Laibchkr TaMtt. Rcdaction und Expedition: Bühnhosgassc Nr. 15. Nr. 128. PrLnumerationSpreise: Für Laibach - Ganzj. >1. 8 t<>; Zustellung in« Haus vrtlj. 25 kr. Mit der Post: Ganzjähr. fl. l i. Mittwoch, 5. Juni 1878. — Morgen: Norbert. Snlertiouspreise- Ein- spaltige Petitzeile » 4 !r., bei 1 1 Wiederholungen L S kr. An- H» zeigen bis i Zeilen LO Ir. " Socialdemokratisches. Der deutsche Socialismus ist ursprünglich französisches Gewächs. Er lehnte sich zunächst an die unpraktischen Träumereien eines Fourmer uud S. Simon, ehrlicher Idealisten, bildete sich aber später in eigenartiger Weise aus. Seine bedeutendsten Vertreter waren Lassalle, Karl Marx und Dr. Johann Jacoby. Lassalle predigte allgemeines gleiches und direktes Wahlrecht, damit die Arbeiter, zur Herrschaft im Staate gelangt, sein socialistisches Programm durchführen könnten, welches darin bestand, die Arbeiter mit Hilfe des Staates und durch Staatsvorschüsse zu „ihren eigenen Unternehmern" zu machen und den Arbeitslohn durch den Arbeitsertrag zu ersetzen. Karl Marx hat die „kapitalistische Pro-ductionsweise", d. i. die gegenwärtige Einrichtung, wornach der Arbeiter seine Kraft und der Kapitalist den Fond einsetzt und ersterer für Rechnung des letzteren arbeitet, als wahre Quelle der socialen Uebelstände darzustellen gesucht. Er gründete 1866 die „internationale Arbeiterassociation", um die social-demokratischen Parteien aller Länder zu einer Liga gegen die sogenannte Kapitalsherrschaft und die ganze moderne sociale Ordnung zu vereinigen. Man weiß, daß die „Internationale" fünf Kongresse abgehalten hat, den letzten im Haag 1872, der sich in Zwietracht auflöste. Man weiß, daß die Internationale während des Pariser Aufstandes mit der Commune sympathisierte. Diese Richtung stellt sich also als die extremste dar, sie will offenbar den Umsturz, sie trennt sich vom gesetzlichen Boden des Staates und will das große Kapital vernichten, durch welches allein Großes geschaffen werden kann, und anderseits will sie doch wieder aus jedem Arbeiter einen Kapitalisten machen, der aber, ohne Rücksicht auf Arbeitskraft und Geschicklichkeit, immer auf dem gleichen demokratischen Niveau mit der großen Masse bleiben soll. Man kann sagen, diese Richtung versucht Unmögliches, Einschränkung der Leistungskraft, Herabdrückung alles Emporstrebens auf unmöglichem Wege, nämlich durch vollkommenen Sturz der gegenwärtigen socialen Ordnung. Diese Partei ist also zugleich die doctrinärste und die revolutionärste. Jacoby's Lehre verlangt Beseitigung des Lohnsistems, Einführung der freien Genossenschaftsarbeit, Uebergang vom Lohnsistem zum genossenschaftlichen Arbeitssistem. Dies ist eine Forderung, welche in jedem konstitutionellen Staate auf dem Boden des Gesetzes, soweit eben die Umstände sonst günstig sind, verwirklicht werden kann. Das Genossenschaftswesen hat schon die schönsten Früchte gezeitigt, auch in Oesterreich haben wir seine segensreichen Wirkungen bereits kennen gelernt. Der Uebergang vom Lohn- zum genossenschaftlichen Arbeitssistem wird freilich noch lange nur in seltenen Fällen verwirklicht werden können, die Herrschaft des Kapitals läßt sich eben nicht so schnell beseitigen. Aber in vielen anderen Richtungen kann die Genossenschaft den Arbeiter stützen und fördern, als Spar-, Vorschuß- oder Consumverein, als Kranken-, Fortbildungsverein u. dergl. Dem Sturmlauf gegenüber, den die reac-tionären Parteien vielleicht schon demnächst gegen alle berechtigten und unberechtigten social-demo-kratischen Bestrebungen inszenieren werden, muß der Freund des Arbeiters, der Freund der Freiheit und des Volkes kaltes Blut bewahren. In keinem Falle darf er seine Hand zu einer gewaltsamen Eindämmung und Unterdrückung berechtigter Bestrebungen desjenigen Standes bieten, der im neunzehnten Jahrhundert die Stelle des »tiers etat," vom achtzehnten einnimmt und der in der ungeheuer gesteigerten Production die SeelK, -die bewegende und vollziehende Kraft bildet. Die Berliner Attentate werden sicher nicht ohne Rückwirkung auf Oesterreich bleiben. Nach einer an die Arbeiterführer Wiens eingelangten Mittheilung bereitet sich in Reichenberg die Bildung einer „katholisch-socialen Partei" vor, welche nach dem Muster der vom Hofprediaer Stöcken in Berlin gegründeten „christlich-socialen Partei" ins Leben gerufen werden soll. Als die Arrangeure der neuen Bewegung bezeichnet man einen „Professor" in Reichenberg (Pater Böhme?) und einen aus Deutschland nach Wien eingewanderten klerikalen Publicisten. Es finden bereits Verhandlungen statt, um die Heranziehung der in der ganzen Monarchie verbreiteten katholischen Gesellenvereine sicherzustellen. Man