Mbacher Zeitung. Nr. 191. Plänum«ralion»prtie: Im Eomploll ganzj. si. I,, halbj. 5>.N0. Mr d 0^^^6 in viiwj;,!»,^« l>riä«1^6 80N!lm't,jo P0V»0^NLM, Po pril»Ij/6v»j,!i csliibvi V60 ilot pol milijona ^oläi- >nn ^»s» vinar^n ^omi,2 i»> tlrußsa po- ^,1ll llaMnjig, « to^o in vocio; col^» /ivinn, «6 jo ^^^ ix uMoi'in K10V0V 1o / voliko ^/.n,v<> oioti. ^ ^2,f;ra^ ,li/tr^li!a ill oclns«!» wr jo uanogla na ltwo^c, tlAviliko diatu in je /. mno^in njiv vxsla vu" pr»t. ^o»r^,li, ^o toliko V66li, kor .jo dila I'.». ^u1i> lullljkn^ ißta V8« ty oböino x».äol2 ^vuo tlika 8ti.^nH toöa. >' i»onw6 t«m reve/om «y l>0oä0 milocluri i»»^um.Ui in ulikwn-.I^i, llaw0l 8n uamßn^oni, v Fill,vnom iu6»w v I>,jud- "^ßi^f^ ^, ^^ ulLcIiiizt.ov 6»8l>i1,^ vc..hllemmisterium haben dem Anton Rudolf, ""aia,„ttr zu Ste,n in Kram, aus die Erfindung eines ^l^'mllchen sogenannten Paoillong öpels ein H 'eßendes Privilegium für die Dauer eines Jahres Vom Tage. <5r»k^' kaiserliche Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz It!?^ Rudolf feierte am 21. August feinen lj^lburtstag und erreichte nach den Gesehen des kaiser« '"a Hauses seine Volljül)rla.leit. s«llle ^ ^^^r Oesterreich.Ungarns hatten gute Ur-chilck "stn für jeden loyalen Unterthan der österrei-fH" Kalseilrone höchst wichtigen Tag festlich zu be< l«gtn' k " ^^ natürlichen, vorzüglich aasg'statteten Nn< tlstt^,^ lalferllchtn Kcol'prinzen, sein biederer, echt Erzitb 5"' leutseliger Ehalüller. endlich die sorgfältige zu der ^' t>ie der kaiserliche Prinz aenossen, berechtigen lvcnn ?^"U"9. baß die Schicksale Oestlrrelch.UngarnS. Nln .//^ns der Ruf dcS Allerhöchsten obcr den Ster-don ..t ^' ^ was Oott noch lange fernhalten molle. — Mrener und lräftiger Hand wird geleilet werden. TynaM " Ocsterreich.Ungarn« huldigen treu der schille^s" H°u!tS HabSburg.^othringen. Die Gehäuses ,^''""lch.Ungars stnd mit jenen seines Kalser- ^ 'nn'Nst verlliüpfl. reiche 3-?^ Rudolf wird. wenn er einst den glor« lclssung h. °" lelner Väter besteigt, den Vau der Ver« llonnen^und k!.c "habener. constilutioneller Vater be« ^ir sicher s.V°'^«st gefördert, vollenden, dlfsm können Mb der Gr,' ^^°nprinz Rudolf wurde inner fernen Sla°.«,". ^" constltulionellen, fr.iheitlichen. "do If wird «n " °uf. und grohcrzogen. Erzherzog "n würdiger Sohn seines erhabenen, kaiserlichen VaterS sein; würdig, seinerzeit das schönste Erbe in Europa anzutreten; würbig, seinerzeit den Thron des Hauses Habsbura.Uolhringen in Vesttz zu nehmen. Die treuen Völker Oesterreich. Ungarns werben, wie immer, die festesten Stützen seine« Thrones sein! Zur Reform der Coucursgesetzgebung. Der Erlaß des l. l. Iustlzrninisters an sämmtliche OberlandeSyerichte betreffend die Handhabung einzelner Gestlmmungen der E on curs-Ordnung findet in den Journalen der Kronländer eine sehr sympathische Aufnahme. Der „TageSbote aus Göhmen" schreibt: „Dem redlichen Gestrcben unseres Iustizministers. überall die «xt anzulegen, wo eine Reform bringend noth thut. danken wir unsere neue Strafprozeßordnung, einiae Aenderungen des summarische, mündlichen und schriftlichen Verfahrens und auch dcr neueste Erlaß verfolgt den löblichen Zwcck, das Concursveifahren zu beschleunigen und dabei so vlllla. als mozlich durchzuführen." Veien auch die Hindernisse, welche sich in der Praxis der Er. reichung dieser Ziele entgegllistellm, fühtt das Blatt weiter aus, nicht zu unterfchahtn, so Wille doch schon der Freimuth. mit dem die Mängel aufgedeckt werden, für die Kaufmannswelt veclrauenerregend und Hoffnung-erweckend. Das ..Prager Abendblatt" sagt. die Geschäftswelt werde diesen Erlaß des Iustizmlnisters. welcher nur einen neuen Beweis von der Sorgfalt liefere, mit welcher der Minister bestrebt ist, die bestehenden Mängel und Gl. brechen unseres Iustizwesens abzustellen, mit wahrer Ge» nugthuung begrüßen, da es hauptsächlich die Interessen des Kaufmannsstandes seien, deren Veachtung dem Rich-lerftande aufs wärmste empfohlen wird. Die «Grazer Tagespost" führt aus, daß alle An< oronungen des Justizministeriums ein idealer Zug, ein sittlicher Ernst und ein warmes Gefühl für wahre Selbstverwaltung durchwehe, daß dieselben geeignet seien, weit mehr durch ihre innere Ueberzeugungslrafl als durch die äußere Autor.lät zu wirken, die VollSelemenle aber, insoweit sie zur Theilnahme und Mitwirkung an der Durchführung der Gesetze berufen seien, aus ihrer bisherigen Lethargie zu reißen. Davon gebe der neueste Ellaß deS Iuschmini/iers abermals ein sprechendes Zeugnis. Das »Pester Journal" sagt: «Dringender noch als an Minister Glaser tritt an den ungarischen Justiz-minister Pauler die Aufgabe heran, für die Verbesserung des ConcurSversahrenS etwas zu thun. Man lann nicht sagen, daß in dieser Richtung gar nichts geschehen wäre. Unter den wenigen Gesetzen, die ein thatsächliches Ergebnis der jüngstoelflossenen ReichStagSsejston bilden, befindet sich auch eines, welches das EonlurSversahren berührt. Allerdings mußte die öffentliche Meinung sich erst hliscr schreien und mußten ftch geradezu erschreckend sensationelle „Fülle" ereignen, ehe Dr. Pauler sich end» lich entschloß, daS in Rede stehende Gesetz der Legislative zu unterbreiten. Endlich hat er es doch gethan und nun haben wir ein Gesetz, welches in Füllen strafbarer Erlda das Interesse der