N ^Kmina marana v r»oto»fni Preis Din 1*50 71. Jahrgang V vvjE'i"/ ***•>>* w6ehwtltch siebenmal Sehrtftlenuag (Tal tolimrt. Mr. 2WT0) '•Haltung u. Buchdruckerei (TeL Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul. 4. Brtefl Anfragen ROckporte beMegen. M—ilirirfi werden aleht retnroiert Nr. 305 Freitag, den 13. November 1931 ö.-ö hesretea e. Ahaaaemaato A «nehme la Maribor! Jurčičeva oL 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, menstL 23 Din, zustelle* 34 Din, durch Pest mo na ti. 23 Din. fflr das übrige Ausland morati. 35 vto. Eieaelnummer 1 bis 2 DK MriborerMuna Ti U LIC C1 1 2 U 1 Ljubi j, Der Relievatz fei] 1 G- Dreizehn Jahre sind [eit dem Ab. w n beä letzten Geschützes Int vergange-iDn, Völkermorden verstrichen, unzählige ttCn'e*enäen( die den „Frieden" in allen sei* ten Bedingtheiten festlegen und konsolidie-sind in diesem Zeitraum adge-gCjtin worden, Valuten sind in Abgründe ji* M technische Umwälzungen vollzogen iU °K den Augen einer im Tempo dieser IbL ®ahinctlenben Menschheit, nur ein Boll ifyj *°nnto von den Verfechtern unbehin« Bewegungsfreiheit des Menschen zu-iet «r 'n Europa nicht gestürmt werden: «I» Uepah. filu Wien wurde dieser Tage eine Paß-^^werkstätte aufgedeckt, die sich mit der tigt« Erstellung von Reisepässen beschäs-Uieifj. s,Un^ seinen zahlreichen Klienten — len Elementen oder politisch Ver« lleil n solche Dokumente in beliebiger s«ltr und tadellosester „Ausführung" lie-Reisepass, den man vor zwanzig x Seiber leben wir in sik./'s dort, Autarkismus huldigt, ststife ’ bekannt ist, daß die Welt' ttte Staatsgrenzen kennt Aufgaben der Gkupschtina Revision der Steuergesetzgebung — Sozialversicherung für Bauern. Gewerbetreibende und landwirtschaftliche Arbeiter? Beograd, 12. Nov. In maßgebenden Kreisen wird erklärt, die neue, am 8. November gewählte Volks Vertretung werde als ersten Gegenstand ihrer Beratungen die Frage der Revision der gesamten Steuergesetzgebung durchzuberaten haben. Man sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Steuerlasten eine gerechtere Verteilung erfahren müssen. All« zeitlich fixierten Abgaben, die unter dem Druck der Verhältnisse entstanden seien, müßten abge-schasst werden. Das Steuersystem sei einer durchgreifenden Bereinigung zu unterziehen. In zweiter Linie müsse sich die neu« Skupschtina mit Problemen sozialpo-l i t i s ch e r Natur beschäftigen. Das neue Parlament werde dafür sorgen müssen, daß die Interessen der bäuerlichen Bevölkerung, die ja die erdrückende Ma- jorität im Staate darstellt, mit den In» teressen der anderen Stände bezw. Wirtschaftszweige in Einklang gebracht werden. In erster Linie gedenke man eine Sozialversicherung auch für Landwirte, Gewerbetreibende und landwirtschaftliche Arbeiter einzusühren. Eine weitere Aufgabe werde auch die Schaffung des Wirt schastsrates sein, dessen Verwirklichung von den Mrtschaftskreisen schon seit Iah ren erwartet wird. Verständigung trotz Xrianon Bemerkenswerte Ausführungen des ehemaligen Außenministers Dr. Gratz — Ungarn und die Kleine Entente Der ehemalige Außenminister Dr. Gustav Gratz hielt im Abgeordnetenhaus in der Debatte über die Regierungserklärung eine Rede, deren außenpolitischer Teil auch in Jugoslawien nachhaltiges Interesse finden dürfte. Dr. Gratz sagte wörtlich: „Ich bin auch nicht geneigt, all« Uekel aus das Konto von Trianon zu setzen. Es kann trotz diesem Ver trag in Europa Verhältnisse geben, die unsere Existenzbedingungen gewährleisten. Daß die handelspolitischen Abmachungen bisher nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt haben, ist auch darauf zurückzuführen, daß die Vertrauensatmosphäre in Mitteleuropa fehlt. Ich bekenn« mich zu der Ueberzeugung, daß ich die ruhige Entwicklung u. den wirtschaftlichen Aufschwung der mitteleuropäischen Staaten für gefährdet halte, wenn es nicht gelingt, die bestehenden Gegensätze so wett abzustumpfen, daß zwischen Ungarn und seinen Nachbarn ein modus vivendi zustande kommt, der eine Kooperation aus wirtschaftlichem und vielleicht nicht bloß aus wirtschaftlichem Gebiete ermöglichen Budapest, 11. November, würde. Es ist allerdings nicht bloß unser Fehler, daß dieser Zustand bislang nicht ein getreten ist. D'e Bildung der Meinen Entente —. setzte Abgeordneter Dr. Gratz fort —, die gegen Ungarn gerichtet ist, hat die Annäherung zwischen den Nachfolgestaaten und Ungarn erschwert. Ich mache also nicht allein uns den Vorwurf, wenn ich auch darüber meinem Bedauern Ausdruck gebe, daß sich zwischen uns und den Nachbarstaaten eine freundschaftlichere und wärmere Atmosphäre nicht herausgebildet hat. Sollten unsere Nachbarstaaten zur Schaffung einer solchen Verständigung eine wohlwollende Haltung «innehmen, dann bitte ich die Regierung, sich der F.rderung dieser Bestrebungen nicht zu verschließen, sondern die Initiative zu ergreifen. Ein solcher Schritt wird von unserer öffentlichen Meinung sympathisch ausgenommen werden, weil ja das ungarische Volk reif genug ist zu der Erkenntnis, datz es ein minderwertiger Patriotismus ist, der sich im Haß gegen andere Völker kundgibt." (Lebhafte Zustimmung des Hauses.) China fordert Eine neue Note an Japan. — Für sofortige Einstellung der militärischen Operationen und Wiedergutmachung. Paris, 12. November. Der Außenminister der Nanking - Regierung richtete an die japanische Regierung eine neue Protestnote, die zunächst das Bedauern darüber ausspricht, daß die japanischen Truppen die Mandschurei noch immer nicht evakuiert haben, wie Japan dies in seiner Note an den Völkerbund zugestanden habe. Die chinesische Regierung fordert die sofortige Einstellung sämtlicher militärischer Operationen in der Mandschurei und die unbedingte Erfüllung der Bedingungen der Genfer Resolution. Außerdem teilt die chinesische Regierung der Tokioter Regierung mit, daß sic dieselbe für alle in der Mandschurei entstandenen Schäden und ver nichteten Menschenleben verantwortlich erkennen müsse. und die wirtschaftliche Ansteckungsgefahr jeder Isolierung spottet. Der Reisepaß ist heute das Symbol der gegenseitigen Vereinsamung der Staaten, ihrer gegenseitigen Absperrung. Er besitzt keinen praktischen Wert. Diejenigen, die an einen Fortschritt in der Annäherung der Nationen glauben, werden durch die Paßzwangwirtschaft und ihre Folgen bitter enttäuscht. L o n d o n, 12. November. Letzten Meldungen aus China zufolge hat sich die Lage in der Mandschurei mit Rücksicht auf die fortgesetzten Operationen her japanischen Armee sowie der unter dem Befehl des Marschalls Mga stehenden chinesischen Truppen neuerdings schwer verschärft. Man rechnet schon heute damit, daß Maa, der seine Offensive in allen Details vorbereitet hat, demnächst zum entscheidenden Schlage auöholen werde. In Peking sind die Unruhen derart schweren Charakters geworden, daß sich die Regierung zur Verhängung des Belagerungszustandes genötigt sah. Kurze Nachrichten B e o gr a d, 12. Nov. Der Hauptwahlausschuß hat die Wahlakten bereits für vier Banate geprüft. Die Prüfung der Wahlergebnisse für das Drau bannt dürfte bereits heute zum Abschluß ge langen. * 4,622.000 Arbeitslose in Deutschland. Berlin, ll. November. Die vorliegenden Meldungen der Arbeite amtet ergeben nach dem Bericht der Reichsanstalt für den 31. Oktober eine Arbeitslosenzahl von rund 4, 622.000. Seit dem Stande vom 15. Oktober, der sich nach den tendgiltiaen Meldungen auf rund 4,484.000 Arbeitslose belief, ist somit ein« Zunahme von 136.000 eingetreten. Attentat auf ein ftollenifctze» Konsulat Der Konsul und seine Gattin schwer vev« letzt. — Die Täter entflohen. L o n d 0 n, 12. Nov. Nach einer Reuter-Meldung aus Washing ton wurde gestern abends auf das italienische Konsulat in S c r a u t h, im Staate Pennsylvannia, ein schwerer Anschlag verübt. Unbekannte Täter legten im Konsulats gebäude eine Bombe, die das ganze HauS zertrümmerte. Der Konsul und seine Gattin kamen nur mit sehr schweren Verletzungen davon. Die Attentäter ergriffen die Flucht und konnten nicht eruiert werden. Börsenbericht Z ü r i ch, 11. November. Devisen: Beograd 9.10, Paris 20.12, London 19.376, Netoyork 511.75, Mailand 26,476, Prag 16.16, Wien 71,50, Budapest 90.025, Ber-lin 120.70. Z a g r e b, 11. November. Devisen: Mai land 288.25 bis 294.25, London 210.32 bis 217.82, Newyork Scheck 5599.26 bis 5616.86 Paris 220.98 bis 221.64, Prag 166.52 61# 167.02, Zürich 1098.45 bis 1101.76. L j u b l j a n a, 12. November. Devisen: Zürich 1098.45—1101.76, London 209.39-216.89, Newyork 5600.63—5617.03, Parte 220.99-221.65, Prag 166.62—107.00, Triest 287.70—293.70. Asien# Völker bei den olympischen Spielen. Das Interesse für die 1992 bevorstehenden olympischen Spiele in Los Angeles scheint in Asien größer zu sein als in Europa. Japanische Sportleute werden dort zahlreich vertreten sein. Sie werden in Los Angeles mit 50 Athleten und 25 Schwimmer an den Wettkämpfen teilnchmen. Indien beabsichtigt eine Hockey-Mannschäft nach Los Angeles zu entsenden. Bei den letzten olympischen Spielen in Amsterdam lenkten die indischen Hockey - Spieler allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Sie erwiesen sich als unüberwindlich und trugen den ersten Preis davon. Auch China will trotz feiner schweren inneren Lage auf die Beteiligung nicht verzichten. Amerikanische Blätter stellen das wachsende Interesse asiatischer Völker für die große sportliche Veranstaltung fest und weisen gleichzeitig daraufhin, daß die meisten europäischen Nationen noch keine entsprechenden Veranstaltungen getroffen haben. Es ist möglich, daß die asiatische Sportswelt in Los Angeles im Bor dergrunde stehen wird und daß es japanische, chinesische und philippinische Mannschaften teilt werden, von denen die amerikanischen Sportsleute bei den olympischen Spielen die größte Konkurrenz zu erwarten haben. FfF*r. IsWd d.= reS . £W\Vctter.H^ ( LonreSner' vor r\n=,teckimi. VtP S'e y^e den Mun* \spü\t° 5 ..„n,em D'a V aS$erVeiTtin aus. UranZbrannr«^ sie in \ Sie den ^ Hak idie Schvk ^„Wieder. e «nS^e n S^ e n Sie ' .dskraft' ve Pranzbrann Preis: kleine Flasche.............Din lv. mittelgroße Flasche . . . Din 26. große Flasche • . . . Din 52.