„/reihtit, Wihlstiid, str Alle " Str. -»V. Freitag, tS. April t««V. VI. Jahrgang Die Marburger Zeitung" erschein» jede» Sonntag. Mittwoch und Kreitaj^. Preise — fiir Marburg: ganzjährig ö fl.. halbjähvig 3 fl.. vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Anstellung in» Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., l/albjähriq 4 ft.. vierteljährig S fl. Die ein Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, beizwelmalrger mit 15, bei dreimaliger mit 20 kr. berechnet, wozu siir jedesmalige Einschaltung 30 kr. Inseraten-Atempel^^ebiihr kommen. Zur .geschichte des TaUS. Den BertrauenSadressen. welche demunflarischen Ministerium von allen Theilen deS Lc,ndkS zukommen, flesclit auch „Hon" — das Hauptblatt der Linken — die scit,e bei, aber nur unter der Bedingung, daß sein Vertrauen erividert lvird. Wenn daS Ministerium ju dem Lande Lertraue» hätte, sagt „Hon", so wi»rde es ihm nur ein Wort tosten, um binnen sechs Wochen eine ungalische Reservearmee zu schaffen, tvelche zur Vertlieidigung des Landes berufen iväre. Ferner halt er es sür eine eine tvahre Ironie, daß, wahrend daS jubilirende Pest Illuminationen. Triumpbpsorten anfertigt, inzwischet» daS benachbarte Ofen von seinen Wällen mit gegen Pest gekehrten Kanonen aus die Illumination «nd die Triumphpforltn hcraliblickt. Wir stehen nicht an, die Roth-wendigteit dessen auszusprechen, daß die Hauptstadt aushöre eine F slunt^ zu sein ^ weder tvir. noch der Monarch bedarf bier einer solchen. Als Drohung gegen Budapest ist sie nicht motivirt. als Bertheidigunt^smittcl ist fle nicht nennenStverlh. An den Karpathenpäfsen sind dikse Kanoneii viel iverth. hier langiveilen sie sich blos bei fortlvährendem Gähnen. Der Borschlag, tvelchen Freiherr von Beust l> insichtlich der luxemburgischen Frage in Berlin und Paris gctnacht. soll in Folgendem bestehen: DaS Großherzogthum Luxemiiurg sammt Festung wird zu Belgien geschlagen und dagegen von Belgien jener wichtige, in der Kriegsgeschichte oft genannte Geliietstheil an Frankreich abgetreten, welcher in dsM sildlich von Namur gelegenen, von dcr Sambre und Maas gebildeten Winkel liegt und von der Festung Marienbuig beherrscht wird. Wie dieser Borschlag in Paris ausgenommen wurde, ist noch nicht bekannt; in Berlin hat Graf Bismarck geantwortet: Dctters bürgt mir dafür, daß ich eine brave, treue Person aufnehme". „Dessen können Sie sich versichert halten!" fügte LajoS rasch hinzu. „Sollte sie sich in den ersten Ta^ien noch etivaS linkisch benehmen und llir die Aibeit nicht so recht von der Hand gehen, so halten Sic Dienftmaim - Instltiit« < Znhab»». Z. 2öS6. Edikt. (182 (200 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustäude der Harnblase und Geschlechts« organe. Auch finden diese Kranken Aufnahme in deS Unterzeichntten Heilanstalt. Spezialarzt vr. in Koppel bei S». Gallen (Schwei;). Das Atelier der pkotoxrapln« ?«n8i«nn« von 8. Vvlkmsnn iil .Nkarbnrg (flicht's Zarten-^alon) bleibt tcs hohen Festtages wegen geschloffen. finden die Aufnahmen di^selbst von 9 bis 4 Uhr statt. (100 Z. 3147 Edikt. (176 Vom k. k. Bezirks Gerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Frau Rosine Schneider durch Herrn Dr. Domin« kujet; die erekutive Bersttigerung dcr >?enl Herrn Anton und der Frau Kaiharinl^ Hoinigg in Marburg gehörigen, gerichtlich auf 284K0 fl. ge« schätzten Realität C. Nr. l07 ml Stadt Marburg bewilligtt und hiezu drei Aeilbietungs-Tagsatzungen, und zwar die erste auf den 18. Mai die zweite auf den 1.^. Juni die dritte auf den 15. Juli 186 7 jedesmal Vormittags von 11 bis 12 Uhr und zwar die beiden ersten im Gerichtslokale, 2. Stock, Zimmer Nr. 12, die dritte aber an Ott und Stelle in der Vur^^gassc zu Marburg mit dem Anhange ange-ordnet lvorden, daß die Pfandrealität bei der ersten und Meiten Feilbie« tung nur um oder über den Schitzungswerth, bei der dritten aber auch unter dem SchätzungSwerthe. jedoch nicht unter der Hälfte desselben hintan» gegeben werden wird. Die Li^itations-Bedingnisle, wornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein Vudium pr. 284t»fl. bar oder Sparkassabücheln oder in öfter. Staatspapieren nach dem letzten Kourse u? Händen der Lizitationö'^ommiffion zu erlel^en hat — so wie das Schätzungs-Pro-towll und der Grundbuchsertrakt können in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen wrrden. K. k. Bezirks Gericht Marburg am 2. April 1867- Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg lvird bekannt gemacht: SS sei die freiwillige Veräußerung der zum Nachlasse der Äisabeth Leykauf gehörigen Fahrnisse, bestehend in Leibeskleider. Wäsche, Einrichtung, einem Halbstartin Wein, mehreren leeren Fässern u. s. iv. bewilliget und lziezu die Tngsatzung auf den SV. April l. I. Bormittag von 9 bis 12 Uhr und uöthigenfallS Nachmittag von 2 bis S Uhr in der Wohnung der Erblasserin HauS'Nr. 172 in der Rebengasse zu Marburg mit dem Beisatze angeordnet worden, daß die feilzubietenden Gegenstände bei derselben nur um oder über den bei der Tagsatzung bekannt zu gebenden gerichtlichen Schätzwetth gegen sogleiche Barzahlung hintan^eben werden. Marburg am S. April 1867. Nr. 2263. EM. (203 Vom k. k. Bezirksgerichte in Marburg wird kundgemacht: Es werde die mit Bescheid vom 30. Dezember 1866 3. 13437 auf den 26. Februar l867 angeordnet gewesene und sistirt« dritte exekutive Aeilbie-tung der der Maria Rodofcheg gehörigen, auf 1410 st. gerichtlich ge-schätzten Realität zu Präpola Urb. Nr. 145 aä EbenSseld auf den V. MaK 1867 Vormittags von 11 biS 12 Uhr in der GerichtSkanzlei mit dem Anhange übertragen, daß bei di«s^r Tagsatzung die Realität auch unter dem Schätzwerthe hintangegeben werden wird. — Zeder Lizi-tant hat ein 10°/« Vadium pr. 142 fl. entweder im Bargelde oder in StaatSptipieren nach dem KourSwerthe oder in Sparkassabücheln zu Han-den der LizitationS Kommiffion zu erlegeu. — DaS Schätzungsprotokoll, oie Lizitationsbedingnisse nnd der GrundbuchSextrakt können Hiergerichts eingesehen werden. Zur Wahrung der Rechte der unbekannt wo befind, lichen Tabularglänbigerin Iuliana UrbaS lvurde Herr Dr. Ferdinand Dominkusch als Kurator aä aotnm bestellt. K. k. Bezirksgericht Marburg am 31. März 1867. Pickerer Gigenbauwein des Eduard Rauscher: neuer süHer die Maß zu SB kr. öst. W. alter guter „ 40 „ „ wird in der Burgsjasse im Hause Nr. 143 deS Bäckermeisters Herrn Leopold Uebtleiß über die Gasse ausgeschänkl und_ Mleim» Riesling ^WU in Halbbouteillen ü O.? tr. öst W v«rtauft. Die leeriN Ilascht» wer-den um 5 kr. pr. Stück zurückgenommen (184 Schöne neue Wohmngen mit freundlicher Anssicht zu 2, 3. 4 nnd 7 Zimmer» mit Sparherdtnche und Holzlage sind zu vergeben im Hause Nr. 109, Grazervorstadt. 't^erantwottlichkr Redakteur: Kranz ^lesthaler. Lt. 0. Druck und Verlag von Eduard Ianschiß in Marburg.