Nl. l78. Samstag, 6. August 1892. 111. IllhlMg. OaibacherO Zeitung. l°nMrIa n 11 ?" ^. ^< Post verse u bung: ganzMr«g ft, l5, halbMrlg fi, 7 k«. Im Comptoir: ^ Die .Lalbach« «eltung» erscheint tigllch. mit «ulnahme der Vonn. und Feiertage, Die «b»t»i«rr»tt«> ll«ne ^n!eV,'.^ , , ^'" 3 ^ ü<», ssür ble Zustcll»»«, in« hau« a<,»jjähr!g fi. 1. - Insertlonsgebür: Für I befindet slch «re!»plah Nr, «, die Mednctto» Hcrrengasse Ni, 8, Eprechftunden ber «eb°ct!°n tilgllch von l»o zu 4 ^ileii i!5 lr., grühere per Zcile « lr,: be! oftercn Wiederholliügen per Zcile » lr, ? <» bl« !» Uhr vormittag» — UnfranNertc Vrlese werben nicht angenommen und Vlanuscripte nicht ,urü««esteU», Amtlicher Hheil. M-^/ ""b k. Apostolische Majestät haben mit "uerhochstrr Entschließung von. 23. Inli d. I. dem stanl Ü? bes Wiener Handelsgerichtes im Ruhe-^ Thaddäus Freiherrn von Merkl anlässlich des V .^hebling von der Function als Ersatzmann Ork ^Aerichtcs das Comthnrkrcuz des Franz-Joseph-"loens allergnädigst zu verleihen geruht. z»m>A- k' und k. Apostolische Majestät haben mit """höchster Entschließung vom I. Angust d. I. dem unk 3!"ster des Cistercirnser-Stiftes Heiligenkreuz! Gs . ""de und das mich jetzt noch vor Auf-^Ung zetern lässt. "einen N^ "bgereist mit dem Herzen voll Hoffnung, Wichten ^"m5" buchen """ unser Häuschen ein-Nöchia ,' ^ !. "llllcver angekommen, halte ich nicht die G' ?.^ ^" ^ z" fl'agen, das Schloss beherrscht falls un^ V ^ glaube, es ist gothisch, sehr schön jeden-erwarter. ^ ""^ "esigen Park ulngeb'n. Niemand N'ir dal/"^ ö" meiner Ueberraschuug, aber ich dachte "einen A«""" ""ch vergessen hätte. Ich lasse also au. mit dp,, !,"" V°Mof und gehe nach dem Park HM tr^. V" das Häuscheu sucheud, das die Iu-"icht A' /Wohnung des Verwalters.» Ich sah es "^'ch.sollte es nie sehen, und iH lü./'^ "ir einen kürzeren Weg durch den Park 'H "ein Ä^'^""' A"l der Höhe augelangt, stellte '""chen al« -^ !^ "'eder, um eiu wenig Toilette zu henkten t>'/l "neu Herrn von militärischem Ausseheu an der S.? ^ ^" kommen sah, einen schöllen Huud "u vortt^ -^ ""l rasch iu Orduung: als er an "°erg,eng, zog ich den Hut. Aber er fragte mich: «Wer sind Sie?' — «Ich bin Mathias,» er-widerte ich, «und will hier einen Verwalterposten einnehmen, für dcn man mich engagiert hat.» — «Ja, richtig!» sagte er und schien sich zu eriunern, und da er nichts hinzufügte, fragte ich wieder: «Darf auch ich wissen, mit wem ich die Ehre habe?» — «Ich bin der Graf von Millever,» erwiderte er kurz. Ich grüßte ehrfurchtsvoll. Nach einer Pause begaun er rasch sprechend: «Zu meinem lebhaften Bedauern muss ich unseren Vertrag wieder auflösen. Morgen wird das Schloss Millever verkauft.» Er nahm ein Portefeuille aus seiner Tasche und entnahm daraus zwei Tausend-Francs-Billets. «Bitte.» sagte er, «die Hälfte des versprochenen Gehalts zu acceptieren, und geben Sie mir dafür das Recht, mein Wort zurückzunehmen.» Mein erstes Gefühl war, das Geld zurückzuweisen. Aber ich dachte an unseren kleinen armen Haushalt und so ließ ich mir unter der Betheuerung: «Das ist zu viel, Herr Graf, zu viel!» das Geld in die Hand drücken. Er steckte langsam sein, Portefeuille ein, dann sagte er plötzlich: «Mein Herr, ich habe die Ehre, Sie um die Erfüllung einer Cavalierspflicht zu bitten.» — «Wenn ich auch nicht weiß, uiu was es sich haudelt,» erwiderte ich, «so zähle» Sie doch auf meine Vereit-fchaft.» Er sah mir in die Augen. «Ich brauche Sie iu einem Ehrenhandel.» Ich verbeugte mich sehr verwirrt und sagte: «Jawohl, Herr Graf.» Ich war ganz außer mir, Sofie; aber nach dein Vorausgegangenen wagte ich nicht nein zu sagcu. «Komim'!, Sie mit »mr.» fuhr er fort. Ich begleitete ihn. Er war sehr bleM) uud athmete schwer. Wir gienge.,. ohne "n Wo^t zu sprechen. Nach zwei oder drei Windungen eines Nlcs- weges sagte er: «Warten wir hier,» und zeigte mit der Hand auf eine Bank. Er fetzte sich schweigend nieder, ich daneben. Nun nahm er den Kopf zwischen die beiden Hände und stützte die Ellbogen auf die Knie; ich glaube, er weinte. Der große Hund streckte sich ganz traurig zu seinen Füßen nieder. «Also Sie wollen,» fragte ich nach einer langen Paufe, um doch etwas zu reden, «dies schöne Gut verkaufen, Herr Graf?» .. . Er antwortete nicht. Ich stellte noch eine Frage, auf die er ebenfowenig antwortete. Ich schwieg dann auch. Wir saßen etwa eine Viertelstunde, als er sich plötzlich erhob. «Kommt man nicht?» fragte er mich. «Ich glaube, ich hörte auch Schritte.» — «Auf! also.» Er führte mich vorwärts. Vor uns lag eine dunkle Allee. Zwei Menschen erschienen dort. Ich unterschied erst einen alten Wächter, dann einen jungen, sehr ele« ganten Menschen, der vorangieng. Er schritt singend dahin, die Luft mit feinem Stöckchen peitschend. Als er uns wahrnahm, gieng er rascher. Auf Vüchs^u s-wcite herangekommn, rief er: «Roland, dem Wacht" sich noch mchr! und a^s er uns ermcht hatte^fragte fr: wandte sich der Ua? '".d zu mir und sagte: -Me.ne ^.ren ich bitt? sich einen Moment abseits zu halten.» 3e. Wächter führte mich einige Schritte Wetter m eme Seitenallce. Wir waren kaum dort, als ich chn sich bücken m,d aus dem Gehölz zwei Degen ohne Knöpse ziehen sah. 'Sie wollen sich schlagen?» stagte ich. «Ja!» - «Warum?» — «Ich weih es nicht,» an> wortete er trocken. Die Bäume verbargen uns die bei» Llllbacher Zeiwng Nr. 173. 1532 6. August I8s2. und 8»Iiey!ieum, Alaun u. s. w. stehen an Wirksam- ^ keit nach. Dagegen ist es nützlich, den Mageninhalt durch Darreichung von Salzsäure anzusäuren. Dass alles von dem Kraulen genossene Wasser abgekocht sein muss, ist selbstverständlich. Außerdem ist als Getränk guter Rothwein oder Cognac. Rum, Arrak mit abgekochtem Wasser gestattet. Wenn Erbrechen oder Brechneigung besteht, können auch kohlensänrehaltige (nicht alkalische) Wässer gereicht werden. Ueber die Anwendung des Calomel iu diesem Stadium der Prämonitorischen Diarrhöen gehen die Anschauungen der Beobachter auseinander — jedenfalls dürfte diese Therapie nur in den ersten Anfängen des Processes wirksam sein können. Die Anwendung hydria-tischer Proceduren in diesem ersten Krankheitsstadium betreffend, wäre zu sagen, dass die Anwendung einer energisch und sachverständig ausgeführten kalten Abreibung, bevor nian den Kranken in das Bett bringt und warm zudeckt, sich nützlich erweisen kann. Die Erscheinungen des ausgebildeten Cholera-Anfalles werden einmal durch die Anwesenheit und Vermehrung der Bacillen im Darme und durch die Einwirkung derselben auf den Darm selbst veranlasst, zweitens durch die Bildung eines chemischen Choleragiftes, das in die allgemeine Circulation aufgenommen wird, drittens durch die Consequenzen der Bluteindickung infolge der profusen wässerigen Entleerungen durch Erbrechen und Diarrhöe. Um der ersten Indication, der Beschränkung der Bacillenvermehrung im Darmcanal, zu genügen, müsste man entweder den Nährboden für die Bacillen ungünstig gestalten oder Substanzen in den Darmcanal einführen, welche die Bacillen, ohne Nachtheil für den Träger derselben, unschädlich machen. Ersteres ist kaum durchführbar, und wahrhaft zuverlässige Mittel zum letzteren Zwecke sind bis heute nicht bekannt. Vielerlei ist versucht worden, alle Versuche haben jedoch bis jetzt nur mangelhafte Resultate gegeben. Relativ am besten begründet ist noch die von verschiedenen Beobachtern, insbesondere von Cantani, gegebene Empfehlung von Eingießungen einer Tannin-lösung in den Darm — Tannin-Enteroklyse. Zur Ausführung nimmt man '/.2 bis 2 Liter früher gekochten, aus 39" bis 40" Celsins temperierten Wassers, in welchem 15 bis 20 Gramm ^c>6um lannjsmm gelöst wurden, und lässt diese Flüssigkeitsmenge mit Hoch-Irrigation per reotum einstießen. Am wirksamsten erwiesen sich die Eingießungen im sogenannten prämo-nitorischen Stadium; sie sind, wie schon oben gesagt, zu diesem Zeitpunkte neben den anderen genannten therapeutischen Mahnahmen anzuwenden. Aber auch bei bereits entwickeltem ^ta^ium algiäum sind diese Enteroklysmen vielleicht von Nutze», da das eingeführte Wasser aus dem Darme zur Resorption gelangen kann. Im übrigen ist es denkbar, dass die Tanninlösung auf die Entwicklnng der Eommabacillen selbst hemmend einwirkt. Ihre Verwendung hat anch noch den entschiedenen Vortheil, dass man dabei keinerlei Giftwir-ßungen zu besorgen hat. Um der zweiten Indication, das ist der Unschädlichmachung nnd möglichst raschen Ausscheidung des chemischen Cholcragiftes aus dem Blute, zu entsprechen, besitzen wir noch kein directes Mittel; es scheint anch diesem Zwecke die heiße Tannin-Enteroklyse noch am besten zu entsprechen. Zur Erfüllung der dritten Indication, nämlich der Aufgabe, die Vluteindickung zu vermindern, dem Stocken des Kreislaufes vorzubeugen nnd die entstandenen Circulationsstörungen mit ihren Folgen zu beseitigen, dienen neben der Enteroklyse noch andere Verfahren — die Hypodermoklyse (Einspritzungen unter die Haut) und die intravenösen Infusionen (Einspritzungen in die Venen). Diese beiden Verfahren finden mit dem Beginn des klaäium »IMum oder N!^Uc:um des Cholera-Anfalles ihre Indication. Man soll mit deren Anwendung nicht zögern. Die Flüssigkeit zur Hypodermoklyse (subcutanen Infusion) wird in folgender Were hergestellt: In zwei Litern destillierten und sterilisierten (in einem durch eine halbe Stunde in einem mit Wattepropf verschlossenen Kolben gekochten) Wassers werden sechs Gramm l^Urium c:ai>-komum und acht Gramm Xalrium oliwl-alum gelöst und auf 40 Grad Celsius erwärmt gehalten. Zur snb-cutanen Infusion dient am besten eine mit mehreren seitlichen Oeffnungen versehene Hohlnadel mit einem Lumen von i'/v bis 2 Millimeter, die durch einen kurzen Gummischlauch mit einer Burette verbunden ist. Zum Verschlüsse des Schlauches dient ein Quetschhahn. Der ganze Apparat wird vor seiner Verwendung mit fünf Procent Carbollösung oder in kochendem Wasser aseptisch gemacht. Dann wird eine Hanptpartie am Abdomen des Kranken zuerst mit ^elkm' ^ullui-icun, dann mit 2 "/«<. Snblimatlösung gewaschen und an dieser Stelle die Hohlnadel des zuvor ganz gefüllten Apparates in das Unterhautzellgewebe eingeführt. Die Flüssigkeit fließt rasch ab. Es muss deshalb für fortlaufendes Nachfüllen der Burette Sorge getragen sein, und es gelingt leicht im Verlaufe von '/. bis V« Stunde selbst größere, bis 1'/, Liter betragende Mengen von alkalischer Kochsalzlösung in das Unterhautzellgewebe zu bringen, wo sie rasch zur Resorption gelangen, eventuell, wenn eine Aenle in der Umgebung der Injectionsstelle sich gebildet haben sollte, durch Massage vertheilt werden. Sollte die Hant des Abdomen sich aus irgend einem Grunde zur subcutauen Infusion nicht eignen, kann die Oberschenkel- oder die Interscapulargegend diesem Zwecke dienen. Von der Halsgegend ist jedenfalls wegen der Gefahr eines Glottisödems abznsehen. In der Regel wird »nan bei schweren Cholera-Anfällen die Hypodermoklyse zn wiederholen gezwungen sein; es kann dies in ganz kurzen Zeitintervallen geschehen, nnr ist jedesmal eine andere Einstichstelle zn wählen. Der Erfolg dieses Verfahrens, der in einem Wiedereintreten befseren Hautturgors, Wiedertastbarwerden des früher fehlenden Pulses, Wiedcr-eintreten der Harnsecretion, Besserung des subjectiven Befindens des Patienten bestehen kann, tritt mitunter schon nach der ersten subcutanen Infusion, meist erst nach der zweiten und dritten ein, ist leider häufig ein vorübergehender. In einem solchen Falle greife man zur intravenösen Infusion einer physiologischen Kochsalzlösung, ein Verfahren, das übrigens von Anfang an an Stelle der Hypodermoklyse Verwendung finden kann. Die znr Infusion gelaugende Flüssigkeit ist entweder die oben angegebene physiologische Kochsalzlösung oder nach Hagem von folgender Zusammensetzung: ^ Glascanüle armiert wird, die in eine der Brachial^ eingebunden wird. Wichtig ist: Verhütnug von UI^ eintritt in die Venen, aseptisches Verhalten der ^ rationswunde nnd des Apparats, Die Flüssigkeit M» unter geringem Drucke außerordentlich rasch ein l einer Viertelstunde 2 bis 2'/, Liter) und der ^, obachter kann die Effecte der Transfusiou noch waP"" des Einfließens der Lösnng, also unmittelbar NM nehmen. Das Bewusstsein kehrt zurück, die Contracts' lassen nach, es tritt subjcctives Wohlbefinden ein. ° Cyanose wird ermäßigt, der Puls wird wieder tasM' die Temperatnr an den periphcren Theilen ste^' ^ bestehende Amme wird in der Regel nicht s^ ^« seitigt, der Harn erscheint erst nach vielen S^M wieder. ^ Leider sind auch bei diesem Verfahren die MW sehr häufig nur vorübergehende. Als eine 9Wl^ die Verwendung der beiden jetzt beschriebenen VerM sei der Satz hingestellt, dass man damit nicht zu «M habe, bis das Alaclium »Ißicwm vollkommen zur ^, Wicklung gelangt ist, sondern dass schon die erstens zeichen des Eintretens desselben die Indication E, Selbstverständlich ist es, dass nebenbei von den b^' geübten symptomatischen Verfahren Gebrauch EU werden mnss. Innerlich Eisstückchen, in Eis M^ Champagner, Vrausemischungen, schwere Weine . Zusatz von zehn bis zwanzig Tropfen Aether, ^^ , Cognac. Snbcutane Injection von 01. enmpnoi'?^ ciampkol-as 10, 01. amv^al. äulc. 9'0, 8. elN° zwei Spritzen subcutan. Ferner warme Bäder, U energische und lange fortgesetzte Frottierungen n"H rituöseu Substanzen oder mit in Eiswasser getaut Comftressen, fortgesetztes Erwärmen der Extrem^. Bein, Bestehen sehr schmerzhafter Muskelkram! ist eine Morphin-Injection zn empfehlen. Für die Handlung des Choleratyphoides mit seinem weM^ ans urämischen und septischen Componenten besten Krankheitsbilde lassen sich keine allgemeinen VorAW geben. Man mnss die Beseitigung der schweren N«^ Affection mit ihren Folgen und vor allem die nährnng des Kranken im Auge behalten. ^^^ Politische Ueberficht. ^ (Dem österreichischen Katholikentag der sich nächste Woche in Linz versammelt, w"d H„ eine Resolution wcgm Einführung der confesp^ ^, Schule vorliegen, welche der Rei'chsraths-AUoll" Dr. von Fuchs als Referent vertreten wird. ^jn (Ans Böhmen.) Der jungczechische ^ wnrde von der Statthalterei ill,^, aufgelöst Dieser Verein hielt in letzter Zeit zw" ^s sannnlungen ab, deren eine anfgelöst, während ^.§ anderen eine beantragte Resolution vom RegM Vertreter inhibiert wnrde. V'' (Vom Fiumaner Gerichtshofe) ^ Advocate» in Fiume richteten an den ungarischen ^' ^ minister eine Eingabe, worin crsncht wird, b'e ?.«z» der Richter beim dortigen Gerichtshofe auf N^ h?l erhöhen, da cs bei der jetzigen geringen ^^ >" Richter gänzlich nmnöglich sei, das Actenmaten bewältigen. ^^ den, aber der Wind trug uns Theile eines Gespräches zu, das mit wüthenden, aber verhaltenen Stimmen geführt wurde. Bald sprach uur eine einzelne Stimme. Ich erkannte die des Grafen. «Wie ein ehrloser Wicht, mein Herr, wie ein Wicht!» rief er voll Wuth. Das war alles. Man rief nns. Der Graf sprach leise zu seinem Diener. Dieser gab mir ein Zeichen zn komlnen und sagte dann, den jungen Mann grüßend: «Herr Vicomete, gestatten Sie mir, Ihnen Herrn Mathias, Ihren Zeugen, wenn es gefällig ist, vorzustellen.» Ich verneigte mich tief. Du weißt, Sofie, wie verwirrt ich immer bin, wenn mir was Ungewöhnliches passiert. Du kannst dir denken, wie mir also jetzt zumnthe war. Unterdes hatten die beiden Gegner die Kleider abgeworfen. Der Wächter gab beiden die Degen und sagte dann: «Los!» Anfangs wechselten sie nur selten und kaltblütig ihre Stöße; bald aber wnrden sie hitziger, sie fuhren auf einander los, dass die Funken stoben und man glauben konnte, es seien zehn Klingen in der Luft. Plötzlich sah ich die Klinge des Grafen auf der Brust des Gegners. Sie bog und drehte sich ein wenig, dann drang ste ein bis zum Griff. Der andere schrie auf, schlug mit den Armen um sich, ließ die Waffte falleu, schwankte und stürzte nieder. Der Fall »nachte den Degen des Grafen frei; cr betrachtete ihn einen Moment, wie er ganz blutüberströmt war, dann warf er ihn mit einer Gebcrde des Abscheus weit weg. Wir waren auf den Verwundeten zugeeilt. «Tödlich?» fragte der Graf nach einer Weile dumpf. Der Wächter betrachtete noch immer die Wunde, aus der das Blut in Strömen floss. «Tödlich?» fragte er von neuem. Der Wächter nickte bejahend. Ich war bei dem Verwundeten niedergekniet; plötzlich fühlte ich mich gestoßen; es war der Hund, der sich ans das rauchende Vlnt gestürzt hatte; er leckte eiu-, zweimal, aber fast im Moment flog er heulend zehn Schritte weit; der Graf hatte ihm mit einem Fluch einen Tritt versetzt, dass er fast liegen blieb. Derweil hielt sich der Sterbende mit beiden Händel» die Brust, wie um leichter zu Athem zu gelangen, er warf sich nieder und versuchte sich wieder aufzurichten. Bald aber brach er zusammen und rollte auf die Erde wie eine schwere Masse. Der Wächter sagte: «Es ist ans.» «Hubert, bring' den Leichnam in den Pavillon», sagte endlich der Graf, und dann zu mir gewandt; «Helfen Sie ihm, mein Herr, ich bitte.» Wir nahmen den armen jungen Mann und trugen ihn weg. Ich selbst konnte mich kaum auf den Beinen erhalten, fo erfchütterte es mich, einen jungen, schönen Mann hier todt vor mir zu sehen. Es war dnnkel im Pavillon, die Läden waren geschlossen. Der Graf zündete Kerzen an; dann wies er auf einen tiefen Divan, anf welchen wir den Todten legten. Als wir ihn dahin gelegt hatten, klopfte mir der Graf auf die Schulter. «Ich bin kein Mörder,» sagte er mir. «Dieser Mensch hat mich tödlich beleidigt. . . Ich danke Ihnen. Sie werden, vermuthe ich, Ihren Weg wiederfinden... Gehen Sie nur gradaus bergab.» Er drückte mir die Hand und gieng mit dem Wächter weg. Ich sah sie eilends ihres Weges gehen. Ich blieb allein. Meine Gedanken verwirrten sich; meine Füße versagten mir den Dienst; es war mir unmöglich, auch nnr noch einen Schritt zn thun; ich ließ mich anf die Bank fallen, auf der wir vorher gefessen hatten, und verlor das Bewusstsein. Die Nacht war gekommen, als mich ^ ^ ^ rausch aus meiner Betänbung weckte. Der SA«yl>6 Allee knirschte unter verstohlenen Schritten. iVOl< kam eine junge Fran an mir vorüber wie e"> ^ scheinung; sie gieng rasch nach dem Pavillon A' ^ wollte rnfen: «Gehen Sie nicht hinein!» ^f hie hatte nicht die Kraft. Sie stieß die Thür o"'^ ich kreifchen hörte, und sagte mit halblauter 6" ^ «Georg, bist du da?» Beinahe im selben Mme". ^ ertönte ein Schrei, ein fürchterlicher Schrei du " Nacht. 5. del Mich erfasste eine Angst, als ob ich se^F Mörder gewesen wäre; ich stürzte den Berg lM° F, Bnsch und Hecken; der Schrei verfolgte «ncy ^ fort. Als ich an das Schlossthor kam, krenzw ^, Reiter im Galopp meinen Weg. Es war ^. ^>i nnd sein Diener. Ich gieng wie ein Trume" B nächsten Herberge, wo ich mich krank vor ""> niederlegte. ^ »el T)a hast du, Sofie, das schreckliche D"^ ^ dem ich zngegen war. Wenn ich nnr mcht .^ c»" Instiz noch Unannehmlichkeiten bekomme, we>l.^e^ Pflicht erfüllt habe, der sich — wie der Gras'"" kein Cavalier nicht entziehen darf. ^""". Ich wäre fchon zn dir geeilt, liebe F""^r B' bei dir von all der Anfregung zu erholen, a ,^ ve hat mir mitgetheilt, dass zwei Stnnden von "«. B den d'Wl der alte Verwalter soeben gestorben .^ F eile dorthin, meine Dienste anznbieten. We"" P' angenommen werde. Anf baldiacs Wiederjey' Fran! Dein zärtlich liebender Gatte ^i^ Joses Ma") «Und die Geliebte empfieng den Treulosen mit klopfendem Besen.» Local- und Provinzial-Nachrichten. * (Laibacher Gemeinderath.) In der gestrigen öffentlichen Sitzung des Laibacher Gemeinderathes stand als einziger Berathungsgegenstand auf der Tagesordnung der Bericht der Personal- und Rechtssection über den Recurs gegen den Erlass des k. l. Landespräsidiums vom 24. Juli d. I., womit bekanntlich die Vollziehung des gemeinderäthlichen Beschlusses inbetreff der Bezeichnung der Gassen, Straßen und Plätze der Stadt Laibach nut Aufschriftstafeln nur in slovenischer Sprache untersagt wird. Als Referent fungierte Gemeinderath Dr. I. Tavcar, welcher nach lurzer Motivierung des Recurses den Entwurf desselben zur Verlesung brachte. Der Recurs an das k. l. Ministerium des Innern wurde sodann einstimmig beschlossen und der Stadt» magistral beauftragt, das diesfalls Erforderliche zu veranlassen. Erwähnenswert ist, dass nur 17 Gemeinderäthe an der Sitzung lheilnahmen und dass die Neschlussfähig-keit erst dadurch erzielt wurde, dass die Magistralsdier.er einige säumige Gemeinderäthe herbeiholten. — (Resorm der Gütertarife der Süd-bahn.) Wie bekannt, hat vor kurzem die Südbahn seitens des Handelsministeriums die Aufforderung erhalten, ihren seit 1676 bestehenden Gütertarif gemäß den jetzt bei allen übrigen österreichischen Bahnen bestehenden Bestimmungen abzuändern, Man hat irrthümlich gemeint, dass es sich hiebei um eine Reform der Tarifsätze nach dem Bareme der österreichischen Staatsbahnen handelt. Dies ist nun durchaus nicht der Fall. Die gewünschte Reform bezieht sich nur auf den Theil I der Tarife, nämlich die Classification der zunl Versandt gebrachten Frachtgüter, Der jetzige Südbahntarif besitzt eine ganz aparte Classification einiger Waren, welche nunmehr in der Weise abgeändert werden soll, dass dieselben Classen ^, U und (^' und Ausnahmetarife eingeführt werden sollen, wie dies bei den übrigen österreichischen Eisenbahnen der Fall ist. Hiedurch wird eine Menge von Anstanden beseitigt, welche dem verfrachtenden Publicum oft recht unliebsam und störend sich fühlbar machten. Die gewünschte Reform, welche der Südbahn-Gefellschaft nunmehr viel Arbeit aufbürdet, ,mrd Massification der Wareng, ter . Aussicht ,tch. ^ ^ ..„,)^ 5' Ur ache Klagen, lass insbesondere die 3^.älermm aus Unkenntnis der materiellen und M-m^ll n Bestimmungen in Bezug auf die Erlangung der leitlichcn Steuerfreiheit für Neu-, Zu- und Umbauten ! nicht uur oft der Wohlthat des Gesetzes nicht theilhaftig wird, sondern nachträglich zu der Steuer sür mehrere Jahre und auch zu Strasbetrügen herangezogen wird, hat !das Finanzministerium mit Erlast vom 2. Juli Nach« Jfoibadjtr Ifituny fir. 178 1534 6. August lllS^ stehendes verordnet: 1.) Das bezügliche Ansuchen kann nicht bloß schriftlich, sondern auch mündlich zu Protokoll gegeben werden. 2.) Die Protokollaufnahme kann nicht bloß bei der Steuerbehörde erster Instanz, sondern auch bei den Steuerämtern erfolgen. Im letzteren Falle hat das Steueramt das Protokoll unverweilt der Steuerbehörde erster Instanz vorzulegen. 3.) Die Gemeindevorstände sind in Vezug auf das Ansuchen um zeitliche Steuerfreiheit als Bevollmächtigte der Vau - Unternehmer zu behandeln — (Die freiwillige Feuerwehr zu Weißenfels) veranstaltet am 7. August in Stückt zu Weißenfels ihr Gründungsfest in Verbindung mit einer Tombola. Zur Verlosung gelangen zahlreiche wertvolle Gewinste, und sind sämmtliche Gegenstände Spenden von Feuerwehrfreunden, Programm: Vormittags 10 Uhr Beginn des Bestkegelscheibens, eventuell gemeinsamer Spaziergang zu den Seen. Hierauf Mittagsessen in der Werks-restauration. Nachmittags 2 Uhr: Sacklaufen und um 3 Uhr: Beginn der Tombola. Der feierliche Empfang der Gäste findet am Bahnhofe Ratschach-Weißenfels vor- und nachmittags statt. Die Musik besorgt die Kapelle der freiwilligen Feuerwehr von Assling. Das Reinerträgnis ist der neu errichteten freiwilligen Feuerwehr zu Weißenfels gewidmet. — (Himmelserscheinungen im August.) Im Monate August sind in Mitteleuropa folgende Erscheinungen wahrzunehmen: Die Sichtbarkeit der Venus als Morgenstern nimmt zu und beträgt gegen Ende des Monates über drei Stunden; um den 18. hat dieselbe ihren größten Glanz. Mars im Sternbilde des Steinbockes ist am südlichen Himmel die ganze Nacht hindurch sichtbar. Jupiter im Sternbilde der Fische geht mehrere Stunden vor Mitternacht auf und erreicht gegen Morgen den Meridian. Saturn verschwindet zu Anfang diefes Monates ganz in den Sonnenstrahlen. Vollmond und Neumond finden am 8., beziehungsweise am 22. statt. — (Rennplatz in Trieft.) In Trieft wird am 4. September d. I. ein neuer Rennplatz in Oesterreich eröffnet werden, der in Vezug auf feine Lage kaum durch einen zweiten übertroffen wird. Auf dem Monte Bello ganz nahe bei Trieft gelegen, bietet er einen Rundblick über die Stadt, die Ndria und weiterhin über die schneebedeckten Gipfel der Alpen. Dabei find alle Einrichtungen auf das beste getroffen. Die Tribünen erheben sich auf terrassenförmigem Terrain, und die Natur hat den schönsten Vollsraum amphitheatralisch aufgebaut. Das Geläuf ist ein ganz vorzügliches, und 20 Boxes befinden sich in einem Stalle dicht am Rennplätze. — (VomsüdösterreichischenTurngaue.) Das Bezirks - Gruppenturnen der Bezirke VIII, IX, X und XI, zu welchen die Vereine Laibach, Gottschee, Trieft, CM, Leibnitz, Mureck, Marburg. Pettau, Radkersburg, Straden und Windisch-Feistritz gehören, findet am 14. August in Marburg statt und umfafst in feiner Ordnung vormittags das Einzel- Wetturnen und nachmittags das Gruppenturnen, getheilt in gemeinschaftliche Freiübungen und Geräthübungen der Riegen einzelner Vereine. Der Laibacher deutsche Turnverein entsendet zu diesem rein turnerischen Feste eine Abordnung von 25 Mann, und werden die Vorbereitungen zum friedlichen Wettlampfe am Turnplatze steißig betrieben. Am gleichen Tage feiert der Marburger Turnverein fein dreißigjähriges Gründungsfest, und findet dieses durch eine am Abend abzuhaltende Festversammlung seinen Ausdruck. — (Für Cigarretten rauche r.) Ein Wiener Blatt hat vor einigen Tagen gemeldet, die Regierung plane zur theilweiseu Deckung der Kosten der Valuta-Regulierung eine Erhöhung der Einnahmen des Tabak-Monopols in der Art, dass künftig kein Cigarrettentabak mehr produciert, sondern nur fertige Cigarretten und an Tabak nur Rauchtabak für Pfeifen erzeugt und verkauft werden soll. Dazu bemerkt die «Presse»: «Wir sind von competenter Seite ermächtigt zu erklären, dass diese Nachricht von Anfang bis zu Ende erfunden ist und dass im Finanzministerium ein ähnlicher Gedanke nicht angeregt, geschweige denn in Erwägung gezogen worden ist.» — (Unglücksfall.) Am 1. d.M. stürzte der Grundbesitzer Johann Dernovset von Kotredesch, als er mit Streusammeln beschäftigt war, von einem Vuchen-baume auf das abgehauene Geäste und erlitt hiebei derartige Beschädigungen, dass er am folgenden Tage starb, Dernovsel war 3li Jahre alt und hinterlässt eine Witwe mit drei Kindern. — (Ringkämpfer.) Die Rissmann'schen kleinen Ringkämpfer in der «Tonhalle» üben große Anziehungskraft auf die Herzen unferer Kinderwelt aus. Wohl felten hat es ein Erzeugnis der Spielwaren-Industrie gegeben, welches das Interesse von groß und klein so zu fesseln vermag, wie diese kleinen Ringkämpfer. Unausgesetzt ringen beide Kerlchens miteinander, machen die tollsten Balgereien und Verrenkungen, bis endlich einer zu Boden geworfen wird; sofort beginnt aber der Kampf von neuem. Die Handhabung ist derart leicht, dass selbst das kleinste Kind dieselbe ohne jede Vorrichtung wo immer in Thätigkeit setzen kann. — (Katalog des Schulbücherverlages.) Am lü. Juli ist der neue Katalog des k. k. Schulbücherverlages in Wien ausgegeben worden. Im Verzeichnis sind die neuen Publicationen seit Juli 1891 aufgenommen, unter anderm einige Bücher für Blindenschulen. (Oesterreichische Dichter. Zusammengestellt vom Lehrkörper des t. k. Blinden-Erziehungs-Instituts in Wien.) Der Katalog umfafst den Volksschulbücherverlag (in elf Sprachen), Drucksorten. Lehrbücher für gewerbliche Lehranstalten und für Mittelschulen, ferner den Verlag der officiellen Publicationen. — (Eine Fahrt um die Erde,) Die Corvette «Saida» ist in der Ausrüstung begriffen, um eine auf zwei Jahre dauernde Erdumseglungsreise zu machen. Zum Commandanten wurde Fregattencapitäu Sachs, bis vor kurzem Flügeladjutant des Kaisers, bestimmt. Es heißt, dass auch Erzherzog Leopold Ferdinand diese Reise mitmachen werde. Die Abfahrt der «Taida» findet zwifchen dem 15. und 18. d. M. statt. — (Gemeindewahl in St. Martin.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde St, Martin im politischen Bezirke Laibach wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher Johann Kalis, Grund« und Gasthausbesiher in Untergamling, zu Ge-meinderäthen die Grundbesitzer Anton Ramoui in Ober-ftirnic. Matthäus Ieras in St. Martin, Johann IeZet in Vikerce, Josef Kozelj in Mittergamling und Johann Ousteriic in Tazen. — (Der Laibacher deutscheTurnverein) veranstaltet heute abends in der Glashalle des Casino unter Mitwirkung seiner Sängerrunde einen zwanglosen Unterhaltungsabend, zu welchem die Vereinsmitglieder und ihre Angehörigen sowie Freunde des Vereines freien Zutritt haben. Anfang um halb 9 Uhr. — (Der Rattenfänger von Cilli.) Der Stadtgemeinde Cilli wurde von einem Rattenfänger der Antrag gemacht, die Stadt für 600 fl. von der Rattenplage zu befreien. — (Militärisches.) Die Batterie-Division Nr. 5 hat ihre diesjährigen scharfen Schießübungen in Gurkfeld beendet und rückt am 8. d. M. wieder in Laibach ein. — (Perfonalnachricht.) Der hochw. Herr Ignaz Podobnik, Pfarrer in Preßer, wurde anläfslich seines 50jährigen Priesterjubiläums zum fürstbischöflichen geistlichen Rathe ernannt. — (Todesfall.) In Stein ist vorgestern nachmittags der k. k. Gerichtsadjunct i, R. Herr Georg Volcic im Alter von 87 Jahren gestorben. — (Die Citalnica in Nischoflack) veranstaltet morgen eine Unterhaltung. Anfang um 8 Uhr abends. Neueste Post. Driginal-Telegramme der „Laiba cher Zeitung". Wien, 5. August. Die «Wiener Zeitung» macht heute die amtliche Mittheilung von der mit kaiserlichem Handschreiben vom 29. v. M. dem Minister Grafen Kuenburg verliehenen Würde eines geheimen Rathes. Frankfurt a. M., 5. August. Die Strafkammer verurtheilte den Millionen-Defraudanten Jäger zu zehnjährigem. Hensel zu sechsjährigem und Ioseftne Motz zu dreijährigem Gefängnisse. Vogt wurde freigesprochen. Paris, 5. August. Die sanitäre Lage im Weichbilde der Stadt Paris bessert sich fortwährend, ausgenommen Argenteml, wo in der letzten Woche infolge choleraartiger Diarrhöe und typhösen Fiebers an ilX) Todesfälle vorkamen. Die Ertrankungen treffen zumeist schlecht genährte Arbeiter. London, 5i. August. Gladstone ist bereits mit der provisorischen Bildung des neuen Ministeriums beschäftigt. Es steht fest, dass er selber Premierminister, Lord Roseberry Minister des Auswärtigen, Harcourt Schatzkanzler und Morley Staatssecretär für Irland fein werden. London, 5. August. Reuters Office meldet in einem Telegramme aus Tanger: Aus Fez hier eingelaufene Nachrichten besagen, dass der Sultan nach der Abreise der englischen Mission eine aus acht Mitgliedern bestehende Specialcommission ernannt habe, welche sich unverzüglich nach Tanger begeben sollte, um die Unterhandlungen mit dem englischen Gesandten Sir Evan Smith wieder aufzunehmen. Der Sultan hätte sich jedoch durch europäische Rathgeber bewegen lassen, die Abreise der Delegierten aufzuschieben, bis der Cabmetswcchsel in England vollzogen sei. London, 5. August. Reuters Office meldet aus Simla vom Heutigen: Nach hier eingegangenen Depeschen seien afghanifche Stämme mit Chinesen und Russen am Alitschur-Flusse zusammengestoßen und sei eine Anzahl Kirgisen zu Gefangenen gemacht worden. Athen, 5,. August. Die Regierung hat eilf unabsetzbare Richter, deren Ernennung durch die beiden vorhergegangenen Regierungen auf ungefetzliche Weise erfolgt war, ihres Amtes enthoben, Trapczuut, 5. August. Die Cholera tritt hier nur mehr im Lazarcthe auf. Nis heute starben daselbst an Cholera 43 von 1022 Reisenden. Angekommene Fremde. Am 4. August. Hlltel Stadt Wien. Hartmann, Reis.; Knal, Privatier: W"' Unternehmer: Picha und Epstein. Ingenieure: 3EU Lederer und Linsenstätter, Kflte.; Nounland und Sedlal lKi»' Stefanovic von Ailvro, l. und I. Major, s. Zrau, M?' Slabur, Privatier, Patcrnion. — Vrusco, Privatier, «N^v — Vurgstaller, Bauführers Gattin, Radlersburg. - T", A retti, Advocat, Dalmatien. - Lent, Prag. ^ Klima», ^! sann. — Beer, Privatier, Klagenfurt, — Dr. Lcunomos, ^ in,. Äollafio s. Familie. Pamsili und Kral s. ssrau, TM Kos, Privatier- Sollic und Herzog, Graz. —-^ ' Marburg. z Hmel Elefant. Dr. Teterin». Professor; ssabiani und Thon>^ Ksm., Wien. — Covic und Hlaorl s, Familie. «MW"- . Äettclhrim, 5tfm,, (Urosltanischa. — Fischer, M'"- ^" . ^ - Nitz. .Naufm., Hamburg. - «amlich. Kfm,, WelP"', , Erras s. Töchtern. Trieft. — Mayer, Scheibenberg. -^ IN Saplan. — Poforny. Prag. — Tramte, Stein. — W"'^. nig, Verwalter, Kreuz. Canrvan, Staatsanwalt, G°N Varonovic, Ventovac. — Schuller. Lehrerin, Kropp- ^, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Tetnicar. Haidenschai'' Schuntar. Bozen. — Rudolf, Wien. — Rebusel, TroM> Karun, Pola, — Nilfau, Tcssaua. Verstorbene. Den l. August. Gregor Slender, Vesitzer, 4öI>,"" thal !l. Nrustwassersucht. <>c» Deu 2, A u a. u st. Maria Vajzelj. Arbeiters-Tochttt' ?H Schießstättgasse 11, Tuberculose. - Albert Deucht, Compt""' t 18 I., Elefantengasse 50, Herzlähmuug. ^ ^ ' D e n 5i. A u g u st. Johann Ales, Schuhmachers <«"" 1 Mon., Deutsche Oasse U, Darmlatarrh. Lottoziehung vom lt. August. Brunn: W 40 89 80 62. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. Z LZ'5 «H ^ Aß ? ZI l D ^ Mnd ^U... W " ? u. Mg" "wi"?"s Mn" M. schwas ""bewöM^ 1^ 5.2.N, 7!!7 9 l«-4 SO. schwach bewöltt Wt» 9 »Ab. 73tt-ll 154 NO. schwach bcwMt ^ Tagsüber bewölkt, regnerisch. — Das Lagesmittel Temperatur 15 !1°, um :i-!i» unter dem Normale. ^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglik. Theure Mama! Das rühmlichst bekannte, neu verbesserte, vcrlässlich waschechte «li»,««»<- «oII-tttrlVlljs»?« bekommst du <"« besten und billigsten anch in waschechten Farben bci der Firma lloiuriob Xsnä? in I.».ib2.ob. Dortselbst anch Häkelgarne, . Stickseidc, Stickmaterialien, Zwirn:c. (2908) " Das beste Trinkwasser bei Epidemie - Gefahr ist der in solchen l^11^ oft bewährte, von medicinischen Autoritäten sl empfohlene .x ^—----- SMJETO*^** derselbe ist vollständig frei von organischen ¦? ^ stanzen und bietet besonders an Orten mit 7'W^g-haftcm Brunnen- oder Leitungswasser das z»1 ^ lichste Getränk. (34»W W Betrübten Herzens geben wir die traurige ^' M richt, dass unser innigst geliebter Oatte, bezw- "" M Herr > Ooorg UolNö W l. l. Oerichtsadjunct i. 51i. . . , ^!>i!i" ^ heute um l» Uhr nachmittags nach schwere'« ^' ,„ M und Empfang der heil Stcrbesacramente i» / ,fti> M tt7. Lebensjahre in ein besseres Jenseits adv" ^ wurde, ^ü M Das Leichenbegängnis findet Samstag. M N. d. M., um 5 Uhr nachmittags statt. „^ > M Der theure «erblichene wird einem >"" » ^ Gebete und Andenken empfohlen. W W Stein am 4. August !8!12. . > W Marie Nolüiü, Oatlin. — H>r. Vduard V<»l > M l. t. Bczirls<(ikrichtsadjuuct, Sohn- > W (Besondere Todesanzeigen flatbttdjn «Htftuufl 1U. 178 1535 6. August 1892. Course an der Wiener Börse von; 5. August 1892. N°«bm0^.^,4„ ,,^ ^s, UA t7" Ewc>,«lnsc , 250 st! ,4!. 25 ,4, ^ ««n ^° ' ''""i'' "»0 sl. 1 »<1 - l4.> 70 3„" _.'. ' 'fünfte! ,00 fl. 1s., ^ - ,,',L - '«<"er Nta°»l°!<> . . 100 st. ,!,» 5.. ,»4 5" »/'» O^^>^°"""^> steuerfrei lt3<<5 li4<5 "sterr, Notenrente. . . l»o 45 I0<> «5 Garantiertt Eisenbahn. Bch>'ldversch,ell»uu«cn. W"betl,l,al,n in V, stru.rfre! , 1,4 75 1,5 >,5 ^"""F^Vli.Vllliu in Silb.'r , 118 2b 1,9 25, 3°"rl>)crssl>l Bah,, in Silber , 10o- - ,00 «0 «»Illbtthbllli» NX, fl, CM. , . 25'. - 252 - °l°. Linz «udim'i« 20» st, u. W, 2»', - - - -- Il,°'<2al,)!i,-Tirol W<> fl .< "0, Wclnzch^,,.M,,,Ob,l!'0si, 9« !,„ i«,o 5', "t", Präm„«nl, ^loo fl.o.W, 142 5'» ,4»' Q>.'!b .«"° ... ^ 50 ft. «. W, 14, «!, 142 N' "'»^"N °i!l>lf 4»/^ 10» fl. ü, W, ,3U i!5> 18N 7» »eld Ware Grundentl.'Völlglltlonen (für 100 fl. CM,), 5"/„ «alizlschc...... W4 «" 105 40 5"/„ mährische...... —'— —'— 5°/. Krain und NiisU'NIand , . — — —'— 5°/„ nieberüsterreichijche . . , 10» 75 I1<) 75 5>°/„ steirifchr...... ^'— —'— 5"/n troatilche »»t> slavonische , ,0t» log — 5°/„ siebeilbiilllische , . . .-------—-— 5"/„ Temefer il'<," «,'lnlchen der Ntadt Vör., . , 109 — :i« - Anlehrn d, Stadlgemelnde Wien 104 75 1<»5 75 Präin, «„I, d, E^btgei», Wen 1t,»— I«l, - !t!öllfnban-«nlel,> uerlo«, 5"/„ 99' - A3 75 Pfandbriefe (für I(X» ft.). Äobcncr, all», öst. <"/o V. . 117 50 —-- dtli. bto. 4'/,«/,. , l i" ll'il" bt°. dto. 4°/„ , , . ««15 9N'<,5 dto. PrHm.'Echuldverlchr. 8°/» !1 2«. betto » 4°/„ . . 99 7<1 100 LO detto 50jähr. » 4»/, . . 99 70 IW'LU VrioritLll-Vbllglltlontn (für 100 st,), ssrrbinünd« Nordbahn Vm. 1»8« 99- - L9 8« Oalizisch!' ttllrl^ Ludwig »Vahn Gi,i, l««l 30N st, E. 4'/,°/» . —'— — — «elb W<,r<> Oesterr, Nordwestblll»n . . . l«7'- »07 8>' Staatsbahn....... »8» 5<» - ^ Südbahn k 8°/o..... 14t>". Vahn..... 102 Lt> 10» 85 Diverse Kose (per Stück). Crebitlofc 10U ft...... l9,'-- «»»'^ Clary'liofe 4« st...... 54 2^ 55 — 4«/° Donau Dampffch. 100 st. . I««' ^ lL7 - Lallillcher Pr«m,-«nleh, l!0 st. 22— l»'5l, Ofener ll°!e 40 fl..... Ü5'— n5 s>',' Palfft, Lose 40 st...... b?' »? " Nothm »reu^, «ft, «ej. v . 10 fl. 1? ^ '« ^ Nudolvl! Lose ,0 ft..... »» l^n »4 25 VaImL°lc 4(> st...... ci'— 6il- Kt,°Gcnol« Lose 40 fi. . . . «3— «4-- Waldstein Lofe 20 fi..... »L 75 8? 75 Wlndisch Gräh-Luse ÜN fi. . , 59— «4-«ew.Nch. b. 3»/„ Przm..Kchulb. verlchr. der Vobmcieditanftalt »i,7li llS lil Danll'Arti»« (per Vtücl). Nnalo°»s<.Vllnl200ft,00°/„ Vmilvcrein, Wiener, 10» fi. . 115 25 I1l'?i Bbcr.Mnst. «st.. 200 ft, E. 40"/« 374 - »?«'- llidt.-Nnsl. s, Hand. u. V, 1«Nft. «»4 i<< 315 - Crebilbanl, «llla, un«., 200 fl, . 3l,<> - - »«« ^- Veposttenbanl, «llg,, 20« fl. , 205 - 207 - V»compte» Vtlb Wore Hypothelrnb., «st. LOO ft ^6°/««, 74- - 7« - Länderbanl, öst, 200 ft, G, . , 22! 1» 22160 Oestsrr,.una, Aanl 60^' ". . . 999 10^l Unionbanl 200 ft...... 244 .. 2^4 5« Verlehrsbanl, Ally., 140 , . Z L« 25 162 75 Altien vun Graneport» Zlnlernehmungen (per Stück). Ulbrecht-Vahn 200 ft. Silber . 92- 92 5 l Nlföld-ssiuman, Ällhn 200 fl. G. 200 — 2CU uO Whm. «orbbahn 150 fl. . . 1»7 50 1«» — . Weslbahn 200 fi, , , 84» — 845 - Un!ch fi. ltM. »098 IN,» dto, sltt, U.) 2i>0 ft. . 449 - 45» -Donau ° Dumpffchifffahr» ° Ve<,, vestrrr. 500 fi. CM. . . . »4». »45- DillU-drnb.°Ludw,V.200fi. 214 75 Äe-nb.' «lzcnio».. I»s!>, 7 El!en- ahii^«eft2sch »(-»sl L, , .248— »44 — ,Ul!,üst.'Ung..Trirfi!>OUft,0fl. Lilb. il4 l)0 215 25 dto. (l,t, U,! ill«> fi. H. , . 934 — 284 5<1 Prag-Duler ltifenli, 15U ss Vlllv 92 - 92 5<< Ltalltteifenbllhn 200 fi. Silber 3^«— 30« ü<> Siidbah» 200 fi, Silber , , l»0 25 l»'- /5 Lhb.Nort>b,Verb,°U,2Wfl,'Vs!,,Wr.,170st. «, W. «32— 287 -neu, Wr.. Pliori:äti> «ctien 100 ft...... 94 — 9« — Üna,^»llz, Elfenb, 200ft, Vilbcl 199 50 200 — " Geld N°,e Nng, Norbollbahn 200 fl. Silber 19?-. ift7^> Un„.Weftb,(Naab°<»lllz)200ss.T. 199 ü<) 200-. Indujllit-Aclien (per Stück). Vaunef., «lila. Oest., 100 fl. > 'l'»'— II" - -«tgüdier Ei!rn- und Ltahl.Inb. in Wien U»o fi...... bl>— «)-» 2 50 Montan - Gesell, üsterr,-alpine ^ ^l> ««-— Prager Eüen-Ind.-Vel, 200 fl. "<>' - 4,«,— Ealgo Tnlj, Ktcinlohlen «0 fl. 585 — 59«'— «Ocklöarlmübl», Pal'iers, «00fi 1«5 - ^,<« ' «» — WlenerbergerZlegel-Nctien-Vef. "^ l>" »«»>;< Devisen. Deutsche Plä,,...... b»'"' »» ««» London Hl» 40 109 »0 'bat^,.......' ' «'47. 4?'ül Dnlulen. Ducaten........ 5»/ 5tz» 20-ffranc«Ett!cke..... 943j 9'5«. Deutle Nrichibanlnotrn . . 58 57, 5« gz PllpirrNnbel...... i'21 ,-H, Italienifche Nanlnoten (100 U.) 45 85 45 95 Laitjacher öBntsciierTurnverein. Heute Samstag den 6. August in der Glashalle des Casino zrw-a/n g-1 o s e r Unterhaltungsabend unter Mitwirkung **•* Sängerrunde des Vereines. Beginn halb neun Uhr. fcro.iiismitglieder und deren Angehörige sowie 'reunde des Vereines haben freien Zutritt. • , 1^^ Besondere Einladungen werden "icnt ausgegeben. (3493) 2—2 Fahrschein - Hefte (Rundreisebillette) 'e(iuemste und billigste Fahrkarten der 'e8«i)wart, für alle Welttouren (fur Laibach- al,len ""d retour stets vonäthig), gütig für 0 ^üge, ferner Jahreskarten, Arrangement von Separatzügen etc. empfiehlt Jos. Paulin, Laibach ^internationales Reisebureau, S?ell)sl jede gewünschte Auskunft für w^en auf der ganzen Welt gratis ertheilt tno il ür briefliche Auskünfte ist Retour-^*e beizulegen. (1467) 19 Ooguoht wird eine Wohnung l5Snler bis süns Zimmern bestehend und bis October beziehbar. (3466) 3—3 str.t- rä&e unter *O. S.» an die Adinini-^at|on dieser Zeitung. SiHft. Bb8*6 Construction, billigste Preise. En gros, en detail ])ei (3393) 5—1 «¦»sefReichel ^ **raz, Lagergasse. Swohnung bet Im III. Stook, Köcheeil? *u* ^6' Zimmern, ein« m Cabinet, ^rmin Hol^ege, ist mit November- mitiist„n,.u Vergel>en. Näheres in der Ad-__^auon dieser Zeitung. (3601) 1 Ein Schüler 2ä S'asseV di^aUrSu' welcher .eine der unteren Healscliuu , Uhergy»nnasiums oder der ^hsten So!e?U(rht' wird !Ilit Beginn des 1 r°fessor i'^JJ&hres von einem Gymnasial- Ü^men p , Mlon und Obhut ge- »3» J'Jr Gemujge Ossete unter •« , » eingebracht werden. . Offerte eanz. theilweise oder gar nicht zu acceptieren. Der k. k. Eisenbahn-Bauleitung steht es frei, eingebrach e u» i K unberücksichtigt. Offerte, welche den vorstehenden Bedingungen nicht entsprechen, Laibach, den 6. August 1892. (3504)8-1 K. k. Eisenbahn- Bauleitung Laibach der Unterkralner Bahnen.