A 269. Donnerstag am 24. Ronemfier 1864. Die „kaibach« Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fi., halb-jshrtg 0 st. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir glMZj. 12 si., halbj. 0 fl. Filr die Zustellung in's Han« sind halbj. 60 lr. mehr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 si., halbj. ? fi. b0 lr. InftrtionslzebUIir für cinr Garmond«Spclltmzeill ober dm Raum derselben, ist für imalige Einschale rung 6 fr., fitr 2mnlilir 8 lr., für 3malige lO lr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertion« - Stempel per 30 lr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen lostni I fi. 90 lr. für 3 Mal, 1 si. 40 lr. ftir 2 Mal und 90 lr. für l Mal lmit Inbegriff des Insertionsftempel«). ^^ _____ /^____V^___ ___ «^ Amtlicher Theil. Mit Beziehung auf dcn i>. 1 der Kunbmachuna ^m ^. November d. 3. wird zur itenntm^g brach, daß sich dic Einzcichnnngen aus das Subtr.ptious-Ai,le cn von 25>M'.<)0<. sl. uach den b.s er eingc^ langten teilweise telegraphischen Anzeiacu aus 5'0Mill. ^04.^(X1 fl. belaufen. ^ .. < ^ Nach Einlangen der Spezialauswcisc der An-lchci.s ass ,, werdm die Modalitäten bc anntgcgeben werden, nach welche.' dic Reduktion der Emzeichmm-gen stattzufiudcn haben wird. Wien, am 22. Novcmbcr 1db4. Vom k. l. Finanzministerium. Wchtamtlichcr Theil. Vaibach, 23. November. Die Adresse, welche das HcrrcnhanS gestern vo-UN ^ und dic dabei staltgcfuudcnc Debatte bilden ute das Thema aller Leitartikel der Wiener Ionr-„ale. Die Adresse wird darin alö ciuc Paraphrase der Thronrede bezeichnet. Als die hervorragendsten Redner, welche sich an der Debatte bcthciligtcn, '.'.'er. w, drei Mitglieder des Hause?, welche vor nicht wn^cr Zeit dem Ministerium angehörten nnd cm anderes "Mitglied des Hanfes, dessen Ruf als frei« silMigcr Politilcr nnr von seinem Ruhmc alö Dichter l'bertrofscn wird, genannt. Sie lenltcn w.c m cmem gemeinsamen Geiste dic Dcbatte hanpt achl.ch auf das Gebiet dcr dcntschcn Frage. Dlc we» SUö. mungcn, wclchc seit Jahr nnd Tag d,e dsterreichi sche Politik abwechselnd beherrschten, dcr Zug zu Pr ußcu "Nd dcr ^ug zu dem dcnlschcn Vuudc, ,n welchem ja anch Preußen iubcgrisfcn ist, kamen auch in der Debatte des Herrenhauses zum Vorschein. Mas Wickcnbnrg nnd Graf Anton Aucrspcrg vertraten den Standpunkt dcr Vnndcspolilik nud cS mischte sich ln 'hrc Anführungen nuwilllührlich ein Tadel der unter dem abgetretenen Minister des Acußcrn, Grafen Rech-dcrg, befolgten Politik, dcrcn charaktcr,stichc E.gcn-schaft ein überwiegend kräftiger ^'g m,t Prcn cu zu toovcrircn war Es konnte natürlich nicht fehlen, dalz Graf ^chbcrg Vcranlassnng nahm, die von .hm befolgte ^litil zn rechtfertigen. Wir haben das Auftreten dcS Herrn Grasen "it ^«l.in Vcrgnügcii wahrgenommen, schreibt dcr "Votsch'" - denn es lann nur cin Gewinn fur das ^lmnentarischc Leben sein, w'nn ein hervorragender Staatsmann welcher die äußere Poliltt O stei cichs leitet hat, an dcr parlan,entarl,chcn Debatte pattl-i'pirt. Vluf diesem Felde fand sich auch Gra ^cch-bcrg mit cntschicdencln Geschicke zurccht; cr bewegte slch mit einer rhetorischen Ungczwnngcnhcit, welcher cr s'ch als Miuistcr niemals hingnb nnd selbstverständlich uicht hingeben konnte. Interessant war es uns, wahr^ zunehmen, daß Graf Rechberg hcntc sich mit einem flegln zusammenfand, von welchem cr vicr Jahre hindurch getrennt war, wir meinen dcn Grasen Leo ^liun. V^i^ Staatsmänner wandelten seither vcr-^liedenc Wcgc' Graf Ncchbcrg wurde Anhänger dcr ^cbrunrvcrfassuug, Graf Thun blieb Oktobcrmann. ^^rr jc^t auf das schmälere Terrain des Herren» Hauses gedrängt, staudcu beide zusammcu als warme Vcnhcidigcr dcr österreichisch - preußischen Allianz. Wir hören cö hcntc auf daS Bestimmteste als d'e, auch in dcr Adrcßkommissiou kundgegebene An« ficht dcr Ncgiernna, bezeichnen, schreibt die „V. Z.", l>ah dcr NcichSralh allerdings berechtigt und daS Mi-"istcrium verpflichtet sei, Ansklärnngcn über die Gründe und Erfolge dcr Verhandlung des Äclagcrungszu« Uandc« in Galizicn zn fordern und respektive zu er» theill'n, dnsi abcr dic Anordnung cincr solchen Aus- nahmsmaßrcgcl, beziehungsweise dic Entschcidnng über ihre Fortdancr lediglich und selbst dann in die ans' schließlichc Kompetenz dcr Exekutive falle, wenn dcr Ncichsrath beisammen sei. 3. S'ihung dco Hcrrcnliausc? uonl 22. November. Präsident: Fürst Karl Aucrspcrg. Auf dcr Ministerbank: Schmerling, Mensdorff, Mccscry, Plcncr, Burgcr, Irauck, Hofkanzlcr N.idasdy, Scktionschcf Kalchbcrg. Heute fand die Adrcßocbattc im Hcrrcnhause Statt. Schon lange vor Beginn dcr Sitzung füllten sich die Gallericu und die Diplomatcnlogc. Auch in dcr ^'ogc dcr Abgeordneten bemerkte man dcn Präsidenten Hasncr nnd viele dcr hervorragendsten Ab» geordneten, wie: Baron Ncichcnstcin, Graf Belcredi, Baron Tinti, Dr. Mühlfcld, Varon Pratobcvcra, Tschabnschnigg u. A. m. Bor Bcginu der eigentlichen Debatte theilte dcr Präsident mit, daß die Finanz-Kommission sich lonsti» Wirt hnbc nnd den Varon Vaumgarlner zum Ob^ manne, dcn Grafen Hartig nnd Ritter v. Pipitz zu dessen Stellvertreter gewählt habe. Dic Petitions-lommission hat dcn Kardinal Rauscher zu ihrem Oblnaunc gewählt. Berichterstatter dcr Aorcßlommission (und Vcr» fasscr derselben) ist Freiherr v. Münch'Bclliughauscn (Friedrich Halm), welcher dieselbe von dcr Tribüne verliest. Sie lautet nach dem Entwürfe dcr Kom-mission: „Enrc l. k. Apostolische Majestät! Durch dcn Ruf seines erhabenen Monarchen znm dritten Male versammelt, glaubt das Herrenhaus, indem es seine