Nl. 15. Freitag, 18. Jänner 1895. Jahrgang 114. Mbacher an,l^ "3 ^"^"ls: Mil Pustve» scnduI, n: nlliizjäljria fl, 15,, Halbjahrs si, ? s>0. Im Comptoir: lpi >- '' l,all>iäl>iin si, 5> 5><>, ssilr die Zxstrllmis, ins Ha»«< nai!z,«Iiriss si, i, — Insertiontlgebiir: Für »rüic ^»,erais z» 4 Mlei, ^.', lr,, nrüsicre per ^cile 0 Ir,,- bei Uflerc» wiederlMmnen per Zeile !> lr. Dir »llaib, Zeit.» erscheint tässlich, mi! Äuönnlime der Sonn- nnb sseierillsse. Dir Administration befinde! sich !nrel«vlatz Nr, !l, die Nebnction Valinhulssasie Nr, 15>, Sprrchstnnben der Nebartion von » l>>» N Uhr vormittag«. Unfrankierte Briefe werden nicht angenommen, Manuseriple »ich! znrilclgefteNt, Umtlicher Weil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben dem grasen Ferdinand zuTrauttmansdorff-Weins« «erg. dem Grafen Rudolf Chotek von Chot-n^ ° " " ^ Wognin wie dem Oberlieutenant des Manen-Regiments Fürst zu Schwarzenberg Nr. 2 ^°M Hubert von Anblau-Homburg die Käm-"»ererswürde taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. ^.,. Se. k. und k. Apostolische Majestät geruhten aller-»Nüdlgst zu ernennen: den Generalmajor Karl Horse tzky Edlen ^on Hornthal, Commandanten der 10. Infanterie« ""gade, zum Commandanten der 36. In anterie-"uppendivision; ^ den Obersten Karl Lovetto, Commandanten "" Infanterieregiments Graf von Lacy Nr. 22, zum Commandanten der 55. Infanterie-Brigade; weiter: ^ die Transferierung des Generalmajors Paul . yoss, Commandanten der 55. Infanterie - Brigade, n Micher Eigenschaft zu der 10. Infanterie - Brigade ""zuordnen; ^ die Uebernahme des Obersten Laurenz Kessegi . " Stimme, welche aber so unrein sang lenen b3.^. Dtir beleidigende Schlüsse ihrer Canti-Erst im Z ' °°^ er das Thier fliegen lassen musste, "inn wi? ^"ch nnt dem Gesänge dieser Amsel hörte ^kannt^swuno"bar ^ ^ ^^ll Amseln singen. lleine T^! - ^ ber unmusikalische Kuckuck, welcher die °!t die Q.,/^ "sst und unrein oft die große Terz. beweist ^?« c ftngt, ohne es zu merkeu, und damit ^'fft' m,,3, ,!l? Kamerad, der stets die kleine Terz Aber, L ^s. 'H 'st- Beobachten wir einmal unsere !"lchiedei,«!"^' ^ munteren Harzer Kanarien, die d'e in,n,e Malisch begabt sind Da gibt es Vögel, Me«n und ihr hässliches Gezwitscher nicht ablegen wollen. Nehmen wir dagegen einen geschulten Harzer, der von einem Sänger abstammt und seine Gesangschule nur unter tadellosen Vorsängern durchgemacht hat. so können wir dem geschickten, kleinen Thier» chen nur Bewunderung zollen, und sein Gesang in seinen verschiedensten Gängen erfreut unser Herz. denn wir fühlen «das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnt». Vergleichen wir dagegen ein eingedrilltes Lied, welches ein Papagei oder ein Dompfaff singt, so lässt das einen jämmerlichen Drehorgellasten-Eindruck zurück. Die Vögel benutzen dcn Gesang entschieden als Sprach?. Wir erinnern an die verschiedenen Lockrufe. Das leise Liebesgezwitscher des Kanarienweibchens, welches aus fast unhörbareu Trillerkelten besteht, bewegt! den Hahn, wie ein Pfeil ins Nest zu sausen. Andere Gespräche veranlassen das Weibchen, vom N^ste abzufliegen und dem Hahn für kurze Z, it die Nrutgeschäfte zu überlassen. Wer kennt nicht den Sammelruf der Schwalben, und das Geschwätz der Staare u. s. w.' Zur Unterscheidung all dieser Tonsprachen bedarf es^ feiner, für Töne empfindlicher Ohren. — Dass sich Mäuse durch Töne locken lassen, ist leine Fabel. Ich habe selbst erlebt, dass Mäuse in einem regelmäßig gebrauchten Pianino hinten durch das Tuch hinein« kamen und da in dem musikalischen Dome ihr Nest aufschlugen. Wir sind überzeugt, dass solche Geschichten, welche den Eindruck schildern, den die Musik auf das Gemüth der Thiere macht, häufig genug vorkommen, aber nicht beobachtet werden, denn die meisten Menfchen hallen sich dem Thiere gegenüber göttergleich und werfen alle geistigen Thätigkeiten des Thieres in den einen großen Sack. der Instinct genannt wird. Es ist sicher, dass Hunde ein feines Gehör besitzen. Geruch und Gehör sind bei ihnen die am stärksten ausgebildeten Sinne. Wenn viele Hunde heulen, wenn sie Musik hören, so ist es entschieden deshalb, weil ihre feinen, empfindlichen Gehörnerven schmerzen. Ich hatte einen kleinen Terrier, der gerne Musik hörte und stets neben dem Piano saß, wenn gespielt wurde. Die höheren Lagen der Violine dagegen verursachten seinem Gehör Schmerz. Hunde unterscheiden scharf und sicher die Stimme und den Pfiff ihres Herrn, sie verstehen alles, mas man spricht, und unterscheiden genau die Stimmungen ihres Herrn, je nach der Klangfarbe feiner Stimme. In den Alpen kann man es alle Abende sehen, wie die Kuh-Herde andächtig dem Jodeln des Sennen lauscht. Dieses Jodeln, welches die Herde zum Melken ruft, wird während des Melkens, sei es im Freien, sei es im Stall, fortgesetzt, leiser als vorher und in den verschiedensten Variationen. In den CMonen Avpenzell, Uri, Glarus und Schwyz habe ich noch keinen Sennen melken sehen, ohne seine Jodler fortzusetzen. Auf die Frage, warum er das thue, wird jeder Senne antworten, weil es die Laibacher Zeitung Nr. 15. 