- Ueberall erhältlich! Dr. Korošec im Inland £ i h h I j fi n a, 11. November. Der „Slovenec" dementiert die nach den Wahlen am 8. November unmittelbar in Umlauf gesetzte Nachricht, Dr. Korošec hätte Jugoslawien verlassen, um sich in der Schweiz niederzulasjen. Wie aus dem De men.i des genannten Blattes ersichtlich ist, befindet sich der Führer der ehemaligen Slowenischen Volkspartei im Lande Gm Mösder ör er Stunden in e n m Hause belagert Er hatte eine» Gerichtsvollzieher erschossen. O sfe nburg in Baben, 11. November. Ter Gerichtsvollziehr Füger wurde von dem Besitzer Buehler. im Weiler Neuhausen bei Zell a. H., bei dem er eine Pfändung vornehmen wollte, erschossen. Buehler verschanzte sich dann in seinem Hause, wo er von zehn Mann Schupo ans Osfenbnrg und Gendarmeriebeamten aus Ossenburg und Zell a. H. durch drei Stunden belagert wurde, Ta die Gewalttätigkeit Buehlers allgemein bekannt war, kreiste man vorsichtig das Haus ein. Dann begab sich ein Polizeihauptmann nach der Rückseite des Anwesens und warf eine Handgranate in den Hof, sprang hierauf mit einer zweiten Handgranate vor und forderte Buehler auf, das Haus auf der Vorderseite zu verlassen. Dieser Anforderung leistete Buehler mit hocherhobenen Händen Folge. Sch ich »Beamte umringten ihn sofort und widerstandslos ließ er sich absühren. Er wurde ins Offen-burger Gerichtsgefängnis eingeliefert. Eine neue 21mg Johnson 1 hat England in der 19jährigen Aviatikerm Peggy Salaman erhalten, die einen neuen Rekord beim Flug London—Kapstadt ausgestellt hat, indem sie denselben in weniger als sechs Tagen ausführte. Dies ist ein Tag weniger, als Major Kidston dazu gebrauchte. Oben ist die tüchtige Dame beim Herumhan flirren an ihrer Maschine abgeüildet. Revolution des Fnedenö Ein Standardwerk der Friedenspropaganda — Der Aufmarsch der Friedensfront — Lehmann-Rußbüldt für den pazifistischen Aktivismus B e r l i n, 11. Nov. Nicht geringe Sensation bewirkt dieser Tage ein Buch Otto Lehmann-Ru ß-b ü l d t s, betitelt „Die Revolution des Friedens". Der Verfasser erklärt von vorneherein alle pazifistischen Aktionen, soferne sie nicht einen großen eigenen „Antikriegsplan" besitzen, als zwecklos. Was Lehmann-Rußbüldt will, ist nichts weniger als die Organisation des Friedens gegenüber allen künftigen Kriegsfronten aus der Masse der Friedensfreunde aller Schattierungen, eine geschlossene Friedensfront, untergeteilt in Zweckver bände, Armeen, er bestimmt ihre Taktik u. Strategie. Schon in seinem bekannten Werke „Die Internationale der Rüstungsindustrie" hat Lehmann-Rußbüldt auf eine durch ihre zahlenmäßige Sachlichkeit erschütternde Art die im Rüstungskapital verankerten Kriegsursachen aufgezeigt. Der Rüstungsindustrie als Kriegsursache führt Lehmann-Rußbüldt in sei nein neuen Werke die stehenden Heere und da§ trotz Genf und Haag fortbestehende System der Gehcimdiplomatie zu. Sie bewirken eine Progressive Steigerung der utu= stungcn und mit ihnen die Kriegsgefahr. Hier wird zum ersten Male das Potentiel de Guerre, d. Gesamtheit der Heere, aufgezeigt, ihre Waffen und noch schlummernden Kräfte an Menschen, Rohstoffen und an Fabrikationsfähigkeit der aktiv an der Weltpoli-lif beteiligten Staaten. Sie alle werden bald aufgerissen, werden aus ihrer Bewußtlosigkeit und Erstarrung umgestoßen, aufgestapelt, ein gedrillt, eingereiht, bewaffnet und hinaus-geschickt zu dem nächsten furchtbarsten Selbstmord, den die Militärs, Diplomaten und Kriegsindustriellen tagtäglich seit 1918 vor-bercitcn. Diesen Mächten setzte Lehmann- Rußbüldt die dritte Macht, die Friedens front, entgegen. Das sind die Millionen Gattinnen und Mütter, die Gewerkschaften, die religiösen Strömungen, die politischen Arbeiterorganisationen und als „Spezialtruppen" die Friedensverbände, die internationalen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationen, der Apparat des Völkerbundes und einige kleinere Staatengebilde. „Es ist das strategische und taktische Problem, wie man die amorphe Masse der Friedenswilligen stärker macht als die jeweils hinter den vorhandenen beiden Kriegsfronten stehenden Mächte, wie man also die Friedenswilligen zu einer dritten Macht heranbildet, die die Kriegsfronten in ihrem Willen und in ihrer Wirkung überflügelt und aufhebt." Lehmann-Rußbüldt setzt sich ein für die Ablehnung der Hecreskredite in allen Ländern, die Friedenspolitiker sollten alle beim Wort genommen werden. Ein internationaler Generalštab der Friedensfront, ein Sachverstän digenkomitee zum Studium der Kriegstechnik und Kriegswirtschaft müßte die strategischen Voraussetzungen für das einheitliche disziplinierte Eingreifen der Friedensfront bei drohender Kriegsgefahr oder ausgebrochenen Kriegen schaffen. Die Staaten, die den Kel-logg-Pakt unterzeichnet haben, müssen mit Berufung auf ihr Bekenntnis zur Achtung des Friedens veranlaßt werden, nur den zehntausendsten Teil ihres Rüstungsaufwan des für d. Friedenspropaganda herzugeben. Lehmann-Rußbüldt will einen Dreijahrsplan der Friedensfront durchgeführt sehen. In Kreisen der Friedensfreunde wird auf die große Bedeutung dieser Ideen hingewiesen, die nicht nur als literarische Leistung anzusehen sind. Der „Austromarxismus" regierungsfähig? Ein angebliches Angebot der Sozialdemokraten — Seipel gegen jede schwarz-rote Koalition Der „M o r ge n" brachte aus der Feder eines gewissen M. Schreiber, dessen Beziehungen zum Staatskanzler a. D. Dr. Renner schon lange kein Geheimnis mehr sind, einen Artikel, der sich mit den Putschgelüsten der Heimwehren beschäftigt und schließlich auf diskrete Art und Weise den Rat enthält, die Sozialdemokraten mögen in die Bundesregierung eintreten, da die jetzige Regierung Buresch in ihrer sogenann ten horizontalen Struktur zu schwach sei, um einen Vorstoß der faschistischen Heimwehren abprellen lassen zu können. Die sozialdemokratische Parteileitung werde sich angeblich in einer ihrer nächsten Sitzungen mit dieser Frage beschäftigen. Symptomatisch ist, daß auch der den Sozialdemokraten nahestehende „St den d" einen Aufsatz mit ähnlicher verhüllter Tendenz zum Abdruck brachte. Freilich, zwischen Wollen und Können liegt eine Distanz. Es bleibt unter diesen Umstanden noch abzuwarten, was die Christlichsozialen zu diesen frommen Wünschen der Sozialdemokraten sagen werden. Ausgeschlossen ist eine schwarz rote Koalition in Oesterreich nicht, besonders jetzt, wo der finanzpolitische Karren wett verjähren ist, würden es die Christlich-sozialen sehr gerne sehen, wenn sie die Verantwortung mit einer so großen Partei, wie die Sozialdemokratze sie vorstellt, teilen könnten. Der von Seipel geführte Flügel der Christlichsozialen ist natürlich nicht geneigt, eine Koalition mit den Sozraldemokraten einzugehen, und seine Organe, besonders das „G r a z c r V o l k s b l a t i“ lehnen eine derartige parteipolitische Bindung ab. Es erscheint aber durchaus nicht als ausgeschlossen, daß sich d e le Parteileitung dem Druck des linkest Flügels ergibt. Tr. Seipel, dessen Sympathien natürlich bei den Heimwehren Fegen, hat nach dem Rücktritt Dr. Enders bekanntlich eine schwarz-rote Koalition angestrebt, doch ver- Wien, 11. November, hielten sich die Sozialdemokraten damals ab lehnend, was jetzt scheinbar nicht der Fall ist. Wieder zur Stratosphäre Der Ingenieur P. K i p f e r, Begleiter des Professors Piccard bei dem bekannten Stratosphärenslug, beabsichtigt in Eigenschaft als Leiter einer neuen Expedition sich weder in die Stratosphäre zu begeben. Tie Expedi-toin wird von Professor Piccard vorbereitet, welcher indessen aus Rücksicht auf seine Familie nicht selbst daran teilnimmt. Diesmal Hofft man durch die Benutzung von zwei oder drei aneinander gefügten Ballons in eine Höhe von 30.000 Metern vorzudringen. Selbstmord einer amerikanischen Millionärs tochter. N e w y o r k, 11. November. Die frühere Verlobte des Prinzen Johann von Liechtenstein, Miß Volck, hat in ihrer Newyorkcr Wohnung Selbstmord durch Einatmen von Leuchtgas verübt. Miß Volck hatte seit dem Jahre 1996 mit dem Prinzen von 2‘ech^ stein eine Bekannt!chaft unterhalten, ö> ^ Prinz vor einiger Zeit löste. _ Er ha kurzem Miß Mac Farland, die nes reichen Farmers aus Texas, 9 Miß Volck, die Tochter eines der E und angesehendsten Familien Zkewyorb, -' offenbar aus Liebesgram den Sewl1,1-* begangen. 3u Ghren Moedonaidö Als kürzlich Macdonald seinen Lossiemouth besuchte, um nach der a ^ genden Wahlkampagne ein paar Ruhe zu pflegen, war die ganze -rung aus den Beinen, um ihn am ei, zu empfangen. Auf dem Bilde sieh- ■ ^ ne alte Frau die Stalionsglocke lau Willkommgruß an den Prenr-errn . DieneuentAbgeordneletl Jugoslawien 'Besitzt nun nach t „ ihren wieder gewählte 9 Zahl derselben ist nur um einen - ^ —- dbh * ' Jahren wieder gewählte Bolksverrrctcc^^ Zahl derselben ist nur um einen t worden, auf 316, nämlich um‘ rL^te« sichrer. Von den übrigen 31o -"F pi entsendet jeder Bezirk einen . ,,,rt fy* die Skupschtina. Im nachfolgenden . Namen der einzelnen Abgeordnel-.-zählt. Die Leser werden darunter : • kannte Namen finden, bere« .^ra' -jicta in der früheren iparlamentarischev ne Rolle gespielt haben. Draubanat. ^ Dr. Ljudevit Pivko, Anton Kre,o'' ^ ster Dr. Albert Kramer, Ivan 1 PrekorsÄ, Dako Malat, Anton ,= cpjtrttstet Rafto Pustoflemsek, Anton Cerar, Ivan Pucelj, Karl Gajšek, J«? -Nra°' Alois Drmeis, Alvis Paölic, Muw ^ lje, Dr. Stane Rape, Albin Konta , gflg. Zemljič, Josef Benko, Anton M Franz Pahernik, Lovro Petovar, Hotič, Dr. Bogumil DoZnja, Špindler. S»1* Dr. SumattMič, V. SPmvC' ttf , Perič, Slijič, Marijan, Mer, - £lchr» Fizir, Kuntarič, Snajder vrč, Šeatavič, Bačič, &<&> .^icnČ^ L Dr. Paleček, Lončarevtč, B. y _ Dj. Šurmtn, Karlo Kovačern^K 2>j. » cher, Min:ster P. Matica, J- 1 MZcn, ^ šič, H. Herzeg, I. Andrija. Fft,2C chr ( N. Nifič, Dr. Ž. Peir-č.č, Šibenik, Dr. U. Trbojevič,^ Adjič, Dr. O. Gavrančtč, J- g. D. Perko, G. Tadič, S. Lon Dr- M. Grba, Š. PtSa, ^ ^ L. Hanrek, A. Kovač, M- -M. Popovič, F. Gruber, ^ šiftoO ^ M. Hribar, Dr. M. Anič, g. Te- ster M. Neudorfer, S. JJS' vič, Ing. Sega. D. Kralie Donauban »i- ^ jpiaftvi j)»1' Dr. Pl-rvko Zečerov, "Audi- '^lič, oaneeoič, Dr. F. Nifi6 fN' Dr-tor M. Sekulič, M. ^at^Dpo^'@aDri^ Dr. Sv. Popovič, tič, Minister 2. @t. vič, Br. Abramovič, ' Ajkolic' bučki, M. Perič, $. čanski, Dr. Szanto, D. $ 2j. Banjac, St. čtrtč/ ^r. J-Jovanovič, Dr. Njamcust Todorovič. J- Selič, _ Popo kovič. Dr. Mihailovič, JWitgg. den 13. November 1931 Drag. Kojič, Dr. Vidic, R. Sam* t 's;, A. Obradovic, D. Livojinovič, Dok-Jankovič, Lj. Trifunovič, Ž. Jere-, C| K. Timotijevic, Bi. Livanovic, M. La. r®ie, Dr. St. Kraft, I. Savkovič, Doktor cv' Diundjerski, M. Radonjič, Dr. Leovae, * Aihajlovic. Vrbasban«t. ^lubibratic, B. Šujunbžič, B. Vido-r> o- Danilovic, Br. Barac, Dr. T. Jere« Dr. El. Pistelic, M. Mijič, Br. Dr-3®’ Krstič, T. Lazarevič, M. Čutovič, ihn’ ^"ksimovic, ToromanoviL, R. Kr-lrn°bie, P. Grajič, M. Grubanovič, B. ^iWic, Bl. Ziljegovic, J. Jovanovič. Drinabanat. G. Der« M. Si- bi.,c' Miljutinovic, V. Davidovic, 'č, M. Masič, Ä. Selmanagic, — —-Dr. Gj. Ostojič, Dr. M. Kostič, Miniti« „ Stanič, Ministen Dr. M. Sr8« k ' Božič, A.. Simonovič, M. Petko-C' 8r. Markič, Minister Dr. A. Hasan-$lob,c, H. Schadjič, H. Kadič, J. Kambič, Savič, J- Princip, K. Aleksič, R. Gjo-^'^Dr. N. Perič, M. Gjurič, M. Jeftič, M. Popovič, J. Tomič, J. Mi-U. Nedeljkovič, M. Jeftič, C. Zah-' M. Jsakovič, M. Markovič. Grauenhafter Selbstmord ^ 3 a g r e B, 11. November. ^ grauerhafter Weise verübte heute vor-i,It 3 östlichen Stadtteile die 21 Jahre trotechnikersgattin G i ss i n g e r °>tniord. Ihr Mann ist ungarischer alz Würger und kam vor nicht langer Zeit tenm 9rant na$ Zagreb. Seine Frau drei sm auS Ungarn und war mit ihr seit tej A^auaten in glücklicher Ehe verheira-|tatfx5l! letzter Zeit zeigte Frau Gissinger & llr Zeichen von Melancholie. Heute um Uhr Rotten worgens nach dem Weggang ihres ^tnT!' Uem sie noch vom Fenster des 4. in Werkes nachgewinkt hatte, schloß sie sich Dihn' Wohnzimmer ein, legte sich auf den V*'1 Uni) begoß sich mit einer Flasche štt„ ’L Dieses entzündete sie mit einem Uitf '■ ^°lj, so daß sie im nächsten Augen-3)ölJn Flammen eingehüllt war. Durch den bet aus den zertrümmerten Fenstern l>ritxb'.