Blätter für; den Abteilungsunterridit. ITtonatschrift zur Förderung des österr. Schulwesens. (Herausgeber: Rud. E. Peerz.) o o o o o o Inhalt: Seite 1. Die Schule des Volkes — eine Schule für das Volk 1161 2. Schulhumor....................................1162, 1164 3. Die erste Einführung in das Kartenverständnis . 1163 4. Bauernregeln als Diktatstoffe...................1164 5. Die Atmungsorgane - Werkzeuge der Blutreinigung 1165 6. Die Lehrmittelsammlung der Landschule . . . 1167 7. Diensttausch auf Zeit...........................1168 8. Gedenktage .....................................................1169 9. Lose Gedanken...................................1170 10. Das Dividieren durch Brüche....................1171 11. Ein seltener Gast..............................1172 12. Schlagwort-Methodik............................1173 13. Für Elternabende.................................. . 1177 14. Aus dem Tagebuche einer Dorfschullehrerin . . 1178 15. Etwas über die Kunst des Sehens................1179 16. Schulhygiene im Winter.........................1179 17. Fragen für die Lehrbefähigungsprüfung (Volks- schulen) .....................................................1181 18. Ein weiterer Beitrag zum Handarbeitsunterricht 1182 19. Welches Mindestmaß an Wissen und Können braucht der Teil der Bevölkerung, der seine ganze Bildung in der Volksschule erhält..................1183 20. Die Wechselrede................................1184 21. Der kranke Lehrer und das kranke Kind . . . 1187 22. Briefkasten....................................1189 23. Kleine Mitteilungen............................1190 24. An der Reichsgrenze von Schule zu Schule . . 1191 Verlag der Blätter für den Abteilungsunterricht in Laibach. — Druck von J. Pavlicek in 'Gottschee. Jährlicher Bezugspreis 6 K (5 Mk, 7 Frk,). 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Februar 1909. llisiHisiiEiejaJisMaJiHafaiisiasitsiBJEJisMmjisisjsJisiafaJEMEJisiefsJIsiMaisie/EilsisjsiisisisJisiMSJisisiSiisiafSJisisiEJismjEi® 0000000000000000000000000000000 0 0 0 1 Liter Tintenextrakt Nr. 2 (4 K) gibt 20 Liter 0 schwarze Schultinte ä 20 h. 0 1 Liter Eisengallusextrakt Nr. 3 (6 K) gibt 10 Liter 0 % echte Anthrazentinte ä 60 h. I 0 Diese Extrakte sind flüssig, vollkommen satzfrei und geben mit kaltem Wasser verdünnt 0 0 --- sofort fertige Tinte. ----------------------------- 0 0 Von vielen Landes- und Bezirkslehrervereinen geprüft und empfohlen. Von 3 Liter an 0 0 portofrei. Keine Nachnahme. Keine Voreinsendung des Betrages. 0 % FRANZ SCHÜLLER in Amstetten, N.-Ö. 0 0 0000000000000000000000000000000 0 0 Blätter für den Jibteilungsunterrkhi. Laivach, im Wovemver 1909. Weurteitungsvogen. 163.) Geschichte chfierreichs. Die Geschichte seines Vaterlandes kennen zu lernen und sich mit derselben innig vertraut zu machen, soll die Sorge eines jeden Österreichers sein. Vor allen anderen Staatengebilden ist gerade das Entstehen und Werden unserer engeren und weiteren Heimat unendlich interessant und lehrreich und die Kenntnis der Entwicklung der einzelnen Kronländer gerade jetzt, wo die nimmerruhenden nationalen Streitigkeiten hüben und drüben alle Leidenschaften entfesseln, eine beinahe zwingende Notwendigkeit. Mit Freuden wird daher allgemein die eben zur Ausgabe gelangte neue dritte Auflage von Professor Dr. M. Mayers Geschichte Österreichs mit besonderer Rücksicht auf das Kulturleben begrüßt, ein Werk, das besonders der kulturellen Entwicklung Österreichs sein besonderes Augenmerk zuwenden will und diese Aufgabe glänzend löst. Eingeleitet wird das Werk mit einer Vorgeschichte, die die alten Bewohner unserer Heimatlande, Kelten und Römer sowie römische Einrichtungen und die Verdrängung des römischen Elementes durch Bayern und Franken ausführlich behandelt. Daran schließt an die Gründung der Ostmark, der Königreiche Ungarn und Böhmen, Bilder aus der wildbewegten Zeit der Kämpfe zwischen Kaiser und Papsttum, anschauliche Schilderungen des Kulturlebens, der kirchlichen Verhältnisse und des geistigen Lebens vergangener Jahrhunderte. Wir können der Entwicklung des deutschen Volkes und der übrigen Nationen folgen und ihre gesellschaftliche Schichtung und Lebensweise, ihre Rechtspflege und kirchlichen Verhältnisse kennen lernen und den kulturellen Fortschritt verfolgen bis auf unsere Tage. Ausführliches enthält der unserer heutigen Nummer beiliegende Prospekt dieses vortrefflichen Werkes, dessen Anschaffung die bekannte Versandbuchhandlung Schallehn & Wollbrück in Wien XV/1, Schwen-dcrgasse 59, durch Lieferung gegen bequeme Zahlungsbedingungen jedermann spielend leicht macht. Lesern, welche den Prospekt aus irgendeinem Grunde nicht erhalten haben sollten, sendet die genannte Verlagsbuchhandlung einen solchen auf Verlangen kostenlos zu. Unsere Inserenten. Auch ihnen soll einmal der Besprechungsraum zusammenhängend gewidmet werden. Bekanntlich werden in die „Blätter" lediglich Ankündigungen von solchen Firmen ausgenommen, die allgemein als reell bekannt sind oder durch Proben die Würdigkeit einer Anempfehlung erwiesen haben. Die „Blätter" wollen ja mit der Aufnahme von Inserenten kein Geschäft machen, sondern verfolgen nur den Zweck, den Lesern auf dem flachen Lande verläßliche Einkaussstellen zu eröffnen. Ein allfälliger Gewinn dieses Teiles der Zeitschrift deckt die zahlreich abgegebenen Frcistücke. Wir können annehmen, daß die brandigen Inserenten der Voraussetzung entsprechen, da keine Klage eingelanfen ist. Im Verlaufe sind solche Inserate, hinter denen nicht eine durchaus reelle Firma stand, gestrichen worden. Nach den gemachten Erfahrungen kann über die jetzigen Inserenten im einzelnen folgendes gesagt werden: a) Musik. 1.) Atößker. Ich habe mir von der Firma, die der Hobclspanmeister F. Mohaupt bestens empfahl, ein Pianino kommen lassen. Es war im Vergleiche zu den Instrumenten anderer Firmen etwas teurer; aber dafür ist es ein durchaus gediegenes Stück. Bei Musikinstrumenten, die zum eigenen Ergötzen dienen, sollte man nicht sparen. Was nützt eine glänzende Klaviatur ohne den vollen Klang I Bei Rößler halten sich Ausstattung und Güte die Wage. Es ist alles vortrefflich. — 2.) Akier. Von der Firma sind durch die „Blätter" unmittelbar bereits zwei Violinen ins Land gewandert; sie deckten den Preis des Inserates. Ich habe die Instrumente vor ihrer Wanderung erprobt. Sie waren gut und fanden daher rasch ihren Käufer. Die Firma Klier liefert billige Schülerviolinen. Auch nach dieser Richtung wurde die Güte erprobt. Soeben, da dieser Text in Korrektur genommen wurde, erbittet sich Lehrer KoLeluch „noch eine Geige" von der bewährten Firma. — 8.) Maier. Ein Harmonium gehört in jede Lehrerwohnung; es kostet wenig und bringt doch soviel angenehme Stunden. Die Firma Maier hat letzthin das dreitausendste Harmonium ins Ausland geliefert. Das beste Zeugnis! — 4.) Mtjllr. Gelegentlich einer Schulwanderung spielte ich auf einem Instrument aus dieser Fabrik. Mit Rücksicht auf die Billigkeit befriedigte es vollauf. lötcfcr Folge der Ltlätter* liegt ein Prospekt (Geschichte Österreichs) der Firma Schallehn und wollbrück in Wien bei. b) Malen und Zeichnen. 1.) Günther Wagner. Ein Name mit gutem Klang! Die mir wiederholt zugcsendeten Farben haben mich jederzeit befriedigt. Auch in der Zeit, da die „Blätter" noch nicht bestanden, habe ich mit Wagnerschen Farben gerne gemalt. Der Pelikan auf dem Knopf war immer ein gerngesehener Gast. Auch das Tusch-rciben hatte ich mir abgewöhnt, seit ich Wagners flüssige Tuschen erhalten. — 2.) Anreiter. Eine altösterreichische Firma, die eigentlich der Anempfehlung nicht mehr bedarf. Aquarellisten sind längst Kunden Anreiters. Man lasse sich eine Tubenserie oder Tuschen kommen; die Probe wird sicherlich den guten Ruf rechtfertigen. — 3.) 5>v. It. Schoenfckd und Ko. Eine wackere ausländische Firma, die Zeichenutensilien verschiedenster Art in vorzüglicher Güte liefert. — 4.) Wadis Seichennnterrichlsöriefe führen in künstlerisches Erfassen und Behandeln trefflich ein. (Wiederholt empfohlen!) — 5.) Sterlikc und Wischet habe» den Zeichenstoff der Volksschule in praktisch durchgesührte Stundenbilder gebracht und damit entsprechend zu-bcrcitet. — G.) Kardtmuth: Die beste österreichische Bleistiftfabrik, die den Kampf gegen den Import mit Erfolg zucndegeführt hat. Hardtmuths Bleistifte beherrschen den Markt. Die österreichische Schule sollte darum fremden Fabrikaten den Einzug verwehren. — 7.) Sima» liefert ausgezeichnete Gummisorten. Es ist am besten, man bestellt sich eine Kollektion und wählt. c) Schuleinrichtung. 