Pranumrralion« - Prcisc: Fitr Laibach: Ganzjahrig . . . s fl. — kr. Halbjahrig . . . 3 „ — „ Bierteljahrig. . . 1 „ 50 „ Monatlich . . . — „ so „ Mit bet Post: Ganzjahrig . . . 9 fl. — ft. Halbjahrig . . . 4 „ 50 „ Bierteljahrig. . . 2 „ 25 „ Sat Ziistellung in« HauS viertel-jiihrig 25 ft., monatlich 9 ft. ©njelne Nummern 5 ft. Laibacher Bcbaklion: Bahnholgasie Nr. 132. Nr. 8. Tagblatt. Anonyme Mittheilungen roetben nicht berucksichtigt; Manuskripte nicht zurllckgescndet. Dienstag, 12. Janner. — Morgen: Hilarius. Erpc-ilioa ntil 3n|crtrtf fiurtaa: Kongretzplatz to.81 (Buchhandlung von J.v. itleinmabr & F.Bamberg), 3nftritongprtift: 'fiit die einspaltige Pelirzetle 3 ft bei zweimaliger Einschaltung it 5 ft. breimal it 7 ft. JnsertionSstempel jebeimal 30 ft. Bei griitzeren Jnseraten imb offerer Einschaltung entsprechender Rabat 1869. Die Parteien im Lande.* II. Die Rationale« und die Deutschen. Wir habcn im Lande Kram so zn fagen zwei Parteien. Um sich zu untcrscheiden, hat sich durch den Gebrauch einc Kennzeichnung berfelben herauSgc-bilbet, inbem sich bic cineit bie Nationalcn nenncn, die anbern bie Deutschen genannt werbcn. Wahrenb fid) bic erstern be« TitelS bic „Nationalen" selbst bcbienett, ist ben anbern ber Titel „bie Deutschen" gcgeben roorben, wahrenb fie selbst cS vorziehcn, sich bie Liberalen ober bic Bersassungsfrcunbe zu netinen. Sinb bie Titel bie Nationalcn unb bic 'Deutschen bczeichnenb unb charakteristisch? Wir sagen uein. Dcnn abgesehen bacon, bah roebcr bie Nationalcn aus tauter Slovencu, nod) bic Dcut-fchen aus tauter Deutschen bcstehen, ist ber Bcgriff national fein Borrecht einer Partci, benn national ist jeber, ber von einer Nation ist. Dcr Slovene, welcher einen anbern Weg ciuschlagen will, um fein Vaterlanb glucklich zu machcn, als ihn onbete ver« fuchen, ist auch national, roeim er auch nicht zu ben Nationalcn flezahlt wild. Noch weniger, bezcich-nenb ist ber Titel „bie Dcutsd)cn." Dcnn auhcr ben Deutschen, bic in ben StSbtcn bcS LandeS wohnen, ben Bcwohncni bes Herzogthuins Gottschcc unb cinem grotzcnThcile unserer Grotzgrunbbesitzer und deS Adels find es gcradc geborne Slovenen, wclchc ber Partci ihre bead)tensrcerthe Starfe gebcn. Das habcn bie sogcnanntcn Nationalcn auch gcsuhlt unb baher fflr die Partci einen Spottnaiucu ersunben, bie Nemškutarji, bic Dcutschthumlcr. Dam it ist aber ber Schwcr-punkt bes Partcinutcrschisbcs nicht mchr auf bie Geburt ber Parteiaiigehorigen gelegt, fonbern auf bie politischc Tcndenz. Mil bietem Titel habcn bie Nationalcn fomit zugegeben, bah es im Lanbc Krain Eingcborene gibt, wclchc bas cine Ziel, unb Siugeborene, wclchc cin anbcrcs Zicl vcrsolgcn. So * Siehe Nr. 3. stcht faftisch bic Sachlagc. Es gibt baher zwei Parteien, wclchc jede ihre Berechtigung habcn, nainlich jene Berechtigung, wie sic in jebcnt freicn Staatc ancrkaniit wirb, bie politisdje