LMllchcrMMtllna. 3lH» 1^)L^ Pränuml rationsplei«: ^1« Lomptoir ganzj. !» H^1»F N. 11, d>u-i. N. 5.50. ffllr bie^lifteUung in« Hau« * balbj.5.,»l!. Aiit dcr Pofl^ll^.fl. 15, balbj.fi. 7.50. Fleillig, 20. August V»se«tl«n«nebUhr bl» 10 ZeNen: imal «0 ll., ^^ ^»F^ »m. loll. u.s. w. lioi^tionüNcmpil j^d^^m. 5l>.,. ^ ^V»5. Aintlicher Tbcil. ^ ^. k. nnd k. Apostolische Majestät haben nnt höchstem Handschreiben vom 1l>. Angnst d. I.Aller-^?l^ ^'"'" ^^""' ^herzog Johann, dan hl»/'''" ^^"' """ Äicran, den Landgrafen Io-!en V' ^ " '' '^ cnbcrg, den Grafen Alfred Potocli, ^" ^'ldmarschalllieiücnant Tafsilo Grafen Festet ics Us. lua nnd den General der Caualcric Franz ttn« " H ° llcr v. Hallerkcü zu Rittern des Or-^ . ^l)'u goldenen Vließe allergnüdigst zu ernennen Al''mcinklilUlncn vom 27. Juli 1869, Hcs anf Grnnd dcs Gesetzes vom 20. Mai 18N<.) ^ Icheii dcm k. t. Handelsministerium und dem Finanz ^.'^^u,m in Vertretung des f. k. Aerars einerseits seilst ^crwaltnngsrathe dcr k. k. priv. Südbahngc- ^ise Ü andererseits zum Zwecke dcr Herstellung dcr '^bllhnlinien Villach - FranzcnSfeste und St. - Pcter- Fiuinc abgeschlossen worden ist. Wckt ' ^' ^^ ^ ^ ^^' Südbahngcscllsäiaft ver->,^l sich^ ^^. Eisciidnhnlinien Villach-Franzensfestc ^r i^^^cr-Finme, und zwar erstere bis 1. Scptcm i„ ^^ und letztere bis 1. Juli 1872 zn bauen und ^"r>eb zu sctzcn. ^ri ^' "' ^'^ ssedachten Eisenbahnen werden a!s cin-^lei^ ^"^^» gebaut, die Gruudcrwerbnng hat jedoch ^kis« >, ^" '^^'^ ^>-^lse zu erfolgen. Die ConstructiouS-l>ei m ^ ^'nhn kann eine einfache und ökonomische sein; ^ ^'^» und Hochbauten können Provisorien zur ^thäl! "^ kommen; die Stciguugs- und KrümmungS Hch l'^ ^'^^' bie der übrigen Linien dcr Gesell- ^ "- '> Die Gesellschaft wird ermächtigt, das zum t>>i Q . ^dachten zwei Linien nöthige Capital dnrch ^,.?.^'nlanlchen aufzubringen, desfcn Verzinsung uud 'iNung vom Staate garantirt wird. <>«^ ^'lglich ^i- ^^,,.^ h^ auszugebcudcn Obliga-^' ^'.'/ ^tlchcn die Staalsgarantic in entsprechender ^lt ^. ^sichtlich gemacht werden wird, dann bezüglich ^ ^"sniig, ^^ Emissionscnrscs uud dcr Amortisi ^Nd ^^ Genehmigung des t. t. Finanzministeriums '»^ ^ dieser Hastnng darf dcr k. k. StaatSvcrwal-^ '"c größcrc pccuniärc Belastung erwachsen, als ^ Hscldc nuf Grund dcr BruttoertragSgarantic w ^ ös,c ' welche dem Staate für sämmtliche Linien >^^ ^'chischen Ilctzcö der Sndbahn, dessen integri- rende Bestandtheile die gedachten zwei Linien vom Zeitpunkte ihrer Iubctticdsctzuug zu bilden haben werden, bereits obliegt. Sollte die k. k. Staatsverwaltung in Folge dieser Haftung wider Erwarten ocnuoch zu irgend einer Zah-lnng für Rechnung dcr Gesellschaft herangezogen werden, so werden zur Einbringung der gezahlten Beträge sammt Nebengebührcu dem Äcrar gegenüber der Gesellschaft alle aus ciucin gewöhnlichen Bmgschaftsucrhältnisse zustehen den Regreßrechte an dem Vermögen und Einkommen dcr Gesellschaft gewahrt nnd vorbehalten. Art. 4. Dcr im << 2 dcr Concessionsurkunde vom 23. September 1858 zugesicherte Beitrag des Slaatcs zu den Baukosten dieser Linien wird pauschalirt und hicmit, was immer die von der Südbahügcscllschaft verausgabte Suiumc sein mag, auf 13,<)l)0.(XX), sage dreizehn Millionen Gulden ö. W. festgesetzt. Dicsc Summe ist zahlbar in sieben, mit 2. Jänner 1870 beginnenden, halbjährigen Raten, wovon die ersten sechs Raten mit zwei Millionen jede uud die siebente mit einer Million Gulden zn erlegen sind. Art. s>. Es bleibt dcr frcicn Wahl dcr Staatsverwaltung anheimgestellt, im Falle derselben die Leistung dcS Baubcitragspauschals uicht convenircn sollte, zu verlangen, daß das im Art. Z besprochene Anlchcn dcr Südbahngcscllschaft um denjenigen Betrag erhöht werde, dcr erforderlich ist, nm ein effectives Ergebniß von drci zehn Millionen Gulden ü. W. zu ciziclc», und die t. k. Staatsverwaltung vcrpflichlct sich, für diesen Fält den auf diesen Vclrag entfallenden Theil dcr Verzinsung und Amortisation dcs Anlchcus zu tragen. Dic nähcreu Modalitäten dieser Theilnahme am Anlchcn bleiben cincm besonderen Ucbcrcinkommcn vorbehalten. Art. nach Ablauf dieser Periode diese Stcmpelgcbühr nur von dem für Rechnung dcr Gesellschaft ausgegebenen Theile dcs AnlchcnS zu zahlen sein. Art. 7. Zur Berichtigung der Stempel nud Gebühren für alle Vcrträgc. Eingaben nnd sonstigen Ur-lnndcn znm Zwecke der Eapitalsbcschaffuug so wie des Baues uud der Instruiruug der Bahn wird eine Frist bis zur Eröffnung dcS Betriebes bewilliget. ^ Art. 8. Da die zwei neuen Linien einen integrierenden Bestandtheil dcs östcrrcichifchcn Netzes dcr Süd ^valingcscllschafl ;n bilden haben, so haben bcziiglich der ! Tarife und sonstigen Transportsbedingungcu die von der Staalsvcnualtnug für die übrigen Linien dcs österr. l Netzes dcr Südbahn genehmigten Bestimmungen zu gel-^tcn. Ebenso findet die dcr Südbahugcscllschaft für ihre alten Linien bis 1. Jänner 1880 zugestandene Bc-freiung von der Einlommenstcner so wic von jeder während dieser Zeit etwa neu einzuführenden directcn Steuer, ^ dann von dcr bei den Ornudeinlösungen vorkommenden ^lcbcrtragnngsgcdichr auch ans die zwei neuen Linien Anwendung. Art. 9. Da dic Linie St. Peter Finmc aus eiuer kurzen Strecke auf ungarischem Gebiete liegen wird, so wird die Fcstclluug des Uugarn treffenden Theiles dcr Staatssubvcntion dcn Gegcustaud ciucr Spccialvcr-haudluug frischen dcn bcidcu Älinislcricn zu bilden haben, bei welcher dic Endbahngcscllschaft nicht zu inter» vcnircn haben wird. Wenn übrigens die ungarische Regierung wider Vermuthen nuf eine angemessene Pauschaliruug dcs nach dcn Bestimmungen der EoncessiouSurkuudc vom Listen September I85>8 zn zahlenden Staatsbcitragcs nicht eingehen sollte, so wird schon dermalen festgesetzt, daß in dicfcm Falle dic nach Art. 4 dicscö Ucbcreintommens von dcr t. k. Regierung ;n zahlende Staatssubvculiou von I.'l Millionen nm jenen Betrag vermindert wtrd, welcher für den in Ungarn liegenden Theil dcr Linie von dcr ungarischcn Regierung nach der Concession vom Jahre 1858 zu zahlen scin wird. Dcr Südbahngcsellschaft bleibt es übrigens in die-scm Falle unbenommen, ihre Vorstellungen direct lici dcr ungarischen Regierung einzubringen. Art. 10. Die im Art. 12 dcs Ucbc,einkommens vom 20. November 18l»I erwähnten und alle sonstigen gegenseitigen Ansprüche der Südbahngcscllschast und dcS Acrars aus der schwebenden Abrcchnnug, welche dcn Gc-gcnstand dcr Znschrift des k. k. FinanzministcriumS vom 5). Mai 1^'° ''lir nntcrgräbt nnd keinerlei ^°ch ;u , -^. f' "'U ihren bedauerliche,, Zustand ^" ^° Älittc'^'^^^ ^">^" luden, er einige Schritte die !!' °"l dic 5,," ^lbdunlcl» Gemaches that nnd die derk "'°Ntin d^ .') - ^"l'tc>c. hinter welcher sich Aurclia, ^"'.