Ettihadirr Organ der Verfassungspartei in krain. «,.637 abonRtment«-*«>ingni(fe: «»nj|46rig: lit fl. 4,— »lit Post |l. 5.— » t t 2.— t t • 2.50 Bierielj^lhrig: ■ ■ • 1.— » • • 1*25 gut gufttdung in’« H»u«: $ittttl|d6rig 10 ft. Samftag ben 22. October 3 n ( ertion«-$rtife. Uinfyaltiflf Petit-Zeilr k 4 ft., bti Wiedttholungen i 3 ft. — Anzcigrn bit 5 Zeilrn 20 ft. Redaction, flbiniitiftration u. #r*ekition: Kchk-fferg.ss. Ar. 8, 1. Ktock. 1892. 11 *'-*■ ’ Wiener Lnef. (Die vereinsamtei, Jung-zech-n. - Die deutsche Sta-Mprache.) j Die auhere Politik bildete heuer in besonders lebhaster Weise einen Gegenstand der Deleaationsverhandlungen. Die Jungczechen, welche ^-Lmal den Abgeordnelen E i m zu ihrem Sprecher ® Lcn haben bekanntlich ihre eigene Politik — E,« wurde ihnen selbst auch diehmal wieder liar ” nAt Von allen Seiten gab es Proteste wider , eiaenfte" Politik. NamenS des Feudal-Adels nerwahrte sich Graf Bouquoy dagegen, dah sich n.ft,rreid)8 auhere Politik nach den tnneten Angelegen-S;Ln Bobmens richten konne;der Pole JaworSki stellte 2 ‘ ©efobren, welche von Se.te Ruhlands Oesterreich .* ».alboeraangener Zeit gedroht haben unb drohen »Lun ins richtige Licht; abet auch die eigentliche Nuhlands und dissen Vorgehen gegen rtnbcten slavischen ©tamme; Herr von Plener n llte fest, dah sich das Bundnih mit Deutsch-und der Dreibund tiberhaupt immer mehr „«°Nottsbewuhtsein einleben, dah Ruhland selbst »abere Berbindung mit Oesterreich zuruckweise, *,n‘ bie Liberalen die Ersien rootcn, die das W* .. verlanaten. 6 v V , „b der Dreibund tiberhaupt S„irefcnm&«'i" emteten b«6 : nabere Berbindung mit Oesterreich zurtickweise^ bie Liberalen bie Ersien roarcn, bie bai mit Deutschland verlangten. Sogar ein kilave stellte sich m Gegensatz zu der jung. 1 K. Politik, wenn auch ein Anderer, der sattsam bekannte Abgeordnete Spincic, den Zwist ^ntiUtton. Der Lintwurm. (SRa*btuit e,'in I,a« .»at @«uu«g babu,* ->6«l ««, b»tz m-,ft„ S d„,ch ba« ©<(.« »“ C-oiImntr.Cel ein-ififcrt roerben roitb, »orlaufig abet nut ftit bie firifulttung bet auS gemifchten Ehen sta.n-"2, Hierauf wirb bie Einsiihrung ber ^ aato risch-n Civil-H- folgen, mit welch,r * i« P6.u»g ber SWIinnttiW --ne-alch'l mi.b Silt, bamit jebe SonMfta. m bie Snnln.at.iW eingetrngen roerben fenne, wirb gleichzeitig die istaelitische Confession tecipirt roerben. Der croatifche Landtag verfammelt sich anfangS November. Das »Berliner Tageblatt" theilt mit, dah bet Reichskanzler ©aptioi mit bet Unteifchrift beS KaiserS auf bet Mi I i tii r vo rlage zugleich auch bie (Srmachtigung zur eoeniueHen Auflosung beS ReichStageS erhalten Habe. In Mailanb fanben anatchistische Dernonsttationen ftatt. In Sithauen rourbe tine socialistische Betschwotung hoheret Bearnten entbedt. Die g r i e ch i f ch e Regierung beschloh in Folge ber ubelrooHenben Haltung bet r u m a n i-f ch e n Regierung in ber Erbschasts-Affaire Zappa bie biplomatischen BezieHungen mit Ru manien abzubrechen. Der gtiechische Gefanbte in Bukatest rourbe angeroiefen, abzureisen. Wochen-LhroittK. Kaiser Wilhem hat anlahlich seines letzten AufenthalteS in ©chonbtunn mehreren hohen oster-reichischen Wurbentragern, Generalen, oietenDbevDffv cieren, Mitgliebetn bet Militcitkanzlei unb Hosbeamten DrbenSauSzeichnungen verliehen unb bie fubalternen Bramten unb bie Dienerfchaft mit Geschenken in Form von Ringen unb Btillantnabeln bebacht. Herzog Leop olb unb Herzogin Leoplb von Baiern ubernehmen bie Pathenstelle bet bet Tause ber Tochtet des beutschen Kaisers. Die »Wiener Abenbpost" ist gegeniiber ber in einem Bubapestet Blatte oerbreiteten Rachricht iibet baS epibcmifche Vorkommen von Cholera a s i a t i c a in Wien in bet Sage, auf baS beftimmteste zu erllaren, bah in Wien unb Umgebung, roie in Rieberofterreich iiberhaupt, bis zur Stunbe auch nicht ein tinziger berattiger Krankheitssall conflatirt rourbe. Die Borarbeitcn zur Auspragung bet n eue n Miinzen nach ber mit 1. Janner 1893 ins Leben tretenben Kronen-Wcihrung ftnb in ben letzten Wochen so rotit sortgeschritten, bah man in kiitzestet Frist im Wiener MUnzamte mit ber Hetstel« lung groherer Mengen bet Gold-, ©ilbet- unb Nickelmiinzen beginnen roirb. In ber am 18. b. M. sitattgefunbenen Gemeinbe-tathSsitzung in Wien veranlahten bie Antisemiten arge ©canbalicenen. Mitte November l. I. soll nach Wien ein oflerreichifchet Hanbelskammertag ein* berufen roerben. Die 311 a b e m i e ber bildenden Si ii n ft e in Wien feiert am 26. d. M. das 200jahrige Jubilaum ihres BestanbeS. Die oster teichifche Slrmee zahlt 10.544 Re* ferve-Officiere. FUrstbischof Dr. Joh. B. Z wet get in Graz feierte am 14. b. M. fein 25jahriges Bischofs-jubilaum. Die Grazer Universitat ersreut sich heuer eineS bebeutenben ©tubentenzuroachses aus Bohinen, Nieberofterreich, Polen unb Tirol. In Graz starb bet Landesgerichtsrath i. R. Karl Werner; er vermachte ben Armen bet ©tabt Grciz 30.000 sl. unb auch bem beutfchen ©chuloereine ein Legat. Die neiien Localbahnen Poltschach-Gonobitz unb WieselSborf-Stainz roerben Mitte November I. I. etoffnet roerben. Ein fleincs AmazonencorpS aus Dahomey trifft nachstens uber Triest in Graz ein. Am 6. November veranstnltet ber for t* fchrittliche Berein in K8 rnten eine Berfammlung. — Der in Paternion stattgefunbene Bauerntag proteftirtc gegen bie ©lovenisirung bet Volksschulen in Karnten. Jm grastich Henckel'schen Thietgarten in fiarnten rourbe ber Walbheget Alois Rathgeb von einem Hirsche gespieht unb todtlich verletzt. Bier geistliche Rebacteure Titolet clerifaler Blatter rourben roegen Bergehens bet (Shrenbeleibigung butch bie Ptesse zu mehrwochent-lichen Freihcitsstrasen verurtheilt. Am 16. b. M. rourbe in Btiinn daS Kaiser Jofes-Denkmal feierlich enthullt. Die von einem Ptivatveteine in G otz ge« grunbete beutsche Bolksschule zahlt bereitS 107 ©chiilet unb ersreut sich besonbetet ©yrnpathie feitenS ber Beviilkerung. Aus bet beroiUigten ©taalsaushilfe per 500.000 sl. rourben btirftige Beamte unb Diener in ©teiermorl, Katnten unb Strain mit zusammen 8000 sl. betheilt; roohl eine minimale Aushilfe. In ben Alpengebieten Europas ist in bet ab» gelausenen Woche iiberaH groher © ch n e e s a 11 eingetreten. Dct Kaufmann Leopolb Ghiarntini auS ©traffolbo rourbe roegen Miinzfalfchung zu 14jcihrigem Ketker verurtheilt. Jm Jahre 1893 follen in Ungarn © t a at 8-g u t e t im Werthe von 2,300.000 fl. zum Bet-tause fomrnen. Bei einem Bankette, welches bet Minoriten-orben zu Arab zu Ehren bes B i s ch o sS von 6 s a n 4 b veranflaltete unb zu roelchem auch die Bertreter aHet anberen Confefsionen gelaben roaten, richtete Dberrabbiner Dr. Rosenberg an ben Kitchen-sur sten eine Ansprache, roorin er die Hoffnung aus« briidte, bah ber Bischos, roie feine Vorgcinget, ben Ftieden unter ben Confefsionen pflegen roerbt. Die Rebe bes RabbinetS roar von iiberraschenbet Wirkung. Der Bischos erhob sich von seinem ©itze, ging zum Rabbinet unb kiihte ihn brtiberlich. Neuesten Nachrichten zusolge soll bet Felb* bifchof Bielopotoczky zum Erzbifchof von Agram ernannt roerben. In Ctoatien roitb ein © e ro e r b e< Jnfpectorat errichtet. Die Lanbesregierung in ©erajevo verorbnete: bah olle im Sanbe aufgefunbenen Gegenstcinbe von kunstlerifchem obet h t st o r i f ch e m Werthe vot Berschleppung, Vernichtung ober Beschabigung zu beroahren ftnb. Wahrenb bet aus Saibacher Gastspielen be-tnnnte Theatet birector Alexanber Lesser bas Wallncr-Theater in Berlin roegen Mangel an Gaffe* eingangcn fchlichen muhte, nimint bie Caffe bt8 Ronacher-TheaterS in Berlin pet Abenb 6000 bis 7000 Mark ein. Die ftanzosische Regierung lieh bas J e s ui > tenfloster in Lyon schliehen. In Brissago bei Co mo ftnb 200 Per* fonen infolge Atfenikvergistung erfranft; bas zum Berkauf gelangte Kochsalz soll tine Arfenil* mifchung enthatten haben. In Cabix gerieth roahrenb bes Fackelztiges bei ben Festlichkeiten zu Ehren Columbus bev F e st-ro a g e n, auf roelchem sich als Jnbianer verkleibetc Manner befanbeit, in Branb. Dreihig biefet Manner haben iht Leben eingebiiht. An ber Universitat in Briissel rourbe F t a u-lein Margarita ©ombert zum Doctor bet Philosophic promovirt. In ben Baumwollfabriken zu Manchester striken 60.000 21 r b e i t e r. Aus Montenegro wvlleit tnehrcre hunbert Famil ien nach © e r b i e n unb itt bie T U11 e t auSmanbern; Anlah hiezu soll ber wachsenbe ©tetter« bruck geben. Die C o l u mbu -Fe ie r wurde in ben Tagen der ver gangenen Woche in Europa und Amerika, vornehmlich in Huelva (Spanien) und in New-Uork festlich begangen. Bei ben Fischer-Jnseln strandete der britische Dampfer „B o k h a r n"; 170 Personen find ertrunken. Loral- und provinr-Rachnchten. — (Die letzte politische Rede Baron Winkler's.) Jm Laufe dieser Woche fanden beim scheidenden Landesprasidenten zahlreiche Empfange statt, bei benen sich eine grohe Anzahl von Corpo-rationen und Vertreter verfchiebener Stande ein» fanden, um demselben zu der erhaltenen hohen Aus-zeichnung zn gratuliren und gleichzeitig sich zu ver-abschieden. Bei allen diesen Empfangen wurden gegenseitig die bei berlei Anlassen ublichen Versiche-rungen und Hoflichkeiten getauscht und eine Aus-nahme machte »ur der Empsang der — bei diesem Anlasse zngleich als Angebinde einen kostbaren silbernen Tafelaufsitz uberreichenden — Beamten der politifchen Behorden. Auf die Ansprache des Hofrathes Schemerl erroidert namlich Baron Winkler mit einer ausfuhrlichen politischen Rede, in welcher er in der Art cihnliche Aeuherungen im Landtcige und im Amtsblatte und indirect gegen die anlahlich seiner Pensionirung laut gewordencn Zeitungsstimmen polemisirend. die von ihm wahrend seiner Amtsfuhrung eingehaltenen Grund-satze nochmals darzulegen und zu rechtfertigen suchte» Die Ueberraichuiig tibet biesen ganz unerwarteten politischen Excurs ves zuriickgetrctenen Lanbeschefs war zunachst unter den zur Abschiedsaufmartung er-schienenen Beamlen und spater im Publikum eine grofje. Einmal hatte iiberhaupt Niemanb erwartet, dah Herr von Winkler nochmals das Bedurfnih zu einer Erklarung politischer Natur fuhlen wurde, am allerwenigsten^ aber war man auf eine solche beim Empfange des ihm zunachst unterstehenden Beamten-korpers gefaht. Dieser hat doch als solcher mit der Politik nichts zu thun, unb gerade fur seine Be-ziehungen zum scheibenven Chef fallen eine Neihe anderer wicht>gerer Momente, aber keineswegs bessen politische Hallung ins Geivicht. Da ubrigens bas Amtsblatt eine Beroffeutlichung bet fraglichen Rede in AuSsicht stellt, hnben ivir dann wohl noch Ge-legenheit, uns eingeljenber mit derfelbeii zu befassen. — (Der Rucktritt des Lanbesprasi-denten Barons Winkler) wurde, wie zu er-warten stand, fast in der gesammten osterreichischen Presse lebhast besprochen. 'Hiebei wurde neben der Kritik seiner vollig im Sinne der slovenischen Partei gehaltenen Gesammtthatigkeit inSbesondere ouch daraus hingewi'sen, dah ein Mann von so prononcirter politischer Farbe und Haltung, wie kein anderer Landeschef, selbst angesichts der nur erst sehr all-mahlichen Annaherung der Regierung an die beutsch-libetale Partei nicht longer auf seinem Posten ver-bleiben komite; zugleich wurde mehrsach noch betont, dah, nachdem Dunajewski und Praiak gehen muhten, auch Winkler nicht bleiben komite, der zwar auf minder hervorragenbem Posten, aber doch ein ebenso entfchtebener P.ntcimann war, wie die beiben friiher genannten Politiker. Merkivurdigerweife ist bei dieser Gelegenheit unsereS Wffens von feiner Seite eine (Sigenthumlichteit Baron Winkler's hervorgehoben roorben, die ihn eben fulls von alien niiberen LanbeS-chefs unterschied; seine journalistische Thatigkeit uberhaupt und namentlich sein. wie eS (chicn, un-wiberstehlicher Hang zur petsonlichen publicistischen Polemik. — (E r st e r sl oven ischer K ath oliken-tag.) Mit einer nachgerade beivunderungSivilrdigen AuSbauer wirb der aus Anlah deS slovenischen Katholikentages zwischen ben Clerikalen unb Radikalen ausgesprochene Zwist weiter gefuhrt, und Woche um Woche find die Organe beider Parteien noch immer fast auSschliehlich mit Artikeln uber dieses Thema erfiillt, in denen sie sich gegenseitig alS Lugner, Verleumder, Banditen u. dgl. beschimpfen. In Vet-bindung mit bent Zanke wegen des Katholikentages geht noch ein halbes Dutzend anderer ©treitereien nebenher. Besonders heftig roird eine derselben uber angebliche Rundschteiben gefuhrt, die nach einer Behauptung bes „Slov. Nat." bas furstbischofliche Ordinariat erlassen hatte unb worin zu SBertrauenS-voten fiir 3)r. Miffia unb Protestkundgebungen wider die Radikalen aufgeforbert warden sein soll. „Sl. Nat." sprach von vier solchen Rundschteiben, worin zwei aus Anlah des Katholikentages, eines aus Anlah des bekannten gemeinsamen Hittenbrieses des zur Gorzet Metropolie gehorigen Bischofs, endlich eines aus Anlah bes Todes des Kronprinzen Rudolf erlassen warden ware. Das clerikale Blatt erklarte diese Behauptungen sammt unb sondets als unwahr, als grobe Lugen unb gemeine Berdachtigungen des Bischofs. Das .rabicale Organ tnufjte biese Be» schimpsung auch, trotz entschiebener sophistifcher Wendungen und Windungen, einstecken, nur in einem Falle, das britte der vorerwcihnten Rundfchreiben betreffend, versucht es eine Art Beroeisftihtung an-zutreten, indein es eine damalige Zuschrift deS Domcapitels an die Pfartgeistlichkeit im Lande ver-offentlicht, worin dicselbe, falls es ihr genehm ware, zu den angedeuteten Kundgebungen cingeladen roird. „<5lovenec" behauptet derngegentiber: bas sei nur eine ganz private Action bes Domcapitels gewesen, unternoininen vhne Wifsen bes Bischofs unb uber ausbrucklichen Wunsch ber Geistlichkeit selbst. Bon einer Jngerenz bes Bischofs, schou gar von einer „Dtessur" bet Geistlichkeit — wie „Sl. Rat." gesagt hatte — sei bei alledem keine Rede! unb bie Behauptungen bet radicalen Blatter blieben dnher ehe wie vor lauter Lugen. — Was, nachbctn die beiberseitigen Beschimpfungen einen solchen Grad erreicht haben, noch kommen soll, ist zwar schwer abzusehen, allein trotzdem diirften diese jaurnalistischen Klopssechtereien noch lange kein Ende nehmen. — (P e r s o n a I • R a ch r i ch t e n.) Dec neu-ernannte Leiter der krainischen Landesregietung, Hofrath Freiherr von Hein, hat sich am 16. d. M. zur kaiserlichen Audienz nach Wien begeben, witd dann auf furze Zeit- nach Graz zuruckkehren unb bald hierauf in Laibach eintreffen. — Dbet* staatswnlt Edmund Schrey von R e d l w e r t h in Graz wurde zum Hoftathe beim Obetsten Gerichts-hofe in 18ten ernannt. Herr von Schrey trat im Jahte 1859 in den Staatsdienst, wurde 1868 zum Bezirksgerichts-Abjuncten in Matburg, 1870 zum Gerichtshof-Abjuncten in Cilli, 1873 zum Bezirks-richtcr in Marburg, 1876 zum Lanbesgerichtsrathe in Cilli, 1884 znm Dbetlandesgerichtsrathe unb 1892 zum Oberstaatsanwalt in Graz ernannt. — Dem in ben Ruhestand getretenen Polizei-Commissat Gregor Z h > s ch m a nn in Gtaz (einem geborenen Krainer) wurbe ber kaiserliche Rathstitel verliehen. — Der Bezirkscominiffat Egon Freiherr van Winkler wurbe zur Dienstleistung in bas Miniftenum bes Jnnern einberufen. — Hofrath Exn er unb Central-Jnspectot Professor Beyer aus Wien infpicirtcn zu Beginn bieser Woche die hiesigen gewetblichen Fachschulen. — Am 20. d. M. faiid in Graz die Letmahlung bes Regtetungs« Secretdrs M a r! w a 11 Fteihettn von S ch o n-b c r g e r aus Laibach mit ber Generalstochter Elisabeth Fteiin H e n n i g e r von E b e t g statt. — Dbcrftlieutenant Motiz R. von A u s f e nberg, Generalstabschef der 28. Tcuppen-division in Laibach, wurde unter Belassung im GenetalstabScorps zur Ttuppendienstleistung ein-betufen unb bem 96. Jnfantetie-Regimente in Karlstadt zugetheilt. — (Mu s e al - N e r e in ) Am Mittwoch, ben 26. b. M., Abends 6 Uht, roird im Lese-zimmet des Museums „Rudolphinum" die Reih« ber fiir das Winterhalbjahr in Aussicht genommenen roisienfchaftlichen Sorttage bes Musealvereines mit einem Bortrage deS Hern, Turnlehrets I. Schmidt tibet „dte sogenannten winbischen WaIl-fahrten an ben Rieberrhetn unb die Urfachen ihrer Entstehung" eroffnet roerden. Diese wissenschaftlichen Bortrage sind befaiintlich, wie wit hiennit ouSbtudlich bemetken, nicht nur M i t gli e d e tn des Veteines, sondctn iiberhaupt allen Freunden ber Lanbeeforschung t zugiinglich unb es find diejelben hiermit eingetadcn. — (Im Collegium Marianum) fanb , vorgestern Nachmittag bie feierliche Einweihung bei neuen, allen didaktifchen unb hygienischen Anforbe-rungen vollkommen entfprechenben, namentlich auch mit einer grofjen getaumigen Turnhalle versehenen Schultractes statt. Nach ber kirchlichen Einsegnung hielt Propst Dr. Jarz bie Festrebe, wahrend bie Zoglinge verschiebene Declainationen und Chore in deutscher und slovenischer Sprache recht gelungen zu Gehor brachten unb sehr exacte Turniibungen au6» fiihrten. Die gauze Anftalt fann nunmehr als roll-endet an^esehen ivetden ; dieselbe besteht aus einem 67 Meter langen Hauptgebaude, einer grofeen Haul* enpefie, dem Schultracie, einem Badehause, Wasch-kiiche mid ben Wirthschaftsgebauben nebst Garten. — (Privatausbilbung ber Volks-schullehret.) Unter ben vielen Beschliifsen des ersten slovenischen Katholikentages bcsand sich be-kanntlich auch einer wegen Errichtung einer privaten slovenisch-cletikalen Lehrerbilbungsanftalt. Mit Bezug auf biefen Beschluh schreibt uns ein ©chulfreunb: „Jn Vorarlberg besteht bereits, unb zwar in Tisis eine clerikale Lehrerbilbungsanftalt, bet zulieb bie treffliche Sandesaiistalt zugrunde gerichtet wurde. Die Ergebnisse dieser clerikalen Anftalt roaten jjedoch heuer nichts lveniger als glanzende. Vo» 19 Ziiglingen trnirdeil 12, davon 5 erst in bet Nachpliifung approbirt, 7 sind durchgefallen, ein cnisgezeichnetes Zeugnih hat keiner bekommen unb bei alledem war man in Innsbruck bei ber Prufung tiberaus nachsichtig. Trotz solcher ivenig ersreulichen Re-sultnte ist auch eine betartige Piivatanftalt in Wahting bei Wien entstanden, in Stems in Nieberostetteich, sou eine Klostetschule zu einer Priv.itlehtetinnenbilbungS-anftalt umgeroanbelt roerben, unb nach ben Befchluj-sen bes slovenischen Katholikentages wirb eine slow nisch-clerikale Lehrerbilbungsanftalt auch in Laibach angestrebt, bie noch bebenllicher ware, denn bit vorgenannten, ba hier zu bcn clerikalen Eiiifeitlg-feiten unb Uedertreibungen auch noch bie nationalen hinzukamen. Angesichts atler dieser Anzeichen cr» scheint es aber gewih hoch an der Zeit, ber Lehren ausbildung in Oesterreich eine erhohte Aufmerkfam* keit zuzuwenden. • » \ — (Aus dem Goilscheer Vezirle-Die zut Abweht ber Cholera behorblich vcifugen Mahtegeln ivurben in ber Stadt in mustergl tigek Weise durchgefuhrt. — Die Errichtung einer Wasstt leitung, bet Bait eines SchlachthauseS und > Canalisirung ber Stabt Gottschee soll im na«vH■" Fruhjahte in Angriff genommen roerden. heurige Enite im Bezirke etgab folgeitde Jiew J • W-izen- gut mittel, 16 Q. -uf 78 Kilogramm per Hektoliter; un^ gut. Roggen: gut mittel, 16 O-, ^ grant in; Getste: sch>vach mittel, 12 D-, grantm; Haser: schlecht (Hagelschlag unb ' 6 Q-, 49 Kilogramm. AuSsichten fur seht schwach; fur Kartoffeln: mittel; fu* (t, friichte: schwach. Besonbcte Bentetkung • „ t, saaten roaten besset als ©ommerfaaten, ^ linge vernichteten an vielen Drten fc‘®l 1 Die D Litre hiklt Hirse, Haiben, Kraut, Erdapfel unb anderes zurfick; die iSvummeternte siel schlecht ouS- Obst ist beinahe gar kcines. — Am 2. d. M. nmtbe in Lienfelb das schone neue Schulhaus, fcefien Bau 11.000 fl. kostetc, eroffuet. (K 0 hlenwerk in Gotsch ee.) Fiir aus Anlah der Eroffnung der Unterkrainer Babnen zu erwartende Entwicklung der Stadt Gottschee ist neben anderem auch die Jnbetriebsetzung des dortigen der Trifailer Gesellschast gehorigen Kohlenwerkes von groher Bedeutung, wodurch ein industrielles Unternehmen entstehen wird, roie deren unfer Land in solchem Umfange nur wenige besitzt. m;, nackfolqenden Daten, die roir den „Mittheilu„. ' en des Bereines der Deutsches aus Gottschee" entnebmen, diirften d-'her auch fur weitere Kreise fitterefie sein. Nach dem Betriebsprogramme der Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft wird fur die rte Jnbetriebsetzung des Bergbaues ein Capital von 180 000 Gulden in Aussicht genoinmen, und f.-ir die Werksanlage, roelche aus folgenden ™ fa. k • itefiel • zwei Maschinenhauser ; ein Central,Verkin-,, . rine' Kohlen'Separation, wo sechs Waggons * Stunde verarbeitet werden sollen (Grieskohle); ■J «gk>len-Depot fur je 30 Waggons; eine Ver-J1" JL mit Metalldach gedeckt, fiir zwols tonLons; eine schiefe Bahn fur den Kohlenaufzug; imeite schiefe Bahn fur gemischten Aufzug; ? »iaeleisiqe Werksbahn von 450 Meter Lange. a"C 1 ist aegenwartig daS Centralkesielhaus in, v,e”on bereits fertig, das Centralwerkftattengebaude kk seiner Vollendung entgegen. 'und der Bau des • m,„s^inenhauses ist begonnen warden. Sammt-i xCnfll«laacn kommen auf das Terrain sudlich der si^en Glasfabrik zu stehen. Da im kommenden ^eI Betrieb des Kohlenwerkes eroffnet §tu^ia9r . rour),e schon jetzt mit der Abtciu-tyerben 1 ^.^rrainS begonnen. Was namlich die il^-Atunn anbelangt. so gedenkt man von der in drei Etagen von je sieben Meter Hohe r ben bis zehn Meter Vreite vorzugehen. Ge-soll im Abbau vom Hangenden zum Liegen-vl6CltC Ptdftx mit Massensprengung und elektrischer " 10 Den Nutschungen des Tagterrains in ^undung- ^ bur(^ sorgfaltige Drainagirung ni werden. Der Abramn wird gegenwartig dorgebeug bahnen mittelst Nollwagen in die 2? , aeaen Gnadendors hingefuhrt, und es ist (d)oii ein anseh.ilicher Theil der Mulde aus-X! .ootben. Spaterhin kann der grohte Theil F MhraiimS in den abgebauten Theilen des - selbst deponirt werden. Das Wasier plant tzlotzes vorhandeneS Saugloch abzuleiten; b„r^c der Wasserzufluh nicht so bedeuteud ^br>ge" bisher anzunehmen gcneigt war. WaS !""^>"k»una-n fur bit A-b-ittr nnčttrifft, fo 6*t)en W alt. @<66«K di< iut _ ° . dieselben durftcn nur fur die Unlerbrin- shorten, ^ vttheirateten und 200 ledigen Per-$ung o°n -ien Bei vermehrtem Betriebe — ^n,rn-4.?Ufdion im kommenden Jahre — werden dielletcyk -rricbtet werden mtiflen, roelche etwa inooWrfonen (Arbeiter einschliehlich der Familieu. ? wr) bebcrbergen konnen. Gegenwartig stehen »nitglied ) Arbeiter in Verwendung; dieselben Gottscheer (auS Schalkendorf. Seele rc.); find zum Nudolfswerther Gegend stammen tzuch au .tcr_ — Der Besitz der Trisailer tnehrere m-r-llsckaft umfaht 825.200 Quadrat' "f‘nw6£ - WW» m d°" r^nhlaen bei der commissionellen Unter-urn die Mitte de« September mit durch- 20 Meter angenommen rourbe, so ergibt L in Kohlensch-'tz vm, 000 Hubihuf, b __ bet Kubikmeter mit zehn Metercentner Snem AuSbringen gerechn-t - ein Kohlenvorrath von 165,440.000 Metercentner. Werden nHjaHvtich zwei Millionen Metercentner Kohle abgebaut, so hat man 82'7 Jahre Arbeit. — (Ster befall.) Frau Franzirka Grafin v. Henel, Tochter des Gymnasialprofessors Konfchegg in Laibach, Lehrerin an der Madchrn-volksfchule in Bruck, ist im 46. Lebensjahre gestorben. — (Theater.) Als Novitat brachten uns die letzten Tage das Lustspiel „Wilddiebe" von den Wiener Autoren Wittmann und Herzl. Das ur-sprunglich anonym erschienene und zuerst im Burg-theater aufgefiihrte Stuck leidet an ciner einigermahen unnaturlichen Berquickung des Stark-Komischen mit sehr bedeutsamen Problemen, so dah der Zu-hiirer bald einen tollen Schwank, bald wieder eine ernst gehaltene Entwicklung vor sich zu haben glaubt. Dasselbe ist jedoch geschickt und mit groher Buhnen-kenntnih geschrieben, enthalt dankbare Nollen, sehr drollige Situationen, zugleich aber auch manchen feinen und geistvollen Satz, so bah bei einer guten Dar-stellung, die es auch auf unserer Buhne gesunden, Wirkung uttb Erfolg trotzbem nicht ausbleiben. Der glucklich gewahlte Tiiel bezieht sich auf eine Gesellschaft von Lebemannern, bie es sich zur Aufgabe gemacht haben, in fremben Nevieren auf die Liebes-jagb zu gehen. Deren Treiben gibt ben Anlah zu allerlei verwickelten Situationen und Liebrsintriguen, unb am Ende des Stiickes sinden sich die Paare. Der cine geschiedene Wilddieb roird mit seiner friiheren Gattin vereint, der Andere mit einer Tochter dieser Beiden, unb auch der solide Widerpart dieser lockeren Herren bekommt als Belohnung eine liebens-wiirdige Frau. Die Auffiihrung war, roie schon an-gedmtet, eine recht befriedigende; die Damen Muller (Clarissa), Linzbauer (Emmy) unb ©tehle (Julie), bnnn bie Herren Director Frinke (Brown), Geyer (Paumann), Deutschinger (Thiirmer) unb Timm (Sorau) machten sich in erster Neihe urn bieselbe verbicnt. Das Lustspiel fanb bei ber erften Auf-fuhrung grohen unb roieberholtcn Beifall, inbeh bei bet zroeiten bas Publikum auffallend zuriickhaltend war.-Bei der jiingsten Darstellung des ,Zigeuuer-barons", die ein ausverkaufteS Haus erzielte, con-centrirte sich daS Jiiteresse auf das erfte Auftreten des neu engagirten Tenors Fabbiani, ber bisher am Theater an ber Wien thatig war. Die Direction hat mit ber Acquiritung dieses Sangers jedensalls einen sehr gliicklichen Schtitt gethan. Herr Fabbiani besitzt cine sehr schone und starke Stimme, ist ein geschul-tec Sanger unb gewandter Schauspieler unb vereinigt so alle Eigenschaftcn, urn ihn als einen vdrtrefflichen Operettentcnor unb cine nufierorbeiitlich schatzbarc Kraft fur unsere Buhne bezeichnen zu konnen. Herr Fabbiani rourbe vom Publikum mit roieb erholtcm sturmischen Beifall ausgezeichnct; ihin standcn bei der auch im ganzen hochst lobensiverthen Auffiihrung vornehmlich bie Damen Kollin (Saffi) unb Dor6 (Czipra) in rourbiger Weife zur ©cite. — Einen erfreulichen Theaterabenb brochte bie Auffiihrung von Nebwitz' „Philippine Welser"; bieselbe war, roenn es schon ein unb das anberc auszustcllcn gab, eine besriebigenbe unb zeigte, bah bie Direction vollcn Grunt) hat, auch bns Schauspicl nicht zu vcrnachlassigcn; gehorige Proben unb cine sorgfaltige Jnsccnesetzung vorausgesetzt, ivirb dasselbe ohite Zweifel zwar nicht auSoerfaufte — bie kann es ja nicht alle Tage geben — aber gutbesuchte Hauser crziclen. Das in ansehnlichcr Zahl erschienene Publikum folgtc bent ©tucke mit sichtlichem Jntcrcssc unb fargte nicht mit Beifall. Von ben Darstcllcrn feien zunachft Fraulein Muller (Philippine) unb Herr Deutschinger (Erzherzog Fet-binanb) genannt, bie Bcibe eigentlich auherhnlb ihres FacheS liegende Aufgaben zu beivaltigen hatten, sic aber nicht ohnc Erfolg losten; bie Erstgenannte bot nainentlich vom britten Acte an eine sich stets bessernde Leistung, unb roar beim ©chluh in ber Scene vor bent Kaiser vortrcfflich. Sehr brao roaren Herr Geyer (Konig Ferbinand) unb Director Frinke in ber Episobe bes Settlers. Herr Thalhcimer (Welser) verfligt tibcr ein ausgicbigcs unb wohlklingcndcs Organ unb ts laht sich aniiehntett, bah auch eine hie unb da be* merkbar gewesene minderc Geroandtheit bei roeiteren Auftreten schivinben roird. Fraulein Mikola (Anna Welser) zeigte sich als sehr verroendbar unb Fraulein ©tehle (Katharina) roare durchaus am Plotze geroesen, hatte sie nicht statt eines zeitgentohen, eine Art Phantasiecostuin getragen unb basselbe fiber« bieh roahrenb bes ganzen lOjahrigen Zeitraumes, in bent baS ©tuck spielt, nicht abgelegt. — Nach vorliegenben Berichten erzielte bie Opernsangerin Fraulein Melanie v. Santa, Tochter bes Guts? besitzers Hcrrn v. Santa in Gallensels bei Ncu-matktl, auf bent Hofthcater in Darmstabt fthr gunftige kunstlerische Erfolge. In etnent berselben heiht es: „Eine in Graz ausgebilbete junge Sangertn, Fraulein Melanie v. Santa, uberraschtc als Santuzza in hohem Grade, da Stimme, Spiel unb Schule sich berart harmonisch vercinen, roie es nicht allzu oft angetroffen rairb! Die Auffassung war wesentlich anbers geartet, als roir cs bisher gcroohnt roaren. Der Zug stillen Leidens unb passiven Duldens ist das Hervorragendste in diesem Frauenbilde, roahrenb ihre SOorgangerinneit den trotzigen, rachfuchtigcn (Eharalter hervortehrten. Demgemah ist auch schon don erften Auftreten a lies Hetbe unb Heftige gc= nontmeit. Bei ber grohen Scene mit Turiddu haben anfanglich bie Tone roeicher mabchenhafter Jnnigkeit bie Dberherrfchaft, bis, butch ben Trotz Turibbu’S veranlaht, ber bitterfte ©roll sich bis zum Fluche steigert, unb einen solch' packenben beroegten Abschluh sindet, ber das Publikum roahrhaft erschiitterte. Frenetischer Beifall unb oftmalige Hervorrufe lohnteu die zu ben fchonsten Hoffnungen berechtigte junge Kunftterin fiir ihre prachtige Leistung." — (Der Laibacher Bi cylc -Club) hielt ant 18. b. M. im Gasthause „Zur Krone" seine Eroffnungskneipe ab. In berselben gelangten die gelegentlich des Radfahtens in Abbazia errungenen Preise jur Vcrtheilung. Am 8. November sindet cine Haupwcrsammlung des Bereines statt. — (P o l le r sch ic h cn.) Die Unglfickschronik aus Anlah dieser Unsitte nimmt noch intrner kein Ende. Jiingst rourbe roieber ein sehr trnuriger Fall aus Zirklach gemelbet, wo nicht iveniger als acht Burschen beim Pollerschiehen mehr ober minber schwer beschabigt routben ; einer bacon erhielt burch Zerschmetterung beiber Handc eine so schivctc Vcr-letzung, bah roenig Hoffnung vorhandcn ist, ihn am Lcbcn zu erhaltcn. Welchc lange Neihe berartige Unglucksfalle roaren bloh in ben letzten Jahren zu verzeichnen unb boch schen roeltliche unb geistliche Behorden diesem Unfuge ruhig zu, ohne dagegeit cinzuschreiten. Es ist geradezu unglaublich, bah ein solcher Mihstanb, bei betu cs sich urn nichts gerin-geres als urn Lcib unb fi-.ben ber Mcnschcn han-belt, Jahr um Jaht ungeohnbet bleibt. Wie roir schon of ter zu betonen Gelegenheit hatten, roare cs vor allcnt eine Pflicht ber Geistlichkcit, hier ihren Einfluh geltenb zu ntachen, damit biefeS in Waht-heit „grausame Spiel" einmal ein Ende nehme, unb wenn diese trotz ihrer etnfteii moralischcn Vcrbinblich-keit hiczu eS nicht thut, ware es hochste Zeit, bah bie compete nten Bt hoi ben biefe unscres Erachtcns vom polizcil ichen roie strafgesetzlichen Standpunkte — von dem der Humani tat gar nicht zu reden — imzulassige Treiben absteHten. Welche Borsichtsmah-regeln unb mit Necht werden sonst, wo es sich urn oft unvermeibliche Gcfahren handelt, angeiDenbet,^ urn selbe roomoglich in ihrer Wirkung hintanjuhalten, hier aber, wo ganz tibetflufiigcrroeife haufig aus reinent Ueberrnuth Menschenleben bebroht roetben, sieht man solchem mehr als leichtsinnigeu Beginnen ruhig zu. Wie viele Menschenleben roerbcn noch zum Opfer fallen miiffen, ehe diese unbegreifliche Apathie ein Ende nchmen wird? — (DaS unauSrottbare Poller-schiehen) hat roicber einige Opfer gefordert; in Zirklach rourbe ein Bursche lebensgefahrlich unb funf mehr ober weniger verletzt. — („Die Schlacht bet Cust ozza.") Eine sehr umfangreiche plastische Darstellung, bie bereitS an einer Reihe von Orten grohes Interesi« hervorrief, wird im Laufe ber luiiftigen Woche auch in Laibach zur Schau ausgestellt werben. — (Die nachste Prufung aus ber StaatsrechnungSwissenschaft) wird am 14. November abgehalten werben. Canbibaten aus Krain haben ihre Gesuche um Zulassung dieser Priifung bis langstenS 31. October l. I. an ben Prases bieser Priifungscommission, Hofrath F. Zeidler in Graz, einzusenben. — (Erleb igter Stif 1 platz.) In ber Theresianischen Akabemie in Wien gelangt ein Jakob v. Schellenburg'scher Stiftplatz zur Besetzung. Zum Genusie berselben ftnb Sohne aus kra i ni -schen AbelSfamilien berufen. — (Eine Vorfchuhcasse) rourbe in ber Stadt Rudolfsiverth errichtet. — (K rankh e ite n.) Noch immer herrscht in mehreren Bezirken die Ruhr, in heftiger Weise in vielen Gemeinden ber Bezirke Nasienfuh unb Littai; im Bezirke Abelsberg grassirt der Typhus. — (Vorsichtsmahregeln gegen die Cholera.) Zufolge einer Kundmachung bes hiesigen Stabtmagistrates ist jeber zur Beherbergung von Fremden Berechtigte, ferner Jedermann, bet sich mil bem Vermiethen von Wohnungen, Zimmern u. s. w. befaht, sowie jeder Haushaltungsvorstanb verpflichtet, die Ankunft eineS jeden Neifenden, rvelcher aus Gegen-den kommt, in benen bie Cholera constatirt rourbe, sofort bem Magistrate anzuzeigen. Diese Anzeigepflicht erstreckt sich aus alle Ankiimmlinge aus Nuhlanb, Deutschland, Frankreich unb Rumanien, bann auS Krakau, Podgorze unb den tibrigen cerfeuchten Gemeinden GalizienS, endlich ouS Budapest unb ben vetfeuchten ©emeinben Ungarns iiberhaupt; bieselbe roird in gleicher Weise Anwenbung zu finben haben auf Ankommlinge aus allen jenen Orten, in benen die Cholera in ber Folge allenfalls noch auftreten solite. — (Thier-AuSstellungen unb Ni it« der-Ptamiitungen) finben statt am : 25. d. M. in NudolfSroerth, 26 in Tschernembl, 27 in Gott-schee unb 31. in Jllyrisch'Feistritz. Pramien rourben bestimmt: 5 fur Stiere (1 & 25, 1 h 15, 3 & 10 fl.), 4 ftit Kiihe (1 fc 20, 3 h 10 fl.); 5 ftit trachtige Kalber (1 L 20, 4 L 10 fl.). — (Un g lu cks f a l l e.) Nachst KreSnitz rourbe eine beteits verroeste mannliche Seiche aus bem Snveflusse gezogen. — Der angeblich bcni Trunke ergebene Grundbcsitzer 'Johann Urbanče? in Mittervellach starb plotzlich infolge Herzschlages und bet Bergmann Leopold K l e m e n t s ch i t s ch in Jdria angeblich infolge Gennsses von Kunstivein. — (H e r b st l i ch e Gaste.) Wenngleich nach ber feinerzeit vielbesprochenen Mittheilung der „Laibacher Zeitung" die Zahl der Sommergaste in unserer Lanbeshauptstabt bebeutenb abgenommen hat, bie der herbftlichen Besucher ist nnfcheinenb bieselbe geblieben? Allerdings bezieheit dicjenigen von ihnen, ivelche des Abends ankommen, Ivin Zimmer in einem unserer sreundlichen Hotels, fie trinken iiicht einmal ein Glas Cviček, noch ein flriigcl Kosler Bier. S i e lar men nur und ' fonbeibareriueife findet unsere Polizei auch hicr nie eine Betnnlnfiung, zur Ausrechthaltung der Ordnung ein-zuschieiten. Auch Diejcnigen, rotlche bes TageS kom« men, bringcn unserer Stadt keinen Nutzen. Sie faufen sich teine roarmen Winterstiiimpfe, was bei bet feuchtkalten Wittetung jut SBerhtitung tines Schnupsens boch so brtngenb anzutatheu ware; sie lassen teine ©tiefeln boppeln, noch bestellen sie ein Herbstgeroanb ober gar einen Winterrock. — Das miiffen roirklich fonbetbare Gaste fein, meint ber Lefer. Sie sinb es thatsachlich, benn sie fliegen so hoch in bet Lust, bah fein Polizeimann sie erreichen unb roegen ihtes Sarnies oerhaften kann. Unb diefen Sarin machen unsere tieben Gaste auch nicht etroa bes Vergntigens roegen, fonbetn aus Angst. Die gute Gasbeleuchtung unserer Stabt macht sie irte, zerstrcut sie, unb so irren sie, dutch tauten Zuruf sich gegenfeitig fuchenb, fiber unferen Kopfen herutn. Strumpfe unb roatnie Kleiber brauchen sie nicht, benn sie kommen aus bent hohen Notben, wo sie mil Allem fur bie lange Neife nach bent roar« meten Suben vetsehen rourben* Auf ben norroegi-schen Eilanben unb ben Klippen bes notbifchen FestlandeS roohnen sie in folchen Mengen, bah, roie Btahm fagt, iht Flug bie Sonne vetsinstert unb iht Gefchrei bas stcirkste Branben bes Meeres iibertont. Unb Btahm roeih dieh gettau, benn et hat unfete Herbstgaste fetbet im hohen Norbcn befucht, unb sie haben ihm ihte Kunste vorgemacht. Fiit unfere Gegenben sind, nach ber allmahlichen Austrocknung bes Laibacher Sees, bie Zeiten allerdings lange vvriiber, wo man die wilden Schwane, Ganfe unb Enten, wenn sie fiber ben Sattel bes Birnbaumer WalbeS flogcn, butzendweise tnit Ian gen Stangen tobtschlug. So viel Fluggaste roie einstmals kommen zur Betrfibnih unserer Bauern unb zum Seibroefen unserer Jaget nimmet. Unb bie, welche uns treu geblieben sinb, solgen jebenfalls nut einer alien Uebctlieferuttg, bie ihnen von ber Mutter im roarmen Neste erzahlt rourbe. Die Mehtzahl hat sich von fiberklugen Vettern unb Bafen beschroatzen lassen unb fchlagt besiere Wege mil groherent NahrungSgebiete, etroa fiber bie Dobrutscha ein. Wit konnen's Iciber nicht anbern. Original - Telegramme bee „Znibachrr Mochrnblatt". S. Wien, 21. October. In der gcstern statt-gefundenen Antisemite« - Versammlnng erklarte Schneider, der Kaiser Habe nicht jene Worte iiber die Borgange im niederosterreichischen Landtage gesprochen, Professor Snetz Habe gelogen. N e i ch e n b e r g, 21. October. Die Conferenz der gewesenen Gemeiudcrathe beschloh, von einem Recnrs gegen die Anslosniig abznfehen, dagegen zu ersnchen, dich die Nenwahlen alsbald ansge-schricben werden. Die bisherigen Stadtvater solicit wieder candidirt werden. Uom Iuchertisch. Als ii e li c (£ t f dj e i ii ini o e ii tegiftrireit roir: ,,'11 ill Tage bed ©cricfots", VolfSfchanspiel in 4 Anfziigen duii R o s e g g e r. 8 Bogcn, Otluti, geb. 1 fl. 65 fr., elegant (jcbuubcii 2 fl. 20 ft., auf verschiedenen Buhncn 200iirnl aufflcifiljtl, Hatileben'S Vcrlag in Wien. ».Schute und Haus", Zcilschnft fur Eltern, jahrlich 12 S'cflc, PrciS 2 fl. 9ingeuieiiiec Dolks-Ndvocat und burgerllcher Rechts^reiind von S ch in i d t e r, in 23 halbiiionatlichen tiicferiiirncii h 25 fr., ein unschiitzbare- Hilf-iverk in SiechtS' fndjeii; DerlligShandlnng C. ®ul>ctfoiu in Wien. Praktischcs Lchubiich ber italienifdjeii Sprache fiit dcn ©clbftiiulcttichl, von Lantcnz ft o t n a f a 11 Edlcn von V e t c e, 12 Bogen, Dcinu, geb. 1 fl. 10 ft., BctlagS-I)iui6liiii|) A. Hartlebcn in Wien. Praktisches Lehrbuch bev slovcuischen Sprache fiit den Selvstunietticht, von (£. 3- P e S n i k, 12 Bogen, Oetav, elegant gtlumbcn, 1 fl. 10 ft.; Vetlag-handlung A. 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(»7««) <»lotlNcliee, ill! October 1892. Dr. U. Gottlieb. Viex g-oldene 3^/Ted.a-illen^ —= fiilllgcr =— als alle ii- mi aislaiiisdiei Cboiolaien bei feinerer Qualitat. In Laibacli jil btnrljen durch i J. Klauer, H. L. Wencel, M. E. Suppan, Job. Luckmann, Job. Buzzolini, Jeglič & Leškovič, Hugo Bohm, Rudolf Kirbisch, J. Perdan, Peter Lassnik. leg., EtSeil© & 0». i mm, W i <- *■ - (3743) jlnterHnBt Hen Bcul frtjni Sdjufoerein! Bančeni) ninintl n (Sure Spenjen ein! Eliren-Dlplom Agrani. 1891. Goldene Mediille Teniesrsr. teg? Kwizda’s Wascliwasser ftlr Pferde. Preis einer Klasche 1 fl. 40 kr. ost. W&hr. Seit 30 Jahron in Hof-MurutiiUon, in den groaseren Stallange* dea .11II11iirk end Civil* im Oebrauch, zur Starkung nor »»» Wlcderkrifllgung nach grossen Strapazon , bei 'erre*" kungcn, VcrKtaucliungen, Stelfhelt dor Sehncn etc., bef&kip das Pferd zu liorvorragvnden Leistungen lei Training. Man aclito gefllligst auf obige Schutzmarte nnd verlabge aas-driicklich Kwlzdn’s Hentltutionafluid. 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