franzosen, ftnb nichts, als bie Betheuerung, bah bie Czechen nichts versciumen wollen, um fiir ben ,,Sturm" bereit zu sein. Unb in Frankreich roie in Ruhland roeih man diese Betheuerung, welche eine werthvolle Sundes-genossenschaft verspricht, sehr roohl zu schatzen. Einst waren bie Polen die „theueren" Freunde ber Franzosen; bie Polen hatten jeboch fur diese Freunbschaft schlechten Lohn. Nun versuchen sich bie Czechen in bieser Freunbschaft. Auch fte roerben erbnrmungSloS im Stiche gelasten roerben, roenn es nicht so betn Vortheile Frankreichs entfprechen roirb. Ruhland hat fur bie Czechen in Nancy gar noch ein Uebrigcs gethan. Es hat einen Grohfursten zu ber franzosisch-czechischen Setbruberung geschickt, bamit ber Dritte im Bunbe, Ruhlanb, nicht fehle. Nun roirb man in Oesterreich boch enblich begteifen, bah ber Politik bes Herrn Dr. Eduard Gregr, roelche in Nancy solche Triumphe feierte, in Oesterreich ein jahes Ende gentacht werdcn miisse. Begreift man bas jetzt noch nicht, bann roirb man freilich erst Hug roerben, roenn ber grohe europaische Sturm fomtnt; roahrscheinlich nber „ttug" — dutch Schaden. Zustnnde in Luchen. Gottschee, an fangs Jmti. Vor einiger Zeit schleppten zroei Arbeiter in betn burch Mihroirthschaft jeglichcr Art beruchtigten Suchen die Slattern ein, ohne dah ber Gemeinbe-vorsteher Paul Turk bavon bie pflichigemahe Anzeige erstattet hatte. NichtSbestorocniger gelcingte bie That-sache zur Kenntnih ber politischen Behorbe, bie betn Gemeinbeamte auftrug, bas Nothige gegen die Aus-Breitung der Epidemie vorzukehren. AuS unerfinb-lichen Grunben stellte ber GemeindeauSfchuh beren SBorhanbensein in Abrebe unb that nichts, obschon sich bie Erkrankungsfalle mehrten. Hierauf roenbete sich bie Bezirkshauptmannfchaft Gottschee an ben GemeinbeauSschuh als zweite Jnstanz, tnit bem Auf-trage, unverziiglich bie oorgeschriebenen Mahregeln anzuorbnen, allein ber Gemeinbevorsteher erklarte sich solibarisch mit seinem Vorsteher unb ivibersetzte sich ebenfallS bem mntlichen Auftrage. Die Bezirks-hauptmannf^ast verurtheilte hierauf ben Gemeinbevorsteher roegcn Pflichtverletzung zu einer DrbnungS-strafe, bie von ber LanbeSregierung beftatigt rourbe, ohne dah sie, roie man erroarten muhte, bie Son* sequenz gezogen unb bei oorhanbenen hinretchenben Ursachen bie gefammte ©emeinbeoettretung ausgelost hatte. So erfreute sich bas Thun unb Lassen ber Herren Turk, Kabunc unb Genossen roie feit langem auch biehmal roieber einer besonbers nachsichtigen Beurtheilung. Was sich diese aber erlauben, ist gerabezu emporenb unb verdient an ben Pranger zu lontmen. Jnfolge ber Slattern rourbe die Schule in ©uchett nmttich gesperrt, ber Unterricht ein= gestellt. Der Pfcurabminijlrator Kabunc, zugletch NeltgionSlehrer, fiimmerte sich nber roenig um biefe Anorbnung; er beschieb bie Schuler in bie Kirche unb ertheilte ben Neligionsunterricht bort un-besorgt roeiter, nntiirlich slovenisch. Zwei Kinber sollen biesem nicht zu bejeichnenben Vorgange zuin Opfer gefallen sein, ohne dah die Regierung einschritt. Herr Kadunc ist noch heute Pfarradmi* nistrator in Suchen unb benft roeniger als je barctn, seine Pfarrerspriifung zu machen, sinbet aber itnmer Zeit, Unruhe in bie Bevolkerung zu tragen unb Zivist zu faen. Nach ber letzten Volkszahlung Ieben in Suchen nur 25 Slovenen unb 278 Deutsche, im ganjen Suchen-Obergraser Thale aber fotnmen, roenn man hicr von Alt- unb Neuroinfel mit 555 Slovenen absieht, roeil biefe insgesammt bie naheren Kirchen in Šabar unb Presib befuchen, nur 752 Slovenen gegen 1130 Deutsche in Betracht. Diese Deutschen entbehren, trotz ber Minberzahl bet Slovenen, beutfcher Prebigten vollstandig, benn Herr Kabunc, frtther Kapuziner in Tirol, hat es ver-schworen, folange er „Pfarrer" in Suchen sei, roeber in Kirche noch Schule ein beutsches Wort iiber seine Lippen zu lasien. Die Regierung legt auch hier die Hande in ben Schoh unter Berufung barauf, bie Einmengung in kirchliche Angelegenheiten sei nicht ihre Sache. Wenn aber ein Seelsorger, mit auf ben Weg zu geben. Wir sinb iiberzeugt, bah er biefe Serge in kurzer Zeit Iiebgeroinnen unb nocheinmal iviederkehren roirb, utn von ihnen vor Anbruch ber langen Winterszeit Abschieb zu nehmen. Wie ganz anbers roirb er fie da sinden. Fallende Slatter, verroelkte Sliithen, ein neues Buntes Laubgeivand, boch nicht im Zeichen ber Sliithe, fonbern in jenem ber Neife. Das Gebiet ber Sillichgrazer Serge enthalt zahlreiche reijenbe AussichtSpunkte, z. S. St. Jakob, ben Hirtenberg, Germaba, Utošc, Osovnik. Obwohl biefelben hausig bas Enbziel cincS Ausfluges bilbett, so sinb boch auch bie AufstiegSwege felbst so reich an schonen AuSblicken unb angenehmcn Abroechslun-fien, bah sie auch ohne bie Erreichung eineS eigentlichen AuSsichtSpunkteS genug beS Genusses barbieten. Dieser Umftand tragt benn auch bazu bei, bie Seliebtheit St. KatharinaS, welches auf leiner Hiihe liegt, zu etllaren. Freilich sinb fchone AuSsichtSpunkte, ins« Befondere St. Jakob, ber Hirtenberg unb die Germada in seiner Niihe, aber roenn auch einer von ihnen Enbziel ist, so bleibt boch St. Katharina nicht ganz auher Betracht, da ts rotit unb breit die einzige Gelegenheit zu einer forperltchen Stcirkung barbietet. Unb in bieser Seziehung ffinnte man bie beiben WirthShauser in ©t. Katharina, roovon bas eine nicht iveit von ber Kirche, bas attbere am Wege gegen bie Germaba zu liegt, al» Schutzhaussr ber Billichgrazer Serge bezeichnen, roelchen Ziveck benn auch beibe, insbesonbere jeites nachst ber Kirche „zunt Touristen" in ganz zufriebenstellenber Weife erftiUen. St. Katharina ist von alien ©eiten gut zuganglich. Son Zroifchenroaffern ist besonbers bie Seniitzung eineS ber beiben martirten Wege, roelche sich ober Presta ungefahr % ©tunbe von Broischcn-roassern scheiben, zu empfehlen. Der eine von ihnen, ivohl ber schonste unb beliebteste von alien Auf« ftiegen nach ©t. Katharina, fiihrt zunachst im Thale von ©chlebe nach ©t. Margaretha unb bann an ben Hangen bes HirtenbergcS, bessen ©pitzr von ber Hohe bes Weges erreicht roerben kann, in ungefahr zroei Stunben nach St. Katharina, tvahrenb ber ziveite unb etroos langere zunachst St. Jakob, einen prachtigen AuSsichtspunkt mit einetn kleinen Kirch« lein erreicht unb bann ebenfallS in ©t. Katharina cnbet. In Utit, roelche« von Laibach auS auch fttr Wagen zugiinglich ist, beginnt ebenfallS ein markir-ter Weg, ber zunachst nach ToŠtočelo unb bann burch bie schattigen Walbec bes Ravnik in ungefahr 2 y2 ©tunben zum mehrgenannten Drte fiihrt, — Der kiirzeste Ausstieg aber, ber bet Sentitzung eines Wagens moglich ist, ist jener von ber ©trahe von Dobrova nach Sillichgraz, too insbesonbere von Lug unb Krestenize aus mehrere Wege in ungefahr einer Stunbe ©t. Katharina erreichen. — Enblich sinb auch bie Abstiege in bie Thaler von Sabnibol unb Knapu^e, roovon insbesonbere ber letztere sehr beliebt ist, erroahnenSroerth. — Set Benlitzung eines roie im krainischen Lanbtage constatirt rourbe, bit Mehrzahl ber Sevolferung „Aufroiegler" (puntar^ nennt, roeil sie eine beutfche Prebigt im befcheibenftr AuSmahe verlangt, roirb ber ©tanbpunft bet Re-gierung ein anderer. Die systematische, Jahte hin dutch andauernde Verhetzung barf iht nicht glei# giltig sein, sie hat die Verpflichtung, die Deutsche« in Suchen zu schiitzen, ihnen zu ihrem Rechte verhelsen, ehe bebenfliche Folgen eintreten. Dartte hanbelt es sich bei Seurtheilung bieser Frage. W>: wisien roahrhaftig nicht, roie sich Herr Kabunc be ziiglich des ReligionSunterrichtes in ber Kirche jib Zeit bet Slatternepidemie rechtfertigen roirb, vielleichl kommt er gar nicht in bie Sage, sich oerantroorten tu mussen. Wenn aber burch seine Wibersetzlichkeit lie ©euche Zeit geroann, sich auszubreiten, biinft un9 die? mehr alsgenugettb zu strettgem Einschreiten. Die osfew Auslehnung gegen behbrbltche Anordnungen roie k« Hah gegen alles Deutsche begnnn erst mit ber (?r nennung bes Herrn Fr. Kabunc zum Pfarrabinini-ftrator, friiher roar sein jetziger Genosse Turk fogar Mitglied des Deutschen ©chulveteins! Es bebarf sonach feitteS befonberett ©charfftntteS, ben eigent; lichen ©torefrieb in ©ucheit auSfinbig zu machtn. Trotzdem gefchieht nichts, Drbittariat roie Sanbti' regierung fcheuen vor jebem entschiedenen ©chtitt utit lasien die Herren Kabunc unb Turk gewcihten. Um zur AuSbreitung ber Epidemic jurucfjukehteit, nahm diefelbe ihren Weg von ©uchen in den Herd aller onftecfenden Krankheiten, in das ungliicklichk Saferbncher Thal. Jnnerhalb roeniger Jahre rourbe es nacheinanber von Typhus, Cholera, Ttachom ur.t jetzt von ben Slattern heimgefucht. Die ©terblichkei! ist cine auherordentliche, bie Sefolgung ber sanitare« Vorschristen gleich Null. Man halt es fiir uitglaublt^, wenn man hort, bnh Slatternfranfe in ben zwk> befuchteften SBirthshaufern bes Ortes auf ben Deft* liegen, roiihrenb bie meist betn Arbeiterftanbe an* gehorigen Gaste sotglos in ben bunstigen, krankheili' schronttgerett Rautnen sich bie Zeit mit Ttiitken Rauchen, Kartenspielen vcrtreiben! Die Angestklltik der dortigen ©tigen, Familienvater, ftehen bem tn!; setzenerregenben Treiben hilf* unb schutzloS geger iiber, ohne Rath schasfen zu fonncn. Die Entfernunf bis zum nachften Arzte bctragt 20 Kilometer un> mehr auf fo hnlsbrecherifchett Wegen, bah einer nut in Fallen zroingenbster Noth uttb nur von ben Woh!