Nr. 1«4. Samstoss, 20. Juli 1«tt<>, Wtt. Jahrgang. Leitung. ^"«e»»t»o»«p«i« l »llt Pofivtllrnbung: ,an,l«hr«» si. 1», halbjäyll, fl. 7,»0. I« « « mpl °«l: «'n,<»hl,, ft,^ halh^hri« sl.k.««», F«» b<« .^uflellun«, in» »an« g<>n,!»ht«g sl. l. — I»lt»ti,»»,:»»r, F«, »e»Nl Iultial« bl« ,» 4 gellen «l«.. g»«ß«»c hfi .»<«: lv ! bt! »tt«»en «vi«b«holun«en »«, .^til« « ll. Dl« »»««dach« Mtnll»" «Ich^nt tlgllch ml» «lnsnahm« b« «on», »nb ye!nt«g» D<« >v»i»«st«lN,» bcstnbet fich «onglel«play «, ble «el«et«»» »ahnhofgaffc »4. Sprechstunden be, «tboclion tänlich von lll bl» !> Uhr vormittag», — Nnfr»nN«rt« «»««<, »«,rb«, n»cht anz«nomnl»n nnb «»nnscript« ulcht»nr««ft»ll< Amtlicher Mil, _.„ Se. k. uud k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10, Juli d. I. dem ^ atthaltercirathc Heinrich Pukorny in Prag an-Wlich der von ihm erbetenen Uebernahme in den Eiernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljährigen ^uen „no vorzüglichen Dienstleistung den Adel mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät geruhten aller-«nadigst dem Obersten und Commandanten des Lan-°es-Gendarmerie-Commandos Nr. .'l Anton Kraus ^dlrn von Friedlsberg in Anerkennung seiner ,""gjährigen, vorziiglichen Dienstleistung den Orden ^l eisernen Krone' dritter Classe mit Nachsicht der ^e zu verleihen._______ y,„ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung vom IN. Juli d. I. dem ^tatthaiterei«Secretär Peter Bernklau in Bl ünn hässlich der von ihm erbetenen Versehung in den ^'lernoen Ruhestand das Ritterkreuz des Franz-Iosef-roeus allerguädigst zu verleihen geruht. «,„ Se. k. nnd l. Apostolische Majestät hab.',, mit n"erPchster Entschließung vom 17. Juli d. I. de» Mlllgs-AbgrordNtten Georg Contc Vojnovic de ^'^'ki zum Landtags^Präsidenten in Dalmatien und H Landtags - Abgeordneten Dr. Cajetan Bulat zu ^In Stellvertreter in dec Leitung des Landtages ^gnädigst zu ernennen geruht. Taaffc m. i^. Wchtamtl'icher Oljeil. Process Bonlnngcr. ^.. "^>t berechtigter Sftanuuug sah man der Publi-^"' der Auklageschrift wider Äoulanger nnd Ge> tch ' "^slkgcn. Eine Analyse derselben, welche in hV^pliisclM Ausziigen vorliegt, gibt noch keinen ^Nl Einblick in das Veweisinatcrial. welches der H "suchungsausschuss des Staatsgerichtöhofes dem ^,s alanwalt der Repnblik z»lr Äegriindung seinrr wei« ^' übergeben hat. uud ohuc Kenntuis dieses Ac> ilh^terials lässt sich nicht einmal eine Vermuthung Alr Verlauf und evcntuelleu Abschluss des an-il^Men Monstreprocesses machen. Wohl muss man *5?e", dass die ernsten Männer des Senats, welche die Untersuchung durchgefiihrt, zahllose Personen verhört und mehrere tausend Schriftstücke geprüft haben, bevor sie ihren Bericht an die große Commission erstattet, nicht leichtfertig vorgegangen uud nicht auf eine schwankende Motivierung hin die Durchführuug des Processes in all seinen verschieden»'« Anllagepunk« ten empfohlen haben. Der Anklage-Act selbst bildet eine förmliche Biographie des Generals und greift in eine Zeit zurück, in welcher von demselben im großen Publicum noch wenig die Rede war, nämlich bis in das Jahr 1882, da Boulauger zum Arigadegeueral uud Director der Infanterie im Kriegsministcrium ernannt worden. Es wird ihm vorgeworfen, dass er damals schon einen excessive» Ehrgeiz bekundet, Popularitätshascherei be« trieben und sich auf den politischen General hinausgespielt hat. Noch mehr sei dies zwei Jahre später der Fall geweseu, als Boulanger zum Divisions > General avanciert, Commandant in Tunis geworden, wo er gegen den Oencral'Rl'siRenten intrigniert und die heftigsten Artikel wider den französischen General-Residenten, den Vertreter der Regierung, in Pariser Blättern veröffentlicht habe. Dann geht die Anklage auf die Zeit über, iu welcher Noulaugrr als Kriegsminister, resolut ans sein Ziel losarbeitend, eine Reihe von Zeitungen in seinem Sold hielt und Porträts mit tendentiösen Attributen, auf einem derselben war er als der Pro lector Frankreichs bezeichnet, in Hunderttausenden von Exemplaren verbreiten ließ. All dies mag dazu dienen, die Ansichten des Ge^ nerals zn kennzeichnen, es wird sich aber erst erweisen, inwieweit ihm ein regelrechtes Complot schon aus der damaligen Zeit nachgewiesen werden kann. Ernster sind die hierauf bezüglichen Anklagemomente aus späterer Zeit, insbesondere bringt die Anklageschrift merkwiir-dige Enthülluugen über jene tumultuarifchen Vorgänge auf dem Bahnhöfe, als General Äoulanger nach Clermont-Ferrand abreisen mnsste. Es soll damals eine förmliche Emcute gegen das Elyse'e geplant gewesen sein. die nur an der Zurückhaltung, welche die Anarchisten beobachteten, gescheitert ist. Noch ernster sind die Anwürfe der Anklage-Acte bezüglich der vielbesprochenen, aber noch immer nicht aufgeklärten Ma° chenschaftcn zur Zeit der Präsidentschiftslrisis; damals sei die Eventualität eines Vollsaufstaudes in einer Versammlung, an welcher General Boulanger theil« genommen, berathen worden. Es kam aber nicht zum Putsche, die Wahl Sadi Carnots vollzog sich ruhig, und General Sausfier, der Commandant von Paris, hielt die Ordnung in der Hauptstadt aufrecht. Nun mehren sich in der Auklageschrift die einzelnen Facten, welche nach Ansicht der Untersuchungs-Commission auf ein Complot zum Umsturz der Staatsordnung, auf eine Verschwörung mit den Bonapartisten hinweisen. Die Bonlangisten und ihre Freunde machen bezüglich all dieser Vorwürfe jedoch geltend, dass, wenn auch die Agitation mit allem Hochdruck betrieben wor den sei, sie doch nicht die gesetzlichen Schranken überschritten habe, welche eine politische Persönlichkeit und eine politische Partei respectieren müssen. Gerade hier wird es sich um das Detail des Beweismaterials handeln, durch welches der Tenor der Anklage erhärtet werden soll. Die Vcrurtheilung derartiger politischer Actionen hängt übrigens wesentlich von der subjective» Auffassung ab und diese wird im Staatsgerichtshofe allerdings nicht sich günstig für Voulangcr erweisen. Weit bedenklicher für ihn sind zwei andere Grup« pen von Delicten, welche ihm die Anklageschrift vorwirft, weil diefelben unter ganz bestimmte Gesetzes-paragraphe fallen und eine verfchiedenartige Ansdeu« tuug je nach dem politischen Standpunkte der Be> urlheiler von voruwcg ausschließen. Es sind dies zunächst die Machenschaften des Generals, um ihm in der Armee unter dm Officieren und den Soldaten Anhänger zu werben und dann eine Reihe schmutziger Bestechuugsgeschichten sowie die Gebarung mit öfscnt' lichen Geldern, welche sich Boulauger als Kriegsminister zuschulden kommen ließ. Die Bestrchungifälle sind von der schmutzigsten Art. So hat Bomanger in Tnnis mit einem Agenten die Summe von 210 — sage mit Worten: zweihundertzehn Francs, getheilt, welche er dafür erhalten, dass eine gewisse Sorte Kaffee in der Soldaten-Menage eingeführt wurde. Von einem Epaulettenhändlcr ließ er sich 20 Centimes — 6 Kreuzer — für das Paar Epauletten zahlen, welches derselbe absetzte. Aus dein Fonds des Kriegsministr-riums entnahm er Gelder für seinen Priuätgebrauch sowie für seine Propaganda; er entlehnte Gelder sowohl dem geheimen Fonds wie dem Reservefonds. Aus letztcrem entnahm er 279.000 Francs unter der Form eines Daileheus uud von diesen übermittelte er dem «Cercle militaire» 140.000 Francs, da dieser Verein ihm als Werkzeug seiner politischen Propaganda dienen sollte. Noch am Tage vor seinem Abgänge soll er aus dem Ministerium 30.000 Francs entwendet haben. Es werden noch eine Reihe ähnlicher Facta an« geführt, und unter anderm wird gesagt, er habe den Cassen neben den bereits erwähnten Summen 242,693 Fraucs entnommen unter dem Titel für Jeuisseton. M a r i e u s ii d e n. berq « ^ubenmädchen meldete den Professor Nein-W ^'s ^"'". em blondes Grctchrn von kaum sech' ^'sia s "'' ^l! "lofessor, ah, nun wirds doch wieder ein !»