Prr»»«eratt«»S * Preise: Für Laibach: Ginrjihng . . 8 fl. <0 kr. Halbjibrig . . 4 „ 20 „ vtertelttihrig . 2 „ 10 „ Mouatlich... — » 70 * M,t der Post EtmzjShrig...........12 fl. Halbjährig................ 6 • «earltithrig...............3 , Für Zustellung in« Hau» »krteli. 86 K., »»«all. 9 kr. Cinjdnc Änmwtm 6 tr. Laibacher Redaktion: vahnbosgaffe Nr. 16. TJ Lagblntt. Anonyme Mittbeilung'n werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zuritckgesendet._ Exprditions- * Inferaten-Bnrean: »ongreßplatz Nr. S IBuchhandlung von Jg. b. Klein« mayr 4 Fed. Bamberg.) JnftrtionSvrcife: Kür die einspaltige Petitzeike t 4 kr, bei wiederboltek'«» schaltung 4 3 kr. Anzeigen bi» 5 Zeilen ft Bei grStzeren Inseraten "Md jB öfterer Einschaltung chender Rabatt. Kür complictcrlen Satz besondere Vergütung. Nr. 215. Mittwoch, 19. September 1877. —■ Morgen: Eustachius. 10. Jahrgang. Bom Jildustriellkntage. Am 16. d. versammelten sich in drr Metropole bei Reiche» nahezu tausend Angehörige des österreichischen GewrrbestanbeS. Die Montanistik, Textil. Jnbustrie unb alle Zweige bte -Gewerbe-, auch die Handels, unb Gewerbekammer für Ätttin, waren vertreten nicht nur durch Matadore unb illustre Capaciläten, sonbern auch ber „Heine" GeweibSmann fanb sich ein; bet ganze Verlauf bet Versammlung trug ben Charakter bet Einigkeit. Aus ber Ansprache bes Obmannes bes vor« beteUenben Comitös, Herrn Matscheko, eitleren wir folgenbc Stellen: „Der gegenwärtige Augenblick ist ein für Las fernere (Sebtihen unserer heimischen Arbeit unb infolge bissen auch für unfern allgemeinen Bolkswvhlstand hochwichtiger. Je nachdem unsere Inter, efsen bei den Verhanblungen über ben b«m Abschlüsse nahen H anbelsvertrag mit DeutfchUub gewahrt werben, wirb bie österreichische Arbeit unb mit ihr ber Nationalwohlstanb kräftig yifötbcrt ober gefchäblgk. An Ihnen ist es nun, noch in letzter Stunbe Ihre Stimme krüflig zu erheben, um im Namen bes heimischen Gewerbefleiße« jene Maßregeln zu fordern, die absolut nothwendig sind, um denselben vor bem Untergang zu schlitzen. Nicht daß ich oiimhmen könnte, baß biesttben maßgebendenorts unbekannt wären, daß bie Männer, bie in erster Linie berufen sinb, bie heimische Arbeit vor Schädigung zu wahren, nicht bie Befähigung hätten, jede SchSdi. flung abzuwehrcn— nicht deswegen werden Sie Ihr Votum abgeben, sondern vor allem darum, um ber Linmülhigkeit Ausdruck zu geben, mit ber bie Ver-tretet aller Branchen btt heimischen Industrie selbst mit Opfern für ihre speziellen Interessen bereit sind, für einen mäßigen, aber genügenden Schutz der heimischen Industrie einzutreten, um da« Erstarken derselben zu ermöglichen. (Lebhafter Beifall.) Wenn auch bie materielle Lage in letzterer Zeit sich nicht wescmllch gebessert hat, so kann ich doch eine enlsLlebene Besserung in ber allgemeinen Posilion unserer Partei konstatieren. Alle österreichischen Jnbustriellen, bie Handelskammern, zahlreiche Vereine unb Eorporationen haben in unzweibeutlger Welse bie Nothwenbigkeit bes Schutzes anerkannt. Gestatten Sie mir, hier auch darauf hinzuweisen, welch' warmes Interesse unser erlauchtes Kaiserhaus stets der heimischen Jnbustrie entgegenbrachte. Ich hatte mich batum überzeugt, baß Sie alle mit Freuben cinftimmcn werden, wenn ich rufe: „Kaiser Franz Joses lebe hoch! hoch! hoch!" Der Vorsltzenbe brachte ben Entwurf einer vom Comit6 beantragten Resolution zur Vorlesung. Derselbe lautet: „In Erwägung, baß unter den Einflüssen der bisherigen Zollpolitik die Lage der heimischen Industrie sich nur ungünstig gestaltet und speziell da» Appreturverfahren die inländische Arbeit auf bar schwerste geschädigt hat; tu Erwägung, baß einerseits burch bie Erneuerung bes Ausgleichs mit Ungarn, andrerseits burch bas Abläufen bet Hanbelsverträge bie Gelegenheit zur Amberung und Verbesserung unserer Zollverhältnisse gegeben ist; in Erwägung be« fernem UmstanbeS, daß bie bezüglichen Verhandlungen Insbesondere mit Deutschland bereit« begonnen haben unb binnen kurzem ihrem Abschlüsse zugeführt werben sollen: wiebetholen bie auf bem österreichischen Jnbu- striellentage Versammelten in entschiebenster Weise bie in zahlreichen früheren Kunbgebungen der Landtage, ber HanbetSkammern, ber Parteitage u. s. w. fot« mutierten gorberungen, wie folgt: 1.) Falls bie unbeblngt nothwenblge Verbesserung unserer hanbelSpolitischen Zustänbe Im Wege b;S VertragSabschluffeS nicht zu erreichen Ist, forbern wir ben Schutz ber österreichischen Interessen burch ben autonomen Zolltarif. 