Ucbcrzcugung frei zu auhcru unb ihr mit gcsctzlichcn Mittcln Gcltung zu vcrschasfcn. Man solite glaubcn, bie ©ache ist so cinfad), bah man bariiber gar nicht weiter zu fprechcn braucht. Allcin man hat ben Sinn bcs Bolkcs bestricft unb vcrwirrt, man hat Schlagwortc gejchaffen, wclchc momentan ziindcn unb sich an bie Stellc ber Ucberlegung unb ber ruhigen Bcnrlhcilung sctzen. Man hat bas Sd)lag-wort ersunben, bie Slovenen sinb keine Partci, benn ber Haushcrr kanu feine Partci fein. Ist benn cine politischc Partci unb ciuc Zinspartci baSsclbc, kaun ubcrhaupt nur tin Vcrgleich zwischen beiben gemacht werbcn? Dieses Schlagwort ware als cin einfacheS fchlcchtcs Wortspiel zu belacheln, wenn ba6 Volk aus ber salschcn VorauSsctzung sich nicht bebenk-lichc falfchc Schlitsse gezogen hatte. Die Nationalcn sahcn sich in Folgc biescs WortfpiclS als HauS-herrcn an, bei wclchcn bic Nichtnationalen (sit venia verbo) zur Micthe wohnen. Die Notionalen hiittcn baher bas Rccht unS, bie wir anbere poti* tifche Anschauungcn haben, zu fiitiben, respektive uns hinauszuwerscn, uns vielleicht auch ben Miclh-zins zu steigern, wic eS moberne Hansherren zu thun liebeit, fie fonnteii uns am Enbe gar ver-bieten, Kinbcr zn habcn, benn es gibt ja befanntlich HauSherrcu, wclchc Parteien mit Kinbem nicht afzeptiren. Doth abgesehen vom Scherze liegt cine furcht-bare Konfequcuz in bem Satzc, ben ber Bauer am Lanbe nachbctet. Man gesteht uns bamit nicht mchr bas Rccht politifchcr unb fozialcr Freihcit zu, man anertennt ja bamit nicht mchr unsere Berechtigung, cine politischc Partci zu fein. Wir leben zu ©noben, unb mussen jeben Augenblick ben Bunbcl gcschniirt in Bereitfchaft halten. Ist bas Gleichbc-rechtigung, mit ber man fonst ben Munb so voll nimmt, ist bas Tolcranz? Ncin das ist Faustrecht, bas ist cin unerhSrtes Berkcnnen staatlichcr unb politischcr Freihcit. Vcrgcsscn benn bie Herrcn, batz wir ofterreichifchc ©taatsbiirgcr sinb, batz wir so gut Steuern jahten wie fie, bah nicht bie Slovenen, sonbern ber Staat nnser Haushcrr ist? Ber Staat aber sinb a lie Biirger besfclben. Wir par-tizipiren baher am HanSrechtc fo gut wie bie, wclchc line als gebulbete Gastc bctradjten wvllcn. Nach biefer Abschweifung wollcn wir wieber anknupfcn an unserer Auselnanbersetzung ber Sach-lage. Unsere Parteien sinb demnach nicht so sehr burd) bie Geburt, als bnrch bie Tcnbenz verschieben. Sines will ich nnnehmcn, dah in letztcr Linie beibe Parteien basselbe Zicl onstrcben, niimlich bas Miick unb bas materiellc Wohl bcs VvlkcS in Krain unter ber Aegidc eines miichtigen OestcrreichS. Dcnn cinzelnc Spuren abtragiger Tenbcnzen sinb so ver- einjelt geblicbcn unb scheitcrn an bem gesunbeii unb loyalcn Sinnc nnscres Vvlkcs, bah wir bariiber schrocigenb hinweggehen. Also im letzkcn Zielc sinb beibe Parteien einig, bie Mittet unb Wege aber, wclchc beibe Partcien ale