fTNZElPRElS: wocbentagt 18 Ipl Stinstag-SooDtag t5 Bpl snatburgtr gntun Amtliches Organ des Verlag und Schriftleitunx: Marburg a. d. Drau. Badgasse Nr. 6. Pernruf: 25-bl 25-68. 25-69. Ab 18.30 Uhr ist die Schriftleitung nur auf Fernruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei Anfrasen Ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.6f»8 Steirischen Heimatbundes erscheint wöchentlich sechsmal als .Morgeiizeitunu Unit Austiahihe der bütm- und Pelertaee). Bezugspreis urg-3>rau, Oltontag, 22. Altars 1943 83.3al)roana Der Führer beim Staatsakt im Berliner Zeugliaus Das (knitsclM! Volk gedenkt der loten Helden In stolier Trauer beugen wir uns vor ihrem Opfer, das uns zu härtestem Einsatz und fanatischem Kampf für den Sieg unserer Waffen verpflichtet Berlin, 21. Mfirz Inbrünstiger denn Je, aber erhobenen Haiiptea beging das deutsche Volk am Sonntag den Heldengedenktag, der den Taten rühm fielner gefallenen Söhne leuchtend erstrahlen lieO. Die Fahnen an den Felerstfltten dieses Tages waren vollstork gesetzt: es war der Ausdruck einer heroischen und stolzen Trauer. Der Heldengedenktag 1943 Ist für Immer mit dem heiligsten Blutopler der deutschen Geschichte verbunden, das den Namen Stalingrad trägt. Starken Herzens dankte das deutsche Volk an dieNem Tage den Minnern der 6. Armee und allen seinen Helden, die Ihm durch ihr unvergängliches Beliplel unUberwindbare Kraft für das Weiterbestehen des Schicksalkampfes gaben. Eine hohe Weihe erhielt die grolle Helden-gfdenkfeier des deutschen Volkes an historischer Stütte im Berliner Zeughaus durch die Gegenwart des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht. Hier an der Ruhmosstätte preußisch-deutscher Geschichte und deutschen Soldaten-lums neigte sich der Führer und mit ihm in dieser Stunde das ganze deutsche Volk in Fhrfurcht vor den unsterblichen Helden dieses Krieges. Es war eine soldatische Feier, \ind soldatisch einfach war auch der Ehien-Yiol des Zeughauses für d.ese Feiersiande hergerichtet. Die Stirnwand schmückte das mächtige Eiserne Kreuz, flankiert von den Reichskriegsflaggen an hohen, schlanken Mdslen. Im Ehrenhof, in den das Licht des ersten Frühlingstages hell hineinflutete, standen wie immer die ehernen Waffen der ruhmreichen deutschen Armee. Zu beidon Seiten des mit der Reichskriegslldqqe geschmückten Rednerpults haben Abordnungen der Wehrmacht und Waffen-ff Aufstellung genommen, darunter viele Fahnen der allen Armee und Kriegsmdrlne Generale und Admirale und viele hohe Offiziere aller Waffen hatten geschlossen Aufstellung genommen und bildeten einen wuchtigen soldatischen Block bei dieser Gedächtnisfeier. Das Führerkorps von Staat und Partei, die Reichsminister und Reichsleiter, Gauleiter und Staatssekretäre und die führenden Männer der Gliederungen hatten sich aul der anderen Seile dieses Blockes zu dera Gedenkakt versammelt. 300 Verwundete nahmen als die Repräsentanten opferbereiten deutschen Soldatentums an der ernsten Feierstunde teil. Ehrfurchtsvolles Schweigen grüßte den Führer, als er, gefolgt von Reichsmarschrtll Hermann Göring, GeneraUeldmarsrhall Keitel, Reichsminister Himmler, GeneraUeldmar-schall Milch, Generalfeldmarschall Bock und Reichskriegsopferlührer Oberlindober den Ehrenhof des Zeughauses betritt. Die heroischen Klänge des ersten Satzes von Anton Bruckners 7. Sinfonie, gespielt von der 'Staatskapeile unter Leitung des Staats--kapellmeisters Johannes Schüler, standen noch im Raum, als der Führer mit ehernen Worten über das Heldentiim des deutschen Soldaten sprach. Der Führer spricht Zum 4. Male begehen wir den Heldentfe-denktag unseres Vomes in diesem Räume. Die Verlegung der Feier fand statt, weil ich jetzt glaubte, die Stätten meiner Arbeit, an die ich seit Monaten gebunden war, mit ruhi-l^em Gewissen verlassen zu können. Denn Dank dem Opfer- und Heldentum unserer Soldaten der Ostfront ist es gelungen, nunmehr andgültig die Krise, in die das deutsche Heer — durch ein unverdientes Schicksal — ([ostürxt worden war. zu überwinden, die Front zu stabilisieren und jene Maßnahmen einzu-kiten, die den vor uns liegenden Minater wieder den Erfolg bis zum endgültigen Sieg sichern sollen. Daß es unter diesen Umständen verantwortet werden kann, die nunmehr seit vielen Monaten bestehende Urlaubssper^e mit dem heutigen Tage aufzuheben, um in den kommenden Monaten in steigendem MaQc unseren braven Männern wieder Weg zu ihren Lieben in der Heimat zu er>shUcßen, macht es auch mir seelisch leichte., am heutigen Tage hier zu sein. Wenn es noch notwendig gewesen wäre, um unserem Volk den ganzen Ernst dieser gigantischen Auseinandersetzung zu Lande, auf den Meeren und in der Luft, auf Leben und Tod zu erläutern, dann hat vor allem der zurückliegende Winter auch die letzten Zweifel darüber beseitigt. Die Steppen des Ostens haben noch einmal ihre Millionenmassen sich gegen Europa wälzen lassen. Vorwärtsgepeitscht von der gleichen Macht, die seit altersher Kriege organisiert, an ihnen profitiert und damit gerade im heutigen Zeitalter kapitalistische Interessen und bolschewistische Instinkte dem glo'chen Ziele dienen läßt Wie groß die Gefahr einer überrennung des ältesten Kulturkontlnenles der Welt in in diesem Winter war, bleibt der Darstellung der spateren Geschichtsforschung Oberlassen. Daß sie nunmehr gebrochen und damit von Europa abgewendet wurde, 'st das unver-gJingllrhe Verdienst Jener Soldaten, deren wir heute gedenken. Aber schon der Blick in die gigantischen Vo-hcMcilungen. die der Bolschewismus zur Vcrnichtunji unserer Well getroffen hat. läßt niil Schandcrn erkennen, wohin Deutschland uiul der utnizf tibrigp Knnlinent geraten wä-riMV wenn nicht die nalionalso/ialislischp Be-wc'MinjJ vo' jrehn JnHrcn Macht im Sinatc crliH'u'n liiitU- und mil der ihr cigcnt-n Eni-';c'ili)««icnhci1 nach zahllosen fehlgeschlagenen Hcniühungcn einer Riislungshcschränkiing den Wiederaufbau der Deutschen Wehrmacht eingeleitet haben würde, Denn das Weimarer Deutschland unserer zentrümlerisch-marxi-stisch-demokratiichen Parteiwirtschaft wäre durch diesen Ansturm Innerasiens hinweggefegt worden, wie Spreu von einem Orkan, Immer klarer erkennen wir, daß die Auseinandersetzung, in der sich seit dem ersten Weltkrieg Europa befindet, allmählich den Charakter eines Kampfes annimmt, der nur mit den größten geschichtlichen Ereignissen der Vergangenheit verglichen werden kann. Ein mitleid- und erbarmungsloser Krieg wurde uns von dem ewigen Judentum aufgezwungen, der, wenn er nicht vor den Grenzen Europas den Elementen der Zerstörung Einhalt zu gebieten vermöchte, diesen Kontinent in ein einziges Ruinenfeld verwandeln würde. Es geht lim Europas Menschen Aber nicht die verbrannten Städte wären es, die zerstörten Kulturdenkmäler, die als schlimmste Folge dieses Kampfes dann übrig blieben, sondern die bestialisch niedergemetzelten Menschenmassen, die dieser innerasiatischen Flut genau so zum Opfer fallen würden, wie es in der Zeit der Hunnen- und Mongolen-Stürme einst schon der Fall war. Was der Deutsche und die mit ihm verbündeten Soldaten heute im Osten beschirmen, ist nicht das steinerne Antlitz oder das soziale und geistige Gepräge dieses Kontinents, sondern es sind die ewigen menschlichen Substanzen, von denen seit grauen Vorzeiten alle Werte ausgegangen sind, die nicht nur Europa und Amerika, sondern darüber noch weit hinaus der menschlichen Kultur überhaupt ihren heutigen Ausdruck geben. Neben dieser, aus dem Osten drohenden Welt der Barbarei erleben wir nicht weniger die satanische Zerstörungswut des mit ihm verbündeten sogenannten Westens, Die Kriegsziele unserer Feinde sind uns aus zahllosen gen bekannt. Das Geschwätz einer Atlantik-Charta wiegt dagegen genau so viel, wie die einstigen 14 Punkte Wilsons gegenüber der dann gekommenen realen Gestaltung des Ver-sailler Diktats, So wie der Kriegshetzer Churchill in der parlamentarischen englischen Df-niokratie, als er 1936 noch nicht vcrnnfworl-lichcr Leiter Großbrilanniens war, mil seinem Ausspruch, daß Deutschland wieder vcrnichlcl werden müßte, der kommenden Entwicklung den Weg gewiesen hat, so projektieren in diesen gleichen Demokratien die Elemente der jetzigen Friedensforderungen schon heule den von ihnen angestrebten Zustand Europas nach dem Krieg. Und ihre Ziele decken sich vollständig mit dem uns nicht nur bekannten, sondern erlebten Demonstrationen ihrer bolschewistischen Verbündeten: Ausrottung aller nationalbcwuÜ-ten kontinentalen Völker tmd an der Spitze unseres eigenen deutschen. Ob dabei englische oder amerikanische Blätter, Parlamenta-tier, Volksredner und Literaten die Zerstörung des Reiches, die Wegnahme der Kinder unseres Volkes, die Slerilisierung der männlichen .lugend usw. als erstes Kriegsziel fordern, oder ob der Bolschewismus kurzer Hand die Abschlachtnng ganzer Völkerschaften von Männern, F'rauen und Kindern, in der Praxis Publikationen, Reden und offenen Forderun-1 betreibt, ist ein tmd dasselbe. Der ewige Hass der Juden Denn die letzte treibende Kraft ist ohnehin der ewige Haß jener verfluchten Rasse, die seit Jahrtausenden als wahre Goltesgeißol die Völker solange züchtigt, bis sich diese in Zeiten der Selbstbesinnung ihrer Peiniger wieder erwehren. Ich spreche dies nicht nur aus für das deutsche Volk, Es braucht heule keines Zuspruchs in seiner moralischen Haltung. Die Front beweist ihr stilles Heldentum seit über tausend Tagen und ihr zur Seite steht heute die deutsche Heimat, die selbst in großen Teilen des Reiches Kriegsgebiet geworden ist. Nicht nur, daß sie arbeitend und schaffend unseren Soldaten die Waffen liefert, nein: sie Ist gezwungon, ihren eigenen Kampf zu kämpfen und im Erdulden und Ertragen der feindlichen Zerstörungswut wachserf Frauen, ja Kinder empor zu einem Heldentum, das Neue schwere Verluste der Sowjets In 10 Tagen von Heer und Waffen-^f 961 Sowjetpanzer zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen Führerhduptquartier, 21. März Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Während im Raum Charkow—Bjel^orod unsere Truppen in breiter Front den oberen Done? erreichten, gelang es auch weiter nördlich, im Raum von Ssewsk die letzte, noch vorhandene Lücke zu schließen, und eine feste Verbindung mit dem Abschnitt Orel herzustellen. Der Feind hat gestern an der gesamten Ostfront nur noch südwestlich Wjasma, .nördlich des llmen-Sees und südlich des Ladoga-Sees angegriffen. Seine Angriffe scheiterten überall. Die Sowjets erlitten neue schwere Verhiste und verloren wiederum zahlreiche Panzer. In der Zelt vom 11 bis 2Ü. März wurden an der Ostfront allein durch Verbände des Heeres und der Waffen-ff 9fil Sowjetpanzer zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig qeschossen. Der