^fmerksam gemacht, riefen die Ar-'Etk ’e Feuerwehr, die gewaltsam in die »in „ ’Fle Wohnung eindrang. Es bot sich »lz JUetzlicher Anblick. Die junge Frau lag bem >^°Ulte Leiche zusammengekauert auf ^t Mboden vor dem brennenden Diwan. gUf, rx®rbet wies furchtbare Brandwunden te Unglückliche dürfte in einem Zu« KbeI?ü9enBlidEIicher Sinnesverwirrung ge flttthin ^ben. Ihr Gatte ist vollständig zu-Webrochen. v Ein großzügiger ^sicherungsschwindler Pr Prag, 10. November. ,gen —Wer Behörden kamen vor einigen :|ig. cj. auf_ einen großen Bersicherungsbe-ih ^ or Chemiker S kula forderte we-siK^butation eines Beines von zwei« ,tUltg§anstnIten die Auszahlung von ^lb Millionen Kronen, nachdem er £ 80 1*5 r “te : h lEnbe a ■- t. ^Unrme zu liquidieren, da die Ver S Eyy° K. täglich während der Behänd b|e ^"en hatte. Gewisse Umstände Hiel« t 1 bte m 11 youc. Vewlpe um>ranoe yier« ^Zcherungsgesellschaft ab, die ent- daß der Chemiker die ur- Manipulationen mit Chemikalien verschlimmerte und so auf die Amputation des Beines hinarbeitete. Das amputierte Bein wird jetzt von Sachverständigen untersucht. Es wird behauptet, daß Skula seit 25 Iah ren hauptsächlich von Versicherungsgeldern lebe. Im Jahre 1907 bekam er für einen Beinbruch 400 K. Dreizehn Jahre später zog er sich eine Verstauchung des linken Fußes zu und erhielt 1000 K. von der Versicherungsgesellschaft. Ein Jahr darauf wurde seine Fabrik eingeäschert und er bekam eine Versicherungssumme von 1,7 Millionen Kronen. Nach einem Jahr trat er mit dem linken Fuß auf einen rostigen Nagel und erlitt eine Blutvergiftung. Dieser Unfall kostete die Versicherungsgesellschaft 10.000 K. Bor zwei Jahren flog ihm etn' Glassplitter ins Auge, wodurch er nach ärztlichem Gutachten das Sehvermögen rasch einbüßte. Darauf erhielt er 160.000 K. an Versicherung. Die großen Summen, die er von der Versicherungsgesellschaft bekam, verlor er fast durchwegs in Börsenspekulationen. Ein Leitfaden für Giftmörder. B e r l i n, 10. November. Das „Berliner Tageblatt" macht darauf aufmerksam, daß der durch das Phosgengasunglück im Jahre 1928 bekanntgewordene Hamburger Fabrikant Stoltenberg ein Buch „Darstellungsvorschriften für Ultragifte" verfaßt hat und vertreibt, das genaue Darstellungsvorschriften für sämtliche Giftgase, wie Phosgen, Lewisit, Dperit und dergleichen mehr, enthält, und zwar in einer Form, die es auch dem chemisch nicht vorgebildeten Laien ermöglicht, die Rezepte auszuführen. Außerdem soll er sich nach den Angaben des „Berliner Tageblatt" gleichzeitig erbötig machen, Apparaturen und Rohstoffe DIE ZAHNPASTA So fein wie das feinste Hehl ist das Pulver, das Zu OD OL* Zahnpasta. verarbeitet wird. OD OL” Zahnpasta reinigt gut und schont Jhre Zähne.. zu Experimenten an der Hand des Rezept Buches zu liefern. Das Blatt bezeichnet es mit Rücksicht auf die damit verbundene Gefahr als völlig unhaltbar, daß ein derartiges Buch in den Handel gebracht wird und von jedermann erworben werden kann. Ottarturium eines Kindes Todesurteil für eine Kindesmörderin B e r l i n, 11. November. Gestern abends wurde in dem Mordprozeß gegen Frau Berta Klamm, die vor 11 Jahren ihren vierjährigen Neffen im Flüchtlingslager Hammerstein durch Kleesalz vergiftet hatte, das Urteil gefällt, das zum Tode durch den Strang lautete. Dem Mordprozeß lag folgender Tatbestand zugrunde: Frau Klamm war zusammen mit ihrer Schwester und deren 5 Kinder seinerzeit aus Polen geflüchtet. Unterwegs gab sie ihrem vierjährigen Neffen Kleesalz, worauf das Kind nach kurzem schweren Leiden starb. Damals wurde das Kind in der herrschenden Unordnung unbeachtet begraben. Seither hat aber Frau Klamm sich in der Trunkenheit selbst verraten, worauf die Untersuchung gegen sie eingeleitet wurde. In der Untersuchung sagte sie, sie habe das Kind aus Mitleid ermordet, weil es auf der Flucht fürchterliche Qualen litt und erkrankt war. Auch habe sie das Kind vor den ständigen Mißhandlungen durch die Eltern bewahren wollen. Während der Verhandlung selbst' stellte sich aber heraus, daß die Frau das Kind auf bestialische Art vorbedacht ermordet hatte, es zum Schlafen in einen eiskalten Vorraum in einer Holzkiste untergebracht und als das Kind in. der Frühe noch lebte, badete die entmenschte Frau das Kind im eis kalten Wasser und mißhandelte es obendrein noch auf grausame Weise. Daher konnte, wie im Urteil hervorgehoben wird, von irgend welchen mitleidigen Motiven keine Rede sein, weshalb die Frau die im Gesetz vorgeschriebene Strafe treffen mußte. Zurück zu Methusalem? Langlebigkeit als ererbte Eigenschaft — Die Zunahme der Lebensdauer — Ein biologisches oder hygienisches Problem? Von Wilhelm Ackermann. Die mittlere Lebensdauer weist seit einigen Jahrzehnten in fast allen Kulturländern : eine geradezu auffallende Steigerung auf. Die Gründe dafür sind verschiedener Art. Einer der ausschlaggebendsten beruht in der außerordentlichen Zurückdrängung ^ --•* Verletzungen durch verschiedene der Säuglingssterblichkeit, die vor einem üfst de« chinesitchjapanilchen Kriegsschauplatzes icoujkbw:«» (H6B0R0W 7.IMWW CUA2BIN "mein ncuANcru ♦MUKDE^j “itAuiwy In unserer Karte sind samt liche wichtigen und größeren Orte verzeichnet, die bis her im Zusammenhang mit den Unruhen genannt wurden. hotoen • Jahrhundert sich noch auf fast 24 von 100 Lebendgeborenen belief, heute aber auf weniger alz die Hälfte — auf 9,6 v. H. — gesunken ist. Aber auch der Fortschritt in der medizinischen Wissenschaft und vevbesser te hygienische Verhältnisse haben erheblich dazu beigetragen, daß ein Neugeborener heute im Durchschnitt ein Alter von 56 Iah ren erreicht, während er vor fünf Jahrzehn ten kaum 40 Jahre alt geworden wäre. Und für etwa die Hälfte der heute Geborenen besteht sogar die Aussicht, daß sie es auf das biblische Alter von 70 Jahren bringen. Nun sind es aber nicht allein äußere Um stände, wie Gesundheitspflege und höhere ärztliche Kunst, die eine Erwartung höherer Lebensjahre rechtfertigen. Ganz unziveifel Haft sprechen auch biologische Gründe mit. Allerdings ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz darüber im klaren, welcher Gruppe der überwiegende Einfluß zuzufchreiben ist. Liegt hier ein positiver Grund vor oder viel leicht nur das Fehlen gewisser Erbfaktoren, die den Betreffenden für bestimmte Krankheiten besonders veranlagt machen? So viel stecht jedenfalls fest, daß Menschen, die ein ungewöhnlich, hohes Alter erreichen, nur in den seltensten Fällen an .Krankheiten zu lei den gehakt haben. Daß Landlebigkeit in ge wissem Grade ererbt werden kanit, dafür bürsten der Mehrzahl der Leser Beispiele aus ihrer eigenen Erfahrung zur Verfügung stehen. Jeder kennt wohl die eine oder andere Familie, deren Mitglieder sämtlich oder zum überwiegenden Teil ein ungewöhn lich hohes Alter erreichten. Sehr aufschlußreich sind in dieser Beziehung die unlängst veröffentlichten, im Laufe von zwei Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen eines (Schweizer Arztes an 97 Neunzigjährigen und noch älteren Leuten, von denen 96 weiblichen, 41 männlichen Ee schlechtes waren. Unter den 97 bald Hundertjährigen befanden sich keine Invaliden, cbenfoioenig Taube, Blinde oder Gelähmte, auch kein Bettlägeriger. Fast alle bewegten sich viel in freier Lust, nur eine der Greisinnen war ans Zimmer gefesselt. In dieser Hinsicht unterscheidet sich auffallenderweise die Gruppe der Neunzigjährigen typisch von den Siebzig- und Achtzigjährigen, unter denen sich zahlreiche Kranke finden. Auch wenn die Neunzigjährigen das Ziel des Lebens erreicht haben, unterscheidet sich ihr Scheiden aus dieser Welt von dem Sterben der jüngeren Lebensgrupipen. Der Schweizer Arzt h keinen von jenen nach längerem Kranksein sterben; nur wenige waren länger als eine Woche vor ihrem Ende bettlägerig. Kei ne bösartigen Geschwülste, keine Infektionen oder Lähmungen führten das Ende herbei-Ihr Leben erlosch ohne Krankheitserschei-nungen. Keiner der Neunzigjährigen hatte je eine Operation durchzumachen gehabt. Rhen matismus, Magenleiben, Hämorrhoiden u. andere Leiden waren in früheren Jahren wohl 6eii einigen aufgetreten, aber wieder geheilt. Die ärztliche Praxis vermag aus dem Leben der Neunzig- und Hundertjährigen keine großen Erfahrungen zu sammeln. Sie hatten fast ausnahmslos ein ruhiges Leben ohne Ausschreitungen geführt. Starke Rauchet oder Trinker fanden sich nicht unter ihnen. Das will allerdings nicht viel besagen-Denn es gibt genug bekannte Staatsmänner, Gelehrte und Künstler, die gleichfalls die Neunzig erreichten, überschritten oder ihnen wenigstens nahekamen, obwohl' sie zum Tell regelmäßig und stark rauchten u. auch einem guten, kräftigen Tropfen alles andere als abhold waren. Die Erfahrungen des genannten Arztes lassen eigentlich keinen Zweifel daran daß sich in der Bevölkerung — und das dürfte^ wenn auch in verschiedenem Ausmaße, für alle Länder gelten — gewisse Abarten in ihrer konstitutionellen Veranlagung finden, welche die Aussicht auf die Erreichung eines besonders hohen Lebensalters gewissermaßen als Erbgut mitbekommen haben. Doch auch den in dieser Hinsicht weniger Begünstigten eröffnen sich, wie eingangs bereits angedeutet, heute rosigere Aussichten als frü her. Eine Verlängerung des Lebens ist nt der Tat fast überall zu beobachten, wobei darunter die Zunahme der Anzahl Menschen zu verstehen Ist, die Gelegenheit erhalten, einen natürlichen Tod zu sterben. Säug lingsschutz, Kindevhygiene, Kampf gegen Tuberkulose und andere endemische Krankheiten, Immunisierung gegen die verschiedensten Arten der Infektion, Vorbeugungsmaßnahmen gegen Berufskrankheiten, Versorgung mit gutem Trinkwasser, Unschädlich machung von Mfallstoffen, Verbesserung der Wohnungsverhaltnisse, Aufklärung hinsichtlich aller für die Volksgesundheit wichtigen Fragen — alles wirkt zusammen, um den Menschen gegen vermeidbar- Krankheiten zu schützen und dadurch sein Leben zu verlängern. Daß jenes Bibelwort „Unser Leben währet siebzig Jahre" schon für eines der nächsten Geschlechter allgemeine Wahrheit erhält, ist eine Möglichkeit, mit deren Verwirklichung durchaus zu rechnen ist. Allerdings, bis zu 669 Jahren des seligen Meihu salem werden wir es wohl niemals bringen. D«r jüngste Millionär der Welt. Der jüngste Millionär der Welt ist 15 Monate alt. Es ist ein entzückender blonder Knabe mit g offen blauen Augen. Er heißt John Michel e i n h o 1 d. Vor einigen Tagen trat er die Erbschaft seiner Großmutter an. Sie meinte es gut mit dem kleinen Enkelkinde und hinterließ ihm die Bagatelle von 120 Millionen Dinar. John Michel Reinhold ist wahrscheinlich der erste Millionär, der die glückliche Kunde von seinem Reichtum mit völliger Gleichgiltigkeit entgegennahm. Als der Notar in der Wohnung erschien und die Botschaft überbrachte, saugte der kleine Millionär gemütlich an seinem Daumen. Vielleicht interessierten ihn die Millionen der Großmutter deshalb nicht, weil er auf dem Besten Wege ist, einmal dal Dreifache von seiner Mutter zu erben. Das Testament, in dom das 15 Monate alte Baby zum Millionär gemacht wurde, enthält übrigens eine Klausel, auf Grund deren John Reinhold nur nach Erreichung seiner Volljährigkeit den 'Besitz des Vermögens ernteten kann. Mit Zinsen und Zinseszinsen wird die Erbschaft nach 20 Jahren etwa das Doppelte des heutigen Betrages aus-machen, Präsident CooUdge bei einer halben Flasche Wein Vor hundert Jahren, im Oktober 1831, wurde von den Mitgliedern der amerikanischen „Gesellschaft der Altertumsliebhabe c" in Boston eine eigenartige Zeremonie ver anstaltet. Im Kevergewölbe der Worcestcr-bank ist eine Flasche Madeira versiegelt wvr den. Gleichzeitig wurde eine Urkunde verfaßt, in der den zukünftigen Mitgliedern der Gesellschaft anheim gestellt worden war, genau nach 100 Jahren die Hälfte des Flascheninhaltes auszutrinken. Die andere Hälfte sollte aber erst nach 200 Jahren geleert werden. Als die hundertjährige Frist vor einigen Tagen ablief, versammelten sich die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft, um allen „trockenen" Verordnungen zum Trotz die „nasse" Erbschaft anzutreten und des schmackhaften Trunkes teilhaftig zu werden. Ein ausführlicher Bericht über diesen Vor gang wurde dem Ehrenvorsitzenden der Ge sellschaft, dem ' ehemaligen Präsidenten der 11. S. A. Calvin C o o l i d g c, überreicht. Auch die Flasche mit dem restlichen Wein ist ihm ausgehändigt worden. Er versiegelte eigenhändig die halb geleerte Flasche und ließ sie in den Kellerraum der Worcester-bank zurückbringen, wo sie bis Oktober 2031 aufbewahrt werden soll.' Nachdem die feierliche Sitzung des Vorsitzenden der'Gesellschaft der Altertumsliebhaber beendet war, traten zahlreiche Zeitungsreporter an den Präsidenten Coolidge heran und stellten die Frage, welche wissenschaftlichen Probleme in der Sitzung besprochen wurden. Sie witterten eine Sensation. Trocken und nüchtern wie er es immer zu sein pflegt, erledigt Coolidge die "Angelegenheit mit einem Wort: „Wein". Ein Schwein als Kriegsgefangener Ueber folgende ergötzliche Geschichte amüsiert sich zurzeit das englische Publikum. In England besteht bekanntlich eine besondere Stelle, die sich mit der Regelung verschiedener Schadenersatzansprüche beschäftigt, die seitens ehemaliger Kriegsgegner an britische Staatsangehörige gestellt werben. Im So nt mer 1914 äußerte der damalige deutsche Kaiser den Wunsch, seinen Zuchtschtveinestall um ein Prachtexemplar zu bereichern und ließ zu diesem Zwecke ein" mit dem ersten Preis ausgezeichnetes Zuchtschwein bester Rasse in England kaufen. Ein solches Schwein wurde in Sommerset aufgetrieben. Sachverständige stellten fest, daß das Schwein den höchsten Anforderungen entsprach, worauf der Kaiser telegraphisch die Kauftransaktion bestätigte. Der hohe Kaufbetrag wurde sofort bezahlt, und das Schwein sollte über Tilbury. nach Hamburg transportiert werden. Kaum war es in Tilbury eingetroffen, als wegen einer Schweine epidemie ein allgemeines Schweineausfuhr-verbot in England angeordnet wurde. Das Schwein mußte in die Quarantäne wandern. Ende Juli 1914 wurde das Ausfuhrverbot aufgehoben. Da brach plötzlich der Krieg aus. Alle Warenlieferungen nach Deutschland wurden untersagt. Die Behörden in Tilbury wußten nicht, was sie mit dem Schwein anfangen sollten. Man kam auf den Gedanken, dem Schwein eine Sammelbüchse um den Hals zu hängen. Das Schwein wurde so in den Straßen von Tilbury herumgeführt, und zahlreiche Silberund Nickelmünzen fielen in die Büchse. Das Geld sollte dem englischen Noten Kreuz zugute kommen. Ein Jahr verblieb das Schwein in der Quarantäne. Endlich beschloß man, das Schwein in Norfolk zu internieren. Eines Nachts kam ein deutscher Zeppelin über Norfolk geflogen. Er warf Bomben herunter. Eine der deutschen Bomben zerstörte den Schweinehof und tötete das kriegsgefangene Schwein. Nach Friedensschluß wurde die Angelegenheit mit der versäumten Sckpveinelieferung von der zuständigen englischen Stelle geprüft und in dem Sinne erledigt, daß keine Ersatzpflicht seitens Englands in diesem Falle.vorliege, da das Schwein von einer deutschen Bombe getötet worden war. Exkaiser Wilhelm stellte dagegen eine. Forderung auf Schadenersatz. Jahre vergingen, ohne daß eine endgültige Regelung der kuriosen Frage getroffen werden konnte. Und jetzt kam die Geschichte wieder ans Tageslicht. Die Quarantäne-Verwaltung in Tilbury erinnerte sich plötzlich, Kaiser Wilhelm keine Rechnung für den Unterhalt des Schweines während des ersten Kriegsjahres zugestellt zu haben. Das Versäumte wurde prompt nachgeholt und eine Rechnung dem Exkaiser nach Doorn zu gesandt. Man muß gespannt sein, wie die ergötzliche Angelegenheit enden wird. te Hassan den Sarg einer ägyptischen Prinzessin aus der Zeit der 4. oder 5. Dynastie. Während die meisten königl. Gräber Alt-Aegyptens.in den späteren Jahrhunderten ausgeplündert und verwüstet wurden, blieb die Grabstätte der Prinzessin vollkommen unversehrt. Neben der Mumie lagen unberührt alle Kostbarkeiten, die mit ihr in den Sarkophag gelegt worden waren. Den Kopf der Mumie schmückte ein Diadem aus purem Golde, 7 cm hoch und mit Edelsteinen verziert, den Hals eine Perlenkette von seltener Schönheit. Gleichzeitig mit dieser Entdeckung konnte eine Expedition ägyptischer Gelehrter im Aufträge der Kairo-Universität einen anderen Fund machen, und zwar in der Gegend der alten Stadt Memphis. Diese Ausgrabung wirst ein neues Licht auf die frühe ste Geschichte des altägyptischen Reiches. Un ter den Ruinen von Memphis sind nämlich von den ägyptischen Forschern Ueberreste ei ner noch älteren Siedlung gefunden worden. Dadurch fand die Hypothese ihre volle Bestätigung, daß der ägyptischen Zivilisation eine noch ältere Kultur vorausgegangen war. Unter der Leitung des Direktors des griechisch-römischen Museums in Kairo sind die Arbeiten wieder ausgenommen worden, die sich die Erschließung der Grabstätte Alexanders des Großen zum Ziele setzen. In einer Tiefe von ungefähr neun Metern entdeckte man gut erhaltene Säulen mit Stile des alexandrinischen Zeitalters. Die Arbeiten gehen sehr langsam vor sich, da sie unter dem mohammedanischen Heiligtum der Mo schec Nebi-Damal geführt werden. Um die heilige Stätte des Islams nicht zu beschädigen, muß größte Vorsicht angewandt werden. Für feine Rechnung sollen ste 7^; im hingestellt, wie in einem Dröbler . 'den Tischen und Schränken, e 1 los, kostbare Uhren, Krüge, reu, Kruzifixe aus ©IfmiBem u „ 0' emaillierte Tabletts, bemalte ,'^cfr. „ les schmutzig, mit Spinngeiwäbe ffJ Annemarie wußte, daß die ® vr’^ her mit solchen Sachen hatte, und daß all das Getfit"^ ^ B leiten: waren. Mt einem Seufz Wanderung und des Neides )a$,, „Oh, das sind schöne Sachsisi'ber „Geht dich nix an. Fragt - me1’1; ihr um. Also halt' den Schnäbeb H ■ und rede weniger. ?leh - - • V& & Annemarie schwieg beschämt- -j eine" „ der alte Drachen nicht anbot - ihr, der sie doch Dank verpflichtet war, von Die mte humpelte nach hinter den zerfetzten nc§ alten Himmelbettes, I Haufen Strumpfzeug hervvr, den Tisch warf. Lokale C-ßronik Donnerstag, den 12. November ^0 die Magdatenenfchule stehen wird Frage der Einrichtung des Monu-iaoh ' in i)em öie neue Schule im toirh Q*enfcrt°wrtel untergcbracht werden Ždniri? nun durch die Sicherstellung _be§ öes endgiltig restlos gelöst. Der tz^^eineinde ist es gelungen, das für das etta Gebäude ideal gelegene Grundstück zu btat en- Es ist dies die rund 9800 Qua-foh0JEtec große Parzelle an der Ecke Fran-disingd^lenska ulica, die dem Pro- It°ss?^ond der ehemaligen Südbahnange-iutotern gehör, Uij^^^chen Staatsbahnen verwaltet gehört und gegenwärtig von den fott' Bahnverwaltung erklärte sich so-etitj, efe.**' diese Parzelle gegen ein annäh-ich großes Grundstück im Magdale-U a’^ei für den Schulbau zur Verfügung e solche Parzelle wird nun die ^,.^erneinde der Bahnverwaltung im Vjiive-- - - id>ege abtreten. Der Baubeginn ist für wende Frühjahr festgesetzt. In den ttzst’"'“ Tagen wird die Ausarbeitung der ^iöne und Voranschläge ausge- ^errstantes von den n Gtupfchtlnawahlen fW'h"6 Öe,€r dürfte das Verhältnis zwi-C,;„ 6,1 bei den Skupschtinawahlen vom ^^r 1927 und den vom 8. Noaem--teit, ' r5' abgegebenen Stimmen interessie- $0r w; - ll&ot r. r Jahren wurden im Bezirk Ma-iten Qr m^'e§ Wer insgesamt 12.184 Stint« W, gegeben, u. zw. für die gewesene Slo ^olkspartei 84799 Radiepartei 252 die ^odifle Demokratische Partei 1858, für 1189 und für die Radikale ilit jj/ 7^1- Vergangenen Sonntag wurden iSge®, ^taatslrste dagegen 12.2913 Stimmen lg»7eit' somit um 132 mehr als im Iah- Ils” fi , . M ^ ,Utloliuut soll die Tatsache verzeichnst daß in einer Gemeinde mehr S, .. Prozent Stimmen abgegeben wur-|ie5ej j.° wehr als wahlberechtigt waren. W^elt es sich nicht etwa um einen "len Windel, sondern um einen vollkom-^e^.z^hlichen Vorgang. In der kleinen Sje e ® o t e n i c a im Bezirk Ko-be K,! e§ 90 Wahlberechtigte, die alle l!?ttnert für den Minister Pucelj ab« V r Vorsitzende der Wahlkommission Üsst 0,, 0n Gewerberechten erteilt, und "bdi„^rdinand Tvobis, Gemischtwaren- cesta 90; Julius Dünkel, Pharmazie, Meljska cesta 12 und Branko Sučevik, chemische Artikel, Tržaška cesta 96. — Gelöscht wurden dagegen folgende Gewerberechte: P. Zuler, Autotaxi, Pobreška cesta 17; Cyrill Tratnik, Autotaxi, Slovenska ulica 13: Gustav Kocbek, Bilderhandel, Jenkova ul., Hugo Schell, Maurergewerbe, Sodna ul. 16; Ivana ©all, Antiquitätenhandlung, Koroška cesta 18; Ivan Mandl, Tapezierer, Vetrinjska ul. 13; Josef Kos, -Schneider, Mlinska ul. 9; Karl Thiel, Gemischtwarenhandlung Meljska cesta 28; Therese Sovie, Gemüsehandlung, Hauptplatz; Franz Weiß, Agentur, Vetrinjska ul. 30; Franz Kosi, Gemischtwarenhandlung, Gosposka ulica 46; Cäcilie Dekleva, Krämerei, Koroška cesta 90, Anton Tonejc, Spezereigeschäft, Mlinska ul. 21 und Ivan Zober, Jnsovmationskanzlei, Grajski trg 1. WUtn ~ f &P Frankopanov« ul. 35; Karl ^wneWß Tržaška cesta 44; Josef Ju--2- atessenhandlung, Einspielerjeva st>k !\ m^stüz Boöiöek, Gemischtwarenhand-0; Peter Kühn, Süd-iNef JUn9, Maistrova ul. 7; Janko ' R, , dmartifel, Gosposka ulica 32; 5; c\ Pda, Handelsagentur, Trdinova ' 6iv„au Parta, Erzeugung von Webwa-, lttlW’thi!t5ieeua ul. 8; Anton Lehmann, ,> ateüHanblung,' Aleksandrova cesta • U; |° Vnuk, Spengler, Tattenbachüva t ^ n; pötl Holynski, Photograph, Cankar- =>% ‘ ’ Janko Ztrunk, Schuhmacher, Ko-34’ Franz Kolman, Photograph, t-n leibey 0ba ul. 39; Ivan Zterman, ^nn, tz^,^°dna ul. 32; Ivan Deutsch tu, sto« t]^nmacher, Pristaniška ulica 2; M Schuhm-acher, Mlinska ul. 8; "I Gärtner, Valvazorjeva Aotosef, tu, ü; ct^udotf Bohinc, Tischler, Vetrinjska t[, Uz Wendner, Mechaniker, Masa-- • 22; gußersiß, Schneiderin, ul. 26; Drago Vnuk, Jnstal N?en- Tl chr UI. ^rZek, Delikatessenhandlung, Raj i^ ^^nbachova ul. 14; Marie Pri-, ^>Ue ^^derin, Kralja Petra trg 9; ' Ivan Lei. Krämerei. Koroška m. Wer mar an der Skupschtinaivahl verhindert? Zivecks Ausstellung einer genauen Statistik ersucht der Stadtmagistrat alle jene Wahlberechtigten der Stadt Maribor, die Sonntag wegen Abwesenheit an der Wahl verhindert waren, dies dem städtischen Kon skviptionsamt bis spätestens Samstag, den 14. d. 12 Uhr mittags schriftlich oder mündlich zur Kenntnis zu bringen. nt. Heiterer Toni Oölag-Abend. Wir veröffentlichen heute das Programm des vom hiesigen Btännergcsangverein unter Leitung des ersten Chovmeisters Prof. .Hermann Frisch veranstalteten, am Samstag, den 14. November um 8 Uhr abends im großen „Union"-Saale stattfindenden heiteren Toni OLlag-Abends, der eines lebhaften Interesses und eines entsprechenden Erfolges sicher sein dürfte. 1. a) „Beim Fenster ln", 6) „Der vernagelte Bua", Lieder im Kärntner Volkston von Th. Koschat. 2. „Nur einen kleinen Sprung", Chanson v. Herrn. Frisch. 3. a) „Sei wieder guat", b) „D' Lisl und i" von Herrn. Frisch, Duette. 4. „Fasching-trapfen", heiteres Quartett von I. Piber. 5. «) „'s Foppliadl", b) „Erste Stob", Lieder im Kärntner Volkston von Koschat. 6. „Im Gedränge", Couplet von H. Frisch. 7. Lustige Viergesänge: a) „Hühnerquar- tett", b) Schneiderlied aus Kals. 8. „Da sau mir nit scharf drauf in Wean", Wienerlied von Ernst Arnold. — Karten in der Musikalienhandlung Höfer, Ulica 10. Oktobra. nt. Opernsängerin Frau Lovše wieder in Maribor. Wir hatten schon wiederholt Gelegenheit, die beste Koloratursängerin Sloweniens, Frau L o v s e, zu hören und ihre herrliche Stimme zu bewundern. Die Künstlerin wird uns nun. am 18. d. gelegentlich des großen Kirchenkonzertes in der Domkirche die berühmten Sopran-Arien aus Rossinis Oratorium „Stabat mater" zu Gehör Bringen. Die übrigen Solopartien haben Frl. V e d r a l sowie die Herren N e r a l i L und Živko übernommen, sodaß das Konzert einen ganz außergewöhnlichen Kunstgenuß verspricht. Eintrittskarten sind bereits in der Musikalienhandlung Höfer und in der Cyrilus-Buch-handlung erhältlich. m. Lebensmüde. In plötzlicher Simies-verwirrung legte heute der 47jährige, in der Betnaoska cesta wohnhafte Pensionierte Ge« tongenihausauiseher Alois O. Hand an sich, indem er sich mit einem Rasiermesser die Schlagadern am Hals auf schnitt. Der Bedauernswerte wurde umgchends ins Krankenhaus überführt. Große Not dürfte das Motiv der Verzweiflungstat gewesen sein. m. Wer ein gutes Werk tun und gleichzeitig einer sozialen Pflicht Genüge leisten will, der versäume es nicht, der Artiriuber« kulosenliga in Maribor. dieser eminent m:rl. tigert menschenfreundlichen Institution, als Mitgsted'beizutreten. Der Jahresbeitrag be trügt kaum 10 Dinar, doch werden lieber« Zahlungen mit Rücksicht auf den humanitären Zweck dankend entgegengenommen. m. Wieder ein schöner Erfolg unseres Dak tyloskopen. An der Grenze unweit von St. Jlj wurden dieser Tage drei Küstenländer, und zwar der Handel»7?b!lfe Anton S 0-8 i e, der Maurer Franz M a l a l a n und der Arbeiter Martin Z e r i a n angegriffen, als sie unbemerkt die Staatsgrenze passieren wollten. Einige Taae darauf kam der Mariborer Polizei die Mitteilung zu, daß in Wagna bei Leibuch zwei große Einbrüche verübt worden seien, gleichzeitig wurden der Anzeige die aufgenommenen Fingerabdrücke beigeschlossen. Schon nach dem ersten Vergleichs versuch konnte unser Daktyloskop Herr G r o b i n mit Sicherheit feststellen, daß die zugesandten Fingerabdrücke von niemand anderem stammen als von den drei an der Staatsgrenze festgenommenen Küstenländern. Alle drei wurden heute dem Kreisgerichte überstellt. m. Der „Schwäbisch-deutsche Kulturbund" fordert seine Mitglieder auf, den am 14. d. im großen Union-Saal stattfindenden heiteren Toni Ošlag-Abend zahlreich zu besuchen. m. Aus dem Gendarmeriedienste. Der bis herige Kommandant des Gendarmeriepostens in Studenci, Herr Rudolf Sah wurde zum Gendarmeriekommando nach Novi Sad versetzt. Der scheidende Kommandeur erwarb sich im Laufe seiner Dienstzeit in Studenci ob seiner korrekten Handlungsweise die Sympathien der ganzen Vorstadt. — Zum neuen Kommandeur wurde der Wachtmeister Kerin ernannt. m. Der Unterstützungsoerein für arme Schüler am Staatsgymnasium hält am 20'. November um 17. Uhr im Konferenzzimmer der Anstalt seine diesjährige Hauptversammlung ab. m. Martinifeier am Bachern. Unsere Bergfreunde veranstalten Sonntag, den 15. d. in der idyllischen „Mariborska kova" am in allen Farben prangenden herbstlichen Ba chern ihre traditionelle Martini-Feier. m. Auf der Straße zusammengebrochen. ©eitern nachmittags wurde der Arbeiter Alfred Lipič aus der Reichsbrücke t on heftigem Unwohlsein befallen, so daß er regungslos zusammenbrach. Im Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus überführt. m. Unfallschronik. Der 23jährige, in Vukovski dol wohnhafte Winzer Franz R e s-n i k erlitt beim Holzhacken eine kläffende Wunde am rechten Knie. — Auf einem Acker glitt der 15jährige Josef F r e 0 e r am glitschigen Boden so unglücklich ans, daß er einen Bruch des linken Unterschenkel davontrug. Beide wurden von der Rettangs abteilung ins Krankenhaus überführt. m. Von einem Kraftwagen überfahren wurde gestern in der Tržaška cesta der Arbeiter Mirko Maček. Maček erlitt hie Bei innere Verletzungen. Die Rettungsabteilung leistete ihm die erste Hilfe und beließ ihn in Häuslicher Pflege. m. Zur Nachahmung empfohlen! Für die arme Familie spendete „Ungenannt" 20 Di nar. Herzlichsten Dank! m. Hundebiß. Der 27jährige, in der Nasipna wohnhafte Arbeiter N e p i č Ivan wurde von einem Hunde in die linke.Hand gebissen und mußte in der Rettungsstation Hilfe suchen. m. Wetterbericht vom 12. Nov. 8 Uhr Feuchtigkeitsmesser —9, Barometerstand 736, Temperatur +10, Windrichtung WO, Bewölkung ganz, Niederschlag 0, Umge bung Nebel. m. Spende. Für die arme Familie des mittellosen Invaliden spendete Baronesse Tinti sechs Pakete mit Kleidungsgegenstän-den. — Herzlichsten Dank! * Internationales Varieteeprogramm in der Velika kavarna - Restaurant- Dmring. x Rossinis Oratorium „Stabat mater" gelangt in slowenischer Sprache kommenden Mittwoch in der.Domkirche zur Aufttihrung. Mitwirkende sind u. a. die Damen Loose und V e d r a l sowie die Herren N e r a-l i č und Živko. Mit diesem Konzert feiert der Eäcilien-Verein in Maribor das Jubiläum seines 25jährigen Bestandes. — Sitzplätze zu 10 und 15, Stehplätze zu 6 Dinar erhältlich im Vorverkauf bei Höfer und in der Cirilova knjigarna in der Aleksandrova cesta. b. Die weiße Rose von B. Traven. Universitas, deutsche Verlagsgesellschaft A.-G., Berlin. Lw. 5 Mk. — „Samb' ist ewig. Geld ist nicht ewig. Dar um kann man Land nicht gegen Geld vertauschen", so denkt der Indianer Aanyes, der Besitzer einer großen Hazienda „Die weiße Rose". .Mas kümmert uns der Mensch? Wichtig ist nur das Del", ist der Standpunkt von Collins, oes Direktors der amer. Condor Dil Kompann. Diese , beiden lleberzeugungen geraten in Konflikt, weil j«u4 der Hazienda velquellen entdeckt werden Mm der Rachen und Hals vor Katarrh ge schützt duich ln allen Apotheken eihältlich. Preis der kleinen Packung Din 8 —; der gioßen Din 15'— und die Gesellschaft dieses Land unbedingt erwerben will. Sie versucht es durch immer höhere Geldangebote, als das nichts hiltf, lockt sie de» Indianer nach St. Francisco und läßt djn bei einem AntounfaA verschwinden. Das Del siegt. Jeder Schritt der Handlung vermittelt uns tiefe Einblicke in den Aufbau des amerikanischen Großkapitalismus. Aus (Seife c. Herbstliedertafel. Neuerlich wird auf die Herbstliedertafel aufmerksam gemacht, die der Männergesangverein am Samstag, den 14. d. um 20 Uhr im Kinosaale des Hotels Skoberne veranstaltet. Gin reichhaltiges^ vorwiegend heiteres Programm verspricht einen gemütlichen Abend. Einladtin-gen werden nicht ausgegeben, desgleichen werden Tische nicht reserviert. c. Bolksuniversität. Der für Montag, den 16. d. anberaumte Vortrag des Universitats Professors Herrn Dr. H a d ž i aus Ljubljana „Ueber das Leben in unseren Grotten" wurde wegen Erkrankung des Vortragenden abgesagt. c. Die Pensionsanstalt hat die Vermietung der Wohnungen in ihrem Gebäude in der Razlagova ulica angekündigt. Alle näheren Bedingungen sind in der Baukanzlei im Erdgeschosse des Hauses, Zugang von der Razlagova ulica, zu erfahren. Angebote sind bis zum 16. d. ebendort einzureichen. c. Zimmerfeuer. Mittwoch vormittags brach in einer Wohnung des Kirbisch'schen Hauses beim Felsenkeller ein Feuer aus, das aber von den Bewohnern bald gelöscht werden konnte, so daß der ausgerückten Feuerwehr nicht mehr viel zu tun übrig blieb. Das Feuer entstand durch Ueberheizung. c. Worum die Fahrräder billig sind. Die Polizei nahm den 24jährigen Beschäftigung«! losen Arbeiter Stefan Ramšak aus Dobrna fest, der in der Umgebung von Vojnik einem Besitzer ein Fahrrad zu einem sehr niedrigen Preise verkauft harte. Ramšak hatte das Rad am 7. August dem Maler Vičar vor dem Gasthause „Na skarpi" am Breg entwendet. Der Besitzer, der das Rad erworben hatte, gab bei seiner Einvernahme an, der niedrige Preis sei ihm keineswegs verdächtig vorgekommen, da man in der Umgebung von Vojnik des öfteren ein Rad um 200, sogar um 100 Dinar erstehen könne. Aus Darardin v. Wahlergebnis in Varaždin. Von den 14.768 Wahlberechtigten gaben 5515 ihre Stimmen ob. Und zwar wählten 2593 den ehemaligen Minister Dr. Siurntin, 1551 den Kandidaten KukuljoviL und 1341 den Kandidaten Fežački. v. Für das König-Torniflav-Denkmal stiftete die Stadtgemeinde den namhaften Betrag von 25.000 Dinar. Das Denkmal, das vom Künstler Robert FrangeZ hergestellt werden wird, soll im nächsten Jahre vor dem Bahnhöfe zur Aufstellung gelangen. v. Die Eintreibung der Staatssteuer» wird ab 1. Jänner 1932 nicht mehr die Stadtgemeinde vornehmen, sondern das Steueramt selbst durchführen. Die Steuern sind somit im kommenden Jahre direkt am Steueramt zu erlegen. v. Veränderung im Gemeinderat. Anstelle des zurückgetretenen Gemeinderates Herrn Antun Kramer wurde in den Gemeinderat Herr Major d. R. Leskovar berufen. Dieser Tage ist noch der Gemeinderat Herr Stankovič zurückgetreten. v. Für die durch Hagelschlag geschädigte Bevölkerung spendete der hiesige Verein der öffentlichen Angestellten den Betrag von 500 Dinar. v. Martini-Abend. Der kroatische Gesangverein „Vijenac" veranstaltet Sonntag, den 15. d. seinen traditionellen Martini-Abend. Auch heuer ist für einen gemütlichen Abend vorgesorgt. ' ta ^.paeinl)« 1-Ž2L Wirtschaftliche Rundschau Der jugoslawische Giererport Warnung vor unzweckmäßigen Experimenten Obwohl die jugoslawische ©erausfuHr noch immer eine ganz außerordentliche Bedeutung für ibie Handelsbilanz besitzt und dabei eine der wichtigsten Positiven Faktoren im Ausfuhrhandel ist, machen sich auch hier genügend Zeichen bemerkbar, die, wenn sie Nicht rechtzeitig beobachtet werben, die ernste Lage, welche selbstverständlich auch dieses Wirtschaftsgebiet ersaßt hat, noch mehr verschärfen können. Noch vor einiger Zeit war man allgemein der Ansicht, daß gerade der E'-erhau-del noch bedeutende Ausbrei tungsmögllch- feitett besitzt und aus diesem Grunde setzte auch allenthalben eine Produktion s-reform ein, die ihren besonderen Ausdruck in den deutschen und holländischen Eier farmen gefunden hat, wo man die wirkungsvollsten Auszuchtmethoden mit der rationellsten künstlichen, Ernährung verbunden hat. Schon nach kurzer Zeit konnte man feit-stellen, daß besonders die Qualität des „deutschen Frischeies", das infolge der fünft lichen Hühnerernährung fast schon als KunstproduA bezeichnet werden kann, nicht entspricht. Diese Eiersorte dürfte, wie Fachleute erklären, z. B. in Jugoslawien keinen Absatz finden und auch andere Staaten, die Eier konsumieren, kommen für diese blässe Ware mit teilweise nur unvollkommen entwickelter Schale nicht in Betracht. In Fachkreisen beobachtet man die Entwicklung dieser Farmen und w a r n t den jugoslawischen Eierproduzenten vor solchen Auswüchsen des Produktionsrationalismus nach dr örtlichst. Tatsächlich macht sich heute ein leichter Rückgang des Absatzes bemerkbar, und die schwere Lage hat bereits einige große Händler in die Knie gezwungen. Die Preise weisen eine fallende' T e n d e n z auf, und man sagt für die kommende Zeit einen weiteren Preisrückgang voraus. Die Besorgnisse der Fachwelt sind mit diesem Preisrückgang verbunden. Man befürchtet einen weiteren Rückgang des Absatzes, im Falle sich die Preise nicht den internationalen Notierungen anpassen könn ten. Die Rationalisierung der Eierproduktion ist fast immer dort, wo bisher noch feine größeren Erfahrungen bestehen, mit verstärkten Spesen verbunden. Eine in diesem Momente einsetzende Rationalisierung muß daher die Selbstkosten des Eies stark belasten und damit „dst Konkurrenzfähigkeit verringern, ein Fall, der gerade jetzt nicht eintreten darf.. Der Augenblick ist nicht geeignet für Experimente; denselben ist ein Exportelement so beidroht gewesen, wie unser ©er* exlport in diesem Augenblicke. Die Warnung berührt natürlich die Bemühung nach Selektionierung des Geflügels nicht. Darin Besitzen wir bereits genügende Erfahrung und wir kennen heute auch schon die Sorten und Rassen, welche. in den einzelnen Gebieten Jugoslawiens am besten gedeihen und dabei bei größter Legetätigkeit auch die beste Eiergualität liefern. Ein Austausch der bisher bestehenden Mischsorten durch Rassegeflügel ist unbedingt von großem Vorteil, doch muß dabei streng darauf geachtet werden, daß die Preise im Verhältnis zur Qualität keine Steigerung erfahren und die Konkurrenzfähigkeit nicht unterbunden wird. Die Preisgestaltung der Ausfuhrware ist heute ein so empfindliches Außenhandslsin-struntenf, daß, will der Staat feine bedeuten den Einbußen an Einnahmen erleiden, auf die subtilsten Regungen des internationalen Marktes abgestimmt fein muß. Jede Bewegung, die hier ein Mißverhältnis verursachen könnte, ist darum für den Augenblick ungünstig. Man berichtet aus Italic n, daß in den dortigen riesigen Kühlhäusern die Vorräte besonders an chinesischen Frischeiern und Eierkonserven sehr .groß sind und daß die Lagerfähigkeit dieser Sorten in kurzer Zeit ein 'Ende hat, so daß in Kürze ein starkes Angebot einfetzen dürfte, das sich auf hie Gestaltung der europäischen Preise wahrscheinlich nicht sehr günstig auswirken wird Auch die Schweizer und deutschen Kühlhäuser verfügen über große Vorräte, doch soll sich in Deutschland neuerdings das Interesse für ausländische Frischeier etwas gehoben haben. Nach wie vor aber ist der dortige Markt durch die wirtschaftliche Lage Deutsch lands gehemmt und nicht' fähig, seine volle Aufnahmskapazität zu entwickeln. Es gibt derzeit auch Stimmen, die gegen die Egalisierung des jugoslawischen EteS sprechen und die 'darauf Hinweisen, daß der ausländische DetaiW das derzeitige Gemisch gerne übernimmt, weil er sich daraus selbst drei Sorten wählen kann, die er zu verschiedenen Preisen aiMbiaien in der Lage ist. Eine Egalisierung würde ihn zwingen, größere Abschlüsse zu tätigen, die er momentan nicht zu machen in der Lage ist. Heute entspricht es ihm, aus einer Kiste drei Sorten zu erhalten, eine Egalisierung würde die Investition für drei Kisten erforderlich machen. Das neue Gewerbeaefek Schutz der heimischen Erzeugung. ■ 2. Das neue Gewerbegestetz bestimmt grundsätzlich, daß jedes Recht zur Durchführung des Gewerbes ein Personalrecht des Besitzers dieses Gewerbes ist. Demzufolge ist die Ausübung eines Gewerbes über einen Pächter verboten. Bisher war dies erlaubt, wodurch die Gesetzvorschriften ausgespielt u. zu Spekulationszwecken umgangen werden konnten. Durch das Verbot des Ausübung des Gewerbes im Wege von Pächtern ist eine neue Lage entstanden, die den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Landes besser entspricht. Ein weiterer Grundsatz liegt darin, daß der Besitzer eines Gewerbebetriebes nur diejenigen Arbeiten verrichten darf, die in den Wirkungskreis dieses Gewerbezweiges gehören. Aus diesem Grunde wurde vom Gesetz nach bester Möglichkeit eigens angegeben, was der einzelne Gewerbetreibende auf Grund seiner Berechtigung arbeiten darf. Desgleichen ist auch die; Entgegennahme von Bestellungen durch den Besitzer des Betriebes geregelt. Mit dem H a u si e r e r h a n d e l für-fen sich auch weiterhin nur jugoslawische Staatsangehörige befassen. Der Hausiererhandel ist aber beschränkt auf Invalide, auf Personen, die für sonstige Tätigkeit ungeeignet sind, sowie auf die Bewohner der passiven Gebiete, er darf nur auf den Gassen, von Haus zu Haus oder von Ort zu Ort ausgeübt werden. Das neue Gewerbegesetz kennt zwei Arten von Märkten, u. zw. Jahrmärkte und Markttage. Alle übrigen Märkte, die gelegentlich von kirchlichen Feiertagen usw. gehalten werden, fallen Nicht mehr unter den Marftbegriff des Gcwerbegesetzes. Das Gesetz regelt auch die Frage der Marktbesitzer. Eigens behandelt das Gesetz die Mustermessen und Ausstellungen, die sich bei uns nach dem Kriege kräftig entwickelt haben. Bezüglich der J n d u st r i e enthält das neue Gesetz wichtige Bestimmungen. So wird ausdrücklich vorgeschrieben, daß der Staat, alle Selbstverwaltungskörper, sowie deren Einrichtungen, verpflichtet sind, ihren gesam ten Bedarf an gewerblichen und Industrie-erzengnissen regelmäßig von inländischen Be trieben zu kaufen, sofern die gesuchten Artikel im Jnlande erzeugt werden. Desgleichen sollen von ihnen Arbeiten nur an inländische Unternehmungen vergeben werden, wobei Rohmaterial ans dem Jnlande zu verwenden ist. Es wird der Grundsatz aufgestellt, aus dein Ausland nur Gegenstände zu beziehen, die im Jnlande nicht erzeugt werden, auch können nur solche Arbeiten an ausländische Firmen vergeben werden, die im Jnlande nicht durchgeführt werden können. Das Gesetz umschreibt genau die Begriffe der heimischen Unternehmungen und der heimischen Erzeugnisse. Außerdem wird gegenüber den Angeboten aus dem Auslande den einheimischen Erzeugern und Kaufleuten eine Prämie von 10 bis 15 v. H. bei allen Lieferun-a»n und Vergebungen von öffentlichen Ar- beiten zugebilligft Diese ganze Tätigkeit wird im Handelsministerium konzentriert, das als Fachministerium in erster Linie berufen ist, sich mit diesen Fragen zu befassen. Wichtige Bestimmungen erhält das neu? Gewerbegesetz stber das Hilfspersonal. In diesen. Bestimmungen ist die Gesetzgebung über die Arbeiterfrage und über das Aushilfspersonal einheitlich für das ganze Land ausgearbeitet. Bei der Erbringung dieser Bestimmungen wurden moderne und fortschritt liehe Grundsätze berücksichtigt, es wurde der Grundsatz angewendet, daß die Wirtschaft nur bei einvernehmlichem Zusammengehen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Fortschrit te machen kann. Zur Schlichtung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurde ein eigener Schlichtungsausschuß („Schiedsgericht der guten Männer") vorgesehen. Dieser Schlichtungsausschuß ist zuständig in Mei nungsverschiedenheiten über Zahlungen bis 12.000 Dinar sowie für alle Streitfälle, die sich aus dem Dienstvertrage ergeben. Gebildet werden diese Schlichtungsausschüsse bei den allgemeinen Verwaltungsbehörden erster Instanz, es ist aber auch ermöglicht, solche bei den Zwangskörperschaften der Arbeitgeber einzurichtcn. Der Schlichtungsausschuß arbeitet unabhängig von den Gerichten, er besteht aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern Er ist als sozialpolitische Einrichtung gedacht, gleichmäßig zu nützen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern. (Fortsetzung folgt.) X Nutzviehmarkt. Maribor, 10. November. Der Auftrieb belief sich auf 172 Ochsen, 12 Stiere, 405 Kühe, 11 Kälber und 18 Pfcr de. Der Handel war mittelmäßig; verkauft wurden 314 Stück, davon 150 nach Italien. Es notierten für das Kilo Lebendgewicht: Mastochsen Din. 4 bis 5.50, Halbmastochsen 3 bis 3.50, Zuchtochsen 2.50 bis 3.75, Schlachtstiere 3.75 bis 4, Zuchtkühe 2 bis 3, Melkkühe 2.75 bis 3, trächtige Kühe 2.75 bis 3, Beinlvsth 1.50 bis 2, Jungvieh 3 bis 4.75. X Sprunghaftes Steigen der Silberpreise. W i e n, 11. November. Auf den internationalen Märkten ist allenthalben ein starkes. Steigen des Si Überpreises zu beobachten. An der Newyorker Börse wurden gestern 7 lA Millionen ltnzen Silber gekauft. Der Preis stieg sprunghaft; noch vor einem Monat lag der Silberpreis bei 29; er erhöh te sich in den letzten Tagen bis auf 34, In London vollzog sich eine ähnliche Entwicklung. Dort erholte sich der Kurs in der glei chen Zeit von 17 auf 21' drei Achtel. In Wien, wo in den letzten Tagen eher '• ine sin lende Tendenz zu beobachten war, har sich gleichfalls ein Umschwung vollzogen. Der Silberpreis ging von 96 auf 115 hinauf. Die Ursache dieser Bewegung dürften die Vorgänge in der Mandschurei sein, und zwar rechnet man anscheinend mit einer Verschärfung des Konflikts, y '' X Zollfreie Einfuhr von Maschinenmaterial. Der König Unterzeichnete ein Gesetz, womit das Gesetz über den Zolltarif einiger-müssen abgeändert wird. Im Sinne des neuen Gesetzes, können ans dem Ausland zollfrei eingeführt werden Artikel und das Material für die Erzeugung und Reparatur von Maschinen, Dampfkesseln, Apparaten, Instrumenten, Werkzeugen, Schießwaffen, Eisenkonstruktionen, Waggons, Waggonet-ten, Rädern, Flugzeugen, Aerostaten, Schiffen, Schleppern, Tanks und Pontons, falls dieses Material im Inland nicht in genügender Menge erzeugt wird und wenn diese Artikel von Personen oder Unternehmungen eingeführt werden, die sich mit der Erzeugung oder Reparatur der obertvähnten Waren befassen. Die Bedingungen für die zollfreie Einfuhr dieser Waren werden vom Finanzminister festgesetzt. X Preisrückgang im Großhandel. Rach Mitteilungen der Nationalbank ist der Index der Großhandelspreise im vergangenen Oktober gegenüber jenem im Monat September abermals um 2.1 Punkte auf 69 5 gesunken, wobei der Preisdurchschnitt für das Jahr 1926 mit jOO angenommen wird. Gegenüber September zogen nur die Preist für Pflanzenerzeugnisse etwas an, wogegen der Index für alle übrigen Produktionszweige stark zurückgegangen ist. Besonders stark sind die Preise für Vieh and ü ^ Produkte gesunken, nämlich oen • 66.1, ferner kür Mmeralerzeugmw v ^ auf 73.7 und für Jndustriewareu v ^ auf 69.3. Der Gesamtindex ist i»» Rückgang und betrug im Oktober - - & res 1928 107.3. 1929 96.8, ^ ^ 1931 69.5. Seit 1926 sind die DurM^, preise im Großhandel um 30m,o o gegangen. Im Detailhandel wir t •» aii# Preisrückgang geringer nf' ,',üdqegnm hier der Preisindex bedeutend zi •, ^ gen, besonders für rohes und vera Fleisch. tim den M O.-Pvlal ^ Der M. O. gründete im Vorjahre 6 ^ neuen fußballsportlichen Wettbewerb, sogenanntes Blitzturnier, an dem |«> „ liche Mannschaften der Stadt zu ^ haben. Die Kämpfe werden nur v-x ^ Zeit von 45 Minuten ausgetragen, 1.^ die ganze Konkurrenz an einem rm > zu Ende geführt werden kann. Bei. sten Austragung der Wettspiele Zpnb' , fanntlich die Eisenbahner als Sieg-tior. Heuer werden die Kämpfe kow ^ Sonntag auf dem „Maribor" * :'&P stattfinden. Und zwar treffen tzw U1. yjn 14 Uhr „Železničar"—„Svoboda' « 14.15 Uhr „Maribor"-„RaP>d. um 15 Uhr das Endspiel znufchm -eII Siegern aus den Vorrunden vor 1 - gall&c^ auch jene Vereine, die jetzt an L ^xsche, Meisterschaft teilnehmen, „j^tC blieben. Wie ungünstig sich bas - £ yntei für jene Vereine, die weiter tn ’ i verbandsmeisterschaft blieben, - .;d)'[icich hat, zeigen deren Schuldenkonti. ^ aber — und das ist eigentlich a sten — haben sich die 2igenlptcI fc6aUer b lich nicht bewahrt und auf die B aU§geiü ‘ ne gesteigerte 2lnziehungstraf Heute wissen auch die einstigen n>> des Ligensystems, daß dieses> . Apw, Schaden gebracht hat. Die Ost. Posilila vereine haben in der Beogro c " ... einen Ueberbriickungsantrag vereine, haben in der Becgradi einen liebe rb r ück u ngsantr a g pc(tehc' aber bei näherer Betrachtung iV flird den Schwierigkeiten keNtC^aU lau ft Wege räumen würde. Der jn < dahin, daß die Ligenteilne 9^ , ^ (nicht, wie bisher, in dret) G tefl sollen. In der Beograder Grupp yfai Beograder, Skopljeer, ^ovtw ' -I (er und Sarojevoer, Spli!®^ 5 bljanaer und Suboticacr erst) etne. : Dempsey schlug drei ^a"J;totir'ieCÄ feiner ausgedehnten Schaukamp 4 I?!?“*-® ! m if * ?. „strne so im Staate Utah, wo i" ------------------ -- ■ f. Man " hei bracht hat, einen Besuch ab- staltete natürlich auch dort ;,<9Za ej denen Dempsey (einem BenM ^ Ö Ier" wieder einmal alle Ehr® zer c seiner „Gegner" hatten f^j^gen K.äi' Runde von den schweren 6* ^ aa g Weltmeisters genug und ließe flU ,» len, der Dritte hielt etwas Ia pyitb® aber auch schon in der än)eOen^-^^|t|. hei w wen tmd ähn’ r;,^» je. AnlhubM Marlborl Der Meidmann ^HieHfreuöigkeit und Sagögerecbtißfeit Von Dr. K. EilerS, ist ernste Arbeit. Weid werk ist ^ »®port" im gewöhnlichen ............ iyenn fccst -x.. tfitj,. vwger, der auf den Reh bock geht, in H °ch nicht leugnen können, daß er gern ^ Aminen und einen guten Bock t°„ o wöchte. Und niemand, der auf 'Sn* er Hühner jagt, wird befriedigt sein, üm or mit leeren Rucksack oder Galgen ^qci [Quie koinmt. Auch der >veidgerechte in^ doch die Waffe nicht etwa nur schein. Auch er will Beute machen, Wftt ! % sten, also — schießen und Freude ^chteßen erleben. '»ech n wird also wohl sagen dürfen: ein siy j^chtor Jäger kann sehr wohl auch i’äj d^oßfreudiger Jäger sein und Braucht nicht zu schämen oder es zu ver-iwji Denn ein schießfvohex Jäger tog. Q; voch lange nicht das zu sein, was 6 e t„c nicht fein wollen, nämlich „S ch i e-iie ‘ anderen Worten: es kommt auf olb st Beschränkung im ,n an! Der richtige Schießer ist vor Vn tos, viel zu schießen, und d'H |da§ Vielschießen obenansteht, der lttt( leicht auch der Versuchung erlie-V v 6 I I I o § äbzuschießen, was ihm SbcJ Büchse oder Flinte kommt. Der _ ^te Jäger jedoch fühlt sich nicht etwa nur an die Jagdgesetze gebunden, sondern an die weit höheren Gesetze der Weid-gerechtjgkeit, die er sich selbst verschreibt und durch die er seine Schießfreudigkeit in Schranken hält. Aber innerhalb dieser freiwillig bestimmten Grenzen hat meines Erachtens auch die Schießfreudigkeit ihr gutes Recht. Wir dürfen uns auch unserer Waffe, ihrer Leistung und unserer persönlichen S ch i e ß f e r t i g k e i t freuen, wenn wir davon stets weidgerechten Gebrauch machen. Unter dieser Voraussetzung schafft der „gute Schuß" echte, berechtigte Jägerfreude, mag es sich nun, wie bei der Büchse, um den Wahlabschuß selteneren und besonders edlen Wildes handeln oder wie bei der Flinte um größere Strecken von Niederwild. Der weidgerechte Jäger wird seiner Schießfreudigkeit in erster Linie hinsichtlich der A u s w a h l des abschußreifen Wildes, überhaupt hinsichtlich der Menge des Wildes, bestimmte Grenzen ziehen. Ebenso aber auch wird er die weidgerechten Schußentfernungen innehalten und überhaupt in jeder Hinsicht seine Schießfreudigkeit zügeln und sie den höheren geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen des Weidmanns nn-terordnen. Dahin wird gehören, daß er beim K u» g els chn ß außer der Entfernung auch die Stellung des Wildes genau beachtet und berücksichtigt. Niemals wird er einen absichtlichen Keulenschuß zubringen oder gar ein gesundes Stück spitz von hinten beschießen. 'Geradezu unmöglich ist es ferner dem in strenger Schule ausgewachsenen Jäger, ein Stück edlen Wildes, „so auf Schalen ziehet", mit Schrot zu beschießen. Ebenso wird er die Kugel im Lauf lassen, wenn die Patrone für das in Betracht kommende Wild unzureichend ist. Hat er zufällig ein sogenanntes Kleinkalibergewehr bei sich, so wird er damit nicht auf einen Rehbock schießen. Führt er gerade eine Patrone, die allenfalls bis zum Rehwild ausreicht, so beschießt er damit trotz aller Schießfreudigkeit kein Stück Rot- oder Schwarzwild. Aehnlich so wird er es mit dem Schrot schuß halten. Er wird Wildgänse nicht mit Bekassinenschrot befunken. Und den sogenannten „Saudunst" (Posten) wird er ganz zu Hause lassen oder vielmehr auch nicht im .Hause haben, wenn er nicht zufällig Sammler von jagdlichen Altertümern und Wilddiebswaffen und -Munition ist. Die Gchießfreudigkeit des weidgerechten Jägers wird sich also beim Schießen auf Wild in ganz bestimmten Grenzen bewegen. Sie kann aber auch beim Schie ßen auf tote Ziele zum Ausdruck kommen, sei es nun auf einem besonderen Schießstande ( auf Wildscheiben, Wurftauben usw.) oder auch im Revier an geeigneten Stellen und zu geeigneten Zeiten. Und hier braucht dann die Schießfreudigkeit sich keinerlei Zwang anzutun. Der schießfreudige Jäger kann ganz nach Belieben seine Schießübungen und Schießversuche machen. Und, was wesentlich ist, diese Schießfreudigkeit kann auf dem Schießstande und bei sonstigen SchieMbungen und Schießversuchen in den Dienst der Weidgerechtigkeit treten, indem sie den Jäger belehrt und seine Schießfertigkeit fördert. Gewiß ist ein schießkundiger und geübter Schüt ze noch lange kein guter Jäger. Aber ein guter Jäger sollte immer danach trachten, auch ein schießkundiger und geübter Schütze zu sein. Dazu kann ihm — günstige Veranlagung vorausgesetzt — eine gesunde, durch Weidgerechtigkeit beherrschte Schießfveudig--keit verhelfen. Der Fuch« und die Niederjagd Um nicht mißverstanden p werden: ich bin durchaus nicht Anhänger der Dheorie, wonach das Raubzeug, um dem Nutzwild die entsprechende Hege angedeihen zu lassen, samt und sonders auzurodten ist. Nein! Auch das Raubzeug hat seine Existenzberechtigung, und gerade der Fuchs wird nicht mit Unrecht als der „Sanitätspolizist" des Waldes bezeichnet. Ist es doch iin erster Linie er, der verluderte Stücke wegräumt und so den Wald fri hält vor dem Verwesungsgeruch verschossenen Wildes, und ist es weiter wieder er, der schwache, für die Erhaltung der Art ungeeignete Stücke reißt und so dem Revier einen gewissen Nutzen bringt. Ihn also ausnahmslos als Schädling des Reviers zu bezeichnen, wäre falsch. So wie überall gilt auch hier der goldene Mittelweg: der Fuchs darf nicht überhandnehmen, aber ihn gänzlich austzurotten, wäre verfehlt. Wie aber siehts nun in der Praxis aus? In gut geführten Revieren wird man den „Weg der Mitte" gehen, und wird belohnt durch die Freude, die man empfindet, wenn bei der Jagd 'dann ein Füchslein die Strecke „ausputzt". Aergera aber wird man sich, wenn auf der Strecke in einem verwahrlosten Revier neben 'boispielsweise 20 Hasen vier oder fünf Füchse liegen. Wie wird ein solches Mißverhältnis zwischen Nutz- und Raubwild möglich? Entweder durch Indolenz oder tatsächlichem Zeitmangel seitens des Jagdherrn und seines Personals, öder aber, es lag System — allerdings ein ganz falsches — in dieser Art von Revierführung! Die Erklärung für diese? gänzlich falsche' System ist folgende: Warum den Fuchs im Sommer schießen, wenn der Balg wertlos ist; im Winter muß man ihn erlegen, da trägt er sein wertvolles Winterkleid und bring! Geld! Nutzwildstrecken wie oben sind dann das Resultat. Bei der enorm volkswirtschaftlichen Bedeutung unserer Nutzwildstände hat das Zuwarten mit dem Fuchsabschuß bis zum Winter keine Berechtigung, welcher Tatsache von vielen Revierherren heute auch schon Rechnung getragen wird. Nur Leute, die mit dem Rechenstift nicht gut umzugeheir verstehen, werden im Winter mit dem Fuchs das gutzumachen versuchen, was sie am Nutzwild eingebüßt haben. Zu welchen Mitteln dann im Winter zur Erlangung möglichst großer Fuchsstrecken ce griffen wird, ist ja bekannt. Nicht mehr die Büchse allein genügt, das Schlageisen, dieses gewiß nicht sehr weidmännische Fang-mittel, muß herhalten, und wenn man auch damit keinen entsprechenden Erfolg zeitigt — und gewöhnlich zeitigt man, besonders als Anfänger, gar keinen — dann kommt das Gift, über dessen Gefährlichkeit in der Anwendung an dieser Stelle schon öfter gesprochen wurde. F. @. u Der „romantische Wilddieb ist tot... Die berühmten Figuren kühner Wilderer sind aus der Zeitgeschichte verschwunden — mo5 übrig blieb, ist das lichtscheue Gesindel der Wilddiebe und Schlingensteller, Verbrecher im gewöhnlich. Sinne, die aus ihren Fängen bares Geld machen. Das Motiv deS ausgestorbenen Wilderers war Kampf um den Hauptschmuck des Rothirsches, um Gamskrickeln um das kapitale Gehörn des Bockes — Kampf deshalb mit Jäger und Jagdamt, mit Waldhüter und Polizei. Wilderer waren Sportsleute, geboren in einer Zeit, in der Jagdrecht nur Privileg der Stan. Lesherren, Bischöfe, Fürsten und Könige war, verstorben im Zeitalter des Liberalismus, das jedem Manne das alte Recht auf Wald und Wild zurückerstattete unter leicht erfüllbaren Voraussetzungen. Der Wilddieb von heute ist fast ohne Ausnahme Gelegenheits« oder Berufsverbrecher, kein Jäger, wie es der Wilderer war, sondern ein Wildschlächter schlimmster Sorte, der die Ricke vom Kitz abknallt, die trächtige Häsin, den Zukunftshirsch oder die führende Bache — ganz wie es der Zufall will. Er arbeitet mit sehr unterschiedlichen Methoden und ebenso unterschiedlichen Geräten und Waffen. Seine Arbeit «st mitunter so raffiniert daß der Berufsjager ein tüchtiger Kriminalist sein muß, wenn er seinen ungebetenen Gästen das Handwerk lege« will. Am schwierigsten ist zweifellos den Schlingenstellern beizukommen. Sie durchstreifen als' Beeren- und Pilzesucher den Wald, machen die Wechsel aus und stellen an den günstigste« Stellen die Maschen. Hören wir, wie es dabei zugeht: Der Jäger hört auf einem Reviergang ein Reh klagen. Dis Laute verstummen. Der Hund wird geschnallt, er kommt auf die frische Fährte, hängt nach, findet im dichten Unterholz auf verschwiegenem Wechsel eine verendete Ricke, verweist oder verbellt das Stück, und bald steht der Jäger vor einem jammervollen Bild: ein feiner Stachel, draht hat die Drossel fast zerschnitten, weit her-aus guellen die Lichter, der Lecker ist zwischen den Zähnen eingeguetscht der Boden ringsum von den Läufen zerwühlt. Das volle Gesäuge zeigt, daß zwei Kitze irgendwo in der Nähe irren, dem sicheren Tode preisgegeben. Nun schwört unser Forstmann einen fürchterlichen Dem Schalenwild 0edüt)rl die Kugel! I In \si»Qpt>r^n eines jener Spätherbsttage, die Aufenthalt in dem Steinmeer i 1 im t *ur ^ual werden lassen, weil die tinb I "unten Herbstlaub zu brennen schei-mit ihrer letzten Kraft den Ast Unwiderstehlich hinausstieß, stand . isit mr. Wie mag es wohl heute brau* „&- Aussehen, wie herrlich still und * ich doch heute irgendwo in lö8cn* allein oder mit weidgerech->- nUr i? zusammen, ganz gleich auf welches h utth mau3 aus der Stadt, die für den Blickt» rfreunb on lachen Tagen zum fl bi» Gefängnis wird, iiutet mit diesen Gedanken beschäftigt Q“; Telephon: „Wollen Sie morgen SrfuL®auen tagen? Wir brauchen nur Kahlwild soll auch geschossen jflsten 'ch wollte! An demselben Nachmit-iJ \W„,.tr. hos auf dem Bahnhof, alle er« im fieentk r nötigenfalls auch den Drücke» wMöta können. Nach wenigen fuifMtef»; sind wir in der idyllisch geiege-t m. Šiit 1 J”? wir freundlich empfangen 's- i> ästiges Nachtmahl mit Bauern* n> ein paar Flaschen Bier und Kw?chsene" stärken uns für die i 's kommenden Tages, die wir alle it,? San»!? erwarten. Dann r chic Bett wir t a*f ,fsn. Aufbruch am nächsten Morls .j t b»,„ hr. Der liebenswürdige Jagd-6>ge daß Sauen. Kahlmild und flitofien geschossen werden dürfen, bei .;Uen gelinden Schrecken: Geißen-n*r Drückjagd? Nun ja, das ist Geschmackssache, denke ich, und erkläre still für mich, daß ich auf Rehwild nicht schieße, Venn ich habe keine Lust, etwa eine führende Muttergeiß von den Kitzen wegzuschießen waS auch dem erfahrensten Jäger im Wirbel des Treibens leicht passieren kann. Am Sammelplatz sind außer uns noch einige Förster der ausgedehnten Reviere, in denen wir jagen wollen. Ich bemerke, daß einige der Schützen nur Schrotflinten führen. Sie werden doch nicht etwa mit Schrot auf Schalenwild schießen wollen. Aber nein, das ist ja nicht denkbar, sie werden schon Flintenlaufgeschosse haben. Warum muß man auch immer gleich Schlechtes von seinen Mitmenschen denken!? Die beiden ersten Triebe liefern nichts Als dritter Trieb kommen zwei Jagen heran, in denen sicher was drinsteckt, zum mindesten Rehe, meint der Jagdherr. Ich stehe auf meinem Posten und träume in den verschneiten, sonnen-beschienenen Herbstwald hinein, dankbar, daß es mir vergönnt ist, diesen herrlichen Tag im Wald zu verbringen. Ich habe Zeit, meinen Gedanken nachzuhängen, denn der Trieb ist lang. Vor mir zanken sich einige KohlmeUen, ein Häher streicht aufgeregt durch die Kiekern-kronen und weit hinten hoppelt ein Hase durch das Altholz. Die Treiber kommen langsam näher. Einer ruft: „Achtung Sauen!" ' Ich fahre aus meinen Träumen und fasst den Stutzen fester. Da kommen sie auch schon an in windender Fahrt, gerade auf mich zu. Ich ftäqle vier Stück, alles Ueberläuser. von denen der vorderste noch schwach ist. Ich lasse ihn durch, fahre mit dem zweiten mit, der im Knall liegen bleibt. Bei meinem Nachbar zur Linken kracht es nun auch. Ja, aber mar denn das nicht ein Schrotschuß? Nach Beendigung des Triebes gehe ich zu meinem Schwarzkittel, der inzwischen verendet ist. Mein Nachbar zur Linken hat auch seinen Stand verlassen, er sucht am Anschuß herum. „Worauf haben Sie denn geschossen?" „Auf ein Reh. Es stand Breit auf dreißig Schritte, und da meinte ich es ganz besonders gut zu machen, wenn ich mit grobem Schrot aufs Blatt hielt. Ich habe nach dem Schuß nichts mehr gesehen." Mich überläuft ein Schauer. Warum führt der Manu einen Drilling, wenn er nun doch mit Schrot schießt? Am Anschuß ist nichts zu finden, etwas weiter ein paar geringe Tropfen Schweiß auf dem gelben Laub, der Fährte nach ist auch ein Vorderlauf kaputt. Die Treiber berichten, sie hätten von den vier Rehen die auf meinen Nachbarschützen zukamen, nur drei zurückkommen sehen, eines hätte sich, anscheinend schwer krank, in der Richtung der Fütterung vom Sprung getrennt. Auf diese Nachricht hin begibt sich mein Nachbar mit einem ortskundigen Treiber auf die Nachsuche. Wir anderen tagen weiter. Nach einigen Trieben kommen die beiden wieder und berichten, sie hätten noch eine ganze Strecke weit Schweiß gefunden bis zu der Fütterung. Dort hat der Schweiß aufgehört, dadurch sei es nicht mehr möglich gewesen, die Fährte des kranken Rehs weiter zu verfolgen. Mein Nachbar meinte, es sei dem Reh wohl weiter nicht viel geschehen, er habe deshalb die Nachsuche für heute aufgegeben. Die Jagd ist vorbei. (Sitte kalte tzerbstnacht senkt sich herab. In einer Schonung nahe der Fütterung sitzt ein Rehgeiß, das Haupt gesenkt, die Lichter schmerzverzerrt — die Schrote im Gescheide brennen entsetzlich — der zerschmetterte Voderlauf erhöht die Qualen bis zur Unerträglichkeit. Die Decke ist leicht gesträubt und hin und wieder geht ein Zittern über den ganzen Körper. Trotz der Kälte stellt sich ein gual« voller Durst ein. In der Hoffnung, sich aus dieser L""? Befreien zu können v^ucht das Stück, hoch zu werden. Vergeblich. Die drei noch gefunden Läufe sind steif sie versagen vollkommen den Dienst. Auch der ganze Körper ist steif geworden. Wieder geht ein Schauer über die Geiß. So vergehen Stunden, Stunden größter Qualen und Schmerzen, die durch die Kälte bis zum Aeußersten gesteigert werden. Die Herbstnacht ist lang, und zu dem peinigenden Durst gesellt sich der Hunger- Als der Morgen leise dämmert, versucht die Geiß nochmals, fort,zukommen, aber alle Anstrengungen sind vergebens. Die Kräfte sind geschwunden und jede leiseste Bewegung bringt unerträgliche« Schmerz. Die Sonne lacht wieder am strahlenden Himmel über dem jungen Tag. sie beleuchtet auch das stille Drama im Wald, die mk dem gualvollsten Tod ringende Geiß, die min auf dem frisch gefallenen Laub hingestreckt daliegt. Nur noch ganz schwache Atemzüge künde» das nahe Ende, bis endlich die Erlösung kommt« Könnt Ihr es denn nicht lasten, mit unzulänglichen Mitteln zu jagen, zu denen der Schrotschuß auf Schalenwild gehört? Macht Euch doch klar, daß Ihr für alle Ein» Handlungen die Verantwortung tragt. Auch dem wehrlosen Wild gegenüber seid Ihr für die Art und Weise, wie Ihr jagt Euch und Eurem Schöpfer verantwortlich. Denn er gab Euch nicht deshalb Seele und Verstand, daß Ihr in sinnloser Un Überlegenheit Euch ausgelieferte Tiere Qualen überliefert, deren Zeugen nicht Ihr, sondern der stille Wald ist. Wollt ihr den Ehrentitel „Jäger" mit Recht führen, dann dürft Ihr nicht mit dem kalt rechnenden Verstand allein jagen, sondern Ihr müßt auch mit dem Herzen dabei sein. Ihr sollt so jagen, daß dem Wild jede unnütze Qual erspart bleibt, und darum: „Allem Wild, das aus Schalen zieht, gebührt die Kugel!" Graf Bülow. BEREITEN SIE SICH AUF DEN WINTER VOR. VERSCHIEBEN SIE IHRE EINKÄUFE NICHT. UNSERE VERKAUFSSTELLEN SIND BEREITS MIT WINTERSCHUHWERK EINGEDECKT. 49.- Mikado. Modell 7045 Man kann in diesen ebenso gut in der Küche arbeiten als in den kalten Gang hinausgehen ohne Gefahr, sich zu erkälten. 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Schon am anderen Vormittag, nachdem der Gehilfe srostklappernd nach Hause ist. so gegen 9 Uhr, da rappelt es plötzlich im Holz: der Jäger .zieht auf und starrt auf die Lichtung. Richtig, da kommt eine Gestalt: Fischer-Emil! Einen Pilzkorb im Arm kommt er näher, sieht das Reh, bricht durch die letzten Zacken durch, löst es vorsichttgt aus, steckt den Draht zur weiteren Verwendung in die Tasche. Da fährt der Jäger aus: „Halt — Gewehr ab! Hände aus den Taschen!" Fischer-Emil hat gar kein Gewehr — so dumm ist er nicht. Aber er fahrt doch blitzschnell mit iben Händen in die Lust. Und plötzlich grinst er den Jäger an. „Mit zur Polizei!" kommandiert der triumphierend. „Ja — was hast's denn?" sagt der Ertappte. „Ich geh' Pilzsuchen und finde das Stück hier. Selbstredend wallte ich dös arme Stück abgeben!" Dem Förster ist solche Frechheit noch nicht vorgekommeu, Zwar zeigt er Fischer-Emil an, aber der wird sreigesprocheii, erst bann wäre das Schliiigenstellcn erwiesen, wenn der Wilddieb Beim ,Ausstellen" der Maschen okgesoßt wird. Man kann sich bei dieser Sachlage ano- malen, was es heißt, einen Schlingensteller ab-zusassen. Da Hilst nur Geduld und nochmals Geduld, und nur wenn die Kniffe des Jägers bessere sind, als die Kniffe des Wilderers, ist Aussicht aus Erfolg. Die Wilddiebe mit der Masse find auch die größte Gefahr für den Jäger, als es bei zufälligem Zusammentreffen fast immer hart aus hart geht. Ost erfolgt der Angriff sogar „nach der Verhaftung", wenn der Jäger nachlässig das Gewehr umgehaiigen hat. Die jährlichen För-stermovde sprechen eine deutliche Sprache. Leider saßt die Rechtssprechung den bewaffneten Wilddieb und auch den Schlingensteller nicht fest genug an, Geldstrafen und geringe Gefängnisstrafen sind .an der Tagesordnung Sogar das Gewehr wurde auf Grund des Gerichtsurteils mehrfach zurückerstattet. Gchrotgeößen und Schrot-bezeichmuigen Ans der Heuer in Paris ahgehaltenen zweiten Sitzung des Internationalen Jagd« kongresses wurde eine interntionale Regelung der Schrobgrößen und Schrotbezeich-nungen besprochen. Die großen Verschiedenheiten, die in den einzelnen Ländern bezüg lich der Schrotdurch mosser und Schrotbezeichnungen bestehen, lassen es als höchst wünschenswert erscheinen, daß eine einheitliche Regelung zur Durchführung gelangt. Ter Vizepräsident des Internationalen Jagdkongresses Herzog von R a t i b o r, hatte das Referat über diese Bestrebungen übernommen lind legte der Versammlung eine Zusammenstellung der verschiedenen Schvotgrößen und Schrotnuinmerjerungen vor, die ein klares Bild über die zurzeit herrschende Vielseitigkeit und Verschiedenheit zwischen den beteiligten Staaten lieferte. Der Vorschlag des Referenten ging dahin, die deutsche Einteilung der Schrotgrößen nach Millimeter, abgestuft nach Viertelmillimeter, allgemein einzakühren. Für die Länder mit englischem Maßsystem könnte an die Stelle des Biertelmillimeters ein Hundertstelzoll gewählt werden. Die Unterschiede zwischen den beiden Maßsystemen sind für den vorliegenden Fall so geringfügig, daß sie für die Praxis vernachlässigt werben können. Der Vorteil, die Korngröße als MaßstaH zu verwenden, besteht hauptsächlich darin, daß es mit ein- fachen Meßinstrumenten °rmögl:ckst. 3' ^ Durchmesser des Schrotkorns flis Bei Anwendung des Korngewichtc^ ^ Maßstab, wie dies von anderer zptz geschlagen wurde, besteht der Nachteil, eine ziemlich genaue Waage erso^ und daß das spezifische Gewicht L stark dene Bleilegierungen die Korngroh beeinflußt. Die nächst Kongreß^ in Bukarest soll über bi«ft"" '.im, schlüge endgültige Entscheidungen Der Landwirt l. Ziegendünger ist infolge . stch mensetzuiig äußerst wirksam unb^ ••. a[if£ vorzüglich für den Gemüsebau-vor der Verwendung gut abliegen- l. Hyazinthen sind über Wmter >. nenreisig zu bedecken. Stalldünger ■ ^r« deshalb nicht gut dazu, weil sim ^ vet* ne Mäuse an siedeln oder die , jg zärtelt werden und zu zeitig ,au i> .-.ne! diesem Falle kann ihnen Spätfro sehen. Jiteinec Ameigec |MAA44AAAA»AAmfi^ Verschiedenes Hausschnelberln. in allem gut geübt, empfiehlt sich. Adr. 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