122 18. Iänner'1895. Wenn das Volk alles andere, als das Bestehende für besser halte, sei es für die Knechtschaft reif. «Le Iour< nal» behauptet, Dupuy hätte die meisten Chancen, zum Präsidenten gewählt zu werden. Einzelne, ehemals boulan-gistische Blätter suchen die Candidatur des Generals Saussier plausibel zu machen. «Eocarde» bringt die Version, dass der Präsident des Senates dem Präsidenten der Republik die Auflösung der Kammer an-» gerathen hätte. Casimir Perier habe die Befürchtung ausgedrückt, dass diese Maßnahme eine Bewegung unter dem Volke hervorrufen könnte und habe General Mercier berufen und ihn gefragt, ob er in einem solchen Falle auf die Armee rechnen könne. General Mercier hätte erwidert! «Um an die Grenze zu marschieren, wann Sie wollen, sonst nicht!» Politische Uebersicht. Laib ach. 17. Jänner Das Reichsgesehblatt publiciert die Verordnung des Handelsministeriums im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern betreffend Bestimmungen über die Beförderung gefährlicher Stoffe auf dem Bodensee und betreffend die Ergänzung und Abänderung einzelner Bestimmungen der internationalen Schiffahrts- und Hafenordnung für den Bodensee vom 22. September 1867 sowie der mit Ministerial-Ver-vtdnung vom 29. October 1892 erlassenen Vorschriften zum Zwecke der Sicherheit der Schiffahrt auf dem Bodenjee. Die «Wiener Zeitung» stellt die amtlich publicierte Liste der einberufenen Herrenhausmitglieder insoferne richtig, dass der Name des Gutsbesitzers, Landtagsabgeordneten Ladislaus Ritter v. Czaykowski irrthümlich angegeben war, während thatsächlich nicht die Berufung der genannten Persönlichkeil, sondern die des Landesadvocaten und Präsidenten der Advocaten« kammer in L^mberg Dr. Johann Ritter v. Czaykowsky erfolgt ist. In der gestrigen Sitzung des ob eröst er-reichischen Landtages wurde der vom Finanz« ausschusse vorgelegte Gesetzentwurf betreffend die Einführung einer progressiven Scala für die Landesschul» fonds-Beiträge aus den Verlassenschaften berathen. Ueber Antrag des Landesausschuss-Beisitzers Strnadt beschloss der Landtag die Zurückleitung des Gesetzentwurfes an den Finanzauischuss zur neuerlichen Berathung. Im kärntnerischen Landtage beantragte mit Rücksicht auf die angeblich beabsichtigte Auflassung des großen kärntnerischen Eisenwertes Prävali und die daraus resultierende Productions-Verminderung in Heft und Lolling seitens des Verwaltungsrathes der Alpinen Montan - Gesellschaft Abgeordneter Ghon, der Landes-ausschuss möge gegen diese neuerliche Schädigung der kärntnerischen Eisenindustrie energische Schritte thun. Der Antrag wurde dem voltswirtschaftlichen Ausschusse zugewiesen. Das ungarische Amtsblatt veröffentlichte die Allerhöchsten Handschreiben betreffend die Enthebung des alten und die Bildung des neuen Cabinets. Die Handschreiben an die zurückgetretenen Minister sind in sehr huldvollem Tone abgefasst. Das an den gewesenen Ministerpräsidenten Dr. Wekerle gerichtete emhält die volle Anerkennung für die als Finanzminister wie als Ministerpräsident geleisteten Dienste. Der gewesene Handelsminister Lukacs und der gewesene Minister des Innern. Hieronymi, erhalten unter Anerkennung ihrer mit unermüdlichem Eifer geleisteten wichtigen Dienste die geheime Rathswürde. — Bei der Wahl eines Reichstagsabgeordneten in Vorawitza wurde der liberale Candidat Baron Georg Stojanoviö mit großer Begeisterung zum Abgeordneten gewählt. Im deutschen Reichstage erklärten sich bei Berathung des Centrumantrages auf Aufhebung des Iesuitengesehes die Abgeordneten Hompesch (Centrum), Kwielicky (Pole) und Liebknecht (Socialist) für, Man« teuffel (conserv.), Schröder (Freisinnige Vereinigung), Maquardsen (nat.-lib.) gegen den Antrag. Abg. Rickert erklärte, er sei für die Ausweisung der Jesuiten nur, so weit sie Ausländer sind, und bat, die zweite Lesung nicht sogleich vorzunehmen. — Die zweite Lesung des Antrages wurde dann von der Tagesordnung abgesetzt. — Das Abgeordnetenhaus hat das bisherige Präsidium wiedergewählt. Finanzminister Dr. Miquel legte den Etat für 1895/96 vor. Die Einnahmen betragen 1.865,173.497 Mark, die dauernden Ausgaben 1,837.214.103 Mark. die einmaligen Ausgaben 62,259.394 Mark. Der Fehlbetrag 34 3 Millionen Mark soll durch eine Anleihe gedeckt werden. Im preußischen Landtage constatierte gestern der Finanzminister Dr. von Miquel dass das lausende Jahr ein Deficit von achtzehn bis zwanzig Millionen! aufweise. Der gesammte Etat biete ein erfreuliches Bild. So günstig wie Preußen stehe lein Staat, weder innerhalb noch außerhalb Deutschlands. Der Minister hofft, dass das Gleichgewicht im Staatshaushalte bald erreicht werde. (Lebhafter Beifall.) Die Verhandlungen der belgischen Regierung mit den europäischen Mächten inbetreff des Congo-Staates sind noch nicht zum Abschlüsse gelangt, die belgische Deputiertenkammer hatte deshalb noch keine Gelegenheit, ihre Anschauungen über die Einverleibung des Congo - Staates zu