»«»»»»Wi i iMM p>»l»VIn1S0 72.1»K?g»iis Gv»otiO^»t »östz«»«»!. SU«MI>IW>I >Ik.2v70) »«»I« V>iW»tß>>ti,v»6 l,4i NIIMlälIrll«, I« »»oa^KV. «mi« «>.,7. »Ii'. 1LS ^rsttsg 6«n IS. ^ull 1?Z2 tzMOf»!««- >. /^vlWVMGkK-I^NO^Mv I« ^«tldor: ^vLiösv» ul. 4 v««tg»pr«l»«: monZii. 23 vin, »ustvllen 24 0i^. rjureti f'osi M05?2i!. N Dl», kür 6«« übrlga ^sl«n«l monstl. 2S vi», t^in^slnummsr 1 di« 2 v»» »il>»i,iu1pw alokt rGwrniok^ Mribom Kmu Krise in Rußland (Von unserem Rutzland-Mitarbeiter.) Lirise in Rußland? Ja, auch dieses Land hat seine Krise. Während die ganze "brige ?Ae!t an llcberproduktiün leidet, laboriert Nußland an Produktionsmangel. In den Hc^uptzweicien der Lchwerindustri'.: herrscht seit Monaten ein b<:denkliches Stagnieren. N^'e.lir no6?: (5.^ macht si6i ein Abslauen, ein tx'Nlerlbar. Ta^^ erste Halbjahr des vierten Jahres des Fiinsjahr-Plaues, wohlgemerkt di^s letzten Jahres — denn der Fünfzahr-Plan soll in vier Jahren absolviert u'erdeil — ist um. Seine Bilanz ist unbefriedigend. Die Roheisen- und Stahlproduktion sind zurückgi'galigen, obwohl neue Hochöfen und Walzwerke riesigen AuZmaszes in Betrieb gcnoilunen wurden. Das Riesenwerk von Maxznitogorsk im llral hat bereits zwei riesige Hochöfen in Betrieb, die ihresgleichen in Europa sn6>?n. Jeder von ihnen auf lOtX) Tonnen berechnet, was auch an einzelnen Tagen verwirklicht wurde, aber nur an einzelnen Tagen. Die Produktionskurve fällt Nlitiintcr zu je 'j«X) Tonnen und noch tiefer. (5S ist eine Fieberkurve. Die Kohlengewinnung, die inl Jänner dt.n Tagesdurchschnitt von 141.lXX) Tonnen aufwies, ist ini Juni auf 121.(XX1 gesunken. Die monatliche Gewinnung weist folgende Zahlen auf: Jänner 4,425.000 4,24.^.000 ?!ebruar 4,105.000 3,972.700 ?>'ärz ' 4,850.000 ^,0i;4.300 '.'lpril 4,533.000 3,682.700 V.ai 4,522.000 3,550.(100 Juni 4,746.000 3,620.RX» Alle Beittühttngen, diese Entwicklung aus-zulmlten, sind liiz jetzt gefüttert. Es zeigt sich hier, wie auf allen Produktionsgebi.'tsn, das^ die großen Investitionen an Kapital ilnk» neuesien Maschinen sich bis jetzt ntcht t'e.^ahlt geuia^it haben, und dies aus z>rei l^'riinden: Erstens fehlt es an technisch ausgebildetem und wohldi'^zipliniertem Personal, ztveitens arbeitet der biirokratische .,Ap' parat" nach wie vor unbeiriedigend. Der dritte und wickitigste Grund, von dem bis jetzt sehr laut nur „Opportunisten" spreizen durften, nicht aber die strengen Stniiuislen, ist und bleibt die viel zu wenig berücksichtigte Sorge ans die allcrnotnvndigsten Lebensbedingungen der Arbeitenden. Der Mangel an Wohnungen, an den wichtigsten Lebensmitteln und an Bedarfsartikeln des täglichen Lebens ist erschreckend und wirkt sich katastrophal in der Produktion aus. So wahr es auch ist, das; Nußland auf einen möglichst schnellen Ausbau seiner Schlverindustrie angewiesen ist, so bitter rächt sich doch, daß dieser Ausbau auf Kosten der Verbranchswarenproduktion gegangen ist und Fleute noch ^eht. Der Warenhunger in der '^tadt ist enorm — auf dem flachen Lande ist er noch größer. Der kollektivierte Bauer el^enso wie der Einzelbauer bekommt für seinen Arbeitsertrag nicht einmal die notniendigsten Waren. Einfache eiserne M-gel, Zündhölzer, ein PÄckchen Tabak, ein Stück Seife, ein TeeglaS, eine Tasse, einen Teller, einen Eimer, eine Nadel, etivas Zwirn — nichts davon kann er bekonrinen, und wenn er es bekoninit, so in völlig ungenügender Menge, zu viel zu hohen Preisen im Vergleich zu den offiziellen Preisen für die bäuerlichen Produtte, und vor allen England und Franreich Sine neue „entsnt« eorcllole' — Ohne Spitze gegen Deutschland — »evakzung in Woidlngton L o n d o n, 14. Jult. Die Regierungen, die an dem in Lausanne abgeschlossenen Gentlema» agreement beteiligt sind, haben, wie verlautet, bereits ihre Zustimmung AU der VerSssentlichung des Dokuments erteilt. Man erwartet» dah die BerSfsentlichvng noch im Lause de» heutigen Tages erfolgen wird. PariS, 15. Juli. Das fronzüsisch-euglislhe vertrauenSab-kommen wird vcn der gemässigten Presse sehr beifällig ausgenommen. Der der Regierung nahestel'end? „Oeuvre" erklärt, es handle sich uttt eine neue entente cordiale, die aber gegen keinen anderen Staat gerichtet sei ttl?d auch zur Berteiblgung gegen andere Nationen nicht dienen soll. Durch die Zusammenarbeit mit Frankreich werde England wieder an Europa angenähert, von dem es im Begriffe war, sich zu entfernen. Ministerpräsident Herriot wnrde gestern im Odcon-Theater, als unter den Pressenach richten auch die Meldung über den A^chluh des VertrauenSobkommenS mit England pro jiziert wurde, akklamiert. L o n d o n, 14. Juli. Die englische Presse begrüßt das Abkommen mit Frankreich als die Wiederausrichtung der entente eordiale, jedoch mit dem Unterschied, dah es sich weder um eine gemeinsame Front gegen die Bereinigten Staa ten noch um einen englisch-französischen Vloik gegen Deutschland handle. Die „T i-m e s" sagen, die englisch-franzöfifche Zu. fammenarbeit im europäischen Rahmen sei die Formel, welche am besten der englischen Konzeption und Abkommen entspricht. B e r l i n, 14. Juli. Die Mitteilungen über den Abschluß der englisch'sranzösischen Entente haben selbstre dend auch in Berliner politischen Kreisen das größte Aufsehen hervorgerufen. Wie offiziös mitgeteilt wird, ist die deutsche Regierung auch gestern darüber unterrichtet worden, datz der englische Außenminister dem deutschen Botschafter das englisch-französische Abkommen übergeben hat. Die deutsckje Regierung werde, sobald der Wortlaut vorliege, das Abkommen genau prüfen und wahr-fcheinlich noch Rückfragen an die beiden Regierungen richten, die sich insbesondere auf die Abrüstungsfrage und die im ersten Punkt des Abkommens umschriebene Regelung aller aus ähnlichem Anlaß wie im Lausanner Pakt entstandenen Fragen, also auch der aus dem Persailler Friedensvertrag herrührenden Probleme beziehen. W a f h i n g t c> n, 14. Jnl.i Der französisch-englische Bertranenspakt hat hier trotz der beruhigenden Erklärungen der hiesigen, englischen Botschaft ungeheures Aufsehen, ja eine gewisse B^tUrznnq hervorgerufen. Mehrere Minister gaben inofsiziell der Befürchtung Ausdruck, dasj in Europa sich eine Schnldnersront gegen die Bereinigten Staaten bilde und daß die amerikanisl!^ Politik vor eine völlig neue Lage gestellt würde. Washington ba!^ bisher bekanntlich stets getrennt mit den europäischen Gläubigern verl^andelt und dieselben nach ihrer Zahlungsfähigkeit behandelt. Man befür^et einen europäischen Block in de? Zchulden-frage, der die Bildung einer Einheitsfront in Wirtschastsfragen. vor allem in der Zollpolitik folgen werde. ihn die Millionenstadt schon 20 Jahre nicht zu verzeichnen hatte. In einer ein »igen Stunde brannten zwölf Häuserblocks nieder. Zahlreiche benachliarte Häuser mußl^e« in die Lust gesprengt oder niedergerissen werden, um dem Weitergreifen des j^euers Einhalt zu tun. Eine riesige Menschenmenge von melzr als IW.llW Personen wohnte deni scf>auerlich grandiosen Schauspiel bei. Allr Feucr:ue!iren von Newyort und llmgebun»^ beteilil^t^n sich an der Löschaktion, die jedoch nur lanMm Fortschritte machte. Mehr als 2it Wehrmän--ner erlitten schwere Brandwunden. Stnch zahlreiche Hausbewohner erlitien erhebliche Verletzungen und mußten in den ranken-häufern untergebracht werden. Ter Schaan wird aus mehrere Millionen Dollar geschätzt. Konflikt zwischen Uruguay und Argentinien Ein Zwischenfall mit Folgen — Abbruch der gegenseitigen Byiehungen Kurze Nachrichle^t Paris, 14. Juli. Die vLin Marineniiiustcruim ein>icteli-.' Untersuchung^komnilssion kanl zi: ü.'il? gebnis, das; öer Grund für den des U-Bootes „Premotbt'e" darin 'u 'u.lx'i'. sein dürfte, das; die Tcinls infolge Manövrierens sich uiit Wa''>er 'iill.eii. Moskau, 14. Der Zcntralexekntivc>u?'chus; der Union ratifizierte den aiil 2Z. I. zwischen Nus;land und Finnland ab' '.l-loi-senen Nichian^rifssMlt. Paris, 11. Juli. Der „Petit Parisien" verspricht si.b iioin Auschluß der enlente cordiale Mischen land und Frankreich eine eniiev aNi'.'.' arbL'it beider Staaten, jedoch nii^ deiil ke, in erster Linie den Interessen in der Welt zu dienen. „Echo Se Paris" schreibt, es s^'i in Lau-sänne die süindi^e Tor^ie wesen, von .^''erric't hinsichtlich der Abrüstun -s er vielen. M o n t e v i d e o, 14. Juli. Nach Meldungen von amtlicher uruguayischer Seite ist eS anläßlich deS Besuches eines uruguayischen Kreuzers in Buenos Aires zu einem schweren Zwischen fall gekommen, über den noch keine Einzelheiten vorliegen. Uruguai, erachtet diesen Zwischenfall als eine fchwere Verletzung und zieht daraus die Folgerungen. Die Regierung von Uruguay faßte den Vefchluß, mit Argentinien alle Beziehungen abzubrechen. Der Präfi^nt der Regierung betonte, daß dieser gwifchenjall in der Gefchichte der Beziehungen zwischen beide« Nachbar staaten ohne Beispiel dastehe. Die argentinische Regierung stellt dem- gegenüber das Motiv für den Abbruch der Beziehungen von feiten ttrugual,s als ir. relevant dar. Trotzdem händigte die argentinische Regierung dem uruguaiiischen Gesandten in Buenos Aires die Neisepäfse aus. Die englische Regierung wurde ersucht, die Interessen Argentiniens in Uruguay wahrzunehmen. Niefenbrand in Mw-Pork N e w y o r k, 1^. Juli. In der Nacht zum Mittwoch brach im Zentrum der Stadt in einer Sprengstoff-sabrik ein Brand aus, der mit Blitzesschnelle um sich grifs. In kürzester Zeit weitete sich das Feuer zu einem Aiesendrand aus, wie L j u b l i a n a. 1 l. ^^uli. Teoise»: 'licre lln —1olUl4, Zürich —> l1l)2.85, London IW.'l'l—' Scheck üf'lü.K",—Pari? Prag Tricsl 35 —S8!).75. Zagreb, 13. Juli. Tevisen: .Zii'rlifi 1334.24—134^x04, Mailant' London Paris Prag 166.(Z?—Zürich 1W7.3^'>— 1102.85. Zürich, 14. Juli. Devisen: 'Varia 2(^.155, London 16.215, Newnork Mailand 2^.22ü, Prag 15.M, Berlin 121.d.i. Ditlgen sind die Warelt, die in die Hände des Bauern gerciten, mitunter von einer ganz erbärmlichen Qualität. Da der staatliche BersorgungSapparat in-solge seiner Ueberbiirokratisierung außerstande ist, die Warenzirkulation in nor.va-len Gang zu bringen, sah sich die Regierung Pli^hlich geznnlngen, den Marktfreihandel, wieder zuzulassen. Auf den ftädtisc^n Märkten sind Lel'ensmittel, lvenn auch zaghaft und zu sehr hohen Preisen, erschietten. Aber die Gebrauchsartilel, die der Bauer dafür ernierben möchte, sind vielerorts so gut wie nicht vorhanden. Um die ol>en erwähnte Industrie-Großstadt (wohl benierkt: Gros;stadt!) Magnitogorst zu nelunen: Auf dem dortigen Markt wurden an einem Tag den ^^aiiern solgende Waren zum Ankauf angeboten: ^wei Paar Schübe, zwanzig Mter 5toff, zwanziss Kinderinäntel, sechs ^tück Seife u. achtunddreißig Päckchen Pseifcutiibcik. Ui?> das war alles. Dabei gehlir: Magnilogorsk zu den Städten, die binnen weniger Jatj^e entstanden, zu den Muslerbeispielen der sozialistischen Echaffenökraft nnd der sozialistischen Organisationskunst . . , Es ist ohne weiteres klar, das; die den diese Zustände alluiählich alS nnerlrä^i-lich empfinden. Sie hätten dies aber 'ch^'n viel früher machen sollen. Zie hätten dann der Bevi^'lkernng snrchtbare l5'nttänschnngen nnd Leiden nnd dem Stallt Niesen ".'lin'te an Produktion ersp^irt. In der rä^l'icht'^lo-sen Jndnstrialisiernng'^voliti? i't in^nnsnn'n eine Ateinpanse eingetreten, weni^et sich immer mebr der '^^ekä'nvfnnq der eigen-artigen .Erise zu, die liente in Nns;Ian> herrscht. Mit welcheni '.!