Nr. 80. Freitag, 9. April 1909. l 28. Jahrgang. LMcherMMma ViännmelailunsplflK: Mit Poslvcllrub»»!,: «anziaiirin »0 «. Halbjahr!,, 15 X, In, Nmitoi: nanzjälirin ^ "". Ylllbjährig li X, ssür bic Zuslellüüg i»s Haus ganzjährig 2 li. — Insertionössebühr: Mr llcii,c Iiilrratt ! bl« zu 4 Zeilrn l>0 k, grökere per gelle ,2 »,; bei bsteren Wiederholungen per Zeile « k. ^ ^ Dis ali,ss Zri!,,»«. erlcheiüt !«„Iich, mi! ?l!,c!,a!,i»!' dsr To»,,, »»d ^«-irrw^, ?,c »bminiftlnlion defink« ^ sich Milloiiöstrus,«' Nr 20: die Mtdaltion Willuiicslrasie Nr, 20, Eprechstuüben del Meballil», vo» » bii l0 Uhr ^ uurmittag«, Uüsranlierte priese werben nich! «»genommen, Manullripte nich« zurückgrllelll. Telephon »Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. S e i n e t. u n d k. ^'l p o st o l i s ch c Ält aje ->lä t sind a,n 7. April früh nach Wall see abgereist. Der Justizniiuister hat dcn Inspektor der ^'berstrasanstalt in Vigaull Moritz Haus zum "untrollor der Mänuerstrafanstalt in Marburg ernannt. i<>.. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Ieituna.» vom 7. April ^'« (Nr. ?«y wurde die Weiterverbreitung olgender Preß-"zeuqnisse verboten: Ar. Nj «Xnvi»x '1Vzi„8ll6' vom !^. März 1N0!j. Nr, -i? ,()8truv«>i6 ^i«t)', vom 27. März lW9. ^ir. ?9 «Der Älih», II. Iahrnan«. "t. 2b .Ii,i«c>rj;!Ml,ntc)> vom 2. April 1909. das 3^"l wurde das VIII. Stück des iiandesssesehblattes für "kr^osstum Kram ausgessebeu und versendet. ^ dasselbe enthält nntrr ^ie itnildinachunss der l, l. Landesressienma, für Krain 3.°" 3. April l!)t»l>, Z, 8'^!5, betreffend l>,e sseststellllnss der ^age u,,d Orte der Hcmptstclluna. der Wehrpflichtigen in «rain für das Jahr >!109. ^°n der Ncdllltion des z»a»de«>l,csc. April 1909. Nichtamtlicher Heil. Die Konfcrenzfrastc. teil ^ "^"l. Korr." schreibt: Verschiedenen Mit-si^^^cn, die voll englischen, französischen nnd rus-l'")on Blättern in der letzten Zeit siebracht wurden, ^. <^u eutuehinen, daß man in den politischen ln^- >o^' genannten Staaten gegenwärtig nicht ^iss ^^ ^l'loicht auf das Znstaildekoniinen der ^^"nlonferel^ legt. Eiilzelne konstantinopelcr Nachrichten haben dagegen angedeutet, daß man dort dcn Zeitpunkt für gekommen erachte, dem Kon-ferenzplan wieder näher zu treten. Falls die Pforte tat sächlich auf diesen Gedanken, dessen erste Urheberin sie im vergangenen Herbst war, jetzt zurückkommen zu sollen glaubt, so dürfte sie wohl den Antrieb dazu kaum aus der bosnischen und der bulgarischen Angelegenheit schöpfen, da erstere für die Türkei durch das Einvernehmen mit Österreich-Ungarn vollständig ins Neinc gebracht erscheint und die Ancrion demnächst seitens der Mächte ancr. kannt werden wird, und die baldige Regelung der Streitfragen mit Bulgarien auf dem Nege der soeben wieder ausgenommenen direkten Verhandlungen wohl mit Sicherheit zu erwarten ist, worauf, einer bereits angekündigten Absicht gemäß, die Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens mittelst direkter Erklärungen erfolgen soll. (5s ist unter diesen Umständen zu vermuten, das; das etwaige Interesse der Pforte an der Konferenz in dem Wunsche wurzeln dürfte, in einer solchen internationalen Versammlung eine Änderung der Mazedonien, bezw. die Armenier betreffenden Bestimmungen des Berliner Vertrages herbeizuführen nnd in erster Linie von dcn Mächten die gleichen Zugeständnisse bezüglich der Kapitulationen, der fremden Postämter, der Erhöhung des Einfuhrzolles, der Monopole usw. zu erlangeil, die ihr in dein Protokoll über die Entente mit Österreich-Ungarn zugesagt worden sind. Im Sinne des von Öster-reich-llngarn angeregten und voll den anderen Mächten angenommeneil Grundsatzes, daß bezüglich aller auf das Konferenzprogramm zu setzenden fragen unter den Mächten ein :>>-< <»l-d i.i-^wl»» hergestellt werden soll, müßte wegen Allshebung der zuvor erwähnten Artikel des Berliner Vertrages sowie hinsichtlich der gedachten, im Enlenteproto- toll enthaltenen wirtschaftlichen und sonstigen Zugeständnisse der Weg von Verhandlungen zwischen den Mächten beschritten werden, welche alle diese Gegenstände bis zur Spruchreife zu erledigen hat-lcn. Nenn man sich nun in Konstantinopcl ein nicht weit zurückliegendes Beispiel, nämlich die letzte drci-prozcnligc Erhöhung des Einfuhrzolles in Erinnerung ruft und sich vor Augen hält, wie lange sich diese Angelegenheit, selbst nachdem das Prinzipielle Zugeständnis seitens der Mächte bereits gemacht war, hingeschleppt hat, so wird man sich über die vorauszusehende Langwierigkeit einer Auseinandersetzung mit den Kabinetten über die erwähnten Fragen gewiß keiner Täuschung hingeben. Ob unter solchen Umständen der Zufammentritt einer Konferenz in einem nahen Zeitpunkte erreichbar wäre, ist wohl im höchsten Grade fraglich. Die Erwägung dieser Momente dürfte wohl in Konstantinopel die Erkenntnis zum Durchbruch bringen, daß für die Erlangnng der gedachten Zugeständnisse seitens der Mächte nicht die Verquickung dieser Fragen mit dem >ionferenzgedanlen, sondern weit eher die Anbahnung eines Meinungsaustausches mit den Kabinetten unabhängig von dem genannten Plane als das empfehlenswerte Verfahren erscheint. Man wird sich ferner voraussichtlich in konstantinopel der Er-^ wäguug kaum verschließen, daß die Türkei, die bisher aus europäischen Konferenzen noch nie Vorteil gezogeil hat, auch jetzt schwerlich ein Interesse daran haben könnte, daß die Mächte sich mit ihren Angelegenheiten innerhalb eines weil gezogenen Rahmens in einer ausschließlich diesem Zwecke gewidmeten internationalen Versammlung beschäftigen, und daß eine Konferenz stets die Gefahr in sich bergen würde, die Türkei Fragen gegenübergestellt zu sehen, deren Erörterung ihr nicht erwünscht sein kann. Feuilleton. Ostereier in aller Welt. Von Gd«c«rd Arendt. (Nachdruck vetdolrn,) ,^ ."'ue grüße Anzahl von Versionen über die ' "unsl des Brauches, zu Ostern Eier zu bemalen jedoi,fV'"'^'nt"l, sind im Umlauf. Fest steht zur '" ^ ^Ml'< daß schon die alten Ägypter N'rllli s- Sonnenwende rot bemalte Eier aßen, b'Nl>il ^ "^ Sinnbild der sich erneuernden Frucht--'lucl, ' ^ ""'^ jungen Lebensseimes betrachteten, sie nVs^ ^Muwari färben die Ägypter, soweit die l^ '^' d" christlichen Kopten vertreten sind, Vci d'"^'" Gründonnerstag rot, gelb oder blau. lote l?" ^"'l"'n w<" l's Brauch, am Frühlingsfeste am 2l^m? ""'^'l'lcn, uud heute uoch ist es Sitte, bccn'nn. "^ ""' '^'ll'lN' Zeit das neue Jahr dort ^efm,„ ^"'bte ^cr zu schenken. Während der in Ägypten hat das jüdische Volk späte,,/'<,^ ^lr ebenfalls angenommen, auch ten n^'l I"""', und so beschenkten sich die Isracli-,nit E.,->>' ^uze übrige Nell, am Osterfeste Um dip '/''. v" "^" Römer begannen ihr Jahr dir ^...f l des Osterfestes swie auch später noch ^nn .'a "! """' den Kapets); es war üblich, sich 6i ein >-''." ^'»ch"'ü' zu machen, und da das konnte f^""""^ ^'5 Anfanges aller Dinge ist, Tie sln, !'^"'^ Prüderes gewählt werden. sN'd d ' ^^'^' ^deu.ung ist naheliegend: Eier Busses i„'^'""i' b" im.chtbarkeit und' des llber-^'u darb ..'."" l"" ""!"'n Freunden diese Ga-I^'lcho di.'s <^"^w' wir ihnen alle Segnungen, /^lt z^l.'i.!!'^' ?^"lc ""ball, deren Z"'brech-" M. iÄ.^e Hinfälligkeit und Unbeständig-^"pridiu^ "^ ^"'ckcs andeuten soll. Mius '^ der Geschichtschreiber einiqer römischer Kaiser, erzählt, daß eine Henne der Mutter des Markus Aurelius in der Stunde seiner Geburt em rotes Ei gelegt habe. Ein Wahrsager, der um die Bedeutung dieses seltenen Falles gefragt wurde, Prophezeite, daß dieser Knabe einst Kaiser werden und den Purpur tragen würde. Weil dieses nun im Jahre 224 wirklich eintrat, so Pflegte man bei der Geburt der Kinder oder anderen frohen Ereignissen ein rotes Ei zu schenken. Dieser Brauch, sich mit Eiern zu beschenken, wurde von dcn crstcn Ehristen für ihr Osterfest, welches mit dem heidnischen Frühlings- oder Neujahrsfeste der Zeit nach so ziemlich zusammenfiel, adoptiert und von ihren Nachfolgern fort lind fort in Übung erhalten. Die Eier, welche man am fröhlichen Aufcrstehungsfcste schenkte, waren zum Zeichen der Freude meistenteils mil bunten Farben bemalt. Der Brauch breitete sich sodann über alle christlicheil Länder aus. Gar bald genügten die in der Fastenzeit — früher war während der Fastenzeit auch der Genuß der Eier verboten - ausgesammelten Eier uicht mehr. Es wurden künstliche aus Zucker nnd Marzipan, auo Blumen uud Papier verfertigt. Jetzt ist das künstliche und künstlerische Ei in unseren Ländern und in Frankreich, Rnß-land und Amerika zur Hauptsache geworden. Eine hübsche Sitte ist das Verstecken der Ostereier. Daß sie schon zu Zeiten Goethes geübt wurde, geht aus einen, Briefe Matthissons aus den, Jahre l?