PrLurrmeratisuS - Preise: Für Laibach: «anzjShrig . . 8 fl. 4» Ir. Halbjährig . . 4 20 »ierteljährig . 2 ., 10 . Monatlich ... — „ 70 „ Laibacher Mit der Post: »anzjShrjg..................Z2 fl. h»lbjjhrig.................. 6 , A'^-Ijilhrig 3 „ 8ür Zustellung inS HauS ^ertelj. 25 kr., monail. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Taqblalt Anonyme Mitteilungen werden nicht berückfichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. NeN»ktt«i vahnhosgaffr Nr. IS. Srpeditt»«»- L J»ser«te>-vureau: Longreßplatz Nr. S (Buchhandlung von Ja. v. mayr L Fed. i 4- JnserttonSvrei Für die einspaltige Petl L 4 kr. bei wiederholter Icbaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen SO kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entspre» chender Rabatt. Für complieierten Satz besondere Vergütung. Nr. 251. Donnerstag, 2. November 1876. — Morgen: Hubert. 9. Jahrgang. Zum Eiseilbahnprogramme. Bevor Herr v. Chlumecky das Programm seiner Eisenbahnpolitik dem Abgeorknekenhause vor-lrgt, will er der Zustimmung der hervorragendsten Mitglieder des genannten Hauses sicher sein. Seit der Zeit, als das österrGchische Parlament seine Sitzungen wieder ausgenommen, ist auch die Besprechung der vielen schwebenden und dringenden Eisrn-bahnproj.cte eine lebhaftere geworden. Nach Ansicht einer in Schönbergeis »Handel«-und Böcsebericht" auflretenden gachstimme wird die Action der Regierung nach zwei Richtungen hin das Votum des Parlamentes hervorrufen, in erster Reihe in Bezug auf die Sanierungs-Maßregeln, die wieder in einer neuen Gestalt erscheinen werden, und in zweiter Linie bezüglich der Reform des TarifwesenS. Die Action der Regierung bezüglich der ersten »rage dürfte heule bereits klar vorliegen, dir Regierung beabsichtigt die Verstaatlichung des Eisen, bahnwesens, sie will sich mit einigen Bahnen in Contack setzen, welche derzeit übermäßige Subventionen aus dem Reichssäckel beanspruchen. Bis heute fanden zwischen Handelsministerium und Bahngesell' schäften Verhandlungen in dieser Angelegenheit noch "icht stalt. Herr v. Chlumecky wird im Verlaufe der Session sein neuestes Sanierungsproject kntwickeln und vom Abgeordnetenhause Ermächtigung «nhvlen, einige Bahnlinien auf Rechnung der Staats-^erwaltung zu erwerben; in erster Reihe wird die Kronprinz Rudolfbahn genannt. Unter einem beabsichtigt Herr v. Chlumrcky die Ordnung einiger Garantieverhältnisse onzustre. ben, welchem Geschäfte Schwierigkeiten nicht im Wege stehen dürften. Die Verstaatlichung de« Eisenbahnwesens wird voraussichtlich in großer Ausdehnung nicht platzgreisen, denn da« Project der Umgestaltung ruht nicht auf eisenbahnpolitischer, sondern auf finanzieller Basis. In Oesterreich wurden einzelne .Eisenbahnbauten in Staatsregie auSzeführt, um den Nothstand zu beseitigen; es wurden Eisenbahnmaßregeln ergriffen, um der Erschütterung unseres Eisen-bahncrediteS entgegenzutreten. Eia „zu viel ' haben wir nicht zu beklagen! Die Regelung der Garantieverhältnisse dürfte immerhin Nutzen und Bortheil im Gefolge haben, aber können wir in dieser Beziehung auf eine umfassende Action des Handelsministers hoffen? Mit einigen wenigen Vorlagen wäre eben nicht viel gedient. Die Erwerbung in ungünstiger dage befindlicher Eisenbahnen dürfte mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, sie müßte auf einer legalen Auseinandersetzung mit den betreffenden Actionären fußen; letztere jedoch schulden dem Staatsschatze immense Summen unter dem Titel „Garantievorschüsse", daß deren Bezahlung nahezu den ganzen Kaufschilling verschlingen würde. Nach Beseitigung der erwähnten Schwierigkeiten wird die hochwichtige Frage auf die Tagesordnung gesetzt werden: wa« der Staat, nachdem er diese zweifelhaften Existenzen, welche den österreichischen Eisenbahncredit so empfindlich schädigten, erworben hat, mit diesen Eomplexen beginnen wird? Drei Wege gäbe es, die nach Rom führen: Eisenbahnbetrieb in Staatsregie, Betrieb durch eine angrenzende Bahngesellschaft, Betrieb durch eine besondere Gesellschaft. Nach gemachten Erfahrungen hat sich der Betrieb in früherer Zeit nicht bewährt; vielleicht würde heute ein ersprießlicheres Resultat erzielt werden können, als zu jener Zeit, als drr Betrieb aller