.» «45 Donuevstaft am «7. October «853< Dle .^.nb^cher 3e!t»!u," rrscheiitt. »lit A»^"^»'«.- dcr Ioml' m't' ^.l,rt^c !^,,>!ch, nnd kmitt ,'.l,»»,t ^» Äeila^c» in, llomptl'ir i g ll ,1.. l»alb jährig .'. ,1. Z«, sr „,it Kren^'^nd i», '^o»N'toir c,a» zjc>l> riq «2 il., l'"'^>''V'g <» >I. ^ > > q .'i<» kr. »>,l.r ,n cotrichtt». M it der Pl'>t vo'l l^-fr,i q.i»ii>i!>ri.i n»t,r .ssr.'»si'>i»l> »"> gsdiuckter .l!»re„> I.-, ,!.. h n! l> ,a >)r> g 7 ft. Z<» f^. - I» ,»ratil'nsqcl"'!l» r !>>,,^ .1 f^. (v ^ M.il. 50 fr, s,',^ 2 M^,l »»ft 4U sr, fi,^ l M.i! .>»<»,chn,tt,,. 3» dicft« (^cbnhren iss »ach dem ..l'r^'isoniche» V"c,chf vm» «». .'ll'V.ml'sr l^5<> si.r Ins.'rNriMämpe!" uoch !0 lr. s»r mn jsdrsxixli^,.' ll,»scha!t»»., !)<»,» <» lcch,,,». Amtlicke» Tkeil. ^Ve. k. k. apostolische Majestät haben mit Allerhöchst uuterzeichnetem Diplome den Hofrmh der bestandene» ungarischeu Hofkanzle,, Matthäus Stettc n e r vou Makk 0 s Hetcye, als Ritter des St. Sttpbau-Ordcns, de>, StatUteu dieses Videos gemäß, in den Freiherrnstaud des österreichischen Kaiserreichs aUergnädigst zu erheben geruht. Das k. k. Finanzministerium bat die bei der k. k. V<'rg-, Forst- und Salineudirection für Sieben-bürgen iu t^lausenburg e,ledigte Vergraihs- und Gru-benwesen'Neferentenstelle dem k. k. Bergverwalter zl, ^agyag, Joseph Fr a uzen au, verliehen. Erlaß des k. k. Finanzministeriums vom N. October 18Ü3, g'ltig für alle Kronländer, mit Ausnahme deS lom-bardisch.oeuetlanischen Königreichs, betreffend die Ein-berufnng der verzinslichen Reichöschayschiine von den Ilchlel, 18il2 und 1«i>3. und die Hinansqabe Unverzinslicher ^teichoschayscheinc zn 1W0 fl. und 10« si.' Se. k. k. apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Encschließnng vom 8. October d. I. das Finanzministerium allergnädigst zn ermächtigen gernln, die verzinslichen ReichüschaNschciue uon den Jahre» 18^2 und MlN zu N)00, U00 u»d 100 fl. anße» Umlauf zu scpei,. und lli. December 18.'i3 betichiigt. Aber auch die llmwecholung der verzinslichen .)leichsschapscheine gege» unveizinsliche kann vom 1. '.'Iprll !8.'^ cn>, nur über besondere Bewilligung des Finalizministei inms ei folgen. 8. ^telchsschai.'scheii!'.' zl> i!0 st. nnd >'» !^ können gegen unverzinsliche ^eichoschayscheine zu 1000 si, und 100 st. und umgekehlt, diese gegeu jene bei der Verwechslnngecasse in ^t.'ien und bei den Landes-hauptcasseu der Klonlander nmgewechselc werden. Ballmgarcuer n». i>. Nichtamtlicher Tkeil. Die nailirlichcu Grundlii^cu dcr Macht Otftrrrcicho. " Unter der Bezeichnung „die nacürlichel, G'iinl. lagen der M Anssaß nicht arm ist, sind das Erzeugnis: einer N'ar-men und tiefen Ueberzeugung, nnd nicht jener system, maßigen Opposition, »r-llche nach vorgefaßten Absichten ihre Meinung bildec, die Lichtseiten des Gegenstandes ihrer Verfolgungen geflissentlich verduu-kelt uud dafür die Schalteuseiten mit schadeusreudi' ger Vorliebe hervorhebe. Können wir uns anch mit einigen Theilen der Schrift, namentlich denjenigen, wo sie conjectmireud nud proguosticirend wild. „nd das G.biet der auswärtigen Ctaatenpolitik berühre, nicht eben einoer. standen erklären, so füblen wir nns doch wahrhaft befriedigt von der geistreichen und gründliche» Anf. fassuug der inneru Znstände uul) des Gesammlbestau-deö von Oesteneich. Mit Schärfe und Entschiedenheit macht dcr Autor im Gegensal)e zu auflösenden, einseitig ualio-mile» Teildelizeu den Begriff der politischen Nationalität geltend. Er zeigt, wie sehr dle großteu Staate» deS Alterthumes und der Neuzeit nicht durch den Cultus sprachlicher Aiiöjchlleßnng, nicht durch die Sonderung nach Volksstämmeu und Idiomen, mit emem Worte nicht durch abstracts und unfrnchc» bare Iildioiduallsiruug, sondern eben dadurch groß, wellbedentrnd und dem Wechsel der Iahrhnnderle Tl0l) bietend wurden, daß sie nationale Besonder« beicen dem liefern und gewalligern GeseNe ihres po« lilischen DaseiuS dienstbar zu machen wußten. In dem stärkenden Bewußtsein von der Macht, Erha-benbcit und Wohlsadre eines großen Staates losen sich, wenu lNich »nr allmälig und widerstrebend, locale Antipathien ans, und dieser Prozeß vollendet sich mit weltgeschlchll,st>'> Nolhwencigkeie