Thätigkeit wieder aufnimmt und sich dcr Erwägung dcr vcrfassnngsmäßig allen Königreichen nud Ländern Oesterreichs gemeinsamen Gcgcnständc dcr Gesetzgebung zuwendet, vor allcm ehrerbietigst vor dein Allerhöchsten Throne dic Vcrsi'chcrnng seiner pn< triotischcn Hingebung nnd der Reinheit seiner Absich. tcu crncucru zn müssen, die es bisher bci der Lösung dcr ihm gewordenen Aufgaben zn bewähren sich bc« strebt hat, nnd die cS auch bci dcn Bcralhungcn dcr gegenwärtigen Session unverändert festzuhalten be« müht sein wird. Von dicscm Gefühle, wie von der Ueberzeugung durchdruugcn, daß auf dcr vollständigen Dnrchführung dcr von Eurer Majestät Ihrcu Böllern verliehenen Verfassung daS Heil Oesterreichs und die dauernde Erhöhung seiner Machtstcllnng beruhe, erfüllt uus die huldvolle Mittheilung, cS werde dic in dcr Osthälfle dcS Reiches bisher nntcrbrochenc verfassungsmäßige Thätigkeit bald allcnlhalbcn anf's Neue wicdcr bc« ginnen tönncn, mit dcr firudiastcn Theilnahme und dem lebhaftesten Wunsche, daß die auf dieses Zicl gerichteten Bemühungen Allcrhöchstihrcr Regierung vollständig gelingen, daß wechselseitiges vcrtrancndcs Entgcgcniommcu und daS richtige Vcrstäudniß dcr cigcncu Wohlfahrt bald wicdcr alle Böller Oesterreichs iu dcm Gcfühlc brüderlicher ZnsammcngclMl> feit untrcuubar vereinigen mögen. Für die Mittheilung dcö Familicnpaktcs, dcr ans Anlaß der Annahme dcr mexikanischen Kaiser-krone r.ou Seite Sr. kaiserlichen Hoheit dcS durchlauchtigsten Ncrrn Erzherzogs Ferdinand Maximilian am <' April d. I. zu Miramare vollzogen wurde, hat das Ncrrcnhaus bereits Eurer Majestät seiucn ehrerbietigsten Dank abgestattet. Unsere Segenswünsche begleiten den kaiserlichen Prinzen ubcr das Weltmeer. Mit stolzer Freude bringen wir Eurer Mazcstät und dcm Vaterlande unser» Glückwunsch zu den glänzenden Erfolgen dar, wclchc dic todcövcrachtcnde Tapferkeit dcr kaiserlichen Truppen wie dcr Marine iu dcm Kriege zwischen deu verbündeten Mächten und Dänemark errungen hat, und gcbcn dcm Gcfühlc der Bewunderung Ausdruck, womit uus die Waffcnthaten dicfcr hcldcnmüthigcn Schaarcu und ihrcr siegreichen Führer erfüllen. Die Mittheilung von dcm Abschluß cines höchst ruhmvollen Friedens, wie von dcm guten Einvernehmen nnd dcn freundschaftlichen Beziehungen, welche zwischen Allcrhöchstihrcr Regierung uud dcn übrigen großen Mächten Europa'S bestehen, haben wir mit hoher Befriedigung vernommen. Wir erkennen mit dankerfüllten Herzen die Bestrebungen Eurer Majestät, der Monarchie dic Segnungen des Friedens zu erhalten, nnd theilen aufrichtig dcn Wunsch, daß die Verbindung mit Preußen, dic nach der glücklichen Lösung langjähriger Verwicklungen im Norden Deutschlands zu crwartcnde festere nnb innigere Einignng dcr deutschen Staaten, nnd die darauf beruhende Kräftigung dcö deutschen BuudcS sich für die Ruhe und das Gleichgewicht Europa'S als nachhaltige Bürg. fchastcn bewähren mögen. Mit Bedauern dcr unheilvollen Ereignisse gc. denkend, welche die Vrrhängung von Ansnahmsmaß-regeln über das Königreich Galizicn geboten, gcben wir uns mit Enrcr Majestät dcr Hoffnung hin, die baldige Wicdcrlchr normaler Zustände iu diesem Königreiche eintreten zu sehen. DaS Herrenhaus erkennt in vollem Maße die durch die Ungunst dcr Zcil- und Geldverhültnisse gc-stcigcrte Schwierigkeit der Finanzlage, wclchc gleichwohl die pünktliche Bedeckung des Staatscrfordcr-nisscS nicht zu beirren vermochte, legt abcr auch um so mehr Gewicht darauf, daß von Seite dcr Regierung daS ernste Streben nach Ersparnngcn festgehalten wird, ohne welche die endliche Beseitigung dcr Störungen im Gcldwcscn nud im Gleichgewicht des Staatshaushaltes nicht zu erwarten ist. Die für die gegenwärtige Sitzungsperiode augc-kündigtc Vorlage zweier StaatSvoranschlngc, nämlich jcncS für das Jahr 18(!5i und in liumitlclliarcr Folge jenes für das Jahr 18l>(>, findet ihre Begründung in dcr Nothwendigkeit, eine gcorductc Zcitfolgc in dcn Scssioucn dcS Ncichsrathcs uud dcr Landtage anzu« bahnen. Das HcrrcnhauS taun daher diese Ucbcr-gangsmaßrcgcl nur für zweckmäßig erachten, und wird auf dic Würdigung beider Voranschläge bereitwilligst eingehen. Dcn Finanzvorlagcu, wclchc die Verbesserung bestehender Gesetze, und thcilwcisc nicht unerhebliche Erleichterung dcr Stcucrträgcr zum Zwecke haben, iusbcsondcrc dcm Gcsctzcutwurfc zur Regelung der oncttcu Besteuerung, scheu wir um so hoffnungsvoller cutgcgcu, als die Nothwendigkeit dieser letzteren im Inlcrcssc cincr gcrcchtcrcn nnd glcichmäßigcrcu Verteilung dcr Steuerlast im Hcrrcuhausc selbst schon wiederholt betont wurde. Nicht gcrmgcrcs Gewicht legt daS Herrenhaus auf die Mittheilung dcr Ergebuisse jener Vcrhaud-lungcu, wclchc iu Beziehung auf die für die Wohl« fahrt Oesterreichs so hochwichtige vollswirlhschaftliche Einigung mit dcn übrigen deutschen BundcSstaaten von dcr Rcgl'crnng Eurcr Majestät gepflogen werden, nnd cS hofft, daß dcrcn Einfluß, wie cr für dic Fest. stcllnng des ucncn Zolltarifs cin entscheidender sein dürfte, so anch cin günstiger sein werde. Die schweren Bedrängnisse, wclchc in letzter Heit die Interessen der Industrie und deS Grnndbcsitzcs in Oesterreich betroffen haben, lassen allc Gesetze, welche dic Förderung und den Aufschwung derselben begun« stigen, als doppelt wichtig erscheinen, und wir neh. mcn dahcr aUc dahin abzielenden Vorlehrnngln, na, mcntlich aber jene, welche die Vervielfältigung der Verkehrsmittel bezwecken, freudig zur Nachricht, und werden insbesondere die Vorlage bezüglich der nach RQ7R dem Großfürstenthmne