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Nur weil au der Spitze des österreichischen EisenkartellS Deutsche in der Mehrheit sind, wird eine fieberhafte Hetze gegen die Vergebung der Lieferung in Oesterreich betrieben und dafür agitiert, daß doS französische Anbot, obwohl es sich um 350 000 Kronen höher stellt als daS Anbot der österreichischen Werke, angenommen werde. Ganz offen erklären die führenden tschechischen Kreide, daß dir Röhrenlieferung für die Präger Wasserleitung eine politische Sache ist. Solchen Erscheinungen gegenüber ruhig zu brachte auch über Cilli die Katastrophe, sie scheint aber er)i vou den den Germanen solgenden Slaven durchgeführt zu sein, denn bis zum sechsten Jahr-hundert läßt sich ans Münzsunden noch eine gewisse Zivilisation erweisen, danach aber hört alle Kunde über die Stadt ans. Zugleich mit der historischeil Tatsache, daß «m diese Zeit die Slovenen und Avaren zunächst in Steiermark und Kraiu einbrachen und im Verlause ihrer Eroberungszüge bis nach Tirol und Niederösterreich gelangten, wo noch zahl« reiche Namen slavischen Ursprung verraten, wie zum Beispiel Semmering (sirnvka — Fichte) oder Graz (grad = Burg). Karl der Große legte zuerst durch die Zerstörung des AvarenreicheS Bresche in den slovenischen Ansturm und in, Anschluß darau beginnt die schrittweise Eroberung des verlorenen Bodens durch den benachbarten bajuvarischeu Stamm. Um 1120 ist dieser deutsche Entsatz bei den Ruinen des ehemaligen Cilli augelangt. Deutsche Ansiedler werden um diese Zeit urkundlich beglaubigt. Die Deutschen im Besitze der Gewerbe und Künste eroberten die damals natürlich bescheidene» städtischen Ansiedluugeu, die Slovenen hielten das Land inne. So blieb es bis zu jenem Augenblick, als von slo-venischer Seite die Eroberung der deutsche» Städte ausgegeben wurde. In dieser Beivegung stehen wir jetzt mitten drinnen. Der Kamps der Deutsche» »»d Slovenen ähnelt in augenscheinlichster Genauigkeit jenem Ringen, das die Reichsdeutschen gegen die Polen der Ostmark aus den Plan rnst. Üeberall lassen sich dieselben Züge mit Leichtigkeit erkennen, die ans der gleiche» historischen Entwickelung beruhen. Einbruch in nr-sprünglich deutsches Land und Ueberflutung durch Slaven, Beginn der Kolonisation, Eroberung der Städte durch das deutsche Element in jüngster Zeit, Reaktion der Slaven und im Anschluß daran Ans-brach eines neuen Sampscs mit dem Ziel einer nationalen Selbständigkeit. Hervorzuheben ist dabei die Ähnlichkeit aus konsessionellem Gebiet, in der Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 71 bleiben und weiter der Ansicht zu huldigen, daß der nationale Kampf im Wirtschaftsleben keine Geltung haben dürfe, wäre ein arg« Fehler, eine schwere Versündigung gegen das eigene VolkStum. Leider setzt die entsprechende-Gegen-wehr nicht ein, leiden mangelt eS im wirtschaftlichen Leben der Deutschen an dem nötigen nationalen Einschlage. Wiederholt ist bereits aufdie tschechischen Geldinstitute verwiesen worden, die mit Vorliebe ihre Tätigkeit in deutsche« Gebiet verlegen, hier ihre finanziellen Transaktionen vollführen, deutschen Unternehmungen sich anbieten und leider Gehör und Entgegenkommen finden. Von der ,Zivno« stenska Banka pro Oechy a Moravuu, die wohl ihren tschechischnationalen Charakter deutlich genug in der Firma trägt, daß eine Täuschung als Ausrede auf deutscher Seite nicht gebraucht werden kann, kann hente schon gesagt werden, daß sie mehr im deutschen Wirtschaftsleben tätig ist als im tschechischen. Bei den Deutschen macht die Bank ihre Geschäfte, für die Tschechen wirkt sie nach gemachtem Geschäfte national in energischester und zielbewußter Weise. An Warnungen in der deutschen Presse hat eS wahrhaftig nicht gemangelt, diese scheinen aber zu verhallen. So erhält die „Wiener deutsche Korrespondenz" wieder Mitteilung von einem Falle, wo die „2ivnoatenäka Banka" als Finanzmstitut von Deutschen in Anspruch genommen wurde. Die Wiener pharmazeutische Produktivgenossenschaft hat liquidiert, an ihre Stelle soll eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung treten, eine „Apotheker-fabnkShandelSgefellschaft". An der Spitze des Unternehmens stehen Apotheker ans verschiedene» Städten, darunter aber eine große Zahl deutscher Apotheker aus Wien, Linz, Innsbruck, Baden, Iglau usw. mit Namen, die auch im politischen Leben der Deutschen oft genannt wurd.n als die Träger von Mandaten oder als Führer der Parteien in ihren Orten. Die Finanzierung des Unternehmens hat man aber der „Zivnostennka Banka pro öechy a Moravu" übertragen! Sie versendet die Prospekte der neuen Handels-gesellschaftfürApolheker.sienimmtdieAumeldungen Ostmark polnifch-ultramontan gegen katholisch-national oder protestantisch, in der österreichischen Südmark klerikal gegen freiheitlich oder protestantisch. Vermöge der Verhältnisse in Posen kann sich das deutsche Volk jenseits der schwarz-gelben Grenzpsähle ein klares Bild von der Lage dieser bedrängten Süd« mark machen und jeder deutsche Mann kann, wird nnd muß dann in der Tat für die bedrohten öfter-reichischen Brüder einspringen. Hier schweigt die Politik völlig, großdeutsche Gedanken liegen ganz fern, es bandelt sich darum, einem Bruder in der Not beizuspringen, nicht einmal nur durch metallischen «lang, sondern durch moralischen Beistand. Es wohnt da unten ein stolzes, aufrechtes Geschlecht, das sich seiner Haut schon zu wehren versteht, dem aber Mut und Kraft genommen wird, wenn es sieht, wie Millionen von Volksgenossen teilnahmslos ab-seits stehen, ja den Namen der deutschen Stadt Cilli gar nicht kennen, geschweige denn diesen deutschen Boden nie einmal mit eigenen Augen zn besuchen den Wunsch haben. Die Interesselosigkeit der Reichs-deutschen für Oesterreich, die sich in dem von Jahr zu Jahr zunehmenden Rückgang der Zahl denlscher Besucher in der bedauerlichsten Weise kundgibt, lastet am schwersten und am deprimierendsten auf den Deutschen Oesterreichs. „Reichsdeutsche, kommt nach Oesterreich", ist ein Ruf. der »«gehört verhallt. Und nicht zum wenigsten bietet Cilli landschaft-lich hervorragende Schönheiten. Ein kleines, sanberes und freundliches Städtchen, breitet es sich in dem lieblichen Tal der Sann an jener Stelle aus, wo der Fluß, in den Karawanken entspringend, seine südöstliche Richtung verläßt und in scharfer Biegung nach Süden ausweicht, um sich später mit der Save zu vercinigen. Schroffe Felsen, ansteigende Höhen mit schönen Wäldern bedeckt, Weinberge, schattige Spaziergänge, heilkräftige Quellen, das ist die an-ziehende Szenerie dieses schönen Winkels, die aber durch die Ruinen der Burg Obercilli erst ihr aus-schlaggebendes Gepräge erhält. Die Geschichte dieser entgegen, kurz sie, die Tschechisiernngsdauk lud* Namen und Zweck, ist die neue ..Apotheker-sabrikshandelSgesellschaft", für welche deu'sche Apotheker in deutschem Gebiete Mitglieder werben. Bei solchen Erscheinungen ist rS wohl schwer, an den Ernst eines nationalen Abwehr« kampseS bei gewissen Kreisen unter den Dcutschcn Oesterreichs zu glauben. Gründung drs Südmark-guurs „Siidlleirrmark". Am Sonntag ward im Deutschen Hause zn Cilli der völkischen Organisation der Deutschen des steirischen Unterlandes neuerdings ein Baustein eingefügt. Es erfolgte die Gründung des S ü d m a r k-ga ues: ,.Südsteiermark", an dessen Errichtnng sich für die Schutzvereinssache große Erwartungen knüpfen. Der neue Südmarkgau umfaßt die folgenden Südmark-Ortsgruppen: Cilli (Männer- und Frauenortsgruppe), Gonobitz (Männer- nnd Frauenortsgruppe), Neuhaus — Hochenegg — Weiten stein, Rann, Gerichtsbezirk Ro« hitsch - Tanerbrnnn. Schön ft c i n W öllan, Lichtenwald, Tüffei und Windischgraz. Znr Gründung sprachen die Herren: Dokwr Otto A m b r o s ch i t s ch, in dessen Namen die Ein-laduugeu znr gründenden Versammlung ergangen waren und der nun Ziele und Ausgaben der Glie-derung in Gaue auseinandersetzte und W e r b n i g g, (Schönstem), der in begeisterter Weise der Gau-gründung das Wort sprach. Derselben stimmten alle Vertreter der zusammengefaßten Ortsgruppen srendig zu. Jl)r Fernbleiben hatten durch Drahtnngen ent-schuldigt die Herren: Dr. Kokoschinegg (Weitenstein). Jng. Pototschnig (Windischgraz) und Hans Schnider-schitsch (Rann). In ihren Drahtnngen bringen die genannten Herren ihre vollste U e b e r e i n-st i m m u n g mit dem Antrage der Cillier Orts-gruppe znr Villacher Hauptversammlung zum Aus« drucke. Auch in der Versammlung war man darüber nur eines Sinnes. Herr Schmidt konnte dieser einmütigen Stellungnahme die beifälligst auf-genommene Mitteilung hinzufügen, daß auch die P e 11 st ii er mit dem Cillier Anttage übereinstimmen und sich für ihn voll und ganz einsetzen werden. Burg ist mit der Stadt Cilli so eng verwachse«, ja. sie ist eigentlich ein und dasselbe, daß eS sich wohl verlohnt, einen kurzen Blick auf das vornehme, deutsche Grafengeschlecht zu werfen, das auf dem Felsen über drei Jahrhunderte geherrscht hat, ge-fürchtet und geehrt weit in allen österreichischen Landen, in Ungarn und auf dem Balkan. Diese glänzende Vergangenheit, die Erinnerung an die Machtstellung, mittels der diese deutschen Edelleute geschaltet und gewaltet haben, hat der Stadt ihren Stempel ausgedrückt, immer wieder erhebt und krä»> tigt sich ihr nationales Bewußtsein an den rühm-reichen Bildern der Vergangenheit. Schon seit 1150 läßt sich das Geschlecht der Herren von Cilli ver« folgen, 137*2 erhebt sie Kaiser Karl IV in den Arafenstand und nun beginnt jener historisch so überaus interessante Aufstieg derer von Cilli, teils durch konsequente und kluge Politik, teils durch ge-schickte finanzielle Transaktionen — ein Unikum unter den hochgeborenen Herren der FaustrechtSzeit, und eben deshalb so ergiebig — mehren sie ihre Hausmacht nnermüdlich. Graf Hermann 1. kann bereits ein Königskind, die Tvchtee des Königs von Bosnien, heimführen, fein Sohn Hermann II, der Größte fernes Geschlechtes, rettet dem König SigiS« mund von Ungarn in der Schlacht bei Nikopoli das Leben. Sein Sohn Friedrich II. wird 1436 Reichs« fürst, mit seinem Sohn Ulrich II. verknüpfen sich sogar verwandtschaftliche Bande mit dem Sultan Mnrad II. Nochmals erhob sich die HanSmacht nnter ihm zu höchster Blüte. Als Mentor deS Ungarkönigs LadislanS Posthnmus hat er allen Einfluß in Ungarn auf sich vereinigt, da fällt er in Belgrad von Mörderhand und mit ihm erlischt jäh der Glanz des Hauses. Sein Erbe, das mehr als siebzig Herrschaften in Oesterreich, Ungarn und Kroatien umfaßte, fiel zum größten Teil an Fried-rich 111. von Habsburg. Im Angriff lag für dieses Rittergeschlecht der Sieg; immer waren sie die Han-delnden, auch dem Kaiser gegenüber, dem sie völlig Freudig ansgenommen wurde auch die Begrüßungs-drahtung des Obmannes des Deutschen Volks« rates, Dr. Delpin in Frieda». In die Ganleitung wurden gewählt: als Ob> mann Dr. Otto Ambroschitsch (Cilli), Zchrift-führer Aug. A i strich (Cilli). Zahlmeister Dokwr Georg Skoberne (Cilli), als Beiräte: Hau« Woschnagg (Schönstein , Erich Schmidt So« nobitz>. Dr. Schuster (Rohitsch-Sauerbrunn ^ Hasenbichl «Neubaus), Hans Schniderschitsch (Rann), Max Tomitsck (Lichtenwald), Doktor Mravlag (Tüffer). Ingenieur Pototschnig (Windischgraz), Gustav Stiger (Cilli), Frau Henriette MatheS (Frauenortsgruppe Cilli), Krau PraxediS « adiunig Franeuorlsgruppe Gonobiv> Ueber Antrag des Herrn Hans Woschnagg, unterstützt von den Herren A istrich und Stiger, wurde Herr Stadtamtsvvrstand Dr. Ambroschitsch stimmeneinhellig zum Vertreter des Gaues Süditeier-mark gewählt, für deu Sitz und Stimme m der Hauptleitung angestrebt wird. Der weitere Teil der Beratliiigen umfaßte Gegenstände streng vertraulicher Natnr. Die Versammlung stand im Zeichen einer erhebenden Einmütigkeit. Was ihr cme ganz besondere Bedeutung verleiht, das ist die volle Uebereinstimmung aller Ortsgruppenvertreter bei Beurteilung des Antrages der Cillier Ortsgruppe zur Villacher Hauptversammlung. Politische Rundschau. Das „Baterland" und die Nationalitäten-frage in der Beamtenschaft. Das ..Vaterland" führt in einem Artikel ledhaft Klage über die Nationalisierung des Beamten-standes. Das Blatt der tschechisch-seudalen Seite des PiusvereineS führt bittere Klage darüber, daß ti jetzt in Oesterreich Brauch geworden ist. vor jeder Ernennung eines höheren Beamten die Frage auf' zuwerfen, ob er ein Deutscher oder Tscheche oder Pole sei. Für den Beamten hätte nach Ansicht des „Vaterland" keine Nationalität, sondern nur das Oesterreichertum zu gelten nnd was die politische Gesinnung anbelangt, so müßte gefordert werden, daß die Beamten „schwarz-gelb bis ans die Knochen und nichts anderes sind". Gegen diese Ansicht zu polemisieren wollen wir nns erlassen, aber die Ver wuuderung müssen ivir darüber ausdrücken, daß das ebenbürtig begegneten. Zug für Zug kann man a« ihnen die Fülle jener mittelalterlichen Probleme der Politik und Wirtschaft studieren, die diese reich»-unmittelbaren Herren so groß und unser deutsches Vaterland so klein gemacht haben. Den heutige» Geschlechtern hat eine serne Vergangenheit auch die Gestalten dieser unserer recht eigennützigen Vorfahren gleichsam poetisch verklärt und sie zu Trägern ethischer Begriffe wie Mut. Tapferkeit und Trene ge-macht, die Eigentum deS ganzen Volkes sind oder sein sollten. Mit dem Untergang des Cillier Fürstengeschlechte« verschwindet auch der Ruhm der Stadt, Ruhe und Vergessenheit senkt sich auf sie herab, die nur durch den Einziig der Reformation für ein Vierteljahr' hundert unterbrochen wurde. Wie überall, so siel auch in Cilli die Bürgerschaft der Lutherschen Lcl>« zu. Sichtbaren Ausdruck fand die Volksbewegung in der Erbanuilg einer Reformationskirche im nahen Scharfenau, deren Größe nnd Schönheit die Chronik rühmt. Aber nur zwölf Jahre hat sie bestände», schon 1600 fiel sie der von oben befohlenen Gegen resormation zum Opfer und wurde von angestiftete« Banernscharen zerstört, nicht ohne vorher >n vertuen lichster Art entweiht zu werden. Aenßerlich erlosch alles evangelische Leben und erst als sich in Oefter-reich die evangelische Bewegung von neuem macht« voll erhob, sammelte sich auch i» Cilli die Gemeinde der Protestanten, die sich seitdem, wen» auch untn Mühen und Beschwerden, langsam aber nnanfhalt' sam ausbreitet. 1906 konnte eine schmucke und je-räumige Kirche eingeweiht werden, die aus einem Grundstein der verbrannten Kirche in Schannu« erwachsen ist; die Krankenpflege konnte in die Hand genommen werden und im Presbyterium vereinigen sich gut völkisch gesinnte Männer der Stadt. Anch hier in Cilli wieder die Erscheinung, daß alle jene, denen ihr Deutschtum über alles geht, die ihr itotn« land lieben »nd von ihm die Gefahr der slavisch» Ueberfintung abwenden wollen, in der evangelischen Nummer 71 Deutsche Wacht eerte 3 „Vaterland" diese Lehren vorbringt. Waren es ja doch gerade die «reise, die hinter dem „Baterland" siehe», die, als sie in Macht und Würden standen, jene nationale Beamtenpolitit inaugurierten, die sie jetzt verdammen. In klares Deutsch übertragen, will eben der Artikel des „Vaterland" nur die deut-scheu Beamten treffen. So lange die Slaven nativ-rnile Beamte stellten, schwieg das „Vaterland", es ichivieg, so lange sich daS national - geschlechtlosc Oesterreich«!rtum in der Beamtenschast aus deutschen Kreisen rekrutierte, während die anderen Böller nationale und keineswegs schwarz-gelbe Beamte stellten. Jetzt aber, wo sich auch der deutsche Beamte seiner nationalen Zugehörigkeit erinnert und wo man aus deutscher Seite als Gegengewicht gegen die slavische Beamtenpolitik von den deutschen Be^ omieii nationale Betätigung voraussetzt, kommen die „österreichischen" Mahnungsrufe aus dem Lager, wo Oesterreich nie sein Heil 31, suchen hat. Die Prager Röhrengeschichte. Die Prager RöhrenliesernngSangelegenheit ist programmgemäß verlausen. Die „Rarodny-Listy" verlangte die Vergebung der Lieserung an die Franzosen, der jungtschechische Gemeinderatsklub folgte sofort der „Anregung", die politischen Führer wag» '.«1 es nicht, dagegen zu spreche», sonst hätten sie jeden Kredit aus dem Gebiete des nationalen Chauvinismus verloren, einige Bernünstige, die mit guten Gründen und praktische» Erwägungen kamen, wnr-den eiusach niedergebrüllt und der letzte Bersuch, die ltiseiiröhreu national u i zuweilen und aus der Lie> serung wenigstens eine tschechische Schule in Wit-lowitz mit Hilfe der Regierung herauszuschlagen, ist mißglück^ Die Franzosen iverden die Röhren den Prager Stadtwcisen liesern und diese werden sür das Vergnügen, vvn Franzosen nnd nicht von Lcstcrreichern — von Deutschen geradewegs beim Siseukartev zu sprechen, geht doch nicht an — be. dient ^n werden, mit rund 300.000 Kronen bezahlen. Sie die so lehrreiche Geschichte weiter verlausen wird, muß abgewartet werden. Run fehlen aber -ur noch Fehllieserungen nnd sonstige Anstünde, am die Blamage der Prager Stadtväter zu einer vollständigen zn machen. Eingeleitet ist die Aussicht darauf durch die Mitteilungen des Direktors der Präger Eisenwerke, des Herrn »estranck. schon »«den. Was einzelne Stadtväter und Funktionäre an „Nebenverdienst" im Wege der Provisionen bei den österreichische» Werken vergebens gesucht haben, »ird sich wobl bei den Franzosen leichter gest»,den !ube», umso leichter wird man es aber gleich bei der Uebernahme der Rohren nehmen müssen. Die teutschen haben jedenfalls Ursache, mit dem bis-derigea Berlanfc der Prager Röhrengeschichte zu-frieden zn sein. Daß in der tschechischen Politik der niedrigste Azennutz die wichtigste Triebfeder ist, hat sich bei der vielbesprochenen Frage, wem die Lieserung für k Röhren der Prager Wasserleitung übertragen «rden solle», am deutlichsten gezeigt. Als groß. Gemeinschaft Stütze uud Mittelpunkt finden, selbst «s die Gesahr hin. wegen ihres Bekenntnisses Unbill zu leiden. An Anfeindungen fehlt es auch hier nicht, Drohungen statt gemeinsamer Mitarbeit und Beschimpfungen statt brüderlichen Beitragen», immer dieselben Waffen, die eine Gegnerschaft gegelt eine Bewegung schwingt, die sich mit einer national-Ißmeichischen Betätigung wohl verträgt, aber deren ütfen sittlichen Gehalt sie entweder nicht verstehen Kll od«r verstehen darf. Und so kämpft sie denn m> Zertrümmern von Kirchenfenstern oder Drohungen «d wird nicht müde, sich immer von neuem ei» Zeugnis ihrer geistige» Armut und Berrohung aus-juidlen. Solche Ausbrüche können die dentsch-evan-Mche Gemeinde Cillis nicht hindern, ihre natio-«lra und sittlichen Ziele fest im Auge zu halten; 9nmd zu schwerer Beunruhigung ist nur die stei-pic Unmöglichkeit, den wachsende» Ansprüchen saanziell gerecht zu werden, denn auch die Sorge ihn die deutschen Gemeinden der näheren ftnb wei !mn Umgebung ist ihren schwachen Schultern auf-geladen. Hier öffnet sich ei» weites Feld für alle , Zmndc des deutschen Gedankens; auch die kleinsten Haben haben ihren Wen, wo es oft am notwen-Zijßr» iehlt nnd stark wächst das Selbstvertrauen k i» der Brust der deutschen Kämpfer, wenn sie sich !«i! den Genojseu in Oesterreich und Deutschland Ät ganz verlassen sehen. Reichsdeutsche, kommt in 1l«österreichische Südmark! „Hamburger Nachrichten." Dr. Hans Hartmeyer. zügige nationale Tat hat man es tschechischerseits hingestellt, als die Lieferung den Franzosen über-geben wurde, als eine einfache Provisionsfrage stellt es sich heraus. Weil Herr von Kestranek, der Leiter des Eisenkartells, die von Stadtvätern nnd sonst „interessierten" Herrschaften geforderten Provisionen nicht geben wollte, die Franzosen aber sie zugestanden, erhielten diese die Lieferung nnd die Präger Steuer-träger zahlen eine 200.000 Kronen betragende Ueber-Provision. Neben den Prager Steuerträgern kommt bei der Wasserröhrenlieferung noch der Handelsminister Herr von Fiedler start in Mitleidenschaft. Herr Kestranek hat gar erbauliche Dinge vvn der mini-steriellen Tätigkeit dieses Mannes im Rate der Krone erzählt. Dr. Fiedler hat seinen amtlichen Einguß mit vollem Gewichte geilend gemacht, um einem Abgeordneten seiner Partei einen persönlichen Borteil zuzuwenden. Das nennt man auf deutsch Amtsmlßbranch. die Tschechen werden es wohl auch nationale Politik nennen. An den deutschen Abgeordneten wird es aber sein, dafür zn sorgen, daß der deutsche Sprachgebrauch als der maßgebende znr Geltung komme. Es geht denn doch nicht an, daß ma» unter dem Borgebe» tschechische» Sprachge-brancheS das ganze öffentliche Leben bis zu oberst hinauf korrumpiert. Aus ÜliuM und Land Cillier Gemeinderat. Am Freitag, den 4. d. M., um 5 Uhr nach mittags, findet eine ordentliche öffentliche Gemeinde-ansschnßsitznng mit folgender Tagesordnung statt: Mitteilung der Einlaufe: Berichte des RcchtSauS s ch n sses über l. die Eingabe der Kirchenvorstehniig St. Joses bei Cilli um Bewilligung der grnndbücherlichen Einverleibung der zweiten Kapelle am Kalvarienberg als «irchengut. 3. Die Eingaben um Zuerkennnng des Heimatsrechtes in der Stadt Cilli der Anna Schmier, der Anna Schöninger nnd des Josef Hodurck. 3. Die Eingabe des Dominik Fabiaui um Weiterbelaffung des Schleiferstandplatzes bei Herabmindernng drs Standgeldes und 4. die Abänderung des Wasserleitungsregulatives und Borlage der Wasferleitungs-Ordnung. Berichte des Ba » ausschusses über eine Eingabe des evangelischen Pfarramtes um Herstellung der Straßen um den »irchengrund auf der Insel. Berichte des GewerbeauSfchuffes über: 1. Das Ansuchen des Georg Zwetan um Bewilligung eines Standplatzes zum Znckerwarenverkanf. 2. Das Ansuchen des Johann Fischer nm Verleihung einer Trödlergewerbekonzession. 3. Die Eingabe des nationalen Verlages in Cilli um Berleihung einer BuchhandlnngSkonzeffion und 4. das Ansuchen des Franz Tfchetfch nm Verleihung einer Fiackerkonzession. Abgeordneter Marckhl. Die Besserung im Befinden des Abgeordneten M arckh l, die nach der Operation eingetreten ist, hält an, anet) hat das Fieber bedeutend nachgelassen. Bis zn feiner völligen Heilung und Wiederherstellung wird allerdings noch eine geraume Zeit verstreichen. Abgeordneter Marckhl befindet sich zur Zeit noch im LandeStrankenheim zu Klagensurt. Auf zur Sedanfeier! Der Festausschuß richtet nochmals an die Deutschen Cillis und der Umgebung das Ersuchen. *u der heute im großen Saale des deutschen Hauses in Cilli stattfindenden Sedanfeier, (Beginn 8 Uhr abends) zahlreich zu erscheinen. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 6. d. M. findet in der Christnskirche um lO Uhr vormittags Gottesdienst statt; demselben wird ein BertranenSmann des Hauptvereines Hamburg des Evangelischen Bundes beiwohnen. Frau Sufsenbauer aus Wien hat in freundlicher Weife ihre Mitwir-lnng zugesagt uud wird einen Solochvral zum Bortrag bringen. Es ergeht hiemit an alle Gemeindemitglieder dic herzliche Einladung, sich an diesem Gottesdienst, den Herr Pfarrer M a y halten wird, recht zahlreich zu beteilige». 19. Hauptversammlung des Vereines „Südmark" in Billach. Die Vorbereitungen für die Hauptversammlung sind nahezu beendet. Der Festausschuß, dem Vertreter der Gemeindever-tretung und sämtlicher völkischen Vereine Villach's angehören, hat eine reichhaltige Festordnung sür die Tage der Hauptversammlung ausgearbeitet, um den Teilnehmer» an derselben den Aufenthalt in der schönen Draustadt so angenehni als möglich zu machen. Es steht nur noch zu erwarten, daß die Südmäiker aus allen Gauen Oesterreichs der Einladung zur Hauptversammlung nach Villach zahl-reich Folge leisten werden. Dem Bismarckwarteausschuh in Cilli ist seitens deS Vereines Südmark eine Spende im Betrage von 500 Kronen zugegangen. Außerdem sind auch in Cilli in den letzten Tagen für die Zwecke des BismarckwarteauSschuffes namhafte Beiträge ge-zeichnet worden Die Hauptleitung der Südmark hat in sinniger Weise ihr Angebinde am Tage von Sedon gemacht. Abermals ein Sokolfest in Cilli! Zn der slovenischen Presse wird für ein „im großen Stile" geplantes Sokol'est, daS am 2v. September in Cilli stattfinden soll, die Lärmtrommel gmihr«. Man erwartet zu diesem Feste Rothemden auS allen Teilen Lloveniens und auch Tschechen. Will ma» vielleicht die alte Taktik der „Sokoleinsälle" mit ihren brutalen Argumenten der Straße wieder auf-leben lassen"? Immer deutlicher tritt in die Erscheinung, wie der gemeinsame Sturmlauf aller Slovenen, auf wirtschaftlichem und politischem Gebiete Cilli gilt. Kollegentag. Am 5. September d. I. findet in Cilli (Hotel Mohr) ein großer Kollegentag der staatlichen BertragSbeamtm statt, an welchem der Obmann des Gra;er Landesvereines. Herr Koppacher, sowie «ine große Anzahl auswärtiger Kollegen teilnehmen werden. Erstes Original - Kärntner Lieder-Quintett. Einen überaus genußreichen Abend verschaffte uns Dienstag den 1. d. M. eine kleine Schar Sänger, die ans dein liederfrohen Kärnten zu uns kamen, um im Deutschen Hans ihre Heimatlieder zu singen. Die Stimmen aller fünf Herren sind von wunderbarem Wohllaut und präch-tiger Klangfülle. Helle Begeisterung erregte mit feiner ganz außergewöhnlich machtvollen, ans den tiefsten Tiefe» der Brust hervorgeholten Stimme, der Bassist des Quintetts. Gemütvolle Weifen wechselten mit verliebten Liebeln und schelmischen Gstanzeln in der reichhaltigen Bortragsordnnng. Den Bortrag aller Lieder beseelte musikalische Intelligenz und das tiefe Gemüt, das der Kärntner in so reichem Maße besitzt. Bon ernsten Sachen gefielen besonders A. Hilbrand's „A Liab, dö recht stark is", Z. Mayer'S „WaS kniast denn vor meiner" und „s trnabe Wasser!" von Gatterer. Stürmisch znr Wiederholung wurde F. Friedl's „Am Brünnle" verlangt. Große Heiterkeit erregten die mit echtem Humor vorgetragenen Lieder „Die Apserln sein rosenrot" von A. Hilbrand. „Lippiz-bach" von Th. Koschat nnd „Kegelscheib'n" von A. Hilbrand. Unter den vielen Zugaben hörten wir auch Koschats ewig schönes „Verlass'n" und ,.s Röserl vom Wörtberfee". Mögen die lieben sangesfrohen Gäste in ihrem schöne» Heimatland auch in Zukunft unser nicht vergessen. —a Spar- und Vorschubverein in Cilli. Einiagenstand mit Ende Zuli . . K 944.762 82 Zuwachs im Monate August . . K (»6.548-40 Somit Einlagenstand Ende August K l 011.31122 Spenden. Anläßlich des AblebenS des Herrn Zyhann Tekautz spendeten an Stelle eines Kranzes Herr Anton Peer in Store20 Kronen. Herr Johann Hermann in Store 10 Kronen für den Deutschen Schulverein. Von der Wasserleitung. Ueber den Stand der Arbeiten erfuhren wir: Mu der Legung des Hauptrohrstrangcs dürfte man in 10 Tagen zu Ende fein Der Hochbehälter ist auch' bereits zum Großteil iertig. Die Endtrist, bis zu welcher er unter allen Umständen zur Gänze hergestellt sein muß, ist der letzte Septembertag Bis Hochenegg fließt bereits das Wafser; die Einleitung in daS Rohrnetz der Stadt dürfte schon in der zweiten Hälfte dcS lau-senden MonatS erfolgen. Natürlich müssen die Rohre vorderhand einer gründlichen Ausspülung unterzogen werden. Man gibt sich angesichts des flotten Tempos, mit dem die Arbeiten vorwärlsschreiten, der Erwartung hin, die Eröffnung der Wasserleitung bereits im Oktober vornehmen zu können, welche frohe Bot-schast^uns von Optimismus doch etwaS allzu rosig an-haucht dünkt. Durch die weite Welt. Am Montag trafen in unserer Stadt drei Reisende ein, die eine Wanderung durch die weite Welt machen. Es sind zwei Italiener und ein Franzose, die sich verbunden haben, aus Schusters Rappen, bar jeder Reisemittel, Seite 4 die Welt von einem Ende zum andern zu durch-queren. Die Gebeine zweier Reisegefährten bleichen im fernen Sudan, unter der Glutensonne des dunklen Erdteil». Der Mordstahl fanatischer Mahdiste» hat sie hinweggerast. Die Namen der Weltreisenden lauten: Dr. Eltore Zampiceni, Giuseppe Moßetich und Michel Vernay. Sie führen Bücher tttii , ch. die ihre Reiseangaben beglaubigt». Zum Unterschiede von Weltreisende» ähnlicher Art juchen sie um Unter« stüyung nur bei Zum- und Sportvereinen o» Ihr nächstes Reiseziel ist Wien, dann Rußland. Der eine von den dreien spricht geläufig deutsch. Aufsehen erregende Einlieferung eines Häftlings. CS erregte nicht geringes Aufsehen, als am Montag nachmittag dem hiesigen KreiSgerichie ein Häftling eingelie'ert wurde, der priesterliches Gewand trug. Wie wir in Erfahrung bringen konnten, handelt eS sich um den Studie-renden der Theologie Oskar Szegh der unter der Beschuldigung deS Verbrechens des Diebfiahls vom Bezirksgerichte Ran» dem KreiSgerichie Cilli überantwortet wnree. Szegh ist Magyare und nach Ofenpest zuständig. Ein Kecker Betrug. Am L9. August vormittags erschien im hiesige» Hotel ,zur Stadt Wien" ein Fremder, bezeichnete dem Stubettmädche« im erste» Ztockwerke, Johanna Player aus dem Gange befindliches Gepäck, wie einen Reifekofser, «ine Handtasche und einen Ueberziehei alö das seine und meldete sich ihr als Passagier an, indem er um Anweisung eines Zimmers bat Zugleich ersuchte er das Stubenmädchen, ibm 20 Kronen zu borgen, da er sich augenblicklich in Geldve« legenheil befinde, jedoch telegraphische Geldanweisung erwarte; zu größerer «icherstellung wolle er ihr abe? seine gol-dene Uhr als Pfand überlaste». Johanna Player nahm die Uhr entgegen und überließ dem Fremden die erbetenen 20 Kionen. Nach kaum einer Viertel» stunde kam der Lohndienei, der das von dem Fiem-den bezeichnete Reisegepäck als das Eigentum eines im Hotel wohnenden Passagiers erkannte; dadurch mißtrauisch geworden, ließ Johanna Player die übernommene Uhr bei Herrn A l m o s l e ch n e r schätzen, welcher sie als Goldinuhr erkannte und mit kaum 10 & bewertete. Nun mußte das arme Mäd-che» einsehn, daß sie einem srechen Gauner aufge-sesfen und zum Opfer gefallen war und erstattete die Anzeige. Der Gauner ist 30 bis 35 Jahre alt, mittelgroß, hat gebräunte» Gesicht, brauueS Kopf-und Barihaar, war mit braunem Anzüge und schwarzem, breitkrempigen Hute gekleidet; dem Mädchen fiel be» sonderS ein großer Fettfleck auf, der sich tüdwäitS am Rocke deS Fremde» befindet Unfall. Am 31. v. M. wurden in der Herrengasfe die für die Legung der Wasserleitung?-röhre nötigen Gruben angelegt. Ein bejahrter Herr kam au! dem Bürgersteig vor dem Zangger'schen Handelgeschäfte feine Weges, fand denselben jedoch durch die ausgeworfene» Erdmassen versperrt; er mußte sich daher entschließen, entweder umzukehren, oder den schmalen zwischen zwei Gruben ausgesparte» Erdsteg zu benutzen; als er sich zu letzterem ent-schlössen hatte, gab die Ei de unter seinen Füßen nach und er stürzte in die Tiefe, glücklicherweise ohne weiteren Schade» zu nehmen, als eine kleine Haut-abschüriung am Fuße und Beschmutzung der Kleider. Um weitere, vielleicht weniger glücklich ablausende Unfälle zu verhüten, wäre es angezeigt, als Uebe:-gangSstcge kurze Bretter zu benützen, wie dies bei alle» Tiefbauten in Wien geübt wird. The Wonder Bio. Die Anziehungskraft dieses von Jung und Alt gleich gerne aufgesuchten Unternehmens scheint von Tag zu Tag eine immer größere zu werden, zumindestens aber keine Ab-nähme erkennen zu lassen. So oft ein neueS Programm an die Reihe kommt, bekanntlich »ach je zwei Tage», strömt das Publikum immer wieder von Neuem dem geräumigen Zeltbau zu, um die neuen Darbietungen auf dem Gebiete der allgemein beliebten Kinematographie zu besichtigen. Das neue Programm verzeichnet: Eine NordlandSreise; Das treue Pserd, dramatische Szene in vielen Bildern; der Bäcker von Venedig, ein historisch - gerichtliches Drama; Der Schmetterling, färbiges Bild und schließt die Bor-stellung das prachtvolle, färbige Ausstattungsstück: Der Waldgott. ES ist hervorzuheben, daß das von dem Unternehmen Gebotene ohne jede Lobhudelei, als gediegen, anregend belehrend und unterhaltend be» zeichnet werden muß. Optimus-Druckprobe. Bon dem Unter-nehmen zur Anfertigung deS neuen FeuerlöschopparateS OplimuS kam an die Freiwillige Feuerwehr Cilli das Ersuchen, die in ihren Händen befindlichen Apparate einer Druckprobe zu unterziehen. Der Grund hiezu war, die Behauptung von Kovkurrenzunterneh- Deutsche Wacht münzen, daß der Apparat, einmal in Funktion gesetzt und stehen gelassen, den Druck der Gase, welche die Feuerlöschwii kung ausüben, nicht aushalte weshalb Gefahr vorhanden sei. daß der Apparat explodiere. Die Druckproben, die vorgenommen wurden, hatte» ein in jeder Richtung hin glänzendes Ergebnis, welchtS uns sowohl von der vorzüglichen Verwendbarkeit, wie von der vollständigen Sicherheit deS Apparates vollkommen überzeugten Unter die Räder des Zuges geraten. Zn g-oßer Eilsertigkeit unternahm eS am Montag Abend der Kanzleioliziant Anton S k e t in der Station Grobelno ani den bereits in Veioe« gung b-.findlichen Zug auszubringen. Das Unglück wollte es. wie in so vielen Fällen, daß er diebei auSglitt und mit cmern Fuße unter die Räder des Zuges geriet. Man b> achte den schwerverletzten in das Allgemeine Krankenhaus nach Cilli, wo ihn der zerqueifchle Fuß knapp oberhalb des Knöchels abge-nommen wurde. Skei ist Kanzleioffiziai» beim Bezirksgerichte in St Martin bei Erlachstein, ist verheiratet und Bater von 7 Kindern. Automobilverkehr mit Weitenstein. Das Automobil bietet heute den Ersatz für die Eisenbahn und bildet sür solche Gegenden und Orte, die abseits jedes Eisenbahnverkehrs gelegen sind, eine Lebensfrage. In Südtirol und Bosnien Hai uia» mit der Ei ifühiung des Äutomilveikehrs die besten Erfahrungen gemacht. Der veraltete, schweriällige und mangelhafte Postverkehr zwischen Cilli, Hochenegg Neuhaus und Weitenstein wird allgemein als ein Uebelstand emp'undcn, und erfüll! feinen Zweck nur höchst unvollkommen. Der Wunsch nach einer Ber-dichlung und modernen Umgestaltung des Verkehrs ist nicht allein aus wirt'chastlichc» Gründe», sonder» auch zur Förderung und Hebung deS Fremdenver-kehrs außerordentlich berechtigt, umsomehr. da in diestm Falle Neuhaus als Badeort, Weilenftein und Hochenegg als Sommerfrischen das lebhafteste Jnteresje an der Einführung eines modernen Verkehrsmittels haben. Gewiß i't feiieus des LandesanSschusses die vollste Unterstützung zu gewärtigen. Mit Rücksicht der hervorragenden Bedeutung dieser modernen Ver-kehrsfrage, haben sich die maßgebende» deutschen Faktoren, die ja immer an der Spitze stehen, wenn eS gilt tue Fortschritt und wirt chaftliche Hebung des Unterlandes einzutreten, damit bereits ernstlich befaßt. Demnächst soll eine Besprechung der beteiligten Kreise erfolgen. Bekanntlich begünstigt die Regierung die Entwicklung des AutomobilverkehrS, und diefe Gelegenheit muß rechtzeitig benützi werde». Die Borbereitungsklasse am hiesigen k. K. Staatsgymnafium. Wie an viele» an-deren Mittelschulen besteht auch am hiesigen k. l. Staatsgymnasium eine Vorbereitungsklasse. D ese Klasse hat den Zweck. Schüler» mit absolvierter 3 oder 4 BolkSschulklasse eine gründliche Vorbereitung sür den Besuch der I. Gymnasialklafle zu geben. Da nun daS Lateinstudium vor allem eine gründ-liche Kenntnis zur Unterrichtssprache vo> aussetzt, so wird deshalb in dieser Klasse das Hauptgewicht auf den Unterricht in der deutschen Gramatik, im Aussatz und i» der Rechtschreibung gelegt Ju Verbindung mit Leseunterrichte werden aber auch Naturgeschichte, Geschichte und Geographie nicht verabsäumt. Ei» anderer wichtiger Lehrgegenstand dieser Klasse ist der Rechenunterr'cht. bei dem die vier Grundoperatione» mit ganzen Zahlen. Dezimalzahlen und benannten Zahlen, wwie am Schluße auch noch das Rechnen mit Brüchen behandelt werden. Auch werden die Schüler langsam mit den lateinischen Ausdrücken be» kannt gemacht. Da jene Schüler, welche die Vorbe-reiiungstlasse mit Erfolg absolviert haben, von der Au nahmsprüfung für das Gymnasium befreit sind, da ferner die Schüler dieser Klasse gleich im erste» Semester die Befreiung von der Zahlung des Unter-richtsgeldes unter den gegebenen Bedingungen erlange» können und diese Befreiung dann auch sür das Gymnasium in Artist bleibt, so ist der Besuch der Vorbereitungsklasse für jene Volksschüler, die ipäter das Gymnasium zu besuchen gedenken, mit großen Vorteilen verbunden Ein edler Sprößling aus Radej's Geblüte. Seit Monaten schon treibt zu nacht-schlaender Zeit der windiiche Musensohn Ivan Radej. der in diesem Jahre abiturierte am Rann drüben sein wüstes Unwesen. Ganz besonders un-gemütlich aber wird der junge Bursche, wenn er von Zusammenkünsten aus dem Nar»dni dom oder ans dem Felsenkeller heimkehrt, vollgepfropft von den Lehren ch7istlicher Nächstenliebe der bekannten windischen Hetzapostel — ein jugendliches Gemüt nimmt ja so was gierig in sich aus. Da kann er an dem Weiß'schen Hause am Rann nicht vorbei-ziehen, ohne einen Schimpf oder eine Drohung und Nummer 7l sonstige Liebenswürdigkeiten zum Fenster hineirizn-schreien, die Leute auS dem Schlafe aufzuschrecken und wäre es es auch morgens 4 Uhr. Da heißt es: „Kommt beraus. Ihr verfluchten Dcut'chlümler, wenn Ihr Euch getraut!" — „Die deutiche Kölschen soll über Euch Allen zusammenfallen!" — ..Die deutschen Firmenschilder müssen in 14 Tagen v.r-ichwunden sein, oder wir reißen sie herunter!* — „Die Deutschen werden wir schon aus der Gemeinde vertreiben, sie müsse» fort!" .'iur so nebenbei er-wähnen wir. daß er zu gleicher Zeit immer vo» seinem Revolver spricht; was er damit meint, wisse» wir nicht, der Umstand jedoch, daß er in der gleichen Gedankeniolge erwähnt wird, läßt einen Schluß aus die Wildheit dieses Wendenjüngels :u. Der gute Herr Sekretär der Umgebungsgemeinde erklärt, er könne da nichts machen, er könne ihn nicht arretieren lassen, nicht stiasen. Ei. eik Herr Sekretär warum durste denn ein deutscher Bursche amtiert werden, weil er Heil! gerufen? Hm? Run ist von der Weiß'schc» Familie gegen den sauberen windischen Wildling Klageanlrag gestellt worden und wir erwarte» eine exemplarische Bestrafung, wenn sich schon die Gemeindcbehörde gegen den Sohn des GemeindeausschusseS R a d e j nicht vorzugehen ge-traut. AnderwäriS greift man solchen Leuten gegen-über zur Selbnhilse mit körperlicher Züchtigung an jenem Körperteile, wo der Rücken seinen Name» verliert? i. j. Der Deutsche zum Deutschen. Wie aus mehrere» Fällen fengestellt werden konnte, bedient sich der Wiener Bankverein zur Eskomptierimg seiner Wechsel in Laibach der sattsam bekannte« panilavistischen Laibacher Kreditbank, obgleich in Laibach mehrere gute deutsche Bankdäuser. so I. L. Mayer und die Filiale der Kreditanstalt sür Handel und Gewerbe, bestehe». Dieses Vorgehen einer sich deutsch nennenden Anstalt ist um so bemer-keuswerter als es ei» krasseS Gegenstück zu der beim jüngste» Slavenkongreß in Prag zum druck gekommenen Einigkeit aller Slaven bildet. Freie deutsche Schule. Trotz Ferienzeit regt sich frisches Lebe» in diesem Vereine und aller-ortS im Norden und Süden urriereS Vaterlandes sind Ortsgruppen in Bildung. Doch heißt eS noch immer eifrig weiter werben! „Die Freie deutsche Schule ist kein Verein, der Uneinigkeit inS deutsche Lager bringe» will, kein Verein der über kleinliche« Gezänke g'vße Ziele vergessen sollte Jeder Kamps mit Organisationen, die gleiches anstreben, liegt chr ferne. Die „Freie deutsche Schule" hat ein nach allen Richtungen umsteckteS Ziel: die deutsche Schule gilt es zu sichern und zu verteidigen, tamil in unserer völkisch erzogenen Jugend deutiche» Wesen zu edelster Blüte gedeihe. Ihr, Freiheit gilt eS zu wahren gegen die nimmer er-lahmenden Uebergrifse unserer klerikalen Gegner. Dem deutschen Lehrer soll die freie deutsche Schule ei» fester Rückhalt sein in seinem völki'chei? Wirke», ein ireuer Bundesgenosse in seinem schweren Kampfe um durch lange Zeit vorenthaltene Rechte. Den breiten Schichte» des deutschen Volkes endlich gitt es in den Ortsgruppen der .Freien deutschen Schule" Stätten zu schaffen, an denen sie in gleichgesinntem Kreise lernen sollen, mitzuarbeiten an den großen und kleine» Schulungen der Gegen-wart, an dem inneren Ausbau und der steten Fort-entwicklung unserer Schule. Mögen sich andere Nationen um ihre Schulen kümmern, mögen sich „Inten,ationale' internationale Schulpaläste bauen Die deutsche Schule, die Segen und Wissen über Länder, Völker um u»S verbreitet, ist von deutiche» Geistesgrößen gebaut, die deutsche Schule der Gegenwart soll auch nur von Deutschen verteidig werden, ihre Freiheit nur Deutschen verdanke» t eSwege» werden alle Männer, Frauen. Singer, Bauern und Studenten ausgeiufen. zum nationale» Kampfe für unser höchstes Gut: für die .Hreie deutsche Schule." Zur Südmark - Hauptversammlung in Billach. Die Hauptleitung deS Vereines Lad-mark ersucht uns um Aufnahme nachstehender M-teilung: Da von den zur Hauptversammlung gemeldete» Teilnehmern der weitaus größte Teil noch keine WohnungS Bestellungen an die Ortsgruppe villach gemeldet' hat, ergeht hiermit die dringliche Suffor-derung dasselbe ehestens zu tun. Wer keine Wohnung voraus bestellt hat. läuft Gefahr, in den Tage» der Hauptversammlung in Villach umer-standslos zu bleiben. Sowohl die Hauptleitung alj die Ortsgruppe Villach lehnt jede Verantwortn»; sür allsällige Uuannehmlichkeitt» ab. Postalisches. In den Postämtern Klein-Sonntag bei^uttenburg und Friedau wurde der erweiterte Landbriesträgerdienst eingeführt. Kammer 71 Vom Finanzdienste, «ersitzt wurde» die dmlai. Oberaufseher Roman Dobnik von Drachen-Kig nach St. Marein bei Erlachstein un" Franz Pzulttic von Pettau nach Cilli. Vom Postdienste. Ernannt wurde zum koiruiiterbeamlen der Postamtsexpedieiit Johann Wöß in Marburg (Bahnhof). Ucbersetzt wurde der Post-lsp.dieiit AloiS Setenko in Klagenfurt nach Marburg. dcn bleibenden Ruhestand überiunnmen wurde der Munierbeamte Jakob Gantar in Marburg. Fernsprechwesen. Äm 2. ward die int.r« r'.ane Telephonlinie Cilli-Sachsenseld, un zwar «rlinfig mit den Verbindungen Sachsenseld Cilli Sprechgebühr <»<> l>), Sachsenseld Marburg (Sprech fttüljr 1 K) Sachsenfeld-Graz (Sprechgebühr 1 K 60 »>). Sachsenfeld-Wien (Sprechgebühr 2 li) Sachsenseld-Triest (Sprechgebühr 2 K) dem kcrkehre übergaben. Ein- und Verkauf von Obst verfchie-ton Art im Wege der Vermittlung durch die Ldstverwertungsstelle des Verbandes der landwirt H»!tlichen Genossenschaften in Steiermark Graz, Zi>mzt»sp'atz Nr. 2. Die diesjährige Obsternte für den Großteil der steirischen Landwirte, Ztlche infolge d.r langandauernden Trockenheit »Ehrend der besten Vegetation in ihren übrigen kedinprodukten um Vieles g.schmülert wurden, im kenin mit dem Weinbau die einzige Hoffnung auf «ins mehr oder weniger zufriedenstellende Einimhme. fys zu erhoffende Erträgnis unseres ausgedehnten ■cv weit über die Grenzen des Landes bekannten Obstbaue« kann in diesem Jahre sowohl in Bezug »• die Qualität als auch Quantität, als ein gutes wzesehk» werden. Wir richten daher sowohl an die Pioduzenten wie Konsumenten, welche einerseits mil verkaufen, anderseits vorteilhaft und billig ein-kusin wollen, das Ersuchen sich unter der oban-«ihnen Adresse an die ObstverwertungSstelle des i-rdandes der landwirtschaftlichen Genofseiisäasten i> Steiermark zu wenden, welche in ihren monatlich tnrmlll erscheinenden Anbot- und Nachfragelisten jkermanu Käuser und Berkäuser von Obst in froßcii und kleinen Quantitäten namhaft macht, siijie auch die Markt- und Preislage des Obstes Icfonnt givt. Ferners wird auch über olle sonstigen, wi Odsthandel berührenden Angelegenheiten ge-vissenhafte Auskunst erteilt. Der Vögel Abschied. Es wird allgemach in.ler um uns! Schon rüsten sich die Stare zum jfage nach dem Sü)en. Nicht lange mehr, so folgen in Schwalben, weiter die Grasmücken, die Pirole. In Nachtigallen, der Kuckuck und alle die andere». Achr sür Jahr haben wir Gelegenheit, dieses Lchndcn der Vögel, ihren Zug nach dem Süden p beobach'fii, aber dennoch ist das Rätsel der hcrbstwanderung nach wie vor noch ungelöst. Man tfft sich ja in solchen Fällen mit dem schönen Line Instinkt. ZndeS darf man auch hier mit »chl sagen, daß, wo die Begriffe fehlen, sich ein Lort zur rechten Zeit einstellt Den» wir haben mt dem Worte Instinkt eigentlich nur an die cielle des ersten Rätsels ein anderes gesetzt. Wer ty den Vögeln, daß nunmehr die Zcit der Abreise xlommen ist? Wer bezeichnet ihnen den Weg, den üf nehmen müssen? Und wer vor allen Dingen il«t ihnen zum Führer, um sie im nächsten Jahre iilder in die alle Gegend zurück zu geleiten? An Archen bat man, indem man ihnen Ringe am tiii besestigte. den Beweis erbracht, daß tatsächlich Welten Tie?e im nächsten Jahr ihr alteS Nest reder aufsuchen. Ebenso beweisen die Brieftauben I Fähigkeit der Vögel, eine viele Meile» weite foise zu vollführen und dennoch mit Sicherheit zum Uten Heim wieder zurückzukehren. Man hat zur Erklärung dieses Rätsels auf die Luststlömunge» pngewiesen. Aber abgesehen davon, daß deren iländigkeit nicht bewiesen werde» kann, ist die Er-ßiimig schon um deswillen nicht ausreichend, weil voraussetzt, daß die Vögel stets in einer be-lmmten Lufthöhe reife». Eher angängig erscheint m ar.dt'u Erklärung, die auf den außerordentlichen tiftchlisinn der Vögel verweist Zn der Tat ist per ja oll wunderbar zu »eniie». So beispiels-«?>c bei den Raubvögeln, Immerhin dürste aber wlh diese Deutung kaum genügen. So stehen wir lau noch heute wie unsere Ahnen ror Jahrhun tarn und Jahrtausenden vor dem Wanderfluge der kizll. ohne ihn uns erklären zu könne». Iugendstrafsenate. Mit Beginn des nach-ite Jahres wird bei den österreichischen Gerichten rat wichtige Neuerung eingeführt werde». Das .Wzministerinm beabsichtigt nämlich, wie den Ge-tchtSstellen bekanntgegeben wurde, die Strafsachen Ren Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch tät vollendet haben, vor den Gerichtshöfen bei Drntsche Wacht einem Erkenntnisfenate und bei den Bezirksgerichten in der Hand eines oder mehrerer Einzelrichter zu vereinigen; soweit es nach der Organisation der Gerichte möglich ist. soll zugleich das Einzelrichter-amt in Strafsachen für derartige Fälle in die Hand des Vormlindschastsrichters gelegt werden. In Strafsachen an denen Jugendliche und Erwachsene beteiligt sind, wäre die Trennung des Verfahrens anzustreben, wenn dies ohne Nach eil für dir Sache, insbesondere für die rasche Erledigung geschehen kann. Ist die Ausscheidung nicht durchführbar, wäre die Strassahe vor dcm sonst nach der Geschäfts-Verteilung berufenen Senat oder Einzelrichter zu verhandeln Die Durchführung dieser Maßnahme» würde Aenderungen in der Geschästsverleilung zur Voraussetzung haben; sie könnte daher erst mit Be-ginn deS Jahres 1909 in Wirksamkeit treten. Schaffung eines neuen Konkretual-standes. Die Verordnungsblätter sür dir Aus-Musterung am 18. d. haben — von der Oefsentlich-keil ganz unbeachtet — eine wichtige Neuerung ge-bracht. Zugleich mit dem Aushören der früher üblichen Rangtzvoidatierung der Akademiker und der Festsetzung des .'tanges mit l. September 19(H erscheinen »un alle aus den beiden Militärakademien zu Leutnants Ernannten, gleich» el ob sie zur In-sanierte, Jägern, Pionieren oder dem Eisenbahn-und Telegraphenregiment (die bis jetzt schon einen Koukretualstand bildete») oder zur Kavallerie, zur Feld- und Gebirgsartillerie eingeteilt wurden, mit einem allen gemeinsamen Range bezeichnet, von dem zum Bei'piel die Nummer l bis 3 ein Infanterist, 4 ein Kavallerist, 5 und 6 wieder ein Infanterist u. f. w . 10 ein Kavallerist, 11 ei» Feldartillerist, 12 ein Pionier u. f. w., 27 ein Festungsartillerist besitzt. Diese Maßnahme bedeutet die Schaffung eines einzige» Äonkretualstandes sür die drei Haupt Waffen und die technische» Truppen und in weilerer Folge die Erzielung einer sür alle Waffengattungen gleichen Vorrückung, Kommerzialrat Otto Klusemann ist am 30. d MtS. früh in <8 in n ii b c n nach langem schweren Leiden gestorben. Der Verblichene, der ein Alter von '»5 Jahren erreicht hatt-, Ritter des Fianz Josef Ordens und Besitzer des japanischen Verdienst-vrdens war, gehörte zu den angesehensten Bürgern von Graz und war einer der hervorragendste» Vertreter der heimischen Industrie. Bischofdorf. (Spiele nicht mit dem Schießgewehr?) Dem 13jährigen Anton Wre-tscher in Lubetschno gereichte daS Spiel mit einer alten verrosteten Pittole zum Unglück Beim Ad» feuern waid das alte Schießeisen in lauter Stücke zerrissen, und der unvorsichtige Schütz« an der Hand schwer verletzt. Wöllan. (Ein tätlicher Stich in die Schläfe.) Anläßlich des Kirchweihfestes kam eS zu wüsten Raufszenen, bei denen auch das Messer mitsprach. Wie immer in solchen Fällen ist es dem Friedensstifter am schlimmsten ergangen; er blieb dieSmal auf dem Platze tot liegen. Ein wohlgezielter Messerstich in die linke Stirnseite machte dem Leben des am Streite vöUig unbeteiligten Gregor Uovat, der begütigend auf seine Gefährten einsprach, ein srühes Ende. Auch einem Zweiten wurde ein Messerstich verabreicht. Der Messerheld, ein Bergknappe namens N a p o t n i k wurde dem Bezirksgerichte Schönstein eingeliefert. Lichtenwald. (Evangelischer Gottes-dienst.) Sonntag, den 6. September findet um halb ö Uhr nachmittags in der Wohnung des Herrn Dr. Wienerroiiher ein evangelischer Gottesdienst statt, wozu für jedermann freier Zutritt ist. Wisell. (Rötlicher U n f a 11.) Am 27, v. M. fuhr der Grundbesitzer Josef O s o j n i k mit einem mit Steinen beladenen Wagen gegen Bukdorf Unter-wegS bezechte er sich so, daß er die Leitung des Geipannes verlor. Er geriet mit dem Wagen in eine Straßenvertiefung, so daß der Wagen umstürzte und O'ojnik unter die Ladung geriet, welche ihm erdrückte. Hölldorf. (Glänzender Gemeinde-Wahlsieg.) Lin äußerst harter Kampf wurde am *8. v Mts. hier ausgetragen, es war die Wahl des Gemeindevorstandes in der Gemeinde Hölldorf, bei der sich der bekannte Pfarrer Cilenschek ganz be-sonders hervortrat. Er und seine Getreue» unterlagen diesmal der ForlschrittschrittSpartei trotz der riesigen Agitation, die ins Werk gesetzt wurde. >o glänzend der Sieg der Fortschrittspartei ist so vernichtend ist die Niede-lage der Gegner. Heil Hölldorf und vorwärts! Rohitsch-Sauerbrunn. Die stetige Besucher-zahlzunahme, der sich unser Kurort seit einer Reihe von Jahren erfreut, ist auch Heuer nicht ausgeblieben. Die Befuchsziffer 4000, die im Vorjahre zum ersten- Seite o male feit Bestand der Anstalt und zwar am 3. September, erreicht wurde, wird Heuer fchon am 21. August ausgewiesen, und es beziffert sich die vor-läusige Steigerung aus die ganz ansehnliche Zahl von ungesähr 300 Personen. Unerwartet günstig gestaltet sich Heuer noch dazu die Nachzeit, die übrigens verdienen würde eine zweite Hauptzei« zu werden, denn die Naturpracht und die Annehmlichkeiten eines Früh-berbst-ÄusenthalteS im steirischen Unterland« muß man genossen haben, um sie recht einschätzen zu können. Wen« in Gebirgsgegenden bereits rauher, ätzender Nebel die ohnehin schon kurzen Tage noch um einige Stunden verkürzt, während im Süden der Monarchie ost »och lähmende Hitze sich unangenehm bemerkbar macht, glänzt in der klimatisch so bevorzugten Unter-steiermark eine gleichmäßig milde Sonne und führt die alle Hänge bedeckenden Weinkulturen und die reichen Obstanlage» der Reife zu Rohitsch-Sauerbrunn, das durch seine reizende Umgebung zu zahlreichen lohnenden Ausflüge» Gelegenheit bietet, verbindet mit den geschilderten Vorzügen noch den Komfort eines vornehmen Badeortes und vielfache Zerstreuung. Es steht den beliebtesten Herbstationen gewiß in keiner Weise »ach Dafür spricht wohl auch, daß jetzt nach dem durchgrenenden Publikumwechsel, der sich gegen Ende August jährlich vollzieht und mit dem an Stelle der heimkehrenden Ungarn und Kroaten Wiener und alpenländische Besucher trete», der Kurort noch immer über r>00 Gäste beherbergt, von denen hier Theodor Freiherr von Rinaldini, Statthalter a, D., mit Gemahlin aus Trieft, Feldmarschall Leutnant Daniel R von Bonn, mit Familie aus Graz. Bischo' Michael Bogisich auS Gran, Feldmarfchall-Leuiuant Leopold du FreSne mit Familie aus Görz, KreiSgerichts-prä beut Ludwig Perko mit Gemahlin aus Marburg, Uiiiversilülsprofesfor Dr. KorneliuS Doelter aus Wien, Bürgermeister Stephan Barczy aus Ofen-Pest und Vizekonsul Georg Krivau aus PloieSci (Rumänien) gcnannt seien. Die Wohnungspreise sind wieder bedeutend ermäßigt. Oberfeising. (Deutsche Agrarpartei.) Die in Angelegenheit des serbischen HandelSver-träges abgehaltene Wählerversammlung »ahm einen glänzeitden Verlauf. Gemeindevorsteher Petschaler erstattete das Referat. Ein von 53 ReichSratS-Wählern gefertigter Protest gelangt an Ritter v, Hohenblum und an den ReichSralSadgeordneten Marckhl, Im Spätherbst findet eine große Ber-sammwng der deutschen Agrarpaitei in Oderseising statt und wird sodann eine Organisation beschlossen werden Bewährte agrarische Redner werden er« scheinen. Pettau. Die deutsche BezirkSverlretung hat in den vergangenen .>ahren an Straßenbauten un-vergleichlich mehr geleistet als die slovenische in 19 Jahren Ueber diese Bauten wurde schon wiederholt berichtet und es seien nur die neuesten angeführt: Die Straße von Pettau nach Oberradkersburg, die über den steilen Grabschinzerberg sührt, wird be-deutend leichter fahrbar fei», da die großen Steigungen beseitigt werden. Die nach Kroatien sührende Tür-kenbergstraße ist biS zur Grenze fertig. Die Straße von Gorenzenberg nach Ankenstein ist im Bau. Die Bezirksstraße erster Klaffe durch Stein und Puchdorf wird geradlinig gezogen. Bei diesen Bauten kommt auch die arme Bevölkerung aus ihre Rechnung, Herichtssaas. Der schwarze Georg. Die Arbeiter Sebastian und Georg R a t e j, letzterer genannt der „schwarze Georg" führten in letzter Zeit in der Umgebung Cillis. namentlich in Petfchounig eine Reihe verwegener Diebstähle aus. Sie ließen mitgehen, woS nicht niet- und nagelfest war. Endlich ereilte sie ihr Geschick und sie haben nun achl bzw. vier Monate Zeit, um über den Unterschied von mein und dein nachzudenken. Eine mißglückte Finanzoperation. Der stellenlose 2'^jährige Agent «arl Pevec, auch Gesangslehrer betitelt, reichte bei der hiesigen slovenischklerikalen Sparkasse ein Darlehensgesuch ein. belegt mit einem An'iellungsdekrete der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, das sich aber als gefälscht uud zwar als meisterlich gefälscht herausstellte. Pevec gab vor Gericht auch die Fälschung zu. leugnete jedoch jede Schädigungsabsicht. Da ihm diese nicht nach-gewiesen werde» konnte, mußte mit seinem Freispruche vorgegangen werde». Rauferei. Am 3. Mai d. I. kam es in Kostajnik in einem Gasthause unter den Burschen zum Streite, welcher damit endete, daß Franz Z i m p e r s ch e k den Besitzer?- Seite K Deutsche Wacht Nummer Tl söhn Johann Jeulchnit mißhandelte. Der Vater des letzteren wollte seinem Sohne zu Hilfe kvmmen, bekam jedoch von Limperschek einen derart heftigen Schlag mit einem Steine ins Gesicht, daß ihm daS Nasenbein zertrümmert wurde. Zimperschek wurde deshalb zu zwei Monaten Kerker verurteilt. Ein wildes Tier. Der 47jährige Autou Icsen ik führte in einem Gasthause Treunenbergs einen Streit herbei, in oesseu Perlause er die Schädel einiger Gäste mit einem Doppelliterglas bearbeitete, an einige andere Gäste Messerstiche austeilte und ivild um sich schnappend, einen seiner Gegner in die Finger biß. Er wurde zu acht Monaten schweren und verschärften Kerker verurteilt. . - Tagesnemgkeite». Auch ein Zeichen der geit. Wi, die „Bosnische Post" meldet, ist von »un an jede beliebige photographischeAusnahme im Stadtbezirk von Sarajewo und in einem zirka fünf bis acht Kilometer breiten, um Sarajewo gezogenen Gürtel strengstens verboten. In und um Sarajewo dars überhaupt nicht mehr photographiert oder gezeichnet werden und Uebmreiungen dieses Verbales werden strofgerichtlich verfolgt werden oder zumindest eine empfindliche Geld- oder Arrestrafe nach sich ziehen. Eisenbahnunglück. Am Sonntag um Minuten früh entgleiste auf der Linie W a r a s d i n — Agram in der Nähe der Station Weliko-TrgovisteeinPersonenzug. wobeizwei Personen den Tod fanden. Neunzehn Personen wurden mehr oder minder schwer verletzt. Die Ursache der Entgleisung dürfte ein Weichen dcS Unterbaues infolge der letzten Regengüsse sein Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. MillionenabgSnge bei der Hofhaltung. Die „Ostdeutsche Rundschau" bringt folgende Mit-teilung, sür die ihr die V e r a u t w o r t u n g überlassen bleibt: Wie auS gut unterrichteten Kreisen verlautet, soll in der Hofhaltung ein Abgang von unge-fähr sieben Millionen Kronen entdeckt worden sein. Die Stellung des ersten Hosrates W e t s ch l, dem vor kurzem der Freiherrntitel verliehen wurde, gilt als unhaltbar. Es wirkt geradezu tragi-komisch, daß ein derar-iger Fall sich in einer Zeit ereignen konnte, wo in der Hofhaltung ein Sparsystem zur Anwendung kam, das mit seinen oft geradezu Neinlichen Härten den berechtigten Unwillen der zahlreichen Hofbediensteten hervorrief, da sie u. a. um alteingebürgerte Begünstigungen gebracht wurden, Die Artisten gegen den Hauptmann von Köpenick. Die Berliner internationale A r t i st e n l o g e hat sich mit der Angelegenheit des HauptmaniieS von «öpenick beschäftigt und sich in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen die öffentliche Schaustellung dieses Mannes ausgesprochen. Dem Impresario, der Voigt unterbringen wollte, wurde die schärsste Mi k billigung der internationalen Artistenloge ausgesprochen. Zeppelin. Wie aus Stuttgart gemeldet wird, sind bisher für den Zeppelin-Fonds weit Über drei Millionen Mark eingegangen. Ein russischer Aufwiegler. Seit Sonn-abend bereist der r u s s i s ch e General Bolodimirofs mit dem Führer der Bauernpartei, Landlagsabge-ordneten Radic, ganz Sagorien und wohn» allen Bauernversammlungen bei, in denen Radic über die Gemeinbürgfchaft aller slavischen Stämme Vorträge hält. Am Montag fuhr der russische General ins Küstenland. Er kommt dann nach L a i b a ch, um am slavischen Journalisten-Kongreß teilzunehmen. Meine Herren, das war keine Kleinigkeit! teilten Sie nur, ich hatte mich total ve>»ieqen; 5 üder mir Felsen schroffen. unier mir ein Abgrund EM von hundert Meirrn «nd keine Möil'chteit, vor AA £ürfroär 6 zu lomme». Zwanzig Stunden hab W? ich so aushalle» «Offen und tt war nur ein Glück, MW »ab ich eine Schachte! FayS ect-e Sodener Mineral-Paüill.» m der Tasche hatte, obne die ick (eine Tour miie, nehme. Die habe» mich n chi nur vor I Tuch bewahrt, denen danke ick'« vor allem, daß ick ohne schwere Erkältung davongekommen bin. Aav« echie Soden«: mub man aus jede Hochtour mit. nehmen. Man kaust sie sür fl 1.25 per Schachtel in allen Apoltu'kcn, und Okncmlw rttMm lllr 0«»l*rrrlch-ÜB|H*rii: W. Tb. ünntxert, Wien IV 1, ®t»6t Siraiaift ir. 1.*>t1..>• behebt Rohitscker „Styriaquell,->Med> inalwasser). Zu Wein, ttognak-c. ist »Tempelquell e" vorzuziehen VkNretanx k. Steiermark: Lu«lwiff Appl, Grai. Landhaus. Sin vorjüglicker weißer Anstrich für Wasch-tische ist KeilS weide VSlawr. Der Anstrick trocknet sofort, klebt nicht und ist vollkommen geruchlos Dosen p 45 tt sind bei Gustav Stiger und bei Viktor Wog« in Cilli. in Maikt Tasser bei And. El»bach,r, in Ziol,tisch bei Josef Beiii»q. in Si. Marein !>ei Erlachftein bei Jod. Löschn,gg. in Lausen bei Franz Fav. Peiek, in Fran» bei Zranz Oftet erhältlich. 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So erzählt er unter anderem, wie der Kiebitz, der nur allzu guten Grnnd hat, die Eier, die sein Weibchen gelegt, aufs sorgsamste zu schützen, durch ein schlaues Manöver den Mnifchai, der der vielbegehrten Lelüatksse nachstellt, zu täuschen sucht. ..Die birnjörm'M Eier, die aus grünem Grunde mit vielen >'chroar,ra Pünktchen und Fleckchen besetzt sind, liege» gee ilt-lich mit den dünneren Enden »ach dcm DfittdpuuU des Nestes, einer kleinen napfförmigen Bertiefimz im Erdboden, so daß sie zusammen ein Smij bilden. Das Weibchen zeigt sich jetzt als eme ;u* verlässige Brüterin. die nur in äußerster Not a Nest verläßt. DaS Männchen sitzt dann irgeii^m auf der Lauer, nm das Weibchen zu warnen. wem irgendwelche Gefahr droht. Dani» aber flieg' li sogleich empor, dem Winde entgegen, um sich uichl weil vom Neste entfernt wieder niederzulassen unb hüpfend und pickend hin und her zu laufen. ?er Laie wird sich unn bemühe», an dieser Stelle Vas Nest zu suchen, und es natürlich nicht finden; der proscssionelle Eiersucher jedoch gibt auf alle wegungen des Kiebiypaares acht und bemerkt daran gewöhnlich ziemlich bald, wo er das Gelege ju suchen hat." Wenn der Aussatz, dem wir diese Probe entnehmen, besonders den Natur und!>«:-freund fesseln wird, so kommt nicht minder ;eötx Leser, welches auch sein spezielles Interessmgebitt sei» möge, in dem überraschend reichhaltige», Üb ftrativ prächtig ausgestatteten Heft zu feinem Nechi, Außer den Textillnstratione» schmücken zahlreiche, zum Teil sarbenprächtige Einschaltbilder das Hcsl, daS als eine würdige Eröffnung des neuen )abr gangs bezeichnet iverdeu darf und darnm der ivez» ihrer Handlichkeit so beliebten Oktavansgabe der altbewährten Zeitschrift gewiß viel neue Freunde erwerben wird, — Das erste Heft ist durch » Bnchhandluug zur Ansicht zn erhalten. Danksagung. Für s vielen aufrichtigen Beweise herzlicher Anteilnahme anläßlich des Hinscheiden* nns-res unvergesslichen Vaters und Schwiegervaters, des Herrn Johann Tekautz fühlen wir uns verpflichtet, t'str das überaus zahlreiche ehrende Geleite zur letzten Ruhestätte, i'ö.- die vielen Kranzspenden und die Beleidsbezeusjungen, welche uns in den Stunden unseres Schmerzes viel Trost spendeten, inbesondero der geehrten Bürgerschaft von Cilli und Umgebung, sowie allen teilnehmenden Freundm und Bekannten nnseren tiefstgefflhlten herzlichsten Dank auszusprecheu. Cilli, am 31. August 1908. Familien Tekautz-Strauss. A u § n» e i § über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 24. bis 36. August 1908 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name de» Fleischers Jatcb . Gaiiltet Ä»lo» OSrento Johann . Janichel Marnn ..... Kofsä' Ludwia . Lesloicdtk Jatob. Paykr «amuel . Planinz i>ranz . Plefifchat.... Pleiersly.... Redeuicheqg Josef sellal Kran; . . Seulichnigg Anlon Slelzer. ^ . Umegg Rudolf . BoUgruber Franz Gastwirte.... Private . . . . d>w. rino>»filbT' Schlamm t« qiki» iU4mn(i4 15 16 17 >8 I» »' 21 12 23 24 r> 26 r 28 !» 10 II 1? ts 14 15 I» 171 18 19 20 I. A|»f«>lMort<*n Maschaniker, steiriacher ..... Bnhnapfel, groüer rheinischer . . . Gravensteiner......... Cbarl&movtikr......... Kardinal, geflammter....... Astrachan, weisser....... Baumanns Reinette....... Ribstons-Pepping........ Ananas-Reinette........ Kanada-Reinette ........ Damason-Reinette........ Coxs Orangen-Reinette...... Belkfleur, gelber........ Kronprinz Rudolf....... . London-Pepping........ SehSner von Booskoop...... Hagler Giab.......... Holzapfel. rotgestreift...... Mostapfel Hanberscher...... Champagner-Reinette....... Liebten wald er Wachsapfel..... Daniiger Kantapfel....... Edelapfel, gelber........ Goldperm äne........ . Laodsberg«r Reinette...... Gelbe Sommer-Reinette..... Prinzenapfel.......... Roter Herbstkalvill....... II. Blrtt«'iiMort«»ii Diels Butterbirne........ Forellenbirne......... Gut° l.nise von Avranchea .... Hardenpouts Winter-Butterbirne, . . Josefiae von Mecheln...... Siegels Butterbirne....... Olivier de Serres ........ Pastorenbirne......'. . . Saliburger bii ne. ........ Sterkmanns Butte:birne..... Winter-Deehaftsbirue...... Wtilersch« Mostbirne...... Hirsclibirnc .......... Buscoü Flaschen birne...... Pastorenbirne......... Williams Christenbirne...... Sabtbnrgerbirne........ Rninmelterbirne........ Tepka ............ Kärntner Mo*tbirne....... ■ fi I 1 I ii 1* | | 1 N s •5 | s -- o 1! 11 x" i K M a 6 * 2 H u r- 1 } B 4540 285 710 1840 1312 3535 210 - 88i>0 — - 2599 950 — »5 5 47 t.'x 0 — 100 — — — 140 80 40 *00 — 120 470 125 112 415 55 15 >500 — 230 750 319 — 25 10 — l8'l — 100 00 lf 5'2 1120 20 35 100 — — 500 680 70 45 10 15 120« 80 100 650 420 — 95 80 170 — — — 2 6 450 155 635 60 445 — — — 1417 1158 lo8 230 40 n _ — — 630 1564 — 30 — _ _ — — 87 — — 2»5 55 173 _ __ — 842 140 180 35 10 _ — — — — — 285 55 180 _ — — 181 185 102 135 _ — _ — — 58 — — «0 195 — 230 20 — — 50 — G25 40 — 1K0 — — — — — 1330 1)5 — — — — »fi0 — — _ — — _ — — 40 10* — _ _ — — 087 100 — — — — 1 550 20 130 — — — •_ — 1000 20 HO — — — _ — _ 900 800 100 — — — — — — 1200 200 20 — — — — — — 550 — — — — — _ — _ 650 25 — — — — — — — 1X0 250 55 225 600 120 79 87 534 145 25 15 _ — — — — 56 90 25 100 «00 — 350 38 42 369 155 SO — — — — 163 74 10 130 «5 35 80 — 60 413 50 50 9u 95 10 195 20 75 210 80 —. 2500 — — 1310 — — 85 25 — 570 — — — — — — 550 — 50 183 45 473 — — — 800 — 140 205 40 107 — — 30 •— 60 — — — — — — 425 — 160 — — 151 _ — — — — — 250 — — _ — — — • — — 17« — — — — — — — — 125 — — Zunttmmen Graz. am 27. August 1908. 2892 15620 1665 1731 21345 665 1890 14857 7858 Vom steierm. Landes-Ausschasse. Für die Leitung eines Bierdepots in Untersteierroark wird ein der deutschen nni slowenischen Sprache in Wort und Schritt mächtiger und kantlon*-skhlger «semie-li«. Bevorzugt wird ein pensionierter Gendarm. Anträge erbeten an die Verwaltung diese« Blattes unter „Bierdepot 1457U*. 14570 Dienstgesuch Als Aufseher Magaxineur Kipeditor, Recbnungsftihrer etc. mit schöner Scl.rift. der dtnucheu und slovenischen Spiache i'i Wort und Schrift mächtig, energisch, nOchtem, gesetzt- u Alten, v.-rehelicht und kinderlos. Anträee an die Verwaltung dieses Blattes unter „Bescheiden 14506". Möbliertes Zimmer mit Dienerzimmer wird zum 15. September zu mieten gesacht. Zuschriften an die Verwaltung dieses Blattes. 14573 S werden fflr Cilli gesucht, dieselbe® erhalten freie schöne Dachbodenwohnung. Anzufragen bei Franz Hüusbaum, Nikolaiberg 15. 14565 Lehrjunge oder Praktikant »«-><* wird aufgenommen bei Adolt Perisslch, Cilli, Atelier Kirchplatz 4. Anfangsgehalt 20 Kronen monatlich. Ein Fahrscheinheft II. Klasse, Cilli—Wien, giltig bi* zum 4 September, ist nm 20 Kronen zu v e r-kaufen. Augu.t Egersdorfer, Cilli. 14667 ErostsrHeiralsantrag Suche Mädchen oder Witwe mit 10- bis 16000 Kronen Mitgift. Es wollen sich nur diejenigen melden, welche Lust und Freude haben, sich mit einem Kauf-manne bald zu verehelichen. Zuschriften mit Photographie erbeten unter „Kaufmann'' postlagernd Cilti. 14569 Landwohnung Kleines Häuschen oder eine zwei- bi» drei-zimmerige Wohnung, sonnig, staubfrei, in Waldesnähe, in gesunder Gegend Untersteiermarks zu mieten gesucht. Anträge m't Angabe des Mietzinses unter „Land-wobnung 1" an: Josef A. Kienreich. Annoncen-Expedition, Graz, Sackstrasse 4 and 6. 14562 Butter Topfen. 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