Vri»««er»tt»»s - Preise: Kür Laibach: Ganzjihrig . . 8 fl. 40 tt. h-lbjUrig . . 4.2». ^ ertelMrig . 2 10 „ ®Mwüich . . . — „ 70 „ Laibacher Mit der Post •eeiia^rig 12 fl. HaltjShritz................. 6 , «rneljiihrig 3 „ Wir Zustellung in« Hau» tierteij. 25 tr., monetl. 9 kr. Einzelne Wnmmttn * h. Anonyme Mttheilungen werden nickt berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Rrdaction: «ahnhos,affe Nr. 15. EttrHitt««»- & J«ser,te«-Bureau: «ongreßplatz Nr. 2 (Buch. Handlung von Jg. v. «lein-mayr & geb. Bamberg.) JusertionS-reise: Kür dir einspaltige Petitzeile i 4 kr . bei wiederbolter Ein» schaltung 4 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Nobatt. Kür complicierten Sq dere BergütuM'.F: Nr. 247. Freitag, 26. Cftobcr 1877. — Morgen: Frumentius. 10. Jahrga Eine neue Gewerbe-Ordnung. Im österreichischen Handelsministerium ist man fotbm mit dem Entwürfe einer neuen, den gegen« »artigen Zritverhältniflen mehr zusagenden Gewerbe. Ordnung fertig geworden. ES wurde eine Arbeit zu stunde gebracht, die durch eine Reiht von Jahren die maßgebenden gactoren — Gemeindevorstehungen, Bejirkshauptmannfchaflen, Landesregierungen, beziehungsweise Statihallereien, Handel», und Ge-wer bekümmern und Ministerien — eingehend und anhaltend beschäftigte. Der fragliche Gesetzentwurf handelt im ersten Abschnitte von den Bedingungen des selbständigen Gewerbebetriebe«, im zweiten von den Erforder. »ifsen behufs Genehmigung der Betriebsanlage bet tinjttntn Gewerben, im dritten vom Umfang und von der Ausübung der GewerbSrechte, im vierten vom Marktverkehre und von F>eranien, im fünften von den gewerblichen Korporationen (Genossenschaften), im sech «trn vom gewerblichen Hilftprrfo-nnlc (Hilfsarbeiter und Lehrlinge), im siebenten von den gewerblichen Bushilfskafsen, im achten von den Ueberttetungen der Gewerbe-Ordnung und Strafen, im neunten von den Behörden und vom Verfahren in Gewerbesachen, und im zehnten Abschnitte von den Gewerbe.Inspektoren und Korn-Missionen. Diesen zehn Abschnitten folgen drei Anhänge; der erste enthält Bestimmungen über Arbeitsbücher, der zweite über registrierte gewerbliche AuShilfS. lassen unter Anschluß besonderer Direktiven für die Lran ken-, Invaliden, Witwen- und Waifenkafsen, und der dritte ein Verzeichnis jener Etablissement» (Arbeitsstätten), in welchen die Beschäftigung rott Kindern untersagt und welchen dieselbe bedingungsweise gestattet ist. UeberdieS folgen Verordnungen bezüglich de» Betriebes de» Trödlergewerbe-, de» Gewerbe» der Dienstvermittlung und de« PfandleihgefchäfteS. Die neue Gewerbe-Ordnung soll — einige Beschäftigungen und Unternehmungen ausgenommen — für alle gewerbsmäßig betriebenen Beschäftig»«, gen Geltung und Gesetzeskraft haben. Durch die neue Gewerbe-Ordnung werden die derzeit noch bestehenden radicierten (auf einer HauSrealität al» integrierender Theil derselben haftenden) und ver-käuflichen (mit behördlicher Genehmigung weiter ver-äußerbartn) Gewerbe nicht alteriert, neue Real-geiverbe jedoch dürfen nicht errichtet werden. Durch die neue Gewerbe-Ordnung werden auch die Monopole und Regalien de« Staate», die PropinationSrechte und die au» der Aufhebung der letzteren hervorgehenden j Richte nicht berührt. Die bezüglich der FlelschauS-fchrotung und Brodbäckerei in einzelnen Gemeinden j bestehende Einrichtung oder Utbung der Verpachtung | ist nach den bestehenden Vorschriften zu behandeln;' auch wird durch die neue Gewerbe-Ordnung an den Beschränkungen de» Antritte» und Betriebe« einzelner Gewerbe, die auf besonderen Polizei- oder Finanzgesetzen beruhen, nicht» geändert. Durch dir neue Gewerbe-Ordnang werden auch die nach den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen erworbenen persönlichen Gewerbe-, FabrikS- und HaudelSberechtigungen nicht aufgehoben, sondern e« bleiben dieselben aufrecht, nur wird die Art der Ausübung geregelt, auch werden dir durch verliehene Privilegien eingeräumten Rechte nicht alteriert. Aus der Reihe der besonderen Bestimmungen wird hervorgehoben, daß, wer durch ein richterliche« Urtheil oder durch ein administrative» Erkenntnis von dem Betriebe eine» Gewerbes ausgeschlossen wurde, vom Antritte eine« jeden Gewerbes, durch deffen Ausübung der Zweck de» Urtheile« oder Erkenntnisse« vereitelt würde, ausgeschlossen ist. Infolge administrativer Erkenntnisse vom GewerbSantritte ausgeschlossene Personen können bei nachgewiesener tadelloser moralischer Haltung im Wege der politischen Landesstelle rehabilitiert werden. Der Antritt oder die Ausübung eine» Gewerbe» in einer Gemeinde begründet in derselben kein Heimatsrecht. Ausländer sind gegen Nachweisung der Reciprocität seitens des heimatlichen Staate« in Bezug aus Antritt und Betrieb eines Gewerbe» Inländern gleich zu behandeln; im Falle nicht nachgewiesener Reciprocität bedürfen Ausländer zum Antritte oder Betrieb eine« Gewerbes den Confens der politischen LandeSstelle. Jedermann, der ein Gewerbe selbständig betreiben will, hat dasselbe bei der Gewerbebehörde anzumelden, in deren Bezirk der Standort de» Gewerbes sich befinden wird. Wenn gegen den Antritt ein begründete» Hindern,» nicht obwaltet, so fertigt die Gewerbebehörde dem Anmelder zu seiner Legitimation den Gewerbeschein au». Wenn hingegen der Au», sertigung de» Gewerbescheines ein Hindernis ent-gegensteht, so hat die Behörde der Partei da» bestehende Hindernis bekannt zu geben. In keinem Falle darf mit dem Gewerbebetriebe begonnen werden, bevor der Gewerbeschein auSgefotgt ist. Ieuiileton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Sagtet. (Fortsetzung.) Das junge Mädchen lächelte und fragte ruhig: „Wie lange sollte e» wol möglich fein, mich in meinem Zimmer mit den drei nach der Straße führenden Fenstern gefangen zu halten?