-/o!4^., dac' nnrd .^ie nächste Zukunst lehren. "MkrlrM ZMMiz» NiMNM W). IS. FilNMZ Staaten im Falle des Jnkraftrctcns des Lausanncr Akkords !Zl1.377 Millionen Dollars verlieren würden. DieChicago Tribune" hat au?-gerechnet, daß bis auf den heutic^en Tag an Itriegsschulden 22.2d9,069.684 Dollars be« zahlt worden seien. Allein diz deutsch^'n Schulden den USA gegenüber l'etragcn 75 Millionen Dollar. Gibt nun die amerikanische Regierung dem Lausanner Vertrag ihre Zustimmung, dann würden die Bereinigten Staaten jährlich an Annuitäten nur 3 Mil» lionen K11.M) Dollar echalten anstatt die bisherigen S6l,iA).0 Dollar. N e w y o r f, 13. Juli. Nach einer Meldung der „ N e w y o r k Time s" aus Washington sei im Kongreß ein Anwachsen des Mderstandes gegen jede wie immer geartete Abänderung der bisherigen Kriegsschuldabkommen Europa gegenüber zu beobachten. Angeblich soll Ssna« i tor Smoot erklärt haben, Europa hätte die ! Grellze des guten Geschmacks überschritten ! und sich durch Lausanne den Mg zur Revi-! sion verrammelt, da den Bereinigten 5taten ein internationaler Affront geboten wnrdi?. Berlin, IS. Juli. Die Meinung, daß im Falle der Nichtra-tifizierung des Lausanner Abkonrmens auch nur durch ein einziges Parlament der Sig^ natarmächte derUoung-Plan neuer» dings in Kraft treten würde, wird in den vsfcntlichen Auslegungen verschieden beurteilt. In informierten amtlichen K-reisen wird hiezu erklärt, daß Macdonald in der öffentlichen Sitzung in Lausanne auf eine Bemerkung des deutschen Reichskanzlers von Papen erklärt habe, die Rcparationsfrage würde in einer neuen Konferenz unverzüglich nochmals aufgerollt werden, wenn irgendein Staat die Ratifizierung verweigern sollte. Von einer Erneuerung des Aounq« Planes sei selbstverständlich keine Rede. Diese Ansicht kommt auch in ^n Komnentaren der englischen Presse unzweideutig zum Ausdruck. In amtlichen Kreisen wird ferner auf das offizielle Dementi hingewiesen, welches kürzlich zur Veröffentlichung gelangte und in dem jede Verknüpfung zwischen dem Lausanner Abkominen und ^r Frage der interalliierten Schulden verneint wird. P a r i s, 13. Juli. In den der Regierung nahestehenden Kreisen wird die Nachricht dementiert, daß in Lausanne ein Geheimabkommen zwischen Großbritannien, Frankreich und Italien betreffend ein gemeinsames Vorgehen in der Kriegsschuldenfrage gegeniibcr Amerika ab-geschloffen wurde. Man behauptet sogar, daß diese Mächte sich nicht verpflichtet haben ein seprates Wkommen niit Amerika in der Kriegsschuldenfrage abzuschließen. Man er^ärt ferner, daß Großbritannien an einer genieinsamen Front der Schuldnerstaatei-. Amerikas nicht teilzunehmen gedenkt. P a r i s, 13. Juli. Ministerpräsident tzerriot hatte eine längere Unterredung mit dem englischen Botschafter Lord Tyrell. Äe Besprechung drehte sich um die Frage der Regelung der interalliierten Schulden. Angeblich sei die englische Regierung bereit, Frank reich bis zzzr Ratifizierung t^s Lausanncr Pürtrages ein Moratorium für die Kriegsschulden einzuräumen. Ein solches Moratorium würde die französische Finanzlage im zweiten Halbjahr um etwa 600 Millionen: Franken erleichtern. .Herriot erstattete den: Kabinett über das Ergebnis seiner Bi?ratungen mit Lord rell Bericht, denn dieselbe galt aus;erd<'in auck) einer gemeinsanlen f r a n z ö f i i ch-englischen Demarche in Washington zwecks Erreichung ein?r Wahlkampagne mehr, an dem die Chronisten der deutschen Blätter nicht soun-dsov'.ele Tote und Verletzte sowie Geivaltalte verzeichnen würden. Hitler-Leute und Komnm* nisten liefern sich regelrechte Straßenkämp-fe, in Delitsch wurden sogar Reicki^^^banner« Leute von Nationalsozialisten schlver verprügelt. In Schmicdeberg wurden zwei Reii^5tanner-Leute tion Nationalsozialisten tödlich verletzt. In Salza iin .harz kam eS zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten unÄ Hitler-Leuten. Die Gegner beschossl?n sich von Lastautos aus und bcwar« König GUette der ErfintZer 'des wellll-erühinteil Rcisierappa-rates und der Rasierklingen, die seinen Namen tragen, ist gl^storben und hinterläßt ein sehr großes Vermögen. fen sich mit primitiv angefertigten Handgranaten. Weitere sch^vere Zuisainnienstöße ereigneten isich in Namnburg, ferner in Barchfeld in Thürili^gen und in Ni'irnberg, wo aus mehreren .Häusern aus die Polizei ge feuert wurde. In Schiwerin versuchten dle Nationalsozialisten tias sozialdenioilratische Vviksheim M stürmen unv beschädigten dasselbe in ganz gehöriger Weise. Die sozialdemoikratische Parteileitung lhat keim Reichsinnenminister von (^hl im Zu-sanlmenlhange mit diesen traurigen Borfällen Protest erl)oben und ausreichenden Schuh für das nackte Leben der Arbeiterschaft verlangt, ldi^' nirgends mehr sicher sei vor den Angriffen der Nationalsozialisten. Die Sozialdemokraten fordern die neuerliche Inkraftsetzung ldes Uniformverbots. Wels und Breits^id erklärten im Namen der Sozialdemokratie, die ReichSregievunig sei im Falle ihrer llveiteren Passivität Iden Dingen ge-genÄbcr für alles verant>ivortlich, was sich im Reiche noch erei^ilen könnte. Der Innenminister erklärte, die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung sei in erster Linie Sache^ der Landesregierungen, doch rverde die Reichsregierimg so bal^d als möglich zur In-nenlaye Stellung nehmen. Die Wiedereinführung des llniformvertotes lehnte von Gay! ab. Morgen i^det auf Schloß N e u d e ck beim Reichspräsidenten v. Hindenbucg eine Konscrenz über die Jnnenlage statt, an der Reichskanzler von P a p e n und Innen nNnister von Gayl teilnehmen werden Wie in informierten Kreisen verlautet, macht die Rechte alle erdenklichen Ansiren- gungen, um Hindenburg für die Ernennung eines Reichskommissärs in Preußen zu gewinneit. Der Z^veck der Uebung ist der, noch vor den Reichstagswah-len in Preußen den amtlichen Apparat an sich zu reißen. M ü n ch e n, IS. Juli. «Unter dem Titel „Deutschland ist reif für den Belagerungszulftand" schreibt der „V ö l kischeBeobachte r", das Zentralorgan der Nationalsozialisten, u. a.: „Bon allen theoretischen Ankündigungen des Kabinetts Papen hinsichtlich der Erneuerung blieb nichts anderes übrig als die außenpolitische Unterjochung und die von den Roten betriebenen Straßenmorde. Das Reich ist schon längst reif für den Belagerungszustand. Will die Regierung nicht ö>cgenstand dcs Humors in der ganzen Welt werden und will sie nicht eines schönen TaM als Gefangene des Marxismus erwachen, der in Preußen regiert, muß sie sofort den Belagerungszustand verhängen. Wenn aber ldie Regierung den Mut zu dieser Entscheidung nicht findet, dann ntuß es gesagt werden: Fort mit diesen Männern, besser heute als morgen!" B e r I i n, 13. Juli. Nach Mitteilungen von zuistäivdiger Seite ist die Zahl der Wahlberechtigten für die kommenden Reichstagswahlen uin eine Ml-lion angewachsen und beträgt nun 4 t Millionen. Sinkt die Mahlbeteiligiung nicht etwa im Verhältnis zu den letzten Wahlen, dann sei zu erwarten, daß der neue Reichstag 15 bis 20 Abgeordnete mehr zählen iverde als der bisherige. ^lsglosei' Le?ug c^e!" istnul-mögiiefi. cls'' Ve^ieliei- cjsZ />donnem6kit s)üsiktlleli ek'Iegt ocjsk' eili5e»icjet Amerika und das „Qentlsmsn sgrssmsnt" Noch keine Besprechungen in der Schuidenreoelungssraoe — Dle Amerikaner wittern den europäischen Affront Wa s h i n gt on, 13. Juli. In der gestrigen össentlichen Sitzung des Senats hielt der Vorsstzende des Auswärtl-gen Ausschusses, Senator B o r a h, eine kurze Rede, in deren Verlaufe er erklärte, die Bereinigten Staaten hätten die Ver-Handlungen über die Regelung der Kriegsschuldensrage überhaupt noch nicht eingelei-tcr oder begonnen. Ebenso n>enig hätte die Negierung der Bereinigten Staaten dem in Lausanne zustande gekonr.nenen gentleman agreemcnt ihre Zustimmung gegeben. B^-dc»uerllcherweise, erklärte Borah. müsse dke amerikanische Regierung auch den englischen Schatzkanzler Ehamberlain dementieren, welcher im Unterhaus erklärt liatte, daß die Vorbesprechungen über die Regelung der Kriegsschuldenfrage mit den Ber-°inic,ten Staaten sozusagen begonnen hätten. Zu dieser Widerlegung sei Redner vom Staatssekretär Stimson ermächtigt worden. Nach der Sitzung des Senats gab Staatssekretär Stimson den Vertretern der amerikanischen und der ausländischen Presse im Beisein massgebender Persönlichkeiten und vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses wichtige Erklärungen ab. Der amerikanische Außenminister erklärte auch bei dieser Gelegenheit, das; von einer direkten oder indirekten Mitarbeit der Vereinigten Staaten im Rahmen des Lausanner Abkommen die Nede noch nicht sein könne. Die Bereinigten (Staaten hätten nach Lausanne nur einen inoffiziellen Beobachter entsandt, der mit stritten Instruktionen auscfestattet gewesen sei und der auch keinerlei Jnitiatwe in dieser Frage gegeben habe. Uebrigens habe auch kcire andere Regierung in der Schuldenfrage lue Initiative übernommen, da die amerikanischen Botschaster und Gesandten diesbezüglich noch keine Mitteilungen erhalten hatten. Die amerikanisck^e Regierung werde in der Frage der Schuldenregelung die erforderliche Vorsicht obwalten lassen. Stim-s^m erklärte ferner, daß die Vereinigten Die Heimkehr. Machonald ist aus Lausanne zurückgekehrt und hat einen Empfang bekommen wie nie zuvor. Er wurde vom Finan^minister bhain berlain empfangen, der ihm die freudige Mitteilung machen konnte, daß bereits eine Million Ji^l)aber der fünsprozentigen Kriegs anleihe ihre Zusage gegeben halten, dle Konvertierung gutzuheißen. Äuboins Vroteft Ter Kampf zwifche» dem fran-iösischen Berater und der rumänischen Rationalbait?. B u k a r e st, 13. Juli. Der französische Berater der rui'.iänischen Nationalbank, A u b o i n, richtete an den Ministerpräsidenten Vajda-Voevod, den Finanzminister A r g c t o i a n u und den Gouverneur der Nationalbank A n g e-lescu ein Schreiben, in dtzv» w i^»r>doel yrelkag, Ven 7^. ?süN WK. „MaviVk^rer Zeit'uch"! Nüninser» LlngaNfche Rot Eine Kirche, Schule und Friedhof werden versteigert — Das Budapester Hostheater unter dem Hammer Budapest, lS. Juli. Versteigerungen gehören jetzt zu den All. täglichkeiten, denn die Not ist in aller Welt notorisch. Die Zeit treibt üppig Blüten. .Kein Wunder also, daß jetzt schon Dinge versteigert werden, an deren Erwerb kein Mensch Interesse haben kann. In Ungarn stehen die merkwürdigsten Sachen zum Verkauf, denn auch hier wütet der Teufel der Wirtschaftskrise. Er läßt nicht einmal den Toten schlafen, denn anders kann man sich kaum die Tatsache erklären, daß ein Friedhof versteigert werden sollte. Man denke: ein Friedhof, dessen Werteinschätzung nach der Zahl und dem Prunk der Grabsteine doch eigentlich ein Frevel ist! Die reformierte Kirchengemeinde in Bekes Samson geriet in Schulden, die sie nicht mehr abdecken