PrSnumerationö-Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 Ir. Halbjährig ... 4 „ 20 „ Vierteljährig . . 2 „ 10 ,, Monatlich ... — „ 70 „ Laibacher Wtboiüon: Bahnhosgaffe Nr. 138. 3)2 i t b e r Post: Ganzjährig... 11 fl. Halbjährig ... 5 Vierteljährig . 2 50 75 FUr Zustellung ins Hau« vierteljährig 25 kr, monatl. 9 kr. Einzelne Nummern ti kr. Expedition- & Inserate«^ Burean: Evngreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jgn. d. Klein» mayr & Fed. Bamberz.) Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitzeil« Zt 4 fr., bei zweimaliger ffiin» schaltiing & 7 kr., dreimaliger ä 10 fr. AnsenionSstempel jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten uni öfterer Einschaltung entspre» diMiber Rabatt. Anonyme Mittheilungen werde» nicht berücksichtigt; Manuscripie nicht zurUckgesendel. Nr. 65. Donnerstag, 20. März 1873, — Morgen: Benedikt. 6. Jahrgang. Dr. Herbst über das Eisenbahnconcej-sionswesen. Als Lasker unlängst im preußischen Abgeord-»etenhause den Kamps gegen das moderne „Raub-riltergcschlecht der Gründer" kühn eröffnete und durch seine zündende Rede eine mächtige Bewegung in ganz Deutschland hervorrief, fragte man sich in Oesterreich: „Ist lein LaSker da, der die Kraft und den Muth in sich verspürte, gegen den neuen Götzendienst des goldenen Kalbes sein Wort zu erheben und Sittlichkeit und Recht gegen das Treiben des Gründerthums in Schutz zu nehmen?" Schon damals wurde der Name Herbst genannt, und der Führer des Abgeordnetenhauses hat auch wirklich bei der Schlußberathung des Staatsvoranschlages in der SamstagSsitzuug das Wort ergriffen, und wenn er auch nicht ganz jenen Erwartungen, die hie und da gehegt wurden, entsprochen hat, so gereicht ihm dies keineswegs zum Vorwurf; es fehlten nemlich bei uns zum Glück die greifbaren Objecte eines Wagener und Jtzenplitz. Nichts destowe-niger rechtfertigte der Redner die Spannung, mit der man in politischen wie in wirtschaftlichen Kreisen seiner Rede über das Eisenbahnconcessionswesen in Oesterreich entgegensah, vollkommen. Die Rede, welche ihren Ausgangspunkt von jener Resolution des Finanzausschusses nahm, die der Regierung die Pflege der nicht garantierten Bah- nen besonders ans Herz legt, hat namentlich für unsere Heimat, welche mit Sehnsucht der Conces-sion zweier derlei Schienenwege' entgegensieht, hohe Bedeutung. Wir lassen dieselbe darum im Auszuge hier folgen. Es handelte sich zunächst um die Motivierung folgender Resolution: „Die Regierung wird dringend aufgefordert, dem Zustandekommeu von Eisenbahnen, für welche entweder keine finanzielle Begünstigung oder nur jene einer zeitlichen Steuerbefreiung in Anspruch genommen wird, nicht hindernd cntgegenzntreten, vielmehr das Entstehen solcher Ei senbahnen zu fördern und dadurch ohne finanzielle Belastung des Staates zu ermöglichen, daß die Steuerkraft der wirtschaftlich entwickelten Gegenden ungeschwächt erhalten, sie nicht dem aus der Isolierung drohenden volkswirthschastlichen Rückgang preisgegeben und außer Stand gesetzt werden, ihren Antheil an den großen und stets steigenden Lasten zu tragen, welche die vom Staate subventionierten Eisenbahnen demselben auferlegen." Der Abgeordnete Herbst knüpfte als Spe-clalberichterstattcr über die Subventionen und Dotationen an diese Refolution seine volkswirthschaft-lichcit Betrachtungen, von denen wir einige hervorheben. Er sagte: Ich muß vor allem ein Datum hervorheben. Ungeachtet der von Seile des Finanzausschusses und nun auch von Seite des Hauses gefaßten Beschlüsse, durch welche eine äußerst nam- hafte Herabminderung der Auslagen einerseits und eine wesentliche Erhöhung der Einnahmen andererseits stattgefunden hat, wird doch das laufende Jahr mit einem reellen Deficit von 24 Millionen abschließen. Das ist ein Datum, welches gewiß die sorg faltigste und ernsteste Erwägung verdiente. Die Staatsausgaben sind vom Jahre 1869 bis 1873 um 86 Millionen gestiegen; die Einnahmen erfuhren zwar anch eine Steigerung, aber um 3 Millionen geringer. Relativ den bedeutendsten Antheil an der Steigerung der Ausgaben seit 18G7 haben die Ausgabe« für Subventionen an Eisenbahnen, denn diese sind seit 1869 um 12,600.000 fl. gestiegen. Relativ ist dies der bedeutendste Antheil an der Steigerung, und dies führte auch auf die vom Ausschüsse in dem Berichte über die Subventionen und Dotationen vorgeschlagene Resolution. Die außerordentlichen finanziellen Ausgaben, welche für diesen Titel nöthig sind, erhalten ihre finanzielle Bedeutung beim Entgegenhalten jener Ziffern, aus welchen die Lage der Finanzen sich ergibt. Wir sehen, daß im heurigen Jahre, wenn wir von zwei Bahnen absehen, der Franz-Josef-Bahn und der österreichischen Nordwestbahn, welche volkswirthschaftlichen Zwecken dienen und bei denen eine rasche Entwicklung vorauszefehen werden konnte, eine Steigerung der Subventionen um 4 9 Millionen Gulden eingetreten und daß diese Ziffer Feuilleton. Menageriestudien. 3Ügv aus dem Seelenleben der Thiere, von R. K. Hieronymus. (Schluß.) Wir waren nach Brescia gekommen und gaben Vorstellung. Hieronymus hatte soeben ein Vorderbein "uf einen hohen Klotz gesetzt, hielt das andere in die Höhe und verharrte in dieser schwierigen Stellung mit einem gewissen künstlerische» Ehrgeiz ziemlich lange, als mir, da ich unverwandt in seine Au-gen sah, eine gewisse Unruhe in diesen auffiel. Ich sah hinunter und erblickte einen Knaben, der sich das Vergnügen machte, mit seinem Spaziecstöckcheu in den feststehenden Zehen des Thiereä herumzustochern; dies störte jedenfalls den reinen Kunsteifer von Hieronymus höchlich. Ich nahm dem Knaben den Stock aus der |>and, versetzte ihm einen leichten Schlag und gab ihm dann sein Eigenthum wieder. Das schien jedoch dem beleidigten Hieronymus ein zu gelindes Strafmaß zu sein, denn ohne irgend welche Gemütsbewegung zu zeigen, ohne nur einen Moment seine Kunstübunge» zu unterbrechen, langte er plitzschnell ^it dem Rüssel herunter, nahm dem erschreckten Knaben den Stock aus der Hand und legte ihn ruhig oben zwischen den Balken des Daches der Bretterbude hin, worauf er, als wenn nichs geschehen wäre, sein rechtes Hinterbein kunstvoll in die Höhe hob. Der Junge heulte, das Publicum lachte und klatschte Bravo, und Hieronymus schwenkte mit großer Würde in tiefster Befriedigung feinen Rüssel. Dies extemporierte Kunststück meines Freundes verschaffte uns in der Stadt eine hübsche Einnahme. Wir hatten bei der Menagerie auch einen schönen ncufunbtändev Hund, der Karo hieß. Er wußte sich des Elefanten Freundschaft dadurch zu erwerben, daß, wenn inan dem Hnnde etwas zum Apportieren hinwarf, er dies dem Elefanten brachte, worüber dieser, im Fall eS Früchte waren, sich sehr-befriedigt zeigte. Wir hatten aber seit längerer Zeit nichts mehr apportieren lassen, und niemand dachte an dieses freundschaftliche Übereinkommen der beiden Thiere. Wir waren auf dem Wege nach Mailand und es ging ziemlich lange Zeit ohne Vorstellung vorwärts. Nun hatte Hieronymus, seitdem er einmal in zu kaltem Wasser gebadet, einen bei Elefanten sehr seltenen Widerwillen gegen das Wasser in Seen und Flüssen bekommen. Begießen ließ er sich gern, aber in einen Fluß oder Teich hineinzubringen, wäre ein schweres Werk geworden. Nichtsdestoweniger hielt es mein kundiger Eompagnon für durchaus angezeigt, daß das Thier besonders auf der Reise hin und wieder ein Bad nähme; es mußten also alle möglichen Listen und Ränke angewendet werden, den Elefanten ins Wasser zu locken. Zuletzt zeigte sid)_ eine Art Reisbrod als das beste Mittel, um die Scheu des Thieres vor dem Wasser zu besiegen. Wir hatten hinter Treviglio haltgemacht, es sollte gefüttert werden, und vor unserm Ruheplatz zeigte sich verlockend eine kleine seeartige Erweiterung der Abba. Sofort drängte sich uns der Gedanke auf, daß dies ein vortrefflicher Badeplatz nicht nur für uns, sondern auch für Hieronymus wäre. Wir badeten zuerst, unb mit sehr ernstem, ahnungsvollem Gesicht schaute der Elefant unserm Treiben in den Finthen zu. Lustig bellend sprang Karo am Ufer entlang, aber Hieronymus, der sich sonst gerne dem bellenden Hunde zu nähern pflegte, stand sehr still, den Kops gesenkt, und ließ den Rüssel fast bis zur Erde herabhängen. Die Reihe des Badens kam an ihn. Er würbe, umkreist vom luftigen Karo, mit Reisbrob zum Ufer gelockt und dann diese Lockspeise weit ins Wasser geworfen. Der Elefant stand noch immer still, wie wenn er noch erst einmal mit sich zu Rathe gehen wollte, ob cs keinen anderen Weg gebe, als den durchs Wasser, um bas Brod zu bekommen. Nicht weit von ihm stand Karo unb sah mit funkelnben Augen nur dadurch nicht höher geworden ist, weil ein guter Theil Eisenbahnen, bei denen vorausgesetzt wurde, daß sie im heurigen Jahre im ganzen Umfange im Betriebe sein werden, noch nicht vollendet ist. Diese Steigerung hängt damit zusammen, daß man sich bei vielen Bahnen zur Zeit ihrer Conces-sionierung bezüglich der Möglichkeit ihrer Entwicklung in sehr großem Jrrthum befand. Wenn eine so namhafte Zahl von Bahnen gar keine Zunahme ihres Betriebes zeigt und bei vielen zutage tritt, daß der Betrieb die Betriebskosten nicht zu decken im Stande ist, so werden die Auslagen noch in namhafter Weise steigen. Ich kann mich daher der Ansicht eines meiner Vorredner nicht anschließen, daß Oesterreich für seine Bahnen nicht genug Opfer gebracht hat. Es hängt daö mit einer eigen« thümlichen Anschauung zusammen. Man begeistert sich bei uns für das, was am meisten kostet; nur das sei großartig, wofür man viel ausgibt. Der richtige volkswirtschaftliche Blick erfordert, daß man mit wenigem möglichst viel hervorbringe. (Beifall.) In der ungeheuren Summe, welche für Zinsengarantien ausgegeben wird, erschöpft sich nicht die Summe der Leistungen des Staates für die .Eisenbahnen. Dem Fachmanne ist bekannt, daß der Semmeringbau nicht von der Südbahn gezahlt wurde, daß die Staatsbahn vom Staate gebaut wurde, daß die Karl-Ludwigbahn und viele andere Bahnen eine Reihe von Unterstützungen erhielten durch Uebernahme ihrer Actien al pari und durch unverzinsliche Vorschüsse, und dies gibt dann eine ganz andere Summe an Opfern, die Oesterreich für Bahnen gebracht hat. ES dürfte bekannt sein, was die Südbahn gekostet hat und daß die Gesellschaft als Entgelt dafür nur die erste Rate gezahlt hat, da die folgenden Raten schon aus dem Betriebe der Bahn gezahlt wurden. Aehnlich ist es bei der Staatsbahn und so auch bei der Karl-Ludwigbahn, bei der Strecke, die der Staat gebaut hat, wofür der Entgelt in zehnjährigen Raten bei dreipercentiger Verzinsung zurückzuzahlen ist, was geradezu als ein Geschenk anzusehen ist. Und so ist dies bei einer Reihe von Eisenbahnen der Fall. sSckluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 20. März. Inland. Der Fünfzehnerausschuß des Herrenhauses hat seinen Bericht über die Wahlreform bereits fertig, und Freiherr v. Lichtenfels wurde zum Berichterstatter über die beiden Wahlreformgesetze auf daS schwimmende Brod; plötzlich ergriff zu unfern nicht geringen Schrecken Hieronymus mit dem Rüssel den heulenden und strampelnden Hund, warf ihn mit einem gewaltigen Schwung ins Wasser und erwartete dann ruhig und geduldig die Dinge, die da kommen sollten. Der verständige Karo hatte seine Mission schneller als wir begriffen, denn bevor wir uns noch klar machen konten, was die unbegreifliche That unseres „großen Freundes" bedeuten sollte, war Karo zum Brode geschwommen, hatte es erschnappt und kehrte jetzt, den Leckerbissen im Maule, zurück, sprang zum Ufer hinauf und legte das Brod vor den Elefanten hin, der es schnell und sehr vergnüglich verspeiste. Wir probierten es in der Folge noch zweimal, Hieronymus mit dem Reisbrod ins Wasser zu locken. Das Brod ward in den Fluß geworfen — der Elefant rührte sich nicht von Fleck. Auf Karo aber hatte die Luftpartie eine so nachhaltige Wirkung ausgeübt, daß er, obgleich er sich vorsichtig von den Elefanten entfernt hielt, dennoch sofort nach dem Brod schwamm und es seinem großen Gönner überbrachte. Das zweite mal riß er sich sogar von dem ihn haltenden Wärter los, um von Hieronymus nicht erst „in Person sich laden"zu lassen. im Herrenhause gewählt. Der Bericht selbst beantragt die unveränderte Annahme der vom Abgeordnetenhause betreffs der Wahlreformgesetze gefaßten Beschlüsse. Auch die der Reform abgeneigte Partei deö Herrenhauses scheint nicht gewillt, derselben in der Pairskammer große Hindernisse in den Weg zu legen. Die paar polnischen Feudalen Jablonowski und Sapieha werden die Absentierungskomödie ihrer nationalen Gesinnungsgenossen im Abgeordneteichause aufführen, doch werden die Grafen Potocki und Goluchowski ihrer politischen Vergangenheit kaum untren werden oder den Strike mitmache». Morgen wird das Herrenhaus in die Vollberathung des Wahlreform- Entwurfes Eingehen. Minister Lasser, welcher in der Ausschuß-sitzung anwesend war, hat in einer längeren Rede, welche als eine hochbedeutsame bezeichnet wird, den Nachweis geliefert, daß die Durchführung der Wahlreform eine Lebensfrage für Oesterreich ist, welches seine Zukunft nur auf dev Basis der constitutio-netten Staats form suchen könne, da der Absolutismus und der Föderalismus gleich undurchführbar seien. Im Plenum dcs Herrenhauses ist wohl eine Wiederholung der ministeriellen Auseinandersetzung zu erwarten, obgleich im Ausschüsse, analog den im Klub der Verfassungspartei seinerzeit ausgesprochenen Wünschen, betont wurde daß die Rechtfertigung der Wahlreform so viel als möglich dem Berichterstatter zu überlassen sei. Wie offieiös gemeldet wird, hat die rasche Erledigung des Budgets im Abgeordnetenhause die Möglichkeit, die Session des Reichsratheö früher zu schließen, näher gerückt. Die Regierung, heißt es, werde mit Rücksicht auf die Vorbereitungen für die Weltausstellung, ausgesprochenen Wünschen genügend, die Session vielleicht schon Mitte April beendigen. Die famose Broschüre des Baron Weiß von Starkenfels, der die Zeit seiner Muße bekanntlich dazu verwendet, um die verschiedenen Programme der verschiedenen Föderalistenconventikel in einer Art von politischem Bauern- Katechismus zu verarbeiten, erfährt eine Zurechtweisung von einer Seite her, von wo aus sie der schlaue Baron kaum erwartet haben dürfte. Mit Beziehung auf den stolzen Ausspruch des Herrn Weiß - Starkenfels, „daß es seit dem 8. und 9. Oktober 1872 keine staatsrechtliche und keine katholische Opposition mehr gebe, sondern daß beide Parteien jetzt nur ein geschlossenes Ganzes, nämlich die österreichische Rechtspartei bilden", fertigen die „Narodni Listy" den alten Reaktionär in der folgenden Weise ab: „Weil es vielleicht manchem scheinen könnte, als ob dieser mit solcher Bestimmtheit vorgebrachte Ausspruch auf Thatsachen und auf Wahrheit beruhe, erklären wir hiemit, daß die cz echtf che Nationalpartei, zu der auch wir gehören, niemals beschlossen, sich mit der österreichischen Rechtspartei zu verbinden, und daß sie auch niemanden bevollmächtigt hat, in ihrem Namen der österreichischen Rechtspartei beizutreten." Im Verlause des geharnischten Dementis sagt das juugczcchische Blatt sogar, daß Herr Weiß-Starkenfels sammt seiner Rechtspartei und allen Programme» derselben nicht das in sich habe, um auch nur das Medium zu einer Vereinigung