Vrimsmerettdu* * Preis,: Kür 8aib«<6: «»»»jthrig . . 8 fl. 40 ft. Halbtthrig . . 4 . 20 „ «'erteljLhrig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — , 70 , Mit ber Post •«■tiahrte...........IS fl. Halbjährig............6 . 8 , Laibacher Für Zustellung in« Hau» »irrtrlj. 86 k., menatl. 9 tr. Einzelne Nummern 6 kr. Nr. 192. [flgblatt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurllckgesendet. Mittwoch, 22. August 1877. — Morgen: Philipp B. RtNcllw: Bahnhof,affe Nr. 16. Srtzrdttt««»- * Inserate»-vurea«: Kongreßplatz Nr. 2 (Buch. Handlung von Jg. v. «lein-wahr k Ked. Bamberg.) JnsertiouSpreif«: Kür die einspaltige Petit,eile i 4 kr , bei wiederholter Lin-schaltung ä 3 kr. Anzeigen bi« 6 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten öfterer «inschaltung entspre- ■ ■ chender Rabatt. "= v -W Kür complinerten Satz besoa» M dere Vergütung. * 10. Jahrgang. Die sociale Frage in llerilaler Beleuchtung. Da- Wiener Organ der Feudalen und Klerikalen fordert den österreichischen KleruS auf, mit-ruwirken zur Anbahnung gesunder (?) socialer Ver-hältnisse. Die Männer der Kirche seien in erster «.»nie berufen, Hand anzulegen, um staatliche Zu stünde zu schafft», die, dem natürlichen und göttlichen Rechte entsprechend, der Gesellschaft den Charakter einer christlichen Genossenschaft aufprägen. Nach Anficht des feudal- klerikalen Blatte« handelt e« fich nicht nur um weltliche Angelegenheiten, sondern um Aufrechihaltung, refpective Herstellung und zeitgemäße N°ltung °n Gott (?) gewallter Recht-ordnunaen Wad, «nfidjt de« feudal.klcrikalen Organe« muß der ,^n t J Kirche berechtigt sein, sich dahin auszusprechen: diese staatliche Einrichtung entspricht jene geht au« un. christlichen Anschauungen hervor, diese empfangt von. seite der Kirche Sanktion, jene wird verworfen. DaS erwähnte Organ ruft von Selbstüber-schätzung aufgebläht auS: „Ueberall, wo die Kirche den Fuß hinsrtzt und Boden gewinnt, regeneriert oder faofft dir Kirche eine wohlgeordnete (?) sociale Ord "ung. Ein einzelner Mensch kann zum Mörder »der zum Empörer werden, weil er Mvhamedaner weil er Protestant ist, nie wird er. e«, weil 'r katholisch ist- der kaholische Sünder wird es, ndem er zu wenig katholisch denkt und handelt. «.te,rb eine katholische Gesellschaft nie aus fich j* Scrau« jn Unordnung geraihen durch ihre aber sie wird eS. wenn der Katholici«- muS durch die Nachlässigkeit ihrer Diener aufhört, den ganzen Leib der Gesellschaft zu durchströmen." Beachtungswerth ist folgende Stelle, die das feudal-klerikale Blatt zum Besten gibt: „Wenn ein protestantischer Staat blüht, so blüht er sicher de«, halb, weil durch einen glücklichen Mangel an Logik da« Volk seiner Mehrzahl nach weniger protestantisch als christlich denkt, mehr sich anklammert an die Trümmer der Wahrheit, welche es noch Herüber-gerettet, nie an das alle Wahrheit und alle Ordnung zerstörende Grundprinzip der Negation. Sobald es das, was e« an Wahrheit und Katholicität noch bewahrt, aufgibt, sobald der Protestant nicht schwerer wiegt wie der Protestantismus, ist es vorbei mit der Eivilisation und dem Glücke. Was protestantische Länder in Blüte erhält, sind katholische Prinzipien, z. B. da« dem Protestantismus al« solchem fremde Prinzip der Auctorität." DaS Organ der Gesalbten deS Herrn spricht e« mit kühnen Worten au«, daß dir Regelung der socialen Verhältnisse in einem Staate nach den Prinzipien der Religion erfolgen müsse, denn alle freien menschlichen Handlungen stehen in irgend einer Beziehung zur Religion, und fit soll en stet« in guter Beziehung zu ihr stehen; die Religion muß alle socialen Verhältnisse durchdringen, damit fie gesund find; alle socialen Verhältnisse sollen nach Gotte« Grundgesetzen geordnet werden. DaS feudal«klerikale Organ ermahnt die Diener der Kirche: „Predigt das Evangelium allen Geschöpfen, nicht nur den Ordensbrüdern und Schwestern, sondern auch den Diplomaten, den Nationalökonomen, den Kapitalisten, den Arbeitern u. f. w.