Nr. 2142. VII. 1906. Kirchliches Verordnungs-Matt für die Lavanler Diözese. Cerkveni zaukaznik za Lavantinsko škofijo. g illinit. 49. Hirtenschrcibeil a II dic Sintljolitcn der Didzcse tintimi t in Sfiiflc(ff|cnt)cit der „Freien Schule". — 50. Pastirski list vernikom Lavantinske školije v zadevi „svobodno šolo“. — 51. Indictio Indulgentiae plenariae occasione celebrationis quintae Synodi diocccsanao Lavantinao concessae. — 52. Decretum, quo editio Vaticana librorum cantus Gregoriani typica declaratur. — 53. Quibus in festis prohibeantur exequiao defunctorum. — 54. Circa celebrationem Missae oxcquialis translatae in die non impedita. — 55. Dubium circa para-menta et pallam Calicis in Missis defunctorum. — 56. Die Ordination und die Ordinanden. — 57. Diözesan-Nachrichten. 49. Hirtenschreiben, ein Ausfluß der |u Wien tut Februar 1906 stuitgefundeuen bischöflichen Künferencherlitung, gerichtet an die Katholiken der Lavanter Diözese in Angelegenheit der „Freien Schule" Bielgelicbte in Christo! Die im Februar dieses Jahres zu Wien versammelten Bischöfe sahen sich in ihrer Fürsorge um das Heil der ihnen auvcrtrauten Gläubigen verpflichtet, ihr besonderes Augenmerk den schweren Kämpfen znznwenden, welche die Feinde der Kirche gegen die heiligsten Güter unseres Glaubens in unserem geliebten Baterlande heranfbeschworen haben; insbesondere jedoch zog die Bischosskonferenz jene Gefahren in ernste und eingehende Erwägung, welche uns Katholiken auf dem Gebiete der Ehe und der Schule bedrohen. Bezüglich der sogenannten Eherefvrm habe ich in Übereinstimmung mit den übrigen Bischöfen bereits ein eigenes Hirtenschreiben an Euch gerichtet; doch nicht genug an den verwerflichen Bestrebungen, dem christlichen Ehebunde den Charakter eines rein weltlichen Vertrages anfzudrücken und das Band zu losen, das der göttliche Heiland für unlösbar erklärt hat, erheben die Gegner der katholischen Kirche ihre Hand zu einem noch unheilvolleren Schlage wider dieselbe. Wie ihr wisset, ist jedes Kind, sobald es in die Unterscheidungs-jahre gekommen und einer Ausbildung seiner Geisteskräfte fähig ist, verpflichtet, acht Jahre lang die Schule zu besuchen, ohne daß die Eltern frei sind in der Wahl derjenigen, welche ans die künftige Gesinnung und Geistesrichtung ihres Kindes einen entscheidenden Einfluß nehmen sollen. Diese Pflichtschulc nun völlig zu entchristlichcn und religionslos zu gestalten, ist das Ziel unserer Gegner. Unter der Losung „Freie Schule" haben sie sich zu einem gleichnamigen Vereine zusammengetan, werben jetzt Mitglieder, veranstalten Vorträge, geben auch schon eigene Druckschriften heraus und suchen insbesondere in der Lehrerschaft und in der sogenannten Intelligenz Anhang zu gewinnen, um seinerzeit auch in de» gesetzgebenden Körperschaften ihren Plänen Anerkennung und Gesetzeskraft zu verschaffen. Die Pflichtschulc wollen sie frei machen von ihrer ersten und vornehmsten Aufgabe, die Kinder religiös sittlich zu erziehen, frei machen von allen religiösen Übungen. Die Kinder sollen in der so frei gewordenen Schule nichts mehr hören von Gott, dem allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde, sie sollen nicht erfahren, daß wir alle Geschöpfe dieses allmächtigen Gottes sind, aus einem sterblichen Leibe und einer unsterbliche» Seele bestehen, in ihr das Ebenbild unseres Schöpfers tragen und alle zur Teilnahme an seiner-ewigen Seligkeit berufen sind. Sie sollen nichts mehr hören von den heiligen Geboten Gottes, sie sollen gegen den Mißbrauch ihres freien Willens, gegen die Sünde an Gottes Allgegenwart und Allwissenheit, Heiligkeit und Gerechtigkeit keine Warnung und keine Schranke mehr finden. In der freien Schule sollen sie nichts mehr hören von der Verheißung und Sendung eines Erlösers, von der Menschwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes, von seinem Beispiele, seinen Lehren und Wundertaten, von seinem bitteren Leiden und Sterben, von seiner Auferstehung und Himmelfahrt. Ja! Göttlicher Heiland, der Du die Kleinen zu Dir zu kommen geheißen, der Du sie so liebevoll gesegnet hast! Diese Kleinen sollen in der freien Schule nichts mehr hören von Dir und Deiner heiligsten Mutter, von Deinem heiligen Nährvater, Deinen Aposteln, von der Sendung und der Macht, die Du ihnen gegeben, von dem Heiligen Geiste, den Du ihnen verheißen und gesendet, von der heiligen Kirche, die Du zur geistlichen und leiblichen Wohlfahrt der Menschheit gestiftet und bei der zu bleiben bis ans Ende der Welt Du verheißen hast; sie sollen von alledem nichts mehr hören, an Dir wie an einem Fremdling vorüber« gehen ; sie sollen keine Stutze, keinen Trost, keine Hilfe suchen in der Hoffnung auf ein ewig glückseliges Leben, in dem Empfange der heiligen Sakramente, in der Heiligung der Sonn-und Feiertage, in der Verehrung Deiner heiligsten 9Jhitter und Deiner Heiligen; ihr leibliches Auge soll in der freien Schule Dein heiliges Kreuz nicht mehr finden, ihr geistiges Auge nur den irdischen, vergänglichen und trügerischen Gütern zugewendet sein. Was wird, fragen wir Euch, Geliebte im Herrn, aus den Kindern solcher Schulen werden, in welchen sie Gott weder kennen, noch fürchten, noch lieben, noch verehren gelernt haben? Welches Geschlecht wird in solchen Schulen heranwachsen? Ja, ist es denkbar, daß es Menschen, vernünftige Menschen gibt, die solches im Sinne haben? Ihr habt recht, Geliebte; man sollte es für undenkbar halten, und doch finden wir in dem Berzeichnisse der dem Vereine „Freie Schule" beigetretenen Mitglieder Namen hochgestellter Personen, zahlreicher Männer der Wissenschaft, vieler Volksvertreter, mehrerer Vorstände von Gemeindeverwaltungen. Niemand darf also sagen, daß wir Euch, Geliebte Divzesanen, mit einer bloßen Scheingefahr schrecken wollen. Die Gefahr, die wir Euch mit wenigen Worten nicht einmal in ihrer ganzen Große schildern konnten, die Gefahr der sogenannten „Freien Schule" ist tatsächlich vorhanden und ist leider nur ein Glied in der Kette von Gefahren, welche die christliche Weltanschauung, die christliche Gesellschaftsordnung bedrohen. Was der Ruf „Los von Rom" anstrebt, jedoch bisher nicht erreichen konnte, soll jetzt vollends zur Durchführung gelangen. Der Baum der heiligen römischen Kirche soll in seiner Wurzel verderbt, die christliche Familie durch die religionslose Erziehung der Kinder vernichtet werden. Die Gefahr der religionslosen Schule ist für uns alle, insbesondere aber für Euch, christliche Eltern, eine große von Gott zugelassene Prüfung Eurer Treue und Standhaftigkeit im katholischen Glauben, Eures festen Vertrauens auf Gottes gnädigen Beistand, sie ist eine Prüfung Eures Eifers für Gottes Lob und Ehre, Eures entschiedenen Eintretens und Eurer Opferwilligkeit für das Wohl Eurer Kinder und Eures Nächsten. Und nun werdet Ihr, Geliebte im Herrn, fragen: Was sollen wir Katholiken, was sollen insbesondere wir katholische Familienväter und Familienmütter tun, um gegenüber der uns bedrohenden Gefahr der sogenannten freien Schule unsere Pflicht bezüglich der religiössittlichen Erziehung der Kinder zu erfüllen ? Die Verteidigung muß sich nach dem Angriffe richten : Verein gegen Verein, Versammlung gegen Versammlung, Zeitung gegen Zeitung, Wahl gegen Wahl, Petition gegen Petition. Schließet Euch daher an solche Vereine an, welche für den katholischen Charakter der Volksschule eintreten und arbeiten; nehmt teil an Versammlungen, in welchen über die Gefahr der Entchristlichuiig der Volksschule Aufklärungen gegeben und Mittel zur Abwehr derselben beraten und beschlossen werden; leset und abonniert Zeitungen, welche sich mit den Aufgaben der Volksschule und der christlichen Kiudererziehung befassen, leset auch darauf bezugnehmende Flugschriften; beteiligt Euch in gewissenhafter Weise an allen Wahlen in Vertretungskörper, die es irgendwie mit der Volksschule zu tun haben, angefaugen von den Wahlen in die Gemeindevertretung bis hinauf zu den Wahlen in den Landtag und Reichsrat! Seid eingedenk Eurer Wahlpflicht! Denn von ungeahnter Tragweite kann es fein, wenn auch nur ein einziger Wähler sich der Erfüllung seiner Wahlpflicht entzieht. Niemand rede sich aus und sage, auf seine Stimme käme es nicht au, sondern jeder wähle so, als ob gerade seine Stimme die entscheidende wäre. Mit der Wahl ist jedoch noch immer nicht alles getan; der Gewählte muß über die Wünsche und Forderungen seiner katholischen Wähler auch rechtzeitig unterrichtet und an die Vertretung und Verwirklichung derselben nachdrücklich erinnert werden. Wie jedoch bei allen unseren Arbeiten und Bemühungen, bleibe» wir auch bei allem, was wir zur Abwehr der verhängnisvollen freien Schule tun und unternehmen, eingedenk der Mahnung des großen Völkerlehrers, des heiligen Paulus: „Weder der ist etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern der das Gedeihen gibt, Gott" (I. Cor. 3, 7), und beten wir zu den heiligen Patronen der Schuljugend, denen das Wohl und Wehe unseres Volksschulweseus gewiß sehr nahe geht! Dieser Waffe können sich im Kampfe für die christliche Schule gewiß auch alle diejenigen bedienen, denen kein Wahlrecht in die genannten Vertretungsförper zu steht, insbesondere aber die Mütter und Frauen, indem sie aus dem Gebete Mut schöpfen, ihre Männer zu energischer Abwehr der freien Schule und der Anhänger derselben zu bestimmen und die religiös sittliche Erziehung der Schulkinder nach den Glaubenssätzen und Sitteulehreu der katholischen Kirche als erste und Hauptaufgabe der Volksschule um so entschiedener zu betonen. Ihr wisset nun, Geliebte in Christo, um was es sich bei der Freien Schule handelt; Ihr wisset es aus unserem Munde, die wir Eure von Gott bestellten Lehrer und Hirten sind und die wir uns im Hinblicke auf unsere gemeinsame» Beratungen im Gewissen verpflichtet fühlen, Euch vor der Euren Kindern drohenden Gefahr zu warnen und zu deren Abwehr aufzumunter». Unsere Worte finden Bestätigung und Bekräftigung durch unseren glorreich regierenden Heiligen Vater Pius X., welcher in seinem hochbedeutsamen Schreiben an den letzten allgemeinen österreichischen Katholikentag ans „jenes höchst unwürdige Schauspiel" hingewiesen hat, „daß man unter dem Zeichen der freien Schule, die, wenn sie der edlen Bedeutung ihres Namens Ausdruck zu leihen bestrebt wäre, nach jener Freiheit eingerichtet werden wüßte, mit der uns Christus befreit hat, daß man unter diesem Zeichen den Versuch machte, gerade die erbittertsten Feinde unserer Religion zu sammeln und die Gestaltung der richtigen Erziehung der Jugend unseren Händen zu entreißen". Was sollen und dürfen wir von Euch nuberes erwarten, als was die zu Sichern versammelten Stämme Israels ihrem von Gott ariserwählten Führer ins gelobte Land im Angesichte seines Todes gegenüber den sic zur Abgötterei verlockenden Amorrhitern feierlichst zu wiederholten Malen versprachen: „Tem Herrn, unferm Gott, wollen wir dienen und seinen Geboten gehorsam sein." (los. 24, 24). Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, der von den Toten glorreich auferstanden, sei mit Euch allen! Amen. Marburg, am Feste der Himmelfahrt Christi, den 24. Mai 1906. t Michael, Fürstbischof. Anmcrkung. Das vorliegende.Hirtenschreiben ist von den hochw. Seelsorgern an dem ersten Sonntage, als es möglich sein miri), den Gläubigen von der Kanzel zu verlesen. 50. Pastirski list, sad posvetovanja škofovskega odbora na Dunaju meseca februarja 1906, poslan vernikom Lavantinske škofije v zadevi „svobodne šole“. Predragi v Kristusu ! Meseca februarja tekočega leta na Dunaju zbrani Škofje so sc v svoji skrbi za vzveličanje vernikov, njim izročenih, čutili dolžne, da obrnejo svojo posebno pozornost na hude boje, ki so jih zoper najsvetejše dobrine naše svete vere v naši ljubljeni domovini povzročili sovražniki svete Cerkve; zlasti pa sc je škofovski zbor resno in vestno posvetoval o nevarnostih, ki nam katolikom pretijo glede na zakon in šolo. O takoimenovani preusnovi zakona (ali zakonski reformi) sem Vam v soglasju z drugimi škofi že poslal poseben pastirski list; toda ni dosti, da si nasprotniki v svoji zlobnosti prizadevljcjo, krščanskemu zakonu vtisniti značaj celo posvetne pogodbe in ločiti zvezo zakonsko, o kateri je božji Vzveličar dejal, da je neločljiva — sovražniki katoliške Cerkve se pripravljajo, da bi ji zadali še pogubnejši udarec. Kakor veste, mora vsak otrok takoj, ko pride k pameti in razvitku svojih duševnih zmožnosti, osem let obiskovati šolo, ne da bi mogli starši svobodno voliti tiste, ki naj s svojim vplivom odločijo, kakšno bo prihodnje mišljenje in življenje njihovega otroka. To obvezno šolo razkristjaniti in ji dati brezversko obliko, je namen naših nasprotnikov. Pod geslom „svobodne šole“ so se zbrali v enako imenovano društvo — m zdaj nabirajo zanj ude, prirejajo predavanja, izdajajo že posebne tiskovine in se zlasti trudijo, dobiti privržencev Med učitelji in takozvanimi olikanei, da bi potem o pripravnem času tudi od zakonodavcev mogli izsiliti priznanje in postavno potrditev svojih načrtov. Obvezno šolo bočejo osvoboditi njene prve in najvzvišeneje naloge, ki Je versko-nravna vzgoja otrok, iz nje hočejo odpraviti vse verske vaje. V tej svobodni šoli naj otroci nič več ne slišijo o Bogu, vsemogočnem Stvarniku nebes in zemlje, naj ne izvejo, da nas je vse ustvaril vsemogočni Bog, da smo iz umrljivega telesa in neumrljivo duše, ki je podoba svojega Stvarnika, da smo vsi poklicani k deležu večnega vzveličanja. Nič več naj ne slišijo o svetih zapovedih božjih, nihče naj jih več ne svari in ne varuje pred zlorabo svobodne volje, pred grehom zoper vsepričujočega in vsevednega, neskončno svetega in pravičnega Boga. V svobodni šoli naj nič več ne slišijo o obljubljenem in na svet poslanem Odrešeniku, o učlovečenju edinorojenega Sinu božjega, o njegovih vzvišenih vzgledih, lepih naukih in velikih čudežih, o njegovem bridkem trpljenju in njegovi smrti, o njegovem častitem vstanjenju in vnebohodu. Da, božji Vzveličar, ki si male k Sebi klical, ki si je tako ljubeznivo blagoslavljal, le-ti mali naj v svobodni šoli nič več ne slišijo o Tebi in Tvoji najsvetejši Materi, o Tvojem svetem redniku Jožefu, o Tvojih apostolih, o njih poslanstvu in oblasti, ki si jo jim dal, o Svetem Duhu, ki si ga jim obljubil in poslal, o sveti Cerkvi, ki si jo ustanovil v dušni in telesni blagor vseli ljudi ter obljubil, da boš pri nji ostal vse dni do konca sveta ; o vsem tem naj nič več ne slišijo, gredó naj mimo Tebe kakor mimo tujca; nič naj ne iščejo podpore, tolažbe in pomoči v upanju na večno srečno življenje, v prejemanju svetih zakramentov, v posvečevanju nedelj in praznikov, v češ-čenju Tvoje naj svetejše Matere in Tvojih svetnikov ; njih telesno oko naj v svobodni šoli ne zazre več Tvojega svetega križa, pač pa se naj njih duševno oko ozira samo po zemeljskem, minljivem in prcvarljivcm blagu. Kaj bo, vprašamo Vas, ljubljeni v Gospodu, iz otrok takšnih šol, ki se v njih ne učijo ne Boga spoznavati ter se ga bati, ne ga ljubiti, ne častiti ? Kakšen rod bo vzrastel v takšnih šolah ? Da, je li mogoče misliti, da živijo ljudje, pametni ljudje, ki imajo takšne nakane ? Imate prav, ljubljeni ; človek bi mislil, dii to ni mogoče, in vendar nahajamo v zapisniku soudov društva » svobodne šole“ imena oseb, ki so v visokih službah, številnih mož, ki se odlikujejo po znanosti, mnogo ljudskih zastopnikov, več občinskih predstojnikov. Nihče torej ne sme reči, da Vas, ljubljeni škofljani, hočemo strašiti s samo navidezno nevarnostjo. Nevarnost, ki Vam je z malo besedami niti nismo mogli opisati po njeni pravi velikosti, nevarnost takoimcnovanc „svobodne šole“ nas v resnici obdajo in je žalibog le en člen v dolgi vrsti nevarnosti, ki pretijo krščanskemu svetovnemu naziranju, pretijo krščanskemu družbenemu redu. Kar je klic „Proč od Rima“ hotel, česar pa doslej ni mogel doseči, to bi se zdaj celò naj izvršilo. Drevo svete rimske Cerkve bi se naj v korenini pokvarilo, krščanska družina bi se naj po brezverski vzgoji otrok ugonobila. Nevarnost brezverske šole je za nas vse, zlasti pa za Vas, krščanski starši, velika, od Boga dopuščena izkušnja Vaše zvestobe in stanovitnosti v katoliški veri, Vašega trdnega zaupanja na milostno pomoč božjo, je izkušnja Vaše gorečnosti za čast in hvalo božjo, Vašo odločne požrtvovalnosti za blagor otrok in bližnjega. In zdaj bote, ljubljeni v Gospodu, vprašali: Kaj naj storimo mi katoličani, kaj naj storimo zlasti mi katoliški očetje in matere, da napram preteči nevarnosti takozvane svobodne šole dopolnimo svojo dolžnost glede na versko-nravno vzgojo svojih otrok? Obramba mora odgovarjati napadu: društvo proti društvu, zborovanje proti zborovanju, časnik proti časniku, volitev proti volitvi, prošnja proti prošnji. Pristopajte torej k društvom, ki delujejo in se potegujejo za katoliški značaj ljudske šole; udeležujte se zborovanj, ki dajejo pojasnila glede nevarnosti razkristjanjenja ljudske šole in se posvetujejo ter sklepajo o obrambnih pripomočkih; berite in naročujte časnike, ki sc pečajo z nalogami ljudske šole in krščanske vzgoje otrok, berite tudi tozadevne spise ; udeležujte se vestno vseh volitev v zastopstva, ki imajo kakoržekoli kaj opraviti z ljudsko šolo, začenši od volitev v občinski zastop, pa tja do volitev v deželni in državni zbor ! Ne pozabite, da je Vaša dolžnost, udeleževati se volitev. Ne morete si namreč misliti, kako dalekosežne posledice zamore imeti, če se le en edini volivec odtegne svoji dolžnosti. Nihče naj se ne izgovarja, češ, na mojem glasu ni nič ležeče, temveč vsakateri naj voli tako, kakor da bi njegov glas bil odločilen. Z volitvijo pa še ni vselej vse storjeno: katoliški volivci morajo svojega zastopnika tudi pravočasno poučiti o svojih željah in težnjah, ter ga krepko opominjati, naj sc poteguje za njih uresničenje. Kakor pa pri vsakem svojem delu in trudu, tako tudi pri vsem, kar započnemo in storimo za odvrnjcnjc pogubne svobodne šole, mislimo na opomin velikega učitelja narodov, sv. Pavla: Nič ni, kateri sadi, in nič, kateri priliva, ampak Bog je, kateri rast daje (1. Kor. 3, 7), in molimo k svetim patrimoni ali zaščitnikom šolske mladeži, ki jih gotovo zylo skrbi blagor in gorje našega ljudskega šolstva! To duhovno orožje morejo v boju za krščansko šolo gotovo sukati tudi oni, ki nimajo volivne pravice za takozvana zastopstva; zlasti pa naj matere in žene iz molitve zajemajo pogum in moč, da bodo mogle pregovoriti svoje može, naj se z vso silo zoperstavljajo svobodni šoli in njenim zagovornikom, in naj tem odločneje naglašajo versko-nravno vzgojo šolskih otrok, uravnano po naukih in zapovedih katoliške Cerkve, kot prvo in poglavitno nalogo ljudske šole. Zdaj veste, ljubljeni v Kristusu, za kaj sc gre pri svobodni šoli; veste iz naših ust, ki smo Vaši od Boga postavljeni učeniki in pastirji in ki se z ozirom na naša skupna posvetovanja v svoji vesti čutimo obvezane, da Vas svarimo pred nevarnostjo, ki preti Vaši deci, ter Vas opominjamo, da sc krepko uprete tej nevarnosti. Naše besede odobrujejo in potrjujejo slavno vladajoči sveti oče Pij X., ki v svojem velcvažnem pismu povodom zadnjega splošnega shoda avstrijskih katoličanov omenjajo „oni zoperni prizor, da se pod geslom svobodne šole, ki bi morala biti uravnana po oni svobodi, s katero nas je osvobodil Kristus, če bi hotela biti izraz svojega blago-pomembnega imena, da se pod tem geslom izkuša, zbrati najsrditejše sovražnike naše svete vere ter iztrgati našim rokam uravnavo prave detinske vzgoje.“ Kaj moramo in smemo od Vas pričakovati druga, nego da obljubite, kar so v Sihemu zbrani rodovi Izraelov zopet in zopet slovesno obljubljali svojemu umirajočemu, od Boga izvoljenemu vodniku v obljubljeno deželo, ko so jih Amoritje izkušali zapeljati v malikovanje, namreč : Gospodu, svojemu Bogu bomo služili in pokorni bomo njegovim zapovedim, (doz. 24, 24). Milost Gospoda našega Jezusa Kristusa, ki je častito od mrtvih vstal, bodi z Vami vsemi! Amen. V Mariboru, na praznik Vnebohoda Kristusovega, dne 24. maja 1906. f Mihael, knozoškof. Opomba. Predstoječi pastirski list naj čč. dušni pastirji preberejo vernikom s pridižnice prvo nedeljo, ko bo mogoče. 51. Indictio Indulgentiae plenariae a Sanctissimo Patre Pio Papa X. occasione celebrationis quintae Synodi dioecesanae Lavantinae gratiosissime concessae. Rogatus Sanctae Sedi, mediante Nuntio Apostolico Vindobonensi, substratus pro concedendis Indulgentiis plenariis tempore celebrationis Synodi quintae dioecesanae. I. Epistola precària missa Nuntio Apostolico Vindobonam. Illustrissime, Excellentissimo ac Reverendissime Domine Archiepiscopo! Devotam petitionem, quam in audientia, dic 19. mensis Februarii anni dilabentis benigne mihi data, ore protuli, nunc scripto praesenti decenter reitero, ut nempe Amplitudo Tua Reverendissima additas meas litteras supplices Sanctae Sedi substernere dignetur, commendatione gravi ac potenti apposita. Pro qua gratia immerita gratos debitas incessanter rependam Excellentiae Tuae Illustrissimae. Sub finem excipiat, quaeso, Dominatio Reverendissima, singularis venerationis et insignis observantiae sensa, quibus sum et ero Reverendissimi Domini Nuntii Apostolici addictissimus et devotissimus servitor f Michael, Episcopus Lavantinus. Marburgi, dic 26. Aprilis 1906. Illustrissimo, Excellentissimo ac Reverendissimo Domino Januario Granito Tignateli! di Belnionte, Archiepiscopo ^lessano, Nuntio Apostolico Vindobonam. II. Litterae supplices Sanctae Sedi substratae. Romam. Beatissime Pater ! Deo propitio annis 1896, 1900 et 1903 congregavi °go, humillime infrascriptus Episcopus Lavantinus, et celebravi Synodos dioeccsanas, quarum gesta et statuta, typis cxcusa, in audientia, auspicato dio 6. Aprilis praeteriti anni 1905 gratiosissime mihi concessa, summa cum reverentia et obedi entia obtuli Tuae Sanctitati. Respectu habito ad temporum indigentias iterum titihi in votis est et Clero populoque curae meae pasto-rab concredito salutare ac necessarium esse rcor, a vesperis diei 6. usque ad diem 10. mensis Augusti huius 'lnni quartam Synodum, praeservationi salvificae fidei caligliene atque unioni schismaticorum et haereticorum cum Sancta Romana Ecclesia fovendae consecrandam, in ecclesia floris clericorum Seminarii, in quo Synoditae invitati gratuito recipientur hospitio, canonice celebrare in commune 0num dioecesis meae Lavantinae. Quo autem efficacius grave piumque opus pro Dei gloria animarumque salute peragatur, supplex rogo ac peto, ut Sanctitas Tua indigno servo suo clementissime praestare dignetur facultatem, plenariam omnium peccatorum Indulgentiam, uti moris est in habendis comitiis synodalibus, concedendi eis omnibus, qui rite perceptis Poenitentiae et Eucharistiae sacramentis : vel ecclesiam s. Ioannis Bapt. cathedralem vel ecclesias in civitate mea residentiali sitas : nuper magnifice aedificatam ecclesiam Matris misericordiae, synodale s. Aloysii sacellum, sanctuaria s. Magdalenae et beati Ioseph, Synodo durante, visitabunt ibique more solito pias Deo preces effundent. Tibi, Beatissime Pater, sacrum Synodi opus, uti par est, maxima animi devinctione subiicfo Tibique in omnibus ac singulis exactam obedientiani promitto nec non cum pastoribus et oviculis in Domino voveo, futurum esse, ut nos omnes Lavanti»! indivulse adhaesuri et stricte obtemperaturi simus : omne Christi ovile regenti Pastori, nescienti errandi fidei morumque Magistro, maximo in terris divino iurc Sacerdoti. Cum fiducia accedens ad thronum Tuum, ut misericordiam consequar et gratiam inveniam in auxilio opportuno, et in genua provolutus pro me incoque Clero ac populo benedictionem apostolicam ardenter imploro Sanctitatis Tuae humillimus, devotissimus et obed lentissimus famulus et filius f Michael, Episcopus Lavantinus. Marburgi, festo s. Marci, die 25. Aprilis 1906. III. Responsum ad praecedentes litteras petitorias datum Romae die 5. Maii 1906, mediante Nuneiatura Apostolica Vindoboncn., advenit die 12. Maii 1906. No. 17.352. Illustrissime ac Reverendissime Domine ! Beatissimo Patri probare admodum placuit consilium in tua dioecesi proxime quartam Synodum canonice celebrandi. Novit enim ipsa Sua Sanctitas quanto rei catholicae emolumento sit provehere per Synodales conventus solidae pietatis et doctrinae salubris optima quaeque studia. Quamobrem dum tibi de nova hac cura tuendi gregis clerique bene informandi gratulatur, Summus Pontifex memorem tibi profitetur animum de addictissimis observantiae sensibus in tuis litteris dici 25. elapsi Aprilis relatis. Libentissime insuper Sanctitas Sua facultatem tibi praestare dignata est indulgentiam plenariam concedendi, uti^mos est in synodalibus comitiis, iis omnibus qui poenitentiae et Eucharistiae sacramenta rite perceperint et aliquam ex ecclesiis a te enumeratis visitaverint. Quo autem maiora commoda diligentiam tuam sequantur, Beatissimus Pater adprecatur tibi tuoque clero omnia divinae gratiae munera, eorumque auspicem et Pontificiae benevolentiae testem Apostolicam Benedictionem tibi ct cunctis qui in coetu aderunt, peramanter in Domino impertitur. Dum de bis certiorem te reddo, existimationem meam profiteor, qua sum Amplitudini Tuae Addictissimus R. Card. Merry del Val. Romae, die V. Maii a. MCMV1. Illustrissimo ct Reverendissimo Domino Domino Michaeli Napotnik, Episcopo Davantino. Nunziatura Apostolica No. 2197. Viennae, 11. Maii 1906. Illustrissime ac Reverendissime Domine! Pergratum mihi est Dominationi Tuae Reverendissimae responsum, nomine Summi Pontificis Tuis literis mensis Aprilis, ab Eminentissimo Cardinali Merry del Val datum, remittere. Rite accepi exemplar Ordinis proximae Synodi Diocccsanae Lavantinac et gratias maximas Tibi reddo. Habeas, quaeso Illustrissime ac Reverendissime Domine, me Tibi devotum et addictissimum f I. de Belmonte, Nuntium Apostolicum. Illustrissimo ac Reverendissimo Domino Domino Michaeli Napotnik, Episcopo Davantino. 52. Decretum, po editio Vaticana librorum cantus Gregoriani typica declaratur. Post Apostolicas litteras SS. D. N. Pii divina Providentia PP. X. Motu proprio datas die XXV Aprilis MCMIV, quibus decernitur nova committenda typis Vaticanis editio librorum, cantum gregorianum S. R. Ecclesiae proprium continentium, prout ab ipsomet Pontifice restitutus fuit, Commissio Pontificia, mandata et desideria eiusdem Pontificis adimplens, ipsam editionem summo studio ac diligentia paravit atque perfecit. Haec vero 8. Rituum Congregatio, hanc ipsam editionem uti typicam ab omnibus habendam esso declarat atque decernit, ita ut in posterum mclodiae gregorianae in futuris huiusmodi librorum editionibus contentae, praedictae typicae editioni, nihil prorsus addito, dempto vel mutato, ad amussim sint conformandae, etiamsi agatur dc excerptis ex libris iisdem. Nulli tamen fas erit librorum cantus gregoriani sic restituti in totum vel ex parte editionem suscipere aut evulgare, nisi prius a 8. Sede facultatem obtinuerit, normis servatis et instructionibus, quae in Decreto 8. R. C. dici XI. Augusti MCMV continentur. Denique haec eadem S. Rituum Congregatio dc mandato SSmi declarat vivissimum esse eiusdem Sanctitatis Suae desiderium, quod ubique locorum Ordinarii curent, ut quilibet libri hucusque editi cantum liturgicum referentes, etiamsi quocumque pontificio privilegio muniti, aut quavis approbatione commendati, sensim sine sensu, quamprimum tamen, ab ecclesiis, etiam Regularium, ro-manum ritum sectantibus amoveantur, ita ut libri liturgici gregorianos concentus continentes ii tantummodo adhibeantur, qui iuxta normas supradictas compositi, huic typicae editioni plane fuerint conformes. Contrariis non obstantibus quibuscumque. Dic 14. Augusti 1905. A. Card. Tripepi, Pro-Praefectus. D.fS. I D. Panici, Archiep. Daodicen., Secretarius. . 53. Quibus in festis prohibeantur exequiae defanctorum. Sacra Rituum Congregatio per decretum Parenti», et Polen, die 8. Ianuarii 1904, rescripsit dies quibus prohibentur exequiae pro defuncto, cum effertur corpus, esse „omnia festa quae uti primaria sub ritu duplici I. classis et quidem de praecepto celebrantur; et si non sint de praecepto, illae Dominicae ad quas praefatorum festorum solemnitas transfertur“. Exorta autem controversia de sensu quo intelligenda et dicenda sint festa de praecepto, Iimus Canonicus Calendarii Rhemensis ordinator, de consensu Rmi Dni Vicarii Capitularis, Sede vacante, a Sacra Rituum Congregatione sequentis dubii resolutionem humillime flagitavit ; nimirum : I. An festa de praecepto illa sint in quibus, praeter obligationem a parocho adimplendam, adest quoque altera et quidem duplex obligatio parochianis imposita, nempe tum Missam audiendi, tum ab operibus servilibus cessandi ? II. An exoquiae cum Missa, praosonte corpore, fieri possint in festis suppressis, quorum solemnitas in Dominicam sequentem non transfertur ? Et Sacra lìituum Congregatio, ad relationem subscripti Secretarii, exquisito voto Commissionis Liturgične omnibusque sedulo perpensis, rescribendum censuit : Ad I. Affirmative. Ad II. Negative iuxta decretum n. 1003 Carcassone».j quaest. I ad II et III. Atque ita rescripsit. Dic 1. Decembris 1905. A. Card. Tripepi, Pro-Praefectus. L.fS. -j- D. Panici, Archiep. Laodicen., Secretarius. 54. Circa celebrationem Missae exequialis translatae in die non impedita. Quum quaedam di (formitas reperiatur in interpretandis Decretis 8. R. C., nempe n. 3755, Missae exequialis pro dic obitus 2. decembris 1891 ad III, et Labacen. 28 aprilis 1902 (1) ad X, hodiernus Kalendarista dioecesis Huscoducensis in llollandia professor in Instituto surdo-mutorum parochiae Costei 8. Michaelis, de consensu Reverendissimi sui Episcopi a Sacrorum Ritttum Congregatone insequentium dubiorum solutionem humillime expostulavit : I. Caius mortuus feria IV. in Maiori Hebdomade sepelitur feria VI. in Parasceve Domini. Quacnam est prima dies liturgico non impedita, qua eius Missa exequialis — solemniter peragi potest: utrum feria IV. Hebdomadae 1’aschalis, an vero feria II. post Dominicam in Albis, in qua non occurrit duplex I. vel II. classis aut festum de praecepto ? II. An Missa exequialis solemnis vel cum cantu, ob "lipedimentum liturgicum ultra biditum a sepultura translata, celebrari possit in diebus duplicia II. classis excludentibus ? III. An Missa de Requie pro prima vice post obitum vel eius acceptum a locis dissitis nuntium, de quo in Decreto N. 3755 ad III celebrari possit : 1. Infra Octavam Epiphaniae*, 2. infra Octavas Nativitatis Domini et SSmi Corporis Christi in locis, ubi haec non est privilegiata ad instar Octavae Epiphaniae? Et Sacra eadem Congregatio, ad relationem subscripti Secretarii, exquisita etiam sententia Commissionis Liturgične rescribendum censuit: Ad I. Prima dies libera est in casu feria II. post Dominicam in Albis, iuxta Labacen., 28 aprilis 1902 ad X. Ad II. Negative. Ad III. Negative ad primam partem, affirmative ad secundam, excepta tamen die Octava Corporis Christi, uti ex Decreto supra citato. Atque ita rescripsit. Dic 24. Novembris 1905. A. Card. Tripepi, Pro-Praefectus. L. f S. f D. Panici, Archiep. Laodicen., Secretarius• 55. Dubium circa sacra paramenta et pallam Calicis in Missis defunctorum. I. Quum in Caeremoniali Episcoporum Lih. II. Cap. XI. N. 1 legatur : Omnia paramenta, tam altaris, quam celebrantis, et ministrorum, librorum, et faldistori! sint uigra, et in his nullae imagines mortuorum, vel cruces ll**>ac ponantur, quaeritur : An in dictis paramentis repraesentari possint Calvaria cum ossibus decussatis defunctorum? II. Ex decreto 8. R. C. N. 3832 Dubiorum resolutio 17- iulii 1894, ad IV permittitur ut palla calicis in parte superiori sit cooperta panno serico, aut ex auro vel argento, et acu depicto, dummodo palla linea subnexa calicem cooperiat ac pars superior non sit nigri coloris, nec cum aliquo mortis signo. Quaeritur : An huitismodi palla subnexa possit osse linum cruce munitum et subsutum ad uiodum pallae nec amovibile? Et Sacra Rituum Congregatio pro solutione horum dubiorum rogata, ad relationem subscripti Secretarii audito Commissionis Liturgicae Suffragio, rescribendum censuit : Ad I. Negative, et servetur Caoremonialc Episcoporum, loc. cit. Ad II. Negative, et palla subnexa, proprie dicta, sit linea, munda et facile amovibilis. Atque ita rescripsit. Dic 24. Novembris 1905. A. Card. Tripepi, Pro-Praefectus. L. f 8. f D. Panici, Archiep. Laodicen., Secretarius. 56. Die Grdìnation und die Grdinanden. Muter Hinweisung ciuf die h ä. Ordinariats-Erlässe vom 5. Juni 1854, Z. 1022/3 und vom 31. Mai 1855, Z, 1043/4 und in Gemäßheit der Anordnung des Konzils von Trient, sess. XXILI. c. 5. de rcf., sowie im Hinblick auf das cap. LXXI. De sacramento Ordinis sacerdotalis in Ecclesiae Lavantinae Synodus dioecesana anno 1903 coadunata. Marburgi, 1904. Pag. 504, num. 4 wird hinnit kundgemackt, daß die höheren hl. Weihen heuer im Monate Juli und zwar das Snbdiakvnat am 21., das Diakonat am 23. und das Presbyterat am 25. Juli in der hiesigen Dom-und Stadtpfarrkirche werden erteilt werden, zu welchen Weihen die »achbenannten F. B. Lavanter Alumnen befördert werden sollen: Aus dem IV. Jahrgauge die Herren: Dvoršak Blasius von St. Anton in W.-B. und Kolenc Leopold von St. Hemma. Aus dem III. Jahrgange die Herren: Bukovšek Anton ans Loče, Jurbar Martin von Riek (Reka), Kodrič Josef von Stndeniz, Kr isto vie Michael von St. Marxen bei Petta», Ratej Friedrich von Seizdorf (Žiče) und Šeško Konrad von St. Veit bei Montpreis (Planina). Dieses ist am sechsten Sonntage nach Pfingsten dem gläubigen Volke von der Kanzel mit der Aufforderung bekannt zu geben, Gott tun gute bernfstreue Priester zu bitten, und falls jemand gegen die vorgenannten Ordinanden mit Grund etwas vorzubringen hätte, es nicht zu verhehlen. Daß cs gerade in der heutigen so ernsten Zeit notwendig ist, Gott um gute bernfstreue, ja heiligmäßige Priester zu bitten, wird niemand bezweifeln; ist doch eitel die Wissenschaft, eitel glänzende Beredsamkeit, eitel ein scharfer Verstand, eitel aller Erfolg, wenn nicht die Heiligkeit des Lebens den Priester ziert nach den Worten des göttlichen Heilandes: „Estote ergo vos perfecti, sieut et Pater vester coelestis perfectus est.“ (Matth. 5, 48). Und nicht sollen es die Weihekandidaten vergessen, daß ein heiliger Priester Länder und Völker zu Gott führen, daß aber auch ebenso ein schlechter Priester Nationen der heiligen Kirche entreißen und so sich und tausende ins ewige Verderben stürzen kann. Gebe Gott, daß der Tag der heil. Priesterweihe für die Ordinanden zum Tage ihrer ewigen Glückseligkeit, nicht aber zur Grundlage ihrer ewigen Verdammnis werde, damit sich so an ihnen bewahrheite das Wort, das der heilige Evangelist Lukas über die Geburt des heil. Johannes des Täufers schreibt: „ln nativitate cius multi gaudebunt“ (Luc. 1,46), nicht aber das erschreckende Weh, das Gott durch den Mund des Propheten Ezechiel gesprochen hat: „Vae pastoribus Israel, qui pascebant semetipsos.“ (Ezech. 34. 2). Gebe Gott, daß die Ordinanden immerdar bewahren die Krone und Perle der Tugenden, die heilige Keuschheit als ein sicheres Mittel, um zur Heiligkeit, zur Vollkommenheit zu gelangen. Und wenn sie dann mit der heiligen Keuschheit noch verbinden werden eifriges Gebet, unabläßige Selbstüberwindung, glühenden sich selbst verzehrenden Seeleneifer, dann werden sie als Priester in der Stunde des Todes und am Tage des Gerichtes dem göttlichen Richter ans alle ihnen anvertrant gewesenen Seelen hinweisend fröhlichen Mutes sagen können: „Quos dedisti mihi, non perdidi ex eis quemquam.“ (loan. 18, 19). 57. Diözesan-Uachrichteli. Investiert wurde Herr Franz Šegula, Provisor in St. Rochus au der Sott, auf die ebengeuannte Pfarre. Bestellt wurde als Provisor in St. Johann am Drauselde der dortige Kaplan Herr Gregor Potokar. Wicdcrailgcstcllt wurde als Kaplan in St. Martin im Rasentale der zeitliche Dcfizicntpricstcr Herr Anton Kovačič. Überseht wurden die Herren Kaplänc: Anton Bork von Trifail nach St. Martin bei Windischgrnz (11.) und Franz Stormšck von Alten-markt nach Trifail (III.). In de» zeitlichen Dcfizicntcnstand trat krankheitshalber Herr Georg Šumor, Kaplan in St. Martin im Rasentale. Gestorben ist Herr Johann Rep. Simonič, Jubclpricstcr, Besitzer der Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste, Pfarrer in St. Johann am Drauselde, am 13. Mai im 81. Lebensjahre. Unbesetzt ist geblieben der Kaplanspostcn in St. Johann am Drauselde und der II. Kaplanspostcn i» Altenmarkt. F. B. Lavanter Ordinariat zn Marburg, am 1. Inni 1906. f St. iLyrilluS-Buchdrnckcrei. Fürstbischof.