^ 246. Donnklssaq am 27. Mtolier 1864. Die „kaibllcher Zeitung" erscheint, mit Ansnahme b« Sonn- und Feiertage, tUglich, und lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 si., halb-tiihrlg 0 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 si., halbj. 6 fi. Mr die Zustellung w's Hau« sind halbj. 00 lr. mehr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganz)., unter Kreuzband und gedruckter Adresse lb fl., haloj. 7 si. l>0 lr. llnftltionsgcllllhr fill eine Garmond, Vpaltmzeile oder dln Raum derselben, isi filr lmalige Einschal» tnng tt lr., filr 2mnligt8lr,, ftlr 3malige 10lr. n. s. w. Zn diesen Gebühren ist uoch der Insertions»Stempel per 30 lr. fllr eine jedlsmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1 si. 90 lr. lllr 3 Mal, 1 fi. 40 lr. ftlr 2 Mal und 90 lr. für 1 Mal lmit Inbegriff de« Insertionsftrmpels). ^aibacher Zeitung. ^ Amtlicher Theil. "uiltt sei» li)l„^ .^ ^rauS hervor, daß cS nnr "n P'äsidium gebe. Wir glauben, man streitet sich da um Etwas, Was vollkommen llar ist. Eine prinzipielle Trcnnnng ocs gcsaininlcn Ncichsrathcs in dcr Form der Eiubc-benlflmg entspricht ganz dem Geiste dcr Vcrfassnng. W,r verweisen nur ans den Artilcl dcr „Wicncr Ztg." vom 27. Fcbrnar I8M ; in demselben heißt cS wört. uch: „Der engere Ncichsralh verwandelt sich in den lMammlcu Rcichsralh durch Einbernfnng dcr Mit« gUcdcr für die Bänder dcr ungarischen Krone." Ein. "mifcn lann aber die Abgeordneten dieser oder jener Zander anschließend nnd allein die Krone; es ist o°l)cr in diesen wenigen Worten llar gesagt, daß ls ""Ms der ssonstilnirung des gcsammtcn Rcichsralhcs N," ^^nderen Einberufung bedürfe, daß daher die A" ung ^^ ^^^^^ Rcichsrathes nicht znglcich die um?,'^ dcs gcsammten nnd naturgemäß auch nicht ^" '" sich involvircn lönnc. .Nael m'" l^'ljt cS in dem erwähnten Nrl.lel: ei cn ., ""ilznng der gemeinschaftlichen Angelegen-

'!" ^ " des Grundgesetzes bezeichneten Gc- '^llc erledigt sind. - Diese Worte sprechen llar, „,. ." Gesetzgeber die gemeinsamen Angelegenheiten ' unterbrochen behandelt n»d beendet wissen wollte, uor der Ncichsralh znr Ausübung seiner Fnnltioncn y < "lgcrcr übergehen sollte. — Da mm die Abge« , " '"en sich wohl selbst wechselseitig die Thüre nicht /'Ml werden wollen, so ist es naturgemäß, daß es '".cS durch die Ncgierung vermittelten Schlusses des ^'crcn nnd einer speziellen Äcrnfung des engeren ^'chsrathcs bcdlirfc Oesterreich. Wien, 2l. Oltobcr. In Ncgiernngskrciscn "nr man von dcr Aufnahme überrascht, welche die "ubernfnng dcS Ncichsrathcs in dcr öffentlichen Mci' !'"l'a gefunden. Um cil,cr Mißdcnlnng zn steuern, '"^l- so hören wir, in dcr Thronrede Sr. Majestät ausdrilcklich hcroorgchobcn werden, daß sofort nach u"''dia.,cr Thäligtcit des gcsammtcn dcr engere Ncichs-'"''1 sciue Arbeiten beginnen werde. Man nennt anch schon die Ncgicrnngsvorlaacn fiir denselben, und dar-nutcr in erster Reihe ein Gesetz znr Regelung dcr Verhältnisse dcr Protestanten in Oesterreich, ^n Zn. tunft soll die Thäligscit dcr ucrfassnngsmäßigcn itor« perschaftcn derart geregelt werden, daß zum Schlüsse eines jeden Jahres dcr weitere, unmittelbar nach ihm dcr engere Neichsrath lmt> kurz darauf die ^audcs-vcrlrctuugcu tagen. Dem am 12. November zusam« mcnttclcndcn weiteren iltcichsralhc wcrdcu dem Bcr-nehmen nach in erster Ncihc vorgelegt werden: daS Bndgct M» 18<^5, die Konzessionen znr sicbcubür-gischcu und zur kroatischen Eisenbahn, die Steuer, reform. AnS dcr Mille dcS Abgeordnetenhauses dürfte gleich in dcr ersten oder zweiten Sitzung eine Interpellation wcgcn eines Ministcrvcrantwoitlichleits« gesctzcs eingebracht werden. Man erinnert sich, daß dcr Herr ^taatsminislcr aus eine ähnliche Interpellation erwiederte, ein derartiges GM werde dem Gc-sammlrcichsrathc vorgelegt werden. Weilers wird die Affaire Rogawöti cincu Gegenstand dcr Diskussion bilden. Herr v. Nogawöli wurde bekanntlich vom Zivilgericht in Untersuchung gezogen; als dcr Vela« gcrungszusland in Galizicu prollnmilt und die Mill, tärgcrichle eingesetzt wurden, kam auch dcr Prozeß dcö Herrn v. Nogawsü in die Hände ciucS solchen, nnd von demselben wurde dcr Angcllagtc wegen Un> znlänglichlcit der Beweismittel freigesprochen. Nach dcm Wahlgesetze hat v. Nogawsti in Folge dessen sein Mandat verloren; cS culsteht die Frage, ob das Militärgericht zur Fällung eiucS Urtheils- in dicscu» Falle kompetent war, und das soll Gcgcuslauo dcr Erorlcluiiacn im Hansc dcr Abgeordneten werden. Von verschiedenen Seilen nnd namentlich dnrch die czcchischcn