konnte. Eine Bank als .Haupt-klägerin wollte nun aber unbedingt Klarheit schaffen und leitete ein Gerichtsverfahren ein, das den üblichen Abschluß fand: die Kirche nebst Schule und Friedhof kamen zur Versteigerung. „Meistbietende hervor!" hieß der Ruf, der jedoch ungehört verhallte. Kein Mensch fand sich ein und hatte Lust, die Kirche mit der Schule und dem Friedhof käuflich zu erwer- ben. So blieb der Bank schließlich nichts anderes übrig, als die merkwürdige Konkursmasse selbst zu kaufen. Sie bezahlte für alles 17.500 Pengö. Noch nie hat sich in der bunt bewegten Geschichte der Fall ereignet, der nunmehr eingetreten ist, daß nämlich ein Bankhaus eine Kirche, cinc' Zchule und einen Friedhof besitzt! Was die Bank mit diesen Gütern machen wird, ist noch ungewiß. In Budapest kommen aber noch andere Dinge zur Versteigerung. Am 26. Juli steht eine Versteigerung an, die nicht minder interessant ist. Das berühmte Budapester Hoftheater soll nämlich an diesem Tage unter den Hammer kommen. Auch hierfür werden sich kaum Interessenten finden, denn in dem Königstheater führt schon lange die Pleite Regie. Und die Zuschauer? Äe Krise sah dem Treiben auf der Bühne zu! Wer also hätte wohl den Mut. dns Königstheater zu kaufen, sei es auch für ein Spottgeld? Kürzlich wurden in Budapest einige Mumien versteigert. Bitte, das ist kein Witz, sondern Tatsache. Irgendein Forscher war in kümmerlichen Verhältnissen gestorben. Nach seinem Tode sahen die (Gläubiger nach den .Hinter, lassenschaften. Und da entdeckte man in einer Trulie «'inia-' Mumien, die d'inn nerauktio-niert wurden. Brauttaub lm Sanvia» —0— B e o g r a d, im Juli. Weil schon vom .Heiraten die Rede ist: im Tand^ak raubt man sich die Braut. Da lourmt der Bräutigam, bei Tag oder bei Nacht, je nachdem, wie die Brautcltern einverstanden sind, an dcr Epi^^e einer Reiter-gruppe, pa^-lt da.^ Mädchen, sci.tt es auf ein Pferd und bringt es in Sicherheit. Das ist sozusagen die Verlobung. Früher einmal mag es dabei ernst g^'nng zugegangen s^in und auch iitämpfe gegeben haben um das Mädchen, ivcnn ein Bursckie seinen ganzen Mut und 5tolz, sein Ansehen und seinen Einflusj aufgel^racht hatte, die Braut zu ge, Winnen und aiu Ende sehen mnßte, wie ein anderer mit noch lnchr Mut und Einslus^, noch melir ^tolz und Ansehen die Braut im lei.Uen 'M-.>m2attel zurecht. Und das ganze Dorf w<^ls; da.ion und nichts geschieht ge. heim, nicht durchgeprobt ist bis in die letzte Einzelh.'it. Ain Ende wird die Em-führung zuin Lcham'tück, wie die Auffahrt zur il'Urche ander'^wo. Aber tief im intern der Volksseele steckt noch ein starkes Sti'ick Romantik. Manchmal wird es auch ernst. Es kourmt vor, das; der Brautvater nicht einverstanden ist und die ganze FamM gegen de», Burschen stet)!. Dann greift er auf daZ Recht der Ahnen zurück, und was hier Spiel war, wird dort Kampf. Er rüstet seine Beistände, je mehr, desto bester. Er besorgt sich die Fahne, die an der Spitze des Brautzuges flattern soll und er putzt das Zaumzeug und das Lederwerk. Bri'lder, Schiviiger, Freunde, alle kommen mit, alle auf reich geschmückten Pferden. Man macht so, als ob es ein Schausuick wäre, man kommt trittloser durch die Na6it, s)ält das Mädchen fester als sonst und die Augenglül)en dann stärker. Jetzt reiten aber Vorposten, und Wachen werden ausgestellt. Es ist alles so gemacht, daß es gelingen mus;, selbst wenn das Mädchen sich doch noch strüttben sollte. ES sträubt sich aber nicht. llnd dann kann geschehen, was vor einigen Tagen unweit von SandZak Novipazar vorgekoinn^en ist. I>m .Hause des Belmaza vom Stannne des MaSovi^i waren die drei Söhne Iljaza, Beinmza und Abaza mit noch acht Schwäqern und Freunden versammelt, um ini !?ause der 'üi'acht die Tochter des Mi-ralem ans dein Stanime der Daci^i für den jungen Aba'ca zn rauben. Der Bräutigam tt'ar fcstlich geschniiielt, auch die übrigen Bei-helfer loaren in Festkloidung. Nach Mitter- nacht kamen sie leise in das Dorf, vor das Haus der Brautwerberin Emine. Miralem hatte deni Abaza die Tochter versprockien, das Versprechen nachher jedoch zurückgezogen. Man sagt, daß Ruvu, die Tochter des Miralem, eines der schönsten Mädchen :m SandZak sein soll. Emine brachte das Mädchen und die C')e-sellschaft setzte sich wieder in den 5attel. Voran ritt Veöa, der Freund, nachher kamen die Brüder, dann das junge Paar und am Ende die Schlväger und übrigen Freunde bis auf drei, die vor dem Dorfe Wache hielten. Hundert Meter voni Hause entfernt, stand pli'hlich Jbro, Ruous Bruder, das Genx'hr im Anschlag, mit 15 bis an die Zähne bewaffneten Burschen vor den Reitern. Vei^a war der erste, der aus deul .Hinterhalt erschossen wurde. Die Reiter wollten ansei-, nander sprengen, aber Jbros Leute eröffneten ein Schnellfeuer auf sie. In einigen Minuten lag alles sti?hnend am Boden. Inzwischen hatte ISro seine Schivester unverletzt aus dent l^etümel gezogen und nach .Hanse gebracht. Abaza erhielt einen Bauch-schus; nnd starb nach einigen Minuten, sein Bruder Belmaza ebenfalls. Alle übric^en, öis auf die drei Wachen vor dem Dorfe, die rechtzeitig geflüchtet waren, sind schwer verwundet. Die drei Wackien vor dem Dort wa-r^n auf und davon. Als die Polizei kau?, fand sie nur mehr Tote nnd Verwundete an? Platz. Aber kein einzige? von Ibros Leuien war auch nur verletzt. Er selbst ist niit sei!l''r Schwester feierlich im Hause seiner Eltern eingezogen. Es ist ernst geworden und der Raub ist mis^glückt. Die Gesck^ebnisse werden wahr-sckieinlich nock) schn>ere Folgen haben. Ter Stanlim Daciei hat den Stamui Ma^ooi.^i beleidigt, ?veil er ihm das Wort gebrochen hat. Für den Tod der beiden Si)bne mu^ er büssen. aber auch, iveil er dem Abaza die Braut abgejagt hat. Und schließlich wird sich ja auch noch die llntersuchungsbehörde hineinmischen, die sich weniger nach den (^^c-setzen der Ahnen, als nach dem inodernen Strafrocht richtet. Wells, ob er sich verletzt habe, und mhielt d-i« Antwort: „Ich l)a>!ie überhaupt !^ine Schmerzen gesp-ürt." Wells kam aus >den Ein. fall, lsofort Untersuchungen und Experimente Üker die schmerzbetäuibende Wirkung des von Sir Hunrphry Davy entdeckten ^^)ases vorzuneh-lnen. Die da>bei gemachten Beobaci>-tungen waren höchst ii^rraschend, Wells selibst stellte sich zu einem Experilnent zur Verfügung: er atnlete Stickstosfo^ydul ein und ließ sich dann einen Zahn ziehen. Das Ergebnis der Operation war die Feststellung, daß „das Zahnreißen ihm nlcht ln^I)r Schuierz verursacht habe, als ein leichier Na^el^tich." Er setzt« eifrig seine Untersuchungen fort, aber die geivonnen Empfin-dunigslosigkeit gegen Schmerzen war l.n allen Fällen zu kurz, um längere Operationen zu ermi^lict)en. Wells erkannte diesen Nachteil nicht sofort in seiner ganzen gefährlichen Bedeutung. Die Folge lvar, daß einige Älerz« te, die sein WUttel bei einem öffentlichen Er-perinleut mit denkbar schlcchtesteul Erfolge erprobt hatten, ihn des Z^tr^ges anklagten. Es gab einen großen Stant>al, ÄBells wurde von allen angefeindet, und nieniand wollte dem kleinell Zas)narzt zugestehen, eine bedeutende Entdeckung gemacht zu haben. Im Iaihre 1846 bewies der ElMnilker Charles Znckson aus Boston, daß Schwefeläther durch Einatmung den Menschen in einen Zustaird der Enrpfindungslolsigkeit versetze. A^r die Lorbeeren seiner Ersinidung blieben Wells dauernd vorbehalten. Er reiste nach Europa, doch überall wurde er voll Verachtung abgewiesen; völlig entmutigt und enttäuscht mußte er nach Amerika zurckkehren, Not und Armut erwartete ihn. Da faßte Wells ^en verzweifelten Entschluß, als Opfer seiner Erfindung aus dein Lcl>en zu scheiden. Er schnitt sich im Bade die Pulsadern auf, nack)-ldenr er vorher Aether eingeatmet hatte, um den Schmerz zu betäuben. Das war das tranrige Ende des Mannes, dessen Entdek-kuN'g die Grundlagen zu der großen Zeit der moi^rnen Chirurgie geschaffen hat. Zchweiger. wird oer Meister o^r italie. nischen Renaissance, Michelangelo Äuona-rotti, als äußerst schweigsamer Mann geschildert, und ebenfalls der unsterbliche Tonmeister Beethoven. Ein groszer Schweiger unter den deutschen Musikern war auch dsr große Romantiker Robert Schumann. So wunderbar er sich in der Sprache der Töne auszudrücken wukte, zuin Sprechen, auch im vertrauten Kreise, war er fast nien?als zu bringen. So wurde ihnr Richard ^.^izaqner» der gleichzeitig mit ihm in Leipzig lebte, oer ein Meister der Rede war und viel und ger-n sprach, entfremdet. Er besuchte Schumann nur ein einziges Mal und erzählte dann über diesen Besuch: „Ein schrecklicher Mensch, er spricht kein Wort . . " Während Schumann von Wagner sagte: „Ein fiirch-terlicher Mensch, er redet in einem fort." Eine viel bemerkte Erscheinung aus dem .^tünstlerleben ist es, das; besonders häufig .Äomiker im gewizhnlichen Leben sich als sehr ernst und wortkarg erweisen. Oft findet man ausgesprochene Melancholiker und Zchweiger unter diesen !,tünsUern, deren Beruf es ist, andere zum Lachen zi^ bringen. Der verkannte Erfinder der Zlnaftdefle Einem kleinen anuirikanischen Zahnarzt', .Horaee Wells in Harford, USA, verdankt die Welt das Mittel, durch das die gewaltigen "Fortschritte der Chirurgie erst niögliä) wurden, e'' ist der eigentliche Erfinder der AnästlxPe. Wie > oft, gelang auch die>e Entdeckung durch einen Zufall. Im Jahre 1861 war Well>^ in einer Gesellschaft, in der ^:'r Belustigung der Anniesenden allerlei Experimente unt Lachgas vorgenonrmen umrden. Dabei beinerkle Wells, wie einer der An-lvesenden, der sich den Wirkungen des 5tick-swffoxt)duls aussetzte, zn taumeln und zu schwanken begann und sich da'bei heftig an den unll)erste!>eude>l Möbeln stieß. Als der Patient wielder tu sich kam, erkmü>igte sich Große Schweiger Die Geschichte n>eiß von einer großen Zahl bedeutender Männer zu berichten, die äußerst wortkarg waren und nur das Aller-nötigste sprachen. Im Altertum waren als solche „gros'.e Schweiger" Julius Cäsar und .Hannibal besannt. In der neueren Zeit wurde schon von seinen Zeitgenossen Wilhelm von Oranien, der Äefreier der Niederlande vom spanischen Joch, der vorsichtige Freund des gesprächigen, sreimütigen Grafen Egmont, der „Schiveiger" genannt. Er spraiiid'chleich< fertig, und nach wenigen ^luilüien hat er schon wieder Hunger. Dabei is^ ' lediglich auf animalische lt^ost angewiesen, Ä>u.il-wurf verzehrt täglich etwa an Regenwürmern und Engerlingen, w'i'^r.n) er selbst nur 80 (^ranun wieg:. C ii der etwa M kg wiegt, muszie alse', i: ü den». Maluwurf gleichzutoininen, täglich '.>0 ig l)er zehren. Daruni muß der i'^^aulivur^ dig auf der Jagd sein; ol>ne F^-as; l^alt ».r nicht länger als ^4 Stunden aus. Er hält keinen Wnterschlaf, er jagt 2uch in? Ainter in tieferein, frostsreiem Erdrei^i) l?ach Ziegen wÄrinern und Kerfe??, oder auch oberhalb der Erde unter den: schnee. Die Ausbeute der Jagd wiro u??? d?e'? Zeit geringer, u?id daruni legi der Maul-Wurf in seinen unterirdischen ')iöhren Ä^inrer Vorräte an, die darnin dennrienswcrt sind, weil sie nichl aus haltbaren Gcirelde'örnerr^. oder l^rashalnie?:, sonderir aus „Flei'ch" be^' stehen. Zu diese?n Zn'eck schleppt er allerlei Insektenlarven nnd !)