>'Schn^ befand. Höchst son- D ^'^ht ia 1, '"^ ""f Lebensdauer geknickt haben, lit 3/^^ brauen " .^ «Etliche Keim, dcr in den dicsc?' '"einen sü / ^^ ^' Nc leiden können, so lange "UV :"'^e az,^ '^ /""gc sie athmen, und lieben, nud sei ^°nie >/""" lich.^f' 'wagmäre. eine ideale, die sich b" Crschci " s^"''" ^pl'iwn bewegt, wo die '^""llngswclt beginnt. Sie mögen Recht haben. Aurclia ist eine jener offenen Oöttcrscelcn, dic allcs Hohe und Schöne iu sich aufnehmen und es nicht mehr vou sich lassen, so langc sie noch Lebenskraft gcnng besitzen, die köstliche Beute fcstznhaltcn - aber dicEmpfindung allein ist cs nicht, die ihre furchtbare Gewalt auf derlei angekränkelte Herzen ansübt, dicfc liegt vielmehr in jener stummeu Furcht, in jener unerklärlichen Scclcnangst, die bei dcr leisesten Einwirkung durch Dinge der Außenwelt hervorgerufen wird nnd dcn großen '^tnrm dcs Herzens aufrüttelt zn schmerzlich schnfüchtigcn Qualen. Nachdem dcr Arzt die letzten Worte ausgesprochen, wendete er sich gegen die Thüre Aurclicns, und rasch in das finstere Schlnfgcmach eintretend, schloß er dieselbe wieder knapp hinter sich zu. Gustau folgte ihn, mit dcn Blicken und trat dann an cincs dcr hohcn Bogcnfcnstcr. dcffcn zurückgeschobene Gardinen ihm die ÄnSsicht auf daS muntere Treiben dcS Eanal grande vorführten. Das ju-bclndc Leben, die lebensfrohen Gestalten, welche fich vor feinen sorgenschweren Blicken sorglos anf nnd zu bcwcg tcn, das ganze lachende Bild freudiger Menschen con-trnstirte gar sonderbar mit scinem Scclcnzustandc, dcr sympathisch mit dem Aurclicus mehr uud mehr seine wunderliche Nahruug aus letzterem sog, ohne sich entschiedene Erklärung ob dieser Erscheinung gebcu zu köu-ncn. Je mehr scin Auge anf dem lachenden Tag, dcr fich unter ihm entwirrte, verweilte, dcsto düstcrcr wurde cs iu seiucm Innern: in seiner Seele entspannen sich sonderbare Traumfignrcn, wic barocke Märchen ans vergangener Zeit, die ihn schmerzlich neckten und umhüpftcn. ihn alles verzerrt sehen ließen, und selbst die schimmernden Gondeln und altchrwürdigeu Paläste nahmen frnz zenhafte Gestalten an und grinsten ihm hohnlachend entgegen. Er trat vom Fenster zurück. Zwei Miuutcu blieb er regungslos, indem er am iuucrn FcustcrfimS lehnte uud gcomikcnlos in das Halbduulcl dcs Gemaches stierte. Ihm wurde leichter, uud iudcm er einige Schritte durch dcu Saal that, blieb er vor einem Flügel stchcu, auf dcfscn Notenpulte die Ouvertüre zum „Flicgcudcn Hol^ lander" aufgcschlagcu lag. Gleich nebenan fand er einen Band Wieland und darunter halb verborgen: „Lieder cincr Verlorenen" vou Ada Christen. Lächelnd blätterte cr in dem kleinen Bündchen, auf den bleichen zusam-mcngcknisfenen Lippen spielte ein sonderbares Gemisch von Schmerz nnd Licbeslust und jc länger cr las, dcsto irouischer wurde dcr Zug nm sciucn Muud, dcsto glühen^ der sciu Auge, nnd seine Gestalt schien zu wachscn iu^ mcr höher nnd höher uud sciuc schwarzen Lockcu bäun^ ten sich wic zischende Schlangen .... Was möchte im Innern des jungen kräftigen Mannes vorgegangen sein, daß die leiseste Anrcguug durch Außcndingc eincn anf dcn bleichen Zügen sichtbaren Scclcnkampf hervorrief? War es das stumme Mitgefühl, für dcu brennenden Schmerz dcr armen Verlorenen, war es der Widerhall dcr eigenen Erfahrung, daS widcrlönendc Orakel cincr schmerzensreichen Vergangenheit? Mau fagt, die Erinnerung sei der beste Freund iu kummcrschwcren Tageu. Viag scin; allein cs gibt Erillncruugcn, die, so oft sie iu unserem Herzen aufblühen, dumpfe Gra-besluft ausströmen, nnd nnlcr ihrem Hauche verwelken die letzten Triebe cincr bessern Gegenwart. Der Arzt trat ein. Er schien von seinem Besuche befriedigt nnd schritt auf Gustav zu, der noch immer 1408 Art, 12. Dieses Ucbcrciniommcn wurde in ;wci gleichlautenden, ungestempelten Exemplaren ausgefertigt, wovon jedcin conlrahirendcll Theile ein Exemplar ans gefolgt worden ist. Wie,,, am 27. Juli 186l). Plcuer i»l. p., t. k. Handclsministcr, im eigenen und im Namen des Herrn f. f. Finanzminislers. (1. .^.) K. k. priv. Südbahngesellschaft. Hopfen m. i>. Wintcrstcin x,.,». (I.. «.) Der Minister des Innern hat cinvernchmlich inil den anderen bclheiligten Vlinislcrn den Karl Freiherr Zois'schen Erben gemeinschaftlich nut den Herren ^. C. Luck m ann, V. Scnnig, E. H olzc r und A. Drco die Bewilligung zur Gründung einer Acticngc' sellschast in l^aibach nntcr der Firma: ...slrainischc In-dustricgescllschaft" ertheilt und die delrefsrnden Statuten genehmigt. Der Just ^minister hat dcn Gcrichloadjunctcn bei dem Kreisgerichtc in Vcoben Wenzel Dörfler zniu Nalhssccrctär daselbst ernannt. Am 1«, A»gl>s! !«<>!» !l'u,dl> ii, d»>r l. I, Hl',- nud Ilaats-druckeni dnö l.VIü, Slütt d^ö Rcich^qcschl'ial!«,'^ cmögcgcdm und vcrsrndet. Dnssrlbl! nUhält uiNcr Älr. ^!,'i« dac, Nlchrrriüwuniu'll uom 27. Juli li-ü!'.!. wclchcs aus Grund d^ lÄrsrtz,'s vom A». Mai ^»iü ;wischni dcm t. l. Hll,!dcl. Arrari< nin'lsri!« »»d dcm Bn'U'al-Nüigsrathr drr l, l, piw. Eüdbalnissl'sttlschast aüdorl'lsi'it^ zum Zn'ccts drr Hcrllclliiü^ dl'r ^iscichnhülimni Villach: ssran^'ui'fcsll' n»d Et.-Prlrr^ilunc ads,rjch!ossni wnrdm ist: Nr. I.'U» dir Vcwrtuumci dl's Iiisti^mixistniüm.'' vuii, 7. Maxist !!>!<;'.» lu'lvsffl'Nd drii Blssiini d?r Aiittswivlsnnitrit drö Ar-zirti'ssnich!!'^ Lkürbmlhal iu öchlcsicn; Nr. 140 diV Kmidmachima. dr^ Finaiizmiiiistorilim^ vom 7. August I>)tt'» ilb»>r du- E>machlic,l,»c; drr HanU!Holla,!Ui'ö Ministeriums für ClillnS ,i»d Unter-richt vom l> Auc,,lsl !«!r das Lchramt dcr ilalirnischr». fvan^sischm liud rulzüschcn Sprachr n!l>NralschliIrli, wirtsam für dic im Nnchi'rnlhc vrrtrclciicii Küni^rrichc >md Väldrr. mil Ausnnhmc dc>< ituilicircichss (Äaii^icii imd ^«domrricn, dci< Orußhcr,;»^-»lmm<« Kratau lind drS ^r^hcr^oss!l,umö '?cstcrrcich ob dcr Enii?. (Wr. Zlg. Nr, 1«l» vom ltt, Äugusi.) ^ilchtamtlichcr Theil. Dir Dcrlilisl VMszcilung übcr dir M>l mit Oesterreich. Unter dem Titel: ..slftcr-Patriotiömnd" bringt die „Berliner Polkszcitnna." nachstehende zutreffende (5haral-lcristil des ZcilungS- und Dcpeschcntricges wider Oesterreich: Die auswärtigen Angelegenheiten Preußens wcrdcu in der national-liberalen Presse nach einer außcrordcnt« lich einfachen Forllicl besorgt. Sie lautet entweder.-..Elsch, ctsch Frankreich!" oder „Elsch, ctsch Oesterreich!" Macht ^ouis Napoleon eine Reise, um mit Frauz Josef zusammenzutreffen, und es bleibt dennoch dic angekündigte Allianz aus, fo ist Oesterreich dnS gute friedliebende Kind, daß sich von Frankreich nicht will vcr- führen lassen. Da lautet denn sofort die Parole: Etsch, etsch Frankreich!" Msch, ctsch, du ^haumniömuS, du bist dumm, du siehst nicht, wie Oesterreich im Innern genug zu thun hat und deine Kastanien nicht aus dein Feuer holen will. Nun hast du dich blamirt, nun bist du geklatscht, nun bist du olmmächlig! Etsch, ctsch Frankreich! Etsch. clsch Frankreich! So geht es dcnn Woche ein, Woche aus uou der sehr uuabhängigcn „Weser Zeiluug" in die nnabhängigc „National-Zeitung" von dieser in die Magdeburger, von der Magdeburger in die „Zcilnng für Norddculschlaud." Da werden wohlbcsoldctc (ivliespondeuzen in Paris und in Vondon als freie Äeußcrung der „auswärtigen" Presse in der inländischen Presse citirt und dcr, Ball fliegt von Hand zu Hand, daß es eine wahre ^ust ist, das blut-lechzende Frankreich so herrlich unter die Hank gewiesen zu sehen, iiainn sind die Wochen in wohlfeiler Schablone vorübergegangen und es läßt sich eine österreichische Zeitung, eine österreichische Depesche, eine osfieiellc odcr officiösc Äcnßcrnng mißliebiger Nalnr blicken, dann liegt cS ganz auf dcr stachen Hand, daß Oesterreich nach Blut lechzt, daß es sich mit niederträchtiger Unterwürfigkeit vor Frankreich flehentlich am Boden wälzt, damit dies doch ja den Krieg beginne; dann ist cö ausgemacht, dah man Deutschland zu verlaufen bereit sei und mau es nur der Weisheit des nut seinen inneren Angelegenheiten beschäftigten Frankreich zu verdanken habe, wenn nicht bereits die Welt in Brand steht. Da tritt dann wieder die treffliche Parole in ihr Nccht und „ctsch, clsch Oesterreich" ist an dcr Tagesordnung nud sie länft wieder am Schnürchen ab von Zeitung zn Zciinng. um------------- man kann darauf schwören — innerhalb Monatsfrist wieder in „ctsch, ctsch Frankreich!" umgewandelt zu werden. Neuerdings l'abcn einige schriftliche und mündliche Aeußerungen dcö Grafen Beust »vie ein ganz besonderer Zalwcr die ^ebcnSucrlangerung dcr Parole bewirkt. Im österreichischen Rolhbuch schimmert gerade nicht viel Prenßcnlicbc durch, obgleich irgend ein feindseliges Wort gegen Preußen darin nicht enthalten ist. Aber daS Nolhbuch selber ist ein Dorn im Auge unserer Geheim-nißkrämer, und da ist es doch „patriotisch," dasselbe anzufeinden und Gift und Galle über dcn „Schwätzer"/ dcn „Zeitungsschreiber" auszuschütten, der dergleichen einer PollSvcrtretnng darbietet. Ein österreichischer Minister denkt natürlich über die Südstaatcn Deutschlands lind über die belgische Angelegenheit anders als ein preußischer. DaS ist ein entsetzliches Verbrechen, da muß dcr „Vielschreiber" tagtäglich Spicßruthcn laufen und immerfort geprügelt werden, wegen der Sucht, Depcschcu in die Welt zu schleudern, die uuS nicht gefallen. Da wird zum lichten Gegensatz die außerordentliche Schweigsamkeit unseres auswärtigen Ministers gerühmt. Nnn scheint dcr österreichische Minister in sich zu gehen In dcr Delcgirten-Vcrsamiiilung werden unter Ungarn und Deutschen achtnngSwerthc Scimmcu laut, welche wüuschcn, daß eine ernste Aussöhnung zwischen Oesterreich und Preußen angebahnt werde. Graf Geust stellt dem die Versicherung entgegen, daß ein feindseliges Verhalten nicht obwalte, daß eine etwaige Allianz mit Frankreich nicht ezistirc. daß ein frcnndschastlichcs Verhältniß zu Preußen auch vou ihm gewünscht werde, daß jedoch auf einige Vcrslichc dahin, ein Entgegenkommen von Seite Preußens nicht erfolgt sei. Angenommen nnn, es stehe mit dieser Versicherung gerade nicht so, wie man schließen sollte; angenommen, es lcbc noch in dem österreichischen Cabinet ein Nest von Galle cms dcn Zeiten, wo eine Allianz mit Prcußcu sich iu einen blntigcn am Flügel lehnte und blätterte. Setzen Sie sich, sprach er zu diesem, ich habc versprochen, Ihncn die Geschichte vom „Fliegenden Holländer" zu erzählen und ich finde jetzt die beste Gelegenheit hiczu, da Anrclia noch einige Stunden des Schlafes genießen dnrftc. ehe fie ihren alltäglichen Abendgang in die Marcnstirchc antritt. „Aurelia hatte daS Glück der ersten ^iebc noch nicht voll genossen, als sie wegen Kränklichkeit ihrcö Vaters ihren Anfcnlhaltsort wechseln mnßtc. Ich ricth für Eorfu, und da ich cin alter Freund dcS Hauses war, ward ich zum Begleiter gebeten, welche Einladung mir umsomehr schmeichelte, als sie mir Gelegenheit bot, die edlen Menschen, die meiner Obhut auvertraut waren, vollkommen nnd innig kennen zu lernen. Nicht lange nach nnscrcr Ankunft auf Eorfu erkrankte Aurclia, und trotz dem milden herrlichen Klima dicfcr Insel mußte sie wochenlang das Zimmer hüten, um ihren Zustand nicht zu verschlimmern. Der erste Schmerz jdcr Trennung hatte sie vollkommen gebrochen. Ich erkannte ihr Ecclcnlcidcn alsbald an jenen Symptomen, wie sie sich gewöhnlich bei Vollreifen Mädchen, die zum ersten male das Opfer glühender Veidcnschast werden, äußern: daS matte, träumerische Auge, auf dcsfen Grunde sich dcr stille Schmerz der Seele abspiegelt; alle Gedanken des übervollen KopfcS, die in dcn lieblichen Sternen schwimu'cn; das absterbende Noth dcr Wangen, au dessen Stelle jene leidende Blässe tritt, wie sie dcu autikcn Statuen eigen, die wir in dcr Ingcnd so sehr lieben, da sie unsern Idealen am nächsten kommen; ja selbst am Gange, dcr mehr träumend als wachend ist. Es war ein Gesicht, halb geistig, halb Malcric. ein blänlich-weißer Krystall, hinter welchem mau das milde Blut sehen konnte, daS wie sanftes Sternenlicht durch ihre Wangcu riefelte — es war cin Geficht, daS dcm Fremden Ehrfurcht und stumme Scheu einflößt, dcn Vertrauten aber Wchmuth und Mitleid. In diesem Zustaude verblieb sie volle zwei Monate, nahezu ohuc GcistcSthätiglcit in passives Hinbrü-tcu versunken, halb im ^cbcn, halb schon im geistigen Jenseits, denn sie erkannte die Hoffnungslofigleit ihrer Leidenschaft uud harrte mit stiller Resignation auf die Dinge, dic da kommen sollten. Ich habe den Gegenstand ihrer Ncignng nic gekannt; er war, so viel ich aus ihren Reden entnehmen konnte, nur vorübergehend in ihrer Nähe und wein, ich nicht irre, während einer Wintcrsaison in dcm klimatischen Curort Mcran, aber dcr Äricfwcchfcl, dcr sich seit jener ersten Trennung entspann nährte ihre Leidenschaft bis zu einer schrankenlosen Schwärmerei. Ich habe einige dieser Briefe gelesen, freilich verstohlen, denn auS ihren Händen hätte ich sie niemals erhallen, aber ich las sie nicht aus kindischer Ncugierdc, ich wollte anf diese Weise wo möglich ihrem ^cidcn auf dcn Grnnd koinmcn, da alle au-deren Versuche bereits fehlgeschlagen hatten. Er muß sehr geistreich scin. dcnn er schreibt, nicht wie andere Menschen; cr muß aber auch schr vicl Gefühl haben, dcnn cr liebt wie ein junger Gott des alten Attica. Das letztere hätte nichts zu sagen, daS erstere ist gefährlich. Geistreiche Menschen lieben wahr und tief; aber sic nähren keine hoffnungslose Leidenschaft, die ihrem kalten Verstände widerspricht. So war Aurclicns Ritter und dicS mnßte sie verderben. (Fortschulig folgt) Krieg verwandelt hat — so müßte doch unseres Erach-teuö jeder denkende, wahre Vatcrlandsfrcund dahin sl^ bcu. diese scheinbare odcr ernste günstige Stimmung ßl Preußen möglichst zu stärken und nicht aufs neue dur« Schimpf und Klatsch zu trübcu. Aber die Parole ill ciumal: „Etsch, ctsch Oesterreich!" ,md von dieser koinü'l man nicht loS. Es sind noch nicht zwei Wochen her. als in lebhaftester Klappcrjagd dieser Parole die hohe Tugend de' Schweigens gepriesen worden ist, dic Graf Aismaw gegenüber dem österreichischen Gesandten in Berlin dcol!' achtet. Jener schwatzende Reichskanzler und dieser schn^ gcndc Reichskanzler! damit wurden Corresponi-cnzc!» u"^ Leitartikel vou Zeitung zu Zeitung colportirt. ^ wird das Thema dcr nächsten Woche sein? -^ ^ Depesche dcS prcußischcu Ministeriums, die jetzt ^ öffcutlicht wird, fragt au nach dcm Merkzeichen ^' vorgeblich freundlichen Gesinnung Oesterreichs und ". zählt dabei, daß dcr österreichische Gesandte. O^ Wimpffen, seit dem Frühjahre 18ll8 niemals der Wll"!^ nach einer Unterredung mit dcm Grafen Bismarck ^ änßci^. Die Weisheit des Schweigens ist also ^ auf «Veite des österreichischen Vertreters! - Da ^ sich dcnn mit einemmalc die Scene umkehren uud Co^ spondcnzcu und Leitartikel werden diese Zurückhält»^ aufs Bitterste anklagen und aus dcr „Tugend" <>"! Laster machcn. Wie stehen denn aber die Dinge ü" diesen Thorheiten gegenüber in Wahrheit? Wir haben keinen Grund nnd. anfrichtig acs^' auch lein Anrecht. auf Sympathien im frauzösis^ und im österreichischen Cabinet zn rechnen! Wir h^ im Gegentheil zu fürchten, daß bci Fortsetzung der '" steter Abwechslung dcr Parole gesteigerten Verbitten"^ und Aufreizungen doch über kurz uud lang die All>^ Frankreichs uud Oesterreichs zu Staude kommt. A. gegen aber stehen uuö zwei Alliirte zu Gebote. ^. Eine ist der Fortschritt der Freiheit in Oesterreich "^ die VolkSströmung in Fraukreich, die in beiden St^' die freisinnigen Parteien immer mächtiger machcn, M dcn Frieden in Europa wünschen; und der zweite ^ irtc. der uns ;u Gebote steht, ist dcr Fortschritt ^ Freiheit iu Deutschland, dcn wir fördern könnten, >^,, wir nur endlich das ewige Aramarbasircn mit dcw ^, litärischcn Siege beiseite lassen, nnd cin neucS vo>' thümlichcs Staatslcben begründen wollten. , ,,.. In Oesterreich nnd in Frankreich sehen wahre 3)^ freunde dies cin. Offen uud unumwnuden spreche" ! dort zu unserer Freude Preußen und Deutschland ftt"" lichc Stimmen ans! Bei nnS jedoch wird cS fiir.>"',, rath" gehalten, wenn mau daS Große, das in Oe!'^, reich vorgeht, lobt. Da steckt dic Weisheit noch ^s ' dein Aftcr-PalriotismuS, der durch hirnucrdcrbtc Pa^', statt Freundschaft nnr Feindseligkeit und VerbittcN' anbahnt! Es ist hohe Zeit, vou diesem Aftcr-Pat"° i mus endlich abzulassen? ^^' 9. Sitzung der Delegation des Reichs Wien, 17, Allg"^, Der Präsident Fürst Auerspcrg cröff'^ Sitzung nm '/„12 Uhr. ^j Auf der Mluistcrbani in Vertretung dcr M'^e Vice-Admiral Tcgctthoff, die Marincschiffs-Ka" B Ancrhammcr nnd Eberau uud Fregatte"^ F u n t. >/l Tagesordnung: Bericht über das „Vudl!^/ l Kriegsmarine." Als Berichterstatter funairt D^ s Steffens, dcr vou vornherein erklärt, daß cr, ,^ zum Berichterstatter ernannt, nicht mit allen ? ^ dcS VcrichlcS übereinstimme. Im Allgemeinen lü^ dcr Ausschuß folgende zwei Resolutioncn zu ^ und zwar: ,>",' „Es sei zur Vermeidung von Transposition. F zelncr Posten zn verschiedenen Titeln das l. lü'd ^,/ nistcrinm anfzufoldcrn, das Ätarine.Prälimilw^.^ zu ordnm, daß dic Titcl und Posten den« !"H/ Zusammenhange und dcr leichteren Uebersicht ^ entsprechen." l l^ Ferner bezüglich der Gaaencrhö'huna dic ^9^ „Dic Gagcncrhöhung wird für die 5M''^i/^ ciere, Auditoic nnd Aerzte bis einschließlich z""' ^F'^ range nach dcr Reniernngövorlaae, für die -.-^ dcs Marine.'EommissariatcS in dcr 9. Diä ^willigt." g O,^ (5s wird die Generaldcbatlc eröffnet. ^ spl'^ nimmt Dclcgiltcr WiillcrStorff. Deck^ere. für Gagencrhöhuua auch bezüglich dcr Stab^ic^ der Marine. Man müsfc zwischeu dcn S"" „ls" > der Marine und denen dcr Armee cil'c" ,,^j^ machcn; erstere agiren in dcr Regel selb! >u,^, es bestehe bci der Marine jene Abhängigle" , bci dcr Aimcc. . . gliÜ ^ wcit höhere Anforderungen gestellt. Die ^^. M^,, . bringt, sind cnorm. Auch dcr Geistliche und ^,,,, am Bord hat eine andere Stellung. Er leu^ ^ l'ud ist denselben Gefahren ausgesetzt, »"" ^ll. Matrose. waS bei der Landarmee nicht d" ^, möge berücksichtigt werden. Si»^',, ^ Baron Pascotini spricht im si'l"' ^n »^ Princip der Gleichheit in den Emolmm 1409 ' «, ^ ,_____»»——___„»»»„»^»———— iMi, zwischen Scc- und Landarmee könnc nicht ! lu Q -^"' ^"^ "'^ >'^^ ^ letztere einsehe!', d^in, l ^chlffc wächst dic Vcranüuoiliiiig lnil der Eh^lge. ' ^ "uch cr wci^t auf die I,ohel, Aüfürdclun^cn hin, ^ Ul, die Maiiucufficicrc gestellt wcrdcu, und mciilt, ^ höhere Pcidicüstc auch Höhcrc Bezüge beansprnchcn. ^^'^' wärci' die fiiun,zicllen Opscr hi^r nicht groß. i . " wcini die RegiernngSansätzc genehmigt würden, so 'M dies blos cin Plnö von 24.000 fl, ^. ^r. Ncchbancr verwahrt sich gegen dcn Ausdruck, ^ cs cine Vcrmcsscuheit sei, über Mariuc.Angelegen- ^ ^ zu ledc», ohne in dcr Maiioc gedient zu h^bcn. n» dies dcr Fall wäre, so müßte die Voltsvcrtlctuug lauter Beamten, Richtern nnd Officicrcn bestehen, ^, ^cij^iii^, ^^^^ ^.^^ ^^^^ siecht erfüllen, dcr '^ hanp!mu,u' >sl. , Ecin Begriff dcr Volksvcrtrctung sei mm cin an- !.»/' .^"6 nnn die Gagenerhöhung anbelange, so ''Me ihn, ^,^'^l'c in dcn Budaetvcrhandlungcn bcrcilö dii >> S^csättangc vor. Indessen so vicl stchc fest, ^^"nnzlagc Oesterreichs ist bescheiden, und er glaube, ^stch die Functicüiäle disci:, Umstände fügen müssen. ^ ,^c Gefalir, welcher die Beamten ansgcscht sind, l'ufl" ^ ^^^ ^^ lommen nicht in die ^agc, in die ^ ^sprengt zn werden, da sie zumeist bei Aemtern ^ ..^'n festen Lande angestellt si„d. Was endlich die ^ ' ^chkeit anbelange, so wiedcihole cr, was cr bei Heis,l^^ ^^ Landarmee angeführt hat, daß die Mlchleit dcr Armee im Vergleich mit den Lano> ^ ^" a B. äußerst s,länzclid situirt sei nnd eincr '^"clhöl,„nci nichl bedürfe, >0ss'^^ ^"sl^'"t dringt sonach dcn Alttrag Wüllcrs-»el,n ^ ^'^' ^c Propositionen der R'cgieiling anzn« "'^ znr Unterstütznng. ! / cr Antrac, wird zahlreich unterstützt und lommt '°""'in Velhandlnng. 