«l» P^I» 0«n, so 72. Z«»VA«ng «r»ok,»ii, «Isdskm»». SÄiM»««»« (7110« liwurd«» ßtr. ZV70> ««Wl« VchtWOlwng Uli VuvkitnillAi (?«i«ßon iMfmd«» ktt. 2024): «K«W0». ul. 4, Nillr-tlttw« w »»0a«K0. SKI« vi. n. V»tHl1»« Mtl^pkt» d1l«>»^ ^r. ÄZS L«m»l>g, <^G»tz 10. 0«?vmdvr lS22 u. tn ^«ktdof: UUftieav» ul. 4 (Varvvaltung) ^chkol««. monit. 2S »in. iu»lvll»n 24 vin. dufek mo.istl. ZZ oin. ktir 6« kdtig« ^v»I«nö monst!. M l>i» ^««Inummv » di» S lZin. kVe»te» voo Via 4V' MllüZll! Im Veoln-S»»»«', l««-» Genfer Zwischenspiel (f. sj.) funktioniert dav - Marionettvnthcatcr boss<:i.- wie Sic-mit Tcsi.zltei: riilgonden wirklichen Mhiien d.?r cul.l>päi>ch«:n Groftjtädte. Ausgerechnet Spanien, Irland, Schweden und die T s 6) e 6) o s l o w a k « i, deren ÄußLnininister Dr. BemS schon vorher scharfe Eaitcn aufgezogen hatte, wurden mit einem Nesolutionsentivurf in das Plenum der Völkc'rbttndvorjmmnlung geschickt, um den japanischen Drttchen aus d-sm Versteck feiner asiatischen Dialektik hevvorzulocken. Nach langer Zeit kcillnte man wieder einmal eine Cntschliekung lesen, die, befreit von ju« ristischen Spitzfindigkeiten, klipp und klar einen Tatsachenbefund ausmacht. (Endlich einmal eine Entschließung, dt« in sastiqer Kürze all^ sagt, was über den Ein-l'rnch Japans in der Mandschurei zu sagen ist!. Endlich einmal eine Reihenfolge von Worten, in denen die Synonyme von Län« derraub. Usurpation nnd nnlitärischer Will« kin nicht vorkonlmen! Freilick), eS meldeten sich nicht die l^^rohen zu Worte, um doni ^i!eunzehnerauöscs,nß einen Wink für dl« Nichtunq d<'r ^ösunq zu geben, den kleinen und für dic» Äeltpilitik nicht maßgebenden 'Staaten wurde die .tiolle der ?)!antilleros in d?r ^tierlampsar^na zugewiesen. Und der Effekt? Der Japaner Matsuoka hat nicht minder deutlick) ausgesprochen, dah Ja» pntt fm- den Fall, das; sich die Vertreter an« d«'rer Staaten (gemeint sind iratürlich die l^rofznln^ite) deni ResolutianÄentwurf der eingangs envähnten Regierungen anschlie-s'.«?»» sollten, seine eigenen Wege gelten werde. Tie Entscheidung des Völkerbundes wäre für Japan ^ mit anderen Worten — nur dann vvn in.lis^gebli6ier Bedeutung, wenn es irgendwie gelänge, China als ^rd aller Kon-flikt'Zursachen hinzustellen und Japans Borgehen alH absolut berechtigt und begründet ,zu erklären. Man erwartet allgt.Mein die größte Bela» ftungsprobe, die der Völkerbund bis auf den heutigen Tag auferlegt erhielt. Indessen dürfte es zu einer letzten .Kraftvergeudung im Hinblick auf die Anwendung des Art. 15 nicht kommen, »nail will sich jetzt, ^venn die Meldungen gewisser A^turen stimmen, auf eine andere Art und Weise aus dem Echla» Massel ziehen. Eine Reihe von Völkerbund« diplomaten soll angeblich zu der reiflich späten Erf^'nntnis gekoimnen sein, daß ein eventueller Mis'.erfcilg des Völkerbundes in der ^ieg'olttng dos Mandschnrci - Konfliktes eine epochale Mnwälzung in den Grutvdlagen der Völkerbundorganisation schlechthin herauf beschwören müszte. In diesem Falle würde sich der Genfer ?leropc'q ans^erstande erklären, über Gtreit fälle zu entscheiden, die nicht in der «uro« Päischett Ephäre liegen. Den Mandschurei ^konslikt liü^ge, um weiter im Bilde zu blei ben, irgend ein panasiatischer Völkerbund in eigenster Kompetenz übernehmen, wenn ihn (.^hina und Japan nicht selbst zu lösen ver nii^gcn. Diese !^dee, den Völkerbund zu ei ner rein etl'opaischen Institution zu tranS formieren, »ft hier nicht nur eimnol ausge- P a r i s, 9. Dezenrber. Der amerikanisch.? Botschafter in Paris, E d g e, ist gestern nach einem niehv.röchigi:n Aufenthalt in den Bereinigten Staat-n auf seinen Amtsposten zurückgekehrt. Toge er--klärte Journalisten gegenüber, in der Fm« qe der interalliierten Kriegsschulden seien Demokraten und Republikaner grun''>sählich derselben Meinung- Differenzen bestünden sed'glich in der ??ormsrage. Wie au.5 Washington berichtet n»ird, ist die ainerikanisch? Antnvrt auf die zweite französische N^te in der Sck^uidenfrage bereits dortigen franzeli'ch^n Brtschli'ter au5^,ie!iändigt nvrden. In der amerikanischen '^cote soll es heifien. das; sich die Re^ gierun«; der Vereinigten Ttaaten aus;erstan» de sehe eine Aenderung ihrer bisherigen .Haltung vorzunehinen» doch sei man bereit, über Trans?ererleichterungcn zu nerhan« deln. P a r i S, S. De^mter. Gestern traf in Paris aus Washiniston «ine Mitteilung der französisckien Botschaft ein, wonach die amerikanische Regieruni? in ihrer negativen Beantivortung der z^i>e'lten franzö^slsi^n Note erklärt, am der ^c^hlnng der am lü. DSi^embcr fälligen Schuidenrate bo)arven zu müssen. In französischen ;>>olitischen .Äreism hat diese Stellungnahme d?r Vereinigtv'n Tta^i» ten keine Uskerrm'chilng aufgelöst da man ja etwas anderes auch wirklich nicht er.v-ar" tc dieser tük-kischen Krankljeit zum !7'pfer fielen. Ink Lau fe der letzten Jahre bat man in der Bekämpfung diese? Leidens Fortsäiritte gemackil und jetzt soll es einem englischen Nissen-schaftler gelungen sein, nach mehriährig'.'n Experimenten mit l^undecten von Hunden ein wirksames Heilserum zu finden. Die Äersu6)e mit den? neuentdeclten Lev-iin i'n!^ bis jetzt zur volleil Zufriedenheit gen. Ein gesunder .vnnd kann sei^U eine Impfung mit ziemlicher Sicherheil nrr der Staupe bewahrt bleiben, und infizierte Hunde können vor einer Verschlunnrerung der .sirankheit geschützt und gebeilt n'eidcn^ Die Aer.zte hosten, auf ähnlichem Weg,' iincii noch Heilmittel gegen andere Tierkranfs-i ten entdecken zu können. Börsenbericht LjMjana, S. Dezember. — Devisen. Berlin 1367.9!-1I78.7!, Zürich 1108.37,... 1113.85, London !!^4.97—!8tt.57, Newiiork Scheck Ü741.Ü9—,->7k0.85, Paris Z?4.9!' 226.11, Prag 170.67-171.53, Trieft 291.'''^ —297.03. Zürich, den 9. Dezember. — Devisen: Paris 20.36, London 16.72, Newyork 520, Mailand S6.6ZS, Prag 15.41, Berlin 1S3.ß0 sprockien worden, alle „Paneuropäer" im breiteren Sinne des Wortes haben sich in Wort ulld Schrift dafür eingesetzt, daß Genf zuerst das Verhältnis zwischen S6 europäischen Staaten zu regeln hat, die sick heute politisch, militärisch und wirtschaftlich zwischen tunnhohen Zollmauern in den Haa ren liegen. Was künlmert uns schließlich der Gran Chaco und der Streit zwischen Bolivien und Paraguay. Oder soll der Völkerbund jeitt. nachdenl die Lytton-KoinMission erst kaum den mandschurischen Dreck von den schuhen abgestoßen hat, wieder eine Koni-Mission nach dem südamerikanischen Kriegs' schauplatz entsenden? Und daqu noch um die Steuergelder von vorwiegend europäischen Steuerzahlern? Daß die Ärömung, die die „Europüisijerung- des VSllerbundes anstrebt, enÜich durch daS Gestrüp der bisherigen Borurteile durchzudringen vermochte, dürfte sich schon alsbald zeigen. Die curo^-schen Großmächte zeigen ohnehin geringe Lust, ihre besondere fernöstliche Politik als Sc!^utzwäsche vor den kleinen Mitgliedern des Völkerbundes auszubreiten. Sie lassen, wenn es nötig ist, lieber gleich die Schiffsgeschütze im Fernen Osten donnern, «»Sn vorläufig ist !^pan angesichts der offenkinidig lapanfreundlichen .?>altung der Sowjetunion ein zu gefährlicher Fnktor, als das beispielsweise England sich heroorwagen inüsztc. Hä-nrisch lächelnd wark^ England und Frank, reich im Stillei, ab, was Onkel Sani zu dic-ser unklaren Haltung des Völkerbundes so- gen wird, denn die Vereinigten Staaten wollten ja nur sehen, wie sich Genf zu d<^' Sache stellt, um dann die eigenen „Maßnab-men" zu treffen. Die Mandschurei - Affäre ist für Europa eine weise Lehre, sie ma6?t die Nickneinmi-schung der Europäer in nichteuropäische An-gelegenlieiten zuni obersten Dogma europäischer Politik. Mögen die Asiaten mit ikjren Streitfällen selbst fertig werden! Cin geei' nigtes Europa könnte seine han^lc^'cliti-schen Interessen im Fernen Osten nnd nur um diese handelt es sich — bcsscr netteidigen als hente, da Chint^ seine Snmva!biseuve bat und die Japaner auch der Rilckendecknng cmer anderen eurl'päis«5^n Mackit sickier sin> Nlnmner Samstag, den 1v. Dezember W3?. DeuZfcher Reichstag Die ersten TtttmUt- und Prügchzenen. — ?Vahrscheinliche «ertal^ntlg bis Mitte Jänner ÄerIin, 6. Dezember. ^>!eichStasi kam es Mttwoch zu den ersten Prügel- und ^rcrwallszenei:. Do der >?i?mlnuni.lst T 6) n e l l e r mehrmals den :«eichcPräsidenten in schärfsten Worten ?ri-tlasierte, wurde er vom Vizepräsidenten (5 s-s o r zur vrdnuifq ermahnt, worauf die >donnnunWn im Chore brüllten: „Nieder nnt Hindenburg!" Da 'sich die Galerie am Spre6>ckx'r M beteiligen versuchte, kam es au6) dort zu Tunmltszenen- Vez^n ewe? l^aleri^t^sucherS entspann sich e'n >>iamps ^^tvisäien Nationalsozialisten und .^onl nu-^i-stcn. di^ auf der Valerie verteilt waren, n'n dort ihre 3ym.pathiseure zu schüren beF.v. einl'u unancienebinen Ztörenfrieid zu ver-siläucn. (5>.' hauÄelte sich um den ko.unluni-stischcn ^'andtass.'abgeort'netcn des luecklen-Iiur^'5 ^uandt. kam zu einer s6)w?reu ^chläsjerei. Aschenbecher und Pultdeckel, Telephonapparate und 5vuä-uäy'e wuröen als Wurfgeschosse verwendet. Bei ^er Schlägi^rei in den Wandelgängen wurde ein Tisch so hoch geschleudert daß der ziemlich hoch l>5nqende Kronleuchter in Trümmer k^inq. Am sckMrsten rerletzt ivin-de der Nationalsozialist Losse, dem ein Tele !^>?!'0na'^iparat au den Kopf c^eschl^udert wur<^e. Nur alliuäblich konnte die Ruhe wie dcr hersiestc'llt werden. zei.1t lsi6> bereits, das; der nmfivSchi'ge ??a'fenst!llstcint> zwischeu dem Kabinett ?ch'7ichl!r und dem Reich.?taq ^»erfc't ist. Wc'nu nichtig Uuerwartete> eintritt, wird die kiu>.' Nationalsozialisten und Zentrum iiebll'-detc i^.'ii'elirlieit nichts beschlies^M, was iriiend ivie q^sien die ^^lieqierunsi sierichtet wäre, .'^^eii !e sond wesscn des katholi'chen ^eiertaM keine 5i!^un^^ statt. Ter Reich^^ta.i dürste l'i.^ 1'». ./^änuer vertagt werden. KonflWlmmung in Genf Scharfe antijaplmische Resolution Spaniens, Irlands, Schwedens und der Tschechoslowakei - Der japanische Deleginte protestiert Der Mikado bei den japanische» Manövern. - Ter .'Kaiser von Japan nahm — lvie unser Vil^ zeigt — an den Herbstmanövcrn seiner Truppen teil und wohnte einige Tage in einem provlsoriMn Zeltlager. Genf, 8. Dezember. Die Vertreter Spaniens, Irlands, Schwedens und der Tschechoflowakei einigten sich auf den nachstehenden Text einer Entschließung, die vom Völkerbund als Lösung des chinesisch-japanischen Konfliktes angenommen werden sollte. Der dem Präsidium überreichte Resolutionsentwurf lautet wie folgt: Die.vom Völkerbund eingesetzte Untersu-chungskonlmission hat in ihrem Bericht einstimmig festgestellt, daß vor dem 18. September 1W1 zwisckien den beiden inl Streitfall befindlickien Parteien noch nicht sämtliche friedliebenden Mittel erschöpft wurden. Das gegenwärtige Verhältnis zwischen Japan ulld China bedeutet den verkappten Krieg und die japanische militärischen Operationen, die nach dem 18. September 1V31 dieses Verhältnis zur Frage hatten, können in keiner Weise als Maßnahmen einer berechtigten Notwehr angesehen werden. Ebenso hat die Untersuchungskommisslon in ihrem Bericht einstimmig festgestellt, daß die japanischen Truppen einen Teil des unzweifelhaft chinesischen Territoriuuls gewaltsam und ohne vorherige Kriegserklärung besetzten, das erwähnte Territorium von China absplitterten und es als „unabhängig" prollamierten. Die Untersuchungskommission hat ferner einstinlmig festgestellt, daß das in der Mandschurei errichtete Regime nicht die Folge einer aufrichtigen und eigenen BefreiungSbe-ivegung ist. Äus Grund desfeu erklärt die VölkerbuiidSversaininlung, daß man die umfangreichen nnlitärischen Operationen und ,nilitärischen Besehungen, die den Ereignissen vom 18. September lv?1 erfolgt waren, nicht als berechtigte Notwehr betrachten kann. Das gegenwärtige Regime tn der Maildschurei konnte sich nur in Anwesenheit japanischer Truppen etablieren. Die Völkerbnndsversammlung stellt ferner fest, baß die Anerkennung des gegenwärtigen ^V^egimes in der Mandschurei mit den bestehenden internationalen Verträgen nicht in Einklang gebracht werden kann. Aus die-seul Grunde wird der Neunzehnerausschuß ersucht, inl Verein mit der Regierung der Bereinigten Staaten und der Sowjetunion mit beiden im Konflikt befindlichen Parteien in Fühlung zu treten, um den Konflikt auf Grund obiger Feststellungen zu regeln. Nachdem in der Bormittagssitzung noch der türkische und der mexikanische Vertreter in ihren Reden die Achtung vor den internationalen Verträgen geformt hatten, erhielt der japanische Delegierte Matsu oka das Wort. Matsuoka lehnte die von den Vertretern Spaniens, Schwedens, Irlands und der Tschechoslowakei eingebrachte Resolution unter Verwahrung ab, in dem er erklärte, daß Imme? wieder ErwkkbOofenunrude« ln Ameetta vom weiteren Verfahren in dem fernöM-chen Streitfall nur scheinbar gesprochen werde, in Wirklichkeit sei die Resolution eine förmliche Anklage Japans und daher einseitig. Redner erklärte, die Resolution mit Bedauern gelesen zu haben. . . Man sei hier zltsammengekommen, um den Konflikt mit einer japanisch-chinesischen Versöhnung zu beschließen. Die Resolution sei unvereinbar mit deil Feststellungen des Lytton-Berichtes, mit den Grundsätzen des Völkerbundes und dem Geiste der Völkerbundversammlung. Die Resolution sei im Geiste einer Anklage verfaßt worden, was nicht anl Platze sei. „Ich ersuche die Autoren des Planes im Interesse des Völkerbundes, ihren Resolutionsentwurf zurückzuziehen. Andernfalls darf ich berechtigt erwarten, daß der Vorsitzende die Abstimmung anordnet, damit wir sehen, wie die Völkerbundversammlung darüber denkt. Ich fürchte, die Beratung über diese Resolution könnte Folgen auslösen, die die Auwren nicht erwartet haben." Die Worte Matsuokas übten nachhaltigsten Eindruck. Die Beruhigung trat unter deil Delegationen erst ein, als der Borsitzende die Fortsetzung der Verhandlung u. die Prüfung des japanischen Protestes anordnete. Der kanadische Delegierte verteidigte den Standpunkt Japans, inden^ er erklärt?, uian müsse die internationalen Verträge den geographischen und politischen Verhältnissen an passen. Es währe deshalb eine sehr sjefähr-Uche Sache, den Art. 10 des Genfer Vaktes, der den Mitgliedern ihre Territoriale Einheit garantiert, ohne Rücksicht auf konkrete Fälle zur Anwendung zu bringen. G a r a y (Panama) befürwortete die Errichtung einer besonderen Aussöhiluugs-kolnmifsion. General T a n c z o s ihrer Verhaftung widersetzte und nicht freiwillig den Weg zur Polizeiwache antrete» wvllte. W a s h i n g t o n, 8. Dezeinber. Staatssekretär S t i in s o n überreichte gestern dsnr englischen Botschafter die Antwort der amerikanischen Reg-ierung auf die zlveite ?!ote Großbritanniens in der Frage der Stundmig der aul 15. Dezember fälligen Rate der interalliierten Kriegsschulden. Die amerikanische Regierung spricht in ihrer Antlvort die Hoffnung aus, daß die Zahlung aui w. Dezember erfolgen werde, da für die Abänderung des beftehenden Abkommens nnr der Kongreß kompetent sei. L o n d o n, 8. Die amerikanische Antwort auf die zlveite englische ?!ote in der Schuldenfrage ist heute .hier eingetroffen. Mittags wurde die Noll dechiffriert. Eine Abschrift wurde dom ^Premierminister Macdonald und dem mit ihm in Paris lveilenden Schatzkanzler Ne-aille Chamberlaiu geschickt. Pari s, 8. DeAember. In den Rüumen der englischen Botschaft lvurden die Besprechungen zwischen Macdonald, Chamiberlain, .Herriot und Gevmain-Döartin im Beisein der französischen Experten fortgesetzt. Die Beratuitgen wurden um 14.30 beend^. A>in Quai d'Orsay wurde das nachsteheirde amtliche Kommunique hevaus- „Die Vertreter der beiden Regierungen haben sich gegenseit^ über die öffentliche Meinung in beiden Ländern inforniiert und die Lage in bezug auf das Lausanne? Abkomme,! geprüft. Gleic^tig lvurde die lnit der am 15. Dezember fälligen Ratenzahlung an Amerika entstandene schwierige Lage ein gehendst geprüft. ObWar sich beide Staaten die Frei^it hinsichtlich der lveiteren Aktionen bew^ren wollen, wurde festgestellt, daß sie auch in Hinkunft gemeinsanie Arbeit an, wirtschaftlichen Wiederaufbau der Welt leisten wollen." Chamberkrin reiste nachmittags nach Lon don ab, Macdonald hingegei! abends nach Genf. Für Freitag bcKw. Sanvstag ist eine große Rede .Herriots über die Schuldcllfrage vor den Außenausschüssen der beiden Kam» mern zu erwarten. Herriot erklarte heute delt Journalisten, daß die Regierung bereits ihr^ grundsätzlichen Standpunkt in der Schuldenfrage eingenommen habe. Mch längerem Lwinpfe sei es nänrlich.«^rriot gelungen, die Zustimlnung der anderen K^binettsmitglie-ver zur Hinterlegung der Schuldenvate bei der RnÄer BIZ zu erlangen. Frankreich werde im Falle einer Ablchnung des Moratoriums durch die Bereinigten Stoote» Samstaff, den w. Dezember l«K. »Maribsrer ^-jeitung" ^IZummer .^29. gemeinsam mit England eine schiedsgerichtliche Lösung der Streitfrage anlstiveben. V»a«jen Ict^Ucn Tagen wi<'dcr nnt einer G<-'' schwindigkeit von etwa .»entinicter Pro stunde zu verschieben, sodasz er die Stvahe und die dnrch daS R^ez-Tal führende Eisenbahnlinie zu verschütten droht, der Verschiebung des Berges im Jahre 1845 tv« m<'tt an 1s'i0 Personen ums Leben. Ltdensadentemr Mttaolfchem Ende Gladhs .Anderson, ein Zim?»>svmüdchen in einem großen Pariser .Hotel, beging vor einigen Tagen Selbstmord. Jin Zustande geistiger Umnachtung stürzte sich das junge Mädchen aus dem ^nster ihrer Kammer im fünften Stockwerk und war auf der Stelle tot. Durch dieses tragische Ereignis wurde die allgemeine Auftnerksamkeit auf die twr-mhme AbstanMung und traurige Lebens-bahn der Selbstmörderin gelenkt. GladyS Henderson war Enkelin des amerikanische Millionärs David .Henderson, der in den achtziger Jahren des vorigen JahchundertS im Rufe eines „Elfenkönigs" stand. Di« Muttrr des jungen Mädchens entstammte der Familie Bauban. Ihr Ahne war der geniale französische Feftul^wgemeur Bauban, der seinerzeit zu dem engsten Kreis des Sonneiisnnigs Ludwig des Bierzehnten ge. hört«. GladyS .Hendi?rson wurde auf einem der schönsten sranzösisck>en Schlösser ,.VHa-teau de Nau" geboren. 1W8 verlor sie ihren Vater, von de:n sie eine halbe Million Francs erbte. Si? konnte das Vv'i'mvgon nicht verwalten, lvarf mit dem Gel^e uni sich. Sie heiratete einen Ae^yptvr, der sie SoctensSt^e nsek c>em Xoeken? put?f^u villi! snttemt sls rssek! öo«tsnsst?v o^SfXfUStÄN sinänptllngs des Osagi-Staillmes, geboren und von ihren Eltern mit dem inerkwürdigen Bori^amen Kv^Op-Pc beimnnt. Ihre Jungcndjahre verlebte sie in Avmut. Nach dem Tode ihres '^^aters stellte eS sich heraus, daß seili Faini-liengrundstück ^leivaUige (^ölmengen ^'er-barg. Schvn nack) den ersten Bossirversuchen jchos',>.'n mächtige Erdolspringer auS oer Erde hervor. Das Jndianermädchen verkaufte das väterliche Grundstück für eine sehr hohe Geldsnmnie, die die Grundlage für ihr großes Veru'ögen bildete. Nun ilahm K^-Op-Pe den angelsääHschen Namen Mary Elkins an und begann ein ausschweifendes und luxuriöses Leben zu filhren. Weit über die Gren M ihrer .Heimat, deS Texas-Gebietes, hin-s'uS, wllrde sie uiüer dc^n Namen „Rote Millionärin" bekannt. Sie besaß vier Paläste, '»lle im prulvkvolliten Stil erbaut. Zwölf In großartiger Ausmachung berichtet die Sowjetpresse über die neueste geivaltig« Leistung der kolschewistischen Regierung, Ulid die sowjetrussischen Sender tragen Botschaft durch die ganze Welt: Der größte Kanalbaii aller Zeit sei in Norden der Sowjet-Unioll vollendet und eine direkle Ber^ bindung Mischen deul Weißei, Meer? ulld der Ostsee hergestellt. Wiihrend der Panamakanal 82 Kilometer lang der Sttez-.^allal I(>t Kilometer lang ist, mußten fttr die ^Hel'st^llung der Aasier-straße zwischen den» Nördli6M Eismeer und dem Filtnischen Meerbusen ?A'» Kilo-lueter !^ta na Istrecke gebaut werdeli. Während der Palmnia-Kanal in lieun Iahren und der Sue^-Anal in .zehn Iahren sertig^lcstellt wurl>c. kl'nnte der neue Sowjct-^anal im Lause l'0n einen» Jahr erbaut n>erden. ?^ol gende Zahlen, die anf aintlicheni so-mjet-russischen ^^katcrial teruhen, geliell über die AnSnrasse der geleisteten Tlrbeit Anfschluß: ti.7 Millionen Kubikmeter-Grund wurden au^5,beschalltet. 1.3 Millioilen »indiknleter Fellen gespreilgt und 8.S Millionen Kubik-lneter Erde zu Dämmen und Welleli aufgeschichtet. YW.000 :mb. .Holzgerüste und cbln. Betongeri'üste wurden crricht<'t. Im Frühjahr lS3A, nxnn ullter der Wirkung der ersten warmen soilnenstrahlen die Ei'?dccke der Teen und Fliisse schmilzt, lverden die elslen großen Schis'e von Lenin lirad s)er durch die vielen Seen und die neuen Kanalbauteil hindurch in da^^ Weiße Meer fahren könllen. einen Wasscr:veg, der in der Lu'tlinie beinahe 600 Kilometer lang ist, zurücklegen. Die neu erbaute Aasserstraße verbindet zlvei Weltell die Ostsee nlit ihren oielen großeil .Häfen und HandelSvl-älzen und die Onega-Bucht des Weißen Meeres, die in ihrer >^den Verlassenheit nicht nvit voitt ^larkreiie liegt. Der iange, strapaziöse Weg nnl die sklindinavische ^^ordküste herum wird dadurch erspart und den Natus-vroduk-ten des soiv'^trnsslsck'en Norden?, denl H'.''lz und den Erzen, der Kohle nlld dem Fisck)-tran an? den nördlichen Regionen ein neneS An-'nissätii,' in dN'^ >Horz Enropa? geöffnet. Die Arbeit an dem neuen Kanal inuß ml- geheuer schwer gewesen sein. An endlosen nördliche,! Wäldern rortei, mußten in einem fast völlig unerschlossenen. straßenloseu Ge-biet Wälder ausgerodet und Weg« .geschafft werden. Dann wurden Staudämme gebaut, um den Wafserspiegel verschiedener Seen, die die Trasie deS Kanals durch,mert, zu 7?eben. damit ste von Ozeandampsern !^fah-ren werden köilnen. Am Fluß Pl'''^ie,f'ichanra wurde ein System von Schleusen erbaut, mit dem die Schif'e um 7tt Meter gsl>oben und dann etappenn^lse herunter^lassen werden. Alles in allem ein hervorragender gigantischer Bau, der in seinen, Umfan-^e die in Sottiset-Rußland bis jc!,t vollbrachten Allsbautaten n^rtrisst. Bei voller Wiirdigul^ dieser Leistung nmß es jedem objektilien Beobachter zullächst rätselhaft erscheinen, das^ die Sowjetregierung und Presse, dic doch sonst auf die mit dem Füns-Iahrosplan verbundene Propa. ganda den größle>l Wert legten, es nicht ^ür Nl'ti.^ hielten, über die i^nangrifflltihme und den Verlauf d!'..< Kanalbaues berichten. Erft. nachdeui dt<» Arbeiten ihreni Ende ent-gegengeführt werde,! konnten, wnrde die vollbrachte Tat in die Welt hinausposaunt. Die Erklärung dieses Rätsels liegt darin, dasi der neue Kailal nicht von freiwilligen Arbeitskräften, sondern ron Sowset-Sträf-lin'gen und verbannten Gros;bauer,i den scigenannteil .Äulaken, etwa I.k^V.lXlN a,l d,^r .«^ahl errichtet wurdi?. In acht grossen Konzentrationsulgern in Karelien an der linnischen Gren.^ und im '^Sciszen Meer-t^tiet waren die ZilXlnMr-beiter in Baracken hinter StaÄ)cIdra)t ner. teilt. Die .Haupverwallung dor Konzentrationslager befand sick» in der Nähe des Vä-reN'Berges, der Slatinn der Mürman-Cisenbahn. Die ?träkllnge und skuiaken, die unter Aufsicht von G P. I?.-Neainten im Laufe von .^00 Tagen all dein nelien te5in!. sch:!n Wunder der TowZct-llnion 'chuften nlußten, bekalnen als Entgelt eine kari^ Lekenömittelration, ^00 l^ramm Brot und cille Schüssel Kohlsuppe täglich. Die Sv'.Mt blatteV lneinen. die verbrecherischen ulid klassenf^in^lichen Esenicnte, die ain KiNlN»' bau beschäftigt waren, hatten (^leit, in anstrellgender, nutzbringender Ärveil -hre t^sinnung zu ändern und sich nach Votlen-dullsz des Baues an dein Nut^esiotr iiirer Anstrengullgen zu er'reuen . . . Rekordfahrt eines Motorzuges. Aus Paris wird uns gemeldet. Auf der Strecke ^ris—Lille der französischen Nordbahn wurden Dienstag Versilck^ mit einein gummibereisten Motorzug durchgeführt, die ein befriedigendes Ergebnis .^.'itigten. Der Motorzug legte die .^ilc^ineter men'v!ud<' Strecke in 2:27 zuri^ck, U'a-^ einen ')ietord bedeutet. Die französischen Staat>I0.'rbn<'n Planen die versuchSlveise Einfühnina nr>n regelmässigen Motorzügen mit C^imnmibcrei. suni, auf dieser Strecke. Aus GBe S. Dezember E e l j e, U. Ht'ute ror einem Ia^^re ging üb:<> Stadt und das untere Sann^a! 'e?: .'Ulbüll-te. An diesen, Tage herrschte alvr e.n s0t. chl?r Nebel, wie ih.^ wobl l'ei uns nock nie-mand gesehen hatte und wie er in teyier ,^eil eine Folsie der iuan>^elnden ^onnreg,!--lierullg ist. ö^'gen !1 Uhr fubr »'in Wagen des städtischen Äutobusunternehnienc. no>n Bahnhof n>cg. In dven >?