LMcherOZeitmll. Nr. 57. fl. l», h»l»l. e.«. y« dl« Znfttlln,:« in» H«n« halbj.50 lr. «it b« Vestß«'',j. st. >», h»lbj. ll. 7.5,. Mittwoch, lt. März 1874. Nichtamtlicher Theil. Hu den coufeffionellen 3l °a« stehende, materialreiche Thema der Leitartikel in l" wlc,!tr und Prooinzblättern. Nach dem bisherigen mauf dfr parlamentarischen Ve> Handlungen isl der ^iol« entschieden auf Seite der liberalen Partei. -Die ..Montaff « - Rev >; e" schreibt: „Das öfter' «hlsche Parlament Hal in einer bereutenben und denk' ^b'ljll, Cpisodc seine« öffentlichen Willens Zeugnis ?!! tiner Klüfl unt, polil's.t'cn '»i^ic abgelebt, die ihm ie> "^trs "ls zu hohem Ruhme gereichen können. In ^en, Sinne hat eS sich dcn Nllfssaden gewachsen gezeigt, '< an die Volksvertretung Oesterreichs herangetreten d! ys ^"^ ^"^ dankbare Vertrauen des Volke«. ./Achtung aUcr Freunde edlen clvilisatorischen Fort-l^nlte« ist jhm yyn hen, Tage gewiß, an welchem es v°nd angelegt an die Geseiticnma llefcr Schäden un->«« Sllllltslcbens und den Thatsachen der modernen '""lichtn Entwicklung neue Vohnkl, erschlossen hat. l>t ^" llampf zwischen Freiheit u.ib Elgenberechtigung tln f "°^n und der absoluten Gewalt der Kirche ist nl« !Ü °^"' "^ ^ie ^b°" Mackl deS Papstthumes. z>. , Hoffnung der Kirche, ihn mit Erfolg aufnehmen ^" lsnnen. Er wurde mit weltlichen Waffen geführt m "it ueiftlichen. auf dem Voden realer politischer ^ ,^ltnifse. wie aus dcm staatsphilosophischen und theo-sell,. ^l)sleme. Nie erschien er vollständig geschlichtet. 2l.'t damals „ichl. als die Kirche em:n Augenblick lang dl« ^^lungen menschlichen Wesens, jede Erscheinung G^lwtschrittts. jldes Ergebnis des äußeren und des ^ °"'tnlebel!e der Menschen in ftch aufzunehmen, als zuscks ^" ^^ °" ^cr Spitzt der Civilisation einher« Ni^ ." ^^"' ^^^ unterscheidet von der heutigen btlch! .l^t triumphierende Kirche vergangener Zeiten, btlwhz ^^^iche Schwert vor da« wellliche zu fehcn UNiülll, ^^ ^'^ '"^ ^en lebendigen Ideen, die sie abwand' "'^l in Widerspruch gcrieth. buß sie sich nicht nls x " "°n den geistigen Interessen der Zeit, baß sie ollen '^ ^tg/rin. als die fördernde Macht erschien in d«r°»s 2"' l,0hera« Veftreben zu such«» ist. regelnMV geordnete Zustünde zu schaffen. Die live-rale Partei in Oesterreich hat da« Oesetz geachtet, so lange es Gesetz war. sie hat unwillig, aber ohne eigen-mächtige Selbsthilfe die Fesseln oe« Concordate« getrogen ; — sie darf ein gleiches ,on ihren Gegnern fordern. Die Verufung auf ein göttliche« «echt kann niemals daS Walten menschlichen Rechtes verhindern und die Freiheit de« Gewissen« hat ihre natürliche Vegrenzu»g mit dem Gewissen selbst. Glücklicherweise liegt die V«-dculung der legislatorischen Arbeiten, mit »elchen die Regierung und Vollsvettrelung von Oesterreich beschüf« tigt ist, nicht in letzter Linie gerade darin, daß fte da« Gebiet verengt, welchem die Keime des Hasses und der Zwietracht entsprießen, welche auszusäen cme Partei, die sich vor anderen mit allen Attributen christlichen Ola»« benS schmückt, so geschäftig bemüht ift." Die „Internationale Korrespondenz" sagt. „Die Wogen im Nbgeordnelerchause gehen hoch, seit die Debatte über die konfessionellen Vorlagen der Regierung begonnen habe. Die llericale Partei gehl mit einer Leidenschaft ins Treffen, die ihr alle Gesinnung raubt. Sie gleicht eine« Spieler, der sein Letzte« auf die letzte Karte setzt. Ihre beflen Redner haben die Ruhe und Vesonnenheit verloren; sie lassen ftch zu »ll-den Angriffen gegen die obersten Gewalten im Staate verleiten, wofür sie bei ihren eigenen Anhängern tel« Lorbeeren ernten »erden. Man hört e« au« den Rede« herau«. daß für eine verlorene Sache yelämpft »ird. Sie haben e« dadurch denen, die sie Gegner der katholischen Kirche und Gottesleugner nennen, leicht gemacht. Die Anhänger de« vernünftigen, auch auf religiöse« Gebiete unabweiSllchen Fortschrittes befleißen fich jener Ruhe und Objeclioitüt in ihren Darlegungen, die de« Erfolge« sicher find. Tie haben in der Generaldebatte wenig von ihrem besten Blute und quantitativ einen u» den dritten Theil geringeren Continaent in bi« Vchlochl-linie gestellt. Einigkeit und UeberzeugungStrene »achen stark, und diesmal scheint eine Fraction aufgeklärter Föderalisten eines Sinnes mit den Regierung«» und Verfassungsanhängern bi« in die äußersten «u«läuler zu sein. Man darf heute schon auf eine »mposante Majo» rität zugunsten der ersten der confessionellen Regierung«-vorlaacn rechnen, welche die Regelung der äußeren Rechts-vechällnisse der katholischen Kirche betrifft. Das „Neue Fremden blatt" bemerkt: „Nicht mit Feuerzungen, höchstens mit Slachelzungen, »etft mit lahmen Zungen haben die Vertheidiger des e Opfersest wurden die « ll. und ,'«"«>" der hoffnungsvollen Jugend zer-. ' sie ums^ ""5 erfuhr das «y«- gewöhnliche Schick« 2 b" und l "^^ °°" 'h"m hlimatlichen Herde oer» m^"cht«ol, ^' lin irrender Wanderer, einen neuen "^örre ^" ""^ endlich iu einer verfallenen !!M2ngliaUm "' lvelche den jnngen Künstlern da« bÄ" Inner, n^'l' "l'ls Mäzen« c, schloß, dessen p°e-i""N unx ^ ""er der Maske eine« Vierbrauer« ??l tins, , "°" dem die dunkle Sage ging. er habe >tr de« K.« '^ 3"a.end Verse gemacht. Die Lin-k,^n laut ..""chens aber seufzten bei diesen Erlnne. "ehrfültig «"«Wen: sie <3 '""«lvobn ^"' " lollte wenigstens tin Theil seine« ^"' w°«m^tn Gc'WS lieber in sein Gebräu über-«u.<>l M°l.x« " lelbem fast keiner zu verspüren. ll.3' »vie den« . " "un, wurde die neue Wiege der "'lbar«t? da« ^"z selbst oft die Wieg« manch ^ ^ ^lschlioungcn wird. Die dramatischen Uebungen gingen ihre Gähn fort, und Fritz Mai, dessen Talent fich zum Neide und Er« staunen feiner Mitconsorten immer mehr entwickelte, er« hielt von der Mutler leine Vorwürfe mehr. Theil« fchmei» chelten ihr doch die Lobsprüche, welche fie über ihren Sohn vernahm, theil« hatte fie mit diesem eine Eapltu> lation geschlossen, nach welcher er die Eorrespondenz ihrer Handlung, Schwester smerentla aber den Verschleiß selbst übernahm. Ein Jahr »ar ruhig vorüber gezogen, da eraab sich für die Gesellschaft der Kunstjünger eine Gelegenheit ihr ^icht leuchten m,d die Erfolge ihrer Malzdörrenftubim auf daS Glllnzendsle in« Leben treten zu lassen. C« halte sich nemlich die erste Person 5l5 Stadt» chen«. der Stadlschreiber Herr Andreas Straudinger entschlossen, da« Sprüchlein zu beherzigen: E« ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. und halle seine »ugen herumgeworfen unter den Töchtern deS Lande«, um ftch darunter eine Vraut zu erliefen, und so ein glückliche« Wesen mehr zu machen. Seine Wahl «ar endlich auf eine. an Geld und Jahren reiche Witwe, Dorothea Runkel gefallen, welck,« in dem benachbarten Städtchen Ollnsebach wohnhaft, wie eine brütende Henne auf ihren harten Thalern saß. Die Geschichte schweigt darüber, eb die reifen Reize besagter Dorothea Runkel. oder ihre Münzsammlung Herrn Straubltiger in ihre Netze gezo gen. er selbst aber pric« die hohe ^ehenSwürdigleit. Wohlgestalt und die Gcislt«bildulig dcr Dame Runlcl ungemeln, worüber alle, welche die Dame bereit« lilnaere Sei« tan«»,!,, sehr «rfta«,len und Herrn Gtranbinger ür einen Geisterbanner hielten, »eil er Schätze enttz«M, die ihnen bisher gänzlich verborgen geblieben. Der Stadtschreibcr kümmerte sich aber »enig »» die allgemeine Verwunderung, ließ sein Hau« prächtig einrichten und verschrieb sogar einen Maler aus der Hauptstadt, blo« darum, »eil er ftch einen »lademischen nannte, ohne aber jemals die «kademie nennen zu »ollen, auf welcher er sich aebildel. So aber war der Winter unler Vorbereitungen und Vorkehrungen erschienen und da« Hochzeit«feft aus den letzten Jänner verlegt. Der Winter w«r »nge««ln streng und ellenhoher Schnee deckte da« ganze vand. Herr Ttraubinger »ar abgereist, nm seine Vrant al« eheliche Hausfrau heimzuhole«!, und das ganze Städtchen »ar in Erwartung der Dinge, di« da lo««en würden. Nun liebte aber der Stadtschreibe, von jeher jede Nrt von Ueberrafchungen sehr. nnd alle lalente der Stadt zerbrachen sich daher die Köpfe darüber, auf »elche Art dem heimkehrenden jungen shlpaare ein glänzend«« Fest zu veranstalten wäre. Endlich »ar man über tzie Art und Weise übereingekommen, und in dem ganze« Städtchen sah man »ichllge Mienen, geheimnisvolle Gesichter und «ine seltene, geschüflige Ve»egung. Auch Fritz Mi», dessen Talent für die Vorstellung scherzhafter Komödien und derlei luftigen Gpeltalel. man genüßslld anetka,:len>t ^ will. so könne Redner ihn ebenfall« mit Gegenbe»^ aus der Geschichte dienen. Er illustriert den llerical" Einfluß in Spanien und weißt nach, wie das r^ unter diesem Einflüsse herabgelommen ist. In liaM"' Zügen entrollt er dagegen das Bild der EntVi»^ Hollands, da« fich vom kirchlichen Drucke frei zu ma°^ wußte. Was da« Gesetz selbst betrifft, so hat es «". großen Zweck vor Augen, nemlich die Erzielung «'". gebildeten Priesterstandes. der sich frei und als M» des Staates fühlen werde. (Beifall.) ^ Abg. Steffens stellt den Antrag auf Schl^ Debatte. Der Antrag wirb angenommen. Es ll< von jeder Seile eine Gcneralredner zu wählen. ..^ Abg. Kronawetter überreichte dem PlasM' mit Bezug auf § 42 der G. O. den Antrag, "s ^ setz an den Ausschuß zurückzuleiten und diesen M " arbeitung von Gesetzentwürfen, wie das Civllchts^ Gesetz zur Regelung aller Religionen u. dgl., zu b" tragen. Bei der Unterftützungefrage steht Abg. «"" wetter ganz allein auf. ^, Smolla beantragt, die Berathung zu oeH bis der Ausschuß alle confessionellen Arbeiten v°llt" hat. (Wird nicht angenommen.) ^, Abg. Vitezic beantragt, daß die Rede des ^ Paulinovie in« stenographische Protokoll aufgel""?.^ werde. Der Präsident erklärt, daß dies nicht o»o« Emerenti» halte volle Hände mit der Einrichtung der brüderlichen Eoftüme zu thun, so daß sie kaum die Kauflustigen, welche im Laden einsprachen, befriedigen lonnte. Doch ließen sich diese gern für das lange Warten beschwichtigen, weil Emerentia jeden», unter dem Siegel des größten Stillschweigens, einen Theil der vom Bruder erlauschten statthabenden Festivitäten mitthellte. Endlich erschien der große Tag. Herr Straubinger hatte wahrscheinlich, den festlichen Empfang ahnend, den Tag, ja sogar die Stunde seiner Heimkunft, genau ge-schrieben, s« war ein kalter Winlertag, die Nacht durch hatte e« beträchtlich geschneit, und gesummte Bürgerschaft schritt mit hochgehobenen Beinen durch die Stadt. Trotz dem unfreundlichen Wetter hatte man aber doch am Ende der Straße, wo das Ehepaar einziehen sollte, ein Gerüst erbaut, was man bei ungemein lebendiger Phantasie für einen verunglückten Triumphbogen halten lonnte. Selber »ar mit allen Teppichen, deren man habhaft werden lonnte. behängen, oben darauf saß der Schulmeister mit «esammtem, aus drei Personen bestehendem Orchester, wel. ches theilweise noch obendrein auS Dilettanten gebildet war, worunter der Pauler sich vorzüglich durch die zarte Behandlung seine« Instrumente« von jeher auszeichnete. Vor diesem war auch der eben so glücklichen, als neuen Idce des Stadtbarbiers, welcher längere Zeit in der Residenz in Eondition gestanden, einige weibliche Schuljugend in weißen Gewändern aufgestellt. Diese sollten eigentlich auf das einfahrende Paar Blumen streuen, da aber diese zu selber gelt nicht aufzutreioen, fo hielten sie große Pappschachteln in den von Frost erstarrten, blauen Fäusten, aus denen sie Rosenblätter von rothem Papier, herabstreucn sollten. Unten paradierte die Stadt-wache, welche zwar leine Uniform hatte, sonst aber die Farbe, den Schnitt und die Form der Kleiber, Hüte und Waffen ausgenommen, ziemlich gleich equipiert war, und einen imposanten Anblick gewährte. Gesummte Ho» noratioren des Städtchens aber waren in dem nahegele» genen Wirthshaus«: Zum Dampfschiff, versammelt, aus welchem sie bei Erscheinung der Gefeierten mit ihren Gratulationen hervorbrechen sollten. So stand alles schon mehrere Stunden vor der, zur Ankunft bestimmten Zeit in Bereitschaft, und ein Posten zu Pferde, welcher einige Taufend Schritte vorwärts aufgestellt war. sollte in gestrecktem Carriere zurückreiten, sobald er die Ankömmlinge erschaut. Die be-stimmte Zeit aber war lange verstrichen, es vergingen noch einige Stunden, — niemand erschien. Auf dem Triumphbogen war bereite Heulen und Zähnklappern eingetreten; die Honoratioren aber, die im Dampfschiffe im Warmen und Trockenen saßen, hatten so oft auf die Ge< sundheit des Ehepaars getrunken, baß sie wiederholt in lauten Jubel ausbrachen, was die armen Geopferten auf der Straße, vollends zur Verzweiflung trieb. Eben wollte die Stadtwache davonschleichen, da« Orchester suchte die Leiter, um von ihrer Höhe herabzu-steigen, die Kinder tanzten vor Forst mit ihren Schachteln umher - da sprengte der aufgestellte Reiter im Galopp hervci. Der Schulmeister schrie, die erstarrten Finger ergrissen die Instrumente, die Trompete schwel« terte in heiseren Tönen, die Paule wirbelte jierll^ ^ Schulmeister fing nun eine selbst verfaßte Hy".^ blocken an. und die Thränen " ^. nahmen doch einige, daß der Berittene nicht ein v geschrei ausstoße, sondern einen Hilferuf. .^ s"» Zugleich kamen auch mehrere keuchende »"'5 ls die die Hände über dem Kopf zusammenschlüge", a>i verstummte plötzlich Hymne. Musik und I"°AlM Hilfe, zu Hilfe, schrien nun die Ankömmlinge. ^it>e Schaufeln und Wagen herbe». Der Herr 6"°^ l e Andreas Straubinger, sammt der gewesenen "l^diM' gen ein« halbe Stunde von hier in «i«" ^B und strecken blos die beiden hohen Häupter "au dem Schnee hervor." «u^i Die Freude war also, wenn schon nickt i ^ doch zu Schnee geworden. Man brachte 2va» ^t die Stadtwache mußte das kriegerische S««"^ d^ friedlichen Schaufel vlrtauschen. und so zos A^ Unglücksorte entgegen, an welchem man e" ^ schrelber auSgraben wollte, der zum Schnees z o« den. und eine Runlel, die sich in eine T«" wandelt. ^arlsttzm», folgt.) 393 '"n werde, nachdem da« Präsidium, als der Sprache "'s" «Wig. nicht die Verantwortung übernehmen tvine. Zum Schluss: b»l der Präsident um Entschuld °lsunss, wenn er eine Angelegenheit berühre, welche die «!0rd: de« Hauses betrifft. Als er gelegentlich der Rede ««Abg. Heil«berg einen Redner von der Rechten "N'a'.nte und dabei die Vemntung machte, daß da« Unluiirechen eine« Redner« nur dem Präsidenten sst> >^l:l sein länne. ncf ihm il!,.j. o. Oiovan:lli zu: -So thun Sie Ihre schusdiglcit. sonst müssen wir die ^sche thun." Er müsst dlts< ciM,mä.tl, >e Nc'.lßevung t Linke und äuhcrfte Linlc ftiulmtcn unter einem ^hml Veifallssturme Herrn Dr. Rechbauer bei. Ml-Wtnlanß!« Vcisülll.'atsäün fol^lc dle,:r Erklärung, »ühltnd sich dk Rlchte schweigend verhielt) »,, Schluß 2cr Sitzung '/, aus 5 Uh7. Mchste Sitzung Konlag 9. d. M. ^^^öÜtischc Uebersicht. Vaibach. 10. März Der Neuner-Ausschuß dt« Uligarischen Unlerhause« ^' in seinen letzten Sltzun^en di< Gant frage in °kll0tz^nder Weise besprochen. E« wurde der Beschluß 8! , ^^unq der prinzipiellen Diflernizpuntte, in denen °7 vLlteicn unter sich. sow'c ^i: ^arleiln und die Re» Mung schaff auSelnandtlftthl!'. Ob da« Provisorium Wände lommen oder ob die R^cruna. ihren Willen "lchsehtn wird. da« ist vorläufig noch nicht abzusehen ^.D« Preßaesetz. Commission ist mit der ersten "° zweiten Lcsung des ihr vorliegenden lintwurfc« fol'g ^°"en und hat überdie« eme Resolution angenommen.^ lltri!! ^^ Verweisung von Prehdellclen vor die Schwur» lob Zweckt. — Die Ernennunq des stursten Hohen«! ^?^ zum No:schlljter in Pari« isl vollzogene Thatsache; dit m ^^ °"^ bereits von dcm Könige von Oaiern um, ^''llung lur Annahme de« pariser Postens «Dome". welcher von ljH. ^lUllde Thicts redigicrt wird. bestäligt die Nach. trunl ^"c Mahon Schritte bei dem lmten Cen» h«,be ^'" susionierung der beiden Centren gemacht cabin ""^ "klärt, dasselbe wäre bereit, ein Septennale-llnlll ^" bilden, wlllde jedoch nicmals zuglben. daß binet / ^l^lieder der Patte» ln da« gegenwärtige Ca< r>N iN, ' ^ A" ^"^ c d°n«« Kaiser von Oesterreich dem l",r ""b hi«,» 5^'" d'mnüchft e»». ! l. Der Ver ein «vorstand Heu Franz Raoni. lar eröffnete am 4. d. die Versammlung mit nachstehender Ansprache: .Löbliche Versammlung! Der erste Gevnrlel2? tmes Kinde« ist in jeder Familie ein sreudige». festliche« ^reiy-ni« Heute feiert der Herein »Oiagbsu» bl»tjn« ihre Mitwirkung nicht versagen; e« ergeht an sie die nenerliche Einladung, unserem Vereine beizutreten! II. Der vereinssecretär HerrNlbertValenta erfiatlcl Bericht über lne Thätigkeit de« Vereine« ln der geit vom 27. September 1872 bi« 4. März 1874: Obgleich die Wichtigkeit unferes Vereine« namentlich in intelligenteren musilalifchen Kreisen noch immer nicht in verdientem Maße c,ewürdiqt wird, zählt derselbe doch bereits 22 Gründer und 22V beitragende IahreSmitglieoer. Wir empfehlen unseren Berein der allseitigen Unterstützung ; gottlob, er befindet sich bereit« a«f solcher Stufe, daß fem Bestand, fem ferneres Gedeihen vollkommen sicher ist. Der Ausschuß hielt sechs Sitzungen; er bemühte sich den in der ersten Generalverfammlnng ausgesprochenen Wünschen gerecht zu werden; ferneren Wünfchen wird nach Vefeitigung der Hindernisse allmälich Xechnung getragen werden. Da« artistifche Comite, in welchem die Herren Anton Nedv«>>, Leopold Velar, Felix Stegnar, Anton Förster und Albert Valenla fungierten, sorgte für Ordnung, Prüfung und Herausgabe der Kompositionen und bestimmte die Pre^e fur letztere. Der Aufruf des Ausschusses zur Sammlung und Gin» fendung jlooenischer Volkslieder hatte bisher nur schwachen Erfolg, «S wurden ncmllch nur drei Lieder eingesendet. Wir wollen in Hinkunft günstigere Resultate hoffen. Erfolgreicher war die Ausschreibung eines Preises für eine einfache flovenifche musikalische Messe; eS meldeten sich vier Nompositeure, zwei auS Görz, einer au« Steiermarl, einer au« Kram. Der Prei« per 10 st. in Silber wurde dem Lehrer Herrn Daniel Fajgel au« Tolmein zuerkannt, unter einem de« Lehrer Herrn August Leban in Görz ehrenhafte Belobung anSgedrUckl. Andere dem Vereine zugekommene Kompositionen weiden nach erfolgt« Sichtung dem Drucke übergeben werden; auch wurden Preife für Männerchorpiecen ausgeschrieben. Von einem Composileur liegen berells 70 Schullieder vor, die zur HerauSgaoe bereit liegen. Die VereinSmilglieder erhielten im abgelaufenen Jahre wohl nur eine germge Anzahl von Musilalien (Nedv<-d, Gerb«, Fölfter und Dr. Ipavec); das Verschulden hieran llägl die Stary'fche Druckerei in Prag. In der Folge foll diesem Versäumnisse durch einheimische Druckereien ab» geholfen werden. Mit Vefrieoigung fahen wir unsern Verein anch bei der wiener Wellauestellung vertreten. Vs wurden außer heimilchen Compositioneu auch einige slavische Musik bellessende wissenschaftliche Werke angekauft; Uberdie« erhielt das Archiv wesentliche Gereiche» rung durch musilalische Spenden vom GesangSverein ^Kolo" au? Agram, von Herren Velar in Laivach, Johann Kos aus Pelerebnrg, Gduard Z car au« Milrow'tz; Geldspenden widmeten die Herren Anton Gail in Laibach, Wilhelm Pfeifer in Gurlfeld, Mathias Hoanut in Trieft nnd Pfarrer Johann Pajl in Zdole. Der Redner weiht den verstorbenen Mitgliedern «nlon Lofar und Iofef Kvftl einige warme Worte und gedachte in eine« längeren ehrenvollen Nachrufe der Ver« dienfte de« verstorbenen Musikmeister« Ka«par Mafchel. Nach der Verichterftatlung de« Secrelür« wird über Antrag der Herreu Dr. Karl Vleiweis und Dr. Gofta beschlossen, daß da« Protokoll über diefe Veneralversamm» lung in Druck gelegt und vertheilt werde. III. Der VereinSlasfier Herr Franz Drenll berichtet sofort über den Stand des Perein«vei»o'gens. Die Einnahmen betrugen 978 st. «1 kr, die Ausgaben 461 st. 19 kr.; von dem Kassrübeisckufsc wurde ein Betrag von 350 fl beim hiesigen gewerblichen AushUsslasse-Vereine angelegt. Zu Rechnung«revisoren wurden die Herren Dr. Karl Vlciwei« ünd Hugo Tnrl ernannt. 334 IV. hierauf wurde die Wahl der Functional für da« Jahr 1874 vorgenommen. Gewählt wurdeu die Herren: Franz Ravnilar (Vorstand), Franz Drentt (Kassier). Andrea» Praprolnil, Dr. Franz Nmbroziö, Geoig Schanll, Victor Vutscher, Anton Ientl. «nton Nedvöd. Josef Nolli, Felix Stegnar, Vlbert Valenta und Karl Zagar fUr Lai-bach; al« auswärtige Ausschüsse die Herren: Leopold Cvel i« Hüstenland, Franz Gerbec in Agram, Anton hribar in Görz, Josef Milloilö in Marburg, Franz Stojec in sraujsla gora, Mathias SchusteM in Gurlfeld und Anton Slöckl in Völlermarlt. Schließlich «urden noch mehrere Begrüßungsschreiben ausgefertigt. Nach Schluß der Generalversammlung fand in der Restauration der hiesigen öitalnica unter Theilnahme vieler Gäste eine recht animierte Abendunterhallung statt. TriestLackLaunsdorf. (Fortsetzung.) Au« diesem Berichte der Herren Delegierten ist nun nicht mit Bestimmtheit zu entnehmen, daß die von der Kammer angewiesenen 10,000 Gulden wirtlich sUr das Studium der Strecke Lack-Launsdarf Verwendung gefunden, ja e« würde eher au« den einzelnen Saypoften der Rechnungen hervorgehen, die technischen Operationen seien ausschließlich auf die Linie Tri«st'(Eervola-)Lack beschränkt gewesen. Nun «üffen aber zwei wesentliche Umstände hervorge» hoben werden, und zwar ersten«, daß, al« oas hohe Han« del««iuifterium, das erste Ansuchen der Kammer verwerfend, seine Einwilligung zur Auslage der oberwähnlen 10,000 fl au« dem Grunde verweigerte, weil fchon die Regierung die Lienie Trieft« Lack studiert hatte und es somit unzweckmäßig erschien, neue Geldopfer für gleiche Studien zu bringen, — die Kammer auf Grundlage der in den Sitzungen vom 29. Dezember 1871 und 19. Januar 1672 gefaßten Beschlüsse in besonderer Weise betonte, e« handle sich ja nicht um dieselben Studien, welchi bereits durch die Regierung besorgt worden waren, vielmehr wolle »an die hauptsächlich wichtige Strecke Lack«Laun«dorf »it einbeziehen, auf welche Erklärung hin da« Ministerium der bezüglichen Auslage zustimmte. G« erscheint nun ganz llar, daß die Kammer verpstich-tet ist, dem Ministerium gegenüber die Verwendung jener Summe zu dem gedachten Zwecke zu rechtfertigen, was »mfo unleugbarer zu Recht besteht, als ja — und damit ist der zweite wesentliche Umstand des concrete« Falle« gegeben — die Kammer, indem sie dem bezüglichen Ansuchen de« Eisenbahn'Lonsorliums zustimmte, sich wörtlich folgen, dermaßen äußerte: Nachdem nunmehr das hohe Handelsministerium mit ftinem Lrlasse vom 26. v. M. (Februar) g. 231 seine Zustimmung ertheilt hat, beeilt sich die Unterzeichnete, diese« geehrte Consortium zum zweckdienlichen Gebrauche von allem in^Kenntnl« zu sehen und hinzuzusügen. diese Handelsvertretung habe sich zu den da« in Rede stehende Opfer bedingenden Beschlüssen mit dem wesentlichen Vorbehalte bestimmt gefunden, daß die zu vollziehenden Studien, »eil entfernt, sich auf die Strecke Triest - Lack zu beschränken, die. wie schon hervorgehoben, bereits fast durch, gehend« studiert war, sich auf die Trace Triest - La ck. La»n«dors erstrecken und somit namentlich diese letzte Strecke Lack'kaunsdors einbegreifen müssen, um derart die erwünfchten kürzeren Verbindungswege und Eon« currenzlwien zum Portheile diese« Handelsewporiums und de« Staate« überhaupt zu erhallen. Das geehrte Consortium, hinwieder in seiner Ant« wort da« Schreiben der Kammer wörtlich wiedergebend, sagte: daß e« sich anschicke, sür jene der Strecke Kack, La»nsdors vorzusorgen, und die Börsedepulalion er» suche, zu verfügen, damit der Betrag von 10,000 fl. zu Händen de« Municipalpräsidium« abgegeben werde, auf daß da« Consortium nach Bedarf auf denselben die nöthigen Beträge anweisen könne. Im Hinblicke nun auf die Verantwortlichkeit der Kammer de» Ministerium gegenüber, und nachdem au« den von den Herr«n Delegierten gepflogenen Erhebungen da« Studium der Trace 5iack2"" cat«'. - /l»yo!eeusc,'or 8 «7. Wleu, 10. März. il Uhr. Schlukcursc: lllidil ^'»' Huglo 139'/,. Union 128'/.. Krllllcobllnl39',, Haudelalmllls^' Veremsbllnl 18'/,. Hypothelairrnlenbanl 2K' „ allgem. VaNstl'l" schaft«4'/„ wiener Vaubanl 88',. Uuionbaubanl 44 . Mch"". dauvanl 17 40. Vrigilltnaufr 14'.. Glaatsbahn 320'.. ^" bardtu 15«'/.. Fest. 'Angekommene Fremde. Am 10. Mlirz ^,. »lot«! «»»<«< AK'««',,. Verg, Ingenieur, Cilli. - M»s Forftbeamte. Klagenfnrt. — «rummeyer, Kfm., und 5^ Wien. - «röncr, ilfm., WÜrdl. - Lassowsly. Kroatien, Marold, Gallenstein. — Doviö, Marienthal. - Mazel, <»'" nasialdircctor. ssiume. - Süß, Äeis., Wien. , . Not«» «>«r»«t. Raunicher. Moräutsch. - kebmann, sru>> Petrovk', Srmlin. — Slapnil. - Dina, Trirst. - ""' Reis., Wien. «»»»«« ««5«»z»». Nant, Pfarrer. Eirlle. Theater. Henle: Die Mannschaft an Vord. Komische 0P/" in 1 «lt. Diesem geht vor: Die Dienstboten. LuD'" 1 Alt. Atetsslil-stlunM»' H.>0t,,l,1jl„ HU. Mg. 732'»« 4-35 SW. s, schw. ganz dew. ^ .^ l<). 2 ^ «, 729 ft« ^. ü.>. ^ O. schwach ganz bcw. «^ l0«Hb. 725.«? -j-^» wludftlli ganz bew. !^, Morgens ganz bewiiltt, vormittags Regen, millazs ^,,, weisc Uufhcilerulig, nachmittags und abends fortwährend ^/^ Wollcnzng aus Osten. Da« Tagrsmittel drr Wärme -1 um 16" über dem Normale, .. ^ Vürantwortlichcr Redacteur: Ill»az v. KleinmaN^^, > Danksagung. W Filr die zahlreiche Vctheiligung an dem Leichen begängnisse des Herrn D «loan lllZNM W sayen allen Vetheiliglen, inSbejondere aber den^l^ M sslledern deö Citalnica und Sololvereinö, den ^n M gern der Citalnica, sowie auch dem itellnerverein '" ^ nigsten Danl > > die trauernden Hinterbliebene^> ^UH" c' l. '^.4- »5l,l, 9 März. Die Vürse war iu Speculationsefsecten sehr flau unter dem Eindrucke der verschiedenartigsten, mitunter abentmellichsten Verllchte. »ulagep^' Nönevenlyt. hauptlten eine relative Ftftigleit. ______________ ____________________ Geld Ware «... ) ^ ,.....6995 7005 An«r-) ««" (...-. 69 ÜU 69 60 ?H? 1«j9 . '.305-315- ««le. .^.....' . 9V50 99- " ,»«! '''' ^ .. 10375 10425 " ,»«« »u 100 «... W925 1<9?5 " 18S4 . ' - ^^" ^^'^ Do'«lwen.Pf°ndbriese '. . . . 119- 1l9b0 G»l?i" ! ^"°^ ! ^ ^ ^"^ D?°^««uu!run««.^se' ! ' '«^ ^-50 Un«. «is«1,»hn.»nl..... N" 967^ Ung. Präm«u«wü...... ^I^ II!^ Wiener ««mmnnal.Nulehm . . db 25 vb'0U Acti«, »»» «««k»». »eld War« «n,t°'V»»l.......^37 k>0 138 — »«ntverew...... 78- 80 — >V«dtU«tdil«»ft«U .... —-- — — «rehlt»uft«U...... «39 »b 23950 »«dvOzlft^, "»ß« 1b5— 15« — Geld W»rl Dtpositmdanl......47— 48 — Vscompieanftalt......»65 — t»75 — Franco-Van!......-Ocfterr. «anlaesellschllft . . .202—203-Uuionoau, . . . . . 125 7b 126 - Nereinebaul.......16 50 16 75 «trl^lsbam.......110L0 111 50 Netie« »»» K»»»Hp,»t Unt«»eh. selb W«. «lsöld««»hu.......141 50 142 50 «arl.Lubroig.Bahü.....230-230 50 DoullN'Dam»sschiss.,Oesellschlllt 535— 587- Vlisabeth-Wtfldahn.....204 - 2vb - Gllsabtth'«i°hn luiuz.vndwnser Otrecke).......—^- — — »trl>inauds«Norbb«Hn . . . 2040 -204k — Aruu«?°1tPl!'«»'>".....204 - 20b- z>emb.-uay.Oesell>ch......—' - ------- NauaeseUsebafte«. Alla. ofterr. Vaugesellschaft . . 83— 83 50 Wiener VllUgeslllschaft. . . . t<6-50 87- »llaem. «lfterr. Vablucredlt . . 94 25 94 50 bt». m 33 Jahren 85— 85 50 N,tiou°lbaul 2. W..... d0'40 90<»c Ung. Vodmclttli..... 86 75 87 25 H>rlo,itätn :t»7b0!U8.. ' Held ,<"^ Südbahu. V°n? .... «3^.) 6?^ Un,. Oftbahn...... «94" . «rebi.-«.........lfH l<^ Nudolfs.il.......1^' Nug«!>nrg....... ' «4^ k«^ tzr°l.lfnrt....... - z48b. ss Han.bnr,....... - ,77?0 'ji^' ^!moo!l....... ' !5ib Poci«........ . ' W«l»l»,te». zß^.ll Dmoten . . . 5. ft- A"- «