° Sehikels, sei es nun Sahn over Wagen, kann del AuSslug nach ©t. Katharina auf einem ber erroahn' ten Wege bequent in einem hnlben Tage vollfiihli roerben. Wet mehr Zeit zur Serftiguttg hat, tnoge seine Wanbetung von Katharina gegen ben Hauptstoa ber Sillichgrazer Serge, gegen bie eigentlichen „Sillichgrazer Dolomiten" zu fortsctzen unb, weni> i er an Hohen Sergniigen sinbet, etroa Germans ober Utošc befteigen unb bann in eineS ber nei Zroischenroafsern, Sischoslack unb Sillichgraz fiihteit’ ^ ben Thaler hinabroaitbertt, roor iiber er in bem i* Ktirze im Serloge bes Alpenvereines erscheinenbe« Stichlein iiber bie Sillichgrazer Serge genetuere 81* ftinfte erholten roirb. Nur auf eines fci noch atifmerlfam gemacht Vom Utošc zieht ein Hohenriicken nach Diorben unb erhebt sich unmittelbar vor ber grohen Sanr ebene in betn bisher sehr roenig benchteten Dforni mit ber Kirche von ©t. Hertnagor zu einem b« fchonflon AuSsichtSpunkte biefe« GebieteS. 2'vit unb Sifchoflack ftihren martirte Wege in ungefahl 1 ‘/a ©tunden auf benfelben. Fiir ben Slufft^g if jener von Zeier empfehlenSroerther. Der vesW biefe« SergeS ist cine echte Lanbpftrtie; nut loemg^ Gehoftc liegen am Wege unb borunter w* WirthShaus. Wer solchcS hoch fchatzt, «‘9mc * " bet eigencn Tafche mit unb erbffne es unte^_______________ freietn Himmel. habendsten geholt roetben kann. Die Zustande find so trostloS, datz ihnen im Jnteresie der industrie-unb verkehrsreichen Ortschaften mit alien Mitteln begegnet roerben sollte. Set hinlanglichem Gehalte rotirbe sich wohl ein Arzt finben lasien, ber bort semen Wohnsitz nahme. Sonst roitb von ben Nationalen jeder Quark vor ben Landtag gebracht, hier aber fiihlt sich feinet berufen, seine Stimme zu erheben! PoMische Wocheniwerticht. Ungarn begieng in dieser Woche in Budapest eine fettene Jub i l a u ms f el e r. Kaiser Franz Josef von Oesterreich roitrbe vor 25 Jahren, am 8. Juni 1867 als Konig von Ungarn gekront. Diese Feier vcrlief in auher-orbentlich glanzenber, patriotischcr unb erhebender Seise; berselben wohnten fast sammtliche Prinzen des osterreichischen Kaisethauses, bie meist in Wien accrebitirten Vertreter frember Machtc, mehrere Mitglieber bes osterreichischen ParlamenteS, bie hochsten osterreichischen Staatswurbentrager, selbst-verstcinblich alle ungarischen Staatswiirbentrager. Kirchenfursten. Neichstagsmitglicber unb Deputati onen aus alien Reichstheilen Ungarns bet. Ganz Ungarn lann sich bieseS Festes mit Recht freuen, benn Ungarn hat in ben zuletzt abgelaufenen 25 Jahren unter ber roeisen Regierung seines KonigS Franz Josef a»f alien Gebieten bes offentlichen LebenS unb ouf bem Felbe geiftigcr Cultur einen groben Aufschwung genommen, bie alte lass,ge Verwaltung, die nicht minber lcissige Justiz unb bie bebrohte finanjicHe Sage rourben beseitigt; es wurbe Drbnung gejchafft, es rourben Schulen, Eisenbahnen unb inbuflrieUe Unternehrnungen cnichtct, die Krone fcg heiligen Stefan gelangt zu neitem ©lanze, zu neuen Ehren. Der Fina^zauSschuh bes it n g a r t f ch e n Abgeorbnetenhauses hat bie Valuta- vorlagen bereits erlebigt unb ohne Aenberung angenommen; auch im ofterre ichifchen 33a* luta-Ausschusse rechnet man nunmehr auf eine rasche Abroicklung ber ittngelegenheit. Der Socialistencongreh tn Wien Eeschlob bie ©rtinbung ciner unabh angigen locialiftifchen Partei unb stellte cm zroolfgliebrigeS « Monarchen von Deutschlanb unb Hyland mit sehr ktihlen Worten. Selbst bie «bet ruffenfreunblithe „«ossische Zeitung" schretbt: •Jtiemanb roitb roahnen, bah ber Tag von Kiel %jntn beutfchfteunblich en Urnschroung ber ^ussjschen Politik einleite, niemnnb in Deutsch-tanb roitb fiir bie thurmhohe Erbsreunbschaft mit W Czarenreich begeiftert sein; memanb roirb hier *inen Boben ftir neue russische Anleihen bereiten ; man fieht ben Czaren ruhig koinmen unb ruhtg gehen, Mnb roaS bie Zukunft bringt, mht im Schotzc %lte0." — Freundltcher ciuhert sich das russische ^tzlatt „Nowoje Wrenya1*, inbem es schreibt: „Die begegnung sei ein BeroeiS, bah Ruhlanb ber %bonte fern liege, bie »esserung ber Beziehungen Vnit Deutschlanb bie zu einem gewissen Punkte hicht anzustreben. (Sine BerSnberung ber allgemeinen politik roerbe nicht erfolgen. Der Besuch sei aber *in Beweis ber FriebenSliebe unb be« Wunschei Ruhlanb«, mit alien 31 a ti onen in auten Beziehungen zu leben, bie biesen Wunsch theilen.* In ber letzten Woche gaben sich abermalS in mehreren ©tabten Ruhlands revolutionare Bewegungen lunb. Wochen-Cliroiiik. Der Einzug bes Kaisers com Bahnhofe in Bubapest burch bie prachtvoll geichiniicklen Strahen ber Stabt in bie Ofener Konigsburg roar ein Triumphzug im vollsten Sinne bes Wortes: Den Festzug eroffnete ein aus 170 Neitern be-stehcnbes Banberium von in lostbaren nationalen Kostumen gelleibetcn Magnaten; 300.000 Menschen, barunter Militarabtheilungcn, Bereine, Dcputationen unb Angehorige fast aller Stabte Ungarns, bilbeten Spalier, ber Jubel bes VoIkeS gestaltete sich unter bem Donner ber Kanonen zu einer imposanten patriotischen Ovation. Der Kaiser hat fiir bie Witwen unb Waifen ber bei bem schrecklichen ©rubenbranbe in Prz ibram verungluckten Arbeiter aus seiner Privatcafse ben Betrag von 10.000 fl. gespendet. Kaiserin Elisabeth trifft am 16. d. M. zur Cur in Karlsbad ein. Bischof H o r n ig in Veszprim roibmete aus Anlatz bes Kronungs-Jubilaums 50.000 si. zu roohlthatigen unb gemeinnufcigen Zwecken. Die Traumig bes Grafen Herbert Bismarck mit Comtesse Margarethe Hoyos roitb—mn 21. b. M. bet ©uperinbentent ©chad in ber euan-gelischen Kirche in Wien vornehmen. Das Verorbnungsblatt bes Hanbelsministetiums fur Eisenbahnen veroffentlicht die neuen ©titer-tarife ftir bie ©t a a ts b a h n e n. Die Etho-hungtn bet Tarife, roelche vom 15. Juli ab zu geltcn haben, entfprcchen burchaus den Anttagen, roelche bie Regierung bem ©taatscifenbahnralh vor-gelegt hat. Die Regierung beabsichtigt angeblich, auch bie Personentarife bet ©taatsbahnen um ein Fiinflcl zu ethohen. Der neuernannte Polizeiprasibcnt in Wien, R. v. ©tejSkal, hat am 2. b. M. sein Arnt angetreten. Am 7. b. M. vcrsammelte sich in Wien ber Anatom en-Cong^tetz; bemselben roohnten nicht iveniger als 70 ©elehrte aus Deutschlanb bei. Die Musi k- unb Theater-AuSstellung in Wien routbe an ben beiben Pfingstfeiertagen von 51.000 Personen besucht. Am 4. b. M. rourbe bie 46jahrige Uhr-ntachetsroitroe Marie © o t o I a r MittagS in ihrem ©efchaftSlaben, Wien, Neubau, Zieglergasse, von einem etroa 40jahrigen Manne tibetfallen unb mittelst Beilhiebe lebenSgefahrlich verwunbet. Der Thiiter raubte acht golbene 9teinontoir«Uhren unb enlfloh. Die genannte Ftau besinbet sich feit bent 6. b. M. auf bem Wege ber Bessetung; sie fonnte eine gcnaue Beschteibung deS Attentciters unb ber geraubten Uhrett abgeben. Am 16. Juli finbet in Linz bie Vollver-sammlung bes beutsch-osterreichischen LchrerbunbeS statt. Am 6. b. M. fuhr bet Blitz im ©antinger Bezitke (Niebet-Oestetteich) in ein BauernhauS, tobtete bie Ghelcute Hagenhubet unb ihre sechs Kinbcr. Beim osterreichischen Bunbesschiehen in Brtinn roetben 3500 silberne Pteismtinzen im Wetthe von 8400 fl., 200 golbenene Pteismtinzen im Wetthe von 5200 fl., 320 silberne Bechet im Wetthe von 8320 fl., tiberbicfj ©elbpreife im ©esammtbetrage con 34.000 fl. unb Ehtengaben