At, 277. Samstag, 2. Dezember 1903. 124. Jahrgang. Vmbacher Zeitung. ^«ü^ °«spltl«: Vw Pllstuer!enbun«: „anzjührig 30 ll. halbjähilg ik> K. i^m nomor: ssonz 3n!ef„. ,'°l>ril! 11 li, Für d!e Zustellung i»e Haus ganzjährig L X, — Insertiulibgcbühr: ^i'i lleii»? bis zu 4 Zrilcn 50 b, gröheie per Zeile l« li - be! öfteren Wiederliolunnen per Zeile « !>, Tir .z^aibachci Zel!u»g> ericheint tilglich, mit ttusuahme der i-onil- »<>d Ieierlage, Die »dminlstratlon bcfinbel 'ich »l>,>l>rciwlav Nr. ll, die Medattlon Tülmatiilnassc Ni. «0, Eplcchsluildri! der Redallio« vi>» « hi« ,D uh, vorniitwLs Uünaülierle Briefe werben »ich! angcnommeü, Mcmmlripte nicht zurüll^slellt. Nichtamtlicher Teil. Die Wahlreform. l",d3^ "Politik" beinerkt, das Pluralwahlrccht ^lftz!?^ ^ahlkreiseinteilmig zugunsten einzelner ^ i's^'un,.', naincntlich der Deutschen, würden ^elck, M"chheit des Wahlrechtes ergeben, durch t>^ °as Endziel der Wahlreform — die Ein->v^ ^9,.der nationalen dämpfe — nicht erreicht t>l,^ '^ wiirde. Eine Reform der Geschäftsordnung ^gegenwärtige Abgeordneteilhaus erscheine cjm i ^"6lich. Dieses habe während der ganzen ',!l s/'^3 Bestandes für sich selbst keine Ordnung 1'^,,?!'.'-'" vermocht; wie solle es daher für die Ar-^lnyiqkoit seines Erben Sorge tragen können? ^ d^/?^" ^idil" schließt aus deu Erkläruii-^ ^ Mmsterpräsidellten, daß die Regierung ^M, ^Uä'ndige Allgenleinheit und Gleichheit des ^chisck ^ ''" "luge habe. Die traditionelle öster-icihria ^""lbheit trete auch hier zutage. Eine zwei-das Pluralwahlrecht und die ^ V l mg des Herrenhauses seien uuannchm-^ T^^ verlangen das ganze czechische Volk und ^cil)s. ^/denwkraten, daß das allgemeine, gleiche 'veche auf den böhmisch Landtag ausgedehnt ^ l^^Mskc Listy" schreiben, die Erklärun-R ^ Regierungschefs stünden im Widersprüche lrcht^" Vegriffe'des allgemeinen gleichen Wahl-Hchhs. ^nd sci^i, nuf die Erhaltung des deutschen «I, Wnndos gerichtet. Freiherr von Gautsch habe '°Mn-ittlich Gesinnten enttäuscht. ^^.."Eelske Listy" führen aus, das Prinzip ^qw ""nn; ^6 Ministerpräsidenten sei zwar ^i^ ,U"d richtiges- man müsse jedoch die Wahl-, D^"lung abwarten. ^^' "^anwstatnost" sagt, die leitende Idee '^N ^,,?'?ung bei der Wahlreform sei die Erhal- ^litiit ' "sherigen Herrschaft der deutschen Natio- ^em -^ wiederum nur durch die Erhaltung Pi ^'"is bewerkstelligt werden könne. sstion,' "^oravska Orlice" erklärt, über die In- Me s^' bor Negierung in der Wahlreformfrage ^ten? ""^ den Erklärnngen des Ministerpräsi-! ^'N^'^ch kein positives Urteil fällen- allein die j ^all>,/^ Andeutungen seien recht lveit von den ^-^e^Vülker Österreichs entfernt. Die Wahl-! reform müsse ohne Rücksichtnahme auf die ungerechtfertigten Forderungen der Deutschen ausgearbeitet werden. Der „HIas" meint, ein endgültiges Urteil werde sich erst nach der Einbringung der Wahlreformvorlage fällen lassen-, die Erklärungen des ^abinettschefs ließen aber ein gewisses Mißtrauen als berechtigt erscheinen, namentlich weil sich aus ihuen die Absicht eiuer unzulässigen Begünstigung der Deutschen ergebe. Die Restituicrung des Wahlrechtes für den Reichsrat an die Landtage würde eiue verläßlichere Photographie der österreichischen Verhältnisse ergeben als die zugesagte Wahlreform. Auslandsreise des Kaisers von China. Die Nachricht, daß der Kaiser, von China in der nächsten Zeit eine Nilslandsreise, die sich auf Europa ausdehnen soll, zu unternehmen beabsichtige, wird, wie man von unterrichteter Seite aus London meldet, als unzutreffend erklärt. Gleichzeitig läßt sich aber die für den Wandel der Zeiten 'in China höchst bezeichnende Tatsache feststellen, daß eine solche Reise für die Zukunft keineswegs ausgeschlossen ist. Es ist eingeweihten Kreisen bekannt, daß es zu den Wünschen des Kaisers gehört, mit den: Auslande durch eine Reise in persönliche Berührung zu konunen. Es wird auch versichert, daß die' Kaiserin-Mutter diesem Gedanken nicht unfreundlich gegenübersteht. Was die Stellungnahme der reformfreundlichen Kreise betrifft, so könnten sie es bei ihrem Bestreben, zwischen China und den modemen Staaten immer engere Verknüpfungen und kulturelle Gemeinschaft herzustellen, selbstverständlich nur mit lebhafter Befriedigung aufnehmen, wenn der Kaiser durch eine Reise Gelegenheit erhielte, mit anderen Staaten und deren Oberhäuptern in unmittelbaren Kontakt zu gelangen. Ebenso gewiß ist es, daß die auswärtigen diplomatischen Vertretungen Chinas uud die chinesischen Kolonien das Erscheinen ihres Herrschers in den betreffenden Ländern aufs freudigste begrüßen und darin eine-sehr bedeutsame Gewähr für das Weitcrschreiteu auf der Vahn der Reformen erblicken würden. Der gegenwärtige Zeitpunkt, m ! dem das große asiatische Reich auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens einen überaus tief emschne^ denden Wandlungsprozeß durchmacht, der natur- gemäß beträchtliche Schwierigkeiten in sich birgt und die größte Wachsamkeit der obersten Staatsleitung nach allen Richtungen hin erheischt, kann jedoch für die Ausführung des erwähnten Planes nicht als geeignet erscheinen. Politische Uebersicht. Laibach, I. Dezember. Die „Osterreichische Volkszeitung" findet es begreiflich, wenn die Parteien des Abgeordnetenhauses, selbst diejenigen, die sich früher schon zugunsten der Einführung des allgemeinen Wahlrechts ausgesprochen haben, im jetzigen entscheidenden Augenblicke mit Bedacht und Zögern ihre Stellungen zu der Ankündigung der Negierung beziehen und ihre^ Vorbehalte machen. Es sei aber zu erwarten, daß"3ie freisinnigen oeul-schen Parteien den Weg zu einer Verständigung mit der Regierung finden werden, vorausgesetzt, daß durch die Vorlage des Wahlrechtsgesetzes jener Sprung ins Dunkle die Gefahr verliert, der sich die Deutschen unter keinen Umständen aussetzen dürfen, die Gefahr, durch Slaven und Klerikale national erdrückt zu werden oder auch nur erhebliche Einbußen an ihrem nationalen Besitzstände zu erleiden. — Die „Deutsche Zeitung" ist der Ansicht, man müsse für die Staatsnotwendigkeiten sorgen und dadurch die Möglichkeit schaffen, daß die Regierung im Februar mit ihren Entwürfen kommen kann. Tann und dort wird die Schlacht zu schlagen sein, mit ehrlichen Waffen. Wer jetzt auf den Weg zum Kampfterrain Fallen stellt nnd Fußangeln legt, versündigt sich am Staat und seinen Völkern und ladet sich eine Last der Verantwortlichkeit auf, nuter der die stärkste Partei und der stärkste Mann zusammenbrechen müßten. ! ^nr A u f st ellnng ei n er Reserve-^ e s fade r in Pola wird gemeldet: Die Aktivierung der Neserveeskader wird erst im Jänner erfolgen. Sie wird vorläufig alls den drei Schlachtschiffen der „Monarch"-Klasse, also aus den Schiffen „Budapest", „Monarch" und „Wien" bestehen. Die Schiffe der Reserveeskader werden über die Wintermonate im Zustande der Ausrüstnngsbereit-schaft bleiben. Sie werden demnach alles Kriegsund sonstige Ailsrüstnligsniaterial an Bord haben. Der Mannschaftsstalid werde ein aerinaer s>'in ^>" Feuilleton. ^'"t ius ^^ Schwammerlnsupp'n. st'«« Tiroler Geschichte. Von Ltudolf Oreinz. >,. (Fortsetzung.) ^. im^ ^" Much war die Trina, die Almhause- !, ^ ,w? 6" „g'sparig". Er hatte regelmäßig ' d^ ^'U'nmen, wenn er sich mit den übrigen lht zy"'^ i" der größten Almhütte setzte, wo ',^er^^"" hegte auf den Much schon seit ge-? do,.)^': "n arges Mißtrauen. Voriges Jahr ! '>i7^es Jahr hatte im Herbst an dem t> en ss^!r/ "eu Frucht der langen Tommerarbeit, ^ c>^" Men Bntterknollen, den saftigen Käsen. , lm, <^. "Nlchcn Schmalztiegeln immer 'was ge-s' H^bs/'wchte noch so aufpassen. Das, was er k^n ')s s^l Tal brachte, stimmte nie völlig mit 1^' V, Mrcibuugcu. Es fehlten stets ein paar /> t' "knällerln uud Schmalztiegerln. Auch lo^ ll.'i d"' Tenner Luis schon hie lind da l?lr si "" Abgang feststellen. Sein Verdacht 2'fri ""willkürlich "us den Much. Warum M NM" Mrs haarklein gestimmt, als der Much U in .,,.5 ,"Mhbua" auf der Ötschenalm war? ^Ns ^ ^p"' war dein Luis trotz alles Auf-il> Die ^' ""lh nie gelungen. Nln. H^una hatte der Seim ins Vertrauen ge-"^ Abends entwarfen nun die beiden einen Plan, wie man dem Milch anf seme schliche kommen könnte. Der Senn enwfand em Elches Vergnügen über die ganze Idee, dcm cr nch mindestens eine Viertelstunde lang nnt den knochigen Fäusten auf beide Knie Mm und dabei jedesmal schadenfroh auflachte. Seit ein Paar Tagen war em herrischer ^tadt-frack anf der Ötschenalm zu Besuch. Ein „glas-augetcr" Professor, den die Almleute mit einem gewissen überlegenen Mitleid betrachteten. Ein solcher Mensch war entschieden zu bedauern, dessen Lebensaufgabe darin bestand, den ganzen Tag herumzustiefcln und jedem Grasl und Vlüeml nachzujagen. Besonders hatte es der Herr Professor auf die Schwammerln abgesehen, und gerade die giftigen Schwämme waren ihm die liebsteil. Die sam melte er mit besonderer Sorgfalt und breitete sie an der Sonne zum Dorren aus. Der Seuuer hatte dem „Glasaugeten" gegen antes Entgelt seine Kam mer zur Verfügung gestellt nnd nächtigte seitdem i,l einem der Vettverschlägc m der Almhutte. Für heute Mittag hatte d,e Trina eine schmack hafte Schwammcrlsupp'n angekündigt. Die beiden Goasbnb'n hatten gestern abend aus den uutcr der Alm liegenden Waldbeständen einen schweren Nucksack voll frischer Steinpilze, Morcheln, Värentatzcln und Pfifferlinge mitgebracht. Der Mnch freute sich schon den ganzen Vormittag auf dcu Genuß. Wenn es 'was Ertrag gab, dann trachtete cr stets ein paar Minuten vor den übrigen beim Tisch zu sein, um womöglich noch vor dem Eintreffen der andern und vor dem üblichen Tischgebet einige Löffel oder Brockeil mehr aus der dampfenden Schüssel zu erHaschen, j Richtig gelang es dem Much, als erster zu der Schwammerlsupp'n zu kommen. Noch niemand war da. Nicht einmal die Trina beim Herd. Die hörte der Much in der Milchkammer nebenan mit dem Geschirr klappern. Der Much sog nicht lang den würzigen Duft der Suppe ein, sondern beeilte sich, eineil Löffel zu ergreifen uud davou hinunterzuschlingen, so viel er kounte. Jetzt stampften auch die übrigen nach und nach in die Hütte. Der Much legte mit einem neidischen Seufzer seinen Löffel weg und erhob sich zum Tischgebet. Kaum hatten die Leute jedoch das „Amen" gesagt, als die Trina, die Hände über dein Kopf zusammenschlagend, aus der Milchkammer gestürzt kam. „Icssas, Maraud, Josef!" rief die Wirtschafterin mit allen Anzeichen des Entsetzens. Hchrt ^ mir koancr dö Snpp'n an! I hab' in der Eli und aus Verseheu die giftigen fessor drnnter q'schnitten! Weil er dos Glftzeu^, auch «illeweil überall mnanandl.egen hat ^-o a Schrecken!" setzie sich die Wirtschasterm als ob No liw ^>",s,.> >nM melir trciqen wurden, auf del ,v"d-,^!dd^o7/d':nD^,.M'°.cn haw-.wch rein« »>>!l ,i,>!„,kt „ach scmcm Luff« zl, la,,,,«,, lick kasweiß wurde. . ^ , . "N " (Fortschung folgt.) Laiüachcr Zettum, Dir. 277. 248tt 2. Dezember 1^^ Falle der Notwendigen kann die Reserveeskader in einigen Stunden vollkommen seeklar sein. Der Standort der Vskader wird Fasana sein. Die Aufstellung der Neserveeskader bedeutet eine wesentliche Steigerung der Schlagfertigkeit unserer Ma- ^ rine. Es war mit großen Schwierigkeiten verbun-, den und es bedürfte der ganzen Energie des Marinekommandanten, diese Maßnahme durchzusehen. Italien hat schon seit 1!X)3 eine Rescrvedwision in der Aoria aufgestellt und sie im heurigen Frühjahr verstärkt. Die Reservedivision besteht aus fünf! Schiffen, sechs Torpedobootzerstörern und sechs! Torpedobooten. ! Die S ch w e i z steht im Begriffe, die anar -! chistische Propaganda durch eine neue! Strafvorschrift zu bekämpfen. Die Konnnission des ! Nationalrates beantragt folgende Ergänzung zum ^ Bundesstrafrechte: „Wer zur Begehung anarchistischer Verbrechen auffordert oder dazu Anleitung gibt oder derartige Verbrechen öffentlich in der Absicht verherrlicht, andere zur Begehung von solchen anzureizen, wird mit Gefängnis bestraft." Gegenwärtig kann in der Schweiz die Aufforderung zn Verbrechen oder die „Verherrlichung von Vcr-! brechen" nicht bestraft werden. Das Balkan komitee in London hat an das Auswärtige Amt ein Schreiben gerichtet, in welchem es für den Anteil, den die englische Regierung an der Aktion gegen die Türkei wegen der Finanzkontrolle in Mazedonien nimmt, lebhaften Dank kundgibt. Dem genannten Komitee ist hieranf vom Untcrstaatssekretär, Sir Thomas Sanderson, im Namen Lord Lansdow-nes eine Antwort zugegangen, in der es heißt: „Lord Lansdownc bemerkt mit Genugtuung, daß die Unterzeichner der Denkschrift ihrer Billigung Ausdruck geben über den Anteil, welchen Sr. Majestät Regierung au den dringenden Vorstellungen bei der türkischen Regierung genommen hat. daß wesentliche Neformmaßregeln für die mazedonischen Provinzen notwendig sind. Ich habe hinzuzufügen, daß, so weit es auf Sr. Majestät Regierung ankommt, jede Anstrengung gemacht werden wird, um zu sichern, daß diese Neformen von wirksamem Charakter sein sollen." Der Sultan von Marokko hat das ihm vorgeschlagene Datum für die Konfercn z in Algeziras noch nicht angenommen, es steht also noch nicht fest, ob sie an dem von den HauptmäA-ten in Aussicht genommenen ll>. Dezember eröffnet werden wird. Seit sich die Überzeugung befestigt hat, daß Deutschland ebensowenig wie Frankreich es um Marokkos willen auf eiuen Krieg ankominen lassen wird, wartet man in Frankreich, wie der „Voss. Ztg." aus Paris geschrieben wird, die Ent-wicklnng der Dinge ohne Aufregung und auch ohne besondere Anteilnahme ab. Tagesnemgleiten. — (Das Lied vom braven - Fräulein.) Wie aus Drventa in Bosnien geschrieben wird, wurden dort im Laufe vorigen Monates infolge des Regens viele Häuser überschwemmt. Aus einem dieser HauM vernahm man das Jammern von dr<^ .Mnoern, die nach der Mutter riefen. Als nämlich das Wasser zu steigen begann, rettete die Mutter bor allem ihre ärmlichen Habseligkeiten. Nachdem ^ dies besorgt war und sie zu den Kindern zurückkeh-, ren wollte, war aber das Wasser schon so hoch gestiegen, daß sie nicht mehr zu ihrem Hause gelangen konnte. Nun schrie auch die arme Mutter nach Hilfe, jedoch umsonst. Niemand wagte sich in das Haus, ^ das jeden Augenblick einzustürzen drohte. Das sah ! Fräulein Anka Lempe, eine Dame aus Petrinja, die-! zum Besuche von Verwandten nach Bosnien get'om--! men war. Das Fräulein bot zunächst den anwesenden ! Bauern zehn Gulden für die Rettung der Kinder, ^ und als das erfolglos blieb, sprang sie selbst entschlos-! sen in einen Kahn und holte die jammernden Kinder ! ab. Kaum war dies geschehen, so stürzte auch schon das Haus krachend zusammen. — (IdylIifchc Preßzustände.) Der Herausgeber der zu Stuttgart in Arkansas erscheinenden „Germania" machte anläßlich der jüngsten Präsiden-tenrcise in seinen, Blatt folgende gemütliche Mitteilung: „Die letzte Nummer der .Germania' erschien einen Tag früher, weil unser Personal, uns aus-genommen, nach Little Nock ging. um den Präsiden- j ten Roosevelt zu sehen und zu hören'. Wir selbst wag° ten uns mit unserem offenen, kwnken Fuß nicht in solches Gedränge, dafür aber ging unsere Ehehälfte, um gleichzeitig unsere dort verheiratete Tochter Au° guste Hill zu besuchn, deren Mann uns als krank gemeldet wurde." — (Die sprechende Postkarte) ist jetzt im Pariser Postverkchrc eingeführt worden. Die Erfindung stammt aus Amerika. Um eine sprechende Postkarte absenden zu können, nimmt man ein. gewöhnliches Postkartenformnlnr, versieht es mit der, Adresse de5 Empfängers und klebt auf die Rückseite ein auf der Walze des Phonographen besprochenes Papier auf. Damit der Adressat nun hören kann, was ihm der andere mitteilen will, muß er ebenfalls die Karte auf die Walze eines Phonographen legen, und dann erschallt die Stimme des Absenders der Karte. Die sprechende Postkarte, der »nan den Namen sonn-riii« gegeben hat, wird vor allem dazu dienen, das Briefgeheimnis zu wahren, was bisher bei geschriebe» nen, offenen Postkarten nicht möglich war. Natürlich kann auf diese neue Art und Weise nur zwischen Per° soncn korrespondiert werden, die sich im Besitze der dazu nötigen Apparate befinden. Die Pariser Post-Verwaltung hat daher nach Art unseres Telephon-Adreßblicheo ein Verzeichnis der Bewohner von Paris herausgegeben, die Phonographen fiir die sprechende Postkarte ihr eigen nennen, — (Ei s e nba li n z üg e f ü r Bet ru n t e n e.) In England, wo die Trnnkcnlieit nach großen Festlichkeiten erschrecklich ist, hat man jetzt eigene Eisenbahnzüge für Betrunkene beiderlei Geschlechtes eingerichtet, da nach bahnpolizeilicher Verfügung Betrunkene die regelmäßigen Züge nicht benutzen dürfen. Es werden bei besonderen Festlichkeiten außerhalb London nachts Ertrazüge abgelassen, die alle nach Hause bringen, die dem Bacchus zu sehr geopfert haben. Der VoltZwitz nennt diese Züge deshalb auch „Bacchus Spezial". Die erste Fahrt eine? solchen Zuges fand diescrtagc statt nnd bildete ein Erm Ungefähr 40 Personen benutzten den Zug- ^"^„^ P6s waren nur schwach beleuchtet und dic """ -herabgelassen, um die Fahrgäste, die sich in ke'"^, sonders schönen Zustande befanden, von ^r s,, gierde des Publikums auf den Bahnhöfen zu ^^ unö auch das gegenseitige Erkennen der P"'^„ nach Möglichkeit zu verhindern. — Weiter wnn die Mcksicht wohl nicht mehr treiben. . . ^„c — (Die verhängnisvolle ^"^M merkwürdige Geschichte wird einem en.^>!^ 7 Die Behörden wurden von dem Vorfall bena^^, und es ergab sich bei der Untersuchung, daß ^ Unglücklichen durch ein giftiges Gas crstmt ^ das der Grube, in die die alte Tür führte, m -" entströmte. . «s^e< ~~ (Der reichsteIunggeselle'" ,^, rika) ist ein Deutscher mit Namen Augustus ^ ^ Vor einigen Jahren betrug sein Vermog" ^, 2,000.000 Pfund und ein Freund riet ihn« "" ,„zt sich ins Privatleben zurückzuziehen. ^^' ' "^ betrachtete sich erst am Anfange seiner K""'" ^ seines Reichtums. Heute wird sein hauplMNm ^ Transaktion in Kupfer erworbenes VcrM^ j„ l),000.l)00 Pfund geschätzt mit der AusM' ^ ^ den nächsteil zehn Jahren zu verdoppln' ^, großes Interesse an Politik nnd AthleM > ^„. klärt, gegenwärtig noch immer keine Z^t ^ ^A>' um ans Heiraten zu denken. Ein nude" ^.. Freiet smann ist der in letzter Zeit durck!^ „^ bindung mit der Eciintable-LebensHcr^ M, gesellsäM bekannt gewordene Mr, Hydc, ,^' ^. ii> mögen auf 5.0M.0M Pfnnd geschätzt ">" ,^,,fc> erst neunundzwanzig Jahre alt, dabei """.,'^ sei!"' Statur und schönem Äußern. Bemerkenswert^,, Vorliebe für alle? Französische. Er ist rin a"b ^s ner französischer Literatur und gab vor c^n . ^i'i" zn Ehren der betannten französische,' ^""^st lvcl Madame R^jane ein geradezu fürstliches H^'^ chcs ihn 20.000 Pfund gekostet haben soll- ^si,W" sick nach französischer Art, lebt ganz in tt"us ^>n Stil nnd ist sehr stolz auf das Kreuz ^l ^''' legion, welä>cs seine Brust schmückt, Trotz on'^l liebe fiir französisches Wesen bat nock n'im Frankreichs sein Herz erobert. Das Gräberfeld von Krainbnrg (Fortsetzung.) -M'^ Neben dem golddurchwirkten Schlei" N'^ den Kopf der Leicl>e (Grab 48) noch ^" „iäh< Ohrgehänge und eine goldene Haarim^l. ^yB das Kleid an den Schultern silberne u'n^^^ Das Kreuz auf dem Berge. Eine Liebesgeschichte. Aus dem Slovenischen des Ivan Canlar, übersetzt von K. «och. (16. Fortsetzung.) „Du liebst mich nicht, Matthias! Wenn du mich liebtest, wie du sagtest, wie könntest du zögern? Weißt du, was ich dachte, als ich mich auf den Weg machte, dir entgegen?'Daß es schon spät sei, daß du längst schou auf dem Berge harrst und mit ungeduldigen Augen in die Schlucht blickest. Es war noch nicht Abend und die Sonne stand noch hoch, doch weshalb hätte ich lvarten sollen, da du mich liebtest? So lange hast du gezögert, zwei so lange Jahre . . . weshalb eilst du nicht diesen letzten Tag? Wäre es nicht schön, wenn du diese letzte Stunde wenigstens nm die Hälfte verkürzest , . . wenn dieser träge Abend wenigstens um eine Mnute t'ürzcr wäre?" Das Licht am Himmel wurde bleicher, die Wälder dunkel und ihre breiten Schatten reichten weit ins Tal, beinahe bio zum Pfarrdorfe. Da und dort zeigte sich jemand anf dem Wege im Felde, auf den. Verge oberhalb des Psarrdorfes. auf d?r großen Straße. Jemand sang im Felde, ging langsam am Feldraine hin und bog ins Dorf ein. Alls weiter Ferne wim-werte es dünn her, irgendwo hinter den Bergen läntete es den englischen Gruß. Hanna wartete. Aus der Straße vom Dorfe her wanderte ein Mann im langen, schwarzen Rocke, einen Stab in der Hand; er war klein und gebeugt, es war nicht Mat thias. Er blieb stehen, blickte scharf hinauf und grüßte; hierauf beschleunigte er seine Schritte. > „Was steht Ihr dort. Hanna? Wen erwartet ! Ihr?" rief er von weitem. ! Hanna erkannte ihn uud sah, daß seine Beine sich verfingen und daß sein Gesicht gedunsen war. Sie trat zur Seite, damit er vorbeiginge. „Fürchtet Ench nicht, Hanna! Ich bin ein demütiger Mensch, Hanna, ein furchtfamer Mensch, ich fürchte mich sogar vor einer Fliege . . . Aber ich denke, Hanna, daß