Nr. 134. Freitag 14. Juni 1907. 126. Jahrgang. Mlmcher Zeitung Vrilnumeilllionüprtiö: Mit Po sivcrs endu »g: ganzjäbriss 30 X, lialbjätirin 15 l<, Ini Kunlor : gnüziüling ltL ^. ball^iäbrig <1 l<, ^iir die Zuftrllunst ins Haus ssanzMrist 2 ü. — Insertionögebühl: ,^ür llsinr Iülrrats bit »>: 4 ^cilc» 5<> b, grolle vcr Zrilr l!i K: dli üfterrii Wiebevliolimgen prr ^jcilr ft b. , Dir «^aibacher Zeitung» erlchrint täglick, mit Ausnahmr dcr Noun- mid Feiertage. Dic Administration befindet sich Nongiehplatz Nr, 2, die Medallion Dalmaünnassc Nr. w, Tprechsilllibe» der Rcdllltion von « bis i<> Ubr vor» mittags, Unfranlirrlr Brick' wcrdc» >>ich> siüNl'noixlncü, N^a»»illili!>' »icht zurückgestellt. Amtlicher Geil. Der t. t. Lande^präsident ini Herzogtunie .^lrain hat den t. k. Landcoregierungs-Konzeptsprattikanten Josef Irieol zmn k. k. Laildeoregierungokonzi Pisten crnannt. Ter k. k. Lande5präsident in> Herzogtume strain hat den Mitgliedern der freiwilligen Feuernx,chr in Nassenfnß Franz Bevc in Nassenfnß, Josef Do Iina r in Nassenfnß, Johaim G a <"- n i k in Tr/i^'e, Franz Novak in Nassenfnß nnd Josef Selko in Nassenfuß die mit der Allerhöchsten Entschließung vom 24. November 1905 gestiftete Ehrenmeoaille sür 25jähriae verdienstlick>e Tätigkeit ans den, Gebiete des Feuerwehr und Nettnngowesens zuerkannt. Nach deui Amtsblattc zur «Wiener Zeiwng> vom 12. Juni 1907 (Nr. 133) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh-erzeugnisse verboten: Drei iu dem ztinematographeN'Theatcr der Irma Handl in Wien, IX., Alserstraße 1«, saisicrtc Nilderrollen. Nr. 11 «Grobian, vom 10. Juni 1W7. Nr. 10176 «1^' ludipenäeute!'. voiu 4. Juni 1907. Nr, 62 <1/Neo del «aldo». V. Jahrgang, ddto. Niva, 4. Juni U)07. Nr. 12 «lHua'a«» vom 8. Juni 1907. Die nach der Konfiskation veranstaltete zweite Auflage der Nr. 12 «s!!iliV«l2» vom 1. Juni 1907. Nichtamtlicher Heil. Japan und die Vereinigten Staaten. Wenn auch die ersten !ü)ielduugeli i'iber die Forin der Anerbietuugeu des französischen ,^tabiln'ttv zu guten Diensten ,',nr Behebullg tier japanisch-amerikanischen Differenzen fich als untenan erlviesen haben, steht e5 doch fest, daß die französische Diplomatie ihre Bereitwilligkeit, sich in diesem Sinne niitzlich zu inacheu, zur Kenntnis beider Teile ge-bracht hat. In japanischen kreisen der englischen .Hauptstadt lvird, lvie nmn aus London meldet, diese französische Kundgebung mit größter Befrie digung aufgenommen. Man betont, Japan könne es uur als sehr willkommenes Vorzeichen für das eingeleitete engere Verhältnis zu Frankreich ansehen, daß die Legierung des letzteren sich zu einem so freundschaftlichen Akte veranlaßt gesehen hat. Erfreulicherweise köuue aber bisher von einer Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Japan nnd den Vereinigten Staaten keine Rede sein und die ausgesprochene Tendenz beider Regierungen, ueue Friktionen zu hemmen und die vorgekommenen keine Bedeutung gewinnen zn lasseu, dürfte sich stark genug erweisen, eine (Gefahr in dieser Richtung auch l)i-<» i'iitiii-o feruzuhalten. Japan verstehe völlig die schwierige Lage der amerikanischen Zentral regieruug gegenüber der Verwaltung von San Francisco uud sei darum fest entschlossen, es an (Geduld nicht fehlen zu lassen. Immerhin sollten Symptome, wie das der Abordnung einer Deputa tion an den Viscouut Hayaschi, die Auslassungen einiger japanischen Blätter und die gemeldeten Äußerungen des früheren Premierministers Tkunia gebührende Beachtung finden, da sie dartnn, daß das japanische Volk gewisse Forderungen wegen der Würde des Landes nm jeden Preis aufrechterhalten zu sehen wünscht. Der „Hochi Shimbun" in Tokio schreibt: „Wenn sich ähnliche Ungerechtigkeiten und Verfolgungen gegen die Bürger einer europäifchen Nation ereignen würden, käme es ficher zu den stärksten Ausbrüchen des Unwillens bei der ganzen betreffenden Nation. Der Zwischenfall von San Francisco betrifft nicht nur dic Rechte der dortigen Japaner, sondern die Ehre Japans". Insbesondere des trafen Oknma Auf< treten sei sehr lx'inerkeuswert. Der langjährige Finanzminister und spätere Premierminister des Reiches ist eine Macht im Lande und wenn er für eine nationale >lonzentration behnfs Erreichung einer befriedigenden Beilegung eintritt, gebe er nur der Stimmung aller Massen Ausdruck. Graf Okuma habe sich zu seinem Auftreten wahrscheinlich onrch den bedanken veranlaßt gesehen, der eigenen Regierung sowohl, wie dem Auslande zu zeigen, daß die erstere das Patriotische Empfinden des japanischen Volkes hinter sich habe. Frankreich. Die gewaltigen Demonstrationen der Wein bauer im Süden Frankreichs erregen die Aufmerksamkeit eines Teiles der Wiener Presse. Das „Neue Wiener Journal" erblickt darin den bösesten der vielen bösen Zufälle, die das Kabinett El<^-meuceau bisher betroffen haben. Die „Weinrevolution" sei eine sehr ernste Sache, da eine fanatische Erreguug deu ganzen Süden — seit jeher der Antipode des Nordens ~- ergriffen zu haben scheint, uno es furchtbar wäre, sie etwa in Blut ersticken zu müssen. Die franzöfische Regiernng wird tief in die Taschen der anderen Steuerträger greifen müssen, um durch Subventionen die Weinbauer so lange zu, uuterstühcn, bis eiue ueue Bodeuwirtschaft an die Stelle des Weinbaues getreten sein wird. In anderen Staaten, wie beispielsweise in Österreich, hat die Gesetzgebung den Kampf gegen die .Mnst-weinerzeuguug laugst aufgenommen. Frankreich ist rückständig in bezug auf einen wirtschaftlich so wichtigen Produktionszweig wie die Weinpro-ouktion. Die „Österreichische Volkszeitung" will abwarten, ob das Ministerium El^menceau der ge waltigeu Beweguug,5 Meer gehen!" stammelte sie schüchtern. Er lächelte müde. Das war's! Sie konnte deu Gedanken nicht ertragen, daß er aus ihrem Hause vielleicht direkt in den Tod ging. Er richtete sich hoch auf und deutete auf deu stilleu, schmalen Weg, der auf das ferne Brausen des Meeres zu lauschen schien. „Dieser Weg, der einsame, den ich mir zum Wandern erwählt, ist auch zugleich mein Ziel ^ ich snche den Tod nicht." Ihre Hand drückte die seine lebhafter. „So lassen Sie mich mit Ihnen ziehen!" Es klang wie ein Inbelruf. Michael war es, als hörte er wieder wie am Nachmittage nach langer, langer Trennung die Stimme der See, als sähe er wieder ihr Mitleid — und wieder wie im Angesicht des Meeres kamen ihm die Tränen. Er führte die Hand des Mädchens an seine Lippen. „Gott weiß, wie ich Ihnen danke — aber ich darf Ihr Opfer nicht annehmen. Auf meinein Wege liegen die Schatten der Einsamkeit, das Dunkel des Grams. Die Blume der Freude kann nicht ohne Sonne gedeihen. Und Mitleid allein lockt das Sonnengold nicht!" „Uud wenn cs nicht nur Mitleid wäre —?" Gauz leise klang cs, aber Michael hörte es doch. Mit einem Jauchzen riß er Ethel an sich. Der einsame Weg zitterte von Glück, daß er es war, der dein Traume des müden Mannes die Erfüllung brachte. Laibacher Zeitung Nr. 134. 