Nr. 131. «>..,^..,.,, ^„°°° „>«'.H,«!7'l,,'.°''!»^ Freltag, 12. Inn». >'""- "^,^^''.'':«'ü^7.:,'.......'- 1885. Amtlicher Theil. H_ Se. f. und e. Apostolische Majestät haben mi» Allerhöchster Entschließung vom 4. Juni d. I dem '"linistsl ialialhe Theol. Dl.Karl Werner die Titular-Propst,, Zwetll allergnädigst zu verleihen geruht. Eonrad-Eybesfeld m. p. «... Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von, 25. Mai d. I. dem "berstlieulenant Otlomar Volkmer bei seiner Er« "eunullg zum Vicedirector der Hof« und Staatsdruckerei "Mei den Titel und Charakter eines Regierungsralhes "«"gnädigst zu verleihen geruh«. Dunajewski m. p. Nichtamtlicher Theil. Die Logik der Wahlergebnisse. Der größere Theil der Wahlen für das Ab-^vsdnetenhaus ist nunmehr vollzogen, nachdem bis °"l 22 sämmtliche Mandale vergeben sind. Die noch ^sslehenden Wahlen in Galizien und Dalmatien wer-^k» voraussichtlich an dem Verhältnisse der einzelnen Parteien zu einander nur wenig ändern; es ist daher lchon heule möglich, ein mindestens annäherungsweise llchligrs Bild des künftigen Abgeordnetenhauses zu Newinnen. Die Linke, das fleht bereits außer Frage. Wut» auch künftig in der Minorität sein, während jene Parteien, auf welche sich die Regierung in der abgelaufenen Wahlperiode gestützt hat. numerisch und moralisch aestä'rkt im neuen Hause erscheinen werden, «"e hoch sich der Stimmenverlust der deutsch.liberalen Parte» bezifsern wird, lässt sich zwar,wch nicht genau fixieren, aber man dilrfte durch die thalsächlichen Er» gebnisse laum desavouiert werden, wenn man denselben auf mindestens zwanzig Mandate veranschlagt, die sich auf fast sämmtliche Kronländtr und alle vier Wahl« «luppen vertheilen. Die empfindlichsten Einbuße« hat die Opposition in Böhmen und Niederöfterreich er-l'lten, dann folgen Tirol, Schlesien, Kärnten und Mähren. Ueberdies haben sich in saft sämmtlichen Wahlbezirken, wo die deutsch.llberalen Candidate« gewühlt wurden, so bedeutende Minoritäten für confer, «alive «egencandibaten ergeben, wie dies noch bei «lner der früheren Wahlen der Fall war. Erwägt man nun, das« die Linke schon bei den votlgen Wahlen im Jahre 1879 empfindliche Einbuhen Feuilleton. Ueberspannt. , So undefinierbar eigentlich der Vegr,ff der Ueber« ^»nlheit ist, ebenso unzeltrsnnlich ist er von manchen Klonen, und selten werden die traurigen Asyle für ^'st'sllankc um eine» Insassen reicher, vu>, dem es "M hieß': er war von jehcr ilbei spannt! Selbst« ^stäi.dlich i. 5.1, jc,,e Ausnahme»!, denn Beruf außer. °lt>t„liichc Ao,lirderungeu an da« im allgemeine,, 3'" zarter werdende N'lv usyslem stellt, oder wo ^dllch auftretende Störungen der Ochirnfunctiolle» "gend ein lautliches Leiden zum Grnnde haben. l„ Wo sucht mnl abcr dcn Grund dcr ..Ueber-^"Ntheit" be»spi.lzweise bci Kindern, die ihl Leben v' "'genehmen V^hällulssen. unter sorglichem Schlitze S, ältern velbring,n und in deren Familie lelne ^"l einer abnormen Geiste«, ichluug zu finden ist«' U" ^cl» bci diesen in zarler Jugend schon Sonder, sd«. " i"ge". die anfängi>ch oft laum den Eltern. A "' '" ihre, weiterm Entwicklung aber felost dem ff""'°, "' Kindes behaftet sind. wird sich das ungewöhn« ^ onanla^le Kind rher liemcrlbar machen als dort, vorba^' ^ auaeufäUiger Maßstab zur Äemlheilung du» ^" lst. Wo und wal.n immer aber eine Multer under?/'''/' ^'''de sagt. es sei ganz anders als alle sejvl^' '° l>al sie damit auch schon ihre Wicht aus-u°ft im!1'' ^'l" itigenlhümlichte'l e„tgrgeuz,lwi>len. """" si„d e« sehr begabte Kinde., die zu „Gzlra.! erlitlen hat — sie verlor damals etwa achtzehn Man. date — dann wird selbst von oppositioneller Seite nicht in Abrede gestellt werden lönnen. dass die Grund« sähe Ul,d Bestrebungen der deutsck.liberalen Partei in der Bevölkerung immer mrhr an Boden verlieren. Die ^ Zifternsprache der Wahlurne ist denn doch überall und! nnler allen Umständen der verlässlichste Maßstab für die Beurtheilung der Gesinnung des Volkes und nach« dem diese Sprache der Zahlen sich mit eherner Logik gegen die Linke lchrt, wird es keiner Deutelei und keiner Sophist,! gelingen, über die Thatsache hinwegzukommen, dass das Programm des «Kampfes um jeden Preis" von eincr stetig wachsenden Mehr» heit der Bevölkerung abgelehnt wird. während jene politische Richtung, welche dem Gedanken der Verständigung unter den einzelnen Nationalitäten dient, immer festeren Boden gewinnt. Wenn selbst solche publicist'sche Organe, welche mit ihren Sympathien im deutsch-liberalen Lager stehen, offen zugeben, dass das Votum der Fünfgulben.Männer ein entschiedene« Lossagen von den Grundsähen der Linken bekunde, dann ist es wohl vergebliche Mühe. wenn da« jour« naliftische Sprachrohr dieser Partei seine Getreuen mit Vertröstungen auf die Zulunkt über die für sie uner> quickliche Gegenwart hinwegzutäuschen sucht. Die Linke — das wird nun auch schon von manchem ihrer Gesinnungsgenossen zugegeben — hat einen schweren Fehler begangen, als sie ohne jeden Grund sofort nach dem Zusammentritte des Reichsrathrs im Jahre 1879 eine schroff feindseliae Haltung gegen da« Ministerium Taaffe einnahm. Noch größer war der Fehler, als sie in diefer feindseligen Stellung ver-harrte, trotzdem ihr bald klar sein musste, das« die Meh,heit der Bevölkerung diese Opposition um j^dm! Preis nicht billige, vielmehr sehnlichst wünsche, dass endl'ch einmal dem aufreibenden nationalen Hader ein Ende gemacht werde, damit Zeil und Muße silr die unaufschiebbare RefoimllMialeit auf wirtschaftlichem und socialpolitischem Gebiete gewonnen werde. Die Folgen dieser verfehlten Taktik treten nun in den gegenwärtigen Wahlergebnissen klar zutage. Nicht bloß die bäuerliche Bevölkerung der deutschen Alpenländer, auch die große Masse der deutschen Kleingewerbetreibenden, darunter mehr als ein Drittel der Ge-sammtbevöllerung Wiens, hat sich rückhaltlos gegen die deutsch-liberale Partei crllärt. Kann und wird diese letztere nun auch noch fernerhin die Fiction auf-rechlhalten wollen, sie sei die allein berufrne Nrpräsen« tantin der deutschen Bevölkerung in Oesterreich? ! Numerisch und moralisch geschwächt wird die Linke das neue Abgeordnetenhaus betreten. Wird sie vaganzen" hinneigen, still vor sich hinbrüten und träumen oder ganz besondere Reizbarkeit bekunden. Für solche wäre allerdings das permanente Landleben mit seinen Arbeiten, die den Körper gesund ermüden und mit der wunderbaren Mannigfaltigkeit der Naturerscheinungen, welche den Geist erregen, ohne ihn zu erdrücken, am zuträglichsten. Für Kinder aber, die »in der Wahl ihrer Eltern nicht vorsichtig genug" waren und durch diese an die Sladl aevundl'n sind, erübrigt nichts, als den schad» lichei, Ginfllis« des Sladllib«,'»? n<,ch Möglichkeit zu paralysierel». und zwar lörpctlich duich lhmilichst viel Bewegung in der frischen Luft, geistig durch ernstes Sludium. Wie es den Neigungen des tulrnlmten Kindes am meiste» enlsprichi, und duich Einwirken auf s^iüen Charakter. Man soll u»d t^nn d.m Kinde Muth a>« erziehen, wenn er ihm von Nalur versagt ist. am besten durch Bespiel, spalcr auch durch Vnimnfts-gtüuds; hat man darin ein B»sti»rs Resultat erziel», »st schon viel aewonne», dc-m muthige Menschen ver. lieren selten ihre Geistesgegenwart, noch seltener ihren Verstand. Das ernste Sludium jedoch l'ükt den Geist in flste Bahnen, wo er nicht kmnetengleich im unermess» lichen Wellenraum umhcrsähit, sondern ruhig lsuchtend dem vorgeschriebenen Ziele cntargensticbt. Wo Neigung und Talent zusammenwirken. cnlst.ht nur Gutes und Giohes. wo sie einander widerstreben, stören sie die Harmonie der Seele und legen oft den Grund zu ! Geisteskrankheit«,,. In der Wahl der Veraliügen taun man l>ei so eigengrartilen Kindern nicht zn vmsichna. smi; lin. mende Specwl'istück«', die Auge und Ohr im Uebermaße reizen, die man mit Vorliebe sogar kleinere auch dann noch nicht die Lehren beh'rzigen. welche ihr die abgelaufenen sechs Jahre und insbesondere die gegenwärtigen Wahlen ertheilt habe», dann mujs si, rettungslos jenem Schicksale verfallen, das keiner Partli e,spart bleibt, welche sich beharrlich den unab« weislichen Forderungen der Zeit entgegenstellt unl» mit den Ueberzeugungen der großen Mehrheit de» Bevölkerung in Widerspruch seht. Aus dem Lager der Linken. Man schreibt der „Norddeutschen allgemeilieil Zeitung" aus Wien: In dem Wurmbrand'schen A>. trage über die Regelung der Sprachenfrage glaub,» die Deutsch.Liberalen den Stein der Weisen gesunde,' zu haben, und „Staatssprache" soll das Zauberwoil sew, das sie wieder zu Macht und Glanz führt. Wü haben die Spiegelfechterei, welche mit diesem Schlag worte getrieben wird, wiederholt dargelegt, indem wir den Nachweis lieferten, dafs die deutsche Sprache »>> allen Positionen ihrer historischen Stellung durch G?» sehe und Gesetzeskraft besitzende kaiserliche Patente ausreichend gesichert, überdies aber auch von leine, Seite angefochten ist. Wir konstatieren des weitere» zugleich, dass die Linke dit,en Sachverhalt volllomms» kannte und anerkannte, dass sie deshalb den Wurm-brand'schen Antrag, der ursprünglich nur von einem Häuflein Forlfchrittler protegiert war. Jahre hindurch auf das entschiedenste ablehnte, und dajs sie schli<ß> lich denselben nur zu dem Zwecke aufgriff, um em Agitationzmitlel zu gewinnen. Diefe beiden letzteren Thalsachen sind einerfeils an und für sich zu bedeutsam, andererseits für die Taktik der Linken viel zu bezeichnend, als dass wir nicht die Gelegenheit ergreifen sollten, dieselben durch classische Zeugen zu erhärten. Diese Zeugen sind keim geringeren Persönlichkeilen, als Dr. Sturm, fortschril! licher Hauptmann. und Baron Walterskirchen, Gesi» nungsgenosse und persönlicher Freund des Gras'» Wurmbrand. Herr Dr. Sturm sagte in ein,r jünaft. „ Candidnlenrede bezüglich der Wurmbrand'schen Motion: „Alle unsere Partei» und Bundesgenossen — auch solche, die ursprünglich dem von mir und meine« engeren Gesinnungsgenossen vorbereiteten und unter, stuhlen Antrage vielfache Bedenken entgegenstellten — fmderll jetzt emmülhig die Festhaltuna. und Sicheru»;, der durch den Artikel XIX nicht berührten deutsche» Staatssprache." Dr. Sturm constatierl also, dass dem Antrage auch von liberaler Seite „vielfache Bedenken' entgea-ngestellt worden waren. Noch prägnanter laulel das Zeugnis Walteislirchens. Eine Anzahl Obmänner Kinder sehen lässt, schaden gewöhnlichen Kindern vielleicht nicht. Jenen aber darf man sie nicht biem,. Wenn Ellern sich freuen, endlich dem Kinde, das sonst so theilnahmslos dasaß, ein Aufblitzen höchster Erregt, heit entlockt zu haben, so mögen sie sich vor einer wiederholten Anwendung solcher Reizmittel hüten. Weichheit des Gemüthes. Ehrgeiz. Stolz. Neli-giositüt und andere Eigenschaften, die, richtig gepflegt, die schönsten Tugenden des Menschen bilden, könnet,, sobald sie überwuchern und alle anderen edlen Keime ersticken, ihren Besitzer zum unglücklichen Gegenstande des allgemeinen Mlleides und Spottes machen. Nicht selten geschieht es auch, da« junge Leute, besonders Mädchen, ganz unverdient in dcn Ruf der Ueberspanntheit gerathen, und da dieser stets una«. genehm ist, ja manchmal auf das Schicksal be« Vläd-chens schädlich einwirken kann. so lch^e man sie l^i» zeiten, nicht nur im Bniehmen u?ib in ter Kleidung alles Auffallende zu meiden, sondern auch im Gespräche. Wie man in guler Gesellschaft seine Tuilelle dem Acte anpasst, dem man beiwohnt, zu rinen, Balle nicht „n Hautkleide erscheint und für einen ficundschasllichen Vcfuch nicht Valltoilette anlegt, so da,f man auch im gewöhnlichen Leben nicht mil hochtrabenden Phras-,,. und wären sie auch noch so geistreich, brillieren wolle,,. Man darf auch nicht jedem seine eigensten Ge. danken preisgeben; ein geistreichei Mädchen braucht nur ellichemale recht gewöhnlichen Menschen gegenüber ihre elwas ungewöhnlichen Ansichlen auszuspreche,,. und diese Lcute verlachen sie hinler threm Rücken, zucken die Achtln, wenn von ihr die Rede ist. und höhnen »Ueberspannt!" Gimm V^ckfischchell hält man noch etwa« Ueber-sp.mnlhlit zugute; es H.N noch die Ee,schalen de« Laibacher Zeitung Nr. 131 1088 12. Juni 1885. von politischen Vereinen Wiens halte ihn eingeladen, einen Vortrag über die Reichsrathswahlen zu halten. Er lehnte die Ausforderung dankend ab, weil er nicht die Meinung hervorrufen wollte, dass er auf ein Mandat reflectiere. In dem bezüglichen Schreiben sagt er unter anderem: „Eine Wahrheit, welche jed? parlamentarische Partei beherzigen sollte, ist die Wir-kungslosigkeit jeder Action, welcher dür Stempel der Wahrheit fehlt. Für etwas mit Eiftr einstehen erst dann, wenn man weiß, damit in der Minorität zu bleiben, erweckt nicht das Vertrauen ehrlicher Kampfweise. Und bei der bestinscenierleil Komödie kann es geschehen, dass jemand einen Blick auch hinter die Coulissen thut, womit die Täuschung zerstört ist. Ich erinnere mich eines Antrages, der den Namen eines steierischen Abgeordneten (Wurmbrand) trägt, der jähre-lang nicht eingebracht werden durste und im Kreis? der Partei selbst mit allen Mitleln bekämpft worden ist, so lange man an die Möglichkeit seiner Annahme glaubte. Erst als es klar war, dass die Gegner sich entschlossen hatten, den Fehler zu begehen, ihn abzu-lehnen, dann durste er gestellt werden, dann eist trat man mit Wärme und Enthusiasmus für ihn ein." Die „bestinscenierte Komödie", welche mit der ..Staatssprache" getrieben wird, ist längst durchschaut. Die Herren von der Linken spielen sie indessen, in Ermanglung einer besseren, herzhaft und eifrigst weiter — allerdings zur großen Erheiterung aller, denen es gegönnt war, einen Blick hinter die Coulissen zu werfen. Zu denjenigen, die sich nicht täuschen lassen, zählt bekanntlich auch Wien, das doch bei der Staats« einheit und der deutschen «Staatssprache" am meisten interessiert, aber allerdings auch besser, al« die Provinz, in der Lage ist, die Wunderthaten des Liberalis« mus in der Nähe zu beobachten. Noch eine Frage müssen wir indessen an diese Enthüllungen knüpfen. Nach denselben steht es außer Zweifel, dass der An« trag im liberalen Lager auf „vielfache Bedenken" stieß und „mit allen Mitteln bekämpft" wurde. Es kann weiter ebensowenig bezweifelt werden, dass der Widerspruch von der überwiegenden Mehrheit der Partei ausgieng, denn damals bestand die Vereinigte Linke bereits, und wenn die Majorität sür den Antrag gewesen wäre, hätte sie denselben gewiss zum Clubbeschluss erhoben. War es aber die große Mehrheit der deutsch - liberalen Partei, welche die Wurmbrand'sche Motion, sei es aus deutschem oder staatlichem Interesse, jahrelang „mit allen Mitleln bekämpfte", wie kann man der Regierung einen Vor« wurf daraus machen, dass sie sich dieser Motion gegenüber ablehnend verhielt? Einer Regierung kann man doch nicht aufbürden, dass sie sich für einen Antrag gerade deshalb einsehe, weil sie der Verwerfung desselben sicher ist. Die Wahlen in der Provinz nehmen ihren Fort« gang und haben bisher das unglaubliche Resultat geliefert, die liberalen Wortführer überaus bescheiden zu machen. Sie stoßen herzzerreißende Weherufe aus. Aber im nächsten Augenblick jubeln sie darüber, dass zwei Minister in ländlichen Wahlkreisen, welche früher immer liberal gewählt, mit wenigen Stimmen in der Minorität geblieben sind. Dem einen dieser Minister ist ein Mandat gesichert, der andere, der bestange« feindete Handelsminister Baron Pino, besitzt deren Instituts auf dem Rücken und kramt seine eingeheimste Weisheit so rasch als möglich aus; junger Wein gährt eben immer und sprengt gerne die Fässer; wenn er älter wird, lässt er solchen Unsinn hübsch bleiben. So soll auch das Mädchen lernen, mit ihren geistigen Schätzen hauszuhalten; besser eine Stunde tödtlicher Langeweile bei nichtssagenden Wetterbetrach« tungen hinbringen, als seine besten Gedanken hingeben, wo man nicht sicher ist, verstanden zu werden; besser, sich auf dem niederen Niveau des Partners zu be< wegen, als ein Postament besteigen, auf dem man in Gefahr ist, mit Koth beworfen zu werden. Wie „die Unwissenden den einen Ketzer nennen, dem sie nicht widerlegen können", so nennen ost die albernsten Leute den einen Narren, dem sie auf seine geistige Höhe nicht zu folgen vermögen. Man glaube nur ja nicht, dass das Urlheil sol« cher Leute nichts zu bedeuten habe; die Erfahrung lehrt im Gegentheile, dass gerade die unbedeutendsten Menschen die eifrigsten Diener der Fama sind. s i e sind die Weltermacher, sie entscheiden, ob jemand gut, klug. oder ob er das Gegentheil davon ist; der „allgemeine Ruf" ist ihr Werk. Lautet er ungünstig in unserem Falle, so wird das Mädchen vermtheilt, auch von solchen, die bei näherer Bekanntschaft ihre Ansichten theilen würden. Aber ein ü'beispannles Mäd» chen l Wer sucht ihre Bekanntschaft? So entzieht sich ihr die Gelegenheit, den ihr ver-wandten Geist zu finden, und das geistvolle Mädchen, da« an der Seite eines klugen Mannes die beste und tüchtigste Frau und Mulles geworden wäre, es wird zur „alten Jungfer", das die ganze Fülle von Zuneigung vielleicht auf einen — Mops überträgt, weil es leinen würdigeren Gegenstand kennen gelernt. .---------------- A. v. S. bereits zwei. Aber die Oppositionsorgane jubeln über das, was sie feine Niederlagen heißen. Dr. Herbst ist von der Führung des deusch-böh« mischen Volkes, welche er ein Vierleljahrhundert lang unbestritten inne hatte, in der unerhörtesten Weise abgesetzt worden. Aber die liberalen Wortführer jubeln, weil ein conservativer Bauer in Sleiermark in der Minorität geblieben. Sein Gegner, gleichfalls Bauer, vermochte, nur eine Majorität von vier Stimmen zu e>langen. Der bäuerliche Verein, welcher diesen vor-tie,!!», hat das Motto: ..Nlcht clerical und nicht liberal." Die Harren Liberalen zählen indessen den Repräsentanten dieses Vereines zu den ihrigen und jubeln. Sie haben nicht nur in Wien, sondern auch in dn Provinz manche Einbuße erlitten. Von Kärnten sagt der fortschrittliche Moniteur, es habe zu allen Zeiten, selbst unter den schwierigsten politischen Ver-hälmissen, nur fortschrittlich gesinnte Männer ins Parlament gesendet. Jetzt schlägt der Minister Pino den bisherigen oppositionellen Abgeordneten siegreich aus dem Felde. In den anderen Wahlbezirken vermögen sich die bisherigen deutsch-liberalen Abgeordneten zu» meist nur mit einer Majorität von 3 bis 4 Stimmen zu behaupten. Sonst halten die Herren von der Linken für solche „armselige Majoritäten" nicht genug des Spottes und des Hohnes. Jetzt nehmen sie auch diese „armselige Majorität" jubelnd auf. Das fortschrittliche Organ meldet, die deutsche Parteileitung in Prag habe „einhellig" (!) beschlossen, sich unter Kundgebung des ungeschmälerten Vertrauens an Dr. Herbst zu wenden mit der Bitte, derselbe möge, unbeirrt durch alle Vorgänge, seine bewährte Kraft der unbestrittenen Sache des deutschen Volkes erhallen, mit welcher alle seine politischen Traditionen unlösbar verbunden sind. Welche Ungeheuerlichkeit! Was ist denn dieses ungeschmälerte Vertrauen der Parteileitung wert. wenn diese dem Ersten ihres Lagers fast kein Mandat zu verschaffen v rmocht oder keines verschaffen gewollt hat? Es wäre schwer zu entscheiden, welcher dieser beiden Fälle der schlimmere ist. Und seit wann bedarf Dr. Herbst der „Bitte", die Sache des deutschen Volkes nicht zu verlassen? Sieht es nicht aus, als sollte diese weise Parteileitung zur Bitterkeit, welche Herbst erfahren, auch noch ein beleidigendes Mitleid fügen? __________________________ Inland. (Die Reichsrath« Wahlen) werden morgen ihren Abschluss finden. Heute erfolgt die Wahl im galizischen Großgrundbesitze, der 20 Mandate zu vergeben hat, ferner in den dalmatinischen Handelskammern. Morgen wird die Wahlcampigne mit der Nominierung der Vertreter der Höchstbesteuerlen in Dal-matien beendet. (Die neue Gewerbe.Ordnung.) Gestern begann für die österreichische Industrie eine neue Aera. Das letzte Stück der reformierten Gewerbe-Ordnung, welches die Bestimmungen über Arbeitszeit und Sonntagsruhe enthält, trat an diesem Tage ins Leben. Der kommende Sonntag ist bereits geheiligt, für ihn g>lt nebst den kirchlichen Gesehen auch das wellliche, das die Sonntagsruhe anbefiehlt. Mit Ausnahmen natürlich, wie ja auch bezüglich des normalen Arbeitstages, der zu beobachtenden Arbeitspausen u. s. w. Erniedrigte und Beleidigte. Noman von Theobor Dostojewski. (93. Fortsetzung.) — Noch einen Augenblick, nur ein paar Worte zum Schluss! — rief er, indem er plötzlich einen ernsten Ton anfchlug. — Aus allem, was Sie von mir gehört, können Sie klar den Schluss ziehen, dass ich niemals und für niemand meinen Vortheil preis» aeben werde. Ich liebe das Veld und ich bedarf des> selben. Katharina Feodorowna hat drei Millionen, und diese drei Millionen kann ich sehr gut gebrauchen. Nljoscha und Kalja sind ein treffliches Paar. sie sind beide närrisch, und das ist es gerade, was mir gefällt. Und deshalb will ich, dass ihre Vermählung so bald als möglich zustande kommt. Nach zwei oder drei Wuchen verreisen die Gräfin und Katja ins Innere. Aljoscha muss sie begleiten. Bereiten Sie Natalja Nikolajewna darauf vor, dass keine Schäferscenen auf-gefühtt werden, dass man es sich nicht einfallen lässt, sich gegen mich aufzulehnen. Ich werde auf dem mei« nigen besthen und mein Rachedurst u»d meine Erbitterung werden mir dabei helfen. Nalalja Nikola» jewna fürchte ich nichl; alles wird geschehen, wie ich es wünsche, und wenn ich jetzt davon spreche, so ge« schieht es fast nur ihretwegen. Sie müssen mir dank bar sein, dass ich nicht nach den Gesetzün mit ihr verfahre. Merken Sie sich, mein Dichter, dass der Fa< Mlle man aus Mostar meldet, ist Se. Excellenz der Herr Reichefinanzmmisbr von Kallay, nachdem er voll)" die Bezilke Ljubuski, Static und Nevesinj^ bereist hat, vorgestern abends do>l eingetroffen. Der Minister war überall seitens der Bevölkerung in herzlichster Weift aufgenommen worden und drückte über die vorgefunden"' Zustände die größte Befriedigung aus. Ausland. (Zur englischen Mi n i sl-rkrisis.) U^r den Ausgang der englischen Ministerlrisi« liegen uor^ läufig nur Vermuthungen und G rüchte v^>. ^' conservative „Standard" ..qlaubl". dass die P'lA" seiner Partei vorbereitet, d. h. geneigt seien, d e «lt-gieruug zu übernehmen, und es circulieren anch b" ^»! Mmisterliste». welche dieser Voraussetzung ana/p"'" sind. Ihrer Vülwi'klichung stehen aber bekanntlich be< trächlliche Schwierigkeiten entgegen: wichligc Verhak lungen mit auswärtigen Mächten sind noch nicht zum Abschlüsse gebracht, das Budget nicht vollkommen erledigt und auch andere Arbeiten des Parlamentes noch im Rückstände, darunter die Verlängerung der so' genannten irischen Zmangsbill, die bereits im Cabinet Gladstone Zwiespalt hervorgerufen^ ha<. den Consel-vativen aber noch viel größere Schwierigkeiten machen würde. Im Unle> hause haben die Conservatioen «iA die Mehrheit und können dieselbe nur durch sehr u"-sichere Bundesgenossen vorübergehen') erlangen. S^ fortige Neuwahlen sind aber nicht möglich, w il dae Gesetz über die Neueiutheilung der Wahlbeznke "lt königliche Sanction aus dm Gninoe noch nicht "-halten hat, weil dir Vorarbeiten für di>se N'UMllhl.'' lung nicht vollendet sind. Mr. Gladstone hatte t»e Neuwahlen e,st sür den November iu Autsicht ^ nommen und beabsichtigte, nach der Sinctionierü»^ dek neuen Wuhlkrcisgesetzes eine kurze Bill zu oiel^ Zwecke einzubringen. Es ist nun die Fade. was ich b"".^ Ha, ha, ha! Ich muss wirtlich lachen, wenn e"e h noch zu wissen, weshalb ich Sie hergeführt, w"" ich den Offenherzigen gespielt, obgleich es auch "" diese Faxen zu machen gewesen wäre? .,l, — Ja! - Ich halte ihm nichts weiter z" Worten. . hsj — Einfach deshalb, mein Freund, wr" '" ,l Ihnen mehr Velnunfl gefunden und weil S>c l ^ sehcn, als unsere beiden albernen Freunde. Ich ^ ,^t es Ihnen recht anschaulich zu Gemilche stthr^' ^ w,'m Sie es zu «hnn haben. Ueverlegen S>> i'^ ^l< won ami. Sie wisse», wer ihr Gegner ist. S'5> nxsS si<>. und ich hofft deshalb, dass Sie Ib'" ^'" sie auswenden werden (und Sie besitzen Einfluss), ^jch vor einigen Unannehmlichkeiteu zu bewahren. Laibach« Zeitung Nr. 131 1089 12. In«i 1885. . (Deutschland.) Tin westphälisches Blatt lan-clert da« Gerücht. Deutschland unterhandle mit dem «Unige von Korea wegen Abtretung Port Hamiltons, das im russisch-englischen Eonflicte eine so interessante Episodenrolle gespielt hat. Das ..Berliner Tageblatt", welches die Meldung sympathisch bespricht, besorgt '"Hl. das« Russland die Erwerbung der wichtigen Position durch Deutschland missgiiüstig ansehen werde. ^ (Zur Lage auf Kreta.) Nach telegsaph'schen Vmchten aus Kreta ist. Dank der Intervention der 6°»l»ln. zw,scheu Savas Pascha und der National« Versammlung ein Ausgleich wahrscheinlich geworden. (Spanien.) Heute liegt uns das Programm bt» neuen liberalen Partei in Spanien vor. welche sich ans bcn Männern der dynastischen Linken und dc>> Aühnngern Sagasla« gebildet hat. Die Forderu». »en der vereinigten dynastischen Liberalen sind in Form eines sechs Art'lel umfassenden Varauliegesches gefasst u«d verlangen allgemeines Wahlrecht. Verantwortlich, «it aller öffentlichen Funclionüre vor den competenten ^richten, mit Nu«nahme der Minister, deren Verant-lvortlichleit durch ein besonderes Gesetz geregell werden >°U, ferner Schwurgerichte auch silr politische Delicte. tvenluelle Abänderung der Verfassung nur durch die ^ doo einberufenen Cortes. __________ Tagesneuigkeiten. — (Gefahrliche Schönheitsmittel.) Ge- lvlsse Parsümerien. die unter dem falschen Namen von Wesundheltstiucturen. Pomaden. Puder. Haarfärbemit« leln ,c. mehr und mehr Verbreitung finden, enthalten durchweg, giftige Stoffe. Die als vegetabilische, als unschädlich« Destillate aus exotischen Pflanzen angelün. bigten und in den Handel gebrachten Haarfärbemittel lnlhalten nach den Berichten der Gelehrten durchwegs fta»1a liViuägar aus Glycerin und Bleioxyd, das Lau ä« (^H8U11o aus unterschwefligsaurem Natron, essigsaurem Bleioxyd. Man verlauft auch Pomaden zur Haarwuchs« besvrderung, welche Kanthariden und Crotonvl enthalten. Ts kommt vor, dass Schminken und Puder 300. 400. ja 900 Gramm kohlensaures Bleioxyd (pulverisierter Vleispath) auf 1000 Gramm enthalten. Reis-. Stärke-. Talk<. Alabaster- und Wisnmthpuder „hält nicht". Blei- Iftathpuder allein widersteht der Körperwärme und dem Schweiße, das Blei dringt dafür leicht in die Poren r!n und ist ein kräftiges Gift. — (Falsche Eingulden-Staats noten) 3n Budapest wurde in jüngster Zeit eine falsche Ein» llulden.Staatsnote zweiter Emission verausgabt und der "^ und Sie haben das doch schon errathen - drängte ^ »'ich. meinem Spott über diese Angelegenheit ein ^enig die Zllgel schießen zu lassen, gerade in Ihrer '"la.enwart . . . . — Und Sie haben Ihr Ziel erreicht — unter, ^ach ich ihn, vor Erregung zitternd. — Ich bin ein-""standen, das« Sie durch nichts Ihrer Erbitternng HM mich und Ihrer Verachtung so kräftig hätten ""druck aeben können, wie durch diese. . . Offenher, «'»leiten. ^- Eie haben alle« errathen, mein junger Freund ^ sag. .r — man sieh». Sie sind ein Literal. Ich ^M. du>ö wir freundschaftlich von einander scheiden — ^Uderschasl trinken wü nicht? c. ^ Sie sind betrunken, und deshalb allem ver« '">°"e ich Sie mit der Antwort, die Ihnen zukäme.. . nick. .7" F"r Sie zu bezahlen gestallen Sie nm "" Bemühen Sie sich nicht, ich zahle selbst. ^ Sie haben einen anderen Weg als ich? ^ Ich sahr nicht mit Ihnen, b . -- Leben Sie wohl, mein Dichter. Ich hoffe, V,e ^"'' mich verstanden . . . d,^ ^'sicheren Schrille«, ohne sich zu mir umzuwen. ssn, c^''" er hinaus. Der Diene, setzte ihn ," d,e rV^. Ich gieng still meines W'ge« - es war be-le»N,t ^^ morgen«. Es war eine finste.e Nacht, es XXXVII. erwn?"seach'ch ?'" ^cktheit vor mir gezeigt. Ich erinnere nich. ,.^gkn«. dals ich mir über mein Gefühl selbst "ar war; mir war es, als hätte mich etwa» Wiener Etaatsschulbencasse eingesendet. Das Falsificat ist das erste Exemplar der sechsten Plattendruckfälschung, daS heißt die sechste Art einer Fälschung seit der Aus-gäbe dieser Noten. Die unechte Note ist auf yewvhn. lichem weißen Papier mit mattblauer Farbe und auf sehr blass'bräunlichem Untergründe gedruckt. — (Nur immer praktisch.) In Maiseill-starb kürzlich ein Kaufmann, der mit 25000 Francs angefangen und in seinem Geschäfte Millionen gewonnen hatte. Er hinterlieh einem Fremlde das Vermögen unter der Bedingung, dass er ihm 25)000 Francs in den Sarg lege. Der Erbe suchte nach einem Mittel, um sich dieser Verpflichtung zu entziehen, und kam schließlich auf folgenden Ausweg: ..Halt! Ich lege ihm einen Check bei; er kann ihn dann einlösen, wann er will." — (Auch eine Drohung) Geschäftsinhaber: „Gehen Sie Ihrer Wege! Hier wird »ichts gegeben!" — Schnorrer: „Sie werden es noch so weit treiben, dass gar keiner mehr zu Ihnen kommen wird," Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Landesgerichts.Präsident Johann Kapretz f.) Nicht bald hat eine Nichricht von dem Ableben eines Mannes in allen Kreisen der Landes-Hauptstadt eine solche schmerzbewegte Theilnahme er. weckt. Wie die von dem Ableben dev hochgeehrten und hochgeschätzten Herrn Landesa/richls.Präsidenten Johann Kapreh. Es war dies aber auch ein Mann. den alle. die ihn kannten, die mit ihm im persönlichen oder dienstlichen Verkehre standen, liebten und hochschätzten und mit Recht verehrten. Landesgerichts < Präsident Kapreh war als Sohn bürgerlicher Eltern in Laibach geboren, absolvierte dieGymnasialstudien sende von Zuhörern haben den verstorbenen Landes» gnichls-Präsidenten Kapreh die schwierigsten Verhanb-lungen leiten gesehen und hiebei bei möglichst rascher Erledigung des Materiales seine Gewissenhaftigkeit, die vollständige Beherrschung des vorliegenden Rechtsfalles, die Klarheit der Darstellung seiner Resumes, nebst der strengsten Objectivltät, kennen gelernt. Und bei allem war der Leitstern des verstorbenen Landesgerichts'Prä« sidenten Kapreh edle Menschenliebe, eine wirklich be- Furchtbares niedergeschmettert, mich lief enlmulhigt; unsägliche Wehmulh zehrte an meinem Herzen. Mich beschlich namenlose Angst um Nalascha. Ich ahnie, das« ihr furchtbare Qualen bevorständen, und war darauf bedacht, wie ich ihr diese letzten Augenblicke vor der entscheidenden Lösung der Angelegenheit er> leichtern könnte. Ich merkte nicht, wie ich den Weg nach Hause zurückgelegt, obwohl es ziemlich stark regnete. Kaum hatte ich an die Thür meiner Wohnung geklopft, als ich jemand stöhnen hörte, und im felben Augenblick wurde die Thür hastig geöffnet, als hätte NeUy mich die ganze Nacht dicht bei der Thür erwartet. Im Zimmer war Licht. Ich erschrak, al« ich Nelly sah; ihr Antlitz hatte sich ganz verändert; die Augen glühten fieberhaft und waren starr auf mich geheftet, al« er-kenne sie mich nicht. — Nelly, was ist dir, bist du krank? — fragte ich, mich zu ihr beugend und sie umfassend. Sie schmiegte sich an mich. als fürchte sie sich vor irgend etwas, ihre Lippen flüsterten haftig ein-zelne abgebrochene Phrasen und Worte, die ich nicht verstand, sie sprach wie im Fieber. Ich führte sie zum Bett. aber sie woUte nicht von mir lassen, al« sollte ich sie vor jemand, der ihr Leid« anthun wolle, be-schützen, und selbst als sie sich endlich niedergelegt halte, hielt sie meine Hand fest eingeschlossen, nls fürchtete sie sich. dass ich mich entfernen könnte. Ich war so t,ef erschüttert und meine Nerven waren so erregt, das« ich bei ihrem Anblick weinen musste — ich war selbst krank. Als sie meine Thränen gewahr wurde, sah sie mich mit starrem, unbeweglichem Blick, mit angestrengter, gespannter Aufmerksamkeit an. als mühe sie sich ab, in ihre Gedanken Klarheit zu brin-gen. Nach einem starken epileptischen Anfall vergieng gewöhnlich eine geraume Zeit, bis sie ihre Gedanken Wunderungswerte Freundlichkeit gegen jedermann. selbst gegen das verworfenste Subject, welches auf der Anklagebank faß. Galt es jedoch, den gesetzlichen Standpunkt zu betonen, dann wusste Kapreh dies mit einer Wllrde und Entschiedenheit zn thun, die jedermann Achtung ab« ringen musste Im Verkehre mit den Beamten. Par» teien, den Geschwornen und auch den Journalisten war Landesgerichts'Präsibent Kapreh der freundlichste und , liebenswürdigste Mann, Konnte er jemandem — und zahlreiche Geschworne werben davon zu erzählen wissen — eine im Rahmen des Gesetzes mögliche Liebenswürdigkeit erweisen, dann durste der Reiche wie der Aermfte immer sicher auf ihn zählen. Mit wissenschaftlichen Studien hat sich der verblichene Landesgerichts «Präsident Kapreh sein ganzes Leben befasst, und war es in erster Linie die Jurisprudenz, welcher er mit aller Liebe zugethan war. Zur Zeit der Gründung und des Bestandes der „Juristischen Gesellschaft" war der Verblichene ihr eifrigstes Mitglied, und die Publicationen dieser leider nicht mehr bestehen« den gelehrten Gesellschaft enthalten eine Reihe höchst interessanter Aufsätze in Rechtsfragen aus seiner Feder. Auch ein Freund und ein eifriger Pfleger und Verbreiter der Stenographie War der Verblichene, Damals war die Kunst Babelsbergers, in Laibach wenigstens, noch neu, und als im Jahre 1861 der erste lrainische Landtag im jetzigen Lanbhause zu seinen Verathungen zusammentrat, da war es Landesgerichts Präsident Kapretz. Welcher mit einigen wenig geübten Schülern die Leitung des StenographeN'Bureaus übernahm und durch mehrere Jahre leitete, bis der Nachwuchs an Stenographen ihn diefer Aufgabe, die er nur im Interesse der Sache übernommen, überhob. Als Mensch war Kapreh die edelste Seele. Seiner Familie war der edle Mann mit aller aufopferungsvollsten Liebe zugethan. Die Bewohnerschaft des Landes Krain. welche dessen Berufung zum obersten Richter im Lande so freudig begrüßte, sieht den edlen Mann mit tiefem Bedauern scheiden und wnd ihm sicher ein dauerndes, liebevolles Andenken bewahren Ehre seinem Andenken! — (Die Installierung des Bürgermeisters) der Landeshauptstadt Laibach, des Herrn Peter Grasselli. wird künftigen Montag um II Uhr vormittags im großen Magiftratssaale stattfinden. — (Avancement.) Das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat die GymnasialProfessoren in Laibach Herren Joses Märn. Max Pleterönik und Friedrich Hakelj sowie den Herrn Realschul-Pro-fessor Emil Ziakowsli aus der neunten in die achte Rangbclasse verseht. — (Unterkrainer Eisenbahn) Die Gene-ral.Inspection bei österreichischen Eisenbahnen ha», wie das „Fremdenblatt" meldet, soeben die Vorarbeiten für das Project einer Localbahn von Laibach nach Gciltschee zum Studium übernommen und ist mit der Ansstellung und Ausarbeitung eines Tracenentwurfes beschäftigt. Es existieren bis jetzt drei Varianten Die eine. welche von den krainischen Interessenten besonders ins Auge gefasst wirb, bezweckt den Ausbau einer Linie von Lai-bach nach Gottschee mit der Fortsetzung an eine Station der Karlstabt-Fiumaner Bahn. Die zweite Variante, welche eine Verringerung der Anlagslosten involviert. wäre die Trace von Laibach nach Rudolfswert mit fammelte und deutlich zu fprechen vermochte. So war es auch jeht: mit Nnfpannung aller Seelenkrast b'achte sie ein paar Worte heraus, aber da sie errieth, dass ich sie nicht verstünde, streckte sie ihr Händchen „ach mir aus, wischte mir die Thränen aus dem U»,ge, l?gte ihren Arm um meinen Hals, zog mich zu siH herab und küsste mich. " ^ s "«, E« war klar: in meiner Abwesenheit war sie von einem epileptischen Anfall heimgesucht worden, und zwar dicht bei der Thür. Al« der Unfall vorüber war. konnte sie nicht gleich zu sich kommen, und in dleslm Augenblick mus« ihr die Phantasie etwa« Schreckliche« vorgemalt haben. Gleichzeitig aber war sie sich. wenn auch trübe, doch dessen bewufst. das« ich kommen und an die Thür klopfen würde, und so erwartete sie mich, dicht bei der Thür im Hoden liegend. Aber wie kam sie zur Thür? — fragte ich mich — und bemerkte plötzlich, dass sie in dem war« men Mäntelchen war, da« ich ihr unlängst gekauft; sie wollte also ausgehen — aber wohin? Die Hitze wollte nicht weichen und Nelly begann wieder zu phantasieren. Ich stellte ein paar Stichle an den Divan und legte mich angekleidet auf die Stühle nieder. um gleich bei ihr zu sein. wenn sie mich lirfs. Das Licht ließ ich brennen. S,e war leichenblüsz- aus den trockenen Lippen waren einige Vlutfpuren. wahrscheinlich die Fol^n eine« Stoßes, als sie unter den Wirkungen der epileptische» Krämpse zu Boden stürzte; der Ausdruck des Schreckes und qualvoller Betrübnis wich nicht von ihrem N.»tlitz. Ich beschloss, morgen so früh als nur möglich den Urzl zu rufen. «Es hat sie der Fürst in Schreck gelagt!" dachte ich, und musste umuilllii'lich mich o-r Frau erinnern, die ihm das Geld ins Gesicht geschleudert. . . (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nt. 131 1090 12. Juni 1885. einer Abzweigung von diesem Orte nach Gottschee. Die drilte Variante endlich ist jene Strecke, welche von der Station Gurkfeld der Steinbrück - Agramer Linie ausgehend, über Rudolfswert nach Gottschee geführt werden soll. Selbstverständlich spielen bei der Entscheidung über die zu wählende Trace nicht nur die pecuniären, fondern auch die commerciellen und technischen Verhältnisse eine große Rolle, und wiewohl d!e Anrainer der Bahn selbst wie das Land Krain zu Beiträgen herangezogen werden, so wird von den Projectanten doch auf eine Unterstützung durch die Regierung gerechnet, welche es ermöglichen würde, den so langjährigen Wunsch der Bewohner Krams nach einer Eisenbahn, die in das Innere und quer durch das Kronland geht. realisiert zu sehen. — (Tombola.) Seit gestern sind in der Handlung des Herrn C, Karinger (Rathhausftlah) die Gewinste der am kommenden Sonntage in der Sternallee stattfindenden öffentlichen Tombola zur Besichtigung ausgestellt. Die geschmackvoll arrangierten Tableaux von Gold-und Silbermünzen lockten schon gestern abends ein zahlreiches neugieriges Publicum an, sowie sich Überhaupt, wohl um der beiden eminent humanitären Zwecke willen, denen der Ertraz der Tombola gewidmet ist, eine ltb-hafte Theilnahme bei der Abnahme der Kartellen zeigt. Wenn man bedenkt, das» in den vorausgegangenen vier Öffentlichen Tombolas übcr 3000 Gulden wohlthätigen Zwecken (für die verwundeten Soldaten, das Kinderspital, die Stadtarmen, die Feuerwehr, den Laibacher Kranken»Unterstützungsverein) zugeführt wurden und dass diesesmal nebst dem humanitären Zwecke der Unterstützung des Kranlenverein» auch eln patriotisch-humanitärer Zweck, nämlich für die Interessen des patrloti-schen Frauenhilfsvereines vom rothen Kreuze beizutragen, in Aussicht steht, so wird jeder die Theilnahme unseres Publicums begreifen, der den Wohlthätigteittzsinn der Laibacher kennt. Gilt es doch, erkrankten Mitgliedern des Kleingewerbes beizuspringen und unseren Landes-svhnen im Falle eines Krieges werkthätige Hilfe zu sichern. — (Die Unsicherheit in Oberkrain.) Wie wir bereits gestern erwähnt, brachten zwei hiesige slo» venische Blätter Correspondenzen aus Obelrain, in wel chen der angeblich äuherst gefährdete Zustand der öffentlichen Sicherheit im Bezirke Krainburg geschildert wird. Auf Grund osficieller Mittheilungen sind wir in der Lage, die gedachten Iournalnachrichten wie folgt richtigzustellen: Allerdings sind in jüngster Zeit in Oberkrain einige Diebstähle vorgekommen, indem verschiedenen Be sihern sieben Schweine, eine Kuh. ein Kalb fowie ein größerer Geldbetrag abhanden gekommen sind. Es sind nämlich in letzter Zeit einige berüchtigte Individuen, welche wegen Raubmordes und Diebstählcn zu mehr-jährigen Kerkerstrafen verurtheilt waren, aus der Strafhaft entlassen worden. Einige von diesen Individuen haben keinen, andere einen zweifelhaften Erwerb, zumal ordentliche Landleute Bedenken tragen, solche Leute in Dienst zu nel^ men. Das Gerücht machte aus diesen entlassenen Sträflingen aus der Haft in Kärnten entsprungene Sträflinge, welche sich in der Stärke von 17 und noch mehr Mann zu einer fbrmlichen Räuberbande organisiert hätten und sich in den Wäldern zwischen dem Kanker» und dem Feisiriz-stusse aufhalte und von dort aus die Einbrüche aus» führe. Die Gendarmerie hat diese Waldungen in allen Richtungen Tag und Nacht durchstreift, es ist jedoch bisher auch nicht der geringste Anhaltspunkt zur An nähme einer Räuberbande erfasst worden. Die Gendar« merie hat auch drei der berüchtigten entsprungenen Straf» linge aus dem Grunde eingezogen und dem Gerichte eingeliefert, weil sie bezüglich ihres Aufenthaltes in den Nächten, in welchen die erwähnten Diebstähle stattgefunden, keine genügende Auskunft geben tonnten und deshalb der Diebstähle verdächtigt wurden. Ueber Anordnung der k. l. Staatsanwaltschaft mussten die Eingelieferten wegen Mangels jeden Anhaltpunktes zur straf» gerichtlichen Verfolgung aus der Haft entlassen werden. E« circulleren unter der Bevölkerung die ungeheuerlichsten Gerüchte; dieselben werden mit Zusähen weiter verbreitet. und die Bevölkerung ist wirklich in Besorgnis. Um die Bevölkerung zu beruhigen und um des allenfalls sich in den Wäldern aufhaltenden Gesindels. auf dessen Spur die Gendarmerie nicht kommen konnte, habhaft zu werden, hat der Herr Nezirlshauptmann in Krainburg am 9. d. M. die Gemeindevorsteher und einige andere vertrauenswürdige Männer nach St. Georgen ein« berufen und unter Zuziehung des Vezirks.Gendarmerie. Wachtmeister« eine Durchstreifung des angeblich gefähr. beten Gebietes in den Gemeinden St. Georgen. Predassel und Höflein für den heutigen Tag vereinbart. Die Gemeinden stellen 150 Mann bei. welche mit 14 Gen-darmen in sieben Abtheilungen heute eine combinierte Slreifung vornehmen werden, über deren Erfolg wir unferen Lesern berichten werden. Nei der gedachten Besprechung in St. Georgen tonnte man die Ueberzeugung gewinnen, wie überflüssig die Bevölkerung aufgeregt werde. Während die Fest-sehung des Streifplanes vorgenommen wurde, erschien im Zimmer, wo die Versammlung stattfand, ein Mann und erzählte, dass soeben drei äuherst gefährlich aussehende Männer, mit Säcken beladen, eiligen Schrittes vorübergegangen feien; der anwesende Gendarmerie-Wachtmeister eilte den Verdächtigen nach und arretierte dieselben; es stellte sich jedoch heraus, dass es drel harmlose Harzsammler aus einer benachbarten Ortschaft waren, welche in den Säcken gesammeltes Harz trugen. — Wie aus dem Gefugten ersichtlich, sind die Nach. richten über gefährdete öffentliche Sicherheit in Oberkrain unbegründet, und wird voraussichtlich auch die heute stattfindende Streifung die Unstlchhältlgkeit der verbreiteten Gerüchte erweisen. — (Die Sudanesen in Laibach) Man könnte ihnen stundenlang zusehen, den Sudanesen, die in der Circushalle auf dem Kaiser.Iosefsplahe gelagert sind und sich und ihre Sitten den neugierigen Blicken der Giaur» bloßstellln Es sind kraftstrotzende Gestalten, die da zu fehen sind, mit Zügen, die an Schönheit wohl kaum von einem Weißen übertroffen werden. Und Mu-hamed Nenir, der schönste und kraftvollste der Männer aus dem Stamme der Hadendoa, scheint sich dessen be« wusst zu sein und sucht sichtlich Eindruck zu machen auf das schwache Geschlecht der Bleichgesichter. das sich trotz der natürlichen Scheu und der anerzogenen Furcht vor den „Wilden" nicht satt sehen kann an dem nubischen Apoll. Nicht minder interessant aber, als die Leute selbst, sind die Gebräuche, in die sie uns einen tiefen Einblick gestatten. Da ist der eintönige Gesang der vom Vorsänger begonnen, vom ganzen Chore aufgenommen wird und auf die Leute aufregend wirken muss, denn nicht lange dauert eö, und aus dem unbeweglichen Kreise springt einer auf und ergeht sich in rhythmischen Gliederverrenkungen. Und auch in die übrigen kommt Leben, die Oberkörper wiegen sich. die Bewegungen des Tänzers werden mit strahlenden Blicken verfolgt, die Hände schlagen wie im Entzücken in einander, und plötzlich springt der ganze Kreis auf und beginnt, Speere, Schwerter und Schilder aufraffend, ebenfalls den felt, samen Tanz. Immer wilder und wilder werden die Be« wegungen, die Schilde werden über das Haupt gehoben, die Speer« zittern in den fehnigen Fäusten der Krieger, als wollten sie jeden Augenblick hinausstiegen und sich einbohren in die Brust eines Feindes. Nicht minder interessant ist der Ritt auf den Dromedaren, und dies zumal wegen der Art der Aufzäumung, die grohe Sicherheit und Bequemlichkeit bietet. Originell sind die wenigen Matten, Koch- und Hausgeräthe, die von den exotischen Gästen zur näheren Besichtigung umhergetragen Werden, wobei ein Bakschifch dankbar angenommen und mit einem „Fra^is" quittiert wird. — (0 spieln marino in Trieft.) Man schreibt uns aus Trieft: Sonntag, den 7. o. M, fand hier in Anwesenheit des Bürgermeisters Dr. Vazzoni und eines zahlreichen, zumeist der eleganten Damenwelt ungehörigen Publicums die feierliche Eröffnung des Olzpi^io marino statt. Diese von der hiesigen Gesell« schaft der Kinderfreunde gegründete Heilanstalt ermög» licht armen kranken, besonders skrophulösen Kindern aus ganz Oesterreich den rationellen, unentgeltlichen Gebrauch der Meerbäder in der Bucht von Muggia Die Kinder finden hier ärztliche Pflege. Unterkunft und vortreffliche Kost ganz unentgeltlich. Der Präsident der Gesellschaft der Kinderfreunbe, Baron Josef von M or» purgo. hielt einc Ansprache, in welcher er den zahlreichen Wohlthätern der Anstalt, namentlich den Dame» Triests. die im März d. I. durch Veranstaltung eines großartigen Wohsthätigkeitsbazars a/gen 20000 fl auf, gebracht hatten, dankle. Eine Besichtigung sämmtlicher Localitäten. die einen ungemeii, gefälligen Eindruck machten. schloss das schöne Fest. Angenehme Ueber« raschung erregte eiue Spende des zu einer schwierigen Operation hier anwesenden Wiener Professors Bill-roth, der 170 fl, den Ertrag mehrerer Lonsultationen auf hiesigem Platze, dem wohlthätigen Zwecke widmete. — (Unglücksfall.) Aus Römerbad schreibt man uns: Unser romantische Badeort war vergangenen Samstag der Schauplatz eines entsetzlichen Unglücksfalles. Die jüngere Tochter des Ngramer Conditors Hübler, ein bildschönes, braves Mädchen, ist das Opfer des tückischen Flusses geworden, und mit ihr eine treue Dienerin. Herr Hübler hat die Restauration »zum Felsen-ltller" in Römerbad gepachtet, deren Leitung seine Gattin führt. Als wirksame Stütze stand der Mutter die 14jährige Tochter zur Seit«. Bei der Restauration befinden sich die Sannbäder, ein Freibad, das von d,n Badegästen in Nümerbad mit Vorliebe benutzt wird. Spät am Nachmittage gieng das junge Mädchen und mit ihr die Köchin zur Sann herab, um ein erquickendes Bad zu nehmen. Weder das Mädchen noch die Magd lehrten zurück, beide fanden in den Wellen der schnell, fließenden Sann den Tod. Die Leichen der beiden Ner» unglückten wurden bereits aufgefunden. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, N.Iutii. In dem Sladiwahlbezirke Zara wurde der Landtaasabsseordnele Supuk gegen Üapemxi, in Spalalo der Oberrealschul.Director Boii^ ll.ea.si, Graf Äonda zum Reichsraths-Abgeoidnclell gewähl!. Beide Gewählten gehören zur Nalionalpartei. Lemberg, ii. Juni. Die Großgrundbesitzwahl.n sind vollzogen. Die früheren Aba.eoldlicten wurdrll Wiedergewählt; nur in Kralau. PrzemM, Sanok. Zolkiew und Sambor sind neue Candidate,« gewählt worden. Paris, 1 l. Juni. Im Gerichlsgebäude von Thiers stürzte die Stiege ein. während das Publicum s'ch zur Verichtsvelhandlung drängte. Es wurden daM 24 Perfonen gelobtet und 164 verwundet, darunter 14 schwer. — Die Kammer verwarf das vom Bischof Freppel beantragte Nmendement, die Seminaristen vo» der Rekrutierung zu befreien. London, 11. Juni. Die Königin lehrt wahr« scheinlich zu Ende nächster Woche nach Windsor zurück. London, 11. Juni. „Times" erfahren, die «o< nigin nahm die Demission des Cabinets nicht bedingungslos an. .Standard" glaubt, die Königin würde eventuell in erster Reihe Northcote mit der Bildung des neuen Cabinets betrauen. Salisbury sei einver« standen, dass Northcote an der Spitze der coliservatioen Regierung stehe. Port Said, 11. Juni. Mitten im Suezcanal, '« der Nähe von Cantaras, wurde ein großes Bagger-schiff vom Dampfer «Melville" in den Vrund ge^ fahren. Die Canalpassage ist dadurch für einige I"t wefentlich erfchwert oder gänzlich gestört. Verstorbene. Den 10. Iunj. Johann Kaprch, l. l. Laudesgerichtl» Präsident, 63 I, Vongrcssplah Nr. 1, Unngentuberculose. Den 11. Inn i. Johann Indos, Schlosserssohn, 19 M«-, Polanastrahc Nr. 18. Wassersacht. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ " "K B? z; » -,? 2« "^?N.Mg7^?36M, 16.8 , N. schwach trübe 2 70 11. 2 , N. 736.60 18.8 ,NO. schwach trübe «^N S . Ab. 736.62 < 15.8 ,NO, schwach irübe " " , Trübe, regnerisch. Das TageSmlltel der Wärme I7,l", um 1,2° unter dem Normale. ________Verantwortlicher Redacteur: I. Nagll Schwarz 8atin mervmNvux (ganz Seide) st. 1,15 per Meter bis fl. 8,60 (in 1« verschied. Qual) Versender in einzelnen Nobcn und ganzen Stücken zollfrei in° Hnus das Seidenfabrils -Depot von G. Henneberg (lö», V" lieserant) in Zürich. Muster umgehend. Briefe nach der SaM'z losten 10 lr. Porto. ' " " ^g) i)-" > Danksagung. > > Die vielfältigen, von nah und ferne nns zu- > > gelommenen Kundgebungen der herzlichsten Theil» « W nähme an unserem Schmerze iiber den imersehlichen i» W Verlust imsercr innisistgeliebten Tochter und riicl- > W sichtlich Schwester > > Gabriele ! > verpflichten > i> zum innigsten Danle, den wir bei dr> llülhimlich' > > lcit, jedem Einzelnen solchen zu sagen, hienii! osseiit- > M lich abstatten. > i» Uaibach am 10. Juni 1685. i> W Familie Suppanlschitsch. i» 5 > > Danksagung. > > ssiir die herzliche Theilnahme wiihrcüd der W > Kranlheit nnseres mnigstgelicbtcn satten, bezie- i» > hungsweise Bruders. Schwagers und Onlcls, Hett" i» ! Oouis Gl,iades > > sowie siir die zahlreiche Velheiligung an dem Uei< > > chcnbcgiinanissc und siir die vielen schönen Kranz' » > spenden sprechen wir allen Verwandten. Freunden « > nnd Velannten unsern tiefgesiihltcn Danl aus. W N Die trauernden Hinterbliebenen. > ! «aibach am 12. Juni 1885. > W ____ > Danksagung. > > Für die unzähligen Beweise drr Theilnah"«' > M bei dem schweren, unersehlichen Verluste des lnina ' » iM geliebten, nnvergesslichcn Watten, beziehung«""," » M Bruders und Onlels, Herrn > > Zoses Keichmann ! W sür die so zahlreiche, ehrende Begleitung zur leM' i« W Nilhest«t > die trauernden Hinterbliebenett. > > Lalvach. den l 0. Juni 1885. JEaKgfrg frltnn tWr. 131 1091 12. Inni 1885. Course an der Wiener borse vom 11. Juni 18N5. „a« dm, »M«^ C°ur«bi°t... ! VeU> wa« Staats.Unlehen. A''N«Nte.......82L0 «l «5 ,,"knentt.......«520 88'85 °"n »°/n Staa««lose 25.0 fi, l»? -. ,27 ?b >^°"N°/, »2Njt 5.0U „ 188 60 189 30 »^" ^" yunslel 100 ,<»'- 140 50 2^1"« " . . 5« ,, le5»ö«IS»L0 «°mo-Ntn^nsch«ine . p» Vt. « - « - l'/»Ocst, Goldrtnte, Neullftel . ios«l ,«8-0N "1"", «otenrente, fieuciftei . 98 50 S8 ee ^"s-Zolbr«ntt 4 «/n .... 98 90 93 05 " P»pitlren"/<> - . ' 9»'95 »z-K» " 3,'1"b,.«n1. lüNfi.ö.W.S 1« 7t 148 »s. " «stbahn'Pli°r!t«tcn . . 9830 96 «.o " «tants.Obl. (Ung. Ostb.) i«3 »b------- " «, „ >, vom I. 18?« 10» «0 ic»-^ »V,Itamien.«lnl,k l00fi,ö.!w. 11« 50 11« 90 ^llß.Reg..i!ost 4°/» INU fi. . . liu 60 11» 20 Gründen«.-Obligationen Mr ion fi. L..M). ?/»böhmischt......10« »0 — - s»7 «»Uzilche......1^1 75 IO«-oc "/° mähllsch«.......105 2ü — — ./> nitb«öfter«!chilche . . .105 75 —'— °/» °btr ^««tische und slavonische . il,2— 104 — /« fitbenbülgllcht ..... 101 25 101-75 Gtl Ware 5"/« ungarische......I02'70 I0N-L5 Andere öffentl. Anlehen DonaU'Meg.-Lose 5«/<> 100«. .115 7 ii« 25 bto. Nnleihe 1878. fteuelftcl . 104 50 105 — «lnleben b. Stablgemeinbe LUlen 101 50 102 75 Anlebcn d, Etabtgemelnbe Wien (Silbtl und Golb) .... — — — — Plämlen.Nnl.b.Vtabtgcm.Wien 123 75 124 25 Pfandbriefe 124 50 bto. /, "/n l»9 5c» 99 75 blo. in 50 ,, „ 4«/n . 9350 94 — blo. Plämicn.Schuldv«!ch,3<>/o 98— 98 50 Oest. Hypotbelenbant loj. L >/, °/o wi — — — Otft.xlmg, Van! Verl. 5 °/„ . . W2 90 1«3 05 bto. „ 4'/,°/« . 10,-70 101 »0 bto. „ 4°/n . . 9590 «9-zo Ung. allg. Vodcncredit'NctilNges. in Pest in 1.1839 Verl. 5'/,°/° 102 50 108 5c Prioritäts - Obligationen (für 100 fi.) «llsabeth'Ntstbabn I. «mission 118-50 118 75 sterbinanb«»Nolbl>ahn in Gilb. 10« — ion-50 ffranz«Iosef.Vahn.....9220 9250 Gallzischc Karl»Ludwig. »ahn fl. 23— 28 6b Oftncr Lose 4» fi...... 45— 4550 Palffy°Lose 40 N...... «9 50 40 — lNothen Kreuz, öst. Ges. v. >0 fi. 14-40 I4«0 Mudolf-Lose iv fi..... 17 75 18 5« SalM'Lose 40 fi...... 64'— 5450 St.°Gcnoi«-l?ose 40 fl. ... 48— 48-75 Walostcin-Lose 20 fl..... 28 75 292b Mndischllrätz'Lose 2« ss. . . . 8«-75 3?-2ü Vaul.Nctien (per Stücl) Nnglo-Ocstelr, Van! 200 fi, . . 99 25 99 75 Vanl.Gesclljchast. Wien« 200 fi, — .------- Vanlverem, wicncr, 100 fi. . . io2 -102 50 Vbncr..Nnst., Ocst.2N0fl,S. 40°/l, 235 — 235 50 Crbt'Nnst. s. Hand. u, G. l«0fi. 288 «0 288 90 Crebitvanl, «llg. Ung. 200 ft. . 288 25 2»k?5 Depositenb. Nllj,. «00 fl. . . . 195- 196 — «kscompte Gcs,, Nicberöft. 500 ss. 585 — 588 — Hypothclenb,, öst. 200 fi. 25°/° V. 58'— bo — LHnberbanl, öst. 200fl.V.50°/,— — . fferdinanbs-Nordb. io«o fl, «lVl. 2442 «47 ssran»«Iosef-Vahn 20U fl. Sllb. 210 25 «n 25 lfünfllrchcn»Varcs«rEls.2U0fi.S. -— — Valz.»arl°Lubwill«V.20»fl. «M. »49 50 250 — Vraz,»öfi»cher 0Nfl.VVi. 583 — 5»5 — lüesterr. Nordwestb. 200fl. Eilb. 18/50 168 — bto. (lii. ») 200 fl. Silber . 104 50 1«5 — Prag'Duier «eld w«e Güdbahn «00 fi. Silber . . .,»9—189 50 S»t"-Norbb..«erl>..v.,«x»fi.«vl, 155- '55 25 Theih'Vahn 200 fl. «. W. . , 25, 25 «5, 75 Tram»ay'Ges.,Wr.l?« fi. ö, w 21« ?b »i i ^ „ wr,. neu I0U fi, —— -- — Transport.Gesellschaft 100 fi, , — - -» -Ung..»aliz. Lisenb, 20« N Silber 170 ,5 »77 — Ung. slorboftbahn 200 fi, Silber 174 - »74 50 Nngwefib («aab.Gra,)200st,E. «» — «» «^0 Induftrie.«ctten (per Stüs) , 40"/,, 99-.. I0!> - ..lklbemllbl". Papiers, u. V,.G. „y . «i . Vlontan'Geltllsch, llsterr.'lllpine »5 80 »«»<» Präger Vi_-^ TrisoilerKohlen».'V^. i»«ll. . _.^ ^__ Devisen. Deutsche Pla'h«......«0 »0 «1 ic, Bonbon.........124 »0 »24 « Pari«.........49 »0 49 «b Pet««bulg......— — — — »«lnte». Ducaten........ 5« l-«8 «0'yranc«»Vtü«e ..... »85^ 9»«. Silber......... —— —— Deutsche NelchSbantnote« . »o»o «1 — « V« erfreuen fich läalich mehr des W ^ allgemeinen Beifalles: ^ ^ I. SalicylMundwaffel U ^ «omatlschc«. ,Vnll crirlschtnd, verblndllt U M da« Verderben der Zähne und beseitigt bcn » U üblen Weruch au« d«m Vlunde. I große» l« W Flacon 50 lr. >W ß ll. Salicyl-Zahnpulver » W "Ugcmein belitbt, wlrlt sehr erfrischend und U U Machl die ^ähne blendend we!ß, i^ «0 lr. W N ^ Obiae anaesllhrten Mittel, ilbcr die viele N Ä D»nl,^»ngtn einllesen. führt ftettl frisch H U am bog« und versendet per Nachnahme ble » V Einhorn-Apotheke 8 V (3,0) i4_in des «^ ^ in ?aibllch, tllllhhauoplat, 4. W W WM> Icbc« in der «Pothele Trnlücz», W U nclauslc Orlnin»l.«nlicyl'ÄU»udni<,Ner und ^ D «alicyl - Zahnpulver hat cine «««fllbrllchc » ,^ «bhandluug ilbcr (lonservierunn der ^ahne «^ ^ und b«r Muudhiihle uncntgcltllch beigepast. ^ ^34ü—l) Broj. G13. Natjeèaj. Uslied zakljuèka zastupstva od dru-o°g lipnja 1885 imade se kod obèine grada Ivanici Tvrdje definitivno popu-niti nijesto gradskoga liecnika skopèano godišnjom plaèom od 500 fr. i stanarinom od 100 fr. s pravom na mirovinu. Ovim mjestom spojen je i nadzor gradske klaonice i mesnice. Natjeèatelji, koji raorajo biti gra-duirani liefcniei te brvatskomu jeziku vjeyti, imaju svoje propisno obložene ^olbeuice do 30. lipnja t. g. ^vomu poglavarstvu priposlati i to zluž-"uJuèi putein predstavljene si oblasti, °stali neposredno. . ^radskopoglavarstvo u Ivaniö Tvrdji a°e 2. lipnja 1885. ^_ Naèelnik: R a i L. (2323—2) Nr. 4580. Erinnerung. ., Vom l. l. Vezlrlsgerlchte Goltschee ^'ld dem Josef Ledl von Vt. Veit in , "Nil», nun unbekannten Aufenthaltes, ^"'t üllch dessen ebenfalls unbekannten ^beu und Rechtsnachfolgern hlemll er- . Andreas Gbasnll von Gottschee f"e hlerglrichts das Gesuch um Lö 2"g der für Josef Ledl von St. Veit Eilenden Prilnolation des Eonlo.Cor-^"t« vom 7. IuU 1867. per N96 ft. ln, < bel der Realität Lud wm. XXI, ..^ ^50. aü Herrschast Gottschee. ein. 3>°"cht. worüber die Vernehmung des ^'"lungswerbers Herr Josef Ledl dorm«. !7. Juni l. I.. ^>, d^'Uags 9 Uhr. hlergerichts lm Sinne ^45 des G. B. G. angeordnet wird. lw l ^r Aufenthaltsort des Josef Httl!^ dessen Rechtsnachfolger diesem U'r Ut . ""belannt ist. so wurde ihnen Nieri ^"'s '^"r Rechte Herr Johann bchem ^°llfchce als Curator nä »ctum ' ^ ""° decretlerl. ^Auni lßH^a^l Gollschec. am I fir* oder Pferde-Fluid genannt, si I \" f Dient als Einreibung zur Stärkung der Glieder. V \ $ Kine grosse Flasche mit Gebrauchsanweisung 1 fl. ' 4 1st soit vJelon Jahren von errahronon Thierärzton, Sportfreunden S 2 und praktischen Landwirten in dor Wirkung als ganz. vorzüglich % g erprobt und für heilHam und kräftigend bestens anerkannt. 2 > Er erhält das Pferd ausdauernd, verhindert das Steifwerden \ 5