im Wetthe non 30.000 fl. zur Priimiirung ber ©chtitzen gelangen. Am 5. d. M. hat sich in Ftitstenfelb ber Bejirfsrichter Dt. Rudolf Kraus in einem Anfalle von ©eistesstotung in seiner Wohnung erhangt. Set ©rubenbtanb in Ptzibt am foll burch ©ptung tiiteS Lampenglas-Cylinbers ausge-brochen sein; bis 7. b. M. rourben 314 Leichen zu> tage geforbert; 292 Weiber unb 692 unmunbige Kinder vetloren ihre Manner, beziehungSroeife Vater. Die Ptobuctionen beS internationalen Rabfahr et-Clubs , roelche in ben Pfingfttagen in © taz stattfanben unb bei roelchen auch ber Saibachet Bicycle-Club vertreten roar, sielen gelungen aus. Es fanben sich Berttetungen von 63 in Oestetteich-Ungatn beftehenben Rabfahrerveteinen unb auch viele Easts bes Auslanbes ein. — Nicht minber gelungen oerlief baS am 5. b. M. in Salzburg in Scene ' gefetzte akabemische Sangetfest; ©esangvereine aus Deutschlanb, ©raz, Innsbruck, Prag, Wien unb anberen Otten nahmen an biesenx Fesie theil. Aus ber Eisenbahn-Stationscasse in S11y (©alijien) rourben 16.800 fl. geftohlen. Die von bet Unionbanf vermittelte c t o a « tisch-slavonische Hvpothekarbank soll bemnachst in Agtam ihre Thcitigkeit beginncn. Am Pfingstsonntag kam es in Fiume zroischen Honvebs unb Sichetheitsroache zu einem blutigen Conflict, beiberfeits fanben Berrounbungen statt. Der roegen Untetfchlagung von 400.000 Mark nngellagte Banquicr M a ah in C harlotten-bur g rourbe zu sechs Jahren unb bet mitange* flagte Buchhaltet © eroolbts zu sechs M ona t en @ e f a n g n is$ veturtheilt. Der auf ber Jnsel Caprera abgehaltenen ©aribalbi:©ebentfeier roohnten 10.000 Personen bei. Am 7. b. M. fanb eine V e s u v - Etup-tion statt. In ben turkischen Geroassern betteiben Seetcittbet iht slraftiches Hanbroerk; mehrere berselben rourben verhastet. Am 2. b. M. finb in MoSfau 80 Hauset abgebrannt. In ben ©tabten TituSville unb Oil-City (Amerika) gerieth infolge Blitzschlages baS grohe Petroleum-Magajin in Branb; 150 Menschen ver-brannten. Local- unb Provinr-Unchrichte«. — (Ein stibslavischet Club) im Ab-gcorbnetenhaufe ist nunmehr boch gegrunbet rooiben, unb ztvar unter betn Namen eincs croatisch ■ slo-venischen Clubs. Votlausig gehoren bemselben ftinf croatifche Slbgeorbnete: Bianchini, Dapot, Perič au8 Dalmatien, Dr. Laginja mtb SpinSiS aus Jstrien unb ein slovenischer Abgeotbneter, Dr. Gregorec, an. Bemetkemvetth ist babei ber Umftanb, bah unter biesen sechs Abgeorbneten gleich viet bem geistlichen Stanbe angehoten, ein Beroeis, roie bie exttemsten unb sanatischesten ©tunbfatze gerabe auch in biejem Stanbe Verbreitung gefunben haben, bessm Mitglieber vor Allem berufen roaren, ben ©tanbpunft ber Duldsamkeit unb bes Friebens einzunehmen. Der neue Club stcht in intimfter Verbinbung mit den Jungczechen, er roirb sehr roahrscheinlich ebenfaHS Opo-fttion um jebcn Pteis machcn. Wie sich bet neue Club roeiter entivickeln roitb, unb in ivelchcm Matze ihm noch roeitete Mitglieber aus bem Kreise bet slovenischen unb croatischen Abgeorbneten britreten roetben, bleibt abzuroarten. Unsere Nabiralen sinb selbstverstanblich tibet bie Bilbung bes neuen GlubS, ftir ben sic feit so longer Zcit fchroartnten, auf’8 Hochste be|riebigt, inbessen bie Clctikalen votlausig bagegeii sinb, boch nicht aus principiellen, vielmehr nut aus Dpportunitatsgrtinbcn; sic hoffen nimlich in ihtet bisherigen parlamentarischen Bereinigung noch mehr Concessioner, hetauszuschlagen, als in Gefell-schaft der einstweilen noch roenig beliebten Jungczechen. — (Eine slove nisch-croatische Wahlerversammlung) sand, wie wir schon neulich erwahnten, vor kurzem in Triest flntt, bet der die radicalen Herren ©pinčič und Laginja an-geblich unter ungeheurem Beifall und sturmischer Zustimmung uber ihre Neichsrathsthatigkeit Bericht erstatteten. Herr SpinSiS erklarte zunachst, bah er gleich beim Eintritt ins Abgeordnetenhaus die Bildung eines slovenisch-croatischen Clubs versucht Habe. Alle slovenischen und croatischen Abgeordneten hatten zwar versichert, dah die Bildung eines solchen Clubs „ein heiher Wunsch der Nation" sei, allein es herrschten doch allerlei Bedenken und er kam nicht zustande. Unter solchen Uinstanden sei Nedner vorlausig in den Hohenwartclub getreten und zwar unter anderem aus dem Grunde, weil allgemein versichert rourde, „dah sich der Club nicht halten werde". Die slovenischen Abgeordneten kamen in den Augen des Herrn ©pinčič im allgemeinen sehr schlecht weg. „Jhren schiinen Worten solgen niemals Thaten", im Hohenwartclub herrsche die Meinung, „dah man gegen die bestehenden Ungerechtigkeiten sprechen durfe, das Geld aber immer bewilligen musse". Selbst-verstandlich sand auch die a,there Politik und nament-lich der Dreibund eine entschiedene Verurtheilung durch Herrn ©pinčič, er sand iiberhaupt, dah nichts Geringeres noththue, als das ganze gegenwartige System nach innen und auhen zu andern. Auch mit Graf Hohenwart gehe es nicht; dieser anerkenne zwar die vorgebrachten Beschwerden als begriindet, erklare aber zuletzt immer, „es sei nichts zu machen". Bei solcher Sachlage, erklarte Herr ©pinčič, muhle er aus dem Hohenwartclub austreten, und es sei nur der Anschluh an die Jungczechen iibrig geblieben und da habe er das wahre Verstandnih und die wahre Hilfe gesunden. Auher den Jungczechen lobte Herr ©pinčič auch Herrn Lueger und seine Christlich-Socialen ganz auherordentlich; Letztere seien ebensalls Anhanger der ivahren Gleichberechtigung. Nachdem er noch gegen den hiesigen »Slovenec" polemisirt, weil dieser kein bedingter Anbeter der Jungczechen, versicherte Herr ©pinčič, er und Dr. Laginja wurden unter alien Umstanden aus dem eingeschlagenen Wege bleiben, moge man ihnen von gewisser ©cite welche Vorwurse immer machen. Auch Herr Laginja hielt in dieser Bersammlung eine Rede; er erklarte, sich in allem und jedem seinem Collegen ©pinčič an-zuschliehen und schatze sich glucklich, dah er nicht ,in jene Limonade eingetreten sei, die man Hohenwartclub nenne*. (Armer Schiller') Aus dem weiteren Verlaufe der Bersammlung sei noch hervorgehoben, dah gegen ben Abgeordneten Nabergoi der Vorwurs erhoben wurbe, er habe versprochen, ebensalls aus ben Hohenwartclub auSzutretm; man erwarte, bah er in nachster Zeit bem Beispiele ©pinčič’ solgen werbe. — (Sloveiiisirung bet istrischen StaatSb ahne n.) Wir haben neulich einer Nichtig-stellung bcs istrischen Abgeordneten Bartoli gedacht, worin berselbe aus Grunb authentischer Aeuherungen beS Prasibenten bet ©taatsbahnen, Dr. Bilinski, bie bemselben von slovenischer ©eite iinputirten Ver-sprechungen aus moglichste ©lovenisirung ber istrischen ©taatSbahnen entfchieben als unrichtig bezeichnete. Hett Manbic, bet Hetrn Dr. Bilinski bei bessen Anwesenheit in Triest bie staglichen Forbetungen unberusen vorbrachte, halt jetzt im Blatte „ Narod Sloga" seine fruhere Behauptung, wornach Dr. BilinSki Zusagen gemacht habe, ausrecht. Lielleicht erfolgt nun eine iveitere osficielle Klatstellung ber ©ache; bis nuf weitereS aber witb man am besten thun, bie von ur.s neulich initgetheilten,* aus un-zweifelhafter Quelle stammenben, gegentheiligen Aeuherungen BilinSki's flit tichtig zu halten. — (Aus bem Just i z m i n i st e ti u m.) Der Hofrath bes obersten Gerichtshoses Dr. Abram rourde zum Ministerialrathe im Justizministerium und Neserenten fur die ©prengel der Oberlandes-gerichte in Graz. Triest, Zara und Innsbruck er-nannt. Durch diese Ernenmmg durfte mittelbar wohl auch die Frage ber Berufung eines sogenannten slovenischen Referente« ins Justizministerium ihre Erledigung gefuitden haben. Fur diesen Ministerial-rathsposten roar ursprunglich der Oberlandesgerichts-rath Pflugl bestimmt gewesen, den man aber angeblich insolge von slovenischerseits erhobenen Einwendungen und Proteste roieder fallen lieh. Wenn sich die ©ache so verhcilt, hatten wir demnach in der jetzt vollzogenen Etnennung abermals eine roeitere Concession an die ©lovenen zu etblicken. — (Die slovenischen Hochschiilet in Wien) haben ebensalls ihre telegraphifchen Glitck-wunfche nach Nancy gesendet und hiebei ihren Sym-pathien fur die sranzosisch-slavische Annahetung Aus-druck gegeben. Urn den Jnhalt unb bie Ziele bieset ©ympathien richtig zu beurtheilen, geniigt es wohl, an bie Rebe zu erinnetn, bie ber Fiihrer ber czechischen ©okolisten in Luneville hielt und in ber er unter Anberetn