^egenwünl'e7 zusam-uien. Tainit aber diese nicht c^nl'lieheu ti^n-lieii, l>eis^r ihne?l der Maulwurf öie ersten V>vei oder ^rei Abschnitte des j?.>pfendes a!.'-Äie Masse oer Würiner, die er anhäirsl, iit ehr groß un^d kann bis zu zehn Liter belra-gen. Seine Fleischkan?mern sind ^^oer vor Plündereien nicht nck)er. Iii oerschie^enen Gegenden ist diese Eigenarc den Fisä>ern kannt, und wenn sie in? Winter Füchköder brauchen, graben s!e die Winlerv^^rrul<> c»es Vl'aulnmrfs heraus. In seinen Gängen du.det der M.:ulvnr^ kein anderes Tier, nur die gi-meine Erdkröte niach! sich in seii'.er Äes>au'un<'. öfters breit, denn sie ist für ihn wegen tl^res äyenden -chleimes we'tröte gefangen gehalten, er starb vor Hunger un!> rübrle die Kröte nicht an. Tie Erdkröte profiliere nun davon und nährt sich von dein zn''ann!k^ii.?e-fchleypten '^^orrar des Mautwur's. Alsi) auch da ungebetene Tischgäste! sinä »lck lm ^usseden vollkommen glelck. Oer eine Ist geväknUcker, kollelnkkNlger Kotkee. cker andere Itolkelnsreler Ksskee llog. k^eingter» unverkälscdter öodnenicakkee Ist Xatfee ttsg. jeckock dekrelt von ctem lür Viele gct^kcklicken l(okseln. Oe-gclKMvcll unck ^roma ckes Kakkee sin6 nickt ru iltiertrelken. ^ucl, seine ^usgleblglceii ISsst Ilinen nlckts lu wünsel^en ildrig. k^ur äie iür Viele sct^üällct^en Kokkelnreiivirl^un^en oui ^er?» Nerven, klieren unä 6le Ver« liauung teilen delm Kalkee llog. äag ist sein deckeuienäer Vorrug. Sie können lvollen, aucl, türlrlsci, rulie-reltet. ollne jemals unangenekme. seliSällcke ssolgen lu verspiiren. Uder-leugen L!e »lci^ selbst, vle ousge?eicli-net K»ttee ttag sci^meekt und vle ge»un6 er Ist. leckes gute l.eden8mittel-qesck«st Wlirt llin: aucl, lm blotel unck l(alleekaus vlrck er sut V/unsei^ ser- Ter Walfischhai^ In Long i^en, an der üüste von Florida, tvurde ein Mceresungehenr gesangen, das eil?eul Zabeln'eien gleicht. Es ist ein Riesen-sisch von ^ Meier Länge ul?d fast 5 Meter Uinfaiig, der zur lasse der Rriinoden gehört uiid uiiter >eni ^"^lamei? Riesen- oder Salsischh.ri bekalint ist. i^tein ei??ziges ivis-sei'.schaftliches Inilitut besiyt ein Skelett von diesein ,^isch. Das setzt gefangene Exeinplar. das durch .'lO Schüsse getot't wurde, ist da:' erste, tias je lebend a?ls Land lam. Mir .Hilfe der Ankerketten und Schiissseileil tvurde es zu einer Wer?: geschleppt. Ter Riesenliai soll ?iichts von der Aili)-l^eit anderer ver?va??dter '.liZclsisstie iial'en, sondern ist eil? vollkoininen ilnschät^Iiclies Tier. Das ihn venolgeiide Boot lies^ er riih-ig ai? jich tu'rantennneii nii!^ er't naeliden? er getrossen li'ar, bega??n der .>la!Nvf wobei inan fast i?1 Stniid.'ii Pranchte. eiie uian iln' ^?ir strecke bra-^btl'^ ?u'ch "a ! vernia^^ er auch slarlg..>»ute ^ zert.rünunern. „Marikiprer ^eltung^ Nummer !8S. Freitag, vm Jut» ^us EeUe c. Wieder ein Opfer einer Mesierftecherei. Der Wjährige BMerSsohn Ivan B o-dovniiaus Lepa Njiva bei Mozirje wurde von einem gewissen Ivan L e d n i k, der stark betrunken lvar, iiberfaNcn. Lednik ver-sekte ihm mit einem Messer mehrere Etiche in die Brust und in die linke Hand. Der schwer verletzte Vodovnik mußte ins Allge-»neine Krankenhaus überführt werden. c. Trauung. Vergangenen Sonntag wurde in Petrovöe Herr Dr. Paul B l a z n t k, Professor in Celje, und Fräulein Zora M e ^ t r o v, Tochter des Kaufmannes 5:)errn MeStrov in Celje, getraut. Wir gra tulieren! 5P0«7 Aus Vlul p. Unfall. Der Besitzer Johann Matcv^ aus Ltoperci glitt beim Pressen derart unglücklich aus, daß er sich den rechten Unterschenkel brach und ins Spital überführt werden mus^te. p. Zum blutigen Zwislhenfall in DraZenci wird uns noch gemeldet: Dienstag nachmittags fanden sich im Buschenschank TomaniL mehrere Burschen ein, die von der Stellung I)cimkohrten. Unter ihnen befanden sich auch der ?1ltihrige Besitzcrssohtl Bartholomäns G olc und der gleichaltrige Besitzer Stefan H o st n i k, beide aus Sv. Trojica (Ha-loze). Der Wein, der schon um einige Dinar zu bekomnien ist, rann in Strömen. Im Ue-Wermut zog .Hostnik sein Messer und versetzte am .^x'innvege seinoin Kameraden grundlos drei Stiche in 'die Brust. Golz brach blut-ilberströnlt zusammen und war sofort tot. .tzostnik flüchtete, wurde aber in Lancova vas mit Hilfe eines dortigen Besitzers von der Gendarmerie festgenmnmcn. p. Wir bekommen doch sin Tonkino! (V-e-stern fand sich im Btteinshause eine Kom« iilission ein, die den Saal für die Unterbrin« gung eines Wanderkinos überprüfte. Die fl0ininission setzte sich aus den Herren Inj,. Wannek aus Maribor, Bürgermeister Jer^e, Ctadtökonom Horvat, Dr. Fichtenau, Leopold Slawitsch und Äinounternehmer Kreuz aus OrmoL zusammen. Die Vorstellungen sollen bereits nut Ende der nächsten Woche beginnen. Die Installationsarbeiten wurden bereits heute aufgenommen. Kinv Burg-Tonkino. .^)«ute zum letzten Male die tSftliche Tonfilnropevette „Mamsell Ri-toitchc" mit Anw) Onidra, Oskar Karlweis, s^eorg ?llexant>er und Hans Iun-kiermann in den Hamptrollen. In Vorbereitung: „Wenn die Soldaten durch die Stadt marjchieren . . Unioot-Tonlino. Der größle Tonschlacier „König der Bagaüun^n" in deutMr Gprai^. Radio-Programm Freitag, 15. Juli. L j u b l j a n a, 12.15 und 13 Uhr: Schalchl!nphoittekonzert. — Bero. m ü n ft e r. W: Äbendveranstaltling. 21.^5: Alvndmnsik. ..Langenberg, 20: Lustspiel. - 21.3l): Abcndmnsik. -Prag, Älavierkon^^ert. — 20: Opernabend. — 22.?l): Nachtninsik. — Oberitalien, 20.45: Symphoniekonzert. — Budape st, 20.15: Biilinenauf-führung. Anschlieszend Ziegennermusik. — Warschau, 20: Symphonickon^^ert. — 22: Tanzmusik. — D a v e n t r N, 21.35: ^ion-zert. — 23: Tanzmusik. ^ Kö n i g s N' v-st e r h a u s e n, 20: Lustspiel. — 21.30: Russische Musik. — 22.-15: Nachtmusik. — Pari s-R a d i o, 20: Verdis Oper .Aida". Dolwberger Sußdall»r ln Martbor Der tvei iiber die Grenzen seiner Heimat bekannte Noitsberger Sportklub entsendet am 1ö. Juli seine besten Fustballer liach Ma ribor, um hier gecien den Sportklub „Svo-boda" ?^lvei Rückspiele zum Anstrag zu brin gen. Die Qualität der Boitsberger erleuchten ant besten die schönen Erfolge, die die Mannschaft in Lier letzten Zcit erringen konnte. Der glatte 7:0-Siog gegen das zweite Grazer Au^wahlteam spricht für die Erstklassigkeit der (^äste in ganz gehörigem Maße. Die Voitsberger stc^^en in der Meisterschaft der Arbeiterfportler Krcises (^raz auch an erster Stelle. Unsere „Svoboda" stvht daher vor ihrer ersten Aufgabe in diesem Jahre. Die Mannschaft absolvierte in den letzten Tagen mehrere Trainingsspiele, so baß die Durchschlagskraft auf das lforciirt erscheint. Die Boitsberger bringen zwei Wettspiele zum Austrag. Das erste findet Samstag, den 16. d. unt halb 18 Uhr, das zweite am Sonntag um 15 Uhr auf dem „Maribor"-Sportplatz im Bolksgraten statt. Samstag abends veranstaltet „Svoboda" den Gästen zu Ehren ^m Gambrinussaale ein.'n Bc-grüsiungsabend, zu dem alle Sv-'r^sreunde geladen sind. Dle WeltsenfaUon lm TmnI« Wie Prenn seine« großen Gegner schlug. — Sieg der Willenskraft. Der große Sieg des deutschen Tennisniei-fters Prenn im Entscheidungskanipf um den Davis-Cup gegen den Engländer P e r-r y bildet den Gesprächsstoff der gesamten Tenniswelt. Im fünften Satz, als das Match 2:2 stand, nackdem der Englän'der im vierten Satz den Deutschen mit 6:0 einfach überrannt hatte, stand die Partie 5:2 für Perry. Prenn schien erschöpft, völlig ausgepumpt, der athletische Perry kam hingegen immer mehr in Schwung. Nach einem tollen Schlag Wechsel raffte sich Prenn zum letztenmal auf, 5:3, 5:4, 5:5, die Zuschauer spendeten Bei fallsstürme, standen von ihren Sitzen auf und Prenn mnßte abwehrend ZeickM geben, damit das Spiel überhaupt weitergehen tonnte. Dann kamen die letzten beiden Spiele, Prenn griff mit unhaltbaren Flugbällen an, ftellte den Satz auf 5:tt und hotte mit seinen unhaltbaren Aufschlögen den Sieg: Triumph der Willenskraft. Wie der Kainpf begann. Prenn verstand es gleich von Beginn dem Engländer sein raffiniert variiertes Spiel aufzuzwingen, sodaß Perry seine gefürchteten Bombenschlä ge nicht recht zur Anwendung bringen konn te. Prenn gewann das erste Spiel, aber Per ry glich sofort l:1 auS. Prenn kam nun grost artig in Fahrt und bald stand es 4:1 für ihn. Wieder holte Perry ein Spiel auf nnd auch im nächsten führte er schon 40:0. Durih eiserne Konzentration kam aber Prenn doch noch zum Gewinn dieses wichtigen Spieli's und ein Doppelfehler PerryS brachte ihin den Sieg im erfte,? Sat) mit 6:2. Mit veränderter Taktik versuchte Perry im zweiten Satz seinem Gegner beizukommen; der Erfolg war eine Führung mit 3:1. Prenn ging auf das Spiel des Engländers ein, obwohl Perry später mit 4:2 im Vorteil tvar, gelang es Prenn auch diesen Satz mit 6:4 noch an sich bringen. Die 5000 Zuschauer brachen in Beifall aus, doch wehrte iiies Prenn mit einer .Handbenvgung ab. Gleich darauf fi'chrte der Engländer 2:0, dann 5»'-wann Prenn drei Spiele hintereinander, sodas; er wieder mit 3:2 iim Vorteil n'ar. Aber Prenn fühlte sich tiicht mehr stark genug, um es auf einen schweren Kampf in diesem Satz ankommen zu lassen. Prenn schonte sich und überließ Perry den dritten Satz mit 6:3. Nach der Pause wollte d^'iu Deutschen zunächst gar nichts mehr glücken, und mit 6:0 bt.'lnelt Perry, die Oberhand lni Laufe weniger Minuten. Prenn schien völlig fertig, ganz erlahmt und erschöpft, P».'rry war lustig und frischer als je und schien erst jetzt eigentlich zu beginnen. Verzweiflung auf den Tribünen, die grausame Berzweif lung verursachte eine beispiellose Nervosität, nach dem verlorenen Satz herrschte ein Schweigen, das die furchtbare Niedergeschla genheit zeigte. Im entscheidenden fünften Satz setzte Prenn seine letzten Reserven «»in. Er nahm dom Engländer den Aufschlag ab, verlor aber durch zwei Doppelfehler das eigene Service und auch noch die nächsten drei Spiele. Es ftand 4:1 für Perry, die Schlacht schien nun endgültig verloren. Aber noch gab der unglaublich zähe Prenn den Kampf nicht auf. Mit den toVühnen Netzattacken erzwang er den Gleichstand von 5:5, worauf er um eine kurze Pause bat, um neue Schuhe anzuziehen. Prenn holte daS Letzte aus sich heraus. Perry dagegen wurde immer deprimierter. Er war bei 4:1 schon dem Siege so nahe gewesen, und sah nun doch noch der Niederlage entgegen. 