Nt. ?ß. Mittwoch, 3. April 1889. I tt«. Jahrgang. Macher Zeitung. ^Wtla,,^. ------------------------------------------------------------—---------------------------- V^"'h»lb?;eil« » l«. 2)lt ..ilalbnch« »d»l».^°" bitter Classe mit Nachsicht """gnadW z, verleihen geruht. ^Mler Entt^ ^^l'sche Majestät haben mit «l der ssaN^"? ^""" ^ März d. I. dem l^'st°d schule für Gewehr-Industrie in Fer-lei dez Franl^ ^on Mühlfort das Ritter- allergnädigst zu ver. ^^^'r "ss^^H^tolische Majestät haben mit ^>»h iH^ung vom 25, März d. I. den I°lMN Lhotsky "«»ne allergnädigst zu ernennen geruht, he beute ^^^Fa l l e N h ll y N M. p. !i/°N?! ^^'^"cl des Landosgcschblattcs für das ^ 8 l" ^ °usgegrbcn und versendet Dasselbe ent^ ^iS'^ für Kram etl«s "s«chhcs v°n.' 3.^'''' N"'^ den cms Grund des iN C>^wrd,w "'"pril 18««, L. G. Vl. M. 18, äm?""°tsbistri ' ^"^- E'i'thrilunss dcS Landes ilrain »Nl>.'strain- (^ '^'Dlenstinstruction für die Districts. y°n ^ ^eise,; der ^""^°"l lür ärztliche Verricht.lN" n " Nedacti ^ '"^lc ''" öffentlichen Dienste. ^^"ch an. ? «. «anbcsssefe^latteS sür Krain. ______________ Nichtamtlicher Weil. Die Katastrophe von Samoa. Eine der historisch berühmtesten Katastrophen zur See, der Untergang der von Philipp II. von Spanien gegen die jungfräuliche Königin von England ausgesendeten, für mmberwüidlich gehaltenen «Armada», ist verewigt durch eine Medaille mit der Inschrift: «^lillnvi!. Deu» ol äikkipali «unl». Eine gleiche Medaille mit der gleichen Inschrift, dass der Odem der Natur die Schiffe in den Untergang getrieben, würde auf die Flottille passen, welche bei dem Korallen Eiland im Indischen Ocean, mittin im a/fährlichen Hafen von Apia, von den zürnenden Elementargeistern der Vernichtung zugetrieben wurde. Als bei uns die ersten Nachrichten über die Katastrophe einlangten, war der volle Umfang des angerichteten Unheils nicht zu überblicken. Heute ist amtlich festgestellt, dass drei amerikanische Kriegsschiffe, der «Trenton» mit eilf Geschützen, die «Vandalia» mit schützen zngruude giengen; feiner drei deutsche Kriegs« schiffe: der Kreuzer «Äd'.cr» mit vier Geschützen, das Kanonenboot «Eber» und die gestrandete Corvette «Olga» mit fünfzehn Geschützen, deren angehoffte Rettung fehr zweifelhaft geworden ist. Ueberdies sind acht Handelsschiffe gleichzeitig zum Scheitern gebracht worden, und nur der englische Kriegkdampfcr «Calliope» vermochte die hohe See zu erreichen und sich zu retten. Dass die Schiffe im Hafen zugrunde giengen, erklärt sich aus der eigenthümlichen Beschaffenheit desselben. Vor dem halbkreisförmigen Hafen von Apia lugt ein Korallenriff, das gegen die Brandung schwachen Schlitz bietet. Eine Senkung im Rist erleichtert die Einfahrt, gewährt aber auch bei einbrechendem Nordwind der brandenden See Zugang zum Hasen, so dass derselbe den Schiffen keine geschützte Unterkunft bietet und auch wiederholt kleinere Unglücksfälle im Hafen von Apia sich ereigneten. Durch schlimme Erfahrungen belehrt, halten sich namentlich Dampfer, wenn sie während der stülinifchen Jahreszeit im Hafen von Apia anlegen, stets beicit, bei Ausbruch eines Sturmes in die See zu stechen, da das Treiben im offenen Fahrwasser mit geringeren Gefahren verbunden ist. als das Verweilen im tückischen Hafen. Auch am 16. März. als ein furcht- barer Orkan bei Apia losbrach, scheinen die im Hafen befindlichen deutschen wie amerikanischen Kriegsschiffe den Verfuch gemacht zu haben, die hohe See zu er« reichen, um den Sturm abfeits des Hafens zu überdauern. Warum das Manöver bloß dem englischen Kriegsschiffe «Calliope» gelang, während die Deutschen und Amerikaner zusehen mussten, wie ihre schönen, zum Theil ganz neuen Schiffe im Hafen zerschellten, ist bis jetzt unaufgeklärt. Es ist möglich, dass bloß die Engländer die Vorsicht gebraucht hatten, fortwährend unter Dampf zn liegen, um sofort bei Ausbruch eines Stnrmes aus dem verderblichen Hafen zu entschlüpfen, während die Deutschen und Amerikaner aus Sparsam» leit eine solch? Maßregel unterließen. Es ist aber auch möglich, dass zufällig bloß der «Calliope» das rettende Manöver gelang; ja, das Schicksal der deutschen Cor-vette «Olga», welche auf den Strand lief und nach den nenestrn Nachrichten ebenfalls als verloren angesehen werden muss. scheint darauf hinzudeuten, dass die deutschen Schiffe ebenfalls den Hafen verließen, um fich zu retten. An dem traurigen Refultat vermag die Kenntnis der Nebenumstände nichts mehr zu ändern. Weit mehr als die amerikanische Kriegsmarine ist die deutsche durch die Katastrophe von Samoa in Nachtheil verseht worden. Die deutsche Marinverwaltung war bei Auswahl der Schiffe für die Samoa-Escadre mit großer Sorgfalt vorgegangen und hatte ausnahms« los gauz nene, nach den letzten Erfahrungen der Schists« baukuust hergestellte Kriegsfahrzeuge nach den Samoa« Inseln abgesendet; kein einziges derselben bestand aus Holz. sondern sie waren alle aus Eisen und Stahl und mit trefflichen, starken Maschinen ausgerüstet. Der «Adler» war kaum fünf Jahre all. der «Eber» zählte kaum anderthalb Jahre, und die Corvette «Olga» steht erst seit sechs Jahren im eigentlichen Seedienst. Schuld der deutschen Marineverwaltung war es also sicherlich nicht, dass die von ihr nach den Samoa-Inseln gerichteten Kriegsfahrzeuge nicht mehr heimkommen; sie hat alles gethan und vorgekehrt, um einen guten Aus« gang der Expedition sicherzustellen. Die amerikanischen Schiffe, welche im Hafen von Apia zugrunde giengen. befanden sich keineswegs in so hervorragend seetüchtigem Hustande wie die deutschen; sie waren sämmtlich ältere Fahrzeuge und durchaus nicht in der allerbesten Verfassung. Trotzdem verloren sie bloß dreißig Mann, Zmilleton. '"^^°rgfa?"« «nd Kinder. U^ihreI^ welche die Thier- '<^es LeVs^"c^ und welche bis zur Auf. <^b in? slF.l"g.el" kam" wirkt als ein "^N^lle sein Thun dient 7^"er^ der Natur, welche da- >? si« s lb t , b'U' Mit dem Augenblicke, da ^il?" sich N.^" "h°"en und zu schlitzen ver. kt > der "^ ^'"b °ls ganz Fremde ?» h°l sich dieser Trieb ' Ühetb>dlagen A ' >5 de5 Geisteslebens erhoben ^ Entwicklnng der Sittlich- W.e d.ese Entwicklung vor- ",'lle s?"ett; F". als eme rein wissenschaftliche d"uch' HsVn /assen sich lo^d/ Er- sltl^ttl .'H dara.? .^^''hnng erwarten, wenn ?"d i»^ um2 )'"s'elt. wie das Kind auf °nf das Kind K ^er "kuen «^"/en ftch ^s dieser Untersuchung .t ??" jener Gelegenheit ge-'b, ^H'"s«^ " asjen und nach einer Richtung ^> ^ Z'word . s)" wenigsten Menschen dar- «. i° V"' E nn ""' dass auch die Eltern - ^Ke^e^ die U"°n den Kindern erzogen ^ i."«> Aua^l^ Selbsterziehung für Aussicht s??bl'cke beginnt, da ihnen "" Ueht. Schon so lange noch Mutter und Kind eins sind, wird die erstere, in jedem Augenblicke ihres Zustandes sich bewusbt. ihr Denken, Fühlen und Wollen in strenge Zucht nehmen, und wird der Gatte nach Kräften dafür sorgen müssen, dass alles aus dem Wege geräumt werde, was die Gemüthsruhe. das Seelengleichgewicht der Frau beeinträchtigen könnte. Und später! Wer vermöchte auch nur andentungs« weise darüber zu sprechen, welche Fülle von Opfern die Eltern, namentlich aber die Mutter, mit jedem Tage. mit jeder Stunde ihrem Kinde bringen?! Die selbstischesten Menschen werden opferbereit und hingebungsvoll, wenn ihre Kinder in Frage kommen. Eine Ausnahme hievon macht nur der Gnz, der schon aus diesem Grunde als das menschenschändenoste Laster stigmatisiert ist. Schön und wahr sagt nns das folgende Dichlciwort, wie selbst der Unglanbe gemelsterl wird durch die Liebe zum Kinde: ,O Gott, auf Erden wird am härtesten gestritten Beim Kinderlrcuileiidelt! Da beusst das stolze ynupt DrS Zweiflers sich tief in umia, leihen Bitte»! Die Mutter aber, sieh', sie detet nud sie glaubt.» Wie fehr die liebende Fürsorge für ein Kind das Empfinden zu veredeln vermag, können wir aus dem Umstände ermessen, dass Personen, die der unerbittliche Tod ihres Kindes beraubt hat und denen weiterer Kindersegen versagt blieb, mit wahrhaft rührender Liebe die Kinder anderer ansehen nnd gegebenen Falles auch behandeln können. Um jeden anderen Besitz tonnten fie andere beneiden, an den, Besitze der Kinder zeigen ste Mitfreude. Milsorge. Mitleiden. Und das Erziehung^ geschäft ist ein ganzes N.tz von Freuden, Sorgen und Leiden für jedermann schon in Beziehung auf d,e Wohlfahrt des Leibes unserer Kinder nnd sollte es m nicht geringerem Grade betreffs des seelischen Gedeihens derselben sein. Liegt schon in den ungezählten und unzählbaren Liebeöthaten der Eltern, in den Opfern, die sie an Lebensgenüssen, Bequemlichkeiten, Wohlbehagen, oft sogar in den Entbehrungen, die sie sich zu Gunsten ihres Kindes auferlegen, ein gewaltiger Sieg über den Egoismus, also eine sittliche Hebung, so' vollzieht sich die letztere in noch höherem Grade und mit mehr oder minder klarem Bewusstsein, wenn Vater und Mutter sich als die mächtigsten Factoren der Erziehung ihrer Kinder ansehen und bedenken, dass nicht ihre Lehre und ihr Wort. nicht ihr Gebot und Verbot, nicht ihr Lohn und ihre Strase. sondern ihr Thun und Lassen, ihr Leben und Wirken, mit einem Worte ihr Beispiel da« Mächtigste ist, das ihre Kinder zur Nachahmung reizt. Darum gehört nicht einmal viel Ueberlegung und Studium dazu und gibt jedem schlichten Verstände das Gefühl der fürsorgenden Liebe die Erkenntnis, dafs Selbstbeherrschung im Beisein der Unmündigen mindestens ein Gebot der Vorsicht ist. weil ja eine ganze Welt von köstlichen Gütern, die im nnverdorbenen Kin-desgemüthe angelegt sind, durch eine übereilte That. durch ein unbedachtes Wort zerstört werden kann. Die Gegenwart eines Kindes hat für seine Um» gebllng line reinigende Kraft, welcher fich nur un» begreiflicher Leichtsinn, gepaart mit Unverstand, oder allergrö'bste Roheit zu entziehen vermag, und es ist mehr als ein poetischer Gedanke, es ist aus vielfacher Erfahrung bestätigt und nur von den Dichtern der Wirklichkeit abgelauscht, dass so manches hart gewor» dene Herz erweicht, so mancher von den lang ge< wohnten Irrpsaden des Lebens znrückgesichrt wurde, ^o ^aibacher Feltung Nr. 76. 624 3. Aprils. während die deutschen Schiffe den Verlust von fünf Officieren und neunzig Mann. eine wahre Hekatombe, zu beklagen haben. Es ist noch unaufgeklärt, warum gerade bei den deutschen Schiffen die Verlustziffer eine so furchtbare Höhe erreichte, während die Amerikaner verhältnismäßig glimpflich davongekommen sind. Mit welch traurigen Empfindungen die Hiobspost von Samoa in Berlin aufgenommen worden sein muss, lässt sich denken. Der Trost, den Philipp II. seinem Groß-Admiral spendete, als er desselben nach dem Verluste der Armada wieder ansichtig wurde, gilt auch in Berlin: nur gegen die Menschen, nicht auch gegen die Elemente zu kämpfen, waren die Schiffe ausgesendet worden. Allein die Folgen der Katastrophe werden vielleicht viel weiter reichen, als man heute annimmt. Schon bis zum Eintritte dieses furchtbaren Ereignisses waren die Ergebnisse der deutschen Colonialpolitik keineswegs so günstig gewesen, dass man die Gegner derselben hätte zum Schweigen bringen können. Bis zu dem gegenwärtigen Zeitpunkte stehen thatsächlich die Errungenschaften der Colonialpolitik nicht in dem richtigen Verhältnisse zu dem Aufwande an Geld und Menschen und zu den politischen Actionen, welche im Interesse des Colonialwesens unternommen werden mussten. Selbst der Samoa-Conflict, welcher indirect zum Ver-luste so vieler deutscher Seesoldaten und so ansehnlichen Schiffsmaterials führte, wäre nie entstanden, wenn die Reichsregierung die deutsche Ansiedlung auf der Mu» linun-Halbmsel nicht begünstigt und nicht alles daran geseht hätte, die kleine deutsche Colonie von kaum zweihundert Menschen, welche allerdings die bedeutendsten Plantagen der Halbinsel innehaben, kräftig zu schützen. Dass der Commandant der deutschen Escadre vor Samoa und der dortige deutsche Consul zu weit gien« gen, weshalb sie, allerdings nachträglich, von der Reichsregierung desavouiert wurden, gab den ersten Anstoß zur Action der Vereinigten Staaten. Sofort erließ man in Washington die Ordre, dass eine der deutschen Escadre annähernd gleiche Anzahl von Unionsschiffen nach Samoa zum Schutze der amerikanischen Interessen abgehe. So lagen die deutschen und amerikanischen Kriegsschiffe, einander beobachtend, im Hafen von Apia und der Engländer schaute ihnen zu. Der Engländer liegt wahrscheinlich wieder auf seinem Observations-posten; allein die beiden Interessenten sind vom Sturme weggeblasen worden. Allerdings spricht man schon in Berlin von der Nbsendung eines neuen Geschwaders nach Samoa, und es ist auch gar nicht anzunehmen, dass man jetzt die dort mit so vielen Opfern aufrecht« erhaltene deutsche Colonie ihrem Schicksale überlassen werde. Allein die Amerikaner haben es näher und löw nen, wenn sie mit gewohnter Schnelligkeit Entschlüsse fassen, auf Samoa einen den Deutschen sehr unbequemen Besitzstand geschaffen haben, ehe die neue deutsche Escadre in Apia eintrifft. In einem solchen Falle, welcher gar nicht unwahrscheinlich ist. wenn man die im Weißen Hause jetzt herrschende Maxime der Ausbreitung des amerika» nischen Adlers richtig veranschlagt, wird die Samoa« Frage bei der bevorstehenden Conferenz eine ganz an- dere Physiognomie annehmen, als vor dem Verhängnis' vollen Orkan, der Deutschen wie Amerikanern ein nasses Grab bei den Korallenriffen von Apia bereitete. Politische Uelierftcht. (Aus dem Abgeordnetenhause.) Das Abgeordnetenhaus setzte vorgestern die Budgetdebatte beim Voranschlage des Finanzministeriums, Titel «Cen-tralleitung». fort. Turk besprach die Bildung des Petroleum«, dcs Kohlen« und des Kupferringes. Ueberall stehe Rothschild an der Spitze. Der Finanzminister möge seine Finanzoperationen unabhängig von Rothschild vornehmen. Türk verlangte die Herabsetzung der Gebäudesteuer und der Grundsteuer und der Viehsalz» preise. Smolka theilte hierauf mit, er werde täglich von 10 bis 5 Uhr Sitzungen halten. Abends werden die Ausschüsse berathen. Dann besprach Gasser die Nothwendigkeit einer Reform der Gebäudesteuer in Tirol. Kronawetter bedauerte die großen Militärlasten. Der Redner verlangte die Reform der Verzehrungssteuer. Bei der progressiven Einkommensteuer werde man Nothschild schwer treffen, der könne aber nach Frankfurt oder London auswandern. Man werde also bei einer solchen Steuer nicht viel herausscklaa.cn. Wrabetz erklärte, die wirtschaftlichen Verhältnisse seien schlechter geworden, und verwies auf die Zunahme der Executionsgebüren. die Abnahme der Gewerbe und den Rückgang des Fleischconsums speciell in Wien. Der Ntdner trat der Ausnützung der Arbeitskraft der Be» amten der niederen Kategorie entgegen. Fiegl erklärte gegenüber Kronawetter. seine Partei sei für die christliche Schule, aber nicht für die Verminderung der Bildungshöhe. Specialberichterstatter Bilinski warf Turk vor, er habe zwei Stunden über Finanzwissenschaft in banaler Weise gesprochen. Seine Ausführungen mögen in den Kreisen nützlich sein, die gar nichts von solchen Sachen verstehen, es sei aber kindisch, wenn man das hier zum besten gibt. Der Redner erklärte, die Polen bekämpfen den Juden, wenn er zufälligerweise ein Ausbeuter ist, sie bekämpfen aber dann nicht den Juden, sondern den Ausbeuter. (Beifall rechts.) Deshalb bestehe in Galizien. trotzdem dort viele Israelite« wohnen, doch kein Antisemitismus. Der Titel «Centralleitung» wurde hierauf angenommen. Es folgte der Titel 2: «Finanzlandeö-Directionen». Tausche verlangte die Re-form der Grundsteuer und brachte eine Resolution wegen Beschaffung von neuen Einnahmsquellen für die Gemeinden und Länder ein. Titel 2 wurde angenommen und die Verhandlung abgebrochen. Dr. von Der« schatta und Genossen interpellierten den Handelsminister, wann derselbe das Gesetz wegen Einschränkung des Hausierhandels einbringen werde. (Reform des Benedictiner-Ordens.) Wie man der «Neuen freien Presse» meldet, ist die Annahme der strengeren Observanz im Principe bereits erfolgt. Die Aebte der größeren Klöster waren dagegen, während die Acbte der kleineren Ordenshäuser dafür eintraten. Die strengere Ordensregel soll auf die der-zeitigen Patres nur theilweise, auf die Novizen jedoch in voller Ausdehnung angewendet werden. manche nichtswürdige That ungeschehen blieb durch die unbewusste That eines Kindes, dnrch die überwältigende Macht eines geliebten, unbefangenen Kindes» gemüthes. «Nimm dich zusammen und denke, was du für dich und die guten Geschöpfe zu thun hast, welche Natur und Neigung so fest an dich geknüpft hat,» sagt Wilhelm Meister zu sich, indem er sein Verhältnis zu seinem Kinde überlegt, und wie viele Eltern denken nnd handeln nicht so! Und ist nicht Strenge und Härte in der Behandlung unserer Kinder, wo eine solche für nothwendig erkannt wird, auch wieder ein Sieg der Ueberzeugung über nur blind gewährende, schwächende und in allem nachgebende Liebe? Wir erziehen uns dabei selbst. Unsere Liebe für unsere Kinder begnügt sich selten damit, sie zu jener Lebensstellung zu bringen, die wir selbst erlangt haben, wir wollen zumeist, wie jener tressliche Wirt sich ausdrückt, «dass der Sohn nicht gleich sei dem Vater, sondern ein besserer», und bei dem Streben nach solchen Zielen wachsen wir selbst mit den höheren Zwecken unserer Kinder. Aber je höher wir für unsere Kinder die Ziele hinaufrücken, desto lenksamer müssen wir sie uns zu erhalten wissen. Unsere reifere Intelligenz darf nicht an inneren Widerständen des Kindes scheitern, und darum ist Gehorsam das erste sittliche Gebot, dem das Kind zu unterwerfen ist. Glaube nur niemand, dass Widersetzlichkeit und Eigenwilligkeit die Ansänge oder Anzeichen eines festen sittlichen Charakters sind! Im Gegentheile; gerade die willige Unterordnung bildet das Postulat sür alle Eulwicklung im Umkreise des Sittlichen; doch das bedarf einer eingehenderen Er« ö'terung, die für ein anderesmal aufgespart bleibe. Nächst dem Gehorsam ist es die kindliche Ehr« erbittung, die sich aus der natürlichen Liebe, aus dem Bewnfttsein der Dankesschuld ergibt und aus der durch tausendfache Erfahrungen dem Kinde erwachsenden Erkenntnis von der Ueberlegenheit seiner Eltern. Mag dann immerhin dereinst der Sprössling die Eltern weit überragen in mancherlei Erwerbungen geistiger oder materieller Güter, zu allen Zeiten und unter allen Verhältnissen wird die verehrende Ergebenheit die Grund-stimmung sein und bleiben müssen im Gemüthe des Sohnes oder der Tochter, deren Herzensbildung mit aller anderen Bildung Schritt gehalten hat. In dieser Hinsicht sind die endlosen Schwiegermutterwitze gerade nicht ein rühmliches Zeugnis für den Geist der Zeit. wenn man nicht geneigt ist anzunehmen, dass es bei denselben mehr auf das Bestreben hinausgeht, Heiterkeit zu erregen, als auf boshafte Weise dem gepressten Herzen Luft zu machen. Die selbständig und unabhängig gewordenen Abkömmlinge werden sich ebensowenig über die Wohlmeinung und die Ansichten der Eltern geringschätzend hinwegsetzen dürfen, als sie jemals vergessen könnten, was sie ihren Erziehern schulden. Zwar gehen gewissenhafte und wohldenlende Eltern sicherlich bei ihrer Opfer-spendung nicht von der Ansicht aus, dass ihnen das Kind dereinst alles heimzahlen werde; ihr Streben ist einzig nnd allein die wahrhafte Beglückung des Kindes und ihm den Wrg zum Glücke zu ebnen, thun sie ja alles. Das aber überhebt den Empfänger der Wohlthaten in keiner Weise dcs ausgiebigsten, hingehendsten Dankes in Gefühlen und Thaten. Je höher und reiner ein Gemüth gestimmt ist, desto mächtiger wird es den Drang empfinden, der alten Eltern Leben zu verschönern und zu erleichtern. Und wären die Opfer, die Söhne und Töchter ihren Eltern brächten, beträchtlich, so müsste sich jeder doch im stillen sagen: «Vergelten kannst du doch nicht ganz der Eltern Müh', der Eltern Segen.» PH. Brunn er. (Parlamentarisches.) Wie wir "W^ werden alle Anstrengungen gemacht, danut ^ ^ österliche Parlamentssession ' ausfalle. Man " ^. begnügen, das Budget, das Wehrgeseh und o> ^,^ wendigsten Eisenbahnvorlagen durchzubruige. ^ Nachsession wird darum nicht gewünscht, wm ^ nate Mai bis zum halben Juni die Assenttttw ^„ nachher die Landtagswahlen durchgeführt wero^ ^ Die Vornahme beider Agenden zu gleicher 0 ^.