fctgte: „Wit sinb bie ©ohne einer fleinen Nation, aber wir fuhlen ben Muth, fur bie Zukunst grohe Dinge zu vollbringen, bernt wir sinb ein Zweig ber grohen slavischen Familie, an beren ©pitze baS heilige Nuhlanb fchreitet. Ties bewegt reichen wit Ihnen bie Hande hier, nahe an jener Grenz-scheibe, welche butch bie ungliickliche Fugung einer brutalen Macht entftanb. Unserc Feinbe sinb auch bie ©ueren, Guere Fteunbe die unseren; unsere Em-psinbungen unb Wunsche bie gleichen. Keine Gewalt, teine Macht kann uns trennen. Es Iebe Ftankteich!" — (Narobni Dom.) Das slovenische National-haus soll nach ben Beschliissen ber letzten Generali versammlung auf bet ber ©eineinbe gehorigen Wiese hinter bem Militarfpitale, rechtS von ber Latter: mannsallee, unb zwar ehestens erbaut roerden, falls die Gemeinde geneigt ist, diesen Grunb um 5000 si. nbzutreten. Herr Hribar sprach gegen den bezuglichen Autrag des VereinsausschusseS. Bei der Abstimmung rourde abet der Ankauf des erwahnten Grundes mit ©timmenmehrheit beschlossen. Das VereinSvennogen betrcigi dermalen nahe an 80.000 fl. — (Personal-Nochrichten.) Det Bezitks-richter in Pettau, Katl R. v. ©ttahl, rourde zum LandesgerichtSrathe in Laibach und der Mililat-Vetpstegs - Official Eduard Ftandetzky zum Norstande deS hiesigen Militar-Verpflegsamtes et- ' nannt. — Die Gemeinde St. Bartholoma in Unter-train hat dem Commandanten der Militarabtheilung des Staatshengstendepots in Graz, Herrn Oberst-lieutenant Johann Wild, in Anerkmnung seiner grohen Verdienste urn die unterkrainische Pferdezucht einstimmig das EhrenbUrgerrccht vetliehen. — Be-zitkshauptmann Ludro ig Marquis v. G o z a n i rourde zum ©tellvertreter bes Neserenten bet krainischen LandeScommission fiir agtarifche Operationen bestimmt. — (Deutscher ©chulve rein.) Es war selbstverstandlich, dah die Aeuherungen des Bischoss von Briinn, Dr. Sauer, anlahlich seines Besuches det deutschen Ptivatschule in Eibenschitz inSbesondete auch in den slovenischen Slattern fteubigsten Wibet-hall unb ungetheilte Zustimmung finben wiirben. DaS war ein willkommener Anlah, ber heftigtn Feinbschaft gegen ben Deutschen ©chulvetein unb bem Uimiuthe uber ben glanzenben Pec la us bet letzten Generalversammlung besselben, bei ber man slovenischerseits namentlich bie Anwesenheit eineS Ministers nicht verwinben konnte, wieber einmal Lust zu machen. Die inzwischen bekannt geiuorbenen Einzelheiten haben aber gezeigt, bah die Mittheilungen der gegiierifchcn Blatter fast durchgehends auf Ent-stellung beruhten unb ber Bischof wahtscheinlich von czechischen Agitatoren als Werkzeug beniitzt routii. Es gieng uns in dieser ©ache eine aussuhrliche Darstellung ber Leitung bes Deutschen Schulvereines zu, ber roir Folgenbes entnehmen: Die bettejfentu ©chute wirb nicht vom Deutschen ©chulvetein, son-bern von einem eigenen ©chul- unb Kinbergartea-Vereine in Eibenschitz erhalten unb zu ben Ethaltungs' kosten von 5500 fl. vom Deutschen ©chulvetein ein Beittag von 3200 fl. geleistet. Jnsolgedessen iibi die Leitung des Setzteren auf die Vetwaltung dieser ©chule auch teinen unmittelbaren Einfluh, fonberr. hat nur zu beurtheilen, ob ba§ Botgehen bes bortigcn ©chulausschusies so weit entspricht, um bie gewahNk Subvention sotibestehen zu lasien. Es ist boher un* richtig, wenn ber Herr Bischof bei biefetn Anlassi von einer ©chule bed Deutschen SchulveteineS gp sprochen unb auS ber Lerhaltnihzahl czechifcher Kinber an ber ©chute in Eibenschitz einen Ruckschlutz auf die Anzahl der czechischen Kinder in den Schultt des Deutschen ©chulvereines gezogen hat. Nach den gcpflogenen Erhebungen ist ber Herr Bischof von bem Ausschuh bet beutfchen ©chule feietlichst eim pfctngen unb begriiht worben. Der Obmann sprach bie Hoffnung aus, bah ber Eintritt bes Bischofs in bie ©chule, in ber 260 katholische Kinber chrtn Religions- unb biirgcrlichen Unterricht erhalten, zum Nutzen und ©egen gereichen werde. Gleichzeitig richtete ber Obmann an ben Bischof bie S3itit, er moge sich in seinem bekannten Rechtlichkeits-gefiihl vetanloht sehen, ben hochroutbigen Cletus bieset Pfarrgemeinbe anzuweisen, cat* mirenb unb beruhigenb bahin zu wirlett, bah bit Feinbschaft ber Gcmeinbcvertretung gegeniiber bet beutfchen ©chute sich milbere obet oufhore, bamit ban« in ber ©tabt wieber jener Friebe eintrete, bet allein flit bas firchtiche unb biirgetliche Zusammen* leben erspriehlich ist. Nach bieset Begruhung wmde von bent Katecheten an ber erwahnten beutfchen 6chuk — offenbar absichtlich — in ber crsten Abtheitung j (1. unb 2. ©chuljahr) burchwegs in czechisch« 1 ©prache, in der zweiten Abtheilung (3. bis 8.©^' jahr) fast ausschlichlich in czechischet ©prache § piust. Vetschiebene Kinber, czechisch bestagt. «' ttartcn: „Jch kann cs nur beutsch". Nach der Ptufung bes Katecheten priifte auch ber Hett Bischof unb zroar nut in bcutfcher ©prache, ivobei bie Kinber in ber ©ache recht gut unb auch sptachtichtig anl> wotteten. Det Hett Bischof hatte nut ein einziges-mal Gelegenheit, einen Knaben auf einen gramma« tifchen Fehlet aufinerffam zu machen. Diese letzteren Etsolge stehen in Uebereinstimmung mit bem 3n> spectionSberichte bes EhrenkanonicuS Herrn Mar> schowSky, welchet vot zwei Jahten die Neligioni« prufung in alien Classen votnahm und seine Zu« friedenheit ber Vettretung bes ©chul- unb Kinder-gnrtenvereines ausgebriickt Hat. Nach bcenbeter Prit' fung Hielt ber Herr Bischof die iiberall betannt* abfallige Ansptache, die mit den Worten schloh: „Meine Herren und Darnen: Jch keline zwar die hiesigen B e r h a l t n i s s e nicht, ich wollte Niemand beleidigen, sagen wit unS bit Wahrheit unb bleiben wir Fremibe." Nach biefen Worten vertieh ber Bischof ben ©aal, ohne in ublichct Weise den Kinder,, den bischostichen ©egen zu ertheilen, ,vetch' eiliget Abgang, sowie det teidem schasitiche Ton seiner Rebe allgemein ausfiet. D»t Ethebungen haben tueiter ergeben, bah bei bet Aus> rnihine von Kinbern in die betreffende ©chute fast ausnahmflloS nur folche Kinder aufgenommen wurden, beren beutsche Sprachkenntnih entweder nviottsq odet durch zwei- biS dreijahrigeS erfolgretches ^cr> bleiben im deutschen Kindergarten sicher SeMt tst. Thatsachlich sind unter 260 Kinbern des Deutschen nicht vollkommen inachtig sind, unv » finben alljahtlich feht znhlreiche Abweisungen czechf schet Kinber ftatt, bie bie ©chute befuchcn ntoch en. „tiei bieset ©achlage", so fchlieht bet unS zugelommene Bericht, „hat es allerdings den Anfchein, dah jene Stimmen im Rechte find, welche den glaiizenden Verlauf unserer letzten Hauptversammlung, sowie die Bemuhungen der Deutschen in Eibenschitz, die Ueberwalzung ihrer deutschen Privatschule in die offentliche Verwaltung zu erreichen, mit dent be-fremdlichenAuftreten des Herrn Bischofs von Brunn in Zusammenhang bringen. Wie gering thatscichlich die von ihm eingestandene mangelhafte Kenntnih der Eibenschitzer Verhaltnisse ist, beweist der Um-stand, dah er nicht einmal wuhte, dah die dortige deutsche Schule feme Schule des Deutschen Schul-vereineS. fonbern eines ganz fur sich bestehenden Schulvereines sei. Das Vorgehen des Bischofs von Brunn steht aber mit manch anderen Erscheinungen im national-slavisch-clerikalen Lager in einem solchen Zusammenhange, dah wir uns in Hinkunft von der Zuruckhaltung entbunden sehen werden, mit welcher wir uns im Jnteresse einer moglichst ruhigen, fried-lichen und geregelten Verwaltung unserer Schulen bisher enthielten, zur offentlichen Kenntnih zu bringen, in welch' mangelhafter Weise trotz des hohen, von yng an vielen Orten zu entrichtenden Honorares. die fur unfere deutschen Schulen im gemischtsprachi-«en Gebiete. zumeist allein zur Berfugung stehenden flavischen Katecheten in der Negel ihren Pflichten nachkommen und wie haufig be, d.esem Unterrichte das deutsche Ohr durch eine geradezu barbarische Bebandlung der deutschen Sprache und vas Sitt-lichkeitsgefiihl unserer deutschen Iugend durch. ge-linde gefagt unpasiende und unschickliche Aeuherungen verletzt wird. Eine entsprechende, mit genauen Daten Nkrsebene Vetoffentlichung dieser Leistungen wird die Leste roenn auch dem Herrn B.schof von Brunn nicht' willkommene Antwort auf seine ganz unbe-ariindeten und aus der Luft gegr.ffenen Angr.ffe Lett den Deutschen Schulv-r-in und das deutsche Schulwesen der seiner k.rchl.chen Aufsicht