^; hervor. Es heißt da: „Ich lernte Goethe an einen, Tage zuerst persönlich kennen, wo seine Menschlichkeit sich ganz rein offenbarte. Es galt Ostereier auszuwittern. Die muutere Jugend, worunter auch kleine Herder und Nielande waren, zerschlug sich dnrch den Garten uud balgte bei den. Eindecken der schlau versteckten Schätze mitunter nicht wenig. Ich erblickte Goethe noch vor mir. Der stattliche Mann im goldvcrbrämtcn blanen Neit- lleide erschien mitten in dieser mutwilligen Qucck-silbergruppe als ein wolilgewogener oder ernster Valer, der Ehrfurcht uud Liebe gebot. Er blieb mit den Kindern zusammen bis nach Sonnenuntergang und gab ihnen am Ende noch eine Mschpyramide preis, welche die Eorahnen zu Neapel gar nicht übel nachbildete." In der belgischen Provinz Brabant find, wie Reinsbcrg - Düringsfelo schreibt, folgende Bräuche üblich: Am Abend vor Halfvastcil lHalbsastcn, Sonntag Lä'tare) setzt jedes Kind ein mit Heu gefülltes Körbchen unter den Schornstein oder ans Kainil, und findet am nächsten Morgen, wenn es artig gewesen, Zuckerzeug und Spiclsachcn, war es unartig, eine Rute darin, welche ihn, dc Greef von Hnlfvastcn (der Graf von Halbsasten) hineingeworfen hat. Um daher mynheer de Greef oder sinte Grcef möglichst zur Nachsicht zu stimmen, versäumen die Kinder nie, ine Körbchen eine Mohrrübe oder ein Stückchen Brot für das Pferd zu legen, welches den Greef bei seinen, nächtlichen Luftritle über die Dächer trägt. Hier und da geheil die Kinder auch zu ihren Paten, um ihr Körbchen hinzustellen, und wiederholen dann lagsdarauf in aller Früh ihren Besuch, um sich die Körbchen abzuholen. In der Noche vor Ostern ziehen die Glockenläuter, die Ehorlnaben, wie überhaupt die Schuljungen in den Torfen, umher, um Ostereier zu sammeln. Die Ehorknabcn haben einen großen Korb und cinc Börse bei sich, die Schuljungen einen Hornbläser, der ihr Kommen schon von weitem ankündigt, außerdem Körbe und Stöcke, denn wenn sich zwei Schulen auf ihrem Umzüge unterwegs zufällia begegnen, entsteht in der Regel cine Prüsselri, die selten ohne blutende Köpfe endet. Mitunter Haben sich auch alle Jungen mit Ochsenliörnern ver,e!ien und inachen damit einen Heidenlärm, chc sic stufend um Eier bitten. l^-chluß folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 80. 706 9. April 1909. Politische Ueberlicht. Laibach, 8. April. Das „Fremdenblatt" zieht aus der Tatsache, daß das Ententeprototoll von der türtischen Kammer mit mehr als Zweidrittelmajorität angenommen wurde/ den Schluß, daß die leidenschaftliche Agitation, welche monatelang in der Türkei gegen die Monarchie entbrannt war, an Kraft bedeutend abgenommen habe und überhaupt nicht sehr tief in die Volksseele eingedrungen sei. Das Ententeproto-loll stelle auch für die weitere Entwicklung der türkischen Politik einen Wegweiser dar. Das von österreich-Ungarn bekundete Entgegenkommen müsse einen bleibenden Eindruck auf die türkischen Patrioten üben. Österreich-Ungarn habe der Türkei gegenüber keine großen Worte gemacht, sich nicht w FrcundschaftSerklärungen erschöpft, aber es habe materielle Opfer gebracht, um die Türkei zu stärken. In einer Übergangszeit der Erregung oder der Überraschung konnten die Intentionen der österreichisch-ungarischen Politik in Konstantinopel verkannt werden, aber später habe notwendigerweise die richtige Einsicht wiederlehren müssen. — Die „Neue Freie Presse" betont, die türtische Kammer habe durch die Annahme des Ententeprotokolls ein völlig klares Verhältnis zu Österreich-Ungarn geschaffen. Jetzt können die Moslems in Bosnicn-Hercegovina das Bewußtsein haben, daß die Monarchie, zu der sie fortab untrennbar gehören, nut der Türkei in Freundschaft leben wird. Die Konferenz ist aber nunmehr ganz überflüssig geworden; denn' die Regelung der noch vorhandenen türkisch-bulgarischen Frage kann nicht am grünen Tisch erfolgen, sondern nur zwischen der Türkei und Vul-garien selbst, oder durch direkten Appell an die Mächte. An der Konferenz hat wohl niemand mehr ein Interesse. Da nun auch Montenegro sich entschlossen hat, wieder in freundschaftliche Beziehungen zur Monarchie zu treten, ist die Annerionskrise vollständig beendet. Das Blatt behauptet auf Grund von Material, daß der Albanier Ismail Kcmal vorgestern in der türkischen Kammer vorgebracht haben soll, daß Nußland noch am Vorabend des Abschlusses der Verständigung zwischen der Türkei und Österreich-Ungarn der ersteren eine Art Bündnis angeboten habe, wenn sie sich bereit erkläre, die Dardanellen zu öffnen. Über alle diese Intrigen habe aber die ruhige Festigkeit Österreich-Ungarns gesiegt. Nur dürfe der erzielte Erfolg nicht durch eine beschränkte Handelspolitik verdorben werden. Das „Vaterland" wendet sich neuerdings gegen den korrumpierenden Einfluß der Politik auf die Ttaatsbeamtenschaft. Wenn das Kabinett Vienerth die Absicht habe, auf dem eingeschlagenen Wege fortzuschreiten und die Disziplin unter den Beamten wieder herzustellen, dann dürfe es die Institution der Landsmannminister nicht nur nicht weiter ausgestalten, sondern müßte dieselbe sogar einschränken. In der „Reichöpost" eröffnet ein „Großöster-reicher" eine Artikelserie, in welcher er den Zusammenhang der Annexion mit der internationalen Po- litik und insbesondere mit dem deutsch-englischen Gegensatze aufzeigen will. Die „Arbeiterzeitung" drängt darauf, daß die Reservisten, da nun auch die Montenegriner die Annexion anerkannt haben, heimgeschickt werden. Es dürfe nicht länger Tausenden von Staatsbürgern eine Bürde auferlegt werden, die tauin die Not entschuldigt. Die „Zeit" bezeichnet die Art, wie der gegenwärtig in Agram sich abspielende Prozeh geführt werde, als einen „Skandal" für die ganze Monarchie. Man forsche vergebens nach irgendeinem Nutzen, der damit erreicht werden soll. Es war töricht, diesen zwecklosen Prozeß zu beginnen; da man ihn aber zu Ende führen muß, sollte es wenigstens so rasch und so geräuschlos als möglich geschehen. In vatikanischen Kreisen wird davon gesprochen, daß der Papst möglicherweise im Laufe des Juni ein Konsistorium für die Ernennung neuer Kardinäle abhalten wird. Am 25. April finden in Bulgarien die Eo-branje-Grslchwahlen für 31 Deputiertenmandatc statt. Nach den seitens der politischen Parteien getroffenen Vorbereitungen hat es, wie aus Sofia berichtet wird, den Anschein, daß es zu einem lebhaften Wahlkampfc kommen dürfte. Bemerkenswert ist das Auftauchen einer neuen, nichtpolitischen Partei, bestehend aus Industriellen und Gewerbetreibenden, die eine sehr lebhafte Agitation, insbesondere in der Provinz eingeleitet haben und von den Handels- und Gewerbekammern unterstützt werden. Es erinnert dies an das unerwartete Auftauchen der Agrariergruppe bei den letzten Sobranjewahlen, welche in überraschender Weise auf Kosten aller politischen Parteien 5^; Deputicrtensitze im Sobranje eroberte. In den meisten politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die Mehrzahl der zu vergebenden Mandate der Regierungspartei zufallen dürfte. Tagesueuigteitm. — sDie Franzosen als Naucher.j Der Bericht der französischen Tabatregie gibt einen interessanten Über» blick über den Tabaklonsnm der Franzosen. In dem vergangenen Jahr wurden in Frankreich nicht weniger als 4<)l) Millionen für Tabak ausgegeben. Der Nein» gewinn der Monopolverwaltnng ist außerordentlich hoch, rnnd 310 Millionen Mark. Auf den 5lopf der Nevöl-leiung in Frankreich entfällt eine Ausgabe für Tabak von Marl 10-50, von denen etwa Mark 9 60 in die Staatskasse fließen. Der Zigarettenverbranch im Iahrr 1907 erreichte die ansehnliche Höhe von 60 Millionen Mark. Der Umsatz an Zigarren betrng 596 Millionen Stück. — lDer Hlluptmann als Stiefelputzer.) Ans Kon» stantinopel wird geschrieben: Vor dem Eingang zum Parlament tonnte.man in diesen Tagen ein merlwnr-digcs Bild sehen. Durt bot zn>ammen mit vier kleinen Jungen ein Offizier in voller Uniform, anf deren Achselstücken die beiden Sterne des Hauptmannes er» glänzten, seine Dienste als Stiefelputzer an. Er forderte mit lanter Stimme die Abgeordneten, die aus dem Parlament herauskamen, auf, sich von ihm ihre Schuhe wichsen zu lassen, bis einer der Abgeordneten ihn be» wog, seinen eigenartigen Beruf fernerhin nicht mehr in der Öffentlichkeit auszuüben. Jedenfalls ist es dem Offizier aber gelungen, die Anfmerlsamleit auf seine Schicksale hinzulenken. Diese sind charakteristisch für die beiden vieler türkischer Ossiziere, die das alte Negiim' in das Unglück gestürzt hat. Der Stiefelpntzer-Haupt» mann hat mehrere Feldzüge mitgemacht nnd wnrde in mehreren (Gefechten vcrluundet. Unter der Spwnen-wirtschaft des alten Regimes wnrde er dann nach dem Sandschak Zor am mittleren Euphrat, also gleichsam in die Wüsten Arabiens verbannt. Dort bezog er cinc Pension von 200 Piastern, 36 Mark, monatlich. Nach der Erklärung der Konstitution war natürlich sein erster Schritt, in die Heimat nach ttonstanlinopel znrückzuleh-ren. Hier aber war inzwischen sein Platz schon längst wieder besetzt worden' neue Posten waren nicht zu be» schaffen, nnd so blieb dem armen Hanptmann nichts anderes übrig, als anf andere Art sein Nrol zu vcr> dienen. — lDas Kleid mit den ülw knöpfen.) Auf dcr Modcausstellung in Newyork im Masonie Temple stellte Fräulein Elisabeth A. C. White als Nenestes-Allerneuestes ein Pariser Meid aus, das die märchen» hafte Zahl von fünfhundert Knöpfen — alle zum Aus' nnd Zuknöpfen, bitte — ausweist. Und die andere» Kleider hatten nicht viel weniger Knöpfe. Das fünf» hunderttnöpfige Kleid ist ein Gedicht. Man kann, ja man muß, es von vorn und hinten, rechts nnd links, oben nnd unten anf» nnd znlnöpfen. Dazu braucht man mindestens eine Stunde. Natürlich ist es aus Salome» felde gemacht. Hunderte von Schneiderinnen aus der eleganteil Welt standen bewnndernd drum rnm und lauschten andächtig den Worten schneiderischer Weis» heit, die von Fräulein Whites kippen flössen. Fräulein White hat ihre Knnst in Paris gelernt, nnd sie plan» derte lebhaft über die neneften Schöpfungen der Pariser Mode nnd ihre Anpassnng für amerikanische Frauen-Danach wird die ssranenlleiduug der nächsten Saiso» außer ihrer Knöpsigteit noch besonders dnrch mitte!« alterliche Motive nnd dnrch lange Taillen anffallen. — Mit Haus und Hund ausgewandert.) Die Mäßigkeitsbewegnng in den Vereinigten Staaten hat hin nnd wieder merkwürdige Vorkommnisse im Gefolge. Im Staate Indiana erklärte kürzlich die Mehrheit der Bevölkerung dnrch eine Abstimmung, daß in dem Kreise . in Zukunft keine geistigen Getränke verkauft werden sollten. Dies ärgerte die Bewohner eines in dein Ve< zirke gelegenen Städtchens namens Hanbstadt, nnd sie beschlossen, auszuwandern. Sämtliche Gebände, die a«s Holz errichtet waren, wnrden auf Nader gesetzt und unter Vorcmschritt eines Mnsiklurvs zogen die Ein-wohner von Hanbstadt, zum großen Teil Deutsche lustige Lieder singend, über die Grenze in den nächste» Kreis, in dem es nicht verboten ist, einen guten Tropfen zu verschenken oder zn genießen. In langem Zuge folsl' teil die von Pferden nnd Ochsen langsam gezogenen Hänser, Scheunen nnd Ställe, nm an den vorher ans' gesuchten Plätzen wieder aufgestellt zn werden, woraul die nene Niederlassung ein fröhliches ^esl veranstaltete, bei dem es an den in dem allen Wohnorte verpönten Herz nnd Sinne stärkenden Flnssigleiten nicht fehlte- — Warum heirate» die Mäuner?) Eine a»ner>' lanische ssrauenzeilschrist hat eine höchst aktuelle und stets interessierende Rundfrage angestellt! „Warum heiraten Männer?" Diese Gewissenssrage wnrde an die Vertreter aller Vevölternngs! lassen gesandt, ciN Diplomaten wie an Arbeiter, an Millionäre und a" Lohndiener, an gelehrte Professoren nnd nnaelehrte Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (124. Fortsetzung.) (Nachdiucl verboten.) Der Freiherr trat ein, entstellt durch den mühsam zurückgedrängten 'Ausbruch eifersüchtigen Zornes, der auf seinem 'Antlitz hervvrleuchtctc. Einen Moment stand er sprachlos vor Überraschung, seine Tochter neben dem Grafen zu sehen. AVer e5 war nur ein verrauschendes Staunen. Die in ihren Angeln noch schwankende Kammertür erklärte ihm die Szene. Mit einem Blicke leidenschaftlichen Hasses und einer Stimme, welche der Gegensatz seiner aufgewühlten Gefühle und seiner äußeren Haltung haarscharf geschliffen, wandte er sich Wechting zu, der ihm mit der Ruhe des reinen Gewissens entschlossen inS Auge sah. „Ich glaubte, Sie in meine Privaträume geladen zu haben, Herr Graf. Die Gründe möchte ich kennen lernen, welche Sie bewegen, dieses Gemach aufzufuchen." „Ohne Zweifel berechtigt Sie alles zu dieser Frage", entgegnete Wechting mit ernstem Nachdruck. „Und ich habe keinen Grund, darüber ein Geheimnis obwalten zu lassen." „Da wäre ich neugierig", sagte Herr von Lücken mit beißender Ironie, seine Hand ballend. „Sie haben mir nicht Zeit genug gelassen, Er-zellenz, die Wünsche, die mich allein und ausschließlich hierher führen konnten, zum Ausdruck gelangen zu lassen. Ich muß es nachholen, in Ihrer Gegenwart." Er erfaßte Hclenens Hand, welche das Vlatt Papier noch umschloß, und fragte mit vor seelischer Erschütterung matttlingendcr Stimme: „Hast du Vertrauen genug zu mir, an meine innigen und ehrfurchtsvollen Gefühle für dich zu glaubend" Der mißtrauische Blick des Freiherrn ruhte durchdringend auf dem gesenkten Antlitz feiner Tochter. Er dachte in diesem Moment nicht an die Cr-füllung seines Lieblingswunsches, die ihn wie Hohn anmutete. Er dachte auch nicht daran, den sich heftig auf die Seite feiner Gattin neigenden Verdacht abschwächen zu wollen. Er dachte nur daran, den öffentlichen Skandal von seinem Hause fern zu halten. Wcchting sah noch immer forschend in Lenas Augen. Für ihn war sie allein anwesend. Auf ihre Antwort harrte er. Ter Freiherr, welcher an dcr Unbestechlichkeit und sittlichen Strenge feiner Tochter niemals gezweifelt hatte, unterlag ihrem Schweigen wie einer Folter. Was nach diesem Schweigen laut wurde, bedeutete und bedingte seinen eigenen Richterspruch gegen Toldens Tochter, an die er nur mit verächtlicher Bitterkeit zu denken vermochte. „Hast du Vertrauen zu mir, Lena?" wiederholte Wechting laut und mit festen, Ton. Ihre umschleiertc Stimme versagte einen Mo» ment, dann sagte sie, ihr Haupt erhebend: „Ich glaube an dich." Er hob ehrfurchtsvoll ihre Hand an seine Lippen. „Wie ich an dich!" Ter Freiherr, die halbgeöffnete Scitentür nw düsterem Seitenblick streifend, trat dicht zu Mch-iing, eine finstere Rachewolke auf der Stirn. „Ich fordere Ihr Ehrenwort, Graf Nechting' daß Sie um Ihrer Verlobten willen dieses Gemach aufgesucht haben —" „Sie haben es, Exzellenz. Nichts in dcr M" und niemand außer Helene hätte mich hierher fu"' reu können." ^. Dcr Freiherr machte eine Bewegung, als N'M ^ er nach der Tür stürzen. Aber die stets g"'"" Selbstbeherrschung siegte abermals. „Du weißt", wandte er sich gegen scü"' Tochter. . „Richard tmn um meinetwillen", sagle Hclei^ nut stiller Würde. „Es liegt ein Irrtum vor ^ „Den ich aufklären werde", murmelte der F^e'. Herr unverständlich, aber mit harten, Lächeln au> den zusammengepreßten Lippen. „Wir vergessen unsere Gäste", sagte er, in se>,^ gewohnte Haltung zurückfallend, „welche wir leo., lich durch die Mitteilung deiner Verlobung fur ^ staltgefundene Vernachlässigung entschädigen l"NN Ich bitte voranzugehen." Helene, nachfühlend, was sich bei diefen lchlc Worten in Wcchtings Seele regte, trat von l"" Seite. „Ich folge—" ^. < Voll heißer Dankbarkeit küßte er ihre »tt" In diesem Moment liebte er mit unausspn'")» zarter Freude. Laibacher Zeitung Nr. «0. 707 9. April 1U00. Mcmm'r aller Stände. Jetzt veröffentlicht sic das Er-A'dms dieser Rundfrage, das, wcnn man die Wahrheit aller Angaben durausseht, höchst erstaunlich ist und del, Erweis ergibt, das; unser Jahrhundert beiweitem ulcht ju materialistisch gesinnt ist, wie es meist angenommen wird. Es haben nämlich nicht weniger als — 43 ^ aus ^obe geheiratet, ohne Rücksicht aus ölouomische Vor-'"le. Bei 7 >che Lage des Nräutigams oder der Braut eine große ^wlle spielt. Mehrere' l? ^.) erklärten unter anderem, "^li s,e eine, Frau genommen hätten, um irgeud jeluand "ut dieser Ehe zu argern. Sie sollen es nur nicht selbst freuen! Andere wieder gaben an, daß sie nur das fechte Esse» ,,„ Restaurant in das Joch der Ehe ge-'Neben habe. Einer erklärte furioserweise, er habe Made die Wohnungseinrichtung geerbt, die zum Hei» raten nutwendig sei,' und da habe er die günstige Gele-Mheit benützt . . . Einer hatte geheiratet, weil seiue "userwählte sehr gut „Mohnllöße" gebacken habe, die ^„ >^)r gern aß. Ein großer Teil der Befragten er- 6ltl', daß die Sehnsucht nach einem eigenen Heim sie ^>r Ehe geführt habe. Diese Angaben sind im allgemei-nen ^ abgesehen natürlich Kon den kuriosen Antworten . für die heiratslustigen Mädchen sehr lehrreich, da sie ^araus ersehen können, welche Eigenschaften bei einer /Nan notwendig sind, um einen Mann zu bekommen. ^ -^ Min nmerilanischcr Aprilscherz.) Der „Newport-^'rald" veröffentlicht einen amüsanten Bericht über "uc gewaltige Ansregnng, die in Piltsburg am 1. April ^Nwrgl'ruse» wurde. Eine Abendzeitung brachte unter °" wt unterstrichenen Überschrift „Die Japaner füh. ku e,,^>„ furchtbaren Schlag gegen Amerika; Japan d't m^ ^' "nierikanische flotte, erobert Städte, mor-^ Bewohner!" eine elilsetzeilerregende Schilderung lion ^ ^ ^zisischeu Küste. Sau Fraiieiseo war durch eiue ^"usche Flotte einfach „von der Karte geblasen" y>!,s ' ^cikland war dem Erdboden gleich gemacht. H,"l'nl)ci^> japanische Luftschiffe flogen 'über die Rocky ^ ^'"^ins und verbreiteten durch Bomben, die sie anf ball > schlenderten, weithin Tod und Verwüstung. Eine bar ^m^e nach dem ersten Erscheinen dieser furcht-f^'! Neuigkeit waren die Straßen von Piltsburg ein-erll' ^ ^^"' ^""' anfgereglen Menschenmasse. Es ils^n " ^'" zweite Auslage der Zeitung, die die er. nw'!,^. ^)^cl,richl gebracht hatte. Das zweite Blatt uy'ell folgende Mitteilung: „Roosevelt eilt zurück. Vcm!^ ^ ^cs Dampfers ',Hamburg' belnächtigt, den . pllcin abgesetzt, das Kommando übernommeu und den tlm^"' ^''vendel. Das Schiff fährt jetzt in der Rich-,. ^„"uf die Vereinigten Staaten und wird Hilfe brin-m >', .^ie Bevölkerung wnrde so anfgeregl, daß die ^ !'<^'l die größte Not hatte, einen Tumult zu ver-^»oeru. (5i„^. ^. Geheimpolizisten der Stadt, Mr. >", begann, aus Mitgliedern der Polizeitrnppe ein ^"'"ul,'^»sorps für militärische Zwecke auszustellen. Ha! - '^'^ ^ie ^l'ituug bei einer Wiederholung der "url < ^ ^ Datum des'l. April etwas auffällig her-Ad??''. '""'^^' ^e Volksmenge, daß es sich um einen Im. l"'"'ä gehandelt hatte, u'nd die Panil von Pitts-^"N lost, sich'i» H,itcrleit aus. Dem Frühling entgegen. (Fortsetzung.) Die Kuude, daß von einer Dame unserer Gefell-schaft am Turme der Festung photographiert worden ist, scheint in die unterhalb des Turmes gelegene Wacht-stube gedrungen zu sein, denn, als wir diese passierten, trat der Wachkummandanl au die Dame heran, diese durch Zeichen bittend, ihn selbst mit dem gauzen Wach-detachement, das er zu diesem Zwecke bereits auf einer Stiege ausgestellt hatte, aufzunehmen. Ich hatte fchon gefürchtet, daß wir alle wegen unbefugten Photographie-rens in der Festung als Spione verhaftet werden wür-den und war froh, daß das Abenteuer mit dieser hei-teren Episode, natürlich auch mit der Eintragnng des Namens des Wachlommandanlen in mein Notizbuch schloß. Von Laibach alls wollen wir unser Versprechen, unsere Modelle mit Bildern zu beglücken, einlösen, vor-ausgesetzt, daß die Aufnahmen gelnngen sind. Ein von den Bergen herunterziehendes Gewitter zwang nns unsere Schritte nach dein Hasen zn beschien-nigen, den wir gerade erreichten, als mit einer starken Nöe die ersten Regentropfen fielen. Nachdem dem Unter, nehmer der bedungene Lohn von 5 Lire eingehändigt worden, gab er gnädigst den Auftrag uns wieder cin Bord zu bringen, wo wir uns bei dem gerade aufgetra-genen Lnnch von den Anstrengungen unseres griechischen Ausfluges erholen konnten. Unterdessen ging ein heftiger Platzregen herunter, eiu starker Sturm riß unsere „Martha" von ihrer Verläuung los und zwang sie uuter Dampf zu geheu und deu Hafen zu verlassen. Vier Stnnden dauerten die Versuche des Kapitäns, gegen den Wind ankämpfend, die schmale Hafeneinfahrt wieder zu gewiunen. Erst nach »niederholten vergeblichen Anlänsen gelang es ihm, wieder einzufahren und das Schiff zu verankern. Die einzuschiffenden 170« Griechen warteten, verteilt auf eiuer gauzen Flottille vou Booten, bis die „Martha" wieder fest vor Anker lag und mit dem Hinablassen der Falltreppen das Zeichen gab, daß die Einschissnng beginnen könne. Nnn wurde unser Schiff förmlich gestürmt. Als ob es die Leute nicht hätten erwarten können, die „Martha", die sie ihrer Heimal entführen füllte, zu erreichen, so drängten sie sich mit ihren Booten an unseren Dampfer heran und begannen in wildem Rin-gen, beladen mit ihren armseligen Habseligleilen, die Treppen zu erklimmen, wobei einer dem anderen den Vortritt abzugewinnen trachtete. Daß es dabei zu ganz besorgniserregenden Szenen kam, ist begreiflich- das wilde Getue, in dem, ohne Rücksicht aus Frauen und Kinder, sich der Menschenstrom die steilen engen Stiegeu hinaus zwängte, bot ein aufregendes Schauspiel für uns unbeteiligte Zuseher, bewies uns aber auch, mit welchen Hoffnungen die Leute der neuen Well, in die sie die „Martha" tragen sollte, zustrebten. Glücklicherweise kam es bei all dem Stoßen und Drängen zu keinem ernsteren Unfall, in eiu paar Stun-den waren die Leute, für die schon von Trieft ab das ganze Hinterdeck frei gelassen wnrde, untergebracht. Auch die erste Klasse hatte einen reichlichen Zuwachs an Reifenden gesnnden. Für diese wurde beim Diner schon ein besonderer Tisch gedeckt. Das Wetter war vorüber, eine stille Nacht brach an, in die der Mond sein silbernes Licht ergoß, Hasen, Stadt nnd die dahinten sich aufbauenden traumhaften Berge in einen zauberhaften Schleier hülleud. Um Ei, '^"'l lwn Lücken cntgeqnete nichts. Die stumme l prachc, welche er soeben in Wechtings klugen qe- ^ ' l"ubte ihn, die letzten Zweifel cm des jungen da;, ^ ^)uld. Aber dieses Gefühl tonnte nur "U dienen, seine Leidenschaft aufs äußerste zu d,,"^' u" ihm die Waffe gegen feinen Feind aus 'vand gewunden war. Hm' ^ ^"^ 'l)m Wollust gedünkt, den gärenden ^!' m Nechtings Vlut zu k'ühleu, den brennenden ' 'cdurst. Nie sollte diesen Gelüsten ein Weil? sicb k ? lkchm? (5r sliest sie von sich und bohrte ^ oabel selbst die schmerzlichste Wunde. tt i,«>?^ "warte dich in der kürzesten Frist", sagte "Nd ging Wechling voran aus der Tür. — ^al? '-' ^"l>n Hostwyl, welche eine sehr feine !uel!e„ '? dergleichen Witterungen hatte, flüsterte dak ,' 1"'" freunde Garner die Bemerkung zu, h^.'"' eUvas in der Luft schwebe, als der Frci- "Ut liebenswürdigem Scherze aus sie zutrat. '>lua,'n rk ""'Uc ich tun, Exzellenz, um in Ihren lcre V """' Wirt dazustehen, der sür die hei. sorgt?" ^' '""" Gäste durch Überraschuugcu liosme,^ uh's nicht gesagt, Varon", rief die Obcr-zelk'l,','"! ^lU'gt. „Was geben Sie mir, Er.-^"t dri? s!!l^""! b'^ Überraschung verrate? Der Freiherr neigte sich vertraulich zu ihr. habt/dios.^"^' ^' h"be. nicht leichte Arbeit a,e-"" Nrau ,^t betam^ ^' ^'"W'NN mei- ^hnm^^h^'^ie^Gräfin vorwurfsvoll. „Die Er zuckte die Achseln, durchaus überzeugt, daß binnen füns Minuten diefes Gespräch die Nunde gemacht haben würde. „Sie ist jung. Und — ohne Grund ist dieses Widerstreben wohl eigentlich nicht. Sie wird sich jetzt zusammen nehmen. Es ist ja Kinderei —" „Freilich. Solche Spitzen fchleift die Zeit ab." „Ich hoffe. Gestatten Sie mir noch fünf Minuten, die tleinc, eigensinnige Schwiegermutter herbeizuholen." Das Lächeln erlosch nicht eher anf seinen Zngen, als bis er die Tür des Schlafzimmers hinter sich geschlossen. Eva sah ihn nicht kommen. Sie lag ausgestreckt auf der Chaiselongue, an allen Gliedern wie zerschlagen, unfäliig, sicl, zu bewegen. Ihr Geist arbeitete fieberhaft. Marternde Gedanten hufchten wie feurige Funken durch ihr fchmerzendes Haupt. Sie dachte nicht an das, was kam. Nur an das, was geschehen war. Was sich erfüllen würde zwischen Lena und dem Mmn,, welcher ihre Liebe bedingungslos von sich gewiesen. An der Fallstrick, den die blinde Leidenschaft ihr gelegt, dachte sie. An die harte, unbarmherzige Stimme ihres Gatten, unter deren Wucht sie belaubt gegen die Mauer ihres Versteckes gesunken war. Wie sie sich elend vortam in dieser allerherbst ihr aufgedrungenen Ernüchterung! Gedcmütigt. Iu Boden gedrückt. Es war. als ob Wahnsinn sie verlassen IMe und der Nare Verstand zu Worte lam. Die Sehnjmht, welche noch in ihr zuckte nach dem einstigen Verlobten, kämpfte und rang mit dem Gefühl absoluter Hoffnungslosigkeit, qualvoller Eifersucht. lFortsetzung folgt.) U) Uhr lichteten wir die Anker und ruhig stach unsere „Martha" wieder in See. Eintönige fchwermütige grie-chische Weisen hörte man herauf, bald jedoch übertönt vou kräftigen slovenischen Stimmen, die vom Vorder» deck aus mit dem Liede ,,.1<^t siu i»^6<'in u« ('ci'cn^I«»" uns an eiu heimatliches Kirchweihfest ge» mahnten und aus dem Zauber des märchenhaften Bildes rüttelten. lHortsehung folgt.) Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Die Ergebnisse des allgemeinen Wasscrtages. Eine außerordentlich große Zahl von Industriellen sowie von Vertretern der Behörden und wirtschaft» iichen Korporationen versammelte sich am 25. und 26. März in Salzburg, um über die Frageu der Wasser, lrastausuützung zu beraten. Aus Krain waren dazu Wilhelm Ritter von Laschan als Vertreter der t. l. Landesregierung, Dr. E. Lampe als Vertreter des Landesausschusses, Josef Leuar 5 i 5 als Vertreter der Handels- und Gewerbelammer sowie Reichsrats-abgeordneter Ivan Hribar erschienen. Die Versammlung wurde vom Obmanne der Set-tion Salzburg des „Bund Österreichischer Industrieller", kaiserl. Rat Hermann Gessele, eröffnet. Seltions» chef Dr. Nrofche machte im Namen der Regierung die Mitteilung, daß daS hydrographische Zentralburecm den sür die industrielle Entwicklung so wichtigen Kata-ster aller Wasserkräfte bereits zum Teile fertiggestellt habe. Seltionschef Nrofche konnte der Verfammlung nnter lebhaftem Beifalle die ersten Katasterblätter vor» legen, die nach nnd nach sämtliche ausnützbaren Gefalle Österreichs in sehr anschaulicher Weise zur Darstellung bringen und der Industrie zu einem billigen Preise zugänglich sein werden. Nach einigen weiteren Begrü» ßungsansprachen wurden die merilorischen Verhaud-lungeu mit einem Referate des laiferl. Rates Dr. Jo-haun Aufpitzer eröffnet. Der Redner faßte fein Referat i» nachfolgender Resolution zusammen, die von der Versammlung einstimmig angenommen wurde: Die Industrie nimmt mit der größten Besorgnis wahr, daß der Staat und einzelne Länder bemüht sind, die Wasserkräfte in ihre Hand zu bringen und so einem gioßen Teile der industriellen Produttion die sichere Existenzgrundlage zu enlziehen. Insbesondere sind es die Bestrebungen nach Einführung eines Heimfall-rechtes sowie die Praris, Konzessionen nur aus ver> hältnismäßig kurze Frist zu erteilen, ja sogar bisher unbefristete Wasserrechle nachträglich in begrenzte um-znwandeln, die das erwähnte Strebe» offenbaren. Dem» gegenüber muß die Industrie mit aller Entschiedenheil den Standpunkt vertrete», daß derartige Einschränkn»' gen der privaten Initiative nur dazu führen können, die Ausnütznng der Wasserkräfte z» unterbinden. Die dnrch die Besristimg der Konzeffionen hervorgerufene Unsicherheit wird in vielen Fällen die Verwertung der Wasserkräfte unmöglich machen, in den anderen wieder muß sie bewirken, daß schon viele Jahre vor Ende der Konzessionsdauer die Neuinvestition größerer Kapita-lien eingestellt wird, was die technische Leistungsfähig, keil nnserer Industrie, von der nnsere Konkurrenz-sähigleit aus dem Weltmärkte abhängt, schwer beein-trächtigen muß. Das Bestreben schließlich, bisher ,in-befristete Wasserrechte auf einen Termin z» beschränken, das bei der Erweiterung von Konzessiune», ja sogar bei bloßen AnSwechslunge» von Teilen der Anlage sei-tens der Behörden zum Ausdrucke gebracht wird, stellt einen schweren Eingriff in wohlerworbene Rechte dm und muß de» lebhafteste» Protest der Industrie er-wecke». ^ Dem Ziele, die Wasserlraflausnützung ge-änderten technischen und wirtschaftlichen Verhältniffen auznpafse», wird durch die Expropriation von Wasser» rechten und Anlagen voll Rechnung getragen werden können. Wenn das volkswirtschaftliche Inleresfe die Beseitigung einer Wasserbenützung fordert, so soll diese erfolgen, aber gegen volle Entfchädignng. Hierauf kam La»dtagsabgeord»eter Dr. Karl Beurle zielle Begünftigungeu, Zinsgarantie nsw. gefördert wer» < den. Am Nachmittag des 25. März sprachen Landesrat j Rudolf S ch lv e i n b a ch , Advokat Dr. Edmund V 0 u. i s e t lWieller.Neustadl) soivie auch Dr. Georg Zette r, ! Direktor der „Union", Aktiengesellschaft für chemische ^ Industrie, uud Papicrfabrikant Emanuel Spiro ! besondere wird verlangt, daß den Iuteresfeuteu recht» zeilig, spätestens bei der Konsensverhauolung Gelegen» heit geboteil werde, die Gutachlen der Sachverständigen kennen zu lernen und sich dazu zu äußern. Als all» gemeiner Grundsatz ist zu beachten, daß bei jedem einzelnen Falle die örtlichen nnd besonderen Verhält» nisfe nach jeder Hinsicht erschöpfend gewürdigt werden und der volkswirtschaftlichen Bedeutung des indnslriellen Interesses gebührend Rechnung gelragen wird. Ein entsprechendes Enteignnnqsrechl gegenüber anderen Wasserrechten und der Fischerei ist für die Lösung der ans Abwässerslrillen erwachseudeu Schwierigteilen eiue unerläßliche Notwendigkeit. Auch ist zu forderu, daß dem Konzessionär die Sicherheit gewährt werde, daß er gcgcn Erbriuguug des Nachweises gewissenhafter Durch» führuug aller ihm von den Behörden vorgeschriebenen Maßnahmen zur Neiuiguug seiner Abwässer vollen Rechtsschutz gegen alle später au ihn herantretenden Ansprüche finde. Es ist ferner von der größten Wichtig, keit für die Vereinfachung des Geschäftsganges und Er» ledigung, der fachlichen Fragen, die Bearbeitung aller technischen Angelegenheiten belresfs der Abwässer an einer einzigen Stelle zn zentralisieren. Tiefe Zentral» stelle hätte für die Beflellnng von Sachverständigen, welche über hinreichende Kenntnis aller zur Beurlei» Inng vou Abwässerfragen maßgebenden Gebiete ver» fügen, vurzusorgen. Die Heranbildung solcher Sach» verständiger, deren Dienst auch für die Wasscrbeschaf» fung größten Wert besitzt, soll uuter staatlicher Leitung erfolgen. Die Errichtung eines Wasferbeirates, welchem außer den in anderen Resolntionen des Wassertages geforderten Agenden auch die Berechtigung zur Fällung von Schiedssprüchen zuzuerkennen wäre, erscheint als geeignetes Mittel, um einerseits die Durchführung der erstrebten Verbesseruugen zu förderu, anderseits aber die Behörden in engeren Kontall mit der Industrie zu bringen. Es wäre empfehlenswert, ähnliche Kollegien bei den unteren Instanzen ins Leben zu rufen, welche in ständiger organischer Verbindung mit dem Wasser» bcirate zu stehen hätten. 88), Thomas Makovee aus Franzdorf l86j, Thomas Kerc' aus Predafsel l85), Johann Pipan aus Zapoge ^85), Johann Primee ans Laibach <84), Josef Iagodie aus Ol^evek bei St. Georgen <82>, Nartholomäns Vrc^ar aus Lai» dach <82), Franz Gabri«' ans Krainburg (81), Laurenz Zorman aus Et. Georgen bei Krainburg lM) und Georg Zorman aus Slavina <75). Die Greise sind zu» sammen 1008 Jahre alt. -^ lGottesdienstordnung in der Domkirchc.) Kar^ frei tag: -^9 Uhr Beginn der kirchlichen Zeremonien samt Passwn; Enthüllung und Anbetung des Kreuzes, llbertragnng des Hoch>oürdigsten Gntes ans der Grab» kapelle zum Hochaltar, vurqeheiligte Messe, Vesper und ungefähr um 1" Uhr deutsche Predigt. Nachmittags 4 Uhr Malnlinum, feierliches Miserere. Kar» samstag: !,<9 Uhr Weihe der Osterkerze, Prophe» zeinngen, Tanfwasserweihe, um 10 Uhr Hochamt mit Vesper. Nachmittags um 4 Uhr feierliche Ostermette, darauf Auferstehungsfeier. O st e r s u n n t a g: Um '/^Itt Uhr deutsche Osterpredigt, dann feierliches bischös» liches Pontifitalamt, sodann päpstlicher Segen mit voll» kommenem Ablasse. Nachmittags um 3 Uhr Erdbeben-Prozession aller Pfarren Laibachs zur Klosterfrauen» kirche infolge eines Gelübdes anläßlich des großen Erd» bebens im Jahre 1895. — iMilitärisches.j Verlieheu wird: das Militär» verdiensttreuz dem Oberstleutnant Anton Smeilal des IN 27, das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordeus dem Stabsarzt Dr. Eduard Baß des Garnisousspitals >tr. 8 in Laibach. — Transferiert werden: der Haupt» nann Eduard Weidt des IR 27 als Lehrer zui ^nfanterickadettenschule in Liebenan und der Haupt» nann Oskar Theiß des Armeestandes vom Militär» ommando in Zara zum Platzkonunando in Laibach. — transferiert wird der Oberlentnant'Anditor Wenzel lioufek vom Landwehrgcrichte in Laibach zu jenem n Trient. * sNescjzung von Lehrstellen am Ttaatsstyinnasium nit deutscher Unterrichtssprache in Laibach.) Am 3taalsgylnnasiu»i mit delilschcr Unterrichtssprache in ^aibach kommen mit Beginn des Schuljahres 909/1910 zwei neusystcmisierte Lehrstellen znr Beset» ^ung: eine für klassische Philologie als Hauptfach, Deutsch als Nebenfach lind eine für Mathematik und schysit als Hauptfächer. — Gesuche sind bis 6. Mai . I. beim k. t. Landesschulrate für Krain in Laibach Anzubringen. —r. * lslus dem Vollsschuldicnftc.) Der l. l. Bezirks» chnlrat in Gurkfeld hat die bisherige Supple»tin an 'er Volksschule in Nassenfnß Fräulein Valentina Ü^idie zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule n Heiligeutreuz bei Landstraß ernannt. — Der l. t. ^andesschnlrat für Krain hat über das Gesuch des Ürtsschnlrates in Semi6 die Einführung des ungeteil» ien Vormittagsunterrichtes im Sinne des H 60 der desi» ntivcn Schul» und Unterrichtsurdnung in der dritten iNasse der dreiklassigen Volksschule in Semii- für die ^eit vom 1. April bis zum Schlüsse des Schuljahres :'is auf weiteres bewilligt. —r. — Lehrmittel „^lovln^kii, nboa^liü /ll ^ü^kn ^'^lnl <>l>I:l" für Volksschulen.) Der k. k. Landesschul» cat hat das Lehr» und Lernmillel ,.^I«vn«lc-,in lll'ili" von Milena K iferle, Ar» A'ilslehrerin zu Preska bei Zwischenwässern, zum Un> icrrichtsgebranche an Volksschulen mit slovenischer Unterrichtssprache als znlässig erklärt. Dasselbe kann von )er Herausgeberin nm den Preis von 20 !> per Ei,em» ^ilar portofrei bezogen werden. —,-. — lMraf Deblinscher Ttiftungsplah in den Militär» rizichunqs» und Aildunqsanstalten.j Mit Beginn des Schuljahres 1909/1910 kommt in den k. u. l. Militär» ^ziehlings» uud Vildungsanstaltcn ein Graf Deblin» scher Stiftnngsplatz mährischer Abteilung zur Besetzung. Anspruch auf diesen Stifluugsplatz haben ohne Unter» schied, ob die Bewerber dem Zivil» oder dein Mililär» stände angehören, vorzugsweise Jünglinge des Herreu, ^der Ritlerslandes aus Mähren und Schlesien, welche wahrhaft arm sind, ein gutes moralisches Betragen nnd ssnte Talente besitzen. Bei Abgang qualifizierter Be» >verber aus Mähren uud Schlesien darf anch auf Iüug. linge der erwähnten Adelsgrade aus anderen Provinzen Rücksichl genominen werden. Bewerber nm diesen Stif» lungsplatz haben die mit dem Nachweise des öslerreichi»! schen Herren» oder Ritterstandes, den« Nachweise der Mittellosigkeit der Eltern und des Aspiranten, dem Sittenzeugnisse, dem Tauf» und Geburtsscheine, dem Impfungszeugnisfe, dem vou einem aktiven graduierten Arzte der k. u. k. Kriegsmacht Marine) ansgestelllen Zeugnisse über die körperliche Eignung des Aspiranten »nd mit dem letzten Schnlzengnisse sSchulnachricht, Schnlausweis) des gegenwärtigen Schuljahres, dann dem ganzjährige» Echnlzengnisse für das verflossene Schuljahr und rüclsichllich der Aspiranten für die Ma» rinealademie auch mit sämtlichen Studienzengnissen der Mittelschule verseheilen Kompetenzgesuche längstens bis 1. Mai l9O9 nnmitlelbar bei der t. t. mährischen Stalthalterei einzubringen. In den Kompeienzgesuchen ist die Zahl der Geschwister des Aspiranten, ferner der Umstand gewissenhast anzugeben, ob und welche der» selben versorgt sind, einen Stistungsbezug oder ein Stipendium genießen. Ferner mnß jedem Gesuche die Erklärung der Eltern oder Vormünder beiliegen, daß sie bereit sind, für den Fall der Erlangung eines Slif» lnngsplatzeS die zur Unterbriugung des Aspiranten allenfalls notwendigen Auslagen zu tragen uud wenn der Stistnngsfond zur Deckling der Kostgelder nicht hin» rcichen sollte, das Fehlende aus eigenen Mitteln znzn» geben. Schließlich wird bemerkl, daß das nächste Schnl» jähr an den k. n. k. Militärrealschulen am 1. Seplem-ber, an den k. u. k. Militärakademien am 2l. Septeni-ber nnd an der k. u. k. Marineakademie zu Fiume am 16. September l. I. beginnen wird nnd daß i» den Gesuchen lim Aufnahme in eine Militäruntcrrealschule der Standort jener Anstalt genannt werden mnß, in welche die Angehörigen die Aufnahme des Aspiranten anstreben. — lKongres; der Mittelschuluereine Österreichs.) Die Beratungen des Kongresses der Mittelschulvereine Österreichs wurde», wie bereits gemeldet, am 6. d. M. beendet. Das Referat über die Slalntenäüdernng des Reichsverbandes erstattete Universitälsprofessor Dr. 3wardowsti. Er beantragte, daß der Ansschus; aus je zwei Delegierten »bisher dreij einer jeden Nation zu» sammengesetzt werde ,lnd daß diesem die Wahl des Präsidiums zu überlassen sei, während bisher der Modus Gellung halle, daß jedes Jahr der Präsident abwechselnd aus einer anderen Nation vom Kongrejse, gcwähll worden war. Da gegen diese Fassung die Teutschen Bedenken erhoben, wurde ein Kompromiß vereinbart, wonach das Präsidium des Reichsverbandes abwechselnd ein Jahr die Teutschen nnd zwei Jahre die nichtdeutscheu Nationalitäten zu führen haben. In das Präsidium wurden gewählt: für die Deutschen die Professuren Karl Mendl lNrünn) nnd Ed. Schnseik 909 bis Ende 1913) wurde in den Industrie» rat berufen: Josef L e n a r 5-i 5 , Präsident der Han» dels» und Gewerbelammer in Laibach, Holzluaren» fabriks-Besitzer, Laibach, gewählt von der Handels» und Gewerbekammer in Laibach, serner Hugo von N 0 0 l, Walzwerk», Hammerwerk» n»d Werkzeug» fabrils-Besitzer, Präsident der Krainischen Industrie» gesellschast, Wien, nnd Mar Samassa, Besitzer einer Melallniareiifabrik und Glockengießerei, Laibach — beide eriiannt vom k. s. Handelsministerium. " lwenosscnschaftswesen.) Die k. k. Landesregie-rung für Krai» hat die umgeänderten Slalnten der Landesgenossenschast der Rauchfauglehrer i» Kraiu gl'' nehmigt. -r. — lTodesfall.j Der in Karner Vellach gebürtige pensionierte Äürgerschnllehrer Herr Aliton Lipovec ist aui 4. d. M. in Wien nach langen, quallvolle» Lei« den im 59. Lebensjahre gestorben. Die Leiche wird morgen in Karner Vellach beerdigt werden. s». " !i.j<'i>i«n"" l>l,nl'. — - lGrottcnbesuch.) Die Adelsberger Grotte »uurdc im Monate März von 252 Personen besucht. Trotz der ungüustigen Witterung des März weist der Vesnch gegc» den gleichen Monat des Vorjahres neuerlich eine l'r» freuliche Steigerung auf. <— ^ sVon der ombromotrischcn Beoliachtunq^statiou in Adeloberq.j Die ombromelrische Neobachlungsstatio» diilter Ordnung in Adelsberg verzeichnete im Monatc März 14 Tage mil Niederschlng, »vähreud 17 Tage ohnc jeglichen Niederschlag blieben. Die größte Nieder' schlagsmenge in 24 Stunden wnrde au! 26. März mii 42 2 Millimetern, die geringste am 16. März '"il 1 '2 Millimeteru verzeichnet. Die höchste Lnfttemperatur wurde am 24. März mit < 12 6 Grad Celsius, die ! niedrigste am !. März mit -^ i>>7 Grad Celsius beob' achtet, und zwar nach den täglich um 2 Uhr »achmillasio elfolgte» Beobachtungen. Die niedrigste Temperatur überhaupt wurde am 7. März um 7 Uhr früh mi< — 8 Grad Celsius verzeichnet. Die Schneedecke, die am I. März noch eine Höhe von 36 Zenlimetern hatte, verschwand im Tale am 24. März vollständig, im ^'» birge hingegen lagern »och ganz bedeutende Schn"'' massen. —<— — Mirun.q.) Am 5. d. M. überreichte eine Abord' nung der Gemeindevertretnng der Stadt Radmanüs' dm's, bestehend ans dem Bürgermeister und Landtags» abgeord»eten Herrn Dr. Vilsa» »»d dem Gemeinde-rate Herrn K n n st e I j, dem Fmanzkommissär Herr" Valentin ^ ll n in Loitsch das Ehrenbiirgerdiplom dl'r Stadt Radmannsdorf. Das i» sezessioüislischem Sti^' gehaltene, kunstvoll ausgesiihrte Diplom bringt das Wasserleilungsdeukmal alls dem Hanplplatze von Rad» mannsdors znr Darstellung, a» dem eine Oberlraiill'' rin in schmucker Nationaltracht steht und aus ei»"" Becher detn Gefeierte» zutrinkt. Das Diplom, "<' Werk des Herr» Josef Pavlin aus Radmannsdorl, erregte berechtigte Be>vu»der»»g. <' ^ — sTarifrcform auf dc« Staatsliahncn.j I>l^'^ esseuten lön»e» im Bnrean der Handels» nnd Geioerbc» sammer in die geplante» Resormlarise Eiiisichl »eh»u'.>' mid hiebei gleichzeitig ihre tarifarischen Bedürf»"!^ bekannt gebe». — l(5hora.csanssschlllc.) Die Sängerrunde des La>' bacher Deutschen Turnvereines eröffnet zur tbeore» tischen Heranbilduilg Sangeslnstiger von Mittwoch d^' !4. d. M. a» ei»e Chorgesaiigschnle, die nm "/^ UYl abeiids iin blauen Zimmer des Kasinovereines, el1n Stock links, beginnt. Der Unterricht wird nnentgl'lul") Erteilt. Vorkeiintnisse sind nicht notwendig. — sVesihwechsel.j Die a» der So»»engasse nel'^ dem Neubau Jos. Hafllers gelegene Bauparzelle, li«^' her Eigentum G. Auers Erben, wurde vom H^N, Hiilko Priv«et käuflich envorben. Der neue Vl'sw! beabsichligl daselbst eine zweistöckige Villa sowie " großes Geschästslokale zu erbauen, wori» ei» !^'^ angelegtes, modernes Spezerei» n»d Delikatessengesch"' nnlergebrachl iverdeil soll. Die Arbeite» werden de> nächst in Angriff genommen werden. ^"' ^^ - lVom hicsi.qen Marltc.j Die ?"'"»"N ^„ Lebensmittel auf dem hiesige» Markte hat in de» >cp^ Tagen eine noch nie dagewesene Höhe erreicht. ,^ wurde zum Beispiel eiu Liter Milch mit 40 >> ">" ^ Kilogramm seine Seesische mit 6 bis 8 K verlaus«. ^- endel: Die in dcn letzten Monaten wesentlich ge» Pcigerte Answandernng nach den Vereinigten Staaten oon Amerika läßt daranf schließen, daß in den inter-ejsierten Neoölsernngslreisen die Ansicht sehr verbrei. w ,st, es seien die Aussichten für die Auswanderer nach üen Vereinigten Staaten von Ainerila derzeit wieder lehr günstig. Diese Ansicht ist jedoch eine irrige. U». grachtl't einer gewissen allinählichen Vesserung der Ver-yciltnisse i,n Bereiche der amerikanischen Industrie und des OeldmarlteS ist ein wirklicher Wiederausschwnng der Volkswirtschaft in der Union bisher nicht eingetre-ten und diirfte siir die nächsten Monate auch nicht .^n erwarten sein. Vielfach wird eine durchgreifende Neffe-rung der Verhältnisse erst von der in Aussicht genom» mencn Schassung eines neuen Zolltarises erhofft. Vis auf verschwindend wenige Kategorien von Arbeitern werden daher die Auswanderer voraussichtlich nicht jene «nbeitsgelegenheilen finden, die sie erwarten und die Wen uuu uiauchen interessierten Seilen in Aussicht ge-Ilellt >r>erden. Im allgemeinen haben gegenwärtig nur weibliche Dienstboten Anssicht ans baldige Anstellung u»d entsprechende Löhne, namentlich wenn sie der eng-^!chen oder deutschen Sprache mächtig sind. In einigen "Mnden der Staaten Ohio, Illinois, Minnesota, "ord- nnd Süd-Dalota nnd Montana können viel-^M)t anch noch ^armarbeiter, >venn sie in der i^and-"W,chasl „ud Viehzucht bewandert sind, aus Arbeit "cyneii, obwohl noch viele seit Ansbruch der Krise "U'eitslus gewordene Einwanderer vorhanden sind, eilen es bisher nicht gelang, angemessenen (irwerb zn sllwen. Die von den Farmern gezahlte» l^ohne belaufen !'"1 auf 18 bis 25 Dollars per Monat bei freier Woh-"ung und Verpflegung. Aucl, für die ^armarbeit »ver-^" jedoch vor allem Lente gesncht, die der englischen ver deutsche, Sprache mächtig sind. Einwanderer ande-"^-Ilalionaliläten haben — namentlich in den Mittel-"l'Wnaten ^ »oesentlich nngünstigere Aussichten, »veil ^ wniuer sich n,it ihnen vielfach nicht verständigen l^'"e». Hand>verler und sonstige geschulte Arbeiter v?' «egexwärtig keine Anssichten auf Arbeit, da die , ^mdenen Stellen vonoiegend nur von Renten besetzt ^^e>i, du' schon seit längerer ^eit den verschiedenen y,>?^er.Nnione» angehören. Ebensowenig können n». Ne, '^ Arbeiter I?agloh»er> ans Beschäftigung rech-linl! n ^'' ^'^ s">vohl für ^abriteil als auch für Bau» für «'s ^uerssunlernehmnngei'. Desgleichen bestehen l r Ang^^.^^ ^.^. s^>>„ Vernfe s^auflente, Inge. icl)!^ ^'^' Architekten ns,v.j so g»l wie leine Aus-r, > "'^ "" fortkommen. In Pensiilvanieil, »oelches Slnl? '" ^'" ^"hlenbergN'erlen, ,^olesöfen, Eisen- und jz '^uerlen vielen EiiNvanderern lohnende Neschäf-Äü!^! ^^' ^'"^ dermalen ebenfalls nur fehr geringe nch , ' "'^^' U'irklichen Besserung der ^age lvahr-bigi > - ' ^'^' »»eisten Unternehmnngen trachten sich ihre l,-???!>' Arbeiterschaft zu halle», ohne dieselbe voll zu H"!ligc,, li„d könne» daher ihre jetzige Tätigkeit in, ulni'^"'" Besserung der ^age noch bedentend steigern, die/ ^'^ilb den nenen Einlvanderern, »uelche sich in Ms!' ^''^'lel' neuerdiugs einzustellen beginnen, Be-i»d v "'^ ^''^"' ^' ,^"nen. Womöglich noch schlechter leint ^"hällnisse in Kalifornien und den Mchbar-uic,, -'s '" ^efen Staaten ist die Anzahl der arbeits-i^.."s'erreichischc» Einwanderer sehr beträchtlich und »»is, < """ge groß. Unter den geschilderten Umständen ten ß>< '^^ ^'"" ^"' 'lnsnianderung nach den Vereinig-dei, ^^^'", ^'" Amerika nachdrücklich abgeraten >ver' A'lss-l? '" Hiukuust der langersehnte wirtschaftliche yl,^, "'"N tatsächlicl) eintreten sollte, so wird dies den ge,viß noch rechtzeitig znr "lniö gelang^,. ' Vesit^. !3°^^^^! Heute srüh wurde der ««»jährige Zwiss?,^ ^^^eas ?ome aus Dravlje aus deiu Wege der ?,", "^!> ""d St. Veit tot aufgefunden. Vieben erssl'l ^ ^"^ ""e Holzlenle, »vomit er augenscheinlich l^Ne» »vorden N'ar. ' ^.»^ Heil », ^"' ^"^tischcn Tchlnchtlinujcj wurdeu iu der 4 E.! "'" '"'' b'5 ^!«. v. M. 79 Ochse,,, 0 Kühe und Wei n.^ '""lers l ll^ Schlveine, 142 Kälber, W Ham-w>nd' '^' s"'"U' '^^' ^l'de geschlachtet. Überdies 6? ^' '" Neschlcichtelem Zustande'i Ochse, 3 Schweine, ei"ge i!b !' '"^ '^ '^'^' "^'^'^ ^^^ Kilogramm fleisch Illu»io». »».or». l,^ der Ic'n^llirche. ^i,^"ln,!,5tag dc» ,<». April um N'/: Uhr .hochauU- ^lleluiu N^'' ''"''"'""'" von Joses Grude,,; nach dein ^u.,(7 ' '""'", aus Grund des von, italie- 'Frd, di, ) l ^"' unternommenen Schrittes erklärt ^"raq.s a. ^"''^.^s Artikels 29 des Berliner " Ve'ci^ /<-''"' "'l'eils befriedigende anzusehen und """.lllgke.t ausgesprochen wird, sich der Ent- scheidung der Mächte bezüglich des Artikels 25 zu fügen in der Hoffnung, daß nichts mehr der Entwict. lnng nnd der Befestignng der gute» Neziehuuge» zwi-schen der österreichifch-ungarischen Monarchie und dem fürstentume Montenegro im Wege stehen werde. Der italienische Gesandte hatte nämlich die montenegri-nische Negierung verständigt, daß sowohl Österreich-Ungarn, als die übrigen Mächte der Streichung aller die Sonveränilät Montenegros beschränkenden Bestim-mungeu des Artikels 29 zustimmen. Nur Antivari soll den Charakter eines Handelshafens beibehalten und dnrch keine Bauten in einen .Kriegshasen verwandelt werden können. — Der österreichisch.ungarische Ge-sandte in Eetiuje beantwortete obige Note mit der Er-klärnng, er nehme die Erklärung Montenegros mit Besriedignng znr Kenntnis »nd sei glücklich, nnter diesen Umständen die guten nachbarlichen Beziehungen zwischen Osterreich.Ungarn nnd Montenegro als wiederhergestellt zu betrachten uud einvernchmlich mit den übrigen Cignatarmächten an die Abänderung des Artikels 29 herantreten zu können. Wien, 8. April. Das „fremdenblalt" stellt mit Be-friedigung fest, daß die maßgebenden falloren Monte-negros den Wert des Entgegenkommens Österreich» Ungarns, wie aus der heule veröffentlichten monle» negrinischen Note ersichtlich ist, richtig einzuschätzen wissen. Wiewohl formell an dieser Note manches aus» znsetzen wäre, »volle das „ssremdenblatt" darüber hin. weggehen, einerseits, um die Schwierigkeiten, mit wcl» chen die Politik Montenegros gegenwärtig zu kämpfen hat, nicht z» vermehren, anderseits mit Nüclsicht ans das italienische Kabinett, dessen Intervention die rasche Beilegung der Differenzen herbeigeführt hat. Trirst, 8. April. Seit einiger ^ei! besteht ein Kon-slilt zwischen den hiesigen Apothekenbefitzern und den Assistenten. Die Ursachen sind folgende: Im vorigen Jahre bewilligten die hiesigen Apothelenbesitzer eine provisorische Gehaltsregnlierung. Inzwischen schlössen sich die Apothekenbesitzer dem von, Neichsverband der Prinzipale im Zusammenhang mit der Peusioniernngs. Versicherung für die Angestellten für das ganze Neich geschaffenen Gehaltsfchema an, welches mit dem 1. des Monates in Wirksamkeit zu treten hatte. Durch diese Negelung der Gehallsverhältnisse hätten die jüngeren Assistenten eine Einbnße im Ansmaße von 1« bis 3<» !< monatlich erlitten. Demgegenüber überreichten die Assi-stenten vor einigen Wochen ihren Prinzipalen eine Denkschrift, mit welcher sie einerseits gegen die bevor-stehende Gehaltsred»ktion Verwahrung einlegten und anderseits die Forderung ausstellte», das; an Stelle des Anschlnsses an die ^entralpensionslasse eine eigene Pensioiisregionalkasse gegründet werde. Da die seither unternommenen Schrille, die Differenzen auf gütlichem Wege beizulegen, von keinem Erfolge begleitet waren, faßten die Assistenten gestern den Beschluß, mit dem hentige» Tage zu Mittag in den Anssland zu treten, was tatsächlich erfolgt ist. Prng, 8. April. Sämtliche Vereine der Jugend-organisation der ezechischnationaien Arbeiterpartei wnrden wegen antimilitaristischer Propaganda von der Stalthallerei ansgelöst. Sarajevo, 8. April. Gegenüber der von der hie. sigen „Srpska Nije^" gebrachten Nachricht, derznsolge eine Deputation ans Bosnien beim gemeinsame» fi-nanzminisler freiherr» v. Burinn nm die beschlennigte Eröfsnnng der ungarifchen Agrarbank bitten und Seiner Majestät dem Kaiser vorgeführt werden foll, wird lom-pelenten Ortes festgestellt, daß von einer Deputation der Bevölkerung in Sachen der Agrarbank nichts be^ konnt nnd an, allerwenigsten vom gemeinsamen finanz° minister beabsichtigt sei, eiue solche Deputation dem Kaiser vorzuführen. Mcssina, 8. April. Gestern um 9 Uhr 45 Minuten wnrde hier ein heftiger Erdstoß verfpürl, den, ein unler. iidisches Noüen vorangegcmge» war, Xondon, 7. April. Der i» der ausländischen Presse viibreilete» Nachricht über eine beabsichtigte Begeg-»uug zwischen Kaiser Wilhelm »nd König Ednard aus der Insel Malta wird hier in unterrichteten kreisen widersprochen. Diese Nachricht wird daraus zurück-geführt, daß fowohl mit der Mögllchteit eines Besuches Kaiser Wilhelms auf Malta als auch mit einem solchen König Eduards daselbst >'» diesem frühling gerechnet wcrden dürste, doch seien keinerlei Vereinbarungen gelrossen wordeu, die diesmal eine Begegnung der beiden Herrscher ans ihrer Mittelmeersahrt als wahr-scheinlich erscheinen ließe». klonstantinopel, 8. April. Die Kammer »ahm mit 123 Stimmen der Iunglürken, Altlürken und Geist-liche» gegen M2 Etimmeu der liberalen Union und der Ehristen' die Prügelstrafe für Landstreicher an. Der Nedner der Opposition, Ismail Kemal, führte aus, daß die Türkei durch die Anuahme der Prügelstrafe ihre Stellung als moderner Staat, d,e sie seil dein Pariser Vertrage einnehnie, verliere. .Konstantinopel, 8. April. Iu einer Sitzung des Senates, die von 2 bis 7 Uhr danerte, wurde das Ententeprotololl verhandelt. Der Großwesir hielt eine zweistündige Nede. Die Debatte soll maßvoll nnd unbe-deutend gewesen sein. Nach der M'tleilnng eines hervor-ragenden Senators wurde am Schlüsse der Sitzung das Ententeprolokoll im Prinzipe angenommen. Der Schlnß der Debatte »nd die definitive Annahme wird jedoch erst in der Sitning am Samstag erfolgen.__________ Vccantwortlichcr Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am ?. «pril. Franz Bizil, Fleischerssohn, 1'/, I.. Hrabetztyoorf 27, Lrouclijtii, cap. Im Iivilspitale: Am b. April. Johanna Telavc, ArbeiterStochter, 28 I., l)«m«ut,ll »«euulluri». — Marian Tomazic. Postassistenten«. söhn, b'/, I 5 i'umor iut,»»tlui. l)«lreuinl>.w8i«. Nm 6. April. Anton Icreb. Nesiherssohn, 25 Jahre, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Teehvhe 3()«'2 m, Mittl. Luftdruck 736 0 miu. ^2 U. N."I^9^iss 8TSO. schwach! halb be». ! ' 9 U. Ab. 739' A 8 - 0 windstill___heiter l).> 7 U. F. !7Ä9 2! 2 2 . . ^^0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 8 9° Nor» male 8-3«. Wettervoraussage für den 9. April. Für Steter-marl. Kärnten. Kram und daö Küstenland: Schönes Wetter, mäßige Winde, milde, anhaltend. Vabilo na IX. redni obcni /to Gtae police v Ljnbljani registrovane zadruge z neomejeno zavezo ki se vrši v petek dne 16. aprila 1909 ob 2. uri popoldne v uradnih prostorih na Konoresnem trpu st. IS. Dnevnt *-«e«i t 1.) Poroèilo predsednika. 2.) Poroèilo tajnika. 3.\ Poroèilo nadzorstva. (1312) 4.) Razdelitev èistega dobiÈka. 5.) Voliter upravriaga in nadzornega sveta. G.) Raznoterosti. Upravni svet. Als geübte Schneiderin empfiehlt sich den P. T. Damen: K^aaanl ^Wei^k, Florlansgasse 24, I. Stook. (1317) Neiill! ll«s !l. u. !l. Len8iz>8!zli8!lils!llil. Maßstab 1i 75,000. Preis per Blatt l l( in lajchenformat auf Leinwand ssespannl I l< 80 l,. H«. ll. LIlillllllllll t lilll. VlllnhM »lllllhllilllllllß in ^cliback. t Schinerzerfüllt «eben wir allen Verwandtr», Frrmiden nnd Prlcmntrn die traunc,e Nachricht von brm Hinscheiden unseres inniqftgeliebten, nn-vergeßlichen Vaters, Herrn Josef Basiaeo f. l. Fvrfterb welcher nach län^errn Leiden im 44. Leblnsjahre heute halb 1 Uhr nachts sanft verschieden ist. Idria, am 7. April Ii«i:i. Ioscfiuc Vasiaco l, l, Förster« Gattin snmi Nindrrn. Laitachei Zeitung Nr, 80, ?lN <», April INN9, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 8. April 1909. Tic notierten Kurse verstehe,, sich in Kronenwährung, Lie Notierung sämtlicher Altie» und der «Diverse» Lose» versteht sich per Slück. > Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/° lonver. steuerfrei, Kronen (Mai-Nuv,) per Kasse , , 9b 5b 9b 75 detto (Jänn-Inli) per Kasse «b'50' 9b 7" 42"/„ ö. W, Noten cFebr,Au«.) per Kasse......99 50 «9 70 4 L°/n ö, W, Silber (April vlt.) per Kasse......99 6« 99 80 I8«0er Etaatslose 500 fl, 4"/« ib", 40 l5U'40 igeoer ,. 1«) sl, 4«/„ 2lb b<»^,9'5v 18«4tr „ iua fl, , . 8«« 50 272 50 l»«4ei ., 50 fl, , . 2«8 50 272 50 Dom.-Pfandbr, k 120 fl, b"/„!2!»L 50 294 50 Staatsschuld der im Rcichörate vertretenen Königreiche und Länder. Oesterr, Goldrente steuerfr,, Gold per Kasse , . , , 4"/» H6 5b II« 75 lDesterr. Rente in Kronenwäh... steuerfrei, per Kasse, 4«/« 9b 45 95 65 dttto per Ultimo . . 4 Sb 40 9b S« Oeft. Investitions-Rente, steuer- frei, Kr, per Kasse 3>/2°/« 8b 40 8b 6« Eisenbahn» Vtaatsschulduerschreibnngen. «tlisabeth-Bahn i, G., steuerfrei, zu 10,000 sl. , , , 4"/« 115 75 ,16 7b Franz Ioseph-Uahn, in Silber I ! düngen absscstcmpelte bahN'Älticn. Tlisabeth-Vahn, 200 fl. K, M. 5'/<°/n von 400 Kronen . 454—^458 — detto Linz-Nudweis 200 fl. ! ö. W, in Silber, 5>/4"/n ^ 420 — 424 -detto Salzburg-Tirol 200 fl. ö. W. i» Silber, b"/« - - «0 — 425 — Kremstal-Aali» 200 "nd 2000 Kronen, 4 "/„.....193 — 19b — Geld Ware Vom Gtaatt z«r Zahlung übernommene Eisenbahn» Priuritatö'Obligalionen. Vöhm, Westliah» Em, 1U!»5, 400, 2000 u, 10,000 Kronen,4"/« 96 25 97 25 Elisabeth Nahn 600 u, 3000 M. l 4 ab t0°/n......11« ball,? 50 Elisabeth Nahn 400 u. 2000 M, 4"/„........117 40 ,18 40 Ferdinanbs-Nordbahn /,"/n 8880 89 «0 Vorarlberger Nahn Em. 1884 (div. St.), Silber, 4°/» . 9b 7Ü 96 7b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/n ung, Goldrente per Kasse . 11230 11250 4">„ bettu per Ultimo 112»» 112'bo 4"/» ung, Rente in Kroneuwähr., steuerfrei, per Kasse . .! 92«5! 92 «5 4"/„ detto per Ultimo !« L«! >,,!>-«<> 3>/,"/n deito per Nasse . U2'60! 83 — Una. Prämienanleihe a 100 fl, 194 75 198 ?-> detto ll 50 fl.^194 75 IÜ8 75 Theik.-Reg.-Lole 4°/„. . . .143—147-4"/« ung. Orunb 'tl.-Oblia., . 9310 9410 4"/« lroat. u. sla Grundentl. Obligationen , . , . S3Ü0 94-b0 Andere öffentl. Anlehen. Vosn. Landesanlchen ldiv,) 4°/„ 92L(> 94 22 Bosn,-Herceg, Eiscub.-Landes- Anlelieu . 9«—> 97 — de«0 1900 4°/„ !»U 1«! 97 10 Anlehen der Stadt Wien . . 101 K,! 102 10 betto (S. oder G) 1874 12« 90 121 »oi detto (1894)..... 942:» 9525 detto (Gas) u. I, 1895 . 95 »5! !,« 3i> detlo (Vleltl., v. I, 1N00 95 30, !»e !!« detto (Inv..A,!v, I,1902 W 30 9N8U detto v, I, 190» . . , W— W — Vörsenbau Nnlchcn uerlosb. 4°/„ üb,50 96 50 Russische Otaatsanl, u, I, 1»06 f. 100 li per Kasse . b"/« 9820 i)«'70 detto per Ultimo 5"/„ 98-1b 98-65 Nulll. Slaats-Hlipothelaranlehen i 1892......e"/n l2,-25 12225 ! Geld ! Ware ! «ulg. Staats-Goldanleihe 1907 f, 100 Kronen. , 4'/,"/« 8875 8975 Pfandbriefe usw. Nodeulrebit, alia,, österr,, in 50 Jahre» vcrlosbar , 4"/„ 94^0 95 40 Böhm, Hypothrlenb,, verl, 4"/<> 977b 9»-?5 Zentral,.Vud,-»red,.Äl,,österr„ 45 Jahre veil. , 4'/,"/„ >01i>U 10250 elto «5 I. verl. . . 4°/„ 97— »8 -jlred..I»st.,osterr..f.Verl.-Unt. U. üfsentl. Arb, Nat, ^ 4"/„ »470 957O Landeeb, d, «onigr, Galizien u. Loboin. 57>/, I, lüctz, 4«/„ 9440 95 40 Mähr, Hupolhelcnb,, verl, 4"/« 9S-35 97 35 N,-l!stcrr,La!ides-Ht,p,-N»st, 4"/„ 97— 98- detto intl. 2"/„i8r,uerl, 3>/,°/„ «»'üb 8!,'25 detlo N,.Schulbsch, verl. »'/2"/« »»^5, 8!» 25 dettu vcrl.....4«/„ »«'75, 9775 llesterr. un„. Vanl, 50 Jahre ! verl.. 4°/« ü, W, , . . 9«'2b 9!) ^f. dettu 4°/„ Kronen-W, , , 9«b0 9!'-50 Spar!,. Ersteöst, 60 I. verl, 4°/„ 997b —- Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Oesterr, Nordwcs!bal>n2«0fl,S. 1«^- 105- Staatsbahn 500 Fr..... 400 - ,4"4 TNdbahn il 3"/„ Jänner Juli 50« Fr, spei St.) . , . 2?e-5N!278bN Südbahn a ü"/„ 20« sl. S. o.G. 119'4«>120-4U Diverse Lose. (Per Slück,) Verzinsliche Lost. 3«/n BodenlieditLose . 1880 276— 282- detto Em, 1»«!» 272 — 27» - - 5"/n DonauRess»,, Lose «0» ,i, ^üo-^26« — Serb,Präm,.Anl,p,!N0Fr,2"/, > 93—! 9!»- Unverzinsliche Lose. Büdap, Basilika lDombau, üfl. 20 60 2?NN jlrcdiüuse >«« sl...... 46t! — 47U — ClaryLole ,0 fl, K-M. . . "b— l55-^ Oicncr Lose 40 sl...... 2li7-—,2^7- PalftllLuse 40 f,, tt.-M, . . l9i,—!205- -Rillen Kreuz, öst, Ges, v.. l» sl. b0-2ü! 54-^5 Rotc» Kreuz. ung. Ges. v,, 5 sl, »u-75 3275 Rndols Lusc 10 fl......»«'— 72- - Salm Uuse 40 fl, K-M. , . 248 — 25«--Tsirl. E, V-Anl-Prclm.-Oblig, 400 Fr. per Kasse , , , — — —' delto per Mc^io , . . I8430 185-»<1 Gelb War» Wiener Komm-Lose v, 1.1874 490 —> 500 — Vcw.-Sch, d, 3°/» Präm, Schuld, ! b. Bode»ir,.«nst, Em, 1889 ! 73 b<>! 77 5" > Aktien. Trantzportunternehmungtn. Auisin-Tcpliller (tiscnb, 500 fl, >2W0—li<30i: — Böhmische Nurdbahn 150 fl, . 40»- -! 40b- Vuschtiehradel«i!b,5<00 fl,K,-M, 2770—!278U- dc«° <>>t, N» ^00 sl, pcrUlt. 10l1—!,N17- Donau Dampsschüsahrts Oss.,!,, l l. l. priu,, b0U sl. K.-M. . 8«2 — 88« — Dux.Vode,lbacherEisenb,<00Kr. 572 — 574- sserdiuands «ordb. 1000 fl. KM, 5370- 5390 -Kaschan-Oderberger Eisenbahn 200 II, S....... »e. — 365 — Lemb, Lzern-Iassn liisrnbahn- Gesrllschast, 200 fl, S, . bbü— 557- Llonb. östcrr., 400 Kronen . . 42b'— 42!» — Ocs!crr.«ort»ucs!bahn,l!0«fl,V, 459- 460 — d^tto !>it, N) 200f>, S,p, Ult. 4b9- 460 — PranTurerltisenb. wosl.abnst. 22»- 224- Llaatseiscnb. !iN0 sl. S, per Ult, 694 4b 6!>5 45 Südbnhn 200sI, S, per Ultimu 110 20 1,120 Lüdnordbcittiche Belbindungsb, 200 sl, K, M..... ^01-50 403 — Trausporlgelrllichlls!, internal,, ! A, «,. 200 Kronen , , . v«'—! !>n- — Ungar, Westbahn (Raab Graz) 200 sl, S....... 409 — 411 - Wiener Lolalb.-Nit.-Ges. 200 fl. -'- 200 - Vanltn. Angll).Oesl!-rr, Vanl. lL0 fl. . 293'2b 294 2b Vanlvcrcin, Wiener, per Kasse —-- — — belto per Ulümo 52420 b2b2U Nodenlr,-Nnst,allst. «st.,30NKr. lOW — 10U7- - Zciitr. Vod. Krebbl..üs!,.2N0fl, b3^— 537 — Kreditanstalt für Handel und Gew,, üüN Kr,, per Kasse . —" — — detto pcr Ultimu 63!! 40 634 10 Nrcdübanl, ung, allg,. 200 Kr! 738 50 ?:<3 50 Dcp°sitc»ba>,l. allg . 200 sl, , ! 454- 456-ltslomptc-Gesellschaft, nieder- österreichische, 400 Krone» 5»? 2b 5!'8 — Giro- n, Kassenv,, Wr,, 200 fl, 456— 46050 Hnpu!l,l'llNbl,, üst., -^00 Kr. 5"/» 28«— 288 — Länberbllnl.üst,200 fl.,p, Kasse ------- deNu per Ultimo 44075 441 7b «Merkur., Nechselstilb.-Vlltien- Gesellschaft. 200 fl, , , . S1N-— 614'- Oeslerr, »ng,«anl, 1400Krone» 17«b— 177»- Uniunba»!, 20«! sl..... 537 75 538 75 Uuionbaul, böhmische, 10« fl. . 24450 2455» Verlehiabaui, alla,,, 14« fl, . »?7'50 3ü,< 5>o Geld oo fl. . 18> - II"'"" Elellr-Ms,, allg ustcrr,, ^0«fl, 884- 38"-^ Elefir-Ges,, inlcr»,. -^0N fl. . —— —-" Elcllr, «ltien-Gcs,, vereinigte . 217— ^1«'— Hinterbergcr Pa!r-, ZNndl),-», Mc!,.Fa>,rit, 400 Kronen . 1!>,5 — 10«8 — Liesingcr Brauerei 100 fl, , , 22650 Ü30 — WonlanOcs, öst, alpine, ,00 fl. 857 2b 65« L" .Polbi-Hnlte., Tirg!>!gus,stahl- F, Alt, Gesl-llschas!, 200 sl. 444 — 449 — Präger Eiscnindnstricgcsrllschaft 200 fl........ 24bb — 246b — Rima Muill»» Salgo-Tarjaner Eijeiüv 100 fl..... »4050 541'«' Nalnu Tarj Eteiülchlen 100 fl, 564 — l>67^ 'Lch>!)gc,mül,I.,Pap!!'rs..20«fl, 302— 30«-^ «Lchudnica., A, W, für Petrol,- Judustrie, 50,» Kroue» . 423- 4»8— «Slclircrmnhl», Papicrsabril U. Verlagsgesellschas! . . . 427'— 43"-- Trisailer Kohlenw, Ges. 70 fl. 268 — 26»— Türl, Tabalregicges, ^»0 Fr, per Nasse....... -- -'" delto per Ultimo 34» - 34? - Waffens.-Ges.. öfterr,. 100 fl. . 628 — «2» b0 Wiener «auneseNschast. 100 fl. 1b«'- 151-50 Wienerberger Ziegels,-Alt,-Ges, 718- - 7i.->'50' Devisen. Kurze Eichten und Schecks. Amsterdam....... 19830 i!>»'b0 Deutlche Äanlplähe , , , , ,i?-«7'i,»?'27' Italienische Banlplähe , , . 9450 ^ 94S?' Lundu»........ 23!!'b? l»39'»252-?° Zurich und Basel..... 95ll> üö»^ Valuten. Tulaten........ N33 'l^7 «ossraulcn Stilcle..... 1902 19 «» ^0 Marl Elücie...... 23-4K 23b? Tl-nÜchr Rcichslianlnotc» , , 11717' 11? »< Ilalienischc Vanlnolen , . , 94N5 »^s" R»l>rl Nuten....... -'-50" 2'bl