“ „Das ist wahr — also ein Hinkerstübchen." „Wie lange sollten Sie mich selbst in dem verborgensten Winkel des Hauses gegen meinen Willen einsperren können, so lange meine treue Mary hier ist? Und Sie können sicher sein, Mr. Humphry, daß diese keine Entlassung annimmt, wenn sie dieselbe nicht direkt aus meinem Munde empfängt. Wenigstens würde sie nicht fortgthen, ohne Abschied von mir genommen zu haben. Sie thun am besten, wenn Sie die Thür öffnen und mich in Frieden gehen lassen; denn nur dadurch können Sie der Schande eines öffentlichen Skandals entgehen.“ „Dazu ist die Sache schon zu weit gediehen," «klärte der Advokat. „Ich werde einem Skandal Vorbeugen, aber nicht dadurch, daß ich Ihnen ihre Freiheit gebe. Jetzt fordere ich Sie zum letzten-male auf, da» verlangte Versprechen zu geben." „Und wenn ich sterben sollte, ich werde e» nicht thun!“ erwiderte Olla bestimmt. „Lord Edgar, bitte, ziehen Sie die Klingel — dreimal; da» ist da» Zeichen für meine Haushälterin," sprach Mr. Kirby mit verbissenem Grimm. Edgar Kirby klingelte, und in der nächsten Minute wurden draußen eilige Schritte hörbar. Der Advokat schloß die Thür auf, ließ die Haushälterin herein, verschloß dann die Thür wieder und steckte den Schlüssel in die Tasche. „Ich möchte einen Augenblick mit Ihnen sprechen, Mrs. Bullock,“ sagte er, indem er sie in da» Kabinett führte, in dem Olla feine Unterredung mit Edgar mit angehört hatte. ,Wa» ist geschehen?" fragte die Haushälterin mit Neugierde, al» sie da» Kabinett betreten hatten. „Wer ist der junge Mann?" „Edgar, Lord Kirby." Die Frau stieß einen Ruf der Ueberraschung an« und verrieth große Erregung. "Ist e« möglich?" flüsterte sie. er ist! Und er ist wirklich Edgar?" .Wie hübsch Mr». Bullock trat an den Vorhang, machte eine kleine Oeffnung und betrachtete den jungen Mann mit gierigen Augen, die sich an feinen Zügen ftftzufaugtn schienen. »Höre zu, Ursula, was ich dir zu sagen habe," sagte der Advokat leise. „Ich bedarf deiner Hilfe.“ „Meiner Hilft?" fragte die Frau verwundert. „Komme nur her und höre aufmerksam zu." MrS. Bullock trat dicht vor ihn, und Kirby erzählte ihr in kurzen Worten alles, was sich soeben in der Bibliothek zugetragen hatte. „Und nun gebrauche ich die Hilfe und List einet Frau," schloß et feinen Bericht. „Du weißt ebenso gut wie ich, daß Lord Edgar und Lady Olla ein Paar werden müssen." „Ja, ich weiß et," versetzte die Haushälterin mit verständnisvollem Kopfnicken. »Hilf mir die Heirat zu ftonbe bringen, Ursula, “ fuhr der Advokat mit ungeduldigem Dringen fort, „und an demselben Tage, an dem sie getraut werden, sollst du meint Frau werden. Du hast mich Zum Antritte, beziehungsweise Betriebe nachstehend aufgeführter Gewerbe ist eine behördliche Concession anzusuchen: 1.) Unternehmungen periodischer Personentransporte; 2) Gewerbe der» jenigen, welche an öffentlichen Orten Personenlrans-pottmittel za jedermanns Gebrauch bereit halten, oder besondere Dienste (als Boten, Träger u. dgl.) an-dielen; 3.) Schiffergewerbe auf Binnengewässern; 4.) Gewerbe der Baumeister, der Brunnenmeister, Steinmetze, Maurer und Zimmerleute; 5.) Rauchfangkehrergewerbe; 6.) Kanalräumergewerbe; 7.) Ab-deckergewerbe; 8.) Verfertigung und verkauf von Waffen und Munitionsgegenständen; 9.) Verfertigung und Verkauf von Feuerwerksmateriale, Feuerwerkskörpern und Spreogpräparaten aller Art; 10.) Trödlergewerbe; 11.) Pfandlethergewerbe; 12.) Zubereitung und Verschleiß von Giften und Medizinalwaren, soserne dies nicht ausschließend den Apothekern Vorbehalten ist; 13.) Gast- und Schank-gewerbe, ferner Detailverkauf von gebrannten geistigen Getränken unter einem halben Liter; 14.) Ausführung von Gasrohrleitungen und Beleuchtungsanlagen; 15.) Erzeugung, Aufbewahrung, Versen-bung und Verschleiß von Mineralölen; 16.) Dienststellenvermittlung; 17.) Ausübung des Hufbeschiages; 18.) Gewerbe der Vertilgung von Ratten, Mäusen, schädlichen Insekten u. dgl., durch gifthaltige Mittel. Parlamentarisches. In der am 24. d. obgehaltenen Sitzung des Ausgleichsausschusses stellte Abgeordneter Dr. Giskra namens des Bank-Subcornitss folgende Anträge: 1.) Die Gesetzesvorlage über die Achtzig-Mil-lionen-Schuld ist adzulehnen, und 2.) das Alinea 2 des Artikels 102 der Statuten habe zu lauten: „Von dem sonach erübrigenden Theile des Gewinnes ist die eine Hälfte der für die Actionär-entfallenden Dividende zuzurechnen, die andere Hälfte zugunsten der kaiserlich österreichischen, beziehungsweise der königlich ungarischen Staatsverwaltung nach Artikel 2 de« Uebereinkommens vom...............zu verwenden." 