2.) Wir verlangen weiter bie Aufhebung bes Appreturverfahrens in einem kurz bemessenen unb schon jetzt unwiberruflich feftzuftellcnbtn Zeitpunkte, sowie bie Vermittlung dieses ItebergangeS burch einen stetig stelgmben Appreturzoll, währepb bie Erleichte» rungen bes sogenannten Grenzverkehr» im beiderseitigen Interesse von Oesterreich- Ungarn unb Deutsch« lanb erhalten bleiben sollten. 3.) Hienach erwarten wir, baß Regierung unb Reich-Vertretung keine Maßnahme beschließen wer-ben, welche eine Schädigung ber österreichischen Arbeit zur Folge hätte." Generaldirektor Frey unterstützte diese Resolution Dom Standpunkte ber URontaninbuftrutten, setzt in bie aufrichtigen industrie-freundlichen Intentionen der Regierung volles Vertrauen, wünscht einen auSreichenben, genflgenben Schutz ber österreichischen Eisenindustrie und verwahrt sich dagegen, daß bas Interesse sämmtlicher Eisenindustriellen dem Interesse einiger weniger Einzelner auf. geopfert werbe. Rebner schließt: Oesterreich soll nicht größer unb nicht kleiner werben als e? ist, aber es soll glücklicher werben, unb bas wird es, wenn man die materiellen Interessen feiner Einwohner schützt." Feuilleton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) „Ich habe keine Ursache, unzuftiebtn mit Ihnen zu fein," sagte Lady Olla. „Führen Sie ben Auftrag nur auS. Der Frembe erhebt allerbings Ansprüche auf Kirby, als Sohn meines Onkels Edgar, unb wirb vielleicht bald als rechtmäßiger Erbe proklamiert werben; abtt bis bahin bin ich Herrin von Kirby." MU einem freunblicheu Nicken ritt sie weiter bem Schlosse zu. Daselbst angekommen, eilte sie, ohne jemonben zu sehen, in ihr Zimmer unb warf sich auf ein Copha. Gleich borauf wurde an die Thür geklopft und La! y Helene öffnete dieselbe (eise. „Komm nur herein, meiae Liebe, ich bin allein," sagte Olla, und ihre Stimme verrieth ihre Erschöpfung. „Du siehst sehr angegriffen aus, Olla," bemerkte Helene, sich nebtn Olla aufs Sopha fetzend. .Deine Vormünber sinb hier." „Dollar sagte es mir schon. Sinb sie auf ihren Zimmern?" „Ja. Sir Arthur scheint seht »Übergeschlagen; er hat seinen Anwalt mitgebracht.“ „Um so besser," erwiberte Olla. „Helene, ich bin entschlossen, meine Rechte bis auf bas äußerste zu vertheibigen, wenn bie geringste Aussicht auf Erfolg vorhanden ist. Weißt bü es schon, baß mein Rival ben alten Dolla» geschlagen hat, baß sein Gesicht angeschwollen ist? Such mit Mr. Cundall hat er angebunden unb sich mit biesem geschlagen. In beiben Fällen hat er sich in höchst unfeiner Weise als Herr von Küby zu erkennen gegeben. Meine Abneigung gegen ihn hat den höchsten Grab erreicht." „Meine ebenfalls! — Hast tu Winisreb gesprochen?" „Ja, Helene; unb — unb — er hat mir eine Heimat zu Dqlton Eourt «»geboten. Er liebt mich unb hat mich gefragt, ob ich feine Fran werden will —“ „Nun, unb bu?" „Ich habe es ihm versprochen. Obwol i* ihn innerhalb einiger Iahte noch nicht heiraten werde, ba ich ihm jetzt nur ln feinen Bestrebungen hinderlich fein würde, so freue ich mich doch, Gewißheit zu haben, daß er mich liebt.“ „Ich wußte es schon längst," bemerkte lächelnd Helene. „Hast du Lorb Berry gesehen?" „Nein, er war nach Belfast gegangen, um einen Recht-anwalt zu konsultieren unb zu sehen, ob bie Heirat nicht für ungiftig erklärt werben kann." In Laby HelenenS Antlitz leuchtete es auf vor Fteube; benn obwol sie alle Schritte zur Lösung dieser unglückseligen Verbindung zurückzuweisen entschlossen war, gewährte ihr ba« Bewußtsein, von Lord Berry nicht aufgegeben, sonbern noch treu geliebt zu sein, eine stille Besriebigung. Da- Bewußtsein seiner Liebe war das einzige Gluck, dessen sie sich in einsamen Stunben noch freuen konnte. „Also hat er mich noch nicht aufgegeben ?" fragte sie. „Und doch würbe eS bester für ihn fein, wenn