1242 14 I^m 1907 Hältnisse. Die Nepublik ist zloischcn zluei Extreiuc eingezwängt, qegen die sic sich mit Aufgebot aller Kräfte zlir Wehre setzei, mich. (^eqen den Klcrika-litmus, der anch bei der Weinbanerrevolte die vand iin Spiele zu haben scheint, und gegen den radikalen To^ialionlns, der Frankreich von, heute auf morgen in einen Kollektivstaat verwandeln möchte. Politische Uebersicht. Laib ach, 13. Juni. Das „Deutsche Volksblatt" bemerkt zu den ungarischen Blätterstiunnen über die frühzeitige )l b r e i s e deiner Hitajestät des K aisers aus ^ udapcst, cs sei seltsam, daß man gerade dort über Dinge erstannt ist, die alle Welt begreiflich und erklärlich findet. Das Platt kritisiert herb die ?lrt, wie man in Budapest das Krönum^jnbiläum 'eierte, und bemerkt, daß die "Abgeordneten, die unter der Führung des Abgeordneten Madara^z oem Kröuuugsjubiläuni ans dem Wege gingen, den Kern der gegenwärtigen Negierungsiuehrliett bilden. - Die „Deutsche Zeitung" meint, die Be-liaudluug der Nninäneil und Kroaten im Abge-ordnetenhalise, noch mehr aber die offeukuudige Tatsache, das; die Koalition sich voil ihrem Ziele, die Krone matt zu setzen, uicht abbringeu läßt, mußten die Bedenken der Krone erregen. Der Vlon-arch könne seine Prärogative nicht opfern, da er damit den letzten Nest der Reichsein heil preisgeben würde. Die Krone müsse auf (5iuführuug des all gemeinen uud gleichen Wahlrechten i» Ungarn dringen, das sich in Österreich bewährt habe. Die Frage der Vermehrung der V i z e p r ä side n t, e n st e l l e n den Abgeordueteuhansen von Mei auf vier dürfte, Une die „Deutschualiouale Korrespondenz" meldet, bereits bei der Konstitnicillng des Dauses zur Aureguug und voraussichtlich auch mr (5ulscheiduug gelaugen. Nin diese Vermehrung durchzuführen, bedarf es keiuer Negicrungnvor läge, sonderil das Haus hätte ans eigeuer stacht eiue ausschließlich diesen Pnnkt der (Geschäfts-ordnuug betreffende Änderung zn beschließen, l^s würde dann wahrscheinlich der Präsideut des Dauses der größteu Partei, derzeit also deu Christlichsozialeu, zu entnehmen sein. Auf die freiheitlichen Deutscheu, auf die Socialdemokraten, die (5zecheu uud die Polen entfiele je eine Vizepräsideu-teustelle, woiuit allen Forderlingen der Parteien entsprochen uud auch den Praktischen Bedürfnissen Rechnung geirageu wäre. Eine Vermehrnng der Zahl der Schriftführer mW Ordner l^bis jetzt waren l^ Schriftführer lind ^ Ordner) lväre ebenfalls lviulscheilsloert, aber in jeder Beziehung von ge ringer Bedeutung. Eine Änderung der Geschäfts-orduuug ill dieser Nichtuug lvürde auf kein Hilwer-uis stoßen, ivenn inan sie nicht etwa mit anderen Fragen verknüpft. Heute hat der Staatssekretär des Foreigu Office, Sir Edward Grey, offiziell die Inter-n a t i o n a l e Nordsee- >t onferen. z eröffnet, zn welcher Nußland, Deutschland, Holland, Belgien, Täncinark, Schweden und Norwegen De-tegierle ernannt haben. Die Hauptaufgabe der ^^onferenz besteht darin, Mittel gegen die Enlvöl kernng der Fischerei - Reviere zu sucheu, welche iufolge der iu größeren« Maßstabe und mit modernen Mitteln ausgeführteu Dampferfischerei im Fortschreiten begriffen ist. Tie Delegierten werden in ihrer Arbeit durch eiu reiches hydrographisches uud biologisches Material uuterstützt weroeu, welches von den verschiedeneu Spezial-Komitees gesammelt worden ist. In einer Belrachtuua. über die politis ch e S i t li a t i o u i n Engl a n d führt das „Vaterland" aus, daß sich dort die liberale Partei bisher uicht besouders regierungsfähig gezeigt habe. Ihre Politik mache den Eindruck, daß sie ohue weiten Überblick, ohne gründliche Überleguug entworfen worden sei', ihr führender Staatsmann müsse einen seiner großen Pläne nach dem anderen fallen lassen. Man nehme Eampbeil Banuermans Absichten nicht mehr ernst, und glanbe nicht, daß er einen einiger maßen wirksamen Plan zur Unterwerfung des Hauses der Lords besitze. Allerdiugs sei er uoch keineswegs entmutigt. Nach einer Meldung des Washiugtouer .Korrespondenten der „Eveningpost" soll sich der japa^ nijche Botschafter Vitomte Aoki damn einverstanocu erklärt habeu, daß die bei deu Aufläufen in San Francisco verletzten Japaner die Stadt wegen Schadenersatzes gerichtlich belangen. Demselben Blatte zufolge erklärte man im Staatsoeparicnicnt und auf der japanischen Botschaft, daß zwischen den Regierungen Japans nnd den Uuion-st a a t e u ein vollkommenes Einverständnis herrsche, das durch die, Veröffentlichung fenfatio ueller und hetzeuhafter Mitteilungeu nur gestört werdeu könne. Tagesueuigteiten. ^ (Ein Perfoucn aufzng zur Zeit L u d w i g des Vierz ch n te u.) In der „Frankfurter Zeitung" wurde jüngst berichtet, daß bereits im alten Ehiua und auch im alten Nom ein Gefährt bekannt war, das vollkommen die Funktion unserer modernen Taramctcrwageu erfüllte. Taf; auch cine andere scheinbar moderne Erfindung, der Personen-aufzug, vor einigen Jahrhunderten schon einmal dagewesen ist, dürfte kaum allgemein bekannt sein. Wie der Marqnis von Dailgcan (llM bis 17Ä1), ein Höfling Ludwigs XI>'., in seinen Memoiren nnt teilt, gab es lx'reits zu scinor Zeit in manchen vor-nclnncil Hänsern Pcrsoncnaufzüge. Der Marquis be-richtet darüber: „Herr Villaycr hat die sogenannten fliegenden Stühle erfunden, die ,mit Hilfe von Gc-gcngewichten sich zwischen zluci Mauern auf- und abwärts bclocgcil und in die mau sich nnr hinein znfctzcn brancht, nin sich durch das Gewicht des eigenen Körpers in Vcwcgung zu fetzen, und dic man in jcdcm beliebigen Stockwerk anhalten lassen kaun. Tcr .^x'rzog von Orleans hat sich ihrer iu Paris und, in Edaiitilly oft bedient. Scinc Schwiegertochter, die Tochter des Königs, hatte sich ebenfalls einen derartigen Anfzng zn ihren im ersten Stocktuerk ge-lcgcilcu Gemächern im Schlosse Versailles niachcn lassen, aber als sie eines Abends deu Auszug benutzte, versagte die Maschinerie nnd der Stnhl blieb in der Mitte des Weges stecken. Drei Stunden mnßte die Prinzessin in dieser Lage verharren, bis man ihre Rufe hörte nnd die Maner aufriß. Tieseo Mißgeschick verleidck' nicht nur der Prinzessin jede weitere Benützung des AnfziMs, fondern vernrsachte. daß dcr Gebrauch des Fahrstuhles gauz anßer Mode kain." - (T o d i n s o l li e G e I se n st i ch e.) Aus Budapest, 1^. d,, lvird gemeldet: Der frühere V'.' sitzer der Nndapester Spczialitätentrafik Karl Very hat am Sonntag einen An5slug unternommen, von dem er, vou Gelsen ganz zcrstoäien, zurückkehrte. Vern war so nnvorsichtia,, die zerstochenen Körperteile aufzukratzen. (5-> trat eine Vlntvelgistuül-, ciu. der er gestern erlegen ist. 5lnrz vor seinem To^ wollte der Verstorbene ein Testament errichten, nm einen großen Teil seine» beträchtlickien Verinösseno öffentlichen Zivccken zu widmen, doch verlor er das Bewußtsein, ehe er oa5 Testament nuterzeichneu konnte. (Li ne L iebcstragödi e.) Tie hübsche Inhaberin eines Voardingshauses in Pittsbnra. nnlrde dic unschuldige Ursache eines Verbrechens. Tor Mann der beti-effcuden Tame bntte seine Stellnng verloren nnd dies veranlaßte die junge Fmn, ihren Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (88. Fortsetzung.) (Nachdruck uerbutc»,) Johannes lief es kalt über den Nucken. Das war der Wca, den der Mörder Cassans genoimnen. Und doch war eo vielleicht besser so, loenn es nicht gehener liier war. Eine feige Angst beschlich ilin, dic Angst de5 Schuldbewußten. „Gnt. Vielleicht. Ich werde Ihnen noch darüber schreiben, Oder nein, nicht schreiben, komiueu Sie!" Er hielt sich dcn Kopf, nm sich znrcchtznfinden. „Übermorgen nm nenn Uhr, onrch die Garteupforte. Ich erwarte Sie!" 