bic richtigen unb ber Er--reidjung bcs Zicles giinftigen unfchcn, sinb vcr-schicbcnc. Wir fommen ba schon wieber auf ein Schlagwort zu sprechen, mit welchcm man bcs BolkeS Urtheit zu trubcn gefucht hat. Man sagte, fo wcnig es in Frankreich cine franzbsischc Partci, in Eng-lanb cine cnglischc Partci gibt, cben fo wcnig kann es in Krain einc slvvcnischc Partci gebcn. Abgesehen baoon, bah es in Krain thatfachlid) zwei VvlkSstamine gibt unb infoferne allerbings von einer flovcnifchen Partci bic Rebc fein fonnte, fo folgt cben baraus, was wir oben crwahnt haben, bah bie Benenuung ber Parteien nach Geburt unb $1 b ft am m tin g einc falfchc ist, bah man baher bie Partcien nach ihrer Tcnbenz kcnnzcichnen muh. Es gibt in Frankreich allerbings feine franzosischc Partci, aber es gibt liberate unb flerifale, cs gibt eitie ffierg^ Ieuill'elon. Ein Eselsprozetz. Die Geschichte ber Rcchtspflcgc weifet mancheti Prozch auf, ber ben Namen eines EsclsprozcsfcS vcrbicnt. Doch cin, bnrch einen teibhaften, zur Klaffc ber Einhnfcr gehorigen Efcl veranlahter Prozch bilrfte zu ben Seltenheiten gchSrcn, unb cben fowic jcner ber Abberiten um bes Efcls Schatten einer vorzngsweifen Erwahnnng roerth fein. Dcr beutfchcVolkSschriftstcllcr I. Rank fiihrt in cinem Auffatze iiber Prozcffe unter bent Lanbvolke auch fotgenbett EfclSprozeh an: Jnt fitbtichen Tirol tried cine« TagcS ein Bauer, Namens ©otter, feitien mit Butter unb Kafc bclabencn Efel von ber Alpe herab, als thm cin zweiter Bauer Namens Bohlcr begcgnctc. ® otter fprach den Bohl er urn ein Prise Tabak an, bie ihnt jeboch verweigert wurbe. Goiter fragte baraus, ob er benn alsdann cine Prife erhalten wiirde, wenn cr fur biefelbe fcinen Efcl famntt ber barauf befittblichett Waarc abgeben wiirbe ? Bohlcr fonnte cinem fo gliinzenbeu Antrag nicht wibeiftchen, cr gab bem Goiter bie Prise Tabaf unb biefer iibergab ihm ben belabcnen Escl. So gingen sic itt befter Eintracht, Bohlcr fcinen belabcnen Efcl fiihrenb iiber ben Berg herab, bei ber Wohnnng bes Gotter vorbei bis in bad Dorf, wo Bohler attfaffig war Bcirn Hanse angefommen sagte biefer jetzt: „Na Gotter, b'a uttnnt Du Deinen Esel wieber, ich fehe bie ©ache doch nur fitr einen Scherz an, ba ja einc Prise vom beften Tabak both nicht fo Diet werth feiit faun, als Dciu Escl sanirnt ber Waarc." Daraus erwiberte ®otter, bah er naturlid) bie ©ache gauz vou ber namlichen Seite angesehen Habe, aber bcshalb gcrabe auch vertangen mi'tffe, bah Bohler ihm nicht hier, sonbern tior seinein House, too sic friiher vorbcigiitgen, semen Esel iibergebc. Hieriibcr gericthcn beibe in Wortwechsel unb ba feiiter ben Efcl uehtueu wolltc, begaben sich beibe zurn Gemeiudevorstaub, um ihren ©treit auszu-fechtcn. Der Gcmeinbcvorftanb fitchtc sie zu oergteichen, aber vom Gclingcn eines Bergleiches war feine Rebe und Gutter unb Bohlcr vcrliehcit mit Zuriick-taffung