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Nr. I!N.
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»»- '«, halbj. fi. 7.«n.
DolMtlstass, 21. August
Amtlicher Theil.
Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Eupplenlen an der Landes.Unterrealschule in Sternberg Emerich Müller zum wirklichen Lehrer an der Staats« Oberrealschule in Görz ernannt.
Der Minister für Cultus und Unterricht hat den «hrer an der öffentlichen Realschule in der Iosephstadt in Wien Joseph Meißner zum wirtlichen Lehrer an der SlaatS'Oberrealschule in Marburg ernannt.
Der Minister für Cultus und Unterricht hat den ^ toirllichen Lehrer an der StaatS.Oberrealschule in Marburg Hugo Horal zum wirklichcn Lehrer am bcutschen Staatsgymnasium in Brunn ernannt.
Nichtamtlicher Theil.
Vor den Wahlen.
Das verfassungstreue LandeSwahlcomil6 für Steier-l^arl faßte dcn Beschluß, eine von Dr. Hiebler in linfachtln Style angelegte und in allgemein verständlichem Tone gehaltene Vroschüre. betreffend die «ufllä. lung der büuerlichen Bevölkerung über die be-^rftehenden direclen Neichsrathswahlen, an alle Wahler 'N Eleiermarl zu vertheilen.
Die erwähnte Broschüre beschüsligt sich mit der Be-"nttvorlung folgender fünf Fragen:
1. Warum sollen wir schon wieder wählen? ^. "tlche Vortheile bringt dem Staate und dem Volle die ""mittelbare Reichsralhawahl? 3. Wie sollen wir wäh. "n? 4. Wen sollen wir wiihlen? 5i. Nie sollen wir es Wellen, um eine solche Wahl zu Stande zu bringen? Die erste Frage: „Warum sollen wir schon wieder Mm?" — enthält eine kurzgefaßte Datstellung unserer ^rfassungsgeschichte, die mit folgenden Hinweisungen flieht: «Die Czechen streben für Böhmen, Mühren Und Schlesien eine Vereinigung miteineul Generallandtag ^' während die Slovene« ausKrain. Untersteier. ^Mrnten und Istrien gleichfalls ein Ganzes, ein Kö» Mich Elovenlen machen möchten. Wenn aber wir ^"jcht in Slelermllll. Ober« und Niederösterreich. ^alzbul^ Tirol, Schlesien und Vorarlberg, dann in «"Wen und Kärnten auch ein politisches Ganzes für
". "achtn und einen einzigen Oenerallandtag haben lck, ' ^"" würden die Slaven einen großen Lärm
^agtn. Sie wollten eini, sein, und wir sollen getheilt ü'"' Daher ist es am bcsten. jedes Land behalt seinen
""btag. und alle Länder, mit Ausnahme der ungarischen, den w ^ ^"^ unmittelbar aus dem Volle zu wühlen-
" "ticherathe vereinigt; dann hört der Zanl ein« für ,""°l auf. Wir wollen Oesterlelcher sein und dann
l>l Steiler oder Kärntner, die anderen aber mochten ^trst Vühmen oder Slooenier sein und dann erst
be, x?^ ^" ReichSralhswahlreform foll nun dieser Hanl «endigt stin. «her die Verfassungsgegner geben ihre Ml noch nicht auf und hoffen, solche Manner in den llHsrath zu bringen, die den Streit von neuem ansän» A, "ürben. wodurch Oesterreich gewiß nicht an Achtung ^ m Auslande gewinnen lönnle. Kaum werden diese t^°ldneten gewählt sein, so werden sie entweder er-z» ,^' baß sie «ar nicht an den Berathungen des neuen ^Mlalhes lheilnehmen. ober sie werben zwar dabei llnd l^"' "^" ""^ 4" l"ni Zwecke, um den Relchsralh ^.""^erfassung neuerlich zu leugnen und zu unter-
b,. Die zweite Frage setzt die Vortheile der unmillel-3nl" '^"^wahlen auseinander, als welche der festere Un, ?""^"a der Länder der österreichischen Krone, die ler b,. ^ b" Vollsvertscler und das Recht der Wäh-r«llh vert t°"""' ^^ zu bestimmen, wer sie im Reichs.
htißt «" ^'"" ^age: ..Wie sollen wir wählen?" -d5hltn^k""°l' "°^" "" Vaterland. Wir sollen so
^nach unserem besten Verständnis, ohne Rücksicht auf Lob oder Tadel und ohne uns durch Spott oder fchiese Ge-sichter einfchüchlerl, zu lassen. Wir sollen als selbständige ^Männer nach unserer eigenen Einsicht wühlen. DieWei-berleule sollen uns nicht darein reden, sie verstehen die Wirthschaft, da« Hauswesen und die Kinderbehandlung. aber von Gemeinde« und Gezirtsangelegenheilen verstehen sie mchls. noch viel weniger verstehen sie etwas von Reichsangelegtnheiten."