'Johannes wartete die Antwort Ferrols nicht ab nnd ciltc- ans dem dnnklen Winkel, der Kramcr straße zn. Vor der Destillation Ferrols staud ein Mann, die Arme am Nncken, anscheinend die Anolafte be--trachtend. Johannes ^lanbte zn bemerken, daß ihn dieser Mann scharf von der Sciw beobachtete. Er einPfand cin eiaeutnuilich prickelndes Gefühl und mäßiate seinen Gan^. LanqsaNl, schlendernd aina er die Gasse liinab: einnial Pfiff er sogar. Dann stieg ihm plötzlich das Blnt in das Gesicht. Immer wieder glaubte er Schritte hinter sich zn hören, doch als er sich nmsali, war die Straße leer. Sie kam ihm überhaupt ictzt ganz anders vor. Der Lärm ans den Singspielhallcn nnd Kneipen widerte ihn nicht mehr so an. Er begriff jetzt, wie mau hineingehen konute, gaffen, sich betäuben, fliehen vor sich selbst. Dann faßte idn von neuem eine namenlose Angst, nnd er machte, daß er lnnnnskmn. Er konnte ja noch znrnck nach Gnndlach. Dann wich er allen peinlichen Fragen, aus, die ihn crwar teten. Man war wohl noch beisammen, die ganze Gesellschaft, der Möller, Sorcm, Klärchon! Wenn er ihr heute noch alles gestände, was sich angetragen in dmn dnnklen Gewölbc. Die Erhebnng der Mntter, ihre Onnl nnd schwere Vnße, Es mnßte sie ja tief bcwcgcn. Wenn er ihr noch einmal klar leglc, daß nüt jedem Individnum, das in die Welt tritt, ein neuer Lebeus- und Tatenkreis beginnt, daß es völlig losgetrennt ist voll der Schuld eines an-dcren, nnd wcnn es anch das wäre, ans dem es scincn A»fang genomnien, daß von einem Fluche nicht die Nede sein kann, der mit der Vernnnft nnd jcdem sittlichen Gesetze im Widerspruch steht. Allcs umsonst! Alle Weisheit, alle Logik half über das Furchwarc nicht ln'nweg, gegen das sich jede Fibcr iu ihrem In uersteil sträuben wird. Heute noch nicht, nein. heute noch nicht! Morgen! Oder erst, wcnn dicscr Fcrrol abgetan ist. Dann wird er sich freier fühlen. So ging er nach der Manoelgassc. Der alic Do minik war »licht wenig erstannt, il)n zn sehen. „Ist denn was passiert?" „Nichts ist passiert! Laß doch dcine Fragen nnd mache Licht im Lalioratorinm!" Kopfschüttelnd, folgte der Alte. 'Johannes wartcte im Gartcu, bis er zurück gekehrt, feinc Geschwätzigkeit fürchtend. Dann trat c>-ei'st ein. Jetzt wirlw der Anblick niederschmetternd: die grüne Lampe, der Tisch, dcr Stnlu, der dunkle Fleck am Boden. Das ganze Drama gestaltete sich vor ibni, das sich hier einst abgespielt! Er sah ocu Mörder, scineu Vater, de,n entsetzlichen Griff! Er fad die ^tlingc blitzen, lwrte das Todesröcheln dcs linglück lichen Opfers! Und da saß er scit einem Jahre und kämpfte mit der Finsternis, ibr ureigener Sohn! Er beugte das Hanpt anf den Schreibtisch nnd brütete dnmpf vor sich hin. Was jetzt? Was jetzt? Soran muß helfen! Ob er nicht doch jetzt Halt macht vor ihm, dem Sohn eines Stnbensand? Ob sich scin VInt nicht dagegen cmvört? Allcs Wahn! Ist er ein andercr gcwordcil seit eiiler Stnnde? Oder der-selbe geblieben? Ja, war nicht diese Stunde die größte seines Lebens? Dieser Weg zur Mutter! Hätte ihn jeder gemacht? Hatte er damit nicht bcwicsen, daß er die Erbschaft des Vaters nicht angctreten? Hatte er das nicht schon nnzähligc Male bewiesen? Ja. was w'ar denn eigentlich nnt diesem Vater, wenn er es mit klar abwägender Vernunft betrachtet, wie ihm, dem großen Psychology, doch znkam, hatte diese Fran in ihrcil schlichten Worten nicht cin erschöpfendes Vild von ilnn gcge-bcn, von ilirc-m Gcorg? Er lvar der Liebe fähig, wnrdc geliebt, er arbei-tete nild sorgte für sie, blauer Hinimcl war über ibm, da kam dcr Dämon übcr ihll, dcr Alkohol! Dann ging's ln'nnnter, immer lüilllnter, dem Abgrunde zu! War das dcr gcborcnc Verbrecher, das fnrchtbare Tier, das scin nnglncksschwangercs Wesen in uu-dcrcchcnbarer Znknnft n>eitergibt? Nein, das war er nicht! Eiu Gefallener war er. nicht der Solni der Finstcrnis. sondern ihrc leichtc Vcnte. Cassnn selbst hatte ja so genrtcilt, oder irrtc er sich? Johanncs stalld hastig anf, holtc den Kartoll mit dcr Tabellc nlld schlng mit ,-,ittcrudeu Fiugeru dic Tabclle G. S. anf. „Die Illtclligenz überwiegt die Instinkte, diese dic Gcfülilc." Das war ja auch bei ihm dcr Fall. bei vielc» tüchtigen Männern, die er kanntc. Dann las er wcitcr: „Starker Tricbmcnsch, brlltal, intcllcktncll, epileptische Symptome." Wo stand da etwas vou ciucr Verbrcchernatur, dic lioch im Kindc zll fürchteu N'äre, im Enkel? Plötzlich sah cr anf nach dcn, Schrank. Er erhob sich, macküc cinen Schritt vor, zögerte, dann öffnetc er rasch dcn Schrank, griff nach dcin Schädel des Stnbensand. Ictzt zitterten scinc Hände, cr hielt ilm weit von sich. Schälnc dich, Iohaniles, dir darf kein Mnt mcln' feblcn! Dann trat cr vor an den Tisch, in das Licht dcr Laünpe, setzte sich und starrte ans das sckmccwcißc Totcnhanvt, auf dem dic grünen Lichter dcr Lanlpc spielten. Langc starrte cr es an, Scin Vlick kroch in dic Iccren Angenhöhlen, seine Hand befühlte dic zartc Wölbuug dcs Hauptes. „Armer Mann!" Er ließ sein Haupt anf die Platte dcs Schreibtisches fallcn, daß seine Stirne die kaltc dcs Vatcrs berülntc. Armcr Mann! (Fortsetzung folgt.) Laibücher Zeuung Nr. 134. 