Nr. 203. Freitag, 4. September 1908. 121. Jahrgang. Mbacher Mum Vlänumerationbpltis: Mit Po st verse »bung: Mizjährig 30 X, yalbMri« <5 ll, Im Kontor: „llilzMnn ^ « ^. halbjährig 1> «, ssiir die ^usteliunn in« Haus «anzjährig i! X. — InstrtionSgebühr: ssiir lleine Inserate 1 bi« zu 4 Zeilen 50 k, grühcie per f«: dir Medllttion t>almatina»!sc Nr, l0, Tprechllun^ü der Redaktion vm, « bi« 1« Uhi ^ lü innttass«. Un!ra»licrXXV. Stück dcr böhmischen und das 1>XXX. Stück der italienischrn ?luSa,alie dcs Reichsgesetz, blattcs des Jahrganges 1908 ausssl'sscden nnd versendet. Nachdem Umtsblatte zur «WienerZeitung» vom 2. Septem» ber 1908 (Nr. 202) wurde die Weitervcrbreitung folgender Preß Erzeugnisse verboten: Nr. 10.554 «1/Imlipoiulonw» vom 25, August 190«. Nr. 443 «Der Tiroler Wastl» vom ^, August 1908, Nr, 24 «NlllLX /o !>lnnli» vom 27. August 1908. Nr. X5 .^ttv-i, IVI»15 lllu^. vom 2<). August 1908. Nr. 15 «Xll>s»i vom 1. September 1908, Flugschrift: «Lomlik» vom September 1908. MchwnrMcher Heil. Marokko. Alis Paris loird zur marokkanischen ^rage geschriebeit: Es ist nicht zu bestreiten, daß nian in Frankreich den Wunsch gehegt hatte, das >lriegs-glück möge sich den ^ahneil des legitiilleil Tnltans von ^iarokko, Abd el Aziz, des Nnterzeichlie-rs dor Akte von ^Ilgeeiras, der deiii ^teformprogranim zii' gestinimt hat, lvieder ziilvenden. Vis znin letzteil Allgenblicke hoffte man, das; die Niehalla Abd el Aziz' auf deni Wege nach Marrakesch nicht linüber-lviildlichen Tchwi'erigkeiten begegiieil lverde. Tic Nanzösische ,'iiegierung hat aber nichtodostoNi^nq^' in dl)ni >iainpfo bcid^v Biiwcr anfv' gcwiss^chaftt'slc die ^ic'ntvalilät doloahrt, zli wclchcr sio sich vcr-pflichlct hatto. Man kann nicht ill Zlvcifcl ziehci^, das; dic Tinqc cinc andcro Nondnng gcnonnncn hattcn, wenn dio fianzösischo ')icqicrnng 'Alw ^'l ^'lziz anch nlir init ^in>.'>n T«.'il dco (5rpci)iiianv korp<' nntt'lstnlN haltc. Ticsc neutrale Haltung lvird 0ic> 'Anfliabc dor französischen Rcgicrnng ' umcr dcn ncncn V.'rhältnisscn crlcichtorn, wclcho infollic dcr ^i^.'rlaqc t".'^ Sultans Abd cl Aziz cingctn'-tt'il sind. Mulcl, Hafid, der in iX'n Hafcnstadtcn znnl Elillau protlaiuicrt wlirdc, nachdcin cr in dcn Städtcn dcs Illnorn als solcher ausa.ornfl.'n lvordcn lvar, übt jcht, tatsächlich dic Gewalt anc>. N.'nu er sich behauptet nnd unter der Zusaqe der Ve-obachtliug der vou Add el Aziz unterzeichneten Ver-l'älie, insbesondere der Akte von AlM'irao. seine Anerkenuunq fordert, so loerden lvohl Frankreich liild ^panieil derselbeil keine Hindernisse in den Neci, lesten und sich mit den anderen Mächten zu diesem Zwecke verständigen. Die Bürgschaften, die Frankreich von dem nenen Tnltan fordern muß, lassen sich zusammenfassen in der Anerkennung der Akte von Alg.'cira5 nnd aller früheren Verträge nnd der Verpflichtung zur ^ahluug aller (5>n^ schädiguugen, welche gefordert werden können. Aus Mittel-Amerika. ^)ie „>töln. >ztg." schreib!: „Charakteristisch für die jammerhafte Finanzlage lind die im größten Teile von Mittelamerika herrschende Anarchie isl folgendem Vorkominnic' an5 der letzten ,'iievo-lütion in Honduras, die angeblich beendet nnd unterdrückt ist. AW die Nebellion im Norden des Bandes fortschritte machte. (5holuteca und (^rame> bereit-? von den 'Aufständischen besetzt wareu. machle die Negieruug die größten Anstrengungen, um eine größere Truppenmacht zu sammeln. )^ei der in diesen sogenannten Freistaaten üblichen Neknitie-rlillgoart, lvo jeder waffenfähige oder scheinbar waffenfähige Mann von OffizierSpatrouillen auf der Straße aufgegriffen wird, kcnn die Militärbehörde' in d'aiba lnld Umgebung mit den >ton-snln iii Konflikt. Tiefe waren mil selteiler (5in-mi'ltigkeit nnd Entschiedenheit fnr ihre ^andsleute, die fiir die ,Armee' gepreßt werden sollten, eingetreten. Tie folge war. daß ihnen das ,(5regna-lur' entzogen wurde. ^IK- endlich eine größere Anzahl von ^andeskindern alifgegriffen und notdürftig bewaffnet war, fehlte es vollständig an Mitteln, die ^ente zn verpflegen und wenigstens die Offiziere zu bezahlen. Ta das l5'rgebm5 der >triegZ-krutribiitionei^ in dem erfchöpften. verarnnen ^/ande fehr gering lnar, mnßle die Negiernng das einzige Wcttobjeft, dao ihr noch verblieben war, nämlich die sogenannte '.ll'ordbahn von Puerto (5orlez bis Tau Pedro verkaufen. Käufer war Herr Valentin,, der diese Aahn schon früher einige Jahre hindnrch gepachtet hatte, seinen Verpflichtungen aber nicht imchgekommen war, fo daß die Vahn lvieder nnter Ttaaisverlvaltung kam. Im Interesse der 'Zivi-lisalion nnd Hnnianität nnd der im ^ande' ansässigen Allsländer wäre eine nordamerikamschc Intervention, lnn Hungersnot. Plünderungen und vollständige Anarchie in der Verwaltung zu vermeiden, dringend zn wünschen, ^llle Versliche, in dcr Verwaltung, die volle Unabhängigkeit dieser 3taaten dnrch Tchaffnng einer mitielamerifani-sä'en Union zu sichern, find als zwecklos aufzugeben. Tie zivili'iene Velt kann aber nicht länger ruhig mit anfehen. daß Häfen, Eisenbahneil. Brücken, Telegraphen usw. in Mittelanierika mehr nnd mehr ihren Tienst für den Handel versagen nnd die >lauf- und Produklionokraft jener reichen und fchönen Länder immer mehr zurückgeht." Feuilleton. Die rote Fahne. Nach dem Russischen dcs Garsin von Aol'dfchc'v MlNikor'. lNachdruck veil'l't''».) ^ . Temjon Ivanov lvar (5isenbahnwächler. <-ein Häuschen stand zlvifchen zwei ^lalioiien. von denen die eine zehn, die andere zwölf Kilometer weit entfernt war. In der Nähe gab es nirgendwo ein Hans 'cnr der hohe Schornstein einer'fabrik lngie ans dein Walde hervor Ivirieg hindurch war er ^Mziersbursch? gewesen Da hatte er hnngern, frieren und schwitzen müssen. Tln-ch den ttngelregen hindurch niußte er häufig seinem, Herrn in der Vorpostenkeite Mittagessen nnd Tee bringen. Aber er kam iminer nn't heiler Haui davon. Wohl pfiffen ihm die blanen Vohneii nm die Ohren, doch keine traf ihn. Er brachte einen tüchtigen M)eumatismus mit nach Hause. Tein Vater lvar inzwischen gestorben nnd anch sein, einziges Kind, ein vierjähriger Junge, lag in dor Erde. Und da es ihn deshalb nicht mehr in der Heimat litt. in der Heimat, die für viel Arbeit wenig Brot gab, so zog e"r mit seinem Weibe mn> her. Nirgends glückte es ihnen, nnterzllkommen. Da nahm seine ^rau eine Stellnng, während er weiier suchte. Als er eiues Tages an einem Tta-tionsgebänoe vorbeika'm, stand gerade der Chef in der Ti'ir. Er kam Ivcmov bekanni vor. War das nicht ein freund semes Offiziers? Anch dieser erkannte ihn. „Vist dn nicht Ivanov?" „Jawohl, Elier Gnaden, der bill ich." „Wo kommst dn her?" „Ich bill anf der Arbeitssuche. Euer (Gnaden." Der >3tationschef sann einen Augenblick nach. „Vist dn verheiratet?" „Jawohl, Ener (Gnaden. Meine ^rau ist in stellnng bei einem >lanfmann." „l^nl, du kannst hier bleiben. Alis meiner strecke wird ein Vahnwärterhünschen frei. Das sollst dn bekommen. Tchreib deiner Fran, daß sie nach hier reist. Eine Freikarte kannst dn dir nachher für sie holeil." „Tausend Tank. tansend Tank, Euer l>wa den!" To blieb Ivanov anf der Ttation, half in der >iüche, machte Holz klein und fegte die Ttnben. -icach vierzehn Tagen etwa kam seine ^ran. Ta suchten sie ihr Wärlerhäuschen auf. Es war ein kleiner (Gemüsegarten dabei liild zn beiden leiten dcs Dammes ein paar Morgen Ackerland. Da^ Ehepaar freute sich lind machte Pläne, recht bald die Wirtschaft zu vergrößern. Von Tienst wegen bekam er die ganze Ans-stattnng. Eine rote nnd eine grüne Fahne, Laie« >un, Werkzeuge nnd das Reglement. Tie ersten ^age hatte Ivanov genug z» tun, das Ichtere aus-wendig zu lernen; denn mit dein !^esen haperle ^'s sehr. Aber es ging. Connnerzeit war es. als Ivanov seinen Po. Nen antrat. ^n>ei Vlonate gingen schncll vorbei, -'lllmählich lernte er seine Nachbarn kennen. Ter ^'ine lvar schon wer weiß wie alt. Er konnte kanm noch vorwärtskommen, nnd lag die meiste Zeit. im Lehnstuhl vor dem Hänschen in der Sonne. Tie ^'ran verfah den Tienst. Ivanovs anderer Nach bar war ein Mann im besten Mannesalter. kräftig nnd sehnig. Bei einein ^'uudgange begegneten sie einander. Ivanov griff an die Mühe. „(^ntcn Tag. Nachbar!" „(Eliten Tag!" kam e5 mürrifch zurück. Ter Nachbar ging seilies Weges weiter. Ein andermal traf Ivanov die ^ran des 3chweigsamen. „Was ist das eigentlich," frng er, „mit Eurem Mann? Weshalb spli'cht er nicht?" „Was soll er sprechen?" antwortete diese kurz nnd unhöflich. „Jeder hat sein Päckchen zu tragen und damit genng." Ehe aber noch ein dritter Monat ills ^ano ging. waren die beiden WäHer doch miteinander bekannt geworden. Es ist gar zu einsam auf der Tirecke. Wenn sie sich trafen, setzten sie sich wohl zusammen an den Nand des TammeS nnd rauchten ein Pfeifchen. Dabei erzählten fie sich von ihrem ^eben. Vasilij Ttefaili«' war meist schweigsam. Iva nov sprach dann wohl von dein ^eldzua. „Was ,st mir Unglück nnd Elend widerfahren!" fenfzte er. „Gott hat es nicht gut mil mir gemeint. Toch es ist sein Wille." „Unsinn!" gab Ttefani? znr Antwort. „Gott hat omnii nichts zn tun. Das sind die Men-sl'l)en, die, schlimmer alo die 3iere. einander zer-fleisäien." Ivanov sann nach. „Dn nmgft recht Habe7i. Aber dann ist's eben Bestilniiiung Gottes." „Wenn du so redest, dann sind wir fertig miteinander. Alleo anf Gott abschieben nud still dabei sitzen und sich alles gefallen lassen, das ist schlimmer als ein Vieh zn sein. To denke ich." Und ohne Abschied erhob er sich und cn'na. ici-nes Weges. Doch als sie sich wieder trafen, sprachen sie lvieder znsammen. als wäre nichts qeweM. Immer in derselben Art. (Iortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 203. 1876 4. September 1908 Politische Uebersicht. Laibach, Z.September. „Narodui Listy" besprochen die politische Lage und teilen mit, die Regierung werde am Eröffnungstage des Abgeordnetenhauses d^-fem "nachstehende Vorlassen unterbreiten: Den ordentlichen Voranschlag für 1!)0l), ein sechsinona-tiges Budgetprovisorium bis 3l). Juni 1!)<)9, den Handelsvertrag mit Serbien, die Verordnung des Gesanüministeriuins. »nittelst welcher dieser Handelsvertrag provisorisch am 1. September aktiviert wurde, die Vorlagen bezüglich der Verstaatlichung der Nordwestbahn, der Südnorddeutschen Verbiß dungsbahn und der Staatseisellbahngesellschaft, das Alters- und Invalioitä'tsgeset) für die Arbeiter und vielleicht auch das Sprachengesetz für Böhmen. Daraus sei ersichtlich, welch große Vertrauenskund-aMmg die Regierung vom Parlament verlangen wird, zumal die Vorlage über den serbischen Handelsvertrag wie anch das Budgetprovisorium bis 81. Dezember erledigt sein müssen. In ihrer, Besprechung der Rede, welche Kaiser Wilhel m in S t r a ß b u r g gehalten hat. sagt die „Vossischc Ztg.": Die Reden des Mon-archen waren ein getreues Spiegelbild der internationalen Beziehungen. Dieselbe Bedeutung wird ihnen zukommen, wenn der Baiser jetzt als seine „innerste Ueberzengung" ansspricht, „daß der europäische friede nicht gefährdet ist". Daß der Kaiser den Friedeil wünscht, hat er wiederholt und unzweideutig versichert. Daß dieser Wunsch ehrlich und aufrichtig ist, beweist seine ganze Negierungs-zeit. Wäre es wahr, was man ihm ehedem nach? gcsagt hat, daß er nach dem Lorbeer des siegreichen Feldherrn begehre, er hätte seit zwei Jahrzehnten Gelegenheit, oder Vorwand genug gefunden, das Glück zu versuchen. Er hat es nicht gewollt. Er will es auch jetzt nicht. Der Trinkspruch, deu er in den Reichslanden aufgebracht hat. wird den Völkern die Gewißheit gegeben haben, daß sie znversichtlich der schaffenden, werbenden Arbeit nachgehen können, ohne Sorge, daß die mit Mißtranen verfolgten Versuche. Deutschland „einzukreisen", Erfolg haben und blutige Auseinandcrsetznngen in absehbarer Zeit heraufbeschwören könnten. Das; solche Befürchtungen, namentlich nach der Zusammenkunft von Neval. bestanden haben, wer wollte es leugnen? Zwischen Paris und London herrschte das innigste Einvernehmen', dem Zaren war anscheinend die Meinung beigebracht worden, von Berlin aus wcrde Oesterreich-Ungarn zn allerlei bösartigen Unternehmnngen auf dem Balkan angestiftet; jenseits des Kanals wurde geflissentlich Haß gegen Teutschland gesät und die Vermehrung der deutschen Flotte als eine Bedrohung der Sicherheit und Macht des Insclreiches ausgeschrien. Mancher unbefaugeue Zuschauer fragte kopfschüttelnd: was will das werden? Nun aber rnft der Baiser den Bewohnern des Ncichölan>des, denen, die bei einem Kriege „die nächsten dazu" wären, seine Schrecken zn verspüren, beruhigend zu, sie könnten ihren ge« Nervlichen Berufen nachgehen und die Früchte ihres Fleißes einsammeln. Denn es wird Friede bleiben. Der „.kölnischen Zeitung" wird ans Berlin gemeldet: Die russische Zeitung „Nje<'" will erfahren haben, daß in Stockholm, das hartnäckige Gerücht nmlaufe, es sei beim Besnche des Tentschcn Baisers in Stockholm an Bord der „Hohcnzollern" eine Militärkonvention, zwischen D e u t s ch land und S ch w e d e n nuterzeichnet worden, wodurch im .Kriegsfalle eine gemeinsame Operation der beiden Heere nnd Flotten vereinbart wurde. Nur deswegen, weil diese törichte Nachricht der telegraphischen Verbreitung im Auslande gewürdigt wor-den ist, hängen nur sie niedriger; mehr zu tuu, ist wohl nicht nötig. Das Berliner „Tageblatt" meldet ans Pe» tersburg: Der Präsident der Neichsduma E h o m -jakov sprach in einem Interview die Uewrzeu-guug aus, daß die D u m a im Herbst mit ernsten deformen beginnen nmsso, weil die in der Provinz herrschende Gesetzlosigkeit ganz haarsträubend sei. Auch der Kreis, in dein ich sonst lebe — sagte Ehom-jakov — ist ein wahres Dorado aller Ungerechtigkeit. Gerichtsurteile werden dort monatelang nicht vollstreckt. Das Land braucht eruste Reformen. Die Duma darf mit der Inangriffnahme nicht länger zögern. Der Berliner „Lok.-Anz." meldet aus T e h c -r a u , daß die Anleibeverhandlnngen vollständig abgebrochen wnrden. weil der Schah es ablehnte, die Ileberwachung Nußlands und Englands üocr die Verwendung der Gelder anzuerkennen. Daher hat, man auch die beabsichtigte Bestellung von Kriegsmaterial aufgeschoben. Die Regierung ist nnn außerstande, die im August fälligen Zinsen der älteren russischen 'Anleihe Tagcsneuigleiten. — (Elektrizität bei Tisch.) Die Wunder der Elektrizität erwerben sich. so wird aus Paris berichtet, einen immer wichtigeren Platz in der Mode und in dem Schmuck des geselligen Lebens. Immer mehr bürgert sich elektrisches Licht in der Häuslichkeit ein, und der feine Geschmack weiß sich die eleganten Veleuchtungseffelte für Einrichtung und Dekoration nutzbar zu machen. Ein besonderer Luxus wird darin entfaltet, kostbare Bibelots, herrliche Porzellan-gruppen aus Scores und Meißen oder japanische Cloisonne-arbeiten, wie sie die Zierde einer distinguierten Einrichtung bilden, durch eine in ihnen angebrachte elektrische Virne in das rechte Licht zu setzen, so daß sie von einem magischen Schein umflossen die Aufmerksamkeit auf sich lenken müssen. Mit Farbenspielen aller Art, wie sie die elektrische Leitung so leicht ermöglicht, mit einem jähen Aufflammen des Lichtes an versteckter Stelle ober einem Vermischen und Durcheinandcrwirrcn bunter Lichttöne kokettiert der moderne Pariser gern in seinem Heim und bereitet seinen Freunden durch die Preziöse Verteilung von Licht und Schatten geistreiche Ueberraschungen. Die ausgelassensten Feste aber feiert das elektrische Licht in der Tafcldeloration. wo je nach der intimen oder feierlichen Stimmung bald vor jedem Platze kleine Lampen aus Blumen und Vasen l>erausbliihen, bald in feierlicher Pracht von einem einzigen Mittelpunkt strahlende Lichtmassen ausgehen. Ja auch die Speisen selbst müssen an dieser Licht- und Farbenfreude Anteil nehmen, und das Prunkstück jeder echten Tafel, das Dessert, spendet besondere Lichtcffclte, die die mühsame Illuminierung barocker Tafeldelorateure lveit in den Schatten stellen. Im Eis z. V. läßt jich mühelos eine elektrische Lampe anbringen oder auf dem Grunde einer Schale, die irgend ein Gelee enthält, eine Reihe von bunten Flammen entzünden. Die Elektrizität verrichtet sogar bei Tisch noch wichtigere Dienste. Die neuesteErfindung ist die phonographische Wanduhr, die elektrisch betrieben wird. Zur bestimmten Stunde tritt eine kleine Figur hervor und ruft deutlich und laut in den Saal der versannneltcn Festgenossen die Worte: „Das Diner ist angerichtet." Dieselbe Gestalt erscheint dann wieder am Ende der Gesellschaft und erklärt in ihrem unerbittlich knarrenden Ton: „M'ine Damen und Herren, es ist Zeit zum Schlafengehen, gute Nacht." Auf dies« Weift hilft sich die Hausfrau über die heikle Frage, ob sie selbst das Zeichen zum Ausbruch geben solle, hinweg und findet zur rechten Zeit ihre Nachtruhe, ohne deswegen unhöflich zu erscheinen. Der Elektrizität verzeiht man alles . . . — (Die Liebesprobe.) Von dem seltsamen Einfalle eines Gatten, sich von der Zuneigung seiner Frau zu überzeugen, erzählt ein französisches Blatt eine amüsante kleine Geschichte. Eines Tages schloß der Gatte sich in ein einsames Zimmer. Schließlich suchte ihn die Frau, die Tür ist verschlossen, endlich arbeitet sie sich durch das Fenster in das Zimmer: ein gruseliger Anblick erwartet sie. Auf einem Bette liegt der arme Mann, die Hände friedlich gefaltet, zu seinen Füßen brennen zwei Wachskerzen und werfen ihr Licht auf ein Kruzifix und ein Gebetbuch. Bleich und stil, liegt der Mann da, der Atem scheint erloschen: gewiß, cr ist tot. Der braven Gattin bemächtigte sich eine unbändige Freude; unwillkürlich beginnt sie die ersten Schritte einer fröhlichen Gavotte zu tanzen, was zwar gewiß nicht pietätvoll, aber immerhin der wahre Ausdruck ihrer Seelenstimmung war. Aber sie tanzte nicht lange, denn schon erwachte der Tote und mit einem kräftigen Fluche begann er alles zu zertrümmern, was ihm in den Bereich seiner Hände kam. Er wußte Bescheid. Ob die Frau sich aber nun entschlossen hat. ihren Gatten pflichtgemäß zu lieben, darüber gibt die Geschichte leinen Aufschluß . . . — (Alltagsoinge und woher sie kommen.) Unter dieser Spitzmarle plaudert Q. Promber in der „Frauen-Zeitung": Ueber die Entstehung des Hutes ist nichts bekannt; jedoch ist es erwiesen, daß schon die alten Griechen ihr Haupt durch eine Kopfbedeckung zu schützen Der Weg zum Leben. Roman von Erich Vdenftein. (49. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Wenn er nun endlich käme!" sagte er, vor, seiner Gattin stehen bleibend, die mit ihrem Strick-strnmpf in der Diwanecke saß, „ich kann es nicht erwarten, ihm den Stein zu zeigen. Sieh ihn dir noch einmal an, zwrdula, ist er uicht wunderbar?" Freundlich lächelnd wie immer, nickte sie. „Gewiß, lieber Viktorin, es ist ein schöner Ge-wiim für deine Mineraliensammlung." Er nahm seine Wandernng wieder auf. Ich begreife aber auch wirklich nicht, wo Doktor Nemesius so lange bleibt" . . . sagte nun Kamilla, indein sie aufstand und ans Fenster trat. Ihre Züge trugen einen nervös - unruhigen Ausdruck, auf den Wangen brannten zwei rote Flecken. „Um vier Uhr wollte er zurück sein--------jetzt ist es sieben! Wenn er sich verirrt hätte!" Frau Thomas sah sie erstaunt an. „Aber liebes Kind, eine Bergpartie läßt sich nicht anf die Minnte berechnen! Wie kann er sich vergehen, wo den ganzen Tag Tonnenschein war, und er die Wege so vorzüglich kennt ... ich begreife nicht . . ." Sie verstummte jäh. Kamilla hatte sich umgewandt, aus ihren Augen funkelte eine fremde, angst' volle Erregtheit, die Frau Kordula einen solchen Schrecken einjagte, daß sie zitternd die Arbeit zu Poden fallen ließ. „.Camilla . . . mein Kind . . . was hast du?" stammelte sie. Das junge Mädchen fnhr zusammen. Mutter lind Tochter sahen sich einen Augenblick stumm an, dann wurde Kamilla? Blick rnhiger, sie atmete Nef auf und strich sich das 5aar ans der Stirn ... Es war, als wolle sie dabei noch etwas anderes wegwischen. Die Professorin sagte nichts mehr, nahm ihre Arbeit vom Boden auf und begann weiter zu stricken. Nichts als das Klappern der Nadeln und die unermüdlichen Schritte des Professors tönten in die Stille. Dieser hatte nichts bemerkt, er, war ganz vcr-snnken in den Gedanken an seinen Stein, den er mit Sicherheit für einen Meteorstein hielt. „Ich will Lene noch einmal fragen, wo sie das kostbare Ding gefunden," sagte er jetzt und verließ das Zimmer. Das Fenster stand offen, und der Zugwind riß ihm die Türe ans der Hand, daß sie schmetternd zufiel. Martha Torolandt, welche draußen im Garten gerade unter dem Fenster des Eßzimmers saß. fuhr erschrocken zusammen. Woran hatte sie eben gedacht? War es möglich, daß dieses fremden Menschen Bild sie überall verfolgte? War er bei ihr, so erfüllte eine lähmende Bangigkeit ihr .^erz. sie wußte nichts zu reden und schämte sich ihrer Ungeschicklichkeit; erst wenn er ging. atmete sie auf. Aber dann war ihr auch nicht wohl znmnte. Es fchlte ihr etwas. Gesten hatte Kamilla beinahe heftig zn ihr gesagt: „Waruni bist du so unfreundlich zu Neme-siuo? Er ist unser Gast, und ein so guter, edler Mensch." War sie wirklich unfreundlich? Mein Gott, das wollte sie ja nicht. Von oben herab tönte nun Frau, Kordulas Stimme. Martha horchte unwillkürlich auf. Die Stimme klang beinahe fremd, so belegt war sie. „Wir müssen uns nun daranf gefaßt machen, liebe Camilla, daß Doktor Nemesius uns verläßt' der Sommer geht zn Ende . . . ich denke, er wird bald wieder in die Stadt wollen. Nicht wahr. Du hast auch schon daran gedacht?" Keine Antwort. Oder klang ein Seufzer her ab? Nein, es war der Abendwind, der durch die Blätter des wilden Weines fuhr. Zugleich aber fühlte Martha, wie ein fremder Schmerz sie durchzuckte. „Siehst du, liebes >lind," fuhr eben der Pro-fessorin Stimme fort, „ich freute mich, daß loir ihn bei uns haben konnten, er hat viel Trübes erlebt, nnd sein Wille war in Gefahr, zu erschlaffen. Da darf mail sich nicht liesiinnen, wenn es jemanden: zu helfen gilt. Und ich glaube, der Aufenthalt hier hat ihm sehr gnt getan in jeder Richtung. Wir aber dürfen nicht vergessen, daß er nnr ein fremder Wanderer war, der für eiue Weile hier rastete und nun wieder fortzieheil wird in jene Kreise, die das Leben ihm bestimmte." Sie hielt innc, wie um eine Antwort abznwar-ten, allein auch jetzt schwieg Kamilla. „Mein liebes Kind . . . mein liebem >tind," fing es oben wieder an, und es durchschauerte Martha förmlich, denn sie hatte nie eines Menschen Stimme so durchbebet von Zärtlichkeit und Mitleid gehört, wie jetzt Frau Kordnlas Stimme. „ . . . wirst du traurig sein, wenn er geht? Wird all meine Liebe dir, arm erscheinen ohne seine Gegenwart? Oh ... wenn ich das gewußt,hätte . . . nie hätte er einen Fnß über diese Schwelle setzeil dürfen ..." Sie brach in Tränen aus. Martha zitterte an allen Gliedern, sie wollt.' sich erheben und fliehen, um nnr nichts — nichts mehr hören zu müssen. Aber dann hätten die beiden oben gewußt, daß sie gelauscht . . . So blieb sie. Laibachel Zeitung Nr. 203. 1877____________________________________________4^ September 190«. suchten. Doch trug man vor Jahrtausenden in Griechenland einen .Hut nur dann, wenn schlechtes Wetter war, oder wenn man auf Reisen ging. Die Form der Hüte war sehr verschieden; so trug man in Thessalien niedrige und schirmförmige, in Arladien breitkrempige Hüte und in Vöoiien solche, die einem Tannenzapfen nicht unähnlich waren. Der Stoff dieser Hute war entweder Zicgenfell, gewebte Wolle, dickes Tuch oder Filz. Die Filzhiite lamcn erst auf, nachdem schon längst Hüte aus den anderen Stoffen hergestellt worden waren. Wir vermögen nicht anzugeben, wer zuerst Ohrringe getragen hat. Jedenfalls sind solche schon dor Jahrtausenden von Indianern getragen worden. Sehr kurz ist dagegen das Dasein des steifen Damenlragens, der erst gegen das Ende des vergangenen Jahrhunderts aufgelom-men ist. Sehr alt soll die Vlusc sein, dic nach Annahme der neueren Forschung aus dem Morgenlande stammt und durch die Kreuzfahrer ins Abendland gekommen ist. Uralt ist das Korsett. Die Gattin Karl VI. von Frankreich war die erste, die dem Mieder metallene Stäbchen einfügte. Auch die Naturvölker sind nicht frei von dicfem Marterinstrument der Fraueneitelleit. Wie der Forschungsreisende W. A. Cool berichtet, ist eine Art Korsett bei den Vororoindianern, einem Urvoll Brasiliens, bekannt. Er sagt darüber: „Im jugendlichen Alter tragen die Frauen eine Art Korsett, datt den Leib einschnürt und aus der Rinde eines Baumes verfertigt wird." Das Taschentuch soll von den Chinesen, die Papiertaschentücher verwenden, zu uns gekommen sein. Der Pantoffel scheint ebenfalls asiatischer Herkunft zu sein. Früher glaubte man, das; der Fingcrhut von dein Amsterdamer Goldschmied Nikolaus van Vcnschoten erfunden worden sei, der ein goldenes Fingerhütlein seiner geliebten Dame verehrte, Indcf'cn schon Walthcr von dcr Vogelweidc hat diesen Gebrauchsgcgenstand besungen, und es ist erwiesen, daß der Fingerhut schon zu Ende des 12. oder zu Anfang des 13. Jahrhunderts bekannt gewesen ist, wenn auch vielleicht noch nicht allgemein verbreitet. Eine ehrwürdige Vergangenheit hat dcr Schirm, Auf alten griechischen Vasen, auf Bildnissen der alten Acgypter und Nömcr wird er bereits dargestellt. In Frankreich waren Schirme bis Ende des 1,tt., in England bis Ende des 17. Jahrhunderts unbekannt. Danach wurde er erst in Deutschland allgemein bekannt und in Gebrauch genommen. Auch der Fingerring ist so alt wie die älteste Kultur; schon zu Pharaos Zeitcn wurden mittelst des Ringes gewisse Abmachungen besiegelt. Die ältesten Ringe wurden aus Eisen oder Kupfer gefertigt. Die Geldbörse in Form des Portemonnaies wurde von Karl .Heue erfunden, der als Vuchbindergescllc 1842 von Dresden nach Amerika auswanderte, und die Vercinigicn Staaten haben das Portemonnaie zuerst in den Handel gebracht. — (Der verräterische Z o l l st a b.) Ein Stücl chcn in der Art des Sherlock Holmes hat in dem obcr-schlesischcn Orte Zalcnzc einen Spitzbuben der Tat überführt. Ein gerissener Ruthene schlief, so erzählt die „Voss, Ilg.", mit fünf polnischen Nrbeitslameradeu im Schlaf-hause zu Zalenze. In einer der letzten N'ächtc waren ihm 24 Mark abhanden gekommen; aber seine Schlaflamerabcn leugneten entrüstet, den Diebstahl begangen zu haben. Der, Ruthciic aber kannte den Aberglauben seiner Mitarbeiter. Er rief sie zusammen und überreichte jedem einen kurzen Stab mit einer Ansprache etwa dieser Art: „Hiemit bc-tvmmt ihr von mir je einen Stab. Der eine ist genau so lang wie der andere. Aber wenn dreißig Minuten vergangen scin werden, wird der Stab desjenigen, dcr mir das Geld gestohlen hat. um einenZoll gewachsen sein. Nach einer halben Stunde gibt mir jeder den Stab wieder." Und so geschah es. Nach einer halben Stunde bekam der Nnthene die 5 Slave zurück, Vier davon waren noch so lang wie voihcr; einer aber hatte seine Länge verändert. Indessen nicht länger war er geworden, sondern kürzer. Dem Ucbcrbringer dieses Sta-des sagte der Rulhene den Diebstahl auf den Kopf zu, und unter Tränen gestand jener die Tat. Nur konnte er nicht recht begreifen, wie der Ncstohlene ihn herausgefunden hatte, l^r hatte nämlich den Stc-b um genau einen Zoll gekürzt, damit der Nuthcne nicht merken sollte, daß das verräterische Holz um einen Zoll gewachsen war. — (14 0.000 Mark Iahresgehalt für einen Landbriefträger.) Daß ein einfacher Lanb-briefiräger 140.000 Mark Iahresgehalt erhält und doch »och wenig dabei zurücklegen kann, diirfte immerhin selten sein. Der teucrst bezahlte Briefträger ist ein Angestellter dcr Vereinigten Staaten, der für seinen Dienst in Alaska 140.000 Mark jährlich erhält. Allerdings muß er hicfür sämtliche Kosten, die der Dienst verursacht, bestreiten, und diese sind nicht gerade klein, denn zweimal im Monat muß er eine Strecke von s>80 Kilometern zurücklegen. Dcr Wcg geht durch Schnee und Eis, und die Neise, die mit dem Hundeschlitten zurückgelegt wird, dauert jedesmal eine Woche. Da er sich und Hunderte von Hunden beköstigen muh, bleibt von dem scheinbar übermäßig hohen Gehalt nicht gar so vicl übrig. - - (Das Kamel als Leclerbisse n.) „Kellner, eine Portion Kamel!" Dieser Nuf wird binnen kurzem in den eleganten Restaurants dcr Pariser Boulevards gehört werden. Eine große Ncvolution dcr Speisekarte steht bevor: das Kamelflcisch wird auf dem Pariser Markt eingeführt. Eine große Pariser Nahrungsmittelfirma ist mit zwei algerischen Schlächtern in Verbindung getreten, die ihr einen g'ößercn Posten dieses Fleisches liefern sollen. Eine beson-dcre Lcclcrei steht nun den Pariser Gourmets bevor, denn das nützliche Tier der Wüste leistet nicht nur im Leben treue Dienste, sondern es liefert auch nach dem Tode cine ausgezeichnete Mahlzeit. Das Fleisch ähnelt im Geschmack dem des Rindes, aber es ist zarter und kräftiger. Die größte Delikatesse ist der Höcker, und dcr Kopf schmeckt prächtig in Essig eingelegt. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. lluscrc Schweiz au dcr kroatischen Grenze. Reiseslizzen von Fr. Pirc. (Fortsetzung.) ^ l. Eine kurze R a st in Qbergras. O die verwünschten Regengüsse! Ob gern oder ungern, wir muhten uns bequemen, in Qbergras auf bessere Zeiten zu warten, namentlich da man uns die Entfernung von Jetzt klang Camillas Stimme herab, leise nnd wehnmtig, abcr fest. „Nemo nicht, Liebste, Einzige! . . . Ich bin ganz nihig . . . ich lvnstte ja, das; er einmal gehen wnrde nnd sich . . . 05 war doch eine schön.' ^eit' die schönste ^eit meines Lebens! Daran will ich nnmer denken! (5inmal hat dic Sonne anch nur geleuchtet! lind dann, wenn or fort ist. wollen wir uns wicder fest aneinander schlichen, wir beide, d,e mm kem Gvheinmis einander haben . . . W" konnte ,ch tranrig sein. solang ich dich habe, dn meine einige. si,s^> Mitte'r?" Martha hörte nichts mehr, es blieb fortan still oben. so Ml, och man das ferne Manschen dor -'-'Mr,', ans dem ^ale vornahm, load nnr an gnn^ !tordnla in diesem weichen, innigen 5"n zn .Camilla gesprochen, fnhlte sie mit einem Male, daß man so noch nk- zn ihr gesprochen hatte. Das lann nnr eino Mutter zn ihrem >tmde, drm jio das Leben gegeben. (5ine Mntter! Martha Torolandt fnhlte. wie il)r Herz erbebte in namenloser Sehnsucht nach der winzigen, dio nio mohr ,',» ihr sprochen konnte, wie .Camillas '.vlnttor,'.n ihrer Tochter, lind doch hälto sio die Tolo nie nötiger siehabt als jetzt. Denn mitten hinein in den sehnsüchtigen Schmerz mn ein ('''Nl. das ihr entrissen worden, ehe sie es indessen hallo, ergriff sie ein (befühl des Schreckeno. Sie begriff plötzlich den Sinn jenes (Gespräches, dessen Zeugin sie loider Willen gewesen. Camilla liebte Wolfgang. )^ei dieser Erkenntnis packte Martha oino namenlose Angst. Weiln der Fimmel eingestürzt lväre! lvenn die (5rde in Trimmer gegangen lväre . . . aber das — das! >ionnle eo ein grös;ereo Unglück fnr Camilla gebend Tclbst wenn Wolfgang ihre Liebe erwiocrt hätte, nie fönntt' sie die 3eine lverden. 'Aber er liebte .Camilla nicht, bleich einer Vifion stiegen dio letzten Wochen vor Martha Toro-lan,dt anf. Und mit geschärften hellseherischen '^lick des dnrch die ^iebo plötzlich goreiften Weibes begriff sie alles. 3ie war nicht mehr das träumerische nnklaro Mädchon. das sich triobhaft wehrt gegen etwas Ttärkeres, dem sie sich verfallen fnhlt. (5ino gros;e NmN'andlnng hatte im Lanfe weniger Minn U'n in ihr stattgefunden. Ganz dentlich lvichto sie anf einmal, das', Wolfgang fie liebe, nnd das; ihr ganges bisheriges Leben nichts gewesen war als em Warten nnd eine Vorbereitung fnr ihn. del alles (^lnck der Erde fnr sie verkörperte. ^ l^inc groste, jalich^'ndc ^rende machte ihre ^eele erbeben. Aber nnr fnr eines Augenblickes ^.mier. Dann stand.ttmnilla? Unglück neben ihrem ^liick lme der Tchatten neben dem Lichte. Erhaben, gleich einer monumentalen Erschcinnng. stand die Erkenntnis ihrer Liebe ni,n in ihr Leben eingefügt da. Aber ebenso fest, ebenso gros; anch die lleber^engnng. das; sie niemals die >>and nach die-il'ni l^Iück ausstrecken dnrfte. (Fortsetzung folgt.) Obcrgras bis (,'abar auf zwei, mindestens eineinhalb Stunden angab. Daß man bei solchen Zeitangaben vorsichtig schauptete, ja teilweise noch heute behauptet. Die Frage nach den eisten Ansiedlern, die sich die waldige Wildnis urbar machten, ist strikte schwer zu beantworten. Eine alte, vom Wiener Bischöfe Grafen Kolo-nn', der im 17. Jahrhundert noch „Herr von C.'abar" gewesen sein soll, datierte Urkunde weiß zu erzählen, baß die ursprünglichen Ansiedler aus Idria und der Nochein hieher kamen und sich vorerst als Schmiede an den tiefer liegenden Hängen am linken Ufer der (''abranla niederließen. Die Spuren lassen sich. wie man mir erzählte, noch in der heutigen slooenischen Aussprache, die an die der Oberlrainer erinnert, verfolgen; so auch in den Namen: Aagarji, Aurgi, Pal<"'i<- usw. Desgleichen soll. wie mir seinerzeit ein hiesiger Seelsorger versicherte, auch der obere Teil lheutiges Ober-gras, Suchen usw.) von Slovenen aus den vorgenannten Gebieten zuerst urbar gemacht worden sein. Ohne darauf hier näher einzugehen, erwähne ich gleich noch eine zweite Annahme: Die mündliche Ueberlieferung erzählt uns von einem einstigen UrWalde, in dessen Wildnis zuerst die jenseits des Götteniher Berges seßhaften Gottfcheer als Köhler und Holzhauer. Hörige des Fürsten Auersperg (ihres Herzogs) eindrangen, hier Durchschläge machten und auf den hiedurch entstandenen Roden (Gereut ^ X.i 1,lxi1l) ihre primitiven Nwhnstätten (!^'t<>) aufbauten. Die Bezeichnung „I'.»^ni-^" (Hüttenbewohner) hat sich noch erhalten. Später aber erkauften sie sich den so urbar gemachten Grund und Boden, wurden also ihre» ^gtnen Herren und rodeten den Wald immer mehr und mehr aus, wodurch im Laufe der Zeit für die heutigen Ansicdlungcn Platz geschaffen wurde. Aber wie ich dem r>,el ;„ wenig bekannten Werke: ,.X<>,>v«1«. <.krui„<. ^.".l- >anc entnehme, waren 1-rungsvorrichtung. die ihn beim Legen der Röhren behinderte. Das lockere Erdreich gab nach. Im Nu war Stavec bis zum Halse verschüttet. Er wäre ums Leben gekommen, wcnn nicht der herbeigeeilte Gendarmeriewachtmeister Franz Mohor<"i<"- durch rasches und zielbewußtes Vorgehen, eigene Handanlegung und durch eine an die übrigen Arbeiter gerichtete Aufforderung zur Hilfeleistung dem fortschreitenden Einstürze der Schachtwände vorgebeugt hätte. So gelang es nach mühevoller Arbeit, an der sich auch der mittler- weile herbeigerufene Bauunternehmer Olivo und sein Policr beteiligten, den Arbeiter zu retten. Er erlitt schwere innere Verletzungen und wurde in Spitalsbehandlung übergeben. II. — (Tot aufgefunden.) Am 1. d. M. nachmittags wurde von einer Besitzerin aus Va^elj bei Krainburg unterhalb der Vezirlsstraße etwa acht Meter tief der zehnjährige Johann Kavs tot aufgefunden. Der Knabe war auf Spezereieinläufe geschickt worden; die eingekauften Gegenstände wurden bei der Leiche vorgefunden. Kavs ist aller Wahrscheinlichkeit nach verunglückt. —«— — (Von der o m b r o m e t r i s ch e n Veob -a ch t u n g s st a t i o n in Idria.) Die ombrometrische Bcobachtungsstation dritter Ordnung in Idria (im Flußgebiete dcs Isonzo Nr. 63) verzeichnete im Monate August 12 Tage mit Niederschlag (Regen), während 19 Tage ohne jeglichen N'iederschlag verblieben. Die größte Niederschlagsmenge binnen vieiundzwanzig Stunden wurde nach oen täglich um 7 Uhr in der Frühe vorgenommenen Messungen am 15. August mit 97'8 Millimetern, die geringste hingegen am 31. August mit 1-2 Millimetern verzeichnet. Dle Monatsniederschlagsmenge im Monate August betrug 279'2 Millimeter. In den Tagen vom 15. und 16, August wurde Idria von einer Ueberscbwemmuna, heimgesucht, die durch den außergewöhnlich hohen Stand der Niederschlagsmenge an den genannten zwei Tagen (am 15. August 97'8 Millimeter, am 16. August -")2'8 Millimeter, zusammen daher 150-6 Millimeter) gekennzeichnet wird, Die Zahl der Nieder-schlagstage unter 1 Millimeter belief sich auf 19, jener von 1 bis 9-9 Millimetern auf 7, jener von 10 bis 19'9 Millimetern auf 1, endlich jener von 30 Millimetern und darüber auf 4. Die höchste Lufttemperatur hatte man nach den täglich um 1 Uhr nachmittags erfolgten Messungen am 3. August mit 31-0 Grad Celsius, die niedrigste an, 18. August mit 9-2 Grad Celsius; die niedrigste Durch-schnittstcn'peratur überhaupt wnrdc am 1»'-. Anquft mit 13 3 Grad Celsius verzeichnet. Die Monatsmitteltemperatur betrug 18'9 Grad Celsius. Tage mit Donner gab es 10, ohne Donner 21. —^. — (Auswanderung und R ü ckwandc r u n a im ersten Semester 1908.) Trotz der seit einigen Monaten eingetretenen und immer mehr fortfchreitcnde^ Besserung des Geldmarktes in Amerika sind für die dor-" tigen industriellen Unternehmungen die schädlichen Wir^ llmgen der schweren Krise auch noch fühlbar. Diese noch unsicheren Verhältnisse der amerikanischen Industrie haben zur Folge, daß die Auswanderung aus Europa sich noch immer sehr zurückhaltend verhält, während die Rückwanderung verhältnismäßig stark fortdauert. Aus den statist!-schen Daten entnimmt das „Eiscnbahnblatt", daß im ersten Semester dieses Jahres die transatlantischen Linien 28,837 Passagiere erster Klasse, 65.708 Passagiere zweiter Klasse und 193,339 Zwischendeckpassagiere gegenüber ' 31.373, 99.339 und 771.992 Passagieren im ersten Semester 1907 aus Europa nach Amerika befördert haben. Es ergibt sich somit ein Entgang von 2536, 33.631 und 578.153 Personen. Bezüglich der eisten Klasse ist der Unterschied nicht bedeutend, in der zweiten Klasse wurde aber nur ein Drittel und in dcr dritten Klasse kaum ein Viertel des in demselben Zeiträume des vorigen Jahres beförderten Quantums transportiert. In der Rückwanderung ist hingegen eine sehr beträchtliche Steigerung eingetreten: 59,621 Passagiere zweiter Klasse und 390.476 Passagiere dritter Klasse im ersten Semester 1908 gegenüber 55.682 Passagieren zweiter Klasse und 169.146 dritter Klasse in den ersten sechs Monaten dcs Vorjahres. Nur die Transporte in kr ersten Klasse weisen einc kleine Verminderung von 3348 Personen auf. Was die „Austro-Americana" anbelangt, sind folgende Ziffern bekanntgegeben worden: Nach Amerika wur^ dcn im ersten Semester dieses Jahres 31 Passagiere erster Klasse, 139 Passagiere zweiter Klasse und 4222 Passagiere dritter .Klasse gegenüber 41 Passagieren erster Klasse. 149 Passagieren zweiter Klasse und 10.668 Passagieren dritter Klasse im ersten Semester 1907 befördert. In der Rückwanderung ist ebenfalls wie für die anderen Linien eine Vermehrung eingetreten, und zwar: 250 Passagiere erster Klasse, 494 Passagiere zweiter Klasse und 19.084 Passagiere dritter Klasse gegenüber 36 Passagieren erster Klasse, 92 Passagieren zweiter Klasse und 2325 Passagieren dritter Klasse im ersten Semester 1907. — (Kranlenbewegung.) Im Kaiser Franz Ioscf-Spitale der Barmherzigen Brüder in Kandia bci Rudolfswert verblieben Ende Juli 95 Kranlc in der Behandlung. Im August wurden 172 tranle Personen aufgenommen. Die Summe dcr behandelten kranken Personen betrug somit 267. In Abgang wurden gebracht, und zwar als geheilt 96. als gebessert 53 und als ungelMt 16 Personen. Gestorben sind 6 Personen. Mit Ende August verblieben somit 96 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Verpflegstagc betrug 3031, die durchschnittliche Verpflegs-dauer für einen Kranken 11:35 Ta^c, Vorwiegend winden körperliche Verletzungen behandelt. Ohne bestimmte Diagnose standen 5 Personen in der Behandlung. II. " (Die Schwurgerichtsverhandlung a, c -gen den Mörder des Wipftacher Dechanten (3 r j a v e c) findet am, Montag statt. ßaibadjer ßeitung 9ir. 203. 1879 4. September 1908 — (Das städtischc M e l d u n g s a m t) in Laibach bleibt Samstag den 5. und Montag den 7. d. M. anläßlich der Dislolationsreinigung für den Parteienver-tehr geschlossen, ico—. — (Die M i l i t ä r mu s i l) ist von den Manövern gurüclgelehrt. Ihr erstes Konzert findet Sonntag den (i. d. im großen Saale des Hotels „Union" unter Leitung des Herrn .Naftcllmcisters Christoph statt. Anfang um 8 Uhr abends. — lDie Laibacher N e r e i n öt a p e ll e) lon-,zcrtiert heute bei der Abendvorstellung des „The Elite-Biograph" im Garten des Hotels „Stadt Wien". Anfang um s Uhr abends. " (Wie man Schulden bezahlt.) Als vor-gcsteru ein Besitzer an der Ziegelstrahe seine Nachbarin besuchte und sie an eine Milchschuld von 80 X erinnerte, ergriff diese eine Kracherls lasche und schlug damit so heftig auf den Mann los, dah es krachte; endlich ergriff sie einen Nesen und versetzte ihm einige Hiebe über das linle Nein. Die Affärc wird ein Nachspiel vor dem Gerichte haben. " (D i eb stähle.) Gcstern nachmittags wurde einer Feldwebelsqattin an der ziarlstädtcr Strafte ein vor dem Hause gestandener vierrädriger Kinderwage» gestohlen. Der Nagen hat am vorderen Vrcttchcn mit Tinte die Buchstaben N. 5t. eingezeichnet. — Einem Baubediensteten wurde gestern nachmittags von dem im Vorhause des Hauses Nr. 5 am Nalhausplatze gestandenen Fahrrade eine Azctylenlampc im Werte von 12 X gestohlen. " (Eine Fah r r a ddi e b s b a n de verhaftet.) Wie uns mitgeteilt wird, Hai der Gendarmerieposten in Naitsch einen Mechaniker nnd einen Tischler verhaftet, weil st? verdächtig sind, verschiedene ssahrraddiebstähle begangen zu haben. Da zwei Fahrräder bereits konfisziert wurden, dürften endlich die Diebe, die schon eine große Anzahl von Fahrrädern entführt haben, hinter die schwedischen Vorhänge kommen. — (Der Raubmord i n A g r a m.) Die Mntter des Imveliers Lavri6, die am 2, d. M. in einem Imvclicr loden schwer verletzt wurde, ist gestorben. Der Täter wurde eruiert und festgenommen. Es ist dies der 23 Jahre alte, beschäftigungslose Handlungslommis Ivan Svelec aus VeM'c, der bereits z»vcimal wegen Diebstahls vorbestraft ist. Er ist der Tat vollkommen geständig, gab aber an, er habe nicht die Absicht gehabt, die Frau zu töten; er wollte sie nur an der Kehle fassen, um sie zu knebeln. Infolge ihres Widerstandes habe er Nach dem Messer gegriffen und ihr einen Stich in den Hals versetzt. — (Nichtige Zeit.) Der Fehler der Lnndhausuhr hat heute !"i9 Sekunden erreicht. Infolgedessen wird die Uhr heute mittags auf die richtige mitteleuropäische Zeit gestellt werden. Theater, ttunft und Witeratur. — („ l. .i n >' I .i !! ,! X 1< i / V l>'!.") Inhalt des Sep-tembcrhcftes: 1.) Otto Hu p a n 5 i 5: Beim Bildhauer Äerneler. 2.) Dr. Iv. Merhar: Primus Trubar. 3.) Milan Pugelj: In den Bergen. 4,) Dr. Ioscf 2 o m i n ^ e l: Das glorreiche und das elende Italien. 5.) A. Gradnil: Lieder vom Tode. N.) Vojeslav M o l.'>-Maggiolata. 7.) Fr. S t r n a d: Sodoma. 8.) Milan P u 3 elj: Aennchen. 9.) Vojeslav Mol 5: Beatrice. 10.) Pod-limbarsli: Aus allen Aufzeichnungen. 11.) Mi-tro^la: Erkenntnis. 12.) Ianlo K. S.: Das flammende Herz. 1?..) Nristina: Der Mäher. 14.) Nüchcrncuhcilen. ^-) Unter Nevuen. 1s;.) Allgemeine Rundschau. Telegramme des k. k. Teleyraplien-ÜorrespondenfOureauo. Ackcrbaumiuistcr Dr. (kbcnhoch. Wien, .1. September. Seine Majestät der Kaiser hat M) nicht bewogen gefunden, die vom Aäeroauminiskr Dr. Ebenhoch angebotene Demisjion anzunehmen, und hat dem Minister die Allerhöchste Zufriedenheit mit der Leitung ^es ihm anvertrauten Nessorts bekannt gegeben. Tittoui und Ährcnthal. Salzburg. 3. September. Der Minister Tittoni ist mit Gemahlin und Sohn um l! Uhr abends im Auio mobil hier eingetroffen. Salzburg, 3. September. Minister Freiherr o-, Aehrenthal ist in Begleitung des Gesandten Baron Gagcrii hier eingetroffen. Salzburg, 3. September. Der Kabinettschef des Ministers Tittoni, Marchesc Carignani. ist mit dem Wiener Schnellzug um 7 Uhr hier eingetroffen. Freiherr om? Aehrcnthal begab sich nach leiner Ankunft zum Mims'^ Tittoni, um ihn zu begrüßen. Er lud ihn mit seiner Familie s"wic den ttabinettschcf Carignani zu einem Diner cin, b°s in den Appartements des Ministers Freiherrn von Nehrenthal stattfand. W, > en , 3. September. Der wegen Entlastungen an der Aollsoper unter den Bühnenarbeitern ausgebrochene Str.lt dauert an. Die Verhandlungen haben zu keinem Nesnlta! geführt. M a r m a r o s - S z i g eth , 3. September. In oe,. Dampfsägewerl der Budapest« Firma Schulz u. Pollul brach ein Feuer aus, das rasch um sich griff und eine große Menge von Holzmaterial vernichtete. Zwei Arbeiter, die an den Löscharbeiten teilnahmen, sind verbrannt. Das Feuer konnte bisher nicht gelöscht werben. Nach den vorläufigen Schätzungen beträgt der Schaden 250.000 X. F r i e d r i ch s h a fe n, 3. September. In der heutigen Sitzung des Gemcinderates erklärte Graf Zeppelin, er wolle mit der Mtionalspendc und nxiteren Mitteln eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gründen, damit sein Unternehmen nicht mehr von seiner Person und seinen» Leben abhänge. Es sei sein bringender Wunsch, in Fried, richshafen zu bleiben. Paris, 3. September. Eine Depesche aus Lissabon meldet, daß bort in der vergangenen Nacht die Militärschule vollkommen niedergebrannt ist. Von l»00 Offizieren und Unteroffizieren, die nnr mit großer Mühe aus dem brennenden Gebäude gereitet werden konnten, haben viele Ver letzungen erlitten. Gin Ucberspringen des Feuers auf die der Militärschule benachbarten Pulvermagazine konnte verhindert weiden. Verantwortlicher Rcdaltcur: Anton Funtel. Die Bor- und Lithium-hältlg-e Heilquelle SALVATORI ^•witiirt «ich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht, {£ Euckerharnruhr und catarrhalischen Affectionen. I " Natürlicher eitenfreler S&uerling. io Hauptniederlagen In Laibaoh: Michael Kastner und PeterLassnik. Meteorologische Beobachtunqen in Laibach. Scchöhc .".06 2 m Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. l i Vll - "-U .. 2 k. H. 734 1 1^ X NO. schwach z fast heiter ! "' 9 r. N!> 7-j? 4 129 SO. schwach heiter ! 4 > 7 ll. ^. j 73U-U j l> 6j windstill j teilw. bew. 0 4 Das Tllgesmittel der gestrigen Temperatur 13 6°, Nor^ male 16 6°. Wettrlvo^llnsiaqe für den 4. September für Zteier. marl. Kärntcn und ttrain: Schwache Winde, zunehmende Temperatur, unbestimmt, schönes Wetter. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte lgsNllmds! vuu bs> «rain, L!>ailnsi>' cbände der l. l. Staat«.Ol'errralschnle.) Uafze: Nördl. Breite 4ti«0.'i^ Östl. Länge l,u„ Greenwich >4«3l'. Vcbenberichte: Am 31. August gcll.cn 1 Uhr 3d Minuten Aufzeichnungen in Mineo, Messina und Ca. tania; gegen 19 Uhr" Erdstoß II. Grades in Urbino (Pesaro), verzeichnet an drn Warten in Rocca di Papa und Padua, Bodenuuruhe ^* am 4, September: 4.Sellilldcnpmdcl und 7 Seluudcupenbel «sehr schwach». 'Die Zl'!!a»l,nl»'» liszirl»» slch axs miüslrnrup^ilchr )^,i ,,„l> »>, ,l>s>, v> „rznl,!«, " Die « ob c » » » l ,< !>f wird >n lulnsüdsii Slärlsssrnds!! llnMz,!'!!! V>>i«!chlnno b!« z» < WiNimi'll', »^1,7 !chn'nch», vu» « l,ie^i Willimr!« >!ch!Ul>ch», lw» 2 bl« 4 Wllimfll'lü »uoiliin slarl», lw» -» l'i« 7 ÄlilNinrlsri, »slarl», lwn 7 b!« ,r i>,d iilisr >l) Millilürlr! »aüslfr ords>>!>!ch s»u>>!»li!i<, aülNstsobs »Nails» vurlchr a»! n»e,l Pr»d>'!n Verstorbene. Am 31. August. Anna Hofer, Stadtarme, W I., Iapeljgasse 2, Marasmus. Ras sazt ihr nm zu mim VerMtie? ^^,^ Dcnlt nur, ich, die sich sonst bei jedem Windhauch erkältete, daß ich lein lautes Wort hervorbringen lann »V^D und Halsschmerzen gar nicht los weroe — ich war ^^ oben ans der Zugspitze — und in einem Hundewetter. Und hat mir nichts getan. Ursache? Ich habe Fays MV^M echte Sodener gebraucht und ich sage Euch, die haben ^^ Wunder an mir getan. Ich bin ordentlich verliebt in U^Iß die lleinen Dinger und sie gehen mir von nun an — »V^< auch auf der Reise — nicht mehr ans. Die Schachtel 3^^ lostet ja nur k 1^5 und (470) 2—1 3^ man kann sie in jeder Apotheke, Drogerie 3^ oder Mincralwasserhandlung haben. ^"^ Gcneral'Repräsentllnz für Österreich.Ungarn: W. Th. Gunhcrt, Wien I V., Vrosie Nenaasse Nr. 17. Sonntag den 6. September großes l Militärkonzert im grossen Saale des Hotel Union. Anfang nm 8 Uhr abends. Danksagung. ! ! Für die vielen Beweise oer Teilnahme, für dir ^ ! schönen Kranzspenden u„d das zahlreiche Geleite > l zur lchtc» Ruhestätte nnscrcö innigstgeliebten, un» ! l vergeßlichen Sohnes > Paul Serilatumo ! ! l. u. l. Leutnants » sagen wir allen unseren innigsten Danl. Dies ailt ! ! insbesondere den Herren Offizieren der Garni>on > und drm Gesangsverein «Ljubljaiisli Zvon», welch D letzterer in ergreifender Weise Chöre am Grabe I des Verstorbenen vortrug. » Laibach am 4. September 1908. > (3561) Die trauernde Familie. > Fanny Edle von Wurzbach - Tannenberg geb. Rozina gibt im I eigenen sowie im Namen ihrer Kinder Antonie, Emilie, Mathilde, Fanny und I sämtlicher Verwandten die tief betrübende Nachricht von dem Ableben ihres heiß- I geliebten Ehegatten, bezw. Vaters, Bruders, Schwagers und Onkels, des Herrn I Viktor Ein von Wurzbacti - TannenberD Gasthof- und Realitätenbesitzer, Gemeinderat von Höttitsch, Ehrenmitglied der I freiwilligen Feuerwehr in St. Martin I welcher am 2. September um 4 Uhr nachmittags nach Jangem Leiden, versehen rait I den heil. Sterbesakramenten, im i>8. Lebensjahre sanft verschieden ist. I Die entseelte Hülle des teuren Verblichenen wird Freitag den 4. Sep- I tembor um halb G Uhr nachmittags im Trauerhauso eingesegnet und auf den I Friedhof in Littai zur ewigen Ruhe überführt. I Die heiligen Seelenmessen werden in der Kirche zu Littai und St. Martin I gelesen werden. (3659) I Littai, am 2. September 1908. I 2aibarf)er Bettung 'Six. 206. 1880 4. September 1908, Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 3. September l9l)8. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher Nlticn und der ,,Diversen Lose" »ersteht sich per Stüs. Geld Ware Nllgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: i° , lonver. steuerfrei, "ronen (Mai-Nov.) per »u,se . , 9« 2b 96'4' d etto ^Iä'in.-Iuli) per Kasse 96 1b 9s 35 l"«,„ ü. W. Noten (Febr.-«lug. per «assc......99 15 89 35 ^2<"„ ö, W. Eildtr (April Ott.) per Kasse......99 20 99 40 l««0er Etaatslose 500 fl. 4"/s,i52 4«i b6 4v l«,!0rr ., 10» fl. 4"/^2i6' 220 - !864«I ,, 10' ft. . , 260 50 2«4 5« l«64er ., 50 fl. ,. 260 50 264 60 Dom.-Pfandbr. k 120 fl. 5«/, 291 95 293 50 Vtaatsschnld d. i. Neichs-rale vertretenen Königreiche und Länder. Österr. Goldrente steuerfr., G old per Kasse . , . . 4«/„li5 85116 «5 ^sterr. Rente in Klvnenw. stfr., per Nasse.....4"/° 9S 85 9S 55 detto per Ultimo . . 4"/^ 96 35 96 5b dst Investition«.Rente, stfr. Kr. per Nasse . . 2>/,"/,, 87 05 «7 25 Gislnia!>n>3!llat»schnld' »erschillbungen. ^lisabeth-Bahn i. G„ slcuerfr., zu ij),c»>0 st.....4"/„ — — —-- ifranz Iosepl>>Vahn in Silber (div. St.) . , . , 5>/,»/„<16^tI9>b Haliz. Karl Ludwia «ahn (d,v, Stücke) Kronen . . , 4"/» 9b 6>' 96 «0 Rudolf-Bahn in kronenwähr. steuerfr. /<"/n - . . .481'-434'-detto Ealzburg-Tirol 20« fl. i>. W. S. 5"/„ , . , .421 5042»'— »remstalVahn 200 u, 2000 kr. ^"/n.........19Ä - 194- «eld Nare P»m Swale ;nl Zahlung übn» nowmene ßisenbahn > Vli«ri<ät»- ßbligaliontn. Vühm. Westbahn, Em, 1895, 40«, 20U<» u. 10.!>«<>Kl. 4"/n »S'Il 97 80 Elisabeth Vahn « u, 30«<» Vi. 4 ab t«"/„......N4^t l1ö-»b Elisabeth-Bahn 400 u. 2000 M. 4"/»........,13-15 N4lb Ferdinaüds-Noidbah» Em. t«8« 99Sü100 6b detto Em. 1904 9« 6« 99 60 Franz Ioseph-Nahn Em 1««4 >div, <3t.) Eilb. 4"/„ . . . S« Sb 9? Sb Galizischl, Karl Ludwig > Vahn ldiu. St.) Eilb. 4"/„ . . . 9570 9670 Una.-aaliz. «ahn 20» fl. N. 5"/„ ,03 25 !04 2b di'üu 400 ll. 5000 «r.3>/,"/n 87— 88-Borarlbeisser Bahn Em. 1»«4 (div, St.) Eilb. 4"/„ . . 8S 10 9?'10 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/n una. Goldrente per Kasse . i,»-9k,ll-i5 4"/„ dettu ver Ultimo Ii0'»o111'1ü 4"/„ unssar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 92'«5 33'Ob 4"/„ detto per Ultimo 92 «s 93 05 5>/,"/„ detto per itasse «2 4« »2 80 Ungar, Prämien.«»!, ii 100 fl. ,84üN<8»50 detto il 50 s! I»4b0l«k-Ü0 Iheis, Rcg.-Losc 4'V„ . . . .142 15 146 15 4"/„ ungar. Orundcrtl.-Vblig. 92 5« 9»'b0 ^"/„lroat. n. sla«, Gidentl.-Obl. 93 ül> 94b« Nndere öffentliche Nnlehen. B»«n. Laudcs-Anl. (biu.) 4"/„ 9U'b5 91 55 Vosn.-Hcrcea, Eisenb.-Landes- «Inlchen (dlu,) 4>///„ . . 98 ^b 99-^5 5"/„ Donau Neg.-Niileihe 1878 103-- l04 ^ Wie,,« Hjeilchrö-Ä!!!. . . 4°/„ 95Z0 96 9^ drtlo 190U 4°/<> 9b «« 96 80 Äulchen der 2tadt Wien , , lOU'Xülui'»« detto lV. oder E.) 1874 120 25121 üb dctto U894).....94 25 95 25 detto (Gas) v. I. 1N98 . 96'- 9^'— dctto u. I. i»u<> 96-— u?--dctto lI»u. VI.)V,I.1!»<)2 96- 97-- Vorscbau-Aulchcil vcrloöb. 4"/„ 9b b« U«'b« Russische Etaalianl. v. I. I9/,"/^ 87- 88- Pfandbriefe usw. Nobenlr.,alla..öst. i,5UI.v!.4"/„ 95'- »6-— Aöhm. Hupulliclciib. vcrl, 4"/« 87 eo 98'1<> Zentral-Vod.-Kred.-Nl., österr., 45I. verl.....4>/,«.<, 102-- — - detto «5 I. «crl. . . . 4"/„ 87 25 9l<>2b «red.-Inst., österr., f.Verl.-Unt. u. offcntl. Ärd. Kat. ä. 4"/„ 95 60 96-6« Landesb, d. Kön. Ealizien und Lrdom. 57>/, I, rüllz. 4«/„ 93 75 94-75 Mähr. Hypolhetenb. verl, 4"/„ 96 50 97 b0 N.-österr, Landcs-Hnp.-Anst. 4«/« 9?-^ 88- dctto mll. 2"/>, Pr. veil. 3>/2"/„ 8» 50 «9 5« delto N,-Schuldjch. verl.3'/,"/n 88b« 89'bl) dctto vcrl......4"/» 9675 9?-?b Ostrrr.-uüaar. Ban! 5N Jahre verl. 4"/n ü. W..... 98-I5 99-15 dctto 4"/„ Kr...... 96-80 8!) 8« Lparl.. Erste öst.,«0I.Verl. 4"/, 99-- — - Eisenbalin-Prioritäts-Obligationen. ibftcrr. ^!,'oldwcstb, 200 fl. ü. . 103'25 104'2b EiaatLliah» l<>0 Fr..... 4«! - 407'— Tüdbab» tl 8"/„ Jänner-Juli 500 Fr. lper St.) . . . 275-25 277 2b Südtmhn il 5"/n zivo fl. S. ll. . t20'20 12!-20 Diverse Lose. Peizinzlichl Los«. 3«/n Bodenlredit-Losc Em. !8«0 268- 274- dctto Em. «««!) 2Ü4-— 270- 5"/„ Loiia» Ncaul-Lose 100 sl 256-- 262-- Terb. Präm.-Unl.p. 100 Fr, 2"/„ j«3 7b 109'75 ßnvllz!n»lichl Jose. Vndap-Vasilila sTomban) 5 fl, 1s 9V 21-9« «rcditlosc l«0 fl, . . . . 472-— 482'— Clary-Lose 4» fl, KM. . . , 147>- 157- Owier Lose 4« fl...... 200'— ->- Palffy-Lose -ll) fl. KM. . . . 194'- 204'— Notrn Kreuz, öst, Ges, v. 10 fl. 48'7b 51 7b ^ote» Krc»z, ima. Ges. v. 5> fl, 26'25 2« 25 Nudulf-Lose 10 fl...... 68'- 72'^ ElllmLosc "<0fl. KM . . . 230'- 240 — Türl, E.A-Anl.Pram.Oblig. -100 Fr. per Kc>ssc ... —»- -'- dclio per Medio . . . I84»b<> 18b'b« Gelb Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 492 - 502 — Gcw.-Sch. d. 8"/0 Präm,-Schuld v, V°denlr,-«nst. zlnl«rnlli«ungen. Unssiss-Teplivei Eiscnb, 500 fl. 2420-- 243«'-- Äöhmischc Noldbahü 15« sl. , 4«4-- 40b-- Vuschtichrader Eisb, 500 sl. KM. 28«b — 28«b'— dctto (!>t, ll) 2U« fl. per Ult. i«?2'- in?o — Tonau - Tampsjchiffahrli! - Ges.. 1.. l, l, priv.. b«0 sl, KM, <<84-— :«W'-. Tux Vodcnbacher E.-V. !00 Nr. 551-— 55b — Fcidiuando Norbb. 1000 fl, ilM. b!3b>- 51 ?o--kajchai! - Odcrbülsscr Eiscubahu 200 sl. L....... 361'— »62 — Lcmb.-Ezern,-Iassy-Eijenbah»- Gesellschaft, 200 sl. S. , . 55!» — b«1'- vlot,d, ost., Trieft, ü<>0 sl.. KM, 4«!-— 404- Öslcrr. Äiordwestbahn 2N« fl, L, 452 25 45«^25 bctto (>!t. I!) 2«0fl, S. p Ult. 4b!i' 453- Prass-Duxer Eiscnb, 1«<> fl. abäst, 22»-- 224'- Ltaatseisenb. «00 fl. S. per Ult, «92 4» s!'3 4e Lüdbah» 200 fl, Silber iier Ult. 118 i« t19 1<> Südnorddeutsche Ncrbindungsb, 200sl, KM...... 40150 404'- Transport Ocs,, inlcrn., U.-G. 20« kr........ 102 — 108 — Ungar. Wcslbahn (Raab - Vraz) 2<»0 fl, S....... 404'b<1 40?>50 Wr. Lufalb.-«Nien-Vef. 2N, . 295'bü 2»6bn Vaulvcrei», Wicncr vcr kassc —'— —'- delto per UIümu bi?2b 518 !^b Bodculr.-Aüsi. üs!,, Ü0« Kr. . 1064'- ,lX>7'- ^c»!r, Bod,-Krcdbl, öst. 20«sl, b3ü'- b»4--krcditanstali für Haüdel und Gewerbe, 160 sl., per Kasje 622 6« 633 6« dctto per Ultimo «»4 lN 635 1« «redilbllnl. un«,. all«.. 200 fl. 74« - 741 - Lepositeübanl. allss,. 200 fl. , 454'- 456'- Eslumptc - Gesellschaft, nieder- üstcrr,. 400 »r..... 57g'— 58l'— Niro- u. Kassenvereiii, Wiener, 200 fl........ 455'— 45?'— Hypoihrfenbaul, öst. 200 5lr, 5"/» 287'— 289'-Läuderbaul, österr,. 20« sl., per Kassc....... —'— —'- drtto pcr Ultimo 438 50 439'5N „Merlur". Wechselstub,-Alticn- Gesellschaft, 2<>!I. . .... 543'— 544 — Uuionbanl, böhmische 10« fl. . 245— 246 — «erlehrsbanl, allg 140 fl.. , z»b'— l>37 — Inzufitlt'Mnternehmungl«. Baugescllsch,. alls,, öst.. 100 sl. 135— i3« - Vruxcrkohlcnbera.b.-Gcs. 1<>0fl. 715— /2U' — Eiseiibahiwerlchrs-Mnstült, »sl., 100 sl........ 400 — 406-^ Eiscnbahnw.-Leihg., erste, 100fl. 205- 2«6 l»> „Elbemülü". Papiers, u. «,-G. 100 sl........ 192— 1N4 — Elcltr,-Gfs, allg, östcrr,, 2<>0sl. 39» — 4«u — Elellr.-Ocscllsch.. intern. 200 fl. 560- b«i — Eleltr.-Oclellsch., Wr. in Liqu, 229'— '<»2-— Hirtciiliersscr Pair-, Zünbh. u, Mcl,-Fab,il 4<>0kr. . . 9»9'— 9^1 bO Lirsinaer Brauerei 10« fl, . . 243'— 24? — Muittan-Ges., öst. alpine 100 fl. «67 bl> <>6«-b<> ..Poldi-Hiittc", Tiegelgußstahl- F,-Ä.-G. 200 sl..... 423— 427 - PranerEisrn-Ind»strie-Ocsellsch. 2 fl........ :e70—i6«o — Rima- Murant, - Lalgo-Tarjaner Eisenw, 100fl..... 5Ü6 50 557 50 Zalg o-Tarj. Stcinlohle» IM, fl. b»3'— 58?" ,,Nch!üsslinül)l", Pap!cis.,2N0fl. «00— 8«!--..Echodnica". «.-H, f. Petrol.- Iüdüstrie, 5NN kr. . . . 4?o>— 4?« — ..Ttenrcrmülil",Papiers.u,V.G. ^2»'-- 433 — Trifllürr «ohlcnw-G, 70 fl. . 2?ü>— 276 b0 Tüll. Tabalreaic.Ves. 200 ssr. per Kasse...... - '- — — detto pcr Ultimo . . . 393 - 384 — Waffenf.-Gcf., österr., 100 fl. , bb»'-- bü?'-- Wr. Vaugesellschaft. 100 fl. . , 146— 149'— Wicncrbcrac ^ienelf.-?llt..We<, 712 50 71b'— Devisen. Kurze Zlchten und Scheck». Amsterdam . ,..... t98'3t» 198 55 Deulschc Vanlplätze .... 117 ?.2'> n'52^ Italic» ischc Äanlplätze . . , 95'25 9f>42' London........ 239 35 283 65 Pari«......... 9525 85.45 Et. Pelersburi,...... 25175 252 75 Zürich und Basel..... 9525 85':!?' Valuten. Dulate»........ II'37 11-40 20-Fraülcn Ltücle..... 19 0!) 1812 20-Marl Ltüclc...... 23-46 23 50 Teutsche Ncichtbanlnoteü . . ll?'»« >,7.',<> Italicuischc Vaülnotcn . . . 95 2» 85 40 Rubcl-Nulcn....... 2 l>1" 252" I Lo««n etc., I>«v1n«u nntl Vnlnten. |i ^3ai33ulc- "CLU-dl *TX7"ct q *h pi "Tg^BChS. ft ! "«.ixter •lf»nGm Varschluaa <3.«x 3š?m.xfi.. I I Lo3-Verälcherun8. (34) ^^albncl^ stritericHwwe. Verzlnmng yon Bareinlagen lm~Jünto-Kofrent und auf filro-Kanto, I