„Freiheit, Wihtft«», stl Ate." Str.»». Somttag, 4. März tS««. v. Jahrgemg. Die »Rarburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: aau«ahrig K fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 si. S0 fr; für Auftellu«g ins Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendnng: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fu Die ein Mal gespaltene Varmondzeile wiro bei einmaliger Einsch»ltunß mit 10, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger mit 20 tr. berechnet, wozu für jedesmalige Einschaltung »0 kr. Inseraten Siempelgcbühr kommen. Äkonnements-Einradung. B«i Beginn det neue» Monate? mache» wir di« freundlich« Einladung z«r Pränumeration. VrS««m-rativ»s'Vr«t«. Mr M«rd«rg ««»«tlich SV kr., mit Jafttilimg i«'« Hm» KV kr., «it P»ft,»rs»>d>«g vinttlMrig L fl., halbjiihrig 4 fl.. ga»,jiihrig 8 fl. Dt< Ad«iiiistratio« der „Marburger g«it«na." Zur Geschichte des Tages. Der Gtaatsminifter und sein« ungarischen Kolltgen sollen über da« Miiiiftrcium eine Bcreinbarung getroffen haben. Da-»ach Wirde e» drei Reichsminister gebe«: für AutivSrtig««. Krieg und M»a»ze»; f rner je ,irr Minister für jede Reichthälfte: für Innere«. Justiz, «»ltu« und B-Uten, nnd endlich einen MinisterPräjidenten. Bei Mr Berhandlnng über gemeinsame A«gelege»heiten hätten die zwölf Minister »usammenzutreten. Außerdem wird verflchert, daß für die Län-der die«seit« der Leitha ein gemeinsamer »ertretung«törper ans Grund uumilteldarer Wahlen einberufen werden soll Während Nraf Li«mark fo weit gekommen ist. von seiner po-litistyen Berrückihtit zum offenen Bruche mit Oesterreich getrieben zu wer den, ja I während er leine Sache auf die Spitze de« Vegin« stellen möchte, »rtheilt da« vernünstige Volk ganz ander«: „Sin Krieg mit Oesterreich«, ^ wir» au« Danjig geschrieden. „ist hier höchst unpopulär, einmal al« »rudert.,mpf zweier deutscher Stämme nnd sodann, weil er sicher doch ei»« Blotade unserer HSfe» mit sich führe», diese aber bei der unleug-»are» Ueberlegeuheit der österreichischen über die preußische Kr>eg«marin» keine blo« nominelle, wie e« die letzte dänische zum guten Theil gewesen, sondern vom Anfang bi« zu« Ende ihrer Dauer eine effektive, unseren ^ndel brachlegende stin würde." Wie knrchiisch auch da« (tzebahren der ungehenren Mehrheit im ge- Der Junker von Denow. Historische Novelle von Zaksb EsrVi««». (Fortsetzung.) - Im Ring schwuren die Richter mit aufgerichtetem Dinger und lauter Stimme: „Ich lobe und schwöre, daß ich di,seu Tag und alleS Dasjenige, was vor diesem Malefizrecht vorkommen wird, urtheilen und richten will, es sei gleich über Leid und Blut. Geld oder Geldeswerth. als ich will, daß mich Gott am jüngsten Tage richten soll. — den Armen als den Reichen. Will hierinnen weder Freundschaft noch Feindschaft. Gunst noch Ungunst, weder Haß. Geschenke. Gaben. Geld oder Geldeswerth ansehen, oder mich verhindern lassen l So wahr mir Gott helfe und sein beiliaes «ort!" ' " v Alle Beisitzer saßen darauf nieder an ihren Plätze», und nur der Gerichtsschulze blieb stehen und that eine Umfrage. Darauf Verbannte er dos Recht» erstens im Xamen der heiligen unzertheilbaren Dreifältig, teit, dann im Namen des Fürsten, dem Richter und Angeklagte als Kriegslente aeschwore» hatten, zuletzt traft seines eignen angeordneten Amts nnd Stabes, daß: „Keiner innerhalb oder außerlialb dem Rechten wolle einreden. Solle auch Niemand einem Richter heimlich zusprechen. De» Profoß solle eine freie Gasse gelassen werden, damit er guten Raum habe, damit er desto baß «it de» Gefangenen vom Rechten ab- nnd zugehe» mAge. bei Pön eines rheinische» Gülden in Gold." „Derhalben", fuhr er sott, „wer »u« vor diesem Kaiserlichen Rkcht »» schick« oder z« schaffe» hat, es sei gleich Kläger oder A»tworter oder sonste» Einer, der dem löbliche» Regiment etwas^ anznzeigen hat: die stehm i» den Mng »»d Nagen, wie man pflegt zu Nage» u»d AntwoN t» gebe», auf Red' nnd Widerred', wie in Kaiserlichen Rechten der Ge-branch ist. — Gerichtsweöel. habt