Z>0Merstag den 1V. Wärz I89Z. XXXI. Jahrgang. Marburger Z kituG Der Preis des Blattes beträgt für Marburg: ganzjährig 6 fl., halb-> iührig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 5l) kr., monatlich 50 ?r. Bei Zustellung ^ HauS monatlich 10 kr. mehr. Mit Poswersendung: ganzjährig 7 fl., ^ halbjährig 3 fl. K0 kr. und vierteljährig 1 fl. 75 kr. Die Einzeluommer kostet 7 kr. ^ ^ Erscheint jede« Sount«> »vd TouuerStaq früh. ^ ^ Schristleitung nnd Berwalwng befinden sich: Postgasse Nr. 4. Sprech» ^ stunden des (Schriftleiters an allen Wochentagen von 11 bis 12 Uhr ^ vormittags. ^ Einschaltungen werden von der Berlagshandlung des Blattes und ? allen größeren Annoncen-Expeditionen entgegengenommen. SchlusS > siir Einschaltungen Mitwoch und Samstag Mittag. — Offene. ' Reclamationen find portofrei. Manuscripte werden nicht zurij^ ^ gesendet. Localvahn Woyitsch Sauerbrunn. Der hohe fteiermärkische Landtag ljat in der I. Session der VII. Landtaysperiode am 21. November 1890 den Be-schluss zum Ausdrucke gebracht, dass cs sich empfehlen wiirde, die projectirte Bahn von der Südbahn über Sauerbrunn-Rohitsch bis zur cwatischen Landesgrenze bri St. Rochus, zmn Anschlüsse an die Zagoriancr Bahn zu bauen und dass zu dlm Zwecke die in Aussicht genonimenen Linien und Anschlusspunkte Wobou lmd Grobelno einer nochtnaligen Prüfung zu unterwerfen seicn. Es wurde sodann der hohe ^^andes-Ausschuss beauftragt, unter Durchführung dieser Prüfungen die Interessenten dieser Bahn zu Bcitragsleistungen, im Sinne des steierm. Localbahngesetzes, aufzufordern, und weiter mit der Zagorianer Bahn, zum Zwecke des Anschlusses, in Perbindung zu treten und für den Fall die diesbezüglichen Verhandlungen zu einem entsprechenden Ergebnis führen sollten, mit der Ausarbeitung des Detailprojcctes vorzugehen und dem Landtage iu der kommenden Session bestimmte Anträge hinsichtlich des Ausbaues der ganzen auf steirischttn Bodeu liegenden Stncke vorzulegen. Infolge dieses Beschlusses hatte sich in Rohitsch im März des vorigen Jahres unter zahlreicher Betheiligung der Bevölkerung dieses Bezirkes ein Actions-Comitv gebildet, welches den Zweck halte, dem hohen Landes-Ausschuss in der Zusammenbringung der Interessenten-Beiträge behilflich zu sein und ihm bei den «nschluss - Verhandlungen mit der Zagorianer Babn an die Hand zu gehen. Dieses Comitv hat sich zuerst mit den früheren Pro-jcctanten dieser Bahn, dem Bankhause Gebrüdcr Sulzbach in Frankfurt a. M. in Verbindung gesetzt. Diesell^en haben sich aber, nachdem eine frühcre Offerte an den hohen Landes-Ausscbuss keine Berüäsichtiqung gefunden batte, dahin erklärt, dass sie kein Interesse mebr an der Sacbe nehmen und dass sie es vollständig ablehnen, sick weiter mit dcrselbtn zu befassen. Ein Ersuchen an die Zagorianer Bahn, die croalische Strecke bis zur Vandcsgrenze auszubauen, für den Fall, dass die steirischc Linie bis zu d^m Punkte des Anschlusses ausgebaut würde, hat man im negativen Sinne beantwortet, rnit der Motivierung, dass die Za^^orianer Bahn nach deren Statuten überhaupt nicht weiter bauen kiinne. Die fernere Thätigkeit des Actions Comitvs ist aber anderweitig erfolgreicher gewesen. Nickt allein, dass es ihm gelungen ist, Bezirke und Privatinteressenten zur Uebernabme von Stammactien, die lnit einer Summe von lüO.lXX) fl. veranschlagt werden darf, zu bestimmen, sondern es ist ihm auch mi)..lich geworden, die Sache in Ungarn derart anzuregen, dass sich dort ein Consortium gebildet hat, zum Ausbaue der croatischen und steierm. Linie von Krapina dis zur Südbahn bei Grobelno. An der Spitze dieses Consoitinms steht der Präsident der Warask'in - Goludooezer Vocaldahn, Herr Karl Ritter von Factd, früher Dircctor der nn^^arischen W^stdahtt, und der Borco»lcessionär der croatischen Linie von Krapina bis zur steiermärkischen Landesgrenze, Herr Franz Ritter von Rarrel, Major a. D. Diese Herren haben am 24. November vorigen Jahres dem hohen Landes-Ausschusse eine Offerte unterbreitet. Die Offerte wurde infolge Verhandlungen mit dem hohen Landes-Ausschusse und dem Eisenbahnamte modificiert, und liegt nun, den getroffenen Uebereinkommen gemäi?, sowohl in technischer Beziehung, als auch tnit Rücksicht auf den Finanzplan verändert, dem hohen Lc'ndtage zur Beschlussnahme vor. Der Finanzplan wurde iu Uebereinstimmung init dem hohen Landes Ausschusse und dem Eisenbahn-Amte in folgender Weise festgestellt. Es sollten sich betheiligen: 1. Die Jnteresienten und Bezirke durch Uebernahme von Stainmactien im Betrage von loO.OlX) fl., 2. das Consortium zum Ausbaue der croatischen Linie durch Uebernahme von Stammactien im Betrage von 3(X).W() fl., Z. das Land Steiermark, als Besitzer des CnrorteS Sauerbrunn, in Stammactien mit 400.000 fl., zusammen in Stammactien 850.()00 fl.; 4. der steierm. LandeseisenbahN'Fond durck Uebernahme von Prioritäts-actien im Betrag«' von 550.000 fl., zusalnmen 1,4l)0.000 fl. Die Hauptfrage, über welche der hohe Landtag schlüssig zu werdcn hat, ist diese Fiuancierung. Es fragt sich dabei einzig und allein, ob das Laltd Steielmcirk durch Ueberuahme von 400.000 fl. in Stammactien fiir den Curort Sauerbrunn und der Landeskisenbahn-Fond durch eine Bethcilignng von 550.0(X) fl. in Prioritätsactien zur Erbauung dieser 33 Kilometer langen Normal- und Anschlussbahn nicht zu hoch belastet wird. Schon seit länger als sieben Jahren hat der hohe Landtag sich in jedem Jahre bereit ei klärt, die Rohitsch-Sauer-brnnner Eisenbahn mit einer Bcitrag^leistung von 400.000 fl. zn unterstützen. Diese Srlmme kordert aber init Rücksicht anf den Curort Sauerbrunn keinerlei Opfer vom Lande. In dem Berichte des boden Landes Ausschussts an den Landtag vom Herbste 18!)0, VII. Lanttagspcriode l.Seision, Beilage Nr. 36, wird specif^ert an-sesührt, oass dem Curort au Fracht-ersparnissen für den Transport des Sauerwasscrs zur B^hn, auf Holz und Materialien nach Sauerbrunn sowie an Ersparnis für Kistenmaterial, infolge loser Bcrpacknnq in die WaagonS, ein Bortheil erwachse von zusammen ^2.770 fl., dafs ferner durch die Versetzung der Bezirksstraßen I. Classe in diejmige II. Classe in den Be^irk.n Rohitsch und St. Marein dem Lande ein Vortheil erwachse von 4230 fl., im Ganzen 17.000 fl.. womit die Zinsen auf obige Beitragsleistung vom Lande im Betrage von 400.000 fl. gedeckt erscheinen, wrnn tnan annehmen will, dass die Bahn keinen gri)stcren Ertrag ausbringt wie 4^/.//g für Zinsen und Atnortisation der mit 5l)0.000 fl. angenommenen Prioritätsactien. Es ist aber ganz unc^enkbar, dass eine 33 Kilometer lange Normalspurbahn, die in ein großes bestehendes Bahnnetz eingeschoben wird, und welcher so günstige Verkehrs und Transportverhältnisse zur Seite stehen, nicht weit mehr aufbringen sollte. Ueber die Nothweudigkeit dieser Bahn für den Curor Sauerbrunn, für die gan^;e Gegend und für die Fortsetzung' nach Citti-Wi?ttan bis zur Rudolfsbahn ist schon viel geschriel)en und gesprochen rvorden; cs hat außerdem der hohe Landtag dieselbe drrrch die vielfachen Beschlüsse mrd Bewilligungen vvn Zuschüssen so hinreichend anerkannt, dass wir darütier kein Wort »veitcr verlieren. Nur eine Thatsache rnöchten wir noch besonders hervorheben. Als vor etwa drei Jahren in Ungarn der Zonentarif eingeführt wurde, hatte di»: ungarische Regierung an die Süd-bal)n bezüglich ihrer ilngarischen Liuien das Anstlchen gestellt, ihre Tarife der neuen ungarischen Richtung cinzupasscn. Wie in Steiermark so liegen auch in Ungarn die hohen Pcrsonen-und Frachtsätze der Si'rtbahn mit eiserner Hand auf Handel und Verkehr. Die Südbahn konnte sich aber nicht entschließe» zu einer Herabsetzung ihrer Tarife überzrlgehen. Die ungarische Regierung hat darauf hin zu einem energischen Mittel gegriffen, damit das iiffentliche Interesse von Nesem Älp befreit werde. Sie gieng dazu über, ein ganzcs System von Loeal-bahnen ins Leben zu rufen, um die Südbahll lahlu zu legeli. Als Concurrenzbahnen sind entstanden: 1. Prcszburg-Ttcinam-anger-Zala-Egeiszeg'Czakaturn. 2. Raab'Bol?a-Zala-E<^crszeg-C'^akaturn. 3. Budapest-Adony Stublwcißenburg-Zala'C.zcrs^eg-Czakaturn. 4. Die Zagorianer Bahn von Czakatnrn und Agram uach Krapilta und 5. im Bau begr ffen: Warasdin-Kopreinitz Ba'cs zum AuschlusS an die Bahn nach »'^ünf-kirchen. — Alle diese Localbahnen liegen, wie auf den ersten Blick allf der Eiseubahlt-Karte ersichtlich ist, in der Mitte zwischen den Vinien der Südbahn und führen ül'er Czikaturn-Warasdin, resp. A,MM, nach Krapina. Findet luln die Fortsetzung der Bahn von Krapina in Steiermark einen Anschluss, uud über Rohitsch-Grobeluo Cilli-Wiillan-Unter-Dranl?urg-Wolfsberg-Zeltweq einen Ausgangspunkt in die Nudolf'^babn, so wird durch diese steirischc Transversalbahn der Snc^bahn auf steirischem Boden eine ebenso empfindliche Coucnrrenz gemacht, wie heute schon in Ungarn solches durch die wcis^ Politik der ungarischen Regierung bereits geschehen ist. Dnrch den Ansban der Nohitsch-Sauerbrnuner Bahn wird aber der steirischen Linie von Cllli-Wollan I)is.^ur Rndolfst^ahn erst il)re volle Bedentnng gegeben. Infolge des sicb fächerartig von Krapina ailsdreitenden ungarischen 'v'ocall'ahn-Systcms ist dieser steirischen Transversalbahii ein Hinterland geschaffen. Die aus demselben kommenden ^.lüassengiilcr von Landesproducten werden in der Zukunft über diese kürzeren und billigeren Bahnen ihren Weg vi» Arll?crg B.ihn uach der Schweiz, Si'rddeutschland, und dem Rheine snchcn und nnserer steirischen Bahn wird der Verkehr einer Hanptbahn zuflict'^en. Es ist daher diese B.ihn von der hi)chsten volkSwirischaftlichen Bedentnng. uud dazu bestimmt, den Drnct der Süddahn von Handel nnd Verkehr in Steiermark, soweit als mö.Nich, ab-zuschüttelu. Wenn die Südbahn nnrr schon früher eine grosze Gegnerin der Rohitsch-Sanerdrunner Bahn gewesen ist rmd (Rachdruck verboten.) Geächtet. Roman von Ferdinand Hermann. (19. Fortsetzung.) Mit den glühendsten Dankesoersichernng n nahin Nehlsen das Geld entgegen, das ihn. in Wabrheit vom Rande dcs Abgrnndcs zmückuss urd ihm'doch tie Mi?gl'chkut gewälMe, wenigstens s'ie nnmitteldarcn Folgen seines ^Leichtsinnes ab-zuwrntcn. Eine vi?lligc Rettnng sncdte nnd fand er anf einem anderen Wege. Er verlieiratcte sich mit der Tochter eines sehr wohlhabenden Rentiers, den er in den Glanben zn versetzen wnsSte, dass seine Verhältnisse bcstgcordnete seicn, und es machte ihm dabei sehr wenig Bcdcliken, dass er ein licbcns-wüidiges, aber armes Mädcheu. mit dein er sich schon vor Jahren heimlich vc»lobt hatte, anf das Schmählichste im Stiche lassen mnsste. Als sein Schwie^^ervater davon erful'r, war die Hochzeit bereits voiüder und er mnscte sich damit edensowol^l znfrittcn geben, rvie mit der bitteren Nothlveiidigkeit. seinen Schwitc^cisohi, durch Darbriiignng sehr bedentender Geldopfer wieder flott zrr niachen nnd vor sein Banterott zn bcwalircn. Um ticse Zeit erhielt auch Sebald die gtliehcne Snnnne znriick — mit einer einz'gen Zeile kühlen Dankes. Als ader einis^e Wochen späler d(r Handwerker dem jungen Ehepaar auk der Strafte begegnete, ta gab es vonseiten Nehlsens eine sehr ve'legene Begrustnng nnd wenig beradlassende Worte, die das Ehrgefühl Sebalds anf das Tiefste verletzten. Monate laug sahen nnd hörten die ehemaligen Freunde nichts inehr von einander. Da geschah eines Tages in Meister Sel'alds Hanse ein grosses Unglück. Er verletzte sich an einem scharfen Instrument die rechte Hand dergestalt, dass ihm zwei Fin>ier fast vollständig abgeschnitten wurden. Um das Missgeschick vollständig zu mache«, gelaug eS erst nacb langer Zeit einen Arzt herbei-znschaffen, nnd nnterdefs^n hatte der Verwnndcte einen so starken Blntverlust erlitten, dass man anfänglich große Besorgnisse für sein Leben liegte. Nun, mit dem Dasein kam er allerdings davon; aber erst ncrch wochenlangem >irankcnlager konnte er wieder an einem Stocke hernmschleichen, nnd mit der Ausübung des erlernten Hanl'werks war es frir immer vorl'ei, denn Zeigefinger nn^. Danmen der rechten Hand waren ihm vollständig gelähmt. Zwar machte er zunächst den B.rsnch, das (Geschäft mit einigen Gehilfen fortznfülircn; aber nur zn ball mnsste er erkennen, dass lediglich seine eigene (Geschicklichkeit es gewesen war, die ibm das Vertranen seiner Knrrdschaften erworben nnd ilnn Brod nnd Arbeit verschaffl bakte. Die Be--stellnngen blieben ans, und er mrlsste die Getiilfen entlassen, nnd von den Elsparnisscn wanderte ein Thaler nach dem andern dahin, rnn den Unterhalt der inzwischen noch nm ein Ki.^pfchen vermehrten F.imilie zn lrmi)glichcn. Ni^it erschreckender Deutlichkeit sah der arme Mann dei« Tag vor sich, an dem er völlig zngrnndc gerichtet sein wü'de, irnd in diiser änßerstcn Noth erinnerte arict? er sich des ehemaligen Schnlkameraden, rvie Jener sich seiner erinnert hatte. Herr Lndivi^l Nehlsen zcie^te sich indessen über den Besnch nicht sonderlich erfreut, nnd als ihm nnn gar das Benehmen Sebalds anf die Absicht einer Bitte hinzndent?n schien, da wurde er so kiihl und al?-weiseud, dass Jcuer am liebsten seinen Hut 'u die Hand genommen hätte und davongegangen wäre. Ab^r er dachte an Weib nnd Kind, dachte an das Gespenst der Notl?, das schon drohend seine Hand nach it)nen ausstreckte, und ließ die De-miilhigung geduldig ül?kr sich ergehen. In kurzen Worten und ohne viele Lameutationen erzählte er ilim fein Missgeschick, schilderte ihn? seine gegcuweirtige Lage nnd fragte endlich mit einem tiefen Senfzer — denn es wnrde ihm walwhaftig nicht leicht —, ob sein Frennd Nehlsen nicht irgeird eine bescheidene Beschäftigrrng für ihn hätte, die ihn nnd die Seinigcn doch wenigstens vor dem änt'^ersten Elend bewahren könne. Der Gefragte hatte sich einigemal geräuspert nnd die Stirn sehr verdrossen zrrsammengezogen, endlich h^tte er sich bereit finden lassen, ihm an-Z ^lliitleid, wie er a»lsdiücklich hervorhob, die gerade vacante St.llnng eines Coiru-'toirdicncrs versuchsweise zu übertragen, wol^ei er nnterdess.n nicht nntcrliesi, mit ab-gelvandtem Gesichte hinzn^ifügen, dass damk natürlich über alle ihre früheren Beziedimgen ein Strich gemacht sei, da er doch seinen Coinptoirdiener un>ni.>glich als seinen Frennd nnd Schnlkameraden vorstellen ki?nne. Dem armen Scl?ald war dei dieser hoclünntbige'n Ab--fertignng das Weinen nahe aervescn; ai'er er hatte die.)ähne znsainmengebissen und schlieN'ich sogar noch ein Wott des Dankes für den gros^inüthigen Karrfmann gefunden. Knrz dararlf h-itte er wirklich seine Stelle angetreten — es loar die alle«letzte in Lndlrig Nedlsens Hanse - nnd der hochberyge Frennd hatte fast frinfundz?anzi.^ Jabre hindurch nicht die geringste Veranlassung gehabt, seine großartige Opferwilligkeit ^ zn l'erenen. Unl vor sich selber nicht in den schimpflichen Verdacht zn kvinmen, dass cs ein Gnadenbrod sei, was er im Hanft seines ehelnali.ien Frenndcs genieße, arbeitete Sebald weit über seine Pflicht lnnans, nnd seine Gewissenhaftigkeit, wie sein nnerinüdlicher Pflichteifer bildeten oft einen Gegenstand des Siannens für die anderen Angestellten des (Geschäftes. Als ihn nach einigen Jahren der herbe Schlag traf, seine brave Fran zn verlieren, da widmete er vo llends jede Minute, rvelche ihm die Pflege seiner Kinder übrig ließ, dem Dienite des Geschäftes. Dabei war er in Bczng auf sciue eigenen Bedürfnlsie von einer Genügsamkeit und Ansprnch?losigkcit, die von den Andern oft spöttischer Weise als Geiz bezeichnet wurde; utid so lächerlich gering auch seine Einkünfte waren, immer alles aufgeboten hat, den Bau dieser Bahn zu verhindern, so ist sie cs heute nocb weit mehr infolge der oben Qngefilbrtcn Thatsachen. Ven besonderer Wichtigkeit ist aber eine Anschlussbahn ncich Ungarn und Croatien fiir den Curort Sauerbrunn. Sein Hauptoerkehr liegt auf diesen Ländern, sowohl in Hinsicht auf ^cn Personen' wie Wasserverkehr. Ucder Krapina kann das Mineralw.isservermittelst jencrLocalbahnen nach allen Richtungen Tran'^leithanienS hin zu den billigen Frachtsätzen der ungarischen Bahnen verschickt werden. Sauerbrunn wird dann in die La^e kommen, allen seinen Concurrenten die Spitze zu bittcn, besonders mit Rücksicht auf den Umstand, dass infolge des neuen Füllschacht^ß die Qualität des Mineralwassers eine rorzilgliche ist. Der ganze ungarische, serbische, slavonische und croalische Personenoeikehr kann Sauerbrnnn auf dem billigen Wcge des Zonentarifcs erreichen. Der große Fremdenvttkehr, welcher sich ans dieser Durch^zugsbahn aus den entferntesten Gegenden entwickeln wird, bringt den Curort aus seiner ab-gcsä'lcsscnen ^Vige heraus. Es kann wobl keine bessere Rcelame fiir ihn gemacht werden, als wenn das Publicum aus eigener Anschauung seine herrliche Lage, schienen Einrichtungen und wundervolle Umgebung kennen lernt, die ihm selbst beim bloszen Vori'lbersahren vor die Augen geflihrt wird. Der bol)e Landes Ausschuss hat im Jahre 1890, Beilage Nr. in seinem Bericht an dm hohcn Landtag dmch näl)tr specisicierte Zahlen dargethan, dass der Curort in Folge einer (5iscnbahn, durch gri)ßere Freguenz und dadurch gesteigerte Einnahmen, sowie durch Ersparnisse im Wassergeschäft einen Mehrbetrag gegen die heutigen Einnahmen von rund ft. ZL.sM erzielen wiirde, und wenn man tie Straften Ersp^irnisse von über fl. 4l)W dazurechnct, so envächst der LandeS-Cassc eine Mehreinnahme von wenigstens fl. Mi OW in jedem Jihre. Jide Zögerung im Ausbau ditser Bahn ist daher ein großer Verlust silr das Land. Se. Exccllenz der Herr Landeshauptmann Graf Wurnwrand hat nach mehrjährigem Besuche des Cnrortes uud längerem Aufenthalte in demselben sich vielfach dahin au-^gesprocben, dasS der Eurort nur zur vollen Geltung gelangen könne, wenn derselbe durch eine Bahn in den Welt-rerkehr liineingezogen N'erde. Die eminente volkswirtschaftliche Wichtigkeit dieser Bahn für Steiermark hat Se. Excellenz in ihrem vollen Umfange erkannt und sich in diesem Sinne einer Deputation der Nohitscher Bezirksvertretung gegenüber ausgesprochen. Mit Rücksicht auf das jel;t dem hohen Landtage vorliegende Angebot des Consortiums von Fackh sprach er sich gegen diese Deputation dahin ans, dass er diese Offerte niclit alläu für discntable, sondern für acceptadle betrachte. Es sei an dem Zustandekommen der Bahn nicht zu zweifeln. Obgleich noch eillige Abänderungen an der Vorlage zu uiachcu seien, so l.'ili'etcn dieselben aber kein Hindernis, die Bahn auszufiihren. In der heute vorliegenden Offerte ist Ues'N Abänderungen bereits Rechnung getragen. Es ist nun noch die Frage aufgeworfen worden, ob die Bahn nicht günstiger gel'aut werde» köune, wenn der Bau derselben voni Lande ausgeführt werde. Nach den unS gewordencn näheren Mittheilungen ist cs ganz unmöglich, die croatische Bahn zu sinanziereu, wenn dem Consortium nickt gleichzeitig der Bau der steirischen Linie ncich vollem Jnh.ilte jeuer Offerte ül?ertragen wird. Mit der Ablehnung dersellien fällt die Uebernahme von St^nnnactien von fl. ."»Al.lttX) für die steirische Linie seitens des ungarischen Eonsortimns fort, ebenso die ^Zeichnungen der Bezirke und Privatinteressentcu für den Betrag von beiläusig fl. in Stammaclien. Die von dem Localbahngesetz vorgeschriebene Betheiligung in Stammactien könnte nmso-weniger ersüllt werden bei dem Umstände, dass alle diese Interessenten-Beiträge nur unter der Bedingung des Anschlusses au die croatische Linie gezeichnet sind. Wenn daher dic Offerte des Konsortiums, welche allein dem Lande den Anschluß bieten kann, nicht angenommen wird, so kann die Bahn überhaupt nicht gedaut werden, auch nicht durch daS Land Steiermark, weil die Bedingungen des steirischen Local-!bahngeset;cs nicht erfüllt werden können in Erm beugung auch mit Meisterschaft durchgeführt wird, so kann sie uns doch nicht wachsende nationale Verluste ersparen. Und deshalb beschleicht verschiedene ernste Beobachter der zeitpolitischen Vorgänge der trübe Gedanke, ob diese staatskluge Selbstbeschränkung nicht uuvortheilhaste Folgen für die Zukunft nach sich ziehen wird. Es gibt Versäumuisse, die kaum meyr eiuzubringen sind. Gegenwärtig^ entschleiert sich der Plan der russischen Gewaltregierung, nach der Kuebelung und vorbereitenden Entnationalisierung der baltischen Provinzen auch mit der Austreibung der deutschen Colonisten in Südrußland zu beginnen. In Ungarn sehen wir die Magyaren am Werke, das Deutschtl)um, das sie politisch nicht gänzlich beugen konnten. Freunde hicng nnd sich tagtäglich in aller Unschuld auf ihren Spaziergängen kleine Rendezvous init ihm gob. Sie war ja noch ilnmer ein 5iind, und auch Hermann wusste so wenig vom praktischen Leben und seinen unerbittlichen Forderungen, dass es ihm niimals in den Sinn kam, man könne etwas Anstößiges in diesem harntlosen Vclhältnis sinden. In jene glückliche, sorgenlose Zeit war denn auch die kleine Affaire nrit dem Hund gefallen, von der Gerhard schon im Giebel« stilbcheu seines Freundes Kenntnis erhalten hatte, und gerade diese Episode war besonders charakteristisch für die Unschuld ihres gegenseitigen Verkehrs und für die Ernsthaftigkeit, mit welcher Hermann seine ritterlichen Pflichten dem jüngeren Mädchen gegenüber auffasste. Keines der jugendlichen Menschenkinder hatte eine Ahnnng gehabt von dem Gewitter, das sich drohend über ihren Hänptern zusammenzog und daS all ihren schönen Träumen nnd ihrem nngetriibten Gliick ein jähes Ende zit bereiten drol)te. Dnrch irgend eine Vcrrätherei, deren Urheber sie niemals kennen lernten, erhielt Ludwig Nehlsen Kenntnis von ihreni freundschaftlichen Verhältnis, und er gerieth darüber in einen Zorn, welcher seiner Tochter völlig unbegreiflich schien. Die Gouvernante, deren ungenügende Wachsamkeit in erster Linie verantwortlich zu machen war, wurde auf der Stelle entlassen, nnd dem alten Sebald wurde sehr euergisch bedeutet, dass er seinen Sohn auf das Ungehörige seines Beginnens aufmerksam zu machen habe, sofern ihm daran gelegen sei, noch länger in den Diensten seines eheinaligen Schulkameraden zu bleiben. Znm ersteumale seit nlehr als zwanzig Jahren kam es bei dieser Gelegenl?eit zu einer etwas hestigen Auseinandersetzung zwischen ihnen. Die Erniedrigungen nnd Detnüthigungen, die nur ihm selbst galteu, hatte Sebald stets geduldig hingenommen, wie sehr ihm aucl) mitunter das Herz darnnter bluten mochte. (Forts, solgt.) es gelaug ihm doch, so viel daoon zii ersparen, dass er seinen .Bindern eine verhältiüsniäm.^ siUte Schulbildung zntbnl werden lassen konnte. Hermann sollte sicti auf seinen eigenen Wunsch dem Maschinendaufach widmen, und der arme Eomptoirbote setzte es zur allaemeinen Bewunderung nnd unter ziemlich unverhohlener ^^)!issbillignl!g seines Bredherrn dnrch, ihn auf eine Gewerbeschule zu bringen. Marianne al^cr fand in der Bcsi^^eriu einer höheren Töchtelschule eine freundliche Göunerin, die ihr Gelegenheit gab, sich unt.r ihrer Leitung znr Erzieherin cutSzubilven. Die l?cidcn jiinder waren denn anch Sebalds ganzer Stolz und einzige Lcbensfrende. Um ihretwilleu schaffte und darlte er rastlos weiter, und NM ihretwilleu ertrug er Jabr flir Jahr geduldig die bitteren Demüthignngen nnd Qualen, welche ihm scin unwürdiges Verbältiiis zu jeuent Manne bereitete, der ihin allein seiuen Neichthulu uud seinen suten Nünten verdaiikle. Herntann kam nach beendeter Scbnlzeit als Lehrling in eine große Maschinenfabrik, wo er sich ganz in die vraltische Seite seines Berufes einalbeitcu follte; deuu dafür, dass er jenials i'lber diese hiuaus auf eine hiihere Stufe gelangen würde, war ja bei seiuer Mittellosigkeit nenig ''?lnssiel?t vorbanden. Er wohnte dei seinem Vater, währel^d Marianne trotz il)rcr Jugend Icreits in einer andern Stadt als Erzieherin wirkte, — nnd Hermann ließ es sich nicht nehme», ihn allabendlich ans dem Eomptoir abzrll)olen nnd nachhanse zn begleiten. Dabei geschah es denn, dass er öfters mit Ludwig Nehlsens blondlockigem Töchterelien zusamnientras, das s^on dainals eitles der reizendsten Binder iu der gauzeu Stadt war, uud das in seiner natürlichen Unbesangenheit nnd angebornen Liebenswürdigkeit nichts von Standesrücksichten wus«te. Einmal, als Hermann ungewöhnlich lange auf seineu Vater warteu musste, hatteu sie über eine Stunde lang mit einander geplaudert und dabei so gute Freundschaft geschlossen, dass ^^issu cs von nun an trotz aller Anftnerksamkeit der Gonvernante beinahe täglich eiu-zurichteu wusste, mit dein freniidlichen klngen Sohne des Eomptoirboten zusammenzutreffen. Keines von Beiden dachte etwas Arges dabei. Sie fanden Gefallen aneinander nnd sie hatten keinen vernilnftigen Grnnd dafür gewnsst, weshalb sie sich das nicht hätten zu crk.unen gebe« solleu. Da gab cs in Herinann Sebald's Leben eine große Verändernng. Er hatte währei.d seiner Lehrzeit bereits etwas Kostgel) bekonnnen, das er stets bis ans den letzten Pfennig seinein Bater eingehändigt hatte, nnd als die vier sauren Jahre hiuter ihm lageii, wurde er recht gut bezahlt, denn er war ein geschictter Arbeiter nlld seine höheren Kenntnisse kainen ihin sehr »vohl znstalten. Anch jetzt lieferte er den weitanS größten Theil feines Wochen-Verdienstes an den B^ter ab, und es setzte ihn einigerlnaßen in Verwunderung, dass dieser trotz des erheblicheu Zuschusses seine karge Lebensweise unverändert forts tzte, ja, dass er seine Sparsamkeit eher zu vermehren als zu vernrinderu schieu. Einiual wagte er eS, ihlu bcscheidcuc Vorst llnugeu zu machen darüber, aber Sebald wies diese Eininischnng des Sohnes in seine Verhältnisse luit einem eigeuthümlichen, verschmitzten Lächeln zurück, uud es blieb Alles beim Alteu, bis endlich an einem Weihnachtsabend der Eoniptoirdiener mit der großen Nenigkeit heraufkam, dass jetzt das nöthige Capital zusammengebracht sei, uin dem jungeii Manne das Studinm au einer technischen Hochschnle zu gestatten. Herinann war vor Ueberraschnng fast anßcr sich, und Tage lang gab es einen edlen Wettstreit zwischen Vater und Sohn, da Letzterer sich ansänglich durchaus nicht bewegen lassen wollte, daS große, sell?st!ose Opfer des armen Co>nptoirdieners anznnehinen. Zuletzt inusste er sich jedoch eiuein Machtivort fügen, nnd aus dem simplen Maschilienbauer wurde plötzlich eiu Studeut. Keine war über diese Metainorphose mehr erfreut, als Lissv Nehlsen, die mit immer größerer Zärtlichkeit an ihrein ernsten Nr. 20, 10. März 1892. Marburger Zeinmg Seite 2 widmet wurden, klingt ein Ton gerechter Empörung über die blutigen Grevel, welche an Bulgarien begangen werden. Man kann nlcht leugnen, dass Bulgarien alle Ursache hat, sich zu beschweren. Rußland betrachtet Bulgarien als vogelfrei, und die Mörder, welche mit Rivolvcrn und Messern den bulgarischen Staatsmännern auflauern, denken von diesen nicht anders. Es ist wahr, dass vier von den europäischen Großmächten der Consolidirung Bulgariens sympathisch ge^en-i'chcrstehrn, und als die Einsegnung der Lciche des Dr. Bulkowiisch stattfand, entsendeten sie ihre Vertreter zu dem traurigen Act, während die Vertreter Rußlands und Frankreichs fernblieben. Aber das Wohlwollen, das die drei Mächte dtS Eentralbundes und England den Bulgaren beweisen, kann seiner Nalnr nach sich nicht in unmittelbaren Ergebnissen offenbaren, so lange nicht die Absicht vorhanden ist, um Bulgariens willen den europäischen Frieden auf das Spiel zu setzen. A?an kann i^u Gunsten Bulgariens in Constantiiiopel diplomatische Einfliisse geltend machen, man kann All^nn, was zur Wohlfahrt Bulgariens dient, förderliche Unterstiitznng gngc^eihen lassen, aber man kann Rußland nickt zwingen, die unterirdische Minenarl)kit einzustellen, durch welche es die Grundpfeiler des bulgarischen Staatswesens zu unterwühlen trachtet, nachdem es durch seine eigenen Fehler die Aussicht eingebüßt hat, auf andere Wlise zur Befriedigung seiner bulgarischen Ambitionen zu gelangen. Die türkische Regierung hat einen Preis von sXXt bis 1000 türkischen Pfund, ie nach der Wichtigkeit des geleisteten Dienstes, auf die Ermittelung des Mi?rderS des bulgarischen Agenten Vulkowitsch oder für Mittheilungen, welche die Verhaftung deS Mörders erleichtern, ausgesetzt. Tagesneuigkeiten. ^ (Der neue Scharfrichter von Wien.) Vom Wiener OberlandeSgerichte ist der neue Scharfrichter von Wien, der Nachfolger des kürzlich verstorbenen Rudolf Seyfried, ernannt worden. Die Wahl fiel auf den bisherigen Scharfrichter in Sarajevo, Alois Seyfried, einen Bruder des Verstorbenen, der bekanntlich vor seinem Amtsantritte in Wien gleichfalls als Scharfrichter für Bosnien thätig war. Interessant ist jedenfalls, dass sich nicht weniger als 115 Bewerber für den Scharfrichterposten fanden. Es gibt also Lente genug, denen selbst dieses Amt verlockend erscheint. Der neue Scharfrichter hat in Bosnien bereits Proben seiner Tüchtigkeit abgelegt. Sein Wiener Amt dürfte er noch im Laufe dieses Monats antreten. (Das Halsband deS Hasen.) Folgendes heitere Geschichtcben wird aus einer Ouschaft Niederöstcrreichs ge^ meldet. Eine Bäuerin hatte in dem benachbarten Marktflecken ein Schwein um den Preis von 40 fl. verkauft. Sie wickelte das Geld in den Zipfel ihres Taschentuches und m.ichte sich auf den Heimweg. Unterwegs ertlickte sie in einem Gebüsch einen Hasen, der sich in einer Schlinge gefangen hatte und vergebliche Sprünge machte, um loszukommen. Die Frau, über den Fang erfreut, ergriff das Thier, band ihm ihr Taschentuch um den Hals nnd steckte eS in den Kord, den sie am Arme trug. Zu Hause angelangt, rief sie ihren Mann herbei, um ihm daS Wild zu zeigen. Der Hase, der sich bis dcihiu ganz ruhig verhalten hatte, schien nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben. Kaum öffnete die Frau den Korb, als der Hase mit einem Sat;c heraussprang und ^nr offenen Thür mit dem rothen Taschentuch um den Hals querfeldein davonjagte. „Aushalten! Aufhalten!" schrie die entsetzte Frau, welche sich erinnerte, dasS in dem rothen „Halsbande" des Hasen — dem Taschentuche nämlich — der ganze Erlös für das verkaufte Schwein in einem Ai.oten eingebunden war. Dock alles Rufen war vergeblich, der Hase war auf Nimmerwiedersehen verschwunden. „Kein Schwein, kein Geld und keinen Hasen!" soll der erzürnte Bauer aus» gerufen, „das ist zu viel für einen Tag", und sein Weib weidlich durchgeprügelt halben. (Die sagende rühmte Martins wand) hat kürzlich der Wiener Tonrist Rob. Hans Scdmitt erstiegen - ein um so verwegeneres Unterfangen, als gerade jetzt tas Gestein leicht abbröckelt und dann ein Sturz in die Tiefe an der senkrecht aufsteigenden Wand unvermeidlich ist. Schmitt wollte am Tage zuvor mit dnn JnuSbrucker UnioersitätS-professor Lendenfeld, dessen Gemahlin und noch einem Herrn den Solstein besteigen; da sie in ziemlicher Höhe die Partie wegen des vielen SchnecS aufgeben mussten, beschloß Schmitt am nächsten Tag trotz vielseitigen AbrathenS, die MartinSwand bis zur Grotte zu erklettern. Nach V Uhr Bormittag begann er die Kletterpartie. In der Hälfte dcS Weges rastete er, machte sich eine Zigarette und sang ten unten lesindlichen zahlreichen Neugierigen ein Liedchen vor. In Stunden hatte er die Grotte ohne Unfall erreicht. Diese befindet sich in der senkrecht abstürzenden Wand in einer Hohe von Lt'»0 Metern. Von hier aus kehrte Schmitt aus dem schinalen, dem Felsen abgerungenen, mit eisernen Stangen gesicherten Steig, den die anderen halbwegs schwindelfreien Menschenkinder zum Besuche der Grotte benützen, in das Dorf Zitt zurück. Es ist dies übrigens nicht das erste Mal, dasS die (^^rotte von der Straße aus erklettert wurde. In früheren Jahren (allerdings ist cS schon ziemlich lange her) haben übcrmüthige Burschen das Wagestück auch unternommen. (Zur Vorfeier des 77. Geburtstages des Fürsten Bismarck) eiläßt ein Comite angesehener Dresdener Bürger, dessen Ehrenpräsident oer Generalmajor z. D. von Kusserow ist, im „Dresdener Journal" folgenden Aufruf: „In unauslöschlicher Dankbarkeit geoenken nir des Mannes, der mit weitem Blick des Genius uud mit deutscher Thatkraft den gewaltigen Kampf unternahm zn deS Reiches Einheit und Größe, der diesen beispiellosen Kampf durchfiihrte zu glanzvollem Ende. Ihm unsere tiefe Verehrung, unsere Huldigung darzubringen, beabsichtigen wir am Porabend seines siebeuundsiebzigsten '.