äußern. Der Finanzminister de Smet de Haeger weilte am 13. d. M. längere Zeit beim Könige behufs Berathung der auf die Uebernahme des Congo - Staates bezüglichen finanziellen Fragen. Aller Voraussicht nach wird die Einverleibung trotz der Opposition der Radicalen in der Kammer eine erhebliche Mehrheit finden. Die Krise in Frankreich besprechen wir an leitender Stelle. Es ist wahrscheinlich, dass nach der Wahl des Präsidenten die Kammer aufgelöst werden wird. um Klarheit in die Situation zu bringen. Die Gerüchte über den Rücktritt desenglischen Schatzkanzlers Sir William Harcourt besprechend, schreibt der unionistische «National Observer»: Wenn Sir William Harcourt seine Partei darauf aufmerksam machen wollte, wie nothwendig sein Bleiben für die Sache des Radicalismus ist, so hätte er kein besseres Mittel ergreifen können, als einen kleinen Wink, dafs er zurücktreten wolle, oder eine Auflösung des Parlaments in Sicht sei. Wie der «Neuen freien Presse» aus Belgrad berichtet wird, ist eine Anzahl radicaler Professoren, welche unter dem Ministerium Nikolajevic entlassen worden, wieder in ihre frühereu Stellungen eingesetzt worden. Aus Shanghai wird vom 15. Jänner gemeldet: Die Abreise der chinesischen Friedens'Bevoll-mächtigten ist neuerdings infolge neuer Ordres aus Peking verschoben worden. Tagesnemgleiten. — (Ein patriotisches Kunstwerk.) Ein trefflicher italienischer Bildhauer, Thomaso Gentile in Florenz, hat sich durch die rasch populär gewordene letzte Ischler Photographie Sr. Majestät des Kaiser« und Aller-höchstdess.n drei jüngster Enkel zur Modellierung einer Gruppe anregen lassen, welche in Rom in Vronze gegossen wurde. Das entzückende idyllische Kunstwerk wirb durch Frau Fossati dem Kaiser überreicht werden. — (Der Unfall der Prinzessin Hohen-lohe.) Se. Majestät der Kaiser erkundigte sich telegraphisch um baS Befinden der Prinzessin Hohenlohe und lässt sich täglich einen Bericht nach Budapest senden. --Der deutsche Kaiser drückte telegraphisch in herzlichen Worten seine Nntheilnahme aus und erkundigte sich nach dem Befinden der Prinzessin. Von fast sämmtlichen Mit-gliedern des Kaiserhauses, von der Aristokratie sowie den Ministern und Würdenträgern laufen ununterbrochen Erkundigungen ein. — (Aus dem Görzer Gemeinderathe) Anlässlich der Beileidslundgebung sür den verstorbenen Bürgermeister Oß-Mazzurana von Trient im Gemeinde-rathe von Görz hob der Bürgermeister die Verdienste des Verstorbenen hervor. Die Görzer Gemeindevertretung wird eine Deputation zum Leichenbegängnisse entsenden, einen Kranz aus den Sarg niederlegen lassen und der Familie des Verblichenen telegraphisch das Veileid ausdrücken. — (Excesse in Parenzo.) Aus Parenz« wird vom 16. b. M. gemeldet: Nnlüsslich der montägige" Demonstration fanden vor dem Hause eines als kroatische^ Agitator geltenden Bürgers Namens Ritossa. welch" nicht illuminierte, Ausschreitungen statt. Ritossa feuerle einen Revolverschuss durch daS offene Fenster ab, ohne jemanden zu verletzen. Von der Gemelndewache sest' genommen, wurde Nitossa von der Menge zum Gericht gebäude begleitet, vom Richter jedoch enthaftet und tB dem letzteren die Verhandlung auf 4 Uhr nachmittag anberaumt. Als Ritossa, aus dem Gerichtsgebäude kommend, auf den Platz heraustrat, wiederholten sich das Schreie" und Pfeifen der Menge, welche ihm bis zu sein" Wohnung folgte. Vor derselben begannen neue Scene" Einige Burschen schleuderten faustgroße Steine geL" die Fenster, wobei einige Scheiben zertrümmert wurde» Die Gattin Ritofsa's, welche aus dem Hause heraustrat, um die Fensterläden zu schließen, wurde mit Steinwürfe» empfangen, ohne jedoch eine erhebliche Verletzung davo»' zutragen. Gegen 4 Uhr waren die Gassen und PlaV die vom Hause zu dem Verichtsgebäude führten, vo" Menschen überfüllt. Ritossa begab sich in Vegleituis von Gendarmen unter dem Schreien und Pjeijen del Menge zum Gericht. Die Gerichtsverhandlung endigt mit der Abtretung der Acten an die Staatsanwal'' schast. Ritossa selbst trotzte der Menge mit hera^ forderndem Lachen und ebensolchen Worten, und wo^ gar nicht beschützt werden. Nach der Gerichtsverhandlung lehrte er in Begleitung der Gemeindewache und Oenb^ merie, von der schreienden Menge gefolgt, nach H^e zurück. Die Menge wurde unterwegs von den Gendarme" zerstreut, welche bis spät nacht« das Hau« Rotossas M" wachten. Es ereignete sich jedoch lein weiterer Vorf«^ — (Die Diamanten der Kaiser' Eugenie.) Als noch Napoleon III. in den Tulles seine glänzenden Empfangsabenoe gab, erregten die pr"A tigen Diamanten, welche die Kaiserin Eugenie trug, ° Vewundeiung der Herren, den Neid der Damen. ^! Juwelen haben seither viel mitmachen müssen. Nach °^ Sturze des Kaiserreiches wurden sie an eine reiche M" lanerin, Madame Kate Johnson in San Francisco, "< lauft. Kürzlich starb diese Dame. und so gelangte ^ Schmuck auf dem Wege der — Licitation in den se^ des californischen Goldgrubenbesiher« Neville, der n«N° Juwelen anlässlich des Jahreswechsel« seiner Gattin.