MARBUR6ERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Saagr;. ja.-rias.'ig^ gya rsJü a.'a ^jr Ü:^ Nf, 64/65 — 84. Jahrgang_Marbqrg-Draii, Samstag/Sonntag, 4./5. März 1944 Einzelpreis 15 Rpf Bombenschäden am Vatikan »Verbrechen, deren traurige Folgen die Verantwortlichen vielleicht eines Tages tragen müssen* — erklärt die päpstliche Zeitung aiib Real, 1 Min An MlttwodMbMd Qb«rf1oq«n lldi« Flugaseug* di» Stadt Rom. Bin Flug-iau0 warf «im ff«rInger HAhc mtlirer« iotab«n k d«r Nlh* der VallkaMtadt ib. Dral fl«loii auf da« «xUrrltorial« G*> «l«t 4m »Collfeqio da propaq«iula vwai ander« In d«i Oartan der Auauatl* Mr-Brtld«r. Bin« Boenh« beach&digt« da« Gibitid« der PaMioM-Brllider, dat Ore« torkan too 9t. Peter und den Palaet der Heillqea Uf/isdeo, Bin Toter und mehrere Verwundete eind ru beklAgm. Die Basnbenexploalonen veruraachten auch Sciiiden Innerhalb dee Vatikan« telbat. • •OaBerratore Romano«, da« amtliche Blatt de« VAtükan«, ichreibt zu dem Bombenabwurf atrf pApetUcbet Gebiet am MHtwodu >Wtr ■Aaeaa enneet «nf de» Bnwt dieae« Anqriflls hlnwaleen, einet Anqrllla auf einen Ort, der nicht nur ohne jedei mlllt&rlfcha Ziel lit, umdern auch In anmlttett>«rer NShe der Baiillka de« Pauetet und dei Vatikan«taate« •clb«t Ue^t, eines neutralen und «ouve-rlnen Staate«, deeeen ExterrltorialitAt durdi fcierliclie VertrAqe beat&tlgt wurde. Bi Ist wirklich Khwer xu erraten, welche Krieqnlele d«a angreifende Fluqzeuq hatte, es sei denn das, Immer mehr Schrecken unter der Bevölkerung XU Terbreiten und mit gewollter Unhöf-lichkeit auf die wiederholten heifien Appelle dea Papste« zugunsten der Ewigen St»dt XU antworten, einer Stadt, die eln-lig tMid unverqleldiUch Ist für die pollt!-ich« und kulturelle Entwickitmq de« MenecfaeoaMchlecht« wul dl« achon fett 20 Jahrhundette lang den Mittelpunkt und die Mutter det Chrietentums dar-ttellt, wie der Papst erst Tetg-angene Woche ailclArte. Wieder einmal mn| man die offene Beleidigung der Vfltlkanetad' beklagen. Viele Splitter wurdf?n fn der Stadt selbst gefunden und doch verfüqt die moderne Technik über Mittel, mn auch bei Macht die gewählten Ziele auÄniachen ru können. Hinzu kommt die allzuhSufige über-fliegunq der Stadt selbst In offener Verletzung dor Intemfitlonalen Abmarhim-gen. Das trägt nicht das flerinqste 7ur Lösung de« Konflikte« bei, eondem führt auch zu gefährHrhen Verbrerhen, deren traurige Folqen die, Verantwortlichen vielleicht eines Taget tragen messen. Das All'- und Abschwellen der Winferschlachf Es erklärt sich aus den riesigen Verlusten der Bolschewisten dnb Berlin, I. Mli« Dm Ab- and Abedmellaa der Wlntat-■chtacht im Osten «riclärt «loh a\ia den fl««lqen Varhitten d«r BoUchewlttaa. Der FeioRl sieht tlch lnm«r wieder ge-iwninig«n, i«fln« tchwar mitgenommenen VeibAnde aus der Front herauezuziehen, «uf0ufrl«ohen und umzugruppieren. Dadurch wird der Flufi der feindlichen An-grUCihandluagen fortgeeetzt unterbrochen. Die wirkliche Höhe der «owieti-«chen AuafSIl« t«t nur xu «chStzea, da fflr <|1« Wiit;unig dar Luftanqriff« nnd 4«« VMAiehtungirfea«?« vMerer Arti Heil« «u# Reaerran und Bereitstellunqen hinttr d«r fvkuilichen Front nur G«l«n-M«n«tMe«g«n TorUeqvn. Zahlrtlch« Meldung«« skuielner deuteefcer DlTl«io> Mn l«a««n «b«r erkennen. In welchem R«hmea tlch die Verluetxahlwi de« Feinde« beweqen. Wl« ▼•rtohledentlidi fan Wehnnacht-b«rtcht g«in«kl«t, grUVen dl« Bo)«chewi-et«B tfOdllch der BeratUM auf tchmalem Raum mit mehr al« xehn ScbQtzendivIsio-neu «o, um In dl« Tief« dea Räumet Ton Bobrutak «üwobrwchen. Ununt«rt>ro-oh«B warfan «1« Ihr« Regimenter, darunter tieben Strafkomipanlen und Son-dereinheltea in d«n Kamirf, wobei die bald In dichten Hauf«n, bald in Wellen «nqr«tfendan Verbinde oft «ohon auf dam Ei« und den SumpfflAchen des Vorfeld«« hn F«u«r UMerer Artillerie zusam-meiAracfaen. Allein ror dem Abschnitt «iner rhainlscsh^eetfAllachen Dlvltlon wurden im Verlauf von Tl«r Tagen 4000 gefallene Bolechewisten gex&hlt. Das bedeutet, wie auch durch überelnstlmmen-d« Au«sag«n s«hlr«ich«r G«fenq«n«r be-■tltigt wird, daß der Feind in diesem Abschnitt rund 15 000 Mann an Toten und VervpuDdeten verloren hat. B«t Angriffen gegen ednen der deutschen Stützpunkte hatte rum Beispiel da« Toretofiende sowjetlsohe Schützenre-glmeot to hohe Ausfäll«, dafi von den beteiligten Kompanien leweil« nur drei bit vier Mann öbrlg blieben. Wiederholt TerMohten towjetltche Soldaten unter dem Erindruck dieser Katastrophe Ober-Bulcufen. Um eolchen Absichten entgegenzutreten, drohten die Konimiesare damit, defi die Angehörigen der Überläufer eiechoesen oder nach Sibirien verschickt werden wOrden. Den erat im Laufe der Kämpfe eintreffenden Reeerven wurde eußendetn erklärt, dafi tle nur den Schutz dea Angrlffskellet bildeten ua»d daher die bereit« gestürmten deutschen Stellungen nur noch lu besetren hätten. Alle die«te Drohungen und Täuschungen verfehlten aber ihren Zweck, Die deutschen Grenadiere hielten ihre Linolen gegen den Anaturm der eowletischen Massen, verlangten vom Feind für jeden Meter dea •umpHgeB Urwaldes höchsten Blutzoll und machten schließlich alle Durchbruchsabsichten zunichte. Das gleiche Bild hoher feindlicher Ausfälle xeigtan die )sf(>te die Bol«!chew'«ten 31 Panzer, 33 Gpprhütyp, sowie 7.^ihlrpl.''he schwere und leicht» Waffen Ih^e blutigen VerUifte betiund'titelt herr-ündet werden könne ^nftpT<^PTT] hahe der Finwnnd, die Dputsrhen hatten df^ml* be/rnnien, keinei-le! inoralin rückwärtigen Gebiet der Oet-front bukdiint. Sie erfolrjle yemeintiam durch deutsche und durch Truppen der französischen Freiwilliyen Legion. Am gleichen Tage erfuhr man von dem Prozeß gegen Terroristen, die die ftaii/osi-sche Bevölkerung drangsalieren, die Scheunen Iranzösischer Bauern anzünden und An.scliläge gegen Verkehrsmittel verüben. Auch hierbei sind Franzosen beteiligt gewesen, atier untet den dreißig Banditen waren nur zwei Pariser, die übrigen Jiuif^n, Rotspaniei und andere Icommunistische Auslanrler an ihrer Spitze ein Armenier* Dii>se GegenüLer-steilung verdeutlicht mit aller Klarheit i die große Auseinandersetzung, in der i heute alle Völker stehen, die innerlich nicht so gefestigt sind, daß sie einen j liarten f^lock gegen die Machte der Zer-j Störung bilden. Die „Abwartenden" in I Frank""eirb dir meinen, bosonders sch'au zu sein wenn sie es mit keinem verderben, erweisen sich in Wirklichkeit als die Verderber ihres Landes, denn nicht ihrem Vaterlande kommt ihr feige«; Zeudern rngnte War« nicht der Schulz der deutschen Wehl macht, sie hättiin den roten Terror im Lande wie ihre Landsleute in Marokko und .Algier oder die Italiener im feindbesetzten Teil der Halhin.se! Denn überall wo Vftlker ihre Aogen versch'irBen gegenüber der bolschewistischen Weltgefalir müssen sie es mit der Auflösung allei Oidnnng, mit dem Verlust ihres Eigenlebens, mit Verelendung und Versklavung bezahlen. Hohe Verluste der angreifenden Sowjets Abwehrcrfolgc bei Rogatschew, Witebsk und Newel- Stoßtruppunternehmenbei Nettuno Ftthrerhauptquartler, 3. März Dm Oberkoonmando der Wehrmacht QJbt bekannt! Im Sikl&bschnitt der Ostfront herrscht« Uestcm nur gering« örtliche Kampftätiq-keit Schlachtfliegerverbände griffen im Ramn Polonnoj«—Scheipetowka Truppen-lusammenzlehunqen der Bolsche'v^stcn mit guten Erfolg an. Nördlich Roqetschew setzte der Gegner nach Zuführunq weiterer Divisionen •eine hartnäckigen Durchbruchsversuche fort. In tchweren Kämpfen errangen unsere Truppen unter Abschuß von 20 Pan-cem einen erneuten Abwe^rerfolq. Bei Witebsk traten die Sowjets mit Infanterie- und Panzerverbänden in zwei Abschnitten mm Anqrlff an. Bei der erfolgreichen Abwehr* wurden südöstlich Witebsk von 18 angreifenden Panzern 14 abgeschossen, während nordöttlich der Stadt 17 durchgebrochene Panzer durch Sturmartillerie imd Panzerabwehrwaffen sämtlich vernichtet wurden. Nordwestlich Newel halten die schweren Abwehrkämpfe an, Bei ihren erfolq-losen Anqrlffen hattei» die Bolschewisten hohe Verluste. Während >üdö«tlich Pleskau feindliche Angriffe scheiterten, sind an der Narwa mit den (angreifenden Sowfets noch heftlqe Kämpfe im Gange Im Landekopf Nettuno führten unsere Truppen zahlreiche Stoßtruppuntemeh-men mit gutem Erfolg durch KampffHe-qerverbände und Fernkampfartillerie trafen bei Anzio imd Nettuno zwei Zerstörer und ein Transportschiff von 7000 brt schwer. 1 Bei einem Stoßtruppuntemehmen an der adrlatlschen Küste wurden drei feindliche Panzer vernichtet und ein Mu-nltions- und Betrlebsstofflaqer mit seiner Besatzunq In die Luft qesprenqt. Leichte deutsche Seestreltkräfte beschossen mit beobachteter Wirkunq den H-afen Basti« auf Korsika. In den Mittaqstunden dee 2. März unternahmen nordamerikanische Bomberverbände bei geschlossener Wolkendecke unter starkem Jagdschutz Terror-jngriffe gegen west- und südwestdeutsche Orte, .Trotz starker Behinderung durch die Wetterlage wurden 19 feindliche Fluqzeuqe abgeechossen. In der vergangenen Nacht warfen einige feindliche Störfluqreuqe Bomben im rheinisch^westfälischeu Raum. Spuren, die schrecken Die Staaten Osteuropas, die die Blul-herrschaft der Sowjefs durchlebt haben, sind wohl die berufensten Zeugen hlr die unumstößliche Richtigkeit dieser Feststellung Wir lasen dieser Tage den Brief, den ^ der Rektor der estnischen Universität Dorpat, Professor E Kant, an den schwedischen Forscher Sven Hedln gerichtet hat Weder das estnische noch irgend ein anderes baltisches Volk, so schrieb er darin, habe jemals freiwillig beschlossen, sich der Sowjetunion anzuschließen, wofür die schon da» dritte Jahr an der Ostfront kämpfenden estnischen und anderen Freiwllllgenelnhelten und di« kürzlich erfolgte allgemeine Mobilisierung allei Wehrfähigen zum Schutze der Ostgrenzen einen Beweis liefern. Das Blutbad unter dem estnischen Volk, die Verschleppung von Zehntausenden von Esten aller Stände, vorwiegend aber des Landvolkes lebt noch zu grauenvoll Im Bewußtsein und die Weisung an die Kommandeure bolschewistischer Landungseinheiten bei Narwa, alles zu vernichten, was sich auf ihrem Wege befindet und auch Frauen und Kinder als Feinde zu betrachten ist für die baltischen Völker ein zu deutliches Warnzeichen, als daß dort noch ein Mensch sich durch Stalins „nationale" TSuschungsversuche In seiner Entschlossenheit Irre machen ließe, bis zum letzten Hauch Widerstand zu leisten. Die Gemeinsamkeit der Lebens-Interessen der baltischen Völker hat der Dorpater Gelehrte in seinem Brief an den Schweden Sven Hedln besonders unterstrichen und man dürfte diesen Hinwels auch in den skandinavischen Ländern verstehen in einem Augenblick, da der Tod des finnischen Altpräsiden-len Svinhuivud den Blick auf den Kampf usn Letien und Tod lenkl, den sem kleines Volk um seine nationale Existenz führt. Zweierlei England? Bs hat eine Zeit rjeyeben, in dei in diestih kleinen V61kern der Glaube genährt wurde, sie würden eine Stütze bei den von Freiheit redenden angelsächsischen ^Demokratien finden Sie dürfe endgültig d.ihin sein, denn die Sprache Erajicitids und dt'. Veieinigien Staaton i&i eindeutig. Otlen wird es «usgespto-rhori: beide hiilteii die sowielische Horr-schatt über die baltischen und anriefe Volker für unvermcdlich, welches Schicksal dif Sowjets ihnen auch 7u ;e-döchi hciben niöiion Längst is. die Athn-tik-Charta »aus Rücksicht auf die snwje-tibthea Gi bietsto;d. lungen fallen i.e-lassen worden Sic gilt nur noch fiti flie Ansprüche der Juden auf Palästina Kein Kenne; der impclilistischen Politik dei Briten und Amerikaner hat 1e eine ando e Einstellung von ihnn rr-wartet, .iber erst d e Vorgänge dieses Krieges habt-n sie für Europa ganz all gemein uiäch^ulirh gemacht. Was sich Engi.in'! einst bp der Ve-'oewaltigung dei Buien an Sfhcindüchkeilen leistete, was an Wortbrüchen gegen die Araber oder an SrheuRlli hketten und Metre-leien unter den Indem, daj trug tlch au! der Ebene det knloniaten Machtpoll-tik zu und war den Blicken Europas doch mehr oder weniger entrückt Wie viele liefen sich durch das »andere* England täust hen. Heute weib ein Jeder, daü das Volk, das d^c Kon/enfratlonslnoer erfand, Frauen und Kindel dem Hunoer-tod auszuliefern bp'eit war, um den Widerstand drr KSmpfenden zu brechen, das Bom^^er gegen friedliche Dörfer npo-lizelMche Strnfaktionen« vollT'ehen li«»^ sich nicht gewandelt hat und daß es nicht nach Recht und Menschlichkeit fragt Aus solche- Gesinnung heran« kam es zur Blockade Europas, 7nr Eröffnung des Terrorkrieaes zum satanischen Bündnis mit dem Todfeind europäischer Rechts- nnd Gesellschaft^o'-d-nung Was zusammengehört Mit einet unausweichlichen Folgerichtigkeit vollztehi sich so die polHiiche Entwicklung bei den Feindpn. Was zusammen gehört, findet sich So fanden sich Churchill und Roosevelt und beide mit Stalin So fanden sich die Brandleger und Massenmöider des Terrorkrieges der Luft, fanden sich die Zerstöret europäischer Kultur- und Weihestätten mit den Henkern von Katyn und Win nica, den Ausrottern ganzer Volksteile, den Terroristen des Randenkrieges Selbst ihre Sprache die Sprache der Lockungen and Drohungen der falschen Versprechunoen nnd der mißbrauchten nationalen ideale gleicht sich an > Für den geistigen Kampf denr-Biirop« führt, ist das eine Erleichtpning wirkt sich auch für den Kampf mit rler Waffe aus In Europ,. hat Deutschland seine Hauptlast zu tragen In seinef» Reihen kämpfen mcht in Bandengruppen sondern als wohldlsziplinierte Ver-, bände unter den Zeichen ihrer Nationen, die Legionen dar Freiwilligen mit, Seit« J 0 Nr. 64/65 4 Samat ag.^untA|, 4./5. Min 1944 KAKBURGEK ZEITUNO dl« as dar Zukunft Ihr«* Vat«rlan Basttwg«« wurde ir«B d«ii Tiuwia« f- 4000 Studenten in Fez verhaftet Verwundete Araber suchen in den Moscheen Schutz tc Lissabon, 3. Märi Die Unruhen tat Marokko haben eine Verhaftungswelle In Fai, dam Hauptslti das marokkantachen NaUonallamus, nach sich gezogen. Insbesondere unter der marokkanischen Studentenschaft dauern die Unruhen welter an. In der Palruin-Universität von F«? wurde ein moham-medanißcher Adent, der die Politik der gaullistischen Behörden gegen die Anklagen marokkanischer Patrioten In Schutz nahm, von den Studenten getötet, Die vorstümmelte Leiche wurde an der Mauer aufgehängt. 35 Professoren der elf mnselmanlscheii Hochschulen von Pei wurden rxm den gaullistischen Behörden Tarhaftet. Darunter befinden sich prominent« Gelehrte der Sassarln-UnlTersitlt Etwa iwel Drittel der gesamten StudentanschafI tob Fee, nAmlieh 4000 Studenten, wwd«a außerdem rerhaftat In den Straßen ron Fer sieht man viel gaullistisches Milltftr, vor allem Senegalschfiizen. Da die Marokkaner verwundete Patrioten In Moscheen bringen, wo sie ein Asyl finden, haben die Gaullisten einzelne Moscheen gesperrt. SenegalschützGn mit Maschinengewehren stehen vor dem Haupttor Bab Schemal. in einer Einladung an die Kongreßmitglieder zu einem opulenten Mahl. Dies Verhalten zeigt, was die amerikanische Wirtschaft von den Politikern in Washington denkt. Tatsächlich erschienen etwd fiO prominente Kongreßmitglieder ! persönlich zu diesem Beslechungscssen. ! Eine bedeutend größore Anzahl schickte wenigstens ihren Sekretär Laval an die Franzosen dnb Paris, 3 Marz Anläßlich eines Empfanges französischer Handwerkskammeivorsitzender hielt Regierungschef Laval eine Ansprache, in der er sagte, daß die deutsche Armee nicht geschlagen werden könne, da sie über beträchtliche Reserven verfüge. Laval ging dann kurz auf die Dissidenten ein nnd erklärte daß diejenigen, die das Land verlassen hätten, im Ffillo eines „alliierten" Sieges den Bolschewismus mitbringen würden. Was sich in Algier abspiele, sei nui ein Vorspiel von dem, was man in Frankreich zu sehen bekäme Zum Schluß sagte Laval, er setze sich ein, um zu veisuchcn, das Leben Frankreichs zu retten Der Kampi ^e^en die Banden dnb Berlin, 3. Min Im Bereich- einer Armee auf dem westlichen Balkan verloren die kommunistischen Banden am 25. Februar 72 Tote und eine größere Anzahl Gafan-gener, Verwundeter und Überläufer. Schwere und leichte Infanteriewaffen aller Art und Munition wurden erbeutet. Auf einer dalmatinischen Insel konnten 68 000 Schuß Infanteriemunition, 623 Eierhandgranaten sowie Wurfgranaten und Signalpatronen In größerer Anzahl sichergestellt worden. Kroatische Verbände und Gendarmerie zersprengten ebenfalls mehrere Bandengruppen. Die Kommunisten halten aurh hierbei viele Tote und verloren zahlreiche Infanteriewaffen. Marineartillerie schoß zwei feindliche .lagdbomber ab, deren Besatzungen sich durch Fallschirmabsprung retteten und von unseren Truppen gefangengenommen wurden. Bulgarische Umsiedler Sofia, 4. März 2R0 bulgarische Umsiedler aus Tou-rien und von der Krim-Halbinsel sind am Dienstag in Russe eingetroffen. Außerdem sind 210 Frauen aus denselben Gebieten Ins bulgarische Mutterland zurückgekehrt, deren Männer und VSter in Küne abenfalls folgen Warden. Alle Umsiedler wurden von Bahördan und Bevölkerung herzlich empfangen und in privaten und öffentlichen Gebäuden untergebracht. 120 Meter hohe Feuersäule dnb Berlin, 3 Märt Deutsche Fernkampfbati^rien nahmen am 2. Marz bei Anzio und Nettuno erneut Landeziele unter Feuer. Ein großes britisches Munitionslager flog nach mehreren Volltreffern in die Luft. Eine Feuerwand von 200 m Breite und 120 m Höhe stand mehrere Stunden lang vor dem Küstenstreifen. Das schwere deutsche Feuer vertrieb die in den Häfen liegenden Schiffe der Anglo-Amerikaner. Die Versuche der feindlichen Einheiten, trotz des Feuers wieder in die Häfen einzulaufen, scheiterten. Natlonalchlna Obergeben. Im Februar 194.3 besetzten die japanischen Streitkräfte das zu Französjsch-Indochina ge-höiende Kwangschowan-Gebiet in der südwestlichen Provinz Kwangtung nach gütlichem Übereinkommen. Die japanischen Kommandostellen übertrugen die Zivilverwaltung dieses genannten Gebietes der Provinzialregierung Kwangtung und damit der Nationalregierung Der Luftmarschall und die Geister Lord Dowding und die »rote Wolke« — Spiritisten in England er den Preaaevertretern, „die nllilerten Streltkrälte Im Geb/et von Rom würden ihr Mögtlchstee tun, um die religiösen und historJachen Gebäude und Denkmäler zu schonen." Auch hier scheint der amerikanische Kriegsminister nichts von den sinnlosen Zwrslörungen der anglo-amerlkanlscheti Lu/tgangater bekannt zu aeln. Mögen das seiner Presse Ihre lür dumm verkaufen Leser glauben, anderswo dürfte SUmn'^n wohl kaum OMubIge für seine heuchlerischen Erklärungen /Inden. Immerhin liefert er einen neuen Beilrag zum Thema „Anglo-amertkanlache Verlogenheit", hinter der sich die rücksichtslose KrleglOhrung der englisch-amerikanischen Kflegeverbrecher lu verbergen sucht. _ tmmmmmmmmmmmammsmmmammmmmm »Der spiritistische Schwindel feiert in England unvortileilbate Triumphe. — Er wird nicht nur von verantwortungslosen (JpschdUeniachein oder übersteigerten Neurotikern, sondern auch von hochge-elelllcn Per^önlichkeilen, hinter denen die Regierung steht, hochgetrieben, um damit das britische Volk zu täuschen und zu boeinfiusjen.« Diest Feststellungen filamineu von dem amerikanischen Schnltstellßr H, SalHbuiy, die er auf einer Engiflndreisa macht und jetzt in der kanadischen Zeitschrift »Liberty« ver-ölfentlichte. Die Flutwelle des Spiritismus — so berichtet er — setzte im Jahre l'MI ein und wurde in erster Linie durch die Agitation des britischen Luttmar-Schalk Lord Dnwdinq ausgelöst. Dowdinq gilt heute in England als der unhostrittene Fühier dei spiritistischen Bewegungi er spricht allwöchentlich mehrmals auf großen spiritistischen Kundgebungen in den verschiedensten Städten de« Landes, wobei er regelmäßig seine neuesten »Hotschaften aus dem Jrn-seits* veiötlentlicht, die er, v/ie Salis-bury mitU'ilt, über sem Lleblingsmedium, Missis Hill, eine Tochter des verstorbenen Obersten Giscoigne, »erhält«, und die von Gascnigne »direkt« kommen. Daneben hat Lord Dowding noch eine Reihe anderer »Geitiler«, hauptsächlich qefal-lerw? Piloten die ihn laufend »b«*siirhen«. fio daß er ül)er das Lehen nach dem Tode — das ist die Feststellung Saiisburys — wie kein anderer Mensch »unterrich tet ist. Großen Eindruck In England haben auch andere »Mitteilungen» gemacht, rile Lord Dowding in seinen Mas-cenkundgebungen bekannt gab. Da ist ein britischer Pilot, dor seinen Absturz schildert, Als er auf dem Boden auf-sciilug, hörte er, wie eine Stimme ihm zurief: »Mein Sohn, jetzt bist Du Ireil« Gleich - darauf flog er weiter und sein vor ihm gefallener Truppenkommandeur war mit ilim zusammen und erklärte ihmi »Jetzt lliecfen wir, ohne zu landen.