Ihr gkstern den Profoß. wie auch die Angeklagten fürgebot,», eitiret ».d gelade. ?" Und der Gerichtswebel stand anf und antwortete, ^Herr Schultheiß, ich habe sie gestern früh mit drei Trommel« a» de» vier Orte» der »«lt eitiret!" setzgebenden Körper Frankreichs ist, es gibt in iener Ver» sammlung zum Tröste des Volkes dock immer noch unerschrockene Wort» führer, die es w^en. an die verlorne Freiheit zu erinnern, „an diel Frei' heilen, in deren Besitze Frankreich durch 45 Jahre war", an die Freihei-ten, „welche die vollkommene Ausführung großer Thaten gestattet und die Bollbringung verderblicher gehindert hätten", wie am zweiten Zage der Adreßberathung ein Redner sagte. Mögen ergebene Präfidenten »och so laut zur Ordnung rufen, oder gar die Sitzung schließen, wie es au je» nem Tage geschehen im Volke draußen finden die Worte des Sprechers ihren millionenstimmigen Wiederliall. Der österreichische Gesandte in Washington hat gegen eine Rede Baneroft'S beim Staatssekretär Seward Verwahrung eingelegt, wtil darin Kaiser Maximilian beleidigt worden. Seward hat den Pro-test nicht angenommen, der österreichische Gesandte denselben ernenert. Bancroft ist der hervoriagendste amerikanische Geschichtschreiber und hatte in der Sitzung deS Repräsentantenhauses am 12. Februar eine Rede über Mexiko und dessen gegenwärtige Re,nerung gehalten, welche fich allerdings in scharfen Ausdrücken gegen Personen bewegte. Staatssekretär Seward nahm den Protest des österreichischen Gesandten wahrscheinlich nicht a», weil die Bollzielinngsgewalt für die itn Kongreß gehaltenen Reden nicht verantwortlich ist. Fraueaarbeit. Die Befreiung deS weiblichen Geschlechtes von allen gesseln. womit es Unrecht und Gewohnheit drücken, gehört zu den nothwendigsten «ad schönsten Bestrebungen unserer Zeit. Der Fiauentag, welchen begeisterte Bertheidigerinnen ihrer Sache voriges Jahr in Leipzig abgehalten, hat bereits eine segensvolle Thätigkeit auf diesem Gebiete veranlaßt: in den bl^deutendsten Städten des deutschen Baterlandes regt und rührt es sich und hat die Ueberzeugung stch Bahn gebrochen, daß die Freiwerdung des weiblichen Geschlechtes nur durch Hebung seiner Bildung und Erweiter»»g seines Arbeitskreises zu erzielen ist, indem diese allein geeignet find, ilM eine würd^e Stelluna zu Verschaffen. Einer der eifrigsten Förderer der Sache ist Dr. Lette, Obmann deS „Berliner Vereins str das Wohl der arbeitenden Klaffen." Seine neueste „Denkschrift über die Erwerbsquellm für das wribliche Geschlecht" handelt vom Loose der unverheiratheten und unversorgten Frauen und Mädchen in der Gesellschaft. Räch seinen A»- Unl> des Regimentes Profoß, Carsten Aricke. trat in den Ring, nnd der Gerichtswebel führte die Angeklagten hinein, jedes Fähnlein für fich zusammengeschlossen. 6. „Liege still. Kind", sagte am zwanMsten November bei Taaesa»-bruch auf der Hauptwach im Schloß zu Wolfcnbüttel der Gefreite Arendt Jungbluth. „Liege ruhig und schlaf weiter: der Morgen ist dunkel und dräuet Schnee. Es gelit noch nicht an." Anntke Mey hatte sich auf der harten Holzbank, erschreckt ans tie-ftm Traum auffahrend, in die Höhe gerichtet, bei dem Ruf der Wacht draußen, die zur Ablösung herauSrief. „Schlafe wieder ein, Anneke, ich wecke Dich, wenn es Seit ist", sagte Arendt, die Sturmhaube auf den Kopf stülpend. „Dcr letzte Ta,,!" murmelte das Soldatenkind nnd das müde Haupt sank wieder zurück auf das harte Lager, die Augen schloffen fich wieder. „Hui. der Wind — Teufel l" brummte Arendt, als die Söldner wieder zurücktraten in die Wachtstnbe. „Schläft fie wieder? — Richtig t ach. ich wollt', fie verschlief' es ganz. Ruhig. Kerle — haltet Sure Mä»-ler l Donner — ist es nicht grad als ob der Slurm den alte» Kaste» Einem über dem Kopf zusammenreiße» wollle? DaS wird das rechte Wetter s in für die da draußen im Rin„. das bläst ihnen die Urtheile vom Munde wea. Wie fie da liegt! ist das nicht ein Jammer? Ich wollt', sie vfrschlief die böse Stnnd." Wild jagte der Wind die schweren Schneewolken vor fich her »»d heulte uud pfiff in'den Gängen des Schlofsis wie der böse ^^d. klap-perte mit den Ziegeln, rüttelte an den genstern und trieb die Wette^ah-neu mit den Löwen auf den Thurmspitzt» im Kreise »m^r, heftiger »nd heftiger wie der Tag znnahm. Anneke Mey lag noch immer nicht im Schlaf, sonder» i» st»mpf' finniger Erschöpfung Was kein KriegSzug vollbracht hatte, das hatte» die letzten vierzeh» Tage gelhan. fie hatten das Kind gebroel^. es matt und müd gemacht bis zum Tode. Vergeblich sahen sich diesmal anf ihrem Wege zum Gericht Christoph von Denow nnd Erdwi» ^ste»»a»» »ach de« abgehärmte» Seficht ihres Sch«tze»gels »». gaben leben in Preußen 7866 Gouvernanten und Erzieherinnen, 16,547 Krankenpflegerinnen und mit arztlichen Verrichtungen beschäftigte Frauen, ««gerechnet 2400 Nonnen und Diaconissinnen; ferner 565.705 Landwirlh. schakterinnen und Taglöhnerinnen. 701,752 weibliche Dienstboten in verschiedenen Gewerben, 700.000 weibliche Dienstboten in HauS und geld und 450,068 Handarbeiterinnen. Außer diesen Frauen, welche oft unter den traurigsten BerhSlwiffen ihr Vrod verdienen, gibt cS noch eine Menge unversorgter Mädchen gerade in den besseren Ständen. Zwar ist in Preu. ßen laut statistischen Berichten nur der sechste Theil der Männer unver-heirathet und erst daß zwölfte Kind unehelich geboren, aber da» Verhält, niß der Berheiratheten zu den Unverheiratheten stellt sich weit ungünstiger in den höheren GesellschaftStlaffen und größeren Städten heraus. Hier finden wir die meisten jüngeren Männer in Folge der staatlichen und socialen Verhältnisse außer Stand, vor Erreichung eine« höheren Lebens-alters eine Familie zu gründen. Die mit einem HauSwesen verbundenen uothwendigen Ausgaben übersteigen in den meisten Fällen die geringe Besoldung oder sonstigen Einnahmen, so daß, besonders in den Vtamten-kreisen, sich ein höheres Proletariat geliildet hat. Man findet angesehene Beamtenfamilien, welche in einem glänzenden Elende leben, darben und hungern, um ihre Stellulm lvenigftenS äußerlich nothdürftig zu behaupten. Nicht selten steht man GeheimerathStöchter mit weiblichen Handarbeilen beschäftigt, zierliche Börsen. Schlummertiffen und Sigarrentaschen häkeln und sticken, vie jedoch nur zum Berkauf bestimmt find und nach England oder Amerika wandern, wo dieser Industriezweig einen eigenen Handels-artikel bildet. Stirbt der Bater, so bleibt die Familie unversorgt, da d» unbedeutende Pension nicht für ihre Bedürfnlffe hinreichen kann. Die Töchter find genöthigt. alS Klavierlehreriunen und Gouvernanten ihr Dasein zu stiften. ^S ist das LooS von Hunderten unversorgter Mädchen auS den besser« Ständen und eS charakterifitt die Zustände, daß ju einer einzi-gen augezeigten Lehrerinstelle an einem Institute sich 140 Bewerberinnen gemeldet haben. Längst hat man diesen Uebelstand in anderen Ländern erkannt und gesucht, demselben abzuhelfen, indem man darauf bedacht war, dem weiblichen Geschlecht einen arößeren Wirkungskreis zu eröffuen. — Am weiteste» ist man in dieser Beziehung in Amerika vorgeschritt^, wo es in Philadelphia bereits ein besonderes Medikal Kollege für Damen gibt. Als fich in England bei der Volkszählung herausstellte, daß mehr als zwei Millionen Frauen auf ihre Selbsterhaltung angewiesen find und allein in London 45,000 Näherinnen und 14.000 Erzieherinnen auf die mühevollste Weise fich ernähren, bildete sich sofort die „Gesellschaft zur Beförderung der Anstellung von Frauen." Durch die Verbindung dieses Vereins mit einem andern „zur Beförderung der Sozial-Wiffenschaft" wurde ein polytechnisches Institut gegründet, worin Frauen und Mädchen im Kopiren, Stenographiren. Malen. Buchführen u. s. w. linterricht er-halten und zum Theil bereits hinreichende Beschäftigung finden. Ein ähn-licheS Institut beabsichtiget nun Dr. Lette mit Hilfe deS „Vereins für das Wohl der arbeitenden Klaffen" in Bertin inS Leben zu rufen und zwar hauptsächlich für die unverheiratheten Mädchen der mittleren und höheren Stände, um ihnen dadurch die Mittel zu ihrem selbstständigen Unterhalte zu verschaffen. An dieser erst zu begründenden Anstalt sollen die jungen Damen, für alle ihrem Geschlechte möglichen und zugänglichen Beschäftigungen erzogm und herangebildet werden, ohne damit eine un-passende Emanzipation der Frauen verbinden zu wollen. Als Ge^nstände oeS ^terrichts und der späteren praktischen Ausübung bezeichnet Dr. Lette auf dem Gebiete der «iffenschast die Medizin mit allen ihren Reben-zweigen, in der Kunst die Malerei, Bildhanerei. HolzschniDerei. Knpfeche-chen, Lithographiren. Musterzeichnen. Zllnminiren. ln der Technik die An-sertigung von chemischen und mikroskopischen Präparaten, optischen Gegen« ständen, Telegraphiren, Stenographiren. Photographie und. Postdienst, auf dem Gebiete des Handels Buchhalterei, Buchführung. Waarenverkanf, Buch-Handlung und Verwaltung von Leihbibliotheken, und im Handwerk Schuh „Gottlob, gottlob, fie verschläft's!" murmelte Arendt Zungbluth, fich über das Lager der Armen beugend. Im Ring, unter dem düstern schwarzen Himmel mit den iahenden Wolken las Friedrich Ortlepp, der Gerichtsschreiber. ein TodesurtheU nach dem andern; einen Stab nach dem andern brach der Schultheiß und warf ihn ans den Richtplatz. „Gnade Gott der Seelen in Ewigkeit. Amen l" sprach er bei jeder weißen Ruthe, welche zerknickt auf den Boden fiel. Und jetzt — jetzt der letzte Spruch .' „Auf eingebrachte Klage des Profofien, Ge,^enrede deS Beklagten, producirte Kundschaft uud Zeugniß, ist durch einhellige Umfrage zu Recht erkannt, daß — Christoph von Denow nicht gebührt hat. sich für einen Borsprecher bei der vorgesetzten Obrigkeit, noch für einen Hauptmann auf-zuwerftn. noch die Befehle zu vergeben und auSzutheilen. noch die Wacht zu bestellen. Warum er dem Profoß überantwortet werden soll, »velcher ihn in sein Gewahrsam führen und ihn dem Nachrichter einantworten und befehlen soll, daß er ihn hinaus führe «ad an den nächsten Galgen hänge und mit dem Strange zwischen Himmel und Erde erwürge, damit der Wind unter ihm und über ihn dulchwehen könne, ihm zn verwirkter Strafe und ander» zum abscheulichen Exemj^el l" Nieder fiel der gebrochene Stab zu den andern auf die Erde. „Gnade Gott der Seelen in Ewigkeit, Amenl" Anf die Knie stürzten drei und achtzig der Berurtheilten; „Gnade, Gnadet Gnade ist beffer denn Recht!" Hochauf richtete« sich Ehriftoph von Denow und Erdwi« Wüstemann, und der 3«»ter die gefeffelte Rechte z«m Himmel, während der Wi«d seine Locke« zerwühlte ««d die Schneewolten fich öffnete«, nnd das weiße (^stöber wirbelnd herabfnhr: ^Keine Gnade l Recht! Recht! Recht ist beffer denn Gnade!" Z« de« Ri«g sprang der Profoß mit der Wache nnd stürzte sich anf die Gefangene« — »iid ««d anhaltend, brach das Geschrei des Volkes los, die Ko»»«ando«oete erschallte« dazwische«. die Trommel« wirbelle«. d,e Trompete« sch«>etterte«, a«s der Erde wnrden die Waffen geriffen «nd hoch in die Lnft geschwnngen, die Fähnlein entfalteten fich im Winde. Die I^en aber schössen in einem s^arzen Hansen herab von d^ Schloßthnr« ««d «»fintterte« krSchze«d d«e Statte des Gerichts. Gleich macherei, Buchbinden, Buchdrucken, Anfertigung von Uhren, leichteren Gold« arbeiten und Lederwaaren. Wiejdie Erfahrung lehrt, eignen fich die Frauen vollkommen zn den genannten Beschäftigungen und sollte das Beispiel, das Berlin gibt, überall nachaeahmt werden, wo fich genügende Kräfte zur Leitung finden: an Mädchen und Franen, die ihr LooS durch Arbeit verbessern wollen, hat eS keinen Mangel. Marimger Berichte. (Sitzung des Gemeindeausschusses am 1. März. — Schluß) Der wichtigste Gegenstand der Verhandlung war die Errichtung einer Mädchenschule. Herr Marco erstattete im Namen des Sonderaus-schusseS einen umfassenden Bericht. Er ging von dem Grundsatze auS, daß die Errichtung einer solchen Schule eine unabweiSliche Nothwendigkeit sei. Um die Erfahrungen zu beuützen, die anderSwo mit ähnlichen An» stalten gemacht worden, habe der SonderanSschnß sich an die Gemeinden Cilli. Eger (Böhmen) und ^lau (Mähren) gewendet nnd sei erschöpfende Auskunft ertheilt worden. Ein hiesiger Fachmann, Herr Reallehrer Gott» lieb Stopper, habe eine sehr verdienstliche Arbeit geliefert, welcher man vielfache, praktische Andeutungen verdanke. Herr Marco schilderte in mög» lichst gedrängter Ueberficht die Anstalten znr Mädchenbildung in den er-wähnten Gemeinden. Der Entwurf des Herrn Stopper verdiene um so mehr eine besondere Beachtung, als in demselben eine niedere Mädchen» schnle mit vier Klassen und eine höhere mit zwei Klassen vorgeschlagen werde. Während der Verfasser feinen Lehrplan für die niedere Mädchen» schule mit geringer Abweichung der für die Hanptschnlen geltenden Ber» ordnung vom 23. März 1855 aupasse, mithin «aufnehme, was den Mäd. chen nach ihrem Austritt aus der Schule im bürgerlichen Leben unbedingt nothwendig sei, habe er für die höhere AbtheUung Gegenstände, wie: Erdbeschreibung. Geschichte. Natnrgeschichte «nd Naturlehre, Zeichnen nnd weib-liche Handarbeiten (letztere mit wöchentlich sechs Stunde,^ gefordert nnd solchermaßen die Erziehung gebildeter Hausftauen in Anssicht ^stellt. Der Sonderausschuß könne nur bedauern, daß vorlänfig mit Bezug auf die ungünstigen Geldverhaltnisse der Gemeinde und auf die Schwierigkeit, die sich in der Beschaffnna der nöthiaen Räume ergeben würde, von der Errichtung einer sechSklaffigen Mädchenschute abgesehen werden mnß --er hoffe jedoch, daß, wenn einmal daS Unentbehrliche ins Lebm gerufen ist. diese Frage wieder auftauche» und eine entsprechende Lösung finden werde. Die Beweggründe, von welchen der Sonderausschuß bei seinem Antrage auf eine vierklassige Mädchenschule geleitet worden, seien: „1. Der verhältnißmäßig ungünstige Vermögensstand der Gemeinde, welcher sich nach Abzahlung des Betreffnisses für den Bischoffitz und das Kadet-tenstift in einigen Sahren ungleich vortheilhafter gestalten nnd namhafte IahreSrenten verfügbar machen werde. 2. Die Anzahl der im eigenen Gemeindehause vorhaudenen Schnlzimmer. 3. Die sprachlichen Verhält-Nisse. 4. Das Borherrschen der nnbedingt nothwendigen, aber für das einfache, bürgerliche Leben genügenden Schulbildung nnd Verschiebnng des Wünschenswerthen auf eine nicht zu ferne Zeit. 5. Die Auferleguna einer gewissen, dnrch die Geschichte der letzten Jahre aerechfertigten Zurück-Haltung, bis die Erfahrung lehre, ob wir dort, wo wir opferwilligst „mit-thaten", auch in umfassender Weise „Mitrathen" können «nd dürfen, welche Erfahrnng uns um so nothwendiger, als gerade die von der StaatSbe-Hörde erfolgte Auslegung des Schnlkonknerenz-Gesetzes eben nicht geeignet ist. in Schnlsachen mit blinde« Vertranen entgegen z« komme« «ad viel-mehr der Grnadsatz znr Geltang gebracht werden dürfte, daß W mei«de, wo fie ihre« Säckel ganz anftnacht, ehe« so mit volle« Mü«de ihr Rechte behaupten müsse. 6. Die Anschauuim. daß nebst dem Reli-gions- und Sprachunterricht das Rechnen nnd Schreiben für eine bnr-gerliche Erziehung die wichtigsten Gegenstände seien und deßhalb mit einer größeren Stundenzahl bedacht werden müssen, was in einer Stadtgemeinde dem bewegten Meer wogte und donnerte das Volk, und durch die Men-schknfluth kämpfte fich mit zerrissenen Kleidern, losgegangenen Haarflechten Anneke Mey. ^ ^ , . „Christoph! Christoph! O du heiliger Gott im Hlmmel! verlöre«! verloren!" ^ ^ ^ Dem Herzog am geöffneten Fenster semeS Gemachs rch der Stum deu Grisf deS Flügels auS der Hand, daß er klirrend zuschlug. Ueber den Schloßhof schritt der TerichtSschultheiß Melchior ReichartS «tt den Hauptleuteu Georg Frost. Peter Köhler, Heinrich Jordans nnd Moritz Ahlemann nach gethaner Pflicht den jungen Fürsten. Zahlherrn nnd Krels-Obersten für die Berurtheilten zu bitteu. Friedericus Ortlepius trug „fürsichtiglich und sorgsamlich" die Atten »»d Protokolle. Tief m die Nacht hinein saß der Herzog mit den sechs Männern über dzese» Papte-reu. Viernndz'vanzig TodeSnrtheile bestätigte er, und nnter diese« befa»d sich das Christoph von DenowIS. Zweinnddreißig der Berurtheilten de-gnadigte er dahin, „daß sie znr Straf sich verpflichten sollen, tm L«md zn Ungarn aus dem Grenzhause Groß-Wardein w»der den Erbfnnd der Christenheit zu Wasser und zu Lande, in Stnrm und flachten lederzeit, wie ehrlichen KriegSleuteu Solches gebührt, fich gebrauchen z« lasse«. Siebenundzwanzig Männern wnrde anf einen gewöhnlichen „Ursned oas Leben und die lShre geschenket nnd fie ihre« Fähnlein wieder einverlelbt. — Zweien wurde das Leben und die Ehre ohne Bedingung geschenkt. Der Erste war Erdwin Büstemann, der Andere ein Söldner. ge«a«nt Clans Rischemann von Calvörde. Alle diese Schlüsse wnrden de« Ge-fangenen noch in derselben Nacht bekannt gemacht. 7. Der Schnee lag hoch in den Straßen nnd anf den Plä^n der Stadt nnd Festnng Wolfenbnttel. D-r Sturm öalte sich »it A,chruch des Tages ganz gelegt, es war wieder still nnd rnhig geworden »»d le^e ttänfelte es von den Dächer« ; de«« die Lnft war war« und «it gench-tigkeit gefüllt; «it dnmpfe« Geränjch bewegte fich das Volk in den Gaffen. .. t». Die Fenster der Schloßkirche glänzten röthlich in die trnbe Morg^- dämmernng herein, ««d feierlich erklang die Orgel «nd der Gesang vieler Männerstimmen: theilweise durch Abbruch einer ReligionSstunde geschehen kann, da erfahrungsgemäß die Anfangsgründe der Religion in jeder Familie den Kin-dern eingeprägt werden. 7. Die Erwägung, daß man vorläufig von der Anstellung einer besonderen Jndustrielehrcrin Umgang nehmen könne, da in Marburg Privatschulen bestehen, in welchen die weiblichen Arbeiten gelehrt werden die Erwägung, daß der Unterricht im Zeichnen und Tur-neu. zu einer strengbürgerlichen Schulbildung nicht durchaus ersorderlich, nicht zu den unbedingt nothwendigen Eigenschaften einer Mädchenschule gehören, obwohl eine solche durch Aufnahme dieser Gegenstände emen höheren Grad der Vollkommenheit erreichen würde. UebrigenS seien die Mädchen durch die hierorts bestehende Turnanstalt und die Anwesenheit eines Zeichnen lehrerS in die Lage verletzt, auch in dieser Hinsicht die wün« schenSwerthen Fertigkeiten sich aneignen zu können und eS muß einer spä-teren Zeit vorbehalten bleiben, daß in der Gemeindeschule auch Turnen und Zeichnen gelernt werden müssen.—Nach dieser Ausführung stellte Herr Mareo im Namen des Sonderausschusses die Anträge und der Herr Nur-aermeister eröffnete die Berhandlung. Herr Löschnigg sprach über die un-villige Zurücksetzung der Mädchen und über die großen Kosten, welche den Eltern durch die Privatschulen erwachsen. Herr Stampfl wünschte eine sechSklassige Schule in der Weise, daß die vier ersten Klaffen sofort in s Leben treten und auf die Erweiterung schon im Lehrplane Rücksicht ge-nommen werde. Die Ehre Marburgs verlange die Errichtung einer sol-chen Schule: die Gemeinde sei groß genug. Lehrkräfte seien vorhanden und die Kosten können durch Erhöl,ung deS Schulgeldes in den oberen Klaffen gedeckt werden. Herr Dr. Waltner entgegnete: die Aufgabe der Gemeinde sei nur, die allgemeinsten Bedürfnisse zu befriedigen, für welche vier Klaffen vollkommen hinreichen. Die Auslagen für eine sechSklassige Schule können von der Gemeinde nicht geleistet werden. Herr Perko hielt den Gegenstand für so wichtig, daß er beantrajste, den Bericht des Son-derausschnffes lithographiren zu lassen und den Mitgliedern der Bersamm-lung zn übergeben, damit sie bis zur nächsten Sitzung die Frage reiflich überlegen können. Dieser Antrag tvurde verworfen Nachdem die Her-ren Stampfl und Waltner wiederholt daS Wort ergriffen und der Berichterstatter den Antr^ deS Sonderausschusses verfochten, wurde beschlos-sen, eine vierklasstge Mädchenschule zn errichten. An der Berliandlnng über die Einzelheiten des Lehrplanes betheiligten sich die Herren: Löschnigg, Pichs, Stampfl. Mohor. Marco. Girstmaier. Tappeiner. Dr. Reiser und Dr. Waltner. Den Beschlüssen zu Folge werden vier geräumig,e Zimmer in dem der Gemeinde gehörigen Hause für Schulzwecke eingerichtet — es werden vier Lehrer angestellt, die für den Unterricht in der Hanptschule befähigt sein müssen — ein Lel^rer ist zugleich Leiter der Anstalt — die Besoldung desselben beträgt 500 ff., jene der übrigen Lehrer 400 ff. — Die Anstellung der Lehrer geschieht probeweise auf drei Jahre: bei nner-kannt untüchtigen Leistungen ist der Gcmeindeausschuß berechtigt, diese Frist abzukürzen — vom Ta,;e der wirklichen Anstellung an ist der Lehrer .pensionsfähig — für die Ertheiluug deS Religionsunterrichtes erhält der Katechet 80 ff. — zur Verrichtung der häuslichen Dienste wird ein Schul-dienet angesteUt mit einem Äaiireslohne von 140 fl. — die Gemeinde schafft das für die Beheizung uötliige Holz — daS Schull,eld beträgt (mit Inbegriff des FamiliasgeldeS) monatlich 30 kr., die Befreiung armer Kinder wird vom GkmeindeauSschusse beschlossen — wenn eS die Raum-Verhältnisse der Schule gestatten, so können auch answärtige Schülerinnen Aufnahme finden, haben jedoch keinen Anspruch auf Befreiung vom Schul-gelde, welches noch überliies vom Gemeindeausfchuß erhöht werden kann — der Unterricht wird in der Regel Vormittags in zwei und Nachmittags in ztvei Stunden ertheilts Mittwoch- und SamStag-Nachmittag find frei — jeder Lehrer hat mit seiner Klasse aufzusteigen — der gegenwärtige Mädchenlehrer. Herr Johann Schweighardt wird von der Gemeinde Mtt 300 fl. pensionirt — Lehrgegenstände find: in der ersten und zwei-ten Klosse Religion, deutsche Sprache. Schreiben, Rechnen, in der dritten und vierten Klaffe Religion, deutsche Sprache, Rechnen, Schreiben, Geo- graphie. Geschichte und Naturgeschichte — im Gesang müssen die Schülerinnen unterrichtet werden und zwar in jeder Klasse wöchentlich in zwei halben Stunden — die slovenische Sprache ist ein freier Gegenstand und wird an freien Tagen in zwei Stunden wöchentlich gelehrt — sollte der Unterricht im Zeichnen lzei Eröffnung der Mädchenschule noch nicht mög-lich sein, so ist jedenfalls dalün zu trachten, daß er wenigstens in der zweiten, dritten und vierten Klasse ertheilt werden kann— ebenso ist auf die Anstellung einer Jndustrielehrerin Bedacht zu nehmen, falls fich ein-mal die Nothwendigkeit zeigen sollte — daS Schuljahr beginnt mit dem 1. November —- die Prüfungen sollen am Schluß eineS jeden Halbjahres stattfinden — die Aufnahme der Schülerinnen ist in der Regel nur am Beginn des Schuljahres zulässig.—Die Sitzung wurde um Uhr ge-ichlosseu. Abwesend waren nur die Herren: Dominkusch (entschuldigt), von Feyrer (verreist), Kartin (trank). (Aus der Ge m e i nd est n be.) Welch' sonderbare Rechtsanfich. ten noch in mancher Landgemeinde herrschen und wie nothwendig es ist, aus die Ausbildung in der schriftlichen Darstellung mehr Fleiß zu verwenden, beweist foli^ende Antlvort. die auf ein von der Stadtgemeinde Marburg um Einsendung eines HeimatscheineS an die Ge.ueinde Plan-kenstein gerichtetes Ansuchen ertheilt wurde; „Bon dem gefertig-„ti.^ten Gemeindeamt wird bekannt gemacht, daß für die Maria Jant-„schitsch kein Heimatschein ausgestellt werden kann, indem hat daß Ge-„meindeamt den Auftrag, daß eine jede Person um den Heimatschein per-„sönlich kommen muß. weil eine jede Persohn ihre eigene Unterschriest „Machen muß. Gemeindeamt Plankenftein am 27. Februar 1866. Georg KoSuch, Gemeindevorsteher." (Theater.) Aus allgemeines Verlangen wurde die komische Operette: „Zehn Mädchen und kein Mann" am Donnerstag zum dritten Male gegeben. Daß dieses „allt^emeine Verlangen" keine leere Redensart, bewies der Besuch des Hauses. lvelcheS in allen Räumen überfüllt war. Bor der Operette kam „Die Zaubergeige" zur wiederholten Aufführung, die Besetzung dtigegen war durchaus neu: Herr Knoller spielte den „Vater Mathieu", Fräulein Mani^old die „Georgette", Fräulein Berndt den „Äntoinc." Dle übergroße Anstrengung der zwei Borabende machte fich deutlich im Gesänge bemerkbar. Diese Anstrengung hatte auch Fräulein Medy gehindert, in der Operette: „Zehn Mädchen und kein Mann" auf-zutretcn und wurde die Rolle der „Alminia" im Duett mit der Baierin „Maschinka" von dem Fräulein Mangold übernommen, welches die Par-tie der „Llmonia" zu spielen hatte: die Künstlerin löste mit glänzendem' Erfolg ihre Aufgabe. Das Spiel der Mitwirkenden verdient die gleiche Anerkennung, die iiinen für die erste und zweite Aufführung zn Theil geworden: im Gesang leisteten Alle, was nach so aufreibender Thätigkeit noch in ihren Kräften stand. Das Publikum würdigte dies auch voll- . kommen und zollte reichlichen Beifall. (B e rurt he i lu ng.) Jene Diebsbande, welche die Gegend von St. Kunigund so lange unsicher gemacht und seit Jahr nnd Tag in Untersuchung gewesen, ist nun vom Kreisgerichte Lilli verurtheit worden: Zolzann Klampfer und Franz Ulbel haben fünf. Margaretha Ulbel drei Jahre, Katharina Ulbel zwei Monate und Maria Klampser einen Monat Freiheitsstrafe zu verbüßen. (V e r ein S l e b e n.) Der Männ^esangverein hat, nachdem Herr Mareo die Wahl abgelehnt, den Herrn Wagner (Ingenieur der Südbahn« Werkstatt) zum Borstand erwählt: Sekretär ist Herr Gottlieb Stopper, zweiter iöhormeist r Herr Ruhri. Kassier Herr Anton Hohl, Ausschußmit^ glied Herr Dr. Reiser. Am 14. d. M. wird im Kasino ein Kränzchen veranstaltet werden. (Preßprozeß.) Der „Telegraph" meldet in seiner Nummer vo« 3. März: „Wie wir vernehmen, hat Herr Josef Oberanzmayer, Vizeprä-sident der Handelskammer und Mitglied deS VerwaltungSratheS der steierm. Allein zu Dir, Herr Jesu Ehrift, Mein' Hoffnung steht auf Erden. Im Schein der Lichter und Lampen erglänzte Harnisch an Harnisch in dem heiligen Gebäude: den Berurtheilten sollte ihre letzte Predigt gc-halten und das Abendmahl ihnen gereicht werden. Der junge Herzog saß in seinem Stuhl. daS Gebetbuch vor sich; alle Officiere der Besatzung waren in Wehr und Waffen zugegen, und die Wände entlang und im Schiff der Kirche drängte sich ein bärtiges ernstes Kriegergestcht an das andere. Die Vierundzwanzig, die da sterben sollten, saßen auf einer nie-dern Bank unter der Kanzel, auf welcher der Magister Basilius im schwarze« khorrock mit der Halskrause stand, bereit, seine Rede über die beiden Schächer am Kreuz zu beginne«. In einem dunkeln Winkel unter der Orgel stand Crdwin Wüstemann und hielt die schluchzende Anneke im Arm'; um sie her knieten oder standen die vom Tol)e losgesprochenen Menkerer, denen man die Fesseln abgenommen hatte Und jetzt schwieg die Orgel und der Gesang. DaS Wort deS Evangelisten Lukas wurde gelesen: „Aber der Uebelthäter Einer, die da gehängt waren, lästerte ihn und sprach: Bist D« EhristuS. so hilf Dir selber und unS! — Da antwortete der Andere, strafte ihn und sprach: llnd Du fürchtest Dich auch nicht vor Gott, der Du in gleicher Verdammniß bist? Wir find billig darinnen. denn wir empfangen, was unfre Thaten Werth sind; Dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt! — Und er sprach zu Jesu: Her,, gedenke an mich, wenn Du in Dein Reich kommst! — Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage Dir. heut wirft Du mit mir im Paradiese sein!" Ueberlaut ri^en bei diesen letzten Worten des Textes einige der Berurtheilten: „Das helfe uns der allmächtige Gott!" und hoben die kettenklirrendtn Hände gefaltet hoch empor. Das Auge Christopl? von Denow's aber leuchtete plötzlich in einem Glanz, welcher darin bereits für immer erloschen schien. Hatte er eine Bision? Rief ihm eine süße be-kannte Stimme vo« oben? Erschien ihm wmkend die todte Mutter? Ehriftoph von Denow war zum Sterben bereit. „«tzborten, Tchmelzerepin und Jansen. Spitze«, Barden und Entoilage,^ Vrganti», M«Hli«, Moll, Batiftelair, Gpitze«fo«d, Zllufio«. Woll- und Seide«sammt schwarz und farbig. Garnituren Ma«fchett's und KrSge« glatt und gestickt. Damen, u. ^rren Eravattes, Shlipp». Winter- u. Sommer.Ha«dfchuhe. Hosenträger, gestrickte und gewirkte Strümpfe und Socke« in Wolle und Zwirn. Srinolins, Grinolt«» und Unterrvckftoff^erner alle Gattungen Nürnberger- und Ganlanterie-Waaren. (ei I. 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