Ihr umsonst unrtet. Seht, wie weit schon die Sonne ist, und er schrieb, er komme abends, wenn die Schatten den Nand der Schlucht erreichten! Die Scljattcn aber sind schon auf ieuem Berge, bald werden sie am Himmel sein . . ." Sie sah ihm in die Augen; sie waren geschwollen und der Blick war unstet. „Wenn Ihr bis zur Nacht zu warten gedenkt, so setzen wir uns da ins Gras; wenn wir ihn von weitein erblicken, gehe ich ... Nein. sitzt allein, ich werde so zwei Schritte da vor Euch stehen . . . Glaubt nicht, daß ich was Schlechtes beabsichtige; es ist ja niemand da nnd auch wenn Ihr schreiet, würde auch niemand hören. Leicht könnte ich Euch küssen. . . , Hanna . . . gerade auf die Lippen!" . . . Er schwantte und Hanna wich ihm aus. „Ihr seht mir so sonderbar ins Gesicht ^ lennt Ihr mir's an den Augen an, wie's mit mir steht? Es kann nicht anders sein. Hanna! Sagt mir aufrichtig: Was mag denn ein Mensch dort unten tun? Könnte c,- nücktern leben? Aufrichtig i Ja oder nein?" Er trat näher nnd streckte seine Hand aus. „Nein!" antwortete Hanna laum bewußt. „Nun, seht! Man trinkt, nnd dann ist sugleick alles gut; vou irgendwo leuchtet das ^' hr st'" Leben, das niemals war uud niemals » . jc»^ wird. Man trinkt nnd lebt schon im vo^^ ^ Leben, das man leben könnte, wenn , '^^„cl,t"'... alk'5 anders wäre, sagen wir. wenn dle/^ ^„n", eben die Schlucht wäre , . . Manchm" M ^, d^ mir vor, daß Ihr mich lieben könntet; n, ^ ,M sonders trnnken bin, bilde ich mir ""', !""i,»!'"l !^ wahrhaft lieb habt. und so kann es lowi ^,M schchcn, daß ich um Mitternacht über ^'^ct ^ tanmlc und um Euch werbe . , 2-"" dazu sagen, Hanna?" .«'., war "ä"" Er lachte laut aus, aber das Lack( n ' gen und das ßjesicht wurde plötzlich ""' 'hl,^ Ä"^ nen. ich sähe sie vielleicht schon, wcim >' ,^ü ^ nicht so trübe wären. Gern blicke M) 5 , ->. in der Nacht mit meinen trüben ^^Mcr ^' hängen an Schnürchen, diese senken M ^. ger und die schönen weißen Sterne baunnu^.^^sch"^^ vor der Nase... Hanna. Ihr werdet U)n ^^.,1 ^ Sie stand vor ihn., mit «"'"izc" '^. ^'^ Lippen gepreßt und starrte ins Tc" " ^,5 " drückte die Angen halb zn, neigte Ml ^ hinab. ^,, NälNN^ ,! „Ich nnterscheide ja schon lau" " , ^n" , könnte Ich einen Menschen am WaI,0"'..Ml, "" . . . Halt, seht, hat sich's nicht^ort u Tale, auf der großen Straße?" „Wo?" > (Fortsetzung folg" ^aibachcr Zeituua Nr. 277. 2469 2. Dezember 1905. l,^^fibcln »nit Tafelgrannteil und Almanoimn .„:. "^ Dinger der linken Hand ein goldener Ring 'umn Amandin zierten. Wx. ^rgehänge haben als Oängezierde ein wür-8chu> "?^ ^^^ ""s Goldblech, dessen vier Ecken ab-'^ii^ ^ ^"^ und dessen durchbrochene Flächen mit ,^" und grüneil Glasplättckien belegt sind. Nach 135?5 ^Ungarns frühnnttelalterliche Altertünier, ^ ) bestand die Füllung der Würfel ans einer "Mn oder schwefligen Masse. ti„ ^'^, goldene Haarnadel besteht aus einem über ^ "Mstäbcheu getriebenen Goldblech, das mit ii^^'Uen unigeben ist. die in Abständen unterbroäM lAc>^ ^llenbnndern, welcl>e wiederum von Perl- " "msäuint werden, ,1,^ ^ Scheibenfibeln, die im frühen Mittelalter ^,^ Sendung erreiä)en, zeigen recht verschieden-^^/^nnen. Während einige kreisrund mit glattem ^eil^ ^"^ Verzierungen von konzentrischen !vöis^ ^^ 'reziproten sPhärisclM Dreiecken auf-^r>n v ^^" andere eine stern- oder rosettenförmigc ^d i,' ^"^ innerer Kreis eine Wirbelform darstellt! ,i^ f,°" Wtte gewöhnlich nüt einem Almandin ge-! ^ ^^- Diefe Fibeln fanden fich incistens paarweise! ^r l ^^ultern vor, ein Beweis, daß man dw Klei-! ^tt 3? ' "".^ lmks lüftete. Eine Scheibenfibel an- ^ „ch ^lt ist jene, deren Außenraild ans Vogelköpfen, l»ah^ gesetzten Nlmandinenangen gebildet wird. ^wn^ ^' 'Untiere Nanc> niettiert ist nnd den Mit-"''^tris^ ^^ ^^'"l verloren gegangen ist, drei ton- ^ ^>hen> ^^^en ulngeben. deren nnttlere einen durch! k^"'lsr ein^epnnzte Grnba>'n genulfterten Wnlst ich,.:^^ dilsprcä)end Nluten an die reizenden rosct-'l«il>c ""^ Mberneu Scheibenfibeln, deren Ober. ^'k an^ nnt rotell Tafelsteinen bedeckt ist, so daß 'nst "^ zarten Silberstegen bestehende Silberfassung, i'!iiq«"'5, zurückritt. Ein sehr charakteristiscl?es Ge-' ^>t ^ "^ "uch eine Sä>eibenfibel aus Bronze auf ^ei,?!^ (blauer Grund mit eingesetzten weißen lp U"d gezackten Randkreisen. l ""/^ ^ ^ bisher besprochenen Fibeln nehme,:, ^tl"?"ragenoe Stelle ein die 8-Fibeln mit den: ^ ^'Nrm s. '^'uent. Sie sind meist aus Silber oder ^ ^'1? « ? "nt Silber legierten Material vergoldet. > l!ro^. I'^^ Ausnahme macht eine außerordentlich, üi^tupferne Fibel. Ihre Enden laufen aus in, ,'l "ge Greifküpfe lnit starken Schnäbeln, deren, ^zi"^" Kreis mit zentralem Punkt bildei. Die ^'Äe,5 ^"ien des Mittelteiles werden durch zwei »ch lt> "^ eine viereckige Erhebung unterbrochen, die ^ Unkten und konzentrischen Kreisen geziert sind. ^" Ti ^" ausgestatteten silbernen Fibeln mit "«ten I- °t^" sind Augen und Mttelteil nrit Gra-telteil ""gelegt. ^ der näheren Behandlung des Mit° ^ldips ^"^ große Mannigfaltigkeit. Das barockste ^ltw/'r kW ^ibelart bietet eine in ihrem ganzen^ ^en " ^ ^t roten Tafelsteillen geschmückte Fibel,, ^r ^"' Kopf eine herabhängende Schnauze und, ^lt^.. Kopfe Auslvüchse hat, dw man als Ohren ^ "rveg ^ "^' während die Schnauze des anderen > ^schi^^' "" Bussel gebogen ist. Von di.^ 8.Form^ ^'f ^" N't eine kleine silberne Fibel mit Sperber-^Nvei durch Linien mrgedeuteteil, Flügeln und ^lrkl ' ^^ ^orin in einer reicheren Spange wle°, ^N,^ deren Schweif und Flügel nnt Tafelsteinen, Di« .^^ und das Auge ein Almandin ziert. l "Urh ^ "nzigc Andeutung, daß das Christentum ^ ^Und'' s ^ Vewohnern von Krainburg Eingang !^d ^. "^ kann man einem lateinischen silbernen ^Nen/^oetru 5^,^, entneh'nen, das bei einer !^1 ist 7^ "n !>er rechten Schulter gefunden wor-"'k and aus früheren ,^s ^ ^criodel, vor.* Unter chncn ragen beson-i^th^/ "ut dein Widderkopf aus Bronze und dem k ^ w,^ Silber mit Vronzespirale hervor, die in ^rt/, ""is ^^ A^w,ma. des durch Jahr-,i "' de,-, ""endeten Motivs zeigen. Die Formen« ,.^stfih„ ""iren weiterhin noch einige römisäie Arm-! "gt. t>" "us Eisen. Bronze oder Eisen mit Bronze "^t^ ^ auf den, Bügel mit ^cisfiguren mit dein ^ 8ur ii>""^ aemustert sind. s^Uc^sss, "dollständigung del' Schilderung des i^ckbos ckes nmg schließlich noch des Waden-^ zuna "!