Älällcr wurde die Nachricht ucrblcilcl, die polnischen Abgeordneten ans Galizicu würden, falls dcr Äclagcrnngsznstano dort nicht vor Eross. nnng dcS Ncichsrathcs aufgehoben wird, ihre Plätze im Abgeordnetenhaus«: nicht einnehmen. Wir glauben, dicscu Nachrichten cntgcgentlctcn zn können. Polnische Abgeordnete, welche mit dcm Unlcrhanse nahcstchcu. dcu Personen in Verbindung sind, haben wiederholt nach dcm Tage dcr Erösfnnng dcr Ncichsralhsscssion gefragt, m,o ihre Briefe zc>gcn dasselbe erustc Inter, cssc an dcr lonslilutioncllcu Entwickelung dcü Reiches, welches die übrigen Abgcordnclcn daran nehmen. Iu lcinciu dicscr Bricfc ist auch nur dic leiseste Audeu» lung davon cnlhallcn, daß die Polcn dcm Abgcord-nctcnhausc fcrnc blcibcu wollen, im Gegentheile drücken einige Abgeordnete ihre Freude über die nunmehr sehr nahc gerückte parlamentarische Thätigkeit aus. Das Ganze war ein mißrathcncr Eonp dcr föderalistischen Olgaue; es schciut, als ob dcu czcchischcn Scccssio. nisten daheim allciu ..bnngc" wärc. Das Abgcordnctcuhaus wild gegen die vorige Session tanul ein verändertes Bild gclicn, obgleich 27 ucnc Abgcordnte in dasselbe eintreten, und zwar: Graf Bclcrcdi, Kopctz, Baron iicllcrspcrg, Aclhmann, Lill, Grüner, ^icrad, Sadil, Pantratz, Nolh, No< scnaucr, Hanisch, ilrwaucl (aus Böhmen, die nenn Ezcchcu, wclchc allcr Wahrschcinlichlcit uach wieder nnsblcibcn, sind nicht aufgezählt), Streit (Mühren), Brcslcl, Schneider (Nicdcröstcrrcich), Pillcrsdorf sSchlcsicn), Simouovicz (Bukowina), Tolh, Teutsch, Filtsch, Ätan, Butcann, Obcrt, Transchcnfcls, Po-passn, Moga (Siebenbürgen). Numerisch hat daS Abgeordnetenhaus dadurch tcincrlci Zuwachs erhalten, da es lauter Ersatzwahlen für ausgctrctcuc oder verstorbene Mitglieder waren. Durch den Tod hat das. selbe seit dcr letzten Session dcn Dr. Bctlowsli, dnrch cmdcrc Umstände drci Mitglieder verloren: Brosche, Rosthorn, Riccabona. Anch dcr Führer dcr Nnthcncn, Erzbischof ^ilwmowicz, tritt auö dcm Ab. gcordnctcnhausc, um dcu ihm gcbührcndcn Sitz im ^crrcnhausc cinzilnchmcn. Wie dic 'Ncuciugelrclcncn stch zu dcn Fratlioncn des Hauses verhalten werden, ist noch uubclaunt. Das HauS selbst hat unr wenige Veränderungc» erfahren: neuen Anstrich, ucue Teppiche, neue Ministe» sitze; auch auf daS Buffet hat sich die verbessernde Hand erstreckt. Der Sitzung«, saal dcö Herrenhauses ist gleichfalls in der Restau« ration begriffen, die erst iu zchn biö zwölf Tagen vollendet sein dürfte. An sämmtliche Abgeordnete ist bereits ein Cir« kular dcö Präsidiums ergangen, in welchem sie von dcm ersten Sitznngst»gc, 12. November 11 Uhr, verständigt werden. Der Präsident dcS Abgeordnetenhauses Dr. v. HaSncr halte gestern Audienz bei Sr. Majestät dcm Kaiser uud dem Herrn Erzherzog Rainer und trat hicranf sogleich sein Amt au. Von viclcu Abgeordneten sind bereits Schreiben eingelangt, worin dicsclbcu ihre Absicht ausdrücken, IahrcSwoh-uungcn zn nehmen und mit ihren Familien hierher zu übersiedeln. Wenn nach dem weiteren sofort dcr cugcre Rcichsrath lagt, dürfte die Session freilich ciue lange werden. (O.-D. P.) — 25). Ottobcr. Die eben im Zuge sich befindliche Staudcshcrabsctzung dcr l. l. Armee ist nnr dcr Vorläufer cincr bevorstehenden noch größeren Redu« zirung, da bereits die allerhöchste Entschließung her-abgelängt ist, daß unter Voraussetzung ruhiger Vcr« lMnissc limstighin alle Kompagnien der drei ersten Bataillone sämmtlicher Limcumsmücrie'Rcgimcutcr im Fricdcusstand nur 5)4 Gemciuc, die Kompagnien der vierten Bataillone nur 20 Gemeine, und die Kom-pagnicn allcr Iäger-Bataillone bloß 70 Gemeine im präscnlcu Stande zu führen haben werden. AuS Trieft, 22. Oltobcr, schscilil man der „O.-D. P.": Wie ich vernehme, hat Herr Tonello dennoch die halbe Million aufgebracht, deren er bedarf, um seine für Oesterreichs Handel uud Schiff-fahrt ersprießlichen Untcrnchiuungcn auszudehnen. Die Kreditanstalt hat sich veranlaßt gefunden, ihm 2(X).(XX) Gulden vorzuschießen, die anderen 3O0.