6:5 für Prenn und nun der Matchball, ein kurzer Voley, der dicht hinterm Netz niederfiel nnd den Perry nicht mehr erlaufen konnte. Die Schlacht war aus. r. Das neue Heft der „Radiowelt" bringt eine Reihe interessanter Arbeiten, die Schall platten- und Tonfilmecke, eine ausgezeichnete Programm-Ausstellung nnd einen spann"n-den Roman. Kostenlose Prolvnunim.'r erhal ten Sie über Wunsch durch die ?!dministra-tlon der „Nadiowelt" Wien 1. Bez.. Pesta-j lozzigasle ö. : Vdelweltz 19VV. Die sonntägige Partie entfällt; an deren Stelle findet Montag, den 18. d. um halb 21 Uhr eine Mondfcheinpar tie nach Kamnica Gasthaus Bogrinec) statt. Alle herzlich willkommen! — Die Auslands fahrt nach Gleichenberg findet Mittwoch und Donnerstag, den 20. bezw. 21. d. statt. Die Teilnehmer mögen rechtzeitig um Triptyk an suchen und auch die Pässe in Ordnung hal ten. Die Abfahrt erfolgt um 3.30 Uhr vom Hotel Halbwidl. — Das Moritz Dadieu-Ge denkrennen findet Sonntag, den 24. d. bei jeder Witterung statt. Der Borstand. : Tisch-TenniS.Gtiidtekampf Ljubljana— Maribor. Der SSK. Maribor bringt Sonn tag, den 17. d. um 18 Uhr in der Veranda der Union-Brauerei einen Städtekampf der besten Ping-Pongspieler von Maribor und Ljubljana zum ?lustrag. Insgesamt gelangen zehn Einzel- und zwei Doppelspiele zum Austrag. : Beim sonntägigen Wettschwimmen des SSK. Marathon gehen außer den heimi schen auch mehrere auswärtige Schwimmer an den Start. Das Schwimmen soll das letzte Training vor den Meisterschaften von Slowenien sein. : Der Mitropa-Cup wird abgeschasst? Die letzten Vorfälle in Turin haben auch in Ungarn das größte Aufsehen erregt. Dr. Fo dor, der ungarische Vertreter im Mitropa Cup-Komitee, erklärte, daß die Ereignisse die Stimmung für die Abschaffung deZ Mitropa Cups nur noch bestärkt hätten. Seinerzeit sei der Bewerb ins Leben gerufen worden, um den internatonalen Spielverkehr zu ver dichten. Das Ergebnis ist aber gerade um gekehrt ausgefallen. Die Cupspiele haben die internationalen Freundschaftsspiele ganz an die Wand gedrückt. Fodor meint, man müsse aus den Ereignissen die Lehren ziehen und den Mitropacup wieder abschaffen. : Renv Lacoste spielte wieder und zwar gegen die Australier .Hopman und Crawford. Der „Alligator" unterlag in beiden Spielen. : Kukuljevi6 spielte mit Matejka als Partner gegen Menzel-Klein und siegte 6:3, 6:3, 4:6, 6:4 in der Meisterschaft von Tirol, in der er nun den ersten Platz im Doppel besetzte. Auch int gemischten Doppel behielt Kukuljevie mit der Wienerin Wolf gegen das Ehepaar Menzel mit 6:2, 7:5 die Oberhand. ! Das Europa-Finale im DaviS.Cup, das nunmehr Deutschland und Italien bestreiten, findet Freitag, Samstag und Sonntag in Mailand statt. Deutschland entsendet Cramm, Prenn, Frenz und Jaenecke, für Italien treten Stefan, Palmieri, del Bono und Serto-rio an. Der Kkub der wilden Sikl Eine der neuesten amerikanischen Vereinsgründungen ist der .^lnb „Der wilden Esel", der kürzlich in White Bear (Minnesota) aus der Taufe gehobeu wurde. Der Zweck dieses merkwürdigen Vereines ist der, „für anftän. dige Behandlung der amerikanischen Farmer zu brüllen". Seinen Namen verdankt der Verein einer Entgleisung eineS Bundessenators aus New Hamshire, der vor kurzem die unabhängigen Republikaner als „wilde Esel" bezeichnete, weil sie, die hauptsächlich die Faruicr vertreten, für die Forderungen ihrer Wähler sehr euergisch eintreten, und 1 daher der Zentralleitung der republikanischen Partei nicht iuuner gefügig gezeigt haben. Zum Dank für diesen Kosenamen hat der Klub „Der Söhne der wilden Esel" beschlos. sen, den Senator zum obersten Eseltreiber zu ernennen. Das Abzeichen des Bereines ist charakteristisch für seine lobenswerte Tätigkeit und Ziele. ES zeigt einen Esel, der mit beiden Hinterbeinen kräftig nach einem unbestimmten Etwas ausschlägt, das die Kehr-feite des von allen Mitgliedern „hochgeschätzten" Senators darstellen soll. Der Verein gewinnt rapid unter den Farmern an Boden und zeigt bereits heute eine Ausdehnung, die darauf fchließen läßt, daß der Senator feinen unüberlegten Ausdruck noch einmal sehr bedauern wird. Konferenz im Bett Zwischen dem einstigen englischen Ministerpräsidenten Pitt und seinem Finanz-minister wurde einmal ein Ministerrat im Bett abgehalten. Eines Tages kam der Premierminister in das Haus des Lord-Groß-schatzmeisters von England, deS Herzogs von N e w c a st l e, um mit ihm eine wichtige Konferenz über Pitts Antrag, noch im Spätherbst eine Flotte gegen Frankreich in See AU schicken und die Anweisung der not. wendigen Mittel zu erhalten. Er fand seinen Kollegen in einem ungeheizten Zimmer im Bett liegend, da er von einem heftigen Po-dagraanfall heimgesucht war. Pitt fror und meinte,, es sei eine unerträgliche Kälte im Zimmer. Der Lord, der ein entschiedener Gegner des Pitt'schen Planes war, lächelte kaltblütig, indem er bemerkte, dann würde die Kälte, die das Auslaufen der Flotte verhindere, wohl auch eine Konferenz über diesen Gegenstand unmöglich machen. „O, so leicht gibt William Pitt seine Pläne nicht auf, Mylord," versetzte lachend der große Redner. „Mit Ihrer Erlaubnis!" Damit zog er sich die Stiefel aus und legte sich in das daneben stehende Bett der Gemahlin des Herzogs, zog die Decke bis an den .HalS herauf, und nun begann die wunderliche Konferenz, die gewiß einzig in ihrer Art dasteht. Sie endete nach einer heftigen Debatte mit dem Siege Pitts. Der Herzog von New-castle stimmte seinem Kollegen endlich zu, die Flotte stach trotz der Kälte in See. Arvtittlose als Seldfucher Die grof;e Welle der Arbeitslosigkeit, die sich «über die Welt ergossen hat, hat nun auch Australien in ihrer ganzen Schtv^s Stadt-Parts bis i^ber die drei Teiche hinaus ausdehnen will, kann da recht unliebsame Erlebnisse haben. Als ich gestern in der Frühe einen Spaziergang um die drci Teiche ma:!^ te, kreuzte unvermittelt, aus dem Gebüsc!^ am Wege kommend, ein in alsierissener Kleidung steckender Mann meinen Weg und verschwand im Wallde. Ein Stück weiter beim „Götz".Teiche lagerten in unmittelbarer Nähe der Straße, hinter einem Gebüsche, eimge defekt ansehende Burschen mit weiblicher Gesellschaft am der Waldwiese unid taten sich ^im Austausch ihrer Zärtlichfeittn nicht dm mindesten Zwang an, ob'lw'hl auch noch andere Sipaziercsän^er Stelle pas-sici^ten. Auf dem Heimwege traf ich diese Gesellschaft kei der EiKhütte und die beiden Weibspersonen machten derbe Spässe uitd, als diese nicht verfingen, unter dem Geläch« ter der Burschen siemeine Bemerkungen. Obwohl der Be:v«iS hiefür, daß es sich hier um kriminelle Typen handelt, aussteht und man deshalb von den Sicherheitsorganen nicht ohne weiteres deren Abführung verlangen kann, so wii«de es wesentlich zum Gefühke der Sil^rheit der SMiergänger beitragen, wenn sich je einmal vonnittags und einmal nachmittags ein Gendarm kort draus^en zeigen und diese Wege dort abpa-tvouillieren würde. m. Gründung eines Vereine» sür Erforschung und Bekämpfung der ArebSkrankhei. ten. Gestern wurde im Sitzungssaale des Stadtmagistrats unter überaus reger Beteiligung behördlicher Vertreter und der interessierten .Creise unter Vorsitz des BezirkS-hauptmannes .Herrn Milan M a k a r ein Verein für die Erforschung und Bekämpfung der Krebskvankheiten, Zweigstelle Maribor, gegründet. Nach einem ausführlichen Referat des Primarius .Herrn Dr. Lernie wurde der Ausschuß gebildet. Ein ausführlicher Bericht folgt in der morgiz^en Nummer. m. Professor Alois Rezman f. Einen: schweren Herzleiden ist heute nachts in Pslj-Lane der Neligionöprofessor am hicsi.ien humanistischen Gymnasium .Herr Ali^nS Rezman erlegen. Professor Rezman weilte, wie berichtet, auf Ferien bei seinen Eltern in Poljöane. Dienstag erlitt er eine Gehirnblut^ung. Trotz au>fopferungsvoller Pslsge der Aerzte verschied Prof. Rezman, 5.hne das Bewußtsein wie'der erlangt zu haben. Prof. Reznian. der Nachfolger Dr. Medvcds, erfreute sich überall der .irößten Wertschätzung und Beliebtheit. Friede seiner Asche! m. Todesfülle. .Heute starb in KrLevina die Besitzerin Frau Karoline I akiL im Alter von 50 Iahren. In Ljuto» mer verschied im Alter von 77 Iahren die Private Frau Elisabeth Ze m lj iL .^eb. K o r o i e— Den schii^r lietroffenen Familien unser innigstes Beileid! m. Die Eisenbahnptnsionisten erhielten noch keine Pensionen für Juli. Aus den Reihen der Eisenbahnpenstonisten erfahren wir, daß sie noch immer keine Pensionen erhielten. Sie befinde,: sich deshalb in einer seür peinlichen Situation, da sie die aln ersten jeden Monats fälligen Zahlungen, wie Miete. Flei'sch, Milch nfw. nicht leisten können. Besonders die Haus^herren sind schon sehr ungeduldig, weil sie so lang^? übcr den Termin auf die Be^^hlung der Miete Unarten müssen, und wollen den Eisenbahn-pettsionisten gar nicht glauben, daß diese bis her noch imnier keine Pen?sion für den Monat Juli erhielten. m. Besichtigung des Fala-Werkes. Da e§ sich hcrau'^gestellt daß die vielen Ve« sucher des .^rafdiierkes in Fala die normale Werksarbeit stören, wird die Verfügung ce-trokfen, das; fortan die Anlagen gegen vor-!herifle Einholung der Bewilligung seitens der Direktion in n»-» einmal wö- chentlich, u. zw. Donnerstag Mischen 14 u. 17 Uhr besichtigt werden können. m. Glasdena Matiea. Der Gesangschor wird für Freitag, den 15. d. um 20 Uhr im GesanMaal einer sehr wichtigen Zusammenkunft eingeladen. Die vollzähli>g« Teilnahme ist sehr erwünscht. m. Beim Schäserftiindchen bestohlsn. Die arbeitsscheue Agnes S. verbrachte gestc'.ii den Nachmittag mit einem guten Bekannten. Als sich die beiden nach dem Schäferstündchen trennten, bemerkte er seiner nicht gerwgen Ue^rraschung, daß i'hm die letzten Dinar abhanden gekommen waren. Die S. wurde in .Haft genommen. m. Taschendiebstahl. Unglaubliches „Pech" hatte ')eute vormittags ein gewisser Max F., der sich anschickte, einem Marktbesucher die Geldtasche zu ziehen. F. wurde !n flagranti ertappt. In der Geldtaische k^fandm s^ kaum 35 Para. m. Fvtterlieferungen für dle varnifo«. Im Sinme der Verlautbarung des Mariboi-rer MilitÄrkreis^ findet der Austauf von Futtermitteln für die hiesige Gvrnifon in den nächsten Tagen statt. Stroh wird am 20. d. nnd Hafer und Gerste am 1. Auglist aufigekauft. Die Vergebung von.Heulieferungen hat bereits am 10. d. stattgefimden. Wei tere Informationen erteilt das MlitSrkreiZ. fommando (Tvstenljatova ul. S). m. LebenSMde. Zu dieser gestrig?n Notiz wird uns mitgeteilt, daß es sich nicht um einen Selbstmordversuch, sondern um einen unbc'deutenden Unfall H«ndelte. ^ Das Vollfahren nach ZKai?io.Zell. Wer sich am heurigen Wallfahren nach Maria-Zell beteiligen will, soll sich beim Franziska-mrpförtner bis Montag einschreiben lassen. 9228 ^ «n «he»«atiSmu» Leidende sühlen sich viel besser nach Gebrauch des S i s a k e r Mineral w.a sferS im Sisaker Iodbad. 7090 ^ Besuchet Parkcafs in Maribor. Kur. park, fchönster Erholungsort. Heute abends BerschSner»mgSverein Kouznt. Komplettes Parkfrühstttck S Dinar. 