in Staaisregie gebauten Bahnen an Nachbargesellschaften übertragen wurde. Del Betrieb durch eine angrenzende Bahngesellschaft scheint in Regierung«. und Abgeordnetenkreisen beliebt werden za sollen; bei der Wahl diese« Wegks müßte sich die Regierung die entscheidende Einflußnahme in allen Tariffragen Vorbehalten. Diese Jngerenz müßie auch bei Ueberlassung de« Betriebe« durch eine besondere Gesellschaft Vorbehalten werden. In Bezug auf da« Tartfwesen möge da-Abgeordnetenhaus die Initiative zu Reformen ergreifen und auch auf diesem Gebiete gegenüber der einseitig in Action getretenen Regierung seinen Standpunkt einnehmen. Die Sünden drr Vorjahre sind wieder gut zu machen; die Erfahrung lehrt, daß höhere Tarife nicht immer höhern Reinertrag erzeugten. Die von der Ministerbank au« versprochenen Sanierungtmaßnahmen mögen sich endlich in gedeihlicher Form kundgeben, die österreichische Eisenbahnpolitik sich zu einer gesunden, systematischen gestalten. Nur keine unfruchtbaren Versuche, resultatlosen Halbheiten und hochgradige Engherzigkeit!__ Reichsrath. (200. Sitzung de« Abgeordnetenhauses.) Der Justizminister legt ein« Gesetzentwurf vor, betreffend dir Bestrafung der Nichtbefolgung eines Einberufungsbefehle«. JemLeton. Verschiedene Wege. Novelle von Rudolf Müldener. (Fortsetzung.) Mehrere Tage lang durchwanderten die beiden ^»nde die Straßen der Stadt, um dir Sehens-«^digkeiten derselben zu besichtigen. Dann sahen ^ stch mit einemmale seltener. Der Assessor war L? diel um seine Braut beschäftigt, als daß er über nÄ!"* seinen Freund nicht hätte rin wenig vrr-achlässigrn sollen, ohne daß Ferna» e« wagte» ihn arum ^ tadeln. Und auch wir wagen e« nicht, Meng» »iS Fernau zu sein. , »ernau, der, wie wir wissen, dem Assessor vrr-^°"r, dessen zukünftiger Schwiegermutter s,. Aufwartung zu machen, zögerte nicht, i « , äu erfüllen. Eine« Morgens fuhr in Begleitung frine« Freunde« nach dem Neu-marne, wo die verwitwete Geheimräthin Ramberg n geräumige« und comfortable« Logis bewohnte, welche« eine angrnehme Aussicht auf die altersgraue Apostelkirche und den schönen mit Bäumen bepflanzten Platz zu ihren Füßen gestattete. Die Gehrimräthin war, trotz ihrer fünfzig Jahre, eine Frau, die immer noch auf Schönheit Anspruch machen konnte. Ihre Gesichtszüge waren heiter und wohlwollend und ihre ganze Erscheinung trug Ha- Gepräge einer aufrichtigen und gewinne», drn Hrrzlichkrit, so daß Fernau in ihr schnell jene Frau wieder fand, dir rinst die innige Freundin seiner Mutter wie die lirbrvollr Beschützerin seiner eigenrn Kindheit gewesen war. Pauline, ihre Tochter, war rine kleine und gracivse Gestalt, die rinrm Phidia« vielleicht nicht übel zum Modell einer Hebe gedient haben würde. Lebhaft im Gespräch, voll immer heiterer Laune, nicht selten voll sprudelnden Witze», umspirltr fast immrr rin schallhaftr« Lächeln ihren reizenden Mund» während auf ihrer lieblichen Stirn ein Frohsinn thronte, drn bi« dahi« noch krin tirfkr, gewaltiger Schmerz anzutasten gewagt. s,. -, , 7 ^. Für Pauline war Fernau kein Fremder; er war ihr Cousin Julius, drn sie mit all' drr lirbrn-- würdigrn Vrrtraulichkrit ihrrr Kindrrjahrr begrüßte, die, verrint mit drr grwinnenden Offenheit ihrer Mutter, selbst Fernau'S Kälte und Zurückhaltung besiegte. Die Unterhaltung war lebhaft, srlbst traulich, man sprach von drr Vrrgangrnheit, ohnr indessen Fernau'« Flucht — drnn rntschiedrn war r« rine solche — aus dem Vaterlandr zu berühren, von der Gegenwart, ohnr sich rine Frage über seine LebenS-verhältnisse zu rrlaubrn. Die Geheimräthin Rambrrg, rine in den stillsten Zirkeln grbildrtr Frau, besaß zu viel Tact, um sich eine Fragr, ja nur rinr «nspirlung übrr Dinge zu grstattrn, die Fernau mit drm Schlrirr dr« Geheimnisse« zu bedecken für gut fand. Unter diesen Umständen fühltr sich letztrrrr durch dir Unterhaltung auch sehr wohlthuend rrrrgt, manch« halbver-klungen« Jugrnderinnerungrn tauchten im Laufe des Gespräche« in ihm auf, denen er sich mit Freude, ja mit einer gewissen Wollust hingab. Von Paulinen« Bitten bestürmt, fing er zuletzt an, wozu srlbst drr Assrssor ihn nie vermocht hatte, von seinen Reisen und von seinem Aufrnt- Der Antrag des Abg. Dr. Herbst, daß über die Beantwortung beider Interpellationen, und zwar ia der nächsten Sitzung des hohen Hauses, eine Debatte ringeleitet werde, wird angenommen. Der Ministerpräsident ergreift vor dieser Beschlußfassung das Wort: „Die k. k. Regierung hat wahrgenommen, daß die der Beautwortuuz der Interpellation der Herren Baron Eichhoff, Dr. Herbst, Dr. Hoffer und Genossen beigesügte Erklärung, worin von Manifestationen kriegerischer Natur und von Kundgebungen, welche möglicherweise Äie Kraft und das Ansehen der Monarchie schädigen 'könnten, die Rede ist, in den Kreisen des hohen Hauses eine Deutung erfahren hat, welche den Intentionen der k. k. Regierung vollständig ferne lag und umsoweniger beabsichtigt sein konnte, als die Regierung durch die eingehende Beantwortung beider Interpellationen wol hinlänglich bewiesen hat, welches Gewicht sie auf die Kundgebungen der Reichsvertretung legt. Die k. k. Regierung vermag diese Deutung nur einem Mißverständnisse zuzuschreiben und hält es angesichts des Ernstes der Lage und im allgemeinen für eine- politische Pflicht, so viel an ihr liegt, dieses Mißverständnis durch die Erklärunz zu beseitigen, daß unter den in jenem Passus der Interpellations-Beantwortung erwähnten Manifestationen und Kundgebungen nicht jene der legalen BertretungSkörper gemeint waren, noch nach Auffassung der Regierung gemeint sein konnten. (Vereinzeltes Bravo und Zischen.) Eine Serie von Petitionen wird der Regierung zur Erwägung und Erledigung abgetreten und nachstehende Resolution angenommen: „Die Regierung wird neuerlich und dringend aufgefordert, noch in dieser Session ein die Last der Militär-Bequartierung gleichmäßig und gerecht vertheilende« Gesetz zur verfassungsmäßigen Behandlung einzubringen." Das Ansuchen der k. k. Staatsanwaltschaft in Wien um Gestattung der gerichtlichen Verfolgung de» RelchSrathS-Abgeordneten Dr. Johann Ferdinand Schrank wegen Übertretung de« § 33 des VereinS-gesetzes wird abgelehnt. Nächste Sitzung SamSlag den 4. November. Parlamentarisches. Der Kaiser soll sich, wie in Abgeordneten-kreisen verlautet, gegenüber dem Ministerpräsidenten Fürsten Auersperg darüber sehr ungehalten gezeigt haben, daß durch die ungeschickte Interpellations-Beantwortung eine Aufregung in die Reihen der Abgeordneten getragen wurde. Der Kaiser soll gesagt haben, daß das Ministerium bei Anwen-dung größerer Vorsicht sich diesen Verdruß hätte ersparen können. halte in Amerika zu erzählen, ohne indessen seiner persönlichen Verhältnisse nur mit einer Silbe zu gedenken. Fernau, für gewöhnlich so verschlossen und so schweigsam, besaß, wenn er einmal sprach, was freilich selten genug geschah, «ine fast wundersame Be-redtsamkeit. Er hatte viel und mit Nutzen gesehen, was den Kreis seiner Ideen erweitert und bereichert hatte; zudem besaß er neben großer Wortfülle eine bewunderungswürdige Darstellungsgab,. Unwillkür, ltch fühlte man sich hingerissen durch die Fülle seiner Mdaickr«, dir Kraft seiner Sprache und den Zauber seiner Stimme. In flüchtig, aber mit aller Schärft eines geistreichen Beobachter« skizzierten Bildern schilderte er das bunte, bewdgte Leben amerikanischer Großstädte; und seine Schilderungen des eigenthüm-sicher, Natur« und Menschenleben« lau eine Ansprache an die Wähler. Er beleuchtete zuvörderst die Maigesetze, wies ihre Entstehung und Wirkung nach, betonte -auss schärsste. daß diese Besetze lediglich zum Schutz- deS Staates und seiner Rechte einer leidenschastlicheu Partei ^genüber, niemals und in keiner Weise aber zum Schaden 2»d Nachtheile der katholische« Kirche oder wol gar des katho-^Ichen Glauben« ausgestellt worden, und daß sie nach den ^angegangenen Agitationen nothwendig geworden; daß dieselben in vielen katholischen Staaten längst vorhanden 8*wesen und daß sie unser Landrecht schon in weit schärferer 8»rm enthielt, daß sich aber die katholische Kirche trotz derselben im preußischen Staate früher sehr wohl befunden habe. Ex ermahnte zur Besonnenheit, Ruhe und zur christlichen Liebe, sowie zur Hingebung und Treue für König und Vaterland, und schloß mit der Versicherung, daß der katho-lischen Religion in unserem Staate keinerlei, auch nicht die entfernteste «,s<,hr drohe, wie dies von einer gewissen Seite her, der Wahrheit entgegen, unverständigen