« — Seitdem sind sie ununterbrochen in Bewegung. Besonder« spannend wird es, wenn Oberst G ascoiqua persönlich »mitteilt«. Er schildert, so schreibt Sallebury, die Kämpfe In Sizilien, dia ar als »Geiet« erlebte. Seine Meldung an Lord Dowding lautet: rWir beobachten jetzt den britischen Angriff. Wir Geister haben da« Wetter für unsere Flieger vorbereitet und «s ist ausgezeichnet. Sie finden es dllright. Es Ist uns auch gelungen. In die britische Granaten- und Bomberpräzislon einzudringen und sie genau auf die deutschen Ziele zu dirigieren.« Nnch solchen Offenbarungen des Blödsinne pieldet sich dann wieder der »Geist« eines der Flieger, der mit einem Bomber »Felix, die Katif«, fliegt und der ausmalt, wie er auf einem Regenbogen wandert. Die hauptsächlichsten Hindernisse für die Geister Lord Dowdings sind die »schwarzen Kräfte«, Sie sind aber, so erklärt der britische Luftmarschall, wie der Amerikaner in einem Vortraq hörte, In erster Linie an der Ostfront tätig und behindern die britischen Geister weniger.Zur Abwechslung stellt der Lord seinen Hörern auch einen »probritischen deutschen Geist« vor, der allerdings eingesteht, daß er ein Deserteur sei und daß selbst Mitglieder «einer Familie im Geisterreich nichts mit ihm zu tun haben sollten und wortlos an Ihm vorübergehen. Daß sind die »Offenbarungen«, die, dem Bericht dee Amerikaners zufolge, der britische Luftmarschall und Lord in Massenkundgebungen in Theatern und Konzertsälen seinen Anhängern zum besten gibt. Eintritt 2^ Schilling, Galerieplätze 1 Schilling. In endlosen Schlangen stehen die Biiten an, um sich einen Platz zu ergattern. Dowding ist der große Apostel Englaiida. Nach sehr vorsichtiger Schätzung beträgt, wie der Amerikaner weiter angibt, die Zahl der aktiven Spiritisten heute in England über 3 Millionen Menschen, während die Zahl der Kirchenbesucher auf den britischen Inseln in den letzten Jahren in beiden christlichen Konfessionen zusammen auf nur etwa 2 Millionen geschätzt wurde. In London allein gibt e« nach dem Bericht Salisburys iiber 175 spiritistische »Kirchen« und Sitzungshallen, in denen zahllose Medien auftreten. Jede dieser »Kirrhen" und Sitzungshallen hält wöchentlich bis 7u 25 spiritistische Sitzungen ab, in denen die »Verkündigungen« des Mediums feierlich bekanntgegeben werden. Lehrer für Spiritismus ist ein regelrechter Beruf geworden. In allen Straßen Londons und in allen anderen Städten Englands sieht man spiritistische Anschläge. In den Sitzungen werden die Schriften Lord Dowdinge und anderer Spiritisten zu Tausenden von Exemplaren verkauft. Sallebury nennt diese Werke: »Die rote Wolke «prlchtU »Kinder der größeren Welt« usw. Dankenswerterweise verrät uns der Amerikaner auch, wie der Geisterlord diese »größere Welt« schildert: »Es gibt keinen Himmel«, erklärt Dowding, — »das ist eine altmodische Wflitaiiffos-sung. Die EiÜBlenz der Toten wird durch die Gesetze der Ureachen und Wirkungen regiert. Es gibt keine Verurteilung. Jeder ist sein eigener Richter, Es gibt nicht einmal die Verptlichtung, daß die Toten drn Lebenden helfen. Viele sind überhaupt nicht interessiert, zurückzuschauen, sondern lassen sich drüben nieder und bemühen sich, das menschliche Dasein zu vergessen.« Da« sind die Phrasen, die Lord Dowding in jeder Kundgebung wiederholt, um dann den Angehörigen der im Felde stehenden Soldaten und der britischen Gefallenen, die ihm in zahllosen Scharen zuströmen, zu erklären, daß sie im Far-benachein des Regenbogens sich wieder sehen werden. Es bedarf kaum weiterer Einzelheiten, um das Ziel dieses ganzen Humbuge zu erkennen, hinter dem nichts als Dummenfang zu auchen ist, der mit billigem Rummel die Moral und den Op- In seinem Neujahrsappell kündete Reichsjugendführer Axmann einen musischen Wettbewerb der Hitler-Jugend für das Jahr 1944 an. Nach Abschluß der Vorbereitungen ruft die Hitler-Jugend nunmehr alle schöpferisch begabten Jungen und Mädel auf, sich ihrer Neigung und Begabung entsprechend an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Die Jugend tritt In diesen Wettstreit der jungen schöpferischen Geister mit der Parole; »Deutschland — Heimat unserer Kultur« und bekundet damit, daß sie als BlutstrS-ger unseres Volke« zugleich auch Träger setner schöpferischen Kulturkraft Ist. Der musische Wettbewerb der Hitler-Jugend, dor eine Auslese und Förderung dller schöpferischen Begebungen In der deutschen Jugend bezweckt, wird In Gruppen und Einzelwettbewerben ausgeführt. Die Gruppenwetlbewerba um- Stimson weiss von nichts Während die Welt durch den erneuten Terrorangriff auf die Vatikan-Stadt einen weiteren Beweis für die verbrecherische Schaailosigkeft erhalten hat, mJt der die AngJo-Amerikaner sich über alle völkerrechtlichen Bestimmungen und Grundidftt hinwegsehen, gab der amerikanische Kriegsoilnlster SUmson eine Erklärung tu den Lu/tüberfäJIen auf Rom ab, die geradezu als Muster-stück von Heuchelei und Verlogenheit benelchnet werden muß. Stlmaon wel/i von nichts. Er, der fa schließlich ah Krtegsmlnlster Ober alle mllltärlscften Maßnahmen In allererater Linie unterrichtet sein sollte, erklärte der Presse, er habe „keine Informationen über Berichte aus katholischer Quelle, daß dir Sommerresldem des Papstes, CaateJ Qandollo, bombardiert worden ael." Die Bombardierung von Kunstwerken aus Kulturstaaten leugnet Stimson selbstverständlich auch. Stattdessen erklärte Nm« RitUrrkreaitrltfcf dnb Fflhr«rhaupt(iuartlor, 3. M&rx Der Führer verlieh das Ritterkreuz def Eisernen Kreuzes an f^-Sturmbannfüh-rer Hans Traupe, BataillonskommandcuJ in einer ff-Polizeikampfgnippe f#-Sturm-banntührer Traupe wurde 1913 in Kundern, Kreis Münsterberg, yeboren? an Oberstleutnant Otto Sacher, Kommandeur «Inas Qr«nad1«rregiinents (geboren im Jahre 1001 als Sohn srinas BAckermei-ster« In L«aiibwg)i Hauptmann Aib«rt Kuati, PQhrer alner Panxersufklärungs-abtellung (geboran 1914 als Sohn eines Justlzoberlnspektors in Ladenbvrg, Baden)» Oberfeldwebel Walter Frank, Zugführer in eiiner schweren Panzerjägerab-tellung (geboren 1915 als Sohn einas Arbeiters in Kolbsrg, Pommern), Oberfähnrich Werner Krei, Zugführer in einer Panzeraufkl&rungsabteilung (geboren 190^) als Sohn etoas Landwirts In Tramm Macklanburg-Scbwarla), nnd ObarJIger Andreas Qrelner, Zugführer In «Inem Jä-garreglmant (geboren 1921 als Sohn nes Hilfsarbeiters Ib Tailfingen, Gan Württemberg). Opfer von Noltuno. Ein bis auf den letzten Platz mit Verwundetsn belegtes er.glischoR Lazarettschiff Ist, wie spani sehe Korrespondenten aus Algeciras m«l. den, aus Nettuno kommend, am Donners tag in Gibraltar eingetroflen Ein Teil der Schwerverl'^tzten soll im Militärlaza-rett der Festung operiert werden. Stillwcll verwundet. Generalleutnant Stillwell, der Oberkommandierende der USA-Streitkräfte in Indien, wurde bei einer Inspektionsreise an der Btirmafront durch jap.=inisches Artilleriefeuer verwundet. Mehrere Mitglieder seines Stabes wurden getötet oder verwundet Geschlossene Oplumhtluser. Die chinesische Nationalregierung in Nanking beschloß bekanntlich im Februar einen Dreijahresplan gegen den Opiumgenuß Inzwischen wurden alle OpUimraucher registriert. Die Vereinigung der Besitzer von Opiumhäusern beschloß, gemäß dor Anordnung der Regierung die Opiumhäuser am 29. März zu schließen. Drurk u Verlag Marburgttr Verldga u DrucKar«! Gai m b >-1 — Verlagslaitung Ogon Baumgartnor, Hauptif-hrltilnltuiig ^nlon Gerschtfli hpidf In Marbnrq n 4«r Krl«g«-wlMt«rhnf aarbalt Schon aa d«B VortragaB hab«K d«r L«A- t«r d«B Amt«a Volkswohlfahrt rmd ««In« MitarbeJter mit «in«r «olcbsn Sammol-aktion sehr vi«l zu tun. Mit den Bea\if-tragten der Organisationen und Verbände, die jeweils Träger der Sammlung sind, so z. B. der Wehrmannschaft, d«t Polizei, des Reicheluftschutzbundes usw., müssen die örtlichen organisatorischen und propagaiullstlschsn Maßnahmen durchgesprochen w«rdeiii da sollen Laut-spr«cherwag«n «ing«settt w«rden, Mu-•ikkap«ll«n stattfinden und ander«« mehr und bei allen dleeen Dingen sind dl« Richtlinien de« Reichsbeauftragten für da« Krleqs-WHW und der ziMtändigen behördlichen Stellen zu beachten. D«r Leiter d«« Amt«s Volkswohlfahrl gibt auch dl« SammalbflchssB au«( ile haben — was mancher rlelleicht noch nicht weiß — neben den Schlitzen für Hartgeldeinwurf auch ein kleines kreisrundes Loch, durch das gerollte Geld-«<4nin« hineingecteckt werden können. Innen sichert ein kompllxiert«« Systan Ton Klappan dl« 8ammeH>Ach«« vor w-b«r«chtiät«r a«]dentnahme. Einige Tage Tor dar Sammluag werden die Saain«!-Mchsen t««cUo«aa« wtd mit Plombe« ▼•raehaa. Jede SammelbOchae trtgt eine Nummer, dl« aich auf einer LMt« «nd einer Karte w1«d«rfind»ti auf d«r Karte quittiert der Sammler den Empfang seiner Büchse. Stundenlang wird Geld gezählt Auf der Ortsgruppe herrscht an den Sammeltagen Hodibetrieb. Seit Stunden ilhlen hier Amtswalter de« Amt«s Volke-wohlfahrt and B««uftragt« d«r «ammaln-d«B Organisation da« Spandenaufkom- Aafaakintiii Fuch«, M«rbur| Traue Heiter beim Geldilhlen am Sammeltag ,Tante Doktor* mit dem Höhrror .Wenn man das trst« Jahr lur Schul« geht Der Anfang der ganzem Angelegenheit war ein Klappern des Briefkastws. Und als Franal neugierig nachschauen ging, ob etwa ein Feldpostbrief von Vati gekommen sei, lag darin ein Brief mit einem dicken Stempel auf dem Umschlag, den er leider nicht lesen konnte. Auch Mutti betrachtete interessiert das dienstliche Schreiben, öffnete es und las eine Mitteilung an die Eltern der Lem-anfänger: „Ihr Kind wird am .. .ten um ... Uhr schulärztlich untersucht. Anwesenheit eines Elternteiles dabei ist erwünscht Einige Tage Torher Vorprüfung auf Tuberkulose in der Schule, taler-grofie Hauteinreibung — keine Impfung — usw; asw," Daneben leg ein Blatt «nd da hieß es nun Fragen beantworten über Vater, Mutter, Geschwister, Krankhelten, kur?, alles, was die Familie In gesundheitlicher Beziehung betrifft. „Franzi, wir gehen am Samstag zum Onkel Doktor!" Dieser interessierte sich zunächst höchst wenig für diese Neuigkeit, er vergaß sie auch vollkommen, bis er eines Tages aus der Schule gestürzt kam: „Mutti, heut sind wir alle eingeschmlert worden, guck mal hier!" Und schon öffnet er sein Hemd und zeigt auf einen talergroßen bräunlichen Fleck auf seiner kleinen Brust. „Und am Samstag haben wir schulfrei, weil die ganze Klasse untersucht wird." So ist nvlt einem Schlage der Samstag-▼ormittag in den Mittelpunkt seines kloinen Denkens gerückt, und er geht mit gewichtiger Miene an Muttis Hard IX» dem Ereignis, dorthin, wo an der Hingangstür steht „Gesundheitsamt". Mutti hatte nun erwartet, daß reits Too Weitem den ladau von Ttersly Bengehl au« deai Zlmaer 7 tchallan h6-ren würde, al>ef nein, ea geht beinahe feierlich still n In dleean Wartetimmer. Ob daran wohl dl« fremde Umgebung oder die raepektelnflOacsnd« weiße Tradit und Haube der Schwester «chuld Ist, die jedem N«uankömmlinq ein Num-memschlldchen in dt« Hand drückt, ehe «r sich setzen darf? Mit staunenden Kinderaugen gucken die Jungens um sich und wagen eich nur flüsternd lu unterhalten. Dae halt auch an, al« Mvttl mit Pransl «in Häuschen weiter in das Umkleidezimmer geht und der Schwester den ausgefüllten Bogen abgibt. Zufrieden konstatiert sie, daß Franzi unter seinen Klae-senq^nosaen, von denen gerade drei oder vier beim Aus- und Anziehen sind, doch recht kräftig ausschaut. Zehn Minuten später kann ihr daeselbe auch die Arztin bestätigen, als Franzi, nur mit einem Höschen bekleidet, vor ihr steht und sie verwundert anstarrt, well er eich unter »Doktor« bisher immer nur einen Mann vornestellt hat. Zunächst aber Ist er noch gamicht an der Reihe, sondern horcht vom Hintergrund des Sprechzimmiers aus der Untersuchung «einer Klassenkameraden zu. »Mal ruhig und tief atmen!« Die Are-tln hat dat> Höhrrohr angesetzt und betastet Brust und Rücken des Kleinen. Si« stellt auch das Ergebnis der Tuberkulin-Hauteinreibung fest. »Wollen hier mal durchleuchten!« Die i Aulnahm«! Besondere Fürsorge gilt der Jugend In luftgefährdeten Gebieten Wieder führt ein Zug gesunde Kinder in ländliche Geborgenheit D-te »Sammelkanonen«, von denen alle von vornherein erwarten, daß das Ergebnis gut sein wlrdi oft findet sich auch «in Außenseiter, der alle anderen weit in den Schatten stellt. Rekordzah-lea laufen schiioll von Mund nt Mund und durch alle liumoi bds tu 150 RM haben elnzel-B« Sammler erreicht, sehr günstige Er- Sebnissa für diese Ortsgruppe, in deren •ralch nicht gerade dl« begütertsten Volksgenossen wohnen. Aus kleinsten setxan sich dleee BetrAge oll zn-MBUMB, «In Zadch«B ffti d«n «Mrmßdll-A«tt FtalS d«r Saamkr. U»d dana ■«r Bank Dl« Br«tt«r mit dem Geld wandern schließlich In einen anderen Raum, wo die Beträge noch einmal nachgezählt und dann bankmäßig sortiert werden, d. h. nach dem Münzmetall und dem Wert. — Fremde Münzen und Scheine werden aus-sortlsrt Schließlich werden die einzelnen Geldeorten noch einmal In Listen und Sortenzettel eingetragen, und danach das Hartgeld In Reichsbankeäcke geschüttet, während die Scheine bankmäßig gebündelt werden. Viele Scheine sehen selbetveratändllch — nach einem längeren Zusamiaeneeln mit Hartgeld In der Samioelbüchee, nicht m«hr allzu einladend aus, und die Bank wird diese Scheine zwelfello« schleu-nl^t aus dem Verkehr ziehen. Nach Abschluß der Zähl- und Verbuchungsarbelt dl« vom Kaseenwalter sorqf^ltlq überwacht wird, wandert da« gesamte Spendenaufkommen auf schnellstem Wege zur Bank, denn schon dieser flüchtige Überblick hat gezeigt, daß bei einer Ortsgruppe ganz erhebliche Beträge zusammenkommen, deren sicherster Aufbewahrungsort immer die Bank Ist und bleibt. überall klappern die Sfimmalbüchsen, überall sitzen Zahler und Zäblerinnen, und ül«>TaIl wandern die Geldbeutel und Geldbüntlel zu den Banken und Kassen. Den gleichen Weg nehninn die Spendenaufkommen der Opfersonntarie und anderer VeTanetaltunqen zugunsten des Kriegswinterhilfsweikes, Immer abei erfolgt nach Feststellung des Ergebnisses sofort eine Meldung an den Kreis. Gau und weiter an den Relrhe-beauftragten des Krieqswinterhllfswer-ke«, von wo nu« die gespendeten Millio-nenbeträqe zweckmäßig auf die Gaue verteilt werden, zur Linderung der Not, zum Schutz und zur Förderunq junqen deutschen Lebens. Fflr wen spsndsn wir? Dls Gewißheit, daß jede Mark, |a jeder Pfennig dem Zwecke der Volkswohlfahrt zugeführt wird, dürfte auch anlÄß-Ilch der ReichestraßensammUmq Anlaß sein, reichlich zu spenden. Denken wir dabei nur an die Betreuung der Jugend, an die Hilfe für Mutter und Kind, für die 'Alten und Kranken, denken wir vor-r»ehmllch an die schönen Kindertaqe«-«tätten in der Untereteiermark, lu denen ein« gesunde Jugsnd heranwächst. Damit dleee umfassenden sozialen Werke welter gefördert werden, dafür geben wir am Samstag und Sonntag unseren Reitrag. .fr*-, Die roten WHW-BOchsen wandern durch die Straßen Die Frage: Wo bleibt denn das viele Geld, das ich spende? sollt« keine Frage mehr sein. Derjenige, der sie stellt, geht mit Scheuklappen durch dis Welt und sieht deshalb nicht, was aus dea Speeds« für das Kriegs-WiateAlMewark Oro-ßes ood Gate« und Zukunfteichemde« geschaffsn wird. Wer offenoc Aoges um Leben blickt, wer Umschau hält ia selwMa Verwandten-, Bekanuten- und Preundee-krelee, der weiß, wo dis Millionen bleiben. zu denen das deutsch© Volk in seiner Gesaiutheit freudigen Herzens und mit hnnier sich steiqeiader Bereitwllhq-kelt beisteuert. — Sicht die vielen Frauen unseier Frontsoldaten, die fleißigen Arbeiterinnen jn den Rüstuncisbetrie-ben, die Mutier da^tinsfroher Kind^r-scharen, er sieht dicft« Kinder reibst und weiß, daß aus den Spenden zoin Kriegs-wlnterhiUswerk, vor allem durch die Maßnahmen des Hilfsweike6 »Mutlei und K:nd«, die Lebenstrall unseres Volke« qesichert wird, daß die Zukunft d'jr Nation ftfcgen alle teulllscJien Mordpläne plutokratisch-bolsrhewisliecher Mensch-heitsbeglücker steqreic.h behauplot wird, gegen Moidpläue, cieneu in den V/elt-krlegsjahreii Hunderttausende von deutschen Frauen und Kindern wehrlos zum Opfer gefallen sind. So wird dei Untersteirer auch anläßlich dieser Relchsstraßensamralung seine Spsodsfreudigksit unter Beweis stellen und mit B«in«r Müoie und »einem Geldschein — jeder nach seinem Voimftginon j Einblick in die ausgezeichnete Ordnung und Laqerkflmerailschaft die liior herrscht und durch die unsere Miideu eine tadellose Ausrichtung für Ihre kommenden DcrufB- und Hausfrauen()flichti'n erhalten. Die fröhliche Veranstall'uig begann mit einer Kaffeetafel, der sich ein Lichtbildervortrag Über das Legrr!e-ben und die Maidenarbelt nnschlofl. D e Ausstellung, In df»r die Arbeltsmaiden Ftickarbeilen und Werkatbetten 7eigtcn und gleichfalls Proben ihrer Koch- und Barkkunst abgelegt hatten erwerkir viel Interesse Zum AbsrhluP brachten die Maldtfn das Marchenspiel , Der Ten-fel mit den drei goldenen Hoaren" r'^cht nett zur Aufführung dai« viel Hel^erk-'tt auslöste. Vielen Wüascheu entsprechend wird das MSrchensplel eine Wiederholung erfahren. Gefundene Bezugskarten sind sofort abzuliefern W«r d« ▼•rwcndtt, muB mit recht fühlbarer StrAfe rrtchren Das Reichsgericht hat jstst den naheliegenden Verwendungsmöglichkeiten rarlorener Beiugskarten durch den unehrlichen Finder einen itrafrechtllchen Riegel vorgeschoben imd In einer grundsätzlichen Entscheidung ausgesprochen: Wer Bezugsberechtigungen, die ein Verbraucher verloren hat, tindei und darauf Waren für sich berieht, kann nach § l, Abs. 2 der Kriegswirtscliafts-verordnung bestralt werden. Außerdem wird in der Regel Unterschlagung anzunehmen teln und, soweit auf den Bezugskarten Irgendwelche Anderunqen vorgenommen wurden — zur Täuschung über den berechtigten Inhaber — auch Urkundenfälschung. Bei dieser Häufung von Straftatbeständen muß der unehrliche Finder daher mit einer recht fühlbaren Gefängnis-, wenn nicht gar Zuchthausstrafe rechnen. Die Bewirtschnftungsvorschriften regeln, so heißt es In den Entscheidunqs-gründen, nicht nur die Behandlung der Bezugsberechtlgungsauswelse bei den ausgebenden Behörden und den Lauf dieser Ausweise zum ei.nrelnen er-braucher sondern auch Ihren 'veiteit-n Lauf bis zur Rückgabe rfoi benut?! n Abschnitte an die .M'rerhnungssti.v1tii und zu ihrer Vernichtung b;'\v ihifi Lauf bis zum Zeitpunkte in dpin durch NichH)pnul7\iiin verlalteii iii;d cUi-durch wertlos '.vpr-lcn Da nun >r fremde Ausweise 7ii eivnn rocl^iswidii-gen Warenbfziig h Miut/I worden können. nötigen die Belanne dei olfrntli-chen Bewirfschaltunti dd'^u, auch Re/iigs-ausweise. die ein Verbrauchi-r vi rloien h«t, dageg^>n 7u schützen, ilaß ein unehrlicher Finder sie uir sicli h Msnilc-schafft In diesem Zusammenhange sei Hdrar erinnert, daß es eine selbstversiändli-che Pflicht ist, solche verlorenen Ausweise, sobald man ste findet, dem Eigentümer zuzustc Pen. dei ja aus der vorgeschriebenen Beschriftung mit dem Namen ersichtlich ist. oder sie andernfalls einer Behördenstplle für Funilsii-eben abzuliefern. iJKTEnsTEWKnr jiie ft4;r Spiimd^, hei der 4st ein Qnuhness der Einsafz- i«» bereitschaft der Heimat unsere Müttei^ nnd Kinderl Seite 4 » Nr. 64/63 » Sam&tat^/Sonntag. 475. Mir« 1944 TAPFERE ^ U N T E R S T E I R E R marburger ZEITUNG G»/rfit«r Ajidortobalt JotMoa au« Bu-chtrn, OiUfliiiyp» Licht«awild, Krtit Riun, wuid« füj T«pfark«it iror cU>tn Pe'ndt; mit dam HiMrn«a Kreuz n. Ki«««« ausgezeichnet. In der Ort»grupp« WlBdtichf#Utrlti wiifdi} für tfipfares Varhalten vor dem I-i';nd d/»r GiPnadwr Vladimir Tiino-»chwif mit dem liisernen Kreuz JI, Kiaüse «u.sye7eicJ.ri«;l. Umfassendes Wohnungshilfswerk In Petfau Kreisführer Bauer sprach zu den Bürgermeistern des Kreisel Tie Spende der Bundes-schulungsburg Wurmberg Seit der Eröffnung der Bundessciiu-liiiujbl)ur(j Wuiinbürcj am 15. Juli lfM2 bis pinschliftfllich 1. Marz dieses Jahres kdiin II rund So l oluyange für Amtsträger de» Steiiibtfien fieimatbundei lur Durdifuhrujig Hei den jeweili nach Ab-•dilul} •inai Lehrgänge! abgehaltanen Kdmeradsthaflgabenden gedacht« man aucli d«f D^utüchan Roteo Kr«)]XM und de« Krl«gi-W?iW durch Satnmiung, dl« 0ln«fi fibcrau« erfrauiichcn Betrag ar-braditwn. Hr hat bla 1. MIri dt« antchn-J)rh« Summ« von 11391,38 Rölchimark errrtrht, fl^i den HUf.iwerken zufloß. Br Ist iitn Zttlrhen dur Freude, Aufgi^fÄChloB-e-^nheit und »oztölon Einsatzboreltiichoft jenur M*lnncr, diu von dlnser RültatAtta ivleritjr Ins Unterland hlnaiifi7ogen, um J^der /»n ^f^inrm Plnfi dem Ftihrer und Cirnß Iniifsriiinnd wie der unfersteiri-«rhen Felrant zu dienen. Juj^endkameradschaft Abi^'tiifd ieiwtt)e«prechunf| lusamman, lu dar di««nal auch dia Vertreter daa Handwerkea beiflezofleu waren. Auf der Taqfwordnunq stand vor allem das Woh-nun^hilfsweik. Dabei sprach der Ge-6rhÄftfifiihrer der Kreishanidw^rkerschaft, Pg. Grabner, über den Bau von Behelfa-heiinen für Bümbengeschädiqt«. Diese seien rectioe mit örtlich vorhandenen Baustoffen und Arbeit«kräflen zu erstellen. über die Aufbrin<|unq und Abfuhr der Holzuialaqe Rpr^ich Forstraeifiler Dr. Vorreiler. Eine Reihe von Sarhbaarbel-tern des Landratamtes erörterten verwal-tungsmäftlqe und krieqswirfschaffliche Fraqen, An die einzelnen Vorträg« ichlossen ilrh Aussprachen, die »ur Klä-runfl dar bahandelten G«0«n»tAnda bal-trucran. Zum AbaohluS dar Tagung «prack Kreiaführar und Laadrat Pg. Friti Bauer. Vorerat arArtart« ar aindrUioJich alla krie^awirtaaba/tlicli wlchLiflen Aufqabon der Bürgenu«i«ter. fir l«qte Urnen u. «. nahe, sich besonder« um all« Fragen dar Emührunqawlrtachaft tu kümmani. D!« erfreuliche Entwicklung dar Milchablie-ferunq im Kraise fei durch perednUchan Einfluß noch waaentlich zu »telgem. fiel den Viehzählungen haben sich dks Bftr-geron-iieier nicht nur auf dia Titigkelt ä-rer Sachbearbeiter und Zählorffana zu varlaMfin, aondem sich persönlich ainzu-schaiten. Der Kreieführer ging dann auf da« politische Geschehen über, streifte tian Bojnbenlerror unaerer Geoner, dem die Heimat eine qeachloasan« Front ent-nagemtallt, und betonta, daS jadar rtr-nflnftitje Mensch erkennen mu6, <|al auch die Bevdllkerting dar UntantaJar- mai* ab«Mo maanlwll artra««« * ix*nb«>Wtflfcrd»ta Ga- blata. Wir wtoaaa, dU aUar Tarror, dm heuta artMgan, «aina garadit« Aha-duafl In dar Vargaltuag find«, dia aitr ga-gebanan l$ii alnsatzan warda. Dar Ub-terstaiermark zalgen dla Bombanangrlffa deutlich, daS ea nur alna Fraga gibt, für jadan Untaratairer genau ao wie für Ja« den anderen Deutschen und jadeo Euro-pJiart Hillar odar Stallal A\ä den Schlachtfeldern im Osten wIM unsere Weltanschauung zuletzt tlber die Machte der Zerstörung trlumiihleren. Wir haben die Aufgabe, die Heimat für die kcKm-menden Tage der Entscheidung zu rüateij und ru atärJcen. Die Front kann sich auf una varlaaaan. Der Führar itaht Ober uaa, mU Um maiaciiiarcBi wit lum aiciiaran m«rimrj«r Symphoniekonsiirt ionatag, 11 Mira, um 19.30 Uhr, findet untar dar Stabführung des Opern-kapallmaistars Richard Dietl das 4. Sym-phoBlakonsert dar hiaslgen Spielzeit Blatt, auanaluiisweiae nicht im Saale des Stalrlachan HaUnatbundas, sondern im Marburgar Stadttheatei. Das Programm, das untar anderem Richard Wagner's Trauarmarsch und Siegfried s Rheinfahrt aus ..Göttardlmmarung", sowie Schubert'« haldisch-strahlende C-dur-Sympho-nie anthilt, tr> In seiner besonders festlichen Gehobenheit so recht dam an diesem Tage zu feiernden deutschen Hei-dengadenktag Rechnung. Behelfsheime in der Steiermark Jeder Grundatüclctbesitztr «oll die Errichtung fördern Symbol rirr /iprtc die Stirnwand dos S ,.1- s. — N.ich pinem Lied sprach die O'ts. rtiipncimtslc'.te'-in Parteiqpntwsin Mi-rhflilfich, v/orduf die Kinder unter d^r Lfitutiq dfT »Tante Poldi« Lieder sanqpn, -KTi Rf-qen tanzten und ein Steqreif-f^nicl vorfülirten. An«ch!iefi«nd erklärte ö f. die Bedeutung der Wo]f.sfln- C'l, l!c hcil dpti alten Germanen dfl« Zef-ciutn fOr einen Ausweg au» der r.**fahr, r.bor ourh als 7»»lchen guter Kamernd-«""hafl galt, und verteilte die Ntitglledn-k/irifn und Ab'^pichpr an die Kinder, die 7 .'/9l .Jihip der Kindergruppe anqehflren. N -rh Pinem Lied qlnq es an« Verkaufen dt= hisfflnrbeifen zuqimsten de« Kriecfs-[>ip VpT'^f^firh^edxmg, bH der der K."isMih:or lind die Elfern anwesend wa-ifn, wird für die Kleinen eine liebe Erin-rcruTiq st-in. tJ. all«! KlrideiTjUrtw de» Kreie«s Lut-tenböig wurden In der Zelt vom 2fi. P«-brußr bis 5. M^n schlicht® Feiern an-l^f^ilch d.« tehnlÄhrlgen Bestehens des H l'vWerkes »Kfutter und Kind« durch-G" f(!h;t. Im Kindergarten Luttenb«rg fand d Pf! !be am ?. MÄrz unter Be!««in von Kielsfflhier Dipl.-Ing. f^Jemetz, Bürger-m-" Hörndl und des Krelaamtflcitprs r - nnd.i sffitt. N.irh der Reqrüßung der K ru'orqflrlnerln Rr)«a Hoker, sprach K ?'«< nit«lt.'iter Pq Perharda Aber die A'.ifrr.ben de.s Hi)f«.w«rke» »Mutfor und K' li . 'NpischÜcIVind zeigten die Klcinnn •.neu Au*5rhnltt an* Ihrem Kinderqar-tfnlülion. L) t^nlal war m eine kleine Gv-mnaetik-Stund«, gofUhrt von Tunte R'xsi Nfifh der wohi^rhrreckmide'n Jau-«f, kam der Hfil.epnnk! für die Kleinen; »Krisporl# k(im zu Rpsurh. Drei Owinnt^ ru )p 200 000 Reichsmark gezri^en, An' ?2. Zieliiingstaq der filnf-KIdSÄe d'jr 10 De*ttsrhen Reichslot-t<>ris dr«l Gewinne von |e 200 000 R"*i'"''^mflrk n.if dtf Nummer 130 519. Eine der vordringlichsten Betreuungsmaßnahmen für Luftkriegsbetroffene ist 2jührisl«ltei« Brust. Dabei erreicht Edwin Fischer eine Großartigkeit des Spiels, dia ihn selbst zu überwältigen droht. Doch Fischer siegt nicht nur über das Inatrument, sondern auch übar sich selbst und damit über die Geister, die er am FUlgel bescliwört. Die Choplnatücke dagegen wirken mehr wie eine Erholung nach solchen Ergüssen des inneren Erlebons, sind Kunst um der Kunst willen, wenn auch aufs edelste gafaßt. Ein Träumen mehr denn ein Künden. Das Publikum stand wie eine Mauer und trklatschte sich Zugabe um Zugabe. Man hatte da» Gefühl, der, der dort oben eplalt, apendat au« lnn«rar Notwondilg-kall, denn ar weiß, daß Mueik zu trftsten venuig und zu erheben und dnß solches Spandan allan nottut in einer Zatt, die laden braucht ohne Vorbehalt. Kurth Hi/dehrand Mntiak Dla Stelrlsche Volksbühne gastiert Ii Obarpulagau, Wllscheln und Frauheim Die Steiristhe Volksbühne (Frankl Bühne), dla im Unterland seil Jahren ei nen guten Klang hat und mit ihren Gastspielen Immer wieder der Bevölkarutig Freude und Entspannung bereitet, gastiert am Sarnatag, 4. März, in Oberpuls-gau, Zlasels Saal, am Sonntag, S Märs. nachmittags in Frauheim und abends im Geiuelnschaflshaus Witschein. Zur Aul-führung kommt der Schwank »Der vei-kaufte Großvater«, dar bei don Besuchern beiilllige Aufnahme finden dürfte Gastspiel aili dem Illiislonistsn Swen-galt Die Zauberschau Swengall, dln in vielen Orten de» Unterlandes immer wieder größtem Beifall begegnet, gibt, durch Vermittlung des Amtes Volkbll-dunq Marburg-Land am Sonntag .1. März, in Hagau wieder eine ihrer Vorführungen, die bei allen Besuchern ungeteilten Beifall finden dürfte Marchensplel in Gonobltz. Kürzlich wurde von den Gonobitzer Jungmädeln im Saale de« Steirischep Heimatbundei dai Märchen »Dar Schweinehirt« sowie »Daa tapfere Schneiderlein« zur Aufführung gebracht. Die Dai^bletungen der Junqmädelgrupipe waren recht gut und dla zohlreichen begeisterten Zuschauer dankten mit reichem Beifall. Die Führerin dir Jungmädel konnte 164,2R RM aa das Kriegs-WHW abliefern. Musikfreudiges Cilli D«r KUvIinbtnd FriU Wridllch f«nd dankbare Hör.r Wer weiß, ob man In CUU ichon Je em solches Klavierspiel gehört hat! Friti Weidlich ist ein gebürtiger Wiener, war ursprünglich Geiger, dann viele Jahre lang Operndirigent, leitet Jetzt als Mu-sikdirciktor die ueugegründete Deutsche Philharmonische Gesellschaft In PraO-burg und itaht damit an dar Spitia des dautichen Musiklebens In der Slowakei. Dort hat er »Ich aui Opern- und Rundfunkorchester alnan bedeutenden Klangkörper aufgebaut. Und ein geradezu orchaitralai Muiliiaren war ai, all der Künitlar vor dem Bechitelnftügel laß und mit itarkar odar lartar Hand Ihm Fluten von Wohllaut entlockte. Viele erkannten da lum ariten Mala, was dieses vlalgaplagta Instrument Oberhaupt heriugaben vermag, und iwar nicht nur aq KlangfOlIa, londern auch an Mannig-Taltl^tlt dar Stimmen und Stimmungen. Das Programm war ausgezeichnet. Onne billige Zugeständnisse hielt es d<-^ künstlerische Höhenlage bis «u den letzten Zugaben (Chopins Walzer Nr. U, Schuberts Eccossaisen). Es brachte In schöner doppelter Steigerung Bestes aus der Klavierliteratur dei vorigen Jahrhunderts, doch lauter unverwelkte Blüten von ittrkitar Gegenwartswirkung. Manches war darunter, was ^eie Klavierspieler von eigenen Versuchen ken- nen, und gerade dies zu hören, war für •ie besonders reizvoll Denn in dor Gestaltung eines Meisturs gewann dos Wohlvertraute «in neues Gesicht. Nicht nur dia verblüffende Technik und die außerordenliiche Ausdruckslählgkeif des Spieles, sondern vor allem die künstlerische Kraft, mit der die einzelnen Werke, jedes in seiner Art, In ihrer Architektur aufgebaut und wuchtig hingc?-itellt, aber zugleich lieljevoll bis in alle Feinheiten und Einzelheiten plastisch modelliert wurden, das hat die Zuhörer Immer wieder hingerissen und entzückt; ob es nun Beethovens Path^tique oder Schumanns geniales Erstlingswerk, die geistvoll beschwingten Abegg-Vartatlo-nen oder das stürmische Perpetuum mobile Webers war. Im zweiten Teil folgte die mit sicherstem Geschmack, mit Wärme, Lieblichkeit und Kraft, ohne jede sentimentale Verkitschunq gespielte A-dur-Sonate Schuberts, darin wledor das so behutsam und innig vorgetragene Andante wohl das Schönste war, die machtvolle g-moII-Ballade Chopins und all glanzvoller Auiklang Franz Llszts Waldesrauschen und Zehnte Rhapsodie. Stürmischer Beifall sagte dem Kilnstler, daß er auch die kritischen Clllier im Sturm gewonnen hatte. Dr. May marburger zeitung Stmitag/SonaUg, 475. Min'1944 « Nr. 64/65 » Seilt 5 Jlier, Frau Schulze'' Frau Sc!4ke ateht im TreppeniJur in irgendeinem Haus. Sie ist gesprächig von Natur und Bpricht sich herzhaft aus. »MeJft Manii", — $o meint «/• stolg und Jaut, «der tehafit ftttt Tag und Nacht, w»il flt/A Betritt waif Neue« baut in dieser RüaluiigtschJacht.'' Frau Schulze apricht, Frau Müller hörli 7i/nsu kommt noch Frau Kunx, und jede aehücht der andern achwßrti „Das bleibt nur unter unar Eg wird erzählt mo allerlei. Kein Mensch, der denkt sich was dabei. Kein Mensch? üas Jco;nin( sehr seilen vor — Vielleicht im Frieden nur. Im Krieg hat jede Wand ein Ohr, und auch der Treppenilur. Der Feind hört mit an /edem Ort mit falscher Hinterlist, wobei für ihn das kleinste Wort von größtem Werte ist. Fr hOrt mal hier was und mal dort, er lolgt der klelnaten Spur, und hierbei hilft ihm manphea Wort auf manchem Treppenilur, W. Köhler Fihne der Wocfie Ein glücklicher Mensch BIm ffMdiUcb* 4«nkt mam wwlUkArllck Ml Bttfrlan dM Flkat. Bin« glückllcfa« und ungewöhnlicli« Familie. Jeder l^t •einen Neigungen. Der Vater iAt erfolqreicher Gelehrter, steht unmit-tplbar vor der Verleihunq de« Nationalpreises und ejireut sich bei seinen Hörem dar größten Wertschätzung. Der Älteste gleichfalls WiMeucha^tler «nd ealnes Vatei« beeter Miterixtiter. Der JOaoM* Sohn hüt einen Reuoetell «nd Bedit« «tisk )■ d«r tpoiiwslt lU FreJMprlng«r «Inen Namen. Dl» Tockt«r wendet lieh der Kunet so and let tng*-hende Schaueplelerln. Und alle schöpfen aus dem Vollen; dne Leben scheint ihnen keine Schwierigkeiten *u brlnqen, sie dürfen «ich dem widmen, wozu Be-qabunti, Luet und L!ebe «le treiben, und sie kennen kpine Sorqen, TJber Ihnen allen waltet ab guter Honsqalit des Pro-ffiMor« SchwS^erin und Dlmcnt eile», wei «I TlalltidM docJ) an IhMU^gsnehanem f»-ben maia, auf «Idi. Nach dieser «raten flüchtigen ^e«t«t«l-luiK) fühlt man «Ich tod dem Geediehen immer mehr und mehr gefpsseU. Man «'eht sich förmlich in die Vorlesunq des Professors hineinversetzt, hört ihn viele kluge Worte sprechen und glaubt Ihm min: er ist ein glücklicher Menschl (Glücklich, weil er an die Menschen 7u glauben vermag, weil er sich freuen und lachen kann und der ewig jung bleibt, wenn aiu» seinen glelch-iltrigen Kollrqen Greise werden. Und er bleibt auch der heitere, ruversichtllrhe, qlMubiqe Mensch, als der Himmel sich jählings trObt, die Verleihung des Nationalprei-60S in Fraae gestellt ist, finanzielle Sorqen hereinbrechen und die Kinder zu einer umwälzenden Lebenaumstelhing zwingen. EthI als der Verdacht der Wpchselfälsrhung auf den Söhnen lasta? und sein In .sir gesetztes rückhaltloses Vertraupn einen Stoß erleidet, roiHt ps ihn nfider. über d^s Ende gut, alles gut, freut man s'ch dann herzlich. Die Gestalt de« Professors erhält durch Ewald Baiser eine packende Zftichnung. Neben dieser überragenden Darstellung können sich jedoch auch Gustav Knuth, Viktor de Kowa und Maria Landrock behaupten, Reizend ist Marianne Simsnn als reiche Braut, die treu zu ihrem Ver- V/IRTSCHÄFT UMD SOZIALPOLITIK Bauernland an den Albaner Bergen Provinz Littoria — Symbol des Aufbauwillena cSf)ort und lumen Den Kampfraum ofirdlich und südlich des Landekopfes von Nettiino bildet di« Ebene der ehemaligen Pontinischen Sümpfe, die die Regierung Mussolinis in ein fruchtbares Ackerland mit neuen StAdten, Sdedlungan und StiaBen verwandelt hat. Mitten Im Frieden «r-oberte das neue Italien mit dam Spaten eine sehr fruchtbare Provinz In der Ebene südlich von Rom. Der nun urbar gemachte Pontische Ackei erstreckt sich südlich der Al-banerbcrge und Roms. Mitten durch die Landschaft geht die Via Appla mit ihren Ruineq der alten Römer-herrschaft, Im Zeichen des Liktoren-bündels vollzog sich die friedliche Eroberung der Provinz, in deren bäuerlichem Mittelpunkt das Städtchen Littoria liegt. Zwei Jahrtausende mußten erst vergehen, ehe die Sumpflandschati k\i4tiviert wurde, Kleine Flüsse strömen von den Albanerbergen in die Pon-tinische Ebene, die sich in einer Breite von 20 bis 30 km bis zum Tyrrhenischen Meer erstreckt. Während sich früher dia Gebirgswasser «tauten tmd sich In einen Sumpfherd verwandelten, in dem die Malaria herrschte, durchzieht heute das Land ein System von Entwässerungska-nälen. Die Pontinischen Sümpfe und der sich welter nördlich anschließende Agro Romano wurden in slebanjAhrigar Ar- balt Toa faacliistlachaa tta«t «bar §•-macht. Dia Malioratlonifllcha Ift atwa 75 000 ha groß. Man hat arrachn«t, daß dla Kultivierung Jed«s «Inzclnan HeJctars 30 000 Ur« g«ko«t«t hat Aufiar d*r Bnt- ~Atu/ol ermtfu wttssenmg de« Bodens galt es noch, zwischen den zahlreichen neugeschaffenen Bauemsiedlungan ein ausreichendes Wegenetz anzulagen. Der breit angelegte Mussolini-Kanal durchquert die Provinz. Mehr als ein Dutzend Pumpwerke in der Ebene sorgen dafür, daß der Ackerboden in den Sommermonaten bewässert werden kann. Auch ließ die italienische Regierung für jeden Hof, der etwa 10 bi« 35 ha groB tot, Blume an- pfliBi—. De» lledltnigtwerlt let tob itaUent«chan Prontkämpferbund (Opera Nazlonale Combattantl) organisiert worden. ProntkAmpfer de« Ersten Weltkrieges wurden mit ihr«a Familien auf kleinen Hdfen angaidedaU, «1« werden in der landwIrttchaftUchan Arbeit ron der Organiaatlon untaritfltzt. Der Bauer des Pontinischen Ackers arhAIt den Boden frei, 65 y, H. dar Kosten muß er tragen. All HalbpAchter braucht er kein» l^eu-em zu zahlen. Der frxichtbare Boden gibt alljährUch die besten Ernten. So wurden z. B. im Jahre 1940 67 000 Zentner Zuckerrohr und 4000 Sämereien geemtet. Die Durchschnittsernten des Getreides liegen besonder« hoch, die Viehbestände konnten sich gut entwickeln. 60 000 Bauern, aber auch Handwerker und Beamte sind In der Provinz Littoria angesiedelt worden, Hauptstadt und Verwaltungszentrum ist Littoria, nach dem Liktorenbündel genannt. Aprilia im Norden ist Hauptkampfstätte der Italienfront geworden. Das Bad Sabaudla nn der Küste des Tyr-rhenlschen Meeres und Carbotvia sind blühende Städte im ehemaligen Sumpfgebiet geworden. Das neue Bauernlnrid wird, da es nun einmal lum Kampfgebiet geworden ist, um so erbitterter gegen den anglo-amerikflni*chen Feind Tarteldigt Vobten «teht. Der tratBaAtiqaa« ewig iwallelten Wlrtecha/torin T«rl«dbt Hedwig Wangel köslIKiie Konturen. Ein« ebenso treffende Charakterzeichnung schuf Erich Ponto mit seinem hinterhäl- ! tiqen Goldvprleiher. Die SpielloituTiq diesrs packenden nflch einer Komödie von Hjalmar Berqmnn frei bearbeiteten Films war in den be-w.ihrton Händen Paul Verhoevem. (Marburg, Burg-Kino.) Marlannt von Veattneck Relsebekanntüchait Walch tolles Durcheinander um ein paar tausend Mark entstehen kann, wenn Hans Moser ihr glücklicher Gewinner und dazu noch von Beruf Angestellter eines Jjeteklivbüros ist clasi mag sich jeder jeder ausmalen. Durch seine Schusselei und durch die Wirinisse, die er da anrichtet, kommt ein nettes junges Mjdel in di« grüßtHu Verlegenheiten, filfriede Datzlg iKt dietos M&del. Und si« Ut •«hr jung zum Film gekomman. Qelch xu Anfang Ihier kOnstlerlicheu Laufbahn hatte die damals Sieb/ehnjährlga «ino junge Mutter darzustellen. Moser war ihr Partner und er meinte: „So was ist halt Huch nur im Pilmatelier möglich — da steht a junges Madi, dos grad a Kind kriegt hat und weiß wahrscheinlich ^rolZ(^^>m noch immer nicht, ob die G'schicht mit dem Storch wahr ist oder uet!" Und da ist noch Wolf Albach-Retty, der den Zug mit dorn Koffer verläßt, in dem das nette Madl, dessen Uokannt-.ichdft er soeben gomacht hat, das Gold dem Gewinner überbringen soll. Dadurch wird Verhängnis um Veihangnis ausgelöst. Aber zum Schluß finden die beiden jungen Leute sich doch fürs Leben und Hans Moser triumphiert, als wäre das glückliche Ende guiiz allein dds Werk seines Übereifers. Gespielt wird natürlich flott und mit fröhlicher Hingabe. So macht dieser anspruchslose Unterhaltungsiilm bei allen seinen — oft höchst unwnhrsclieiiiliclien — Zufallen herzlich lachen Und das ist ja wohl die Hcniptsache. Das Drehbuch haben Gurt Wesse und Fritz Gottwald geschrieben. Die Upleriage bot Gott-walds gleichnamiges Thedterstüci«. (Marburg, Espltindde-Kino.) Sepp Zolineritsch Sicbernng der Rechte der Ausgekfimmten Durch dl« Auskimmung Ton Betrieben werden jetzt vielfach Arbeitskräfte einem anderweitigen, kriegswichtigen Arbeitseinsatz zugeführt, ohne daß ihr bisheriger Betrieb stillgelegl worden ist. Um nun auch die Recht« dieser Ausgekämmton sicherzustellen, ist angeordnet, daß zu ihr«n Gimsten di« Beatimmungen «nzuw«nd«n sind, dl« bei der Stillegting Ton Betrieben gelten. Ba handelt aldi dabei im wesenülchvn um di« Anspruch« aus der Dl«nstpfllchtregelung, wo> nach bei Dlen.stverpflichteten dl« Zelt der Retneh«>zugehörigkeit in der alten Arbeitsstelle auf die Dauer der Betrlebs-zugehörigkeit am neuen Arbeitsplatz angerechnet wird, wenn Ansprüche nach geltenden Tarif-, Betriebs- oder Dienstordnungen von dijr Dauer dar Betriebs-iugahörigkeit abhlngan. Das soll «Iso nunmehr auch den Ausgekämmten zugute kommen, ebenso aber auch Arbeitskräften, die bisher selbständige Gewerbetreibende waren und die auf Grund der !.1pldeplichtverordnung ohne Dienst-verpflichlung eingesetzt worden sind. Für diese letzteren, alio die bisher Selbstlxidigen, wird die Zeit ihrar letzten TAtlgkait als Selbatändlge auf di« Dauer d«r Betriebsrugehftrlgkeit In der neuen Arbeltsstell« «Dgersd^neL I«1 al*e 1. B. ein bishariger ■«lb«tAndiger Einzel' handelskaufmann, der seit 10 Jahren einen eigenen Betrieb gehabt hat, für einen Rüstimgsbetrieb dienstverpflichtet worden, so steht ihm im ersten Jnhre der Dienstverpflichtung ein Urlaub in der Höhe zu, die für ein Cefolgschofts-mltglied mit lOjähriger Betriebszugehörigkeit gilt Weltbild auf kleinstem Raum Briefmarken begeistern Völker Das Brlefmarkensammeln ist fast so alt wie die Briefmarke selbst) Inunerhin waren die Philatelisten lange Zeit eine eng begrenzte Liebhabergilde für sich. Viele handfeste Männer schüttelten den Kopf, wenn sie hörten, daß ein sonst ganz passabler Bekannter nichts besseres zu tun fand, als sich in seinen Feier-abendstutiden mit den kleinen bunten Bllderchen zu ve'^gnügen, die meistens sogar schon abgestempelt, also prflktlach wertlos geworden waren Den »Tag der Briefmarke« kennen wir aber erst seit 1936. Dajnals setzten sich die Vertreter der deutechen Philatelisten In der Federallon Internationale de Philatelie dofür ein, für den Tag der Briefmarke d^ Geburtstag des Generalpostmeisters Heinrich von Stephan zu wählen, der sich um die Gründung des Weltpostvereins beeondern verdient gemacht hat. Seitdem Ist es dabei geblieben, diesen Tag oder den nächsUolgende.n Sonntag festlich als »Tag dei Briefmarke« zu begehen. Alle Staaten, die dem Weltpostverein angeschlossen waren, begannen mit der Zusammenfassung der Briefmarkensammler, jedoch kann man feststellen, daß in keinem Land dei Erde die propaqandlsd-schen und organisatorischen Konsequenzen mit einer solchen Großzügigkeit gezogen wurden wie boi uns. Die Sammler-Vereinigungen vervielfältigten sich und richteten sich einheitlich aus. Zehntnu-sende von piivaten Sammlern schlössen ruhig und neidlos in deh Pän70rschran-ken ihrei privaten odei aulllichen Besitzer weiter schlummern. Es qibl schät-Tiungswcise hunderttausend versthiedeue Poshvortreichen in der Welt und daraus erwächst fiij die meisten Stiminler von ganz aliein die Notwendigkeit einer Beschränkung aui bestimmte Kontineute, auf einige Staaten, nul ein bestlminti.»s Land oder auf bestiinnitü Markensätze innerhalb eines geschlossenen Gebiets So sammelt der eine nur Luftpostmiuken, wahrend da« Urlaubs; Arb«ltsbuck d«r Ausländer bleibt loi Betrieb. Zur V«rwal- tunqsvereinfachung und entsprachond den allgemeinen reichsrechtlichen Arbeitsbuchvorschriften, n.ich denen das Arbeitsbuch wahrend der Dauer der Ge-sa/ntbesf hjftiqunq, also auch während de« Urlaubs, vom Unternehmer aufzubewahren ist, hat der Generalbevolhnäch-tiqte für den Arbeitseinsatz anqeordnet, daß das Arbeitsbuch für Ausländer während der Beurlaubung des Ausländers in der Heimat beim Unlernehmer zu verbleiben hat und von diPiem weiter sorq-fältiq aufzubewahren ist. Damit ist die bisheriqe Reqelunq beseitiqt, wonach der Inhaber das Arbeitsbuch für Artsländer, dem Arbeitsamt zurtickzuqeben hatte, wenn er das Reichsqebi-et verließ. Handelsaufschlag auf Nebenartlkel der Lederindustrie, Die Hersteller von Ledertreibriemen und anderen technischen Le-derartikeln verkaufen auch die nicht in ihrem Betrieb hergestellten sogenannleri Nebenartlkel. Es handelt sich dabei um Leder^n.^nschef ten, Ledertreibriemen, Näh. und Binderiemen aus Le,30; Wir linyen vor — und ihr macht mit. Rundiunkspiclichar Praß, SinjJiL'iler Witti Trädcr. 11.30—12: Über Land und Meer (nur Berlin, Leipzig, Posinl. 12.35—12.45: Der Rericht zur La(-e. 14.15 — 15; Alirrlei von iwci his drei. ISIS.30: Mmiik.ill*chc Kurzweil. 15.30—Ift; FronlSc-riebt«. !(►—17; «.MuiiU. die das li. ri erfreut , au.« Üpertttc und *cil|jenüssi*chcr Untrrhuitiinit. 17.15 — 18; Heitere KIclniiEki'ilcn. 18—18 30: Vnlkallim-lithe Mrli)dicnlolj|e mit dtin ßreilausr Rund'unk-orchcstrr. I.eitunt« E, .1. Toplli. «im-r Illänr-lliuppc dem Fiir*lcrtrin Hrtd einem Chitr. 10 Der Zcitxpicjel. 1''.15--1'*.30; Fronlbcrichte, 70.15 — 22: •Melodien in Dur und Moll, mit bekannfvn K.ipcürn uid bclicbtrn Solisten. 22.15—24. Tjti-lerisLlic Weijcn lum Vi'ochncridf. Deulochlandiender; 17.15-18; Werke von tl.i>dn und Mozart. 18—18,3(1: SoH»lcn*endunJ[ ".\u:b kleine Dtnile kiinncn unt entjflckeii«. in 15; >^.Tria .\nnc Graiiz: Fraiu-n in Fomchunijvst.Hltcn. 20,15—22; Uuscliwin^lc Mu.^ik au.< Op(r und Konzert. SoniUa|(, 5. Miirt: R*ithipro(rainra! S 8 30: Ilerbrrt \\ ilhvlmi »piclt Orßclwerke von Rülim Curetli-W ulthcr und P;ich, 8.30—9; l.iedfr und Tänz« ntii drul-ii-ben Gauen. -Kl: Unser Sch«lzk.Hiitlein. 10.10 --11: Vor deinem Fenster, bi-kanntr SUindchen. 11.05—11.30: Chor und Spiclmuiik auii allei und neuer Zeit von der RundlunkipicIsihuT Flerlin, I.eitiinfi Willi Triider 11.30—12.30: Heitere Melo-dienfntiJe. 12.40 14: Da» dculache Vnlk*kon/erl. II,15—15; F^unle Rlivlbmen von diT Kupelle F.rirh Hftrschei. 15—15.30: FriedricF Dnmin erzhbtl em altdeiit^cbei Volksmärchen, 15.30—16 Soliltenmusik. t4- 18 lieh SoldatvD wünachvn. "—t'i Unittrblicht Muaik d«ulachrr Mclitrr: Schuberl' UnvoHtndtt«, Lied- und KtmTtierminik. Auifflhrcndc: Du Wiener Philhsrmnniker unter I.eltunii »on Kurl Bfthm, dai SlroOqunrtrtt, Mi-tliael Rauchei»en und Hnn« Holter. I")—30 Per Zeitspifiicl ant Sonntotj 30 15 -22' VnrJianS au?' Unterhaltunil mit zahlreichen Solinten und Orthe-•tern. Daulichlandtendcri •)—10; tlnterhahname Kl inße. 10.10^11; Vom (roOen Vaterlnnd: Deutn-he chcn in acliwerer Zeit, eine Senriimd von Mnrtin Bormaiin. 11.40—12.30; Kcliehte KonEfrlmiuik. Schubdkonirrl des troDcn HamburSer Rundliinkorrhcitlerii unter I.ei-tunfl von Richard Richter mit dem Chnr der Hunt-hiirüiiichen Staatiopcr. I j le; wirksam und sorgfältig \>pr-ri(iniit'/f, slelll sich in pfllchl bewußter Wrise In die rictj/sr/re Kanjpfgemew'ichait Wer dieses Gr hol milSachlet, llrlrrl iirh und die anderen dem Feinde aus! Das Unterland in Front BSG Westen an der Spitze der unlerstel-Tischen Fuflballmeislerschaft Parallel mit der tteiritchen Gaultlats« tragen auch die unter»teiriichen Pußbali-gameintchaften Uu« Maistarachaft aui, die ichoQ im Vorjahre einen wectu«!-Tollen Virlauf nahm und In ihrar neuan Geataltung im Zeichen »portllchar Höhepunkte ablief. An der Spitze der Rangordnung d»r artten Hilfta iteht die rührig» Elf der BSG Westen Cilli, di« auf aina Reiiie herauaragender Erfolge lu-rückblicken kann. Dde auf den weiteren PlAtzen folgenden Sportqemeinschdftan aus Eichtal und Edlingen konnten det-gleichen wiedeihoU Proben ihres Könnens ablegen. Darüber hinaus stellten auch die zweiten Mannschaften von Rapid—Marburg, Reichsbahn—Marburg sowie SG Cilli und der SG Trifail spielstarke Kräftegruppen, deren Spiele jedoch programmgemäß dußerhalb der F.e-wertunq blieben. Die Herbsttahelle der untersteirischcn Fußballmanschdft gewinnt dadurch loi-gendes Bild: i B.SG Westen Cilli 2 110 6:2 H l 2. SG Eichtai 2 110 1:1 3;l 3 SG Edliaqen 2 0 0 2 1:5 0 4 Am 19, Mär2 werden die Frühjdhrs spiele in Angriff genommen, die schon am ersten Spif>>lt.ig drei vielversprechende Kfimpfe bringen und iwar; BSG Westen geqen Trifail IT,, SG Eichtal gegen Rapid II und Reichsbahn II gegen Cilli I II. Edlingen ist an diesem Tag spielfrei. Um den Tschammer-Pokal SapId-Marburg gegen SG Ddllngen AW letzte« Ntchtraqespiel tur «rtten Spielninda det Ttcbamoker-Pokala geht am Soaatag meckmltte« ta Maiborger Kapidatedloa die Begegnung beides unteratelriichen PokalanwÄrter, Raptd-Marhurq und SG Edlingen, In Siane. Auf beiden Freiten hatte man beaondere Vor-bereitunrinn getroffen, «o dtiß beidf Mdnnschaflen in bester Verfassung zu Felde ziehen. Rapid-Marburg wird sich auf seine beate Elf »tützen, w&hrend au« Edlingen die ob ihrei Kampfgelat«« bekannten PuAballer konunen. Für das Treffm, da« ;ub 15.IS Uhr beginnt, macht eich delier ench «im rege« Interreaee bemerkbar. Achtmal neuer Bahnrekord Dia Rodalmeieterschaften der Donau-imd Aipanqaue am Plnkankogel «teilten mit ihrer harvorragenden Beietrunq au« Reichenberg, Fiinaberg, Schreiberhau und den alpenländifichen Orten faat einen Ersatz für eine Deulache Mei«ter»chalt dar Dar Tttelkampf brachte eine Serie TOB VerbeeearuDflan de« lehnrekordt, der aditmal unterboten wurde. Meiater wurde dar Reichenberger Grandmann mit 3*45.4 für die beiden LAnfe nach harten Kampf mit dem Wieiaer Schreiber (3:45,9) und dem vielfachen Deiitarhen Meister Feist (Bad Flinsberg). Unter den Hbrigen 34 Bewerbern befand «ich auch der Deutsche Meiater des Jahre« 1942, Kraus aue Re'chenberg. Rumänienfahrt der deutschen Turner V/ie im Jahre 1937 wird auch dirf,nial «Tie Reichsripffp der Turner einer Emla-#ung der deutschen Volksgruppe in Rumänien Fnlne leisten und Mitte de<; Mn-nats Mctrz alterniiil« ihr Können zeiqpn. Die Rpichsrieqe bealeht aus Hnns Friedrich, Rudolf G.iiich, Eugen Görigei, Willy Stadel, Eherhürd Frenger, Friedrich Owerwien oder Walter Unleiilsch Sie wird begleitet von einer Vorlü'.iuinqs-gruppp de« Gaues Scliwciiien aus ,Auf|s-burg. .\uf der Fahrt nach Rumänirn wird zunürh«t in Budcipe#it zu einem Freund-pchdfffikanipf am 18. und in. Mar/ annetreten. In Rumänien sind folnendf Vor-fiihruncien vorgesehen: 27, Mdrz in Te-meschburg. 24, März in Reschitz, 2?, und 2.S. Marz in Hermnnnsladt, 29. März in Medifif!(h, ,^0. Mtirz in Schäfiburg und 1, und 2. .\pril in Kronstadt, Der Schilauf des Soldaten Daß der Scliilauf der Soldalen an der Front ein anderes ,'\u9sehen h^t, alt. in den heimnllichen Bergen, dürfte einleuchtend sein Dennoch ist die Meinung eiiu'ß alten, erlolqreichen Dciuer-läufers hierzu rocht interessant: Schw e-rigkeilen für den Mann auf Schi bestehen bei uns besonder« im Transport seines Gepäcks. Nimmt er a!li"w auf den I Buckel, wird die Einheit z\i langsom, au-Rerdem kommt der Mann leicht ins .Schwitzen Das Ziehen von Akjds. dds die Finnen so hervorragend ver.stohen. scheint sich bei uns nicht einbürgern zu können. Tatsächlich ist ja eine Einheit nur «o schnell wie ihr langsamster Mann (oder Akja). Ich habe da allerhand über-rasrhungen «riebt. Zur Wachfifrnge ist interessant *u hören, daß die Sowjet« kleine Salrhotel In der Tasche tragen und dnmlt bei Pappschnee die Sehl einreiben. Haltedauer drei bis fünf Kilometer. Aber die Wdchsfraqe ist im Osten weniger wichtig, weil nur ab Mürz t|r-wnchst wird, Als Spiele auf Schi habe ich Schi-Hockev spielen latssen. wris den Männern viel Freude marhle Meine hI-te Forderung, daf^ mnn Laufen nur durch L.iufon lern!, kommt klar heraus Mnn koinnit nichl dnrum herum, daß »lei-stunosloufen ebrn mtinchnidl etWfj wehtut. Harmonischer .Aufbau oinle, »heuer führt Japan einen großen Krieg, deshalb kann man nicht aIVs haben und wir möwen es daher diesmal bleiben lassen, eine neue P'tpne zu kaufen. Aber dafür bekommst du mehr Srifligkelten.« Ära 3. Man endlich ziehen d!a beiden fhre schftnuteo Festkleider an. Heute sind sie die Herren im Hauta< Am Nach-mlttaq empfangen »ia Ihre Freundinnen «nd Kostnan, die tu Baauch kommen «nd ebenfalls In OTsnda tollette aretrah-len Der große Salon steht haute den kleinen Damen ganz »ur Verfügung. Heute k'iimen sie nicht nur SüBlgkelten nsschen, soviel sie wollen, aondem auch Alkohol trinken und zwar bekommen sie einen Weißwein, den eogenannten »Sh!rosake«, der nach althergebrachter Sitte nur an diesem Tage, dem 1. M&n, getrunken wird. Er hat eine •clinae-weiße Farbe und ist sehr lüft. Bei den kleinen Damen, die von der Mutter alle ein Tdßch«n von diesem Shlrosake bekommen haben, beginnt er schon mit •einer Wirkung, denn alle werden fle ganz rot Im Gesicht, Der Salon ist nicht elektrisch beleuchtet, sondern wird durch Laternen, die aurb in Ihrer Form noch gani altertümlich aussehen, erhellt. Man nennt dieses Pe>«t auch »Pflreich-fest«, den um diese Zelt, aber nach dem alten Mondkf.lender gerechnet, bitthen gerade die Pfirslchblftten. Nach der neuen Kalenderrcchnunq feiert man dieses Fest aber ru früh, und daher schmflckt man die Zimmer statt mit Pfjrslchblflten mit den verschledenatan Hliinien. Die Knaben, die nich sonst ihren Sihwestem qenenüber immer etwa» erhaben und Oberlegen benehmen, sind heute seh'' kleinlaut. Yurls Bruder darf prst mit ihrer Genehmigung am Es- t-* Ii iiiH[|piip PWi •iii|iiii,i ^l| Leben um ein Ringelspiel AitlDahm«: SteHtD-Llchtbild, Grac DIE GANZE WELT Wo hUngi rfer ftrölife Bilderhogenf Bvm Kaufmann, Kinderf ungelogen! Man braucht bloß drauflen itfhn zu bleiben, Cuc^/ einfach tivrrh die Lademcheiben, Da tiehl nitm o/we alles Ceid Die ganze H'elt. sen und an den Spielen tellnehmeni denn alles Schöne ist an diesem Tage nur für Yuri und ihre Schwestern bestimmt. Dafür ist aber dann für ihn der 5 Mal, der Tag, an dem das Puppenfett für die Knaben stattfindet und an diesem Tage sind allein die Knaben die Beherrscher des ganien Hauiea. EM« Sitte dea Puppanfestet atanunt «n-gefihr am den Anfingen dea 11. Jahr* hundert«. Bt herrichte damals riet« Jahre hindurch Frieden und da wird wohl diese schöne Sitte entstanden sein. Die Bedeutung des Pevtes lit wohl In Man tieht die braunen Kaffetbohntn: Die vachicn, B'c die Affen n>chnen. Man sieht auf Ii',ischblau. Reit und Mandeln Kamele unter Palmen rvandeln, Und einen Ochsen ganz bepackt \/U Flei$chextrakl. Am Eingang ahm lehnt 'ne LJftr A/it Ha^en, Hühnern und lo »eittr. Und manchmal hängt an ihren Sprossen Ein großer Hiruh, gmt tol/iehotsen. Dmn ein klf'n''' ffundemann Und sehnupperi drm. der Hochschätzung für die Zärtlichkeit, Grazie und Keuschheit der Frauen zu finden. Die kleinen Mädchen aber erlernen dadurch gleichzeitig gesellschaftliche Etikette. Mit der Sitte zugleich hat sich auch die Kunst der japdnischen Puppenher-Stellung stark «ntwlrkelt, Die Puppen sind iußerlich «ehr mi*nnlgfaltig, und fast jede Provinz und jede« Dorf hat einen eigenen »Stil«. Sie sind nicht nur Kinderspiel^eug, sondern Kunstwerke, in deren Herstellung kein anders« Land Japan gleichkommt. DER FINGERHUT Seltsamei nnd Wisseoiwertes tut seiner Geschichte Vom Fricdrfcfi Qeralhoiet Ite gintllch «nachelnbarer Qegen-itand, dar kaum unserer Beachtung gewürdigt wird, lat der Fingerhut an dar fleißigen Hand der NUherin oder des Schneidars. Oabal lit aber da« kleine, aus Stahl gefertigte Stück ein wichtiger und nützlicher Bedarfiartlkal für uns, ohna den manche Berufe nicht auskommen köimten. Dia Geschichte der Erfln* dung dai Fingerhutes Terllart sich im Dunkel der Vorzeit, und leln Uripning ist uns völlig unbekannt. Aus dem 12. Jnhrhtmdert stammt die erste genauere Nachricht Ober Ihn. In einer alten Schrift kommt erstmalig dai Wort „vln-gcrhut" vor. Im Kabinettsmueeum nt Darmstadt befindet sich ein aui Bronze gegossener Fingerhut, der im Jahre 1848 auf der Burg Tanneberg an der Bergstraße ausgegraben wurde. Da die Burg n.99 wegen der Raubüberfälle, de- ren lieh Ihr« Herren schuldig gemacht hatten, zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde, iit das Alter dieses Fingerhutes, der lo ziemlich die Form der heutigen aufweist, genau featmtallt. Die alte Reichsstadt Nürnberg, ailt Ihren tüchtigen Handwerkern, deren Erfindungsgabe sprichwörtll<± geworden ist, wax der Hauptort der Fingerhuterzeug lug. Seine Verfertiger werden ivm ersten Male 14A2 erwi^t, bildeten Jedoch damals noch keine eigene Zunft und wurden in den Melsterbüchem ua 1533 dam Handwerk der Rotschmlede angeichloisen. Brst 1534 erschienen die Fingerhüter eis beionderei Gewerbe, das 1537 eine eigene Ordnung erhielt. Wie die Flngerhüter Ihre Erreugnlsse anfertigten, verr&t ans kein Geringerer als Altmeister Sachs In einigen origi- nellen Versen: Man lieht auch Zimt und Apfelsinen, Und Zuciftrhüte twitchen ihnen. Man sieht «u/ rotlackierten Blethtn Matrosen mit Chinesen sprechen; Und manchmal steht ein bunter Mohr, Der lacht, iavtt. l^hard Dahmal „Aufi Messing mach' Ich fJnggrhOt, B/ccfiweW, werden im Feuer gJühl, Dann in das Bisen bJank gttrieben, Darnach Löchhin dartin gthJtben, Gar manch0rl0j Art, *ng und weil, Für Schu$t0i und Se/in«/der Für Seldenttickwr und f/ät^rln, Des Handwerks Jeh ein Meister bM." Aus silier Nflmtoerger Flngerhttter-werkstatt staanisB twel Fingerhüte, die im Germanischen Museum in Nürnberg aufbewahrt werden. Der eine, der ziemlich eng und ipltzlg Ist, weist eine Reihe Versleningen und Sprüche auf. Unter den Löchleln befinden sich viele runde Stempel, die mit Sternen, Adlern, Lilien und Ihnllchen Zeichen geschmückt sind und anter denen der Sprach eingeritzt Ist; „Wen Gk)t wll so lat mein Ziel" und die Jahreszahl 1595. Das zweite Exemplar in diesem Museum stellt einen Fingerhut von solchen Dimensionen dar, dafl er sich für den Finger eines Riesen eignen dürfte. Er ist sicher der gröBte, der existiert. Es Ist nSmllch ein schön getriebener, vergoldeter Pokal, der die Gestalt einet auf einem Reifen stehenden Fingerhutes aufweist. Die Inschrift am Rande verkündet, daß er Im Jahre 1586 dem Nürnberger Schnelderhand-werk gestiftet wurda. Sicher hat den Nürnberger S^neldem kein Fingerhut no gut gefallen wie dieser. Das Sprichwort, daß ein Schneider einen Fingerhut ausgetrunken und davon schwer bezecht gewesen sei, verlor hier seinen beißenden Spott. Spflter wurden Fingerhüte aus edlem Metall mit Edelsteinen besetzt von Goldschmieden hergestellt. Ende des 17. Jahrhunderts statteten namhafte Künstler Fingerhüte mit Kupferstichen aus. Graue Haare -auch ohne Ärger Vitamin Bx und die Haarfarbe Ob blonde Frauen temperamentvoj/er wSren als achwarxe, ist eine alte Streittrage. Auch rothaarige Menschen eignen steh als DlBhuasionsthema. Uber graue Haare wird viel weniger gesprochen. Man hat sie und redet nicht viel davon. Sur die Männer der Wissen-achalt haben sich In /üngster Zelt mit den Geheimnissen gerade dieser Haar-larbe ernstlich beschäftigt. Sie behaupten, daß man nicht vor Arger grau wird, sondern vor allem durch man-gelhalte Ernährung, Sine schwarshaarlge Ratte mußt* »Ich Im Forschungslaboratorlum der norwegischen Konservenlndustrle In Stavan-ger gelallen lassen, daß man Ihr über Nacht ein graues Fell au/xwang. Dl* Gelehrten hatten dem Futter das Vitamin Bx entzogen, das auch unter dem ffamen Fantothensdure bekannt Ist. Man gab der Raffe spdfer täglich vier Milligramm diese» Bynthetlschen Stoff*» mit der Nahrung ein — in vier Wochen hatte sie wieder Ihr »ohönes schwarzglänsendes Fell. Im Heldelb*rg*r Institut für medizi-nisciie Forschung wurden schwarie Versuchsratten eo »Inseitig genährt, daß sie ein rotes Fell bekamen. Die Chemiker erkannten dl* Ursach* In einer Mangelerkrankungi dl* Tier* hatten tu wenig Vitamin A und Vitamin D 2 bekommen. Als man dem Futter diese wichtigen Nährstoffe wieder einmischte, bildete sich da» schwarz* Fell zurück. Dl* Versuchsratten der C/niversifdf Stockholm hatten kOrxIleh In ausgedehnten Brnähntng*v*r»ueh»n die Frage dei Haarausfall*» zu klOrtn. Dies* Erkrankung »teilte »Ich ein, wenn der Ernährung ver»ehl*dtn* Fett*, vor allem aber Laktoflavln fehlten. AI» man der vollkommen fettlosen Rat-tenmahlxelt die entspr^hende Dosis Laktoflavln belmengt*, hört* der Haaraus/all von »*lb»t auf. So lat es den Jtaiteii ergangen. 1*1 e» mit unseren Haaren anders? Mon wird nicht /eden Tl*rv*r»uch mich auf dl* Menschenfioare anwenden können. 8leh*r l»t ab*r, daB der Zutfond unterer Haar* vom Vltamlnff*halt unserer Nahrung abhängt. Die Männer der Wissenschaft werden hier noch viele' Rät-sei zu /Ösen haben. VMIelcht entdek-ken sie neue unbekdnnt* Vitamine und machen d]e Haare schllcßUch zu einem entaeheldenden Hllfnmlttel Ihrer Diagnoaen. Ob man eine» Tag*» auf dl* ffaaridrbemifte/ venlehten kfinnen wird, lat freilich noch nicht entschieden. w. /. ai. ■ Der ente weibliche Film'Regisseur In Finnland Die beliebte und begabte Schauspielerin Ansa Ikonen, die iramei wieder durch ihr empfindsames tmd franllchei Spiel die Herzen des Fllmpubliktims begel-sterl, wird Jetzt als erste Free In'Finnland hl einem neaen Film Regle führen und gleichzeitig die Hsuptrolle spielen. In Filmkreisen wartet man gespannt auf den Erfolg dieses Verenchei Das »blaue« Bhit Die Bezeichnung „blaoei" Bhit itammt ans dem Spanien der matirlschen Zelt. Damals gab ea In Spanien noch viele Vertreter der «Ingewandertee germanischen StSmme mit blondem Haar und auffallend welBer Heut, durch welche die blauen Adern schimmerten. Diese blauen Adern brachten die Mauren zu dem Glauben, daB In den Adern dor Blonden blaues Blut fllefte. Und da die germanischen Volkstelle zumeist der herrschenden und adeligen Klasse angehörten, so verband ilch mit der Bezeichnung „blaublütig" bald der Begriff „adlig", wie es ilch viele Jahrhunderte erhalten hat. DAS GLÜCK VON LAUTENTHAL 2f< ROMAN VON PAUL ERNSJ Die beiden Frauen standen von ihrem harten Sitz aul Eva nahm die ausgezogenen Pflan7en hoch; von einem Rasenstück r-^ufte sie einige Hände voll höher gewachsenes Gras, dann gingen die Frauon ins Haus zurück, und dort umwickelte Eva di« Pflanzen mit dem Gras und band um das Päckchen einen Zwirnfadeu, Inzwischen hatte der Hofmeister da# Pferd wieder eingtMipannt und war vor das Haus gefahren Die beiden Frauen traten aus dem Hausj sie umarmten und küüten sich zum Abschied, dtinn sti»»g Frau von Uslar auf den Bock, Eva legte ihr die Pflanzen sicher in den Wagen, Frau von Uslar nahm die Peitsche in die Hand und rief dem Pff»Td zu, und das zog an Fva sah ihr nach, bi« sie um die Ecke bog, hinter der auch Thilo mit der Fremden verschwunden war» dann ging sie seufzend wieder ins Haus zurück. Thilo und d^s Fräulein mit Hern Diener hinler sich warm inzwischen wei-torqerillen, und so kamen sie denn endlich an die ersten Mäuser von Lautan-thal. Da sahen sie einen jungen Mann mit pin?>m Mädchen vor sich gehen; der junge Mann trug das Uündel de« Mäd-chet>5 in dfr Hand, iwid beide hatten slctubige Schuhe, Haß man ihnen wohl eine längere Wanderschaft anmerken konnte. Plöt/lich erkannten die beiden Kurl Pltilier. Kuil kam aus Goslar zu- rück mit Marie Wledenhöfer, die zu ihrem alten Vater ellan wollte. In dem Augenblick, wo die beiden ihn erkannten, wendete Kurt den Kopf zu dem Pferdegatrappel hinter ihm, da erkannte auch er» er blieb itehen und das Mädchen mit ihm, und nun fand die Begrüßung statt. Kurt erzÄhlte was geschehen war, daß der alte Geschwarene von seinem Bett aufgestanden war und »ich eine Rute geschnitten hatte und hatte zum neuen Stollen gehen wollen, und daß er da von einem SchlagfluB getroffen war. Marie weinte, während er erzählte, sie sagte entschuldigend: »Es ist doch nun einmal dar Vater.« »Ich kann ja mit der Rute gehen. Beruhigt den allen Mann«, rief das Pi8u-lein. »Ich muß nur erit In» Pforrhaui, dann komme ich.« »Ihr könnt mit der Rute gehen?« fragte Kurt mit glänzenden Augen. Marie zog ihn am Ärmel und flüstsrte ihm zu: »Wir wollen schnell machen, daß wir zum Vater kommenj wer weiß, wie wir ihn treffen.« Hastig verabschiedeten sich die Vier, dann gingen Kurt und Marie mit ihren lahmen Beinen eilig zum Haus des Geschworenen. Dar lag still und friedlich in seinem sauberen Bett. In seinem Gesicht war nichts mehr von dem Anfall zu sehen. Tm Ofen rumorte lau' ein füchtigea 'Feuer j ein Fenster der Stube war weit .-geöffnet, um die "^rühlinqsluft hineinzulassen. Vorsichtig leise öffn<^te Metrie die Tfir und lugte erst durch den ^palt Da sah sie den schlummernden Vtiter liegen. Nun trat sie in das Zimmer, Kurt mit dem Biiiidel hinter ihr. Auf Zehenspit- zen ging sie zum Bett. Ais lie vor ihm stand, da hatte der Alte das GerAusch bemerkt. Langsam wendete er den Kopf zur Seite, wu das MAdchen stand, ein LAcheln überleuchtete sein Gesichti er sagte: »Ach, du bist gekommenl Das war doch nicht nötig! Weshalb macht ihr soviel Umstände mit mirl« Er hielt Ibra Hand fest, die sie In seine gelegt hatte. »Ich bin nichts mehr nütze. Weshalb soviel Umstände mit mirl Du biit Jung, du mußt dag Leben erst anfangenl« Die Kölschen trat ein, »Kölschen, die Marie Ist gekommenl« sagte der Vater. »Nun hole gleich zu eisen. Der junge Mann ist auch mitgekommen, der sie geholt hat. Wie helBt er doch gleich? Sie werden wohl Hunger haben, ein weiter Wegl« Matt schwieg er. Marie küfite ihn auf dis Stlm. Er IHchelte: »Ich freue mich, daß du gekommen bist«, sagte er leise. »Du mußt dich ausruhen. Weiter Wegl« Er war matt, er schloß die Augen. »Ich sage es ihm, das freut ihn«, sagt« Kurt zu Marie. Dann beugte er sich über den Kranken und sprach Islse vor seinem Ohr: »Das fremde FrSulein, das beim Herrn Pfarrer wohnt, kann mit der Rute gehen. Sie kommt nachher zu dir.« Der Kranke Öffnete die Augen groß, er wollte sich aufrichten. »Was, mit der Rute gehen?« sagte er. »Sie findet etwas, einen großen Gang findet sie, der ist da, das weiß loh*« »Lege dich nieder, Vater, sagte Marie äff^t^lch, glättete das Kissen, iiahjn den alten Munn -in die Arme und legte ihn wieder .zujAck. »Einen großen - Gang««, 3ägte .dor und bewegte den Zeigefinger der rechten Hemd. l^jae Weile'schwieg er erschöpft. Dann fragte er; »Sie kommt doch heute? Wer welB, wie Isngs ich noch lobe. Das möchte Ich doch noch erleben. Elu großer Gang, Das wsiß Ich. Aber die Leute wollen es mir Immer nicht glauben.« Marie beugte sich über 1^ und eagte: »Heute kommt sie. Und du lebit noch lange, Vater. Du erlebst das noch, daß der Sllberbote jeden Tag nach Zellerfeld hinaufgeht.« Der Kranke versuchte zu IHcheln und machte eine abwehrende Handbewegung. Dann faÄte er Marlens Hand mit beiden Hflnden und sagta; »Gutes Kind.« Dann fuhr ar fort: »Ja, das Vermögen habe Ich ja nun verbergm&nnelt Aber dai mußte Ich doch. Auf mir lag doch die Verantwortung! Da trAgst mir das doch nicht nach?« »Aber grime dich doch nicht darüber, Vater«, sagte Marie lachend. »Ich bin jung und bin gesund und kann arbeiten, mich können die Menschen überall brauchen.« Eine Trine stahl sich durch die Augenwimpern des Alten. »Gutes Kind, gutes Kind«, sagte er »Nun habe ich doch mein Leben hier vom Bergwerk gehabt i meine Eltern auch, meine Großeltern auch, und so welter hinaus. Da hängt man doch an dem Werk.« In der Küche sprach die Kölschen mit Kurt. Sie hhtte ihre Bedenken gegen die Fremde. Der Geschworene, der war ein guter Mann, nichts Böses war in dem, wenn* der mit der Rute ging. Aber von dem fremden Fräulein wußte man doch nichts, yiele Leute sagten, daß sie eine Hexe s^. Darüber wollte sie ja nun nichts Bestimmtes sagen. Aber Zauberei war das doch nun mit der Rute, mit natürlichen Dingen ging das nicht zu, und da konnte niemand wissen, ob nicht der Teufel da seine Pfoten im Spiel hatte, Kurt lachte. Er sagte; »Kölschen, leid nicht dumm Wenn es wieder Arbeit auf der Grube gibt, das kommt Euch doch auch zugute, dann kann Buer Mann doch wieder anfahren! ist das ein gutes Wark oder nicht?« Dia Kölschen trocknete sich mit der Schürze die Augeo Sie sagte: »Das ist wohl ein gutes Werk. Aber, aberl Es geht um die Seligkeit, junger Herr, und Gott l&ßt sein nicht spottenl« Während solches In Stube und Küche verhandelt wurde, tat sich die Haustür mit heftigem Gebimmel auf, und FrSu-lein von Glück trat In das Haus. Kurt kam aus der Küche nach vorn. Indessen sich die Kölschen scheu zurückhielti er begrüßte das FrAulein und führte lie In die Stube des Kranken. Der versuchte sich aufzurichten) das Fräulein eilte zu ihm und hlolt ihn zurück. »Eine Rute«, sagte er. »Eine Rute habe ich schon abgeschnitten.« Er snh sich nach Kurt um und fragte: »Wohin hast du denn die Rute golegt, die ich abgeschnitten hatte?« Kurt eilte aus dem 2Hmmer, sie zu holen. Marie folgte ihm. Die Fremde hatte sich zu dem Alten gesetzt. »Laßt das!« sagte «iei »ich schneide mir meine Rute selber ab. Je-'der hat da seine eigene Art.« »Jawohl, seine eigene Art«, bestätigte der Alte. »Im Garten habe ich einen Haselbusch. Der ist noch von meinem Groß vater, der hat die NuB gelegt. Mein Großvater war nämlich auch schon ein Rutengänger, mein Vater auch. Von dem Busch könnt ihr abschneiden. Weil nämlich der Boden metallreich ist. Sain»t«t/8oiuita|, tJi. .Htra 1944 « Nr. M/55 * Seile 7 Paul Anton Keller: Bachernland IL Der alte Bauer und der Wald Plpo Pctelo: BachemUndiohaft / Blciitiftz«lchnung Aa(n«ltm«i Pi«ll*r, M«rbttr| FlcM« «»d Bocfa«! y«Mn«i ilck d«a Klafsn M, «nd «rtt Im rMtUchan B«-ch*rg«t>l«t ilitd di« Ltrchtn toiusagMi dthflim. Dl« HOh» aber, dl« blaub«ttr«U-t«o Kimm« und Otpf«l, hat dl« Ficht« •chlar a]l«ln, dort harrtcht it« ror den and«ra, In ihr«r fflgsamen, anpaasanden Lebantweii«, zufrieden mit sparaameren Bödeo und weniger lichthungrig als die Schwestern anderer fiaumgeschlechter. So mögen wir aie von iinten h«r herz» lieh grflß«n and fflh!«n um dl«t«o Kln-d«n ac w«lt«r, «InaamAr W«lt irgend- wl« 1b H«ib«b -rmnrmOk, UM aa tfto Z«lt da« Unrald« an Sach«i d«nk«B wir — «r lat noch nicht «Iholang« -wv achwundsn — d«n wir mm «Itan Schli-daiungan kaonan. Ungahaur«, bartbehan-gena Rlaa^nblum« tr«t«n una bildhaft In den Sinn, Tom Wetter der Jahrhundert« gepackt, mit mAchtigen Kronen, in deren Falten und Schatten eine geheimnisvolle Welt leben mochte. Das Gewirr alter Moderatämme wegeshin, Felsbrocken und düttaret Dickicht In wildem Anwucha. Unalchtbar h dan KralaaB a«ln«r Jahr« Mgt d«r law tfaa Irb« dar Zait; dl« Maaachan nnd BagabaohaJtati roa Jahr-htind«rt«n hat «r erwachen, danam und dahl&g«b«D a«hon. Auf d«n Satt«l ron Kluppnabalta hab«n aia tu finde das var-gang«n«n Jahrhundarta ain«n kamga-aundeo Baum gefSIlt, von ■achaundviar-rig Metern Höhe und fast fünfhundert Lebensjahren. Aber so standen damals viele in großen Forstresten, wild wie eine ung^eur«, wohl übermenschliche Walt. Und 41« ■plt«r«n Z«ltlluft«, dl« Jahr- Anastasius Grün in Rohitsch-Sauerbrunn »Wie man tich ror hundert Jahren in untersteiritchen Kurorten langweilte Am Wagaaum dann, auf einem Pela-brocken hockt ein Bettler und entkorkt mit sorgsam liebevoller Hand eine Flasche. Unser Schrittgepolter ichreckt ihn, er fflhlt tich ertappt, ver* tankt die Flasche in die Brusttasche un<1 torkelt brummend vor uns her, Nah voran hält ein B&uerlein mit «i* Mm hochb«ladenen Gefährt. Die flüchtige Nftugi«r ««Ines Blicks gilt uns und d«m B«ttler, dann atarrt «r dem Altan nach und kratzt sich den Schädel. Ala wir bei ihm sind und an ihm vorübergehen wollen, wendet er srich Jäh an nna und sagt mit Prophetenstimme, indefl er dam Forttorkelnden mit der Peitsche nachdautati »Der fallt hintrll« Und gleichsam «rläut«md fügt «r b«i: »wann «üi«r Tora Schnaps rauachig Ut, fallt «r hintrll bei an Weinrausch reiSt'a'n vüri.« So seltsame Weisheit lat uns aber noch üAcht zu Ohren gekomemn, wir fragen ihn flb*r seine Wort« auai «s aei ihm eine alt« Lebenserfahrung, sagt «r und hebt an lu «rzähl«n, und wir reden miteinander, ala hättan ndr uns schon olt g«-a«h«n und a«i«n a«dt langem mltalnan-d«r bekannt. Daß «r d«n Alten kenn«, ha-rlcht«t «r, selber «in Mann In hohen Jahr«n, «r a«! mit ihm in dl« Schul« 9«gang«a, ron Mahr«nb«rg Ist d«r B«tt-ler her, mnd im Bach«rwald auf «ln«r Sumpfwleae oder wohl gar Im Waaser der Drau ward« «r «Inmal leinen letzten Tag haben. Und «r «rzfthlt di«a mit dar •clüau«» Traaar d«« Altera, dl« alch nicht Ttrratan will nnd doch Immar f«m«r «M dam Dickicht d«r Jahre harrorlugt, wmn Z«lch«n und Bilder ana «ratan Ta-ffao m Mekachan nnd Vergleich k>ck«a Mna Pvhf« iat lMchb«Iad«n alt Br«l> tan «nd Pfoatan, »Wir aind bald da-1m1m,< tagt «r. >Llrch«nc, anwort«t «r a«f Minen SpihbUck ntr langen Wucht der ?foatan hin. Und da er nun redaellg ▼en Art und AHer d«« Holz«« n «rsäh-len beginnt, — dafi ea felnfäbrlg aei und ams der Gegend Ton Unterdrauburg atanune, den der Lirchenbeatand am Bacher aal, gemeaaen an anderen Holzarten, redit m&l}lg, — lat zu erfahren, daS a«in Leben aich nicht alliuwelt aua die* aen Triften fortgatrieben habet tan Schatten dea Bacher lat er lur Welt gekem-mm und lange Jahnehnte hat er !■ Meieren Drautaul bei einer Bretteratm gearbeitet Und ae let er aeJber ein Btfl^ fieacfciehte dieaea Landatricha and was er Ton eich enihlt, lat ein flttick Ver-fengenheit der Badierheimat euck. la waraa damala Zeiten, sagt «r — «• Im noch nicht gar ao lang« h«r — da aind Im ganzen Bachergebiet an dl« Tl«^ hundert Sägen gelaufen. Wildwaaser hat es ja genug und viel vom Bacherholz, Bretter, Pfosten, Brennholz, Schindeln, Loh«, Spanholz, Waingartstecken und Hopf«natang«n, lat danaU auf dem Drau-waaaer in dea walte Land hinauagaflAfit werden. Ja. ea let «rat ein helbea Jekr> ftMdul der«ber Turfanfan m4 ellea IM andan oder TorM. Sekt, aeft er, die Amgm Tel ImM-■ckar Heiterkeit — ae, wie einea am Abettd daM liditan Unalnn, den ea aa Morgan begengan kat, nachtrtuait — denela Ist aa einmal Maaauneng«iAklt worden, und kk kabe ea nir fst fo-aeilKt, Wae Iber ein Jakr kln, der Becker an Hell kat hergeban mflaaen: an Slgholi, Brenn- und Glaahflttenholi, aol-cham für die Zflndwarenfabrlken, fflr Wein- und Hopfenanlagen, Bau- und Kohthoh, aind aa aweihundertzehntau-aend Paatkublkmetar geweaen. Wea dac kelAt, ermlBt aAner aret geaa, wann er. ao wie wir Jotit, die alell ainf> ileigende Weidwand ketracktet, dakintei Mck die Micktlge Fluckt der Waldungen •rahnen llfit. Rlaianhafte Hallen und Dome, aua dem Naturgewirr ron Stamm und Zweig gewachaan, atehan dort, Ter-dämmernde Waldachluchten (Ibarapan-nend und wild hinwühlende Bergwaaaer achattendi eine pfadloae und tagawelte Ünaamkeit lat ea, die nur apariam Ton plAtzlich aufbrachenden Fernblicken unterbrochen wird, wie etwa beim Wolf-gangkirchlaln am Rakakogel. Sehen aind iia lichter geworden, um Tielea lichter, aia aie tot hundert Jahren noch geweaen aind, die Bacharwälder. An dan dumpfan Donn«r dar atarz«nd«n Baum-lieaan, achloB aich der BüchaanachuB der Jlgar. Die Nackrlckt dal um 1600 nock am Bacher Btran keuatan ^>Tot>« kiad er Im Volksmund, und dea kommt Tom Tatibiran) und In groBan Fanggruben gefangen wurden, klingt wie eine Sage aua Tielen Jahrhunderten her. Der wochenlang wallende Rauch der Kohlenmeiler mag Ton einsamsten Mühen In ao hoher Feme erzählt haben: ea kamen die Quarcsammler der Glasfabriken, die Wanderer tmd die Forscher, Geheimnisse im Antlitz der Natur auchend. Und dann erzählt der Alte, der Tiel Too diesem Lande gesehen, mit atillem Bedauern, wie sehr die Kraft dea Waldes damal« verwundet worden sei, wie alnnlos der Mensch dem Guten entgegengearbeitet habe. Tausende alter, herrlicher Buchen wurden wahllos ausgeschlagen und zu Faßdauben und Schwellen verarbelteti die verkröppelten, ler-achlagenan Schwächling« Im Baumatand blieben zurück. Im Forat aah ea aua, ala hätte der schlimmste Windbruch darin gehauat, der je die Bacherhöhen heimgesucht. Die Kahlflächen, verwuchert und einsam, versumpften, der Sumpf weitete sich und fraß am geeunden Wald-atand. Ob er das ganze Bachererebirg kennt, mit all seinen Gräben und HöhenT Dar Ahe verneint mit nachsichtigem, heiterem Lachen. Sie kommen nicht allzuweit in ihren engen Grenzen herum, die Bauern, und nicht leicht vermag etwas aie zu weiterer Schau und Neugier tu bewegem darin sind sie landauf und landab alle gleich. Vom Waldstand kennt ar die gebräuchlichsten Bäume und weiß sie uns zu nennen Daß im Drautal die Fichte vorherrsche, halle uns schon eine Bäuerin am Poßruck erzählt, dem alten Grenzrflcken, von wo noch um die Jahrhundertwende Falz- und Nutschindeln in großen Mengen nach Ungarn und dem tieferen Südosten gesandt worden aind. Dam kerthmlan Dieter und Volke-mann Anaataakua QrOn Grafan Anton Al«xand«r Au«r«p«rg — und aainem Auf-«nthalt in Rohltach-Sauarbrunu in d«a Sommeitegan tou 1643 hat Dr. Anton Sckloaaer, dem wir soviel Wertvollea Aber die Literatur- und Kulturgeachlchte der Statermark Terdanken, elnan um die Jekrhnndertwende «ntetandenan Aufaets gewidmet Dl««« Arbelt, die um zeigt, wie man ainet In unterstelriaclian Kurorten lebte, und dl« mancherlei Erinnerungen an PeraOnllchkelten Tor hundert Jahran wachruft, wird auch heute allge-meinarem biteresa« b«gegn«n. Graf Att«r«perg, der 1806 in Laibach geboren wurde und die westlich Rann gelegene Herrschaft Thum am Hart aeln eigen nannte, basafi In Grat, damala noch Grltz genannt, am PuA des Ro-aenberga ein« Villa und errichtete api-ter daa achAne Gebäude fax der Bliaabeth-atraBe, daa 1876 aeln Sterbahaus werden aollte Die eraten Dichtttng«n d«« jun- Sm Poeten, der In der ateliiachan auptatadt die Rechtawlaaenechaft atu-dlerte, aind in Grat «ntatend«sL Die Stadt wurde Ihm dann nock beaondera wert, aait er aich 1839 mit der Tochter Maria dea Landeahauptmannea der Steiermark, Ignai GriJen von Attama, t«r-mählt hatt«. Bis tur V«rm8h1uBg war Schlofi Thum Auvrspergs eigentlicher Wohnsitz gewesen, den «r dann für sich und seine Frau ala Sommeraufenthalt behaglich ausstattet«. Zwischen 1B40 und 1845 hat Auera-perg seinen Badeaufenthalt in Krapina, Gastain« Rohltach-Sauerbrunn, Pranzens-bad und später wiederholt auf Helgoland genommen. Von jedem dieaer Orte sandte er faat täglich Schreiben an seine Gattin, ao auch im Juni 1843 aua Rohltach-Sauerbrunn. Diaaor Kurort war soiusagen erst 1804 ron dan ateJermär-klschen Ständen namentlich durch daa Bemühen des Landeshauptmannes Ferdinand Grafen von Attems begründet worden, nachdem schon Jahrhunderte hindurch die Heilkraft des dortigen Mineralwassers bekannt und berühmt gewesen war. Besondere Aufmerksamkeit war 1810 auf den neuen Kurort gelenkt worden, als dort im Juli dieses Jahrea der In der Steiermark ao hochverehrte Erzher70g Johann weilte. Die Worte, die der Erzherzog am IS, Juli 1810 in das Rohitscher Gedenkbuch eintrug, verdienen der Vergessenheit entrissen tu werden; »Nach zurückgelegten kummervollen Zeiten, wo Ich die Welt und ihre Tücke kennen lernte, geschwächt am Körper durch mancherlei Leiden, abgestumpft am Geist, fand Ich in diesem stillen Thale Ruhe und Gesundheit wieder Die gute Luft, der heilsame Brunn gaben meinem Körper neues Leben. Der Aufenthalt In dem gellebten Steiermark unter diesem in Totren der Gefahr erprobten treuen herzlichen guten Volke, die Anschauung dar achönen Natur, einaame Stunden, dem Neckd«nk«n gewidmet aeeleuctlr-k«nd« Lesung vergang«n«r G«achicht«n, Entf«mung aller wi(&lg« Brinnarungen erregenden Gegenstände und von dar l«ld«nachaftUch«n llrm«ndaii Hauptstadt hallten meinen G«lst und «rhoben ihn mit n«u«r Kraitt Schon 1841 hatte Graf Aueraperg mit aeinar Gattin ki Bokitach Sauerbrunn ee-weUt. War dock von Tkum am Hart Ort mit Wagen bequem tu erreichen. 1843 nun hielt aich der Dichter allein in dem Badeort auf, aua dea die folgenden Briefe an die Gattin, der erata vom 21. Juni, gerichtet aind; »Mein innigst gellebtea Weibchen! Ich bin, nachdem ich mit wundem Henen von Dir Abachied genommen, ohne Unfall bla hlehar gefahren, wo ich in demselben Hauaa, In dem wir vor zwei Jahren wohnten, In einem recht netten Zimmer ilemllch gut untargo bracht bin. AuAer Welaperg und s«in«r Familie fand Ich hier noch an Badagl-aten einen Horm Ton Adamovlch aua Slawonien a«mt Gattin, aln«r g«bor«n«n Qrtfin Forg«e«, d«m elMn Qrafan Nlnptack eua VHen, der nock ein jungar Mann lat, ainan Harm t. Bainar aua Grits, dan PferT«r Ten Relch«nburg, ferner «inig« Agram«r Domh«rr«n nebat unendlich zahlreichem Anhang von kroa-tlschan Geistlichen. Im ganzen Ist außer den bereits Genannten wenig zum Umgange hleri überhaupt scheint es mir auf die Länge kaum auazuhalten, weshalb Ich achon wieder recht froh wäre, fort zu sein, und zwar um so mehr als mein Abachied Ton Sauarbrann das Signal rar Wl«d«rv«relnlgung mit Dir, mein Hern, sein wird. Heute vormittag habe ich mit Welsp«rg ganz allain ein« sinnlich groß« Bxkur^on auf die näch-atan Höhen und Ausalchtapunkta gemacht und auch Deinem Großvater eine Visite abgeatattet. Ich befinde mich abgesehen von der Sehnsucht nach Dir, körperlich gans gut und hoff« euch, dafi der Brunnen mir nicht Übel anschlagen wird. Hätte ich nur schon Nachrichten von Dir und wüßte Ich nur mit Sicherheit, daß Du glücklich In Grätz angekommen bist. Indem Ich Dich mllllonen-mal Im Geiste umarme und Dich an mein lleberffllltea Herz drflcke. Dein A.c Der nächste Brief lat vom 71. Juni 1843 datiert; »... Heute war ein wahres Freudenfest fflr mich, da zwei Deiner Briefe, einer aiw Marburg, einer aus Graz, In meinen Händen sind nnd mir Deine glückliche Ankunft melden. Wärest Du nur schon wieder zurück und in meinen Armen! Ich befinde mich hier ziemlich wohl eigentlich körperlich ganz gut. Nur scheint der Aufenthalt etwas monoton und länglich werden zu wollen, Dea Morgens täglich der Trunk am Brunnen, nach dem Frühstück eine große Promenade mit Welsperg, dar ein gaos tapfe- rer Pleten (Wanderer) Ist) dann elM Stunde Lektüre In meinem Zimmer) hierauf schlachtas Mittag8Si«n an der Tabl« d'hota im Salon, wobei selten Ober zwölf Personen, dann Siesta bei schwarzem Kaffee auf der Terrasse, wann «« nicht ragneti dann wi«d«r ein näherer Spaziergang, ein Stündchen dann zu Hauae — der Licktaomant dea ganieo Tagea — wo ick mich wanigstena brieflich aalt Dir unterhalte, endlich Souper und Schlafengehen. Haute Ist dar Walspargache Pa-millenzirkel durch die Ankunft s«ln«s Sohnes Bug«n, Rittmeisters bei Karl-Ula nen, vergrößert worden, ein recht angenehmer Zuwachs. Bei der Monotonie des hi«slg«n Lebens darfit Du von mir keinerlei Neuigkeiten erwarteni denn hier begibt sich nichts Erzählenswertes und von draußen bringen uns keine neuen Ankömmlinge Erwähnenswertes ...« Der dritte Brief, vom 23. Juni, lautet; »Innlgatgallabt«« teuraa W«ibchenl Ich schreib« Dir, während der Klang der Muaik aus dam Salon, wo das Re genwetters wegen «in Tlnschan iapre vlalert wurde, s« mir herOber tAnt. Aua Mangel an Tinzarinnen und noch mehr an Tinsem will der Minlaturball aber nicht recht b«l«bt wsrden. H«rzUch«n Dank für Dein BO«b«n «in-getroffanes liebe« Schreiben vom gestrigen Tage, das Ich zugleich mit einem ziemlich langen Briefe Glelspachs erhielt, den Du vermutlich in Graz gesahen haben wirst.. Wie schade, daß die Briefe von hier nach Graz erst am dritten Tage dort aintraffen, während die ■ahnt« dar Diauflöfi« und Platten sind auch verklungen und dahin Noch erzählen die Väter davon, ach, die Väter, die auf den Flößen gefahren, lebten noch lanrje nun schwebt ihr Bild im ruhig abge stimmten Glanz des Biedermeier, das sie achaltenhaft überdauerten. In durchloh teo Sommern, bei günstigem Gewässer atlaßao aia ab. «u! wuchtigen, breitflä cfalgan Archen, nnd fuhren tief Ins Un farische hinein. Rundholz und ausge acktas Bauholz hatten sie kunstiertig zum Waaserfahrzeug gebunden) Flöße von mehr als zwanzig Meter Länge rückwärts verbreitert, nahmen an dif hundert Featmeter Fichtenholz Sechs Leute atanden am Steuer und Ruder Welt and Leben für sich, Im gefährliehen Kampf mit den Wassere. Die Ufer aber, langsam hinstraichend, starrten mil allen schönen Gaben der Heimat auf die Fohrenden hin. Ja, geflößt wird flucti heute noch, sie rai*fen und spielen mit Wasser und Gefäll bis zur ruhigen Floß-lenri von Marburg und weiter landhinab; aber das ist nur mehr «ine karge, ärmliche Arb«ltsw«lt gegen ehedem. Bahn und Auto haben dem Handel andere, sichere und feste Straßen freigemacht. Ob er gerne wieder in »einer alten Walt daheim sein möchte, fragen wli dan Bauern. Aber dar blickt uns rund-äugig und erstaunt an, dann tut ar «ine umfassende Handbewequng aVs wolle er uns etwas durch Zeichen verständlich machen, deaaen wir sonst nicht richtig Inne würden «nd sagt atlII; »ih bin «h dahoam.« Ja freilich, danken wir Innerlich beschämt, er hat recht. Aber er, ao scheint a«, wird nicht froh mit unserer befrsmd-Heben Frage. Da grüßen wir «Inandar r«cbt freundlich und gehen und das Bän-«rlaln sagt noch »jo«, augenscheinlich heilfroh, uns los tu a«in. Im Wand«m überlegen wir, was uns der Tag bisher gebracht Sieh, aagt dar Gefährte, wie sonderbar es auch klingt, es ist doch immer dasselbe: unsereiner geht henun, antf«mt alch vom Leben und hebt an, es von allen Selten zu betrachten i das Landvolk aber, bleibt mit Herz und IValsch In seinem Daheim und ist ein Teil von Ihm, wl« etwa dl«8«r Bauer hier Was mag in ans rege sein? Es muß auch Entdecker geben, antworte leb Ihm, aber bei Gott, damit Ist nichts autgesagt und so schw«ig«n wir und ich denke Insgeheim, wir seien Verbannte) denn was uns das Leben auch bringt: am End# entdecken wir Immer dies ala das Srhönate, was ans als Kind teuer gewesen nnd darin sehen wir ans selber anch Wohin geht die Reise? Ja, wohin? Aber an solchen Tagen die In sommerlirher Geneigtheit waMhau-rhend durch iinser Herz schreiten, sinnen wir nicht nernp von der Last die uns an Herbstahpnden einmal beschert sein wird. von Qrax hl«c schon Tagt darauf abge- gaban w«rden An neuen Ankömmlingen kann Ich [>lr nur Herrn von Adlerskron aus Pulsgau, welchen ich jedoch Ms tu? Stunde noch nicht gesehen habe und «inm In Cllli residierenden Grafaa Thum, Bruder von Toni Thum, nMin«o Leider 1«! das W«t-ter noch abscheulich und da Ich von Seuarbruna trinken hl«r k«ln« andere Wirkung v«rapflr« als su Hause, ao hoffe ich bei Deiner sehnlichst erwarteten Rückkehr auch von hier aufbrachen n dürfen, um su Hause noch einige Zeit da» hiesige Wasser fortzutrinken —Wir machen täglich Spaziergänge Heute vormittags ging Ich mit Welsperg und Sohn nach Kostreinitz zu dem vielbesprochenen Novakschen Sauerbrutm. Wir gingen im scharfen Schritte zwei Stunden zurück Bs wird dort rüstig gearbeitet Schon Ist ein Tempel über den Ouell in sehr gemischter Architektur (gotische Spltzböoen mit jonischen Säulen) erbaut, der Quell mit einem marmornen Bninnenkraiu umgeb«a, ein Losthaus gebeut, eis Wohnhaus im Ben, Anlagen (recht geechmackloae) gemacht uaw Knn. man sieht, es ist Ernst nnd es geschieht dort sehr viel...« Der letzte Brief ist xuidatlert, dürfte eher am 25 Juni abgefaßt sein: »Meine teure, gute, liebe Mariel Ich schreibe Dir heute einen ganz kurzen Brief, nicht als ob ich zu wenig Zelt hätte, denn daran mangelt es mir nicht, da es schon den ganzen Tag hindurch regnet und mich in das Zimmer «ua iiiimr Archiv Der Kursaal in Rohitsch-Sauerbrunn vor etwa hundert Jahren MARBURGER ZEITUNG bdnnt, »ondern aus Mangel an Ereignis ■cn in unserem hifcs-gmi Leben ... Go-•teni hiibe ich den jilnfjeienVVelsperg in einer komiBcheu Verli'yetiheit ge^eheni nldtchml«d gewesen mI, des Melitere Jakobui Prendt einziger Sohn, dem all die Rad-kertburger Bürgentöchter gerne nachschauten. Er Jedoch kümmerte sich um keine, denn sein Herz gehörte des Stadtkommandanten stolzer Tochter Sabine. Die war so schön, daß Herren und Ritter von weither nach dem Schloß Oberradkersburg kamen, wo das Fräulein mit ihrem Vater, dem wohledlen Jörg Wecheuberger, hauste. Aber et hieß, die schöne Sabine sei dem Junker Halmer, dem fröhlichen SAnger vom Sanntaler Hahnenschloß hold gewesen und dessen schönste Lieder hätten ihr gegolten. Nun geschah es Im Jahr 1500, daß der Radkersburger Bürgermeister Vinzenz Fux, dem Wechenberger zu dessen fünfzigstem Wiegenfest ein Angebinde im Namen der Stadt verehren v/ollte, und das Werk ward dem alten Meister Prendt anvertraut. Der ließ die Arbeit seinem Sohn. Und der schuf in dos Vater» Werkstatt am Murtor, in der unteren Herren-gasse, einen prAchtlgen Silberbecher; am Pufl des Pokals die Stadt mit ihren Mauern, Türmen und Torbauten und dem goldenen Radwappen, all Deckelknauf aber das wohlgeratene Konterfei der «tollen Sabtne. Hat dann d^r Wechenberger den Jungen Jakobus Prendt zu sich auf» Schloß befohlen und ihm im Beisein de» Fräu- leins gedankt. Hat ihn auch gefragt, woher die Ähnlichkeit des Frauenbildes mit seiner Tochter käme. Worauf der junge Goldschmied erwiderte: Er hätt nichts Schöneres gewußt, glaub auch, nie mehr in seinem ganzen Leben was Schöneres zu finden. Da vrurda die Sabine rot, und dar Vater, dem der schmucke Burach wohl gefiel, meinte ernsthaft und doch In einer verstehen* den GQte, das rede der Junge Meister gewiß nur als ein Künstler in seinem Handwerk. Aber der gab auf diese Zeichnungi Etfon Baum|!artn«r, Marbtif)) Frage keine Antwort. Er verneigte sich nur stujnm vor dem Fräulein und ihrem Herrn Vater. Hatte seither die schöne Sabine mancherlei zerbrochene Ringlein und Spangen auszubessern, wollte auch wissen, wie eines solchen Meisters Arbelt gedieh, und kam mit ihrer alten Kindsfrau Margret zuweilen in das Prendt'srhe Haus, wo sie dem Jungen Jakobus zusah, dleweil Frau Margret mit der Mutter Prendt Ober Küche und Keller und über die gotteslästerliche Mode schwatite, die Jetzt aus dem Frankenland gar herein nach Unters' ier kommen wollte. Das ging so hin mit des PrAuleln« Besuchen, bis elnit der Stadtkommandant bei seiner Tochter ein feines goldenes Bfichsleln fand, auf dem rwisrhen zwei Herzen die Worte eingegraben waren: Bin dein, bist mein. In dem Büchslein aber war eine dunkle Haarlocke mit einer hellen zusammengeflochten. Die dunkle Locke konnte man ohne allen Zweifel als der Sabine gehörig erkennen, die heile erinnerte deu Vater an den Jungen Goldschmied. Seither ward das Priulein In dam Haut am Murtor nie mehr gesehen Einmal lur Faanacht gab der von Wechenberg auf Oberredkersburg ein Fest, lu dem viele GAste aus dem Unterland kamen, * unter ihnen auch der sangetkundlge Junker Halmer. Um die Mittagsstunde schien die Sonne ao warm, und da luatwandelte die schöne Sabine in dem kleinen Baumgarten vor den Schlofltor. Es heißt, sie habe sich dort mit dem Jungen Jakobus getroffen und mit ihm vereinbart, daß sie sich zu Mittemacht hier oben finden sollten. In der Buchsbaumlaube, von der man auf die Stadt niedersehen konnte, seien die beiden dann von dem Junker Hai-mer überrascht worden. Da habe des Jakobus Freund, der als ein Liebes-wÄchter zwischen den Fichten paßte, die schon damals den Schloßberghang hinab dicht und hoch wuchsen, dem Jungen Goldschmied, der seinen Degen log, lugesehrten; „In Gottsnamen itoB lu. atoB luf" Aber d«i Priulein habe dem Liebsten den Arm featgehalten . . Die Stadt mochte ei mit Ihrem Korn* mandanten nicht verdarben, und lo gab es ein hochnotpeinliches Gericht. Der gar gestrenge Stadtrichter Jost Hemerle wollte wissen, wer die Worte gerufen, die der Junker Halmer deutlich gehört hatte. Doch der Goldschmied mochte den Freund nicht verraten. Er blieb auch auf der Folter fest. Und so ließ man ihn nach Jahr und Tag frei. Seine Kunst konnte er freilich nicht mehr ausüben i Im Reckturm waren ihm für alle Zeit die HAnde zur feinen Arbelt verdorben. Viel spSter hat ihn dann die St«dt zu einem Nachtwächter gemacht: denn er war noch immer stark genug zu Hieb imd Stoß mit allerlei Gowaffen. Er ist auch Anno 1532 als ein schon betagter Mann bei dem großen Türkonein-fall wacker fechtend vor der Stadt gefallen. Ein Jahr darauf lag auf seinem Grab, das man ihm an der Radkersburger Geislkirche, knapp hinter der Murtorbastei gegeben hatte, ein schönes RosenkrAnzl, da» soll von der Sabine gewesen sein. Und noch etlichemal hat sich solche Blumengabe zum Jahrtog seines Sterbens wiederholt. Aber Ihn und seine Liebe hat auch das nicht lur Ruhe und lum Schwelgen bringen können. Des Ist die GAschlchte von dem Radkersburger Nachtwichter Stofizu, die alte Leute noch heutzutage zu erzählen wissen. Wer fiäite das von den Wienern gedacfit? Tierhetzen im »K. k. privilegierten Hetzamphitheater« zu Wien »Vtddomoisrllp, Sie würden mich zu rinem Glücklichen machen, wenn Sie mir gestalten wollten, Sie heute na(h-miMag zum Tierkanipf ein/uladenl« So sprach drr Jüngling, der verschnörkelten Hedefnrm vor huntlertfünfzig Jahien gemäß, die Srhono heim mittäglichen »Bummeln auf dem Glacis in Wien an. Und die reifende Tochter der Donau-starit neinte errötend das Köpfchen mit den nifdlichen Locken unter dem breiten Fioretinerhut und s«gte leise: »Sie diirfen, mein Herr!« Und am Nachmittag trafen sie sich dünn und ninqen zusammen in das »K. k privilegiert« Hetzuniphitheater unter den Weiflgärbprn.« Eine große Schar schaulustiger Wiener hatte zugleich mit ihnen den Weg in die Vorstadt angetreten Hm «ufqrreotes Reden herrschte unter den l.enlen Großmutter, Mutter, Vater und Kind zog zu dieser sonntäglichen »Hetz", zur gi'oRen Arena, die im heutigen d'-ittpn Wiener Gemeindebezlrk stand, auf tter Weißgärberlände in Erd-herg, nnhe dem Donaukanal, oder, wie es vor rund hundertfünfzig Jahren, als sich solches in Wien zutrug, hieß »unter den Weißgarhern.« Ja, das gib es tcitsächlich einmal in Wien: Stierkämpfe' Für einen Wiener Ist es einigermciRen hetrühlich davon zu berichten, denn dieses »K. k privilegierte Hetr:theator« straft dos geflügelte \Vorf von »no'dpnr'n Wiener Her7en< Lügen gar so »golden« kann damals das Wienerherz nicht gewesen sein, wenn es Gefallen an den Tierquälereien fand, die sich dort zutiugcn. Das Hetztheater war im Stil der altrömischen Amphitheater erbaut und drei Stockwerke hoch. Galerieförmig waren im Kreis Logen in den Stockwerken angebracht, und es fanden darin einige tausend Zuschauer Platz. Die Arena bestand zur Gänze aus Holz. In der Thea-tersammlung der Wiener Nationalbiblio-thek befindet sich noch als Kuriosum das Original-Programm einer solchen Veranstaltung.Stierkämpfe so, wie sie in Spanien üblich sind, waren es allerdings nicht, die dort vor sich gingen »Im K, k pjlvilegierten Hetzamphitheater unter den Weißgärhern, wird unter dem Schall der Trompeten und Pauken uud unter einer abwechselnden türkischen Musik ein großer Tierkainpf ühgehalten werden.« So heißt es auf diesem Programm. Doch geben wir eine Schilderung aus der damaligen Zeit aus einer alten Chro-nik wieder und wir werden uns am besten ein Bild von jenem »Vergnügen« machen können, dem die Wiener damals nachliefen. »Der Hetzmeister« — so heißt es, mit ein wenig Schillerschem Beiklang, In dieser Chronik — »schwingt die Peitsche und macht einen schlagenden Knall da öflnet sich ein Tor, mit wildein Sprung eisrheint ein Ochse Wie der Ochse die Uat einmal Ergänrungsaufgahe — antu — Statt der Striche sind die — rnd — richtigen Anfangs- und — üstun — Endbuchstaben zu su — ust — chon, Sie ergehen von — mmenta — oben nach unten gelese-i — iederwal — ein Sprichwort Folgende — alonik — 24 Buchstaben kommen — elegram — zur Ergänzung in Be- — sedo — trricht: A, D, D, D, E G, — euba — C, H, I, L. M, M. M, N, — iwn — N, N. O, O. R. S, T, T. — ochwil — U, U Zahlenschrift 4. 16 — 3. 7. 13 9 _ 15 7 4. 8 — 1 8. 9. 4. 2 — 3 4. 5. 14 — 12 11 -4 8. 10. 4. 8 13. 4. 2 - 1. 8 13 4 7 9 4. 2 — 13. 4. 9. 9. 4. 5. 2 — 16. 9 1. 6. 5. 4. 2 — II 2 14 - 4 8 13. 4 2. An Stelle der Zahlen sind Buchstaben 7u setzen. Die L<)sung Ist ein alter Spruch. Sie wird durch folgende Schlüs Beiwörter ermöglicht; a) 1. 2. 3. 4. 5 = Fischfanggerätt b) C 7. 8. 9. 4 — Aufseher einer Herdei c| 10. 11. 8. 12 4. 5 = ruß dei Pflanzen; d) I. 13. 4 2 14 =; Tageszeit) e) 15. 1. 16. 4 - Gefdü, Besuchskartenrälsel — I Leo T, Strebt Unna Ewald ß.Feat S«lb Welchen militärischen Rang bekleiden diese beiden Herren? Aiülösungen der Räfscl vom vortgen Sonrttag; Kreuzworträtael; Waagrecht: 1. Perle, 5. Toyl, 6. Eber, 8. Nlobe, 9. Trakt, II. Enkel', 14. Raute, 15. Reuse, 16. Stolz, 20. Rasse, 23 Serie, 24. Osten, 25. Titus, 26. Ziel, 27. Teil, 28 Regel. — Senkrecht: 1. Punkt, 2. Eilte, 3. Leber, 4. Ebene, 5. Tara, 7. Rle», 9. Troß, 10. Autor, 12. Kunst, 13. Lesen, 17. Terz, 18. Liter, 19. Zelle. 20. Route, 21. Assel, 22. SeiL Sllbpnräl.tel; 1. Europa, 2 Rhabarber, 3. Falschspieler, 4. Anstand, 5. Hammer, 6. Riese, 7. Union, 8. Naseweis, 9. Gu-tenherg, 10 Theater, 11. Uhrmachei, 12. Taler, 13. Meerkatze, 14. Echo, 15. Hornisse. — Erfahrung tut mehr als Meister-Ichrl vielen schönen Herren und Damen erschaut, brüllt er laut und schlägt mit dem Schv/eif einen furchtbaren Reil und recket die Zunge, Er macht ganz gemächlich hierauf eine kleine Tour, besieht sich das Lokal. Da öffnet sich eine kleine Falle, es springen vier robuste Hunde heraus. Sie umschleichen den Hörnerträger, wollen aber nicht recht anbeißen. Sie treiben den Gehörnten ein wenig heruim aber es kommt zu keinem Ernst. Er brüllt wohl, und sie bellen tapfer. Da pfeipft der Hetzmeister. Die Leibeigene Künstler Die Entwicklung des Theaters weist in Rußland eine ganz einzigartige Epoche auf: Die Bühne der Leibeigenen. Als uro die Zelt der Zarin Elisabeth das Theaterspielen dm Hofe aufkam und die Magnaten diese Kunst kennen lernten, da waren sie von dieser Unterhaltung begeistert und gründeten ihre eigenen Bühnen, die zur Belustigung der Familie und der Bekannten unterhalten wurden. Graf Scheremetlew war einer der ersten, der in Moskau eine große Schar von leibeigenen zu Schauspielern ausbilden ließ. Der Eintritt in das pnmkvolle Theatergebäude war frei. Außerdem gab es bald Bühnen von Ruf auf den verschiedenen Gütern in Moskaus näherer und weiterer Umgehung mit Orchestern, Tänzerinnen, Chören, die ein reiches Repertoire darboten. Die leibeigenen Künstler wurden zeltweise vermietet, oft verhätschelt, bei schlechten Leistungen aber auf offener Bühne verprügelt. Falle Öftnet sich aliermals, und zwei mächtige Bullenbeißer stürzen heraus, gerade auf den Ochsen los. In einem Nu haben sie ihn an den Ohren gepackt und halten ihn fest. Tobendes Geklatsch und Gestampfe der Zuschauer lohnt diesen Sieg. Der überwundene wird hinaus geführt. Bei der Hetzpeitsche erneutem Knall öffnet sich eine Falle und ein BAr wälzt sich heraus, hinter ihm zwei Junge. Ein paar Hunde gesellen sich dazu und zerzausen den alten Bär, Der heult plötzlich schrecklich auf Ein Ohr ist Ihm abgebissen worden. Ein Junges kommt zu Hilfe, doch *wei neue Fänger treten auf, das Gefecht wird allgemein. Der Hetzmeister und zwei Knechte schauen zu. Dann wird der blessierte Bär zurück in die Falle geleitet, die Jungen mit Zangen gepackt und nachgeschleppt Das Publikum tobt. Ein Wolf wird jetzt herein getrieben. Ihm nach ein LAinm-chen. Es meckert in Todesangst, das zarte Tierchen, es zittert. Ein wilder Satz, ein paar Pfotenschläge, drei vier Portionen. Alles ist verschlungen. Neuer Beifallssturm. »Das Lampel hat wenig Blut gehabtl«, ruft ein Zuschauer belustigt. Dann kommt ein Kapitalstück, ein Löwel Es ioigen wieder ainige Trompetenstöße. Der Hetzmeister spring! in seine Sichelheitsloge. Eine Tür geht dul und herein mit bedächtigem Schritt tritt der uralte Löwe. Er kümmert sich nicht um die schönen Herren und Damen Ei scnlägt mit dem Schweif keinen turcht-baren Reift er kümmert sich auch nicht um die sechs bis acht Matadoihunde. die im Kreis den Leu umschleichen, Keiner will darcint sie sind Veteranen und gewitzigt. Das Publikum zischt, pfeift. Der Hetzmeister streckt den Kopl aus seiner Loge. Die Hunde bellen ihn freundschaftlich an. Fluchend schrcit der Hetzmeister den Hunden zu: »Paschal Waldmannl Schekell Hussl Hussl« Das Kommando wirkt. Die Hunde springen den Löwen an. Ein einziger Tatzenschlag, zwei liegen zerquetscht, ein dritter halbtot. »Bravo! Bravol« Trompeten, Pauken. Da erhebt der Löwe ein fürch-tcriiches Gebrüll. Die übrigen Hunde nehmen Reißaus. Die Löwentür öffnet sich, der Leu geht etwas schnelleren Schrittes in seine Höhle zurück Dann folgt der Schlußspektakel. An einem Schlagbaum wird ein großes Stück Fleisch befestigt, etwas unterhalb bringt man Feuerwerkskörper un. Wieder Trompeten, Paukenschall. Ein Bär eischeint. In aufrechter Haltung tappt er umher, schnuppert, dann entdeckt et das Fleisch auf dem Schlagbaum Er tappt heran, brummend vor Giei. Als et nach dem Fleisch schnappt explodieren die Feuerwerkskörper, einer nach dem anderen. Das Publikum rast vor Vergnügen. Meister Petz ist ganz in Feuer. Flammen, Rauch. Er achtet nicht darauf, er erobert tapfer seine Beute. Die ganze Arena erbebt jetzt unter dem jubelnden stampfenden, polternden Beifallssturm, ein Orkan erfüllt dan Raum. Die Janl-tscharenmuBik donnert ihren Schluß ..» Soweit dar Bericht dos Chronisten vor 150 Jahren, aus dem wir uns ein Bild jener »Belustigungen« machen können, die damals von allen Ständen der Stadl regen Zuspruch fanden. Und wir können night verstehen, daß diese Tierquälereien amtlichen Schutz genossen, düß sie »k k privilegiert« waren. Das Hetzamphitheater fand aber ein jähes Ende. Eines Abend» meldete der Türmer am Stefansdom, zu dessen Obliegenheiten es auch gehörte, den Himmel nach FeuerBcheinen abzusuchen, ein Großfeuer am Rande der Stadt Das hölzerne, drei Stock hohe Gebäude war In Flammen aufgegangen. Das goldene Wiener Herz hatte doch gesiegt. Ein tlerllehender Wiener hatte Feuer an den riesigen Holzbau gelegt und so verschwand eine Kulturschande aus der schönen heiteren Stadt an der Dunau. II am Auu Der Freund Von Walter Branducker Man saß am Kamm und starrte trtlb-sinnig in die leeren Gläser Die beiden Flaschen — letzte Reserve — waren aufgebraucht, und man war sich einig, daß etwas geschehen müsse. Da kein anderer Vorschlag zündete, einigte man sich schließlich darauf, eine Geschichte zu erzählen. So hub der Hausherr an, während die beiden anderen die Beine weit unter den Tisch streckten und sich so tief als mAqllch In dtn Schatten der Klubsessel xurückeinkea lieften. »Be ist schon einige Jshra her, dt eafi ich einmal an einem Sonntagnachmittaa in malner Junqgesellenbude, In «in Buch vertieft Plötzlich klopfte ee in meiner Tür Meine Wirtin war draußen und saqte. daß mich ein Herr zu sprechen wünsche. Dringend Es war Johanne« — mein Freund. Gänzlich aufgelöst kam'er zu mir ins Zimmer. »Du mußt mir einen Gefallen tun«, ächzte er, »Brauchst du Geld?« fragte ich. da er sowieso «tändig knapp bei Kasse war — aber er winkte ab. »Ee handelt sich um eine Frau«, stöhnte er, »um MIa Kennst du Mia?« »Nein, aber .« »Ein PrachtmÄdchen«, fuhr er fort, »aber ile hat einen Fehler«, »Sie tat nicht treul Sie betrügt mlchl« »So mach doch SchluB. Lafi ele tu, wee sie wilU, riet ich kaltheniiq. »SchluBU fauchte er tolch en. »Was weißt denn du von dem Zweifel, der In meiner Brust tobt. Ich schwanke xvri-echen Liebe und Rache. Und ich muß Gewißheit haben, ob sie mich betrögt Du sollst der Prüfstein sainl« »Ich...?« »Ja, du. Du wir«! jetzt an meiner Stelle zum Rondezvous gehen, wirst sie zu-fSllig treffen — ich komme nicht — du redest sie an — lAdst eie ein.,.« »Sie wird nicht mllkommen .. .c twei-felte Ich. »Sie wird, sie wird. Also du lÄdat elf ein — triffst dich morgen wieder mit ihr — Ihr geht in ein Lokal — Ich werde da sein, werde sie beobachten — du führst flie In den Park — küBt sie — ich platze dazwischen — al« Rächer!« »Mfch nur keine Dummheltenl« warnte ich ihn. pünd mach mir bitte keine Vorwürfe, ich habe diese verrückte Idee nicht gehabt!'« Johannes parkte ein Bild aua. Das sollte aie sein Seine Bearhrelbunq war eher zu be-.cheiden gewesen. Am Treffpunkt wartete ich — Ich kam ohnertie« schon sehn Minute« »ach der Zeit — eine viertel Stund®, twanilq Minuten. Bndlich katn eie. Und sah Bocli hübscher ans, all inf dem BlM. ' Sie schien erstannt zu eeln, Bletnend vorzufinden, trippelte auf und ab, sah auf die Uhr — und wartete. Zehn Minuten. Trh ninn let7t ein paarmal vorbei, «ah ebenfi'ls auf d'e Uhr, zon ein wiUendefl dam ein qelangwelltes Ge-fiicht —• solanne bis ich ihr auffel Na, Wr»8 «oll Ich sagen, alles klappte P''o-Gleiches Schicksal «rhafM oben doch Borflhrunqspunkte Ich red'^te nie an, lud sie ein — es wurde ein sehr netter Abend •Auf den Heimweg kam mir meine Ro! lo so schMbig vor, daß ich am liebster von dor a.='n7Pn Abmachung nichts meb gewußt hätte. Aber am anderen Morgen war alle«i verrjpssen Am Nachmittag rief sie m'ch an Wieder wurde es ein sehr fröhlicher Abend. Vor dem Lokal küßte ich sie zum ersten Male. Eng aneinandergeschmiegt gingen wir in den Park. Tappten nicht Schritte hinter uns her? Ich wurde unruhig. Dann setzten wir uns auf eine Bank Schön war e» — der Mond schien durch die Blätter — romantisch mit einem Wort. Plötzlich kamen Schritte näher Vor der Bank hielten sie an. Eine Taschenlampe blitzte auf »Ver-zeihungl« sagte eine Stimme — und es war nicht die von Johannes. »Ich muß dir etwas rjestehen«, sagte s'e nach einer Weile. »Ich hatte einen Freund, Johannes hieß er . « »Er hat mich mit einer anderen betro-aen. Ich weiß es seit heute Er ist tot für mich, aus, erledigt •« Mir dämmerte eine ganz große Gemeinheit Johannes kam nicht. Zwei Tage später traf ich Johannes »Wie nefällt sie dir?« fragte er strahlend »Ist sie nicht reizend?« »Du hiat reizendh grollte ich »Mich einfach sitzen zu lassen, während du . .. Du bist ein Schuft!« sagte ich, während ich dachler Gottseidank, daß du nicht gekommen bist. »Schuft!'« Daf kann ich nicht auf mir sitzen ln«*en1 Weißt du, wer Mia ist? Die Schwester meiner Braut!« Jetzt war die Reihe an mir, zu erstaunen »Also nicht deine ehemalige...« »Beileibe nicht!« beteuerte er. »Uud warum das ganze Theater?« frnote ich unerbittlich weiter. »Ach woißt du, Mia Ist so roman-tisch .« Der Erzähler hatte geendet, griff nach dem Glas und versuchte mit Gewalt, ihm noch einen Tropfen zu entreissen. »Und was ist ans Mia geworden?« frante der eine »Es ist Ihr gelungen, meine Frau zu werden!« sagte der Erzähler und alle versanken wieder in tiefe«, trübeinuiges Schweigen Dfe Sphinx — ein Portrait Die Sphinx, die ihren Löwenleib voi den Pyramiden von Gizeh gelagert hat und mit verstümmeltem Antlitz in die Wüste blickt, stellt höchswahrschein-lieh ein Bildnis dar. Zwar ist der Bart ganz und die Nase halb verschwunden, aber es bleiben noch genug Hinweise offen, so daß veischiedene Gelehrte in ihr ein Porträt des Pharao Ohefren erkennen wollen, der die zweitgrößte Pyramide imd die Sphin* — die eigentlich der Sphinx heißen müßlel — erbauen Heß. MARBIJRGER, ZEITUNG Samstag/Sonntaj^. 4./5. M3rz 1044 * Nr, 64'65 * Seite 9 aller Welt Familie Hamster auf der Anklagebank. Vor dem Sondergericht Klagenfurt halten sich das Ehepaar Michael und Marie Kopf'inig und dessen 33 Jahre alter Sohn Ludwig Kopeinig wegen Verbrechern gegen die Kriegswirtschaftsver-ordnung zu vernntworten, Michael und Marie Kopeinig, di« «in Möbelgesch&ft betrieben, hatten tich auf unerlaubt« Weise 64 kg Schinken, 19 kg Selch-fleisch, 74 kg Fett, 78 kg verschieden« Mehlsorten und Mahlpfodukte, 138 kg Hülsenfrüchte, It kg Bohnenkaffee, 90 kg Teigwaren, 3&4 Stück Eier, große Mengen Schuhwaren und andere Dinge b«-schafft. Ludwig Kopeinig, dessen Kaffeehaus und Weindiele zur Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtigen Einsatz stillgelegt worden ist, unterließ beim Gauwirtschaftscimt die Anmeldung eines Bostarides von e-inigen hundert Flaschen Wein, Srhnaps, Weinbrand, Rum und 250 kq Zucker. Marie Kopeinig wurde als Hauptschuldige zu Vier Jf.hren Zuchthaus und 20 000 Reichsmark Geldstrafe verurteilt. Gegen Ludwig Kopeinig erkannte das Sondergericht auf «in Jahr Zuchthaus und 10 000 Reichsmark Geldstrafe, während Michael Kopeinig als Minderbeteiligter zu einem Jahr Gefängnis i;nd lOÖOO Reichsmark Geldstrafe verurteilt wurde. Aachen sah den ersten Elefanten In Deutschland. Im Jahre 797 sandte das Tatarenvolk dem mächtigen Herrscher Karl dem Großen eine Botschaft mit wertvollen Geschenken. Zugleich schickte der Abbassidenfürst Harun al Raschid dem deutschen Kaiser nach Aachen eine Geschenkdeputation. Der wertvoll-fte Gegenstand der Geschenkkollektion war «in weißer Elefant, der Jedoch während de« Winters die Alpen nicht Qber-queren konnte und deshalb In Vercelll blieb. Ir»t im folgenden Jahr« wurd« das Tl«r nach Deutschland gebracht, wo es ungeheures Aufsehen unter der Bevölkerung erregte. Unter der Führung des Arabers zog der Dickhäuter am 20, Juni 802 in die Burg in Aachen ein. Das war der errste Elefant, der in Deutschland gesehen wurde. Jüdischer GroRhamsterer In Italien. In Cremona wurden im Hause eines Judnn große Mengen von Textilwaren heechlag-nahmt. Es wurden 15 000 Meter Leinen-»toffp, .^00 Bettbezüge, 500 Ballen Baum-wnlle, 10 000 Meter Seide und 20 Rollen Stofftapete sicherqestellt. Die Waren wureenriet sein, W(>nn der Auslrieb beginnt. Unter Umstinden Ist dl« kombinierte Winterspritzung zu empfehlen. Sowohl das Obstbaumkarbolineura emulgiert als auch die Gelbspritzmittel können mit 1 % kg Kupforkalk-Handelspräpaiat gemischt werden. Vor allem die letztgenannte Mischbrühe int zu empfehlen, da sie noch kurz vor dem Austrieb ange-wendet werden kann und dann die erste Vorblütenspritzung gegen den Schfff in gewissem Maße ersetzt. Bei den Kirschen wird durch den Kupferzusatz zum Winterspritzinittel eine Vorbeugung gegen die Schrotschußkrnnkheit erzielt. Bei Zwetschgen kann man durch Benützung einer Mischbrühe aus 6% ObstbaumkarboHneum emulgiert und 10% Schwefelkalkbrühe der „Roten Spinne" etwas vorbeugeni die Hauptbekämpfung dieses Schädlings erfolgt aber im Sommer. Dinitrokresolmittel köniieli mit Scliwefelkalkbrühe nicht gemischt werden. ObstbaumkarboHneum und Gelbspritzmittel soll man ebenfalls nicht mischen, da diese Brühe besondere go-sundheidiche Gefahren einschließt. Jauche, ein wichtiger StickstoHträger Die Jauche, eines unserer wertvollsten wiitschaftseiqenen Düngemittel, enthalt große Mengen Kali und vor allem Sückstülf, dagegen verhältnismäßig wenig Pho€iphor«äure u.id Kaik Da Jauche in jftdam Betriebe tait «letij zur Ver-füxjuiifl «teilt, ift «fc eikiäriich, daß «ie meiet in starken Ml^nQec Angewendet wird. El ist deshalb m/kilich, durch üire richtige V'erabiolgimg innerhalb der Fruchtfoige d e /.ur Zeit kiutppen Muie» raldüngermcugen ^vn3entli(.h zu ertjan-zen und so die Orif'iqe von Arkei und Grünland zu halten, ja sie bedeutend zu steigern. Zwiirkmc" !1ig 'iiifbew.ilirle, richtig gewonnene uiid qut gepflegte Jmu-che i«t berufen, in eistor I.iiiie dm feh-IrndrT! Stickr^uift lu . ; '.laii m^ii3 •Jiuiche nicht al-s Nothf h"1f, sondern als e nen voliwerti(t»^n Si.ri'.'iinfftririer be-trcirhten und flc-TKntsnre-hond iinwc-n-deii. (Inindt^ritzlich soll Jtuirhe nirht ira Spdthf'tbsl und noch wen;g'T ini Winter ausgebracht werden D>!gcgen ist ira Fiühiahr die net)"be:ip Zeit d.H7M Gut aufbewahrt'.' Jauche, die nicht du.'ch Schnee- und Regenv/'rtsier eiheblirh ver-wä«»r>rt worden "ft, muß vor drm Aufbringen nuf .^rker oder Grünland verdünnt werden, d'i sie sonst zu scharf wirken könnte. Winterzv/ischenfrucht-Futterpflan/en sind im zeitigen Frühjahr ebenfalls für eine entsprechende Jiiu-rhegabe sc-hr df^nkbar Auch Wintergetreide, vor nllem WIr.feriogger, der schlecht diir'^h den Winker T^Veiiimen Brutzeit für Nulz- und ZuchtgeflUqel ■ isf, wird durch eine Jauchedingunq neu geregelt. Der Reichsbauernführer h it i nefördert. Fe'ner nutzen sie Zucker- u. jetzt die Brutzeit für Nutz- und Zucht-geflügel neu geregelt. Die Brütereien dürfen 1944 ihre Brutanlagen nut bis zum 10. Juni zur Brut benutzen und sie nur für eine Einlage von höchstens 75 T. H. der nachwerisbaren Menge an Hühnerbruteiern des Jahres 1^41 aus-nutren. Die Grbrüiunq von Enteneiern in U'utanlogen ist verboten Hestimmte Ausnahmen gelten für aneikonntp Ver-mehrnngsziichten. Fiitterrühen, Kiirtoffrln und Mais recht gut aus, eherifio Piih<^>en und dl« Winlerzwiscbenfiuch^FuMerpflf'nT.en In Ihrem weiterpn Wachstum. Natürlich l»t bei niler Anwen<1ung der Jauche, ne-DienMlrh bei großen Mpnger, die au»-reirhemV Versorgung der betreffenden Arker Grünlflndereipn (iiißer mit Kn'k vor (illem mit Phoiphorsä'.ire not-wendiri weil die«;'»'- Kernp.Thrfitoff im Roden meist verschi'*'den1l'rh und in geringer Menge vorh^inden ist. Die Herstellung von Drahtrahmenanlagen Was der untersteiriscbe Bauer noch lernen kann Von Landwirlschafts rat Ing. R, Reiler Die immer ungünstigere GustaUuuq der ' eingegraben werdtm. Dei .Ankerdroht soll Arbeiterlitjgo mu Weinbau, suw\.j die minr'estens -3 mm stark feoin und muß im Tatsache, (aß Holz lür die Hei Stellung olunen D'-illcl der Endstül/i» belestigt von Weiugarien^teckcn mir Sfbr «schwer i werden. aufgebracht werden kann, /wincien uns | nie MitleJ^iut/. n werd-n in Hntlerniui-eine andere l-nterslut/.uans.nethode wie ^ ^oi. 4 m n den l]od< n guMhlagui. bisher zu eniplehieu. Ls muß eine Methode gewählt werden, welche viel weniger | Wenn die Drihtrahmen hr lang sind, Holz und Arbeit verlangt und (.luUordera noch gewisse Vorteile gegenüber den Weingarteji«tocken bietet. Ein*» «olrhe haben wir in den Drahtrnhmen. Die Vorteile der Drahlrahmenknlfur sind die durch seit vielen Jahren bestehenden Aulagen vollauf bewiesen. Vor allem kann bei dT Drahtrabmenknltur wirklich eine wesentliche Holzeräparnis festgestellt werden. Weiter« i»it die Bearbeitung der Weinstöcke mit wunicier Zeit verbunden, v/eil dae Binden fast ganz und dabei noch der größte Teil dts bisher notwendigen BindernfftGrial« wegfällt. Ferner ermöglicht diese KulMu-methode eine klagloee Schädlingsbekämpfung, sowie eine auscieieichnete Traubenreife. Bei der Errichlung von Drahtrahmen sind folgende Momente zu beachten: Di« Reihen- und Stock-entfernunq Die Reihenentfernunq i«t so zu wählen, daß vor allem rait Motorgeräten gearbeitet werden kann und weiters die Be-«chattunq von einer Reihe zur anderen nicht zu groß ist. In steilen Berglagen Ist eine Reihenentfernunq von 1.20 bis 1.30 m, in flacheren Lagen 1.^0 bis 1.40 m, am günstigsten. Die Stockentfeinung Ist bei allen schwächer wachsend-en Sorten (wie bßim großen Silvaner) mit t m bei «tarktriebigen Sorten mit 1.10 bis 1.15 m um rirhtig<*ten. Wo kein woeent-liches Gefälle vorhanden Ist. mflss«n di« Reihen in der Richtung Ost-West gestellt werden, dfimit die Sonnenbestrahlung TMtlo« ausgenützt wird. In steilen Lagen sind die Reihen selbstverständlich der Fallrichtunq de« Geländes anzupassen. «) Aus Holz: Die End- und Mittelstützen «ollen au« Eiche, Lärche, Akazie oder Edelkastanie sein und vor der Verwendung entsprechend haltbar (jemacht werden, was mit heißem Teer, Kiirbnli-neum oder noch besser mit den neueren Imprägnieiungsmitteln (Wolmann«ialze UfiW.) geschieht. Dabei i«t darauf hinzuweisen, daß das Holz nach der luipräg-nierung vollkommen abtrocknen niuß, bevor es in den Boden kommt. Die En (1,5 mm), 100m ~ 3? kg» Nr. 28 (2 8 mm), luO m ^ 3.7 kg. Hrtt-draht Nr. 22 (2,2 mm), 100 m ~ 2.!^ kg. Eine MeJkoirdiif.ng riHjelt CTbunys- und LeiKtunysnu'lken. Der Reichsgefolg-schdftswart des Rüichsnährstandos hat eiuti Melkoidiiur.g >;iir DurchMhrung von ÖLungsmeikeii und Leistungswelt-bewerben im Me!ke:i aufgestellt. Ubungsinpiken weiden nur als Kren-oder Br/irksveraustaltiingen abgehditea. Dabei wird die Melkaibcit den Teilnehmern von einem tüchtUjen Melkeiniei-ster vorgelulirt Ein efiihrrner Fdch-mann fjibt außerdem OiKuiterungen. Die Tctliu^hiuci /.eigen da.s eigene Können. Eine Bewertung eifo.gt nicht. i 5% AntnaKina l.imh«r| (Sth) Auch heuer welteie Ausweitung der Anbauliache fl>r Spulhür'.nftcln Tiotz Verknappung der Düngermittel Arbeits- und Zugkiafle, nuisieu größeie Flächen mit Spätkartoffeln bepflanzt werden, denn eine mi'liere Kartolelornte erbringt von der Flächeneinheit noch höhere Nahrwortoilrägf» als eine Eri^stn-oder Bohnenernte. Jeder Bauer wird aber auch alles tun, darnii zpilig Kartoffeln qeerntet werden können, um eine Versorgungslücke im .luni und Juli zu vermeiden. Bei Frühkartoffeln wird die vorjährige Anbauliache beibehalten Wer möglichst rciche Kartoffelernten erzielen will, muß das Saatgul trocken vorkeimen lassen. Damit Ist schon Im Monat Februar, mindestens aber fi bis 7 Wochen vor dem Auslegen zu beginnen Je früher der Beginn, desto größer die Möglichkeit, die Frühknrtoffelernte um etwa 10 bis 14 Tage vorzuverlegen. Man legt sie möglichst einschichtig in Vorkeimkasten, die in trockene, um 10 Grad Celsius temperierte Räume, mit entsprechender Lichtzufuhi gestellt werden Um die erwünschten kurzen, dicken und grünen Keime zu erhalten, ist es zweckmäßig, etwa 14 Tage lang das keimende Saatgut abzudecken oder verdunkelt zu halten. Dann werden die Kartoffolknollen ans Lieht gestellt, damit die richtigen Lichtkeime heranv^rachsen. Von größter Bedputuntj bleibt jedoch der vermehrte Anbau von Spätkartoffeln im Hinblick auf die higheren Hrntoerträge, ~ Im Bild: Hand-Mislr>so der Saatk®f trfolij Mahrl«liiur>g wirrt nor>i qeil«igf»r1 duich h.^uihahttn-c.firi Va^■..ray<-^ dcrenevigten G;,l^r, VVonn «ih-iib nmm^nd nehr «fluH. aii tt ürduchl. dann werden nicht wnnip« ailok, janrivrn «IIa ^tinug o,' aM«fv — Oloi gih «tienso für DA KM OL, dfli aviC^t in »«•tqeodam M«.Vi harg«vltilll ,vird. lOl'WJRK C^tLtÜCHMIE^ leere FIas(ii(>n lind heute wertvoll, weliMutariol und Arbeltifcrotl iMr {{dubeschottung jetit an-darei) Zwecken dltnen müssen. Um uniare {.iHterungan Im DIenti dar Voli(sa«>und< halt nicht lu getährderii biHan wir, laero Furmamlnl-Moichan mit Schraubctackel Q.1 Apnthtiicen und DroQarlen curOckiugeban Ii E H LI N Briefmarken! 1000 Stflck verich. aua aller Welt 20 RM, 1 kg Brl«fflb«chnitt vorschdedener Länder, 15 RM, zii verkaufen. 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Voriuepre-chen Im Geeq^äft« Skerbinek PriaOricJi-Jatwi-PUt« 0, Marbura (Priu>.__iTgo-e Kraltf|ilinetialenk«r, LKW HQlsauaaneratorfahnituq«, Führerschein II Kl., werden so fall für Qranltw«rfc H«qau k«l GonoWti »InqeattlU. A^raqen •rhrtfil. ol Dr.tünJigtp I I ««rdM | Anflnflartn fOr Bflro drinqendst gesucht. Vorausteilen: »M. Z.«, yertrleh _______ 6 Sekrelürln mit guten Umqanqs-foimen, bewandert in Stenogr. u. MrtBchinscbrejban, ev. in etwas Buchhaltung per aofort qe-kueht. Antr. unter »Sekretärin« InCilii.__688-6 Tüchtiger NeUarqehille oder Gehilfe mit Mpieterprüfung wird aofort angenommen. — Witwe Mari^ Hmelina fSeiler-nieisterin), Cilji, Sanntalerstra- fla 1_______689-6 Plllrhttahrmltdel oder Hausqe-hllfln für landwirtachflftliche Mithilfe gesucht, Paniilienan-erhiufl, eigene« Zimmer. Hosner — Cillt, plöflarlend 19. 603-6 PluUnnwelsef, n^icht unter 40 J., wird lür das Burg-Kinq in Clin per sofort neeupht. An-zufr.: Burg-Lichtsplele, Cilli — Nachmittags von 3 bi« T Uhr. _________696-^ Schulwart (Hfluameister) för die LehrerhUdungaanstalt in Mar-hurg-Dr., gebucht. Dienetwoh-nung vorhanden. Persörijlche Vorstellung oder «chrlfti, Anträqe an Tauriekerstraße 13 — Marhurq-Drqu. Masseurin od, Massaur, 2-9t{iq] in der Woche qe^gcht. Agtr,! Hoharher, Bahnhofßtr^Be 3»! »-r» Mcjfburff-bjr,__j 747 ß ifnleliluhenfrau und ffaus« scbneirieriirj werderi aufgenommen. Gastwirtschafl Plantv: nxt Kärnlnerüliane 3, Mctrburq-Qr. 17B3-& Lehrlnnffa, 14 Jahr« alt a. kr|f- tlq, guter Rechner, mOql. mit Hauiptechule, wird sofort lyl-qenofumen. — Johann Flofla-nitadi, Gomlachtwarcnhandl. -SdiOncteln fUnt«Mlnk.), __________15MJ KOchln für eil«« lu 3 llteran Leuten bla 15. Mära gesucht. Dauerpostenl LanqerstraOe 15, MaTl)urq-Dr._1738-6 B* wird für *w«!i Stunden wöchentlich jeroand qesuc^it, der die Bnchhaltung für einen Handwerkemelster b««orgt. — Ziisrhr. unter »Handwerk 1733« an die »M. Z.«, Marburq-Drau. ______________________1,733-6 V«rtrcter(ln) für einen gutgehenden Artikel qesurht — auch als Nebenverdienatl Antr, unter »Vsrtreterc an dUe >M. Z,t, Marburq-Dr. 0?0 0 Nette KellnfrlB fflr kleine« Gaath^iie sofort qesucht. Mql-Ilngerstr, 33, Marburq Dr. . 1721-0 Gesucht yird iBtaJggeQt« fraa lulMw, la «•(«r IMiU %m Kundcoablartl^unf las PiMa-atallar. Pamer ediui N«ga«iv- u. Pfiattlv-RelouelMUirla. Photoäaui Kl««ar, Edmund-Sabmd«d-Ga«a 1331^ Kanilelliralt audit dringtnd »Burgkaffeet, Burqgaeaa 2 — Zn Tfrmiet«ii $ep«r- ZliaaiMr >« vtiiali • Wlachal. ZuKlir. «atar «n4 aennif« m aila«ai 1778« m rlcli* ifm,___________ l»Ta-7 Itr I banrffetlM«« lal ein ZIauaar In gut«« Hama m. modaiti. XonrfoTt s« TannlataQ. Offarta an uiq-Dr. 174a'f Tiactilarwaricititt« «trtf ta ^eht ga(|«ib«n. Ungar Maria -Da^rintandorf 12, Poatt Qono-bita. 1096-7 Zu ^taacht Ziarai ruhlga viyi «ollda tanqa Hairaa auchan flcJblafatallf. wo möql. mit KochqalaaanliaU. m llaliatan la der NAha 4ai BaJui-ho^aa. Zufcixr. untar »RuJ»iq 1739« an dia >M. Z.«, Mart>ura' Praw. _ Anfängerin ifür Fahriksbflro qe-sucht. Vortust,; Unio-Gesell. - [.andwehrg^^se 23._ _682-6 Bürokraft für leichte Aftaiten (auch An/Ing. od. Peni^oniaten) geaucht. VorTnistell.: Unlo-Oe-seil., Lendwehrgas«« 23. ____________603-6 Malerlehrling wird aufgenommen. Anzufragen bat Wilhelm StajBpfl, Qurkfald-Wledan 31. _____________1603-^ Weibl. Kanslelkralt, womöql. mit Praxis, wird geeucht. Angebote qti Mfdcedt^-Ppnz Ver-triebeetölle und Werkstatte, %. Berdels, Marburg-Dr„ Baflgaef« II:_________j.549-6 llausmeUterln, ältere, verlajl-lich und rßigt ''^n Sparh«rdzimnier qeaucht, T«-geft^ipffslrafte 39, Marburg-Dr. __J657-6 Ganallqln bal dar Raiehabehi^r' da baichlfUqtai Priulaln aucht learaa Zlaimer. 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Z.«, Merburg-Dr., unt, »Glückr Ucha Zujmnft 1070«. 1676-12 nriuleln, 27 Jahra aJt, Beamtin, wünacht TW, Eha aiaen ahrliclx. Ihekeaaarada« ron J(K-40 J, Ziwahr, aa dia »M. Z t. M^r-bvrg^r., uat. »Glückliche Lla-ba 1734«.__^1724-12 Jaaaar Bftrseli witaadit Brtef-waafcaat aalt abanaolch. Mid«! *w. Hairat. Am Uabata« aus d. Untaiataiarai. Zuachriftan unter •ClfldtUelia Zukunft 1028* an dia »M. Z.«, Mail)urg'Drau. ^_1638-12 Lallanda AMMtalU«. 42^160^ ayaiv. faullaqt, SOdd. aalt 22 J. la KaisIhBtia. aa. auB«rqewOhnl. Elf. titig, ahcaa. Mü.-HandeU-aebAI., TamAgaad aua heitera Claadilltahta'uaa In Oberbayern, moht mnheirat 1. d. Branche -Offerta aat. »16)7« an die *M. Z*.__i®27-12 Üfwai Midalt: hübfch, |unq, flQtt, IntelL, mit Temperament und Vorllelya für Musik, wün-aohan mit »w«l Intel!. Herren in Briefwechsel lu treten. Ge-tranata Zueclir. unt. »echwari« — »fcloiid« an die »M- Z.«, Mer-»nr^-Dr. «75-11 Allalapfahaada, lUara, qe^e«a-na Oeaehtftefreu mit Wphnunq und Rlitkominen «ucht aoliden H«rra voa 05—70 Jehreri. Zuschrift. wtar »Charakter 1712« an dia »M. Z.«, Marburg-Drnu, _1712-n Baroftia Hftdc Redwitz Wlaa IV„ Frlnii'Pvgea-Strafie Nr, M/Sl. Bhaanbahnung für Stadt" f- LandkraUa. ßinheire taa- Tausende Vormerkungen. 16J^n lalall. Harr, lAnqare Zeit Im Btadtdianat, mOoht« ehrbare Be-kanntac|ialt «tt Priuleln rw. ■pitarar Bha. —- Habe erigena Wohnunq und Helm, auch alle« für aAn. Hawhalt Notwendifla. Antr. unt, »Ehrliche Liehe 1711« «n dia »M, Z.«, Marljurq-Drau. ______ Waldief Harr, oharaktervoll rund 50 Jahre alt, in Poaition, wüniacht alah ainen guten Haus-galat In Gestalt ednes alleinst. lOjlhr. Frftulelnf & Eiaanhe'm, i}la w»fr*n }ahi«Un9ar Pfi la dar krankan Muttar nicht heiraten konata. Antrlqe unter »Nur aaalanqlaidh 1705« an die »M. Z,«. Matburq^Pr. 1705-12 Varaobia-denes Tauacsha tadall, I atarke, hohe La-I derachuhe 44 aeg. einen kleinen Tiechherd oder Blechsparherd mit Brut-roihr. Wertauö-1 gleich. Magda-lenanatraflc Ol, Marburq-Dr, _1163lli GuterhaJt. Her-; renfahrrad od, I Rundfunkenvp-! fänger qeqen I Photo 4 X6 zu I taueehen qes, Auch WertAUH-qleich. Antr&qe unter »Herrenrad« an die »M. Z.«, Marburq-Drau. 077-14 Tauacba Rundfunk enupfänqar — Phillip« 4 + 1 Super — qegen Damen- u. Herrenfahrrad od. Schreibmaachi-B6 mit Fahrrad. Anfr.i Balde,Richard-Wagner-Slraöe IQ, Marburg-Dr. 179(hl4 T a ■ a 0 h a quterh. Singcr-Nähmaechine oder Wäscheka-■ten qeq. Rund-funkenH>f. und Wertauegleich. Verkaufe auch 2 Blumenstand, um 15 RM u. einige Gläeer u. Plaachan um SO Rpf. Kajiserfold-gaaee 19, Parterre. 1795-14 Wllwar, A7 Jahra alt, kaufim. gebildet, mJt 6000 RM bar, wünacht pinhalrat in Geschäft oder Gasthaua. 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In der Verw^__1701-6 Altere Prau mit Kochkenntnia-«en für vormittag auf 1 bis 3 Stunden dringend geaucht. — Adr. in der »M. Z.«, M^rburg-Drau. 1700-6 Prau wird *ur Mithllfa Im Haushält aufqeporoman. Adr. in der »M. Z.s, Mafburq»Dr. _ 1716-0 Nette Ba4tanar|a Sni«! wOch-für 2 stunde gestioht. MUtng-Richteri Bjami|r?Hptrflrta '^PdTt., llutterhlocH. i7H9r6 Anlernling als Photnlahorant, intelligent, mit absolviArtcfn Pfürhtjahr, gestiebt. Photohaus Kieii#r, Edmund-Bchinied-Gaese S. 1338-6 Tausche malne hüb^cha Wohnung: 1 Zimmer, Vorzimmer (Parkett). Küche, Bad und Oa«, gegen* praktlecha, fraundlicha Blnzlnunerwohnunq In ruhiger Laga oder mleta «olche auch ohne Tauach über Krieqsdauer. Zuschr, unter »Bald 1944« a. d. »M. Z.«, Marburg-Dr. 1727-9 Taufche Zimmer und Küphe, Balkon samt ZuigehOr, Näha Relchebahnauabeseerungswerk, Hclzhaua, qaqan abcnsolche la der Stadt od. Nähe der Stjjdt. Zuachr. imter »Günstig für Eisenbahner 17213« an dia »M. 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Z,«, Marburq-Drau, unter »Waldtraum 1699«. __1699-12 Tauscha Herrenftber-sieher qeqen 3 wsiße Seasal, Herrenqoiaerer u. Schihose, 2 Kocher, Daman-sohijha, Schuir Zither qeqen 2 Vorhänqe, Koffer, Bettüberwurf. Gericihta-hofqaase 3-3 —r Marburq-Dr, __^1792-14 Der am 27, Fa-har 1. d. Nagy-ftr, 20,Marburg-Dr., maln Fahrrad IrrtOmli-cherw. mitqe-nommen hat, kann sich bei mir die Pumpe und Schlüasel abholen. 1790-14 23fähr Fräulein sucht auf diesem Wege die Bekanntsrhaft eines charaktervollen, ruhiqen Herrn yop 28—35 Jahren 7.vf> Ehe kennenzulernen —Zuschr. unter »Frühlinqsbote 1R97« an die »M. 7"*, Marburq-Drau. 1697-12 FrHalela In mittleren Jahren sucht Bekanntschaft eine« qut-her^^iqpn Mvino« zw. Ehe. Zu-fichflflen an die »M. 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Zuachr, unter »Waqen 4787« an d. »M. Z.«, Marburtf-Drau. 1787-14 Wpr wel8 etwas? Grammo- phonplatten, Bchalldose, Nadeln, weggekommen Hohe BeJohfiung der mir Mi^ttelluniq macht odar lu-rückschafft! — Schaidbach — Harrangaate 28, MBii>urq-Drau. _____1794:14 T • a a c h • Harrao-Ballon-seldenmantel, Größe 48, qeq. Harrenanzug od. Sakko, Gr. 50. Schaper — Cilli — Fran?-Schauernafif^e 2 691-14 Tausche Her-renreni^nschlrm geq. Herrenrock - große, schlanke Statur. - An-aijfr.! Kärnlner-Straßa 52 - Friseur!_1754-14 Ein Paar ladell bliiue Damen- lederschuh« Nr ;i8 tausche qeqen ein paar Sportschuhe braun od. schw. 38. Kocian Yorkqasse 19 -Brunndorf, Marburq-Dr. 1757-14 Tausche tad. Damenschuhe 38, qeqen Größe 36 od, 37, Marburq (Drau), GrÜndel-qasse 9. 1737-14 Ungebrauchte Mßtratze für KInderwaqerl 22 RM Qder Taufich gqqen Wäschekorb, • GauBqasse 28 -Mellinq. 1728-14 MARBURGER ZEITUNG Samstag'SonnlajJ, 4.-5. . lärz 1944 * Nr. 64/65 * Seit« 11 FurHe • Verluste Schwarz«! Dackelhuiid entliu-fen. Er hört auf den Namen »Maxi«. Abzuqeb. qeqen 100 RM Belohnunq an Johann Schunkowilsch, Montberq bei Pettavi.___I66^1_3 Ani Doniierslagabend un Autobus Drauweüer Aktentasche von armen Schüler verloren. -Da außer zwei Heften nichts •ain Eiqentum ist, wird der Fln-dftr gebeten, qeq«n fiflolinunq b«i Schetar, SipinidicraaJK«i 3 -PraiuiwtllT, abzugeben. 1756-13 Ein« braune Aktentaich« mit verschiedenen W&rtgegenstän-deo sowie Kleiderkarten, Poet-■parbuch« wurde Im Zuge roa ^cheenfeld bii CiUi rergeesea. Der eJirliehe Finder od«r Mit> reieetule wird gebeten, gegeo gute Belohnung Auskunft an ff-Unterechf. Richard Schacherer, Reserve-Lazarett Neu-Cilli, zu gehen. 662-13 Deutscher Schäferhund entlaufen. Abzugeben qeqen sehr gii-te Belohnungl Marburq-Drau, Goethestraße 11, Tür 108. 1720-13 100 RM Belohnungl Eine kleine Htindin mit Halsband und Lei-aei, bellbrauner Rücken, welB-HdMM Beudtf«!!. kurabearig, Man« Bein«, hftrt mai den Na-men »TiefAm, Wt eemt Leine aue d«a OMthaiM Bwtol b Brük-k«l, UndwieteieTmeifk, ua 31. Fibnur 1944 abhuKtea g«kom-wmL Wer nlr den Huod wieder bilngt oder eldier« Anhaltspunkte geben kann, bekommt 100 RM Belohnung. Alle SpM«n werden beglichen. Zu-•dhrllten erbeten an P. Kurth, Brückel M, Uatentefennark. MB-13 lagdknd, D««IML-t)väMha4ir, hart Ml tei Rof sRiao«, ent-UnfaaL Abragebea gegen Be-lohnong bei Ina. Bruno Mu-lüteeihi, Artltw-Mally^aMie 90, n. SM. 180»-13 Bnai tchltiMl fai i>4ereitu1 MB S. Min TerrloTCB. Abiuge-b«n gegen Belohnung In der >M. It 1800-13 Sammeil Abfälle! Altpapier, Hddern, Schncideiabschuitte, Textllabtälle, Alteisen, Metai-la, Gloäsrherben, Tierhaare u Srhafwolle kauft laufend jede Menge Alois Arbeiter. 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Marb-Dr.: - Theodor-Kör-nerstraße 25. 1695-14 Tausche kompl. Schlafzimmer m dreitelliqer Matratze qeqen Wolldecke, Mantel, Kleider «lind Schuhe. — Adr. in der »M. Z., Marburg-Dr. 1744-14 REICHSMINISTER FÜR Rü. STUNG UND KRIEGSPRODUKTION, Chef dee Transportwesens, Berlin NW 40, Al-seostr. 4, Telefon: 11 65 81, eocht! Xrafttekrat. Anlaraltaii, KH-B. Haaiwerker, kl«. Pemnal Ktcha, Heiscfter, tt#> BtTplsttBBea, KonterUtla»«n a. i Bliaali weHfehandat Back Wanwk M7 lüepliet für das Beutsciie Rote Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg/Drau Emährungsamt I Bekanntmachung Auf Abschnitt Nummer 57 des Einkaufsaui^weisps lür Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren im Stadtkreis Marburg, wird für die Zeit vom 6, 3. bis 11# 3. 1944, eine Ausgabe von 0.30 kg Äpfel aufgerufen, Dis Ausgabe erfolgt heim GemOsc-klelnverteiler, bei welchem die Versorgungsberechtigten in die Kundenliste «ingetragen sind. Bei Ausgabe der Apfel isit vom Klelnverteller der Abschnitt Nr. 57 zu entwerten. Dl« Auslieferung an die Klelnvertetler erfolgt durch dl« Firma Kantner. Jugendliche, welche In Helmmn, Anstaltabetrieben odnr Werksküchen verpflegt werden, erhalten durch das Ernäh-raagsaast Abt, B, Marburg-Stadt, BeracAtlgungaechelne zum direkten Bezug bei der Firma Kuntner. 706 Der Leiter des BmAhrungsamte«: Im Auftrage: gez. Nltztcha. Bekanntmachung des Beauftragten für Luftschutzfragen In der BundesfUhrung. Auf Grund des § 1 der VIT. Durchfühmingsverordnung zum T.uflschutzgesetz sind die Hauseigentümer verpflichtet, Luft-srhiitz-Handspritzen für ihre Häuser zu kaufen und dfim Luftschutzwart zur Verfügung zu stellen. Da die Luftschutz-Hand-spritzen kontingentiert sind, werden sie jedoch nur gegen Be zugschein abgegeben. Die Becrngscheine werden den Haueeigenttlmera ron den Luftechutzblockbeltem automatisch je nach Einlangen der Sen-.'22 O'IS 1.29 0.24 Kohlsprossen, je kg...... >t.7o 11.92 —,— Kohlrabi, je kg........ '.yij 0.21 n.Sii 0.28 KohuI (Weiß ), je Kg...... Ü.IH 0.1.1 0.21 0.17 Kraut (Rot-I, je kg . » . t . 0,24 0.19 0.32 0 2;) Kren (Meerrettirb) je kg . t . OfiO o..^o I.OR 0,H8 Mohrrüben (gelbj, je kg . • . . O.Ifi 0.13 ".24 O.I« Pastinake ohne Grün. |e kq 0.34 0.27 0.45 ().3(! Peterslliengrün je Bund zu 12 dkg Mindestgewicht 11.40 —.— o.r)2 .— Petersilienwurzel mit gesund Laub. 0.27 1 |e kg ..... 0.34 '1.4.') 0-8(!! Porree, |e kg -...... 0.45 0.3(1 II 0.48 ^ Radieschen, 1 Bund je 10 Stück . 0.1 ft —.— 0.20 —.— Rettich ohne Grünes, 1« kg 0.07 Ü.06 0.09 0.08 Rote Rüben, ohne Fahne, |e kq . . 0.18 0.14 0.24 0.19 Rüben, weiß, je kg .... (».08 0.06 0.12 0,10 Salat (Rapunzel-), je kg ... . 1.- 0 70 I.BfS 1*08 Salat (Schnitt-), je kg...... 1.20 0.9(5 1.6» 1.2b 1 Schnittlauch je Bund zu 12 dkg I Mindestgewicht 0.40 —•— o.r,3 j Sellerie Knollen mit Herzblatt, je kg 0.44 1/ 36 0.R8 0.48 i Spinat (Wurzel-) ]e kg . . O.PO 0.4O 0.68 0.64 Spinat (Blätter-), |e kg , , . , . 0.^8 0.1 fi 0.7flichtige für den Veranlaqunqfizeilriuim 1943 in die Steuerqni,ppe I oder IT fällt, orug Kinderermäßigung wegen Kosten-Obernahone für Pereonen erhalten haben, di« weder ehe liehe Abkömmlinge, ehel'chft Stiefkinder oder Adoptiv-Undw noch füt ehelich erklä'l« Kinder des Arbeitnehmers standi)e7.öqe der Fhefrnii anzugeben. In der Steuererklärung des Hnufihaltsvorstnndes sind aur h die Einkünfte der Kinder imd andoron .Anqehoriqnn anzucF'^-ben, die mit ihm zueammen veranlagt werden. Weiter sind zur Abgabe einer E'nkammen-sleuererklärunri verpflichtet: brBeichrankt steuernfltchtigo natürliche Personen: 1.wenn die inländisrhon Finkfinfte qanz oder leilwe aus Einkiinllen aus Land- und Forstwirtschaft, a'JS (>'-werbobetrieb "der aus selbst.'indlger Arbeit bestanden haben und der Gew'nn auf Grund eines Buchabschlus-ses tu ermittein war o:dllen. Stifluncien und ar.- dere Zweckveriuotjen, R. Betriebe qeweriiiicher .Art von Köipeischaften des oi-fenllichen Rerhtn, über ihre sämtlichen Finkiinf!" im Wirtscbaftsjahf b} Beschränkte sfouerpfdrhllge Körperschaften, rersr»nen\er-elrlgungen nnd V'^rniögf'M'jma^'".en, die weder ihre Ge-srhilflsleltung noch ihren Sitz in Inland hatien, über ih e Inländischen FlnUünlte. ni. u msjtzsteiier. Eine UmsalzsleuerKläiung hat irder Unleint.hnior der eiiie (jewerbliche oder beriiflxhc Tätigkeit im Sinne de#, <5 Umsatzsteuerge'ietzes ausübt, cibzugeben. Die Pflicht zur Abgabe einer Stouererklärunq entfallt, wenn tlic Steuer für d. s Kalenderi<'hr nichl mehr als -0 RM beträgt. IV. GEWERBESTEUER. Eine Gewerbesteuererklänuig zur Fecitsetzuiig der Ciewoi-beeteuer nach dein Gewerbeti traii und dem Güwerbekiipüal ist abzugeben: 1. für alle gewerbesteufi ptlichtuien Unternehmen, deren Ge-werbeertrao im Wirtsuhaltsjähre 1^43 den Betrag von 4000 RVl oder deren Gewerbekap tal nach dem letzten Fest-stellungszeitpunkt den Betrag von 20.000 RM überstiecien hat-, 2. für Kapittilgesellschaften |Aktiengeseilschafton, Komniandit-gosellschaften auf Aktien, Gesell-schaften mit beschränkter Haftung, Koloniaigfeellsrhaften, bcrgrechtliche Gewnk schafteu); 3. für Erwerbs- und Wirtfichaltsgeuo-s-senschaften und tür Vei-sicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Für sonstige jurieUs: he Personen des privaten Rechtes und für nichlrechtfitähigc; Vereine ist eine Gewerbesteuer erklärung nui abzuoeben, soweit d'ese Unternehmen einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieii fausgenommen Lanil- und Forstwirtsrhaft) unterhalten, der über den Rahmen einer Vermöqensverwaltunq hinausgeht! 4. ohnB Rücksicht auf die Höhe des Gewerbeertranes odei die Höhe dos Gewerbckapitals für a'le gewerhesteiier-Pflichtigen Unternehmen, be' denen der Gewinn des Wirt-flchaftsjahres 1*^43 auf Griind eine» Buchabschlusses zu ermitteln war oder emiittell woidcn ist Die Gewerbesteuereiklärung ist bei Elnielnewctbelrelbun den mit der Erklärunri über den Gi>wmn au« Gewerbebetrieb und bei gewerbesteuerpflichtigen Personenqesellsrhaflen und ihnen gleichzustellenden C^emeinschaften mit der Erktärunji zur einheitlichen Feststelluno des Gewinns aus Gewe'bebr trieb vereiniqt. V. ALIGEMLINES. über die vorstehenden Verpflichtungen hinaus Isl zur Ab gäbe einer Steuererklärung leder vcrptllrlitel, der hierzu vum f inanzamt besonder« aufgefordert wird, W'enn ein Sleuerpflichtiget nachträglich, aber vor deri .Ablauf der Steuerverjähningslr'st erkennt, daß eine Steuei erklärung oder eine andere Frklärung. die ei seinei Finanv ,behörde ril>qegehen hat, iinrithtiq odei unvollslandiq ist. nnd daß die Ifnrichtiqkeit oder Unvollsländiqkeit zu einer Veikii' lunq von Steuereinnahmen lühren kann oder bnreil« qotührt hat, «o ist ei ohne besomieie .^utl(^ld»>rung verpflichtet, dies unverzüglich der zuständlnen Finanzbehörde anzuzeiqen Graz, im Februar 1944. 663 Der Bevollmächtiqte des Chefs der ZlvIlverwaHunq lür die i'iudniverwallung in Unterstelermark. S«ite 12 0 Nr. 64/65 ^ Samstag/SonnUg, 4./5. Mira 1944 MARBURGEP ZTHTUNO UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAftBUKÜ-DRAU | BURG-LICHTSPIELE H«ut* IS (7 tff. 19 4S Tlhr Pcrnrnt 231B Ein glücklicher Mensch Etn Erlpbnik tieiitüi EindruckskrafI i«i di«i«r alnilg-artige Tobis-Pilm in dam Ewald BbImt, Viktor d* I(nw4, (iu^l4v Knulb und Maua Landrock untar dar künitlrrischen Führung Paul Vi»rh(iftv«nn einer un» fewöhnlith qenldlpti Familie faszlTiiarendst Leban qnhen rii Juganiil'rhe antK 14 Jahra« BlrM i«f«UaMal KONDEBVeSANSTAlTUNGHNi Saail«q nm t2.4S Uhr. Sonnt.if| ronnltlig w» !• Dktt VV^inder der Wissenschaft Di* Sij.uiihi-il der Imrischen Häwequiig — Siknvolle ZwRcl(li.>xig|i.piten - Du* Kleinsten au* d*n Göll von Ne«pal. — Fflr Jugpidllrha tiif^lacsaal So IS. \y W W <«.45 Ubi Wo 1,\ iT.», 19,45 Uhi ESPI.ANADE Bia •inicbll'iflMrh Montag, 19. Min Reisebekanntschaft Bin Wl*n-Film mit Mans Ma««r, Elltledf DaMf, W»tt AlbHch-Ketty, LoIIp laag, tUil Holiichah, Aaala Hot4r und Frl'i Imboll. — Nach dnm glatchnmnlgiin Luataplal von PrUt Gnttwald. Pttr Jag«adlirba mgalaiMal Lichtspiele Bninndorf tanting, 4. jm 17 30 and 19.4S Uhr, lamtaf, I. Uln um 15, 1>.*1 und 19.4.^ IFhr Die Wirtin vom WdBen ROwel PUt Ju^pprillrhe unlai 14 Jakren nirkt lugeiaxiva. Burtf-Lichtspiele Cilli S«cbtaat«iMai •triN Wo i1 ■ tt je »k._to UM. tT ■■ H,»l Ute Bla aintctiK^SlicH I>o*aarttaf, It. Mlfi Gabriele Dambron« Ba aoauander Tcrrn-Pllin mit GmiU Hobat, tlplitoi •rmiar, Ckrtall Mirdarm, IwaM Baliat KlOplar. — SpiallKlIung; Hans Staliitioff. PBi Jagandllfb« «Irhl logalaiMat Metropol-Lichtspiele CUM Wo. IT •» und ?0 tThn 9o. H. ».30 und M Ul«. Von 3. bti •. MBra Die schwache Stund« Bill kalter ar Uavdna-I'iim aiit H«.M wU 1« tfhc, «a 14.(3, l«.30 uad IB Übt BMta«. L mn Der Hochtouriit wUt Altoa THtft und Joa StAckal. PIr J«|«ndltcba nlcbl lagaUaa Lichtspieltheater Gurideld 4. uad toavtaf, i. Min Die Erbin von Roaenhof mit Haakl lCA«ta<.k, Paal KUager, Guslav Waldaa ■. m, rtU Jageadllrba aickt ngaUMMl Sanftag, 4. nm KVM, Soontag, S. Min nm I.M Ukr dar MSichenrilin „SthnaawailckaB and Rotaaret". Bai *4al' cban AbandvontakkuDgen haban Jugandllcba uB'.ar II Jahran, iocb la BMlaltung dar Bit«« o4m «In«« BrvacktMaa. kalaaa Zutritt. LichtspS«k Lnttenbcrg Samrtag, 4. und Sonatag, I, Min Lao Slaiak, Ltnl Hotiirbah, Haas HoH, Aaato oad Kadnit Carl In dem mus\kAlltchan OroBlnaldplaJ Liebe im Dreivierteltakt PSr .luqradlirb«) ulcbl lugelaiiaal Tonlichtspiele Dentsches Hans __Pcttaa_ SanftAg, 4. um und 19.45 Ubr, Sonntag, S. Min um 15, 17.M und 19.45 Uhr Schwarz toi Welfi Raaa Maaar tat aln rtlhrantf baaofgtaj Vatar «ad ■tolca« Famtllanoberhaupt. FIr Jact>DdM(ht! tiigiilnristtal Ton-Lichtfipiele Stadtth#ater Pattaa BptalaaH; W. W, tl.4i, Ufa, §. 14.H, If, f.41 Ww ■amdng, 4., Sonntag, f. und Moatag, 1. Min Paal HRrMgar, Hxint IlhmaaB nnd Haaa HoH la Naatroy » unvprgBfllictiBm MIrchantplal. Lumpaciva^abunduB Pflr Jagpndllebe iugplaks«Bl S«mslag und Muntng, tlqlich um 14.M tlbr, Suntit4q um 9.30 Uhr Juq«ndvetat«illung ™H TnllitHn-digpm Progrdmm. — Zu al)«n flbrt(7en Varitallungan wnrdnn Jiigpndlirha unter 14 Jahren wegen Plats-mangol nicht n gdassenl Lichtspicle Rann Samatag, 4., Sonntag, 1, und Montag, I, Min Die kluge Marianne mit Pavla Wessely, Htnaann Tklmig nod AttOa HArbIgar. — FOr JugttndHcha alcbt lagaltiaaal LichispÜelc Sachsenield_ Samitag. 4. und Sonslag, C. Min Frauen sind keine Eni^el mit Martp Harell, Axtl von Ambeater und Mrkar4 R(imriofl üad «of Hoitd ouh Harz Primarius 0= ^hDitty ^ÜDessefy Geitau ordiniert ab 1. Mär/. 1944 nun tfiglich (auch Dienstag und Freitag) von 11 bis 13 Uhr von 16 bis 18 Uhr Operiert nur in Pettau Schwane SccIiandScücrskfcntäschc Donnerstag abend in Marburg verloren! Inhalt wichtige Ak^en, Brille, Gehaltsäckchen der Baufirma Koschuch mit Geldbetrag. Geldbetrag gehört dem ehrlichen Finder. Tasche abzugeben in der Musikalienhandlung HÖFER, Viktringhof-gasse 20, Marburg-Drau. Beftfcdcm bearbeitet und gereinigt nach Vorschriften gegen Bezugscheine „NERfl" HHarbupg Der SchnellKeichner för dia Jugend ist aio Oaacbenk dar ?- bi« 12-]&lingftn. Predt RM. 7.—. 50 Atlig^ben. Kunat-nialer 1. Vogt, Nenzlng, Vorarlberg. fl2 Bekanntmachung des Oberkommandos der Kriegsmarine Daa Obarkotmanda dar Krlagamarlaa walet auf dia M&g-Uchkalt der fraiwllllgan Meldung fflr den Dienst in einer Offizier- oder Untereffiaierlaufbahn der Krlegamarine hin: Deutsche Jungen aua den Jahrgängen 1926, 1027 und 1028, aber auch aua iiteren Jahrgängen, dia Liebe zur See haben, körperlich voll tauglich alnd, In der Schule tüchtig waren und In der Lahra gut vorankommen, können eich als Bewerber aina Offizlat' oder Untaroffizlarlaulbahn dar Krleqemarine maldao. Rechtzeitige Maldung fOhrt nicht zur frühxaltigeii Elnberttfung, tosdam stallt bei Eignung dia Annahme für die gewünschte Laufbahn sicher. Outa Ausilchtan bastahen vor allem fflr technisch inter-eiilerta Baweibar mit abgeachloaaenar Lahra oder Anlemaeit, dia eich fflr elfte dar technlichen Laufbahnen antschalden. über dia Aufgaben und Anforderungen In den vaiadtia-danan Offlzlarlaufbahnan,. die M6glichkeitaa dar Meldung all aktlvar odar Raserva-Offiziaran-wIrter gibt das »Merkblatt fflr des Offlilaniachinichs dar Krlegnurlaaa anchOpfend Auskunft! Bawarbar für eine Untarofflziarlaufbahn unterrichten eich Ober dia Möglichkeiten der Verpflichtung auf zwölf Jahre, viarainhalb Jahre oder als Kriagrfralirllllger, Aber Aufgabaa mid Brfordan&leaa in dan varschladanan Latufbahnea durch das Merkhaft »Freiwillig zur Krlagsmarina«. Anforderungen für Merkblatt imd Merkheft elnd an dia Wahrbe-zirkakommandos zu richten, deren Marlne-Sachbearbaitar fe-derzeit zur pareAnHoltan Beratung zur Verfflgung itaheii. Obertommaada dar KHagsmolM, 591 BescUni Nr. 1341/44-5 Ma m^antflaiar dar Hhm »laannroUipImer* and _ nlach« Weberai B. Zalenka & Co., Marburg/Draac a*n M rächt noch untan fallan Immar aar iwal Schritt a^chi a^alfafw ^ OSRAM . mm 50«000 Ummern 3oaooo leniMc 18 20Q000 USW. ZUSAMMEN FAST Ich Sache Methode Mertner Englisch auch gebraucht. Angebot an: E. HÖFLECIINER, Hilfszollsekrelär, CILLI, Hauptzoilamt. 697 lOSlHääonm IjOSPROS RN Jf KlASS Absolute Mushelberuhigung Jefar- >Bi dit. lur aa Anta, Spllller, RQütungi- Antriebe Drackackrift Nr. 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