9?l8 Aus aller Welt Schopenhauer als Weink^uner. Der große Philosoph Schopenhauer, der ein starker Esser lvar und gewöhnlich zwei Portionen aß, war auch ein guter Weinkenner. Eines Tages war er beim Frankfurter Rothschild zu Gast. Vor seinem Gedeck stand eine Batterie von Gläsern in allen Größen und Formen. Mit großem Bebaaen hatte der Philosoph zwei Teller Schildkrötensuppe gegessen und lehnte sich in seinen Stuhl zurück, als der Diener mit der Weinflasche kam, um einzugießen. Der Be diente flüsterte ihm zu: „Darf ich um das große Glas bieten? Das fleine ist für die seinen Dessertirvinie." Echopenhauer ant wortete ebenso leise: „Gießen sie nur ruhig den Tischwein in das kleine Glas, das gro ße brauche ich, ivenn die seinen ^ssertwei ne gereicht werden". Hollywood in der Arktis. Mit extravaganten Vorbereitungen, selbst für die unwesentlichen Einzelheiten, marschiert Hollywood noch immer an der Spitze aller Filmindustrien. Es hat sogar die deut-sclie Filmindustrie übertrumpft, in dem es Eul?n nach Athen, respekti^ Eis in die Arktis schaffte. Es sei daran erinnert, daß einige deutsche Filmregisseure, als sie einen Polarfilm an Ort und Stelle drehen wollten, sich mehrere Eisbären aus dem .Hamburger Zoo mitnahmen. Eine Hollywooder Gesellschaft, die eben im Begriff ist, nach Alaska aufzubrechen, nimmt gebleichte Kornschnipsel und Federn mit, um Schnee vorzutäuschen. Sie haben eine Windmaschine l'ei sich, um diesen sogenannten Schnee anzublasen. Die Filmgewaltigen in Hollywood scheinen der Ansicht zu sein, das^ nur das etwas taugt u. gut ist, was aus .Hollywood stammt. In keinem anderen Teil der Welt ist da5 Wetter so s6)ön, wie üÖM;sten eine 'Merkliche Stütze. Hinzu famen Meldungen, die eine weniger günstige Sommerweizen-Ernte ankündigen. Es zeigte sich angesichts de? günstiger lau tenden Kabelmeldungen einiges K'aufin-teresse, unlsemchr als sich die Befürchtungen hinsichtlich des russischen Abgabedruckes vermindert haben. Wochenende schwächten sich die Preise wieder ab, da Meldun« gen ük^r günstiges Erntewetter und wohltuende Niederschläge im Tommerweizenan-baugcbiet Liquidationen der Berufss^>ekula-tion auslösten. Aus Nebraska trafen Meldungen über Schwarzrostschädm ein und da das zum Wochenende vorliegende Nngebi'1 keinen größeren Umfang annahm, bewirkten Käufe für östliche Heuser teilweise wieder eine Erholung. Festere Kabelmeldungen sowie Nachrichten über ziemlich gute Ausfuhrgeschäfte an beiden Wst-n regten an. Die jdomm'isstonsihiäu'ser traten a!S Käu^r auf, sodaß der Wochenschluß als gut erholt anzusprechen war. Äagrebek HSutemarN Auf dem Markte macht sich schon seit geraumer Zeit eine bedeutend fre Tendenz bemerkbar. Die Lage hat sich seit Frühjahr, als das Bieh wegen Futtermangels in grossen Mengest geschlachtet und zu Spottpreisen auf dem Markt gebracht wurde, inso-! ftrne geändert, dag mit Nachlassen der Fut-! ternot auch da? T'cassenangebot an Bieh auf-' hörte und die Preise fester wurden. Das Angebot hat so stark nachgelassen, daß gewisse Häute — Schafe, Ziegen und Äälber ^ schon stark gesucht nxirde,^. Nur in Rinds häuten dauert der Tics-tand der Preise noch immer an, so daß sich bei einem Preis« von 4 Dinar je kg gesalzene Ware^ Angebot unv Nachfrage die Wage halten, da Käufer und Verkäufer sehr zurückhaltend sind. Die heimischen Lederfabriken ya-ben einen etwas günstigeren Geschäftsgaug zu verzeichnen, denn seitdem die Schuhe billiger geworden sind, ist auch der Absatz grö-ßer. Die Fabriken sind mehr beschäftigt, sa daß auch der Häutebedarf größer geworden ist, und auch in diesem Artikel mit einer Besserung der Marktlage zu rechnen ist. Gesalzene Kalbsfelle werden ab Zagreb mit 6 Dinar je kg gerechnet und finden vorläufig auch Käufer, hauptsächlich aus dem Auslande. Lammfelle sind im Prei-se etwas gestiegen. Sie kosten in Zagreb 3 Dmar, in der Provinz, in Bosnien und in der Lika, ö bis 6 Dinar ze Fell. Dieser Artikel, der bisher hauptsächlich inländisclie Abnehmer hatte, wird auch sckion ausgefiihrt, und eben in Ernxlrtung einer griistcren Ausfuhr sind auch die Preise etwas fester. Ziegenfelle werden 9 bis 10 Dinar je Stück gehandelt; es gibt davon ober nur lvenig Ware auf deni Markte und daher die feste Marktlage. X Insolvenzen. Der Verein der Indu»' striellen und Großkaufleute in Ljubliana veröffentlicht für die Zeit vom 1. bis 10. Juli nachstehende Statistik der Jnsolvcn^^en (in den Klammern die Daten für die gl^'iche Periode des Vorjahres). 1. E r ö s f n e t e Konkurse: im Draubanat 2 (2), Save« banat 2 (3), Brbasbanat — (—), Msten-landbanat 3 (1), Drinabanat 1 (Z), Zttaba-nat 3 (—), Donaubanat 3 (1), MoravabanZt 3 s—), Vardarbanat 2 (1), Bec'grad, n'nn, Pani^evo 2 (I). — 2. E r ö s s n " t e Z w a n g s a u s g l e i ch e außer-halb des Konkurses: im Draubanat 6 (1), Sauebcinat 13 (—), Prbaöb>i-nat 4 Küstenlandbanat 7 (—), Drinabanat 10 (1), Zetabcinat — (—), i-nat 3 (8), Moravabanat — (—), vle vsme uv6 äer KuU Roman von Senrik Keller (Rachdruck verboten.) Copyright by Carl Duncker Verlag Berlin W IL. Fortsetzung. „Wenn Iihnen die Gebräuche des Landes I mit einem langen Aauen Papierstreisen, of- nicht mißfallen", begann er nach einer klei nen Weile, „warum wollen Sie sie nicht aus eigener Ansck)auung kennen lernen? Sie schleppen England an den 'Schuhsohlen mit sich und sind ängstlich bemüht, den Zauberkreis des nxiißen Viertels nicht zu verlassen." „Was soll ich tun? Es gibt hier nicht viel M sehen. Meine Porzellanlläufe haben sich dank ^chrer Aufklärung als schlecht «vwies^^ ^ ich will jetzt in keine Läden mehr gehen" --sie schob die letzte TMssel sort und lehnte sich zurück. „Wenn ich noch etwas esse, wevde ich mi>gl'chenneise einen Arzt kons>ll-tieren müssen. Würben Sie mir dazu ratcn?" „Sehr. Die haupt^sächlich verwendeten Me dikaniente sind Drachenzähne uild Liebes-tr'önke — sie haben sich seit tausend Iahren als wirkungsvoll erwiesen." „Bebommt man das auch in den Apstl)«-fen?" „Geir»iß. Aber gehen Sie lntte in keine Apolheke. Sie ist in Chma ein Versammlungsort unzufriedener Fra-uen." Gwewdoline lachte und trmrk noch wenig von denl Reiswein. „Wo findet man Ihrer Meinung nach die Zufriedenen?" „Im Kinderzimmer und manchmal auch w ch'inestschen.^stanrants." Das Diner war zu Ende. Der Boy brachte nur noch Früchte, in Stroh verpackt, spann lange braune Zigaretten und eine eineiige weiße MagnolienbNte. „Wie hübsch", sagte sie ersve-ut und beseitigte die Blume an ihrem Kleid, „ich liebe Magnolien sehr — ab« diese scheint parfümiert zu sein." „Wahrscheinlich „Das ist schade, parfümierte Biulnen ^vel-«en schnell." „Was tut's? Sie haben ihren Zioeck erfüllt und einer Stu.n!de den Dust gegeben." Er zögerte lächellch. „Wenn ich Sie vorhin richtig verstand, entspricht das ja auch Ihren Wünschen." Äwendolim sah unsicher an ijhm vorbei^ —- „Ich glaiuibe, es ist schon spät — Onkel in Sorge sein —" Der schwarz«seidene Gar:on brachte ihrc'ii ^?MncnschiiM, ElliS Hiut und ern Ta^t senbar die Rechnung, und Gwendoline, d:e beobachtete, daß i-hr Begleiter mit einem englischen Golidstück bezahle, dachte, daß K'^ang-Hl auch in Punkte Preise sich nicht stark von Delmonico untersckiied. Als sie an dem knimden Boy vorbei !?or die Haustür traten, wurde draußen eben eine Sänfte niedergestiellt — sie erblickten das massenhaft benialte Gesicht einer l!ihi-nesin, deren strahlender Kopfiplitz ein Vermögen repräsentierte. Die rundliche kleine Gestalt, verschwindend in starrer S^ide, wurde von einem stämmigen Kuli herausgehoben und wie eine Puppe auf die winzi» gen Füße gestellt. Wie eine solche trippelte sie, gefolgt von ihrem Läufer, der eine Art dreisaitiger Gitarre trug, in das HaliS. „?cha!" sagte Frau Lamaire. „Die Blu-ulengaben des Restaurants sind auf diese Art Frauen zugeschnitt'en." Ellis schumnzelte. „Ich be^lveifle, daß die kleine Dame bloß Ntagnolien von diesem Tin<'r heinvbvingt. Das ist Madame Li-sang, und uieines Herrn Herrin?" „Ist Wcn-Kwan wirklich fo reich?" fragte Givendoline neugierig. „Ziemlich — es ist die einzige Ent'schul-dlgiMg, die er auf dieser Welt hat." An der Ecke einer breiteren Straße tauchte, wie aus der Erde gewachsen, Jao auf — „Rickschah Missis", sagte er mit ausÄrtlcks-loser Stlm-ine, aber seine flinken schwarzen Augen gingen an seiner Herrin vorbei und hafteten aus dein Gesicht ihres Begleiters. Ellis sprach ein paar schnelle Worte, die Gwendoline nicht verstand, und als er ihr wieder das Gcisicht Wwandte, fand sie darin nur das hösliche Lächeln, das die gute Sitte für solche Ge'leqenheiten vorschreibt. Sie reichte ihm erleichtert die Hand. ' „Vielen Dank für das interessante Diner und flute Nacht." Ein paar Sekunden lang hielt er ihre 'Hand fest. „Es ist an mir, z,u danken. Gute Nacht, Fran Lamaire." Seine ho^he Gestalt tterschir>aiid l?inter ihrem Wagen in der Dunkelheit, und Ginendo line rollte in schnellemf Tempo ihrem Hause W ^ eine Beuile von OewifsenSibi^sen und Anglst vor den Bonvürscn ihres Onkels. „Endlich, Glven!" Bereit«? am (^-artentor hielt Traym?ru'!digten. uud Gn^ndoline, die elschrok--ken s so", erwiderte ihr On^el beschoich-tigt. „Da hcit der Pater vollkoniinen recht gehabt. .Hoffentlich nldhm sich Ellis keine Nii-gehörigleiten heraus." „Absolut nicht ^ er sprach von Nudeln und Drachenzähnen", versetzte Give.1 .i^ahr-l)eitÄieli«nd, worauf der Konsul ob der Flügelbreite solcher Konversation in grosses und berechtigtes Erstaunen geriet. Givendoline ivar müde und suchte bald i-hr Zimmer auf — ober als sie schon iin Bette la;^, machte sich die Wirliing des heim tÄckischen Reisweins dock) bemeirkbar. Ihr Körper schien so leicht und der Hininiel im dunklen Viereck des offenen Fensters so n>un derbar nahe. Sie träumte, daß sie nnt den inilden En-^n slhge, Mit fort von diesem .^iaus, ins Sumpfgebiet des Großen Stromes. Kapitels. In den nächsten Tagen beoann Givendo-line dieser Dinereinladitng, die sie, einer nw mentanen Lnune folgend, annahin, in einem anderen wichse zu ^trachten. Zorn und M'ne erflillten ihr Herz, wenn sie daran dachte, dnß sie durch ihr Schweigen gegen Trayniore diefe? Us^kerlc'ytHeit noch dazu den NiinbuS eine? Geheimnisses gegeben hatte, das sie mit einem Abenteurer verband, dem keiner der Männer ihrer Gefell-sl-s>aft öffentlich die .^and gereicht hätte nnd der auf solche Kleinigkeiten, wie Achtung und persiwiiche Ghreni^ftigkeit, auch abso- l-ut kein l^!ewlcht zu legen schien. ^Ztices ta-nien zu Besuch — sie waren die erst<'il. d!e von einem N'.'uen Eriverbözweig bench!e'^u, den .^err Ellis setzt betrieb u. der sich, wenn man den Er^^thlungen der Has?nall<'i.'er l^laulen s^^llte. ganz auszezeichn.^t renlierle. Der Engländer mar auch frliber i'n den Fantantis^en der Engländer gl''es'l'n worden, e-r spielte unbef?"itt?in<'rt f5uch?ii> 'n-inittei' der Gelben — gewann und iie..!ir wie sie — aber das warei? bi-.-l'er !"!r l^'Pis^'tden geblieben — unerquickliche den, aber sie fü>gten sich l>arnwnisch in s' ne TageseiiiteiluN'ss, die sirb von der einei' lis nicht stark nnkersck^ied. In letzter ^eit hatte sich das g-eäti^^nt. Herr Rice l'?rl'rächte iast dcn gan?^e'i in seintm ?^urcau in, .Hafen — er sannt? seine chineii'csien Arbeiter und -l're Sprackv geläufig, er war der dem eine Sache ^^u !^'?l'en kan?, die i'.i'-nlii'r das gan;e l^^uropäer'.'iertel in Wut und '^'liif-reaun'g versetzte. (kllis schien beim Tpiel l'etriic.en -- e? war noch nicht erwischt word-^n, a5er >il>eS deutete darauf hin. Ä'übrend er ^rilher iin-nierhiu deu größten Teil des Ta-^es 'ü? Wen-Kwan arbeitete, der seinen böchlj braucl? baren Beaiuten zwar gut bezahlte, aber auch tüchtig ausnül'le, mu^te dieser find!lie .siauf-mann jetzt auf die Mithilfe Ellis ''ast gänz-lich verzichten — der Engländer hatle eiue leichtere El^nxrüsq'uelle entdeckt. Seit eiin-ier Zeit — die Teernte l)atte etwas s?!;aren die in-panischen Spielhalter. die allerorten ihre leichten Tische ausschlu^gen. sehr lla^ilrcichc' worden, in allen Gassen hörte nmn ihre la-salen Rufe, mit denen sie die Leztte ziiin Spielen aufforderten, und das .Hafenviertel bildete ihr -Hauptquartier. Anfangs macs^ten sie gute Geschäfte — die armen Teusel non Verlader hatten nichts Ciligei-e.? zii tun, als ihre inühevoll erschiiiteten Kupferstiicke' zu vei'ipielen. aber dann tancli.'e eines Ta.'