(XX) fl. hat ihm ein hiesiger Kapitalist (Kallislcr?) zur Verfügung gestellt. Dicscr letztere ist ciue der intclcssantesten Persönlichkeiten von Trieft. Er ist dcr Sohn tines ^andmauncs ans Prcstraucl, einem Dorfe an der Eisenbahn in dcr Nähe von Adclsverg, und lam als Steinllopfer nach Trieft, diente auch einige Zeit als Postillon. Ohne dcS Lesens und Schreibens luudig zu sciu, fing cr dann an, Gcschäslc im Kleinen zu trcibcn, dehnte seine Unternehmungen immer mehr ans uud ist heute ein Mann, dcn man auf 5 bis 6 Millionen fchätzt, der aber seine ursprüngliche Lebensweise nicht im Geringsten verändert hat. Ohne irgend welche Studien gemacht zu haben, bewältigt die-scs Natur-Genie alle Schwicrigleitcu dcr großartigsten Uutcrnchmungcu, thut uud bcrcchuct Alles selbst in scincm Kopse, erträgt alle eventuellen Verluste mit dcr nrößtcn Kaltblütigkeit uud hat immer ein schlaues Austuuflsmitlcl bci dcr Hand, um sie zu lompcusircn. Welch' cin prächtiger Finattzminister hällc diescr Mann wcrdcn löuncn! Daß cr tüchtigen Untcruchmungs-ncist auch in Anderen zu würdigen weiß, bcwics cr cbcn jctzt gcgcnübcr Hcrn Toncllo, dcm cr vertrauensvoll ^0.000 NapolconSo'or in blankem Golde vorstreckte. Von der Theiß, 20. Oltobcr, schreibt man dcr , A. Ztg.": Die Konferenzen, welche die Mo-difilationcn des Unterrichts in Ungarn zum Gegen, stand hatten, sind geschlossen; vou dcu Details, welche als Resultat dcrsclbcu mitgclhcllt wcrdcn, sind fol-gcndc zu erwähnen: in den Gymnasien werden die Realien an Ausdehnung und Stundenzahl entschieden gewinnen, weßhalb auch die Zahl der wöchcnllichcn Stunden vermehrt wurde Die förmliche Einführung dcr Realgymnasien wurde fallen yclasscn; ungarische Sprache und Literatur werden in allen Gymnasien des Landes, seien dicse in welcher Gcgcno immer, obligater Untcrrichtsgcgcnstand, und >n dcn hohcrn Klassen soll die ungarische Sprache Unterrichtssprache s"". Anch die Errichtnng cmcs 982 jüdisch »thcologischcu Seminars ist um einige Grade dcr Ausführung näher gerückt, indem der Obcrrab-bincr des Esongrader KomitatS, welchem Professor Franz Haimcrl im Auftrag des t. k. Untcrrichtsrathcs das bezügliche Opcrat mit „thunlichstcr Veschlcnni-guug" zur Begutachtuug übersandte, daS voluminöse Aktenstück nebst zahllosen Beilagen (Proteste querköpfiger Finsterlinge) einer eingehenden Krilit unterzog, und nebst den nothwendigen Emcndationcn ausgearbeitet hat. — Der Negierungslommissär FNtL. Phi« lippovitS begab sich gestern nach Wien, um seinen Bericht über die Karlowitzcr Synode an dcr Zentralstelle zu übergeben; dic uon der Regierung ernannten rumänischen Dcputirten und Vertrauensmänner haben ihre Ansichten in einem schriftlichen Memoire zu Pro« tololl gegeben. Nriinn, 24. Oktober. Die Interniruugsortc Tcltsch und Iglau wurden als solche gänzlich aufge-lassen, und befinden sich nunmehr sämmtliche polnische Intcrnirte in Olmütz, aus welchem Anlasse auch die cxponirt gewesenen Polizcibcamten von dort einberu-fcu wurden. Auslaut». Turin, 21. Oktober. Wenn Villor Emanuel wirklich früher in Turin sehr populär war, so hat diese Popularität des Königs in letzter Zeit in das strikte Gegentheil umgeschlagen, denn beinahe täglich erhält derselbe Beweise dcr Erbitterung der Turiner gegen ihn. Ein Drohbrief, welcher dem Könige auf sehr gchcimuißuollc Art und Weise zngctommcn, hat hier ungeheuere Sensation erregt. Vor einigen Tagen faud dcr König uämlich in dcr Schublade seines Schreibtisches, zu welchem er den Schlüssel stets bei sich tiug, einen schwarzgcsicgcllcn Brief, ungefähr fol-gcndcn Inhalts: „Trcnloscr und vcrräthcrischer Kü« nig, dcr Du das Land Deiner Wiege schmählich vcr» schachert, der Du Dciue Turincr, welche Dir mit fo großer Liebe anhingen, verrathen, der Du ncnc schmähliche Versuche, Stücke italienischer Erde dem Erbfeinde, Deinem trenen und großherzigen Alliirtcn in den Rachen zu werfen, eingeleitet, Alles dieses, nur um Deinem schmählichen Ehrgeize zu fröhucn, wisse, daß Italien noch Männer besitzt, welche ihr Vaterland hiuläuglich lieben, um sich für dasselbe zu opfern und die schmählichen Attentate auf sein (He-dcihcn zu verhindern. Gehe in Dich, sage Dich von dem böscn Vundc los, welcher sich gegen Turin, ge-gen Italien verschworen, wo nicht, so wird der Tag Dciucs Einzuges in Florenz auch Dein Todestag sein. Der Wcg, auf welchem Dir dieses Schreiben zugeht, wird Dich überzeugen, daß dcr rächende Stahl Dich überall, selbst in dcr Mitte Deiner Armee, erreichen wird. Gchc in Dich." Mann kann sich vorstellen, daß dieser dem Könige auf so gehcimnißvolle Art und Weise zugegangene Brief das ohnedies sehr angegriffene Gemüth des Königs tödtlich erschüttert hat. Alle Versuche, das räthselhaftc Gelangen des Briefes in das blos seinem vertrauten Kammerdiener zugängliche Schrcibkabiuct des Königs und sogar in dic vom Könige selbst stets verschlossen gehaltene Schnliladc, aufzuklären, blieben ohne daS geringste Resultat, und es muß eine sehr starke und geheim, nißvollc Macht sein, welche dem Könige sehr scharf zu Leibe geht. Viktor Emanucl ist daher auch sehr gedrückter Stimmung, nichtsdestoweniger aber fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg rücksichtslos fortzuschreiten. Wenn dcr König je, woran wir sehr zwci-felu, Abdankungs-Idecu gehabt hat, so treten diese nun in den Hintergrund, und wenn der Schreiber jenes Briefes auf eine Einschüchterung des Königs rechnet, so kennt er eben den Eharattcr Viktor Ema-nucls nicht. Dcr König ist, wie gesagt, sehr auge-griffcn, entmuthigt oder cingcschüchtelt gewiß nicht. Gerade in letzter Zeit, wo die Gerüchte über beabsichtigte Attentatvcrsuchc sich vermchrcn, geht dcr König häufiger denn je ganz allein aus uud sucht die entlegensten Straßen auf, um scincn Feinden zu zeigen, daß er sich nicht fürchtet. Ob diese Kühnheit ihm nicht einmal Verderben bringt, wird die Zutuuft zeigen. — Wir finden im „Dirilto" vom 22. Oktober den Wortlaut dcr telegraphisch signalisirten Erklärung Garibaldi's bezüglich des Vertrages vom 15. Sept. Das Blatt gibt dieselbe mit großen Buchstaben gc-druckt und leitet sie mit folgenden Worten cm: Die vertragsfrcundlichcn Blätter behaupteten, General Garibaldi sei günstig gestimmt für den Vertrag. Wir erhalten das folgende Dokument: „Eaprera, 10. Oktober. Daß Schuldige gern Mitschuldige finden wollen, daS ist eine ganz natürliche Sache; aber daß man versucht, mich in den Koth hineinzuziehen, iu welchem sich die Männer befinde», die Italien mit dem Vertrage vom 15. September besudelt haben, dessen war ich nicht gewärtig. Mit Bonaparte ist der einzige Vertrag dieser: imser Land von seiner Gegenwart zu reinigen, nicht innerhalb zweier Jahre, sondern umer» halb zweier Stuudeu. G. Garibaldi." Wie fcruer gemeldet wird, ist dcr „Diritto" und die anderen Glätter, welche diese Erklärung enthielten, in Turin mit Beschlag belegt worden. — 24. Oktober. Ü»tcr den der Kammer mitgetheilten Attcustückcu befindet sich ciuc Note Nigra's, welche einen historischen Abriß über die stattgcfuudcucn Unterredungen liefert; dicsesbe konstatirt, daß dic ranzösische Regierung, außer dem Versprechen das päpstliche Gebiet nicht anzugreifen, einige Garantien gefordert habe, welche geeignet sind. der Meinung !der katholischen Welt Vertrauen einzuflößen. Die italienischen Unterhändler hatten die formellen Instruktionen, alle Bcdingnngen, welche dem Recht dcr Nation entgegen sind, zu verwerfen. Nigra konstatirt, daß man sich wohl darüber verständigt habe, daß die Konvention einzig das bedeuten wcrde, was sic sagt, nkmlich, daß sich Italien verpflichtet, auf alle Gewaltmittel (m»)^n« vis>I«nw) zu verzichten. Amerikanische Blätter bringen folgende Nachrichten auS Mexiko: Die Reise dcS Kaisers wurde durch ein Halsleiden Sr. Majestät unterbrochen, das aber keine Folgen hatte. Er setzte seine Ncisc nach Leon fort, wo Uraga ihm große Festlichkeiten bereitet. Mau glaubt, Se. Majestät werde die Reise bis nach San Louis ausdehnen, cine Stadt, welche huudcrt» fimfundzwauzig Meilen uon Mexiko entfernt ist. Dcr Kaiser befand sich, wie mau weiß, am Tage dcr Unabhängigleitöfeicr in Dolores, wo einst dcr Pfarrer Hidalgo den ersten Ruf znm Kriege crhob, welcher die mexikanische Nationalität von dem spanischen Joche befreite. Se. Majestät sprach bei diesem Anlasse fol« gcndc Worte: „Mexikaner! Mehr als ein halbes Jahrhundert ist unter politischen Stürmen vergangen seit dem Tage, wo aus diesem Hanse und aus dem Herzen eines bescheidenen Greises der Ruf nach Unabhängigkeit erhoben wurde, welcher mit Blitzcsschncllig-lcit von einem Ozean zum andern in dcr ganzen Ausdehnung von Anahuac ausbrach und die Slla« verci nnd den Despotismus mehrerer Iahrhuuderte veruichtcu sollte. Dieser Ruf, welcher in dcr Nacht gleich einem Blitze anöbrach, zog eine ganze Nation aus dem Schlafe, in welchen sie versunken war, und rief sie zur Freiheit und Emanzipation. Allein Alles, was groß ist, Allcs, was Daucr haben soll, wird schwer vollendet; daS ist das Werk dcr Zeit. Jahre voll Leidenschaften, KämpfenS und Ringens sind aufeinander gefolgt. Die Idee dcr Unabhängigkeit war geboren, aber die Motive sah sie noch nicht. Brüder warcn gcgcu Brüder gc-waffnct, Parteihaß drohte Alles zn untergraben, was die Helden unseres schönen Vaterlandes gc» schaffen hatten. Die dreifarbige Fahne, dieses herrliche Symbol unserer Siege, ließ sich von cincr einzigen Farbe, die des Blutes, verdrängen. Endlich kam von, Ozcan herüber eine großherzige Hilfe mit dem Symbole einer glorreichen drcifar« bigcil Fahne, ein Adler kam, um dem andern den Wcg dcr Mäßigung und dcr Gesetzlichkeit zu zeige». Nunmehr soll sich dcr