dcs belabcnen Escls das Hans. Dcr Gcmcindevorstanb in ber Mcinuug, so in seiner Amtspslicht zu hanbeln, lich nun ben Escl cutlaften uitb Butter unb Kase itt ein Verfauss-gewolbe unterbringen, ben Esel aber gab er in bas bortigc Gafthaus zur cinftweiligen Vcrpflegung. Nutt flagte ©otter ben Bohler unb stellte das Begehren: ber Ictztcrc fei fur vcrpflichtct zu erflarcn, ihm ben Esel wieber ins Hans zn stelleu unb nebenbet atle Kosten zu vergiiten. Der Prozch beganti unb baucrte bctnahe cin vollcs Jahr, bis er in crfter Jnftanz nach bem Bcgchrcn bcs Klagcnben entschieden wurbe. Dagcgcn appcllirtc Bohlcr unb es wurbe lctztcs Urthcil in zweiter Jnstanz abgeanbert unb in brittcr Jnstanz nach biefer nciicn Fassnng bc-ftatigt. Nun wolltc Got ter feine Waare abholen unb auf seinein Escl nach Hause treibcn, attein cs wurbe ihm erfltirt, bah ihm bie Erlaubnih bazu parter und Mameluken, es gibt Imperialist«, unb Lcgitimisten, Boiirbonisten, Orlcanisten, Republikanec und Sozialdemokraten u. s. w. Und so gibt cs auch in Krain keine slvvenische Partei, aber es gibt liberate und klerikale, CS gibt LerfassungS-freunde und Verfassungsfeinde u. s. to. Man bc-zcichnet daher die Parteien nach ihrer politischen Tcn-denz. In feiuem Vande gibt eS so Diete Parteien toie in Frankreich, doch tcine Parlei vindizirt sich dort Hausherrcnrechte und niemand thrill d ort die Parteien nach der (Sebiirt der AngehSrigen, sondern nach der politischen Richtnng, die fie einschlagen. Eine ketzerische Anlwort auf cine piipst-liche Einladung. Bekanntlich Hat der Papst zn dem nachftcn oknmenischen Konzil auch geistliche Bertretcr der verschiedenen akalholischeu ReligionLbekenntnisse ein-geladen. Aber die eingetadeuen ..Ketzcr" haben »icht die mindeste Lust bozu, sie lehnten vielmehr die Ehre, mit den Zierden der kalholischen Kirche in cinev Vcrsammlung zu sitzcn und dasclbst eine fruchtloS roibcrsprechcnbe Minberheit zu bilden, sehr entschieden ob. Dcr Patriarch von Konstantinopel Hat bereits v or langerer Zeit im Namen der grič« chischen Kirche jede Theilnahme an dem allgeineinen Konzile verweigert und in semeni an den Papst gerichteten Schreiben den alten Raugstreit zwischen Rom und Byzonz nenerdings heroorgetehrt. Der Berliner Oberkirchenrath Hat ebensalls sehr eiiergisch fiir die tšhrc gedankt. Ietzt liiht sich aus dem pro-testantischen Lager eine zweite Stimme vernehmen, welche die Utrnioglichfeit, baS roibcrsinuigc der Zu-muthnng betoni, dah Bertrcter des reformirteii ChristenthnmS sich an ciitem Konzile betheiligen svlltcn. welches n ur den Zrocck Hat, der papstl'chen Gewalt n cue Stiitzen uuterzuschicbcn und mbglichcr-weise neue Dogmen festzustellen. Die Stimme kommt aus dem protestanlischcn Rom, aus dem republikanischen Genf. Die „Compngiiie iDiatut per Regiment) nicht ber Fall ill. Wcitcr ist Rcbttcr bnitit file cine nd)tjiihnge Dicustzeit