aller Verfassung^-gegnerischen Parteien in Oesterreich abzugeben. Ausland. Das wichtigste Ereignis, das sich zugetragen, ist das der Unterzeichnung des Vertrages, welcher den 5. September d. I. als letzten Termin für die Zahlung der Kriegsentschädigung und die völlige Räumung des französischen Gebietes sestsetzt. Wenngleich die Bestätigung dieser Nachricht von Berlin aus noch nicht erfolgt ist, so wird die Thatsache doch mit solcher Bestimmtheit als „amtlich" ans Versailles gemeldet, daß man dieselbe wohl kaum mehr in Zweisel ziehe» kann. Vom 1. Juli an schon beschränkt sich die deutsche Occupatio» nur noch auf Verdun. Bel-fort, auf dessen Besitz die Franzosen so großes Gewicht legen, wird also zur erwähnten Zeit schon frei, während Verdun, das eigentlich auf der Straße nach Paris weiter vorgeschoben ist, dafür im Besitze der Deutschen vorläufig verbleibt. Die Nachricht wird, so erfreulich sie für die Franzosen im allgemeinen ist, in der Nationalversammlung sehr gemischte Gefühle hervorgerufen, wenn auch dieselben sich nicht direct kundgeben sollten; denn die gefürchtete Auflösung darf selbst im ungünstigsten Falle nun nicht mehr über den 5. September hinausgeschoben werden, kann sogar schon am 1. Juli erfolgen. Die republikanischen Blätter in Paris sind voll Jubel über die in der deutschen Thronrede angekündigle Beschleunigung der Räumung des Landesgebiets. „Es wird Heulen und Zähneklappern geben," sagt der „Siscle" „es wird zu dumpfen Zornausbrüche» in den geheimen Versammlungen der Monarchisten kommen; Legitimisten, Orlcani-fteii, Imperialisten, Klerikale werden schwer ihre Enttäuschung verbergen können. Der französische Patriotismus freut sich im Gegentheil darüber; das verstümmelte Vaterland wird sich selbst zurückgegeben werden. Die Befreiung des Territoriums ist das Zeichen der Auflösung der Assemblse. Zu Herren unserer besetzten Departements werdend, werden wir zu Herren unserer Schicksale . . . „Alles erbleicht, alles verschwindet vor der Neuigkeit einer beschleunigten und vollständigen Befreiung des Gebiets," sagt „Republique Franxaise." „Die frühreifen Charten und die verspäteten Bekehrungen sind schon veraltet. Die Constitution Broglie hat gelebt. Die Assemblöe von Versailles kann nicht mehr leben und das Land hat, ganz seinen patriotischen und legitimen Sorgen hingegeben, keinen anderen Gedanken, als sich durch eine freigewählte National-Assemblee diejenigen Institutionen zu geben, welche man umsonst versucht hatte, seiner Initiative zu entreißen." Der Bischof von Basel ist auf einem Manöver betreten worden, für das jedes Strafgesetzbuch ein bis mehrere Jahre unfreiwilliger Einsamkeit dictiert; Herr L a ch a t hat sich nämlich unterfangen, Dotationskapitalien des Bisthms in aller Stille herauszulocken, respective dem Bisthum zu unterschlagen, er gestattete hiebet nicht weniger als 15 Percent Kapitalsnachlaß. Die Sache hat politisches Interesse, weil der ganze baseler Kirchenconflict voraussichtlich nun mit einem Kriminalprozeß wegen betrügerischer Handlungsweise enden wird. Das auswärtige Amt in London veröffentlicht eine neue Serie interessanter Schriftstücke über die ce n tr al- asi atische F rage. Es sind deren nicht weniger als 109. Sie liefern einen eclatanten Beweis für den Unterschied, welcher bei der russischen Regierung zwischen Schalen und Worten zur Gewohnheit geworden ist. Während Fürst Gortschakoff von Zeit zu Zeit gewisse Gebiete als die äußerste Grenze deö moskowitischen Fortschrittes anerkennt, werden dieselben eines nach dem anderen überschritten und neue Linien in Vorschlag gebracht. Die Eingriffe in persisches Gebiet betreffend sicht Rußland zuerst die Herrschaft des Schahs über den Attreck hinaus an, gibt zunächst eine Garantie, an diesem Flusse keine Festung errichten zu wollen, und baut schließlich ein Fort in Tschikishlar. Zur Tageögeschichte. — Behandlung verbotenerZeitschris-t e n. Das Handelsministerium hat versügt daß die mit der Post einlangenden und nicht unter Siegel gehaltenen ausländischen Zeitschriften, welchen der Postdebit für die im ReichSrathe vertretenen Königreiche und Länder entzogen worden ist oder künftig entzogen werden wird, von den Postämtern zurückzuwetsen und an daS Ausland zutückzusenden sind. Dte vom Aus^ lande mit der Post einlangenden, nicht unter Siegel gehaltenen Zeitschriften, gegen welche ein genchtlicheS SSabot erlassen worden ist, sind von den Postämtern dem Staatsauwalte ihres Spiengels zur Kenntnis z» bringen und erst dann, wenn dieser eine timtähand-lung hierüber arzuleiten nicht nöthig findet, in ba8 Ausland zurückzusenden. — Japanesen und Ungarn. Die japa-nesische Regierung Hai sich, wie ,P. N." mittheilt, an die ungarische Akademie mit der Bitte gewendet, sie darüber aufzuklären, ob eS wahr sei, daß, wie sie gehört, zwischen der ungarischen und japanesischen Sprache eine Verwandischast besteht.. Ohne der Antwort der Akademie vergreisen zu wollen, meint das genannte Blatt, baß die Verwandtschaft eine sehr entfernte sei. „In formeller Hinsicht, sagt „P. N.sind wir mit den amerikanischen Indianern, mit den Basken und Polinesiern verwandt; formell ist unsere Sprachfamilie, zu welcher auch die japanesifche Sprache gehört, die größte der Welt; materiell ober, und das ist die nähere wirkliche Verwandtschaft, sind wir nur mit den Finnen, CSuveflen, Eseremissen und Vogulern verwandt; auf die ehrende Verbindung mit Japan müssen wir leider verzichten." — Eine f r om me Re g i ster ar i e. Zum Ergötzen des preußischen Abgeordnetenhauses entrollte der Abgeordnete Jung am Montag ein endlos langes Band mit frommen Sprüchlein, welches, vom Papste geweiht, gegen allerlei Krankheit, Wasser-, Feuersnolh und andere Fährlichkeiten Helsen soll, um den Beweis zu führen, daß der Aberglaube in der katolifchen Kirche fast bis zum Fetischismus führe. Darob ergrimmte das Centrum sehr, andere aber vergleichen den Redner mit dem Leporello im „Don Juan" und wollen beantragen, das Document dem Raritätencabinet des Hauses ein zuverleiben. ____________________________ Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Die GemeinderathSwahlen) wurden heule mit der Wahl des ersten Wahlkörpers in der glänzendsten Weise beendet. Es erschienen 123 Wähler gegen 100 im Vorjahre, und von den vom Centralwahlcomit6 empfohlenen Kandidaten erhielten bie Herren Ferdinand Mahr und Andreas Malitsch je 122, die Herren Josef Pauer und Dr. Franz S u p pantschits ch je 121 Stirn men. Der Erfolg war also hier wenn möglich ein noch größerer, als in den anderen Wahlkörpern, und die diesjährigen GemeinderathSwahlen, auf deren Bedeu iung wir wohl noch ausführlicher zu sprechen kommen gestalteten sich so zu einem neuen, wirklich groß artigen Siege der liberalen Partei in der Landes Hauptstadt. — (Unterschlagung eines Hunderters durch den Redacteur der „Novice.") „No vice" bringt in ihrer gestrigen Nummer eine Bespre chung der Gemeinderathswahlen. Da ihr die lebhafte Beteiligung der liberalen Wähler höchst ungelegen zu sein scheint, so sucht sie dieselbe in ihrer Art zu ver kleinern und sagt unter anderm, im 2. Wahlkörper hätten nur 179 Wähler gewählt. Tatsächlich, wie an allen Stadtecken zu lesen ist, wählten aber 281 Ein Hunderter wurde also ganz einfach unterschlagen. Hilf, was helfen kann. (Wieder die alteperfideLiigeder „No vice".) So oft das „Tagblatt" der „Novice" unangenehm wird und ihr offen die Wahrheit sagt, greift sie, wenn sie gar keinen ändern Ausweg mehr ^>it, zu ihrem alten HauSmillel, der perfiden Verleumdung, und spricht von dem DisposiüonSsond, ob-tochl wir ihr darüber bereits mehrmals recht derbe Zurechtweisungen gegeben haben. Aber bei alten Kei. ferinnen verschlägt so etwas nicht. Unsere Leser werden daher jedesmal gut thun, als sicher anzunehmen, daß „Novice" an einer recht empfindlichen Stelle getroffen wurde, so oft sie vom Dispositionsfond spricht. So auch diesmal. Unsere Leitartikel „Unser Bischof und der krainische Klerus" sind ihr so in alle Glieder gefahren, daß sie darob alle Fassung verliert und „Dis--PvsitionSfond" schreit, obwohl uns gerade anläßlich Wieset fachlichen und objecüv gehaltenen Artikel von allen Seiten die schmeichelhafteste Anerkennung zugekommen ist. Am meisten verdrießt sie aber der Passus in d-n genannten Artikeln, in welchem es als eine Ungeheuer Kchfeit hingestellt wird, daß der k. k. LandeSthierarzl Bleiweis eine Petition unterschrieben hat, in wel- die Entlassung des Ministeriums gefordert wird, dem er ‘als k. f. Beamter untersteht. Sie verweist bei biefer Gelegenheit auf bie Haltung unfereS jefci* c,en £>errn SanbeSpräfibenten, meiner als f. f. ©ejirfs« Ijauptmann unter bem ÜRinifierium £>o§enmart eben» aQs eine Gitflärung unterfdjrieben Ijabe, meld)e gegen biefeS äJUniflerium gerietet mar. Slttein bie „Siooice" oergifjt fyiebei, ober fc^eint bod) Dergeffen ju »öden, bafj ©raf SluerSpetg burd) feine bamalige Unterfd)tift ber ßstflärung ber »erfaffungStreuen SanbtagSminorität ür bie Ser f af f un g unb fürbenföib, ben er auf fie geleitet, eingetreten ijl, mäl)renb Dr. ©leirceiS gegen bie ©erfaffung feine Unterfdjrift Ijer* gegeben I)at. Damals mar baS üftiniflerium ein SDit« nißeriutn be8 JRedjtSbrudjeS, unb e8 mar bie männ* lidje S^at eines ©IjrenmanneS, feine amtliche ©tel* tung burd) feine Haltung als Sbgeorbneter in« 2ßan* !en ju bringen unb bie (Sefafyr tJDr SJJajjregelung urd)tlo« über ftd) l)erauf$ubefd)mören. Dr. SleimeiS unterfdjrieb jebod) in biefem gatle eine Petition gegen biejelbe Sßerfaffung, auf bie aud) er ben ®ib gelei» let, unb nod) aufjerbem birect gegen baS SJJiniflerium, beffeit Beamte ec ifi, unb nidjt als ^bgeorbneter, onbern auf eigene fyaufi. äBenn übrigens ber 3kr* affer ber oben ermähnten 2Jrlifel biefe ©eitenbemer< fung gegen Dr. SSleinjei« als f. f. Beamten mad)t, o ifi bieS eine mürbig unb objectio gehaltene ÜJieW nnngSabgabe, mäfyrenb feiner^eit in ber ganbtags« fifcung üom 14. September 1871, als bie Srllärung ber DerfaffuugStreuen SWinorität beriefen mürbe, gerate Dr. ©ofla es mar, ber bei ber SSerlefung ber SRauien ber Slbgeorbneten, fo oft ber eines Beamten genannt rourbe, jebeSmal mit Djlentation unb bem funflgered)ten ©eitenbliie nad) ber ©alerie baS „$aW fertig föniglid)" einfd)altete unb feine ©emerlungen mad)te. 2BaS meint nun „9?oöice" tjon biefer ©adje ? — (Sem Serbienfle feine ffrone.) 2lm Dienstag Sßadjmittag überrafdjten bie ©Hüterinnen bes pbilfjarmonifd)en 35ereinS, ju benen aud) ^rioat fdjlUerinnen beigetreten, i^ren oereljrten Sefyrer, £rn. 3 o f e f 8 ö ^ r e r, mit einem ©efd)enfe ju feinem SRamenSfefte. DaSfelbe beflanb aus einer mertljboHen golbenen Uljr nebft einem pradjtDoflen Sorberjranje. ijßir freuen uns aufrichtig, beffen mirllidje S3erbtenfle berart gemürbigt ju fefyen, unb fyoffen unb münfd)en, bafj feine fünfllerifd)e £^ätig!eit uns nod) lange er* Ratten bleibe. — (©emeinberatbSroaljlen in SRu* bolfSroertl).) ©ei ber am 8. HJlü rj I. £$■ öor* genommenen Jleumaljl bcö ©emeinbeborflanbeS ber ©tabtgemeinbe UiubolfSmertl) mürben jum ©emembe« oorfteljer £)err Dominif iRijjoli, Slpotljeter unb 9Jeälitätenbefiöer, mit 17 ©timuten, jum l.@emeinbe« ratlje £>err ffarl SH o 8 m a n n , £)au8beftfcer unb ®afl« mirtb, mit 15 Stimmen, jum 2. ©emeinberat^e 83a» lentin Cblaf, £>anbef0mann unö §au8beftfcer, mit 14 Stimmen unb 5um 3. ©emeinberatfje Jperr 3afob 3R i b o r a, ©üefer unb §au8befi(jer, mit 13 Stimmen gemäht. — (8u* blutigen jT^at ber jmei De« f e r t e u r e.) SJus ßlagenfnrt roirb über biefe Bffaire nod) folgenbeS berietet: „Der löbtlit^ beriete §ia« (er mürbe in baS ^ieftge JfranfenfyauS eingeliefert unb am 12 b. uorn Unterfad)ung8rid)ter oernominen. ®er Sefdjäbigte, für beffen ?luf(ommen einige Hoffnung ootbanben ifi, gibt an, Dafj er auf Slnorbnung feiner ^J3affagiere bereits mieber auf bem §eimmege begriffen mar, als bas nieberträd)tige älttentat Derübt mürbe unb er oljne jebe 33eranlaffung einen ©cibelljieb aus bem ffiagen ^erauS über ben $opf erhielt, bem fogleid) ein ©tid) in ben dürfen folgte. Der giaferfutfeber fiel Dom SBocfe unb blieb befinnungSloS liegen, bis iljn infolge eines glücfli^en 3ufaö« ein fpat ^eimfe^renber »rbeiter fanD, fonft ^ätte er ftcb oerblutet. Die I^äter ftnb bereits eingebradjt. Sie liegen am folgenben borgen, nac^bem fte bie ^öd)fl gefä^rli^e ©traße über öen üoibl in brei ©tunben gemadjt Ratten, ben Sagen fammt ben gerben tief in einem Ußalbe bei Ritten» borf fielen unb bemerlfleüigten bann i^re glu^t ju guf^e. ©ei 9JabmannSborf befi^t bie aftutter beS Sor» porals ÜJUlt; ein ©ut, bortbin lenftcn bie SBerbredter iljre ©djritte. Dort aud) erreichte fie bie ®ered)tigfeit, benn bie SWutter üJJalV«, Won früher telegrap^ifcb von dem Vorfälle unterrichtet, lieferte selbst ihren Sohn den Gendarmen a>jS. Dieser unb sein Gefährte, der Dragoner Lautcnciü, befinden sich gegenwärtig in Hast beim Brigadegerichte in Laibach." — („Neue illustrierte Zeitung.") Die biesoöchentltche eilfte Nummer der „Neuen illustrierten Zeitung" gehört zu den interessantesten und reichhaltigsten der bisher erschienenen. Sie bringt an Bildnissen vor allem: Karl La Roche, der soeben das vierzigjährige Jubiläum seines künstlerischen Wirken-an der wiener Hosbühne gefeiert; dann das anmnthtge Bild der menfchgewordenen Nachtigall, Adel ine Po11i, die soeben die Wiener entzückt. Ferner da» alte Wien: Kärntnerthortheater. — WeltauSstellungS-bilder: Russischer Kiosk. — Türkischer Pavillon im Bau. — Die neue pariser Oper. — Mongolen auf der Reife nach Peeling. — Die Equipagen in Hongkong. — Dr. Leopold Edler Freiherr von Sonnleithner. — Text: Karl La Roche. — Wiener Chronik. — Wiener Briefe. — Mongolen auf der Reife nach Pecking. — Die Equipagen in Hong-Kong. — Vom AnSstellungSplotze: Der türkische KioSk. Der russische Pavillon. — Die Legende eine« Schreiberleins. Von Karl Rick. — Die Stiefmutter, Erzählung au« bem Ungarischen toeö Ludwig Tolnay. — Aus Reifen. Wiener Roman von Johannes Nordmann. — Der treueste Freund. Novellette von Henriette Franz. — Die neue pariser Oper. — Dr. Leopold Edler Freiherr von Sonnleithner. — Autogramm. — Kleine Chronik, rc. Wirtschaftliches. (Zur Härtung der Pflugscharen) wird folgendes Verfahren empfohlen: Man nehme ein dünnes, schmales, altes Stück Gußeisen, halte solche» in die stärkste Hitze des Schmiedefeuers, lege bann die betreffende Pflugschar unter dasselbe unb lasse da« burch bie Hitze batb flüssig werdende Gußeisen »a-meaitich auf die Stelle tropfen, welche bei de« Gebrauche am meisten angegriffen wird, und härte bann wie gewöhnlich die Schar im Waffer. E« soll den* keine Feile dasselbe angreifen. — (Verwerthnng der Schlacke.) Da« „Journal of the Jron and Steel Institute" erwähnt eines Verfahrens, die Schlacke verwendbar zu machen, welches wohl verdient, nachgeahmt zu werden, und dessen Erfinder Mr. Bodmer ist. Die Schlacke wird, wenn sie noch weich ist, direct vom Ofen zwischen Walzen gebracht, welche sie in kleine Stangen walzen ; diese werden zu Sand zerstoffen, und dieser Sand mit Kalk gemengt, gibt ausgezeichnet feste Bauzie-gel. Mit ben nöthigen Maschinen unb Formen kann man in einer Woche 80,000 Stück verfertigen, deren Farbe vom lichten zum dunklen Eisengrau variiert. Da nun in England mehr als sechs Millionen Ton-nen Eisen in einem Jahre verarbeitet werden unb man aus jebe Tonne Eisen eine halbe Tonne Schlacke rechnet, ist es wohl kein kleiner Gewinn für ben Reich-thum eines Landes, aus einem bisher unbeachteten Abfälle einen Nutzen zu ziehen, wie man eS jetzt mit Erfolg versucht hat. _____ (ftnocfcnoct. Sitten tranfen Sraft unb ©efttnbfycit oljnt 9Wcbijin unb ofytte foften. Revalesciere du Barry uon Conöou. Si'inr üranU'fit »ermaß fccr keticaten Itevalesciftre du Barry ju lDiberfte^cii, unb l'efcitigt bicfclbe c^nc ®(efcijitt unb o^nc Soften aue ®!agen=, SicrBen*, ®ntft=, ?ungcn=, ?eber=, ®rilftn-, ©djlcimtiaut», ®lafeu= nnb 'Jiiercnleiben, juberculole, ©d)ttinbjutbt, Slftbma, Suiten, Un»cvbouIiti)teit, fficrftopfunj, SDiarrtyiien, Sitlaflofiateit, edjmac^c, 5>ämcrr^oiben, ffia(fcrfnd)t, Sieber, €t$n>inbel, ®iutaufBtl» gen, O^renbraulen, Ucbetteit unb grbrcibcn felbfl tDä(irenb ter ©diwan» aeritfiaft, ®iabetc8, SBielani^cIie, Jibtnaflenmj, 8t()eumati«mu#, ®i*t, S31eid)iutl)t. — auSjüge aue 75.000 eertificalcn über ©eneiunaen, bie aOer ®!ebijin »iberftanben, »erben auf SBerlangen franco einaefenbet. 9!a$r6aftcr a!8 Steifet» erfpart bie Revalesciere bei (SrtoaiSfen« unb Sinbern fünfjinmat i^ren 5)Jrei8 in Slrjneien. 3n Slcctibiiaifen »un etn (jalb ^Jfunb fl. 1-50, 1 3Jfb. ft. »50 I 2 ffb. fl. 4-SO, 5 'JSfb. 10 ft., 12 'JJjb. 20 fl., 21 Sßfb. 80 fl. - lio-, vale.20 Waffen fl. 10, für 28* . Kaffen fl. 20, für j7G Saffen ff. 3C. — 3u bejieficn burtb Oarrt) bu ! S9 a rr \)& S 0 ui p. tn Wien, Wallflsohgasse Nr. 8. inLalbaob ’ ^c* Mahr, fotote in allen Stätten behüten Sfot^etern unb Set» jeretpanblern; aurtj eerienbet bad irienet .fiau« racb allen täcgcnbcn GCjjen foftanweifuna ober Siatbnabme. Oksskntlichkr DM. Das gefertigte Comitö beehrt sich hiemit allen Herren Wählern, welche durch ihre rege Betheiligung zu dem überaus gläuzeuden Erfolge der heute beendeten Gemeinderathswahlen beigetragen haben und so einmüthig für die von demselben vorgeschlagenen Can-didaten eingestanden sind, so wie überhaupt allen Mitbürgern, welche in aufopferungsvoller Weise zur glücklichen Durchführung der Wahlbewegung mitgewirkt, den verbindlichsten Dank zu sagen. Laibach, 20. März 1873. Vom Central-WahlcvmW des const. Vereins. z Witterung. Laibach, 20. März. Trübe, vormitagS cinmü Siegen. Wärme: Morgens 6 Uhr + 7'ö°, nachmittags 2 Uhr 4- 13 6“ C. (1872 -f 9-2ü, 1871 -f- 15'). Barom eter im Steigen, 724 12 Millimeier. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 12 8", das gestrige + 1C'8U; beziehungsweise um 9.3" und 7'2° über dem Normale. Der gestrige Niedeiichlag 11 20 Millimeter. Verstorbene. D en 18. März. Dem Karl Bitttnz, Gürtler, sein Kind Josef, 1 I., Stadt Nr. 237, Auszehrung. — Lorenz Rant, peus. Kaplan, 71 I,, Polanavorstadt Nr. 58, Marasmus. — Theresia Mostar, gewesene Köchin, 31 I., Kapu-ziuervorstadt Nr. 84, Lungensucht. — Maria Gercar, Ju-wohneriu, 40 S-, Civilspital, Wassersucht. Den 19. März. Delvaj, Zwängling,50 I., ZwangS-arbeitshans Nr. 47, und Marlin Kristos, AmtSdicuer, 53 I., Livilspilal, beide am Marasmus. — Margaretha Erlschnll, Diurnistenwitwe, 74 I., VersorgnngShaus Sir. 4, Entartung der UnterleibSorgaiie. — Paler Fnlgentins Reich, Fran-ziSkaner-OrdenSpriester, 25 I., Kapuzinervorstadt Nr. 16, Lungenschwindsucht. — Dem Franz Skcrl, Arbeiter, fein Sind Josefa, 14 Tage, Tiruauvorstadt Nr. 84, Fraisen. — Franz Geiger, Schiller, 11 I., Civilspital,chronischer Hydro-cephalns. Theater. H e n t e: Zum Vortheile der Opernsängern, Karoliue Kropp: Der Barbier von LeviUa. Komische Oper in 2 Akten von Rossini. Personen: Gras Almaviva ... -........................Hr. Stoll. Doktor Bartolo.............................Hr. Midaner. Rosine, seine Mündel.......................Fr. Kropp. Figaro, Barbier............................Hr. Woloff. Bastlio, Musillehrer.......................Hr. Ausim. Bertha, Kammerfrau.........................Fr. Kroseck. Telegraphischer Eouröbericht am 20. März. Papier-Rente 70.95. — Silbcr-Reuie 73.40. -- 1860er SiavtS-Änlehen 103.75. — Bantactien 978 — Lredit 335.50 London 109.20. — Silber 108.—. — K l. Münz-Ducatcn —. — 2p-Frauc-Stücke 8.G9*/,. iln Den (£|)ii]vanuitaiiru’v des „Laibacher Tagblatt." itiifl machst Du in Epigrammen, Geistreich glaubst du wohl zu sein, Weil du grob — sogar gen Dam?» --D a S ist wahrlich nur gemein. Kannst du b.ssereS nicht bringe» Als bisher — an Witz und Reim, — Lasse ab vom Dichten, Singen, Nähr' dich redlich — bleib daheim. (IM) (Seiet. Lieitation. Infolge Verordnung de« k. k. Landeögcrichtes Laibach ddo. 14. März 1873, Z. 1439, werden die in die Coucursmasse des Hrn. Anton Schrey gehörigen, zu Gleiniz befindlichen Fahrnisse, als: Getreide-, Mehl- und Kleienvorräthe zusammen im Schätznngswerthe von 4438 fl., dann Hm-, Stroh- und andere Borräthe , ferner der sümmtliche Viehstand, als: Pfrrde, Cdjfcn, Kühe, Schweine rc, endlich diverse Mühlreqnisiten und sonstige Gegenstände unter Anberaumung des einzigen FeilbietungSterrnineS, nemlich Mittwoch den 2E» März d. I. und an den unmittelbar darauf folgenden Tagen von 9 bis 12 Uhr vormittag« und von 3 bis 6 Uhr nachmittags im Hanfe zu Gleiniz HS.-Nr. ß im Wege der öffentlichen Versteigerung, nötigenfalls auch unter dem Schätznngswerthe, an den Meistbietenden gegen gleich bare Bezahlung hiiiltin-gegeben werden. (160—2) Laibach, den 17. Mäiz 1873. Dr. Bart. Suppanz, k. k. Notar als Gerichtscomwiffär. Epileptische Krämpfe (Fall- fl heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie SUV111/ Dp. o. Itllllseli, Berlin, Louisenstrasse 45. Augenblicklich über tausend Patienten in Behandlung. - (732 -43) Md)t nririt toei^e ijirfc in reiner Dualität itt größerem Quantum. Offerten erbittet Johann Dolejs, Änintit- iuiD ProinictcnljnnDlmtg in Prag. (159 2) Gedenktafel über die am 2 2. Mär z 1873 stattfindendeii Ä-citationen. 3. Feilb., Loni'sche Real., Altoberlatbach, BG. Ober-laibach. •- 2. Feilb., Toina-zic'sche Real., Slapp, BG. Wippach. — l.Flb., Ranl'sche Real, MartinbcrH, BG. Lad. — 1. Feilb., Triller'sche Real., Dörsern, Lack. -- 3 Feilb., Lenaicii'sche Real., Podgoriz, BG. Laibach. — 3. Feilb., Srobnit’ichc Real., Malavas, BG. Laibach. --- 3. Feilb. Drobnii'sche Real., Pndlog, BG. Laibach. -1- 3. Feilb., Zdravje'sche Real., Goriiica, BG. Senosetsch. — 3. Feilb., Zibert'sche Real., Unlergam-ling, BG. Laibach. — 2. gib., Malnar'sche Real., Hnd.konc, BG. Reisniz. — 1. Feilb., Gontaische Real., Dolle, BG. Jdria. — 3. Feilb., Godec'sche Real., Gradische, BG. Laibach. — 1. Feilb., Kocniur'sche Real, Brunndorf, BG. Laibach. - 3. gib., Achtschili'sche Real., St. Matern, BG. Laibach. — 3. Feilb., Zane-Jii’fche Real., Großlupp, BG. Laibach. — 3. Feilb., Safte-lic'sche Real., ad Tnfstein, BG. Laibach. Angekommene Fremde. Am 19. März, lletel Klef«!!?. Hirsch, l k. Genieoberst, Gra;. -Saudino, Graz. — Schneider, Fabrikant, Nenkirche». Taisfer, Weinhündler, Görz. — Blau, Kfm., Ka-nischa. — Carode, Wien. -- Sauler, Kan». -- Sardine Novotny, Treffen. Franz Bai,mann, Wien. — Baron Grulschrciber mit grau, MStlling. -Baron MarbnrgomilFrau, Triest. — Fürst Lichten» stein, k. f. General der Cavalerie, mit Dienerschaft. Hotel Stadt IVien. Homau», Privat, Rad mtmuStiorf — Schwarz, Kfm., Wien. — Stincroalb, Kfm., Wien. - Schacher!, Kfm., Wien. Die Wechselstube der iUiciicc Cottuuiffums-Itonk, Schottenring Nr. 18, emittiert Bezngi’iclielne auf nad)|tcf)cnb »erjeidmete foägntppen, mit) finto biefe 3ufammen(leHungen fdjon auä Sem örunbe 311 beit »orttjeil&afteßen 3« äaljlen, weit jebem Snljaber eineS joldien öejugSfdieineä bie 2Jtöglid)teit geboten wirb, fämmtlidie £>aupt= unb 9iebentveffet allein 311 machen unb außerbem ein 3infenertvägni§ ton 30 Fre*. in fSoi«! ■m«l IO <1. in Banknoten 3" genießen. Gruppe (Säljrlidj 16 Sterlingen.) ffltonatlidie Maten a 10 fl. Mad) Erlag bet testen Mate erfjatt jeber SEfjeilnefiuter fotgenbe 4 Sofe: I Sperr. IM«Oer fl. i»0-Staatslos. ^aiipitreffev fl. 300.000, mit Milcftaiifsjprämie ber gesogenen Sette i). Sö. fl. 400. fl 3perc. kal&u tiii*Ii» 400 Frnncii ■ Staatslos# ^cuipttreffer 600.000, 300.000 grattcä effectio (Selb. 1 herzogl. Braunschwriger *« 'l'haier - Los. Haupttreffer 80.000 Sljaiet olnte jeben Slbjug. f IniiNliruckcl*- (Tiroler-) fjos. Haupttreffer fl. 30.000. Gruppe B. (^äfjrtid) 13 3'c^unÖcn*) ÜJtonatlid&e Maten ä fl. ü. Mad) Srlag ber lebten Mate ertjalt ieber SE^eilitcfjmer folgetibe Sofe: 1 ;sperr. kals. tfirk. 40« Frcs.-Staatsios. Haupttreffer 600.000, 300.000 g-tcä. effectio ®olb. I herzogl. hrauiikcIih(‘Iftcr SO Tlialer-Iios. Haupttreffer 80.0( 0 $6lt. ol)ne jeben 2lb3ug. Sachsen-Meinlngen-Los. Haupttreffer fl. 45.000, 15.000 fitbb. SBafjr. Verlier BczueSMrlieine aiiT i'iinltcl «Oer Sperr. Staats-lose, JDtouatlidie Maten ü fl. 6. Ferner Bezugsscheine auf ganze 18«4er Staatslos**-2)tonatlid!e Maten ä fl. 10. Ferner Bezugsscheine auf hallte lS64er Staatniose. SWonatlicte Maten fi, fl. 4. Ferner l»ez«i«jMScS»t*ine auf Imlbe Uugarlose. 9}toiiatlld>c Maten t\ fl. 3. Ferner (CczugMsehcSiic l»raamscii»vt-iger ‘-O 'ina- ler-liosc. 2Jlouatlid)e Maten a fl. 2. Ferner Bezugsscheine auf InnsbrueUer-Iione. JKonatltdte Maten ä. fl. 2._____________________ Slufievbem übernimmt baä S88rfen»Somptoir unb bie äBed'feljlube ber Wiener Commissions-Bank alle wie immer Mamen tjabenben Söaitf=, SBed)Sler= unb SBörfeugefdiafte. 9>if}a-2lled)fe( ltttb Slccrebitioe werben auf alle großen 'i3(ä(jc Europas nttb vlnte rifaS billigft auägefdniebett. Sie 2luftrage am Ijiefigeu ^la^e nttb an§ ber fyrobinj werben feljr rajdt, reell unb prompt audgefiifyvt tuib bie burd) bö§ ^öövfeit Somptotr angc. >fteii SBertbpapiere nttb »aluten' mit Miicfftdjt auf bie jeweilige Vage be§ ®elbi. aeu unter ben bitligften SBeHugtingeit beleljut. Sie ®ejd>aftäfocalitäten bleiben taglid) Don 9 Ul)r morgens biS bUljra mDc oljne Unterbredjuua geöffnet. , . . Ancmräntiiro ATiftrorro "5crtcn P™"1*5* ’,n1> alu*> 3e9en 5(Jact’nar>me effeetiuert. AuSWdrilp Aullld^t) — 8ief)iiug61ipen werben nad) jeber Qiefjung franco gratis Derjentet. (152—3) Druck von Jgn, v. Llcinmayr & Fed. Bambrrg in Laibach. Verleger und für dir Redaction verantwortlich: Ottomar Bamberg.