^^ gedacht lveroen. Es sind das zier-Noldet ^""'W Beschläge, meist aus Silber und ^^ ' oeien unteier Teil im Mittelfelde mit >il- ^!l^"nl,u^^°"nienstellung cincr typologischen Reihenfolge ^ "l,etz .,^" Mbcln liegt aus^rhalb des Nahmens dieses «'N. "° wnd i„ anderem Zusammenhange gegeben schnitt verziert und mit niollierten Drciecksäumen umrandet ist. Sie dienten als blinkender Abschluß der langen Schuhbänder und hingeil an der Stelle, an wela>r die Bänöer unter dem Knie zu einem Knopfe verschlungen wurden, an der Außenseite der Wad?n herab. ' (Schluß folgt.) Wegbaute» des Slovenischen Alpeuvereines in den Iulifchcu Alpen. Von Prof. Dr. Johannes Frischaus. Der Teil des Gebirgsstockes der Inlifchen Alpen, östlich vom Mangart bis znm Lulnja°Passe sowie der ! Abfall des Triglav zur Trenta blieb trotz des Zro> ^ ßen Aufschwunges der Hochtouristik bis in die letzteren Jahre ein fast ganz nnkultiviertes Gebiet, Erst die Erbauung der Voßhütte in der Nähe des Mojstt'ovka-Passes durch die Sektion Attain des Deutschen und österreichischen Alpenvereines veranlaßte einige Weg. Verbesserungen, allerdings größtenteils im ohnedies gangbaren Terrain, denn auch der seit drei Jahren angekündigte Bau eines Weges vom Talschlnsse der großen Pißnica über die Kriiwand in das Kriikaar zur Erschließung des herrlichen Razor-5?rix-Stemer Gebietes hat nicht einmal begonnen, l Dagegen hat die Zentrale üaibach des Sloveni-i schen AlpenvereineZ in den Jahren 1904 und 1905 ! trotz Überbürdung infolge des Baues großer Schutz» ^ l Hütten, von denen in erster Instanz das prächtige ! AlM-Haus genannt werden foll, in dein genann-i ten Gebiete eine Neihe der schwierigsten Wegbauten ^ ausgeführt, für welche große Geldsummen aufgewendet werden mußten; Arbeiten, die besonders ze eignet find, den großen internationalen Verkehr, der bisher in Villach ins Stocken kommt, über Laibach hinauszulenkcn. > Sämtliche Wegarbeiten haben den Zweck, eine leichte Verbindung zwischen dem Aljaii'Hause im Vrata-Tale und der Trenta. serner die Verbindung , zwischen der Trenta und Koritnica (Predil) nnd einen ^ leichten Zugang auf die einzelnen Spitzen^vom Aljai-i Haufe, d. i. auf die Hochspitzen zwischen Steiner und - Nazor, aus der Trenta und aus Mittelbreth auf den ! Ialovec zu schaffen. In, nachstehenden sollen diese > Wegbauten geschildert werden. ! 1.) Die Verbindung zwischen dem Vrata°Tal und ^ der Trenta (über den Luknja.Paß 1779 Meter). ! Die alten Weganlagen, wenn man von Anlagen überhaupt sprechen darf. Zehen vom Aljax.Hause bis zum Ursprünge der Feistritz unter den Triglavwän. den. sodann mitten durch den Kessel zwischen Triglav und Pihavec über das weitausgedehnte und unangenehme Steingerölle auf den Luknja-Paß zu und so-dann all den Lehnen des Pihavec auf der Trentaer Seite steil hinunter zum Zadniica«Bache. Der letzte Teil (Pihavec.Weg) ist steingefährlich, weil oberhalb ! am Pihavec große Schafherden weiden, und gegen den Zadnjica-Bach zu ist der Weg iiberdies äußerst ! steil. ! Der Slovenische Alpcnverein stellte nun nach-! 'stehende Verbindung her: Vom Aljai.Hause etwa ^ IN Minuten längs des bestehenden Feistritz-Weges (bei einer Lichtung) wird nach rechts gegen d?n Steiner zu abgebogen und der Weg führt sodann in ! fast gerader, stets gleichmäßig ansteigender Richtung ! in die Mulde zwischen den Felsgehängen des Steiner ! und Pihavec auf die Alpe Bukovlje (von hier ist ein ! großartiger Überblick des Talschlusses und eine prächtige Aussicht bis nach Lengenfeld). Von der Alpe Vukovlje führt der Weg längs der Felsen des Pihavec und über die letzte Schutthalde unter dem Luknja-Paß zur Paßhöhe hinauf. Der Abstieg von der Paßhöhe ist unter den TriglaMvänden ausgeführt und führt im oberen Teile durch Niederholz, im unteren durch Buchwäld zum Abfchlufse des Zadnjica-Tales hinunter. Der Teil unter den Triglavwänden wird unter der Bevölkerung als Weg „orr/. ,-utzu" (durch die Latschen) genannt. Der ncuangelegte Weg liat im Vrata-Tale den Vorzug, daß er das Steingerölle möglichst vermeidet, dann bis zur Alpe Nukovlje durch den Wald angebahnt ist sowie dadnrch. daß er die geradeste Ver« bindung mit dem Luknja-Passe herstellt und überdies zur Verbindung mit dem Kriikaar dient. Der Teil „öre2 ruSo" hat den Vorzng, daß er über festes Terrain angelegt und nirgends besonders steil ist und daß auch Steinschla.1 nicht zu befürchten ist, 2.) Der Komar-Neg aus der Trenta zum Tri° glab. Vom Triglav zweigt nach Süden gegen den Mnjavec zu ein von der Trenta aus gut sichtbarer Bergrücken, aus lvelchem sich nächst dem Triglav eine mäßige Kuppe erhebt, in der Trenta Planja genannt. An diesen Bergrücken ist gegen Osten hin eine weite karstarticn' Trasse vorgelagert, weläx,' von den Triglavwänden gegen dcn .Nanjavec .;u mäßig sich senkt. Der bezeichnete Bergrücken und diese Terrasse wird vom Kanwvec dnrch einen ziemlich scharfen Einschnitt. den Dolii-.Sattel. geschieden. Vom Doliö.Sattel, der unmittelbar am KanMvcc-Stocke anliegt, führt direkt abwärts in das Zadnjica.Tal eine breite Schlucht, die sich in mehreren terrassenförmigen Abstufungen steil hinunter in das Iadnjica-Tal senkt; insbesondere der unterste Teil bestcht aus fast senkrechten Wänden und Klüften. ! Der Slovenische Alpenverein legte nun, um eitlen ! sicheren und möglichst kurzen Weg aus der Trenta auf den Triglav anzubahnen, einen neuen Weg an. welcl)er vom Schlüsse des Zadnjica-TaleZ unter den Kanjavec-Wänoen direkt hinauf in die bezeichnete auf den Doliö°Sattel zu führend«,' Schlucht geht. Der Weg steigt vom Talschlusse eine steile Wand hinan, führt in eine ganz enge. aber steinsiclMe Steintlufl, aus der Kluft heraus wieder auf eine scharf? Schneide und traversiert sodann über den untersten Wänden z zu den schönen Alpenweiden, die sich längs der Kania-vec-Wände bis zum großen Schneefelde unter dem Doli<^SatteI erstrecken. Dieser Teil des Weges wird im Volksmunde Komar-Weg genannt — ein Steig, der nur wenigen kiihnen Gemsjägern bo kannt war — und anlehnend an diesen Namen wurde die ganze Anlage „Komar°Weg" bezeichnet. In die bezeichnete Mulde mündet hoch oben der vom Deutschen und österreichischen Alpenverein über den Skok geführte, aber in schlechtem Zustande befindliche und, wie allgemein anerkannt wird. sehr steingefährliche Weg ein: die weitere Route ist sodann durch eine kurze Strecke, nämlich bis zum Schneefelde unter dem DoIis°Sattel. gemeinschaftlich. Bemerkt wird hiezu, daß der sogenannte Skok« Weg aus dem Schlüsse des Iadnjica.Tales einen be» deutenden Unuvcg macht; denn er führt bis in die Nähe des Luknia-Passcs hinauf und wendet sich erst dann in die Wände unter dem Triglav, respektive Planja, um sodann auf den Knnjavec zu zurückzutra-vcrfieren. Der Umweg bedeutet einen Zeitverlust von mindestens gloei Stunden, und es ist also der Komar-Weg des Slovenischen Alpenvereines eine für den Touristenverkehr bestens überdachte Anlage, indem die direkte Linie aus dem Talschlusse bis zum Dolii>Sat-tel angebahnt wurde. Der erste Aufstieg dein, Komar-Wege ist bis in eine Höhe von etwa 1600 Meter in Felsen eingehauen und nnt vielen Eisenklammern und Drahtseilen versichert. (Fortsetzung folgt.) (Ei lie neue Ehr en m eda i lle.) Seine Majestät der Kaiser hat — in der Abficht, verdienstvolle Mitglieder von Feuerwehren und Ret° tungskorps durch ein sichtbares Zeichen der Aner< kennung zu belohnen — mit Entschließung vom 34. November I, I, ein? Ehrenmedaille für 25jährige verdienstvolle Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuer, wehr nnd Nettungslvefens gestiftet. Auf diefe ohne Unterschied des Ranges. Standes und Geschlechtes von der politischen Landesbehörde zu verleihende Ehrcnlnedaille steht jenen Personen ein Anspruch zu, welche auch nüt Unterbrechung — im ganzen 25 Jahre einem freiwilligen Feuerwehr- oder freiwilligen Nettungskorps, die in den im Neichsrate vertretenen Königreichen und Ländern bestehen, als aktive Mitglieder angehören und in dieser Eigensck)afr eine eifrige und nützliche Tätigkeit entfaltet lx»ben. Mit diefer kaiserlichen Stiftung geht ein in den be» teiligten Kreifen seit langem gehegter Wunsch in Erfüllung, daß aufopferungsvolle Tätigkeit auf dein Gebiete des Feuerlvehrwesens einer staatlichen Ebrung teillxlftig und auf diese Weise ein Ansporn zur tatkräftigen Fördernn;; des gemeinnützigen Zweckes der Feilerwehren gegeben lverde. Die Übertragung dies?s Gedankens auf das Gebiet des NettungswesenZ ergab sich angesichts d?r stetig fortschreitenden Organisation der Hilfeleistung bei Ungliicksfällcn von selbst. — (Bürge r m eist er Hri ba r) hat fich auf einige Tage nach Wien begeben. - (Die krainischc Ku n stwe bea n st a l t) hat gestern, wie bereits angekündigt, in ihren an« sehnlichen Räumen im zweiten Stocke des vormals Virantschcn Hauses, Sternwartgasse 1, ihre I V. Weih-nachtsausstellung eröffnet und erläßt ihre Einladung zur Besichtigung der sehenswürdigen Produkte ihres Kunstfleißes. Die Gewebe, meist nach Zeichnungen von N, Hammel. E. V o l I b e I) r, v. Toarko und v. Födransperg. erstrecken sich auf die man-nigfaltigften Gegenstände, welche zu einer aparte,, und wirkungsvollen Ausschmückung ^" W"inrmttne,l gebraucht lverden könn.,. Da Behäng , Teppiche. Vett und volle Tischler, ssonst.rschutzer, Stör Z, Port ere SWHIbezüge, Sofak^ sind mehrere ln^ ^^^ G'webe ge- l f n "^b^ öu herabgesetzten Preisen ! l""^> b" d",em ausdrücklich bemerkt. Haibllcher Zeitung Nr. 277. 2490 2. Dezember 190^. " (W ohltätigke it Z.Veranstaltung im Kasino.) Das vom Ausschüsse des Frauen« und Kinderhortes zugunsten seines Fondes veranstaltete Wohltätigkeitsfest nahm gestern Vormittag mit einer Kochkunst- und Puppenausstellung, welch letztere durch ihre feinsinnige, von künstlerischem Geschmacke zeugende Anordnung allgemeine Bewunderung fand, seinen gelungenen Anfang. Abends fand ein Teeabend mit einem reizenden Programme unter Mit wirfung der Militärkapelle statt. Ein herziger Nieder-lnaierreigen, ausgeführt von 8 allerliebsten Kindern, bot ein entzückendes Vild. an dem sich die zahlreichen Besucher nicht satt schell tonnten. Echten künstlerischen Genuß bereiteten Violinvorträge von Frau Varonin Codclli, und Licdcrvorträge von Frau Mitzi A m > brositsch-. eine eindrucksvolle Deklamation von Frau Hedwig Poche wurde mit großem Beifallc aufgenommen und köstliche Coupletvorträge des Herrn von Hillc fanden lebl>aften Anklang. Das Fest beehrten mit ihrem Besuche Herr Üandespräsi-dent Theodor Schwarz famt Gemahlin, Herr Hofrat Graf Chorinsky samt Gemahlin, LandeZauZ-schuß und Neichsratsabgcordnet^r Graf Narbo samt Gemahlin. Seine Exzellenz Divisional FML. Edler von Chattanne, Admiral i, N. Baron Minu-tillo und viele andere Honoratioren. Dem Tanzvergnügen huldigte natürlich die Jugend mit be-kannter Allsdauer. Die Veranstaltung findet Sonn-tag mit der Puppenausstellung von 1(1 bis 1 Uhr und nachmittags um 5 Uhr mit einein großen Kinderfeste ihre Fortsetzung. Ein ausführt cher Bericht über das schöne Fest folgt. ^. - (N iko I oab end.) Der hiesige christliche Frauenbund veranstaltet Dienstag, den 5. d. M.. im großen Saale des Hotels „Union" einen öffentlichen Nikoloabeild mit folgendem Programme: 1.) Ansprache an die Kinder. 2.) Auftreten des Nitolc, samt Gefolge. 3.) Verteilung der Nitologeschenke. Vor und während der Programmnnmmern spielt die hiesige k. und k. Militärmusikkapelle. Eintritt per Hlerson 60 u. Kinder miter 10 Jahren sind frei. All fang um halb 8 Uhr abends. Geschenke für die Kin-der werden Dienstag nachmittags von 8 Uhr an in, großen Saale des Hotels „Union" entgegengenommen. ** (Vortrag über Spiritismus.) Professor Dr. Maximilian Mandl hielt vorgestern im großen Saale der Tonhalle vor einem zahlreichen Publikum einen in hohem Maße fesselnden und an regenden Vortrag über Spiritismus. Der Vortragende entrollte ein klares Bild jener Verirrung menschlichen Geistes, die in verhältnismäßig kurzer Zeit so sehr um sich gegriffen und eine unglaublich große Anhängerschaft gewonnen hat'. Trotz der man-nigfachen Entlarvung der sogenannten Medien so wohl durch wissenschaftlich gebildete Männer, als auch durch scharfblickende Laien, ja sogar durch Mit« glieder aus hohen fürstlichen Familien, konnten die Anhänger des Spiritismus nicht von ihrem Irrlvahn überzeugt ivcrden. Herr Dr. Mandl schilderte, wie der Spiritismus in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit dem Tischrücken in Amerika in Auf-schwung gekommen sei, und 1853, trotz physikalischer Aufklärungen, seine Verbreitung in Europa gefunden habe. Daß er nicht nur leichtgläubigen Seelen, son. dern auch hervorragenden Männern der Wissenschaft den Kopf verdrehte, bewies Redner durch die Erzählung der aufsehenerregendeil spiritistischen Experimente im Hause des berühmten Leipziger Professors der Astrophysik Dr. Zöllner durch das amerikanische Medium .Henry Slade. der nach dein beglaubigten Zeugnisse wissenschaftlicher Autoritäten, die del, spi ritistischen Vorführungen beiwohnten, unerklärliche Experiinente in Gestalt von Knotenlösen. Geister schrift. Erscheinen von Geisterhänden, Abdrücken von Geistcrfüßen unter zauberhaften Begleiterscheinungen am hellen Tage zum besten gab. Wie weit die Tau schung reichte, erhellt aus dem Umstände, daß Dok-tor Zöllner ein umfangreiches, mit Photographen versehenes, die „Transzendentale Physik" betiteltes Wett, aus dem Dr. Mandl einige Lichtbilder vorführte, herausgab, in dem er sich bemühte, dein Spiritismus ein wissenschaftliches Gewand anzulegen. Er widmete das Werk dem Begründer der transzendentalen Physik, Professor Williams Crookes in London. Herr Dr. Mandl lieferte nun eine interessante erperi-mentelle Veranschaulichung der vier dimensionalen Phänomene mit Hilfe der AnaloZie von Flächen wcsen und kam dann auf die spiritistischen Zeitschriften, deren es gegen 200 gibt, sowie ans die spiritist, schon Gemeinden zu sprechen. Er schilderte kurz das Aufbieten berühmter Medien, wie! Firman. Bastian. Home Holmes, Monck, die gleich Slade nach ihrer Entlarvung vom Schauplatze verschwanden, und wandte sich dann der Tätigkeit bekannter Antisviri tisten. wie Cumberland u. a. zu. Er schloß seine Dar° legungen mit der Erklärung, daß die Hyvotbese von der vierten Dimension keine Berechtigung bat, weil« ihre Annahme alle vorhandenen Gesetze über den Haufen wirft, und keine wissenschaftlichen Beispiele vorhanden sind. Der Verirrung des menschliä>en Gci-stes gilt aber das Wort des Dichters: Es irrt dec! Mensch, so lang er strebt. Die Zuhörer drückten dem! Vortragenden ihre Anerkennung durch herzlichen! Beifall aus. — Den Vortrag beehrten Herr Landes-! Präsident Theoder Schwarz samt Gemahlin, Herr! Hofrat Graf Chorin sky samt Gemahlin, Seine Erzellcnz Divisionskomlnandant FML. Edler von Chauanne sowie viele andere Honoratioren mit ihrem Besuche. ^1. — (S ani tä to-W o chenbericht.) In der Zeit vom ll). bis 25. November lamen in Laibach 22 Kinder zur Welt (29-48 pro Vlille), darunter 2 Totgeburten, dagegen starben 15 Personen (20 78 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 3, an Ent-zündung der Atmungsorgane 1. an sonstigen Krankheiten 11 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 6 Ortsfremde (40 L>) und 8 Personen aus Anstalten (53-3 ,-", ,/l'nm />:l tul-kkim Ai-ii^m" und Sattners ..