unter- stehenden Diocese sein." — (Laibacher deutscher Turnvet-#in ^ Wie alljahrlich, so veranstaltete dieser Verein auch heuet, gleichsam als Abschluh deS Turnunterrichtsganges. ein Prufungs- und Wett- turnen Die zwei Zoglmgsr.egen hatten am 15, v. M. m'rtisuna in den Gerathubungen abgelegt und eine so schSne gleichmahige Schulung dabei gezeigt, dab die Vorturnerschaft des VeteineS, welche ihren Unterricht leitet, tnit dem Ergebn.sse zufr.eden se.n !annAm 22. Mai folgte das Wettturnen in volkSthiimlichen Uebungen («o* und Wei^prung und Wettlauf), bei dem sehr gute Werthungen routden. Ein We.tsprung von 460 Meter, ene Laufleistung von 32 Secunden, 200 Meter snd fur diese Jungen gewih rtthrnenswerth. - Der HmmelfahrtStag war dem fogenannten Vere.ns-w Uturnen gewidmet, woran sich nut d.e lw'geren Turngenossen betheiligen durften. D.e Vorturner-schaft stand auher Pre.sbewerb. Es wurde newer h-t nach dem far das B-r.rttwettturnen gelten-dm B-stimmungen und -rre.chten dabe. d.e Turner DauleLek 51, A. Achtschm 46. Czermak und Trattnik 44 Punkte. Diese Wettubungen, d.e. waS * Gerathe betrifft, auch mehr das Geprage von Priifungen an sich trugen. h-tten auch fa, die Vorturnerschaft, ^ an der Heran. bildung der Turner hauptsachl.ch bethe.l.gt >st, „ Vorth-il, manche Mangel .hrer mngen Turn-g nossen schcirfer zu beobachten und iiber deren Ab. EL sich noch writer zu benmhen. Der Vere.n aber fprach dem Turnwarte. Herrn Franz Meisetz, der mit ungemeiner Hingebung an der Gesam'Nt-auSbiloung sich betheiligt, anlahlich der B-lkiind.gung d-S ErqebnisseS durch den SprechwarEtellvertreter, Dr Binder, den wohlverdienten Dank auS. Sonntaa ben 29. v. M. unternahmen Turner und Zoglinge einen gemeinsamen Ausslug nach JosesSthal, Zufall oetfpatet. bei welcher Gelegenheit besonders Turnspiele geubt wurden. — Nun wird auf dem Turnplatze die Arbeit wieder rustig fortgefetzt, urn a tic Vor-bereitungen fur das am 26. b. M. Nachmittags im Casinogarten stattfindende Schauturnen, welches unter Mitwirkung der Militarmusik abgehalten werden wird, durchzufuhren. — Nach den bisherigen Be-stimmungen foll fodann am 2. Juli ebenfalls im Casinogarten das Sommerfest abgehalten werden, defsen Ordnung sowie die naheren Mittheilungen iiber das Schauturnen wir in der nachsten Rummer bringen werden. — (Sudmar k.) Der Ausschutz des Vereines hat dieser,Tage einen Aufruf erlassen, in dem an alle deutschen Stammesgenossen neuerlich die Auffor-derung gerichtet wird, die Zwecke dcs Vereines aufs Nachdrucklichste zu fordern. Wir entnehmen dem Aufrufe die folgenden Stellen: »Dieser nicht- p o l i t i f ch e Verein fetzt sich nach feinen Satzungen die Aufgabe, „die deutschen Stammesgenossen mirth-sch aftlich zu unterstiitzen, die in ben gemischt-sprachigen Bezirken der Steiermark, Karntens, Krains und des Kustenlandes bereits wohnen oder sich dort niederlassen". Dieser Zweck soll vor Allem erreicht werden durch die Unterstiitzung der deutschen Bauern-schaft an der Sprachgrenze mit Nath und That, um sich und ihr Eigen zu erhalten. Seit seiner am 24. November des Jahres 1889 erfolgten Grun-dung hat sich der Verein nach Mahgabe der ihm zur Verfugung gestellten Mittel bemiiht, dieser seiner Aufgabe gerecht zu werden und hat bereits eine Neihe von Unterstutzungen aller Art ben bebrangten (Stammesgenossen im Unterlande zukommen lasien." Der Ausschuh betont weiter, datz bet Verein bisher keineswegs uberall jene hingebende Unterstutzung ge-funden Habe, die zu enoarten stand und fagt dann weiter: „Das ist ties zu beklagen und forded zur eindringlichen Mahnung an alle saumigen Stammes-genosien auf. Wir rufen also Allen zu: Erkennet doch die dem Deutschthum an der Sprachgrenze drohende grohe Gefahr und erkennet damit zugleich die Wichtigkeit und Nothwendigkeit des Vereines „Sudmark!" Tretet als Mitglieder und eifrige Mit-arbeiter unserem Vereine bei und fordert sein dem Wohle des deutschen Volkes geweihtes Streben un-ablassig dutch die Gewinnung neuer Mitglieder, die Griindung iieuet Ottsgtuppen, die Vetanstaltung von Festlichkeiten zu feinen Gunsten, lutz auf alle nut mogliche Weise I Unset Verein must groh werden und must Alle umsassen, die vorn deutschen Stamme find und eS mit dem deutschen Volke ehtlich meinen. Wir mtisien Alle treu und fest zufammenhalten; wir miifsen Alle ein warmfuhlendes Herz und eine hilfe-bereite Hand fur die bebrangten Briiber in Bet Grenzmark haben; wit miissen Alle eifervoll mit-atbeitcn am nationalcn Werke: nut dann wird die „Sudinark" erfolgreich wirken und ihren Zweck er-sullen tonnen; nut dann werden wit unfere Widet-sachet ubetwinden und unset Wohletgehen begtunden lonnen." — (Die neuesle Concession an die Slovenen.) Die Beutlaubung eines ©erichts« beamten behusS officiellet Wottetfabrikation fut die flvvenifche Arntirung sindet auch auSroarts vielfache Beachtung. So fchreibt ein Wiener Blatt hietubet unter andetem: „Jn was fiit geradezu unverstand-licher Weise bei uns in Deflertcich die Sprachen-stage behandelt wird, davon gibt die Nachricht, dah der Justizminister einen Gerichtsadjuncten auf sechs Monate beurlaubt hat, um in das Chaos der „slovenischen Gerichtssprache" Ordnung zu bringen, Zeugnih. Man tann sich denken, wie die slovenische Amtirung bisher ausgesehen hat, ivcnn jetzt die Nothwendigkeit sich hcrauSstcllt, hinterher, ttotzdem die Ginftthtung der flooenifchen GetichtSsptache um jeden PreiS dutchgefUhrt werden muhte, Ordnung zu mnchen. Die Vorgefchichte dieser Angelegenheit ist sehr lehrreich und unterhaltend. Ein slovenischer Verein atbeitete durch seine Mitglieder, zu welchem Zwecke diese aus ben Reichs- und Landesgesetz-blattern junstische Ausdriicke auszogen, ein Wottcr-buch juriftischer Kunstausdriicke aus und erbat sich dann befagten Herrn, um auch in diese Arbeit einige Einheitlichfeit zu bringen. Sein Worterbuch soll dann erst noch von einem Sprachrathe slovenischer „Gelehrter" gepriift werden. Erinnert die Geschichte nicht lebhaft an „Lolapuk"? Nut dah dort ein Einzelner gleich die ganze Sprachkrittelei auf seine Schultem nahm. Die Regietung hat sich aber diesem flooenifchen Volapuk zur Verfugung get stellt und die slovenische Amtirung aufgetragen, noch ehe es die nothige slovenische Sprache gab, wie sich nun herausstellt — denn sonst ware es nicht nothig, erst nachtraglich die slovenische Amtssprache mit Ach und Krach einigermahen festzustellen. Die Regietung wird jedoch dieser kunstlich festgestellten juristischen Kunstsprache auch noch dadurch zu Hilfe eilen mussen, dah sie dieselbe als die einz.g fiir den Gebrauch zulassige erklart — so wie etwa Putt-tamer eine deutsche Orthographic decretirt hat. Das slovenische Volk wird sich aus's Lernen verlegen mussen, um die neue Sprache zu gebrauchen und die von alterSher gewohnte deutsche Gerichtssprache zu vergesien. Bestand fiir all' das eine Staats-nothwendigkeit? Rein, nut Graf Hohenwart und feine Freunde, die Feudal-Clerikalen, hatten eine Gefolgfchaft nothig und ihr zu Liebe erhiett der Artikel XIX die gewiinfchte AuSlegung. Wahrlich, man versetzt in Oesterreich Serge von threm alt-hergebrachten Platze, um sie dorthin zu stellen, wo sie den Weg verlegen!" — (Der p atrio tische Frauenhilf 8-verein) erhielt, wie bei der jiingst abgehaltenen General-Verfammlung mitgetheilt wurde, im abge-laufcnen Jahre in erster Reihe von der kraini-schen Sparcasse eine grohmuthige Spende. Der Verein vertheilte im Jahre 1891 813 fl. Unletsttitzungsgelvet, hat an den Gentralverein in Wien 75 fl. 30 tr. abgefuhrt und fiir Regie 191 fl. ausgegeben. Mit Schluh des Jahres 1891 bestand das Vermogen aus 9882 fl. in Baarem und 11.700 fl. in Effecten. Den fechs Zweig-vereinen, welche ein Stammvermogen von 1244 fl. besitzen, gehoren 180 Mitglieder an. In ben Ausschuh wurden wiedergewahlt die Frau Sylvine Baronin Apfaltrern, die mittlerweile leider verstorbene Frau Hedwig Eisl, dann die Frauen Leopoldine Gregorizh, Marie Kosler, Jeannette Recher, Anna Samasia, Colestine Schiffer, Flora Tormin, Emilie Baronin Winkler unb Albertine Zhuber Edle von Okrog und neugewahlt Frau Antonie Kosler und Fraulein Maria Seunig. In der hicrauf stattgefundenen Ansschuhsitzung wurden als Vereinsprcisidentin Frau Colestine Schiffer, als erste Viceprasidentin Frau Baronin Maria Wutzbach -Tannenbetg und als zweite Viceprasidentin Frau Flora Rudesch gewahlt. — (Ein interessanter Fund) wurde, wie uns aus Oberlaibach betichtet wird, in der Gegend des nahen Beuke geinacht. Es wurde aber« mats ein zieml.ch grohes unb ivohlerhalteneS Schiff von sehr hohem Alter aufgedeckt. Vielleicht hanvelt es sich unt ein ahnliches Object, wie bereits im Voijahte eines in sehr bedeutendct ©tohe aus dem Torfmoore ausgegtabcn wurde. Rachstens werden wit in der fiage sein, iiber diesen Fund aussiihtlichet zu berichten. — (Pi> l l e r s chi e h e n.) Wit find wieder in der Zeit, wo alljahrlich die Ungliicksfalle beim Piillet-fchiehen sich einzustellen pflegen. Bereits wird au8 Ktainburg ein hochst bedauerlicher derartiger Unfall gemeldet. Dort fand am Pftngstmontag eine Vet-fammlung des flooenifchen LehterbundeS flatt, ein Vergnllgen, das sich detselbe gewih ohne Anstand machen tann, allein betlagenswettherweife durfte bei ten bezuglichen Empfangsfeierlichkeiten das iiber-flussige Pollerschiehen nicht fehlen, und zwei Bauern-burschen erhielten aus diesem Anlasse schwere Brand-wunden an Gesicht und Handen. Man sollte doch meinen, dah der slovenische Lehrerbund auch ohne diese unnutze und lappische Schieherei seine Versamm-lung hatte geniehen konnen und zweien Menschen roaren dann gesahrliche Verletzungen erspart worden. Es grenzt wirklich fast an'sUnglaubliche, dah diesem groben Unfug des Pollerschiehens nicht gesteuert werden kann oder besser gesagt gesteuert roetden will, ungeachtet es sich hiebei urn nichts Geringeres als um Menschenleben handelt. Jahr tim Jahr erleiden dabei eine Anzahl Leute schwere Verwunbungen oder verlieren wohl gar ihr Leben, Jahr urn Jahr wird daruber geklagt, wird Abhilse verlangt, aber die berusenen Organe, weltliche und geistliche, scheinen es nicht der Muhe werth zu sinben, in einer so wich-tigen Sache einzuschreiten und eine so strasliche Un-sitte mdlich zu beseitigen. Dah es bei gehoriger Energie moglich ware, dieh durchzusuhren, daruber kann wohl kein Zweisel bestehen und im andern Falle sahe es urn die Ordnung in der offentlichen Nerwaltung doch wahrlich traurig aus. — (Der meuchlerische Raubmord am Agenten Stedry.) Am 2., 3. und 4. d. M. stand der 21jahrige Comptoirist Karl Zwayer aus Laibach, angeklagt wegen Ermordung und Beraubung des Handelsagenten Wenzel Stedry in Laibach und wegen Verbrechens des versuchten Betruges, begangen dutch Verleitung zur Abgabe falschcr Zeugenaus-sagen, vor Gericht. Die Schluhverhandlung sand unter Vorsitz des LandeSgerichlsprasidenten Kočevar statt. Die Anklage vertrat StaatSanwalt Pajk, als Vertheidiger fungirte Advocat Dr. Krisper. Die Anklage beschuldigt den Comptoiristen Karl Zwayer, dah er am 5. Janner 1892 in der vierten Nach-mittagSstunde seinen Chef, den Handelsagenten Wenzel Stedry, im GeschaftS-Comptoir mit einer Hacks und mit Messerstichen in der Absicht ermordet hat, um sich dessen im Comptoir verwahrtes Ver-mogen, aus Baarschaft, Geldmunzen, Sparcasse-bucheln und Obligationen bestehend, anzuugnen; dah er wahrend der Untersuchungshast an mehrere Personen Briese geschrieben hat, womit er dieselben ersucht, bei Gericht auSzusagen, dah die aus seinem Hemde commissionell vorgefundenen Blutflecken vom Nasenbluten und Hendelabstechen herrtihren. Im Laufe der Untersuchung wurde sestgestellt, dah Stedry in seinem Geschastslvcale in der Franzis-kanergafse ermordet und die dent Stedry angeblich angehorigen Geldsorten, Obligationen und zwei Sparcasscbiicher (&. 10.000 sl. und 6 si.) geraubt wurden. Die StaatSbehorde bezeichnet auf Grund« lage der Untersuchungsacten den Karl Zwayer als Naubmorder und betont, dah ein fremder mit den Local- und Perfonalverhaltnisirn nicht bekannter Thater die Uebelthaten nicht auSuben konnte. Eine Anzahl von eidlich abgehSrten Zeugen sagte aus, dah dem Zwayer die VcrmSgensverhaltnisie Stedry's wohl bekannt waren, dah er schon in seiner frilhcn Jugend, alS Realschlller, HandelSlehrling und spater alS FabrikS- und Handels-Comptoirist sich einige Unreblichkeiten zu Schulden kommen Iieh, dah er mit einem Madchen ein innigeS Verhaltnih eingieng, welches lebende Folgen hatte. Im Laufe der Untersuchung wurde constatirt, dah er bei Stedry einen Monatsgehalt von nur 30 fl. bezog, mit diesem kargen Einkommen sich, seine Geliebte und sein Kind nicht erhalten konnte; writers wurde constatirt, dah die Angabe Zwayer's, er Habe 157 fl. ersparteS Geld, auf Unwahrheit beruht, im Gegentheile licgt erwiesen vor, dah er 400 fl. Schulden hat. Der Zeuge Franz Dobcrlet will am Tage und in der Stunde des MordattentateS einen fremden, kraftigen Mann auS dem Hause, in ivelchem Stedry wohnte, eiligst gehen gesehcn haben- Einige Zeugen sagten unter anderem auch aus, bah Zwayer im allgemeinen ein gutmuthiger Mensch sei. Die bezeichneten zwei Sparcassebuchel, wurden am 23. April d. I., zu einer Zeit, in welcher Zwayer sich in Hast befand, von einem Knechte des Handelsmannes Klauer im Haushofe unter den Pfosten, woraus Klauer's Wagen stand, in unversehrtem Zustand aufgefunden und es wurden diese Effecten der Behorde ubergeben. — Der Angeklagte Zwayer leugnet die Ausfuhrung dieser ihm zur Last gelegten Verbrechen, erklart sich fur nicht schuldig und will erst nach vollbrachtem Raubmord in das Comptoir Stedry's gekommen sein und Letztgenannten im Blute liegend gefunden haben. Der Angeklagte versuchte wahrend der Untersuchung den Verdacht auf verschiedene andere Personen zu walzcn; er erwies sich jedoch in allen Fallen als unbegriindet. Die auf seinem Hemde vorgefundenen Blutflecken erklart Zwayer anfangs, beim Nasenbluten und Hendelabstechen erhalten zu haben; diese Nechtsertigung wurde aber spater von Zwayer selbst und butch die erwahnten Btiese als Lugen bezeichnet. Nach Schluh des Beweisverfahrens wurden den Geschworenen drei Ftagen, und zwar zwei den vollbrachten Raubmord und dessen Voll-bringung in tuckischer Weise betreffende Hauptfragen, und eine Eventualfrage betreffend das versuchte Verbrechen des Betruges dutch Verleitung zur falschen Zeugenaussage vor Gericht, vorgelegt. Der StaatS-anwalt entrollte nach der Fragestellung ein getreues Bild iiber den Verlauf der Untersuchung und der Schluhverhandlung, er hielt seine Anklage in allen Punkten ausrccht. Der Vertheidiger wies vor allem daraus hin: es liegen gegen Zwayer nur Verdachts-grunde, aber kein Schuldbeweis vor. Die Annahme, dah die Uebelthat nur von einer einheimischen, in Laibach wohnenden Person ausgesuhrt werden konnte, ist eine unbegrundete; die vorgefundenen Blutflecken am Hemde Zwayer's konnen den Beweis eines poll* brachten Mordes nicht herstellen, eS koime in den* selben nichts Verdachtigcs erblickt roetden. Der Ver« theiviger betonte insbesondere auch den Umstand, dah die Sparkasiebuchel etsi nach Verhastung Zwayer's in ganz unversehrtem Zustande aufgefunden wurden. Der Vorsitzende resumitte den ganzen Gang der Untersuchung und Schluhverhandlung in umsafsender Weise und richtete an die Geschworenen die Mahnung, alle Umstciiide wohl zu erwcigen und hiernach zum Wahrspruche zu schreiten. Nach kurzer Berathung verkiindct der Obmann der Geschworenen das Ne-sultat der Abstimmung: Die erste Hauptsrage be* zuglich des vollbrachten RaubmordeS wurde ein-stimmig mit „Nein" beantwortet, die zweite Haupt-frage entfcillt hiedurch. Die Eventualfrage beziiglich deS versuchten Betruges wurde von acht Stimmen mit „Ja" und von vier Stimmen mit „Nein" be-antwortet. Auf Grund dieser Abstimmung spricht der Gerichtshof den Karl Zwayer von der Anklage wegen RaubmordeS frei und verurtheilt denselben wegen versuchten Betruges zu einer zweimonatlichen schweren Kerkerstrase und zur Zahlung der Straf-prozehkosten. — (Aus dem Schwurgericht8 sa ale.) Die Dienstmagd Margaretha Skubic aus Littai wurde wegen KindeSmordeS zu siebenjahrigem, der 70 Jahre alte AuSgedingler Primus Burjak auS Horjul wegen Blutschande zu funfjahrigem, der Knecht Gregor Verhovc wegen eineS unsittlichcn BerbrechenS zu funfzehnmonatlichem, der Weber Johann Kerhlikar auS Slivno wegen Diebstahls zu achtjahrigem, und der Knecht Peter Berce auS DolenjavaS wegen TodtschlagS zu fllnfjahrigem schweren Kerker verurtheilt. — (U n g l lr ck s s a l l e.) Der 19jahrige Franz K o p ac aus Sairach ist wahrend des Schubtrnns-porteS in ZiberSe infolge Hitz- und der TaglShner Johann Breskovar auSSostro beimHeuaufladen infolge Hitzfchlages gestorben. — Die geisteSkranke Wirthschaftsbesitzerin Maria Stopar in Vintarje, Bezirk Littai, wurde in einem, nachst ihrem Hause besindlichen Gebiische erhcingt aufgefunden. — Der 14jahtige Franz Eppich wurde beim Sandgraben nachst Sele bei Gottschee von einer abrutschenden Sanblehne verschuttet und erstickte. — In der Selzacher Zaier wurde der Leichnam cineS olten unbelannten Marines; im Walde nachst Gorenja Setina der Leichnam des lljahrigen geistesschivachea Josef Mlakar unb im Saveflusse bei StoSce die Seiche eines verschutteten mannlichen unbekannten Mannes ausgesunben. — Der angeblich bem Trunke ergebene Muhlfnecht 2lnton Torni 6 stiirzte infolge Schlagansalles auf einer nachst Obet-Planina ge« legenen Wiese zusammen und starb sofort. — Da! acht Monat alte Kind der Jnwohnerin Maria Lukančič in Gereuth, Bezirk Loitsch, hat sich in einem unbewachten Augenblicke die Wiegenschnur um den Hals gewickelt und wurde todt aufgefunden. — Die achtjahrige Bauerstochter Katharina Stavajna in Nadajna Selo (Bezirk Rudolfswerth) siel beim Wasserschopfen in den DrtSbrunnen und ertrank. — (Selbst mord.) Der Hauptmann im CorpS-Artillerie-Regimente Nr 2, Richard Gasteig er v. Rabenftein und Kobach, hat sich am 6. d. M. vom Steinseld bei Wiener-Neustadt nach Wien begeben und in einem Hotel im IY. Bezirk eim logirt. Da er bis Mittags nicht zu sehen war und auf Klopfen an seiner Thur keine Antwort tarn, offnete man und fand den Officier am Fenster er-hangt. Was ihn zum Selbstmord veranlaht, i^ unbekannt, da er keine Aufzeichnungen hinterlieh. Hauptmann v. Gasteiger war eine in Laibach wohlbekannte Perfonlichkeit, da er mit seiner Familie dutch eine Reihe von Jahren in unserer Stabt ledte und hier zahlreiche Freunde und Bekannte zahlte, — (Localbahn Laibach-Stein.) Am 20. d. M. ftndet in Wien die erste Generals«« sainmlung der Actionare statt. In den abgelaufenen zehn Moimten wurden 80.950 Personen und 213.880 Metercentncr Frachtgiiter befordert. Die Brulto Einnahrne belief sich auf 57.092 fl.; nach AbM der Betriebsauslagen stellt sich ein Netto-Ertrag von-28.477 fl. herous, der zur Einlosung der Priori>!ltS-actien - Zinsen Coupons und fiir den Referntfond (4902 fl.) venvenbet werben wird. — (Sterbefnlle.) Am 7. d. M. wmde unter fehr zahlreicher Theilnahrne von Leidttagenden aller Stands Ftaulein Auguste Sup pan zu Grabe getragen; die Verstotbene war eine edle, immer hilfbereite Wohlthaterin der Armen. — Am 8. d. M. starb hier infolge Herzschlages Frau Hedwig Eisl, geb. Seunig, Gattin des kaiserlichen RatheS und SanitcitSratheS Dr. Adolf Eisl, eine Dame, die ebenfalls stetS bereit roar, alle humanitaren und wohlthatigen Bestrebungen werkthatig zu fordent. — (Die Pfingstfeiertage) fmb um geachtet der minder gunstigen Witterung ziemlich lcbhast verlaufen. Der Schtokl'sche Bergniigungszug brachte hcuer nur 235 Poffagiere nach Laibach, roelche bem beim Schiveizerhause von der Regiments* musikcapelle ausgefilhrten Concerte anroohnten. Die AdelSberger Grotte besichtigten am Pftngstmontage 3000, jenr in Ottok nur 20 Personen. Eine grohe Anzahl Laibacher begab sich in die Gegenden Dbcr-krainS; auf den StaatSbahnlinien Laibach - Vtuach unb Laibach-Stein verkehrten am 4., 5. und 6. d. It. bei 5000 Personen. . . — (Durch Hagelschlag) wurden die Wem-garten in Groh-Dolina (Bezirk ©urtfelb) unb Adlrschitz (Bezirk Tschernembl). die Ott chasten Dergajna Sela, Neu- und Alt-Podlu en unb Eichenthal schwer beschadigt. Der Gksammt-schaden in Gtoh-Dolina Geineinde soll aus • * * und in Adleschitz auf 60.000 fl. geschStzt wotben sein. Ertrcignisse der FabriNn betrugen i>nFe 1,029.324 fl. 51 kr., roooon auf Abschreibungen, Maschineneinsatze und Reparaturen 422.464 fl. 55 kr. verwendet wurden. Als Reingewinn erubrigt ein-schliehlich bež Vortrages ein Betrag von 302.384 fl. 15 kr. und rourbe beschlofsen, ber Generalversamm-lung bie Vertheilung von 240.000 fl. an bie Actionare (8 fl. per Actie) unb bie Uebertragung von 62.384 fl. 15 kr. auf neue Rechnung zu beantragen. (Verkehrsstunben beim hie sig en Post am te.) Die Post- unb Telegraphen-Direction in Triest hat sich bestiinmt gefunben, bie Parteien-VerkehrZstunben ber hiesigen Fahrpostabgabe-Abtheilung an Wochentagen vom 7. Juni l. I. ab, auf bie Zeit von 8 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Abends ohne Unterbrechung festzusetzen. In ben bisher fur bie Sonntage festgesetzten Dienststunben -er genannten Abtheilung ist eine Aenberung nicht »»• „ %teuben bcnriifit metben. Dae 6 n n o gew'V ajj'ct pcr(trrcifcu feit n.cljr al6 einem liolbe.i Serf, ben beulMen8eJ »^efn.mier, erfdjeint in v o l l i g Jahrhuudert w flcn)0imen tjat, ole imobtve.ebat im Caufe ber lehten 3 £ ^ Werk bur* cititu A I l g e-trgali. Eii.gele.tct wit , ncn j„ btt ni a 11) e m a 11- tn e i n e n The i I. © erbc nl6 Weltkiirver, ale Stern Tdjtn ©eo fl t a * b te fnfftn chre (Mlolt, Grobe unb vnlet ben Sl ernen kenne p ,, t) f {f n I i f dj e ffl e o g r a - Mwegnng « s A'lge. fcjc Berll>eil»ng »on ©offer unb * 6 i e behonbclt Z> > j ©cllmeer nut femeii LebcnS-Sanb, b-'roch e donn aff(t „ce Reftlonbe«. Hierauf oulernngen, fomte 0« ob flS(t,eiiforincn nub ber geologtfrfjc totrben bie oerf*i«benen uoenu ^ et6bcbtl| ml6 bie Uusbau bet 6ef4ilbert 3» bent Capitel iiber Erb- ettanboetfcbtebniigen fl L'| ljdj btj feltfamcn Norblicht-magnet,«mu» wirb a > Abschniite iiber ben Cuftfreie kanonične uebtt4t. *u» btm « ill|erc((oll(e„ Gapi,el tooNen ron ‘!1’,rfe *ie »letfrtjtr unb ibre Schivankuiiflen. iinjurceifen, welch« couftatirlen Slimailiibeningeu - - *"a" tzesfen ph«M°. ^rkunb I i ch c T I, e i l be« Wnkee tAilbetn. Dn S n be n,ine„te ffluftrnlien, Amerika, tnmau bn Reihe uach d« »»j( q,olar(.ebic,e. »icr fiuben Afrika, Asten, Turopa, | VvlkezShlungen bereite uotl* bie erge6n.IT bet JunflW* ^ % u, blir(f)ml9 ,|nt tianbi6M^*roChniiL i» nb fcine miffenfdjoftl.dje ffleuouinfeit, linb fatzltch gebaUc. i«. n I ^ b(m|(lbei, ucrorbeitetcn beften toroie b>e me.wyauiyie, befonberet ffiorjug {.nb »**£« ®et ©eorbeiler, Dr. ft t o n j bee Wetk-e betrachtet roeteen^ fBoltebu* in beften. 15,1 kV,.. »"*• '« Weise geographische Smnlttiffe tiermittelt, baS aber auch ben ftrengen Anfotbetungen be« ftndjmannee vollig geuiigt. Die ortistische Anestaltung bee Werkee ist eine u.igcmein reiche. 600 trcffliche Holzschnitte laudschaftlicheii unb ethnographischen CharaklerS, foro.e fiber 100 5£ejtfar(djen erleidjteru baS Ver-ftonbniji bet Lecture. Slufeerbcm abet ftnb dem Wetke 25 Karlen in Quartformat beigefiigt; batunter beftnben sich nicht roeniget a IS 16 Dopoelb latter. Mit bem Ankauf bee Wetkee tuirb bahet, foftenloS, auch ein vollstandiget Atlae Don 41 Satfeufeiten erroorbeti. Bestellungen besotgen bie Biichhonblui.gen O. Bamberg unb 3 o f). © i o n t i it i in Laibach. Verstorbene in Laibach. Am 23. Mai. Rranj Bojobic, Hai.ebesitzerS-Solin, 12 3.. glotinnegaffe 33, Mage.ikatarth. Am 24. Mai, Maria 9tif)teršič, Snroolji.etiit, 80 3., flraFauetnoffc 12, Schlogflutz. Am 25. Mai. Anna Roger. Besitzerin, 85 I., Polano-ftraBe 44, Schlagflnh. — Ftanzieka Jerina, Befitzere-Tochtet, 25 3.. Stabtwalbftrotze 16. Ci.ugentuberculofe. Am 26. Mai. 3ofcf Ziban, Arbeitete-Sobn, 3 M., Zim-uierergaffe 3, Dat.nent3f111bu.1g. Am 28. "• at. Matia Marinka, Ha»ebefij,ete-Sohn. 2 3., Polanastrahc 29, Bronchitis. — Sofcf Lotenz, pens. Beainter, 79 3., Ronietstrahe 2, Altctefchwachc. — Maria Orešek, Kaufinaniie-Tochtct, 10 T., PeletSstrahc 46, M.mbspettc. Am 4. Suni. Maria Ccšnotmt, Gastwirthin, 55 3., Bahnhofgasse 26, Btnstbrusciiktcbs. Am 5. Juni. Auguste Suppan, Private, 56 3 , FranziS-kauctgaffe 12, Knocheufrah. Am 6. Juni. Angela Golfer, ParticfiihretS • Tochter, 13 3., Maria Thetesiensttabe (Soliffeitm), GchitnlShmung. Urrhr - Ordnnng. Laibach - Tarvis. Triest S. 8 . . . ab Laibach S. B. . . ab Laibach St.-B. . . . Viematje................. Sroifchcnroaffctn . . . Bifchoflact . . . . Ktoinbuia................ Pobnart-Ktopp . . . Rabmannebotf . . > Leee-Bclbce . . . . Sauerburg . . . . Sibling.................. flcngcnfelb . . . . Kronan .................. Ratfchach-Weihenfeie . Tarvie.................an Villach S. 17 . .an Pontafel S. 16 . .an P.-Z. P..Z. P.-Z. P.-Z. 8 10 8 — 9 55 8'- 6 38 11-55 4-21 12 05 645 12-02 429 12-09 6 55 12-11 439 12-19 7'06 12-22 4 50 12 31 7 19 1235 503 12-44 7 33 1249 5'18 12-58 7-53 109 5-38 1'18 8-11 127 556 1-87 8'21 1-37 (V08 147 8 42 158 «•29 2 08 8'52 207 <»'39 219 9 10 225 «•57 2-37 9 31 2 46 718 ;roi 9 44 259 7-31 315 10 — 314 7-46 3-81 1137 4.82 8 56 4-54 2 17 534 — — Tarvis - Laibach. Villach S. 16 . - ab Pontafel S 17 . . ab Tatvie.................ab Rotschach-Weibenfeie . Kronan .................. Cengci.fclb . . . ItBlmn................... 3auerourg .... Lee»-Belbee .... Rabmannebotf ($.) . Vobnatt-Kropp . . . Ktoinbutg .... Bifchoflokk .... SroifchcnroSffem. . . Viemorje................. Laibach St.-B. . • -Laibach S.-B. . - an Triest S. 3 . . . on Die fettgebruefteii Ziffetn bezeich.ien bie Nachlzcit. P..Z. P.-Z. P.-Z. P.-Z. 11-06 11'55 483 7 33 7'10 10 22 2 20 2-30 8-21 132 «02 2'47 836 150 «19 3 02 8-49 203 «'32 324 9-11 2'26 6'56 3 44 980 2'46 7-15 3 50 9 37 2'52 7-21 4-15 10- 8 17 7-49 4'21 10 06 8 23 7-55 4-4» 1024 3'42 814 5- 10 43 401 8 84 5,14 10-57 415 8-48 5-27 11*10 4'28 9-01 5 39 11-21 4 40 912 5’62 11-31 4'52 9-24 5'55 11-84 4'55 9 27 928 «'18 8 42 7 28 Brieskasteu der Redaction. Unlerltminer Bulineii. 3n bet von bet ..Caibachet Zcituiig ' gebmdjten Rom. ist bie Nochtichl jcbcn-falie uutichtig. Unferc« Wisfc.e m.itbcn bie -ochbaulei. I.ach Cofeu an v e t f ch i e b e n c N1.terneI1.net vetgeben ; batunter mail sich ouch ber flcnanule Snmncifter bcf.titben ho ben. Freunil der neuen Willi run*, stiir bic gonje Zufchrift baben .uit Icibct kcineu Raum. boch wollen luir gctne conftatircn , bob bcrjeit bei Bcsprechnng bet tQnftigen Stonenrofiljtuiifl in ben flovenifchen Slattern, lmincntlich flit ..Heller" gotu oerfdjiebene m.b ineift reenin gliicflichc Sluebtiicke gebroucht toctbeii unb fjieburch namcntlich in ten Kteisc.i ber fianbbeuolfctmtg Verwi'rtiing fjeroorgebtacbf wirb. Sichetlich mate c? bntchaus nofljtueiibig, batz zur Bezeichnnng beS „Hellcr" im Slovenifchen fchon jejjt ein pasfenbee 1111b eiicheitlich gebrauchtce Wort gewahlt roiirbe, ba hekanntlich auf folchcm ©ebiete eii.mal eiiigebiitgette folfdie Ausbtiicke fit)met zu befeitigen ftnb. Jht Votfchlaz derbient jebe.ifalls Seochtung, bap and) im Slovenifchen bie Bczeich-l.img „Hellet" ale folche in cntfprechcitbet Form zu wablen ware; bamil miitben a lie Sttlbiimer on. lcichtesten vermiebeu 1111b ee ware bann moglich, bif kui.ftige abgekiirztc Bezeich. ni.ua fiit bi?fe Mfmze, bie voronesichtlich in ben Bnchstaben „hl bestehe.i wirb, zu einer allgemeinen unb f.bctoll vet-ftanblidjcn zu inochen. Unterkraiii. Wenn eine Licenzitnnge-Commifsian tietfchiebene Slietc angeblidj ole Peter, Paul, Fottunat, Hetmagorae 11. f. >v. benannte unb cine Paftoralconferenj hicrf.bet ihten NnwiHen oi.efptach, fo ffchlcn wit boch keinen Betuf, .me in biefe Sache eiuzumengen. Eingelvndet. relnrter nlltBllecber S'S « = sS a 2 1313 ■c »S als Heilquelle seit Hunderten von Jahren bewahrt in alien Kranklieiten der AtlimungH- und Verd«uiiiiK*or|(ane, bei Gicht, Magen-und Blasenkatarrh. Vorziiglicli ftir Kinder, Recon-valescenten und wahrend der Graviditat. Bcstes diatetisches und Erfriscbungs-Getrank. 3584 i, Karl Stcknniirfiifdjcr 3fun(loctcin. Am ««. «funi findet die Gewinnst-ztehung statt. Zur Berlofmig gelnngcn folgenbe Oelgemiilbc: ,,Der Ehiemsee" von Horst Hacfet, „W«fferi-osen" von ftriebo Menei,ouscn, „Lagerscene" von ftro.iz Quaglio, „Schwa-bischer Fnhrmann" von August Miillet, ..Franzostn" von The leu Riiben. ,,Der Jager zn Hause" von H. Hofch, „Kuhe an der Strdnfc" von Lubmig ©ellmatjet, ,,Blumenstrautz" von Hermine Hnfnagel, ,,Rehfamilie" von Moriz Muller, ..Gebirgsmiihle" von M. Ftitsch, „Partie bei Znaim" von 3. Rollin, ,,9tu6 der Puszta" von van ber Bcnne, ,,($iu gutev Tropfen" von E Sloi^nct, „Blick auf die Hirfchalpe" von Carl Haunolb, ,,V!anfenbcvg" von Carl Moll, „Weitzen-kirchen" von Carl Sobice, „Grrin an der Donau" von Ftik Otto nub »»Eingang in die Kircke zu WimSbach", Aiinatcll von 6arl Haunolb; fernct 12 Albume mit SftabitutiGcn Weimatifchet Kuustlet unb wetthvolle Kupfctstichc. l3686) 38 Aliszeichiiniistkn, barimtcr 14 Ehrrn-diplvme «»d 18 fiolbcnc Mkbaillrn. Zahl-rciche Zciistiiissc ber erstcn mcb. Antvri-toten. Auf ber Lanb- unb forstwirth-fchaftlichcn Aiisftelluiist Wien 1890 imb der intkrnation. Ausstellung vom hynienischen Standpuntte 1891 »lit bet hochftei, Auszeichnunfl, bem Ehrenbiplvrn mit befonberet Erwahiiuilg, pramiirt. Henri Uejtlv's Kiildermkhl. 8«jillirl*er Erfol*. Rcugcborc.ic Ki.iber, meldje von ihrcn Miiilern gar nicht obet nut iinvollkommei. ncfiiugt luctbct. fonncn, luctbcn dutch bae H. Neftl^'fche Rinderiiahrmehl in tal.oneNer Weifr oufgcjogcn. — Srofchiircn, in mclchcn bic Sereitungeiocife, tuie ouch bic zahlteichen Atteste bet crftcn Gapacitatcn bcS Continents. Kinbelhanfet unb Ki.ibetfpitolct enthalten find, luctbcn auf Bcrlaiigcn gratie zugefendet. (3662) 1 Dofe Henri Slestl^'S Kindermehl 90 kr. 1 Dofe Henri Refill's eoiidenf. Milch 50 kr. Ceutral-Nepot fur Otfltrreich-zlnsarn: F.Berlyak.Wien, Slaftt, jiagferg. I. Betfauf in alien Apothckcn 1111b Droguenhondlungen. ■ (ill ■ brm Be’ f 11I1I4111 1» 1 <| tSgllclien slcheren Vcrdlenut oh»e WUlUeil O IV (5 a j, i t a i und 9tir.ro biftft tin tkistung«. ——fLhigi« Bankhau« 3«bermann, btt sich mit dem aSfrfauft eon nfffjllch fltflatlclm Lose« und StaatS-apleren besaff»» will. — Mnirdgiuiiter an d. Vlnnonc^ “ Srp. eon j. D*nnoborg, WloB,I.,Kumprg»H«e. (3658) >W SUCHARD NEUCHATEL(schweiz) LE1CHTL0SLICHER CACAO • Ausgio1>ig • 1 K?=200 TASSEN • Nnhrlxaft r Cioldene Medaille Weltauaatelluuj? Paris >88». Neu 2 Won der landtv. Ausstellung in Arad, Graz und Stratzburg wurde niit der grotzen silbernen Medaillc aus-g ezeichnet Pau]ysRcccptcnbuch, rnttzaltend uber 1000 Recepte zur Vrzengnnq eon : Siquttirtn, fltifiig gtbrannttn Wafftru. Branntwtintn, Arac, Eogn-ic, Punsch, HoffmaiinStropfen, Melifftngtist, Rum, Solntrtoafftr, Balsam«,, StbtnJ - (Sfftnztit, Magenirvpfkn, Stimtn. Geheiminittkln, Qffifl, Mtth, 17 Sortni divtrsen SIBfintn, Obstwtintn, JBefvrnrotimn, EibtrS. Champagntr, iBifv, Simontibtn, grucbtMfttn, Ratafias. tin gklegten Fruchlen, iSScftrtitn, 175 Volk«arzutimitltlu, ©tiftit, Poma den, Tinteii, Shocoladtn, ©tnf und vitltm Auderem. — D>,» 320 Stitrn ftarkt Buch fojlrt fl. 1.80 imb ist tin wahrei EchatzkLstltin fur jtdt gnmUit und bezahlt sich bit Anfchaffung hundtrtfach. Z» btjitbtii nut »on (3524) JBftx Pauly in Itoflach in Steiermark. zdRiTiclftSuffi s^mrinlsvg' 5| m |1 ■ SI5 s 5 -5-s ; tfi s| t @51 CM utzm Das Deste fur Hauser-Anstrich ouf alien, und ttcttem Mauerwerk find vtrbtfftrtt k. 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(sees) \ Svit ilein J »lire 1S6S liciviihrl. bcrgcr’s nieaiciuitDChe THEERSEIFE larch mediclnlsche Capadtoten empfohlen, wird in den melsten Staaten Europas mlt glamendein Erfolge angewendet gegen Hautausschlage aller Art, instwsondere gegen chronische und Schuppenflechten, KrMtze, Grind und parasit&re AusschlSge, sowie gegen Kupfernaso, Frost-beulen, Schweissfiisse, Kopf- und Bartschuppen. — Berger’s Theerseife enthalt 40% Holzttaeer und unterscheldet slch ^ wesentllch von alien Ubrigen Theerseifen dos Handels. — Zur «AJj. VeihiitaDg too Tauschuiigen begehre man auedrilcklich Berner’n Theereeife und achte auf die hler abgedruckte Schutzmarke. Bei hartnacklgen llaotielden wird an Stelle der Theerseife mlt Erfolg Berger’s med. Theer-Scliwefelseife ungewendet. 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(3634) Jcdc Hausfrau, rncldje ist nub cincn fliilcii, fciufrfjmccfcubcn 14a ir<-<‘ Irinfctt will unb bn&ci doch fcht Diet Gcld crfpnrt, wendestch an AltntildSer’eKwiree-Kxiiedltlon, mo in 3., 6- unb IN-Kilo-Packctcn bic fciiiflcu Sorlcn Culm-, Verl-, I?locea-Kniree-MI*eliun-Ken, 3 Ko. fi. 3.90, 5 5to.fl. «. 20, 10 Ko. fl. 12 per Post iiachnahme liifllicl) ziini SBcrfmibt tommcii obct bei Vorcin fciibimii bc8 BctragcS franco juflefdjicft wird. Cafčs, Restaurants, Hotetiere nniiKanfleute follcu c8 utiuifi iiirtit DtrfSumen, zur Probe ein S-Kilo-Packct mil G fi. 20 kr. slch fommen zn lassen. EE6. AJLtstSdter, Kudapkst, I4oi»Ikwkwwwc 7^. I. St. (3649) (3813) llvrren bit an fttutHtr Schw.lcht Iti-btu, wollen bit INnftrlrte Broschin't ubtr btu nnd) Prof. Bolta tonfirnirttn, in -illtn Glaaltu »altnt. qalv -eltklr. 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