sieht, die Kirche, oder eigentlich die ultramontane Partei bereitet sich zur Ernte vor. Scheinbar will sie dem Staat helfend zur Seite stehen durch Regelung der socialistischen Bestrebungen, aber man weiß ja, daß die Wirksamkeit der Gesellenvereine für das persönliche Wohl der Arbeiter, für die durchgreifende, anhaltende Besserung ihres Loses gleich Null ist, dafür können sie mächtige willige Werkzeuge für die freiheitS-und fortschrittsfeindlichen Zwecke der Römlinge sein. Mögen daher unsere Arbeiter nicht vergessen, daß sie die ersehnte Besserung ihres Loses, Fort-chritt und Bildung nur auf oem Boden der Verfassung, des gesetzlich geregelten Associationsrechter inden können, mögen aber auch alle, welche zur Vertretung des Volkes bei der Gesetzgebung berufen sind, nicht vergessen, was dem Arbeiter noththut, der noch keine Vertretung im Parlament besitzt, und seine Bedürfnisse zum Ausdruck bringen und berücksichtigen. Die Ereignisse in Berlin sollen uns eine Mahnung sein, der socialen Gefahr, welche auch in unseren Großstädten unter Jeuilleton. Tigerjagd in Java. Von O. M. Roberts van Son. I. Ueberall in Java, wo sich noch Wildnisse oder unkultivierte Gründe befinden, hält sich der Königstiger auf, für dessen Vertilgung oie holländische Regierung immer noch eine Prämie zahlt. Trotzdem zu ihrer Nahrung überall Wild im Ueberfluß, hauptsächlich das Wildschwein, vorkommt, geschieht es dennoch nur zu oft, daß Menschen von diesen Bestien umgebracht oder Büffel, Pferde und Rinder von ihnen zerrissen werden. Meines Wissens ist in Java noch kein Europäer das Opfer eines Tigers geworden, welcher Umstand wol dadurch zu erklären ist, daß vielleicht auf 200 Eingeborne nur ein Europäer kommt, und dieser nicht, wie erstere, in den von Tigern besuchten Wäldern und Gebüschen herum zu gehen hat, am allerwenigsten aber früh vor Tagesanbruch oder abends nach Sonnenuntergang, wenn der Tiger am ehesten einen Menschen überfällt. Daß so ein Ueberfall stets den Tod dek Angefallenen zur Folge hat, wird demjenigen, der die Kraft eines Tigers kennt, nichts neues sein. Der Sohn eines Wedonos, mit welchem ich in der Residentie Madiun viel gejagt habe, erzählte mir Folgendes: Nachdem er einmal tagsüber Inspektion in den Kaffeeplantagen gehabt hatte, übernachtete er in einer Passan-grahan (ein aus Bambus con-struiertes Haus zum Gebrauche von Reisenden und Beamten auf ihren verschiedenen JnspectionS-reisen) mit einigen Gedoggans (offene Pferdestallungen aus Balken zusammengestellt). Gegen zehn Uhr nachts wurde er plötzlich durch ein ihm nicht unbekanntes Poltern und dumpfes Brüllen, welches von einem der GedogganS zu kommen schien, aus seinem Schlafe aufgeschreckt. Durch eine Oeff-nung in der Wand, welche nur aus zusammengepreßtem gespaltenen BambuS besteht, sah er bei Hellem Mondschein ganz deutlich, wie ein Tiger, oer nur von mittlerer Größe war, ein schon lebloses Pferd (allerdings kein 17säustiger Carrossier, sondern von der Größe eines 12^/,fäustigen Ponys) auf folgende Weise weiterschaffte. Nachdem derselbe daS Pferd aus dem Geooggan gezogen hatte, arbeitete er nahe an der Gurtenlage seinen Kopf unter demselben durch, bis er den Gaul auf der ändern Seite mit den Zähnen beim Hals erfassen konnte, und dann stand er, die ganze Last am Rücken tragend, langsam auf und trug dasselbe, während die Füße auf der Erde schleiften, bi-knapp an die vier Schuh hohe Umzäunungsmauer, sprang auf dieselbe und zog, sich mit den Krallen an der Mauer haltend, mit den Zähnen seine Beute hinauf. Sobald ihm das nun theilweise gelungen war, ließ er sich an der ändern Seite, sein Opfer festhaltend, Hinuntergleiten; seine eigene Last kam nun seiner Kraft zugute, und so gelang eS ihm, das todte Pferd, welches sicher ein Gewicht von mehr als 150 Kilo hatte, über die Mauer zu bringen, von wo man es tagsdarauf in einer Entfernung von wenigsten 100 Schritten theilweise verzehrt fand. Mein Erzähler bedauerte noch lebhaft, bei dieser Gelegenheit kein Gewehr bei sich gehabt zu haben, aber tröstete sich mit dem Gedanken, daß er das Thier wahrscheinlich doch gefehlt hätte und dann auch ohne Zweifel noch um die interessante Beobachtung gekommen wäre. Die Eingebornen und hauptsächlich jene, welche in einer Gegend wohnen, wo der Tiger häufiger vorkommt, fürchten diesen für ihre eigene Sicherheit weniger, als manche giftige Schlange, was erklärlich ist, wenn man bedenkt, oaß Männer der Decke der socialen Ordnung schlummert, und welche sich so leicht eines Tages mit der rein politischen Umsturzpartei vereinigen kann, auf die allein richtige Weise entgegenzuarbeiten, durch thaikräftige Sorge für das Wohl des Arbeiters, durch