Bahnknotenpunkt Bataisk an der Donmündung. die Stadt Worosrhilowgrad Leningrad, Industriewerke an der oberen Wolga, sowie Stadt und Hafen Murmansk waren Ziele wirksamer Luftangriffe, Ein Angriff slarker feindlicher Kräfte im MitlcHunesien wurde abgewichen. Der vor-überfiehend von beweglichen Slrberungskräf-ton besetzte Ort Gafsa wurde Im Zuge der Operationen vor einigen Tagen planmäßig wieder geräumt Jäger und Flakartillerie der Luflwalfe Bchosson gestern im Miltehneevraum bei drei eigenen Verlusten 16 Feindflugzeuge ab. Torpedollujfzeutfe versenken 7000 brt Roni, 21. März Da.s Hauptquartier der Wehrmacht g"ibL bekannt: In den vergangfenen Tapfen vom Feind gegen unsere Stellungen im Slidabachnltt der tunesischen Front entfesselte Angriffe wurden zurückgewiesen. Der Ort Gafsa, der durch die Aktionen Im Februar von Achaentruppen besetzt worden war, wurde wieder von feindlichen Abteilungen besetzt. Die beiderseitige Luftwaffe entwickelt eine rege Tätigkeit. Drei feindliche Flugzeuge wurden von der Flak, elf von deutschen Jägern und eines von Italienischen Jägern abgeschossen. Ein Verband unserer Torpedoflugzeuge griff den Hafen von Bone an xmd erzielte auf drei Dampfern mittlerer Tonnage Treffer. Einer der Dampfer von 7000 brt sank. Der Versuch von Bombern und Torpedoflugzeugen. einen unserer Geloitzüge im Mittelmeer anzugreifen, wurde von zum Schutz eingesetzten Jägern vereitelt, die ein Flugzeug abschössen. sich oft in nichts mehr von dem an vielen Stellen' der Front unterscheidet. Was aber die sogenannte »neutrale Welt« betrifft, so ist die Voraussetzung für die dort ^o beliebte überhebliche, bald beschauliche, bald belehrende Betrachtung der Ereignisse doch nur ausschließlich in der Opfcrbereit-schaft derjenigen zu sehen, die sie davor bewahren, die harte Wirklichkeit am eigenen Leibe selbst kennen und spüren zu lernen. Wir kennen die Gefahr Denn eines ist sicher: in einer solchen Zeit können Völker auf die Dauer nur mit klarer Haltung bestehen. Wir dürfen deshalb den Gegnern nur dankbar sein, daß sie mit eigener Hand den Geist falscher Objektivität im deutschen Volk auslöschen und an Stelle dessen die natürlichen Instinkte setzen: Heiße Liebe zur Heimat und zu unserem Volk, hinweggehend über alle Schranken der Herkunft und Geburt, und brennenden Haß gegen jeden Feind. Die Feuer in unseren Städten und Dörfern werden immer mehr jene Entschlossenheit unserem Volke härten, die nicht mehr getrübt durch wellbürgerliche Empfindungen, sondern genährt von der Erkenntnis einer tödlichen Gefahr und erfüllt von grimmigen Fanatismus, gewillt ist, diese Gefahr nun einmal für immer aus Europa und von unserem eigenen Volk selbst zu entfernen. Aber untergehen werden die anderen Und ich wiederhole meine einstige Prophe-zeihung, daß am Ende dieses Krieges nicht Deutschland oder die mit ihm verbündeten Staaten dem Bolschewismus zum Opfer gefallen sein werden, sondern jene Länder und Völker, die, indem sie sich immer mehr in die Hand des Judentums begeben, eines Tages am bolschewistischen Gift, gegenüber dem sie selbst am allerwenigsten — schon infolge ihrer überlebten Gesellschaftsordnung immun sind, den Zusammenbruch und damit ihr Ende erleben. Nicht vom nationalsozialistischen oder vom faschistischen Regime werden keine Fetzen mehr übrig bleiben, sondern ein altes Wellretch wird sich in Fetzen auflösen. Die Sünde gegen das eigene und gleiche Blut wird sich verwandeln in ein zum Himmel schreiendes Elend und Unglück in diesen ländern seihst. * Ein Volk in Waffen Der Helden zu gedenken hat zu allen Zeiten nur der das Recht, der sich vor ihnen nicht zu schämen braticht. Der Winter dieses Jahres hat aber das deutsche Volk nicht nur Seite 1 Marburjjer ZcKung»' 22. MSrz 1*>43 Nummer 8t nii-'hl zum DiifdiliMUXis i^efiihrt, soniJcrn £U ti-ncr noch tii^anlischcrtu Mobilisicj ung aiU i iht-irr Kraür. Ihr finjcj zur Zeit Ihu- fcntj slrilt Üit }'ruduklion vod Kricy'sinati rial ist im dauernden Stc.ycn Der F ront strömen an iitn-jc;! ten. [iei^cwcrd^nrn Maniicrn tinc.' «.ctlci^cne:.t.r.cn Soldj'cn Mill.oncii zu AI','. J«hr';i.niic und |un,(c Knaben wt-rdcn zu-satzl ch d t' Ab\sehrwa|fcn der Heimat bedienen. Hundcrttau-sendc und Abcrhundcrtlau-sendc Frauen und Mädchen sie dabei unterstützen So verwandelt sicli die deutsche WehrmucUt imruor mehr in eine kämpfende Nation. Der Natiunalsozialisnius, der tinsf in einem cvhittcrfeo Rinjjen ■— ohne iemalü auch nur der leisesten Gedanlfcn an einen Kompromiß ßrhabt zu haben — seine Gcj^ner im Inneren niederfScworfcn hat. wird heute und in Zu-kiintt als fnhrende Macht des Keiche.s auch mit s-einrn äufleren Feinden fertij^ werden. Pas Reich wird dabei unterstützt von jenen mit uns verbündeten Völkern, die von Europa bis nach O.stasien entschlossen sind, ihre bluts-m3ßi}>cn Substanzen «cnau so wie ihre kulturellen Vtcric zu verteidinjen. Es hat Mitkämpfer, vor allem aber in jenen Nationen, die sich klar darüber sind, daß ihre eigene Zukunft nur irn Rahmen einer Ordnung möglich ist, die jle^cnübcr dem Bolschewismus als den teuflischem Instrument der Zerstörunji erfoljj-reich standhält .le f!nl«(rhicdenpr diese Auspinanderset/un^ erfolgt, je komproiniBlost>r sie gefUhrf wird, umso Idngdaucrndpr wird dann der Friede sein, dessen be'sonders unser Kontinent zur llrMung seiner Wunden bedarf. Über das Wesen dieser kommenden Zeit aber werden nicht jene Menschen bestimmen, die den Wert des verrfan^enen Friedens nicht erkannten und in ihrer c"eisti(utcn Kameraden ertönt, begibt ; 32 Sihliie mlf 204 QUO liil und ein ZersfOrer versenkt Der bisher größte Erfolg im Unterseehoolkrieg — Ungeheure Verluste der Sowjets zwischen Dnjepr und Donez: 50 000 Tote, 1^ 594 Gefangene, 3372 Geschütze und 1410 Panzer FüfirerliauptqiJHri :f*r. 'JO. März. Daa Obexkonimandü der Wehnnacht gibt bekannt: l>ie unter dein Obeibetohl des Gcneri-il-feJdniai-schalls von Manstein stelu iid.'n Truppen des Heeres und der Waffen-ff haben iji hervorragendem Zusammenwirlten mit Verbänden der Luftwaffe unter dem Oberbefehl de-s GentralfeUlniHr.schalls von Rjchthofen im Verlaufe tJer deutschen Ge-genoffensive zwischen L">onc2 und Di.jcpj-, die zur Wiedererobernnp der Städte Cha^ kow und I^jclgorod führte, dem Feiiw schwerste Verluste an Mcnt^^'hen utiiJ Material zugefügt. Der Feind verlor seit dem l.j. Februar n^ich vorläufiger Zählung 19 594 Gefang^ene, weit mehr als 50 000 Tote, 3."»72 Gejpehütze aller Art, 1410 r.jnxer und Pan-zcrspäbwagrji, ."»01,") .schwere Infanterirwiif-fen aller Art, ISiO KrafIfahr;^uge. Im Raum Charkow-Bjolp;orod und aord-wefilüch Kursk vermochten weder ^'er-schliimmtc Str.'tßcn noch heftige Gegenstöße und .stellenweise hartnäckiger Widcr-st.ind des Feindes die deut«(hen Angriff.«:-divisionen aufzuhalten. An mehreren Stellen wurde der obere Donez erreicht. An Stelle seiner ausgebluteten Angriffs-verbfinde ftihrte der Feind im Abschnitt Orel — Wjasnm- Staraja Ru.s.sa und seit gestern wieder südlich des Ladogasees und vor Leningrad frische Truppen zum Angriff vor. Auch diese brachcn im zuanmmenge-faßten Feuer unserer v\bwehrfront zusammen oder wurden in harten Nahkctmpfen zerschlngen. An iler noj'dtunesi.schen Front nahmen rieutfich-iiiilienlsclie Truppen wichtige Stet-lungen und f)rarhten ItiOO Gefangene ein. 16 ranker, no Geschütze und zahlreiche Kraftfahrzeuge vurden erbeutet oder vern'chtet. Ein deutscher Kampfflie.gerverband führte einen überraschenden Angriff gegen den Hafen von Tiupolis. Die Hafenanlagen wir-den schwer gftroffen und mehrere Schiffe in Brand geworfen. Die ijii WeJirmuchllM'richt vom, 19. März «(^meldeten Operationen un^wTor Untersec-IwKjte im Nordiitlant k gegen einen feindli-chi^n, «rliwBr Imhulcii nsu'h Ost4»n steu«'rn-dcii (icle.l(/,ug lülirl^'n /u den bisher gröH-ten und erfolgreichNten Kampfhandlungen (los l'n1<'rhe«'bootJtriegeis überhaupt. In 1a-geilangeim. prbift4'!rt<>m Bingen g®g«i dir Zp.rsl4>r«"ir, Kor\'ef.t<^n lind ring/euge der feindlii'hen ^ii'hentns: versenltlen u^^e^c llri1erso<»|>oot<* an» diesem einen er vcraltei, ohne daß sich du* Fachleute in der Admirdlitat Miihc gaben, andere und bessere Mittel zu ersinnen, um der U-Bootgetahr duszuweicben. ,,Warum verschweigt man der britischen ötfentlichko-it die Ziffern der Handelsschill-tfjhrtsvcrluste?". so ricl der .\bf|Pordn(!le Davies aus. „Furchtct die Adniij.illiat etwa, daü sie bei der Vcrö}tf?nllichiing ihre Un-Idhigkejt in der lNBnot.bekänip)ung und irgendwelche Narhläfsinknil rnthülle? l.^i^se alten Ttiks dijrlirn heule, nicht mehr verschlagen." .DdS Ij-Boot hat die Initia1.ive." „Ls ist das U-Boot. ddS uns zwami, einen so großen Teil | unserer Produktionskapazität Verteidigungs- i maßnahmen /u opfern", schreibt ,,Daiiy Moskau befahl den Mord Der Kopenhagener Kommunistenprozeß enthüllt weiter das verbrecherische Treiben Kopenhagen, '20. Marz Der MordprozeB Eiternuinn, über den wir in unserer lelz/ten Ausgabt; berichteten, wurde mit der .Anklagerede des Polizeicidvo-katen rröltnet, der emleitend u. a ansluhrte, die in diesen Tagen vor Gericht gemachten Aussagen der Angeklagten hätten d^is Bild e.ines der ungeheuerliciislen und widerwärtigsten Verbrochen in der dänisfhen Krimi-nalgeschichte aufgerollt Erst sechs Jahro nadi der Tat sei diese aulgeklärt worden. Der Ii* iehl zu dem scheußlichen Mord ist von Nceritz-Looring in übereinstimmiuig mit der kommuiüslischen Parlf-idiszinlin f[egebcn worden, deren erstes Gesetz blinder Gehor-Sfini und die Parole: ,,Niemals franen, nur gehorchen" sei. Aber die Tatsache, daß sie aiit Befehl gehandelt hatten, könne die Angeklagten in keiner Wei&e von der strafrecht-iichen Veranlworlung belreicn. Saere kam im Juli 1f)34 nach Kopenhagen und hat zunächst als Mithelfer bei Neerilz-Looring gearbeitet. Den Eltermann hat er 1920 In Moskau kennengelernt und als einen „guten Mann" ange^schon, spater aber von der GPU erfahren, doli Eltermann ein Verräter sei. Aut dem 7. Kongreß der Komintern sei ddnn beschlossen worden, daß etwas gegen Elleirjiann unternomoien werden muhb«, tmd das Kopenhageuer kouunumelischc ,.Zentrum" sei ernidchtigt wordP.n, „zu tüii, was zu tun wdre". Es seien ddraulhifl einige ..Proklamat innen" ausgesdndt worden, die die wahren Kommunisten vor Eltermarn warnen sollten. Eine solche ,,Proklamation" habe die Vernichtung lür den Verdächtigen bedeutet. Wenn iZltejtQann von irgend emer Organisation hetroflen wurde, so hatte diese die Pilicht, ihn zu vernichte.n, wenn sie nicht selbst in Gefahr geraten wollte, als Verräter angest!hen zu werden. Als Eltermann 10.% nach KopcnhagtMi kam, beschlossen Saero und Nceritz-Looring, ihn solort '/u beseitigen. Aut ein entspres durc'Ji Tug und ^Nacht Die pausenlos la.iifenflrn Angx'lffc fühi'tcr in den nächsten Ta.gen 'und Nächten zu «i-J neni Erfolg nach dem andfiren. Schiffe gin-' gen zu allen Stunden unter, tags und I nachts, in der Morgen- und Abcnddänimc-nxng. Ein Boot versenkte einen zum Angriff ansel7teigenui0 in Japan. In Japan trettm neue kaigerlidic Verfügun-gcu bzw. Gesetze ia KroJt, deren «ileichgc-richtetes Ziel es isl, die Krlegsstiuktur dM Landes weiter zu vervollkommcn imd di^^ höchste Produktionsstcigerung siehcrzustel-len. Auch eine Auswirkung der U-Booterfolg«. Um Matoridl zu sparen, werden die Diener im englischen Königshaus eine neue Art von 5>Kriegsuniform« tragen. Westen, Kragen, Schlips und gestärkte Hemden werden abge-schalft und der Frak wird durch eine dunkelblaue Hluse ersetzt. Die Bilder Petains in Nordafrika Terboteo-General Girdud hat in Nordatrika den Besitz \on Bildern und Dc»kumentcn Pelains verboten. Auch durch die Verwaltungsbehörden wurden alle Plakdte oder Erlässe Potains vernichtet Für die nächsten Tage wird die Zurückziehung aller Bilder und Karten Petains aus der Öffentlichkeit angekündigt. Wieder 16 Mohammedaner In Nordafrika zum Tode venirlellt. Das britisch-amerikanische Militärgericht in Constantine hat erneut gegen eine Anzahl Araber Todesurteile Ter-hdngt. Diesmal wurden nicht weniger als 16 Muselmanen zum Tode verurteilt. Drei weitere Eingeborene wurden zu lebenslänglicher Zwangsarbeit, einer zu 20 Jahren Zwangsarbeit lind ein anderer 4u 20 Jahren Getängnis verurteilt. Die Todesurteile sind bereits vollst rf>ckt. Britisches Handelsschiff »Fidelity« als verloren zugegeben. In London wurde amtlich bekanntgegeben, daß das britische Hilfsschiff »Fidelityi- als verloren angesehen werden müsse. Druck and Verlaß- Mart)urcer Verlaßs- und Druckerei-Hf» tu t) H Vertacslettune Econ Baumßartner: Hfiito(scltr|tllf her- ^ntOIl Oerscli.nck .lllf 'p Marburf «. d. Drau Badeasse fi i\it Zelt inr AnzelKen die PicIsIIsip Nr 2 vom I tull 1942 trlilflK Jer {.letrrune des Blatt«» bei tiflherer Qewalt odf Petrlehs^tfirims cihi ksinen Aniorucb •«' Kilckzahlune dei Bezunsgeldet Nummer 81 »Marburger Zeitung« 22 Mirz 1943 Selk S Dit tkiusik Mild juniilit Müik ßsla^ So begann der deutsche Gegenstoß — Die rote Flut weicht zurück — Frühlingssonne nach schweren Winterstürmen — Stalingrad war nicht vergeblich Im Osten, im MSrz ' Die Infanterie hat Unterstützung angefordert. Eine von Bolschewiken besetzt Stadt steht kurz vor der Wiedereinnahme. Die Luftwaffe soll sie sturmreif machen. Zehn Minuten n^ch dem Anruf steht der Flugbesprechungsraum gedrängt voll. Wieder eine halbe Stunde später fliegen zwei starke Verbände Ju 88 zur Front. Ein fast gleich starker Verband kommt uns am halbem Wege von dort entgegen. Schnell schießen die Maschinen an uns vorüber. Sie haben Ihre Arbeit getan. Jetzt sind wir an der Reihe. Zwischen den Häusern brechen feuerspeiende Krater auf. Die Bolschewiken rasen gepeitscht und gehetzt über die Straßen. Kraftwagen stehen eng an Häusermauem gedrückt. Schlachtflleger lösen den Verband über dem Zielraum ab. Die Infanterie tritt zum Sturm an Am nächsten Tage gehen wir noch einmal auf das gleiche Ziel. Der Nordteil der Stadt wird für die Dauer des Einsatzes in einen Hexenkessel verwandelt. Bomben aller Kaliber blasen die letzten Häuser um. Die Wurfreihen laufen kreuz und quer über die Häuserzeilen hinweg. Kanonen ballern aus unseren Kanzeln. Knatternde MG spritzen ihre Garben aus den Heckständen unserer abfliegenden Maschinen. Am FluBufer liegt die deutsche Infanterie sprungbereit. Als die letzte Bombe fällt, treten sie zum Sturm an. Am Abend ist die Stadt wieder völlig in deutscher Hand. »Wiederl« Gleich einem Spielball fliegt dieses Wort am Abend des gleichen Tages zwischen zwei Offizieren hin und her, Sie stehen im Geschwadergefechtss^and über eine Karte gebeugt. Sie zeigt den Kampfraum des Geschwaders. Dem Laien unverständliche Zeichen markieren die vordere Linie. Der Stift des einen Offiziers fährt über die bunte Fläche. »Wiedererobert!« »Wieder eingenommen! »Zurückgewonnen!« »Wieder von uns besetzt!« uAd bei Jedem Mal tippt der Buntstift aaf eine Stadt, ein Dorf, eine Bahnlinie, einen Flußlauf, einen Brückenkopf oder eine Schlüsselstellung. Das Geschehen der letzten Tage rollt noch einmal im Gespräch ab, In der Erinnerung tauchen die Tage auf, in denen unsere Linien zurückgenommen wurden, die Nervenbelastung, die solch ein Unternehmen für Jeden Soldaten bedeutet, denn er kann ja nur seinen kleinen Frontabschnitt überblicken, er kennt nicht den lenkenden Willen. Er kann nur kämpfen. Und während er noch kämpft, sieht er die langen Kolonnen, die sich nach Westen bewegen. Sie reißen nicht ab. Er selbst geht ein Stück in derselben Richtung und stellt sich dann vieder zum Kampf. Und dann kommt der Tag, der Tag. Die Front steht. Die angreifenden Wellen branden mit ungeheurer Wucht an, brechen sich, branden wieder an, daß das Bollwerk der eigenen Front unter dnn Stößen zittert und dann rollen sie zurück. Dnr Grimm verschwindet dorn Soldaten aus dem Lachen. Er sieht, daß es wieder vorwärts geht, sein Aushalten belohnt wird. Er d^rr wieder nach Osten blicken und sieht dort einen langsam weichenden Feind. Das Blatt beginnt sich zu wenden. Stalingrad deckte die Kaukasusarmee Die beiden Offiziere treten vor eine andere Karte. Sie zeigt den ganzen Südabsrhnitt der Ostfront. Die Erinnerung greift um V/orheii zurück. Bei Stalingrad knüpft sie an. Dort begann es. In Eiseskälte und schneidenden Ostwinden kämpft eine deutsche Armee. Ein — der Zahl nach — übermächtiger Gegner hat die Stadt umklammert. Ihre Trümmer werden zur Festung. Sie wird erbittert verteidigt. Immer wieder wälzt sich der Feind heran. Seine Toten bedecken längst das ganze Vorfeld. Er hat wahnsinnige Verluste. Er muß Verstärkung heranführen. Große Truppenkontingente werden von ihm in den Kampf um die Festung Stalingrad geworfen. Tage dehnen sich zu Wochen. Immer enger wird die Umklammerung. Bei nächtlichen Zerstörungsflügen sehen wir den Ring dpr Lagerfeuer um die Stadt immer kleiner werden. Die Luftwaffe hämmert auf den Nachschub des Gegner». Vorräte an Sprit und Munition gehen nachts iÄ die Luft. Der Tag läßt dann die Truppenmassen erkennen, die die Festung berennen. Armeen Werden von den Verteidigern von Stalingrad gebunden. Diese kämpften nicht m.ehr nur um ihr Leben, nicht mehr für sich, ihr Kampf war ein Opfer der höchsten Frontkameradschaft. Denn inzwischen zogen die Kolonnen der Kaukasusfront nach Westen. Tag und Nacht rollten ihre Lastwagen und Pferdefuhrwerke. Wir kamen kaum noch aus den Maschinen Wir mußten fliegen, fliegen und nochmals fliegen, denn parallel zu den deutschen Kolonnen rückte nördlich davon der bolschewistische Keil weiter nach Westen vor, den Steppenwind im Rücken. Sein Ziel war klar. Er wollte an den Dnjepr. Er wollte die Bahn, wollte die Versorgung der Krim sperren und wollte endlich die Kaukasusarmee abschneiden. Ein Keil löste sich aus dem großen feindlichen Verband und stieß auf Rostow zu. Hier wollte er abriegeln. Die Luftwaffe warf sich ihm entgegen. Deshalb kamen wir kaum noch aus den Maschinen. Der Platz war ein dröhnender summender * Ameisenhaufen. Kampfmaschinen starteten und landeten. Sie warfen sich aus der Luft auf den Gegner. Ihre Bomben schlugen in feindliche Kolon- Dnjepr. Von Nordosten her löste idch au« dam feindlichen VontoQ eön starker Pannr-keil und stieß nach Süden. Maasen «nd immer wieder neue Mmmci an Infanterie wälzten sich zwischen den PanzengeMmen heran. Die Luftwalle zerschlag vorpreschettdea Panzerkeil Am 19. Februar stand die Panzerspitze dicht vor S. Die bolschewietdschen Tankt beschossen die EisenbalmistTecke. Doch dte Kaoikasusarmee war in Sicherheit Dl* Verteidiger von Stalingrad hatten deren Abmg mit iJirem Opfer gedeckt und erkauft Die Stellung am Mius hioH. In weitgespannten Bogen schwangen sich von dort aws die deot-schen Linien nach Norden und Weeteai- Der Feind hatte lange Flanken. Unvermittelt schlug mm wieder die Luftwaffe mit voller Kraft zu. Und sie tral den Feind an einer seiner empfindlichsten SteJ-len, dem Stoßkeil gegen ^e Bahnlini«. An einem Tage vernichtete neben anderem allein unsere Gruppe 4 Panzer und legte weitere lahm. Berittene Eünhedten worden auseinander gesprengt und deutsche Infanterie brach von der Seite her in den Kedl ein. Sie schnitt Ihm die Spitze ab und kes Seite sofort wieder größere feindliche Truppenteile ein. Die Luftwaffe hielt unterdessen die südliche Spitze des Stoßkeiles in Schach Der Beste imter den Besten Zun 201 Li)ft«ieg res Jahr später klettert seine Abschußliste auf 86 Luftsiege. Der Führer wichnet daraufhin den hervorragenden Flieger, der inzwischen Gruppenkommandeur geworden ist. als 8, Soldaten der deutschen Wehrmacat mit den Schwertern zum Ritterkreuz aus. Dieie höchste Aaszeicb* nung war Major Philip^ nur ein Ansporn zu immer neuem siegesfr^hen Einsatz. An seinem 2b. Geburtstag der iOO, an seinem 26. dw «00. bis 203. Luftsieg, diese Heiden Etappen ^hlieOen eine Meii'trsshnlt flicßerischeu Könnens und eine täglich sf h erneuernde Bereitschaft zum Kampf und zum Opfer in !."ch, die wohl nur die Minne- der Luftwaffe seihst in ihrem ganzen Umfange ermessen und würdigen können. Abschied vom Rosenöl Bulgarien nimmt Abschied vom Roaenöl, das Land, daa die Welt mit diesem köatli-chen Stoff versorgte. Rosenöl war noch vor wenigen Jahren eina der wertvollsten Exportgüter. Ein hoher Preis wurde in Deutschland, tn Frankreich, in USA dafür gezahlt, bis zu 100 000 Lewa (3000 RM) ftlr ein Kilogrimm. Der Preis geriet inzwischen in Verfall, bis auf 25 000 Lewa glitt er ab. Wenn die Welt im Kriege lebt, hat «ie keine Zeit, Rosenöl einzultaufen und in geschlif-fene Fläschchen zu füllen. Man darf nicht glauben, daß Bulgarien ein Land voller blühender Rosenbüsche ist. Viele nützliche Pflanzen gedeihen hier, vom Tabak bis zur Sojabohne, vom Mais bis zum Reis. Zwischen Getreideäckern und Weinhügeln finden sich auch die Rosengärten, — ein Landeaprodukt unter einem Dutzend anderer. Systematisch sind diese Rosenfelder angelegt. Drei Millionen Rosenblüten ergeben ein Kilogramm Rosenöl, ein hoher Preis ist also nicht ganz unberechtigt. Kann er nicht erzielt werden, hat es für den Bau-em keinen Zweck, welterhm Rosenpflanzungen anzulegen. Schon seit Jahren — seit der Preis zurückgeht — drängt die Regierung, die Anbauflächen zu verkleinem, jetzt wagt sie den entscheidenden Schritt, sie stellt den Außenhandel ein und beschränkt auch Innerhalb der Landesgrenzen den Handel. Nützlichere Pflanzen werden auf den Rosenfeldern gedeüien. Aber in friedlicher Zelt wird das »Tal der Rosen«, die Ebene von Sredna-Gora, In alter Pracht erstehen, doch näher als das Gold muß uns heute der Stahl sein, näher als das Rcaenöl der Mais. Der Entschluß * des bulgarischen Ministerrates stellt auf seine Weise auch em Bekenntnis zur Europawirtschaft dar. F, Szl. Swifts Testament Jonathan Swift der Dichter und Geistliche (die Reihenfolge ist mit Bedacht gewählt), des »Gulliver« unsterblicher Schöpfcr, hinterliefl ein Testament, das sein VermöjJen den Irren seines britischen Vaterlandes vermachte: »Ich hinterlasse«, hieß es, »das wcnijis Vermögen, das Ich besitze zur Erbauunji cin»?s Hauses für Mondsüchtige und Irre, zum Beweise, daß kein Volk einer solchen Anstalt mehr bedarf als das meines Vaterlandes.« Karl Lerbs fwtf 4 •W»rHwrtf«r Zefhmfj« 22 Mir« Wü Namniw Ä1 VotA und Jiutüic Vorstoß im Osten Du n»u€ WochaojclMU f>iirrh Immer neue Einfälle versteihAn w ai« PK-Mann^r drr fViifsrhon Wo« lioiisr rt-e inhdJtL.h hdiihq ahnljrhi^n Szctip.n rio«i K rirqiiqest hebens tfbwfit hislunqsreic h und r-'Kend dar/us^ellen. So/iderleis»UiiiOfin der K mera wir diesnirtl von Bord ein<>s V ipobtfnb'totes, auf dem wir uns durrh w^nirjf. Blifke orieiiliejt fühlen Erst^uiiÜrh klrti wird uns dsr Bm« huß von enqüsc hon Trci^^nninen voiqcfhhit, die nridji trotz ihree voihjllni^HÜifi geriiigftn Umftinq« durch Kn nonrn unsriiadlirh Aiirh &ehon wir in dieiar Woch^msctvau p nmdl wiwjftr die selleiiwi Bilder, dio den foind direkt zfeiqen. piir Sekunden tduchon, n«H wenjqe hundert Mftter enlferiit, qrdue •s. hdttrn von Sowjets aid, die allerdings so-lorf wieriei (*jn Hidbode/i versrhwixidon und «inkpnnLlirh sind. Vom sieyreichaa Vorstoß im Dniie'/ sehen wir Verbände der Wnlfen-f^ unlrijkljoniil)iitoi. und WpikhdJJen, wo d f,. Arlioit der lioiitldhiqoii Manrior über-nrl-untiii. Hdns-iiubert Gonbert Susi schwindelt ■nUtuffOhrunf einer LuAt^ieloperette Im Marburj^er StjLdtth«at«r Dit lüjifw UAd wärmM* werdenden Son- komisches Pärchen glänxten In^« Roami-nentag-e machen uns so recht empfänglich berg als Susis Freimdin Gerti und Otto für eine leichte Frühlingskost. Kine solche Blickenberg als Maler Domon k Klingen-he.tpr-bunte Kruhlin^spiatte serviert uns schUd; Gerti in bezaubernd-achelmiÄrlier das Marbiuger Sladttheuter in dfir ljustspiel- Jugendlichke't, r>onionik als leicht »depper-operetle von Iiirnfit Friese und Rudolf Weys tcrc, aber im Grunde herzenäß^uler Kunet-»Susi Hchwlndelt«, Ein origineller Kinfall, ' jünger. Besonders ihr Duetl »Der Men§ch garniert mit entiiickend-liberfUjHsigen KJei- ist nicht gerne allein« wurde begeistert be-n gkelten und gewürat mit beschwingten > kJatJwht, Melodien und packendem Rhythmii«, mit | Friedl Weiß »aigt« als f«ldwebelhafte denen Han« f^ng die Operette musikalisch fürgUlche Sihwägerin Ludmilla wieder ein-pe^taltet, verbürgt ihr den vollen Erfolg. , großartiges komisches Talent, eine Susi schwindelt, schwindelt lag ! beachtliche Leistung, die nur von echtem f Ofe Doiia«! imd ihre Berge im Hultur-nim. D/e Wioji-Fihn hat drei nrue Ivultur-iiliiic in Arbeit genommen. Unter der Regie Von J>r. Max Zehen» liofer werden »Der e!-.sruin Berg-.- und Salz der Berge« gedreht' flu Wer Kamera slchen Hans Nigmann und s- pp z.eglcr. Für den Film »Salz der Ber-Pf - ist der bekannte Hullfltatt-P''or.schcr, I'ne/lrir voi-pflicht,>l worden. »HerrHcher und rJrätHlier - Strom Im Donflu-Delta* btMf'.t der rii-ittr Kulturfilm, den der Spiel Nacht, um ihrem Vater, dem verarmten Fürsten von Eranienburg, einen »standeage-inäßeni Ijebensabend vorzugaukeln. Am Tag spielt B.e das naive, unbeschwerte Filrstenkind. nachts ist sie die Lieiterin einer Bar, mit deren Einnahmen sie den väterli-(hen Haushalt finanziert. Bei di^em nächtlichen Doppelleben gibt es Konflikte In ihrer Liebe zu dem Herrn Paul Klee. Aber schließlich iösen sie sich alle in eitel Freud und Sonnenschein. Am nüchsten Morgen sieht man ITerrn Klee als neuen Schloßherrn, und der alte Fürst findet sich er-ataunlich ächJiell mit den neuen Verhältniß-sen und ae'ncm höcjist bürgerlichen Herrn StJiwiegersohn ab. Herzenahumor getragen sein kann. Josef Hellmar war als hochherrschaftllcher Diener eine groteake und gut gestaltete Nebenfigur, Karl Ledinek spielte mit Eleganz den Kellner (xeorg. Die muAikaliüohe Leitung lair ^ währten Händen des Kapellmeißters Max Kappes, Er riß aeln kleines Orchester mit «einem SrJiwung und Rhythmus cu packender musikalischer Umrahmung mit und produzierte sich als ausgezeichneter Klavierspieler. Das von Busanne Ufert einstudierte Ballett war ein wahrer Augenaclimaus und fand viel Beifall. Besonders besachtenswert waren d(e ebenso originell erdachten wie gctschmackvoll ausgeführten Kostüme Kli-Aufl diesem frühUngihAfteii M&rQhen wm , aabeth Splonskas. Das Bühnenbild Gottlieb Liebe und Kälten Heryien schuf Paul Hagen- j Ugsars gab, besonders im zweiten Akt, ci- Stiller eine reizende Inszenierung. Er be-wifis sehr viel ^resohmack in der Spielleitung und gestaltete besonders den zweiten Akt zu einem beachtlichen Höhepunkt. AI« Susi hatte Maria Kaufitsch reichlich Gelegenheit, ihr vielseitiges Talent zu zeigen. Sie Ist reizend naiv als F^rstentochter, kapriziös-verführerisch als BarbesiLzerin und frisch und natürlich als Susi, wie sie wirklich int. Besonders ihr Auftritt im zweiten Akt als »Mädel Im Frack* brachte ihr stürmlachen Beifall. Paul Hagen-Stlller machte nen an&prechenden Rahmen. Die technische Leitung hatte BertJiold Dietz inne. Begeisterter BeifaU und reiche Blujn«n-»penden dankten allen Mitwirkenden für ihre schönen Leistungen und bewies den Erfolg des heiteren und beschwüifften Stük-kes, das nichts wül, als Freude und Entspannung bringen. Gretol Stühler ^ Uraufg«ftthrter Goethe. Hana Schwarz, der dem Leipziger Schauspiel durch eine aus dem alten Fürsten ein wahres Kabinett- Reüie von Ur- und Erstaufführungen sei' Stückchen der Schauspielkunst. Er konnte alle Register seiner Begabung ala dezenter Komiker ziehen. Ala Paul Klee sicherte sich ner Werke besonders verbundene Dramatiker, hat den nicht nur literarisch, sondern auch drajnaturglsch sehr fesselnden Ver- Kaywer zur Zeit im Do-| durchaus glaubte, er kflnne das Herz eines nau-Uella dreht ' Ludwig Ronko alle Sympathien. Er war so j auch gemacht, da« Schönbartspiel »Das liebenswürdig und gewinnend, daß man Ihm j Jahrmarktfeat zu Plundersweilern« und anderes vom jungen Goethe mit einem sehr Mädchens wie Susi Im Sturm gewinnen. Als Der moderne Kupferstich .'xir Ati««t«IlwuT „Deutsche Kupferstecher der Gegenwart" ta Qri iTM.) >4 j ^ 21. Mdrz jfrei ~ und es ersrhant In jedem d«r BiAtter „! ."''j ..nialeriHf li-sentiuientfl-j auf kleiiislem Rflum eine Fiille künstlerisch rt Weit d-pr Rodieiunri" rtifrürkl, ist die ! bezwinifiener Sprurhweishftit, die — wenn n,-. il'^ f^^'pfe'"siif hp.s, (Icr srit we-jauch in nahezu mdthematisfiher Verklänmg Abstrahienmg — von echt«m Lebe^i dutrhpulsl ist. Frank, Schwärzler, Wmuner, Schinu'k, Teubel und dor virtuose Panzoni d J. sind hier die bedeutendsten Namen. Andere Werje gehen offenktindlq die nord-deailschen Kupferstecher, die in filicfrannr, den Punkfiorstich verwendenden Technik sich dor Landschaft und SladtedTisicht zuwenden Sie strafen so in manchem weichzeichnenden Bild das Wort von der Nüchternheil des Kupfers Liiqen. Kraaz, Klinkert und Hacke aus Bp.rlin, vor allem aber Friedrich-Hamburq bekunden hierin ihre hohe Meisterschaft. Beicr-Miinchcn wiederum schafft mit seinen, oft an Dürer erinnernden, formüberladetien und fantcisJcwurhernden Marchenkompositio-nen pcrsönliclikeitsbetonte Werke. Erlehnisticfe und Gcstaltungsreinheit, eine sich von menschlichen Schwachen befreiende Forniffpbunq sprechen aus den Blattern der modernen dputschen Ktipferslerher. Konjzen-tration aber und liebevolles Eiiiqchen in ihr, die Welt durch das Prisma ihre« klarheit-scbrilfcnden kiiiibtlprischp-n Ausn f-,hr"n erst durch flen Sloirer Alfred C ofittMiin, Prriff>r,soi m Wien an der Kunst-/•k-idemie, dem modpiiieri Kunslschalfen wie-d/'i prs( blossen wordcü ii,t In einer kleinen Aiis'.telliitiq von Werket» Wie,ner und nord-dcnts'vhpr Kiipferslerher, diß teils Schüler ( of"iii iTiiis sind, teils durch soin LeheiiRwerk cifuiprcril wurricn, ncwcihrt aH fler Kiifilerstich als Spitzenqattunq der Cifriphik nlle^oiisrhoni.iiTienlalen Zwecken flin brslen yii dienen verniiiq, sehen wir aus drn h'aürni der ,,Wiener Schule" um den nunmehr Tljfihiiften Alfred Col^nifinn, die vor dllcTii mit Burliznichen und Cien auf» l^nd mrUcJi. Obwohl flie rumänische Haupt/"tadt — von geringen unwirksamen Ausnahmen abgesehen — bisher von feindlichen Bombenangriffen verschont geblieben ist, haben sich die Behörden entschlossen, eine Entlastung und Auflockerung Bukarests herbeizuführen, Diese Maßnahme erschien umso notwendiger, ala die Bevölkonmgszahl Bukarests gerade in den beiden letzten Jahren erheblich gestiegen ist und heute schätzungsweise etwa 1 bis 1,1 Millionen beträgt, von denen ein großer Teil wieder In die Provinz zurückkehren könnte. Die Regierung hat im Hinblick auf die Mögliclikeit von feindlichen Bonibenangriffen, bei denen eine derart übervölkerte Stadt sehr leiden müfS-te, der Bevölkerung nahegelegt, Bukarest möglichst freiwillig zu räumen Es wird gc genwärtig eine Volkszählung durchgeführt, um festzustellen,' wer seinen Woimsitz nach außerhalb verlegen kann. Bei den meisten Familienangehörigen trifft das insoweit zu, als der größte Teil der Biikarester Bevölkc-nmg, wenn nicht eigenen Besitz, so doch zumindest Verwandte in Provinzatädten oder auf dem flachen Lande hat, wo sr unterkommen kann. Um die Auflockenmg zu erleichtem, hat die Regienmg nunaiehr angeordnet, dg-ß jenen Bukureatern, die die Hauptstadt freiwillig verlassen wollen, für die Reise von Bukarest auf den StaaLsbah-nen nach einem frei gewählten Ort eine 50%ig€ Fahrpreisermäßigung gewälirt wird. Auch das Familienoberhaupt, falls aus beruflichen Gründen in Bukarest verbleiben muß, erhält eme SOf^^^lge Fahrpreisermäßigung für dio Hin- und Rückreise, um die Famlli« an den Bestimmungsort bringen zu können. o. Deutsche Filme auf der Messe In Sofis. Anläßlich der Deutschen Landwirtschaftlichen Ausstellung auf der Internationalen Frühjahrsmesse in Plovdiv wird Deutschland ein Lichtspieltheater erstellen, das mit 700 Sitzplätzen ausgestattet Ist und in dem die Errungenschaften Deutschlands auf landwirtlichem Gebiet im Film gezeigt werden. o. Bulgaritiche 100 MllHoneii'Ajileiihe für Cl«iundheH»zwetike. Innenminister Gabrow-ski legte dem Sobranje einen Gesetzentwurf vor, der eine Anleihe von 100 Millionen Lewa für dio Zwecke der Oesundheitadlrek-tion vorsieht. Diese Geldmittel werden In der Hauptsache für den Kampf gegen die Malaria verwendet werden tind zwar vorwiegend für Thrazien und Mazedonien. aus. Mit seinem kleinen Wasserflugzeug ,,Tsingtau" überquerte er diese gewaltigftn Schneebergc, bis er eines lages im Sturme übnr den Gipfeln deji Fli6sicht hatte sich go-röipi .'Was liir ein Mann'' Mit Heller Freu-rir IM d»'f Stiiniiie st i/fp er hin/u: vAi)er er brrtiK hl |H keinnn Pfennig zu zahlenl Sie haben du- eltt.iusenfl Mark ja wieder!« ■ Natü licli." Der Anwalt lächeil zufrieden. »I h sa(|te la schon vorhin; die ganze Geschichte entpuppt sich als Seifenblase. Ich werde d'e kl -in«' Wenfllaiult wieder bei mir eiristi ll(Mi, woiiti ich »iiicb in Zukunft gern daiaiif verzichte, sie als Bankbotiii zu ver-w"-riden. »Unfi was werden Sie jiMzt urilernchnieiiVi' ).>Die Polizei habe ich angerufen, kurz bevor Sie kam^ n. Die Strafanzeige ist selbstver-H.indluh liiiilällig gewoideii. Ab'^r Sie scib-t ~ .-jIC wcif^ dufh von dl I t|l.i( kli'licn lii^iiTKi nc::h niilil'U ■ i!- \\iMl p^ ni'in|(M cij.iliKii Hr'iiii i( Ii b, -Ii den Hiifl iliies Diiki'l.i no< h hellte. »lleirgott, dieses (Jlück, dieses Glück!« Brink stand auf und ging mit raschen Schrillen auf und nieder. »Ich glaubte sie schf)n tot — jeden Tag kommen solche verzweifelten Taten vor — — besonders wenn jemand so jung ist wie dieses kleine Fräulein.« »Sie scheine'n sie übcrrascliend schnell in Ihr Herz geschlossen zu haben,« lächelte Dr. Zimmermann. »Eigentlich eistaunlich. Wie lange haben Sie mit ihr nebeneinandergeses-sen?« Auch Brink konnte sich eines Lächelns nicht enthüllen. »Kaum vier Minuten — — vielleicht waren es auch nur drei — — ich weiß es nicht--« »Und trotzdem--?c »Trotzdom.« Brink bückte dem Anwalt freimütig ins Gesicht. »Ich habe um sie gebangt wie um einen Menschen, der mir sehr, sehr nahe steht.« »Dahingegen wird sie an den Mann im Auto nur voller Entsetzen denken. Er allein war CS doch, der alles Unheil über sie hereinbrechen ließ.« Brink nickle erregt. »Gerade das war es ja, was auf mir lastete. Aber jetzt — —,« er atmete tief. »— — jetzt ist der furchtbaie Alp verschwunden. Und morgen--« Er unterbrach sich plötzlich und starrte auf den Brief, der auf der Schreibtischplatte lag. »Nein,« rief er, »nicht morgen, heute noch muß sie es wissen, wie glücklich .illes ausgegangen ist--. Stellen Sie sich die Nacfit vor, die sie verbringt! Und denken Sie auch iin den alten Mann, der sich vor Sorge zermürbt und seinen wohlverdienten und gesi-{•berlen Lebensabend tn letzter Stunde be-flrnlit sieht — — /iniiupimann sah erslaiint aul. IIpiiIo nni b'' Ah^r wie sIpIIpii Sie si( b d.is vn?'' I.u(lpf)st etwa? I.ulljiost nach Ltnkcn-waldc?« »ich werde ihr Ihren Brief bringenl« »Ah — — Sie denken an Ihren Wagen? Sie wollen selbst — —■?« »Ich wüßte keinen schiielleien Weg.« »O doch. Wir können lelephonicren und sie ans Telephon rufen lassen.« Aber davon wollte Brink plötzlich nichts wissen. Er nahm den Wagen, natürlich nahm er den Wagen. Wie lange brauchte er, doch kaum mehr als zwei Stundenl Brinks Gedanke schien plötzlich auch lür den Anwalt ein Anlaß freudiger Stimmung zu sein. »Ich kann sie verstehen,« sagte er, »und Sie haben ja auch recht — — man hat so selten im Leben Gelegenheit, Überbringer froher Nachlichten zu sein--» Er rief eine der Angestellten herein und diktierte den Brief nach Luckenwalde. Jedes Wort war Musik für Brinks Ohren. »Zufrieden?« »Sie wird überglücklich sein.« »Dann schreiben .Sie den Brief sofort, Fräulein. Der Herr wird ihn mitnehmen.« Ein paar Augenblicke später ratterte nebenan bereits die Schreibmaschine. »Noch etwas.« Doktor Zimmermann blätterte im Kalender. »Fräulein Wendlandt soll sich ein paar Tage von dem .Schreck erholen. Die Stunden, die sie seit gestern vorrnittag hinter sich hat, sind nicht von ohne gewesen. Ich kann mir vorstellen, daß sie sich freuen würde, wenn Sie ihr selbst mitteilen können, daß sie erst morgen in einer Woche, also Mittwoch, anzutreten braucht.« »Wird besorgt.« Brink schmunzelte. Er dachte daran, den, — und darum war Deutschland Tiirlit verloren und konnte au« der Kraft dei \Viilen.s und des Glaubens jener unter dem rfluen Banner sich sammelnden Freiwilligen l}is zum nie noch bish^^r erreichten Beginn der nioflen deutschen Erfüllung sich emporschwingen. Aus dieser Kraft sin-d wir heute stark, «unseren Weg durch die schwere tmd opfervolle Zeit des Entficheidungskrieges als der letzten BftWährung und der großen Erprobung unseres Volkes zu gehen. Und, der deutsche Sieg ut uns in allen Kämpfen' imd Geiahren gewiß, weil wir niemals mehr uns selber und rieiifscliland aufgeben, das luis darum in J wigkeit unverlierbar ist! Ewig ist der Ruhm der toten Helden D«r Heldengedenktag in Marburg — Feier auf dem Adolf-Hitler-Platr Zum iweitea Male beging gestern die \ auf die Einffibnin^ der all|{emeinen Wehr-wieder deutsche Untersteiermark den Helden- pflicht, den Einzug der deutschen Truppen im Der Gauleiter sprach zu den Offizieren Auf EloUdunfj des Wehrkreisbefehlthab^rii (ieneral der Infanterie Materna, sprach im Rittersaal Gauleiter und Reiehsstatthalter Dr. IJiberreither xu den versammelten OffiKlertn der Truppen- und Dienststellen der Steier* mark. Der Gauleiter legte die Aufgaben und PflicMen der Heimat im totalen Kri^ dar und forderte die Offiziere auf, ihreo l^meradeo An der Front die Gewißheit zu vermlttcli daß die Heimat unerschütterlich bis zum Endsieg fliif ihrem Posten steht. Reichsobmann Behrens im Kreis Pettau Freitag, den 19, Mäns, bMuchU der Rr'ipVi obniann des Reichanährstandea, Pg. l-ichrona, Iti Begleitung dee Landesbauem fiihrpTs den Krei« Pettau. um aich hier per-n'^lich von den Weinbau- und landwirt-Hrhafllichen Verhältnissen zu überzeugen. In der Kre'sstadt wurde er von Kreisführer und I-.4inrlrat Fritz Bauer willkommen ge* heißen. Im Laufe des Nachmittags besich-Uffte der Gast d'e Dieruststellan dea Brnäh-ningöanites A und B, um anachlleßend die Fahrt nach Jfnisalem fortzusetzen. Nach der Besichtigung eines Weingutes ließ sich der Reichsobniann eingehend Bericht über rlie landvvirtschafUiohen Verhältnisse, vor Hllem aber über den Weinbau im Kreis Pet-lau erstatten. lllllllllllllllllllllllliillllllMllllllllllillMIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH^^ Die Wo;1ie der lleutdien Inqend ntr neuNche Jugend ruft — lolgen wir Ihren Fahnen m I - .11 Ti-_. -jnxriMI jT »i fc i ii Ii 11 i f Schicktale VoD Hanl Auer Rme Maus hatte Hunger. Am Rande Her Stadt zwischen verrosteten Teerkessein tind Ifreren Bierfldschen gab es kein Körn-fhfin mehr zu knabbern. Darum wagte sie rh bei Anbruch der Dämmerung in das Un-nokannte hinaus. Nach langen Irrwegen fand sie ein Mruierloch an einem großen, weißen (ifibdurle. Sie zwangt sich durch ~ und war plötzhch von strdhlender Helle übergössen. In jdhr-r Angst schloß sie die Augen. Aber bald streckte sie neugierig ihr Schnäuzchen vor, blickte um sich und hüpfte in den un-rndlich heilen Raum. • S^irksalvolles begab sich an diesem spA-ten Abend Drei ernste Männer gingen die StxaRe entlang \n da* Dunkel. Weil hinter ihnen verlor isirh Her Widni^Sf^hGin der lichldurchfluteten .Si.iiji an den tiefhdngenden Wolken rles Nfirhihimmris • W|r hätten den Morgen abwarten sollen«, meinte der eine der Mäuner, der Oberbuch* haller, und schritt btärker aus, um sich Mut zu machen »Uublnn . eiwiderte der zweite, der Kassierer, »Weyen dieser lumpigen dr«i Kilometer Fußnuirsrhl ItJ der Stadt kann man un« viel eher bestehlen.' *.S(;hr i lchtig v, sagte der Frokunst. »Do i wissen wir das Geld nnch heule in unserer foiier und fiinhruf*hHirherr.n Kasse und kön-nni tulun schlfilnn Pit' Aiis/«ihl'iiin nnsptor Atuiostr>lllrn kann mniqcn promf)» erfolq^'n.« Ooi K ti'.sir o! lrnoIizei, eine Standarte der Wehrmannschaft m Steir^schen Heimotbund und eine Abordnung der' Deutschen Jugend des Bannes Marburg-Stadt. Die Kompanien des Hausreglmen-tes waren mit Ihrer Fahne und der Fahne des ehemaligen 47er Regimentes aufmarschiert, von der nur noch die Lanze und ein Stück des Fahnentuches erhalten ist. Die Hinterbliebenen der Gefallenen, die aU Ehrengäste zur Feier geladen waren, saßen neben verwundeten Soldaten in den ersten Reihen. Zahlreich waren auch die ehemaligen »Sieben- Kheioland hin, hon, die innere Eini({unj, die das deutsche Volk unter der Führung der nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei durchlebte, hervor und schilderte mit markanten Sätxeo die Sprengunit weiterer Punkte dea Versailler Diktates. Die Ostmark kehrte heim, das Sudetenland wurde befreit, das Me-melland konnte dem Reich zurückgeholt werden. Mit schelem Blick verfolgten die Feinde des deutschen Volkes die Stärkung des Reiches und als der Führer die Rückgliederung der freien Stadt Danzig und eine Straße durch den künstlich geschaffenen Korridor von Polen forderte, gab dies den ewigen Gegnern des Reiches den AnlaB, Deutschland den Krieg «u erkliren. Ofcerst WestphAl schdWlerie dann die Ruhmestaten der deutschen Wahnnadht, die in kürzeater Zedt einen Gegner nach dem anderen in einmaliger Weise überrennen und besiegen kormte. Von dem Kampf gegen den Bolschewismus würdigte er besonders dl« getreue Pflichterfüllung der deutschen Soldaten während der WinterkSmpfe 1041/42 und 1942/43. „Die Front im Osten stehtl" rie< der Oberst aus, und gedachte mit tnel empfundenen Worten der Opfer, die dieser Kampf um die Zukunft des Reiches bishw erfordert«. Unter den Klängen des Liedes vom Guteö Kameraden begab sldh Oberst Westphal zu den Ehrenplätzen, wo die Angehörigen der Gefallenen versanunelt waren. Jedem einzelnen drückte er die Hand und ehrte so das Opfer, das sie für Deutschland gebracht undvierziger« erschienen, die stolz ihre haben. Die tausendköpfige Menschenmenge Kriegsauszeichnungen trugen. 1 hatte tief ergriffen die Hand zum deutschen StaiuJortältMtei Oberrt W«,tph.l l.,G^ "hobe^ Benlellunq von Vertretern d« St»trl»ch«n •"•r 1®"«'' . , . n • l Es bleibt das ausiehließliche Recht der deutschen Staatsangehörigen, Uicrist im Kcichs-arbeitsdienst und in der Deutschen Wehrmacht zu tun und so ihrer Verpflichtung gegenüber der deutschen Volksgemeinschaft nachzukommen, Die Schutzangehörigen in der Untersteiermark, also alle }ene, welche weder die deutsche noch irgendeine andere Staalsangehörigkcit besitzen, werden, auf Grund der bekannten Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung zu einer Sonderdienstpflicht herangezogen, die in einem besonderen Arbeitseinsatz in der üntcrsteiermark besteht. Die Ableistung der Sonderdienstpflicht stellt für die Schutzangehftrigcn eine selbstverständliche Verpflichtung gegenüber der staatlichen Gemeinschaft dar, die ihnen Lebens- und Ezistenzm&glichkeit bietet. Weiter wird darauf hingewiesen, daß in den nächsten Wochen eine allgemeine Überprüfung der nicht geklärten Fragen in bezug auf die Mitglicdpchaft zum Stcirischen Hcimal-bund und damit der deutschen StaatsanUehöiigkeit oder der Sch«i«i.angehörij/kcit erfolgt Die Beachtung der in diesem Zusammenhang zum Aushang kommenden Plakate und Prea-severlautbarungon wird empfohlen kunft ihren Mann stehen. In fester Sleo«»-zuversicht klang die Gedenkrede w Gruß an den Führer aus, in den die Monge begeistert ednslimmte. Diei»es Bekenntnis zum Führer klang in den LJedern der Nation aus Nach der Feier fand vor dem Rathaus ein Vorbeimarsch der Tr^ippen statt Herzlich begrüßt von der Mtmge marschierten die Kompanien des Kausr&fiimejites, die Abteilung der Schutzpolizei, die Maruier der Wehrmannschait, die ehemaligen Sieben-undvierziger und die Abteilung dej De*it-^hen Jugend unter den Klängen de« Musik-zuges der Wehrmacht an dem Standort-ältesten und den Ehrengästen vorbei. Mit dean Vorbeimarsch fand die Holdengedenk-feder ihren AbechluB. Kleine Chronik ffl. Versimmlungen des ReichsnAhrstudes in der ganzen Steiermark. In diesen Wochen werden, wie uns berichtet wird, in der Steiermark die letzten Vorbereitungen für die Kriegserzeugungsschlacht 1943 getroffen. Am 24 und 27. März geht eine Aulklärungtwelle des Reichsnährstandes durch alle Kreubau-einschaften. An den Vor- und Nachmittageo werden jeweils in großen Landvolkkundgebungen Landesbauernfübrer Hainzl, die Landes-nauptabteilungsleiter Prodi und Hohnerlein und der Hauptstabsleiter Dr. Leitner sprechen. m. Erstes Auftreten der Laienspielgruppe Windlsohfeistritz. In der Aufbauarbeit der Laienspielgruppen des Amtes Volkbildung Marburg-Land des Slelrlschen Heinnatbun-dea, wurde nunmehr eine solche auch In der Ortsgruppe Wlndlschfeiatritz aufgesogen, die sich am Donnerstag, den 18. März, mit einer Aufführung de« ländlichen Lustspieles »Adam und Eva im Paradies« von Rldi WaU fried erstmalig vorstellte. Der Gesamteindruck der sorgfältig vorbereiteten VorsteN lang kann als gelungen bezeichnet werdcru Die Zuschauer, die den Theatcraaal bis au/.«i letzte Plätzchen füllten, wurden nicht müde, die Darsteller immer wieder mit heraüichem Beifall zu bedenken. nL Todesfälle, In Marburg verÄchieden: In der Frauengasae 2 die 77jährige Private (^lulstine Paul; in der Knehubergaßae die 76jährige Private Sophie Wogrjictz und in der Bui'ggasfle 40 die 75jährige Altersrentner in Maria Ruachowlak. m. Beim S|»lel verunglürkt. Der l.^J8.hri#fe Schüler Karl Kore^ aus der Augassa in Marburg brach sich beim Spiel mit gleichaltrigen Kameraden Hinter den drei Teichen den rechten Unterschenkel. — E']b»?iiso einen Beinbruch erlitt der bereits SS Jahr»* alte Paul Tischler aus (Joiseg, Gemeinde Egidi, dej: Im Zinmier gefallen war. - - In beiden Fällen besorgte da« Deutsche Rote Kreuz die Überfühnin^ ms Marburger Krankenhaus. m.' Der Krei« Mureok beritihtet. Tjt der am 17. Mörz statt-getimdenen Groß Versammlung, die In Anwe.senheit des Kreialej-tera Schöninger durch Ortsgrui>penlPitor Ijill eröffnet wurde, sprach Reirhsredner Dr. Herbert Albrecht ijber die Maciit de."* nach der Weltherrschaft strebenden Jiiflen-tums. Treffend verglich der Redner das die schaffenden Völker ausbeutende Judenluni mit den Paraiiiten im Ptlangen- \ind Tierreich, die als Schmarotzer sich nur am gesunden lieben der anderen erhalten können. Starkem Beifall und den Dankesworien »lefl Ortsgruppenleiters folgte eme .'»tiimusch** Treuekundgebung an den H'lihrer, die in den fjiedern der Nation ausklnng. Kredilinsitut in der sStadt abgeholt hatten und nun waren sie «nf dem Heimweg nach der Fabrik im Vorort, Sie hatten ihn zu Fuß angetreten, da sie das Geld für das Auto für sich sj^aren wollten. Hart klangen die Schritte der Minaer durch die Nacht. »Gut, daß wir unserer drei sindt, sagte der Oberbuchhalter, »man kann nie wissen...«. Während er noch sprach, verfingen sich seine Füße plötzlich in einer metallenen Schlange. Er stürzte nieder, die Aktentasche entglitt seinen Händen. Dar Prokurist hatte noch Zeit, die Tasche an sich zu reißen, dann sahen die drei MAnner mit Augen, halb blind vor Erregung, Gestalten, die hinter den Büchsen gelauert hatten, das Welle suchen. Der Prokurist und der Kassierer befreiten den Gestürzten aus der Kupferdrahtschlinge, t>ogen sie auseinander und warfen sie beiseite Plötzlich schrie einer auf: »Starkstroml ,\tt,entatl« Und er wies kreidebleich auf das Drahtende, das, kunstgeref ht mit einem .'^teln beschweit, über einen Leitungsdraht der Sldrkstromlelluny geworfen war. Alle sahen jetzt, daß ein Kont«ikt der Drahtfalle mit dem Simmkreis bestand »Aber — aber ~ wieso leben wir denn noch?« stammelte endlich der Otierhuchhal-ter, »wir haben doch alle den blanken Draht angegriffen .« • Jd, wieso lebten sie noch? Und wieso wunien Fritj; und Frieda genau zur selben Zeit enrlllch ein giütkliche« Paar? Denn sie wurden es in der gleichen Minute, in der die Rpltsame Reitling dei drei Manner erfolgte Da sdßrn näinluh det [iinge Itrferendar Inl/ niid Fiänlein Kiriiisr nach dorn AhenrI-essrn in der (jiilen Stube vtm l'riedas und spielten Schach. Das ging so jeden Abend, schon ein J dus Licht, Diese Geleqciihcit lienutzte ein Mann, der in d»im phonerdigcu Gasthaus zechte um sich »in dem Zählkellner voriiej ins Freie zu schleichen Itn ersten Stni k »chlfiH die F'insternis elnt-m fnmien mitten im »priniiendslen Kapitel seines Ahnn Icuennniaiies die Augen, eine liejjpc hoher beendete eine Träu die muhsrime Heimarbf^it an der Nahmas« hme und in dem moblifiton Zimmer dos .hiriggesellen daneben erkaltetn plötzlich das Bügeleiien, das der vergpRlirhfl llerr aul seiner Sonntagshose hatte stehen lassen, und sie blieb- heil. Aber da sai^ noch einer in diesem Hause, über längst vergilbte Briefe gehuckt, d^n Knpt in den Ilanden vergraben, ts war au*, es war vorbei, der Schmcrz um Verlorenes wühlte in seinem Herzen, zu schwer war, was auf ihm lastete, es war mehr, als ein Mensch ertragen konnte Zwei hoffnungsl<^se Augen starrten in das grelle Licht der Schreibtischlampe, während die Rechte mit jähem Entschluß nach dem Rovolver tastete. Da erlosch die Glühbirne, Doch binter ihr, im Viereck des offenen Fensters, erglänzte ein anderes, ein milderes Licht Fs war d'^r Schimmer der Sterne, die hell und nütia am Nachthimmel standen. Und vor dieser Offenbarung, die strahlend in das dunkle Zimmpr des Mannes hereinbrach, wurde alle Qnal und alle Not des Heizens klein und njchHg und vor der erlobcheiien Lampe, angesichts dor Gestirne, zu denen er jahrelang It^m^n vollen Blick getan, genas der durch si hick-sdlbschwere Jahie zniinürhte Mensfh zu Innerei Ruhe und neuer Entschlußkraft. Und das war das Schönst«, was die kleme Iwinqrige Maus mit dem Opfer ihres Dasems gab Es war nämlich diese winzige Vagabundin, die den Kurzschluß In der Blockzentrale her-vorgeruten hatte Dei Maschinenwärter hritie nach langem Siuhen die kleine Ursache dnr gioßoii Störung gefunden Fr Inchte laut, als ei sie am Si hwan/i hen /wisf'hcMi d<'ri Dicitilf^n hrivoi/i)f| Sieh niril eiiiei rin' Nim ripr Minjh. Was die liici wuhl grsii'hl Im' Seffe 6 »Marburger Zeitung« 22. Mlrz 1943 Nommer 8t Wflrdige Heldenbalne im steirischen Unterland Am Heldengedenktag wurden die Weihestätten ihrer Bestimmung übergeben In allen Ortsgruppen dei Steirischen Hei-natbundes, die bereits Opfer dieses Krieges zu beklagen haben, wurden gestern am Heldengedenktag im Rahmen einer Feierstunde die Heldenhaine ihrer Bestimmung ü^rgeben. Jede Ortschaft hat deh schönsten Platz für diese Stätte des Gedenkens und der Erbauung ausgesucht und sich ihren Heldenhain geschaffen. Der Umgebung angepaßt, sind die Heldenhaine verschieden angelegt. Alle sind aber außerhalb der geschlossenen Siedlung fh der freien Natur, auf einem Hügel, in einer Waldlichtung, bei einer Baumgruppe oder unter Felsen. Etwas Beruhigendes, Abgeschiedenes haben alle gemeinsam. Die durch ihre Einfachheit wirkungsvollen Gedenkbretter künden in soldatischer Weise den Namen des Gefallenen, seine Geburts- und Sterbedaten sowie den Ort, in dem er sein Leben für des Reiches Zukunft geopfert hat. Das Eiserne Kreuz oder ein Hakenkreuz bilden den einzigen Schmuck des Gedenkbrettes, je nach dem, ob der Gefallene an den Fronten oder im Einsatz in der Untersteiermark den Tod gefunden hat. Marburg hät seinen Heldenhain bei den »Sieben Eichen« errichtet. Wohl jeder Marburger kennt den Platz. Auf dem Plateau am Kalvarienberg wurde bereits vor Jahren ein Denkmal für die Gefallenen des ehemaligen Marburger Hausregimentes aufgestellt, eine kleine Parkanlage geschaffen und sieben Eichen gepflanzt. Gehegt und gepflegt wurde das Denkmal mit Liebe und Sorgfalt. Erst der Deutschenhaß der Slowenen machte aus dieser Erinnerungsstätte einen verwahrlosten Spielplatz. Es war verständlich, daß die wieder deutsche Gemeindeverwaltung die Instandsetzung dieses Platzes und die Erneu-ening des Denkmals als ihre vornehmste Pflicht erkannte. Außerdem ließ die Stadtverwaltung vor dem Denkmal noch eine Gedenkplatte für alle Marburger errichten, die wie oft haben sie wohl den herrlichen Rundblick genossen, der sich auf die Stadt und über das flache Land bis zum Donatiberg und dem Hügelland der Kollos bietet. Zukunftspläne schmiedend und von der Befreiung des Landes träumend, dürfte so mancher von ihnen an diesem Platz gestanden haben, vom Wunsche beseelt, im großen Ringen nicht abseits zu stehen, sondern im Kleid unserer Wehrmacht und der Bewegung für Deutschlands Zukunft mitzukämpfen, bereit, auch den höchsten Einsatz herzugeben, wenn das Schicksal es fordern würde. Und heute stehen die Gedenkbretter dieser Besten der Draustadt im Heldenhain, zur Mahnung und Verpflichtung jedes aufrechten Volksgenossen, als Erinnerungsort der Angehörigen. Auch in den Heidenhainen werden die Gefallenen in uns weiterlet)en. Neben dem Heldenhain bei den »Sieben Eichen« wurden im Kreisgebiet Marburg-Stadt noch Heldenhaine in Gams, Lembach und Rotwein errichtet. Au(^h für diese Weihestätten konnten schöngelegene Pütze sichergestellt werden. Cilli ehrt seine gefallenen Söhne Die Bevölkerung der Stadt Cilli pilgerte am Sonntag in großen Scharen zu dem von der Kreisführung des Steirischen Heimatbundes neu errichteten Heldenhain, der für Deutschland gefallenen Soldaten aus der Sannstadt. Man kann wohl lagen, daß Cilli dem Ge'r denken seiner Helden den schönsten Platz der Stadt gewidmet hat. Oberhalb des schönen Stadtparkes, in der Nähe der alten Römerstraße wurde der Heldenhain errichtet. Schon in früher Morgenstunde stand bei den 18 Gedenkbrettem, die von der Wehrmannschaft gestellte Ehrenwache. Als der Ehrenzug der Wehrmacht und der WehrmannschafI, die Deutsche Jugend, die Singschar der Deutschen Jugend, der Musikzug und die Kranzträger auf den befohlenen Plätzen aufmarschiert waren, kamen die Ehrengäste und die Angehörigen der Gefallenen in Begleitung von Mitgliedern der Deutschen Jugend und nahmen in der Mitte des Ehrenhains gegenüber den Gedenkbrettern Aufstellung, neben ihnen die Mitarbeiter der Kreisführung und der Ortsgruppen. Um halb 8 Uhr trAi Kreisführer ihr Leben für des Reiches Zukunft hergaben. Dorfmeister, der vorher mit dem Vertreter des Standortältesten, Oberstleutnant Schwarz, und dem Führer der Wehrmajinschaft Standarte Die Kreisführung Marburg-Stadt hat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung nun diesen Platz für den Heldenhain auserkoren. Dipl.-Ing. Herbert Duma, ein Sohn der Draustadt, erhielt den Auftrag, einen Plan für die Gestaltung des Haines auszuarbeiten. Er hat die Aufgabe vorbildlich gelöst. Vom Gedanken getragen, daß der Platz schon von der Natur aus tn einer Stätte des Insichgehens gestaltet wurde, ließ er auch im Heldenhain die Natur unberührt. Zwischen Denkmal nnd den Nadelbäumen, die den Platz'^in Halbkreis umsäumen, stellte er die Gedenkbretter auf. Denkmal, Gedenkplatte und Gedenkbretter bilden mit den Eichbäumen und dem Nadelwald im Hintergrund eine geschlossene Einheit. Zur Feierstunde, die der Sondersturm gestaltete, waren neben den Angehörigen der Gefallenen Kreisführer und Oberbürgermeister Fritz Knaus sowie ein höherer Offizier der Wehrmacht erschienen. Eine Ehrenabteilung der Wehrmacht war angefreten, der 5ondersturm und eine Abteilung^ der Motorstaffel hatte Aufstellung genommen. Männer des Führerkorps de» Steirischen Heimatbundes waren zahlreich vertreten. Zwei Männer des Sondersturmes hielten die Ehrenwache. Ein Weihelied erklang, dem ein Spruch folgte. Dann sprach der Kreisführer. Er würdigte die Einsatzbereitschaft des deutschen Volkes, die, vom Gedanken Cilli, SA-Oberführer Draegert, auf dem Heldenfriedhof einen Kranz zum Gedenken an die Gefallenen des ersten Weltkrieges niederlegte, vor dem Ehrenhain ein. Der Kreisführer begrüßte jeden Angehörigen der Gefallenen mit einem Händedruck. Nach einem Lied und einem Spruch ergriff der Kreisführer das Wort. Er gelobte feierlich, daß sich die Heimat dem Opfer der Gefallenen zu jeder Zeit würdig erweisen werde. Das Jahr 1918 stehe als erschreckendes Beispiel vor allen. Die Ehrenhaine der Heimat werden stets Stätten der Besinnung und Treue bleiben. Die toten Helden werden nie in Vergessenheit geraten. Zum Lied vom guten Kameraden wurden die einzelnen Namen der Gefallenen aufgerufen, worauf der Kreisfuhrer und die Ortsgruppenführer in der aufgerufe- ' nen Reihenfolge bei den Gedenkbrettem Kränze niederlegten, In selten empfundener Andacht klangen zum Abschluß der erhebenden Feier die Lieder der Nation auf. Nach Beendigung" der Feier begaben »Ich die angetretenen Formationen über den neu angelegen herrlichen Serpentlneaiweg durch den Stadtpark über den Sannstegr, Burgka-aeme auf den mit Fahnen g-eBchmückteai Kaiser-Joaef-Platz zur Heldengedenkfeier, die von der Wehrmacht gestaltet wurde. In unmittelbarer Nähe der Rednertribüne nahmen die Ehrengäate, die Kriegahinter-bliebenen tmd Kriegsinvaliden, Flati. Blne große Anzahl von Volksgenoeaen umsäumte die angetretene Wehrmacht, Wehrmannschaft und Deutsche Jugend. Bei lautloser Stille begann die würdevolle Feier mit einer Rede von Oberstleutnant Schwar*. Seine Ausführungen galten dem einmaligen Aufstieg des deutschen Volkes nach dem Schandvertrag von Versailles und den Bemühungen des Führers, den Fiil6den zu erhalten, Der gleiche Feind hat lim zu verhindern gewußt. So steht heute, da« deutsche Volk im ruhmvollen Kampf um Leben oder Tod. Nicht um einzelne Personen handelt es sich in dieser gewaltigen Auseinandersetzung, sondern um das Fortbestehen unseres Volkes. Der Sinn tmseres Löbens Ist für dieses Volk alles, auch das Leben, herzugeben. Im Gedenken an die toten Helden kann uns nur der Glaube «n den Sieg beseelen und nur ein WHle brt»en*chen: kämpfen und siegen. Nach dem dreiftichen Qelöhnls an den Führer tind die toten Helden fand die Feier mit einem Vorbeimarsch der Wehrmwsht imd den angetretenen Foonatlofien des Steirischen Heimatbundes auf dem Adolf-Hitler-Platz ihren eüidruciksvollen Abschluß. Die alte deutsche Stadt an der Sann, Cilli, hat Wen Gefallenen des schweren Krieges eine würdige Ehrenbeaelgung ei'Wleaen. Schulrat GroB starb den Heldentod Im Kampf um Nordafrika hat d^ Regie-rungs- und Schulrat Alfred Groß sein Leben beendet. Schulrat Groß war einer der markantesten Erzieherpcrsönlichkciten in der Steiermark. Einem alten Bauerngeschlecht aus der Oststeiermark entstammend, studierte er an . , „ , u j der Lehrerbildungsanstalt in Marburg, rückte ausgehend, daß das Einzelschicksal sich dem K^jg Freivvilliger zum Schützenrcgiment 26 Ganzen unterordnet erst das Große schaffen, Marburg ein, wurde mehrfach verwundet den Sieg errmgon kann, so daß man emes 1 ausgezeichnet. Im Grenzkampf war er Oröanisalor d« Wider^landes im Abs.alcr wird können: »Und ihr hdbt doch gesiegt!« Unter den Klangen des Liedes vom guten Kamernden legten sodann der Kreisführer und ein Offizier der Wehrmacht Kränze voi dem Denkmal nieder. Die Feier klang mit den Liedern der Nation aus. Lange noch verweilten die Angehörigen der Gefallenen und deren Freunde und Kameraden an den Gedenkbrettefn, die mit den ersten Frühlingsblumen geschmückt waren. Kameraden, an den verschiedensten Fronten zu verschiedener Zeit gefallen, haben nun dort eine gemeinsame Erinnerungsstätte gefunden. Gedenkbretter von Jugendfreunden, stehen beisamen. Wie oft sind sie wohl in früheren Jahren über diesen Platz gewandelt, Becken, Sein mannhaftes Eintreten für sein deutsches Volk vor der Interalliierten Grenzkommission hatte seine Verhaftung, Kerker und Ausweisung durch die Serben zur Folge. Groß kam hierauf als Lehrer nach Graz, wurde Hauptschul- und Bcrufsschullchrer und trat dann der NSDAP bei. Während der Verbotszeit war er Blockleiter seiner Ortsgruppe und organisierte das Hilfswerk des NSLB. 1938 wurde er zum kommissarischen Landesschulinspektor für Volks- und Hauptschulen berufen. In dieser Stellung war er maßgeblich am Aufbau des nationalsozialistischen Schulwesens im Gau Steiermark beteiligt. In diesem Krieg machte er als Haupt- mann und Kompanieführer den Feldzug in Frankreich mit und wurde mit dem EK II ausgezeichnet, Zum Major befördert, (and er bei den Kämpfen um Nordafrika den Heldentod. Abschied von einem ermordeten Untersteirer Am Samstag, den 20. März, wurde auf dem Ortsfriedhof in Oppendorf, Kreil Cilli, der Bauer Max Poschebal beerdigt. Er fiel als Opfer feiger Banditen, die den 67jährigen Landwirt in Anwesenheit seiner Familie feige ermordet haben. Max Poschebal hatte sein Anwesen in Nikolai ober Oppendorf und war ein braver heimattreuer Untersteirer. An der Bcisctzungsfeier, die von der Ortsgruppe Oppendorf gestaltet wurde, nahm als Vertreter des Kreisführers Führungsamtsleiter Pai-dasch, der gesamte Ortsgruppenstab und ein Sturm der Wehrmannschaft in Uniform teil. Dem Leichenzug schloß sich die Bevölkerung von Oppendorf an, die durch ihre zahlreiche Teilnahme ihre Abscheu über das fluchwürdige Verbrechen herübergewechselter Randiten Ausdruck geben wollte. Am Grabe sprach der Vertreter des Kreisführers und der Ortsgruppenführer, worauf beide Kränze niederlegten. Der Ablauf der Beerdigungsfeier hinterließ bei den Angehörigen und bei den ein- Erfol^eiche Wohlfahrtsarbeit im Kreis Luttenberg In den Hilfs- und Beratungsstellen dea Kreises Luttenberg des Steirischen Heimat-bundee waren im Monat Februar 670 Beau. eher zu verzeichnen, während bei den ai> gehaltenen 15 Mütterberatungen 288 Säug, linge, Kinder und Mütter untersucht wurden. Die Hiifsstellenleiterinnen und ihre Helferinnen führten 180, die Volkapflegenn und die Säuglmgsschwestem 54S Hausbe. suche durch, in denen werdenden Müttern und Kranken Rat und Hilfe geboten wurde. Wirtschaftliche Betreuung dagegen genoa. sen 393 Personen. Die 18 Kindertagesstätten des Kreises, die gegenwärtig in Betrieb sind, verfügen über 680 Plätze. Bis zum Erinisatz der Feldarbeiten werden daher wei. tere schon bestehende neun,.Kindergärten wieder eröffnet und durch eine ^nzahl weU terer in Bau stehender vermeh^^ In den Kindergärten wurden 3104 Mahlzeiten ver-abreicht, mei»t an Kinder, die sona( übor Mittag kein warmes Essen erhalten höhten. Der Gesundheitszustand der Kleinen wurde ebenso in den Kindertagesstätten wie in den Mütterberatungen als zufriedenstellend befunden. Der Cllller Heldenhain — Stätte der Besinnung fachen und schlichten Bergbauem von Oppen* dorf einen tiefen Eindruck, Sic vässen, daB ohne O^fer kein Sieg möglich ist und auch der Tod des Max Poschebal gerächt wird. E. P. Aussichtsreiche männliche technische Berufe Ein Beruf, der in der Untertteiermark noch wenig bekannt sein dürfte, jedodi lußerst aussichtsreich für technisch befähigte Jungen ist, ist der eines Ingenieur für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik. Dieser Beruf setft das Reifezeugnis einer anerkannten höheren Lehranstalt, eine halbjährige Ausbildung im Land* wirtschafts- und Bauwesen, sowie den 5-se-mestrigen erfolgreichen Besuch einer Bauschule für Wasserwirtschaft und Kulturtechnik voraus. Diese Bauschulen finden wir zur Zeit in Königsberg, Schletttingen, Suderburii (Hannover), Siegen (Westfalen), München und Eger (Sedetengau) vor. Diese Thülen bereiten den angehenden Ingenieur auf die engste Verbundenheit mit der Wasserwirtschaft und der Kulturtechnik vor, E« sind dies hauptsächlich Regulierungen sämtlicher Wasserläufe, ▼erbundM mit der Ent- md Bewissening (Be* regntmg) asschlieBcnder Liadereiea sowie Knltiviertingeo von Ödland «od Mooren. Ferner wird aber der .Ingenieur auch hi der Anlage ländlicher Wasserversorgungen, Verwer-tung städtischer • und industrieller Abwässer, Kanalisationen «ad Brückenbau, nun Teil auch StraBenbau, ausgebildet. Da in der Untersteiemark anter der ju;(o-slawischen Regierung ^ dieser Hinsicht sehr wenig getan worden ist, bestehen gerade in unserer engeres Heimat für diesen Beruf die J'ftßtea Aussichten. Zur Durchführung >die$rr ufgaben sind von 4er Reichswasserwirt-schaftsverwaltung die Wasserwirtschaftsämier eingerichtet worden. In der Untersteiermark finden wir ein solches in Marburg und Cilli. Nachdem der Absolvent einer Bauschule filr Wasserwirtschaft und Kulturtechnik isein Stadium mit Erfolg beendet hat, kann er als Anwärter für die sogenannte gehobene Laufbahn an einem Wasserwirtschaftsamt eingestellt werden. Bei Bewährung in einen) solchen Amte wird er in verhältnismäßig jungen Jahren zur Regiertingsbauinspektorprüfung zugelassen und nach bestandener Priifung zum Regierungsbauinspektor, Oberinspektor, eventl Amtmann befördert. Um diesen Beruf weitesten Kreisen, namentlich solchen, die von Haus aus schon mit der Landwirtschaft und dem Wesen des Wa^t-sers aufs engste verbunden sind, zugänglich zu machen, gibt das Deutsche Reich für da« Studium weitgehendste Beihilfen. Wenn sich Studierende verpflichten, nach bestandener Ingenieurprüfung in den Dienst der Reichswasserwirtschaftsverwaltung zu treten, können solche Studienbeihilfen bis zum Betrage von 110 RM monatlich gewährt werden. Diejenigen, die willens sind, in ein solches Studium einzutreten, können Auskunft hierüber bei den Wasserwirtschaftsämtern in Marburg (Drau), Parkgasse l/II, und Cilli erhalten. AnfnahmeB! WelBensteiner, Murhurz ' ' ■ m&mwrnM ytunmw 8. »Martwr^er TfHxstit* W43 Seite 7 Die Deutsche lugend im Dienst für den Sieg Die Woche der Deutschen Jugend im Steirischen Heimatbund durch den Bundesjugendführer in Marburg eröffnet — Die ganze Untersteiermark acht Tage im Zeichen der Jugendarbeit Es war vielltürbt (Hn srhicksAlshafter Zu-fdll, daß der B« von der Jugend ^ines starkem und gcfeynden VoIKps rrwnjÄt wird, von einem Volk«, das znjr lij Illing eine« neu entstehenden Europris ^li/>^■'rkorftn Ist. Itn Rahmen eines Appells der Führer tind L'nteTführer der Jungen und Madel erftfinete Sftmstdg, den 20. Märr, der piUnrnr der Deut* Mlien Jugend im Steiriscbe.n Tleimatbund, Udinführer SchilcbeT, in Marburg die Wncbc fl SldcJles und der Wohrmarht teil Nsch einer musikfiliwhe.n rinlfiitUDg dos B«j.anOrchesters und der SLiig-tinrj Spielschar des ninuct» Marburg-Stadt hprrich dar Bundosiugendfilhrpr A.usgebend ^om totalen Krieg, de.r beutp fiusgefochte.n vird, machte Bannlührer SchiUhnr grund satzltche Ausfühnmgen über die gesamte jTjqendarbeil. Er untorstrlch dabei dep Unter* srhind zwischen der Jijgend des nationalsozialistischen Deutschland und de.r Jugend unsar^r Feinde und betonte das Ziel der Ju-»irndwocbe Diew; soll ni^ht allein der Hei Tiifit. duFznigen, was die Jufjend dßs Unter-1 inrtes beroils geleistet hüt, sondern soll auch unseren Feinden klar und deutlich beweisen, phienpldtj: die Ställe, an der sich die Eingebend auf die Stellung der Deutschen Deutsche Jugend vei sammelte, um in einer be-•luqend nim lieulinen Kri»g,' qab Banalührpr sinnllchnn Slundc dpo Auftakt zur Juflpod-Schilcher eincD kurzen qeschichtlichRri Pürk-' **'Oche lu geben. Neben Krftisfülirfir Knaus blirk auf die .fahre des ersten Wellkrievir-i uod weiteren Vertretern des SIeiriBchen Hei-11)4'f3 und z-lfhnele dabei mit markanten matbundes de» Staates und der Wefcmactit Worten den Zustand in Deutschland naf h dem auch v.elc Eltern cmnefundei, ,in. Diktat von Versailles auf. Eine Ju.iend ofine J"? »'■Wichte Feierstunde im Kreise ihrer 7.i.kuii/l, verschmäht und verlacht, bildete,;»"^f'lJiwnigier .Mnrteii. 1".-^ bis ÜMe kliiitfnde HrUtkc. ?'ei1ltc^o^^i^c.he Wieiic .Muftik. 19.15—19.Da-, kleine Koti/tri. Lieil und Mc lodie de*« iSüdosifIis. allen Anwesenden mit inniger Begeisterung mitgesungen wuiden. Abschließpjid sprach der Führer des Bannes Marburg-Stadt, BanU' tührer Sturm, ziu angetretenem Jugcnti, wobei er den tiefen Sinn der Morgenfeier erörterte Der Aiiltakt zur Woche dor Deutschen Jugend war gegeben. Die kommenden Tage werden zeigen, was die Jugend des deutsrheu Unterlandes geleistet hat und noch zu leisten vermag. MtW nur deutsch Nililen - auch deutsch sprechen! In 920 Sprachkursen über 35(100 Lerneifrige cies Kreises Pettau erfaßt »Sie müssen wissen, ic h bin mit gewissem ] weiiigsten,s moiiatli( b zweimaligen Svuech-ijftKtiu- fT hlbegründet. , j . . w , 1 1- u . • I ' Seine Sthülor, Mciruier und Frauen uller das deutscJie Ma<'el aber h-it em Leben , AbschluH die.es volltjr Zuversicht vor si^-b, e'n ' ■ Glürkes und der Befrlediminq. I 1 jp. ttiio/elglcn am Aber^^nprade ' '^fifäunerlehrganges wirklich überraschende , , „ , ,. ■■ f 1. 1 » 1 j Kenntnisse. Auch die Grundbegriffe politi deshalb hat dii' «ann iche Jugend In , j^her Schulung waren horücksicl:''igt und mit llRim^it die ■i'^he Verpfbchtiiug. ^'1i viel Verslrindnis aufgenommen worden. Der aber ist, daß die Teilnehmer den Wunsch r-iißerte rJcii Lohrging auch im Sommer in Zuktinjt auch würdig tn. zeigen^ Der neiit- | schönste ürtolgsboivcis sehe .Iimge ist der K.(mcter der lukunit und I ,j,,r TCne MittrSger an dem poldatischnn Ruhm der deutschen Armeen. Das deutsche Mrulel aber erwarten die Pflichten der detitseben I ———. Fraii und ^luttcr, sie ist die Hüterin des SdOH UDO TUPÜQn deut.srben Volkes, die Er/ieherin der kom meuden Geuerationen. | VolksSpoHtaf? aUCh III dieseOl Viele Hus den Reihen, die hentp vor niis j Jahr stehen, srb'riß der Bijnde'iiiigeniitühier seine ; " Ausführungen, werden vielleichl in kurzer ' Die Reirhssporlführung hat im Rahmen mit 7.eit .scbnu den grauen Ro'-k der Wehnnafht de-- Reichsjugendfiihrung festgelegt, daß die tragen. Sie werden draußen stehen dn d'^n Ver»:riftalUmgen im Rahmen der Volkssport-T-iontf-n und Schulter an Schulter mit den tage nur als vcrein^iinterne oder örtliche Ver-alte.ren Kameraden flie Heimat scbiit^en Sie ansldltunqen durchgetührt werden. Weiterhin srillen aber nicht unvorbereitet den Ehren- sieht die Roichssportli'ibrung davon ab, roichs dienst am deutstbeo Volke antreten. Sie gau- oder kreisrinheiiliche Durchlührunqs-müssen sich schr»n letyt darauf vorbereiten, . terinine anzuordnen. um dfjnn, wenn die Reihe an sit; kommt, ihren j Unter Bcachtiuig dieser Voraussetzungen gdnzen Mann zu stellen. In den Wehrgemein- ' ist die, Ueioiligung der .lugendabteilungen an schaffen die von der Junendtiihnjng anfne-' f'en ortlit hen \''ftransfaJtungeu der NSRL-bfut werrli^n, tnllnn sie die .Aii'^'^iihlung er-| Vereine erwünsrhl, solern der Einsatz in der hallen, die es lh>.ten ermritilitht, an der Fr^nf , Webrertüchtigimg, der Erntehilfe und der das zu sein, w^«; sie auch in der Hnimflt w^- j Sonderaktiunen der Hiller-Jugend nichf beten; tripfere Ru.Tsrhen und V'irbildlirbe K\)- I elnl-rärhligt wird und sirb die Veranstaltun-meraden' jneii mit rjen Welfkämpfen der IliUet-Jugend Mit der Lösung aller dieser ge.sfellten Auf-J nicht überschneiden. guben erfüllt auch die Deutsche .lugend des Lerneifer der in ihnen erfaßten 35 000 Volksgenossen. Als besonders \ovbildlich n^nnl uns der Lt;itcr des Amtes Volkbildung in der Kreisführung die Ortsgruppe Ji)rgendoil in den Büheln, deren große Ausdehnung eine weilgebondr- Auflockerung dos Unterrichts bedingt, um den Vollcsgenosscn anzulangen Anmarsch /u erspüien. Der bewahrte Orts-gruppenlübrer hui mit srim-n Mitarbeitern auch dieses PujbU'Oi glücklich gelost und in seiner Oftsyruppe allein DO Sprachkurse mit über 3H00 Teilnehmern aulge/ogen, die nicht nur »stehen«, sondern ciucb >l(iufen" unalJ- und Handballspielern traten nahere-ü L^ulersuchui.g sw c Die Deutsche Jugend im Dienst für den , jetzt in Belgrad auch die SoldaLen-Sehwini-Sieg' r I mer auf den Plan. Im Mittelpunkt der Ver- Morgenfcler zum Frühllngsbegion 1 anstaltung stand eine 10 mal 50 m-Staffel. Tro Rahmen der Woche der Deutschen ^ « ^'^n den ita.Heniachen Kameraden m lugend, die in der gdnzen lintersleierrartrk einer Polizeistaffel und der Mann- schaft eine.s Cirenadierbataillons gewonnen Die Ehe eine Zelle des Volkslebens N«!!«» tn der Un Ehen. Das Eherechl in der Zeit des ehemaligen jugoslawischen Staates licfl, wenn auch Our ein Ehegatte römisch-kathoHschcr Konfession war, nur eine Scheidung von Tisch und Bott, nicht aber eine völlige Lösung der F.he Zu Die geschiedenen Ehegatten konnten sich also nicht neuerlich verheiraten Sic suchtcn deshalb in einer sehr großen Zahl von Fallen den Ausweg, daß sie «u einer anderen Kon-fe«;8ion übertraten und nun nach kirchlicher Scheidung eine neue Ehe schlössen Diese neuen Ehen wurden aber von den Gerichten Wichtig für alle! luichcn« Ehen durchaus ahn) ch entwickelten wie die üispensehen im oslmärkischen Rechts- \ kreis, können die jederzeit für die Dispens- ?>OCt>Cn erschienen: eben vorgesehenen Dberleitungsbestimmungcn ohne Bedenken sinngemäß auf sie angewendet werden, Darnach werden die^e orthodoxen und altkatholischcu Ehen nunmehr gruudsätz-lich als gültig angesehen, fiabcn die Ehegatten aber am 14. April 1941 (oder zur Zeit des früheren Todes eines Ehepartners am Todestage) nicht mehr als Ehegatten miteinander gelebt, so ist über einen bis zum 1. Juli 1943 zu siclleuden Antrag die Ehe für nichtig zu erklären Zur Entscheidung zuständig ist jene Dienststelle des Beauftragten für die Zivil-rcchtftpflegc, in dc-en Sprengel der letzte gemeinsame Wohnsitz der Ehegatten gelegen ist. wenn es aber an einem solchen fehlt, die Dienststelle Marburg. Kommt es zu einer Nichtigerklärung nicht, so gilt die frühere Ehe als mit der Eingehung der späteren Ehe aufgelöst. wichtig ist, daß jeder Ehegatte, der in der Zeit des ehemaligen jugoslawischen Staates auf dem erwähnten Umwege nach gerichtlicher Scheidung von Tisch und Bett eine neue Ehe geschlocsfT hat, verpflichtet ist, dann, wenn ein Antrag auf Nichtigerklärung der neuen Ehe nicht bis zum 1 JuW 1943 gestellt wurde, imverzüglich bei der Dienststelle Marburg des Beauftragten für die Zivilrechts-pflego den Antrag zu stellen, daß die Anmerkung der Scheidung der früheren Ehe im Ehe-rcgister veranlaßt wird. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kann bestraft werden Mit dieser Regelung sind nun auch für die vielen orthodoxen und altkatholischen Ehen, deren Rechtsbestand immer zweifelhaft war, klare VerhÄftnissc jfeschaffeo. Verertinongs- ond Amlsliiatl Jcs Jhefs der ZivilverwalturiB in der Unter^teiermark Nr. 8 vom 17. März 1943 I □ h t I t : Verordnung Ober die Sicherung des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes in der Untersteiermark im Jahre 1943 vom f). März 1943. - Verordnung über die Einführung des Mutter-Schutzgesetzes in der UnterstGiermark vom 10. März 1943. — Zweite Anordnung, betretfpiid die einstweilige Regelung von Gewerbccingelegenheiten in der Untersteiermark vom 11. Vlar^ 1943. — Durchführungsanordnung zur Anordnung über die Bewirtschaftung der freiwerdenden bisherigen Geschäftsräume vom 28. Februur 1943 (V.- u. A.-Bl. Nr. 7, S. 36) vom 12. Marz 1943. — Anordnung über die Stillegung von Betrieben zur Freimachung von Arbeitskräften vom 5. März 1943. Einzelpreis 10 Pfennig Frhältlich beim Schalter der Narburser Verlags- u. Druckerei-Ges. m. b. H. ''^ai'burp örsu ttacf^ass« 6 bei den lieschäftsstellen der »Marburiier Z6itunt;> IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernrut 7) IN PETTAU. Ungartorgasse. Herr Georg Hichler und bei den sonstlEen VerKauf^-stellen dczugspreis: Monatlich KM 1.25 (stets im voraus zahlbar) ßezuKsbestellunxeo werden bei den 'jcschättsstellen dei • Marhurger ZeitunK« und Im Verlag, Marburg-Ürau, Bad gasse 6, angenommen. NIVEA KDRPER PFLEGE Kohl» «