^es ein weißer Gent^leman auf, setzte Silbe^ und gewann. Geivann in einem sort _ohne einen einzilien Fehlschlag. In den ersten Tagen Pflegten die Japaner nach kurz^"' Zelt ihre Tische zusammenznksappen nnd höflich bedauernd erklären, daß sie seiV^r fein Geld me'hr kesäßen, um gegen d^,i >'r"wb^-neu .Herrn zu spielen. Ellis nickle d.niii g»in send, steckte sein Geld ein und beq-ib 'ich, gefnsqf voi7 ssnein schwärm !"'n ^^''fs'>n. zunl nächsten Tisch, und dort miederholte sich die S^e von neue-m. Frenag, den lS. Juli l9.'?S. ,.?>?arik»tirer.^esfunls^ Kummer ikM. banat — (—), Beograd, Zemun, Panöevo 3 (2). — 3. Abgeschaffte Konkurse : im Draubanat 2 (1), Savcbanat 3 (—), Vrbasbanat 2 (—), K üstenland banat — <2), Drinabanat 2 (—), Zetabanat — (—), Do-naubanat 8 (1), Moravabanat 2 (—), Var-darbanat — (—). Beograd, Zemun, Pan-Lcvo 2 (4). — 4. Abgeschafte Zwangsausgleiche auß^-' halb des K o n k u r s e s: im Drau-hanat 7 l—), Savebanat 10 (2). Vrbasbanat 1 f—). Äüstenlandbanat 2 (—), Drin:,, banat 3 (1), Zetabanat — (1), Donaubanat 10 (3), Moravabanat — (—), Bardarbanat l (^). Beograd, Zemun, PanLevo — (—). X Goldbestände der einzelnen Staaten. Die Weltwirtschaftskrise rief im vergangenen Herbst den Beginn einer Goldwanderung hervor, wie sle die Welt bisher noch nicht kennt. Während des Krieges und in den ersten Friedensjahren strömte das Gold aus allen Weltteilen nach Amerika, vor allem nach den Bereinigten Staaten, die einen ungeahnten Wohlstand zu verzeichnen hatten. Aber dann begann sich das Blatt zu wenden. Das Gold begann seine Rückwanderung, vornehmlich nach Europa; und hier vor al. lem nach Frankreich, Holland ,der Schweiz und auch Belgien. Nach einer amerikanischen Statistik sind die Goldbestände der USA. seit dem vergangenen Herbst um ganze 922 Millionen Dollar nach Frankreich gebracht worden. Allerdings strömten Goldnlengen aus anderen Staaten nach der Union, wenn auch nicht in grös^erm Umfange, wie auS Kanada, Japan, China und einigen amerikanischen Staaten, so daß der Abslutz nach Europa da durch teilweise kompensiert wird. Insgesamt wurden in drei Bierteljahren 1444 Millionen Dollar Gold aus den Vereinigten Staaten verfrachtet. — Nach derselben Statistik betrugen Ende Juni die Goldbestände der einzelnen Staaten (in Millionen Dollar), wobei Jugoslawien in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt erscheint: U. S. A. 3200 (in: Dezember v. I. 4^58), Frankreich 3-'18 (W1), England 063 (588), Schweiz 503 (453). Spanien 435 (434), Holland 3s>4 (.-,57), Belgien 353 (355), Italien 298 (20Ü), Deutschland 198 (234), Polen 57 (tt?), Schwe den 55 (55), Tschechoslowakei 49 (40), Dänemark 36 (39), Norwegen 32 (32), Oesterreich 21 (27) und Ungarn 17 (181. X Stand der Rationalban? von: 8. Juli (in Millionen Dinar, in Klammern deer Unterschied gegenüber !der Vor:voche): A k-ti va : Metalldeckung 1979.3 (^3.2), von in Gold 1762.8 <->-0.2), ZSechselporte-feullle, Darlehen auf Wertpapiere 1957.1 <-j-21), Lombarddarlehen 355 (—1), Vorschüsse an den Staat 6001 (—). — P a s s i-v a : Banlnotenumlauf 4916.1 (—17.3), Forderungen des Staates 6.3 (—5.1), ver-^chic>dene Verbindlichkeiten in (^iro- 428.7 (—4.3) und anderen Rechnungen 13ii.2 54.8), Bedeckung 36.09 davon in Gold 32.14?S (-004^). X Sursrttckgänqe insolge deA »bledens Vat'aS. Wie zu. erwarten war, blieb daS trcrgische Ableben des Zlincr Groklndustci?l« len Bat'a auf das Wirtschaftsleben der Tsche choslowakei nicht ohne Folgen. Im ersten Augenblick glaubte man, es in gewisser .Hinsicht mit einem zweiten Fall Kieuger zu tun zu )aben, doch stellt es sick) jetzt heraus, datz diese Annaihnle nicht begrÄn!^t war. DaS ?lt>leben des Gründers >und Leiters deS Nie. senunternehmenS mußte notgedrungen gewisse Erschütterungen mit sich bringen, doch geben diese zu Befürchtungen keinen Anlaß, (^ine Reihe von Börsenpapieren, vis mit Bat'a irgendwie in Zusanimenhan? standen, erlitten bereits empfindlich^' Einbnven. Bat'a arbeitete nicht mit Bankgeldern, ion» dern mit eigenem Kapital sowie mit d^n Spareinlagen seiner Z^diewsteten, die nch auf etwa 130 Millionen Dserden. Da man die Möglichkeit hat, die Wand deS Holzhauses mit Isolierstoffen und isolierenden .Hohlräumen durchzubilden, lassen sich erheblich größere Jsolationswerte erzielen. ES bedarf kaum der Erwähnung, daß der hohe Wärmeschutz des soliden Holzhaufes sich in einer wesentlichen Verminderung des Heizmaterialverbrauchs und damit in einer entsprechenden Verringerung der Wohnungskosten auswirkt. Es kommt als besondere Tln-nehnllichkeit hinzu, daß das im Winter warme Haus im Sommer kühl bleibt, denn wo keine Wärme heraus kam, kann sie auch nicht hinein. Erzielbare Nutzfläche. Die Erzielung eines hohen Wärnieschut-zcs mit geringen Wandstärken bringt den Vorteil mit sich, daß die bebaute Fläche kleiner sein kann, als bei Massivbauten. Die Ersparnis ist nicht unbeträchtlich. Ein Haus mit 67.5 Quadratmeter Nutzflüche beuöti^U beispiels^veise als Blockhaus eine Grund» fläche von 74.5, als Dl^assivhaus eine solche von 88 Quadratmeter. Die bebaute Fläche muß also in diesem l^lle beim Steinhaus rd. 18 'Prozent größer werden als b?im Holzhaus. Zuverlässige Preisvergleiche zwischen Holz- und Steil^häusern lassen sich daher nur durch Gegenüberstellung der erzielten Nutzflächen durchführen. Rasche Srftelll»arteit und Trockenbau. Der .Holzbau bietet die Möglichkeit, alle nottvendigen Bauelemente und konftrukti-onSteile unabhängig von der Witterung in der Werkstatt herzustellen und in verhältnismäßig kurzer Zeit an der Baustelle zu montieren. Da die Holzwand von Natur aus trocken ift _ sie wird in den meisten Fällen ohne jede Feuchtigkeit hochgeführt — enthält das Holzhaus keine Feuchtigkeit, es braucht also auch nicht ausgetrocknet zu werden. ^rin liegt ein bedeutender hygienischer Vorteil des Holzhauses gegenüber dem Steinhaus, das zu seiner Austrocknung viele Monate braucht. Lebensdauer. Die Lebensdauer des soliden, gut unterhaltenen Holzhauses ist fast unbegrenzt. Es gibt Holzhäuser, die ihren Bewohnern durch mehrere Jahrhunderte hindurch Behausung gewälir<^n. Die Unterhaltung des Holzhausi-'s stellt sich nicht teurer als die eines Steinhauses. Sie besteht, soweit die .Holzkonstrukt'.on in Betracht kommt, in der regelmäßigen Erneuerung des Außenanstrichs, der bei Verwendung guter Materialien und sorgfältiger Arbeit mehrere Jahre hält. Feuersicherheit. Der einzige, scheinbar berechtigte Vorwurf, der dem Holzhaus gomacht wird, betrifft seine geringere Fenersicherheit. Man vergißt dabei gewöhnlich, daß auch das Steinhaus in Form von Decken, Fußboden, Dachkonstruktion, Treppen, Türen, Wandtäfelungen usw. eine Uninengc von Holz enthält. Man ist aber heute auch in der Lage, das .Holz selbst durch Einl>erleibung gewisser Chemikalien völlig unbrennbar zu machen. Es gibt ferner neuerdings Anftri6)e, die Holz vor (Entzündung durch Stichflammen zuverlässig schützen. Die Kosten. Die Frage der Anlagekosten für das Holzhaus läßt sich kaum generell beantworten. Im allgemeinen »verden die Preise für Holzhäuser tvesentlich unter den für Massivbau» ten erforderlichen Anlagekosten bleiben. Die Preise für Holzhäuser werden von den einschlägigen Unternehmungen vielfach nur für die reine Holzkonstruktion mit Fenstern, Türen usw. einschließlich Montage angegeben. Für die rohe Ermittlung der Kosten des schlüsselfertigen .Hauses muß nran im Durchschnitt mit etwa 00 Prozent zu diesem Preis zuschlagen. Für genailere Kostenanschläge »st es notwendig, die Art der Unterkellerung, der Heizung, der Be- und Entwässerung, der Beleuchtungsanlage usw. festzulegen. Im allgemeinen ist es vorteilhaft, die erwähnten Nebenarbeiten an ortsansässige Hand-lverker zu vergeben; die dadurch erzielbaren Ersparnisse betragen durchschnittlich mindestens 10 Prozent. Die architektonische Durchbildung. In der äußeren Gestaltung wirkt die Schönheit des Baustoffes, die durch den Anstrich in verschiedenster Weise betont werden kann, ohne jedes Beiwerk, Kontrastierende Farbgebung der Wandflächen, Fensterläden, Fensterrahmen, Blumenkästen usw. und der Dachhaut läßt eine weitgehende Anpassung an das Lan'dschaftsbild zu. Das Fundament ist meist massiv aus Stein oder Beton erstellt; die Unterkellerung wird in der beim Steinhaus üblichen Weise ausgeführt. Bei kleinen Lbjekten genügt auch woihl ein 'Pfahlrostsundament. Das doch kann in jeder Fl)rnk, als Steildach, Flachdach, Pultdach, .Zeltdach usw. auSgesührt und mit iedcm üblichen Material eingedeckt n>erden. Noch größere Mannigfaltigkeit bietet daS Holzhaus in innenarchitektonischer Beziehung. Hier spielt die .Holzverkleidung der Wand und die Holzdecke eine besondere Rolle. Die Behandlung der Flächen gibt der Architektur weitesten Spielraum. Die Feuerstätte des.Holzhauses ist der gemauerte Kamin. Das ^ckengebälk über den Feuerstellen wird verputzt, in der Küche wird vielfach eine Rauchkutte mit Geschirrbr»tt angeordnet. Für die Heizung kommen sowohl Kachelöffen wie Zentralheizungsanlagen in Frage. Bedeutung für Jugoslawien. Unser Staat ist einer der holzreichsten in Euroipa. (Äerade hier kommt die Berivertunz des Holzes die größte Bedeutung zu. Wir beklagen uns, daß wir die riesigen .Holz-mengen nicht absetzen können und daß die Milliarden brach liegen. Besonders S l o-weni en weist ein« hohe Entwicklungsstufe in der Holzindustrie auf. Es sei nur auf unsere Möbelerzeugung hingewiesen, die sich des besten Rufes erfreut, wobei die Erzeugnisse billiger sind als ausländische, vielfach noch importierte Waren. Die fabriksmÄßige Erzeugung von Holzhäusern wird sicherlich ein lohnendes Geschäft darstellen, weshalb dieser Zweig der Holzindustrie allen Ernstes ins Auge gefaßt nxrden muß. Deutschland z. B., nmß das meiste Holz einführen, und doch ift es führend in der Erzeugung von Holzhäusern. Müssen wir uns auch auf diesem Gebiet vom Ausland schlagen lassen? Technische Reuemngen In letzter Zeit hat, vielfach unter dem Druck der schweren Wirtschaftod-^^ression, die Technik lieldeutende Fortschritte gemacht. Es handelt sich wenigster um neue Erfindungen von epocheniachcnder Bedeutung, als vielmehr um V^'rtesserunZen bereits bestehender Einrichtungen und um Vervollkounnnung teckMlscher Behelfe, die aus dem einen oder anderen Grunde von besonderer Wichtigkeit sind. Im nachfolgen^den seien eini^ge dieser Nervollfommnnngen aufgezählt, wobei hervorgehoben nxrden soll, daß die Neltx' der Verbesserungen noch lange nicht erschöpft erscheint. Auf dem (Äebiete der W ä r m e k r a f t-Maschinen erlangen die D i s s e l-Motoren immer größere Bedeutung. Man gewinnt d^n Eindruck, daß der !oni-pressovlose Dieselmotor sich je länger desto mehr zu einer Univenalantriebmaschine ent-wic^lt. Größtes Interesse erwecken die Schnellüufer-Dic'ieln?>c>toren, die teiVivcise mit Drehzahlen von 1500 Uml-Minutsn und darüber.arbeiten. In bezug auf (Zl^wicht u. Pla^l'edarf ist solä) ein moderner Dieselschnelläufer dem normalen Vergaser-Benzinn,otor gleias kompliziert und teuer anmutenden 5?on struktion in der Praris vorzüglich tvwährt hat und sogar neuerdings, wenn auch in etlvas ab-g^änderter Form, mit Erfolg als Fluanwtor Vevn'er.dinlg findet. Als Nc^uerungen in der Eloktrotechni? interessieren vor allem einige neue Ausführnn gen von Hochsl^nnungÄchaltern, unter denen der sogenannte ..Wasserscs'^tlter" cr-wähnt sein mag, bei dem das Löl'5>v'n des beim Abschalten entstehenden Lichtbogens mittels eines dnrK elcn diesen L! geben ist. Dadurch wird eS möglich, im In-nämmer a!Us Gummi, die zum Ersatz der bisherigen .?>olzhän?mer lvstimnrt sind. Auf dem (^biete der W e r k z e u g m a^ sch i nen siild die ins Auge springenden Neuerungen nicht ganz so dicht gesät, wie bei den Antriebmwchinen. Auffällig ist die zunchmeude Verivendung von F l ü s f i g-k e i t s g e t r l e b e n, die sdusenloses Regulieren der Drchzal>l innerMb sehr weiter Grenzen erlaul'en. Bei schin^eren Maschinen-tnpen, in denen die Lage ungewöhnlich gvo» ßen BeanspruchAngen ausgesetzt sind, ^^r-ivendet man neuerdings niancbnial sogenannte „ölihaltige" Lagermetalle, deren Wir kunlg auf in öas Lagermetall eingeschmolze. nem, feim't verteiltem Graphit berubt. Ein solches Lager saugt sich dank seiner zahllosen niikroskovisch kleinen Poren förmlich mit Oel voll und kann infolgedessen selbi'r lieim Versagen der ordnungsgemösten Schmierung noch n,ehrere Stunden unter Vollast in Betrieb gehalten lverden, ohne daß cs sich über, hitzt und schmilzt. In der .C r a r t i a r ^ e u g t e chn i k bat, dem all!)r-rad mit einael>tiutem .^''il'.'i'otr'r. in jilng-ster Zeit fröhliche Wied^ranferstehung »MarWorer Zektung* ?kumm« 186. Freltaff, den is. Juli !!)32. ert. Als Antriebskraft ivirid fast ausnahm«^ ein winziger luftgetlchlter EinzyUnder-Zweitaktmotor von 7ü Kir^kzentims^ Hubvolumen lenutzt, der eine Daucrleistung von PS entwickÄt und dem Fahrer das Erreichen einer .Höchistgeschwmdigkeit von 30 bis 35 -Stundenkilometern ermöglicht. Eine eingebcmte KivPPlung erlaubt miiheloi'es Anfahren aus dem Stand, ein PveigänAi^eö Wechselgetriebe das Uebenvinden jeber Stei. yung bis etwa 20 Pro.^nt ohne Mittretcn — uTld das alles kei eirrem Ben^inverbmuch von knapp 3 Litern pro 100 Mometer ^a!'>rtsttecke. Man verstcht also, daß sich diese leichten, billigen, zuverlässigen Maschin. chen beim Publikum rasch wachsender Be» livbtheit erfreuen. Eine praMfche Lichtreklame Seitdem auch in Europa die Werbung ei-nen UmsanI angenommen hat, der an Aus-mog der amerikanischen Reklame schon sehr nahekommt, ist die Elektrizität stärker als vordsm in den Dienst dieser Werbung gestellt worden. Während die Licht rekla-m e aber in den ersten Iahren durch ihre Ausbauten und Effekte, durch das Durcheinander von Figuren und Schriften daS Auge anstrengte und verwirrte, hat sie in jüngster Zeit klare und ruhige Formen ange-nommen. Es hat sich eine eigene Lichtarchitektur gebildet, die durch das Rhythmische, Klare und Feinlinige gekennzeichnet wir^. Zur Anlvendung kommen immer mehr ausschließlich Leuchtröhren, die auch am Tage ein architektonisch reines Bild ergeben. Immer mehr bedient sich heute die Geschäftswelt der Leuchtinschriften, Fassadenumrahmungen usw. durch zahlreiche kleine elektrische Birnen. Der einzige Nachteil hierbei war bisher jener, daß derartige elektrische Installationen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen: müssen doch die Fassungen für die Birnen auf die entsprechend geformten Lat-tengerüste, Dekorationsteile usw. einzeln aufgeschraubt, die vielen Verbindungsdrähte montiert und isoliert werden und dergleichen luehr. Diesen Uebelständen wird durch eine neue Erfindung, die sogenannten „Lichtketten" in ebenso eiilsacher wie geistreicher Weise abgeholfen. Tie Jlluminationsteile bestehen aus verschiedenen einzelnen Verbindungsstücken mit Lampenfassungen und können in beliebiger Weise auf das einfachste miteinan- der gekuppelt werden. Der Abstand zweier Lampenfassungen voneinander beträgt 7.5 cm; zu einem Meter „Lichtkette" werden 15 Normalglieder benötigt, die aus Hitze- und wetterfestem braunen Bakelite hergestellt sind, während sämtliche Kontaktstellen aus vernickelter Bronze bestehen. Durch die Pa. rallelschaltung der Kettenteile wird sämtlichen Stromverhältnissen Rechnung getragen, so daß vor allem das etwaige Defektwerden einzelner Lampen in keiner Weise zum Erlöschen der ganzen Dekoration führt. Durch Einsetzen von Schraubstöpseln kann der Lampenabstand auch vergrößert werden. Das Zusammenstellen der Ketten setzt keinerlei elektrotechnische Kenntnisse voraus, da Schaltfehler überhaupt nicht gemacht werden können. Da es auch Kontaktleisten gibt, auf die sich auswechselbar Buchstaben aufsetzen lassen, die dann mit den Kettenteilen bezogen wer-den, so genügt die einmalige Anschaffung eines gewissen Buchstabenfundus und Monta-gematerials vollständig zur Herstellung beliebiger Inschriften mit nur einem Fünftel der bis heute nötigen Kosten. Daß dieS z. B. für Firmen- oder Kinoinschriften besonders wertvoll ist, liegt auf der Hand. In Zürich wurde z. B. ein Warenhaus mit mehr als 9000 Lampen mit .Hilfe solcher Lichtketten in einigen Stunden fertig illuminiert; geschriebene Plakate lassen sich in wenigen Minuten mit Leichtigkeit nachziehen usw. Auch Schiffe. Automobile und andere Fahrzeuge können mit Hilfe ihrer Batterie derartige Ketten speisen. So stellen diese Normalteile und Winkelstücke, Anschlus^-Stecker und End-Teile, Kontaktleisten und Bl«chbnchstaben gleichsanl einen BeleuchtungsbaUtasten von universaler Berwendungsmijglichkeit dar. Bücherschau b. Volk und Völker im GotteSreich. Den Standpunkt des Katholizismus zum Problem der Völkergemeinschaft entwickelt Alois Dempf, Prtvadozent an der Universität Bonn, in „Volk und Völker im Gottesreich" (Bück)erei des Kacholischen Gedankens, Bllch 14. Augsburg, Haas und Grabherr. Geb. Mk. ILö). Dieses Buch?oll der christlichen Jugend nicht vorenthalten werden. Jeder Pädagoge sollte es gründlich im Unterricht ausnützen. Jeder Christ sollte sich mit diesen zeitgemäße-n. dringlichen Pro.ble-nren au'^einandersetzen. 920lj Xorndkot l»» ISkr Kleibt in äer xlöLten ttitie 8—10 Igxe krisck unä xe-sunlZ. clesvexen virä es »lien louristen, l^eZtaurationen, Velllc»tes8el?ti«ncllun8en empkoklen. l^ascke, prompte ^ustellunZ gn jedermann ins ttaus un6 per Post 43. u. Elovni tr». Im Zo». 5k»»», trlli»«? itric Kleiner ^nieizer sinct 2 DINS.' isi Vi-iei-Masken cia Äusonstssi älö />c!m!niLlk'3iion kiiciiii in cZei- l^gs ist, ciss ei-ieäiczeri. Wein- und Obstgarteabejitz in d. Umcicbung. zwei Häuser, alles i. tadeUojem Zustande, samt,'^rwen wr uird Ernte um D!n. zu verkaufen. Auch geg«n Sper-kassebuch. Anfrage: .Rapid", Go sposka 28. 9^54 Schuhe nach Mak für leidend« ^ße bekommen Ae M mäkigen Preisen bei Zolleniteins Nachfolger Stefan Godec, ?lo-venska 6. Schallplatte« und Grammophone leiht aus zu Din. 1.-— .Lla-qer. Slovens^a 18. 8576 Ein Ainder-SiWagerl wird ^e-qen Leis>gebühr slir kurze Zeit benötigt. Auskunft Petrovo felo, Vadlova Villa. 9188 Lchuhe auf Teilzahlungen. — „Tempo". Slovenska 18. 8K7Ü Danksagung. Ich suhle nnch vernitladt, dem Ps»ichi>t^r.ivl)0' logen Karm a h für die Analyse meiner Hands6)rist, in der er klar meinen Charakter seststeTlle llird Richtlinicn für die Zukunft zeigte, meinen innigsten Tillnk auszusprechen. Ceine BesähiHung ist verblüffend, u>eshalb ihm iveitere Erfolge auf diesen! Gebiete ze-sichert erscheinen. DoloreZ Eto-jan, Mar. y?4Z An AindeSjtatt wird eine Waise mit !äennlnis der slmlleni-schen ltnd deutschen Sprache an-genommen. ?lllsfül)rl. Zmchrif. tm unter .Mbi-n" an die Verwaltung. Altes Kupfer und Messinq, Zink kauft .Iris". Maribor-Pabret-se. 8k; U Prima Virnmost und Apselmoft von w Lit. aufwärts M verkaufen. Elovenska 8, Hau»m^ist?r. 9218 (Äu^eilserne Badewanue mit Kuipferofen. Clcheil-^Poike^im-mer, fchwaMS antikes Herrenzimmer und Diverses preislvert ti^l'.'.i'iielien. Dr. Carl Jp.ioic, Cantarjeva 1/1. 9313 Schöne Zimmermöbel und ^>»»ei schöne Nähmaschinen billig zu verkaufen, auch Kostfräuleln werden in billige Verpfle^^ung genommen. Anfr. Verw. 91t'tt Puchrad, Schneide r-Tingei"a« ne nnd Peni>tluhr zu verkaufen. 28. Werkstätte. v217 Prinla Vbftmoft per Lit. I Din. über die Gasse. Koroöka 1V6. 9224 Rund^chiff.StLhmaschine, komvl. Schlafzimmer für 1 Person. Po' brc^la 9, Part, links. Tel,r fäiölrer Perser lKaiak) zu verkaufen. Anfr. Äemi. i)2.'t-t 4 i^uchttber. aezogen von oria. importierten Deutsckiem Edel-schwein. im Alter von 14 Wochen sii'd i'reiswert abzugeben bei .veili'im Zarniv. Sv. Lenart v Slov. qov. 8822 Schöne Rib jcl vom Stock billiq .^u lzaben. Tischler. Aleksandro-va 19. 923g eibt Im eltxeneil d0^ie iui aller Ver- wandten allen ffreunäen unä Kccksnnten tietbetrübt !>1u<:lirjclit von cjem Ableben ilirer innixstxeliekten. uiivereelZliclien Lctiwester, cier k'rgu Ksrvlin« jsktt vo»tt?er!n In Kröevlna ^velcl,e vonnersta?, den 14. ^ul! 1932 um ^6 l^lii- nacli liur^em. sclivveren I^eiden im 5l). I^et)en8jatire, verselien mit deii 'I'rö8tunLen der kl. I^elfj?j0n. sanit im tlerrn entscklaken ist. Oss I^eic!ienbe?ön?nl8 der teuren Ösliinxescliiedenen kindet Zsmstax, den 16. .lull 1932 um 17 kr von der städtiscken I-eielien-Kalle aus auk den fran^lskanerkriedkoi statt. Die kl. Seelenmesse v^lrd Nontax, den 18. .luli utn 6 Ukr in der iV1a^daIenenpfarrIr eine absolut reine, möglichst sonnige Zmeizimmerwohnunft mit Äiche und Zubehör. Gell. Zu-schr. unter „Ruhi-c, 12" an d. Berw. V2i4 Ein deutschlprechendes Kinder, itubeamäd«^«. kinderliebend, m. Nähkenntnissen. wird gesucht. — Angebote: Dr. PaSpa. Zagreb. Deieliöeva 82/1. 9SA Tüchtiger solider Herrenfriseur wird aufgenomnieil. Nick>ard Tautz, Frileur. 9092 Fräulein» slowenisch, kroatisch, ^rbisch und deutsch in Wort u. Schrlft, mit auten Kenntnisse« in Ttenogvaphie und Ma'chiN' schreiben, wird sofort akzeptiert. Borzustellen im Büro ASkeri'eva ul. 3. Part, links. 9244 Kafteehanskaffieri« mit etiva» Büropraxis qesucht. Offerle unt. „IahreSstelle" an die Veriv. 9247 Perfekt« lttchin sucht Posten. Anträge unter „1854" an die Verw. V2vg Verloren Schlüsselbund mit ca. S—8 Schlüsseln. Abzugeben ^e-gen Beltchnunq Gert, GoSpoZka 13. 922? Leset und verbreite! die Znitttn Mllllt' In tiefster l'rauer zeben ^ir allen freunden und Kel!aclirickt. dalZ unsere innlxstß^elielzte Butter und Qroljmutter. frau WM?mliik. R IlMtt private keute Nack wirrem, sckv^eren l^elden im ^lter von 77 lakren versckieden ist. Das Leeräbnis der I^nvers^elZlicken kindet I^reitass, den 15. .luli um 5 Ukr naekmittat?8 aui dem I^riedlioie in I^jutnmer statt. Die KI. Leelenmessen werden Lamstaz?. den 16. lull um 7 I^kr ii-iik in der ?kArrkircke ^u I^jutomer und in cier l^nn^lxirLke in ^aribc>r gelesen iverden. 9249 I-jutomer, ^arlbor. den 13. .luli 1932. Vle trsuernävn fsmlllsn I'ric und frane lemljiL. Lt>etr«6«ilt«ar aQ .v»»«otvsor«lio^» Väo — vruclt «ier io »-» kür 6«o Lsnuizedsr «06 6«o 0ru«ck v«e»otH»ortl»ot»i Lirot^tor