Bei der vierten Frage: .Men sollen wir wählen?" ^ stellt der Verfasser folgende neun Gesichtspunkte für die Wühler auf, nach denen sie sich einen Canoibaten aussuchen sollen:
„I. Einen verständigen und erfahrenen Mann, welcher sich auslennl, um was es sich im Reichsralhe handelt, welcher die verschiedenen zur Berathung und Entscheidung gelangenden Fragen versteht und die Fol» gen neuer Gesetze beurtheilen lann. 2. Einen Mann, der unsere Lage und unsere Bedürfnisse lennt, also jedenfalls einen LandSmann von uns. 3. Einen Mann. der nicht gar zu stolz ist, dem wir unsere Wünsche aus. drücken dürfen und der uns die Gründe angibt, warum sie etwa nicht erfüllbar sind. 4. Einen unabhängigen Mann. welcher sich nicht befehlen zu lassen braucht, wie er im Reichsralhc reden und abstimmen soll. 5. Einen ehrlichen Mann, dcr nicht seinen eigenen Voltheil und nicht den Vorlhcil anderer einzelnen Stände und Körperschaften, sondern lediglich unser und des Staates Wohl im «luge hat. 6. Einen Freund des Volles, der ein Herz für unS hat und a»»ftichlig mit ur>« ist. 7. Elmn Freund der Bildung und dcs geistigen Fortschritts, denn je besser unsere Kinder in der Schule unterrichtet und erzogen werd:n, desto geschickter werden sie dereinst sein, nicht nur ihre eigenen Angelegenheiten zu besorgen, sondern auch im öffentlichen Leben, für Gemeindl, Laub und Staat gedeihlich mitzuwirken. 8. Einen, der m,? nicht foppt, sondern der uns für jeden Fall früher vcr. spricht, auch im ReichSralhe seinen Sitz einzunehmen und dort seine Pflicht zu thun. l). Einen versa f. su nastreuen Mann, oem, verfassungstreu ist soviel wie slaalslreu, weil die Velsassung dasjenige Gesetz ist, welches die Grundfeste und das Band unseres Staates und Vaterlandes bildet."
Die fünfte Frage spricht von der Art und Vcise. wie man es anzustellen hat, um eine entsprechende Wahl zu Stande zu bringen. Der Verfasser warnt vor dcn Demokraten. Feudalen und Klericalen, indcm er sagt: „Vor allem müssen wir achtgeben, daß wir nicht um den Finger gedreht werden. Es werden vielleicht zu uns kommen große Schreier, welche uns Steuervermlnderung versprechen und nur von Forlschrill. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit reden, unsere Verhältnisse aber doch nicht lennen; es werden zu uns lommcu und uns sehr herablassend die Hand drücken hochadelige feudale Herren, welche von der Rechtspartei, vom Landesl^l u. dgl. reden werden, aber nur darauf ausgehen, mit Hilfe der Bauern ihre verlorene alte Slandtl>herrlichlcil wieder zu gewinnen; es werden zu uns lommen geweihte Hcr> ren. welche uns bei der Wahl an unser und unserer Kinder Seelenheil erinnern werden, aber mchr die In» teressen der Kirche als des Staates im «luge haben. Staat und Kirche können ncmlich ebenso auseinander» gehende Interessen, ja sogar Slreitigleilen miteinander haben, wie etwa ein Grundbesitzer mit dem Pfarrer we» gen eines Raines Streit hat; ja dieser Vergleich paßt gerade recht gul, weil der Rain oder die Grenzlinie zwi-schen den Vefugnissen des Staates und der Kirche eist jetzt ordentlich festgestellt werden soll."
Schließlich fordert dcr Versasser besonders die Land. leute auf, schon bei der Wahl der Wahlmünner sehr vorsichtig zu sein ut,t> nur die tüchtigsten Personen aus ihrer Mitte zu diesem Amte zu berufcn, und ertheilt ihnen überdies den Rath, sich bereits vorher durch Ve» sprechmigen der Gemeindevorsteher und anderer Delegier» ter, sowie in eigenen Wühlerversammlungen über jene Candidate» für den Reichsrath, denen sie ihr Vertrauen schenken lbnnen, zu einigen.
Der grazer Correspondent der ..Presse" bemeilt: „Man verspricht sich hier von der Broschüre, die. rer» glichen z. V. mit der Ngitalioneschrisl des slooenischm Wahlcomil^z, gewiß äußerst maßvoll ist. einen großen Erfolg. Wir glauben auch, daß sie in gewissen Theilen des Landes des Eindruckes nicht verfehlen wird, leider aber ist die ländliche VlvMlung gerade in jenen Bezirken, wo cS sich darum handelte, sie aus den Banden der llericalen Verführung zu erlösen, einer solchen schriftlichen Elnwillung nmsl noch unzugänglich. Dort müssen andere Mittel angewendet werden; denn di«
, Bauern bei Rablersburg. Vorau, Stainz und Voltsberg tragen Broschüren, die man ihnen zuschickt, eifrigst zum Pfarrer, damit er sie ihnen vorlese und erkläre. Nun lann man sich wohl vorstellen, was dabei herauskommt! Die liberale Partei muß sich endlich entschließen, in diesen bisher vernachlässigten Gegenden selbst und persönlich thätig zu sein. In den anderen Wahlgegenden wird aber die Broschüre jedenfalls einen bedeutenden Eindruck machen."