vom Hidalgo an diesem Orte gelegte Keim siegreich entfalten. Lasset unS die Unabhängigkeit nnd die Einigkeit unversehrt wahren und die Zukunft ist unser. Ein Volk, daS mit dem Schntzc und dem Segen Gottes seine Unabhängigkeit auf Freiheit nnd Gesetz gründet und nnr einen uud denselben Willen hat, ist nn« besiegbar uud kann stolz das Haupt erheben. Uuscr Adler wankte bei seinem crslcn Aüfschwunnr, j>.'tzt abcr, wo cr in dic Bahu gelangt uud ülicr den Abgrund weggesetzt ist, schwingt cr sich mit mächtigem Fluge cmpor uud erdrückt cr in seinen ehernen Klanen die Schlange dcr Zwietracht. In dem Augenblicke abcr, wo unser Vaterland aus den Ruinen emporsteigt, um stolz und mächtig den ihm in dcr Wclt gebührenden Rang einzunehmen, dür-fcu wir dcr deulwürdigeu Epoche unserer Unabhängigkeit und der Männer, welchen wir die 6r< ringung derselben verdanken, nicht vergessen. -^ Mexikaner, cS lebe die Unabhängigkeit! es lebe das Andenken ihrer Helden!" Diese Worte fanden liustimmia/u Widerhall in dcr Menge, welche dic historische Ächausuna umstand, die Spitze dcS wicdcrerwachcndcn geselligen Lebens stcu-ten. Man hat hierin ein treffendes Spiegelbild o" momentanen Lage dcr Dinge sclbcr erkennen wol!"' Abcr cS schcint für diefc Erschcinnng noch "»" " dcre Erklärung zn geben, als wclchc dcr Wiener Ä.'v für dicsclbc erfand. Er meint: da die Diploma nicht immer die Helden des Tages sein konnten, wou sie wenigstens die Helden dcS Abends sein. 983 — Das gestern Abend stattgehabte Kränzchen auf der Schicßstättc war sehr besucht und äußerst animirt. Eine öftere Wicderholuug ware geeignet, die SchiMlntlc wicdcr zil einem bclicblcu und gesuchten Orte geselliger Unterhaltung in dem Maße zu machen, wie sie es früher war. — Heule Nachmittag findet eine Gcmciudcralhs-sitzuug Statt. — Morgen Mend gibt die philharmonische Gesellschaft ihrcu Mitgliedern das erste Concert im Rcdoutcnsaalc, und wird, dem vorliegenden Programme nach, die Eröffnung der Eonccrlfaisou eine, alle Kunstfreunde zufriedenstellende sein. — Die Wicncr „Morgcupost" läßt sich aus Graz FolgcudcS schrcibcu: Es sollen sich steierische NeichsrathSabgcorductc noch vor Ablauf dieses Mo' nats in Graz zu einer Äcsvrcchuug zusammcufiudcn, um über einen Antrag zu berathen, dcu ein Grazer Abgeordneter wegen Einberufung des uugarischcuLaud-tagcs im Abgcorduclcuhausc zu stcllcu die Absicht hat. Dieser Antrag würde die Erlaffuug einer eigenen Adresse au Sc. Maj. deu Kaiser betreffen, in welcher der Wunsch znm Ausdruck kommen sollte, der ungarische Landtag möge sofort cinbcrufcu werden, da der letztere dann in die Lage gesetzt wäre, gleichzeitig mit der Ncgieruug und mit dem Rcichsrathc wcgcu der Behandlung der „gemeinschaftlichen Angelegenheiten" cme Vereinbarung zn treffen. -- Am 25. d. M. Morgens ist der Herr Graf Damian Stadiou, Ritter dcS Franz Ioscph'Ordcuö und Niltmcistcr. Ehrenmitglied des Grazer Bürger-korps, gestorben. — Der von der Grazer evangelischen Gemeinde erwählte Pfarrer, Herr A. Ernst Schrell von Stadlo, hat die Bestätigung dcS hohen l. l. Ober - ilirchcu-Nathcs crhallcu uud wird biuncn Kurzem sciu Amt antreten. — Der Gymnasial-Lehrer, Herr Dr. Franz Mcßmcr iu Marburg wurde anf sein Ansuchen von dem t. l. Staatsministcrinm dem Gymnasium in Linz zur zeitlichen Verwendung zugewiesen. — Am 24. Oktober, früh »m 9 Uhr, hat sich der ungefähr 65 Jahre alte Notariats - Konzipirut Iofcf Ä. in Tüffcr durch cincn Pistolenschuß iu sei-ncm Bctic entleibt. — Einer Kundmachung der k. t. Posldirektlou znfolgc, sind rclommaudirtc Vricfc von der Aeför-dcruug uach Mexiko ausgcschlosscu. ^Rinderpest.) Bei dem Flcifchcr iu AdclSberg sind, wie wir iu der „Tr. Ztg." lcscu, fünf Ochscu au der Vichfcuchc crtraukt. Auf welche Weise die ^mschlcpftuug geschehen, ist uns noch unbekannt. Wicncr Nachrichten. Wien, 26. Oktober. Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth hat dem vom Mcdinzinallalhc Dr. v. Visznnit gegründete« Unlcrslütznngsvcrcinc für geheilte Irre, zu der vom hohen Fiuauzminislcrium bewilligten Effekten-Lotterie c»! wcrthvollcs Oclgcmäldc mit großem geschnitzten vergoldeten Rahmen (darstellend die Auluuft Ihrer Majestät auf Madeira mit dem Dampfschiffe „Im-Pcratrice") nebst zwei großen, prachtvollen Vlnmcu-uascu von Porzcllau, als Gcwinnstgcgcustäudc gc< speudrt. — Die vou der uugarischcu Hoslauzlci auSgc-arbeitete Aduolatcuorduung hat, wie wir hören, die allerhöchste Sanktion erhalten. Sie ist der östcrrci-chischcn beinahe analog uud wird namentlich beitrage», dcu in Ungarn so sehr