^->^_^________________________________________________________________________________^________________________^^_________________________________________________________ 3?5 s>/?l> «r««nm«»»t» °n«p»««,: I« «omptoll «onzj. /?>I^^Q^^^ ^ s«, c^ ^ < Infill °u«««b»,: ff«, «««»«I,ls,l«l» »«» ,° ^c^tT»^- »-l. HN'5. n- ". ^«lbl- st. » »o. y«l« b<« ZufilNun« ,n« H.u Dtl^itvltlll. 1 7 '» N^I^MN^V « Z««l«n ,k> lr.. größer« per Z«u« « lr, I b.l «,».«' 1 >i><5 Amtlicher Theil. All, A' k- und t. Apostolische Majestät haben mit ^lyljchster Entschließung vom 6. November d. I. ,." ordentlichen Professor der Geburtshilfe und Gyniiko-^ an der Universität mit böhmischer Vortragssprache y^Vg Dr. Johann Streng in Anerkennung seiner dez l, 9M vorzüglichen Thätigkeit anf dem Gebiete tj, "hramtes und der Wissenschaft den Orden der F"en Krone dritter Class' mit Nachsicht der Taxe gnädigst zu verleihen geruht. ^ ^e. k. und l. Apostolische Majestät haben den ^., ,^tn Titel und Charakter eines Reaierungsrathes ^deten Hofsecretär Allerhöchstihres Obersthofmar-pannes Dr. Rudolph Kubas el zum wirklichen ^H^ungsrathe in diesem obersten Hofamle allergnä» ^ zu ernennen geruht. Hü,^' l. und k. Apostolische Majestät haben mit höchster Entschließung vom 1. November d. I. tz^"üt dem Titel und Charakter eines Rathes der stank ^ bekleideten Oberrechnungsrath und Vor« ^iek ^ Rechnungsdepartements der Seebehörde in ^^ Julius Bertuzzi zum RechnungSdirector bei z^lllthalterei in Zara allergnädigst zu ernennen ^>> Taaffem.p. ^lichtamtliche^Theil. Der serbisch-bulgarische Krieg. Wien, Ib. November. ^chla Irdische Kriegserklärung hat wie mit einem ^tdisl^ ^ie politische Situation geändert und in einem ^el ? ^nne auch geklärt. Ist es auch die Brand-^tsll.. Krieges, welche das Licht verbreitet, so >»elz? doch nicht mehr das diplomatische Helldunkel, ^!M wochenlang über den süßen Wässern von Con-kle Fel schwebte. Die Consequenzen der Philippo-^ Evolution treten jetzt in ein neues Stadium, in il^dium des serbisch-bulgarischen Krieges, dessen 'l>^, die Diplomatie der Signatarmächte vorerst V. " Umd. Die für heute anberaumte Botschafter-^ l ^ hat nicht mehr stattgefunden, einerseits wegen !«^ "bischen Kriegserklärung, andererseits, wie ver-^«z Weil sich Nelidow. der Vertreter Russlands, unwohl melden ließ. », HUr Stunde hat sich die serbische Armee bereits "l^Mr Richtung in Bewegung gesetzt, und es ist >chon zum Kampfe gekommen. Fasst man die militärischen und politischen Momente der Situation zusammen, so ergibt sich Sofia, die Hauptstadt Bulgariens, als das Haupt:,sobject der serbischen Armee, deren Obercommando König Milan führt und dem der bisherige Kriegsminister Oberst Petroviö als Generalstabschef beigegeben ist. Als Operationsziele der beiden Flügel ergeben sich wie von selbst die Donau» festung Widdin im Norden und der ausschließlich von Serben bewohnte Bezirk von Trn im Süden. Auch ist nach den uns vorliegenden Belgrader Nachrichten von einer stiegenden Brigade die Rede. welche von der Ostgrenze Serbiens in der Richtung auf Lom« Palanka vorrücken soll, wahrscheinlich um die Verbin-dung zwischen dem linken Flügel und dem Gros auf> rechtzue>halten und wahrscheinlich auch zu dem Zwecke, um durch unerwartetes Auftreten Schrecken und Verwirrung nach dem westlichen Donau-Bulgarien zu tragen. Heute von den Kriegschancen zu sprechen, wäre mehr als voreilig; doch ist es eine allgemein bekannte Thatsache, dass die setbische Armee in jeder Richtung den bulgarischen Milizen weitaus überlegen ist. Unwillkürlich frägt man nach den Ursachen und nach dem Zwecke des Krieges — und über beides können keine Zweifel obwalten. Serbien War vor acht Wochen über die bulgarische Union so sehr in Aufruhr gerathen, dass es allsogleich seine ganze Armee mobilisierte. Man besürchtete in Belgrad, dass das durch die Union vergrößerte Bulgarien von den Großmächten in irgend einer Form anerkannt werden könnte. Man wollte in Serbien die Enlstehutig Groß» bulgariens nur dann zulassen, wenn durch eine ana« loge Vergrößerung Serbiens das territoriale Gleichgewicht zwischen beiden Staaten hergestellt würde. Wäre Macedonien vor sechs Wochen in Aufruhr ge« rathen, hätte sich mittlerweile ein weiterer Zerfall der europäischen Türkei evgeben, dann wären die serbischen Truppen gewiss in Altscrbien u»d Macedonien eingerückt. Da dies nicht geschehen, da man endlich in Belgrad alles Vertrauen in die Verathungen der Constantinopeler Conferenz verloren hatte und nicht mehr warten zu dürfen glaubte, so wurde schließlich die territoriale Gebietsvergrößerung auf bulgarischem Boden gesucht. Das ist die aller diplomatischen Er. llärungen, aller beschönigenden Ausflüchte entkleidete Vorgeschichte und Motivierung der militärischen Action Serbiens. Nach alledem ist es klar, dass das nächste Stadium der Situation auf der BalkanHalbinsel erst dann von politischer Seite wieder in Betracht kommen kann. wenn auf der einen oder andern Seite mili« tärische Erfolge aufzuweisen sein werden. Die Groß. mächte dürften bis zu dem Zeitpunkte, da die Serben ziemlich weit in Bulgarien vorgerückt sein werden, die Rolle ruhiger Zuschauer übernehmen, und nach allen Anzeichen, aus denen sich auf zukünftige Ereignisse eine Perfpective gewinnen lässt, kann man annehmen, dass der serbo-bulgarische Conflict vorläufig localisiert bleiben werde. Schwerlich wird Griechenland — wenn man von Kreta absieht — zur Action schreiten, und Montenegro hat, den Rathschlägen der Weisheit und Mäßigung Folge leistend, bisher weder an eine Compensation noch an einen Krieg gedacht. In Macedonien ist zur Stunde kein Aufstand zu befürchten, da sich dort türkische Truppen zur Genüge vorfinden und die Bulgaren, von allen Seiten bedrängt, daheim so viel zu schaffen haben, dass die Agitations« Comites schwerlich an eine Insurgierung Macedoniens denken dürfen. Wie sich also die Ereignisse anlassen, ist, wenigstens vorläufig, die Wahrscheinlichkeit einer allgemeinen oder bedeutenderen Complication auf der AalkaN'Halbinsel nicht sehr groß, und ebensowenig wahrscheinlich ist es, dass infolge der eben ein» getretenen kriegerifchen Ereignisse eine Störung des europäischen Friedens eintreten werde. Wir schließen bei alledem die im unberechenbaren Orient so häufigen Zufälligkeiten und Überraschungen aus, welche jede Voraussicht und jedes logisch combi-nierte Prognostikon mit einem Schlage zumchle machen können. Aber wenn Zufall und Intrigue ihr mannich« faltiges Spiel unterlassen, dann ist noch anzunehmen, dass auch die Mächte — in ganz besonderer Wllrdi« gung der bevorstehenden Wintermonate — das Möglichste ausbieten werden, den eben entstandenen Krieg zu localisieren und in möglichst engen Grenzen zu halten. Ist man auch an der Newa heute noch etwas erbost über den Vattenberger, so wird man doch nicht Bulgarien einem beliebigen unheilvollen Schicksale überlassen, und Russland, welches dieses Fürstenthum zu seiner „Machtsphäre" auf der Balkan «Halbinsel rechnet, dürfte sich — wenn bei den Bulgaren die volle Erkenntnis darüber aufgegangen sein wird. dass sie, von allen Seiten bedrängt, doch nur einzig und allein bei Russland Schutz und Schirm finden — in dem entscheidendsten Augenblicke zu Gunsten der Bulgaren ins Mittel legen. Ist der Krieg zwischen Serbien und Bulgarien bei irgend einem territorialen Abschnitte angelangt, dann wird es möglich sein. zwischen beiden Frieden zu stiften, ohne dafs dabei die Beziehung irgend einer Berliner Signatarmacht zu einer anderen eine erhebliche Störung erfahren müssten. Wie sich also heute, nach dem Ausbruche des serbisch bulgarischen Krieges, die Situation kundgibt, Jeuilleton. Regentage. ^'bliH !3 °'"e alte Beobachtung, dass zartbesaitete M«^. Naturen mehr oder minder vom Wetter ab< ^len^- Ein grauer Herbsthimmel, eine düstere Adel, e wirkt herabstimmend auf empfindliche ^lt...' ..Brau wie der Himmel liegt vor uns die ^eck,?knn wir morgens den Kopf zum Fenster hin« >^" und bleigraue, endlosen Landregen verlün-^ "oü t muwssen über einer regennassen Stadt oder ?!«!« u chlimmer l — Landschaft hängen, wandelt sich ^tj^Münglich normale Stimmung flugs m eine ^>g«V'trübe. 3st man vollends vielleicht nur für > ^uchen im Bade. so muss man schon ein sehr ,'". llMt. oder sonst ein lammfrommes Gemüth ,>'lne gewisse Neigung, die ganze Welt zu ver-«i, t<"'! Elfolg zu bekämpfen. Die erste Erinnerung ° dt l . befühl, dass man heute weniger alS ,e ^ bein^ diese alte Schuld abzutragen. Nachdem « frühstück etwas weniges über schlechtes zähe« «' U^"""t hat. geht es an die Toilette, be, >>l>I ^rt)s.?^en an Regentagen ein neuer Gegenstand "tl, .lesch "U, denn das helle, elegante Kleid oder müssen zu Hausarrest ver-V lFi «"' und aus Regenmantel oder Loden. ^«lnl'^ denn doch eben nicht viel machen. Em "lr°lt scheint der rechte Anzug für einen Tag. an dem sich sicher weder zu Wagen, noch zu Fuß ein heroischer Besucher durch die Sintflut wagen wird. Wir treten noch einmal recognoscierend ans Fenster. Nichts als triefendnasse Regenschirme und darunter griesgrämig verschlafene Gesichter. Und doch, mit etwas wie Neid blicken wir all diesen geschäftig weitereilen-den Berufsmenschen nach. Sie haben einen Lebens« zweck, haben Arbeit, die sie vom Wetter unabhängig macht. Die Lehrerin oder Telegraphistin, die unten hochgeschürzt durch R>'g/n und Sturm schreitet, viel. leicht mit stillem Verlangen zu unserem geschützten Heim emporblickend, ahnt nicht, dass wir sie darum benei-den. ihren Tag ausgefüllt zu haben. Wir wissen nicht, was wir mit uns anfangen sollen, denn aus der pro-jeclierlen Nachmittagipartie Wird, bei dirsem trostlosen Himmel, sicher nichts. Drüben am Fenster sieht man die fleißige Frau des Regi^ruu^srathe« wie cille Tage am Nähtisch sitzen. Sie hält eben ein Stück blendend, frischen Weißzeuges prüfend gegen das Licht. Die Frau hat ihre gewöhnliche, freundlichzufriedene Miene. Ihr hat der Regen nichts anhaben können. Tag für Tag sitzt sie so, wie ein fleißiger Arbeiter an seinem Posten, denn fünf Ilingen und eine große Wirtfchaft, da bleibt keine Zeit zum Kopfhängen und Grillen, fangen. Seufzend zieht man sich vom Fenster zurück. Eine innere Stimme (ist es vielleicht das Gewissen?) zirht uns zum Wäscheschrank, dem eine gründliche Revision nicht schaden kann. Wir beschließen, aus der Noth eine Tugend zu machen, und erklären jedem >,ur einigermaßen schadhaften Stück eine Fehde auf Tod und Leben. Aber o weh! diefe rein manuelle Albeit lässt die Gedanken bald in alle Weiten schweifen, und diese Gedanken werden leicht trüb und finster, wie der blei-graue Regenhimmel draußen. An einem solchen Tage geht es uns beinahe wie in der Nacht, die mit ihren gigantischen Schatten alles Düstere des menschlichen Lebens ins Ungeheuere vergrö« hert. Man wird endlich unmuthig über sich selbst, wirft die Arbeit beiseite und eilt ans Clavier, sich da die Grillen zu vertreiben. Aber — es ist merkwürdig — das Instrument fcheint verstimmt, die Hand schwerfällig. «Nein. es ist heute absolut nichts anzufangen," hecht es nun in klagendem Tone. Da — ein Klingeln... Wir fahren verstört aus dem Sopha empor. Besuch! Gerade heute, wo man in so salopper Toilette ist! Je weniger wir uns disponiert fühlen, liebenswürdig zu sein, je nachlässiger wir gelleidet sind, umso sicherer wird es ein aus weiter Ferne kommender oder zum erstenmale vorsprechender Besuch sein. Dieser letzte Vorfall vergiftet unsere Laune vollständig. Nun end« lich haben wir einen Grund gefunden, uns zu ärgern, und wir ärgern uns denn weidlich über unsere eigene Nachlässigkeit. ^ ^ Und liebe Leserin — wenn wir's ehrllch gestehen, ist in uns selbst nicht auch die letzte Urfache jener Verstimmung zu suchen, die wir so gern den draußen waltenden trüben Geistern der Herbstnebel zur Last legen möchten?? Auch beim schönsten Wetter kann e« Tage geben, an denen keinerlei Thätigkeit eine innere Leere auszufüllen imstande scheint. Tage, an denen uns alles misslingt, weil wir alles mit Unlust er« fassen. Laibacher Zeitung Nr. 263 2748 17. November 1885^. so ist vorläufig kein Grund zu einer besorgnisserregenden Perspective vorhanden. Es will uns zwar scheinen, dass, wenn der heutige kriegerische Conflict schon vor vier Wochen ausaebrochen wäre, sich dessen Entwick lung heute weit einfacher gestaltet hätte als eben jetzt, da Russland in so prononcierter Weise gegen Bulgarien und den Fürsten Alexander Stellung ge-nommen hat. Nicht nur hätte vor vier Wochen der serbo-bulgansche Krieg einen einfacheren und rascheren Verlauf genommen, auch Russlcmd hatte nach der ersten — gerade vor einem Monate stattgefundenen — Botschafter «Conferenz weitaus freiere Hände und wäre damals weit leichter auf irgend ein Compromiss eingegangen, als unter den heutigen Umständen. Aber wie dem auch sei, wir glauben, dass der gestern proclamierte Krieg nicht von allzu langer Dauer, dass nach Abschluss desfelben nicht nur die Situation auf der Balkan.Halbinfel geklärte: als heute sein werde, wir glauben auch, dass die europäische Diplomatie nach der blutigen Austragung des serbo-bulgarischrn Conflicts weit leichteres Spiel haben dürfte; sei es, dass sie auf der einen Seite den Wünsche» der Bulgaren, auf der andern Seite jenen der Serbe« mehr als heute entgegenkommt. Dies alles natürlich unter der Voraussetzung, dass sich nicht mittlerweile schwerwiegende Ereignisse auf der Balkan-Halbinsel einstellen, deren unvorhergesehene Macht und Wirkung über die Interessen der kliegführenden Mittelstaaten Weit hinausgreifen und die Kreise der Großmächte stören, welche heute ernstlich bemüht sind, den all» gemeinen Frieden zu erhalten und jede neue Phase der Orienlfrage aus den Principien des Berliner Vertrages heraus zu entwickeln. Aus der Handels- und Gewerbekammer. (Fortsetzung.) VII. Herr Kammerrath Carl Luck mann bespricht in einer längeren Anseinandersetzung die ihm bekannt gewordenen Beschwerden, die gegen die am 1^ Oktober d. I. in Wirksamkeit getretene Fahrordnnng der Eisenbahnstrecke Laibach-Tarvis erhoben werden. Durch die am 1. Juni d. I. gemachte Aenderung, znfolge welcher der Zug Nr. 1715 statt wie früher um 2 Uhr 56 Minuten unl 5 Uhr nachmittags in Laibach einlangte, gieng die einzige gute Verbindung zwischen Obcrkrain und Unterkram, Kroatien, Südsteiermark und Ungarn verloren. Mit 1. Oktober 1885 wnrde aber der Zug Nr. 1711 eingestellt, welcher ebenso günstig für den Local- als den Transversalverkehr war. Dic Fahrord-nuug vom 1. Oktober 1885 ist für den Lucalverkehr sehr ungünstig. Alle Züge konnnm im Winter bei Nacht in Laibach an. Die Landbevölkerung kann nicht anders zu den Behörden oder auf die Märkte nach Radmannsdorf, Kramburg nnd Laibach fahren, als mit dem Verluste einer Nacht, und die Folge davon muss eine bedeutende Verminderung der Benützung der Bahn sein. Redner verweist auf die der Kammer vorliegenden Petitionen nnd bemerkt, dass man am schnellsten Abhilfe schaffen würde, wenn der Zug Nr. 1715 unterbleiben und dafür der Zng Nr. 1711 wieder eingeführt werden würde, oder wenn dies nicht leicht durchführbar wäre, so möge der Zug Nr. 1717 um ein paar Stunden später von Tarvis abgehen, so dass derselbe nicht nachts, sondern in den Moraenstnndm in Laibach anlangen würde. Für den Fall, als dies anch nicht möglich wäre, glaubt Redner, dass ein gemischter Zug, der zwischm 9 nnd 10 Uhr vormittags in Laibach eintreffen würde, einzuführen wär^. Zum Schlüsse, bemerkt der Redner, dass er Ende des Monates Oktober als Mitglied des Staatseisenbahnrathes an den Sitzungen desselben theilnchmm werde, weshalb es ihm erwünscht wäre, die Ansichten der Kammer über die gedachte Fahrordnnng zu kennen, um für die Aenderung derselben eintreten zu können. Der Kammersecretär berichtet über die Petitionen mn Aenderung der Fahrordnnng für die Eiscnbahnstrcckc Laibach-Tarvis, die alle dahin gehen, dass man sich verwende, dass die Fahrordnnng den Lomlvcrhältnissm entsprechen möge. Man hat durch mehrere Jahre wiederholt gebeten, dass die früher bestandenen Marktzüge nicht allein von nnd nach Lecs-Vcldes, sondern von nnd nach Tarvis verkehren winden, damit es dm Bewohnern der Ortschaften von L«s aufwärts möglich wäre, die Eisenbahn für dic Fahrton zn den k. k. Behörden nach Radmannsdorf und retour zn benutzen nnd nach Krainbnrg oder Laibach zn reisen, ohne übernachten zn müssen. Diesen Wünschen hat die Generaldirection der Staatsbahnen dnrch die Einführung der bestandenen, allgemein beliebten nnd alle Verhältnisse so weit als möglich berücksichtigenden Fahrordnnng willfahrt. Redner verweist auf die vom Herrn Vorredner bezeichneten Ucbclstände der Fahrordnnng. Die Section würdigte vollständig dic Gründe, die bei der Feststellung dcr gegenwärtigen Fahrordnnng maßgebend gewesen sein dürften: 1.) den Reisenden Gelegenheit zn bieten, nach ihrer Ankunft in Laibach ohne viel Aufenthalt auf der Südbahn nach Triest, Finmc und andern Ortcn abreisen zn können, und 2.) die deutsch-böhmische Post möglichst schnell zn befördern. Die Fahrordnnng berücksichtigt jedoch, wie der Herr Vorredner schon bemerkte, die Verbindung mit Untcrkrain, Kroatien, Stcicrmark :c. ebensowenig wie die Local-vcrhältnisse. (Schluss folgt.) Politische Uebersicht. Inland. (Parlamentarisches.) Die Einberufung der Landtage ist in lirizester Frist zu gewärtigen. Die SesM'ödauer dieser Körperschaften hängt selstvelstäi'd' lich zuliächst von der Z^hl und dem Umfange der z,l erledigenden Vorlaqen ab. Der Wiederzusammentritl des Reichsrathes soll für die zweite Ianuarhälfle in Aussicht genommen sein, doch liegt ein feststehender Beschluss in dieser Beziehung noch keineswegs vor. (Ausgleichs-Verhandlungen.) Die Con-ferenzen der diesseitige» und der ungarischen Minister in Angelegenheit drr Erneuerung des wirtschaftlichen Ausgleichs zwischen beiden Reichshälften dauern fort. Die Besprechung erstreckt sich sowohl auf das zu erneuernde Zoll- und Handelsbündnis als auf die übrigen mit dem Ausgleiche zusammenhängenden Fragen. Der Entwurf des neuen Zolltarifs ist im handelspolitischen Departement des diesseitigen Handelsministeriums be» reils nahezu fertiggestellt ui,d dürfte nach erzielter Einigung der beiderseitigen Handelsminister über die bei der Revision des Zolltarifs festzuhaltenden Grundsätze der österreichisch-ungarischen Zollconferenz zur weiteren Berathuug unterbreitet werden. (Die Delegationen und die Partel ^ Die Delegationssession geht. nachdem die AllsW!^ berathungen. in welchen eigentlich der Schwelpu der Verhandlungen liegt, fast zum Abschlüsse ged"^ sind, ihrem Ende entgegen, und man hat stchell'V , Ursache, mit dem Verlaufe derselben zufrieden zu ! ' Nicht bloß w^eo der Thatsache der UehereinsW"^ zwischen der Regierung und den Delegierten undw^ der Annahme der Budgetvorlagen, sondern auch ^ die Session ein einträchtiges H"^""^t!< wirken sämmtlicher Parteien, ja einen-w .ifer derselben, die Regierung zu unterstützen, b" dete. W?nn auch einer oder der andr>c d'r Deleg>e bezüglich dieser oder jener Frage mit einer sp^.ij Anschauung hervortrat, so waren doch alle, ohne ein Parteienunlerschied bemerkbar geworden wäre." ^ ihre Uebereinstimmung mit der auswärtigen ^" an den Tag zu legen und überhaupt zu zeigen, es ihr Streben sei, die Action des geme'M^ Staates zu unterstützen. Nicht eine einzelne ^ kann dies für sich in Anspruch nehmen, s^nb"^ Verdienst ist ein von allen in gleich patriotischer" erworbenes. ., ^ (Kroatien.) Dem protestierenden NgraM 'I^. Stadt Brod auf dem Fuße gefolgt. Der dortiges meinderath acceptierte einstimmig den Antrag, a" .^ Landtag eine Vorstellung gegen die Abänderung Städte.Ordnung im Sinne der Regierungsvorlage^ lichten, wnl durch dieselbe die Städte-AutoM, wesentlich ve> letzt und auf das constitution« lle und ^ heitliche Leben ein verderblicher Einfluss c>u«g^ würde, derart, dass die Städte-Autonomie nach^, neuen Gesetze mehr als unter dem bestandenen ^ lilär.Absolutismus eingeengt wäre. Ähnliche A> gebungen stehen, wie verlautet, auch von anderen s»" schen Municipien bevor. Ausland. (Zur äußeren Lage.) Vor den ne^ Ereignissen auf der Balkan-Halbinsel lrelen ^".. .^ß anderen Vorgänge auf dem Gebiete der auslvaH Politik, wie die Eröffnung und die Verhandl^. der sächsischen, der balerischen und der badischen^,. mern, der Zwiespalt unter den französischen Mp ^ kanern, der Fortgang der enalischen Wahlbeweg.^ in den Hintergrund. In der Thronrede, mit we ^ der durch lheilweise Neuwahlen ergänzte s^'^ Landtag eröffnet wurde, ist besonders die V^el ^ von Interesse, dass, da die abgelaufene Finanz^ ^ einen Ueberschuss von 16871566 Mark ergeben ^ eine Erleichterung der Steuerlast der Vevölle gestattet sei. ^ (Die Lage im Orient.) In den » ^ Regierungskreisen hat die Nachricht von der l""^«' Kriegserklärung so wenig wie im Publicum iw ^! meinen überrascht. Graf Külnoly hat schon vo^. Tagen in seinen vor dem Budgetausschusse del ^, reichischen Delegation abgegebenen Erklärungen,^ ständlich auf die Eventualität einer serbische« ? gl< hingewiesen, dabei aber der Hoffnung Ausdruo ^ geben, dass solch ein localer Conflict den 3" „ F allgemeinen, den Frieden unter den Großmäch^, ^ck stören werde. Nn dieser Hoffnung wird auch l^ F>c in hiesigen Regierungskreisen festgehalten. ^ gegenwärtig eingetretene Situalion sei im vor«" ^K sprochen und in Erwägung gezogen worden un ^ hegt die Erwartung, das« es gelingen lverve. Da ist es nun so recht unsere Aufgabe, den wahren Grund unserer Misslaune vor dem verschwiegenen Richterstuhle der eigenen Vernunft aufzudecken und mit allen ihren Waffen zu bekämpfen. Ist es doch die Liebespflicht jedes weiblichen Wesens, die Sonne des Hauses, die von ihrer reinen Stirn, aus ihren freundlichen Augen leuchten soll, vor jeder Trü» bung zu bewahren. Der schlimmste Feind unserer inneren Harmonie aber ist die Langeweile, die aus dem Mangel einer geregelten Thätigkeit entspringt und besonders lebhaften Naturen gefährlich wird. Ein «rfahrener Prediger. Consistorialrath Ehlers in Frank, fürt am Main, äußerte sich letzthin in einer gemeinnützigen Zeitschrift, das» von allen Lebensstellungen laum elne schwieriger mit sittlichem Gehalt zu beseelen sei, als dle der Töchter wohlhabender Familien. Die meisten dieser Mädchen verlieren und verträumen geradezu unwiederbringliche Jahre. Sie werden durch das ausschließliche Vergniigungzleben vor der Zeit blasiert und endlich weltschmerzlerisch und vergrämt. Wenn wir uns erlauben, diesen Ausspruch hier zu wiederholen, so geschieht es nur in der guten Ab-sicht diese beherzigenswerte Wahrheit von den Müttern verwertet zu sehen. Auerbach vergleicht unendl.ch poetisch das Mädchen mit einer Blume, dle st,ll war-tend ihr Schicksal an sich herankommen lassen muss, und wir möchten bescheidentlich hinzufügen, dies War-ten darf aber nie zum Bewusstsein kommen! Deshalb, ihr Mütter, lasst euere Töchter in möglichst selbständiger Weise an den HauLhaltungsgeschäften theiluehmen. setzt euch zur Ruhe. indes ihr sie für euch sorgen und ordnen lasst, und ihr werdet ihrem leeren Leben, in der Erfüllung hausmütterlicher Pflichten, aufs einfachste Wert und Inhalt gegeben haben, so dass kein Regentag ihren rosigen Humor mehr zu trüben vermögen wird. E. Wahlheim. (NaHdnis verboten.) Manuela. sloman von Maz vou Neißenthurn. (74. Fortsetzung.) Cäcilie neigte kühler das Haupl und entfernte sich rascher, als dies ursprünglich in ihrer Absicht gelegen hatte. „Wer immer diese Fremde sein mag, ich bin Überzeugt, dass sie einst bessere Tage gekannt haben muss. Ein seltsames Mädchen! Sie zieht mich an und stößt mich ab zugleich. Papa ist sie wie ein Geist erschienen und Lord Emil ebenfalls! Sonderbar! Was wird des Räthsels Lösung sein?" Vielleicht würde sie die Sachlage noch mysteriöser gefunden haben, wenn sie gesehen hätte, wie Lord Emil in der Vorhalle hinter einem Pfeiler verborgen stand und beobachtete, wie ein Diener Mademoiselle Latour nach dem ihr zugewiesenen Zimmer führte. Erst als die Tritte der Vorüberschreilenden im oberen Corridor vcchalll waren, trat Lord Emil, scheu wie ein Dieb, he,vor, um sich mit nervöser Hasi, welche ihm in den letzten Jahren zur zweilen Natur gewordm war, nach seinem Z,mmer zu entfernen. Sechs Jahre waren vergangel,, seil der Fluch Manuela's ihn keine Ruhe mehr hatte finden lassen. «Lebend werde ich dich verfolgen bis ""' heil, der Welt, todt werde ich au« meinem Grabe "' um dich zu peinigen l" j^ Er hatte jene Worte niemals verges!"' M Worte, die einen übermächtigen Eindruck auf se'^ jtÜ> abergläubische Seele hervorgerufen hatten. U"^' hieng er, düster brütend, den schreckenvollsten V tasiegebllden nach. bis das Läuten der Spe''Hi< ihn endlich gewaltsam in die Wirklichkeit z" . F Voll banaer Furcht sah er einer neuen BeM"" W der rälhselhaften Fremden entgegen; aber !""/ ^ sollte eine überflüssige gewesen sein. MH d^ Latour war nicht an der Tafel zugegen, ^ , l>" Hochmuth seiner Gemahlin, die bestimmt v"»^ zi' die Erzieherin ihre Mahlzeiten mit den K>" sammen einnehmen sollte. nll0>^ , Aber dennoch gab Graf Ainsleiah, d" »M. , auf Rosegg angelangt war, sich vergebliches ^sj Schweigsamkeit Lord Emils zu bannen. ^ ch. l> die Kosten der Unterhaltung allein tragen, " ^F die kleine Tischgesellschaft sich bereits in ve> ^e> zurückgezogen hatte, wohin Lord Em'l l"" ^? nicht folgte. Seine Gäste, was kümmerten ''^^F^ Er halte nur ein Verlangen, von den« h^ Alp frei zu werden, der sich auf !"" ^ ,' ^l«' gesenkt hatte, seit er in das Antlitz g^sch^^f. " so furchtbare Erinnerungen in ihm lva", ^M musste hinau« ins Freie; die Mauern v^,,, ,v preßten ihm die Lnft zusammen und ver des Athem«. , ... Pstld ' Dem Diener läutend, befahl er, l"" ^ satteln. ^aibacher Zeitung Nr. 263 2149 17. November l885. ltin ^ seinem Verlaufe zu localisieren und ."ln, um den Präsidenten der Republik zu wählen, c: ^v der Nähe dieses entscheidenden politischen Actes '"° d,e Republikaner noch nicht über ihren Candi-.'kn einig. Kurz nach dem ersten, für sie so ver. ^ngmivollen Wahltage. dem 4. Oktober, galt Grivy . chr unbestrittener Candidat. Neuerdings wird aber ? "d gemacht, dass der erschütterte Gesundheit«. /°nd des nahezu 75 Jahre alten Herrn leine Bürg» tin ^U^ ""b der Gefahr einer Sedisvacanz in en, verhängnisvollen Zeitpunkte von vorneherein, so h. nach mcnschlicher Berechnung dies möglich sei. ,^YNet werden miisse. Es ist deshalb wieder in ^Ernste von einer Candidatur Vrisson's die Rede. W:^ ^lsson soll Clömenceau gewonnen sein, dem die c, 'fnster.Präsidentschaft nach einem Uebergangs m, ^reycinet oder Floqllet in Nuisicht stünde, tiab ^^"llrchisten und Opportunisten, die zusammen vlf? ^^^ die Majorität i„ Kammer und Senat !ll>w >' werden sich aber ein derartiges Arraxgement «ll, ^ gefallen lassen; sie ziehen den greisen und schlichen G,cvy jedem dauerhafteren Präsidenten vor. Tagesneuigkeiten. 0. ^e. Majestät derKaiser haben, wie die «Agramer ä^»g" meldet, filr die innere Einrichung der grie-^H'Nrientalischen Kirche in Smiljana und für die bil Assung von Kirchengeräthfchaften 150 fl., ferner für j» Miaurierung der griechisch-orientalischen Kirche "Ulunjevac 100 fi. zu spenden geruht. .., Ee. Majestät der Kaiser haben, wie das un-yMe Umtsblatt meldet, für die römisch-katholischen Melden Szteruhi und Ratlköczi, ferner für die l,,Melische Gemeinde in Uj'TeleP und die griechisch. Hlche Gemeinde Rußkova je 100 st. zu spenden H, "" (Feuill eton> Preis a us schrei ben.) Die H " Allg. Ztg" schreibt drei Preise von 1000, zA und 200 Mark flir die besten Feuilletons zwischen ^ und 400 Druckzeilen aus. Die Einsendungsfrist Ht^uilletons, die nicht von der eigenen Hand des b'tl^l ^ gefchrleben fein dürfen und denen in einem ^'chenen, mit dem Motto versehenen Convert der z^ des Verfassers beizulegen ist. läuft mit 20. De> z^.°^ab. Die preisgekrönten Manuscript« bleiben 8«il "^le lang Eigenthum der ..Wiener Allgemeinen H.A-" Das Preisrichter Collegium, bestehend aus tz.bans Hopfen. Dr. Paul Lindau und Julius hj.^lenheim in Verlin, Professor Locheissen in h>>z Diener Allgemeinen Zeltung", wird seinen Spruch "Wens 15. März 1886 gefällt haben. "tt<^ (Unter Schweinehirte n) Der Wald ^z«w ^ Bezirke Vinkovce in Kroatien war vor ^tli Ni ^" Schauplatz eines furchtbaren Verbrschens. >l!,b Schweinehirten. Markus Matijrvit, Martin Kuderer ^fjl'chael Pejakovit. hüteten dafelbst die in die Eichel. . getriebenen borstigen Thiere und geriethen bald ____ »Xs z?^ Iulisonne sandte ihre Spätnachmittagsstrahlen ^>,^>ch und Baum, und tiefe Stille herrschte, wäh> ^I'.^d Emil den einsamen Waldweg nach Wilchester ^lht )' ^2>e die Minuten vergiengen, er achtete es '>!«lt'e ^" plötzlich stand das Ross still, und erschreckt ^. der Baron auf. Todesschweigen war rings. vlV " befand sich vor der Pforte des stillen Aes. auf welchem Manuela begraben lag. ">llszM Grah — wenn er ihr Grab sah. dann Ä,^ ja ruhiger in ihm werden. blllck panisch stieg er von seinem Ross und fchritt 't ^ °le Pf^^ j„ d^ Gräberreihen hinein. Sollie ^ "'° aufhören, hierher pilgern zu müssen. «ll. .er wollen oder nicht? Plötzlich, wie angewur. "lihe ^ " stehen. Was war das? Er war in der >sk>U Grabes angelangt, nach welchem es ihn ^vi»"?ni. unwidetstehlich hinzog, und gewahrte ^.slch eine weibliche Gestalt, w.lche. von ihm ^ "°et. auf die einsame Gruft niederblickte. Im ' ft^ "ugenblick war es ihm. als ob sein Herz Me- V tvi^""' als ob es zerspringen müsse. Unwilllür- , ii^em ^ um einen Schritt zurück; in demselben , >d n führte sein Fuss einen auf dem Boden l ^ dif «siweig. Da« hierdurch entstandene Geräusch ' ^e>, gestalt auf dem öden Grabhügel ihr Antl'tz , »,, Äiil - '^e Blicke auf ihn richten. , '"t^ 'l f,^^ ^^. ^^ Entsetzens taumelte er j ^ '^ "bi ^" Vision oder Wirklichkeit? Die Augen. ^ ^ «?« "uf ihrem Grabe anblickten, waren telne °"'"e,'^' die «ugen der Todten felbst, die Augen (Fortsetzung folgt.) in einen grimmigen Streit über die Frage, wessen Eber wohl stärker sei. Ein Wort gab das andere, Matljevit verhöhnte Kuderer und dieser applicierte jenem einen wuchtigen Schlag ins Gesicht Dies gab das Signal zu einer Balgerei, der jedoch Pejakovik ein Ende bereitete, indem er sich ins Mittel legte und die wüthenden Burschen trennte. Kuderer zog schmollend aus der gemein» samen Schlafhütte aus und baute sich eine neue, kam jedoch abends wieder zurück, um sich beim Feuer zu wärmen. Beinahe versühnt trennten sich die Burschen, und Kuderer gieng in seine neue Hütte, während sich die anderen zwei zur Ruhe begaben. Das Gefühl der Rache ließ jedoch Kuderer nicht zur Ruhe kommen. Nochmals gieng er zu der Hiltte feiner Genossen und fiel über den schlafenden Pejakovi«! mit Axthieben her, zerhackte ihn buchstäblich und wandte sich hierauf zu Mat'jeviö, um auch diesen zu ermorden. Doch Matijevii war bere ts früher erwacht und aus der Hütte ge. krochen, hatte sich dann hinter einem Baum verborgen und dort die Blutthat beobachtet. Der Mörder ist in die Wälder entflohen und seitdem von niemandem ge-sehen worden. — (Hohes Alter) Am 31. Oktober b. I. starb in Chialamberte in Piemont ein Mann Namens Antonio Giorgetti im Alter von 106 Jahren. Er war am 18, Oktober 1779 unter der Regierung deS KönigS Victor AmadeuS III. von Sardinien geboren und erlebte die Regierung von fechs Königen aus dem Hause Savoyen und von sieben Päpsten, von PiuS VI. bis Leo XIII — (Die Bedeutung der Beschaffenheit der Fingernägel.) Aus der Form der Fingernägel will man jetzt nach einer neuen Theorie auf das genaueste die guten und bösen Charaktereigenschaften wie die geistige Begabung der Menschen er» kennen Demzufolge bedeuten längliche und fchmale Fingernägel den Besitz von Phantasie, poetischer und künstlerischer Anlage, aber auch Trägheit; lange und breitgcformte flache Nägel zeigen Klugheit, gesundes Urtheil und eine ernste GeisteSrichtung an; breite, kurze Nägel verrathen Jähzorn. Streitsucht. Eigensinn; fehr rothgefärbte Nägel bekunden Gesundheit. Muth. Heiter-keit des Temperaments, großmüthigen Charakter; harte und fftröde Nägel offenbaren Grausamkeit. Mordlust. Zanksucht; llauenförmig gebogene deuten auf Heuchelei und Bosheit; weiche, fehr biegsame und dünne Nägel auf Schwäche des Geiste» und Körper». Während sehr kurze, bis aufs Fleisch gleichsam abgebissene Nägel Sinnlichkeit und Dummheit verrathen. — (Eine furchtar eFeuersbrun st) wüthete vor einigen Tagen zu Galveston in Texas. Eine De> pefche meldet, dass 60 Häuser, die vornehmsten Ge< bäude, die Kathedrale und die Universität, niedergebrannt sind. Der Schade beträgt vier Millionen Dollars. Hun derte Familien sind obdachlos. — (Der Weltverkehr.) Man berichtet auS Newyork: Die canadischc Pacific Eisenbahn ist Anfangs November vollendet worden, indem der letzte Zapfen in der Nähe von Farwell in Britisch.Columblen eingetrie« den wurde; die Bahn ist jetzt von Quebec bis zum Stillen Meere eine ununterbrochene. Der erste durchgehende Zug ist am 8. d. M. von Montreal in Van« conver angekommen Die Reife wird als eine erfolgreiche bezeichnet, die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit war einschließlich gewöhnlichen Aufenthalts auf Zwischen-stationen 24 englische Meilen pro Stunde. Es wird hinzugefügt, dafS binnen kurzem eS möglich fein wird. von Liverpool nach dem Stillen Ocean in zehn Tagen zu gelangen. — (Ein sehr interessanter urgeschichtlicher Fund.) Reste eines Menschen. ist jüngst in einem Steinbruche in der Nähe der Stadt Mexico gemacht worden. Das Merkwürdige dabei ist. wie der „GlobuS" berichtet, dass der Eckzahn in dem auSgegrabenen Schädel nicht kegelförmig ist. fondern meißelförmig wie die Schneidezähne — ein Charakter, welchen auch die Schädel auS den ältesten Toltekengräbern zeigen. DafS der Mensch im Hochthale von Mexico bis ins tiefe Quaternäre zurückreicht, beweist das Vorkommen eines geschnitzten Knochtnstiicke» zusammen mit den Ueberresten von Elephanten. Mastodonten und Glypto« donten und die Entdeckung von Topfscherben und Bims« steintuff unter einer mächtigen Lavadccke im südöstlichen Theile deö Thales, von deren Entstehung keine Tradi< tion mehr meldet. — (Fehler in der Ehe.) Der HeiratSvermitt ler: DaS Mädchen ist ausaezeichnet erzogen und spricht vier Sprachen. — Der Ehecandidat: Danke bestens, mir spricht eine Frau in einer Sprache viel zu viel! Local- und Provinzial-Nachrichten. -—(Der krainische Landtag) wurde mit Allerhöchstem Patente vom 14. November l. I. für den 25. d. M. einberufen, "^ (Fünfzigjähriges Dien stjnbi läum.) Wie uns mitgetheilt wird, vollendet der Amtsdirector der krainischen Sparcc.sse und deL damit vereinten Pfand, amtes. kaiserlicher Rath Herr Richard Ianeschih. am 1. Dezember l. I. das fünfzigste Dienstjahr ftiner Beamtenlaufbahn. — (Gemeinberath) Heute um 6 Uhr abends findet eine öffentliche GemeinderathSsihung statt. — (Das neue Rei tschulgebäube) in Laibach ist nunmehr nahezu vollendet und wird in der nächsten Zeit dem Reitschulvereine übergeben werden, DaS Neitschulgebäude ist auf dem früher der lrai« nijchen Baugesellschaft gehörigen Grunde auf der nächst der Rofenbacher.Strahe gelegenen Wiese, auf der so« genannten Vrtaka. aufgeführt und präsentiert sich von auswärts in fehr einfachem, jedoch geschmackvollem Stile, bei welchem die Lasenen und das Nbschlussgesimse unter dem Dache im Ziegelrohbau ausgeführt sind, Die Reitschule ist 17 Meter in den inneren Lichten breit und 37 Meter lang. in einem Rechteck gebaut und hat vier EingangSthore, wovon zwei, an der Längenseite angebracht, nur bei eventuellen Circusproductionen in der Reitschule in Verwendung kommen dürften. Das der LattermannSallee zugekehrte, an der Giebelselte liegende Thor bildet den Haupteingang und hat zu beiden Selten Gallerien, wovon die eine zum Wlntergebrauche der Mitglieder des Reitschulvereins verglast ist. Außerdem ist noch eine Gallerie für Gäste und Zuschauer, welche etwa 150 Personen bequem fassen kann, angebracht. DaS Dach ist auS Holz und Eisen erbaut; die Eisen-construction ist nach dem System Polonceau gefertigt. Das Dach ist mit Schiefer eingedeckt, und befinden sich in der Dachfläche vier Oberlichten, durch welche das Licht von oben einfällt. Außerdem sind noch 22 Fenster an den Lang» und Giebelfelten angebracht, und an den beiden Giebelfeiten befinden sich zwei sternförmige Fenster und vier kleinere Rundfenfter. die zur Ventilation der Reitschule dienen sollen, fowie auch bei den übrigen Fenstern der obere Theil so gerichtet ist, dass er, herab, gelassen, die Ventilation vermittelt. DaS Gebäude wird mit Gas beleuchtet, und ist die Gasleitung aus der Knafflgasse bis zur Reitschule schon geführt. Das Reitschulgebäude ist auf der Längsfeite soweit zurückgerückt, wie die später zu überlegende Trlesterstraße, die längS dem Rudol-finum vorübersühren wird, angelegt werden soll und auch an der Giebelfeite ist darauf Rücksicht genommen, dass die später von der Sternallee in die Rosenbacher Straße anzulegende Straße leicht in letztere wird ein. münden können. Es besieht auch das Project, dass viel. leicht schon im künftigen Jahre ein Stallzubau, Welcher für eine solche Reitschule unbedingt nothwendig erscheint, sammt den nöthigen WohnungSlocalitäten für den Reit« lehrer, das Clubzimmer u. f. w. aufgeführt werden wird. Der Plan für den Bau des Reitschulgebäudes wurde vom Baumeister Herrn Adolf Tönnie« verfasst und unter seiner Leitung durch die Firma Tönnics aus-geführt. Die Eisenconstruction des Dachstuhles wurde von der krainischen Industrie-Gesellschaft geliefert, die Eindeckung vom Schieferdecker Herrn Korn besorgt. Um daS Reitschulgebäude werden hübsche Parkanlagen situiert werden. Für da» Zustandekommen deS Baues deS Reitschulgebäudes, welches den gesellschaftlichen Verkehr sicher fördern und unfere Landeshauptstadt um ein nützliches und den modernen Anforderungen einer größeren Stadt nothwendiges Locale bereichert, hat sich der Obmann deS Reitschulvereines. Herr Banquier Emmerich Mayer, große Verdienste erworben. -(Hilfe für Oberkrain.) In der Vuch. Handlung von Kleinmayr ck Bamberg erlegten an weiteren Spenden die Herren: Amand Froelich 3 fi.. Johann Eypert 2 st.. Dr. Dornigg 2 st.. Baron Schönberger 2 fi.. A. P. 1 st.. Albert Ramm 5 fi.. Beamte der Filiale der österreichisch-ungarischen Bank 7fl, Redge2 fl.. Anton Foerfter 1 si, M. 1 fl.. Oberlieutenant Clemens Fuchs 10 fl. mit den zuletzt ausgewiesenen 904 fl. 50 kr. und den vom Eentral«AuSschuss de« Alpenvereines neuerdings eingelangten 300 fl. im ganzen 1240 fi. 50 kr. — (Export. Ndressbuch der öfter, reichisch.ungarischen Monarchie.) Das t. k. Handelsministerium ladet die Handels- und Ve< werbelammern ein, die Interessenten auf daS Export» AdresSbuch aufmerksam zu machen, welches über seine und des hohen l. ungarischen Handelsministeriums Anregung erfcheinen wird und die Aufgabe hat. in den Absatzgebieten deS heimischen Exportes die Kenntnis der Producte des österreichischen, beziehungsweise ungarischen Gewerbefleißes zu verallgemeinern und zu beleben. Aus dem Prospect theilen wir folgendes mit: Ein Hindernis des österreichischen Exportes ist vor. zugilweise die Thatsache. dafS auf zahlreichen auS-ländischen Märkten unsere Erzeugnisse nicht hinlänglich oder gar nicht gekannt sind, und dass den k. k. Tonsuln von den Interessenten nicht hinreichend Gelegenheit geboten wird. mit den industriellen und gewerblichen Verhältnissen Oesterreich» vollständig sich vertraut zu machen. Als ein untrügliches Mittel, diesem Uebelftanbe abzuhelfen, wird die Herausgabe eineS Export. Adreffenbuches der ö ste rreichif ch.un ga. rifchen Monarchie bezeichnet, welche» den Inter-efsenten im Inlande und in der Fremde sowie allen unse. ren consularischen Vertretungen im Auslande zugänglich ge. macht werde und ihnen ermögliche, daraus über das wirkliche Leistungsvermögen Oesterreichs sich zu unterrichten, indem eS bei den auswärtigen Importeuren, in den osterreichifch-unlarlfchenCluvedes Laibacher Zeitung Nr. 263 2150 l7. November 1885. Auslandes sich vorfinden, in den größten Hotels der zanzen Welt vorhanden sein und auf den österreichisch-ungarischen, deutschen, italienischen, spanischen, französischen und englischen Dampfern, welche Consumenten nnch dem Continente bringen, aufliegen soll. Die einzelnen IndustrieglUppen werden folgender Weise redigiert: l. l. Vommerzialrath Dr, I. Iapf (Wien. I., Handelskammer, Vörsengebäude) erhält die Positionen: chemische In» duftrie. keramische Industrie, Kurzwalen, Leder und Lederwaren, Gummi und Guttaperchawaren; l. k. Com» merzialrath Victor Wolf (Wien. I, Nibelungengasse 8) die Positionen: Bergbau und Hüttenwesen, Maschinen« Industrie, rohe und verarbeitete Metalle, wissenschaftliche Instrumente und Apparate; Dr. E I. Anspitzer (Wien. I., Eschenbachgasse 11) die Positionen: Textil-Inbustrie, BekleidungS-Induslrie. Holz und Holzver-arbeitung, polygraphische Gewerbe. Nahrung», und Ge< nussmittel. Bier, Wein. Spirituosen. Zucker und Mühlen» Industrie. Die Insertions-Eingänge sind an «inen dieser Herren Redacteure, je nach der Vranche, sobald als möglich zu senden, da der Schluss-termin für die Einreichung von Aufträgen der LOste Dezember d. I. ist. Alle Schriftstücke, mit Ausnahme der an die Herren Redacteure zu richtenden Texteinsen« düngen, werden an die „Administration des Export« Ndressbuches der österreichisch-ungarischen Monarchie" in Wien (I, Clisabethstraße 3) erbeten. Auskünfte ertheilt auch die Handels- und Gewerbekammer in Laibach. — ( Martini. Abend.) Der von dem Arbeitergesangsverein „Slavec" in der öitalnica.Restauration veranstaltete „Martini-Abend" verlief in der animier» testen Weise unter verhältnismäßig zahlreicher Betheili-gung. Der in imposanter Stärke aufgetretene Chor ab» solvierte präcisest feine Piöcen, unter denen wir die Composition von Stoos : „Vr20 ^nn»ci" als besonders gelungen hervorheben. Solche Kehlen können sich überall hvren lassen. Auch der ssochankie'sche Chor „Odiaökll" gefiel, und excellierten in den Tenor« und Baritonsolis die Herren PavZek und Markic. Den Glanzpunlt des Nbendes bildeten jedoch unstreitig die von Herrn Meben mit der gewohnten Virtuosität zum Vortrage gebrachten Piucen: „rroZuja" (Dr. B Iftavic) und „Ooäöovn, z>s8su" (5*5), welch letzterem Liede der Sän» ger die P?rle unserer Balladen, den Vilhar'schen,, Moi-uar" als Daraufgabe zufügte. Den hübschen Abend beschloss ein Tanzkränzchen. Der Gesangsverein kann mit dem Erfolge des Abendes zufrieden sein. —k. — (Iu Gunsten der Ueberschwemmten in Krain. Kärnten undTirol) veröffentlicht dle EentraUeitung des Vereines „Kosmos" ln Wien einen Warmen Aufruf. Zugleich hat der Verein beschlossen, am 19 November zu Gunsten der Ueberschwemmten einen Wohlthätigleits-Abend mit reichhaltigem und interessan« tem Programm im Sofiensaale in Wien zu veranstalten. Mit Rücksicht auf den eminent wohlthätigen Zweck wendet sich der Verein an alle Menschenfreunde mit der Bitte, durch zahlreichen Vefuch zum Gelingen dieses Festes bei-zutragen. — (Der gestrige Elisabeth-Jahrmarkt) war nicht so zahlreich besucht. alS es andere Jahre bei diesem größten Jahrmarkt« der Fall zu sein pflegt. Obwohl man insbesondere auf einen großen Zutrieb von Vieh. mindestens 1500 Exemplare, rechnete, wurden nach dem Ausweis der städtischen Verzehrungssteuer.Pachtung nur 989 Stück Pferde. Ochsen. Kühe und Kälber auf-getrieben. Der Handel auf dem Viehmarlte war ein ziemlich lebhafter, insbefondere für Hornvieh, und wur< den gute Preise erzielt, da es an auswärtigen Händlern nicht fehlte. Auch um Pferde wurde, obwohl in wenig schönen Exemplaren aufgetrieben, ziemlich lebhaft gehandelt. In der Manufacturbranche war das Geschäft ein sehr regeS, da sich die Landleute mit Waren für die Winterkleider versahen. — (Für Tarokspieler.) Das k. k, Handelsministerium und das 'königlich ungarische Ministerium für Ackerbau, Industrie und Handel haben Herrn Adolf Suchanek, Magister der Pharmacie in Mödling. ein ausschließende» Privilegium mit der Priorität vom 18. Juni 1885 auf einen Tarokspiel'Anzeiger «rlheilt. "(Gestohlen) wurden gestern Vormittags in der «ranciscanerlirche einer Frau von unbekannten Dieben eine Brieftasche mit dem Inhalte per 36 st. 1. Uerzeichnis Über die beim k. k. Landespräsidium in Uaibach eingelangten Spende« für die durch Ueberschwcmmnng verunglückten Ve wohner vo« Obeilrniu. lSchluss des 1. Verzeichnisses.) ^ st. lr. Ucrbclrag . . 1492 70 Gemeinde-Amt Ncumarktl. und zwar: Herr Andreas Rozman. Realitätenbcs., NcumarM . ^ - Frau Agnes Tcharabon. Private, „ p" Herr Jakob Kolalj. Greisler, „ "I ^ „ Ludwig Pollal, ücdcrfabrilant, „ ^ Frau Maria Prcmru. Hausbesitzerin, „ A Herr Josef Godnov, Fleischhauer, „ "^ A „ Anton Iegltt. Hausbesitzer, „ — nU „ Vincenz Theuerschuh, Schlossermelster, „ -— ^ Frau Iosefine Pirc, Hausbesitzerin, „ — ^ „ Mullunia Polaj. „ „ — 30 .. Mnria Globotschnia.. ,. — 20 fl. lr. Frau Apollonia Mitlavc'iö. „ - 50 „ Elisabeth Peharc, Private, „ — 50 Herr Anton Pcharc, ,. — 50 „ Johann Debelal. Lehrer, „ — 50 ., Andreas Kmet, Lehrer, „ — 50 Fräul. Anna Podrclar. Lehrerin, „ — 50 Herr Josef Kragl, Oberlehrer, „ — 60 „ Fortnnat Kurnig. Hausbesitzer, „ — 50 „ Thomas Pölz, Wirt. „ — 40 Frau Fraucisca Peharz, Hausbesitzerin, „ — 20 Herr Franz Spcndal, Pfarradministrator, „ 2 — Frau Margareth Klapsii. Hausbesitzerin, „ -- 40 Herr Iohaun Dobrin, Hausbesitzer, „ — 40 „ Johann Dobrin. „ „ — 20 „ Joses Äelher. ,. „ - 60 Frau Maria Ahatschitsch, Hausbesitzerin, „ 1 — „ Maria Dcllcva, „ „ — 60 Herr Vinccnz Vilfan, Hausbesitzer, „ — 40 Herr Karl Rucch. Lcdcrcrgesellc, „ — 40 Frau Maria Mitlavöii, Hausbesitzer!», „ — 50 Herr Georg Kumcrz, Gerichtsdiener, „ — 20 Frau Ernestine Dornig, Krämerin, „ — 30 „ Cäcilia Mally, Hausbesitzerin, „ — 40 Herr Friedrich v. Dorotla, Privatier, „ 1 — „ A. L. Globotschuigg. Sensensabrilant. „ 1 — „ Innocenz Erobatl), Stcuercinnchuler, „ 1 — „ Varth. Kilar, Steucramtscontrolor, „ — 50 „ Philipp Dcmberger, Fabrikant, „ 2 — „ Lambert Mally, Buchhalter, „ — 50 „ Arthur Tomazini, „ „ - 50 „ Josef PUchlcr. f. t. Vezirssrichtcr. „ 2 — „ Ialoli Vutalii, f. l, Gerichtsfanzlist. „ — 50 „ Johann Malcsch, Tnchsabrilant, „ — 20 Frau Maria Salberqcr. GrriSlerin, „ — 30 Herr Karl Noselj. Wirt, „ — 20 Obervcrweseramt der lr^iu. Industriegescllschast . . 1 — Herr Josef Mauerhofcr, Fabrikant, Neumarltl . 1 — „ Karl V, Mally. „ „ 1 - Frau Anna Pollal. Hausbesitzerin, „ — 50 „ VarbaraAhatschitsch, Scnscnfabrilantin, „ 2 — Herr Josef Ncmz, Vczirlsgcrichtsdicner, „ — 50 „ Charles Moline. Fabrilsbrsitzcr. .. il — Herren Glanzmann H? Wachter, „ „ b — Herr Matthäus Loncar, Hausbesitzer, ,. 1 — „ Joachim Pollal, holzhäüdlcr, „ — 50 Psnrramt Neumartll. Tammllmg .... 35 - Glitcnscld, „ ........ 3 87 Mosel, „ ........ 3 70 „ Niedcrdors, „ ........ 8 20 Summe . . . 1581 2? Annst und Aitevatnr. — (Landschaftliches Theater.) Das bclannte vmzüglichc Lustspiel uon G, v. Moscr „Der Hypochonder" wurde am Samstag vor einen, zahlreich versammelten Publicum bestens wicdlrgrl^'lx'ii. Die Titelrolle hatte dvr Director Emanuel Westen mit einer Fülle von Einzelheiten ausgestaltet, sodass dieser Charaltcr ganz wie eine Figur aus einem Molwrc'scheu Stücke wirkte. Neben dem Genannten verdienen genannt zu werde»: Herr Wcihmüllcr, Frau Marie Charles und Herr Josef SPrinz, welch' letzterer mit ganz besonderer Laune seinen Part behandelte, was nicht ohne Wirkung auf die Stimmung des Auditoriums blieb. Die Träger der Nebenrolle» haben nichts verdorben; Herr Nalo witsch schließlich war ein famoser Magistrntsbotc Hampcl, Das gegenwärtig su sorgfältig gepflegte Lustspiclgeure scheint denn doch endlich auch seitens unseres Publicums kc gcbürcude Würdigung zu finden. —lc. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 16. November. Se. Majestät der Kaiser, Kronprinz Rudolf und mehrere Erzherzoge wohnten gestern dem von Cardinal Vanstlbauer anlässlich der 400jährigen Jubelfeier der Heiligsprechung Herzog Leopolds IV. in der Klosterneuburger Stiftskirche cele-brierten Hochamte bei. Ankunft, Einzug und Rückfahrt der Allerhöchsten Herrschaften wurden von einer vieltausendköpfigen Menge enthusiastisch begrüßt. Wien, 16. November. Die österreichische Delega-tion nahm debattelos das Budget des Ministeriums des Neußern an, nachdem der, Referent Fürst Windisch. Graeh das unerschüllerte Vertrauen des Budget-Ausschusses in die äußere Politik und die Hoffnung ausgedrückt hatte, daf« man die Aufrechlhallung des Friedens unter den Großmächten hoffe. Ebenso wurden das außerordentliche Heereserfordernis und die Voranschläge des gemeinsamen Finanzministeriums, des obersten Rechnungshofes und der Zollgefälle debatteloL uugenommen. Bukarest, 16. November. Die Kammern wurden auf den 27. d. M. einberufen. Belgrad, 16. November. Die Donau - Division rückt von Zaribrod, die Moraoa-Division von Trn gegen Sofia vor, welches auf diese Weise einen con« centrischen Angriff auszuhalten haben wird. Der Dra-gomanpass wird nicht forciert, sondern umgangen werden. Der Hauvlschlag wird für heute erwartet. Die Verluste drr Serben in den bisherigen Gefechten sind nicht unbedeutend. Sofia, 15. November. Der Fürst ist in Ichtiman angekommen. Bei Zaribrod verloren die Bulgaren 64 Todte und Verwundete. Die Serben, in stalker Uebermacht, erlitten zahlreiche Verluste und besetzten Zarlbrod. Morgen» sind zahlreiche serbische Truvven gegen Dragoman vorgerückt. Es entspann sick ein lebhaftes Artillerie-Gefecht. welches bis in die Nach! währte. Auf der Seite von Trn wurde gleichfalls qekä'Mpft. Sofia, 16. November. Anf fürstlichen Befehl ist oie ganze Bevölkerung, einfchließlich der Frauen, auf. geboten, an den Erdarbeiten zur Verstärkung Festungswerke sich zu betheiligen. ^ Sofia, 16. November, 8 Uhr morgens- " Agence Havas meldet: Der heulige Tag wlio fehr Heiher, vielleicht entfcheioender werben. Dragoman occupierenden bulgarischen StreM" ' welche sich auf nicht mehr als 2000 Mann beim ' hatten gestern einen Artillerie-Angriff se'lens " bedeutend überlegenen feindlichen Macht zu erle Die Truppen leisteten bis nachts Widerstand. " diesem Augenblicke erfährt man. dass das jew!^ Corps eine außerhalb des bulgarischen F^MK legene Umgehuiigsbewegung zur Linken ?"^ < konnte, infolge welcher die Posilion für die^«? garen eine ziemlich kritische wurde. „ Nachrichten laufen bis zum Abende. Man M'""^t Verstärkungen rechtzeitig auf diesen Punkt eM" werden können. ^ ^ Sofia. 16. November. Nach hartnäckigem Ka»'^ bewerkstelligten die Serben über Rapca eine "^ hungbbeweguna. um Trn und halten jetzt die tn TlN.Bresnik beseht. Andererseits wurde DrM" nach muthiger Vertheidigung aufgegeben. Die ""I" ^ concentrieren sich in Slivnica, welches die «?e ^ heute angreifen werden. Die Serben rücken A ^ lrächllichen Massen vor. Die heute erwartete S«>^ wird über das Schicksal von Sofia entscheiden. ",, der Grenze bei Wiodin verlautet, dass es den «^ garen gelang, ein Truppencorps auf ferbisches » in den District von Zajöar zu werfen. ^, ^ Constantinopel, 16. November. Der in den w", stand übernommene türkische Botschafter in 20"" Musurus Pascha, wurde durch Rustem P">" ersetzt. ^ London. 16. November. Die ..Times" und ^ rere andere Blätter sprechen sich schärfstens gege" s, Vorgehen Serbiens aus. Die „Times" besorgen, die serbische Kriegserklärung das Entstehen neu" » fährlicher Fragen hervorrufen könn,'. * Von Dragoman bis Sofia sind noch 45 Kilometer, ^, etwa zwei Tagmärsche, in offenem, leicht praklicablem ^ ^ Nach den geringen Verlustaugaben auf bulgarischer A'^«liO das Scharmützel bei Zaribrod leiu auhaltendes, uud die Vet ^ dass die Serben in großer Uebermacht seien, lässt annch'""'' ^i> der Augriff auf Dragomau gelingen werde. T)ie südlia)^ Hj Acten von F. Zell und Richard Geuüc. — Musil von _______________________Millöcler.________________^^ Lottoziehungen vom 14. November: Wien: 66 53 89 50 26. Graz: 72 44 11 40 27^^- Meteorologische Beobachtungen inLaibA, 7U,Mg. 736.74 ^8"M7^ch»üach bewölli ^ 16 2 , N. 739.27 4.« NO. mähig bewollt 9 . «b. 742.12 1.8 NO mnhig bewällt ^l Nachmittags ciuzclne Sonueublicle, sonst trübe, ^ Wind. Das Tagesmittel der Wärme 3.7°, um 0,1° "" Normale. ^^^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Na a^lit^^ Verfälschte schwarze Seide. Mau u"bl< ^ Mustcrchcu des Stoffes, von dem man laufen will. " ^F etwaige Verfälschung tritt sofort zutage: Echte, "i" ^O', Seide träufelt sofort zusammen, verlöscht bald und U ^M' wenig Asche vou gauz hcllbräunlicher Farbe. — ", ,,, ftl' Seide (die leicht speckig wird nnd bricht) brennt la»l!>^l i»' namentlich glimmen die „Schussfäden" weiter (we»u ' ^ll^ Farbstoff crschluert). uud hinterlässt eine dunlelbraum ^ die sich im Gegensatz zur echten Seide nicht tiällselt. ' s,^ lrümmt. Zerdrückt mau die Asche der echten Seide, !" ^ z ^ sie, die der verfälschten nicht, Pas Scidcnfabril«^ , ^c «. Henneberg (lönigl, Hoflieferant) in gttrich verfe"°^ ,,< Muster vou feinen echten Seidenstoffen an Mrmann ^ F fcrt einzelne Roben und ganze Stücke zollfrei i«s U ^ gollberechnung. Ein Brief nach der Schweiz lostct1^>-^ Prospect-Beilage. ......' Der ganzen Auslage der heutigen „Laibacher . liegt der Zlr«strierte prospect ,,, dcs auf Anregung und untcr Mitwirlung Sr. l. llnb ^^ des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzog Ruvo" gegebenen Werkes ^>e Wir empfehlen uns höflichst zu recht zahl"'«)" ^.v^^, mcnts aus das mit außerordentlicher Spannunu ^,j, nroße. gemeinfassliche, auf dc,n " .f. Stande der Forschung beruhende ^ ^ Jg. v. Meinmmir k Fed.Bl," Buchhandlung. 2l5I Course an der Wiener Börse vom 16. November 1885. ^^0^«^^^^ Veld War» TtaatS.Anlehen. e^.......«°«' «'" >!><-<>.' ?/° Staatslose ü5o fi, 12« 75 1-^7 ,0 ^^tt^»,° »anze 5un .. I3>!f5 14« — ll^rr «l/° Lunstel 100 ,, 1<0 — 140 50 l^tl """tslofe . . 100 „ 17150 17« L» ^lü,» », " . . 50» 170— 17l- -°'«e,,t«nsche,ne . p« St. 45 - 4? — ^^^"lbrente, !» «erfrei , 108 75 10, — '«l, »lotenrenic, steuerfrei »0 2» »z 45 ^ ^"brente 4«, .... ,e io ««25 / Uplllleme .'.«/„. . . .88 85 «» — „ ,>'^nt'Anl, l^afi.ö.w.S, i« so ibu - ^'»'abn.Prioritäten . , »560 »6 — ^ ^l^ta.Obl. (Una. Oftb.) 124-- —-- , «, „" vom I, I»?« 107 ?s> in«, lib lheil w ""'^"l ^ luofi.ö.w. iiu-«k II» 7k ^"lcz..z>ole < °,, ioo fi. . . izo 75 121 25 ^"''dentl.. Obligationen ;«, lMl 100 fl, lKc.......iu<— — — lv ,.","'schc und slavonische . I«!»'— 104 — Veld War? 5°/„ lemesti Vanat .... 102'KO 103 5^ .»»»/<> ungoiische......102-75 IO»'5< Andere öffeutl. Nulehen. Pol!llu-M«g,'i!ose 5°/» 100 fl, . 11« 75 1l7-2l dto, «»leihe I»?8, steutlsrei . 10< 25 lu» 2« Anlcben b, Stabtgeuicinbe Wien 102 85 102?« Anlegn b. Stadtgemeiude Nien (Sllbei unb Gold) .... —'— — — P>.,mien»Änl.d.Sladtgem.W>en «2 2L 12275 Pfandbriefe (Mr 10« ft.) «odencr. >»lla.österl.4'/,°/25.«5 dto. in 50 ,. „ 4 V, °/« !U0'— we s.0 dto. in 50 ,, „ 4"/„ , »k— »5 50 blo. PrämitN'Schulbversch.»»« »8— »8 50 Oeft.Hvpothelenbanl inj.5»,»„ l«u— I0l — O«ft.»ul.g. Banl veil. 5 °/» . , 101 50 iu2 - - blo. „ 4 >/,»,, , 101 Ik I0l-«0 bto. ., 4 "/„ . »8 «0 »»'- UN», 2llg. Nobenclebit-Actienge! in Peft in I, 1»»» veil.5 >,,°/,> 102 75 108 50 Prioritäts » Obligationen (slll iou fl.) «lisndelh.Weftda^n l. «iuiission 114 50 11550 ffe»t!Nai!di>«!»ioldbah» iu Lilli. 10« 50 10« »« Flanz.Ioses'Vahn.....»225^ »2 75 Valizüche °/« . 9»'8U 100 10 Ocsterr, Norweftbahn .... i0»>75 104 25 Oiebcubülgel..... . »?' - »7 ^b V«lb Ware Staatsbahn I. 7« 25 I?« 75 -»K 5s> ?f> Sl.'^cnoiO'Lose 40 ft. ... »a-— 50-50 WHldsseiN'vose «0 fi..... 28-— 26-50 Wiübischgläh.Vose 2" N. , , . »»'25 »»75 Vanl.Acticn (der Stü «nglo'Oefterr, Uanl ^00 N. . . »5 5a »« — Naiiluercin, Wiener, >uo N, . . 12050 ion?« Nbncr.»Anfl., Oest.«U0N.S, 40»/,, zi« — 217 — «ldt.'Anft. s. Hand. u. O. IWft. 278«0 2?» — ^^ditbanl, All«. Ung. loo ft. . 2uz>75 284 «5 Depositenl». Nll«. 200 ft. ... ——------- Lslcinple-Ves,, Nieb«röst. 500 ft, 555 — 5«5 — Hypothclenb., «ft. 800 ft, ,5»/« E. 55-— 57-— vanderdanl, us!.. 200ft. «. »»25 »»50 Oester.'Nng, !Nan!..... 85» — 8«i-— Unionbanl 100 ft...... 7» 90 74 50 VerlehiSbanl «Ng. 14« ft. 143 50^144 50 Vclb wa« Nctien von Transport» Unternehmungen. l«t.----------------- Böhm lNorbbahn 150 fl: . , . — —------- Westbllhn 20» fl. , . .----------------- lUuschtiehiader Eisb. 500 fl.HM. ?»u — 8o0-— »ft.S--------------- Elisabeth.Vah» i!00 ft. LM. . 23»-»5 »40 — . Li»,«N>lbwei« ü«a N. . - 2l» — »10 »5 , k>ald..Tirol.III,inanb«-glordb. innu ft. <^M 2,5c. «255 ifranz.Iosef.Vahn 200 ft. Silb, «0»-25 «0» ?s> ssüi!slilchc!!."ilrcser!tis.i«0ft,O.--------------- ÄHl,,jlarl^'udwig.«.L0<>si. «lVt. «24,5 «5 25 ^raz.Nöftachcr «.««.««ass.ö.W. — — — — Kahlenberss Elsenb. INN ft. . . --— —-— ssaschau.Oderb. «isenb. 20« ft.S. 144 75 145 «5 Lemblb. -->------- Nubols«N.ihu 200 ft. Gild« . , 182-7» l»3'25 Liebenb!l>,ie> ltisenb, »»0 ft, i?6 ea 1?? — Slaalselseudihu »00 ft, ö. W. . >«« — 26850 «eld No« Vilbb.ihn 2,,n f>. Silb» , . . 13» — 13» »5 Vllb.N°rbb,.U«b..V.!«,<)ss.2Vi, 154 50 15550 Lhciß'Äahn »oo fl. ö, W. . , «50 — 2ö0 5!) Irllmwav-Gcs., Mr,»70 ft. ö. W, 18» 5« 189 — ., Wr,. neu lUU fl, — — — - Lla>l«vorl'GcsActien (per Stück) Essybl unb Hindbera, Lisen- und Stahl.»Ind. in Wien 10« fi. , — — ^.^ Eise„bahnw.-— Präger ilisen«Ind.»Gts, »00 .nr>,ff. 100 ,. , 88— 8« 50 Waffens..«., lDeft. in W. !<» ">, ,35 — ».— Irl<98 « — »0.ylanc«»Stü