er es thäte;• denn ich kann — ich darf biefe Heirat njftt brechen, Olla!" Alwil v. Pacher befürwortete diese Resolution vom Standpunkte der Textil-Jndustriel- i len, wünscht, daß der bisher unter den Industriellen ! künstlich genährte Jntereffenzwiespalt beseitigt werde, i bedauert, daß in gewissen Kreisen die Ansicht herrsche, > es handle sich mehr darum, den Staat vor der | Industrie, als die Industrie vor der ausländischen j Concurrenz zu schützen. i Direktor Henn eberg besprach das Appre- ' turverfahren, bezeichnete den Appreturvertrag > als einen dem Prtnzipe des Arbeitsschutzes hohn- - sprechenden Act, als einen unsittlichen Vertrag, und ! ermahnte die Confectionsbranche, weniger zu importieren und mehr inländische Erzeugnisse zu ver- * wenden. < Dr. Ferdinand Sturm erklärte die Stirn- ' mutig der Industriellen in Böhmen als eine tief erregte, es herrsche Noth unter den JndustrUllen, . die Industrie sei tobt. | Dr. Herbst betonte bie Wichtigkeit der öfter- ■ reichischen Industrie. Dr. GiSkra betonte, es sei alles auszubieten, baß die Industrie nicht zugrunde gehe; Redner sagt: j „Muß man, wenn die industriellen Sünder verarmen, t nicht vielleicht die früheren Vorschüsse von jenen s passiven Gebieten zurückfordern, um das Deficit zu $ decken? Diese Erwägungen müssen auch die Abgeord- < nelcn aus jenen Ländern aus ihrer Unentschlossen- { heit reißen. ES handelt sich um eine Lebensfrage 1 für uns alle, und wenn der mahnenden Stimme, < welche diese Versammlung heute erhebt, kein Gehör 5 geschenkt wird, so wird die« eine tiefgehende Be- 1 wegung in der Bevölkerung hervorrufen. Der fleißigen j Arbeit darf ber Schutz nicht entzogen werden." z Aus Dr. Peez' Rede entnehmen wir folgende 5 Kraftsätze: „Meine Herren l Das Schicksal der j Völker wird in der modernen Zeit nicht nur durch 1 Kanonen und Bajonette, sondern auch durch Ham- ( mer und Amboß, Spindel und Webstuhl entschieden. 1 Der jetzt so hart entbrannte Kampf ums Dasein I zwischen den europäischen Mächten tritt vielfach als 1 ein Kampf um Arbeit in die Erscheinung. In dieser Zeit der Krise, des verminderten Consums < und der Ueberproduction an Fabrikaten haben wir j in Oesterreich es bitter zu beklagen, daß wir im j letzten Jahrzehnt viel zu leichtherzig und leichtblütig 1 unfern Markt geöffnet haben. I „Ungarn, meine Herren, jenes Nachbarland, mit i welchem wir in Frieden und Freundschaft so gern I leben möchten, eS brauchte wahrlich feine Consu- 1 menten nicht in der fernen Schweiz oder in England j aufzufuchen, wenn unsere Industrie in Böhmen, I Mähren, Nieberösterreich und den Alpenländern : wieder einmal in voller Thätigkeit und, statt zurückzugehen, in die fo naturgemäße Bahn einer günstigen Anwicklung geleitet wäre. „Ist Buonarotti biefen Morgen noch nicht hier gewesen?" „Nein; aber ich erwarte ihn jeben Augenblick. Aber ba fällt mir ein, baß du dich antieiben mußt zu einer Audienz mit beinen Vormündern. Ich will gehen, denn bu hast keine Zeit mehr übrig." Sie ging hinaus unb Lady Olla klingelte, worauf sogleich ihr Mäbchen, welches gleichzeitig die Stelle einer Gesellschafterin versah unb eine Tochter de» Verwalters war, erschien unb ihr im Ankleiden behilflich war. Die Toilette war bald beendet, unb Olla trat, ehe sie hinunterging, noch einmal vor ben Spiegel unb sagte, nachdem sie ihren Anzug geprüft hatte: „So, Mary, das paßt schön zusammen: Mein Haar, meine Augen, das Kleid, die Schuhe, alles ist von einer Farbe. So sehe ich aus wie ein Kobold —" Sie wurde durch ein Klopfen an die Thür unterbrochen. Auf ihr „Herein!" erschien ein Diener, welcher ihr bie Botschaft brachte, baß ihre Vormünder sie im großen Gesellschaftssaal erwarteten. „Sage ihnen, ich würde sogleich kommen,“ sagte Olla. „Es ist positiv beträchtlichen Gruppen einheimischer Producenten durch die überwiegende Einfuhr des Auslandes der Lebenserwerb abgschnit'en, und eS sind die Betroffenen in ihren Verhältnissen zerrüttet worden, ja theilweise ungeachtet zähesten Widerstandes dem Proletariat anheimgefallen." Redner sagte schließlich: „Sorget für die Industrie, sichert ihr den genügenden Schutz, denn es ist eure Industrie, die bisher bedroht war und litt und die ihr nun aufrichten könnt — zum Heile des Reiches! Hoffen wir daher, daß die Resolutionen Gehör finden, um deren Annahme ich Sie hiedurch bitte." Die Versammlung erhob den milgeiheilten Resolutionsantrag einstimmig zum Beschlüsse und ersuchte den anwesenden Reichsraihsabgeordneten Dr. Herbst, derselbe möge diese Resolution im Abgeordnetenhaus? überreichen. Dr. Herbst erklärte sich bereit, diesem An- suchen mit Rücksicht auf die hohe Bedeutung der österreichischen Industrie zu entsprechen.______________ Vom Kriegsschauplätze. Wie ein Telegramm aus Bukarest meldet, soll der neueste Sieg Osman Pascha's ein vollständiger sein und den vom 12. d. weit übertreffen. Nähere Details fehlen. Dennoch ist gewiß, daß die Russen bei riesigen Verlusten von 18- bis 20,000 Mann aus allen genommenen Positionen hinaus» geworfen wurden. Das Charakteristische dieser Meldung ist, daß sich bie Russen nunmehr in ihren Positionen befestigen, somit einen Offensivstoß der Angegriffenen befürchten. Die Deroute, welche nach der Affaire eintrat, ist unbeschreiblich. Die russischen Generale versuchten Sturmcalonnen zusammenzustellen. Es mußte jedoch bei dem Versuche bleiben. Die türkische Kavallerie war außerstande, zu verfolgen, weil aus Menschenkörpern in weitem Umkreis förmliche Verhaue gebildet waren. Von maßgebender Stelle würbe milgetheilt, baß Fürst Gor» lschakofs Andrassy's unb BiSmarckS Mediation behufs Abschlusses eines Waffenstill st anbeS nach» gesucht habe. Der russische Thronfolger hat bar Hauptquartier nach Sistowa verlegt. Die neuesten russischen Niederlagen werben selbst von den rusfen-freundlichsten Blättern, „Times" und „Daily News," dahin commentlert, daß es mit der russischen Offensive in diesem Jahre zu Ende und die Lage der Russen eine höchst kritische sei. Weitläufige Beschreibungen ber ersten Schlachttage von Plewna wurden vom Korrespondenten der „Daily News" nachgeliefert. Sie stimmen mit dem früher Gemeldeten und beweisen schlagender als je, wie sehr ungeschickt und roh die russischen Angriffe auf Plewna geleitet wurden. @uleim an Pascha hat den Sweti Nikolaj-Berg, bekanntlich die Hauptpofition der Russen Der Diener entfernte sich wieder und Olla folgte ihm einige Minuten später. In der Halle begegnete sie fidg&t Kirby, der offenbar auf sie gewartet hatte, benn er ging langsam vor ber Thür auf unb ab, blieb aber bei bem Nahen be« Mädchens stehen unb verbeugte sich höflich. „Erlauben Sie, baß ich Sie in den Saal führe, Lady Olla," sagte er. „Wir sollen beide vor dem Tribunal erscheinen, welches 'über unsere beiderseitigen Ansprüche aus das Eigentumsrecht von Kirby entscheiben wirb, und eS würde jedenfalls einen günstigen Eindruck machen, wenn wir zusammen wenigsten« in scheinbarer Freundschaft eintreten." „Ich kann Freundschaft nicht erheucheln," erwiderte Olla kalt; „und hege solche gegen Sie um so weniger, da ich weiß, daß Sie Ihr Vertrauen auf Ihren Erfolg bereits sehr entschieden, aber nicht gerabe in zarter Weise zu erkennen gegeben haben, , Mr. Kirby." „Ich bin allerbingS kein Höfling, aber ehrlich . unb aufrichtig," erwiderte Kirby lächelnd.. .Der 1 Mangel an Zartheit ist, fürchte ich, ein Familienfehler. Ich habe ihn begangen — Ihrer Meinung im Schipka-Pasfe, genommen, et setzt seine Vor rückung fort, und kann somit der Schipka-Paß al« forciert betrachtet werden. Der Widerstand, den bie Russen hier noch leisten können, kommt nicht mehr in Betracht. Politische Rundschau. Laibach, 19. September. Inland. Die Begegnung Bismarck« mit Andrassy sand gestern in Salzburg statt. »Lastern Budget" bemerkt: „Dieser Zusammenkunft wirb in Wien von dem allgemeinen Publikum mit viel weniger Aufregung entgegengesehen, als bieS gewöhnlich der Fall in solchen Umständen ist, da sie augenscheinlich nicht« weiter als ein unvermeidlicher Act der Höflichkeit auf Seite ber österreichisch-ungarischen Regierung gegen den deutschen Kanzler ist. Es ist in diesem Augenblicke kaum nothwendig, zu irgend einer neuen Verständigung über die große Frage des Tage» zu gelangen." Der ungarische Ministerrath beschäftigte sich mit dem Arbeitspragramme des Reich«ta g e« und dann mit dem kroatischen Gertteinbegesetz-Entwürfe, da« heißt mit der Frage der Modisication jener Punkte, welche zu dem Conflict zwischen dem Banns und der LandtagSmajorität geführt unb ben ersteren bestimmt hatten, die Vorlage zuruckzuziehm. Ob es gelungen sei, eine Verständigung zu erzielen, wird nicht gemeldet. Dagegen heißt es, daß dir Session des kroatischen Landtages bis Erfde September verlängert werden könne, da der Reichs, tag vorläufig nur autonome Vorlagen verhandeln werde, und zwar sollen zunächst zwei BeschlußantrSge hinsichtlich des Gesetzentwurfes über bie Bagatellsachen berathen werden. Der eine bezweckt die Erledigung der Bagatellsachen durch die Bezirksgerichte und facultatio durch rechtskundige Stuhlrichter; dann solle der Gesetzentwurf Über die Jubicatur ber Curie in Wah lan gelegenhe iten zur Verhandlung gelangen. Mittlerweile würden die Ausgleichsaiis-schüffe arbeiten, und in ber Reihenfolge, in welcher ihre Berichte vor da« Haus gelangen, würden dieselben berathen werden. Der neue Entwurf über die Zuckersteuer wird Mittwoch vom Finanzminister eingereicht werden. Der kroatische Landtag hat das Wuchergesetz in ber Spezialdebatte in der Ansschußfasfung angenommen, danach ist da» Zinsenmaximum mit acht Perzent festgestellt. Auch der HauScommunion-Gesetzentwurf wurde in der General- und Spezialdebatte unverändert angenommen. Ausland. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt einen Leitartikel gegen bie „Germania,“ welche bie Wiederherstellung eine« kriegerischen katholischen Polen« al« nothwendig hingestellt unb zugleich behauptet hätte, daß Deuts chland eine Amiectie- nach — indem ich meine Ansprüche geltend machte, unb Sie haben ihn nach meinem Dafürhalten begangen durch Ihre heutige Morgenoifite bei Ihrem Geliebten.“ Olla ercöthete, unb ohne ihn eines weitern Worte» oder Blicke« zu würdigen, ging sie stolz an ihm vorüber und schritt dem Gesellschaftssaal zu. Leise lachend folgte ihr Edgar, öffnete die Thür, und Olla betrat das Zimmer, worauf jener ihr folgte, die Thür hinter sich schließend. An einem großen Tische am Fenster faßen drei Männer, welche sich beim Eintritt des jungen Mädchens erhoben. Es waren die Vormünder der Lady Olla, Sir Arthur Coghlan unb Mr. Humphry Kirby, unb Sir Arthur Coghlans Anwalt, Mr. Herrick. An einem anderen Fenster, halb hinter der Gardine versteckt, saß Lady Helene. Mr. Humphry Kirby eilte mit auSgestreckte« Händen und mit sorgenvollem Gesicht seiner junget Verwandten entgegen. (Fortsetzung folgt.) tung de« linken WeichselufcrS ins Auge gefaßt habe. Die „Nordd. Allg. Zig." et Wärt i» bestimmtester Form, die Erwerbung des linken Weichlelufrrs s. Narod" bars sich nicht rühmen, baß er bie Mehrheit bet Bevölkerung auf feiner Seite habe; „Narob" hat baS Vertrauen verloren unb roitb e» schwer roieber zurückgewinnen. Jedermann muß zugeben, daß eS bei uns in Kram ohne Klerus eine nationale Politik nicht geben kann, ebenso kann eS auch keine nationale Politik gegen die Geistlichkeit geben. Aus die Lehrerschaft können wir uns nicht verlassen, bies sehen mir mit thränenben Augen; jedoch der Priester ist selbständig, unverheiratet, er kann ein freies Wort wagen, man kann ihm nicht fo leicht an den Leib rücken, er ist nnahängig. Die Vereinigung deS „Narob" mit dem „Slovenec" wäre mol ermünfcht, aber das vereinigte Blatt muß der katholischen Kirche Sympathien entgegenbringen. „Narob" und „Slovenec," jebet selbstständig, vegetieren kaum." — Aus diesem Psalm des Evangelisten „Slovenec" entnehmen mit, daß die Freund» fchaft zwischen „Castvr und Pollux" eine nicht allzu feste ist, brnn bet Zwillingsbruder „Narob" muß argen Borwurf binnehmen. Wir ersehen meiter, baß bet Klerus im Lanbe Ärain noch fort eine politische Rolle spielen mill, mährend eS seines Amtes märe, in Kirche unb Schule eine ersprießliche Thätigkeit zu entwickeln. — (PtivilegiumSvetlängetung.) Die „Laibachet Ztg." meldet, daß bas dem technischen Leiter der krainischen Jndustriegesellschast, Herrn Lambert Ritter von P a n tz. unterm 6. August 1876 erteilte auSschließenbe Privilegium auf eine von ihm erfundene und in den Eisen» merken der krainischen Jndustriegesellschast inJauetbutg mit bestem Erfolge in Anwendung stehende eigentümliche Drahtseilbahn (respektive Drahtseilbremsberg) vorn k. k. Handelsministerium und vom k. ungarischen Ministerium für Landwirtschaft, Industrie und Handel aus die Dauer des 8., 4. und 5. Jahres verlängert würbe. — (Aus bet Gesellschaft.) Regierungsrath inanb Freiherr von PaScotini-JuriKkoviL von Hagendorf und EhrenfelS in Laibach hat sich am 17. d. mit Rosalia Freiin von Schmeiger-Lerchenfeld vermählt. — (Die ViehanSfnhr) aus Krain, Kärnten und Steiermark nach Salzburg, Baiern und Baden steht noch immer in Blüte, selbst mittelmäßige Ware roitb teuer bezahlt, u. z. ein paar Ochsen mit 300 fl., eine Kuh mit 120 bi» 150 fl., eine Aalbin mit 60 fl. bis 100 fl. — (Den Berg- unb H ü t t e nm ä n n e r n in Krain) teilen wir in nachfolgenben Zeilen eine Resolution mit, bie ber berg- unb hüttenmännische Verein für Steiermark und Kärnten bei seiner am 13. d. in Klageufurt statt« gefundenen Generalversammlung einstimmig angenommen hat: „1.) Die dermalen bestehende Einkommensteuer beruht aus unrichtigen Grundlagen, ist in ihrer Durchführung vexa-torisch, in ihrer Höhe drückend für den Steuerträger und deren eheste Aufhebung daher wünschenswert; 2.) die Einrechnung bet Bergwerke in bie Erwerbsteuerklaffen soll in jedem Lande durch Kommissionen geschehen, melche aus der Mitte der erwerbsteuerpflichtigen Steuerträger zur Hälfte gewählt, zur Hälfte vom Finanzminister ernannt werben, der überdies noch den Vorsitzenden der Kommission und für dessen Verhinderung den Stellvertreter ernennt; 3.) mit der Ausdehnung der Erwerbsteuer auf die Bergwerke soll gleichzeitig die Maßengebür aufgehoben werden; 4.) die Abnützung deS BetriedSmaterialeS und die beim Geschäftsbetriebe eingetretenen Substanzverlnste sollen bei Montan» Aktiengesellschaften auch dann steuerfrei bleiben, wenn zu diesem Zwecke nicht eigene Fonde gebildet, sondern die Ab-schreibung im Gewinn- und Verlustkonto durchgeführt und von der Generalversammlung genehmigt rotrti; 5.) insofern« für Grund- und Gebäudesteuerobjekte nicht selbständige Erträge resultieren, soll bei Montan-Actiengesellschaften bei Grunbstücken ber Katastral-Reinertrag unb bei Gebäuden bas Fünffache ber HauSklassensteuer von bem ber Besteuerung unterliegenben ReinertrSguiffe in Abzug gebracht roetbtn bürftn." — (Lanbschaftliches Theater.) Laibach den 18. September. Herr Werner hat die Hauptrolle bts „Utiel Acosta" in bem gleichnamigen fünfattigen, an La-mentationen reichen Gntzkow'schen Trauerspiele recht lvbenS« wert burchgeftihtt. Der Kampf zwischen Liebe und EultuS-reform wurde mit vollem Verständnis, mit Eiset und Aus» druck in entsprechenden Farben bargestellt; im ersten Acte schlug Herr Werner allzutiesen Ton an, jedoch in den nächstsolgenben mürbe der Begeisterung und ber im Innern bei „Utiel Acosta" tobtnben Leidenschaft getreuer Ausdruck gegeben. Das leibet nur schwach besuchte HauS erkannte bie besonberen Fähigkeiten beS Herrn Werner für Helbtn» rollen unb zeichnete benfelfcen zu miederholtenmalen mit Beifall unb Hervorrufen aus. Frl. Anselm (Jubith) bewährte sich wieber als hervorragend qualifickrte tragische Schauspielerin; die unendliche Liebe für „Urtel Acosta" unb die Erfüllung der KindeSpflicht erfuhren prächtige Zeichnung, nur möchten wir der gediegenen Schauspielerin rathen, aus ihre Körperbewegungen, die nicht immer den Stempel der Grazie an sich tragen, einige- Augenmerk wenden zu wollen, Beifall und Hervorruse wurden auch im reichen Maße dem Fräulein Anselm zmheil. Der un6 bekannte Herr LeuthoId spielte den Arzt „Silvia- meisterhaft, und ei gereicht «ns zum besonder» Vergnügen, auch die merkbaren Fortschritte diese« jungen, fleißigen Darsteller-von Charakterrollen registrieren zu können; das Publikuni zollte wohlverdiente Nnerkennnng. Herr Laska erwies sich in der Rolle ,,-tabbi Ben Äliba* als sehr verwendbare Bühnen-krast in älteren ernsten Rollen, ein Vorzug, der selten einem Komiker eigen ist. Frau Duprs-Hasselwandter gab den Part der blinden .Esther" mit großem SefühlS-auSdruck. Fräulein N. v u tz e war ein recht wackerer „Spinoza.“ Herr Ströhl hätte dem Bater „Manasie vanderstraten" eine stärkere Dosis Wärme beisetzen sollen. Der jugendliche Liebhaber Hur Wurm ließ als „8en Jock oi* das Haus kalt, weil auch er kalt, steif und linkisch sich präsentierte. Im ganzen verlief bas Drama in correctem, kloppendem Scbritte._____________________________ Witterung. Laibach, 19. «September. Angenehmer sonniger Tag, schwacher D. Wärme: mor. genS 7 Uhr + 6'2‘, nachmittags 2 Uhr + 14-20 C. (1876 + 161': 1875 + 2> 1° C.) Barometer im Fallen, 738 55 rnrn. DaS gestrige Tagesmittel der Wärme +107°, um 31° unter dem Normale. Angekommene Fremde am 19. September. Holet Ltadt Stilen. Boizirz, jisrn., Graz. — Biley, Eng. land. — Dr. Peitsche, Börz — Mock, Kfm, Dresden. — Grüiiwald, Linsenmacher, Zimmermann, Ksm., und Särber, Reis, Wien. — «ndrejka, tiieut., u»d Walentin sammt Frau, Triest. — Kramer und Svetina, Frauz-dors. — Aal, «sm, Nürnberg. — Lackner, Leipa. — Laspaar, Heft. — «örg, Techniker, Budapest. Hetcl Elefant. Lengyel, Kfm., «amscha. - Singer, Wien. — Priboschitz, Hdlsm., Lillach — v. Welling, Oberlieu-tenant, sammt Frau; Knollmayer. Lehrerin, und Wit-hahn, Privat, Äraz. — Luser, Hrastnig. — Petech, Beamter, Kirchheim. — Gras Bardo, Kroisenbach. — Pruk-ner, Agram. v. Garzarvlli, Senosetsch. Hotel Europa. Arlstein, «raz. — Schima, Oderingenieur, Prag. Kaiser von vefterreich. Müller, Johannisthal. — Ten periui, Triest. — Galsch, Landstraß. — Kristan, St. Bar thelmä. Stadt Laibach. Eeorg und Jakob Sabath, Betlehem. Mohre». Ponefch, Steiermark. — Pronk, Marburg. Äonflontinopel, 17. September. Ungeachtet der letzten blutigen Schlappe vor Plewna soll der Kampf bortfelbft noch fortdauern. Die Räumung de« Schjpka-Pafse« feiten» her Russen infolge Einnahme der Position von Nikvlaj wird als btoor» stehend erachtet. Äonftonttnopel, 17. (September. Nach drei, tägigen Kämpfen wurde der Schipka Paß von den Russen vollkommen verlassen und von den Türken besetzt. Wiener Börse vom 18. September. Staatsfonds. 5vet|. Mente, öft.«»». ete. Mo. 86. in eiO. iole Bon 1884 tote oon 1860, gai iofe eon 1860, gth Ctämienf*. o. 1864 Qrandont.-Obl. Siebenbürg. luget» ▲otlen. lnglo»8anl .... ÄtceitenSaU .... Clitofttcnban! . . . t8ceo»tc»lEn#eU . I^tanco • J6ant « . . anbciebanl .... ationelbanl . . . OifL »antgefeUf. . Union« Oanl . . . . tierieBrtbant. . . . «t<öll»«»hn . . . Kail iubwiabahn . »all. «Iil..«ahn . Kai). j}t. 3ofef«b . btaatflbafrn .... bucoafca........... «frelb Ware Pfandbriefe. »eld Cü'ftO 65 69 HQa. öst. «od.-Lredit. lt$*6c 68 i 5 68 86 bto. in 33 3 88*60 1V8 SSllOS 75 Wation. ö. L) «7 45 Hä 50 118 <5 Uva. Bod.-Lreditautt. yo 76 lxo*— 12<) 50 Prioritäts-Obl. 134*10 135 — fttanj 3etefe-8abii OtS. «otbeeftbein 87 60 87 6ubenb6tget . . . 67 — 76-60 77 — etaatebabn . . . . r* 25 77*75 Sudbahn i, 5 Perz. 90 .5 bto. Bo»« Lose. Aredit • Lose 165-76 13 50 114 50 114* . 5 Rudolf- - Lose ... m — 22bk5 166 — 730* — 16« -740 - Weohe. (3Mou.- —■— «ug-durg 100 Mark 67 a5 860- 868- Qrcanff. 100 Mart. . Srnbon^O^fb. fetal. Paris 100 ijtanc4 . . 117 70 76*75 104.— 77 — 104 50 4t.*90 lX(i-50 121-- Manzen. i54 .5 255 — I8l*— 181 50 Äail. Münz-Lucalei. 6*62 14" — ;40 bO 20-tzraucSstüS . . . 9 43 184 ;5 zM bO Deutsche Reichsmark b<-65 82 2.S 82-60 Silber . . 106 — war, I04-— 88'7S 87’lill 6V- 81 — ui- 50 67 50 9l'— 166-8'. 18 5 67 15 117 1-0 47 - 6 64 « 43» 57"; 0 U6 in Theater. Gedenktafel übet die am 2 2. «September 1877 stattfindenden xtkitaiioncn. 3. Feilb., Drobnii'sche Real., Zesta, 8®. Großlafchiz — 3. Feilb., Ferme'sLe Real., Jelenk, 8®. Egg. — 3. Feilb, Beden'sLe «eal, «erlina, 8®. Egg. — 3. Feilb,, Grad'sche Real., Förtschach, B®. Egg. - 8. Feilb , öirant’fche Real., Medvodca, B®. Laibach. — 3. Feilb., Hoievar'sche Real., Piauzdüchl, BG. Laiboch. — 3. Feilb, Kraje'sche Real., Travnik. 8®. Reisuiz. — 2. Feilb., fierjii’jific Real., Rakitna, B>^. Oberlaidach. - 2. Feilb., Znidersii'sche Real., Lesta, B®. ®roßlaschiz. - 2. Feilb., Zalar'sche Real. Sa-potok, 8®. Laibach. — Reass. 2 Feilb., Premc'sche Real., Großlupp, B®. Laibach. — Reass 3. Feilb., Badnoo'sche Real, Brüiidl, B®. Lenosetsch. — Reaff. 3. Feilb, Zo-tlar'sche Real., Senosets», B®. Senosetsch. — Reasi. 3. Feilb., Rovak'sLe Real., Famle, B®. Senosetsch. 3. Feilb., «ra-sovc'sche Real., ®untt, B®. ®urlseld. — 3. Feilb., Trat* nit'sche Besitzrechte, GodovtL, *®. Jdria. -- 1. Feilb, Za> gar'sche Real., Semif, BG. Möitting. — 1. Feilb., Rovat’jche Real., P-dgoro, 8®. ®roß aschiz._________________ Telegramme. Wien, 18. September. Die „Politische Korie-spovdenz" dementiert aus <$t. Petersburg in ent. jchiedenster Weise alle Mediation«, und Waffenstill-siandSqci Uchte. — Der „Golos' meldet, daß Tottleben in« Haup!quartier der Südarmee abgereift fei. Budapest, 19.September, (ftruchtbörfe.) Prima» Weizen, per Meterzentner 80 Kilo cffectiv wiegend. kostet 12 ft. 15 tr., Mühlen reserviert; Usance-Weizen 11 fl. 5 kr. ©orniftiiben, 17. September. Die Blockade und das Bombardement von Plrtona dauert fort. — Ein türkischer Angriff am 17. d. auf den Ni« folaiberg bei Schipka wurde nach neunstündigein Kampfe abgeroiefeu; Verlust beiderseits bedeutend. Telegrafischer Kursbericht am lä. September. Papier-Rente 65 65. — Silber-Rente t>8 10. — Äold-Rente 76 35 — 1860« StaatS-Anlehen 113 —. — «ank-octien 879 — Äreditactitn 232'—. — London 117 30. -Silber >05 10. — X. t. Münzdukaten 5 60. — 20-Francc Stücke 9 40'/,. — 100 Reichsmarl 57 70. Tiejbettübtcn €>ei ztne geben mit die Trauer» Nachricht von d,m Hiitscheioeu unserer oielqeiirbini Mutter, respectwk Großmutter und Schwieget-mutter, grau Friederike Haas, Oberstabearzlrn« Gattin, welche den 18. b. M. »ach kurzem Lnden in Wien au» dem ßebeii geschteden ist. Jofks Sock, k. t. Rkgimentrarzt, Anna Sock, Schwieftkisohu. Tochtrr. Anu«, Paul, Friederike, Louise, Ada, Eiltet. Heute (ungerader Tag): DorsundStadt. Schauspiel in zwei «btheilungen und fünf Acten von Thar» lotte Blrch.Pseiffer. Morgen (gerader Tag): Durchgegangene Weiber. Original-Posse mit ®esang in 5 Bildern von AloiS Berla. Mufit von Karl Millöcker. Mit einer |cftöncn liailincfWcin wünscht ein junger Herr vorderhand - in «orrespondenj zu treten. Briefe unter „Belle occasion“ Hauptpost Laibach poste restante. Discretion selbstverständlich. (474) Ankündigung. Nachdem im vergangenen Winter der Pri-vattnrs über die ältere deutsche Literatur Io rege und andauernde Theiliiabme gesunden, beabsichtigt der Unterzeichnete tncfct nur denselben svrtznsctzen, sonottn auch zu wiederholen. ES werden demnach vom Oktober an durch sechs Monate 2 fiterarifclta JWfe in Vorträgen abqehalteti, u. z.: 1.) über die ältere deutsche Literatur Mon- tags und LonneiStags von 5 dis 6 Uhr; 2.) über die neuere deutsche Literatur Diens tag« und FreitagS von 5 bis 6 Uhr. Diese Borträge sind so gehalten, daß Damen auch reiferen AtterS daran ibetlnehmen können Ferner sieht sich bei- Unterzeichnete, ausgefordert von mehreren Seiten, veranlaßt, au» in andere» Dieciplinen der allgemeinen Bildung für Mädchen, welche dem SchuinilterriLte entmachten sind, Pnvatkurse zu eröffnen, und zwar sollen dieselben (468) 2—1 Deftiuifiie, Geografie und deutftßen Stif umfassen. In letzterem Fache könnten jedeSmal nur höchstens bm oder v.er Damen, welche m ihren Leistungen sich nahe stehen, eine Gruppe bilden. Nähere Attslntist wird vom 24. September an DormittagS von 9 bis 12 Uhr ertheilt. OttO Schüik, ev. Psarrer. Abschied. Anläßlich meiner Abreise nach Burlseld sage ich hiemil allen meinen Freunden und Bekannten ein herzliches Eehmnljl. Dr. Lttart Hemm (475) Eine viertel Loge im zweiten Stock zu vermiethen. Näheres in Äletnmatjt L Bambergs «uch Handlung. (461)) 2 — 2 Ütcinmayr & SamBcrgs Vuchhulidlung, Laibach, Kongreßplatz 9lr» 2, hält vollständiges Lager saiumllicher in den hiesigen höheren Lehranstalten, insbesondere der k. k. Dbenealschule, dem Obergymnasium und den Lehrer» und Lehrerinnen Bildungsanstallen wie den Privatinstituten eingeftihiten Schulbücher in neueste» Auflagen und empfiehlt dieselben z u billigsten Preisen. Die Verzeichnisse der eingeftthrten Lehrbücher werden gratis verabftilgt. Lruck von Jg. v. ÄUitimahr & Fed. »emierg. Verleger: Duomar Bamberg. Für die rliedacrion verantwortlich: Franz Müller.