ÄeburtStageS ein Fest zu begehen, aus dem ihm die Kunde entgegenhalten soll, dass die große Mehrheit deutscher Männer tren zu ihm steht und gewillt ist, sein Werk zu schützen mit aller Kraft. War es dem eisernen Altreichskanzler durch die Verhältnisse anch nicht vergönnt, „iil den Sielen zu sterben" — noch lebt der alte Bismarck, noch weilt de'' hehre Recke unter uns, noch kann der Jubel snn Ohr erreichen und sein edles Herz erfreuen. Folgt^deshalb unserem Rufe, Ihr deutschen V!änner Dresdens und Sachsens, die Ihr fest zu Kaiser und Reich steht wie zu dessen greisem Begründer und treuestem Anhänger, vereinigt Euch mit uns zu würdiger königStrener Festfeier, zn Ehreit des Fürsten Bismarck!" (Ein angenehmes Hot el.) San Remo war in den letzten Tagen von Fremden stark besucht, nnd einen; Reisenden, der daselbst eintraf, gelang es erst nach langem Suchen ein Ziinmerchen in ein^m Gastdof zweiten Ranges zu sinten. G»gcn Mitternacht wurde der Fremde plötzlich durch ein Geräusch geweckt und nachdein er sich im Bette aufgerichtet, bemettte er zn seinein nicht geringen Schrecken, dass zlvei Männer in das Zimmer eingetreten waren, die einen Sarg trugen. Der Reisende fasSte sich rasch und meinte lächelnd: „^>.^iebe Leiite, Ihr habt Euch sicherlich iu der Znnmernummer geirrt; ich habe durch'ilS kcine Lust, mich begraben zu lassen." — „Beruhigen Sie sich", antwortete einer der Todtengräber, „wir sind nicht Ihrethalben gekoinmen!" Und die ^^iänner öffnelcn einen Wandschrank, entnalMen deinselben den Leicl)nam eines M.,nneS, le^tten itin in k'en Sa'g nnd trugen il?n vor den erstaunten Blicken deS Reisenden, dem die Haare zu Berge standen, zur Thüre hinaus. Die Geschichte ivar t^cild aufgeklärt. k^er Mann war am vergangenen Ä1?orgen gestorven, und da der Wirt das Zimmer wieder gleich weiter veriniethen wollte, so hakte er einfach den Leichnam inzivischen inl Schranke deponiert. (Ein schöner Preis.^ Die Ainerikaner wissen auch, wieviel heiitzutage ein guteS Gedicht wert ist. Die Eaiifield Rubber Co in New^))ork hat einen Elirenpreis von lies fünftausend tollar^^ für das beste Lied od>r (öl^edicht ausgesetzt, d^enznarbeiten. Einer davon rst der „Allgemüne deutsche Schuloereiu." Er zählt gegeulvärtig 33.l)s>0 Mitglieder, das heißt eines ans je 15.00i) Seelen. Das ist sehr wenig, und unser Bestreben muss unablässig dahin zielen, diesem „Treubnude des DeutschthutnS" stets neue Bekenner znzuführen. Wer sein Vaterland liebt, darf bei dieser Arbeit nimmer ermüden! Berlin, im März I8VS. Karl Pröll. In der italienischen Kammer stehen lebhafte Debatten bevor, in deren Verlaufe, wie bereits gemeldet, die Regierung, wie man glaubt, die Vertrauensfrage stellen wird. Der „Boss. Zeitung" wird darüber aus Rom geschrieben: Es sind schwerere Wolken als jemals an dem ministeriellen Horizonte aufgestiegen. Das rücksichtslose Er-sparungsprogramm des CabiuetS Di Rudini, welches vor einem Jahre nnter fast allgemeiner Znstimlnnng des Landes und der Volksvertretung entworfen und verkündet wnrde, und welches keinen ernsten Widerspruch erfuhr, solange seine Dltrch-führung nur verhältnismäßig kleine Jnteressenkreise empfindlich berührte, ist sofort zum Gegenstande weitverbreiteten Widerwillens geworden, nachdem der Zeitpunkt herangerückt ist, »er vom ganzen Lande fühlbare Opfer zu Gunsten des Gleichgewichts im Staatshaushalte verlangt. ES steht nämlich die Berathnng der Eisenbahnbauvorlage vor der Thür, durch die eine Menge Eisenbahnbauten, welche gesetzlich bereits beschlossen waren, aus Ersparnisgründen hinausgeschoben oder ganz gestrichen werden sollen. Die Deputierten aller Wahlkreise, welche hierdurch benachtheiligt werden, stehen der Vorlage mit offener oder versteckter Abneigung gegenüber, und ihre Zahl ist so groß, dass sie im Verein mit der ohnehin vorhandenen Opposition eine ernstliche Gefahr für das Cabinet bilden. Dass das letztere sich nicht mehr der großen und zuverlässigen Mehrheit erfreue, welche eS bisher in allen wichtigen Fra^^en unterstützt hat, ist vor wenigen Tagen bei der geheimen Abstimmnng über das GerichtSkostengesetz klar geworden, bei welcher die Regierung nur die geringe Mehrheit von 23 Stimmen für sich gehabt hat. Die Parteiblätter schreiben die bedenkliche Erscheinung nicht mit Unrecht auch dem Miss« vergnügen über den Widerstand Rudinis gegen eine gleichartige Zusammensetzung des CabinetS zu; aber sie verkiinden mit Unrecht or^er wider besseres Wissen, dasS eine Veränderung im Cabinet die Kraft haben würde, den Widerstand gegen das Eisenbahngesetz zu ül?erwinden. Das Cabinet ist sich der Schwierigkeit der Lage bewnsSt und scheint entschlossen, es nicht zur Berathung des Eisenbahngesetzes kommen zu lassen, ohne zuvor aus einem günstigeren Anlasse ein Vertrauensvotum herbeizuführen, welches demnächst einen moralischen Druck aus die Mehrheit ausüben müsste. Zum Morde des Gesandten Vnltowitsch. Die rnchlose That, die an dem diplomatischen Vertreter Bulgariens in der türkischen Hauptstadt verübt worden ist, hat die Blicke Europas von Neuem nach dem Südosten gelenkt. Und was bei der ersten Kunde von dem schrecklichen Geschehnisse nur Verdacht war, das ist jetzt so gut ivie gewiss: es war ein politisches Attentat, welchem Dr. Vulkowitsch zum Opfer fiel. Der Mörder ist verschwunden, die Leiche des getödteteu Diplomaten ist nach Pt^ilippopel gebracht worden, um in heimatlicher Erde besta>tet zu werden, und aus den Nachrufen, welche dem Todten von feinen Landsleuten ge- Die drei Hübet des Zaren. Non T. Szafranski. Vor einiger Zeit gieng eine Nachricht dnrch die Blättcr, welche in hohem Maße das lebhafteste Bedaueru aller schöu' geistigen Kreise nicht NiN' Rußlands, sondern auch des Auslandes erregte. Der geistvelle und weit über die Grenzen seines Vaterlandes hinallü bekannte Schriftsteller MiecySlaw v. P. in P.tersbnrg war eines Morgens in fast erstantem Zustaiide auf der Straße liegend, das Gesicht im Schnee vergraben, gefuuden worden. Nachdem man ihn mit Müde zu sich gebracht, erivicS es sich, dass sein Geist sich umnacbtet hatte. Er tilt unter einem eigeuariigeu VerfolgungSivahn. Tiefe Mclancholic wechselte niit griuenhcisten TobsuchtSaufällen, in denen er Gott und der Welt und dem Zaren fluchte nnd insbesondlre von dem Letzteren ein^n Betrag von drei Ruttel mit der Hartnäcti.^keit des Wahnwitzes zurückforderte. Die Familie des Aernisten musSte schließlich dc-zu angehalten werdcu, ihn in einer Irrenanstalt unterzubringen. Man l)at sich ver^ieUich l'emübt, den Ursact^en der plötzlichen Erkranknng nachzuforschen. Es konnte nur sestgcstellt werd'N, dass Miecytlaw v. P. eiiiem Sonper bei dem als Kunstniäccn bekannten Getreidnnakler und V^illionär Stefan Jtvorski in bester Stiuunuug l'eigeu?ohnt und das HanS deS Genannten gegen zwei Ubr Nachts verlassen hatte. Alle weiteren, in der Gescllschaft und iu der Presse erörterten, mebr oder minder romanhaften Lösnngen deS traurigen NäthselS bestätigten sich nicht. Ich hatte f. Z. mit v. P. in Nischni-Noivgorod, wo s^in Vater einer der angesebeiisten Exporteure nach der Türkei und reu Balkanstaaten geiveseu war, die Schule besucht und durste mich seiner, auch dlirch lange Jahre der Trennnng nicht getrübten Freundschaft rühlnen. Ich habe ihn besucht. Was eine seelische Depression nur irgeud an rapider, sichtbarer Verwüstung bei einem bisher körperlich blühenden Manne zu bewirken verinag, das war hier geschehen. Der Körper schien gebrochen. Der Blick, mit dein er mich unter den buschigen Angenbranen hervor miisterte, war ;war ruhig, aber auch von erschütternder Stninpfheit und Theilnahmslosigkeit. Wahrend ich den Bedauernswerthen betrachiele, begrüi^te der mich begleiteiide AnstaltSarzt den Kranken dllrch einen Händedruck und sagte, iutem er inir Mit deu Augen zmoinkie: „Hier bringe ich Ihnen einen Herrn, d r voin Z.nen beauftr-^t ist, die beioußten drei Rubel zu bezahlen." Die Züge des Wahnsinnigen erhellten sich. — Er mochte Frenide nicht leiden; nur wenn inan seiner fixen Idee, die er in den Tobsuchtsanfällen heulend und schreiend zuin Ausdruck brachte, entgeget'kain und ihin vi)rsp egelte, tciss dch nal^ni ei-nen Siul'l ibm gegenüber und nun erzäl'lte er, bie und i a etwas abgebrochen, aber doch ill verständlichem ''»usainmeiibnige — „Ich war dei Jvor<^ki. Du k^ni'st dock Stefau JrorSki; — oh, das innsS iliin dcr Nud lasseii, er fiitirt ein großes gastfreies HauS. Ich werde tich eilisuhren bei ilni. Und eine Seele von Meitsch ist er, so reich nn^ dabei noch so gut nnd freuiidlich gegen Jcdeun.inn. Das in aussallig. To;o, sehr ausfällig; — inan findet da-? selt.ii iin beiligci, :»inijl.ind . . . . Es war zw i Uhi')!icht>?. Ich t'ain voin Hanie ln?incs FrenndcS Skcün Jvor-i'ki. In lekii^lig.r Vanne schlenderte ich dui NewSkl Pioivect biiiit^' nl>d tien noch ein ^.D^al den bunten ^'^lirt dieses Aben^'S an-? der frischen l^-'inneriilig l?eranS auf mich einwirk II. Die'e Piacht, diese Pialt! Wie die Lichter sich tansendfältig widerspiegelten in den dccf^»hol)eu Trumearrx, irie all das Gold ilt»d Sildcr glänzte und gleißte, -- ich sclsS noch l^euie! Da!' v.igen ich nie. Weint Du, — niid dann der ^.Vloinent, wo er sich bei der Tafel erbot) niid an seiil GlaS pochte. Wie brani'te dcr Jnbel diirch den Saal, als er gcelrdct l?atte. Stnrnilsche Vioatrnse, die schmetternden Fansaren der Miisikbande ilbertönend, dctnndelen. ivie sein Appell an unser Heiz ausgenoininen rvurde. S'in Toast hatte den Armen nnd Elenden gegolten. Die Hun.^riticn im heiligen Nuszland leben hoch, noch eiiilual hoch und zum dritten '.D^ale hoch! — Hilsilii, — und das ist noch nicl)l Alles; die Hnngrigen hoch leben lassen, das sann schließlich Jek'er, der Muth dazu bat, aber St^san Joor'Skl ist nicht allein dcr Ä!ann init dem gilten Herzen, sondern anch cin Mann dcr hilfreichen That. Jede Flascl)c Sekt, die roir tranken, sollte mit zivanzig Rnl^el !^cite 4 Eigen - Berichte. Leibnitz 7.März. (Fort mit dem Agrarrath!) (Vestern ^vurdc hier die von unserer Filiale einberufene Ver-sc.mmlttng der Nebenstellen ter steiermärkischen Landwirtschafis-Gescllschaft cil>.