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Endlich sind wir in der erfreulichen Lage, auf dein Gebiete deö-Schulwesens eine That verzeichnen zn können, bei der wir nur das bedauern, daß sie nicht längst früher schon geschehen, womit vielfaches Unheil erspart worden wäre. Propst Jarz ist pensioniert und mit ihm hoffentlich für alle Zeilen das System gefallen, das er repräsentierte und mit dessen verwerflichen Mitteln es ihm möglich war, unsere Volksschule aus ihren heutige», wahrhaft mehr als kläglichen Stand herab-Ludriicken. Der nunmehr entfernte Schulinspecior war in der That für daö gesammle Volksschulwescn in Krain von der unheilvollsten Bedeutung, und «ben dieser Umstand veranlaßt uns, auch an dieser Stelle und ausführlicher vou dessen Abgang zu sprechen. Wie ein drückender Alp lastete die Persönlichkeit des Landesschulinspeclors aus unserem heimischcu Schulwesen, und jede redliche Bemühung des Einzelnen, jedes ehrliche Streben nach Hebung und Vervollkommnung der arg darniederliegenden Schule scheiterte au der Animosität und dem Widerstande desjenigen Mannes, der unbegrciflicherweise jahrelang an hervorragender Stelle in feinem Fache und scheinbar unveramworllich für seine Gebarung ftaud. Bon feiner Wirksamkeit in Kroatien her die Paschawirlhschafr gewöhnt und darin großgezogen, konnte er sich unmöglich mit der Schule der Neuzeit befreunden. Wehe dem Schulmeistertem, das es gewagt Hütte, irgendwie im Interesse der guten Sacbe zu ihm in Opposition zu treten; mit Hilfe der Pfarrer und ihrer Köchinnen wurde der Unglückliche so lange mallrailiert, bis er, mürbe gemacht, wieder zu seiner Mebuerei kroch, und derjenige war der beste Lehrer, der schon im vorhinein alle Winke erriech und dieselben auch demülhiglichst ausführte. Ist cs daher ein Wunder, daß Unwissenheit und Unselbständigkeit in den Reihen der krainischen Lehrer einriß, wie sie beispiellos dasteht in der Welt und sich in horrender Weise am jüngsten sogenannten Lehrertage offenbarte? Jarz hat sich das Wohl der Schule niemals ernstlich angelegen sein lassen; wer findet es daher unbegreiflich, daß heute auch nicht eine einzige Schule im Lande Krain auf gesetzlicher Basis bericht; daß nirgends noch die allgemeine Schulpflicht, das Kriterium der Schule der Neuzeit, auch nur versuchsweise durchgesührc wurde, mit Ausnahme der hiesigen städtischen Schule, wo aber ein ganz anderer Mann das große Wort sührt! Dürfen wir uns daher beklagen, wenn nationale Blätter immer und immer wieder mit höhnischem Lächeln auf die Früchte der „liberalen" Schule Hinweisen? Seine Berichte aus Miuisterium beu-telie er reiu aus dem Aermei heraus, so daß nur wenige eine Ahnung hatten von dem eigentlichen Stande der Schule; den vereinzelten Stimmen, die hie uud da laut Klage erhoben, schenkte man keinen Glauben. Jarz' Bersüguugen in Schnlangclcgcnheite» erfloffen stets prrr vräre äs und als er sich allmälig ganz und gar ins Schlepptau der nationalen Fanatiker nehmen ließ, da scheint es endlich einmal auch der Regierung zu buut geworden zu sein. Noch manches könnlen wir ansnhren über diese auch noch in anderer Beziehung interessante Persönlichkeit, wie ihr namentlich, schon längst hätte der richtige Standpunkt klar gemacht werden können, wenn eS sich nicht gewisse Leute um guten Lohn stets zur Ehre gerechnet hätlen, seine uuterihänigsten Diener und gefügigsten Werkzeuge zu sein; allein wir beschränken uns darauf, noch ein paar Worte, über die Rolle zu sagen, die der Chef des Volks-schulwesens beim letzten Lehrertage spielte. Anstatt mit einem donnernden „qnog dreinzufahren und diese Leute, von denen man nur sagen kann: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun", zur Besinnung und zum Selbstbewußtsein aufzurütieln, ließ er sich förmliche Insulten, die lächerlichsten Absurditäten ins Gesicht schleudern, ja er applaudierte wo möglich noch; er vergaß seine Stellung so weit, daß er es ruhig auhörte, wie ein obicurer Kroate, der nicht nur vom krainischen Schulwesen, sondern von der schule überhanpt keinen Dunst hat, die hiesige Lehrer-Bilduiigsanstalt, an deren Spitze er damals noch stand, in den Kolh herabznziehen sich erfrechte. Braucht es daher noch mehr Beweise, daß ihm an der Schale und ihrem Ruf nichts gelegen war, und sein einziges Dichten und Trachten nur dahin ging, eine xsrsonk Zrata zu sein und Schulinspector zu bleiben aus jeden Fall? Doch diesmal sei davon genug — deun Jarz ist gegangen und nimmer kehrt er wieder! Politische Rundschau. Laibach, 1. Oktober. Inland. Der Sturm im föderalistischen Lager bricht los. Monsignor Greuter veröffentlicht im „Vaterland" einen offenen Fehdebrief an die czechiiche Opposition, deren Organe noch vor wenigen Tagen versicherten, in Innsbruck werde das innigste Schutz- und Trutzbünduis zwischen den Czechen und „allen deutschen Katholiken" besiegelt werden. Greuter