^nximi i/< Zol?"), Nrnchstücke au5 der „Verkauften Braut" (Quartett) sowie drei Männerchöre (die Voltslieder ,.?tiöki po^u", „Lu:,. ptn'kn p!-i!<>s<>li," und ,.8rni'l>ki<'u."). schließlich das zweiaktige Lustspiel „Odöwski mni^o i2 vl»vt>te vl»«i" von E. Gangl. Anfang 9 Uhr, Eintrittsgebühr 1 X 20 d, 80 n und 40 ll, — (Theatervorstellung.) Die öital-nica ill Rudolfswert veranstaltet heilte eine Theatervorstellung, bei der das Volksstück „Urnt >wltin" zur Aufführung gelangt. Hierauf findet em Tanz statt. Der Reingewinn ist für den Studentenuntcr stützungsvcrein und für die Studentenküche bestimmt. Anfang um halb 8 Uhr abends. «, sG e s a n g s v e r e i n i n G c» t t s ch e e,) Man schreibt uns aus Gottschee: Die erste, am 27. d. M. im Hotel „zur Stadt Trieft" abgehaltene öffentliche Liedertafel des neuen Männergesangsvereines in Gottschee bot ein sehr abwechslungsreiches, gewähltes Programm alter und moderner Kompositionen, das unter der bewährten Leitung d?s Chormeisters Herrn Friedrich Kautzky trefflich znr Ausführung gelangte nnd die zahlreichen Zuhörer zu lebhaften. Beifall veranlaßte. Der Verein verfügt """ ' ^ schöne Stimmen, insbesondere über erste Tenol ^ zweite Bässe, die in den einzelnen Solis voltt ;, kung üblen. Er will sich auch die Pflege de- y , schen Volksliedes angelegen fein lassen. .^'^M wieder zu Ehren kommt und wovon ein reicher , vorhanden ist, der nur der Harmonisierung ^ Hoffentlich wird sich jemand finden, der M ^, Arbeit mit Zugrundelegung des bekannten ,^ Hauffenfchen Werkes unterzieht, das eine Fuue rhythmisierter Melodien enthält. O, — (Ein neuer Kirchen bau.) A" ^ ^ fand die Kollaudierung des Neubaues der M^,^ in Cerklje. Bezirk Gurkfeld, statt. Nach ""6?M Besichtigung des Neubaues gab der Staats« , die Äußerung ab, daß gegen die Benützung des ^ aus baupolizeilichen Rücksichten kein Ansta"° ^, walte. So wird denn in der Pfai-rkirche >"^> 3. d. M. zum erstenmale der Gottesdienst abge^ werden können. 'T.M — (Messerhelden.) Am 25. u. ^ ^ zechten der Keuschlerssohn Josef Zorc aus ^-, und der Tischler Josef Lampret von cbendort M' ^, hause des Engelbert Gorikel in Sittich. Gegen >" ^ nachts verlieh Lainpret das Gasthaus in der/! ^ sich nach Hause zu begeben. Kurz darauf vernev ^ Zorc die Gastwirtschaft. Als nun LamM " el Nähe des Friedhofes in Sittich alllangte, nM ^, von dem ihn, nachgekommcnen Zorc übcnau ' , Boden geworfell ulld «nit einem Taschenmesser! ^ ^ tal bearbeitet, daß er die Besinnung verlor. ^ nachher wieder das Bewußtsein erlangte, ^Ml Zorc neuerdings auf ihn, warf ihn in den ^ ^s bach u,rd entfernte sich hierauf. Der aus vielen ^ dcil blutende Lampret konnte sich nach län^ ^ lll,r mit schwerer Mühe aus dem Bache ^^c-begab sich sohin in seine in der Nähe des ^ ^l befindliche Keusche. Der Messerheld sitzt bcrem ^ Schloß und Riegel. - Am gleichen Abende^,, iin nämlichen Gasthause mehrere Burschen "/^, Ortschaften Potok, Vir und Gaberje. Als sie ^ ^ haus verließen, zog plötzlich der Kclischlcrssoy ^ phan Struna aus Potot sein Tasck>enmcsscr lw ^ setzte damit dem Keuschlerssohne Silvester La" ^ Vir. mit dem er kurz vorher im Gasthausc einen ^^ Wechsel gehabt hatte, einen Messerstich in ^ »M Schläfe, wodurch Lavri? eine lebcl,sgefcihrl^^ letzung erlitt; er mußte in bewußtlosem 3"A!" lL'' Hause transportiert werden. Auch dieser ^, ^ wurde von der Gendarmerie verhaftet und .^, zirksgerichte in Wcichselburg eingeliefert. ^^!>' — (Rau b.) Der 14 Jahre alte Ioh"""^'' aus Idria war in Kropp bei einem Selcker ^ stet. Am 25. v. M. früh verließ er den Dienst, ^r zu scinel, Eltern nach Idria zu begeben. ^" ^ laibach fuhr er mit der Eisenbahn, worauf ^, ^ bis Unter-Üoitfch gehen wollte, i,n, dann v" fF die Post zu benützdn^ Gegen 10 Uhr vorNnNW ^ er i,l Naskovec mit dem Tischlergehilfcn ^^ iicnilla zusammen, der ebenfalls nach U'' ^ ^ ging. In Raskovec begaben sich die beiden ^ Gasthaus und tranken je eine Flasche ^'^,o ^ Kokenina wahrnahm, daß Troha einiges ^ sitze. Dann setztell beide die Reise gelnenn"^c" Unterwegs sagte Koüenina, er kenne einen ^^l^ weg. auf dein man bedeutend rascher "" ^lso^ Loitsch gelange. Als sie dann einen Waldweg ^ ten, blieb Koöenina plötzlich steheil. faßte o" ^ mit bcideil Händen am Hälfe und warf ih" 3 ^ ^. wobei er ihm die Worte zurief: ..Vnb, 1^ " se^ Geld her. oder du mußt krepieren!" Troha ra,,^ oc> Kräfte zusammen, riß sein GcldtäsclMu. ^^ Hosetltasche und gab dem Ko«enina 3«"^^ ^ worauf dieser von ihm abließ. T^lya ^.fallc ^ Untcr-Loitsch nnd benachrichtiIte vom ^,' ,B, ^ Gendarlnerieposten. der sofort die Vcrfo^ ^c^ Ko«nina aufnahm. Koilenina benlerkte. ^F'" Gasthausc in Unter^Loitsch sitzend, dle ^ hin^ durchs Feilster und flüchtete sich durch " ^I"', Gasthaustür. Nach sechsstündiger VerfolZm^^^ es denl Gelldannerieposten. ihn in ^"^ ^ch ei"^ fen lind sodann dem Bezirksgerichte in ^ > . liefern. ^^t i'/ — (E i >l Nallb nl o rd.) In ^ei - ^t»";, letzten Sonntag wurde, wie die "^" ^ cn',.5 nieldet, in der Nähe non Faak ein Nalll'M^.^ ^ . Particfllhrer Christoph Sclan verübt, " ^ch . zwei Bahllbauarbeiter. schössen Selcm. ^,^B'^ dnn Heilnniege befalld, an und raubten ) ^tl^ Wie, verlmltet. sollen die Täter nach ^t" ^,^ nlen sein. Erst am nächsten Tage wurde". ^ ^ sen? Beraubte noch lebend aiifgeflinde^^^^B Villach überführt, wo ei' während de-'., „hal^ ? starb. Der Ermordete wurde in die ^e,^ ^" , bracht, wo die gerichtsärztliche Obdull"' ^^ ^ (Erdbebe ll.) Man schreibt un ^ ^, ßenfel?: Wie bereits gemeldet, »"lrde " ^ ^ vember hier nn, 5 Ukr 37 Minuten l"" ^HrZeiwng Nr. 277. 2491 2. Dezember 1905. >il l^ ss!n zicmuch starkes Erdbeben wahrgenom- ^j, » ^^' "^ wenn von einer Dachseite eine ^roßc etz! ^jtei3^ herunterrutschen würde. Man hörte ial l^hi ^ innern, wobei ganze Gebäude erbebten; >!t Ntlü/^ "" Stoß verspürt. Von den Mauern lel Hen ,l '" fiel der Mörtel herab, in den Mä- al! ^i ä> "^" ^ie Gläser. Das Erdbeben dauerte s ^ landen. Hti^n abnänssiger Gottscheer.) Der l» > w. 1'ch^r Johann Ionke hat sich am 20. v. ö' ^'liiw! """^ "us seiner Wohnung mu St.Vei- ,?l ^N, cc^ '^'laaenfurt entfernt und ist seither vor- °5 ^^ ^'^ ^- ^l)like soll einem Kollegen gegen- ,b l'^!« ??