Siebenbürgen und innerhalb desselben auszuführenden Eisenbahn Linie mit ebensoviel Sorgfalt als möglichster Beschleunigung der ucr» fassungsmäßigen Behandlung unterziehen. Der Wunsch Eurer Majestät, die Lösung aller dieser Aufgaben rasch ihrer Vollendung cntgcgcnrcifcn zu schcn, findet in unseren Gesinnungen den uollkom» mensten Widerhall, nnd der hingebende Eifer dcö Herrenhauses wird in dem Streben nach der Erfül-lung dieses Wunsches umsoweniger ermüden, als nnS Eure Majestät die Absicht kundzugeben geruhten, nach dem Schlüsse dicscr Sitzungsperiode den engeren Rcichsrath in Wirksamkeit treten zu lasseu. Wenn wir auf den Äcginn deö nun sich zu Ende neigenden Jahres zurückblicken, so schcn wir ihn durch den Heldenmut!) unseres tapferen Heeres mit rulnnvollcn Waffclithatcn bezeichnet. Dürfen wir auch nicht hoffen, auf dem friedlichen Felde legislatorischer Thätigkeit ebenso glänzende Erfolge zu erreichen, so ist es uns doch vergönnt, auch in dieser Richtung Eintracht und Gemcinfinn, Ausdauer uud Vcsouncnhcit, trcne Anhänglichkeit an den geliebten Monarchen, nnd warme anfopfcrndc Liebe für das gemeinsame Vaterland, dieselben Gefühle zn bcthäti« gen, dcren siegreiche Macht sich in dem österreichischen Heere zu allen Zeiten so glorreich bewährt hat. Auch wir sind bereit, für die geheiligte Person unseres Kaisers, für die Fcsthaltung der Integrität der Monarchie Gut und Blut einzusetzen; auch in unseren Reihen gilt nur das Losungswort: DaS Wohl, die Macht nnd der Ruhm Oesterreichs! Von diesem Gefühle beseelt, und in diesem Gefühle der freudigen Zustimmung aller unter dem Szepter Habsburgs vereinigten Völker gewiß, gcht das Herrenhaus au die Lösung der ihm verfassungsmäßig obliegenden Aufgaben. Gott scgne Oesterreich! Gott schirme und erhalte Euerc Majestät! Wien, den 20. November 1804. I. O. Kardinal Rauscher. Freiherr Münch." Präsident eröffnet die General-Debatte, für welche eingetragen sind: Der Sektionschcf 8ioscn-feld (Sicbcubügcn), Graf Wickcnburg uud Ant. Graf Aucrspcrg. Sektionöchcf Roscnfcld. Siebenbürgen, wel« ches in der Allerhöchsten Thronrede wieder Beweise der Vorsorge von Seite Sr. Majestät erhalten, wird auf seinem fernen Postcn in Osten stets der Wall Oesterreichs bleiben und deßhalb crtläre er sich mit dcm Adrcßcntwnrfc vollkommen ciuucrstandcn. Graf Wicken bürg: Eine Rundschau ergebe, daß Oesterreich zu allen europäischen Mächten in guten Beziehungen stehe, mit Ausnahme Italiens. Eine Macht sei es jedoch, welche noch die Feuerprobe der Freundschaft zu bestehen habe, nämlich Preuße«, und es wäre zu wüuschcn, daß nach Beendigung des Kampfes um die Hcrzogthümcr das Bündniß weiter bestehe Aber die Sprache der Offiziösen zeige uicht, daß Preußen in dieser Angelegenheit uneigennützig vorzugehen gedenke. Was Italien betrifft, habe daS Motto: IWIia lura ds 8« sich als bramarbasircnde Phrase gezeigt, ohne Frankreich könne Italien nichts thun, aber die Beziehungen Oesterreichs zu Frankreich wcr< den sich hoffentlich stets fester gestalten unt, Italien die Möglichkeit benehmen, an ein aggressives Vor« gehen gegen Oesterreich zu denken. — Die Annahme der mexikanischen Kaiserkrone von Seite des Erzherzogs Max bezeichnet Redner als einen Akt hohen Muthes. Oesterreich seien dadurch neue Absatzwege für seinen Handel geöffnet worden uud dadurch habe dieser Akt für Oesterreich hohe Bcdcntnng. — Anf die Finanzlage übergehend, bespricht Redner namentlich die proponirlc Vcräußcruug ciuzelncr Theile der Staatsgüter, welche Redner nicht befürwortet. Er glaubt vielmehr, daß Ersparuugcn durch vereinfachte Organisation, durch Hebung des Handels uud der Voltswirthschaft, durch Beförderung der Volköbildnng und des Unterrichtes zu erzielen wärcn. Er bedauert, daß das Handclsministcrinm noch immer verwaist sei. — Auf die Handclsfragc übergehend, sagt Redner, die Zugeständnisse, welche Preußen zu machen gewillt scheine, licgcn in weiter Ferne, und Oesterreich sci deshalb daranf angewiesen, scincn Zolltarif bloß mit Rücksicht anf sein eigenes Interesse zu regeln. — Redner spricht den Wunsch ans, daß es bald möglich sein dürfte, die noch bestchcudcu AuSnahmsmaßregelu in Galizicu aufzuheben, und spricht einen ähnlichen Wunsch bezüglich des lomb.-venct. Königreiches aus. Wcnu er auch gewünscht hätte, daß manche seiner Bemerkungen in der Adresse Platz finden sollte, wcrdc er doch kcinc Anträge stellen, um die Abscudlmg der Adresse nicht zu verzögern. (Einzelne Vravo's). Anton Graf Auersft erg: Er könne vielen Stellen der Adresse nur dann bcitreten, wenn er seine eigenen Auslegungen hineinlegen darf und halte es für loyal, diese Auslegungen bekannt zu geben, weil cr eine i-esei-vM» mou^U« nicht am Orte fmdc. Die Versicherung, daß Oesterreich mit allen großen Staaten in freundlichen Beziehungen stehe, sei beruhigend, aber daran liege schon die Voraussetzung, daß es nicht so mit den kleinen Staaten sci. Es sci nicht die Aufgabe Oesterreichs nach Allianzen zn streben, es sei sich selbst genug, wenn es befestigt nnd gekräftigt steht auf seiner natürlichen Grundlage. Dann werde es gcsncht werden, stall selbst suchen zu müssen. Die Kräftigung dicfer Grundlage liege hanplsächlich in der Durchführung der Verfassung. Er haltc es für for< mcll richtlg, daß das Haus die Vertretung des ganzen Reiches sci, und müsse die Rechte desselben festhalten, aber man könne sich nicht verhehlen, daß man unr mit Befangenheit daran gehen könne, über Angelegenheiten der nicht vertretenen Länder zu cutschcidcn. Darnm begrüße cr frendig den Ausspruch der Thron-rede, daß an die Lösung dcr Vcrfassuugsfragcu ernstlich Hand angelegt wcrdcn soll. Ncbncr denkt sich die Lösung so, daß die Regierung mit Propositicmcn au dcn ungarischen Vandtag tretc nud die Gcgcupropo-sitionen entgegennehme. Aufgabe des RcichsrathcS wcrdc es sein, nllfälligc, nothwendig gewordene Vcr-fassnngsmodifttationcn zu beschließe»«, da cr unter dcr Acgidc des Thrones dazu lompctcnt sci. Wcnu dic Verständigung auch nicht gleich im ersten Momente zu Stande kommen dürfte, fo wcrdc sic doch imincr mchr Fortschritte machen, je öfter die Vcrständignng versucht wird- Auch in dcm Landtage von 1861 sieht Redner einen Schritt zur Lösung, indem schon auf diesem Laudtagc anerkannt wnrdc, daß cs n,cmcinsainc Angelegenheiten gebe, wclchc von Fall zn Fall berathen werden sollen, und dicscr Fall trete jährlich ciu. — Auf die deutsche Frage nbcrgchcnd, bcdaucrt Redner, daß das durch die Kaiscrfahrt uach Frantfurt bcgou-ncne Reformwerk leine Fortsetzung gefnndcn. Er glaubt, daß die Idec hiczn von andcrcu als unseren Staatsmännern herrührt,,'. Damals stand Preußen isolirt gegenüber Oesterreich lind dcn übrigen deutschen Staaten, heute stchcu Ocstcricich nud Prcußcn zusammen dcm übrigen Deutschland gegenüber. Er vcr-kenne nicht die Erfolge, welche das österreichische Hccr sowohl auf den Schlachtfeldern, als in dcn Herzen dcr Bevölkerung crrniigeii, aber cr dcdaucrc, daß sie gegen dcn Willen dcr Unternehmer eintraten. Diese zogen a»S zur Aufrcchlhaltnng dcö Londoner Vertrags und brachten ihn zerrissen hcim, sie wollten für die Integrität Dänemarts tämpfcu nnd entrissen ihm zwei Provinzen. Dies zeige, daß es eine höhere Macht gcbe, wclchc auch über der Di< plomatic stehe. Er sci ein zu guter Deutsche, um nur ein Wort auszusprcchcn, das Prcußcnhaß bekunden könnte, aber cr sci auch cm guter Ocstcrrcicher. Die geographischen Verhältnisse, die Bcdingnugcn des Bestandes dcr preußischen Monarchie bringen Oesterreich nnd Preußen ciuandcr liegcni'lbcr. Es würde ihn nie wundern, wcnn preußische Staatsilliinjicr Ocstcr« reich entgegenarbeiten, aber cs würde ihn ebensosehr wundern, wenn ein österreichischer Staatsmann cs sich zur Aufgabe machte, für Preußens Interesse zn arbeiten und so das Sprichwort wahr machte: tra-V2.i11«r pour Io roi llo ?ru»9ß. — Dic Vorlage von zwei Bndgcts sci wohl zu erwägen. Wenn man anch zugeben wolle, das lein anderes Motiv dem zu Grunde liege, als um Ordnung in dic Reihenfolge dcr Sessionen zu brina.cn, so müsse man doch bcdcn« ten, daß es schwer möglich sci, jetzt schon das Budget cincs so fcrnc liegenden Jahres (1^66) festzustellen. — Einen Passus des Adrcßcntw»rfes hebt Redner hervor, dcm er entschieden nicht bcilrete» könne. Es ist dcr Satz: „Dürfen wir nnch nicht hoffen, auf dcm friedlichen Felde legislatorischer Thätig-teit ebenso glänzende Erfolge zu erreichen, so ist es uus doch vergönnt :c," In dicscm Satze sci eine Hoffnungslosigkeit ausgedrückt, die einer so hohen Versammlung uicht zustehe und wcnn auch dic Erfolge auf legislatorischem Gebiete nicht so glänzend sind, wie die dcr Waffen, so scicu sie doch sehr arosl »nd man sollte die möglichen Erfolge dcr legislatorischen Arbeiten nicht sclbst verkleinern. Auf militärischem wie auf dcm legislatorischen Gebiete gelte cs, dcn Äodcn fruchtbar zu machcn für dcu Ruhm dic Ehre und das Wohl dcs Vaterlandes, Redner wünscht eine andere Fassung dieses PassuS, etwa, das; dcr patriotische Wetteifer das HauS anfeuern wcrdc, zu dcm Streben nnd dcr Hoffnung, auf dcm ihm zn Gebote stchcuden Fcldc 'dcr Thätigkeit glcich glorreiche Erfolge zu erzielen, wic daS Heer auf dcm Schlachtfeldc lc. Graf Rcchberg erwiedert auf die von dcu Vorrednern dcr Leitung dcr äußern Anaclegcnheiten gemachtell Vorwürfe: Nenn man bedenkt, daß, als die schlcswig - holstcin'schc Frage auftanchtc, cS die Aufgabe des kaiserlichen KMicts war, dic Rechte Deutschlands zu verfechten, jcdoch babci stcts im Auge zu haben, daß dcr Krieg isolirt und nicht ein cllro« päischcr wcrdc, so müsse man zugeben, daß dcr Zweck erreicht wurde. (Bravo.) Wcnn dic dcutschcu Mitlcl-staalen den Kampf „icht mitfochlcn, so seien sie sclbst schuld daran, sie wurden aufgefordert, mit nach Hol« stein zu ziehen. Die Deduktion deö Graf Auerspcrg, daß man auS dem Wortlaut dcr Thronrede herans« lesen lönne, dic Bezichnngen Oesterreichs z>, den Mittelstaatcu seien getrübt, so müsse cr dem entgegentreten. Die Mittclstaalcn fahren fort in Oesterreich ihren Schutz und Hort zn snchcn und jede östcrrei-chische Regicrnng werde daran festhalten. (Bravo.) Auf die Allianz mit Preußen übergehend, sagt Redner: Hier und außen müsse man endlich zur Ueberzeugung kommen, daß Oesterreich eben so sehr Prcußcns Al< lianz brauche, wie Preußen die österreichische. Leider sei dieß früher nicht der Fall gcwcscn. Die Folge davon war für Oesterreich, cr nu'issc cS leider anS-sprechen, dcr Feldzug vom Jahre 185»'.», für Preußen der Verlust von Ncnburg und dcr gänzliche Vcrlnst dcr Bedeutung Prcußcns als Großmacht, für Deutschland die gänzliche Streichung Deutschlands anS der Liste dcr Großmächte. Dies allein zeige die Nothwendigkeit dcs Zusammengehens Oesterreichs mit Preußen und allen deutschen Regierungen. (Bravo.) Er vcrtcnnc nicht, daß das Zusammengehen mit Preußen nur möglich sci auf dcm Boden deS deulschen Buudcs und dcS Rechtes. Nur auf dicscm Boden könne die Allianz gegründet sein, könne sie bestehen. Auf die Handclsfragc übergehend, sagt Redner, ein Land dürfe sich in handelspolitischer Bczichnng noch weniger isolircn, als in politischer, wcnn cs sich uicht ruinircn wolle, und cr begrüße daher mit Freuden die in dieser Angelegenheit vor wenigen Tagen erfolgte Erklärung dcr „General-Korrespondenz", welche Erklärung ihm einen offiziellen Anstrich zn habcn fchcine. (Äravo.) Graf Leo Thun spricht über das Wort ,.ucr< fassilngsmäßig" in dem Satze: „Das HauS geht an t»c «hm verfassungsmäßig obliegenden Aufgaben". Ecuic Ansichten darüber scicu bclcmut, nnd cr wolle Nc nicht wiederholen. Er hoffc, daß, wic in dcr Thronrede zugesagt wnrdc, dic Anbahnung ucrfassnngs-mäßiger Zustände endlich angestrebt wcrdcn würde, und deßhalb wolle cr gcgcn dieses Wort nicht ankämpfen. Nnr mit jener Alinea, in welcher das s^ans scinc Zustimmung zu der Vorlage zweier Bndgetö gibt, sei er nicht einverstanden, cr habe dcm Präsi-diuin ein bezügliches Amcndcmcut bereits übcrgcbcn. Anf die Beziehungen zu Preußen übergehend, wendet sich Redner gcgcn dcn Satz dcs Grafen Wickcnburg Preußens Freundschaft habe die Feuerprobe zn bc< stehen und sagt, dieser Satz scheine ihn, wcnigstc^ schr sonderbar. Wenn Graf Auerspcrg sagtc, ,'!'! Prcußcu, aber nicht gcgcn die Vilttelstaatei, ,,"t> l>tt Deutschland, so sage cr: Mit den Mlttclstaaten, al>er auch mit Preußen und für Dcliischland. Preiisicu >'"d Deutschland scicn scit cmcin IahNansclld die »mll.l« lichen Ocnosscn Oesterreichs. Graf Anton AucrSpcrg erwiedert dcm Grafen Ncchbcrg, cr habe nicht von DiffcrcuM Oesterreichs mit den Millclstaateu gesprochen, sondern nur vom Verlust dcr Sympathien und dafür gcbc cs wol,l tcin sicheres Maß. Nach einer kurzen Replik des Grafen Rcchbera wird, da tcin Redner mchr das Wort verlangt, die Generaldebatte geschlossen. Berichterstatter Frcih. Munch erklärt in Bezug auf dcn vom Grafen Anerspcrg angegriffenen PasstiS des Adreßculwurfcs, cr sci wohl dcr letzte, dcr geistige Thätigkeit unterschätze, aber cr tänsche sich nicht darüber, daß dcr Glanz militärischer Erfolge stets ein größerer scin wcrdc, als dcr legislatorischen Thätig' kcit, und daß eine Rede dcs Grafen Anton Aucrs-pcrg odcr ein Beschluß dcS Hauses nie auf das Volk den Eindruck machen wcrdc, denn ein Reiter- oder Seegefecht macht. (Schluß folgt.) 5. Sitzung dcs AbgeordnrtenhlUlses vom 22. November. Anf dcr Ministcrbank: Lasser, Hcin, Burgcl, Scttlonschcf v, Kalchberg. Schriftführer Grcutcr verliest das Protokoll der letzten Sitzung, Abgeordneter Poftp erhält eine" vicrwochentlichcn Urlanb. Abgeordneter Eiclecki n"^ als krank gemeldet. Die Abgeordneten Dr. Zak und Dr. Bill) h^'"' ihre Mandate für dcn Rcichsrath zurückgcleat. Der Präsident erklärt, daß cr an allc ohne Urlaub ^ wcscndcn Abgeordneten die Aufforderung znm Orsch"' ncn in dcm Hanse erlassen habe. Das Handelsministerium legt einen Gesetzen»' wnrf vor, mit welchem das Marken« und Must"' schutzgcsetz auf Ausländer ansgcdchnt werden soll. Dr. Taschel billet, daß dem Ausschüsse M formellen Berathung dcr Art und Weise, wie dao Budget behandelt wcrdcn solle, die Drucklegung se»'^ Berichtes nachgesehen werde. Dcr Auoschl'ß IM' schon iu dcr uächstcn Sitzung Bericht erstatten z> können. (Wird ohne Debatte bcwillial.) Scltionschcf v. Kalchbcra erhält daö ^ znr Begründung dcr oberwähntcn Gesctzesvorl^. Einige deutsche Länder genießen sch°" letzt dcn .ma lcnschntz in Oesterreich und »m die Uualc.chhc.t «" beseitigen, müßte man sich die Frage vorlegen, z«>55 rs nicht entsprechend wäre, allen Ausländern, dic Gegenseitigkeit vorausgesetzt, den Markenschutz angc-deihen zu lassen. In diesem Sinne lautet auch die Vorlage der Regierung. Die Grunde für die Nütz. lichlcit cincö solchen internationalen Gesetzes liegen auf der Hand. Es wnrdc die Frage angeregt, ob die Gewährung des Schutzes nicht im administrativen Wege geschehe» könnte, allein da daö Patent vom 7. Dezember 185)8 im Reichsgcsctzblaltc erschien, so war dic Regierung der Ansicht, daß die Abänderung im legislativen Gesetze zu geschehen habe. Freiherr r>. Kalchberg motivirt weiter den gcslcrn eingebrachten Gcsctzcntwnrf über die gebührenfreie Benützung der Postanstaltcn von Seite des Allcrh. Hofes, der Behörden :c. Ueber Antrag des Abg. Steffens werden die beiden Regierungsvorlagen an je einen aus den Ab° thcilnngcn zn wählenden Ansschuß von !> Mitgliedern znr Vorbcrnthuug gewiesen, worauf die Sitzung geschlossen wird. Nächste Sitznng Donnerstag. Der dem Abgcordnctenhanse vorgelegte Gesetz« Entwnrf über die Portofrcihcit enthält folgende Bestimmungen (im gedrängten Auszüge): Die Portofrei-heit genießen: Sc. Majestät, die Mitglieder der Allerhöchsten Familie, der General - Erbland . Postmeister Wrst Paar, der Postlchcnsträgcr von Bozcn nnd Tricnt Freiherr v. Taxis, beide mit ihren Familien; die gcsammtc Amtslorrrspondcnz der l. f. Zivil- und Militärbehörden nnd Aemter und der ihnen glcichgo stellten Organe; dic gerichtlichen Aemter aller vom Staalc aiurtannten Konfessionen, nnd die Direktionen aller öffentlichen Unterrichts nnd BildnngSanstallcn, der Unlcrrichtöralh; alle jcnc wissenschaftlichen nnd Knnstinstiwtc, dann dic HiimanitätSanstallcn, welche k. l. Staatöanstalten oder vom Staatsschätze ootirt sind- die Korrespondenz der Gemeindeämter in allen Angelegenheiten dcö übertragenen Wirkungskreises; die dienstliche Korrespondenz der Landcsanöschüssc, der Präsidien beider Häuser dcS Rcichsrathcs nnd der Landtage, die rcichSrälhliche StaatSschnldcnkommission; bei Fcldposlämtcrn die unrctommandirtcn Priuatbricfe der östcrr. Militärs und Militärbcamtcn; die 5tor-respondcn; in ^chcnalludialisirungS-Augclcgcuhcitcu; nllc Eingaben und Verhandlungen in Grundeutla» stungS- nnd GrundabtrctungS-Angclegenheitcn; die Handelskammern, nnd die Advokaten- nnd Notars» tammcrn bei ihrer Korrespondenz mit l. f. Behörden-die in Fistalnngclegcnhcitcn dclcgirlcn oder cxponirtcn Anwälte im Verkehre mit der dclcgircndcn Fiuanz-Prolnratnr nnd den offiziösen Vertretern der das Arlncnrccht genießenden Parteien im bürgerlichen nnd Strafverfahren für ihre Eingaben an dic Gcrichtsbc» hordc nnd dic Erlässe der lctztcrn. Dic Notare für lhre amtlichen Eingaben an NotariatSkammcrn und Archive, nnd als Gcrichtskommissärc; alle Verhandlungen in Strafsachen nnd die darauf bezüglichen Eingaben der Parteien; der Schriftcnwcchscl der Lotto-Kollcltnrcn mit den ihnen vorgesetzten Vottobchürdcn w Dienstsachen und der Großvcrschlcißc von Tabal-nwnopolsgcgcnständen mit den l. f. Behörden in allen dienstlichen Angelegenheiten, welche nicht das ihnen übertragene Kommissionsgeschäft betreffen; die Versendung der Reichs- nnd LandcSgrsctzblältcr nnd die darauf bezügliche Korrespondenz; die Einsendung der prcßgcsctzlichcn Pflichtexemplare; die dem deutschen ^iscnbnhnvcrcin angchörigcn östcrr. Eisenbahnen, in Vcrcinsangelcgcnhcitcn; die Nationalbant für ihre Korrespondenz mit den bezüglichen Kassen über die Auswechslung abgenützter Antizipationsschcine, sowie M dic Korrespondenz »nit den VcrwallnngSämtcrn ^r l'n sic abgetretenen Staatsgüter nnd Angclcgcn. ^'lt dicscr 3laa^!'?- Rrgicruug bleibt es vorbehalten, in außcrordcnl» ^ic», für dic StaatSzwcckc besonders wichtigen Fällen, NN- wclchc in den vorstehenden Vcstimnnmgcn uicht ^'sscdacht ist, dic Portofrcihcil vorübcrgchci'.d — mit ^"kslhluß der Werthfcndnngcn — zu bewilligen. Oesterreich. N>ien, 12. November. Heute Vormittag nm .! ^ Uhr wurde die Dcputatiou der Prager Handels-^n"ncl, wclchc sich hichcr begab, um Namens dcr ^'l^tcrn Sr. Maj. dem Kaiser einc Petition wegen balder Ernennung cincS HandclSministcrS zu übcr< ^'chcn, von Sr. Maj. empfangen. Dcr Vizepräsident dcr Pragcr Kammer als Wortführer dankte in seiner Ansprache für die Wiedererrichtung des HandclSmini-stcrinmS, zu welcher dcr Impuls von dcr Prager Kammer ausgegangen, er betonte die dringliche Noth» wcndigkcit einer definitiven Besetzung dieses Ministe-rinms durch einen mit den volkSwirthschaftlichcn Verhältnissen dcr Monarchic vertrauten Mann, und der Erwcitcrnng seines Wirkungskreises, nnd kam im Laufe seiner Anrede auch auf den preußisch - französischen Handelsvertrag und die Gefahr zn sprechen, wclchc drohc, wenn derselbe anch für Oesterreich maßgebend werden sollte. Se. Majestät dcr Kaiscr geruhten, dic überreichte Bittschrift entgegennehmend, beiläufig zu erwiedern : „Ich fühle selbst lebhaft das Vedürfuiß dcr Rc-organisirnng des Handelsministeriums, dicsc Angelegenheit beschäftigt Mich feit langer Zeit auf das Lebhafteste, dcuu Ich crtcuuc es wohl, daß dcr jctzigc wichtige Moment dcr Zollfragc die Organisation nnd die baloigc Bcsctznng des erledigten Ministeriums erheische, wozu sich nur bis jetzt die geeignete Persönlichkeit nicht gefunden hat." — Die Deputation anS Prag, wclchc sich hierher begeben hatte, um dem Herrn StaalSministcr Ritter v. Schmerling daS Ehrcndiplom als Kommandant des Präger Scharfschützcnkorps zn überreichen, wnrdc gestern von dem Herrn Staatsministcr, dcr bereits die Uniform seines neuen Ehrenpostens trug, schr freundlich empfangen. Herr v. Schmerling nahm das prachtvoll ausgeführte Diplom mit Wortcu dcr Anerkennung und dcö DanlcS entgegen nnd unterhielt sich längere Zeit mit dcr aus 5 Mitgliedern bestehen-dcn Deputation in herzlichster Weise. — Ein Befehl Sr. Maj. des Kaisers ddo. 17. d. M., dclrctirt die Ausrüstung dcr Dampfer „Hofcr" und „Enrtatonc" nnd dcr Kanonenboote „Grille", „Alnoch" nnd „Ansluger". Auslaild. Turin, 1<). November. Der frühere Kriegsminister nnd Senator General dclla Rovcrc ist plötzlich in Folgc eines VlutsturzcS gestorben. Weder in der Armcc noch bci dcr Bevölkerung war dcr sehr hartherzige, dabei oft schr zwcidcnligc Mann schr beliebt und deshalb wird scin Tod nirgends mit besonderer Theilnahme vernommen. Paris, 21. Nov. Noulcmd ist definitiv an die Spitze dcr Bank von Frankreich gestellt; er hat von dem Vcrwaltungsrathc 12.000 Franks Installations» nnd RepräsentationS-Kosten zugesprochen erhalten. Die Vcrwcrfnng dcS Aubarcl'schcn Vertrages mit Eochin» china bestätigt sich; dic Mcldnng an den dortiacn Admiral ist bereits erfolgt. Demnach gellen wieder dic Bestimmungen, die Admiral Bonnard im Jahre 1802 mit Tudnc vereinbarte, »md Frankreich behält drei große Provinzen in Cochinchina. Lokal- nn> ProvinM-Vachrichten. Vaiback, 2-4. November. Morgen Nachmittag nm 5 Uhr findet eine Siz-zung dcS Gcmcindcralhcs Statt. Auf dcr Tagcs. ordnnng stehen: Angelobung dcr Bürgerpflichten; Allfälligc Interpellationen; Vortrüge des Magi< stratcs: :>) Bürgerrechts - Verleihungen nnd Auf-nahmen in den Gcmcindcvcrband, >.) bezüglich dcr ZnständialcitSfragc dcS Michael Kcccl; Vortrage dcr Finanz.Sc ttion: u) wegen Verkauf eines städtischen Terrains an Nnßak, 1,) dctto an Ferdinand Vilina, ^) wegen Ordnung des ZimcntirungswcscnS, ,1) wegen Elhöhnng dcr Löhnung des ftädl. Zimmer. manncS, c) wcgcn wcitcrcr Provisorischcu Bclassuug dcS zweiten FcncrwächtcrS, y wegcu dcr Holzdcputalc für dic städtischen Diener, ^) wegen Vorlage des Vermögens - Inre'tareö; (wcgcn lit. u und 1» ist nach 5. 24 St. die Anwesenheit von mindestens 20 Gcmcindcrath.Mitgliedern nothwendig; daher dic Herren Gcmcindcräthc eingeladen werden, vollzählig zu erscheinen); Vortrage der Bau-Scltiou: u) wcgcn Herstellung einer Dachrinne im Magistrate, bände,'d) wcgcn Liqnidirnng dcr Pflasterung in dcr Thcatcrgassc, <-) wcgcn Aklordirung dcr nächstjährigen Kugclstcinpflasttrnngcn, ä) wcgcn Liqnidirung einer Banhol;.Rech'umg. dann ^Bauholz>Rcchnungcn und 1 Ziegel. Ncchnnng dcS Franz Kottnil, c) wcgcn Herstellung zweier ncner Fcucrcimcrwägcn, s) weacn Viqnidirnng einer Zicgcl'Rcchnung dcS Ignaz Iclov« 5ct, ^) wegen Liqnidirung einer Rechnung dcS Lorcnz Vodnil, n) wcgcn Znwcisnng cincs technischen Dinr-nisten, i) übcr den Antrag des Hcrr« Gemeinde-rathcS Dr. Ahac'i^ den Brand beim Vinzcnz Vcr-hov«ct bctrcss^nd, ll) wcgcn dcr vom Herrn Viktor Wnöar beabsichtigten Umänderung des Vcrkanfs-Gc-wölbcs neben der FranzcnSbrüctc; Porlrag der Schulfcltion wcgcn Sicherftcllnng einiger Stif' tung« zu veräußernden Staatsdomänen und Montanwerken, wclchc in den dcm Staatsvoranschlagc bcigcgcbcncn Ertlärnngen nicht einzeln aufgeführt sind, soll sich auch das Quccksilbcr-bergwerl uud dcr Montanforst Idria befinden. — Einc Anekdote aus dem Abgcordnclenhausc crrcgtc iu allcu Krciscu, wo sie kolpolirt wurde, große Hcitcrtcit. Schindler und Giskra plauderten mit einander in dcr Nähe dcr Ministrrbank, als gerade dcr Diener die Stimmzettel sammelte. Im Eifer dcS Gespräches hatte Schindler vergessen, einen Zettel zu schreiben, und als dcr Sammler vor ihm hält, wendet cr sich rasch zum Minister Schmerling mit dcr Bitte, ihm cin Blüttchm Papier zn geben. Muß es nicht erst durchräuchert wcrocn? fragte der Staatsmiuiflcr ironisch. — Ucbcr dic Abfahrt der Mexikaner schreibt man r>cr..O. D. P." auS Trieft: Hculc (U). d.) nach Mitternacht langte die crstc mexikanische Brigade, 110(1 Mann stark, mittels eines ExlrazugcS der Eisenbahn hier an und wurde, so gut als cS ging, im neuen Lazarett) untergebracht. Nach 9 Uhr Morgens brach sie von dort anf nnd marschirtc mit klingendem Spiele nach dcm Bahnhofhafen ab. Die Musilbandc des Korps ist eine gan; vorzügliche — sic wurde von dcm ehemaligen Marine-Kapellmeister, Herrn Savcrlhal, znsammmacsetzt, dcr sich ebenfalls sammt Familie nach Mexiko begibt. Anch dic Mn-silbandc des l. k. Inf.'Rcg. Erzherzog Ferdinand.Este gab dcr Brigade das Gclcilc. Dcr Dampfer „Äo» livian" hatte anf seinem Hauptmaste die kaiser!, me-xitanischc Flagge aufgehißt. Nun begann kompagnic-wcisc die Einschiffung, dic ungeachtet dcr lebhaften tommcrzicllcn Äcwcgnng am Qnai in bcstcr Ordnnng vor sich ging DaS ganze Offiziertorps dcr t, t. Kriegsmarine hatte sich am Bord dcS Dampfers cin^ gcfnndcn, um dcn Scheidenden cin letztes Vcbcwohl zn sagen. Das Bild, welche« sich jetzt vor den Augen der Zuschauer entwickelte, war ein lnigemein interessantes. Die mexikanische Mannschaft ist, was das äußere Aussehen anbelangt, cine wahre Elite-lrnppc. Es sind meist stämmige, martialischc Gestalten mit Volll'äricn. An ihrcn rothen Lagermützen hatten sic nach österreichischer Art grüne Feldzeichen angebracht. Ihrc Nciscadjustirung bestand auS den weißen Umhängckotzcn. Jeder Mann war sonst mit einem kleinen schwarzen ledernen Tornister mit schwarzem Ricmzcug mid einer in Stroh cingcflochlcncn Feldflasche versehen. Waffen hatten nur die Offiziere. Während dcr Einschiffung fpiclte die Musikbande von Este verschiedene Mnsilstüclc. General Graf Thun, dcm seine beiden Brüder znr Seile standen, wohnte dcr Einschiffnng bci — ebcnso dcr mexikanische Gc-ncraltonsul, der Sektionsrath Scherer und dcr Ha-ftnlapitän Leva. Mexikanische Offiziere von allen Waffengattungen füllten das Vorderdeck. Gegen 11 ^ Uhr war die Einschiffung vollendet und dcr Dampscr slicß vom Quai ab. In diesem Augenblicke stimmten be.dc Banden zugleich dcn Radetzly-Marsch an und ihrc Mützen schwenkend, in cm anhaltendes Lcbchochrufcu ans, welches von dem Publikum am Qum lebhaft erwiedert wurde. Langsam nur konnte der schwere Dampfer seine Wendung vollbllngen, um aus dcm engen Hafen auezulaufen KV76 Vielc von den Mexikanern kletterten die Strickleitern an dcn Masten hinauf und bildeten änßerst malerische Gruppen. Da stimmte die mexikanische Bande am Bord die österreichische Vollshymnc an — und das Lcbchochrufen und Hüte- und Mühcuschwcnkcn wollte kein Ende nehmen. Auch auf dcn Kaiser von Me-fiko wurde ciu allgcmciücö Hoch ausgebracht. Der Moment ivar cin wirtlich ergreifender und ernster, Doch fehlte cö auch uicht an heiteren Intermezzos — so fingen zwei englische Matrosen, als die Musik , eine Polka spielte -- plötzlich an, ganz drollig auf dem Decke zn tanzen. Der „Bolivian" yiclt draußen auf der Rhcdc eine Weile an, um mehrere Personen aus» und einige Offiziere mit der Kasse einzuschiffen. Hierauf nahm er sciueu Stcuerkurs gegen Miramare; das Schloß prangte im Schmucke aller Feslflaggen und begrüßte die Scheidenden mit dcn Salven der Echloßbaltcric. Gegen 3 Uhr Nachmittags sah man nur noch die Rauchsäule des Dampfers am Horizont. Wie viele von den Scheidenden haben wohl für immer die heimatlichen Gestade verlassen! Die Stinum'.ig im Publikum war eine um so ernstere, als es die allgemeine Ansicht ist, daß man dcn Dampfer zu sehr" mit Trnppcn beladen hat. (Diese Ansicht wird »lurch ein Schreiben wiederlegt, welches das merikan.jche Konsnlat an die „Triestcr Ztg." richtet, und durch welches die früheren Angaöcn dieses Blattes berichtigt werden. In demselben wird gesagt, daß die Verschiffung der Freiwilligen unter viel günstigeren Verhältnissen als die der französischen Truppen nach Veracruz, und unter mindestens eben