1243 ' 14. Juni 1907. Lebensunterhalt dnrch Erösfnling eines Boarding; hauses zu stichln. Drei juuge Leute, die in diesem Boardiughause wohute»,, verliebten sich in ihre Wirtin, so daß sich diese ihrer Zudringlichkeiten tani» mehr zu erwehren vermochte. Al; sie von ihrem Manne au; Nmuyork die ^Nachricht erhielt, das; dieser U'ieder in Stellnng sei, reiste sie heixnlich »ach New-york ab. Sobald der jüngste ihrer drei Anbeter von ihrer Abreise erfichr, inachte er seinen beiden Rivalen Vorwürfe, daß sic die Dame versteckt hielte»,, und schoß sie nieder, ehe sie sich verteidigen konnten. Der Mördcr erschoß sich daraus salbst in seinem Schlaf ziinnrer. — (W eil sie z n h ä ß l t ch lv a r.) Aus New Sanocc wird gemeldet: Der Vaner Johann Dorosie» wicz au5 Krosciento stand San,;tag vor dein hiesigen Schwurgericht angeklagt lvegen Mordes. Er hat ans Wut. weil seine achtzehnjährige Tochter so häßlich war, daß sre niemand heiraten wollte, sie in einem Streite erwürgt. Die Geschwornen verneinten die Frage auf Mord nnd sprachen den angeklagten Vater ,u,r wegen Totschlages schuldig, lvorauf er zu drei fahren schiveren Kerker; verurteilt wurde. (Ein e n t m e n s ch t e s Gcschwi st e r paar.) Tie Geschworenen von Pari; haben den ^il jährigen Loui; Tranowski und dessen 15>jährige Schwester Felicie lvegen Morde; an ihrem Vater, den, .">< »jährigen Manrice Dranowsti, siir schnldig be fnndeu nnd Loni; zum Tode verurteilt, Felicie wegen ihres jugendlich!, Alters zu zwei Jahren Korrektion. Tie Geschwister hatten mit ihrem Vater iu Unfriede,, gelebt, lind bei Gelegenheit eines Streiten versetzt,.-fclicie ihren, Vater einen Schlag auf den Kopf mit - einem Knüppel, während Louis den, Vater ein Messer in; Herz stieß. Nach dem Urteil wünschte eine von den Wachen, die da; Gefchwisterpaar in; Gefäugnis geleiten sollte, dein Loui; eine angenehme Nachtruhe. Ter gemütvolle junge Mann antwortete darauf: „Wohl, aber vor den, Schlafen will ich noch tüchtig zu Abend esseu." E; ist bemerkenswert, daß da; französische Strafgesetz für die Hinrichtung von Vater-mördern die Bestimmuug getroffen hat, daß der Te-linguent barfuß, da; Haupt mit'einen, schwarzen Tuche bedeckt, zun, Schafott geführt werden muß, und daß der Scharfrichter vor der Hinrichtung den ver-sammelten Zuschauer» das Todesurteil uud seine Gründe in Gegenwart de; Delinaileulen vorzulesen hat, < Tie P a r i s e r » n d di ^' V l n m e n.) Tie Parifer sind große Blumenliebhaber- da; zeigt eine Statistik über die Vlniueneinsuhr iu den Markt hallen. Tie Hallen erhallen jährlich für i),l!>l».0M franken geschnittene Blumen. Mau kau» rech'ueu, daß dies etwa zwei Tritte! de; „G^samtlousun,;" sind uud daß in, ganzen etwa 15 Millionen für Blumen au;gegeben werden. Von den Sendungen, die die Markthallen bekomme»,,, stammen für ."»,:'.:'.l!.<><«! Franken ans dem Süden. l>/. Millionen davon kommen auf 2 Millionen Dntzend Rosen-2,.">M.M<) Frankei, anf l> Millionen Dutzend Nelken. 7,<><>,<»M Franken anf Franken auf Mimofen. - c eni York wird berichtet: Einen Rekordpreis zahlte der Ganser, der in Newyork soeben das Grnndstiick an der Ecke der :!x. Straße nnd der 5. Avenne envorben hat. Ter Vangrnnd inißt 8l> Meter Länge nnd nur 7'/^. Meter Vreite. Für diese 227> Quadratmeter hat der Käufer 2,>^.(«>l> Kronen bezahlt, da; bedeutet l2.lll !< für einen Onadratmeter: ei» anständiger Prei;. selbst fiir amerikanische Verhältnisse. Lolal- und Promnzial-Nachrichten. Von der Save bis zur Donau. Von Lea Fatur. (Fortsetzung.) Aber anch hentzntage kann die Save fnrchtbar Uierden! Wenn sich bei drückender Hitze ein Woll lein im Babin 5tot zeigt, das, mit Stnrmesschnelle auwach-send, die Wiseller Berge, die Hänpter der Uslolen in Finsterm; hüllt, wenn Regengüsse die Quelleuj aufstören dann überflutet sie die Dämme, nnd ihre getrübten Wellen schlagen über Wiesen, Feld nnd Torf. Geräte schwimmen in den Häuser» und sucheu nch wirbelnd einen Weg ins Freie- Menschen eilen, .,'^adnnje" (Trog znm Abbrühen geschlachteter Schweine) al; Kähne benutzend, einander zn Hilfe "dllee znm gräflichen Meierhofe führt. Zu ihrer Linken senkt sich der Weg nnd führt vorbei am Schlöffe zu der grüne», einst wasserbedeckten Vrbina. Tas Schloß soll erst im Jahre 1548 zum Schulze der Christenheit vielleicht nur restauriert, vielleicht auf den Trümmern eine; früheren Schlosse; anfgebant wor° deu feiu. E; ist ja klar, oaß die uralte Ansiedelung, der Rest einer Riesenstadt, wie das Volk sie nennt, nicht so lange ohne Befestigung hatte bleibe:, tönueu. Man erzählt auch von einer kleineren Festung, die in der heutigen Gasse gestanden. In den Türkenzeiten wird Rann oft al; Schlachtfeld, und zwar noch vor dem Jahre erwähnt, in den, das Schloß erbant worden. Im Jahre ! 15>5> wnrde ein kleine; Ehri'stenheer von der Türkenüber machl aufgerieben, der tapfere Anführer >lge leistend, oa; hier seinen Sitz anfgeschlagen. Das Schloß mit seiuen reichen Besitzungen gehört der gräflichen Fmnilie Attems an. Der einfache aste Naner erzählt gern von „nnserem Grafen": „Nenn-nndnennzig Schlösser bat er: er könnte deren hnndert haben, aber oa; erlaubt der Kaiser nicht, weil ^"r ihn, dann zn »nächtig wäre." Vielleicht eine vage Erinnerung an den mächtigen Eillier, der seinen Kaiser iu Schach halten konnte. Der Name von Schloß und Stadt ist das ver deutschte „Vre/.ice", d. h. „am Rain", nnd kommi als solcher noch in allen Urkunden vor. Drei ichlanke Turmspitzen rage» über dn> Stadt in die Lnft: gerade nnd breit führt die Hauptstraße durch die Stadt, gesäumt von beiden Seiten durch fchmucke, weiße Häuser, und längs der linsen Häuser reihe zieht sich der Tummelplatz böser Kinder! die Stätte fleißiger Handwerker, die fchmale „Gasse". Wohlbekannt in weiten »reisen ist hier eine Töpferei, worin zur Freude der Hausfrau die verschiedensten Tonwaren nach alten Formen gebrannt, glasiert nnd verziert werden. Die Motive der Verziernngen sind nralt nnd ähneln denen der Ostereier, wie sie bei den Slovene,, üblich: die Form manches Hefens er innert an „rönnschc" oder „keltische" Funde aus alte» Gräbern. Durch die Gasse kommt man. den ^abjek entlang, anf da; „Land": weiter führt der Weg läng; der Mauer de; großeu Herrschast;gartens, worin sich ein verwitterter Pulverturin befindet und verliert sich, in fchmaler Zunge auf die Straße anslanfmd. Lernbegierige, lärmknndige Schulkinder beleben die Gasse. In einer Leinwandtasche tragen sie nebst Schulsaelien große Stücke goldgelben >tntnrnzbrotes: Obst mit einem Schlnck Wasser bildet ihr Mittag-smahl. TX'r Weg nach Hanse ist zu weit. Die linder sind gesund, lebhaft uud stark: ein gewisser Trotz ist ihnen eigen, der den Bildnern der Ingend viel zn schaffen gibt. Sie lernen leicht, wenn fie wollen, eine vortreffliche Schnle bietet ihnen reichlich Gelegenheit dazu, doch wirft beim Schnlaustritte fo mancher Bauernjnnge, wa; man ihm mühsam beigebracht, al; nnnützen Ballast von fich. Da; große Tchulgebäude, der weite Garten geben Zeugnis von der Fürsorge der Stadt für den Unterricht. Dnrch die kleine Onergasfe gelangt man zur freundlichen Pfarrkirche. Wir betreten den stillen Raun, und gewahren ein alte;, schöne; Bild de; Stadtpntron;, des hl. Lanrentins. Fünf Altäre zieren das Innere der Kirche: ernst blicken von der Decke de; Mittelschiffes die Gesichter der zwölf Apostel. Ein-förmig tönt da; Ticken der großen Turmnhr: seltsame Schatten gleiten dnrch die Kirche: es rasselt im Gebeinekasten . . . Wir schreiten über den Weg, der an neu-.'» Häusern zu den, nach allen Regeln moderner Hygiene eingerichteten Spitale führt, dessen Leitnng in den Händen der barmherzigen Schwestern liegt, uud ge langen znr alte» Klosterkirche. Ein Gebäude edel und einfach. Tara» schließt sich das Kloster mit den, weiten, hochnmmanerten Garten an. In der Kirche besitzen die Attems eine Grust: wahrscheiulich sti,f-teten fie Kloster uud Kirche, da ihr Wappen drinnen zn sehen ist. Am Portinnknlatage ist die Klosterkirche der beliebte Wallfahrt;ort für Pilger an; fern u»d nah. Die Stadt wird von Pilgernden nnd Feilschenden belebt: sie decken nach verrichteter Andacht ihren Bedarf an Zwiebel, von der die Kroaten ganze Wagenladungen herbeisi'ihlx'n. Es ift die; ein Mi-niatnrzwiebelmartt gegenüber den, große»,, der zlvei Woche» später i» A grain abgehalle» wird. Schattig verläuft die Kastanienallee längs der Klosterlnauer. Tcho» sind wir au; der Stadt. Aus freiem Platze steht die St. Rochn;tirche, auch ein beliebter Wallfahrtsort. Am letzten Hänschen gewahren nnr einen einfache», Ziehbrunnen: darin ist ^in großer Schatz durch Ianberspruch gebannt. Ver-gebens alle Versuche, die Macht de; Bösen zn brechen! Nie wird der Schatz gehoben werden vielleicht klagt e; deswegen in den Bäumen, vielleicht nehmen deswegen nnrn,hige Geister, dem nahen Friedhose entstammend, ihren Weg so gerne z» diesem Brnnnen, znr Allee. . . Klagende Enlen, topflose Gestalten find nicht das Schlimmste, was einem da begegne» tan». Vor mehreren Jahren, erzählt die Chronik, ging ein Straßenmeister in nächtlicher Stille an der St. Rochnskirche vorüber. Der Mann kam vox, Bahnhofe, wo e^ mit gnten Freunden gezecht. Still lag die Kirche da: der Mann blickte hin, das Tor der Kirche öffnele fich weit. Lichterglanz, Orgeltöne nnd Gesang schallten heran;, Ter Benebelte bedachte nicht die für eine Andachtübnng so ungewöhnliche Stunde: er ging hinein. Aber welch Entsetzen! Die an den Wänden uud Altäreu breui,enden Kerzen bi> leuchteten gespenstige Gestalten: der die Messe lesende Geistliche, der Ministrant, die Andächtigen trugen Totenköpfe, die ihu mit leeren Augenhöhlen grausig anstarrten . . . Und nach dem „Missa est" wandten sich alle nach ihm nnd erhoben drohend ihre Knochen bände , . . Der Schreck ernüchterte den Mann und warf iln, zn Boden, Anf allen vieren kroch 'er ans der Kirche nnd morgen; fand ihn der Nefitzer des nächsten Hanfes bewnßtlos vor seiner Tür liegen. Er brachte ihn ins Spital, die Geister aber, die der Mann geseben, holten ilm bald ab. Das ist nur eine kleine Probe der Gespe»stergeschichten, die man sich in Ra»» erzählt. (Fortsetznüg folgt.) l F r ü h j a h r;i n s viz!e r n n g b e i m Infanterieregiment Nr. 27.) Gestern hat Herr Generalmajor Gottfried Seibt, Kommandant der 5)l>. Infanteriebrigade in Görz, da; Infanterie^ reginrent Nr. ^7 inspiziert nnd die Bitte» »nd Be schwerden der Mannschaft entgegengenommen. < N ene I n s a n l e r i e g e w e h r m n n i tion.) Wie verlantet, ist die Einsiihrnng einer neuen Infantericgewehrniunition in Vorbereitung. E; handelt sich um die Einführnng eiue'r neuen Spitzpatroue und eines neuen Gewehraufsatzes, Laibacher Heituna Nr. 134. 1244 14. Juni 1907. — (Erledigte M i l i tä rstiftu n g n Plätze.) Aun der Johann Rochus Freiherr von D orf l ei th Stiftung zwei Stiftllilgsplätze l> l^M Kronen mit einmaliger Beteilung für arille Offiziers' töchtcr (Waisen). Die Beteil w muß sich nm 16. August 1907 in der Pfarrkirche zu St. Stephan in Wien träum lassen, widrigenfalls die Verleihung erlischt. Gesuche bis 30. Juni au die, k. k. Statthalterei in Wien. ^ Aus der A rbe s - F err ari - Fieschi -Stiftung ein Stiftuugsplatz im Betrage von 84 K auf die Tauer des ledigeu Standes fiir unbemittelte, ledige nx'ibliche Waisen nach Offizieren vom Haupt inann abwärts, die elternlon sind, das 55. Lebensjahr überschritten haben nnd deren Väter bei einem Platzkominando in Verwendung gestanden sind. -Alis der Johann Graf Nobilifchen Offiziern-»mtioeu- nnd lvnisenstiftnllg zlvei Waisenplätze :> 2 Bewerbern zu enthalten solvie anzugeben, lvelche Lehrbehelfe benützt worden sind. Die Bescheide über die Zulassung znr Prüfung sind von jenen Prüsnngn t'andidaten, welche in Graz wohnen, vom 1. Juli an in der Rektoratstanzlei der Universität Graz abzu-holen. Den auswärtigen Bewerbern wiro die Erle digung durch die Post zugestellt werden. — (Der Fleischkonsum in Laibach.) Wie wir einer statistischen Zusammenstellung der Schlachthausverwaltung entnehmen, wurden im Jahre 1900 im hiesigen Schlachthause geschlagen: 4535 Stück Rindvieh (3935 Ochsen, 270 Stiere und 324 Kühe). 8546 Schweine, 8523 Kälber, 2290 Schafe und Böcke, 2679 Lämmer und Kitze nnd 35 Pferde: im Vergleiche zum Vorjahre -^ 76 Stiere, 142 Kühe. 13 Kälber, 61 Schafe und 280 Lämmer nnd Kitze, dagegen —107 Ochsen, 96 Schweine und 36 Pferde. Importiert wnrden 21.886 Kilogramm verschiedener Fleischsorten, zumeist Kalbs und Schweinefleisch. Wie aus dieser Zusammenstellung ersichtlich, hat sich der Fleischkonsum im Vergleiche zum Vorjahre nnr wenig gehoben, welcher Umstand wohl in erster Linie ans die hohen Fleischpreise zurückzuführen ist, die hauptsächlich durch den Andrang auswärtiger Viehhändler auf die krainischen Märkte und dnrch den konstant znnehmenden Export von Borstenvieh bedingt sind. Die Grenzsperre gegen die Balkanländer hat üb rigens nicht wenig dazn beigetragen, das; sich die Vieb preise trotz den erschwerten Exportes nach Teutschland auf der bisherigen Höhe erhalten konnten. Das Fleisch lmu'ergewcrbe wurde in Laibach im vergangenen Ia'hre von 25 Personen ausgeübt. — (Leichenbegängnis.) Gestern nachmittag um V^5 Uhr wurde die am 11. d. M. hier verstorbene Schnllviterin i, R. Fräulein Eniilie Gusl zu Grabe geleitet. Au> Leichenbegängnisse beteiligten sich die Schülerinnen der achttlassigen slovenischen Mädchenschule unter Führung ihrer Lehrerinnen, Herr Landesschnlinspektor Levec, Herr Bezirksschulinspektor Maier, Herr Magistratsrat und Ne ferent im t. k. Stadtschulrate Lah, ferner eine große Anzahl vo» Lehrern und Lehrerinnen der städtischen Schulen, sowie andere Leidtragende. — (Die Binnenfischerei in Österreich.) Im Maiheft dör von der statistischen Zentral kommission herausgegebenen „Statistischen Monatsschrift" sind nnter dem Titel „Dir Binnenfischerei in Österreich" die Ergebnisse der vom Ackerbaumini-sterium angeordneten Erhebung zur Schaffung einer Statistik oe>r Binnenfischerei zur Veröffentlichung ge- langt. Die Publikation umfaßt: ^ Allgemeine Fischereiverhältnissein den offenen Gewässern «Bäche, Fliisse, Seen ?c.) 1.) Ausdehnung. Einteilnng nnd Rechtsverhältnisse der Fischwässer. 2.) Fischbestand uud Bewirtschaftung, Ausfang, Ertrag und Verkauf. 3.) Krebse und Muscheln. II. Teichwirtschaften. 1.) Allgemeine Verbältnisse und Betriebnanlagen. 2.) Allssang lind Ertrag. 3.) Fischbestand nnd Zucht. Dem tabellarischen Teile ist eine eingehende Be sprechuug vorausgeschickt, aus der auch hervorgeht, daß eine detaillierte, tabellarische Darstellung über die Anstalten für künstliche Fiichzncht demnächst nach folgeil soll, Dengleickien sind statistische Darstellungen der Binnenfischerei jedes einzelnen Landes den österreichischen Staatsgebietes geordnet, nach den bestehenden Verhältnisseil, nach politischen Bezirken, nach Fischereirevieren oder nach Flns;gebieten, geplant. Tan Ackerdaiiministeriuin hat Sonderabdrücke dieser statistischen Arbeit, durch welche ein bisher statistisch gar nicht oder nur sehr lückenhaft erforschtes wirtschaftlichem Gebiet den Interessenteu bekanntgemacht werden soll. an die Mitglieder den in Wien abgelml teuen internationalen landwirtschaftlichen Kongressen sowie an die Interessentenkreise (land- und fisckerei schaftliche Lehranstalten x.) verteilt, inn aus diese wirtschaftliche Lehranstalten A'.> verteilt, um auf diese Weise die Öffentlichkeit mit den Resultaten der binnen-fischereistatistischen Erhednng möglichst bekannt zu machen. *" lTe il ni 5 t li r n i e r.) Wie bereitn mitgeteilt, findet der Nennnngnschluß für dan Teuuinturnier den Laibacher Sportvereinen heute nm 7 Uhr nbendn, die Auslosung um halb 9 Uhr abeudn statt. All-fällige weitere Anmeldnngen wollen daher noch hellte an Herrn Emerich Mayer juu. bis 7 Ulir abeildn gerichtet werden, da llachträgliche keine Verücksich tigilng finden köuneu. Dan Teilnintnrnier beginnt Sonntag, den 16. Inni um 3 Uhr nachillittags, doch können bei günstiger Witterung schon vormittags einige Rnnden gespielt werden. — (Ein E ch ü l e r a usfl l« g d> er Wi P p a ch er Schul j u g e, u d.) Ullter Leitung den Lehrkörpern veranstalteten ani 2. d. M. die Tchnl-kinder der 1. Klasse ',ngnnsten einen Schüleralinflllges ill die Adelnberger Grotte, dan vom Direktor Josef Pelr in Graz komponierte Liederspiel „Eine Wan dernng durch die Heimat" mit Klavier- und Har-moniumbegleitung. Das Liederspiel nahm bei außerordentlich reger Beteiligung eineil vorzüglichen Ver lauf und gereichte sowolil dem Lehrkörper als auch den Schnlkindern, die dabei mitwirkten, zu beson derer Ehl-e. Der Reinertrag dieses Liecerspielen Wien die bedeutende Snnmiv voil 180 K alls, wolillt der Lehrkörper 76 Schulkinder am >!. d. M, aus vier, mit Vlnülen reich dekorierten Omnibunwagen nach AdelZberg verfrachtete. In Adelsberg angelaugt, wnr den die Kinder mit Milch und Weißbrot bewirtet: sodann begab sich dan Tchulvolk um 10'/. Uhr zur Grotte, wo eine Schülerin den Herrn Bezirt'nlianpl mann Stephan L a p a j n e in gebnndcner Rede bc grüßte. Der Herr Bezirkshauptmann dankte für den Gruß und munterte die Kinder iu der liebenswürdig steil Weise ,;u Fleiß nnd Folgsamkeit ans: anch emp fahl er ihnen zum Schlüsse, die Grotte sehr ans merksam zu besichtigen, damit sie von dm nnterirdi-schen Naturwundern den an dem Ausflüge nicht beteiligten iüngeren Schülern werden zu erzählen wissen. Im Tanzsaale angelangt, hielt Herr Ober lehrer A. S ta l nan die Schuljugend eine Ansprache, an deren Schlüsse er eiu dreifaches „Slava" auf Seine Majestät den Kaiser brachte. Nach Absingung der Kaiserlmmne wurde die Grotte zwei Stunden selir auf-merksam besichtigt. In der Kaiser Franz Iosefngrotte lind am Kalvarienberge wurden vou der Schuljugend einige Lieder angestimmt. Um 1 Uhr nachmittagn setzten sich die Kinder im Gasthause des Herru Land-tagnabgeordneten Fr. Arko zum Mittagstische, wo sie mit Snppc. Fleisch. Zuspeisen, Potizeil lind gewässer^ tem Wein bewirtet wurdell. Gegen 3 Uhr ging man ans den Bahnhof zum Postzug. Hier sahen fast die meisten Kinder zum erstenmal einen Eiseilbahnzug. Auf dem Rm-lwege hielten die Schulkinder im Schat ten des Holels Ribnik an, wofelbst sie unter Klavier-begleitnng den dort anniesenden Adelsberger Herren nnd Damen einige Lieder ans dem obei-wähnten Liederspies vorfiihrten. Uili 5 Uhr wurde im Gast banse Arko die Jause eingenommen und sodann die Rückreise nach Wippach angetreten, wo gegen 9 Uhr abends alle Kinder frisch und gesnnd eintrafen, —u. — (Vra n d.) Am 4. d. M. nachts brach in dem einzolnstehenden Hanse der Besitzerin Anna Alan in Laase ein Feuer nun. wodurch alle Lebensmittel, Ein-richtungngegenstände, Kl^idnngsstjicke, dailn ein Schwnnestall eingenschei't wnrde. Der Schaden bc° trägt 4l)00 K, die Versicherungssnmme nnr 400 X. __! * (Plötzlich gestorben) ist gestern nachmittag im Hofe den Gasthausen zum Flegar an der Salloclier Straße der 1^53 in Tiguauo geboreue, Iiegelarbeiter Iohauu Nasorosti. Der sofort herbei-gerufene Polizeiarzt Herr Dr. Illner koilnte nur den eingetretenen Tod konstatieren. Den Verstorbenen hatte ein Mitarbeiter inn Spital führen wollen. Beide trauten Bier und als sie sich vom Tische erheben wollten, stürzte Nasorosti tot zu Boden. * (Ein frecher Dieb stahl.) Diesertagc ereignete sich in Trieft ein frecher Ladendiebstnhl, dnrch den der Juwelier Iaue/^- schwer geschädigt wurde. In dem Inwelierladeu erschien ein sehr elegant gekleideter Mann und ließ sich verschiedene Ringe, Ketten nsw. vorlegen. Er wollte eine goldene Damen-Halskette kaufen. Unter dem Vorwande. er habe nicht genügend Geld bei sich, entfernte er sich. Nach seinem Abgänge bemerkte der Inwelier, daß ihm ein Paar Brillantohrgehänge im Werte von 2100 I< gestohlen worden waren. Von dem Ganner, der jodenfalln ein internationaler Ladendieb ist, fehlt jede Spnr. ' lV erlore n) wnrde ein lichtgriiner Damen-gürtel, eine Zwanzigkronen-Note, ein rötliches Geldtäschchen mit 13 X und einem Versatzzettel, eine Zehn kronen-Note, endlich eine eiserne Kette. Theater, Bunft und Literatur. („I n l i u n C a s a r" i in K olosseu m.) Aus Rom wird berichtet: Für den 15. Juli wird eine eigenartige Anfführnng in Rom vorbereitet. Im Amphitheater des Kolosseumn sollen zwei Bilder aun Shakespeares „Julius Cäsar", die Ermordnug nnd dan Leichenbegängnis dargestellt werden. Die Hauptrollen haben die Schauspieler vom Argentina-Theater übernommen, wäln-end als Statisten 3M Studenten mitwirken nx'rden. — (D c r K n n stw a r t.) Nuudschau über Dich lung, Theater, Mlisik, bildende und angewandte Künste. Herausgeber Ferdiuand A v e nari l> n, Verlag vo,l Georg T. W. Callwey iu Miinche:,. lVierteljährlich Mk. 3-50, das einzelne Heft 70 Pfennig. Inbalt des zweiten Iuniheftes 1907: Die Umgestaltung den Theatern. Meinnngen eilles iü Deutschland lebenden Nichtdentschen. Vom Moilo Po! auf Nietzsche. Von Erdmann. Venedig. Von Georg Simlnel. ^ Lose Blätter: Alls Ernst Tahl-mannn (Emma Flügel) „Lüttjeudörp". — Rnnd schan: Geschichtliche Romane. Goethe über seine Dich tnngen. „Der dentsche Schillerbund". Chnstfriedn zlveite Reise. Was heutzutage unerklärlich ist. Der Münchner Theaterprozeß. Berliner Theater. Glocken geläute. Robert Fuchs. Pianofortorieu. In Sachen der „Kopien". Der Geschmack im Alltag. AckNenn: Das Arbeitskleid. Amtszimmer fiir Kunstaunstel-luugen. Der alte Elian-Kirchhof in Dresden. D. A. M. U. K. A. Der etikettierte Rhein. „Heb mich anf!" - Vilderbeilageil: Toni Ttadlcr, Lnndschnft: Adolf Hildebrand. Fraueubüstenrelief: Adolf Staebli, Land schaft: fünf Abbildnilgeli zu dem Aufsatze: Dan Ar bcitskleid. Notenbeilageu: Robert Fuchs, Noinanze: Wiegenlied: Die Zllfriedeileil. — (InNecla n, s U ll i v ersalbibliot h e l) sind folgende Bände nen erschieiieil: Nr. 19»>1. C. Karl weis: Martinn Ehe. Novelle in Briefen. — Nr. 4902. Percy Nysshe Shelley: Die Cenci. Tranerspicl in fünf Allfzügen. Aus dem Englischen übersetzt nnd mit einer Einleitung nnd Anmerkungen versehen von Georg Hellmnth Nenendorff. Num lneru 1903 bis 4!M5. Die Reden Kaiser Wil helnls l I. in den Jahren 1901, bis Ende 1905. Gesammelt lind herausgegeben von Johs. Penzler. Dritter Teil. — Nr. 1906. Dr. I. B. v. Schweitz e l: Epidemisch. Schwank in 1 Aufzügen. Mit einem bio graphischen Vorwort......Nr. 4907 und 4908. N c e r a. Das schweigende Haun. Roman. Antorisierte über setzung aus dem Italieilischei^ von Elise SchN'eller. Nr. 4909. H. Vandlow: Lnstig Tügn. Humo resken. Zweiter Band. - - Nr. 4910, Eva Gräfin von Vnudissin: Vou nah und fern. Humoresken. Telegramme iles l. l. MMhen'VmchMellz.Vuttlllls. Wien, 13. Inni. Der Kaiser empfing mittagn den Fürsteil Nikolaus von Montenegro in besonderer Audienz. Sodann wurde der japanische Armee Generalinspektor Nishi in besonderer Andienz emp' fangen. Abends nimnl.t Fürst Nikolann au der kaiserliche,: Tafel teil. Wien, 13. Inni. Zwischen dem Reichskriegs^ Ministerium und der Gemeinde Wien wnrde ein Übereinkommen vereinbart, betl-effend den Neubau eines Kriegnminlsterialgebäudes auf dem Stubenring, als Nbschlnß der Ringstraße bei gleichzeitiger Versetzung des Radetzky-Denkmales dorthin. Laibücher Zeituna Nr. 134. 114 5 14. ^um 190?. Nioi, I!,. Juni. Dic sozialdcnwfratischcii Ab-geordin'ton trcwn niorgen und i'lbrrinorgcn inl Ab-sseordm'tt'nhaus^ zu N^raNiinion zllsanunon, dir >X'i' Festlcgnni'! d<'r ><»ill«dsllilu^'n qclwn. (^) ist d^ll,'it<' sicher, daß di? sozialdcuwkratisckicn Abgoordnett'ii l?inc>n cm^iqrn V^rbcind bilden worden. Ncznqllch dl.i' lintioual,.'!! FrnM worden dic Beschluss? d<'^> Brünncr Parteitages inaßgedend sein. Tot'io, 1.^. Imn. Dk' Mora, en blatter brii^is Tauger, das; sich — Briefen aus Marakesch znfolgo ^ nach einer Periode verhältni^inäßigor Nuhe Auge-hörige der bedeutendsten Etänune des Tüden^ in großer Menge anszerhalb der Stadt gesammelt haben und dort Verstärkungen von anderen Stämmen er warten. In der Stadt herrscht grosse Unrnhe. llber die Absicht dor Stämme sei bisher nichts belannl, weil sie noch keinerlei Forderungen gestellt hätten. Da die Verhandlungen zwischen dem Sultau uud Naisuli gescheitert feien, habe der gegenwärtig in Tanger weilende .Kriegsminister Äefehl erhalten, die Feindseligkeiten gegen die '>>aisnli schüheude» 3lämme wieder aufzunehmen. Petersburg, 13. Juni. Der Minister de^ Äußeru Izvolskij hat in der Budgetkommission län gere Erklärungen über das Verhältnis zu Japan ab> gegeben. Er sagle, die Auffassung, der Portsnwuther Frieds' sei nm- ein Provisorium, sei durchaus irrig. Er habe den festen Glauben an die Stabilität friedlicher und frenndschaftliclier Beziehungen zwischen Nichland und Japan. Handelskonventionen seien bereits abgeschlossen. Ob e5 zu einer ernsten russisch-japanischen Entente kommen werde, könne er augenblicklich nicht sagen, aber die Möglichkeit einer solchen in der Znkunft sei nicht ausgeschlossen. In Nnßland herrsclx'n Japan gegenüber ähnliche Strömlingen wie im alliierten Frankreich. Forner versprach der Minister die baldige Ausgabe eines Buches über die russischen Verträge der letzten Jahre. Peters bnr g, 13. Juni. Heute nachmittag wurde im Ministerium für auswärtige Angelegenheiten dnrch Bevollmächtigte Nlchlands uud Japans die Unterzeichnnng eines Abkommens vollzogen, welches die Bedingungen für die gegenseitige Dienst-leistung auf der chiuesischen Ostbahn und der siil> mandschurischen Bahn feststellt. Ferner wurde eiu Pro tokoll, betreffend die Station .^nandfchendsn, unterzeichnet. Neuigkeiten vom Büchermärkte. C. R. Peicker, N.Gärtners Erziehung, Schnitt und Kultur der Form« oder Zwergobstbäume, X I 44 — Iohs. Büttner, Die Ovstweinbereituug, K I - 80. — Iohs. V ött -ner, Spalier' und Feinobst, I< tt. —E.Linde. Die Mutter« svrache im Elementarunterricht, X 1 44. —C. Pullten. Die Champignonzucht in ihrem ganzen Umfange. li 1 20. — Cl. Roth, Die Intarsia nnd ihre Imitationen. X 1 20. — H. Traut, Leitfaden znm Photographieren. X 1-80. — E. Berg er, Die Technik der Aquarellmalerei und ihre Anwen» dung in Kunst nnd Kunstgewerbe, X 4-ttl). — Dr, A. von Zahn, Anatomisches Taschenbüchlein. X 1 44. — P. Mon° folt, Stoffmalerei, X 1 80. — A. Lüders, Porzellan' malerci, X—-72. — I. Höppner, Blumenmalerei. X —72. E. Gordon, Oelmalerei, X 1 80. — E. Gordon, Allerlei Malverfahren, X 1'50. — H. Luckow, Illustrierter Lehrstoff für den Zeichenunterricht, X 1 20. — Dr. E. Dühring, Waffen, Kapital, Arbeit, X 4-20. — Dr. Ferd. V,a um-garten und Dr. A. Maszlenu, Kartelle und Trusts, X 10 20. — P. Zeitler sen.. Die Entstehung, Entwicklung und Geburt des Menschen, X 6. — R. Sandek, Gmnna-siasteutrassödic, X 2 40. — H. Marcus, Die Philosophie des Monoplnralismus, eine Naturphilosophie im Versuch, X A-N0. — Gnd. Flügel, Die Probleme der Philosophie und ihre Lösungen, X 5-40. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. o. Kleinmayr an die Administration dieser Zeitung. (2386) Depot der k.u.k. Generalstabskarten. '^cayuav i: v».^»u. Preis per Vlati i «. m ^a^ll)ensormal ans Leinwand gespannt 1 X 80 l>. Hz. ll. Klkimalil i Fell. Vmhellis VchhlllllllW in Acribacb. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- jsfficr Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach AktienU.-ipit.-il l-C 120,000.000— «Sp1^ Keservefoml Iv. Oit,OOO.OOO- 171!) Kontokorrente. Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen and Valuten. - Safe - Deposits. ¦ Verwaltung von Depots. ¦ "Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen AurMatte) vom 13. Juni 1907. Tie notierten itursc uerslehen lick in Uruncilwalirunst, Die Nutierunss jämtlicher Altien und der „Diveisen Lose" verstellt sich per Stiiil. .VeN ^ iLare Allgemeine Staatsschuld liücheiUichc Rente l lunu, sleuersrei, Uronc» (Mai-Nov.) per Kasse. , «7'4« '.»?-«(> dello (Iän.-Ilili) per Kasse 87 3b 9? 6b 4 2"/„ ü. W. Nuten Febr.-Uug,) per Kasse......«U'45 89 8b i 2"/„ ö. W, Silber (ApriLOlt.) per Kasse....., S8 6ü «b'8t> ,l»«0rr Etaalslose 500 fl. 4"/« ,49-/5 lbi'75 <8«0er ,, IN« sl, 4"/„Mh-- 8ll -,1884er ., 10« sl. . ,'l! ^»'- Vom.-Pfandbr. » t2N sl. ü°/<,L8S'?5 2»l'lit Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche n«d lländer. bsterr, Goldrciilc, stfr,, Gold per nasse , . . . 4"/„ liö 10 liö'go «Lsterr, Rente in ttronenw, stfr., K^ , per Kasse , , . 4°/„ b?-/»"/« t,7-«i 8? »0 »eilchllltungen. lilisabetlibal,!! in G., steuerftei, zu 10,WN fl, . . . 4«/« — >- -.-> Franz Ioses-Valin in Silber (div, St.) , , , b>/<"/<, lL!»'U ,L3^< Gal. Karl Lubwig-Aahn (biv, Stücte) »ru»cn , . 4°/„ 87-4' li« ^< Rudolfbali» in Krunenwährung, steuerfr. (biu, St.) . 4"/„ «?-5.>, 8«>5! Vorarlberg« Bahn, steuerfrei, 400 »runen . . . 4«/„ 97 25 88 2! )u »tllllt«schnll»u«sbl!g»lionln. !l!ül,m. Westbahn, Lm. 183», 4W Kronen 4°/„.... t>8'4c 9l> 4o sl, S, 5°/« 10» 2k- li(,-25 Vorarlberger Vahn Vm, 1884 8, Ooldrente per Kasse . 11l>-8b l11»5 t'V» deiw per Ultimo ilO'85111-05 4"/u ung, Rente in Kronen- »ähr. stlrei per »a>1e , . 82-!5 93 3!> 4"/„ detto per Ultimo 8815 LÄIn z»/,«^ dctto per ilasse . 82 - 82:»! Ung. Prämien Anl, ö. 100 sl. . 180-- 194-dctto ä 50 sl. . 190- lUi 50 lheiß-Reg-Los? 4°/« . . , , l4Z i5 l482°, 4°/« unaar, Grundent!,-Oblig. 82-75 9»'?2 <°/u lruat, n, slllv. Ornndentl.- Oblig........3^— —>- Andere öffentliche Anlehen. !«ol!n. Lande«.«»!, (div.) 4«/<> , »iec 82 Ll> Bosu. -- hercca, Eisenb, ° Landes» Anlehen ldiv,) 4'/,°/„ . . 98 1« lNl» 1>' b"/o Donau-Reg.-Unlelhe 1878 in« kl, l04 Ul Wiener Verlehrs-Änleiye 4"/« 8? 8,> i<»-8« detto 19U0 4°/u 88 2i> W 25 «ulrhen der Stadt Wien . . in« 70 lNi 7' dctt° (S. od. G.) . . . 121— lÄ2--drtto (1894) .... Ss6t, 8?-6l betto (1898) .... »7 5:' N«-55 detto (i»0u> .... 97«c> 9« 6» deUl, Ind,°?l.) 1902 . 98- «9 - Börsebau-slnlelien verlosb. ö°/^ 95-- «8 - Bulss, Staat«e,ienb.°Hyp,°Unl. 1883 Void . . . . «"/o 1,9 5b «20 5? Vula. StaalL. Hypothekar U«l, 1893.....«°/, iiu 97 10 87 70 Uöhm, Hupothelenbllnlverl. 4°/>> 986« 38 60 Zelittlll-Äod.-ftrcd.-Äl., osterr., 45 I, uerl. 4'/,"/° - - - lOI'5« 10200 Zentral «ov..kred.-ÄI., Vslerr., 65 I. Verl. 4°/„ , . . . 98 70 98 7« Kred,-Inft,.ö/,°/n 81'5» N8'5c detto verl. 4°/« S830 W«< Osterr,»unssar. Äanl 50 jähr. verl, 40/u ö. W.....98«,'' 9ft «< delto 4"/» Kr.....88 60 KW'Ul! Spare. l.öst., «0 I. verl, 4°/« 100 l0 l01N' Eisenbahn°Prioritäti>-Obugationen. sserbi«andK.«°rbbahn Tm. 188« — - —'- detto Em. 19U4 — - -'— Osterr, Älordwesto, ^00 fl, E. , 10^»l 1U48c Ntaatsbahn 500 Fr.....-- — - Südbahn il 2«/^ Jänner »Juli 500 Fr. (per St.) , . . li96'50 288 ü> Elidbahn b 5°/°..... 1L2 bi 12» 5l Diverse Lose lper Eliick), Ptrzw'NHl kose. 8°/„ Aodenlredit.Lose Em. 1880 257 5« 2n7 I( dett» NeguliciungK - Lose 100 sl. ö. W..... ^4«'— 256-- Selb. Pläm.>Anl. v, loo Fl.L'/o 94'- 104- ffulilrlwlllche Las«. Äubllp..Ällsilila (Dombau) 5 fl. 2c 8» 2i!-8' «rcditlose 100 fl......430— 44o-- Clary.Lose 40 fl. K. M. . . 1^' - 142' - Ofener Lose 40 fl..... 180 — 2^n - Plllsfy.Lose 4U fl. K. M. . . 1',"'- 180'- üluten Kreuz, öst. Ges. ».. 10 fl. 4!— 4n- - Roten Kreuz, ung, Ges. «., 5 fl. 2«si, 28-8! RuduIs'Lose 10 fl......«2- 72-- SalM'Loje 4U fl. k. W. . I8i»'^< ,83 .'l Veld Ware liirl. E..Ä..«nl. Piäm..0bIig. 400 ffr. per Kasse ... ——"--— detto per M, . , . l?5 25 176 25 Wiener Komm,»Lose v, I. 1874 4S0- 4?n -Vew-.Sch.d. 3"/<>Pram,.Tchuldv. d.Nodenlr.'Anst, <3m. 1889 73— 82- Altien. Hilln»Pllit'Zlutetnehmungtn. Aussta.TepI, Eisenb. 5DU sl. , 2390'— 2!l8ä - Vühm. Nordbahn 150 fl. . , 34?-— «bl - Bnjchtiehrader Eisb, 500 fl. KM. 29ü0'— 2820 - delto (lit, «.) 2— 10?^'-lonau > Tampsschiffahrtii. Ges., 1., t, l. priv., 500 fl. «M. 88?-— 997 - 3ux»Vodenbacker Eisb. 400 »r, 5äs'— 554 50 i>erdinan°ö Eisenbahn» Gesellschaft, 2c>u fl. S, . 5S4-- üß» — Vli,yd,östcrr,,Trieft..ü0afl.KM. 4««- 4«8-- Osterr. Noidwestbahn 200 fl. S. 428 430—- drttu(Iit, U.)200sI.O. P. Ult. 42U — 425 — Prag.VuxerEisenb. 100fi.abgst. LiU - - 22il- Ztaatseisb. 200 s!,S. per Ultimo 665 50 ««ö-öo 2üdb. 200 sl. Silber per Ultimo 134 2b 135 2,7 Südnordbeiitsche Nerbindungsb. 200 fl. KM...... 389— 403 — Tramway »Ges., neue Wiener, Prioritätü.Altie» 100 0 - Tcvositenlmnl, aNg., 200 fl. . 460-- 43(1-50 Eslompte. GeseNschnft, incder» östcrr., 400 Kronen . . . 5ß7 — 5?0 — siro> und Kassenverein, Wiener, 2uu fl........ 45«'— 4«1 — Hypothelenbanl, österreichische, 2N0 fl. 3«°/» E..... 287 — «92- Landcrbanl, ötterr,, 200 fl. per Kasse....... —— - .. betlo per Ultimo . . . .435— 436 ^ „Merlur", Wechselst,. «ltien. Gescllschast, 200 fl, , . . «0« — 6«s — «zield Ware Österi.'ung. Van! I4u0 Kronen t?60'- 17.'0 — UnionbllNt 200 fl...... 551 50 5üÄ 50 Arrtehrsbanl, allg., 14« fl. . »32'— 334 — zndnssltt'WnttlNlhWUNglN. Aauaes., all«, österr,, 10» fl. . 129'— ,»i — Ärülcrkohlenbergb.-Ges.ioosl, 712' - 7!8 - Eisenbalinw,'Leiha,, erste, 100 fl. 18»— ^006^ „Elbemiihl", Papierf. u. V»G. I9l: - 19>-— lileltr..Oes., aag.«sterr.,200fl, 430- 432- betto ititernat., 200fl. «22 50 !,z!3-5n Hirtenberger Patr.», Ziiudh. u. Mct.'ssabril 400 Kl. . . 103« — lli»6 — Licsinaer Brauerei iou fl. . . 27» — 2«9 — Moutnn.Oesellsch., üsterr..alftine 574— 575 — „Poloi.Hiltte", TiegelguMahl» F..Ä..O, 200 fl, ... 455— 465-Prager Eisen. Ind.. Ves. Vm. 1805, 2<«) sl...... «5U8-— 2548 — Nimll.Mlirany.Galgo.Tarjaner Eisenw, IN0 fl..... k»3»-5^, 529'50 Lalgo.Tarj. Lteinlohle» 10» fl, 564— 5«» — „Schlüglinühl", Papiers..20Sfl. 348— 35i'— „Schobnica", Ä..G. f. Petrol.. Ind., 500 kr..... zor>'— 205 — „Tteyrermühl". Papierfabrik und N'...... 453 — 455 — Trifailer Kohlenw.'N. ?c» sl. , 253— 2S2 — Tüll. Tabalregle.Gef. »oa Fr. per Kasse . —-— —'-- detto per Ultimo 410 - 411 — Waffenf.'Ges,. österr.. in Wien. iul> fl........ 525-- 530 ^ Waagun.Leihllnftalt, allaem., in Pest, 400 Kr..... —-— --- Wr. «augesellschast 100 fl. . . 15V— lt7 — Wienerberger Ziegelf..Nlt..Ges. 750 - ?«0 — Devise«. Kniz» Dichtn, «nd Scheck«. 'Amsterdam....... 19S'5> 2a0<>ö Deutsche Plätze...... 117-82- 1,8 02' London........ 241 05 241-23 Italienische Vanlplahe ... 95 77» «5;w Paris......... 8580 ji«-^ Zurich und Basel . . , , . 95'82' i>^>-85 Valuten. Dulaten ....... li-34 n-«!< 20^ssianlcn-Ttülle..... 1» 20 iu 22^ 2o.Marl-St>icke...... 2'52 üg«.» Deutsche Reichsbanrnot5n . . 117-82' ,ix 0^' Italienische lUanliwten . . . 95 55 ^k, Nubel-Noten , . . 2'b2" z.-»» von Reuten, IMHiidbrl^lt n, PriorltA(«u, Aktien, mM m W^m lWM^y^M» , iTlVat - Depots (»at© UepOSltSJ LoNeu etc., lieviwii und Viiluteii. |. E»H.ik:- "VXIld. "^^"ecll.slorg-escll.&ft I TJ~3a.fr «lg«atmT«i»eh^»« Aor Fers 1. (4) Los-Verslcherunß. i.uiiuni«, HtrktnrtcKHHv. ' Verzinsung »on Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto.