MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Varlag und Scbrittleitung Marburg a d Drau, Badgntie Nr B Pcninii: N. 1547, 25-M, 2S-«9 Ab 18 Uhi (Ugllrh auBei Samttagi l«t dia Schrtftlattong out auf Pentruf Ni 28-01 «nelrbbar Unverlangte Zuacbnlteo wardan Dicht rUrkgeiaodt Bei «Amtllchan Anfragen lat dai Rflrkporto baltulagsn Potttclieckkonto Wien Nr S4 <108 Gesrhflfttitellati i» Cll'* Marktplatr Nr \1 Parnrul Nt T und tn Pettai' Uninrlnrgaiie Nr 2 Pemnit Ni Btt S>TEIRISCHEN HEIMATBUNDES Srtchelnt werktigltcb ta Morgenxaltung Bexugtprali (1d voraua lahlbar) monaUlcb RM 2,10 eintctilieflUch 10,8 Rpf PoatxeitungsgebQhri bei Ueterang Im Stralfband luiflgllcb Portoi bat Abhoteo In der GearbAftaatalla RM 3i— AUratrb durch Poat monatllrb RM 2,10 letnicbl 18,8 Rp. (ovtzeltungigebilbr) und Rp4 Zuftell* qebflhf Btnielnummerr werden nur gegen Vorelntend ung dea Blnzelpre aei unri der PnrtoAiialaqen luqeaendel Nr. 129 — 84. Jahrgang Marburg-Drau, Montag, 8. Mai 1944 Einzelpreis 10 Rpf Was Europa zu erwarten hätte Bestialitäten in Lemberg, Massenmord an Ukrainern tc, 7. Mal Mit Abscheu und Ekel vennag sich ftin gesitteter Mensch aiit den Einzelheiten de« Jede« Faseungsvermögen übersteigenden boIschewletiachen Blutrausches XU befassen, aber trotzdem Ist es notwendig, sich einmal mit den teuflischen Methoden des MAMenmords zu beschäftigen die im Bereiche der Gewalt Stalin« garnicht« AuBergewöhnliches be-deutesL über awel Jahrzente hatte der Bolsche-wismu« sein Bereich der Menschenab-Bchladhtung und des Seelemnordes hermetisch abgeschlossen, und nur hin und wieder drang dia Kunde von unbeschreiblichen MaAsenverbrechen In die Außenwelt. Brs4 aJs mit dem 22. Juni 1941 die deutsche Wehrmacht die eiser-n« Tore der Sowjethölle aufbrach, wurde die Welt Augenzeuge von Tatsachen, die so grauenhaft lind, daß «ie nur ein Entweder — Oder zulassen. Die Völker der Festung Europa müssen sich klar darüber sein, daß sie nur die Wahl ha-b#n, den Bolschewismus von ihren Grenzen fernzuhalten oder in einem Meer von Blut zu versinken. Als Anfang Juli 1941 die deutschen Trappen in Lemberg eindrangen, wurden Augenzeuge« der bestialischen Greuel, welche die Sowjets in den letzten Tagen vor ihrem Abzug begangen hatten. Aus den Gef&ngnissen Lembergs waren die Verbrecher freigelassen worden, während die Ukrainer und Ukrainerinnen auf den Straßen ergriffen, Ja selbst aus den Wohnungen herausgeholt und In die Gef&ngnlsse geworfen wurden. Dort wurden sie von den bolschewistischen Untermenschen so entsetzlichen Folterungen unterworfen, daß ein europfilscher Mansch «Ich ihre Grauenhaftigkeit nicht auszumalen vermöchte. Die Zahl der auf diese Welse In den Lemberger Gefängnissen zu Tode gemarterten Ukrainer geht In die Tausende. Aus dem an der BlntahrtsstraB« von Przemvtl gelegenen Gefängnis drang beim Einzug der Deutschen dicker Rauch. Hier brannten noch die Uberreste der unglücklichen ukrainischen Opfer des boischewiitischen Sadismus. Auis den Kellern stieg der entsetzliche Gestank der verwpflenden Leirhpn, die dort in mehreren Schichten übereinander lagen. Im Hofe dea GPU-Gefängnisses öffnete man ein Massengrab, um die Identifizierung' der Ermordeten vorzunehmen. In ihrer Todesstarre Keß die verkrampfte Haltung der Arme und Hände, Bein« und FQDe ahnen, welch grausamen Qualen sie erlegen waren. Die Sowjet-Bestien hatten sich selbst an schwangeren Frauen vergriffen, ihre Leiber aufgeschnitten und die Embrios an die Wand genagelt. Im Keler des »Brig^ittkl-Gefängnieses« waren Hunderte von Ukrainern und Polen, Männer und Frauen, selbst K^der von 14 Jahren, verscharrt. Keines dieser armen Opfer war erschossen worden. — Einigen wenigen hatte man die Kehle durchschnitten, anderen die Bäuche aufgeschlitzt, darüber hinaus wiesen alle Leichen furchtbare Verletzungen im Gesicht, am Hinterkopf oder am Körper auf. Man hatte «ie anscheinend mit Spitzhacken auf Schädel und Rücken geschlagen. Manchen waren die Nasen abgeschnitten, anderen wieder hatte ein furchtbarer Schlag das Gesicht zer- schmettert. Eine große Zahl der Opfer war bei lebendigeiy Leibe verbrüht worden, man hatte sie In kochendes Wasser geworfen, das Verbrühen konnte aber in semer Qual noch gesteigert werden durch die Anwendung des »Roten Handschuhs«. Man steckte die Hände und Füße der Opfer Iq kochendes Waaeer, löäte dann die Haut oberhalb des Hand-und Fußgelenke« mit einem scharfen Messerschnitt und zog sie bis auf die Finger bzw. Zehsn — spitzen ab. Soweit die deutschen Au^nzeuqen. Fortsetzung «ul Seit« 2 Sie werden ihr Wunder erleben Feldmarschall Rommel über die Verteidigungsbereitschaft Von K r 1 e g s b e r 1 ch t« r Graf Podewlls dnb ..7. Mal PK. Feldmarschall Rommel hat in den letzten Tagen erneut die Verteidigungsanlagen an der französischen Mittel-meerküste besichtigt. Die Fahrt führte von den riffartigen Steilufern der Pyrenäen bis zu den Lagunen des Rhone-Delta«. Nach lnspektion der großen Häfen Marseill« und Toulon, welche beide als Festungen der modernen Küstenverteidl-gung ausgebaut sind, endete die Reise im Gebiet der französischen Rlvi«ra. Der Feldmarschall konnte sich von der gewaltigen Arbeit überzeugen, die in den letzten Monaten geleistet wurde, um den neuesten Methoden der amphybl-schen Kriegführung der Feindmächte die entsprechenden Gegenmittel in der Kü-stenverteidigung entgegenzusetzen. Von einem beherrschenden Stützpunkt aus, das Mittelmeer zu «einen Füßen, «prach Rommel zu den um Ihn versammelten Kommandeuren am Ende der Besichti-gungcfahrt. Die Ergänzung der bisherl-g«n VMtetdigungsonlaqen durch «inen Gürtel von Sperren verglich «r mit einem vulkanischen Gebirge, dos sich vor dem Angreifer erhebt, überzeugend entwickelte er, wie die mit Hilfe verschiedenartiger und kombinierter Mittel nunmehr durchgeführte Sicherung der Küstenzonen sich folgerichtig aus den Erfahrungen des Land- und Seekrieges, besonders aber aus seinen eigenen Erfahrungen in Wüstenkämpfen ableiten la«-«e. Der Gegner, mit dessen bevorstehendem Angriff zu rechnen sei, werde sein Wunder erleben. Dies gelt« ganz besonders auch für diejenigen Kräfte des Feinde«, die weit hinter der Küstenfront aus der Luft abspringen oder gelandet werden sollen. Gerade in dieser Hinsicht hatte der landeinwärtsgerichtete Teil der Besichtigungsfahrt interessante Einblicke in ein System taktischer Maßnahmen ge- boten, das als vollkommen neuartig gelten darf. Zum Schluß seiner Ausführungen sagte der Marschall wörtlich: »Vor dorn Angriff auf El Alamein hat Monlgomery seine Soldaten aufgedordert, die Deutschen zu töten, wo sie «ie treffen würden. In Auswirkung dieses Be-it.xi.s verwundete und gefangen« deutsche Soldaten bei El Alamein hingemordet worden. Wir deutschen Offiziere richten an unsere Männer keine Aufforderungen, die jedem soldatischen Empfinden Hohn sprechen. Wir führten und wir führen den Kampf anständig und werden uns nicht an Web''lo6en vergreifen. Der deutsche Soldat kennt seinen Kampfauftrag, mit neuen Waffen ausgerüstet, ist er zum Äußersten entschlossen und erwartet den Gegner, der «rieben wird, was der Zusammenprall mit der Küsten-verteidigimg und ihren Männern bedeutet. Jeder einzelne deutsche Soldat wird seinen Beitrag zu der Vergeltung leisten, die ei den Amei^ksja^rn und Engländern für Ihre bestialische Luftkriegführung In der Heimat schuldet.« Tokios letzte Ehrung für Großadmiral Koga tc Tokio, 7, Mal Ganz Tokio trauerte am Samstag, als die sterblichen Reste des im Pazifikraum gefallenen Chefs der japanischea Hochseeflotte Großadmiral Koga in Tokio «intrafen. Langsam fuhr der offene Kraftwagen, in dem hohe Marineoffi ziere die in weißes Tuch gehüllte Aschenume, die Auszeichnungen und das Schwert des toten Admirals hielten, durch Tokios menschengefüllte Straßen bis zum Hause des gefallenen Helden, wo die Urne unter einem Bilde des Toten aufgestellt wurde. Der deutsche Wehrmachibericht Angriffe vor Sewastopol abgewiesen Stärkere Feindvorstößc im Landekopf Nettuno zusammengebrochen — Spanischer Rot-Kreuz-Dampfer von britischen Flugzeugen angegriffen dnb Führerhauptquartier, 7. Mai Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt;' Vor Sewastopol setzte der Feind seine mit sehr starker Artillerie und mit Schlachtfliegern unterstützten Angriffe besonders im Nordabschnitt fort. Sie wurden in wechselvollen Kämpfen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. über der Krim wurden durch Jagd-und Schlachtflieger wiederum 34 Sowjet-flugzeuge abgeschossen. In den Kämpfen der letzten Wochen hat sich Hauptmann von Lücken, Bataillonskommandeur in einem Grenadierregiment, durch hervorragende Tapferkeit ausgezeichnet. Nördlich Jassy, östlich Polozk sowie südlich Pleskau blieben schwächere Angriffe der Bolschewisten ohne Erfolg. In der Zelt vom 4. bis 6. Mal verloren die Sowjets an der Ostfront !40 Flugzeuge. Im Londekopf von Nettuno brachen mehrere stärkere Vorstöße dos Feindes Im zusammengefaßten Abwehrfeuer oder im Nahkampf zusammen. Im Kampf gegen kommunistische Banden auf dem Balkan verlor der Gegner im Monat April 11 380 Tote, 3871 Gefangene und zahlreiche Überläufer. Nordamerikanische Bomber führten gestern wieder einen Angriff gegen mehrere Orte in Rumänien. Besonders im Stadtgebiet von Kronstadt entstanden Gebäiideschäden und Verluste unter der Bevölkerung. 23 feindliche Flugzeuge, meist viermotorige Bomber, wurden abgeschossen. Hlprbei zeichneten sich rumänische Jagdflieger besonders aus. Bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe auf eigene Geleite vernichteten Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine, Bordflak und Marineartillerie von der norwegischen und holländischen Küste sowie im Schwarzen Meer 15 Bomben-und Torpedoflugzeuge Vor der siidfranzösischen Küste griffen britische Flugzeuge den im Dienste des Roten Kreuzes fahrenden spanischen Dampfer „Christina" trotz deutlicher Kennzeichnung an. Die Besatzung hatte Verlust«. Auch der Kommissar des Internationalen Roten Kreuzes wurde verwundet. Bei Angriffen »feindlicher Bomberverbände gegen die besetzten Westgebiete wurden fünf feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. In der vergangenen Nacht warfen einzelne britische Flugzeuge Bomben in West- und Südwestdeutschland. Fünf Grossbanden in Bosnien zerschlagen dnb Führerhauptquartier, 6. Mal Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Vor Sewastopol trat der Feind unter besonders heftigem Artillerffeuer und rollendem Luflwaffeneinsatz mit starken Kräften wieder zum Angriff an. Er scheiterte an dem zähen Widerstand und den entschlossenen Gegenangriffen von Verbänden und Einheiten des Heeres und der Kriegsmarine sowie rumänischen Truppen. Deutsche Jagd- und Schlachtflugzeuge griffen In die Kämpfe wirkungsvoll ein und schössen ohne eigene Verluste 30 sowjetische Flugzeuge ab Ostlich des rumänischen Sereth brachen auch gestern mehrere stärkere Angriffe der Bolschewisten im zusammengefaßten Abwehrfeuer zusammen. Kampfund Schlachtfliegerverbände unterstützten auch hier mit gutem Erfolg unsere Abwehr und vernichteten 11 Panzer sowie zahlreiche Geschütze und Nachschubfahrzeuge des Feindes Die Bekämpfung des sowjetischen Eisenbahnverkehrs wurde bei Tag und Nocht erfolgreich fortgesetzt. Starke Verbände deutscher Knmpfflug/euqe führten in der vergangenen Nacht einen ie ______ PK KrlKüsbmchtcr Kurth (Sek) Wasserstanungen am Atlantlkwall Um jeden Versuch des Gegners, dort vorzudringen, von vornherein zu unterbinden, wurden weite Teile des rückwärtigen Gebiets überflutet Erkenninisse auf der FeindseMe Blick in anglo-amerikanische Blätter zusammengefaßten Angriff auf den Bahnhof Kiew-Darniza. Es entstanden schwere Zerstörungen in den Bahnhofs-anlagen. Aus dem Landekopf von Nettuno und von der italienischen Südfront wird lebhafte beiderseitige Stoßtrupptätigkeit gemeldet. Mehrere feindliche Stützpunkte wurden mit ihren Besatzungen in die Luft gesprengt. In Ostbosnien zerschlugen deutsche Truppen unter schwierigen Geländeverhältnissen und gegen stellenweise harten Widerstand fünf kommunistische Großbanden. Gleichzeitig vereitelten deutsche und bulgarische Truppen, unterstützt von Einheiten des serbischen Freiwilligenkorps und nationalen serbischen Verbänden, den Versuch kommunistischer Banden, in Serbien Fuß zu fassen. Nordamerikanische Bomber führten Im Laufe des gestrigen Tages Angriffe gegen Ploestl und Turmi-Severin, die Schäden und Verluste unter der Bevölkerung zur Folge hatten. Durch deutsche und rumänische Luftverteidigungskräfte wurden 47 der angreifenden Flugzeuge, in der Masse viermotorige Bomber, zum Absturz gebracht Ger. Marburg, 7. Mai Es ist recht unterhaltsam, zuweilen einen Blick in die anglo-amerikanische Presse zu werfen. Man sieht, wie den Leuten eine Menge Bedenken aufsteigen über die Wege, die Politik und Wirtschaft in London und In Washington gehen, über die Kriegführung der „Alliierten" und den aus ihr sich ergebenden Ausgang des Krieges. Einer besonders heftigen Kritik wird dabei auch die Tätigkeit der onglp-amerikanlschen Militärverwaltung In den besetzten Gebieten unte'nogen. » Pfard«mlst und Sp«kalant«n Da ist zunächst die Amgot (Aliied Military Government for occupied territo-ries). Diese Militärverwaltungsstella, geschaffen zur möglichst umfassenden und schrankenlosen Ausplünderung der von den Briten und Amerikanern besetzten Gebiete, kam bekanntlich sehr lascb in den übelsten Ruf, außerdem hatte das Wort Amgot das Unglück, daß «• Im Türkischen kein« sehr großartige Sach« bezeichnet, es bedeutet n&mllch — Pferdemist. Das sprach sich raich um das ganze Mittelmeer herum und die Amgot war ein Gegenstand des Gelächters, soweit den von ihr „betreuten" Menschen das Lachen nicht schon vergangen war. Außerdem aber wollten die Briten und Amerikaner ja als ,,Befreier" gekommen sein. Und so taufte man die Amgot kurzentschlossen in Malt um: Military Administration of liberated territories. Aus den besetzten waren also „befreite" Gebiete geworden. Mit dem Ausrauben und Ausplündern der Bevölkerung aber blieb es natürlich beim alten. Auch die Hungersnot In diesen „befreiten" Gebieten, die unter der Amgot entstanden war, wurde unter der Malt nicht geringer, sie wuchs sogar immer schrecklicher an. Das merkten schließlich sogar die Herren von der Malt und sahen den Augenblick gekommen, daß da etwas geschehen müsse. England und Nordamerika sandten natürlich nicht Lebensmittel In die hungernden Gebiete, aber sie gründeten die UNRRA (United Natlons rellef and rehabllitatlon adminlstration = Verwaltungsamt der Vereinigten Nationen für Unterstützung und Wiederaufrichtung). Vor einem halben Jahr schon stellte die Londoner Zeitschrift „Cavalcade" offenherzig fest: „Die Amgot scheint nur zu dem Zweck zu existieren, alliierte Kapitalsinteressen In den eroberten Gebieten aufzubauen und zu vertreten. Während die Soldaten sterben, addieren unsere Banklers ihre Gewinne." Und die Londoer Wochenschrift „New Leader" fügte damals dieser Kennzeichnung hinzu,, daß es sich in den von Engländern und Amerklanem besetzten Gebieten schon längst nur mehr um einen .Krieg der Zylinder, der Börsenjobber und Spekulanten" handle. Bankrotte Demokratie Neuerdings polemisiert nun Edward Hulton in der Londoner „World Review" gegen die bankrotte Demokratie und den Pferdemist der Amgot, wie er in Süditalien immer deutlicher offenbar wird: ,,Die USA sind", so führt er aus, ,,sozial und wirtschaftlich um hundert Jahre zurückgeblieben . . Die meisten Europäer lehnen für sich selbst den Kommunismus ab, ganz gewiß aber wünschen sie sich nicht die Herrschaft langweiliger, amerikanischer Bankiers, sei es unter dem Deckmantel reaktionärer Könige oder nicht . Das Experiment der Anglo-Amerikaner, in Italien die Demo- kratie wieder aufleben zu lassen, war ein trauriger Fehlschlagi die Amgot hat sich ihren Namen in türkischer Bedeutung, d. h. Pferdemist, beinahe verdient. Wenn dies unsere Methoden sind, um Europa zur Demokratie zu bringen, so täten wir besser daran, sie zum alten Eisen zu werfen und wieder von vorn anzufangen!" Die Hungersnot in SQditallen Was von der ,,Befreiung" der Völker durch dl« Engländer und Amerikaner zu halten Ist, zeigt der Londoner ,,Daily Telegraph" dieser Tage In einem Beriebt seines Korrespondenten in Neapel; „Von den Lastkraftwagen dei Alliierten werden Tausende Tonnen von Lebensmittel gestohlen und für das Zehn-bis Siebzigfache ihres normalen Wertes auf dem Schwarzen Markt verkauft. Das hat solche Ausmaße angenommen, daß allein in Neapel täglich etwa ÖO Fäll« vor Gericht kommen. Die Zahl dar Angeklagten ist natürlich weit höh«r. in der Hauptsache Ist diese Situation auf die große Nahrungsmittelknappheit in Süditalien zurückzuführen, die durch den Mangel an Transportmitteln noch erhöht wird. Die einzige Ration, die die italienische Bevölkerung von den Alliierten erhält, sind 7 Unzen (1 Unze = 28,5 g) Brot je Tag. Zweimal wurde Olivenöl ausgegeben, im Dezember und im März Je etwa eine Pinte (= 0,568 Liter). Dann gab es z. B. im März für zehn Tage 8 Unzen Fleischbrühe, 8 Unzen Zucker und 3^ Unzen Erbsen. Die den Italienern gegenwärtig zugeteilte Nahrungsmittelmenge enthält nur 590 Kalorien für jeden Tag. Das sind über 1000 Kalorien weniger, als man zum nackten Leben braucht. Da man In London und Washington irrtümlich angenommen hatte, daß Süditalien sich auf Grund seiner Landwirtschaft selbst ernähren könnte, wurde der Militärverwaltung Anweisung gegeben, auf die importierten Lebensmittel so wenig wie möglich zurückzugreifen . Diebstahl und Schwarzhandel werden in Süditalien solange blühen, bis die Bevölkerung mehr Lebensmittel erhält. Viele Beamte der alliierten Militärverwaltung sind der Ansicht, daß die Jetzigen Mißverhältnisse bei besserer Planung und einer weltsichtigeren Politik hätten vermieden werden können. Die große Gelegenheit, zu beweisen, daß die Demokratie wirklich für alle vier der von Roosevelt proklamierten Freiheiten eintritt ist verpaßt." Aber die Deutschen... Nicht uninteressant sind in diesem Zusammenhang die Urteile, die in dar feindlichen Presse ab und zu über die deutsche Tatkraft und über das deutsche Organisationstalent aufscheinen. So ist in der Londoner Zeitschrift »Roads and road constructionw zu lesen »1938 erhie't Todt den Auftrag, den Westwall in allerkürzeeter Zeit fertigzustellen. Das war der Anfang der berühmten, nach ihm benannten Organisation. die spater zu den Waffenerfolgen der Deutschen so viel bciqetraqen hat. Es ist auch jetzt wieder zu tiefürrhten, daß die Orgondent des »ABC« schreibt; »Ein pe-Mtranter Leichenqenich Ueqt über der ffenzen Stadt. Es verbrennen in den Keltern eines GefAngnlsee« Hunderte von Opfern der bolschewistischen Mörder-baode. Junqen *on 15 Jahren, Greise *nd Frauen ilnd unter den Ermordeten, welche die Roten In mehreren Schichten übereinander In den Keller warfen,« Im Mlllt^rqefänqnis, «o meldet derselbe Berichterstatter weitet, habe man etwa lOflO Leichen qezrlhlt, In einem anderen beinahe 500, mehr als tausend seien vermißt. Auch der nordamer'kani'!chD«liy Man« m«lid«t, h«t d«r Teratorben« USA-Marlnemlnistar Knoz «in politisch«« T«fltament hlnt«rl««««n, wonach gleich nach Kriegsende ein« anglo-nmerikanischo Mflrlnepatrouille auf •allen Meeren den Frieden aufrechterhalten solle, bis eine allgemeine internationale Organisation auf die Beine geetellt sei. Die USA sollen nach Knox's Plan den ganzen Pazifik bis Singapur und den Atlantik hi-s zu den Nord- und Südamerika schützenc'en Stützpunkten überwachen. Roosevelt und Churchill, so bemerkt »Daily Mail« dazu, hätten den Plan in Quebec erfahren, und insbesondere Churchill soll begeistert gewesen sein. Auch die Londoner Admiralität habe dem Plan grundsätzlich zugestimmt. Wenn Knox tatsächlich einen solchen Plan als sein politisches Vermächtnis hinterl'issen hat, dann läßt da« zwei Möglichkeiten zu: entweder handelt es sich hier um einen Querschuß aus Washington, der gegen die Empire-Knnfe-renz und Churchills verzweifeltes Reinü- k«iv 4«n B««t«iid d«« bnpir« ■■ r«tt«a, gerichtet ist. Dafüj würde d«r Zeitpunkt der V«rOff«otllchung «(»-«clian, dl« «r«t Jetzt, g«r«um« Z«lt nach Knox« Tod« und au«qer«chn«t in den Togen d«r Londoner Domlnlenberatungen erfolgt. — Es wäre aber auch ebenso gut möglich, daß Churchill die LlgMidierung des britischen Empire bereite al« abgeschloaacn ansieht und nur noch daran intereesiert Ist, die Bankrotterklärung für die Zeit dee Krieges aufzuschieben. Wie dem aber auch sp<. auf jeden Fall beweist die Meldung, daß man in den USA Englands Vorherrschaft bereits als gebrochen betrachtet, so daß die USA die Abeicht zum Einbruch in die bisherige englische Einflußsphäre ganz offen eingestehen. Der Knox-Plan, der auch Churchills Beifall gefunden haben soll, wird auch in Frankreich sohr interessiereni denn er deckt die Hintergründe der Besetzung der französischen Stützpunkte In Atrika auf und zeigt -'fß auch das französische Empire in i i weitqesteckten Ziele des USA-Imperialismus einbezogen Ist. Mörder Badoglio Bombenangriffe auf italienische Städte befürwortet dnb Mailand, 7. Mai Der Verrätermarschdll Badoylio hat, wie »Regime Fascista« berichtet, in einer einem englischen Journdlisten gegebenen Erklärung olfen zugegeben, daß er Terrorangrifle der englisch-amerikanischen Bombenflieger auf italienische Städte beim alliierten Kommando befürwortet habe. Weder der Exkönig noch er hätten jemals um eine Einstellung der Rombenangriffe auf Italien nachgesucht. Cr habe vielmehr General Montgomery die Bombardierung von Mailand, An-cona, Bologna und anderer Städte empfohlen, da das italienische Volk nur auf diese Wc'Se dazu gebracht werden könne, sich für die Anglo-Amerikaner zu erklären und die Deutschen zu hassen«. Hierzu bemerkt »Regime Fasclsta«, daß der brutale Zynismus dieser Erklärung des Verräters Badogllo nicht zu überbieten sei. Am Tage der entscheidenden Abrechnung werde das italienische Volk diese Erklärung Badoglios nicht vergessen. Aus der Erklärung Badoglios gehe offen hervor, daß die Terrorangriffe auf das Italienische Volk auf Vorschlag Badogliog erfolgten, der damit ebenso wie der frühere König zum Mörder an seinem eigenen Volk geworden sei. Südmadeira durch Sturm verwüstet tc Lissabon, 7 Mal Der gesamte Südteil der Insel Madeira wurde durch einen Sturmwind verwüstet. Der Sturm hatte zeitweise eine Stundengeschwindigkeit von 70 Kilometern. Die landwirtschaftlichen Kulturen Roosevelts Jüdische Hofnarren der Prüsid»nt der USA «/n« Schar von Juden um tich hat, di« xu »einen inUmslen freunden MähJtn, dJe ihm Ut 0jner dem Judentum MweckdieaJtcJteM Art poJJtJ§cJ»e ujid «oiuti^« /aforoutJo-n«ii xulrageA, ihm OeeetM^ntwar/e ter' tlgitellen und die Reden machen — aJI dai itl nicht neu, Mondern J/i der gomzcn WeJt bekannt. Neu aber ist, da» ein nordamerlkanltche$ Blatt dieten Jüdischen „Oehlrntruar Rooaeve/ti und seine Tätigkeit anprangert und dng Treiben, den Werdegang und die abnor-male Veranlagung dieser Horde den Amerikanern vor Augen führt. Das hat „Life" kürzlich getan. Das Blatt achreiht; „Die Männer um Rooseveli sind In der MehnahJ Leute, mit denen er gern lusammen ist, die ihn nnreyrn oder amüsieren und die Ihre Ansichten sorgfällig auf ihn zuschneiden. Harry Hopkins und Felix Frankfurter (beide natürlich Jurienj nutzen wie alle übrigen ihren Einfluß aus, um ihren per- sönlichen Freunden zu helfen und ihren Feinden zu schaden. Bei Be.^etzung von Amtern denken diese Leute nur an sich und Ihre Freunde, In Staatsge-ich^ften sind sie ausgesprochen ,Ja-MÄnner", tür politische Betätigung fehJt et thnea an Be/Shlffung ujid ^Panze''faiist' ist auf ihn gerichtet. Ein Mandgritf — und In flacher Bahn saust das neucirtige Geschoß gegen den Panzer, Durch den Aufschlag d()6 Ge-6cho«6es auf den Sicihl de« Panzers werden dort augenblicklich enorme Energien verbunden mit hohen Hitzegraden ausgelöst, sodaß der stärkste Panzer solort durch Frit-dau (Kr«tifc Pettdu) wurde dem Gienadier Aloi' Schinko BUS Hflrcfqq das Eif.eine Kreu. II. Klai>6e verliehf-n. Gruiid niiiqehen lef llt;ol»(irhlun''|{»n, IJii-tersuchungen uu l Bi;rtit'ing;n dem Sehn-lungsleiter ein U M rl.ituoer e,m6glichon. auf wekherrj Sektor der Lrind- und f or-jl wirtschaJl der e.n/elut? Kriegsver^ehrl eingesetzt werdvii kiuin Rückkehr z\) r Scholle gesichert D'C Frfnlfje dir« h;sb<^r in flrf L.ind-wn tfif hidHirhen fiinsrhii!iirif)sitrt:if> tii'r ierjsversehrtc Solriiten ei/ olt wiidm, sind aller tJeachtunfj weit: Von d^n r ind ! f-idO 1 oiinehfn'^'rn der erF^en Kurso ! kfinnrn nur 45 auf Grund ihrer Krirqs I vorlel/ungen nicht mehr in der L.ind I und Forstwirtsch'ift verwendet werden I v/ährend allen liliriqen — trot'' nf» schwe er Kürperhelrirdeiungen dnn h Krifgsvri let-^ungen — eine Rückkehr zur Scholle und in den bäuerlichen Beruf mit nijlem Gewissen angeraten wer den konnte, weil jn gerade der Sektn: Lind- und Forstwirtschaft eine nnf>nd- Welches i^t min der Zweck und die i liehe Fülle von Heldtiqnngsmöglichkeiton Anfgalie der Landw^rtschaltürhen Ein-schuluncjssfätte für krierisvprsehrte Soldaten in Gra/-l;(jgenlierg, die die einz,iqc ihrer Art in den Alpen- und Donautjauen steht. Ich danke Euch im N?im«n des i Hauptaufgabe ist in einem em- und Postkarten sind derartig klein be schrieben, daß die §chriftzeichen überhaupt nicht oder nur mit einer Lupe entziffert werden können. Diese Verstöße müssen vermieden werden, da sonst damit zu rechnen ist, daß die Sendungen ihren Empfänger nicht erreichen. besonderes Interesse qeqolten habe, nun seiner Vollendung entqeqenqeht und bereits seit Wochen seinfim schönen Zweck dient. Sich an die Krieqsversehrtrn wendond, fuhr der Gauleiter fort: »Der deutsche Mensch will da« Bewußtsein haben, nicht unnütz auf der Welt zu sein. Auch die deutschen Krieqsversehr- Führer«, daß Ihr trotz des Schweren, da« Ihr erlitten, nicht wehklaqt und nicht verzagt, «ondem daß Ihi zurückkehren wollt in Euren Beruf, der am Anfang aller Berufe steht.« Abschiedeabend Der Gauleiter besichtigte hierauf eingehend das neue Heim der Landwirtschaftlichen Einchulungsstätte für kriegsversehrte Soldaten und seine Anlaqen, wobei er wiederholt seinei Anerkennung für das bisher Geschaffene Au'sdruck gab Anschließend nahm er an einem Abschiedsabend teil, der von.der Heim-leitunq für die scheidenden Kursteilnehmer veranstaltet worden war und um dessen Gelinqen sich vor allem auch die Frauenschaft von Eqqenberq I große Verdienste erworben hat. Nach einer Begrüßungsansprache de^; Schulungslei-ters, Dipl,-Aqraring. Kubitza, erfreuten Steirerlieder, gesungen von der Jugend-gruppe der Frauenschaft Eqqenborq 1, Mudartvorlesunqen, ein heiteier bäuerlicher Schwank Zithervorträqe und besonders die von Frau Aasam zum Akkordeon gesungenen volkstümlichen Lieder die Teilnehmer, die so einige fröhliche Stunden erlebten, die ihnen das Scheiden tu» diesem tchfinen Heim »Icherlich DoOi schwerer machten Ein schönes Helm Ja. es Ist ein schönes Heim, das da für unsere Ehrenbürqer der Nation aus der Land- und Forstwirtschaft qeschaffen wurde. Lichte, freundliche, peinlich saubere Schlafstätten —unter denen es ein eiqenes Steirercimmer und ein elqenos Kärntnerzimmer qibt — schöne Waschräume, ein geräumiger Turnsaal mit zahlreichen Geräten, eingerichtet nach den Grundsätzen der modernen Gymna-ttUc, ein betriebsSrztUche« Zimmer mit anschließendem Röntgenkimmer. eine zweckentsprechende große Küche, ein Bad, eine Nähstubo, helle Büroräunie, ein schöner Speisesaal und ein qe-schmackvoll ausgestalteter Vortraqssaal, dessen Wände Gemälde erster steiri-scher Künstler zieren, sowie zahlreiche Bilder au« dem bäuerlichen Berufsleben an den Wänden der Gänqe und Stieqen heimeln den Besucher qcradezu an und lassen die Fülle der Aufqaben ahnen, die zu bewältiqen, aber auch die qroße Liehe, mit der alle Beteiliqten bei der Um-und Au6 volle.s iMnfuhliiii'jsvermögfMi in die ser-und 'iörperllche Vaifassung dei Kriwjsversehrteii erfordert, liegt auf der Hand Die Aufgabe des Schuh'.iigslwiters und seiner Mitarbeiter Ist daher nicht leicht, aber schon die bisher erzieltem Erfol-^e «ind wohl der srhftn.-^te Lohn für alle Mühe, Gefallen für eine deutsche Untersteiermark Zwei Cillier Wehrmänner zur letzten Ruhe beit^csetzt Auf dem Slädtisc lifiii Frie.dhol in (ülli wurden am Donnorsttu| der Wehimdnn-schafts-Rüttentührer August .Srhummer, Kaufmann in Cilli, und der VV'ehrniann Johann Sfraschek, AiKjestellter des Kmo »Metropol« in Cilli, der Heimaterde übergehen. Sie fielen im bewafincten E nsdtz gegen landtremde kommunistische Banditen Als tapfere rntcrsleirer fanden sie den Meldentod inmitten ihrer Kanierdden, die Lied vom guten Kaineriiden erkl.ing, senkten bich die Fahnen und die Lh^on-salven gaben Kunde, daß zwei treue V/ehrmänner iti de .Standarte fb^rst Wessel eingegan(jf'n sind. Nachdem die Kranze und Blumen auf den frischen Erdhügeln niedergelegt und mit den Liedern der Matlon Abschied von den gafallenen Kameraden genommen wurde marschierte die Wehrmannschaft mit klingendem Spiel wieder ab unr! ehrte so d'p toten Kameraden, die als nnforsteirische Wehrnifinncr ihr Lebet! für eine d»^ntscbe '.^htcrf:>r''r'r-mark gaben. Ihr Nam'^ wird fiir immer unvergessen bU-ihen. Leistungsfreudige Betriebsgemeinschait Rege Arbeit im Kreis Rann Im Vormonat stand der Krens Rann Im Zeichen der politischen imd fachhchen Ausrichtung und Aufklärungsarbeit der Betriebe. In alkn größeren Orten vermittelten in Bet>iebsver«ammlungen die von der Bundesfühmng des Steirischen Heimatbundes eingesetzten und kreiseigenen Redner den im Grenzkrei« Schaffenden einen umfassenden ühe'blicV übe' die augenblickliche politische und militärische läge und strichen die verantwortungsvolle Stellung heraus, die den Retriehen in der deutschen Volkägt-mein-schaft zukomme. In Reichenburg sprach Kreisführer Swoboda vor den -Atbeit'skameraden eines Betriebes und bcfal3te sich eingehend mit den Problemen der Untersfeiermark und den .Aufgaben und Zielen, die den Betriebsgemeinschaften gesteckt «Ind. Tn weiterer Folge trat die Belegschaft eines Betriebes in Reichensteln zum Appell an und erhielt vom Leiter des Arbeltspolitischen Amtes der Kreisführung Marburg-Land, Pg. Kern, die Richtlinien für die Notwendigkeiten der nächsten Zukunft. Die Betiiebc der Bauwirtschaft, des llandels-Gewerhes un(' der Industrie sowie der Behörden und .Amter des Kreise« konnten in mehreren Versammlungen die Gelegenheit wahrnehmen, aus den .AufiführurKjen der Red- ner Pg, Ing. Bauer, Kreisamtsleitei Pg. MarkuB und Reglerungsam'ra.mn Petsch die Kraft und d'-'n Glauben zu schöpfen, von dem da« deutsche Volk in Tieue zu serinem Fiihrer bet^eel* ist. A.;s der Ei-kenntnis heraus, daf\ nur der Sieg Deutschlands und damit die Verwirklichung eines wahren Sozi il snins allein eine gesicherte Z'ik'.intt Mnd das Rechl auf .^r^>eit und Bro' gew'ihrleiflef. erwachse für alle Srh-ifferK'r'n — ob H ' triebsiiihrer oder GefoliT-.minn nh'i" \ is rahme — dir- Pllnhf qc'S.im'fn Ki.if-te im Kamptahsi hnilt der Heimat für d;f Erringung des T-nd^ ■"ijcs ein/uisetzen, D ' Redner beleuchteten weiter den heroischen Heldenmut des dentochen Soldaten tums und die an seiner Seite würdig d.i stehende Lelstunqf- und Widerstand«^ kraft der schciffenden Heimatfront in d'e sem Kriege. Es sei d-riher — so führten die Redner weiter aus — ein Gebot de' Stunde, daß sich Retrlebsffihrer und Ge folr^männer zu einem granitenen R'ork un/.erschenbarer I.ei'slnngs- und Srhirk-salsqemeinschf ft ru«.i:nme;isrhwe-Ren und mit allem Nachdruck den H'^sfrehun-gen unscer Gegner, d e y?e\ö'kfninq des Landes durch Bandei'.nv.vosen und Feind-agitalion zu beunrnh'qmi unr! «ie !m C'ilauhrn an Peutschl-ind und den Sirq zu beirren, entqeqenzu'icten. Cilli und se?ne Volksbildungsstätte Interessantes Programm für die Monate Mai und Juni Die Volkebildungsstätte Cilli beschließt ihr Arbcitßjahr mit einigen sehr interessanten Veranstaltungen im Mai und Juni. Am 24. Mai spiicht Landrat Dr Banholzer über Wilhelm Fusch. Voi trage aus den Werken dieses großen deutschen Humoristen und zahlreiche Lichtbilder unterstützen uid vertiefen den Vortrag. Am Samstag, 3. Juni lührt Dr. Gerhardt May seine Hörer durch die schöne alte Sannstadt Cilli, zelqt und erklärt ihnen die zahlreichen und interessanten Denkmäler aus der bewegten und großen Vergangenheit dieser Stadt. Diese Führung, die unter der bewährten Leitung des besten Cillier Heimatkundlcrs steht, dürfte auch unter den In Cilli tätigen Einsatzkräften reges Interesse hei'vor-rufen. Im Juni wird die Volksbildungsstätte weiter« einen sehr hörenswerten Vortrag über das Thema »Das Wunder der deutschen Ernährungswirtschaft im Kriege« bringen. Stabeleiter Paul Mertznich, der vielen Hörern aus früheren Veranstaltungen bereits gut bekannt i»t und pa Sehib vor Serinqapatam (1799) wieder kennenqelemt und beri der Be-achieAusiq von Bouloqne (1806) und Ko-penhaqen (1807) anqewendet. Die Ge-«choßrakete wurde durch den Dänen Schuhmacher beqründet. Verauche mit Raketenfahrieuqen auf Schienen zeiqten, tag wiederum die Spiele um den vom verstorbenen R*lchuportführer too Tschammer tmd Ostan gestifteten PuÄ-ballpokal aufgenommen. Am Programm standen drei Begegnungen, In denen die Gegner der eteirischen Vorschlußrun-denspiele ermittelt wurden. In Marburg standen sich Im bedauer-Ucherweis« r«cht spärlich b«s«tzt«n Ra-pldstadlon Rapid Marburg und di« BSG Westen Clllt gegenüber, dla sich einen überaus wechselvollen Kampf lieferten, | aus dem nach zeitweise aufregenden ; Spielmomenten' Rapid Marburg mit 2:1 (hl) siegreich hervor^ng und sich damit den Weg Ins SemIflneJe ebnete. Rapid Marburg bot auch die einheitlichere Leistung und ledgte vor allem nach dem Seltenwechsel ein gediegenes K(^en auf, obgleich die Cilller nichts onver-«ucht ließen, um Ihrerselte zum Erfolg zu kommen. Zuweilen sah die Situation auch ganz danach aus, aber die Marburger Abwehr war stets auf der Hut. Der Kapfenberger Aichmaler, ^er wiederum großen Schwnng In die Angriffsreihe brachte, erzielte auch beide Treffer. Für Cilll war Tschatter erfolgreich. Spielleiter war der Grazer Schie^rlch-ter Zinter. Im Vorspiel trat die HJ-Elf des QAK aus Graz zu einem Vergleichskampf gegen die Fußballer der Deutschen Jugend des Bannes Marburg-Stadt an und feierte mit 6:3 (2:1) einen ziffernmäßig allzu hohen Sieg. Die Grazer brachten allerdings enormen Offensivgeist a\if, während da« Tor der Untersteirer schwach besetzt war. In Kapfenberg trat der steirtsche Meister gegen dla wieder erstarkte Elf des LSV Zeltweg an und mußte zur größten Überraschung seiner zahlreichen Anhänger eine knappe Niederlage einstecken. Die Zeltwcger siegten mit 1:0 (1:0) und bewiesen damit, daß sie sich auch in den noch restlichen Melsterschaftssn' l(>n eine ausschlaggebende Rolle zu spielen anschickten. Die dritte Begegnung zwischen Reichsbahn Graz und Puch auf Grazer Boden entfiel. Rosenthal siefjreich Nur ein Pfldhtsplel In der Steiermark Der Kampf um die steirische Fußballmeisterschaft fand am Sonntag in Rosenthal sein« Fortsetzung. Dort hatte die TuS Leibnitz gegen die BSG Rosenthal einen schweren Kampf zu bestehen, In dem sie nach vergeblichen Versuchen dio Waffen strecken mußte. Die Rosen-thaler behielten mit 5:1 (2:0) klar die Oberhand und heimsten damit zvwil wertvolle Zähler ein. In der Gruppe A kam gleichfalls nur ein Punktesplei am Sonntag zur Entscheidung und zwar schlug der GAK die RSG Milrzzuschlag mit 4:1 (4:0). Das Spiel fand In Mürzzuschlag statt Die letzten Acht Um die deutsche Fußballroeisterschatt Im großen Meisteieohaftsrennen der deutschen Fußballmannschiaften fiel am Sonntag die große Entscheidung In der Frage nach den Teilnehmern der letzten acht Endkamptspielgegner. In der großen Kampfstätte dea Wlen«i Praterstadions trat Vienna zum Wett-kanipf gegen den STC Hirschberg an, Wie nicht anders zu erwarten war, reichte das rein technische Können de* MeisterschaftsneuLings STC Hirschberg doch nicht aus, um in Wien ein« so geschliffene Mannschaft wi« Vienna aus dem Sattel zu heben. Die Hirsclibeig«r zeigten zwar einen vorbildlichen Eifer, fielen aber immer dann, wenn der Tschanuner-Pokal&leger zu energlecheo Aktionen ansetzte, entacheiuleind zurück. So stand «i be4 der Paus« b«relts 5:0 für die Wiener, und damit w«r der Kampf nach 45 Minuten schon «DtachledeD. Verletzungen von Ploc, für d«o Mltl«l-Stürmer Fischer dann las Tor ging, und Holeschowsky mußten sich aber nach der Pause auch für Vienna auswirken, und 60 gelang es der Elf aas dem Riesen-gelyirge, zur Enttäuschung der rund 15 000 Zuschauer, dieses 5:0 bde zum Schluß zu halten. Wenn Ihnen nicht einmal das Ehrentor vergönnt war, so lag das In erster Linie an der ganz ausgezeichneten Form des Wiener Mittelläufers Sabeditsch, der Machate wirkungsvoll zu decken verstand und damit die stärkste Angriffskraft des nleder-schlesischen Meisters lahmlegte. Die Tore der Wiener erzielten Decker und Holeschowsky je zwei und der Linksaußen Widhdlm. Die Ergebnisse der zweiten Vorrunde waren: SV Wllhelmhaven—LSV Hamburg itl, KSG Duisburg—FC Schalke 04 2:1 (1:0)1 I. FC Nürnberg—VfR Mannhelm 3:2 (0:2), KSG Saarbrücken—FC 93 Mühl-hausen 5:3 (2:1), FC Vienn« Wien—STC Hirschberg 5:0 (5:0), Dresdner SC—Borussia Fulda 9:2 (3:0), Hertha/BSC—SV Holstein Kiel 4:2 (3:1), SV Groß-Bom— VfB Königsberg 10:3 (5:1). In Clin entfiel das Handballtreffen zwischen Westen CUll und Rapid Mar^ bürg. Westfalens Fechtmeister wurden in Dortmund ermittelt. Dr Chlchockl (Eintracht Dortmund) siegte Im Florett und Dr. Stabenow (SG Dortmund) Im Säbel. Bei den Frauen wurde Hilde Schimmel Meisterin. Hinausstellen auf Zelt auch Im FuBball. Auch im FuBball qlbt e«, was allerdings weniq bekannt Ist, ein Hinausstellen auf Zeit. Das ist der Fall bei den Spielen der Mannschaften der Jugend, Feldverwels auf X«it M nft ToHer Afcaldit la die W«ttepl«lb«stlmmimg«n für di« Jugend-•plel« aufgenommen worden. Es Ist «In« «rzleheriach« Maßnehme, bei der dem Schiederichter ndcht da« Recht zusteht, zu prüfen, ob d« grundsätzlich richtig lat oder nicht, er hat nur lu üb«rl«iiim a«i Sklaverei. Danach erfolgte dla Bedrük-kung durch amtliche Maßnahmen. Eine der blutigsten Schlächtereien veranstalteten die Engländer nnter der Ne-gerbevölkenmg Jamaikas, ala dleae aldh In einem ohnmächtigen Aufstand Im Jahre 1865 erhob. Damals wurden, nach Niederschlagung des Tumulte«, hundert« von Negern erschoeaen, «twa tausend, darunter auch viel« WeH>«i, ausge^ peitscht und ihre Hütten niedergebrannt Die englische Regierung berief zwar, unter dem Druck des empörten »Weltgewissens«, den für die Schlächtereien verantwortlichen Gouverneur Eym ab, dla weitere Untersuchung aber wurde In der üblichen, scheinheiligen Weise vertuscht und niedergeschlagen. Wie Dr. Petlot sieb Terriet Di« Nachbarn de« Massenmörders tlot In der Ru« 1« su«ut wurden am Freitag vom Untersuchungsrichter ala Zeugen vernommen. Ea ergaben sich dabed iwel neue Einzelhelten: Mehrer« P«rsonen hatten «inlaa Mal« au« der Mordvilla nachts Hilferufe gehört Als dne Nachbarin daraufhin einmal ihr Fen«t«r Offne-t«, hdrt« «i« kein« Ruf« mehr, aber Schritte auf dem Pflaster dea Hofes. Elqentümllch let femei, daß mehrere Personen aussaqten, Dr. Petlot sei In der Straße gesehen worden, als er, den Gerichtsakten zufolqe, im Gefänqnl« saß. Auf entsprechende Einwände des Unter-suchimqsrlchters behaupten die Zeuqen, daß er Dr. Petlot wirklich qewesen sei. über die Gewohnheiten des Nachbarn Petlot sagten die Zeugen aus, daß er seit zwei Jahren oft. Im allqemeinen gegen 18 Uhr, in seine Villa mit einem Fahrrad, oft mit einem Anhänger versehen, kam. Sechs Monate vor der Aufdeckunq der Mordsache bis zum Bekanntwerden der Massenmorde kam fast jede Nacht qeqen 23 Uhr ein Pferdefuhrwerk, das vor der Mordvill^ Halt machte Die Zeuqen äußerten eich schließlich, wie es zur AufdeAung der Mordserle kam.« Am 6. 3,, also fünf Tage vor dem Einschreiten der Polizei bemerkte ein In einem der Mordvilla qegenüberlieqenden Haue wohnende« Ehepaar einen dichten Rauch, der aus dem Schlot aufstieg und einen entsetzlichen Gestank verbreitete. Als eich das qleiche am 11. 3. ereleltskrAfte, die die deutsch« Aibeitsleiatunci zum qrfißten Teil erreicht hStten. Das sei nui möglich, well hinter dem Arbeitsprozeß heute eine Idee stehe, die flanz Europa beherrsche. Bei der Behandlunq der Fraqe des Bedarfs der deutschen Krleaswirtschaft selbst müsse immer wieder die Forde-runq erhoben werden, daß die Wirtschatt den rationellfiten Menscheneinsatz betreiben müsse. Der Mensch eei in Europa das kostbarste Gut, was wii besitzen, und seine Arbeltskraft sei der einzige wahre Reichtum, mit dem wir auch entsprechend sparsam umgehen müßten Die Ausländer müßten korreict behandelt werden. Wenn man stark sei, könne mnn auch qerecht sein, um dem deutschen GewissenloMr Verbrecher ka Klaganfurt hatte lieh kürzHcfa der aus Selzach, Kreis Krainburg, stammende Josef Bergant wegen Vorbrechens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung zu verantworten, Der Angeklagte hatte zu Unrecht vier Jahre lang die Lebensmittelkarten doppelt bezogen, indem er ohne Wissen seines früheren Vermieters a\ich nach Aufgabe seiner Klagenfurtei Wohnung sich die Lebensmittelkarten jeweils zu Beginn der Fälligkeitsperiode strafbar verschaffte, während er an seinem neuen Aufenthaltsort die Lebensinittelkarten an sich bezog. Der gewissenlose Verbrecher, der durch seine gemeingefährliche HarwllungswHse sich schwer ge^en die Kriegswirtschaf tjsverordnunq versündigt hat, wurde w drei Jahren Zuchthau« verurteilt. der Wirtschaft Volke weiterhin durch den Auslander-eio&alz zuiätzLchs Arbeitsleistung zu er m&o Liehen. Ein Sonderlo4> aebOhre in diesem Zu-sammenhanq der deutschen Aibeitsver-waltung. Die deutschen ArbeJts&mter seien elnjnalLq auf der Welt. Nur mit dieser Orqanisation ss! et bt& jetzt immer möglich qewf^en, die Menschen dort einsetzen zu können, wo es notwendig war. In der Praqe der Lohiiqestaltunq sei allein das eherne Gesetz, daß Preise und Löhne in Relation bleiben müßten, maß-qebend. E'.ne Leiötunqssteinerunq für das Leben unseres Volkes sei weileihin nut-wendiq, eine Steiaerunq nicht nur in Qualität, sondern (iU(li in Mrissp und Zahl. Dann könne der deutfiche Soldat alle qestellten Aufgaben meistern. Beispiel Rohwolle Ein ganzer Weltjahresbedarf an Rohwolle lagert zur Zeit m den lünl führenden Wollproduktionsländern und wartet auf Absatz nach dem Krioge Mit größter Sorge sieht man deshalb in Neuseeland, Australien, Südofrika und dem La-Plata-LÄndem rte^i Schwierigkeiten entgegen, die das Kriegterwie für die Wollwirtschaft mit sich bringen wird, Eine »Welikonfe-enz« der Schafzüchter soll nach typisch angelsächsificher Manier Abhilfe schaffen, ohne daß zu sehen wäre, wie die« gesrhehen soll. Die überseeische Wollerzeugung ist zwischen den beiden Kriegen um fast zwei Drittel gestierien und hat sogar noch während des Krieges weiter duf etwa 4 M d. Ibs zugenommen. Um bei Kriegsbeginn einen völligen Zukommen-bruch zu verhindern, kaufte die engli- ' sehe Regierung die gosaniten Woll-srhuren der Dominions für Kiiegsdfinpr auf, während die USA den H.inptteil d« Wollproduktion in Argentinien und Urxiguny Übemihmen War auf diese Wels« wenigstens fmmxiall slnp Siche- rung für die Srhafzüchter erreicht worden. so zeigte sich doch bald, daß dei Kneg das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Bedarf völlig gestört hatte. S'-hiltsrdummange! und Arbeiter knappheit sowi« der Wegfdll der Achsen-oiachte als Abnetimer bewirkten, doJ die Wollt in Ubersee liegen blieb tn .iesigen Mengen gestapelt werdeo mußte. Neuerdings haben di« USA ihr« vVoilkAufe in Südamerika bereits scbarl gedrosselt, so daß sich dort auch schon finanzielle Sorgen'ankündigen. Das Hauptproblem für die Schafiüchter ist gegenwärtig die wälirend des Krieges außerordentlich gestie ruqclatscnl SONDFRVERANSTALTUNGtN! Montiir] nionst-Mi ind Miflwirh, iipi IMp Werner, Carl Raddali Ida WOil, H«ini Goe- dfckp, II. A. Srhipitow tn einem bunten Zuq um Srtiirksalß iinH Mi'nschon Das Wunschkonzert Fflr Juqila4 So 14 17 U 19 tO tlhi Bla elnirhllpBIlrh OonBpritag, da# II. Mal Ein glücklicher Mensch mit Vlklo, dt K"wa Ewald Balaer, Maria Laodroch. Gu«Uv Knulh. Spiülleitunq Paul Vethoeven. rai Jugindllche unlei II Jahren alcbl cugelatieDl Marrhcnvotulellung; Montag, B. Mal um 14.30 Uhri Schneeweißchen und Rosenrot Metropol-Lichtspiele Cilli SpieUeit W 17.JO und 20 Uhit S 15 _17jO_und_jO_t^ Monlag, > Mal Die keusche Sünderin Ein Bftvarta-Film voll rtulmiintetndnm, urwOrhilgoiu Humor mit jop StUrkel BiUe Aulinnei Margarelt tldagcn, Karl Skraup und Joiel eichHelm, — Ni) d. Büheln Mittwoch, 10, und Donnerstag II. Mal. um 19.30 Uhr Die Auiloüe der liahleii llumurlsten ilni Pihn! Jnhan-nei H I-rs ""'i'! K>>'np, Theo 1.Ingen, Gukll Woll. Das Abenteuer ßeht weiter rflr Jugendllrhu unter 18 Jahren nicht lugetaaaeal Ton-Lichispiele Stadttheater P e 11 a u HptelMlIi W 17 19.45, Uhi, S 14.30. 17, 10.45 Uhi Montag, B. Mal Werner Kraus, Malhia» Wlomann, Dirald Kreuli-bprg, Martin Urlel in dem Leben und Werk dei giubeo deultchen Nrr'as »Paracelsus« FOr Jugendllihe untvi i« Idhitrit ntrhl «ngelaainnl Lichtspieltheater TrilaU Montag •. Mal »Ein glücklicher Mensch« FIn ToUls r-ilm mll Ewald Baiser Viktor d« Knwa, Gustav Knulh und Maria Landrock. — Musiki Prof. Clutnptis Si'hmnlttlch, Spiclleitunqi Paul Verhoavsn. rur JugBiidilche univi 14 Jabipp alcbl lugelauus. Montnu, B. Mal- K R I S C H N A. X Amtliche Bekanntmachungen Geachäftszahl: A 98'43—9. Einberofamt clneit erben, acssen Auienihnli nnbcMonnf ist Hergold Johana« geb Andrellz, Auszügle-in m Gradisch Nr. 52, Gemeinde Windischciraz, ist am 11. März 1943 qoslor-ben. Eine letzlwilliqe Anordnunq wurde nicht vorgefunden. Hergold Franz, qeb. am 8. Dezember 1899, zuletzt wohnhaft in Gradisch Nr 52, dessen Aufenthalt dem Gerichte unbekannt i«t, wird aufqefordert, sich binnen sechs Monaten von heute ab bei diesem Gerichte zu melden. Nach Ablauf dieser Frist wird die Verlassenschaft mit den übriqen Erben und dem für den Abwesenden bestellten Kurator, Herrn Viktor Herqold. in Grodicch Nr. 52, abgehandelt werden. 2350 GERICHT WINDISCHGRAZ, am 4. Mai 1944, Kleiner AnzeiC?er ledt* Wo»! ku»1 tili SieliciiqhiMi n Hnt da« fptIqHfIriK kt« Won .'P R(>l 'Hl r.pl,| Rf. ,iilniHnv»r^,.|- B und D 8pl liifc fctl(|('diiirl(Ir W >il t() Rill '<■> illt 'ihr\qi"r, Wottrtri?»"iqen 10 Hpi ias fpliqcdiiK lc'< W .n )|] P(i' Dt* Wuripreis qi|l bi> /u 12 f^nrh !f Wofi Kl nwMiU|t*h!jhi .\rvupbolf i* Rpl bpi ?u«pnriiinq rlnri |i Hnd ndm M Ih,j^ >• H pl .Xusk iinO*'.|f'hOht 'ili An/»l qBn ntil (Ifn- ^'»rnifrK Au»HiinM .n Ic wultiinq "Ifi <'«lle Ii H|)i 'Vitcuipii Ai.ii.ihui- .\ni r«()«. um Pt^i ht-itiMi inT- Iti il'ii KlpiTif ^n/i'iti^n »'(»rf't'n 'mi ^'orriii'-.pddnnn rtec Bp 'nifl».» ail"Ti M|. ^,Uh. t lutrii'M, in.ri.-rc Uli Kle rip An <.|n» I HM ' PETER MILANKOWITSCH, Luftbau-Obermelster THERESIA MILANKOWITSCH qeb SUPANITSCH qrüßen als Vermählte! Marburg'Dr., den 6, Mai 1944 Damenstiefel Ii 38 tausche leqen Gniserer od Snortfichuhe — Luisengasse 24, Thesen bei Marburq-Dr 3.565-14 Realiffiicn und Gcrtch.'iltPV(P;r''t^br Klolncs ru-inlschlwatenaet.rhdlt mit Trafik sofort zu veikdufen. Adresse in der »M Z.« 3.'j7ü 2 Zu verk^^nfen Sendet tien ^oldnter- fit* • Mnthtirßvt Zeihmift in dt* Prnnt' wmmKmmamm Rohenret/linge, Weischrieslin^, 600 Stiitk, zu verkfiiftn A .li Alois n'firhnigq, r.art'ni!-) 'q 22 -_Pqsl Ober-Kunic|und. 3t3()7 :i Obslprpsse, mittelcirnn Bodon hp-schddiqt. zu verknufon um 600 RM, Adr.; Tisih'f^roi, G rt-7.erf;traf\e 133, Ltiiter^hprq — Marburg-Dr. 3606-3 Hellgrauer Somni'^ran/uq m t dTZunas-Jendem Ilcnvl für 10 bis Iliähr, Kniib-n V'^kfiif. (P.M 130—) Adr in der V •'■w'. der »M Z,«. 3611-3 7ii ' Schmerzerfüllt geben wir die*traurige Nachricht, daß mein innig»tgeliebter Gatte, uneer Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Ferdinand Hartinj2;er Groflkaufmann und Hausbesitzer am Sonnlag, den 7. Mai 1944 im Alter von 73 Jahren nach kurrer Krankheit sanft entschlafen ist. Die Beisetzung findet am Dienstag, den 9. Mai, um 16.30 Uhr, von der Kapelle de« Städtischen Friedhofes aus statt. Die Seelenmesse wird am Mittwoch, den IG. Mai, um 8.30 Uhr, In der Franzlskanerklrche gelesen. , Marburg/Drau, den 7. Mai 1944. In tiefe? Trauer: Anna Hartinger, Gattin) Ferry Hartinger, Bäckermeister, dzt. Oblln. d. R,, Sohni Gerllnde, Enkelin. Kan/Ieikruff, howand in Inhn-vcTprhnunfi, Burhh 'Itunq Ma Thinsrhreilipii wird sofort auf-riPiionvTiRn hoi Maureririo stör Kvpder Ilocheneqq 87. Woh-nunn voihanden. 2324-6 iNrtchtwächler für Textilfahrik iii Cilii drinqend qefcuch' .-Nn-Mciqc erhp'oii unter »Nr 2''.28'< c-n d o »M. Z.«. 2328-,6 Kellpt'rln rl ingend gcsucht. .^nfr'igon Burgkalice.^, Mar-|lmtfj.Drdu. 3.5-18-6 ! Rurhlialteriii, tüchtiq erfahrene j Kraft, wird von qröflorein alt I pinqpführtcni Union-, limrn für I dauernd ijosucht. Antruqe a d | M Z.«, unter »Diiu^-rposten . 3500 6 ! Zu miclon gesucht 1 Fraulo^in, Mandolsannestellte, I mit cuionfcr Btnlwasche, sucht ^ ^ " . möbiit rtci odei leere.s Zimnir-r llonfervjtrtugen, Piloten, .^bfall- n^jt streng separiert. Einqanii, Ichten, kauft V\'illko,iituhi)f ,iii] hobsien im Bereit Ii iK'r VVachficnberq. 36(") •! Oit^giuppe VI Angebut, c,be- Srluihgt'srhdll Liikes( b. Danksagung Wir danken auf dle«em Wege allen, die meine nebe Gattin, unsere gute Mutter, Frau MARIA KRKLGTZ auf ihrem letzten Wege begleiteten. Femer sei der Freiwilligen Feuerwehr und für die überaus zahlreichen Kranz- und Blumenspenden herzilchet gedankt. 3604 Pamlllen! KSKLETZ ~ JUBITSCHKO. Stellengesuche BIManzhiirhhalter üb'^rnlmrat .AlMichlüsfse, Führunq etc. für Nachmittage Anträge unter »300« an die »M, Z.«, Cilli. __________ 23.52-5 Kraftwagenlenker für In- un>i Ausland, nüchtern und verläßlich sucht Großuntcrnehmunq in der Provinz. 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Mai, nuMiien Schitni im Ge-schctft N'cinI milnalim, wurde arkannt Bitte um Rückstellung au da^ Gcschält Me:n] oder an d M Z.<, ansonsten wird An-ie^qe erstattet 3610-13 Verscil'pr'pncs Pansche Häsin Blauwlener mit .hiiKieii sowie Mantel und ^parh ul qeqen Herrenfahrrad jcler lasthenu'u Rudolt-Waq-ner-GaeM- 2 Rrunndorf. 3602-14 Trtusrhe fichwar/e, eleqante, Sjm srb-Dtimensrbuhe Nr. 37 -sehr qut eihiMen qeq Opan kon |v.'"iR od. schwarz) Nr. 37'-.' Sitar A., Naqystrriße 16, M.irl>urq-Dr,___3597-U Mast lilneMes rullhodenschtel-fen! Mte, rauhe und dunkle Parkett sowie Weichholzböden «rhle fen wir mit rler deutschen 1 lorhlei.stnnqsmnfirhine wie neu Verpinjr,|p P,irketfentisch-l-:"-, Graz, Radetzkvstraße 3! Ruf: 33-84. .^^fr,■ Voqel Vin-•enz. Marbiirq-Di . Gaswerkstr 15^__3556-14 rotoapparat, tadellos. Karten nrnßp. ledertasrhe. M ssinq fitdiiv, tausche gegen Herren Wintermantel, .AnqiMinte an dir "M. 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MARBURGER ZEITUNO DIE GESCHICHTE ALS LEHRMEISTER Bruno Brehm vor dem nlcninmd Arilrtßhch der Eröffnunn einer Vor-trtigsruiht; ToliLiScho Ciz.oJiUiiy. des GdUotiidentcnweikes i.u ^^LKlitoriunj Maximum dt:r W.enei üniv? « tat ergrüf drr Dichter l^.uno Crohra düä Wort zu einem bi;deu;sjin?n Vortrag ubei dtife Th\'imd 'D;i> Clißchiclitc als LehrmejStei«. Zuridchst qrdeichte er dos im üiiten gefallenen Histonknrs Kai Richard Gant-zer, der in t f>r Ge^chirhtt^lorfechunq nicht a.ne Gf:niL'f1erfreade oni ejigtlernlen VV'isfien sond'Tn iu erster Linie eine Ril-dimq dci Chnrnktc-ti 6tih, um Slrcben nach innerer Zucht und nach de-m Gefühl für dos uf.bt>dinf|te Muß, das allen h'.3türiScJieji GerjcLehn.esen schicksalhaft zjfirundelieqt. In fieiner lehendiricn, bildhaft eindringlichen Sprache lic!l Bruno Brehm sodann die Hüier an winni Eilebnissen als Offizier des ersten Weltkrieges und an den Gtjsprarlien rait den jungen Soldaten dietie«i K .eqes teilnehmen. Alles, wa« diose junciun Men-schon heute selbst er-k'bton und au« ft.qener Anschauung ken-nenlernl<"n, dr.s bereichere, so fahrte er «US, ihr qefidiichlHchea Wissen mehr und forme ihicn Charakter stärker als alle G^sch'fhtftbücher zusammen. Was mancher durch schwere Verwundungen auf den Kri&issrhuuplätzen körperlich verloren hätte, dnzert übe?/ou'iende Proben feinsten Mnsizierfns m't vier kleinen Trios von Ph. E. B. ch, die erst vor kurzem aufgefunden wurden, mit dem Ke'iehtatt-Trlo ycni Mozart, Brahm« Klarinettentrlo und Variationen über f)n volkf^tflmlirhes Thema von Rir'hard Rftfller, das eine Neu-erschc-inung auf dem Geh'et der Kammermusik Ii'erat ur bildet. Die drei Meister ihrer Instrumente: Prote<;sor .-\lfred R'ch-ter von der Berliner StaiMskapeUe, Pro-iessor Juliufi Di>b!ke von der B'^rliner Musikhochschule und Pro'owor Walter Schulz von der Mu^ikho^-h^rhule Weimar, konnten sich r'urch ihre Vollkommenheit d''S Zu^.iimmen«;piels, S'off- und Tonbeh«rrschunq wio bei ihren früheren Besuchen in Graz, dankbaren Reifall er-rinqnn. Der Leiter de^ Slaalllchen Srhan^plel-hauses In Hambnrq und des Kle^inen Hau- • SOS in Altona, Staatsrat Karl Wü^tenha- j gen, Ist in Anerkennung seiner Verdien- j fite um Hamhurq« Theaterlehen zum Ge- | n'^rnüntendiintf II ermnnt worden. Der Gauleiter ehrte einen Erfinder Die silberne Ehrennadel des Dr. Fritz-Todt-Preises für Dr. Ing. Walter Hesse Mit der Siiltung des Dr. Fritz-Todt-Picatiesi wollte der Fuhrer einem seinur treuesten Mitarbeiter ein unveigaiiqU-chei» Denkmal setzen und besoldeten erfinderischen Leistunqen, deren suhöp-ferischei Werl nicht nur für Wehrmacht und Wirtschaft entscheidend sein «sollte, sondern auch durch den persönlichen Einsatz de« Erlinders bestimmt wird, sichtbare Anerkennunq qeben. Die drei Stufen des Preises werden mit der qol-denen Ehrennadel durch den Führer und mit den Ehrennadeln aus Silber und Stahl durch den zuständigen Gauleiter auf qe-meinparaen Vorschlaq des Gauobmannes der Deutschen Arbeitsfront und de« Gau-amtsle'ters für Technik der NSDAP verliehen. Durch die damit verbundenen namhaften Wertpreise soll mit der Anerkennunq der Leistunq qleichzeitig das weitere Schaffen des Preisträgers gesichert und gefördert werden, Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Uiberreitlier überreichte am Donnerstag in der Grazer Landstube in Anwwon-heit ftihrcnder Männer au« Partei, Staat und Wehrmacht, sowie von Verlrotem der Wissenschaft und Technik und von Betriebstührem stolrischer Großbetriebe die im Gau Sletermark erstmalig zur Verleihung kommende silberne Ehrennadel des Dr. Fritz-Todt-Preifics an den steirlschen Erfinder, Parteigenossen Dr. Inq. Walter He<;«;e Der Gauleiter wür-diqte das Verdienst der schöpferischen Menschen, die zu allen Zeilen den Fortschritt der Menschheit bestimmt haben. Er hob hervor, daß die Leistimq solcher Menschen, vor allem zu einer Zeit, da wir in einem unerbittlichen Krieg, einer inatcrielien und zahlenmäßigen Uberle-qerüieil des Geqnex« gegenüberstehen und sie durch größte Leistunqsfähiqkeit und Hingabe ausqleichen und überwinden müssen, von entscheidender Bedeutung ist. Dem Erfinder sprach er «einen herzlichen Dank aus. Er gab «einer Freude Ausdruck, als Erster Hobeit«träger unseres Gaues Ihm diese hohe Auszeich-nunq zu überreichen, und «prach auch die iloffnunq aus. Um noch zu weiteren Erfolqen beglückwünschen ru können. Parteiqenosse He«se, der nach Vollendung «eine« Hochschulstudiums, wie viele andere Volksgenossen in der damaliqen Zeit, zu bedrückender Arboitslosiq-köit verurteilt war, schilderte, wie schwer e« war, endlich in bescheidener Stellung bei den Bundeebah-noji ein Unterkommen zu finden. Anschaulich qab er ein Bild seiner vielen Versuche mit allen unvermeidlichen Rückfichläqen, bi« ihm endlich der Erfolg zuteil wurde. Tief bewegt dankte er für die Ehriuiq als schönsten Lohn für «eine jahrelanqe Arbelt. Dr Walter HM«e wurde am 12. April 1903 In Gotische« qebor^n und trat nach Vollendunq «einer Studien an der Grazer Technischen Hochschule im Jahre 1923 In di(» Dienste der ehemaliqen Bundesbahn. 1937 wurde er an der Wiener Technl' sehen Hochschule mit Auszeichnung zum Dr. der Technllt promoviert. 1938 übernahm ihn die Deutsche Reichsbahn und ernannte ihn zum Leiter der technischen Ableilunq einei obersteirischen Reichsbahnausbesserungswerkes Seit kurzem ist Dr Hesse WerJcsdireklor eines größeren Reichsbahnausbesse-runqswerices geworden. Er gelangte nach jahrelanqer Forschung zu einer neuen Theorie des Raumbildes, die es ermöglicht, plastische Bilder von Gegen-«t&nden herzustellen, die sich optisch wie wirldiche Körper verhalten. Das darauf begründete optische Verfahren zeit' «parender Umrißmessung wurde von Ihm erstmalig im opti«chen Wagenradsatz-MeBstand eines obersteirischen Reich«-bahnausbesserunqswerk^s erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Die Ansicht hervorragender Fachleiute bekräftigte die Meinung des Prüfungsausschusses, daß es sich hier um eine außerordentliche Erfindung handelt, dl« wissenschaftlich und praktisch für die ganze deutsche Wirtschaft von Bedeutiuiq Ist und daher bereite das besondere Interesse des Reichsverkehrs-ministerinms, sowie des Rüstungsamtes des OKW gefunden hat. Durch Heeses Erfindung köiuien, zum Beispiel bei der Uberdrehunq von jÄhrlich etwa 100.000 Elsenbahnrädem nicht weniger als 1000 Tonnen Stahl erspart werden. Die Feierstunde der überrelchunig, dl« mit dem Wort atis »Paustt; »Nur d«r ver^ dient sich Freiheit wie das Leben, der tigllch «i« erobern muß« einqelelt«t wurde, war durch Panfarenklftnqe nnd MxislkvortrAqe des HJ-Gebietsmuslkzu-qe« feierlich umrahmt Wenters „Kaiserin Maria Theresia" Uraufführung Im Wiener Burgtheater Josef Wenter hat sich, wie seine Werke von der Deutfichen-Küiser-Trilo-gie bis zur »Schönen Welserin« zeigen, bei aller spannungsvollen Dramatik immer hingezogen gefühlt zu dem in der Stille Reifenden, zum wurzelhaft Wachsenden, mit eLnom Wort, zum Mütterlichen. Das mag ihn wohl zu Maria Theresda als der Heldin seines neuen Dramas hingeführt haben, denn In der Kaiserin versinnbildlicht sich in einem langen Leben voll Freuden, aber auch In vielen Schmerzen und in einer werhsel-voüen vierzigjährigen Herrschaft das mütterliche Prinzip am elementarsten. In der Zeit von 1765 bis 1179 baut Wenter seine drei Akte mit sechs Szenen hineini Zu Beginn hat Maria Theresda ihren Gatten, den Mitregenten und deutschen Kaiser Franz, verloren, Sie Ist von diesem Schicksalsschlag ins Herz getroffen und will sich wie einer Ihrer Vorfahren, Karl V., für den Rost ihrer Tage In« Kloster zurückzieh^.n. Erst die mütterlich« Sorge um dai Reich fesselt sie wieder ans Leben. Wir verlassen tl« vierzehn Jahr« Bpätfti als ein«, die mit dcrn Leben abgeschlossen und »ich in unwandelbarer Treue zu ihrer mütterlichen Sendung vollendet hat. Josef Wenter erspart uns mit der Ökonomie eines echten Dichter«, das Ste hen Maria Theresias mitanzusehen Aber wir wissen, wenn wir von Ihr Abschied nehmen, daß »i« nicht mehr lange zu leben hat. Wenter will uns Maria Theresia In ihrem irmersten Wesen In Ih^er zartem Größ« vergegenwärtigen. und so hat er gerade dies« Zeit von 1765 bis 1779 für sein Drama gewählt) denn In diesen Jahren kümpfte sie ihren schwersten Krtmpf, den gegen ihren eigenen Sohn gei3g£jahr erneut beweist und darüber hinaus bezeugt, daß Kunat und Volk gerade in dieser ach'wer«n Zelt fflr Immer zueinander gefunden haben. »Et Ist unserer Führung tatsächlich gelungen«, so rief der Sprecher aus, »das Kunslinter-efise neu zu erwecken. Und man muß es wie ein Wunder ansehen, daß Werke unfifirer heimischen Künstler, die vielfach einst nur mit Zurückhaltung betrachtet wurden, heute ihre volle Würdigung finden.« Besonderen Dank sprach Architekt Zieser dem Gaupropaganda-leiter Dr. Fischer aus, dessen Bemühungen für das Zustandekommen der Ausstellung von ausschlaggebender Bedeutung waren. Auch den Malern Fellinqer, Köck und Pamberqer dankte «r für Ihre Mitarbeit. Im Auftrage des Gauleitert erklärte scwlarm der Gaupropagandal-eiter die Schau für eröffnet. Der Feier, die mit den festlichen KiÄnoen eines Strelcbcfuar- tetts begonnea hatt«, schloA ddi ein« Bealchbigiung durch die sahlreichen Oiste an. Man bemerkt« \mt«r ihn«n Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht sowie des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens, und et fiel manches hohe Wort der Anerkennung über dl« Reichhaltigkeit und SchAnh^t det Gebolen«n. Ehren^ab* Mir Robert Hohlbanm Anläßlich der BrOffnuna dar Muslk-und Theat«rfestwoch«o der Stadt Trop-pau veilcündete der tt«llv»rtretend« Oberbürgermeister den Entschlufi, «in« Ehrenqabe der Stadt Troppau zu stiften. Diese Ehrengabe wird alljährlich zu Beginn der Troppauer Theater- und Muslfc-festwochen für beeondert hervorraqende Leistunqen auf dem Gebiete des Schrift* tum«, der bildenden Künste, der Musik und der Wissenschaften verliehen wm-den. Als erstem wurde dem Dichter Robert Hohlbaum, der ein Sohn de« engeren Troppauerlandes ist, diese Ehrenqabe In einer Feierstunde am 7, Mai T«r-liehen. Olfo WatgcBtlan Dai Kasteler Staatstheeter erOftnet« am 25. April ein« Schauspielbühn«, Reichsminister Dr. Goebbels an Professor Pfitzner Reichsminister Dr. Goebbels hat Professor Hans Pfitzner anläßlich der Vollendung seines 75, Lebensjahres am 5. Mai 1944 in Würdigung der Bedeutung seines Schaffens für das deutsche Musdkleben ein Glückwunschschrelben sowi« eine ^rengabe überreichen lassen. Abschluß der Gieseking-Konzert« in Lissabon Ein Höheipunkt der Frühjahrsperlod« de« Konzertlebens in Lissabon war dl« Reihe von Konzerten, die der deutsch« Meisterpianist Walter GJesoking gab. Selten erntete eine Veranstaltung, tu der Gesandter von Hoynlnqen-Huen« In dl« Räume der deutschen Bottchaft eingeladen hat, solche Begeleterunqsstärme wie «In Abend, an dem Gieseking hier Werke von Mozart, Pfitzner und Lisxt spielte. Mit zahlreichen Miesionschefs vom Diplomatlechen Corps und hohen portugiesischen Persönlichkeiten wohnte dem Konzert di« Gattin des portugiesischen Staatspräsidenten Carmona bei. die aus diesem Anlaß zum ersten Male seit Ausbruch des Krieges eine ausländische diplomatische Vertretung besucht«. Dl« portugiesische Presse faßt ihre tchran-kenlosa Bewunderung für Gieseklnq zusammen In der Feststellung von Dlarlo NoUcias, daß die Reihe dei GieseklDQ-Konzerte mit goldenen Lettern In die An-nalen der portugiesischen Musikgeschichte eingetragen werden müss«. Schriittaraa|H«ii Mr zwei gefallene Dichter In Opp«ln fand an 6. und 7. Mai d«ff Tag det Ob«rtchl«eitch«n Schrifttums statt, d«r als Höhepunkt di« V«rl«ihung det Ob«rtchl«tiisch«n Schrifttumtpr«li«s 1943 an Kurt Egg«rt und Bernhard Schwan, di« b«ld«n im Otten g«fallen«D Dicht«r, bracht«, dl« durch Ihr Leben und Werk In B«ziehung lu Ob«rtchl^ tlen gestanden haben. Origbalatisgaben der Bmckner-Sinfonien Bruckner-Sinfonleix werden !«tzt ia den Originalpartlturen von Professor Dr. Haas-Wien In wlstsnschaftllch «lnwan Brief auf einer Auktion d«t bekanntan Pariser Versteigemngshauies Drouot. Dieser Brief, der an Charlotte Kestner gerichtet itt, befand «ich im Nachlaß des 1939 in Parlt vertitorbenen franzö-tischen Schriftstellers und Mitglieds der Akademie Goncourt, Paul-Loult Ne-veux. Di« Per ton det Bri«fkäuf«rt ist nicht näher bekannt. D«r bakannte Wlenar Malar C A. le^ cfa«l f«dert« ««dnan 70. Geburtstag. Salne H«imatttadt W«k zeigt aut diesem Aa-laB «Ine Schau aelner W«rk«. Der Intendant dea Lendetthe«t«n . Ignax Brantner, beging in den ersten Maltagen sein 40jähriges Bühnenjubiläum. Wersche eZej? tat Ein Roman von Bauern urul Reitern Von Karl voi Möller Ndi IiÜi Ut-UsrcLtil 0 \X'csUrniatlii llruUii!ii.'hwci|> Wer tlüho'ni ist, Weili(;r, Kimier, Greise, stür/t, humpelt ins f'rc'ie, horcht doni .S|mk nfich, sch.mt cindnder tinr »Was hat r gstigl?' »Der Türk ist iMngfa'Ion! ■ ».IcBsos, jti und Josiiph!« »jLeul. . {cf . ,. Bett hl ... unserL-« Kommcindt'in.on . . .!« Schon versagt die S'^rnmc; sie hat viele Dörfer, dputscho, srThis'-he. Wdltichi-sehe, ^lus flcni Hc:bivorgcrufpri, Cinisf^ln erv/erkt, die Inspektoren auf die lir ne qebrtichl, die Veiwdlloiotlizif'ro des Kantons in die braunen Rorkc; liihren lfis«inn, dfiU die Ncihie pldizteii, Wiiqen h'^rbeisrniten ge-m.irht Da nmipclt ein Tlerd hm, kopfüber stür^^r der P'in7orri.Mtr'r in dsTi Stfirjb, seit! Ildrn -'f h schUiqi auf rlic StMuie, dfr Helm rollt liber don Wf^q, Hi'il quillt m Dasein. Geredet halte er wm g, und sie sich nicht gefürchtet, denn wie e« heim Sterben 7ugphf, weiß Margreth längst. Dan Waldvögel geschrien h^ben, als er nusge'öscht; ei was, die schielen auch sonst. Da «^rbn^'l zu er^ahi'en? Der Onkel ist von der Reisn nicht zurück, und die I.eni soll nihin srhlafen. ist Sep'embermiMo der sietirehnfe orl':^ arht'f'hnte nichf Cernnneter M"-nat! Hold rieht Hie ' esp an ein beson-r'f>rs le'chei Ernenn wirr! en in diesem .J.ihr, ja, unrl Glnck sorhs fannt sehen gutes Weglicht on am Moigen. Sie könn- ten den Großvater dann am Nachmittag nach Weiflkirchen einholen. Daran, daß die Nacht In der Gesellschaft des Toten vielleicht schauerlich verliefe, denkt die Margreth keinen Augenblick lang: auf Abgeschiedene versteht sie sich. Ihre Seelen surren in den Himmel, und was zurückbleibt, ist nichts mehr, tut nicht«, Gutes nicht und kein Böses. Nur liebevoll muß man es betten. Oher beunruhigt sie, was nun mit ihr, der zum viertenmal Verwaisten, geschehen werde. Das heißt beunruhigen? Sie grübelt halt, um die Frage zu lösen. Im ilaus d^ Krautwald mag sie nicht bleiben. Der Großvater hat das verstanden darum auch sagte' er ihr oft und einprägsam: »Wenn ich unter der Erd bin, dann gehst zum Hennemann-Jakob auf Werschetz. Wohin gehst?« »Zum Hennemann auf Werschetz«, liebelte sie. Auch wenn der Großvater es ihr nicht dergestalt eingetrommelt hätte, wäre sie dorthin gegangen. * Nacht ist in Weißkirchen, der Mond krümmt die Sichel, zwar brennen Lampen in den Gassen, trotzdem sieht man schlecht. Im Winkel hinter dem Eiokehr-wirtshaus, wo sich da« Krautwaldsche Anwesen befindet, ist es besonder« düster. Als am frühen Morgen die Haushälterin Leni In den Hof tritt, brüllt tle auf, als hätte man sie mit siedendem Wasser Übergossen. Ihre weltaufgeris-senon Augen starren fassungslos auf einen Kopf Lauf heult sie und fängt dann zu stottern an: »Der ... der.., Mntzl« Nnchbarn kommen herbei, besehen den SchSdel. In seinem blutigen Munde steckt ein Zettel. Nebenan wohnt ein Fourier, der ein Aug auft Gretch« hatt er sucht die Schrift zu entziffern. Sie ist nicht türkisch, der Satz wurde aus lateinischen Buchstaben gebildet und sagt auf rumänisch: »So ergeht es Jedem Spion 1« Im Laufe des Vormittags wird ein Zigeuner gestellt, der blu*beronnene Hosen anhati er versucht zu entwischen, wird dabei erschossen. Mit letzter Zunge nt)ch kann er zugeben, daß er den Kopf gebracht, well'der Pascha... Am Nachmittag ordnet Feldmar-schalleutnant von Brechainville die Räumung von Weißkirchen an. Vierzigtausend Türken wälzen sich Im Etonautal und durch die Almasch heran, der Kordon am Gebirgskamm weicht davor zurück, die Posten in den Tschardaken an der Donau werden aufgerollt. Der Kaiser wartet aber noch immer bei Karansebesch auf das Glück. Es mag Ihn nicht Der Todkranke kann es nicht zur Liebe zwingen, und Feldmarschall Lacy ist nur ein Rechner. Eine stöhnende Kolonne mit vielem Gefährt zieht In der Nacht von Weißkirchen gegen Werschetz, erst schluchzen die Frauen, dann versinken sie in Stumpfheit. Deutsche taumeln in der Marschsäule des Grauens und der Verzweiflung ins Ungewisse und treue Rumänen. AI« sie den Kopf wenden, schießt Feuer aus Weißklrchen: ein Schrei wie au^ dem Munde einer zutiefst getroffenen Riesin steigt aus der Kolonne zum. Himmel Schier lächelnd gehl der Tag ani höhnt der Himmel? Aber der Kaiser wird helfen, er Ist nun Haus und Hof und Vater aller. Ein kleiner Reitertrupp von Harrach späht bei Morgengrauen di6 Straße an der Donau entlang gegen dat Dorf Alt-Moldowa, L&ngtt marschieren an den Kürassieren keine Grenzer au« den geräumten Donautschardaken" mehr vorbei, auf dem Strom« bewegen sich unbehindert türkische Tschaiken aufwärts, kein Geschütz kanonlert tie In den Grund. Was vom Volk an der Donau wohnt, Ist geflohen, flieht dort hinten, aber tie klagen, daß die Leute Im Tal nach Neu-Moldowa, zumeltt H&uer aus dem Bar;^ segen um Moldowa, vielleicht doch nicht mehr rechtzeitig verständigt worden waren. Wehe Ihnen dannl Jetzt sieht der Reitertrupp Flammen aufwirbeln. Brennen die eigenen auch den Ort nieder? Da jagt eine kunterbunte Wolke heran, Spahis, ein scheußlicher Schwärm. »AttflckeU befiehlt Korporal Kämmerer Die Türken werfen gewandt Ihre Pferdchen herum, zu gewaMlg wuchten die düsteren Rosse der Eisenreiter des Wegs, zu mächtig klappert der Galopp auf dem Straßenkörper Da .. die Mot-lims wenden ... jemand drischt sie? rter Pascha verhaut seine allzu flüchtigen Söhne, und Fußvolk oulllt an Ihnen vorbei genen die Küra&siere Die Rauchwolke ist größer geworden Ihre Säule wird bald den Himmel berühren. Mag sie doch Gott aufwecken! * Der Häuer Malz Franzen und sein Weib Maria haben sich vom Hauptweg abgewandt, sie versuchen In einer Siefe zu entkommen, In einer jetzt noch trockenen Wasserader. Sie keuchen, zeitweilig schauen sie nach den beiden Orten Moldowa zurück. Aus Alt-Mol-dowa ichlagen Flammen.