^'ber0rus; geäußert Haben. In seiner B 'Arof '" bei Gottscl)ee) ist der Vermißte nicht l«l»fi» ^^gc ss^'°lMtag) Hochamt ohne Orgel um 10 Uhr: ,div^ - '"1i« in öomiuiln« ^6v«nt„«, Graduate ^vz ^' ^"" ^lnton Foerster. OffertoriulU .X6 t6 ^ °°n Dr. Franz Witt: imch der Wandlung ' ^" don E. Frey. 5" i»e-. Ktadtpsarrüirche Kt. Jakob. ^ts""tag, deu 8. Dezember (erster ^«/; "ag) um 9 Uhr Hochamt ohne Orgel: ^^ln^ ^"uorom «au6ur Ms/'l Iocrstcr, Graduate I'ujvel-si von Anton ^>tt ' "sfertorium .V6 t^ l^vuvi von Dr. Franz ^l k Telegramme Reichsrat. iLzi 2ihung des Herrenhausee. 3'°^^"' '- Dezember. Vor Eingang in die Ta> , "ts^ "greift Ministerpräsident Freiherr von 1 ieii, ^?"s Wort und erklärt es für seine Pflichl ^ ^ ^diirfnis, auch das Herrenhaus, welches ^lllii/Uhmvollen A,^eil an der geschichtlichen Ent-3^n. .^""reichs hat. mit den Absichten der Ne-^ Er ^"alich der Wahlreform vertraut zu ma-^"''schr i, ""st auf die soziale, politische und ölo-^!il^"'Unestultung der Üebensverhältnisse. welche i >^N n !"^ ^"' Verallgemeinerung der Vollsschul-^' >uy, '^ ^ Erweiterung des Wahlrechtes ab-^U ^«. '" Österreich noch kommt, daß die Strö-?^lNe?!'?^" b^ Änderung der Grundlagen des u^liria« 3, ^'"c mächtige Förderung durch die ^"8 " Triode der Unfruchtbarkeit der Gesetz->strrh.'"^'. Diese Reform müsse zu einer Zeit ^' ^echt "^ldeli, wo die Erweiterung der öffcntli-li^ ^esev ^"sühnend wirkt und die Vande zwischen ^ ^Us "^ ""d allen Volksschichten durch friedig 3i^^"unelnn-beitcn gekräftigt werden können, 'ü buüa ,""N sciircitet nur auf dem durch dir,G?> l^ Und ,"" ^lile 18W bereits geschaffenen Wege ^ltet, . " ^"^ allgenreine Wahlrni^t völlig aus. h "atin ^" Berücksichtigung der staatsrechtlichen i!?^ ^i., ^lcn Verhältnisse, damit auch das nebe >lt,,e.,^ kraft semer Unabhängigkeit nach unten "tliir. 'watserhaltcnde und legislative Misston '' die Negierung müßte deshalb in dem Augenblicke, wo die Fundamente für die Reichs Vertretung tiefer gelegt werden sollen, daran denken, die wirkende Kraft des Herrenhauses nx'sentlich zn steigern, einerseits dadurch, daß es einGegengewicht geg?n die voraussichtlich stärkeren Iurpulse des Abgeordnetenhauses bilde und anderseits, um vielfachen Interessen eine ausreichende Stütze zu gewähren. Auf diese Weise soll ein unerläßliches Gleichgewicht der im parlamentarischen Leben tätigen Gewalteil erzielt wer» den. Die Regierung Iwfft, daß die Herstellung des Gleichgewichtes zwischen den öffentlichen Rechten und Pflichten nicht nur ein unfchätzbarer Vorteil der ge° planten Reform sein werde, der Ministerpräsident erbittet und erhofft die volle überaus lvertvolle Unter stützung des Herrenhauses in diesen schwierigen bedeutsamen Zeiten. Über Autrag des Grafen Auersperg beschließt das Haus, über die Regie rungserklarnng in der nächsten Sitzung die Debatte zu eröffne». Nach Erledigung des Gesetzes, betreffend die fundierten Bankschuldverschreibungen, wird die Sitzung geschlossen. Nächste Sitzung morgen. Zitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 1. Dezember. In fortgesetzter Debatte über die Regierungserklärung betont Abg. Herold, dir Czechen werden mit voller Energie für die Wahl reform eintreten, welche eine Staatsnotivendigkeit sei, jedoch niemals zugeben, daß die Wahlreform dazu benützt werde, um die bekannten Forderungen der Czechen von der Tagesordnung abzufetzen. Abg. Romanczuk begrüßt die Erklärung des Ministerpräsidenten und verwahrt sich gegen die Bestrebungen des Polenklnbs auf Einführung von indirekten Wah len. Es sprechen noch die Abg. Hybesch. Baxa und Choc sowie Abg. N oske, welcher für das Propor-tional-Wahlsnstcm und für die Schaffung eines Wahlgerichtshofes eintritt. — Am Schlufse der Sitzung widmete Präsident Graf Vetter dem heute verstorbenen Abgeordneten Dr. Pfaffinger einen tief empfundenen Nachruf. — Nächste Sitzung morgen. Hiehung. Wien, 1. Dezember. Ziehung der 1864er Staatslose. 3M.(XX) K gewann Serie 1151 Nr. 67. 40.000 l< gewann Serie 3500 Nr. 70. 20.000 k ge-wann Serie 1112 Nr, l>. je 10.000 K gewannen Se« lie 1472 Nr. 90 und Serie 3981 Nr. 9u^,»t, — Matthäus Verbic, Ve-sitz«, 79 I.. Karungasse 3. Marasmus, Meteorologische Veobachtnngen in öaibach. S«hvhe 30ii-^ m, MilU. Luftdruck ?36'0 i«iu. , i!U. N. ?4l b 6 0, U. schwach , b«»sN—I-------- l' 8 » Ab. 743-5 b 9 » ! » 2.< 7 ll F. 744 6 4b windstill halb belovlkt! 07 Da« tagesmittel der gestrig,» Lemperalui 5 6". Nor» «onatsüberftcht. Der v.rslossene Monat November war mild, aber sehr nah. - Die Beobachtungen am Thermo-meter liefern durchschnittlich iu Celsiusgraden: Um 7 Uhr früh 3 2°, um 2 Uhr nachmittags ll 3°, um 9 Uhr abends 42«, so daß die mittlere Lufttemperatur des Monates 4 6° beträgt, ! um 10« über dem Normale. — Die Beobachtungen am Barometer ergeben 732 b mm als mittleren Luftdruck des Monate«, um I-b mm unter dem Normale. — Nasse Tage gab es 2b, darunter 3 mit Schnee. Der Niederschlug, Regen und Schnee, beträgt 379 3 mm. — Das Wetter war durchaus trüb und regnerisch mit seltene,» und lnrzen Sonnenschein. Mit n»rd° lichen Luftströmungen wechselten südliche und machten die Temperatur erträglich. Die Barometerschwanlungen waren be« deutend. Im laufenden Monat Dezember tommt der Mond am 26. morgens in Erdnähe. Verantwortlicher Redallenr: Anton F u n l e l. z Oe^2,^c?aV ! ^aibacher Zeitung Nr. 277. 2492 2. DezemberM^ «hrtftkindl IVOi»! Wer wenig Geld ausgebe» und dennoch seiner Familie eine grohe Freude bereiten will, der ^ wende sich an die bekannte Exportfirma N. Hirschberg. Wien N., Rembrandtstrahe Nr. 19. Daselbst ist für den Spottpreis von ß fl. «0 lr. eine Oarnitur, bestehend aus 42 Stück amerik. Patentsilbereßbestecke :c. zn haben. Diese Eßbestecke ersetzen vollständig das echte Silber und werden bereits in den hervor» rasendsten Hotels und Gasthäusern verwendet. (Siehe heutia.es Inserat.) (4572> «lichter« Anker Gteinbaukasten und «ichter» Anker Vrückenlasten. Wenn je einem Spielzeug nach« gerühmt werden darf, daß es das Kind zu ernstem Nachdenken anhält und Auge und Hand gleichmäßig bildet, so ist es sicher der Alichtersche Anker »Vteinbaulaften und der als neue Ergänzung eingeführte Anker-Nrückenlaften, denen diese Vorzüge zuzuerkennen sind. Der Anker Strinbaulaftm und Anker« Biückenlasteu mit ihren mannigfachen Formen sind gegenüber dem Holzbaulasten von ehedem wirklich ein uenes Spielzeug, und es bedarf nur einer einfachen Netrachtnng der jedem Kasten beigegebenen prachtvollen Vorlagen, um sich selbst dieses Urteil zu bilden. Es ist geradezu erstaunlich, welch große und schöne Hoch» und Brückcnbauten schon mit einem verhältnismäßig kleinen Kasten ausgeführt weiden können. Es darf daher allen Eltern, die noch im Zweifel darüber sind, was sie in diesem Jahre ihren Kindern unter den Weihnachtsbaum legen sollen, der Anker'Steinbaulasten und Anker »Brückenlasten als bestes und gediegenstes Geschenk empfohlen werden. Um beim Einkauf leine minderwertige Nachahmung zu erhalten, merke man sich gefälligst, daß jeder echte Steinbaulasten und Urückentasten mit der Schutzmarke