* Aufgabe des Kleru« ist es, fich zuerst über die Frage zu informiere#: inwieweit die socialen Verhältnisse der Gegenwart mit den Normen der Religion über» einstimmen? Das osterwähnte Organ schließt seinen Artikel über die sociale Frage mit der Bemerkung: daß nur jene Staaten die Keime der glücklichen Volkswirthschaft in sich tragen, die vom Katholici«. muS wirklich durchdrungen sind. Die Klerikalen wünschen also auch die sociale Frage auf Grund katholischer Fundamentalartikel zu regeln und zu lösen. Gott, beziehungsweise dtffen irdische Stellvertreter, geben un» den Leitfaden an die Hand, mit alle socialen Verhältnisse auf Erden in bester Form in Ordnung gehalten werden könnten. Der Kleru« will auch auf socialem Gebiete al« Gesetzgeber austreten; feine Ideen sollen auch auf diesem Felde zur Geltung kommen; er kann sich eine Ordnung der Dinge ohne seine Intervention überhaupt gar nicht denken; er vermeint, überall da« tonangebende und entscheidende Wort spreche» zu müssen; er behauptet, nur jene Länder erfreuen fich einer Wohlfahrt, in denen katholische Prinzipien regieren. Nach den Ansichten de« feudal-klerikalen Blattes könnten wir die Agenden des Ministers der au«. Bärtigen Angelegenheiten, die Leitung des finanz-und volkswirtschaftlichen Portefeuilles, die Obmann-schaftcn der verschiedenen gesellschaftlichen und humanen Vereine, die Präsidentschaft der Handels, und Ge« werbekammern mit voller Beruhigung dem Kleru« übertragen, denn auf Grund katholischer Prinzipien würden alle diese Agenden von ihm in bester Ordnung geführt und besorgt werden. Die Klerikalen find wahre Tausendkünstler, jedoch ihr neueste« Pro» gramm dürfte keine Käufer finden! . Feuilleton. Die Herrin von Kirby. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) iQdh Helene lächelte schwach, legte ihre Hand us seinen Arm und war bereit, ihm an den Altar »u folgen. * Es war eine kleine, einfach auSgestattete Kirche; urch die ftensterscheibrn warf der Mond fein blci- Licht, überall gespenstische Schatten verbreitend. 7" leichte« Schaudern überkam Helene, als sie ”ntn Blick durch den unheimlichen Raum warf. ”m ändern Ende stand vor dem Altar Mr. Lowan, °kr Pfarrer, auf das Brautpaar wartend, und in 9«tinger Entfernung von ihm Helene's Mädchen. »Sieh, fie warten schon, Helene," bemerkte Urb Berry. „Komm, es wird bald vorüber sein." Lady Helene aber blieb wie festgebannt ftehett, «me plötzliche Angst schien sie ergriffen zu haben. .Wir haben nur einen Trauzeugen 1" flüsterte fl* dann. „Wie konnten wir auch vorher nicht daran denken und Mr«. Cowan bitten, mitzukommen. Hole sie schnell. Ich will so lange hier warten." Lord Berry eilte hinaus, um die Frau des Pfarrers zu holen. Diese trat einige Minuten später in die Kirche, und hinter ihr kam der Fremde, welcher hinter dem Felsen gelauscht hatte und dem Brautpaar über den Kanal hierher gefolgt war. Von Größe und Haltung, überhaupt in seiner ganzen Erscheinung, wa« er im Dunkeln Lord Berry nicht unähnlich. Er schritt auf Helene zu, und diese, ihn in der Dunkelheit und in ihrer Aufregung für ihren Bräutigam haltend, erhob sich bei feiner Näherung. DeS Fremden Augen funkelten in unheimlicher Freude, als er die Bewegung des Mädchen» bemerkte. Er hatte, durch die Gunst des Augenblickverleitet, einen verwegenen Entschluß gefaßt, den er jetzt ausführen wollte. „Komm', Helene," flüsterte er. „Wir dürfen keine Zeit verlieren." Helene nahm den dargebottmn Arm und folgte dem Manne zum Altar. Der Geistliche begann so gleich mit der Trauung, denn er ahnte ebensowenig wie Lady Helene, daß der Mann an deren Seite nicht Lord Berry war. „Er wird noch einige Minuten wegbleiben," dachte der Fremde. „Er verfehlte Mr#. Cowan auf dem Wege, und ehe er zurückkommt, ist Lady Helene Cheverton meine Frau." ' Lady Helene war kaum ihrer Sinne mächtig; aber ein seltsame« Gefühl von Glück und Freude beschlich ihr Herz, als die üblichen Fragen beantwortet waren. Endlich schloß der Geistliche mit den Worten: „Ich erkläre Euch hiemit für Mann und Frau. Und die Gott zusammengesügt hat, die soll kein Mensch trennen." Kaum waren die Worte verhallt, so schloß der Bräutigam die Braut in seine Arme und drückte den Hochzeit«kuß auf ihre Lippen. In demselben Augenblick wurden vom Eingänge her rasch: Tritte hörbar und Lord Berry kam herbei. Ein einziger Blick auf die Gruppe vor dem Altäre Überzeugte ihn, daß etwas Außergewöhnliches, etwa« Schreck«, ches vorgefallen war. „Helene!" rief er. Vom Kriegsschauplätze. Die russische Armee hält die Linie bis zum Schipkapaß stark besetzt. Die türkische Armee hält sich in großer Entfernung, ohne irgend eine Demonstration zu machen. Die R u s s e n sollen die Absicht haben, Plewna einzuschließen und nicht mit Gewalt zu nehmen. Die russische Armee occupiert die Stadt Küstendsche. Die türkische Armee und Flotte ist unsichtbar. Einige Tscherkessen streifen in der Umgebung umher. Angeblich rückt au6 Rumänien über die Brücke bei PyrgoS ein Armeecorps in Bulgarien ein. „Romanul" konstatiert, daß bei der Dobrudscha-Armce täglich an 300 Mann durch Krankheiten hinweggerafft werden. Trotz sehr bedeutender Verstärkung der russischen Armee sei die Aufnahme der Operationen durch die Russen undenkbar, und zwar au« dem Grunde, weil sämmtliche Wege in Rumänien, noch mehr aber in Bulgarien, derart unpraktikabel sind, daß die Fortbewegung der Artillerie und des Proviants absolut unmöglich ist. Suleiman Pascha'» Vorposten stehen zwei Stunden vor Tirnowa. Der Marsch durch die De-silöen des Balkans ging ohne irgend welches Hindernis vor sich. Stellenweise gab c8 falschen Allarm, auch stieß man auf mancherlei Erdwerke, die von den Russen verlassen worden waren, doch nirgends zeigten sich russische Truppen. Schakir Pascha blockiert den Schipkapaß, Rasim Pascha wurde mit einem Corps zu dessen Verstärkung abgesandt. Mehemed Ali inspiriert die Vorposten bei E»ki Dschuma und Rasgrad, wo überall kleine Ge fechte stattfinden. Rasim Pascha besiegte die Russen bei Hain-Boughaz, letztere verloren 150 Mann. Die Türken haben die bereit- begonnene Ver-schanzung Osman Bazar» unterbrochen und bescsti gen bloS alle Anhöhen, welche die von O-man Bazar nach RaSgrad über Eski Dschuma führende Straße beherrschen. Die Türken verfolgen dabei augenscheinlich den Plan, alle ihre Kräfte in einem gegebenen Moment auf Osman Bazar, noch wahrscheinlicher aber auf RaSgrad zu werfen. Am rechten Ufer der Jantra befinden sich unter dem Kommando de« Zarewitsch nur noch das halbe zwölfte, sowie das dreizehnte CorpS. Ueber Bjela sollen bald bei 25,000 Mann zum Belagerung-Heer bei Rustschuk stoßen. Da- Gerücht, daß da- der Türkei zuhilfe gt sandte egyptische CorpS verstärkt werden soll, ge toinnt an Wahrscheinlichkeit. Ueber die Greuel de« Kriege« schreibt der Berichterstatter de« .Standard": „ES ist ein Krieg, wie er wol noch nicht erlebt wurde, in dem die heftigsten Leidenschaften zur Gluthitze entflammt sind. Die Greuel des Krieges werden hier von der wehrlosen Bevölkerung getragen. Die Bulgaren sind zu den Russen gegangen, die Türken werden Baschi-BozukS, und beide haben sich zu Banden zusammen-gethan, die unter dem Schutze der Armeen gegen die Angehörigen des anderen Stammes und Glaubens wüthen. Von jedem Hügel aus kann man ein Dutzend brennender Dörfer sehen; alle Wege sind mit Flüchtigen bedeckt, deren Leben und Sicherheit von den Bewegungen der Armeen abhängen. Christen morden die Türke« und vice versa. Ich bin durch Hunderte von Dörfern gekommen, wo nur noch Hunde und Geflügel zu finden sind. Christliche und türkische Häuser sind ausgeplündert und aus gebrann!, eines wie das andere. Die ganze bulgarische Bevölkerung stehl wie Ein Mann auf, sobald sich die russischen Truppen nähern, und leistet dem Feinde jeden möglichen Vorschub. Die Russen befördern diese Rebellion auf jegliche Weise. Sie haben in jeder Weise Vortheil davon." Politische Rundschau. Laibach, 22. August. Inland. Der galizische Landtag soll am 1. k. M. geschlossen werden. Man zweifelt nicht mehr, daß die gemäßigte, eine feindselige Demonstration gegen Rußland perhorreseierende Partei in der heute beginnenden Adreßdebatte den Sieg crlan» gen werde. Dieser Landtag gewährt, wie der „Dziennik" schreibt, ein eigentümliche« Bild. Die Minorität des Landtages repräsentiert faktisch die große Mehrheit des polnischen Volkes, welche nicht allein in Galizien, sondern auch in Rußland und Preußen flehentlich den Wunsch ausdrückt, der Landtag möge diesmal eine deutliche, der ganzen cioilifierten Welt verständliche Sprache führen. Der Gegenentwurf der Minorität wird, wenn er auch abgelebt wird, den deutlichen Bewei- liefern, daß im galizischen Landtage, von welchem behauptet wurde, daß er infolge der letzten Neuwahlen eine vollständig national polnische Zusammensetzung erhalten habe, sich nur noch ein Häuflein Polen gefunden habe, welche» Muth hat, Rußland vor Europa zu demaskieren. Der Skandal und die Schande, welche die Verwerfung de« Gesetzentwurfes mit sich bringen muß, mögen auf die Landtagsmehrheit zurückfallen. Die Namen ihrer Mitglieder werden nie in Vergessenheit ge rathen, gerade wie die Namen derjenigen, welche durch ihre Stimmen im polnischen Landtage die Theilmtg Polen- besiegelten. FZM. Freiherr von Mollin ary hat nicht nur um seine Demission, sondern auch um seine Versetzung in den Ruhestand angesucht. Im Agram war da- Gerücht verbreitet, General Mollinary habe einen zweimonatlichen Urlaub erhalten. Herr von Mollinary will auf seiner Versetzung in den Ruhestand bestehen, falls der ungarische Communications-minister Herr v. Pechy auf der unveränderten Annahme des von ihm dem ungarischen Reichstage am 5. Juni d. I. vorgelegten Gesetzentwurfes behaert. Ausland. Die „Nat. Ztg." empfängt über die Stimmung in Petersburg nachstehende Mittheilung : „Wie oft begegnete man dem Wunsch, daß der Krieg gegen Oesterreich nur gleich mitein« losgehen möge, und man war rasch bei der Hand, das morsche Oesterreich mit einer beliebigen Anzahl Truppen, einer halben Million, nötigenfalls einer ganzen — man brauche ja nur zu stampfen — niederzuschlagen. Jetzt wird man vorsichtiger, und wenigsten« die Besonnenen gelangen all« mälig zu der Einsicht, wie groß die Dienste Deutschland« in diesem Kriege sind, durch welche allein der Ausbruch des Kampfe« mit Oesterreich-England verhindert wurde und wird. Da« mag freilich den Moskauer und hiesigen Stauen wenig behagen, allein die Thatsache wird allgemach zu deutlich, um sie wegzuleugnen. In der öffentlichen Meinung macht sich denn auch bereit» ein Umschwung bemerkbar. Es ist nicht zufällig, nenn der „GoloS" neulich die bisher nur schüchtern und geheim aufgeworfene Frage öffentlich aussprach: „Wo sind die bewährten Generale von 1854 geblieben?" ES wäre nun freilich schwer, eine Reihe von „bewährten Generalen" jener Zeit aufzutreiben. Aber jene Frage hat auch einen befonbern Sinn: man fragt, weshalb tüchtige Generale nichtrussischer Herkunft, wie namentlich General v. Tolleben, nicht auf dem Kriegsschauplätze zu finden seien, sondern inzwischen auf allerlei Inspektionsreisen im Norden umherreisten. Es ist eine halb gegen die Moskowiter Slaven aufgeworfene Frage, welche vorn Hause au» den nationalen Kamps auch im Heere nur in nationalen Händen sehen wollten. Aufgefallen ist e« längst, daß General Totleben an der Donau,' vor Nikopoti« und weiter nicht» zu Ihun gefunden hat; man sagte sich eben, Herr Aksakoff wolle den Deutschen keine hervorragende Rolle in diesem Kriege gönnen." Zur Tagesgeschichte. — Der internationaleSaatenmarkt in Wien war am Tage seiner Eröffnung von 7000 Geschäfts' intereffenten besucht, die Haltung der Käufer und Verkäufer ist fehr reserviert. — Ein Erdbeben wurde am 11. d. M. abends um 11 Uhr 38 Min. in Lattaro wahrgenommen, über zwei Sekunden dauernde verticalstdße, anfangs sehr stark, allmLUg abnehmend, ebenso in Perragno und Risano, schwächer in Budua und Castell Lastua. Zu gleicher Zeit wurden auch in Montenegro, zu Cetinje, Berbazar, Daniloo-grad, Miete, Ostrog und Brahovo, mehrere starke Erdstöße wahrgenommen. Mit einem Schrei de- Entsetzen- sprang Lady Helene von ihrem Bräutigam zurück. „Robert!" tief sie mit schmerzlicher Stimme und gänzlich außer Fassung. „O, Himmel! Wer ist dieser Mojjn?“ „ES ist Ihr Gatte, Mylady!" sprach der Fremde, mit einer untertänigen Verbeugung. 3. Kapitel. Lord Edgar- Beweise. Eine Weile standen sich die Besitzerin der Grafschaft Kirby und der Monn, der sich Lord Kirby nannte und ihr diese Besitzung streitig zu machen suchte, schweigend gegenüber, letzterer mit hochmütigem, siegesgewissem Lächeln, erste« mit dem unverkennbaren Ausdruck der Ueberraschung und de« Mißtrauens auf ihrem hübschen Gesichte. Endlich brach Lady Olla da- Schweigen, indem sie leise, wie zu sich selbst, sagte: „Sie Lord Edgar Kirby? Unmöglich I Mein Onkel Edgar hinterließ weder Frau noch Kind, weS halb Ihre Erzählung höchst unglaublich klingt." „Sie halten mich also für einen Betrüger?" fragte Lord Kirby, und eine tiefe Röthe bedeckte feine Wangen. „Ich habe mir noch kein Urtheil gebildet,“ antwortete Lady Olla stolz. „Vorläufig kann ich Ihnen nur sagen, es scheint mir doch ein wenig sonderbar, daß Sie sich direkt an mich wenden, statt an meinen Vormund." „Würde es Ihnen lieber sein, die Geschichte durch Ihren Vormund, Sir Arthur Coghlan, zu erfahren ?" fragte Lord Kirby. „Wir, Sie und ich, stammen au- einer Familie, dasselbe Blut rinnt in unseren Adern; darum hielt ich e- für da» Beste, mich direkt an Sie zu wenden, hoffend, daß unser verwandtschaftliche» Verhältnis sich gleichzeitig zu einem freundschaftlichen gestalten möchte, wenn ich Ihnen selbst offen und ohne Vermittler entgegentrete. Auch hielt ich Sie für selbständig genug und für befähigt, meine Geschichte anzuhören und meine Bewei-documente beurtheilen zu können. Ich dachte, daß es früh genug fein würde, die Sache Sir Arthur Coghlan zu unterbreiten, wenn wir uns darüber verständigt hätten. 6» liegt ja durchaus nicht in meiner Absicht, Sie Ihres Reichthum» gänzlit zu berauben, sondern nur mit Ihnen brüderlich i» theiten." „Sie sind gar zu bescheiden in Ihren Anfprü' chen, die doch bedeutend höher gehen könnten, wen«1 Sie sich wirklich als der rechtmäßige Erbe legiti' mieten können," entgegnete Lady Olla mit einet» Anflug von Sarka-rnuS. „Ich will Ihre Beweis' stücke prüfen, Sir, doch erkläre ich gleich im oot# au», daß ich mich jeder Entscheidung enthalte, bie* selbe vielmehr meinem Vormund und dessen Anwalt überlasten will und überlassen muß." „Ganz recht," bemerkte Lord Kirby, indem et zustimmend sich verbeugte. . Er wandte sich um und wollte an den Ti!« treten, um die Dokumente au» ihrer Umhüll a"S zu nehmen. Dabei fiel fein Blick auf eine» der Bilder, welche die Wände zierten. Regungslos blu er stehen und betrachtete e- aufmerksam mit ans "effe btt inländischen Oelfabrication läge, die jetzt be-^'nden EingangSzölle in Rüböl zwischen Oesterreich und ""schlank, beiderseitig gänzlich aufzuheben. -Xn n,la8 V: ES möge in Erörterung gezogen werden, , welcher Weise auf die Herabsetzung der hohen Bahntarife b n- überhaupt, namentlich aber auf die Einführung *8« WaggonladungStarife im internen und externen * 'h* hingewirkt werden kann. ,tef ®n und Baumeister« arbeiten mit 64,858 fl. 90 fr.; b) Steinmetzarbeiten mit 5322 fl 1 kr.; c) Scbieseibeck erarbeiten mit 3934 fl. 11 It. d) Spenglerarbeiten mit 4220 fl. 50 kt.; e) Eisenlieferungen mit 4083 fl. 76 kr.; f) ZimmetmannSarbcilen mit 6777 fl. Die auf die Bauherstellungen bezüglichen Daten, nämlich Baubeschreibung, Pläne, allgemeine und spezielle Baubedingnisse, Einheitspreisverzeichnisse, Botansmaße und Kostenüberschläge, können im landschaftlichen Bauamte m Laibach eingesehen werden. — (Anton Jelloufchek f.) Heute abend« am 7 Uhr wird vom Ttanethaufe Nr. 18 in der Römerstraje ein um die historische Forschung in Kram verdientet Mann zur letzten Ruhe bestattet, dessen Name der jetzigen Generation weniger bekannt, ja schon seit einem Decennium fast gänzlich verschollen ist, daher wir eS um so mehr für unsere Pflicht halten, dem Verstorbenen einen Nachruf zu widmen. Sein Lebenslauf war eine Reihe von Entbehrungen und bitteren Enttäuschungen. Eine sehr bescheidene Stellung im Staatsdienste einnehmend, worin er e« nicht weiter al« zum Buchhaltungsingrosflsten gebracht hatte, war all sein Sinnen und Trachten von den Studienjahren an bis zum Lebensende der historischen Forschung gewidmet. Als Autodidakt hatte et leider eine «inseitige Richtung eingeschlagen, von bet er sich auch in späteren Jahren nicht mehr losmachen konnte. Jellonschek begnügte sich mit der Ausgabe eine« gewissenhaften, unermüdlichen Lhrvnisten, er verfügte über ein riesige«, durch mühsame« Excerpieren aus jeder historischen Abhandlung, die ihm in die Hände kam, zustande gebrachte« Materiale. Aber nicht blos seine zerstreuten Papiere enthielten einen wahren Schatz von Notizen, insbesondere von solchen, die sich aus die Geschichte Arain« bezogen, ihm stand auch ein riesige« Gedächtnis zur Seite, da«, obmol er feit Jahren körperlich gebrochen und schwer leidend war, bi« zum Tode die volle Frische und Treue bewahrte. Im Kreise seiner Bekannten galt er als die lebende Chronik KrainS, auch sonst wußte er auf historische Fragen stet« zuverlässigen Bescheid zu geben. Aus feiner Feder ging eine al« Manuskript verbliebene „Lhronologisch.biographische Reihenfolge aller römischen Könige, Konsuln, Kaiser und Päpste, sowie auch der Regenten anderer Länder Europa's" hervor. Dreimal nahm er die Lompelation dieses al« Nachschlagebuch immerhin schätzbaren Werke« vor, die beiden ersten Reinschriften widmete er vaterländischen Instituten. An der Vollendung der letzten Umarbeitung, die bereits zu einem gewaltigen Folianten angewachsen wäre, hinderte ihn seine zerrüttete Gesundheit. Auch al« tüchtiger Numismatiker war Jellonschek eine Spezialität für Krain. Alle Freunde dieser Wissenschaft im Lande hotten sich bei ihm Rathe«, den er jederzeit bereitwilligst ettheilte. Vor Iahten stand et auch mit auswärtigen Numismatikern in sehr regem Verkehr. Seinem Scharfblicke entging keine jener feinen Nuancen, deren die Numismatik dem Forschet in Hülle und Fülle baibietet; es gab keine noch so schwer leserliche oder rätselhafte Münze, die er nicht auf den ersten Blick richtig gedeutet und mit einer oft stannenswerthen Beigabe historischer Daten zu erklären gewußt hätte. In früheren Zeiten sammelte er selbst seltene Münzen, so weit e« seine höchst bescheidenen Verhältnisse zuließen, allein im Drange der Noth mußte er sich bald von seinen Lieblingen trennen; es waren stets die schmerzlichsten Erinnerungen de« Verblichenen, wenn er seinen Bekannten erzählte, wie schwer ihm jedeSmal die Trennung von dieser oder jener Rarität gewesen ist. An den Verhandlungen des historischen Vereine« für Ärain nahm et feit dessen Gründung den regsten Antbeil, die betreffenden VeteinSschriften enthalten manche schätzenSwerthe Arbeit au» feiner Feder, insbesondere unterzog et sich mit unverdrossenem Eifer manchen mühsamen cornpilotorischen Arbeiten. AI« späterhin die Theilnahme de« Publikums an diesem Sammelpunkte historischer Tätigkeit immer mehr und mehr erkaltete, verblieb sozusagen Jellonschek noch der einzige Veteran, der sich von den BereinStokalitäten nicht trennen konnte, wo er als unbesoldeter Cnsto« fungierte. Noch im Laufe diese« JahreS sah man zuweilen den braven, durch Noth und Krankheit gebrochenen Mann, so lang ihn noch seine Füße tragen konnten, sich mühsam in da« Lycealgebäude schleppen, wo et in der Vereinsbibliothek, ab-geschlossen von aller Welt, in dem Excerpiten neuerer historischer Schriften seine einzige Erholung fand. Jedermann, der den Verstorbenen näher kannte, mußte den durch die gedrückten Verhältnisse zu einem Sonderlinge gewordene» Mann rotgtn feilt« edlen Begeisterung für dai Vaterland und für die Wissenschaft, wegen seiner Uneigennützigkeit und jederzeit bereitwilligsten Mittheilsamkeit hochachten und schätzen. Ruhe seiner AsLel — (Der heimatliche Badeort Beider) soll, wie die heutige „Laibacher Zeitung" meldet, eine längst gewünschte Verschönerung erfahren. Ein Comits, der dortige Billenbesitzer Herr G. Pongratz mit gutem Beispiele vorangehend, beabsichtigt, einen bereits vorliegenden Plan auszuführen, nämlich eine Straße um den ganzen See herum anzulegen und gut fahrbar herzustellen, wodurch die reizende Seelandschast bedeutend gewinnen würde. — (»US dem offiziellen Ernteberichte) Winterwelzen, namentlich in Ungarn, vorzügliche Dualität, quantitativ sehr gut in Ungarn, Kroazien, N eder-österreich, Kärnten, Salzburg und Dörz; mehr als gut in Böhmen, Mähren und Steiermark; gut in Schlesien, Bukowina, Oberbsterreich, Istrien, Dalmazien; mittelgut in Salizien, Tirol, Vorarlberg, Siebenbürgen und Ära in. — Roggen in den nördlichen Provinzen von gut« Oualit&i; quantitativ sehr gut in Böhmen, Riederösterreich, Salzburg, Steiermark und Äätnltn; gut in Ungarn, Kroazien, Mähren, Schlesien, Bukowina, Oberösterreich, Tirol, Bor-arlderg. Küstenland und Dalmazien; mittelgut in Galizien und Ärain. — «erste kurz im Stroh, gut entwickelte Aehren, ziemlich gute Schüttung, sehr gute Ernte in Kärn-tltn und vörz, gut in Steiermark und Istrien, mittelgut in Ungarn, Niederösterreich, Vorarlberg, Tirol, Dalmazien und Ätain; mittelmäßig in Böhmen, Mähren, Schlesien, Oderösterreich und Bukowina; beinahe schlecht in Balizien. — Haferernte verspricht guten Ertrag. — Mai« er-reichte beträchtliche Höhe und setzt reiche Kolben an. — Erdäpfel und Rüben stehen in den westlichen Pro-vinzen vortrefflich, in den östlichen leiden dieselben durch Dürre, Kartoffelsäule in Schlesien, Westgalizien, Mähren, Nieter-öfterreich und Aörz bemerkbar. — Hopsen hak gut au#* gebildete Dolden, in Galizien, Nieder» und Oberösterreich gute Ernte. — Wein steht in Niederösterreich und Steiermark mittelgut; e« zeigen sich der Traubenpilz, Brenner, Tortrix, bei schwarze tirano und Fäule. — (Eine MondeSsinsterniS) wird in der Nacht zum 24. d. auch bei uns sichtbar sein; sie beginnt um 10 Uhr 30 Minuten und hört um 2 Uhr 25 Minuten ans. Der Kegel des Kernschattens der Erde hat eine Länge von 186,700 Meilen und an der Stelle, wo der Mond ihn durchschneidet, einen Durchmeffer von 1215 Meilen. Der Mond mit einem Durchmesser von 468 Meilen befindet sich dann gerade in Erdferne (54,680 Meilen), wo seine Geschwindigkeit etwas geringer ist; daher kommt es, daß der Schattrnkegel langsamer durchlaufen wird, die Finsternis also etwas länger dauert, als die letzte im Februar. Beim An-fange der Finsternis wird der sichtbare Schattenrand durch eine Linie gebildet, welche, vom südlichen Eismeer her-kommend, durch Ren-Holland, die Sunda-Jnseln, Ost-Lhina und Nordost-Sibirien verläuft. Im Verlaufe der Finsternis rückt diese Linie nach Westen vor, entsprechend der Umdrehungs-Geschwindigkeit der Erde um ihre Achse. Beim Austritte ans dem Äernschatten wird der dann sichtbare Rand gebildet durch eine Linie, welche von Nordgrönland durch die HudsonSbai, die Mitte der Vereinigten Staaten von Nordamerika und Mexiko im Stillen Ozean verläuft. Obgleich die Richtung und Lage dieser Linien zu jeder beliebigen Zeit mit größter Genauigkeit bekannt ist, so darf man doch nicht daraus rechnen, etwa in der Form des Schattenrandes Einzelheiten aus d,n Umrissen der Erde wieder erkennen zu wollen. Alle Gegenstände auf der Erde, selbst die höchsten Gebirge, sind im Vergleiche mit der ganzen Erde zu winzig, als daß Abweichungen von einer kreisförmigen Gestalt des Schattens wahrgenommeii werden könnten, zumal da der doch nicht ganz plötzliche Uebergang aus dem Kernfchatten in den Halbschatten, welcher letztere an jener Stelle einen Ring von 477 Meilen Dicke bildet, kleinere Unebenheiten gänzlich verwischen würde. — (Süd bahn.) „Diritto" meldet, bau vonseite der italienischen Regierung und der Südbahnvertretung am 19. d. eudgiliig der Vertrag über die Beilegung der noch au» dem Rückkauf der oberitalienischen Eisenbahnen resultierenden Differenzen unterzeichnet wurde. — (R u d o l f l> a h n.) Der wilde Haussetaumel, welcher in den letzten Wochen !M Börsenverkehre zum Schaden des soliden Geschäftes auf der Tagesordnung war. hat es, wie die „N. fr. Presse" sich vernehmen läßt, verschuldet, daß daS Anlage suchende Kapital, abgeschreckt durch dieses Treiben, der wirklich eingetretenen Besserung der wirthfchaftlichen Verhältnisse eine geringere Aufmerksamkeit geschenkt hat. als dies zweifellos der Fall gewesen wäre, wenn im Börsen-verkehre nicht ausschließlich die Spekulation bas Wort geführt hätte. 66 wäre bann sicherlich auch nicht unbemerkt geblieben, daß bei einzelnen Werthkategorien ein tut» nichts gerechtfertigter Unterschied der Preisbemessung sich in Permanenz «klären konnte. Ein eclatanteS Beispiel dieser Art bitten bit Kursnotierungen der drei Emissionen der Priorität« Obligationen der Kronprinz Rudolsbahn. Zwischen dem Kurse der ersten Emission und jenem der zweiten und dritten Emission besteht nämlich ein Unterschied von 5 bis 6 Perzent, der durch nichts anderes gerechtfertigt werden kann, als höchsten« durch die Thatsache, daß die Prioriiälen erster Emission besser klassiert sind, al« die der folgende» Emissionen. Wir sinb bie letzten, welche bie Bedeutung ber Klassierung eine* EffecteS für dessen Kurs nnterjchätzen; gleichwol ist die Differenz im vorliegenden Falle eine auffallrnb bedeutende und wol auch nur darin begrünbet, baß bas große Publikum sich btt irrigen Ansicht hingibt, baß bie drei verschiedenen Emissionen nicht bit gleiche psanbrechtliche Sicherstellung haben, sondern baß bie erste Emission primo loco ausbem vahnnetze ber Kronprinz Rubolsbahn emverleibt sei, während die zweite und dritte Emission grunddücherlich der ersten nachflünde. Diese Meinung ist aber eine durchaus falsche. Sämmtliche Priori» täten-Emissionen ber Rudolsbahn, mit Ausnahme der Salz» lammtrgnt-Priorilälen, weicht primo loco auf btt Salz-kammergut-Linit und auf bet Hauptlinie nach den drei erstgenannten Emissionen btt Rudolsbahn emverleibt sinb, haben gleiches Pfandrecht, und ist auf Grund des rechtskräftigen Unheils des LanbesgerichteS Wien vom 27. Jänner 1875 für alle biese Prioritäten«Emissionen nur eine Einlage im Eisenbahnduche eröffnet und das Pfandrecht für bie fämmtlichen Prioritäten-Emifsionen in gleicher Rangordnung und mit gleichen Rechten tinvtrltibl wo»den. ES genießen daher dit Prioritäten trsttr Emission durchaus keinen rechtlichen Vorzug vor den Prioritäten zweiter und dritter Emission; die Sicherheit aller drei Emifsiontn ist dtmna* eine und dieselbe, und wenn das Publikum trotzdem für die erste Emission um circa 6 Petz, und für die zweite Emission um circa 1 Petz, mehr bezahlt als für die dritte Emission, so ist da« höchstens vom Standpunkte des Pretiura affec-tionis, vom Standpunkte der Sicherheit de8 Kapitals aber durch nicht« motiviert. — (Aus dtn Nachbarprovinzen.) Die Süd-bahngesellschast beabsichtigt in der Erwägung des von Jahr zu Jahr gtsttigtrltu Frtmdenvtrlthis in das unvergleichlich schöne Ampezzvthal und in Rücksicht der gänzlich ungenügenden Unterkunft sowol in Niederdors als auch in Toblach, die Errichtung eines größer» Hotels im letztgenannten Ortt, und soll mit dtm Baut desselben noch Heuer begonnen werden. Bad Veldes. Fremdenliste des „Louiscnbadcs" vom II. bis 18. August: Dr. Julius Kosjck sammt Gemalin aus Graz; Dr. A. Miklautz sammt Gemalin aus Marburg; Dr. H. Teleky sammt Gemalin aus Wien; Hugo Rauch aus Dresden; v. Leisweid aus Wien; Paul Trabesinger sammt Gemalin und Franz Murko aus Klagensnrt; Dr. Alfred Ritter von Rvgerer ans Wien; Schmied! aus Miszlitz; Dr. Dettel, Karl Schüller sammt Gemalin, und Wilhelm v. Nördling mit Familie, aus Wien; Dr. Joses Sernec aus Cilli; Dr. Johann Sernec aus Marburg; Richard Frömmel aus Budapest ; Moritz Rosenseld sammt Gemalin aus Wien; Ferdinand Schmitt sammt Gemalin aus Schloß Mareuberg in Steiermark; Winkelstett aus Hoheumauth; Peters aus Graz; Collioud sammt Gemalin aus Triest. Witterung. Laibach, 22. «ugust. Heiter, Morgenrauch, die Hitze noch immer zunehmend, schwacher SW. Wärme: morgen« 7 Uhr + 19 4°, nachmittag« 2 Uhr + 315« C. (1876 + 22 6»; 1875 + 210« C.) Baromtttr 735 29 mm. Das gestrige TageSmitttl der Wärme -j- 26 0°, um 7 5 über dem Normale. Verstorbene. Den 19 August. Franz Erzen, Beamter. 40 I., Filialspital, Sarcoma. Den 20. August. Maria Kramar, Äaischlerslochler, 11 I.. Zivilspital, Wasserkops. Den 21. August. Jakob Detmota, Kutscher, 69 I., PeterSstraße Nr 6, infolge erlittener Gehirnerschütterung, ft. k. GarnisonSspital. Den 17. S u g u ft. Stefan Fistrit, Infanterist de-k k 53. Infanterie - Regiment«, chronifche Gehirnhautentzündung. Gedenktafel über die am 25. »ugust 1877 stattfindenden Licl» kotioneit, 3. Feilb.. vrancelj'sche Real . Oberlaibach, BG. Ober--laibach. — 3. Feilb, Tautar'sche Real., Podgoro, BG. Lack. — 3. Feilb., LeSkouz'sche Real., Godovii, ««. Adria. — 2. Feilb, Grat'scht Rtal., Förtschach, BG. Egg. - 2. Ftilb.y Goslinfar’fcht Real., Förtschach, BG. Egg. — 2. Feilb., Krajc'scht Rtal., Träumt, BG. Reisniz. - 1. Feilb., $0' lenec'sche Real., Niederdors, BG. Oberlaibach. - 3. Feilb., Preleßnil'sche Real, Höflern. BB Großlaschiz. - 1. Feilb., Nared'sche Real., Dödnik, BG. Großlaschiz. — 1. Feilb., Jakopii'sche Real. PoSuikovo, «G. Großlaschiz. Telegramme. Budapest, 22. August. (Kruchlbörse.) Prima-Weizen, 80 Kilo cffectio per Heklollker wie« gend, kostet 11 fl. 75 kr. per Meterzentner; Usanct« Weizen 10 fl. 65 kr. (Steigerung 15 bis 20 kr-per Meterzentner. Konstaniinopel, 21. August. Die Tschen kessen sollkn das Dorf Schipka genommen habe«? es mangelt j-doch eine offizielle Bestätigung. Gornistuden, 21. August. Suleiman be» absichtigt augenscheinlich, nach erfolgloser Attaqxl de- Haukiöipafses, andere Balkanpäfse anzugreife»-Alexandropoi, 21. August. Infolge einer Demonstration Melikoffs gegen Mukhlar am 18. t-r um dessen Aufmerksamkeit von den Bewegung»1 Tergukaffoffs gegen Ismail abzulenken, fanden heiße Scharmützel bei B-lschaja-Iagna statt. Die russlstf Avanigarde bezog bei Kühverdan da« Lager; btt Haup macht kehrte j doch nach «ürükdaria zurück Die Russen verloren dabei 9 Offiziere und 330 Man» Per«, 19. August. Einem Telegramwk Mukhlar Pascha'« zufolge verloren die Russen $ dem samstägigen Kampfe 1500 lobte und mehrere Gefangene. Der lürkischc Verlust beträgt 117 T-dtk und 342 Verwundete. Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis solideste Arbeit, bester Stofs und zu möglichst billigem Preis* empfiehlt C. J. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch *■*[ gefertigt und nur bestpassende Hemden verabfolgt. (841) Wiener Börse vom 21. Augnst. ^ Staatsfonds. Syctj. Stinte, öft.Pop. dto. bto. -ist. in 611b. iofe von 18M . . . . toje von 1860, ganze Ung. Jöob.wttrebitunft. yo 76 118 85 U8 75 _ . , . 184-5» i>5 — Prlorltats-Obl. itaglo-vank . . . , ÄvebltonSalt . , . Dettofltenbank . . , 48conit)te»flutlalt . yranco ■ Jöant . , . Handelsbank . , . , «ationelbank . . , Lest. ®anlgtl0-Aranc«mtS .... Deutsche Reichsmark Silber . . 89-80 88— 63 — j »1 76 168 -13 80 68 76 Ul 10 48-10 673 »•70* 68-36 106-86 01* fit & 6'1‘ «L 10*K Telegrafischer Kursbericht am 22 Hugufl. ,y Papier-Rente 63 50. — Silber-Rente 67^15. — ii> Rente 74 90 — 1860er StaatS-Anlehen 112 25. actien 822. — Kreditactien 180 90. — London l*1 Silber 106 -, - «. t. Münzdukaten 6 731/,. — SO.-an Stücke 9 69. - 100 Reichsmark 5930. ___________ Druck von 3fl. o. »teinmatit k ged. »amberg. Berleger : Ottomar lö a ni b e tg. Für die Redaction verantwortlich: Franj Müller.