„ den aber die politischen Behörden kaum ve> können. . ^MlB' (Aus Böhmen.) Der conservatwe M°v» besitz in Böhmen ließ durch den Fürsten Ka" ^„ zenberg dem deutsch-liberalen GroßgrundtieM, ^. bevorstehenden Landtagswahlen ein ColNpr^ > ^ bieten. Baron Aehrenthal verhandelt nam letzteren. «^„s)^ Laufe der Debatte über das Wehrgesetz vel'^^el Ministerpräsident Tisza anlässlich eines ^^ Iranyi's. noch im Laufe dieser Session "ne^z. velrrffs der Regelung der tagsabgeordneten während der Zeit der ^^ „^>-einzubringen. Das Abgeordnetenhaus ^?,^„g all^ liche Paragraphe des Wehrgesehes unter Mey eingebrachten Amendements. ., MiO^ (Deutsches Reich.) Der deutM ^„d nahm bei der zweiten Lesung der VorlM, ^^i^ die Alters- und Invaliden-Versorgung 0" ^ g,,t den das Princip dcs Gesetzes festM^ ' ",, g». großer Majorität, mit 157 gegen 72 6"»" M' — Eine kaisei liche Ordre hat die Trennu^ ^M, commandos von der Verwaltung der iMl ^i> Ersteres wird von einem commandieren^ ^> nach den Anordnungen des Kaisers gesUY ^< Die Verwaltung der Marine wird "l'l" s^etäc dl' wortlichkeit des Reichskanzlers vom SW"! ^ M Reichs-Marine-Amtes geführt, welch" ^ Contre.Admiral Heusner verliehen wurde. ^ dc (Frankreich.) In der vorgestr'gen ^ F französischen Kammer erschien Vonlanger. ^ g» herangekommen aussehend, und wurde v^>, o archistm begrüßt. Es war das GerM . r ^ Regierung werde den Antrag auf ge"G H gM gnng des Generals einbringen. Da d,es ' "Ag<"' so entfernte sich der General bald N»^"- ^ V den gemäßigten Kreisen macht es emen '^ Al l"^ druck, dass sich das Ministerium mcht i" ^giec^ tigeu Action entschloss. und sie drohen, "^el e> zu stürzen, falls sie nicht bald gegen ^"" > schreitet. .« Oelb'^ (Der Handel mit Losen 'N^ Wie man aus Belgrad meldet, hat das v^ ^H gegebene Beispiel dort rasch gc""" „las e"', F Finanzminister hat eine Verordnung."^ ^ welche die Collecturen für das österre,Y"A^el ^ garische Zahlen . Lotto verboten werde«. ^ n^ der Handel mit ausländischen Losen gereg"'.^ "" dies' Lose einer Steuer und einer Sten'pe u worsen. ..« Mitel ^ F (England.) Es verlautet aus ^B.^. dass die Regierung in der uäM" ^„h <,,z Session eine Landankaufs'Vorlage '."., Ma^,. ^ gen werde, die nach den Vorschlag"' ^gi >'F entworfen wird. Für die Session von .^ zi»,^ Gesetz über Localoerwaltung für 3"«' ^N ''«i" genommen, welches beträchtliche Verände^ ^^ Verwaltung der inneren Angelegenhelle' ^ sich schließen soll. ^atsrath); > (Der Luxemburger Staai» ^ " ,v sich dafür aus, dass der Herzog von ^ ^s ^ft Land komme und durch eine Botschaft "^e,W und die Kammer die Uebernahme ^e anzeige. ..„:) hat l^ (Das Ministerium Cr,.SP' ^>e c^'' längere Erholungspause. Die itallemM ^ ^ ^ bis 1. Mai vertagt. Bis dahin w" ^ se" nisterium ohne Zweifel alles aufmei". ^ sition haltbarer zu machen. Se. Majestät der K°iserH «Bote für Tirol und Vorarlberg' '"" ^ M Rein zur Vollendung des Schulh"" ^ spenden geruht. ^hen' ^i"^ ^ Se. Majestät der Kaiser H^'^F «Präger Abendblatt, meldet, der " ^ ^ Ebersdorf zur Bezahlung der K^e ^ ^N'y , kirchen-Restaurierung 1(X) si- 5« '<"' «„^ - (Der Kaislr^^^^ Vorgestern mittags beehrte Se ^ne"' "' ^.F den kranken Cardinal HaYnald m" Al° gen Besuche im «Hotel National».. ÄM P<,st>" - (Postraub in Kr o a t l e n ^ „c ^ Kreuz-St.-Ivcm.Zabno in Kroat.en ^ ^^ n^b von unbekannten Strolchen angesa^' ^oy' Kampfe getödtet. Der Postkasten wu ^illllchcr Zeitung Nr. 76. 625 3. April 1889. Yachten dp /'^ ^" Sendungen geraubt. Die Pferde ^tlcher w.>, ^^"riolwllgen nach St. Ivan. Der ^" sehle^ >-°"^ b" Straße todt aufgefunden. Unter ^lgeldse^ ^"bungen befindet sich eine größere Mi-Ü>fr «laram ^' ^'" Carriolpost hatte leine Bedeckung, ^unaen..7. ^"sanwalt Gjuricic hat die Er- ^s?.^.Thatorte eingeleitet. Heil ihre« U^°" derb anl) verlauste den größten ^llschast wÄ'^^ °" ^""n der Alpinen Montan-^'lMium ^ .3 ""^^°br ^^^^ Stück betrug, an ein chtln sie s^c. ^" und österreichischer Banquiers, wel« ^ ,rlv,l angehört. I" den n^"m"" Verschönerungsverein.) ^rige V,." Parkanlagen von Peltau lässt dieser wichen N?" "'^ "lcht unbedeutenden Kosten einen Men 5?"°" Erstellen. Die Kastanienpflanzung ^enfolae ? ^" ^°ld geschieht nicht in gerader .^eineil^ "" in Kreisform, und ins Centrum " durch di, w W- Der Verein wird in seinem Wir- ^ s^.Stauer Bürgerschaft bestens unterstützt. »'^"Ws s/1"!°rd einer Gräfin.) Vorgestern , ""in dez lw '2 '" Wien Gräfin Iosefine Rabetzky, "" Familie w l 6' '" der Wohnung einer besreun-!5 °us G«s' ^ '" abgestiegen war. Sie traf tagsvor. « ite bezeign. ^" ""^ Leidens in Wien ein. Die , zutn Celbs^ "^ ""^ Operation als nothwendig, was ° ^llter vnn «. veranlasste. Gräfin Radetzly erreichte ^ lss ^ Jahren. ^«vc>N NÜ ^"^ anlässlich des Unglü-i!^anzleiei«^") Vorgestern lies in der deutschen , h der O.5 r olenz der italienischen Regierung an-^ lieh c^°'lrophe von Samoa ein. Der Reichs-!°°«^lb chwn!? gliche Danlesdepesche abgehen, ^evue.^lser in Ungarn.) Wie der «Mon-? ber D.n "^Pest ^meldet wird, ist der Wasser-1 betru. vn.«'!. '" s°rtwährendem Steigen begriffen °//"° Äpo??"" 4-4 Meter über Null. Die Ge-? Der Ni.'^^ '" g«Wr Ueberschwemmungs-ft. sür ^?'^°" bes Vudapcster Comitates hat »vi^ (Affa feiten angewiesen. ,.?' W die^^ ^°^ Wie aus Ogulin gemeldet 1K ^""g An^n." ^sen Eugenie Sah geführte Un-^ng ^Punkte ergeben, welche es geboten, die ilr /"Utischen 3/v '^"" Gemahl, den Professor an in Buccari, Ivan Sah, zu er-^.Mlicher M.. 3älscherin befindet fich noch immer b" Stra..n/'l"?b dieser Umstand verzögert den >n "" (Nr . '"lhung. >„!'' In der m ^"2 Greifenburg in Kärnten schreibt ^ ^ulgD K,, ? ^ln 28. auf den 2<1. März brach EinÄ' 3euer "^"^rhube in Drasnitzdorf, Gemeillde l5r°?""g einäs^ . "^^^ die Gebäude sammt der "°>i . °" einer^ ^°" lllaubt allgemein, dass der «>»?>,"" Ausbr,?^"^^"lon gelegt wurde, welche sich ^chien^ ,or den Eisenbahnzug Klm" (Non 3V ""b getödlet wurde. l"li , " Vrief I!°"ley.) Ein in Edinburg ein-^hl?? ^Sevt^°"^^s' datiert aus Smupci-Re 'bnde H V r ^- s«^ dass Stanley sich ^ ^Mln IN guter Gesundheit verlassen '^?lenant ni^! l"°^) Dlmie: «Aber ich bitte, ^^ra^r / '^ so rasend, ich bin ja eigentlich noch Local- und Provinzial-Nachrichten. Laibacher Gemeinderath. In der gestern abends abgehaltenen Sitzung des Laibacher Gemcinderathes, welcher Bürgermeister Gras-selli präsidierte, rrllärte dieser auf eine Interpellation des Gemeinderalhes Valentincic bezüglich der Er» richtung einer sechsten Apotheke in Laibach, dass die seitens der l. l. Regierung einberufene Enquete der Apotheker fich dahin aussftrach, dass leiuer derselben ge< i neigt ist, seine Apotheke in die Petersvorstadt oder aus die Polana zu verlegen. Bürgermeister Grasselli übergieng sodann auf das Eingesendet des sogenannten bürgerlichen Tischler-Consortiums, welches den Gemeinderath insultiert. Per Gemeindcralh fei sich seiner Aufgabe bewusst, er wisse, dass er nur dem Mandate zu entsprechen hat, das ihm seine Mitbürger übertragen haben, unbekümmert darum, wie das Urtheil eines Consortiums lautet. (Beifall) Es fei wohl berechtigt und selbstverständlich, dass der Gewerbestand für Verdienst und Erwerb eintritt, aber es müsse dies in anständiger Form geschehen. Der Bürgermeister müsse mit aller Energie gegen die Unterstellungen des namenlosen Consortiums namens der Stadtgemeinde Protest erheben. (Lebhafter Beifall.) Es frage sich nur, ob das Treiben dieser anonymen Herren dem Consortium oder dem Gewerbestande in Laibach überhaupt zum Vortheile gereichen werde. Gemeinderath Hribar referierte namens der Wasserleitungs-Section über die Detailbrdingungen behufs Vergebung dcs Vaurs des Reservoirs ob dem Tivoli-berge. Stadtingcnieur Hanus verlas die Bedingungen, wonach der Uebernehmcr den Bau des Reservoirs am 15. Mai d. I. zu übernehmen und bis zum 15. October d, I. zu vollenden hat, Gemeinderath Gogola findet die Baubedingnisse für die Stadtgemeinde Laibach nicht besonders günstig, daher er für einen etwa entstehenden Schaden größere Sicherung der Stadtgemeinde im Vertrage befürwortet. Herr Gogola beantragte daher eine entsprechende Aenderung der diesbezüglichen Contracts-bestinmmng, gegen welche sich aber die Majorität erklärte, sodann aber einem klarer stilisierten Zusatzantrage des Gemeinderathes Dr. Mosche zustimmte. Auf Grund dieser Vaubedingnisse beantragte Referent Hribar, es seien die Arbeiten für das Reservoir um den Betrag von 50.000 fl. zu vergebeu und der Concurs für die Uebernahme der Ausführung des Baues bis 20. d. M. in den hiesigen deutschen und slovenischen Journalen auszuschreiben. Der Antrag wurde angenommen. Gcmeinderath Dr. Mosche referierte namens der vereinigten Personal- und Rechtssection über die im heurigen Jahre vorzunehmenden Ergänzungswahlen für den Gemcinberath. Im dritten Wahllörper haben auszuscheiden die Gemeinderäthe Klein und Dr. Gregoric; im zweiten Wahllörper die Gemeindcräthe Director Povse, Stadt» Pfarrer Rozman, Dr. Vosnjak und Professor Thomas Hupan; im ersten Wahllörper Dr. Mosche, kaiserl. Rath Murnil, Landescassier Ravnihar und M. Pakic. Die Wahlen sind auszuschreiben und als Obmänner der Wahl« commissionen zu bestimmen: der dritte Wahllörper wähl« am 23. April (Obmann Valentincic); der zweite Wahllörper am 25. April (Obmann Ritter von gitterer di Casa Cavalchina); der erste Wcchllürper am 27. April (Obmann Vaso Petrilil). Der Bürgermeister wurde beauftragt, die übrigen Mitglieder der Wahlcommissionen zu ernennen. Gemeinderath Dr. Stari referierte über in verschiedene Commissionen vorzunehmende Wahlen. Ueber dessen Antrag wurden gewählt: in die Commission zur Bestimmung der Militärtaxe die Herren Klein und Pakic; in die diesjährige Assentcommission die Herren Valentincic und Velkovrh uud in die ständige Assentcommission die Herren Dr, Vosnjal, Ritter von Zitterer, Dr. Gregoric, Klein, Dolenec und Velkovrh. (Schluss folgt.) — (Die heurigen Manöver.) Aus Graz wird uns gemeldet: Nach den bisher getroffenen Dispositionen wird Se, Majestät der Kaiser den heurigen Schlussmanövern drs dritten, Grazer, Armeecorps beiwohnen. Diese Manöver, an welchen sich die 6. und 26. Infanterie - Truppendivision betheiligen, finden im Lauantthale und in der Umgebung von Adelsberg statt. Nach Schluss derselben, 7. September, begibt sich der Kaiser zu den in der Umgebung von Arad stattfindenden Schlussmanövern des Temesvarer Armeecorps, welche am 12. September enden. — (Gemeinderatbswahlen inRudolfS-wert.) Bei den in den letzten Tagen vorgenommenen Gemeinderathswahlen in Rudolfswert wurden auch im zweiten und dntten Wahllörper die Candidaten der slovenischen Partei in den Gemeinberath entsendet. Gewählt wurden, und zwar im ersten Wahllörfter: Hilfsämter-birector Martin Mohor, Oberlandesgerichtsrath Johann Loger, Advocat Dr. Slanc, Staatsanwaltsubstitut Johann l^lerlj, Ingenieur Thomas Valla und Prof. Dr. Marinko; im zweiten Wahllörper: Notar Dr. Poznil, Gymnasial-director Senekovic, Tischler Umel, die Realitätenbesiher Max Vruner, Fr. Seidl und Franz Perlo; im dritten Wahltörper: Kaufmann A. Paufer, Buchbruckereibesiher Krajec, die Handelsleute Anton Iarc und Fr. Kastelle und die Realitätenbesitzer F Skabernr und A. Vertaiic. Die deutsche Partei hatte nur im ersten Wahllörper Can» didaten aufgestellt. — (Aus dem Reichsrathe.) Im Abgeord-uetenhause des Reichsrathes wurde gestern die Verhandlung über den Voranschlag des Finanzministeriums fort» gesetzt. Die Discussion gedieh bis einschließlich Capitel 13, «Gebäudesteuer». — (Die Quartett-Soiree Hellmesberger) findet nun definitiv Donnerstag, den 11. April, abends halb 8 Uhr im landschaftlichen Redoutensaale statt. Es wirken hiebei folgende Künstler mit, und zwar erste Violine: Josef Hellmesberger, l. l. Hofopernlapellmeister und Professor am Conservatorium; zweite Violine: Julius Egghard, Mitglied der k. k. Hofkapelle; Viola: Josef Maxint sack, Professor am Conservatorium und Mitglied der k. k. Hofkapelle; Violoncell: Ferdinand Hell» mesberger, Professor am Confervatorium und Solo-spieler der k. k. Hofoper. Programm: 1.) Vollmann: Quartett, ll-moll. 2.) Mozart: Quartett, ^.-äur mit den Paulen-Variationen. 3.) Beethoven: Quartett, V-moII, 0p. 59 Nr. 2. — (Gegen dieSave-Ueberschwemmung.) Das Vauamt der kroatischen Landesregierung hat eine neue Präventiv-Mahregel bei Hochwassergefahr getroffen. Sobald nämlich dem Bauamte aus Gurlfeld das Aviso »>. « N«chdr»«' Violen. "'" Gesellschaft von K. du Voisgobeh. b«. '<" K°be NW sehe" können, " iy?" es Sj. u e d«selbeu aufhält.. 3 dlt ^sahrunn k^'°"^ interessiert, so lässt sich > d°>rst", »n. Ejuer meiner Freunde itzt ^«geräd"H^ °"f einem Parkettplatz; er « '^""schte A.«,6' gut sehen können und soll ? 'st ° ^iH, /lMunft ertheilen.. ><"h. hinre a"'? «ußcrordentlich verbinden und ^chch^ dass Sie Ihren Freund und werde thun, >ckr7° slchK^.^c 'ch nicht recht begreife »^,9ch H°2 sli' die Insassen jener Loge l«1>lei' °> 'ch Il'.^ dieselben nicht Ihre '^tvH °^ uberzengt, dass sie 'Taz is' ^mdgebnngen zuschulden kommen ^^ t'si, !W s^' ^ "'^'' wie sich Ihre Unruhe be- ß,' t H .'. Wollen ß!' « bi^A MfgU mein Freund? Meine Phan-l<'hl K,? ""Hz b'i«'" U' un, und das darf >'e nur zn gut. und es frap- pierte ihn die plötzliche Wandlung, welche mit Frau von Listrac vorgegangen war. Ehe sie aufgetreten, war sie tapfer und vollkommen bereit gewesen, der Böswilligkeit ihrer Rivalin die Stirn zu bieten; jetzt hatte es geradezu den Anschein, als fürchte sie sich. vor der-selben zu erscheinen. Lag ihr daran, zu wissen, iu wcl. cher Begleitung dieselbe gekommen sei? Glaubte sie etwa, dass in irgend einem entlegenen Winkel ihr Gatte sich verborgen halte, er. der nun schon längst auf dem Wege nach Australien sein sollte? Wie dem auch sein mochte, d'Artige musste den Wunsch drr Giäfiu erfüllen. Chantal begrüßte den Freund mit der Mittheilung, dass er ihn bereits den ganzen Abend vergeblich gesucht, da er die Ueberzeugung gehegt habe, es sei nicht anders möglich, als dass er gegenwärtig wäre. «Ich habe Frau von Listrac ins Theater begleitet und —» «Und du hältst dich in den Coulissen auf? Ich dachte es mir. Du solltest gegen mich übrigens nur von der Diva Vianca Monti sprechen, denn es gibt keine Gräfin von Listrac mehr. Sic singt zum Entzücken und dürste auf der Bühne mehr Glück haben als in der Ehs. Wenigstens ist sie jenes Schurken von Listrac los; man behauptet, dass er ausgewaudert sei.» «Nach Australien.» «Glückliche Nrise! Aber bist du auch ssanz gewiss, dass er Paris wirklich verlassen hat? D»e Baronin. Moulieres und ein paar andere fragwürdige Leute seiueS Schlages sind übrigens auch zugegen. «Ich habe sie bereits gesehen und suchlc d,ch eben auf. um die Frage an dich zu stellen, ob du viellelcht beobachtet hast. wer diese ,anderen Leute' sind?» «Du glaubst, ich befasse mich mit ihnen? Ich sehe sie kaum. Gleich zu Anfang der Vorstellung be-merkte ich nur, dass irgend ein neu Hinzugelommener im Hintergründe der Loge erschien und die Varonin begrüßte; wer es sei. konnte ich nicht erkennen. Doch sprechen wir von anderen Dingen. Man sieht dich ja nirgends. Du hast eine sonderbare Art, deinen Urlaub zu bcuützen. Nach fünf Jahren, während welchen du in Nussland vergraben warst, kehrst du nach Paris zurück, und anstatt dich in die Welt zu stürzen, führst du das Vergrabensein auch hier fort.» «Weil mir noch Zeit genug bleibt,» versetzte d'Arlige lächelnd. «Mein Urlaub nimmt kein Ende; ich habe meine Demission dem Minister bereits eingereicht, denn ich werde heiraten l» «Wie? Was? Willst du etwa gar Bianca Monti heiraten? Ah, jetzt begreife ich, weshalb du mich wegen der Loge der Baronin befragtest! Du glaubst, dass dicfer Listrac gar nicht abgereist sei und sich irgendwo im Hintergründe verberge. Und du hast recht; er ist zu allem imstande. Ich hoffe nur, dafs. wenn du ihn entdecken solltest, du dich nicht veranlasst sehen wirst, dich nlit ihm zu schlagen, denn solche Schurken sind es nicht wert. Es wäre dies übrigens von jedem Gesichtspunkt aus ein Unsinn. Erstens setzt man vernünfligerweife sein Leben nicht der Gefahr aus, von einem so elen. den Menschen getödtet zu werden; fällt dagegen er, fo kannst du seine Witwe doch nicht heiraten.» «Beruhige dich, mein freund. Ich beabsichtige ebensowenig Frau von Listrac zu heiraten, als mit ihrem Gatten Streit zu suchen, der — wir ich doch hoffe —im gegenwärtigen Moment auf dem atlantischen Ocean schwimmt.» «Wen heiratest du denn?» (Fortsetzung solgt.) Xaidachcr Zeitung Nl. 76. 626 3. April 188^ zugehl, dass die Save in gefahrdrohendem Wachsen begriffen sei, werden sämmtliche im Savegebiete liegende Bezirksbehörden von der Gefahr in telegraphischem Wege verständigt. Dieselben haben hierauf unverzüglich Estaffet-ten in alle an der Save gelegenen Ortschaften zu entsenden. Dieser Estaffettendienst wird demnächst durch eine besondere Verordnung geregelt werden. Im Zusammenhange damit wurde den Behörden das Verzeichnis der Beobachtungsstationen für Meteorologie und Wasserstand zugesandt. — (Neue Auszieh- und Aufkündi-gungs-Ordnung für Laibach.) Der Laibacher Gemeinderath beschloss in seiner gestrigen Sitzung nach lebhafter Debatte, über welche wir ausführlicher berichten werden, als Ausziehtage festzustellen: den 1. Februar, den 1. Mai, den 1. August und den 1. November. Die Aufkündigungen haben 14 Tage vor den genannten Terminen zu erfolgen. Monatswohnungen sind 14 Tage früher zu tünden und sofort nach dem 1. eines jeden Monates, wenn derselbe nicht auf einen Feiertag fällt, zu räumen. — (Reichsrath«-Ersatzwal)l in Istrien.) Vei der vorgestern von den Städten, Märlten und In-dustrialorten Istriens und der Handels- und Gewerbekammer von Rovigno vorgenommenen Reichsraths-Ersah-wahl ist für das durch den Tod des Dr. Franz Vidulich erledigte Mandat Dr. Ludwig Rizzi in Pola, Candidat des italienischen politischen Vereines, mit 2535 von 3073 Stimmen gewählt worden. Der slavische Gegen-candidat Mathias Mandic erhielt 482 Stimmen. — (Elektrische Gesellschaften in Oesterreich.) Die Gründung von elektrischen Gesellschaften dürfte bereits in kurzer Zeit spruchreif werden. Die Unterhandlungen betreffs Erwerbung des Willer'schen Patentes auf Accumulatoren, welches vom Wiener Bankvereine und der Länderbanl gemeinsam mit deutschen Firmen übernommen werden soll, werden gegenwärtig mit großem Eifer geführt. Es ist beabsichtigt, eine Com-manditgesellschaft zur Exftloitierung dieses Patentes vorerst mit einem relativ niedrigen Capital zu gründen. Die Länderbanl wird eine besondere Gesellschaft für das Aluminium-Patent, welches sie von der Aluminium-Actien-Industrie-Gesellschaft in Neuhausen erworben hat, ins Leben rufen, und es dürfte vermuthlich zwischen dieser Gesellschaft und der elektrischen Gesellschaft ein Uebereinkommen getroffen werden, da für die Herstellung des Aluminiums eine große elektrische Anlage erforderlich ist. Auch die Unionbanl gründet eine Eleltricitäts'Gescll-fchaft im Vereine mit der Budapester Firma Ganz und Compagnie, und vernehmen wir, dass die nachgesuchte Concession bereits in der nächsten Zeit ertheilt werden wird. — (Amateur-Photographenclub.) Die erste constituierende Versammlung zur Bildung eines Amateur-Photographenclubs in Laibach findet heute abends um 6 Nhr in der Kanzlei der gewerblichen Fachschulen (Virant'sches Haus, Sternwartegasse, 1. Stock) statt. Tagesordnung: 1.) Berathung der Statuten; 2.) Wahl des provisorischen Ausschusses. Jeder Freund der Amateur-Photographie, mit Ausnahme der Berufsphotographen, hat Zutritt. — (Personalnachrichten.) Die Gemeinde Ratschna hat die Herren Bezirkshauptmann Mahlot und Ingenieur Hrasly wegen ihrer Verdienste um die Entwässerung des Ratschnathales zu Ehrenmitgliedern der genannten Gemeinde ernannt. — (Vodnil-Denlmal.) Wie nun endgiltig festgestellt wurde, findet die Enthüllung des Vodnit-Denlmals in Laibach Sonntag, den 30. Juni, statt. Das Programm wurde in den Hauptpunkten wie folgt festgesetzt: Am 29. Juni Empfang der Gäste; am selben Tage nachmittags 5 Uhr Vekränzung des Vodnik-Denkmals auf dem ^Friedhofe zu St. Christoph; abends Theatervorstellung, dann Fackelzug. Am 30. Juni halb 12 Uhr Enthüllung des Denkmals am Valvasorplatz; um 2 Uhr nachmittags Bankett, um 5 Uhr Volksfest in Schischla, und zwar im Geburtshause Vodniks. — (Felsabsturz.) Infolge des eingetretenen Thau« und Regenwetters löste sich am 25. v. M. gegen 5 Uhr nachmittags nächst des Eifenbahn-Tunnels und der Eisenbahnbrücke in Moste eine Felswand los und rollte circa 30 Meter gegen die Mühle des Besitzers Josef Bizjak herab. Dieser Felsabsturz beschädigte eine Bretter« schupfe und die Mühle des vorerwähnten Besitzers, indem erstere total zusammengedrückt und bei der letzteren ein Theil der Mauer eigedrückt wurde. — (Trifailer Kohlenwerks ° Ge sell-schaft.) Die Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft beabsichtigt, ihre fünfprocentigen Goldprioritäten, welche in drei Emissionen zerfallen und zufammen etwas über vier Millionen betragen, in eine niedriger verzinsliche Schuld mit 45jähriger Amortisationsdauer umzuwandeln. Die bevorstehende Generalversammlung wird bereits in der Lage sein, über dieses Project Beschluss zu fassen und dem Verwaltungsrathe die entsprechende Ermächtigung zu ertheilen. — (Wandervögel.) Seit einigen Tagen haben sich in unserer Stadt wieder mehrere Züge von Wandervögeln niedergelassen, und allnächtlich hurt man von den Dächern der Häuser herab die unheimlichen Klagetöne der Thiere. — (Slovenischer Lehrertag.) Wie der «Höi-tol^ki 'I'ov»riz» mittheilt, findet die erste Vollversammlung des allgemeinen slovenische» Lehrervereines «Nuvozn» am Ostermontag, den 22. April, zu Sachsenfeld in Steier-mark statt. — (Von der kleinen Lotterie.) Vei der letzten Ziehung ist der seit sechs Jahren in Graz nicht gezogene 4iger endlich herausgekommen, auf den alle Lotterie» schwestern schon längst ihre Hoffnungen gesetzt hatten. Das Lotto Amt wird auf diese Nummer etwa eine halbe Million Gulden auszahlen müssen. — (Aus Loitsch) berichtet mau uns: Bei der vorgestern in Oberloitsch stattgefuudenen Gemeindevorstands' wähl wurden gewählt zum Gemeindevorsteher Karl Pup« Pis, zu Gcme'mderäthen Andreas Mar into, Johann Rihar, Johann Kobal und Michael Gostisa, sämmtlich Besitzer in Oberloitsch, — (Blattern.) Auch im Ranner und im Lich-tenwalder Bezirke nimmt die NlattermEpibemie in bedenklichem Maße zu. Wegen Verschleppungsgefahr wur-den die Wochenmärlte der Stadt Rann eingestellt. Aunst und Aitevatuv. — (Neues Porträt der Kaiserin) Soeben ist ini Verlage von N. v. Lechners k. l. Hof« und Universitüts-Buchhandlung, Wien, Graben 31, ein neues, von der heliogra« phischen Abtheilung des t. t. militär'geographischen Institutes ausgeführtes Porträt der Kaiserin erschienen, welches ein gelungenes Pendant zu dem in derselbeu Anstalt hergestellten Por trat des Kaisers bildet. Dasselbe ist 80:60 Centimeter groß, auf japanesischem Pppier gedruckt und mit dem Namenszuge der Kaiserin versehen. Das Porträt des Kaisers hat in allen Kreisen der Monarchie in vielen Tausenden von Exemplaren Absatz gefunden, und gewiss wird auch dieses schon lange Zeit erwartete Pendant allen Besitzern des Kaiscrbildes jetzt doppelt willkommen sein. Der Preis des Vildes der Kaiserin beträgt 1 fl., in ein-fachen oder eleganten Einrahmungen 6 st. bis 15 st., in feinster Aquarellmalerei ausgeführt, mit elegantem Rahmen 25 fl. Gleichzeitig wurde eine kleine Ausgabe 26:21 cm zum Preise von 20 lr., in hübschen Naturholzrahmen 60 kr., herausgegeben, welche eine getreue Reduction der großen Ausgabe ist und ein Pendant zu dem Bilde des Kaisers bildet, welches anlässlich des 40iähri< gen Regierungsjubiläums des Kaisers in den weitesten Kreisen der Bevölkerung, namentlich in vielen Schulen, Fabriken lc., als Festgabe große Verbreitung gesunden hat. Die Bilder können durch die Firma Lechncr, Graben 81, sowie durch jede Buck- und Kunsthandlung bezogen werden. Im gleichen Verlage ist auch das Bild des Kronprinzen Rudolf und der Kronprinzesfsn-Witwe Stephanie in großen und kleinen Ausgaben erschienen. — (Das «Praktische Hotel-Adressbuch für die Reise>.) welches soeben im Verlage von Albert Goldschmidt in Berlin erschienen ist, bietet ein nach dem Alphabet der Städte geordnetes Verzeichnis der empfehlenswertesten Hotels in Mittel-Europa und setzt den Reisenden in den Stand, mühelos das seinen Ansprüchen genügende Hotel auszuwählen. Auch für geschäftliche Zwecke wird man in dem Buche, dcsseu billiger Preis (60 Pfennig) die allgemeine Verbreitung erleichtert, stets ein genügendes Adressenmaterial finden. Mit 1. Apnl begann ein neues Abonnement aus die Laibacher Zeitung. Die Pränumerations-Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Postveisendung: fllr Laibach: ganzjährig . . 15 ft. — kr. ganzjährig . . 11 ft. — kr. halbjährig . . ? „ 5tt „ halbjährig . . 5 „ 50 „ vierteljährig . 3 „ 75 „ vierteljährig . 2 „ 75 „ monatlich . . 1 „ 25 „ monatlich . . — „ 92 „ Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 1 Gulden. I^- H>ie Pränumerations'Neträge wollen Porto« frei zugesendet werden. Jg. v. Klemmer H Fed. Vamberg. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 2. April. Se. Majestät der Kaiser ist heute morgens aus Budapest wieder in Wien eingetroffen. Mit» tags empfieug der Kaiser den Minister des Aeußeren, Grafen Mnoly. den Ministerpräsidenten Grafen Taaffe und den Unterrichtsminister Dr. Gantsch in Privat« audienz. Graz, 2. April. Zwischen de» Druckereibesihern und den Setzern wurde eine Verständigung erzielt nnd ein Ausgleich erreicht. Budapest, 2. April. Der Immunitätsausschuss beschloss einstimmig, die Auslieferung des Abg. Rohonoczy zu beantragen. Das Unterhaus lehnte den Autrag Nagy zur Wehrnovelle ab. Paris, 2. April. Das «Journal Officiel» meldet: Oeneraladvocat Quesnay in Beanrepaire wurde an Stelle Äouchez' zum Generalprocurator des Pariser Gerichtshofes ernannt. Die Kammer verhandelte den Antrag Delattre's betreffs der Sicherheit der Eisen« bahn-Reijenden. Am Schlüsse der Sitzung wnrde der Entwurf betreffs Constituicrung des Senates als Gerichtshof eingebracht. Kein Zwischenfall. Sofia, 2. April. Der ehemalige Finanzminister Nacevic ist nach Wien abgereist, um als Vertrauens« ^mann der bulgarischen Regierung Bulgariens In-tcnssen wahrzunehmen. London, 2. April. Das Unterhaus nahm ^ ^ trag der Regierung auf Vermehrung der F^ ^, Auckland, 2. April. Der englische Kreuzer «^ geht morgen von hier nach Samoa ab. ,. ^> Washington, 2. April. Drei KriegssaW ^" in Honolulu. Rio Plata und Marsh Island) »"> nach Samoa beordert. volkswirtschaftliches. 1854er Staatolose. ^ Bei der am 1. April vorgenommenen Verlosung °e^ Staats-Prämienanlehens vom Jahre 1854 fiel der P">" ^ mit 100,000 fl. auf Serie 2511 Nr. 1«, der Mite ", ,^» 10,000 fl. auf Serie 2522 Nr. 16. Auf alle übug" ^ verlosten Serien enthaltenen 2498 Gewinn -Nummer" > llemste Gewinn von je 300 st. Wiener Communal-Lose. ^^ Vei der am 1. April vorgenommenen Iü'hima. ? ^sfcl, Communal'Lose entfiel auf Serie 2535 Nr. 37 der V" ^, 9 Serie 1672 Nr. 46 gewinnt 20.0l)0 st., Sene '"'^ M 5000 st. Weitere gezogene Serien: 9 13 499 b^ 204? 2086 2379 und 2497. Uludlllfswert, l. April. Die Durchschnittspreise sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ^"" ll. lr, »^ Weizen per Helwlilrr 6 !,0 Vutter pr. Kilo - ' ^. 1>. Korn . 5 20 Eier pr. Stück - ' ' ^ " Gerste » 4 8« Milch pr. Mer - ' ' ^ A Hafer . 2 60 Rindfleisch pr. ""° ' ^ A Halbsrilcht » b 20 Kalbfleisch . ' ' ^ ^ Heiden . 4 22 Schweinefleisch ' ' ^ ^ Hirse . 4 88 Schöpsenfleisch ' ' ^ Kukuruz . 4 54 Hähndel pr. Stücl. ^ ll> Erdäpfel pr. Meter-Etr. 1 62 Tauben ' ' 3 ^ Fisolen per Hektoliter 5 69 Heu pr. 100 M>" ' l ^ Erbsen » 5 ftb Stroh 100 ' ',,. Linsen . 5 69 Holz, hartes, pr. ^M 2" Leinsamen . 5 85 Meter. > - ^ Rindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr"" ^ Schweineschmalz . -80 ^7' 'Eimer ^ Speck, frisch, . — 60 Wein, roth., pr.^'" ^ Speck, geräuchert, » — 72 Wein. weißer. Die Weiuprcife variierten zwischen 7 und lun.^^^-- Angekommene Fremde. Am I.April. ^.„iebE Stadt Wien. Lavric, Holzhändler, Trieft. "^„,6""' Hirsch und Kralowsly, Kaufleute, Wien. -^ "'«artiA ^ Graz, — Pajanovic, Holzhäudler, Agran». -^ . AlB"" viermacher, Wien. — Porenta, «eldes. -^ V""' ^ß Verwalter, Prag. ^»!,„. "" .. ^ Hotel Elefant, herlich. Kaufm., und Wolf, "" zglidatH^, und Schiinbacher, Impresario, Krapimer sammt Sohn, Karlstadt. - ^Z^M. ^ Trieft. — Francisea von Hornbostel, "" Wica-^-l. l. Garde-Rittmeister, Rudolfswert^-^egai^.----- Verstorbene. ., I,MA Den I.April. Anna Diewalb. Private, 4 lers-^W gaffe 39. Herzflappenfehler. - Maria Vcrhovc. ^ ^„g« 3 Mon.. Tchichstättgasse 8, allgemeine Kerlenneisters'Witwe, 84 I., Polanastraße ^ ",'sselive"!^ 2 cn 2. April. Leopoldine Furlan, ^a)"» Tochter, 18 Mon., Polanadamm 14, Fralsen- Im Spitale: 32 H'<5, Den 28. März. Maria Sloda, Arbeite" ^ lx-rcula.^ pulmonum. — Valentin MM, ^ ft- äpopiexiH <:orel,n. «shelter, 6" ^' Den 2 9. März. Franz Piberml, Arve» ^, be» llorxkli». «siilfsbeol^ Den 3 1. März. Max Pogacar, Ausy"> 2 I., Lungentuberkulose. ^^3^^ ^-----------------—----------« ^^^AlbaZ^ Meteorologische Beobüch^ell^^-^ _________ F ^ "_^_l_^_______?3--H^?eMll 0, "" 7 U7Ma^728^2------7^"NO. schwach Mege" M 2.2 . N. 724 6 6-2 NW. s«"^ ^egen ^. 9. Ab. 725-7 1-8 NO.schwack 5"^"'" Regen den ganzen Tag, rasches "A «eratur abends Schnee. Das Tagesmittel der " i- ^^ 2 0« unter dem Normale. ___ __^—"^ll- ^-"^ verantwortlich« Redacteur: ^^--^^^ -— ----------^^ ^—-^^«l""^'"^ VerfälMe schwarze K^'^O'A bald und hinterlässt ««mg Mche "°" .»"^d bl ch" „ sc^^ s,»)t Verfälscht« Scibe (die leicht f°r<. nainentlich gliinüien die »Schus«»«^« H »i'c ", ,,!,>< ^a> ^,,! siosf erschwert) und h''ttcrläi?t/"<"<" ,«ndcc«"der °° HF.' Gezensal) ,ur echten Ecidc mchl ll^'H ^ sie- "/ss, U!.3e» />' man die Nschc der echten Sc.de. s°/",'." ...«»'«r^^enft^u^', i nicht. Da« Seiden,abril.DcP"t von <',-,"""chtc",,^ pol ^i ^ /i^iol.. versendet gern Muster von s^."^^«^ ^ (Ü^^, dermann und liefert einzelne Nobcn und g""« ^^ ^^ frei in'« Haus. _^-^" Depot der k. k. General 0 .."-<" Mahstad 1:75000. Preis per ^°" ^/lr. , ^ll'l" auf Leinwand «esP°"Nl ^^st>» 3g. °. Kl5inmayr H Fe'l. K"""5 _^chtt^itung 3tl. 7«. 627 3. April 1889. Course an der Wiener Börse vom 2. April 1889. N°« bem of^enm C°ur«bl°tte H^^'°Mlo,e' 25« st ,^3,^" ^C>aM>''Wll»0ß, ,48 50 l^«. ;,' . ^ ' WNfi, I«3._,8z75 "-^^^ « "w ss. llli Lb 13175 Veld War, Grundentl.-Obliaationcn (für l00 fl, EM.), 5«/„ «aliz,sche..... 104 75 1055N .V/„ mährische...... 10» 75 III» 75 5°/« Krain und Küstenland . . 10»'—------- 5"/„ niedereslerrelchische . . . 10» «, 110 25 5"/„ steirische...... 10t 75 -— 5"/„ kroatische u»b slavonische . 10i — — — 5"/„ sirl'tiilmrsstsche .... l0i 95 105 25 5>«/„ Tcmescr Äana! .... 1043510525 !»"/„ »»„arische...... 104 95 l«5 25 Andere öffcntl. Anlehcn. Dunaii-Nea^Lust 5"/„ 100 fl. . 12«! z>> 187-50 dto, «»leihe l«7» . . 1U6.75 >0? — «nlrhen der Slab! Vürz . . /,"/,. . . 10«!». 10120 dtll, » 4'/« . . . «840 9U'9<> dto. PrHm.tHchuIbuerschr. 8«/« 110 - 110 b» Oesl. Htipothclenbanl l»j. 50"/„ 101— —-— O^st.ililg, «anl verl. 4>/2"/, - W2'5U 103 — detto . 4"/„ . . 1NN — lou 55 bclto 5«jähr. » 4"/, . . llX» — l»0 55 Prioritäts-Obliaationtn (für 100 st!). sterdinand«-Norbbah» ) 50 Vübbahn »l 8°/,..... 145 50 14« !l5 » k 5°/>..... 122 — 123 .- Ung.Mliz. Vllhn..... 10! — 101 50 Divcrfe Lofe (p«i Stück). Credltlllse 10» fl...... ,«» «^ ,88 75 Clarh-Lose 40 fl...... 545« ß550 4"/„ Donau-Dampfsch, 1W fl. , 144 .- i4L — Laibacher Pram.'slnleh. 20 fi. 27 50------ ofcner Lose 40 fi..... ßz-., ._ — Palffy Lofe 40 fi...... 8450 «z 50 Rolhen Kreuz, Ost, Ves. v., 1U fl, »u 9<< «1 3U »iudolph i!«fe 10 ft.....2,.______ ElllmLllsc 4« fl...... ggby «75» T«. Geuui« Lose 4N fl. . . . g75<, ß« <,<> WalbstrinLose 20 ft..... 4«.5« 49 5« Mlidiich Gratz Uos, 20 fi. . . »g-^ ^. ^ Vew.Cch. d. 3"/„ Präm.'Lchulb' versch. d. Vobencreditanstait . ,?'— 18 — Vank. Actien (her Ttücl). Analo Oest. «anl 200 fl. 00-/,«. 131 50 131.90 Vaülvercin. Wiener 100 st.. . 109 — 10» 25 Vdül-r. Anst, »st. L<)<> fl. S, 40«/n 2»1 — 232 - Crdt. «»st. f. Hand. u. V. IMfl. 30« 50 »«l — Creditdanl, Allg. »mg. 20« fi. . 3l>4 50 305 — DepoNtcnvanl, «llss. 200 fl. . 1»? — 1«»' - . . . 234 b» 23< »0 OeNerr.'Unnar, Nanl «00 fi. . 892 - 8»4 - Unionbanl 200 fl...... »«8'i»«, 22» — Nerlehrsbanl, «llg. l40 fl, . . 158 - ------- Actien von Transport-Unternehmungen. (per Ltücl). Nlbrecht-Vahn 200 ss. lZilber . 55 - 5« - «llsölb.Fiuman. «ahn 24- 3b8 - Donau - DampfschifffahN - Ges., Oesterr. 500 fl, llM, . . . 39» - 4«l - Dräu 0fl.s>,'Una,,Tr!est5<»<»fi,2M, 403 — 407 — Oeslerr, Nordweslb, 2!>» fi, Silb, I8ü — 183 — bto, (lit, U) 200 fl, E. . . 209 - 2N!»50 Praa Duzer Visenb. ,5<>fi.Tilb, 47— 47 75 Rudolph Äah» 2<»0 fi. Silber .---------------- Slalltseisenbahn 20!» fl. Silber 242 25 ^4275 Sübbahn 20« fl. Silber . . . 1,0 75^inl — Sü°^lurbb.Vcrb,°V, 2NNfl,,rermühl»,Paviers,u.>lj,°V, 12» 50 1^9'bl» Irlsailrr llohlenw^Ves, 70 fi. . Ilb — 115 — W°ffrnf.-G..0est, — »i ^ Wienerbergcr Zlegel'Uctien'Ves. 181 l»u 1»« — Devisen. Deutsche Platze...... 5« 1<» b» ,5 London........ 12«, 8ü ,2« »» Pari«......... 47 90 4? 95 Valuten. Ducaten........ 5 71 z 7, 20-Franc« Stücke..... 950, «57. Deutsche Neichsbanknoten . . 59 1«^ 5» 1? Papier-Mubel...... i>L8„ l«9 Italienische Vanlnoten (lvo L) 4? 7:> 47 <»o jj Casino - Glashalle. Ute Mittwoch, den 3. ^pril grosses Concert -w~ der ungarischen Kapelle (1441) Ai»Ctq Tele£anten National - Costüm. ^^*« Uhr. Entree 30 kr. iTri ",flranlS r'el)Sl zal'lung3bedingnisscn für k. k. Staatsbeamte über ült°rakleider und Uniformsorten «.. Utlifo«,».« versendet franco die ^Ori2 Ä!!unss'Anstalt Vfoä 'zur Kriegsmedaille» ^^ AiHer & Co. Tfg! k. k. Hoflieferanten s *iim Wien. VII., Mariahilfer«tra«Be 22. (373) 10 Ich Anna Csillag mit meinem 185 Centimeter langen Riesen I—«H-t------- Zu hahen in Laibaoh bei J. 0. Karinger, Rathhausplatz. (1410) 20—1 Wasserwerk Laibach. Offert-Ausschreibung. Die Herstellung des Hochreservoirs Tür die städtische Wasserleitung wird hiemit zur Concurrenz ausgeschrieben. Die Angebote sind unter der Bezeichnung «Ofierle über die Herstellung des Hochreservoirs für das Wasserwerk Laibach» bis 20. Aprü 1889, 12 Uhr mittags bei dem Sladlmagislrate Laibach schriftlich und versiegelt einzureichen. Die Pläne und Vorausmasse sowie die allgemeinen und speciellen Bedingungen sind von der Bauleitung des städtischen Wasserwerkes zu beziehen, und ist letztere zu jeder weiteren Auskunft bereit. Laibach, den 2. April 1889. (1438) Der Bürgermeister: O-XSlSSelli m. p. K. k. österr. w Staatsbahnen. Aufnahme von Diurnisten. Bei der gefertigten k. k. Eisenbabn-Betriebs-Direction gelangen mehrere Diurnisten-posten rnit dem Taggelde von 1 fl. zur Besetzung. Petenlen, welche eine schöne Handschrift besitzen, ein tadelloses Vorleben sowie die nöthigen Vorkenntnisse nachzuweisen imstande sind, wollen ihre mit den bezüglichen Zeugnissen belegten und mit einer 50 kr.-Stempelrnarke versehenen Gesuche bis spätesten« 10. April 1. J. hieramls einbringen. Vill ach am 25. März 1889. (1414) 3-r Strickmaschine. (1439) 4_! 31arie I^x^e^xnili Sternallee, X3Isi-uls t,31ott. IMIsitica,"- ^j*- Deller's i^fkersburger BBStes Tisci- nl Mrtls-MiL Erprobtes Heilmittel gegen Katarrhe der Athmungsorgane, Gicht, Rheumatismus, Magen- und Blasenleiden. reinster alkalischer bei Joh. Lininger in Laibach, Römerstrasse Nr. 9. (1196) 25—5 Sauerbrunn.