3.) Im Artikel 2 des Uebereinkommens habe der zweite Satz zu entfallen und habe der erste Satz zu lauten: „„Der den Staatsverwaltungen nach Artikel 102 der Statuten gtbürende An heil am Reingewinn der österreichisch - ungarischen Bank wird zur Abschreibung von dieser Schuld verwendet, und zwar mit 70 Perzent für Rechnung der kaiserlich österreichischen und mit 30 Perzent für Rechnung der ungarischen Staatsverwaltung." schon seit Jahren gedrängt, dir diese Genugtuung zuthtil werden zu lassen, und ich will es dir nun versprechen als eine Belohnung für deinen erfolgreichen Beistand. " Die Augen der Frau funkelten; sie erfaßte feine Hand und drückte ste voll Entzücken an ihre Lippen. „Ich will die Heirat zu stunde bringen," sagte fit in übermäßigem Selbstoertrautn. „Und du willst mich als deine Frau anerkennen, Humphry?" „Ich habe es gesagt." „Und ich soll Gesellschaften geben, Diamanten tragen und im Schloß Kirby Besuche machen?" „Ja, alle« das." „Run, du kannst dich auf mich verlassen, Humphry; denn ich möchte lieber die Frau Mr. Humphry Kirby'S fein, als Königin von England." „Dann komme mit mir in die Bibliothek und gib wir deinen Rath." »Einen Augenblick. Weiß er es?" „Wer?" «Nun, Edgar —“ „Ah, da» Geheimnis, meinst du?" »Ja." Vom Kriegsschauplätze. „Reuters Office" meldet aus Erzerum vorn 24. d.: „Ismail Pascha traf gestern in Sedej-kan ein und gedachte heute Dahar zu ei reichen, um die Verbindung mit Mukhtar Pascha'« Truppen bei Zewin herzustellen. Am Soghanlidagh steht eine russische Abtheilung. Am Dienstag mittags begann ein neuerlicher Angriff auf die Bukowaer Redoute. Unter dem Schutze der rumänischen Batterien drangen die Angreifer bis zum ersten Parapet vor. Dort begegnet«! sie einem sehr heftigen, große Verluste verursachenden Kanonen- und Gewehrfeuer. Die Türken, welche Verstärkungen an sich zogen, wiesen sodann den Angriff auf da« zweite Parapet ab, worauf der Rückzug der angreifenden Truppen erfolgte. Die „Agence HavaS" meldet: „Mukhtar Pascha hält gegenwärtig Zewin im Westen von Soghanlibesetzt. Ismail Hakki Pascha marschiert gleichfalls gegen Zewin. Die Russen fahren fort, die Befestigungswerke von Kor« zu bombardieren, welche da» Feuer erwidern." Politische Rundschau. Laibach, 26. Oktober. Inland. Nach den in Wien eingetroffenen Meldungen über die Stimmung in den offiziellen russischen Kreisen wäre jeder diplomatische Vermittlungsversuch vorerst erfolglos. Durch die Niederlage der Türken vor Kar« ist die Hoffnung Rußlands auf einen Sieg in Bulgarien bestärkt worden. lieber die angeblichen Versuche des britischen Kabinetts, die Pforte zu bestimmen, daß sie um Vermittlung nachsuche, ist in Wien nichts bekannt, und es ist nicht wahrscheinlich, daß die österreichisch-ungarische Regierung ihre reservierte Haltung aufgeben werde, so lange nicht einer der Kriegführenden bestimmte Eröffnungen zugunsten des Friedens machen sollte. Ausland. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht die innere Lage Frankreichs und sagt zum Schluffe ihres «nikile: „Wie die Dinge sich einmal gestaltet haben, erscheint die Republik, die aufrichtige und liberale Republik» in Frankreich beinahe der beste Bürge einer friedlichen Politik, und die Factoren, welche so eifrig streben, anderen Gestaltungen die Bahn zu ebnen, dürften doch wol erst zu überlegen haben, ob wegen ihrer Pläne nicht auch jene freundschaftlichen Beziehungen erschüttert werden, die zu allseitigem Bortheile das Frankreich von 1871 mit anderen Völkern verknüpften und welche tu befestigen insbesondere in Deutschland von jedermann gewünscht wird." Da« fr anzösische Ministerium will vor die Kammer treten und eine Interpellation abwarten. ES hofft von dem Senate gestutzt zu werden. .Nein, er weiß es »>cht und darf es niemals wissen, sei also vorsichtig." „Gut, ich werde mich in acht nehmen." Mr. Kirby schlug den Vorhang zurück und trat in die Bibliothek, ihm folgte die Haushälterin. Lady Olla faß noch am Kamin, den Arm auf die Stuhllehne und den Kopf auf die Hand gestützt; nicht weit von ihr stand Edgar Kirby, ernst und in tiefem, ängstlichem Tone zu ihr sprechend. Da« Mädchen ober schien seine Worte gar nicht zu hören, denn sie blickte gedankenvoll vor sich hin und richtete forschend die großen blauen Augen auf den Advokaten und feine Haushälterin, als diese aus dem Kabinett kamen, als wollte sie aus ihren Mienen lesen, was von den beiden beschlossen worden war. Aber keiner von ihnen beachtete sie mit einem Blicke. Die Augen der Haushälterin hingen mit einem seltsam gespannten Ausdruck an Lord Edgar; sie schien sich so in seinen Anblick vertieft zu haben, daß sie wol selbst nicht merkte, wie sie langsam, gleichsam wie durch eine magnetische Kraft ange»ogen, sich ihm näherte. Mr. Kirby aber trat rasch auf den jungen Mann z» und sagte: Der Marsch all wird wahrscheinlich ein neue« Manifest erlassen. Die Präfecttn setzen alle Hebel in Bewegung, um die GeneralrathSwahlen im Sinne der Regierung zu beeinflussen, Lehrer und Pfarrer werden gtnöthigt, als Wahlagenten zu wirken. Das Comits der Linken des französischen Senats erließ ein Manifest an die Wähler in den Departements, um denselben die Theilnahme an den Generalrathswahlen vom 4. November dringend anznempfchlen. Das Manifest enthält folgende Stelle: „Seid eingedenk, daß ihr diejenigen zu wählen hobt, welche das erste Drittel der Senatoren erneuern werden. Ist diese Erneuerung der Republik günstig, so wird sie die Einigkeit zwischen dem Senate und der Kammer Herstellen und für lange Zeit jetten Conflict unmöglich machen. Laßt euch durch den Druck, der auf euch ausgeübt wird, nicht einschüchtern und geht allesammt ohne Ausnahme zu den Urnen!" Die Pforte hat eine Note nach Rom gerichtet, worin sie sich übet die Umtriebe der italienischen Agenten in den slavischcn Provinzen der Türkei beklagt. Zur Tagesgeschichte. — Zur Pariser Weltausstellung. DaS „Journ. des Deb." berichtet, daß sich die öffentliche Meinung unablässig und einstimmig für den äußeren und inneren Frieden ausgesprochen hat. Die Weltausstellung von 1878 wird denn auch überall als eine feierliche Bestätigung der Friedensidee ausgesaßt, welche die Welt beherrscht und selbst in die schrecklichen Schlachtfelder des Balkans und Orients einzudringen anfängt. Rußland hat seine Vorkehrungen für das Völkerfest aus dem Marsselde keinen Augenblick ins Stocken gerathen lassen; die Türkei ihrerseits sucht im Wege der Privatinitiative eine Betheilignng, welche ihr ihre Regierung, wie es scheint, versagen möchte. Es ist Zeit, zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, daß die großen Arbeiten auf dem Marsselbe und Trocadero vollendet sind und die Stund« deS Einzüge» geschlagen hat. Der Senator Krantz ist schon mit dem Abschlüsse der Verträge zur äußeren Ausschmückung der Parkanlagen und Paläste beschäftigt, tu welchen sich die Wunder der Künste und Gewerbe entfalten sollen. Der König Franz von Assisi hat neulich de» Grundstein zu dem Hauptgebäude der spanischen Ausstellung gelegt. Mit jedem Tage gebt eine neue fremde Kommission ans Werk. Die Engländer haben den Bau der riesigen Halle, welche ihre landwirthschaftliche« Maschinen ausnehmen soll, vollendet, und das Haupistück ihrer Fa^ade ist ebenfalls fertig. Die Schweizer find an der Arbeit. Die Belgier haben ihre Ingenieure und Baumeister nach Paris geschickt. Der Vertreter Japans trifft Ende de» Monats mit einem starken Personale von Beamten und Arbeitern ein. China hat seine Pläne eingeschickt, und das zurechtgemachte Material ist schon von Peking abgegangen. Die Perser werden mit ihrem Pavillon im Park von „Lord Kirby, dies ist Mrs. Bullock, eine früher wohlsituierte Dame, welche jedoch ihrer teducierten Vermögensverhättniffe wegen genöthigt war, sich selbst ihr Brod zu verdienen, und ist seit vielen Jahren meine Haushälterin. Sie ist eine einsichtsvolle und praktische Frau und wird uns in unser« Unternehmungen eine bedeutende Stütze sein." Mrs. Bullock reichte Lord Kirby ihre Hand, welche dieser kalt annahm. Nicht wenig überraschte es ihn, daß diese seine Hand herzlich drückte und er die ihrige (eicht zittern fühlte. Ehe er jedoch nach einer Erklärung dieser ihm seltsam verkommenden Erscheinung forschen konnte, wandte sich Mrs. Bullock von ihm ab und trat vor Olla mit ernstem, um nicht zu sogen finsterem Gesicht, aus dem jede Spur ihrer sanften Regung und Zärtlichkeit geschwunden war. „Und Sie weigern sich, Ihrem Vormund j» gehorchen, Mylady?" fragte sie. Statt der Antwort warf ihr Olla nur einen verachtenden Blick zu. (Fortsetzung folgt.) Trocabero bald fertig fein. Die Botschaft des Präsidenten tot Bereinigten Staaten, die sich für die Ausstellung so günstig ausspricbt, ist allbekannt. Wir wissen außerdem, baß Besuche, die mehr als eine bloße Höflichkeit zum Zwecke hallen, zwischen dem amerikanischen Gefanbten General Noyks und dem Senator Krantz sowie dem Direktor der fremden Abheilungen, Herrn Georges Berger, ausgetauscht worden sind. Wir batten Gelegenheit, die Baupläne Hollands, Uußlands, Schwedens, Norwegens, Dänemarks, des Droßherzogthums Luxemburg und Italiens zu fehen; sie sind im höchsten Grade eigentümlich und Muster ihrer Art. Nur Oesterreich-Ungarn ist noch etwas zurück; doch muß man feine Kommissäre entschuldigen, da die Anmeldungen viel bedeutender sind, als man vorausgesehen hatte. Das Ausland trifft also alle Anstalten, um dem Kampfe, den «6 gegen nufere »eweibetreibtnben, Landwirtbe und Sünjiter auszuhalten haben wird, gewachfen zu fein. Denn dus Möge man nur wissen, die französifche Abtheilung wird eine solche fein, wie man sie nocb auf keiner Ausstellung gefeben hat. Jedermann fühlt, daß ihm eine Gelegenheit geboten ist, die nationale Fahne doch zu halten und den Geschäften die Lebendigkeit wiederzugeben, die ihnen schon so lange fehlt. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Der LandeSschulrath in Krain) erledigte in seiner am 18. d. abgehaltenen Sitzung Gegenstände, betreffend die Besorgung und Entlohnung des Religionsunterrichtes an öffentlichen Lolksfchulen; die Erweiterung der Lolksfchulen in Dornegg, Seifenberg und Deixelburg; den Schulbau in Mitterdorf (Wochein ; die Verleihung erledigter Lehrstellen in Teiniz und Stocken-dorf; die Anweisung von Ouinquennalzulagen; die Be» leihung von Stiftungsbeziigen und die Berbescheidnng mehrerer Schulstraf-Mildernngs-, Schulgelvbesreiuugs-, Lehrer-Gehaltsvorschuß-, Aemunerations- und GeldauShilfs-Ges«che. — (Abschieds feie r.) Zu Ehren des (heute von Laibach nach Graz abgegangenen Herr» LandesgerichtSrathiS Dr. Victor Seitmaiet versammelte sich gestern abends eine Gesellschaft von dreißig dem hiesigen Richter-, Advokaten- und Notare,istande angebörigen Juristen im „Hotel um dem fcheidendcn Kollegen und Freunde ein herzliches .Lebewohl" zu sagen. — (®tei befall) In Stein starb noch lang« Krankheit der dortige k. k. B zirksrichter Herr A. Elsner. — (Die „Laibacher Schulleitung*) bringt in ihrer neuesten Nummer vom 25. v. an leitender Stelle Me Fortsetzung des interessanten Artikels „jut Gefchichte des krainischen Bolksschnlwesens von 1770 bis 1780." Die große Kaiserin Maria Theresia gab am 30. Mai 1769 den ersten Impuls zur Umgestaltung des Volksschul-wesens in Oesterreich; es wurden die bei den Schulen bestandenen Gebrechen unterfucht und abgestellt; es wurden toe Lehrergehalte aufgebeffert, strengere Lehramtsprüfungen 6ttd ein fleißigerer Schulbefuch anbesohlen; es wurde eine allgemeine Schulordnung für alle österreichischen Provinzen "lassen; es wurden in den Landeshauptstädten Normal-Huitn errichtet, die den anderen Schulen in und außer tot Landeshauptstadt zum Muster dienen; es wurde ein Schuisvud gegründet. In Bezug auf Krain überreichte Blasius Kumerdey der Kaiserin Maria Theresia Bot-l*läge über den Unterricht im Lesen und Schreiben sowol flovenifcher als in deutscher Sprache; diefe Vorschläge wurden in den Hauptpunkten angenommen. Die Geschichte Xieijet nacd, daß f*on vor hundert Jahren die Geistlichkeit für eine allgemeine Bolksbildung in Krain nicht «mpsknglich war und daß von Wien aus ernste Schritte k'ngeleitet werden mußten, um das Schulwesen in Krain iu heben; es wurde der Anstoß zum sonntäglichen Wieder« bolunggnnteut&te gegeben und der Psarrklerus aufgefordert, toefe Angelegenheit in die Hand zu nehmen. Die allgemeine Schulordnung vom 6. Dezember 1774 fand auch in Krain Eingang; die Normalschule in Laibach wurde im 1.1775 «öffnet. Schon damals tauchten Klagen auf, daß die Nor. Malschule in Laibach mit den Schwestern in Linz, Brünn, ®raz, Klagensurt, Troppau und andernorts nicht gleichen Schritt halte, daß sich in Laibach eine schulfeindliche Opposition lunb gab. Der offenkundige Widerwille des damaligen FürstbifchofS gegen die Umgestaltung des Schulwesens spielte eine große «olle, eben auch die Borurtheile tos niederen Klerus gegen die neue Schnlversaffung. Das Schulwesen in Krain stand infolge der Lässigkeit der Regierungsbehörden auf unterster Stufe. Die Opposition des damaligen Fürstbischofs in Laibach nahm derartige Fotmen an, daß ein eigenes kaiserliches Handbillett denselben anffor-bette, die Hebung des Schulwesens nicht zu hindern. — An zweiter Stelle finden wir in dieser Nummer den Wortlaut jener Rede, die der Landesschulinspektor Herr Raimund P i r k e r bei der Einweihung des neuen Schulhaufes in Gnrkfeld gehalten hat. — Au« der Serie der L o k a l n a <6 -richten eitleren wir folgende: 1.) Die L e hr b e f ä h i-gungsprüfungeti bei der hiesigen Kommission wurden im schriftlichen Theile am 22., 23. und 24. d. M. vor-genommen; der mündliche Theil folgt am 2f>. und 26. d. für die Kandidaten für Volksschulen, am 27. d. für die Kandidaten für Bürgerschulen und für die Kandidatinnen, der praktische am 29. d. — Es haben sich hiezu gemelbet für 53 ü v g e r j ch u I tu: Edmund Lachainer, prov. Lehrer in vifchoflack, aus den mathematifch-technischen Fächern; Wilhelm Petraiek, Apothekergehilfe in Laibach, aus de« naturwissenschaftlichen Fächern; Anton Zvokelj, proy. Lehrer in Vietfniz, aus den sprachlich - historischen Fächern; — für Volksschulen: Franz Auser, prov. Lehrer in Wocheiner-Vellach; Mathias Bartel, prov. Lehrer in Maichau; Paul OotStnif, prov. Lehrer in Preloka; Johann Grebenez, pro-visorischer Lehrer in St. Peter bei Abelsberg; Ferdinand Kaliger, prov. Lehrer in Töpliz; Michael Kalan, prov. Lehrer in Nußdorf; Franz Konian, prov. Lehrer zu St. Anna am Bachern in Steiermark; Johann Kos, prov. Unterlehrer zu Pettan in Steiermark; Joses Kragl, Lehrer im Waldherrschen Institut; Franz «rainz, prov. Unterlehrer zu Gonobitz in Steiermark; Anton Kratochwil, prov. Lehrer in Stieg; Johann Kutnar, prov. Lehrer in Seisenberg; Franz Slanc, prov. Lehrer zu Saubet in Steiermark; Simon Sinkovec, prov. Lehrer zu St. Lamprecht in Steiermark; Franz Sol-gar, prov. Unterlehrer zu Tüffer in Steiermark; — dann Marie Franzi, pro». Lehrerin in St. Beit bei Laibach; Rosalia Galle, prov. Lehrerin in Jdria; Emilie @uSl, provisorische Lehrerin in Gnrkseld; Amalia Klaniar, prov. Lehrerin in Äudolsswerth; Friederike Äonjchegg, prov. Unterlehrerin an der städtischen Mädchenschule in Laibach; De» sideria Lipold, prov. Lehrerin in Jdria; Paula Moro, provisorische Uirterlehrerin an der k. k. Mädchen-Bürgerschule in Triest; Marie Triller, Lehramtskandivatin in Laibach; Marie Weßner, prov. Lehrerin in Landstrast. 2.) 