Leuten jetzt so häufig vorgesabelt werde. — (Personalnachrichten.) LandeSpräsident Herr B. diitter v. Widmann Ist von Wien nach Laibach zurückgekehrt. — Der Industrielle Herr Albert Samassa wurde vom Kaiser in Privataudienz empfangen und drückte sür die gnädigste kaiserliche Auszeichnung seinen Dank aus. — Auch der neuernannte Brigadier Herr Oberst v. Schauer wurde in kaiserlicher Privataudienz empfangen. — Der bei der hiesigen Landesregierung fungierende Polizei-Obercom-mifsär Herr Franz Knaus wurde zum Rathe bei der triester Po'izeidirection ernannt. — Der Finanzprocuraturs-Secretär Herr Dr. Guido Visconti in Klagenfurt, vormals in Laibach stationiert, erhielt den Titel eines Finanz» rathes. — (Fleischtarif für deu Monat November.) Das Kilogramm bester Qualität von Mastochsen kostet 48 kr., mittlerer Qualität 40 kr,, geringster Qualität 32 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 42, 34 und 26 kr. — (Allerseelen.) Der 1. und 2. November wird auch in unserer Stadt von allen Bevölkerungs- und Gesellschaftskreisen mit gewohnter Pietät den Verstorbenen gewidmet. Tausende und Tausende von Menschen wanderteu gestern und heute nach St. Thristos, um die Ruhestätte ihrer »heueren Angehörigen mit lausenden und lausenden von Kränzen zu schmücken. Heitere Witterung begünstigte den LnltuS der Todten. Aus der Brust von Tausenden erhob sich der Rus: „Ruhet in Frieden I" —(Exceß) In der Nacht von gestern auf heule sand nächst dem hiesigen Theatergebäude zwischen mehreren Militäristen ein Rausexceß statt, bei welchem der einschrei tende Sicherheitswachmann mißhandelt und verwundet wurde. Ein Osfizier der Jägertruppe veranlaßte die Arretierung deS Hauptexcedenten. — (Di ur n i sten - Pe t it i o n.) Tine ansehnliche Zahl von Petitionen der Diurnisten verschiedener Aemter in sast allen Kronländern, auch bei jenen in Krain, dann des Vereine- zur gegenseitigen Hilse der Tagschreiber sür Galizien und daS Großherzogthum Krakau, des steiermär> kischen Privatbeamten-Unterstützungsvereines in Graz um Verbesserung ihrer materiellen Lage, namentlich Erhöhung der Diurnen, Abschaffung der Benennung »Diurnist," Aufnahme aus längere Zeitdauer, Zähluug der Gesammtdienst. zeit behuss Zugestehung einer Pension oder Provision, Be> rücksichtiguug bei Besetzung der Beamtenstellen im Mani> pulationsdieuste, wurde der Regierung zur Erwägung ab- getreten. — (Für Landwirthe und Viehhändler.) Nachdem die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Hüllenberg, St. Johann am Prassen und Guttaring erloschen ist, wurde der Gemeinde Hültenberg in Kärnten unter Beobachtung der nöthigen Vorsichtsmaßregeln die Abhaltung eines Viehmarktes am 6. November d. I. gestattet. — (Loncert in Aussicht.) Wir lenken neuer diugs die Ausmerksamkeit des musikliebeuden Publikums unserer Stadt und deren Umgebung aus da» Freitag den 24. November l. I. im hiesigen Redoutensaale stattfiw dende Concert der drei jugendlichen Künstlerinnen, u. z der rühmlichst bekannten Sängerin Fräulein Aglaja O r geui, der ausgezeichneten Pianistin Fräulein Vera Ti manoss, und der jugendlichen Violin-Virtnosin Fräulein Bertha Hast, umsomehr, als dasselbe thatsächlich einen un gewöhnlichen Kunstgenuß zu bieten verspricht, lieber die künstlerische Bedeutung dieses TrisoliumS liegen uns zahl reiche Unheile der heroorragendsten und geachtetsten Jour nale des In- und Auslandes vor, welche ein rückhaltloses Lob über die Leistungen jedes einzelnen Mitgliedes desselben aussprechen. So ersehen wir aus diesen Journalen, daß Fräulein Orgeni, alS vollendete Sängerin, in Deutsch land wahre Triumphe geseiert, während die Pianistin Ti manoss — eine der genialsten Schülerinnen des großen Meister« LiSzt — trotz ihrer Jugend, sich bereits einen eu ropäischen Ruf erworben hat, so daß die gewiß sehr rigo-rosen Philharmoniker in Wien sich bewogen fanden, die junge Künstlerin zur Mitwirkung in den philharmonischen Loncerten einzuladen; ein Umstand, der mehr al« alles andere sür die hohe künstlerische Bedeutung dieser jungen Dame spricht. Was endlich die jugendliche Violin-Virtuoftn Frän lein Hast, eine Schülerin de- tüchtigen ProsessorS am wiener Musik-Lonserwatorium Herrn Heißler, betrifft. find die kompetentesten Musik-Kritiker der Residenz dariir einig, daß diese junge Künstlerin einer großen Zukunft entgegengehe und schon heute unter den weiblichen Künstlerinnen ihres Instrumentes den ersten Rang einnehme. Wir find demnach überzeugt, daß das genannte Trifolium auch bei uns die verdiente Anerkennung finden und dessen Concert eines recht zahlreichen Besuches sich zu erfreuen haben wird. — (Landschastliches Theater.) Im Verlaufe der zweiten Hälste des Monats Oktober standen Lustspiel, Schauspiel, Sensations- und Bolksstück, Possen, Operetten . a. auf der Tagesordnung. Vorgestern brachte uns die thätige Direktion die beliebte Weber'sche Oper „Der Frei-chütz" al« außerorventlichcn zweiten Versuch in recht annehmbarer Form. Die Theateruuteruehmung setzte alle >)ebel in Bewegung, um den Theaterbesuch frequenter zu machen, leider erwiesen sich alle Anstrengungen der Blthnen-leitung und Gesellschaft als fruchtlos, die Theaterkaffe erlitt im Monat Oktober l. I. einen Verlust von mehr als 1000 fi. Die Direktion rief vorgestern den schwarzen Jäger „Samiel" zuhilfe, leider füllten sich die Theaterräume wieder nicht, leere Sitze und leere Kiffe haben sich in Permanenz erklärt. Diese ungünstigen Resultate zwingen die gewiß mit Eifer ans Tagwerk geschrittene Direktion Fritzsche, ein Unternehmen, welchem jede Aussicht auf'Existenz und Gedeihen entzogen wird, ohne Verzug aufzugeven und an anderer reuudlicherer Stätte ihr Zelle ausznjchlage». Herr Direktor Fritzsche wird nemlich, wie aus sicherer Quelle verlautet, beim kratnischen Landesansschuffe um Lösung de» Theatervertrages ansucheu, indem er sich weder berufen noch verpflichtet sühlt, der Existenz der demschen Bühne in Laibach monatlich mehr al« 1000 st. zum Opfer zu bringen. Die Schließung der deutschen Bühne steht in nächster ,eit bevor. Laibach wird, nachdem die deutsche Bühne geschloffen, wie der Gemeinderath Bürger in einer der heurigen Sitzungen treffend bemerkte, den „Charakter eineS DorseS" annehmen. — Kehren wir nach dieser traurigen Allerseelen Betrachtung zur vorgestrigen Opernvorstellung urück. DaS Publikum zeigte sich zusriedeugestellt; Sänger, Thor, Orchester und Scenerie leisteten ihr Möglichstes, die WolfSschlnchtscene wurde unter keiner srüheren Bühnenleitung effektvoll dargestellt. Die Ouvertüre wurde mit Applaus begrüßt. Frau Aritzsche-Wagner erschien als reizend« moderne „Agathe", sang das „Gebet" mit überwältigender Zartheit und Innigkeit und die daraus solgende Arie mit imponierendem Feuer, im Ensemble glänzte der voll« Ton ihrer kräftigen Stimme; stürmischer Beifall zeichnete die meisterhafte Leistung aus. Frau Zwerenz war ein recht nettes, munteres „Aennchen"; der Aufschwung zum Opern-gesange, mag letzterer auch nicht allen Regeln der Kunst ent» prochen haben, ist de« Lobes werth, welches dem „Aennchen" gespendet wurde. Herr Weiß (Max) führte seinen Part» namentlich in der Arie „Durch die Wälder", in den Terzetten und Ensembles gut durch. Herrn MaillerS Wag-ftück, den Part de« „Kaspar" zu bewältigen, kann als be-riedigend bezeichnet werden; der Beifall des Hause» krönte den „verwegenen, kühnen Jäger." Der Jägerchor wurde ehr frisch vorgetragen. Die Stimmen der Herren Weleda (Fürst Ottokar) und Maurer (Kuno) traten klangvoll hervor. Der zweite Opernabend, zählt Einzelnes auch nicht zn gelungenen Momenten, würbe uns bei fortlaufender Saison noch einige weitere angenehme Opernaufführungen verbürgen- Zur Landeskultur. (Fortsetzung.) Wir haben srüher die Erhöhung des Wasserspiegel« mit 110 Meter angegeben, eS ist aber ersichtlich, daß diese Ziffer zu hoch gegriffen ist und nur für den Fall geltin könnte, wenn der erhöhte Druck den Abfluß nicht vermehren würde, was aber unmöglich ist. Folglich muß die Steigerung weniger als 110 Meter betragen, und nach einer ziemlich richtigen Berechnung würde sich diese in 72 Stunden aus 0 46 belaufen. Daraus ergibt sich, daß die dadurch mehr unter Wasser gesetzte Fläche statt 100,000 bloS 80,000 Quadrat Meter, daß die Waffermenge nach 72 Stunden statt 26.242,000 nur 12.182,000 Kubik Meter beträgt, und daß diese in 60 Stunden abfließen würde. Der Wasserspiegel des Sees kehrt also nach circa 2'/, Tagen wieder in seinen normalen Standpunkt zurück. Der größere Zufluß ist also von geringer Bedeutung, und wird selbst diese verschwinden, nachdem die Verhältnisse des Sees infolge der später hier vorgeschlagenen Regulierung gebessert sein werden. Fassen wir nun schließlich, was wir zur Verbesserung der hydraulischen VerhältnissedeSLaaserthaleS vorgeschlagen haben, in folgendem zusammen: 1. Bau von zwei Schächten au« den natürlichen Saug-löchern, AuShub eines KanaleS und Regulierung des Flusse» Kosten 55,000 fl. 2. Durchstich und Tunnelarbeit, die erst dann zur AuSsührung gelangt, nachdem man sich überzeugt hat, daß die zwei Schächte ihrem Zwecke entsprechen. Dir Kosten hiefür betragen 67,500 fl. S. Sollten die »ä 1 und 2 auSgesührten Arbeiten nicht entsprechen, so ist dir Tunnel zu verlängern, wa» eine Auslage von 90,000 fl. verursachen würde. ES ist überflüssig, dir Mittel anzudeuten, welche die AuSsührung dieser Bauten erfordern. Wenn di« Besitzer des THaler rin« Senossenschast bilden, könnt« der Vau ohne große Kapitalien bewerkstelligt werden, denn die Mitglieder selbst hätten, sobald die Feldarbeiten eS zulaffen, den Bau ouSzusühren, selbstverstitndlich müßten diejenigen, welche ihren Antheil nickt in oatur» leisten wollten die entsprechende Quote in Veld Herstellen. ES bliebe dann nur rin geringe- Kapital erforderlich, und zwar für jene Arbeiten, welche nicht durch Handlanger oder Steinbrecher auSgeführt werden können, für Sprengpulver, für sonstige Werkzeuge und für die Herstellung der wenigen Mauer» und Zimmerarbeiten, ll. Thal von Zirkniz. Dieses Thal bildet das sckvnste und ausgedehnteste Bassin der Julischen Alpen, und in Bezug aus feine Höhenlage gibt «S nur wenige und von geringerer Ausdehnung, welche «S übertreffen. L)as Tbal ist im Westen und Süden von den Bergen Javornik und Suschi, im Osten von den Bergen Slivenca oder Slivnica und Sterni, und im Norden von einer sanften Ansteigung deS Berges Ugowica eingeschloffen. Rund herum liegen der Markt Zirkuiz am Fuße des INS Meter hohen Sliwniz und die Dörfer: Selsach, Nieder-dorf, Unlerseedorf, MartinSbach, Srahovo, Ccherauniz, Lip-sein, Gorikica, Oberseedorf einerseits, Laase und Ottok andererseits. Im Tbale liegt der See gleichen Namens, der I» oui I ug sus. der Römer. Die Breite deS SeeS wird unregelmäßig von Südost gegen Nordwest immer enger und hat in dieser Richtung nach dem Detail-Nivellement des Ing. Schoffenralh ei» bedeutendes Lefälle (31'OS"). Sollte Niveaudifferenz ist aber nicht möglich, und wiederholt vorgenonimene Nivellements mit dem Aneroide haben uns hievon überzeugt, der Jrrthum ist übrigens selbst mit bloßem Auge bemerkbar. Der Breite nach neigt fich der Boden von dem Berge Slivenca gegen den 1268 Meter hohen Javornik, von Nortost gegen Südwest, Der See ist fast, in gerader Linie geniesten, 10,500 Meter lang und seine größte Breite zwischen dem Fuße des Javornik und dem Dorfe Scherauniz beträgt 4750 Meter. Auf die hydraulischen Zustände deS Thales und deS Sees von Zirkniz übergehend, sind vor allem die Gewässer, welche daselbst stießen, zu besprechen. 1. Das Flüßchen Zirkniz, von Natur wie die übrigen rin Wildbach, entspringt zwei Stunden nordwestlich von Zirkniz, hinter Skinze. 2. Das Flüßchen Scherauniz» entspringt oberhalb des Torfes Scherauniz und hat als Zuflüsse die kleinen Wild-bäcte Grahouza, MartinSki und Studenz, unbedeutende Quelle unterhalb des WegeS von MartinSbach nach Zirkniz. 3. Das Flüßchen Lipsenca hat seinen Ursprung aus einem Felsen bergseils von Lipsein bei Stegberg, nimmt die Gewässer der Quelle Slatouz aus und fließt in den Stersan oder Seebach. 4. Der F»uß LterSan oder Seebach mit drei Haupt, quellen, zwei bei Pob peimi und eine bei Uiemenice. Es wird mil Grund vermuthet, daß diese Quellen die Vewäffer von LaaS ableilen. Und in der Wirklichkeit liegen die zwei ersten am Fuße des Berges Dervin, das Wasser entspringt aus breiten Rissen und mit viel Geiäusch, wenn daS Laaser-thal überschwemmt ist. Die dritte liegt unterhalb der Straße von Oberseedorf nach Laas und Altenmarlt, ist eine drr größten und hal beständiges Wasser. 5. LaS Flüßchen PloSica hat seinen Ursprung auf den Anhöhen von Plavnik und Rudnarsko, verschwindet nicht weit von Aroßoblak, erscheint dann unter dem Namen Sche-rauniza und ergießt sich in den See. 6. Endlich sind zn erwähnen die Quellen, welche am See-Ufer liegen, wie die Uschivaloka unterhalb zwischen Suha-dulza und Narde, Otoßki Oberk, Treffeuza und Lafeski oberhalb. (Forts, folgt.) Witterung. Laibach, 2. November. Nachts Reif, seit morgen» heftiger Ostwind, heiterer Himmel. Temperatur: morgens 7 Utr -s- 16", nachmittags 2 Uhr 4- 6-8« 0 (1875 -s- 6 6»; 1874 5 7° 6.) Ba- rometer noch steigend, 736 39 mm. DaS vorgestrige Tagermittel der Wärme -s-3 7', das gestrige-j- 0 S°, beziehungsweise um 3 7° und 70° unter dem Normale; der vorgestrige Nied erschlag 200 ww. «egen. Ättgekomrueue Fremde am 2. November. Hotel LtaDt Wie». Ovin, Verwalter, Radmannsdors. — Littman, Berber, Herrman, und Konstam, Reif., Wien. Puwgley, Vraz. — Sigpont, Fiume. Hotel Olefant. Graf Pace, Ponowitsch. — Vakanz, Pro« secco. — KoSjek, Agent, Karlshütten. — Zallvxni, Domi-nit, Bresovit, und Becher, Fiume. — Ferko, Reis., Wien. Deutsch, GetreidehSndler, u. Blaschitz, Agram. — Maier, Graz. — Banalii, Agent, u. Maria, Triest. — LanS» berg, Reis., Italien. Hotel 8«ro»a. Laurii, Rakek — Hladky, Istrien. Motzrrn. Fuchs, WelS. — Kadnnc, Moräutsch. — Hor-vat, Rudolfswerth. — Gut, u. Roser. Wr.-Reustadt. — Terkek, Radmannsdorf. — Rozman, Kosche Kaiser »on Lefterreich. Wonetulis, Italien. — Zisek, Tirol. — M-vrhuber Karlstadt. — Paidasch, Sdolle. — Fabro, Strigno. «»ierischer Hof. G-itscheg, Jngrnirur, Istrien. - Ri-bano fammt Gemalin, Stein. Verstorbene. Den 89. Oktober. Karl Zlatoper, Arbeiter, 49 I., Eivilspital, Leberentartung. Den31. Oktober. Dnis Natale, Zwängling. 42 I., ZwangSarbeitShauS, 'lyämie. — Margaretha Beniger, Kaischlerin, 44 I, Eivilspital, Nervenlähmung. Den lNovewber. Franz Oblak, Arbeiter, 30 I., Livilfpital, Wundstarrkrampf. — Maria van, GepälkStrSgerS Gattin, 47 I., Quergasse Nr. 97 alt, LungenphtisiS. Todtenstatist > k. Im Monate Oktober 1876 find 62 Personen gestorben; davon waren 31 männlichen und 31 weiblichen Geschlechtes. Lebeusruittcl.Preise in Laibach am 31. Oktober. Weizen 8 st. 86 kr,, Korn 6 fl. 50 kr., Berste 4 fl. 65 kr., Hafer 3 fl. 41 kr., Buchweizen 5 fl. 80 kr., Hirse 5 fl. — kr., Knknrntz 6 fl. — kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. — kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 9 fl. 50 kr. per Hektoliter; Rindschmalz 96 kr.. Schweinsett 82 kr., Speck, frischer, 68 kr., Speck, geselchter, 75 k., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2'/, ,r. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 48 kr., Kalbfleisch 58 kr., Schweinfleisch 52 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 5 kr., Stroh 3 fl. 5 kr. per lOO Kilogramm; Harles Holz 8 fl., weiches Holz 5 fl. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 23 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Gedenktafel über die am 4. November 1876 statlftndenden A-citationen. 1. Feilb, Hitti'fche Real., Jgglack, BG. Laibach. — 1. Feilb., Benko'sche Real., Verblenje, BG. Laibach. — 1. Feilb., Jarc'sche Real., Pristava, BG. Oberlaibach. — I. Feilb , Raiii'sche Real,, Eirklej, BG. Gurkfcld. — Ite Feilb., LekSe'sche Real., Grdb. Gut Arch, BG. Gurkseld. — 1. Feilb., KaiM'sche Real., Grdb. Gut Gurkseld, BA. Gurkseld. — 1. Feilb, Dolenc'sche Real., Dolenjavas, BG. Oberlaibach. - 3. Feüb., Semec'sche Real., Landol, BG, SenosetsL, — 3. Feilb., Skulj'sche Real., P^znikovo, BG. Großlaschiz. - 3 Feilb., Heinricher'sche Real., Sel,a», BG. Lack. — 3. Feilb,, Drobntt'sche Real., Kleinlaschiz, BG. Großlaschiz. — 2. Feilb,. Premerl'sche Real., Strane, BG, Senosetsch. — 2. Feilb, Graschjtz'sche Real.. Terstenik, BG, Krainburg. — 2. Feilb,, Krizmann'sche Real. St. Michael, BG. Senosetsch. — 2, Feilb., Bajc'sche Real,, Hrenowiz, 2>G. Senosetsch — 2, Feilb, Badovinac sche Real., Bado-vince. BG, Mvttling. — 2. Feilb.. «sukle'sche Real. Wu-schinsorf, BG. Möttling, - 2. Feilb. Maci'sche Real, Lustthal, BG Egg. — 2, Feilb,, Govednik'sche Real., Dra-gomelSdoif, BG. Möttling, kromi»11o ln »k- piavsenti». Beamte, Juristen, Geistliche, Professoren und Lehrer, Polytechniter, Apotheker, nicht-prom. Aerzle und Doctoran-den, Zahnärzte und Zahn» techniker, die an enropüischen Universitäten als vr. pliii,, mkll., tdeol,, ^uris promovieren wollen, erhalten hiezn pro 1876/77 jederzeit, jedoch nur bei gleichzeitiger Einsendung von ö. W. fl. 10 Honorar und Lebenslauf, genaue, den persönlichen Berbältnisse» an-gepatzte Anweisung und Rath (Beihilfe). Frankierte Offette sub Dk. St. befördert jederzeit die Annoncen Expedition von Rudolf Masse in Wien, woselbst auch die Adresse erfragt werden kann. (606) Stellenlose Leute, welche Lust zum Hausieren haben, können mit dem sehr leichten Verkauf eines neuen Artikels täglich 3 bis 6 fl. verdienen. Hierauf Reflektierende wollen sich an N. in Dippoldiswaldergasse Nr. 7, wenden. (601) 3—3 Wann endlich wird die Verordnung, betreffend das Verbot deS Mitnehmens der Hunde in Gast- und Kaffeehäuser in Laibach durchaesührt werden '? (575) 10—6 Mehrere Gast- und Kaffeehausbesucher. !stms«'rt llp. Isnrei' (598)4—s ordiniert täglich von 8 Uhr früh bis 5 Uhr abends in Laibach „Hotel Elefant" Zimmer Nr. 35 L 36, H. Stock, ober dem Hauptthor. Sb' Aufenthalt bjs einschließlich 4. November ver-längert. Anzeige. Erlaube mir hiemit meinen geehrten p. t. Kunden und Publikum bekannt zu geben, daß ich von heute ab in meinem Geschäfte auch warme Getränke, als: Lhocolade, Thee, Punsch unb HackL-Pasteten serviere; auch ist daselbst ein Lesezimmer mit mehreren illustrierten und Tagesjournalen zur Verfügung. Um zahlreichen Besuch bittet hochachtungsvoll Rudolf Kirbisch, (604) 3—2 Coudilor, vormals Capretz, Congretzplatz. Zahnarzt Paichel an der Hradetzkybriicke im Mall»,'scheu Hause, I. Stock, ordiniert täglich von 9 bis 12 und von 2 bis 5 Uhr. Meine Mnndwasseressenz nebst Zahnpulver find außer im Ordinationslokale noch bei Herrn Apotheker Mayr und Herrn Karinger zu haben, (602) 2 jeäsr unä deftigster ^rt beseitigt ärmernä das bs-rüdmte pariser L.»ton, veun kein »näeres Nittel kilkt I klnoo L 50 Kr. bei Herrn ^xotdelrer (52l) 7- 5 Neuer Mtellherger Gafthause platz Ausschanke TI» litt die besten lind billigsten der Welt, Nur fl. 6'60 kostet eine gut regulierte, richtig gehende, echt silberne Eyliiideruhr, — Nur fl, eine silberne Anker,ihr. — 4inr fl. 16 eine silberne Renionloiriihr, beim Bügel olnie Kchliissel auszuzieben. — Nur fl. 21 eine goldene Tamenuhr samml Etui, Zu jeder Uhr geben wir einen Geiieralubrschlllssel und eine schöne passende Kette gratis. Fitr Ecklbeit und pünktliches Gehen wild garantiert. Ausführliche Preis-courante gratis Nach auswärts gegen Nachnahme oder Vorbersknduiig des Betrages. Adresse: Exporthaus L. Weihburggasse l 4, ^Vieu. (609) 12-1 LVteaer Börse vom 31. Oltober. 8ts»t»koncj». ^ «e>d^Mare^ I'kLirrjkrtoro. ! B-ld^Marr >>verc. R-nr-, »ft.P-P, dt», dto. oft. in Eild.I «L 7,i «6 Sole von I8S4 . . . ,!>o« -o »OK iiose von 1880, gan,e 108 Sb 108 ^ose von 18M, Fünft. II4-50 >IL —^ Prämien!», v. l8«4 . Iit8-7b ir» a»u»^s»t.-Od1 Siebeubürg. Ungar» ^ Ott SQ. tinglo-Bank . . . Kreditanstalt . . . V-pofitenbanr . . , L»compte-Ln statt Kranco-Bank . . vandelSbank . . . Kationalbank . . 0est. vankgejells. Lviou-Banr . . . Verkehr-bank. . . . «lföld-Baha . . . tkarl Ludwiabahv Kais. Elis.-Vahn . »ais. Fr. Iosefsk . HtaatSbahv . . . . büdbahv................ 74'- 7S'- 71 75 7» 145-10 145 SO 64)!'- 647 — 8IS-- 81« - 51-SD.—, 98 -H< 8 5V 187 ^ iro S5^.—^ 73 Sv 51-50 80 05 94 — L04 -138' iri -880-— 74 - dto. in 33 I Station, ö. Lv Ung. Bod.-Ereditanst. 89 — »6 75 «575 89 85 97— 86'— ^rtorttiita-OKI. Franz g°sef«-«ahn . Oeft. Nordweftbahn . Eiebenbürger . . . . SlaalSbahu Südtahn L 5 Perz. dto. BonS 90 — 86 25 98- 90 85 8650 57 7S 154'— 98 85 I-o»o Äredit« Lose 157 — 18-40 158 -13 80 Rudolfs - Lose .... ^ vcrL«. (6Mou.) Äug-durg 100 Mark ^raukf. 109 Mark. Hamburg „ ^ London 10 Pfd. Sterl. PariS 100 KrancS . . 60 80 1LZ 90 49 10 60 4V 1S4 8V 49 30 VLiunvL. Kais. Münz-Ducateu '/n-FrancsmtS . . . Deutsche Reich-bank. Lilder . . 5-9L 993»/, 6110 1^556 S93 9-94 61 1V 105 7S> rrlegraphssMer Lursbrrichl rw 2. November. PaHier-Keme 61 65 — Silber-Rente 65 70 18N1er LtaatS-Lnlehen 108 50. -- Bankaktien 828 Lredit l45-— — London >24 75 — Silber !t!4 50 — K. k. Münz« oukaten S SS. ,7^ HO-Krairc« Stücke 9-95.^— 100 Rei4--mark 61 25. Dru« »,u Jg. v. Kleinmahr L Fed. Bamberg. Berleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller,