Nr. 248 Montag, 29. Oktober 1917. 1.".«. Jahrgang Mllllcher Zeitung Prii«un,«r»t»on»p«<»: «<» Postverlc ubuiig: gai^iähri» 3<» U, halbjäbrlli lb ü. Im Kontor: ganzMci« » «, dalbjähri«, 11 X. Mr bis Zustetlunss in« Hau« ganzjährig »s«?ti»n»,»bii»»». ssiir lleine Inserate bis zu vier Heilen «0 li. aMerr per )je!lr lL n; bei olleren Wlcderholuntzen per Zeile » k. ^ ^°^.°^" ^eit»,,«» erscheint läßlich m« «»»nähme der ^i,»«- und fleierlaae I», A>«»»tft»»N«, bestnb« sich Wlllul>wstrahe Nr. 1«; di, «»>«»»««» MiNoöiüftrafie Nr. <«. Sprechftnnben bei Redniüon von « bi« ,« UV» vormltlag«. Unlranllrrle Griefe werden nicht nngenomme». Waüxllripte >,!ll» .„lixlgeftelU. Uelephou Dlr. >er Pedaktion 52. AtnMcher Geil. Seine s. und l. Apostolische Majestät haben i'iil Allerhöchster Eiltschließiing voin 20. Oltober d. I. den Stalthalter im Erzherzogtume Österreich ob der Enns, Geheimen Nat Dr. Nndolf Grasen von M cran zum Statthalter in dcr gesürstelen (Grafschaft Tirol und dem Lande Vorarlberg allerguädigst ,',n ernennen gernhj. Togaenbnrg in. p. Seine t. nnd l. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchstem Handschreiben vom '20. Oktober d. I. den Geheimen 51iat Eraomns Freiherr'., von Handel ,,^m «Statthalter im l5r.chcrzoa.lnme Österreich ob der Enns allergnädigst zu ernennen geruht. T o gg e n b ii r g n>. p. Dm 26. Oltob^r 191? w,irde in dcr Hof» und Staat«, tzruckerei dc>S CI.XXXVIII. Stück des Reichsneschblattes in deutscher Anssscibe ausgesseden und versmdet. Dasselbe enthält unter Nr. 413 die Verordnung des Ministers des Innern im Einuernehmrn mit den beteiligte!« Ministern vom 23. Oltober 1917. betreffend die Nerjährnnss der von dm politischen Br< Hürden z„ nl)»t>endm üblrllctun^cn der aui« Anlast des Krienes erlassenen wirlschnftlichen Vorschriften, und unter Nr. 414 die Verordnung des Amtes siir Vollsernähruna, von, 24. Oltober 1917, betrrsfmd die Festsetzung von Höchstpreisen für Himbeer» rohsaft und Himbeersaft. HlichtamMcher Geil. Der Kaiser an der Isonzo-Front. Trie st, 26. Oltooer. Sein« l. mid k. Apustoliscl)e Majestät Kaiser Karl, der als Thronfolger die siegreiche Offensive gegen Ita' lien im Mai 1916 einleitete, hat sich nun, da die zweite Offensive gegen denselben Feind ins Werk gesetzt wurde, wieder an die Spitze dcr angreifenden Armeen gestellt. Als Armecoberkommandant begab sich Seine Majestät in der Nacht auf den 24. Oktober, in der die verbündeten Strcitkräfte zum Angriffe am oberen Isvnzo ansetzten, an die Isonzo.Front, empfing noch im Huge Meldun» gen über die ersten Resultate d?r anbefohlenen Angrif's» bewegungen und begab sich nach «ilnlunst im Opcralioi's-gebiet unverzüglich zu den unterstehenden höheren Kon», mandos. Schon am nächsten Morgen folgte der Monarch, der vom (5hes des Generalstabes begleitet isl, den Spu-ren seiner Angriffsarmee. Der Beginn der Artillerie-lämpfc war für die zweile Morgenstunde des 24. Olto» ber festgesetzt. Infolge dichten Nebels lind immer hesli» iiereil Negens lonnte die Artillerievorbereitung nicht so wirksam sein, wie ursprünglich geplant war. Trotzdem schritt die Infanterie zur anbefohlene:, Morgenstunde zum Angriffe. Mit bewunderungswürdiger Kühnheit wnrde z. V. trotz großer Schwierigleiteu eine größere deutsche Abteilnng durch das Ifonzo.Tal dircll ans Kar» sreil und Nobi^ disponiert, die also von Süden den 5lrn umging, während gleichzeitig bewährte österrei» chisch-ungarische Gebirgslruppen westlich dieses Ge> birgssluckes ins Isonzo-Tal niederstiegen. Der italieni-sche Kriegsbericht sagt, dos; unser Angriff den (Gegner durchaus nicht unerwartet und inworbereilet getrofsen habe. Ten Kommentar biezu liefert die Tatsache, daß ill Karfreit die einmarschierenden deutschen Truppen den italienischen Divisionär mit einem seiner Vrigadicre und allen Ncgimentslommandanlen beisammen sar'oen nnd sie zusammen abführen sonnten. Am Nachmittage fuhr Seine Majestät der Baiser zn einigen höheren Kommandos, nm mit möglichst geringem Zeitverlust? die letzten Mcldungcn zu empfangen nnd die daranf bn. sierendcn Weisungell zu erteilen. Am gleichen Abende noch wurde betannt, daß die Front dec Italieners aus dcr Hochebene Bainsizzci > H.'illgeilgeist zu wanleu be> giilne. Am 25. Oktober suhr Seine Äi.'ajcstät zu einem höhcren deutschen Kommando im Raume von Tolmein. Tiese Fahrt zeigte die Planmäßigkeit und (henaingfeit der Vorbereitung eines Overalinnsraumes. Die Täler, die bisher nur geringe Bedeutung hatten, sind große Durchzugsstrnßen geworden. Während die Truppen elst seit 24 Stunden im Angrissslampse, standen, hatten sich hier bereits Feldspitäler, Verpslegsmagazine, Muni» tionsdepots und vieles andere etabliert. Ein Wunfch ws Monarchen war es, an diefem Tage bis zu den ganz vorne lämpsenden Truppen vorzudringen, Die Erfüllung dieses Wnnsches blieb Seiner Majestät versagt, da Truppen uud Trains die Straße» in Anspruch nahmen. Als das Fortkommen unter diejcn Umständen immer schwieriger wurde, gab Seine Majestät der Kaiser »o. sort den operativen Forderungen der Stunde nach. Der folgende Tag, der 26. Oktober, zeigte dan"! ', Sr. Majestät nicht nur den Gang der Schlacht. jou>,>^,> brachte ihn auch oft mit den in den Hampf ziehenden iltegimcntern in Berührung. Seine Majestät war an diefem Tage auf zwei Neobachtungsständen, deren ciner ihn das Plateau Vainsi?,za'Heiligengeis< mit greifbarer Trutlichleit scheu ließ, während vom anderen die Kämpfe um dru Fajti hrib verfolgt werden tonulen. Auf dem Plateau Heiligengeist-Bainsi^a zogen sich die Ita> licuer zurück, unsere Infcmtcrie drängte ihnen scharf nach. Kam der Feind in die des Isonzo-Tales, >o feuerlen unsere weittragenden Geschütze in die zusam-mengeballten Masseil. Bombardierungsqeschwader jag» ten heran nnd griffen in den stamps ein. Non lähem Schrecken ergriffen, drängten die Italiener zu dcn Über» gangsficllen. Als ungarische Infonlcrie in den Sattel zwischen die beiden Höhen des Fajti hrib, deren eine von uns, die andere von den Italienern gehalten wurde, kam, legte fich iu die Senkung ein wirll,ch imposantes Sperrfeuer der bis dahin eigentlich nicht sehr qesprä-chigcn italienischen Artillerie. Die braven Ungarn ha» bell aber nach 4 Uhr nachmittags diese Hölle vnn Eisen und Vle'l durchschritten. Sie würden Herren des Fujii hrib. Seine Majestät, den dcr Hhes des (Heueralstabes General der Iufanterie Freiherr vun Arz, der Mini» sler dcs Äußern Graf Czernin und der Heeresgruppen« lonnuandant Gcneralol»ers< von Äoroeoi« ulngaben, und bei dem sich m,ch ^rli^ Pi-inz 0"n Parma befand, wandte seine Augen nicht vom Schauplatze dieses über. wälligenden Ringens. Noll Siolz ob der i/eisiuugkn der Wehrmacht, von dankbarer Anerkennung für das Hel» dcntum der treuen Verbündeten, die zum erstenmale aus diesem Kriegsschauplätze kämpfen, erfüllt, wandle sich Die Pöcknitze. Noman von Ludwig Roh mann. (17. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Sybille blieb wieder stehen. Um ihren Mund legte fich ein harter Jug und ihre Blicke gingen an Lotte vor» über ins Leere. ..kränken? Das war meine Absicht nicht. Säiranten aber muß ich aufrichten zwischen mir, der Herrin, nnd allen, die mir dienen. Ich kann nicht vergessen, was ich selbst jahrelang an kränlnng habe erfahren und in Er-gebenhelt hinnehmen mi.ssrn, nnd es wühlt meine Seele auf, was m,r heute nach der Heimschr geschehen isl. Man lebt lein Freudenleben an unseen Hii'sen; ich habe mich tausendmal beugen und tausend Launen dienen musseu, ich habe Nächte lang in Scham und Nut gcweint und in wildem ^orn die Zähne in die Kissen vergraben.------- Und mußte doch immer wieder still sein und mich vor der Hoheit lächelnd bcngcn, mdcs ,ch selbst Herrin hätte lein können und frei und stolz wie eine. Und n:,n bin ich die .Herrin: aber nun strecken sich unsichtbare Hände nach mi'r anstund zerren an dem, was mein ist und was ich beherrschen will wie nur irgcnd cin Fürst sein ^and und seine Leuie. Und darum müssen sich die an-deren beugen und ich will keinen darüber im Zweifel lassen von'Ansang an - leinen, und am wenigsten die Männer, die selbst Herrengclüsle haben." Sie ging weiter, auf den freien Platz bei der ßirche und dann um die Kirche herum. Und hier standen sie plötzlich mitteil auf dem kleinen Fricdhof der Gemeinde dcr sich an den jenseitigen Verghang anschmiegte.' Schweigend schritten sie zwischen den unregelmäßig an-geordneten Gräbern zwischen längst eingesunkenen und frisch ausgeworfenen Hügeln hin bis zn der qul gepfleg, ten Begräbnisstätte der Semper. Sechs Pastoren rubten da nebeneinander, und bei ihnen die Pastorenfrauen, die Söhne und Töchter. Fast ein Friedhof für sich, der eine lange Geschichte umschloß. Die beiden Mädchen standen still vor den Gräbern, während sie die Inschriften studierten — Lotle mit senc!> ten Augen und in stiller Ergriffenheit, Sybille mit einem ernsten Ausdruck in dem schönen Gesicht. „Sechs Pastoren," sagte Lotte endlich ^cisc. „Ein gutes Stück der Geschichle deines Hauses. Was mögen alle diese Sempcrs mit den Nöcknitz' gemeinsam lerlebt, wieviel Trost und Segeu mögen sie gespendet haben! Diese Sempers haben alle Röcknitze für das Leben nnd sür den Tod gesegnet, haben mit ihnen getragen, was anch so stolzen Herren an Leid nicht erspart gewesen sein wird. Sechs Sempers! sechs treue Frennde und Helfer zu deines .Haufes Wohlstand und Größe. Und den siebenten hast du eben fühlen lassen, daß du gesonnen bist, ihm den Fuh auf den Nacken zu fetzen . . ." Si)bille wandte langsam das Gesteht gegen Lotte. Ein Ausdruck hilslofcr Qual stand nun darauf und um ihren Mund znckte es wie von verhaltenem Weinen. „Du liebe, hartnäckige Bußpredigcrin, du'." sagte sie unsicher. „Ja denn, es war nicht r?cht, daß ich nichl freundlicher gegen den Pastor war. A.bci wenn du oM wüßtest, was nur geschehen ist und uoch gcjchieht —.du hättest Mitleid mit mir und ganz gewiß würde mich dem liebes Herz entschuldigen und oe^stehcn." Taun zog sie Lotte stürmisch an sich. „Wenn ich dich nicht H.Ute, ich müßte verzagen und versinken' oder wirklich werden, was ick) nur scheine: hart und ungerecht und cinsam da. zu. Du mußt immer bei mir bleiben — immer! Willst du das?" Über das tränenfeuchte Gesichichen der kleinen Lotte ging es wie heller Sonnenschein. Gott sei Dank — das war wieder die alte Sybille, die s'e immer grliebt »nb leidenschaftlich verehrt hatte. Sie xulte sich zu der Freundin empor und drückte einen herzhaften ttuß aus ihre Lippen. ..Wen» du mich nicht fortschickst, Billr — mid wenn ich dir ein klein wenig auch helse.'i darf, dann bleibe ich. Immer — immer!" 3. Kapitel. Das war seit Jahren so hergebracht und beinahe selbstverständlich geworden: wenn der Abend lam, er» schien Konrad von HauenslVin :m Psarrhaufe "'">" '.u ciuem Plauderstündchen. Der Pfarrer und d( tcr hatten sich innig ancinandcrgeschlojsen und ,)!«n M> rile, die Konrad fast so wic dcu eigenen Sohn liebte, lat alles, nm dem einsamen Manne die Abende behaglich z" machen. (Forlsetzun« folgt.) Lmkactier Zeitung Är. 248_____________________________1566_______ ______________________ 29. Oktober 1917 Seine Majestät der Kaiser mit gehobenem Vertrauen seinen Aufgaben als Lenker dieser nach Anlage und Wir» kung großen Schlacht zu Es war Nacht geworden. Von oer Last der Rüstung und vom schweren Marsche ermüdet, hielten Truppen in einem Walde. Tie Automobile Seiner Majestät des Kaisers und seines Gefolges strebten eben einem n.'uen Standorte zu. Ein Infanterist erkannte den Monarchen. Freudig überrascht rief er nur: „Karoly!" Da wurde es im nahen Walde lebendig. Die Mannschaften, die eüen uienagiertcn, während andere die Zelte aufschlugen, ver» ließen Arbeit und Mahl und eilten an die Straße. Im Nu standen Hunderte nnd Tausende mn Wegrande nnd auf den Hängen und es ertönten aus verschiedenen In» strumenten, die die Soldaten hatten, die Klänge der Volkshymne. Hornisten schmetterten oen Generalmarsch, alles aber überstimmten jauchzende Hochrufe der in den Kampf ziehenden Krieger, die sie auf ihren Allerhöchsten Führer ausbrachten. Seine Majestät war tief ergriffen. Die Größe und Weihe dieses Bildes konnte auch das Bild nicht überstrahlen, das sich an diesem Abende aus den Meldungen der Unterführer formte: Der Monte Matajur ist genommen, die Korps sind in unaufhait-samcm Vordringen gegen den Naum oon Cividale, scch-zigtausend Mann sind gefangen, fünfhundert Geschütze sind erbeutet! In dieser Nacht verweilte Seine Majestät in einem tleincn Karstbahnhofe. Er wußte nicht, daß die Lichter seines Waggons ebenso abgeblendet waren wie immer die Lichter der Station, weil er sich im Wirtungsbereich dcs Gegners befand und in einer' Station weilte, die der Feind schon oft bombardiert hatte. Politische Weberstcht. Laibach, 28. Oktober :U17. In t>cr am 27. d. M. abgehaltenen Sitzung des Herrenhauses bezeichnete Ministerpräsident Dr. Ritter von Seidler unsere KriegHlage als die oelrkbar beste. Trotzdem seien unsere Ziele !>ic gleichen geblieben und wir seien nach wie vor bereit, lins mit dem Gegner an den Ver-handlAngsbisch zu setzen, sofern« er uns nicht einseitige Kriegszielc aufzwinge. Leider seien dre gegnerischen Ziele mit einer Tendenz der Pergewaltigung behaftet und mit einer so herausfordernden Tpra6)e verknüpft, daß man sick) dcs Eindruckes nicht erlvchrcn tünne. es handle sich darum, Forderungen, auszusprechen, die die friedlichen Diskussionen von vornherein, unmöglich machen sollen. Im übrigen aber würden wir in unerschütterlicher Gemeinschaft mit unseren Bundesgenossen in schlagender Weise den, Beweis erbrii,' gen, daß wir den Frieden auch zu erzwingen vermögen. Der Mnnsterpräsidem erklärte dann, daß die Regierung die Arbeiten für die Vorbereitung der friedlichem Zukunft nicht vernachlässigen wolle, und bemerkte, dah alles nur durch ci,n vertrauensvolles Zusammenwirken von Regierung und Voltsdcrtrctung geschaffen lverden könne. (5r kündigte sohin eil^c Reil>c von Gesetzentwürfen an und bat schließlich um die zustimmende Erledigung dcs Vudgeiproviso>-riums. — Freiherr von (Kautsch sagte, man müsse das Beste tun, um einen baldigon, uird ehrenvollen Frieden zu erlangen, aber um den Frieden^ jammern dürfe man nicht. — Freiherr von Dumba bezeichnete die unwandelbare Treue zum deutschen Bundesgenossen als ein Gebot der Selbstcrhaltung. Das beste Argument für den Frieden seion unsere Erfolge an der Südlvestsront. Bezüglich der inneren Politik erklärte der Redner, dasz die allerletzte Ausgabe des böhmischen Stantsrcchtcs vom souveränen böhmischen Staate entlvcder eine gefährliche Utopie oder eine direkte Umsturzbeloegulvg sei. Jedem Haupte der öste-r-reichischen Regierung obliege die Verpflichtung, dagegen mit aller Energie Stellung zu nehmen. — Fürst Karl Äuersperg erklärte gleichfalls, datz wir gegen eine Welt von Feinden nicht anders aufkommen könnten als in unverbrüchlicher Treue zum deutschen Reicl>c und zu unseren Bundesgenossen. Der Redner fragt die Slaven, oli ihre Politik nach dem Verschwinden dcs russischen Kolosses nicht einer Neuorientierung bedürfe. Wollen die Slaven i»l Österreich nach dem Kriege im russischen Chaos unterkommen und die Deutschen im Rücken haben, odc^ wollen sie mit uns ein starkes Europa bilden und mit uns die Fahne der Kultur nach Osten und Süden tragen? — Hofrat Lamasch trat für einen Verständigungsfrieden ein-, Verständigung nach innen und nach außen bleibe die Losung für die Zukunft. — Abt Hclmcr vermißt eine llarc Erklärung der Regierung zur südslavischen Staaten-aründunn. Sie hätte aussprechcn müssen, daß sie niemals 'hre Zustimmung dazu gebe-n lvcrde, daß, falls die Er» -richwny eines südslavischen Staates erfolge, die von Tlo, venen bewohnen Linger, wie Krain. gewisse Teile von Ewermark, ivärnten und Küstenland diesem Staate zu« geschlagen würden. -. Freiherr von Schwarhenau sprach vom Zusammenhang zischen VeNvaltungs- und Verfassunysreform. - Grnf Erwin Nostih verlangte ein« unzweideutige Ablehnung der offiziellen tschechisä)cn Politik. — Die Verlxindluug wurde sodann abgebrochen. Zur Offensive im Südwcsten schreibt die „Vossischc Zeitung": Die Vorbereitung zum Angriff im Gebiet der Iulischcn Alpen, das man schließlich gelvählt hat, wurde in ebenso vollendeter wie mustergültiger Weise vom Generalstab unseres treuen Verbündeten' ausgearbeitet und von den verbündeten Divisionen, ausgeführt. Taö muß beute ganz ausdrücklich betont werden. Das „Bcrner Tagblatt" veröffentlicht unter der Überschrift: „Italien vor der Revolution" eine Korrespondenz cms Lausanne, worin es heißt: Unser südlicher Nachbarstaat steht in einer Erregung, die. zur Revolution gesteigert, schon morgen das ganze Land in Brand setzen und zum sofortigen Frieden führen kann. Von namhaften in die Schweiz gcflüchteten Vertreterin, des Proletariates lvird versichert, daß die italienische Arbeiterklasse nicht ruhen loerde, bis das Land im Besitz des Friedens sein wird. Die Regierung selbst sei einem Frieden sicherlich nicht abgeneigt, hänge aber von England und noch mehr von Amerika ab. Beängstigender als die Gesinnung der Ar-bcitcr sei der aufrührerische Geist in der Armee. Die Fälle von Gehorsamsverweigerung seien nicht z,u zählen. Kein Tag gehe vorüber, ohne das; Soldaten wegen Insub-ordination erschossen werden. Wer irgendwie kann, flüchtet über die Berge in die. Schweiz. In der italienischen Kammer ging Außenminister Sonn in, o auf die Note des Papstes ein. Dabei gebrauchte er durchwegs schärfste Worte gegen Deutschland, dcm er Vertragsbruch vorwarf. Er erklärte im Verlaufe seiner Rede. daß Italien in einigen wesentlichen Punkten uicht nachgeben löulle. Italien kämpfe für die Vervollständigung seiner natürlichen Grenzen sowie für oie Befreiung der vom Feinde unterdrückten Brüder und zur Sicherung der für Italiens Dasein und reckMiäßige Eiche' rung notlvendigen Bedingungen im Adriameere. Die adria^ tische Frage sei für Italien »vesentlicher Kricgszlucck und stehe für Italien und seine Verbündeten außer Erörterung. Italien sei geneigt, die politischen und wirtschaftlichen! Forderungen der slavischen Völker auf dem anderen Adria-Ufcr rücksichtsvoll zu behandeln. Italien müsse sich ferner für das östliche Mittcl:nccr interessieren. — Am 2b. d. M. hielt die Kammer eine Sitzung ab, die sechs Minnten dauerte. Ministerpräsident Bosclli machte unter eisigen: Schtveigen des «oauscs Mitteilung, daß das Kabinett dem Könige die Entlassung unterbreitet habe und nur zur Erledigung der laufenden Geschäfte im Amte bleibe. Der Präsident nahn, diese Mitteilung entgegen nnd erklärte die Kammer für vertagt. Das Wolff-Bureau meldet unter dem 26. Oktober iibcr neue U°Voot°Erf°lac. Durch die Tätigkeit unserer U-Voote im TperrgiMel,.' nm England sind wiederum fünf Dampfer und ein Segler vernichtet worden. Nach Meldungen Amsterdamer Blätter hat der Konvent der Sinn Feiner in Tnl'lin einstimmig beschlossen!, die internationale Anerkennung Irlands als «nalchänniae Republik anzustreben und eine Volksabstimmung über die Rogieril,igsform abzuhalteir. llber die Vorgänge in Nußland liegen folgende Nachrichten vor: Das Rcuterschc Bureau meldet ans Peters' üurg. daß die bürgerliche Bevölkerung Kronstadt zu räumen beginnt. — Aus Petersburg wird nach Stockholm gemeldet: Die überwiegende Mehrheit des Petersburger Arbeiter- und Soldatenrates ist mit der jüngsten Kricgs« rede dcs Ministerpräsidenten Kercnstij nicht einverstanden und beabsichtigt, eine energische Attron des Vollzugsausschusses zu erzwingen, die entweder den Rücktritt Keren-skijs zur Folge haben oder dessen Nachgeben in bezug auf die Friedensfragc und auf die sofortige Einleitung der Friedensvcrhandlun'gen erreichen soll. Die Meldungen vom italienischen Kriegsschauplatz spielen hicbci eine lvcsentliche Rolle, da die Majorität des Arbeiter« und Soldatenrates dcr Ansicht ist, txch jede Verzögerung der Friedcnsver-handlungen die Gcsamtlage bedeutend verschlechtern würde. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. An die Bevölkerung von Kraiu! Das unter dcm Allerhöchsten Protektorate Seiner kaiserlichen nnd königlichen A p o st o l i» schen Majestät Kaiser Karls I. stehende Ko-mitec für die Kriegsgräberfürsorge in Osterreich ver. anstaltet mit Bewilligung des k. k. Ministeriums des Innern vom 20. August 1917, I. 48.d?7, und des k. k. Landcsvräsidinms in Laibach oom li. Oktober 1917, Z. 2715/Präs., auch in ganz Krain am 31. Oktober, 1. und 2. November 1!N7 einen allgemeinen Kriegsgräbertag dessen voller Ertrag dem vom k. und k. Kriegsmini, sterinm verwalteten „Fonds zur Erhaltung der Kriegs» gräber in Osterreich" znslieht. Lurch diesen Kriegsgräbenag sollen in ganz Oster» reich Mittel aufgebracht werden, um die Gräber jener Helden zu erhallen, die ihr Leben fern 'wn der Heimat für das Vaterland geopfert und mm zumcisl in fremder Erde die lchte Ruhestätte gesunden haben. Hundertlausendc solcher Heldengräbcr entbehren der liebenden Fürsorge ihrer Hinterbliebenen Angehörigen. An den äußersten Grenzen nnseres Vaterlandes, ja sogar jenseits derselben liegen Vüler, Söhne und Bri^ der zur lehten Nuhe gebettet und gehender Vergessen« heil entgegen, wenn nicht wir alle uns ihrer erinnern und uns zusammentun, um durch unser Liebeswerk ihre Gräber s ü r die Zukunft zu erhalten. Die Gefertigten wenden sich daher vertrauensvoll an die Vcvölkernng Krains mit der innigen Vitle, durch reiche Spenden während des Kriegsgräbcrlagcs am AI. Oktober, 1. nnd 2. November !917, an den Ta» gen der Toten, eine Dankesschuld abzustatten an unsere Helden, die mit ibrem Leben unser gemeinsames Vaterland gegen die Feinde geschüttt haben. Der Ghrenvorsilz für Krain des Komitees für die Kriegögräberfürsorge für Österreich. Laibach, am 26. Oktober 1917. Lanbespräsioent Heinrich Graf A items. Fürstbischof Dr. Antou Ieglie. Militärkommandant in Graz FML. Ignaz Tchmibt Edler von F n s s i n a. Landeshauptmann Dr. Ivan zllstersii. Niirqermeister Dr. Ivan Taviar. — (Ieclenamt fllr unsere Helden.) Am Allerseelen-tage um 10 Uhr vormittags wird in der hiesigen. Doiw. tiräfc sür unsere gefallenen Helden ein feierliches Seelen-ami abgehalten lvcrden. — lKriegsauszeichnungcn.1 Zeine Majestät der Kaiser hat dem Oberleutnant i. d. :1tes. des GEchN 2 bei der Hochgebirgskomvanie Nr. l l Rudolf Wagner das Militärverdienstkreuz dritter Klasse mit der Knegs-dekoration und den Schwerlern verliehen und anbefoh» len, daß bei Verleihung der Schwerler dem .tteservc« leutnant Dr. Josef Schor n neucrl'ch, dcm Reserve» leulnant Franz Nid mar erstlich «beiden des FHR 26) die Allerhöchste belobende AneN'ennnng bekanntgegeben werde. — sK. k. slrbeitsvcrmiltlunq an ttrieqsi»valid«», Landeöstelle Laibach.j Pusien suchen! 1 Gymnasinlabi-turieul als Kanzlei!rast, I Bnch!)o!tiv oder Kurres^N' dent der slovenischen, kroatischen, »eutschen, italienischen und französischen Sprache. 1 AmiZdiener, 1 Portler, ü Auiseher nnd 1 Stalllnechl. Andünste erieilt die l l. Arbeitsvermittlung, DireltionslanUei der k. t. Slaaiö-(Mcrbeschule, Gorupgasse N), erster Stock, Tür 38. Amlsslunden von 9 bis 1! Uhr oormillags uno vo>: :', bis 5 »Ihr nachmittags. — (Vom politischen .ttonzeptödienste.) Dcr Herr La>i-despräsident hl^t den Landesregierungssc^rctär Dr. Ernst Kordin von der Vczirlshauptmaunschaft in Krainbnrg zur ÄezirlölMiptinaunsclMt in Laibach, den l,ei t>er Law. oesrcssierung in Laibach in Vcrloendllng stehenden Landes-rcssierluigslonzipisten Friedrich Deu zur Vezirlshaupt' tuannschaft in Gottschec versetzt und den Bezirlölommissär Ludlmg Piükawa von der Bezirkshaufttmannschaft in .^aibach znr Landcsregierilng in Laibach einberufen. - (Vom Etaatöbaudienstc.) Der Herr Uandesprä-sident l>at den Banadjunlten Ing. Tr. tech. Alois Kral von Laibach nach Krainburg versetzt. — Mgabe von Ubesdruckfeldpostmarken l5iei, Nanij au Sammler.) Für gewisse Verkehlsbez,ehu''.<.'n d.'r im ^ere^he der Militärverwaltung in »iumäme.l a,,'',^'. sollten k. uno k. Feldposlanslallen wurden i. uild k. /,<t. V^'läusig wurden sämtliche Werte der !")<.n Ä» -^il.l'e sn'.it dem Bildnis Kaiser Karls) m»l Al^-^.-'l/Me de-. 's^ I^-Marke als Überdrnckmarlen y"w«'rschleißstellen des k. und k. Feldposlnl^tes '-I <>lur u n abgestempelt) und des f. und f. Hli.tpliod-posimmcs 52l) labgestelnpelt oder unabgestem?^) aef.(n Voreinsendung des entfallenden Nctr.i-ges le-ogen Werden. Die Einsendung solche ..?c:.f^". an d,s Hauplseldpostamt 5.2l) behufs'Abslen^l.'ll^. ,st U'-'i-.lll»ci'l und isi einem derartigen Ansnchei ."lV> ?u enlsp.l'l^u. Beim Fcldpostamt 51 hat lne Ei.'^.d^.-ng auf ^riind der von Kronenwährnng in Lei erfolgte', U/'.rechnung nnr in Kronenwährung flattzufindcn, beim Hanplfelop^stamt 520 wird auch die Lei-Währung in Zahwug genommen. Für die Umrechnung hat dcr Vcr» hälinicsah 1 Lei sM) Vani) ^ 1 K 25 k Anwendung 5'l finden, wobei Hellcrbruchteile bis 0,4 vernachlässig', Hellerbruchtcilc von N,5 auswärts dagegen auf die ">.chsle Einheit aufgerundet werden. Laibacher Zeitung Nr. 248 1567 29. Oktober 1917 Die Prinzcfsl» von Neutralicn mit Hrnny Porten im Kino (lcutral im Landestheatcr. Bei jeder neuen Nolle, die Henny Porten lreirt, sslaubt man. nun sei der Kreis der ClM-allerc. die, sie zu schliffen oder doch zu beleben imstande wäre, geschlossen; und siel>e da! in dcr nächsten Nulle rennt sic alle unsere Voraussetzungen üi,x>r den Hau^ f^l und spielt uns ein Menschenkind vor. lxis sic noch niemals gespielt unt» erlvärmt uns für ihre unvera.I>eichlicl)e plinst aufs neue. „Die Prinzessin von Ncutralien" ist Wirtli6) der beste Henny Porten^Lllstsplelschlagcr. der Lachsalden entfesselt. Nur l)euie noch um halb 5, 7 und halb 9 Uhr abends im 5lino Central im Landesthcater. — Morgen Dienstag ncnes Programm um 4, halb U, 7 und halb 0 lUir abends, der prächtige Robert Nelnert-Film „Das neborate Lcbcu" und dcr neueste Kricgsfilm: „Aus den ^icscnlülnpfcn im Westen". Der Krieg. Oörz wieder «nser! Als in dcn lchtcn Tagen Tc'lec^rciph und Telephon Cicss über Sieg meldeten, da ninrdc gcmz Laibach don einer fiebcrhliftrn Erregung erfaßt und verfolgte die Bewegungen ans dein bcnachblirk'n Kriegsschauplalze mit einer Spannung, die einer Tieigerung lmmi niehr sähig war. Und als gestern früh gar schon oie Meldung einlies: „Görz ist wieder unser!" da entrang sich den Herzen ein heißes „Gott sei Dcml!" und den Üippen entauullen Wurte herzinniger Dankverpflichtung an Seine Majestät den Kaiser, dem es beschieden war, durch Zulun seiner unvergleichlichen Heldenscharen das ein Jahr lang vermißte Juwel am Iwnzo wieder seiner Krune einzufügen! Die Freude, mit der die Botschaft von der Wieder» gewinnnng der Stadt Görz allenthalben in dcr Stadt aufgenommen wnrde, läßt sich gar nicht beschreiben. T,e zahlreich in ^nibach weilenden Görzer wurden aul das lebhafteste beglückwünscht, die Stadt begann sich sofort in ^cstschmnct zu hüllen. Abends um 6 Uhr fand ein militärischer Umzug stati, an dem sich eine nach oielen Hunderten zählende Älenschenmenge beteiligte. Die schneidigen Vortrage der Musikkapelle wnrden mit brausenden öivio-Nusen aus-genommen und als die Kapelle den NadelMmarsch in. luuierte, da loste sich die Begeisterung in stürmischen Jubel ans uud in so manchen Herzcn wurde die Erin» n"rung an die wuchtigen Schläge wach, die der greise ^eldmarschall anss Haupt des indischen Gegners halle nicdersauscn lassen, nnd auch der stolze Gedanke wurde wach! Noch lebt Nadetzkys Heldengeist in nnserer Arn'ce und neuerlich sausen Kenlenschläge vernichtend aus wel-sche Tücte und Niedertracht! Gott helfe weiter! Wie telegraphische Berichte melden, treffen ans der ganzen Monarchie Nachrichten von der Freude der V<> völlerung über die gl/inzenden Erfolge 5er Vcrbiinde'^n ein. In vielen Städten fanden ^U'idgeb'i 'gen für Sei.ie Maiestät den Baiser nnd die verbündeten Armeen stall. _________ Telegramme des l. l. Telegraphen »Korrespondenz, Nureauö. Öfterreich-Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 27. Oktober. Aus dem ^riegspressequartier wird gemeldet: Der Monte Sanio wurde von den ver» l'üllbeteu Truppen im Tturme qenummen. Damit ist ein weiterer Grundpfeiler des italienischen Widersinn» des sscsalleu, ein nener Markstein auf unserem sicqrei^ chen Vorwärtsschreiten erreicht. Als die italienische Tri-lolore nach zehn vergeblichen Isonzo-Tchlachten in dcr /jriihe des ^5. Auqust auf dem Gipfel des Monte Tanw "'llkcpslanzt wurde, da kannte der Jubel und das Tr,-'»mphtlcjchrei im Königreiche keine Grenze«. Die Erode-ru.lss d.efcs „Schlüssels" nach Trieft sollte die öffentliche Melnung Italiens über den Miftcrfolq hinwegtäuschen. Nach dre.tan.ger Offensive ist nun dieser „Tchlusse,' weder ,n unserer Hand. die Krone des italienischen Be» freiunssswerlcs zertrümmert und unter den ehernen Tritten der verbündeten Heere wankt die .talienischc ssront in ihren Grundfesten. Wien. 27. Ottober. Amtlich wird verlnutbart: 27. Ollober-. Italienischer 5trieqsschauplah: Der unter der persönlichen Oberleitung Seiner Majestät unseres Kaisers und Königs gegen die italieui» «che Haup<„,acht gesührte Hchlag reist gewaltig aus. Unsere kampferprobten, ruhmreiche» Isonzo-Truppen und die mit »uüberwindlicher Stoßtrast vorgehenden deutschen Sireitträfte haben einen großen ltrfolg er-rungen. Die Waffenbrüderschaft der Verbündeten, ge- chmiebct aus ungezählten Schlachtfeldern, besiegelt durch das Älut unserer Besten, bewährte sich aufs neue i« nn» vcrgleichlicher Weise. Am oberen Isonzo haben unsere alpenländischen Truppen - altbewährte Infnutcrieregimenter, Baiser» jägerschuhen aus Steiermart und Tirol - in den ^els» gebieten des Nombon und des l5ani» und aus dem Monte Stol mit zäher Ausdauer und Tatkraft das Gelände und den Feind bezwungen. Südwestlich von Karsreit stürmten Preujlisch.Tchlc-sier den hochausrageuben Monte Matajur. 6>ier wie westlich von Tolmein wird durchwegs ans italienischem H^oben gefochten. Ans der Vainsizza-Hochsläche wehren sich die Italic-ner Schritt für Schritt. I» heftigen Nampsen wurde» die feindlichen Stellungen südlich vom Vrh, die einst so heiß umstritteue Höhe «7,2 bei Vodicc, der in Italien als Siegcspreis der elften Ison^o»2chlacht so sehr gc» seierte Monte Tanto erobert. Töhne aller Gaue Oster» reichs und Ungarns Wetteifer»! an Angrissssrendigleit. Bei Vanale und östlich davu:« brachten zwei l. und t. Divisionen allein Ni.<»<» Theresien' Ordensritter FML. Freiherr von l^örz an der Vpitze der tapferen 5tj. Infantcriedivisiun die (^lörz beherrschenden Höhen der Podgora newann, wehte l»ereits nuf dem Kastell dic von Kroaten des W. Infanteriereylmen»«» »ehihle Hahne. Durch die Eroberung der Vionle Fortin, dessen rinsam unmittelbar nördlich der Ttrahe Gradisla-Görz licncnder Frldoblock dic «anzc sich nach Westen erstreckende Ebene beherrscht, und durch den Einmarsch österreichisch, «nnarischer Truppen in Monfalcone sind bereits Eckpfeiler für die weitere AuSncstaltung der errungenen Erfolge «e« schaffen, wennnlrich auf der HKHe des Plateaus von T,-licrbo der feindliche Widerstand noch nicht viillin aebrochen ist. Immerhin ist auch hier das Vallone-Tnl, das dem (Kenner reichlich Gelegenheit zur gedeckten Verschiebung und Ansammlung von Reserven bei allen vorherigen An» nriffen geboten, von den Italienern geräumt, womit der Kampf hier bereits wieder in den in der sechsten Isonzo-Schlacht verloren gegangenen >ttaum getragen erscheint. Tie Wiedergewinnung von Vionfalconr samt den daselbst befindlichen, vom Feinde freilich zerstörten Werftplätzen muh bereits feine Wirlung auf die berüchtigten Sbobba» Vattericn — am Ausflüsse der Tdobba in das Meer ge. legen — zeitigen. Ob es den Italienern möglich sein wirb, diese mit dem Aufwand aller Mittel im Verlaufe von Jahren eingebauten Batterien schwerster SchiffsgeschUhe nuch selbft nur bcr beabsichtigten Vernichtung zuzuführen, ftcht fchr in Frage. Die nach Eroberung des Plateaus von Vainsizza nach erbittertem Kampf bei Plava auf das West, ufer des Ifonzo gelangten österreichisch-ungarischen Trup» pen drngen dem Feinde hier nach, der noch auf der mit «lü Meter dominierenden Korada-Höhe — dem sUdweft. lichsten Ausläufer des ttolovratrückens—Widerstund leistet. Im Norden der ins Rollen gelommenen Kampffront haben die deutschen Divisionen mit unerhörter Stoßkraft allen Widerstand des Feindes, nlle Schwierinleiten des Terrain« Überwindend, vividale nm Vntisone, den jahrhunderte» langen Sitz der lombarbischen Herzoge, erreicht. Hiemit ist bereits Ndiue, bcr Standort des Generalissimus (ladorna lind der italienischen obersten Heeresleitung, in die unmittelbare Angriffszone gerückt; würbe doch bei der Entfernung von 15 Kilometer Luftlinie von hier aus dcr Bahn. Hof von Udine bereits im Ertrag der weittragenden Ge. schütze liegen, ebenso wie die durch unsere wiederholten Fliegerangriffe bekannten großen Kriegsbahnhöfe in Villa» vicentina, bezw. Tan Giovanni bi Manznno durch die Besetzung von Monfalcone und den Fall des Monte Fortin bereits dem unmittelbaren Ertrag unserer Geschütze offen liegen. Nicht unerwähnt darf bleiben, daß alle bisherigen militärischen Erfolge, welche an Größe der Leistung infolge drr sich gerade in den ersten Tagen dem Vorbringen ent» nrncnstcllrndcn Trrramfchwieriglciten ihresgleichen suchten, mit Verlusten unsererseits erzielt werden tonnten, welche writ hinter den ihnen mit MUcksicht auf obige Umstände »>>d die bisherige Hartnäckigleit des Gegners zu gewiirti» ncnbcn fahlen zurUllblriben. »ericht des italienischen Generalstabes. Wien, 87. Oltobcr. Aus dem Kricnsprcssequartiei wird gemeldet: Bericht des italienischem (iienerolstabes vom 27. Oltobcr: Nachdem der Feind auf verschiedenen Punl. tc„ unsere Grenzlinie zwischen dein Monte Canin u.nt» dem Eintritt des Indrio auf italienisches Mbiet überschritten I)alle, versucht er. die Talausmündungen zu erreichen. Au,f dein Karst verstärkte er feinen Druck und führte starte Stötze aus, die abssewiesen wurden. Vlnttcrftimmen zu der Offensive gegen Italien. Amsterdam, ^8. Oltober. Der ..Telcaraaf" mcldet cms London: Der militärische Korrespondent der „Times", der die italienische Front besuchte, schreibt: Der österreichisch, unärrisch-deutsche Ana/riff sei für Caborna le-me über» raschung. Ter Korrcspondelit glaube, dah die Offensive Caborna, sonar luilllommcn sei. zumal geliüneud italienische Truppen vorhanden seien, um die Offensive zum Stehen zu bringen. In dem unloahrschcinlichcn Falle, daß Italien die Unterstützung der Alliicirten, benötigen follte, lönne diesc rasch acnug geleistet werden, denn es spreche von selbst, daß dic Westfront cin einheitliches (Nanzes sei. Mlc Alliierten siinidcn hinter Itnlicn. Haag, ii7. Oltol'er. „Nieuwe Courant" schreibt über die Ison»oschlachl: Die große Anzahl Gefangener ist bereits ein Beweis für den Erfolg einer Strategic, die incht auf dein Prmzipe geisttötender Vernichtung lxiuht, sondern durch ^'schickte ^üge den Gegner anf dem kürzestem Woge säxichmatt zu setzen stiebt. Stockholms 28. Oktol^r. Die Blätter besprechen den für Italien katastrophalen Verlauf dcr österreichisch, unaarisch-deutsäien Offensive, deren inncrpolitische Wir. Zunaen sich schon in dcr Demission Bosellis zeigen, dessen Ministerium allerdings schon vorher, wie die Kammer» debatte gegeigt habe. siarf untergraben war. ?luker d« Uneinigtcii nn Ministerium selbst habe l»« Minift"'«"' Laibacher Zeitung Nr. 248 1568 29. Oktober 1917 mit der Gegnerschaft der Giolitti-Partei und den kriegs-fcwdlichen Tozialisten von der „Ävanli"-P-ten" meint, der Vorstoß gegen Italien sei angesichts der bevorstehenden Enten^onßcreng eine Friedensoffc,nsive, glaubt jedoch nicht, daß es dcn Zentralmächten gelingen weide, dadurch den Frieden zu erreichen, wie man sich ihn in Verlin vorstelle. Gegen einen solchen Frieden verhalten sich jedoch die Hanptfeinde Deutschlands, nämlich Frankreich, Engli< ihre« tapferen Wafsenbriibern am Iso;,;o in den .^umpf traten, großem Erfolge entgegen. D»c zweite italienische Armcc ist geschlagen! Durch gutes Wetter begünstigt, drangen über die Höhen und durch die Täler, vielfach zähen Widerstand des Feindes brechend, deutsche und österreichisch.,:,,.^. r,;ä'e Divisionen unaufhaltsam vorwärts. Der scharfkantige Höhenrücken des 2tol wurde von der t. t. 22. Schützendivision genommen. Der l«41 Me-ter hohe, stark befestigte Gipfel des Monte Matajur sie» schon am 25., 7 Uhr vormittags — 23 Stunden nach Äe» ginn unseres Angriffes bei Tolmein — durch die her» vorragende Tattraft des Leutnant Schnieber, der mit vier Kompanien des oberschlesischeu Infanterieregiments Nr. 36 den starten italienischen GrrnMtzvunlt stürmte. Kampf, und Marschleistung?» aller Truppen, die durch die Porberge der Jütischen Alpen der italicuische» Ebene zustreben, sind über jedüs Lob erhaben. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf AU)««, die der erbeuteten Geschütze auf <5„ erhöht. Unübersehbares Kriegsgcriit mich aus den eingenom» menen Stellungen der Italiener noch geborgen werden. 26 feindliche Flugzeuge sind in den beiden letzten Tagen abgeschossen worden. Die italienische Isongo«Front wanlt bis zur Wip» Pach. Auf der Karst»Hochfläche hält der Gegner. Der Erste Generalciuarlicrmeister: von Ludendorf f. Aerlin, 28. Oktober. Das Wolff. Bureau meldet: Grußes Hauptquartier, 2P. Oktober: Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht von Bayern: In Flandern war die Feuertäligkeil längs der Wer-Niederung wiederum stärker als früher. Besonders bei Tizmnyden sowie zwischen Vlant'aart^See und der Strafte Meniu—Zjvern schwoll der Artillerietampf zeit-weilig Zu großer Heftigkeit au. Am Morgen griff der Feind an der flachen Einbruchslelle südwestlich des Hnul. houlster Waldes erneut an, ohne größere Vorteile ^u erzielen, als am Vortage. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Am Oise—Aisne.Kanal verslärlte sich die Feuer-lä'tigkcit bei Vrancourt und Anisy le Chateau. Nachmil» tags stießen starke französische Kräfte nefgeglicdert am Chemin des Tames östlich von Filain und nordwestlich von Vrayc gegen unsere Linien vor. Sie wurden über» all blutig abgewiesen. Vei Suuain, Tahure und Le Mesnil in der Vham» pagne führten unsere Stoßtruppen erfolgreiche Unter» nehmungen durch. Auf dem östlichen Maas.Ufec unterhielten die Fran-zosen starkes Feuer auf die von uns im Chaume.Walde lürzlich gewonneneu Gräben. Auf dem östlichen Kriegsschauplatze und an der ma> zedonischen Front keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front: Die schnelle Wetterführung des gemeinsamen An» griffes am Isonzo brachte auch gestern volle Erfolge. Die italieuischen Kräfte, die »nseren Divisionen den Aus» tritt aus dem Gebirge zu verwehren suchten, wnrden in kraftvollem Stoße zurückgeworfen. Abeubs drangen deutsche Truppen in das brennende (5 i v id a le, die erste Stadt in der Ebene, ein. Die italienische Front bis zum Adrialischen Meere ist ins Wanken gelommcn. Auf der ssanzen Linie sind unsere Korps im Nachdrängen. G o r z, die in den Isonzo-Schlachten oielnmtälnpste Stadt, ist heule früh von östcrreichisch.ungarischen Divisionen ge> nommen worden. Die Zahl der Gefangenen ist auf mehr als «0.000 gestiegen, die Zahl der Geschütze hat sich aus mehr als «00 erhöht. Der Erste Generalquartiermeister: Von Lndendorff. Berlin, 26. Oktober. Das Wolfs. Nureau meldet: 28. Oktober, abends: In Flandern lebhafte Artillerietäligkeit bei Dir» müde und im Houthoulster Wald. Am Oise—Äisue-Kanal bei Filain örtliche Kämpfe. Im Osten nichts Wesentliches. Die italienische zweite und dritte Armee sind im Rückzug «ach Westen. Unsere Verfolgung ist vom Ge» birge bis zum Meere im schnellen Fortschreiten. An Gefangenen sind bis jetzt 100.000, an Geschützen über 700 gezählt. Italien. Der Eindruck der Ereignisse an der Isonzo-Front. Lugano, 27. Oktober. Tie römische Öffentlichl.'it wird von den Blättern teils ermahnt, nicht die Newe.i zu verlieren, teils mit der Versicherung getröstet, dlis; die österreichisch.uugarisch-deutsche Offensive gar mchl erlist gemeint und blos; ans (ifset't sür interne poli-tische Zwecke berechnet sei. Kammerpräsident Mar.ora muß wegen plötzlicher Erkaltung das Zimmer hüten. Sa» lc.nora ist seit Beginn der Kammertagiing nicht mehr in d?c Össcutlichkeit erschienen. Lngano, 27. Oktober. Die aus dem italienischen Hauptquartier an die Mailänder Presse gelangenden Beritte führen eine ziemlich aufkläreuoc Sprache über die Tarstellung der Angriffstraft, den Umlang und die Beschaffenheit der Kampfmittel des Feindes. Die Er. wähnung der gesamten wie partiellen strategischen An-läge der Offensive geschieht in diesen Berichten nur in Positiv anerkennenden Superlativen. Lugano, 27. Oktober. Die Mailänder kriegshchcri. schen Blätter geben mehr oder weniger in gewuudencn Worten ihrem Schmerz über die Ereignisse an der Isouzo-Front und die Vergeblichlett der errungenen italienischen Eroberungen Antzdruck. Allerdings verab» säumen sie aber nicht, Hoffnungen auf die lommendeu und endgültigen Siege zu nähren, indem sie daran er» innern, daß die meisten Offensiven über Anfangserfolge nicht hinausgekommen scicu. Indessen verkennen fie ' nicht die Kraft und Tragweite des soeben erlittenen An. slurmes. Aus England und Frankreich treffen an idem> schen Offensive. Her See- und der Luftkrieg Der Viarin'Thcrcsicu-Orden filr den verstorbenen ftiruft-admiral Haus. Wien, 2tt. Ottober. Aus dem Kriensprcssecnmrtier wird ncmcldct: Air Bord des FlottouflaMeuschiffo'' luci« lcnd, erlies; Seine Majestät der Kaiser cm Handschreiben au Admiral Maximilian Njegovan, worin er zum seichen der wärmsten Anerkennung für die brave Marine dem dahingeschiedenen Großadmiral Anton Haus, der sein aanzcs reiches können und Wissen für die Fyrtentwickiunss »nd Aliössestaltnng der Marine einfchte und der sie in schwerer Zeit ziclbelmcht und erfolgreich führte, das Kommandeurkreuz des ViUitär.Maricl'ThciesieN'Ordens vcr, Iciht. Neue U-Voot-Erfolge. Berlin, 28. Oktober. Das Wolff-Vurean meldet: Im Ärmelkanal und in der Nordsee wurden durch unsere U-Voote wieder 18.500 Tonnen versenlt. Ein Fliegerangriff auf das Saar«Inbuftrieaebiet. Verlin, 27. Oktober. In der Nacht vom 21. auf dcn 25. Oktober griffen, mehrere feindliche Geschirmter das Iothrinaisch-luxenlbura.ische Saar-Industriegebiet mit Vom-ben. al>en sich aber allmählich be-» ständig vermindert. Die Ziffern, vom Monat September »varen sehr günstig, die Ziffern vom Oltobci: sind nicht so günftig. Es ist lein Grimd zur Besorgnis lvegeir des U-Voot-Krieges vorhanden, vorausgesetzt, daß die strengste Wirtschaftlichkeit herrsche. Die engliscl)e Kriegsflotte wird durcheilen. Der Geist der deutschen Flotte toeist Zeichen des Niederganges auf, abev die britische Flotte lvartct gc» dnldiss auf den Tag, n>o sie die feindliche Flotte sichten llüd versenlen wird. Spanien. Nillttritt des Kabinettes. Madrid, 27. Ottober. lAgence Havas.) Das Kabmett ist zurückgetreten. Theater, Kunst und Literatur. — (ziaiscr°Franz.Ioscfth-Iul,iläum^theater.) „Die schwebende Jungfrau,", Schtuant von Fr. Arnold nnd (5. V<:ch. Dieser tolle Unsinn stammt on lnkrnll^n, Art. Den dritlen im Äunde vertörperte .Heer Spielleiter Nasch mit drasti. safer, wie sich zcinte. »oirtsaincr Komik. Den Kriunnal» tommissnr charakterisierte dor auf dem lehten Theaterzettel als Lco Oünsberger bezeichnete Herr ,Hans Stei« nc r, durch schnarrende Stimme und sa>rf klappende Glie« derbeluegmlgen. Die weiblichen.Hauptrollen, uxnn nmn, so sagen darf, lagen in den bewäholen Händen der Damen Korn und Wolf; neu luar uns Frl. Tarolta, doren konventionelle Nolle noch kein sichres Urteil eruwglicht. In kleinen und undankbaren Rollen zeigten sich Herr Sichra u. Frl. Ein bach er, in einer unheimlich dürfli, geren leider Fvl. Jäger. Im Vergleiche zum Vorjahre tonnte man sich bisher cm einer viel sicl^erercn Nolknlicherr. schung »rfreuen». — Das volle Haus spendete lauten Vei» fnll. Dr. Ittulcr. Gedenket der Uamenstags« und derGeburtstagüspendel Laibachci Zeitung Ni. 248_____________________________1569____________________________________29. Olwbei 1917 NOW z« k» 8«t«I< li«l> PminziMMt». - iDie ilohleufranc.) DaH uussarischc T^lrgmphcn. ^cnrcspmidcnzburttiu incld^t: Dcr östreichische Vlinistcr für öffentliche Arbeiten Ritter von Honmun l)at sich über !>ic Kohk'ufrage zll cincni Mitarbeiter des ..Äz Est" folgen-dermas;en ^cäuhert: Iin Ichwn, Fricdcusjahrc hat Österlich 1,800.000 Tonnen Kohlc uut» 022.000 Tonnen .^olö "ach IliMN-n neli^crt. Nach ^ric^s-ansliruch hat sich diese Menqe nicht uur nicht veirinnert. sondern echüht. Im Iahre UN0 wurdcu aus Österreich 1.700.000 Tonnen Kohle und «25.000 Tonnen Koks nach Ungarn geliefert. Ich hoffe, das; eö gclinyeu wird. auch in, diesen, Jahre so viel Brennstoff nach Unnarid zll tieferm wie im verflossenen, Jahre. Nir tämpfen aber auch in Österreich mit Schwierigkeiten, dic dtirin bestehen, das; sich die Prodnltion vermindert hat mit» der deutsche Import ebenfalls ^esnnfen ist. Was nun die zweitägigen ^erh daß die Eisonbahnwaggons l^sscr a'lls-aeni'cht und rasch recxpidiert, werden. Äuf die Frage, ob nicht im üaufe des Winters grosse Kohleninot herrschen werde, erwiderte der Minister.- „Ich hoffe lx'stimiul, das; es den Maßnahmen der beiden, Regierungen gelinden wird, dn, heurigen Winter zu ülierstchen, ohne lxis; die Bevölkerung allzu ffros^: Opfer bringen müfztc." — (Voriibcrnehende ßinschränluna dcr Ollstverfenduun infolstc dringonber Kartoffel« und Mehltransvorte.) Die ?>otwcndigleit, den Bedarf dcr Bevüllcrnng an Kartoffeln noch vor Eintritt der Frostpcriade sicherzustellen und die port-mösslichteit gerechnet avert»?,,', loodurch vorilbcrgchcnd ein Sinken der Zufuhren und damit eine geringere Belieferung der Märtte bedingt ist. Das Amt für AollKcrnährnlvg ist bemüht, diesen unvermeidlichen Erscheinungen nach Kräften zu begegnen und insbesondere, wo dies möglich ist. durch Heranziehung des Wasserweges für die entfallenden, Beförderungsmittel Ersah zu schaffen. Es ist daher zu hoffen, das; bei fortschreitender Durchführung der Kartoffel- und Mehlversorgung binnen furzein auch die Aufnahme der Obstlransftortc in ihrem früheren Umfange lviedrr möglich sein wird. — (ssinc ssamilicntraaödie.) Neserveleutnanr Melchior "Tülcnc. Oberlehrer in Eisncrn. Hal am 0. September in den Kämpfen lim den Monte San (^liriele den Helden- tod erlitten. Der Verewigte war für tapferes Verhalten vor dem Feinde durch Verleihung dcr Silbernen Tapferteil omedaille 1. Kl., des Eisernen Vcrdienstlreuzcö mit der Krone, dcr Bronzenen Tapferlcitsmcdaille und des Sig» »um laudis ausgezeichnet worden. Am 2. Oktober folgte dem Vater sein fünf Wochen alter Sohn in den Tod. Die ^ttin des verblichenen Offiziers, die Lehrerin Marie Dolenc, nahm sich die schtoercn Schicksalsschlägc derart zu Herzen, daß sie am 20. d. M. ihren seelischen und lörper. lichen beiden crlap. — lFestsehung von Höchstpreisen für Himbeerrohsaft und Himbeersaft.) Mil ciuer am ^ü. d. M. verlaulbarlcn ^ermdnlmq des Amtes für Vollsernahrunsi wurden stir den Verlaus von Himbeersaft durch ^rzcuqcr, wroh. Händler und Kleinhändler Höchstpreise fcstgeseht. Hienach wird sich dcr Preis beim Verlaufe von Himbeersast im Hlcinl)ciudl>l, das heißt, wenn Mcuyen bis zu zehn Kiii). cMmm an den Verbraucher verkauft werden, siir ein Kilogramm ans N K ^0 li stellen. Dieser Preis qill ohne Rücksicht auf die Provenienz der Ware Gleichzeitig wlirdrn Höchstpreise für den Verkauf von Himbeerrlih» saft durch die Erzeuger bestimmt. — sAncrlcnnung für die Leistungen der Post» und Telegraphenanstalt im Kriege.j Die gewaltigen ^i-stungeu, die notwendig waren, nm den Telegraphen, das Telephon und die Feldpost aus den verhältnismäßig be. scheidenen Ansängen zu Beginn des Krieges bis zur ge> genwärligen Organisation und zur Höchstleistung im Hinterlande, in den Armcebereichen i,:id in den ollii' pievtcn Provinzen zu entwickeln, haben dem Armecobcr-lommando die Veranlassung geboten, in uneingeschräl.t. ter Anerlclinung der Unsumme von miihevvllcr Arbeit, die im Laufe der Zeit bei Überwindung aller Schwierig» leiten bewältigt werden mußte, nm das angestrebte ,')iel und stets den vollsten Erfolg z«i erreichen, zu gedenken und den beteiligten Organen und Acliörden im Namen des Allerhöchsten Dienstes den wärmsten Danl uuszu» fprechen. — sSauerlrautabgabe.j Parteien mit den roten ^e-gilimationen ohne ^V erhalten heute i'.nchmillags in der Iosesilirche Sauerkraut in folgender Ordnung: von 2 bts 3 Uhr Nr. «s» 1—800, von 3 bis 4 Uhr Nr. 80i bis <',nm Ende. Parteien mit den roten Legitimationen ."V erhalten Sauertraut daselbst von 4 bis 5 Uhr. Ans jede Person enisällt ein Kilogramm zu 80 k. — ^Karten sür (.wember, jedesmal von 3 bis 5 Uhr nachmittags, in folgender Ordnung ausgegeben werden: siir Parteien im ersten Nrvtdezirle mit den Buchstaben ^, bis l< am 2. November, mit den Buchstaben 1. bis 2! am 3. November; für die Parteien im zweiten Bro!be> zirke mit den Buchstaben ^ bis X am 5. November. I. bis 5 am 6. November: fiir Parteien im dritten Brot-bezirke mit den Buchstaben ^ bis X am ?. November, ^ bis 7. am 8. November; fl'r Parteien im vierten Brot-bezirke mit den Buchstaben ^V bis X am 9. November, I> bis 7. am 10. November; fiir Partien im fünften Vrotbczirle mit den Buchstaben ^ bls X am 12. No» vember, I. bis 2 am 13. November; für Parteien im sechsten Brotbezirle mit den Buchstaben ^. bis X am 14. November, ^ bis 2 am 15. November; für Purteien im siebenten Brotbezirle mit den Buchstaben X bis X am 16. November, I. bis 2 am 17. November; für Par» teicn im achten Brotbezirle mit den Buchstaben ^. bis X am 19. November, I. bis 2 am 20. November; für Par-tcien im neunten Brotbezirke mit den Buchstaben .^ bis X am 21. November, I> bis 2 »im 22. November; für Parteien im zehnten Brotbezirl? mii den Buchstaben ^V bis X am 23. November, 1^ bis 2 am 24. November. Schwangere Mütter müssen eine Bestätigung vorlegen, wornach ihre Schwangerschaft schon über drei Monate dauert, während sich stillende Mütter ausweisen müssen, daß sie ihr Kind selbst stillen und daß dieses noch nicht zehn Monate alt ist. Hiesür genügt die Bestätigung eines Arztes oder einer beeideten Hebamme, weiters ein Auszug aus dem Tausbuche, daß das Kind noch nicht zehn Monate alt ist. Auch bei ttarten f:',r Kinder unter drei Jahren ist ein Taufbuchauszug ^orzuweifen. Verantwortlicher Redakteur- Anton Funtek. Mit l. November 19l? dsssinnt ein neues Abonnement aus die Üaibacker Teilung. Die Präilumerlltion«.Vedingunn,n bleiben unverändert und betragen: mit Polloersendung: 58? Laibach, abgeholt: qönzilihrig . . »v k — b ganzjährig . . 22 ll — d halbjährig . . I» » — » halbjährig . . >« » — , vierteljährig . 7 » «5» » vierteljährig . »»»<>, monatlich. . . » » »« » monatlich. . . < » »» » Für die Zustellung ins Haus für hiesig« Abonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Pränumellltionsbetrag für die 'Laib. Zeitung, stets rechtzeitig und m vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. MU^ Nie ps»numes»UH»»»elr»«e vollen pono»«l eu«t«nüel welllen. Jg. v. ßleinmayr k Fed. Damberg. Amtsblatt. 2908 Pr. VII 3/17-,. Erkenntnis Im Namen Seiner Majestät des Kaisers hat das t. l. «au^sgericht in Lailiacl» al5 Prcßa.'licht ans Antrag orr l. l. Staats-anwaltsä,n,'t zu Nrcht ertmuit: Der Inhalt drr in dcr Nummer 245 der ''' ,7"'b"ch M'cheiuendm periodischen Druck-' Nl)n,t «dlov«»^. vom 25 Oktober 1i1I7 auf der zwe.ttn Seite. Zweite Spalte, abucdnlctlc» Anmerkung d.r Ne.altion" beginnend u.it <(.em.. in-.U8ki.io . .. ,,.,d ,„^„ft „,it «j,. troli.t,, ()p, ,.,-.' des Abschnittes «Il^vixi^ ^rnmp.rilc n>. ^«rulcom. d.r ^iittrilunsscn r bestat.gt und ncmasz der ^ 36 uns, 37 c.^ Prchge,ches «mn 17, D^ml'er 1882. N.G l'ben'^'7 '^'^' ^'' Weue.l'e.dreitunq dov «eschta/b '" u'd ""f «ernichtnn, der mit Zerstör..,,« A"'^"'pl<"e derselben nnd ans merlung ellannt '^ beanstandet.-n '<>ln. Laibach, 2N. Oltoi'er ini?. 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Izdelovalci in kupèevalci raorajo izroèiti po predpisih tega ukaza svoje ostale zaloge predmetov, navedenih t ministrskem ukazu z dne 23. septembra 1916, drž. zak itev. 283. II. Vsi morajo oddati: A) Predmete, ki so docela ali po pretežnem delu iz bakra ali bakrenih zlitin, in sicer: 1. Vse vrete drogov in ceyi za držaje, obrambo, preproge, zastore, brisaèe in kopalne rute, okrasnih in drugaènih drogOT in cevi z nosili, drugimi pritrdili in obroèi Tied, iiadalje rocaje in držaje vsake vrste; 2. ploèevine za oblaganje oglor, robov, podnožij in druge take ploèevine, obeski in obkladi, zlasti obkladi kurilnih teles; 3. napisi imen, reklamni napisi, orijentacijski napisi (n. pr. z& nadatropja), izveßki (n. pr. brivski) in drugi napisi in table, emblemi, grbi, kovinske èrke in Stevilke nad 3 cm visoko, obeski 8 številkami nad 10 g posamezne tože za kljuèe in drugi obeski številk (n. pr. ob durih stanovanj in izb ali nad njimi); 4. okraski opreme, pritrdila, kakor: kroglje, gumbi, verige, obroèi za vrvice, klini, latve in dr.; 6. mreže, in sicer mreže za obrambo, OBtrgavanje, ograjanje, okrasne mrežo, v kolikor pod toèko 1 do 5 našteti predmeti niso nameäöeni na spomenikih (sohah, spo-minskih plošèab, nagrobnikih in dr.), nadalje na pohištvu, razBvetilih ali majbnih rabnih predmetib; nadalje 6. podstavki pred poèmi; 7. zvonovi s premerom do 25 cm, kraguljci in gongi; 8. priprosta orodja za pušenjo in pisalne garniture ter drugo priprosto galante-rijsko blago; 9. bedoje za cvetlice; 10. kavlji (obeSalniki), stojala in obešala za obleke, klobuke, palice, dežnike; 11. oprave za izložbe, kakor: stojala, opore, nosila, sine, podnožja itd., izvzom&i portalne obklade. B) Predmeti iz èistega niklja, z nikljem poploèene jeklene ploèevine ali alu-minija, in sicer: Vse hišno, kuharsko, kuhinjsko, mizno in namizno orodje, vštevši žlice, nože in vilice, nadalje posode za jedi in pijaèe, medenine in banje, zlaati tudi takozvano «pasarsko blago», izvzemši elektriène kuhalne aparate. III. Zabtevani niso predmeti, ki so: 1. le pomedoni, bakreni in ponikljani; 2. z bakrom ali bakrenimi zlitinami zgolj poploèeni; 3. iz bakra ali bakrenib zlitiu in z roko klepani, grarirani, cizelirani, gilo&irani, jedkani ali tauširani. Vsi lastniki se opozarjajo, da navedene predmete labko takoj oddajo pri sledeèih tTrdkab: 1. Fran Stuploa. 3. AloJsiJ Sainlk in 2. Sohnelder & Veroviek, 4. Stefan Nagy. Pripominja se, da se pri prostoroljni oddaji blago boljše in takoj plaèa in konèno, da se bo blago itak moralo enkrat oddati. Mestni magistrat ljut»ljairsl«:i, dne 24. oktobra 1917. Z. 15.860. ^^ " Enndmachnng. Im Sinne der Ministerialverordnung rom 25. Juni 1917, R. G. Bl. Nr. 271, sind folgende Metallgegcnständo abzuliefern: I. Erzeuger und Händler baben ihre restlichen Vorräte an den im § 1 der Mini-•tenalverordnuog vom 23. September 1915, R. G. Bl. Nr. 283, angeführten Gegenständen nach den Vorschriften der gegenwärtigen Verordnung abzuliefern. II. Alle müssen abgeben: A) Gegenstände, die ganz oder zum überwiegenden Teile aua Kupfer oder Kupferlegierungen bestehen, und zwar: 1. Allo Arten von Griff-, Schutz-, Teppich-, Vorhang-, Hand- und Badetuch, Zier-und sonstigen Stangen und Rohren samt Trägern, anderen Befestigungsmittoln und Ringen, ferner Handhaben und Griffe aller Art; 2. Eck-, Rand-, Sockel- und sonstige Belagbleche, Gehänge und Verkleidungen, insbesondere Heizkörperverklcidtingen; 3. Namens-, Reklam-, Orientierungs- (z. B. Stockwerks-), Aushäng- (z. B Barbier-) und sonstige Schilder und Tafeln, Embleme, Wappen, Metallbuchstaben und -Ziffern über 8 cm Höbe, Nummernschilder über 10 g Einzelgewicht zu Schlüsseln und sonstige Nummernschilder (z. B. an und Ober Wohnungs- und Zimmertüren); 4. Vereierujigen, Ausstattungen, Befestigungsmittel, wie: Kugeln, Knöpfe, Ketten, Schnurringe, Sprossen, Leisten u. dgl.; b. Gittw, wie: S«hut«-, Abstreif-, Einsaß-, Ziergitter, soweit die unter Punkt 1 bis 6 aufgezählten Gegenstände nicht an Denkmälern (Statuen, Gedenktafeln, Grabsteinen u. dgl.), ferner an Möbeln, Beleuchtungskörpern oder kleinen Gebrauchsgegenständen angebracht sind; lerner 6. Ofenvorlagen; 7. Glocken mit einem Durchmesser bis zu 26 cm, Schellen und Gongs; 8. einfache Rauchgeräte und Schreibgarnituren sowie andere einfache Galanteriewaren ; 9. Blumenkübel; 10. Haken (Aufhänger), Stander und Rechen für Kleider, Hüte, Stöcke, Scbirme; 11. Schaufenstereinrichtungen, wio: Ständer, Stützen, Träger, Schienen Fußstützen «tw., mit Ausnahme der Portalverkloidungen. B) Gegenfltiinde aus Reiunickel, nickelplattiertem Steinblech oder Aluminium, and zww: Alle Haus-, Koch-, Küchen-, Tisch- und Tafelgeräte, einschließlich Bestecke, ferner Kß- und Trinkgeschirre, Becken und Wanuen, insbesondere auch die sogenannte «Gürtlerware» mit Auanahme dor elektrischen Kochapparate. III. Nicht in Anspruch genommen sind Gegenstände, die 1. bloß vermessingt, verkupfert oder vernickelt sind, 2. mit Kupfer oder Kupferlegierungen lediglich plattiert sind, 3 aus Kupfer oder Kupferlegierungen bestehen und von Hand getrieben, graviert, »seliert, guillochiert, geätzt oder tanschiort sind. Alle Besitzer werden aufmerksam gemacht, daß sie die angeführten Gegenstände BOgleich bei den folgenden Firmen abgeben können: 1. Franz Btuploa, 3. Alois Sninik und 2. Bohnelder * Veroviek, 4. Stefan Nagy. Es wird bemerkt, daß der freibändige Verkauf dem Besitzer günstigere Ver-fftttnagsprei«e und sofortige Barzahlung sichert und daß schließlich alle Gegenstände einmal abgeliefert werden müssen. St»