än-den. Niemand achtete au' den dicht?:, !??e-bcl, jeder ivoltte so schnell al.5 ml^stlich .^u ^^^'»ausc l>ei seinen Liebcin sein. In dieV^r Zeit 'uljr gegen Eelse auch ein Zug der patriar^ chalisch lal,gsamen Sanntalerbahn ^^n Med log krc'u^^en sich Ti'enl'ahn nnd inld dort kreuzten sich, durch ein unglüi^seliges Verhängnis, wie >nan dann späle.- »acjte, die Lc>komotll>e und der Autolniö. W<.r selbst Augen^zeuge dieses furchtbaren Ung'ttck.Z gewesen ist, n>er die noch Zuckenden ''.'eiber ''er Verunglückten gesehen l>,'!t und he.Nl< lin Vie-ien '6>warzen Tc^: zurückdenkt, der ^razt sich' Varuttl sind diese 'I^pfer gefallen? Wa-^ ist bi'5 heute geicki'ehl'n. un, ein s^ilchi's 1-n gli'ick in Zuknittt.^n verbluten? Nichts ist bis i<'j;t siesc^hen! Die Eiscnba'inüterse^^unzen sind Nt>ck> inlmer sv nnversichert wie ne e^? srüher loaren. der Sanntalerzug wirk mit dem nenen Fabrvlan sogar schneller fahren, eine oblisiate Versicherung aller Antc'buspas saniere ist onfgetaiicht nnd nneder nersäv.vun den die Sannregn!iernn 1 ti'nnnf ni-^t noni Fleck, dafür schreitet die Versumt»'ung 'orl. ?nkmme? Z?S. Vei, iv. ??t'zem?<'r Nichts ist geschehen, laum jemand i'.och ge. denkt dieses furchtbaren Tages. Die Ange> höric^oli, Sitii>?n und Waisen der Opler allein trauern an diesem Tage und fragen!lch nic^eeicht: Mußte cS so kommen? c. Todesfall. An: 6. Dezember starb in ih« rcr Ahnung in der Gledaliska ulica Nr. 7 ?i rau Franziska Pcrnovöek, geb. Blu-ttiauer, Gattin des Tischlermeisters Herrn Martin Pernovöet. Die Verstorbene, die das t,i>he Alter von 70 Jahren erreicht hatte, erfreute sich allt^emeiner Beliebtheit. Friede ihrv'r Asche! r. Totschlag. In einem Gasthause bei Doli i na entstand vor einigen Tagen ein Ttreit, 'n dessen Verlaufe einer der Burschen den i.'i^'iälirigen Vesitzerssol)n Josef Flies mit ei-lu'in Prngcl, der dicht mit Nägeln beschlagen >var, niehrcr^' Male über den Kopf schlug. I)aite noch so viel Kraft, daß cr sich 1101- da> .^'>aU'? eines Verwandten schleppte, Irl-» cr dann einige Stunden später starb. Ter V.'rstorbcne kam erst vor einigen Taigen ^'on: !V^ilitär zurück. Wegen des Totschlages wurden drei Burschen arretiert doin Lr..'l.'gerichte in Volje ausgeliesert. t. V?it der Pistole auf den Gegner. In 5.''uin an der Sotla schoß ein AngestMer t^r f^ZIacliütti' mit einer Pistole auf den 18 I.ih'.s' alten (^v'meindesekrctär Cduard ViL-n^r, den cr in den Bauch traf. In schtver-tx'rl^lUcin Zustande wurde BiSner ins All-g.'in'.'ine Krankenhaus überfuhrt. f. 5lino im „Union". Der Berein „Celjfki di^in" als Besitzer des Hotels „Union" hat ni'.i die behördliche Bewilligung angesucht, den 'uoßen Saal des Hotels in ein Tonlino nnuvandeln zn dürfen. Der koinmissionelle Ailgensckiein findet Montag, den IL. d. M. llin 1l> Uhr vormittags statt. Wenn man ellZubt. Itinen Vessers» 7U emv-te!,!en 'mö ml'n limen äurclizus etva5 sn-!^cre5 aufärLin^en will als ?>.0S«. cZ.,8 nstijrlicbe NeN- unä Mttervsssvr. cunn ^vcisen ?>ie 8f>lclle Versuclie enereiscti /liriic'x. weil !^ei Vorstopsun«. Verrlsuunixs' willen etc. IdesWo u. >vll-ks2M5te i^^ittel ist! /Xcliten Sie auk äle xtlkctte mit >otels .^lartner eine Nikolofeier statt, bei welcher eine große Anzahl unserer ar-nien und bedürftigen Schnlkinder mit allerlei nützlichen Sachen beschenkt wurde. Der giltige ^t. Nikolaus wurde von Herrn Ri-toni'ja dargestellt, der die Kinder examinierte nnd lnahnte. In seiner Gesellschaft befand sich eine Anzalil böser Krampusse in Schwarz nnd Rot gekleidet. Es war wirkttch ri'chrend, die sreudenstrahlenden und glücklichen Ge-siäiter der Beschenkten izu sehen. Es war ein lokienswertes Werk des hiesigen Sokolver-mnes, der Schulleitung und der Damen Lovrec, Öonl!, Hinterlechner, KoviS, Solar, Krasovec und .«c^ribernik, daß die Sammelaktion einen solchen Erfolg hatte. Natürlich gebührt aber auch den Spendern der ver-ieilten Gaben der wärmste Dank. po. Mangiilhafte Einhaltung der strotzen-polizeilichen Borschristen. Es wird die Wahrnehmung gemacht, daß speziell Radfahrer und Fuhrwerte ohne Beleuchtung kei Nacht fahren. Es liegt wohl klar au^^ der .^^and. daß die Außerachtlassung der Vorschriften des 'Straßenpolizeigesetzez oft die Ursache von vielen Unfällen ist. Wenn ein Sicherheitsorgan, in unserem Falle die Gendarmerie, eine solche Gesei^übertretung l>canständet, so wird dies als eine Schikane ausgelebt und die gleiche Uebertretnng wiederholt sich recht bald wieder. Wie oft wird ferner von Fußgängern darüber Klage geführt, daß sie zur ^it von schlechten Straßenverhältnissen von vorbeifahrenden Autos rücksichtslos mit Straßenkot bespritzt .Verden und es kann gegen diese Autowhrer gar nicht gesetzlich vorgegangen werden, da das Bespritzcnic^stens aus Gründen der Anstän' digkeit sein Tempo bei Begebungen mit Fußgängern mäßigen, daß man nicht zu Schaden kommt- k(fgn7st,I/^?en Verxle! ^lien ZdntZc'^en UZ'V ! 1er ^ntiittdvrkulosvaU^» il ..Napiv'^ lieoen..Maridor" Es dauerte ziemlich lange, bis die alten Erbriralen „Maribor" und „Rapid" wieder die Alkteure des wichtigsten lokalen Fußballereignisses geworden sind. Wie ost eS auch getvesen sein mag, das Treffen „Rapid" —„Maril-or" stellte immer wieder den Hau-ptschlager der jeweiligen Saison dar. „Rapid" und „Maribor" kämpften auch seit der Gründung der lokalen Meisterschaft mit wechselndem Glück um die Borherrscha^I. Lange Jahre lvaren die Schwarzblauen Mei ster. Dann wanderte der Titel zu „Maribor", aber nur Är kurze Zeit, denn „Rapid" eroberte sich die Trophäe alsbald uneter zurück. Schließlich setzte sich „Maribor" energisch durch und behielt dann die Meisterschaft eine ganze Reihe von Jahren hindurch. Durch dbe Neueinteilung der Meister-scliaft »hatte „Rapid" keine Gelegenheit, an den Kämpfen mitzuwirken. Es bl'eb auch das „Derby" aus . . Komnwnden Sonntag treten nun nach mehrjähriger Pause „Maribor" und „Rapid" in die Arena, uur gleich zeitig um die lokale Meisterschaft u. un: den Endsieg in der Meisterschaft des Draubanats zu kämpfen. Der Kam^ erscheint diesmal noch umso interessanter, als beide Mannschaften aus den bisherigen Spielen s? vier Punkte ins Reine bringen tonnten. Di>^ Papierform einerseits und die Erfolge anderer seits lassen einen Kamp? erwarten, der pines sensationellen Verlaufes gemißt nicht ent-entbel>ren wird. England — Stfterrekch 4:3 Das Eregnis, dem Hunderttausende An-ihänger des Fußballsports hoffnungsvoll oder skeptisch engteMnsa-hen, ist vorüber. Ohne den sportn?n-tinent die .Höhe des englischen Fußballs bereits erreicht hat. Wenn nmn die englischen Blätterstimmen am Vortag laS, die sich über die Oesterreicher geradezu lnstig gemacht lja ben. so sbellt das Ergebnis eine blamable Niederlage der bisli'^'rigcn Tkgnoran^ de? W renden englischen Fußballkreise dar. DaS Publikum, das an''ings zienilich 'kepti'ch die Oesterreick>er erwarte hatte — es wurden Wetten auf einen hohen Sieg (Englands gelebt „ wnr^e insn'er meln' ro'n Spiel der Gälte hingerissen, d-ie jchli^^ßl'ch bei Äalb- zeit und keim Verlassen des Feldes «armen Beifall erhielten. Dem Kalnpfe wohnten 6t).v00 Zuschauer bei, darullter auch der Herzog von Z)ork. Schiedsrichter war der BelAler Lange-n u s. Ueber den Spielverlauf ist kurz zu berich. tent Oesterreich hatte Anstoß, doch die Engländer übenwhmen das Vi!der und in der 5. Millute schießt H a m p s o n ein. Bald darauf vergeben Zischek und Bogel zwei totisichere Chancen- H a n: p f o n tonn te dann noch einen zweiten Treffer buchen. Nach Seitentvtchsel erzielte Z i s ch e k für Oesterreich den ersten Trecker. Aus einem Freistoß erzielten die Engländer ihr drittes Tor. Drei Minuten später salldte S i n-delar ein. Crooks war der Schütze des vierten englischen Goals, worauf i-schek fünf Milluten vor Schluß einen Kopf ball anbringen konnte. tlm eln Tor geschlagen „ Ma r i b o r" mußte im gesttizen Endspiel um den Tivar-Pokal gegen die Bara-S» diner „S l a v ij a" eine knappe, jedensalls aber peinliche Niederlage hinnehmen. Das Spiel endete 4:4 t)terium. Heinrich Ialas. Johann Domnig, F. Eerecke, Ritter von Pr^'y, G A. Hynentach. Eonrad Renner in Maribor nnd Wilhelttl Bt'anke, Joh. Steudte Ioh. Cbrlst, Ing. Johannscn in Ptuj betrieben die Grilndring nnd sorgten für den Ausbau der Gemeinde. Wohl die größten Verdienste erwarb sich die Se?le des Presbytcriil.ns, der spätere erste Kurator Heinrich Ja las. der schon im Jahre 1860 im stillen em ?^am melergetnis von 2000 fl. ö. W. zustandebrachte. Er kaufte den Baugrund für die Kirck^ und das Pfarrhaus, er erwärmt den Gustav-AdoN-Berein in Leipzig für den Kirchenbau und bringt persönliche Opfer. Am !. August 186g weiht Superintendent A. Gunesch. nachdenl die Gotesdienste früher in einem seinerzeit!sten MöbelmaMin — im heutigen Knabenhort, Ecke VregorLi-Lova und Stroßmajerjeva ulica und später in der. Eölestimrinnenkirche in der Gosvvf-na uüca stattgefunden hatten, die hentiae C.hristusl!irche ein Am 1k. Scptemler 1877 kann Pfarrer Dr. JuUus Kolatschek „unter großer Beteiligung von Protestanten und Katholiken" das neuerbaute Pfarrhans einweihen. Die Seelenzahl wuchs und betrug zur Zeit der Pfarrhausweihe schon ?50. Ihren ersten P^^rrer, Ernst S ch r o l l. w^I-te die Gemeinde am 14. August 1364 wohl einen der tüchtigsten Diasporaarbeiter, dem das Durchorganisieren der neugegründeten Gemeinde oblag. Im Ja)re 1871 wurde er zum Pfarrer in Görz genmhlt. Sein Nachfolger Ernst Bachmann schied bereits 1873 aus soinem Amte. Ein nnernmdlickier Ar-lciter und eine von der ganzen Stadt geachtete Persönlichkeit ist Pfarrer Dr. Julius !iiolatsch?k gewesen (1874_1878). Ibnl wlg- te Joief Klimarok, der im Jahre 1871 auf seine Stelle verzichtete. Wohl die längste Zeit hatte d.?? aus Prefchug stamulend? Issef Gaschenhofer das Pfarramt inne. Er ging im Juni des Jahres 100Z in den Ruhestand Es folqte eine bewegte Zeit: die ^os-von-Rom-^loegung, der in Maribor bis zu ihrem Ab'Iauen im Jahre 1V1S Pfar'.-er Dr. Ludwig Mahnert an der Spi^ stand Ihr zufolge nulckis die Seelenzahl auf fast .W00 Seelen an. die aber durch d'o Abn>anderung in den Iabren 1018—20 auf ein Drittel ^amin"''ist. 5ck'lies;uch seien Nock die '.)!anu:n der bisherigen Kuratoren der Gemeinde angeführt: Heinrich JalaS bis 1871, Karl Reuter bis 1872, David Hart mann bis 1877, I. Varena bis 187S. Josef Franz 1878. .H. Billerkeck bis l8W. Ferdinand Abt bis 1001 Emil Strohbach bis 1002, Alo>s Hrastnik bis 100», Dr. E. G.'antschnigg bis 1006, Otto Brüd-rS bis 1000, Otto v. Tnter bis 1014, Richard Ogri seg bis lY17, Heinrich von Krämer bis 1010. Daniel Gruber bis 10M, Ernst Eylert b's 1022, Jng. Hermann Reiser bis 1031. Derzeit ist Inspektor der Kirchengemeinde Herr Dr. Karl Kiefer. Der konfuse Brlefkiifien Auf dem hiesigen !»i'ürtnerbahnhofgcbäude befindet sich ein Briefkasten, dessen Entleerung das Postaint in Studenci zu besorgen hat. Vorausgesetzt inuß werden, daß die Fran-tierun^ eines geu>öhnli6)en Briefes im Stadtrayon 1 Din und außerhalb des Rayons 1.b0 Din beträgt. Nun stellen sich bei Benützung dies>.'s Brief kastvns folgende Fragen: 1. Wie hat das Postamt Studenci einen in diesen Briefkasten hinterlegten und für Maribor bestimmten und richtig mit 1 Vn frankierten Brief betreffs Frankatur zu behandeln? 2. Wie hat obiges Postamt vorzugehen, wenn iln genannten Briefkasten ein, ebenfalls nlit 1 Din frankierter Brief nach Studenci lautend vorgefunden wird? I. Auf tvelche Art könnte nian diesem konfusen Vorgehen Einhalt tun? F. K. Nach«iW»V«aüdaberipl)erie ereignete sich in der vergangenen Nacht wieder ein freckier Raubüberfall. Der Tatort lvar diesmal die Landstraße in KoSaki. Ueber den Fall wird uns folgendes berichtet: Gegen Mitternacht oerließ der Oelouom Stefan Glaser das Gasthaus Kvkec in Kosaki. Unweit eines lebenden Zamres sprangen plötzlick) niehrere Burschen Qus dem Hinterhalte hervor und rangen Glaser zu Boden. Glaser erhob sich Mar wieder, aber die Burschen rissen zunächst den Neberrock vom Leibe und stießen 'hn dann wieder nieder. Glaser konnte in dem folgenden tzandgeinenge <^nen der Angreifer erkennen. Es handelt sich um einen seiner Militärkameraden namens Franz Ko-kols. Auch die übrigen Angreifer konnten bereits nainhaft gemacht lverden. ES sind dies die Briider Alois und Anton §. sowie der Fleischhauer Ludwig O., die allerdings jede Oeteiliguttg an dem Raubüberfall entschie-dc^n in Abrede stellen und behaupten, daß sie zwar mn selben Abend iin Gasthause gewesen scien, aber mit dem Uebersall nichts zu tun hiitti'n Glaser, dein außer dem Win terroä noch ein Samthut sowie eine Brief tauche nüt 100 Dinar abhanden gekommen sind, erlitt bei der Balgerei erhebliche Verletzungen am Kvlpse. ni. Festabend der eva»selischen «irchen- Se«ei»de. AMßl!ch des 7<)jäHrigen Bestandes findet Samstag, den 10. d um halb 0 llhr abends inl großen Kasinosaal ein Fest-a^nd statt. Mitwirken lverden das bekannte Wendt-Trio Frau Amalie Urbaezek und Prof. H. F r i s ch. Der Eintritt ist frei. Alle Evangelischen und Freunde sind herzlichst eingeladen. Anschließend ungezwun gene Zusaminenkunst in der Ganlbrinushal-le. — Der Festgottesdenst findet Sonntag, den 11. d. unl 10 Uhr unter Mt-wirfung des Männergesangvereines in der Christuskirche statt. m. Aus de« Jujtizdieiche. Der Auskultant des hiesigen Kreisgerichtes Herr Franz L o-gar wurde zum Ri«!^er des Bezirksgerichtes in Konjice ernannt. m. TodeAfal. Am Mittwoch, den 7- d. M, verschied nach längeren: Leiden Herr Johann Labesim 82. Lebensjahre. Das Lei lhenbegängnis findet Freitag, den 9. d. am städt. Friedhofe in Pobrc^e statt. Friede seiner Asche! ^r fchwer getroffenen Familie unser innigstes Beileid! m. Sttommiterbrechung. Das Elektrizitits werk Fala wird Sonntag, den 11. d. die Stromlieferung für das städtische Netz in der Zeit von 8 bis 0 Uhr unterbrechen. Die Anlage ist als unter Spannung zu betrachten m. aänitner Gänger in Maribor. Wie bereits berichtet, gibt eine Gruppe von fünf Gesangchören aus Kärnten Montag, den 12. Dezember um 20 Uhr inl Union-Saal ein Konzert, bei dem ausschließlich Kärntner Lieder zum Vortrag gebracht werden. Die Gäste treffen am selben Tag um Uhr aus Ljubljana am Hauptbahnhof ein, worauf sie sich zum Grabe des BischosS Slom-8ek begeben. Beim Konzert bringen die Chöre zusammen neun und einzeln je zwei Lieder zum Vortrag. Für dieses einzigartige Konzert herrfcht in der Stadt und Umgebung großes Interesse, waS umso erklärlicher ist, als es sich um die schönsten Kärntner Lieher handelt, die je in Maribor zum Vortrag gebracht wurden Die Karten sind bei Höfer und Brisnik bereits erhältlich. m. «n» de« Iagdvereia. Zwecks Vertiefung der gesellschaftlichen Beziehungen unter den Weltmännern beschloß die FUiale Mar'bor des Slowenischen JagdvereineS die Einführung von GefellschaftSabenden der grünen GUde. Die erste gesellschaftliche Zu^ sammenkunft der Grünröcke sowie ihrer Freunde wurde für M i t t w o ch, den 14. Dezember unl 20 Uhr in der AljaZ-Stube des Hotels „Orel" anberaumt. V»i Hertleibe» »»d Adernvertalk«»«. Neigung Gehtrndluiungen und "Lckilaaaniällen sicher» das natkr'.iche ,.Ztzra«z-Ios»j"-^itt?rwasser leich« ten Stuhlgang ohne Anstrengung Wissenschakt» liche Beobachsunq?n m den Kl'niksn lür Arank« heiten der ÄsuwesSße haben srgeb-n, daS namentisch iilteren Leuten sehr erspri?kliche Dienste leistet. Da» «ltzrmiz'Iele^-'Vitlenvasier iß w Ava» lheken ^ooerien und SveZereihandlunaen er-«iiiltli». „vil» konntet vu I»ue cUese LtellunL unnelimen, vo cler vir (Zoell verboten bat. vexen <1e>llles boiclalloläens eine sit^encke 1'ätielcelt üben.« -».ls. ^ber seitäeni or mir omvkabl. eine Z^eitlsnL ?o8teri52n. Aalbo Ulldes Drama ,^GelviUer", eines der am häulfi-gisten aufgefüihrten Werke der rui-fischen Mhnenliteratur. Die Regie führt Hen I. Kvviö. m. Johann Strantz spielt... Die gestri-ge Premiere des großen Johann Strauß-Filmes „Der Kaiserwalzer" erzieUe auch bei uns einen durchschlagenden Erfolg. Die anheimelnden Melodiei?, die schicksalsvolle Handlung, die amüsanten BerwiÄungen, das glänzende Spiel und der herrliche Gesang rissen jung und alt mit sich. Kammersänger Michael Bohnen erzielte wahre Triumphe seiner Kunst, wobei der Erfolg der entzückenden Lee Parry durchaus nicht geschmälert erscheint. Für gute Stimmung im ausverkauften Hause sorgt Paul Hörbiger in reichlichstem Masse. Ein Film, der gesehen werden muß. m. Vom Männergesangverein. Heute, Freitag um 20 Uhr im Vereinsheim wichtige gemischte Probe Vollzähliges Erscheinen Pflicht! m Messerstecherei in der Triaika cefta. Vor einem Gastihause in der TrSagka .-^ta kam es heute nachts zu einem ausregenden Zttnschenfall- Der beschäftigungslose Chauffeur Albin Ztoka unterhielt sich mit seinem Begleiter in italienisi^r Sprache und versetzte ini Laufe eines Streites deul Leci-rer Alois Hab er, der ihn deshalb zur Rede stellte, einen Stich in den linken Okvr-schenvel, was eine allgenieine Balgerei zur Folge hatte. Ztoka wurde festgenomtnen. m. Gchlaganfail. Der 56iährige wvhnungz lose Arbeiter Johann F er k erlitt am Haupdbahnhof einen SiMaganfall und nmß-te von der I^ttungsabteilung ins Kranke.',-Haus überführt werden- m. Wetterbericht voni 9. Dezember, 8 Uhr Fkort äie derrNctie ertri5edcn«Ie «orueli biitt 8ok>rt ?druckÄneise aus. Ein ^>assendes Geschenk für dei, Veihnachtsttsch. Se5uii6sr Zcklai» rulilges Neri» stark« Nerven«.. 6a?u vsr« KUtt t^allee Naa. G»m?ttag, tien w. 'ZZezember 1952. Mrtschaftliche Rundschau Außmhandel im Oktober Große Lerändmlnam w den Pofitionen — Günstiges Export-««gtbnis — Wenig Einfluß auf das Gesamtresultat __0— Gs ist vielleicht d«s erste Mal in der Geschichte d ^ ^^ttukgang der Haupt-auSfuhrarttkel, a,lderseits aber durch eine qetvisse KcnrjuiMur der Nebeniprot^ukte ent-iwnden ist. Im Oktolvr stm» faMIch Frijchokist mit etilem Äusflchrwcrte vl>N 41.4 Millionen Dinar an der spitze. An z:veiter ?tclle i-^r ^»tohkupfier init .'iZ.8 Millionen und erst nn dritter Stelle fam Bauholz init W.l'» Millionen Dinar. Wie strotz die envähnte Um-schiichtuny war, kann man aus einer Gekzen sl^rstellnny der normolen Äpitzenwerte er-schen. Die WeizenauSfuhr brachte nur 2.4 Millimieii. die Maisanökuihr die Mein!« ausfuhr nur 02 Millionen und die Ausfuhr ron Ninidvieh nur 6.5 Millioiren Dinar. Der Brennholzexport brachte nicht mehr als 3L Millionen, der E^'Port von .Holz« sohle nur <1.8 Millionen herein. !^iir frisches ?Vleisch betanien wir lL.3, für schu>e'ne"ett l, für Eier nur Millionen Dinar. Interessant ist, das; die V>esamtziffenl d<^r Ausfuhr qeiMi'über den Bergleichszin'ern des VoriaihreiZ nicht set?r stark variie^vn l>ez.n. daf^ der Nnsksianq im Monat Oktobe, ^0 Millionen, im Oftober de?> Woriahres dayei^en Tonnen im Werte von ",^^7.2 Millionen Dinar- Der 'Lienqe nach ist also der Export mn denl Werte nach nni 17..^?,; tieMen. jedenfalls ^r^'itaus stilnstiqer a>i'?sictonate, die gegenüber dem Vorjahre einen Menqenl'er--lust von ilnd einen Wertveriusl von 16.w?zj austoeisen. Beim In,Port hat sich Baumwolle auck) weiter an dominierender ÄelVe erhalten, menn auch die Ziffern sta,-f rückläufifl sind. An der Toike steit Bauinwollstoif luit einem Werte von 18.2 Mlliviien. sodann konnnt Baumwollgespinnst mit 14.9 und an dritter Stelle Wollstoff mit 12.8 Millionen Dinar. Noch immer nchmen Fertig- inrd .valbfabrikate den gröszten Rauini in unserem Jni4>ort ein. I n allffemeinen kann inan einen großen Preisabfall bei rillen Importwaren feststellen und dies dürfte auch der Grund sein, ivsshalt die ^^inport-pofitionell überall viel qerinfler find als die Exportpositionen. Eo trifft man unter diesen Polfltionen fo>^ gende Werte: Rohbaumwolle um N!), rcr^ schiedene sertiqe Eisenwaren 112, Maschi-mn, Werkzeuge und Apparate um 11.1> Aohle verschollener Sorten um W.I Mil» lwnen. Die Einluhr von Waren, die wir im Anlande crMgen oder durch Inlands-^vare ersetzen ki^nnen, ist noch immer groß. So importierten n?ir Talg um 1.8, Schich-kreme nnd Bodenfett l>.1, Druckpapier ?.?i, Schokolade nnl 0.S. Wie s1.4, Seife l^.1, Täcke 0.1, Alachs- und .Hanfg^webe 0.2 Oel samen Z.ll, Pflanzenöll 09, Zucker 0.1, SÄd-ftüchte 2 und Tierhäute um 5.5 Millionen Dinar. Die (^amteinwhr iin ?1ionate Oktober d. I. betrim 79.769 Tonnen in? Werte von A1Z.K Millionen Dinar, ^in Vorjahre stesk-ten sich die Vergleichsziif^'rn auf '.?i).7-t? Tonnen iln Wert-:.' von.W2.s> Millionen. Der ^>inckflanq betru^^i deninach dei- Menqe nach nnd deni Wert<' nach 37.W?»»- ^^^n den ersten ,zehu Monaten dies'.? Jahre».' war lieiin Inipvrt d?r Mcu^^e i'ach ein Rüclganq von dem Werte ltnch ein solcher vl>n festzustellen. ?lu.? den allqenveinen Ziiferil ist zu ent-nehlncn, das; unser Aus^en^liandel der Menge nach uin 7?v hinter der Einfuhr ^^uriicl-steht, das; si6> fvdoch di«? Wertvermiiid^run-flen etwas zu unseren Gunsten verschoben habeil. Die Ursache hiefur llogt in erster Linie darin, daft sich der E^rt ivertl^eitän« dickerer Waren stabil erhalten hat, .^wsiei^n jene Waren, die nnter einem starken Prei^^--Verlust litten ivenicser nii'^l^esüsirt worden sind. ten ermäs;iqen mit jedem T^gc die Preise, alles nur iveil die ?lbnahnde in der Zchioeiz fast Null ist. In D e u t s 6> l a n d sind die VerMwisse denen irr der Schweiz fast ähnlich. Au6> in Deutschland ivird viel vorhan' dcne konserviert? B^re kielierlia^t anszebo-ten, denn ivenn einmal die Produktion in den Niederlanden, in Bclqien und in Deutschland selbst im (^ian^^c ist, so kann sie auch bei verändertenl Wetter nnr zeitiveilifl aufgehalten werden. X GlitudigerauSschAffi bei geschützt«« Geldwftituten. Wir berichteten bereits, daß der Ministerrat den Beschluß «gefaßt sMtte, den Kommissären, die an der Spitze jener Geldinstitute stehen, denen im Sinne des Bauernschuhgesetzes ein Moratorium gc währt wurde, einen Ausschuß aus den Reihen der Gläubiger zur Seite zu stellen. Das Amtsblatt veröffentlicht jetzt die diesbeziigli che Verordnung, wonach bei allen geschützteit Geldinstituten solche Ausschüsse von minde stenS vier Mitglieder eingesetzt werden. Die Ausschüsse haben rnindestens einmal wi^chent, lich zusammenzutreten und zählen zu ih ren Mitgliedern die Vertreter der grossen nnd kleinen Gläubiger. DK Vnlfe fteioen welter Die durch das Dinardisagio l)ervorj^ru' fenc allgemeine Preic<'rhöl»ung hielt auch iin vcrganstenen Monat No'lwnllicr an. '^iach Mitteilunc^eii dcr Nationalbant betrug i»l ^Jugoslawien der ^nder im Gros;handel, der inr ^ahre 1926 mit 109 angenonnnen nnrd, im voran'el)r), Mn dann iitt November um 9.8 auf 9^1.7 Punkte zu steigen. Vor allem bezieht sich die Preissteigerung auf Pflanzenprodulte tum 1.9 auf 59.7 ^lSimkte) sowie auf Bieh und dessen Erzeug-ilisse snm 1.7 auf V0.2). Interessant ist, da^ bei Bieh und Vieherzeugitissen die Preise im Großhandel in den letzten zN'ei Monaten INN volle Z-1 Punkte hinanfg^chnellt sind! Der Preisindex filr Mineralerzengnifse ist nahezu un>veränderc geblieben, hingegen erhöhten sich die Preise für Industrieer,^ug' Nisse um 9.! aus 67.9 Punkte. Die Preise für die hauPtsächlictMen Einfuhrartikel erhöhten si6? im Z^ovenlber uini 9.2 auf 73. t ulvd filr Exportivave unl 1.4 auf 56.9 Punkte. Die Spannung zir>ischen txn Import- und Exporttoarenpreisen t)at etwas imäMlassen. WÄHrend der Preisindex für die hauptjächliMten Einfuhrartikel im Oktober noch um 17.4 Punkte höher ivar als jener für die Ausfuhrwaren, gin^ der Unterschied im Nove-nit^ »im 1.2 auf 19.2 zurück. Welche PreiSs6)tvairkungen im Laufe eines einzige,^ IahreS die nÄften Waren aufzuweisen haben, ist aini bestell daraus er-sichÄch, daß vor kaum einen: Jahr die Spailnunq nicht einmal 2 Punkte ausmachte. X Ratifizierung de» <5l«aring» mit Ita-lien. Das italienische Parlament hat den Gesetzentwurf, betreffend dlic, Clearingüber-einkonnnen mit >^ill?oslan)il'ii angenommen. < Die jugoslawische Postsparkasse zahlt nach einer Entscheiduna dcc, Berkehrsmini.-ster-z al^ 1 Jänner ZW.? fiir sämtliche, il)r anverlranten Spareinlagen 1Zinsen jahrlich. X Jugoslawische Auckeeaussuhr. Der Ministerrat faßte den Beschluß, fiir die lausende >,tainpngne eine Zuckermenge von 1599 zum Export zuzulassen. Tschechoslowakische Nachfrage nach ju« goslawischen ^isckien. Wie das Prager iu' goslawische>.^ .'»tonsulat mitteilt, herrscht in der letzten Zeit in der Tschechizslowa>!ci lebhafte Na6)frasie nach ausländischen ?^ischen, vor allem nach jugoslawischer Ware. In Betracht konunen nicht nur Ece-, sondern auch große Mengen Stts;wasserfjsche. In den letzten Tagen belief si6i der ?vischei?port auf 29 Waggons. X UeberschWemmung mit belgischen Eiern Die Lage aii'f, dem i l a l i e n i s 6> e n Eiermarkt ist iveiterhin flau Zchioerc steiri-sche Ware kann höchstens mit 450 l«',.- ^90 Lire ab Adelsberg gerechnet iverden. ES gilt in Italien jetzt riele liein,Ische E'er, au» sMdem ist der Markt n,it belgischer Ware nberschinemmt, die täglich billiger wird. In der G ch w e i z ist noch iinmer sehr viel konservierte Ware vorhanden Anw ßerdenl befinden sich große Meniien besgi-scher Eier am Marfte, ^ie snegen ^r l'edeu-tenden Produktion nin jeden Prei.5 n.'rkauft ^Werder, saVen. Die belgi^n Genossenschas' Srazer Theater und Konzerte Die Sensation des Tages im Grazer Stadttheater brachte die i^sterreichische Ur auffi'lhrung des Dranms „Kaiser ^ranz Ao sef der Erste von Oesterreich" von Niä^rd D II s ch i n s k y. Eine Fols^e von 13 Bildern enthüllt den politischen Wivr^r>arr im österreickiischen Parlament und die 5chick-sal>?schlaqe, die Liaiser Franz Joses i),'N Ersten in den letzten 17 Jahren vor de,n Ausbruche des Weltkrieges heimsuäiten. TaS Werk ist tein Drama im kiinstlerischeu sinne, zeigt at-cr in der glückli6ien Zufanimett-klellunq ersoligter Gesckiehnisse iiil Parlament u:!d .'»taiserhans ein Stück östcrr«?ichische Keichichte nrit dramatischen Spannungen. Man begegnet nni die Person de? alten Aaiser.^ n. a. den l>ekannteften und ein'sns;-reichsten Persiinlichkeiten erlebt Szencn, die da? Herz ergreifen uild andere, die die 5>äs;lichkeit des politisch-pariamentarisl5i«n Nim>esenS mit grellsten Lichtern ?na!en. jedenfalls ist nebei» der bildschl^nen Kaiserin ^"lisabeth sM. E r a s). dk?r nnr c'- ein-mauaer Auftritt zugedacht ist, ^>la?ser in seinen tragischen Situitioncn die an. ziefvndste Pe»1ijnlichf.'it. die .'^err Grad-niker in Maske, Nede, .Haltun-q itn^ bärde vortresflich zeichnete. Auch ?:crr Volker lThronfolger Er^her.zog Franz ^-erdinand), desgleick^on C z i nr e g (Dr. Lneger), a n (Bikter Adler), erb st iEonrad von ^^'^ötzendarf) und der ganze 'Vtitspiclerstab waren ivacker am Plah<'. Das Stück, das drei Abende hintereinan^r an? Spielplan stand nnd ouslierkaufte >>äuser erzielte fand in Direktor E b b s einen lUlsgezeichneten Spielleiter, Inszeuator und Mitspieler. Das PnbÜknni ging mit V"gi.'i-sternng mit und spendete reichen Beikall. (sine znieite Sensation tedl?utete dos Auf-Ireten der I^ra» M i ch 1 k 0 M e i n l-Tanaka als Ckio-Eho-Zan in der Oper B tt t t e r f l t). Die Daine iinßerte nicht nnr in der >lleidung und Mimik, sondern auch im Wesen die echte Japanerin. Da n^ar nichts erkiinstelt. alles natürlich in der ganzen Gefühls!kala von, himmelsioch-knuchzen-den Glück bi!> zur todbringen^n .'i^erzens» wunde. Geslinglich bestach sie durch ihren wohtiiepflelsten Sopran, der fich nuinentlich ssir alles Lnrisckie beglückend anslebte. Die Zuhi^rerschaft fiillte das Haus bis auf das letzte Plätzchen nnd Meierte die Kiinstler'n lierzlick). S t ä d t i s ch e O r ch e st e r eis TlMter-Orchestcr eri^^.mete seine Konzert-saaldarbiewngen mit einem Sinfonie-k 0 n z e r t. in dem sich Opern^irekt"r Alexander Michael Szen k a r als ^on-zertdirigent vorstellig. Das Broaramm enk--l'nesf in Bach, Mozart. Beethoven und Tslhai^owsky klingenden Nam«n. Bachs Bra»»denburglsch«s Konzert Nr. in G Dur wurde in korrekter Aufmachung Zeloten, ohne so recht auf die Größe Bachscher In-nerliier wurde nlan gewahr daß iZzenkar Beherrscher des Stils ist' Seine Mozart-Interpretation war Aeinarbeit bis ins Detail. Au6> Beethovens „Leonoren-Ouvertüre^' Nr. 3 verriet iu ihrer rhythmischen und dynamischen Gestaltung geistige Vertiefung des Orchostrrleiters. ?^l die beste Einstellung fand Szenkar zu Tschai?mvsky, dessen „Pathetische" in.("»-Moll imt hinreißendem Clan go-spielt ^v-urde. Das Orchester und sein Füihrer, der alles ans dem Gedächtnisse dir^« gierte, wurden reich geehrt. Zu den künstlerischen Erlebnissen za'HIt auch die österreichische Erstaufführung des Bolksoratoriums „Ue heilige Elisabeth" von Josef Haas. Der Münchener Komponist. ein Schüler Max Negers, 'chuf damit ein Werk, das in seiner rolkstünilichen chorifchen Ausdruckskraft und zum Tei.'e modernen orchestralen Bereicherung wunderschöne Klangbilder im Wechsel klingender Lyrik und dramatischer üraft entfaltet. Der Aufführungsapparat beansvruchi einen gemischten Ehor, einen Anabenchor eine So losapranftimme, «inen Erzähler und ein großes Orchester mit Orgel. Die Berse von W. Dauk'^enbach lassen Elisabeth als Retterin des Volkes aus den Ni^t.'n des K'rieges, der .Hungersnot nud der Pest erscheinen. Jeder der vier Teile schließt mit einer n?äch tigen Hymne. Der Grazer Männer-g e s a n g v e r e i n mit seinem Danten-ch s'r, desgleichen ein vielbeschäftigter li^ n a be nch 0 r sowie die edelstimnuge Solistin Opernlcwgerin ??rau Harriet.H e n d e r S und das Städtische Orchester "laben sich mit der Auffühung, der nach einer Woche eine ziveite folgen mußte, niit '>iuhni bedeckt. Auch den, Erzähler Pr.i'' Dr. Adolf Hain schegg geführt voUc's Lob. Ehornreister Prof. R. K I e lieferte ein Meisterwerk Iwrischer Sck>ulung und kl'instle-rischer Führung. Znn, Schluß gab es jn-b-elnde ^rendolmusbrüche fiir den Dirigenten nnd alle Mitwirkenden. Tie Krönung der fiinstlerischen Gk'nüsse bot der l^eiger Bronislav .Hubermann, der inl Stadttheater die Violinkonzert" F-Dur von Bach, G^Dur von Mozart u? d D« Dur von Beethoven spielte. Sein Spi-'l ist der Höchstausdruck seelischen Erlekens. Mit entniaterialisierter Tongebung in allen Stärkegraden. Bogenstrichen und ^>ciNna. ßen schöpfte er ans den inllcrften Tic^^n der Musisseele. fürwahr ein Gottsucher il» TK^ mn ein priesterlicher Anwalt, der sl'-in klin» czendcs lÄelvt erdenentrückt zum .'diinmcl sen det. .Hubi'rniann wurd^' vom Städtischen Or ch<'stcr unter der Leitung des O^vrndireltorS Alexander Szenkar feinkiinstlerisch begleitet und stürmisch gefeiert. Der ^iinstler dankte n,i! einer Zngabc ans dl?tt Bach'chen Svlo-Violinsonaten. Hans Pratscher. .. — Radio Samstag, 1v. Dezember. L l u b l j a n a 17 Uhr: Wiiiiicl^vro^ granun. — 19: Soziologie. — 19.39: AuS der Geschichte der Philosophie. — 29: Internationales jugoslawisches !!?onzert. — Be 0 g r ad 19.39: Lieder, gesungen von t^rau Meksandroviö-Muravccv. ^ 19: .i)lker. 29.39: Ingoslaivisch- K^onzert. Ue« l'ertragung aus Boograd. — O b e r i t a-! i en 29 45: Bnnter Abend. — B u d a-p e st M 49: Bunter Abend. — 29.45- Ne-bertragttNti ans der Hochschule für Musik. ... W ci r > cha i: 29: leichtes -Konzert. _ !.''>>^ii'!.l^skl'':',er!. — ^ u i g 5 w u-st e r Haus-' n Reite. Vt»«vs, «t m MMMtr HZY. 5tre«zwoktrtMeI Bon link< »ach rechtS: 1. ge-wechie Stätte. Z. alte« Sswicht. 5. Stockwerk. 7. behördliche Dienststelle. 9. Himmelsrichtung («gekürzt). N. sagenhafte Scldenmutter. 14. russische Teemaschine, Tierpark, l8. Anszedlung, 2V. Molch, S ' Schüler. 22. Bündnis. 23. soviel wie .selten". — Bon obennachunte«: 1. Nebenslub de? Donau. 2. altgerma- ntfchoß Getränk, ». RSnnername. 4. Kennwettmaschine. «. Sterndeuter. S. ge-vritster Handwerter, M Semiisepslanze. l2. TeU des Landes. 1Z, Brennswss, IS. wohlriechende Blume, 17. Sott der Liebe, 19. warmes Getränk, A. schwedische Miinze. Denlspsetmissate: LnftiDeNelse. Nun wollen wir einmal eine luftige Reise machen, und »war von Odessa nach AugSburg. mKalichft aus kürzestem Nege. Mitsahren dars teder. der s!lch den Neisededingunaen unterwirft. Diese aber lauten: Die beiden letzten Buchstaben deS Ramens der Stadt, die man verlätzt, müssen stetS in glet^ Reihenfolge die beiden ersten Buchstaben deS RamenS der Stadt bUden. die die nächste Station darmllt. llnd nur durch solche Städte trollen wir sahren. die jeder kennt. Sin« also die «eise von Berlin l«. so könnten wir erst nach At^l-heim sahren. von da nach Immenstadt und da säßen wir allerdings sesi. denn eine Stadt, deren Name mit Dt ansängt, gibt eS stcher nicht. Aber wir steigen ia in Odessa ew und wollen nicht veraenen. in «ugSburg Pi landen. --- Wer schaM'ä? Ä «uftri»ne< KnuzworlMel Schon läuten die Atwentsgloclen. Aöntten Sie mit i^)rer Hilfe dieses illustrierte Kveuz-wortvätsel lösen, inldem Sie die in dic ivaage rechten und senkrechten Felderreihen einzutragenden Wörter aus den tUdlichen oder geographischen Davstellmdgen erraten? Derschltbir«« K e I 6 « « » ss u o k » d ä d I O I. l n 6 d « r o k , ? » I n t « V t . » l»1 « » e d O « f « d » u m » » . » « c » n » 6 « . » « » S o u t . . . « m » t » r 6 » m ' Diese Wörter stnd so zu verschieben, daß zwei benachbarte senkrechte Buchstabenreihen ie ein berühmtes Bauwerk nennen: 1. im Rheinland. 2. w Hamburg. Do< ..ertchoNene..Lexifo« Major .Hemett war Choleriker von Natur. Major Helvett, Leiter der Mordsinspektion ton Äcotland Dard, dem Hau>ptquartier der Lontwner Kriininalpolizei. Und heute ivar er überdies besonders schiechter Laune Wütend schlug er mit der s^Uist auf den Usch: „Dieser Baildit scheint unsere sämtli«!^n Privatbank^ers um die Ecke bringen zu wollen. Innerhalb eines knappen Monats hat er vier von ihnen durch einen woylge-zielten Schuß erledigt. So ist eS beinahe ein Wunder, daß heute die Kngel ihr Ziel verfehlt^'." Rot vor Zorn schrie er sein AvgenSber an: „Wo bleibt denn Griffich mit seinem Bericht? Dieser .'^mniel steht wohl irgendwo auf der Straye und starrt in den Mond, statt seine Pflicht zu tun. Und Sie — ja, Sie meine ich — denken wohl ich kSnate selbst gehen, um ihn zu holen?" Der ln so ver^ndlicher Werse Angesprochene, Leutnant Brown, tvar an solche Ausbrilchc so gewohnt, daß er ihnen keine Beachtung mehr schenkte. Er hob den Hörer ab, verlanigte Nr- AN. Zdurz danach trat Griffit?h e.n. jkclminaltommisiSr Griffith, d« Schrecken der Verbrecherwelt Londons. Der, wie die Praktische Erfahrung unzählige Ma^'e bewiesen hatte, vor niemand«:! und nichts zmücks6^eckt!e. Bon dem man ivußte, daß er bald em Jubiläum liieiern würde — die Ueberreichnng des S5. Kopfes an de« Scharf richter. Klein, unansehnlich — Änz. wie nwn fich einen solchen Mann kaum vorzustellen pflegt stavd «x. in seinem schölbi^n Anzug, auf seinen unzertrennlichen Fveund, seinen grauen Regenschirm gestützt, mit verschla? fenen Augen vor seinen Borgesehten Major .Hewett, dem diese Gestalt ein Dorn im Auge war, der aber wußte, ivie oft er sich schon vor diesem so leicht zu un-tevschötzenden Menschen eine Blöße gegeben Hatte, sagte bcherrscht und mit öliger ^euMichkeit: „Sie wissen, Griffith, es «sicher als besondere» Vertrauensbeweis M schätzen, daß wir Ihnen gerade diese anfs^^nerregende Sache übertrugen. Was haben Sie kisher ermittelt?" „Nichts ron Belat^g", erwiderte Grivith trocken und gleichgültig. Dann überreichte er seinen schriftlichen Bericht. Hewett las: „BanVer Heribert Roger (Personalien fol gen) bonwhnt 7-Zintmer-Wvhnung, Parterre M, Barking Road. Tatort ist das an der Straßenfront gelegene Arbeitsftim-mer des Bankiers. Ein quadratischer Rauni mit zwei Feirstern, SeitenmSnde rechts und liM von den Fenstern mit Biichevretfalen besetzt. Düve gegenüber von den Fenstern ganz in der Ecke. Roger berat nach seiner Angabe kurz nach ü Uhr nachmittags das Zimmer. .Hielt sich dort allein etwa eine ha^ Stunde ch«er Meter. Den Beamten fiel sogleich auf, daß diese Anmeldung mindestens eine o'^fi6itli<^ UnwaHrheit enthielt. Tpätestens im letzten KriegSjahr Mßte er Li^nant der Reserve gewordeit sein damals war er aber — so^ fern d^e Wtersangabe zutritt — erst 15 Jahre ait. Bon ^inks nach rechts: 8. Ml, Wut, 7. Bode, 9. Atens, 11. l^t, IS. Uriel, 13. Eis, 14. Crr, 16. Gnu 17. Am, N. (Vsel. S1. Null. A. Tee, .?S. Raa, 27. Spa, 29. rot, 30. Mtur, W. Alnr. 33. Narr, U. Unkle. 37. Tom, 38. Met. Bon oben nach unten: 1. Lid, 2. Hut, Z. Rote, 4. Leu, » Wal, 6. Teer. 7. Bug, 3. Ring, 10. Mia, IS. Ruffe. 17. Atlas,'lS. R^, 1V. Ach, W. Pate. SS. Ton, 21. Etat. 3K. Au, 28. Alle, W. Arm, AI- !)tum, A2. M, St. Rom, 3«. Reu. Aoman von Gerl Aolberg atte frölh'lich gesagt: „Na also! I seh' doch n-icht ein, warum i doch soll zum Abschied traurig sehen, »vo du mir immer so fröhlich in ni^n Leben hineingelacht Haft." Und die Mutter hatte gelacht, gelacht und fröhlich gewinkt bis der Bater um die Ecke verschwunden war ilird sie nichts mehr von ihm sahen. Da hatte die Mama laut aufgoschluch^t und war ins Zintmer gegailgen. llnd ihre trüben Ahnungen trogen sie nicht. Der geliebte Vkamt fiel! Aber er blieb unvergessen. Doch es hieß, den Aauvpk. ,mt deul Leben tapfer aufnehmeit. Und so fertigte die Baronin WendHbrück föine, kunstvolle Ha,ld^ aribeiten an. Der (5'^ des großen Modehauses schätzte diese ?trbeiten und bezahlt? sie auch gut. Dabei sMte Fran von We:rds-brück noch zwei Zimnter an einen bekannten Schauspi^er des Buvgtheaters abgegeben, so ging es eigentlich recht gut und sried lich zu im Lvben der zwei ^men. Annemarie aber sollte nicht länger bei den feinen Handarbeiten helf^ Die Mutter fürchtete für der Tochter Gesundheit: viele Sitzen ivar incht Mit. Sie mußte tätlich an die Li^. MügliMt Vwvden. Und dazwischen nmchte sie den ?aurmäm,i-^n Kursus mit. Frau von WendSbrSck verschwieg ihrer Tochter angstllich, wie elend sie sich selibst manchmal fAhlte. Das Herz war krank ge« worden damaiS, a^s sie wußte, daß der ge-liMe Mann niemails wiederkam. Und nun mochte ihr diej!es dmnme, krankt Hsrz immer niehr zu schössen. Und daibei »ouchs die Sorge mtt Toch-ter. Was sollte werden, wenn sie, die Mutter, einmal schnell von hinnen mußte? Sie besaßen nur einige gang entffemte Jer-wandte die sich aber nie um die beiden verlassenen Frauen gekümmert hatten. Trotzdem es chnen noch sehr gut ging, diesen Bn wandten! Jetzt plötzlich an sie heranzutreten, das rermochte Frau von Wendsbrück nicht. Annomarie hcittv sicherlich keine gute Aufnahme bei ihnen gefm^n md wäre dann ^vahrschvinlich immer die lastige Verwandte gewesen. Di^s Los wäre schrecklich, dann schon lieber mochte sie avf eigenen Mchen stehen. Trotz ihrer Irgend und fast kindK-chvn Figur war Annomarie ein ernstes, zuverlässiges Mädchen. Es drohten nur gar so viele Gok!> gesunken. Ein anderer Fall. Ein Tisch ist für acht Personen gedeckt. Wie viele verschiedene Mögli6)keiten der Tis6)ordnung gibt eS? Die überraschende AntwM Ruderklub mit 50 WWcher« erreichen bii verschiedenen Möglichkc^n b?? Mannschasts« zusammenstellung in einen, Achter die erstaunliche Ziffer von -^'1,84«.947,168.000! — .^ein Wunder, daß Versichernngsstatistiker, die mit Wahrscheinlichkeiten in Gruvpen von .s'^underttansenden zu tun haben, höhere Ma-thematik zu .Hilfe nehnien niüssen. UnioN'TonIino. Nur noch binige Tage Premiere deS grösjten Filmwerkes aller Zeiten „O n o vadis". Die Neugestaltung dieses weltberühmten RonmnS mit seinem unübetrefflichen geschi6)tlichen .Hintergrund hat dem Prachtfilm einen neuen Riesenerfolg gebracht. Die geivaltige Szenerie und die dramatische Wucht zwingen jeden Besucher in ihren Bann. Die tönende Wiedergabe gibt den einzelnen Phasen dieses Monsterwerkes der Filulkunst eine mitreißende Wirkung. Burg'Tonkins. Nur noch kurze Zeit die Erstaufführung des prächtigsten n. amüsantesten aller Tonschlagec „Der Aaijenvalzer" ulit dem berühmten Kammersänger Michel Bohnen, der entzückenden Lee Pary, dem bekannten Wiener Humoristen Paul .Hör-biger und der feschen Gretl Theinier in den Hauptrollen. Der unvergeßliche uig Johann Strauß ersteht von neneni. Anmut und der Liebreiz seiner Melodlcn läßt jung und alt mitschwingen. Diesseits ist es schwer. „^chcn Sis «dort i>en Herrn der jctt einer Vlertelstnnde lxiri^cblich nach dein ^^l^r mit den Fingern trommcü?" ^ „,^a, ivas ist init il>m?" — „Tas ist der nvltbcri/h.ntc Telepati), der jederzeit Alexander den Großen und Napoleon zitiert." v^rsr kriÄ!' »«»I lür die I^Lieitg^e ^rquickutik? uncl ilZi- i^ekonv«. les^enten). ^usAesuckter, mekrere ^skre sUer >Vein wircZ jeciem ttause empkoklen. >Veken cler tie Verw. Ski, Esche, prima Qualität, alle LänMn, sowie iämtUche Wintersportartikel liefert billigst Rudolf StranSky, Vorcnjsko. Wiederverkäuser katt. 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