„ A "'"»er werden!» Dabei schlang sie den Arm N< der ? ^ langjährigen Witweuschaft noch immer '^ora ^- ^"h"t der Jugend prangende Mutter, ^ft t,'^knabenhaft du dich geberdest.» sagte dich tllllh^,, "send, "we "ft soll den ich dich 'noch er- ll>it Am ^" kleine Kobold schloss ihr den Muud Inline ?<^"sse. «Pst. wem, er das hören würde, du .'' däsz "^ schmollende Mama! Er müsete ja glau- ^ sichs ! .."°ch !"cht einmal gehen und stehen kann, ^hasti .^' k'llc junge Dame in meinen Jahren! ftnn 5! 9. 'ch freue mich stets nur dciuelwillcu. '^ Nnw?^hässliche Mcusch kommt, denn du bist W'e lei,, t so still, so traurig uud er versteht Writer,,., "'bcrcr dich durch seine Plaudereien auf. ?Mgen 3"ler machte sich sanft von dem über- in treten ^ ""^ "^^ sich, um au den Spie- "' wo sie mit einigen Orissen ihrer schönen, vollen Hände ihr dunkelblondes, wie Bronze schim» merndcs Haar ordnete. Vielleicht hatte sie sich anch deshalb abgewendet, um das leise Roth zu verbergen, das bei den letzten Worten Dora's ihre Wangen überflogen hatte. Das Mädchen aber fuhr in seiner vertraulichen uud altklugen Weise fort: «Ocwiss, Mama. nur dei-netwegeu seh ich ihu gerne, deun ich muss es dir nun einmal sagen, dass ich den Professor gar nicht ausstehen mag. Wenn er auch, wie jeder Professor, eine goldene Brille trägt, so gibt ihm das doch noch immer nicht das Recht, mich wie ein Schulmädchcu zu behandeln. Aber ich werde sch»,, noch Gelegenheit finden, ihm zu beweisen, dass ich eine erwachsene. ..» In demselben Augenblick trat der Professor ein, der von der Mutter mit der freundlichen Würde der Hausfrau, von der Tochter hiugegeu mit dem drolligen Troye des Backfifchcs empfangen wurde, der mit aller jcuer Ehrfurcht behandelt zu werden wünscht, die man Matronen entgegenzubringen hat. Reinberg hatte nicht das Geringste von jener fchwerfälligcu Unbcholfenheit des Pedanten an sich, als welcher der deutsche Professur im Lustspiele regelmäßig erscheint, er besaß das Aussehen und die Manieren des Mannes von Welt, der sich im Salon anmuthia/n Frauen gegenüber ebenso sicher fühlt, wie auf der Lehrkanzel vor den wissbegierigen Jüngern der Wis-scnschaft. Er plauderte gewandt und mit einer witzigen Grazie über die Nichtigkeiten, welche den beliebten Ge- sprächsstoff der guten Gesellschaft bilden, und erhob sich sodann, nachdem er anf diese Art den conventionellen Umgangsformen den Tribut entrichtet, um sich an die Arbeit zu begeben, die ihn mit diesen beiden Damen bekannt gemacht hatte. Dora's Vater, der sein Amtsvorgäuger gewesen, hatte eine bedeutende und sehr wertvolle Bibliothek hinterlassen, die er anzulaufen wünschte uud zu diesem Behufe genau kennen lernen musste. In wenigen Tagen musste die Revision beendet sein. Erbemerkte dies, bevor er sich in das Bibliothelszimmer begab, und knüpfte daran eine felbstverstä'ndliche galante Phrafe, die fein Bedaueru darüber ausdrückte, dafs nun auch der ihm so lieb gewordene freundliche Verkehr in diesem Hause nur mehr lurzeZeit iu der bisherigen Form fortbestehen könne. Er sagte dies verbindlich lächelnd, ohne Nachdruck, etwa in jenem Tone. in dem er einer Nachbarin an der Speisetafel Confitüren angeboten Hütte. Und trotzdem zog wieder jener rosige Hauch über das blasse, schöne Gesicht der Hausfrau ... wenn auch nur flüchtig, wie der Kufs eines Sonnenstrahls. Der Gesanglehrer erschien, und Dora begab sich in das Nebenzimmer, um das vorgeschriebene Pensum durchzunchmcu. Die Mutter aber ergriff ein Buch nnd setzte sich in dem Fauteuil. der in dem kleinen Erker stand, von dem aus man wohl nicht das lebhaste Straßentreiben. aber dafür umso besser die aus' gedehnten, auf der anderen Seite befindlichen Gartenanlagen betrachten konnte. In der Ferne zeichneten sich Laibacher Zeitung Nr. 164. 1410 20. Juli 18tw. Subvention von Zeitungen. Dieses Geld sei aber nicht verausgabt worden, um gewisse militärische Fragen beleuchten zu lassen, wie solches zu anderen Zeiten geschehen, sondern nur im Interesse seiner persönlichen Verhimmlung und der politischen Propaganda zu seinen Gunsten. Ueber diese Bestechungen und Defraudationen wird, sobald der Staatsgcrichtshof seine Aufgabe erledigt, eine andere Instanz zu urtheilen haben. Es wird sich also voraussichtlich die gerichtliche Procedur gegen Boulanger in die Länge ziehen und über einen erklecklichen Theil der Zeit ausdehnen, welche für die eigentliche Wahlcampagne in Aussicht genommen worden. Man mag sich im republikanischen Lager hievon und von den Enthüllungen, welche im Verlaufe des Processes durch die Belastungszeugen und die belastenden Beweisstücke zutage gefördert werden, eine große Wirkung versprechen. Ob diese Erwartung vollständig in Erfüllung geht, wird sich am großen Wahltag zeigen. Man darf bei Beurtheilung der innerpolitischen Lage in Frankreich nicht übersehen, dass die öffentliche Meinung wider die ehrenrührigsten und infamierend-sten Anschuldigungen durch jene parlamentarischen und außerparlamentarischen Scandale, welche die Boulan» giften wider die Männer der regierenden Partei seit Wochen tagtäglich in Scene gesetzt haben, abgestumpft worden ist. Die Minister und die parlamentarischen Führer der Majorität wurden der Reihe nach einzeln und dann wieder corporativ so oft Räuber und Diebe genannt, der Bestechung und der Erpressung beschuldigt, dass eine ähnliche Anklage, gegen Boulanger von einer Partei vorgebracht, die Ankläger und Richter zugleich ist, nicht jene volle Wirkung hervorbringt, welche sie ohne jene scandalösen Präcedenzfälle hervorgerufen hätte. Die Anklage wegen Complots wird noch mehr als eine Partei«Angelegenheit betrachtet werden. Deshalb hat der Process doch seinen großen Wert für das republikanische Vertheidigungssystem, weil er Bonlanger und seine besten Helfershelfer für die Zeit der Wahlperiode fernhält und den «persönlichen cäsaristischen Zauber» des Generals gerade für die Zeit der Wahlcampagne brachlegt. Politische Ueberficht. (Die Landtagsscssion.) Wie die «Neue freie Presse» meldet, werden die Landtage von Böhmen und Mähren am 9. September zu ihrer diesjährigen Session zusammentreten. Um die gleiche Zeit werden sich auch die übrigen Landtage versammeln. Da der Reichsrath nicht vor der zweiten Hälfte October seine Thätigkeit aufnimmt, bleibt fomit den Landtagen ein Zeitraum von fünf bis fechs Wochen