1.) Iiischck-Wänüe: Sie wurden von mir an Ort und Stelle in Augeuscheiir genommen und als überaus praktisch befunden. Trotz der Eisenbestandteile ist ein Verrücken leicht, so daß das Reinigen der Schulzimmer gründlich ausgeführt werden kann. Alle Anforderungen, die man an eine hygienisch gute Bank stellen muß, sind erfüllt. Au der Firma kann ich nicht vorübergchcn, ohne auch der geschmackvollen Möbel ihres Lagers zu gedenken. Das Rahen: besagen Kataloge. — 2.) Acnnar: Stauböl kann eine modern eingerichtete Schule nicht entbehren. Wieviel Lehrcrlebcu wären gerettet worden, hätte man die Zimmer schon in früheren Jahrzehnten staubfrei gehalten! Die Firma Lennar sandle eine Probe; ich verschenkte diese an eine Schule und erhielt ein lobendes Urteil. — 3.) Wesorm-Schnl'lireide; Wo ich sic noch empfohlen hatte, überall war man mir dankbar. Sic ist leicht, färbt gut ab, ohne die Finger zu benetzen. — 4.) Schussers Schuktinle: Hier wiederholt besprochen und augepriesen. --- 5.) Schuster: Vorzügliches, billiges Fabrikat. Der mir zugeschickte Tiuteuteig hat sich sehr gut bewährt. Für Landschulen eine große Ersparnis! — 6.) Seköers Wanbstlicf ist in Anordnung und Ausführung einwandfrei. Tie eiugeschickte Kollektion hat in einer der mir unterstellten Schulen zu einem schönen Leseerfolge geführt. Ohne Wandfibel kann ein rechter Lehrer sein Auskommen nicht finden, da das immerwährende Heranziehen der Handfibel zum Auswendiglesen führt. — 7.) Wolhaugs Schukatkanten haben sich ihr Renommee schon längst geschaffen. Die Schulwandkarteu aus dem Verlage Freytag und Verndt entsprechen den Anforderungen der neueren Methodik des Faches vollauf. — 8.) Kartenständer: Ein überaus wertvoller und notwendiger Behelf zur Schonung der Karten und Bilder, sowie zur bequemen Vorführung auf einem beliebigen Platze. Hier mit Erfolg erprobt. d) Methodische Anleitungen. 1.) Die Süizze im nalurgeschichll'ichen Unterrichte. Nicht bald hat ein Buch in kurzer Zeit so an Verbreitung gewonnen. Diese verdient es in vollem Maße. Prof. Burger hat einem langgesühltcn Bcdürf- « Österreich. Lebrer« « und Lehrerinnen « benützen zur Ablegung der Lehr-befähigungsprü- fung die weltbe- kannten Unter-thode Rustin: gungsprüfg. an und Reifeprüfg. | Lehrerinncnbil sowie die Lehr-1 englische und Glänzende Er-Prospekte über I Anerkcnnungs- , und franko. An- | richtsbriefe, Me-Lehrbefähi-Bürgerschulen I an Lehrer- und dungsanstalt., befähig, für die franz. Sprache, folge. Besondere jedes Werk und ! schreiben gratis sichtssendungen bereitwilligst. Schallehn & Wollbriick Wien XIV/2. Wiederholungsbuch f. Realien Für die Hand der Schüler auf der Oberstufe der Volksschulen zum häuslichen Gebrauche. Herausgeber: Gustav Schöffmann, Oberlehrer. I. Naturgeschichte. (Tier- und Pflanzenkunde. Der menschliche Körper.) Preis 50 h. II. Geographie und Geschichte. Preis 40 h. 111. Naturlehre. Chemie und Mineralogie. Aus dem Naturleben. Preis 40 h. Porto für 1 Buch 10 h, für 2 bis 3 Bücher 20 h; bei größerer Abnahme Rabatt, bezw. Freiexemplare. Versandstellen: Neunkirchner Lehrerverein (Fachl. R. Zangerl) in Neunkirchen, N.-ö. und Buchhandlung P. Weidinger daselbst. Die unter obigem Titel erschienene Arbeit gehgrt zu dem Besten, was bisher auf diesem Gebiete erschienen ist. niste Rechnung getragen. — 2.) AoröereilungsvuH von Michkcr; Auf meinen Wanderfahrten habe ich c3 in vielen Schulen gefunden. Da ich es aus der Taufe gehoben, so kann ich ihm guten Gewissens ein gutes Geleite geben. — 3.) Mederhokungsvuch für Aeakien: Es umfaßt den ganzen Stoff der gehobenen Volksschule in knappster Form. Ein trefflicher Lehr- und Lernbehelfl — Mustins 2lutcrrichtäüriefe sind ein verläßlicher Ratgeber für Prüflinge, die sich gründlich vorbereiten wollen und die Mittel einer ausgiebigen Rüstung nicht scheuen. Ich möchte in erster Linie jene für das Werk gewinnen, die aus einem Chaos von Halbwissen mit der Ministerialdispens zur Prüfung wallen. Sie sollen was Rechtes lernen und dann was Rechtes können. — c) Verschiedenes. 1.) Kür Mienen- und Heffügekjucht wurde die Firma Franz Simmieh in Jaueruig durch einen Gewährsmann bestens empfohlen. Das Urteil fand von verschiedenen Seiten Bestätigung. — 2.) DieZuliunst der Kamikie: Der erste allgemeine Beamtenverein gibt einen Teil seines Neinerträgnisses in Form von Stipendien an Lehrerskinder ab. Es ist daher unsere DankeSpflicht, für den mackem Verein eiuzutreten. Dies füllt uns leicht, da ja der Beamtenverein als billigste und verläßlichste Versicherungsgesellschaft bekannt ist. — ii.) Advl's Airlla: Eine „Firmungsuhr" von Herrn Jirka hat trotz der unfeinen Behandlung ihres nachmaligen Besitzers mich noch keine Reparatur gekostet. — 4.) MTn.t (Mfleiit: Das Ringlein, das ich ans diesem Lager bezog, hat den Besitzer beglückt und die andere entzückt. Weihnachten dürfte manchen zu den zwei Goldmenschen führen. — !>.) (Sine Mkickenoderfer Kchreitimafchine habe ich nun schon Vs Jahr hindurch in Gebrauch. Sie klappert rasch und gut. Der Durchschlag gelingt auch noch bei sieben Blättern. Im Katalog findet man verschiedene Preisabstufungen. Man kann sich das moderne Instrument um wenig Geld beschaffen. — 14 Tage zur Probe sende ich an jeden Herrn Lehrer meine in Ktinstlerkreisen rühmlichst bekannten Spezialitäten: Streichinstrumente, Zithern und Guitarren von unübertroffener Güte und Prcis-würdigkeit. Empfehle gute Violinen zu K 5, 6, 8, 10, 12 und höher. Gute Violinen mit starkem Ton, Bogen, gefüttertem Hotzctui, Reservesaiten, Stimmpfeife, Dänmfer, Kolophonium und Violinschule franko. K 15 bis 20. Feine Orchester-Violinen samt Zugehör, besser, K 25 bis 30. Künstlervio-lincn mit starker, edler Tonfülle, nach alten Modellen, mit feinem Ledertuch-Formetui, feinem Bogen und Zugehör K 40. SOLO-Vlolincn, Violas und Celli K 50 bis 200. Auf Wunsch Auswahlsendung von 2 bis 4 Stück ohne Nachnahme. 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Seit längerer Zeit schon ist es das äußerste Bestreben der ausländischen Konkurrenz, unser Fabrikat durch ganz gering qualitative Falsifikate zu verdrängen. Bei dem Umstande mm, daß der Scbüler hiedurch infoferne bedeutend benachteiligt erscheint, als derselbe solche minderwertige Ware nicht billiger erhält, sondern denselben preis für diese, wie für unser tadelloses bestes Fabrikat bezahlen muß, so ergibt sich die Notwendigkeit, daraus zu achten, daß die im Gebrauch stehenden Bleististe auch genau unsere Firma-Ausschrist: & L. ksardtmuth" tragen. wenn wir uns gegen den erwähnten Mißbrauch die gütige Unterstützung der p. T. Lehrerschaft erbitten, so involviert dieselbe gleichzeitig einen Appell zum Schutze dieses alte» österreichischen Industriezweiges. hochachtungsvoll £. & iäbtllch. eimelnum. “» die „Verwaltung der mer 60> Wpat»«^. Rubülf L. PM) IN «flibflch. *'Ä 52?' schc-i-kento 91t. 58.218. Diejenige Bildung allein, die da strebt und die es wagt, sich allgemein zu machen und alle Menschen ohne Unterschied zu erfassen, ist ein wirklicher Bestandteil des Lebens und ist ihrer selbst sicher. Fichte. Die Schule -es Volkes — eine Schule für dos Volk. Allgemach reift die Erkenntnis, daß die Volksschule ihrer Aufgabe damit nicht vollends gerecht wird, wenn sie bloß eine Kinderschule, eine Werkstätte zur Bildung junger Staatsbürger ist. Sie muß mehr fein, eine Hochschule für das Volk. „Ist das doch eine schöne Phrase," wird mancher sagen, „ein schöner Traum des Phantasten!" And doch ist es Wirklichkeit, kann es allerorts Wirklichkeit werden. Man muß nicht gerade als aufdringlicher Prediger unter die Bauern treten, um sie dem Kulturstrome nahezubringen; es gibt derart wirksame indirekte Mittel, daß es genügt, sie lediglich freizugeben. Dazu gehören in erster Linie die Hausarbeiten. Lassen wir sie „über Haus" ausführen, wie es der Name sagt, so bieten wir die erste Bildungstangente für unser Volk. Der Junge kommt heim und macht sich mit Eifer an seine Arbeit; der Vater lehnt dahinter und — lernt mit. Seit der Zeit, da er selbst in der Schulbank saß, hat sich so mancherlei geändert, hat so vieles in die Schule Einzug gehalten, was das Leben heischt, was aber die Schule von ehemals nicht einbezog, was der Zufall nicht ins Dörfchen warf. Nun bringt der Sohn ein Bröcklein nach dem ändern heim; die ganze Familie labt sich daran. Wer das erwägt und würdigt, wird die Hausaufgabe so fassen, daß sie einerseits der Schule, anderseits der Bildung des Volkes dient. Beobachtungsaufgaben müssen vor allen genannt werden. Sie führen viel von dem, was der Lehrer als Grundlage schuf, mit und zwingen zuweilen den Schüler, sich an den Vater zu wenden. „Erkundigt euch nach den Preisen der Lebensmittel, des Holzes, des Viehfutters I Bittet den Vater, er möge euch früh morgens auf das Feld mitnehmen, damit ihr den Punkt des Sonnenaufganges betrachten könnt! Laßt euch von der Mutter die verschiedenen Getreidearten zeigen!" Diese Fragen helfen uns und regen die Eltern an. Ein andermal fragt der Vater unwillkürlich: „Nun, was habt ihr mit den Preisen gemacht? Was hat der Herr Lehrer über den Sonnenaufgang erklärt? Kennst du jetzt die verschiedenen Getreide genau?" hiemit ist die Verbindung zwischen Schule und Elternhaus, zwischen Fortschritt und Volk hergestellt. Ein treffliches Mittel im Dienste der Volksaufklärung ist auch das Bibliotheksbuch. Man übergibt es dem Schüler unter der Bedingung, daß er nach einer bestimmten Zeit über das Gelesene Rechenschaft ablegen müsse. Seine Geduld reicht nicht über zwanzig Seiten hinaus; die Mutter muß das Übrige lesen, der Vater erklärend zur Seite stehen. Das Bibliotheksbuch hat seinen Zweck als Aufklärungskomponente erfüllt. — Auch das Lesebuch kann in dieser Richtung Verbindungen Herstellen. Nur müßte man endlich das Auskneten der Lesestücke in der Schule auf jene Literaturerzeugnisse beschränken, die sich dazu eignen, die wenig Bildungswert haben, weil er bei der langwierigen Bäckerarbeit sicherlich verloren ginge. Im Leben draußen ist ja auch nicht der Gute immer zur Stelle, der sorglich drückt und formt, der bäckt und dann aufgeweichte Brocken darreicht, so daß man nur zu schlucken braucht. Darum lasse der Lehrer in den letzten Schuljahren einzelne Lcsestücke ohne langatmige Vorerklärung über Haus lesen und sich den Inhalt hernach kurz angeben. Was wird der Schüler tun? <£r wird, so ihm ein Wort nicht klar erscheint, sich an Vater und Mutter wenden — und diese werden ihr ganzes Wissen aufbieten, dem hilfesuchenden aus der Klemme zu helfen. Nun kann allerdings ein pädagogisches Bedenken dawidersprechen, das nämlich: „Die Schule darf sich nicht auf die Mithilfe des Hauses verlassen; sie muß ihre Aufgabe ohne Unterstützung von außen lösen." Diese berechtigte Forderung trifft hier nicht zu. Wir verlangen ja nicht die ausführliche Wiedergabe des Lesestückes und schließen damit die Behandlung nicht ab, sondern holen lediglich die Schüler aus, wieweit sie im selbständigen (Erfassen geschult sind. Nach der (Ermittlung des Standes ziehen wir das Lesestück in den Kreis der Betrachtung und führen es der völligen Klarheit zu. Jetzt springt der Knabe munter heim und spielt hinter dem wärmenden (Dfen mit stolzer Pose den Lehrer, das Mädchen wird Dozentin — und als akademische Hörerschaft lagern Vater, Mutter und Verwandte im Kreise. Wie oft habe ich als „neunjähriger Professor" aus dem traulichen Winkel hervortradiert! Alles war über die Schule entzückt, die soviel Schätze bot. Ja, Kinder sind gute Verbreiter für Fortschritt und Bildung, man muß es nur verstehen, sie mit dieser hehren Sendung zu betrauen. Andere indirekte Mittel, auf daß die Schule des Volkes eine Schule für das Volk werde: Das Unterschreiben von besonders guten Schularbeiten durch die (Eltern, Schulausstellungen, der zeitweise Zutritt zum Unterrichte, Schulschlußfeiern, das Schulespielen in Gegenwart (Erwachsener usw. Dazu die direkten Faktoren: (Elternabende, Vorträge, (Erklärungen am Wirtshaustische, Volksbüchereien, Wirksamkeit in den Vertretungskörpern, Festlichkeiten zum Gedenken an bedeutende (Ereignisse und Personen, die Verbreitung von Zeitschriften und Büchern, die veredelnd wirken können. Du siehst, mein Freund, es liegt Bildungsstoff allerorts. Greif nur hinein in die gefüllten Speicher und spende, spende nach allen Seiten — nicht nur dem kleinen Volke, sondern auch denen, die der Schule schon längst den Rücken gekehrt, die sie nie so recht genossen haben. Die Zeit ist herangeschritten; wir müssen die Truppe, die wir brauchen, rüsten, auf daß der Lichtstrom nicht vorüber rausche und dasVolkzu rücklasse; denn bleibtesini Dunkeln, so sind auch wir dem Sonnenstrahl und seinen Segnungen entrückt. — Schulhumor. 29. Nachgesprochen. In der Sprachlehre werden die eigentlichen und uneigentlichen Ausdrücke behandelt. Hiebei kommen die Ausdrücke „Schule des Dorfes“ und „Schule der Leiden“ vor. Beide sollen in Sätzen angewendet werden. Zu ersterem Ausdrucke finden sich schnell Beispiele, nur bei letzterem bleibt alles stumm. Nach einer Weile meldet sich ein Mädchen und antwortet: „Wenn man heiratet, beginnt die Schule der Leiden I“ Die erste Einführung in das Kartenverständnis — für Daasdorf am Etters berge. Vom Schulleiter K. Trautermann in Daasdorf bei Weimar. (Fortsetzung.) Aus dieser Betrachtung der Karte ergeben sich folgende Forderungen: 1. Sache und Zeichen, Körper und Symbol müssen innigst verschmelzen; eines muß das andere leicht, ja unwillkürlich reproduzieren. 2. Alle Darstellungsarten auf den Karten, die jeweils in den einzelnen Schulen gebraucht werden, sind zu erklären. Wir kommen nun zur eigentlichen Lösung unserer Aufgabe. Zunächst ist der Schüler in die Darstellung eines Körpers in der wagerechten Ebene und in das Zeichnen des Grundrisses einzuführen. Da es leicht ist, Gebilde zu zeichnen, die nur Länge und Breite aufweisen, also Ausdehnungen, die dargestellt werden sollen, so empfiehlt es sich, mit dem Zeichnen von Beeten des Schulgartens zu beginnen. — Nun geht es an die Zeichnung des Schulhauses, zunächst der Schulstube. Wir weisen hin auf das Grundgraben bei einem Bau: Wie der Grund, so die Mauern, so die Räume; umgekehrt: Wie die Mauern, so der Grund, den wir zeichnen wollen. Die Schulstube wird zunächst auf die „wagrecht liegende“ Wandtafel im Maßstabe 1 : 10, 1 m = 1 dm, hernach 1 : 100, 1 m — 1 cm, nach Abschätzung und Abmessung ihrer Ausdehnungen seitens der Schüler gezeichnet, in letzterem Maßstabe auch auf die Schiefertafel. Alle Gegenstände, die auf dem Boden der Schulstube stehen, werden dargestellt, um die Schüler im Richtungsbestimmen und -Erfassen zu üben. Da die Karte aufgehangen ist und die wagrechte Ebene senkrechte Richtung bekommt, so wird die Wandtafel so aufgerichtet, daß die Linien der Wirklichkeit mit denen der Zeichnung gleiche Richtung haben; hernach wird sie auch gewendet. An die Zeichnung der Schulstube schließt sich die der übrigen Schulhausräume an, für Daasdorf zunächst die Darstellung der Lehrmittelkammer, deren eine Wand auch eine der Schulstube ist, während zwei andere Wände der Kammer Fortsetzungen von Mauern der Schulstube bilden und die vierte Wand des Lehrmittelraumes mit ihrer ersten gleiche Richtung hat. Immer wird dabei beachtet: die Richtung des Neuen, Vergleich desselben mit Bekanntem, die Ausdehnung; dann erst wird gezeichnet. So wird Raum für Raum hinzugefügt, natürlich immer im Anblick des Neuen. Der Gesamtzeichnung des Schulhauses auf der Wandtafel wird der vom Lehrer gezeichnete bezügliche Plan beigestellt. Die verschwommenen Kreidelinien treten dem Schüler in scharfer, sauberer Zeichnung entgegen. An das Schulhaus schließt sich dessen unmittelbare Umgebung an, Steinwege und Garten. Mit der Zeichnung auf der Tafel, Stück um Stück im Freien gewonnen, wird wiederum die Zeichnung des Lehrers verglichen. Nunmehr folgt die weitere Umgebung des Schulhauses, der Übergang zum Dorfplan. Das Nächstliegende wird natürlich zuerst genommen und auf1 die Wandtafel, die wir mitführen, gezeichnet. Wir müssen wieder verjüngen, ein bestimmter Maßstab wird hiebei aber nicht festgehalten. Wir messen auch nicht mehr genau aus, sondern begnügen uns mit den geschätzten Längen. Ist ein Stück, etwa der Anger, die Karlstraße, gezeichnet, so vergleichen wir es an Ort und Stelle mit dem fertigen Dorfplane. Die auf ihm angewendete Verjüngung 1 : 1000, 1 m = 1 mm, erklären wir in der Klasse. Nun wird die Wandtafel entbehrlich. Auf dem Dorfplane verfolgen 1 Sie liegt (wohlgemerkt) auf dem Boden. Vgl. die einschlägige SprachnnrichtigkeitI D. Sch. wir, im Dorfe stehend, seine übrigen Teile, hernach auch in der Schule. Die jüngeren Schüler zeichnen das Elternhaus, die älteren dasselbe mit seinen zugehörigen und den benachbarten Gebäuden, die Kirche mit Umgebung u. ä. Es folgt noch ein kleiner, einfarbiger Dorfplan 1 :2000. Wir beachten seinen Umriß: Er hat die Gestalt eines Sattels. Daran erkennen wir schnell unseren Heimatsort. Ich zeige verschiedene Karten. Wo ist Daasdorf? — Was bedeutet auf diesem Plane dieser Vorsprung, dieser Winkel? Wo wohnst du? du? Nunmehr geht es an die Darstellung von drei Ausdehnungen, Länge, Breite und Höhe. Wir gehen zum Scherbelberg. Er ist nicht nur dort (oben), wo man ihn erstiegen hat, er ist schon hier. Ein Schüler geht der Linie nach, „wo der Berg alle wird“. Sie heißt der Fuß. Der Berg wird mit einem Menschen verglichen; er hat Fuß, Seiten, Rücken und Haupt. Die eine Hälfte des Dorfes liegt auf dem Abhange des Scherbelberges. Hier steigt er wenig, allmählich, sanft. Hier hat das Wasser langsamen Lauf, es schlängelt sich, wie man an den Furchen, an dem Wege sieht, es fällt wenig, es hat wenig Gefälle. Wir steigen allmählich. Hier müssen wir mehr steigen, wir spüren es. Der Berg fällt „arg“, sehr, steil, das Wasser schießt, reißt, rauscht herab, immer den nächsten Weg, wie ein Knabe, der die steile Böschung neben dem steilen Wege herabspringt — vorgemacht! — und dabei auch nicht Zeit hat, auszubiegen; es zieht ihn herab. Das Wasser hat am steilen Abhang starkes Gefälle. Nicht auf einmal beginnt der steile Abhang, nicht wie der Hang da, der in einem scharfen Knie anfängt, sondern nach und nach, allmählich. Den Berg weiter hinaufsteigend, haben wir ständig Obacht auf seinen Abfall, bald einzeln, bald im Chor, wird wiederholt: Hier fällt der Berg steil, das Wasser hat starkes Gefälle. Bald oben merken wir: Der steile Hang wird weniger steil, er geht allmählich in den sanften über. Wie ist der Wasserlauf? Hernach kommen wir auf den Rücken. Der sanfte Hang geht dann wieder allmählich in den steilen über, dieser wieder allmählich in den sanften. Wir sind in der Mulde des Auenbaches angelangt. Wir umwandern den Scherbelberg, er bleibt auf diesem Wege immer zur Linken. Im Rücken sehen wir einen Sattel. Nach Weimar hin hat der Scherbelberg seinen längsten Abhang. Von der Dorfseite her sehen wir abermals den Sattel im Rücken. Wir kommen wieder zu der Stelle zurück, von der wir ausgingen. Der Berg hat nur einen Fuß. Nach der Aue zurück würde der Berg immer rechts bleiben. _ (Fortsetzung folgt.) Bauernregeln als Diktatstoffe. (Von Matthias Schindler, Lehrer in Moosburg.) November. Kalter November mit Schnee gibt reichlich Korn auf der Höhl Wenn im November die Wasser steigen, so werden sie sich im ganzen Winter zeigen. Der rechte Bauer weiß es wohl, daß im November man wässern soll. Andreas im Schnee, tut den Saaten weh. St. Martin setzt sich schon mit Dank am warmen Ofen auf die Bank. Martinstag trüb, macht den Winter lind und lieb. Kathrein stellt Geigen und Pfeifen ein. __ Schulhumor. 30. Des Gemeindevorstehers kleines Töchterchen betritt schüchtern das Schulziinmer. Der Lehrer will die verschlossene Kleine etwas aufmuntern und stellt an sie die Frage: „Was macht dein Vater?“ — „Nichts,"der Ochs ist krank.“ Oberlehrer M. Tschinkel in Morobitz, Krain. Die Atmungsorgane — Werkzeuge der Blutreinigung. Hans Richter, Oberlehrer in Seiz, Obersteier. (Schluß.) V. Welche Anforderung wir an die Atemluft inbezug auf unsere Umgebung stellen müssen. Zum Atmen benötigen wir reine, frische Luft. Dieselbe darf weder durch Staub oder andere Körperteilchen, noch durch schädliche Gase oder Bazillen verunreinigt worden sein. Da die Atemwerkzeuge mit einer feinen, gefäßreichen Schleimhaut überzogen sind, so ist es ungesund, sehr kalte Luft durch den Mund einzuatmen, denn dadurch entstehen leicht Erkältungen der Schleimhäute, die wir dann als Katarrhe des Kehlkopfes, der Luftröhre und der Lungen verspüren. Man muß die Luft daher vorwärmen; dies geschieht, indem wir dieselbe durch die Nase einatmen. Dabei bleiben auch Staubteilchen an der feuchten Nasenschleimhaut hängen und dringen nicht in Kehlkopf und Lunge ein. Die Nase verrät uns auch gleich giftige Gase in der Atemluft; wir dürfen daher übelriechende Luft nicht einatmen. Merkt euch: Geschlossener Mund erhält gesund. Da wir die meiste Zeit unseres Lebens in der Wohnung verbringen, so ist der Einfluß derselben auf unsere Gesundheit überhaupt und die Atmungsorgane insbesondere sehr groß. Eine gesunde Wohnung muß geräumig, hell, warm und trocken sein und darf weder verdorbene Luft noch Schmutz oder Krankheitsstoffe in sich bergen. Die Größe der Wohnung hängt von der Menge der sie bewohnenden Menschen ab. Wir wissen, daß ein Erwachsener täglich etwa 8000 1 Luft ein- und ausatmet, einer von euch daher zirka 4000 1. Ihr könnt deshalb begreifen, warum das Schulzimmer größer sein muß als die Wohnstube daheim. Rechnen wir einmal: 1 Schüler atmet bei jedem Atemzuge etwa 0 2 1 Luft ein. Er macht in der Minute 20 Atemzüge, daher in der Stunde 60 X 20 = 1200 Atemzüge und braucht dazu 1200 X 0 2 1 Luft — 240 1. Hält er sich nun 7 Stunden in der Klasse auf, so braucht er 7 X 240 1 = 1680 1 und sind 70 Schüler anwesend, so brauchen sie 70 X 1680 1 = 117.6001 Luft. Vergleichen wir hiezu die Größe des Schulzimmersl L — 10 5 m, b = 7 m, h — 38 rn, daher das V — 279.300 dm3 = 279.300 1 Luft. Bedenken wir, daß durch die Einrichtungsgegenstände und durch uns selbst fast die Hälfte des Luftraumes verloren geht, so ersehen wir, daß unser Schulzimmer durchaus nicht zu groß ist, und ihr könnt jetzt begreifen, warum man die Schulzimmer so groß und hoch bauen muß. Es läßt sich eben sonst nicht der nötige Luftraum erreichen.1 In früheren Zeiten hatte man das alles nicht berechnet, vieles wußte man auch noch nicht; daher wurden die Wohnungen möglichst klein und niedrig gebaut und manche Eltern von euch und auch andere Leute können es nicht begreifen, warum die Schulzimmer so groß sein müssen; sie verwundern sich jedesmal, wenn sie gelegentlich zu mir in die Schule kommen. Wir aber freuen uns über die Größe des Zimmers. — Einige von euch werden schon gehört haben, daß zum Baue eines Hauses eine Bewilligung erforderlich ist und man daher einen Plan desselben der Behörde vorlegen muß. Diese untersucht unter anderem auch, ob die Wohnräume wohl groß genug sind; besonders in Städten wird streng auf die vorgeschriebene Größe derselben gesehen. — Jede Wohnung muß genügend Sonnenlicht haben. Das Licht ist eines der wichtigsten Lebensbedingungen aller Geschöpfe. Die Sonne tötet die meisten Krankheitserreger. Sonnige, nach Süden und Osten gelegene Wohnräume sind die besten. Das Sprichwort sagt: „Wo die Sonne nicht hinkommt, dort kommt der Arzt hin.“ In der Dunkelheit müssen wir die Wohnung häufig beleuchten. Wir gebrauchen hiezu Petroleumlampen oder Kerzen; in Städten und in manchen Orten hat man auch Gaslicht oder elektrisches Licht. Mit Ausnahme des elektrischen Lichtes brauchen Petroleumlampen, Gas- und Kerzenflammen ebenfalls Sauerstoff zum Brennen; die Luft wird daher an Sauerstoff ärmer und an Kohlensäure reicher. — In der Wohnung muß die größte Reinhaltung herrschen. Der Staub soll nicht durch Kehren entfernt werden, da er dabei aufgewirbelt wird und sich bald wieder setzt, sondern durch Ab- oder Aufwischen mit einem feuchten Lappen. Schädliche Gase kommen in die Wohnräume durch Atmung und Ausdünstung des Menschen, durch Feuerung und Beleuchtung, durch schmutzige Wäsche, stark riechende Blumen, durch Eßwaren und ungeeignete Abortanlagen. Besonders in Schlafstuben soll Han nicht schmutzige Wäsche und schmutzige Kleider aufbewahren, viele Blumentöpfe stehen lassen oder verschiedene Eßwaren, wie Obst u. dergl. einlagern, weil sie die Atemluft verderben. Reine und gute Luft wird in die Zimmer durch Lüftung gebracht. Zwar dringt schon frische Luft durch die Wände, die Spalten der Türen und Fenster, aber diese natürliche Lufterneuerung (Ventilation) genügt nicht; es muß die künstliche dazukommen. Sie besteht im Öffnen der Türen und 1 Auch eine passende Erörterung für Elternabende. D. Sch. Fenster und der in diesen angebrachten Klappen. In Räumen, in denen sich viele Menschen versammeln, wie in Schulzimmern, sind noch besondere Lüftungsvorrichtungen (Ventilatoren) notwendig. Nun könnt ihr es begreifen, wie ungesund es ist, nie die Fenster zu öffnen und frische, sauerstoffreiche Luft in die Wohnung zu lassen. Wir können daraus auch ersehen, wie töricht es ist, die Winterfenster festzunageln und so zu verstopfen, daß sie nicht geöffnet werden können, und sie nicht mit Klappen oder Schubern („Guckerl“) zu versehen. Besonders in der kalten Jahreszeit wird das Lüften oft gänzlich unterlassen, weil dadurch Kälte in die Zimmer dringt und viele Leute der Meinung sind, es sei dies eine Verschwendung an Heizstoff. (Also Aufklärung den Kleinen und den — Großen! D. Sch.) Wir wissen aber, daß sich frische Luft siebenmal schneller erwärmt als abgestandene, da letztere ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Es ist daher auch aus Sparsamkeitsrücksichten angebracht, nachdem eingeheizt wurde, frische Luft einige Zeit ins Zimmer streichen zu lassen. Die Durchwärmung geht rasch vor sich und wir haben obendrein noch reine, gesunde Luft in der Wohnung. Meistens hört man die Landleute sagen: „Ja, wir haben so überall frische Luft; das Lüften ist bei uns nicht so notwendig wie in der Stadt.“ Sie denken nicht daran, daß es nicht genügt, wenn wir im Freien gesunde Luft haben, aber diese Luft monatelang nicht in unsere Wohnräume lassen. Lüftet daher täglich jahrein, jahraus eure Wohnungen! Die Wohnung muß auch trocken sein. Eine nasse und feuchte Wohnung erzeugt Krankheiten wie: Gicht, Rheumatismus, Nierenleiden u. a. — Kochen, Waschen und Trocknen der Wäsche im Schlaf raume ist ebenfalls ungesund, da dieser dadurch feucht wurde. Das Sprichwort sagt: „Wo der Nagel in der Wand rostet, da rostet auch die Gesundheit.“ Die Wohnung muß auch die rechte Wärme, d. i. -j- 16 bis 20° C besitzen. Zu warm geheizte Räume sind ebenfalls ungesund; die Menschen kränkeln und werden verweichlicht. Das Thermometer ist daher ein wichtiger Einrichtungsgegenstand, der in keiner Wohnung fehlen darf. Die künstliche Erwärmung stellen wir durch die Heizung her. Die Öfen dürfen nicht rauchen, sollen sich gleichmäßig erwärmen und die Wärme längere Zeit behalten. (Eiserne und Kachelöfen.) Zu beachten ist, daß die Öfen keine Verbrennungsgase durchlassen, da diese für uns giftig sind. Deshalb dürfen wir auch nie die Ofenklappen schließen, solange noch Feuer oder Glut im Ofen ist, da die Gase nicht in den Kamin gelangen können, daher durch die Ofentürchen ins Zimmer gelangen und für uns tödlich werden. („Dunst“ bekommen, — Kohlenoxidgasvergiftung — erste Hilfeleistung dabei.) — Die Wohnung soll nicht tief in der Erde liegen; deshalb sind Kellerwohnungen meist ungesund. VI. Wie das Sprechen und Singen geschieht. Wir haben gehört, daß sich im Innern des Kehlkopfes die Stimmbänder befinden, die eine schmale Ritze, die Stimmritze, offenlassen. Durch die beiden Stimmbänder und die Stimmritze wird die Stimme hervorgebracht und zwar in der Weise, daß die aus der Lunge kommende Luft durch die Stimmritze getrieben wird und dabei unter Mitwirkung der Stimmbänder in tönende Schwingungen gerät. Wir können die Stimmbänder ihrer ganzen Breite nach oder nur an den Rändern schwingen lassen; demnach unterscheidet man die kräftigen Brusttöne und die eigenartigen Fisteloder Falsettöne. Beim Jodeln findet ein rascher Wechsel zwischen Brust- und Falsettönen statt. VII. Etwas über die künstliche Atmung. Bei manchen Ohnmachtsanfällen oder sonstigen Erkrankungen hört die Atmung fast auf. Durch Bespritzen mit frischem Wasser, durch Reiben der Haut kann man die Atmung wieder anregen. Bei Verunglückten führe man sofort die künstliche Atmung ein, wenn die natürliche aufgehört hat. (Erklärung der künstlichen Atmung. Praktisch vormachen, wie dieselbe von einer Person oder von zwei Personen ausgeführt wird. Selbstausführen derselben durch Schüler der ältesten Jahresstufen.)1 VIII. Zusammenfassung. 