Die Lage des Geldmarktes
erfährt in der ..Presse" folgende Besprechung: ..Wirkt auch die Einführung der ArrangeminlS in mannigfacher Hinsicht hemmend auf den Verkehr, so beginnen doch auch die weiteren Kreise der Unabweislichleit des Beitrittes anzuerkennen. Die Agenten müssen geradezu mit der Veitriltsliste in dcr Hand ihre Geschäfte wachen, was allen Theilen zum Schaden und der allgemeinen Marktlage nicht zu Nutzen gelangt. Wenn der Giro- und Kassenverein, dem das Geschehende ein unerwartetes Geschäft ins Haus brachte, dazu verhallen würde, die nothwendigsten Reformen der Nrranaemenls'Ordnung sofort eintreten zu lassen, so ttnnte den bisherigen Gegnern der Rückzug erleichtert und die so ersprießliche All« gememheil erreicht werden. Die unmittelbarste Wirkung des Arrangements wird sich im Beginne eines Koft-gcschüsles zeigen, von dcm in der That Anfänge bereits spürbar sind. Um dasselbe zu erleichtern, müßte allerdings die Coulisse mit Einsicht und Zurückhaltung vorgehen. Zum Liquidationscurse lassen sich nun einmal nach dcn gewonnenen Erfahrungen keine Geschäfte machen. Wer nicht soviel Betriebskapital besitzt, daß er ansehnliche Differenzen unter dem Tagescurse zuschießen kann, der paßt überhaupt nicht in dcn Rahmen des gegenwärtigen, jeden Schwindel ausschließenden Geschäftes, Auch sollten sich die Kostgeber zu formellen Zugestand« nissen helbeilasscn, welche das Zustandekommen mancher Geschäfte ermöglichen möchten. So legen die Kostnehmer den arößlen Werth darauf, daß die Zuschußoisserenz vor dem Bezug dcr Effecten geschehe, die dann natürlich zum Liquibatioliscursc übernommen würden. Nur in solcher Weise wird sich aeaenseiliues Vertrauen einbürgern. Wühlend alle Verhältnisse sich wohl langsam, aber befriedigend regeln, will «s mit den Ausgleichen der Insolventen durchaus nicht vorwärtsgehen. E« fehlte hie und da am guten Willen, in dcn meisten Fällen an Mitteln. Selbft diejenigen, welchen die wohlunterrichtete Fama noch ansehnliche Vermbgensreste zuschreibt, reichen nicht aus, von ihren immensen Berbindlichlcllen auch nur müßige Per-zentheile zu tilgen. Sehr verbittert wird der ganze »u«. gltichsvorgang durch den Umstand, daß die Gläubiger während der nun überstandcncn Angftmonate sich zu Ausgleichen mit Nichtinsoloenlen herbeigelassen und sich dadurch selbst so schr geschädigt haben, daß es ihnen nun umso schwerer fällt, sich entgegenkommend zu zeigen. E« wird mit folchen rein muthwillig erzwungenen Ausgleichen unter dcm Hochdruck allgemeiner Demoralisation viel Misbrauch aetrilben. Sehr notable Speculations-Firmen und Vörsenarößen von sonst makellosem Rufe erzwängen wiederholt ihre Entlassung aus Verbindlichkeiten, indem sie mit Zahlungseinstellung drohten oder passiven Widerstand entaegensetzlen.
Nunmehr ist das Fundament unterwühlt, so daß Ausgleiche immerhin schwierig sind. Damit soll übrigens nicht gesagt sein. daß die Härte mehrerer Schranlenfirmen. die es gerade „nicht nöthig" hätten, nicht wirtlich zum Schaben der Situation ausschlage.
Indessen lassen sich diese und andere Schwierig, keilen überwinden und das Geschäft in» regelmäßige Fahrwasser zurückbringen, falls nur nicht abermals ln maßgebenden Kreifen borlrinüre Tendenzen und hoffe«!« lich nicht wiederledrenbc Animositäten aufgenommen werden. Das Aushilsscomill', das sich so wacker erwiesen, darf ^ gliedern derselben für ihre aufopferungsvolle Mühend
leuislellln.
Die Zigeunerin/
Novelle von Fanny Klinck. (Fortsetzung.)
„Der Diener führte mich in ein mit verschwenden' schem.^uxus ausgestattete« Gemach, und während ich die kostbaren Möbel und vor allem die werthoollen Ge« mülde berühmter Meister bewunderte, ging er. mich der Marches« Eäcilie Eegliane zu melden. Ich konnte mich mit Muße dem Zauber dieser Umgebung hingeben, alle Gegenstände, bi« zu der feinen Stickerei, die halb voll» endlt auf einem Marmortischchen lag, betruchlen, denn eS verging fast eine Stunde, bis die Thür sich öffnete und die Marches« «intrat. Si« war b«i weitem schöner in diesem schwarzen, enganschließenden Hauskleid« als am Morgen in der Kirche. Sie truz keinen Schmuck al« ihre Lockcn, und doch dünkte sie mir eine Königin, als si« mich rml «iner anmuthigtn Bewegung zum Sitzen «inlud.
"^ ""^ nicht mehr. waS ich im ersten «ugen» dllcl hervorftollert«. aber es mußte der geistreichen Mar-«lja wohl sehr dumm erscheinen, denn ein halb millei-dlge«. »Mb wyl,ln,<,u^2 lächeln umspielte ihre feinen «^ c. . ."^ "^en mir diefeS Lächeln wie eine Botschaft des H.mnul, - j«ht ist e« and«r« geword«n.
«^«sanfte melodisch« Stimme, di« mit mir in M'mer Mu tersprache redete, so klar und deutlich, al« habe dl« Marchesa nie ihrm Fuß über Deutschlands Grenzen hinausgesetzt, gewann mein Herz vollends und gar bald wußte sie. daß ,ch aus länz«e Z..it an Rom gefesselt war.
.Auch sie schien Vertrauen zu mir «ef<,ßt ^ h,h„. und mit feuchten Augen erzählte sie mir, daß st« »<„
' v«r,l, «r. 189 > vl
kurzer Zeit ihre Mutter verloren habe und vor unge» fähr «inem Jahre ihren Gatten.
„Halten Sie mich aber nicht für gtfühlloS, Sig. nor, wenn ich gestehen muß, daß ich den Tod meines Gatten nicht beklagt habe. Schon als fünfzehnjähriges Mädchen wurde ich gezwungen, den alten kränklichen Marchese Ecgliano zu heiraten, der seitdem das Krankenbett nicht mehr verlassen hat, und ich mußte daher seinen Tod als eine Erleichterung ansehen, da er mich vom Morgen bis zum Abend mit der glühend» sten Elfersucht quälte. Sein Tod gab mir die Freiheit, und und jetzt lebe ich hier mit meinem alten Vater von aller Welt zurückgezogen. Ich sehne mich nicht nach Um« gang mit Menschen, doch würde es mir lieb, sehr lieb sein, wenn Sie uns bisweilen einige Stunden Ihrer kostbaren Zeit opfern wollten, um uns Gesellfchaft zu leisten. Ich treibe mit Vorliebe Malerei und würbe eS sehr dankbar anerkennen, w«nn Sie mir bann und wann «in« kleine Unterweisung darin ertheilen wollten."
„Ich Thor! Mit welch unbeschreiblichem Gefühle der Wonne nahm ich dies Anerbieten an! Wie ein Träumender schritt ich meiner Wohnung zu, nachdem ich über zwei lange Stunden bei der Marchesa zugebracht hatt«. Vor mir schwebt« die schlanke, elastische Gestalt der Marchesa Eäcllie; ihre sauste, wohlklingende Stimme, mit welcher sie die mich so beglückenden Worte gesprochen hatte, tönte beständig an mein Ohr, und ich sah noch stundenlang in meinem einsamen Stübchen, über daS erlebte nachzudenken.
,AlS ich endlich ausgeträumt hatte oder vielmlhr durch einen eintretenden Fremden emporgeschreckt wurde, begann ich mit erneutem Muth meine Arbeiten. Aber nicht« wollte gelingen, alle« schien mir ohne Farbe, ohne Glanz, ohne Leben im Vergleich zu dem bezaubernden Antlitz der Marchesa. und eS blieb mir endlich nichts andere«, al« ihr Bild zu malen. Die Erlaubni« dazu wurde mir leicht ertheilt, und unter meinen rastlos arb«it«nd«n Händen ging ein Bild hervor, welches mei-
nen Künstlerruhm euf immer gesichert haben würde« Allein ich verschmähte es, da«selbe anderen Augen prei^ zugen, geschweige eS einer Beurtheilung zu unterwerft"» trotzdem die Marchcsa Tag für Tag in mich drang, " zu thun. Oh, wie bewunderte ich damals ihre Liebe z" mir. als ich sah. daß sie. um dem Geliebten den Ruh^ j zu sichern, sich den prüfenden Blicken ernster Kunsll«^ ner aussehen wollte. Ich ahnte damals nicht, wie n"l blinde Eitelkeit, die sich ihres Sieges vollkommen ^ wußt ist, sie leitete; aber nur zu bald sollte ich a"' allen meinen Himmeln herabgestürzt werben.
„ES war ein wundervoller Abend, wie ihn "" Italien hervorzubringen vermag, als ich der Villa l»t Marchesa Cealiano unweit be« Users der Tiber zulw'' Aber für mich war jede Nalutschönhel verloren, ^ hätte die Augen schließen mögen, um nur nicht« A > mir zu sehen als ihr holdes V,ld. Heute sollte es ft" entscheiden — mein ganzes Glück. Ich halte ihc ^ vorhergehenden Abende mein« Liebe gestanden und ^ felsenfest von ihrer Gegenliebe Überzeugt, sie halte ^ ja oftmals fo unzweifelhafte Beweise davon glgt^ Mein Herz war voll Glück und Seligkeit, ich hä'" ^ ganzen Welt zurusen mögen, wie glücklich ich sei. ^ meine heißesten Wünsche würden ihr Ziel erreichen. ° Marchesa Eücilie Eegliano. das schönste Weib der ""' mein werden, und mein Vater würde nach einer für "l so glänzenden und vorlheilhaslen Verbindung nicht »n" zögern, mir endlich seine Verzeihung zulheil werden zu lali^'
„Unter solchen Gedanken halte ich den Garten, ° dle Villa umgab, erreicht und war eingetreten. IÜ ",, die schattigen Gänge entlang, um zu der Laube z" ^ langen, wo ich die Marches» gewöhnlich zu l"'' Pflegte, als ich plötzlich ihre und ihre« Vaters Sl'w , in meiner unmittelbaren Nähe vernahm. Da ich " ,, mit Unrecht vermuthete, ich fei der Gegenstand "^, Gesprächs, so hielt ich meine Schritte an, um zu fahren, wie Cäcilien« Vat«r üb«r mich dachte. » (Fortsetzung i°l«l )
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tung die Anerkennung des Moliarchen aussprechen zu dürfen.
Line Schöpfung der vereinten Kraft aller Vülter. wirb die Weltausstellung den Cullurintcressen aller Nationen dienen, den internationalen Verkehr beleben und als Wer! des ssricdens die freundschaftlichen Oezichun» gen der Staaten von neuem kräftigen.
Ich nehme daS Elaborat der internationalen Jury entgegen und gestatte die Gelanntgebung der zuerkannten Prcise."
Hleraos trat der Gen er aldi rec t or vor und verlas das Verzeichnis dcr von der Jury zuerkannten Ehrendiplome.
Währenddem wurde das gebruckte Verzeichnis der zuerkannten PreiSmedaillen in der Versammlung vertheilt.
Zum Schlüsse trat im Namen der Aussteller Herr Fried. Ritler v. leitende rger an die Stufen der Estrade und sprach.-
„Eu. laisel licht Hoheit!
Gestatten Eu. laifcrliche Hoheit, daß ich im Namen °er Aussteller das Wort ergreife, um Sr. Majestät dem Kaiser, unscrem allcrgnädigsten Herrn, für die huldvolle uUrsorge ehrerbietigst zu danken, welche Merhöchstdcl. selbe mit Unterstützung Seiner Regierung dem Unternehmen der Weltausstellung von dem Momenlc an, wo der erste Gedanke an dieselbe entstand, ununterbrochen ««gedeihen zu lassen geruhte
Trotz Schwierigkeiten mancherlei Art ist das unternommene Werk glück ich der Vollendung entgegenführt worden und bietet nnmnchr in unvergleichlicher Groß-"tigleit sich unseren Glicken dar. Es bringt den mäch. llgen Fortschritt zur Anschauung, welcher ans den Ge-b'eten der Kunst, der Industrie und d ^'"slehen und sich lnlfalten gesehen. Wir baden der < ^""ngen und Sorgen gelheill, mit denen man aid) ^'^ung entgegensah. Wir haben das eine mal l,!,, ^' sich flohen aUzu weillragenden Hoffnungen e:m?^"' ""^ lin and^r mal wieder die Verzagenden «<» f. ^' ^ in ihrem Pessimismus, sobald ein uncm-«'^Ymcr Zwischenfall eintrat, gleich am Gelingen des ""^" "nzweifelten. Was wir. nachdem wir das Welk
Il't'ln GlUüdzügen kll'nel! gelernt, wiederholt pro« UAlt. es hat sich erfüllt: die Vellansstcllnng gibt ein , lo der Cultur unserer Zelt, wie vordcm kein zweites lei^ ^ entrollt war, und sie gereicht unserem Oester. N> l> ^^ ^ hervorgerufen hat, zum bleibenden
"hm. M,t gelcchlcn, Stolze darf der Kaiser an sei. ^," lilliligm Gcbunetag dls RitsclUoeileS. da« unter s ^l Schirm und scilum Schutz lnlslalidcn ist, aeden» /, ' ber ßcinzc Verlanf des ssrieden5schllusvieli> süsil
^^Nk,,.,, ^iln^nden Eleii? in die Krone Hadeburgs. sei,, ^were Stürme sind, seil Franz Joseph den Thron blll!!.^" bestiegen hat. über Oesterreich hinwegae. slln ^^' "^ einmal flachte das Ncich in allcn 2^" i^ugcn. Zu äußerem Ungemach gesellte sich die ^'""cht der Völker im Reiche selbst; aus die inneren >t,r, 5, ^^"' ja gerade die steinde Oesterreich« bei h '" «nschlägen gegen den «estanb der Monarchie ihre 3reunÜ"^"' '^^" schneller, al« die veltraneneseliasten den ^,^" ^" gewagt, erholte sich Oesterreich von burlli <3 U"' dic ls darniedeigewotsen hatten. Nicht Il>,, ^wall. nein. durch ein freiheitliches, von den 3r!e>„. ^hrhllnderts getragenes Regiment ward dcr ba n°^ "" ^'^ lelbst hcraestllll. Verharren hie und llcher ?,^'? ^ widerstttbende Elemente in rcichsfcind. ^r ss^.. '^'°''' lo hat ihre ssemdselittleit. weil sie nickt ^ilttlal^ 7/^'^"'°""' londern dem Vanmr dlS l'ine 2 °'^"/ lt'«e liefergehende Vedeutung. Wer
^r H°"l^°"" sucht, über den .r!rd das Rad
^'st" «ich °7d n^'^/^^"' ^' ««"Uiche Vruch ''"^^ ""d Seudalismus
^^7ie.^e W7l1'au1s^l^ ^n sich aefchen wird, sich ruhig den Arbeiten der Enltur hin-zugeben."
Mssesneuigkeilen.
- Samstag den 16. d. fand in Offens« eine Hirsch.
jagd stall, der Se. Majestät der Kaiser beiwohnlen und bei der acht Husche eilegl wurden. — Aus Gastein wird unlcr dem 18. d. belichtet: „Hculc sand ein großes Festdiner beim deutschen Kaiser zur Gcburlelllgsseier dis Kaisers Franz Joseph statt. Kaiser Wilhelm loastierte auf daS Wohl Sr. Majestät des KaiscrS Franz Ioscph und sprach die Hvfjnuna. und Freude aus, diesen bald in seiner Äcsidenzstadl besuchen zu lönnen." — Ih« l. k. Hoheiten der Kronprinz und die Kronpnnzessm von Sachsen sind in Wien angekommen und wurden auf dem Nordwest'Vahn« hose mit dem Üblichen Ceremonie! von den Herren Erzher« zogen Karl Ludwig, Leopold und Äainer empfangen. — Nach einem Plivallclegramm des „Mannheimer Journals" ist der Herzog Karl von B r a u nfchweig am IU. Äu» gust nachlS in Mannheim am Schlaafluß gestorben.
— (vsfizicrSzuwu ch e.) U«g der lechntschcn Militärakademie zu Wien wurden am 18. d. 264 und aus der roiener.neustädler Mililaralademie 102 Zöglinge als Lieutenants zu den oetschiedenen Truppenbranchen auSgemu« stert. Jeder Zögling erhielt die vollständige (fquipierung,' sechsfache VeibeSwaM. ein silbernes Eßbesteck und sechzig Gulden Reisespcscn als Geschenk de« Kaiser«, !
— (kholera.) Von Mitternacht 17. bis Mitternacht 18. d. ereigneten sich in der Stadt Trieft 2 neue Hholerasälle. Von den 17 bi« nun an der Cholera Vr, krankten sind « gestorben, 7 sslmescn, 2 in Behandlung ver, blieben. — In Venedig (^ullelin vom 17. d.j: Neue Fälle b; gestorben 5; in Beendung 63. — Am 14 d.
i sind in Ofen U, m Pest 7ü; am Ib. d. sind in Ösen v, in Pcft 62 neue üholtlasälle vurgclommcn.
— (Der l. k. pens. Hofscha uspie ler F ichl« ner) starb am 19. b. in Gaftein.
— (Dr. Nelaton), ein« der berühmtesten französischen Chirurgen, ist am 1b d. in Paris gestorben.
— (Vom deutschen Iournalistentage) tele« graphierle «an unterm 16. d. aus Hamburg nach Wien: „Der Begrußungsadeno deS achten deutschen Iornaliftentage« wurde in Sagebeils Saal gefeiert. 143 Zeitungen find angemeldet, 90 Vertreter erschienen."
— (Aus den Vädern.) Baden bei Wien Ml heuer bereits 7,000. VvSlau 3.100, Gleichenberg 2 900. Krapina.Teplih 1.400, Aussee 1.600, Teplih V.400, Fured 1.400, Trenczin.Teplih 1b00 Badegäste.
Locales.
Die Vahnstrect, VillachXarvi»
soll dem bekannten Programme zufolge am 25. Node«» ber l. I. eröffnet werden. Nach Bericht der „Klagenf. Ztg." wird, um diesen Termin einhalten zu können, läng» der ganzen Trace, besonders an den schwierigen Punkte», mit größter Energie gearbeitet. Gegemvärtig, wo die Bauten schon sehr weit vorgeschritten sind, ist eS von nicht gewöhnlichem Interesse, eine Partie von Villach au« auf der herrlichen neuen Straße, von welcher auS «cm dle Bahnlinie fast durchgehend« bequem Übersehen kann, bis nach Tarvis zu machen, um einen Begriff von den enormen Schwierigleittn zu bekommen, die sich dem Unternehmen durch die Überaus coupiertc» Terrainverhaltnifse in<« besondere auf der Strecke Gailih'TarviS entgegenftemntten.
Die Section Villach.Vailih bot mindere Hindernisse und hat nur zwei bedeutende Objecte, die großen Brücken Ubcr die Dräu in Villach und über die Gail nächst Müllnern; auch sind die Wildbachcorreclionen bei St. ^eon-hard flir den Techniker von Interesse; diese zwei Meilen Bahn sind auch bereits größlentheilS vollendet, und erscheint eS daher sehr glaublich, baß die Locomotive schon in wenigen Wochen die Slrecke Vlllach'Nlnolbfiein befahren werbe, um Material sUr die weitere i'inie zu verfrachten. In Gailih jedoch nehmen die Schwierigleiten ihren Anfang. Zuerst Übersetzt die Bahn die Gailitz unmittelbar unterhalb der schönen dreibogigen Straßenbrücke wittel« einer Lisenconstruction, die aus hohen, schlanken Quader« Pfeilern ruht, dann lommt ein Felseneinschnitt nach de« andern, Nusoammungen, Durchstiche, größere und kleinere Objecte, in Cloggau eine kolossale FelSsprengung, die nothwendig wurde, um sUr die Bahn und die oberhalb führende ReichSstraßc Raum zu schassen, wobei »U Hindernissen jeglicher Art zu kämpfen war, da daS Gestein ungunstig geschichtet und stellenweise zu Nbrulschungen geneigt ist. Der HUgel, auf welchem das Dörfchen Goggau liegt, wird von einem mehr als 500 Meter langen Tunnel durchbrochen, welcher seiner Vollendung entgegen geht. Vin kUrzerer Tunnel von 120 Metern ?änge ist nur durch den Schmiedgraben von erstrrm getrennt und mußte durch sehr schwieriges Terrain getrieben werden. Nach Ueber» sehung deS Raulergrabens gelangt die Bahn endlich auf auf daS Plateau der Station Tarvis, welches auch zu« größeren Theile den felsigen Berglehnen »Uhsam abge. rungen werden mußte.
DaS kühnste Object der ganzen Strecke ist aber un-streitig die Eil.enbrückc, welche in schwindelnder Höhe die Schlitza übersetzt, um die Bahn Villach.Tarvis «it jen« von Tarvis-Laibach zu verbinden. Selbst derjenige, der »it den Schrecknissen der Hochgebirgswelt näher vertraut lfi, wird nicht ohne einiges Grauen in die enge, dunkle Schlucht hinabblicken, in nxlcher die Schlitzn vernehmlich rauscht und deren senkrechte IelSwände die Widerlager einer Brücke bilden, deren Herstellung ohne die außerordentlichen Fortschritte ber neuern Lisenbahnlechnil wohl kaum möglich gewesen wäre. Diese wildschöne Brücke befindet sich gerade an jener Stelle, auf welche Bernhard v. Cotla in seine» Ncrle: „Geologie der kllpen". besonders aufmerksam macht, als auf einen dcr interessantesten Punlie ,« Bereiche be« alpinen Hochlandes, wo man recht deutlich die Spuren jener unterirdischen Katastrophen wahrnehmen könne, die in liingft vergangenen Zei"n stattgesunden haben und infolge welcher weitgebchnte massige Felsen klossend auseinander barsten und sich Schlucht« bildeten, die dcn ablausenden Gewässern neue Belle schuften.
Vom Slalionsplcitze in Tarvi« genießt man die schönste Uebersicht der herrlichen Älpenlandschasl beS Kanallhale«. die von Jahr zu I,hr mehr zur Anerkennung gelangt al« eine der wlere'ssantestcn Partien, welche da« mit Natur» ichönheiten so reich gesegnete Kärnlen zu bieten vermag.
— (Das GebnrtSfest Sr. Majestät be« Kaiser«) wird a« 24. b. auch in Senoselsch gefeiert werden.
— (gurVistierungderWasse«ub»»ge».) Da« hohe l. l Ministerium für Vande«vertheibig«ng hat
^ die Vornahme der dleSjährigcn Wafseuubung bei den ku. , stenlänblschcn Vandwehrbalaillonen Nr. 72, 73 nnd 7«, , dann dcn lrainenschen ^andwehrbataillonen Nr. 24 und »b mit Rücksicht aus die ungünstigen ßanilät«verhältnisse ein» Zustellen befunden.
> — (Weltausstellung.) »uSzechnunge« fllr Le».
^ stungen auf dem Gebiete der l'cmb. und Forftwlrthschaft
^ erhielten: Gustav Graf «uerSperg. «»»«besioer in Molritz
! (NnerlenunaMp:»«). da« Zllrst A»er«perg'sche Central«
Worfln«! in Gonlcbee l^ssdienNmekoille), Gustav Freiherr
v. Berg (n,), das Fc»rstllml der lrailnschen
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Induftriegesellschaft (V«dienft»edalll«). Dr. »„ton F«ch« in Kanter b«i Krainburg (V«bienft»edaill«).