zur Erledigung ihrer Gefchäfte. (Dalmatien.) Heute tritt der neugewählte dalmatinifche Landtag zufammen. Mit Allerhöchster Entschließung vom 17. d. M. wurde Georg Conte Vojnovic de Uzicki zum Landtags-Präsidenten in Dalmatien und Dr. Cajetan Bulat zu dessen Stellvertreter in der Leitung des Landtages ernannt. Conte Vojnovic hat auch in der verflossenen Legislaturperiode die Würde des Landtags«Präsidenten bekleidet; als sein Stellvertreter fungierte der Abgeordnete des Zaratincr Bezirks, der Höchstbesteuerte Kreisgerichts. Präsident Michael Kapovic. (Die Streikbewegung in Steiermark) hat im Laufe des vorgestrigen Tages eine theilweife günstigere Wendung genommen. Ein gewaltsames Ein« schreiten des Militärs ist bisher nicht nothwendig gewesen, gegentheiligc Meldungen sind falsch. (Studenten als Wahlagitatoren.) Die «Närodni Listy^ melden, dass die Professoren der czechischen Universität, Dr. Tali5- und Dr. Stupecky, allen jenen Hörern, welche an der Agitation zu Gunsten der jnngczechischcn Abgeordneten bei den letzttn Wahlen theilnahmen, die Testierung der Indices verweigert haben. (Ungarn.) Der ncnernanntc Staattsecretär im ungarischen Ministerium des Innern, Antun Tibad, steht im 46. Lebensjahre; cr trat 18l',7 in den Verwaltungsdienst, war bereits mit 20 Jahren Vicegrspan, welche Stelle er bis zum Jahre 1875 bekleidete. Seit i1875 ist Tibad Mitglied des ungarischen Reichstages und seit einigen Jahren Berichterstatter des Vmval-tungs-Ausschusses. (Zur Situation.) Den Times» wird aus Wien berichtet, dass innerhalb der letzten vierzehn Tage die Pforte ihre zögernde Haltung aufgegeben und sich den verbündeten Mächten Deutschland. Oesterreich und Italien entschieden genähert habe. Die britische Diplomatie in Constantinopcl trug wesentlich dazu bei, diese Wendung herbeizuführen, deren erste Kundgebung die Form directer persönlicher Eröffnungen des Sultans an die deutsche Regierung annahm. Ohne der Friedens-Liga regelrecht be'izutreten, hat die Pforte die Politik der verbündeten Mächte so weit fiir sich angenommen, dass die Anstrengungen Russlands in der entgegengesetzten Richtung als vollkommen gescheitert betrachtet werden dürfen. (Ex-König Milan) kehrt Montag nach Belgrad zurück. Ein Separatzug mit dem Regenten Proti«! und dem Minister.Präsidenten wird demselben bis zur Grenze entgegenfahren. Der Aufenthalt de« Königs Milan in Belgrad ist auf zwei bis drei Wochen anberaumt. Das Belgrader Amtsblatt veröffentlicht das Telegramm des Ex-Königs Milan an den Minister-Präsidenten und sodann die Depesche der Königin-Mutter Natalie gelegentlich der Salbung des Königs Alexanders. Die Depesche der Königin-Mutter lautet: «Gebe Gott, dass der heftige Tag der Beginn einer Aera der Wohlfahrt für uuser theueres Vaterland werde und dass der Allmächtige meinem Sohne den nöthigen Schutz verleihe, damit er der seiner Harrendell großen Aufgabe gerecht werden könne.» (Frankreich.) Seitdem der Sesfionsschluss in Frankreich erfolgt ist, beschäftigt man sich doch wieder sehr lebhaft mit dem Datum fiir die Neuwahlen. Da das Mandat der jetzigen Deputiertenkammer bereits am 13. October abläuft, so müssen die Wahlen Ende September oder anfangs October stattfinden. Nach einer älteren Mittheilung soll die Regierung für die Hauptwahlen Sonntag den 22. September nnd für die engeren Wahlen Sonntag den 6. October festgesetzt ha> ben, doch ist bisher nicht bekannt, ob die Regierung auch bei diesem Beschlusse geblieben ist. (England und Italien.) Aufsehen erregt ein Artikei der «Opinione», welcher ausführt, dass England und Italien in allen, das Gleichgewicht im Mittelmeere betreffenden Fragen übereinstimmen und im Augenblicke der Gefahr eine gleichzeitige Action beider Staaten erfolgen würde. Als Frankreich vor Jahren an Italien den Krieg erklären wollte, sei die englische Flotte vollständig gefechtsklar bei Genua vor Anker gegangen. (Aus Warfchau) wird gemeldet, der Minister des Inneren General Durnovo befürworte nachdrücklichst das Project der Ausscheidung des Lubliner, Siedloer und Lomcaer Bezirkes aus Congresspolen. Behufs W Ermöglichung einer wirksamen Russificicrung dicht polnischen Landcstheile sollen dieselben dem Wilnaer Gouvernement einverleibt werden. (Die Dinge anf Kreta) nehmen eine ernste Wendunq. Die bewaffneten Banden vermehren sich, und es hat sich ein Nevolutionsausschuss gebildet, welcher die Kretenser zur Stkuerverweigernng auffordert. M der Hohen Pforte hält man Berathungen, was aus Kreta vorzukehren wäre. Tageslttmglciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Aqramer Zeitung» meldet, den durch Brand ucr> uuglücktcn Bewohnern von Vucelic, Gemeinde Dubrava, eine Uuterstützuug im Betrage von 500 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie dtt «Klagcufurtrr Zeitung' meldet, der freiwillig! n Feuel" wehr in Grafendorf 100 sl. zu fpenden geruht. — (Reise des deutschen Kaisers.) M« Hammerfcsi, 18. Juli, wird telegraphiert: Die M' «Hohenzollern» legte die Fahrt von hier bis zum Nord' cap bei klarem Wetter und bewegter See zurück. 3" frühester Morgenstunde wurde das Nordcap umschiff'' dann angesichts desselben die Heimreise angetreten. ^r Kaiser verbrachte im besten Wohlbefinden und in heiter ster Stimmung den Morgen auf dem Verdeck. Die Ten«' peratur war 5 Grad Reaumur. — (Der mysteriöfe Lottogewinst.) Aus Budapest wird telegraphiert: Nach einer aus Temesval Hieher gelangten Meldung kann die Untersuchung in del Lotto-Affaire nunmehr ihren vollen Gcmg nehmen, nach' dem sämmtliche Personen, die als mitbeschuldigt erscheinen, sich bereits in sicherem Gewahrsam befmde^ Obwohl es von polizeilicher Seite geleugnet wird, !^ nach dieser Meldung die mysteriöse schwarze Frau nn dem schwächlichen Sohne vorgestern abends um '/4^ A nach Temesvar gebracht worden sein. Der PolizeW hat dieselbe persönlich übernommen. Dieselbe ist el" schmächtige Frau und war dicht verschleiert. Der Obe^ stadthaufttmann brachte die Frau und das Kind mittels Wagens zum Untersuchungsrichter. Farkas stellte st'^ Beziehungen zu der Frau als ein temporäres Liebes" Verhältnis dar und verweigerte, deren Namen zu nennet weil es «nicht ritterlich» wäre, über discrete Dinge sl"^ kunft zu geben. Freilich wusste er damals noch "'^' dass die Frau bereits unter einem Dache mit ihm ww'' Noch spät in der Nacht erfolgte die Confrontation. ^ anderen Meldungen stehen weitere Verhaftungen bevo' und zwar sollen noch andere Lottobeamte graviert e scheinen. — (Den Gatten vergiftet.) Aus M" meldet man uns unterm Gestrigen: Gestern starb ^ Spital zu Inzersdorf bei Wien der bei der Her»^ Ziegelwerksgesellschast bedienstet gewesene Taglöhner M thias T 0 mann. Die Untersuchung ergab, dass Tow"'" einer Phosphorvergiftung erlegen sei, und wurde l". gestellt, dass seine Frau ihm am 12. d. M. eine O" phorlösung in die Suppe gegeben und am 14., als , sehr über Unwohlsein klagte, unter der Vorspiegelung. > werde einen Erholungstranl bringen, eine neuen'^ Phosphorlösung in Sodawasser reichte. Die Frau w«^ heute verhaftet; sie legte ein umfassendes Geständnis ° und erklärte die That damit, dass ihr Mann ein Sa"^ war, der ihr alles durchbrachte. Gleichzeitig wurdet hoben, dass das Weib nach Reichung des zweiten G" trautes mit ihrem Geliebten ein Stelldichein hatte. ^^ die lichtblauen Contouren des Berges scharf umrifsen von dem stahlblauen, sonnigen Herbsthimmel ab. Goldener Sonnenschein flutete über dem schönen Bilde, das sich von hier aus den Blicken darbot.. . Die Frau klappte das Buch wieder zu und blickte sinnend in die Ferne und verfolgte mit Aufmerkfam-keit den Flug der weißen seidenen Gespinste, welche langsam an dem Fenster vorüberzogen. Marienfäden! Die fromme Voltsfage glaubt, diese Abschiedsboten des geschiedenen Sommers fallen von dem Rocken der Jungfrau Maria vom Himmel zur Erde, wenn die Muttergottes für das Iesukind schneeiges Linnen spinnt. Die träumende Frau erinnerte sich aus den Tagen ihrer Kindheit diefer treuherzigen Legende, und friedfam umfieng sie der poesievolle Zauber derselben. Aber da durchzuckte sie urplötzlich ein anderer Gedanke, der Gedanke an die zweite Bezeichnung dieser schimmernden Fäden. Altweibersommer! Sie murmelte das Wort halblaut vor sich hin, und es war ihr, als ob sich bei dem Klänge desselben ihr Herz zusammenkrampfen muffe, über dcffen Zustand sie sich gewaltsam belügen wollte und das doch mit jedem Tage deutlicher sprach: «Du liebst ihn, du hast nie einen anderen geliebt!» Altweibersommer! Der grausame Sinn dieses Spottwortes kam ihr erst jetzt so recht zum Bewnsstsein, und es schien »hr, als sei es just für sie erfunden worden und als verhöhne sie der von den Landen Besitz ergreifende Herbst. War nicht dieser schöne, klare, aber trotz alles Sonnenscheins doch schon so kühle Tag, der, wie ein letztes Aufflackern im Blicke der sterbenden Natur, den rauhen Frost, den grauen Himmel, das traurige Hinsiechen von Wald und Feld bereits ahnen ließ, war er etwas anderes, als das getreue Sinnbild ihres eigenen Lebens? Eine Thräne des Mitleids mit sich selber erglänzte in den Augen des schönen Weibes. Als willenloses Kind war sie von den Eltern, deren Anordnungen sie mit stiller, selbstverständlicher Ergebenheit nachzukommen gewöhnt war, an einen Mann verheiratet worden, der ihr Vater hätte sein können und der sie auch immer als solcher behandelte. Eintönig und frendlos flössen für die junge Frau, deren Brust ein mächtiges Sehnen erfüllte, das keine Erfüllung fand, die Tage dahin an der Seite dieses ernsten, verschlosseneu Mannes, welcher manchem alten, wurmstichigen Folianten viel mehr Aufmerksamkeit widmete als seiner Frau. Und als er starb, da war der Blutenstaub der Jugend verflogen. Und jetzt regte sich's urplötzlich knospend in diesem Herzen, das stets juugfräulich geblieben, ein sprossender, klingender und singender Liebesfrühling erfchloss sich im Herzen der Dreinnddreißia-jährigen. Altweibersommer! War es denn wirklich schon zu spät? War ihr Gang nicht noch immer so elastisch wie der ihrer Tochter, war ihr Nntlch wenia/r jugendfrisch, brannte in ihren Augen das Feuer der Lebensfreude nicht noch ebenso mächtig wie damals, da sie mit dem Manne an den Altar trat, der ihr Gatte wurde, ohne ^ Geliebte ihres Herzens gewesen zu sein? . .. .^ Muth uud Zuversicht zogen wieder ein inH Brust, und ihr sanftes, von dem unwiderstehl'U Zauber der Resignation verfchöntes Angesicht ".^ einen Ausdruck der Entschlossenheit an, der ihr f^' fremd gewesen. Die ihr gegönnte Frist war eine !"" In wenigen Tagen war die Beschäftigung, die °' einzigen Entschuldiguugsgrund für die' häufigen A, suche des Professors Reinberg bilden konnte, bceH Die Entscheidung musste daher, wenn sie sich in d'^ Zeit nicht von selber ergab, gewaltsam herbeige "^ werden. Es bedürfte keiner Provocation; der M"^ der ihrem Herzen so theuer geworden, führte selb" Entscheidung herbei. . ^ Er war friiher wie gewöhnlich gekommen, z" ^ Zeit, von der er wohl wusste, dass er die F"" ^ Hauses allein antreffe» werde. Sie nahm alle Fa>> ^ zusammen, um eine Unbefangenheit zu heucheln, d" „ so ferne lag! Sie wusste, dass ihr die nächsten 3"'^ die seligsten Wünsche erfüllen mussten, und das V klopfte ihr fast hörbar. ^ Unter dem Banne dieser schlecht verhehlte" „z regnng trng sie ein Benehmen zur Schau, das s"/M verschieden von dem, welches sie sonst dem Pl^»clj zu zeigen gewöhnt war. und iufolge deffen drohte ^ diesen gewandten Manu von Welt die souveräne" ^e losigkeit zu verlassen, die ihm bisher im 'l'M6^ mit den schönsten Frauen getreu geblieben war» jacher Zcttung M. i<»4. 1411 ii0. Juli l^89. 9 l,^^l)l" Schach) erzählt man sich, wie aus "ndon geschrieben wird, eine nelte Anekdote. Aei einer M"chteit zu Ehren des Schach, welcher auch Glad-lone beiwohnte, wurde dem persischen Monarchen ge-'"^ dass der «große Alte. demnächst seine goldene pochet 'eiere. «Seine goldene Hochzeit,» rief er aus, 'was »st das?. Man erklärte ihm dn> Bedeutung einer Mdenen Hochzeit. «Ah.» bemerkte Nasr-ed-din, augen-MMllch an seinen wohlgefüllten Harem in Teheran den-end, «es ist besser, mit einem Weibe fünfzig Jahre zu '"kl,, als mit fünfzig Weibern ein Jahr.. .. ^ (Kathedrale von Sevilla.) Die Ka-lWrale von Scvilla, welche bekanntlich im vorigen Sommer durch das Nachgeben eines Pfeilers in, Hauptschiffe Uz l> ""stürzte und von welcher es seither heißt, l?'^ rettungslos verloren sei, dürste nun doch viel-^Ht „oh erhalten werden, wenigstens soll ein ernsthafter "«»»ich gemacht werden, dies zu thun. Die Berichte der ^ Untersuchung eingesetzten Commission lauten zwar ecyt trübe, aber sie lassen doch noch einen Schimmer von v°!e>n '"nd sonst Ergebenheit bewiesen haben. Die von «us n; eralgouverueur zu vergebenden Medaillen sind si« s: ^"eil (im Feuer vergoldetes Silber oder Bronze); ^Nen^^ Millimeter im Durchmesser, tragen auf der bas w ^ ^ Bild des Königs und auf der anderen 'I.0V ^" des Congostaatcs mit der Ucberschrift: >"u6 ot li6vouomon^. Ei„ ^7 (Die Verdeutschung von «Cigarre») ^lheil^ ^^ Cigarrenfabrikant hat, wie wir mit-Yerb' Fben, vor einiger Zeit einen Preis für die beste ^ie ,^ch"na des «Fremdwortes» Cigarre ausgesetzt. s°lae,.k !!i^eu Wespen» schlagen dem Fabrikanten nun Ac>UH?e Worte zur Auswahl vor: Für feine Sorten: blödes n aF' ^aniM'st. Fcueraal, Glimmdolch, Aschcn-!^^7"stspiel, Heißsporn, Lippcnsccptcr, Wonnepfeil, Rauchzauber, Glühzapfen, Glückshorn, Tausendsassa, Araun-kehlchen, Seelenstab, Gedanlcnmuller. Für schlimme Sorten: Giftstachel, Gardineuschwärzer, Nasentod, Appetit-mördcr, Nicotinknüppcl, Meuchelstengel, Abfurie, Pest» röhr, Schrcckensast, Quallolben, Stinkgurle, Centrums» bohrer, Schandsäule, Brechstange, Sargnagel, Kohlknochen, Pfennigdraht. — (Rauchloses Pulver.) Wie der «Fanfulla» berichtet, ist es auch italienischen Artillerie-Osficieren nach langen Versuchen gclnngen, ein Pulver zu erfinden, welches ohne Rauchentwicklung verbrennt; wenn die weiteren Proben eben so befriedigend ausfallen, wird das italienische Heer bald Patronen mit solchem Pulver erhalten. — (Die erste Eisenbahn in China.) Wie der Shanghaier Correspondent des «Standard» aus guter Quelle vernimmt, hat der Kaiser von China, ungeachtet der Opposition der Reactionäre, endlich das Edict für den Bau der Eisenbahn nach Tunghow erlassen. Marquis Tseng, der frühere chinesische Gesandte in London uud Paris, wurde zum Generaldirector aller chinesischen Eisenbahnen ernannt. — (M ünzen fund.) Die Grundbesitzerin Pauline Dvorsky in Peterswald in Mähren fand vor kurzen« während der Arbeit auf ihrem Felde 60 Stück Thaler alten Gepräges mit der Jahreszahl 1593 bis 1l»40, welche noch in ganz gut erhaltenem Zustande sind. — (Todtschlag in einer Irrenanstalt.) Man telegraphiert aus Prag: In der hiesigen Irren-anstatt wurde der Wärter Franz Seifert aus Briix von dem 17jährigen Geisteskranken Franz Mares mit der Faust in die Nauchgegcnd gestoßen und innerlich so schwer verletzt, dass er bald darauf verschied. — (Edison in Wien.) Wie aus Newyorl gemeldet wird, trifft der berühmte Erfinder Mr. Edison im Laufe des nächsten Monats zu kurzem Aufenthalte in Wien ein. — (Rücksichtslos.) Bräutigam: «Kann man etwas Schöneres sehen, als diesen grünen Wald?» -Braut: «O pfui, Otto! Das sagst du mir?» Das ßahonmiidchon. Die medicinischrn Curwsitäten mehren sich jcht in Paris i» cnissallender Weise Ist es die sorta.rschrittenc Art der Ve< obachtuna. oder der Umstand, dass jcht auch in solchen ssnllen ärz» lichr Hilfe in Allspruch genommen wird, wo mau sich früher mit sogenannten Hausmitteln beHals, dic mehr oder minder in das Gebiet des Aberglaubens rankeren; genna., rs werden der ärztlichen Wissenschaft jcht häusia. e bereitet wcrdttl müsse. Dec Professor. e»,e G.I""" Vuchc geblättert hatte, machte plötzlich tellil Hers > b" Ungeduld. Er ruckte sich ein Fan-'Ich la,," ""d sehte sich nahe, c,anz nahe zn der Dame. ">>t> Jh." '""It länger eiue Komöoic spielen, die meiner ""^rmi.. s/"'""Udiq ist. meine «diae,. begann er 5> Er """d fast feierlich. , ^ der 5"^^ zögernd, die schlaff herabhängende Eilend n c "" ä" ergreifen, deren Blicke voll nnd 'Mt. ^5"' 'hm rllhten. Sie cutzoq ihm die Hand ,^"n 3 '^"^ N"ch "icht mehr in jenen Jahren.» ^N'M ^., ""H einer Weile U'icder. nnd in feinem ^ffrnlÄ" Alterte es wie von nicht beunisterter ^",'M illw.^' ''" denen mau ulächtigen Gefühlen anch "'nsscn,. ''Zwmlglichkn Ausdruck glaubt verleihen zu ^l sei,,;^. deckte leise die erbebende Hand. die er Mster f.^ ^ nicht für nöthig gehalten.» fuhr er H>l" schöllen^" " ^ wagte, seinen Alick wieder ^.^n ft,^ " Mail zu erheben, die mit hochwogendem '"!^scllr„l "" 'b'" l"sl' "ne in meinem allen 1 lzcn Plötzlich emporlodernde Neigung vor Ihren Augm ängstlich zu verbergen, da mir Ihr Betragen vvlle Hoffnung zu der Erwartung gibt, dass Sie derselben Ihre Billigung nicht versagen werden.» Nun spürte er ganz dentlich einen leisen Druck der weichen, kleinen Hand. Und in den Augen der Frau. die ihm so nahe saß. dass ihn der Hauch ihres Mmlde's berührte, leuchtete es auf. wie von freudiger Zustimmung. «Ich entnehme es ans Ihren Blicken.' sagte er innigen Tones, 'dass Sie einwilligen! Sie gebeil mir Ihr Kind znm Weibe?!» Kein Schrei eulranq sich ihren App-n. nur ein Aechzen, ein röchelndes Aufstöhne!,. Todlenblass war sie. als sie anfstand. Im Gesichte des Professors malte sich erst namenloses Erstaunen über diese plötzliche Umwandlung, abcr im nächsten Momente schuss blihes-gleich das Verstehen durch sein Hirn. Kalt nnd gefasst erwiderte dic Dame: «Ich bedauere vom ganzen Herzen, Herr Professor, dass ich Ihnen eine Autwort geben muss. die Sie enttäuschen wird. Dora bringt Ihnen, wie ich gcnan weiß. nicht eine Spur jener Gesinnung entgegen, die Sie bei ihr mit Bestimmtheit vorauszusehen'scheinen. .« Bald nachdem sich der Profefsor entfernt hatte, hüpfte Dora in das Zimmer. Sie schlang die Arme liebkosend nm den Hals der Mutter nnd liisste sie. Dnsc erwiderte Umarmung und Knss des Kindes, aber (iu l'lgenthülulicher Blick traf dasselbe dabei, cin seltsam, r. flammender und dabei doch so starrer Blick, Blickt nicht dss Hass so? ... !^. ^'. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Sanktioniertes Landesgeseh) Seine Majestät der Kaiser haben mit Allerhöchster Entschließung vom <», Juli d.I. dem vom krainischen Landtage beschlossenen Gcsehentwurff. womit der i< 2 des Gesetzes vom 18. December 1874 (L. G. Bl. Nr. 1 vom Jahre 1875), betreffend die Regelung der Normalschulfonds - Beiträge von Verlassenschaften in Krain abgeändert wird, die Allerhöchste Sanction zu ertheilen geruht. — (Primizen.) Die in den letzten Tagen zu Priestern geweihten Zöglinge des hiesigen Priestersemi-narS werden an den nachstehend verzeichneten Tagen das erste heilige Messopfer darbringen, und zwar: Anton Vojanec am 11. August in St. Peter bei Rudolfs» wert, Johann Cuderman am 4. August in Terstenil bei Krainburg, Peter Havptman am 28. Juli in Dol. Franz Hiersche am 4. August in horjnl, Franz Kosir am 22. Juli in der Marienkirche zu Nosenbach bei Laibach, Johann Mauringam 28. Juli in Vrunn-dorf, Josef Mensinger am 28. Juli zu Pocalek in Böhmen. Johann Pelc am 28. Juli iu Reifnitz, Andreas Plecnik am 28. Juli in der Ursulinnenlirche zu Laibach, Lucas Smolnitar am 4. August in Unter-Tuchein, Anton Omid am I I. August in St. Martin bei Krainburg, Vincenz Vidergar am 4. August in Moräulsch, Joses Zagar am 4. August in Trebelno, Alois Zeleznx zu Zdylou in Böhmen; dann aus dem dritten Jahrgange der Theologie: Johann Aezeljal am 28. Juli in Log bei Wippach, Franz Girl am 4. August zu St. Peter in Laibach, Ferdinand Celal am 28. Juli zu Vobratan in Böhmen, Mathias Novak am 26. Juli in Podsemel bei Mottling, Johann Piber am 4. August in Veldes, Ludwig Schifsrer am 4ten August zu St. Jakob in Laibach, Johann lKisla am I I. August zu St. Peter in Laibach. — (Aus Gotische e) berichtet man uns: Am 15. d. M, fand die erste ordentliche Sitzung der neugewählten Gemeindevertretung von Gottschee statt. Es waren 19 Ausschussmitglieder erschienen, die mit Ausdauer, trotz der tropischen Hitze, welche in dem für diesen Iwccl gänzlich untauglichen Gemeinde-Amtszimmer herrschte, die zahlreichen und thcilweise recht interessanten Punkte der Tagesordnung erledigten. Der Vorsitzende, Bürgermeister Loy, zeigte, dass er gesonnen sei, mit der nöthigen Thatkraft und Unparteilichkeit seinrs Amtes zu walten. Der Verlauf der Sitzung war dementsprechend ein ruhiger. Der gewerblichen Fortbildungsschule in Gottschee wurde eine Iahresunterstiitzung von 3l) st. bewilligt und der Untergemeinde Hohcnecl zur Aufnahme eines Dar« lehens von 1800 fl, aus der Laibacher Sparcafse gegrn 4'/.^ Procent Verzinsung, um die Schulhausbauschuld dieser Gemeinde bei 25 Procent Umlage in einigen Jahren tilgen zu können, die Zustimmung gegeben. Dein Schüler Flack der fünften Realschulclasse in Laibach wurde cin Stampsl'sches Stipendium von 100 sl., den Gymuasialschülern Schneider, Krrße, Samide und Schlenz in Gollfch« je ein folches von 50 sl. verliehen. Die Mittheilung, dass der hohe Landesausschuss 1000 fl. zum Zwkcke der Forschungen behufs Eutwässcrung des Gott-schecr Beckens blisteuern wolle, wurde mit groszem Vei-salle zur Kcunlnis genommen. Die Witwe nach dem verstorbenen Gcmcindcsecretär Aerderber erhielt eine Un^ terstützung von monatlich 5 fl. Die Stelle wurde provisorisch aus ein Jahr in geheimer Sitzung wiederbesetzt. Nun wird es hoffentlich möglich fein, die Gemeinde-Angelegenheiten mchr zu fördern; zunächst will man der Säuberung der Stadt das Augenmerk zuwenden. Auf ordentliche Beschotterung, die heuer beinahe gar nicht vor- Lailiachci Fcllung Nr. Ill^. 1412 2N. Juli !8«:>. genommen worden war, mit entsprechendem Material soll gesehen und die Bewohner ersucht werden, wenigstens alle Freitage vor ihren Häusern zu reinigen, damit dann durch städtische Arbeiter der Mist aus der Stadt geschafft werden könne. Man hofft, dass diesem Ansuchen allseits werde Folge gegeben werden, und ist bereit, widrigenfalls auch Strenge walten zu lassen. — (Lehrer- und Lehrerinnen -Bildung s a n st a l t in Laibach.) In dem eben abgelaufenen Schuljahre wurde die l. k. Lehrer-Bildung anstalt in Laibach von 73 Zöglii'gcn besucht. Die 2t) Zöglinge des vierten Jahrganges unterzogen sich sämmtlich der Reifeprüfung. Den dritten Jahrgang besuchten 10 Zöglinge; hievon machte einer einen Fortgang mit Vorzug, 12 einen guten Fortgang und 3 haben Wiederholungsprüfungen. Von den 18 Zöglingen des zweiten Jahrganges machte einer einen Fortgang mit Vorzug, 12 einen guten Fortgang, 4 haben Wiederholungsprüfungen, 1 Zögling kann wegen nicht genügenden Fortganges als Repetent seine Studien an dieser Anstalt nicht fortsetzen. Der erste Jahrgang zählte neunzehn Zöglinge; davon machten 10 einen guten Fortgang. 7 haben Wiederholungsprüfungen, und 2 werden den Jahrgang wiederholen. Die Uebungsschule besuchten 125 Schüler, wovon auf die dritte Classe 26, auf die vierte, zweite und erste je 33 Schüler entfielen. In der vierten Classe machten 10 Schüler einen sehr guten, 22 einen guten Fortgang. In der dritten Classe machten 6 Schüler einen sehr guten, 17 einen guten und 3 einen ungenügenden Fortgang. In der zweiten Classe machten 10 Schüler einen sehr guten, 20 einen guten und 3 einen ungenügenden Fortgang. In der ersten Classe machten 7 Schüler einen sehr guten, 21 einen guten und 5 einen ungenügenden Fortgang. — Die Lehrerinnen-Vildungsanstalt zählte 65 Zöglinge, von denen sich 28 der Reifeprüfung unterzogen. Von den 37 Zöglingen des zweiten Jahrganges machten drei einen Fortgang mit Vorzug, cinund' dreißig einen guten Fortgang, drei haben Wiederholungsprüfungen. Den Industrilllcurs besuchten vier Zöglinge; von diesen erhielt einer die Lehrbefähigung für Volksund Bürgerschulen und drei für Volksschulen. Eine Pri-vatistin erhielt die Lehrbefähigung für Volksschulen mit deutscher Unterrichtssprache. Den Kindergartencurs be« suchten acht Zöglinge; von diesen erhielten fünf die Ve< fähigung als Kindergärtnerinnen; einer wurde auf zwei Monate, einer auf ein Jahr reprobiert; vier erhielten die Befähigung mit deutscher und slovenischer, einer mit deutscher Sprache. Von den fünf Privatistinnen erhielten vier die Befähigung, eine wurde auf zwei Monate repro-biert. Die Uebungsschule wurde von 115 Mädchen besucht. Vou den 29 Schülerinnen der vierten Classe machten 7 einen sehr guten, 19 einen guten, 2 einen ungenügenden Fortgang; eine blieb krankheitshalber un-classificiert. Die dritte Classe zählte 25 Schülerinnen; davon machten 7 einen sehr guten, 16 einen guten, zwei einen ungenügenden Fortgang. Von den 29 Schülerinnen der zweiten Classe machten 7 einen sehr gulen, 19 einen guten und 3 einen ungenügenden Fortgang. In der ersten Classe waren 32 Schülerinnen; 11 machten einen sehr guten, 18 einen guten und 3 einen ungenügenden Fortgang; 1 blieb krankheitshalber unclassificicrt. — (Zum dritten österreichischen Bundes schießen.) Graz rüstet sich zum Feste; die Arbeiten auf dem Festplahe sind nahezu vollendet. Der reich ausgestattete Gabentemftel, für welchen Spenden als «Beste» im Gefammtwerte von circa 30 000 fl. bestimmt sind, zeugt von dem hohen Interesse, welches diesem wahrhaft patriotischen Feste aus allen Gauen Oesterreichs und der Nachbarläuder entgegengebracht wird. Die steiermärkischen Schütze» überbieten sich in loyaler Weise in der Arbeit, um ihren lieben Gästen einen würdigen Empfang zu bereiten, an welcher die Stadt Graz selbst« verständlich den größten Antheil nimmt. Aber nicht allein die Schützengilde, sondern überhaupt die Gesammtbevöl-kcrung der steicrmärtischen Hauptstadt beweist durch ihre lebhafte Bethätigung das einmüthige Streben, sich in allen Herzen der Freunde und Bundesgenossen eine dau« ernde Erinnerung zu bewahren. Es dürfte hier am Platze sein, allen Gästen in Erinnerung zu bringen, dass die bekannte Gastsreundlichkcit der Stadt Graz für alle Bedürfnisse vorgesorgt und derartige Einrichtungen getroffen hat, um so ziemlich allen Wünschen der Festtheilnehmer aus nah und fern nach Möglichkeit gerecht zu werden. Jene Festthcilnehmer, welche etwa im vorhinein irgend einen Wunsch äusjern wollen, wollen sich direct mit allen Angelegenheiten an den Festausschuss in Graz wenden, welcher es sich zur Ehrensache gemacht hat, auch alle seine lieben Gäste, soweit es im Bereiche der Möglichkeit liegt, in vollkommener Weise zu befriedigen. Um die Fahrpreis-Ermäßigungen bei deu Bahnen zu erreichen, wird den Schützen und Gästen dringend empfohlen, sich die Fcst-karten rechtzeitig zn lösen. Legitimationen für die k. t, Staatsbahnen sind bei dem Obmann d.s Wohnung^, Empfangs- und Verkehrs-Ausschusses, Herru August Fleischmann, Graz, Postplatz Nr. 2, anzumelden. — (Gemeindewahl in Obcrlai bach.) Bei der vorgestern swttgcsundenen Wahl der Gcmeindc-Vor-stehunst in Oderlaibach wurden aus Grund eines erzielten Comvromisks Qerr Gabriel 5>elnu^?k »um Gemeinde- vorsteher, die Herren Karl Mayer, Josef Lenarcic, Georg Grampov can, Karl Kotnik, Franz Galle, Jakob Kovac, Josef Iurca und Notar Auton Ko-matar zu Gemeinderäthen gewählt. — (Club der Amateur-Photographen in Laibach.) Bei der diesertagc stattgefuiidencn ersten ordentlichen Generalversammlung des Vereines wurde der bisher provisorisch sunttioniercnde Ausschuss definitiv bestätigt, uud zwar die Herren: Johann Subic als Präsident, Gustav Pirc als Secretär, Lucas Pin tar als Cassier, Frau Maria Hlavka und Anton Tramte als AuSschlissmitglieder. Die Versammlung fasste ferner Beschlüsse über die Einrichtung des Laboratoriums und den Anlauf ciucs complete»!, den neuesten Anforderungen entsprechenden Vereins-Apparates; beide werden den neu-eintretenden Mitgliedern zur vollständigen Verfügung stehen und die bequeme Erlernung der Photographie wesentlich erleichtern. Demnächst finden mehrere Vortrage statt über die wichtigsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Photographie, bei welchen die neuen Mitglieder mit allen nöthigen Manipulations» vertraut gemacht werdeu sollen, die sie bei der Ausübung dieser schönen Kunst brauchen. Die Vereinsstatulen sind bereits im Druck und werden demnächst an die Mitglieder und Interessenten verschickt werden. Anmeldungen zur Aufnahme sind zu richten an den Präses des Vereines iu Laibach, Sternwartgasse. Virant'sches Haus. — (Hundecontumaz.) Nachdem bei der am 15. d. M. stattgefundeneu Section eines am 12. d. M. in der Ortschaft Rakel wegen Verdachtes der Hundswuth getödteten Rattlers das Vorhandensein der Hlmdswuth bei dem erwähnten Rattler, welcher übrigens auch mehrere Menschen und Hunde gebissen hat, amtlich co„statiert worden ist, wurde über die Gemeinden Plauina und Zirknitz eine am 15, d. M. beginnende dreimonatliche Hundecontumaz verhängt. — (Fünfundzwanzigjähriges Jubiläum.) Jene Herren Seelsorger der Laibacher Diöcese, welche im Jahre 1864 zu Prieslern geweiht wurde», begehen am 30. Juli bei ihrem College» Herru Dechant Dr. Sterbenc in Haselbach gemeinsam das Fest ihres 25jährigen Priesterjubiläums. — (Neues Parteiblatt.) Die Starccvic»Partei lässt von heute an in Agram ein neues Journal unter dem Titel «Glas Naroda» (Voltsstimme) erscheinen. Der Herausgabe dürften keine Schwierigkeiten gemacht werden und auch der Bestand des Blattes dürfte keine Anfechtung erfahren, wenn es von der Tendenz ablässt, den österreichisch - ungarischen Staat in den Koth zu zerren. In Bezug auf die Besprechung interner kroatischer Fragen wird gegenwärtig den oppositionellen Journalen ein weiter Spielraum gelassen. — («C arniola.») Die hiesige akademisch-technische Ferialvcrbindung «Carniola» veranstaltete Montag den 15. Juli, wie alljährlich, zu Ehre» der deutschen Abiturienten der hiesigen Mittelschulen eine festliche Kneipe, welche unter reger Betheiligung von Mittelfchulprofesso-ren, Gymnasial-Abiturienten, «alten Herren» und activen Mitgliedern der «Carniola» in sehr animierter Stim» mung verlief. — Morgen den 21 Juli vormittags um 11 Uhr wird die «Carmola» im Iahn»Zimmer der Casino-Restauration eine Hamerling-Trauerfeier zu Ehren des eben verschiedenen österreichischen Dichters abhalte». — (Schadenfeuer.) Am 16. d.M. nachmittags brannte die zwölffenstrige Doppelharpfe des Ignaz Sumi aus Krainburg, welche mit Weize»frucht vollgefüllt war, ab, wodurch der Genannte eine» Schaden von circa 450 fl, erleidet. Assecuriert war das Object nicht. Der Brand wurde durch drei Knaben aus Krainburg, welche, iu der Harpfe versteckt, Cigarren zu rauche» versuchten, gelegt. — (Im Bade Tüffer) find bis 9. Juli 588 Personen zum Curgebrauche eingetroffen, darunter aus Krain: Realitätenbesihers - Gattin Marie Lenz sammt Tochter aus Lustthal, Geschäftsleiter Albert Wenzel aus Laibach, Handelsmanns-Mitwe Iofesine Friedrich aus Laibach, Med.-Doctors'Witwe Marie Nazftet sammt Tochter aus Nudolfswert und Besitzerin Marie Dellrva aus Neumarktl. — (Postalisches.) Der Postcommissär Nikolaus Dudan in Zara wurde über sein Ansuchen zur Post« und Telegraphendirection in Trieft übersetzt. — (Schnee in den Tau er n.) Nach einer aus Obcrvcllach eingelangten telegraphischen Mittheilung siel in de» dortige» Hochalften im Laufe des vorgestrigen Tages Schnee bis zur Holzgrenze herab. Neueste Post. Original-Telegramme der .Laibacher Ztg.» Prag, 19. Juli. Vei drr heutigen llandtagswahl im Städtebczirke Simchuw si^te. h^ Altezeche Elh'-nicly gegen den Inngczechen 'Krejci mit 004 gegcit 52<1 Stimmen. Die Deutschen enthielten sich der Wahl. ^eodcn, 19. Juli. Heute wnrdcn wieder IN Schnb-ettcnntnisse uon der Politischen Behörde gefällt Der Gcmciudc-Allsschuss setzt heute die Vkrallinuqcn geaen die Mschi.'bnngen fort. 1100 Bergleute mit 'l00 Wei> bern uud Kindern wallfahrteten morgens nach Kalten» brnnn bei Göh, wo sie eine Messe bestellten. Der Ae-zirksha-ptmaun begab sich dahin und suchte auf die Leute einzuwirken; sie gaben znr Antwort: Sie köim-ten nnter den grgeuwärtigen Verhältnissen nicht leben, Berlin, 19. Juli. In der hentigm Magistrats-sitznng wlirdl' die Mittheilung verlesen/ dass der Kais" von Oesterreich der Trauer wegen ersucht habe, es möge bei seinem demnächstigcn Besuche jeder officiclle festliche Empfang, jede Slraßcnausschmnckung seitens der Cummunc unterbleiben. — Ein für den Zaw> bestimmtes lebensgroßes Orlporträt des Kaisers Wilhelm ist hentc nach Gatschiua abgegangen. London, 19. Juli. Der Earl'of Fife wild

! der englischen Votschaft dem König Milan zn Eh"" ein Empfangsdincr statt. — In Stambul ist c>» großer Brand ailsgebrochen, welcher bereits 200 Ha'"!"' cinäfcherte. Angekommene Fremde. Am 18. Juli. Hotel Stobt Wien. Vndan. k. t. Landesgcrichlsrath, s. F"»>, Görz, — Dc Ginsto. Gntsbescher, s. ssran. Pirano. - ^ meczet. Goldarbciter; Wust, Ledcrcr. Hostnil; Glaser, Sch»«" und LchdüicUM-, Kaufleute, Wien. — Pleäe, K'ausm., Praa- ^ Schlich, Kanfm.. Nürnberg. — Aal, Kanfm., Milnchcn. , Hotel (s-lcfaut. Hardt. Obrrlicuteuant, Peterwardrin. — V""' ling, Oberlientenant. (tsseg. — Taylcr, Ingenienri> < M^' s. Tochter; ssonzari, Beamter, Trieft. — Hliber, Selzach. " Gült Hasehlhoser, Basch. Wie». — Lonmrie. Srlce. Hotel Slidl'ahuliof. Rylwwöli. Vahnbeamtrr, Lembera. — ^ sus;, Wiener-Neustadt. — Saudlnopf, Wien. ^^- kcrftordeue. Dru 1 8. I u li. Augustin Seuica, Maurer, 2« I., K«h< thal N, Tnbcrculosc, In, Svi<"A .. .^'' >'' "'.l' 9 " " !1- N" bc'r Wil»eru„a.s Charaltn ist's ^ «Lmbacher Zeilm,«.. Nr. Ili-l soll ^ Heisleu austatt: «aeae» ^'' e>n hestlsslr Onftrcqeil mit Gewitter, in NO. llberaeheüd, "^ aeacu 2 Uhr mit neuerlichem Gewitter im W. erhellend' '. richtiaer: «a.cgr>i Mittag in heftiqe» Missen »lit ""',,,z Mllen lie, meiner m,d meiner Frall hartnäckigen Stuhluerstop^ sehr nlltzllch gewirkt haben, uud danken wir Ihnen für ^ ausgezeichneten Schweizcrpilleu. Diese Pillen haben l,ei n»l ,,, ineiuer ssrau nicht „nr bei Verslnpsnng. sundern auch W ^'l, rrinigüüg auf das vorzüglichste gewirkt. Johann tt""^ Vahnhofgasse 12. - Man sei stets vorsichtig, anch die H. Aputhekcr Richard Brandts Schweizerftillen ' und leine H ahinnng zn emftsaugeu. (ltt^, ^icht Magenkrebs nnd Gcschwilrc - aber alle ander". ^',, 1!> d,e veraltetsten Verdammgsleiden nebst den hicra"/ ..^ H^ stehenden Neben- nnd ssulgebeschluerdcu — darf man N.. durch ein bewährtes Heilnersahrrn baldigst zu heile". ^>i res durch I. ss. F. PoPPS Polillinil in Heide Oolstei")- . Anfragen e>wähne man diese )icitnna. ^.-ill) ^'"^-' -------- Bei Kinderkrankheiten, weichn so häufig s.üurclilgeride Mittel ei-sordo«1'1' wird von ürztlir.hcr .Seite als wogen «einer mi'dcn Wirkung liiosür besonders geeignet: ^r ----------¦--------saSetoiTv»* mil. Vorliebe verordnet: bei MugciiHiliiro, ^'^ plu-.ln, HluwtliitiH, T)niH(Miunsc.hvv«»IIiin^(Mi » s¦ Z ebenso bei KaiarrluMi der Lnftröhr« und K«|J|'si|. lniHlfMi. (Ilofratli von l.ösc.liners Monograpbi" ''/ (iiessliiibl-l'iic.listein.) (54) 7" üailiacher >"d4fi Staatslose . . ,00 st. 173 20 173 7N .,' » . . 50 fi. 1733017370 »/n D°M,-Psbbi, k ,n, st, , , ,l>0 50 ,5.,-. HDes!, Nuikrenlc, steuerfrei , ,u« »5 ,io«»5 ^^.Nolenrinle, stenersre! , ü!i 75 Ul>'95> ^"«ntirrte (risenbahn-Tchulbvtrschrridiingcn. ^l"b"hlmb" !>, O, steuerfrei . ,»4 - 124 50 'na»z^scpl, Halm l„ Llluer . ,15 NO ,,« 2n «manlier Äal,i, 3 - K'^ 5.0 «Mllbrnchalin ^oo fi, <5M, , , ^-^ z.^ ,^ °"°U<»z Ä!!dwel«200st.ü. N. ___ ------- ^",°Salzl,,.Tirol 2»<> st, ü, W, Ls,«-5<. 20!» 5« «>! awhiillh,, s,'ir 20«, Mall , 114 25 ,14-75 .>"" W Ä»<> War! 4"/„, . . l,9-l.o,8i,'40 Yill!,,-Io>rp!, Vnh» Vm, ««»4 . 97'«0 9° 40 «orarlberncr «nyil Emiss, ,»«4 9525 .--- «""Kap^rren^ 5'/, . . , »^- 95 20 ">>«, 'i!lml,,«„l, ,L0fl,S,W,l2, !,4 "" Ns'blllm P,iorl<ä>ri> , . 10!)-,<><< 50 d « ^"'°°c>l>l!nnt, », ss, 187« ,12 5!> 113 - 3 °' ^"^'"'"l Vlbl,.0b. IM fi. M-75. 10» 25 °l°- !bräm..Aul, k ,00 st, ö. W. ,/.<: 75 ,4, ii,°> ll,»» Ne«,-L°Ir 4"/„ loo st, 127 ... ,2750 Veld Warp Gnmt»entl.-Ol>lillationcn (für ,00 st, LM.). ü"/„ «nlizische..... ,04 50 lNb — 5°/„ mährische...... 110 25 1,0 75 5"/u Kraiil «nd Kusienlanb . . —-—---------------------- 5«/„ «iederösterreichische . . . 109 50 ,,U 50 5«/„ steirischc...... -'-- -'- 5"/n lroatischc nnd slavonische . lN5 - ,(»«-— 5"/„ siebenbärnilche . , . . ,04 80 ,05 20 5"/„ lemeser Äanat .... ,04 80 ,o.i 2» !i"/„ uügarische...... 1N4 8o n»5 20 Andere öffcntl. Anlehcn. Donau-Meg-Lose 5,"/^ W0 st, . ,122- 122 — dtu. Anleihe 1«7» , . 108 ü<> 1<>9 l><» «ülcbe» der Sladt Wrz . . I,!»-— — — «»lebm b. <3»ad>gemr!nbe Wien 10« l<> ß 7s, Präm,«nl, d, Studlqem, N!en I44-— ,44 i!!'» UVricnba,! Alilehc» verlo«, 5"/» »5 75 W 50 Pfandbrirfc (liir 100 st,), Äodencr. ally. ös<, 4"/» E . , >1»-—ll»- bto. . 4>/,°/„, . . l2 - 0rsl,-i!»g, Banl vrrl, 4>/,"/» . 10^«u ,s>» 50 delto » 4"/« . . 10U 5<» «<>>- . dstto 50jähr. » 4"/, , . 100'bN IN,-. Prioiitäts-Obliglltioncn (snr ,00 st,), Ferdinande Nordbalin Em, 1««N ,«075 101 «s, Oalizische «arl^Ludwig'Ällhn Em, ,»«1 Ü0" fi, <3, 4'/,"/„ . IM-80 101-30 Geld Ware vesterr. Norbweslbahn . . . 1U8 40 109 — C'aa»«l>lll,n....... ie7'»ö1»u^5 Sildbahn il 3"/„..... !45'ü0 14S-50 » i^ 5»/„..... «o - 12« 75 Ung.gallz. Vahn..... 110 50 10I-— Diverse Lose (per LtNcl), Creditlose 100 st...... ^goy l»4 - lllnry Lose 4« st...... f.z^ «,'80 4"/,, Dunau-Dampfsch, ,00 st, . iiiy __ ,zo — Lalbacher Prüm,.«ülch. 2« st. L4-^ 24 5" Osl'nrr Lose 40 st..... ßl,.^, eZ^k. Palssy'Lnse 40 st...... g,.,z gz._ »>ull,rn Kreuz. »st. Vcs. v.. ,« st, , g »i 1» 75 »»»dulph Lose 10 st..... zn ,- z»'5»> Ealtn Lo!e 40 st...... ßz — 63^- El, Venm« Lose 4« st, . . , ßz.,^, ^.. Waldst.iüLuse 20 st..... 4«." ?°. Windisch Vräh Lose 2« st, . . 57,.. 5«, . INOfl. !3"3 - 3a3'.>>!> Credillianl. Ullg, n»n. L00 st. . !l>« ?5> 3,7 25 Depositenbank, Allg, 2<»0 st, . 184 — ,«<> — lt^umple Gcs.Ndrüs«, 500 st. . 555 — 5M< - Giro >,, Cassrnv,, Wiener 200st. !W — 2>»o -. Hüpotbelrich,, »st, 200 st. »5,"/ i2l» 50 » Westbahn 200 N. . . , 327'—828 - Vuichticbrader Eis. 50« st, 30 «5,35, Galllar! Lubw,^Ä «oost, ÜM, ,«,, 3", iÄl'7?» Lemb. - Czrriww, - Iasiy - Visen- liatm-Oesrllsch, 200 fl. E, . . z,,e . »35 75 Ll°l,d,üst. ung,.TrieN5oofl,TM, 3<»» - »95, Oesterr, Norbwettb. i,oo fi. Silb. l«7 - ,87 5o dlo, (lit. 1!., 200 st, 2. , .z,3'75 2»4- Prag Düfer Eisrnb, 150 fi. VIlb. f.l 75 «2 75. Rudolpl, «!ahn 200 st, Nilber , - - -------------------- Eiaatseiienbalin !ioo st, Lilber 221 »5^2, 5><» Endlmhn 200 st, SNbrr, , ,<2"75,2^25 Eiid NorbdVerb, >i<, üOOfiCM, 15N 25 ,«>l! 5>n Tramwat, Ml'!,.Ur,,l?0st,«, W, 8^9 25 2itU 75, » »ene Wr,, Priorität«- Äcllrn 100 fi...... by 50 1«, 50 Una, galiz, Eisenb. 200 st. Gilber l»0 — ,W b0 > Geld W»« Ung, Norboftbahn 200 fi, Nilbel ,»,, B.-«, 55 50 56 .- Llesiiiger Branerei ,00 st, , , lW«5,s>e?5 wiunlai, l!>ll,. österr,' alpine «5 30 6^«l> Praffer (tisro Ind.Oes, 200 st. 362— 3S8>5<) Salssv Tarj, Eteinlohlen «0 st, »<4 — »,»-.- 'Vclilüalmiidl., Papiers, 200 ft, »0? .. «<,l»^— »Gleurermühl»,Papiers,il,V'V, <»2 75 :»» - Irifailer Kohlrnw, Ges, 70 st, . ,07 — ,o« .. iüllKs,!s'G,,Oest,lnW00fi, 4W— 41«'-. W°W°n Lrihanst.. «ll«, in Pest «0 fi......... ?«-— 7» — Wr. Blülgelrllschllft ,00 fi. . . 75' - 7« — MenerberzrrZiegel-«ctienVfs. ,«5 25 1«e"?5 Ttvisen. Dcuüche Plähe..... 5» 30 z«'45 limwon........ ,ll» !5 ,1» 50 Pari»......... 4?b7, »?'«. Valuten. Ducaten........! 5'«4 bL« 20.sslanc«'Nt<>^ ,h,z,,„i^l. ersucht, doch °r.:°" ^°' "llwunlirtcn P.ün-(^pcllcr nl^'"'^ ^'^ '"^"'" I'"' edü, durch Ver-°ch davon >.b^e»sst. d^s, dies Hmls-",'d M!i'^ l"i Mcht, Nhlunialisiuus ll X "ii^n- hi,s . ^. "? "lltoiülchcn :c. a,n s,chcrslc>, er tp» c.- ^"l'lnu'lldl-li schon nnch der bil il, «7"l"'l"l'!a die Schmerzen. Der ^ « 3;w. 70 sr. , sch s? '? °"^ Unbenn.lelten die An- , l'V "^'"«" l»i!te sich jedoch vor schad- Pnin.l^ ^>"»^en und nehme nur , <„," ExMer "it der Marle „Anler" » ^potb^' "' ^orrätin in den nieisten lUln"su..^ Haupt-Depot: Apothelt ^^«» N.llasplah?. «,«W^» Die akad.-techn. Ferial-Verbindung „Carniola" gibt ihren lieben a. H. a. H., i. a. B. i. a. B. und allen ihren Freunden und Gönnern dieMiltheilung. dass die Trauerfeier anliisslic.il des Ablebens Robert Hamerlings morgen Sonntag: um 11 Uhr vormittags im Jahn-Ziminer der Casino - Restauration wird abgehalten werden, wozu hiemit die geziemende Einladung ergeht. Laibach am 20. Juli 1889. Im Auftrage des B. C. R.Tschech, stud, iur., dz. X F. Eger, stud, iur., dz. XXX NB. Die Trauerfeier wurde irr-Uiürnlich für Donnerstag den 2f>. d. M. angesagt. Nur um 6 fl. wird Unterricht im Schnittzeichnen ertheilt. Castellgasse Nr. 13, II. Stook, Thür Nr. 11. (2898) 3-2 Zwei möblierte Monatzimmer für einen Herrn sind am Congress-platze Nr. 7, I. Stook, sofort zu vermieten. (3010) 3—1 Ein Spezereigeschäfts- Local sammt Einriohtung in einer grössern Stadt Kraina, an der Bahn gelegen, ist ohne Waren-Lager unter sehr günstigen Bedingungen sofort zu vergeben. Näheres beim Herrn B. Zitnik, Con-gressplatz Nr. 3 hier. (3011) 3—1 Herrn G. PiCCOli Apotheker in Laibaoh. Bründel, 30. Dec. 1888. (Unterkrain.) Ihre Magcn-Esseuz hat mich von einem hartnäckigen Magenkatarrh. verbunden mit Appetitlosigkeit. Frösteln u. Kopfschmerzen , nach kaum dreitägigem Gebrauche vollständig geheilt. i5i5) 12-7 Ich erachte es als Pflicht, Ihnen für dieses wohlthätige Heilmittel bestens zu danken. Hochachtungsvoll Johann G-arvtax Oberlehrer. Handels-Akademie in Innsbruck gleich organisiert wie die übrigen Handels - Akademien Oesterreichs. Oeffentlichkeifs- Recht. — Einjährig-Freiwilligen-Recht. Jährliches Unterrichtsgeld 60 fl. — Schulbeginn am 16. September. Nähere Auskunft ertheilt dit> (MHö) 4 — 1 Direction der Innsbrucker Handels-Akademie. Acht Preis-Medaillen. Die besten Handharmonikas mit 1, 2 und H Reihen Tasten, Orcliestttr-Hurinonika mit Slahlstimrnen und Lederbälgen eigener Erzeugung, sowie alle Musik - Instrument«, Violinen, Zithern, Flöten, Clarinetten, Trompeten, Spielwerke, Spieldosen, Mundharmonikas, Occarinen, VVerkel, Aristons, Vogelwerkel, Album mit Musik, liier- und Weingläser, Damen-Necessaires mit Musik etc. von JOH. N. TRIMMEL Harmonika-Fabrik, Wien, VII., Kaiserstrasse 74. Preiscourante franco und gratis. (2299) 30-4 Gewalzte Baus rüger sowie alle sonstigen Eisenwerks - Erzeugnisse führen in grosser Auswahl auf Lager und ^ / liefern prompt zu billigsten Preisen t. JULIUS JUHOS & ClMP S h5»» Comptoir, Flnnmijjjl« wi Trlgirlioir: ffi? WIEN, IT-« \ordbahnHtrR8t*e \r. 18. 2z)6äiteur, >Vienol-5tl-233o l5. 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