gcsuuteucn Advokatcnstand zu heben. Neueste Nachrichten und Telegramme. Turin, 24. Oltober. (Pr.) Das Geschäft be-züglich der National^iilcr winde am 18. d. M. zwischen Sclla nnd Aaldnino Galicra Nameus des Ercdit Mobilicr uud anderer ilapitalistcn abgcschlossc»; cS soll 200 Milliuucn Franks einbringen. Turin, 25. Oktober. Die Kammcrsitzuugcn wui' dcu bis auf Weiteres vertagt. Paris, 25. Oktober. Hr. v. Bismarck ist von Viarritz hier augrtommen; man glanbt, daß derselbe vor seiner Abreise bei dem Kaiser Audienz haben wird. Paris, 25. Ollober. (Pr.) Die „Gazette du Midi" briugt ciueu vou Rom insftirirlcn Artikel, worin daö Beharren dcS Papstthums auf dem ^olz, hartes 30", pr. Klafter fi. 9.50, dctto weiches'fi. 7.50; Wein (Myz. Pr.) rother uud weißer, pr. Eimer von si. 10 bis 16. (Mit Einrechnuug dcr BcrzehrungSsteucr.) Vtenstadtl, 25. Oktober. (Wochcnmarlt - Preise.) Weizen pr. Metzen fl. 4.20; Korn fl. 2.60; Gerste fl. 2.50; Hafer fl. 1.40; Halbfrncht fl. 2.90; Heiden fl. 2.60; Hirse fl. 2.50; Kuturutz fl. 2.66; Erdäpfel fi. 1.50; Lmfcn ft. 4.18; Erbfcn fl. 4.16; Fisolcu fl. 4.20; RinoS. schmalz pr. Pfuud lr. 40; Schweineschmalz lr. 40; Speck, frisch kr. 30; dctto geräuchert lr. 35; Butter tr. 40; Eier pr. Stück tr. 1^; Milch ftr. Maß lr. 10; Niudstcisch pr. Pfuud tr. 20; Kalbfleisch lr. 26; Schweinefleisch tr. 20; Schöpfcnflcifch tr. 15; Hahn-del pr. Stück lr. 20; Taubeil kr. 18; Heu pr. Ztr. fl. 2.— , Stroh fl. 1.— ; Holz hartes, pr. Klafter ft. 0.20, dctto weiches fl. —.—; Wein, ruther, pr. Eimer fi. 5.50, dclto weißer ft. 4.50 (alter). Theater. Heute Donnerstag: Zum ersten Male: Der Ditkschadl, Ländliches Eharaltcrbild mit Gesang in 3 Aufzügen, vou Alois Blanl. Mnfil vom Kapellmeister Adolf Müller. Morgen Freitag: Geschlossen. Sache erklärt sich jedoch, wenn auch weniger witzig, ooch wahrer so: das; unsere Aristokratie, so weit sie "Hl durch jhrc Stellung an die Stadt gebunden l>l, "tz alldem und allcdcm noch auf ihren Besitzungen ncm^ <""l"c Haute-Finanz aber, welche in dcr Gc-d "l" "a dereu Tciteuslück iu der Gesellschaft g'lt, laum darnach angethan finden dürste, ibren H'"!')"'dcn Feste ciucu Gegensatz zu dcr m b et . I"' Wrschendcu gcdrückleu Stimmung zn Kau 's-^'" ^lick cms nnscrc Gcschäftobcr.chtc, llcmc «ap'talistcn und Oclonc»uistcn, auf dic iu denselben N^ch verzeichneten Zahlungscinstclln.'ncu, Vcr« a clchiwcrfahrcn nnd itoulursc wird diesc Erklärung ^'"l kaun, als eine gezwungene crschcincu lasfcu. ^au sii^l^ sci>, jetzt, das; dic merkantile iiata» lophc dieser Tage auch iu dem bevorstehende» Kar-"lvalc uoch uachcmpsniidcn werden dürfte. Man furch-, - basi sü inllnchc Enfilade von Salons, welche noch '>> dcr letzten Saisou die Mährchcobilder cincr gcscll« gastliche,, „Tausend und Eine Nacht" boteu, dcrru Schilderung die journalistische Shehczcradc, Fcuillc> ^, in alle Fcrueu trug, dicßiual iu ahuuugsvollcs dunkel gehüllt blcibcu wcrdc. ., Gleich dcu Salous halten auch dic Säle, uäm-llch die Eouccrt'Sälc, ihre Pforten bisher uoch ver-?losscll. Doch ist der Ecmccrt-Kalcudcr, wic man hlcr die Plograiumc als Gegenstück zu dem Karnc' ^l-Kalciidcr nennt, bcrci,cr Musilfrcnndcu uicht weniger als vier und dreißig große Eoncerte biete». Hcrz was begehrst Du uichr. Welch' cinc Lust, ciu Musitrcfcrcut zu sein! Mau ficht aus dieser uur in wenigen Worten umrisscücu Perspektive unserer bevorstehenden mnsitalischcn Etagionc, dasi dic Be» richtcl'stattcr unscrcr Journale glc,ch dem Mohren dcS „Ficsco" sagcu touncu: unsere Ohren haben nllc Hände voll zu thun. Unsere Bühnen, nämlich die Hosbühncn, habcu dcu Hcrbstfcldzllg nicht allzuglncklich cröffnct. Zcdlitz's cinsl so gefeiertes „Waldfränlcin" hat in scincr ncucn Hictaiuorphose, als Tanzpoöm, schou am crslcu Abcudc ein frühes Grab gcfnndcn. Ein Unglück für daS arme „Waldfränlciu", daö uicht uur iu der Dichtung fürstlicher Abknnft war, mau nennt nämlich als Vcr-fasscrin dcs Tnuzpoi,'m dic gcist. uud pocsicvollc Für-stiu Aucrspcrg, cin Unglück für das arme „Wald. frälilciu" war es, daß scine Wiege allzu hart au dcr Schwelle dcr „Pariser Karueval'Abcutcner" uud der „Kaminfeger" stand. Der Gegensatz, welcher zwischen dcm gclanztcn Realismus dicscS GcurcS uud einem dlifligcu Mährchcn lag, war ein zn greller. DaS Pnblilnm vermochte dcr ncucn, wcnu auch cdlcrcu Galtnug uicht gcrccht zu werden. Eine Mit-gift vou mehr als zwölflauscud Gulden, welche die sonst so mächtige Fcc Ausstattung, dem „Waldfräu. lein" mit anf den Weg gab, vermochte das arme Kind vor bcr schweigenden Ablehnung von Seite des Pllblitumö und dcr fast zu schreienden Zurückweisung vou Scitc dcr Kritik uicht zu retten, d'.e Mitgift war uud blieb — vcrschwcudct. Dic crstcn Novitäten dcS HosburgthealcrS waren HicronymnS Lorm's „Forsthans" nnd Paul Hcysc'S „Hans Lange." Lorm uud Hcyse hallen sich im Stoffe vergriffen. Lorm brachte cincn Novcllcnstoff, Hcysc cincn Romanstoff iu Dramcnform. DaS Piiblilüin dcS crstcn AbcndeS verhielt sich grncn dnS „Forsthaus" suwic ycacil „HanS Lauge" schließlich ablehnend. Dcr Wicncr Witz faßte dic Kritik beider Stücke iu cin Bonmot: dcr „Haus Lauge" habe sich auS Anlaß dcr unfrcundllchcu Temperatur auf daS „ForslhauS" zilrückgrzogcn. Durch ciuc allzu wohl« wollende, dcm (^»rit du «oi-^ dcr hicsigcu litcra-rischcu Welt jcdoch alle Ehre machcudc Nrllame suchte man „ForsthauS" uud „Hans Lange" dcm Ncpcrtoir zu erhalten. Hcyse unterstützte diese wohlwollende Intention sogar durch ciue opfcrmuihiac Ampntatiou dcS fünften AltcS fcincS Drama'S Ein langcs Lcbcn ist jcdoch auch fo dicfcn aalvanisirten dramatischen Lcichcu uicht zu Proguostiürcu 5« l^< ln.u Mcycr „Hcrzog Albrecht", rette Aaue« !»,. naucr" folgcu. Wcilcu's „Edda" w l^. 3 ^ in Vrcslau einc,l Erfolg c rau7 '^ ^ "nslwe.en iu Aussicht stche.,. ° °"^ ^ mm ebenfalls Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr sk Fedor Vamberg in Laibach?^ 984 l3Ül'!^Il!ll'l'Il^^ Staatsfond« und die Übrigen verzinalichen Gattungen um eine Kleimgleit billiger, ebm so l.'esc Nllch Industriepapicrc lüld Eisenbahn«Nctien büßten zum Theil UM Wien ' '^' ^'^ ^ ^ ""' Dampsschiff-Actim aber hoben s,ch um 3 fl. und böhmische Westbahn-Alticn um 1 fl. Wechsel auf fremde Plätze und Comptanten zogen lnn '/,« bis den ^5. ^ttobcr. ^,»'/. °n. G^d aboudant. Umsah ohne Belang. H5esse»tliche Tckulv. ^. dt, Ktuatt» (für 1U0 st.) l»eld Wc,a7, ^n oNerr, Wäkrunq . zu 5'/. «!;.75, 60 90 b'/, Nnl.h. v. 1^01 mit Rückz.'/. 97.25 l'7.50 ohne Äbschinlt 1»«2 ', . . 9575 9tt Silber-Aülchcn von 18^1 . . 87.— 87lt<» «at,<«»l,mit Iän,,<3oup. zu5'/. 79.15 79 25 ., ., „Apr, Vlttalliques...... 5 „ 69.80 <'>9.90 betto mit Mai-Coup. . .. 5 „ <:9.80 «9.90 l»ett°......„ 4j „ 63 — ^ ii5 Mit Verlos, v. 1.1839.....153.— 154.— ....., .. 1854..... 88.50 89.- „ .. „ „ 1860 zu 500 il. «2.80 92 l'0 ,.....18'!0 „ 100,, 95,30 95.50 ........1864...... 84.90 85. somo-Nentensch, z» 42 l.. ,u«tr. 17.50 18. -8. der HronlmOtl lsi'r lOtt st.) Orllnb,ntla!iungS-Ol'Ilgiti»n,n. Nieder.Oeft.rrcich . . zu 5'/. 90.— 90.50 Obcr. Oesterreich . . „5., 88.- 89.- Salzburg . . . . „ 5„ 88.50 89,5/) Nähmen ......5.. 92.— 93.— Weld Waare! Stcierm.Mrnt. u. Kram, zu 5'/. 88.50 89.50 Ai.ihren .... „ b .. 93..- 9l - Schlesien....., 5 .. 89.— 90.— Un,,arn.....,. 5 .. 73.5) 7125 Tel»,ftr-Vanat " . . .. 5 „ 71 25» 72,— Kroatien u»d Slavonien ,. 5 ,. 73.50 74.50 Oalipln .... „ 5 „ 7350 74.-Si.b.llburgrn 1 . . „ 5 ,. 70 25 70.75 ButVwina .... „ 5 ^ 70.25' 70 75 ., m. t>. V Süd. Staats-, lombardisch »uene» tianische un> central-italienisch, <»is. 200 fl. ö. N. 500 Fr. 239.— 241.- i«,ld W.i,» <» 200 ft. «. M. m. Ilstlllt z» 5'/, P,'n.'Dmps!ch.-G.zu100,1.Ci1l. 8Z.50 84,5(1 Ztadt^m. Ofen „ 40 .. ü. W. 24.— 24.50 Esltrhazy „ 40 ,. (5.M. 102... 10,j,- salm ., 40 ., ,. „ „ 20 „ .. . 16.50 1?.— K^ln'ich ,. 10 „ „ . 12.75 13,25 K.l. HofspitalslMd 10 .. „ . !l.-. 11.20 20 e ch s e l. 3 Monate. Veld W.,ar, Augsburg für 100 fl. sübd. V. 98.70 98 80 ^r.nssillta. M. I00fl r,ttl' 98.80 W.W Hamburg, für 100 Marl Äanco 88.30 88.60 i!o»dun sur 10 Vf. Sterling . II7.6) N7.75 Paris, fü, 100 Hr.»ils . . . 46.50 46.60 (5o»rs der Gcldsortrn. tti.Ib Waare K. MImz-Dufat,n 5 fl. 6l lr. 5 si. «2 Nlr Nronen . . . 16 „ 12 „ 16 „ 15 ., N,N'l.Ieonsd'or . 9 „ 45 „ 9 „ 46 „ Ruff. Iü.pcrial«. 9 „ 71 „ 9 „ 72 „ Vereinsthaler . 1 ., 75 „ I „ 75j „ Silber . . N6 „ 75 ., 117 ., — ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Knrse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien Den 26. Oliober. b'/. Vlileh. 79.35 Silber . . . 117.50 vanfaltie» . 776 London . . 118 10 Kreditaltien . 175.80 K. k. Dulaten 5.6^ Ircmden-Hn^eige Den 25. Oltol'cr. Stadt Wie». Die Herben: ^'hüstamm von Fürlh. — P»ll»zl. .ttausm>inn. uild Echwarz.nbor», Graveur, voll Wien - Babbich, (^'„imifficnar, vo» Triejl, Elephant. Die Herren: Solar, Oymnasial'kehrel, von Oör<. — Drizhal, Oberrtalschül-Llhrcr; Habau. Handlun^sseisend^r; v. Äleißniann, 5. meiikani: fcher iDblrli.utenant, u»t> Dela-Sala, l. meri lauischer iüsuten'Nt, von Wien. — Turu^y uns Gall, Fölülr, uon Nifdeidorf. Kaiser von Oesterreich. H,N' Stciner, G>,mnasial>Lthr,r, von Vörz, ( Mappa I^iit. lV k'., ehemals zum m^gistratlichen Grundbuche gehörig, bewilliget, und hiezu drei Feilbie-tuligütagsahungcn, und zwar die er^e auf den 2«. November, die zweite auf den 5,. Dezember und die dritte auf den l!>. Dezember !8lN, jedcömal Vormittags von 9 bis l2 Uhr, in dem Gerlchtösaale des k. k. llandesgerichtes mit dem Anhange angeordnet worden, daß die Pfandrealttat bei der ersten und zweittn Fcilbiettlng nur «m oder über den Schätzungswert!), bei der drittcn aber auch unter demselben hiulana/geben werden wird. Die Lizltationobcdingnlsse, wor-nach insbesondere jeder Lizitantvor gemachtem Anbote ein !<»"/, Va« dium zu Handen der Lizitations-Komission zu erlegen hat, so wie das Echähungöprotokoll und der GrundbuchöeNrakt können in der dießa/richtlichen Registratur eingesehen weiden. ^'aibach am 4. Oktober I8«j. ('^079—l) Nr. l«32. Veräußerung des in die Josef Gustin'sche Konkurs-maffe gehörigen Waarenlagers, Das t. k. Kreisgellcht Neustadll macht bekannt, daß die Veräußerung 0eü ln die Josef Gustln'sche Kollklnö. massi gehörigen Waarenlagers aus oen l^. November ltttti und die folgenden Tage, jedesmal Vormittags von 8 —»2 Uhr und Nachmittags von ü—5, Uhl, ange ordnet wuroc, wovon Rauflustige verständiget werden. Neustadll am »U.Oktober lUtti (2U42—2) Nr. l?^3 Edikt zur Einberufung der Vcrlafscnschafls' gläubiger nach dem verstorbenen Realilatcnbesitzer Johann Koschizhrt von Ncustadcl. Vor dem k. k. Kreisgerichtr in 'Ilcustadtl haben alle Diejenigen, welche an die Verlajsenschaft dee den l2. Juni ltziN verstorbenen Realitätenbesihers Johann Koschi: zhek von Neustadll als Gläudigel eine Forderung zu stellen haben, zur Anmeldung und Darthuung derselben den 25 November l I., Vormittags 9 Uhr, zu erscheinen, oder bis dahin ihr <(nmeldungs< gesuch schriftlich zu überreichen, widrigens diesen Gläubigern an die Verlassenschaft, wenn sie durch die Bezahlung dcr angemeldeten Forderungen erschöpftwülde, kein weiterer Anspruch zustünde, alö in sosclnc ihnen ein Pfandrecht gebührt. Neustadt! den 5,. Oktober »vi)er das Ansuche,, des Herrn ililiimliiw Wnschi^h von Grail.ich. ^egen Josef Urschizh von eliellbott. wegen schul« oigrr 52 ft. 50 kr. öst. W. <:. .«. c. in oie el.luliue öffeillliche Verstel^erniiq del. oen, Älplern gel)öri^e», iin Grnndl'llchc oes Guts« OraÜach!,ul) Ull'.-Nr 2 U5i> ^cichllstrn Hlil'lci'liläl im gerichtlich echo» lienci, Schnl)>lngswerlhe von 1433 st, W kr. öst. W- ^fwilli^t. n»d t»r Vor. lialnne dcssr ?lmlökl,l>z!ei mit dem ülohlinge be> itimml worden, baß die fellzudietendi !?isal>lät inir dei d^r letzten Feillnetung anch unler dem Schaynngswcrldc tin ten .'^'eistl'lclcn^en hiulangegebcn werde. Das SchählmgSprotokoU. dcr Grutid» l»»chScr>7t,ct uuo die ^izilationsdcdiil^'nsse tö»n,en del rilsrm Gerichte i„ oen ssewöhl" lichen Amlöstnüden ein^ssrl'l» l»)crdln. K. k. VczirkSaml N.'ssenfliß. als Gc-r!cht, c,m 3 Juli ^864. (2073-2) Nr. 4558. Dritte erekutive Feilbictung. Von dcm k. k. Beztiköamle Plmilim, alS Gericht, wirv hicnlil bekannt ftemachl.- Nachdem ^n dcr ill der Ereknliolls» fache dcS Ioscf Illcrschizl) von Zirlniß. Machlliader des Valentin M<,l!tsch>tsch von Eil'cüschliß qe^cn V.nchelmä Psliilsch ucmEllicilschüßs)«!«. 230 ft.«.».«, mil drm die^srichtlichcn Vsschrioe vom 2. ^lili l. I„ Z, 3l l4. a»f den 27. AnM „nd 28. Sspteml'll l. ?. coigeordnlle» elsten ll„o ziucilln Nealfcill'ietllnq lein Kanf» lnI1i»)tr llschienen ist. so wird am 28. Oktober 1864. mit Veivehlillnnss oes Ollls und der Slnnd, und mil dem voti^en Alchlmne zur dritten nndlehien Feilbielnng g/schrillen. K. k. Pezirlsamt PI,a. 2 c»m Naan, die sich anch zu jcdcm andcicn Gcschüftslie« tricbc eignen, zn (^corgi 1865 zu ver-gcbcn. Nnhcre Auskunft wird in der Her-rcngafse Nr. 211 im 1. Stock ertheilt. (2067-2) Lizitation, welche in dem hiesigen deutschen Hause Nr. 180 in dem großen Saale am 3. November und nöthigenfalls an den darauf folgenden Tagen Vormittags von 9 bis l2 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr abgehalten werden wird, wobei auserlesene geistliche Bücher, dann Uhren, Kleider, Leibeswasche, Bettfurnituren, Möbel und verschiedene Gegenstände, alles in gutem Stande, zum Verkaufe kommen werden. Verwaltungsamt dcr D.-D.-N.-Commende Laibach am 22. Oktober l864. Httnfcsttad)!m0* -Das unterzeichnete Wechselhaus bringt hicmil zur K<*iintniss, «loss die k. k. prlv. nllgcni. Oester-reicliisehe ßoden-Crcdü-Anstalt demselben ili-n Verkauf Hirer Silber - Pfandbriefe für dm g;mz