in ber Reserve uttb zwei Jahre in ber Lottbwehr, nidjt abcr mit ber Minoritiit fiir 4 Jahrc Reserve ttnb vicr Jahrc Landwehr, ungcachtct fid) Ictztcrc Seflimntutig tncht bent Milizsistem liahcrt. Allciu uufcrc cigcnthilmlidjc Wchrver-faffung, woruach bic rcfpcttivcn Latibwchrcit ohnc ParlaineutS-bcivilligiing nidjt autzer LaudcS verweubet tverben fbiittcit, erfordctn dritigcnb, datz das uitbcbiugt bispouibcle stchcitbc Hccr vor dcr Hand nicht zn schr gefrfjroiidjt lverbc; hiebei wiire and) zn berilckfichtigeu, batz ber Sicttst in ber Reserve nicht bciicfcnbcr ist, als tit ber Laubwchr, dahcr bent cittzel-ncn fcitte grbtzcre Last erroiichst. Rcbttcr fpricht wcitcr fcin Scbaucrn auS, tatz der § 13 befl WchrgcfctzcS zn Slaude tom uud datz ber Rcid)8iath auf cin fo fchwer eitiiiiipftc« 9tctrutcnbciuittigmig6red)t ohnc gcitilgcnbc ©ritnbc auf 10 Jahrc uerzichtet Habe. Am Schlttfse crwiihut Rebuer uoch bic von denjeni-gcn, bic wegen fbrpcilidjcr ©ebccdjcu ihrcr Dicttstpslicht nidjt geniigcii fbnntn, an dcn Juvalidcitfoitd zu cutndjtciibc fogcitanute Sfrtlppcltayc, die sich zroar durchau« uicht vottt rcdjtlichcn Staudpuntte bcgiilubcit laffc, abcr im Wcgc ber Billigkcit ctroa von fotdjcu crhobctt tverden fbitittc, die nidjt an sich mvcrbeuufiihig, sottdcru znm Mililiirdicustc utilauglid) find. (Slllgctitciiier, Icbljafter 'jjcifall.) Dcr Nor-sitzende fpridjt dem Rcducr ben Sant dcr Versammlttng siir seitteit tlaren, grilndlidjen 1111b (chtrcidjcit Vorlrag ans Sohin fpiad) Professor Pjrfer in lititgtrem, von ftiirmifdjein Beisalle bcglcitetcn Vortrage iibcr die Frage: Welche Attfgabe hat der (Scmciuberath ber Landcshanptstadt ttitb roas fiir Manner sollcn roir in benselben roiiljlcn? Wir toutinett auf bie gediegene Rede Pirkcrs an anberer ©telle znriick mid rootlen hier nur cinctt turzcn Anszng dcrfclben geben. Redner bcjpradi die Wichtigkeit der bevorstehenden Ge-ineinderathswahlen, die als Zcichen politifdjcn Fortschrittes erfrenliche allgentcine Theilnahme an den von bcibcn Par teicn bereitS gctroffenett Wahloorbetcituitgeit. Unsere Parole fci Licht, miser Feldgcschrci: Fvrtsdjritt. ‘ Wa-S werde wohl Parole mid Feldgesdjrei der Gegner fcin ? Redner giug fonad) auf die Skrhaltitiffe ber Stadt Laibach iibcr, welche in Folge ber Nachroehcn einer ilblen Wirthid'aft bie volte Thatkraft ber itcuen ©cniciubcDcrtrctung in Ansprnch neljmcu werde. Die allgcmeine Wahlbethciliguug fci nothweitdig; man entroinbe fid) ber Lethargic, man diirfc nidjt itadj dem Gmndsatze: „Einc Stimine gibt doch uicht den Ausfchlag" handelii, foudern vollziihlig zur Wahluriie crfdbeittcn. Die vorjiihrigcn Wahlcn zcigteit die giinstigen Ersotge des ge-ineinfamen Wirkens, cut Umfchroitng zum beffern sei er-folgt. Die Sdiaar dcr vvtit nationalcn Schroinbel begei-stert-n roerbc tiiglid) geringer, man fudjc fiir bas morfche Gebiinbe bie letzte Stiltze bei ben Anhiingcrn der Reaktion. Dcti neuen Gemeinderiithen bietc sid) cin weites Ziel. Man crwartet von ihnen Einigkeit und Zusammenhalt in alien bie Wohtfatirt dcr Stadt betreffcubeit Dtngcu, bic neue ©cmeinbeverti'ctung hat ttuch die Aufgabc, fiir die Vcrfassuug eiuznstehen. Man crwarte von den itcuen Vatcrn ber Stadt, batz sic fiir bas Wohl dcrfelbeit ohnc Rilcksicht auf eiuflutzreicbe Pcrfoncn eittstehen und bei den Berathuugen stcts crschcincu, batz sie eiueu wilrbigcti Bilrgenueister wiihten, mit bem ©cmeiitbevermBgcn gewissenhaft gebahreu, ihren Einflutz auf Hebung bcs Unterrichtcs geltcud ntachcn, die Einpflanzuttg verfdjrobener Nationaliiiits Jdeen in die jttgcndlidjeit Gc-miither nidjt butbeu uud audj auf ben Unterricht ber ge= werblidjeu Jugeud ihr Augeumerk richten. Bei der Anstellung mid Befvtduug der Gemeindebeam-ten rnbge auf die Ersprictzlichtcit ber Dienstlcistung gefehen werden; es dilrfe nicht vorkoniiueu, datz fiir unfahigc Par-teigiiugcr eiue Stelle freirt werde, es fci bcdancrlich, roeim Geineindebeamte ihr Stmt als Rebeusadje behanbeln. Die Serfchbncrung der (Stabt nach Diatz bet sinanziellen Kriiste set anzuftreben.' Diesfalts feieit bie Verbieuste bes gegenroiirtigen Magistratsleiters in votlem Matze anzuer-tennen uttb an ihn die Bitte zu richten, fortan mit kiiifti-gem Arm fiir das Wohl dcr Gcmcinde zu witken. Die Ethaltung mid R-inigmig der Stratzen uud Alleen, die Uebcrtrochung des arbcitsscheuen Proletariats, die Ord-ltuug ber Fcuerlvschanstaltcn sei bringcnb nothroetibig. Man miiffe Manner aus alien ©tiinbeit roiihlcn, bie an bet Verfaffung fcsthalten, Kenntuitz und Wissen mit bicberm Charakter verbinbeu nub in ©cmcinbeangctcgcn heilcn schon crfabten ftttb; nicht grotze ©etcljrsamteit, sondcrn rcblidicr, [elbftdnbiger Wille, gefunber Hausverstanb, ent= fdjloffcne Thatkraft rocrben erforbcrt. Die erfte Attfgabe fci, bei bctt Proberoahtcn zahlrcich zn erfchcincit 11 nb an ben bort aufgeftcllten Kanbibaten fest-zuhatten. Dr. Schaffer bectntragt bic Lettagung ber roeitcrnt ttmfangrcichcu Puutte ber Tagesotbnung auf bie uachfte aSerfammlung. Wofdjnagg bcantragt iut Jntctcsse ber balbigett Be-fprechmtg ber ©rilnbnng ber Bolkskiiche bic Einberufuug einer autzerorbcntlichen Lctsamutluug. Ucbcr Bentetknitg Dr. Schaffer's, es sei zwecfutiitzig, biefe Augelcgcnheit voterst pubtizistifch zu behanbeln, zieht Woschnagg feinen Autrag znriick unb es roirb jener Dt. Schaffer's aitgenommen. Witterung. Laibach, 12. Jiinner. Morgens bidjt berovlkt, bic BcroSlkntig autjattenb, rm° psinblich fait. Temperatur: Morgens 6 Uhr — 3.4", Rachm. 2 II hr — 2.0° (1868 — 1.3", 1867 + 8.7(l). Lit ft-btnck im ©infen 330.34.'" Das gefttige Tagcsmittel ber SBarine — 1.7", urn 0.4" iibcr bent Normale. Angekommene Fremde. Am 11. Jiinner. Elefant. Sever, Handelsm., Nassenfntz. — Winternitz Wien. — Ogrinz, k. k. Hauptmanu, Planina. — Porth, Saugerberg. •- Pcccnco, Agent, Triest. — Roblek, Kaplan, Porgttaua. — VetnZit, pens Komitais Arzt. Stailt Wien. Neumann, Pest. - - Dvotacek, pens. Militarist. — Mcbitz, Handelsm., ©ottsdjee. — Stalzer, Fflbrifaut, ©ottfdiec. — Rosenberg, Kaitfm., Wien. — Rohn, Kattfnt., Wien. — Lutz, Kaufm., Wien. — Starja, t. f. Poftmcifter, Kraiuburg. — Itrbantfdiitfch, ©ittsbcs., Thuru. — Frau Dolcnz, Wippad). — ©ertraub Jatlitfch, ffiottfchee. Marktliericht. fivaiiibnffl, 11. Jiinner. Aus bem hcutigen Marfle find erfdiieiten: 128 Wagcu mit Gclrcidc, 7 Wagctt mit Holz, 126 totiltf Schrociuc von 14 bis 19 ft. pt. Pfnud, und 22 Wageit mit Speck. Curdjfdjnills • preife. fl. ft. fl. j kr. Wcizcii pr. Mctzeit 4 90 Butter pr. Pfnud . - 34 Korn ,, 3 74 Eiet pr. Stiick 2 ©erfte „ — — Mitch pr. Matz . 10 Hafer „ 1 95 Rindflcisch pr. Pfd. 20 Hatbfrucht ,, — — Kalbflcifch „ 22 Hcidcn „ 2 50 ©djrociiieflcifch „ 20 Hirfe „ 2 45 Sdjbpfettfleifch „ 15 Sitfurutz „ 3 — Hahnbet pr. Stiick . 24 Etdiipsel „ 1 40 Tanben „ 10 Linfcn „ — — Hen pt. Centner . — Erbfen „ —' — ©trolj — Fifoten „ 4 16 Holz, hartcs, pr. Klft. 5 60 Rindsschmatzpr. Pfd. — 49 — weichcs, 3 70 Sdjweineschmatz „ — 33 Weiii, rotljer, pr. Speck, frifch, „ — 32 (čimer .... 5 — Speck, gcriiuchert, „ — 36 isa P 1 — — Gedenktafel fiber die am 14. J a n ner 1869 stattfindenden Lizitativnen. 1. Feilb., Schmidt'fche Real., St. Hetmagot, 1967 fl., BG. Lack. — 2. Feilb., Real. llrb. Nr. 485 ad Herr fdjaft Beldes, B©. Radniannsdors. — 2. Feilb., Real. Post-Nr. 31/a ad Hcrrschast Radmannsdotf, BG. Radntannsdorf. Theater. Hente: Margarcthe (Faust). Pcrfoncn: Faust, Hr Ander. — McfistofeteS, Hr. Decarl i. — Balcutiu, Hr- GLttich. — Brauder, Hr. Pidjon. — Margarethe, Frl. Pidwu. — Siebel, Frl. Weitz. — Marlhe, Frl. Jeffifa. Telegramme. Paris, 11. Janner. Griechenland bcanfprucht in der Konferenz cine gleiche Stellung wie die Tfir-kei. Die Machte beschlosten in dcr Konfcrenz, Grie-chenland nur cine Konsultivstimme zuzugestehen. Der griechische Gcsandte telegrafirtc nach Athen die An-frage, ob er unter dicsen Vcrhaltnissen der Konferenz beiwohnen solle. Dcr. „Monitcur der Armce" sagt: Frankreich ist in der Lage, atleti Evcntualita-tcn die Stirne zu bictcn; cs ist hcute stark gcnug, um mit alien curopaifchcn Machtcn in Harmonic zu lcbcn und diejcnigen crfolgrcich zu bckampfeu, welche cinen uugerechten Krieg untcrnchmcn wollten. Telegraphifcher Wechselcours vvm 12. Janner. 5petc. Metalliqnes 60.80. — Sperc. Metalliqnes mit Mai- nnd November-Zinseu 60.80. — 5petc. Nationat-Antehen • 65.30. — 1860er Staatsanlchen 92.80. Bankaktien 687. — Kreditaktien 253.30. — London 119.70. — Silber 117.50. K. k. Dnkaten 5.68. SBerteger mid fiir bic Redatlion verantrooitlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. P. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach