Nummer 50. Pf ltau, Dr» 12. PfCfmbrr 1897. VIII A J A erhalt,« nicht PettauerZeitunA erscheint jeden Fonnt.ig. Pm« für Petiau mit Zustellung in« Hau«: Vierteljährig fl. t.LV. halbjährig fl. L.4V. ganzjthrig st. 4.80, mit Postversendung im Inland?: Vierteli.lhng st. l.W, bal&islbria fl 2.80. ganzjährig sl. 6.60. — Slitjelue Rummern 10 tr. Sdjriftlciitr: ffiomaatk J»e»k vayer, Herren,iffe «r. 23, l. St»«. Sprechst««»» »»1 l kt« 2 Uhr — «er»»Ituii, unk vertag - «. Vt»»ke, Hauptplay Nr. tt. Ha»dschrislen werden nicht zurückgestellt. Änkündigungen billigst berechnet. — Beitrüge sin» erwünscht und wollen längsten» di« Freitag jeder Wochc eingesandt werd»». brachte, so oft man diese» antidiluvianische» Re» gierungSküiistlern da« Steuer des StaatSjchifseS anvertraute. Freunde und Feinde deß EonstitutionaliSmus haben zwar da« möglichste gethan, den Parlamentarismus bei Freund und Feind, bei Weisen und Thoren in Mißcredit zu bringen, aber aller Schaden, den dieses so oft falsch verstandene, falsch geübte und falsch beurtheilte, «noderne RegierungS-jystem in der Hand der Htümper zeitlich, pvd örtlich angestiftet hat; e« hat sich noch immer trotz aller seiner Auswüchse, als viel vortheilhafter und weniger Schaden bringend erwiest», als der unheilvolle Absolutismus, der Österreich wiederholt dein Zusainmcnbruchc und der ftaatauflösenden Katastrophe nahe gebracht hat. Dabei ist Österreich auch diesmal — wie immer — von seinem sprichwörtlich gewordene.. Glück begünstigt. Nicht nur ei» alle Völker beherrschendes FriedenSbediirsni« erfüllt die Mtj, sondern auch eine alle Eabinete bezwingendes Rriegsfurcht sichert un« den Weltfrieden unt^ nimmt der StaatSlrise jene Schlecken und jene Gefährlichkeit, die diese sonst leicht zu einer den Bestand öfter-reich« in Frage fteilenden Katastrophe steigern könnte. Die Festigkeit der Deutschen Österreichs, die sich endlich gefunden haben und alle Partei« »uance». alle konfessionellen Unterschiede vergessend, einander die Hände reichen, bi» auf einige Streber, die Römlinge. oder Duniinköpse. die jedenfalls Verräth« ihre» Volkes sind, um eine feste, unbezwingbare Phalanx der Minorität zu bilden, sowie der eigensinnige Trotz und verbrecherische EgoiSmuS. welche die einigenden Bande eines ConglomeialS verschiedener, unter sich auf einander eifersüchtiger, ja ost sogar feindlich ge-sinnler flavischer Völkerstämme zu einer keineSivegS iinponierknden Majorität sind, welche den Ge-setzesverletznngen nnd dem offenen Rechtebruche der verflossenen Regierung mit ostentativer Schaden» sreude und off»» eingestandener Frivolität Hand-langerdienstc leistete und die Ausschreitungen deS Präsidi umS wie verschiedener extrem radikaler Ele-mente. mache» es zu einer Unmöglichkeit, dass diese Abgeordneten, die an den Sitzung» und den Scandalscene n des grgii wö»ttg«n HauslS activer Aiitheil nähme» oder sie piouvrierte». nech ein--mal in den entweihte» Halle» deS hehrslen Tempels deS Reiches süider initeinai d«» thaten und rathen konnten. Die Missethäter und Schänder des Rechts, die Org ien der Vergewaltigung feienen, dürfen diese, dem StaalSwohle und der Souverenilät deS Volke« geweihle» Tenipel nicht srüher lhtreten, bis sie nicht das reinigende Fegefeuer einer neue» Wahl hinter sich haben. Eist wenn der Rechts» bestand, wie er vor Erlaß der die Regiern,ig*b.> fngmsse über schrettenden und die Gruudg, setze v-i> lttz'iidtiiSprachenvtrorvnnngrn bettand wieder I), rge» stellt ist, kann ein aus neuer Wahl hervorgegangencS Parlament zusammentreten und sich znr gemein» samen Arbeit zusaniniensindc». dessen allererste Berathung der Feststellung eines Gesetzes über die Staatssprache gewidmet sei, dessen ^wutnächste Ausgabe es aber sein muß. ein Provisorium für ei» halbes Jahr festzustellen, »m innerhalb dieser Der Regenerator Oesterreichs. Im nächste» Jahre feier» Österreichs Völker da» fünfzigjährige Jubiläum der Thronbesteigung dr« Monarchen, aber auch die fünfzigjährige Jubelfeier der unvergeßlichen Tage, i» denen das Joch des Absolutismus abgeschüttelt wurde und Österreich in die Reihe» jener Staate» rückte, denc» das SelbstbeftimmungSrecht der Völker das hehrste Palladium ist und wo der Bollswille in parlamentarischer Form zum An«-druck kommt. Das Jubiläumsjahr der Thronbesteigung ist auchdaSJiibeljahr deSEonstitutionallSmiiS und diese hiilorijche Thatsache ist unS nicht nur ein gnteS Ome», svndern eine Bürgschaft dafür, dass zum heile Österreich« in dieser schwersten Krise, welche da« Reich, gleich wie von einem Erdbebe» ge-schüttelt, bi« in seinen innersten Kern erzittern läßt, der EouftitntionaliSmuS diese Krise siegreich wird überwinde» lasse» und sich dennoch auch an diesem Staate neuerdings als da« einzige Allheil-miltel erproben werde, als da« er sich noch in allen Staaten und auch i» diesem Reiche der U»> Wahrscheinlichkeiten erwiesen hatte und das er ja schon so ost nenrrtring« gefestigt nnd wie mit eiserne» Klammer» zusammengehalten hat. so oft auch da« Staatsgebäude in allen Fugen zu berste» drohte, «en.i wieder einmal ein Ministerium den Zicriuch machte, den feudal clerical-uationale» Wünschen dienstßefälligst im Interesse eine« ab-sollltistischen RegierungSsystemS gerecht zu werde», eiiiee Systemes, welches jedesmal bankerott wurde n»d das Reich an den Abgrund des Bankerott« Petto», am 10. Dezember 1897. Liaber Vetter! Jetzt is schon a ganze Woche vorüber und von Dir hab i' no net amal a Zeil'n kriagt, wia'S denn Dir in Wean geht und g'sallt? — Mir scheint, Dir Hat'S völli d' Red verschlag'». dö Überraschung, dass i' von Wea» fort »»d auSg'ivaiidert bin. Den» suiist könnt i' mir «et d' erllär'n, w»,rumst so stad bist »nd ka Sterb'nSwörtl redst. Na. i' bin aus 'n Woasser! — I' hab' !cho a Wohnung und notabcne in der nobelste» irgend, i» der Herrengassen, aber ohne Grü»-fmdl und »iederösierrelchische« Landhaus; dös war mir z'lärmhast! Und „acher thät i' mi' be-tanken, wann i' — so wia öS in Wean in der Herrengasse» — alle Augenblick der G'fahr auS» S'sktzt war. an an von Herrn von LuegerS Gnaden zum Landtagsabgeordi.eten g'ivählten Barriörstock auz'rennc. So weit bringenS dö hiesigen Barriör-flcck nöt. Dafür is a Pettan nöl dö Mrterpol dör Jnlölligönz. wo im Parlament und im Rathaus der Watscheubauni blüaht und dö Schöpf-dculler dö Zweifel an der Richtigkeit der geg. Mischn, Meinungen zu schiiierzhafte» Ansdnick Gingen. Hier werde» nur dö Medizinflascheln deutelt. G'raft wird darhier nöt amal in dö Beisel»; höchstens (j'jchucht dös a dort nur. wann a paar Bioffene «n Streit mit anander kommen. Aber da braucht Aner weder a akademischer Bürger z' sei», no Hos. und GerichlSadvokat oder Reichs« rath; raffen thua» da dafür ganz d' g'wöhnlichen Bauern und selbst dö sa» ganz anständig wann'S nüchtarn sa». Mein Gott! ES is halt nur a Kleinstadt und nöt dö Großstadt und Residenz wia in Wean l Dort verlangt ma, dass d' Leut schon a höchere Büldung hab'» und wer sa» und »üachtern, wann'« schon raffe» woll'»! I' glaub' a, öS wird a Abänderung zum VersassungSgriindg'ietz herauSkomma, dass nur mehr dö Reichstags- und LaiidtagSabgeordneten niit anander raffen oder aufeinander fchimpfe» därfe». Na ja! Denk« schabt'S »ix! Dö san ja immii»! Wia knmmct denn aber Aner, der nöt imniiin und nöt Reichstags- oder LandtagSabge« ordiieter i», dazua, dass er da z'iamiiig'ichimpft würd', wia a Fallot und dö schönsten Schlag kraget, ohne dass er zu dö Gesetzverletzer ge» hört? — A, Teixl hinein! Jetzt hab i'mi' ver-schriebe», — Gesetzgeber »e»»t ma s' ja I' siach Di' schon wiader so g'wiß höhnisch lächeln. — Na mein Gott, so a Irrthum kaiin an Menschen, der daS Strafgesetzbuch no nöt aus-weiidi g'lernt hat wia a Hof- und Gerichtsadvocat, leicht passir'n. A g'wöhnlicher Mensch kennt sie ja schon gar nöt mehr aus. g'hört dö böhmisch-polnisch clericale Majorität mit sammt ihrem Triumpholeum — das« stinkt a bisserl »ach Petroleum — zu dö Gesetzgeber oder zu dö Gesetzverletzer? — I ma». das »ur a Trottl de» Erfinder des lex Falken- hayn oder lex Falkeiihay» für a» Gesetzgeber an-scha»» kann, für an Jeden, der sei» Gehir» nöt sölber auf Bosesjen ausg'strichen i» der Suppcu essen will, is dö« der größte Gesetzverleyer! Ja, sag. ivo soll den» döS hiiijühr'it, w,i»n allerweil dö dö die G'jetz mache» und über dö Ausrechthaltung der G'setz' wache» sollen, sölber döjelngeu san, dö alle Gsetz mit Füaßen trete»? — Na, da« san schöne G'setzgeber! Pfui Teufl! Soll'» sö schama! Na und wia dö von der Minorität be-handelt wor'n san! — Per Polizei san's abg'führt worden. Mi wundert» «ua. das nöt glei in dö g'wissen grilau Wa>,e» einpackt nnd z' Hans g'jchickt wvrd'n san. I begreis überhaupt nöt — >' bin schon so n l>e> griffsstütziger Mensch — warum s' »öl dö Ma-jorilät mit der Polizei abg'führt habe»? Dö hab'» ja ang'faiigt und dreiug'haut auf dö Ander», nur allenveil so mit dö Fa»st auf dö Köpf. Freiti is halt dö alte Frau Themiö blind, d'rum wia'S dö „Wacht am Rheiu" und dö Freudendenionstratione» in Graz g'hört hat. hat' s' glei schießen lassen und in Wea» hineinsabel», aber in Prag Habens dann plündert, demoliert und anzünden, da hat s' nöt d'reinhaun lasse», dös hat s' »öt g'sch'», weil'S halt blind is, dö Gerechtigkeit, schon vo» alter Zeit her. — Na, i' bin froh, dass i' nix mehr hör' und siach von derer Weanerstadt, wann s' a mei Vaterstadt is! — Früher bin i' stolz g'n»eseu drauf^ Ju die Siebziger Jahr wia ma's Bürgeriniuisteriiinl g'habt habe», da h«b'»S in Vörlin, in München, «tutt- neue« Provisorium auf zehn Jahre Ammni in die Welt zu fetzen, fondern lächerliche als widersinnige und ....^erlegen deitsinstitntion, die alle zehn «> 'ideg .HUte» Monarchie in »wei 'ULVtdÄ verDandell, welche zur Schaden--HoxneliiiMcii »ilvd ognien. Feinde, wie der sich gegeUjeitig zerfleischen, in ^i7??»?er»del, pragmatischen Ausgl-ich umzu» ^ct **n Äanten für immer die Bewegung und doch auch das einigende •..itfficf^rt »nd so Österreich« Großmachtstelliing. Wohlfahrt und Ausschwung nicht jede« Decenninm in eine Krise stürzt, die eS jedesmal bedroht und es z» einer inferiore» Macht degratiert. In einein solchen Ausgleiche würde ebenso» wohl die dynastische Treue wie der Patriotismus für das Wohl des Reiches feinen höchsten Triumph feiern. Und doch ist e« nur da« Ei de« Columbu«. Der Staatsmann, der diesen dauernden AuS» gleich zu Stande brächte und der Weftliälfte dieses Reiches die wahre Gleichberechtigung »nd die wirkliche Unabhängigkeit der so verschiedenartigen und aus so differierenden kulturelle» Bildungsstufen flehenden VolkSstämme sicherte, würde der Regeneralor Österreichs werden, denn er würde die Großmacht Österreich nach ihrem inneren Wesen und ihrem moralischen Gehalt volliverthig machen, wahrend eS bisher nur eine Scheingroß-mach» ist; denn der grandiosen Ziffer feiner HeereS-«nacht fehlt die unerläßliche, einzig A> sdauer und daruni Sieg sichernde Reserve gefundn Volk«krast und Einigkeit. Der Regenerator Österreichs zu iverden, dieses Reich, das nicht zwei Seelen nur. sondern so vielerlei diSparate Seelenleben in seinem mächtigen StaatSkörpcr lebe» hat, in dynastischer Treue »nd in Geineinsainkeil hoher, socialer Ideen zu einem einzigen Koloß von Erz zusammen zu schweißen. daS wäre da« höchste, würdigste Ziel für einen kraftgenialen Menschen, einen Bismarck deS Friedens, der. glücklicher als jener Einheit«-fchmied deS Deutschen Reiches, diesen Koloß nicht mit Blut fonder» mit der Begeisterung für Frei-l>eit und Unabhängigkeit zusammenschweißen könnte, so das« seine Lorbeerkrone nicht durch einen Tropfen Blut besudelt, fein Friedenswerk nicht mit einem einzigen Opfer eine« Menschenleben« erkauft werden müßte. Und da« ist möglich. Der Regenerator darf nur die drei mächtigen Zander- — 2 — genoffen zu feinen siegreichen Helfern wählen: Wahrheit. Gerechtigkeit und Vaterlandsliebe. Jetzt oder vielleicht nie melir ist der große Moment gekommen, der große Angendlick. der zu Österreich« Heil, zu Österreichs Rettung eine« großen, schöpferischen Genie« in der Vollkraft de« Geiste« und de« Körper«, mit vorurteilsfreie» Blick bedarf, der mit ehernem Schritte dem hohen Ziel entgegen strebt und der mit der Festigkeit de« Eharakter« und di« Willens die unschätzbare Kunst de« Staatsmannes verbindet: der Welt »u suggerieren, dass er der providentielle Mann fei und dass, wo er Wunden schlage, er sie auch heile» werde, weil er nur das Ungesunde mit fcharfem Messer lostrenne, um daS Ganze zu retten! Gleich wie der Patient vertrauend und dankbar zu dem Arzt emporblickt, dessen Instrument schmerz-lich und zerstörend in feinen OrganiSmu« eindringt, aber nur um fein Leben zn retten. Seien Sie, Herr von Gautsch, der Lebensretter Österreich«, dessen kranker Körper in wilden Fieberzucku"ge» pulsiert; feie» Sie der Regenerator Öfterreich«! Mit festem Willen und der Hilfe der Zaubergenosfen: Wahrheit, Gerechtigkeit und Patriotismus würde Ihnen da» Werk gelingen und Ihr erhabenener Monarch wie alle Völker Österreich« werden Sje jetzt und durch Iahrhnndene noch preisen, der Sie dem Fürsten wie dem Volke da« herrlichste JubiüiumSgeicheuk geschaffen. Friede im Innern. Ansehen noch Außen, Macht und Größe für alle Zeit und so de» alten Wadlfpruch ne» bewahrheitend und festigend, der da lautet: Austria erit in orbe ullima. Rundschau. Ausland. U*|«ra. Budapest Der Ministerpräsident stellte den Antrag, die Vorlage behuf« felbstständiger Aktivierung der gemeinsamen Angelegenheiten bis 1. Mai hinauszuschieben. Franz Koffuth stellte in einer wirksamen Rede Namen« der Unabhän-gigkeittpartei den Antrag, die gegenwärtige Situ-atiou zu beuützen, um Ungar» eine von der West-Hälfte der Monarchie unabhängige Sonderstellung zu sichern. fetttMta*. Berlin. Die Annahme der Marinevorlagen scheint mit einigen Modifikationen gesichert. Friedrich*™he. Prinz Heinrich von Preußen verabschiedete sich vom Fürsten Bismarck und gart. Dresden. Karlsruhe g'sagt zu mir, fö wär'» stolz, wann f so 0 Ministerium hätten u»d mein Weanerstadt hab'» Alle Übern grün' Klee g'lobt. dö in Wea» war'n! Wa« da die Leut so höfli »nd arti und g'mnthli lvär'n und allerweil sidell Wann a manchmal a wengerl rauschi'! Aber jeh! — Seitdem der Dr. Luger der .Herr von Wien word'n i«? Und was kann er den»? Sein Handwerk versteht er halt wia jeder Advokat, der fei» Wissen und feine Kenntnis' nur Hand-werksmäßig ausbeut; denn da giebt'« a Rechts-Vertreter und Rechtsverdreher! Na und schimpfen kann er wia a Weaner Fratfchlerin! Gfpaß macht er. dass ihm schon lang zum Ehren Schusterdiiabn hätten ernennen können! — Na und für dö g'wiffe lHattuiig Weaner und Weancrinne». dö allerweil mir a Hetz »voll'», denen i« so a Hetzbürgermaster schon recht, namentlich wann er ihna alle« zuschanzt! Ra, i' bin draußen und dö Weaner wer'n ihnern Herrn von Wien noch näher kenna lerna! Dö Herrn Lehrer und Beamten, dö mitg'holfen Harn, dö wissen'« jetzt schon, wo« an ihm haben »nd dö Andern wer» 'S d' no kenna lerna. Hab mi damal« gnna g'ärgert bei dö Wahl'». Denn mir hat der Herr kan & für a U vor-gemacht, de» hab i' durchschaut. Der hat aller-weil a ganz Farbentrücherl i» Leib g'habt. Wann aber Aner recht schimpft, dann schauen f ihn nöt nur dö Dummen sondern a dö G'scheidten, für an bsonder« g'scheidten Menschen an. Jetzt werd'» sie'« ja seh'», wia er Wort halt und was er kau». Na i' bin an'«» Wasser, den» i' steh' aus das zu erbauende Asyl für WohnungSnöthige, da« im nächsten Frühjahr hier baut werden soll, nöt mehr an! — Aber a ander« Mahlär hab' i' g'habt. Denk Dir, i' bin Dir drei Tag für an berühmten Mann g'halten worden! Denk Dir, notabene für an berühmten Weaner? Schon in Wean i«' mir g'scheh'n, das« mi alle Augenblick a hocher Beamter oder a Orficier. oder sonst a nobler Herr grüaßt hat. wodurch i' jedesmal ganz perplex word'n bin und natürli' glei 'n Hut bis aus d' Erd' runtergriffen und g'schrie'n hab: I' hab' die Ehr!Da« sagt ma nämli bei un« in Österreich allerweil glei, so lang ma ff >10 net recht kennt. Draußen in Deutschland erst dann, wann ma sich überzeugt hat. das« da« richtig a Ehr' i«. den Herrn z'kenna. Wann i' dann dö Leut a paarmal begegnet hab. hab'n f mi auf amal nöt mehr grüaßt und da i' im Räthsel auflösen nia stark war, bin i' a nöt da-hinter kommen, wa« '« damit für a Bewandtnis hat. Hier hab'n« mi' drei Tag lang für den Johann Strauß g'halten. Dö« iS wirkli a Ehr'. Leider is' 'S jetzt'schon herau«, das« i' a ganz and'rer Vogel bin und mit der Berühmtheit i« '« au». — I' mnß jetzt nothwendi zum Judennatzl. Also Serva» mit Lins! Dein alter Freund Rauuzer. sagte beim Weggehen zu ihm: Ich darf doch auch die Stirne berühre», die mein Großvater so oft geküßt hat." Fnmkerlch. Der Miaister-Präsident fertigte im Senat die Interpellation Schenrer-Kestner« bezüglich Dreysiiß unter dem Beifall der Mehrheit als ab-gethan energisch zurück. Gegen Esterhazy ist die gerichtliche Untersuchung im Zuge. Türke«. Eoustanlinopel. Der Friede ist zwischen Griechenland und der Türkei abgeschlossen worden. Auf Kreta kam eS zum Kampfe zwischen Insu» genten nnd der türkischen Garnison bei Kiffamo. R»«S«ie». Bukarest. Der österr.-ung. Gesandte Barvn Ährenthal schloß sich dem Proteste der enropä-ischen Diplomaten wegen der Judenexceffe an. da mehrere österreichische und ungarische Unterthanen beträchtliche Schädig»»gen an ihrem Eigenthum hiebet erlitten haben. Inland. ettterntrf Graz Der Verein der Deutfchnationalen hat eine fcharfe Resolution gegen de» Bürgermeister gefaßt, worin ihm vorgeworfen wird, das» er unnöthiger Weise Militär habe ausrücken lassen. Wie». Se. Majestät der Kaiser soll sich bei dem letzten DeligationS-Souper in sehr fcharfet Weis« über den Bürgermeister Dr. Podlipny geäußert und somit über den elben ebenso ein moralische» Standrecht gehalten haben, wie ein solches faktisch in Prag herrscht. v»h«e». Prag. In Prag wurde da« Standrecht pub-licirt, so das« man jetzt wieder ein geborener Deutscher fei» darf und sogar deutsch sprechen darf, ohne geplündert, geschlagen oder gar ermordet zn werden In Bndwei«, Pilsen, Jungbunzlan it.. ist eine derartige Sicherheit nicht gewährleistet. Bitlzie». In Krakau brachten die Stndenteu dein ge- Sangeneu Ministerpräsirenten einen Fackelzug : die lrbeiter demonstrirten dagegen nnd entrissen ihnen die Fackeln. Die polnischen Arbeiter haben demnach mehr Sinn für Gerechtigkeit »nd Freiheit als die künftigen Leuchten der polnischen Intelligenz. Der treue Freund. »artitTiii Ofibelrn Wo ist der treue Freund zn sinde», der sich un« zugesellt von dem ersten Augenblicke an, da Seele und Geist, nach Selbständigkeit ringend, be-strebt find, nach ihrer eigenen Fo{0» glücklich zu werden und nun in jene« Labyrinth sich verirre», da» wir Leben nennen, in dem aber leider nur zu oft der rettende Ariadnefaden, den un» der Elter» Liebe und der Lehrer Weisheit fürsorglich zum Geleite gaben, verloren geht oder gewaltsam entzwei reißt? Wo dann der Schicksalsfpruch an un« bald mehr, bald weniger grausam in Er-füllung geht, der Schickfalifpruch, der da lautet: ,,E» irrt der Mensch, so lang er strebt.1 Wo ist der Mensch, der im Kampfe de« Leben«, in dem Ringen und Streben nach den Idealen, in der Suche nach der Wahrheit, nach dem Glücke und der Zufriedenheit nicht oft und ost Ausblick halten würde, wann er zweifelnd am Scheidewege steht, nach einem treuen Frennde, der ihm feltf!» losen, uneigennützigen Rath gibt; der ihn nicht durch schmeichlerischen Beifall in seiner vcrderb-lichen Selbsttäuschung bestärkt oder durch boShail. Nörgelei entmuthigt? — Wo ist der Freund, der für unseren tiefen Schmerz das rechte TrosteSwort findet und uns der selbstmörderischen Melancholie entreißt? Wo ist der Freund, der sich mit unserer überquellen den Freude mit frischfröhlichem Humor in Einklang zu bringen weiß? Wo ist der Freund, der für Personalnachrichten. Erzherzogin Elisabech. di« der Königin Regenti» vo» Spanien. ist feit «migen Tiigea erkrankt. Mittwoch fand »» I Uhr da« Leichenbe-aa»g»>s de« Marine Eoalmandanteii Admirals Maximilian Freiherr», vo» Sterneck »nter groß-«Niger militärischer Assistenz rm Beisein Sr. Ma-j,stät ui'd t'inrr nach Ta»ienden zählenden Zu-schaueriuenge statt Fiäulei» von Milde»i»crg — einem on r>inSchronit. ES war im Jahre 1882, zu einer Zeit also, wo gerade stramme« Zusammen-hallen auf dem Gebiete der gemeinsamen Ausgabe da» still in Liebe erglühende Herz da» rechte Wort zu finde» weiß und deniioch streng da» süßeste Seheimni« unserer Seele bewahrt und Niemandem verrälherisch preisgibt? Dieser treue Freund, der Dich voni Eltern-Hause bi» zu Deinem Scheiden treuer al» dein Schotten begleitet, der heute der Tröster Deiner Seele, morgen Dein Kampsgenosse im Streite um Dein Recht, heute der Mahner de» Gewissen», niorge» der Vertraute Deines geheimen Glücke» ist. der heute. Dein Hofnarr, Dir hilft den Drache» Langweile tödten, morgen Dir die Pforte de» Tempel« der Weisheit öffnet, der Dich mit Zauber-gewall durch da» Universum fährt und Dir die ehernen Gesetze de» Weltall» und der kreisende» Sterne lehrt; der Dich in da» Innere der Erde führt und Dir die Wunder der Meere enthüllt, der Deinem Geiste die Fata Morgana der Märchen-well vorspiegelt und die Geisteswelt aller Jahrhunderte Dir zu eigen macht, dieser Freund in mannigsachster ProteuSgestallt, e» ist: da« Buch! Darum sann e» kein schönere», kein sinnigere» und kein werthvollere» Geschenk geben als ein gutes Buch! Und mit Recht heißt darui» die Buch-druckerkunst die schwarze Kuust, den» in der That sie gleicht einer Zauberkunst. Sie besitzt nicht nur das Pfingstapostolat in allen Zungen, u alle» Völkern z» rede», sondern da» Buch pricht auch gemeinverständlich zu jedem Stand, j'deni Geschlecht, jedem Alter, jedem Fassungsver-mögen und jeder Seelenempfiiidung. Da» Buch besitzt in der Vielartigkeit seiner »Schi, qe»esen «Sre, al« im damal» bestandenen Verei« für P Uau und Umgebung chauvinistische Bestvebimgen ei.ie Spaltung und eine Abtrennung der dntschm Lehrerschaft veranlaßten, b) Dem an» diesem Anlasse neugegründeten V. d. L. und Sch. gehören nur Väter und Mütter der beste» Familien der deutschen Stadt Pettau an. welche gerade in imsere» Tagen Wert daraus lege», ihre Kinder m Hände» deutscher Lehrer zu wissen und selber ii-nr einem rei» deutschn! Erzieh»ngSvercine aIizngehören. II. Dir Versammlung hält eine solche Geftaltung de» steierm. Lehrerbiind,« snr noth-«endig, ivelche den Anschluß an den deutsch vsterr. Lehrerbund ermöglichte. III. Die Mitglieder ver-pflichten sich, im Falle diefts AuichlnsseS nicht nur da« steierm. sonder» auch da« druiichösterr. Bnickesorgan in soviel Stücken zu beziehen, al« der Verein Mitglieder hat" Zum VereinSver-treter bei der Abgeordnlenv-rjammluiig zu Weih-»achten iu Groz wurde .Herr F. Mü hl bau er bestimmt »nd schließlich ein Be.u»ßungsschreiben de« Ve,em«cirllndrr». Herrn V. Kotzni uth in Marburg, verlesen. Verhalte» nicht der Lehrer, sonder» der Schüler de» Nachtheil ha». An dieser Stelle seien die Eltern nochmals aufmerksam gemach», mit aller Strenge ans da« Übe» der Aufgabe» zu achten, den» nur im vereinten Zusammenwirke» ist ein erfreulicher Fort-schritt zu gewärtigen. Die SologesangSclasse. wie auch die II. EhorgesangSclasse boten Überraschende Leistungen. Anerkennende Wiedergabe erfuhren die Stücke Mozart. Serenade au» Don Jua». Eoi-mar Polonaise, Ruhlau Sonate A-dur. Bee-thvven 2 Sätze der Sonate patliotiqu« und Schubert« Impromptu und Variation«». Die Bemühungen der Herren Direktor HänSgen und Lehrer Sck)achen hofer verdienen die vollste Wür-digung. «Sliratrr Nachricht.) Dienstag den l4. No- vember findet die Beiiefice-Vorstellung des Frl«. Helene Würtemberg statt. Au« diesem An-lasse kommt da« bekannte Birch-Pseifferfche Schau-spiel .Die Waise au« ^'owood" zur Aufführung »nd ist wohl nicht zu zweifeln, dass sich unser Publikum am Ehrenabende der beliebten Schau-spieleri» rech» zahlreich einfinde» wird. — SaniS-tag den 18. November geht die schon seit längerer Zeit angekündigte SensationS Komödie „Trilby" in Scene. Wie »vir schon seinerzeit ausmerksan, machten, werden die Eintrittspreise zu dieser Borstellung erhöht, da die ?luschafsuiig»kosten dieser Novität sehr hohe sind. Vormerkunge» für diese Vorstellung werde» vo» Montag de» IS. Nov. an im Haupt-Tabakverlag deS Herrn I. Kasimir entgegengenommen. Möge Herr Direktor Görincr nebe» den künstlerischen Erfolge» auch einmal wieder nach längerer Zeit eine» materiellen Er-folg erziele». ilSchtilrrinnenbrthrilnng.) .Herr A. F. Hickl, Kaufmann in Petta», hol sechs arme» Schüler-innen der städt. Mädcheuvoltsschnle Winterkleider-stoffe für ganze Anzüge gespendet, wofür dem große» Wohlthäter von Seite der Schulleitung der verbindlichste Dank zu« Ausdrucke gebracht wird. (Litte um UiittlWhnag.) Ei» arbeitsunfähiger armer Mail», Vater vo>> 4 Kinder», bittet edle Menschenfreunde um eine Unterstützung. Herr Franz Lösch» igg. Oberlehrer in Petta», übernimmt aus Gefälligkeit jede noch so kleine Gabe und wird sie der Bestimmung zuführen slvrihnachtsftitr.) Wie schon berichtet wurde, findet dir heurige Weihnachtsfeier des deutschen Turnvereine» in Pcllau am 19. d. M. im Kasino- vertreib zur Zerstreuung, kein herrlichere» silr einsame Weihestunden ernster Sammlung oder wissenschaftliche» Forschungsdrang. Für diesen treueste» Freund in allen Stunden, gilt für alle Zeiten der Lob- und Mahnspruch: „Mag bluten auch Drin Herz out tausend Wunde», Ein gulet Buch macht dennoch ti gesunden: Ein gute« Blich dem treuen Freund ist'S gleich, Macht start im Unglück Dich, in Armut reich." _ Gabriel Rosa. Verlassen. Wie is« so trüb deS schönen Auge» dnnkler Blick; Er kündet nur, wie Deine gramdurchfurchten Züge, Dass Dich getroffen hat das herbste Mißgeschick. Dass all Dein HerzenSglück sich wandelte in Lüge. Doch wie der Sonne Schein folgt schwarzer Wetternachl. DeS Winter» grimmer Eise»nacht de» Lenze« Wehe». Auch Deinem Herzen wohl ein letzte» Glück noch lacht. Ein Schmerzerlöser Dir. ei» Reiter wird erstehen. Dann scheuch« da» neue Glück de» Schmerze« fahles Weiß, Da» heute statt der Rosenglut deckt Deine Wangen; Dann wieder glänzt Dein Blick, die Lippen glühe» heiß. Und Deine Seele jauchzt im sehnenden Verlangen I Gabriel Rosa. jit.ili' statt. Die Festordnung enthält im Wechsel mit Borträ.! Für die lausende Woche hält der I. Zug und die l. Rotte Feuerbereitichaft. Zugaführer Lorentschitjch. Roltführer Martichilsch nud Mann. Feuer meldnngen sind aus der Eenlralstation in der SicherheitSwachftube im Rathhan« zu machen. Abgabe von Klrir und üoppich.) Bei den k. l. Militär Brpslegsmagazine» in Geaz, Mar-durg nnd Klagenfurt sind größere Onantiläteu vo» Kleie und Koppich abzugeben. Die betr>ffeude Rachiveijung der k. ». k Intendanz des 8. Corps sammt den BezilgSbedingnisje» liegt im Bureau der Handels- nnd Grwerbckammer in Graz, Neu» thvrgaffe Nr. 57. zur Einsichtnahme an f. VereittSnachrichten. (Öcifin für Shirrschiil; und Thicrzucht.» Die cvnstitliiennde Versammlung dieses neue» Bereims, der seine Thätigkeit vor allem dem Tl)ierschntze ividmen wird, hat am 2. d M. statt-gefunden nnd einen glänzenden Verlaus geuommrn. Der Proponei't Schriftsteller Rudolf Berguer be-grüßte die Erschienenen »nd hielt hieraus einen gediegenen Vortrag über Thierschnhbestrebunge». Cr bedauerte, dass der Ernst der Lage allen hu« maneu ethische» Bestrebungen ungünstig sei und hob hervor, dass seit dem Begründer des Thier-schntzeS Periier wohl manche« besser geworden, im Großen »>>d Ganzen aber diese Bewegung erst im Anfange b»griffen sei. Redner beklagte die Schwäche nnd geringe Aktioiitlnst der heimische» Thierschutzv»reiue und betonte, ein Grund ihrer geringe» Erfolge beruhe in dem Unistande, das« viele ihre H.mptthätigkeit aus die Erstattung von Anzeigen wegen Thierquälereien beschränkten. Da-dnrch mächten sie sich bei de» Behörden lästig, bei weiten Bevölkern»gSkrcisrn «iibeliebt und verfehlte» ihr Ziel. Bei vielen Vereinen mache eS den Eindruck, als ob sie die Thierbesitzer »nd die Tliierzüchter geradezu als natürliche Gegner be-trachteten. Hier müßten neue Wege betreten werden. Der Thierschiitz könne nur dann florieren, wenn er in gewinnender Weife auf die Thierbesitzer und Thierzüchler einwirkt, mit ihnen Verbindung an» knüpfe, mit ihnen gemeinsam arbeite. (Beifall.) Die Tierquälereien in Groz feien nicht die zahlreichsten im Mronlaiide, weit mehr werde durch nicht rationelle Pflege und Haltung von Millionen von Thieren im gcfnndc» »nd kranken Zustande gesündigt. Die bestehenden Thirrschutzvereinc hätten zu wenig Gewicht auf Aufklärungen durch daS ge-sprocheue Wort gelegt. Versammlungen und Vortrüge iniißte» gehalten werden, wie sie vom Bunde der Vogel freunde in fo erfolgreicher Weise insee- — 4 — niert^wnrden. Redner warf eine» Rundblick ans die Lage der Hausthiere und betonte, dass, um Erfolge z» erreichen, mit voller Energie neue Bahne» betrete» werden müßten. Er erörterte die oft grausamen Ächlachtinethode». Mängel der Slr.ißenordiiniigen. die Grausamkeiten der Eisen« bahntransporte und Anderes. Lebhafte Ziistimniung fand die Mittheiln!,.,. das« Herr Thierarzl Josef Grein er sich bereit erklärt hat, gewisserinassen als VereiuSartt zu fangiere», d. h. bei Erkrankungeil von Thieren der Mitglieder eine Preisermäßigung bei der Behaiidlunq eintrete» zu lasse». Die Mit-glieder habe» bei Inanspruchnahme de« genannten Thierarzte« ihre Mitgliedskarten vorzuweisen. Herr Rndolf Bergner verwies ans die Unmöglichkeit, in Geaz ein Thierheim zu begründe» »»d erläuterte, dass die Mitglieder des Vereine» für Thierschutz ei» solches nicht vermissen werden. ES sei Für» sorge getrosf. n, daiS periodisch Verreisende ihre Hunde oder Vögel im Vereins! eale oder bei erprobten Personen unterbringen können »nd ebenso sei Aussicht vorhande». dass bei Graz ei» Pserde-heim errichtet werde, in dem rrkrankten Pferden freier AnSlanf auf Wiesen bei abgenommenem Eise» und entsprechende Behandlung zutheil werde. Auch daS bei Wie» in Errichtung begriffene Pferde-heim deS Herrn R. Orgelmeister habe sich bereit erklärt, Thiere von Mitgliedern des Vereine« bei 25*/, Nachlaß im Preise aufzunehmen. ath Aner. MajorSgaitin Emilie Jeitner. Thier-arzt und Lehrer ^oief Greiner. M. Bergner. Be-tteffs der Scheuklappenfrage wurde beschlofseu, die Grcuer Lohnfuhrwerksb-fitzer aufzufordern, von dieser Unsitte abzulassen u»d diejenigen, welche Folge leisten. iianchrtft zn mache» und sie zu empfehle». Betreffs einiger Ergänzungen der Straßen-iirdiinng wird das Nöthige veranlaßt werden, da«-selbe gilt von Mi Angelegenheiten de« Schlachthauses und Per Eisenbahntransporte, inibrsoiiderS deS Gflümls. Sensation rief die Schilderung der Zustände h">vor, welä)e in einigen Abdeckereien deS Kronlandes bestehen. So tödtete ein Abdecker in Untersten? kürzlich ein Pferd, indem er ihm eine eiserne Mette um den HalS legte, einen Prügel hinrinschob und da« unglückliche Geschöpf auf diese eiitsetzlich primitiv. Weise erdrosselte. Seinem eigenen Geständnisse zuiolge müssen >'lle ihm übergebeneu Thiere aus diese fürchterliche ?lrt ende»! jene Maiiivnlation dünkte den Mann selbst furchtbar. Andererseits ist eS Tliatfache, daß ^lbdecker da« Fleisch bei ihnen zugrundegegangener Thiere znm Verkaiife brachte». Solche Zustände heischen eine Änderung. Gewöhnlicher Jahresbeitrag des neuen Vereine« ist 1 fl, unterstützende Mitglieder entrichten l fl. 50 kr., gründende 10 fl Jede« Mitglied erhält das Vereinsorgan „Der illustrierte Thierfreund". welches umfangreich und gut illu-striert monatlich ericheint, gratis und franco zu» geschickt. Möge denn der neue Verein, für den sich bereits in ganz Sleiermark ungewöhnlich rege« Interesse kund gibt, so frisch ernporblühen wie er entstanden und die schönen Hoffnungen aller wahren Thierfreunde, die er in reichstem Maße erweckte, erfüllen! Die« unser Geleitbries. Landwirtschaftliches. (Dir für Noggrn erforderliche Düngung.) Eine hohe Roggenernte. etwa l5 Etr. Körner und 32 bi« 30 Etr. Stroh pro Morgen eutnimmt dein Acker circa 21'/, Pfund Phosphorsäurc und 38 >/, Pfd. Kali. Der PhoSphorsäurebedarf scheint nicht sehr beträchtlich zu sein, doch ist in Erwägung zu ziehen, dass der Roggen nicht zu denjenigen Pflanzen gehört, die sich den im Boden vorhandenen Phosphorsäurevorrat leicht aneignen können. Man wird daher mit größeren Mengen von PhoSphorsäure düngen müsse», als die Ernte sie beansprucht. Betannt ist, dasSdie Phosphorsäure aufnähme bei der Rvggeupflanzc sich über die ganze Begetation^zeit vertheilt; dadurch ist der Roggen auf eine PhoSphatdüngung «»gewiesen, welche nach und nach Phosphorsänre a» d>« Pflanze abgibt. Da« beste PlioSphorjSiiredüiige-mitlcl ist da« ThomaSschlackennichl. von dem wir 2 Etr pro Morgen als Norinaldüugung für guten Roggenboden bezeichiicn sönnen. Ist be andere», die dicicr iuoderuen Kuiistrichtnug abhold sind, negieren die Aufführung dieser Genrestücke und drohen mit einem Gcneralstrike. Wer vermag aber da zn be-stimmen, auf welcher Seite die Majoritäl. oiif welcher die Minorität ist? Der Direktor de:f a weder mit der einen, noch mit der anderen verderben, er muß beide driunen habe», wem, er auf die Kosten kommen soll, siehe den Mahn- und Weckruf unseres Thcatrr-Cvmit6S. Für den Xt» rector kann eS selbstverständlich nnr einen ent-scheidenden Maßstab geben: da» ist der Erfolg einer Novität, den sie vor dem doppelten Arevpag der Intelligenz de« Publikums und der Presse erzielt. Eine» anderen Maßstab gibt eS für it)ii nicht. Kann er "im >ve»» er dir Komödie er-worbe» hat, sich das Stück ruhig in die Tasche stecken? Nein! Er muß sie verwerten. Derjenige Theil des P»blik»m«, der derartige Stücke nid)« sehen will, ist ja in der Freiheit seines Urtheil» und feiner Handlung nicht beschränkt, tväbreild, wenn der Director moderne Stücke nicht aufführt, die Anhänger der neue» Richtung gewaltsam verhindert würde», ihre» Knnstgeschniack zn befrie-digen. ES ist unbedenNich einzuräumen, dass et so manche Stücke giebt, in Kennen das Gewagte bis an die äußerste Grenze geht, aber selbst in Wildenbrnchs „Haubenlerche" wird diese Grenze nicht überschritten. Und was Tausende Gebildete in Berlin, Wien. Dresden ic nicht als ein Attentat auf die Moral aufgefaßt habe». iwJ selbst das prüfende Rierengericht der Cenfur an-sta-^Slo« passieren konnte, daS kann dem rector, der jeder Geschmacksrichtung das Gewnniäitt biete» foll, denn er bedarf aller, nicht uls S>1iul!> auf'S Kerbholz geschrieben werden. Wer M „KnckuckSei" mit vorurtheilSlofeui Blick betrachtete muß sogar zugeben, daS in diesem Nachtbild sl« der Residenz, das auS dem Schlamm der Gosse der Großstadt seinen Vorwiirf fchöpft, nicht nnrWabrlleit, sonder» auchci» Stück tiefer, gesunder Moral cntlM-- — 5 — teil ist. dass?» gewissermaßen einer Warnungstafel*) akichl, auf ber steht: .Hüte dich dieser Weg jiitjrl in das Zerbersten. Lebhaft zu bedauern ,»>>r der so geringe Besuch; beim nicht mir ein meisterhafte» Zuiammenspiel. auch jeber einzelne Isifiele Ü seinem Part Vorzügliches und niuß der •Higie für bieje tabellose. gelungene Borstellung da* uueingeschräiikteste Lob gezollt werden. I» allererster Reihe müssen wir von den Darsteller» die .Herren Kammauf-Director. Kühne-Strebler und die Damen Fräulein Lodtinann-Äetbler und Fniulei» Bella» Fanny l)ervorheben, die i» Maske, Ton. Spiel und Haltung mit bezwingenber Na-liillichkeit den Gestalten glaubhafteste Wirklichkeit verliehen. Sehr gut war Fräulein Reif als Frau Amt und ebenso brachte Fräulein Herma mit ihrer köstlichen deutsch-böhmischen Aussprache die lle'iie Episode ber Fra» Nemetz vorzüglich z»r Geltung. Herr E'chinger als Franzl zeigte sich wieder als wirksamer Darsteller »nd auch Herr Eckhardt bemühte sich, seiner Partie al« Carl möglichst gerecht zu werden, was ihm auch so ii'inlich gelang; uur seine stereotype .Faust in b.i lasche" wirkte zniveilen störend. Fräulein Lodtma^n wäre zu bemerken, das» ihre MaSke ui jugi'iiMich war; sie brachte dadurch den Di-reell" in den Verdacht, dafs er mit ihr selbst ei» Verhältnis unterhalten habe und »un mit ihr breche. Ihre MaSke Ijatle die „Kupplerin" präg, minier charakterisieren solle». Aber die liebe Ei< telkeitl Warum die Direktion von allen Stücke» miiereS Wiener Vorstadt AristophaneS. ba» Harm-loseste, wir hätte» bald geschrieben da» blöd-sinnigste, auswählte, ist un« ein Räthsel; da eS eine Reihe von Nestroy'jchen Stücken gibt, deren Ausgrabung mehr wert ist. al» so manches neue Uiid neueste Bühnenpiodukt. Einen großen Elfolg hatte die Direktion mit SchöuthanS und KadelburgS „£ie berühmte Frau", obwohlsich darinzeitweiseder Icüdenzdialog aus Koste» der ohnehin dünn a»Sge-falleueu Handlung zu breit macht. Aber einige gute L>i>lager und zahlreiche Witzblitze belebe» den Tmlog u»d erieugen eine animirte Stimmung, d-e bei dem Publikum, wie bei be» Darstellern durch daS heute wieder einmal besser besetzte Haus eiliöht wurde, was auch durch die wieberholteu •l flnnitifunj t*l Ctftt« Bit iikilichen di« ftitt In fkttuu nicht Hervorrufe nach jebem Aktschluß? unb bei offener «ceue bocumentirt wurde. AlS ausgezeichnete Interpreten ihrer Partie» träte» namentlich in be» Bordergrund: Herr Kühne als Baron Römer-Saarstein und Herr Kammauf. d-r eine köstliche Figur i» dem Grafen Palmay schuf, nur schabe, dass er sich verleiten ließ, solch eine unglückliche MaSke zu wählen, die jedenfalls für eine» slo-vakischeu Mäusefallcnhändler charakteristischer ge-wcsc» wäre, als für einen saihiouableu Civalier. Diese pflegen nicht die Haare bis in die Nasen-Wurzel hineinwachsen zu lassen. Vortreffliche Lei-stuugeu boten die Damen: Fräulein Bellau-Herma und Fräulein Metemberg-Ottilie. Herr Eckhardt ballte nur einmal die Fäuste, aber schnappte wiederholt mit den Knieen zusammen. ES war dieS eine LieblingSaetion des seligen Kttaack; aber Herr Eckhardt mißbraucht dies al« da» Fortissimo seiner tragische», wie seiner ko» milchen Wirkungen, die er erzielen will. Herr Eckhardt hatte jetzt nacheinander drei Partien, aber er iudividualsierte keine derselben. Er ist immer ein u»b derselbe, nämlich ber bekannte Herr Eck-harbt. Am wenig störenbste» ist er noch in epi-sodischeu Rolle», wie iu ber Komöbie „Der kleine Lord" als HaviSham, wo er keine Accente der Leidenschaft zum Ausdruck zu bringe» hat. Frau Reif hatte als Ta»te Paula diese Rolle vergriffe». Sie spielte sie, wir müssen ihr das gleich einräumen, wie so viele andere, als komische Alte. Da« ist die Hosräthin nicht. Sie darf auch nicht in der Maske zu alt erscheinen. Es fällt ihr nicht einen Moment ein, sich selbst zu täuschen. Sie täuscht die audercn, wenn sie diese glauben läßt, sie durchschaue nicht, wem sie alle diese Galanterien zn danken habe »ud ironifirt sie. Namentlich mit dem lockeren Baron Römer spielt sie wie eine Katze mit der Ma»S. Sie ist durchaus keine „verliebte Alte", als was sie zumeist im landläufigen Sinne aufgefaßt wird, sondern eine Frau vo» Herz, die in einer glücklichen Ehe gelernt hat, dass das wahre Glück deS Lebens nur auf dem Glücke de« Herzen» beruhe» könne, und die daher energisch dafür eintritt, die Rechte de« Herzens gelten ,u lassen nud dass die Liebe zum Gatte», zum Kinde, der eigentlichste Beruf der Frau sei, der diese allein glücklich mache» könne; wogegen alle anderen Bestrebungen der Frauen nur Scheinglück, Rauschgold seien. Diese ihre These gipfelt denn auch in der Schilderung ihre« verstorbene!! KinbeS und wirb diese Scene jeder Schauspielerin einen großen Erfolg auf offener Scene bringen, während sie ihr zur Klippe wird, wenn sie die Partie zur komischen Alte» herab-zerrt. Und je mehr sie diese outriert spielte, ein desto größere« FiaSco wird sie mit diesem Ehok ans die Herzen de« Publikum« machen. Bei der Reprise de«: „Der kleine Lord", hat das reizende Aussehen und Spiel deS Fräuleins Bellau. wie die Einzelnleistungen der Herren Kühne. Eichinger und de« Fräulein« Würtemberg, sowie da« ganze treffliche Zusammenspiel trotz de« leeren Hause« vollste Anerkennung gesunden. Briefkasten. O. Z Wien Mariahilfergürtel 29. DaS avisiert« RedactionSexemplar ist unS noch nicht zugekommen. Ihrem Wunsche wird, wenn möglich, gerne Rechnung getragen, wenn nicht, erfolgt jedenfalls etne kurze Besprechung in unseren Literatur-Neuigkeiten. Tischgesellschaft in Pettau. Sie haben zweifellos recht, der moderne BühnenveriSmuS wildelt manchmal schon so start, dass Einem davon efelt. 3. 3. Unglücklicher Dichter, dichten Sie wo ander». Dichtern. Ihrer Kategorie ist das Dichten für unser Blatt bei 2 fl. Strafe verboten. An die Bewohner von Pettau! Der OrtSarmeurath der Stadt Pettau erlaubt sich, wie in ben früheren Jahren so auch diesmal bie Bitte an alle Menschenfreunde zu richten, bie Nothlagt ihrer Mitmenschen durch freiwillige UuterstützungSbeträgc linder» zu helfen. ES werden Nenjahrsgratulations-Enthebuiig«-karte» zu dem Preise von 1 fl. ausgegeben und der Ertrag derselbe» zur Beschaffung von Brennstoffen für die Armen verwendet. Solche Karten sind im Stadtamte erhältlich und werden die Namen der Kartenlöser verössent-licht werden. LrtSarmenrath der Stadt Pettau, am 2.Dezember 1897. Der Vorsitzende: Zosef Grnig. K0!<0sx/i;0 < xx • O!'>o< i O > i.O • Cx)> O <: ' O;' O '>• C /. r m a«6 /. m ,.ö<» /, ■■ . «b / k __ / e)u , _ _ äb / — — AO(a /. - ■ .«j / - - : o V in schönsten Ausführungen, sind in grosser Auswahl vorräthig. Frachtvolle Ausstattungs- Brief-Cassetten. 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Und nun plötzlich kündigst Du unS an, daß Du uns ver-losie». eine lange Reise unternehme» willst. Das brachte mich um meiiic Besinnung: und wen» ich Dir jetzt nicht hätte alle« sage» können, bei Gott, in einer Stunde wäre ich nicht mehr am Leben jetiieicii. So höre mich nun, Irma! geh' nicht fort, überlasse mich nichi dem Elend! Ich werde alle« thun, was Du willst — ich werde versuchen, besonne» und vernünftig zu sein — nur bleibe! lie Trennung wäre härter als der Tod!' t!r hielt inue. Mit atemloser Svannung hing sein Blick au «einen Lippen. Wa» würde ich antworten? Ich zögerte nicht lange, obgleich es mir schwer wurde, meine Erregung zu beherrschen. „Max. die Leidenschaft verblendet Sie! Wenn sie ruhig überlegen würde», müßten Sie sehen, daß es eine ciinbc ist. so zu der Schwester Ihrer Gattin zu reden! Denken Sie a» Ihr treues, liebendes Weib, an Ihr süße», unschuldiges Lind, an all das Glück, das der Himmel Ihnen in diesen teuren Wesen schenkt und dann sagen Sie mir offen: ist eS recht, ist eS eine* Ehrenmannes würdig, an eine andere Frau zu denke», den Zempel seines Hauses durch eine solche Leidenschaft zu entweihen?" Ma; senkte schweigend das Haupt. .sie bitte» mich," fuhr ich erregt fort, .hier zu bleibe» in Itirer Nähe. Begreife» Sie nicht, daß Sie damit das Lebe» Ihrer ttalti» zerstöre», daß Sie Ihrem «»schuldige« Kiude eine» unau»-löichlichen «chimps anthun. Sie »vollen, daß ich bei Ihnen bleibe? Ächt, da« darf, das kann nicht feilt! Meine Pflicht, meine Ehre »erbietet es mir und ich werde gehen — was auch daraus ent-ltthe» mag!" Während meiner Rede war Ma; in fieberhafter Aufregung im Zimmer hin und her gegangen. Jetzt blieb er plötzlich vor mir mhtn. .Was sagst Du?" rief er. .Trotz meiner Bitten, meiner Lerzweiflung, wolltest Tu kort?" .Ja, ich muß!" .C, Du hast kein Herz, Du hast mich nie geliebt!" >.^ch ?" ..^a. Du? Hättest Du nur die geringste Neigung für Deinen «rlubtfn gehabt, so würdest Du einen Man« nicht znm Aeußer-!»n treiben, der um Deinetwillen selbst eines Verbrechens fähig wäre!" t Eine» Verbrechens? Mich überlief ein kalter Schauer. Ich «b vlö&llch, wie in einer Bision. den blntül'-rströmten Körper Mine« Gatten vor mir nnd unabweisbar drängte sich mir der Erdacht gegen Max wieder aus. Einer raschen Eingebung fol-IM», sah ich ihm scharf ins Gesicht. .Eines Verbrechens fähig?" w ich mit erhobener Stimme. „Gestehen Sie mir s ein, daß Sie » begangen, daß Sie — Sie Sebastians Mörder si«d?" Mai; wurde bei dieser jähen Anklage so blaß, daß man ihn fiir einen Toten halten könne», wäre» nicht seine weit-lAenden Augen gewesen. Er wollte sprechen, aber die Zunge iibte ihm am Gaumen; der Schaum staut) ihm vor dem Munde En& ein konvnlsivischeS Zittern ging durch seine» Körper. Es •flurrte eine Weile, bis er wieder der Sprache mächtig war. dann *«r stieß er in schrankenlose»» Zor» hervor: .Ich bin ein Mör- der? Wer hat da» gesagt? Wer wagt meinen Namen so zn be-ichimpfen? Wer? O. ich errate es! Das kommt von meiner Frau! Das elende Weib wollte sich rächen, weil ich sie vernach-lässigte! Jetzt erkläre ich mir Deine Hartherzigkeit gegen mich! Nicht wahr, Olga hat es Dir gesagt?" .Ma;, Sie sind von Sinnen. Ich schwöre Ihnen —" .Nein, sie ist eS, ich sehe es klar, ich verstehe! Fluch ihr! Mich, ihren Gatte», eines solche» Verbrechens anzuklagen!" Er wandte sich zur Thüre; ich wollte ihu zurückhalte«, ih« aufkläre», aber er hörte nicht auf mich. Aus dem Zimmer stürzend lief er in sinnloser Wnt nach dem Salon des Erdgeschosses, wo Llga sich alle!» mit ihre«! Kinde befand, angstvoll meine Rückkehr erwartend. Ich folgte ihm so rasch ich konnte, aber er schlug die Thüre vor mir zu und verriegelte sie. Tann wandte er sich mit donnern-der Stimme an meine Schwester. .Eh, Madame, ich gratuliere! Sie verstehe!« ja schöne Dinge zu erzählen!" .Mein lieber Ma;, was hast Du?" fragte Olga erschreckt. »WaS meinst Du damit?" .Dein lieber Ma;!" erwiderte er in schneidendem Ton. »Ja wohl. Dein lieber Ma;! Wie hübsch das klingt für einen, den ma« als Verbrecher, als Mörder bezeichnet!" .Was soll das bedeuten?" stammelte die arme Frau verwirrt. .Das bedeutet, daß Du eine Schlange bist, eine Lügnerin, eine Nichtswürdige. Das bedeutet, daß ich mich versucht fühle, an Dir zu werden, dessen Du mich gegen andere anklagst — zum Mörder!" .Ma;, das ist nicht wahr! lim Gottes willen, halten Sie ein, es ist nicht wahr!" rief ich dnrch die Thür, aber er achtete »icht auf meine Worte. In diesem Augenblick begann die kleine Wanda bitterlich zu weinen. Aengstlich die Händchen gegen den Vater ausstreckend, rief sie bittend: »Papa, sei doch nicht so böse gegen die arme Mama!" — Dabei kam sie a»s ihn zn. er jedoch, in einem jener Wtttaiisälle, wie sie nur bei den Mänuern slavischer Raffe vorkonunen kann, schleuderte das Kind mit einem Fußtritt bis an das andere Ende des Zimmers. Nun aber sprang Olga wie eine verwundete Löwin empor, um der ttleine« z« Hilse zu eilen. Unglücklicherweise m«ßte sie a« ihrem Gatte» vorüber. Er versperrte ihr den Weg und stieß sie heftig zurück. .Fort, elende Verleumderin!" brüllteer. .Rühre daS Kind »icht an! Du wür-best ihm nur Deine Gemeinheiten beibringen!" Aber Llga ließ sich nicht abschrecken. Sie versuchte nun hinter dem Ofenschirm am Kamin vorbei durchzuschlüpfen. Ma; erriet ihre Absicht; er machte eine ungestüme Bewegung, sie anfznhalte» »nd stieß dabei unversehens so hestig gegen den Schirm, daß der-selbe umstürzte, die junge Fra» mit zu Boden reißend. Im Fallen schlug sie mit der Stirn gegen dir scharse Marmorkante, des Ua-»»ins. Ich hörte eiueu dumpfen Aufschrei — dann nichts mehr als das »«»erdrückte Schluchzen des »indes, das sich hinter eilten Seffel geflüchtet hatte. Einige Sekunde» herrschte tiese Stille. Ich war so vo« Schrecke« gelähmt, daß ich weder ei« Glied z« rühren, noch einen Laut vo« mir zn geben vermochte. Plötzlich w«rde dir Thüre aiisgestoße«. Ma; sta«d >«it verstörter Miene, riiicni Geiste ähnlich, vor mir. .Ich habe meine Fra« getötet," stieß er röchelnd hervor. .Jetzt bin ich wirklich ein Mörder!" Mit einem Weheruf stürzte ich an ihm vorüber in den Salon: Ich warf mich neben meiner armen Schwester nieder »nd erhob ihre» Kopf. Das Gesicht war marmorbleich, die Auge» geschloffen, da« Herz schlug »icht mehr. Llga war tot. Ei» wildes Hohttgelächter vo», Fe»ster her »»terbrach die Stille. Ich erhob de» Blick nnd gewahrte da» grinsende, greulich ver- -5 198 zerrte Gesicht eines Weibes, das von kranken hereinschaute. Trotz meiner Bestürznng nnd Aufregung erkannte ich die Gestalt. Es war Babufcha, meine frühere Wärterin. Mit satanischer Wollnst - - so »missen Hhänen aussehen, wenn sie Blut trinken — betrachtete sie das schauerliche Drama vor ihre»» Auge» und mit kreischender Stimme, dir mir durch Mark und Bein schnitt, rief sie uns zu: »Run, ihr da, mei»it ihr mcht auch, dak ein slavisches Weib sich zu rächen versieht, »oeim mau »hm seinen Geliebten tötet? Irma. Ma;, ln-sinnt ihr euch meiner Drohung, damals in Verona? Ich sagte, daß ich euch mit un» anslöschlichrm'Ha» verfolgen würde, »veiin mau Larlo erichosie. Nun wohl, habe ich mein Wort gehalten? Wer tötete De»,e» Vater, Irma, und verwundete Deinen Verlob-ten? Ich! Wer beredete Olga, die Erscheinung zn beschwören? Wer hat so geschickt diese »ächt-liche Zusanlinenkiiilft herbeigeführt, aus der eine Liebe und eine nngllikkliche Ehe entstehen mußte? Wieder ich! — Wer tötete den Grasen Platiska und schob ihm ei» Stück roten Stoffes, heimlich vom Dolman des Hauptinaun» abgeschnitten. zwischen die Zähne? Ich lind immer wieder ich! Wenn man eine Zigeuner« bände beherrscht, ist eS so leicht iu die Häuser einz»-dringen, sich mit den Hotel-oder Hansdienern ins Ein-vernehmen zn setze»! Seit mehreren Tagen Innere ich schon iu der Nähe, »in die Wirkung von Getränken zu beobachte», die »ia» Herr» von Halt, an gewissen Abenden vorgesetzt hat. Der Erfolg hat meine Envar-tttiigeu übertroffen! Ihr geltet jetzt beide als Mit-schuldige desselben Verbre-chens uud werdet beide verurteilt werde». Mei» Hak ist befriedigt! Lebt wohl, Kinder! Ich kehre i« meiue Wälder z»rück! Earlo — D» bist gerächt!" Mit einem wilden Aus lachen verschwand sie. Max, der gleich mir völlig be-täubt, wie zu Stein erstarrt. dagestanden hatte, machte eine Bewegung, als wolle er dem vernichten Weibe nachstürzen, doch ich hielt ihn zurück. ..Vergebene Mühe!" jagte ich senfzend. „Die Elende würde doch ent-kommen, denn sie kennt hier alle Schlupfwinkel. Das ist auch jetzt nicht dir Hanpt-fache. Bedenke» Sie das furchtbare Unglück, das nns getroffen! Unschuldig an verdächtigte, haben Sie in anderes, noch viel schrecklicheres begangen!" „Großer Gott." stöhnte er ans, „ich werde verrückt. Sage mir, daii es nicht wahr ist. das; ich nur geträumt liabe!" „Es ist kein Traum — es ist Wahrheit! Aber Sie inünen sich zu fasieu suchen, denn es bedarf jetzt Ihrer ganzen Selbstbeherrschung. Ihrer ganzen Energie!" „Energie? Für was? Meine Sinne venvirre» sich — ich mnn sterbe»!" „Rein, Sie milffeu für Ihr ftiud lebe», dir Ehre Ihrer Tochter rein erhalten." „Ich verstehe nicht--" „Schwören Sie mir bei dem Hanpte Ihrer Gattin, meinen Worten nicht z» widersprechen, wenn ich die Leute herbeirufe!" „Weshalb?" „Es hat keine» Zweck, Ihnen Gründe anzugeben. Schwören Sir! Dir Zeit drängt!" ..Wohlan, ich schwöre! Aber, bei allen Heiligen, was beab-sichtigst Dn?" „,^ch will es Ihiieu sagen. Max; doch zuvor hören Sie mich an. Ich werde mich nochmals für Olga opfern «nd auch für ihr dem Verbreche», deffe» ich sie Ihrem furchtbaren Zorn ein Kind, für Wanda, ans deren Rainen kein Flecke» ruhen dari. ^n,,, Sie sich aber jemals hinreißen liebe», dem Bericht, den ich ; n«u.u werde, z» widerspreche», oder die Wahrheit z» enthülle», > dfl4 schwöre ich Ihnen, werde ich mich laut als Ihre Mitschuld ;i iv kennen und so viele Beweise gegen mich aufbringe», da» im. midi schnldig finden inufi. Ihr Meineid würde dann nutzlos z>v i im» rinr» Opfers ins Verderben reihen. Haben Sie mich veritn uW „Ja — ich glaube —" „Und nun ein letztes Wort! Max, Dn sagtest vorhin, üuij ich Dich niemals wahr geliebt! Nun wohl, sieh' her und Babuscha hat ihre Rache gehabt — ich iverde jetzt die meiui,u' üben. Und das wird meine einzige Antwort sein auf Deine Won?!" Ich beugte mich über meine tote Schwester, n y'7 einen Knk auf ihre Stini und führte dann d» »»ch immer zitternde ttiud, das scheu iu einem Winkel fauertt, mit bernhigenden Worten zur Thüre. „Geh' zu ? .i„« Boinie, Wauda, die Mama ist krank!" .. „ Gehorsam entfernte sich die Kleine und ich tuaitlitc mich nochmals zu Max: „Du wirst zu ihr »ie mein vv» ^ mir sprechen," sagte ich mit thränenerstickter Stiiunif, V „Binder vergessen leicht!" Ma; nickte stnmmx er schien völlig gelähmt >>i: »ein, »»fähig zu denken v.'cr z« sprechen. Es war nu« höchst, ;|eii, zu handeln. Ich riß Heftig an der Klingel, dic Dienerschaft zu alarmier» Alle befanden sich int > -ich habe sie getötri Und Ma; murn»! m ei» Träumender li.-Wns vor sich hin: „Es m — sie hat sie gelöi> Epilog. Das grausige Drama i» r ifrr« Familie endigte mit meinr nrteilung. Ma; hielt seinen -er blieb stumm, als ich alle l'iil) ans mich »ahm. Uanm abri " 1 sich dir Kerkermanern für immer hinter l schloffen, so trieb es ihn fort: er entfloh r tf« Länder, sein Kind den Grokeltern übrrlam Ich hatte mit dem Leben abgeschloffr» Leben, das mir nur Dornen auf den Weg • .viit fa Knccht Wiiprrrfii das mir die einzige Rose. die ich je gehalten, entblättert » Hand geschlagen. Für mich gab es keine Hoffnnng, ke!i" > strahl mehr ich war eine lebendig Begrabene.-- Und doch — das Schicksal hat Erbarmen mit mir gelia! werde frei fein — frei. Vor drei Tagen hat man es »» kündigt. Ich habe einen Brief meines Stiefvaters, worin schreibt, Ma;, der sich an den Kämpfen in der Herzego»' teiligt »nd tödlich verwundet worden war, habe ihn. den zn sich rnsen laffen nnd vor Zeugen bekannt, dast er der seiner Frau gewesen. Uud nu» werden sich die Uerkrrmaner» vor mir Üiiii werde die köstliche Gotteslust einatmen nnd meine Eltern sehen! Ihm aber, drm allein mein Herz gehört, ihm wit anch ferner weihe» — in seinem >!i»de. Mit IM. I fr V , tft M :t 0 Berliils Stolj. 'Ii»tlli»flii«ftli»g .... ei» ciflrntftmlich icharscr, nbcr doch > ISnlfter MUinfl b« «lurfc. dos fllridimaftiflf, ri»dri»glichc, in XritipO tiiisriiturllcndc Null»'» balifij.iftfndcr Wagc» . . . all» ü,l) plöplich «iu» dkin unniclobif(f|Cti Ztra&ciitAnn Iu* und crrrfll u< iif.f'umfoll. so oft wir «•* und) ichon halxn möflfn. llufrr 199 4— kommen, — Richt Wfit hab»» Uilt zu gehen vor einem grobe» Ha»s«, fast vo» den Dimenstviie» einer Reginient»kas«rn«, macht der Zug Halt. >^n demselben Augenblick ist auch eine Schutzmann»kolonne eingetroff»», die losort den Hauteingang »nd den Bürgerstkig vor der Brandstätte Vom Publikum säubert, Im Ru hat sich unmittelbar hinter den Schutz-mann»post»u und aus der gegenüberliegende» Straßenseite eine dichle Mauer von Menschen aller Art gebildet, die zusehend» an Stärke zu-nimmt. — Ein scharfer Pfiff ertbnt. Mit unglaublicher Geschwindigkeit springt di« Mannschaft von dem Wagens momentan entsteht ein bunte» Durcheinander, aber nur momentan, Gleich daraus herrscht die exaktesie Ordnung In dem Bilde, Di» Bedienungimannschafte» stehen, de» Be» fehl» gewärtig, an ihre» Grrät««, in strammen Riege» ist da« Lisch-personal ausmarschiert. Der Fiihr«r begiebt sich mit weniger Begleitung iu da» Hau«, zu rekogno»«ieren und darnach de»A»griff»plan zu entwerke». Au« einem geöffneten Zensier der dritten Etage wälzt sich gelblicher Qual«, Hin «nd wieder leuchtet ein halb erstickter, züngelnder Fener-schein aus die immer sinsterer werdende 'Strafte herab, vielleicht ein Qtarbintnbrnnb, der sich den MSl>»ln mitgeteilt hat: am End« die alte «Beschichte vo» der unvorsichtige« Handhabung der Petroleumlampe! Die Mänuer kehren von ihrer Au»schai> zurück. Die einzelne» Zugleiter versammeln (ich um den Führer, Bcsehle werden gegeben, die Signal« vkeisen ertOnen; Leben kommt iu die starre Ordnung, Etliche Mann-schasterr sind an der Arbeit, andere eile» in da« Hau«, während noch ander», gltichiam die Reserven, in abwartender Stellung verharren. Mit gespanntester Ausmerksarnkeit verfolgt da» Publikum lebe Bewegung der Feuerwehr In dem Brandhause selbst scheint nicht di« geringste Unruh« zu herrsche,! Di« m«ist«n Fenster bewahre» ihre bisherige .Ber-schloffenheif, inde» au» a»d»r«n di« Bewohner in grüßter G«msil»ruh«, recht behaglich, wie vo» einem reservierte» Platz an», da» Getriebe drunten beobacht«». Sogar in unmitt«lbar«r RAH« de» qualmenden [}«nft«t», daneben, darunter, darüber, schaut man niehr neugierig, er-wartung»voU al» ängstlich aus di« dicke» Rauchwolken, »Da drieber kennt» man so scheene noch 'neu Schinken reiche,»!" b«ni«rkt di« G«müs«-frau au« d«m Heller, die ous di« Straße getreten ist, »in .ooch wat zu sehe»," Der Rauch dort ob«» verliert seine gelbe Zart«: er vermischt sich schon sehr stark mit Wasserdämps«n. Di« Leute sind an der Arbeit, Zw«i ----———— Feuerwehrmänner erscheinen am Zensier, st» werden vo» den Zuschauern ____. mit lautem Hnrra begrübt, Si» rusei, »tiva» herunter. Aus «in«n Wink S«tbrkN»uug-.»rs«ch «.«» .mpraguirr.«« Ha»,«». lMit X«tt., bff di« Schutzl«ut« da» Publikum »och w«it«r zurück, D»r Zweck di«s«r Maßr«gei zeigt sich bald, verkohlte, »och glimmend» Gegenstände, Breiter, Mübelstück». Papier, Lavpen. Dhürrahmen werden au« dem Fenster aus» Pflaster gewoisen, jeder Wnrs vo» der liebe» Straßenjngend mit vielstimmigem Hallo begleit«», Schinächer nnd schwächer werden ob«n di« Rauchwolken. B, eb»r «rtönt «in Pfiff: blitzschnell baben di» Reserv«mann> schaflen ihr» Wagm 'liegen »nd rasselnd, klingelnd jagt «in leil der Gefährt« davon ,,.,.« We*,..iu>fl't ist uunbtig geworden. Richt lang« darnach i 'aff»u auch die übrigen die Brandstätte, — Ein 3unbe tritt out dem Ha iKrou« und fordert von der GrKnkramsran, die vor ihrer Uellerthür steht und mit dem Schntzuian« schwatzt, „cene jroße Weift«,-„Junge, bet ,>cici war woll bei «ich?" sorschl di« Hdkeriu. .Ratierlich," erwidert der Mein» mit einem stolze» Blick ,Een« jroße Weifte soll ick holen kor valern znm Leschen," limiller: iuchenb spähe» die Blick« voraus, di« Straß« ab, di« Straße auf: >i ,ii erwartungtvoll auf jedem Straßenpunkt ... wo ist fl«? Denn au« i» > v»d (Hctäuschrn dr» Großsiadlgetriebe» erkenne« wir mit unsehlbarer 2« ■ " «it unser» F«u«rw«hr! Richt da» Geklingel der Pferdebahn, «icht der Fuhr-,'it, luille» Glockenzeichen, »och sonst «in Glockensignal mag den Berliner u i Heu! Richtig, da jagen sie um die Ecke, die Wagen mit ihrer g«sälligen uJista*|! Di« ftinkeu, kräftigen »nd wohlgenährt«» Rosse sind Gegenstand ' :iii» dem Uopf. j?b«r an f«in»r St»II», bereit, im gegebenen Moment den Ii« irifillt* Befehl sofort autzzuführ«« i'm! wie fi« den Straßkndamm «»Hang sause», durch ei» starke» »lin-/<>! .imentlich vor de» Straßenecken, ihr Rohen ankiindig«nd, — und andere» leichte« Fuhriverk macht Halt, nm die wilde iii> .uiber brausen zu last««: anch Pferdebahnwagen mache» kein« >x, sobald auch nur «in» M»glichk«it vorhanden ist, den Zug n'.u Ie« oder gar mit ihm in Uolliston z» komm««, Schwtrere Ge-l > >cheu schleunigst die äußerste Rechte de» Zahl dämme» aus, Aann «ii Berlin Ions« auch nicht üb«r allzugroße« Entgegenkommen von •ii „er Beherrscher be» Suticherbock» u»b der Peitsche klagen »nd » i- ,i» auch sonst mit polizeilichen Vorschriften und Absperrung»-In nicht vi«l im Sinne, — di« Feuerwehr ist für jede« Berliner »in '.t>t >,0h»re» Wes«n, d«m er willig sich »nt«rordnet. — D»r gleich-'keusch bleibt st«hen, und der Eilige w««d«t doch w«nigst«n» n v ;«r, dem sonst nicht» mehr imponi«rt. Ein stolzer, fast zärt-l' !iit leuchtet auf — «» ist ja .unser« Feuerwehr!" Der Berliner >u me" Feuerwehr Immer gern, aber eine große S»he»«würdigktii, ^ l ,nid I» leicht wid»rst»hen kann, ist ihm die Z«u«rw«hr bei Rächt, >»?>! lichrr al» am Tage trifft ihr R-rffkln und Läute» dann unser ->tio« von weitem leuchtet dn» flackernde, blutige Rot der Peil!-Eine Linie von gualmenben Flämmchen, «ntslanden durch die .Vickelu abgetropfte brennende Mass«, bezeichnet den Weg be« <* auf b«m Straß, nvfiaster Seltsam verzente schatte« schaff« »' ' in den niedrig g»leg««e» Wohnungen nnd lockt die Leut« ans 1 ii» ist kein Schrecken, kein« Beunruhiguiig. die die Bewohner mag die Brandstelle auch »och so nahe sei», — nicht» davon « will s«in« Feuerwehr sehen, sich an dem ansregenden Auszug, i Präzision, an dieser Geschwindigkeit freuen, mit der da» alle,' Von Furcht und Bangen keine Spur! Ein fast kindliche.', iterliche« Vertrauen hat der Berliner zu .seiner" Feuerwehr, e verdient e» auch im reichste» Mafte — 'i< liegt der lag in au»sicht»losem Kampfe mit der hekein-'1 'ii Rächt, U»g«schw«ch> uintbnt u»» »och Straßenlärm, Da. '' i vernehmbar, aber in wenigen Sekunde» näher, immer näher >» bekannte Geränsch. An un» vorübcr jagt ber Zug — etliche " lvagen, zwri Handdruckspritz««, «in anderer Wagen mit allerle! •«<». Raffelnd, kling»lnd haftet »r die Straße» entlang, Mutig, .n sie, nm wa» «» üch handelt, greisen die leichtgeschirrten Pferde " ' Geiahr im Anzrige? Air befinden nn» im Rorde» der S'adl >>« Miiibcv nnd halbwüchsiger Bursch»» giebt in a»g«str«ngt«stkm " >1 dem ,auf beide» Seite» de.' Fahrda»irn.>' da» Geleit», -»armierende Feuerruf ist im Laufe der Fahre gänzlich abge- Richtimprä^uierteo Ha».'. «habt?' fragt ber Inhaber be« benachbarten Vardierkellerl. ,Zu«rscht woll," lautete die prompte Antwort! »"ber all die Feierwehr da war. denn nlch mehr.' Ja, die Feuerwehr! Da« ist so ein Stiles Berliner Vorsehung Gleichviel , ob e« sich um Feuer»- oder Wasser»not hantelt, ob ein Rohr geplatzt oder ein Baugerüst zusammengebrochen Ist — wen» nicht» hilft — die Feuer-wehr hilft Ncher. Sie ist da» Berliner .Mädchen für aUe«*, Dafür Ist der Relch»hauptstädter aber auch stolz aus sie, und vor nicht» empfindet er mehr Hochachtung, al» vor seiner Feuerwehr. Mai «undtke. omii viiie Bersnchsprobr mit dem Hause der Zukunft. Im August d. I. wohnte ich einer zu Votha veranstalteten versuch»probe. der erste» auf dem »outincnt, bei. die in Gegenwart de» Herzog» mit zwei Holzhäusern. einem icuersichern und einem feukrfangenden, vorgenommen wurde. Beide Häuser, die gleiche Dimensionen und gleichen Anstrich hatten und von gleichen Hölzern aufgebaut worden waren, wurden gleichzeitig den gewaltigsten, durch Pelr«-leumtrSnkung verstärkten Feuer»gluten aulgesetzt, und da» Endresultat war, da» da» Hau« der Zukunft — so kann man ja da» feuersichere wohl nennen •— Inmitten de« Flammenmeer» unversehrt blieb, während da» andere lnoch mit einein sog. feuerfesten Anstrich versehene, der da» lelchte Feuersangen der-Minderte) vollständig von den Flammen verzehrt wurde und in Schutt und Trümmer sank. Dabei war die Jnnentemperatur de» feuersichern Hause« kühl geblieben, »nd die darin aufbewahrten Papiere zeigte» stch unverändert. Wohl nur we»ige von de« zahlreich zur versuch»probe Eingeladenen und Erschienenen dürfte» beim Anschauen der interessante» Vorführung daran gedacht haben, daß bereit« seit 1H00 Jahren absolut wetterfcste» und zugleich feuerstchere» Holz existiert, und daß ma» da« Faktum seiner Auffindung In die lafel der Geschichte eingetragen hat. Bor ungefähr vierzig Jahren wurde nämlich bei den bereit» von den alten Römern betriebenen Knpfergrnben von Riotinto im südlichen Spanien eine Kupferplatte gefunden. die ein» dem römische» Kaiser Rerva ffn«t und befahren wurde, «wie» sich dessen etwa« angedunkelte Zimmerung noch kernfest, uud da dieselbe auch mit Au»scheidu»ge« metallischen Kupfer», sowie mit »upfervitriolkrystallen durchdrungen und bedeckt war. so wurde sie auch al» absolut feuersicher bezeichnet. War >a doch bei der Besahrung de» genannten rtmifche» Stollen» vor ungefähr vierzig Iahren schon hinlänglich bekannt, daß die Zimmerung aufgegebener Alaun- und Kupfervitriolwerke. di« später al» Stroh- od«r Holzni«derlagen dienten, vällig unversehrt blieb, al» da» darin aufgespeichert» Slroh und Holz durch Blitzschlag oder Fahrlässigkeit in Brand geriet «ad vernichtet würd», und sind doch schon in den Protokolle» der Leipziger Polytechnischen Gesellschaft vom Jahre 1862 di« verschiedinst«» Arten der Konservierung de» Holz«» besprochen, wvb.i dir Methoden, di« auf ein«m Au»dämpf«n und Au»laugen d«> Holz«» und nachherig«in Imprägnieren mit Metallsalzlösung, namentlich Kupfervitriollösuugen. beruhen, al» die vor-,»glichst?» bezeichnet wurden. Wa» nu» di« Rl-tur »nd di« Kunst, «rfter« I» sehr langsame» und letztere >n ost raschem Gange. bi»her im Imprägnieren von Holz im Neinen zuwege gebracht, nämlich kleine Posten Hölzer wetterfest und s»u«rs!ch«r z» machen, da« hat die Air« Proosing Eompany. di« in Golha mit zw«i Häusern in derselben Wtis« versuch« anfi«llt«, wi« kurz zuvor In Englaud, durch «in «ig«n«« Verfahren mit beliebig groß«» Massen von Hölzern, die nach der Imprägnierung sofort all Bauholz und zur Zimmerung verw«nd«t werden sönnen. In die Praxi» eingeführt So werden denn auch z. B von der Admiralität der Bereinigt«» Staatrn von Nordamerika bet Schiffbau!«» jedweder Art au«, schließlich feuersichere HSIz»r der Fir» Proosing lloinpany verwendet. Großartige »leubauten In Newyork, di« w«gen ihrer Höhe ,Himm«l«kratzer- g«»aunt wer-den, st«Igen jetzt in f«u«rslch«r«m Holz empor, »nd jed«r wird zug«b«n, daß «» stch im ob«rst«n Stock eine» solchen feuersicheren Hause» gemütlicher wohnt al« im Parterre, well man ob«» noch di« reinere Luft und die angen«hmer« Sommert«rnp«ratur bet billigerm Nietzin« al» Zugabe hat. Fr. B A Zerstreut. Prosessor»gattl«: .Denke Dir, Männchen, unser Alfred ist versetzt worden." — Professor: .Ich w«rd« Ihn morgen wl«der einlösen." Bor dem Hutlade». Sie: .Rat« mal. Männchen, wa» so «I» »euer Hut kostet?' — Er <ärg«rlich>: .B«rschon« mich mit Deinen Pr«I»räts«ln!" Ter Musikiimpofiteur HSndel war ln London al» Direktor der Oper im Theater Hahmarket angestellt und dirigiert« an der Harfe im Orchester. Sein begleitende» Spiel war so schön. daß die Aufmerksamkeit der Zuhörer stch häufig von dem Gesaug« ganz ab und d«r B«gl«lt»ng zuwandte, zum grl>ßt«n Verdruß d«r Sänger. Seneflno, ein Italienischer Stlnger, ergrimmt« darüber einmal so s«hr, daß «r schwur, winn ihm Händel wieder einen solchen Streich spiele, werd« «r von der Bühne herunter anf da« Instrument springen. — Händel erfuhr die« und sagte zu d«m Itali«n«r: .Sie wollen also von der Sühn« springen? Zeige» Sie mir doch gefälligst den Abend an. an welchem Si« die» thun wolle»! ich werde e» dann auf dem lheat»rz«tt«l bekannt machen, uud Si» werden Nrtfi ftfr» Springen sicher mebr Geld verdien«», al« durch Idr«n Gesang " Der »»brauchbare Lehrling, «hes: .Ich schenke Ihnen ein Ihrer Lehrzelt, von morgen an sind Sie Kommt», — aber nicht bei mir!" Pathologische Obduktionen und anatomische Denionstralionrn a» m,. dlzinischen Hochschulen datieren au« älter«« Zeit, al» vi«l« glaube» Zch», im Jahr« >440 würd« der Körper «ine» mit dem Strang« hingerichtete» zur anatomisch«» Drmonstratlvn der Wiener medizinisch«» Fakultät übtiliel»« All ma» die Sektion vornehme» wollte, bemerkte Dr. Johann Aigel. d.> di, Anatomie an der Wi«n«r Universttät ganz besonder» vertrat und sei, u.tt dafür gesorgt hatte, daß di« anatomisch«n Erläut«r«ng«n al» «in notw.ndiM Zweig d«r Arznelkund« regelmäßig b»> den vorträg«» an dltstr Hvchlchiili vorkam«», daß noch nicht alle« L-b«n im Körper erloschen war. Man stette deshalb Wiederbelebungsversuche an, und «» gelang, den Delinquent!» »tWi, in» L«b«n zurückzurufen. Mit lande»fürstl!cher Genehmigung erhielt er °uä ieln« Frcihrit wi«d«r. Hier konnt« nämlich da» Afhlr«cht d«r Universität Mit«,» gemacht werden, wie e» auch 1447 in selbiger Stadt geschah, wo «i»e )un Zch«ittrhauf«n verurt«ilt« Frauen»person der Hinricht»iig»stäN« entfloh. siq in die Universität, al» eln« Asylstätte, g«r»tt»t hatt», woraus sl» von dtt befreit wurde Der vorerwähnt» wiederbelebt« Dl«b wnrb« als» in C in >» Wlrner Chronik lautet, .etwa» fester, denn früher, geknüpft hatte" Z> Vorsichtig. Kellner: .Wa» d«li«b«n z» speisen?' — Gast: .Sin V«!. st«ak, — aber groß! Ich bin nervö». jede «leinigkril regt mich aus!» emeinnütziges Malzfütterung. E» kann j« nach b«m Nutzeffekt «in«r Milchkuli Kilogramm frisch«» Malz mlt g«schnitten«m Heu vermischt g«fütt«rt trert» Die Erfahrung lehrt, baß in Ställ«», wo biet Malz gefüttert wird, gerne M-sucht und Knachenbrüchigkeit vorkommen, sofern nicht Kochsalz und »kjo^obtr saurer Kalk in d«n erforderlichen Mengen al» Zugabe Verwendung finiei. Für eigentliche Zuchttiere eignet stch da» Malz nicht gut. da «» fchtminmipl Fleisch »rz»ugt u»d auch gerne di« Geschlechtlfunkttone» »«einträchtig, S„t starke v«rw«ndung von Malz paßt daher am b«st«n für alt», mager, ttutx di« man zur Zucht nicht mehr v«rw«»d«» will. Et bezahlen solche Titte h:* reichliche» Milchertrag die zugekauften lreber und kännen schließlich al« fei» Schlachtti«r« veräußert werten. (Regelt Ohre«sauf«n hat sich d«r Dampf von si«d«»d«m Eisig. w,i» erstere» man in die Ohr«» ei»ström«n läßt, sehr gut bewährt. Um im Winter OFier zu erhalte«, g«b« man d«m Geflügel »örner. «eiü« gekalkt sind. Di«» Ist durchau» unschädlich, wenn «I nicht zu lange furtß('t|l wird. Gewöhnllch verwendet man Weizen zu dl«s«m Zweck Indessen !cu auch all«» ander» Getr«ide, wi» G-rst«, Haf«r. «al» ie. auf di«s« «eiie fiiju d«lt werden. Man nimmt ung«ldscht«n Kalk und löscht denselben in tue-entsprechenden Menge warmen «asi«r». Run häus«lt man da» zu fultm* Getreid« in «ln« K«g«lsorm «nd girßt aus dl« Kitt« de»s«lb«n da« Äalfr«fc. nachdem e« mittelst eine« Stäbe« umgerührt und gehbrig vermischt wvrdt- it. Dann nimmt man ein« hölz«rn« Schaufel nnd rührt de» Haufen um. bi« alt Körner hinreichend eingeweicht sind, vor der Fütterung müsie» die «tnit au»g«breltet werden und trocknen. In Fällen, wo die lier« in großer Relp sterben ohne sichtlich« Ursach«. wirb «b«»sall» ber versuch empfohlen, sie n« gekalkt«» Körnern zu füttern. Der Schleier im Wi«ter. Di« Dam«n s«i«n daran »rinn«rt. bei ^ w«tter keinen Schl«i«r zn tragrn. D«r warm« Huuch, d«r dem Munde «!> strömt, wird durch d«n Schl«i«r g«wisikrmaß«n g«f«si»lt, d«r «isige ?!?>»: kn-siallisirrt Ihn und dl« Rase hat den Schaden davon: man kann sich nämiiS diese Welse die Nase erfrl«r«n. ohn« daß man «» m«rkt. Zum Schur «>»n Staub und rauh« Lift mag der Schlei«« di«n«n, nicht abrr b«i Frolwtmt «ufliisung. n A C A C) V A U Z | ! K u " K T 11 R O N ! Y R M K " 1 Problem Rr. 159. Von it. ftonbelit. Schwarz. tiharad«. So manchem ist die erst« anserlegt, Di« «r mit Äram und Sorg« trägt. Toch zwei und drei erfreuet allerwärt« In Wald und Feld da» Menschenherz Da» «anze schmücket wunderschön <»ar manch«» Bau in stolze» «usldsung folgt in nächster Rummer. 12* ! Ü ü'3 t «0* [ G. u c F 1) K Weiß »att in » fsujtn AUe Ae»ie »«rdedilie». ivernntwoettiche Redaktion von Srnst Vteiller, gedruckt und Hern»» >>»» iNrelnee A 1),eitler In kliittanrt.