^chaltcn,'um der Absicht des Ccntrcilausschusses der Gescllschcist gegenüber, den Antrag, „die Gesellschaft mö»^e sich M Gunsten deZ neu zu bildenden Agranakhcs freiwillig auslösen", aus die Tagesordnung dcr nächsten Delegierten-Versammlung in Graz zu sct;cn. Stellung zu nehmen. Die Bersainnrlung war sehr gut besucht und wurde von dun Borstand dcr Filiale, Herrn Ritter v. Jcnisch eröffnet, welcher den landcsfüistlichenConttnissärLaron Schwe!khard,k.k. Bezirks-liauptmann, vorstellte und die Wahl cincs Vorsitzenden anregte. Herr Dr. v. Wnrzbach, Mit,^lied des Ausschusses, beantragte, den Landta»^sabgcordnetru, Herrn Dr. Bayer, dcr von der Filiale Mrstenskld zur Acrsannnluug entsendct worden war, zum Vorsitzenden zu wöhlcn und lvurde dieser Antrag init lel hafteni Zurnf angenommen. Herr Bayer übernahm hieraus dell Borsitz und forbcrte den Schriftführer der Filiale Veibnitz, Herrn Gutsbesitzer Barta, auf, das Verzeichnis der Filialen der Gcsellschast zu verlescu, damit festgestellt werde, welche dci selben durch Delegierte oder Bevollmächtigte vertreten seien. Anwesend und vertreten waren nachstehende Filialen: Arnfelei-. Bcvollmcichtigtcr Herr Barta. Cilli: Delegierter Herr Sckober. Elsencr;-. Bevollmächtigter Herr von Jcnisch. Fchring: Delegierter Herr Zach. Fürstenfttd: Delegierte Herr Dr. Bayer und Herr I. Sutter. Hartbcrg: Beoollmächtigler Güls-Verwalter Herr Äueißl. ^«nbuil;: Delegierte Herr Dr. von Wlnzbach und Herr Bcirta. Mahrcnl?crgDelesticrter Herr N. Sonns. Marlurg: Delegierter Herr Girstmayr. Pettau: Delegierte Herr W. P-sk und Herr 'Dr. Michelilsch. RadkcrS-burci: Delegierter Heir v. Nodolitsch. Nanu: Delegierter Herr Schober. Stubeuberg: Bevollmächtigter Herr von Jenisch. Trofaiach: Bevollmächtigter Herr Probst. Die Filiale Staiuz sandte eine Drahtnachricht des Inhaltes, dass sie dem Beschlüsse, gegcu die Äufli^snng zu stinlmen, beitrete. Der Berichterstatter, Herr Dr. von Wurzbach eri^rterte tie Situcition, iu dcr sich die Filialeu der ^'audwirtschasts^ Gesellschaft gcgeuilber dem Antrabe des Centralausschusses besiuden. Die Herren Franz Girstmayr aus Marburg. Egon v. Pistor aus ^gidi uud Dr. Michelitsch aus Pettau sprachen sich sodcnlu entschieden gegeii die A:fli)sung dcr Gesellschaft aus. Auch unser .crehrier Abgeordneter Morre bcth^iligte sich an dcr Debatte, deren Ergebnis die einstimmige Ablehnung des Anfli?sungsantragcs vonseiten dcr anwesenden Filialen »vc>r. Auch gelaugte dcr nachstellende Znsatzautrag des Dclcgicrteu Herrn Schober zur eiustimmigeu Annalimc: ..Die bei der heutigen Vers^inlmlung in Leibnitz anwesenden 5^ilialcn stelle« an die Mitglieder des hohen ^^andtagcs die Bitte, bei der Sitzung, in welcher der vom ^^andes-uusschusse vorgclegle Äesct'^enlwurf über die Schaffung eiues !^'audes Agrarrathcs M Abstimmung gelangen soll, gegen diesen Gesetzentwurf zu stimmen, weil die versammelten Delegierten der Filialeu der steiermarkischen ^^audwirtschafts-Gesellschaft aus volkswirtsch östlichen und nationalen Gründen in der Schaffuug dieser Institution keine Gewähr finden, dciss die landwirtschastlichen Interessen durch dieselbe mehr c,cfördcrt we.den würden, clls durch die bcstck)ende Land-lvirtschafts-Gesellschaft, dem nationalen Hader aber nur Vorschub geleistet werdcu würde." Meisnigg, März. (Ich bedank' mich halt schön.) Der „Sloveuski Gospodar", dieses Ideal eines Blattes, hat mir die Ehre angetljan, meinen Namm in seiner letzten Nmnmcr zn nennen. Ich erachte es deshalb als meine Pslicht und Schuldigkeit, dem ge—schätzten Blatte meinen Dank dafür auszusprechen. Ich bin ja stolz darauf, mehrere Kamcraden in der hiesigen Schule gehabt zu haben, die jetzt Großgrundbesitzer sind, obwohl sie die deutsche Sprache nicht beherrschen, indes ich derselben mächtig bin uud mich dieser ^ienntnis freue. Auch dafür muss ich mich schön bedanken, dass die hiesigen Slovenen den Herrn Anton Rietschnig drei Jahre als Bürgermeister gehabt haben. Jetzt sind wir vermögend geworden und Herr Nietschnig gibt die Bürgermeister- in Anrechnung gebracht werden; er erklärte sich bereit, die Zeche mithin doppelt zu b-'zahleu und den Betrag den Arnlen z^uzulveisen. Eharascho! Und es wurde getrunken, wahnsinnig getrunken zum Wohle der Armen. Tozo, es gibt noch braoe Seelen im l)eillgen Rufjland! — Der schaise Ost, welcher von dcr Newa herüberwehte, hatte die breiten Scbneepfiltzen in spiegelglatte Eisflächen verwandelt. Es war schwer, sich aufrecht zu halten, besonders für mich, dem das Elend in Rußland nicht nur tief zu Herzen, sondern schliestlich auch zu Kopf gestiegen w^r. Ich strebte des Weges weiter, so schnell «'s ebcn unter den erschwerenden Ulnständen gieng. Die Strafe war »vie ausgestorben. Die Gaslaternen und elektrischen Kandelaber schienen mir wie von eineni dunstigen ^^^ichthofe nmgeben. Es war kalt, sibirisch kalt. Mein Blick trübte sich nud ich musstc i^fter die Augen schließen vor dem feinen, scharf spri'chenden Schnee, dcr vom Himmel herniederstränble. Ich kttöpste den Pelz fcfter. Da, — ein leises Wimmern traf niein Ohr. Ich richtete den dem Sturme enlgegcnaedeu^len Kopf aus dem Pelzkragen empor nnd blieb stehen. Nach einer kleinen Weile, da ich die Bli^te suchend hatte umherschwciscn lassen, gewahrte ich tief in einer Nische am Hause des Dinritry Nelidow ein Wesen, ein — wahrhaftig ein Weib. „He, Töchterchen, was thust Du denn zur Nachtzeit hier alleiu und in der Kälte?!" Keine Antwort. Ich trat herzu nnd beugte mich nieder, um nachzuschauen, ob sie schon etwa gestorben sei, auf der Straße gestorben wie so viele im heiligen Rußland. — Da kam Leben in die niedergekauerte Gestalt. Aus einem zerfetzten, fadenscheinigen Tuche wickelte sich laugsam eine Hand mit von der Kälte verkrümmten und blau angelaufenen Fingern. Marburger Zeitung schaft gerne auf. Wir wissen ja, warum die Slovenen sich hier um das Bürgermeisteramt so sehr kümmern. Auch der Name des Herrn Rietschnig stand dreimal in dem oben genannten, l—ehrreichen Blatte, doch war der Einsender der betreffenden Berichte gezwungen, seine erlogenen Behauptungen zu widerrufen. Schließlich will ich noch bemerken, dass es auch nur Erfindung ist, ich sei eine geborene Marburgerin. Ich bin in Neifnigg geboren; die Slovenen brauchen sich aber auch darum nicht zu kümmern. Und somit: behüt' Gott! Josefa. Marburger Nachrichten. (Kaiserliche Anerkennung.) Der Kaiser hat dem Gemeinde-Vorsteher in ^^uttenberg Josef Steyer in Anerkennung seines vieljährigen, gemeinniitzigen Wirkens das Goldene Vcrdienstkreuz mit dcr Krone verliehen. (Ern ennnng im Iustizdlenste.) Das Oberlandcs-gericht für Steiermark, Kärnten und Krain bat den Rechts-praktika.nten beim Vandcsgerichte in Graz, Herrn Theobald Edlen von Fritsch, zum Auscultantcn für Steiermark ernannt. fGesellscha ft für <^an des Pferdezucht.) Die dritte General Versammlung der k. k. Gesellschaft für Landes-Pfcrdczucht in Steiermark, der füufundzwanzigsten seit Grüudung des BcrcincS zur Hcbung der Pferdezucht in Steiermark, findet Montag den 14. März, 11 Uhr vormittags, im „Hotel Elephant" in Graz statt. (Evangelischer Gottesdienst.) Sonntag, den 13. März wird hier in der evangelischen Kirche Gottesdienst stattfinden. (Der Familienabend des pkilharm. Vereines.) Wenn dcr philharm. Verein unserer Stadt zit irgend einer Veranstaltung, sei eS ein Concert, sei es ein Familienabend, wie wir einen solchen am vergangenen Montag rrlebteu, seine Vorbercitungcn trifft, so kann man dessen sicher sein, dass die Theiluahme der vornehmsten Kreise unserer GeseUschast dem Unternehmen gilt. Dieft Beliebtheit dcr Philharmoniker entstammt zwcifcllos dcr Gediegenheit ihrer Leistungen. Auch dcr letzte Familienabend des philharnl. Vereines war so überaus getlnrgcn, dass man Sieg ans der gan'en Linie rufen muss. Die Vortragsordnung war außerordentlich reichhaltig, ja für minderwertige Kräfte zu reichhaltig, denn die Aufmerksamkeit der Zuhörer musstc erlahmen, wofern nicht alle Nummern des Progra.nmes in vorzüglicher Weise zum Vortrage kamen. Die wackeren Philharmoniker losten jedoch ihre Aufgabe in jeglicher Hinsicht mit solchem Geschick, dass selbst in dcr zwölften Nachtstunde noch die Spannung des zahlreichen und scl)r gewählten Publicums rege war. Von den einzelnen Vortragen seien die gesanglichen Leistungen der Damen, die die Chöre „Gruß" von Emil Füllekruß und das „Spinnerlied" aus „Der fliegende Holländer" von R. Wagner, in vortrefflicher Weise zu Gehör brachten, in erster Linie erwähnt. Anch wollen wir der Eompofitiouen des Hrn. Dircctors Adolf Binder: „Bindcrmarsch" und „Im Sectl)alc" (Walzer) gedenken, denn diese Tondichtnngen gefielen insolge il)res ansprechenden Melodienreichthums sehr. Der sechsteu Nummer dcr Vor-tragsordnnng, welche die Auffiihrung des Fedro'fchen eiu-actlgen Lustspieles „Die einzige Tochter" ankündigte, mag wohl die gespannteste Erwartung entgegengebracht worden sein. Eine Dilettantenvorstellung erweckt ja jederzeit das lebhafteste Jntcrcssc, selbst dann, wenn man nicht so gute Kräfte zu sebcn hoffen darf, wie die philharmonischen Mimen. Die Wahl des Stückes schon, dessen Darstellnng auch Schanspiclern von Berns zu dcuken gibt, lieferte den Beweis, dass die Philharmoniker die Kraft in sich fühlten, etwas Treffliches zu leisten. Und wie schr rechtfertigte der Erfolg daS Unterfangen! Man sollte es kaum sür möglich hatten, dass eS Dilettanten gelingen könnte, so abgernndetc und einheitliche Leistungen aus den Brettern, die die Wclt bcdeuten, zuwege zn bringen. Herr von Bistarini spielte beispielsweise die schwieri>^c Rolle des Reinsberg mit bewundernswertem Geschick. Aber auch die anderen Darsteller, voran die Damen Fräulein Jonasch als Bertha, Fräuleiu P e r s ch a k als Pauline, Fräulein Kartin als Camilla, Fräulein Diese Hand streckte sich mir entgegen. Zugleich hob daS Weib dni Kops von der Brust und richtete aus den großen, starren tiefliegenden Augen einen Blick auf mich, — einen Blick, — lhier dämpfte sich die Stimme des Kranken zu einem ange-strcngtcn heiseren Flüstcrn) — Tozo, einen Blick; noch niemals habe ich ein paar Mcnschcnaugen mit solchem hc^z-zcrreißcndcn Ausdruck auf mich gerichtet gescl)cn. - Malocchio ü Ich habe ihn nicht verstanden damals. „Ach was! Nur eine Bettlerin! Pah! Man kennt dergleichen. Wo man hinspeit im heiligen Rußland, da hockt irgend ein personificirtes Unglück und bettelt. Mechanisch steckte ich die Hände in die warmgefüttcrt^n Taschen meines Pelzes und griff darin herum, nach ein paar kleinen Münzen suchend. Nichts. Nicht ein Kopeken. Meine Börse steckte in einer Tasche der Beinkleider. Sollte ich erst den Pelz aufknöpfen und den Rock? Der Wind wehtc so scliarf, dcr Schnee stäubte in dichten, prickeludeu Kristallen einher. — ich wiirde mich unfehlbar anf den Tod erkälten in diesem entsetzlichen Wetter. Ich gieng weiter.—Vcrstchc wohl, ich gieng — weiter! l^ine Bettlerin! Was will das sagen! Eine Bcttlerin, — wo Millioncn betteln! Wenn ich diese eine befriedigt hätte, wäre cs dcnn nicht ein Unrecht gegen die Anderen? Nitschewo! Es ist überhaupt ein Jammer mit diesem Volke, das nie gcnng hat, nie zufrieden ist, soviel man auch für dasselbe tbnt. Vor wenigen Stunden erst hatten wir es hoch leben lassen, hoch, hoch, und abcrmals hoch! — Ich habe vier Flaschen Scet gctruliken zu 20 Rubel; ist das nicht genng für mciuen Theil? Und da bettelt dieses Volk, bettelt? Dcr Zar hat neulich erst wieder 15 Millionen Rubel gespendet. Ich nehme an, es sind 5) Millionen Menschen in Rußland, die elend und huugrig sind, wo hat denn das Weib I die drei Rubel, die auf ihren Theil entfallen mussten ...! ? _Nr. 20, 10. März 1892. Wein graber als Mathilde, Fräulein Orosel als Leopoldine, dann die Herren Willschke (Friedrich), Puschnigz (Esbeck), Köhler (Baron von der Wense), Waidacher (Hermann Dillberg) und Ernst (v. Mendt) errangen sich den verdienten Beifall der bewundernden Zuschauer. Nach der Auffiihrung des Lustspieles entzückten die Fräulein Jonasch und Orthaber das Publicum mit dem Duett „Abschied von di Berg". Fräulein Bertha Scheikl trug das Lied „Frühlingsahnung" mit prächtigem Ausdrucke vor, Herr Waidacher sang das „Spielmannslied" von Gumbert und das „Erste Lied" von Weidt ungemein ansprechend. Herr Köhler war als Dirigent der köstlichen Onverture zu „I^rt^neesea 6i kimim", die einen großartigen Lacherfolg hatte, ansgezeichnet. Die Leitung des Orchesters lag in den bewährten Händen deS Herrn Directors Binder, drsscn Compositioneu wir oben bereits erwähnten. — Wenn wir an dem genußreichen Familie.z-abend des philharmonischen Vereines eines beklagten, so war cs die nnznrcichcndc Größe dcr Kaffeehausräumlichkeit im Easino, die die Freunde dcr Philharmoniker kaum zu fassen vermochte. (DieErben der Mathilde Diez.) Die angeblich am 20. August 1868 in Marburg geborene Schanspielerin Mathilde Diez ist im Frühjahre 18!)!. in Berlin gestorben. Da die Erben der Verstorbenen unbekannt sind, so mögen sich jene, welche Ansprüche auf das Erbe erheben können, beim hiesigen Stadtrathe melden. (Ein falsches G erücht.) In der verflossenen Woche starb Herr Wilhelm Kaufmann in St. Leonhard, W.-B., infolge eines Herzschlages. Es verbreitete sich hier sofort daS Gerücht, dass Hcrr Kaufmann selbst Hand an sich gelegt habe; dem gegenüber können wir nunmehr feststellen, dass dieses Gerücht völlig unwahr ist, denn eS wnrde von ärztlicher Seite die vorerwähnte Todcsnrsache conftatiert. (Zelbstmordversnch.) Am letzten Dienstag feuerte in selbstmörderischer Absicht ein Wachtmeister deS hiesigen Dragoner-Regimentes Nr. 5> einen Schnss aus dem Dienst-revoloer gegen seine Schläfe ab und verletzte sich lebensgefährlich. (Viehmärkte.) In Zellnitz wird am 12. März ein Viehmarkt abgehalten. Am 14. März sindet ein solcher in Hl. Dreifaltigkeit statt. Zu beiden Märkten werden sowohl Käufer al» anch Verkäufer von den Gemeindevorständen eingeladen. Gemtinde-Sparcaffe in Marburg. Dem Berichte zum NechnungS-Abschlüsse vom Jahre 18!» l, dem dreißigsten Jahre des Bestandes der Anstalt, eut» nehmen wir nachstehende Zahlen: In den abgelaufenen 30 Jahren betrug der Umsatz fl. 158,923.577 wovon auf den Einlagen Verkehr allein fl. 92,199.521 40 entfielen u. zw. wurden fl. 45,052.271 50 eingelegt, die capitalisiertcn und laufenden Zinsen betrugen fl. 4.003.926 09, znsammen fl. 49,715.197 59. Dagegen wurden an Capital und Zinsen fl. 42,484.323.87 behoben, daher sich am Schlnsse des '50. Äerivaltnngsjcihrcs ein Einlage-Guthaben von fl. 7,230.873 72 ergibt. Für gemeinnützige und wohlthätlge Zwecke der Stadt Marburg, dann für Stiftuugeu, wurden in den drei Dccennien fl. 011.357 62 verausgal?t, demungeachtet bieten die beiden Reservefonds, nach dem Stande vom 31. Dccember 1891 per fl. 1,050.196 51 eine Sicherstellungsgewähr von 14 52^^/0 der aufrecht bestehenden Einlagen. Von all' den Männern, welche an dcr Gründung der Sparcasse hervorragenden Antheil nahmen, weilt nnr mehr kais. Rath Herr Dr. MatthäuS Reiser in unserer Mitte, dessen verdienstvollem Wirken um das Emporblühen der Anstalt hiermit neuerlich vollste Anerkennung gezollt wird. Aus die Besprechung und die Thätigkcit im dreißigsten Verwaltungsjahre übergehend, sei hervorgehoben, dass sich der Verkehr in entsprechender Weise abwickelte und dass auch die Gebahrungsresultate, in Anbetracht des halbprocentigen Unterschiedes zwischen dem Einlage- nnd DarlehenSzinSfnße, befriedigende zu nennen sind. Drei Rubel! — Das ist eigentlich wenig Geld, wenn man viel Hungcr hat. — Das reicht nicht auf lange. — Und vielleicht hat sie sie gar nicht einmal erhatten, ebensowenig erhatten wie meine 80 Rubel, die ich eben auf ihr Wohl, natürlich anf ihr Wohl vertrunken. Jcb weiß nicht, wie mir wurde b.i diesem blitzschnell anftauchendcn Gedanken. Das Blut summte mir in den Schläfen, und von tiefer Niedergeschlagenheit erfaßt, verlangsamte ich meine Schritte. Ich hätte weinen mügen. War's vom Sect, war'S mein Gewissen? Es war das letztere, Tozo, heute weiß ich's. Es ist ein weiter Weg vom Kronschatze des Zaren bis zn der Hand dcr Bettlerin in der Nlsche des Hauses von Dimitry Nelidow. Dieser W^g führt durch Tausende von woblgepflegten, aber nichts desto weniger schmutzig klebrigen Fingern. Ich wette, sie hat die drei Rubel nicht bekommen, die ihr zustehen, die ihr der Zar schuldet, — nein, sie hat sie nicht bekommen, sie ist betrogen um ihre drei Rubel und deshalb sitzt sie in der Nische des Hauses von Dimitry Nelidow und wartet, bis ihr einer die drei Rubel bringt, die ihr zugehören von Gottes- und Rechtswegen. Oh! Oh der Schmach! — Du hättest sehen sollen, wie sie die Hand hinliielt, so ruhig, so geduldia, aber auch so selbstoerständlich, und ohne ein einziges Wörtchen der Klage. Keinen Lant hatte sie von sich gegeben, nur dcr Atl)em rang sich stoßweise zwischen den weiß-blauen Lippen hindurch, von der cisigcn Kälte alsbald in schneeigen Reis vcnvandelt, dcr sich an den Fetzen ihres Kopftuches festsetzte. Und diese Augen! Du weißt nicht wie das ist, wenn man einen Blick nicht loS wird. Mir war, als ob er sich festgekrallt hätte, hier in meinem Herzen, und als ob er nicht eher von mir lassen wollte, bis er mir Blut und Mark aus-gesogen bis auf den letzten Tropfen. Hol Dich der Satan! — Was machst Du für ein ängstliches Gesicht! Nr. 20, 10. März 1^V2 Mi»^dulg:r Zettung 5 Im Gegenstandsjahre niurden in 10.21-j Posten fl. 2,402.09045 eingelegt, dagegen erscheinen in 11.629 Posten fl. 2,463.827-43 behoben, daher sich eine Mehr-dehebung von fl. 61.736 98 ergibt. Mit Berücksichtigung der capitalisierten Zinsen von fl. 268.810-91 weist sonach der Einlagestand eine Erhöhung von fl. 207.073 93 aus. Der Durchschnittswert einer Einlage berechnet sich mit fl. 554 50, ^egen 552 66 im Vorjahre, aus welchem Verhältnis das Wirken der Sparcasse als Sparanstalt deutlich hervorgeht. Im Jahre !89l wurden in 14 DircctionS- und 5 Ausschuss Sitzungen 618 Geschäftsstlicke, dcirunter 310 Dar-lehensgesuche mit fl.498.720'— Darlehcnsbewilligungen erledigt. Der Stand der Hypothekar-Darlehen hat sich in den letzt verflossenen fünf Jahren um 1.053 Activpoften in: Belaufe von fl. 1,668.685 74 vermehrt und erscheinen Ende December 1891 in 3.918 Postkn fl. 5,990.579-39 a 4'/,o/y angelegt. Die Zinsen-Rückstände aus diesenl Geschäftszweige ljaben gegen das Borjahr nur um fl. 851 33 zugenommen und beziffern sich mit fl. 61-230 51. Von den, vom hohen steierm. i.^andc?-AuSschttsse znr Zeichnung auMegten 4^^/^ steierm. Landcs-Eisenbahn-Anlchen bat die Sparcasse in Anbetracht der ausgezeichneten Sicherheit, Nennwert fl. 150.000'— erworben —, dagegen verloste und andere Effecten im ConrSwerte von fl. 1 <>6.989 50 begeben, wodurch gegen das Vorjahr, /Zuzüglich des inl Jahre 1891 erzielten Coursgewinnes im Belaufe ron fl. 19.077-50 im Stande der Werteffecten eine Verminderung um fl. 1.287-— Courswe^t eingetreten ist. Der Werteffecten-Conto weist Ende 1891 Nennwert fl. 1,809.700'— im Courswerte von fl. 1,811.137 50 aus. welchem Besitze ein Cours-Reservefond mit fl. 1^1.113-75 gegeniibcrsleht. Durch Abverkauf des mit einem Gestehungswerte von fl. 872 42 ausgewiesenen, im Executionswege erworbenen Antheils der Realität G. E. 16 C. G. Burgthor in Marburg, um den Kaufschilling von fl. 1.800-—, wurde ein Gewinil mit fl. 927-58 auf Realitäten-Wert Conto erzielt, welchem Gewinne die Abschreibungen vom Sparcasse-Amtsgebäude per fl. 10.000'— und jene vom Hause G. E. 1.534 C. G. Favoriten (Wien) per fl. 4.000'— gegeniiberstchen. Mit Befriedigung sei hier verzeichnet, dass die Sparcasse dermalen keine ^Liegenschaft besitzt, deren Bewirtschaftung der Anstalt Schwierigkeiten verursacht. Der Real'täten-Wert-Conto (darunter das Sparcasse-AmtSgebäude mit fl. 100.000'—) weist nach diesen Abschreibungen einen Stand von fl. 187.950'— aus. Im Stande der übrigen Conti ist gegcn das Borjahr cine wesentliche Veränderung nicht eingetreten. Dem Gesammt-Zinsen-Ertrage von fl. >-'6.929 53 zuzüglich des Coursgewinn>^s von fl. 19.077-50 in Summa fl. 106.007'<^3 stehen gegenüber : a) Die an die Stadt-gcmeinde Marburg, nach dem Stande der Reservefonds vom 31. December 1890 ausgefolgten 5^/g Zinsen per fl.52.478'07, d) Die Verwaltun zs-Auslagen und Steuern mit fl. 18.973-48, e) Die Abschreibungen vom Realitäten-Wert-Conto mit fl. 13.072 42, tZ) Die Abschreibung vom Inventar-Werte mit fl. 847-96, daher als schliesilicher Reingewinn fl. 20.635 10 dem Hanpt'Reservefond zuzuführen sind. Der Hanpt - Rescrvefond bestand Ende 1890 mit fl. 868.318 96. Hiezu: Abschreibung vom Special-Reserve-fonde fl. 128 70, Reingewinn pro 1891 fl. 20.635 10. Ab: Ul. Stiftungsrate für den „Fond zur Unterstützung verwahrloster Kinder in Marburg" fl. 20.000'—, daher Ende 1891 fl. 869.082.76 als Bestand des Haupt-Reserve-fondes verbleiben. Im Sinne des Z 6 der dermaligen Sparcasse-Statuten kommen an die Stadtgemcinde in Marburg als Widmung für das Jahr 1891 die fünfprocentigen Zinsen vom Stande t eider Reservefonds per fl. 1,050.196 51 im Belaufe von fl. 52.509'82 im künftigen Jalm, nach Genehmigung der hohen k. k. Statthalterei zur Auszahlung. Von dem in der GemeiuderathS-Sitznug am 17. s^ebruar auf die Dauer von drei Jahren gewählten 24 gliedrigen Ausschusse der Gcmeinde-Sparcasse in Marbur.^ wurde in der Ausschuss-Sitzung vom 5. März Herr Josef D. Bancalari zum Obmann, Herr Josef Prodiügg zum Obmann-Stellvertreter, Herr kais. Rath Dr. Match. Reiser zum Rechts-consulenten, Herr Dr. Alex. Miklautz zu dessen Stellvertreter, und die Herren: Flucher Karl, Fur^e Anton, Hartmann David, Lorber Heinrich Dr., Mayr Alois, Miklautz Alex. Dr., Pfrimer Julius, kais. Rath Reiser Matthäus Dr., Schmidl Felix, Sparovitz Gustav zu Mitgliedern ter Direction erwählt. Die Direction erwählte in ihrer Sitzung am 7. März Herrn Julius Pfrimer zum Obmann und Herrn Karl Flucher zum Obmann-Stlllvertreter. Deutscher Schutverein. In der Sitzung vom I. März wird den Ortsgruppen Arnau, Guteuslein. i^ichteiiwald für crtiägt.iSrlicke V.ran' staltungen der Oank ausgesprochen. Die Anzeige eines Legates nach dem ili Prag verstorbenen Professor Hayner, ebenso der Dank der Gemeinde Guttenfeld für eine Snboent'vn fiir die dortige Schule wird zur Kenntnis genommen. Der Bericht des Prager Schulausschusses über Vereinsanstalten und vom Vereine subventionierte Kindergärten wurde zur Kenntnis genommen. Der ausführliche Reisebericht des 1. Obmann-Stellvertrcters, Herrn Dr. v. Kraus, über seine Reise nach Böhmen und seine in Prag, Mies, Wranowa, Pilsen nnv Saaz gepflogenen Verhandlungen mit den Schulausschüssen und Ortsgruppen-Vorständen wurde dankend zur Kenntnis genommen. Subventionen wurden gewährt für die Fortbildungsschulen in Weitenstein und Hohenegg, zur Anschaffung von Lern- und Lehrmitteln für die Schule in Heiligen-,eist und für den Kiltdergarten in Rann. Der Bericht des technischen Referenten über die au Ort und Stelle gepflogenen Erhebungen wegen des SchulbaueS in Rnthenschlag wird zur j^enntnis genommen und sodann noch eine Anzahl interner Schulangelegenheiten erledigt. Kunst und Schriftthum. Alle in diesen Besprechungen enthaltenen Werke undZeitschriften sind durch Th. Kaltenbrunner's Buchhandlung zu beziehen. „Hlniversum^^ illustnrte Familienzeitschrift, Dresden, Verlag des Universunl (Alfred Hauschild). Mit denr soeben erschienenen 13. Hefte ist der erste Band des Jahrganges zum Abschluss gelangt. Auch dieses Heft gibt wieder einen Beleg filr die außergewöhnliche Reichhaltikzkeit des Blattes; dasselbe enthält: „Landsturm", ?iovtlle von Hans Hosfmann^ — „Berlin", von Ludwig Pictsch. Mit Orig.-Jllustration von F. Stahl. „Der Einsiedler vom Weitmoos". Ein Lebensbild aus dem Alpenvorland?, von Max Hanshofer. „Zimmer Nr. 13^'. Ein Reiseerlebnis von Ernst von Wol,zogen. „Hunger und Durst'von C. Falkenhorst. „Frau Gräfin", Roman von Bittor Bli'Nhgen. Biographie mit Portrait des köinc;!. Hofschauspielers Carl Porth. „Zehu Jahre in Gefangenschaft", von B. von Becker. Mit Illustration. „Im Kampf mit der Influenza". „Photographische Entdeckungen am Himmel.'^ Humoristisches. Räthsel ic. — Von den Jllnstrationen sind als hervorragend zu erwähnen: „Luisiella", von Ludwig Kuaus. ,.Jn Flagranti", von E. I. Bocks. „Opferkerzen", von Hermann .^aulbach. „Wildschn'eine im Winter", von ?l. Schmitz. — Der Preis fiir jedes Heft ist nur 5t) Pfeunige. Verstorbene in Marbnr«, 27. Februar: !^erlinz Franz, Gt)mnasial - Abilnrieut, 19 Jahre, Tegetthosst'traße, Lunqeulähmunl^ 23. Februar: Sch''befta Georg, Bahn-Aushilfshei^^er, .^2 Jahre, Bergstraße, Lungentubereulose. — Golesch Richard, Schuhmacherssohn, 8 Wochen. Kärntnerstraße, Fraisen. 1. März: Görlich Theresia. Schnhmachermeistersgattin, 39 Jahre, Biktringhofgasse, Luntreutuberculose. 2. März: Faleskini Dominik, gew. k. k. Post-Assistent, 26 Jahre, Burggasse, Tubereulose. 3. März: Kokol Ant^m, Gastwirt, 7tt Jahre, Reiter^ , Herzfehler. 4. März: Hirschmann Magdalena, Pfri'rndnerin, 60 Jahre, Kasern- pl.ch, Kehlkopf-Lungentubereulose. Briestasten der Schristleitnng. Herrn F. F. in ^l>er St. Knuigund. Sie sind wohl nicht im Besitze des schönen und lehrreichen Bnches Knis^ge's „Umgang nrit Menschen"? Ihre Drohung hat uns zwar einen heillosen Schrecken eingejagt, wir siud aber trotzdem gar nicht gesonnen, Ihrer so brirsk gestellten Korderuug zu entsprechen. ..Wie du rufst in den Wald, so es dir entgegenschallt." Merken Sic sich das, Verehrtester! Mittheilung aus dem Publicum. Vielseitige Allwendnnst. Es gibt wohl kein Hausmittel vielseitigerer Verwendbarkeit als „Mo ll's Franzbrautweiu u. Salz" der ebensowohl als schmerzstillende Einreibung bei Gliederreißen als seiner Muskel und Nerven stärkenden Wirkung wegen als Zusatz zu Bädern ze. mit Erfolg gebraucht wird. Eine Flasche 90 kr. Täglicher Versandt siegen Nachnahme durch Apotheker A. Mol l, k. u. k. Hoflieferant, Wien, Tuchlaubeu 9. In den Depots der Provinz verlange man ausdri'lcklich Moll's Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. 6 Eingesendet. Mir wurde damals so heiß bei jenen Erwägungen, dass ich trotz des einherrasenden Schneesturmes meine Mütze vom Kopf nahm und den Pelz aufriß. Ach, wie wohl das that. Ich hätte mich vielleicht doch nicht erkältet, wenn das ein paar Minuten friiher geschehen wäre. O, wenn ich doch! Dann bemächtigte sich meiner ein tiefes, nnsäglich schmcrzbaftes Gefühl. Ich Nttlsste die geballte Faust auf das Her^ drücken, NM das entsetzliche Pochen, diese nngestüme, furchtbare Mahnung da innen zn bcrnhigen. Aus dem aufheulenden Stllrme, aus dem pfeifenden Knirschen des gefrorenen Schnees, ans mtincm eigene» keuchenden Athem glandte ich das Wimmern des armen WeibeS zu vernehmen, das mich angebettelt mit ihrem in Verzweiflung erstarrten Blicke in der Nische des Hauses von Diniitry Nelidow. — Das Ende war: ich raste zurück! Ich musste mich von diesem Blicke befreien. Ich mnsste sie finden; sie sollte Geld haben, — die drei Rubel wollte ich ihr geben, wenigstens diese drei Rubel, die ihr der Zar schuldig ist. Ich hätte sie mir schon eingefordert vom Väterchen. — Hohngelächter der Hölle! Drei Rubel! ^nd wo ist das, was ihr die Andern schnldig sind, der reiche Ssnpiw, der Bankier Boranin, die Millionäre Scrgeij, Potulski, Wassilewitsch, der Getreidekonig Stefan Jvorski und ich und die vielen?! —Ich glaube, die Schurken wifsen nichts von dem, was sie dem armen Weib schuldig sind. Indem ich, so schnell mich nur incine Füße tragen mochten, zurückeilte, untersuchte ich den Inhalt meiner Brieftasche. Ich habe aufgejubelt; — hier hundert, hier zwei, drei Rohseidene Bastroben fl. per Nobe, und bessere Qualitäten versendet porto^ und zollfrei die Seiden-Fabrik G. Henneberg (k. u. k. Hoflieferant), Aürich. Muster umgehend. Briefe kosten 10 kr. Porto. Gloria-Seide — 12t1 cm br. fiir Staub und Regenmäntel. 5 — sechs! Sechshundert Rubel! Das ist für meinen Thcil und die drei Rubel des Aaren seien mit inbegr sfen. Dort, — dort ist die Stelle! l^ott, Herr und Vater im Himtnel! Leer! — das Weib war fort. Ich talttnelte znriick. als halte mich ein Schlag g'troffen. — Fort! — In der Harrd die Banknoten, um Ne ich mir die Rllhe des Gewissens znrückerkanfen wollte, in der anderen die Mütze, rvelche ick bei dem eiligen Laufe nicht wieder auf-gefttzt hatte, — so stand ich da, wie vor etwas Unfaßlichem. Fort — nnd der Schnee battc jede Spnr verweht. Wie betäubt starrte ich immer und immer wieder in die leere Nische und immer wieder bettelten mir jene entsetzlichen Augen entgegen, aber die Hand fehlte, die Hand, in welche ich daS Geld hätte legen können. Seitdem weiß ich nnr noch, daks ick, während der Wind mein Haar zerzauste, beide Arme geu Himmel erhoben und schreiend gebetet habe, dass er den Flnch des Weibes von mir nehme. Ich streckte die Faust mit den zerknitterten Scheinen empor, als sollte Gott sie mir abnehmen und mich dafür be-fteien von jenem Blicke und den Qualen meines Gewissens. Gott hat mein Rufen nickt gehi^rt. Ich warf inich mit dem Antlitz zu Boden. Später fand ich mich hier. Aber ich bin nicht so wahnsinnig, um nicht zu wissen, dass der Himmel hoch ist, viel zn hoch für uns irrende Menschenkinder uud dass der Zar drei Nnbel schuldet jenem armen Weibe mit dem starren, bettelnden Auge in der ?öische des Hauses von Dimitry Nelidow." kivustvln's vonueksi-tv LÜZabstk klutreinigungspillvn. bewährtes, von hervorragenden Aerzten als leicht abführendes, lösendes Mittel empfohlen. — Eine Schachtel a 15 Pillen kostet 15 kr., eine Rolle — 12() Pillen 1 fl ö. W. — Bor Nachahmungen wird dringend gewarnt. Man verlange ausdrücklich Neustein^s Elisabethpillen. — Nur echt, w.nn jede Schachtel mit unserer gesetzlich pro-ti?kollirtcn Schutzmarke in rothem Druck „Heil. Leopold" und mit unserer Firma: Apotheke „Zum heil. Leopold", Wien, Stadt, Ecke der Spiegel- und Planfengasse, versehen ist. Zu haben in Marbnrg a. D. bei den Herren Apothekern Z. Sancalari und W. üönig. 1804 Mittel sind heute schon iiberall zu b'konnn.'n, aber gri)stten-theils in einer Qualität, welche das Äilligste nlir all',u tl)euer macht. Gillig ist nur was preiswerth ist und in dieser Be-szehnng empsiehll sich das in s^' km'zer Zeit in Folg? der eiltsationellen Heilbcrichte lveltberühmt gewordene Apotheker Meikner'sche Hühneraugen Pflaster, (Alisgezeichnet mit der gold. Au^^stellungs Medaille Diplom für Weltexportfälligkeit, 20.0l)() Anerkennungen inllerhald eines Jabres). — Die Vorzüge dieses Mittels sind, daß es bei einfachster Anwendung, rascher sicherer Wirkuug, obne Entzündung zu verursachen ^ofort schmerzstillend wirkt, und selbst veraltete Hühnerallgen, Warzen und harte Haut an der Sohle oder Ferse, in 3—6 Tagen verschwinden niacht. — Preis per Karton l)0 kr. Doppelkarton 1. fl. per Post 15 kr. mehr. Zu Häven in Apollicken. Falls irgendwo nicht vorrächig, so wente man sich an das Hatlpt-Depot A. W. König, Apotbeker in Marburg, Tegetchoffstraße. »l» klöüqiislis «pit vo!i.litkren bs «iil^rt in allvll lirnnliksiteu clsr unä Vsra»uuuxii-Vrxs.us, Kei Slodt, uvä V0r?.!^8liLti tiie tiillcksk', uaä wäkrsnck I) dvr (ilsviäität. liest«» 6i»tkti8el)k,« nnd ttvinrivk unä ^isn. Marburger Marktbericht. Vom 29. Februar bis März 1892. Gattu ng Preise ^ ! von l bis Gattu ng Fleischwaren. Rindfleisch Kalbfleisch Schaffleisch Schlveinfleisch „ geräuchert " ^isch Schinken frisch Schulter „ Äictualien. Kaiserauszugniehl Mundmehl Semnielmelil Weis;pol)lmehl Schwarzpohlmehl Türkenmehl Haidenmehl Haidenbrein Hirsebreiu Gerstbrein Weizengries Türkengries Geiste gerollte Reis Erbsen Linsen Fisolen Erdäpfel Zwiebel Knoblauch Eier Käse steirischer Butter Milch frische „ abgerahmt Rahni sü^er „ sauerer Salz Rindschinalz Schweinschmalz Speck qeliackt frisch geräuchert jliernfette Zwetschken Zucker Kiinunel Kilo 50 vi» «U 36 40 48 W 70 «0 4.', 47 Ii« 40 20 16 14 22 l» 16 1!i 14 M 1l Liter .«ilo 20 16 Ii! 12 13^ 14 1!i 20 14 20 :^2 20 ."^6 Stck. I Kilo l Liter Kilo 2» 12 4 2^ !i li'i 10 82 — l —^ 1.10 64 24 :;2 ?! 24 12 0 8 24 26 Wachholderbeeren Ären Supvengrunes Kraut saueres Rilben sauere Kraut UX) Köpfe ! Vetreidk. Weizeu 'Koru Gerste ^ Hafer . i Hirse !Haideu ! Fisolen Äefliigel. lJndian ' Gänse Enten Backhi'lliner Brathüliner Kapaune Lbst. Äpfel Birnen Nüsse Kilo Preise svon i bis ! st kr ! st !r 26^ 20 1^ 10 10 4.50 16 16 8 Hktl. 3.- 7.60 6.40 4.70 3.15 b.10 k>.— 5.70 b.60 Stck^ 1.60 ! Paar '' 85 Stck. 1.50 Kilo ! i e, ! !Stck. ^ 64 70 54 76> 7t) 9«; 32 5<; 'K> 84 Kilo l.Wj 2.10 .. I 2.-'2.10 Liter! 1 50 I.'IO 16 i^2 32 1.6.', l.50 20 64 8(» Seite 6 Marburger Zeitung. Nr. 20, 10. März 1892 llanksasuns. Schmerzgebeugt über den erlittenen schweren Verlust meines innigstgeliebten Gatten, des Herrn bin ich außer Stande Allen einzeln zu danken, daher ich mir auf diesem Wege erlaube, filr all die Beweise inniger Theilnahme und für die Begleitung in St. Leonhard und Marburg des geliebten Verewigten zu seiner letzten Ruhestätte, insbesondere dem Herrn Bürgermeister Anton Wravtag, der mir in meiner traurigen Lage mit Rath und That an die Hand gegangen, den tiefgefiihltesten Dank zum Ausdrucke zu bringen. ?73 St. Leonhard, am 8. März 1892. Karoline Kaufmann. Fahrkarten und Irachtscheine Lövizl. kolgi8cks?ostck»mp5or cksr vov ^tvsrpSQ Zirslct vsek ullä I'liilsäslplua voll ävr dokvll k. Ic. Osstorr. ke^ieruvA. 198 ^uslruott «rtl-eilt doreitvillijxst 6ia ill IV, VVvz^rillKvrkasso 17. in Läeiceu a 5 Xilo frsvco öst.-unff. ?o8tstatioll liavknskm». kuatvmsla ßriin 1 Xilo tl. 1.50 ^amaiks k;e1b eckt ^ ^ j.W ^VStlNÄiseK ßriill ^ , 1.7u vom'mgo ^ . 1.7b Kvügkvi'i'y seitt . ,1.80 pfvsngoi' xelb . .1.80 lavs 1>1au ßrl)S8 « ,1.85 L«>l0N grün , , 1.90 lßoevs IloäeiZa , , l.90 ksriLSlN ßriia ^ , 2.— ß^vnaäo ßslb , , 2.— p«vvo Vlütkvn, 8ouokong pr. Ko. von t1.3 bi8 L. 10 ^ vox»s.o. per 1.jter 2 t!. .Ie.Qs.Z^s S-d-v5.l2^. Dlst i!,t vvrdrsitetste unci ä1lo5^t6 IN maric unä cion nnKrkn- ?sllsio!i stlkilen liü^rnrvns uix! vi^net siel» vur/ii^- lieli 2ur luskrUon. fiir Üstsrrviek Ungarn: VivrtviMrig il. !.75 kalbMrig i1. 3.5l). ganzjäkrlg il. 7. Dls 5'Mttl utö 6 I(k'., Lingksvnlist, (Iis 3mtt1 s!«i 10 !(r., tiir t'olk^enllv bvl!kutvnllttr fis.e!i!a88. Schnslltilung niid vtrwaltnng ter „Mardlirzer Zeitnug'' Ill^rdure^, kostg^assv 4. wird eine alleinstehende Wirtshaus' köchin, zugleich Wirtschafterin, welche der deutschkn u. slovenischen Sprache mächtig ist 371 Auskunft i. d. Bcrw. d. Bl. Kleines mSblirteS LS zu vermieten. Theatergasse 18. Ein 369 Mriltant Hhrgehänge mit großem Stein wurde am 8. März nachmittags vom Cafs Meran bis auf den Burgplatz verloren. Der redliche Finder wird ersucht dasselbe gegen SV fl. Belohnung im Cafe Meran, 2. Stock, abzugeben. 369 llanksaxunx. Dem Pfropftnelub für di« Spende von 5 p. 84 »r. wird hiermit der wärmste Z!a»»r ausgesprochen vom Uiittrstützungsverein für arme volkSschultinder. flll ein- «emischtwaarenhand- lung am ^'ünte uiid cin Mädchm für alle häuslichen Arbeiten verwendbar, werden aufgenommen. Näheres in d. Vera?, d. Bl. 350 Im Gafv Kotger ist das Frcmdenblatl und die Tagespost zu vergeden. 335 Eine 374 hofjeitige Wohnung mit 2 Zimmer und Küche an eine ruhige Partei zu vergeben. 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U. 349 Lstt 44 ?»vvA»rti. ^Wi PirgtAds ka«n iiber den Werth eines Nahrungsmitlels em richtigeres Zlrtheil gefiillt werden, als in ««fangreichen Krankenhiinsern, in Militär^ iazarethen nnd öffentlichen slinitiiren Anstalten, wo fich die Gelegenheit darbietet, die Wirknng eines Diätetiknms im Sroje» nnd nach jeder Kichtnng hin zn lieobachten. Die Anstaltsärzte lassen bei ihrer großen Verantwortlichkeit natiirlich kein Präparat durchgehen, das sie nicht vorher genau geprüft hätten oder dessen Zusammensetzung ihnen nicht auf's Genaueste bekannt wäre. Ä?n den Malzpräparatcn, welche dort an^jesührt sind, war cS vorzugsweise das Johann Hoff'sche Malzextratt-GesUNdheitsbier, welches sich zur Stärkung nnd Ernährung am besten eignete. So wurde es denn in circa 400 Lazarethen eingeführt, nnd es wurden die erfreulichsten Wirkungen von den Chcfärztcn der i.<äzarethe wie nachstehend amtlich berichet: IVolII»vrtvI»t. Das Johann Hoff'sche Malzextrakt - Gesundheitsbier, welches im hiesigen Garnisonsspitale zur Vcrwmdnng kam, erwics sich als gutes Unterstüi'M^smittcl für den Heilprozek, namentlich das Malzextrakt war bei den Kranken mit chronischem Brustleidcn beliebt und degehrt, die Malz-Chokolade für RekonvaleSzcnten bei geschwächter Verdauungskraft nach schn.'crcn Krankheit?» ein erquickendes, sehr beliebtes Heilnahrungsmitel. K. k. Garnisonsspital Nr. 2, IV. Abtheilung in Wien. »1645 Dr. LoeM, Oberstabsarzt. Dr. Portas, Stabsarzt. Erfinder und einzi.^er Erzeu^ier der nach sünem Namen benannten Johann RRVR R RR HMVRRER>I^ URvRRI Hoff'schcn Malz-Hcilnahrungs Fabrikate, Besitzer von 7(; hohen Auszeichnungen und Ernennungen, Ritter hoher Orden, k. u. k. Hoflieferannte der meisten Souveräne Europas, in Berlin NNd Wien, Stadt, Graben, BrSnnerstrake 8. Das Johann Hoff'sche Malzcztrakt-Gcsundheitsbier hat sich in allen beobachteten Köllen als ein schr gern genommenes, die besten Wirkungen cines Nähr- und Stärkungsmittels enthaltendes Getränk erwiesen und bei der Trägheit der Funktionen der Unterleibsorgzne, chronischen Katarrhen, großem Säfteverlust und Abmagerung, als ein ausgezeichnetes Mittel gewirkt. Feldspitäler-Direktion in Schleswig 1864. Pirz v. Gahersfeld. Dr. Mayer, Negieruugsarzt Zn hadt« in alle« Apsthelken, Zlrognerien nnd renommirten Seschiisten. Depots in Marlinrg: F. p Kolajsek; Apotheke König und Mayr, Kanfl'lann. Unter 2 Gnlden wird nichts oersendet. Gin Schitkmädchm wird aufgenommen gegen Bezahlung. Wo, sagt die Verw. d. Bl. 330 für Eisenbahn- und ^ostafplranteu (Herren und Damen) ertheilt gründlich ein activer Beamter. Adresse in der Verw. d. Bl. Für Neuliauteil. Keno-vationm etc. empkeklt llas vstäsutsclis VörZSNll kssekstt Lu8tav Tedleising, öromliei-g von ü Icr. »o, „ 10 „ „ vodvUn-, SslüvQ-, Zi^sÄvr- n. 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Wir bitten von unserem Anerbieten auch in Bekanntenkreisen Mittheilung zu machen und unsere Firma als streng reell nnd zuvorkommend zu empfehlen. 1921 unä SokvtäorQool». vorm. krisär. Otto Zintsuis k. k. KOfVuchHaudtung, I., Heiufattftralle 3. I' 8g.xoi'ör ^6is8ka1k dilUxst UQÄ ^SÄVS 2U do2ivI»vQ üurol» va.r1 Lros, ! ?»ri» ISSV xolü. lVloli'z 86it!!lt?-?li!v6i AM^ vevn ^eäs Loliaoktol un6 ^säos ?u1ver^. IloU'» Lckut^marks uacl llntersokrift tröxt. Aloll'H sivcl für vin lmüdsi trksäjLlis8 Littel, von äsv Allkß^on lirtlsUx^nlisr und äis Vorciau mxktkntißskeit vtsi-xsrnäer^Wirllunz uod als mild« autivsenclos livi Ltulilvsrstoplun? aUev^clrttstisoken I'unzativs, llittvi n ii-pgsu eto. vor^uziioken. ?r«t» a«r 1 S. 25V iiiulll«'« in KM, wenn vrSm» vroUol^ nicht alle Hantunreinigkeiten, als Sommersprossen, Leberflecke, Sonnenbrand, Mitesser, Nasenröthe zc. beseitigt u. den Teint bis ins Alter blc'ndend weiß und jugendfrisch erhält. Keine Schminke. Preis ttO kr. Man verlange ausdrücklich die „preisgekrönte Creme Grolich", da es wertlose Nachahmungen gibt. 1869 S»vo» SroUoIr dazu gehi^rige Seife kr. vroUo!»'» »»tr Iltllroi», daS beste Haarfärbemittel der Welt! bleifrei. fl. 1.— und fl. 2.—. »KUptSopSt VroUod, Zuhaben in «»rdurx bei LS. S»u»ok»r, Drozuist. OIs -ur t tuns «tu«« Ks»f» Ngvn u.9s»uk»ilon l k'roivvilll^v l^ivitation. Wegen Todesfalles werden Samstag den tT. März l8l)2 von Uhr vorm. an verschiedene Zimmer- und Burean-Cin-richtungsst iicte, alte Waffen und JagdrcsLn I^^olßken von Icältunß^en l)s8tt>el!anut^s Vollcsmittsl von muskel-unct nervenklnstieencisi' » irkunx. ?rot» ü«r ploiul^trtvn vrixt»a.lSa.»vI»« L. -^.S0. I^ol? - liluiiä^asssr. ^nk v»»!» von »»Itoz^I»»nrem Ikktrou dvrr^!^s»ü. liei tÄAlielier ^luiulreinixun^ bssvndLrs viedtij? 5ür Xinti^r )t?u»rolckenll lu lk0 l.lto, Apotheker Kartmann, Tteckborn, Hemmenhofr«, Schweiz Baden. Vo? »ekloekten?n?>ten. Vorkanf vi»ni K. Iv. 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Die Wilkung des Neurojvlins wurde in Civil- und Vtililär-spitälern erprol't, und erklären die darilder vorlies^enden älztli^lien Gntachten dasselbe als cin Acittcl, welches sich bei allen schmerzhaften (nicht entzitndlichen) Zuständen, wie sie in Aolge v0ii Zugluft oder Erkältung in dcn ^kilochcn, Gelenken nnd Muskeln frisch auftreten oder p.'riodisch wiederkehren, bestens dewäl^rt hat, diese Schmerzen sowie anch nervöse Schmerzen lindert uno beseitigt und ausjerdcm belcdend und stärkend ans die Mnsknlatnr einwirkt, ?rv!« : 1 Flacon einballirt) 1 sl^: l s^lacon stärkerer s'ortc (rosa elnballiit) ! ff. Lt> tir.. per Post für 1 — Flaconö LV lir. niehr für Enchallage. LM" Nnr ec!;t mit nebensteliender Schntjtnarte! "Wv Central Bersciidungs-Devot fiir die Provin^^en: /^potliökk „lur kaimlieriiglcöit" des l>« i-l»?»«»!»). Nrnliau, üaistrliras;? Nr. n. 7Z. Depot» : In Marburg in dcn Apotliekrn Bancalari, I. ?)!. Nichter. Cilli: I. .^iNipfcrschnlied, Baumbachs Erben, 'Slpoth. 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Minsen „ „ „ „ ^vT'Le^Ässe . . „ „ „ „ l^ee^se^ „ <.^6e/a/-/?6S67'V6 /Ä7' (Ic)tt»'5V67'^ttS/6 ^att/?^-/?es67'v^onc?s-(7o?!^ci ..... 0. >v. N. kl 7,230.873 1.859 25.852 44 49 181.113 869.082 8,308.876 vis Vifvetion. 72 13 91 61 22 75 76 10 Z 024 Kundmachung Vom Stadtrathe Marburg wird das Räumen und Verführen der Aökalmassen aus den Senkgruben und Fasselapparaten, sowie das Kehren der Gassen und Plätze nebst Bcrfiihren des Kehrichts, unttr den Hieramts einzusehenden Bedingungen an den mindtstfordernden Unternehmer auf drei Jahre vergeben. Es werden daher Unternehmungslustige eingeladen, ihre Offerte bis zum 15. März 1892 hirramts zu überreichen. Marburg, am L0. Februar 1892. Der Biirgermeister: Ragy. ' Z. :U0 Ktundmachuiu^. 37i-- Mit Bezug auf den K 59 deS Landes Gesetzes vom 14. Juni 1866 (L. G.-'Bl. Nr. 19) wird hiemit allgemein verlautbart, dass die Bezirks-kosten Rechnung für das Jahr 1891 zur Einsicht der Bezirksangehörigen vom 10. bis 24. März 1892 Hieramts aufliegt. Bezirks-Ausschuss Marburg, am 6. März 1892. Der Obmann: Schmiverer. AlkIlMM m Kl. Nmfaltigkeit Vi»üisol»di»dv1 virf) Lwpt'etjle mein 323 in »Nen 8 r ev unä «vllt in sonstsr vlualltAt Ilokt vNKiZsvliv unä VIr«I«r ItQÄvn. Vtvvr>»v Ulnßt«!'»» unll Vi-Zvot« in allen färben. AM" »uitsr »v5 V»r1»»U«Q xr»tt» tv»»oo. -WW ?o8txs88e. Ztsiriseks (»t«rtt»s) eigener Erzeugung, osserirt und liefert jedes Quantum 300 losvf 8söminvl( Gt. Leonhard b. Marburg. Zwei Gewölbe für Spezerei u. Fleischhauerei sind zu vermieten. Herrengasse 3^^. L0.^ Usupt-^ivävrlaxv von ALI ?orlmoosvr?ort!anÄ-Vvwvnt Ivo Kilo 8.»0 lllll Ko. A. l.öv Ls8t6 Lteiu-Vaelipappe, OÄrdolinsurNiium I-Iol^arlstriel^ ei8slifrsi 98/99^/^, 100 Ko. t!. T4. s.Z.'bs !Wss».1ss.d.» 100 Kilo ti. k.—, tiei I^ows-v kaotuisr & 8ülui6, Mrdurß^. Vis urtUbertnoffsn HV N » ecddsr ZerviniAtsr H«n ^Vilk« Ißn !VI»»sri^ in HH l« n. Vvv den vrkten mt'^ivivisokev .^ntnritätov »?spl'ü5t unci leirli»«'« V«»r«InuIleI»Ic«'tt auek kür l(in6er bek>vv«Ielv smiifotilsu ul»tj veror^ost ia i^llsv ^ensn ki'ällsn, in v?sloksn lZer IirstII'«un«t «I»»« nn«I Zku» «I>in«' Kttrp«»ri^rvtelite»«, Vprdv»«»«» run«x »»uiivi« Mnt»-- tt»t« rknupt Kt-rttkisül-ron «lU. 1663 lDi«' Z''!»»««'!»»' ru i tl. i«t !.u detlomms» iv rill«-I^isäoi'Iaxe: Ißt'liinnk'ltt vovi, iu äöQ wsistsQ .^xMel!öii äer östsrrsie'mscli-uiig'ariseliöii Ilousiediö. Ißsi-durg dei ät?ll llsrr?:! Z08vf v. vaneslai-'l unä Vlk. l(önlg, ^potdslcvr. Verantwortlicher Schriftleiter: HanS Kordon. -- Herausgabe, Druck und Verlag von Ed. Janschitz Nfg. (L. Kralik) in Marburg.