Gläubiger zum mindesten inso-ferne schützt, als es die sträflich erscheinenden Eoncurse sofort der strengen Eontrole beS CriminalgerichltS zuweist. Dies bezieht sich auf die „sträflichen" EoncurS-fülle. Diese sind leider zahlreich genug, aber noch immer die Minderzahl der gesummten Fülle. Wenn jedoch das Verfahren bei „ehrlichen" Loncursen daS bisherige bleibt, dann werden diejenigen Gläubiger, die ftch um ihre Forderungen ernstlich bekümmern und nicht alles Oott und den Advocaten überlassen möchten, am Ende wünschen müssen, daß ihre Schuldner lieber unehrlich, als unglücklich in Concurs gerathen seien." Die Grundentlastungsfouds. Nach Inhalt der Mittheilungen der statistischen Eommisston war die Gcbaruna der Grundenllaftungs-fondS sämmtlicher im Reichsrathe vertretenen Münder im Jahre 1671 folgende: Die Gesammt, Einnahmen bezifferten sich in Nieberösterreich mit 4.060.197 fl., Oberöstcrreich 1 Mill. 499.319 st., Salzburg 240.883 fi., Sleiermarl 3 Mill. 587.553 si.. Kärnten 554,773 fi., Krain 1.378,036 fl, Görz und GradiSla 159.578 fi, Istrien 175.662 fi., Tirol u. Vorarlberg 717,1188 ft , Böhmen 7,814,400 fl., Mähren 4.130.964 fi., Schlesien 355.7681 fi., «ulo-wina 871,287 fi. Aus Galizien liegen erst die Daten über den Stand des Grundenllaftungsfonbs pro 1870 vor. Die Gefammt-Einnahmcn betrugen im lralauer Kreife 285.260 fl.. in Westgalizien 2,446.232 fl., in Oftgalizien 4,661.696 fi. Die Zahlungen der Verpflichteten betrugen in Nilderösterreich 533.271 fi., Oberöflerrelch 52,652 fi., Salzburg 10.318 fi., Steiermarl 200.63! fl., Kürnlen 108.237 fl., Krain 232.838 fl,. Gürz und Gradisla 49.278 fl.. Iftrien 25.814 fi., T,rol und Vorarlberg 114.134 fl., Vühmen 1.278.082 fl., Mühren 611.764 fi., Schlesien 68.558 fl, Vulowlna 626 fi., Galizien (pro 1870) Krakau 68.073 fl., Weftgalizien 140.962 fi,. Ostgalizien 121.598 fi. Die Zahlungen aus dem Landesfonds bezifferten sich in Niederösterreich mit 931.670 ft., Oberösterreich 367.682 fi., Salzburg 96.595 fl.. Steiermatl 617.525 fl.. Kärnlen 302.261 ft.. Krain 261.535 fl.. Görz und GradiSla 52.614 fi.. Iftrien 39.933 fl.. Tirol u. Vorarlber» 182.322fl., Vöhmen 1.116.999 fl, Mähren 810.017 fl,, Schlesien 84.316 fi., Oulowina 356.335 fl.. Galizien (1870) »ralau 162.195 fi., weft-gallzieu 825.951 fi.. Oftgalizien 2.061.830 fi. DerSlaal zahlte in Niedtrösterreich 1.633.680 fi., Obcröslerreich 710.717 fl.. Salzburg 79.005 fl., Sleier-mark 644.662 ft., Kärnten 103.651 fl., Kraln 63^7 Gulden. Görz und Gradisla 19.529 fl., Tirol und Vor-arlberg 248,907 fl., Vöhmen 1.233.122 fl Mühren 783 996 ft., Schlesien 114.542 fl.. Gal.zien (1870) Kralau 15.332 fl., Westgallzien 1.459.099 fl.. Oftgall-zien 2.4351.349 fl. Darlehen empfingen Kärnten 17.677 fl., Kr a i n 81.000 f!.. «utowina 511,222 fi. Vorschüsse wurden gegeben: Oberösterreich 149.000 fi., Istritn 54.882 Gulden, Schlesien 865 ft., Galizlen (1870) Kralau 755 fi., Wlstgalizlen 6845 ft., Oftgalizien 14.443 ft. Den gröhlen Theil dieser Einnahmen consumleren die 1350 ObllaationSzinsen. welche betrugen in Niederösterreich 1.636.447 fi., Oberösterreich 786,899 fl., Salzburg 106.899 fl.. Steiermarl 885.637 fl. Kärnten 280,765 ft., «raln 369.658 ft.. Görz und Gradisla 54.742 ft. Istrien 54.482 fl.. Tirol und Vorarlberg 266.501 fi., Böhmen l.516.333 fl., Mähren 1.024 039 ft., Schle-sien 96.626 fl.. Bukowina 718,084 fl., Galgen (1870) Kratau 170,519 fl.. Westgalizien 1.594.174 fl.. Ost. galizien 3.045,533 fi. Die Regie-Auslagen waren verhältnismäßig am größten in Kraln (30.095fl). in Tirol (28.292 Gulden), Böhmen (48.508 fi.). Bukowina (14.745 fl.) und Galizien (123,744 ft.). Im Belaufe der letzten drei Jahre hat sich natürlich vieles geändert, die Regie« losten sind infolge des Fortschreite«« der Arbeiten vcr. mindert worden und auch die Summe der Obligation zinsen hat durch die regelmäßige Tilgung einer Kapitalsquote abgenommen, so der Stand des Grundentlastungsfonds in den meisten Ländern ein günstigerer geworden ist, bis auf die obengenannten Länder, deren Fonds von jeher passiv war und der Subvention aus Staatsmitteln bedürfte. Patriarch Iuacslovics. Die ungarischen Journale besprechen in Festartileln die Installation des neuen serbischen Patriarchen. „Pesti Naplo" sagt: „Wir wünschen dem neuen ^ Patriarchen Glück und Ausdauer. Seine Aufgab« wird «ine schwierige sein und auf seinem Wege wird el viel l Dornen finden. Die serbische klerikale Partei steht ihm grollend gegenüber. Ditse Partei halte einen anderen Eandidaten und andere Pläne. Un) welche Ursachen ihre Haltung haben mochte, die Anhänger der ungarischen Slaalsidee sind ihnen Danl schuldig, denn sie haben ausdauernd gelämpst gegen die Pläne Miletics l Im übrigen hofft „Naplo", Ioacslovics werde auch in seiner neuen Würde die Gesttzesachtung au den Tag legen, die er als rumänischer Metropolit bewiesen hat." „Hon" schreibt: „Die nächste Zukunft wird zeigen, ob w»r den Inftallierungstag als einen glücklichen ansehen dürfen. Bei gegenseitigem guten Willen könnte er allerdings ein solcher sem u:>? einen Wendepunkt in den Aationalilättnverhältlnfsen bezclchnen. Viele? hängt in dieser Beziehung von dem neuen Patriarchen ab. Denn man darf sich darüber nicht täuschen, daß in die Hände Ioacslovics' heute eine Macht niedergelegt mürbe, die ebenso heilsam als gesahllich werden lam, sür den ungarischen Staat. Es ist eine große Verantwortung, die er übernimmt, es ist eine wahre Mission, die er aus-zuüben hat und er maß mit sich im Klaren sein, daß »an fortan die Haltung der Serben vorzugsweise ihm zur Laft legen wird." Zur spanischen Frage demetlt die „Provinzial Eorresponoenz" folgendes: „Die deutsche Reichsregierung hat bekanntlich Unterhandlungen angeknüpft, um sich mit den europäischen Mächten über eine förmliche Anerkennung der unter Leitung des Marfchalls Serrano in Madrid bestehenden spanischen Exekutivgewalt zu verständigen, »eil sie durch die jüngsten Vorgänge in Spanien zu der Ueberzeugung geführt worden war, daß der Nugenbl'ck gekommen sei, durch einen solchen Schrill das moralische Ansehen der dortigen Regierung zu stärken und so nach Mllglichkeit das Ende eines gräueloollen Bürge, kriege« zu beschleunigen. Allem Anscheine nach hat die vonseit« der deutschen Politik gegebene Anregung bei den auswärtigen Mäch'en wie in der öffentlichen Meinung eine günstige inljnahuie gefunden. Man ecltlint überall, daß die Regierungen sich durch die Pflichten der Mcnschlich-leit zu einem Schritt veranlaßt finden, der, ohne irgend eine thalsächliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Spaniens zu enthalten, doch in wirksamer Weise zur Beendigung einer barbarischen Meuterei und zur Herstellung geordneter Zustände jenseits der Pyrenäen beitragen dürfte. Ein solcher Schritt muß aber besonders anglMlfsen in einem Zeilpu^lt erscheinen, wo die Vertreter der civilisicttcn Slaatcn, auf die hochherzige Anregung des Kaisers Alexander von Rußland, in Brüssel versammelt sind. um den Anforderungen der Humamlät auch auf dem Gcbiete der Kriegführung allseitige Geltung zn vttschaffili. Es ist begründete Hoffnung vorhanden, daß die europäischen Mächte den Vorschlägen der Reichsregierung zustimmen und im Einverständnis mit derselben eine Haltung gegen Spanien annehmen werben, welche durch , die Interessen dcS Friedens und der Humanität vorgezeichnet ist." Politische Uebersicht. »aibach, 23. August. ! In der am 20. b. stattgefunden«« Sitzung des istrianer Landtages waren 17 Abgeordnete anwesend, l tie R.^iilUli^svorlage über Einfühlung o:r Grundbücher und Ersatz der aus dem Grunbenllastunsfonds geleisteten Borschüsse wurden eingebracht. Sodann wurden die Ersatzwahlen von Pifino und Ptrano verlsiciert. worauf die etste Lesung des GestiouSoerichtes des Landes, ausschusses, der Voranschläge und der Rechnungsabschlüsse sowie der lAesetzelilwürfe über Enthebung von den Gc-meindezuschlägen, Ersatz der vom Landesfonds gemachten Vorschüsse, über die Straßenpolizel und Erhallung der Eommunalstraßen, endlich über Einführung der Com« munaltaxen ilattfand. Schließlich wuroe die Wahl von Ausschüssen vorgenommen. Das preußische Cultusministerium hat seit einiger Zeit dem gewerblichen Fortbildungsschulwesen seine besondere Fürsorge zugewendet. Sammt» liche Prooinzialregierungen sind angewiesen worden, zur Errichtung neuer Anstalten dieser Art anzuregen und den bestehenden ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Bekanntlich sind auch im letzten Etat Mittel zu staatlichen Zuflüssen zu der Unterhaltung dieser Anstalten ausgesetz!. Neben den gewerblichen sollen auch die ländlich??, Forlbll» dungsschulen sich in Zukunft größerer Füljo^c der Regierung erfreuen; zu diesem Zwecke sind bereits die Pro-oinzialbehürden angewiesen worden, das nöthige Material hmsichllich der Zahl, des Unterrichtsplanes und der Unterhaltungskosten dieser Schulen zu beschaffen, um e n' Urtheil zu ermöglichen, in welchem Maß und unter welchen Bedingungen staatliche Zuschüsse wünschenswerth und zweckmäßig sind. Auf elnc Juterp.llation MahyS wegen Anerkennung der spanischen Regierung erwiderte der französische Minister des Aeußern, Duc Decazes, daß Frankreich leine Initiative e,greife, sondern nur dem! Ve,spiele der anderen Machte folge, um nicht isoliert zu bleiben. Laboulllerie und Larochelhulon drückten die Besorgnis aus, daß Don Callos seinen Groll fühlen lassen würde, wenn er auf den Thron gelangte. Duc Decazes erwiderte, daS man bloö eine Thalsache constatiere und weder ein Recht, noch ein Princip anerkenne. In Italien werben die Maßnahmen gegen alle republikanischen Vsreine fortgesetzt. Trotzdem aber l»e Boisichlsmißregelli, wclch? ergriffen wurden, wirklich auf eine außerordentlich wcit verzweigte Verschwörung z« eincm all meinen Ausstände Hinzuwelsen scheinen, will niemand giauben, daß die republikanische Partei auch nur im Geringsten verdächtig Bewegungen ausgcsührt habe und ziemlich allgemein wird die Regierung beschuldig!, nur eine arrangierte Comödie in Scene zu setzm. Doch erwöhnt der römische Cotrcspondlnt der „Persevlranza" eines seltsamen Gerüche, welches, ln den radikalst?« Kreisen entstanden, schnell Verbreitung gefunden hat. Man sagt nämlich, daß die Krankheit Garibaldi's u"d gewisse Reisen liack Eap'era '»Beziehung mit den W« wegungen in der Romagna stünden und manche wollen sogar wissen, daß. wenn der Aufstand aelunaen wäre und eine gewisse Conststenz erlangt halte, Garibaldi nicht abgeneigt gewesen wäre, auf den Continent herüber z» kommen. Diese Nachricht klingt gerade so unwahrschein-llch, als die von den umfassenden Umtrieben der „Inter» nationale" überhaupt. Die republikanische Convention in Pennsylvanlen verwarf die Wiederwahl Grants und stellte den Oou< verneur von Pennsylvanlen, Har tränst, zum Prösi' dentschaftScanbibaten auf. ^ Ueber die Wasseralmahme in den Quellen, Flüssen und Strömen. (Fortsthunq.) Meldrum, Director des Observatoriums alls btl Insel Mauritius, hat gefunden, daß seit dem Nah« 1852, wo wenigstens 70,000 Morgen Landes vom Walde entblößt worden sind, die Regenmenge, die Feuchllylcil und der Dunstdruck abgenommen, dagegen die Hochlväfsel und die Periode der Dürre zugenommen haben. Dr. Graham spricht sich mit voller Ents4i den-heit dahin aus, daß infolge der Ausrodung der Wlildel auf Madeira die Wassermengen der Quellen und Flüsse abgenommen haben, ferner, daß der Einfluß der VäulN« auf die Nebel sehr bedeutend ist, indem sie dieselben auf' halten und zur Condensation bringen. In dem dutch die französische Regierung veröffentlichten Berichte "s Professors an der kaiserlichen Forstschule, Herrn M«' thieu, wird auS Versuchen nachgewiesen, daß die verdunstete Wassermenge über einem freien Felde beiläusis fünfmal so groß, als die vom Waldboden ist, dayel dieses Ergebnis gleichbedeutend wäre mit einer Zunäht der jährlichen Regenmenge über den mit Wald bedcM Ländereien. Prof. H. W. Dowe, eine der ersten Autonlo"" in der Witterungskunde, sagt: Europa hat sich ^<" moderne Bodenkultur (welche den Wald rücksicht«!»' verdrängt) in immer unregelmäßigere Regenzeiten h'"' eingearbeitet, welche veranlassen, daß die Flüsse eine lansl Zeit wasserleer sind, während sie in einer anderen l" ihren Usern die herandrängende Wassermasse nicht w«^ zu fassen vermögen." , Dr. R. Graeger, ein eifriger Schüler Doves, ! behauptet in seiner populären Wilterungstunde: „^' wo nicht Mangel an Einsicht oder die Gewinnsucht ^ natürlichen Verhältnisse gestört hat, wo Wälder u>'° angebautes Land eine gewisse Abwechslung zeigen, °" erzeugt eine kräftige Vegetation sich ihren Regen sel^ der sie umgekehrt wieder ernährt, wogegen ein leichtste niges unk planloses Ausroden der Wälder, waS man g^ wohnlich Kultur deS Landes nennt, die Fruchtbarkeit d" 'leMelM. Vetrennt und verstoßen. Roman von Ed. Wagner. Zwei und dreißigstes Kapitel. Eine unerwartete Wendung. (Fortsetzung.) Lord Champncy wandt« sich von dem niedergeschmet. leiten Schurken zu dem Mädchen an seiner Seils. Er faßte dasselbe sanft an beiden Schultern und hielt es von sich, so w«it seine Arme reichte und betrachtete es forschend. Als er in das liebliche kindliche Antlitz blickte, schwand die Strenge von seinem G:ficht, das Feuer deS Zornes in seinen Augen wich einem milden Glanz und jeine Lippen umspielte «iu zärtliches Lächeln. Der Vater hatte sein Kind erkannt! Aber noch unterdrückte er seine aufsteigenden Gefühle. Er streifte den Aermel ihres Klei» des zurück und sah das ihm unvergeßlich geblieben« Hei« then — da« kleine rolhe Kreuz; und als er diese« jah, schwand der letzte Zweifel, wenn «in so^er noch bestan« den hatte. Mit Ungestüm zog er da« verwunderte Mä». chen an seine Brust, küßte es und seine Thränen fielen auf die leicht gerütheten Wangen desselben. «Mein Klnd! Mein Kmo!" flüsterte er. „Du bist meine Tochter, meine kleine Barbara, welche ich als todt bewtint habe. Der Himmel hat endlich Mitleid mit mir gehabt'. hn uul hierher. Ihr Schicksal hat sich seit gestern abends gcwenoet, meilie kleine Lady Barbara! Sie sind nun nicht m.hr Heimat, und freund, los, sondern dl« Tlägenn ein.v alten, ehrenwertben Namens und eine leiche Erbin." „Das iiefte von ullem l,l der ehrenwerlhe Name ^und die Liebe der Eltern". »wideNe Doia ! Lord Ehampney liebkoste fte zärtlich. Sein Herz war so voll, daß er keiue Wocte finden loimte. Inzwischen hallen die Farrs sich von ihrem «rskn Schreck erholt und walln nun im stände, über diese Folgen ihrer Handlungsweise nachzudenken. Das trau. rige Vilo ,hre« «lliirlen verfehlte jeme Wirkung auf sie nicht. „Es ist aus mit uns, Alt«!" jammerte Jack Farr. „Ich habe dtr immer gesagt, wie es enden würde. Nun hast du die Bescheerung — lebenslängliche ilwanas. arbeit. Oh, Mylord, lassen Sie uns gehen, und w.r wollen alles eingestehen! Wir wollen — wir wollen — es war die Nlle, die es that!" ..Jack war Schuld daran!" s^te Mrs. Farr heu-lend. „Uusll Klnb Mb gcraoe, als w»r tue F«lm ver- lassen wollten. Wir beschlossen, unser Kind als daS se'^ Lordschaft zu begraben und dieses zu einer Speculal^ zu behalten. Wir wollten es Ihnen für eine Suow Geldes zurückgeben, Mylord; wir würden es jetzt l ^ ^ycll des Regenwasscrs auf dem Laube der Väumc .,?.? Wne «3- nc Vcrm>i,:«ung der Fruchtbarkeit des Landes zuc Fulge hat. Diefe höchst nachlheiligen Wirlungen der Enthol-zung der Wälder zeigen sich sehr deutlich in den einstens mit den üpplgel, Vegetationen gesegneten Ländern Palll« ftina. Pelsten, Griechenland. S«z,lieu, Spanien und auf den lanarifchen I' ''eln. Eine weitere Urjuchc der f lil.ahme der aus den Quellen in den Strömen abfließenden Wassermengen ist die in vielen Ländern von Europa in den letzten De« cennlen bewilll: Ablassung der Seen und Tei«e, dann die Entwässerung der Sümpfe und Moorr. Diese Wasserbehälter haben zur Zeil der Regengüsse große Wasserquantitäten, die sonst ln d?n Bächen und Flüssen als Hocdwllsser verh-erend abgeflossen wären, als Borrülhe angesammelt, wl^e dann die unterirdischell Seihwässer und Quellen durch längere Zeit reichlich gespeist haben, zum Theil aber auch als Wasserdünste m blt Lufl aufgestiegen süid, um bald wltder als c»quicken« der Regcn auf die Erbe niederzufallen. D c Kassierung und Trockenlegung dieser vielen großen Wasserreservoirs, dann die Herstellung der zahl-, loscn AlileitmlgSgiüliell un dln Sllüttcn uuo ^tloilu, durch welche die Regenwässer, bevor selbe in die Erde eindringen löimen, iu die nächsten Väche Ul,d Flüsse rasch abgelt'tet werden, huben also gleichfalls zur Ver» Minderung der athmosphärischen Niederschlage, zur Ver-l fiegung vieler Q»ellcn und zur plötzlichen Uebessüllung dcr Flüsse uud Sliöme be» näileren Rcuenqüssen s.hr wesentlich mitgewirkt, welche Ansicht auch der ausgezeichnete Naturforscher Oecquerel in seinem Hechte an die Nlademie der Wisssnschaftell zu Patis, über die Ursachen der zunehmendin vllheerenl>en Ueberschwemmun-gen in Frankreich überzeugend dargelegt hatte. Die bekannten Naturforscher und Ploflssoren Dr. Kerner und Hunfalvy, welche die LandeSvelhült-nisse Ungarns genau leunil», haben in »hren btzüglichen Abhandlungen ausführlich dargelhan, daß die so ausgedehnten Flußregulielung/n, durch welche man den Sum» Pf?n uld Inundation^asbitle» bei 300 Quadratmellen i trockenen Landes nb,urin«,en nedenkt, jeden,alls die ört» lichen Verdünnungen oelrinaer«'. die Luft noch trockener, contlnentalcr machen, endlich die unterirdischen Grund-Wässer vermindern und senkn» weiden, was auch eine Senkung des Wasserspiegels in den FlUssen zur Folge haben wird, daher beide genannte Fachmänner die lüust. liche Vewüsserung und Vewaloung des Landes drmgend empfehlen. Eine dritte Ursache der nachgewiesenen Wasserab. nähme in den Quell'n uid Strömen ist jedenfalls auch m oer, m elnem ,chr ^oßen Umfunge ourlyglführten und von Jahr zu Jahr an Äusblhmmg noch zunehmenden Urbarmachung, Kult.vierung und Melioration der Länderelen zu suchen. ^orts. ^lgt.) Am «ehrertage wurde folgende Refolution beantragt: ..Der sechste allgemeine öfterreichifche Leh,erlag hillt da« Institut der Fa. brils-Inspectoren fur wohlthäl.g, insbesondendere dann. wenn sie nach dem Gefehe auch die Aufgabe haben das physische und gelft.qe Wohl der Kinder, der Arbeiter und der arbeuendcn Kl..dec wahlzunehmeu; et couswierl. daß die bestehenden Gesetze bezüglich deS Kinderbet'cle nicht gehörig gehanohabl weroen und fordert neuerdings, wie d,e« schon auf dem Lehrertage ln Linz geschehen, strenge Handhabung der betreffenden Gesetze, durch die dazu bestimmten Organe; der Lehlertag spricht ferner au«, daß in den met. ften hallen Kinder auf abschussiger Vahn nur dann ge-, rettet werden können, wenn sie auS ihrer verderblichen Um-gebung genommen und m andere, geistige, sittliche und jo-c,ale BttlMnisse gebracht werden. Fannlienhauler auf dem Lande mit höchstens zwanzig Kmdern. in welchen charakter» volle Männer Ge»ft und Körper hUoen, empfehlen sich ganz besonders fUr diese besserungSbedllrftigen Kinder. Die vom Verein der Kmderfrennde in Wien geschaffene Findlings-colon« sel em solches Institut und sei die AuSdreilung der dafelbft angewandten Principien im höchsten Grade wUnschenSwerlh. Der Lehrertag spricht ferner auS, daß der Schulzwang fUr gelstig begabte. geMose und ebenso für blmbe Kinder mindesten« «benso nothwendig sei als stlr vollsinnlge Klnoer und hült einen dlesbeztlgllchen Gesetzentwurf für unabweiSlich nothwendig; er Ml'die Ausscheidung der jchwach Beiähiglen au« der allgememen Voll«!chule jo-wohl »m Inltlesse dleser Klnder selbst, als im Interesse der Maiolltat der übrigen Kinder fur qebolen, eine beson-dere Schule für fchwachbefähigte Kinder und ein Gesetz., welches d,e Angehörigen der Klnder verpflichtet, sie in biefe Schule zu fchicken, für nothwendig." ' — Se. Majestät der Kaiser »erben Montag, oe» 24. Nugust, W Wien Audienzen zu ertheilen geruhen. — (Frauenspersonen i» Poftdienfte.) Se. Lfc. der Herr HandelSminifter hat bekanntlich in jUngft« geil die Verwendung von Frauen i« Poftdienfte gestattet, nachdem im StaatSlelegraphendienfte mit der schon früher begonnenen Zulassung von Telegraphistinnen vollkommen befriedigende Nlfolge erzielt wulden. G« soll nunmehr auch an die Frage der Verwendung von Frauen im Gisenbahn-betriebsoienfte gegangen werben, indem Se. Exc. der Herr Handelsminifter die Generalinspection der österreichischen Eisenbahnen aufgefordert hat, diefe Frage »it Rucksicht auf d»e Vedülsrisse. deS gedachten Dienstes in Oesterreich w Erwägung zu zuhen und eventuell Anträge über die Normen zu erstatten, welche den öftnreichifchen Bahnoerwal-tungen in diefer Richtung vorzuzeichnen wären. — (Erdbeben.) Die au« Eooftanlinopel an die l. l. meleorologifche Cemralanftalt in Wien eigelungten De» pefchen benchten über ein Elbbeben, welches daselbst a» 19. und 20. o. stattgefunden stall. — (Bom brüüeler Eong reffe.) Nachde« sich mehrere der auf dem mteinallonalen Congresse « VlUssel verllelenen Regierungen dle Genehmigung der gefaßten Vt-fchllissc vorbehalten haben und bieS volaussichllich eine nicht geringe Zeit in Anspruch nehmen wird, beabsichtigt die russische Regierung in Vorfchlag zu bringen, daß lnbetreff oee Austausches der etwaigen Einwendungen eine Commission in St. PelerSbuig a»S den dufelbft acccedmellen di-plomalischen Vertretern der betreffenden Mächte gebildet werde. G« dürfte dieser Vorschlag wohl die allgemeine «biülgung erfahren, da b« technische« Fragen bneilg a»f oem blüfseler Congresse zur Entscheidung gelangen »no e« sich in St. PclllSburg voraussichtlich nur noch u» Sanktionierung der Beschlusse handeln wird. Locales. Huszug aus dem Protokolle über die ordentliche Sitzung des l. l. Landesschulrathes fiir Krain in Laibach am 6. August 1874 unter dem Vorsitze deS Herrn l. l. HosralheS und Leu«« 0er l. l. La»oeSlegi«lUng, Bohuslav Ritter v. Widmann, «Anwesenheit von 7 Mitgliedern. I. Die seil der letzten Sitzung erledigten Geschäft«, ftllcke werden vorgetragen und e« wirb deren Liledigung nach einer gegebenen Aufklärung genehmigend z« Kennt« niS genommen. II. Das Ansuchen der idrianer Stadtgemeinde-Ver» lretung um Errichtung eiueS mehrtlafsigen Staalsrealgym-nasiums in Idiia wild an das h. Mmifteliu» für Cnll»« und Uulerilchl in Hollage gebracht. III. »u» «nlaß de« Verichte« de« l. l. Landesschnl-inspector« su^ l>^l»^ulen übci o^c vvl^cuolumene Inspi« zierun» einiger Volksschulen im lrainburgel Schulbezirle wlrd der l. l. Blzltlschulrath in lkrainburg anfgeforderl: 1. In Sbsichl auf die Herbeiführung geregeller Zustände an den dorlvezlrllgen Volksschulen, ««besondere «betreff der rechlzemgen und genauen Aufzeichnung aller im schul-Pflichtigen Alter ftchendln Kinder und der Uebelwachnng beS Schulbesuches feilenS der OrtSschulbehörden i« Sinne der Bestimmungen de« SchulaussichlSgesehe« vo» 25. Fe« bruar 1870, de« 2. Abschnittes de« l!anbe«gefehe« oo» 29. April 1V73, L. G. Bl. Nr. 21, beziehungsweise der h. o. Verordnung vom 14. December 1873. Z. 1886, mil allem Nachdrucke einzuwirlen, und eventuell »uler An« wendunc'. der gesetzlichen Zwangsmittel mit unnachsichtig« Strenge einzuschreiten; 2. wegen Vewerlftelligung der dringend nothwendigen Reparaturen an den Schulhäusern in Virlendorf und Pöliand unverzüglich da« Erforderliche zu Viranlassen; 3. wtgen Iuaugnffnahme de« AdaplierungSba«« de« von der Schulgemtinde m Trala zur Unterbringung der dornge» Schule berettS im Vorjahre angetauflen Hanse«; 4. wegen Veschllffung der für die Unlerbllngnng der schulpftichligen Mädchen in Lack erforderlichen Schulrii»«-lichleiten, und wegen Erweiterung der einllassigen Volts-schulen in Flödnig und Selzach zu zweitlafflgen die Ver, Handlungen »il den betreffenden Gemeinden sofort einzuleiten, ourchzuilihren und Über da« Resnllat Verlcht z» erstatten. IV. Anläßlich der Anfrage be« Franzi«lan«.Ordeu«-provinzialllle« m Vörz, betreffend die Enthebung der »il dem Unterrichte an der Volksschule in Sleiu betrauten FranziSlaner von ihrer gegenwärtigen Dienstleistung, wird dasselbe neutrding« zu em« bestimmten Erklärung aufgefordert, ob es der LanbeSschulialhS-Verorbnuna. vo« 22ften Februar 1874 in der bestimmten Frist «sprechen lsnne. V. Ewer fupplierenoen Lehrerin an der l. l. Lehre-rinnenbildung«anftall wird die entfallende Substitulion«-gebuhr, dann eine» Haupllehrer an der k. l. Lehrerbil-dungsanftall e»ne Remuneration sur Mehrleistungen fiUfsig gemacht. VI. Ueber den von eine» Vezirttschulrathe vorgelegten DiSciplmar-GrhebungSacl gegen einen Lehrer wird demselben ein Verweis ertheilt. VII. D»e Acten, betreffend den slecur« eine« gewe, fenen OrlSfchulralhsoorsitzenden gegen die bezillsschulrüth-liche Entscheidung, womit demselben der Etsah ewe« Be-trage« von 50 ft. 80 lr. an Schulftrafgeloern lveg« nlcht gerechtfertigter Verausgabung und Verrechnung aufgetragen 1352 wurde, werden de« Vezirttschulrathe mit den» Bedeuten zurückgestellt, daß die Prüfung der oo« gewesenen Ort«, schul,alh?vorsihenden gelegten Rechnung in erster Linie dem Ollsschulralhe zusieht, daß dieser für die correcie Bcrwen« dung der ein geflossenen Schulversiiumnisftrafgelder verant« wortlich ist, und daß es dem Ortsschulrcuhe, wrlcher dem NecurrenltN die Obmannsstelle und die Geldgebahrung über« tragen hat, frei bleibt, den Regreß gegen denselben anzu« fuchen. Ferner wird der Vezirlsschulrath bei diesem Anlasse auf den § 82 des Landesgesetzes vom 29. April 1873, g. 22 L. O. V., betreff Verwendung der Strafgelder hin. gewiesen. VIII. Die vo» l. l. Bezirlsschulrathe in Adeleberg vorgelegte Vorstellung des Vrtsschulralhe« Senoselsch wegen verweigerter Pidiernng der Gehallequittungen dortiger Volts-schnllehrer wird abgewiesen, und e« wird der Vezirlsschvs-ralh gleichzeitig angewiesen, die Uebergabe der Gelb« und Urllmdengebahrung des Ortsschulfondes in Senosetsch an das dortige l. l. Steueramt sofort, eventuell zwangsweise durchzuführen. Weiters wird ausgesprochen, daß der 5>!s-schulralh wohl eine Vorstellung oder ein Nnsuchen u« Ab« Hnderung der getroffenen NersÜgung an den t. l. Nezirls« schulrath richten, daß ihm aber ein Rechl der Berufung gegen eine Verfügung des vorgesetzten Bezirlsschulralhes nicht zugestanden werden lann. IX. Ueber das vo« l. l. Bezirlsschulralh« in Adels« berg befürwortete Gesuch der Oemeindevorftehung in Iabla» nih um Bewilligung eines jährlichen Beitrages von 100 ft. ans dem Normalschulfonde für den auf die Ortschaften Terpiane und Kutezovo entfallenden Antheil des Gehaltes des Lehrers in Podgraje, wird das Anfuchen an den lral» nischen Landesausschuß um Aufnahme dieses Betrages in das Normalschulfoudspräliminare gestellt. X. Ueber die vo« l. l. Vezirlsschulrathe in Adels» very vorgelegten Perhandlungsacten betreffend die Erbauung eine« Schulhauses in Udelsto wird beschlossen, zu diesem Schulhausbaue einen Betrag au« dem Normalschulfonde zu gewähren und den lraimschen Landesausschuß um seine Zu» ftiwmunq hiez» zu ersuche«. XI. Der Lehrer an der Vollöschule in Döbernil Ivhann Tomslö wird über sein Ansuchen in oen bleiben» den Ruhestand verseht, und es wird ihm em Ruhegehalt jährlicher 490 ft. aus dem liainischen Lehreipenstonssonde dewilliql und stüsstg gemacht. XII. Eine» Gylnnafialdiener wird eine Kranlheits« loftenau«Hilfe bewillig!. XIII. D« von eine» Bezirlsfchulralhe vorgelegte An« frage emes Orlsschullathes, ob d« Kinder dle Schule bis zum Tage, an welchem sie 12 Iahie all sind oder bis zum Onde be« belressendeu Schuljahres zu bejuchea verpstichtet find, w«d dem Bezlrlsschulrathe unler Veiwelsung aus die Bestimmung des Gesetze« zur inftanzmüßigen Entscheidung rückgeftellt. — (Aus dem Sauilälswocheuberichte des laid acher Stadtphysilates) vo» 9. bis inclusive Ib. August entnehmen wir folgende«: I. Morbililät: Dieselbe war auch in dieser Woche eine sehr bedeutende; Masern, Scharlach und Diphtheriti«. von den Infection«-lranlheiten, fowie Darmlalarrhe und Dnrchfälle besonders bei Säuglingen lommen am häufigsten in Behandlung, Ruhr noch i»mer vereinzelt. II. Mortalität. Diefelbe war enlfchieden geringer als in der Vorwoche. Es starben nemlich 20 Personen (in der Vorwoche 30). Bon diesen waren 8 männlichen »nd 12 »eiblichen Geschlechtes, 8 Erwachsene und 12 Kin« der, daher das weibliche Geschlecht »nd die Kinder über» wiegend an der Sterblichkeit participierten. Im ersten Lebensjahre starben 5 Kinder, und zwar an Durchfall 2, an Darmlatarrhe, Vehirnlähmung und Diphlheritis je 1; vom 2. bis 20. Jahr starben 7 Perfouen, und zwar an Diphlherilis und Lungenlähmuug je 2, an Durchfall, Fraifen, und tuterculofe je 1 Person; vom 20. bis 60. Jahre starben 5 Personen, und zwar an Tuberculose, Elfchöpfung, Geoärmbiand, Wassersucht, »nd Zehrfieber je 1 Person; über 60 Jahre alt starben 3 Personen, und zwar an Vedär«!ähmung, Magenkrebs »nd Marasmus je 1 Person. «ls häufigste Todesursache traten auf: Dlph» therllis (in der Vorwoche 0), Durchfall je 3mal,d. i. 15 0"/<,; Tuberculose und Lungeulähmung je 2 mal, d. i. 10 0 "/, aller Verstorbenen. Im Civillpitale starben 4; in der Stadt und den Vorstädten 16 Personen. Diese letztern vertheilen sich wie folgt: In der innern Stadt 5, in de« St. Petersvorftadt 4, Polana-vorftadt 3, Kapuzinervorftadt 0, Gradischa 3. Karlstädter« Vorstadt und Hühnerdorf 1, Kcalau- und Tyrnauvorstadt 0, Moorgrund 0. — (BeiderProbewahl für den lrain er Landtag), welche voroeftern hier stattfinden follte, erschienen nur 40 der allslovenischen llericalen Partei ungehörige Wahlmänner. Tin Candidat wurde nicht aufgestellt. — (Firmung.) Der hochwürdigste H«r Fürstbischof Dr. V. Widm er wird im Verlaufe des künftigen Mo« nats das heil. Sakrament der Firmung ausspenden, und zwar: am 1. in Adelsberg, 2. in Senoselsch, 3. in Vrem, 4 in Hrenovic, 5. in Slavinn, 6. in Kn^al, 7. in Trnovo, 8. in Kosana, 9. in Zirlniz, 10. in Nltenmarlt, 11. in Blola und 12. in Planina. — (Se. Excellenz Graf Hohenwart) hielt sich 14 Tage auf seinem Schlosse zu Raunach in Inner« train auf und reiste am 19. d. nach Graz ab. — (Rom reise.) Der Religionslehrer am hiesigen Obergymnasium, Weltpriefter Herr Johann Gnjezda, reiste in Begleitung des Professors am Realgymnasium in Krcnnl'urg, des Weltpriefter« Herrn Thomas Zupan und des hiesigen Gymnasialprofessors Herrn Moximilian Ple» terönik nach Rom. Ersterer überbringt dem heiligen Vater einen von der Redaction der „Danica,, eingesammelten Pelerspfennig von mehr als 2000 Frcs. — (Die evangelifche Schule) hielt am 19len und 20 d. ihre Iahresprüfung ab. Die Schülerzahl betrug 100. Den Schlußprüfungen wohnten auch der Vorstand der evangelischen Gemeinde, Herr M. Dr. Bock und Herr Bürgermeister Laschan an; beide Vorstände überzeug« ten sich von den vorzüglichen Leistungen der Lehrer und Zchüler. Nls vorzügliche Schüler und Schülerinnen ver» dienen öffentlich genannt zu werden: In der 1. Klasse: Newitlowsly Augusta, Burda Julia, Drelse Maria, Burda Pauline »no Fasching Ignaz. In der zweiten Klasse: Stu« pica Victor, Burda »ntonie, v. Roch Christine und Sock Paul. In der 3. Klasse: Hermann Mayer. In der vierten Klasse: Edlinger Hermine, Geringer Karoline und Ielerc c Johann. In der 5. Klasse: Essoorf «gnes. In der 6ten Klasse: Romer Therese, Rupprecdt Dorothea. — (Das Veftlegelschieben im wlasjalon „beim Stern") nimmt ein?« gliinzlubc« Vellouf. Bis gestern abends wurden 2351 Seri?n abgeschoben. Die bisherige höchste Kegelzahl 19 — siel und es stehen nun 21 Kegel obenan. Der wohlthätige Zweck, welchem dieses Best« , legelsckieben dient, berechtigt zu der Annahme, daß der Eifer der Kegelschieber sich von Tag zu Tag noch steigern wird. > — (Ausflüge.) Die vorqeiiern eingetretene günstige ^ ! Witterung führte gestern auf der Kronprinz »Rudolfbahn eine recht ansehnliche Zahl von Verqnügungszüglern in die nahen Sommerfrischen Oberlrains; insbesondere erfreute sich der «»zende Badeort Veldes und die herrliche, ro< »annsch gelegene Landschaft an den «eißenfelser Seen eine« recht lebhaften Bauches. Mit Vergnügen conftatieren wir die erfreuliche Erscheinung, daß die Naturschönheiten Oberlrain«, seine gigantischen Bergspitzen und herrlichen Panoramas täglich mehr Unwerth und Bewunderer finden. — (Durchreise.) Der wiener Männergesang« verein beqab sich am 22. d. von Wien nach Venedig, passierte gestern die Station Laibach, und wurde in der Station Nabresina von Deputationen des triefter Schiller-und Turnervereines begrüßt. — (Schadenfeuer.) Gestern nachmittags um halb 2 Uhr meldete der Telegraph, daß Oberlaibach in Flam« men stehe. Die hiesige freiwillige Feuerwehr rüstete sich allsogleich und traf um 3 Uhr nachmillaq« mit 2 Spllhen im 4 stunden von Laibach entfernten Brandorte ein. Dem Vernehmen nach brach da« Feuer durch Unvorsichtigkeit einer Weibsperson beim Kochen in der Mittagsstunde aus. Als die hiesige Feuerwehr am Nrandplahe eintraf, waren bereits 27 Wohn, und 13 Wlllhichaftsgebiiude em Raub der Flammen. Die Feuerwehr arbeitete von 3 bis 8 Uhr mit rastlosem Eifer, um des wüthenden Elementes Herr zu werden. Näherer Bericht wird folgen. — (Fluchtiges Mädchen.) Die „Triefter g!g." berlclitet, d?ß ein aus dem mütterlichen Hause entwichene« Mädchen aus Krain über Requisition der Eltern in einem als Virrufen bekannten Unterftandsorte der Via Riborgo ausgeforscht und ihren Angehörigen zugeführt wurde. Neueste Post. Wien. 22. August. Sr. l. und l. apostolisch« Majeftitt sind heute morgens von München nach Wien zurückgekehrt. Wien, 22. August. Die .Taaespresse" meldet: Die Entscheidung dts russischen Cabinets in der «ner-lennungsfrage der spanischen Regierung ist elna.etrossen; dieselbe lautet ablehnend. Madrid, 21. August. Man versichert, Serrano habe die Mittheilung von der Anerkennung der spanisch«« Regierung seitens Oesterreichs erhallen. Brüssel. 21. August. Der Constilsprnftdent u«b Minister ohne Portefeuille, Graf de Theuf be Mtylandt ist heute morgens yestorben. Celeginphtslyer Wechjelcur» uom 22. August s»v<' N"> 7135, G' 'r«S'l?te 74'70 « '?«)" ns-Nnl«i uc 8 79. Wien, 22. August 2 Uhr. Schlußcourse: Credit 2.".?'^ Anglo 149-75, Union 124'25. Fraucooant «075. HandcI«>>aN< 78 50, Vcrcin«baul2150. Hypothelarrentendant 1350. allgemeine Vlliigcsellschafl 69 75. Wiener Oaubank 59 25. Unioübmibanl' ^' ' Wechslerbaubanl 14 70, Brigitttnauer 16 , Staatsbahn 32"^'» Lombarden 138'—, Lommunallose —. Handel und UolkswirtljschastliSes. Vaikack, 22. August. Auf dem blutigen Marlie sind lr. j N, lr. st^L Weizen pr. Metzen 5)^0 6!70 Vulter pr. Psund -!44^l" Korn „ 3 40 3 02 Eier pr. Stllck — 2^ ^ Gerste « 3 W Nl.'i! Milch pr. Maß W ^!"' Hafer .. 2 10 2 77 Rindfleisch pr. Pfd. -30"^ Halbfruchl ,. -j- 4 77 Kalbfleisch „ 24^^ Heiden „ 440 4 87 Schwcimflcisch „ —!32 "" Hirse „ 4 40 4 10 Lämmernes „ - 18 ^j'" Kulurutz „ -------4 47 Hclhndel pr. Vtllck — 35 ' Erdäpfel „ 2 80-.-i Tauben „ - l?'^ Uinscn „ 6-----------Heu pr. Zentner 12»-^ Erbsen ,. 6 20-------Stroh „ 75 ^.^ Fisolen „ 6!«0------ Holz. hart., pr.Klft. - - ^ Rindeschmal, Pfd. — 52 - - — weiches, 22"------ ^ Schweinfschmalz „ — 42 — Wein, roth., Eimer — -^ l» ^ Speck, frisch „ - 40-------— weißer, „ — - ^, — geräuchert „ — 42------ ^, Lottoziehungen vom HH. August. Wien: 44 80 83 45 20. Graz: 50 51 68 42 70. ' ^ U n ' tt ^ s u. Mg. 737.90 --I2, 5 windstill Nebel „. 22. 2 „ «. 737.», - 21.» NO. schwach z.Hillfte bew. "^ 10.. «l,. 739,0^14., windstill sternenhell 6UMg. 738,7, s- 8.9 wmdftill heiter 23. 2 ., N. 737.«, 4-21,o SO. schwach heiter '" 10., «b. 736?? >I3.4 , windstill heiter ! , Den 22. Morgcnnebc!, vormittags zunehmende Ven^l" °, nachmittags gelockerte Wolkendecke. Nnfheitcrung, Adenoruth-H,, nenhelle Nacht. Den 23. morgens heiter, nach U Ilhr clwas ^ l fast wolkenloser, angenehmer Tag. Das vorgestrige Tage?"" gl der Wärme -^ 16 1". da« gestrige 4- 14 4"; beziehungswe^ 2 3° und 3'9° unler dem Normale. ^ " lljerantwortliltler Redacteur, ^/znaz o. KleinmaUl' '«^«.s^lH^vi^t- lÜZten, 21. August. Während an der Vorbörse die Sptrulatiou thätiger clnzugrcisen versuchte, welcher Versuch zumal ungarischen Vanlwerthen zustatlen lam, trat ^' <)vlsl lVl< l ''""' ( . 7l 25. ?, W '»UN«.)' .^. i 74 6») 74 70 »pi>». ) ^'l»««nt, ^ 74 60 74 70 .... 18W......M-- 26Ü- , 1V4.......93-> 9«f>0 _ I860...... . 107 1s«"'! 3^« «37« ^"'"l'.^.I ! , ^^ M«n«u«Nlgnlierungs«L«s«. . . 9750 38 — Uu» «is«v«hn»»nl. .... 9825 9850 U»,. Prlwlim.Nul...... 81H0 82- Wil^itl ^«mmlm»i»Uule^m . . 90 ^ 90 25 Vctien von Banken. Geld War. »n,l».V«ll ... 14900 149 7b V«ll,«lin . . 9350 9450 V»deuer«bU«lft^- 109— 111 — rl.Lnd»ig»«ah2 . . . . 2457b 24«- -Donau«Dl«npischiff.,Oes«lllch48— 550 — «lis«bltb.«P!»hn.....20150 202- «lljabtth'Vah» lLinz.Vndlveisfr Streckt)...... .-— — — zerdtn«,d«.««r,,«>tzsi. . . 1975 — 1980 — 4r«Ml'öcils>h.«)ll^.. . . 193—193 50 ?nn».«»,«Gt<»l!sch.. . . 154 - 155 — NaufteseUschaften. «ll». llfierr. «auaeflllschaft . . 50 25 50 50 «1 'In». O«»»»» .... 68!.. 25 tt. b l»- ^j « -,.^°^«usd ^ . . 8 „ 78j , 0 ^ ^l'M Nrenß 0 fss^,ch,!^. 1 , ßi-65, ^ ' ?b ^ 5 ?l'- , , . 1(0 ^ l0<1 " Krainische Orundentlafiungs-Obl'g^"^..^. Prioatuotltruull: ^eld 86 50, «""