^ Geschenke machte. , — (Die «Banlprocesse. in Italle'" Das am 16. d. M. gefällte Urtheil des AppellgerichtSU erklärte Plnto und Chovet nur des Betruges sch"^l Kühe gerne hören und beim Melken stillestehen. Dass die Ziege und die Kuh ihre Glucke liebt, die sie auf der Alpe am Halse trägt, ist kein Zweifel. Es sind Fälle bekannt, wo nach der Heimfahrt von der Alpe Kühe nichts fressen wollten, bis man ihnen im Stall die Glocke wieder anhängte. Wenn im Frühling die Glocken zur bevorstehen-den Alpfahrt gerüstet werden uud die Kühe und Ziegen im Stall das fröhliche Läuten hören, fo ruft das unter den Thieren eine unbeschreiblich freudige Aufregung hervor. Viele wollen sich von der Kette losreißen und alpenwärts auf und davonlaufen. Auch das Pferd scheint sehr musikalisch zu sein. Jeder Kunstreiter weiß, dass er sein Schulpferd nicht ohne Musik einüben und vorführen kann. Je nach dem Takte der Musik wechselt es seine Schrittart. Das Mililärpferd reckt sich hoch auf, und will nicht mchr stille stehen, wenn die Musik erschallt. Militärpferde kennen die Trompetensignale genau und führen ohne Leitung des Reitcrs nach diesen die entsprechenden Bewegungen aus, wie mir von glaubwürdigen Officieren versichert wurde. Als Knabe fuhr ich einstens mit der A'!' °^ einem Ausflug auf den Hohentwiel von ^"^l >> "K"!. D^ Postillon erlaubte mir. neben hm auf dem Bock zu sitzen. Die Pferde aienaen sebr ahm es waren alte Gäule. Ich z°7 ein NeN Pi ton aus der Tasche und blies eine Fansare. Eines der Pferde geneth darob m eme unbändige Aufregung und reckte sich wie ein junger übermüthiger Hengst. Mein Blafen wollte ich fofort einstellen, aber der Postillon lachte und sagte: «Blas nur weiter, der Hans hat Freud am Trompeten, er ist ein altes württembergisches Artilleriepferd.» Die Spinnen hielt man früher für musikalisch. Die reizende Geschichte aus den Knabentagen Mozarts wird jedem bekannt sein, wo ein Spinnchen sich von der Decke des Zimmers an ihrem Faden auf Wolf-gangerls Geige hinunterließ, um ihren süßen Tönen zu lauschen. Es gibt eine Reihe Geschichten musikalischer Spinnen, aber — die Naturforscher behaupten, dass die Spinnen gar leine Töne hören können, denn es ist ihnen nicht gelungen, Gehörorgane bei den Spinnthieren nachzuweisen. Ihre Liebe zur Musik kann man sich nur so vorstellen, dass die durch Töne in Schwin-gungen versetzte Luft der Spinne am Körper ein angenehmes Gefühl erzeugt, ähnlich jenem, das wir empfinden, wenn wir uns von einem leichten, kühlen Winde umfächeln lassen. Viele Geschichten gibt es noch, nach welchen wilde Thiere durch die Musik gebannt wurden. Auch sollen Rehe, Hirsche und Gazellen nichts mehr lieben, als sanften, süßen Tönen zu lauschen. Warum sollten denn Thiere, die uns durch ihre Treue beweisen, dass sie Gemüth besitzen, für Musik unempfänglich sein? Ernst Heim. ANppen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschürnau. (13. Fortsetzung.) > «Wer sollte den berühmten ParlamentsrednerH seine Lebensgeschichte nicht kennen?» versetzte er l^ «Ueberdies sind wir entfernt miteinander verwandt " ich bin sogar seit zwei Tagen Gast auf Schloss H^ iz buhl. — Alfo Ralph! Da begreife ich allerdings, °" meine eigenen Chancen gering sind!» ..^ Er sprach noch immer mit herausfordernder B" . keit und scheinbar, ohne es zu beachten, dass U ^ ihren gesenkten Lidern hervor wieder große Th^hjl über die erblassten Wangen herabrollten, Thränen,^ sie zwar sofort trocknete und denen keine anderen fo^ die ihm aber umsoweniger entgangen sein konnte", ^ die Qual ihres Empfindens deutlich auf dem relz^ Antlitz geschrieben stand. .. el «Es ist ein seltsames Zusammentreffen,» fuy ^ in dem nämlichen harten Tone fort, «dafs er ^ ^ rade sein muss, der mir mein Glück raubt. ^ lgl mir einst bei einer Bärenjagd unter großer GeM, Kl sich selbst das Leben gerettet. Jetzt sind wir q"",^ nimmt mir mehr als mein Leben. Ich schulde nichts mehr!» «^lj> Er hielt inne; ein plötzlicher Hoffnung»'' leuchtete in seinen Zügen auf. e^gl« «Sie haben Ralph heute schon gesprochen c» > er. i Laibacher ZeiwngWr. 15.' 123 16. Jänner 1695. demgemäß die gegen Ehovet ausgesprochene Strafe von "er Jahren auf 13 Monate 18 Tage und jene für Mto auf 13 Monate 6 Tage herabgefetzt wurde, und annullierte das gegen diefelben ausgefftrochene Verbot, ein Mntllches Amt zu erwerben. Gallina wurde freigefprochen. "-Met, der seine Gefängnisstrafe bereits abgebüßt hat. wurde sofort in Freiheit gesetzt, Pinto aber wieder ins welangnl« geseht, um eine wegen betrügerischen Bankettes gegen ihn verfügte Strafe abzubüßen. "(Ein dreifacher Mord.) Aus Mislolcz wl« gemeldet: Als heute früh der hiesige Industrielle i3'!l 'He von einer Reise heimkehrte, fand er seine , lahnge, als Schönheit belannte Gattin sowie sein ein« ^3 nn ""b das 17jährige Dienstmädchen ermordet. "« Wohnung war vollständig ausgeraubt. Von den Thä- «n, welche der Frau und dem Mädchen Gewalt ange- 'an und sie sowie das Kind hieraus förmlich zerhackt Mten, hat man leine Spur. 2 " (Großes Schadenfeuer in Berlin.) "us