— (Herr Karl Dllhl au« Wien) erwarb sich beim gestrigen Concert i« Hasinogarlen leinen Lorberlranz; sein Zuherspiel steht «wa« Über der Mittelmählgleit und sein Gesang, de» Stimme und Ttfle fehlen, lann vor einem diftinguierten Pudlicum a»f Veifall niemal« Anspruch «achen.
— ( Parl« usil.) Die MustNapelle de« l. l. Her« zog v. Sachsen.Meiningen.Infanterieregimenle« spielt heule nachmittags von b Uhr an bei günstiger Witterung im Tivoliparle.
— (Neue Loco » otiveis«nbahn.) Se. Efc. der Herr Handelsminifter hat dem Gmanuel Schuppanzigh und d gegeben. Die Bedeuten, welche das Nichlbeziehen des Lagers überhaupt rälhlich erscheinen ließen, sollen durch den vor. trefflichen Gesundheitszustand der Truppen gänzlich beseitigt worden sein. Das 33. Iiigerbataillon, gegenwäriig in Graz, hat in Hinkunft sich in Krain zu ergänzen, und wird dessen Ergänzungscadre n»ch Laibach verlegt."
— (Für Besucher der Wellausstellung.) Mit Rücksicht auf die vorgerückle Jahreszeit hat Se. Erc. der Herr handelsminifter angeordnet, daß von Donnerstag den 21. August angesangen die Weltausstellungsgebäude um sechs Uhr abends geschlossen werden. Durch Verfügung des handelsminifters wuide der bisher noch an einem Tage der Woche bestandene Eintrittspreis zur Weltausstellung von einem Gulden von Mittwoch den 20. August angefangen auf bO lr. herabgesetzt.
Original. <3orrespond»nz.
Wippach, am 18. August. Da« Allerhöchste Geburt«, fest Sr. Majestät des Kaisers wurde heute in Wippach aus eine sehr würdige Weise gefeiert. Schon um 5 Uhr morgens verkündeten Böllerschüsse den Anbruch des hohen Festtages. Um 9 Uhr begann da« Hochamt, welchem die Herren l. l. Veamten und die Diener, die Gemeindevertre» lung, die l. l. Gendarmerie, die Bürgerschaft, Herr Reichsgraf Lanlhieri mit Dienerschaft und Foistpersonale :c. beiwohnten. U« b Uhr nachmittags lud Herr Graf Lanlhieri zur größeren Verherrlichung des Festes sämmtliche Honoratioren ohne Unterschied der politischen Parleiftellung, circa 70 Per» sonen an der Zahl, auf sein Schloß Semona nächst Wip» pach zu einem Festbantel, eröffnete dasselbe mit einer feier« lichen Ansprache, worin er der schwierigen Zeiten des Re< giernngsanlriltes Sr. Majestät, der wichtigen Epochen seiner 25jährigen Regierung, des 600jährigen Jubiläums, seit-dem das Haus Habsburg zur Regierung gelangte, sei» ner milden Herrschaft und des steten Verständnisses für die Wünsche des Volle« gedachte. Die Ansprache schloß mit mit einem dreimaligen hoch auf den Kaiser und die lais Familie, in welches die ganze Gesellschaft mit Begeisterung einstimmte.
Neueste Post.
Wien, 20. August. S«. Majlstüt der Kaiser trafen heute früh in Schöndrunn ein.
Pest, 19. August. Wie die ..Pester Eorrespondtnz" Mlldtt, fand heute von 12 bis 4 Uhr nachmittags tin großer Ministerrath statt, der über die lausenden Agen», den conferiert«.
Pari«, 19. August. Ein Sensation errcgtndtr, vom Ehtfredacteur John Ltmoinne unlerzlichnetcr Artikel der „Dsbats" sagt sich van den Republikanern voll« ständig los, die durch die letzten Aprilwahlfn ThicrS' Sturz verschuldet und damit bewirkt Hütten, daß ihnen alle Eonseroatioen abhanden gekommen seien; die Republikaner mögen sich jetzt allein helfen, nachdem sie alle Eonscrvatioen mit dem Ostracismus belegen zu ttnnen glauben.
Telegraphischer Wechselkurs
vom 20. August.
P»vier-«ente 69 90. — S,lber,«ente 73 40 — 1«60el Tta«t«-»nlehen 10230. — Vant.Actirn 971. — «rebil-Nctiev 237 25 — London 111-50. - Silber 105-50.— K. l Vtunz-Du-caten. — Napoleon««,'« »91.
Witn, 20. August. 2 Uhr. Hchlußcurse: Credit 237',, Anglo 197, Union 14V',. Francobanl K3',. Handelsbank 117, Berein«banl63',„ Hypolhelarrenlenbanl t>5. allgemeine Vaugesell-schaft 117',. wiener «aubanl 135',, Unionbaubanl 77, Wechsler» baubanl 24',. Vrigillenauer 42, Staalsbahn 332',, Lombarden 182'/..
Angekommene Fremde.
«m 19. August
>«»te> 8t»«>< HVle«. Karabaczef; Sech unv Vrauchbar, Kausleule, Wien. — v. Goslelt. Prmatier. Hrastnig. - Frit,-rich. Ksm,, Nähmen. — Urbantschilsch. Cutsbes.. Hoflein. — Schläpfer. Kfm.. Trieft. — Rothel. Ksm., Ootlschee. - Smul sammt Frau, Neustadt.
«»««> «ües«»»,«. »erenger. Maschineuinspectol, Wi?« ^
Vajc, Slatlhaltereibcamle, s. Gemahlin; Martmelli s. Gesell«
schafl; Vulsun s. Fiau und Dr. Vchust. lnschüfl, Kanzler. Tr!lfi<
Aosüjal, Pros,, Ngram. — Kolar und Uedoed, Sagor. '
Hansel und vticdcrmaycr. Hallcin,
l>»<^> «,«n»>»». Hirsch und Miro, Wieu.
»»«^l»«>><^ «»»5. Samsa. Feislriz, — Oollob, Hdl«U>., Ndclsbclg.
»«»»»«» ^ux. Prof.. Preßburg. - Schohar. Kfm, P"l'
- Kühler, Hapfenhändler, Vllhmen. - Hahrat. GeschäM' Ratschach. - Feeder, (3,,'schästsmanu.
l^»l«e^ ,»n V«>«,tS^^«le>>. ^s«tic. Priuatier, Groß' Goriza. - Lermal. Vlessich, Hörer der Rechte. Wien. ^ Wirt, Laibach. — Weiß. MuMrector, s. Gemahlin und Schw«' germutler, Fiumc.
»T^n««»^e«. Schau, Vültermarlt. - Toniutti, Salan»' Fabricaul, Graz,
Kandel und Wolkswirthschastliches.
«albach, 20. August, «us dem heutigen Marlte find "' schienen: 16 Wagen mit Getreide. 5 Wage» mit Heu und slM (Heu 38 Zentner. Stroh 32 Zentner). 30 Wagen und 4 6W° (42 «last») mit Holz,
DurchschnlttslPreise.
«llt.» Mß,.. Ft»t.'7^'
fl. li. st. l«. ft. ll.^st^.'
Vchcn pr. Vleyen 7 —^ 7 «9 Vutter pr. Pfund 45 ^ '
llorn « 4 6«) b - «irr pr Stütl - 2^ ' "
Verfte « 3 20 3 50 Mllch pr. Maß - 10 "
Hafer ., 2. 2 10 Äindfieischpr P,d, 2K ^"
Halbsruch» ,. — 597 Kalbfteisch ^ - 31 ^
Heiden ^ 31k.l windstill sternenhell
Morgeus nebelig. Vormittag« Gcwiller aus Slidwcst, "" lurzer Dauer. Nachmittag« Regcu bis 4 Uhr, sodann lla« k"' Nusheitcrung. Da« Tagesmiltel der Wärme -<- 17 0", uw '^ , unter dem Viormale. ^f
Verantwortlicher «edäcltlil: 3an»» v. »s^I^m^r?
1-
TiefbetrUbt geben wir hiemit die 9lachricbt. daß unser ionigst geliebter Vater, beziehungsweift Vnider, der Herr
Albert Ritter v. Franken,
l. l. jubil. Obelamlsosficial.
heute deu 20. August um hall, 10 Uhr vmmülinp. nach langen schmerzhaften l'eidcn im Alter von ?l Jahren, versehe» mit den Tröstungen der heil. N^li glon, i» ein besseres Jenseits geschieden ist.
Dir i,'eickenbcstatt,!ng findet am 21. August «>n 4 Mr nachmittags vom Trauerhausc (Coliseum) ai^ statt.
Laib ach, am 20. August 1873.
ssridolin, l. l. Stcueramts Official, Heinrich. Z"< timischsf der SUdbahn, Union, Vllchhandlllnqsgebilfl, Fanny, vereljel, Ncgrelli v, Moldfllx', Udele, Thcrese, verehel Uriel, als Kinder H«sef Äilttcr V. ssranlc" l, l. pens. Kreisgerichlsadjunct, als Vruder,
HH/^si'l^H'»^ t- Evie«, 19. August. Die Vürse stand unter dem Eindrucke der <3tschäft«ftille. und zwar sowohl in Ansicht auf bis leitenden Speculations- als anch die Nebenwerl^' "i)vIjt>vkll»Hl» folge deffen schwilchlen sich auch d« irse zumal der SpeculationSpapiere nicht ganz unwesentlich ab, wogegen wieder einige Anlagswerthr eine «iursaoance z» l'^ nen haben.
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H«nd«l«bant.......117 50 118 50
e«nderbanlenver«u.....128— 129.—
«»ti,nalt»ant......971— 973 —
Oesterr. »llg Vanl .... 137— 139.-Oestrrr. V«nl«esellsch«ft . . . «0.- 201.—
U»i«»b««l.......148- 14850
V«rn««»«»l.......62.50 S3 —
V«r««hr«»«>l.......101.- Ib2..
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»eld Wore
»lf»lb.»«hn.......153 50 154 50
»«ll.knb»i«-Vahn.....220.-221-
D«n».D°«pNchifi..«ese«lch«ft l>70-> 574
«Us»beth«««sti«hn.....218-218.50
«l»>z«th.V»hu («iuz.Vnd»eisel
_ «lr«l»).......192- 194-
3«"»«ud«.«„tzh^, 2060-«070 —
Fr,n,-I«sevh V,hn, . ' 215 50 216-remb.«zern.I«fiy.V«hn . 183.00 140 50
Selb Von
rloVd.Oesellsch.......500.— 502 -
Oefterr. Nordweftbahn.... 206- 20650
«ud«If«-Vahn......163- 163 50
«ta«t«bahn.......329-331.—
Sübbahn........182 - 183 —
Iheiß-Vahn.......206.— 207.—
Unganlch« «ordoftbahn . . . 126— 127.— Ungarische Oftbahn .... 70— 71 — lramwaH.Oesellsch......265.-268.-
Vfandbriefe.
»llgem. oserr. Vodencredit . . 100— 100.50
vto. in 33 Jahren 87— 87.50
«arionalbanl ll. V..... 9l.10 91.20
Ung. Vodencredtl..... 81- 8150
Prioritäten.
«llsabeth-V. 1. «m. - - 9575 96.»
Ferb.'Norbl,. S...... 104. - 105.—
Fran,-I°sevl,-«...... 102 50 103. _
Tal Karl Lubwia-V., 1. Vm. . 102.50 103 —
Oefterr. «old»est-V..... 103- 103 50
GiebenbNrq« . . «67h ß7__
Kt«a<«bahl> ... . . .- 184 —
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!Glldbahn k 8',...... 10i».?5 ^
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Ung. Oflbahn...... 70 ^
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