so günstigen, als die der englischen geschehe, und daß sämmtliche Schiffe von einer kompetenten, aus t. k. österreichischen Seeoffizieren nnd Ingenieuren bestehenden Kommission untersucht und zu dem transatlantischen Transporte vollkommen geeignet gefunden wurden. DaS Schreiben theilt ferner mit, warum der Transport dcn konklirrireuden österreichischen Nhedcru nicht überlassen werden konnte. A. d. R.) Neueste Nachrichten und Telegramme. München, 22. November. Der Bischof von Spcycr hat gegen die Verfügung dcS Ministcrinms RckurS an dcn König erhoben und ist vom Monar» chcn abschlägig bcschicdcn worden. Das Verfahren des Ministers sei dcn Gruudsätzcu der Verfassung vollständig cutsprechcnd. Da kciu weiterer Hruud zum Aufschübe der getroffenen Maßregeln vorliegt, ist die Lehranstalt definitiv geschlossen worden. Berlin, 22. Noucmbcr. In der heutigen Siz< znng des Staatsgcrichtöhufcs stellte der Staatöan» walt gegen den Angeklagten ituslcjto wegen wisscnt» lichcr Theilnahme am Hochverrat!) dcn Antrag auf Todesstrafe; gegen die Angetlagtcn Knionicwiccz und MrowinSli wegen nicht wissentlicher Theilnahme auf sechsjährige Zuchthausstrafe. Hamburg, 21. November (Abcudö). Zuverlässige Privatbricfc aus Rio Janeiro melden, daß die dortigen HandclSvcrhältüifse sich fortwährend besicr gestalten. Dem Ablauf des Moratoriums ist ohne weitere Befürchtungen cnlgcgcnznscheu. Hamburg, 22. November. (Dr.) Gestern hat der österreichische Oencralslabs-Hauptmann Dittrich bei dem Einzüge der Brigade TomaS durch einen Sturz vom Pferde eine Zersplitterung des linken Fußes Bern, 22. November. ES heißt, die Leichen d.^ Dr. Dcmmc und dcS Frl. Flora Trümpy seien bei Ouchy aus dem See gezogen worden. Der Fall hat allgemeine Bestürzung nnd Theilnahme hervor« gerufen. Kopenhagen, 22. November. (Pr.) In der nächsten Wo.,», wird eine Kommission zur Festsetzung der Entscheidung für die dänischcrseitS gemachten Pri-scu und Ladungen aus dcu drei Fricdcusmachtcn hier zusammentreten, wozu prcnßischerseitö der Regiernugö» rath Eck designirt ist. Liverpool, 21. November (2 Uhr Nachmittags). In Folge der Wiederwahl dcS Präsidenten Lincoln herrscht große Aufregung. Baumwolle: 25 (XX) Ballen Umsatz. Um 2 Pence höher verkauft. PreiSuotirung schwierig. Warschau, 21. November. Mau versichert, das Dekret, betreffend die Aufhebung der Kloster, habe die Sanktion des Kaisers erhalten. Die an dem Ausstände bcthciligt gewesenen Klöster würden voll' ständig unterdrückt, die wenigen übrigbleibenden uutcr die Aufsicht der Regierung gestellt werden. )tew-Aork, 12. November (Abends). M'Elcl« lau verzichtet auf seinen Rang in der VundcSarmcc. Treuton wurde zum Oouvcrucur von Newport gewählt. Die Konfödcrirtcn haben sich im Shcnanooah-thalc verstärkt uud bedrohen Pcnnsylvanicu und Marylauo. Der Kongreß der Konfödcrirtcn ist zu« sauuucngetrctcn. Der Präsident betont in seiner Bot« schaft die Unmöglichkeit dcö Friedens ohne Uliabhän^ giglcit, mißbilligt die Bcwaffnuug dcr Sklaven, anßcr im äußersten Nothfälle, uud empfiehlt dcu Kauf von Sklaven, da Mangel an denselben sei. Markt- und Vcschüstöbcricht. ttaibach, 2A. November. Auf dem hcutigcu Markte sind erschienen: 5) Wagen mit Heu nnd Stroh, A7 Wagen nnd -1 Schiffe mit Holz, und 210 Metzen Erdapfel. (W och cnmartt - Prcis e.) Weizen pr. Mctzcn fl. —.— (Magazius-Preis ft. 3.K1); Korn ft. —.— (Mgz. Pr. fl. 2.75); Gerste si. —.- (Mgz. Pr. ft. 2.87); Hafer ft. —.— (Mgz. Pr. si. 1.95); Halbfrucht fl. —.— (Mgz. Pr. si. 3.12); Hcidcu ft. —.— (Mgz. Pr. ft. 3.5); Hirse ft.-.— (Mgz. Pr. fl. :l.7); Kuturutz si. —.— „5„ 71,50 71,60 ditto......., 4j „ 62 80 <>3 — Vlit Verlos, v. 1.1839.....156— 156.50 ., .. ., 1854..... 89.25 89.75 „ ,.....i860 zu 500 si. 94.10 94.20 „ „ .. I860 .. 100,. 96.10 96.2« ,. ,. ,. 1864 .. „ .. 83.80 83.90 , G.,l.,ssall. 2(X! ss. . 167.75 168 -Th.!ßbalin-Mii<» ^u 200 N. C. M. m. 140 fl. (70°/.) Einzahlung 147.— —.— Pfandbriefe (für 1l)0 ,1.) National-, 10j>'hrige v. I. banlauf 1857 zu . 5°/. 102.- I02.50 ^. '^>i. ) v.rll?^l'a>e 5 ,. 93.25 93.5) Nati^'üalb.ailf ü.?» ucrlosb.5 „ 89- 8Ü.20 Ungarische Voden-Krldit-Nnslalt zu 5V, Mt.....83.50 84.- Lose (pr. Stück.) Kicd.-A»stalt für Handel u. Gew. zu 100 fl. l.ü. W. ... 12»i.25 126.50 Dl'».«Dmpfsch.-Ä.zu 100ss. C9i. 85.50 86. -Htlldt^m.Ofen „40.. ü. W. 26.- 27.— (Wcrhazy .. 40 .. «M. 105.. ^ 108. - 3alm . 40 .. ., ,. 30.50 31. <«cll' Waosf Palffy zu 10 fl. liVl. . !^>j. - ^!'.... 'italfl,'no 10 ,. .. . 11.^0 12 — Wechsel. 3 Monate. Velb Waa« AucMura. für 100 «I. südd. W. 98.15 98 30 ^r,,,isf,»l a. M. 100fl d^tto 98.40 98,.',l) Ha>«l»!lg, für 100 Marl >Um,co 87.70 87.8" London für 10 Pf. Tterlixg . N6 50 116.75 Paris, sin 100 Frails . . . 46,40 46.50 Cours der Ocldsorten. Vlld Waare K. Vimz-Dukaten 5 st. 57 lr. 5 il. 58 Nlr ssronen . . .16 „ 5 „ 1« ,. 10 ,, NapoleoüSd'l'r . 9 „ ^4 „ 9 „ 45 „ Rufs. Imperials. 9 „ l>5 ., 9 .. 66 „ Verein^halcr . 1 .. 74 .. 1 ,. 75 „ Sill'er . . 1l6 .. 25 ,. 116 .. 50 ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien Dcn 23. Novllub.'s 5'/. M.talliques 71.55 1860-er Anl,ih, 94 70 5V. !)lat..Änl,h. 79'.'5 Silber . . . 115.75 Vanlaltie» . 782. London . . 116 2ä Kr,vitaktien . 178 50 K. f. Dufaten 5.5/ Ircmden-Anteige. Dcn 22. Novlml'ci. Htadt Wien. Dic Hcvrcn: Goltlick'. Kaufm nn, r. Nien — Homaim. Hand.l^iiaiiil. ro» Radmann^dcrs, — P^dflaischcl. f f. Sttucr-ÜiiNlehmer. v Lack. Elephant. Die Heire»: F^'li» von Rcmschcld. — Heller. .N^ufmiinn. ron Wi.n. — Weillcr. 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