geistige und materielle Hebung desselben. Parlamentarisches. Abgeordnetenhaus. In der Sitzung vom 3. Juni nahm das Haus das Quotengesetz in dritter Lesung mit 131 gegen 62 Stimmen an. Der Gesetzentwurf betreffs der Achtzigmillionen-Schuld wurde, nachdem die Abgg. Lienbacher und Fux dagegen gesprochen, endgiltig mit 13Ü gegen 42 Stimmen angenommen. Das Haus nahm weiters die sämmtlichen am Bankstatute vom Herrenhause vorgenommenen Aenderungen an: nur der Artikel IV wurde bei namentlicher Abstimmung mit 123 gegen 108 Stimmen in der Fassung des Abgeordnetenhauses beibehalten. Es handelt sich hiebei um eiu Amendement zur Währung der Rechte des Generalraths. Das Uebereinkommen mit der Nationalbank wurde in dritter Lesung mit einem Zusatze des Finanzministers angenommen, wornach das Ansuchen um Verlängerung des Privilegiums bei beiden Regie-r>. igen zu stellen ist. Abg. Monti und 19 Genossen stellten schließlich eine Interpellation wegen eines Vorfalls im Bezirke Sinj, wo drei Dorfbewohner durch türkische Soldaten getödtet und 30 Stück Vieh geraubt wurden. Herrenhan s. Das Haus genehmigte in seiner Sitzung vom 3. Juni den Lloydvertrag sammt den von den Regierungen mit der Lloydgesellschaft vereinbarten Modificationen und trat hierauf dem Militär-Beqnartierungsgefetz iu der vom Abgeordneten-haufe beschlossenen Fassung bei.________________ Zum Kongreß. Die Einladung zum Kongreß und die Eröffnung desselben sind wol infolge des Attentats um zwei Tage verschoben worden; eine weitere Vertagung oder gar die Verlegung des Kongresses ist offenbar nicht beabsichtigt, da in diesem Falle den deutschen Botschaftern Contre-Ordre zugekommen wäre. Wenn nicht noch unerwartet eine Verschlimmerung im Befinden des Kaisers Wilhelm eintritt, dürften also doch die europäischen Berathungen ihren prograinmäßigen Gang nehmen. Wie jetzt bekannt wird, hatte der Kaiser in Ans- und Frauen barfuß und sehr dürftig bekleidet, die Kinder aber bis zum zehnten Jahre sogar ganz nackt gehen. Der Tiger ist nur in der Dunkelheit zu fürchten, oder man müßte ihn gerade im Lager überraschen; dann, und umsomehr, wenn es sich um eine Tigerin mit Jnngen handelt, würde die Bestie sehr kurzen Prozeß mit ihrem Besucher machen. Der Javane scheut sich deswegen doch n.cht, nachts durch eine von Tigern heimgesuchte Gegend zu gehen, wenn er nur eine gut brennende Bambusfackel (Obor), die 10 bis 12 Fuß lang ist, bei sich hat. Der Tiger fürchtet das Feuer und flüchtet alvogleich, wenn er die Flamme der Fackel von weitem erblickt. Bei Tag genügt es, laut zu schreien, oder zu singen oder mit einer Peitsche zu knallen, um einen lauernden Tiger zu verscheuchen. Ich hatte während einiger Jahre zweimal monatlich eine Tour von circa 70 englischen Meilen zu Pferd zu durchreiten, eine Distanz, welche ich regelmäßig von morgens 6 Uhr bis 3 Uhr nachmittags zurücklegte, wobei ich zehn kleine Pferdchen von 12Vs Faust unter einem Gewichte von 118 englischen Pfunden sammt Sattel benützte. Das war von Kedong-Badak, eine Besitzung meiner damals noch lebenden Eltern, zwei Meilen von Buitenzorg (Bogor) gelegen, bis sicht des Kongresses seinen Landaufenthalt in Ems nicht nur verschoben, sondern gänzlich aufgegeben. Als ihm von maßgebender Seite seiner Umgebung die Frage nahegelegt wurde, wann der Zeitpunkt der Abreise nach Ems wol in Aussicht genommen werden könnte, war die Antwort eine unbestimmte und nach der „Montags-Zeitung" von der Aeuße-ruug begleitet: „Der Kongreß in Wien hat ein Jahr gedauert." Wie der „Presse" mitgetheilt wird, ist die Formel, mittest-welcher es geglückt ist, über die anfänglichen Schwierigkeiten hinweg zum Kongreß zu kommen und das Thema von der Vorlage des Tractates von San Stefano zu beseitigen, eine ziemlich einfache. Sie besteht darin, daß als Programm des Kongresses die Revision aller drei den Orient betreffenden Verträge, des Pariser Vertrages von 1856, des Londoner Vertrages von 1871 und des Vertrages von San Stefano angegeben wird. Auf diese Formel konnte Rußland ohne sichtbares Zurückweichen eingehen, und England gab sich mit derselben zufrieden. Die „Daily News" melden aus Konstantinopel vom 1. Juni: „Die Pforte erfuhr, daß England und Rußland über die Lösung der orientalischen Frage unter folgenden Bedingungen völlig einig sind: Herstellung eines unabhängigen Bulgariens, Einverleibung Theffaliens, Epirus' und Kreta's in Griechenland, Vergrößerung von Serbien und Montenegro mit Einwilligung Oesterreichs und Autonomie aller anderen türkischen Provinzen unter einer internationalen Kommission. Der Sultan bleibt in Konstantinopel mit nomineller Souveräuetät." Tagesneuigkeitrn. — Gunkel f. Am 2. d. M. starb in seiner Villa zu Hütteldorf nächst Wien der Schneidermeister Josef Gnnkel, ein hochgeachteter Wiener Bürger und ein Kleiderkünstler von europäischem Ruf. — Aus Prag wird ein Attentat gemeldet, das in Königgrätz bei Visitation des dortigen Gefängnisses ans die Landesgerichtsräthe Kobertsch und Klaudy von Jnquisiten verübt wurde. Sie wurden überfallen und schwer verwundet. Dem Landesgerichtsrath Klaudy wurde der Bauch aufgeschlitzt, und er ist am 3. d. M. den Folgen dieser schweren Verwundung erlegen. — Eine heitere Geschichte ereignete sich vor acht Tagen in Karlsbad: Ein einfacher Mann, der das erstemal nach Karlsbad kommt, stellt sich nicht in die Reihe, sondern geht sofort mit dem Baudong, wo sich mein Reisetablissement befand. Zwischen Bnitenzorg und Tjaudjur muß man über einen sehr hohen bewaldeten Berg, Mega-Wendung genannt. Eine breite Chaussee, welche noch unter der Regierung des Gouverneurs Generals Daendels gebaut wurde, führt von Batavia aus über diesen Berg bis nach dem östlichen Ende der Insel, alle Hauptstädte derselben, als: Buitenzorg, Tjaudjur, Bauvong, Sumedang, Cheribon, Tegal, Samarang, Salatiga, Surakarta, Djokdjo-karta, Madiun, Snrabaya u. s. w., berührend. Auf den Berg Mega Mendung, in dessen Waldungen, die ich jedesmal bei dem Hinritte bei Tagesanbruch und bei der Heimkehr nach Sonnenuntergang passieren muhte, sich viel Tiger aufhalten, ging ich stets in Galopp, während ich mit einer Hetzpeitsche beständig fest knallte. Ich bin auch me überfallen worden; ja, habe bei solchen Gelegenheiten nicht einmal einen Tiger gesehen. Nur einmal, als ich gerade daher galoppierte, sah ich in dem Momente, als ich meine Peitsche erhob, ein ganz junges Tigerchen von der Größe einer halberwachsenen Katze neben mir aus dem Chausseegraben kriechen. Ohne mich zu besinnen, schlug ich auf dasselbe los, sprang vom Pferde, nahm das halb verendete Thierchen auf und ritt weiter. Diejenigen, denen ich meinen Fnnd zeigte, machten mich erst auf die Becher an den Bruunen. Ein reicher Geldmanu aus B. hatte nichts Eiligeres zu thun, als dem armen Teufel vor alleu Anwesenden ein paar Ohrfeigen zu applieiereu. Darauf großer Lärm, und wird der Geldmann für diese Selbsthilfe sofort ans das Stadthaus bestellt. Daselbst wird ihm bedeutet, er müsse binueu 24 Stuudeu die Stadt verlassen. Nach längerem Parlamentieren fragt man den Geohr-feigten, was er verlange, um sich befriedigt zu erklären. Hundert Gulden und Promenade Arm in Arm an demselben Brunneu mit dem Geldmann. Letzterer aeceptiert, promeniert mit dem einfachen Manne und zahlt an denselben hundert Gulden, die letzterer aber uicht behalteu, sondern an die Stadtarmenkasse geschenkt hat. — Heuschrecke». Italienische Blätter melden den Einfall zweier mächtiger Colonuen von Heuschrecken. Die eine dieser beiden Heeressäulen hat sich anf das westliche Sicilien geworfen, und einzelne Schwärme derselben sind bereits auch in Sardinien eingetroffen, die andere hat die Richtung von Calabrien, Apnlien und Benevent eingeschlagen, und ihre Vorposten sind schon in der römischen Provinz sichtbar geworden. — Billard im Vatiean. Der jetzige Kardinal-Staatssekretär Franchi ist, wie man der „Voss. Ztg." aus Paris schreibt, ein eifriger Billardspieler. Als der Papst davon in Kenntnis gesetzt wnrde, daß über seiner Wohnung im Vaticau, derselben, welche Antonelli innegehabt hatte, ein Billardzimmer eingerichtet wurde, nahm ihn dies anfänglich Wunder, allein als man ihm mittheilte, daß diese mindestens einstündige Bewegung täglich, und zwar nach dem Diner, eine ärztliche Verordnung sei für seinen neuen Staatssekretär, schwand jedes weitere Bedenken. Es wird also von nun ab über de» päpstliche» Wohnzimmern täglich ein Carambole oder Kegelpartiecheu zwischen den Eminenzen gespielt werden. Jedenfalls harmloser uud heilsamer, als eiu alter oder neuer „Syllabus." — Paris bedeckt eine Fläche von 30 Ouadrat-meilen. Es besitzt ein Straßennetz von 520 Meile», 63,000 Häuser, 27 Brücke», 75 Kirchen, 13 aus-gedehute Paläste, 35 Theater, 18 Hospitäler, 8 grotze Bibliotheken, 2000 Schulen und nahezu 2.000,000 Einwohner. — Nach einen: Berichte des „Schwäb. Merk." ist der Württemberg! sche Staat im besten Zuge, der erste Obstzüchter des Landes zu werden. An den Böschungen der Einschnitte der Remsbahn sind in der jüngste» Zeit Tausende vou Zwergobstbäume» gepflauzt worden. Weim der Versuch ausgedehnt wird, so kann die Bahnverwaltung Gefahr aufmerksam, der ich mich ausgesetzt hatte, indem ich das junge Thier aufnahm, da die Alte nicht weit weg sein konnte, trotzdem mein Pferd durch kein Zeichen verrieth, daß es die Nähe derselben spürte. Meist verrathen svwol Pferde als Büffel die Anwesenheit eines Tigers durch plötzliches Stehenbleiben, Zittern und Schnauben. Dann heißt es, wenn es nicht schon zu spät ist, augenblicklich Kehrt machen, laut schreien und sich eiligst entfernen. Ist man aber schon früher von einem lauernden Tiger bemerkt worden und so nahe an ihn gekommen, daß er einen mit einem Satze erreichen kann, so ist anch alle Hoffnung auf eiu Entkommen vorüber. Spürt man in den Kaffeeplantagen, Kebon Koppi genannt, Pfauen, so kann inan auch mit Gewißheit aunehmen, daß sich Tiger dort aufhalten. Für den Javanen ist dies ein untrügliches Zeichen, und einfach deswegen, weil die Pfauen die Losung der Tiger, wie es scheint, als Leckerbissen betrachte». Einen Pfauhahn mit der Kugel von einem hohen Baum herunter zu schießen, was mir wiederholt gelungen ist, gehört übrigens zu den angenehmsten und lohnendsten dortigen Jagdver-gnügen. einen sehr ansehnlichen Ertrag ans einem Terrain ziehen, das bisher entweder brach lag oder nur durch Holzarten bepflanzt war, die keine andere Bestimmung hatten, als eben das Erdreich zu binden. Andere Staaten und Bahnverwaltungen können sich das gnte Beispiel znm Mnster nehmen. — Jules Verue hat seinen Kutter „Saint Michel" verkauft und läßt sich jetzt eineu Dampfer bauen von hundert Tonnen, der aufs prächtigste eingerichtet wird. Mit dem neuen Fahrzeug will der Autor der „Reise um die Welt in 80 Tagen" alle Häfen Enropa's und den Nordpol besuchen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Kaiserliche Auszeichnung.) Dem Amtsdiener der Finanzdirectwn für Krain, Herrn Karl Malinofsky, wurde in Anerkennung seiner vieljährigen treuen und eifrigen Dienstleistung das silberne Verdienstkrenz verliehen. — (Ernennungen und Versetzuugen.) Die Herren: Wenzel Hoke, Bezirksgerichtsadjnnct in Völkermarkt, wurde znm Bezirksrichter in Gott-schee, und Auskultant Victor Globocuik zun, Bezirks-gerichtsadjuneten in Oberlaibach ernannt; Gerichts-adjuuct Guido Schueditz wurde vom Kreisgerichte Cilli znm hiesigen Landesgerichte, Bezirksgerichts-adjunct Dr. Heinrich Dolenz in Laas zum hiesige» Landesgerichte, beide über eigenes Ansuchen, und Bezirksgerichtsadjunct Georg Volcic vou Oberlaibach nach Laas versetzt. — (Persou alnachricht.) Herr Hosrath und Landeshauptmann Dr. R. v. Kaltcnegger erstattete au das Herrenhauspräsidium die Anzeige, daß er die ans ihn gefallene Wahl zum Mitglieds des österr. Staatsgerichtshofes angenommen hat. — (Moorkultur.) In den Ausschuß für die Kultivierung des Laibacher Moores wnrde vom Landesausfchufse Baurath Potocmk gewählt. Die Herren Fr. Kotnik und P. Kosler besitzen in diesem Ausschuß Virilstimmeu. — (Maturitätsprüfungen.) Am hiesigen Staats-Obcrgymnasium haben die schriftlichen Maturitätsprüfungen bereits begonnen; die mündlichen Prüfungen beginnen am 15. Juli l. I. — (Die Kolesiarealität) ist bereits in den Besitz der Stadtgemeinde Laibach übcrgcgaugeu, der Kaufvertrag abgeschlossen, und an den Bassiu-lokalitäteu werden soeben die notwendigsten Reparaturen vorgenommen. — (Der Jrrenhansban iu Stndeuz) schreitet rasch vorwärts; die Lage der sogenannten „Thiergarten-Realität" ist eine der angenehmsten und gesundesten iu der Umgebung Laibachs. — (Beschwerde.) Vor kurzem begingen einige bis heute noch unbekannte Judividueu entweder aus Bosheit oder Muthwillen einen Vandalismus sträflichster Art, cs wurde eine nicht geringe Zahl der in der Klagenfurter (Maria Theresia-) Straße bis zur Kosler'scheu Bierhallc gepflanzten Allee-bänmen stark beschädigt. Auch iu der vom Tivolischlosse zum Schweizerhause sühreuden Akazienallee erlitten zwei junge Bäume Vonseite roher Hand ein strenge Strafe verdienendes Attentat ^ (Promen ademns ik.) Die Musikkapelle des Erzh. Leopold Jus.-Reg. wird bei günstiger Witterung am Donnerstag den 6. d. M. abends im Pavillon der Steruallee konzertieren. Programm: 1.) Einzngsmarsch aus der Oper: „Tannhäuser", von R. Wagner; 2.) „Freudeusalveu", Walzer von Strauß; 3.) Festouverture vou Neuling; 4.) „Ave Maria", Hymne v. Schubert; 5.) „Studeutenlanne",-Polka von Strauß; 6.) Chor und Arie aus der Oper: „Jone", von Verdi; 7.) Potpourri aus der Oper: „Aida", von Verdi. — (Ein Schadenfeuer) brach am 2. d. in Tomischel, Bezirk Laibach, aus und richtete bei drei Landwirthen einen Schaden von 2700 fl. an. - — (Ein sechsjähriger Brandstifter.) Im Rndolfswerther Bezirke, Ortschaft Gesindeldorf (DrEusKrr vu.8) hat, wie die „L. Z" berichtet, der sechs Jahre alte Franz PavSelj am 25. Mai mit Zündhölzchen das Stroh unter dem Dache zn seinem Vergnügen angezündet. Infolge dieses Privatvergnügens verbrannte nicht nur das ganze Haus, der Stall mit vier Schweinen uud alles Hausgeräth, sondern auch zwei Nachbarhäuser. Dieser Fall mahnt aber auch au die so häufig vernachlässigte Aufsicht der Kinder, denen die Eltern doch so gefährliche Spielzeuge, wie Zündhölzchen, möglichst unzugänglich machen sollten. — (Die Gemeindejagden) von Brefo-wiz, Dousko, Dritai, Großdorf, Jauchen, Jarfche, Kerschstetten, Kertina, Kraxen, Lukowiz, Lustthal, Moräutsch, St. Oswald, Petsch, Prewoje und Unter-koses werden am 19. d. auf die Dauer von fünf Jahren im Anitslokale der Bezirkshauptmannschaft Stein im öffentlichen Versteigerungswege verpachtet werden. Das neue Eisenbahnprojekt Triest-Wippach-Haidenschaft. li. Nach Inhalt des uus zur Eiusichtsuahme mit-getheilten Projektes würden auf der ueuen Bahn alljährlich 11,000 Tonnen Brennholz, 6050 Tonnen Bauholz, 1^00 Tonnen Holzkohle, 20,000 Tonnen Eis und 8800 Tonnen Gestein u. s. w. nach Triest verfrachtet werden können; das Wippacher Thal würde in erster Linie bei diesem Export interessiert sein. Der Personentarif soll wie nachstehend taxiert werden: von Triest nach Trstenik II. Klasse 12 kr., III. Klasse 9 kr., IV. Klasse 7 kr.; nach Obcina IV, 11, 8 kr.; nach Repen-Tabor 33, 21, 16kr.! nach Tomaj-Dutoule 57, 38, 28kr.; uach Kopriva 66, 44, 31 kr.; nachKobadil 76, 50, 35 kr.; nach Braniza 95, 63, 40 kr.; nach Wippach 1 fl. 27 kr., 85, 56 kr.; nach Haidenschaft 1 fl. 42 kr., 95, 60 kr. Der Frachtentarif, wie folgt: von Triest nach Obcina per Tonnen-Kil. Tarif ^ 39 kr., L 22 kr.; nach Repen-Tabor ^ 75kr., 14 43 kr.; nach Tomaj 1 fl. 34 kr., L 88 kr.; nach Kopriva ^ 1 fl. 53 kr., L 88 kr.; nach Kobadil H. 1 fl. 77 kr., L l fl. 1 kr.; nach Braniza ^ 2 fl. 22 kr., L l fl. 27 kr.; nach Wippach 2 fl. 96 kr., L 1 fl. 69 kr.; nach Haidenschast ^ 3 fl. 32 kr., 14 1 fl. 90 kr. Das genannte Projekt erwartet jährlich vom Bahnverkehre folgende Brutto - Einnahmen: Personenverkehr 230,913 fl, Güterverkehr 87,045 fl., Zwischenstationen (Personen- und Frachtenverkehr) 25.000 fl., Gepäck-, Lager-, Assecuranz- und Postgelder 15,000 fl., diverse Gütertransporte 72,000 Gnlden, zusammen 429,958 fl. Zur Ausführung des projektierten Bahnbaues ist ein Anlagekapital von höchstens 1-378,340 fl. österr. Währ, erforderlich. Der jährliche Regie-Aufwand präliminiert folgende Ausgabsposteu: Administration 12,000 fl., Stationsbedicnstete 24,000 fl., Zugkraftkosten 19,000 Gulden, Bahnerhaltung 18,960 fl., Betriebsmittel 15.000 fl., diverse Auslagen 5000 fl., Amortisie-ruug und Erneuerung 20,000 fl., zusammen 113,960 Gulden. Das Grüuduugscomite hält den Grundsatz im Auge: größtmöglichste Oekouomie beim Bau uud Betriebe walten zu lassen, ohne deshalb der Sicherheit des Verkehrs, der Leistnngs- und Entwicklungsfähigkeit der Bahn Eintrag zu thun. In technischer Beziehung ist zu bemerken, daß die Trace von Obcina bis Braniza beständig auf dem sehr eonpierten Karstgebirge läuft, von Braniza bis Mantsche erscheint längs der Linie die Tassellosormation; bei Mantsche beginnt Marschland, welches durch die ganze Thalsohle bis über Haidenschast hinausreicht. Wegeu der jähen Steigung von Triest nach Obcina wird in dieser Strecke das Zahnradsistem Riggenbach zur Anwendung gebracht ; von Obcina ans bis Haidenschast erfolgt die Weiterbeförderung der Waggons mittelst Adhäsion?-Loeomotiven; die Spurweite ist 100 Meter. Die Bahn wird durchaus eingeleisig angelegt, besitzt auf deu Stationsplätzen die erforderlichen Ausweichen. Das Maximal-Bruttogewicht der Züge ist, ausschließlich der Maschine, mit 50 Tonnen festgesetzt. Die Maximal-Zugsgeschwindigkeit wird auf der Loeomotivbahn auf 20 bis 25 Kilometer per Stunde gebracht werden können. Auf der Strecke Obciua-Haidenschast wird das Gefälle von 1 : 40 nirgends überschritten. Für die Wasserableitung am Karste sind außer einigen Durchlässen keine besonderen Vorkehrungen nöthig, weil der zerklüftete Boden fast fämmtliches Regenwasser aufsaugt; im Tassello und im Marschlande ist durch Sickerschlitze Vorsorge getroffen. Als Material für die Schienen der Zahnradbahn von Triest nach ObLina wird Bessemer Stahl verwendet. Die Personenwagen werden bei 4000 Kilogramm wiegen; die Frachtwagen zwischen 3000 bis 3800 Kilogramm. Die Aufnahmsgebäude werden aus Stein, die übrigen aus Holz hergestellt. Auf der ganzen Strecke sind nur 10 Wächterhäuser uothwendig; größere Bauten, beziehungsweise Kunstbauten, sind nur wenige präliminiert. Für die Führung der Bahn muß die rechtseitige Berglehne verwendet werden, denn links gehend bliebe man viel zu hoch über dem Thale bei Braniza, um dasselbe überschreiten zu können, was unbedingt nöthig wäre; an mehreren Stellen sind Ueberbrückuugeu, Weg- und Bachverbreiterungen nothwendig. Witterung. Laibach, S. Juni. Seit morgens 7 Uhr Regen mit Unterbrechung, schwacher O. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 15 6°, nachmittags 2 Uhr 1- 17 6° 6. (1877 j 26 0°; 1876 -j- 26 7° 6.) Barometer im Steigen, 734 84 nun. DaS gestrige Tagesmittel der Wärme 18 9°, um l'3° über dem Normale. Angekommene Fremde am 5. Juni. Hotcl Stadt Wien. Czap, Fabriksdirektor, Jassy. — Czap, Oekonom, Jglau. — Stöger, Kfm., Ebensee. — Niklas, Kausm., Dresden. — Kaiser, Winter, Kauflte.; Hemberch, Jonrnalist, Bartolitsch und Gollitsch, Wien. — Feldmann, Ksm., Budapest. — Abrahamsberg, Graz. — Stabe, Holzhandler, Triest. Hotel Elefant. Friedmann, Brünn. — Wiesinger, Lieutenant, Stein. — Reiner, Ksm., und Demuth, Wien. — Dollberger Ludmilla, Graz. — Poche, Agent, Triest. — Löwy, Budapest. — Baron Taufferer, Unterkrain. Mohren. Sniderschitsch und Adolph, Tüsser. — Casiolich, Fiume. Gedenktafel über die am 7. Juni 1878 stattfindenden Li-citationen. 3. Feilb., Maurische Real., Dornegg, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Nemc'sche Real., Bitinje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Köbel'sche Real., Selo bei Zagorica, BG. Ru dolsswerth. — 8. Feilb, Krasovie'sche Real., Hereindors, BG. Rudolfswerth. — 3. Feilb., Sinkovie'sche Real., Hereindorf, BG. Rudolfswerth. — 3. Feilb., Kukmaumsche Real., Karlowiz, BG. Rudolfswerth. — 3. Feilb., Ros-mann'sche Real., Oberforst, BG. Rudolfswerth. — 3. Feilb., Zvab'sche Real., Loka, BG. Tscheruembl. — 2. Feilb., Mikuletic'sche Real., Großbukowiz, BG. Feistriz. — 3. Heilb., Po^ar'sche Real., Goreuje, BG. Adelsberg. — 2. Feilb., JurajeM'sche Real., Oklug, BG. Möttling. — 3- Feilb, Logar'sche Real., Oberdorf, BG- Loitsch. — 3. Feilb.,Mo-pii'sche Real., Zagorje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Penko^ sche Real., Parije, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Zelcs'sche Real., Prem, BG. Feistriz. — 3 Feilb., Celhar'schc Real., Smerje, BG. Feistriz. - 3. Feilb, Schirzel'sche Real., Dornegg, BG. Feistriz. — 3. Feilb., AbramL'sche Real, Dornegg, BG. Feistriz. -- 3 Feilb., Peterliu'sche Real, Stop, BG. Stein. — 3. Feilb., Zadu'fche Real., Jasen, BG. Feistriz. — 3. Feilb., BostjmE'sche Real., Grdb. sä Semonhos, BG. Feistriz. — Reass. 2. Feilb., Slmic'sche Real., Rosalniz, BG. Möttling. — 2. Feilb., LimoiiH'sche Real., Draschiz, BG. Möttling. — 2. Feilb., Szantner'fche Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. — Reass. 1. Feilb. Lunka-sche Real., Scherauniz, BG. Loitsch.— Feilb., Udovi'sche Real., Rozance, BG. Loitsch. — I- Feilb., L',wald'sche Real., Gartschareuz, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Lukan'sche Real., Gereuth, BG. Loitsch. — 1. Feilb, Ursic'sche Real., Unterloitsch, BG. Loitsch. — l- Feilb., Hoduiksche Real., Cevca, BG. Loitsch. -7 l. Feilb., Meze'sche Real., Brod, BG. Loitsch. — l- Feilb., Martiniie'sche Real, Umersee-dorf, BG. Loitsch. — 1. Fei ib., Kobau'sche R«k>, Plauina, BG. Loitsch. Verstorbene. Den 4. Iuni. Franz Pengou, Handlungscommis, 20 I,, Floriamgaffe Nr. 36, Lungentuberkulose. Telegramme. Berlin, 4. Juni. Sämmtliche Kabinette nahmen die Einladung zum Kongresse auf den 13. d. M. an. — Heute nachts wurden vier Personen in öffentlichen Lokalen wegen Majestäts-veleidignng verhaftet. London, 4. Juni. Im Unterhause erklärte die Regierung, die Frage betreffs Griechenlands werde auf dem Kongresse aufgeworfen; der Kongreß müsse selbst Griechenland einladen. Konstantinopel, 4. Juni. Der Großvezier Mehemed Ruchdi wurde abgesetzt und Safvet Pascha zum Großvezier ernannt. Wiener Börse vom 4. Juni. Hkkaemeiae Ktaatr- sikmkä. Pavierrente . . . bilberrente . . . Voldrenle .... SlaatSlose. 1839. „ 1854. „ 1860. „ 1860(5tel) „ 1864. . Orvaäevtkaftunn»- Obkigatioaea. Galizien.............. Siebenbürgen ... Lemeser Banat . . Ungarn.............. A«äere öst«atki<ö< Aakeker». Donau-Regul.-Lose Ung. Prämienanlehen Diener Anlehen . . . Aetjea v. Haakea. Kreditanstalt f.H.u.G. LScompte-Ges.,n.ö. . Nationalbank.......... Kctier» v.Traarxort Naternekmuage«. Llföld-Bahn......... Donau - Dampfschiff -Elisabeth-Westbayn . tzerdinandS-Nordb. . Kranz-Ioseph-Bahn. Galiz. Larl-Ludwigb. Lemberg - Czernowitz -Lloyd-Gesellschaft . . Geld 63 80 66 10 73 90 334 — 108 114 75 12L — 139 25 8625 77'— 77-25 78 25 104 — 78 25 93 80 23190 811 119'— 444 - 176— 2102 132— 252 75 123 25 495 Ware 232 813- 119 50 446 — 176 50 2105 132 50 253 — 123 75 j496'. Nordwestbahn . . . . NudolfS-Bahn . . . . Staatsbahn............ Südbahn............... Ung. Nordostbahn . . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold............. in österr. Währ. . . Nationalb ank......... Ungar. Bodenkredit- . Prioritütr-Oökig. Elisabethbahn, I.Em. ^erd.-Nordb. i. Silber sranz-Ioseph-Bahn. _-aliz.A-Ludwigb, I.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Staat-bahn, 1. Em. Südbahn » 3 Perz. " ^ 5 „ . Prioatkose. Kreditlose........... Rudolf-stiftung. . . Devisek. London ............ Gekäsortea. Dukaten............ 20 Franc- . . . . , 100 d. Reichsmark Silber............. Geld 110 — 117 — 262 — 76 — 115 75 109 25 S1 50 98 90 95 50 9240 105 — 8S25 101 50 89— 66 15450 112 75 93 80 164 5 14 50 11880 5 63 9-49 5855 103 75 Ware 110 50 117 25 262 50 76 50 116 — 10S 75 92-99 1V 92 70 105 50 89 SO 102 — 89 25 66 25 155'— 113 25 94 — 165'- 15- 11890 5 64 950 58 65 103 90 Telegrafischer Kursbericht am 5. Juni. Papier-Rente 63 80. — Silber-Rente 66'—. — Gold-Rente 73-90. — 1860er Staats-Anlehen 114—. — Bank-actien 812. — Kreditaetien 230 75. — London 118-60. — Silber 103.85. — K. k. Münzdukaten 5-62. — 20-FraneS-Stücke 9-48. — 100 Reichsmark 58 50. Allgemein beliebte Firmungs-Geschenke m entsprechender Auswahl. Billige Preise und gute Waren garantiert, empfiehlt sich (264) 3—3 Congreßplatz 8. Hamburger Geld-Lotterie genehmigt und garantirt durch die Regierung, die Ziehungen beginnen m lÄ. «U»i»L ^ Die Haupttreffer betragen ev. 375.000 250.000 135.000 80,000 60,000 50,000 te etc Zusammen enthält diese Lotterie 49,600 Gewinne im Betrage von 8 IHUUan-n 608,80» , welche in 7 rasch auf einander solgendenZiehungs-Abtheilungen unter Controle der Regierung entschieden werden, der kleinste Gewinn ist bedeutend größer wie der Ankaufspreis eines LooseS. Laut amtlicher Feststellung kostet: 1 ^»»««««Orig.-I^oosvvü.A.SO 1I»»II»e« , , , I 1vl«r«el „ „ —88 Gegen Empfang des Betragei in österr. Banknoten, Louxons, österr. Postmarken, oder auch per Postanweisung, versendet das Unterzeichnete Bankhaus die Oriainalloose sofort nach allen Plätzen. Ausführliche amtliche Verloosungspläne wer-den jedem Brief beigelegt und nach jeder Ziehung die ottie. Ziehungs-liste sofort zugesandt. Ueber die gewonnenen Gelder kann sofort disponirt werden. In der zuletzt stattgehabten Ziehung dieser Lotterie, h^ben wir wie allgemein bekannt, bedeutende Haupttreffer in Oesterreich anSbezahlt. nsupl-l-ollsi-is-Sui-ssu Isenliisl L Lo. (256) 4-3 Mineralwässer, frische Füllung, verkauft billig kiveoli, Apotheker, Wienerstraße, Laibach. (230) 6-4 ttsuptgswinn SV. 375,000 «/Ik. W. vis Kevinne gsrsut. ä. 8ts.Lt. Lrste 2ieduv8: 12. u. 13. ^suni. kinla,lvnx rur vellieilixiinx an den der vom Ltsste Hamburg gsrsntierten grossen Keld-t.otterie, in velvker über 8 MllioiKM «0«,W» Nnrk vis gewinne dieser vortkeilkaften Keld-livtteris, veleks MuZewLss nur 91,000 I^oss eotbält, sind kolxsods: oämlicb I Kevvinn svsnt. 375,000 IdLrk, speriell Mark 230,«»0, 123,000, 80,000, 60,000, 30,000, 3 mal 40,«»,»» und 36,000, 4 mal 30,000 und 25,000, 11 mal 20,000 und 15,000, 24 wLl 12,000 und 10,»»«, 37 riisl 8000, «000 und 3000, 7ti mal 4000, 3000 und 2300, 206 m»l 2400, 2000 und 1300, 4,2 ws.1 1200, 133« mal 300, 300 und 230, 30,628 mal 200. 173, 150, 138, 124 unä 120, 16,839 wal 94, 70. «7, 30, 40 unä 20 N»rk, unä kommen solclis in venigsa Llonatsn in 7 XdtdeiluvASll ?.ur Lnt- sebsidunx. vis erste kevinnrlekung ist smtlloti Luk den 12. un«i iz. Juni .1. sestgsstellt, unä kostet disr-iu äas SLULö Vri§!vg,11os vur 3 5. 40 Kr., Las Kalbs vrlHÜrallos nur 1 ü. 70 Kr.» Las viertel OriZivLlIos nur LS Kr., uoä vsräsu diese vom Ltssts gsi'sntiei'ten Onlglnsl-l.oss (keine verbotenen krowessen) gegen f^ankie^te klnsenäung des Sslfags» oder gegen postvofsolius» sött>8t vaed den sotfe^ntesien Legenden von min versandt. ^edsr dsr LötkeiliAten erkält von mir vedeu seinem OrixiuLllose Lucti den mit dem 8t»nl8«»ppen versebenen Originalxlsn grstls und nsok ststtgebsdter Lsdullg sofort dis Lintllvlie ^iskunZsIistö unsuf-gekordert rugssLndt. M L«ÄW M Ssr Kmw- ssnlslpn erkolxt von mir direkt rm die Interessenten prompt und unter strengster Versebvviegeniieit. DM" leiie kestellung ksnn man sinlLck suk sine posteinrsklungsknrte oder per reoommsndler-ten krlek m^cben. AM" z»an «ende »lek düker mit den ^uNrägen ver-trnuensvoll sn (225) 9—8 8awuv1 llevLsvkvr «ev., kanMivr und VVoodssI-komptoir in llnwdurx. LH» 3. ^pril d. F. d»ttor» vtvdvr mvdrsro invlLvr 1otsr«s»vLt«n S»» Olüvk, ä«n xro88ten »avplAewinn dot wir ru v. O. «-2 Z L s ^ s kS « - Z.. sLW <- « L 6 « Ul ^ -8 a 8 s ^ Z'?^ «sZL" s -s -- S--: ß Z 'S ^ 2 «' - s - -ßsZZ-ZZ o L s o cu i« s KL L Z-ZZL.° u-Z s s.s.s.s.s o.D s - Druck von Jg. v. Kleinmayr L F ed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Mr die Redaction verantwortlich: Franz Mülirr.