1.) Aus welchen Teilen bestehen die Atmungswerkzeuge ? 2.) Beschreibe die einzelnen Atmungswerkzeuge 1 3.) Wie geht das Atmen vor sich? 4.) Wie soll die Atemluft beschaffen sein? 5.) Wie soll eine gesunde Wohnung beschaffen sein? 6.) Erkrankungen der Luftwege. 7.) Einige Berechnungen, 8.) Künstliche Atmung usw. 1 Sehr zu beachten! Das Dozieren ohne Praktizieren nicht nichts. D. Sch. Nachwort: Ich verlege die Behandlung des menschlichen Körpers in die ersten Schulwochen, ausgehend von dem Grundsätze „Kenne dich selbst“. Auch ergibt sich im späteren Unterrichte oft ein Hinweis auf ähnliche Vorgänge in unserem Körper. Der Stoff wurde deshalb ziemlich ausführlich behandelt, weil nur durch eine bessere Kenntnis der Vorgänge in unserem Körper dem Aberglauben, Kurpfuscherwesen, Gesundbeten u. dergl. entgegengearbeitet werden kann und zwar bei der jüngeren Generation, da die Schule fast machtlos ist, die Alten zu bekehren. Der Hygiene der Wohnung ist ein so breiter Raum eingeräumt worden, da sich besonders die Landleute immer auf ihre gute Luft etwas zugute tun, aber von derselben selten Gebrauch machen wollen. — Auch die Größe der Zimmer ist ihnen unverständlich, wie ja manche Kollegen dies gelegentlich der Schulbauten von dazuberufenen Personen erfahren haben werden. Den Alten muß man es nachsehen; erziehen wir den Nachwuchs in der Weise vernünftig, was sich hier mit „bodenständig“ deckt! Don der Schriftseitung: Das nunmehr abgeschlossene Stundenbild, das nicht in die Kategorie der methodischen Rezepte gehört, weil es weniger eine Zerfaserung des Stoffes durch eine Reihe herausge-. klügelter Fragen, als vielmehr eine logische Anordnung des einschlägigen Materiales darstellt, sollte jetzt, da der Winter einzieht, in jeder Schule vorgeführt werden. Es gilt, Vorurteile zu brechen und dabei Heil zu spenden! Die Lehrmittelsammlung der Landschule. (Schluß.) Das wären nur einige wenige Beispiele, die zeigen sollen, wieviele Quellen es gibt, die im Interesse der Schule „angebohrt“ werden können, und es bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung, daß diese Plakate nicht nur im geographischen, sondern auch häufig im geschichtlichen Unterrichte, ja einzelne Motive auch beim Zeichnen Verwendung finden können. Aber nicht nur für den geographischen Unterricht lassen sich ganz nette Lehrmittel beschaffen, sondern auch für die anderen Unterrichtsfächer kann man kostenlos viel auftreiben. Okuliermesser, Baumscheren und Baumsägen, Wühlmausfallen, Schlageisen u. dergl Gartengeräte erhält man leicht von einer größeren Eisenwarenfirma, besonders, wenn man bei einer Bestellung für das eigene Haus eine solche Bitte für die Schule einfließen läßt oder wenn man Leiter einer landwirtschaftlichen Fortbildungsschule ist. Auch Glaswaren für den Unterricht in der Naturlehre erhält man von großen Glasniederlagen. So erhielten wir wiederholt für unsere Schule von Wiener Firmen: Glaswannen, Glasretorten, Gasentwicklungsflaschen, Gaskolben, Glastrichter, Bechergläser, Glasröhren usw. Adressen bietet jeder große Kalender oder Amtskalender; überdies pflege ich auf meinen Reisen in Österreich und Deutschland den Stift stets zur Hand zu haben, um mir Adressen von Firmen, die für einen „Pump“ geeignet erscheinen, auf die Proskriptionsliste zu setzen. So erhielt ich von der bekannten Linsenfabrik Zeis in Jena gratis sechs prächtige Linsen und zwei Prismen für Farbenzerstreuung. Auch Lehrmittel für Magnetismus und Elektrizität sind von großen Firmen nicht schwer zu bekommen, so z. B. haben wir ein Telephon, eine elektrische Klingel u. v. a. Daß auch gute Ansichtskarten im Unterrichte Verwendung finden und — auf Papptafeln aufgezogen — als Schmuck der kahlen Wände dienen können, ist ohnedies hinlänglich bekannt. Jede große Firma wird gerne bereit sein, einige hundert Stück zu Schulzwecken zu überlassen, z B. die Firma Louis Glaser in Leipzig. Da in großen Museen von Zeit zu Zeit einzelne Objekte durch andere ersetzt werden, ist es zweckmäßig, sich mit solchen Anstalten in Verbindung zu setzen. So erhielten wir vom k. k. naturhistorischen Hofmuseum in Wien eine schöne Mineraliensammlung, von der Direktion des Hüttenwerkes der Alpinen Montangesellschaft in Eisenerz eine Sammlung der verschiedenen Eisenerze, vom Admonter Marmorwerk bei Hallein und dem Marmorwerk Mayr-Mehrhof in Salzburg sowie von der Steinmetzfirma Grein in Graz nette Marmorsammlungen. Von der Auskunftsstelle des Kalisyndikates in Graz, Raubergasse, erhielten die Leitungen landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen schöne Sammlungen der Staßfurter Kalidungsalze in Gläsern u. zw. roh und gemahlen. Damit sind indes die Quellen, aus denen man sich Lehrmittel beschaffen kann, noch nicht erschöpft. So wird es hie und da gelingen, bei Jägern, Förstern und Jagdfreunden Stopfpräparate zu bekommen, von alpinen Vereinen einen Beitrag zur Anschaffung einer großen Wandkarte zu erhalten, aus den anatomischen Sammlungen einer Universität Teile des Skelettes zu erbitten usw. So erhielten wir vor Jahren aus der Karl Franzens-Universität in Graz ein vollständiges menschliches Skelett, auf ein eisernes Gestell montiert, mit beweglichen Kiefern und abnehmbarer Schädelkapsel, ferner noch die Gehörknöchelchen. Aber auch selbst kann man mancherlei praktische Lehrmittel fabrizieren. Eine Käfer- und Schmetterlingsammlung, eine kleine Sammlung einheimischer Reptilien in Spiritus oder Formalin kann man sich ohne viel Mühe anlegen oder eine Sammlung der wichtigsten einheimischen Getreidearten, Wiesengräser usw. Wer Zeichner ist, dem wird es eine anregende Abwechslung bieten, den Plan des Schulzimmers, des Schulhauses, des Schulortes und eine Karte der Gemeinde und des Bezirkes herzustellen. Für den Rechenunterricht kann man in kurzer Zeit ein Quadratmeter, eine Hunderter- und Tausendertafel hersteilen. Die Punkte in den Kästchen macht man am einfachsten mit einem Tintenstöpsel. Das sind nur einige bescheidene Andeutungen, wie dem Lehrmittelmangel an nieder organisierten Volksschulen abgeholfen werden kann, um den Kindern einen anschaulichen, interessanten Unterricht bieten zu können; denn Anschauung und immer wieder Anschauung ist das Alpha und Omega alles Lernens, und nicht mit Unrecht sagt Herbart: „Langweilig zu sein, ist die größte Sünde des Unterrichtes.“ Wenn es mir gelingen sollte, einigen Kollegen die Lösung der Lehrmittelfrage an ihrer Schule zu erleichtern, so hat der kurze Aufsatz seinen Zweck erfüllt. F. 8. Wamprechtsamer, Oberlehrer und Leiter der landw. Fortbildungsschule. Der vorstehende Aufsatz sei der besonderen Aufmerksamkeit empfohlen; er berührt eine überaus wichtige Frage des Unterrichtes. D. Sch. Diensttausch auf Zeit. Eine Erwiderung von Karl Wanderer, Schulleiter in Wetzleinsdorf, Niederösterreich. Aufgefordert durch die Schlußbemerkung dieses Artikels in Folge 67 der „Blätter“, erlaube ich mir einige Ausführungen in dieser Sache. Es ist ja alles recht schön und fein geschildert und die guten Seiten sind in helles Sonnenlicht gestellt; aber jedes Ding hat zwei Seiten, man muß sie billig betrachten beede, um zum wahren Werte des Dinges zu gelangen. Unter den Ursachen des Diensttausches führt der Artikel auch an: Gefahr der Versumpfung. Das gilt den Landlehrern. Doch der Landlehrer, der in seiner Gemeinde Spiritus regens ist, kann gar nicht versumpfen; denn er ist: Lehrer, Obmann, Schriftführer, Berichterstatter, Referent usw. Für alle — für die Schüler, Feuerwehr, Bienen- und Obstzüchter, für die Landwirte muß da der Lehrer in den verschiedenen Versammlungen etwas Neues bringen. Da heißt es stets im laufenden sein. Zu den Versammlungen kommt häufig ein Fachreferent. Ohne sich eine Blöße zu geben, kann der Lehrer nicht hinter demselben Zurückbleiben. Protokolle der verschiedensten Art, Eingaben und Gesuche in allen nur möglichen Dingen an alle nur denkbaren Ämter und Behörden; die mannigfachsten Zuschriften von Behörden und Ämtern an die Ortsinsassen hat der Lehrer zu verfassen, zu erklären. Da gibt es keine geistige Versumpfung. Lassen Schul- und Vereinstätigkeit nicht auch noch — freilich wohl wenig — Zeit zur Beschäftigung mit unseren besten Freunden, mit guten Büchern? Diese retten uns ja auch vor geistiger Versumpfung. Wenn man uns an den Kleidern und Manieren den Landlehrer ankennt, so ist das doch nicht geistige Versumpfung. „Gegensätze zwischen Lehrer, Gemeinde oder anderen Faktoren.“ Muß ein Lehrer wegen solcher Dinge aus einer Gemeinde, so gehe er auch nimmer dahin zurück. Die Zustände werden sich in der Gemeinde in zwei Jahren kaum so geändert haben, daß eine Wiederkehr geboten erscheint. War die Volksstimmung gegen mich, in so kurzer Zeit wird sie sich nicht ändern; war das Verhältnis im Lehrkörper ein unleidliches, in den zwei Jahren wird wohl kaum ein so ausgiebiger Personalwechsel eingetreten sein, daß es anders wäre. Alte Fehden erwachen wieder, alte Feinde begrüßen uns als neue und in kürzester Zeit wäre ein Diensttausch „für immer“ nicht „auf Zeit“ notwendig. „Krankheit“. Ein kranker Lehrer benötigt Urlaub und erhält ihn auch. Was würde da ein „Diensttausch auf Zeit“ bessern? „Fachliche Ausbildung“. Auch für solche Verhältnisse gibt es Urlaub. Ich verweise auf die Kurse für Obst- und Weinbau, für Bienenzucht und auf die landwirtschaftlichen Fortbildungskurse. Was die Bereicherung an erdkundlichen und geschichtlichen Kenntnissen anbelangt, so kann doch der Student und angehende Lehrer die Ferienzeit zu solch bildenden Wanderungen benützen. Die große, übergroße Mehrzahl der Lehrer bleibt aber auf Studium aus guten Quellen angewiesen; denn „alles kann man doch nicht sehen“, auch nicht im „Diensttausch auf Zeit“! „Die Einklassige meistern.“ Wer die Praxis der Einklassigen mitgemacht hat, kann dem gewiß nicht zustimmen, daß der Lehrer die Einklassige in zwei, drei Jahren „meistert“. Ich halte es geradezu für unmöglich, sich in so kurzer Zeit in das Getriebe der Einklassigen so einzuarbeiten, daß man von „meistern“ sprechen kann. Gerade der Lehrer der hochorganisierten Stadtschule stünde vor einem Rätsel, das er trotz seines Wissens nicht lösen könnte; denn nur mehrjährige Praxis eröffnet diese schwere Knacknuß. Nur die Praxis in der Einklassigen kann dem Lehrer die richtige Meinung über die Hochburg aller Methodik und Pädagogik, über die Einklassige, beibringen. Ein zu kurz Verweilen im „Diensttausch auf Zeit“ führt nur zu unklaren Urteilen und würde auch dem »künftigen Inspektor“ wenig nützen. „Die wandernden Pädagogen“ würden nach meiner Meinung in der Schule nicht gar so Vorzügliches leisten; denn kaum eingearbeitet, wieder fort, neues Material, neue Verhältnisse in Schule und Gemeinde, unbekannte Schülerindividuen, unbekannte Kollegen usw. Wer hätte es nicht schon empfunden, wie schwer es ist, sich als „neuer Lehrer“ an der Schule zurechtzufinden!? Es würde kein vertrauliches Verhältnis zwischen Lehrer und Schülern und Gemeinde entstehen. Der im »Diensttausch auf Zeit“ ins Dorf gekommene Lehrer würde wahrscheinlich mit aller Kraft das treiben, um derentwillen er sich „vertauschen“ ließ, und alles andere nur nebenher. Die beste Schule müßte Schaden leiden durch „Diensttausch auf Zeit“ und da nützte auch die besondere Überwachung durch die Inspektoren wenig. Noch kurz will ich erwähnen: Der Lehrer sei, wenn möglich, der Nationalität des Wirkungsortes. Er spreche oder verstehe die mundartlichen Ausdrücke der Schüler. „Diensttausch auf Zeit“ bringt auch hierin viel Chaos. Wie schwer wird sich der Fremdling einarbeitenl Nach diesen Ausführungen ist der Schlußgedanke des Aufsatzes in Folge 67 widerlegt; denn »Diensttausch auf Zeit“ ist kein Gewinn für Schule und Lehrer, sondern nur Gewinn für wenig Lehrer, aber Nachteil für Schule und Schüler. Gedenktage. Vorbemerkung: Die Gedenktage konnten wegen Raummangels nicht neuerdings gebracht werden. Da in der scincrzcitigen Reihe die Monate Dezember und Jänner fehlen, so sei hiemit die erste Ergänzung geboten. Thronbesteigung unseres Kaisers. Mozart f. Veröffentlichung der pragmatischen Sanktion. Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn. (Nürnberg - Fürth.) Brand des Ringtheaters in Wien. Ludwig Anzengruber f. König Karl XII. von Schweden f. Eröffnung des Konzils zu Trient. Wilhelm Grimm f. Erzherzog Ferdinand zum Könige von Ungarn erwählt. Herder f. Richard Löwenherz wird in Erdberg (Wien) gefangen genommen. Krönung Karls VI. zum Kaiser. Sanktionierung der österr. Staatsgrundgesetze. Tegetthoff f. Karl der Große zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. Karl der Große f. Friede zu Preßburg. Österreich kommt an das Haus Habsburg. Tod Leopolds V. 2. Dezember 1848: 5. 1791: 6. „ 1724: 7. 1835: 8. „ 1881: 9. _ 1889: 11. 1718: 13. 1545: 16. 1859: 17. 1526: 18. 1803: 20. „ 1192: 21. „ 1711. 22. 1867: 23. 1827: 24. 799: 25. 814: 26. „ 1805: 27. 1282: 31. „ 1194: Lose Gedanken. 14.) Das Dividieren von Dezimalzahlen. Durch langjährige Erfahrung habe ich bei Volks- und Bürgerschtilern beobachtet, daß besonders das Bestimmen der Dezimalen beim Dividieren ein sehr wunder Punkt ist. Sitzt auch die Art der gebräuchlichsten Dezimalenbestimmung anfangs fest, so vergessen sie die Schüler doch in kurzer Zeit wieder. Ich gebe nun beim Dividieren von und mit Dezimalzahlen den Schülern einen Anhaltspunkt; damit habe ich auch die schwächsten Schüler dazu gebracht, daß sie richtig den Stellenwert bestimmen können. Nachdem das Steigen und Fallen der Zahlenwerte vom Dezimalpunkte aus nach links oder rechts klar gemacht ist, wird an Beispielen gezeigt, daß gleiche Werte mit einander dividiert stets Einer geben. Darauf stützt sich mein Verfahren. Der Schüler wird bei jeder Division angehalten, zuerst festzustellen, welchen Wert die höchste Ziffer im Divisor hat. Nun lasse ich ihn die gleiche Stelle im Dividend aufsuchen, bei der er also — nach dem früheren Lehrsätze — Einer erhielte. Ist die betreffende Stelle nicht vorhanden, so muß sie durch Punkte festgestellt werden. Der Schüler braucht nun weiter nichts zu tun als bis zu jener Ziffer resp. Stelle zu schreiten, welche dividiert wird, und hat somit die zu bestimmende Stelle mit leichter Mühe gefunden. Einige Beispiele mögen meine Ausführungen beleuchten: a) 543-6 :0 258 =_______ Die höchste Stelle im Divisor sind zwei Zehntel. Die gleiche Stelle im Dividend sind sechs Zehntel. Hier erhielte ich Einer. Bei 3 Zehner, bei 4 Hunderter und bei 5 Tausender .. 9-52 ; 369 5 — 0 00. Die höchste Stelle im Divisor sind hier Hunderter. Im Dividend haben wir diese Stelle nicht, daher bestimmen wir sie durch Punkte. Da nach rechts der Wert der Zahlen immer um das Zehnfache kleiner wird, so schreite ich von Punkt zu Punkt bis zur Zahl 5 im Dividend und erhalte Tausendtel. h. Keiblinger, Lehrer in Gmünd. 15.) Eine Erleichterung im ersten Schreib-Leseunterrichte. Die meisten Fibeln bringen die Buchstaben in nachstehender Reihenfolge: inmueeisoa... Nun weiß aber jeder Lehrer, daß sich für die ohnehin kaum schulreifen Kinder der Landbevölkerung durch diese Anordnung gerade in der ersten Zeit zuviel Schwierigkeiten zusammendrängen. Immer wieder verwechseln einzelne das Druck-n mit dem Druck-u und besonders mit dem m, weil die Formen ähnlich sind und m mit dem n im Klange für die ungeübten Ohren der Kinder nicht leicht zu unterscheiden ist. Man nahm bei dieser Anordnung auf den Umstand Rücksicht, daß das m leicht zu schreiben sei; in der Tat ist es aber eben wegen seiner Ähnlichkeit mit dem n für die Kleinen sehr schwierig. Einige Jahre plagte ich mich auch in der vorgezeichneten Stufenfolge. Nun aber nehme ich die Buchstaben in nachstehender Reihe: i n e u ei sorna... Seit dieser Zeit verleben wir viel sorgenfreiere Stunden als früher. Durch das Zusammenlauten des n mit dem i und e wird das n viel besser eingeprägt, als wenn gleich das m oder u mitgenommen werden würde. Die Leseübung wird reicher und wertvoller. Zwischen die Behandlung des e und ei schiebe ich die des u ein; dergestalt macht das ei gar keine Schwierigkeit. Mit dem früheren Auftreten des s ist viel gewonnen. Der Buchstabe fällt eben durch seine Gestalt besonders auf, auch ist der Laut gut hörbar. Er wird ein Merkstein unter den kleinen Gesellen. Ich nehme noch das 0; dann erst kommt das m daran, da es nun fast keine Schwierigkeiten mehr bietet und dies umsoweniger, je weniger man diesen Buchstaben mit dem n vergleicht Das viele Vergleichen verwirrt die Kinder und bringt sie um ihre natürliche Unbefangenheit; sie werden hiedurch erst unsicher. Nun noch eine Kleinigkeit: Wenn man beim Gebrauche der Schiefertafeln die Vorübungen von der ersten Stunde an in die Linien schreiben läßt, hat man erstens viel Plage und zweitens werden die roten Linien durch das oftmalige Überfahren mit Schwamm und Fetzchen derart abgenützt, daß sie beim eigentlichen Schreiben schon verblaßt sind und hiedurch dem Schüler die Arbeit erschweren. Bei mir dürfen die Anfänger in der ersten Zeit nur die unlinierte Seite benützen.1 Wenn sie etwas gewandter sind, geht das Schreiben in den Linien fast ohne Plage. Auch werden die Linien dadurch geschont, daß die Kinder eine Seite vollschreiben müssen, ehe sie weglöschen dürfen. Andernfalls werden besonders die erste und zweite Zeile stark abgenützt. Die besprochenen zwei Vorteile scheinen geringfügig zu sein; allein auf beschwerlichem Wege ist man schon dankbar, wenn der Vorangehende auch nur kleine Steine weggeräumt hat. L. Demal in Winklarn. Das Dividieren durch Brüche. Vorbereitung: Ableitung der Regel: Wenn ich einen Bruch mit dem Nenner multipliziere, so erhalte ich den Zähler als ganze Zahl. (Vs X 2 = 1, ’A X 4 = 1, 8/s X 5 = 3.) Einleitung: a) 1 kg Zucker kostet 0‘8 K; wieviel kg wiegt ein Hut Zucker, der 10 K kostet? — Schließe! Ergebnis: 10:0 8 100 : 8 = 12 5 Antwort! b) Überlegung. In diesem Beispiele kommt ein Dezimalbruch vor, diesen wollen wir durch einen gemeinen Bruch ersetzen. (0'8 — 8/io — Vs.) Wiederhole das Beispiel und setze den gemeinen Bruch an die Stelle des (gemeinen Bruches) Dezimalbruches I N. tu dies! 1 kg Zucker kostet 4/s K; wieviel.... Schluß! Ergebnis: 10:4/s = Betrachtung: Die beiden Divisionen werden verglichen 10 :0-8 = 10 : Vs = Was für eine Zahl ist der Divisor im ersten Falle? (Dezimalzahl.) Konnte ich dividieren? (Nein.) Was mußte ich tun? (Den Divisor in eine ganze Zahl verwandeln.) Wie geschah dies? Wen multiplizierte ich auch mit 10? (Dividend.) So ähnlich verhält es sich auch im zweiten Falle. Was ist der Divisor? (Gemeiner Bruch.) Kann ich durch diesen dividieren? (Nein.) Was muß ich tun? (Divisor in eine ganze Zahl verwandeln.) Wie geschieht das? (Bruch mit Nenner multiplizieren. Vs X 5 — 20/s — 4.) Wenn ich aber den Divisor mit 5 multipliziere, wen muß ich auch mit 5 multiplizieren, damit der Quotient unverändert bleibe? (Dividend.) Ich erhalte also: 10 :Vs Regel: (10 X 5) : (Vs X 5) 10X5:4 = 50 : 4 = 12 5 10 X 5 4 Vergleiche! Antwort! (5/4 reziproke Wert von 4/s) Einübung an Beispielen. II. Ebenso verfährt man, wenn man einen Bruch durch einen Bruch dividiert: a) 18/s: V» 18 : 2 = 9 b) -Vs: Vs = (X 3) 7i/s: 2 = »«/* — 7 */s (Zähler durch den Divisor teilbar.) c) Zähler durch den Divisor nicht teilbar: -8/8: Vs == (X 5) ?8| — Aachkehrer It. Sch. in K.: Sehen Sie in den Spendcrlisten der „Blätter" und der „Deulsch-österr. Lehrerzeitung" gründlich nach und wenn Sie den Fall nicht vorsinden, so senden Sie mir hierüber einen „genauen" Bericht, damit ich die Sache verfolgen kann! — K. K. in L.: Die au-gekündigten Aussätze über Lernausflüge erwarte ich demnächst, damit wir im Winter rüsten und rütteln. — Kchlkl. K. (5. in Al.: Eine Grußkarte von einer Gemeindewahl, versehen mit den Unterschriften der bäuerlichen Räte, — sie hat mich ganz außerordentlich gefreut, denn nun merkte ich es, daß man mich versteht. Ich will mit unserer Schule ins Volk, um auf diesem breiten Sockel ihr Heil und das ihrer Vertreter zu erringen. — Art. M. K. an der Ateichsgrenzc: Ihr Bild zeigt mir die vergrämte Genossin im Amte. Lassen Sie sich nicht durch Kummer und Sorge die Falten ins Antlitz legen; sie werden sonst allzufrüh die gefürchtete a. I. — Lehrer Lt. K. in K.: Die „Geistesblitze" waren leider nicht hell genug, um nach allen Seiten zu leuchten. Sind Sie aber darob den „Blättern" nicht böse! — Arf. Lt. Ai. in K.: Den in Leoben gehaltenen Vortrag „Mit dem Z. III über pädagogische Gefilde" werde ich einmal als Leitartikel bringen. Wir müssen die Geißel in Essig tauchen und die pädagogischen Pharisäer aus unserem Tempel treiben. — Dem lustigen Hnarictl im Südheim Dank für die Karte! — „Aachlehrcr" A. H.: Ei, ei, um einen Grad gestiegen, seit wir uns zuletzt getroffen? Ich gratuliere I Es ist erfreulich, daß die „Ratschläge" so manchem die Flügel gaben. — Sirelitor A. St. in A.: Ihr Beitrag zur Lehrerbildung wird die Dezember-Folge zieren. — Hvk. A. A. in A.r Wir nehmen jeden gerne in unseren Kreis auf, der unseren Hauch verträgt und sich als „begeistertes" Mitglied einfügt. — Schilt. M. All. in Al.: Die Lehrstoffverteilung für die (Sin-flüssige trägt Folge 72 hinaus. Wenn die „Blätter" Sie in Ihrer Arbeit warm erhalten, so haben sie ihren Zweck erfüllt. — „Matzen": Zum Verluste „der Mutter der Kinder" mein aufrichtiges Beileid! Was von mir zur Linderung beigetragen werden kann, wird Ihrem Wunsche gemäß natürlich geschehen. — Mite: Neuerlich ersuche ich, alle Beiträge mit dem Namen des Verfassers zu versehen. Heine Mitteilungen. 174.) Neuordnung des russische» Schulwesens.' Der Untcrrichtsausschuß der Rcichsduma beantragte, ein Schulkreis falle höchstens ein Gebiet von sechs Werst im Durchmesser (etwa 6V2 km) umfassen. Der Unterricht umfasse vier Jahre. Eine Klasse soll nicht mehr als 50 Schüler enthalten; zu den Kosten trage der Staat 420 Rubel für je 50 Schüler bei, die Bücher werden unentgeltlich geliefert. Das Schuljahr soll wenigstens 180 Tage umfassen. Unterrichtsgcgenstände sollen sein: Religion, russische Sprache, Aussatz, Rechnen, Physik, russische Geschichte und Geographie, Naturgeschichte, Schreiben, Gcsellschaftslchre und Gesang. Auch in Gebieten mit nicht russischer Umgangssprache soll die russische Sprache obligat gelehrt werden. Diese Neuordnung soll innerhalb eines Zeitraumes von 20 Jahren im ganzen Reiche durchgeführt werden. Der hierzu nötige Aufwand wurde auf 1361 Millionen Rubel berechnet; davon sollen vom Staate 891 Millionen, von den Gemeinden 470 Millionen bestritten werden. 175.) Areic und ermäßigte HKähe an Antcrrichtsansialten für Kinder von Mitgliedern des Hrsien allgemeinen Meamtenvereines. Dem genannten, über 100.000 Mitglieder zählenden Vereine wurden in Anbetracht seiner allgemein anerkannten Humanitären Wirksamkeit von einer großen Anzahl von Unterrichtsanstalten in Wien und in der Provinz (Handels-, Haushaltungs-, Industrie-, Sprach-, Musik-, Zeichen-, Malschulen, Lyzeen, Kindergärtnerinnenkursen, Militärvorbereitungsanstalten rc.) freie und ermäßigte Plätze zur Verfügung gestellt. Ein ausführliches Verzeichnis hierüber mit den Bewerbungsbedingungen kann von der Zentralleitung des Beamtenvereines in Wien, l., Wipplingerstraße Nr. 25, gegen Postvergütung bezogen werden. 176.) Zur Nachahmung! Der Landesschulrat für Kärnten hat sechs Volsschullehrer und Lehrerinnen beurlaubt und mit Stipendien bedacht, damit sie den Bürgerschullehrerkurs in Graz besuchen können. 177.) Zucker als Desinfektionsmittel. Wiederum ist eine alte Volkstradition wissenschaftlich tank-tioniert worden. In vielen Ländern ist es, besonders auf dem Lande, von altersher Brauch, in Krankenzimmern Zucker zu verbrennen. Die Ärzte ließen gewöhnlich die Leute bei ihrem „harmlosen Aberglauben". Nun hat aber vor kurzem Professor Trilbert vom Pariser Pasteurinstitut festgestellt, daß der Zucker bei der Verbrennung ameisensauren Azetylenwasserstoff entwickelt, der eines der wirksamsten unter allen bisher bekannten antiseptischen Gasen ist. Unter einer Glasglocke von 10 Litern Fassungskraft brachte Professor Trilbert 5 Gramm Zucker zur Verbrennung. Nach Abkühlung der Dämpfe setzte er Typhus-, Tuberkulose-, Cholera-, Pocken- und andere Bazillen in offenen Glasröhren unter die Glocke. Innerhalb einer halben Stunde waren sie ausnahmslos getötet. Wird Zucker in einem geschlossenen Gefäß verbrannt, das faules Fleisch oder aufgeschlagene verdorbene Eier enthält, so verschwindet der üble Geruch schnell und gründlich. („Der Landwirt.") 178.) Hin Aonfereilzantrag. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird im liederreichen Österreich das Volkslied eine Wiedergeburt erleben. In der Schule muß das alte Volkslied in richtiger Weise gepflegt werden. Einen gewissen Grundstock von echten Volksliedern sollten alle Schulen der Jugend als gemeinsames Volkseigentum übergeben. Welch dankbares Feld praktischer Wohlfahrtspflege eröffnet sich da der Lehrerschaft auf dem Lande! Auch im Tepler Hochlande werden die großstädtischen Gassenhauer verstummen, wenn die schlichten Weisen des Volksliedes wieder in Schule und Haus, in Flur und Wald ertönen werden. — Nur im Hinblicke auf das unvergänglich schöne Volkslied ist das Wort wahr: Wo man singt, da laß' dich ruhig nieder, böse Menschen haben — Zotenlieder! Behufs richtiger Pflege des echten Volksliedes in den Schulen des Tepler Bezirkes stellt der Schreiber dieser Zeilen folgenden Antrag.- „Die Bezirkslehrerkonferenz wählt einen besonderen Ausschuß, der für die richtige Pflege guter volkstümlicher Lieder in allen Schulen des Bezirkes Sorge trägt. Diesem Ausschüsse obliegt auch die Auswahl paffender Pflichtlieder für alle Schulkategorien." * * * 179.) Sem Strebenden ins Stammbuch: Rastlos vorwärts mußt du streben, nie ermüdet stille steh'n, willst du die Vollendung seh'n; mußt ins Breite dich entfalten, soll sich dir die Welt gestalten; in die Tiefe mußt du steige», soll sich dir das Wesen zeigen. Nur Beharrung führt zum Ziel, nur die Fülle führt zur Klarheit und im Abgrund wohnt die Wahrheit. Schiller. An der Neichsgreiye von Schule zu Schule. (Eine Schulreife durch Kärnten, Hirok, Forarköerg, die Schweiz, gSube«, Württemberg, die Kohenzosscrn- lande und ZLayern.) 16. „ficriwles, noch einmal!“ Das war der Ruf des Entzückens, der Rnf des wütenden Zornes, der Verwunderung, der Zuneigung, des übersprndelnden Gefallens, vielleicht auch der seligen Minne — bei dein Meister in der Schule zu M. Ich war bei Sonnenuntergang vor der einsamen Einklassigen auf dein einsamen Berge angelangt. Mein Begleiter hatte mich an der Reichsgrenze verlassen. So ging ich denn allein, ganz ohne Ziel und Führte zur Höhe hinan, von der eine Kirche im Abendrot glänzte. Da wirb sicherlich and) eine Schule sei». Also srischgemut Hinan I Ich Hatte mich nicht getäuscht. Hart am Friedhofe lag breit und massig ein Haus mit der Aufschrift .Schule'. Der Lehrer war nicht daheim. „Dort kommt et!" rief ein Mädchen. Dort wälzte sich ein kurzes Männlein die Straße daher, es war proportional zur Stätte seines Schaffens. Als ich mich vor-gcstellt hatte, meinte der rundliche Bruder: „Herkules, noch einmal, das ist eine Überraschung! Ich sag' Ihnen alles gerne und lasse mich behorchen nach Belieben; nur in die Stube kommen Sie mir nicht, Herkules, noch einmal!" Also begann ich vor dem vergitterten Fenster mein Examen: 1.) Wieviel Abteilungen zählt die Einklassige? — (Vier, wenn sie vollständig ist.) 2.) Wann ist sie vollständig? — (Im Winter. Da dauert für alle Schüler der Unterricht von 8— V‘212 Uhr und von 1 — 4 Uhr. Tag um Tag ohne Unterlaß. Das gibt 39 Schulstunden in der Woche, 's ist hart, aber man lebt dabei.) 3.) Da werden Sie wohl auch entsprechend bezahlt sein? — (Das will ick) meinen, Herkules, noch einmal I Mein österr. Kollege drüben hat fast um die Hälfte weniger Stunden, aber dafür auch um die Hülste weniger Gehalt. Bei mir macht es pro Jahr 1400 Mark aus, bei ihm 666 Mark. Sehen Sie, der Vergleich läßt uns die 39 Stunden gerne tragen.) 4.) Wie ist der Unterricht im Sommer eingerichtet? — (Von 7—10 Uhr kommen die Großen, von 10 —12 Uhr die Kleinen. Nachmittags müssen die Kinder den Eltern bei der Arbeit helfen oder sie können fick) auf der Wiese tummeln. Auch mir bekommt der Nachmittag gut, denn ich kann mich der Bearbeitung meiner ausgedehnten Felder und der Erholung gründlich widmen.) 5.) Wie lange dauert der Schulbesuch überhaupt? — (7 Jahre u. zw. vom 7. bis zum 14. Lebensjahre. In dieser Zeit gibt es keine Befreiung, keinen Pardon. Herkules, noch einmal, das wiirb’ ich mir ansehen, wenn man mir die Kinder in den letzten Schuljahren aus der Schule nähme, wie es drüben geschieht! Da richte ich ja mit ihnen gerade am meisten aus.) 6.) Sind nach dem 14. Lebensjahre die Kinder ganz den Eltern überlassen? — (Ne, ne, das mär’ was Schönes! Sie verlotterten uns in den Flegeljahren und der Schulerfolg wäre in kurzer Zeit verwischt. Wir halten sie tüchtig an der Leine. Jeden Sonntag müssen sie herein u. zw. drei Jahre hindurch. Jährlich muß jeder Sck)üler mindestens 80 Stunden in der Svnntagsschule zugebracht haben.) 7.) Wann ist Schulanfang? — (Nach Ostern. Da fällt es den Kleinen nicht schwer, einzurücken.) 8.) Wie sind die Ferien verteilt? — (Das bleibt ganz dem Lehrer überlassen. Er setzt sich mit der Bevölkerung ins Einvernehmen und bestimmt die Ferien. Die „Henvakanz" dauert vierzehn Tage, die „Erntevakanz" fünf Wochen. Kommt die Zeit und mit ihr das rechte Wetter, dann wird einfach angekündigt: „Morgen beginnt die Vakanz.") 9.) Und wie verbringen Sie dieselbe? — (Ich halte mein Bündel schon längst geschnürt und wandere, wandere über die Berge, soweit mich die Beine tragen und solange das Geld reicht. Herkules, noch einmal, das ist eine herrliche Zeit I Das ganze Jahr spare ich, um sie ja voll zu genießen.) 10.) Wie sind die Stndilehrcr zu jenen auf dem Lande gestellt? — (Nachdem man die sechs Jahre des Seminars glücklich hinter sich hat, praktiziert man zwei Jahre. Dann geht es zur zweiten Prüfung. Vorher kommt man gewöhnlich nicht auf das Land, denn draußen braucht man ja tüchtige Männer. Wer mit dem 30. Lebensjahre nicht durch die zweite Klause geschlüpft ist, wird aus dem Schuldienste entlassen. Als ich noch in der Stabt war, bezog ich 1000 Mark, das mindeste Einkommen, das wir haben. Bei uns sind die Einklassigen in der Regel am besten bezahlt.) 11.) Sie scheinen mit der Seminarbilduug nicht besonders zufrieden zu fein? — (Durchaus nicht! Das ist ja ein echt klösterliches Leben, eine Klausnerbildung. Und da soll man dann schnurstracks ins Leben hinaus! Drei Jahre wurden wir mit allgemeinem Wissen gefüttert; daun folgte die eigentliche Lehrerbildung. Doch in der Behandlung gab es keinen Unterschied, die Alten wurden den Jungen gleichgestellt; wir waren halt „Schüler" bis zum letzten Tage. Herkules, noch einmal, das würde ich reformieren, wenn ich Kultusminister iväre I) 12.) Und wie steht es mit Ihrem Ansehen als Lehrer in der Gemeinde? — (Nicht besonders günstig. Ich werde von der Gemeinde bezahlt — und das ist schlimm. Der Gemeinde« Polizeimann bringt mir allmonatlich das Gehalt. Da sollten Sie sehen, wie er sich spreizt! Dazu kommt noch manch anderes, was das Ansehen des Lehrers schmälert. Wer es sich nicht selber schafft, ist übel dran.) Wir halten uns noch nicht ausgesprochen, so kam auch schon der Ortsgewaltige, der Hüter des Dorfes, „das Auge des Gesetzes" dahergetrottet. Ein Prachtstück von einem Dorf-pvlypen, ein Exemplar für das Museum! 70/71 hatte er jenseits des Rheins mitgemacht. Das war sein Hauptverdienst. Darob durste er sich nunmehr mancherlei zugute tun. Zuvörderst verriet sein rötlicher Gesichtsvvrsprung, daß er in den verschiedenen Gasthäusern fleißig und gründlich inspizierte. Es schien, als leistete ihm der „von ihm" bezahlte Lehrer häufig Gesellschaft, denn mit großer Zutraulichkeit trat er an ihn heran, krächzend die geflügelten Worte: „Wolle Hier uns nit eins kvofe? 's ist verdammt im Oogust: Der Monat is verteufelt lang, das Gehalt kurz, der Dorscht groß. Sauf' mer ihn zugrunde!" Der Lehrer wäre beinahe dem Sirenenklange gefolgt, würde ich ihn nicht ersucht haben, mir wenigstens einen flüchtigen Blick in die Schulstube zu gestatten. Der Schlüssel knarrte alsbald im verrosteten Schloß, indes der Held von 70/71 knurrend davon schwankte. — Ein dumpfes, düsteres Zimmer! Rechts sahen die Fenster auf den Friedhof hinaus, links in einen dichtbesetzten Obstgarten. Ein unheimliches Gefühl schlich mir durch die Seele, als ich die rechtsseitige Fensterfront mit Kruzifixen besetzt sah, die Decke schier auf dem Nacken fühlte und die schmutzigen Wände gewahrte. Eine Schulruine im Gottesacker! Als ob man sie eingraben wollte. — Eine Tafel mit Notenskalen sagte mir, daß man hier hohe Kunst betrieb. Darein ward denn auch nach den Mitteilungen des Lehrers alle Kraft gesetzt, so daß im ganzen Schuljahre nur zwei Lieder geübt werden konnten. Auch im Dorfe war das Lied seit alters erstorben. Stumm und vor sich hinstarrend saß jeder hinter seinem Glase Gerstensaft; nur der Kriegsmaun ließ sich vernehmen. Als wir eintraten, streckte er uns die derbe Rechte entgegen, als wären wir anno 71 miteinander in Paris einmarschiert. — Mir ward es bei dem Gelage bald unbehaglich; ich verkroch mich daher in mein Stübchen. Drunten ging es indes noch lange lustig her. „Sedan" und „Herkules, noch einmal", das kollerte polternd durcheinander, ward jedoch bald schwächer, immer heiserer, bis es mich in süßen Schlummer wiegte. Morgens stand ich am Fenster, früh, noch ehe die Sonne aufgcgangen mar. Dort drüben lag Marbach, die Heimat des Olympiers. Ich wollte ihr mit goldenen Pfeilen meine Grüße senden. Da schießen sie schon hinter den blitzenden Höhen der Allgäuer herauf. Ich vergrabe sie in mein Herz und lasse sie dann schwirren, hinab über die Hügel, hinein in die Mulde, wo sie vor einhundertfüufundvierzig Jahren einen hohen Genius begrüßt. Sein Wallen und Wirken ist dahin, sein Geist, seine Werke sind geblieben „und die Sonne Homers, siehe: sie lächelt auch uns." Herou-neber und verantronrtllribcr Schriftleiter: Rudolf ». Peerz. — $cu<* non Josef Pavlicek ln (Boitfchee. Ireunden der Bienen- und Geflügelzucht wird das Erste österr.-schlesische Etablissement der Firma Fra ly Simmich, Janernig Hsterr.Schlesten Zuin Bezüge aller in diese zwei Fächer ein-schlagendcn Gebrauchsgegenständen bestens empfohlen. Lehrreiche illustrierte Preisliste» mit OToimts» anweisungeil für Bienenzüchter nebst Notizbleitt umsonst und frei. Dielsach höchst prämiiert! Bedienung streng ree ü. 5*r Verbrauch pro Kind u. Schuljahr 2 kr. 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Mit Beispielen versehen. Preis 40 h. 6. Kurzgefasste Anleitung für den Unterricht an Landschulen. (Aufgebaut auf einem Stundenpläne für die ungeteilte cinktassige Volksschule.) Preis 1 K. (Vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht empfohlen.) 7. Kreuz und quer von Schule zu Schule. (Eine Wanderfahrt durch das österr. Alpengebiet.) 2. Auflage. — Elegant gebunden 2 K, geheftet 1 K 50 h. 8. Talaufwärts von Schule zu Schule. (Eine lustige und lehrreiche Schulwanderung.) — 3. Auflage. Reich illustriert, mit der Ergänzung „Talabwärts von Schule zu Schule (Die Wanderung nach 7 Jahren) versehen. — Elegant gebunden 3 K, geheftet 2 K. 9. ,Blätter für den Abteilungsunterricht«. (Monatschrift zur Förderung des österreichischen Schulwesens.) — a) 1., 2., 3. Jahrgang (1904, 1905, 1906) als Buch in 3. Auflage erschienen (gebettet)........................... elegant gebunden................... ■ ; • ■ b) 4, Jahrgang (1907) als Buch in 4. Aufl. erschienen (geheftet) elegant gebunden..................... c) 5 „ (1908), in Heften zu haben............ d) 6. „ (1909) MW »MW MMZ MM fMmi UW mk WMH Wtz WM MW MW Pf KMÄ m ) if, I . A MW iS MM I “V I psI mm mm mtim nmmg■ mm mm mm I t 1^/» Hy fei hilf UW WM-A