derart zu NnN uud Frommen aUcr einzelnen Theile, daß eine Kräftigung tes Ganzen der uumittelbare und nächste G>lv!l>» für sie selbst wird. Die hohe sittliche uud politische Berechtigung eines solchen TurchbildungSprozesseS iu Oesterreich findet au dem Verfasser eineu eifrige» Anwalt. Mit Sachkenntnis; uud Schalfsiuu weiset er uach, wie dieseS schbue Reich sich nicht zufällig, niche als die Frucht elner ^'aune des schöpferischen WeltgelsteS. sl,'!,c-,rn »nil Noll)we«i!lgk,lt und zum Wol'Ie aller ihm zugehörigen Vestauc.'heile, !o wie e6 bestedl, ge-liildec hac- Die erdabeue Dynastie, welche anf dem osterielchlschen Herrscherchroue gebietet, erscheint auch «hm als ein Segen der Vorsehung, welche diese ^ande zn festem und unverbrüchlichem Aueluanderhal, ten angewiesen hat. Die geographischen, natlonaleu uno staristlschen Bedingnngen 0eS Kaiserstaaces zu» lamlninfas^nd und verknüpfend gelangt er zu dem Schlnsse. derselbe werde nicht künstlich zusammengehal« ten, sondern er sei eiu organisches Gebilde, dessen ^ Scarke und Lebensfähigkeit sich >n mehr als einer Prüfung anf das Glänzendste bewahrt habe. Ware das Neich in der That nur eiu ^oüglomerat ohne innere Norhlvendlgkeit, ohne tiefern Halt, wie die Männer deö Umsturzes sich bei jeder Gelegenheit veruehmen lassen, rann ware in der That uubegrelf-llch, wie es uichc bloß in deu lepen Jahren, sondern schon mehrmal wahrend deö Verlaufes zweier Jahr» Hunderte die gefahrdrohendsten Krisen überstanden habc, sondern sogar stecs gekräftigt a»S selben hervorgegangen sei. Der Verfasser hat Recht, wen» er darauf hindeutet, die österreichische Idee, d. h. die Durchbildung der eiuzeluen Elemente des Staates zu der Erkenntniß und dem wohlthätigen Bestände politischer Einheit und Wechselsticigkeit sei keine nene, durch die Dauer der Zelte» uoch nicht gerechtfertigte Erfinduug, sie sei vielmehr so alc als die Geschichte des Reiches selbst, sie bilde den leitenden Gedanken derselben, sie sei das kostbarste Vermachtuiß aller Derjenigen, welche in alten Zeiten mitgearbeitet haben an dem Bau österreichischer Hröße, ein Schal; von unermeßlichem Werthe für alle Vaterlandsflennoe in der Gegenwart. Nlemaud aber wird verkeimen, dasi b"^' "'^ bene Idee gerade i» nenerer Z„l "" ^ '.^''^ R028 daS Machtgcbäude Oesterreichs im Innern wie nach Außen, im rührigst"» Eifer rege» sich alle Kräfte lim Orduuug, Gedeihe», und Wohlfahrt ill stetig wachsenden Kreisen zu verbreiten, die Gefühle der Pietät und Ergebenheit erstarken zusehends und im» mer weiter verbreitet sich die Einsicht, daß es kein reelles Interesse im Umfange dieses Neiches gibt, welches nicht seine beste Pflege und Entwicklung im Schatten deS kaiserlichen Thrones zu gewärtigen hatte. Diese und ähnliche Betrachtungen werden durch die Lesung des iu Rede stehenden AnfsaNes geweckt, und wir halten ihn deßhalb der Beachtung und Theilnahme aller gebildeten und wohlmeinenden Oester-reicher werth. Grste Gisenbahnfahrt über den <2ömm«?rinst. Ättien, 24. October. Nachdem die Bauten an der über den Sömmering führenden Eisenbahn in der Wesenheit vollendet und di« Schienen für eiu voll« ständiges Geleise gelegt waren, fand gestern die erste Probefahrt auf dieser merkwüdig« sten aller bestehenden Eisenbahnen Statt. Se. Erc. der Herr Minister der Finanzen und dee Handels, Ritter v. Baumgartuer, dessen von Sr. Majestät dem allergnädigsteu Kaiser genehmigten Ein» lcilnugen und Nachschlagen die Bahn zunächst ihre Ausführung verdankt, war es auch, welcher, begleitet von dem SectionSchef Freiherr« v. Czoernig, dem Miuisterialratb und Centralbandirector Ritter von Ghega und mehreren anderen Personen, die liefen Schlnchteu uno steilen Höhen des Sömmering auf der Dampfbahn zuerst ilbersepte. Zu der Fahrt wurde eine der auf der südlichen StaatSbahn in Verwendung stehenden, in gewöhnlicher Art construirten Lo« comotiven stärkerer Gattuug „Lavent" (aus der Wien-Gloggmyer Maschinenfabrik) verwendet. Es wurde um 10 Uhr 37 Minuten von Gloggnil) abgefahren; der Zug langte um 10 Uhr 50 Minuten in Peyer» dach, um 11 Uhr il MinutlU am Elchberg, um 11 Uhr 46 Minuten in der Station Clam an. Nachdem dort Wasser eingenommen worden, seftte sich der Zug um 11 Uhr 20 Minuten wieder in Bewegung, gelangte um 11 Uhr 35 Minuten nach der Station Vreitenstein (nächst der kalten Niune), wo der für die Arbeiter am Sommering bestellte Seelsorger, Hr. Sedlak, dem ersten dieser Bahn befahrenden Zuge den kirchlichen Segen ertheilte, und kam um 11 Uhr K3 Minuten vor dem Hauptlunuel an. Die Fahrt durch dieseu, 2 Krouländer scheidenden, 780 Klafter langen Tunnel währte vierthalb Minute»; um 12 Uhr !> Minuten traf der Zog iu der Station Spital und nach einem daselbst statlgefnndenen Aufeut» halte von 10 Minuten, um 12 Uhr 32 Minuten iu Mürzzuschlag ein. Die Fahrt währte so hin 1 Stunde tUi Minuten, und nach Abzug des Aufenthaltes in Clam, Breilenstein und Spital. 1 Stun« de 3!i Minnten, wornach mit der übllchen Geschwindigkeit von vlerchalb Meilen in der Stunde gefahren wurde. Die Rückfahrt vou Mürzzuschlag „ach Peyerbach wurde unaufgehalteu iu 1 Stunde 37 Minuten zurückgelegt. Obgleich die Vornahme der Fahrt erst Tags zuvor beschlossen worden war, und leptere lediglich als Probefahrt unternommen wurde, so waren doch d>e Bewohner der Umgegend au die StationSpläye herbeigeeilt, und begrüßten mit il)lcm Frendenruf und d«n Klängen ländlicher Musik die vor ihn,,, zum ersten Male dahin brauseude l!o» comotive; auch die Stationsgebäude, sowie dl< Ein« gange der zahlreichen Tunnels waren mit grünem Reisig und Lanbgewinde geschmackvoll verziert. Das heiterste Wetter, die milde Temperatur und die wechseloollen Tin«,, der herbstlichen Färbung der Flur erhöhten die Annehmlichkeit der Fahrt, und förderten wesentlich die gewonnene Ueberzeugung, dasi dieses Wunder der Neuzeit nicht m,r in ungewohnter Fülle die kühnsten und großartigsten Bauten, sondern auch eine der lieblichsten Alpenlandschaften unsers Va. terlaiideS von neuen Standpnnclen aus dem Blicke des Reisenden erschließe, so daß die Sommeringfahrt unbedingt als die reizendste der an malerischen Else»' whnfihrlen so reichen Monarchie gelten darf. Bald nach der Abfahrt vo,i Gloggnip gewahrt mm, bei der, Wendung der Bahn die frenndlichen Gebäude der neuen Aerarial-Papierfabrik zu Schleglmühl, und erhält den freiesten Umblick auf die Oeffuung des Nei-chenancr Thales, das — anf dem großen über die Schwarza gespannten Viaduct« ül'eisept — durch die Wendung jenseits desselben beinahe rings herum befahlen und vou allen Seiten dem Auge nahe gerückt wird. Die herrliche Fernsicht auf die österreichische Ebene einerseits, und anf dic Spiye des Schneebergs andererseits, welche mau bei der Fahrt nach dem Eichberge genießt, sind eben so wie das Pano>ama der Schlösser Clam u»d Wartenstein, des lieblichen, von Gloggniy aus gegcn den Berg ziehenden Hohlweges, der tief in der Schlucht liegenden Häuserreihe von Scholtwien, wie dit », »vechseludem Reize prangenden Punkte der AdtlilMäbin. des MyrlengrabenS :c., allbekannt; überraschend aber wirkt es, wenn man die Ausläufer der Bergzüge mittelst der Tunnels durchfährt, und plöplich. wie mit einem Zauber» schlage, in eine ga»z neue Landschaft versetzt wird. wie am Eichberge, an der Wemzettlwand, jenseics der kalcen Rinne, vor Allem aber, wenn man von der steiermälk'schen Seite ans den Hanpttnnnel durchfährt , und ans dem Dunkel deS Felsenschooßes her-anStrelend, das gesegnete Land Oesterreich i» hellem Sonnenglanze vor sich ausgebreitet liegen sieht, und sich zudem Ausrufe gedrängt fühlt: „Es glbt keine Alpen mehr" -- als hindernde Schranken des Ver» kehrs uud des UnternehunliigsgeisteS. Die Fahrt ward beschlossen durch ein heileres Mahl iu Peyerbach, wozn Se. Elc. drr Herr Mini' ster die ihn begleitenden Personen uno die Beamten der Bauleitung geladen hatte, bei welchem der Mnth und die Beharrlichkeit als die Tugenden, welche nn« seru allergnädigsten Moncuchen in so hohem Giaoe zieren, und denen vor AUem die Ueberwindnng der zahlreichen Schwierigkeiten, die sich dem Baue dieser Alpenbahn entgegenstellten, so wie das glückliche Zn. standekommen des großen Werkes zu danken ist, mit einem Aller Herzen durchdringenden „Hoch,, gefeiert wurden. Die Bahnstrecke von Gloggnch nach Peyerbach Wird mit dem Beginn deü nächste» Mouatü den, allgemeinen Verkehr eröffnet, die weitere Bahn l»ü Mürzzuschlag aber vorläufig für die Zwecke der gäuz. lichen Vollendung des VaneS und der Regie bel!li!)s, bis das zweite Geleise gelegt und dadnrch die Bahn für die Einleitung eines regelmäßigen Verkehrs ge, eignet sein wird. (Austria.) Nuudschau iu den Leitartikeln der Nesidenz - Journale. X. — vaibach, 26. October. Zur Orientiruug iu den verschiedenen Nachrichten über den Stand der orientalischen Frage, welche liatnrgemäß die Grundlage zu den Leitartikeln bieten, glauben wir die Be« merknng vorausschicken zu müssen, daß dte Nach, ich' ten der Residenz-Journale aus der türkischen H.iupt' stadt nur bis zum 13. October reichen, während der gestern in Trieft eingelaufene Lloud, Dampfer „Australia" Nachrichten bis zum 17. October brachte, vou welchen wir bereits in unserem gestrigen Blatte einen übersichtlichen Anszug mittheilten. Sind anch leptere von keiner entscheidenden Wichtigkeit, so stellt sich doch daS heraus, daß keine bedeutende Aenderung im Stande der orientalischen Angelegenheiten eingetreten ist, nnd daß die Flotten der Westmächte am 17. d. noch nicht in die Dardanellen eingelaufen waren. Ueberhanpt halten wir es im Interesse der Leser für wichtig, sie auf das Datnm einer jeden Nachricht besonders aufmerksam zu machen; finden sich doch in den nenesten englische» Journalen Nachrichten auS Constantinopel vom 3. und vom 6. Oc« tober. Leider ist unS heute dle „Triester Ztg." welche sehr gnt unterrichtete, leidenschaftslose Verichter« statter in (5onstautinopel besiyt. nicht zngekommen; doch werden wir glelch nach deren Erhalt ein mög» lichst bündiges und kurzes Resmn^ daraus unsen, Le-sern bringen. Nach dieser VorauSschicknng lenken wir die Auf« merksamkeit anf den „Wanderer". nach welchem die große Frage anf den Wendepnnct angelangt ist, und der sich dcchlU ausspricht, daß den Vermittlungsver- suchen der lel.;le Hoffnungsstrahl benommen ist. Ruß-laud nnd die Psorlel>ü>en unwiderrnstich einen Staut" pnnct eingenoinmeu, welcher beide Mächte einem Ver» nichlnilgekriege unmittelbar und unaufhaltsam eutge-genfühtt. (Nach unserer Anschauung sind die Angr« legeuheiten denn doch noch nicht so weit geschritten, daß wir einen gegenseitigen „Vernichtungskrieg" als „unmittelbar »nld unaufhaltsam" betrachten Mlißce»,) Rußland, fädrt das genannte Blatt fort, steht anf dem Boden des Mentschikoff'scheu Ultimatums, uud rufc die Völker zum „heiligen Kriege" für die „or« thodore" Kirche anf: die Tinkci hat zwar nicht den heiligen Krieg gegen die Ungläubigen verkündet, doch hat ihr Widerstand den gleichen religiösen Charakter angenommen. Wa6 wir über die Stellung der Westmächte zn diesem Kriege in den Blättern finden, wird sich anders gestalten, sobald der Kampf beginnt. Der Krieg bringt seine Nothwendigkeiten. seine Folgen. Hierauf beleuchtet der „Wanderer" dic mögliche Betheiligung der Seemächte und ihre dießfallsigen Po« sitionen. Die „Presse" basirt anf die ans Constantinopel vom 13. d. erhaltenen Nachrichten, die sich im Aiis-zuge unter der Rubrik „Orientalische Angelegenheiten" nnseies hentigen Blattes finden, die Hoffnung auf Er> haltnng des Friedens; „wenigstens wollen wir glau, ben, fügt sie bei, das; eine ernste Störung nicht von langer Daner sein werde." Diese Hoffnung stüftt das Vlali zum Theil anf die befriedigende sslklärnna d?s englischen Gesandten in Wien, bezüglich der vom bri« tischen Kabinett angeordneten Truppenbewegungen, so wie anf die im ossiciellen Sinne ausgesprochene Er» kläinng des französischen G.'sandteu in Wien, das; Kaiser Napoleon keinen sehnlicheren Wunsch habe, als den Frieden zu erhalten, und endlich anf die ^ Wiener Oonferenz, welche eben einen neuen Ver» ^ m it tl llngso or schlag zu berathen begonnen, und die für den Augenblick zwar uuterblochen, jedoch nicht abgebrochen wurde. Orientalische Nllgelesteuheiten. Co n sta ll tl n o pel, 13. October. In v," ftosseuel Woche haben znm ersten Male wieder seit 24 IaDreu gleichzen.« fs„- d„i verschiedene Posten. Elueuuungen Statt gesunden, welche auf Eve„tl,ali' täten bindenten, indem in de» Personen Nisa Efen« di's, Mitgliedes des obersten Reichsrathes, Ahmed Bei's, obersten Nechnnnqofülxero des hiesigen Armee» corps, nnd Fachraddin Efendi's, Kanzleidirector beim Polizeiminist/rium, die drei Chefs der Feltkanzleien für die Armee'Ablheilunqeu in Anatolicn, Numelien nnd bei Blitnm bestellt worden sind. Heule ist die kaiserlich österreichische Dampf« fregatle „Volta" wohlbehalten in diesem Hafen ein» getroffen. Au die Stelle deS bisherigen FinanzministrrS Mnchtar Bei ist Mnßa Safweli Pascha zum Fi« nanzminister, und Ersterer znm Mitgliede des obersten Reichöraihs ernannt worden. Der Correspondent der „Ost-D.«P." schreibt unS ans Constantinopel vom 13. Oct.: Die Reprüsen» tagten Frankreichs nnd Englands haben der Pforte die combinirteu Flotten zur Verfügung gestellt. Gal« lipoli sollte Anfange als derjenige Hafenort bezeich, net werden, in welchem diese Flotten bis auf weitere Eventualitäten zu verbleiben baben; da jedoch der Öafen von Galipoli von Sachverständigen, als den Nordwinden zn sehr ansgcscht. zur Unterbringung der Flotten nicht geeignet besnndeu werden soll, so würden, wie unser Correspondent meint, die Flotten H »or Constanlinopel Anker werfen. Dieser Hafen ist jedoch unr für den änßcrsten Nothfall reservirt- Die französische Regierung soll alle in der Tür« fei befindlichen Offiziere aufgefordert haben, die türkische Armee zn verlassen. (Ganz im Widerspruch mit dieser Nachricht meldet die „Independance", daß die französische Regierung eine gewisse Anzahl MilttärS verabschieden nnd eS ihnen freistellen wird, der Pforte ihre Zeit nnd ihren Degen zn widmen.) London, 20. October. Alle Morgenblätter, mit Ausnahme der „Times", bringen die telegraphische Nachricht, daß der Sultan am l<). October die Ge« sandten Englands und Frankreichs aufgefordet hqf, RK29 die vereinigten Flotten herbeizurufen, und daß die ^ Gesandten Folge leisteten. ,.Chronicle" bcmelkc dazu, die Flotten würden nicht iu'S schwarze Meer gehe», außer um eine etwaige Angrisssbeweguug der russischen Streitmacht zurückzuweisen. Nach dem „Standart" hat sich der Präsident der Londoner Nhederei - Gesellschaft an Lord 0'laien-don mit der Anfrage gewandt, ob im Falle eines Krieges mit Rußland die SchiffSrheder nicht recht» zeitig von dem bevorstehenden Beginn der Fei»d des von !>0 Kanonen, vom Stapel gelassen, uud die Arbeiter sind Tag und Nacht in den Arsenalen cha> t'g. Die Stellung des Kaisers der Bevölkerung gegenüber ist aber nicht mehr so günstig wie früher; er hac an Popularität verloren, und iu seiner Umgebung werden Stimmt,, laue, die, mdem sie diese Thatsache zugeben, zugleich erklären, das rühre daher, weil er die Phantasie der Franzosen nicht genug beschäftige; ein Krieg würde ihn populär ma-machtn nnd zugleich bewiike», daß eiue Menge Arbeiter, die in Paris möglicherweise gefährlich werden könnten, als Loldate» eifrig für hm der Fehdehandschuh hingeworfen wird, zumal hinter dem bisherigen Benehmen der Pforte mau immer noch Englands „ha„-dtlförderlide Ohreubläserei) dieß ist der hier beliebte Ausdruck) erblicke» will. Hier scheint sonach aller Welt der Krieg unvermeidlich. Mau sieht einem dießfallsigen Manifeste des (5zaren entgegen. Es wird darin der heilige Krieg für das Doppelkreuz äuge-kündigt werden, deu der Halbmond erzwingt, iudem « den rechtgläubigen Bekeuneru deS Herru uicht gerecht werden will. Hier im Norden ist die Armee und die Bureaucratie selbstredend für den Krieg, dagegen lanten die aus dem Süden eintreffenden Berichte ganz anders, als man vermuthete. Iu Folge der Truppeubewegnugc» uud der VeikchrSstockuug ist die Stimmuug so niedergedrückt, daß der Kriegseu» thusiaSmus gar uicht zum Durchbruch kommcu will. Vou Mookau südwärts erscheiut nur der Soldat, der Lieferant u»d Alles, was damit zusammeuhängl, dem Kriege geneigt, sonst Niemaud. Die Kriegörüstuugeu siud iu leNter Zeit auf sehr umfassendem Fuße betrieben worden. DaS abgesonderte kaukasische (5orps. welches bekanntlich zur Armee fül Localzwecke zählt, ist bis jcht durch reguläre Truppen uichc. wohl aber durch zahlreich aufgebotene Kosakeu verstärkt wordeu. Es heißt, vom Kaukasus !,olleu Detachements ,n bedeutender Zahl gegen die türkisch-asiatischen Gränzen marschiren. Den Haupt-theil der kaukasischen Armee bilden 3 Divis. Infanterie, nebst der kaukasischen Relerve-Grenadier.Brigade, Ingenieuren uud Schüpe»-. BataiUoueu. etwa so zahl» reich wie em Iufauleriecorps. Hierzu kommt eine ArtiUerle^Division, eigens für das eigenthümliche Terrain des KriegSlheatero eingerichtet, und ein Dia» gouer-Regimeut. Das Uebrige sind aufgebotene angesiedelte Kosaken, Milizen :c,. i»n Ganze» !" Va-laiUoue, IU Escadrons und l«0 Geschüpe, et.ra 60 Tausend Mau». Rechnet man hierzu die Milizen, die tschernomorischen Kosaken und die Grnsiuer — etwa 10 Bataillone irregulärer Trupp«», so ergibt das zusamme» 70.000 Mann. Eines sonderbaren Gerüchtes will ich noch er» wähne», das sich auf das Verhältniß Englands zn Frankreich bezicht. Vom Mißtrauen EnglaxdS l>e>-lefts, soll Kaiser Napoleon direct an Kaiser Nicolans stch mit dem Vorschlage gewendet l)al>en, die orie». lalü'che Frage m,t El'reu für Frankreich und ohne Verleyung der Iulrgrisäc der Türkei zu schlichleu. Zugleich soU eine Allianz Frankllicho mit Rnßlai.d oorgeschlage» worden sei». Lord Aberdeen sei hierdurch plöi)llch l'estmnnc worde», seine Politik Mit der französischen mehr i» Einklang zn bringe». U,berha»pt laßc sich „ach dem, waö in Bezug auf die Politik des Kaisero der Franzosen verlautet, eucnehmen, daß mau i» Fraukreich) Benehmen eine Politik der äußersten Vorsicht gegen Rußland erblickt, die halbwegs die Erfüllung der russische» Versprechungen sicher stellen soll. Man meiut anf russischer Seite, Frankreich neige Promnnelleo. Lail'ach, 2(i. October. -- ('l'llcl,l<>l.) Dic Numlncrli 2^3 uud 2ij4 der „Wiener allgemeinen Thcaterzeituna." drachtcll einen ^orrespondenz-Arlikel ubcr die dießla^rige Oftcru-gcsellschast in ^aibach, welchen icl) dsßtiall/venilneii nnlß, wril er mit der Chiffre «)<-. lv . . . u.iterz.ichnct ist. Da ich gewöhnlich meine Aussätzc mit dieser Chiffre llulerfertigc, so halte ich die Ertlärung. daß ie»er ilul>Ui nicht voi, mir herrührt, als meine 'Pflicht. Konnte man sich im allgemeinen, d. l). damll einverstanden erklären, daß wir mit der dieß. lährigen Opernsstsellfchaft in Berlicksichtigung der beenge» den Mittel, Die dem Untern hm er einer Pro. vüizi^Ibühuc zu Glbote slelieli. mit Kringel, Au^ ..llhllllu zuiliedeu sl»d; so scheinet, u»s d,e hyperbolisch.» ^chl5ell)colmgei, über einige Mitgliedes im vorgenannt»!, Aufsätze doch etwas zu grell^ da m, Hosbülmel! sind.u töunle. 3>on den >il!cr-i)i»gii besriecigel.den ülistlüigeu e>l,er Proviilzialbühne zweiten Naugc5 l'ib zu eiiie» Holblilme iß aber sicherlich ei,» dedeulendcr Zu'üche.nau.l!, der von den „lHolteru zweiten Rangcö" ausg.,ül!t wird. Halte m>,!,chS unbckammn Herrn »>-. «... mcbr kaltes Blut und eine ruhigere Am »ch.iumlg dei Beurthcilnng unserer theatralischen Zu, stände, überhaupt xin^ ill» «'l >t,!lli<». Der Bemerkung tan» ich mich jedoch nicht erwehren, daß es uichs sehr redlich «st, die beka„»le Chiffre eines gewisse», Thea» ter« R,sere,!leu zu b,»lll.'en, da hiedurch begreisiich Verwecholn.rgen vorkommen müssen. In jüngstes Zeit wurden u»S vou Opern vor, geführt: Verdi's „Ernani" und Flollow's „Slra-oella". Da^ Uriheil über die erstere war allgemeiu ei» sehr günstiges. I» der Titelrolle erncete unser ireffliche Teuor, Herr Tnrwald. rerdiensen, ra». schei.de» Beifall. Fräulein Schmidt (Eloira) sa,,g gleichfalls ausgezeichnet, uud wurde wieoerholc ge.»-fe». Ihre reine, mecallreiche Stiinme, der seeleurolle Vortrag, unlerstüyt vo» ihrer liebenswürdigen Per« sönlichkot uud der äußerst elegance» geschmackvollen Toilectr, haben sie unstreitig zum Liebling des Pu-l'lic.imS iu der Opcr gemacht. Herr Simon, der den Carl mit wahrer Meisterschaft uns vorführte, rief im Duett des 2. Actes einen Beifallssturm hervor ; tas große Finale deS 3. Actes wurde sogar .n.f donmrnoe» Beifall wlede.holt. Hr. Kitke (vlvu) befriedigte dorchlieheildS. Fchlt ihm auch e,»e k,afll^e. sonore Slioune, so ist er doch musikalisch ael'ilcet. u.,0 wird keine Parthie oerderbeu. Chöre »,'d Orchester waren guc eiustudlerc, und diese Pro-dnclio» gereicht sowohl de» Saugern, als dem a»-erkanol lüchligen Kapellmeister. H.i>. K l e < r, zur Ehre blicht so beifällig wurde „Srradella" aufaenou,.' men ; gab es doch so viele Nummern, die »nbef.ie. c'iqt ließen. Hr. T u r w a l d (Scradella) stellcc »war ;ufrledeu. ,'.»» sein „Liebcheu ko,,.,»" . sowie ^alia me»> Vaterland" uud das „Aoe Maria" würd"» bel-fällig aufgenommen; auch Hr. Simon gab den „Ba»dlleu" trefflich uud sehr gut, sowie sich Nr. S l» mou überhaupt jedesmal i» Gesaxg und Spiel auszeichnet; aber F.l. Element konnte nur in der großen Arie des 2. ActeS entschieden durchgreifeu »»d Beifall ernte». Die schöne Sopranstimme, d,e reiue »»d leichte (H'oloratm sindVorzüge der F.l. (5 lement welche ihr bei fortdal.erotem Slndlum aUerdings eine schöne Zukunft iu Aussicht stelle» ; »ur würdcu wir ihr ein größeres Studium der Mimik eine» lebendigeren Vor» trag, uud ei» freieres Spiel wünschen. Da sie Anfänge, ü» ist, uud jedenfalls eine taleutirle Aufaugerin, so wird sie sich dic erforderliche Bühnen-Routine und eine lebendigere Darstellung allerdings uoch aueig-neu könuen. Hr. Laufer (Bandit) briugt bei seiner übergroße» Befaugeuheit uur selceu cineu reinen, vollen Brustton derans, der dann angenehm klingt; doch kouute er dieser Parthie. die Gesa»g und viel Spiel erfordert, nicht Meister werden. Auch Herr Duschuil) besint eine kräftige, schöne Baßstimme; doch „eht bei allen Bewegungen der Neuling auf den Brectern heraus. ^ Im Gauzeu genommen konnte ,om,t diese Oper nicht durchgreifen, nnd wir wollen hoffen, daß es bei einer Wiederholung bester gehen werde. !>,. ,^,„. — Den Freunden der Botanik briuge» wir zur Keuucniß, daß vou unserm tüchtige» Botaniker, Hrn. AudreaS Fleischmann. eiue Broschüre nuter d'M Titel i ..Flora an der slidlicben l k Ttnatc<« (5is^nl'al)n von Laiback bis <5illi" - «»s de» Schrisle» des zoologisch - botanische» Vereines ^»''3, — nach dem E » d l i che r's.1,,» S>"?en,e geordnet, erschienen ist. welche sicherlich .'lie Ä.'.,che,„.'ss l'erd'ent. Der Verfasser ist schon dxrcli a..c," b^a...!che Schr.f« ten, namentlich d»rch se.ne , Fl o r a K r a ..'S" vor-lhe.Ihafl in der botanisch.'" ^'elt l>eka»»t.__________ Druck und Verlag von I. v. Kleinmayr und F. Bamberg in Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. "- Kleinwayl und F. Vawberg. An!)ana Mr Im!lac1wrSeituttH Telegraphischer Eours - Vericht der Staatspapiere vom 26. October 1853. StaatSfchuldverschn'ibungm . z» 5 psst. l/2 Darle'.M >„!t Äerlosung ^'. I. <839, für 1U« fl. . . Nl 5/8 V^»f.?Icti.l!'. vr. Stml l_»i fi. l» C, M. Ncticn der K) oftl'rr. Lloyd in Triest . zu Ü0U fl. (5. M...... 532 l/2 ft. i» l5. M. Wechsel-(^ours vom 26. October 1853 ?lu.^'>u^ ss!, für l Psund Slerli.,^ Guide,, N-l<»As. 3 Mun^t. M.'ilmid, fi,r 300 Oesscrnich. i!i!.-, G»Ib. 1 l 2 ?/» 2 _»i>.'M',t. Parick. ss>r :^00 Fnnllcil . . Gulb, <3'4j/2Af. 2 Mon.it. Guld- uud Si! bermz-D»cat,n Agio .... 20 «/8 197/8 dctto Nand- dtu...... 20 l!> Ü/4 <^olll :»I m-l<:o „ . . . . — I!) Naprlconsb'or'S «....— 9.5 SmlVN'aiilsd'or's ^ . . . . — ib.35 Rusj. Imverial ^ .... — 9.20 FriedrichSd'or's ^ . . . . -- V.30 Gugl. Sovlrmngs ^ . . . . — Halbfrucht . . — — ^ 4 4ft Korn .... 4 4 ^ 4 24 Vcrste .... 3 40 — — Hirse .... 4 — j — — Hciden ... 3 54'^ — — H^ser .... 1 57 2 !2 Iremden-Hnnige der hier slngefommeneu uud Abgereisten Den 24. October »853. Hi-. Graf Molckc.Bl^gcliulled, Prwatier; — Hi'. Zattscvsti, kais. russische!' Cabiiitlö» Couii.'r — u«d Hr. Josef Rocca, Haiidelsmalin, alle 3 von Wien liach Trxst, — Hr. Billi di Sandrouo, Pro-fcssor, vo» Wien »ach Mailand. — Hr. Wenzel Schwarz, Professor, von Tioppau. <— Hr. Wald, k. t. Polizei-Commissar, ro>, Wien nach lldine. — Hr. Robert Avmgso», Privatier, von Wie» nach Venedig. — Hr, Iohaim B^pt. Moliner — und Hr. Dl-. I.athail Piin^hn'n», beide Plivatiers, von Tnest l'ach Wic». — Hr. o. Pann, Glitsbcsitzel', von ?lcirain nach Tiiest. — Hr. Iocob Cllsoll<', Haiidclsmanli, vm, Tliest „ach Linz. Nebst l!«> alldern Passci^ielel!. Z. 5»8<>. » <^2) Nr.5IU. Kundmachung. In der Absicht, um eine Uebersicht und Kemttmsl der beim Warcnhandel vorkommenden und in dieser Beziehung wichtigen Fabrikö- und Meisterlichen zu erhalten, wurde die gefertigte Kammer mit Erlast des h. k. k. Handelsministeriums ddo. !<». October 1653, Z. 2wl>— zl. N., aufgefordert, mit thunlichster Beschleunigung und jedenfalls binnen (,) Nr. 4423. Am 2. Noucmbcr d. I., Vormittags um N» Uhr, wird hillamts dü> l'icitation für die Ver. Pachtung des G^fs"'k<'!)richt6 in mehreren Par, thien abgehalten werden. Die Paclulnstigen werden zu dieser Licitation hiemit eingeladen. Stadtmaqistrat Laibach am 22. October 3- 1627. (>) Matth. Kraschovitz (^u), am Hauptplatze Nr. 240, bringt zur gefälligen Nachricht, oaß er die Nieoerlage für ganz Kram von 0en ,V,-ni) lli,5<»5 (Armee.-Rasirmesser) übernommen hat, uno können solche zum Fa. drikspreis, nämlich , Stück ohne Etui 54 kr-, nut Etui , fi , bezogen werden. Der dcljpleüos ollllge Preis für oicsc ausgezeichM'Mi, von keiner nnoern Sorte üoertroffenen Messer kann gewiß nur dazu beitragen, daß sick Je dermann die Ueberzeugung leicht stlbst verschaffen kann, wie dieselben ihre große Billigkeit mit Recht erlangt haben. Auch jmd da echte Millikcrzcn für Clavier, pr. Paqntt -> üN kr, dann roll-gewichtige Z2 l!oth pr. Pfund 5o kr,, dto eben auch vollgewichtigc Stearinkerzen, 32 i!otl) 46 kr., Milli dto 3o i!oth ^,.^ kr., 28 ^ i!oth 46 kr., Belvedeurdichter äo kr., und bittet um fernen geneigten Zuspruch. Z. l606. s2) Nr. 9323. Wein-Licttation. Das Gltt Tl)url,isch wird mit brzilkshmiptmann» schaftlicher Bewilligung «,1l!l.. 18. Octoder ,853 Nr. 9323, am ?. November d. I. von 9 Uln früh angefangen, dic Eigenbauweine vom Fechsliüsssjahre l«52, mit c-.ilcl» 2<)0 östcrreicher Eimer, lind jene 00m heurigen Jahre, mit cil-<:a 800 österreichcr (5i-mcr, in fiuttn Halbgcbindcii loco Thurnisch nächst Pettau, licitlindc» liiittansseben. Hiczu werden Kal6as), (2) Nicht zu übersehen: ^)as Haus Nr. ä< am alten Markt, 5 (Vtock hoch, mit einem schonen Keller, gelvölolem Stall lind einem eigenen Brunnen im nause, ist taglich aus freier Hand um einen sehr billigen Preis zu verkaufen. Das Wodnzlns-'Ertlägniß des für lauter kleine Parteien eingerichtei-en und daher immer leicht vermlethbaren Hauses, welches sich dermal auf cil-c.'» 55« si. jährlich belauft, und das Capital mit 9 "/„ verinleressirt, kann bei einer kleitien Umänderung noch bedeutend gesteigert werden- Das Nähere ist beim Hauseigenthü- mer zu erfragen, ______________ . Hausverkauf. Das Haus am Domplalze Nr. 302 wird unter rortdeilhaftcn Bedingungen aus freter Hand verkauft. Dle nähere Auskunft wird am Hauptplatz Nr. 2^9 lm zweiten Stock Mhellt. ___________ Ein Wiener Wagen, mit ge- schllffcin'n Masfensicrn, billig zu verkaufen, ist sowohl für die Sladt elegant, als zur Reise vollkommen eingerichtet und in bestem Stand. Anzufragen in der Selloer Fabrik daselbst, ________^ Z. 1626. A^ HF _5 <^ A ^^ s^ Gefertigter macht ergcbl'nsi berannt, daß bli ihm alle Gattungen Kirchen-Gcrathe, z, B. Lampen, beuchter, Kelche, Crucifixe !c :c,, gut im Feuer vergoldet, verfertigt, eben so auch derlei alte Gegenstande nach der alten Art gut uni) stark m Feuer zum Vergolden übernommen werden, wooei er die billigsten Preise zusichert, Matthaus Tonia, lx'iiei'I, Güttlc^ilicistcl'. Z. ll)I!>. (l) RcH^ Nicht zu übersehen! °MH Iiisectcii - Vcrtilinmics -Tliictur« Uedertriffc an Güte und Wirksamkeit das persische Iiisectenpulver, sowie jedes andere Verlllglmgs' mittll. Flöhe, ^"iis.', Schal'cn, Am.isen. Schwärn m>d Wanzen vertreibt es sicher und gewiß, l Flacon mit Gebrallchsainvcislmg 30 kr. (5. M. Hart- itit«l Haarfarbe -Extract. Vl?n ver !ödlicl?c>, mcdicioischcn Facuilat i» W,e>, ^pliift und als unschadüch dcflmden, ,st h'NNwrr lich seiner Dmicrhaltigkcil. Schönheit lind l'ibercuiZ dcqu.mcn MwcnvlMg 'Uö das destc unlcr den Haar. sarl'mliitcln l'ckaintt. l Flacui, mit Gebrauchsanweisul'g 5« kr. (.. M, Aigoiilioii, nciiestcs bewährtes Mittel me' icrii alle Arten von K»lin«elmierjeen» Durch alißerlichc» 0x'l'ral,ch anwendbar, l Flasche! mit VcdrauchsainveislN'q 24 kr,^- M. Täf'cIcliciB fsur Verdauung*« - iiuu ]»•»««- eiitütiiiCB'uii&:* _. ... Ein vortrcsslichcs, übliches Mittcl ^e^en schlichte ^cid.nim.g, Vlcichsucl't. Magr'.^.mp, ^agenka.. tarrl). Soddrnnirn, Hailn'r,l)md ^cyachtel mtt 48 Stück dieser Täsclchcn »m 48 kr. (_. M. ©ei Joh. Paui Suppmtfschmclt,