hebt mit Heftigkeit die „kirchen- Aeuiü'eton. Eiu Hösliug Ludwigs XIV. „Sein Leben ist ein Roman? Nein, denn ihm fehlt die Wahrscheinlichkeit. Er hat keine Abenteuer gehabt, wohl aber Träume, gute und schlechte. Doch wac sage ich? Man träumt nicht so, wie er gelebt hat." Mit diese» Worten charakterisiert La Bruyere das Leben Antoine Nompar de Caumont'ö, Marquis Bruygelhem, der eine Laufbahn, unwahrscheinlicher als ein Roman und wilder als ein Traum, als Herzog von Lauzuu beendete. Unter diesem Nameu *knut ihn die Geschichte als den kühnsten uud fchlane-slen Mr der Gascogncr, die am französischen Hofe dtn Nordfranzosen stets den Rang abliefen. Lauzun, wie wir ihn immer nennen werden, seinem Bater nichts als einen Degen, -"'it ihn, mußte er sich Bahn brechen und faud das bei seinen Anlagen in der bewegten Zeit nicht schwer. J'N Norden und Süden, im Osten und Westen wurde ohne Unterbrechung gikämpft. Von seiner ^rueimuiig zu», Fähnrich im Jahre 1654 bis zum nächsten Frieden war er stets im dichtesten Getümmel. Auf jcdm, Schlachtselde zeichnete er sich aus und befand pch immer nuf der rechten Seilk, das heißt, er focht für Mazarin. So stieg er wie eine Rakete in die Luft und war nach vier Jahren Oberst eiucS Dragonerregimenlö. Mitten in diesem Tumult fand Lsuzun Zeit, gelegentlich bei Hof zu erscheinen und sich dort eben so auszuzeichnen, wie im Felde. Er schüchterte die Raufbolde ein, die Richelieu mit aller seiner Strenge nicht hatte beseitigen können, und verschwendete mehr als irgend einer der Stutzer, vou deueu mau zu sagen pflegt, daß sie ein ganzes Rittergut auf dem Rücken trügen. Woher nahm der vermögenslose Mann, der noch kein königlicher Günstling war, das Geld, das er mit vollen Händen au.sstreute? Gewiß zum Theil aus derselben Quelle, aus welcher der Herzog von Gramout schöpfie, in dessen Bekenntnissen wörtlich zu lesen ist: „Als junger Mann war ich der Schützling gewisser Modedamen, von denen einige für meine Kleidung sorgte», während andere mich mit Geld versahen." Außer dieser Quelle besaß er »och eine zweite: daö Spiel. Er war beim Kartentisch so glücklich, daß seine Ehrlichkeit in starken Zweifel gerieih. Nach der Belagerung von Dünkirchen wurde Lauzun zur Belohnung für hervorragende Dienste mit dem Oberbefehl über die hundert Edelleute be traut. Er war nun in fortwährender Berührung mit dem König und wußte diesen Vortheil dergestalt zu benutzen daß er in kurzer Zeit jeden anderen ausstach. Er scheint der einzige Mann gewesen zu sein, den Ludwig jemals wirklich geliebt hat. Die Charakterähnlichkeit zwischen dem König uud dem Günstlig, auf die man daraus schließen sollte, existierte nicht. Der Herzog vou St. Simon, der beste Menschenkenner und Charakterzeichner seiner Zeit, sagt von Lauzun : „Er war ein kleiner hübscher Mann mit einem wohlgebauten Körper, harten Zügen und einem hochmütiien Blick. Er war ehrgeizig, launig, auf jedermann neidisch und nie znsrieden. Obgleich ungebildet und unhöflich, verdrossen und wild, trat er doch immer als wahrer Edelmann auf. Wenn er wollte, konnte er ein guter Freund sein, doch wollte er selten. Die Rolle eines Feindes sagte ihm weit mehr zu und er spielte sie gern uud willig. Sein Degen hatte kanm seines gleichen, und seine Zunge war eben so scharf und unbarmherzig, denn cr entdeckte die Schwächen anderer rasch und besprach sie auf die boshafteste Weise. Ein gewandter Höfling, wußte er mit jedem Winde zu steuern und war unverschämt oder kriechend, wie es die Gelegenheit erforderte. Jeder Höfling jener Zeit hatte eine Geliebte, und Lanzun wählte eine der reizendsten Frauen am feindliche Haltung" der föderalistischen Blatter her. vor, die in ihrem Hasse gegen katholische Jnstilu-tionen sogar die föderalistische» Grundsätze verleug mn, wie dies die „Politik" in dem Falle Mermil-lod gethan habe. Grenrer erzählt, daß die „Politik" im katholischen Casino zu Innsbruck „leiocr aboe-stellt werden mutzte," und setzt eine Prämie auf ein „deutsch geschriebenes Föderalistenblatt" aus Böhmen, das man dem kaiholischeu Volke anempfehlen könne. Der Föderalismus — klagt der Pater — verbinde sich mit dem Eentralismus im Hasse gegen die Jesuiten. Und wohlgemerkt, das geschehe in einem Blatte, das als Organ der All-czechen gelte — waö kann man erst von den Jüngelchen erwarten. Das geschehe zu einer Zeii, wo man die Allianz mit den Katholiken doch nicht beiseite schieben könne — was sei erst zu erwarten, wenn man sic nicht mehr braucht, n. s. w. Diese Strafepistel erklärt nun allerdings, warum der so pompös für Innsbruck angekündigte große Föderal ist encongreß in aller Heimlichkeit wieder abbestellt und für gelegenere Zeit nach Wien verlegt werden mußte. Was wird nun aber der „Pokrok" ansange», der noch vor einigen Tagen versprach, Msgr. Greuter werde binnen einer Woche alle deutschen Katholiken mit Haut und Haar ins föderalistische Lager treiben und den allgemeinen Reichs-aths-Strike arrangieren? Wo bleibt wieder einmal die „Solidarität und Jnlercssen-Gcmeinsamkcit aller föderalistischen Fraclionen?" Wo bleibt der Hohn, mit dem man ancwo tete, als wir ruhig sagten, auch der innsbruckcr Föoe- ralistentag werde jammervoll Fiasco machen? Jetzt ist das Fiasco da und der Föücralisteutag ist --verschoben! Sonst nimmt die Thätigkeit der Delegationen alles öffentliche Interesse in Anspruch. Neben d:r Erhöhung des Präsenzstandes in der Armee ist nun auch der zweite Eardinal-Disfercnzpunkt, der Vertrag mit dem S ke n e' f ch e n C o „ s or l i u m, zur Sprache gekommen, aber noch nicht erledigt worden, da man das Zutreffende der Kuhn schen Argumentation nicht leugnen konnte, die in dem Satze gipfelte: Man biete mir bessere Garantien für die Ausrüstung des Heeres, als sie das Eo.l sortium zu bieten vermag, und ich will den Vertrag mit demselben lösen, obschon dasselbe thatsäch lich die Armee befriedigt und für den Kriegsfall vollkommen leistungsfähig dastehl. Die Beschlußfassung darüber wurde vertagt, bis die Petition der niederösterreichischen Handels und Gewcrbe'ammer zur Verhandlung gelangt, die cs unternommen, positive Vorschläge zur Beseitigung des Monopols der HeereSauSrüstungs-Gesellschaft zu machen. Hose die Fürstin von Moiiaco. Die Sitte der Zeit gestattete ihm, seine Leidenschaft offen zur Schau zu tragen und auf hundert Arten zu verrathen 4oa sie sich auf einige Zeit vom Hofe zurück, so war er in irgend einer Berklcidnng an ihrer Seite. Ihr Bildnis schmückte alle Wände seines Zimmer» und war, mit einem Heiligenschein versehen, in seinem Gebetbuch angebracht. Diese hestue ^eieenichast endete plötzlich und gewaltsam, wie sich von ihm erwarten ließ. . , Die Fürstin ließ sich in eine vorübergehende Liebschaft mit dem Könige ein, und Lauzun erfuhr davon. Um alles zu erfahren, bestach er eine Kam-merjungfer mit dreitausend Pistrlen. Sie fnhric ihn einen langen Gang hinunter, an dessen Ende sich eine Thür mit dem Schlüssel im Schloß befand. Daneben lag ein kleiner Raum, in dem Lauzun sich versteckte, nachdem er den Schlüssel von der Thür abgezogen halte. Nicht lange, so ließ sich aus der einen Seite der Thür ein leiser Schritt und auf der anderen Seile ein festerer hören. Ein fruchtloses Suchen des Schlüssels, vergebliche An-strengnngen. die Thür zu öffnen, klagendes Flüstern und zuletzt ein zärtliches Lebewohl durch das Schlüsselloch gewechselt — so verlief das Stelldichein, das :?aujun gestört hatte. Im Verlage Gregrs erschien eine Broschüre, welche eine eindringliche Warnung vor den Feudalen und dem römischen Klerus enthält. Diese Allianz habe den C;echen den Haß aller benachbarte» Nationen zugezogen. Der Plan der Führer, das Bündnis nach Erlangung der Selbständigkeit zu lösen, „ist ei» Hazardspiel und geradezu verderblich, da für ihn bereits die Vergangenheit hingevpfcrt und die Zukunft der Nation in die Schanze geschlagen ist ohne Sicherheit eines Gewinnes, der mit dem Einsätze in einem Verhältnisse stände. Aus Nachkommen Hnß sollen wir Verbündete Roms uns der unfehlbaren Jesuiten werden. Wer begreift, daß ohne Aufklärung und Gedankenfreiheit jede andere Freiheit, daher auch die politische Freiheit unmöglich ist, der wird einsehe», daß im Bunde mit den Römlingen die bürgerliche Freiheit zu erringen unmöglich ist. Ein 'solches Bündnis ist wider die Natur des Ezechenvolkes. Wer diese Verbündete» keimt, weiß, daß die Verbindung mit ihnen ohne Hinopferung des thenersten Memchengutes, der Gedankenfreiheit, unmöglich ist. Sind Elemente in unserer Nation, die ein solches Bündnis wollen, was. wunder dann, daß wir in der Welt als reaetionare Nation gelten, von freisinnigen Menschen gehaßt und verfolgt werden." Die Nation müsse sich jeder Autorität entwinde», welche gegen de» l Menschenoerstand i» polnischer, religiöser und focia- ^ ler Beziehung kämpft. Die Natio» muß zur „reinen Burgeringend und Ehrlichkeit zurüctkehre», alles selber prüfen und beuriheilen und sich auf den Standpunkt allgemeiner Humanität und der Gcsell-schaft begeben. Die aber, die ei» selbständiges Böhmen als Tummelplatz ihrer reaetiouüre» Anschläge wolle» ; welchen die Selbständigkeit des Königreichs Garantie für ei» reiches Lotterleben bieten soll; welche die Selbständigkeit Böhmens benützen wollen, um die Ansklärnng hmtanznhalten, Kirche»> güter ans Staatshünde» i» Jcjuitcahüiide zu briii-stcn; welche die Selbsländigkeil nur sur sich, aber zum Verderbe» des Boikeü wollen — die möge» unser 2ager je eher, desto besser verlassen." Dieie Schrift darf man wohl als Ereignis betrachte». Ausland. Endlich hat sich die preußische Regierung, deren a»tiklericale Aciio» schon bedenklich in Miscredit bei den Liberalen gerathc» war, zu der lange erwarte!e» That gegen de» renitente» Bischof vo» Ermcland ermannt und dic Tcmpvraliciispcrrc verfügt. Es innß ei» harter Kampf für die Major,lat des Miniflcrralhes gewesen sein, dem König d e Zustininiuug zn diesem Beschlüsse abzuringeir. Es hat erst einer dirccic» Beleidigung des Moiiarchen durch den Bischof bn Gelegenheit dcs inaricnburgcr Festes besnrsr, um wieder in die Action einjuleuke». Doch foL dieselbe nun anch auf anderen Gebieten wieder in Fluß komme». So befmdet sich »ach der „Spimer'ichen. Zeitung" uutcr deu für den Landtag vorliereiteten Vorlagen auch ein Gesetz gegen den Misbr auch der gerichtlichen Gewalt und ein Gesetz über im obligatorische Eivilehe. Andere osfieiöse Stimme n lassen dasselbe verlaute». Dic „Spener'sche Ztg.-- saßt diese Maßregel nicht als gegen die Kirche gerichtet auf, sondern als uothwendige Eonsequenz des i,r Preußen b.-stehenden staatlichen Eherechtes. Wenn sich diese angedeuteten Reformen wirklich bHjatigen sollten, so würden die Fen-alen des Abgem-dneten-nnd Herrenhauses noch cinmal, wahrscheinlich zum letzen Kampfe in die Schranken gerufen werden; denn mit der obligatorischen Eivilehe hängt auch — wenn man nuu einmal das Princip der staatlichen Autorität als allein leitendes anfstellt und somit zu den echten allpreußische» Traditionen znrückkehrt — die Umerrichtsreform innig zusammen. Mit beide» Reformen aber fiele ein ungeheueres Stück Reaction hinweg. Denn noch einiger Millarden-segen in die Kassen des Unterrichtsministeriums sür Schullehrer, und die künftige Gencratisn weiß nichts mehr vom „unfehlbaren" Papste Md „un-ichlbaren" Oberkirchenralhe. Ncben den Maßregeln gegen den Bischos von. Ecmeland ist es auch das österreichisch; Roth-buch, welches die deutschen Blätter beschäftigt. Oie berliner Organe zollen der Entschiedenheit, mid welcher unsere Regierung den proteetiouistischen Fi^ »anzpläne» der französischen Regierung, zu wider--stehe» wußte, vollen Beifall, und die „Speii Ztg.'" bemerkt: „Die Haltung der österreichisch ungarischem Regierung verdient hierbei um so mehr Anerkennung, da ihr Festhalte» an dem Vertrag nach dem obige» nicht ausschließlich durch die Rücksicht auf ihr eigenes Interesse bestimmt wurde. Deutschland insbesondere, dessen Handel durch die beabsichtigte französische Revision empfindlich getroffen worden wäre, muß dieser loyalen Haltung Anerkennung zollen." Aus R o m wird gemeldet, daß, wenn auch die körperlichen Zustande dcs Papstes eine» Aufcnthalls-wechsel desselben nicht völlig n»thu»lich machten, doch ein solcher schon mit Pius' festem Emschlnsse im entschiedenste» Widerspruche stünde. Man darf ihm schon seit Wochen von der Abreise gar nicht mehr sprechen. Er hat sich dies entschieden auch dem Ge»eral der Jesuiten gegenüber verbeten. ES kam bei der betreffenden Audienz zu erregte» Ans-cinandcrsetznngc», »nd seitdem hal der Pater Beckx de» Papst nicht wicdcr gesehen. Letzterer sehnt sch auch — man entnimmt dies gewissen Aeoßernngeir '«VO » Seine Rache war damit noch nicht gesättigt. > Einige Abende später gab Henriette vo» Orleans > in den Gärten vo» St Eloud eines jener reizenden j Feste, welche Marie Antoinette später in Tria io» nachgeahmt hat. Die Gesellschaft versammi-lie sich aus einer kleinen Wiese mitte» im Garte». D»»kle Bäume sta»dcu riugs umher, oben funkelte» dic Sterne, Fackcln lcuchtctcn durch die Büsche und aus der Ferne dränge» die Töne der Musik herüber. Ludwig rrzählte mit der ihm eigene» A»m»th eine Geschichte, die Dame» und Herren saßen auf dem Rase» und alles hörte aufmerksam zu, uameutlich Frau vo» Monaco, welche dic eine Hand geöffnet und auf das Gras gelegt halte. Das bemerkte Lauzuu und fühlte dcu Geist der Bosheit in sich erwachen. Geräuschlos schlich er sich davon, sprang Himer einem Busche hervor, trat mit dein Absätze auf dic zarte Hand und war wic ein Btitz davon, um sich feiner kindische» Rache zu freue». Die arme Fürstin dachte au keine Erwiderung seiner Bosheit, aber er machte sich andere Feinde, die nicht so gutmüthig waren. Mil Ehren uud Einkünften überladen, halte er sich von dem Partei-treiben des Hofes fern halten solle», aber er thai das Gtgentheil und wählte die falsche Seite. Dic Eavallierc und der Minister Eolbert standen an der Spitze der einen Partei, die Moutcspa» und der Minister Loiwois a» der Spitze der anderen. Lau-zu» entschied sich sür das erstgenannte Paar und machte sich dadurch dic Gegner desselben zu Todfeinden. Vielleicht hätte das keine üblm Folgen gehabt, wenn nicht das unglückliche Ereignis ein-geirrte» wäre, daß ei»c Prinzessin von Geblüt, die reichne Erbin Europa'S sich leidenschaftlich in ihn verliebte. Dicsc Damc war dic Herzogin vo» Mvntpe». sier, gewöhnlich dic Mademoiselle genannt, eine En. kelin Heinrich IV. und folglich eine Cousine des Königs. Ein Kaiser, fünf Könige und mindestens ein Dutzend souveräner Fürsten waren als Bewerber um ihre Hand aufgelrcten. und sic hatte ihr Herz, ihre sechs Millionen jährlicher Einkünfte und ,ogar ihren guten Ruf behalten, um schließlich alle» an einen Abenteurer zu verlieren, der eine angr-nehme Mischung von Aufschneider, Raufbold und Bettler war. Ihre Leidenschaft führte sic weiter, >ls bei heutigen Dameu zu geschehen pflegt. So neftig sic auch war, nahm sie doch einen auffallend aiigsamcn Verlauf und gelangte erst nach fahren zur Reife. (Fortsetzung solgt.) — nach einer Versöhnung mit Italien, und einer solcher; steht vielleicht nur die Frage von den Gene-ralaten im Wege. Von den auswärtigen Regierungen erwartet man im Vaticau keinen Beistand mehr. Zur Tagcsgeschichle. — Sprachken nt nisse einigerFürsten. Unter den besten Linguisten Europa's befinden sich mehrere Mitqlieder königlicher und kaiserlicher Familien. Kronprinz Rudolph von Oesterreich spricht sechs Sprachen und versteht drei andere. Der älteste Sohn des Kronprinzen von Preußen, der berufen erscheint, dereinst die deutsche Kaiserkrone zu tragen, spricht geläufig Deutsch, Polnisch, Dänisch, Französisch und Englisch. Kronprinz Humberl von Italien rüdnu sich, mit jedem in Italien gesprochenen Dialekt vertraut zu sein. Der Kronprinz Friedrich von Dänemark spricht Dänisch, Schwedisch, Deutsch, Französisch und Russisch und der älteste Sohn des Czar Alexander kann sich aus Russisch, Polnisch, Deutsch, Französisch, Dänisch und Englisch unterhalten — Sklaverei in der Türkei. Dem „Ungarischen Lloyd" schreibt man aus Belgrad, 23ien September: „Cs ist jedermann bekannt, daß durch den Hai-Humaium die Sklaverei in der Türkei abge-schafsl wurde; die Freude aller Menschenfreunde wir seinerzeit ob dieser Verfügung des Sulians außer-ordentlich groß Leider muß die niederschlagcnde That-sache constaiiert werden, daß in rs, thaisächlich, die „Jnstilutivn" der Sklaverei im Suliansrciche fort und fort besteht. Ein Beispiel stau vieler. Vor achi Tagen erschienen ans serbischem Boden sieten Tscherkessen und Tscherkessinnen, anscheinend einer Familie ange-hörend, in der traurigsten Gestalt. Die Kleider in Fetzen, die Gesichter, zwar noch die Spuren außer-ordenilicher Schönheit tragend, abgemagert, erdfahl, das Haar zerrauft, die Füße von Wunden bedeckt. Tiefes Miileid ergriff alle beim Anblick dieser Jam-mergestalieu Die Neugierde und da§ Mitgefühl brachten gleich heraus, daß diese Menschen Lklaveu eines reichen Türken jenseits der Grenze sind und ihrem Herrn und Tyrannen eniflohen waren. Kaum haue "wn diese Kunde vernommen, als bereu« mildibätige Hände sich aufiharen, und die Unqlückl chen bekamen gleich Unterkunft und Nahrung. Es verstrichen aber kaum einige Stunden, als ein aller, robuster Türke sich beim Nazalnik meldete, sein „Bieh" (das ist der Original-Ausdruck ^es Herrn Osmanli) reklamierend, das ihm angeblich 7000 Piaster gekostet haue. Der Kreischef erklärte, »ach serbischen Gesetzen sei jeder Mensch, so wie er den serbischen Boden berühre, frei und die Tscherkessen könnten um nichis in der Well dem „EigenihUiuer" ousgeliefen werden. Der alle baumstarke Türke lhal zueist verwundcit, dann bestürzt, wußle aber rv miecki, in feine Heimat zurückkehreu. — GaS auf der See. Schon feit lange haben sich die gesch ckiesten Jiigenicurc bemüht, einem lang o,esühlic„ Bedüisniffe abiubelfen und einen Apparat zu e> finden, um mit Slcherbeil und Veichtiqkeil den Gebrauch von (ÄaS auf Sch ff>n z» ermöglichen. Nach zahlreichen und mit großen Kosten ve>k„Ups>e» Versuchen ist es endlich gelungen, einen einfachen und äkschickien Apparat lierzustellen, der nunmchr auch uhvn praklisch zur größte» Zufriedenheit sich bewäyrl Die Bewegung de« Sch>ffeS, die bis jetzi ein gen vereitelt hatte, scheint bei diesem Apparate die Wirksamkeit zu erhöben. Eine Flamme, die 1'/ . Kubikfuß Gas per S'unde verbraucht, gib, " ^cht, das dem von 11—12 Wachskerzen gleich-oinn». Zo—40 Flammen erleuchien den Lch>ffssalon I eich e,nx„, Ballfaal. Der Apparat, der bisher auf „Ädriatic", einem Sch fft der Dampferlinie "nes, ist der beantragten Loslösung entgegen und betont für die Wahl eines Vorstandes des Krankenvereines einen Vertrauensmann. — Der Vorsitzende beantragt die Gründung eines halb-monailich zu erscheinenden Blattes in flovenifcher Sprache; Kunz unterstützt diesen Antrag; Tomitz beantragt die Bildung eines FondeS zur Schaffung des erwähnten Organ S im Wege freiwilliger Beiträge und Sammlungen; Kunz opponiert diesem Antrage, fordert vorerst die Belehrung der Arbeiterversammlungen, und wenn der Wunsch nach einem solchen Blatte allgemein laut geworden, möge an dieses Project Hand gelegt werden; der Redner hoffl auf die baldige Lösung der socialen Frage durch die gesetzgebenden Körper. Hier nach winde die Versammlung geschloffen. — (Von der Siidbahu.) Die k. k. priv. Südbahn-Gefellschast beabsichtigt, wie die „Grz. Ztg." melket, AbonnenisntSkarlen für Arbeiter einzuführen und gegen drei Gulden monatlich jeden Tag eine mehr malige Fahrt auf einer Strecke von zwei bis drei Miellen zu gestatten. Die Gesellschaft will es den Arbeitern dadurch ermöglichen, um billigeren Preis ihren Wohnsitz in Orischaflen zu nehmen, die von größeren Slädlen enlsernt sind. — (Turn wesen undFeuerwehr.) Auf dem Turniage. welchen die Volksschullehrer Mährens kürzlich in Znaim abzehallen, ward unter anderem auch dem Anträge beigestlmmt, die Schüler auf dem Laode im Turnen derart zu uiilerweifen, daß sie an der Feuerwehr sich beiheiligen können, und sollen die Lehrer für die Gründung von Dorf Feuerwehreu lhä-lig sein. Dieser Beschluß zeigt, daß die Jugenobild-ner Mährens das Wesen der Turnerei mit klarem Blick ersoffen, daß sie die Wichligkeit der Feuerwehr und den Zusammenhang beider begreifen. Wir zweifeln auch nichl, daß die übrige Lehrerschaft Oesterreich» von demselben Gedanken beseelt ist, wie ihre LmiSgenoffen. die in Znaim getagt. Durch die Ausführung diese- Beschlusses wird das Turnen auf ein Ziel gerichtet, welches sogar den eingesieischlesten Gegnern als ein vorzugsweise praktisches gilt und gellen muß. Und diese Gegner werden beschwichligl, und be- j kehrt und die Masse der Lauen wird für die Sache ! erwärmt — der Gewinn ist sittlich und wirthschaftlich groß. Der hohe Zweck, welcher un» bei der Schulung der Kinder und der Erwachsenen vor Augen schwebt: ein körperlich und geistig gesundes und gewandte«, willenstarkes und »halkräslige« Geschlecht heran ^ubilden — dieser Zweck wird mächtig gefördert durch die Verbindung de« TurnwefenS mil der Feuerwehr. Den Znaimern aber und allen, welche diese Verbindung anregen und für dieselbe wirken, gebührt vollste Anerkennung; sie erwerben durch ihren zeitgemäßen Vor-chlag der neuen Schule manchen Freund, manchen Gegner entwaffnen sie und erschließen der Volkserzie-hung ein neues fruchtbares Feld — ein Feld, auf welchem sich's um so freudiger arbeitet, je vielverhei-jender der Erntefegen wirkt. — (Gemeindevorstands-Wahlen.) In der Orlsgemeinde Schwarzenbach wurden die Herrn Mathias Schuster in Hasenfeld zum Gemeindevorsteher Georg Kump in Schwarzenbach und Peter Pulre Gemeinderälhen; in der OrtSgemeinde Mösel Josef Jonke in Mösel zum Gemeindevorsteher, Paul Lakner in Vordreng und Johann Hutter in Ollerbach zu Ge-meinderäthen gewählt. — (Ein Schadenfeuer) brach am 24lea v. M. abends um 7'/, Uhr — angeblich durch Brand« legung — in den Wirlhschaf'gebäuden de« Grundbesitzer« Johann Mahorcic in Unterstrasche Nr. bS, Bezirk RudolfSwenh, aus, wodurch zwei Strohfchupfen' der Dreschboden, die Heu- und Slrohvorrälhe des Ma« horcic ein Raub der Flammen wurden. Der Schade beträgt 300 fl.; er war, wie wir zu berichten bereit-gewohnt sind, nicht versichert. — (W as sollen wir bei einem Cho -leraansallthun.bevorderArztkommt?) Zur Cholerazeit ist jeder Durchfall verdächtig. Man schicke deshalb, sowie man mehrmals hinter einander starke dünne Ausleerungen gehabt hat, sofort zum Arzt, lege sich inzwischen ins Bett, trinke einige Taffen heißen schwarzen Kaffee mit Rum und nehme Cholera« tropfen, wenn man solche im Hause hat, am besten die reine Opiumlincrur stündlich zehn Tropfen. Lassen die Durchfälle nach, geräch der tüchtig zugedeckle Kranke in Schweiß, so ist er gerettet. Geschieht die« nichl, tritt im Gegentheil Brechen hinzu, so höre man mit dem warmen Getränk sofort aus, da dieses noch mehr zum Brechen geneigt macht, und lasse den Kranken statt dessen Eisstückchen verschlucken (nicht kauen), gebe ihm auch oft Eiswaffer za trinken, ober nur wenig auf einmal, und mache ihm kalte Umschläge aus den Leib, d. H. man tauche zwei Handtücher in ciskallcS Wasser, drücke das eine au« und lege das zweite an seine Stelle, während man das abgenommene ins Wasser taucht. Auf diese Weise fahre man fort, die Kälte innerlich und äußerlich anzuwenden, bis der Arzt kommt und seine Anordnungen trifft. — (Speculalives über die Sonne.) Den undankbaren Kindern des neunzehnten Jahrhunderts ist die Sonne nicht die Licht und Wärme bringende, alles schaffende Sonne, sondern ein garstiger, mit Sonnenflecken verunstalteter Körper in sehr „frag, würdiger Gestalt!" Ob es nun Rache von "feiten deö Sonnengottes, der eS übel nimmt, daß man ihm, der so lange ungestört seine stolze Bahn wandeln und sich allnächilich in die Arme seiner Thetis verfügen konnte, jetzl so sehr auf die Finger siehl und Uber feine Sommersprossen so viel Lärm macht, oder vielleicht eine Extravaganz d s Herr», genug, er macht den Astronomen jetzt viel zu schaffen, und die „New-Aork Times" veröffentlichen einen Artikel, der unS die keineswegs angenehme Aussicht eröffnet, daß wir nächstens entweder verbrennen oder erfrieren werden. Man hat, so heißt e« in dem Blaue, schon lange vermuihet, baß das Nordlicht mit der Sonne in irgend einem »och unbekannten Zusammenhange stehe. Wenn da« Nordtichl häufig erscheint und besonder« strahlend ist, dann sind die Sonnenflecken in einer ganz besonderen Thäligkeil. Im letzten Monale Hallen wir die schönsten Nordlichler. die jemals — von Zeit« genoffen wenigsten« — gesehen worden sind. Ferner ist allgemein aufgefallen, daß feit zwanzig Jahren das Nordlicht, das früher sehr feilen in unseren Breilegraden sichlbar war, jährlich öfler und glänzender erschien. Existiert nun wirklich ein Zusammenhang zwischen Sonne und Nordlicht, wie man allgemein annimml^ so müssen vor kurzem große Revolutionen auf der Sonne stallgefunden haben oder noch stalt-finden. Man weiß nun auch, daß da« Nordlicht elektrischer Na,ur ist. In der Woche vom 11. bi» 17ien August erschien Sa« Nordlicht nicht nur in jeder Nacht, sondern im ganzen Lande hatten wir Donnerwetter, wie wir sie an Großartigkeit noch niemals gehabt haben. Wenn nun das Nordlicht mit der Sonne im Zusammenhänge steht, darf man nicht auch einen Zu. sammenhang zwischen den elektrischen Naturerscheinungen und den Sonnen-Phänomenen annehmcn? Daß die Sonne in einem UebergangSstadium sich befinde, behaupten alle europäischen Astronomen. Signor Tac-chini hat »ermittelst des SpectroskopS entdeckt, daß ungeheure Massen von Magnesium in der Photosphäre aufgetaucht sind. Nun wissen wir, daß bren-. nendes Magnesium ein äußerst staikes ^icht und ebenso große Hitze hervorbringt. Werden nun die ungeheuren Massen Magnesium die Wärmekraft der Sonne nicht vermehren und können wir nicht die außerordentliche Hitze in diesem Sommer, die häufigen und glänzenden Erscheinungen des Nordlichtes und die heftigen Gewitter dem massenhaften Verbrennen von Magnesium in der Sonne zuschreiben? Es steht fest, baß auf der Sonne großartige Veränderungen Vorgehen, »nd es ist nur natürlich, daß wir annehmen, diese Veränderungen werden sich in anderer Weise noch als durch ein paar Linien in dem Spectroskop uns sichtbar machen. Gesetzt nun, die Magnesium-Massen nehmen noch mehr zu und infolge dessen die Hitze, so daß wir statt eines Winters eine» tropischen Sommer haben? Und wie, wenn die Sonne dem Beispiele einiger Fixsterne folgte und auch nach einem ungewöhnlichen Aufglän^en für ewig — verschwände? — Unerträgliche Hitze in einem, tödtender Frost im anderen Falle wäre die unausbleibliche Folge. In beiden Fällen würde das Leben auf diesem Planeten gänzlich aufbören müssen. Witterung. Laibach. 1. Oktober. Morgennebel, sonniger Tag, einzelne Feder- und Hau-senwolken. Südost schwach. Wärme: Morgens 6 Uhr -j-6.8 , nachmittags L Uhr -s- 17.0 6. <1871 -j- 15.1"; 1870 4- I4.I"., Barometer 737.97 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -j-11.1", um 2.5" unter dem Normale.___________ ANstelouimeur Hremoc. Am 30 September. Hochberger, Baumeister, und Terau, Agram. — Simonetti. — Langer, Sagor. — Birmann, Gottschee. - Tratnik, Gotifchee. -- Moretti, Udiue. - Stoc linger, Poniasel. — Theresia de Zandonati, Fiume. — Schweiger, Briinn. — Parth, Hopseuhändler, Saaz. --Eunike, Graz. — Stalitz, Triest. G»»,«» L» i«-„. Frau v. Jabornig und Frau Hoiiianu, Neumärlll. — PoKia, Fabrikant. Wien. - - Pamor, Privat, Lack. — Hubl, k. k. General, Graz. — Hok, Kanfm. und Dr. Prüft, Advoeat, Wien. — Wilcher, Brbovöko. — Braun, Kanfm., Triest — Röder, Wien L»,Naglas, Cormous. — Dr. Kran?. — Ritter v. Balrisano, Triest. — LsirieS, Pancsvva. — Fra» Mayer, iiut Sohn, Gurkscld Gedenktafel über die am 3. Oktober 1872 stattfiudcnden Licirationcn. 2. Fkltb., Jeran'fche Real., Homcc, BG. Stein. — Fei>b>, Streicher'sche Real., St. dtilolai, BG. Stein. — 2. Feilb., Bann'sche Real., Tribute, BG. Tschernembl — 9. Feilb., BtoZek'sche Real, Kleinberdu, BG. Senvsrisch. - 1. Feilb., Schntie'sche Real, Nescheva«. BG. Tscher-nembl. - 2 Feilb., BoZ i'fche Real., Gradische, BG. Landstraß. — 2. Fcilb., Ovtjak'sche Real., Nnstdorf. BG Land, straft. - 2. Feild., M-Zinasche Real., Haselbach, BG. Gnrk-seld. — 1. Feilb.. Sterle'sche Real., Gr»scn°cker, BG. Laa?. - 3. Feilb, Bilar'fche Real., Pudob, BG. l. Feilb, Ierak'sche Real , Dov.'ko, BG Egg. Burja'sche Real, Bcrch, BG Egg. Real., Tschöplach, BG. Tschernembl. Telegraphischer Cursdericht der Filiale der Striermlirk. Esromptebank in^iiitiuch. ron der k. k. öffentlichen in Wien am 1. Oktobber Vorbörse. kperz. MetalliqneS mit Mai- nnd November Zinsen tzs.05. - 5perz. National Auleben 70 30.- 18«0er Staats-Anlebe» 102.25. — Bankactien V75. - Lredit 330 »0. Anglobauk 311.50. — F-rancvbank 129.50 —.LombardtN 208.20. Iliiioubauk 268,50 — WechSlerbank 312.75, -Baubank IIN.-.'O. Anglobanbank 2I!>.25. - Vereinsbank 167.75. - Hhpothekarbauk . — Tramway 327.50. London 108.,,5. — Silber >07 50. — «. k. iviünz-Dncalen 5.24 — 20 Franc.StUcke 8.72'/,. Wiener Börse vom 30. September Laibach. .... ' 1-Feilb., » 3. Feilb , Kvbe'fche ^erc.Sreule. öst.Pap. >rc. dto. Kst.inGi!b. sse vv» »854 . . . ose voa 1860, >zanz-o,e voa I8ü0, FüufL. 'rLmt-vsch. v. 1864 . rlsrermart -ue»püt. rünnrn, Kraiu L.^üftevland 5 . ^igaru . znö „ r*oat.u. Slav.5 ^ rtebrnbürg. „ 5 , »Irrivv. Kationalbank . . . Lreditanstalt c-. «Lvc^mpre-HLi. »uglo-österr. Dan! Oeft Hy^orh.'^LNt . Sreicr. >recompL.»Är franko» Austria . Zari. Kerd.-Nsrdb. . sttdbaho-HestiüsH. . -tarl-v2vwlg-BahL viedsub. LiseuvLtzs . sraarsbah». . . . Larl. tkrLNz-Iosefk^.. r'lO^.-Särcser ^ Geld Ware! ^ Geld i 65 25 65 35 . ^ 94./L. > 72 3 ) ^3 — 102 75 1L3 5" 143 50 War« S1 7b 93 25 102.—112.— 112 L5 124 i44 ' ! 9l.LV 92.— 85.75 82 — 83 75 79.75 i 875 2üS.?0 L3 .vo 1025 316 — L69.-98.— rv/ 1r9 25 2< 90 20-«. 0 L50 — 2^5 L5 178 -32d 50 22Z 1t>2 50 I7S.L0 86.-82 25 84. -80.50 dlv. LcuSSPL!. -u>-db. sll..Dampfsch.>Bc,. zu Ivo ft. SM. . t76 — Lnrfter rvu k. LM. -7 . - d!->. so «. ö.W. dL-.80 , !incr . tv ft. S.W. 3i) stum . , 4V > »I-i.5» , 40 „ rrt.-L-ar» . , «o , 10^ ' St. «Kenots, 40 ^ BlUdrichgra- Lü , SS.IL «Lalotze,!! . »v , ros 9!!^ ,-iudolISSifr. ro ö.W. ü-v.üS! g .75 ««-v-isttSMoL.) '^7^ EgSd. tvvft.,ik!>.W. 102 75 9^-10 I LL-.-124 - t-3 5V 101.10 103 25 9L 3 130. 125. 94. -101.30 182 25 189 75 2>4 . yrankf. 100 ft. , ^ ! /virvou io Pf. tzreri. 17^ „ Parle 10V KrallcS ö.W. ver»ve>. 92 3^ 02.52 Lars. Muvß.LracateL 5 2^. 5 2 ,Hod.-Äredlrar^r. 89.2 , 8v. <) 1v-i>varrc»ttll« . . 8.74 8.7. »äg.i,st.Äod.»2ri:dlt. 102.L5 !08.75! kcrcravr-aler . »:o. ». sxn. 88.7 i 80.50! !"8 50 99 '0 11? .50 11» 50 58. 59 20 — LI. 40 -.1 29.50 30 25 - .0 — »V 75 30 75 L4. L5. LL 50 L.". 18 18 50 ,5 25 15.5, 91 50 91 70 81 80 V1 9.- 118 9» i r> - 4- L.', 42.'9 5 2^ 5 26 «.74 8.75 163- 161 50 108- 108 25 Verstorbene. De» 28. September. Dem Jakob Belik, Amts-d>e„er am Bahnhöfe, sein Kind Antonia, alt 6 Jahre, in der St. Peleriwoistadl Nr 148 a» der Abyehiuna Geora Modic. Bahnwüchter, °» 25 Jnhre. im Civilspiial au der Daimlähnuuig. - Dem Frau; Kraij, ^ II Tage, m der Giadischavoistadt Nr. 54 am Kinnbacken-krawpf. Il3U8KI'-Ve>'I(3Uf. Die Hausrealiiäien an! allen Markie Nr. 47 ,'ammt Garten uud Nr. 142 am St. Jakobi-platz sind aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft im Hause Nr. 47, 2 Stock rechts, beim Hansadminislrawr. (574—1) .T » S«. Oeux ciui ont 1'liitolition ^'Lppröncirs Is ü:l»^li8, vmii'IIout 8'.icic1l6886r: ^Itör Ll^rkt 20, au 1^', oü I'on clollnora des äös es mois ä'ooilidio. ?our Iss avaiives 60 !a eonverskltion st littoraturs krLii^iso. ' (560-2, ! «r iL Für Dame» lehr beachtenswert!)! empfehle Ich habe die Ebre, dem hohen Adel »nd den geehrten Damen kund z» geben,, daß ich mich gegenwärtia in befinde, binnen kurzem aber mit einer Anzahl neuester Moäe-Va,mea-und 8simr»t-, Seiäea- und 8toü-llüts, vLnivQ-I'Llvtots, 1°ricli- und SLurmt-^olrvir, vl»o»s, Lasvliliks, HLudvIisr», Voitkirrvs, Sssleri- »»d k'rou-k'rou-'riiclivr, OLmssclieii, l^ie- 5 üer, vriaolios, ILosskaLrröcke, ^urniors, virmeii- tz wsckt-vorsets, vauiso- uu!' Herren-OIreMiskt«, Man- 1 A sckettL» und LrLxell, Damen- und Hsrrsn-Heinäell, ^ ^ Losen, I-eiaen- uud Latjst-T'ücllvl', vauren-und Lia-6er-Sckürrell, 6k»i§Lo»8, Lopke nnd llLarnstrv, SaLr-einlatze^vollv, allen Gaumigen Lsaüer, Lluwen und Suttorwoir nud alle» iu die Mode eiuschlagendcn Ärtikeln zurückkehren werde. Dankbar für das Vertrauen, welches mir die geehrten Damen bis jetzt geschenkt haben, mich ferner ihrer Gunst. (562-2) Ä, kisÄie?, >rttttdsch afts platz Nr. 222. pllillMMM,ischtil Gl'sr-iischafr in Lnibach. Der Unterricht beginnt uud wird von den Lehrern der Mesellscl'aft, nnd Zwar vom Herr» ^osok Lälirer im Piiinu mid iu der Hin uwnielet>»e, vom Herrn 0u»t^v «loravve >>» (^csangc »nd Pimio und vom Herrn Ovrstavr im Wolinspicle kribeitt -- ^l» Uu er richtsgeld ist ftlr Angehörige von Gesellschasismilglieder» für den Unterrian mi Piano »nd in der Harmonie lehre der Betrag vo» 2 fl. und fitr den Unterricht im Gesänge nnd Biolinspiele der Betrag von l st., fiir Angehörige von Richtmitglirdern der Gesellschaft aber durchgehend« der doppelte Betrag »loiiatlich zu eut-richten. — FUr Theilnediner am Mtinnergesaiigsunterrichte ist das Unterrichtsgeld von .>0 lr. mvuallich bestimmt. Die -tnmeldungk» znr Theilnahine am Unterrichte werden am I. u»v Lktobcr, VormittilgS vo» >l bis 14 Uhr, «Ni gesellschaftlichen Scl'nltocale im ANrstcnliofc «lock, links, entgegengenvinmeii. Ebendaselbst werden auch Ainneldniigeu bloS zur Theilnahine an den vl>oriirsa»,;sst„„i>r„ fiir Tainr» entweder schriftlich an die Directio» Nr. 12) zu wenden. <550-3) angenommen. Wegen der Ausnahme in die philharmonische Gesellschaft ist sich e, oder nitindlich an deu Herrn Gesellschastskajsier Lsntoni (Haupiplatz Laibach, am 21. September 1872. Bo» der Direction der philharni. «Gesellschaft. Vr«ck »», 8»«. » Akri„»»v>! » Hed W«»brr«> t» "itbach. Verleger nnd für dir «edactum verantwortlich: Otto«ar «a mb erg.