■ Httffrttttvg: W«» Qaat). «4it«Sigti: »'.-!>a (alt Muh» I« Cn» ». Beter-I't» Ha 11—11 litt raiin. (■Mtillc MTlea nlfSt |rtot.,,h'j »«»«!•<» «»- 'Mixn »M* Nniffflctljt. litt a t tg ■ ige i MM »» Bi*tt»lcsng gtjen »„ H3l;(! frt-«Min •rtSjTrji nrtg«i)OL - MWlHitiilsngea i'ieiJ- «am- »-«>" ct'«d>l Mi finai nt £a g mmtan. "3«.KOO. KerwaNnng. WatbboutfflfliN Nr.» (^sninnlittl ®«ul). vezuaSdtdillgnllzri: D»«a Bit ?»st tnogniT . I. 1 «0 . 9. S lO . (1. fiQ Bletteliasng £«Ittsbtig ftUt lilll m>l ftaflcSmag In' H»u«! Wtnotua .... I. —•» Wiettesjä^rij . . . jl. l-M KlwMltg S-— ®*n«ättsg : . . fl. »— SUt'l «ulfone »htzdca fts tli DatlgctUttcttum tiegocttca S^iiuiimjQ»-i?er slovenische Kaufmanns- und Lehreriland. Der Kampf zwischen beiden slovenischen Par» teien hat eine Blüte gezeitigt, um die wir die Herren ernstlich beneiden. Die Clericalen sagen: Wir sind da» Volk! Die Liberalen sagen ebenfalls: Wir find das Volk! Der windifche Parteihader ist zu einem tragikomischen Vexierbild« gekommen, auf dem man das flov«nisch« Volk suchen mus«. Schon in der letzten Nummer haben wir unseren Lesern eine .liberal« Heerschau" des slooenisch» clericalen „Slovenec" vorgeführt, der sich in der Hundslaghitze an daS große Werk macht, di« In» telligenz. den KaufmannSstand und die Lehrerschaft au« der flovenischen Volksgemeinde hinauszuwerfen, nach feinem Grundsatze: „WaS nicht clerical ist, ist nicht slooenisch" und „Wenn unser Volk nicht clerical ist, dann soll es lieber germanisiert werden." Wir wollen heute, nachdem wir letzthin di« Ansichten dr« „Sloo«n«c" üb«r die slovenische In» telligenz mitgetheilt hatten, in möglichst wortgetreuen Uebersetzungen unseren Lesern bekanntgeben, wie die Slooenisch-clericalen über die Kaufleute und Lehrer denken, zumal an heißen Tagen Humor wohlthut. „Slovenec" schreibt also in seiner letzten Sam«tagnummer: „Der KaufmannSstand. Können wir bei unS von einem KaufmannSstande sprechen? Die Kauf-leute und Krämer entstehen bei unS ganz zufällig. Di* Söhne ihrer Familien suchen sich anderwärts Ihr Brod. Die nationale Cultur können wir in ihren Reihen nicht suchen: allgemeine Bildung ist bei ihnen nur aus- mal zu hoch klettern wollen, Dein Vater war e>» Bauer; da« verzeihen Dir die die eine» andern Stan» de» sind nimmer, da denke dran; denn da» wird Dich vor mancher Enttäuschung bewahren . . . Mit einer energischen Bewegung setzte er den Hut wieder auf. . . Bevor er gieng, nahm er einige von den vor-bkigefallenen Kornblumen und legte sie in feine Brieftasche „Zur Erinnerung, zur Erinnerung", murmelte er--dann schritt er die Straße hinab, dem Wagen nach. Al» er da» Städtchen erreichte, bog der Wagen der jungin Dame au» der Seitenstraße, di« vom Bahnhof« führte; neben ihr saß ein Dragoner-lieutenant; sie plauderten und lachten. Al» sie ihn bemerkte, errölhete sie und grüßte leicht mit der Peitsche — der Ofsicier legte einen Finger an die Mutze, und er zog höflich seinen Hut. „Wo bist Du so lange geblieben," schalt die Mutter, al» er in« Hau« >rat. .Schnell an den Kasseetisch. wir haben Besuch." „Besuch, von wem ?" „Lieschen, meines Bruder« Kind, ist heute an» gekommen--* „Mutter, entschuldige mich, ich kann-- ich bin augenblicklich nicht in der Lage--" Die alt« Frau sah ihm nach, al« er die Treppe zu s«in«m Zimmer emporschritt, al« wollte sie sagen: .Ach so, die alte Geschichte!" Sie hörte, wie er aufschlos«, eintrat und wieder hinter sich zu» machte. Leise stieg auch sie die Treppe hinauf und trat an feine Thüre. Von drinnen drang ein ver» haltene« Schluchzen an ihr Ohr. Sie wusste genug. Langsam, um kein Knarren de» Holze» hervorzu-rufen, gieng sie die Treppt wieder hinab . . . „Wo bleibt denn Curl", fragte ein junge», hübsche» Mädchen, da» au« dem Wohnzimmer heraussah, will er denn seiner Base keinen Will» komm bieten?" 1309 nahmSweise zu finden. Auch ihre Geschichte zeigt, bis* man aus sie nicht bauen kann. Wir alle erinnera ni( noch daran, wie sie d:r Mehrzahl nach Nem'ch?^« (Deutschthümler) und infolge dessen liberal wäre»; ill der Druck von oben aufhörte, wählten sie auch EI»« denen nnd waren eine Zeit lang confervaliv; jetzt sie wieder liberal. Wa« sie über eine Wsche sei» werden, wer weiß e«? Mit der liberalen JatelliM verbindet sie die Lebensweise. Da» erste, wer bei ;J einen besseren Krämer kennzeichnet, ist, das« er ftt u Kleidung und Nahrung von dem anderen Volke tonnt. Daher ist er niemrlS froher, al« wenn ihm irzei»« „Frakar" (St^ndeSperfon in Fr.:ck; „Slovenec" te zeichnet diesen Ausdruck als „technisch") He £ak drückt. In dieser Lebensweise steckt daS, wa« mit« Krämer und Kaufmann in da« liberale Lager itÄ Von einer Ueberzeugung, überhaupt vvü eine» ß? stindni» deS öffentlichen Lebens findet mau kaum am Spur. Die Lehrerschaft ist ebenfalls unter *a liberalen Recruten und sogar in den erste» Da» ist zwar richlig, aber nicht in allem. Aber et« Scheu können wir leicht fragen: Woher stammt denn, Ihr Herren liberale Lehrer? Zur Zeit der 1 St» raiet« Regierungen in Krain, damals, al» Pirkcr Lrwb j schulinspeetor war, als auch andere Inspectore» thümler waren, da fand man in der That bei neb» Lehrern die „Laibacher Schulzeitung" und bet ta Wahlen gieng die ganze Reihe der später nitiou^i und jetzt wieder liberalen Lehrer Deutschthümler »üla. Jung find die Liberalen unter den Lehrer»; fir nch haben sie keine Geschichte. Die Freiheit, die ihae: ;* daS Gesetz gewährt, das» sie sich vereinigen, i» Lein» versammeln dürfen und das» sie schreibe», bq«. al-schreiben und ihre Blätter drucken dürfen, ist ifea furchtbar angenehm. Sie gebrauchen sie mit «eiln Lärm, das» e» scheint, als ob die Welt zusam»iick. Aber sie spielen nur mit der Freiheit! Gerade wie cfc Kinder! Ein Austreten ohne Lärm und Gcpolm t dem Kinde widerwärtig; so auch dem liberale» Edis. Aber e» soll nur ein anderer Wind zu wehen »is-ixi, dann werden auch ihre russigen Rauchfänge atf.de? werden und e« wird keine Gefahr mehr bestehe», «oft infolge der Unreinlichst derselben ganz Slcoata i» Brand gesteckt wird. Nageln wir es fest: die labilen, und» Wellen herumgeworfenen, unbeständigen Eleme»te in: den Slovenen vereinigt der Liberalismus! da« Mit feste und beständige Element des slovenischen Li»ei» und Arbeitervolkes lebt unter un« als.»-schüiterliche Schutzmauer deS katholischen GlauleitiM der slovenischen Nationalität. In den liberale» ZieD» wirft der Wind die Einzelnen bald her, tal» bis. 8» Garben fallen sie nach allen Seiten und cerlieiafl; in den verschiedene» Stürmen. Die Zeit geht:«!-über, da sie Volkspielen, und man lacht tb« „Doch, doch, mem «md. er mnj« eril m wenig ruhen; ihn plagen heftige Konfschmn^ mit denen mag er nicht vor Dir erscheinen---' Lieschen war'« zufrieden, bedauerte den atm Vetter, und gieng in« Feld. Blumen zu pniia die er lieble, um sie ihm nachher auf den iiii, ji stillen ... ^ * S«it dem in den vorliegenden Zeile» ®ef# betten waren etliche Jahre vergangen ... Curt hatte da« medicinifche Staatsexamen be» standen und sich in seine« Heimatstadt cha M praktischer Arzt niedergelassen. Kurz nach einander waren die &imi p sterben — und er stand allein in der Welt. Lee» ödet lag da« väterliche Hau«. Stille herrsch» > den weiten Räumen. Er überlegt« hin und b« -da« Resultat seine« Nachdenken« war. das« « etliche Stationen weiterfuhr, bei seine« Onkel vor« sprach und dessen Töchterlein, da« blonde üieitn al« seine Hausfrau heimführte . . . Auf ihrer Hochzeitsreise hatten sie di« HaO» I stadt besucht. Arm in Arm waren sie durch )« I Straßen geschlendert, durch die ungezählteI und Wage» hasteten. Plötzlich war er zu'm«» I gezuckt. In einer eleganten Kutsche eiilveckie k- I Elly, die müde und gelangweilt aus die hm- ■! I herwogende Masse niedersah. Auch sie oar im» I gefahren . . . Die junge Frau hatte den Borgang fernst#; I sie fragte — und er erzählt» ihr vo» de» qi> » richten Sehnen seine« jungen Herzen», reit Sehnen, da« längst erstorben, erst recht erjintitfl seit ihm da» Glück eine treue Gefährtin zur S»W gegeben . . . Lieschen sagte nicht«. Sie drückte seine» il»> an den ihren; sie hatte ihn verstanden---I 1900 Ein Commentar zu diesen liebenswürdigen vettachttmgen ist wohl unnöthig. Diese cultur-historischen Denkmäler haben aller ding» dem liberalen „Elov. Narod' einen sehr dankbaren Stoff in die Hand gespielt, der sich in einer jener herrlichen »indischen Tragikomödien aufleben wird. Wir »»den aber zwei Parallelst»!!»« aus dem liberalen slovenischen Blatte mittheilen, die im Zusammen« halie mit den Meinungen deS „Slovenec" recht Heuer wirken dürften. Bezüglich de« KaufmannSstand»« schrieb „Slov. Storcfc" am 13. Juli, indem er dem Petiauer ,stajar»c", welcher noch ungeboren todtgesagt «nden war, sogar einen gewissen Grad von Existenzberechtigung zuerkennt: »Ich will nicht behaupten, das» der Atajerr Hi" «iß welchen Erfolg haben wird, allein er kann »och immerhin irgendwo ein b ö s e S M agenbrennen hervorrufen. Wohl aber hat der Ztajerc den Elovenen ki B«z gezeigt, den sie wandeln sollen. Weg mit den doiolen Genossenschaften — unterstützen wir den und den Gewerbestand in den Städten und Wärkien, namentlich dort, wo die Deutschen herrschen!" Wir beglückwünschen den wackeren „Ltojarec" Ldieser ebenso vernünftigen wie competenten kennung. Wie sich die Slovenisch-Clericalen »inen Lehrer decken, hat un« der liberale „N a r o d" Ende Mai d. I. in einer humorvollen Darstellung gezeigt. Kr zeichnete den vormärzlichen Lehrer De«ka mit Agenden Strichen: »Wa! für ein Lehrer war nun Stefan DeSka? Ct Bar aus jener Zeit, in welcher der Hauptberuf k» Lehrer» darin bestand, bei Begräbnissen da» Weih-n»chi,sz um de» Pfarrer» Bauch zu schwingen, in der Eimßei zu blasen, das» die Glut in der Pfanne nicht «Äg«ng, weiler» die Speisen auf den Tisch zu bringen, M die dicken PfarrHerren zu Gaste saßen. Ja» Stefan likka ist ein Lehrer au« jenen Zeiten, da die Schule im Torfe ungefähr jene Bedeutung hatte, wie der ES »einst all de» Pfarrer», und mit seinem erbar» «unwürdigen Bild« ist DcSka — ein lebendiger Strtejt gegen Zeiten, deren Wiederkehr wir nicht »tii'chüi!* Dieser Deska wäre den Clericalen freilich viel liebn, al« die Lehrer, welchen ihre Freiheit so .furchtbar angenehm" ist. DeSka gehörte nach der Zimit des „Slovenec" noch zum slovenischen Lolle, «eiche» heute auf die „Bauern und Arbeiter" j«sa»mengeschrumpft ist. Vit die Pfaffen das Volk aufstacheln. Dir Marburger „Domcapit'ilar*, fälschlich .Ichodar" genannt, zävlt entschieden zu den chmtteristischesttn Erzeugnissen de« HetzpsaffenthumS. Z« dn ganzen deutschen Presse findet man nicht I» o»I Has«. so viel Sturmrufe zur brutalsten Mndrückitng de« nationalen Gegner«, al« in de« von der katholischen Geistlichkeit zusammen» Unebenen Blatt. So „erinnert" diese« Blatt die slovenischen Soibleute an die Gründe zur Feindschaft gegen die Tmichen — der katholische Priester hat ja den herrlichen Beruf, die Gründe der gegenseitigen F'ichchzsl nicht in Vergessenheit gerathen zu lassen. Die tiichöiliche Giftspritze gibt also z. B. folgende Hiestnlichkeiien von sich: „Wir untersteirischen > Sjwikn können sagen, das« unsere LandeSgenossen »!! im» im entschiedenen Gegensatze bezüglich der nl-.g;rs«n, vaterländischen, nationalen und wirt» tätlichen Grundsatz» st»h»n." 1. Religiöser Gegen-iq: Lo« von Rom! Der Domcapitular will Hilden machen, das« die „deutschen Blätter für bm Abfall von der katholischen Kirche arbeiten" - oll ob da« Ehrenblatt nicht au« nächststehender lmhnmg wissen müsste, das« nur die Ogradi« «d Httzvfafien e« sind, welche die gläubigen iailichen Katholiken auS der Kirche hin auspeitschen. Und in „vaterländisch»?'' Beziehung wagt eS da« Organ für die geistliche Lo« von Graz» LevtMg mit lächerlichen Hinweisen auf Bi«marck-Me ». dgl. und aus die Würdigung Schönerer« im den geweihten Angeberfingern hinzudeuten. ,Arsiiij»mitva ne maramo!' = Wir wollen kein Lislnreichmhum! Noch in keiner deutschen Ver-tounlnng sind solche Worte gebraucht worden, »odl ober wann sie der Schlag«? einer slovenischen Lmzumlmig im lieblichen Beide«. Und „Gospodar" hip: »Weil wir Oesterreich und seinen Kaiser t&in, Iconen wir mit den D«ulschrn nicht Hand ii Hand gehen." (!) In.wirtschastlicher" Beziehung will da« Organ der Pvsojilnicen di» untersteirischen Deutschen al« l kchialistev, die Slovtnen abrr al» Ant capiialisten ^Devtfche Wicht« hinstellen. Jetzt erst fällt un« auf. we«halb kein einziger Slovene von Majdic bi« Sernec und von Vosnjak di« Zanier von der Anhäufung größerer Geldmassen etwa« wissen will. DaS Organ der gesalbten Friedenspriester kommt zu dem tröstlichen Schlüsse, das« die Gegnerschaft eine principielle sei. das« also die Slooenen ihren „Standpunkt* nicht ausgtbtn könnten. Die katholische Geistlichkeit schreit also dem slovenischen Volke zu: „Um alle« in derWelt nur keinen Frieden!" politische Wundschau. Ausweisung evangelischer geistlicher. Da« angebliche „Fia«ko" der UebertrittSbewegung mus« doch nicht gar so sicher sein, wie die clericalen Blätter darzustellen bemüht sind, da wir un« sonst nicht erklären können, wie die von clericaler Seite beeinflusste Regierung eine gar so gewaltige Angst vor dem Auftreten reichSdeutscher evangelischer Geistlicher in Oesterreich an den Tag legt. Wenn die UebertrittSbewegung ein so augenscheinliche« „Fia«ko" macht, warum lässt man dann diese« „FiaSko" nicht noch größer werden und die evan» gelischen Prediger sich blamieren V E« scheint vielmehr, das« die gewaltige, in stetem Fortschreiten begriffene Volksbewegung die Herren in der Kutte und am grünen Tische ganz kopflo« gemacht hat. Nur so ist e« erklärlich, das» man zu einem Mittel greift, da« gerade da« Gegentheil der beabsichtigten Wirkung zur Folge hat: Man geht mit Au«-Weisungen vor, die jedesmal mit einer Anzahl Uebenritten beantwortet werden. Nach der letzthin erfolgten Ausweisung deS Pfarrer« Bräunlich werden neuerlich zwei Ausweisungen aus Dux gemeldet. Dortselbst wurden vergangenen Freitag zwei evan-gelische Pfarrer au« Sachsen von der k. k. Bezirk«-lzauptmannschast in Dux au« Böhmen ausgewiesen. Sie wurden von Genoarmen im Gasthof» au« dem Bette geholt und verhaftet. Man beschuldigt sie. in Hawran aufreizende Reden gehalten zu haben. Thatsächlich aber sind die beiden Pfarrer noch nie in Hawran gewesen. Pusstsch-deutsche Gemeinschaft. Die von dem Petersburger „Herold" erwähnte Wahrschein-lichkei». das« Russland und Deutschland in Cdina zu-sammengehen werden, findet in deutschen Blättern ein lautes Echo. So schreiben die „Leipz. R. N.": Haben sich beide Staaten schon bei der Besitz-ergreisung KiautschauS miteinander verständigt, fo läsSt sich aus dieser Grundlage auch writrr arbeit««. Will Russland später einmal Peking besetzen, waS doch nicht unmöglich ist, so haben wir keinen Grund, eS daran zu hindern, da ein russisches Peking eben-sowenig, wie ein russisches Constaniinopel gefährlich für unS wird. Russland« Freundschaft bietet un« im Süden gegen England »inen festen Rückhalt und umgekehrt, und im Nord»n haben Russland und Deutschland nur einen Feind, Japan. Daher die kühle Abweisung, die Japan« aufdringliches Truppen-angebot anscheinend in Berlin und Petersburg ge-funden hat. Diese« von England so verdächtig unterstützte Volk, das sich auf Grund seines bis« chenS ausgekleisterter Cultur schon so gern als Großmacht aufspielt, sucht jetzt natürlich die in den Halmen stehende Frucht seines FeldzugeS gegen China einzuheimsen, die zu schneiden ihm dieselbe europäische Coalition einst die Sichel entwand. E« mus« aber da« Ceterum censeo unserer und der russichen Politik in Ostasien bleiben, ein Festsetzen der Japaner iu China um jeden Preis zu verhindern, wolltn wir nicht »wig einen Psahl im Fleische behalten. Deshalb keine Provinz, keinen Hasen, keinen Fußbreit Lande« an dies klettenhafte Volk. Darin, wie in fast allen wirthschaftlichen Fragen gehen Deutschland« und Russland« Jnter-essen zusammen. Und Frankreich wird sich anschließen, wenn e« diesen Willen zum Leben sieht." ES liegt eine Wahrheit in diesen Auslassungen deS all-deutschen Blatte«. Auf die Einigkeit der Mächte scheint e« im Vorau« verzichten zu wollen. Widersprechende Äachrichtcn aus ßhina. Der Petersburger Correspondent deS „Daily Te-legraph" will aus zuverlässiger Quell« wissen, die russische Regierung habe thaisächlich die bestimmte Nachricht erhalten, dass die Gesandten und Fremden in Peking am 6. Juli niedergemetzelt worden sind. Desgleichen wird dem „Daily Express* in eirem Telegramme seine« Shangdaier Korrespondenten gemeldet, ein angesehener chinesischer Kaufmann, der am 17. Juli aus Peking in Shanghai ankam, habe dem Korrespondenten folgende entsetzliche Einzelheiten über die Vorgänge in Peking mitgetheilt: Er habe geseh«n, wie europäische Frauen von den johlenden Boxerbanden auf die Straße geschleppt, Z dort entkleidet und in Stücke gehauen wurde«. Einzelne Körpertheile wurden in die Volksmenge geworfen und unter Triumphgeheul davongetragen. Einige dieser Frauen waren schon todt, weil sie vorher vor den eigenen Landsleuten erschossen wurden. Der Kaufmann sah, wie chinesische Sol« daten die Leichen weißer Kinder aus den Spitzen ihrer Speere umhertrugen. Der Kaufmann berichtete ferner, das« in der Umgebung von Peking 300.000 Mann chinesische Truppen und Boxer, mit den modernsten Waffen ausgerüstet, stehen. Sie verkünden, das« der Krieg bi« zur Auörotiung aller Fremden werde geführt werden. ES sollen hohe Belohnungen für jeden weißen Kops ausgesetzt worden sein und »S werde reiche Beute versprochen. Mit besonderem Nachdruck lege Prinz Tuan Ge» wicht daraus, das« die Truppen Gelegenheit finden, sich weißer Frauen zu bemächtigen. — Da« „N. Wr. Tagbl." erhielt eine Depesche au« London, in welcher »« heißt: „Die Nachricht von einem Massacre in Peking erweist sich al« unrichtig. Die Europäer waren am 18. d. M. noch wohlaus. Ein Beweis dafür liegt in einer Depesche vor, die vom ameri» kanischen G«sandt«n Conger au« Ptking an seine Regierung gesendet wurde, die um 4 Uhr nach-mittag« in Washington eingetroffen ist. Diese Depesche ist in der geheimen Chisfrenschrifft ab-gefasst, die zwischen der amerikanischen Regierung und ihrem Gesandten vereinbart wurde, daher eine Täuschung ausgeschlossen ist. Die Depesche Conger'«, deren Inhalt nicht bekannt ist. bildet die Antwort auf die Anfrage der amerikanischen Regierung, welche durch die Vermittlung der chinesischen Ge-sandtschast in Washington mittelstBoten von Shanghai nach Peking gesendet wurde. Die Londoner Blätter veranstalteten Extra-AuSgabe mit dieser Nachricht." — Lo-Feng-Luh, der hirsige chinesische Gesandte, erklärte in einem Interview, das« «r au« Peking eine Depesche erhalten habe, die er dem Londoner Auswärtigen Amte zu übergeben im Begriffe sei. Die Depefche bestätigte, das« die europäische Colonie am 18. Juli noch wohlauf war. Hinzugesügt werde, das« die reguläre kaiserliche Regierung wieder die Oberhand über die Boxer gewonnen habe und das« die europäische Colonie beschützt werde und daher ganz außer Gesahr sei. Die Wiederaufnahme de« diplomatischen Verkehres mit der chinesischen Re« gierung könne daher in den nächsten Tagen stattfinden. Aus Stadt und Land. ßillier chemcinderath. Freitag nachmittag fand unter dem Vorsitze de» Herrn Vicebürgermeister« Juliu« R a k u s ch eine ordentliche öffentliche Sitzung de» Cillier Ge» meinderathe« statt. Herr Bürgermeister Stiger musste infolge eine« Todesfalles nach Laibach ver« reisen. Nachdem das Protokoll der letzten Sitzung genehmigt worden war, machte der Vorsitzendevon nachstehenden Einkäufen Mittheilung. Herr G.-R. Franz P oll et gibt aus Warm-bad Villach bekannt, das« er infolge eine« hart-näckigen Nervenleiden« vor Ablauf eine« halben Jahre« an den Sitzungen nicht theilnehmen könne. An seiner Stelle wurde der Ersatzmann Herr Markus Tratnit einberufen, den der Vorsitzende freundlichst begrüßt. Der Maschinist Kandolf macht von der Noth« wendigkeit einiger Ausbesserungen an den städtischen Latrinenwagen Mittheilung, welche sofort veranlasst werden. Der Stadtrath der Landeshauptstadt Graz gibt bekannt, das« der Grazer Gemeinderath in seiner Sitzung vom 10. Juli d. I. über einen DringlichkeitSantrag de« Herrn Gemeinderathe« P o st l beschlossen habe, den durch da» arge Un» weiter vom 20. Juni hart betroffenen Stamme«-genossen de« steirischen Unterlande« 1000 Kronen zuzuwenden und den Bürgermeister von Cilli zu ersuchen, das« er die Vertheilung dieser Gabe über» nehme. Herr Bürgermeister Stiger ist di»sem An» suchen zum Theile bereit» nachgekommen. Der Bürgermeister von Klagenfurt, Herr Neuner fragt an, in welcher Weife die Stadt Cilli die 70. Geburl»tag«feier des Kaisers zu begehen gedenke. Es wird als wünschenswert bezeichnet, dass die alpenländischen Städte in dieser Ange-legenheit einheitlich vorgehen. Die Anfrage wird entsprechend beantwortet werden. Nachdem Herr AmtSvorstand Fürstbauer mit einer Dienstuniform ausgestattet wird, ersuchen auch die SladiamtSbeamlen Blechinger, Derganz und Krell um die Bewilligung, Dienstuniformen tragen zu dürfen. Sie kämen häufig in die Lage, außer» halb des Amtes Amtshandlungen verrichten zu 4 müssen und auch im Amte selbst sei eS von nicht zu unterschätzenden Bedeutung. wenn der Charakter de« Beamten auch äußerlich gekennzeichnet sei. Die Beamten erklären sich bereit, die Uniformen au« Eigenem anzuschaffen. Der Gegenstand wird der Finanzsection zugewiesen. Die Vorstehung der Gastwirtegenossenschaft erhebt über eindringliche« Ansuchen aller Genossen-schastSmitglieder Einspruch gegen da« von den Slooenen sür den 15. August geplante Fest, durch welche« Sommerfrischler und Fremde au« Cilli vertrieben und die Geschäfl«leute und Gastwirte sehr empfindlichen Schaden erleiden würden. Der Vorsitzende theilt mit, das« da« genannte Fest vom Stadtamte au« allgemeinen Gründen unter» sagt worden sei. Auch die Bezirkthaupt-Mannschaft Cilli hat die Abhaltung de« Feste« in ihrem Wirkungskreise au« Gründen der öffent» lichen Sicherheit, Ruhe und Ordnung verboten; insbesondere hat sie verboten: den korporativen Empfang der fremden Gäste am Bahnhof« in Cilli, den korporativen Marsch zur Messe am Josefiberge, jede korporative Versammlung vor der Kirche, den gemeinschaftlichen Auszug nach Tüchern und die Rückkehr nach Cilli. Diese« Verbot wurde damit begründet, das« da« eigentliche Sokolsest von der Stadt Cilli gänzlich untersagt wurde und e« daher nicht angeht, Programmpunkte, welche mit dem eigentlichen Feste im Zusammenhange stehen, zuzu-lassen — die« umsoweniger, al« nach den traurigen Erfahrungen, welche im Vorjahre gemacht wurden, und bei der nationalen Erregtheit unv Spannung im Falle der thatsächlichen Abhaltung de« Feste« auch Heuer Störungen der öffentlichen Ruhe und Sicherheit mit vollem Grunve erwartet werden können. Der Vorsitzende theilt mit. das« gegen die Unter» sagung bereit« ein Recur« vorliege. Hierauf erfolgte Uebergang zur Tagesordnung. Für die Rech!«section berichtet Herr Gemeinderath Dr. Kovatschitsch über die Neuwahl eine« Mitgliede« in den Stadtarmenrath. Ueber Antrag der Section wurde Herr Marku« T r a t n i k ein-stimmig gewählt. Der gleicht Reserent beantragt, dem Ansuchen der Eheleute Stegenschek um Löschung einer seither überflüssig gewordenen Servitut bezüglich de« Gymnasialgebäude« < Gemeindetract) Folge zu geben. Die Stadtgemeinoe Cilli hat am 31. October 1858 den ihr gehörigen (südlichen) Theil de« Gymnasial-gebäudes käuflich erworben. In diesem Kaufverträge wurde der Gemeinde eine Servitut an dem benach-Karten Garten in dem Sinne eingeräumt, das« sie bei Reparaturen u. dgl. von demselben einen Streifen von 3 Klafter Breite zur Aufstellung der Leitern und Gerüste benützen könne. Diese Servitut wurde auf der ganzen Realität der Eheleute Stegenschek grundbücherlich einverleibt. Inzwischen hat das UnteruchtSärar jenen Theil, um den es sich bei der Servitut handelt, käuflich erworben. DaS Grund» stück steht heute mit der Servitut in keiner Be-rührung und eS liegt kein Anstand vor. das» die Servitut gelöscht werde. Die Servitut hat heute keinen weiteren Belang, solange da« Gymnasial-gebäude in Verwaltung de« UnterrichtSärar« steht und solange die Reparaturen und die Erhaltung des Gebäudes vom UnterrichtSärar besorgt werden. Allerdings könnte die Servitut in Betracht kommen, wenn e« zur Theilung de« Gymnasialgebäude« käme und der eine Theil dem Aerar, der andere aber der Stadt Cilli zufiele. Für diesen Fall ist jedoch vorgesorgt, weil die Servitut auf dem Grund-theile, aus welchem sie lastet, weiter hastend bleibt. Die Section beantragt, dem Ansuchen der Eheleute Stegenschek Folge zu geben, wogegen sie die Löschungakosten zu tragen haben. Angenommen. Namen« der Finanzsection berichtet Herr Dr. v. Jabornegg über eine Zuschrift de« Magistrate« von Lemberg. worin eine gemeinsame Action aller autonomen Städte um Entschädigung sür die Besorgung der Agenden de« übertragenen Wirkungskreise« angeregt wird. In der Zuschrift wird ausgeführt, das« die Kosten dieser Agenden eine enorme Höhe erweicht haben und 82% der Gemeindeauslagen betragen. E« wird vorgeschlagen, gemeinschaftlich an den Staat um Ueberweisung der Verzehrung«steuern zu petitionieren. Mit Rück-sicht aus die gänzliche Erfolglosigkeit eine« solchen Schritte« wird über diese Anregung, welche oben-drein von Lemberg ausgegangen ist, zur TageS-ordnung Übergegangen. Ferner berichtet Herr Dr. v. Jabornegg über ein Ansuchen der Kleider- und Schuhmacher» genossenschaft um Subventionierung des Fachcurse« für Schuhmacher, der unier ^Deutsch- Macht"_ Leitung eine« Fachlehrer« in der Zeit vom 16. Juli bi« 23. August d. I. in Cilli abgehalten wird. Die CurSstunden finden an Wochentagen von 5 bi« 10 Uhr abends statt. Sie werden von 30 Theil» nehmern, insbesondere jüngeren Meistern und Gehilfen, besucht. Diese sind zu« großen Theile nicht in der Lage, den durch die tägliche fünfstündige CurSarbeit entstehenden Verdienstentgang zu tragen. Nachdem die Genossenschaft selbst nicht imstande ist. den Theilnehmern ausreichende Unterstützungen zu gewähren, bittet sie die Gemeinde, zur Ermöalichung deS Besuche« eine Unterstützung zu bewilligen. Die Kosten de« Curse« belaufen sich aus 600 Kronen. Die Genossenschaft hat sich auch an den steier» märkischen LandeSauSschusS und die Handels» und Gewerbekammer in Graz gewendet. Diese hat auch bereits einen Beitrag von 150 «conen bewilligt. Mit Rücksicht darauf, al» eS sich um einheimische Gewerbetreibende handelt und der CurS thatsächlich von jüngeren Meistern nnd Gehilfen besucht wird, welche infolge der Einbuße an Verdienst einer Unterstützung bedürftig sind, beantragt Herr Doctor v. Jabornegg. den Cur« mit einem Beitrage von 100 Kronen zu unterstützen, welche jenen Meistern und Gehilfen zuzuwenden seien, die deutsche Cillier sind. Herr G.-R. B o b i s u t unterstützt diesen Antrag wärmsten«. Er habe dem Curie, der in der städtischen Knabenschule stattfinde, selbst beigewohnt und könne versichern, das« dieser Cur« fürCilli von höchster Wichtigkeit sei. Er sei überzeugt, das« durch diesen Cur« im Schuhmachergewerbe in Cilli eine ganze Umwälzung stattfinden werde. Dadurch werde da« moderne Handwerk hier aufleben. Hierauf wurde die Zu» wendung von 100 Kronen einstimmig beschlossen. Herr Dr. v. Jabornegg berichtet endlich namens der Gewerbesection über ein Ansuchen der Maria B u t t u l o um Ueberweisung eine« bereit» bestehenden Standplätze» sür Obst» und Gemüse-Handel. Da gegen die Gesuchstellerin kein Anstand obwaltet und kein neuer Standplatz geschaffen wird, gibt der Gemeinderath über Antrag de» Referenten dem Ansuchen Folge. Der Reserent ersucht ferner da» Stadtamt. die Sicherheitswache zu beauftragen, dass sie nachsehe, ob die Wagen der Ständlerinnen vorschriftsmäßig geaicht sind. Wird geschehen. G.-R. B o b i s u t erinnert daran, das« vor Jahren die Anschaffung einer ambulanten Controlwage beschlossen wurde, und ersucht die Gewerbesection. sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Der Reserent ersucht endlich da« Stadtamt, strenge darüber zu wachen, das« die Ständler nicht in den Häusern hausieren, und dafür Sorge zu tragen, dass da« Hausieren in den Häusern möglichst eingeschränkt werde. Der öffentlichen Sitzung folgte eine ver-trauliche. Maturitätsprüfung?«. Gestern Samstag be-gannen am hiesigen Gymnasium die MaturitätS-Prüfungen. Vormittag wurden 4 Candidaten (Ernst A m b r o s ch i t s ch, Rudolf Bast, Lothar Reichs-ritler von B e r k s und Franz B r a c u n) geprüft und für reif erklärt. Srufungsnachricht. Fräulein Irene Stepisch» negg hat in Graz die Gymnasial-Reiseprüsung ab-gelegt. Schuhmacher-Aachcurs. Der bereit« ange-kündigte Schuhmacher-Fachcur« in Cilli hat bereit« Montag den 16. d. M. begonnen und zählt dreißig Frequentanien (Meister und Gehilsen). Der Unter-richt, den der Fachlehrer Herr L e h m a n n auS Wien leitet, umfasst alle wichtigen Wissenszweige der Schuhmacher, und zwar: Anatomie de« Fuße«, Maßnehmen (genaue Berücksichtigung kranker und abnormer Füße), Mufterschneide«, Fachzeichnen, Zuschneiden, Obertheiloorrichten, Bodenarbeit und Maschinnähen (wozu der Fachlehrer drei Maschinen mit sich führt). Außerdem erhalten die Frequen-tanten gründlichen Unterricht in der Behandlung de« Rohmaterial« und zweckentsprechenden Ver» wendung desselben, sowie auch Belehrungen über sonstige Fachangelegenheiien. Nach Beendigung diese« Curse« findet am 19. August l. I. in Ctlli im Unterricht«locale (städtische Volksschule) eine AuS-stellung der während deS CurseS angefertigten Ar» beuen statt, wozu jedermann Zutritt haben wird. Pamenllunden im Kausvaumschen Herren-bade. Der Badedesitzer HauSbaum hat einem lang» gehegten und häusig ausgesprochenen Wunsche der Damen Rechnung getragen und in der Herrenbad» Hütte beim Waldhause Damenstunden ein-geführt, während welcher das Bad von Herren nicht besucht werden darf. Diese Damenstunden sind mit Ausnahme ver Sonn- und Feiertage täglich von 2—7-5 Uhr festgesetzt. Korksconcert im ZSaldhause. Heute Sonntag 1900 nachmittig findet im Waldhaus« ein Concert der Cillier Mu'ito«rein«cap-lle statt. Eintritt 10 kr. AlebelKände. Au« Sommersrischlerkreiie» n-halten wir folgende Zuschrift: So angenehm der Ausenthall im reizenden Cilli ist, so wird er omih mehrere kleine Uebelstäude. die sich sehr leicht jfr-stellen lassen, beeinträchtigt. ES ist doch nicht nach, wendig, das« die Unrathwagen bei helllichie« log; in der größten Hitze, im Schneckentempo durch die Straßen der Stadt ziehen und sich auch uie» psindlichen Nasen weithin bemerkbar machen. — Da« Stammtischwesen in den Gastwirtscha'te» zu begrüßen. Allein e« ist sehr unangenehm, »<■ sich ein Fremder mit seiner Familie an einen liiHe behaglich niedergtlassen hat, von dort, al» eme» „Stammtische' verwiesen wird, sich an eine» »-deren Tisch flüchtet, wo ihm dasselbe paffixt L s. w. u. s. w. u. s. w. Di- Anb'inguag« Täselchen mit der Aufschrist: .Besetzt!", t Stiii» tisch", »Nur für Arier!* u. dgl. würde so «mch peinliche Scene ersparren. Lehrerstelle«. An den sünsclassigen, in c« 3. OrtSclasse stehenden Volksschule in St. An» in W.-B. kommt bis zum nächsten Winters«»»« ein« Lehrerstelle definitiv, eventuell prooisoriich.ur Besetzung. Gesuche sind bis 15. August ai ta OrtSschulrald zu richten. — An der vierclassiga, in der 2. OrtSclasse stehenden Knabenvoll« iile in Trisail-Bode, Schulbezirk Tüffer, ist eine Lehm-stelle und sür die Schulbezirke Umgebung M Franz, Gonobitz, St. Martin, O verbürg «d Tüffer zwei BezirkS-Au«hilf«lihrerstellm mit fei systemisierten Bezügen nach der 1. OrtSclasse de-finitiv zu btsttzen. Gesuche sind bi« 2V. äliquit und zwar um die Lehrerstelle beim betreffe«»« Ort«schulrath und um die BezirkS-AuShilstlezn»» stellen beim Bezirksschulrat Umgebung Cilli m-zubringtn. — An d«r dreiclassigen, in der dm» OrtSclasse stehenden Volksschule in DechanMch» und an ver zweiclassigen, in der dritten Cnfcüiit stehenden Volksschule in Ehrenschachen kom« |t eine Levrerstelle zur defiaitiven Besetzung. — h der zweiclassigen Volksschule in Grapnitz und m der dreiclassigen Volksschule in Turnau m zlech falls je eine Lehrerstelle nach d«r zweiten LriSclch definitiv, eventuell provisorisch zu besetzen. I sind bi« längsten« 15. August an die detrwacki I OrtSscdulräthe zu richten. preisgekrönter Männerchor vtu Mmü I Die „Dtuiicye Kunst- und Musikzeiiuag" >» Än I hat am 10. Februar 1899 für Compositt»»»« I Prei»au»schreid«n verlautdart. Die Pmtochin I (Professor Jgnaz Brüll, Kammerziriuose nt I preußischer Hofpianist Alfred Grünfeld, Ehiexch» I meiste? Eduard Kremser, Clavieroirmo'e I Rve und Musikichriftsteller Han« Liebslöcklj lud» I nunmehr ihre Eimscheidung über die et:i^r£aiifrna I 114 Compojitionen und 18 lnerarijchea jlrdnia I gefällt. Den ersten Prei» für den Männerch« t:> I hielt die Composition .Deutsche Weihe" de» je» I mischen Componisten Herrn Franz Blümel. Ms« I Tondichtungen längst Gemeingut deutscher Geja^- I vereine sind. ßiue Kaud wischt die andere! Di gestellt werden müssen, aus weitere fünfmal)«. Ml 1 ist bis einschließlich 2. Juli 1905, verlangn' Hin bezeichnender Ausspruch. Ja I Leitaussatzt beklagt sich die cleticale I 1900 „Deutsche Macht" 5 Ztilurg' fiter die TheilnohmSIosigteit selbst „guter JtaitPlifen' gegenüber den flHftlidjfn ?ls.itationS-«rbeiten und tbut dabei u. a. folgenden bezeichnenden i Silfprnd): „Die Leute gehen Sonntags Pflicht-läßig znr Kirche. Werktag« gewohnheitSmäßiq ihrer Brtcit nach, versorgen ihr HauSweien, b- künden im ibrigen aber für Fragen, z. B. der Socialpvlitik «der Politik, de« Wissen«, de« wirtschaftlichen zntfchriiieS :c., kein Interesse. Zur Wahl gehen fot nur, wenn und weil und wie der Geistliche e« »»schl." — Wie man sieht, beurtheilen die cleri» coltn Führer ihre Herde recht zutreffend, bemerken die »Freien Stimmen" zu dieser offenherzigen Betrachtung. Aeim Aaden ertrunken. Der Fabriksarbeiter Zilcd P o d p e t f ch a n au« St. Martin im N'mlhale ist heute Eam«tag nachmittag« 2 Uhr m der Wogleina beim Baden ertrunken. Die Leiche »i:de aus einer Tiefe von fast vier Metern durch Im Arbeiter Juliu« Grabitfch zutage gefördert. Perein der ?osteFpeditoren von Steier-»«tk und /tarnten iu Hraz. In der am 14. I M. staitgehavten Generalversammlung diese« Serum» wurden nachstehende Herren in den Ver-eiii Lani>k»lrachien mit Bauernmusik, Tanz, Eyl» phiten, Efelreiien, Zweirad-Rundsahr», Kletter» tau«, Luftballon, Grammophon, Topsfcblagen, Ktiklauien, Juxpost, Vehmgericht. Bier-, Wein-«ab Jausestand. Feuerwerk und Consetti-Schlacht, beußiillsche Beleuchtung, haben den Festtheilnehmern den Nachmittag und dte Abendstunden angenehm »eikmzi. Die Curmusil spielte am Festplatze und «jmile durch heii.re Weisen die Besucher. Die schattige Waldwiese und die Zugänge zu derselben irarm nut den österreichischen und steirischen Fahnen o»jt reichste geschmückt. — In Anbetracht de« edlen Zwecke», wonach da« Reinerträgni« den Ort«-tra,tn und der Curortischule zugewendet werden fall, fei hiemit allen Festtheilnehmern. sowie den IBnanftsllietn, den gütigst mitwirkenden Damen und Hern» und der verehrlichen Curdirection der beste I«nf aesagt. Die Einnahme betrug über 1200 K. 50 Jahre Kereinsgeschichte. Im Verlage des Ärtemr MännergcsangvereineS ist aus AnlafS M ö(>jLhrigen Jubiläums desselben vor kurzem ein m dir Neuen Leobener Buchdruckerei I. Han» $toU u. 6cmp. mit besonderer Sorgsalt berge-t-Lüt Zuch erschienen, in welchem der verdicnstvolle k!ii>ntrgesangvereines. dessen allmähliche» Ausblühen, tie CcnccTtc, Liedertafeln und Sängerfahrteo de» Ver->^•$, settie die besuche nnb Ehrungen, die dem Ver» eine im Laufe der Jahre zutheil wurden, und e» dürfte nicht» vergessen sein, was sich in irgend einer Weise auf denselben bezieht. Zur Zierde sind dem tvpo-graphisch sehr gefällig ausgestatteten Buche, welches durch den BereinSarchivar Herr Ferdinand v. Praitenau in Levben gegen Einsendung des für da» stattliche Buch verhältnismäßig geringen Betrages von 1 fl. franco versendet wird, eine Reihe von präch-tigen Illustrationen beigegeben, und zwar Abbil-düngen von Alt- und Neu-Leoben, des alten und des neuen EängerheimeS, der Sängerhalle im Leobener Stodtparke, sowie gelungene GruppenporlrätS der Ehren» Mitglieder und deS derzeitigen Vorstände» des Vereine». Wir möchten den Ankauf de» hübschen BucheS allen Kunstfreunden empfehlen. Aever die gefahren des Aergsteige«s und die Ursachen der UnglückSfälle im Gebirge hielt vor kurzem Dr. Kürstein einen intereffanten Vortrag in der Section Berti de« Alpenvereines. Viele Leute, sagte der Vortragende, verwechseln GesaHr und Ursache, und doch sind das zwei sehr verschiedene Begriffe. Die Gefahren der Witterung, der Oert-lichkeit, der Einwirkung Dritter, z. B. Steine ablösender Menschen und Thiere, sind beim Berg-steigen immer vorhanden, die Ursachen aber wechseln nach den besonderen Umständen. Die Ursachen der alpinen Unglücksfälle sind zum größten Theile ungenügende Ausrüstung, ungenügende Kenntnis hoder Gebirge, mangelnde Trainierung. Unvorsich» tigkeit, Tollkühnheit und sogenannte »Gipfelfresserei". Der Bortragende warnte besonder« vor der An-strengung bi« zur Ermattung, und wenn bei einer Tour keine Freude mehr möglich sei, da sei der Bergsport nicht mehr der rechte, edle. Au« einer sehr sorgsältigen statistischen Zusammenstellung der alpinen Unglücksfälle im Zeitraume der letzten 10 Jahre geht hervor, das« von 250 Fällen 163 al« selbst verschuldet und nur 33 al« unverschuldet bezeichnet werden muffen; bei den übrigen war ein bestimmter Nachweis nicht möglich. Von den 250 UnglückSfällen kommen nur 37 auf die Schweiz und davon 26 auf da« Vorgebirge. 30 v. H. aus geführte Touren, 70 v. H auf führerlose. E« wurde ferner festgestellt, dass ein großer Theil der Unglücksfälle auf die Wintertotiren kommt. ?«« Wiener Ka«fma«»stage. Der Central-verband der österreichischen HandelStreibenden, Wien XV1I/1. erklärt auf mehrfache Anfragen, das« er mit dem von einem sogenannten Vereine gelernter Kaufleute und Eonsorten nach Wien einzuberufenden KaufmannStoge in gar leiner Beziehung steht, vielmehr behält sich der Verband mit Rücksicht auf einige Referate ror, die Interessen der Provinz-kausleute in der geeigneten Weise zu wahren. Antersteirilche Müder. In der LandlScur-anstalt Neuhau « sind bi« 11. Juli 341 Parteien mit 590 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. — In Rohitsch-Sauerbrunn sind bi« zum 15. Juli 930 Parteien mit 1395 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. ^ettauer Marktbericht. Der Austrieb am 18. d. M. betrug: 76 Pserde. 259 Ochsen. 190 Kühe, 418 Jungvieh und 191 Schweine. Der Aus-«rieb gestaltete sich sehr gut und die Thiere waren größtentheil« steierischer Zucht. Die Preise waren mäßig und der Qualität entsprechend. Sehr lebhaft ließ sich der Verkehr an, und giengen größere Transporte ab nach: Graz. Mainz, Groß-Florian. Leibnitz. Trieft, Pola unk Sarajevo. Nächster OSwaldi-Jahr- und Viehmarkt am 6. August d. I. Nächster Echweinemarkt am 25. d. M. Geflügel-markt jeden Mittwoch und Freitag. Wind.-Ikeistritz, (Marktbericht). Am Mittwoch den 25. Juli 1900 findet hier ein Rind-vieh- und Pserdemarkt statt, bei welchem ein be-deutender Viehaustrieb zu erwarten ist. Die Interessenten werden daher auf denselben besonder« aufmerksam gemacht. Aaßr- «nd Kiehmärkte i« Steiermark. Am 27. Juli: Graz, Stechviehmarkt nächst dem Schlacht» Hause. Am 28. Juli: Graz, Getreide-, Heu- und Sttohmatkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichstein-platz«. — Rann, Schweincmarkt. — St. Margarethen kei Silberberg, Bez. Neumarkt, V. Am 29. Juli: Maria in der Wüste (Rotte,ibcrg), Bez. Marburg, I. — Stanz, Bez. Mureck, I. Am 30. Juli: Stainz, Fettviehmarkt. — Frledau, I. u. V. Am 31. Juli: Doll, Bez. Tüffer, I. — Mahrenberg. I. u. B. — Sagorje. Bez. Drachenburg. I. u. B. Am I. August: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holz-markt am Dietrichsteinplatze. — Gamlitz, Bez. Leibnitz. I. u. V. — Leutschach. Bez. Arnfel», Aleinviehmarkt. — Pctlau, Echweinemarkt. Am 2. August: Graz, Pferde-und Hornviehmarkt nächst dem Schlachthaus?. —> Brück, I. — Gleichender!», Bez. Feldbach, I. u. V. — Glcinstetten, Bez. Arnfel», V. — Jrdniug, I. — Lankowitz, Bez. Boisberg, I. — St. Leondhard, W.-B., V. — Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. — Schwancberg, Bez. BoitSberg, I. Dritter Auswris über dem Ausschüsse des Stadtverschönerungs-oereines zugekommene Spenden zur Wiederherstellung des Stadtparlies: Die Herren: Josef Ginner, f. I. Professor a. D., K 2.—, Wilhelm Butta K 10.—. Joses Salomon K 10.—, Oberst Edler v. Gellinek K 10.—. Ober» landeSgerichiSrath Balogh K 2.—. Heinrich Scheuermann K 2.—, Heinrich Graf Altem« X 6.—, Dr. I. Pommer, ReichSrathSabgeordneter in Wien, K 10.—, V. M. K 10.—, Anton Eichberger K 4.—. — Weitere Spenden werden in der Buch« Handlung Rasch, wo ein Sammelbogen aufliegt, dankbar entgegengenommen. Hingesendet. (Ein vorzüglicher weißer Anstrich für Waschtische) ist Keil« weiße Glasur. Der Anstrich trocknet sosort, klebt nicht und ist vollkom» men geruchlos. Dosen & 45 kr. sind bei Traun & Stiger und bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. 4Slb Zur Photographie f«r Amateure! Aner» kannt vorzüglich« pbolographifche Salon- und Reise-Apparate, neue unübertroffene Moment-Hand-Apparate, wie alle photographifchcn BedarfS-Artitel bei A. M o l l, k. und k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9. Photo» graphische Manufaktur gegründet 1854. Auf Wunsch grotze illustrierte Preisliste unberechnet. Ancntgcltliche Stellenvermittlung und Her-berge erhalten brave deutsche Dienstmädchen in Marburg, Bürgerstraße 44, IL Stock. — Nähere Auskünfte werden in der Herberge ertheilt. Allen brieflichen Anfragen ist eine Marke für die Rück» antwort beizulegen. Dienstmädchen, welche von auSwärt« kommen, haben sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. Südmark-Frauen- und Madchen-OrtSgruppe Marburg. Deutscher Schulverein. In der Sitzung de« engeren Ausschüsse« vom 18. Juli 1900 wurde für geleistete Spenden der böhmischen Sparcaffe und dem deutschen Gabel«» berger-Slenographen-Verein in Prag, der Spar» cosse in Schluckenau, dem nationalen Vereine deutscher Bürger und Bauern in Mahr.-Schönberg, ferner den beiden Ori«gruppen in Schluckenau für den Ertrag eine« SommerfesteS, der Ortsgruppe Budweis für den namhaften Ertrag des die«» jährigen Sommerfeste«, der Ortsgruppe EibiSwald für da« Erträgnis einer Dilettanten-Theatervor» stellung. der Ortsgruppe Dobr2an sür einen Ertrag auS Neujahrsglückwunsch - EnthebungSkarten und dem Festausschüsse der nationalen Ortsgruppen in Wien sür einen Theilertrag auS dem Feste vom 5. Mai d. I. in Hietzing der geziemende Dank abgestattet. Der Anfall eine» Legate« nach Herrn Münz» berg in Theresienau per 10.000 Kronen und nach Herrn Carl Fink, kaiserlichen Rathe« in Wien, per 200 Kronen wurde dankend zur Kenntni« ge-nommen. Der Schule in Meilenstein, deren Baulichkeiten und Garten durch Hochwasser stark beschädigt wurden, wurde zur Herstellung ein Beitrag zuge-wiesen und der Schule in St. Egydi für nöthige Reparaturen am Schulgebäude ein Credit bewilligt. Der technische Consulent de« Vereines Herr Carl Bringmann berichtet über einige nothwendige Grunderhebungen und Inspektionen in Schönstein. Wöllan, Windischgraz und Pickerndors, welcher Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen wurde. Schließlich wurde allen jenen hochherzigen Gönnern, welche dem Vereine namhafte Bücherspenden zu-kommen ließen, der verbindlichste Dank des Vereine« ausgesprochen. Hin interessanter Sass. Hypnotisiert? Dass ein Pariser von Berlin au« mittelst einer Postlarte hypnotisiert werden kann, da« lehrt eine interessante Procesasache, die gegenwartig die Pariser Gerichte beschäftigt. Vor zelj» Jahren heiratete der HandelSangestellle Loui« Victor Durand ein junge» hübsches Madchen. Durand gieng täglich 6 Deutsche Wacht" 1900 pünktlich i« sein Bureau, wo er die englische Cor-respondeoz erledigte. Er trank nicht, er spielte nicht und galt überhaupt allgemein al« das Muster» beispiel einer geregelten Existenz. Plötzlich machte» sich bei ihm jedoch Störungen de« Nerveumstem« bemerkbar. Er lachte oft ohne jeden Grün? still vor sich hin. wurde sehr unruhig und ausgeregt, beschäftigte sich mit Astronomie und höherer Mathe« matik, vergaß Essen und Trinken und irrte oft Tage lang planlos umher. Im Jahre 1397 traten diese Anfülle so häufig auf, das« Frau Durand ihren Gatten in die Salpetrivre brachte, wo die Aerzte nach längerer Beobachtung seine Krankheit als „hysterischen Wandertrieb" diaguosticierlen. Duraud durchwanderte oft raschen Schritte« Pari« ; wie ein Nachtwandler schritt er ruhelos über Straßen und Boulevard« und befand sich, nach durchwanderter Nacht, am Morgen oft auf irgend einem Krautselde außerhalb der Stadtgrenze. Wenn er wieder zum Bewusstsein gelangt war, lehne er dann ruhig nach Hause zurück. Da Frau Durand einige Ersparnisse besaß, beschloß sie. mit ihrem Manne nach Berlin zu reisen und einen Berliner Specialarzt, der im Rufe stand, derartige Krank-heiten durch Suggestion Heileu zu können, um Rath zu fragen. Der Heilkünstler, ein in der Magdeburgerftraßr wohnender Herr Vogt, brachte thatsächlich durch magnetische Euren Durand'« zerrüttete« Nervensystem einigermaßen wieder in Ordnung. Durand konnte, nach Pari« zurückgekehrt, wieder seiner Beschäftigung nachgehen; er fand eine neue Stelle in einem großen Handel«hause, wo man ihm die Cassa anvertraute. Aber bald zeigte sich der Wandertrieb von neuem. Eine« Tage« verschwand er, macht« mehreremale die Rundes um Pari« und kehrte am nächsten Morgen müde und matt, halbtodt vor Hunger und Durst, in die elier-liche Wohnung zurück. Al« die Krise vorüber war, gieng er wieder in« Bureau. In ihrer Besorgnis, das« di« Ansälle sich wiederholen könnten — sie wiederholten sich in d«r That — schrieb Frau Durand an Dr. Vogt und bat ihn um VerHaltung«-maßregeln. Der Arzt richtete daraus an Durand eine Postkarte, auf welcher nur die Worte standen: „ Bonjour! Comment alless-vous ? J7 esp&re que votre saute est bouue. Domen (le suite, je le veui, je le veui !■ Frau Durand legte ihrem Manne die Karte vor und der Kranke» der seit Wochen alle Nächte schlaflos im Zimmer umher-geirrt war, schlief sofort ein, nachdem er die Aus« forderung deS Arzte« gelesen hatte. Bald daraus stahl Durand seinem Ches 4000 Franc« und be-gann «ine neue Fußwanderung. Einige Tage später erhielt Frau Durand auS Frouard (in der Nähe der deutscheu Grenze) eine Depesche solgenden In« halt«: „Bin in Frouard, weiß nicht warum? Victor." Frau Duiand holte ihren Mann, der 300 Kilometer zu Fuß zurückgelegt halte und erst an der Grenze ausgewacht war. In Paris wurde er wegen de« Diebstahl« verhaftet und al« Polizei-gefangener feines Geisteszustände« halber in ein Irrenhaus gebracht. In feiner Zelle pro-menierte er Tag und Nacht umher, ohne auch nur ein Viertelstündchen zu schlafen. „Ich kann nicht mehr," schrieb er an seine Frau, „ich bin am Ende, seil Wochen kann ich nicht schlafen." Da kam man aus den Einfall, dem Kranken wieder die Karte deS Dr. Vogt vorzulegen. Durand'S Vertheidiger, der den Gefangenen in der Zelle besuchte, nahm die magische Karte wie zufällig au« seiner Acien-mappe und gab sie dem Kranken. „Weg damit," schrie Durand. .ich will da« nicht lesen." Schließ-lich la« er aber doch die gebieterischen Worte: „Dormez de suite, je le vom«, und da« Wunderbare geschah wieder: der Mann schlief sofort ein. Seitdem ist er ruhiger geworden. Die Aerzte sollen nun feststellen, ob Durand für den Diebstahl über-Haupt verantwortlich zu machen ist. Der patho-logische Fall erregt'in Pari« allgemeine« Interesse und wird sicher zu zahlreichen wissenschaftlichen DiScusionen Veranlassung geben. Vermischtes. Kansmännische Asanccu und Verhältnisse in Montenegro. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz bringt zur Kenntnis der Interessenten, dass seitens österreichischer Geschäftsleute Verbindunzen mit Montenegro vielfach ohne Kenntnis der dortigen kauf-männifche» Usancen und Verhältnisse angeknüpft werden, welche natürlicherweise meistens zum Schaden unserer KaufmannSwtlt ausschlagen. Um nur die hauptsächlichsten Momente hervorzuheben, wird gewöhnlich übersehen, dass e» in Montenegro keine Advocaten gibt, dass die türkischen Cavitulationen dortselbst nicht in Wirksamkeit sind, ferner dass bei vetretung des Klageweges nur in serbischer Sprache verfasste Eingaben bei den dortigen Gerichten angenommen werden und das» schließlich die (. u. f. Mission in Cetinj« nur liquide Forderungen bei der dortigen Regierung vertreten kann. — Im Interesse der einzelnen Firmen selbst gelegen ist die Entsendung sprachkundiger, geschulter und zum Incasso ermächtigter Agenten. t Senn und giftn, die in Tirol die Saat der Freiheit streuten, die als Opfer des Vormärz sielen oder .litten, ruhen langst unterm Rasen, aber nicht ver-gessen wolle» wir, die wir die Fortsetzung ihres Werkes gelobten, dieser herrlichen Vorkämpfer. Senn, der tragische Tiroler Grabbe, war der erste in ganz Oester-reich, der in den Tagen MeUernich» eS wagte, dem Cleri« ealiSmuS zu Leibe zu gehen. Maßlos leidenschaftlich, knapp, kräftig wirkungsvoll, wahrhaftig ein Genie, alS das ihn der Wiener Polizeibericht nach langer Haft be-zeichnete, gieng er auch den Märtyrerweg eines solchen in Oesterreich — er ward verfehmt und vernichtet und versank in den Qualen eines langsamen geistigen Todes. Aber unbeugsam und trotzig, hat er sich nie der reaktionären Sippe ergeben. Scan ist verschollen, während G t l m, dem Sänger der stürmenden Jesuiten-lieder, dem fprachgewaltigsten und größten Lyriker Oesterreich«, endlich nach einem Menschenalter die gebührende Stellung im deutschen Schriftthum geworden ist. Gilm sang jene Trilogie auf den Untergang unserer FreiheitShosinungen, welche gewiss die großartigste deutsch« Satyr« wäre, wenn sie sich nicht auf die el«a-den Verhältnisse Oesterreichs bezögen, das doch nur mehr im Hintergrunde der Weltgeschichte steht. Die letzte Scherer-Nummer, die den beiden Dichtern geweiht ist, bringt eine reiche Fülle von Liedern beider Dichter, zumeist Erstdrucke, bisher unveröffentlichte Arbeiten aus dem handschriftlichen Nachlasse Senn und GilmS, seltene Jugendbilder, die Wiedergabt der Handschrift und Beiträge zum Lebensgange, die von höchstem kunst-wissenschaftlich«», literarischen und geschichtlichen Werte sind. Die so lange dem Volke vorenthaltenen Feuerworte der beiden FreiheltSdichter haben an aufrütttlnder Ge-walt nichts verloren und dröhnen mahnend und begei-sternd an unser Ohr. Wie gering sich unsere Zeit vont Vormärz unterscheidet, beweist die Beschlagnahme so mancher Stelle in dem Schererheft. „Wohl ein Äreuj in jeder Stube — Aehren dran vom letzten Schnitt, Trauben von der besten Hub« — Aber nie ein Jesuit!" Die Nummer bringt auch ein große? künstlerisches Widmungsblatt für Oesterreichs neuen Bundesgenossen, trifft mit scharfer Geißel Chinesereien unserer Cultur-mächte und gedenkt der heldenmüthigen Buren, in denen sich deutsche Tüchtigkeit zu eiren an die Tragik der letzten Goethen erbebenden Höhe verkörpert. Die ganze ultramontane Brüderschaft steht mit hassesstieren Augen auf Jungtirol, daS die Fahne der GeisteSrebellion gegen Rom trägt. Alle Mittel gelten dem Gefolge der Schwarzen und Schwarzgelben gegen den Scherer für erlaubt, umsomehr möge jeder freie Deutsche diese» Blatt in Schutz nehmen und ihm. dem Träger unserer tiefsten Ueberzeugung, Verbreitung schaffen. Z>er „constscierte" Martin Lntßer. Ein Beispiel der staatSrettenden Tbätigkeit der Regierung theilt die „Mg. evang. lutherisch« Kirchenzeitung" in folgendem mit: „Der frriwillig« Kirchenchor der Martin Luther-Gemeinde in Dresden hat gelegentlich eines AuS-flugeS am 30. Juni in Aussig ein Concert abgehaltn», dessen voller Ertrag der Ortsgruppe deS (völkischen, wirtschaftlichen, nicht politischen) Bunde» der Deutschen in Böhmen gewidmet war. Auf den Einladungen zu diesem Concerte, die in der üblichen Weise durch Mauer-anschlag erfolgten, fiel eS allgemein auf. dass eine Stelle überklebt war. Die Ankündigung hieß ursprüng-lich: Einladung sür da» große GesangSconcert, ausgeführt von dein freiwilligen Kirchenchor der Martin Luther-Gemeinde in Dresden; und nun war zu lesen: Großes GesangSconcert, ausgeführt von über hundert Sänger und Sängerinnen eines hervorragenden Dresdner Kirchenchore». Der Name Martin Luther musste auf Veranlassung der k. k. Bezirkshauptmannschaft beseitigt werden, denn es hätte ein katholischer Geistlicher auf einen Zusammenhang mit der „LoS von Rom!"-Be-wegung schließen können . . Der Sieg der deutschen Andnllrie ans der pariser Weltausstellung. «us Berlin wird be-richtet: Nachdem die Jury auf der Pariser Meltaus-stellung ihre Arbeiten beinihe vollendet hat, kann, wie d«r „Conseciionär' erfährt, die erfreuliche Mittheilung gemacht werden, das» die deutsche Industrie mit einem vollen Siege auf der Pariser Weltausstellung ab-schneidet. Den deutschen Ausftellern sind nicht allein verhältnismäßig d-r Zahl nach die meisten Preise zu-th«il geworden, sondern auch die höchsten Auszeichnungen, z. B. gr.'Uil prix und die med.ulio d'or. Namentlich haben die Aussteller der deutschen Textilindustrie hohe Auszeichnungen erhalten. — Und Oesterreich? DaS soll sehr hübsche Zuckerhüt« ausgestellt Haien. Da» ist aber auch alles. , Acht Hellerreich isch. Der Zweigverein Siljd«, des „Allgemeinen Deutschen Sprachvereine»', irr« Satzungen wörtlich genau den Satzungen d«S I>intbr»chr Zweigvereiae» nachgebildet wurden, wurde »o» «er Salzburger Lande»r«zierunz mit der Bezrüitdang licht bewilligt, das» in dem Gesuche die Berechtig»», »et „reichsd.'utschen" Allgemeinen Deutsche» Sprachvere«» zur Bildung von Zweigoereinen in Oesterreich a* nachgewiesen scheine! In Oesterreich besteht zum ist vielen Jahre» eine ganze Reihe von solchen Zoch' vereinen, so unter anderem in Wie», Graz. Reichendes Klagenfurt, da» braucht aber eine Salzburger ümW» regierung nicht zu wissen. Nun sollte man freilich meinen, dass die Wissenslücke am einfachst«» durch«» Anfrage bei der Wiener Centralregieruag au*jefill werden könnte; aber das wäre eben einfach ua» ,er-nünftig und darum nicht — österreichisch. Ä» »Ä denn unser Amtsschimmel solche Sritensprünge suchn: Beileibe! Z>ie Gewehr« der chinesischen Soldat«». El nicht uninteressant dürfte zur Zeit die Thaisache gdl.i, dass die chinesisch« Armee theilwiis« mit bairisch«» Gewehren älteren Muster« ausgerüstet ist. Diese iu.*M »ach Einführung deS jetzigen im Gebrauch befindliche» Muster» in den Zeughäusern aufbewahrt und d»,dc» bairifchen Kriegsininisterium an «inen bairischcn 0 r.a a. D. verkauft, der sie durch Vermittlung einer hw> burger Großfirma und nach Einwilligung bet Reicht-KriegSamteS im Laufe deS vorigen Jahres u :x chinesische Rrgierung lieferte. Hin Aureuwort. Präsident Krüger bat tat Sorrespondcnten d«S „Daily Telegraph' durch Mr. Sn| folgende Botschaft mittheilen lassen: »ES ist dirrchut nicht nothwendig, über Frieden zu di»cutiere». Sie Ihrer Zeitung und damit der Welt, das» die 5q< afrikanische Republik für ihre Unabhängigkeit startn wird, bis nur 500 Buren noch am L.'be» ful, n) selbst dann werden wir de» Kampf fortsetzen. Tu« i unser felsenfester Entschlüsse Pie Letzten. Unter diesem Titel verc-ie-ll^ der „SinrplicisstmuS" das folgende ergreifende Lum» gedicht: Der Herr hat feine Hand von un» gezoze», Den wir mit Herz und Mund so oft zexries», Die weisen Fürsten haben unS betrogen. Jetzt zeigt den Bauerntrotz der alten Friese». Die liebe Heimat darf der Feind verderbe», Uud schweigend hat die Welt eS zugegeben. Ihr Brüder, ist eS besser nicht, zu sterben, AlS mit d«n Feigen kläglich weiterleben? Sie sollen ihren Ruhm noch theuer zahle», Und manch« Witwe soll noch lange trauern, Dann mögen sie an Fürstenhöfen prahle» Mit ihren Siegen über arme Bauen. Dresden, I I. Juli. Den im Laufe de« dtimzt» Tages unter Führung de» LandeSschützemoeifie« t. Pengg eingetroffenen fteirischen Schütze» nratfc «i» sehr sympathischer Empfang bereitet. Fabrikant S-ck begrüßte namens de» Festausschusses die stammierw-«« Schützenbrüder, worauf v. Pengg in längerer H« erwiderte. Er barste für die herzlichen Kmidged-nzn und betonte, das» die Deutschen i» Oesterreich i unwandelbarer Treue zu ihrem Volke stehen, tr brachte sein Hoch auf die Schützen d wasser erscheinen zu lassen, stand vor der Strafkniim zu Htilbronn der Min«ralwafs«rfabrikant wt zur Durchführung einer Reise auf der »schönen Nahm Donau' nothwendig ist. Eine Fülle vou Jllu-tutoncn, verbunden mit einem erklärenden und er-limrnden Texte, führt dem Leser die reizendsten Donau-vor Augen, deren Besuch, wie da« dcw Donau-Wer «llezierte FahrpreiS-Verzeichni» beweis», allen Kosenden sehr leicht gemacht ist. Dem Reisehandbuch« it iKitn« angefügt: der Fahrplan für alle Strecken, »ritt von Paffazierschiffen befahren werden; daS Ver-atuhnts der einzelnen RundreisecouponS-Strecken, welche «tei Tonau liegen und für tvelche auch die Bahn-scheine Geltung haben; das Verzeichnis der combi-»inln EchiffS- und Bahnkarten; die Speisen- und Eettmke-Tarise -c. — Da» interessante Werkchen ist W der Direciicn der Ersten k. k. priv. Donau-Dampf-^'jldrlt-Eescllschaft in Wien grati» zu haben und uto «der Verlangen Interessenten auch franco zuge- Ueber die Pest, von deren neuerlichem Auftreten in Ichttea, ihrem von alterSher häufigsten Ursprung«-buk, beunruhigende Nachrichten zu un« dringen, bringt ! „Sartenlaube" einen höchst interessanten Auf-<4 au» der Feder Dr. Job. Herm. BaaS'. Daran Wexw sich andere zeitgemäße Artikel, so über „Gold »d Tiamanten in Südafrika' von Dr. Franz Ritter O 8« Normier, .Die elektrische Hoch- und Unter-inioddahn in Berlin' von Heinz Krieger mit zahl-mchi» Abbildunze». Dr. H. I. Klein erzählt un« «tokt Bemetkni«wertes über „Irrlichter" und E. ?il'tnkrfl warnt un« in einer allgemeinverständlich ßtjchmbenen Abhandlung vor „verdächtigem Hackfleisch.' Üeu Zleund einer guten spannenden Unterhaltung«-lctin »erden nach wie vor die beiden Romane „Der Icra:eftel von Ludwig Ganghofer und „Kampf umS /DU* von Paul Rodran fesseln. Auch der künft-ierüche Echmuck der „Gartenlaube" ist ein auserlesen juln -nd sucht jeder Geschmacksrichtung gerecht zu den«. Tanehea werden uns zahlreiche Bildnisse und ZZichiatiolien vorgeführt, die mit dem Leben der Gegenwart im engsten Zusammenhang stehen. vadesaisonl Reisesaison! Sporliaisoa I" Nirgends !cm«: die Stimmung der jetzigen Jahreszeit so zum turtrnif, wie in der neuesten Nummer des illustrierten 4httB*aiMattt« „Große Modenwelt" mit bunter Kcheiviznette. Verlag Job» Henrv Schwerin, Berlin. ]§k p»ze Nummer steht im Zeichnen de» Turfs, der Reise- und Badezeit. Die elegantesten Toiletten, reich« wie einfache, in meisterhaften Genrebildern vorgeführt, geben un« einen Begriff von der unübertroffenen Ge-diegenheit diese« Weltblatte«. Die beiliegenden Schnitt-musterbogen versetzen selbst die Anfängerin tu die an-genehme Lage, ihren ganzen Bedarf an Kleidung ohne weitere Hülfe anfertigen zu können; außerdem liefert der Verlag Extraschnitte nach eingesandtem Körpermaß zu den minimalen Selbstkosten — 30 kr. für Schnitte für Erwachsene, 20 kr. für solche für Kinder. Eine vornehm geleitete, unterhaltende und belehrende, illu-strierte belletristische Beilage und eine Zseiteitige Ro-manbeilage „Au« besten Federn' sorgen für die geistige Nahrung der Leserinnen „Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin, ist für mir 75 kr. vierteljährlich zu beziehen von allen Buchhandlungen und Postanstalten. Gratis-Probenum» mern bei ersteren und in der HauptauSlieferungSstelle für Oesterreich-Ungarn: Rudolf Lechner & Sohn, Wien I., Jasomirgottstraße 6. DaS in München erscheinende, auf radicil-natio» nalem Boden stehend« Kampfblatt „Hdin" bringt in seiner 28. Nummer folgenden Inhalt: Leitspruch. — Einem deutschen Streiter Heil! — Entblößt? — Deutsche Tapferkeit. — Ein Rückblick. — Deutsch« Fahnenweihe. — Ein treuer, deutscher Diener Otto von BismarckS. — AuS dem Kampfe. — Ein Weihespiel: Wodan und Donar. — Allerlei. — Schriftthum. — Berichtigung. — AuS dem deutschvölkischen Vereine „Odin". — Unterm Striche: Da« römische Oarnunlum al« ein völkischer HeilthumShaag. — Beilage: „Kirchenlicht". — Probenummern sind jederzeit durch die Geschäftsstelle, München 19, Roman, ftraße 9, zu beziehen. Der Jahre«bezugSprei» beträgt fl. 2'50 bei freier Zusendung. „Der Kyffhäuser". Deutsche Monatshefte für Kunst und Leben Lin; a. d. Donau, Allstadt I I. Von dieser neuen deutschnationalen Zeitschrift, die al« «in im großen und modernen Stil geleitete« Blatt für nationale Politik, Wissenschaft und Kunst eine Er-gänzung zu den zahlreichen politischen nationalen Tage«-und Wochenblättern bildet, ist das zweite Juliheft mit folgendem Inhalte erschienen: Georg Holaubek, Ueber Parlainent«müd!gkeit, Absolutismus und Parlamentari«-muS. — Dr. Adolf Huber, H. St. Chamberlain. Die Grundlagen de« XIX. Jahrhundert!. — Mar Morolb, Josef Reiter. — Karl HannS Strobl, Unserem Volke seine Dichter! — Josef Kitir, Lösung. Weiße Liebe. — Hugo Greinz, Wiener Literatur. — Karl v. Ettmayer, Anaiike. — Th. A., Wiener Theaterbries. — Politik und Cultur: (Nochmals „Die Herrschcrnatur Kaiser Wilhelm II." — Internationale Politiker. — Kunst und Leben: (AuS Graz. — HeimatSkunst). — Kritik. — Bücher. — Zeitschriften. — Der vierteljährliche Bezugspreis des „Kyffhäuser" beträgt 3 Kronen. Be-stellungen find entweder an die Verwaltung (Linz a. d. Donau, Altstadt II) odir an die nächste Buch-Handlung zu richten. Probehefte find umsonst und portofrei von der Verwaltung zu beziehen. „Pfeile au« der Ebern bürg.' DaS so-eben erschienene 2. Heft enthält folgende Aufsätze: Deutsche Volksgenossen! — Rom. — An Oesterreich. — Um JosefS 2. Erbe. — Oesterreich in Gefahr der Ketzerei! — Blüthen au« päpstlichen Schreiben. — Papstbilder. — St. Josef» Testamente. — Römische Priestersünden im Juni. — Blüthenles« angewandter Sprüche. — „Glückliches' Innsbruck. — Auszug au» Ulrichs vou Hütten, Schreiben an Eurfürst Friedrich von Sachsen, die päpstliche Bulle (gegen Luther) be-treffend. — Lo« von Rom-Berichte. — Priesterübertritte. — Deutsche VolkSbank in Tirol. — Der verbrannte Hirtenbrief. — Ulrich Huttenbund. — Stellenvermittlung. — Bücherschau. — Briefkasten. — Anzeigen. Die „Pfeile aus der Ebernburg' wurden zwei-mal beschlagnahmt und erschienen nun in dritter Auflage. Bestellungen auf dieses unerschrockene Kampf-blatt gegen Rom sind an die Verwaltung in Innsbruck (Schererverlag) zu richten. BezugSprei« ganzjährig 4 Kronen. Der Jugend mus« die Kindheit er-halten werden! DaS ist «ine so natürliche und doch so wenig erfüllte Forderung! Da darf man wohl ein Blatt, welche» fich den ersteren Satz zu eigen ge-macht ha», mit Freuden begrüßen, nämlich die präch-tige, in ihrer Eigenart einzige, reich illustrierte „Kinder-garderobe', Verlag John Henry Schwerin, Berlin. Wie ist in seiner Beilage: „Im Reich« der Kinder", in feinen UnterhaltungS- und BeschäftigungSspielen, in seinen prächtigen Modengenrebildern doch da« Kinder-leben so richtig erfasst und wiedergegeben — ein Kinderblatt für Kinder! Und nun den eminenteu praktischen Nutzen, den die Mutter und Kinderfreundin von den vielen Modenbildern, dem Schnittmusterbogen und den extra (gegen 44 h pro Schnitt, die eigenen Selbstkosten) gelieferten Schnitten genau nach angege- benem Körpermaaß hat! Auch die häuslichen und ärzt-lichen Winke werden allen hoch willkommen fein. Grat«-Probenummern durch Rudolf Lechner u. Sohn, Wien I, Jasomirgottstraße 6. CILLI. Cur- und Fremdenliste de» Kaiser Franz Josefe-Bades Tüffer. Vom 30. Juni bi» 10. Juli. Herr Georg Burkhardt, Gaswerk-Director, aus Laibach. — Herr Leopold üollmaiiu, Privatier, mit Gemalin, au» Wien. — Herr Franz Wirker, Baumeister, mit Gemalin, aus Wien. — Frau Emma FHrbeiss, Professorsgattin, mit Tochter, aus Wien. — Herr Ansrelo Desero, k. u. k. Lieutenant, aus Graz. — 8e. Excellenz 8eb. Ritter von Arlow, k. u. k. Feldmarschall-Lieutenant a. Dh a. Wien. — Frau Tliekla Hnber, Beamtenswitwe, aus Oraz. — Fräulein Bertha Neca», Kaufmannstochter, au» Wien. — Herc Franz Bcnda, k. n. k. Oberst d. R., aus Wien. — Herr Johann Schubert, k. k. Hoftheater-mcister, mit Gemalin. aus Wien. — ilurr Peter Mcstrorlt ton Arly, k. u. k. Oberlieutenant mit Ge-malin, au« Brunn. — Fräulein Gabriele Roth von Rot henhoiM, Prirase, au« Laibach. — Herr Caspar Pich, Ingenieur, mit Gemalin und Kind, aus Wien. — Herr X. ThonhKascr, Privatier, aus Triest. — Fran Adelluc GrSIlu Dolmcslrl, Private, aus Volooca, Küstenland. — Herr Dr. Karl 8«etlvy, k. k. Landesprerichta-rath m. Gemalin u. Tochter, a. HernuiRor. — Herr Fritz und Oskar Ritter von KaltCueirircr, Schiller der Theresi-anischen Akademie, aus Radmaoasdorf, Oberkraio. — Herr Anton Stark, Privatier, in. Gemalin, aus Budapest. — Se. Excellenz Heinrich von Bnclita, k. u. k. Vice-Admiral a. D., mit Gemalin, Kammerfrau und ätuben-mstdehen. aus Triest. — Herr Karl Hitaptler. Kaufmann, aus Wien. — Frau Thercsie Niedermayer» Fabrikanteuswitwe, aus Wien. — Herr Gustav Bohrn, k, u. k. Oberlieutenant, mit Gemalin, aus Budapest. — Herr Lndwitr Ernst, Kaufmanun, aus Dresden. — Herr Anton Gorlup, Kaufmann, aus Gatenstem, Kirnten. — Herr tteortr Wnener, k. k. Laadesgerichtsrath. mit Ge-maliu, aus Klagenfurt. — Herr Emcrich Ha» hck. Rentier, aus Linz. — Fran Palmlra Glauetto, Private, mit zwei Fräuleiu Töchter, aus Triest. — Herr Frani Waldeker, Pfarrer, s.ailwch, — Herr Joses Gobetzky, Apotheker, ans Easeg. — Herr Ludiriir Merrenlhaller, Vorstand der österr.-ungar. Bankfiliale, mit Gemalin u. 2 Fr&ulein Töchter, aus Gross-Kaaüsa. MM alkalisoher ala Heilquelle seit Hunderten von Jahr«, bewährt in allen Krankheiten der Athmungs» und Var-dauung sorg ane, bei Gicht. Magen- und Blascn-katarrh. Vorzäglich für Kinder, Heronv»lescent«n nnd während der Gravidität. und Ersrlschaniu-Gelränk. 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Von jenen Hundebesitzer, welche nicht in Cilli wohnen, oder nur Durchreisenden, können Fremden-Marken gegen Erlag der Auflagegebslhr per 4 Kronen Itir obige Zeit ebenfalls bei der städtischen Kasse behoben weiden. Die Umgehung der Auflageentrichtung durch Verheimlichung des Hundehesitzes oder Benützung einer ungiltigen Marke wird ausser der Jahrestaxe mit dem doppelten Erläge derselben als Strafe geahndet. Stadtauit Cilli, am 22. August 1900. ^ Der Bürgermeister: 5166—59 Stierer». Hydraulische Pressen ___ rar Trauben-Wein, Obst-Most fflr den Grossbetrieb Grösste Leistungsfähigkeit, Höchste Mostausbeute, Schnellste Arbeit,: 6 Einiache und leichteste Bedienung; Wein- u. Obst-Pressen fiir Handbetrieb. Trauben-u.Obst Mühlen, sowie complete Mosterei-Anlagen 0144-72 fabriciren and liefern unter Garantie als Specialität in neuester, bewährtester und preisgekrönter Constmction PH. MAYFARTH & Co. kaiserl. könlgl. ausseht, priv. Fabriken landwirt. Maschinen, Eisengiessereien u. 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