1^. '^'Admiral Tcgctthoff wicdeiholt im Wcscnt-«llf '>, Ausführungen Wüllcrslorff's, auch cr macht ziviss ^ Unterschied dcr Stellung nnd Verantwortung «lif >!^' ^^'^' ul'd Sceofficicren aufmerksam nnd weist ^«k ^ ^"laMl^lion i,„ Beaintcnstalus hin, wodurch wen, ^"gcnclhöhulig noch inuner Etsparnisse erzielt 'U,u ^' ^^' S^urin ergreift das Wort, um davor gebeli^"' ^ ^'^ Sympathien für die Marine Anlaß 5» 5 Linien, den Standpunkt gegenüber dem Budget stet; "l"ssm. ^^ Ätarincl'ndgct^ wächst seit 18, ^n^ die Gagencvhöhnng betrifft, so weist Dr. lvaltli ^> ""^' ^'"' ^^ '" ^'" ^pos«.' dcr Marincuer-^ilt, "^ ^^ Oagcncrhiihung für die Landarmee beantragt ^,t''"^. hcntc findet man, daß die Marincofficicrc Al<>l^ ^', bcm Schlußworte des Berichterstatters Stcf-^ "/„"bt bei dcr Abstimmung dcr Antrag dcö Ba-bkr ^!"^^'^torff (Annahme dcr Negicruogsansntze) in ü^^rwrität lind dcr Ansschußantrag wird angc- d, ^'lranf bringt der Ncichsfinanzministcr Freiherr ^l . ^^ Negicrnngsvorlage das wegen Competenz-^ile^ '" ^^ ^^'^" Sitznng dcr Delegation abgesetzte eiy ^ ..gemcinsainc Pensionen" cin. Eö wird hicr;n Mtragscrcdit gefordert, ^tstn ^l^^lagc wird dem Gudgetausschussc zugc- Ti^^Ul Marine-Budget wcrdcn hicranf sämmtliche 8Ic>H. ^ ^rdinariums lchne Debatte angenommen, des-^>u ^"' Antrag des Ausschusses, betreffend das Virc ^ch k ^ ^^ eigenen Einnahmen dcr Marine wcrdcn ^r Ncgicrnngsvorlagc eingestellt. ^Ulimg' ^'" Extraordinarium zu Titel V des Ordi-^tcfs "Sllpcrnnmcrärc" beantragt Berichterstatter ^ A> I>>" " ^'^ Einstellung don 40.74'.» ft. und auf >'lin,^5 chnung ^l- Oagcncrhöhung auf dic Super- ^" "icht einzugehen, ^ühu» ^' ^"^°u Mertcns beantragt die Gagen- Vis n"^ ^" ^^ Snpcrnnmcrärcn. ^ti^ ^"dmiral v. Tcgctthoff unterstützt diesen "^llclnu ^" ^bstimlnnng wird dcr Antrag Mcrtcns ^'chen dc-"!)i ^ ^usschußantrag angenommen; dcs-l'Uig ^„ ^/^^schnßantrag, welcher dcr Marincvcrwal->»'d dcr ^""'""l zwischen Titel X des Ordinarinms. Sodn^ ^^ Snpcrnumcrärcn gestattet. ^ Titel v!' ^'^ übergegangen zn dem Extraordinarinm °ltenstllnd « ^ Drdinariums, Herstellung des siren ^°>t 1^'/!!^!" Steffens beantragt für diese , Delca s^ ?' Anzustellen, ^chclll,,"' ^nf Wrbna stellt den Antrag, für die ^lnye 'i 7s> ^''^" ssloltcnstandcs nach dcr Ncgicrungs-^ ^"^Mn../ " ^' iu bewilligen, und bcvuft sich ans '""Oschlissc ^" ^ Picc-Admirals v. Tegctthoff im will dcn Standpuult nicht k.^"slalle .'^ ^ """ s"gl. wir bcnöthigcn noch , "ex. x^' "°n 24 Millionen, nm 0 Panzerschiffe zu 9, Hl sein «I."" ""den wir als Seemacht leine Groß- 3^"^ denke, '^"^slcn sollte inan aber jetzt an diese Gewicht :. >c ^^" "°^ kin Deficit. Ist das Wische,, den Einnahmen lind Ausgaben hergestellt, dann werden wir auch in der Lage sein, weitere nützliche Ausgaben bcstrciten zn können. Dann wendet sich Dr. Kaiser gegen den Berichterstatter Tlcsfens, welcher nach seiner Behauptung das Argument gebraucht habcn soll.- „Machen Sic die Ausgaben; nicht die Stcucrträgcr werden sie in Zukunft bezahlen, sondern die Staatsglänbigcr." Berichterstatter Steffens (zu eincr persönlichen Bemerkung).- Ich habe ausdrücklich gesagt: die Ehre Oesterreichs ist ebenso cngagirt dabei, daß nur die Staatsglänbigcr befriedigen, als die Ehre Oesterreichs ans dein Schlachtfcldc cngagirt ist. Ich mnß es also abweisen, was nur imputirt wurde, daß ich irgendwo das Argument ins Feld geführt hätte, daß dic Bewilligungen deshalb vorzunehmen seien, weil sic nicht aus dem Säckel dcr Stcnerträger, sondern auS dem dcr Staatsglüubigcr gehen. Im Gegentheile; ich habe gesagt, weil sie auS dem Säckel dcr StaatSgläubiger gchcu, sind wir nmsomehr aufgefordert, vorsichtig zu sein. (Zustimmung.) Dclcg. Dr. Kaiser (zur persönlichen Vemcrknng): Nicht nur ich allein, sondern auch mehrere Dclcgirtc in meiner Umgebung haben das von dem Berichterstatter dahin verstanden, daß dic Ausgaben nicht ans dem Säckel dcr Stcncrträgcr, sondern aus dein dcr Slaalsglänbigcr gehen. Präsident: Es ist das cinc falsche Anffassung und ich bitte, dic Sache auf sich beruhen zn lassen. Dcleg. Baron Will l crsto r fs bekämpft die An^ sichten Dr. Kaiser's. Wir tonnen uns nicht mit kleinen Schiffen vertheidigen, sondern nur mit großcn. Er stellt dcn Vcrmittlnngsantrag: Dic Snmmc von ^ Millionen, welche noch erforderlich wird, nm nach !> Jahren einen fixen Flottcnbcstand zn erreichen, sei so einznthcilcn, daß für dicfcs Jahr ^ Millionen genommen werden, nnd daß gleichzeitig die Marinescction ermächtigt werde, jährlich mit Gcnchmignng dcr künftigen Delegationen cincn proportional höhcrn Satz einstellen zn dürfen, bis zur Erreichung dcr beantragten Summe innerhalb i) Jahren. Da es aber schwerlich möglich sein dürfte, bei dcn eingeleiteten Bauten selbst mit ^ Millionen das Auskommen zu finden, fo wird dcr weitere Antrag gestellt, es sei zwischen Titel Vl und dem dazn gchörigcn Extraordinarium das Bircmcnt zu gestatten. Dcleg. Graf Rcchbcrg unterstützt den Antrag dcs Grafen Wrbna und gcht darauf über, die Stärke der österreichischen Marine mit dcr Italiens zu vcr-glcichcu. Sardiuicn (Nnse: Italicn) habe 22 Panzer-schiffc. Oesterreich nur 11; Sardinien (Rufe: Italien, Redner verbessert sich) habe 22 Propcllcrschiffe, Oesterreich nur N>; wenn man dicscs Verhältniß in Betracht ;icht, so könne man die Mittel zum Baue von l> Panzerschiffen nicht verweigern. Dclcg. Baron Wcichs fordert vor Allem die Fest-sctzung eiucs fixen Flottenslandes. Dagcgen glaubt Dclcg. Freiherr v. Pascotini, daß wir nns nicht in cinc Erörterung des fixcu Flot-tcnstandcs einlassen sollen. sondern daß nur auf die hcncr verlangte Snmmc einzugehen sci. Dics sei aber nothwendig, weil wir ans das Zusammentreffen von Umständen, wic sic bei ^issa waren, nicht immer rechnen können. Wir müssen nns in die ^nge versetzen, einen kräftigen Stoß zn versetzen, auch wenn wir eine große starke, gntgelcitelc Flotte vor uns habcu. Delcg. Graf Wicken burg spricht für dic Be-willigung dcs ganze» geforderten Betrages. Dclcg. Dr. Neumann betont die Nothwendigkeit des Schlitzes nnscrcr Handelsmarine nnd schließt sich dem Antrage dcs Frcih. v. Wüllcrstorff au. Dclcg. Dr. Rcchbaucr beantragt, daß nur 500.000 fl. einzustellen seien nnd ei klärt den Antrag dcS Frh. v. Wüllcrslulsf für cincn inconstitntionclle»; denn dic Delegation kann unmöglich bindende Beschlüsse snr folgende Delegationen fafscn. Dcleg. Graf Spiegel: Wenn wir in allen Frc^ gcn nur immer bloS dic Wehrfähigkeit nnd nicht anch mitunter dic Zahlnngsfähigkcit dcs Rcichcs berücksichtigen, dann werden cbcn für dcn Fall cincs Krieges bei nn6 dic drei Dinge fehlen, wie man zum Kricgführcn braucht: Geld, Gcld nnd wicdcr Geld. Vicc-Admiral v. Tegetthoff empfiehlt mit Hinweis auf die Ereignisse der Jahre 1859. 1804 nnd 1^00 dcn Antrag dcs Grafen Wrbna. Nach dcm ^chlnßwortc dcö Berichterstatters wcrdcn dcr Antrag dcö Grafen Wrbna sowic dic Anträge dcs Dcleg. v. Wüllcrstorsf abgelehnt, der Antrag dcs Bud-gciansschnsscs angenommen. Hu Titel VI! des Ordinariums beantragt dcr Ans-schlch'fnr Anschuffnng u. Wcrndl'schcn Hintcrladcr-Ge-wehrcn 150.000 nnd für neuartige Bootsgeschntzc ^0.ZlX) Gulden einzustellen. Einigcn kritisilenden Äcmcrklingcn dcs Dclcg. Rech-banc r cntgegnct der öinicnschifföcapitcw Ebcrau mit dcm dctaillirtcn Ausweis über dic Beschaffungskosten des Werndl-Gcwchrcs summt Znbchör. Bci dcr Abstimmung wird dcr Antrag des Ans-schnsscs anncnommcn. Zn Post 10—22 (Ncubantrn) crgrcift das Wort Delcq. Dr. ^tnrm und erklärt, bezüglich derjenigen Nenbanten, dcicn Bewilligung im voiiacn Iahrc abgc- lchnt wnrdc, anch heuer nicht in dcr ^agc zu sein, fiir dicsclbcn stinilnen zn können. Vice.Admiral v. Tcgctthosf bezieht sich auf die dcm Ausschüsse vorgelegten Dclail-Nachwcisuugen. )tach liner Replik dcs Dr. Sturm wird zur Ab-sti'umuug geschritten, Post M—22 wcrdcn nach dcm Ansschnßalttiagc mit (i58.!>44 ft. eingestellt. Aclichtcrstattcr Steffens bcmttragt. die Posten l3, 24 und 25 zu streichen. Dclrg. Baron Pascotini hält die in diesen Postcn plojcclirtcn ^teubautcn zwar für nothwendig, allein man tonne ihrc Ansfnhruna thcilwcisc hinaus« schieben, und stellt dcn Antrag, statt 39,000 fi. nur -'0.000 fl. zn bewilligen. Vicc-Admiral n. Tcnctlhoff würde es für sehr wnnschcnswclth halten, wenn von einein der Herren Drlegirtcn dcr Antrag dcr Rcgicrnng aufgenommen würde. Del. Fin st Mcusdorff-Dictrich stein erfüllt diesen Wunsch. Del. Dl. Sturm erklärt sich gcgcn jcdc Vewilli-gnna für Bauten. Del. Frcihcri u. Wüllcrstorff stellt den Antrag bezuglich der zweiten Post (Bau von Ufcrmancrn) statt :;8.700 ft. nnr 19.000 ft, cinzustllen. Bci ocr Adstimmnng wiid bci Post 2!l der Antrag dcs Fürsten M cn s d o rff - D i et ii chst c i n, dcn An« flitz der Rcgicruilg cinzustcllcn, anacnoinmen. Der ähn» lichc Antrag dc« Fürstcn M cn s d orff D ie trich-stein bci Post 24 wird abgelehnt; desgleichen der Antrag des Frciherrn von Paseolini und der sslciche Antrag dcs Fürstcn Men S d o rff'D i e t r ich stc i n bei Post 25, cbcnso bleibt der Antrug deö Baron Wüllcrötorff in dcr Minorität. Del. Giaf Nrbna: Ich glaube den Wünschen dei hohen Delegation zn entsprechen, indem ich Se. Durch« taucht den Hcrrn Präsidenten im Namen derselben bitte, die GcsiNilc dcr trcncstcn Ergebenheit an Sc. Majestät lUls Anlaß dcö allerhöchsten Gelmrttscsles ansznsprechcn. Präsident: Ich denke, die hohe Versammlung wird mit Ficude diesem Anlraac beipflichten und mir dcn ehrenvollen Auftrag ertheilen. (Allgemeine Zustimmung.) Schluß dcr Sitzung 3 Uhr A0 Minnten. Nächste Sitzung Donnerstag, 19. Angust, N Uhr Vormiltaas. — Tagcsoidnuug: Fortschuna der Ver« handlnngcn über daS KricgSbndget. — (Menschenhandel.) Wir lesen im ..Mähr. Eorr.": Seit längerer Zeit wurden in Brimn Mädchen durch die Vorspiegelungen, sie in Pest, Naal?, Preßbnra. u. s. w. in gute Stellungen als Eassicnnnen, Einschreibe-rinnen, Erzieherinnen :c. unterzubringen, theils durch t)ic-siqe Untcrhündlerinnen, theilö dnrch zwei zn diesem Zwecke eigens aus Prcßburg hiehcr gelominenc Kupplerinnen an^ gelockt. Diejenigen, die sich verleiten ließen, ans den An« trag einzugchen, wurden in den genannten Städten an Inhaber von öffentlichen Hänsern förmlich verlauft. Ein Mädchen, welches ans cincn ähnlichen Antrag eingegangen, jedoch noch rechtzeitig den Klanen dieser Ecelciwerkcmfe-rinncn entschlüpft war, hat, nach Brunn zurückgekehrt, die bezügliche Anzeige erstattet, infolge dessen nun umfassende Erhebnugcn eingeleitet worden sind. —'(Kloster-Mysterien.) Dcr „Czas" schreibt unter Kratan dm 1«;. d. M.: In unserem Blatte vom 7. d. M. berichteten wir, daß in dcr Angelegenheit dcr Barbara Ubryk das hiesige ^'andesgerich! dcn objectiven Thatbestand dcs Verbrechens dcr öffentlichen Gewaltthätig/ lcit nach tz v.'j deö Strafgesetzbuches anerkannt und beschlossen Hal. gegen die Oberin dcö Klosters der Earmelite-rinuen ill Krakan und deren Stcllvcrtrelcrin die Epecial-Ulitersnchmig einzuleiten. Gegen diesen Beschluß habcn beide Angeklagte an daö Obcr^cmdeögcricht die Berufung ergriffen. Was dcn Earmeliter - Prior Koznböti anbetrifft, hat das Gericht beschlossen, die Untersuchung gegen ihn wegen Mitschuld an dem Verbrechen dcr öffentlichen Gcwaltthci' tigleit 0() fl. erhoben. Die Verunglückten wurden theils in Nrarischcn, theils in Plwal-gebäudcn untergebracht. Daö NegiittcMwmmcmdo foll sich 1410 wegen Erthcilnng eineö Borschussc« zur Ausführung der neuen Wohngedände nn daü hohe Krie^öiuinisterium ge-wendet haben. ' Es wird nämlich nm die Vewilliguu^ ge-beten, an die Velhciligteu 15>0.00<.) s>. qe^cu N'nclzahlung in 15 Jahresraten erfolgen zu dürfen. — (Heuschrecken.) Dem „W. T." wird aus Breö-lau, 17. August telegrasirl: Der durch Heuschreckcuschwärme im Parasall'schcn Kreise des russisch-polnischen (Gouvernements Grodno angerichtete Schaden wird immer größer, und nehmen die Verheerungen bedenkliche Dimensionen an. ^twa 1W0 Äliorgcn Getreidefelder sind allein in einer Gemeinde (Starunow) vernichtet. -5! oc uf Se. Majestät den Kaiser, auf den hohen ProUclor Erzherzog Ernst ausgebracht, nnd an letzlern folgendes Telegramm abgesandt: „Die am Festschicßen zur Vorfeier des Ge-burtsfestes Tr. Maj,stat des Kaisers versammelten Nohr schützen bringen Ihrenl hochverehrten Protector dein durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ernst ein begeistert dreimaliges Hoch aus." Die bald erfolgte telegraphische Anlwort lautete: „slllen Mitgliedern der Schützengcsellschaft für die freundliche Erinnerung meinen besten Daut. Erzherzog Erust." Im Verlause des Sonntag Nachmittags bechrlen Se. Durchlaucht Fürst MeUeruich iu Vertretung des Herrn Vandcs-prcisidenteu, der Stalionscommandant Oberst Hübl, der int. Brigadier Oberst Gintowl nnd der Herr Bürgermeister Dr. Euppan die Rohrschützcngesellschast dnrch ihren Besuch. Auch von Seile der Bewohner der Stadt wurde der Gesellschaft durcb zcchlreichcu Besuch die Theilnahme bekundet. Zur Erhöhung der Festlichkeit trug wesentlich die Mitwirkung der brave» Ncgimcntökapelle von Graf Huvn Inf.-Reg. bei. Aul 16. Abends wurden nach vorgenommener Ziehung die 12 reichen und schönen Beste an die Best-schnsse vertheilt. — (Kathedralglas.) Die Direction des l. t. Museums für Kunst und Industrie hat das Handelsministerium auf die erfolgreichen Bemühungen des Herrn Neuhä'uscr von Innsbrnct aufmerksam gemacht, welchem es gelnnge» ist, das bisher fast ausschließlich aus England bezogene, zu musivi''cheu Glasmalereien nnentbchrliche Kathc-dralglaö in ganz vorzüglicher Qualität herzustellen. Die Probe des Kctthcdralglases des Herrn Neuhäuser zcichuct sich nach der Erklärung der Direction des Museums aus durch die Dicke des Glases, den Vnstre der Farbe, und dnrch jenen Grad von Undurchsichtigtcit oder besser gesagt, miu-dern Grad von Durchsichtigkeit, wie er spezifisch für musi-vischc Glasmalerei nöthig ist. Mit dieser Richtuug der Fabrikatiouslhätigkcit des Herrn Ncuhäuser ist ein ncncr Zweig der Fabrikation eingeführt, in welchem bisher Oesterreich vom Auslande abhängig war; es ist daher zn erwarten, daß die betreffenden Krcife von diesem Fortschritte der heimischen Industrie uud von den ausgezeichneten, von keinen, ähnlichen Institute Dcutschlaudö nbertroffcucn Leistungen der Innsbrucker Olasmalcreianstalt Notiz nehmen werden. , — (Ein Vaibacher preisgekrönt.) Herr Ivan Kos in Wien, ein gcborncr Vaibacher, errang im hcn-rigen Prciscmsfchreiben der „Schachzcitung" (Vcipzig, Veit und Eomp.), an dem zahlreiche Bewerber aus Deutschland, England, Dänemark, Schweden, Rußlaud thcilnahmen, den 1. Preis für seine Sendung directcr Aufgaben. X. <5. (Ein Steinadler gefangen.) Ein Insasse vulgo Frunk aus Natschach, Bezirk Kronau, fllhr nebst seinem Knechte in den nahen Berg um Streu. Als sie eine Strecke Weges zurückgelegt lallen, bemerkten sie im Abgrunde ein abgefallenes Rino liegen, welches schon mehrere Spuren vom Besuche der Raublhicre an sich trug. Als sie uuu weiter fuhren, machte sie cm in der Nähe eutstaudcucs Geräusch aufmerksam; da sie sich nun umsahen, erblickten sie ans einem Steine hockend einen Stcinadtcr, der wahrscheinlich hier die frugale Mahlzeit vcrdancn wollte. Obgcnauntcr Fruuk halte uichiö Eiligeres zu thuu, als sein Pferd an einen Banm zu binden. Mit Steinen bewaffnet, nachdem der Knecht feine Stellung auf die entgegengesetzte Seite genommen hatte, um dieses Raubt hier in der Mitte zn haben, bcgauueu sie von beiden Seiten dasselbe zn atta-cmircu. Der Huud jedoch wurde desselbcu sogleich gewahr und lief daraus los, in welchem Momente sich der Felsen-dewohner in die Vüfte erhob. Als er aber des Hnndcs recht ansichtig wnrdc, ließ er sich auf ihn nieder; dieser aber tonnte seinen Gegner gar nicht erwarten, sondern sprang ihm entgegen, packte ihn beim Schnabel, und jener den Huud mit den Krallen an der Brust. Nach kurzem iiampfe schien der Hochälpler die !^ust zum wetteren Kampfe ver-loren zu habe»; deu» er streckte seine Flügel und schwang sich nebst seinem Gegner, der ihn festhielt, in die !^uft. Ueber den nahe liegenden Alpeuscc fliegend, mochte ihm die Vast, da sciu Gcgucr ihu beim Schuabel noch iuuner fesl-bielt uud so die freie Bewegung hemmte, denn doch zu schwer scin; beide sanken immer niederer und eudlich iu deu See. Dieses nnwillkürliche Bad mochte beide nnan-geuehm berührt haben, denn sie ließen sich los. Der Flügelmann wollte diese Gelegenheit zur Flucht mittelst des Schwim-meus benutzen; allein der Verfolger bemerkte dies nnd ließ uicht lange auf sich warten. Es wäre wieder zu einer Seeschlacht gekommen, wenn Frunt nicht mit allein Ernste sciuem Huude das Weilerverfolgen verboten hätte. Der Aar, von dem Kampfe müde geworden, fchwamm unn anch alls User, um auszuruheu und sich zn trocknen. Diesen Moment benutzte Fruuk, er warf seine Jacke schnell über ihn und sprang auf die beiden Enden derselben. Nun war der Arme gefangen. Mit Hilfe des Kuechtes wurden ihm die Füße gcbnudcn und er wnrdc Heini nach Nalfchach geführt, wo er sich sehr wohl befindet; sein Gegner darf ihm aber nicht uuler die Augen lommcu. Dieser Adler mißt von einer bis zur andern Flügelspitze 9 Fuß. Der Huud gehört zur größeru Galtuug Haushuude. Bemerkenswerth ist noch, daß Frunk vor einigen Iahreu, als er noch als Gelldarm iu diesen Gebirgen recognoscirtc, auf ähnliche Weise einen noch größeren Goldadler fing, welcher in das Eigen-lhnm Sr. kaiserlichen Hoheit Erzherzogs Albrecht überging. Nrurlir Post. Wien, 18. August. Sc. Majcstät der Kaiser l>cgcbcn sich dem Vernchmcn nach am 2-^. August von hiev nach Pest. Pest, 18. August. l/Dcl,.) Der Kiwig soll am 24stm August l)icr eintreffen nnd am listen Ncuuc über die Honucdtrllftpen alchallm. Anläßlich des Geburtstages dcS Königs fanden gestern iu beiden Theatern Feslvorstcl-lnugcn lind heute in dcn Ofcn-Pcstcr Pfarrkirchen sscst-goltcsdicnsle statt. Desgleichen auch im Tempel. Die Truppen rückten ans und alle am Douauqnai ankernden Schiffe, sowie die Kcttculirückc waren festlich beflaggt. Hcrm an n sladt, 1.^. August. Das Geburtsfest Sr. Majestät dcs Kaisers wurde hier in feierlicher Weife begangen. Dcr Metropolit Schaguua gal) cm Oaladmcr und die Stadtcommlinität volirle für die Mannschaft dcr Garnison cinc Gratislöhiumg. Vciilberg, 18. August. (Deb.) Tic Neuwahlen siild auf den 7. September ausgeschrieben. Dic Bildung ciucö demokratischen Wahlcrclul's ist bcschlosscu. .....Dcr Director dcs hiesigen deutschen Theaters, König, hat gcstcrn Concurs angesagt, - - Dcr Dcmokratcnvcrcin beschloß, cine Volksversammlung eilizul'crnfel!, um gcgcl, das Forlbcstchcu dcntschcr Theatervorstellungen iu ^cm-bcrg zn agiliren. Trieft, I<). August. Dic „Tr. Z." schreibt: Wie man uns erzählt — ohne daß wir jedoch für die vollständige Olculbwiirdigtcit dcr Nachrichtc,i einc Aülg' schaft iibernchiuc!, tonnen haben im Territory crüstliche und ziemlich ausgedclintc Ruhestörungen s>^ gcfuudcn, zu deucn, wie cs scheint, die AuflösilUg ^ Territorial inilizdataillons deu Anlaß odcr Vorwaud gl' geben hat. Unter Audcrcm soll die Schcucr del» Gemein^ dclcgirtcn iu Opcina angezündet wordcu scin, >>' ^ Msicht, das Hans dcsscllicn in Brand zustecken; se"'" sci das städt. Dcizlocal augegriffcn und daselbst so arg ^' i haust worden, daß die Angestellten die Flucht ergrifft » Auch Thür und Fenster des Pfarrhauses sei.n c>»^ l schlagen worden - Allcö uutcr bcschimpselidcn 3l'u^' gcgcn ucrschicdcnc hochgestellte Pcrsouci,. Der Fcchlic>! trägcr dcs Äalaillons sci ebenfalls augefallcn llud lü'll' schwcrcn Drohungen ^ wobci mau ihn beschuldigte, ^' Fahuc „verlauft" zn hauen — zur Flucht gcüiitlD wordc». Iu Aarcola und S. Croce sci cS ciuch ''' NlihcslölUligcn und zu Thätlichkeiten gcgcn dic ^ meiudedclcgirlc!, gckolinncn, wobei das Voslingsn'ol laütctc, daß dic Waffen uicht abzuliefnn scien. ^ hcißt auch, daß Militinnssistenz an Ort nnd Stcllc "^ gegangen sei. Fl o rcu z, l«. August. Mm, versichert, daß ^ ocr üächsicn Woche das Dccrct betreffs Schließniig ^! ^ammcrfcsslol, veröffentlicht wird. - Der Oroßs^l' Eoustautiu ist gcstcr» über Eorfn »ach Venedig a" gcrcist. Paris, l8. ?lllssust. Dcr Kaiser priisioirte b^ in dcr H!linlslcrrall)0sitzu>ig. Madrid, l«. Augnsl. Der Gencralcapiläü ""' Valencia meldet, daß licute 58 larlistischc Gefangc^ morulltcr drei Priester, in Valencia eintreffen wcldc^ Uckcr die Äande Poloö ist nichts liclannt. da sie ^ Begegnung mit dcn Truppen sorgfältig ausweicht. EoustanlinuPcl, l7 . August. Äian vclsicl^' die Aülwort des Viccknn!^ vou Egyptcn auf l'^ Tchicil'cn dcs Gi-oßvczicl« ist hicr cingct,ofscn "'' wild als vollsläudig l>cf:ied!gcud brll'achlct. Telestvapl)iscl»e äi.^clis^icl'Ulsr v»m 1^». August. 5rn-'.v, MllUIilN'l'^ «2.75. 5>pcrc. M,taNiquc<< mü M«>' '^. ^laalt'.n.l^^ii I00.W — !Ua,llliclir» 709. - lir^ilacil^u 3<^'" ' - t'uudoü 1^. .. — Sildn- 121.-. — K, l. Dll<,-atcn 5»Nl. Augrkol«»»cne Fremde. An, 17. August. 2tat»t Wie«. Dit Hnrcu: Richter, Kaufm. vou N>!l»l'^, — ^cmtc Oiacoli^z;!; Hcülschl'l »iid M^sch^l, KcuislcMe, "^,' Willi. - ^lckl'r, Äaschuirlifabrilcml, uoii Wr^^lnista^' ^, Wach, l. l. Pl>.'s, uc>n Pils(», — ^Uüschuidky, Dinctoi,^ ; Tri^sl. -- El!, (i^v. Vraf Alicrliftcr^ Glhcimrath, uilv ^ ! ^l'v»c, Kmifüi.'Osltliii, »o» ^rc>,;. ^.,,, (Elefant. Dir Herrn, : Bl'Ilaiid, >^o» Rudol^N'crth. -' ",^ »muiür, Plus,, »on Czn'iwwitz. -- Vcssliun' und .ttnA, ^'U>! ' Taiisig, Popprr mid Dr. Iruto, von Wicu. -- Mach»^' ^ Tlilsl. Endon', vuii Villach, — Kolail, Plivallchicr, ^ ^»Mllllt!, — Haciliuaii», Kails»!,, von Acrlili. — TrcuN^ Kcnifin, oou Vaml'crg. — Vluch, Kaufin., vo» Pnl>^ .„ ^litz, Iügcnil'!!,-, allij Ol'l'rijsttrreich, - TrcumllUü, Kausm, Vnilili. ^ Baiser vu>» i^e,terrcicl). Die Hcrreu: Kaudclka, vc>n " >u^i^. — Hluchliuoii, Prof., uou Pettrsdurg. ^ü Vaicrischer Hof. Nuucr. t t, Mililär-Nechlmugsralh, Wil'ü. — Sl^lü, Ocfchäfli'iiiculi!, von Vcnö. ^ ff ^,2!^ «^ « Z ^ l 3^ « » <^ n ?: ^ ' (. ll. Mc,. ij^?.,,,^ ^. !»..l windstill acm; dew. .. ll>. '.' ,. N. 32«.,,. 4.U)7 wmdssill ljolbliritcr ^" N,.. Ad. 327.^ l N.» NO. f. schw. größlh. bcw, ^, Vonmltag wechftlodr VrwolliMli. ^tachmillciss »ach '^' ;ic!»Iich sllntcr '^'ord^ft, Ocmi!trnlioll^!i. empfindlich la». ^,,,, Tacz^iuiüll dcr Wärmc -j. I^ s.", »ni 2'3" unter del» ^ol'" Velaulworlllchcr Redacteur: Iguaz v. K l c in m a Y l' _____^___________________________»»„-___________________________________._______________________________________________ —-------------------------------------------->, pc'^ A^i'snnl^»«»^^ Wie«, 1«. AlilNlsl. Du- ohnedies uouvnlleiidc nüusli^e Tendenz der Büvsc fand iu dcr Nachricht uon dem sscbesscrlc» Gesiuidheil^uslnude de^ Kais.iö Napoleon ""^! H1lIljl.«ll!lllU)l. höheren Pariser Noin'iimim nein' Nahliinc,. Ten lill'fUeii Aiüheil hieran iia!>meu Äciien der Mglo-Bimk. welche Mlltasss d>s 410 gehandelt mordeii. dann jene d" ^,„ Ludwiq^ah!,. wclche 2«(, erreichten. Außerdem'»ulirtc mau Wiener^aul 22«.5»<». Credit :!I<>5^. Frar.^ 1l<). Vc^'iiit. Norddah» 2.'!05). ölaati«pnpierc warm fest. Fimslellose vou 18M mit 101 liegehrl, Das,egeil waren eungr borten von Or>n>dl:u!la,llilic,s-^bl,ssati0!,c!l mehr offerirt als vel Bei Devisen i,l durchu'cg« klirzei« Papier gegen langeS im Prcise dcssilnstigt. In Folge ciner ssegei, Schluß der Börse clligclretcnen Reacüon nolirte ma» dci Abssanc, dcs Gerichtes: H. ?lllftemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Veld Waurr Eililieitliche Etaal^schuld ,;» 5) PE^.: in Noten verzincl, Äiai'Novriuder »!2>9 K2.W „ .. .. Fcdruar-Aiisiusl «i2.W 02.Ü0 „ Silber ,. Inmicr-Inli . 72.— 72.l0 „ ,. ,. April-October . 72.— 72.1l' Steücrcmlehrn rillszahldar (^) . ÜX.25 ^'8.ü0 i'ose v I, 1«U . . . .' 24<;.5iv 247.50 .. „ 1«!''4 (4«/„) 5» 250 fl. i)2.^ <»2.50 „ ., IlM) zn 500 sl. . . ,01.20 101,30 ,. „ IlM) zu U>0 sl. . . Ki4.- 1,»4.>'>0 „ „ 1«tt4 zil 100 fl. . . I24.U0 12^.««» HtaalillDomäucil'Piandbriese zu 120 fl. 0 W. in Silber . . 122.- 122.50 «. (»»rllNdrlltlastllllnH-vblinationen. Fitr 100 fl. Ocld Wunie Vöwe. .... ..^MW" 93.75 Ni^r-Oesterreich' ' ^1 ^75 ^25 Oder-Oefterveiä, . . .. 5 „ i»3.-' ^4.-Sicbeudürqeu ..... 5 „ "< ^0.-i0 Swernmtl .....5 ,. i>2.?5. 93.25 Ungar« .... „ ü „ 81.- «l 50! ,- Ai!lilo-!»il,c,l. Vmll . . . . 1l<:?5 11?.2'> Podeu-Creditaustalt . . , . 3l0.— 313.— ÜredilcnMalt f, Hnndel u. Ge.o, . 310/0 3'.«>.70 Crrdilaiistall, c>llqem. uu^v. . . III -- 111.2'» E^Anple.Ocscllsa,ast, ,! ö. . . ''2>'.- '-'22--Franco-osierr. Banl . . , . 14<> 25 140.50 Oeuiralbaut.......^2.— 52,50 Nllliom'.ll,llnl.......76!» - 770.-- VerriliSliant.......131.50 132. Berlehröbanl.......141,^- 141.50 «. Actie» von Tv.insportllntevueh-,ll»«ua!,'ll. Geld Waarr Alfüld-Fiumauer Vahu . . . 179.50 1^0.— V^'hm. Westbahl,.....229.50 230,- 6arl^udw!a.-Val,n.....279.75 280.25 Doiilln.-Dampsschifff. (Äesellsch. . U24.— U25.— ElisabrNi-Wchdaln,.....N!5.— 19«. - sserdlnande-Nuldual,,, , . . 2305.- 23»0. -Flinsln'chcli-Ban'ser-Pcchn . . 190. - 190,50 Frcui^-IosctM-Vahi, .... 1«7.50 18<--i.'cmbcrli-Czeru,-Iassyer-Bahu . 209.— 209,50 l kloyd, österr........3<:5, - :«.? - Nelb Waare > Omnibus lerstc Emission). . . 280. - 267,— . Rndolsl!:Bnl,n......17i>." 175.50, Sieblübiirlicr Bahn ... 17!».— 179.50, Sinal^bahii.......411. - 412.— > Siidbnhn . ......2.^.70 275. Süd »ordd Verbind. Bahn . . 172 75 173.25 Theiß-Bahn......- 272 75 273.25 Tramway........1l>:».— 1^>0, ^ «5. A>faut>l,riefe (siir 100 sl.) Allc, ar ,u 5 pCt. u> ^ill,-,',' 109.- 10!» 5" dlo.in33I.ri'cIz.zu5pCt.i!iö.W. 91.50 917l> Nat!°i,alli. auf ü. W. "«loöb. zu5pCt........ ^.90 95 10 Oesl. >^ypb. zu 5'/. P^t. rlickz. I«7tt 9^.5" 9«».- Nn9.öod..äred.-Ä»st.zu5V.pCt. 92.- 92.50 »'. Prioritätsobliqationen. i. 103 st. ü. W. Gcld Waare Ellf.-Westb. in S. uerz. (>. Emiss.) 91 25 91,75' Ferdiunnds-Nordb. in Silb. vcrz. 107.50 107.?5> Franz-Josephs Bahn .... 94.50 94.70! O.Earl-Ludw.B.i S.verz.l.Em. 102.50 103— ! , -------------------^ ^; Ocsterr. Nordwesluahn .... 93.5<> ' ^ ^ Sicbcnb. Bah» in Gilbcr ver,;. . 90?.^ ^ ^ Staatsb. O. 3"/„ -'. 500Fr. ,.l. Em. 14Z.^' ^/)5'> Hildb.G,3'/..i.5>00Frl-. „ . .120.^^ Sltdb.-Bmiö « °/^ (l«?l)-74) ^.l. "ü00FrcS ..... . 24i).^ ^ «. Privatlose (per Stilcl.) ^^ Ercdilanstalt f. Handel n. Gew. Ocld -^ „ zu 100 fl. ö W......1' „j " -^ " Hi'ber . . 120 « 75 „ ^' " j. . itrailiilchc On:ndenlla!NlUgs-0bl'gaU>'" ,/ V uat.iut.ruuss: ^; 50 Oeld. 90 ^^«