Berlin wird vom 16. Jänner gemeldet: Da« ^roleumlager sämmtlicher hiesiger Großlaufleule gerieth '"Mile Unvorsichtigkeit zweier Arbeiter in Brand, welcher "nen bedeutenden Umsang nahm. Die beiden Arbeiter ^"vermisst. Der bisher angerichtete Schaden beträgt H "(Ermordung eines Stationschess.) «" Stationsvorsteher des Mailänder Centralbahnhoses, endon», wurde am 15. d. M. in seinem Vureau von ^./" Saalwärter durch einen Messerstich ermordet. v«b st " ^" ^^ ist unbekannt. Der Thäter wurde den i^ (verbotene Versammlung.) Eine sür lamwl ^ ^ i" ^ Wiener Vezirle einberufene Ver- Nrb . , ? ^" Arbeitslosen mit der Tagesordnung : «Die «mslosigleit. Vorschläge zu deren Beseitigung und die mmune Wien. wurde wegen verspäteter Anzeige be- «Mvlich untersagt. Vt^ (Verhaftung eines Anarchisten.) lüllun ?^" Wilhelm Körber, welcher seit der Ver-lein ^ Ausnahmszuftandes über Prag in Iaromer de» ^"'"^ hatte, wurde wegen anarchistischer Umtriebe ^^rager Strafgerichte eingeliefert. l!ocal- und Provinzial-Nachrichten. Deutsches Theater. undN ^^ glänzende Erfolg der Oper «Hansel Thz«. ^k l, von Engelbert Humperdinck im deutschen ^lnetlll « ""° ^^^ °" bie schönen Worte Ralph erfch»l " Über ideale Lebensweisheit erinnert: «Morgen tllhia 5 >"^" ^" "euer Tag. mögest du ihn heiter und strebt , 2""en, erfüllt von einem Geiste, der zu hoch l°«n,'eli^ ^ ^ des Alten weiter fortzuschleppen. Der ift 'u e Tag gehört allem, was gut, rein und edel. er "ungtn ""°U mit allen seinen Aussichten und Hoff-^^naesck"? "" ""k" Moment noch über den bereits Glitten! ^"' vermoderten gestern und ehegestern zu Wusill,,!^ ^^b verstehen, warum wir angesichts des i«n deu A" ^"ignisfes, das alle bisherigen Aufführungen bltübml, ^. ^"" überfchattet-, den Ausspruch des ersol«.'" Jausten «lleren, denn hart bei den Miss« lhuuna , ^"" ^^ ^"lolge! und mit großer Genug-besser i>:^ "^ "on einem Ereignis sprechen, wie es einigte seil,m.i«. dnlgent de« auswärtigen Amte«. Humb t wurde ^m Unterstaatssecretür im SwatKmimstermm ernannt Budapest, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Das Ge. schwornengericht sprach heute den Journalisten Zaraudi, der Majestätsbeleidigung, begangen durch einen in einer periodischen Zeitschrift enthaltenen offenen Brief an den König, mit 7 gegen 5 Stimmen schuldig, worauf der Gerichtshof denselben zu einem Jahre Staatsgefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurtheilte. Berlin, 17. Jänner. (Orig.-Tel. — Deutscher Reichstag.) In der heutigen Sitzung des deutschen Reichstages wurde in zweiter Berathung der Antrag des Centrums auf Aufhebung des Jesuiten-Gesetzes gegen die Stimmen der Conservative«, der Reichspartei, der National-Liberalen und der freisinnigen Vereinigung angenommen. Mailand, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Heute um 12 Uhr 30 Minuten nachmittags winde der General-procurator des hiesigen Appellationsgerichtes, Celli, in seinem Arbeitszimmer von einem Individuum, welches sich unter falschem Namen einführen ließ, ermordet. Der Attentäter stach den Generalprocurator in die Kehle und durchschnitt ihm die Kopfschlagader. Celli ^ verschied nach einigen Augenblicken. Der Thäter wurde! sofort verhaftet. Man behauptet, dass er als Anarchist ^ gehandelt hat. Er gab vor, Attilios Bellochio zu heißen. Er nahm die Haltung eines Irrsinnigen an und gab auf die gestellten Fragen leine Antwort. Paris, 17. Jänner. (Ong.-Tel.) Der «Gaulois» erzählt, Perier sei jüngst im Wartsalon des Bahnhofes ^ von St. Lazare Zuschauer einer Scene gewesen, welche in drastischer Weise feine Unbeliebtheit beim Volle bewiesen und mit zu seinem Demissionsentschlusse beigetragen habe. Bei der Ankunft des Präsidenten hätten ^zwei Civilpolizisten Hochrufe auf ihn ausgebracht, sie wären jedoch von dem anwesenden Publicum von allen , Seiten niedergezischt worden. Perier habe, schmerzlich bewegt, den Bahnhof verlassen. Constantinopcl, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Die «Agence de Constantinople» ist ermächtigt zu erklären, dass die Nachricht von einem angeblich gemeinsamen Schritte der Regierungen Englands, Frankreichs und Russlands im Sinne der Abberufung des General-Gouverneurs von Bitlis jeder Begründung entbehrt. Die Wahl des Präsidenten der französischen Republik. Versailles. 17. Jänner, 12 Uhr 45 Min. mittags. Soeben langten die Minister im Veisailler Schlosse an. Dupuy erklärt, dass er für die Präsidentschaft der Republik nicht candidiere. Mehrere Mitglieder des Congresses betreten bereits den Saal. In den Couloirs werden Stimmzettel vertheilt, welche die Namen Waldeck-Rousseau, Vrisson und Felix Faure tragen. Ueber den Ausgang der Wahlen herrscht noch immer volle Unklarheit. Versailles, 17. Jänner, 1 Uhr 30 Min. nachmittags. Die Sitzung des Congresses wird um 1 Uhr unter dem Vorsitze Challemel-Lacours eröffnet. Deputierter Micheline (Revisionist) verlangt das Wort, um den Zusammentritt einer constituierenden Nationalversammlung zu fordern. Dep. Bodri d'Asson (Bonapartist) meldet sich gleichfalls zum Wort. Der Vor« sitzende weigert sich, ihm dasselbe zu ertheilen und ordnet, ohne die weiteren Bemerkungen des Redewerbers anzuhören, die Eröffnung des ScrutimumS für den Präsidenten der Republik an. Das Scrutinium beginnt um 1 Uhr 20 Minuten. Es scheint sicher, dass es zu einem zweiten Wahlgange lommen wird. Die für das Publicum refervierten Gallerten sind überfüllt. Versailles, 17. Jänner. Im ersten Mahlgange stimmten insgesammt 794 Senatoren und Deputierte, 76 waren abwesend oder enthielten sich der Abstimmung. Es entfielen auf Brisson 338. auf Felix Faure 244, auf Waldeck-Rousseau 184, auf Cavaignac 6, auf Meline 4 und auf Dupuy 4 Stimmen. Versailles, 17. Jänner. (Congress.) Der zweite Mahlgang scheint rascher vor sich zu gehen als der erste. Die Socialisten betheiligten sich an der Abstim° mung, um die Anzahl der Stimmen für Brisson zu vermehren. In den Couloirs wird das Endergebnis von zahlreichen Gruppen lebhaft besprochen. Man hat nicht die Gewissheit, dass Faure gewählt wird, da mehrere Senatoren, welche im ersten Wahlgange für Waldeck - Rousseau gestimmt hatten, ihre Stimmen für Brisson abgaben. Das Scrutinium war um V.7 Uhr beendet. Versailles, 17. Jänner, 5 Uhr 10 Minuten. Im ersten Wahlgange erhielt Rousseau dem richtiggestellten Ergebnis des Scrutiniums zufolge 184 Stimmen. Er erklärte öffentlich, zugunsten Faure's von der Candidatur abzustehen. Auf Faure entfielen nach der Rectification 244, auf Brisson 338 Stimmen. Versailles, 17. Jänner. Nach der Bekanntgabe des ersten Wahlganges theilte der Präsident Challemel« Lacour mit, dass einige Mitglieder des Congresses die Suspendierung der Sitzung verlangen. (Heftige Protestrufe auf der Linken.) Der Congress sprach sich gegen die Suspendierung aus. Um 4 Uhr 40 Minuten begann der zweite Wahlgang. Bei demselben erhielten Faure 429, Brisson 360 Stimmen. Felix Faure ist demnach zum Präsidenten der franzö« jischen Republik gewählt. Versailles, 17. Jänner. (Congress.) Inder Diplomatenlog, Gottschee. — Walter, Goldhauser, Wachsherz, Romann, P«"' Altmann, Rittweger, Franll, Kflte.; Vopfert, Glasfabrilam! Mayer, Schriftgießereibesiher, Wien. — Benigar, Privat, IlU'' Feistril). — Globoönik, Kfm.. Krainburg. — Brown, Amcr»'»' — Weizen und Neumann, Kflte., Fiume. Hotel Lloyd. Am 16. Jänner. Roblek. Gutsbesitzer, und Razborsel, P" vate, Radmannsdorf. — Winternih, Dollenz und Biedermann, Reisd., Wien. — Feraninus. Gutsbesitzer, Hötitsch. — WindM' Private, Nudolfswert. — Mohlmut, Kfm., Ngram. — Mea,usal' Lehrer, Podzemelj. — Koller, Steueramts.Adjunct, und Mih^ Fleischhauer, Graz. — Fluct, Fleischhauer, Halbenrain. — E»el>' Fleischhauer, Radlersburg. Verstorbene. Den 16. Jänner. Valentin Subic, Hausdiener, 64 5< Wienerstraße 2, Herzschlag. — Franz Gorjanc, NrbeiterW"' 1>/. I., Kuhthal 1, Lungenentzündung. — Dorothea 6" / Arbeiten«, 31 I., giegelstrahe 38, Tuberculose. - Gert"". Romaui, Bedienerin, 6b I., Rathhausplatz li, Herzfehler, VM sucht. I« Spital!». „« Den 14. Jänner. Maria Bojic, Kaischlerin. 19 ^ Lungentuberculose. « Den 1 5. Ianner. Rosalia Repensel, Magd, 3l A Lungentuberculose. — Anton Kastelic, Inwohner, 80 I., ^ einoinn, manillar. inlyr. ^ Wlkswirlschaftliches. Laibllch, 16. Jänner. Auf dem heutigen Martte sind "' schienen l Durchschnitts-Preise. ^< Mlt.. Wgz.. ^lt^. ^ ll.s'lr fl?! lr, st, !tr,L>5 , Weizenpr.Meterctr. 6.75 7lbU Butter pr. Kilo. . — 72^ Korn » 5 30 5 50 Eier pr. Stück . . - 3, ^ Gerste » 5! 70 6 50 Milch pr. Liter . . - 10 ^ Hafer . 5 80 6 50 Rindfleisch pr. Kilo — 64 ^ Halbfrucht . ----------------Kalbfleisch . - 62 ^ Heiden » 6 90 7 — Schweinefleisch » ^ b6 ^ ^ Hirse , 6—7- Tchüpsenfleisch » -42^ Kuluruz . 6 50 7«20 Hähndel pr. Stück — 50 ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 70-------Tauben » Is ^ Linsen pr. Heltolit. 12-----------Heu pr. M.-Ctr. . 18?^ Erbsen » 10------------Stroh » .. 1?0^ Fisolen » 10------------Holz, hartes pr. > Nindsschmalz Kilo — 90------- Klafter ?!?" > Schweineschmalz » — 66-------— weiches, » b 3" ^ >> ! Speck, frisch . - 54-------Wein,roth.,100 Lit. ^ "" A ^ — geräuchert » j64-------— weißer, » '^^ ! Lottoziehung vom 16. Jänner. Brunn: 84 25 48 8S ^^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach>/ Z <5I z^ 53 """" dt« Himmel« ^ 5 Z'^_^________________^---1^ 7 U. Mg. 726-9 3^ SW. schMch Regen S'H 17. 2 . N. 728 6 6-4 O. schwach theilw. he"" M 9 . Ab. 7296 2-0 O. schwach heiter ^, Morgens Regen, tagsüber ziemlich heiter, nachts ^ — Das Tagesmittel der Temperatur 3 9°, um 6 0" "v Normale. _^_^—^'^, Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianusch""' Ritter von Wissehrad. ' Laibacher Zeitung Nr. 15. 125 18. Jänner 1895. Course an der Wiener Börse vom 17. Jänner 1895. ^« ^ 0^« ^r«^«« Slaat«.Anl»hen. Gelb Na« ^nhcltllche Rente i» Noten °^rz Mai November . . lOO 55 100 75 inN°t,„verz,ss,l,r»llr-N»!,»st '0055 100 75 ,. <-- l85>, " «Pr/,"/n 10» 40 ,04 40 bto. Stnat« Oblig. (Ung. ONb.) u. I. 187«. 5"/„..... 125'L0 12«, ll0 dto.4'/,"/„Echll»lregal «bl.'Obl, ,0,-35. tO23ü bto, Pläm. Anl, k ,00 fl, 0, W. >5» s.O ,5,» 75 bto, bto. k üO sl.ö, W, ,5>»-f.O — — Theih Meg.-Lose 4°/„ ,00 fi. . ,4»-— ,44- Grundentl. - Gbligatlonen (f»r ,00 fl. - 5"/„ niedcrüsterreichlsche . . , 109 75 —-> - 4"/„ lroatilche »nd slavonische . 98- — 4"/n »ügarischc (lOO fi. i!.W.) . 98 ,5 99 lt> Andere üssentl. Anlehen. Dona» Rea, Uosc 5"/« . . . . 131 — 18175 bto. Nnleihe l878 . . ,08-- log — Nnlehen ber Stabt Görz. . , ,1,-25! — — Nnlcyen d, Stadtaemeinde Wien 107 »ü 108-85» Nnlelien b, Stabtaeineinde Wien (Silber über Gold) .... ,8,- - I8ll - Prämien Mnl, b. Stadlgm. Wien l?4'l>0 175 25 Äörseba» «nlehen. verlo«b, 5"/, lOl'85 —-— 4"/„ Kraincr Lande« Vlnlehen . —-— —-— V«ld Ware Pfandbrief« (für 100 fl.), Vudcr. all«, 0st, i„50 I, vl,4"/„. 123 5,0 ,24-5.0 ^ btu. „ „ in 50 „ 4>/,°/n —'— —'- dto. ., ., in 50 „ 4°/„ 99'— 99-80 dto. Prüm.-Lchldv. 3"/,,, I.lim. ,,s>s>0 „7 ,o dto. bto. »"/„, II. Em, ,17 ?li ,l« ?>o N.öfierr, Lande« Hyp.-Nnst. 4"/<> »» »u looko vest.« ung. Vanl verl. 4>/,"/„ , —— — — bto. dto. ,, 4"/„ . , 100-— 100-80 bto. dto. bOjühl. ,. 4"/n . , 10U-— ,00-80 Sparcassc, ,.bst.,30I. b'/»"/<>vl. ,0150 — — Priorität««Obligationen (silr 100 fi.). sserdinanb« Norbbahn Em. l»88 100-,5 101 ,5 Orsterr. Norbtvefibatm . . .1,1 — 11». Staatzbah»....... 826'-- — ^ SNdbahN o. 3"/„..... 1N9-15 170 ,5 bto. ll 5»/n..... ,30' - ,3, — Una.'<,allz. Bahn..... 10970 1,0-70 4"/» Unterlrainer Bahnen , , 9850 99— Diners« zos« (per Stück). Vudapest! Nllinpfsch,iO0st,VVl. -'- 1b0-- Osener Lose 40 fl...... 6«-— l,» — Palfsy Lose 40 fl, CM, . . . H8 50 t,»üO Notw» «renz, Oest.Vcs. v., 10 fl. 18 10 ,8 5.0 Rothen Kre,lz, Una, Ges. v., 5 fi. 1»'— «»40 Rudolph Lose ,0 fi...... -.- 2» 5>l> Salm Lose 40 fl. o St.»Ve»oi« Lose 40 fl. EM. , 7«l»0 73 ».>> Waldstcin Lose liO fi, CM, . . 50- - 52- Windischssräh Lose ÜO ss, ?-8.'> ,f>8»ü Nobcr,'«ns«,,0eN,»00fi,3.40°/n t»ü» — l»N1 — «rdt.Nnsl. f, Hanb.uV, if'Ofi. —— - — dto, bto. per Ultimo Septbr. 4I5-—4,b 50 Creditbanl, Nlla. unz., »00 fi. . 504-25 505-25 Depositenbanl, «Ng., 200 fl. . L82-- - 24 Unionbanl 200 fi...... 3,4'bO 86»-— 5685») Dra» acherE,'B, 200fl,G, l>« 75 S7-25, ssridiiiaiib« Norbb 1000 stllVl. »490 8500 Lrmb, (lzeriww, Iasiy Eisenb. Gesellschaft 200 N, L. . . . »99 — 300 — Lloyd, Orst., Tries«, 500fi, «M. b»8— 54« - oefterr. Älordwestb, 200 fl, L. . 250-- «50 bO bto. bto. slit. Il) LOO fi, S, 277-50 «77 75 Prag Duxrr ltissno, 150fi.L. . 90 50 9,-50 Lielienoürger Eisenbahn, Erste —'— —-- Llaatteisrnbahn 200 fl. S. . . 401 25 4<»<-?5 Tübbahn 200 fi. E..... 105 — 105 50 Eiibnorbd. Verb. V. 200 fl. « »5 Ung..gll!iz. ltisenb. 200 fl. Vilber 208'», «08 b0 Unll,.Westb/Raab'<»ra,)!l!M.E. »08— «oebU Wiener Localbahiien^Nct..Ges. 89— w-__ Zndustrl«»Act«n (per Vtü «> Montan'Gesellfch., Oest.»alpine 90- 90 50 Präger Eisen.Inb.'Vrs. »00 fi. «?o — «78 — Lalgo larj. Etelnlohlen NO st. ?f^)-— ?ße-— ,.Schie«Imühl",Papier1.,»st. »,b'— »,9 — „Steyrerm.", Papiers, u. V.^». 1K4 — i«b — Trifailer Kohlenw.«05 ,0» »0 Deutsche Plühe...... «0 85 »> — London........ 1»4 35 1»4 7l, Pari« ........ 4»»?» 4»'4b Et. Pe«er»bur«..... — — — — Daluten. Dilcaten........ 5-88 5«ö 20,ssranc« Stücke..... 9-8? »»8 Deutsche Meichlbanlnoten . . »o 85 KO »n Italiexische Vaninolen . . . 4«»(» 48 40 Papier-Rubel...... 1'»»«. l »3». Lllndes-Hhtllter in Lllibllch. 'Vorst. Nußer Abonnement. Oerad.Tass. Samstag den 19. Jänner Opern.Novität! Hansel und Gretel. Archen. Oper in drei Acten von Wette. Musik von E. Humperdinck. Bin erfahrenes älteres Kindsmädchen wejc} Unter 28 Jahre alt, streng moralisch, chen lS schön «Qd richtig slovenisch spre- Anfc11' Wird nttch örftZ gesucht-ZeiliiB nft in der Administration dieser -ü^^^ (282) 3-1 Deuartf°hweisbaren ßulen Referenzen für touie'^ J*lo^«i«n u. Jaoquard-Holz-yon o ;L bei hoher Provision gcsuclit in ßöhm ' Jal.-Fabrik in Braunau ^istun» f"i!- ~~ Nachweislicli gröütes und Brand!, p.?Sles Etablissement in dieser Und «iiik ün^mal prämiiert mit goldenen tyelta''Ö*r"en Medaillon, so auch in der lien) 8lellun* >n Melbourne 1889 (Austra-¦~—^_ (283) 5—1 ^'^^-1 Nr. 10.639. Curatorsbestelluna. bui^?. Ullbelannt wo befindlichen Ta-En,H ^'5"n Anton Krasovcc von v°n dort l ^^ U"d Jakob KraZovec und iNol'^^"^ ^" unbekannten Erben b'gerz A. chs°lgern des Tabnlargläu. Nr 7 ^"°t> Iagodnik von Tominje zum lF.". ^"ton Satran von Feistritz wurden »." "^ «««um bestellt nnd hierqeri^V^e" die Ansfertigungen des dieru,>«M^" Anmeldung«- und' Liqui-Decem^. Odungsbescheides "om Lasten ember 1894, Z. w.6^9, zuczestellt. (205) ^TT------------------7-------- } * - St. 127. Nez Razglas. J0sinü2^ano kJe bivajoèemu izvrSencu P°stavil lèu iz Knežaka Stev. 20 Bistricp Se Je Josip StukelJ iz Ilirske ^larnimneznano kJe bivajoöima ta-in Jožesi, nuFnikonia Maliji Slavcu Knežaka • eIoslu stev- 103, oba iz Pravnim' ln, neznanim dedièem in siikov Mat a Sdnikom tabularnih up-Andrein u^ nafelc iz Knežaka št 68, «teu, oba ° iplku in Anlonu Znidar-atTan iz Y5 i ke ß'strice, pa Anton ad Return ! Bislrice kuralorjem doti^ni H»L*ur so 8e istima dostavili Ceinbra JRQ,ni odloki z dne 6. de-c ^1894, st. 10.2i8. dne 8. ianmajn° 80di§èe v Wir- B'»^ici januvarja 1895. Zur Aueg-abe ist gelangt: Band I, n, III und IV von Levstikovi zbrani spisi. Ur6dil Franöisek Lövec. Levstik» gesammelte Schriften werden 5 Bände umfassen, und zwar: Band I.: Pesni — Ode in elegije — Sonetje — Romance, balade in legende — Tolmaè. Band II.: Otrocje igre v pesencah — Razliène poezije — Zabavljice in pušice — Ježa na Parnas — Ljudski Glas — Kralje-dvorski rokopis — Tolmaè. Band m.: Povesti, pravljice in pripovedke — Potopisi — Zgodovinaki spisi — Književno-zgodovinski spisi — Tolmaè. Band IV.: Kritike in polemike 1. — Tolmac". Band V.: Kritike in polemike II. — Razni spisi. Subscriptionspreis für alle 6 Bände broschiert ö. W. fl. 10 50, in Leinen gebunden fl. 13*50, in Halbfranz fl. 14*50, in Kalbleder, Liebhabereinband, fl. 15' 50. Subscriptionen nimmt entgegen die Verlagshandlung lg. v. Kleinmayr St Fed. Bamberg In ILjSiL"ba,cLL. (207) 3—1 St. 6275. Oklic. Kaf.arini in Mariji Degon in Te-reziji Ferkot iz Rakeka, oziroma neznano kje bivajoèim dedièem in prav-nim naslednikom, imenoval se je na tožbo Marije Ivanèiè zaradi zastaranja vknjiženih terjatev de praes. 12. de-cembra 1894, St. 6275, gospod Karol Puppis skrbnikom za èin. G. kr. okrajno sodišèe v Logatci dne 16. decembra 1894. (201) 3—2 " Nr. 55. Edict zur Einberufung der Erben. Von dem k. k. Bezirksgerichte Kronau wird bekannt gemacht, dafs am 14. November 1894 Johann Petric, lediger Knecht in Ratfchach Nr. 79, ohne Hinterlassung einer letztwilligen Anordnung gestorben fei. Da diefem Gerichte unbekannt ist, ob und welchen Perfonen auf feine Verlassenschaft ein Erbrecht zustehe, so werden alle diejenigen, welche hierauf aus was immer für einem Rcchtsgrundc Anfvruch zu machen gedenken, aufgefordert, ihr Erbrecht binnen einem Jahre, von dem uuten gefetzte» Tage gerechnet, bei diesem Gerichte anzumelden und unter Ausweisung ihres Erbrechtes ihre Erbserllärung anzubringen, widrigenfalls die Verlassenfchaft, für welche inzwischen der k. k. Notar Vinko Kolset in Kronau als Verlassenschafts-Curator bestellt worden ist, mit jenen, die sich werden erbserklärt und ihren Erbrechtstitel ausgewiesen haben, verhandelt und ihnen eingeant, wortet. der nicht angetretene Theil der Verlassenschaft aber oder wenn sich niemand erbserklärt hätte, die ganze Verlaffenfchaft vom Staate als erblos eingezogen würde. K. k. Bezirksgericht Kronau am 9ten Jänner 1895. "(5366)3-1 St. 6854. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Ribnici daje na znanje, da se je na prošnjo Josipa Merharja iz Dolenje Vasi proti Janezu Hönigmanu iz Rakitnice v iz-terjanje terjatve 50 gold, s pr.dovolila izvršilna dražba na 331 gold, in 1217 goldinarjev cenjenih nepremakljivih posestev vlož. gf. 28 in 30 zemljiške knjige kat. obè. Rakitnica. /^a to izvräitev odrejena sta dva roka, na 8. februvarja in na 8. marca 1895, vsakikrat od 11. do 12. ure dopoldne, pri tem sodišèi s pristavkom, da se bodo ta posestva pri prvem roku )e za ali nad cenilno vrednostjo, pri dru-gem pa tudi pod isto oddala. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodiöci upogledali. C. kr. okrajno sodiöce v Ribnici dne 11. decembra 1894. (5380)3—1 St 26.817. Razglas. C. kr. za m. del. okrajno »odiSCe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe Franceta Dobnikarja (po Ivanu Plantanu) proti Frances u, Gregoriju in Jožetu Dobnikarju in Jožetu Ri-harju zaradi zastaranja terjatve de praes. 29. novembra 1894, St. 26.817, slednjim postavil gospod Blaž Juvan iz Kamne Gorice skrbnikom na öin in da se je za sumarno razpravo do-loöil dan na 1. februvarja 1895, dopoldne ob 9. uri, pri tem »odiftèi. 1 V Ljubljani dne 6. decembra 1894. (249)3^3 Št. 243, 244 in 245. Razglas. C. kr. za m. del. okrajno sodiäce v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožeb Antona Belca iz St. Vida (po dr. SuSteršièu) proti zapusèini Miro-slava Tomca iz St. Vida de praes. 5. januvarja 1895, St. 243, 244 in 245, slednjim postavil gospod dr. Triller, advokat v Ljubljani, skrbnikom na öin in da se je za razpravo doloèil dan na 22. januvarja 1895, dopoldne ob 9. uri, pri tem »odisei. V Ljubljani dne 7. januvarja 1895. (5368) 3—1 St 6551. Oklic. C.kr. okrajno sodiftöe na Brdu daje na znanje, da se je na prosnjo Antona Goloba iz Trzina proti Janezu Stefanu iz Podoreha v izterjanje terjatve 4 gold. 11 kr. s pr. z odlokom z dne 30. novembra 1894, st 6551, dovolila izvrsilna dražba na 686 gold, in 280 gold, cenjeneganepremakljivega posestva vlož. st 84 in 85 zemljifike knjige kat obè. Sv. Mohor. Za to izvršitev odrejena ata dva röka, na 1. februvarja in na 2. marca 1895, vsakikrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodisèi s pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem roku le za ali nad cenilno vrednosljo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem aodiäüi upogledati. G. kr. okrajno sodiSöe na Brdu dne 30. novembra 1894.