8m Uten und 12. d. fand in Stein eine Bezirks-Lehrerkonferenz statt. Der Vorsitzende betonte die wahrnehmbare Hebung des Schulwesens, den frequenter gewordenen Schulbesuch, die Vermehrung der Lehr- und Lernmittel. Bezirksschul-injpektor Sima ermahnte zur Ordnung und Reinlichkeit in und außer dem Schulhause und forderte zur Errichtung von Schulgärten und Turnplätzen, zur sorgfältigen Führung des Schularchives auf. 3.) Im Schulbezirke ©teil gab es im Borjahre 3354 schulpflichtige Kinder; die Schule besuchten jedoch nur 2603. — (Landschaft!. Theater), Laibach, 25. Oktober. Unsere Bühne ließ heute .Victoria* schießen, das Kind der jüngsten Laune der Herren R. Genee und F. Zell: „Die Pviträtdarne", kann sich eines immensen Beifalles, einer sehr freundlichen Aufnahme, eines durchschlagenden Erfolges rühmen. Das Sujet ist sehr amüsant: Ein reizendes Mädchen im Lande der Sachsen, wo eben die hübschen Mädchen wachse«, feiert feine Hochzeit mit dem Schullehrer des Ortes. Die anmuthige Braut erregt die Aufmerksamkeit eines kurfürstlichen Offiziers und dieser beabsichtigt, dieselbe in seine Netze zu ziehen; er verschafft dem auf nicht gar hoher geistiger Stufe stehenden Bräutigam eine Stelle als Schulinspektor auf dem Gute seines Bruders. Der überglückliche Bräutigam, dem von einem in die Maske eines Wahrsagers gehüllten Offizier eine gute Zukunft profezeiet wird, verläßt den ländlichen Aufenthaltsort, tritt auf einem mit Eseln bespannten Fuhrwerke in Begleitung seiner jun-gen Frau die Reise nach dem erwähnte» Landgute an, das Fuhrwerk stürzt in einen Graben, die infolge Wagensturzes besinnungslos gewordene hübsche Schulmeisterin wird nebst ihrem jungen (Satten auf das Schloß des kurfürstlichen HofmarschallS gebracht, dort findet auch dieser an der reizenden jungen Frau besonderes Wohlgefallen und, um letztere an sich zu ziehen, ernennt der Hofmarfchall den bereit» zum Schulinspektor avancierten Gatten zum Direktor der kurfürstlichen Sternwarte. Zufällig erscheint der achtzehnjährige kurfürstliche Prinz und e< wirb demselben ein Festempfang bereitet; bei der Vorstellung der Bewohnerschaft fällt dafeurige Auge des Prinzen auf Sie hübsche Sternwarte» DirektorSgattin, der Prinz nimmt ihren Gotten in der Eigenschaft als geheimen Sekretär zu Hof und erhebt dessen Gattin durch Verleihung seines Bildes zur „Porträtdame", jedoch die junge, vielumworbene Frau widersteht den ver-führuugsverjucheu der Hoswelt und kehrt schließlich, mit ihrem geliebten Schulmeister-Ehegatten von der erreichten hohen Stufe herabfteigend, wieder in ihren Heimatsort zurück. — Diese LiebcSaventureii wickeln sich in lebhaftester, unterhaltendster Form ab, Szene folgt auf Szene, fimmtliche drei Acte verlaufen fiüfstg, die Handlung versetzt das Ohr des Zuhörers und das Auge deS Zuschauers in permanente Aktion, die Szenerien, Maffenaustritte und verschiedenen Bilder quatificieren diese komische Operette zu einer der besten der Gegenwart. Der musikalische Theil bringt zwar nichts Neues, Originelles, aber die leicht angelegte Musik enthält eine ansehnliche Serie von angenehm klingenden, elektrisierenden Motiven. Die Ouverture erinnert an die Weisen verschiedener Meister, an Strouß, Offenbach, R. Wagner, Gounod, Suppe; die Rythmen der Quadrille und Polka treten in den Vordergrund. Der erste Act dringt: eilten Chor der Landleute und Schulkinder; ein Couplet der Braut .Charlotte*; einen Thor der HochzeitSgäste; eitt überaus netteS Duett der Brautleute .Tharlotte" und des „Schullehrers Cornelius"; ein Entreelied des „Wahrsagers Quiribi* mit Thor; ein superbes Quartett (Schullehrer, Charlotte und zwei Offiziere); ein Couplet der .Charlotte" und ein großes Ensemble (Schullehrer, Charlotte, zwei Offiziere, Quiribi unb gemischter Chor). Der zweite Act enthält: das EntrLelied des .Hofmarschalls von Loos" mit Chor; ein Duett (Charlotte und Schullehrer); ein reizendes Quartett (Schullehrer, Charlotte und zwei Offiziere); ein angenehm klingendes Duett (Offizier Vitzthum und Gräfin Amalie); ein komisches Duett (Schullehrer und Quiribi); bas Entrielied des .Prinzen Friedrich August" mit Chor; einen Chor der Landmädchen und ein vorzüglich componierteS großes Finale (Solostimmen mit gemischtem Thor). Der dritte Act bringt: ein Trinklied der „Porträtdame Charlotte* mit Chor; ein Lied des .Offiziers Bitzthum"; ein Couplet der „Charlotte*; ein hübsches Duett (Prinz unb Charlotte); ein höchst komisches Terzett (Hof» nt «schall, Schullehrer und Quiribi) und das Finale. — An Gesangspiecen wahrlich kein Mangel! Die Direktion F r i tz s ch t sparte (eine Kosten unb das gestimmte Bühnenpersonal? keine Mühe, um diese Novität splendid und klappend auszusühren; auch Herr Kapellmeister In-dreä löste seine Riesenausgabe sehr lobenswerte Jede Szene, jede Gesangsnummer wurde mit großem Beifall begrüßt. Hervorragende Partien hatten in Händen: Frau Fritzsche (Charlotte). die Herren Fritzsche (Schullehrer), Laska (Quiribi), Weleba (v. Vitzthum), Mall« ler (v. Friesen), Fräulein H u e m e r (Prinz Friedrich August) und Fräulein Sipek (Gräfin Amalie). Prosa, Gesang, Kostüme, Szenerie, kurz alles war bestens bestellt, ber gemischte <5 h o r hielt sich heute tadellos, auch das Orchester stand heute auf höherer Stufe. Wir dürften keine unrichtige, überspannte Meinung zum Ausdruck bringen, eenn wir schließlich das Geschäft des .Wahrsager« Quiribi* übernehmen unb Vorhersagen, daß diese Operette im verlaufe dieser Saison gewiß sechsmal Über unsere Bühue wandern wirb, fie ist eine Novität ersten Ranges. 3m Lause des nächsten Monats gelangt das großartige Ausstattungsstück .Der Courier des Zaren* zur Aufführung, und wird an den Dekorationen mit regem Eifer gearbeitet. Auch beginnen schon die Proben hievon. Mit diesem Stücke wirb die Direetion das Höchste, was eine Provinzbübne an Deeorationen und Ausstattung zu bieten im stanbe ist, leisten, unb bürste ein Sehnliches kaum mehr von einer Direktion dem hiesigen Publikum geboten werben. Für bie nächste Zeit bereitet die Direktion das Senfaiionsstück „Der Fluch des Galiläi* zur Aufführung vor. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Nachdem die anhaltend schöne Witterung es zuläßt, so werden die Arbeiten zur Ausstellung des kolossalen Monumentes für weiland Erzherzog Johann auf dem Hftuptplatze iu Graz unter der Leitung bes bekannten Architekten Ritter v. Stäche rührig sortbetriebeu. Im Comitö des Stadtverschöncruugs-vetelnes, welches mit der Aufstellung des Denkmale« und des damit iu Verbindung stehenden monumentalen Brunnens betraut ist, hat man sich iu der letzten Sitzung definitiv tiafjin flfeitvflt, daß die Enthüllungs-Feiirlichkeiten in den letzten J.agfi: des Mai oder in den allerersten des Juni 1878 stattfinden Men. Jedenfalls wird das Erzherzog-Johann» Monument nicht nur eine Zierde für (Bia), sondern auch eineS der schönsten Denkmale in Oesterreich überhaupt werden. — Wie die »Marburg« Zeitung" miltheilt, geriet 6 am Montag auf dem Marburg» Südbabnhofe beim Verschieben ein Wagen mit acht vollen Petroleumsaffern in Brand und war eint Rettuug dieser Gegenstände unmöglich. Für das flebäude, für andere Wagen oder Waren gab es keine Vefahr. Düngung der Weingärten. (Fortsetzung.) Eine zweite Art Zubereitung ist ferner, daß man zuerst eine SLichir Streu oder Laubwerk (etwa 30 Zentimeter hoch) austiäuft, sodann etwa 10 Zentimeter hoch Stalldünger und auf denselben wieder eine gleiche Schichte (Erde mit Zusatz von Begetabilien, menschlichen Exkrementen und ungelöschtem Äatt aufsührt. Diese Hausen, welche durch Wiederholung der Schichten beliebig hoch gemacht werden können, sind im Jahre hindurch wenigsten- einmal umzustechen und bei trockener Witterung mit Wasser oder besser auch mit Jauche zu befeuchten. Der Beisatz von Erde dient dazu, die bei der Zer-fetzung der einzelnen Düngrrstoffe sich verpachtenden Vase aufzusangen »nd dadurch nutzbar zu machen. Der Zusatz von Äali bezweckt die tastete Zersetzung der rohen Begetabilien und die Erhöhung deS HumuszebalteS. Menschliche Exkremente schichtenweise gemengt, vermehren die Dünger-stoffe und find als Zusatz zu Lomposthausen viel besser alt direkt zur Düngung im Weingarten zu verwerthen. Die Begießung der Haufen mit Jauche rc. erweist fich zur raschere» Zersetzung sehr förderlich. Wenn zu solchen Lomposthausen noch anderweitige organische Substanzen gemengt «erden können, so z. B. Hb» fälle von Leder, Hornspäne, Haare, Lohrinde, Kalk, vyps, Kieselsand u. a. m., so wird der Werch des Düngers bedeutend erhöht. In den süddeutschen Weingegenden macht man sür die Eompostbereituug im Weingarten entsprechend große und tiefe (Stuben, schichtet hierin die einzelnen Düngermaterialien auf und bedeckt das Ganze mit einer dünnen Schichte Eide oder Streu. In die Mitte des Hausens wird eine Stange gesteckt, um durch das HetauSziehen derselben 6cn Erad der Feuchtigkeit zu prüfen; ist die Stange trocken, so muß mit Begießen mit Wasser oder Jauche nachgehvlsen werden; zeigt sich die Stange aber zu naß, so muß die Oberfläche des Hausens behufs rascherer Verdunstung der übermäßigen Feuchtigkeit ausgeleiert werden. Das Ausbringen des Lompostdüngers ist im Herbste oder im Frühjahr am zweckmäßigsten; derselbe wird im Herbste entweder zum Rebstock vergraben, ähnlich wie der Stalldünger, oder im Frühjahr bei der ersten Haue, wie bei der Laubbauschen-Düngung angeführt, unter den Boden gebracht. Die Wirkung ist eine sehr rasche und kann ohne Unterschied der Bodengattunge» überall mit Nutzen Anwendung finden. Der 61 a 11 d ii n gie r. Ein mit vielen thierischen Exkrementen gemengter, gut abgelegener kleiner Stalldünger ist zur Düngung der Weinpflanze in allen Fällen sehr gerathen; damit wird der Rebe genügend Nahrung zugesührt, wenn nur alle vier bis fünf ^ahte gedüngt werden kann. Dieser Dünger wird größten» lheilS mit Recht zur Düngung der Weingärten als der beste anempsvhlen und angewendet. (Schluß folgt.) Witterung. Laibach, 26. Oktober. Morgen« Nebel, bann Sonnenschein, nachmittags trübe, schwacher SW. Temperatur: morgens 7 Uhr + 8'2‘, nachmittag« 2 Ubc + 14 5» C. (1876 + 9 2«: 187-i + 7-4« 0.) Barometer im Steigen, 730 54 mm. Das gestrige Zagei« mittel der Temperatur + 7 8', nm 16* enter dem Not-male; der gestrige Riederschlag 0 20 mm. Regen. Angekommene Fremde am 25. Oktober. H«»«l SteU Wie«, ©uttmaii, Gotich, Ktetzschmar, Hei-«nann, Äslte., Tischler, (ButtenselC und Ravul, Wien. — Fürth, Png. _ eoriakascheg Maria, ttiBi. — Entre-mant, Reis , «tez Hotel Elefant. Mojina, Pros., Lake. — Pick, Kfm., Alt« 6tadi6la. — Polec, ffieriettsadjunet, Loitsch. — Wosch-nag, Lederfabriken!, Schönstein. — Reich, Hdlsm., und Spitzet, Agram. — SJfüUer, Rsm., Elberfeld. — Knipser, Jurist, Wien. Hotel Eurova. Mattiniz, k. f. Offizier, Pola. Kaiser von Oesterreich. Biiii, Zirkniz. — Kuniii Maria, Trojane. Bairischer Hof. Stof, Mannsburg. — (Brilz, Watsch. — Franceschi gortnnato, Divazza. Mohre«. Dolenz, Gastgeber, Setze. — Paidasch, Jdtia. — ©tmonoBii, Agram. "»',) Gedenktafel über Die am 30. Oktober 1877 stattfindenden Sicitationen. 3. Stilb., Anzelc'sche Real., Studenz, 8@. Laa8. — 3. Feilb., Zalat'sche Real., ÜeSnjate, B®. Saas. — 2. Feilb., Zele'sche Real., Rvdockendots, BG. Adelsbetg. — 3. Feilb., «naus'sche Real., Raune, LG. Laas. — 2. Fetlb., gatur’jie Real., Batsch, BG. Feisttiz. — 2. Feilb., Bostjaniii'sche Real., Smetje, BG. Feisttiz. — 2. Feilb., Senkinc'scde Real., Sambije, BG. Feisttiz. — 3. Feilb., Skindet'sche Real., Eitje, «G. Gurkseid. — 2. Feilb., Lipoglovsel'sche Real., Apnenik, BG. Ratschach. — 3. Feilb., Penkv'sche Real., Parje, LG. Feistriz. — 1. Feilb, Götzl'sche Fahrniffe, Lai-bach, LB. Laidach. — 1. Feilb., Pschibl'sche Fahrniffe, Laibach, LG. Laibach. — 3. Feilb., Valjavec'scbe Real., Umer-schischka, BG. X'otba*. — 1. Feilb., Raitharek'sche Real., Bigaun, BG. Äieumarktl._________________________________ Theater. Heute (geratet Tag): Familie Hörner. Schwank in 3 Acten von Anton Anno. Morgen (ungerader Tag): Die schöne Galatde. Komische Operette in 1 Act von Poly Hentivn. Musik von Franz v. Suppe. Vorher: Man sucht einen Erzieher. Lustspiel in 2 Acten. Nach dem Französischen von A. Bahn. Telegramme. Wien, 25. Oktober. Der Ausgleichsausschuß berieth das Einführungsgesetz zum Bankstatut. Ueber Artikel 1, daS Recht Ungarns zur Errichtung einer selbständigen Bank aussprechend, fand eine lange Debatte statt; schließlich wurde der Artikel mit 29 gegen 6 Stimmen angenommen. Ueber den Antrag des SubcomitöS, die AuSgleichsvorlagen erst nach Fertigstellung sämmtlicher Berichte dem Hause vor-zulcgen, und über den Antrag Schaups, den Zeitpunkt der Wirksamkeit des Bankgesetzes durch ein Spezialgesetz zu bestimmen, fand gleichfalls eine lange Debatte statt, in welcher der Präsident des Abgeordnetenhauses, Rechbauer, und der Finanzminister Pretis sür möglichst rasche Erledigung gegen den Antrag des Subcomitäs sprachen, welcher jedoch schließlich mit 23 gegen 16 Stimmen angenommen wurde. Der Antrag Schaups wurde fast einstimmig angenommen. Bukarest, 25. Oktober. Prinz Sergei Leuch« tenberg wurde bei einer Recognoscierung durch eine Kugel in die Stirne getödtet. Petersburg, 25. Oktober, offiziell: Nach verzweifeltem zehnstündigem Kampfe besetzte General Gurko am 24. o. M. die stark- türkische Position bei Telisch auf der Straße nach Sophia. Er verstärkt dieselbe durch neue Befestigungen, «chmet Ewsi Pascha, viele türkische Offiziere, 3000 Soldaten (ein ganzes Kavallerie-Regiment) wurden gefangen genommen, 4 Geschütze erobert. Dem Wunsche mehrerer P. T. Herren Gäste entsprechend, habt ich in Auers ©atUttfalott ein MittagS-Abonnement eröffnet, wozu ich unter Zu-sicherung der reellsten Bedienung zum zahlreichen Besuche ergebenst einlade. (640) 3—1 ________________________Kathi Sternischa. Herren-Wasche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt C. J. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. AuL wirb Wäsche genau nach Maß unb Wunsch an-gefertigt und nur bestpaffende Hemden verabfolgt. (341) 48 Die $). 1. Äitgfieder der plnlR. ®efeflfcfiaft werden hitmit zu der Sonntag den 28. Oktober d. I. vormittags 10 Uhr im Rathaus saale stattfindenden eingeladen. Tagesordnung: 1.) Bericht de« Gesellschastsdirellots über die Tätigkeit t«S Verein« im verflossenen Beteinsjahte 2.) Revisivnsdesund ilbet die Vereinstechnung pro 1875/76. 3.) Bereinsrechnung pro 1876/77. 4.) Präliminare pro 1877/78. 5.) Wahl des Gesellscbastsdirektors und der Directionsmit« fllieder pro 1877,78. ti.) SllIfäQige, gemäß § 24 der Statuten mindestens drei Tage vor der Plenarversammlung bei der Direktion aN> zumeldende Anträge. Laibach am N. Oktober 1877. (509) 3- 3 81WOll 1 iedeF.unaliz.K-Ludwigb,l.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Cm. Südbahn i 3 Perz „ i 5 „ Privatkose. Kreditanstalt ... RndolfSfnftnng. . . Devisen. London .......... Gehörten. Dukaten.......... 20 Francs .... 100 d. Reichsmark Silber........... Veld 111 — 114 — 262 25 75 111 104 88-50 9760 9080 92 — 104 75 86-50 99-75 85-T5 6680 151 — 106-90 25 160 75 13-25 117-80 5-65 948 58-25 105-20 Ware 112- 114-50 262*50 7585 112- 104-»^ 88-75 97 75 9r- 92-50 105-86-75 100— 86— 67— 15 *5j 106-50 9050 161-7 1J-50 117-^ 567 9-49 ös-so 105'^ Telegrastschrr Ämsbericht am 26. Oktober. Papier-Rente 6405. — Silber-Rente 67‘25. ®el, Rente 74.55. — 1860er StaatS-Anleben 110 20. — ®an actien 83-i — Kretitectien 214 30. — London 117^75. Silber 104 85. - ff. f. Münzdukaten B65. — iO-Franc» Ktiicke 9'48. — 100 Reichsmark 58 20. „ ifcrutf bou 3g. e. Citinmakr * geb. Bamberg. Verleget: Cttomar Sa Bit erg. 55-ür die Redaction verantwortlich: ffran* Müller.